|95. Jahrgang Nr. \\ Mnict)e»m mund) auker Sonntags und RetertagS •■Beilagen: Gießener tVnmihenblätter Heimat im'Btib« DieScholle Be;unsvreis: Monmlttd .. .RM.1L0 Luitell gebühr .. „ -.28 auch he* Wmferidhemett von einzelnen Nummern infolae höherer Gewalt $lenifnred)anid)lnfi 225t Drabtan'cbrrst ,^nwne?' Voft»rb<»rf116**fVTnnff /M. Donnerstag, U. Januar Giehener Anzeiger Annahme uun awemea für die Mittagsnummer bis 8'/, Uhr deeGornuttagS ittÄiftflenrlirfite für die DjilhmeteT-Beile von 22 Millimeter Bre'te: 7Stvi. Hir »Vamihenon* -zeigen und private Gelegenheitsan,eigen 14Rvt. l Werhcan,eigen und oeirhäfththe Geiegenheitsan,eigen Plavoor chrift (vorhenge Vereinbarung) 25°/»mehr VrSHlfche vvioerstLUr-nukerefL. tnb gegen Kälteschäden geschützt in die nächste Sanitätseinrichtung gebracht werden. Wie für die Unterkunft seiner Männer, so muß der Truppenführer auch für die Unterbringung der Pferde, und Kraftfahrzeuge sorgen. Es ist erstaunlich, mit welch einfachen Mitteln sich ein Wärmeschuppen für Kraftfahrzeuge bauen läßt, der ihre Betriebsbereitschaft jederzeit gewährleistet. Man muß nur die nötigst Kniffe kennen und einigermaßen findig im Ersinnen von Aushilfen sein. Ueber allen diesen Sorgen für das Wohl und Wehe seiner Männer darf aber der Führer nie die nötige Sicherung gegen den Gegner, sei es auf der Erde oder aus der Luft, außer acht lassen. Leichtsinn bei der Sicherung der Stellung oder ihrer Unterkunft — in der Annahme, der Feind käme nicht bei Nacht oder im Schneesturm — muß die Truppe bitter büßen. Am besten gegen Ueber- roschungen schützt sich, wer den Gegner ständig durch Spähtrupps oder Vorstöße in Atem hält. Die Kenntms dieses Gegners und seiner Kampf- weise ist für jeden Soldaten im Winterkrieg unendlich wichtig. Dieser Gegner ist im vergangenen Winter unter einer für uns unfaßbaren Nichtachtung von Menschenleben gegen unsere Stellungen angerannt, bei schönem Wetter, bei Nacht, bei Schneesturm, und oft in einem Gelände, das für vollkommen ungangbar gehalten wurde. Der Feind ist unwahrscheinlich hart im Ertragen von Witterungsunbilden und Entbehrungen aller Art. Er ist ein gesch'ckter und verschlagener Kämpfer, der sich aller erdenklicher. Listen bedient. Aber der deutsche Soldat hat bereits im Wmterkrieg 1941/42 bewiesen, daß er selbst unter den allerhärtesten und ungewohnten Bedi'ngüngen auch diesem Gegner ü b e r l e g en ist, denn alle Offensiven der Sowjets brachen vor den deutschen Stellungen zusammen. Doch zu dieser Ueberlegenheit ist unerbittliche Entschlossenheit, Härte gegen sich selbst, Gewöhnung an Kälte, Schnee und Wind und viel Erfahrung im Winterkrieg notwendig. Dies erlebt jeder Soldat, und dies soll die Heimat wissen, um die Größe der Leistung ihrer Soldaten verstehen zu können. Wer sich aber gewissenhaft, wie das deutsche Ostheer, auf den Winter vorbereitet hat, für den hat er seine Schrecken verloren. Oer Winterkrieg. Von Major L G. von Widekind Oberkommando des Heeres. II. Gekämpft wird im Winter genau so wie Commer, aber alles ist schwieriger, langwieriger und mühsamer. Angriffssprünge sind im tiefen Schnee ft genau so unmöglich wie der Nahkampf Kann gegen Mann. Die Feuerwaffe gewinnt ermehrt an Bedeutung. Aber dazu müssen die Wasen auch bei jeder Kälte schußbereit sein, .eichte Waffen in Stellung zu bringen, erfordert iel Geschick. Die Hauptsorge ist, daß sie beim Schie- en nicht im Schnee versinken. Aber schwere Waffen eranzubringen, kostet erft‘red)t viel Schweiß und flrbeit Beim Bau von Stellungen ist es meist nicht kläglich, ohne besondere Hilfsmittel, wie Spreng- naterial, in den tief gefrorenen Boden hineinzu- lammen. Oft werden daher die Stellungen nur •uf oder im Schnee angelegt werden, schützen doch ttroa 3 Meter Schnee bereits gegen Fnfanteriege- shosse und leichte Splitter. Sei es in der- Stellung, sii es auf dem Marsch oder im Kampf, nie darf Tarnung vergessen werden. Dunkle Uniformen Und Waffen verraten sich auch auf größere Entfernungen auf der Hellen Schneefläche, neue Stellungen werden an schmutzigem Schnee oder ausge- vorfener Erde erkannt. Die Kunst der Tarnung ist taher im Winter besonders sorgfältig zu üben, um innötige Verluste zu vermeiden. Die gleiche Fürsorge, die aber jeder Soldat sich klbst, seiner Bekleidung und seiner Waffe ange- ühen läßt, muß er auch gegenüber dem ihm anver- auten Pferd, Kraftfahrzeug und allem anderen ierät üben. Sie sind ihm unentbehrliche Hefler im ampf, und ihr Ausfall oder ihr Versagen können ber das Leben vieler Kameraden, können über ieg ober Niederlage entscheiden. So kann das eißen einer schlechtgepflegten Schibindung im ent- , heidenden Augenblick oder der Ausfall eines Mors infolge unsachgemäßer Wartung das Leben >ften. An was muß nun alles der Führer einer inheit, und sei sie noch so klein, denken? Der ldatische Führer soll vorausdenken. Jeder larsch, jedes Spähtruppunternehmen, jeder Kampf, jer auch die Anlage einer Stellung oder der Bau ines Blockhauses erfordern vielfältige voraus- djauenbe Maßnahmen. Wenn am nächsten Tage in Marsch zu erwarten ist, fo genügt es nicht nur, iß der Führer der Einheit alle Vorbereitungen r Mensch, Tier und Kraftfahrzeug befiehlt, son- rn er muß sie auch prüfen und überwachen. Ein pähtruppführer wird sogar seine Leute regelrecht iziehen, damit ja keine Bekleidungs- oder Aus- Ti stungsstücke schadhaft sind, falsch angelegt ober yrgessen werben. Auch an die Verpflegung muß gsdacht werben. Jeder Mann muß seine Marsch- pirtion fertiggemacht bei sich tragen, denn Brot fnnciben oder Wurst schmieren bei 40 Grad Kälte ij unmöalich. Der Marschweg muß genau erkundet werden, damit die Truppe flüssig marschieren kann und ficht in Wind und Kälte vor irgendwelchen Hin- DllV. Führerhauplquarfier, 13. Jan ter Führer empfing am 10. Januar in feinem Hauptquartier den Staatsführer Rumäniens, 2Har- fciaü Antonescu. An den vorn Geiste der Zieundschaft und der kampferprobten waffenbrüder- Ihaff der beiden Völker getragenen Aussprachen fishmen von deutscher Seite der Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop, von rumäni- löer Seite der den rumänischen Staatsführer begleitende TMnisterpräfidxnl Mihai Antonescu leit. An den militärischen Besprechungen waren von deutscher Seile Generalfeldmarschall Keitel, der Cf>ef des Generalstabes General Z e i h l e r und Gmeral I o d l, von rumänischer Seile Rüstungs- ifi nisfer Divisionsgeneral Dobre und der Chef des nmänischen Generalslabes, Divisionsgeneral Stellt a, beteiligt Die Besprechungen erstreckten sich auf alle Fragen dls Kampseinsatzes der beiden Völker und die ent- ftlossene Fortführung des Krieges gegen die gemeinsamen Feinde bis zum totalen Sieg unserer ' Waffen. Die volle Uebereinftimmung der Auffassungen über die weitere Kriegführung auf politischem, i| »lilärischem und wirtschaftlichem Gebiete wurden |j ^gestellt. Für die wirtschaftlichen Besprechungen waren der wichswirlschaftsminisfer Dr. Funk sowie der Vor- ftende des Deutsch-Rumänischen Regierungsaus- ftvsses, Gesandter Llodius. im Hauptquartier anwesend. Anläßlich dieser Zusammenkunft besuchten der ru- mnische Staatsführer Marschall Antonescu und fein stellvertretender Ministerpräsident, Mihai An- loiescu, auch den Reichsminister des Auswärtigen trn Ribbentrop 3U einer abschließenden Bespre- ijung. Der Besuch des rumänischen Staalsführers i» Hauptquartier des Führers fand im Geiste des herzlichen Einvernehmens zwischen den beiden Vül- ! lein statt. Oer Eindruck in Bukarest. Bukarest, 13. Ian. (DNB.) Die Mitteilung iter den Empfang des rumänischen Staatsführers Marschall Antonescu und des Stellvertretenden Lknisterpräsidenten Professor Mihail Antonescu, «n Führeryauptquartier, hat in Bukarest starken klirdruck hervorgerufen. Man weist in der rumäni- chrn Hauptstadt darauf hin, baß in Anbetracht der kzen militärischen und wirtschaftlichen Zusammen^ arbeit der beiden Länder ein regelmäßiger Gedankenaustausch notwendig sei. Aus der Teilnahme der militärischen Mitarbeiter des Führers und Marschalls Antonescu gehe hervor, daß der militärische Aufgabenbereich ein Hauptthema des Gedankenaustausches gebildet habe. Die Besprechung wirtschaftlicher Fragen ergebe sich gleichfalls aus der gemeinsamen Kriegführung und aus der wirtschaftlichen Bedeutung Rumäniens. Daß auch dieser Fragenkomplex im Hinblick auf die gemeinsamen militärischen Aufgaben und auf die Erfahrungen der Winterschlacht besprochen worden sei, lasse sich aus der Anwesenheit des rumänischen Rüstungsministers General Dobre schließen. Die durch die Teilnahme der engsten Mitarbeiter des Marschalls Antonescu gekennzeichnete Bedeutung, die man dieser Reise in Bukarest beimißt, fei darüber hinaus ein Beweis für den Ernst, mit dem Rumänien an allen Fragen der gemeinsamen Kriegführung Anteil nimmt, und für die Entschlossenhett, seinen opfervollen Beittag zum Krieg im Osten durch die Weiterführung des Kampfes bis zum gemeinsamen Endsieg zu krönen. Vorkämpfer westlicher Kultur. Helsinki, 13. Jan. (DNB.) An knüpfend an die Worte Marschall Antonescus, Rumänien kämpfe nicht nur für sein eigenes Leben, sondern f ü r g a n z Europa, betont „Helsingin Sanomctt", de der Lage Finnlands gleichkommende Stellung Rumäniens als Außenseiter der westlichen K u l u r. Als der Bolschewismus Europa bedrohte, sei das rumänische Volk sofort bereit gewesen, nicht nur sich selbst, sondern auch das Leben Europas zu verteidigen. Der Kampf des kleinen, jungen aber entschlossenen Rumänien sei beispielhaft und werde auch in Zukunft bei allen großen Kulturvölkern das verdiente Verständnis finden. Die Opfer würden nicht vergeblich sein und könnten in noch größerem Maße gebracht werden, um dem rumänischen Volk eine gesicherte Zukunft, Recht und Freiheit zu garantieren. Äon den Sowjets auch 1,5 Millionen Polen verschleppt und gemordet. Bern, 13. Jan. (DNB.) Die „Neue Züricher Zeitung" veröffentlicht eine Zuschrift von offenbar polnischer Seite über das Schicksal deportierter Polen in der Sowjetunion. Daraus geht hervor, daß von 1,8 Millionen Polen, die von den Bolschewiken nach ihrem Einmarsch im September 1939 verschleppt wurden, 1,5 Millionen spurlos per- Oie Heimatsront 1911/18- und 1943 Von Professor Dr. Walter Frank, Berlin. Als am 1. August 1914 Kaiser Wilhelm II. vom Balkon des Berliner Schlosses aus den jubelnden Massen die Worte zurief: „Ich kenne keine Parteien mehr, ich kenne nur noch Deutsche!", da sprach er das Empfinden seines ganzen Volkes aus. VZie mit einem ^Überschlag, üßer aIIe Zerrissenheiten der Vergangenheit hinweg, war das deutsche Volk eins geworden, war es bereit, hinter der Front seiner kämpfenden Heere aufzustehen als eine HLima t f r o n t. Seit Wilhelm II. im Jahre 1890 die Regierung den Händen des Reichsgründers Bismarck entrissen hatte, war ein großes Erbe vertan worden. Vermindert war die diplomatische Macht des Reiches nach außen; vermindert war die Macht der Regierung nach innen. Immer tiefer war die Kluft geworden zwischen dem Monarchen und seinem Volk. Und doch: in diesen Augusttagen 1914 war es, als trage das deutsche Volk noch einmal auf den Händen sein Herz dem Kaiser entgegen. Noch einmal »glich die deutsche Volksseele dem glühenden Eisen und wartete des Schmiedes, daß er sie neu hämmere. Der Schmied aber tarn nicht. Da war der Kaiser, der unter der lärmenbert Forschheit der Geste nur die nervöse Schwäche des Charakters verbarg. Da war der Kanzler, Bethmann-Hollweg, ein trefflicher Oberpräsident geruhiger Zeiten, nun aber verdammt, Bismarcks Prophetie wahrzumachen: daß es des Reiches Verderben fein werde, wenn es in ernster Zeit von einem Mann aus der „Ochsentour der Bürokratie" gelenkt werde. Da war als erster Soldat des Reiches der jüngere Moltke, er, genau wie Bethrnann, Repräsentant einer „akademisch" gewordenen Bildung, in der „des Gedankens Blässe" den blutroten Grundstoff allen Führertums aufqe- zehrt hatte: die elementare Macht des Willens. Wie hätten diese Männer den Ruf des Volkes am Berliner Schloßplatz deuten können? Wie hätten sie ihn, wenn sie ihn auch hörten, erfüllen können? Wer hätte je die Sterne vorn Himmel gerissen, es sei denn, er hätte vorher den Stern gesunden in der eigenen Brust? Da machte sich denn die Sehnsucht des deutschen Volkes auf die Wanderschaft. Und das Volk fand den Führerwillen in zwei großen Soldaten. In Paul von Hindenburg liebte es noch einmal die Väterlichkeit seines alten Kaisers, des ersten Wilhelm. Und in Erich Ludendorff grüßte es noch einmal den titanischen Willen, der einst in Bismarck gelebt hatte. Zwei lange Jahre dauerte es, bis der Wille des Volkes die Sieger von Tannenberg aus Oberost emportrug zur Obersten Heeresleitung. Aber als sie nun, im August 1916, Feldherrn des Reiches wurden, dem Kaiser und dem Kanzler auf- gezwungen durch die Not der Stunde, als Luden» borffs gewaltiger Wille die Armee zu durchdringen und mit dem „Hindenburg-Programm" auch die Heimat in den Dienst des Krieges zu zwingen begann, da schien die Zeit der großen militärischen Entscheidungen bereits vorüber. In der Defensive waren alle Fronten erstarrt. Im Gleichgewicht hielten sich die Kräfte der kriegführenden Parteien: jede wartete, daß die andere eine Blöße zeige, damit ein neuer Stoß das Gleichgewicht ändere. In diesem Stadium des Krieges, seit dem Frühjahr 1917, begann der Krieg an den Heimatfronten entscheidend zu werden. Im März 1917 brach in Rußland unter dem Stoß der dejnokra- tischen Revolution das Zarentum zusammen. Noch blieb Rußlands m litärische Front aufrecht; noch brandete die Kerenski-OfftMsive gegen Galizien an. Aber die russische Heimatfront begann revolutionär zu zerbröckeln, sie begannt zugleich die Funken der Revolution auch nach Deutschland hinüberzuwerfen. Es geschah dies um dieselbe Zeit, als von Westen her, mit dem Eintritt der Vereinigen Staaten von Nordamerika in den Krieg, die Botschaften des Präsidenten Wilson einen neuen bisher ungewohnten Ton der revolutionären Propaganda anschlu^n: nicht den Völkern der Mittelmächte gelte der Krieg der Alliierten, nein, diese Völker sollten nur befreit werden von ihren militärischen und autokratischen Herren. Von Osten und von Westen stieß die geistige Feindoffen- sioe vor, um Volk und Führung in Deutschland auseinanderzusprengen und bann von der durchstoßenen Heimatfront her die militärische Front im Rücken zu fassen. Der Feldherr an Deutschlands innerer Front hieß nicht Ludendorff. Er hieß Bethrnann. Im Herbst s ch w u n d e n find. Sie wurden nach den nördlichen Gouvernements, nach Sibirien und nach Turkestan deportiert. Nachdem es zwischen Deutschland und der Sowjetunion zum Kriege gekommen war, verpflichtete sich Moskau, alle deportierten Polen in Freiheit zu setzen. Eine gemischte Kommission hat aber nur 320 000 Deportierte ermitteln können. Von dem Rest der Deportierten hat die Kommission keine Spur ausfindig machen können. Man fürchtet, daß der größte Teil der Deportierten infolge von Hunger, Kälte, Epidemien und Entbehrungen u m gekommen ist. Auflösung der türkischen Nationalversammlung. Ankara, 13. Jan. (Europapreß.) Die Auflösung der derzeitigen türkischen Nationalversammlung wurde von der Parlamentsfraktion der republikanischen Volkspartei auf Antrag des Ministerpräsidenten Suekrue Saracoglu beschlossen. Die Presse gibt der Auffassung Ausdruck, daß bei den bevorstehenden Neuwahlen wohl viele der derzeitigen Abgeordneten nicht wieder gewählt würden, doch werde die neue Nationalversammlung auch weiterhin ein Instrument in der Hand der türkischen Staatsführung sein und die politische Einheit und Geschlossenheit des türkischen Volkes garantiere In der Fraktionssitzung der Regierungspartei gab Außenminister Numan Menemencoglu einen Bericht über die außenpolitische Lage, wie sie sich auf Grund der Gespräche, die er während der testen Tage mit den Missionschefs der kriegführenden Mächte führte, sowie auf Grund der Berichte türkischer Vertreter im Ausland darbiete. In der türkischen Oefsentlichkeit hat die Aussprache besondere Beachtung gefunden, die Außenminister Menemencoglu am Dienstag mit dem deutschen Botschafter in Ankara v. Papen hatte. Erbitterte Abwehrkämpfe. Berlin, 13. Jan. (DNB.) Zwischen Kaukasus und Don sowie im großen D orthogen waren die erneuten Verluste des Feindes, dessen wiederholte Vorstöße nach harten Kämpfen zusammenbrachen, sehr schwer. Die einzige Einbruchstelle, die er mit hohen Opfern erkaufen konnte, wurde in sofortigem Gegenangriff abgeriegelt, wobei die von Ritterkreuzträger Hauptmann G aza geführte Kampfgruppe, die bereits am Vortage neun feindliche Panzerkampfwagen vernichtet hatte, wieder 15 Sowjetpanzer zusammenschoß. Sehr empfindlich trafen den Feind auch die Feuerüberfälle und Luftangriffe gegen seine Bereitstellungen, so daß mehrere geplante Vorstöße gar nicht zur Entwicklung tarnen. Im Raum von Stalingrad trommelte der Feind mit Artillerie und Salvengeschützen stundenlang auf die deutzchen Stellungen. Aber jedesmal, wenn die sowjettschen Infanteristen und Panzer unter dem Schutz der Feuerwalze vordrangen, erhoben sich unsere Grenadiere aus ihren zerschlagenen Gräben zum Kampf. Während die Panzer schon anrollten und die gefrorenen Erdbrocken der letzten Granateinschläge noch herumprasselten, machten, sie die verschütteten Waffen wieder schußbereit und emnfingen oft auf kürzeste Entfernung die feindlichen Angriffswellen mit rasendem Feuer, mit Handgranaten und Minen. Die Angriffe der Sowjets brachen nach schwerem Ringen zusammen, doch sind die harten Kämpfe teilweise noch im Gange. An den Abwehrerfolgen im Don» und Wolga- gebiet hatten Flakbatterien der Luft- V’jaffe mehrfach entscheidenden Anteil. So haben Kampfttupps einer im Raum Stalingrad eingesetzten deutschen Flakdivision innerhalb von vierzig Tagen 126 Sowjetpanzer und 79 Flugzeuge abgeschossen. Zusammen mit den 76 zwischen Wolga und Don zerschlagenen Panzern und Flugzeugen hat die Division bisher im Ostseldzug 820 Panzer und 588 Flugzeuge des Feindes vernichtet. Im Laufe des 12. Januar wurde auch die Donfront südlich Woronesch in den Großkampf mit einbezogen. Der schon seit geraumer Zeit erwartete Angriff der Bolschewisten begann mit sehr heftigem Artilleriefeuer. Als der Feind darauf seine Infanterie vorttieb, traf diese auf die abwehr- bereiten ungarischen und deutschen Verbände und wurde in harten Kämpfen zufammengeschlagen. Mehrfach deckte das Sperrfeuer die Stößqruppen jo völlig zu, daß die Bolschewisten unter schweren Verlusten ihre Angriffe aufgaben und sich wieder zurückzogen. Bis auf einen örtlichen Einbruch, der aber auch sofort abgeriegelt wurde, blieben alle Anstrengungen der Sowjets ohne jeden Erfolg. Das Eichenlaub zum Ritterkreuz^ Berlin, 13.3an. (DJ1B.) Der Führer hat dem Oberleutnant Barkhorn, Staffelkapitän in einem Jagdgeschwader, als 175. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz verliehen. Oberleutnant Barkhorn wurde als Sohn eines Stadtbauinspektors 1920 in Königsberg geboren, hat das Gymnasium feiner Vaterstadt besucht und ist im November 1937 in die Luftwaffe eingetreten. Dem hervorragenden Jagdflieger verlieh der Führer nach 59 Luftsiegen am 23.8.1942 das Ritterkreuz. Auch bei zahlreichen Tiefangriffen, die den Sowjets empfindlichen Schaden zufugten, trat feine Kühnheit zutage. *. Der Führer verlieh ferner das Eichenlaub zum Ritterkreuz an Oberff wend von Wietersheim, Kommandeur eines Panzer-Grenadier-Re- giments, als 176. Soldaten der deutschen Wehrmacht. In schwierigster Lage hat er während der- Abwehrschlacht im vorigen Winter, bereits vorn Gegner im Rücken umfaßt, durch zähes Ausharren dem Armeekorps das Beziehen der neuen Abwehrfront ermöglicht. An der Spitze seiner Panzer-Grenadiere durchbrach er im Juli 1942 südwestlich Rschew in schneidigem Angriff zäh verteidigte feindliche Stellungen. Im Raum von Toropez warf er die an Zahl weit überlegenen Sowjets zurück und beseitigte dadurch die drohende Gefahr eines feindlichen Durchbruchs. Später stürmte er im gleichen Abschnitt eine seit Tagen heißurnkärnpfte beherrschende Höhen- stellung. Oberst Wend von Wietersheim, 1900 als Sohn eines Landwirts in Schlesien geboren, trat von der Kadettenanstalt aus noch kurz vor Ende des Weltkriegs als Fahnenjunker in das Husaren-Regi« ment Nr. 4 ein, tat dann im Reiter-Regiment Nr. 7 Dienst, bis er zur Reitschule Hannover En.mmanbiert wurde, 1934 wurde er Kompaniechef in der Aufklärungsabteilung 3. Im Polenfeldzug war er Adjutant einer Panzer-Division. Als Kommandeur des Krad- Schützen-Bataillons 1 hatte er besonderen Anteil arz der Einnahme von Amiens, rvar die Stimme, die so die Front der Heimat hinter zur Führung Europas. Winston Churchill hat es der Front der Soldaten aufgerichtet hätte? Ohne erleben müssen, daß die Deutschen sich selbst noch politische Führung, ohne eine Heimatfront, trieb das I nicht „genug für die Geschichte getan" hatten. Noch "einem Fenster mehr gesprungen. Zeitschriften. Strafrunde zahlen. zur vom haben. W C telstunde gehören." Wie ein Feuerstrom ergoß sich der glühende Wille dieses Tribunen durch die Adern der Heimat, zu der er sprach, durch die Adern der Poilus, die er in ihren Schützengräben besuchte. Wo in Deutschland Der Staat dient allein dem Volke. Eine Veranstaltung des VeichüverteidigungükommiffarS Rhein-Main. einmal setzte die ungeheure, die „vulkanische" Kraft dieses Volkes sich in Marsch. Diesmal aber Einheit geballt unter einem Führer Geist des Frtdericus Rex. Oer Vehrmachtbeeichi. DNV. Aus dem Führerhaupkquartier, 13. Ian. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 3m Westkaukasus nahm der Feind seine seit längerer Zeit unterbrochene örtliche Angriffstätig, keik wieder auf. Wiederholte Versuche, in die Stellungen deutscher und rumänischer Truppen einzu- dringen, brachen unter hohen Verlusten im Abwehrfeuer zusammen. An der Gebirgsfront wurden durch Stoßtrupps zahlreiche feindliche Sampf- stände ausgehobeu, an der übrigen Südfront dauern die Kämpfe an. 28 Sowjetpanzer wurden abge- schossen. Nach starker Artillerievorbereitung traten die Sowjets in einem Abschnitt ungarischer Truppen zum Angriff au. Sie wurden in erbitterten Kämpfen unter Witwirkung deutscher Truppen abgewehrt. Deutsche und schnelle ungarische Kampfflugzeuge belegten bei Tag und Nacht feindliche Vereitstellungeu und Warschbewegungen mit vernichtender Wirkung. Vei der Fortführung eines eigenen Angriffsunternehmens im mittleren Frontabschnitt fielen viele hundert Gefangene und eine Anzahl Panzer und Geschütze in unsere Hand. Der Stützpunkt Welikije LuN verteidigte sich weiterhin in heldenhafter Tapferkeit, während der eigene Angriff zum Entsatz des Stützpunktes fortschreitet. 3m Gebiet des 3lmen- und Ladogasees griff der Feind heftig an, Alle Angriffe scheiterten verlustreich an dem zähen Widerstand der deutschen Truppen. Die Sowjets verloren in diesen Kämpfen 52 Panzerkampfwagen. 3n den heftigen Lufikämpfen des Tages schossen deutsche 3agdflieger 52 Flugzeuge ab, davon 36 im — Das Januarheft der bebilderten Monatsschrift „Freude am Leben" (Hugo Bermühler Verlag, Berlin-Lichterfelde) wird mit einem illustrierten Aufsatz von Professor Dr. Arldt über den Kaukasus und seine Völkerwelt eingeleitet; die auf jahrelangen Forschungen beruhende Arbeit darf heute als besonders aktuell gelten. Dr. Arthur Jakob untersucht die Frage nach der Schädlichkeit des Mineraldüngers und kommt zu einer grundsätzlichen und nachdrücklichen Verneinung. Im Zusammenhang mit der Erweiterung der deutschen Ernährungsbasis durch die Eroberungen im Ostfeldzuge verdient besondere Beachtung, was Dr. Alexander Faatz aus persönlicher Anschauung zu dem Thema der Landwirtschaft zwischen Don und Kaukasus zu sagen hat. In Ergänzung einer früheren, in „Freude am Leben" veröffentlichten Arbeit gibt Dr. Zumpt vom Institut für Schiffs- und Tropenkrankheiten in Hamburg auf Grund eigener Erfahrungen praktische Hinweise zur Bekämpfung der Tsetsefliege; die Lösung dieses Problems gehört zu den Voraussetzungen für eine dauernde und erfolgreiche koloniale Durchdringung und Erschließung des Schwarzen Erdteils. Die kleinen Beiträge aus allen Gebieten bringen u. a. interessante und lehrreiche Berichte über vogelkundliche Beobachtungen in Rußland und über Tollwut bei einem Wolf. Buchbesprechungen, die Liste von Neuerscheinungen und die allgemein beliebte Preisfrage 1914 hatte der Kanzler den „Burgfrieden" verkündet; aller innerer Streit solle ruhen, solange die Waffen sprächen. Es war die Parole wohlgemeinten Bürokratendenkens. Sollte ein großes Volk wirklich allein mit der Mahnung zu bürgerlich-untertanen- hafter „Ruhe und Ordnung" durch die schweren Prüfungen eines Krieges geleitet werden? Bedurfte es nicht der großen Ziele, der leitenden Ideen, damit es auch in der politischen und geistigen Offensive oder Defensive bestehe? Die Regierung des Reiches tat nichts. Und so geschah es, daß der Feind, der zwei Jahre an allen militärischen Fronten der Deutschen abgeprallt war, der noch eineinhalb weitere Jahre verglich mit der deutschen Heeresfront ringen sollte, im Frühsommer 1917 fast widerstandslos in die innere Front der Deutschen einbrach. Es geschah, daß dieser Feind seine Hilfstruppen auf deutschem Boden selbst fand; nicht nur in jenem kapital- und pressemächtigen deutschen Judentum, das von einem Sieg der westlichen Kapitaldemokratien seine endgültige politische Herrschaft auch in Deutschland erwartete, sondern auch in jener uralten Macht des echtdeutschen Partei geistes, die Bismarcks prophetischer Geist einst mit Hödur verglichen hatte, dem Blinden, der sich von Loti den Pfeil auf den Bogen legen läßt, um ihn gegen den eigenen Bruder zu schnellen. Es geschah, daß seit dem April 1917, angefeuert durch die Parolen der russischen Revolution wie der amerikanischen Propaganda, die deutsche Demokratie den Kampf um die innere Macht wieder aufnahm und daß sie zugleich auf ihre Fahnen die Forderung nach einem schnellen Frieden der >,Verständigung", das heißt des Verzichts, schrieb. Am 6. Juli 1917 forderte der Abgeordnete Matthias Erzberger im Hauptausschuß des Deutschen Reichstages einen sofortigen Friedensschritt des Deutschen Reichstages, am 19. Juli nahm der Reichs- Reich ins vierte Kriegsjahr, in das Jahr der Entscheidung. Die deutsche Staatsführung und tue deutsche Heimat — sie lebten allein von der Kraft der kämpfenden Heere und seiner Feldherrn. Wehe, wenn einmal dieses Heer in einer Stunde des Rückschlags seinen Nachschub an Kraft und Glauben bei der Staatskunst und bei der Heimat, suchen sEe! Dies geschah im Sommer und Herbst 1918. Ludendorffs Offensive hatte bis nahe an den Sieg heran- qeführt. Dann blieb sie stecken, und der Gegenstoß Fachs schuf eine Lage von tödlicher Gefahr jur Deutschland. Ein paar Wochen war es her, daß Frankreich sich in ähnlicher Lage befunden hatte. Damals, im Juli 1918, als Paris vor dem Nahen der Deutschen zitterte, und als in der Kammer die Kritik der Deputierten sich gegen den Marschall Fach erhob, hatte der „Tiger" die Parlamentarier angeherrscht: „Feldherren, die sich um das Vaterland verdient gemacht haben, im Stich zu lassen, um die Zustimmung gewisser vorschnell urteilender Leute zu erhalten, das ist eine Niedertracht, deren ich unfähig bin ... Sollen wir, well vielleicht irgendein Feister begangen worden ist, von einem Mann, delsen Haupt — ich habe es gesehen! — von Müdigkeit übermannt bisweilen auf den mit Kartenplanen überfüllten Tisch sinkt, Erklärungen verlangen? Ich weigere mich! Jagen Sie mich von der Tribüne, ehe Sie das verlangen!" . Jetzt droht dem deutschen FeDherrn der Kops aus den Kartentisch zu sinken. Aber kein „Tiger stand hinter Ludendvrff. Sondern dahinten in Berlin stand nun, nachdem der greise Hertling die Kanzlerdurde von sich gelegt, in dem Prinzen Max von Baden ein zweiter Bethmann-Hollweg. Und hinter dem letzten Sprossen müde, pazifistisch und liberal gewordenen Fürstenblutes drängte murrend der Parlamentarismus, erhob sich tobend die rote Revolution der Straße. Am 24.Oktober gab Wilson kund, daß ein gerechter Friede nur dann dem deutschen Volk gewährt werden könne, wenn es sich „seiner militärischen Beherrscher und monarchischen Autokraten" entledige. Am 26. Oktober erzwang Prinz Max von Baden vom Kaiser die Entlassung Ludendorffs. Am 9.No- vember 1918 dankte in <5pa Wilhelm II. ab, nahm m Compiögne Erzberger dos Diktat des Marschalls Foch an, rief in Berlin, von der Freitteppe des Reichstags, der Abgeordnete Scheidemann die Republik aus mit dem Hödurschrei: „Das deutsche Volk hat auf ber ganzen Linie gesiegt!" Das deutsche Volk hatte sich vier Jahre lang auf der ganzen Linie feiner militärischen Front geschlagen, tote es eines der großen Volker der Weltgeschichte würdig war. Kein anderer als Winston Churchill ist es gewesen, der 1929 in einem seiner Bücher in Grauen und Bewunderung von dem .-deutschen Vulkan" gesprochen hat. „Seit Men« schengedenken hat man keinen solchen Kraftausbruch erlebt ... Fast zwanzig Millionen Menschen vergossen ihr Blut, bevor das Schwert der schreckensvollen Faust entwunden werden konnte. Wahrlich, ihr Deutschen, für die Geschichte habt ihr genug getan." Das deutsche Volk war zuletzt auf der ganzen Linie geschlagen worden, weil es eine unfähige politische Führung hatte. Und nichts mag die unheimliche Kraft dieses Volkes greller beleuchten als dies: daß es unter solcher Führung vier Jahre lang dem Erdball trotzte und zuletzt noch seine Fahnen heimsührte, ohne daß sie besiegt in den Staub getreten worden wären. In jenen grauen Novembertagen von 1918 mochte es wohl scheinen, als sei das deutsche Volk, das eben noch aus feinem Schoß den Genius eines Bismarck entlassen hatte, unfruchtbar geworden an politischer Führerkraft.' Und doch, gerade jetzt in der Niederlage, vollzog es das größte Wunder seiner Lebenskraft! Nur eine alt und müde gewordene Führerschicht hatte sich überlebt, war von den Ereignissen hinweggefegt worden. Das Volk selb st aber war mächtig genug, um zwei Jahrzehnte nach Bismarcks Tod, zwei Jahre nach dem Sturz des Bismarckreiches, von neuem einen politischen G enius aus sich herauszuschleudern. Aus den Tiefen seiner breiten Massen, aus den namenlosen Reihen der Muskettere des ersten Krieges entsandte es in Adolf Hitler den großen Führer einer nationalen Revolution, den großen Gründer eines neuen Reiches, den großen Feld- Herrn eines zweiten Krieges. In zwei Jahrzehnten, die die Welt vor dem Deutschen Mirakel" zittern ließen, trug es diesen Führer auf seinem Rücken empor, zur Führung Deutschlands zuerst und dann zwischen zehn und elf durch gewisse Straßen zu gehen, und daß man inskünftig, um aus den Fenstern fallenden großen Hunden zu entgehen, nur noch mitten auf der Fahrbahn verkehren könne. Wenigstens bis zum nächsten Strafzettel. Und Harras? Er seinerseits hatte keine Stammttschrunde, der er etwas erzählen konnte, und wer versteht denn auch die Hundesprache? Aber Gedanken muß sich der Hund doch gemacht für die Arbett auswirken. Auch der Nationalsozialismus halte selbstverständlich jene Traditionen hoch, die wirkliche, fikr unsere Volksgemeinschaft nutzbare Werte Larstellen. Darüber hinaus aber hatten sich die Dienststellen ton Partei und Staat nicht als Hüter von Traditionen, sondern als kompromißlose Wahrerder 3be eher national- sozialistischen Revolution emzusetzen. Die revolutionäre Umgestaltung des gesamten Staats- qefüqes so führte der Gauleiter weiter aus, nehme auch während des Krieges ihren Fortgang. Er wies dabei daraus hin, daß diese Ausgabe im wesentlichen eine personelle sei. Als Führer der nationalsozialistischen Beamten während der Kampfzeit, so erinnerte der Gauleiter, habe er bereits den Grundsatz herausgestellt, daß der Dienst der Beamten allein Dienst am Volke sei. Diesen Grundsatz gelte es bis in die letzte Dehordendienststelle hinein zu verwirklichen. Der Staat werde me wieder Selbstzweck, sondern stets Mittel zum Zweck sein. Ziel und Richtung des Staates aber werden bestimmt durch die nationalsozialistische Weltanschauung und die Partei. Der Gauleiter schloß seine mit Beifall aufgenommenen Ausführungen mit der Erwartung engstes verständnisvollster Zusammenarbeit aller Dienststellen von Partei und Staat im Dienste des. gestellten Kriegsaufgabengebietes. Am Ende des Kampfes um unsere Freiheit, so führte er unter Hinweis auf den Neujahrsaufruf des Führers aus. werde es sich erweisen, daß die Partei und mit ihr der nationalsozialistische Staat als ^unerschütterlicher, unzerstörbarer Block ihre Bewährungsprobe bestanden haben. * Am Nachmittag versammelten sich im Adolf-Htt- ler-Haus unter dem Vorsitz von Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger die hessischen Landrate, Oberbürgermeister, Polizeipräsidenten unb Abteil lungsleiter der hessischen Landesregierung zu einetf Arbeitsgang, auf der mit den verschiedensten Referaten behördliche Aufgabengebiete behandel twurdem Dann hatte der gewesene Oberpostsekretär Alois Wiesenweger, der gerade in diesem Augenblick auf dem Bürgersteig daherkam, einen ganz stattlichen Riesenschnauzer teils als neumodischen Hut auf dem Kopse, teils als Boa um den Hals. Das Anprobieren geschah so wuchtig, daß beide sich hinsetzten, Wiesenweger zuunterst, Harras zuoberst. Dabei geschah auch noch ein kurzer Kampf. Wiesenweger griff und Harras biß zu. Es war eine Katastrophe, und es geschah alles im Augenblick des Niederfallens. Auf der Erde trennten sich die beiden Kämpfer sofort und saßen nun, breit auf ihren Hinterteilen, einander gegenüber, sich mit Augen anstarrend, die bei beiden so groß und rund wie Untertassen waren. Verblüffend war, daß sie einander in dieser Sekunde glichen, wobei vielleicht auch Wiesenwegers Schnauzbart eine Rolle spielte. Wiesenweger, als der ältere, brauchte länger, um zu neuen Taten zu gelangen. Der jugendliche Harras hingegen faßte sich nach Art aller Naturwesen auch im Unglück sofort, erhob und entfernte sich, wenn auch hinkend, ohne weiteren Abschied und mit unbekanntem Ziel. Unterdessen hatten sich mitfühlende Menschen in großer Zahl angesammelt, die gern zuhörten, was Wiesenweger, der endlich wieder zu sich selbst erwacht war, im Sitzen erzählte. Er gebrauchte starke Vergleiche, vor allem auch zur Kennzeichnung des Hundebesitzers, der von dieser Geschichte gar nichts wußte, und den unter den Zuschauern niemand kannte, denn der Mann war ja erst gestern in dieser Gegend zugezogen. Was nützte es da Wiesenweger, daß alle, die ihn umstanden, sich erboten, notfalls vor Polizei und Gericht für ihn zu zeugen? Er wußte ja nicht einmal, aus welcher Luke und aus welchem Stockwert — ja, aus welchem Hause! — ihm diese rund vierzig Pfund lebender Hund zu- geworfen worden waren, sondern er hatte dieses Wesen aus Aetherhöhen ganz einfach plötzlich auf dem Kopf gehabt. Vor allem aber wollte er unter gar keinen Umständen seinen Tarock versäumen. Der begann pünktlich um elf Uhr. Wer zu spät kam, mußte eine tag die Friedensresolution an. Erst viel später hat man erfahren, wie gerade um diese Zeit auch die West Mächte schwerste Krisen durchschritten. Erst viel später haben Lloyd George, Admiral Jellicoe und andere gestanden, daß zwischen April und Juni 1917 der deutsche U-Boot- Krieg die englische Insel in furchtbarste Gefahr gestürzt hatte. In der französischen Armee war es im Juni 1917 zu schweren Meutereien gekommen. Aber Während drüben in England Lloyd George die -Zügel der Regierung straffer zog, während in Frankreich die Salven der Erschießungskommandos brachten, brach in Berlin die Heimatfront, die Regierungsgewalt zusammen. Daß Bethmann fiel, hätte ein Segen sein können. Aber ihm folgte in Michaelis ein noch unzulänglicherer Kanzler, und als Michaelis nach hundert Tagen wieder stürzte, da war der dritte Kriegskanzler, der die Treppen 3u Bismarcks Ministerzimmer emporschritt, Graf Hertling, ein müder, kränklicher Greis. Eben um diese Zeit gab die Vorsehung der deutschen Kriegführung noch einmal die Anwart- schaft auf den Sieg. Am 7. November 1917 brach Rußland durch die bolschewistische Revolutton zusammen und bat um Frieden. Roch einmal wurde die Hauptmacht der deutschen Armeen frei zum großen Schlag gegen Westen. Im Deutschen Reichstag erklärte (Zras Hertling: „Wir vertrauen auf unsere -großen Heerführer, deren Namen nur genannt zu werden brauchen, um sofort Stürme der Begeisterung zu entfachen." War das Tun eines Kanzlers womit erschöpft, daß er alle Verantwortung auf die Feld Herrn schob, um selbst die Hände müde im Schoß falten zu können? Kurz vorher, am 18. November, hatte drüben in Paris ein anderer Greis feine Antrittsrede als Ministerpräsident gehalten. 76jährig war George Clemenceau in seines Landes höchster Not zur Macht gerufen worden. Und dieser Greis war ein „Tiger" von federnder Kraft. .Krieg, nichts als Krieg" lautete seine Parole. „Sieger ist, wer eine Viertelstunde länger als sein Gegner glauben kann, daß er nicht besiegt Ist. Meine auswärtige und meine innere Politik »sind ganz dasselbe. Innere Politik: ich führe Krieg. Auswärtige Politik: Ich führe Krieg. Ich führe Timmer Krieg. Rußland verrät uns, und ich führe .weiter Krieg. Das unglückliche Rumänien ist gezwungen, zu kapitulieren, und ich führe weiter Krieg. Und ich werde ihn führen bis zur letzten Viertelstunde, denn uns wird die letzte Vier- Harras, -er kühne (Springer. Von Alfred Richter. Er sollte und wollte ein Riesenschnauzer werden Und hieß Harras. Wenn man Harras heißt, dann kann man Dringen. Und Harras sprang. Er benutzte niemals die Haustür. Er sprang, wenn er auf die Straße gelangen wollte, aus dem Fenster. Das war ganz ungefährlich, denn die Wohnung lag im Erdgeschoß. Sie wies auf einen Vorgarten, der mit seiner weichen Erde den kühnen Fensterspringer sanft empfing, wenn Harras ungeschlacht und ohne sporlliche Haltung über die Brüstung getost kam, um mit allen vier Puderquasten von Dick- pfoten zugleich zu landen, um dann wie ein tolles Kalb davon zu galoppieren. Aber eines Tages zogen Müllers samt Harras ftm. Das Diecherl schnupperte in der neuen Wohnung nicht schlecht die fremden Wände an, stand den Möbelräumern im Wege herum, wurde ae- treten und angebrüllt und war am Abend dieses rätselhaften Tages, als endlich Stille um ihn ward, hinreichend zermürbt, um den neuen Wigwam nunmehr widerstandslos Q[5 fein neues Heim anzuer- tennen. Und am nächsten Morgen machte er als Erstes feinen altgewohnten Sprung aus dem offenen Fenster des Wohnzimmers hinaus — in den Garten —? Es gab hier keinen Garten. Die Front dieser neuen Wohnung wies auf die offene Straße. Drunten lief der plattenbelegte Bürgersteig dahin. Es gab hier keine weiche Erde, auf die man hinab- fpringen konnte. Dies war für Harras die lieber- rafchung Nummer eins. Aber es war auch noch eine zweite und weit peinlichere da: die neue Wohnung war nicht zu ebener Erde, sondern im ersten Obergeschoß gelegen. Es bot sich also für Harras die günstige Gelegenheit, bei seinem Sprung ganz unerwartet den Hals zu brechen. Dies bemerkte Harras auch sogleich, als er in der Luft unterwegs war. Indessen war es nun zu spät. Er konnte nur noch hie Augen aufreißen, alle Fibern seines Leibes an- spannen und alle Viere weit von sich strecken, um nördlichen Frontabschnitt. Lin eigenes! Flugzeug wird vermißt. 3a Tunesien verlor der Feind bei den noch andauernden örtlichen Kämpfen bisher 14 Panzer- kampfwagen, zwei Panzerspähwagen und eine grÖN ßere Anzahl Kraftfahrzeuge. Tag- und Nachtangriffs der deutschen und italienischen Luftwaffe richtete« sich in N o r d a f r i k a gegen stark belegte Flugstützpunkte und Flakstellungen des Feindes. Vier feinde Uche Flugzeuge wurden abgeschossen. 3n den frühen Morgenstunden des heutige« Tages führten britische Flugzeuge wieder planlos- Störangriffe gegen westdeutsches Gebiet. Die ent« standenen Verluste und Schäden sind gering. An bet? Kanalküste verlor der Feind gestern zwei Flugzeuge. „papierene Opfer." Erkenntnisse einer Tschungkmgzeitung. Schanghai, 14. Januar. (Europapreß.) Die tschungkinger Zeitung „Takung Pao" befaßt sich mit der Aufhebung der Exterritorialitatsrechte in China und drückt chre Unzufriedenhett über die, wie sie schreibt, nur scheinbare Generosität bet Anglo-Amerikaner aus, da Großbritannien und Die Vereinigten Staaten Tschungking etwas zurückgäben« was sie überhaupt nicht mehrbesäßen« denn die ftaglichen Konzessionen befänden sich ul der Hand der Nanking-Regierung. Japan ba* gegen habe auf Besitzungen verzichtet, die es wirklich besessen habe. Nanking werde daher in der Lags sein, die wirkliche Kontrolle über die ehemaligen Konzessionen zu übernehmen. Abschließend appelliert die Zeitung an die USA., die Diskriminierung der Chinesen in den Vereinigten Staaten abzuschaffen. Ein solcher Schritt würde von Tschungking mehs geschätzt werden als papieme Opfer. Der chinesische General Wangkuntsche, dev bisher auf der Seite Tschungkings kämpfte, ist jetzt zu der Nanking-Regierung übergetreten. Bei feinet Ankunft aus dem Tschun-Gebiet erklärte der General: „Nachdem Präsident Wangtschingwei den Feind Chinas aufgezeigt hat, darf kein Soldat zurück« NSG. In seiner Eigenschaft als Reichsverteidigungskommissar Rhein-Main hatte Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger am Mittwochvormittag die Spitzen von Partei und Staat des Gaues Hessen-Nassau zu einer Vortragsveranstaltung ver- ammelt, die der Ausrichtung aller parteiamtlichen, tacttlichen und kommunalen Dienststellen diente, die das Kriegsaufgabengebiet der Heimat gemeinsam zu bearbeiten haben. . Gauletter und Reichsstatthalter Sprenger zeigte mit grundsätzlichen Ausführungen zum Thema „Partei und Staat" Wesen und Inhalt des nationalsozialistischen Staatsgefüges auf. 21115= gehend vom Umbau des Staates nach der Machtübernahme, der dank der dynamischen Auswirkung der Partei schnellstens vorangetrieben werden konnte, kennzeichnete er den Wandel der Auffasiung vom Staat, der während der liberalistifchen Epoche um feiner selbst willen fungierte, und der demgegenüber im nattonalsozialistischen Reich allein in den Dienst der Interessen des Volkes gestellt wurde. Der Gauleiter unterstrich diese Auffassung mit Gedanken des Führers, des Reichsmarschalls Hermann Göring und des Reichsinnenministers Dr. Frick. Niemals, so führte er danach aus, dürfe sich der Neubau des Reiches in der Herstellung einer blutleeren Konstruktion erschöpfen, sondern er erhalte seinen wesentlichen Inhalt durch das organische Werden einer neuen Weltanschauung. Im einzelnen behandelte der Vortrag dann tue Zusammenarbeit von Partei und Staat im Gau Heffen-Nassau, die durch die Einrichtung des Reichsverteidigungskommissars Rhein- Main eine wesentliche Förderung erfahren habe. Der Parteigau, der in der praktischen Arbeit als stärkstes Moment der Einheit in Erscheinung getreten fei, habe die Grundlage für die Neueinteilung der Bezirke der Reichsverteidigungskommissare abgegeben. Der Gauletter unterstrich dabei noch einmal, daß für alle getroffenen Maßnahmen das Programm der Partei der alleinige Ausrichtungspunkt sei. Traditionen, so führte er dabei aus, dürften sich niemals hemmend Filmsensationen vor 40 Jahren. Es ist jetzt 40 Jahre her, daß in den deutschem | Kinos neben den Wild-West-Filmen und den Naturaufnahmen, die zuerst das Publikum begeisterten^ als große Neuigkett „Trickaufnahmen" gezeigt wurden, die sogleich einen starken Erfolg hatten. Es was augenscheinlich die Freude an den Möglichkeiten des Technik, die sich hier überschlug und auf die seltsamsten Einfälle kam. Da wird eine SzenenfolgS geschildert, in der man zunächst zwei an einen! kleinen Tisch sitzende Leute sieht. Sie unterhalten! sich erregt, kommen aber schließlich überein, ihren Streit durch einen Boxkampf auszutragen. Nun nimmt jeder aus der Westentasche eine kleine, als! Boxer gekleidete Puppe und setzt sie auf den Tisch, Die winzigen Boxer werden sofort lebendig unhi führen einen regelrechten Kampf aus, während dis beiden Gullivers dabeistehen und den LttiputboxerN auf der Tischplatte lebhaft Beifall klatschen. Schließlich erfolgt der „Knock out", und der Sieger wider Besiegte kehren danach wieder in die Taschen ihrer Eigentümer zurück ... In einem anderen Film sah man zunächst daS! Bild eines kopflosen Menschen, der neben einem Riesenei steht. Der Enthauptete zerschlägt das Ei mit einem Hammer und entdeckt seinen vermißten Kopf darin. Das Gesicht lächelt ihm zu und erlaubt, daß die Hände einige Eier gewöhnlicher Größe aus seinem Munde nehmen. Dann sieht cs jedoch verlangend nach Hals und Schultern, untß schließlich wird der Kopf wieder auf seinen Platz gesetzt, der vollständige Mann verbeugt sich vor beirt Publikum und verschwindet. Auch der „Traum des Gefangenen" erregte groß- Sensation. Man sieht den Gefangenen in feinet Zelle schlafen, und auf der Wand erscheinen nebelhaft umriffene Figuren, die allmählich immer schä^ fer werden, obwohl die Wand noch immer burcn die wesenlosen Formen zu sehen ist. Man erkennt jetzt eine Figur als den schlafenden Gefangenen« eine andere als ein Mädchen, man beobachtet eineft Zant zwischen ihnen, das Blitzen einer Waffe und sieht das Mädchen entfeelt zu Boden stürzen — als plötzlich der wirkliche Gefangene aus dem Schlaf aufschreckt und wild auf das Traumbild starrt. Dis Vision verschwindet, und an ihrer Stelle schweb! geisterhaft das Gesicht des Mädchens über tü» Wand ms G.K, So ging denn Wiesenweger schließlich einfach da- vervollständigen den Inhalt des sorgfältig zusam- von und berichtete nur der entsetzten Tischrunde, | mengeftettten und gedruckten, mit reichhaltigem 21n- W gefährlich es Lei. U dieser Stadt vormittags fchauungsmateM gusgeftattetea HLjt.e.s« enonu deuffchland. Dr. Ho. eigenes der Universität Würzburg L chen k zu Stauffen berg wurde in gleicher K. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) . überhaupt nur ein einziges Mal gesehen, und .zwar w* fallet hier im Hause — vor etwa vier oder fünf Mo- | neben. Sie machte damals auf mich einen schlichter- et # ntn und zurückhaltenden Eindruck. Ja, ich entsinne r W n ch, daß sie an jenem Abend kaum drei Worte ge- )utter# »probe bri- for- der dernen Kältemaschinen gab es einen großartigen Eishandel von Norwegen nach England, Frankreich und Spanien, von Triest nach Aegypten, von der Schweiz ebenfalls nach Frankreich und von den oberbayerischen Seen nach dem milderen Nord- leutlget sinnlose He eub An bet igjeuge. n noch Janjet. ie gröi mgrifft ichlelen ugstch Jeini „Ich glaube kaum! Möglicherweise hat mein Datei ihr gegenüber mal eine Andeutung gemacht, ich weiß es aber nicht! Ich habe die junge Dame „Vor vier Tagen! In der vergangenen Woche am Samstag war es ... Mein Onkel rief mich vor- mittags an und bat mich, am Abend zu ihm zu kin dummes Gänschen!" 1 „Wann haben Sie eigentlich Ihren Onkel zum letzten Male gesehen?" „Nun, Ihr Onkel hatte doch sicher auch noch einen anderen Grund, weshalb er Sie zu sich bat?" „Möglich", antwortete Axel verdrießlich, jedenfalls gab er mir keinen besonderen Grund an. Das heißt, er sprach den ganzen Abend über fast ausschließlich von Fräulein von Mönckeberg; und das verdarb mir derartig die Stimmung, daß ich schließlich eine dringende Verabredung vorschützte und mich bald von ihm verabschiedete." Während der letzten Worte des Schriftstellers war der Hilfskommissar Stobbe eingetreten. Er sah Raucheisen an und räusperte sich vernehmlich. „Nun, Stobbe, haben Sie die Pistole?" „Nein, Herr Kommissar, die Pistole ist nicht da!" „Was heißt das?" fuhr Axel auf. jch sagte Ihnen doch ausdrücklich, daß die Waffe im Koffer fei!" „Und eben diesen Koffer habe ich nicht gefunden!" erklärte Stobbe. „3m Wagen lag er jedenfalls nicht." „Das verstehe ich nicht!" brummte Axel kopfschüttelnd. ,Lch habe doch den Koffer selbst ins Auto gestellt, und ich weiß auch, daß er noch da war, als ich vorhin ausstieg und hier ins Haus ging." „Aber jetzt ist er nicht mehr da!" sagte Stobbe, indem er seinen Vorgesehen bedeutungsvoll ansah. ,Alles Schwindel!' sagte Diefer Blick. „War denn der Wagenschlag ordnungsmäßig verschlossen?" fragte Raucheisen. Stobbe nickte: „Jawohl, Herr Kommissar! Allerdings war ein Fenster heruntergelassen und ..." ,Llha!" rief Axel, ärgerlich aufspringend. „Dann hat man den Koffer also aus dem Auto gestohlen! Da draußen treiben sich ja allerhand Neugierige herum!" „Haben Sie den Wachtmeister draußen befragt, Stobbe?" „Jawohl, Herr Kommissar! Aber der Wachtmeister weiß von nichts. Er behauptet, daß es ihm unbedingt aufgefallen wäre, wenn sich jemand an dem 'ls-hid f. unh tbrate, Abteil i einek Refe« lurben. Beim Durchzug machen denke dran, was das an Kohle kosten kannl nach der von 100 zur Kur eingewiesenen Kranken nicht weniger als 66 ungenügend über das Wesen ihres Leidens im Bilde waren, und daß kaum mehr als ein Drittel der Uebertragungsfähigen die Gefahr kannten, die sie für andere verbreiteten. Eine Entfernung von zumindest einem Meter, Seitwärtswenden des Kopfes sowie Abdecken des Mundes mit dem Handrücken sollten beim Husten und Niesen eine Selbstverständlichkeit fein. Sonne töfef Bazillen. Die Anforderungen der Hygiene uni) Sauberkeit bedürfen strengster Beachtung, wenn ein Krankes mit anderen in einer Wohnung zusammenlebt. Eß-, Trink-, Waschgeschirr, Hand-, Taschentücher und sonstige Gegenstände des täglichen Gebrauchs müssen gesondert zur Verfügung stehen. Die Wäsche des Kranken gehört sofort nach dem Gebrauch in einen Eimer mit desinfizierender Flüssigkeit. Feuchtes Wischen von Fußböden und Türklinken an jedem Tag tut em übriges, um die Uebertragung der unter Umständen verstreuten Erreger durch trockenen Staub hintanzuhalten. Wenn sich getrennte Schlafzimmer nicht ermöglichen lassen, muß doch ein Abstand von zwei Meter zwischen den Betten eingehalten werden, um die Infektionsgefahr ausreichend zu mindern. So wenig zuträglich die Sonne für den Tuberkulosekranken selbst ist, so beachtenswert bleibt doch ihre bakterientötende Kraft, die nicht ungenutzt für die Wohnung bleiben darf. Man befeitige dunkle Vorhänge, meide düstere Winkel und verschaffe dem Licht und der Lust überall Eingang. Die gleichen Faktoren sind es, die dem Gesunden im Verein mit Leibesübung und Abhärtung ein Bewahren des Widerstandskraft des Körpers ermöglichen und damit den wirksamsten Schutz überhaupt bieten. SiS schaffen auch im Falle der Infektion die beftenl Voraussetzungen für ihre Ueberwindung. Der Betroffene braucht sich jetzt um so wenige« Sorge zu machen, als die soeben verkündete Der» orbnung über Tuberkulosehilfe jedem, auch dem unversicherten Deutschen, alle Behandlungsmöglich- keiten und damit auch die besten Hellaussichten er« öffnet. Dr. Dreh. alles ie dez e dez unter ch-, d-> , ist ich ei feinet »r Gene» !N Feind AUF MÖNCKEBER6 ist det "Teufel l&s, ROMAN VON OLAF BOUTERWECK Stockholm, 14.Jan. (Europapreß.) Der tische Ernährungsminister Lord Woolton derte in einer Rundfunkrede die Bevölkerung ... Vereinigten Staaten auf, Großbritannien nicht im Stich zu lassen. In England, so sagte Woolton, verlasse man sich auf die USA. und ihre Lieferungen, die es den Briten ermöglichen sollten, weiter zu kämpfen und Flugzeuge, Tanker und Schiffe zu bauen. Im Hinblick auf frühere USA - Beschwerden beteuerte Woolton, nichts von den USA.-Lieferungen an England werde verschwendet werden. * hoch, Jböte \ t als i ’to. Nal. ! -Di, Ms- I lehine I wies | Men I tona(. 1 it, so i rund- I unten I nin^ I tstelle I ' wie- [' Zweck '^en eltan- Derdunkelungszeil: 14. Januar von 17.35 bis 7.56 Uhr. KeiuürlaubsanspruchbeiVerlragsbruch Wer vertragsbrüchig seinen Arbeitsplatz verläßt, geht feines Urlaubsanspruchs verlustig. Der Generalbevollmächtigte für den Arbeitseinsatz hat klar- gestellt, daß die bisher geklebten Urlaubsmarken dann nicht mehr eingelöst werden können. Die Urlaubskarten Vertragsbrüchiger werden wie verfallene Urlaubskarten behandelt. Grad erhitzt ist, erhält zwei Kilogramm Wasser, desien Wärme auf dem Nullpunkt steht. Das ist auch einer der Gründe, warum Spätwintertage von der gleichen Sonneneinstrahlung wie Spätherbsttage so viel kälter sind. Das Grundeis der Flüsse ist durch eine derbe volkstümliche Redensart bekannt. Seine Bildung ist auch heute noch nicht völlig klargestelltt Man nimmt an, daß die Oberflächenströmung überkältetes Wasser zu Boden sinken läßt, das sich an den Kieseln des Flußbettes ansetzt. Diese Theorie läßt das Grundeis als Gegenstück zu der gefürchteten Vereisung der Flugzeuge erscheinen. In polarischen Gebieten geht die Eisbildung bis in 60 Meter Meerestiefe, das Einfrieren des Bades bis zu 186 Meter Tiefe, wodurch die Mammuts in Nordsibirien bis auf unsere Tage so trefflich erhalten wurden. Dor der Erfindung der mo- en 4 das ® °°rA: und" j s S» „Ja, ferner die nötige Unterwäsche und ein Paais Schuhe!" sagte Raucheisen in den Apparat. „Unnatürlich auch alles übrige, was dazugehärt!" Einige Sekunden lang war es still; dann fragt# Otto mißtrauisch zurück: „Warum ruft Herr Holm denn nicht selbst an?" „Fragen Sie nicht so viel und tun Sie, was ich Ihnen gesagt habe! Aber beeilen Sie sich! In einer halben Stunde können Sie sehr gut hier fein!" Raucheisen legte den Hörer ziemlich unsanft auf und kehrte an den Tisch zurück. ,Zch danke Ihnen, Herr Kommissar!" sagte Axel. Er ließ sich am Tisch nieder und griff nach seiner Zigarettendose; aber gleich darauf ließ er sie miet n er ärgerlichen Gebärde zuschnappen. „Nicht mal 'ne Zigarette habe ich mehr!" Stobbe legte eine unangebrochene Schachtel auf den Tisch: „Ditte, bedienen Sie sich!" „Na, so war es nicht gemeint", lächelte Axel, der sich mit Humor in seine etwas ungewöhnliche Lage zu schicken begann. „Aber jedenfalls danke ich Ihnen!" „Herr Holm", sagte Raucheisen ernst, ,der Diebstahl des Koffers rft eine unangenehme Geschichte!« Axel unterbrach ihn mit einer kurzen wegwerfenden H-andbewegung: „Das läßt sich jetzt nicht mehr ändern, und ich habe mich auch bereits damit ab gesund en! Unangenehm ist die Geschichte allerdings insofern, als sich in der Brieftasche einige meiner Ausweispapiere befanden." Raucheffen schüttelte den Kops: „Das ist nicht das Schlimmste, Herr Holm! Viel unangenehmer ist für Sie die Tatsache, daß Sie mft dem Verschwinden des Koffers zugleich der Möglichkeit beraubt sind, Ihre Schuldlosigkeit am Tods Ihres Onkels zu beweisen." Axel blickte betroffen auf. „Das verstehe ich nicht, Herr Kommissar! — Was hat denn der Diebstahl des Koffers mit dem meines Knkels und mit mir zu tun?" E°rt!chung ftfsti. Tuberkulose ist vermeidbar. Keine Infektion ohne Erreger. — Abstand beim Husten. — Sauberkeit unerläßlich. — Gute Heilungsaussichten. em YVi KW le.CT ^6 lerte sich 1935 an der Bergakademie Clausthal, v.; jurbc 1936 Dozent und siedelte 1937 nach Göttingen zurück« • gßer, wo er 1940 außerplanmäßiger Professor wurde. — Der o. Professor für alte Geschichte an der Universität Würzburg Dr. Alexander G r a f deutsche" n Natur' Wochen hat! Wenn ich so unhöflich märe, wie ich böslich bin, würde ich sagen: Sie ist ohne Zweifel Am 12. und 13. Januar fand im Reichsverkehrsministerium eine Tagung der Gaustellenleiter der Fachschaft Reichsbahnbeamte statt. Nach Ansprachen des Staatssekretärs Dr. Ganzenmüller, des Reichsbeamtenführers Neef und des Staatsrats Professor Willi Börger und fachlichen Vorträgen fänden Aussprachen über die aktuellen Personal- und Sozialprobleme der Reichsbahn,statt. Gauleiter und Reichsstatthalter Bürckel eröffnete in Saarbrücken das Haus des 13. Januar. Als Sitz des Kulturwerkes Westmark, das den Zweck hat, alle kulturellen Kräfte und Einrichtungen des Gaues in nationalsozialistischem Geist einheitlich auszurichten und zu fördern. Der Führer hat den Marineoberkriegsgerichtsrat Becker zum Chefrichter der Kriegsmarine ernannt. * Der slowakische Ministerpräsident Dr.Tuka ist von seiner Funktion als Vorsitzender der Hlinka. Partei zurückgetreten. Staatspräsident Dr. Tiso ernannte zu seinem Nachfolger den Stellvertretenden Parlamentsvorsitzenden Dr. MÄerly. Aus der Stadl Gießen. Geheimnisse des Eises. Für Kinder in der warmen Stube ist es immer eine kleine Sensation, wenn in der Frühe eines Wintermorgens die schneidende Kalle Eisblumen auf die Fensterscheiben gemalt hat. Die Kinder hauchen dann gern ihren warmen Atem gegen die Scheiben und sind mächttg enttäuscht, wenn die zarten und oft so grotesken Eisblumen zerfließen, ohne daß sich neue bilden. Gewiß gefriert sofort wieder die aufgetaute Fensterfläche zu. Aber sie gefriert nur. Es bilden sich keine Eisblumen. Schlußfolgerung: Eisblumen lassen sich nicht hexen und nicht kommandieren. Sie haben beftimnüe Gesetze des Entstehens, die nicht willkürlich geändert werden können. Sie entstehen durch schnelle Bildung von Kristallen, und ihre bizarren Linien und Kurven werden gebildet, indem jeder neu anschießende Kristall — wir gebrauchen diesen Ausdruck zur Veranschaulichung der Schnelligkeit — auf der senkrechten Fläche zugleich die Neigung besitzt, zu fallen. Die Eisblumenbildung ist Sache eines Augenblicks. Ein allmähliches Austauen und wieder Zufrieren ist etwas ganz anderes. Das Eis hat auch sonst absonderliche Marotten. Fast alle Körper verringern ihren Raumbedarf, wenn sie aus dem flüssigen in den festen Zustand überführt werden. Beim Eis ist es ganz anders. Wasser, das erstarrt, dehnt sich um ein Zehntel seines Raumgehaltes aus. Das merken wir peinlich beim Platzen der Wasserleitungsrohre. Jeder Hausbesitzer fürchtet das Abblättern feuchten Mauerputzes nach einem strengen Winter, der Gärtner das Bersten der Bäume nach einem nassen Herbst, in dem das Holz grün bleibt und nicht trocken wird. Die großen Taumschäden der vergangenen drei Winter sind nicht allein auf die Empfindlichkeit mancher „Unterlagen" der Veredlungen, sondern vor allem auch auf die Sprengwirkung des Baumsaftes in dem nicht richtig reif gewordenen Holz zurückzuführen. Die Sprengwirkung des erstarrenden Wassers ist sehr groß und wurde vor der Erfindung der modernen Sprengstoffe in den Steinbrüchen ausgenutzt — ein Verfahren, das schon den alten Aegyptern bekannt gewesen ist. Eis, das zum Schmelzen gebracht werden soll, bildet erhebliche Temperaturen. Wer ein Kilogramm Eis in ein Kilogramm Wasser wirst, das auf 79,4 Axel zündete sich eine neue Zigarette an und fügte tvch einer Weile nachdenklich hinzu: „Man muß hierbei berücksichtigen, daß mein Onkel etwas weltfremd geworden 'war, weil er nur ganz fetten mit Menschen zusammen kam. Daher ist es vkrständlich, wenn das erste leidlich hübsche junge Rädchen, das ihm zufällig in die Arme lief, ihn ftart beeindruckte — eben deshalb, weil ihm ja jeg- nche Dergleichsmöglichkeiten fehlten!" „Hm, hm", macht Raucheisen, als Axel schwieg: 'M um den gerade munter sprudelnden Redefluß feines Gegenübers in Gang zu halten, fragte er sch-nell: „Wußte denn Fräulein von Mönckeberg überhaupt von diesen Absichten Ihres Onkels?" 8 ftehep, sondern muß dasjenige China unterstützen, das für die Gerechtigkeit kämpft, um Dftafien von der anglo-amerikanischen Bedrückung zu befreien." Hilferufe an die USA. Zukagenregelung für Selbstversorger. Schwer- und Schwerstarbeiter, sowie Lang- und Nachtarbeiter, die sich für die Selbstversorgung entschieden haben, erhalten ihre gewerbliche Zulage in Brot, sofern sie nicht im Besitz der Reichsmahl« und -brottarte sind, auf Grund einer Bescheinigung des Betriebsführers, die zu Beginn jeder Zuteilungsperiode auszustellen ist. Die Kartenstelle händigt daraufhin die Brotzulage aus, entweder in Form von Reise- und Gaststättenmarken oder entsprechender Zusatzkarien, bei denen die Fleisch- und Fettabschnitte entwertet sind. Maßgebend ist die örtliche Regelung. Kochkursus des Mütterdienstes. gfs. Jede deutsche Frau und jches Mädel von 18 Jahren an aufwärts kann an dem am Mittwoch, 20. Januar, in der Aliceschule, Stein« {trage 10, 20 Uhr, beginnenden Kochkurs des Müt- terbienftes im Deutschen Frauenwerk teilnehmen. (Zweimal wöchenllich.) Die deutsche Frau trägt die große Verantwortung für eine gesunde und ausreichende Ernährung ihrer Familie. Der Kochkurs gibt Anregungen und neuzeitliche Rezepte, damit die Frauen ihre Kenntnisse erweitern können. Die Kurs- gebühr beträgt für 10 bis 11 Kurstage 5 NM., dis am ersten Kurstag entrichtet werden. Mitzubringen find ein Heft, Bleistift, Kopftuch, Schürze, Topflappen. Anmeldungen werden angenommen bei der Kreisfrauenschaftsleitung, Frankfurter Straße b (Cafe Hettler), Telephon 3530, bei den Ortsfrauen« fchastsleiterinnen. Prüfung von Hausgehilfinnen. Im Einvernehmen mit dem Deutschen Frauen« werk findet am 26. und 27. März in der Mädchen-Berufsschule Gießen, Kirchstraße 18, eine Prüfung von Hausgehilfinnen statt. Zu dieser Prüfung werden hauswirtschafliche Lehrlinge zugelassen, die ihre zweijährige Lehrzeit beendet und zwei Jahrs lang die hauswirtschaftliche Berufsschule oder einen anerkannten Lehrgang besucht Haden. Die Haus» wirtschaftlichen Lehrlinge reichen ihren Antrag auf Zulassung zur Prüfung über die Kreisstelle' des Deutschen Frauenwerkes an die hauswirischaftlichs Berufsschule ein. Hausgehilfinnen, die mindestens drei Jahre lang im Haushalt gearbeitet und eins ............ 1 Mg. &•) Die ißt sich echte in ier die, "üät del und die ckgäben, aßen, sich in an da« wirklich er Lage maligen i appel« inierung dzuschaf« ng mehl Man kann von Geburt eine mehr oder minder große Anfälligkeit für die Tuberkulose besitzen. Aber da eine solche anlagemäßige Disposition beim Zustandekommen jedes beliebigen Krankheitsvorganges mit ins Gewicht fällt, ist es hier wichtiger, zu beachten, daß kein Mensch ohne Berührung mit dem Tuberkelbazillus eine Tuberkulose bekommen kann. Dieser von Robert Koch entdeckte Erreger ist mit unbewaffnetem Auge nicht sichtbar. Man muß daher feine bevorzugten Aufenthaltsorte kennen, wenn man ihm aus dem Wege gehen will. In erster Linie kommen hier die Ausscheidungen kranker Menschen und Tiere in Frage. Man braucht zwar bei Lungentuberkulose die Atemlust nicht zu fürchten, muß aber um so gewissenhafter jede Berührung mit Auswurf oder auch nur Hustentröpfchen vermeiden. Infektiöse Ausscheidungen. Ebenso gefährlich ist naturgemäß der Eiter, der aus Drüsen oder anderen von der Tuberkulose befallenen Organen herrührt. Sind die Nieren oder der Darm betroffen, so ist in der Regel auch eine Ansteckungsmöglichkeit durch Urin oder Stuhlgang gegeben. Das gleiche gilt von der Milch, die aus einem kranken Euter stammt und daher zu praktischen Folgerungen grundsätzlicher Art zwingt. Wenn auch von feiten der Molkereien alles geschieht, um die Gefahren einzufchränken, die aus dem An- sammeln von Milch vieler Tiere in den Sädten entstehen können, so hat doch jeder die Pflicht, zu ihrer Ausschaltung das seine beantragen. Danach muß es als unverantwortlich gelten, Kindern rohe Milch zu geben, wenn man nicht ausnahmsweise ihre Herkunft genau kennt. Abkochen ist daher für den Haushalt die Regel, die geringfügigen Nachteile für den Geschmack stehen in keinem Verhältnis zu dem dadurch erzielten Gewinn. Auch das gehäufte Auftreten von Tuberkulose in einer Familie ist weniger auf eine gleichartige Disposition der Betroffenen zurückzuführen als vielmehr auf die erhöhte Ueberiragungsmöglichkeit. Ganz besonders sorgfältige Vorkehrungen sind in jedem Erkrankungsfalle erforderlich, um die Umgebung zu schützen. Wieviel hier noch gesündigt wird, beweist eine Erhebung aus jüngster Zeit, fessor ernannt — Dozent Dr. phil. habil Ferdinand Neumaier, Konservator an der Geologischen Staatssammlung, wurde zum außerplanmäßigen Professor für Geologie an der Universität München ernannt Neumaier wurde 1905 in Passau geboren und habilitierte sich 1936 in München. — Vom 13. bis 20. Januar wird in München eine Universitätswoche duxchgeführt, verbunden mit der Feier des 470jährigen Bestehens der Ludwig-Maximilian-Universität Eine Ausstellung „Denkmale und Dokumente zur Geschichte der Ludwig-Maximilian-Uni- versität Jngolstadt-Lanüshut-München", ein Vortrag von Dr. Svett Hedin und eine Vorführung des Filmes „Geheimnis Tibet" der Schäfer-Expeditton bilden den Rahmen der Woche. Kleine politische Nachrichten. In Straßburg sprach auf einer Kundgebung der NSDAP, im ^ängerhause Gauleiter und Reichs- statthalter Konrad Henlein über den Volkstumskampf seiner sudetendeutschen Heimat Kreisleiter Schall, der in der vordersten Reihe der Kämpfer für die elsässische Freiheit gestanden hat, begrüßte den Gauleiter des Sudetenlandes. Tiensteigenfchaft an die Universität Straßburg berufen. Der 1905 geborene Gelehrte wurde 1936 in Dürzburg zum a. o. Professor und 1941 zum o. Pro- n—o- — — — ------- u- Wagen zu schaffen gemacht.Wt^ Er h_Ä Mts bimnen. Wir haben gemein [um MAb^nd üemerM • „Da muß ich doch gleich einmal selbst nachsehen!" rief Axel mit .zorngerötetem Gesicht. Er nahm Stobbe die Schlüssel aus der Hand und lief eilig ; hinaus. Raucheisen sprang auf und gab dem Hilfskom- । miffar eirten Wink: „Hinterher, Stobbe! Nicht aus i den Augen lassen!" — 7. Kapitel. Wenige Minuten später kam Axel ziemlich auf» ■ geregt in Begleitung Stob b es zurück. „Der Koffer ist wahrhaftig gestohlen worden! Gestohlen unmittelbar unter den Augen der Polizei! Es ist der reine Hohn!" „Herr Holm", sagte Raucheisen ftreng, „mie wol- ■ len Sie uns beweisen, daß der Koffer überhaupt im ■ Auto gewesen ist?" Wütend fuhr Axel herum: ' -„Ich will es überhaupt nicht beweisen! Lassen Sie mich doch endlich mit Ihren ewigen Fragen - in Ruhe!" ' Aber kaum, daß ihm diese Unhöflichkeit enffchlüpft 1 war, tat sie ihm leid. Er machte eine knappe Verbeugung und murmelte: „Verzechung! Ich bin etwas , aufgeregt ..." Und dann — wieder mit erhöhter . Stimme: i,Zum Teufel, was mach' ich denn nur?! Jetzt : hab' id) nichts anzuziehen! In dem Koffer war außer der Pistole meine gesamte Kleidung! Und natürlich auch meine Brieftasche mit fast hundert Mark!" Raucheisen trat wortlos an den Fernsprecher und : verband sich mit Holms Haus in Kladow. Nach einer Welle vernahm er die freudig-erregte ‘ Stimme Ottos. ,^Hallo — sind Sie es, Herr Holm?" „Nein, hier spricht Kriminalkommissar Raucheiien. Herr Holm läßt Ihnen sagen. Sie möchten sofort einen Straßenanzug für ihn einpacken und auf schnellstem Wege bierherb ringen: Dahlem, Dllla Profeffor Beierfeld!" „Urtterwäsche und Schuhe auch!" fiel Axel hasttg Merten. >igt tour' , Es wat leiten dei die seil' enenfolg* n einem iterhalte" in, ihr" n. M leine, jen TM hrend ö“ Mr o11 tW. Nach einer United-Preß-Meldung aus Neuyork hat der Sowjetbotschafter Litwinow in einer Rund- runkansprache die Bedeutung der britisch-nordame- rikanischen Hilfe für die Sowjets betont und auf die Notwendigkeit weiterer großer Lebensmittel- lenbungen nach der Sowjetunion verwiesen. Da die fruchtbarsten Gebiete Rußlands von den Deutschen besetzt seien, mache sich ein Lebensmittelmangel vemerkbar, der nur durch Lieferungen aus den USA. behoben werden könne. Oie Amerikanisierung Irans. Rom, 13. Jan. (DNB.) Die Amerikanisierung des iranischen Staatswesens wurde nach einer Meldung von „Popolo di Roma" aus Istanbul eingeleitet durch die Ernennung von USA.-Beratern bei den einzelnen Verwaltungszweigen. Im iranischen Finanzministerium ist die ©efamtleitung sowie üe der verschiedenen Abteilungen in nordamerita- "schen Händen. Das Kriegsministerium wird prak- isch von einem USA.-General mit einem Stabe von ISA.-Ofsizieren geführt. Das iranische Heer ist »urchsetzt von 20 000 USA.-Soldaten unter USA.- fffizieren. Das Zollwesen wurde einem nord- ornerikanischen Verwalter unterstellt. USA.-Berater und Teckmiker sind im Eisenbahn- und Verkehrspesen. Auch an der Spitze der Polizei steht ein USA.-General. Der iranische Regierungschef selbst, Enwam es Saltaneh ist nur noch ein Werkzeug es Weißen Hauses. Die Pest in Palästina. Ankara, 13. Jan. (Europapreß.) Einen Bericht über die Pestepidernie in Palästina, die durch das brittsche Militär eingeschleppt wurde, gibt das arabische Blatt „Palesttn" in Jaffa. Es bestätigt sich, daß in zahlreichen Städten Palästinas ganze Stadtviertel niedergebrannt wurden, rm der Epidemie Herr zu werden. Bezeichnend fei edoch, daß solche radikalen Maßnahmen durch die »rittschen Behörden ausschließlich über ara- ' ische Stadck viertel verhängt wurden, wählend in jüdischen Vierteln, in denen die Seuche nicht tveniger wütet, von solchen Maßnahmen bisher ab- xesehen worden fei. Man müsse im Interesse der Bekämpfung der gefährlichen Seuche verlangen, haß auch vor den jüdischen Vierteln in den palästinensischen Städten nicht Halt gemacht werde. Kunst und Wifsenschast. hochschulnachrichleru Der Dozent der Geophysik an der Universität Gät- hngen, Regierungsrat Dr. phil. habil. Rolf Bun« i e r s, starb den Fliegertod vor dem Feind in einer rSetterkundungsstaffel. Er war 1909 in Halle gekoren, studierte in Göttingen und kam 1935 an das inftitut für Geophysik. 1940 wurde er Dozent. Seit lusbruch des Krieges stand er im Heer und konnte mr vorübergehend feine Lehrtätigkeit ausüben. In einen wissenschaftlichen Arbeiten befaßte er sich vor llem mit der Ausbreitung elastischer Bodenwellen.— 'er a. o. Professor für innere Medizin an der Uni- erfität Rostock Dr. Friedrich Meythaler wurde h gleicher Diensteigenschaft an die Universität Erlangen (Medizinische Poliklinik) berufen. Meythaler mrde 1898 geboren und habilitierte sich 1933 in ostock, wo er 1939 außerplanmäßiger Professor urde. — Der außerplanmäßige Professor für cm- cganffche und analytische Chemie an der Unioer- Ität Göttingen Dr. Josef Goubeau ist beauftragt roröen, die Vertretung der durch bas Ausscheiden des Professors Dr. Rienäcker frei gewordenen Ab- trilungsvorsteherstelle für anorganische Chemie am ißgemeinen Chemischen Institut wahrzunehmen, ßoubeau wurde 1901 in Augsburg geboren, habili- .«achwiAJkcAe. K.hl.nkl«-'‘Oberh‘i“rt” Das wär so was für Kohlcnklau: Selber heizen. Da würde in alle Öfen eingekachelt, was Platz hat, und wenn's draußen 12 Grad Wärme sind! Die Ofentür bliebe natürlich dauernd sperrangelweit offen, damit die ganze Wärme zum Schornstein hinausfliegt, statt die Stube zu heizen! Aber -nein, das Heizen besorgen wir — ohne Kohlenklau! Und zwar heizen wir nur einen Ofen in der Wohnung (auch „Zentralbeheizte“ rücken eben ein bißchen zusammen und drehen die überflüssigen Heizkörper ab). Gelüftet wird kurz und kräftig. Lieber zweimal 5 Minuten das Fenster ganz auf, als einmal 20 Minuten halb. Frische Luft erwärmt sich rascher. So schlagen wir — du und ich und wir alle — dem Kohlenklau ein Schnippchen und sparen eine Masse Kohlen. Hier ist für ihn nichts mehr zu machen,* Paß auf, jetzt sucht er andre Sachenl Schuhcreme einsparen. Nur in Fodigesdiäften 8di» nur mit dem AuFdrvc* .Guttalin” Selbii hauchdünne» Aufträgen genügt kr»t trocknen Ionen Dann eritbüntenu. polieren De' Glomwird »chöner und man »po'l oder »pitter als 12?D sich melden. 130D 0263 stand zu nehmen. 0254 Till. 2.30, 4.45.7.30; So. 2.00, 4.30,7.30 Dir 421-470 8-9 Laden zu vermieten. Näheres Mäusburg 4, I. Etage. Fr. Hüchel, Marburg a.d.L. vermeiden lassen. Schuhhaus Edmund Darr€ sucht Verkäuferinnen oder Frauen, die halbe Tage als solche arbeiten wollen. 1. Die LoHnsteuerkarten 1942 gelten auch für das Kalenderjahr 1943. Der Arbeitgeber hat deshalb die Lohnsteuerkarten 1942 der Arbeitnehmer, die bei ihm über den 31. Dezember 1942 hinaus in einem Arbeitsverhältnis stehen, zunächst nicht dem Finanzamt einzusenden, sondern sie auch während der Tauer bes Arbeitsverhältnisses im Kalenderjahr 1943 auszubewahren. Ein Arbeitnehmer, der am 31. Dezember 1942 nicht in einem Arbeitsverhältnis steht und sich deshalb im Besitz seiner Lohnsteuertarte 1942 befindet, hat diese Lohnsteuertarte nicht dem Finanzamt einzusenden, sondern sie auch im Kalenderjahr 194.3 aufzubewahren. Er hat tue Lohnsteuertarte 1942 im Fall des Antritts eines neuen Arbeitsverhält- nisses im Kalenderjahr 1943 dem Arbeitgeber vorzulegen. Ist für einen Arbeitnehmer ausnahmsweise eine Lohnsteuertarte 1943 ausgeschrieben worden,, weil die Lohnsteuertarte 1942 infolge nachträglicher Ergänzungen mrübersichtlich geworden war, so ist die Lohnsteuertarte 1942 unverzüglich an das Finanzamt einzusenden, das auf der ersten Seite der Lohnsteuertarte 1942 bezeichnet ist. Die Verpflichtung zur Einsendung der Lohnsteuertarte 1942 obliegt in diesem Falle dem Arbeitnehmer oder dem Arbeitgeber, wenn sie sich im Besitz dieser Lohnsteuertarte befinden. 2. Der Reichsminister der Finanzen hat zur Entlastung der Arbeitgeber und zur weiteren Vereinfachung der Verwaltung auf die Ausschreibung der Lohnsteuer- und Bürgersteuerbescheinigungen auf der zweiten Seite der Lohnsteuertarte 1942 und auf die Ausschreibung der Sammel-Bürgersteuer-Bescheinigungen für ausländische Arbeitnehmer und für Wehrmachtangehörige usw. für das Kalenderjahr 1912 verzichtet. Der Verzicht auf die Ausschreibung von Lohnsteuer Beia^s.ugungen beziebt sich nur auf die Lohnsteuer-Bescheinigungen für das Kalenderjahr 1942. Die Lohnsteuer-Bescheinigungen für das Kalenderjahr 1943 müffett wieder ausgeschrieben werden. Der Arbeitgeber muß für Arbeitnehmer, deren Arbeitsverhältnis im Kalenderjahr 1943 vor dem 31. Dezember 1943 endet, die Lohnsteuer-Bescheinigung aus der zweiten Seite der Lohnsteuertarte schon bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses ausschreiben. Für die Ausschreibung der Lohnsteuer-Bescheinigung für das Kalenderjahr 1943 ist der Vordruck für die Lohnsteuer-Bescheinigung für daS Kalenderjahr 1942 auf der zweiten Seite der Lohnsteuertarte 1942 ; zu verwenden. Der Teil des Vordrucks der Lohnsteuer-Bescheinigung, ' der sich auf die Bürgersleuer bezieht, bleibt unausgefiUlt. g. Der Arbeitgeber hat § 48 der Lohnsteuer-Durchführungsbestim- Dekannlmachung Lohnsteuerkarten,Lohnsteuerbescheinigungen und Lohnzettel für das Kalenderjahr 1942. 9-10 471-5*20 10-11 5*21-570 11-12 571-620 Am 16. 1. 1943: Laden, Mäusburg 4 Der von derFa. Frdr. Teipel seither innegehabte Ausstellungsraum, Mäusburg 4, ist per sofort gesucht. - Etwas Kenntnisse in Bewachnngsnnternehmen Wolfgang von Oppel, Friedberg H. Bismarckstraße 13 Ruf 4240. * »* Polizeiliche Vorladungen im Kriege. Wie der Reichsführer-und Chef der deutschen Polizei in einem Erlaß an die Polizeibehörden feststellt, ist auch bei den polizeilichen Vorladungen auf die Tatsache Rücksicht zu nehmen, daß die Kriegsverhältnisse die Ausnutzung jeder Arbeitsstunde dringend erforderlich machen. Der Erlaß ordnet daher an, daß die Termine der polizeilichen Vorladungen möglichst so festzusetzen sind daß sie nicht in die Arbeitszeit der Vorzuladenden fallen. Ebenso sind Feststellungen und Vernehmungen von Gefolgschaftsmitgliedern am Betriebsart zu den Zeiten des Schichtwechsels oder kurz vorher zu erledigen. Ausgenommen von diesen Bestimmungen sind die Fälle — z. B. Kapitalverbrechen — die wegen ihrer Dringlichkeit keine Verzögerung in der Bearbeitung zulassen. . und — leider! — oft nicht sorgsam genug ausbe-, wahrt. Da sind leichtsinnigerweise unverdünnte Losungen in harmlos scheinende Limonaden- und Bierflaschen ab gefüllt, so daß sogar Erwachsene durch einen Fehlgriff in schwerste Lebensgefahr kommep können. Abgesehen von dem schon jahrelang bestehenden staatlichen Verbot einer derartigen Aufbewahrung, sollte man sich um seiner und seiner Familie Gesundheit willen hüten, Giftstoffe gewohnheitsmäßig weiterhin so aufzuheben. Der richtige Ort für solche Sachen ist ein verschlossener Schrank, überdies das vorgeschriebene Gefäß, ausschließlich gerippte Giftflaschen! Dasselbe gilt natürlich auch für weniger gefährlich erscheinende Dinge, rote Benzin, Salmiakgeist und manch andere Putzmittel. Aber auch Arzneimittel, flüssige und pulvrige forme tablettenartige, gehören vor und nach Gebrauch immer fest eingeschlossen. Ebenso wie jede besorgte Mutter den vorwitzigen Kinderhänden Zündhölzer, Messer, Nadeln und alles Spitze und Scharfe aus dem Gesichtskreis räumt, darf auch keine schädliche Flüssigkeit irgendwo frei zugänglich sein! Damit auch kein Erwachsener einen nie wieder gutAi- machenden Mißgriff tut, sind auf jede Flasche, jede Schachtel überdies noch Etiketten mit der deutlichen var Am 12. Dezember 1942 fiel unser lieber, |6iSm prächtiger, einziger Junge, Bruder, Schwager, Onkel und Neffe Hans Buchinger Leutnant in einem mot. Gren.-Regt. getreu seinem Fahneneid, beim Einbruch in die feindliche Stellung an der Spitze seines Zuges in der Kalmückensteppe, im Alter von 21 Jahren. jn tiefer Trauer: Dr. Hans Buchinger und Frau Sophie, geb. Friedel Gisela Wörner, geb. Buchinger Marianne Höver, geb. Buchinger Oberarzt Dr. Ernst Höver, z.Z. im Felde, Gießen (Liebigstraße 31), im Januar 1948. Von Beileidsbesuchen bitten wir höflichst Ab- Würltembergischa Melallwarenlabrik Niederlage Gießen Kreuzplatz 14 sucht zur Instandhaltung der Geschäftsräume 109d eine ehrliche Frau» TS7 Den Heldentod starb am 10. Dezember [ra» in den schweren Ostkämpfen unser lieber Sohn und guter Bruder, unser ältester Enkel und Neffe Kriegsfreiwilliger Heinz Nicolaus Gefreiter und O.-A. in einem Art.-Regt. Abiturient des Kemptener Gymnasiums im Alter von 19% Jahren. Immer hat er uns nur Freude bereitet, sein Verlust bringt uns x iel Leid. Heinrich Nicolaus und Frau Annl,geb. Jung Margrit und Fritz Nicolaus Fritz Jung und Frau Minni, geb. Cunz Emst Schmidt und Frau Marie, geb. Nicolaus Dr. Wilhelm Nicolaus. Günzach (Allgäu), Gießen, den 8. Januar 1943- Moior-Ltmstellung in der Landwirtschaft. Die aus Kriegsarunden notwendige allgemeine Einsparung von flüssigen Kraftstoffen muß auch vvn der Landwirtschaft mit allen Mitteln unterstützt werden. Ackerschlepper und ortsfeste und ortsbeweg. liche Motoren für die landwirtschaftliche Erzeugung sind daher beschleunigt auf die Verwendung von Ausweichskraftstoffen und sonstige Antriebsenergien (Elektrizität) umzustellen. In den soeben dazu herausgekommenen Durchführungsbestimmungen wird mitgeteilt, daß die Landesernährungsämter im einzelnen zur Umstellung der Schlepper und Motoren aufrufen. Es ist für den landwirtschaftlichen Betriebs sichrer außerordentlich wichtig, den Aufrufen der Landesernahrungs- ämter pünktlich nachzukommen, denn wer in der vorgesehenen Frist die Umstellung nicht vornimmt, fällt für den weiteren Bezug von Kraftstoffen aus. Für die Umstellungsaktion kommen im allgemeinen diejenigen Schlepper und Motoren in Frage, die bisher aus dem der Landwirtschaft zur Verfügung stehenden Kontingent an flüssigen Kraftstoffen versorgt wurden. Die Umstellung erfolgt bei Ackerschleppern in der Regel auf Generatorgas, dann m der Landwirtschaft Holz und Torf aus der Eigenversorgung bereitstehen und darüber hinaus weiteres Betriebsmaterial über die Tankstellen der Generatorkrast-AG. sowie Braunkohlenbriketts verfügbar sind. Rur in Einzelfällen wird für die Landwirtschaft die Umstellung der Schlepper aus Treib« gas (Propan-Butan) in Betracht kommen. Die Landesernährungsämter werden ebenfalls zur Umstellung derjenigen ortsfesten und ortsbeweglichen Motoren aufrufen, die im Jahre 1941 einen Kraftstoffverbrauch von mehr als 400 kg Dieselkraftstoff bzw. 500 Liter Vergaserkraftstoff hallen. Unter diese Motorenart fallen z. B. Motoren von Höhenförderern, Kartoffelsortiermaschienen, Hackmaschinen, Motormähern, Feldbahnlokomotiven usw. Diese Motoren werden umgestellt auf elektromotorischen Antrieb oder Generatorgas oder auf Dampf-, Wind- oder Wasserkraft oder auch auf Stadtgas und ähnliche Treibgase. Auch hier ist die Innehaltung der von den Landesernährungsämtern! gesetzten Frist außerordentlich wichtig, da sonst infolge der nicht mehr erteilten Genehmigung zum Bezug von flüssigen Kraftstoffen schwerwiegende Betriebsstörungen unvermeidbar sind. Die Umstellungsaktion wird durch Beihilfen in Form von Krediten oder auch verlorenen Zuschüssen unterstützt. Will ein landwirtschaftlicher Betriebsführer außerhalb der aufgerufenen und erfaßten Schlepper und Motoren eine weitere freiwillige Umstellung vornehmen, so bedarf es dazu vorher der Genehmigung des zuständigen Landesernährungsamtes. Vorsicht Gist! W-mel Unglück ist schon durch Unachtsamkeit entstanden, wie viele Menschenleben sind durch Nach- la s stakest in Gefahr gekommen und sogar vernichtet worden! Meist sind es Kinder, die m ihrem jugendlichen „Forschungsdrang", der sie alles auszuprobieren und alles zu versuchen veranlaßt, irgendwelchen achtlos umherstehenden Giften zum Opfer fallen Gerade im bäuerlichen Haushalt sind die fahrenquellen sehr groß: scharfe Aetzmittel, Sauren diesen Münzfernsprechern aus schnell Hilfe herber- zurufen. Es ist daher Pflicht aller Volksgenossen, mitzuhelfen, Beschädigungen an Münzfernsprechern zu verhindern, verdächtige Wahrnehmungen unverzüglich der Polizei oder den Postdienststellen anzuzeigen, auf frischer Tat betroffene Personen fest- nehmen zu lassen und Täter namhaft z umachen. Gewaltsame Beschädigungen der Münzfernsprecher werden nach der Verordnung zum Schutze der Wehrkraft des deutschen Volkes und, wenn die Straftaten unter Ausnutzung der Verdunkelung begangen werden, zugleich nach der Verordnung gegen Dalksschädlmge verfolgt. Die Tater können mit Zuchthaus, in besonders schweren Fällen mit dem Tode bestraft werden. dreijährige hausroirtschaftliche Berufsschule mit Erfolg besucht haben, können sich ebenfalls zur Prüfung ■ melden, ferner in Zukunft alle Hausgehilfinnen, die mindestens fünf Fahre im Haushalt gearbeitet und an einem genehmigten Lehrgang, der an e.ner hauswirtschaftlichen Schule abgenommen wurde, teilgenommen haben. Meldungen zur Prüfung sind bis zum 5. Februar an das Deutsche Frauenwerk, Kreisstelle Gießen, Frankfurter Straße 1, zu richten, wo auch nähere Auskünfte ein geholt werden können. gfs- Die Zulassung zur Reifeprüfung für INchtschüler. Ein Schüler der achten Klasse einer Oberschule, der Ende Oktober v. I. wegen charakterlicher Mängel ck von der Schule verwiesen wurde, beantragte für Ostern 1943 die Zulassung zur Reifeprüfung sur Richtschüler. Jn den Bestimmungen über die Schulerauslese ist angeordnet, daß an Nichtschüler, die sich zur Reifeprüfung melden, dieselben Anforderungen auf körperlichem, charakterlichem und geistigem Gebiet zu stellen sind, wie an die Schüler. Die Zulassung wurde deshalb in diesem Falle abgelehnh Der Reichserziehungsminister hat in einem Erlaß dieser Auffassung zugestimmt und erklärt, daß nur nach Bewährung im Berufsleben bzw. vor dem Feinde entsprechende Anträge in besonderen Fallen Berücksichtigung finden können. Es kann unter Umständen den Kopf kosten! Nach der 2. Lohnabzugsoerordnung sind in der Invaliden Versicherung vom 29. Juni 1942 ab und in der Angestelltenversicherung vom 1. Juli 1942 ab für oersicherungspslichtige Gefolgschaftsmitglieder feine Beitragsmarken mehr zu verwenden. Dafür hat der Arbeitgeber, da für die spatere Feststellung der Rentenleistung die Beschaftigungszeiten und die Höhe der bezahlten Beitrage nachgewiesen werden müssen, eine Bescheinigung auszustellen. Jn diese sind nach Beendigung des Bssthas- tigunasverhältnisses, spätestens aber nach Ablauf des Kalenderjahres einzutragen; die Zeit, m der der Arbeitgeber den Versicherten beschäftigt hat un3 der gesamte Entgelt, den der Versicherte m dieser Zeit von dem Arbeitgeber erhalten hat. Alle Arbeitgeber haben daher nach dem 31. Dezember 1942 diese Eintragungen vorzunehmen. Die Bescheinigungen haben, soweit nicht bereits neue Karten ausgestellt sind, auf besonderen Einla g e z e t - teln zu erfolgen, die bei den Polizeideho^en, Krankenkassen usw. erhältlich sind. Die alten Karten dürfen vor Ablauf von drei Jahren erst vm- getauscht werden, wenn auf dem Einlagezettel für Eintragungen kein Raum mehr ist. Die Eintragungen haben sich auf die Beschaftigungszeiten und Entgelte vom 29. 6.1942 ab m der Invalidenversicherung und vom 1.7.1942 ab m der Angestelltenversicherung zu beschränken, well für die Zeiten vorher die Beiträge noch durch Verwendung von Marken entrichtet sind. Unterbrechungen der Beschäftigung sind nur einzutragen, wenn kein Entgelt gezahlt' wurde (Krankheiten, unbezahlter Ur- Duukler Herren Leder Handschuh Frankfurter Str. und Seltersweg verloren. 0269 Abzugeben Crednerstr. 37 L Rechnungen bei Drühl, Gießen bringend F Wir stellen noch weiter eine Oröhc re ADzahl Wadilenle für die besetzten Gebiete des Westens und in hiesiger Umgebung ein. Bedingung durchaus einwandfr. Vergangenheit, zuverlässig und möglichst ehemalige Soldaten. Auch ältere Leute bis zu 65 Jahren können Die Münzfernsprecher in den Fernsprechhauschen werden in letzter Zeit in zunehmendem Maße durch gewaltsame Beschädigungen oder Entwendung einzelner Telle unbenutzbar gemacht. Dadurch tritt il U. eine schwere Gefahr für die Allgemeinheit em, weil es dann in Schadensfällen nicht möglich ist, von schnell Hilfe herbet- laub) und wenn mindestens eine Kalenderwoche bei gen betragen haben, eo ist in die Quittungskarte einer Hausgehilfin, die von Montag, 23.11. bis Sonntag, den 6.12. 1942 erkrankt war als Be- schäsiigungszeit einzutragen: 29.6. bis 22.11.1942 — 7 12 bis 31.12.1942. Handelt es sich um einen Angestellten, so hat die Bescheinigung zu lauten: 1. 7 dis 31.12.1942. Als Entgelt ist die Summe aller Bar- und Sachbezüge aufzuführen, die als Gegenleistung für die geleistete Arbeit gegeben wurden und beitragspflichtiger Entgelt sind. Dazu gehören auch die Fami- lienzuschläge, Gewinnanteile, Weihnachtszuwendungen die Äusfallvergütungen, der Wert für freie Station, Wohnung oder Kost sowie Ueberstunden- vergütungen, jedoch ohne die MehrarLeitszuschlage Für die Sachbezüge ist der amtlich festgesetzte Wert einzusetzen. Eiserne Sparbetrage sind nicht abzusetzen. Für eine Hausgehilfin mit einem Barlohn Don 48 RM. und mit freier Station im amtlich festgesetzten Wert von 42 RM. monatlich, die von ihrem Monatslohn 13 RM. eisern spart, rst der Eintragung der volle Entgelt von 90 RM. monatlich zugrunde zu legen, also für die Zeit vom 29^6. bis 31.12.1942 ein Arbeitsverdienst von 540 RM. einzutragen. .. , ri , . Die Eintragungen sind möglichst umgehend am Jahresbeginn vorzunehmen, damit den Versicherten keine Nachteile entstehen. Stenographie u. . Schreibmaschine erwünscht. Selbstgeschrieb. Meldungen unt. 121D an den Gießen. Anzeig. Fleißiges, sauberes Mädchen v. Hess. Hausfrau nach Tübingen gesucht. [128D Vörzustellen am 28. 1-, vormitt. Gießen, Wilhelmstr. 24. | Verkäufe | Simmentaler Fahrkuh mit Kalb, und Vogelsb. Rind, im März kalb., Meiisverdiensie lind VeschWgungsziffem Oie Eintragung in die QuittungS- und Dersicherungskarteu. WsASW , Anfang Februar , zum 2. 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Ter Arbeitgeber hat dem Arbeitnehmer, für den er keinen Lohnzettel auszuschreiben hat, der aber für das Kalenderjahr 1942 eine Steuererklärung abzugebcn hat, auf Antrag eine Lohnsteuer-Bescheinigung auszuschreiben, die die folgenden Angaben enthalten muß: a) Name, Stand und Wohnung des Arbeitnehmers, b) die Dauer der Beschäftigung im Kalenderjahr 1942, c) den Gesamtbetrag des steuerpflichtigen Arbeitslohns einschließlich der Sachbezüge, den der Arbeitnehmer während der Beschäftigungszeir tm Kalenderjahr 1942 bezogen hat. Ter Betrag des Arbeitslohns ist dabei stets einschließlich des Betrags anzugeben, der im Kalenderjahr 1942 eisern gespart worden ist, d) den Gesamtbetrag der Lohnsteuer einschließlich des Kriegszn- schlags zur Lohnsteuer und der Sozialausgleichsabgabe (Lohnausgleichsabgabe), e) den Betrag, der im Kalenderjahr 1942 eisern gespart worden ist. Ter Arbeitnehmer hat die Lohnsteuer-Bescheinigung seiner Steuererklärung für das Kalenderjahr 1942 beizufügen. 126D Zugleich für die Finanzämter Alsfeld, Büdingen, Friedberg (Hessen), Grünberg (Hessen), Hungen, Lauterbach, Äidda und Schotten. Finanzamt Gießen. Schmidt._________________ Bekanntmachung. Betr.: Fundgegenstände. Im Jahre 1942 find in unseren Nahverkehrsmitteln wiederum Gegenstände, wie: Schirme, Stöcke, Handtaschen, Handschuhe, Aktentaschen, Einkaufsnetze, Geldbörsen, Schlüssel u. a. mehr gefunden worden. Tiefe Gegenstände sind von den Eigentümern spätestens bis ziun 31. Januar 1943 aus der Verwaltung, Hanrmstraße 35, Zimmer Nr. 1, in Empfang zu nehmen, andernfalls über dieselben anderweitig verfugt wird. [issA Gießen, den 12. Januar 1943. Stadtwerke Gießen — Abt. Nahverkehr. 8-9 6*21-660 9-10 661-700 10-1G4 701-720 Fleischbrühe! Stadt. Schlaciithot Landkreis Gießen. erd buch kuh- Abstammung, zu Vogtschc Priv.- oeriaufen. Handelsschule. Leihgestern, Goethestr. 32. 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