(93. Jahrgang ttr.no Cnicbemi täglich aufcer sonntags und ftetertagg Beilagen: ©lettener Aamilienblättei Heimat imBild DieScholle Bezugspreis: Monatlich RM. 1.80 Zustellgebühr. „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern inkolge höherer Gewalt Gietzener Anzeiger« Fernsprechanschluß 2251 , xw < A WiederholungMalstaffeH -«L-LSL General-Anzeiger surOberhessen -istsäk* SSS jaS i testet ■ 1 ■■ ■>> . grerung nicht zurücktreten würde. Diese Jn- däskretion war der Regierung äußerst peinlich, well dadurch ihr demokratischer Ruf bei einem Teil öer Wählerschaft ernstlich gefährdet werden konnte'. Oberst Reitz wurde daher schleunigst ausgebootet und als Oberkommissar nach London geschickt. Eine Schwierigkeit kann der Regierung noch aus der militärischen Entwicklung entstehen. Smuts hat sich zwar von seiner Mehrheit im Parlament die Genehmigung zur Entsendung südafrikanischer Truppen auch auf andere Kriegsschauplätze als auf den afrikanischen geben lassen. Trotzdem würde die Südafrikanische Perspektiven Von unserem ln.-Korrespondenten. Stockholm, Mai 1943. Unter den britischen Dominions hat die Süd- * 0 n seit ihrer Gründung stets die besondere Anteilnahme der Weltöffentlichkeit gefunden. Der Grund dafür ist die Entstehung der Union. Die heutige Generation vermag sich zum großen Teil kaum mehr vorzustellen, mit welcher Spannung die Welt vor 45 Jahren die Entstehung und den Verlauf des B u r e n k r i e g e s verfolgte Das Unrecht war damals so offensichtlich auf Seiten Englands, daß es in Europa nur wenige gab, Die mit dem tapferen Burenvolk nicht sympathisierten, und jedermann verabscheute die Methode der Engländer, welche die Frauen und Kinder der kämpfenden Buren in Konzentrationslagern umkommen ließen. Die Sünden der Väter werden auch m diesem Falle an den nachfolgenden Generationen heimgesucht. Zwar sind es heute noch zum Teil die Mittäter des Unrechts, welch» die Folgen zu tragen haben, doch läßt sich unschwer prophezeien, daß die innere Problematik der Südafrikanischen Union noch mehr als eine Generation vor kaum lösbare Aufgaben stellen wird. Nachdem General Smuts im vorigen November von seinem mit großem Gepränge gefeierten Besuch in London in die Heimat zurückgekehrt war, ist es um die Union ziemlich sttll geworden. Das bedeutet aber nicht, daß ihre Rolle im Kriege bescheidener oder die Vorgänge in ihrem Inneren weniger interessant geworden wären. Eher das Gegenteil ist der Fall. Der Beitrag der Union zu den Kriegsanftrengnngen der Alliierten und insbesondere des Britischen Reiches ist im Verhältnis zur weißen Einwohnerschaft des Landes beachtlich. Außerdem müßte die Union schon allein infolge ihrer geographischen Lage eine nicht unbedeutende Stellung im Rat der alliierten Mächte einnehmen. Dies wurde in letzter Zeit unterstrichen durch die Nachricht, daß Durban zu einem neuen vri° tischen Marinestützpunkt von den Ausmaßen Singapurs ausgebaut werden solle. Ob diese Nachricht mittelbar einen Verzicht Englands auf die Rückeroberung der malaiischen Festung darstellen soll, ist nicht bekannt. Sie bestätigt aber die Bedeutung, welche die Häfen der Südafrikanischen Union durch das Vordringen Japans an den Ostrand des Indischen Ozeans erhalten haben. Auf jeden Fall muß es sich hierbei um Projekte handeln, die auf Jahre berechnet sind. Das unmittelbare Interesse der südafrikanischen sowohl wie der britischen Oeffentlichkeit wendet sich aber den Neuwahlen zum südafrikanischen Parlament zu, die in diesem Sommer abgehalten werden sollen. Die Bedeutung dieser Wahlen ergibt sich schon allein aus dem Umstand, daß General Smuts und seine Regierung sie bis zum äußerst zulässigen Termin hinausgeschoben haben. Als bei Ausbruch des Krieges die United Party, die sich unter der Führung der Burengene- nale Hertz 0 g und Smuts ein Jahrzehnt früher zusammengeschlossen hatte, wieder auseinanderbrach und Smuts unter Anwendung nicht immer fair zu nennender Methoden sich die Macht und den Eintritt der Union in den Krieg erzwang, hätte angesichts der äußerst schwachen Majorüät der Regierung und der völlig veränderten Lage nach Auffassung aller objektiv urteilenden Beobachter das im Mai 1938 gewählte Parlament aufgelöst und Neuwahlen ausgeschrieben werden müssen, Smuts aber dachte nur daran, eine Gefährdung seiner Politik zu vermeiden. Eine Neuwahl, bei welcher es für oder gegen die Neutralität gegangen wäre, hätte im ersten Kriegswinter wahrscheinlich General Hertzog die Mehrheit gebracht. Es ist begreiflich, daß der britische Generalgouverneur Sir Patrick Duncan, der seit mehr als einem Menschenalter die britischen Interessen in der Union auf verschiedenen Posten vertreten hat, nur allzu bereit war, an der Verhinderung von Neuwahlen mitzuwirken. Heute ist nun ein Aufschub nicht mehr möglich, sofern die Regierung nicht offen die Verfassung brechen will. Die fünfjährige Amtszeit des Parlaments ist abgelaufen. Immerhin sind die Wahlaussichten der Regierung heute günstiger als vor drei Jahren. Zwar ist ihre Mehrheit immer noch gering. Von insgesamt 153 Mandaten verfügt die Opposition über etwa 60, aber die Lage hat sich doch beträchtlich verändert. Dor allem der Tod des Generals H ertz o g vor einem halben Jahr hat die Opposition ihrer einzigen wirklich überragenden Persönlichkeit beraubt. Sodann herrscht unter den Buren eine anscheinend hoffnungslose Uneinigkeit. Die Hauptgruppe der Reaierunqsqegner folgt dem Nattonalistenfuhrer Mal an. Daneben gibt'es eine radikale Gruppe unter dem früheren Verteidigungsminister P Y r 0 n, und einige andere, die sich alle untereinander bekämpfen. Wenn dieser Zustand schon viele Wähler obschreckt, so kann Smuts zugleich darauf verweisen daß der Krieg nicht mehr wie vor drei Jahren eine - ur 0 päische Angelegenheit sei, sondern sich, w die Regierung vorausgesehen habe, über die; g Z Delt und besonders bis nach A s r 1 k a Eg^.h dabe, so daß die Interessen der Union unmittelbar berührt würden. f Trotzdem ist sich Smuts seiner Sache kemes- »egs sicher. Er rechnet durchaus mit der Moglich- ’eit, datz die Gruppen der Opposition sich INI Augenblick der Wahl Zusammenleben tonnten. dem ju begegnen, hat er schon I-tzt m>t d r Zobour-Partei, die bisher mit nur v,e. Mandaten eine geringe Rolle sp'/lte. aber >m F 'nes knappen Wahlausganges doch Bedeutung er ungen konnte, ein Wahlab ommen geschlos- °n, durch welches eine gegenseitige B°tamp7Ung ausgeschlossen wird. Weniger mit H'lse lecher Manöver, als auf Grund der allgemeinen Lag - chemt ein entscheidender Erfolg ^r Opposition w doch kaum denkbar. Immerhin hat der frühe ^vertretende Premier mi n ister der Union, ! e i tz, schon im vorigen Herbst erklärt, daß s s Falle einer Niederlage bei den Wahlen die „Befreiung Afrikas" bei vielen Bewohnern der Union das Interesse am Krieg und die lieber* Zeugung von der Notwendigkeit ihrer Teilnahme erheblich mindern. So entsteht die paradoxe Situa- tton, daß die Regierung, die sich jahrelang geweigert hat, Wahlen abzuhalten, jetzt lieber heute als morgen wählen lassen würde. Die Zeit spielt aber auch noch in größerem Zusammenhang eine Rolle. Smuts hofft, durch die Wahlen dieses Jahres sich ein Mandat zu verschaffen, welches über das Kriegsende hinausreicht. Es ist nämlich auch den Optimisten im Regierungslager nicht zweifelhaft, daß eine Wahl nach dem Kriege, wenn die Zwangsmittel der Regierung wieder auf ein friedensmäßiges Maß herabgesetzt sein werden, nur mit einer Niederlage des zum britischen Feldmarschall verwandelten Burengenerals enden könnte. Tunesien: Widerstand mit Wer Entschlossenheit zu Was Generalfeldmarschall Rommel in Afrika geleistet hat, wissen nicht nur wir und unsere Verbündeten, sondern auch unsere Feinde. Uns ist seine Person die Verkörperung des Heldentums unserer Afrikakämpfer. Sein Vorbild fyaf die SoNaten Öer Wehrmachtbericht. DRV. AusdemFührerhauptquartier, 12.2Hai. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: In Tunesien kämpfen di« deutsch-italienischen Truppen in den Bergen beiderseits Zaghouan gegen den von allen Seilen unter Aufbietung stärkster Kräfte angreifenden Feind mit letzter Entschlossenheit. Die feindlichen Angriffe wurden zum Teil im Gegenangriff mit der blanken Waffe abgewiesen. Alle Aufforderungen zur Uebergabe sind von den Verbänden, die noch Munition und Verpflegung besahen, bisher abgelehnl worden. An der O st f r 0 n t verlief der Tag bis auf örtliche Kampftätigkeit am Kuban-Brückenkopf und im Raum von Lissitfchansk im allgemeinen ruhig. Die Luftwaffe bekämpfte bei Tag und Rächt mit starken Kräften Truppenbereitstellungen des Feindes sowie Flugstützpunkte und Lifenbahnziele. Im Küstengebiet von Sizilien schossen deutsche und italienische Iäger und Flakartillerie der Luftwaffe 22 feindliche Flugzeuge ab. Bei einem überraschenden Tagesliefangriff der Luftwaffe auf die Hafenstadt Great Darmouth an der Ostküste Englands wurden erhebliche Zerstörungen erzielt. Ein eigenes Flugzeug wird vermißt. Ltebergabe abgelehnt. Mit unbeugsamem Mut Gegenangriffe. Rom, 12. Mai. (DNB.) Der italienische Wehrmachtbericht vom Mittwoch meldet: Unsere 1. Armee, die noch die Stellungen südlich der Halbinsel von Cap Bon hält, an der auch gestern die Angriffe der 8. englischen Armee scheiterten, und die im Rücken von den von Norden vor- rückenden feindlichen Truppen erreicht und ständig von der Luftwaffe bombardiert wird, kämpft mit ihren italienischen und deutschen Verbänden mit größter Erbitterung und führt mit unbeugsamem Heldenmut Gegenangriffe durch. Ein Vorschlag General Freybergs zur Uebergabe wurde von General Messe, Befehlshaber der 1. Armee, zurückgewiesen. In anderen Abschnitten der tunesischen Front mußten die Truppen der Achse nach Erschöpfung der Munitionsbestände den Kampf ein stellen. Catania, Marsala, das Gebiet von Trapani und die Insel Pantelleria wurden von Verbänden viermotoriger Flugzeuge bombardiert. Beträchtliche Schäden in Catania und Marsala. Acht Flugzeuge wurden von der Bodenabwehr abgeschossen urtö stürzten ins Meer: zwei südlich von Catania, eines bei Mazzara del Vallo und fünf bei Pantelleria. Weitere 14 Flugzeuge wurden im Luftkampf abgeschossen, neun von deutschen und fünf von unseren Jägern. Die bisher festgestellte Zahl der Opfer des im heutigen Wehrmachtbericht gemeldeten Luftangriffs auf Catania beträgt 150 Tote und etwa 300 Verletzte. Die Opfer des Luftangriffs vom 9. Mai auf Palermo find auf 210 Tote und 421 Verletzte gestiegen. Generalfeldmarschall Rommel. immer neuen unvergleichlichen Taten mitgerissen, zu Erfolgen, die zu den kühnsten aller Zeiten gehören und die in der Geschichte des Soldatenruhmes mit goldenen Lettern unverwischbar verzeichnet stehen. Als Rommel in Afrika in Erscheinung trat, nachdem er schon im ersten Weltkrieg viele Proben seiner Tapferkeit und mindestens feit dem Durchbruch durch die Maginot-Linie Beweise seiner genialen Führungskunst abgelegt hatte, spotteten unsere Feinde seiner, der des Wüstenkrieges unkundig sei. Bald wich aber im feindlichen Läger diese lieber» heblichkeit der Erkenntnis, daß dieser Mann dem Wüstenkrieg fein Gesetz aufzwang. Er bestimmte, ob uni) wo Schlachten geschlagen wurden, er führte seine Truppen auch gegenüber der größten feindlichen Uedermacht mit einer Beweglichkeit, die die Gegner nach ihrem eigenen Eingeständnis immer wieder zur Verzweiflung trieb. Er wußte, welche ungeheuren Leistungen er von seinen Truppen fordern mußte, aber er schonte sich selbst auch nicht. Er war immer vorn. Wer kennt nicht die Silber, bie Feldmarschall Rommel in seinem Befehlspanzer zeigen, und wer weiß nicht, daß von diesem Panzer aus unzählige Entscheidungen getroffen wurden, die für den Krieg in Afrika von ausschlaggebender Bedeutung waren! Der Führer hat diese Leistungen unb diesen vorbildlichen Einsatz durch Beförderungen und Auszeichnungen anerkannt. Generalfelbmarschall Rom- Vom Atlantik-Wall. Reue Befestigungen an der Kanalfront. Der Eingang zu einem tief unter der Erde angelegten riesigen Munitionsbunker, der auch schwersten Beschuh aushält. (PK.-Kriegstberichter Bichler.) Meldung über den Atlantikwall. Der Chef der OT., Reichsminister Speer, erftattete dem Führer Bericht über den Bau des Atlanftk- walls. (Presse-Hoffmann. jSch.j) ßelben'um verpflichtet iM Von Oberbefehlsleiter Erich Hilgenfeldt. Ms ber Führer das deutsche Volk zum ersten! Kriegshilfswerk für das Deutsche Rote Kreuz aufrief, sagte er unter anderem: „Seit sieben Monaten setzt der deutsche Soldat zu Lande, zu Wasser unb in der Luft fein Leben zum Schutze der Heimat ein. Dafür erwartet er, daß ihn die Heimat, wenn er verwundet ober krank wirb, auf das beste pflegt und betreut." Daher verlangte der Führer damals, wie auch jetzt in seinem Aufruf zum vierten Kriegs- hilfswerk, daß wir uns durch Spenden für das Kriegshilfswerk der Opfer der Soldaten würdig erweisen unb mir im gemeinsamen Bund der Opferberei^schaft unseren Soldaten den Dank abftatten, den sie in so überreichlichem Maße verdienen. Viele bester deutscher Männer haben in den Jahren des Krieges ihre Einsatzbereitschaft für das Leben des deutschen Volkes mit dem Tode besiegelt. Taten find in bas Buch der Geschichte eingemeißelt worden, wie sie bisher in der Weltgeschichte ohne Beispiel sind. Taten, die das Hohelied von Pflichterfüllung unb Mannesmut des deutschen Menschen künden werden, solange deutsches Blut in deutschen Adern rollt. Es gibt wohl kaum ein treffenderes Bild des ewig unsterblichen deutschen Soldaten als Dürers Kupferstich „Ritter, Tod unb Teufel". Auf ihm träumt der Kämpfer einen hellwachen Traum von ber sicheren Burg auf uneinnehmbarem Berge: aber er reitet den Weg feiner Pflicht, wenn er auch auf der einen Seite vom Tode des Zweifels begleitet unb auf der anderen durch den Teufel bei? Schwäche bedroht ist. Für ihn ist das Leben unermeßlich groß und herrlich, weil er tapfer ist; ihm liebt das Leben, weil er sich nicht ergibt Aber die kämpfende Front weiß heute auch, daß hinter ihr ein politisches Volk steht, das bereit ist zu jedem Tun, zu jeder Entbehrung, 31t jedem Opfer unb zur Ueberwindung jeder Gefahr, Es ist sich dessen bewußt, daß wir an einer Zeitenwende stehen, die schwere und ungeheuer große Aufgaben stellt. Sie zu lösen kann nur denen gelingen, bie erfüllt sind von eiserner Pflichterfüllung unb kompromißloser Treue und für bie jedes Leid, das ihnen vom Schicksal auf gelob en wird, nur den einen letzten Sinn hat: Waffen zu schmieden unb einzusetzen für den Kampf um bas ewige Leben bcs deutschen Volkes. Keinen Augenblick hat uns der Führer barübef im Zweifel gelassen, daß er ein Feind ist von jeglichem Optimismus auf tönernen Füßen, jeglicher ..Selbsttäuschung im Rausche falscher Vorstellungen, jeglicher trügerischen Hoffnung, alle Schwierigkeiten unb Hemmnisse könnten gleichsam über Nacht beseitigt werden. Wir wissen heute, wie dornig unb steinig ber Weg zum Platz an der Sonne ist, unb daß unermüdliche harte Arbeit geleistet und freiwillig schwere Opfer gebracht werden müssen, um das gesteckte Ziel zu erreichen. Es ist nicht unser Schicksal allein, es ist das Schicksal unserer Kinder, das Schicksal unserer Enkel unb Urenkel, das wir in Händen halten, das wir formen unb gestalten. Oft haben wir in den hinter uns liegenden Kampfjahren bewiesen, daß wir uns nicht vor? dem Schicksal feige in Sicherheit zu bringen suchen ober uns in stumpfer Ergebung ihm unterwerfen, so schwer es auch zeitweise war, sondern baß wir ihm aufrecht entgegengehen und uns dem Gefahren, die es mit sich führt, mannhaft stellen. Damit aber bekennen wir uns wieder zu dem vom Gegner so oft verhöhnten, allerdings auch gefürchteten Geist von Potsdam, jenem soldatischen Geist, der Zucht und Einordnung, Willen zur Selbstbeschränkung und jederzeitige Opferbereitschaft fordert. Er ist hart, entschieden und nüchtern und die Gegenthese zu. jenem jüdischen Wort: „Lieber fünf Minuten feige, als das ganze Leben tot!" Diese liberalistische Parole ist nichts anderes als eine aus mißverstandener Freiheit geborene Lebens, feighett, eine Haltlosigkeit den Geschehnissen gegen» m e l trägt die höch sten T 0 p f e r k e i t s a u s Zeichnungen beider Weltkriege, nachdem er sich im ersten Weltkrieg den Pour le mörite errang unb jetzt mit bem Eichenlaub mit Schwertern unb Brillanten zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet wurde. Damit wurde dieser Orden, den bisher nur die kühnsten deutschen Jagdflieger erhalten haben, zum erstenmal einem Offizier des Heeres verliehen. Das ganze deutsche Volk empfindet diese höchste Auszeichnung als Zeichen des schuldigen Dankes und nimmt mit tiefer Befriedigung die Nachricht zur Kenntnis, daß Generalfeldmarschall Rommel sich wieder auf dem Wegs ber Besserung befinbet, nach dem feine Gesundheit durch bie unerhörten Anstrengungen des Krieges in Afrika schwer angegriffen war Es wünscht dem Marschall, daß er bald wieder völlig genesen sein möge. ♦ Bei unserem gestrigen Abdruck (auf der ersten Seite) ber Meldung über die hohe Auszeichnung des Feldmarschalls Rommel hat sich im zweiten Absatz infolge eines technischen Fehlers eine unverständliche Fassung des Satzes ergeben. Der zweite Absatz muß richtig wie folgt beginnen: Nach dem Eintreffen ber ersten Nachrichten über ben englischen Angriff usw. Die Lage am Kuban Brückenkopf. Berlin, 12. Mai. (DNB., Am Kuban. B r ü ck e n köpf entwickelten sich am 11. Mai nur uoch örtliche Kämpfe, nachdem die Sowjets am Vor» tage ihre Offensive gegen den Ostabschnitt schlagartig eingestellt hatten. Das vorübergehende A b b r e ch e n der feindlichen Angriffe im Abschnitt Krymskaja ist in ben äußerst schweren Verlusten ber Bolschewisten begründet. Sie betrugen in ben letzten zwölf Kampftagen nahezu 30 000 Mann an Toten und Verwundeten, sowie an die 200 abge» schossene oder schwer beschädigte Panzer. Die beträchtlichen Zahlen an Gefangenen und vernichteten feindlichen Waffen stehen im einzelnen noch nicht fest. Oer Heldenkampf im Gperriegel Tunesien. Gegen ost fünfzigfache Uebermacht bis zur letzten Patrone. — Oie geballte Mstungskrast Englands und -er USA. gegen die deutsch-italienischen Verteidiger. DNB....... 12. Mai. (PK.) In diesen Tagen, nach der erzwungenen Preisgabe von Bizerta unter einem übermächtigen feindlichen Druck, dem sich die Verteidiger in und außerhalb der Festung bis zur letzten Patrone widersetzten, und der nach einem blutigen Straßen- und Häuserkampf erfolgten Räumung der tunesifchen Haupt- st a d t, sichen die alten Afrika-Kämpfer der Rom- melschen Armee und die nun auch schon in allen Höhen und Tiefen des afrikanischen Feldzuges erfahrenen Soldaten der einst nach Tunesien übergeführten anderen deutschen Einheiten im letzten, erbitterten Abwehrkampf auf der Halbinsel Bon und in den Gebirgszügen rings um Zaghouan. Noch immer ist der gleiche Geist, der sie einst vor Tobruk unter Sonnenglut, unter Durst und unmenschlichen Leiden der Ruhr auf den glatten Flächen gegen die Erdwerke der Tommies anstürmen ließ, schier hoffnungslos unter dem prasselnden Hagel der Granaten, unablässig tackenden MGs. und den Bombenteppichen der feindlichen Geschwader, in ihnen lebendig. Keiner denkt an die Verteidiger des Halfoya-Passes unter Major Bach, und doch handeln sie so, als ob sie selbst jetzt dort lägen und eine staunende Welt ihrem Heldenmut Beifall zollen würde. Ohne diesen Geist, der ersten Tobruk- kämpfer, ohne den Heldenmut der Verteidiger von Halfaya, der Kämpfer von Sidi Rezegh, wäre das Wunder nicht möglich gewesen, gegen einen an Zahl immer mehr überlegen werdenden Feind sechs Monate zu halten und erst dann sich zu ergeben, wenn die letzte Patrone, die letzte Granate ihre Pflicht erfüllt hat. Heute verzehrt sich jede Einheit, die noch kämpfen kann, in dem Wunsche, den Gegner so hart und unerbittlich zu treffen, wie er nur zu treffen ist und ihm die restlose Besetzung des einst in kühnem Sprunge eroberten Sperriegels so teuer erkauft wie nur möglich zu machen. Heute, wo sich der Kampf allmählich seinem Ende entgegenneigt, denken sie im Anbranden der Tiefflieger und Bombengeschwader, der unablässig zu neuen Angriffen sich formierenden Panzerwellen, die eine Flut von frischen Jnsanterieeinheiten in ihrem Gefolge haben, oft an die ersten Lage ihrer Landung auf tunesischem Boden. Stand damals nicht der Feind schon 18 Kilometer mit seinen Panzern vor Tunis? Fetzten damals nicht Panzerkanonen der Engländer auf den Flugplatz Djedeida auf allzu kühn gelandete Stukas? Schien es nicht Wahnwitz, mit einem Häuflein Männer und leichter Waffen diese große Stadt gegen den von allen Seiten andrängenden Feind zu halten? Und war es nicht wie ein Witz fast, daß der Ausgang von Tunis nach Westen von einer einzig en Pak gesichert wurde? Alles, was in jenen ersten Tagen unternommen wurde, trug den Stempel einer unerhörten soldatischen Kühnheit auf der Stirn. Aber jeder fühlte, es muß geschafft werden, die Romme l s ch e Armee, die einem übermächtigen Druck vor Mamein gewichen war und nach anfänglichen Verlusten bei dem englischen Durchbruch jetzt geschlossen und genial weiter nach Westen zurückgeführt wurde, durfte nicht zwischen zwei Fronten zerrieben werden. Es galt, Tunis zu halten, den Bereich des Sperrgürtels zu erweitern und jeden Tag der Behauptung als einen Gewinn zu buchen, der Rommel und auch der Verstärkung der Abwehr in Südeuropa zugute kommen mußte. In jenen Tagen wurde in der Umgebung des Generalobersten von Arnim, des Verteidigers des Sperriegels Tunesien, bis zur letzten Möglichkeit des Widerstandes, das Wort geprägt von den kleinen O f f e n s i v e n, um die große Defensive, die eines Tages herankommen mußte, zu ermöglichen und in ihrer zeitlichen Dauer zu unterbauen. Jeder, auch der einfachste Soldat wußte und empfand es an den feindlichen Angriffen, daß der Gegner mit der ganzen Ballung seiner nur auf diesen einen, beschränkten Kriegsschauplatz konzentrierten Kraft zum Schlag gegen die Achsenmächte ausholen würde. Aber noch gehörte in den Tagen des Dezember, Januar und Februar die Initiative des Kampfes restlos den deutschen Truppen unter Generaloberst von Arnim. Als der Feind Von Kriegsberichter Lutz Koch. nach Erkennen seiner Chancen versuchte, die erste Schlappe der täuschenden Ueberraschung durch schnelles Zuschlägen auszubügeln, stieß er auf eine Wwehr, die ihn nicht nur, wie z. B. bei Te-- bourba, kläglich zusammenschlug, sondern chn von den gewonnenen Stellungen weit in das Hintergelände zurückwarf. So weitete sich in jenen glückhaften Tagen der Raum um die Hauptstadt, und aus der schmalen, ewig von Tieffliegern und Bombern belagerten Nabelschnur, die Über Sousse, Sfax und Gabes zur zu- rückweichenden Rommelschen Armee führte, wurde allmählich in stetigem Vorboxen bis zur Gewinnung der ersten Gebirgspässe in nvrdsüdlicher Richtung ein breiter, ausbaufähiger Streifen, der sich hindernd gegen jeglichen feindlichen Handstreich zwischen die Ausläufer des südlichen Atlas uni) die Küste legte. Noch in diesen schweren Stunden der Abwehr klingen uns die Panzergefechte von Fondouk el Okhbi im Ohr, das Vorpreschen unserer Einheiten von Pont du Fahs gegen Bou Arada und Oussel- tia. Immer waren es Siege gegen eine große Uebermacht, weil der kämpferische Schwung bei unseren Soldaten alles ersetzte, was sich ihnen damals noch in einer nicht übersteigerten Zahl cm Batterien und Panzern entgegenstellte. Dann schien es im März endlich so weit zu sein. Division auf Division, Panzerabteilung auf Panzerabteilung, Flugzeuggeschwader auf Flugzeuggeschwader hatten Engländer und Amerikaner herangeholt, um mit der Uebermacht des Materials im modernen Krieg, der von schweren Waffen, Panzern und Flugzeugen in erster Linie getragen wird, die Entscheidung herbeizuführen, die er früher bei auch damals schon vorhandener numerischer Ueber- legenheit einfach wegen des schlechteren Kämpfer- und Führertums seiner Soldaten und Offiziere mcht hätte erreichen können. Nun, nachdem die 8. eng, lische Armee unter Montgomery an die Mare th° Stellung herangekommen war, glaubte man die Stunde gekommen. Und doch, wie schwer hatten sich die allmählich einer Vereinigung ihrer Fronten zueilenden Gegner geirrt. Nochmals blieb den Deutschen und Italienern die unfaßbare Kraft, die Bereitstellung der 1. a m e r i k a n i s ch e n Armee bei Sbeithla zu zerschlagen und in einem Siegeszug, der an beste afrikanische Tradition anknüpfte, Hunderte von Panzern, Paks, gepanzerten Mannschaststransportwagen abzuschießen und Tausende von Amerikanern und Gaullisten als Gefangene einzubringen. Nochmals waren vier Wochen gerettet, nochmals mußte der Gegner zu« rück. Kühn wie in den besten Zeiten des Wüstem krieges stießen unsere leichten und schnellen Ein- hetten in das Gebiet der südlichen Oasen um das Schott Djerid, den großen Salzsee, vor und schweiften über die von Tausenden von Dattel« Palmen bewachsenen Oasen Gcrfsa, El Hamma, To- zeur und Nefta biszuralgerischen Grenze und einzelne Späher bis tief auf algerisches Gebiet hinüber. Es war ein unfaßbarer Triumph, daß das alles gegeneineweitüberlegeneFeind, zahl möglich wurde. Daran denken in den letzten Stunden der Abwehr die Afrikakämpfer voll Freude und ohne Schmerz, es dann haben aufgeben zu müssen, weil sie das unmöglich Scheinende vom Firmament herabgehoU hatten. Sie verstanden auch damals schon, daß sie eiserner Rammbock und Sperrt egel zwischen sich vereinigenden Armeen, die zum tödlichen Schlag in schnellster Frist entschlossen waren, zu fein hatten. <1 4 n ieberum ewiges deutsches Soldatentum. Was Montgomery auf dem Wege von Ala- mein bis Tripolis immer wieder erträumt hatte, die Kesselung der Deutschen, wie sie ihm Rommel in zwei Jahren Afrikakriea mehr als einmal oorexerzierte und was chm doch nie wegen der Feldherrnkunst des Marschalls gelang, sollte nun im Do p p e l s ch l a g der von Süden und Westen anrückenden Kanonen, Flugzeuge und Panzer bei einer verschwenderischen Ausstattung mit Munition endlich gelingen. So kam es später, als man in die Gabes-Stellung zurückgegangen war, zu dem Doppelangrisf von M a k n a s s y nach M a h a r e s und von dem einst im Januar spielend genommenen Dondouk in Richtung Ka irouan- Sousse. Mußte die englisch-amerikanische Rechnung bei solcher Uebersülle an Material und Menschen, bei solchen unerhörten Munitionsausstattungen nicht endlich einmal aufgehen? Mußte nicht endlich die große Kesselung uno damit die schnelle Beendigung des tunesischen Krieges gelingen? Wenn es sich nur um menschliches Ermessen gedreht hätte, wenn es verteidigende Amerikaner, Engländer oder Gaullisten gewesen wären, wahrscheinlich kein Gott hätte die Deutschen und die mit ihnen kämpfenden Jtaliener'vor diesem Schicksal gerettet. Jetzt aber erstanden sie wieder, die Kämpfer der steinigen, staubigen, von Sandstürmen zerrütteten Erde von Tobruk, die Helden vom Halfaya-Paß. Jetzt erwies sich wiederum ewiges deutsches Soldatentum. 80 Deutsche gegen eine amerikanische Panzerdivision. An einem Paß ist. es einer von Rommels allen ®e treuen, ein blutjunger Major, Medicus, Führer des Kampfstaffel des Marschalls, der sich mit hundert Mann, ein paar Packgeschützen und einer Handvoll Maschinengewehre dem hundertfach überlegenen Feind entgegenwirft, sich in dem felsigen Paßgelände festbeißt, elf Angriffe, denen ein Unwetter von Stahl und Eisen der über- mächtigen feindlichen Artillerie vorausgeht, stand- hält und erst abrückt, nachdem die Divisionen aus dem Süden der Gabes-Stellung sich nordwärts, jenseits jeder nur möglichen feindlichen Umklammerung, abgesetzt haben. In den Reihen dieser Kampfstaffel, die am letzten Kampftag auf 80 Soldaten herabgesunken war und dennoch einer ganzen amerikanischen Panzerdivision mit unterstützenden schweren Waffen Widerstand geleistet hatte, vollbrachte Oberleutnant B. mit seinem Kompanietrupp, der bald zum Re- ferveeingrerf trupp geworden war, bei feindlichen Einbrüchen, die nicht immer zu vermeiden waren, mit seinen Getteuen wahre Heldentaten. Diese Männer am Paß von Maknassy hatten die weiter im Süden unter schweren Kämpfen sich ab- setzenden alten Rommelschen Divisionen gerettet Beide, Major Medicus und Oberleutnant Brenner, erhielten das Ritterkreuz. Wenige Tage später wiederholt sich unter ähn« liehen Vorzeichen an der oft genannten Enge von Fondouk gleiches Heldentum. Hier ist es Oberstleutnant Fullriede, der mit seiner Kampfgruppe immer wieder den Paß mit Löwenmut verteidigt und den Amerikanern jedes Austreten in die Ebene nach Kairouan und nach Sousse hin unmöglich macht. Sie weicht vor keiner artille- risttschen Ueberlegenheit, macht jeden Panzereinbruch jedes Ueberwalzen einer Einheit im Gegenstoß zunichte ipib verharrt so lange, bis auch die letzten Einheiten der Gefahr einer Kesselung durch den Doppelstoß Mahares-Fondouk entgangen sind. Auch Oberstleutnant Fullriede erhäll für feinen Heldenmut und die beispielhaften Taten seiner Männer das Ritterkreuz. Das ist der Geist, der die kämpfende Truppe unter schwerster Belastung durch die ewig an- greifenden Tiefflieger bei Tage und den sich auf Leuchtsallschirmen stützenden Bombenhagel bei Nacht beseelt. Diese Truppe kann man mit Hekatomben an Material allmählich Niederwalzen, aber sie weicht nur Fußbreit um Fußbreit, und jeder Kilometer muß mit Strömen von Blut des Gegners erkämpft werden. Dann stehen sie endlich in der E n vi d a vi lle- Stellung, und schon geht der Tanz in den letzten Tages des April von neuem los. Wieder brüllen Dutzende von Batterien auf, wieder fliegen 4 0 0, 500 und mehr Tiefflieger unsere Stellungen an. Aber sie halten und neben gefegent liehen Einbrüchen holl sich der Feind nur schwerste blutige Verluste. Dann gruppiert er um und beginnt in den letz« über, wie sie m den Worten des „Staatsmannes" Erzberger zum Ausdruck kam, als in Weimar über die Annahme des Versailler Schandverttages verhandelt wurde und das deutsche Volk um sein Schicksal bangte und fieberte: „Wenn man mir unter Vorhaltung eines Revolvers ein Stück Papier zur Unterzeichnung oorlegt, wonach ich mich verpflichte, binnen 48 Stunden auf den Mond zu klettern, so werde ich, um mein Leben zu retten, als denkender Mensch unterschreiben." Gewiß, der soldatische Geist verheißt keine idyllische Glückseligkeit, sondern verlangt ernste und eiserne Zucht. Sie ist aber nicht gleichzufetzen mit Unterwürfigkeit, Kadavergehorsam oder dumpfem Muckertum; denn das Prinzip von Potsdam läßt jedem in entschiedener Toleranz den Bezirk seiner geiftigen Existenz, wenn er damit in Harmonie mit den Erfordernissen der Nation bleibt. Der letzte. und höchste Einsatz aber wird gefordert für etwas, was höher und ewiger ist als wir selbst: für das Leben des deutschen Volkes. Reich werden wir im Erlebnis der Ehre, die von selbstloser Tat im Dienste des Ganzen ausgeht. Mühen und Sorgen, Gewinn und Sieg tragen und erleben wir gemeinsam; wir wissen, daß das Leben immer recht hat, das Leben, das sich ständig bemüht, neue Lagen zu schaffen, neue Gegner erstehen zu lassen, neue Prüfungen aufzuerlegen, aber auch neue Wege in die Zukunft zu brechen. Unvergänglich aber sind in diesem Sinne die Taten unserer Soldaten, deren Heldentum seinen erhabensten Ausdruck in dem Namen Stalin-- grad fand, indem sie mit Blut und Leben den Wall im Osten auch in diesem Winter gegen die ungeheure Uebermacht der Horden der Steppe hiellen. Opfer wurden von ihnen gebracht, von denen wir in der Heimat uns kaum eine Vorstellung machen können. Und darum gilt es heute erst recht, daß jeder Kämpfer mit Recht erwarten darf, „daß ihn die Heimat, wenn er verwundet ober krank wird, auf das beste pflegt und betreut". Darum führt die Heimat auch hn Kampmchr 1943 das Kriegshilfswerk für das Deutsche Rote Kreuz durch, um mit den bei den Straßen- und Haussammlungen eingehenden Mitteln all die Einrichtungen erstellen und all die Maßnahmen ergreifen zu können, die unseren Soldaten zu Lande, zu Wasser und in der Luft dienen und Ausdruck des tiefen Dankes der Heimat gegenüber dem durch nichts zu überbietenden Heroismus der kämpfenden Front find. Pflichttreue, Disziplin und Kameradschaft — dieses Dreigestirn des Geistes der Front wie der Heimat leuchtet als strahlendes Fanal über der Gemeinschaft aller Deutschen, die mit noch nie erlebter Gefolgschaftstreue ihrem Führer auch in die Forderungen des totalen Kriegs einsatze s folgt und darüber wacht, daß die dunklen Mächte der Unehre und des Unglaubens, die uns 1918 in das Derberben stürzten, nie mehr Macht über uns gewinnen. Als Sozialisten der Tat, verschworen in Treue zu Front und Heimat, spenden wir für unsere verwundeten und kranken Helden in der freudigen Gewißheit und dem heiligen Glauben, daß wir auch damit unseren Kindern und Kindeskindern die Dore öffnen helfen zu einer neuen stolzen deutschen Zukunft. Dank für die Anteilnahme am Tode Viktor Luhe«. Berlin, 12. Mai. (DNB.) Der Tod des Stabs, chefs Viktor Lutze hat allenthalben, auch im Auslände, herzliche Anteilnahme ausgelöst, die in Beileidsbezeugungen und Blumensträußen ihren Ausdruck fanden. Alle, die in diesen Tagen ihre Verehrung für den Stabschef über das Grab hinaus bekundeten, werben gebeten, auf diesem Wege den Dank für ihre Anteilnahme entgegenzunehmen. Churchill bei Roosevelt. Berlin, 12. Mai. (DNB.) Ministerpräsident Churchill ist, einer Reutermelbung zufolge, in Washington eingetroffen. Dort hat sich Churchill zum fünften Male zum Befehlsempfang zu Roosevelt begeben. Weitere 20 jüdische Terroristen verhaftet. Sofia, 12, Mai. (DNB.) Auf Grund der Aussagen des jüdischen Terroristen Menachem P a p p o, der am Montag den Mordanschlag auf einen Techniker verübte, wurden weitere 20 jüdische Terroristen verhaftet. Es konnten ferner zahlreiche Schlupfwinkel der jüdisch-bolschewistischen Banditen entdeckt werden. Oer Dichter Paul Ernst. Zum 10. Todestage am 13. Mai. Am 13. Mai sind es zehn Jahre, feit der Dichter Paul Ernst starb. Er starb gerade, als fein Name Geltung gewann, als die Zeit erfüllte, was fein Werk ersehnt, da „Glück und Unglück nicht Ziel und Zweck des Lebens", sondern, wie er es einmal aus» sprach, „nur mit dem Lebensvorgang notwendig verbundene Erscheinungen" sind, die „mit dem Leben nichts zu tun haben", es aber darauf wieder ankam, „Werte zu erblicken, die unser Herz brennen machen". — Gerade als die Nation ihre große Zeitwende erlebte, war Werk und Leben Paul Ernsts erfüllt, dessen prophettsche Erscheinung früher nur die wenigsten gewahr geworden waren. Zwar kannte man seinen „Bork", seine „Brun- hilde", feine „Kassandra", in der das stolze Wort steht: „Wahrheit ist, was einer tragen kann." Und bis zu einem gewissen Grade „berühmt" war sein „Kai serbuch" geworben. Das Riesenepos hatte sicher nicht mehr Leser damals als seinerzeit Klopstocks „Messias" ober Sä übler 5 „Nordlicht". Dabei war in den tausenden Versen der drei dicken Bände dec wenn auch vielleicht nicht endgültig gelöste, so doch schon als dichterisches Wagnis übermältigenbe literarische Beginn einer neuen Zeitsicht —, und zwar unmittelbar aus dem Bewußtsein des Volkstums entstanden, dem Paul Ernst sich zugehörig fühlte, aus dem Sachsentum, dem alten Sassentum .zwischen Weser und Elbe mit dem Randgebirge des Harzes und der Sagenhöhe des Kyffhäusers. Paul Ernst hatte vorher zwei Heimattomane von Heller Landschaftsschönheit geschaffen, in denen doch das Geschichttiche schon das ganze Heimatbereich mit Kriegern und Bauern, mit Kampf und Unruhe erfüllte. Fern aller Heimattdyllik an sich, leuchten dennoch die Berge und Landschaften des Harzes in diesen Romanen, die „Der Schatz im Morgenbrotstal" und „Das Glück von Lauben- thal" heißen. Aber das eigentliche ,Heimatbuch", das Buch, mit dem Paul Ernst dem Volk „mit der größten und tragischsten Geschichte", dem deutschen, zugleich die ins Dichterisch erhobene Geschichte schenken wollte, hatte schon in der Anlage weit größeres Ausmaß. Wohl begann Paul Ernst dieses Werk in der Vergangenheit seiner engeren Heimat. Da wo er wurzelte, war auch der beste und sicherste Grund für das Gedeihen des deutschen Kaiserepos. Aus Heimat und Sage ließ er die frühe Entwicklung der Sachsenkaiser lebendig werden. Darüber wuchs der Stamm der Geschlechter, breitete sich das Geäst und die vielzweigige, manchmal fast undurchdringliche und doch immer wieder majestätische Krone der Sachsenkaiser, der Domerbauer, der Staufen. — Kernig klingt der Gesang, Wort für Wort unter dem wissenden Gesetz: „Verstehe, deutsches Volk, was Gott gewollt. Er setzte jedem Wesen seinen Feind." Aber Paul Ernsts „Kaiserbuch" — man hatte den Dichter bereits unter „Neuklassik" zu rubrizieren begonnen — hat nicht nur aus sich Bedeutung für die Zeit. Es ist ein merkwürdiges ober eigentlich nur ein noch nicht durchschautes Gesetz, daß jede Zeit ihre Blickrichtung mehrfach vorausdeuten läßt. Es ist jedenfalls symptomatisch, daß um dieselbe Zeit wie Paul Ernsts Kaiserbuch auch die Wiedererkenntnis der romantischen, staufischen Baukunst, der steinernen Zeugen der Kaiserzeit, des „ersten Reiches" (vor allem durch die Arbeiten des Kunsthistorikers Wilhelm Pinder) in das Volksbewußtsein zurückgerufen wurde. In dieser Hinsicht bestätigt sich schon am äußeren Beispiel, vom Motivlichen her sozusagen, die Sendung des Dichters Paul Ernst für unsere Zeit. Mehr noch erfährt man es — und da mag man nun feine theoretischen und Kampfschriften oder seine Dramen, seine „Kassandra", fein „Canossa" ober welches immer zur Hand nehmen — aus der geistigen Haltung, aus dem unerbittlich strengen Auftrag, dem er sein ganzes Schaffen zwischen Heimat und Antike, zwischen dem Harzgebirge und den späten steiermärkischen Bergen seiner letzten Lebenszeit, unterwarf, der Forderung „in einem Kunstwerk durch rein künstlerische Mittel als die allein tauglichen eine Richtung zum Schönen, Edlen zu stärken, nicht Subjekttves auszudrücken, sondern Objektives zu wirken" und dadurch „mitzuhelfen am inneren Wiederaufbau unseres Volkes." Rudolf Adrian Dietrich. Von der Darstellung der menschlichen Gefühle. Helmut Käutner und der Film. Als vor vielen Jahren ein junger Student der Theaterwissenschaft in München die „Bier Nachrichter" auf die Beine stellte — und auf was für Beine! —, als diese schließlich vom „Simplizissimus" aus ihren Siegeszug durch Deutschland antraten, da glaubte wohl kaum jemand, daß dieser junge Student, namens Helmut Käutner, einmal im deutschen Filnischaffen eine besondere Rolle spielen würde. Er spielt sie nicht als Schauspieler — wenigstens nicht als Schauspieler allein. Zwar beweist sein Lebensweg, daß das, was er damals als Student so erfolgreich begann, nicht nur der übermütigen Laune schäumender Lebensfreude (ober auch der dringenden Not eines stets teeren Stu- bentenbeutete), sondern wahrhaft echter, komödian- rischer Wesensart entsprang, denn der junge Käutner fand bald den Weg vom Kabarett zum Theater und blieb ihm, feit seinem ersten Engagement in Leipzig bis heute treu. Er gehört jetzt zum Ensemble der Berliner Staatstheater und spielt eben jetzt dort eine entzückende Rolle in „Vagabunden". Don hier aus fand Helmut Käutner auch seinen Weg zum Film. Seine ersten Drehbücher, die er bereits in Leipzig begann, „Salonwagen E 417", „Stimme aus dem Aether", „Marghuerite durch 3", „Schneider Wibbel" entstanden noch nicht unter seiner eigenen Regie, aber ein merkwürdiges Zusammentreffen fügte es, daß sie von Schauspielern herausgebracht wurden, die zum ersten Male Regie führten (Verhoeven, Paulsen, Lingen, de Kowa). Der Jdealzustand aber wirb, wie Helmut Käutner selbst bestätigt, erst dann erreicht, wenn der Autor bas Drehbuch auch selbst verfilmen kann, weil erst das alle Voraussetzungen für ein geschlossenes Kunstwerk gibt Käutner — man möchte ihn als den fchauspielerischen Regisseur bezeichnen — sieht die wesentliche Aufgabe des Films darin, Atmosphäre zu schaffen. Im Gegensatz zum Theater, dessen gestalterische Gesetzmäßigkeit vom Wort, von der Dichtung ausgeht, liegt die entscheidende Wirkung des Films weder in der Handlung noch im Wort. Der Film will in erster Linie Gefühle sichtbar machen. Darum ist auch für Käutner als Regisseur das, was auf der rechten Seite des Drehbuchs steht — der Eingeweihte weiß, daß hier die Dialoge ausgezeichnet werden — am unwesentlichsten» Es kommt chm nicht darauf an, die Entwicklung des Menschen durch Worte klar zu machen, sondern der Zuschauer soll sie erleben. Das heißt nun nicht, daß der Film aus den Dichter verzichten kann. Nur müßte ihm, wie Helmut Käutner meint, eine andere Stellung eingeräumt werden. „Dichter sollten uns filmgemäß erzählte Geschichten schreiben, die mit Auge und Ohr gleichmäßig aufgenommen werden und die das innere Geschehen darstellen. Aufgabe des Drehbuchautors und Regisseurs wäre es dann, eine Art Arbeits-Manuskript herzustellen, das die technischen und regielichen Anweisungen und natürlich auch die notwendigen Dialoge enchielte. Dieses Manuskript wirb bedeutungslos, sobald der Film fertiggestellt ist — worin sich schon sein Gegensatz zum Theaterstück erkennen läßt, das als Buch auch nach der Aufführung bleibenden Wert behält. An Stelle des Drehbuchs aber tritt der fertige Film. Das Bild also ist hier das Beständige, nicht das geschriebene ©ort" Aus dieser Erkenntnis leitet Helmut Käutner fein gesamtes künstlerisches Schäften für den deutschen Film ab. Wir erkennen sie in seinen Filmen „Frau nach Maß", „Kleider machen Leute", „Anuschka" und „Wir machen Musik". Der neueste, „Romanze in mott", Motiven aus einer Novelle von Mau- vassant folgend, versucht mit realistisch filmischen Mitteln zu einem romantisch verttesten Kunstwerk ber Verinnerlichung und ber Darstellung menschlicher Gefühle zu gelangen. Das gleiche Ziel verfolgt der Autor auch wieder mit seinem neuen, in Arbeit be« finblichen Film „Große Freiheit", der nicht bas laute Treiben der Hamburger Weltstadt erfassen, sondern die Geschichte eines kleinen Lebens erzählen will. „So reich, wie das Leben an solchen Geschichten ist, so reich ist auch der Film", sagt Käutner abschließend, „man muß nur Schauspieler genug fein, es zeigen zu könnend M. GröblinghdH. Aus der Stadt Gießen (Nachdruck verboten.) 4. Fortsetzung. Neffen mfiffen schneller sein als der Feind!" Oberstleutnant Wesche - ein Vorbild seine- tapferen Regimentes. Hans mü Heinz MH Novelle von Meo-or Storm „Du erzählst mir ganz was Neues!" sagte der Bruder ärgerlich. „Ja, ja, Hans Adam, du bist auch mir zu klug, sonst säßest du nicht so halb umsonst in unserem elterlichen Hause!" Die brave Frau konnte es noch immer nicht verwinden, daß von einem Kauflustigen ihrem Bruder einst ein höherer Preis geboten war, als wofür er das Haus in der Nachlahteilung übernommen hatte. Aber Hans Kirch war diesen Vorwurf schon gewöhnt, er achtete nicht mehr darauf, zum mindesten schien es für ihn in diesem Augenblicke nur ein Spornstich, um sich von dem erhaltenen Schlage plötzlich wieder aufzurichten. Aeußerlich zwar ließ er den Kopf hängen, als sähe er etwas vor sich auf dem Straßenpflaster; seine Gedanken aber waren schon rastlos tätig, eine neue Bahn nach seinem Ziele hinzuschaufeln: das war ihm klar, es mußte noch mehr erworben und — noch mehr erspart werden; dem Druck des Silbers mußte bei wiederkehrender Gelegenheit auch diese Pforte noch sich öffnen; und sollte es für ihn selbst nicht mehr gelingen, für seinen Heinz bei besten besserer Schulbildung und stattlicherem Wesen, würde es damit schon durchzubringen sein, sobald er seine Seemannsjahre nach Gebrauch als Kapitän beschlossen hätte. Mit einer raschen Bewegung hob Hans Adam seinen Kopf empor. „Weißt du, Jule", — er tat wie beiläufig diese Frage — „ob dein Nachbar Schmüser seinen großen Speicher noch verkaufen will?" Frau Jule, die mit ihrer letzten Aeußerung ihn zu einer ganz anderen Antwort hatte reizen wollen und solange schon darauf gewartet hatte, meinte ärgerlich, da tue er am besten, selbst darum zu fragen. „Ja, ja; da hast du recht." Er nickte kurz und hatte schon ein paar Schritte der Straße zu getan, in der Fritz Schmüser wohnte, als die Schwester, unachtend des Jungen, der seitwärts unter seinen Schinken stöhnte, ihn noch einmal festzuhallen Aufhebens, tat er feine Pflicht. Beide EK.s wurden ihm in dieser Zeit verliehen. Dann kam das Ende, unverdient, ungeglaubt bis zum Letzten in der Schnödheit dieses Friedensbettuges. Doch Leutnant Wesche war einer der Getreuen. Als der Westen entließ, rief der Osten. Nun galt es, gegen Polen zu retten, was noch zu retten war. Mit einer Zähigkeit ohnegleichen waren Offiziere am Werk, dem militärisch ohnmächtigen Reiche ein neues Rückgrat zu geben. Es war ein Kampf im Dunkeln. Aber als Deutschlands Stunde wiederum schlug, war das Fundament geschaffen, auf dem die neue deutsche Wehrmacht fußen konnte. Der neue große Krieg fand den Oberleutnant wieder auf feinem Platz. Vom Schreibtisch weg, den er, der alte Frontoffizier, so gern verließ, eilte er zu feiner Kompanie an die Westgrenze, ging ihr durch Frankreich voran und führte später fein Bataillon nach dem Osten, lenkte es in vielen Schlachten und Gefechten während des Vormarsches und in den Abwehrkämpfen des Winters. Die Spangen zum Eisernen Kreuz beider Klassen und das Deutsche Kreuz in Gold sind die äußerlichen Zeichen der Anerkennung für diesen erfolgreichen Kommandeur. „Hessen müssen schneller fein als der Fei ick»!", das war die Devise des zum Major Beförderten, unter der er mit feinem Regiment — durchweg hessische Landsmannschaft — an jede Aufgabe heranging unb sie erfüllte. Dann kam der Tag, der ihm alle Tapferkeit und allen Mut, alle Meisterlichkeit und Beherrschung der Kriegsmittel, alle Herzensstärke abforderte. Das Geschick klopfte an, ihn mit Hohem auszuzeichnen oder ihn wegzuwischen im Hinunterbranden der Winterschlacht. Major Wesche tat seine Pflicht wie immer. Er wuchs an seiner Ausgabe über das Maß des für den Kommunismus wandte sich Frau Roosevelt auf einer Tagung von College-Studenten in Neuyork, wie „Daily Expreß" vom Montag berichtet. Sie warnte die Jugendlichen davor, einen gewaltsamen Umsturz der amerikani- !chen Regierung zu befürworten oder gar aktiv zu fördern. Ferner erklärte sie, sie habe das 23er- trauen zu den kommunistischen Gruppen verloren und wolle mit ihnen in keiner Weise mehr identift- ziert werden. er Altersgrenze im Jahre 1926 - —- zweiten Polizeirevier, Liebig- straße. Der alte Herr erfreut sich noch einer erstaunlichen geistigen und körperlichen Frische. Unsere besten Wünsche zum Geburtstag und für einen gesegneten Lebensabend. * * Wieder dreimal Wochenmarkt. Wie aus einer Bekanntmachung im heutigen Anzeigenteil hervorgeht, finden vom 15. Mai ab wieder dreimal in der Woche, dienstags, donnerstags und samstags, die Wochenmärkte statt. * * Fünf Eier werden im 49. Versorgungsab- schnitt ausgegeben. Näheres ist der Bekanntmachung im heutigen Anzeigenteil zu entnehmen. * * Die Spirituosen-Sonderzuteilung an Lang-, Nacht-, Schwer- und Schwerstarbeiter im Frühjahr 1943 betrifft eine Bekanntmachung im heutigen Anzeigenteil. Gloria-palast: „Maske in Blau". Die Leute, die vor dem Kino stehen und sich die Bilder im Aushang ansehen, sagen: ach, da spielt la der Moser mit. Der Moser spielt m der längst fälligen Verfilmung der erfolgreichen Operette „Maske in Blau" einen Hotelportier, und zwar einen von der halb aufgeregten, halb väterlich- besorgten Sorte, die wir aus dem Film „Einmal der hebe Herrgott fein" bereits von ihm kennen. Das Hotel, in dem Mosers Portier regiert, ist neben der Bühne der Hauptschauplatz und eine wichtige Station auf dem Wege eines jungen Mädels, das den unabweisbaren Drang in sich spürt, die weltbedeutenden Bretter zu erobern. Das ist ein Thema, das den Film schon des öfteren bewegt pat, und es verbindet sich hier mit dem ebenfalls fd)Ort bes öfteren erprobten Rezept, die Entstehungsgeschichte einer Operette (oder einer großen Revue) ZU photographieren. Damit ist der Inhalt eigentlich bereits erzähtt. Die Einzelheiten, von der heftig rhythmisierten Musik Michael Jarys unter Einbeziehung der bewährten Schlager des Originals akzentuiert, gehören teils dem Schwank, teils der 82jähriaer. Am morgigen Frettag, 14. Mai, begeht der Polizeiverwaltungs-Oberassistent i. R. Karl Sommer körn, Schillerstraße 13, seinen 82. Geburtstag. Herr Sommerkorn war lange Jahre in der Oeffentlichkeit eine bekannte Erscheinung als der „Schutzmann mit dem langen Bart". Als nach dem ersten Weltkrieg die Gießener Schutzmannschaft in die staatliche Polizeiverwaltung überging, wurde Herr Sommerkorn als Polizeiwache meister in den Innendienst übernommen und leitete bis zur Erreichung der Altersgrenze im Jahre 1926 das Meldebüro im zweiten Polizeirevier. Liebia- hat im Namen feiner Regierung bet den gaullistischen Behörden den Ankauf der Eisenbahnlinien und ihrer Einrichtungen „vorgeschlagen", die vor dem Kriege der französischen Gesellschaft DHP. gehörten. Diese Eisenbahnlinien liegen in Libanon und Syrien und haben Anschlüsse zu den Nachbarländern. Auf türkisches Verlangen abberufen. n La r a' 12. Mai. (Europapreß.) Aus türki- Ichen Kreisen verlautet, daß die Abberufung des USA.-Militärattaches, Dberftleutnartt Jadwin, auf ausdrücklichen Wunsch der zustän- dtgen türkischen Stellen erfolgte. Der USA.-Mili- tarattachä hatte sich in öffentlichen Lokalen zusammen mit anderen Nordamerikanern in betrunkenem Zustande öfters skandalös und provozierend benommen, daß es immer wieder zu Prügelten mit Türken gekommen war. Vorgänge dieser Art spielten sich sogar im Hotel „Ankara-Palast" ab, wo sich die internationale Wett zu treffen pflegt. 2>ie türkischen Stellen haben daraufhin schließlich der USA.-Gesandtfchaft nahegelegt, daß die Anwesenheit dieses Offiziers in der Türkei nicht erwünscht ifL »Die Geister, die ich rief." Lissabon, 12. Mai. (Europapreß.) Gegen die unter der jungen nordamerikanischen Intelligenz immer mehr anwachfenden Sympathien suchte; so wohlfeil sollte er denn dach nicht davonkommen. „Hans Adam!" rief sie; „warte noch einen Augenblick! Dein Heinz ..." Hans Adam stand bei diesem Namen plötzlich still. „Was willst du, Jule?" frag er hastig. „Was soll das mit meinem Heinz?" „Nicht viel, Hans Adam; aber du weißt wohl nicht, was dein gewitzter Junge noch am letzten Abend hier getrieben hat?" „Nun?" stieß er hervor, als sie eine Pause machte, um erst die Wirkung dieses Eingangs abzuwarten: „sag's nur gleich auf einmal, Jule; ein Loblied sitzt doch nicht dahinter!" „3e nachdem, Hans Adam, je nachdem! Bei der alten Tante war zum Adesagen freilich nicht viel Zeit; aber warum sollte er die schmucke Wieb, die kleine Matrosendirne, nicht von neun bis elf spazieren fahren? Es möchte wohl ein kalt Vergnügen aewesen sein da draußen auf dem Sund; aber mir Alten wissen's ja wohl noch, die Jugend hat allezeit ihr eigen Feuer bei sich." Hans Adam zitterte, feine Oberlippe zog sich auf und legte seine vollen Zähne bloß. „Schwatz' nicht!" sagte er. „Sprich lieber, woher weißt du das?" „Woher?" Frau Jule schlug ein fröhliches Gelächter auf — „das weiß die ganze Stadt, am besten Christian Jensen, in dessen Boot die Lustfahrt vor sich ging! Aber du bist ein Hitzkopf, Hans Adam, bei dem man sich leicht üblen Bescheid holen kann; und wer weiß denn auch, ob dir die schmucke Schwiegertochter recht ist? Im übrigen" — und sie faßte den Bruder an seinem Rockkragen und zog ihn dicht zu sich heran — „für die neue Verwandtschaft ist's doch so am besten, daß du nicht auf den Ratsherrnstuhl hinaufgekommen bist." Als sie solcherweise ihre Worte glücklich angebracht hatte, trat sie zurück. .Komm, Peter, vorwärts!" rief sie dem Jungen zu, und bald waren beide in einer der vom Markte auslaufenden Gasten verschwunden. (Fortsetzung folgt), NSG. Im Wald liegt der Regimentsgefechtsstand. Geht seine Türe auf, und der Eintretende hebt den Arm zu Gruß und Meldung vor dem Oberstleub- nant, dann sieht er sich einem Ritterkreuzträger gegenüber» dem die letzten Tage erst, das breite Band um den Hals gelegt und das Kreuz unter öen Kragen geheftet haben. Mittelgroß steht der Offizier im schräg einfallen- öen ß^t des Fensterschachtes. Kräftig wirkt seine Gestalt trotz des drückenden Querformates des Befehlsstandes. Das energische Gesicht hat eine bereite Freundlichkeit aufgelockert, die auch aus den großen, klaren Augen rebet Der Mund zeigt die Unerbittlichkeit, die Führern zu eigen ist, die in sich selbst all das abgemacht haben, was sie nun von anderen fordern. Die Sprache ist bestimmt, und die Gesten der Hände find sparsam und gemessen. Es ist das Leben eines Soldaten, das sich nun in einer schlichten Erzählung dartut. In der kleinen hessischen Stadt Westerode nahm es seinen Anfang. Soweit Erinnern und Denken zurückreichen, herrscht der Wunsch nach der Buntheit des Soldatenrockes, nach der Blankheit des Ofsiziersdegens in ihm. Ist es ein Wunder, daß den Vierzehnjährigen der Ausbruch des Weltkrieges in feinen Bann reißt? Trübe Wolken hängen schon am Himmel des dritten Kriegsjahres, als der Fähnrich, nun siebzehnjährig geworden, bereit ist, die Pflicht zu tun, der sein Herz von jeher gehörte. Die Kämpfe um den Chemin des Dames fallen über ihn her und formen den Typ des Westtärnpfers aus dem Begeisterten. Damals mag schon das Erleben an den Grundzügen dieses Soldatenantlitzes gemeißelt haben, dem der Osten nun die endgültige Formung gab. In den drei Sommeroffenswen stand der junge Leutnant an den Brennpunkten. Tapfer, ohne viel Diese ahnungslosen Männer. „Na, Frauchen, und was hast du denn nun so den ganzen Tag gemacht?" Lieber Himmel, die Manner können wirklich komisch fein. Soll man ihnen die gebügelte Wäsche stapelweise auf den unwissenden Plaudertisch bauen? Soll man es ihnen neben die Bratkartoffeln legen, daß man hier stopfen und da flicken mußte, hier hexen unb da Punkte schütteln, ob noch ein überzähliger heraus- fiele? — in einer letzten Zelle ihres Unterbewußt- sems sind und bleiben die Männer rührende Kinder ... Man ist ganz waffenlos, wenn sie ihre ahnungslosen Augen aufschlagen und beim besten Willen nicht wissen, welch eine komplizierte Maschinerie eigentlich ein Haushalt ist. Das beginnt bei der geradezu jägerischen Aufmerksamkeit, mit der Abschnitt X 2 ober W1 des Cinkaufsausweises ober fönst eines dieser eßbaren Alphabete zu bewachen ist, und endet abends mit der Entdeckung, daß man öoch die vom männlichen Selbstbewußtsein des Gatten schiefgettetenen Absätze seiner Schuhe am Montag zum Schuhmacher bringen wollte. Zwischendurch schien das Bügeleisen den Husten zu kriegen und wechselte Mischen Fieberhitze und eiskalter Beklommenheit; irgendwo hatte sich am Einstecker etwas versranst ... Während man gerade noch mit tiefschürfenden Betrachtungen über die keiner Hausfrau ganz unbe- kannte Frage: „Was koche ich morgen?" philosophisch beschäftigt ist, schaut sich solch ein Mann in her blankgefuchsten Wohnstube um unb findet, daß alles noch genau auf demselben Platz steht, wie am Morgen; daß inzwischen lange Zett mit Aufnehmer und Wischlappen über alles dies hinweggefegt worden ist, ahnt er nicht. Zwischendurch war ich doch auch wegen des dringlichen Bezugscheines unterwegs; er weiß es nicht mehr. Der kleine Hans hat inzwischen winzige Brikettstücke in die Milch geworfen, während ich gerade das Feldpostpäckchen für Bruder Hans fertiggemacht habe; ach, der ahnungslose Gatte, dieses liebe teure Kind mit all seiner männlichen Klugheit, er ahnt es nicht, lächelt wohlwollend und bittet mich, ihm doch morgen feine fällige Wochenration an Rasierklingen „so im Voriibergehen" mitzubringen. Wo bliebe fein ewig kindliches Vertrauen, wenn bei uns Frauen nicht unsere ewig mütterliche Weitherzigkeit wäre? Owe. Sprechstunde des Kreisleiters. Die Sprechstunde des Kreisleiters findet am heutigen Donnerstag, 13. Mai, nachmittags von 15 bis 17 Uhr, in Gießen, Alicenstraße 10, statt. Das Kriegsverdienstkreuz. Der Sanitäts-Obergefreite August Pfeiffer aus Großen-Bufeck wurde mit dem Kriegsoerdienst- kreuz U. Klasse mit Schwertern ausgezeichnet. Ritterkreuzträger sprechen. Am morgigen Freitag, 14. Mai, werden sprechen: Hauptmann P f i tz e r in Rodheim a. d. Horloff, um 20.30 Uhr in ber Schule; Leutnant Albrecht in Langsdorf, um 20.30 Uhr im Rathaussaal. Preiserhöhungverbot auch für Arzthonorare. Der Reichskommissar für die Preisbildung erinnert in einem Erlaß daran, daß für Arzthonorar bas allgemeine Preiserhöhunasverbot in der Weise güt, daß ein Arzt trotz Bestehens von Rahmengebührenordnungen, wie etwa der Preugo, von einem Patienten für die gleiche oder vergleichbare Leistung unter gleichen ober vergleichbaren Umstanden keine höhere Vergütung als am Stichtag ber Preisstoppverordnung, dem 17. Oktober 1936, berechnen darf. Weiter wird ausgesühri, daß als Stopp-Preis in erster Linie das Honorar in Bettacht kommt, bas der Arzt selbst am Stichtag der Preis- stoppverovdnung gefordert hat. Falls ein eigener Stopp-Preis nicht festzustellen ist, ist der Stopp- Preis des am besten vergleichbaren Betriebes maß. gebend. Ä ,r?>”eren Pmiz-r-mgriff-n unb mit einem bis dahin noch nicbt M Stoss S an Matenal der tiefe Einbruch, der Tunis »vn B i z e r t a trennt und nach Tagen eines lich-n Widerstandes, nach B - r f ch7ß der leb??» P ° t r o n - die Einstellung des Kamvf-s Nun liegen schon Wochen eines n7/erlabm^^den Kampfe- auf der Erde, mit einem Ma,f°^>e7brauch t>on Granaten und Bomben und einem Masteneim uni Munition aller Art Uer den deutschen Kampfern und ihren italienischen Ka^ e&fen Riegelstellungen südlich der Halbinsel Bon unb in den Bergen von Z«gh°u°n. Sie sind durch di- Holle gegangen und sie wissenl um d,e Unerbittlichkeit des Äcr« ber mit der Masse des Materials versucht das zu zertrümmern, was er mit stürmender frnnh „iT, nehmen kann. Diese Afrikakämpfer sind ÄLÄ d°n, hart wie das Felsgestein, in dem sie sichtest klammern. Sie roi|(en, daß sie ihren lebten Kam»? auf afrikanischem Boden fechten, aber sie si/ft?l/ unbändig stolz well sie fühlen, daß trotz aller Ma-' tenaluberlegenheit d e r L o r b e - r s i ch u m i h r « Stirn wmden wird. Sie liegen im WirbA einer e.nf, alles zusammenzuschließen, was sich außerhalb der Panzerplatten zeigte. Doch nach kurzem Absetzen brachen die Panzer erneut ein. Wieder tobt um jeden Bunker der Kampf. Mit Sprengkörpern anlaufende Sowjets werden von den Offizieren zusammengeschossen, ehe sie an ihr Ziel denken können. Immer wieder versuchen die Fahrzeuge, Leute abzusetzen. Es heißt, auf Luken und Turmdeckel achten. Wo sich eine Bewegung zeigt, wird eine Kugel daraufgesetzt. Der Major selbst steht in der Bunkertür. Zwischen seinen Beinen liegt ein Grenadier und versendet Schuß auf Schuß auf die Sehschlitze. Einen Augenblick später reißt ein Splitter von einer Minendetonation dem Kommandeur die Hand auf. Es vergeht keine Viertelstunde, und der Offizier wird ein zweites Mal verwundet: Oberarmdurchschuß. Doch Major Wesche verläßt seinen Posten nicht. Im Dorf räumen sie schon mit der blanken Waffe Haus um Haus. Neue Reserven sind im Angriff. Es kann sich nur um Stunden handeln, freilich Stunden schrecklicher Härte im Durchstehen dieses schier aussichtslosen Kampfes. Doch die Zeit vertickt, und die Offiziere halten ihren Gefechtsstand. Und wie sie, halten die hessischen Bataillone die Hauptkampflinie nach beiden Seiten, getreu dem Vorbild ihres Kommandeurs. Im Zusammenwirken mit neuen Verbänden können bann mit beginnendem Tage die Einbruchskräfte vernichtet werden. Die Eisenbahnlinie, die Stadt Rschew blieben in deutscher Hand. Die Stoßkraft einer ganzen sowjetischen Armee war zerspellt, abgebröckelt, die Einbruchsstelle abgeriegelt, ein gedrungene Teile auf- gerieben. — Es war um das Monatsende, als der Wchrrnachtbericht von erfolgreichen Abwehrkämpfen bei Rschew sprach. Kriegsberichter H. K. Laböck. Neue Bestimmungen für Deckungsgräben. Der Reichsminister der Luftfahrt und Oberbefehlshaber Iber Luftwaffe hat neue Bestimmunaen für den Bau von Luftschutzdeckungsgräben erlassen. Nach den Erfahrungen hat der vorschriftsmäßig ausgebaute Deckungsgraben eine besonders gute Schutz Wirkung. Als besonders zweckmäßig hat sich die Ausführung mit Fertigbauteilen aus Stahlbeton erwiesen. Mit allem 'Nachdruck soll auf den Bau von Deckungsgräben hingewirkt werden, wobei die Bevölkerung zur Selbsthilfe herangezogen werden soll. Hinsichtlich der Baustoffbeschaffung werden die notwendigen Maßnahmen vom Reichsministerium Speer veranlaßt. Luftschutzdeckungsgräben sind langgestreckte, schmale, überdeckte Gräben in gebrochener Linienführung. Sie werden außerhalb des Trümmer- bereichs von Gebäuden angelegt. Die Mindestentfernung zwischen parallel verlaufenden Gräben muß etwa 20 Meter betragen. Der gradlinige Abschnitt eines Grabens darf nicht mehr als 50, eine aus mehreren Abschnitten zusammengesetzte An. laae nicht mehr als 200 planmäßige Schutzplätze fassen. Deckungsgräben sollen im Lichten 1,40 Meter breit und 1,95 Meter hoch sein. Sie müssen eine obere Erdüberdeckung von 0,50 Meter und in Deckenhöhe eine seitliche Erdanschüttung von mindestens 1,30 Meter besitzen. Der Deckungsgraben soll möglichst unter Erdgleiche angeordnet werden. Kinder bei Reinigunasarbeiten. Nach dem Jugendschutzgesetz dürfen volksschul- pflichtige Kinder über 12 Jahre mit leichten Arbeiten im Handelstzewerbe beschäftigt werden. Der Generalbevollmächtigte für den Arbeitseinsatz hat klargestellt, daß Reinigungsarbeiten, mit denen solche Kinder in einem Ladengeschäft höchstens eine Stunde om Tage beschäftigt werden, zu diffen leichten Arbeiten zählen, soweit sie im allgemeinen auch von Lehrlingen ausgeführt werden. Dagegen fällt die Beschäftigung von Kindern mit Reinigungsarbeiten, wie sie üblicherweise von Erwachsenen in gewerblichen Betrieben verrichtet werden, nicht unter diesen Begriff. Wettkämpfe der Aetteren auf der Kapersburg. Der Sportkreis Wettemu^Süd führt am 23. Mai auf der Kapersburg ein Frühlingstreffen durch, an dem auch die Wanderoereine teilnehmen, und verbindet damit einfache volkstümliche Wettkämpfe für die älteren Turner und Sportler. Auf Wunsch des Sportgauführers SA.-Dbersturmbannführer Rieke (Frankfurt a. M.), eines eifrigen Förderers der- artiaer heimatgebundenen Veranstaltungen des NSRL., sind diese Wettkämpfe auch offen für die benachbarten Sportkreise. Die volkstümlichen Dreikämpfe, aus 50-Meter-Lauf, Weitsprung aus dem Stand und Steinstoßen mit Naturstein bestehend, sind in folgenden Klassen ausgeschrieben: Klasse A (30 bis 39 Jahre), Klasse B (40 bis 49 Jahre), Klasse C (50 bis 59 Jahre), Klasse D (60 Jahre und älter). Die Kapersburg ist auf lohnenden Wanderungen von Bad-Nauheim und Ober-Rosbach aus bequem zu erreichen. — Für den Freund der Heimatkunde wird die Führung durch die Geschichte und Anlagen der Kapersburg durch Studienrat Dr. H.Roth, den Leiter des Wettevau-Museums in Friedberg, ein Erlebnis sein. Kurze Gpottnstize«. H e f s e n - N a s f a u s R a d f p o r tl er führten in Frankfurt ihre Gaumeisterschaften in der Halle durch. Meister im Zweier-Radball wurden Nippel/ Peter (Groß-Auheim), während im Radpolo der Frauen Braun/Peters (Frankfurt-Bornheim) siea- ten. Gaumeister im Kunstfahren wurde Rau (GfL. Darmstadt). — Im Zweier-Radball belegten Del. bel/Von-Eiff (Gießen) den vierten Platz. Hauptschriftletter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange,' für das Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschein. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange K.G. Berlagsleiter: Dr.-Jng. Erich Hamann, z. Z. Webrmacht. Anzeigenletter: Hans Beck. — Anzeigenpreisliste Nr. 6. s K30 Hausverwalter im Kollegiengebäude. 14461) Verschiedenes 1502D 03136/ | Vermietungen"! Beuern 03135/ 1503C LICHTSPIEL-TH E ATER 1506V Für die Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen 1511V und Lauterbach, sowie den Oberbürgermeister der Stadt Gießen. Schr. Ang. UNt. Der Landral des Landkreises Gießen, vr. L o tz. 103137 a. d. G. A. THL 2.30,4.45.7.30; So. 2.00, 4.30,7.30 ühr Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen — Erniihrungsami, Abt. B. 30 35 40 11.15 13.30 16.40 des Ernährungsamtes vorlegen. G i e ß e n, den 13. Mai 1943. Krofdorf (Seemühle), den 13. Mai 1943 der Aktion genauestens eingehalten werden. Gießen, den 11. Mak 1913. 5 Räume zum Unterstellen von Möbeln geeignet, unweit v. Gießen,abzugeb. Schr. Ang. unt. 1510va.d.G.A. Zu verkaufen: Böioetföten groß (Nußb.), 8,— RM. Schriftl. 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Hiet^u gehören auch die Lang-, Nacht-, Schwer- und Schwerstarbeiter, die gemäß den geltenden Bestimmungen als solche anerkannt worden sind, aber die Selbstversorgereigenschaft für ihre Person in Anspruch genommen haben. Von der Zuteilung sind ausgeschlossen: 1. alle in Gemeinschaftslagern untergebrachten Schwer- und Schwerstarbeiter: diese haben in den Monaten November bis April bereits eine laufende Spirituosenzuteilung erhalten, welche die jetzige Zuteilung erheblich übersteigt, 2. sämtliche ausländischen Arbeiter. Eine Ausdehnung der Sonderzuteilung auf irgendwelche weiteren Kreise von Versorgungsberechtigten ist nicht möglich. Zur Durchführung dieser Aktton besttmme ich im Einvernehmen mit den beteiligten Stellen folgendes: 1. Den Betrieben, die zulageberechttgte Arbeiter beschäftigen, werden von den Ernährungsämtern sobald als möglich so viel Bezugs- auswetse für Spirituosen zugestellt, als die Betriebe nicht in Gemein- schastslagern untergebrachte deutsche und deuttchstämmige und als Lang-, Nacht-, Schwer- und Schwerstarbeiter anerkannte Gefolgschaftsmitglieder beschäftigen, ohne Rücksicht darauf, ob sie Selbstversorger sind und als solche keine Zulage- bzw. Zusatzkarten oder nur die Brotzulagekarte erhalten. 2. Die Betriebsführer haben die Ausweise umgehend an die für die Sonderzuteilung in Frage kommenden Arbeiter gegen Abstempelung der Zulage- bzw. Zusatzkarten für die 3. Woche der 49. Zuteilungsperiode auszugeben. Nach erfolgter Ausgabe der Ausweise hat der Betriebsführer spätestens bis zum 22. Mai 1943 die Zahl der ausgegebenen Ausweise dem ErnährungSamt zu melden und gleichzeittg die noch resllichen Ausweise an das Ernährungsamt zurüözugeben. 3. Die Bezugsberechttgten lassen bei einem für den Verkauf von Trinkbranntwein in verschlossenen Flaschen zugelassenen Kleinverteller, dessen Verkaufsstelle ihn durch Sonderplakat als Anmeldestelle für die Trinkbranntwein-Sonderzuteilung kennzeichnet, in der Zeit vom 17. bis 22. Mai 1943 den Bestellabschnitt ihres Ausweises abtrennen. Gleichzeittg hat der Bezugsberechtigte eine leere und saubere Weinbrandflasche (0,7 Liter) bei dem Kleinverteiler abzugeben. Dieser versieht das auf dem Ausweis dafür vorgesehene Mittelfeld mit seinem Finnenstempel unter Beifügung eines handschriftlichen großen „G" als Empfangsbestätigung für die eingelieferte Flasche. Die Sonderplakate gehen den für die Ausgabe des Branntweins in Frage kommenden Klcinverteilem von der Wirtschaftsgruppe Einzelhandel, Bezirksfachgruppe Nahrungs- und Genußmittel, zu. Die Plakate sind jedoch nicht vor dem 17. Mai 1943 zum Aushang zu bringen, andernfalls Zuwiderhandelnde damit rechnen müssen, von künftigen Ver- tellungcn von Trinkbranntwein ausgeschlossen zu werden. , Um die Vetteilung durch Nachzügler in der Anmeldung nicht zu verschleppen, sind Versorgungsberechttgte, die die Anmeldefrist versäumt haben, ohne Rücksicht darauf, ob die Versäumnis verschuldet ist oder ; nicht, grundsätzlich zu einer nachttäglichen Anmeldung nicht zuzulassen. 4. Kleinverteiler, bei denen mindestens 24 Anmeldungen erfolgt sind, ’ haben die bei ihnen eingegangenen Bestellabschnitte des Bezugsausweises auf Bogen aufgeklebt bei ihrer zuständigen Kartenstelle gegen EmpfangS- ' bestätigung bis zum 29. Mai 1943 einzureichen. Kleinverteiler mit weniger als 24 Anmeldungen haben die von ihnen ■ vereinnahmten Bestellabschnitte an ihren zuständigen Ortsfachgruppen- ■ lei ter bzw. Vertrauensmann der Wirttchaftsgruppc Einzelhandel, Be- zirkSfachgruppe Nahrungs- und Genußmittel, weiterzugcben, der seinerseits sich bei seiner zuständigen Kartenstelle bis zum 29. Mai 1943 eine ' Empfangsbestätigung über die insgesamt von ihm selbst abgettennten ’ und von Kleinverteilern mit weniger als 24 Anmeldungen an ihn weiter-" ' gegebenen Bestellabjchnitte ausstellen läßt. Beläuft sich die Gesamtzahl der bet einem Lrtsfachgruppenleiter bzw. Verttauensmann zusammengekommenen Abschnitte nicht auf 24, hat dieser die Mschnitte an einen benachb. Ortsfachgruppenleiter bzw. Verttauensmann weiterzugeben. 5. Die Belieferung der Kleinvetteiler mit weniger als 24 Anmeldungen erfolgt durch die Lttsfachgruppenleiter und Berttauensleute des Einzelhandels, an die die Bestellabschnitte zwecks Ausstellung einer gemeinsamen Empfangsbestättgung weitergegeben wurden. 6. Ueber die Ausgabe des Tnnkbranntwcins wird nach dessen Bereitstellung bei den Kleinverteilern Näheres noch bckanntgegeben. Ich bitte, darauf zu achten, daß die in vorstehender Anordnung gesetzten Termine im Interesse eines schnellen und reibungslosen Ablaufs Nähe Gießen einfache Wohnung m. 4 Zimm, und Küche z. vermiet. Schr. Ang. unt. 1509Oa.d.G.A. Suche 3 Räume oder mehr in Gießen vd.Umg. Biete 4 Räume m.Badi. Rheinland. RM. 78,— Miete monatlich. Schriftl. Angeb. unter 03130 an den Gieß. Anz. Gießen (Händelstr. 20), 10. Mai 1943 s 03132/ Londorf, im Mai 1943 __ 03102/ AeltereDame sucht heiNMlM am liebsten zum Nähen. Schriftl. Ang. unt. 03134 an o. Gieß. Anz. Statt Karten! Für die Glückwünsche und Aufmerksamkeiten zu unserer Verlobung danken wir auf diesem Wege herzlichst stud. med. Gertrud Weyl cand. med. Otto Eschrich San.-Unteroffizier Gießen, im Mai 1943 .03126/ Bekanntmachung. Betr.: Eierzuleilung Im 49. Bersvrgungsabschnitt werden aus die ReichSeierkarte 5 Eier Wir haben unseren gemeinsamen Lebensweg begonnen Paul Wagner Leni Wagner geb. Volkmann Bekanntmachung. Von SamStag, den 15. Mai 1943, ab finden die Wochenmärkte wieder dreimal in der Woche statt, und zwar dienstags, donnerstags auSgegeben, und zwar 2 Eier auf Abschnitt a, 2 Eier auf Wschnitt d, 1 Ei auf Abschnitt c. Haushaltungen, die ihre Eier unmittelbar beim Geflügelhalter beziehen wollen, müssen ihre Eierkarten zur Abstempelung auf Zimmer 9 Für den Bezirk unserer Kammer (Kreise Gießen, Alsfeld u. Lauterbach) wurden als Sachverständige öffentlich bestellt und vereidigt: i. Herr Louis Althoff, Gießen, Walltorstraße 36 für Abschätzung von Nachlässen, Hausrat und Mobiliar; 2. Herr Karl Erich Ottweiler, Hauptmann der Schutzpolizei, Gießen, Bahnhofstraße 45 für Kraftfahrzeug- und Verkehrsangelegenheiten. 1607d 6anwirt8chaltikammer Rhein-Main Kammerbezirk Gießen. Brigitte Unsere Ursula und Gerhild haben ein gesundes Schwesterchen bekommen In dankbarer Freude Frau Gerda Mauthe, geb. Lambricht Oberapotheker Hanns Dieter Mauthe z. Z. im Beide j Verkäufe | Biete: 1 Merauko neuwertig, für 25,— RM. Gesucht: eletir. 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Bewerbung mit Zeugnisabschriften und Lichtbild erbeten unter 1424D an den Gießener Anzeiger. Nach Gottes unerforschlichem Ratschluß fiel am 28. März 1943, im Alter von 27 Jahren, im Osten unser jüngster, hoffnungsvoller, lieber Sohn, unser lieber Bruder, Schwager, Neffe, Onkel, Pate, mein innigstgeliebter Bräutigam Helmut Viehl Obergefreiter in einem Grenadier-Regiment, Inhaber dee R. K. 2 und des Verwundeten-Abzeichens. In stiller Trauer: Familie Wilhelm Viehl. Lollar, den 13. Mai 1943. Die Gedächtnisfeier findet am Sonntag, dem 16. Mai, 14 Uhr, in der Kirche zu Kirchberg sta tt. -------------- Mit den Angehörigen trauern auch wir um unseren lieben Arbeitskameraden Betriebsgemeinschaft der Holzwerke Wilhelm!, Dorlar Ein hellgelber Damcn-Leder- Handschuh am 2. Mai 1943 von Nahrungsberg - Ludwigsplatz verloren. Abzug, geg. gute Belohn, auf dem 03i3i Fundbüro. Rechter, brauner Damen-Leder- Handschub mit Pelzbesatz am Montagmorgen im Seltersweg - Blockstraße verloren. 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