4 *- ■ i- 'i, < WU A:- ; ' ,' '- ■ §rektag. 15. Januar 19^3 Gießener Anzeiger 193. Jahrgang Nr. 12 jto.ctjenn . n. a, auner Sonmaae imh feiertags Beil an en GieKener »tarmhenblatter Hermai im‘B»ld'DieScholle Bezugspreis: SRonatltrb.RM.1.80 SuftPUgebübr . . „ -.25 auch be Wimt er* ehernen von einzelnen Nummern intnlae höhere^ (ßemalt KernivrechamchloK 2251 Drabttmichnft ,^meiner" TnWfhnrf 11ß*c ftrTrtnff /M Annavme uun aiuei en fih die Mittagenummer biS H*/, Ubr de«BornuttagS Sonn, 75.2t* en. 6 de in ! übet liieren, geißln i mH gisch« Metel abloto tompfi1 es Ok- 1 gibt schml- itiHotfl belmti narktn» t wich ter: ® e M en, W b W I» lungei inb W g, abti ianel» • habrl könnt« lönii1 ftoriW BZ he W chl ej Papilt :\W ?ii atellZ nfin» itt*. ?5 lief U E tau er (Altenburg, Thüringen) für das Gedicht ^Böhmische Heimat". Fünf weitere Arbeiten sind iom Verlag angekaust worden. Hochschulnachrichten. Der außerplanmäßige Professor für organische Che- hie an der Universität Jena Dr. phil. Eugen Müller vurde zum o. Professor an der Universität Frankfurt ernannt. Müller wurde 1905 in Merken bei Düren geboren. Er studierte in Berlin und Freiburg und promovierte 1928 in Berlin. 1933 habilitierte er sich in Danzig. Er kam dann als Dozent dach Jena. — Der emer. o. Professor an der Universität Rostock, Dr. phil., Dr. ehern., Dr.-Ing. e. h., Dr. med. h. c., Dr. sc. h. c. Paul Walden, erhielt tzinen unbesoldeten Lehrauftrag für Geschichte der lkhemie an der Universität Frankfurt. Walden vollendet im Juli dieses Jahres fein 80. Lebensjahr. Leine wissenschaftliche Leistung ist mit den Begriffen ..Waldensche Umkehrung", „optisches Drehungsvermögen", mit der „Waldenschen Regel", den „n-chtwässeriaen Lösungen" und den „obnormen Elektrolyten" verknüpft. — Dr. phil. habil. Albert geltet, Dozent für Psychologie und Philosophie, Äesthetik, Musikwissenschaft und Geistesgeschichte an der Universität Leipzig, wurde mit der Wahrneh- lnung der ordentlichen Professur für Psychologie an der Universität Halle beauftragt Wellek wurde 1904 in Wien geboren. Er kam 1933 als Assistent nach Leipzig, wo er 1939 Dozent wurde. Von seinen Werken nennen wir: „Das absolute Gehör und feine Typen": „Typologie der Musikbegabung im -eutschen Volke" und „Das Problem des seelischen Seins". — In diesen Tagen vollendete der lang- jö'brige Leibarzt des verstorbenen Reichspräsidenten von Hindenburg und emer. Honorarprofessor an der Universität Berlin, Dr. Hugo Adam, sein 70. Lebensjahr. Adam wurde 1873 in Friedederg (Mark) geboren. Er studierte in Berlin, Greifswald, Frei- önrg und Leipzig und promovierte 1899 in Kiel. Er leitete dann lange Jahre die Abteilung für physikalische Therapie (natürliche Heilweisen) und war während der Reichsprasidentenschoft Hinden- fnrrgs dessen Leibarzt. 1937 wurde er Honorarprofessor für natürliche Heilweisen an der Universität Berlin. Er hält auch jetzt nod), Vorlesungen und Kurse über physikalische Therapie.________________ AUF MÖNCKEBERG ist del “Teufelles. ROMAN VON OLAF BOUTERWECK L Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) „Mehr als Sie denken, Herr Holm! Denn in dem Koffer befanden sich nach Ihren Angaben außer Ihrer Pistole auch die Schuhe, die Sie gestern getragen haben! — Es waren doch Schuhe mit .Gummiabsätzen, nicht wahr?" „Allerdings", antwortete Axel erstaunt. „Sehen Sie: der Täter, der Professor Beierfeld erschoß, hinterließ in der Bibliothek den Abdruck eines Gummiabsatzes. Ein Vergleich mit den von Ihnen getragenen Schuhen und die Untersuchung Obrer Pistole hätte Sie gegebenenfalls sofort entlastet. Durch das Verschwinden dieser Beweismittel ist aber jeder Nachweis Ihrer Schuldlosigkeit un- möglich geworden. Es sei denn, Sie hatten ein ein» mandfreies Alibi!" Axel war im kriminalistischen Denken zu sehr geschult, um nicht sofort die Tragweite dieser Erkla- nmg zu begreifen. Er ließ den Kopf auf die Brust sinken und starrte einen Augenblick mit finster zusammengezogenen Brauen vor sich hin. Aber plötzlich hellte sich sein Gesicht auf. „Ich gebe zu, Herr Kommissar, daß das, was Sie da sagen, Hand und Fuß hat. Aber — gesetzt bert Fall, daß ich wirklich der Täter wäre, welche llrsache sollte ich wohl gehabt haben? Denn ohne Trund bringt man doch keinen Menschen um, am wenigsten einen Onkel, von dem man nur Gutes erfahren hat!" „Nun, was das anbelangt", meinte Raucheisen achselzuckend, „so könnten ja zwischen Ihnen und Ärem Onkel irgendwelche Zwistigkeiten schwerster Krt bestunden haben! Dre Tatsache, daß Sre sich teu Aus der SkaSt Gießen. Vergessen. Wie oft hören wir im alltäglichen Leben, wenn iraend etwas nicht ausgerichtet worden ist, die billige Redensart: „Ach, mein schlechtes Gedächtnis! Ich habe wirtlich n'cht mehr daran gedacht!" Es ist ja so, daß das Gedächtnis nachläht, wenn wir älter werden, und wir brauchen gar oft so kleine Hilfsmittel wie eine Bemerkung im Notizbuch u. a. m. Das ist oft nur ein Wort, aber es ist eine Stütze, über die die Jugend vielleicht lächelt, die sie aber einst auch nötig hat. Aber es gibt in unserem Leben auch Ereignisse, die wir eigentlich schnell vergessen sollten; denn das immerwährende Denken an irgendeine häßliche Tatsache kann schließlich zur Qual werden. „Ich kann ihm das nicyt vergessen!" gesteht uns jemand, weil ein Bekannter ein hartes Äort über ihn fällte. Nun verbohrt er sich ganz in den Gedanken an diese Beleidigung und sinnt aus alle möglichen Rachetaten. Wäre es hier nicht besser, er würde sagen: „Wie gut, daß ich ein schlechtes Gedächtnis habe! Diese Sache habe ick schon längst vergessen!" Hier sollten wir von der Kunst des Vergessens reden. Der erste Zorn, der in ihm aufwallte, ist ja längst verflogen, und nur das ewige Drandenken verursacht ihm nun Schmerzen. Wie können wir aber eine böse Geschichte, die uns aufregte und verärgerte, so schnell vergessen? Wir wollen es ja, aber es gelingt sehr oft nicht. Der Wille allein versagt hierbei meistens. Wenn wir uns beständig vorsagen: „Ich will nicht mehr daran denken!", dann stellt sich gerade das Gegenteil ein. Ganz unbewußt vertiefen wir uns in Gedanken in die unangenehme Sache und kommen davon nicht los. Dagegen ist es viel, besser, wenn wir uns vornehmen, noch einmal alles klar zu über- denken. Ganz bewußt rufen wir uns alles ins Gedächtnis zurück, unnd bald merken wir, daß die Ursache der quälenden Vorstellung gar nicht bei einem andern zu suchen ist, sondern ganz allein bei uns. Wenn uns ein spöttisches oder kränkendes Wort getroffen hat, bann geht das sehr oft gar nicht gegen unsere Ehre, sondern gegen unsere Eitelkeit oder Empfindlichkeit. Je mehr ein solches Wort der tatsächlichen Wahrheit entspricht, desto eher sind wir geneigt, es übelzunehmen. Also, Hand aufs Herz! Ehrlich gegen sich selbst! Dann verfliegt gar oft ein Aerger, der unser Leben überschatten wollte. Haben wir uns aber wirklich stark aufgeregt, bann sollte auch der Humor bisweilen behilflich sein, eine unangenehme Sache zu vergessen. Denken wir nur an bas klassische Zitat aus einer Operette: „Glücklich ist, wer vergißt, was nicht mehr zu ändern ist!" Oder: „Cs geht alles vorüber, es geht alles vorbei!" Jammern und ewige Klagerei vermindern keines- wegs einen Schmerz. Und ist uns ein lieber Mensch vom Tode entrissen worden, dann denken wir zurück an die schönen Tage, die wir mit ihm verleben durften. Wirke in seinem Sinne! Suche dir ein Ziel und arbeite? Arbeit ist die beste Voraussetzung, um einen liefen Schmerz zu mildern. Ganz vergessen wir ja nie, was uns das Leben zufügte, aber wir wollen auch nicht krampfhaft versuchen, immer wieder daran zu denken. — h. Kür Tapferkeit vor dem Heinde. Der Gefreite Albert Sern aus Lang-Göns, der in einem Grenadier-Regiment im Osten kämpft, wurde für Tapferkeit vor dem Feinde mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichnet. Silber aus der neuen Wochenschau. Es ist das besondere Verdienst der neuen Wochenschau, daß sie dem deutschen Volke wieder einmal in Bildern von außerordentlicher Eindruckskraft nahebringt, in welchem Maße der einzelne Soldat, und vor allem der Infanterist, Tag für Tag mit selbstverständlicher Einsatzbereitschaft ein Heldentum beweist, bas unvergleichlich ist. Am mittleren Frontabschnitt, wo in Schnee und Eis die große Abwehrschlacht tobt, sehen wir eine Gruppe von Männern eines Stoßtrupps, der den Befehl erhalten hat, einen sowjetischen Graben aufzurollen. Höchste Spannung liegt in den Mienen dieser kampferprobten Soldaten, als sie auf die Minute des Losschlagens warten: zugleich aber auch verbreiten sie eine Ruhe und Gelassenheit um sich, die bewunderungswürdig ist. Da endlich — der Augenblick ist gekommen. Mit einem Satz schwingen sie sich über den Grabenrand, preschen ungeachtet der feindlichen Einschläge nach vorn, und schon nach kurzer Zeit sind die bolschewistischen Stellungen erreicht. Maschinenpistolen knattern, Handgranaten detonieren, verzweifelt ist der Widerstand der Sowjets, doch nach kurzem, erbitterten Kampf ist ein feindlicher Bunker gesprengt, die Grabenstellungen vier Monaten hier im Hause kaum haben sehen lassen, würde eine solche Annahme noch wahrscheinlicher machen!" „Sie sind wirklich ein Gemütsmensch, Herr Kommissar!" rief Axel mit einem kurzen, zornigen Auf- lachen. „Ich tue hier nur meine Pflicht!" erklärte Rauch- eisen zurechtweisend. „Betrachten Sie diese Angelegenheit doch einmal vom Standpunkt des Staatsanwaltes aus: Sie fahren also abends gegen zwanzig Uhr aus Ihrem Hause fort. In Ihrer Tasche befindet sich eine Selbstladepistole, Kaliber sieben Komma fünfundsechzig: das heißt allo, eine Waffe derselben Art, nut der Professor Beierfeld einige Stunden später erschossen wird. Sie kommen in dieser Nacht nicht wieder nach Hause, und Sie können ober wollen auch nicht Ihr Alibi für die fragliche Zeit bei- bringen. — Die Mordwaffe haben Sie gewissenhaft beseitigt, und nachdem gegen sechs Uhr morgens Ihr Diener Otto Ihnen telephonisch mitteilt, daß auch mit Ihren Schuhen irgend etwas nicht in Ordnung fei, lassen Sie die Schuhe und sonstigen Kleidungsstücke ebenfalls verschwinden. Nachher erfinden Sie bann das Märchen von dem gestohlenen Koffer!" „Ist das alles, was Sie mir andichten?" fragte Axel in einer Art Galgenhumor. „Durchaus nicht!" fuhr Raucheisen in unerschütterlicher Ruhe fort. „Als tatverdächtige Umstände kommen weiter hinzu, daß Sie sich gut hn Hause Ihres Onkels auskamtten, daß Sie sich ohne Schmie- rigtaten einen Nachschlüssel zur Haustür beschaffen konnten, nicht zuletzt auch die Tatsache, daß Sie der alleinige Erbe Professor Beierfelds sind ... Oder mit anderen Worten: daß Sie der einzige Mensch sind, der gewissermaßen Nutzen vom Tode des Professors hat? — Ja, wenn ich es mir recht überlege, wird hier sogar etwas wie ein eigentlicher Grund zur Tat sichtbar ..." „Dann bin ich aber wirklich gespannt!" Oie rechtliche Stellung des Kranken im Krankenhaus. Von Oberlandesgerichtsrat Dr. Schläger. Nicht immer beruht die Aufnahme in ein Krankenhaus auf einem Vertrag. Vertraasbeziehungen werden z. B. nicht begründet, wenn Personen auf Grund öffentlich-rechtlicher Fürsorge aufgenommen werden. Im Regelfall sichert bei Vertragsabschluß die Anstalt dem Kranken Bereitstellung eines Krankenzimmers und etwaiger sonstiger Aufenthaltsräume zu — insoweit wird ein Mietvertrag ge- scklossen — und erklärt sich zur Verpflegung und Wartung gegen Zahlung des festgesetzten Preises bereit. Ob über die ärztliche Behandlung mit dem Arzt selbst ein besonderer Vertrag geschlossen wird oder die ärztliche Behandlung im festgelegten Preise mit enthalten ist, hängt von den Umständen des Falles ab. Das Letztere wird im Zweifel als vereinbart angesehen werden können. In öffentlichen Krankenhäusern sind die Aerzte in der Regel zur Behandlung aller Insassen verpflichtet, daneben sind sie berechtigt, bei Selbstzahlern der oberen Anstaltsklassen selbständig zu liquidieren. In Privatkrankenhäusern pflegt das allgemeine Liquidationsrecht des Arztes die Regel zu sein. Der die Krankenhaus- behandluna begründende Vertrag wird bei Minderjährigkeit des Kranken mit dem gesetzlichen Vertreter geschlossen. Wenn eine Ehefrau in ein Krankenhaus aufgenommen wird, dann trifft sie Abmachungen im Rahmen ihrer Schlüsselgewalt, durch welche der Ehemann verpflichtet wird. Wenn der Kranke seiner Zahlungspflicht nicht genügt, so steht dem Krankenhaus das Pfandrecht an seinen eingebrachten Sachen zu. Es kann auch die Herausgabe der dem Kranken bei der Aufnahme abgenommenen Sachen bis zur Zahlung verweigern. Das Krankenhaus übernimmt mit der Aufnahme auch die Betreuung des Kranken. Die Anstalt kann zwar nicht schlechthin für jeden Unfall in ihrem Bereich haftbar gemacht werden, doch muß in der Anstalt mit dem Eintritt unvorhergesehener und außerordentlicher Ereignisse gerechnet werden, so daß den möglichen Gefahren mit der nötigen Sorgfalt begegnet werden muß. Die Erfüllungsorgane — Wärter, Schwestern usw. — sind sorgfältig auszuwählen und zu beaufsichtigen. Bei längerer Dauer der Beschäftigung ist es Pflicht der Anstaltsleitung und der zur Aufsichtsführung bestellten Vertreter, sick über die Tätigkeit und die Eignung der Angestellten auf dem Laufenden zu halten. Alle Apparate und Räume müssen so in Ordnung gehalten werden, daß sie den im Krankenhaus sich aufhaltenden und verkehrenden Personen keine Gefahr bringen können. Für Streuen bei Glätte und Hinweise auf gebohnerte Fußböden muß gesorgt werden. Bei Diebstählen im Krankenhause haftet die Anstalt für den durch eigene Fahrlässigkeit oder Fahrlässigkeit ihrer Angestellten verschuldeten Schaden. Ohne eine gewisse Dränung und willige Eingliederung aller Beteiligten kann kein Betrieb aufrecht erhalten werden. Die Kranken müssen sich daher allen Anordnungen des Arztes und des Krankenhauspersonals fügen und die Weisungen befolgen, die allgemein in der für sie verbindlichen Hausordnung und im besonderen Einzelfalle gegeben werden. Art und Umfang der Behandlung muß der Arzt entscheiden. Auf Sonderwünsche kann nur in geringem Umfang Rücksicht genommen werden. Der Kranke muß den Aerzten und ihren Hilfskräften das Vertrauen entgegenbringen, daß sie alles tun werden, um ihn rasch der Besserung entgegenzuführen. Der in einem Krankenhaus aufgenommene Kranke hat keinen Anspruch darauf, stets von demselben Arzt behandelt zu werden. Jeder von der Anstalt zur Verfügung gestellte Arzt, auch der Vertreter, ist Erfüllungsgehilfe der Anstalt. Der Kranke darf eins sorgfältige Untersuchung und Behandlung erwarten. Ist die Diagnose zweifelhaft, dann hat der Arzt sie zur gegebenen Zeit nachzuprüfen. Der Arzt wird bei dem Kranken, der in ein Krankenhaus kommt, annehmen dürfen, daß er sich damit einverstanden erklärt, daß alle zur Heilung der Krankheit notwendigen Behandlungen vorgenommen werden. Der Kranke wird von dem Arzt sachgemäß beraten und hat, soweit es mit Rücksicht auf den Heilungszweck tunlich und ratsam ist, eine sachgemäße Aufklärung, in der auf medizinische Einzelheiten einzugehen sich im allgemeinen im Interesse des Kranken nicht empfiehlt, zu erwarten. Die den Aerzten obliegende Verschwiegenheitspflicht gilt auch für die Krankenhausärzte, ihr unterliegen ebenfalls die berufsmäßigen Gehilfen des Arztes (Krankenschwestern, Pfleger, Büroangestellte). Liegt das Einverständnis des Kranken über eine Mitteilung vor, dann kommt ein Verschwiegen* heitsbruch nicht in Frage. Auch bei allgemein gehaltenen Auskünften über das Allgemeinbefinden des Kranken, darüber, ob der Fall leicht oder schwer ist, wird, von besonderen Fällen abgesehen, das Einverständnis des Kranken angenommen werden können. Der Ausdruck menschlicher Teilnahme ist mit Recht nicht zu verwehren. Dagegen wird eine Auskunft über die Art der Krankheit meist verboten sein. Die Möglichkeit, Prioatgeheimnisse unbefugt zu erfahren, muß tn Krankenhäusern abgedrosselt fein. werden ausgehoben, und die überlebenden Bolschewisten treten den Weg in die Gefangenschaft an. Nicht minder eindrucksvoll sind Aufnahmen von der K a u f a f u s f r o n t, wo ein Pionierstoßtrupp einen im Schmuck glitzernden Rauhreifs stehenden Wald von bolschewistischen Widerstandsnestern säubert. Nach der A t l a n t i k k ü st e wendet sich bann der Blick. Gewaltige neue U-Boot-Bunker sind hier im Entstehen, Kolosse aus Stahl und Eisenbeton, in denen bald neu in Dienst gestellte U-Boot-Flottillen Unterkunft finden werden. Aufnahmen von der iuneskschen Front folgen. Weithin schweift das Auge über die Stadt Tunis, mit ihren 250 000 Einwohnern eine der größten Städte auf afrikanischem Boden, und sehr interessant ist es zu sehen, welchen freundlichen Empfang die arabische Bevölkerung unseren Soldaten überall bereitet. Bilder von der Besetzung der Insel Korsika und aus der Donaustadt U t m mit ihrem hochragenden Münster vervollständigen die neue Wochenschau, die sich wieder als ein Bildstreifen von dokumentarischer Bedeutung darstellt. K. F. Letzte Röntgenreihenuntersuchungen. Den noch nicht geröntgten Volksgenossen in Gießen wird letztmalig Gelegenheit gegeben, sich am kommenden Sonntag, 17. Janu ar 1943, in der Zeit von 8.30 bis 10 Uhr, in der alten Pestalozzischule (Turnhalle) röntgen zu lassen. Auch diejenigen Volksgenossen, die bis jetzt noch nicht erfaßt sind, können ebenfalls um die genannte Zeit dort erscheinen. Die Bezahlung und Ausstellung der Karteikarte wird dort vorgenommen. In dem bereits ergangenen Dienstplan treten folgende Aenderungen ein: 17. 1.: Alte Pestalozzi- schule, 8 bis 8.30 Uhr, Polizei: 8.30 bis 10 Uhr, Raucheifen dachte einen Augenblick nach und fuhr dann langsamer, beinahe bedächtig fort: „Die Tatsache, daß Sie entgegen Ihrer früheren Gewohnheit Ihren Onkel in den letzten Monaten nicht mehr besuchten — mit einer einzigen Ausnahme in der vergangenen Woche — beweist hinreichend, daß zwischen Ihnen irgendwelche Zwistigkeiten entstanden waren. Sie geben das ja auch selbst zu. Nehmen wir nun einmal an, daß sich diese Streitigkeiten allmählich derart verschärft hätten, daß Ihr Onkel Ihnen mit Enterbung drohte. Daß er Sie am letzten Samstag zu sich rief, konnte ja zum Beispiel lediglich aus dem Grunde geschehen fein, um Ihnen diese Mitteilung zu machen! Sie befürchteten, daß er feine Drohung wahrmachen konnte, und des- halb gingen Sie hin und erschossen ihn, bevor er in der Lage war, fein Testament zu ändern!-- Nun, was sagen Sie dazu, Herr Holm?" Axel war während dieser langen Rede Rauch- eisens sehr nachdenklich geworden. Er hatte den Kopf schwer auf die Hand gestützt und starrte unbeweglich auf die Tischplatte. Bei Raucheisens Anrede sprang er nun auf und lief erregt im Zimmer hin und her. „Das Ganze ist doch vollständiger Unsinn?" rief er nervös. „Ein ausgeklügeltes Gedankengebäude, das sich zwar bei flüchtiger Betrachtung anscheinend mit den Tatsachen deckt ober damit zumindest nicht in sofort erkennbarem Widerspruch steht: aber bei genauer Untersuchung der Geschichte wird der Irrtum sich sofort Herausstellen!" „Wieso?" fragte Raucheisen. „Na, weil ich einfach nicht der Täter bin!" schrie Axel in wieder ausbrechendem Zorn. Raucheisen machte eine beruhigende Handbe- megung. „Herr Holm, Sie sind zu klug, um nicht zu wissen, daß das keine Beweisführung ist! Der einzige, der Sie entlasten könnte, nämlich Ihr Onkel, ist tot! Ortsgruppennachzügler: 10 bis 10.30 Uhr, Polizei: 10.30 bis 12 Uhr, Ortsgruppennachzügler. Betreuung der werdenden Mutter. Zwischen dem Hauptamt für Volkswohlfahrt und der Reichshebammenschaft ist eine Vereinbarung getroffen worden, wonach die Hebamme jede werdende Mutter dem Beratungsarzt mit einem Be« richt über die häuslichen, wirtschaftlichen und gesundheitlichen Verhältnisse und gegebenenfalls einem Vorschlag von Betreuungsmaßnahmen meldet. Wo eine Betreuung durch die NSV. angezeigt ist, werden Maßnahmen unverzüglich veranlaßt. Für jede werdende Mutter wird gleichzeitig von der Hebamme der Gesundheitsbogen angelegt. Die Hebamme besucht die ihr von der NSV. zugeteilten Säuglinge nach Abwicklung ihrer eigentlichen Hebammenarbeit in den ersten sechs Wochen 14tägig und später mindestens einmal monatlich, um die Mutter anzuleiten. Der Gesundheitsbogen für Säuglings- und Kleinkinder ist dabei weiterzuführen. Erst mit Erreichung des ersten Lebensjahres endet die Fürsorgearbeit der Hebamme, die dann von der Fachkraft der NSV. übernommen wird. Erholungsuchende und Beherbergungsraum. Die Ueberwachung des Fremdenverkehrs ist vom 1. Januar an den Polizeibehörden übertragen worden, die Wirt und Gast bei Zuwiderhandlungen bestrafen können. Im Zusammenhang damit setzt eine neue Anordnung des Staatssekretärs für den Fremdenverkehr frühere Anordnungen außer Kraft und bringt einige neue Bestimmungen. Neben Fronturlaubern, Angehörigen der kriegswichtigen Betriebe, Schwerkriegsbeschädigten und Angehörigen von Gefallenen gehören fetzt auch kinderreiche Mütter (mit mindestens vier Kindern) sowie Erholung- Und sonst haben Sie keinen Zeugen ... Oder habe» Sie einen?" „Finden Sie doch den wirklichen Täter, bann erledigt sich alles andere von selbst? Ich habe mit de« Sache überhaupt nichts zu tun!" „Ich wüßte nicht, wo ich sonst noch nach dem Täter suchen sollte!" erklärte Raucheisen achselzuckend. „Em Einbruch liegt nicht vor, denn es ist nicht das geringste entwendet worden. Ein Einbrecher hätte doch wohl zumindest die schwere goldene Uhr mitgenommen, die gut sichtbar auf dem Schreibtisch lag. — Ein Racheakt scheidet ebenfalls aus, denn Ihr Onkel hatte keine Feinde. Er verkehrte ja überhaupt mit keinem Menschen. — Aus demselben Grunde kommt eins Eifersuchtstat erst recht nicht in Frage: ganz abgesehen davon, daß gegen eine solche Annahme auch noch viele andere Gründe sprechen. Und damit sind alle etwaigen! Möglichkeiten erschöpft. Oder können Sie mir vielleicht noch eine nennen?" „Nein, das kann ich nicht!" antwortete Axel gereizt. „Aber wenn Sie Ihrer Sache so sicher sind, warum nehmen Sie mich da nicht einfach fest und beantragen einen Haftbefehl?" „Nun, ich muß gestehen, daß ich diesen Gedanken bereits erwogen habe, Herr Holm." „So —? Und warum führen Sie diesen vortrefflichen Gedanken nicht aus?" fragte Axel trotzig. Raucheisen räusperte sich. Er erhob sich, trat dicht vor Axel hin und sah ihn ernst an. „Herr Holm, ich will ehrlich gegen Sie sein: Ich verlasse mich in zweifelhaften Fällen stets auf mein Fingerspitzengefühl oder — wenn Sie es so nennen wollen — auf meinen Instinkt. Mein Instinkt sagt mir aber, daß Sie eines gemeinen, wohlüberlegten Mordes nicht fähig sind. Demnach käme hier nur eine Tat in höchster Erregung in Frage: aber eine solche Annahme ist wiederum nicht recht mit den vorliegenden Tatsachen in Einklang zu bringen »•« (Fortsetzung folgt.) suchende ans besonders luftgefährdeten Gebieten zu den bevorrechtigten Gruppen von Erholungsuchenden. In der Hauptserienzeit (vom 20. Dum bis zum 10. September) darf auch der von diesen Personen nicht beanspruchte Beherbergungsraum nur an Reisende mit schulpflichtigen oder jüngeren Kindern vermietet werden. Kurbedürftige dürfen in Bäder oder Kurorte nur noch vom Ehegatten oder einer ärztlich befürworteten Person begleitet werden. Die höchste Aufenthaltsdauer beträgt weiterhin in der Regel drei Wochen im Jahr. $re willige für die Waffen-^. Der Führer hat durch die Verleihung der ehrenvollen Bezeichnung „---Panzer-Grenadier-Division" verschiedenen Divisionen der Waffen---, darunter auch der Leibstandarte--- Adolf Hitler, seine Anerkennung ausgesprochen. Im Rahmen des weiteren Ausbaues der gesamten -- ist erneut Freiwilligen die Möglichkeit gegeben, in der Waffen--- ihrer Wehrpflicht zu genügen. Die vollmotorisierten Divisionen der Waffen--- umfassen folgende Truppengattungen: Infanterie, Kavallerie, Artillerie, Panzer, Panzerjäger, Pioniere, Kradschützen, Flak, Gebirgs-, Rachrichten- und Sanitätstruppen. Bei Eignung, Leistung und Bewährung als Soldat und Nationalsozialist steht jedem Freiwilligen ohne Rücksicht auf Herkunft und Schulbildung die aktive ---Führerlaufbahn bzw. die ---Führerlaufbahn des Bourlaubtenstandes offen. Die Meldung als Führerbewerber ist nicht an einen bestimmten Termin gebunden, sie kann sofort erfolgen. Bewerber mit beruflicher Vorbildung oder einer besonderen Berufsneigung können auch verschiedene Sonderlaufbahnen einschlagen. Die Fürsorge und Versorgung ist gesetzlich geregelt. Die Einstellungsbedingungen sind aus einem Merkblatt zu ersehen, das anzufordern ist bei allen Dienststellen der allgemeinen --, der Polizei, der Gendarmerie und insbesondere bei den Ergänzungsstellen der Walsen---. Die Termine der nächsten Annahme-Untersuchungen werden in Kürze durch die Presse bekanntgegeben. Mit 21 Jahren Heira'serlaubnis. Die Heiratsordnung für die Wehrmacht ist dahin geändert worden, daß Wehrmachtangehörigen schon nach Vollendung des 21. Lebensjahres unter den sonstigen Voraussetzungen die Heiratsgenehmigung erteilt werden kann. Warum gibt es nicht mehr Knochen? Da Knochen im Haushalt gut verwertet werden können, wäre es den Hausfrauen oft erwünscht, wenn eine größere Menge davon verfügbar wäre. Hierzu ist zu sagen, daß der Fleischer von dem ihm zugewiesenen Schlachtvieh die Rinderunterbeine und einen Teil der Kopfknochen für kriegswirtschaftliche Zwecke abzuliefern hat. Im übrigen stellt sich der Anteil an Knochen beim Rind auf etwa 22 bis 25 v. H. und beim Schwein auf 14 bis 15 v. H. Ein großer Teil davon wird als eingewachsene Knochen mit dem Fleisch zusammen verkauft. Verlangt die Hausfrau schieres Fleisch, so erhält sie bei Schweinefleisch 80 v. H., Rindfleisch 75 v. H. und Kalbfleisch 70 o. H. der auf ihrem Kartenabschnitt verzeichneten Gewichtsmenge. Sie kann aber auf die verbleibenden 20, 25 bzw. 30 v. H. eine Knochenbeilage verlangen und wird dies meist auch tun. Beim Fleisch- verkauf bleiben also praktisch keine Knochen übrig. Die sonst zur Verfügung stehenden Knochen sind der Menge nach aber ziemlich begrenzt. Derdunkelungszeit: 15. Januar von 17.36 bis 7.56 Uhr. * ** Verkehrsunfall. Am gestrigen Donnerstag gegen 18 Uhr fuhr in der Nähe der Hauptpost nach und nach auch die Lücken geschlossen werden, die in den älteren Jahrgängen im Laufe der Zeit entstanden waren. Um die Neuregelung auch zu einer besonderen Entlastung für den Bekleidungshaushalt der Familien werden zu lassen, hat der Reichsjugendführer angeordnet, daß die HJ.-Dienstkloidung auch außerhalb des Dienstes getragen werden kann. Gerade diese Anordnung wird die Eltern veranlassen, die Anschaffung der Dienstkleidung zu bevorzugen. Da diese aus besonders strapazierfähigen und wärmehaltigen Stoffen hergestellt ist, bedeutet die Neuregelung eine wesentliche Verbesserung der Jugend- bekleidunq überhaupt. Beispielsweise erübrigt sich beim Trägen der Winterdienstkleidung der Jungen regelmäßig ein Wintermantel, der neuerdings auch für Jugendliche nur gegen Bezugschein und Abgabe von Punkten erhältlich ist. Schon die für einen Wintermantel benötigte Punktzahl reicht im allgemeinen aus, um eilte volle Dienstkleidung anzuschaffen. So sind für eine HJ.-Winterbluse zehn Punkte, für eine HJ.-Ueberfallhose sieben Punkte und für ein HJ.-Braunhemd neun Punkte, zusammen also 26 Punkte, erforderlich. Der Reichswirtschaftsminister hat sich zu emer grundlegenden Umstellung der Versorgung mit HJ- Dienstkleidung entschlossen, die inzwischen im Zusammenwirken mit dem Aeichsschatzmeister und der Reichsjugendführung durchgesührt wurde. Mit der Vierten Reichskleiderkarte erhalten die Jugendlichen im Alter von drei bis 15 Jahren weiterhin die unverminderte Punktzahl von 120 Kloiderkartenpunk- ten. Jugendliche im Alter von 16 bis 18 Jahren erhalten zwar die Kleiderkarte für Erwachsene, jedoch gleichzeitig eine Zusatzkleiderkarte mit weiteren 30 Punkten. ' HJ.-Dienstkleidung wird zukünftig gegen Punkte der Reichskleiderkarte abgegeben. Nach dem Katalog zur Reichskleiderkarte ist jedoch nur die Hälfte der für ein entsprechendes Ziml- kleidungsstück erforderlichen Punktzahl notwendig. Gleichzeitig ist durch wesentlich verstärkte Produktion die Gewähr gegeben, daß laufend mehr HF-Dienst- kleidung auf dem Markt erscheint. Eine gewisse Anlaufzeit ist allerdings notwendig, bis sich das im Einzelhandel voll auswirkt. Durch die Neuregelung soll vor allem die laufende Einkleidung des jeweiligen jüngsten Jungvolk- und Jungmädel-Jahrgangs sichergestellt werden. Darüber hinaus sollen aber Uniform für die Hiller-Jugend Ausreichende Winterkleidung für 26 punkte. Stockhausen und Weickartshain, außerdem Jungvolk und Jungmädel des Standortes Grünberg. Neben den beiden Grünberger Schulen konnte besonders die Volksschule Harbach ein gutes Sammelergebnis verzeichnen. — Die Kun st gemeinde Grünberg trat in kurzer Zeit wieder mit zwei Veranstaltungen vor die Öffentlichkeit. In der vorigen Woche wurde in einem Lichtbildervortrag die Er^wick- lung der Luftschiffahrt von ihren ersten Anfängen bis zur Jetztzeit gezeigt. Am Mittwoch fand ein Gastspiel der Rhein-Mainischen Landesbühne statt. Gegeben wurde „Lilofee", dramatische Ballade von Manfred Hausmann. Dreiste Diebstähle in einem Srnährungsamt. Ganze Bogen Lebensmittelkarten entwendet. — Zwei Frauen wegen Kriegswirkschaftsverbrechens zu hohen Zuchthausstrafen verurteilt. Lpd. Ingelheim, 14. Jan. Das Ernährungsamt in Ingelheim ist in einem Hause untergebracht, in dem von 1939 bis 1942 auch die jetzt 34jährige Ehefrau Margarete Lantzsch wohnte. Unter Ausnutzung ihrer Kenntnisse über die räumlichen und betrieblichen Verhältnisse des Amtes begann die Frau schon bald nach Kriegsausbruch mit fortgesetzten Diebstählen von Bezugsberechtigungen für Lebensmittel und andere lebenswichtige Erzeugnisse. Die einzelnen entwendeten Marken und Abschnitte mißbrauchte sie zunächst zu eigenen Bedarfszwecken. Seit 1940 fand sie in der Ehefrau Elisabeth Griese, die in Abwesenheit ihres Mannes in Ingelheim ein gut gehendes Mischwaren- und Drogengeschäft betrieb, eine bereitwillige Abnehmerin solcher Lebensmittelmarken. Im Einvernehmen mit dieser pflichtvergessenen und verantwortungslosen Kaufmannsfrau ging die Lantzsch im Herbst 1940 dazu über, ganze Bogen bereits umgelaufener und durch die Händler an das Ernäh- rungsamt zurückgegebener Lebensmittelkarten zu stehlen, darunter auch solche, die von der Griese selbst als Händlerin abgeliefert worden waren. Dieser gelang es, durch nochmalige Einreichung eines Teils dieser Marken Bezugscheine für erhebliche Mengen bezugsbeschränkter Erzeugnisse — Butter, Fett, Nährmittel, Oel, Käse und Marnie« lade sowie Seifen- und Waschmittel — zu er* schleichen, auf die sie natürlich im ordnungsgemäßen Geschäftsbetrieb keinerlei Anspruch hatte Schließlich vergriff sich die Lantzsch auch an Bestanden von Reise- und Urlaubermarken, an deren Verwertung die Ehefrau Griese zum Teil auch beteiligt war. Durch gewaltsames Deffnen eines Schrankes gelang der Lantzsch im April 1942 zuletzt noch der Diebstahl eines größeren Vorratsbestandes an ^leischkarten, Nährmittel- und Fettkarten, Kuchenkarten und Brotmarken für Kleinkinder. Glücklicherweise unterlief ihr dabei das Mißgeschick, daß sie Markenbestände einer abgelaufenen Versorgungsperwde, also wertlose Bezugsberechtigungen, erbeutete Für ihre Zusammenarbeit mit der Griese erhielt Die Lantzsch als Gegenleistung laufend markenfrei kleinere Mengen von bezugsbeschränkten Erzeugnissen. Außerdem wurde sie mit Mangelwaren reichlich und bevorzugt bedient. Im übrigen verwertete die Griese die zu Unrecht bezogenen Mehrmengen entweder durch markenfreie Abgabe oder durch Mehrabgabe an Kunden ihres Geschäftes oder aber zur Deckung von Fehlmengen, die auf diese oder andere Weise im Geschäft entstanden waren. Die beiden angeklagten Frauen wurden von dem Sondergericht in Darmstadt zu je oier Ia hre n Zuchthaus und zum Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von drei Jahren verurteilt. Beide Täterinnen haben sich eines fortgesetzten Kriegswirtschaftsverbrechens, nämlich der Beiseiteschaffung lebenswichtiger Erzeugnisse schuldig gemacht, die Angeklagte Lantzsch außerdem noch einfacher und schwerer Diebstähle, die G rie f e der gewerbsmäßigen fortgesetzten Hehlerei. Straf- erschwerend wurde bei der Angeklagten Lantzsch der erhebliche Umfang und die ungewöhnliche Dreistig« feit ihrer Verfehlungen berücksichtigt. Zu Lasten der Ehefrau Griese wurde festgestellt, daß sie als geistig weit überlegene Mittäterin die Lantzsch in ihrem verbrecherischen Treiben bestärkt und für eigennützige Zwecke ausgenutzt hat. G. A -Sport. Gießener Fußball. Doppelveranslallung auf dem Waldsporkplatz. Der kommende Sonntag bringt mit den Spielen! 1900 — DfB.-R. Luftwaffe — Büdingen abermals eine Doppelveranstaltung auf dem Wald« sportplatz. . Im ersten Spiel — wegen der ungünstigen Bahn* Verbindungen muß das Spiel Luftwaffe — Büdingen im Anschluß an den Hauptkampf stattfinden — treffen die beiden Lokalgegner erneut zusammen. Nach dem Ausgang des Tschammer-Pokalspieles könnte man nunmehr die Blau-Weißen als Favoriten ansehen. Wie verkehrt dies jedoch ist, beweist eben dieses Spiel, wo man bekanntlich die Grün- Weißen als sicheren Sieger erwartete und schließlich 1900 siegreich sah. Bei den heute oft sehr schnei- len und grundlegenden Aenderungen in den Mannschaftsaufstellungen hängt der Ausgang einzig und allein von der Tagesform ab. Das ist auch beim sonntäglichen Spiel der Fall, obwohl beide Mannschaften fast in den letzten Aufstellungen an treten können. Eines ist jedenfalls sicher: daß man wieder einen spannenden Kampf erleben wird, geht es doch diesmal um die begehrenswerten Punkte. in der Bahnhofstraße ein Straßenbahnwagen auf ein Lieferauto auf. Bei dem Zufammenprall wurde der Beifahrer des Lieferautos leicht verletzt Im übrigen entstand zum Glück nur geringer Sachschaden. Aus der engeren Heimat. Landkreis Sieben. Leihgestern, 15. Jcm. Seinen 80. Geburtstag kann am heutigen Freitag, 15. Januar, der Bergwerksaufseher i. R. Johannes Heß XXII. begehen. Dem alten Herrn bringen auch mir unsere herzlichen Glückwünsche dar. * Watzenborn-Steinberg, 13. Jan. Am Sonntag hielt der Gesangverein „G erma - nia" Watzenborn-Steinber g ferne 74 Jahreshauptversammlung ab. Vereinssuhrer Karl Sommer gab zunächst einen kurzen Bericht über das Vereinsleben während des verflossenen Jahres. Anschließend wurde der gefallenen und verstorbenen Sänger des Vereins gedacht. Bereinsrechner Wilhelm Habermehl gab den Kassenbericht. Daraus ging hervor, daß die Kasse in mustergültiger Weise geführt worden ist. Der Vorstand mußte ergänzt werden; es wurden bestimmt als stellv. Schriftführer Heinrich Seibert und Vorstandsmitglied Louis Schmandt.die ihr Amt angenommen haben. Vereinsführer Sommer schloß dann die Versammlung mit dem Sieg-Herl auf Führer, Volk und Vaterland. . , - 4- Grünberg. 15. Jan. Die Bezirkssam- melstelle für Heilkräuter die unter Leitung von Rektor Häufel steht, hat im Jahre 1942 = 3997,855 kg Heilkräuter, 1092,8 kg Hagebutten, 1947,5 kg Weißdornfrüchte (Mehlbeeren) und 882,5 kg Schlehen abgeliefert. Die Bucheckernernte erbrachte im Bezirk rund 2000 kg. Hier waren außer Schulern auch 180 Privatpersonen als Sammler taug. Diese erhielten je nach der Höhe ihres Sammelgutes einen Berechtigungsschein zum Bezug einer Entsprechenden Menge Del. An. der Sammelaktion der Heilkräuter waren beteiligt die Oberschule Grun- berg, die Volksschulen Grünberg, Beltershain, Göbelnrod, Harbach, Lauter, Lumda, Lindenstruth, cmecfborn, Reinhardshain, Saasen, Stangenrod, Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lauge. Stellvertreter de4 Hauptschriftleiters: Ernst Äumschein. Verantwortlich für Politik und sytlber: Dr. Fr. W. Lange: für das Feuilleton: Dr. Hans Ztinriot; jur Stadt Gießen, Provin;, Wirl.chaft und Svort: Ernst Blumichein. Druck und Verlag: Brühlsche UniversilcitSdruckeret R. Lange K. (5. Derlagsieiter: Tr.-Jng. Erich Hamann: Arneigenleiter: Hans Beck. Anzeigenpreisliste Nr. 6 2-3 Zimmer I Verkäufe "| und Rüche, U i__i '"l Fahrkuh Straße 106 aus statt. 0304 6068 137 D lung Challier, Neuen weg 10, Tel. 2671. Ihre Vermählung geben bekannt Theater der Universitätsstadt Grieben Goslar 16. Januar 1943 Hielt ÄÄ ttSB oder Kinder- 0h$H.6art*i«iiiMen 2®™,™er 0294/ Rundschreiben. 13öD LICHTSPIEL-TII KATER haben, finden issD CARL HAMEL & CO. FRANKFURT/M. 9 Ni®’ TIM. 2.30, 4.45,7.30: So. 2.00, 4.30,7.30 litr Wie k 1 .Sonntag,17.1.1943,15’/2Uhr pünktl. findet im Burghof die Jahreshauptversammlung statt. Näheres siche Willi Zodel Inge Zodel geb. Garenfeld Mechaniker und Elektro -Techniker die für Auto-Elektrik Interesse ist Ihnen zumute .... wenn Sie Ihren Füßen eine wirkliche Pflege angedeihen lassen. Hühneraugen und Hornhaut beseitigt zuverlässig die bewährte Garant guter Arznei-Präparate r eelt 1893 — Zur weiteren Pflege Ihrer Füße dann selbstverständlich für Etagen- Haushalt gesucht. Schreiber, SchiHenberger Weg 16 L (Oie? Gießener Konzertring 1942/43 Arbeitsgemeinschaft NSG. „Kraft durch Freude“ Gießener Konzertverein / Theater. Dauerbeschäftigung. Grün dl. Einarbeit kann erfolgen Ludwig Fetter Gießen, Schanzenstraße 8 Hans Joachim Die Geburt ihres ersten Kindes, eines kräftigen Stammhalters, zeigen hocherfreut an Frau Milly Wiesner Hans Wiesner, Oberfeldwebel Heuchelheim, 18. Januar 1943 Siebener Straße 66 z. Z. Kath. Schwesternhaus Für die vielen Glückwünsche und Blumengrüße zu unsrer Vermählung danken wir, auch im Namen unsrer Eltern, herzlich Fritz Tischle r,Oberleutnant und Frau Maria, geb. Beate Gießen, im Januar 1943 ._____________ 0267/ 2-Zimnierwohnung in oder bei 1 Gießen. Schr. Ang. unt. 0288 a. d. G. A. Cbem. Fabrik Krewel-Leu ff en c.m.b.n. Köln Gießen, Hillebrandstraße 2 ______________0285/ Für die vielen Beweise innigster Anteilnahme beim Heimgang unserer lieben Entschlafenen Frau Elise Scbäg, geb. Dahmer danken wir herzlichst. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Heinrich Schäg. Gießen (Bromberger Str. 12), 14. Jan. 1943. Die Tanz - Morgenveranstaltung am Sonntag, dem 17. Januar Jleue (Tänze muß wegen Erkrankung ausfallen! Gelöste Karten behalten ihre Gültigkeit. 142 V Montag, den 18. Januar, 19 Uhr, im Theater 7. Konzert (Gruppe B, Nr. 3) Crifiester-JKonzert Das Rhein-Mainische Landesorchester Solistin: Felicie Hüni-Mihacsek Sopran der Staatsoper München Leitung: Musikdirektor Willi Naue Werke von: Franz Liszt, Richard Wagner, Anton Dvoräk. Eintritt: RM. 3.55.2.80,2.05, 1.55. Vorverkauf in der Kartenverkaufsstclle der NSG. Kraft durch Freude, Scltersweg 60, Tel. 3961. und in der Musikalienhand- thsaitis® der Universitätsstadt Gießen Freitag, den 15. Januar 18.30 bis 21.30 Uhr 15. Freitagmiete u. Halbmiete B Dalibor. Sportwagen z. kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 0278 a. d. G. A. Noch nasse Haut nichts für NIVEÄ1 Erst vollkommen abtrocknen, dann wenig eincremen. So schützt man sich vor Wind und Wetter. — Also .... nicht vergessen; Vernünftig verfahren, Nivea sparen! Nach kurzer Krankheit verschied am 14. Jan. mein lieber Mann, unser guter, treusorgender Vater, Schwiegervater, Großvater, Schwager und Onkel Balthaser Keil, Gärtnermeister im Alter von 73 Jahren. In tiefer Trauer: Margarethe Keil, geb. Römer und alle Angehörigen. Heuchelheim, Götzenhain und im Felde. Die Beerdigung findet Sonntag, den 17. Jan., nachm. 3 Uhr, vom Trauerhause Gießener WürlienihergisctisRetallwarenlabrik Niederlage Gießen Kreuzplatz 14 sucht zur Instandhaltung der Geschäftsräume 108D eine ehrlidie Frau* 2. Anmeldung zum Bezug von Früh- gemtisepflanzea von den hiesigen Gärtnern unter Angabe der Zahl und Sorten bis zum 20. 1. 1943 an uns. Junker, Vereinsleiter. Wer tauscht lllanc in guter Wohnlage, mitten» MÄnrh HHUD tablen Mieteinnahmen, iü , Ijvlv I guter baulicher Verfassung im Seitenbau, z. vermieten. Sckr. Ang. unt. 0276 a. d. G. A. Schön möbliert. Zimmer p. sofort od.spät. an berufstätigen Herrn su verm. Sckr. Ang. unt. 0279 a. d. G. 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In tiefem Schmerz: Familie Karl Hamel, Familie Wilk. Dietz, nebst allen Angehörigen. Gießen, Neuenweg 25, 15. Januar 1943. 0284 Blorla-Falast, Seltersweg: Der große Schatten 20^ Lichtspielhaus, Bahnhofstraße Einmal im Jahr gegen neuen, ungebraucht. Gasherd, ob. neuen, ebenfalls ungebrauchten, weiß- emaillierten Küchenherd? Schriftl. Angeb. unter 0305 an den Gieß. An;. Die Wn b. am Mittwochnachmittag im Kräuterh. Jung die Brotkarte Nr. 0606 mitgenommen hat, ist erkannt u. wirb ersucht,b.Marken im Kräuterh ans Jung zurückzugeben, widrigen- falls Anzeige erfolgt. l 0301 Sebr gut erhaltene, starke Knaöenffiefel Gr. 37, gegen Gr. 38—39 zu tauschen. [0274 Mäusburg 5 I, Eins. Wagens. evtl, mit Bad, Part. ob. 1. St., von 2 Damen im Ostviertel gesucht. Schriftl. Ang. unt. 0277 an 0. Gieß. Anz. [Stellenangebote] Lehrling für Büro von Großhandlung gesucht. - Etwas Kenntnisse in Stenographie u. Schreibmaschine erwünscht. Selbstgeschrieb. Meldungen unt. 121D an den Gießen. Anzeig. 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