MMwoch.14.ApriUY45 Gießener Anzeiger Annahme von Anzelgen für die Mittaasnummer bts8'/,Ubr desVormittags Ameigen-Preife: Änzetgenteil 7 Rvf. je mm bei 22 mm Zeilenbrelte, TextteU 50 Rvf. te mm bei 70 mm Zeilenbrelte Nachlässe: Wiederholung Malstaffell AbschlüsseMengenstcmelB Vlatzvorschrift l vorherige Vereinbarung) 25°»mehr Erscheint täglich, außer sonntags und Feiertags Beilagen: gÄÄ Berugsvreis: Monatlich... RM.1.80 Zustellgebühr .. ,, -25 auÄ bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt 195. Jahrgang Nr. 88 Kernsvrechanschluk 2251 Druck und Verlag: UnioetPtäbbnidetei 8. £ets dachten gar mcht daran, das Landgesetz in seiner ursprünglichen^Fonn sortzuführen Das ging auch schon daraus he , ÄÄÄ Bau von Wirtschaften nur in Siedlungen gestattete, um so die oeabj d) tigte Kollektivierung zu erleichtern. Die D-rstrgrmg der Neuwirte mit lebendem Inventar vollzog sich so, daß die jedem neuen Siedler ^dachte Kuh von den alten Landwirten im Wege der Enteignung führen. Nach dem Einrücken ber roten Machthaber wurde bereits am 25. Juli 1940 ber Landbesitz zum Staatseigentum erklärt, wenig später bas Landgesetz erlassen. Dieses sah auf den ersten Blick harmlos aus. Es sah bie Bildung eines Landfonds vor, dem zunächst im wesentlichen aller Landbesitz entschadl- flungsfos zu fiel, der 30 Hektar überstieg. 'WQBen mehrere Mitglieder einer Familie mehrere ®ruJ}D' stücke, so wurden allen zusammen nur 30 Hektar überlassen. Auf diese Weise bekam der Landsonds mehrere Tausend Landwirtschaften mit allen Gebäuden. Der Fonds übernahm im ganzen rund eine Mllion Hektar, davon 48 000 Bauernwirtschaften. Aus dem Landfonds wurden nun rund 52 000 Jteu- wirtschasten in der Größe von etwa ^0 Hektar g - bübet, 23 000 Kleinbauern erhielten 72 500 Hektar zur Vergrößerung ihrer Landsläche bis zu 10 Her- tar. Der Rest war für den Bedarf bes Staates und der sozialen Organisationen, sowie für das Volks- kommifsariat für Forstindustrie vorgesehen. 2lle ehemaligen Eigentümer des verstaatlichten Landes bekamen keinerlei Entschädigung, mußten aber mei e = hin für alle Schulden, Hypotheken und sonstige Ve- lastungen aufkommen, während die vom Landfon übernommenen, Ländereien von allen Lasten v s ^Datz^di'^Neuwirtschast-n unter den ^°lleben-n Voraussetzungen keineswegs lebensfähig w , 9 schweige denn rationell arbeiten konnten hegt auf der Hand. Das Ziel ber bolschewiststchen Agr°^ form war ja auch keineswegs die Derso gung besitzlosen Landbevölkerung mit ßanb^ tonbern 1 9 vielmehr in rein politischen Zweckem Da gi 9 daraus hervor, daß bas Land zum gr «mxalidifeit Ionen übergeben wurde, die weder d,e Wg' noch den guten Willen hatten, eine f . ficfit= Wirtschaft zu führen. Die UnNarhertem hmtzcht^ lich der rechtlichen Verhältnisse h°"^ Rewirtschas- natürlich die Regelung der normalen Bew.rtsäw^ tung unb beeinflußten entsprechenb landwirtschaftliche Erzeugung. 3m Frühjahr 1941 begannen che S°w^ -wrm die besten Bauernhöfe mierten Fläche von 30 H^ar sam biefen tar zu enteignen. Zum Teil wurden-uf »WM -Hosen Maschinentraktorstatzonen d ^usrni)öfe -L7"L Organisationen übergeben, so 3- & arv Fleischindustrie, chondelsunternehmu gen & deren. Alle diese Enteignungen wurden am geheimer, der Oessentlichkeit mcht bekanntgewv Meder freier Bauer auf freier Scholle Von unserem Rg.-Berichterstatter. Der neue Lt-Bootsieg. Von unserer Berliner Schristleitung. Die ßonboner „Daily Mail" hat dieser Tage fest- gestellt, baß der auf ber feindlichen Handelsschiff- fahrt lastende Druck immer stärker wird. Die neue Sondermeldung, bie die Versenkung von 21 Schiffen mit 138 500 BRT. bekanntgibt, ist die Bestätigung dieser Befürchtung, und bas wirkliche Ergebnis wird wahrscheinlich noch um einiges höher liegen, da bie deutschen OKW- Berichte torpebierte Schiffe, beren Versenkung zwar wahrscheinlich ist, aber wegen der einsetzenben Feind- Wirkung nicht beobachtet werben konnte, nur ass torpediert unb nicht versenkt melden. Die F.eststel- lung im englischen Unterhause, daß der Kampf gegen die deutschen Unterseebyote bisher eine große Niete gewesen ist, kam dem englischen Ministerpräsidenten sehr wenig zupaß. Denn er wußte wohl bereits, daß neue Hiobsbotschaften im Anzuge waren. Für die britische Insel ist es natürlich besow bers peinlich, wenn Geleitzüge angeschlagen werden, die für sie bestimmt sind, sei es, baß sie Truppen unb Material für bie bort stationierten USA -Armeen, fei es, daß sie Rohstoffe für die britische Jn- buftrie ober Nahrungsmittel für die britische Bevölkerung herüberbringen. Es ist schon wiederholt berechnet worden, welche empfindliche Lücke in bie britische Fleischversorgung beispielsweise die Torpedierung eines einzigen ber großen Kühlschiffe reift!, mit denen die Engländer auf ben Ozeanen besonders sorgfältig umzugehen pflegen. Aber immer wieder gelingt es unseren Unterseebooten, derartige wertvolle Brocken zu schnappen, unb bie Kassandrarufe bes englischen Ernährungsministers Wootton gehören jetzt schon sozusagen zum Repertoire englischer Ausnahme des Jahrgangs 1925 in die Pariei hat EÄW Ä* te -EELZsL ÄÄ d°r°^»°s fertig«°st«llt habe, und den Naturwissenschaftlern ?e !^? Wrflter Dhm » »ää-ää“ - a»aÄ»Ä »Ssss tu n r t r in flr rf«», aam v - J. matif in Erlangen lehrte; von den Chemiker die in seiner Krankheit ver- dah sind Dr. Dee seinem Schützling umspringen", schreibt „Echo de Tanger". Die Protektoren de Gaulles hätten sich dem Machtspruch der USA. gefügt, womit de Gaulles politische. Unfähigkeit erwiesen sei. Nun stehe er da als traurige Marionette, die von den Regisseuren in die Requisitenkammer weggelegt werde. Noch nie habe die Welt über jemand so gelacht. De Gaulle habe mit schönen Phrasen einen Krieg gewinnen wollen. Heute müsse er einsehen, daß er, wie Don Quichote, immer nur gegen Windmühlen gekämpft habe. „Echo de Tanger" zieht die Möglichkeit in Betracht, daß vielleicht beide angelsächsischen Mächte Interesse daran haben, die Einigung Girauds mit de Gaulle zu verhindern. Dann aber falle die größere Verantwortung de Gaulle zu, der mit seinen Hampel- jahres wurden 44 718 522,28 H2H. erzielt, so eine Zunahme von 17 981 613,89 RM., das 40,21 v. H., zu verzeichnen ist. SO jähriges Oienstjubiläum des Neichsgerichtspräsidenien. Am 14. April begeht ReichsgerichtsPräsident e.h. Bumke sein 50jähriges Dienstjubiläum. männern die Einigung im geeigneten Zeitpunk! unmöglich gemacht habe. Aber auch Giraud habi den größten Teil feines Kredits bereite verlorer, Selbst seine Freunde, die wüßten, daß Politik nie, mals feine Stärke gewesen sei, rieten ihm, „liebe, die Soldatensprache zu reden", also zu kämpfen. Aus dem Reich. 62,7 Millionen RM. bei -er 7. Neichsstraßensammlung. Berlin, 44. April. (DJIB. Junkspruch.) Die am 27. und 28. März d. 3. durchgeführle siebente und letzte Reichssirahensammlung im kriegS'DhD. 1942/43 hatte einen stolzen Erfolg. Nach vorläufig«, Feststellungen beträgt das Ergebnis 62 700135,97 Reichsmark. Bei der gleichen Sammlung des Vor zur deutschen Literaturgeschichte, ein neuer Bei- trag zum Geistesleben der Kulturmenschheit. Und dieses letzte ist es, was uns alle heute noch angeht. Em Teil des deutschen Beitrags auf geistigem Ge- £etJlr tr /genannte Erziehungsroman, der in Deutschland seine Anfänge schon im frühen Mittelalter hat und der immer gradlinig weiter entwickelt worden ist bis in unsere Tage, eine unge- x r?,un-$ iP $e.r seelischen Erziehungsarbeit M^^heit. Zu diesen Erziehungsromanen gehört auch Wilhelm Meister. Darum ist alles bedeut- sam was uns über die Entstehungsgeschichte unter- QUS ?,“e/lr5 glücklicher Fund jener 5..prtJ? ,^er „theatralischen Sendung" durch Frau Babe Schultheß in Zürich. im Mittelpunkt des feindlichen Artillerie- und Leucht- granatenbeschusses lagen. Ein U-Boot setzte, um den ihn verfolgenden Z erst ö r e r abzuschütteln, zum Torpedoangriff gegen ihn an. Das Ausweichmanöver des Zerstörers brachte die Schußwirkung des Torpedos nicht voll zum Tragen, so daß sich der Kochmandant zum R a m m - stoß entschloß. Wenige Augenblicke später bqhrte sich der Bug des mit äußerster Kraft abkommenden U-Bootes mittschiffs in die Bordwand des beschädigten Zerstörers, der sofort starke Schlagseite zeigte. Obgleich das U-Bot dabei selbst beschädigt wurde, konnte es in dieser Nacht noch einen 9000 BRT. großen, vollbeladenen Tanker versenken, desien aus- brennende Oelladungen noch viele Stunden den -Schauplatz der Vernichtung kennzeichneten. Reue japanische Erfolge. Schwere Verluste des nordamerikanischen Nachschubs. Tokio, 13. April. (Europapreß.) Japanische Ma- rmeflugzeuge griffen am 11. April in der Oro- B a y (Neuguinea) feindliche, von einem Luftge- schwader geschützte Schiffe an, versenkten drei Transportdampfer und einen Zerstörer und schossen 21 Jagdflugzeuge ab. Die japanischen Verluste betrugen sechs Flugzeuge, die sich teils auf den Gegner stürzten, teils nicht zu ihrer Flugbasis zurückkehrten. Andere Einheiten der Marine-Luftwaffe griffen1 den feindlichen Flugplatz und Schiffe bei Port Moresby an. Ein Transportdampfer wurde versenkt, 28 Flugzeuge wurden abgeschossen, 20 Truppe nuntepkunfte vernichtet. Fünf japanische Flugzeuge batten sich in Selbstaufopferung auf die feind, llchen Ziele gestürzt. Zwei der in der Oro-Bucht verrenkten Transporter waren mit Mannschaften und Rtunition beladen, der bei Port Moresby versenkte 7000 BRT. große Dampfer hafte große Mengen Munition und Treibstoff an Bord. Nach dem Angriff auf die feindliche Schiffahrt bei der Florida- 3nje(, wo insgesamt^ 000 BRT. versenkt wurden, müssen sich die neuen Verluste des Feindes in der Oro-Bucht und bei Port Moresby für den amerikanischen Nachschub doppelt schwer auswirken. Die Mitteilung aus General Mac Arthurs Hauptquartier, daß die Japaner nunmehr mit ihrer Luft- offensive gegen die australischen Stützpunkte eingesetzt haben, läßt in Australien den Ruf nach Verstärkung der USA.-Lieferungen an Bombern und Jagdflugzeugen erneut laut werden. Aufsehen erregt m Sydney die Erklärung des Generals B l a- mey im Londoner Rundfunk, der die Zahl der japanischen Truppen auf der Australien nördlich vorgelagerten Inselkette auf 200 000 Mann erstklassiger Soldaten schätzt. London gibt Verlust eines U-Boot- Versorgungsschiffe« zu. Lissabon, 13.April. (Europapreß.) Den Ver- Ä^^^Ä^t-Versorgungsschiffes „M e ü w a y" Ü4 600 BRT.) gibt die britische Admiralität bekannt. Das Schiff sei im vergangenen Jahr im Mittelmeer versenkt worden. Die späte Bekanntgabe dieses Verlustes wird damit begründet, daß der Feind von dem- Untergang des Schiffes gemußt habe, und man ihm aus militärischen Gründen keine Nachricht hierüber habe zugehen las- $a5 Schiff lief 16 Knoten, war mit zwei 10,2-Zentimeter--Geschützen, vier 10,2-Zentimeter- Flakgeschutzen, ferner mit 12 Maschinengewehren bestückt und hatte 400 Mann Besatzung. Das Schiff war im Juli 1928 vom Stapel gelaufen. Absinken der Geburtenziffer inSngland. Stockholm, April. (DNB.-Fuickfpruch.) Di- ' Wen Statifhtm über di- unaufhaltsam sinkend- Geburtenziffer Englands haben in London große ' „Ein Orkan würde losbrechen..." Ausländische Journalisten sahen den Atlantik-Wall. Bon unserer Berliner Schristleitung. ätes S S ÄÄÄIÄÄ3S S Meister" kannte, wissen wir aus einem Brief Goethes an ffetne Mutter, in dem er bittet Mj inefe das vierte Buch des Romans „nach Zurich an Frau Schultheß" schicken möge. Als Goethe im Lavaterschen Kreise Barbara, oder Bäbe wie sie genannt wurde, Schultheß kennen lernte' ^ayL~r?eb0Kes a,W5 ^"ober 1745 - gerade «a. a ö,e $rau des Kaufmanns David schultheß. Lavater war ihr sehr zugetan, er schätzte ihren Geist und ihren Eharakter, und in den Charakterbildern seiner „Lieben", die er 1775 an nnhbL!nr' ^gt er u. a: „Sie ist nicht schön m Xcln aebildet, nur stark und fest, ohne Grobheit. Sie ist streng und stolz, eine treffliche unh «ihn® ^errL,d,e nnluller- 3ie sprach last nitfjts “ nb WM "u.r °hne SBortgepräge, aber ihr Schwei- 9™ 4 b-I-hr-nde Kraft". Lavater hat den Kern DDn D?be Schultheß erkannt, er nennt fic an anderer Stell« noch einmal „die State". mn*fnk®Ani)rU T“6 8äbe auch auf Goethe gemacht haben, «an der er als der „Herzlichen" spricht, «er ifL °^lich wie die Schwe- hinh.mn C£'c.J’l'lbt mit ihr in brieflicher $er= bmbung, sie gehört zu dem engsten Kreis der ^°^-a d'chterische Pläne zuerst kennt und von Ihrer Ausführung weiß, |a ft, besaß .zeitweilig die 'AiiSC%?b,^ri v” '■ ?urch fje °uch erhielten die Zurcher Fronde ine erste Kunde vom „Tasto" und J”lhe VT "ft ?ber hundert Jahre später erfahren konnten, auch vom „Wilhelm Meister" fr«her nU E dem Besiß Bäbes nicht früher als das erkannt worden ist, was es wirk- or „Ly'. Ja6 .et.nma^ Dl)hl an einer irreführenden Ur.F aUt> säuberlichen Umschlag der Blätter. „Manuskript von Goethes Buch Die Leiden lUNgen Werther" aber auch daran, daß der 2Qn3 an?er5 .°Mängt als der spätere res ober eine Original-Urschrift ist stand schnell fest, kein Goethe-Philologe konnte Bil- «J* lllucklichen Fund anzweifeln. Wir können die Freude verstehen, die den. Qfnt» Führer sprach ihm telegraphisch feine Glückwünsche aus, verbunden mit dem Dank und der Anerkennung für unermüdliche und pflichttreue Arbeit um die Rechtspflege. In einem persönlichen Schreiben übermittelte der Reichsminister der Justiz dem bilar, der sich um das deutsche Recht und die Rechtswissenschaft hohe Verdienste erworben hat und feit 14 Jahren als Präsident des höchsten" deutschen Gerichts tätig ist, seine und der Reichsjustizverwaltunq herzliche Glückwünsche. 60iährigeS Militär-Jubiläum _ Der in Berlin ansässige Generalmajor a. D. Ulrich Back-Pascha begeht sein 60jähriges Militärjubiläum. Er ist 1864 in Roda (Thür.) geboren. Ak Zehnjähriger trat er in das Kadettenkorps ein unb wurde 1883 Leutnant im Jnf.-Rgt. 70 (Dieben- Hofen). 1910 erhielt er eine Berufung in die Türkei. Im Balkankrieg führte er die 2. türkische Division. 3m Weltkrieg gehörte er dem türkischen Hauptquartier an, war Kommandant von Jerusalem und führte das 17. Armeekorps bei den Dardanellen. 1917 übernahm er die 16. Jnf.-Brigade an der Westfront und wurde 1918 Generalmajor. Sein Sohn hat als Kommandeur eines Panzergrenadier' regimente das Ritterkreuz erhalten. z Kunst und Wissenschaft. Bernhard Pankok gestorben. Der ehemalige Direktor der Stuttgarter Kunst- gewerbeschule, Bernhard Pan kok, Mitschöpfer des neuzeitlichen deutschen Kunstgewerbes und Mit- begrünter der Vereinigten Werkstätten in München, ist im 71. Lebensjahre verstorben. Ehe er nach Stuttgart berufen wurde, hat Pankok eine fruchtbare Schaffenszeit in München, gemeinsam mit Bruno Paul, Peter Behrens und Richard Riemer- schmid verbracht. Die Schöpfungen dieses Künstler- kreises erangen auf der Pariser Weltausstellung 1900 Erfolge, die dem Münchener Kunstgewerbe seine Stellung in der Welt schufen. Pankok hat fast alle Gebiete der bildenden Künste mit seinem Schaffen bereichert: als Architekt und Bühnenbildner, als Zeichner, Graphiker und Maler. Durch die von ihm veranstalteten Ausstellungen von „Haus- greueln" hat er vorbildlich erzieherisch und oolks- bildend gewirkt. 200 Jahre liniverfiläk Erlangen. Beunruhigung hervorgerufen. Wie der „Daily Herold" berichtet, find Abgeordnete aller Parteien erneut bei der Regierung vorstellig geworden, sie solle das System der Kinderbeihilfen verbessern. Die Be- völkerungskuroe falle so steil ab, daß dadurch die künftige Sicherheit der britischen Nation gefährdet sei. — Man kommt in England also sehr spät auf Gedankengänge, die im nationalsozialistischen Deutschland längst verwirklicht worden sind. Traurige Marionetten. Tanger, 13. April. (Europapreß.) „Wenn G e - raub jetzt obenauf ist und de Gaulle eine Zurechtweisung einstecken muß, so ist das ein weiterer Beweis dafür, wie die USA. mit England und Gesinnung durch aktiven Einsatz in den Gliederungen und den angeschlossenen Ver- b ä-r d e n für Aufgaben des Krieges unter Beweis zu stellen. Ausgenommen sind lediglich die Angehörigen des letzten Jahrganges der Hitler-Jugend. Für sie besteht die Möglichkeit der Aufnahme allerdings nur dann, wenn sie die strengen Auslesebedingungen der NSDAP, erfüllen: Selbstlose Opfer- und Einsatzbereitschaft, kämpferischer Mut, beispielhafte Entschluß- und Willenskraft, Kameradschaft, kurzum eine hervor- stechende charakterliche und weltanschauliche Haltung sind allein entscheidend für ihre Aufnahme in die Partei. Herkunft, Stand oder Beruf. sind dagegen vollkommen nebensächlich. Jugendlichen, die diesen Anforderungen gegenwärtig noch nicht voll entsprechen können, ist eine zweite Möglichkeit geboten. Sie besteht in einer dreijährigen Bewährung bei den übrigen Gliederungen wie SA., ff, NSKK. und NSFK. .In diesem Jahre erfolgt die Aufnahme des Jahrganges 1925 am 20. April, dem Geburtstage des Führers. Die Feier selbst wird mit Rücksicht auf die Kriegserfordernisse, am Sonntag, dem 18. April, in allen Ortsgruppen des Reiches durchgeführt. tt-Boot rammte Zerstörer. 'Berlin, 13. April. (DNB.) Zu dem neuen Er- lOlg deutscher Unterseeboote teilt das Oberkommando der Wehrmacht noch folgende Einzelheiten mit: Ostwärts der neufundländischen Küste erfaßte eine Gruppe deutscher Unterseeboote einen tiefbeladenen, von Nordamerika nach England laufenden Geleitzug. Der unter starker Sicherung fahrende Schiffsverband lief anfänglich nördlichen Kurs, um in den Schutz der von Grönland aus startenden Landflugzeuge zu kommen. Als sich die Schiffe der S ü d f p i tz e Grönlands näherten, änderte das Geleit seinen Kurs nach Osten. Inzwischen hatten sich die weit auseinanderstehenden U »Boote zu einem Angriffsrudel formiert und griffen trotz stärkster Zerstörer- und Luftsicherung in einer Nacht konzentrisch an. Der Wirkung des zufammengefaßten Angriffs versuchte der Feilfd durch besonders stark einsetzende Abwehr zu begeg- » nen. Im Augenblick der ersten Torpedodetonationen war der nächtliche Himmel durch Leuchtgranaten und -raketen taghell erleuchtet, in deren Schein einzelne Boote des Rudels erkannt wurden und damit ^uren vornehmen, alles genau nach der Taxe be- rechnen, auf den Rezepten das Datum bemerken und bezahlen lassen. Damit jedermann die Rlchtigkelt feiner Ansätze prüfen könne, solle ein dem Rothäute und eines m der Apotheke öffentlich aushängen/ Ferner wurde den Barbieren, Badern, Bade- muttern und anderen Weibern sowie den Land- und „Theriakskrämern". die sich mit „Was- s-rbesehen Kurieren und Tränkesieden" zu großem 'Wanten befaßt hätten, bei nachdrücklicher Strafe dieses Kurieren und Eingeben von Lrzneien untersagt und zugleich festgesetzt, daß jene =aÄ" und Theriaksmanner nur noch auf -äahrmartten geduldet werden sollten. Auch wurde ware^i7^^°°^°^"' t°rnerhln Apotheker, waren rote Rhabarber, Sennesblätter, Theriak usw. reien^mhfra: ^,e Zuckerbäcker sollten die Speze- nicht mehr führen, die unter dtes/Ell Uni> Korsetten genommen wurden. An 9-Un$en Ugte das Verzeichnis aller jener nrr?Le A??theke vorrätig gehalten werden sollten. Ihre Zahl belief sich auf 1500 bis 1600. 2)a& sich bei diesen Dingen auch solche befanden, übria^nh3/ $”Uu nxr ßhl nachsichtiges Lächeln b daben, durften die nachstehenden Ausführun- Mensck^Ä?i> r20,1 Jinben da z. B. präparierten Menichenschadel, gebrannten Kuckuck, gebrannten ^enmiirmer, Natterhaut und Hechtaugen und -tiefer, Fuchslunge, T?nnKer to?5 foiTft 6er Dinge mehr warm. Geaenttän^? * gu$ .anbere' und zwar solche ST denen wir uns heute noch er- K,,^-»^^nannt werden unter den Äonfetten und Ruchenarten vergoldetes und unvergoldetes Marzi p^ ^.überzogene Aniskörner, fo Stuhlgang " Nelken, Ingwer, wohkri^nde Oe'^und Essenzen und was sanft der Dinge mch» Oer glückliche $imb. • Von Carl Ems. Am 12. April vor 125 Jahren starb in Zürich Goethes Freundin, Frau Barbara «chultheß, die uns durch eine Abschrift die erste Fassmrg von „Wilhelm Meisters Lehrjahren" mit dem Titel „Wilhelm Meisters theatralische Sendung" erhalten hat. Ende Dezember 1909 erhielt der Zürcher Gymnasiallehrer und Dozent an der dortigen Universi- tät Dr. Gustav Billeter ein 'Manuskript, mit der -Bitte 3U prüfen, ob es von Goethe stamme und irgendwelche literarische Bedeutung Ija-be. Das Glück mar dem Dr. Billeter hold, wie es nur irgend einem anöeren Goetbe-Philologen sein konnte: das Manuskript, 618 lose Ottavblätter, enthielt den ersten Entwurf des Romans, den Goethe später „Wilhelm Meisters Lehrjahre" nannte, der in jenem Entwurf aber noch „Wilhelm Meisters theatralische Sendung" hieß. Man wußte schon lange, daß es eine derartige erste Fassung des Werkes gab, an dem Goethe rund zwanzig Jahre gearbeitet bat. Biele Freunde Goethes wußten um den Ro- manplan', manche haben beratend und fördernd, andere manchmal hemmend einbegriffen, aber alle waren lebhaft interessiert, und so ist es nicht ver- wunderlich, daß Abschriften der Entwürfe entftan» ^u-^Wenn wir Tieck glauben dürfen, so hat Goethes Mutter eine Abschrift der älteren Fassung lange befeffen; sie ist verschwunden, wie vielleicht auch die Zürcher Abschrift verschwunden wäre, wenn Nicht ein glücklicher Zufall rund drei Menfchenalter nachdem sie genommen war. sie wieder aus der Bergan^enheit herausgebracht hätte. Das Zürcher Manuskript stammte nachweisbar aus dem Nachlaß von Frau Barbara Schult- Y^e ß, die eine Freundin Goethes aus feiner ersten schweizer Reife war. Daß sie die Entwürfe zu dium. In der richtigen Entfernung hinter der Küste befänden sich starke Panzerforma- t i o n e n , die stets bereitlägen, um bet jedem Jn- vasionsversuch überall sofort zur Hand zu fein. Bei öer Reise durch die Küstenprovinzen sei man überrascht durch die Menge des dort liegenden Militärs. „Keinerlei Landungstruppen würden sich hier je halten können" — meinte Ernesto bei Campo, der Korrespondent der M a d r i d e r Z e i t u n g „A B C". Aber auch alle Bopfichtsmaßnahmen seien getroffen, um jeglichen Landungsversuch zum Scheitern zu bringen. Ein Sonderberichter des Brüsseler ^v o i r" schreibt, die ganze Küste sei mit Bunkern, Marinegeschützen und Panzerhindernissen übersät. Ein engmaschiges Stacheldrahtnetz ziehe sich bis zum Meere hinunter. Schwere Küstenartillerie tonne jederzeit die Durchfahrt unter Beschuß nehmen, wobei ja die Bodenbeschaffenheit des Kanals zustatten komme, die die Einhaltung bestimmter Fahrtrinnen erforderlich mache, bei deren Verlassen jedes Schiff unweigerlich auf eine Sandbank auflaufen müsse. Diese Kontrolle roerM noch durch ein sehr geschickt angelegtes Sperrsystem von Mine n erhöht. Sollte es nun trotzdem, so meint der Korrespondent, einer an greifenden Flotte gelingen, bis an die Küste heranzukommen, so trete ein ganzes Netz leicht und schwer bewaffneter Jnfan- ter i estutz punkte in Funktion. Dieses System habe feine Wirksamkeit bereits bei dem Angriff auf Dieppe erwiesen, da die englischen Panzer wie am Boden festgenagelt liegen geblieben feien... Die Organisation Todt habe in Rekordzeit ein Meisterwerk geschaffen, eine ununterbrochene Kette von Forts, die gegen jeden Angriff von Land und aus der Lust geschützt sind. Abschließend meint der Korrespondent des „Svir", auf die Bedeutung der U - Bo ot-Stützpun kte hinweisend: Diese riesige Maye von IVz Millionen Kubikmetern erscheine m der Ferne wie eine moderne Pyramide. Jeder Stützpunkt sei mit dicht nebeneinander liegenden Flakgeschützen gegen feindliche Fliegereinflüge ge- : Markgraf Friedrich von Brandenburg-Bayreuth 1 hat vor 200 Jahren auf Anregung der klugen und 1 geistreichen Markgräfin Friederike Wilhelmine von Ansbach-Bayreuth, der Schwester Friedrichs des Großen,' am 13. April 1743 die Universität erlangen gestiftet. Mit großen Feierlichkeiten wurde sie im Spätherbst des gleichen Jahres einge- weiht .nachdem die neu gegründete Akademie in Bayreuth — ein Ersatz der Erlanger „Ritter-Akademie — nach einjährigem Bestehen wieder aufge- hoben worden war. Die politischen Schicksale von Stadt und Universität waren sehr wechselooll. 1810 wurde das Fürstentum Ansbach-Bayreuth von der Krone Bayern übernommen. Damals zählte die Erlanger Hochschule 149 Studenten, einen Extraordinarius und fünf ordentliche Professoren der Medizin und Naturwissenschaften und es bestand die Ge- sahr einer Auflösung oder Verlegung. 1878 waren C « f1886 909 Studierende, 1890 1000. In Erlangen waren im Laufe der zwei Jahrhunderte eine große Anzahl hervorragender Fov- Ndz. Der Wunsch vieler Volksgenossen, namentlich aber unserer Heranwachsenden Jugend, in die Partei aufgenommen zu werden, war wohl zu keiner Zeit stärker als jetzt im Kriege. Von Jahr zu Jahr erhöht sich^die Zahl der Anträge um Aufnahme. Aus allen Teilen des Reiches, vor allem aber aus der kämpfenden Front laufen immer wieder Anfragen und Gesuche um Aufnahme in die NSDAP, bei den verschiedensten Dienststellen der Partei ein. Unter ihnen befinden sich Briefe aufrechter Männer, die ehrlichen Herzens bekennen, bis zum Beginn des Ostfeldzuges den Absprung von kommunistischen ober anderen politischen Lehren nicht gefunden zu haben. Erst das Erlebnis im Osten, die persönliche Berührung mit dem ,)Para- bies" habe ihnen bas Gesicht des Kommunismus gezeigt. Diese Briefe sind wahre Dokumente der Zeit. Bis zum siegreichen Ende des Krieges kann all diesen Besuchen und Bittschriften im Hinblick auf die Tatsache, daß während des Wehrdienstes die Mitgliedschaft zur Partei ruht, nicht entsprochen werden. Es ist deshalb ein Gebot selbstverständlicher Gerechtigkeit, baß bis zu diesem Zeitpunkt auch für jeden Auf nah meb ew er cker in ber Heimat di e Ausnahme gesperrt ist. Die Bewerber in ber Heimat haben ausreichend Gelegenheit,' ihre I Gegen „Landfahrer und Theriakskrämer". Als im Jahre 1576 ber Magdeburger Rat eine eigene Apotheke gründete, die den Namen Ratsapotheke ttug, gab er auch eine Apothekenordnung heraus, die kulturhistorisch aufschlußreich genug er- •k 1 ,m Auszüge mitgeteilt zu werden. In ihr heißt es u. a.: „Die verordneten Aerzte und hotmanner tollen die Apotheke jährlich zweimal revidieren und untüchtige Ware sofort beseitigen. Bei Ansertigung von Ärzneien soll der Apotheker aus den Buchsen usw. bas Datum der Bereitung bemerken; bet Arzneien, die von den Aerzten speziell verschrieben werden, genau nach den Rezepten verfahren und diese nicht eigenmächtig ergänzen, wenn er etwas nicht verstünde oder lesen könnte. Wenn er irgend eine verlangte Ware nicht hätte, so solle ^Kes getreulich melden und nicht riwa eine andere WiUbert der Journalist ausführlich, was einer Jnoa- ionsmacht bevorstehe,, wenn sie den Versuch machen sollte, in diesem Gebiete zu landen, gleichgültig ob von der See her oder aus der Luft. Denn — was mir an der Atlantikküste gesehen haben, ist, daß der deutsche^ Atlantlkw all jetzt so eingerichtet ist, daß man sich auch gegen einen Angreifer, der von Osten her kommt, verteidigen kann". Jede Verteidigungsanlage habe Waffen, mit denen man sich nach allen Seiten schützen könne. Außerdem konnten alle Kanonen, Granatwerfer und MG.s, die jetzt nach dem Westen weisen, so gedreht werden, daß der Mnze Atlantikwall in kürzester Frist nicht mehr Front gegen das Meer hat, sondern nach der Landseite hin. Auch würde er mit jedem Tage noch stärker. Unter vterspaltigen Ueberfchriften „Hitler fertigte E^bwehr der Invasion — Riesenfestungen von 2000 Meilen bringt Christer Jäderlund, Korre- pondent von „Stockholms Tidningen" einen eindrucksvollen Bericht vom Atlantikwall. Er beichreibt ihn als „Die Wehr Europas, ein W u nd er v 0 n Stahl unb Beto n" und kommt zu dem Schluß, daß. die deutschen Festungsingenieure sich davor gehütet hätten, den neuen Atlant ikwall zu einer Mausefalle wie die Maginot- ime zu machen. Der Atlantikwall sei gebaut in Uebereinsttmmung mit den allerletzten, ihrer Form und ihren Möglichkeiten nach wechselnden Erfahrungen des modernen Krieges. Die Anlage fei mit ber Front nach allen Seiten aüf Tiefe angelegt und dadurch sowohl für Angriffe von oorn als auch von hinten und von den Flanken eingerichtet. Unter diesem Gesichtspunkt biete der Atlantikwall ein phantastisches artilleristlsches Stu- Wenn die Schwalben wiederkommen Lin Klavierkonzert von Fortner. Das Ernährungshilfswerk in der Kriegswirtschaft unsicher hin und Ruhig und überleben zielen die beiden Aerzte (Nachdruck verboten.) 4. Fortsetzung. Während immer neue flammende Speere das Dach des Bugalows durchbohren, wird wieder der dumpfe unheimliche Rhythmus der Trommeln hörbar. Dazwischen knallen die Schüsse der Weitzen. Drei, vier Büsche sinken um, die anderen Dschun- aelneger ziehen sich in den Urwald zurück. Lewis schickt den Fliehenden noch einen Schutz nach. Das Bungalow ist bereits voller Qualm. Da legt itd) eine Hand auf Bobs Schulter. „Lassen Sie doch. Es hat keinen Zweck mehr zu schietzen, diesmal müssen wir laufen?" sagt Gomez. „Wo sollen wir den hin? Zum Fluh? Ich denke, die werden unser Boot —" „Nicht denken, Bob Lewis, laufen! Wer denk^, wird gefressen oder gebraten, ganz wie Sie wollen! '■ Als Gomez die Tür öffnet, steht das Dach.des Holzhauses bereits in Hellen Flammen, hinter ihm drängen Lewis und die beiden Neger ins Freie. Do zischt schon wieder ein brennender Pfeil durch die Nacht. Der zweite schwarze Diener bricht zusammen. Geistesgegenwärtig wirft Gomez schnell die Tür ins Schloß. „Zu spät!" „Ach was, wir versuchen es auf der anderen. Seite. Los, Gomez! Ich halte sie hier auf, bis ihr^ drüben seid", meint Lewis besonnen. Er streicht seinem schwarzen Diener das Wollhaar aus der Stirn; der arme Kerl rührt sich nicht mehr. Während Gomez aus einem kleinen rückwärtigen Fenster springt und Pesam-Billy ihm folgt, öffnet Bob wieder ein wenig die Tür. Schußbereit hält er den Revolver in der anderen Hand. Die Gestalt eines riesigen Negers wird hinter einem der Mangobäume sichtbar. Er hebt den Speer und läuft, zum Wurf ausholend, auf Lewis zu. Ein Schuß zerreißt die Stille. Der Neger wird getroffen, stürzt aus vollem Lauf einen Salto schlagend zu Boden. Mehrere Schwarze rennen auf das Bungalow zu, um den Gefallenen zu rächen. Da bemerken sie Gomez und Pesam-Billy, die über die Lichtung in die Dschungel zu flüchten versuchen, und in der Meinung, es sei niemand mehr in dem Bungalow, machen sie sich auf die Verfolgung. Mit Erstaunen sieht Lewis, daß kein Speer mehr geflogen kommt. Der Weg scheint für ihn im Augenblick frei zu sein, schnell entschlossen verläßt er das Holzhaus. Er weiß, im Bungalow ist er auf die Dauer verloren. Die Tropennacht gibt ihm eine Lebenschancs» stattet. . v .... Darüber hinaus werden m den nächsten Tagen in Landorten des Kreises Wetterau mei ’ t e r e 2 6 Kindergärten und in Butzbach und Friedberg zwei Kinderhorte von der Kreisamtsleitung der NSV. eingerichtet mcr; den. Am Kinderhort in Butzbach werden etwa 60 bis 80, in Friedberg etwa 150 Kinder Ausnahme finden. Für die Kinder in diesen beihen horten soll auch Mittagessen verabreicht werden. Dieser Ausbau der sozialen Einrichtungen unserer NSV. im Kreise Wetterau ist dankbar zu begrüßen, denn er wird in wirksamer Weise dazu beitragen, den in der Kriegsarbeit stehenden Mül fern eine bedeutsame Entlastung zu verschaffen und Gomez und Pesam-Billy haben einen schmalen getretenen Saumpfad gefunden, der sich durch mannshohe Farren zieht. Ihr Atem keucht. Die Verfolger scheinen ihre Spur verloren zu haben. „Pesam-Billy, ich glaube, wir sind gerettet! meint Dr. Gomez fast ungläubig. Der Neger, der vor ihm läuft, wendet sich um, er nickt. In diesem Augenblick gibt der Boden unter seinen Füßen nach, mit einem Aufschrei stürzt er in eine Falle, die mit Blättern und Gras über- Chirurg und Friedrich Albert Zenker, der Patho- oge. Mustergültig ausgestattete Kliniken sind heute t-m Besitz der medizinischen Fakultät. Vom Schicksal verweht Roman von Holla Gutkelch auf die in den wandelnden Büschen verborgenen Dschungelneger. Da hören sie das splitternde Geräusch sich ins Holz des Daches bohrender Speere. Jetzt fliegen auch einige Brandspeere durch die Fenster in den Raum. „ . „Deckenbrüber werfen, Pefam-Billy! ruft Gomez. 3U®öme3 Hal N) mzwischen unter das zweite Fenster gekauert. Er reißt das Gewehr hoch, schießt fchräg nach oben. Aus den Zweigen eines Mangobaumes ftürzt ein Dschungelneger zu Boden. Woher kam denn das?" fragte Lewis maßlos erstaunt. Er hat sich befreit, die Fetzen des Aermels hängen ihm ums Handgelenk. Gomez Deutet in Richtung des Mangobaumes. Verwundert schüttelt Bob . den Kopf. „Sind da noch mehr?" fragt er. Um den Mund des Kreolen pielt ein fatalistisches Lächeln. „Quien fabe!" Vorsichtig schleicht Lewis zu Pesam-Billy hinüber, der ihm zuflüstert: „Ich hören!" ' Der junge Arzt lauscht gespannt, dann sieht er Dem Schwarzen verständnislos in die treuen Augen. -Sr vernimmt keinen Laut. Jetzt unterscheidet Gomez deutlich draußen in der mondhellen Nacht eine Anzahl Büsche, die sich auf das Haus zu bewegen. Ihm ist bekannt, wie die Dfchungelneger ihre Krieger tarnen. Ein Angriff großen Stils! denkt er, und seine Hoffnung, lebend aus dem Bungalow herauszukommen, schwindet. Und nun sausen plötzlich flammende Pfeile durch die Nacht. Ihre Spitzen sind mit glimmendem Werg umwickelt und entzünden sich durch den Luftdruck des Wurfes. Als Antwort peitschen Schüsse aus dem Bungalow. ein hauch. , . , . .. Die Heiden Aerzte svrmgen auf, drangen sich seitlich an die Fenster, sehen, vorsichtig m Deckung bleibend, hinaus. Lewis halt das Gewehr schußbereit im Arm. „Ich sehe nichts!" flüstert er enttäuscht. Nir sehen — aber da fein." . "Ich glaube, du träumft, Pesam-Billy!" Lewis acht wieder zu seinem Feltbett zurück. Als er Den hellen Streifen betritt, den das Mondlicht ins Zimmer malt, zischt ein Pfeil an ihm vorbei Gellend schreit einer der beiden am Boden hockenden Neger auf. Der Pfeil steckt ihm in der Brust Leblos fällt er nach vorn über. Bob Lewis beugt sich über ihn, will ihm Helsen, aber hier gibt es keine Hilfe mehr. Die Pfeilspitze sitzt im Herzen. , Aus Der Schußrichtung, Lewis", warnt Gomez Stimme. Bob springt zur Seite Im gleichen Augenblick schwirrt ein zweiter Pfeil durch Den Raum durchbohrt den Aennel seines Jacketts und nagelt' Bob an Die Wand, ohne auch nur feine haut NSG. lieber 100 Schweinemästereien des Er- nährungshilfswerkes befinden sich im Gau hessen- Nafsau. Einer Davon, die mit zu Den schönsten, größten und moDernften des Reiches zählt, statteten wir in Der Gauhauptstadt, einen Besuch ab. Schon von weitem sehen wir inmitten, grünender Felder Die langgestreckten und erst im vergangenen Jahr erstellten Neubauten. Ehe mir die Ställe be- ichtigen, gehen wir zunächst einmal in Die Küche. Sie besteht aus einer geräumigen Halle, in Der gerade Die Abfälle angefahren worDen sind. In acht großen Kesseln werden diese auf 90 Grad erhitzt und dadurch gar und keimfrei. Durch bestimmte zweckmäßige Beimengungen wird das Futter in seinem Nährwert noch wesentlich gesteigerte Ein Ukrainer fährt gerade Die dampfenden Kessel in Die kleine Vorhalle Der Ställe, wo Der Inhalt aus- kühlen muß, um ein paar Stunden später verfüttert zu werden. Der Besuch 'bei Den borstigen Kostgängern dieser Küche kann nun beginnen. Peinlich saubere, blütenweiß gekalkte Duchten mit frischer Streu bieten sich in Den Ställen Dem Auge Dar. Darin befinden sich die Tiere und machen Durchweg den Eindruck restlosen Behagens und gepflegter Sauberkeit. Zum Teil stehen sie noch schmatzend am Trog, während Die anderen bereits friedlich aneinandergefchmiegt und wohlig fchnarchend schlafen. „Gute Ruh' ist halbe Mast", sagt eine alte Bauernregel, Die sich auch hier bewahrheitet, weswegen nach abgeschlossener Fütterung niemanD mehr die Ställe betreten Darf, um Die Tiere nicht aufzuscheuchen. 1500 Schweine faßt diese Mästerei. Ein Tierarzt führt ständige Aufsicht, über' Den Buchten befinden sich genaue Tafeln, Die pro Tier und Tag über Gewicht und Zunahme gewissenhaft Auskunft geben. Auch eine Waage ist in jedem Stall vorhanden. Das Durchschnittsgewicht Der Schweine liegt bei Drei Zentnern, meist jedoch wesentlich Darüber. Für die Mast wird in erster Linie das veredelle deutsche Landschrbein verwendet, das sich bestens bewährt. deckt war. Gomez steht am Rande der Grube, er kann Den Anblick nicht fassen, der sich ihm bietet: Pesarn- Billys Körper am Boden Der Falle liegend von unzähligen Pfeilspitzen durchbohrt. . Wie erstarrt vor Schreck sieht er, daß Drei, vier Neger hinter einem Farnbusch hervorspringen und sich auf ihn stürzen. Er versucht nicht einmal mehr, feine Pistole aus hem Gürtel zu ziehen. Währenddessen ist Lewis zum Flußufer gelangt. Für den Fall einer Flucht hatte er sich mit Gomez an der Stelle verabredet, wo ihr kleines Boot mit dem Außenbordmotor verankert liegt. Sanft schaukelt das Boot, der Mond glitzert über den Wellen. Niemand ist zu sehen. „Gomez, Gomez —", ruft er halblaut. Als keine Antwort kommt, durchfährt den jungen Arzt heißer Schreck. Vielleicht ist Der KaineraD noch in Gefahr. In GeDanken tastet er nach seiner Patronentasche, überlegt, welchen Weg Der Kreole unD Pesam-Billy eingeschlagen haben könnten.'Ob sie noch leben? Sein waches Ohr hört ein leises Rascheln, er sieht in einiger Entfernung Neger aus her Dschungel treten. Entferntes Trom mein, immer derselbe Dumpf an- und ab schwellende Ton. Schnelle Flucht ist Die einzige Rettung. Schnell ist er im Boot, reißt Den Motor an und schießt mit-Dem Revolver hie Ankerleine hurch. Die Strömung des Flusses ist stark, Dgs kleine Schiff treibt rasch havon. Jetzt hat eine Schar Wilder das Ufer erreicht. Rechts und links von Lewis klatschen Speere ins Wasser. Er wirst sich hin, steuert rm Liegen. Immer seltener werden die Speere, kaum noch hörbar ist das Trommeln. Hinter her großen Biegung des Flusses wagt Bob Lewis, sich aufrecht zu setzen. Die Morgendämmerung hebt hie schwarzen Schleier her Nachr von her Dschungel, an einem rötlich angehauchten Himmel steht blaß her letzte Stern. „Virgin", sagt Bob erschüttert, unb zärtlich streicht Bob über Den glatten Bootsrand. Der Name löst in ihm eine unbändige Freude am Leben aus, aber zugleich auch eine schmerzliche Gewißheit, Daß Die meisten Men schon ihr Glück teuer bezahlen müssen. UnD nut selbstquälerischer Ironie erinnert er sich. Daß er ihm sogar schon einmal Vorschuß gegeben hat. . (Fortsetzung folgt.) Heue Kindertagesstätten der ASV. in Gießen 26 weitere Kindergärten im Kreise Wetterau. In der gemüse- und kartoffelreichen Jahreszeit ist sogar eine gewisse Fufteroorratswirtschaft möglich. Stein- und ErDfilos fassen Den Ueberschuß und öffnen sich wieder bei Mangelzeiten. Als besonders hygienisch haben sich hie getrennten Ab- unb Zu- fahrtswege für Frisch- und Rauhfutter sowie für Den Mist erwiesen, eine Maßnahme, die ein Einschleppen oDer Verschleppen von Seuchen unmöglich macht. , ... Zwischen Den sechs großen Stallen Dehnen sich Kartoffeläcker und Auslaufflächen für Jungschweine. Gefolgschystsräume für Die Arbeiter vervollständigen die großzügig gebaute Anlage, lieber ihr wacht ein Schweinemeister, Der über gründliche Ausbildung mit abgelegtem Examen verfügt und mit viel Lust hing Durchgeschnitten?" fragt Bob gereizt. Er trinkt sein Glas mit einem Zuge leer , . Gomez zuckt wieder Die Achseln. Da hebt Lewis seine mißhandelte Zigarette auf und zündet sie an. Der Schein her kleinen Flamme beleuchtet fein schweißnasses Gesicht. „Sein da'" wispert Pesam-Billys Stimme wie und Liebe über seinen dankbar gedeihenden Pfleglingen wacht. Der Fleischzuschuß, der aus den Mästereien an- das Verbrauchskontingent von Heimat und Truppe gestellt wird, erweist sich als recht wesentlich. Er stellt eine außerordentliche Entlastung her Versor gungswirtschaft dar. Einen wesentlichen Faktor in her Durchführung und Erhaltung der Schweinemast teilen die Hausfrauen, indem sie sorgsam jeden Küchenabfall dieser nützlichen Einrichtung Zugang lich machen. > E- K. Das 6HW. in Gießen. Die Schweinemästerei des Ernährungshilfswerks Der NSV.-Kreisamtsleitung Wetterau in Gießen tei stet mit ihren Betrieben in Gießen, Friedberg unD Butzbach ebenfalls einen bedeutsamen Beitrag zu unserer Fleischversorgung. In der Mästerei in Gießen stehen monatlich rund 500, in Friedberg rund 250 und in Butzbach rund 70 Schweine zur Masi. Von diesem Gesamtbestand von rund 800 Schwei neu werden monatlich etwa 200 zur Versorgung der Bevölkerung mit Schweinefleisch abgeliefert. Die Ablieferung her Küchenabfälle aus unseren Haushaltungen spielt bei Der Fütterung her Tiere eine große Rolle. Bisher sind diese Futterbeittäge aus Den Haushaltungen immer sehr erfreulich und regelmäßig erfolgt, und man darf hoffen unb wünschen, daß auch weiterhin die Abgabe dieser Abfälle au| hem Wege über die EHW.-Eimer regelmäßig verläuft, damit die Mast her Schweine ungestört fort geführt werden kann. Allerdings, Rasierklingen, ober andere gefährliche Gegenstände dürfen in Die Futtereimer nicht mit hinein geworfen werden! Generalmajor a. D. Ernst Gros. Am heutigen 14. April 1943 jährt sich zum 60. Male her Tag, an dem her Generalmajor a. D- Ernst Gros in Gießen in die alte deutsche Wehrmacht eintrat. Geboren am 10. Februar 1864 auf hem. Hofgut Kolnhausen bei Lich, besuchte Ernst Gros das Gymnasium in Gießen. Dann trat er in bas Kabettenkorps in Bensberg ein, von dort kam er in die Hauptkadettenanstalt Lichterfelde. Zuerst biente er aktiv als Fähnrich und später Sekonbe- leutnant im Füsilier-Regiment Karl Anton von Hohenzollern 40 in Köhn. Unter Beförderung zum Oberleutnant wurde er bann zum Rheinischen Jnf.-- ; Rgt. 65 in Köln versetzt. Hierauf wurde er Haupt- mann und Kompaniechef in dem neugegründeten , Jns.-Rgt. 160 in Dietz a. d. Lahn. Mit mehrjähriger . Vorpatentierung wurde er von dort in das Jnf.- . Rgt. 57 in Wesel versetzt, wo er Bataillonskomman : Deur wurde. Als Major unb später Oberstleutnant i diente er dann im Inf.-Rgt. 87 in Mainz. Von dort i rückte er bei Ausbruch des ersten Weltkrieges als Kindergärtnerinnen und Helferinnen stehen und unter deren Betreuung schöne Stunden verleben. Die Kinbertagesstätten sind mit ganz neuen Modeln l kl einen Stühlchen, Tischen, Bänken usw.) ausge- Ein großer apfelfinenfarbener Mond schüttet sein ftiedliiAs Licht über die Malaria-Station mitten im Urwald. Die große Stille wird nur manchmal durch das verschlafene Krächzen «wes Papageis oder den Schrei eines durch Pantherfchrltte g - ängstigten Affen gestört. Der schwere Duft der Ml- mofen zieht durch Die Tropennacht. Da — ein monotones Geräusch, naher und naher kommend, stärker werdend: Trommeln! Dann Stille. Und nach menigen mxe^L^nt Dumpfen Töne, mit Denen sich die Eingeborenen stumme untereinander verständigen. „Diese Trommeln machen «inen verrückt! Warum geschieht denn nichts" murmelt Bob Lewis Der Kaum des Bungalows ist nur vom M°>^ beleuchtet, die Fenster find geöffnet. Em" Gewehrließt quer über Lewis Schoß, auf einer Kiste neben ihm -in großkalibriger Revolver und eine Schachtel mit Patronen. In dem Holzhaus herrscht -me Ruye, die keine ist, die an den Nerven zerrt, chltze treM den Schweiß aus allen Poren. Lewis will em Tuch aus der nasche ziehen, plötzlich halt er: iri btt Be wegung inne und dreht den Kops sauschend zu Seit«, wo das F-nster ist - aber nichts,gescheht. Gomez, der in der Nähe des Zeiten Mllcken auf seinem Feldbett sitzt, halt sein Gewehr zwgchen den Knien. Er gießt sich Misky m em Wasser glas, trinkt, setzt das Glas ab und laufchfi Wie eine Skulptur wirkt fßefam-BiUqs noaier Körper, der in absoluter Ruhe an einem F-vst-r- kreuz lehnt. Aber auch der Neger horcht gespannt '"Die S schwarzen Diener die zur Nation gehören, hocken ängstlich wie aufgescheuchte Hühner, Die enhlich ihre Stange gefunden haben, auf Dem Lewis muß einen Augenblick über leben Anblick lächeln, Dann steht er aus, gern 3 Gomez und läßt sich schwer neben ü) J Feldbett fallen. Er nimmt aus "Ner Schachtel, ihm her Kollege reicht, eine Agarette, f t den MunD, vLgißt aber w Gomez zieht bie Schultern hocst ^Whisky antwortet er ruhig und g'eßt em Glas ^msry für ben Kollegen ein. , g>levhonlei- „Warum haben sie denn sonst Die ^uprjon Die Schwalben, hie anmutigen, leicht beschwingten Boten bes Frühlings, ziehen wieher in Schwärmen über Das Lanh, suchen ihre alten Heimstätten : auf, unb balh entfaltet sich in Den kleinen runhen , . .______ rv' c I Restern an Den DachränDern wieher Das ftöhliche , Vertreter der innerem Msd-zm, Sari Thiersch, der z^chern der lustigen Sommergäste, di-, von lan- ; uni» Friedrich Albert 3-nker, der Potho- fler Reise zuröckgekehrt, ihr kleines cheim mstand- l |e(,en und von den Spuren des überwundenen ; Winters säubern. Mitte April mag wohl als Das Durchschnittliche Datum angesehen werben, an Dem Ein musikalisches Ereignis war hie Uraufführung die gefieberten Segler Der Lüfte wieher in Europa 33S Klavierkonzertes von Wolfgang Fortner im eintreffen, aber, es fehlt nicht an Beispielen m eftten Siftfoniekonzert HeiDelbergs. Fortner schließt Denen auch schon EnDe März Die heimkehrenhen ßich an den klassischen Konzerttypus an, weitet ihn Schwalbenzüge bei uns gesehen würben. Sie haben illber zur sinfonischen Viersätzigkeit aus, wobei an es auf her Reise zum Narben nicht allzu eilig unb stelle her psychologischen Entwicklung her tefto- entfalten auf Dem Zuge keineswegs hie gewaltigen mische Aufbau tritt. Das Werk ist in feiner melo- Geschwinbigketten, bie sie zurücklegen können. Ueber Lisch, rhythmisch unb harmonisch fesselnben Form Die Schnelligkeit Des Schwalbenfluges finb viele Er- u)on musikalischer Ausgewogenheit unD von einem örterungen angestellt worben, bis her Italiener klaren, sestgeschloffenen Gefüge. Sein großer Reiz Spallanzani Durch ein interessantes Experiment [befiehl vor allem in Der bewußten thematischen zeigte, baß Die Schwalben tatsächlich 140 Milo* Gegenüberstellung von Rhythmik unb Melobik, Die Meter m einer Stunde zurucklegen können; er ibesonDers Die beihen Ecksätze kennzeichnet. Zwischen brachte zwei Schwalben von Pavia nach ÜJtailonh ihnen stehen ein außerorbenttich klangschöner lang- und bie Tiere flogen von Mailand nach ihrem Rest lamer Ätz und ein sprühendes Scherzo. Im letzten nach Pavia in 13 Minuten. ^atz wirb bie thematische Gegenüberstellung' Durch Ueber Die Zugstrahen Der Schwalben sind wir die Einbeziehung Des alten Geusenliehes „Berg op heute ziemlich genau unterrichtet, aber m früheren 3oom" unb bes alten Liebesliebes an5 dem Lo- Seiten machte man sich von ihren Herfen bie wun- chamer Liederbuch „All mein Gedanken" noch ein- Derlichften Lorstellungen. So wurde noch im achtmal mtterfttichen. E^ war für Fortner eine be- zehnten Jahrhunhert das Verfchwinden der jonbere Anerkennung, daß fein Werk durch Die Schwalbe im Herbst mit einer Auswanderung - Irohe Pianistin Frieda Kwast-Hohapp aus Zum Monde erklärt. Das Volk glaubte Daß Die der Taufe gehoben wurde. DoZu gesellte sich die Schwalben die kalten Wlntermonate über die Gast- lebendige Ausbeutung bes Orchestssrparts burch lichkeit des Mondes in Anspruch nehmen, um Dann «ernharb EoNZ unb das prachtvoll spielende wieder mit ben ersten Lenzestagen Zur E^e unb Städtische Orchester. Werner Schmidt. zu Den Menschen hennzukehren. Die Ge ehrten un- terstützten zolchen Volksglauben durch allerlei mun- (Jin seltener Puccini in Darms abt Derliche Beobachtungen. So erzählt der Reisende Setten gefpiett, in Deutschland kaum ben Namen Regnard in seiner '„Reise in Lappland", baß hie iiad) bekannt, hatte es Puccinis lyrische Komödie Schwalben den Winter tief unter der Eisdecke der „Die Schwalbe' von Anfang an schwer, neben den Flüsse im Wasser verbrächten: er habe es zwar nicht populären Werken Platz zu finden. Die anspruchs- selbst gesehen, aber bie Lappländer hätten ihm erlöse Handlung bewegt sich zwischen Travi ata-Edel- zählt, daß sie oft ganze Scharen von Schwalben mut unb pariserischer Bohöme-Leichtlebigkeit Der völlig erstarrt unter dem Eise hervorzögen. Ein Salon her Halbweltdame, ein Vergnügungslokal anderer erzählte, daß die Schwalben sich im Herbst mit Studenten, und Midinetten, sowie ein länd- ins Wasser versenken, um in her Tiefe ihren Win- liches Gasthaus bei Paris sind die Schauplätze der terfchlaf zu halten: „Sie vereinigen sich fliegend Drei Akte. In leichter gefälliger Puccini-Weife, im w einem großen Kreis, her sich immer dichter zu- Tausch von Parlando, kleinen Lyrismen und Jllu- sammendrängt und sich plötzlich ins Wasser stürzt, ftration plätschert bie Musik dahin. Die Bekannt- roo &ann die S^valben im Flußbett schlafen gehen." schäft mit dieser zwischen Operette und Singspiel Wjx wissen heute, daß die Schwalben im Herbst unsicher hin und her flatternden „Schwalbe" bietet noch Asien und hauptsächlich nach Aftika ziehen unb zu einer großen Ehrenrettung keinen Anlaß. Aber jm Frühjahr nach Europa zurückkehren, wo sie dann Der Abend ist nicht verloren, wenn eine regsame bis hinauf nach Lappland streifen. Vühne wie Das Hessische Landestheater in Darm- Im Zusammenhang mit her Ansicht, daß bic ftdbt sich des Merkchens so liebevoll annimmt. Schwaben in großer Kälte überwintern können, Werner Bitter fand als Dirigent die graziöse Note, hat man allerlei Versuche angestellt. Buffon sperrte Elli unb Reinhard Lehmann sorgten in Bühnen-- mehrere Schwalben in einen Eiskeller ein und wun- bifoern, Kostümen unb Regie für bie Atmosphäre berte sich sehr, daß sie starben. Immerhin ist auch der Renoir- unb Makartzeit. A. Schroth. von späteren Beobachtern hie unb da behauptet 4 . zz . „ .n worden, die Schwalbe könne unter gewissen Um- AUS dlltr ständen in Winterschlaf verfallen. Immer wieder Gläserne Musikinstrumente. kommt es vor, daß einzelne Schwalben sich im über em gläsernes Bla-orchesttr in Dänemark wirb U kleinen Tiere im November matter und uns aus dem Leserkreise geschrieben, daß es schon I ni,fer Ufib . vermutlich durch Mangel an hn Jahre 1935 m einer ^.en^ey Nahrung zugrunde. ' Der französische Gelehrte fernes Blasorchester mit mmdestens acht Blasirsttru- y 8'^i U6r|päfcete Dachschwalbe beobachtet, menten gegeben hat; auch die Geresheimer Glas» r Stall eines Gutes .zurückblieb und hier bis hätte bei Düsseldorf hat sich, wie wir Dorenarub^r Sie fand im Stall an foon mit Derartig komplizierten Glasbläsereien be- ynb Insekten ausreichende Nahrung, fing schäftigt. an schönen Tagen aus, kehrte aber immer bald Ein Halsband der Marie Antoinette. wieder zu ihrem Nest zurück. B- Mehrere historische Erinnerungsstücke kommen Sprechstunde des Kreisleiters. öMÄSM Die Sprechstunde dea Kreta,et.era findet °m Fmnkr'^ fitz^ Könfiim während ihrer chast m. Dvnneraiag, 15. ’ Temple qrtragen hat. An her Kette hängt em Me- in Gießen, Attcenstraße 10, statt. daillon mit Haarsttähnen ihres Sohnes und ihres £)o$ KriegSVerdtenstkreUZ. Mannes sowie ihrer Mutter Mana Theresia. Wei- -in-aesekten Werkführer Jakob ÄSsBBtssÄfeÄ Haarsttähnen von Napoleon I. angeboten. verliehen. __________________ Um den Müttern, die sich zum Kriegseinsatz in Betrieben zur Verfügung gestellt haben, die Sorge um ihre Kinder tagsüber abzunehmen unb die Kleinen unter sorgfältiger Betreuung zu halten, eröffnet die Kreisamtsleitung Wetterau Der NS.-Bolkswohl- fahrt vom morgigen Donnerstag ab in Gießen Drei neue Kindertagesstätten, deren Räume sie sich durch Miete gesichert hat. Eine Kindertagesstätte ist in Dem bisherigen Cafe Hai - b ad) an her Ecke Ebelftraße/Rieaelpfah eingerichtet, in der etwa 30 bis 35 Kinder ausgenommen werden können Eine andere Kindertagesstätte befindet sich in hem früheren W i n g o l f h a u s in der Wilhelm- straße 40 und bietet etwa 25 Kindern Aufenthaltsraum. Die dritte dieser Stätten wird in her Marburger Straße 25, in Der früheren Gastwirtschaft von Beppler sein und etwa 40 bis 50 Kinher auf- nehmen. Die Kleinen werden morgens entweder von in «» gute Obhut zu gebracht ober von den Müttern abgeholt. Tagsüber bringen. werden die Kinder unter der Aufsicht von NSV,.-! ^^Hn Erlangen hie Synthese bes Anttpyrins; | Aus -er Stadt Gießen 2ttv Fischer stellte das erste Fiebermittel synthetisch ier. Unter den Mebizinern seien hervorgehoben Äholf Kußmaul, der Erfinder her Magensonde, Anon Wintrich, her ben nach ihm benannten „Schall- yechsel" gefunden hat, Karl von Schröder, her Vater Der Gynäkologie, Adolf von Strümpel un> Fr. Ponzoldt, Vater bes Dichters Ernst Penzolbt, als Theater der Llniversitätsstadt Gießen. Hermann Bahr: »Das Konzert". Die letzte Neueinstudierung des Lustspiels „Das Konzert", die hier vor neun Jahren zum 70. Geburtstage Hermann Bahrs geplant war, wurde unversehens zur Totenfeier. Heute kann man mit Vergnügen feststellen, mit welcher Frische das Werk den Meister überdauert hat: niemand wird zwar verkennen, was ihm, nach so langer Zeit, an Voraussetzungen zur Aktualität abgeht, was wir not- wend^erweise als historisch empfanden müssen. Aber man ^wird auch billigerwoise zugeben, daß über alles heitere Geplauder und alle lustspiel- hafte Situation hinaus der dramatische Kern und Antrieb des Stückes einer ganz menschlichen Gefühlsspannung entspringt, und das menschliche Gefühl ist ja gottlob noch immer nicht veraltet und und aus der Mode gekommen. Was Frank Wedekind in seiner „Musik" so schrecklich und traurig ernst nahm, sah Bahr von der heiteren Seite, minder pathetisch, aber darum nicht minder eindringlich. Er war gescheit und geschickt und seiner Sache sicher genug, die Pointe seines Lustspiels gleich zu Anfang zu verschenken, und es ist eine sehr einfache Pointe: das Konzert ist gar kein Konzert, sondern ein kleines Abenteuer neben der Ehe; es war ihm weder um die schwankhafte Ausbeutung der Situation noch um gewisse Frivolitäten zu tun, die sich andere Autoren an dem gleichen Einfall bestimmt nicht hätten entgehen lassen. Bei Bahr endet der Ausflug genau da,, von wo er ausging, und was unterwegs geschieht (und nicht geschieht), was getan und gesagt und zur lustspielhaften Lösung beigetragen wird,, ist so drollig wie nachdenklich, so offenherzig wie lehrreich, und die leise Ironie, die über allen Vorgängen und Gesprächen schwebt, ist gespeist aus der weisen Einsicht in die offenbaren Schwächen und die geheimen Regungen des männlichen wie des weiblichen Herzens. — Daß dieser Eindruck, ohne den lustspielhaften Charakter des Stückes irgendwie zu beschweren, die Aufführung bestimmte, war das schone Verdienst des Regisseurs Herrn Zeppenfeld. Er gab auch zugleich den berühmten Pianisten: umschwärmt und verehrt, nervös und in komischer Ekstase, beladen mit der Bürde seines Ruhmes, ungeschickt und naiv wie ein Kind — ein großer Junge an der Schwelle des Alters. Er braucht die Bewunderung, die Schwärmerei der Schülerinnen wie die Luft zum Leben ... und er wäre verloren ohne die eine, seine Frau, die ihn wirklich liebt und ganz versteht: Renate F r e i h e n spielte sie scharmant, mit leisem Humor, fraulicher Wärme und menschlicher Ueberlegenheit. Herr Funke war der Dr. Jura, die liebenswürdigste Figur, die Hermann Bahr erfunden hat, die drolligste Gestalt dieses Abends, von bezwingenden Gefühlsausbrüchen, ungewöhnliche Dinge mit jener schönen Selbst-, Verständlichkeit sagend, die noch nie ihre Wirkung verfehlt hat. Gaby A m e r s b a ch als Delfine hatte es vor der Rolle aus schwerer, einem wandelbaren Temperament die Natürlichkeit zu wahren, die hier überzeugend wäre. Friedl G o l l m a n n brachte mit Hingabe und sichtlichem Genuß die schwärmerisch überhitzten Tiraden der Eva Gerndl. Herr V o l ck, vor langen Jahren Dr. Jura, war heute ein Pollinger von alpenländischer Biederkeit, mit Humor und Herz gesegnet, Hella Henzky die grantige und lebenserfahren^ Pollingerm. Auch der Schwarm der Anbeterinnen, aufgeregt, begeistert, zerknirscht, war gut beieinander. — Herr Löffler hatte den städtischen und den ländlichen Schauplatz sachkundig hergerichtet. * Das Haus war dicht besetzt, das Publikum unterhielt sich höchst angeregt, und der Erfolg wurde mit vielem Beifall und vielen Blumen besiegelt. Hans Thyriot. Kommandeur des Landwehr-Inf.-Rgts. 118 ins Feld. In den Kämpfen bei Vitry an der Marne ini| September 1914 wurde er schwer verwundet. Noch nicht ganz.wiederhergestellt, meldete er sich schon wieder zur Dienstleistung und wurde Kommandant der mobilen Etappe in Mülhausen (Elsaß). Infolge seiner schweren Kriegsbeschädigung war er, mittlerweile zum Oberst befördert, nicht mehr frontoerwendungsfähig, und er fand nunmehr dienstliche Verwendung als Kommandeur des großen Landwehrbezirks Kiel. Dort wurde der verdiente Offizier zum Generalmajor befördert. Nach dem Kriege war er als Leiter des Versorgungs- omtes in Bernburg tätig, von dort kam er an das Versorgungsamt Gießen und damit in feine engere oberhessische Heimat zurück. Hier trat Generalmajor Gros in den Ruhestand, den der in langjähriger Friedens- und Kriegsdienstzeit bewährte Offizier in Gießen verlebt. In weiten Bevölkerungskreisen unserer Stadt wird ihm große Wertschätzung entgegengebracht. SA.-Reiterschein-prüfung in Gießen. Am Sonntagoormittag fand im Reitstall der SA.° Reiterst and arte 147 in Gießen eine Prüfung zur Erlangung des Reiterscheines für Angehörige der Hitler-Jugend statt. Sämtliche Bewerber, etwa 40 Hitlerjungen, bestanden die Prüfung. Am Schlüsse richtete der SA.-Reiterführer, Sturmbannführer B i e r h a u s , eine kurze Ansprache an die Hitler- jungen und an ihre Ausbilder, in der er zunächst den Ausbildern Dank und Anerkennung für ihre Mühewaltung aussprach und den Jungen die gute Ermahnung mit auf den Weg gab, weiterhin danach zu streben, daß ihre Leistungen als Reiter sich immer den Anforderungen gewachsen zeigen sollten, um stets ihre.Pflicht als SA.-Reiter in vollem Umfange erfüllen zu können. Mit dem Gruß an den Führer und unsere Wehrmacht schloß der Prüfungs- tag- / Verhängnisvolles Spiel mit Brandbomben. Bier Jungen aus Lollar, im Alter von 9 bis 12 Jahren, beschäftigten sich gestern abend mit einer Anzahl Brandbomben, die sie auf Aeckern gefunden und mitgeschleppt hatten. Mit diesen gefährlichen Gegenständen spielten sie im Garten des Elternhauses eines der Jungen. Dabei entzündeten sich die Brandbomben, und von den plötzlich hervorbrechenden Stichflammen wurden die Jungen ,getroffen. Drei der Buben erlitten an Kopf und Händen so schwere Verbrennungen, daß sie in Gießen in die Klinik ausgenommen werden mußten. Der bedauerliche Vorfall möge allen Eltern eine erneute und sehr ernste Mahnung sein, ihre Kinder strengstens vor dem Berühren oder Hantieren mit solchen gefährlichen Gegenständen zu warnen. Brandbomben oder dergleichen sind von Kindern und Erwachsenen unter allen Umständen unberührt liegenzulassen, ihr Fundort muß schnellstens der zuständigen Polizei- oder Gendarmeriedienststelle gemeldet werden, damit diese die Unschädlichmachung des gefährlichen Fundes durch sachverständige Personen veranlassen kann. Die Fundstelle oder deren Umgebung darf auch nicht von Neugierigen aufgesucht werden, vielmehr sind derartige Stellen unbedingt zu meiden. Deutscher Alpenverein Zweig Gießen-Oberheffen. In der gut besuchten Jahreshauptversammlung des Zweiges Gießen-Oberhessen gedachte nach dem Treuegruß an den Führer der Zweigoereinsführer Direktor Wred'e unserer heldenhaften Armee, der Opfer an den Frönten und in der Heimat, des verstorbenen ersten Reichssportführers von Tschammer und Osten und des auf dem Felde der Ehre gefallenen Zweigvereinsmitgliedes Studienassessor Dr. Vaubel. Dann konnte der Zweigverein zum ersten Male seit seinem Bestehen das goldene Edelweiß für 50jährige Mitgliedschaft im Alpenverein verleihen, und zwar an Baurat Hans Meyer, Gießen, der sich durch feine Mitarbeit an dem Bau der Gießener Hütte im Kärntner Land für den Zweigverein besonders verdient gemacht hat. Er wurde in herzlichen Worten zu dem seltenen Jubiläum beglückwünscht, und Direktor W r e d e überreichte ihm außerdem als äußeres Zeichen der engen Verbundenheit noch ein besonderes Geschenk. Baurat Meyer dankte für die Ehrung und erinnerte sich hierbei all der schönen Zeiten, der frohen Erlebnisse und unvergleichlichen Eindrücke, die ihm die Hochgebirgswelt vermittelt hat. Der Geschäftsbericht des Zweigvereinsführers umfaßft die Zeit vom 1. April 1942 bis 31. März 1943. Aus ihm ging hervor, daß sich der Zweig- oerein in der Berichtszeit gut entwickelt hat und daß die Veranstaltungen zur Pflege des alpinen Gedankens und der guten Kameradschaft — wie farbige Lichtbildervorträge, gemeinsame Tages- und Halbtageswanderungen und regelmäßige Zusammenkünfte — großen Anklang fanden und rege Teil« nähme zeigten. Die Gießener Hütte im Gebiete der Hochalmspitze ist nach wie vor ein Schmuckkästchen und befindet sich im besten Zustande. Die finanzielle Lage des Zweigvereins mit seinem Hüttenfonds kann als gut bezeichnet werden. Die umfangreiche Bücherei umfaßt alle einschlägige Fach- und schöngeistige Literatur. Mit den im Felde stehenden Mitgliedern wurde die Verbindung weiterhin aufrechterhalten. Die als Liebesgaben zum Weihnachtsfeste gesandten Bücher fanden, wie die Dankschreiben bezeugten, gute Aufnahme. Im Verlauf des Geschäftsjahres wurde ein besonderes Ehrenzeichen für 40jährige Mitgliedschaft eingeführt und an 17 Mitglieder verliehen. An der ersten Straßensammlung des 4. Kriegswinterhilfswerkes beteiligte sich der Zweigverein stark und konnte dank der großen Opferfreudigkeit der Mitglieder ein sehr gutes Ergebnis melden. Gießener Scklachtviehmartt. ^Auf dem gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtviehverteilungsmarkt) in der Di eh versteigerungshalle Rhein-Main kosteten: Ochsen 42 bis 45 Rpf., Bullen 35 bis 50, Kühe 19 bis 44, Färsen 34 bis 50, Kälber 25 bis 57, Hammel 33 bis 48 Rpf. je 1ls kg Lebendgewicht. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgende Preise erzielt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,45 RM., bl (135 bis 149,5 kg) 1,43, t>2 (120 bis 134,5 kg) 1,41, c (100 bis 119,5 kg) 1,37, d (80 bis 99,5 kg) 1,31, e bis f (unter 80 kg) 1,25, gl (fette Specksauen) 1,45, i (Altschneider) 1,41, g2 (andere Sauen) 1,31, h (Eber) 1,31 RM. Marktverkauf: alles zugeteilt. Gießener Dochenmarktpreise. * Gießen, 14. April. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Kartoffeln, 5 kg 56 Rpf., gelbe Rüben, V2 kg 14, rote Rüben 10, Spinat 25, Unter« kohlraöi 8, Meerrettich 75, Feldsalat, Vio 10, Lauch, das Stück 5 bis 15 Rpf. Verdunkelungszeit: 14. April von 21.17 bis 5.57 Uhr. * ** Grüße aus dem Feld. „Drei Gießener Buwe", nämlich Oberleutnant Mohr, Oberleutnant Jtze Goetz und Hauptstuf. Hermann Freund, haben sich am 1. April im Osten getroffen und übermitteln durch uns allen Gießenern frohe Grüße. Das herzliche Gedenken dieser „brei Gießener Buwe" findet in der Heimat freundlichen Widerhall und wird mit gleichen herzlichen Grüßen und ebensolchen Wünschen für eine gesunde und siegreiche Heimkehr der drei erwidert. ** Reichszuschüsse zur Vermehrung und Verbesserung von Wohnräumen können nach Maßgabe besttmmter Richtlinien ge- währt werden. Darüber wird in einer Bekanntmachung im heutigen Anzeigenteil näheres mitgeteilt. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bei Hauptschriftletters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans Thyriot: für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschetn. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange K.G. Verlagsleiter: Dr.-Jng. Erich Hamann, z. Z. Wehrmacht. Llnzeigenletter: Hans Beck. — Anzeigen Preisliste Nr. ß. Hart und schwer traf uns die unfaßbare Nachricht, daß unser lieber, herzens- guter, hoffnungsvoller, stets hilfsbereiter Sohn, mein guter, unvergeßlicher, lebensfroher Bruder, mein innigstgeliebter Bräutigam und kurzes Glück, unser lieber Enkel, Pate und Neffe Erwin Schmitt Strm. und Gruppenführer der Waffen ff bei den schweren Kämpfen im Osten im blühenden Alter von 22 Jahren für Führer und Vaterland den Heldentod fand. Er ruht nun fern der Heipiat auf einem Heldenfriedhof. In tiefem Schmerz: Ludwig Schmitt V. und Frau, nebst allen Verwandten Elisabeth Meister, Braut. f Saasen, Reinhardshain, Lehrte bei Hann., im April 1943. 02403 Unsere liebe, gute Mutter, Großmutter, Urgroßmutter, Schwiegermutter, Schwägerin und Tante Frau Elise Wetter, geb. Möser ist heute sanft entschlafen. Die trauernden Hinterbliebenen: Wilhelm Wetter; Dr. n^ed. Edmund Wetter, Stabsarzt Klotilde Dinslage, geb. Wetter; Irene Günther Liny Wetter, geb. Textor; Emmy Wetter, geb. Ringel Ernst Dinslage; 5 Enkelkinder, 2 Urenkelkinder. Gießen (Goethestraße 28), Bad Salzschlirf, am 12. April 1943. Die Beerdigiing findet Donnerstag, 15. April, 14% Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. ■02439 Gestern abend nahm Gott der Herr nach einem arbeitsreichen Leben unsere liebe, treu- besorgte Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Justine Brück, geb. Schäfer Förster-Witwe im 90. Lebensjahre zu sich. Die trauernden Hinterbliebenen im Namen aller Angehörigen: Karl Brück, Rev.-Förster, und Frau. Rödgen, Weipoldshausen, Berlin, Düdelsheim, den 13. April 1943. Die Beerdigung findet am Donnerstag, dem 15. April, nachmittags 2 Uhr, in Rödgen satt. '____________________ 02442 Nach schwerer Krankheit entschlief am 13. April unser lieberVater, Schwiegervater. Großvater, Bruder, Schwager, Onkel und Pate Samuel Adam Amend im Alter von 73 Jahren. In tiefer Trauer: Adam Flitsch und Familie Georg Amend und Familie Alfred Anhalt und Familie Jtarl Dern und Familie Karl Loh und Familie Karl Schepp und Familie Grüningen, Watzenborn, Münchholzhausen, Büblingshausen, Garbenteich, 14. April 1913. Die Beerdigung findet Donnerstag, 15. April, 13% Uhr, statt. — - ■ ' 02443 Ihre Vermählung geben bekannt [02446 tags. Wiedereröffnung Stellengesuche| Donnerstag nachmittag 15 Uhr Donau-Melodien TM. 2.30, 4.45. 7.30; So. 2.00. 4.30,7.30 Uhr Löcher in der Wäsche Namet COMMERZBANK Orts Tavetenhaus Heinr. Kreiling, Bahnhofstr. 33. Deutsche Reichslotterie MeineAnzeigen lm Gießener Anzeiger werden von Lautenden beachtet und gelelea. 1 Lehrschrift „WSscheschSden, wie sie entstehen und wie man sie verhütet”. Ziehungts- heginn übermorgen Gleiberg z. Z. Wehrmacht Hösbach bei Aschaffenburg Berufstät.Fräul. sucht für sofort ob. zum 1. Mai schönes, möbl. Zimmer Schr. Ang. mit. 02437 a.d.G.A. Wir suchet dringend einige Mechanikerdrehbänke, Drehstühle, Kleinbohrmaschinen und sonstige Maschinen für Kleinteilfertigung zu kaufen oder leihweise zu übernehmen. Eilangebote unter 1199D an den Gießener Anzeiger erbeten. Verlobungsanzeigen Vermählungsanzeigen Geburtsanzeigen für Wehrmachtsangehörige Buchdruckerei Nitschkowski Gießen, Ludwigstraße 4, Fernsprecher 2728 1206 D Es gibt unzählige Gefahrenquellen für die im Kriege doppelt wertvolle Wäsche: Schnitte, Risse, Brandschäden, \ erfleckungen und vieles mehr. Die Persil-Werke haben in jahrelanger Arbeit eine wertvolle Lehrschrift über „Wäscheschäden“ geschaffen und versenden die interessante Schrift kosten- und portofrei. s v 53? V Bitte ausfüllen und (als Drudtsache) am Persil-Werke, Düsseldorf, Schließfach 345 Ihre Vermählung geben bekannt Obergefreiter Gerhard Bender Dora Rausch I 10371 Erich Breme Obergefreiter bei der Luftwaffe Hedwig Breme, geb. Matt Bekanntmachung. Auf die nachstehende Bekanntmachung des Herrn Reichsstatthalters in Hessen vom 8. 4.1943 wird besonders hingewiesen. Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen. I. B.: Dr. Hill. Achtung Hausfrau! Der Lichtbilderwerbevortrag Lettinger Vogel 12120 heute nachmittag,Gaststätte Boller maß auf den 28. April verlegt werden Karten behalten ihre Gültigkeit. AeltereM oder Fräulein, für Haushalt/wo Hausfr. erkrankt ist, für sofort gesucht. - Schriftl. Ang.unt.1136D an 0. Gieß. Anz. Montag, den 19. April 1943,19.30 Uhr, Gloria-Palast Meisterabend froher Unterhaltung Kurt Engel mit seinen Solisten Geschwister Valtonen das bekannte finnische Frauenterzett Eintritt? RM. 3.60, 2.80, 2.20, 1.80, 1.30. Karten im Vorverkauf in unserer Kartenverkaufsstelle, Seltersweg 60, Telefon 3961. 1202D Unser 73. Jahresbericht über das Geschäftsjahr 1942 ist erschienen und steht jetzt bei allen unseren Geschäftsstellen zurVerfügung der Interessenten Letzte Diphterieschutzinipfung Freitag, den 16. April 1943 15-16Uhr, Alte Pestalozzischule Staatlich. GesundheilsamlGiefien Hilfsarbeiter auch für halbe Tage, sucht Verlagsdruckerei AlbinKlein Hindenburg- Wall 21. [02434 Bekanntmachung betreffend: Wohnraumlenkung, Vermehrung und Verbesserung des Wohnraumee int vorhandenen Gebäudebestand; hier: Förderung durch Reichsmittel (Reichstieihilfeerlaß), vom 8. 4. 1943. Zur Durchführung der obigen Maßnahmen können Reichszuschüsse nach folgenden Richtlinien gewährt werden: a) Für die Teilung von Wohnungen unb den Umbau von Gebäuden zum Zwecke der Wohnraumgewinnung, b) für.Ausbauten zur Verbesserung der Wohnverhältnisse von Familien mit mindestens drei Kindern, c) für Jnstandsetzungs- und Ergänzungsarbeiten bei der Rückgewinnung zweckentfremdeten Wohnraumes, d) für Jnstandsetzungs- und Ergänzungsarbeiten zur Verhinderung der Unbewohnbarkeit von Räumen. Der Reichszuschuß beträgt im allgemeinen 50 v. H., in besonderen Ausnahmefällen kann dieser Satz bis 75 v. H. und mit Ausnahme der Ziffer d auf 100 v. H. erhöht werden. Es können weiter gewährt werden: 1. Umzugskostenbeihilfen zur Förderung der Abwanderung Mts Orten, die zu Brennpunkten des Wohnungsbedarfs erklärt worden sind, sowie zur Freimachung von Großwohnungen. Die Beihilfe beträgt in der Regel 50 v. H., in besonderen Ausnahmefällek kann sie bis zu 100 v. H. erhöht werden; 2. Mietbeihilfen für die unter 1. genannten Voraussetzungen; 3. Entschädigung für Mietausfälle. Bei der Gewinnung neuer Wohnungen durch Teilung, Umbau oder Ausbau können für die Aufbringung der Kosten, soweit sie nicht durch Reichszuschüsse getreckt werden, Darlehen nach besonderen Grundsätzen gewährt werden. Die baulichen Arbeiten oder der Umzug dürfen erst nach der Erteilung des Vorbescheides begonnen bzw. durchgeführt tverden. Anträge auf Mietbeihilfe oder Umzugskostenbeihilfe fiub vor Aufgabe der bisherigen Wohnung zu stellen. Anträge sind in den Städten bei den Oberbürgermeistern, -n den Landgemeinden .bei den zuständigen Hessischen Hochbauämtern einzu- retchen, wo noch alle näheren Bestimmungen zu erfahren sind. . Darmstadt, den 8. April 1943. 1 1208C Der Reichsstatthalter in Hessen — Landesregierung. In Vertretung: gez. Reiner. Kirchliche Anzeigen. -Hetzen, Mittwoch, 14. Avril. Stadtkirche