Dienstag. ir.ZanuarlyH •itfjei. rch»l«ratz« 1-9 Zum 5O.GebmtStage HermannGörings (Scherl-Bilderdienst- sRöhr-j M.) Alfred Bosenberg Von Karl Nennstiel. würdigt. Hermann Görings Geburtshaus steht am Fuße der Alpen: in Rosenheim (Oberbayern) erblickte er am 12. Januar 1893 das Licht der Welt. Sein Vater war Ministerresident und Generalkonsul, er selbst ging zunächst den vorgezeichneten Weg des Soldaten vom Fähnrich über das Kadettenkorps in Karlsruhe und die Hauptkadettenanstalt in Lichterfelde. Im Januar 1914 wurde er Leutnant, ging als solcher in den Weltkrieg, erwarb sich durch eine erfolg- reich durchgesührte Radfahrpatrouille das EK. II und entschied sich aus einem kurzen Krankenlager für die Militärstiegerei. Er wurde zunächst Flugzeugbe- obachter, erhielt das EK. I und machte 1915 das Pilotenexamen in Rekordzeit. Als Jagdflieger wurde Hermann Göring an der Somme schwer verwundet. Benzin ist für die Apparatur des motorisierten Krieges das, was das Wasser für den Soldaten ist. Jeder weiß das. Und jeder freut sich, daß es einer Gruppe deutscher U-Boote gelang, einen großen amerikanisch-englischen Geleitzug auf der Fahrt von Trinidad nach Gibraltar zu versenken. In Trinidad sind große Raffinerien, die eigenes, aber vor allem auch Erdöl aus Venezuela, auf die verschiedenen Benzinsorten verarbeiten. worden. Die Bruttoregistertt nne ist — ähnlich wie unser Kubik- oder Raummerer — ein Raum-, aber mcht ein Gewichtsmaß. Da eine Bruttoregistertonne lals Raummaß) etwa, abl-r nicht ganz, 1,5 Gewlchts- tonnen entspricht, so kommen die versenkten 124 000 Der Einsatz der U-Boote auf allen Weltmeeren erfolgt einheitlich und zentral. Das ist die große Bedeutung der Befehlsstelle des U-Boot-Admirals D ö n i tz , des Befehlshabers der U-Boote. Im ersten Weltkrieg waren die U-Boote Jäger auf eigene Faust. Jedes U°oot erhielt ein gewisses Seegebiet zugeteilt. Sein Erfolg war aber abhängig von den Beobachtungen, die es selbst machte. Ergänzende Hilfsinformationen wurden ihm erteilt, aber im we- sentlichen blieb es auf sich selbst gestellt. Heute ist es gerade umgekehrt. Der U-Boot-Kommandant schlägt selbstverständlich den Feind, wo er ihn trifft. Er ist und bleibt Jäger. Aber grundsätzlich vollzieht sich sein Einsatz in einem großen Zusa mm e nhang des Ganzen. Reben der Einzeljagd des U-Bootes tritt die R u d e l t a k t i k. Das U-Boot landet nicht mehr einen Gelegenheitstreffsr, sondern hält mit dem Feind im Flottillenverband durch mehrere Tage und über größere Seeräume Fühlung. Die Zahl der U-Boote, die bei solchen Einsätzen zur Verwendung gelangen, ist erheblich. Man hat diesen modernen Ü-Boot-Krieg den „organisierten Angriff gegen die organisierte gegnerische Schiffahrt" genannt. Admiral D ö n i tz, der Befehlshaber der U-Boote, hat selbst die Methodik des modernen U-Boot-Angriffs entwickelt. Der Erfolg hat ihm im großen Stil rechtgegeben. Dieser Erfolg ist der Hintergrund der bezeichnenden Worte, die Admiral Dönitz vor einem halben Jahr in einem Pressegespräch sagte: „Die angelsächsische Kriegführung hat bisher auf allen Gebieten einen allegemeinen Mangel gezeigt: es ist ihr wenig Neues eingefallen. Sie bewegt sich entsprechend ihrem altmodischen „ Staatsgefüge auf alten unrevolutionären Bahnen." BRT. einem Verlust von 174 000 Gewichtstonnen gleich. Neben dem augenblicklichen Verlust ist der dauernde^ Ausfall in Rechnung zu stellen. Ueberseetanker, um die es sich in diesem Falle handelt, machen alljährlich mindestens acht große Reisen. Die jährliche Beförderungsmöglichkeit sinkt durch die Versenkung des englisch-amerikanischen Geleit- zuges also um rund 1,4 Millionen Tonnen. Um 174 000 Gewichtstonnen Benzin transportieren zu können, braucht man entweder 124 000 BRT. Schiffsraum oder 12 600 der üblichen Kesselwagen. Rechnen wir für einen Kesselwagen eine Länge von 6 m, so wird dieser Bandwurm von 12 600 Kesselwagen 75,6 km lang. Das entspricht etwa der Entfernung Frankfurt—Marburg oder Gießen—Darmstadt. Ein üblicher Bomber — viermotorige Bomber sind anspruchsvoller — hat bei drei Stunden Anflug und drei Stunden Abflug einen Bedarf von 1800 Liter Benzin. Mit 15 000 Gewichtstonnen Benzin (oder etwa 10 000 Bruttoregistertonnen) können daher 100 mittlere Bombenflugzeuge 83 Luft- anariffe fliegen. Ein Panzer mittleren Ge- wichts braucht für 300 km Fahrt rund 600 Liter Benzin. 15 000 Gewichtstonnen Benzin erlauben also 500 Panzerwagen einen Einsatz auf 300 km Distanz. Des Interesses wegen geben wir noch die Zahlen für eine Kriegsschiffskategorie, und zwar für Zerstörer, die allerdings Schweröl und nicht Benzin verheizen. 75 Zerstörer können mit 15 000 BRT. Rohöl je 1000 Seemeilen oder 1852 km zurücklegen. Mit anderen Worten: Diese 75 Zer- störer können mit einer einzigen Schiffsladung von 10 000 BRT. (ober 15 000 Gewichtstonnen) Schweröl von Gibraltar bis Malta dampfen. Unsere U-Boote haben aber mit dem Geleitzug, der von Trinidad nach Gibraltar unterwegs war, 124 000 Kreuzer „N o r t h a m p t o n" ist in der Nacht zum 1. Dezember bei einem Gefecht nördlich von Guadal- canar durch feindliche Einwirkung gesunken. * Der USA -Flugzeugträger .Hornet" mit 20 000 Tonnen lies erst im Dezember 1940 vom Stapel und hatte 83 Flugzeuge an Bord. — Die Leichten 6000-Tonnen-Kreu;er „Juneau" und „Atlanta" wurden erst im ßau?e dieses Krieges in Dienst gestellt. Auch die versenkten Zerstörer sind durchweg Einheiten modernster Bauart, sie hatten eine Wasserverdrängung von rund 1500 bis 1700 Tonnen sowie eine starke Bewaffnung. — Der Schwere Streu» Dmd Verlag: vkLhstcheU»tverßtLt»dnulereI«.ra»-e Stockholm, 12.Jan. (DNB. Funkspruch.) Am Montag gab das USA.-Marineministerium amtlich bekannt, daß verlorengegangen sind: Der Flugzeugträger „Hörne t", der von USA.- Schifsen versenkt wurde, nachdem er am 26. Oktober 1942 inber Schlacht vor Santa Cruz beschädigt würbe, so baß feine Bergung nicht mehr möglich war: bie Leichten Kreuzer „Juneau" und „Atlanta" unb bie Zerstörer „Cushinq", „Preston", „Benham", „Walke", „Mons- jen", „Laffey" unb „Barton", bie am 13. unb 15. November in ber Schlacht von Guadalcanar durch feindliche Einwirkung gesunken sind. Der 193. Jahrgang Nr. 9 toidjenii an. et) außer Sonntage und fteiertaal ■Betlonen Greßene' Aanuhenblätter Heimat unBild'DieScbolle BezuasvreiSr Monatlich . RM.1.8V fiuftellflebübr .. „ -.25 auch bei Wimterf ehernen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Aernsvrechanichlnß 2251 Drahtanschrift -Anzeiger" VnVfhetf 116*R$Vrnnff /M Die llSA.-Kriegsschiffsverluste im Südpazisik Gin Teilgeständnis Roosevelts. verschiedene Wege, bis ihre politischen Ueberzeugun» gen sie auf den gleichen Weg 'Adolf Hitlers zusam- mensühren. Den politischen Werdegang Alfred Rosenbergs haben mir in einem besonderen Artikel ge- ozialistischer Führung. Am 30. Januar 1933 kommt Hermann Göring der Einlösung seines Gelübdes um einen entscheidenden Schritt näher: er wird Reichskommissar für Luft- fahrt, am 5. Mai Reichs-Minister ber Luftfahrt, und kaum zwei Jahre später, am 1. März 1935, melbet er bem Führer bie Aufstellung der ersten Flieger- staffeln unb damit bie Srünbun« ber neuen deutschen Luftwaffe. Vierzehn Tage spater ernennt ihn der Führer zum General ber Flieger und Oberbefehlshaber ber deutschen Luftwaffe. Seme weiteren Rangerhöhungen — am 1. April 1936 Generaloberst, am 4. Februar 1938 Generalfelbrnar- schall unb am 19. Juli 1940 Reichsmarschall des Großbeutschen Reiches — beuten im letzten Grunde nur an, in welchem Tempo und Umfang er den Aufbau der deutschen Luftwaffe bis zur schlagkräftigsten Luftwaffe der Welt burchgeführt hat. Aber bamit ist der Aufcnibenkreis Hermann Gö- rings im Reiche Abolf Hitlers keineswegs abgegrenzt. Entscheibenben Einfluß auf bie wirtschaftliche unb vor allem rüstungstechnische Entwicklung Deutschlanbs hat Hermann Göring durch feine Beauftragung mit der Durchführung des Vier,ah- resp laues erhalten. Hier zeigte sich seine gewaltige Organisationsgabe und sein unerschütterlicher Wille, bie als notroenbig erkannten einschneibenden Maßnahmen auf bem Gebiet der industriellen Produktion unb Ernährung wirkungsvoll zum Tragen zu bringen Auf die operativen Entscheidungen des Krieges'nimmt er als Vorsitzender des Ministerrats für bie Reichsverteidigung durchschlageNben Einfluß. Das "deutsche Volk weiß, was der Reichsmarschall für bie Geschicke bes neuen Deutschlanb bedeutet. Es kennt seine Arbeitsenergie, liebt seine Offenheit, mit ber er auch über unangenehme Dinge spricht, unb schätzt ihn als ben Mann, ber jebe Erleichterung durchsetzt, wenn sie vertretbar ist. An seinem Geburtstag bringt ihm deshalb ein dankbares^ unb vertrauensvolles Volk seine herzlichen Glückwünsche I entgegen. (Scherl-Bilderdienst. sF. F. Bauer.]) europäischen Radius feiner Sendung. Schon wird sichtbar baß Alfred Rosenbergs Lebenswert eine Verbindung der höchsten Ideale nordischen und m der ganzen organisch gesunden Welt geachteten Men» schentums darstellt: des Ideals der Gewissensfreiheit und der Ehre auf der Grundlage des Cyarakter^, wie es nach Rosenbergs „Mythus" das germanische Europa ber Welt geschenkt hat, mit dem Ideal ber römischen Staatszucht und dem ber griechischen Schönheit, die von sich aus in letzte metaphysische Tiefen unb religiösen Höhen brängen. Denn vom Materialismus hat sich Rosenberg erst im Novern- ber roieber in seinem Weimarer Vortrag über „Stirb und werde" aufs klarste abgesetzt, allerdings . nicht, ohne erneut auch die Toleranz zu verkünden. Nach ihm steht über dem Glaubensbekenntnis, gleich welcher Art, die Leistung, und sie wird gemessen an ihrem Werte für das Volk — sowie nach der Größe des damit verbundenen Opfers. So außergewöhnlich wie sein Werk ist auch der Lebensweg Alfred Rosenbergs. Geboren wurde er Tanker waren von jeher ein begehrtes $iel ber deutschen U-Boote. Sie stehen noch höher ,m Kurs als Kühlschiffe. Tanker sind auch nicht leicht zu er- setzen. Ihre Bauzeit ist 35 bis 45 v. H. langer als bie eines gleich großen Normaldampfers. Die einzelnen, öldicht hergestellten Konstruktionsteile muffen auf bas sorgsamste genietet unb verstemmt werden. Weder bie Niet- noch bie Schweißarbeit lallen sich gewaltsam übersteigern, denn es handelt sich hier um eine ausgesprochene Präzisionsarbeit. Vor einiger Zeit wies Schiffbaudirektor Hermann Hildebrandt darauf bin, daß auch nicht durch Nachtschicht eine merkliche Beschleunigung des Baues herbeige- fuhrt werben kann, denn hierzu fehlt es an den erforderlichen hochqualifizierten Facharbeitern. Bei den heutigen Größenabmessungen dieser Schiffe können Tanker auch nur auf Werften gebaut werden, die diese Typen in jahrzehntelanger Kleinarbeit entwickelt und sich eine verläßliche Belegschaft an Meistern, Vorarbeitern und Facharbeitern beran- gebildet haben. Bezeichnend ist, daß Deutschland, wo W. Riedemann aus Gestemünde ben ersten Tanker überhaupt bauen ließ, an erster Stelle cm Tankerbau steht. Es hat zahlreiche große TankschMe vornehmlich an amerikanische aber auch an englische und norwegische Reedereien geliefert. Die Jagd auf Tanker war immer eine Spezialität der U-Boote. Sie wurde besonders ergiebig, als gerade jetzt vor einen Jahr die U-Boote ihre Tätig- keit auf dem Westatlantik vor die USA.- und kanadische Küste und in des Karibische Meer verlagerten. Vom 3. September 1939, bem Tage der englischen Kriegserklärung an Oeutschlanb, bis 3Um10. Mai 1942 wurden insgesamt 3,1 Millionen BRT. £an- kerschiffsraum versenkt, davon allein vom 24 Iw nuar bis zum 10. Mw 1942 105 Tanker mit 854_000 BRT. vor ber USA -Küste und in anderen «ee- gebieten bes Atlantik. Seither sind zahlreiche Tanker im Mittelmeer, im Nordmeer und selbstverständlich auch wiederum im Atlantik zu den Fischen geschickt diesen schweren persönlichen und politischen Schick- alsschlag. Er bleibt bem Führer treu und feinem Kampf gegen Bolschewismus und Judentum in Deutschland. Im Jahre 1928 zieht Hermann Göring mit weiteren elf nationalsozialistischen Abgeordneten in b e n Deutschen Reichstag ein: flutartig wachst_die NSDAP an, nach ber Reichstagswahl am 14. September 1930 ist sie mit 108 Abgeordneten, nach den Juliwahlen 1932 mit 230 Abgeordneten dann ver- treten. Auch der kleine Rückgang bei ben November- wählen bes gleichen Jahres auf 196 Abgeorbnete kann an ber Tatsache nichts mehr andern: Die NSDAP, stellt bie stärkste Partei im Reichstag, unb Göring wirb Präsident des Hauses. Der inner» politische Durchbruch ist erfolgt: der 30. Januar 1V3 bringt bem Führer unb seinen Getreuen bie Erfüllung seines Kampfes: Deutschland unter national« Im Mai 1917 wurde er nach Wiederherstellung Führer einer Jagdstaffel, und ein Jahr später mit bem Orden Pour le merite ausgezeichnet. Nach dem Fliegertod des Freiherrn von Richthofen wurde er dessen Nachfolger als Kommandeur des Jagdgeschwaders Frhr. von Richthofen Nr. 1. Bis zum Ablauf dieses Zeitabschnitts im Leben Hermann Görings zeichnet sich lediglich die Entwicklung eines von seinem Soldatentum erfüllten jungen Menschen ab, dessen Tapferkeit unb wagemutiges Draufgängertum sich in kürzester Zeit die höchste militärische Auszeichnung erwirbt. Zu diesem Soldatentum gehört auch das Hinüberschwenken zur Militärfliegerei, die 1914 auf deutscher Seite eigentlich noch in der Versuchsperiode steckte unb für deren vollen und erfolgreichen Einsatz bie bamalige kleine Fliegertruppe selbst aus ihren Erfahrungen die Aufbauvoraussetzungen schaffen mußte. Der damalige Oberleutnant Göring gehörte mit zu den Aufbaukräften der Fliegerwaffe des erften Weltkrieges. Die ungünstige Entwicklung bes Krieges stellte höchste Anforberungen an bie deutschen Jagd- und Kampfflieger, deren Maschinen zahlen- und materialmäßig dem Gegner weit unterlegen waren. Nur mit ihrem kämpferischen und fliegen- schen Geist nahmen sie es trotzdem mit jedem Gegner auf. Hermann Göring aber nahm aus diesen Weltkriegserfahrungen eine Erkenntnis und ein Ge- lübbe mit in bie Heimat, in bie er am 19. November 1918 fein Geschwaber geschlossen zuruckfuhrte: „Das Geschwaber muß unb wirb neu erstehen ... Ich muß ber beutschen Luftwaffe roieber Geltung vor aller Welt verschaffen." Der erste Satz war bas Adschiebsroort an sein Geschwaber, den zweiten schrieb er in sein Tagebuch. Das war in bem schwarzen November des Jahres 1918. Es gehörte ein überstarker Glaube dazu, in diesen Tagen unb Wochen des Zusammenbruchs solche Gewißheit im Herzen zu tragen, ohne auch nur den geringsten Anhaltspunkt für seine Erfüllung zu haben. Hermann Göring war Soldat, er hatte ben militärischen Zusammenbruch Deutschlanbs als Folge bes Schwachwerbens ber Heimat in seiner ganzen Hoffnungslosigkeit erlebt, hatte bie Wirkungen ber Zersetzungsarbeit von Bolschewismus, Iw bentum unb Freimaurerei gesehen. Unb bennoch biese seherische Kraft zu neuem Aufbau! Was Hermann Göring in ben nachfolgenden Jahren an seelischen Schmerzen und politischer Der- zweiflung erlitten, können mir nur ahnen. Er tritt erst wieder erkennbar in Erscheinung, als er 1922 Adolf Hitler kennenlernte, dessen Kampf für ein neues Deutschland er zu bem seinen macht. Er wirb treuer Gefolgsmann des Führers, unerschrockener Kämpfer, Organisator unb schließlich erster Führer der SA. Ein Jahr später treffen wir ihn in den Reihen ber Kämpfer auf bem Marsch zur Felbherrn- halle in München. Hier wird er schwer verwundet und muß, gestützt von treuen Kameraden, über bie Grenze. Seine zähe Solbatennatur übersteht auch Am 12. Januar vollendet Reichsleiter und Reichs- Minister Alfred Rosenberg sein 50. Lebensjahr. Mit dem Auftrage, die Leitung des Ministeriums für bie besetzten Ostgebiete zu übernehmen, ist Alfred Ro- enberg, der Programmatiker unb Hüter der nationalsozialistischen Weltanschauung, in ben Zenit eines Wirkens getreten. Er hat durch bie Entwicklung ber Jbee des Volkstums und ber Rasse das Weltbilb fundamental gewandelt und durch seinen Kampf an ber Seite bes Führers bie Grunblaaen geschaffen für eine neue, in ben Blutstiefen des beutschen Volkes verwurzelte Kultur. Durch seinen Kamps gegen Bolschewismus, Judentum unb Freimaurerei hat er bie bem Führer und seiner Bewegung feindlich gegenüberstehenbe ©ebanfenroelt zertrümmert unb „unerhört dazu beigetragen. Die weltanschaulich einheitliche Durchdringung unseres politischen Kampfes sicherzustellen". So schrieb ihm bereits 1933 2ldolf Hitler. Das Echo, das Rosenberg mit alledem auch außerhalb bes Reiches gesunden hat, obwohl er von Jugend auf deutsch und immer wieder deutsch dachte, fühlte und handelte, bestätigt darüber hinaus den I BRT. ober 174 000 Geroichtstonnen Lebenelixier des modernen Krieges versenkt! _ Der Einsatz der U-Boote au' SerReichSiiMschall. Es ist ein Zufall, daß zwei der bekanntesten Führerpersönlichkeiten des neuen Deutschland, Hermann Goring und Alfred Rosenbera, am gleichen Tage geboren wurden und sich im Kampf für ein nationalsozialistisches Deutschland in ber damals noch kleinen Schar der alten Kämpfer Adolf Hitlers trafen. Ihre Geburtsorte liegen aber weit auseinander, ebenso gehen ihre beruflichen Entwicklungen zer „Northampton" (9050 Tonnen) lief im Jahrs 1929 vom Stapel. Das Teilgestänbms Roosevelts -» denn um ein solches kann es sich nur handeln ift ein Beweis für die Schwere der Niederlagen, bis die nordamerikanische Kriegsflotte bei ihrem vergeblichen Bemühungen, ihre Stützpunkte im Süd- westpazifik bem Zugriff der Japaner zu entziehen., erlitten hat. Bezeichnend ist, baß bie Roosevellfchs Agitation während ber großen Seeschlachten ut diesen Gewässern sich förmlich in Siegesmeldungen überschlug, um bas amerikanische Volk glauben zir machen, die japanische Flotte sei so gut wie vernichtet. Dieses Teilgeständnis jedoch wird dem amerikanischen Volk bie Augen barüber öffnen, daß m Wahrheit die japanische Flotte die Wasser des Pazifik beherrscht. Oie dunkle Wolke. Stockholm, 11. Jan. (DNB.) Der Londoner Korrespondent von „Göteborgs Posten" berichtet seinem Blatte: „Als dunkle Wolke am Kriegshorizont 1943 der Demokratien wird der U-Boot- Krieg angesehen. Marinesachverständige legen eine deutliche Unruhe an den Tag, weil es ben Alliierten nicht geglückt ist, U-Boote im gleichen Tempo zu versenken, wie sie gebaut werben. Im Herbst z. B. berechnete man, baß bie Deutschen doppelt so viels U-Boote im Dienst hatten wie im vorigen Kriege. Lord W i n st e r schrieb, die Angriffe auf U-Boote aus der Luft müßten sowohl quantitativ als qualitativ gesteigert werden. Das Küsten ko mmando müsse für diesen Zweck mehr Flugzeuge ha>ben und gleichzeitig müßten Fahrzeuge in Dienst gestellt werden, um die entfernteren Seewege zu überwachen. Das Kriegskabinett sollte sich darauf einstellen, bie U-Boote zu bekämpfen, ehe ber gesteigerte deutsche U-Boot-Bau „den Punkt erreicht, wo er von uns Kraftanstrengungen fordert, die wir zu leisten nicht imstande sind". Dazu weist „Manchester Guardian" darauf hin, daß weder die Marine-Luftwaffe noch das Küstenkommando in bem im britischen „Anti-U-Boot-Komitee" vertreten finb. „Die Frage ist", heißt es in dem Artikel, „ob bie Admiralität sich wirklich der entscheidenden Bedeutung der Luftwaffe im Seekriege bewußt ist und ob in dieser immer konservativen Institution die Leitung des Luftkrieges wirklich in die Hände von Männern gelegt ist, die sich darüber im klaren finb, was bie ■ Luftwaffe ausrichten kann. Die Regierung, die . Admiralität und bas Luftfahrtministerium müssen = neue Methoben schaffen, mit denen wir die . U-Boote vernichten können." -41*naümr uun /»weine» für bie MittaaSnummer bi# R>/, Uhr bewotnuttaal ümctaenrHreife für bie Millimeter-Heil« von 22 Millimeter Breite: 7 »tot Hh »lamiltenan- zeigen unb privat« Gelegenheitsanzergen 14»tot t. Werbeanzeige» unb fleidiäftbdie Geiegendeiteanzetgeir Platzvor'chrift < vorherige Vereinbarung) 25®/» mehr Der Triumph des deutschen ll-Booi-Krieges Don unserer Berliner Schristleitung. GietzenerAnzeiger General-MzeigersürOberhefsen— eine „Mischung von Jdea- er Schwere Kämpfe im Südabschniit der Ostfront Nationalchinas Kriegseintritt Büchertifcb. MEnte In feiner Heimatstadt LuT und Der Die und oder Haus auf einem Pfahlroste steht, so Laß die Luft unter dem Hause roegftreifen kann. Die ganze Familie sitzt dicht zusammen gedrän gt um das Kohlefeuer oder um ein Holzgestell herum, das einer Hühnersteige ähnelt. Unter diesem Gestell befindet sich das „Kotatsu, ein mit glühenden Kohlen gefülltes Becken, das in den Fußboden eingelassen ist. Damit die Hiße nicht entweichen kann, ist eine dicke, wattierte Decke darüber gebreitet, mit der sich die auf dem Gestell hockende Familie Beine und Unterleih zudeckt. ^Die Knaben vergnügen sich mit Rodeln oder Schneeballwerfen oder errichten Schneemänner. Die japanische Fugend stellt aber ihre Schneemänner ohne Beine dar, weil sie in ihnen „Pukidaruma" (Schnee-Dharma), den südindischen Priester und Prinzen Dharma, erblickt, der zuerst die Lehren der Zensekte verbreitete und ohne Beine dargestellt wird, die ihm während einer neun Jahre ununterbrochen dauernden Sißweise abgestorben sein sollen. Man lauft auch Schlittschuh. Der richtige alte japanische Schlittschuhlauf vollzieht sich noch in den Straßen und nicht auf einer Eisbahn. Roch heute erblickt man die alten Schlittschuharten, wie z. B. die in Holzsandalen eingelassenen Eisen. Daß sich jedoch Neu-Japan auch im Eislauf modernisiert hat, beweisen die Eisfeste auf dem Suwasee und dem fischreichen Harunasee. In den schneereichen Gegenden im Norden vollzieht sich der Verkehr ausschließlich auf Schlitten. Diese ersehen dort alles: die Rick- lchas, die Handkarren und die Fuhrwerke, ja sogar den Kinderwagen. Beim ersten Schnee nimmt der Kuli die beiden Räder von seinem Wagen und seßt das Gestell auf Kufen. Ein Kuli spannt sich als „Pferd" ein, während ein anderer von hinten das leichte Gefährt dirigiert, um es vor dem Umkippen zu bewahren. kräfte der Sowjets in schweren Kämpfen blutig ab- gewiesen. Die deutsche Luftwaffe griff mit starken Kräften In die Kämpfe ein. Infanterie- und Panzertruppen vernichteten im Gegenangriff feindliche Verbände. Durch Heer und Luftwaffe wurden 136 Panzerkampfwagen, davon allein 60 im Raum von Stalingrad, vernichtet oder bewegungsunfähig geschossen. Jagdflieger schossen bei zwei eigenen Verlusten 20 Sowjetflugzeuge ab. Stoßtrupps zerstörten im mittleren Front- abfchnitt eine größere Anzahl Kampfstände und brachten Gefangene und Deute ein. Die Kämpfe um Dellkije Luki und südöstlich des Ilmensees dauern an. In der Zeit vom 1. bis 10. Januar wurden an der Ostfront 624 Sowjetpanzer durch verbände des Heeres vernichtet, erbeutet oder bewegungsunfähig geschossen. Bei Fortführung der Luftangriffe gegen die Murmanbahn büßten die Sowjets zahlreiches rollendes Material ein. Schnelle Kampfflugzeuge versenkten im Hafen von Murmansk ein Handelsschiff von 4000 BRT. und beschädigten einen Frachter schwer. In Aordafrika örtliche Kampftätigkeit. Die deutsche und italienische Luftwaffe bekämpfte feindliche Flugstützpunkte, Stellungen und Alarsch- bewegungen. Deutsche Jäger schossen fünf Flugzeuge ab. Große Derkehrsschwierigketten bereiten nicht selten bie enormen Schneemassen. Wie bei uns, muß ieber Hausbesitzer Len vor feinem Eigentum befindlichen Teil der Straße vom Schnee reinigen. Da dieser non bttben Sejten auf die Straße geworfen wirb, so türmen sich gewaltige Masten out die ben Straßenverkehr fast unmöglich gestalten. Deswegen ziehen sich in ben Ortschaften der besonders schneereichen Provinz Echrgo überdachte Gänge vor ben di", wodurch b.ift FußwW pOQ Schnee ittiLchaüea exdto Knöchel reichenden Socken herum. Der übrige Teil des Beines ist in vielen Fällen frei und wird nur notdürftig von dem vorn offenen, durch den Gürtel etwas zusammengehaltenen Kimono geschützt. Die Japaner scheinen die Kälte nur am Kopf und Oberleib zu empfinden, denn ein großer Teil des stärkeren Geschlechts hüllt sich in weite Mäntel Zieht die Kapuze tief über Kopf und Gesicht. Hals wird mit einem dicken Tuch umwickelt. Frauen und Mädchen hüllen ebenfalls Kopf Gesicht mit einem großen grünen, blauen ____ schwarzen Tuch ein und ziehen es, um die Kälte Die Zukunst des Empire. ff$n einem weiter gespannten System Politischer Sicherheit." Berlin, 11. Jan. (DNfd.) In England geht die Erörterung über die Zukunft des Empire weiter, Innenminister Morrison, Mitglied des Kriegskabinetts, nahm am Sonntag in einer Rede in bester abzuhalten, mit einem Bande eng um den Hals zusammen. Außerdem umhüllt den ganzen Körper ein weiter, mantelartiger, über Kimono und Obi hinabfallenber, wattierter Ueberrourf, der am Tage bis zu den Pantoffeln reicht und beim Gehen aufgenommen wird. Abends schürzen Japans Töchter ihn hoch, um die rechte Hand zum Tragen der Papierlaterne frei zu haben. Im Norden Japans sind die Frauen der Bauern und Kulis zuerst von den Männern kaum zu unterscheiden, weil sie wie diese im Winter Hosen tragen. Der Kuli, gleichviel, ob er sein zweirädriges Wägelchen zieht oder einem anderen Gewerbe nachgeht, ist sofort an seinem Grasmantel sowie dem um das Haupt gewundenen Kopftuch und dem mächtigen, schüsselärtigen Hut zu erkennen. Eine heikle Frage für ben Ausländer in Japan sind die Heizvorrichtungen im Winter. Die Häuser sind infolge ihrer Bauart nur schlecht gegen Wind und Kälte zu schützen. Der Wind bringt durch die Glas- und Papierfchiebetiiren, und er pfeift von Ulltm Lurch tan Fußboden. weil das japanische Oer Krieg der Bienen. Die Dienen sind sehr opferwillig, wenn es sich um ihr eigenes Staatswesen handelt, aber sie sind von unerbittlicher Grausamkeit jedem fremden Art« genossen gegenüber. Getrieben von Beutelust, entfesseln sie oft genug Kriege, wobei den Anfang immer das stärkere Volk macht, das den Honigvorrat des zu besiegenden Feindes erobern will. Die Bie« nenkriegführung, wie sie ein französischer Natur« forscher geschildert hat, geht bis zur völligen Der« mchtung des Gegners. Innerhalb der großen Kampf« Handlungen gibt es regelrechte Fechtduelle wobei die Kampfer sich mit Kiefern und Beinen umfan« gen und nun ihre Stacheln wirken lasten. Im allge« memen ist aber die Kriegführung der Bienen syste- mallich geordnet: man unterscheidet auch bei ihnen Stellungs. und Festungskrieg. Am häufigsten fechten sie die Schlachten in den Stöcken aus, in denen dis Garnison auch einem in der Hebet« «befindlichen Feinde zu widerstehen vermag Die Bienen haben auch regelrechte Reserve truppen» die ruhig den Streitkräften während Les Kampfes Zusehen um ihren Truppenlagern erst im Falle der Jtot nach genau erwogenen strategischen Prinzi« zu kommen. Die Truppenlager selbst sind immer mit sehr praktischen Derteidigungs« werken ausgerüstet, sie haben Wälle, die von Pionieren mit einem Kitt zementiert sind, der aus den Knospenschuppen der Dirken, Weiden, Pappeln und Erlen eingesammelt wirb. Wenn trotz allen Wider, standes die Toreingänge dieser Wälle erstürmt sind, gehen die Verteidiger zum Schü jengrabenfrieg über, ^""»ieber.einzelne der paraltt angeordneten Wa» den stellt einen befestigten Gral en dar. In ben Bienenstaaten gibt es auch Schildwachen, die fremde Elemente, welche be • Spionage verdach. hg sein konnten, verjagen oder nid) töten. Wenn es einem Spion gelungen ist, sich Eintritt in den fremden Bienenstock zu verscha fen und dort einen Kaub Ezufuhren so sucht er schnell wieder das Weite Bald daraus macht sich dieselbe ober eine e Biene wieder aif einen derartigen Streifzug, und nachdem mehrere solcher Erpedttio. "5?. jungen sind, geht das fremde Bienenvolk ganz plötzlich zum energischen GesarttangM aus die bei Keifende BLevLnMuyü " && lismus und praktischem Commonsense" darzustellen, wie sie seinen Parteigefährten im allgemeinen nicht eigen fei. Tatsächlich bewies Morrison eine gute Dosis gesunden Menschenverstandes, beim er gab zu, daß das Empire fein Heil nur finden könne „in einem weiter gespannten Sy st em der politischen Sicherheit". Was will Morrison damit sagen? Kürzlich verrieten amerikanische Blätter, daß zwischen Washington und London bereits Verhandlungen über den künftigen Status der britischen Ueberseebesitzungen stattfänden. Man sprach von Regionalräten, durch die auch die Anlieger ein Mitbestimmungsrecht an der Verwaltung der britischen Kolonien gewinnen sollten. So sieht also die Zukunft des Empire aus: „Sicherheit" durch USA.-Besatzungen und Mitverantwortung der USA. an der allgemeinen wirtschaftlichen und politischen Verwaltung! Auf ein solches „weiter ge« spanntes System" wollte Morrison das englische Volk oorbereiten. Der politische und wirtschaftliche Druck Washingtons zwingt England eine Aende- rung der Empire-Struktur auf. Was Willtie mit seinen Anklagen der Mißstände im Empire vorbereitete, was die USA.-Preste Tag für Tag vertieft Hut, ist jetzt soweit gediehen, daß ein englischer Minister zu dem Problem Stellung nehmen mußte. — Werner Steinberg: Die Vollendung. Novelle. 67 Seiten. Gauoerlag-NS.-Schle- sion/Buchverlag, Breslau. — Der Held dieser Erzählung ist der persische Klassiker Firdusi (Hasan Abu 'l-Kasim), der etwa von 935 bis 1020 gelebt hat. In seinem Hauptwerk, dem Königsbuche „Schah- nähme", besang er in 60 000 Doppelversen die Heldenzeit Irans bis zum Untergänge der Sasaniden Steinberg erzählt in seiner Novelle, die dem Leser in farbigen Bildern eine ferne, orientalisch-märchenhafte Welt erschließt, Firdusi? berühmten, auch in deutschen Versen verewigten Streit mit dem Schah Mahmud, der den Dichter um den versprochenen Lohn zu bringen trachtete, und Firdusis trauriges am 12. Januar 1893 im damals russischen Reval. Sohn des Direktors einer deutschen Handelsfirma, studierte er an der Rigaer Technischen Hochschule Architektur. Nebenbei betrieb er Malerei und, was wichtiger für ihn werden sollte, philosophische und geschichtliche Studien. Als Fünfzehnjähriger las er zum ersten Male „Die Grundlagen des 19. Jahrhundert" von H. St. Chamberlain, und als Vierundzwanzigjähriger verfocht er im Kreise seiner Kommilitonen bereits die Ansicht, daß der Untergang der indischen Kultur die Folge der Bastardierung der indischen Rasse sei. Seine Diplomprüfung als Ärchi- tekt machte der junge Balte, da die Hochschule 1915 dorthin verlegt worden war, Anfang 1918 in Moskau. Don hier aus kehrte er nach Reval in die alte deutsche Hansestadt, zurück, um sich sofort nach ihrer Einnahme durch die deutschen Truppen bei der deutschen Kommandantur kriegsfreiwillig zu melden, allerdings ohne angenommen zu werden, weil es verboten war, in einem okkupierten Lande unbekannte Kriegsfreiwillige einzustellen. Nach Deutschland kam Rosenberg im November 1918 aus der Ueberzeugung, daß es gelte, das Reich vor der Bolschewisierung zu bewahren und zu einem kulturpolitischen Widerstandszentrum gegen Judentum und Freimaurerei auszubauen. In München stieß er nach anfänglich selbständigem Kampf gegen die rote Münchner Räteherrschaft Kurt Eisners schon 1919 zu Adolf Hitler, dessen engster Mitarbeiter er wurde. Von 1921 an, noch zu Dietrich Eckarts Zeit, sehen wir Rosenberg am „Völkischen Beobachter", und in den folgenden Jahren entstehen seine Schriften ,L)ie Pest in Rußland" (1922), „Das Verbrechen der Freimaurerei", mehrere Broschüren zur Judenfrage, „Der Zukunftsweg einer deutschen Außenpolitik" (1926) und andere mehr. 1930 erscheint sein grundlegendes Werk „Der Mythus des 20. Jahrhunderts" und damit, wie es F. Th. Hart in seiner Biographie nennt, ein „weltüberwölbendes Gedankensystem" in Form eines Selbstbekenntnisses: 1931 finden mir ihn in London, 1932 hält er als Gast der Kgl. Akademie in Rom einen Vortrag über die „Krisis und Neugeburt Europas"; 1934 erhält er den Auftrag zur Ueberwachung der gesamten geistigen und weltanschaulichen Schulung und Erziehung der Bewegung und 1941 beruft ihn der Führer zum Reichsminister für die besetzten Ostgebiete. Für dieses Amt prädestiniert wie kein anderer, hat Rosenberg sofort begonnen, die von den deutschen und verbündeten Truppen besetzten Räume für Deutschland und das übrige Europa zu erschließen, damit dem Reiche und dem Kontinent die Kraft werde, sich für alle Zeiten wirtschaftlich und strategisch zu behaupten, und sicher vor einem neuen Mongolen sturm, nach den arteigenen geistigen und seelischen Bedürfnissen einzurichten. Denn der Minister ist Bürge dafür, daß sich vom Osten aus die ^menschliche Minderwertigkeit, hervorgerufen durch Rassenmischung, nicht mehr zu erheben vermag „gegen alles, was noch aufrecht wirkt und männlich nordisch atissieht". Rosenberg regiert im Osten aus her Erkenntnis, daß wir dort nicht nur den Krieg gewinnen müssen, sondern einen ganze Geschckech- terfolgen umfassenden Kamps der Geschichte. Er weiß, daß uns, abgesehen von der weltanschaulichen Festig- leit, nur aus dem Osten die Stärke zuwachsen kann, auch anderen Anstürmen zu widerstehen, und erfüllt ben ostpolitischen Auftrag des Führers mit hervorragender geistiger Strategie. Fast 33,5 Millionen bei der letzten Straßensammlung. Berlin, 11. Januar. (D3tB.) Die am 19. und 20. Dezember 1942 von HI. und BD21L durchge- sührke 4. Reichsstraßensammlung des Krlegs-WHD. 1942/43 hatte, einschließlich der Einnahmen aus dem Verkauf des von den Angehörigen der HI. ange- fertigten Spielzeugs, ein vorläufiges Ergebnis von 33 434 083,59 RM. Bei der gleichen Sammlung des Vorjahres wurden 20 179 668,15 RM. aufgebracht. Es ist also eine Zunahme von 13 254 415,44 AM., das sind 65,68 v. h., zu verzeichnen, ein stolzer Erfolg der Kriegsarbeit der HI. Mit dem Eichenlaub ausgezeichnet. Berlin, 11. Jan. (DNB.) Der Führer verlieh, wie bereits gemeldet, an Oberleutnant d. R. Fritz F eß mann, Kompaniechef in einem Kradschützen - Bataillon, als 170. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Am 27. Oktober 1941 hatte er als Zug- fü'brer in einer Panzer-Aufklärungs-Abteilung das Ritterkreuz erhalten, nachdem er als Führer eines Berlin, 11.Jan. (DNB.) In Nordkaukasien und im Dongebiet gelang es in schweren Gefechten um Stützpunkte und Straßen, Flußabschnitte, Hügel- und Waldstellungen unseren Grenadieren und Pan- zerabteilüngen, von der Luftwaffe wirksam unterstützt, den massierten Angriff durch hartnäckigen Widerstand in einzelne Kampfhandlungen aufzulösen und dadurch die Oberhand über die Bolschewisten zu gewinnen. Hierbei gaben im Erdkampf eingesetzte Flakartillerie und eigene Panzer oft den Ausschlag. Sehr hart waren auch die Abwehrkämpfe im Raum von Stalingrad; hier griff der Feind nach einstündiaem Trommelfeuer seiner Artillerie und Salvengeschütze mit starken Infanterie- und Panzerkrästen immer wieder an. Immer wieder rollten die Stahlkolosse mit aufgesessenen Schützen in geschlossenen Formationen aegen die deutschen Stellungen vor, aber jedesmal traf sie das vernichtende Feuer unserer Truppen, die ihre Gräben unerschütterlich verteidigten. Maschinengewehre, Panzerkanonen und Artillerie hielten blutige Ernte unter den Angreifern, die nach Verlust von 60 Panzern ihre vergeblichen Vorstöße abbrechen mußten. Der Wehrmachtbericht. DAB. Aus dem Führerhauptguartier. 11. Jan. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt.- In Vordkaukasien, bei Stalingrad und im D o n g e b i e t wurden fortgesetzte Angriffe zahlenmäßig überlegener Infanterie- und Panzer- von Kiew nach Kursk gesprengt hatte. Bei den schweren Abwehrkämpfen zwischen Wolga und Don stieß er mit feiner Kompanie gegen Die massiert angreifenden Bolschewisten vor, wobei er den Gegner derartig beschäftigte, daß inzwischen eine neue Abwehrfront aufgebaut werden konnte. Feßmann, der bei diesen Kämpfen verwundet wurde, hat^damit dazu beigetragen, daß der Angriff der Sowjets aufgefangen und ein wichtiger Brückenkopf gehalten wurde. Feßmann wurde 1913 als Sohn eines Fabrikbesitzers in Urbach (Württemberg) geboren. Seit 1933 gehörte er der SA -Standarte V an. Er ist kaufmännischer Angestellter in Bamberg. Seine berufliche Ausbildung führte ihn nach Indien, Japan und den USA. Als Freiwilliger diente er bei der Aufklärungsabteilung 7, in der 1940 Leutnant d. R. wurde. Frau Hotte in Japan. Von F. Baumann. Japan, das Land der Kirschblüte und der auf« gehenden Sonne, halten viele für ein Jnselreich, in dem das ganze Jahr Sonne und Blumen vorherrschen-, aber auch in der Heimat unseres japanischen Bundesgenossen gibt es Eis und Schnee und teilweise einen sehr harten Winter. Im winterlichen Japan! Während bei uns die erste Regel lautet: Füße und Beine warm, läuft der Japaner mitten im Winter oft barfuß auf seinen hölzernen Schuhen und mit nur bis an die « die im Oktober vorigen Jahres, tim einer Forde* - rung Tschungkings vorzugreifen und die Unzufriea . denheit über die ständigen Niederlagen zu deschwich- t Ligen, ihre Konzessionen und ihre exterritorialen ' Rechte Zurückgaben, die sie gar nicht mehr de« । saßen. Hiervon seien höchstens einige Missionare betroffen worden, denn der Status der Diplomaten und Militärbehörden in Tschungking-China sei natürlich unverändert geblieben. Die Aufgabe der exterritorialen Rechte Japans berühre jedoch etwa 600 000 in China lebende Japaner. Wenn England und die USA. wirklich eine Gleichstellung der Völker anderer Rassen beabsichtigten, warum revidiere Nordamerika dann nicht das Einwande« rungsoerbot für Chinesen? Und warum gebe England dem indischen JBott nicht. feine feit langem geforderte Freiheit, für die bereits so viel Blut vergossen sei? England kommt hinterher. Schanghai, 11. Jan. (Europapreß.) Der frei« willige Verzicht Japans auf alle Exterritorialitäts- rechte in China bat die Briten offenbar bewogen, in bezug auf Tschungking-China entsprechende Eile zu bekunden. Seit Jahr und Tag geht das Feilschen zwischen Tschungking und London. Erst jetzt — nachdem Japan das Beispiel gab — hat sich England dazu bereit gefunden, einen Vertrag über die Aufhebung der britischen Exterritorilitäts- rechte in Tschungking-China durch den englischen Botschafter in Tschungking, Sir Horace Seymour, unterzeichnen zu lassen. Zwischen den Vereinigten Staaten und Tschungking-China wurde ein ähnlicher Vertrag unterzeichnet. Der Verzicht Englands und der USA. gegenüber Tschungking ist nichts als eine leere Geste, denn er ist ja für Gebiete ausgesprochen, in denen es keinerlei ausländische Konzessionen gibt, während er für tute großen Fremdenniederlassungen in den gro« ßen Hasen- und Handelsplätzen der chinesischen Küstenprovinzen, die feit langem Tschungkings Machtbereich entzo-gen sind, keinerlei praktische Bedeutung hat. Japans Verzicht auf seine bisherigen Exterritorialitätsrechte stellen jedoch eine sehr er« hebliche politische und wirtschastliche Realität ba& Tschungking ohne Nachschub. Der Lustweg keinErsatz für dieBurmastraße. Schanghai, 11. Jan. (DNB.) „Roosevelts Er« klärung, daß Tschungking-China jetzt auf dem Luftwege genau so viel Nachschub im Rahmen des Pacht- und Leihgesetzes erhalte, als jemals über die Burma st raße dorthin ge« langte, hat in Tschungking schmerzlicheUeber« r a schun g verursacht", berichtet der Korrespondent der Neuyorker Zeitschrift „Time" in Tschungking. In seinem Kabelbericht erklärte er, falls der Präsident in feiner Behauptung die Wahrheit gesprochen habe, sei dies ,chie erstaunlichste Neuigkeit des chinesischen Krieges". Der Korrespondent fährt fort: „Es ist wichtig, daß Amerika begreift, wie dringend Tschungking jede Art von Nach« chud benötigt, nicht nur militärischen, sondern auch anderen. Jede Schlüsselindustrie leide jetzt den größten Mangel an Rohstoffen und Halbfabrikaten. An Ersatzteilen für Automobile und ähnliche Fahrzeuge herrscht furchtbarer Mangel. Die hauptsächlichsten Bedürfnisse der Zivilbevölkerung sind jetzt Medikamertte und Kleidungsstücke. Praktisch gesehen ist jedermann in Tschungking-China jetzt in Flicken gehüllt. Die Ueberzeugung wird hier von Tag zu Tag stärker, daß trift einzige mögliche Lösung in der O e f f n u n g der Land Verbindung mit Indien besteht. 25 Prozent des Nationaleinkommens für Roosevelts Krieg Lissabon, 11. Jan. (Europapreß.) Präsident Roosevelt unterbreitete dem Kongreß den Staatshaushaltsvoranschlag für das neue Haushaltsjahr. Der Etat sieht Ausgaben von 109 Milliarden Dollar vor, von denen rund 100 Milliarden für Kriegszwecke und nur 9 Milliarden für andere Zwecke bestimmt sind. Da den Ausgaben nicht genügend Einnahmen gegenüberstehen, wird sich bis gegenwärtig auf 113 Milliarden Dollar geschätzte Staatsschuld am Ende des kommenden Haus« Haltsjahres auf 210 Milliarden Dollar erhöht haben. Roosevelt fordert neue Steuern und ein Zwangssparsystem, um die Brutto^innah- men im kommenden Haushaltsjahr auf etwa 51 Nanking, 11.Jan. (DNB.) Auf einer Volksversammlung, an der Tausende von Einwohnern Nankings teilnahmen, hob Propagandaminister Lin Poscheng hervor, daß jetzt für China die Zeit gekommen fei, seine gesamte Kraft in den Kampf zu werfen, um den Bestand Chinas zu sichern. „Wir können nicht", so sagte Lin Poscheng, „dem Beispiel verschiedener Länder folgen, die durch den Versuch, ihre Neutralität beizubehalten, in den Verderb gezogen werden. Um den Frieden zu erreichen, bedarf es Blutvergießen. Für unsere Freunde haben wir nur Frieden, aber unseren Feinden müssen chammerschläge erteilt werden. Die irrige Politik Tschiankaischeks, die englisch-ameri- kackische Invasion und die Umtriebe der kommunistischen Partei machten China zu dem, was es heute geworden ist. Um Chinas Ehre und Frieden wieder herzustellen, müssen wir Tschiangkaischek und die kommunistische Partei niederringen und die achsenfeindlichen Mächte vertreiben." Oie nationalchinesifche Wehrmacht. Stockholm, 11. Jan. (DNB.) Der Generalstabschef der nationalchinesischen Armee in Nanking, General Lin Pu-fen, feilte mit, daß die nationalchinesische Armee zur Zeit über mindestens 400 000 Mann verfüge. Im Laufe des vergangenen Jahres wäre die Flotte um 37 neugebaute Kriegsfahrzeuge vergrößert worden. Die Flotten- bafen vonWeihaiwei und Kanton seien aus- gebaut und verstärkt worden. Auch die Luftwaffe , die zur Zeit im Rahmen eines Dreijahresplanes vergrößert werde, habe Verstärkungen erhalten. Japans Verzicht auf die exterritorialen Rechte in China Tokio, 11. Jan. (Europapreß.) Zu dem Verzicht Japans auf seine Konzessionen und exterritorialen Rechte in China erklärte der Rsgierungs- fprecher in der Pressekonferenz, es sei selbstverständlich, daß Japan für die berechtigten Ansprüche Chinas vollstes Verständnis gehabt habe, da Japan selbst bis gegen Ende der Meiji-Periode unter ungleichen Verträgen gelitten habe. Etwas anderes sei es für England und die USA. gewesen. In Takats in Echigo hat der japanische Schilauf seine Geburt erlebt. Der japanische Botschafter Sugimura (von 1911—14 in Berlin), der sich sehr für den Wintersport interessierte, sandte während seiner Liplomatischen Amtstätigkeit in Stockholm em Paar Schier an das Kriegsministerium in Tokio mit Lern Hinweis auf ihre Nützlichkeit. Da man jedoch in Tokio nicht wußte, was man mit den hölzernen Dingern anfangen sollte, so wurden sie dem Hauptquartier der 13. Division in Takata über- fand!. Aber auch dem Generalleutnant Nagaoka erschienen die Schier unpraktisch und zu hölzern. Man kannte nur die sog. „Kanjiki", ungefähr einen Meter lange, vorn gebogene Dambushölzer, die durch Stricke zusammengehalten und mit Stroh- schuhen gelaufen werden. Der Zufall führte den als erfahrenen Schiläufer bekannten österreichischeu Major von Lerch nach Takata, der von der japanischen Regierung als Instrukteur für die Armee engagiert war. Er gab den Japanern eine Probe feiner Kunst, und nun gingen ihnen die Augen auf. Um auch den Bauern und Kulis das Schiläufen zu ermöglichen, galt es eine Schiart zu erfind en, die sich für Sandalen ober bloße '^uhe eignet, was dem Major Yamaguchi gelang. Die nach ihm benannten Schier kamen bald so in Mode, daß Schifabriken in Naoetsu, Nagaoka und Higashi Okawa errichtet wurden. In vielen Schulen des Nordens gehört jetzt Las Schiläufen zu den obligatorischen Unterrichtsfächern. Spähtrupps Im Rücken des Gegners die für den Newcastle-ön-Tyne dazu Stellung. Man ruhml die- feindlichen Nachschudoerkehr wichtige Bahnstrecke fern Labour-Mann nach, „Der große Schatten." Ein neuer Tobis-Film im Gloria-Palast. Im Beiprogramm siebt man die neue Wochenschau und einen Kulturfilm ,Herbstlied" mit anmutigen Tieraufnahmen. Hans Thyriot Lichtspielhaus: „Einmal im Jahr-. Wie unerschöpflich, immer wieder angehend und verlockend die wandelbare Welt des Theaters und der Komödianten auch für die Kamera ist, erweist — auf ganz andere Weife und in anderem Stil als der gleichzeitig im Gloria-Palast laufende „Große schatten" — ein französischer Film (der Continental) in deutscher Sprache. Er nennt sich, sehr hübsch und treffend, „Einmal im Jahr"; er könnte auch „Abenteuer in der Silvesternacht" heißen: wieder beruht der feine, aber diesmal ganz lustspielmäßige Reiz der Geschichte auf dem Jneinandergreifen von Theater und Wirklichkeit, von Illusion und Realität, wenn eine eben nach solennem Krach der Probe entlaufene Schauspielerin im glitzernden, bunten Trubel einer friedensmäßigen Pariser Neujahrsnacht einem reichen Fabrikanten in die Hände fällt, der das vermeintliche Blumenmädchen und Aschenbrödel zu seiner Märchen Prinzessin erhebt. Wie das angesponnen und ausgesponnen wird, wie die Rollen vertauscht werden, das Spiel ernsthaft und über die eine, letzte Nacht des Jahres hinaus sich in dis Wirklichkeit eines neuen Taaes steigert, kompliziert und zuletzt von einem starken und echten Gefühl erprobt und legitimiert wird, erlebt man auf eine höchst amüsante Weise in den Einfällen des Drehbuchverfassers und Regisseurs L6o Ioannon: er gibt dem Film jenes unvergleichlich Pariserische, die Leichtigkeit und Spritzigkeit des Spiels und jene sehr stlmische, lockere und dabei sichere Form der ein ehrgeiziger Schauspieler sich nur wünschen kann, weil in ihr alles zugleich enthalten ist: der große Komödiant und der große Schatten seiner selbst, der Vater und der Liebhaber, der Richter von Za- lamea und der Götz von Berlichingen — von jedem etwas; George faßt das alles mit einer souveränen schauspielerischen Konzentration zur Einheit zusammen, er läßt sich keine der Wirkungsmöglichkeiten entgehen, die sich hier verschwenderisch anbieten, aber er verliert über dem Theatralischen und Komödiantischen das Persönliche nicht aus den Augen und zeigt in dem wirkungsmächtigen Darsteller auch den liebenswürdigen, gütigen, überlegenen und be* mitleidenswerten Menschen. — Heidemarie Hat- Heyer ist die junge Anfängerin in aller Nervosität und Begeisterungsfähigkeit, aller Verwirrung des Gefühls, Verlassenheit und Verzweiflung. Will Quadflieg, der früher in Gießen spielte, gibt hier sehr aufgelockert und instinktsicher einen jungen Schauspieler und Liebhaber. Vom Ensemble seien die überaus naturgetreu wirkenden Intendanten von Legal und Stabl-Nachbaur, ferner Marina v o n D i 11 m a r, Ernst Schröder. Theo- bor Sanegger, Erich Pontound Erich Fied- Ie r genannt — Die Schulreform der Jahre 1937 und 1938 hat eine durchgreifende Vereinfachung des deutschen höheren Schulwesens gebracht Die früheren Ober- realfchulen und Realgymnasien sowie die große Zahl der übrigen höheren Schulen, die im Laufe der Jahrzehnte entstanden waren, sind dem Namen nach verschwunden und in die Deutsche Oberschule aufgegangen. Nur das humanistische Gymnasium ist in seiner alten Form im wesentlichen bestehen geblieben. Allerdings ist die Zahl dieser Schulen stark beschränkt worden, da an allen Orten, die eine höhere Schule besitzen, zuerst die Oberschule geschaffen werden und das humanistische Gymnasium erst als zweite höhere Schule bestehen bleiben sollte. Dieser Grundsatz bedeutete naturgemäß für viele Gymnasien die Umwandlung in die Oberschule, und weite Kreise, die den fortschreitenden Abbau des Gymnasiums mit Freuden begrüßt und gebilligt hatten, sahen den Zeitpunkt nicht mehr fern, wo diese einst so blühende Bildungsstätte, die das deutsche kulturelle Leben Jahrhunderte hindurch beeinflußt und gestaltet hatte, gänzlich verschwinden würde. Die Umwandlung zahlreicher Gymnasien durch die Schulreform erweckte vielfach den Glauben, man plane eine völlige Aufgabe dieser Bildungsanstalten, und veranlaßte viele Eltern, ihre Kinder in die Oberschule zu schicken, wodurch die Schülerzahl in den unteren Klassen der Gymnasien stark zurück- ’ Aus der Siadi Gießen. Grüne Stangen. Es gab eine Zeit, da war der Lauch sehr ge- । schätzt. Schon in der Edda wird er als „laukr" er- , wähnt, die allen Römer und Griechen bauten ihn in i^ren Gärten an und aßen ihn als Salat und Gemüse, und als Gemüsepflanze empfahl auch Karl der Große seinen Anbau. Allmählich aber wurde er von den im Laufe der Jahrhunderte herangezüchte- ten anderen Gemüsegewächsen mehr und mehr verdrängt und schließlich fast nur mehr als „Suppen- ?run" verwendet, bis man sich während des Welt- rieges endlich wieder auf ihn besann, denn der Lauch oder Porree gehört zu unseren schmackhaftesten Wintergemüsen. Dazu kommt noch ein besonders wichtiger Vorteil: Lauch fordert nur eine kurze Kochdauer. In einer Zeit, wo die berufstätige Hausfrau beim Kochen mit jeder Viertelstunde rechnet, wirkt sich diese gute Eigenschaft des Lauchs also unbedingt aus. Ein weiterer Vorteil des Lauchs ist der, daß der Winterlauch, wenn es nicht allzu kalt ist, auch während des Winters im Freien bleiben kann — es gibt aurf) ganz kältefeste Sorten — und daß er daher im Laufe der Wintermonate bis zum Frühjahr hin als Frischgemüse verbraucht werden kann. Zum Unterschied vom einjährigen Sommerlauch wird der Winterlauch zweijährig gezogen. Hochwertiger L-auch soll einen dicken Schaft und keine oder möglichst wenig Seitentriebe haben. Die Lauchzwiebel selbst ist zwar nur schwach ausgebildet, läßt sich aber dennoch sehr gut als Ersatz für die bisweilen knappen Zwiebeln verwenden. Die Auswahl an schmackhaften Gerichten, die uns bie „grünen Stangen" bieten, ist gar nicht so gering und auch nicht einförmig. Die Reihe wird angeführt durch die Lauchsuppe, zu der man die Stangen in feine Scheibchen schneidet, in einer hellen Einbrenne dämpft, bann kurz burchkocht. Verfeinert wird die Suppe durch Brotwürselchen, nahrhafter kann man sie durch kleine Beigaben von Hefe machen und, wohlschmeckender, wenn man beim Kochen etwas Sellerie dazu gibt, wie sich denn der Selleriegeschmack dem des Lauchs überhaupt immer gut anpaßt. Dann folgt das Lauchgemüse, das ebenfalls nicht viel Kocharbeit macht und bald fertig ist, weil die geputzten Stangen nur in etwa fingerlange etücfe geschnitten, in Salzwasser gekocht — wobei sie aber nicht zu weich werden dürfen — und hernach in einer Einbrenne schnell fertig gedünstet werden. Gut schmeckt das Gemüse auch, wenn man den in kleinere Stücke zerschnittenen Lauch, ohne ihn vorher abzukochen, gleich in Fett weichdünstet und dann Wasser ober Suppe aufgießt. Zum Würzen tun, wenn Pfefferersatz nicht zur Hand ist, auch Paprika und eine Spur Knoblauch gute Dienste. Hat man ein wenig mehr Fett zur Verfügung, so kann man die auf ungefähr 15 bis 20 Zentimeter lang zugeschnittenen Lauchstangen, zum Kartoffelbrei ober zu Salzkartoffeln, auch in Fett braten. In den Gemüseeintopf bringt eine Lauchzugabe einen würzigen Beigeschmack. Daß Lauch auch als Solot nicht übel schmeckt, wußten, wie gesagt, schon die alten Römer. Zu diesem Zweck braucht man biie kurz vorgekochten Stangen nur in mundgerechte Stücke zu schneiden und mit Essig, den entsprechenden Würzzutaten oder irgendeiner fertigen Salatsoße oder auch zu einer Soße verrührtem, gewürztem Quark an- ■ machen, wobei ein Spritzer Del zwar nicht zu verachten, aber auch durchaus nicht notwendig ift Nur soll man den Lauch, falls er als Salat zubereitet > wird, nicht kalt anrichten und verspeisen, sondern immer so lange er noch nicht ganz ausgekühlt ist. • Zuletzt mag noch daran erinnert werden, daß von ■ den beim Zurichten der Lauchstangen abfallenden : äußeren Blättern ein gut Teil als Suppengrün I verwendet werden kayn. M. A. v.L < Ritterkreuzträger spricht in Gießen. Vom humanistischen Gymnasium Von Oberstudiendirektor Dr. Wolkewitz, Gießen. Milliarden Dollar zu bringen. Neuyorker Presse- Meldungen besagen, daß Roosevelts neuer Kriegs- ^"^allsplan eine Belastung von 819 Dollar für jeben Mann, jede Frau und jedes Kind, die in den -üeremtgien Staaten leben, mit sich bringe. Wenn man diesen Betrag vom laufenden Einkommen bezahlen wollte, wurden 75 P r o z e n t de s n a ti o - k °_m mens verschlungen weiden, das im .Haushaltsjahr schätzungsweise 135, im nächsten 145 Milliarden Dollar erreicht. Im letzten Jahre vor Kriegseintritt der Vereinigten Staa- tenbetrug das USA.-Volksemkommen rund 70 Milliarden, wahrend der Wirtschaftsdepression 1929 sogar nur 40 Milliarden Dollar. Kleine politische Nachrichten. * Die in dem Pro.zeß wegen des Attentats auf den oeuWn Botschafter von Papen zu hohen Freiheits- strafen verurteilten Angeklagen Addurrahman, Pawlow und Kormlow haben nun auch das neue Urtell angefochten Der Angeklagte Süleyman hat die gegen ihn verhängte Strafe angenommen. ♦ Der schweizerische Bundesrat beschloß, den schweizerischen Gesandtschaften in Stockholm und Helsinki ie einen Militärattache zuzuteilen. ♦ Das Hauptquartier General Francos während des spanischen Bürgerkrieges in Burgos wurde zum Nationaldenkmal erklärt. Von dort aus leitete Franco den Kampf gegen^den Bolschewismus. Der kanadische Premierminister Mackenzie King bie ®rnt"nuna von L. D. Tilgreß zum kana- dlschen Gesandten bei der Sowjetregierung bekannt. Zum Militärattache wurde der Brigadegeneral H. Lefeore ernannt. J Aus dem Reich. Erst vom kommenden Sommersemester ab. Durch eine äenlerung der Bestallungsordnung für Aerzte ist der Krankenpflegedienst der Studierenden der Medizin von sechs Monaten auf picr Monate verkürzt und seine Ableistung Hochschulferien gestattet worden. Diese Neuregelung tritt jedoch erst am L April 1943 in Kraft. Die Aufnahme des Studium der Nedizin ohne vorherige Ableistung des Kranken- pslegedienstes ist also erst mit Beginn des Kommerjemefters 1943 und die Zulas- jung zur ärztlichen Vorprüfung nach nur vier- monatigem Krankenpflegedienst von Ende des Sompiersemesters an möglich. Bis dahin gelten die bisherigen Bestimmungen unverändert weiter. Schnelle Justiz gegen Kriegsschieber. Am 5. Dezember 1942 wurden in einem Betrieb bi.Deuschendorf (Oberfteiermart) Schiebungen Jiit Zucker aufgedeckt, welcher der Werksküche tiefes Betriebes zugeteilt war. Der Betriebsbeamte Gruber veruntreute mit Hilfe des Lagerhalters Hoffmann davon etwa 800 Kilogramm. Die beiden veräußerten den Zucker zu Ueberpreifen und gegen Eintausch von Zigaretten an Bekannte, den Werksan- zchörigen Salchenegger, den Werkmeister Fuer- ftnger forme an Öen Zigarettenhändler Fleischhacker, i ^as Sondergericht in Leoben oerurteilfe bereits am । 18. Dezember die Kriegsverbrecher zu Zuchthaus- । strafen von 7 bis l1/» Jahren. i Schnelle Sühne. ging. Dieser Abwärtsentwicklung, die die Freunde des humanistischen Gymnasiums mit tiefem Kummer und größter Sorge erfüllte, wurde durch den Erlaß des Herrn Reichserziehungsministers vom Februar 1938 Einhalt geboten. Er betonte ausdrücklich, daß die Erhaltung des Gymnasiums notwendig fei und daß es als Sonderform des höheren Schulwesens eine Aufgabe zu erfüllen habe, die von einer anderen Schule auf absehbare Zeit nicht zu lösen sei. Der Erfolg dieses Erlasses blieb nicht aus. Der kürzlich veröffentlichte neue „Wegweiser durch das höhere Schulwesen des Deutschen Reiches" berichtet nach dem Stand vom 15. Mai 1940, daß der Abbau der Gymnasien nicht allein zum Stillstand gekommen ist, sondern daß chre Zahl auch wieder anfteigt. Auch die Zahl der Schüler zeigt wieder eine erfreuliche Aufwärtsbewegung. Insbesondere liegen die Aufnahmen in die 1. Klasse des Gymnasiums im Berichtsjahr 1940 um 25,6 v. H. höher als im Vorjahre, während die Oberschule nur 17,7 v. H. Mehraufnahmen zu verzeichnen hat. Die gleiche Aufwärtsbewegung bringt, auch das Jahr 1941, und im Schuljahr 1942 sind wieder neue Gymnasien eröffnet worden. Möge diese Aufwärtsentwicklung auch weiterhin anhalten und das Gymnasium in alle Zukunft bestehen bleiben zum Wohle unserer engeren Heimat und zum Segen unseres großen deutschen Vaterlandes. Das Drehbuch schrieb Harald Bratt, dem der Film bereits so eindrucksvolle Manuskripte verdankt wie „Die Insel"; die Fabel des „Großen Schattens", die in einer sehr filmgerechten Rahmenhandlung entwickelt wird und dadurch eine überzeugende Rundung und Geschlossenheit erhält, wurde von Paul Verhoeven in Szene gesetzt, einem Manne, der vorn Theater herkornrnt und selbst Schauspieler ist, also die Dinge, die hier gespielt werden, aus persönlicher Arbeit und eigenem Berufserlebnis genau kennt; das merkt man — nicht nur in den Szenen, die unmittelbar zwischen den Kulissen, auf der Probe oder im Jntendanzbüro vor sich gehen.— Den Schauspieler Conrad Schroeder gibt Heinrich George; es ist eine Rolle, wie sie nicht allzu häufig vergeben wird, wie sie Werner Krauß und Agnes Straub vor ihm zu spielen hatten, wie sie Der FUm „Burgtheat-er" und die Komödie „Schauspielerin", die beide vor geraumer Zeit auch in Gießen gezeigt wurden, gehören zu den markantesten und gelungensten Beispielen für eine alte Vorliebe des Publikums und für die ganz unerschöpfliche Anziehungskraft, welche die Welt des Theaters und des Schauspielers sowohl auf das Theater selbst als auch auf die jüngere Schwesterkunst des Films ausübt. Das in ungezählten Bühnenstücken und Filmen im Zentrum oder nur am Rande der Ereignisse auftauchende Thema beherrscht die Fabel im „Großen Schatten" mit einer inbrün- tigen Ausschließlichkeit: man erlebt Glanz und Elend eines großen Komödianten, man erlebt die immer wieder faszinierende und bestürzende Parallelität zwischen den Vorgängen auf der Bühne und im Leben, den erschreckenden Einbruch des wirklichen Schicksals in das auf der Szene nur — wiewohl mit großer Kunst und vollkommener Routine — gestellte, man erlebt das verwirrende und erregende Jneinanderspielen von privater und künstlerischer Existenz im Dasein eines auf der Hohe feiner Leistungskraft und im Zenit seines Erfolges stehenden Schauspielers (bis in die Ausstrahlungen des berühmten Bajazzo-Motivs hinein), wenn dieser Mann mit dem verpflichtenden und bedeutenden Schauspielernamen Schroeder die junge, schwärmerisch zu ihm aufblickende Anfängerin, die er gefördert und väterlich betreut hat, an den jüngeren Kollegen und, in einem bestimmten, schmerzlichen Sinne auch an das Theater verliert, dem er sie doch recht eigentlich gewonnen hat; wenn er, nicht genug damit, dazu noch die Tochter verliert in einer Verstrickung der Beziehungen, gegen die er als Mensch und Vater machtlos ift", und gegen die er als Künstler wiederum nur in der einzigen Form zu protestieren und aufzubegehren vermag, die ihm feinem innersten Wesen und Beruf nach gegeben ift: als Schauspieler nämlich, in einer Rolle, welche unversehens eine tödliche und schrecklich drohende Realität gewinnt und mit einem furchtbaren Zusammenbruch endet. — Der Ritterkreuzträger Major d.R. Meiners spricht, wie am Samstag von uns bereits berichtet, am kommenden Sonntag, 17.Januar, in Gießen. Den ersten Vortrag wird er um 11 Uhr im Gloria-Palast halten, zum zweiten Male an diesem Tage wird er um20Uhr tnder Aula der Universität sprechen. 3m Lustschuhraum soll niemand frieren NSG. Geht nicht leicht gekleidet und mit Pantoffeln in den Lustschutzraum. Ihr erkältet euch und könnt im Ernstfall nicht helfend eingreifen. Zieht wanne Kleidung und feste Schuhe an. Nehmt unbedingt eure Wintermäntel mit, sie sind schwer zu ersetzen. Nicht zu vergessen sind im Winter warme Getränke und etwas zu essen, denn der Fliegeralarm kann mehrere Stunden dauern, und jeder muß immer einsatzbereit fein und arbeitsfähig bleiben. Am 3. Januar 1943 Haden die in Deutschland be- fdiäftiaten ausländischen Arbeiter van Leeuoen wid L a r d i n o i s, die schon längere Zeit einen Raubüberfall planten, die 31jährige Ehefrau Steffie Fiedler imStadtbahnzugOranienburg — Berlin ermordet und beraubt. Frau Fiedler, die von einem Besuch kam, bestieg in Oranienburg einen Wagen der 8-Bahn, in dem sich außer den beiden Verurteilten niemand befand. Kurz nach der Abfahrt des Zuges schlug van Leeuven Ms die Frau mit einem Holzhammer ein, während Lordinois ihr mehrere Messerstiche beibrachte. Nach- Lem sie ihrem Opfer die Handtasche entrissen hatten, warfen sie die schwerverletzte Frau aus dem fahrenden Zug. Sie wurde später tot neben den Gleisen «nifgefunben. Nach der Tat kehrten die Mörder in ihr Arbeitslager zurück und teilten die nur geringe Amte von acht Mark und einigen Lebensmittelkarten. Bereits nach wenigen Tagen waren die Teter dank der vorbildlichen Arbeit der Berliner Kuminalpolizei und der Mitwirkung des Publikums ermittelt, sie wurden in den frühen Morgenstunden des 11. Januar dem Gericht zugeführt. Äoch M gleichen Vormittag verurteilte das Schwurgericht ii» beiden Täter wegen Raubmordes zum Tode. ^Jine Stunde nach der Urteilsverkündung wurden eit Täler hingerichtet. AUF MÖNCKEBERG ist del “Teufel los. ROMAN VON OLAF BOUTERWECK ; 12. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) v Oer Schupo-Wachtmeister, der am Gartentor Woche stand, hatte den Kommissar bereits erkannt; ti öffnete ihm das Tor und grüßte stramm. SHs Raucheisen die Diele betrat, kam Stobbe ifyr entgegen und erstattete im Flüsterton eine kurze Meldung, wobei er einige Male zu Axel hoim hinübersah, der zigarettenrauchend in einem rrfel saß und finster vor sich hinstarrte. Vor ihm auf dem Tisch stand ein kaum berührtes Frühstück, ito der Diener Friedrichsen ihm gebracht hatte. Holm blickte erst auf, als Der Kommissar dicht vor ihm stand und feinen Namen nannte. Er erhob sich, drückte die Zigarette aus und machte diu knappe Verbeugung: „Axel Holm!" Raucheisen streckte die Hand aus: ^Äftatten Sie, daß ich Ihnen mein Beileid aus» Mücke, Herr Holm! Ich bedaure sehr, daß unsere Wekanntschaft unter solch traurigen Umständen er- I .Keiner empfindet dies schmerzlicher als ich! I »ber jedenfalls danke ich Ihnen, Herr Kommissar! - "Bitte, wollen Sie Platz nehmen?" » Während Raucheisen sich am Tisch niederließ, | Rie er seine Eindrücke und Empfindungen zu ipren: IL^el Holm war etwa zweiunddreißig Jahre alt. ft war groß und breitschulterig (obwohl er bei Oiihm nicht die athletische Gestalt Raucheisens er- HMte). Sein sonnengebräuntes Gesicht verriet, daß -rfch auch sportlich beschäftigte oder sich zumin- '!r,! viel im Freien aufhielt. Er hatte einen fesseln- Charakterkopf: das energische Kinn, der her» phe Mund und die scharfgezeichnete Nase standen Meinem gewissen Widerspruch zu den großer^ verträumten Augen und der hohen, leicht zurück- fliehenden Stirn. Sein volles kastanienbraunes Haar war locker und leicht gewellt und machte — wie die ganze Persönlichkeit — einen sehr gepflegten Eindruck. Raucheisen faßte sein Urteil dahingehend zusammen, daß Holm ein energischer und zugleich phantasievoller Mensch sein müsse, sehr gescheit, aber auch sehr lebhaft und begeisterungsfähig und daher ein wenig zur Tollkühnheit neigend. Die Frage, ob man Holm wohl eine Tat wie bie hier geschehene zutrauen dürfe, wagte Rouch- eisen nicht bedingungslos zu bejahen. 2lber es brauchte sich ja hier schließlich nicht um einen vorbedachten und kaltblütig ausgeführten Mord zu handeln, denn danach sah Holm eigentlich nicht aus; dagegen war ihm eine Tat in der höchsten Erregung ohne weiteres zuzutrauen. Raucheisen wandte sich um und warf dem Hilfskommissar Stobbe einen bedeutsamen Blick zu. Stobbe, der sofort verstand, nickte; er ließ sich im Hintergrund nieder und zog Stenogrammblock und Bleistift hervor. Ihm würde nichts entgehen. Axel Holm, tief in Gedanken versunken, merkte nichts von diesen Vorgängen, die sich hinter seinem Rücken abspielten. Erst als Raucheisen sich räu^ fperte, wurde er aufmerksam; er hob den Kopf und sah Raucheisen fragend am "Wie ist es eigentlich möglich, Herr Holm", fragte Raucheisen, „daß Sie so schnell etwas von — von diesem Unglück erfahren haben?" "Dank Ihrer freundlichen Fürsorge. Herr Kommissar!" antwortete Holm ohne Zögern, und Raucheisen hatte den Eindruck, als ob ein klein wenig Spott in dieser Antwort liege. «Das verstehe ich nicht ganz, Herr Holm? Wollen Sie nicht die Liebenswürdigkeit haben, mir das etwas genauer zu erklären ...?" "Gern, Herr Kommissar: Sie hatten die Freundlichkeit, heute schon in aller Frühe in meinem Hause vorzusprechen. Nach Ihrem Fortgang rief mein Diener Otto mich gn und teilte mir das Geschehene mit. Natürlich eilte ich sofort hierher. Ich „Aber selbstverständlich, Herr Kommissar! Fra- war von dieser Nachricht derart erschüttert, daß ich mir nicht einmal Zeit zum Ankleiden genommen habe — da! Sehen Sie selbst!" Axel knöpfte den hochgeschlossenen Staubmantel auf und zeigte, daß er darunter nur mit einem seidenen Schlafanzug bekleidet war. Raucheisen biß sich auf die Lippen. "Sehr bemerkenswert?" sagte er ärgerlich. ,Zch stelle also fest, daß Ihr Diener Otto heute früh bei seiner Vernehmung wissentlich eine falsche Aussage machte; denn auf meine Frage nach Ihrem augenblicklichen Aufenthalt erklärte er, diesen Aufenthaltsort nicht zu kennen!^ gen dürfen Sie, soviel und sooft Sie wollen. Aber oh ich darauf antworte, das ist natürlich eine an« bere Sache! Und in diesem Falle muß ich leider die Beantwortung Ihrer Frage ablehnen." „Warum?" fragte Raucheisen überrascht. „Nun, ich habe dafür meine Gründe." "Das heißt also: Sie haben vor der Polizei etwas zu verheimlichen!" stellte Raucheisen mit NackAruck fest. Axel zündete sich eine frische Zigarette an und sagte gelassen: ,Leider ein Irrtum von Ihnen, Herr Kommissar! Otto hielt sich ftreng an die Wahrheit, denn er wußte ja wirklich nicht, wo ich mich aufhielt!" „Sie sagten doch eben, daß er Sie anrief!" „Allerdings?" „Na also! Folglich muß er nach den Gesetzen der Logik doch auch gewußt haben, wo Sie sich aufhielten! Wollen Sie mir, bitte, diesen Widerspruch erklären!" „Gern, Herr Kommissar!" Arel blieb gleichmäßig ruhig und freundlich. „Wie gesagt: Otto wußte nicht, wo ich mich befand; aber er besitzt f^hr viel Klugheit und eine bewunderungswürdige Folgerungsgabe. — Was tut denn ein Mensch in feiner Sage? Er ruft nacheinander und planmäßig Diejenigen Stellen an, wo ich vielleicht fein könnte! Dadurch kam er allmählich auf meine Spur unb beim fünften oder sechsten Anruf hatte er mich erreicht? — Sehr einfach, nicht wahr?" „In der Tat, sehr einfach!" spöttelte Raucheisen, x eU,,ett diese Darstellung für eine leere Aus- rebe, die — völlig unglaubwürdig — nur dazu angetan war, den Verdacht gegen Axel Holm selbst zu verstärken. „Darf ich fragen Herr Holm, wo Ihr Diener Otto Sie dann glücklich erreichte?" * Arel Holm lächelte liebenswürdig. „Gestatten Sie mir, Herr Kommissar, einen neuerlichen Irrtum Ihrerseits richtigzustellen: Wenn ich die Beantwortung Ihrer Frage ablehne, so geschieht es nicht deshalb, weil Sie zufällig von der Polizei sind, sondern weil ich überhaupt jedem Dritten die Antwort in diesem Falle verweigern würde." „Ah, ich verstehe!" bemerkte Rauchessen höhnisch. „Sozusagen eine Diskrete' Angelegenheit? Nun fehlt nur noch die etwas abgebrauchte Ausrede, daß Sie mit einer offenen Antwort auf meine jjrage eine acfytbare Dame bloßstellen wurden, und daß man das von Ihnen als Kavalier nicht verlangen kann." unterschätzen mich, Herr Kommissar!" be« merfte Sljef mit höflichem Lächeln, indem er forg» seiner Zigarette ausdrückte. „Wenn id) Ausreden erfinde, dann pflegen sie in der Regel etwas geistreicher zu fein!" Raucheisen nahm den Hieb hin, ohne etwas Be» sttmmtes darauf zu erwidern. „Kommen wir zur Sache!" sagte er in schlecht verhohlenem Aerger. „Sie erklären also, daß Sie für die vergangene Nacht Ihr Alibi nicht beibringen können — oder vielleicht auch nur nicht beibringen wollen?" •7?°. man es auch ausdrücken, Herr Korn» - ^L^ber wozu brauche ich denn überhaupt em Alibi? Sie glauben doch nicht etwa daß ich meinen Onkel getötet habe?" ' (Sortierung folgt) Neues von der Reichskleiderkarte werdende Mütter, die bisher nur Bezugscheine erhielten. Die neue kostet etwa nur die Hälfte der für Zivil kleidung 1 . . .-n m S. f nlton FlIO wird um ihm ein besseres Aussehen zu geben Annähsohlen und Füßlinge werden mit einem durch die Talkumpolitur während des Trans- Punkt bewertet. Hosenträger kosten zwei Punkte, nicht so leicht zerbricht. Da Reis zum größten Sockenhalter einen Punkt. Damenkragen und 3ii tauschen Moderner IS Stiefel oder tonn, in Tausch Krofdorf. 021« 3M®* E=P Nettes unt. gegeben werden. 0222 Leivold, Asterweg 48. Reis besitzt einen außerordentlich hohen Nährwert. Er enthält durchschnittlich 6,3 v.H. Erweitz, 0,48 v. H. Fett und 76,2 v. H. Kohlehydrate. Man soll den Reis vor dem Kochen gut waschen (nicht im Wasser stehen lassen), da er vielfach mit Talkum poliert wird, um ihm ein besseres Aussehen zu geben und er buiuj uic portes nicht so leicht zerbricht. Da Reis zum größten sehen. Der hohe Nährwert der Hirse ist im allgemeinen bekannt und die Zubereitung ohne große Umstände jederzeit möglich. Da Hirse schon seit längerer Zeit in Reformhäusern geführt wird, durfte ie als Nährmittel bereits bekannt fein. Es wäre erwünscht, wenn die Hausfrauen diese im allgemeinen im hiesigen Gebiet wenig bekannte Kokner- rucht mehr als bisher in ihren Speisezettel aufnehmen würden. Rezepte zur Herstellung von Speien aus Hirse können bei den zuständigen Abtei- ungen für Haus- und Volkswirtschaft der NS- Frauenfchaft bezogen werden. Lampen nach der Straße zu abblenden. Auch in diesem Winter ist wieder zugelassen worden, daß in bestimmten Gebieten des Reiches bei Ladengeschäften mit gewöhnlicher Jnnenbeleuchtung der Verkaufsräume in der Zeit von 6 bis 19 Uhr von der Verdunkelung der Schaufenster und Laden- lüren abgesehen werden kann. Jegliche Lichtreklame und Beleuchtung der Schaufenster ist jedoch unzulässig. Diese Maßnahme hat zur Erleichterung *der Einkaufsmöglichkeiten beigetragen. Anderseits hat sich herausgestellt, daß die in manchen Ladengeschäften vorhandenen Lichtquellen häufig in voller Stärke unmittelbar auf den Sichtbereich der Fahrbahn einmirfen und so zu einer erheblichen Blendung der Fahrzeugführer führen. Der Reichsführer iji, und Ehef der Deutschen Polizei hält es daher für notwendig, daß in allen Fällen, in denen Be- leuchtungskörper in Ladengeschäften zu einer Dlen- Winterbluse 10 Punkte, die Ueberfallhose sieben Punkte, das Braunhemd neun Punkte, die Sommerdiensthose fünf Punkte, für die Mädel die Jacke 17 Punkte, die Weste acht Punkte, der Rock sechs Punkte, die Bluse fünf Punkte. Das Halstuch wird mit einem Punkt, Strümpfe werden mit vier Punkten Söckchen mit zwei Punkten berechnet. Sporthose und Sporthemd kosten vier bzw. drei Punkte. Die Einführung der Punktpflicht für HJ'Keidung wird durch die Anordnung des Reichsjugendfuhrers bedeutend erleichtert, wonach die HJ.-Kleidung allgemein auch im zivilen Leben getragen werden darf. Tüchtiges Mädchen in kl. Geschäfts- haushalt für sofort oder später gesucht. Schriftl. Angeb. unter 0116 an Danksagung. Für die vielen Beweise herzl. Teilnahme an dem schweren Verlust, der uns durch denTod meineslieben Mannes und Vaters, unseres guten Sohnes und Schwiegersohnes, mein, treuen Bruders, Enkels, Schwagers, Neffen u. Onkels Wilhelm Schmidt, Obergefr. bei der Luftwaffe, betroffen hat, sagen wir allen unseren tiefempfundenen Dank. In tiefer Trauer: Frau Elisabeth Schmidt und Klein Manfred; Familie Heinr.Heuser; FamilieOskarlöchner. Rudolstadt, Trohe, Teich weiden, 11. Jan. 194-3. 0202 Wenn s an der Zeit, entdunkle fein! Spar Strom am Tag, laß Licht herein! ClHCll lJULVC.li 3--- -- . - 1»_ , Paar Schnürriemen, Gummilitze, Schweitzbla . verschiedene Bandsorten, Wäscheträger. Auch An- Mein Geschäft ist bis auf weiteres geschlossen, fFr itx Jf fff mann Herren- und Damen-Friseur Bekanntmachung über die Gewährung von Kinderbeihilfe. Wissenschaftliche Werke Sondergebiet der Brühl'schen Druckerei Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgang meines guten, unvergeßlichen Bruders Hermann May, Regierungsrat i. R. sage ich allen meinen herzlichsten Dank. Amalie May. Gießen, den 12. Januar 1943. Damenmanschetten werden mit einem Punkt berechnet. Punktpflichtig sind auch Kopfschützer, Brust- Kurzwaren nur noch Knopfe, Quasten und Kordeln. Schließlich ist von allgemeiner Bedeutung die Für die überaus herzliche Teilnahme beim Hinscheiden unserer lieben Entschlafenen sagen wir herzlichen Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Bürgermeister Dr. Hill. Gießen, Alzey, Blödesheim, im Januar 1943. 108 D Nach längerer Krankheit verschied am 9. Januar 1943 mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Josef Wirrer, Werkmeister i. R. im Alter von 70 Jahren. In tiefer Trauert Therese Wirrer, Witwe Josef Wirrer, z. Z. im Felde, und Familie Liesel Wirrer, und alle Verwandten. Gießen, Leihgesterner Weg 127 E, Ottobeuren, München, Tiefenthal, 12. Jan. 1943. Die Beerdigung findet Mittwoch, 13. Jan., nachm. 3 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. 0206 [Stellengesuche] Suche zu Ostern in Gießen eine Stelle, wo meine Tochter ihr WWM vollenden kann. Schrift!. Angeb. unter 0190 an den Gieß. Anz. Wir danken herzlichst für alle Aufmerksamkeiten und Glückwünsche zu unsrer Vermählung Wilhelm Hill und Frau, geb. Jörg Gießen, Gnauthstraße 26 s 0204/ Am Samst. silb. tiflNiiißtin* toöonö a.Nahrungsberg verloren. Geg.Bel. abzug, a. d. Fundbüro. Verloren Schlüssel mit Messinggriff. Abzugeb. gegen Belohn, auf denl 0230 Fundbüro. Schlittenfahrten in die Umgegend führt aus 10228 Otto Huhn Televbon 2668. Am 5. Januar ist plötzlich und unerwartet mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Schwager und Onkel Karl Stommel Rb.-Wagenmeister a. D. Alter von 66 Jahren von uns gegangen. In stiller Trauer: Elise Stommel, geb. Scherer und Kinder. Heuchelheim bei Gießen, den 11. Jan. 1943. Die Einäscherung fand auf Wunsch des Entschlafenen in aller Stille statt. ____________________0209 der Universitätsstadt Gießen Dienstag, den 12. Januar 19.00 bis 21.15 Uhr 16. Dienstagmiete u.HalbmieteA Der Schwarzkünstler. VS7 InVollendung seines Soldatentums und [HS™ begeistertem Einsatz für den Führer und Großdeutschland fand am 25. November 1942 den Heldentod unser lieber Sohn, Bruder, Enkel und Schwager Feldmeister im RAD. Albert Glück Leutnant und Kompanieführer, Er fiel in den Kämpfen bei Rschew kurz vor Vollendung seines 23. Lebensjahres. In tiefer, stolzer Trauer: Hermann Glück, Lehrer, Molly Glück, geb. Paetow, Irmgard Böhme, geb. Glück, Ernst Glück, z.Z.im Felde, Helmut Glück, Pfarrer I. R. Glück und Frau, Herbert Böhme, Obersturmführer in der Waffen-ff Langsdorf und im Felde, im Januar 1943. WürllentegischeNelallwarenlabrik Niederlage Gießen Kreuzplatz 14 sucht zur Instandhaltung der Geschäftsräume 109D eine ehrliche Frau* Schistiefel, Größe 38. [0210 Karl-Vogt- Straße 19. düng der Führer von Fahrzeugen führen, die Lampen'nach der Straße entsprechend abgeblendet werden. Meist wird sich die Abblendung durch einfachste Mittel, Vorhängen von Pappe usw., durchführen lassen. Die Polizeibehörden werden ersucht, die Ladengeschäfte auf solche Mängel zu überprüfen und für Abstellung zu sorgen. Da in einigen Orten die Derdunkelungserleichterungen zu einer Lockerung der allgemeinen Verdunkelungsdisziplin geführt haben, wird es gleichzeitig den örtlichen Luftschutzleitern zur besonderen Pflicht gemacht, ihr besonderes Augenmerk der genauesten Durchführung der Verdunkelung durch die Bevölkerung zuzuwenden, da eine derartige Lockerung auf keinen Fall geduldet werden kann. pflege des Kartoffelvorrates. Kartoffeln von bester Beschaffenheit, die sich ausgezeichnet zum Einlagern eignen, können auch ver- derben, wenn sie nicht sachgemäß behandelt und überprüft werden. Da Ersatz für verdorbene Kartoffeln keinesfalls geleistet wird, handelt jede Hausfrau im eigensten Interesse, wenn sie ihre Vorräte pfleglich behandelt. Dazu gehört — außer der fachgemäßen Lagerung — vor allem das Durchlelen der Vorräte in kleinen Zeitabständen. Die Knollen bleiben dadurch trocken und werden der Luft ausgesetzt, was unbedingt notwendig ist. Bei dieser Gelegenheit sortiert man gleich sowohl schlechte als angefaulte Kartoffeln — letztere werden, soweit sie noch gut sind, baldmöglichst verbraucht — aus. Um Jett Vorräten frisch- Lust zuzufuhren. wirb der Keller bei froftfreier Witterung öfters gelüftet. Bei Frostgefahr find nicht nur di- Fenster, sondern auch die Türen gut zu verschließen, da die Kellertempe« ratur nicht unter 2 Grad Warme betragen soll. Ein weiterer Schutz gegen das Eindringen von Frost besteht darin, daß man die Kartofselvorrate mit Decken, Tücher, dicken Lagen Papier oder dergleichen bedeckt; diese Schutzdecken sind bei warme, rer Witterung sogleich wieder zu entfernen. Um das rühzeitige Keimen zu verhindern, wessen die Kar toffeln auch gegen Lichteinwirkung geschützt werden. v=7 Unerwartet und hart traf uns die unfaß- tiSy bare Nachricht, daß unser lieber, braver Sohn, unser einziges Kind, mein lieber Bräutigam cand. med. dent. Karl Insel San.-Uffz. in ein. San.-Komp. ein. Panzer-Div. Inh. des Kriegsverdienstkreuzes mit Schwertern und der Ostmedaille am 29. Nov. 1942 im Alter von 30 Jahren bei der Abwehr eines Bandenüberfalls im Osten in treuer Pflichterfüllung den Heldentod fand. Unvergessen von uns ruht er auf dem Heldenfriedhof zu Baturino. Er war unsere Hoffnung und unser Sonnenschein. In tiefem Leid: Karl Insel und Frau Paula Schäfer, als Braut. Lieh (Oberstadt 10), den 6. Januar 1948. Improvisation, die man bei Gmtry ebenso ausgeprägt findet wie in der alten commedia dell arte. Außerdem hat man das Vergnügen, in Danielle D a r r i e u x einer Schauspielerin zu begegnen, die für eine solche Rolle wie geschaffen erscheint; sie ist ein anmutiges Persönchen, in dem sich zarte Jugendlichkeit, Witz und komödiantische Wandelbarkeit verbinden; manchmal sieht sie aus wie eins der zärtlich gemalten Mädchenbildnisse Renoirs, und m Albert Pröjean, den wir vor langer Zeil m „Sous les toits de Paris“ kennenlernten, hat sie einen sympathischen, eleganten und phantasleoollen Partner. Dazu eine Anzahl vorzüglicher Darsteller von romanisch betontem, natürlichem Spieltempera- ment; bei allen, besonders aber bei der Darneux, muß man bedauern, daß der originale Sprachklang (bis auf eine reizende Ausnahme) in der Synchronisierung verlorenging. — Im Beiprogramm lau'en die neue Wochenschau und ein naturkundlicher Kulturfilm ,Kristalle". Hans Thyriot. Reis und Hülsenfrüchte im Kochtopf. Blatte. $ , Landkreis «Ziehen. r Steinbach, 12. Jan. Frau Christina Clara Gerhard, geb. Schmidt, aus Oppenrod gebürtig, Witwe des am 29. 3. 1934 verstorbenen Karl Ger. Hard III., kann am 15. 1. ihren 8 3. G e b u r t s t a g feiern. Der Jubilarin gilt unter herzlicher Gluck, wünsch. Die Reichsstelle für Kleidung hat fetzt eine aus-| schütz«^ Kniewärmerund Pukmürmer, ebenso die führliche Anordnung über die Verbrauchsregelung oerW^nften Spifienftoffe unb luü- fa!«r»s MTÄsre s Zeitschriften. - Im neuen chest der Monatsschrift „Sunft dem Volk" (Verlag che.nrrch chofsmann, Wien) findet man einen Beitrag von Otto von Lutteroett über das Kunstlchafsen in Tirol-VoraAberg; hrerzw sieht man vorzügliche, zum Teil farbige Reproduk tionen; der Ueberblick reicht etwa von Defregger bis zu Dhony. Das Wesen der romanischen Ma. lerei erörtert Franz Ottmann an Hand charatter str scher Vildbeispiele: Richter, Koch, .Caru-, «chmind, Friedrich, Fohr, Olivier. Das großartige malerisch« und graphische Werk Goyas schildert em mit zahl, reichen Bildbeigaben illustrierter Aussatz von Heim» Kuchilng. Gert Adriani untersucht den Stil der Landschastszeichnungen von Wolf Huber. Alles >» allem wieder ein ausgezeichnet zusammengestelltes Heft, dessen mustergulttge Bildwiedergaben jebeir Kunstfreund entzücken un!> manche h°us^« Sammlung aus eine heute besonders Willkommens Werse bereichern werden. Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr. Samstagnachmittags geschlossen.___ Die Kinderbeihilfe wird auf Grund der Kinder- ■ beihilfenverordnung vom 9. Dezember 1940 und ( des Runderlasfes des Reichsnumsters der Finanzen uom 30. Januar 1941 gewahrt. Mr Zweck ist die Fördeiunq gesunder, gemein,chaftswurdrger deut- t C K mb erb d Hilfe wird jedem Haushaltsvorstand : gewährt, der deutscher. Volkszugehormer ift unb seinen Wohnsitz oder seinen gewöhnlichen Aufenthalt im Inland bat, wenn zu seinem Haushalt drei oder mehr minderjährige Kinder deutschen oder artverivandten Bluts gehören. Kinderbeihilfe kann auch an Haushaltsvorstände mit weniger als drei Kindern gewährt werden, wenn der Hauslmlts- Vorstand zu mindestens 85 v. H. _mJcmer ^verbs sähigkeit beschränkt oder cme alleinstehende Frau ist, oder wenn ein rum Haushalt gehörendes Kmd das Kind einer alleinstehenden Frau oder Vollwaise ist. Kinder sind außer den leiblichen Abkömmlingen die Stiefkinder, Adoptivkinder, Pflegekinder und die Abkömmlinge dieser Personen, wenn sie deutschen oder artverwandten Bluts smd. Die Kinderbeihilfe beträgt 10 RM, monatlich für jedes beihilfefähige Kind. Lw wird int Enwer, ständnis mit dem Beibilseberechtigten IN Viertel- jahresbeträgen, andernfalls monatlich durch Postscheck oder Banküdcrive'sung gezahlt. Bei verspäteter Anmeldung roird die Kinderbeihilfe m der Regel frühestens für den ersten Monat des Kalendervierteljahrs gewährt, das dem Zeitpunkt der Anmeldung vorausgegangen ist. ,,.x. Haushaltsvorstände, denen Klnderbeihitte erstmalig oder für weitere Kinder zu gewahren^ ist, müssen bei dem Finanzamt ihres Wohnsitzes eine Anmeldung-abgeben. Die Finanzämter und die Gemeindebehörden geben Anmeldevordrucke un- Schreibmaschine zugt, für Berufsarbeit zu kaufen gesucht. Schriftliche Angebote unter 104V an den Gießener Anzeiger erbeten. Teil aus Stärke (Kohlehydrate) besteht, ist es nicht erforderlich, ihn bei 100 Grad springend kochendem Wasser zu kochen, er wird dann leicht klebrig Reis wird bereits bei einer Temperatur von 80 Grad also in knapp kochendem Wasser, weich. Man oll ihn in reichlicher Flüssigkeit kochen, da er dann besser und schneller quillt. Dieses starke sowie das Nachquellen beim Erkalten muß man beim Abmessen des Reisquantums berücksichtigen. Hülsenfrüchte sind stärkehaltig (Kohlehydrate), aber die Stärke der Hülfenfrüchte braucht zum Quellen längere Zeit. Man weiche sie daher am Vor- tage ein und koche in dem Einweichwasser. So werden die Hülfenfrüchte rechtzeitig weich, und man braucht kein Natron hinzuzusügen. Natron vernichtet die Vitamine, verbindet sich mit dem Fett und das Essen schmeckt vielfach seifig. Um Hülfenfrüchte — besonders Erbsen — besser auszunutzen, soll man sie durchpassieren. Die Nährstoffe werden m höherem Maße ausgewertet. Bei unpassierten Hulsensruchten verläßt ein Teil der Nährstoffe völlig ungenutzt den Körper Hirse steht bereit! NSG. Die Reichsfrauenschaft hat sich in Zusammenarbeit mit den zuständigen Fachorganisationen bemüht, die Hausfrauen mit Hirse als Nährmittel vertraut zu machen Der Lebensmittelgroß- und -einzelhandel sind mit dieser Ware ausreichend ver- Verdunkelungszeit: 12. Januar von 17.31 bis 7.58 Uhr. -i- “ Silberne Hochzeit. Werkmeister Wlhelm Luch unb Frau Auguste, geb. Schul Neuen Bäue 25 wohnhaft, können am morgigen Mittwoch, 13 Januar, das Fest der silbernen Hochzeit begehen. Gleichzeitig sind an diesem Tage 25 ^ahre vergangen, daß das Ehepaar als Mieter in diesem Hause einzog. Den Jubilaren gilt auch unser herzlicher GlÜckwUNsch. ©inhorhei. ** D i e Gewährung von Kino erb ei bilfe ist Gegenstand einer Bekanntmachung des Oberfinanzpräsidenten Hessen in unserem heutigen ™ Hart und schwer traf uns die unfaßbare KSa Nachricht, daß mein herzensguter | Mann, der treusorgende Vater seines Kindes, mein braver, hoffnungsvoller Sohn, mein lieber, einziger Bruder, mein guter Schwiegersohn, Schwager, Onkel, Neffe u.Pate Oberarzt der Reserve Dr. med. Karl Sälzer Regimentsarzt Inhaber des E. K. 2, der Ostmedaille und des Verwundetenabzeichens in treuer Pflichterfüllung in den schweren Kämpfen bei Rschew im Alter von 31 Jahren den Heldentod gefunden hat. In unsagbarem Schmerz: Dr. med. Elli Sälzer, geb. Jung, und Kind Kurt Gretha Sälzer, geb. Kurtz Kurt Sälzer, z. Z. im Felde, und Familie Familie Wilhelm Jung VIII. Grünberg in Hessen, z. Z. im Felde, Berlin, Gießen-Klein-Linden. 113D SklllAWIse 1—2mal wächst, für Etagen- Haushalt gesucht. Schreiber, Schiffenberger Weg 16 1. (oi97 Zuverlässige Putzfrau Dralltalta Welcher Soldat hat Mitte Dezbr. im Walde bei Hungen einen Hund angetroffen? [0215 Tierschubverein Frankfurt a. 99L Adressenangabe, auch von Angehörigen. Hohe Belohnung. yWkWWll Schistiefel z. kaufen gesucht. Größe 35, gut Neue Rollschuhe erhalten, gegen Hlmpftchristleiter: Tr. Friedrich Wilhelm Lange Stellvertreier deil Hauptjchnstleilers: Ernst Blumschem. Seranttoortitd) sur PoNttk und Bilder- Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton. Dr. Hans ThyrtotZ für Stadl Gieflen, Provinz, Wirtjchaft und Sport: Ernst Wumichein. Druck und Verlag: Brühliche Unweriuatsvruckeret R Lange K G. Verlagsleiter: Tr.-Jng. Erich Hamann: Anzmgenleiter. 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Im Felde, und Frau Emilie, geb. Neeb; Heinrich Neeb; Karl Neeb, z. Z. im Felde; Heinrich Seip II. und Frau Marie, geb. Neeb; Heinrich KutscherIII.und Frau Paula,geb.Neeb; 10 Enkel; Marie Krämer, geb. Neeb. Hattenrod, Gießen und Münzenberg, den 11. Januar 1943. Die Beerdigung findet Mittwoch, 13. Januar, nachmittags 3 Uhr statt. ent1?inberbei(iilfe wird aber nicht gewährt, wenn ihre Zahlung mit. dem. Zweck der Kmderbeihstfe nicht vereinbar sein würde (z.B. bei erbkranken oder gemeinschaftsfremden Familien). Auskunft erteilen die Finanzämter. Darmstadt, 7. Januar 1943. lnoD Ter Obersinanzvräsidcnt Hessen. LICHTSPIEL-TH E ATER Gloria-Palast, Seltersweg r Der große Schatten Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: Einmal im Jahr T86L 2.30. 4.45.7.30; 8o. 2.00. 4.30.7.30 M Kinderbett und Lausgitter dringend zu kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. unter 0221 an den Gieß. Anz. Kioilerbellstelle z. kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. unter 0224 an den Gieß. Anz. 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