vonnerrtag.ll.MrzlyO Giehener Anzeiger Annahme von Anreisen für die Mittaasnummer bis 8,z9 Ubr desBormittags Anreigen-Preise: Anzeigenteil 7 Rvf. ie mm bei 22 mm Zeilenbreite, Tertteil 50 Rvf. je mm bei 70 mm Zeilenbrette Nackläsie: Wiederholung Malstaffel I. AbschlüffeMengenstaffel B Pladvorschrift ( vorherige Vereinbarung) 25o,omebt vrühlscheUnivnfitStrdruckereiv. Lange General-Anzeiger für Oberhessen Sietzen,^Schulstratze 7-9 (93. Jahrgang ttr. 59 Erscheint täglich, außer Sonntags und feiertags Beilagen: Gießener » bardements den Krieg entscheiden können, ist meine Antwort die, man möge mir eine bessere Art und Weise zeigen, wie man Deutschland heute treffen kann. Wir treffen das deutsche Volk auf zweierlei Weise: „Wir erschüttern seine Moral urto seinen Glauben an seine Führer." Ein unbegreiflicher Trugschluß, der den Briten einmal teuer zu stehen kommen wird. Denn jeder solcher Bombenangriffe schmiedet die Herzen der deutschen Nation um so härter. Wir trauern um das, was sinnlose Wut zerstörte, aber wir wissen, daß das lebendige Deutsch land unzerstörbar ist, daß es darauf wartet, daß der Tag der Abrechnung endlich komme. Mit zusammen- gebissenen Zähnen märtet am Deutschland auf ditt len Tgg. Als die deutsche Wehrmacht chren Siegeszug durch Frankreich, Belgien und Holland machte, da schonte sie — wie sich jeder überzeugen kann —, wo dies nur irgend möglich und vor den militärischen Erfordernissen des Feldzuges verantwortbar war, die Kulturstätten dieser Länder. Ja — auch das ist hundertfach erwiesen — deutsche Soldaten retteten unter Einsatz ihres Lebens dort Dome, Kathedralen, Museen und sonstige kulturgeschichtlich wertvolle Bauwerke, wo diese, allen Vorsichtsmaßregeln zum Trotz, etwa doch Feuer gefangen hatten. So handelten wir „Barbaren", wir Hunnen". So handelten deutsche Menschen, die genau wußten, daß die Vernichtung eines der schönen und unersetzlichen Baudenkmäler aus alter Zeit auf belgischem oder französischem Boden auch einen unersetzlichen Verlust für uns Deutsche darstellt, die wir mit dem Glücksgefühl, das der Anblick des Schönen und Ehrwürdigen gibt, vor ihnen gestanden hatten und das Bedürfnis hatten, dies auch weiterhin tun zu können. Tiefe Ehrfurcht vor dem, was unsere Vorväter schufen, aber auch vor dem, was auf der weiten Welt künstlerischer Genius geschaffen hat, ist uns Deutschen tief ins Herz versenkt. Um so unbegreiflicher ist es uns, daß es auf dieser Welt Menschen gibt, die nicht dieselbe Ehrfurcht, dieselbe Verehrung vor dem vollendet Schönen als unvergänglichem Besitz in fid)-tränen; ja die geradezu darauf aus sind, aus wahnwitziger Wut darüber, überall militärisch zu versagen und dem Gegner nicht.gewachsen zu sein, und aus der teuflischen Sucht, ihn in seinem Teuersten zu treffen, die Zeugen seiner alten Kultur und großen Vergangenheit zu zerstören. Wir denken, wenn wir diese Anklagen erheben, nicht an den Amerikaner. Denn mit einem Völkerkonglomerat, das noch nicht den bescheidensten Beweis eigenen Kulturschaffens erbracht hat und glaubt, dadurch, daß es Bauwerke aus kunstgeschichtlich wertvollen Epochen in Europa aufkauft und Stein für Stein nach den USA. versetzt, für sich und die Menschheit etwas getan zu haben, läßt sich nicht rechten. Nein, wir wollen hier mit einem Volke rechten, das sich bis jetzt ein europäisches nannte, «Lim LS solch ein Eurupaerkmr auch im Laute feiner Oie Kriegsfinanzierung. Die deutsche Kriegsfinanzierung vollzieht sich völlig geräuschlos, ein Beweis dafür, wie richtig und zweckmäßig das von uns gewählte Verfahren ist, die Kriegskosten aus Steuern und durch Kreditaufnahme zu decken, wobei auf jede Finanzierunass form etwa die Hälfte fällt. Man darf die Befrieoi-, gung des Geldbedarfs der Reichskasse keineswegs nur unter finanztechnischen Gesichtspunkten betrachten. Weil der Staat heute der weitaus größte Verbraucher ist, greift die Kriegsfinanzierung sehr erheblich in die gesamte Volkswirtschaft ein. Der Zusammenhang ist verhältnismäßig einfach und oft erörtert. Im Kriege werden in erster Linie Waffen und Ausrüstungsgegenstände für die Wehrmacht hergestellt, während sich die Produktion für den zivilen Verbrauch auf lebensnotwendige Erzeugnisse beschränkt. Diese Umstellung führt dazu, daß es wenig zu kaufen gibt. Wenn wir also von der Warenproduktion ausgehen, gelangen wir zu der Feststellung, daß gütermäßig der Krieg von der Gegenwart bezahlt wird, nämlich durch eine starke Einschränkung des Verbrauchs. So entsteht die freie Kaufkraft, die nicht ausgenutzt werden kann, weil die Einkastfsmöglichkeiten nicht vorhanden sind. Es wäre nun gefährlich, wenn dieses Geld als Nachfrage voll wirkfäm werden würde. Bestimmt hätte es der Preiskommissar dann sehr schwer. Des-; halb muß diese freie Kaufkraft unwirksam gemacht, also abgeschöp'ft werden, damit sie nicht die Nachfrage verstärkt und die Neigung der Preise er* höht, nach oben zu gehen. Zum Teil erfolgt diese Abschöpfung schon bisher durch die Kriegssteuern, aber das deutsche Volk hat außerdem auch freiwillig das Richtige getan, nämlich gespart, so daß aus diese Weise ebenfalls große Milliardenbeträge über die Sparkassen und Kreditinstitute dem Reiche zur Verfügung gestellt werden konnten. Diese Spar-- lelstung ist zugleich ein Ausdruck des Vertrauens in die Wertbeständigkeiten der Sparguthaben, also in die Sicherheit der Währung. Die Grundlage dieses Vertrauens bildet neben den zweckmäßigen - Methoden unserer Kriegsfinanzierung das vernünftige Verhalten der Volksgenossen, die ihr jetzt nicht verwertbares Geld sparen. Wir hatten schon betont, daß gütermäßig der Krieg in der Gegenwart durch Verbrauchsverzicht bezahlt wird. Aber geldmäßig ist das nicht der Fall, denn die Kredite, die das Reich aufnimmt, bedeuten eine Verschiebung der endgültigen Abrechnung auf die Zeit nach dem Kriege. Wollte man das nicht ausgegeben werden kann, müßte diese Mög- Steuern aufzubrinqen, also das Steueraufkommen sehr stark zu erhöhen. Wenn das Geld sowieso enicht ausgegeben werden kann, müßte diese Mög* lichkeit eigentlich vorhanden sein, aber eine derart hohe Besteuerung läßt sich praktisch schwer durch führen, weil die Verhältnisse der Steuerzahler sehr verschieden sind. Je höher man die Steuern anfetzt, um so mehr wird es notwendig, soziale Härten zu vermeiden, also die Lage des einzelnen Steuer* Zahlers zu berücksichtigen. Deshalb haben wir einen wesentlichen Teil der Kriegskosten durch An» leihen finanziert, wie es zweifellos richtig war. Die Wirtschafts- und Finanzpolitik ist aber keine starre Angelegenheit, sondern sie muß sich den Verhältnissen anpassen, die sich ständig ändern. Das deutsche Volk wird jetzt ein Beispiel totaler Straft* entfaltung geben. Dies bedeutet eine nochmalige Verstärkung der Rüstungsproduktion, womit zwangsWerst alles hinter euch! Ist nicht der Schritt der Menschen anders geworden in dieser Zeit? Hat nicht auch der Verträumte : und Zurückhaltende eine Zielstrebigkeit erhalten, die man früher bei ihm vermißte. Wir haben wie ein guter Schiffer viel überflüssigen Ballast beiseite geworfen. Ein altes heroisches Wort aus deutschem Denken geht uns allen durch den Sinn. Es heißt: „Und setzet ihr nicht das Leben ein, nie wird euch das Leben gewonnen sein!" Wir meinen an unserer Seite den Alt^n Dessauer zu sehen, wie er bei Cas- sano den Grenadieren voran in den Fluß springt, weil einmal doch gesprungen werden muß. Und wir hören ihn grollen: „Gott, steh' uns bei. Willst du uns aber nicht beistehen, so siehe zu, wie wir es schaffen werden." Und wir wissen neben ihm den großen König, der wider alle Regeln der Kriegskunst den dreimal stärkeren Feind angehen wird wie ein Panther. Auch sie mußten hindurch, auch sie hatten sich zu entscheiden, und auch sie, wußten um das Unwägbare in der deutschen Seele. Werft alles hinter euch, ,was euch hindern könnte, wagt es, und ihr werdet eine wunderbare neue Stärkung verspüren. Die Feinde haben uns oft genug beobachtet, sie hasten uns geschätzt und gewogen und danach ihre Pläne gemacht. Aber in einem sind unsere Feinde noch schlechter beraten als ihre Vorfahren: in der! herrei gemacht. 10. März. (Europapreß.) Die Rundfunk- der USA. beherrscht jetzt an Stelle der Rom, USA -Rundfunk im Roten-Meer-Sebiet sei erstaunlich, daß die Erträgnisse dieser Schatzkammer so lange in die Taschen einer Handvoll holländischer Kapitalisten hätten fließen dürfen. Jetzt endlich werde der unvergleichliche Reichtum dieser Gebiete für die Förderung der Wohlfahrt und des Glückes, der gesamten Menschheit nutzbar gemalt worden seien. Auch bei der Vertreibung der letzten deutschen und italienischen Techniker aus dem Lände versäume die Bevölkerung keine Gelegenheit, um ihre-Sympathien für diese um das Land wohlverdienten Leute zu zeigen. Neue Verhaftungswelle in Syrien. Sofia, 10. März. (Europapreß.) Im Einvernehmen mit den englischen Behörden haben die Gaullisten die Schulen in Damaskus, deren Zöglinge sich an Demonstrationen beteiligt hatten, geschlossen. 120 Studenten wurden wegen „Störung der öffentlichen Ruhe" verhaftet, ebenso 30 Mitglieder des naiionalistrschen Blockes, darunter mehrere Rechtsanwälte und Aerzte. Die meisten von ihnen wurden in das Gebirge verbannt. Die syrischen Blätter warnen die Bevölkerung vor Demonstrationen und Aufwiegelungen zu Streiks. Jeder Zuwiderhandelnde werde als Agent des Feindes schwer bestraft. Kleine politische Rachrichten. Der Führer sandte an Ismet Inönü aus Anlaß feiner Wiederwahl zum Präsidenten der türkischen Republik ein in herAichen Worten gehaltenes Glückwunschtelegramm. Der neugeschaffene Posten eines stellvertretenden Generalstabschess ter italienischen Wehrmacht wurde Armeekorpsgeneral Francesco Rossis dem bis- ehilfinnen bereits an ftn- iamilien oder an die Rü- Agitation L_. ______ -z. . Engländer alle Gebiete im Bereiche des Roten Meeres. Sowohl der Sender Addis Abeba als Standley wird desavouiert. Verstimmung in Moskau über die Erklärung des USA.-Botschasters. Opserberettschast des gesamten Volkes Oer Vus zum totalen Krieg ist verstanden worden. lausig eine Begrenzung der Herstellung ziviler Ver- brauchsgüter auf das unbedingt Lebensnotwendige verbunden /fein muß. Während alle Hände schaffen und entsprechend verdient wird, fehlt mehr noch als bisher die Möglichkeit, dieses Geld auszugeben. Daraus ergibt sich die Frage, ob man es dem einzelnen überlassen will, mehr zu sparen, oder ob der Staat durch Steuern den Spielraum verringern soll, der sich durch das Anwachsen der freien Kaufkraft ver- aroßert. Das deutsche Volk wird auch welterhm sparen und hier neue Rekordleistungen vollbringen. Aber die beiden Methoden der Kauftraftabschopfung müssen im richtigen Verhältnis zueinander stehen, wobei auch die lanae Dauer hes Krieges und das Steigen der Reichsschuld zu berücksichtigen sind. Des- halb soll, wie Reichswirtschaftsminister Funk an- kündigte, Die ©teuertraft des deutschen Volkes stärker als bisher ausgeschopft werden, so daß also die Kriegsfinanzierung ohne den Umweg über die Kreditaufnahme an Bedeutung gewinnen durste IM ersten Weltkriege war das deutsche Steuersystem unzulänglich, und man ging viel zu^spat: dar- an, die Finanzierung der Kriegskosten durch Steuern einzuleiten. Die Folgen kennen wir. Da die Staats- führung fest entschlossen ift, alles zu tun was ge schehen muß, um die Stabilität ter Wahrung zu sichern haben wir von vornherein den Steuern einen 'wesentlich größeren Raum bei der Deckung der Kriegskosten eingeräumt. Sie müssen bei solider Finanzwirtschaft immer an erster Stelle stehen. Dieses Verfahren mag für den einzelnen Volksgenossen nicht, bequem erscheinen aber bequeme Auswege fuhren erfahrungsgemäß nicht zum Ziel, sondern bedeuten nur eine Vertagung von Problemen, die spater doch gelöst werden müssen oder sich selbst auf bochst unerwünschte Weise lösen. Diese Erfahrung kann man immer wieder im privaten und geschäftlichen Leben machen. Sie gilt auch für die gesamte Volkswirtscisaft. Solide Finanzierungsmetboden mögen hart sein, aber sie führen zum Ziel. Wie Reichs- Minister Funk betonte, ist es mit steigender Steuer- belastung wichtig, daß die Besteuerung an der Nch- tilgen Stelle erfolgt, damit soziale Härten vermieden werden und keine Minderung des Leistungswillens eintritt. Dabei handelt es sich um eine steuertech- msche Frage. Grundsätzlich müssen wir uns dayrber klar sein, daß die zunehmende Härte des Krieges das gesamte Wirtschaftsleben berührt, also auch die Geldwirtschast. Wenn wir zu SteuererhoHungen schreiten, so bedeutet Dies die totale Kraftentfaltung auf finanziellem Gebiete, die der Mobilisierung un- ferer Arbeitsreseroen im Bereiche der Produktion entspricht. Ve A* Berlin, 10. März. (DRB.) Der nordamerikanische Botschafter in der Sowjetunion, Admiral Standley, beklagte sich dieser Tage vor eng- lischen und amerikanischen Zeitungsoertretern darüber, daß die sowjetische Presse die Tatsache der materiellen Hilfe aus den USA. auf Grund des Leih- und Pachtgesetzes und durch das Rote Kreuz weitgehend verschweige; er behauptete, die Sowjets beabsichtigten den Anschein zu erwecken, als führten sie den Krieg ausschließlich, mit ihren eigenen Hilfsmitteln, um keine Hilfe von irgendeiner Seite anerkennen zu müssen. Die Erklärungen Standleys haben in Washington eine beträchtliche Nervosität hervorgerufen. Man sucht die peinliche Angelegenheit möglichst schnell aus der Welt zu schaffen. Unterstaatssekretär Sum- ner Welles behauptete deshalb, daß alles, was Standley ausgeführt habe, ohne vorherige Rücksprache mit der USA.-Regierung gesagt worden sei. Die Vorsitzenden der auswärtigen Ausschüsse des Repräsentantenhauses und des Senats, Bloom und Conatty, beteuerten, daß die Verschiffung von Waffen und Munition und anderen Liefe- Australien nicht aus der Gefahrenzone heraus. Lissabon, 10. März. (Europapreß.) Aus Wa- shington stammende Meldungen, daß die Japaner sich entschlossen hätten, im Sud Pazifik zur Defensive überzugehen, werden in Australlen als „Wunschträume" oder „l e i ch t s i n n i g e s V o r b e i s e h e n an der Gefahr" bezeichnet. Bruce Slimen kabelt dem „Daily Expreß" aus Melbourne, die Japaner hätten nicht vor, auf ihren Eroberungen auszuruhen, sondern bereiteten im Gegenteil immer noch einen Vorstoß gegen Australien vor. Die japam- schen Machtpositionen im Pazifik seien viel zu aus- gebaut, als daß sie lediglich Derteidigungswert hätten. Die Meldung ter Nordamerikaner, wonach die Japaner zum Beispiel 60 Schiffe in Rabaul ton- zentriert hätten, beweise, daß die japanischen Streitkräfte durchaus nicht ungenügend für eine Offensive feien. General Mac Arthur habe für seine Aufgaben immer noch nicht genügend Lufthilfe, so daß von amtlicher australischer Seite die dringende Aufforderung nach Washington gegangen sei, mehr B o m b e r zu schicken. Insulinde Schatzkammer der Welt. Tokio, 10. März (Europapreß.) Der Sprecher des japanischen Jnformationsamtes erinnerte daran, daß sich am 9. März der Tag der siegreichen Be- enviguna des Feldzuges auf Java jährte. Japan habe versucht, zu einem fairen Abkommen mit Holländisch-Jndien zu gelangen, aber die Holländer hätten sich durch ihre Verbündeten zu einer arroganten Haltung gegenüber Sapan treiben lassen, die eine freundschaftliche Verständigung unmöglich gemacht hätte. Dadurch verlor Holland seine reichen ostindischen Besitzungen, Die es sich durch Weisheit und Voraussicht hätte erhalten tonnen. Holländisch-Jndien werde künftig nicht wie früher nur die Schatzkammer der Niederlande, sondern die Schatzkammer der ganzen Welt sein. In dem einen Jahre seit der Besetzung durch die japa- nischen Truppen habe sich herausgestellt, daß der Reichtum dieser Gebiete die früheren Berechnungen noch um ein Mehrfaches übertreffe. Es auch neuerdings der bisher in britischer Hand befindliche Rundfunksender Dmbur man im Sudan steht unter der Kontrolle des von Oberst D o n o v a n geleiteten USA.-Rundfunkdienstes. Der Sender Om- durman soll die Sendungen von den Bahrein- Inseln im Persischen Golf übernehmen, wo die Nordamerikaner schon im vergangenen Herbst einen Seirdebetrieb errichteten. Oie unterirdische Opposition in Iran. Rom, 10. März. (Europapreß.) Trotz der Maßnahmen der Briten, Amerikaner und Sowjets, besteht im Iran eine starke unterirdische Opposition. Radio Hondar meldet aus Erzerum, daß trotz der Ueberwachung durch die Polizei plötzlich an der Mauer der Gesandschaftsgebäudc Deutschlands und Italiens das Hakenkreuz und das Faszio-Zeichen rungen durch diesen Zwischenfall keinen Aufschub erleiden dürfte. Bloom fügte hinzu, er habe sowjetische Zeitungen durchgesehen und gef unten, daß sie sehr ausführliche Berichte über die amerikanische Hilfe für die Sowjets gebracht haben. Wie die ßonbtxner „Dimes" aus Moskau meldet, betrachte man es im Kreml als feine eigene Angelegenheit, ob man Die Ziffern über die Kriegsmateriallieferungen der westlichen Verbündeten veröffentliche oder nicht. Das gehe ausländische Diplomaten überhaupt nichts an. Wenn man aber schon die Kriegsmateriall'ieferungen des Auslandes mit den sowjetischen Produktionsziffem vergleichen wolle, so könnten sich diese Vergleichsziffern leicht als ein Bumerang gegen die Westmächte erweisen. Abge- sehen davon, bedeuteten 200 000 Lastkraftwagen wenig gegenüber einer gleichen Zahl gefallener sowje- Uscher Soldaten. Ehe die Westmächte nicht selbst ähnliche Opfer gebracht hätten wie die Sowjetunion sie gebracht habe und noch täglich bringe, würde, wie man in Moskau betone, „alle materielle Hilfe immer nur ein schlechter Ersatz für Fleisch undBlut bleiben". st u n g ab g e g e b e n. Viele werden ihrem Vorbild noch folgen, denn keiner ist mehr für eine Arbeit zu gut, wenn sie auch nur zu einem winzigen Bruchteil zur Erringung des Sieges beiträgt. Wie ein großer Aufbruch geht es in diesen Wochen durch das ganze deutsche Volk. Alle haben den Ruf der Stunde verstanden, und wenn einmal der Ehrenbericht über die Opferwilligkeit der Heimat im Kriege erstattet wird, dann werden die Leistungen, die das schaffende Volk in diesen und in den kommenden Monaten freiwillig und zusätzlich vollbringt, mit besonderem Vorrang an der Spitze stehen. anderen Führungsstellen des Staates und der Partei in großer Zahl eingegangen. In einem westdeut- chen Gau legten die Bergmänner, die bereits feit Kriegsbeginn eine verlängerte Schichtzeit fahren, eine zusätzliche „Waffen schicht ein, bei der auch Arbeiter und Angestellte, die sonst über Tage arbeiten, mit in die Gruben fuhren. Die durch diese zusätzliche Arbeit erzielten Lohnsummen haben sie ausnahmslos dem Reich für die Rüstung zur Ver- ^§n^Tausenden von Briesen, die von Volksgenossen aller Kreise in diesen Wochen eingehen, finden sich solche und ähnliche Stellen: beider falle ich nicht mehr unter das Arbeitspflichtgesetz, aber Ad) will nicht zurückstehen. Ich habe mich freiwillig in eine Rüstungsfabrik gemeldet." Diesem Beispiel freiwilliger Hilfsbereitschaft stehen tausend andere gleichwertiger Art zur Seite. So haben zahlreiche Hausfrauen mit kleineren Haushalten in letzter Zeit ihre Hausnebilsinnen bereits an kin- Berlin, 10. März. (DNB.) Der Ruf zum totalen Krieg ist im ganzen deutschen Volke verstanden worden. Der leidenschaftliche Ernst des Appells, mit dem Reichsminister Dr. Goebbels im Sportvalast vor die Nation trat, fand einhelligen Widerhall und hat sich inzwischen tausendfältig in die Tat um gesetzt. Aus allen Gauen des Reiches und aus allen Tellen der Bevölkerung liegen erhebende Beweise für den Opfersinn und die entschlossene Einsatzbereitschaft unseres Volkes vor, alles zu geben, um den totalen Sieg zu erlangen. w ... Heber die in den verschiedenen Gesetzen Der jüngsten Zeit erlassenen Verpflichtungen hinaus hat die freiwillige Bereitschaft, noch mehr zu l e i st e n und noch intensiver zu arbeiten, vor allem in der Rüstungswirtschaft bereits zu großen Er- folgen geführt. Die Wege, die das deutsche Volk sur die Betätigung seines Opfersinnes fand, werden sur die kommende Zeit der Arbeit für den Sieg beispielgebend sein. Ganze Belegschaften von Rustungs- betrieben in allen Teilen des Reiches haben an den vergangenen Sonntagen zusätzliche Schichten eingelegt mit dem ausgezeichneten Ergebnis, daß die Leistungen an diesen Tagen das durchjchnltt- liche Tagesergebnis der vorangegangenen Woche weit übertrafen, obwohl die Leistungen der Manner auch bisher schon sehr groß waren. „Geschlossene Belegschaft leistet nächsten Sonntag zusätzlich Panzerschicht. Stellen Lohnsumme hierfür einschließlich Sonntagszuschlag dem Führer für neue 6. Armee zur Verfügung. Solche und ähnliche Telegramme sind in diesen Tagen im Reichsministerium für Bewaffnung und Munition, im Propagandaministerium, bei Der DAF. und vielen Das Beispiel von Maria $. Bon Kriegsberichter Heinz Dippel, PK. Ein Polizeibeamter klingelte. Im Laufe des Inges soll Frau Marta F. doch einmal auf dem Revier vorsprechen. Was mochte man von ihr wollen? — Frau Marta ist Hebamme auf dem Steindamm in Hamburg. Auf dem Revier stellt ein Polizeioffizier die Frage: „Frau F., haben Sie nicht einmal in Der ... straße entbunden?" — Richtig, das war damals in der Bombennacht. — „Gut, daß Sie sich der Nacht erinnern", fuhr der Offizier fort. .„Bitte, schildern Sie mir doch noch einmal den Hergang." — Was war daran zu berichten? „Eigentlich kann ich Ihnen gar nichts erzählen", war die schnelle Ant- wort der Frau. Aber der Polizeioffizier gab sich damit nicht zufrieden; vor ihm lag ein ausführlicher Bericht von der heldenmütigen Handlungsweise der Hebamme, die während eines Fliegeralarmes ... Zehn Minuten vor zwei Uhr nachts gellten die Sirenen. Die Hebamme saß nm Lager Der Frau R., jeden Augenblick Der Ankunft eines kleinen Men- schenkindes gewärtig. Frau R., die solche Stunde nickt zum ersten Male, Durchmachte, war von Dem einsetzenden Alarm in keiner Weise beeindruckt: sei es, daß sie mit sich selbst viel zu sehr beschäftigt war, sei es, daß sie sich in der Obhut von Frau Marta sicher fühlte. Punkt 2 Uhr ging Die Geburt glatt uonftatten. Die Hamburger Flak schoß dem jüngsten Erdenbürger, dem zweiten Töchterlein her Frau R., donnernden Salut, dessen flammende Strahlen den britischen Terrorfliegern entgegenschlugen. Den wenigen Personen m Der Nebenstube hatte Frau Marta die glücklich verlaufene Geburt angezeigt: einer Nachbarin, die dort verweilte, zwei weiteren Hausgenossen und Klein-Edith, nun die Große" in der Familie R. Alle anderen Mitglieder der Hausgemeinschaft waren im Luftfchutzraum, ihre Gedanken und besten Wünsche aber weilten im Oberstock bei Frau R., von Der man wohl wußte, daß sie in der Nacht die Hebamme hatte rufen lassen. Frau Marta hatte soeben das Neugeborene gebadet. Die Mutier, bis zum Hals warm zugedeckt/ sah mit glücklich entspannten Zügen zu, wie ihr Jüngstes die erste Bekanntschaft mit Dem Wasser machte. Da erbebte plötzlich das Haus in feinen Grundfesten. Eine gelle Detonation unterbrach jede Arbeit, jeten Gedanken. Eine Wolke von staub und Mörtel zog vorm Schein der Deckenlampe in die schwarze Alarmnacht hinaus. Das Geburtszimmer hatte keine Außenwand mehr. Mit tonloser Stimme unterbrach Die Mutter das tiefe Schweigen: „Löschen Sie doch das Licht, Frau Marta, sonst sehen uns Die Engländer noch." Mit dem Klang dieser Worte kam Frau Marta Die Erinnerung wieder, die Erinnerung in die eben abgelaufenen sechzig Sekunden. Die Hebamme spürte stechende schmerzen im Rücken, versuchte ein paar Schritte und meinte nieterfaüen zu müssen. Mer sie durfte jetzt nicht schwach werden, sie patte die Verantwortung für Mutter und Kind, sie mußte auf Dem Posten bleiben. Die Gedanken jagten ihr durch den Kopf: Was hat sie zu tun? Und dabei ahnte sie nicht, daß sie die wichtigste Tat schon vollbracht hatte: die Rettung des Neugeborenen vor dem sicheren Tode. Neben der Hebamme, die Da noch halb betäubt stand, lag ein großer Mauerbrocken, her ihr in Den Rücken geschleudert worden war, groß genug, um dem eben geborenen Menschlein das Lebenslicht wieder auszublasen. In Sekunden hatte sie die Gefahr erkannt, und wahrend das halbe Haus einstürzte, warf sie sich über Das vor zehn Minuten geborene Kind, mit ihrem Körper das herabstürzende Gestein abfangend, mit ihrem Leben — wenn nötig — das Leben des Kindes zu erkaufen. Nun hielt sie den kleinen Erdenbürger an sich gepreßt. ,La", sagt« sie zur Mutter, „ich will die Lampe löschen, das Licht Dringt hinaus." UnD Dann hielt Die Frau aus, bis sie Die Anvertrauten, Mutter und Kind, in nahe gelegener Pflegestätte wußte. Die Hebamme Frau Marta F. erhielt für ihren heldenhaften Einsatz die Kriegsverdienstmehaille. — Heute noch leidet sie unter Dem Schlag, Den ihr das auf sie herabgestürzte Gestein versetzt hat. Doch auf alle Fragen, was sich damals in her ... straße ereignet habe, antwortet sie auch heute noch: „Eigentlich gar nichts, Da ist nur eine Bombe eingeschla- gen " Wissen wir es von unseren Soldaten anders, als daß sie sich über Die schwersten Stunden auszu- schweigen verstehen? Und das sind Die Tapferen Der Heimatfront, die in der Sekunde der Gefahr Da stehen wie der Soldat. Zu ihnen gehört Frau Marta, Die Hamburger Hebamme. Oas Theater des »starten Mannes''. Mit solchen .Mlotria", wie sie her erste preußische König im Theater nach seiner Ansicht gepflegt hatte, räumte der „SoldatenkÜnig" Fried- richt Wilhelm I. sofort gründlich auf. Schon als Kronprinz hatte er durchgesetzt, daß alle' französischen Schauspieler verabschiedet würden. Kaum war Friedrich Wilhelm König geworden, entließ er die italienische Oper und löste die große Kapelle auf; nur ein Musiker, Gottfried Pa pusch, wurde zum Kapellmeister Der Hoboisten Der Potsdamer Grena- Dierregimenter ernannt, Die des Soldatenkönigs musikalische Ansprüche vollkommen befriedigten. Eine Anzahl strenger Verordnungen wurde gegen die „Komödianten, Seiltänzer und Marktschreier" erlassen, und in den Entwurf zum preußischen Land- recht auf des Königs ausdrücklichen Befehl die Be- frimmung mrfgenommen, daß „Komödianten ohne Ihr« königlichen Majestät. Spezi alp rivi V egiurn herigen stellvertretenden Generatftabschejs und Ehsf der Intendantur des Heeres, übertragen. * Der Duce hat den italienischen Kronprinzen emp'- fangen. Der Kronprinz hat Bericht über seine Be° sichtigungsreise in Sardinien und, andere milita- rische Fragen erstattet. Der neue sowjetische Gesandte in Australien, An- drei Petrovich Vlassow, überreichte dem britischen Generalgouverneur von Australien, Lord Gowrie, sein Beglaubigungsschreiben. * In der Nacht zum Mittwoch ist wiederum eine größere Zahl von Flugzeugen in Die Nord- und Ostschweiz emgeflogen. Die Fliegerabwehr trat in Aktion. Aus dem Reich. Oer Gauleiter in der Mainzer Gauschule der NSB. NSG. Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger besuchte am Mittwochnachmittag Die Gatisch u l e der NSV. in Mainz. In der Gauschule Der NSV. werden die Kindergärtnerinnen, Volks- Pflegerinnen- Kindergartenhelfe'rinnen, Jugendhilfe Sachbearbeiter und -Sachbearbeiterinnen in mehrwöchigen Lehrgängen politisch und weltanschaulich geschult und erhalten Einweisung in ihre im Rahmen der NSV.-Arbeit liegenden Arbeitsgebiete. Die Führung durch die Gauschule erfolgte durch Gauamtsleiter Oberbereichsleiter Fuchs. * Am Nachmittag überreichte der Gauleiter dem Gauamtsleiter Kreisleiter F u ch s sowie dem Orts- gruppenlester Der Ortsgruppe Mainz-Gautor Rech das ihnen für ihren tatkräftigen Einsatz bei einem Luftangriff verliehene Kriegsverdienstkreuz I. Klasse mi|t Schwertern. Oie Gymnasien. Die Zahl Der Gymnasien ist seinerzeit durch die Schulreform stark vermindert worden. Trotzdem ist Der Zugang zu Den Anfangsklassen Der Gymnasien von 1937 bis 1939 gewachsen. Auch 1941 ist Die Zahl der Anfangsschüler wieder erheblich geftiegen. Ein weiterer Anstieg liegt im Schuljahr 1941/42 bei 63 v. H. der 106 preußischen Gymnasien vor. Insgesamt sind in den preußischen Gymnasien in diesem Schuljahr 879 Schüler mehr als im Vorjahr in Die erste Klasse ausgenommen worden. Die ursprünglichen Bestimmungen über die Zahl ter Gymnasien sind gelockert worden, so daß eine Reihe von Gymnasien wieder hinzugekommen ist, im Schuljahr 1941/42 allein 16 Anstalten. Wohnraumlenkung. Der totale Krieg zwingt uns auch zur äußersten Einschränkung her Wohnungsneubautätigkeit. Uch so mehr muh sichergestellt werben, daß der frei- werdende Wohnraum nach gerechten Gesichtspunkten verteilt wird. Dabei werden in Zukunst hie Volkskreise bevorzugt werden, die sich durch beson- tere Leistungen oder Opfer ausgezeichnet haben. Das sind Ritterkreuzträger, Kriegsversehrte, Krieger- Hinterbliebene sowie die Bombengeschädigten und kinderreichen Familien. Die Verordnung des Reichs- wohnungskommisfars Dr. Ley sieht auch Maßnahmen vor, um den Kreis dieser Wohnungen so weit wie möglich zu erweitern. So werden die für an- z here als Wohnzwecke benutzten Wohnungen in weitergestecktem Ausmaß als bisher wieder für Wohnzwecke frei gemacht, und es wird versucht werden, neue Wohnräume durch Um- ünd Aus- bcutten aller geeigneten Räume sowie durch Teilung freiwerdender großer Wohnungen zu "gewinnen. Die Durchführung ist Sache der Gauleiter als Gauwohnungskommissare bzw. nach deren Weisungen Sache der Gemeinden. Wohnungfuchende wenden sich daher zunächst an ihre Wohnsitz-Gemeinde- Kunst und Wissenschast. Die Geigerin Alma TNoodle gestorben. Die hervorragende Geigerin Alma M o o D t e, Leiterin her Meisterklasse für Violinspiel an Der Staatlichen Hochschule für Musik in Frankfurt a. M., ist im Alter von 43 Jahren plötzlich an einem Herzschlag geftorben. — Alma Moohie mar in Australien geboren, hatte sich aber schon feit vielen Jahren in Deutschland, wo sie ständig lebte. Heimat- recht erworben. Ihre erste Ausbildung erhielt Alma Moodi auf dem Brüsseler Konservatorium. Als Dre-i-. zehnjährige musizierte sie bereits mit Max Reger zusammen. Von Hamburg aus hat sich bann das ehemalige Wunderkind Die musikalische Welt Deutschlands und ganz Europas erobert. Alma Moodies Spiel zeichnete sich ebenso durch seine technische Brillanz wie durch den edlen und großen Ton aus. Ihr ^tzepertoire umfaßte klassische wie Moderne Werke. Hans Psitzner hat u. a. ein Violinkonzert für sie geschrieben. Auch im kammermusikalischen weder in noch rnuher den Messen und Jahrmärkten geduldet würden". Dieses Verbot wurde in Der Provinz mit Strenge aufrechterhalten, in Berlin war der König duldsamer und erlaubte, daß die „soeben angekommenen Komöbianten gegen Erlegung von 30 Talern pro Monat" spielen dürften, jedoch mußten stets bas Stück oder wenigstens Der Theaterzettel vorgelegt werden. Die, Nachgiebigkeit des Königs wurde in diesem Falle durch die Vorliebe veranlaßt, die er für den wichtigsten Theaterunternehmer des damaligen Berlin, den „starken Mann", Eckenberg, hatte. Dieser Sohn eines Sattlers, Der vom König von Dänemark geadelt wurde, muß wirklich Riesenkräfte besessen haben. Eine Kanone von 2000 Pfund Gewicht soll er samt aufsitzendem Tambour so lange mit Der Hand in die Höhe gehalten haben, bis Der Tambour langsam ein Glas Wein ausgetrunken batte; Zwei Pferde vermochten ihn nicht von her Stelle zu Ziehen. 1717 erteilte Friedrich Wilhelm diesem Herkules ein Patent, nach dem er in Berlin neben selltänzerischen und akrobatischen auch theatralische Vorstellungen geben durste, in Denen man freilich nach dem Urteil eines Kritikers „in 10 Minuten - 20 Zoten" hörte. 1732 wurde Eck en berg zum „Hof- komödianten" ernannt und erhielt die Erlaubnis, m allen preußischen Landen ztt spielen „zur Re- creation und Zeitvertteib vor solche, die nicht viel zu thun haben." Der Kraftmensch, ter ein starker Trinker war, führte manchmal mitten auf her Szene recht unlieb« same Spettakelstücke auf und befand sich in beftän- higen Geldverlegenheiten, die er Dem König in beweglichen Klagen oortrug. Dabei zahlte er seinen Schauspielern nur geringe Gagen, wie wir aus einer seiner Bittschriften entnehmen können. Da die schauspieler von ihrer Gage nicht leben konnten, mußten sie sich Nebenverdienste suchen, teils als Tayz-, teils als Fechtlehrer; Der „Hofovorist" Baß- uug war sogar zugleich Hofoperateu^ C K. In it n 2 m (Nachdruck verböten.) 18. Fortsetzung. menschlich ist bem nahe. Werk in m ir- 15= ng 'N. lU‘ ;en ien in ik n- n. r- 4- kten sto- ömjt ben von iu&: itefr Häßliches, Dumpfes, Lichtarmes fremd. Am zweiten Tage war's, daß ratlos vor ihrer Maschine stand, die junge Frau daß die Tränen Dieter Tage fand in der Städtischen Han- delsleyranstalt Gießen eine von der Gau- Wirtschaftskammer Gießen veranlaßte Son» dsr-Stenotypisten«Prüfung für Schüler und Schülerinnen der Abgangsklassen der Handelslehranstalt statt, an der 60 Anfänger und Anfängerinnen teilnahmen. Wir hatten Gelegenheit. während einer Stunde als Beobachter der Prüfung einer der drei Gruppen beizuwohnen. ie *r isein den ger ieser one; be- oichl :b?r W atte; rteüt ekm eben M eililh inten bnis- viel der Dl., W in len >at- mo rek ger das W lies w »US- irne zert hen , dem Klassenzimmer sitzen 24 junge Mädchen der Prüflingsgruppe I. Jedes hat eine moderne Schreibmaschine vor sich, daneben liegt allerlei ili-b- nW( eine" au-1 ladie t. Glück auf, Renate! Roman von Ernst Eraa. Line Stunde bei der SlenoWffen-prüsung Beobachtungen beim Klappern 6er (Schreibmaschinen. „Glück Iieat nur im Zufriedensein ... Zufrieden= sein mit sich selbst ... mit seinem Schaffen feinem eigenen Können ..." Diese Worte standen immer wieder vor ihr. Sie erschienen. ihr wie eine alte, vertraute Wahrheit, und doch war es erst fünf kurze Tage her, daß der Mann neben ihr gesessen und diese Worte ausgesprochen hatte. Aber war sie denn glücklich? Hatte sie dieses innere Zufriedensein? Bisher hatte sie es geglaubt, aber je mehr sie darüber nachdachte, um so mehr zweifelte sie daran. Eine vordem nie gekannte Unruhe war über sie gekommen, und zwischen den Gedanken an die Dinge des Alltags stand immer wieder der große, blonde Mann vor ihr, und alles andere trat dann vor diesem Bild zurück. Ganz deutlich sah sie ihn mit seinen hellen, lachenden Augen, die doch wieder so ernst und nachdenklich blicken konnten, mit dem energischen Mund, der so kluge Worte zu sagen wußte, der so unbekümmert lachen konnte, über dessen Lippen aber auch eine häßliche Lüge gekommen war. Warum hatte ar gerade Hammerkott als sein Arbeitsfeld angegeben? Sie hatte sich von Terbrüggen eine Liste oller Beamten geben lassen, die zur Zeit auf der Zeche, beschäftigt waren ... den Namen Werner hatte sie darauf nicht verzeichnet gefunden. Warum hatte er sie belogen? Er kannte sie doch nicht. Und woher wußte er über die inneren Verhältnisse auf Hammerkott und über Walter Hammerkott selbst so gut Bescheid? Und schließlich ... warum mußte sie selbst immer wieder darüber nachdenken? Was war es denn? Eine flüchtige Bekanntschaft wie so manche andere vordem, die sie am nächsten Tnqe wi"der vergessen hatte. Nur zu diesem einen kehrten die Gedanken immer wieder zurück, fragten immer wieder nach ihm, der doch mit einer Unwahrheit auf den, Lip pen von ihr geschieden war ...? Und ganz zaghaft kam die Frage: Liebe ich iyn vielleicht ...? (Fortsetzung folgt.) wir ganz ausnahmsweise mal einer Meinung. Und ich möchte furchtbar gern herausbekommen, was da eigentlich gespielt wird. Ich habe das dunkle Gefühl, daß da so einiges dahintersteckt, das sich vielleicht einmal ganz gut bezahlt macht." „Sie sind ein Narr!" „Möglich. Aber aus Ihrer Weigerung läßt sich zur Genüge erkennen, daß ich mit meiner Annahme nicht so unrecht zu haben scheine." Terbrüggen lief mit kurzen, heftigen Schritten ein paarmal im Zimmer auf und ab. Wie ein Jagdhund ist dieser Bursche, dachte er wütend. Immer hat er die Nase auf der richtigen Fährte, immer dort, wo es sich lohnt, wo man ernten kann, ohne zu säen. Und immer muß ich mit gebupdenen Händen zusehen! Es war zum Verzweifeln! Hätte ich damals gewußt, wie alles kommen würde „Also lassen wir die Sache!" schrie er und warf sich wieder in seinen Stuhl. „Ich muß auf Hammerkott Rücksicht nehmen. Und außerdem muß es ja nicht heute und morgen sein. Wir haben das Bremer Geschäft solange von hier aus bearbeitet, daß es vorläufig getrost so weitergehen kann. Aber tyiet ..." er zog ein Aktenstück hervor und warf es Meinders hinüber, „die Sache mit dem Schiffs- brand auf der ..Sophie van Geldern" muß nun endlich einmal erledigt werden. Lassen Sie an die Versicherung schreiben, daß Sie Montag früh in Bremerhaven sein werden, um die Sache persönlich zu regeln. Dazu werdm Sie ja vermutlich keine Hilfs- kratt brauchen ...?" fügte er mit einem bissigen Austachen hinzu. „Ich weiß gar nicht, warum Sie sich dabei so "ufregen, mein Lieber. Unter so alten, guten Bekannten^ wie mir es ja sind, ist das doch überflüsftg. Außerdem geht es an die N-rven, vergessen Sie das ja nicht, Und im übriaen scheinen ja auch Sie hinter dieser Dame irgend etwas zu vermuten ..." „Unsinn!" ..Wieso? Erstens halten Sie ihre Perssnalnapiere persönlich unter V«"-schluß. Das ist schon sehr un» gewöhnlich und auffällig. Und dann sind Sie zu ihr von einer Liebenswürdigkeit, die Ihnen dem Per- onal gegenüber sonst nicht gerade eigen ist." Aus einen Worten sprach wieder der überlegene Spott, )er Terbrüggen zum Rasen bringen konnte. „Aber jedenfalls ... die Sache in Bremerhaven erledige ich natürlich sehr gern ..." Terbrüggen hatte eine spöttische Bemerkung auf den Lippen. Aber , er unterdrückte sie. Es hatte ja doch keinen Zweck, hier noch viele Worte zu verlieren. „Am besten, Sie reisen schon am Samstagnach- mittag", sagte er nur. „Die Verbindungen nach Bremerhaven liegen nicht allzu günstig, und Sie müssen am Montag ftüh ftisch fein. Die Verhandln gen dort werden sich vermutlich recht schwierig gestalten." „Gut. Geht in Ordnung. Und was'dieses Fräulein Schmidt anbelangt .. Eine unwillige Geste unterbrach ihn. „Die hat damit nichts zu tun, Meinders. Der Fall ist auch für mich erledigt. Und ihre Vrivat- meinunq interessiert mich nicht sonderlich. Diktieren Sie lieber gleich den Brief nach Bremerhaven." Terbrüggen sah dem Hinausgehenden mit miß- verqnüaten Blicken nach. Die Geschichte mit Bremen war für diesen gerissenen Fuchs wohl ein wenig zu plump anaelegt, sagte er sich. Er hatte den Braten sofort gerochen. Man mußte solche Augenblickssälle in Zukunst erst etwas ausrerfen lassen, ehe. man Meinders damit kommen durfte. Seine Spürnase witterte sofort, wenn sich etwas gegen ihn richtete. Aber soviel stand ja nun doch einmal fest, für den kommend-n Samstag und Sonntag ro^r er ihn los, da würde er ihm gewiß nicht ihm Wege stehen. Renate hatte sich wieder hinter ihre Maschine gesetzt und legte einen neuen Briefbogen ein. Fast zärtlich nahm sie das Papier in die Hand, und nachdenklich lag ihr Blick cruf dem schöngeprägten Firmenzug „Zeche Hammerkott", den zu beiden Seiten die alten beramännischen Wahrzeichen, Schlägel und Bergeisen gekreuzt, schmückten ihr kummervoll in die Augen stiegen. Da trat von einer gleichen Maschine nebenan eine andere junge Frau, länger schon und darum sicherer an diesem Platze, zu ihr hin: „So müssen Sie das machen! Dann ist Las ganz leicht, nicht wahr?" Ja, ganz leicht, wirtlich! Ein getröstetes Lächeln dankte der guten Ratgeberin. Don Stunde an sind sich die 6eiben auch persönlich nahe. Wo Gelegenheit zu einem guten Wort ist, wird sie genutzt. Einmal sagte die freundliche Helferin, und der Zuhörenden dünkte, daß noch niemals ein schlichteres, helleres Wort über den Einsatz der Frau im totalen Krieg der Heimat gesprochen wurde: „Wenn wir jetzt arbeiten und Männerhände ersetzen, helfen wir mit, das Tor in eine neue Zukunft zu öffnen, die unsere eigene glückliche Zukunft ist!" Sch—n. Bilder aus der neuen Wochenschau. Aufnahmen vom KampfJapans umdie Neuordnung Ostasiens leiten diesmal die Deutsche Wochenschau ein. Wir erleben im Bild die Unterzeichnung der Kriegserklärung National- Chinas an England und die USA. Die japanischen Soldaten säubern hie Provinzen Jünnan, Tschekiang und Schansi, deren jede fast so groß wie Deutschland ist, von Tschungking-Banden. Bilder vom Kriegsschauplatz in China geben eine interessante Darstellung von den Schwierigkeiten, die Japans siegreiche Soldaten im Kampf zu bestehen haben. Es folgen Aufnahmen von der Asrikafronet. Ein Panzerregiment hat in mächtigen Kakteenfeldern Reservestellung bezogen. Marschall Rommel begrüßt feine engsten Mitarbeiter. In Tunesien packen unsere Panzerkompanien frisch herangeführte Reserven des Gegners. Amerikaner und Briten treten den Weg in die Gefangenschaft an. An der Küste im Raume von Noworossijsk versuchen die Sowjets Infanterie und schwere Waffen zu landen. Mit großer Wucht setzt die deutsche Abwehr ein. Gelandete Sowjet-Bataillone werden zurückgeworfen. Der Strand von Noworossijsk ist mit Panzern, gefallenen Sowjets und zerschlagenen Waffen übersät. Im S ü d e n der Ostfront stoßen unsere Divisionen zum Donez vor. Eine Vorausabteilung hat Fühlung mit dem Feind genommen. Weit ausaeschwärmt entwickelt sich bas Bataillon zum Angriff. Panzer und schwere Infanteriewaffen bereiten den Sturm der Grenadiere vor. Ein Sturmgeschütz bricht von der Flanke her in das Dorf ein. Bolschewisten werden aus Häusern und Ställen herausgeholt. Am Ostrand des Dorfes hat sich die Masse der Sowjets festgesetzt. Ilm jedes Haus wird erbittert gekämpft. Unsere Grenadiere räuchern die Widerstandsnester aus. Von unseren Panzern überflügelte sowjetische Kolonnen liegen zusammengeschossen und vernichtet an der Straße Auf immer engeren Raum wird die 3. sowjetische Panzerarmee zufammengedrängt. U. Verdunkelungszeit: 11. März von 19.17 bis 6.16 Uhr. »it Tb , ( in Reparaturen vor Neuanfertigung. Die Reichsstelle für Kleidung hat eine Anordnung erlassen, nach der in Zukunft die Reparatur von Kleidungsstücken in erster Linie sichergestellt werden muß. Den Unternehmen der Bekleidungsindustrie, des Bekleidungshandwerks und des Handels wird eine entsprechende Verpflichtung auferlegt. Die Reparaturpflicht umfaßt alle Arbeiten, die notwendig sind, um Bekleidungsstücke wieder tragbar zu machen, wie Ausbessern, Wenden,, Umarbeiten^ Reinigen usw. Für die einzelnen Zweige der Bekleidungswirtschaft können Reparaturbevollmächtigte bestellt werden. Die der Reparaturpflicht unterliegenden Unternehmungen werden vom Reichsbeauftragten für Kleidung oder von den Reparaturbevollmächtigten bestimmt. Die für Reparaturen vorgesehenen Unternehmen der Bekleidungsindustrie und der Textilindustrie dürfen Aufträge auf Neuanfertigung nicht mehr annehmen. Bereits vorliegende Aufträge dürfen nur nach näherer Weisung 'abgewickelt werdest. Für die der Reparaturpflicht unterliegenden Betriebe des Handwerks und des Handels gelten folgende Verbote: Bis zum 15. Mai dürfen Neuanfertigungen aller Art nicht in Auftrag genommen und begonnen werden. In der Zeit vom 15. März bis 15. Mai dürfen auch die in Arbeit befindlichen Neuanfertigungen nicht weiterbearbeitet Serben. Das Verbot gilt nicht für Handwerksbetriebe, die kein offenes Ladengeschäft unterhalten und im Jahres 1942 mehr als 90 v. H. an Lagerware hergestellt haben, ferner für Zwischenmeister, Stückmeister, Hausgewerbetreibende, Heimarbeiter für die ihnen von der Schreibpapier für die Hebungen. Erwartungsvoll sind die Augen der Mädchen auf die drei Personen gerichtet, auf die es hier ankommt: den Vorsitzer des Prüfungsausschusses Prokurist K. H. Kuhl, den Stenographie-Fachlehrer Graf und die technische Lehrerin Frl. Schneider. Aufklärende Hinweise des Vorsitzers des Prüfungsausschusses über den Wert der Stenographie und des Maschinefchreibens für die Büroarbeit, ferner über die Bedeutung eines Zeugnisses über die erfolgreiche Stenotypisten-Prü- fung bilden den Auftakt zu dieser Stunde. Dann gehts an die praktische Arbeit. Zunächst gibt es eine Schnellschreibprobe auf der Schreibmaschine nach einer Druckvorlage, von der in zehn Minuten mit der größtmöglichen Geschwindigkeit abgeschrieben werden muß, wobei nach Abzug der Fehler sich mindestens 150 Rcin- anschläge ergeben müssen. Als zweite Probe aufs Exempel folgt eine Kurzschriftgeschwindigkeitsprobe mit zwei Ansagen von je fünf Minuten Dauer bei einer Geschwindigkeit von 120 Silben in der Minute; diese beiden Ansagen sind auf der Schreibmaschine in längstens 60 Minuten zu übertragen. Die dritte Aufgabe ist die f o r m g e - rechte Gestaltung eines Schriftstückes (Geschäftsbrief), bei der ein angesagter Text in der Geschwindigkeit von 120 Silben kurzschriMch aufzu- nrhmen und anschließend auf einem genormten Vordruck formgerecht und sauber, schön angeordnet im Schriftbild, mit der Schreibmaschine in längstens 20 Minuten ni ederzu schreib en ist. Den Abschluß bilbet ein Kapitel Maschinenkunde, bei dem die Prüflinge über die Behandlung, Reinigung und Anwendung der Schreibmaschine berichten müssen. Die Bewertung aller Arbeiten erfolgt nach einem für das ganze Reich geltenden Punktsystem. Die Mädels der Gruppe sind mit angespanntester Aufmerksamkeit bet ihren Aufgaben. Eifrig fliegen die Bleistifte beim Diktat über das Pavier. Größte Konzentration aller Willenskraft und der geistigen Wachsamkeit offenbart sich bei der Schnellschreibprobe. Hierbei wird der außerordentliche Wert des Blindschreibens besonders deutlich. Die meisten Mädels wenden keinen Blick von der Druckvorlage, die als Manuskriptblatt an dem Halter vor der Schreibmaschine befestigt ist, während die Finger beider Hände wie beim Klavierspielen in größter sind; nicht „Fabrik". Und das Werk — die junge Frau spür?s vom ersten Tage an — ist menschlicher als die Fabrik. Darum ist auch einer dem anderen, die allesamt dem Werk dienen. Aus -er Skadi Gießen. Wenn wir jetzt arbeiten.... Der alte Pförtner, aus langer Erfahrung ein Menschenkenner und gütiger Mensch, nickt der jungen, ein wenig zaghaften Frau freundlich zu, die ihm seit vorgestern abends ihre Werksmarke reicht: „Na, junge Frau, wie war's denn heute?" „Dante, es geht schon besser!" „Sehen Sie wohl, was ich Ihnen sagte. Man lernt alles im Leben. Nichts ist so schwer, wie es einem zunächst scheinen mag!" Im Weitergehen, mitten im fließenden Strom der Straße, denkt die junge Fabrikarbeiterin, die nie zuvor eine Fabrik betreten hatte, an die Worte des Pförtners. Es ist wahr, sie hatte Angst gehabt vor der Fabrik, Angst vor der verwirrenden Gebäudefülle, Angst vor den großen schmiedeeisernen Toren, Angst vor den himmelragenden Schornsteinen, Angst auch vor den vielen fremden Men- schen. Aber da man sie gerufen hat, ist sie gekommen und hat ihre Angst tapfer hinuntergeschluckt. Zuerst, bevor sie im tausendfältigen Getriebe des Werkes stand, schien es ihr, als greife der „Moloch Fabrik" mit klobigen Händen nach ihr. Stattdesien waren da in dem Betrieb freundliche, ratende Hel- fer, die sie gewissssermahen an die Hand genommen und Schritt für Schritt in das Werk geführt haben. Ja, „Werk" sagen die anderen, die schon lange hier Industrie übertragenen Neuanfertigungen. Auch während, der Verbotszeit sind Neuanfertigungen gestattet für Uniformen, Trauer- und Umstands kleidung, Leibbinden nach ärztlicher Verordnung, Umständs- aürtel und Mieder, alle Kleidungsstücke auf Bezugschein und Neuanfertigungen für öffentliche Auftraggeber und für Fliegergeschädigte. Die Anordnung tritt am 10. März in Kraft. Feldpostvermittluna der Reicheifrauenführung eingestellt. Die Reichsfrauenführung gibt bekannt, daß sie ab sofort die Feldpostvermittlung zwischen Front und Heimat einstellt. Da durch geeignete Maßnahmen der Partei dafür gesorgt ist, daß Soldaten ohne Angehörige ausreichend betreut werden, entsteht für sie daraus fein Nachteil. Der Vorrang bei der Postbeförderung, insbesondere in den Osten, gehört zur Zeit den Fcrmilienbriefen. Nährmittelmarken in Gaststätten. Auf Grund von Verhandlungen mit den zuständigen Reichsstellen hat die Wirtschaftsgruppe Gaststättengewerbe Richtlinien für die Forderung von Nährmittelmarken in den Gaststätten festgelegt. In den Gaststätten werden heute vielfach für eine Suppe 25 Gramm Nährmittelmarken verlangt, obwohl diese Menge in einer Suppe nicht enthalten ist, wie ebenso für eine kleine Portton Nachtisch, die ebenfalls nicht die Menge von 25 Gramm enthält, eine Närhmittel marke gefordert wird. Nach den neuen Richtlinien dürfen für einen Teller nährmittelhaltige Suppe Marken nicht verlangt werden. Die Forderung von Eile über die Tasten der Schreibmaschine hin- und herfliegen. Ein Ohrenschmaus ist es gerade nicht, den die Mädels mit dem Geklapper der 24 Schreibmaschinen darbieten. Mit der Stoppuhr in der Hand hat die technische Lehrerin die Zeit des Beginns der Arbeit festgehalten, nach der Stoppuhr wird die Arbeitszeit von zehn Minuten abgeschlossen. In diesem Augenblick geht ein Aufatmen der Entspannung durch die Reihen der Mädels. Jeder von ihnen ist bewußt, daß nun eine besonders schürfe Probe aufs Exempel überstanden ist. Einige sind bei dem Schnellschreiben fast bis an das Ende der Druckvorlage gelangt, sie haben also das äußerste Maß der 'Anforderungen nahezu erreicht, w^rig- stens soweit die Schnelligkeit des Schreibens in Betracht kommt. Ob sie auch hinsichtlich der Richtige feit und der technischen Sauberkeit des Schreibens — Tippen kann man hier nicht sagen, denn die Tipper auf der Schreibmaschine haben schon längst keine Aussicht mehr fm Beruf — vor dem Urteil der Wertungsrichter bestehen können, muß erst die Prüfung der Arbeiten ermessen. Aber angestrengt haben sie sich allesamt, denn in jeder ist der Ehrgeiz lebendig, die Prüfung zu bestehen. (Ebenso eifrig und mit gesammelter Geisteskraft wird bei der Eledigung der anschließenden Prüfungsausgaben gearbeitet. Dann ist für die Prüflinge der Vormittag und damit die Prüfungszeit vorbei. Nunmehr setzen sich die sachkundigen und durch langjährige Stenographenarbeit erfahrenen Bewerter, Prokurist Kuhl und Fachlehrer Graf mit weiteren Steno - graphielehrem, zur Ermittlung des Ergebnisses und damit zur Festlegung der Noten zusammen. Die Prüfung ist bestanden. Ob aber die Mädels ihre Tätigkeit jetzt sogleich in der erstrebten Büroarbeit ausüben können oder ob sie ihre Kräfte zunächst beim Einsatz in kriegswichtigen Werkstätten für die Volksgemeinschaft nutzbar zu machen haben, darüber entscheidet das Arbeitsamt, das für die zweckmäßigste Nutzbarmachung aller Arbeitskräfte verantwortlich ist. Bei dieser Prüfung haben von 60 Prüflingen 52 bestanden. Davon sind 23 aus der Stadt Gießen, einschließlich Wieseck und Klein-Linden, 12 aus dem Landkreis Gießen und 17 aus den angrenzenden hessischen und preußischen Kreisen. Interessant ist in diesem Zusammenhänge eine Aufstellung des Vorsitzers des Prüfungsausschusses, Prokurist K. H. , Kuhl, über die Ergebnisse der bisherigen Prüfungen dieser Art. Danach haben vom 6. November 1921, dem Tag der ersten derartigen Prüfung, bis jetzt, 6./7. März 1943, bei insgesamt 36 Prüfungen 620 Teilnehmer und Teilnehmerinnen sich der von der Industrie- und Handelskammer Gießen (jetzt Gauwirtschaftskammer) angesetzten Prüfung in Stenographie und Maschineschreiben unterzogen, von denen 385 bestanden haben und damit das erstrebte Zeugnis der erfolgreichen Handelskammerprüfung erhalten konnten. „Aber unter einer kleinen Bedingung, mein lieber Terbrüggen ..." „Namnd ...?" kam es gespannt zurück. „Daß Sie mir das neue Fräulein Schmidt als Bürokraft mitgeben." Klar und bestimmt kam diese Forderung von 'einen Lippen. Terbrüggen war es, als glitt ihm der Böden unter den Füßen weg. „Warum gerade Fräulein Schmidt?" stieß er her- *Dor. Nervös suchte er nach einem stichhaltigen Einwand. Sollte er an dieser lächerlichen Forderung Hf^itern? „Die Schmidt ist doch noch keine Hilfe „Ich werde sie mir schon anlernen", erwiderte Meinders trocken. „Außerdem hat sie Hammerkott persönlich hierher empfohlen. Das wissen Sie doch selbst. Er würde also kaum damit einverstanden fein, wenn ich sie letzt wieder wegschicke, um mit Ihnen nach Bremen u gehen." Meinders hob die Schultern. „Eine Frage kostet ja nichts. Hammerkott kümmert sich jedoch auch sonst nicht um Ihre Maßnahmen. Außerdem haben Sie ja die Generalvollmacht, ruf die Sie sich immer berufen können, wenn es notwendig ist." Terbrüggen stand ärgerlich auf. Er sah, daß er euch jetzt wieder mit seinem Plan gescheitert war. „Machen Sie mir doch nichts vor, Meinders", chrie er erbost. >,Sagen Sie doch offen, daß Sie "icht wollen oder was sonst dahintersteckt!" »Hinter diesem Fräulein Schmidt, meinen Sie?' erwiderte der andere mit unerschütterlicher Ruhe. Sehen Sie, Terbrüggen, ht diesem Punkte sind Zusammenspiel war die Äünftlerm allgemein geschätzt. Als Gast des Gießener Konzertvereins war Alma Moodie den Musikfreunden unserer Stadt per- sönlich bekannt und in bester Erinnerung. Es sei nur an das glanzvolle Programm erinnert, in dem sie seinerzeit hier Pfitzner (e-moll-Sonate, op. 27) und Reger (ci-moU-Sonate), Händel, Sarasate und de Falla spielte'. — Im Jahre 1937 war die Geigerin von Köln aus an die neue Staatliche Musikhochschule in Frankfurt verpflichtet worden. Der Bildhauer Stanislaus Lauer gestorben. Professor Stanislaus (Sauer, Lehrer für Plastik an der Königsberger Kunstakademie, ist verschieden. Noch im Oktober v. I. war er an seinem 75. Geburtstage mit der Goethe-M^aille ausgezeichnet worden. Cauer stammte aus einer Kreuznacher Bildhauerfamilie, deren Stammvater Emil, ein Schüler Rauchs, durch Figuren aus der Reformattonsge- fchichte und aus den deutschen Märchen bekannt wurde, die in Nachbildungen große Verbreitung fanden. Der Enkel arbeitete viele Jahre mit seinem Vater Robert zusammen in Kassel und wirkte seit 1907 in Königsberg. Er schuf Denkmäler von Schiller, Stein, Mottke, Ludendorff und die erste Hindenburg-Büste für das Rathaus in Königsberg. Der lange Aufenthalt (Sauers ist Jtalfen — schon mit 15 Jahren arbeitete er im römischen Atelier seines Vaters — hat den Stil des Künstlers stark beeinflußt. Er lernte dort die Marmortechnik der italienischen Bildhauer kennen. Seine „Psyche" und seine weiblichen Figuren, der „Stirnbinder" aus Bronze, der „Eva-Brunnen" in Königsberg zeigen antikisierende Momente. A. v. Oertzen. Die Llllenlhal-Denkmünze für Oskar Urfinus. Das Präsidium der Lilienthal-Gesellschaft für Lustfahrtforschung hat dem Rhön-Vater Oskar 11 r - sinus anläßlich seines 65. Geburtstages. die Li- lienthal-Denkmünze verliehen. Die Lllienthal-Ge- jellschaft ehrt damit feine großen Verdienste um den fliegerischen und technischen Nachwuchs der deutschen Luftfahrt. In der Zeit fliegerischer Ohnmacht hat Ursinus durch die Förderung des Segelfluges die Flugbegeisterung der Jugend immer von neuem belebt und den jungen Ingenieuren durch die Anregung zum Bau motorloser Flugzeuge den Weg für eine hervorragende praktische flugtechnische Ausbildung gewiesen. Durch den Segelflug hat er unzählige junge Flugzeugführer für die Luftfahrt gewonnen. Lin rolebercnfberffer Nicolai. Otto Nicolais Bemühen, die melodischen Vorzüge der italienischen Oper mit deutscher Empfindungs- tiefe zu vereinigen, sand seine Erfüllung in dem ewig jungen, letzten Bühnenwerks des früh verstör- denen Meisters, den „Luftigen Weibern von Windsor". Hier war es neben der Musik auch der Text, der sich weit von der italienischen Atmosphäre entfernte. Südländisch temperamentvoll ist die Musik iN dem Dorangegangenen „P r o s c ri t t o", dessen Handlung Willi Hanke (früher in Gießen) und Dr. Max Loy in ihrer Bearbeitung folgerichttg nach Sizilien verlegten. Das vielfach dramatisch ab- gewandelte Thema der unerwarteten Heimkehr eines Totgeglaubten nach jahrelanger Abwesenheit bildet den Inhalt des Geschehens. Nicolais Musik hat den melodischen Schwung und - die orchestrale Leuchtkraft der italienischen Oper, sie steigert diese noch durch die Wucht klangvoll gesetzter Chöre. Dabei läßt die geistreiche Durcharbeitung der Partitur sowohl den künsllerischen Ernst des.deutschen Komponisten erkennen wie zugleich die große Liebe, die er dem von ihm selbst mehrfach überarbeiteten Werk nigemanbt hat. Die Aufführung in der Berliner etaatsoper betonte unter Johannes Schüler die innere Dramatik der Musik. Lothar Band. Hochfchulnachrichlen. An Stelle des Sttasrechtlers Professor Dr. Gab- 1 as, der, wie schon gemeldet, einen Ruf an die Universität Leipzig angenommen hat, ist Professor Dr. Wilhelm Oiefeier, Direktor des Rassen- biologischen Instituts, zum Prorektor der Universität Tübingen ernannt worden. — In Tübingen wurde Professor Dr. Ludolph Fischer zum planmäßigen a. o. Professor für Tropenmedizin ernannt. Damit erführt die bisher von dem Deutschen Jnstt- lut für ärztliche Mission e. 23. in Tübingen in Zusammenarbeit mit der medizinischen Fakultät gepflegte Ausbildung in Tropenmedizin einen Einbau in den Aufgabenkreis der Universität. Professor Fischer wurde 1900 in Hamburg geboren, mar zunächst am Institut für Schiffs- und Tropenkrankheiten in Hamburg und ^als Schiffsarzt tätig, arbeitete dann am Physiologischen Institut in Würzburg und seit 1928 an der Medizinischen Klinik der Universität Tübingen. Er habilitierte sich 1930, ging 1938 nach Kabul als Leiter der Städtischen Pvtt- kttniken und als Hygieneberater des Gesundheits- ininisteriums, kehrte 1941 nach Deutschland zurück und steht zur Zeit als Marinesanitätsoffizier im Felde. _____________________ für einen I schiller haben eine überdurchschnittliche Beteiligung ____hpr berufsreif werdenden Jahr- werden. Frühlingsblumen unter Naturschuh Am 13. 3.1943: 681-750 8-9 01582/ Mietgesuche Statt Karten. Danksagung. 01565 Jugend Kn K U m E H A M frUR D O M 1 COMMERZBANK 501-560 561-620 621-680 9-10 10-11 11-12 INDER , weh Ein Karl-Ritter-Film derSfa mit P.Hartmann, H. Stelzer F. Kämpers, C. Raddatz 0. Sima, M. Bard, B. Drews Carsta Lock, M. v. Dittmar Spielleitung: Karl Ritter Heute Donnerst Wlederauflflhrunl Liditfpielhaus Unser Jörg-Michael hat 5 ein gesundes Schwesterchen Amrei-Barbara bekommen In dankbarer Freude Liselott Buddenslek geb. Bännlnger Dr. Hellmut-Dietrich Buddensiek Möbliertes oder teile, möbliertes Wohn-u. Schlafzimmer mit liüche für Ehepaar sofort oder später gesucht. Schriftl. Angebote unter 01536 an den Gießener Anzeiger erb. haben, ist ein altes Gebot Wenn jetzt der Zivilbedarf an Glühlampen hinter den Wchrmacht8,:eferungen vorerst zurückzustehen hat, so rät OSRAM: Legen Sie jede im Kriege nicht leuchtwichtige ßrennstelle durch Locker* schrauben derLampen still! Diese Glühlampen werden Ihnen in tageslichtarmer Zeit willkommene Reser* ven sein... und Strom wird auchdabei gespart ÜBER ALLES Für die Glückwünsche und Aufmerksamkeiten zur Geburt unseres Sohnes Holger danken wir herzlichst Dr.HngofiaßmanngBegiernngsrat Irmgard GaBmann, geb. Schön Gießen, im März 1943 Liebigstraße 33 . Für die lieben Glückwünsche und Aufmerksamkeiten anläßlich unserer Verlobung danken wir, auch im Namen Unserer Eltern, herzlichst Martha Jung Hans-Joachim Englert San.-Unteroffiert cand. med. Gießen, im März 1943 | Verschiedenes! Freibank Am IS. 3.1943: 8-9 431-500 Statt Karten! Für die uns erwiesenen Aufmerksamkeiten anläßlich unserer Verlobung danken wir, auch im Namen unserer Eltern, recht herzllich Anni Volkmann Walter Siegel Heuchelheim, im März 1943 ___________________ 01567/ Schon strecken sich die Kätzchen von Haseln und Weiden, um Ihre Pollen dem Wind anzuvertrauen, der sie zu den weiblichen Blüten befördern soll. Die ersten Frühlingsblüher unserer Blütenpflanzen sind schon anzutressen. Zwar erleidet bei milden Witterungsoerhaltmssen die Blütezeit unserer Flora auch während des Winters kaum eine Unterbrechung. Aber es sind meist unscheinbare Pflanzen, sog. „Unkräuter", deren Blüten schon einige Kälte ertragen und die an milden Wintertagen ihre kleinen Blumensterne der Wintersonne erschließen. Jedoch erst die echten Frühlingsblüher Schneeglöckchen, Seidelbast, Küchenschelle, Veilchen, Primeln, Anemonen usw. sind uns Verkünder des Beginnes einer neuen Vegetationsperiode mit ihrer wechselnden Fülle von Wachsen, Blühen und Fruchten. Manche dieser Erstlinge der Pflanzenwelt zählen zu den Seltenheiten unserer heimischen Flora. Aen- derungen der Standortsbedingungen und gedankenloses Sammeln und Pflücken hatten zur Folge, daß Pflanzen, die bei uns früher vorkamen oder gar häufig waren, ausgerottet oder selten geworden sind. Gesetzgeberische Maßnahmen wurden erforderlich, um einer weiteren Verarmung unserer Pflanzenwelt vorzubeugen. Diese im Reichsnaturschutzgesetz und der zugehörigen Verordnung enthaltenen Be- ♦* Zwei Siebzigjährige. Am morgigen Freitag 12. März, können der Kaufmann Christian Arnold, Bahnhofstraße 31, und der Lokomotivführer i. R. Karl Al t, Schwarzlachweg 22 wohnhaft, in bester körperlicher und geistiger Frische ihren 70. Geburtz-tag begehen. Herr Arnold widmet sich noch mit allem Eifer den Aufgaben des von 'hm gegründeten Spezialgeschäfts in der Bahnhofstraße, während Herr A l t seine Ruhestandszeit der ehrenamtlichen Mitarbeit im zivilen Luftschutz widmet. Beiden Jubilaren gilt auch unser herzlicher Glückwunsch. *♦ Arbeitsjubiläum. Am kommenden Samstag, 13. März, kann der Vorschlösser Hugo N j tz s ch e Aulweg 43 wohnhaft, auf eine ununterbrochene 50jährige Tätigkeit bei der Fircha Heyll- qenstaedt & Co. zurückblicken. Der Jubilar versieht trotz seiner 71 Lebensjahre seine Arbeit als erster Betriebsschlosser täglich noch in algewohnter sorgsamster Weise und in voller körperlicher und geistiger Frische. Bei der Betriebsführung und bei seinen Arbeitskameraden erfreut sich tej Jubilar großer Schwer traf uns die schmerzliche Nachricht, daß mein lieber, unvergeßlicher Mann, unser braver Sohn, Schwiegersohn, Bruder und Schwager Wilhelm Ruppenthal Obergefreiter in einem Grenadier-Regt. Inhaber des E. K. 2 im Alter von 27 Jahren bei den schweren Kämpfen im Osten den Heldentod fand. In tiefer Trauer: Frau Toni Ruppenthal, geb. Euler Johannes Ruppenthal und Familie; Familie Euler sowie Geschwister und alle Angehörigen. Daübringen, Hausen, Ettingshausen, Einhartshausen, den 11. März 1943. Die Gedächtnisfeier findet Sonntag, 14. März, 14.30 Uhr, in der Kirche zu Hausen statt. 01577 Für die so überaus zahlreichen Beweise herzlicher und aufrichtiger Teilnahme beim Hinscheidcn unseres lieben Entschlafenen sagen wir auf diesem Wege herzlichen Dank. Elisabeth Jung Else Anderer, geb. Jung. Gießen, Marktplatz 20 I. Lederkoffer oder vulkanisierter 1 zu kaufen gesucht. Schriftl. Angebote unter 01578 an den Gießener Anzeiger erb. | Vermietungen | Wohn- u. klein. Schlafzimmer, teilweise möbl., Zentralheiz., Nähe Kliniken, an einz. Dame zu vermieten. Schr. Ang. unt. 01607 a.d.G.A. Stimmungen zum Schutze einzelner, besonders gefährdeter Pflanzenarten einzuhalten, ist Pflicht jedes Natur- und Heimatfreundes. Nachstehend rufen wir die für uns hauptsächlich in Bettacht kommenden Schutzvorschriften in das Gedächtnis zurück. Schmuck reisig von kätzchentragenden Weiden, Haselsträuchern, Erlen usw., sowie von Bäumen und Sträuchern überhaupt, abzubrechen und nach Hause zu tragen, ist verboten. Es soll damit verhindert werden, daß vielfach nur noch verkrüppelte Holzgewächse in der Umgebung der Wohnstätten, wie dies früher häufig der Fall war, anzutreffen sind und das Aussehen der heimatlichen Fluren verschandeln. Das Erhalten der Kätzchen ist auch im Interesse unserer Bienenzucht von. größter Wichtigkeit, da sie die erste Bienenweide bilden. Im März finden wir im Walde hier und da einen kleinen Strauch, der, noch ohne Blätter, an Aesten und Zweigen mit rötlichen Blüten, Pfirsichblüten, im kleinen, besetzt ist, den Seidelbast, auch Kellerhals genannt. Die in allen Teilen stark giftige Pflanze, daher in der Schweiz „Giftbäumle" benannt, war im germanischen Altertum dem Gott Ziu geweiht. Der Seidelbast steht unter Naturschutz. Jedes Beschädigen der PflaNze durch Abbrechen von Teilen ist strafbar. Den gleichen Schutz wie ter N^.-Bund deutscher Technik / Fachgruppe Bauwesen Am Samstag, dem 13, März 1943, um 16 Uhr spricht im großen Hörsaal des Chemischen Institutes der Universität Gießen Herr Direktor Dr. Brüche, Frankfurt/M. über Die Wasserversorgung von Paris mit Film und Lichtbildern. Eintritt für NSBDT.-Mitglieder und Mitglieder der Rcichskammer der bildenden Künste frei. Hörerkarten zum Preise von RM. 1.50 an der Kasse. [0I500 mittelmenge. „Du hast die pflicht gesund zu fein!* Die gesundheitliche Belreuungsarbeil der Hitler-Jugend. NSG. Die Dienstappelle der Hitler-Jugend im März stehen im Zeichen der Gesundheitspflege. Für den jungen deutschen Nachwuchs muß es gerade tn der Zeit des Krieges höchstes Gebot sein, sich gesund zu erhalten und sich körperlich und geistig zu ertüchtigen, um später die großen Aufgaben in der Volksgemeinschaft meistern zu können. Die Parole „Du hast die Pflicht gesund zu sein! wird deshalb wie in den Vorjahren unserer Jugend wiederum mit ollen praktischen Anwendungsfolgerungen nahe- aedracht. Besonders wichtig ist in diesem Zusammenhang die allgemeine gründliche Zahnsanierung. Hier besteht die Möglichkeit, den 16jährigen Zungen Beihilfen durch die Hitler-Jugend für die Zahnbehandlung zu gewähren. Entsprechende Anträge können bei 'den behandelnden Aerzten gestellt werden. „Raffe und Industrie.* In der Vortragsreihe der DAF. für Betriebsführer und betriebliche Unterführer sprach bei dem dritten Vortrag, nach der Einleitung durch -den Kreisberufswalter Hofmann, im Großen Horsaal der Universität Professor Dr. M ü l l e r von der Universität Prag über das Thema „Rasse und Jndu- sttie". Der Vortragende betonte u. a.: Für die gegenwärtigen und künftigen Aufgaben unserer Industrie ist, wie jedem Praktiker aus eigener Erfahrung ver- * traut, die Nachwuchsfrage von außerordentlich ernster Bedeutung. Schon jetzt ist eine gewisse stetige Qualitätsminderung der an und für sich schon dünn gesäten Nachkriegsgeburtenjahrgänge erkennbar, die jetzt berufsreif werden. Diese ist nicht nur auf mangelhafte Ausbildung, sondern, wie an reichen Beispielen gezeigt wurde, in erster Linie auf eine qualitätsmäßig ungünstig wirkende unterschiedliche Fortpflanzungsstärke der Leistungsschichten unseres Volkes zurückzuführen. Lediglich mindere Begabungsstufen und vor allem erschreckende Ergebnisse an den Geschwisterziffem der Sitzenbleiber und der Hilfs- 1 Installateur-Lehrling 1 Elektro-Lehrllng zu Ostern 1943 gesucht. Rudolf Rödiger o.H.G. Gießen, Walltorstraße 35. Einstellung 802d erfolgt über das Arbeitsamt. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wichelm Lange. Stellvertreter bei hauptichriftleitcrs: Ernst Dlumschein. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans Thyrtost für Stadt Gießen, Provinz Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschein. SDrud und Verlag: Brühlsche Univerfitätsdruclerei N. Lange K. G. Verlagsleiter: Tr.-Jng. Erich Hamann; Anzeigenleiter: Hans Beck. Anzetgenpretsliste Nr. 6. Wertschätzung. Dem alten Herrn unseren herzlichen Glückwunsch. Zuchthaus für einen pöckchenmarder. Lpd. Offrnbach a. 'm., 10. Mürz. Der als Postsacharbeiter mit dem Verladen unt> Sortieren von Fcldpostsenbungen beschäftigte Leonhard Blank aus Offenbach wurde von dem Sondergericht in Darmstadt als DolksschäMngsverbrecher zu 1 Jahr und 10 Monaten Zuchthaus verurteilt, weil er im vergangenen Januar an einem Tage aus einem beschädigten Fel'dpostpäckchen Nahrungsmittel und ein weiteres Feldpostpäckchen mit Tabak entwendet hatte. Das Gebot der Unantastbarkeit des Feldpostoerkehrs hatte zur Folge, daß die einmalige Straftat des bisher unbestraften Angeklagten als ehrloses Verhalten auch mit dem zweijährigen Verlust der Ehrenrechte eines deutschen Volksgenossen bestraft wurde. Ehrloses Verhalten bringt Zuchthaus. Lpd. Pfungstadt (Hessen), 10. März. Chr- und Pflichtgefühl waren fremde Begriffe für die 22jährige Ehefrau Elisabeth Reeg in Pfungstadt, als sie sich im Herbst 1942 in vertrauliche Beziehun-" gen zu einem französischen Kriegsgefangenen einließ, Geschenke und Zärtlichkeiten austauschte und schließlich auch vor noch weitergehenten Einlassungen nicht zurückschreckte. Das Sondergericht in Darmstadt bestrafte diesen auch für die Sicherheit der deutschen Wehrkraft abträglichen Umgang mit Kriegsgefangenen mit 1 Jahr und 3 Monaden Z u ch t h a iNs. am Aufbau der jetzt berufsreif werdenden ^hr- qänqe unseres Nachwuchses aufzuweisen Aus diesem biologischen Qualitätsnachwuchs ergibt sich eine doppelte'Forderung: einmal größtmögliche Sorgfalt bei der Bewirtschaftung des Begabtennachwuchses, o- dann für die Zukunft Mitarbeit durch Vorbüte erziehung und Anregung an der qualitativen B.- völkerungspolitik unseres Volkes, damit seine tüchtigsten Familien auch wieder seine kinderreichsten 25 Gramm Nährmittelmarken ist nur s nährmittelhaltigen Suppentopf zulässig, der etwa drei Teller enthält. Gegen die Forderung von 2d Gramm Nährmittel für eine nährmittelhaltige Nachspeise; werden keine Einwendungen erhoben, die betriebe sind dann aber verpflichtet, die Portion so zu halten, daß die Forderung Don 25 Gramm gerechtfertigt ist. Die Forderung von zusammen 25 Gramm ist auch berechtigt, wenn innerhalb eines Gedecks em Teller nährmittelhalttge Suppe und eine Portion nahrmittelhalüge Nachspeise gelieftrt werden Ist da- gegen die Suppe nicht nährmittelhaltig, sondern lediglich die Nachspeise, so muß diese in ihrer Menge der 25-Gramm-Marke entsprechen. Zulässig ist die Forderung von Nährmittelmarken ferner jur sonstige Gerichte, die mit Nährmitteln hergestellt sind, wie Hülsenfrüchte, Makkaroni, Nudelauflaufe, Reis usw., und zwar in der Höhe der zur Z'ubetti- tung der Gerichte tatsächlich aufgewendeten Nahr- Heute verschied nach kurzem Krankenlager meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Großmutter, Schwiegermutter, Schwester u. Tante Frau Marie Schneider, geb. Euler im 80. Lebensjahre. In tiefer Trauer; Ludwig Schneider, Landwirt und Postetelleninhaber Famile Heinrich Wagner; Familie Wilhelm Wagner Familie Müller. Oderihausen, Hochelheim, Salzböden, den 11. März 1943. Die Beisetzung findet am Sonnabend, dem 13. März, nachmittags 2 Uhr statt. '806 D riMZinmel von Beamten gesucht. Schriftl. Ang. unt. 01596 an 6. Gieß. Anz. Am 9. März 1943 verschied nach langem, ! schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden mein lieber Mann, unter guter Vater, Großvater. Schwiegervater, Bruder, Schwager und Onkel Heinrich Förster im Alter von 70 Jahren. In stiller Trauer: Helene Förster, geb. Krause Hanni Sommeriad, geb. Förster; Käthe Brück, geb. Förster; Heinz Förster, z. Z. im Felde, und Frau Emmi, geb. Oestereich; Karl Förster; Hermann Sommeriad; Wilhelm Brück, z. Z. im Felde; Familie Karl Krause; und 2 Enkelkinder. Gießen (Brandgasse 3), Elbing, 11. März 1943. Die Trauerfeier findet Freitag, den 12. März, 14 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofs | statt. > 01588 ■ Sißtidi tut dte ''V Gebrauchsanweisung, Kochen Sie „Kufeke" nur kurz auf und nehmen Sie nicht mehr „Kufeke“ als vorge= schrieben ist. Sie erhalten „Kufeke“ in Apotheken und Drogerien, und zwar nur auf die Abschnitte A—D der Brotkarte für Kleinstkinder. Seidelbast genießt die auf trockenen Stellen' am Rande der Wetterau vorkommenüe Küchenschelle. Der Name wird von der großen violetten Blütenglocke abgeleitet, heißt im Mittelhochdeutschen - „Gugelschelle", wobei d^ Wortteil „Gugel" eine kapuzenartige Kopfbedeckung bedeutet. Aus „Gugelschelle" wurde fälschlich „Küchenschelle". In den östlichen Steppengebieten beheimatet, sehen wir in der Küchenschelle einen Einwanderer, der in der Nachs eiszeit, wo an manchen Stellen unseres Vaterlandes Steppenklima herrschte, von Osten her einwandertS und sich an einzelnen Stellen bis heute erhalten hat. Ihre Samen besitzen in den verlängerten, mit Flughaaren versehenen Griffeln einen ausgezeickp neten Apparat für die Windverbreitung, welche bei Steppenpflanzen für die Ausdehnung ihres Verbreitungsgebiets hauptsächlich in Frage kommt. Auch die Küchenschelle besitzt in allen Teilen, wie viels Arten ihrer Familie (Hähnenfußgewächse), einen Giftstoff. . > Eine Seltenheit, vielleicht ein Relikt aus der Eiszeit, besitzen wir in dem in der Umgebung von Gießen vorkommenden Frühlings enzian. Er tritt nur an solchen Stellen auf, die zu Natur- Denkmalen erklärt worden sind. Das Betreten dieser Gebiete, das Abpflücken von Pflanzen und Pflanzenteilen auf diesen Stellen ist unter Strafe gestellt. Der Frühlingsenzian pflanzt sich nur durch Samen fort Durch Abpflücken der schönen himmelblauen Blüten wird sein Bestand gefährdet. Es sollte daher jeder Volksgenosse, der eine lieber» tretung des Pflückverbots wahrnimmt, für Anzeige des Frevlers Sorge tragen. Die beiden Schnee» glöckchenarten sind bei uns kaum noch wildwachsend anzutreffen, fo daß sie hier nur erwählst werden sollen. Das Maiglöckchen, die Lilitz der Täler, dagegen findet sich stellenweise noch häufig. V^blumen dürfen in kleineren Mengen gepflückt roftten. Verboten ist dagegen, unterirdisch«. Teile zu beschädigen oder zu entfernen. Die beiden bei uns vorkommenden S ch l ü f f e L» blumenarten öffnen nach Ansicht des Voltes mit ihren schlanken gelben Blüten den Himmel» Primula veris verkündet den Frühling. Auch Schlüst selblumen in mäßigen Mengen zu pflücken ist erlaubt. Dagegen dürfen wildwachsende Schlüssel blumen weder gesammelt noch verkauft werden» Wer solche Schlüsselblumen zum Verkauf anbietei, muß durch gesetzlich vorgefchriebene Unterlagen nachr weisen, daß die von ihm feilgebotenen Schlüssel-- blumen durch Anbau im Inland gewonnen wurden. Das immer seltener werdende Vorkommen dek Schlüsselblumen in der Umgebung der Städte hak dieses Verkaufsverbot liotwendig gemacht. Für das Sammeln von wildwachsenden Pflanzest nicht geschützter Arten oder Teilen solcher ist der vorgefchriebene Erlaubnisschein bei der Ortspolizöi oder dem Forstamt zu erwirken. Schlüsselblumen dürfen zum Sammeln für den Handel oder fuö gewerbliche Zwecke nicht freigegeben werden. O. Vf Dreißigjähriger, 1,65 yr., wünscht mit einem netten Mädel in Briefwechsel zu treten zwecks baldiger Heirat Zuschriften mit Bild unt. 01586 an d. Gieß. Anz. Am Dienstag zwischen 11.30 u. 12 Uhr in der Blockstraße schwarze Bnefiafßie mit wertvollen Ausweisvavier. verloren. Wiederbringer erhalt hohe Belohnung. [01504 Abzugeben bei (Holstein (Holstein), ^stemstratze 56. ä-4 3imme möglichst bald zu mieten gesucht. Schriftl. Angeb. unter 01605 an den Gieß. Anz. Mittlerer Raum zum Einstellen von Möbeln sofort gesucht. Otsos Näheres: Delevlwn 4652. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme sowie für die zahlreichen Kranzspenden und die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Weisel beim Heimgang unserer lieben Entschlafenen danken wir herzlich. Ludwig Luh II. und alle Angehörigen. Gießen-Klein-Linden, im März 1943. •01572 Suche Spinnrad gebrauchsfähig, zu kaufen. Schr. Ang. unt. 01580 a.d.G.A. Suchegebraucht. smiRetllaoier oder Ziehharmonika. Schr. Ang. unt. 01576 a.d.G.A. Gut erhaltener, großer ffleiöeHtant z, kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 01606 a.d.G.A. Zwillmgs- Tportwagen gut erh., gesucht. 01609 Helbing, Aulweg 113. Gut erhaltener Anzug f. Siebzehnjähr. (schlanke Figur, 1,70 m) zu kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. unter 799 D an den Gieß. Anz. Lang., hellfarb. Kleid f. schlanke, große Figur zu kaufen gesucht. Schriftl. Ang. unt. 01603 an d. Gieß. Anz. Aelter.Ehevaar sucht zur Zeit 2 Zimmer mit Küche und Bad. Schr. Ang. unt. 01595 a.d.G.A. Gut möbliertes Zimmer gesucht. Evtl, separat. Schr. Ang. unt. 01602 a.d.G.A. Großes möbl. IWelzWer m. Kochgelegenheit od. 1 bis 2 leere Zimmer von ölt. Ehepaar (Dauermieter) sofort od. später gesucht. [01581 Professor G. Hilgers, Bad * Nauheim, Adolf-Hitler- Stratze 9. 9-10 751-820 10-11 821-880 Stadt. Schlactilhol Mann zumBeschneiden der Obstbäume gesucht. [01593 Horst-Wessel- Wall 46 p. Arbeiter, 60 Jahre alt, mit schuldenfreiem veim und etwas Berm., wünscht eine liebe Frau zwischen 50 und 60 Jahren, möglichst vom Lande, die den Haushalt gut führen kann, kennenzulernen, zwecks baldiger Heirat. Zuschriften unt. 01575 cm den Gießen. Anzeig. Danksagung. Für die wohltuende Anteilnahme an KU dem schmerzlichen Verlust, den wir durch den Heldentod unseres lieben Sohnes, Bruders, Schwagers, Neffen u. Paten Pg. Fritz Schwarz, Gefreiter in einer Beobachtungsbatterie, erlitten haben, sagen wir auf diesem Wege allen, die unseren großen Schmerz zu lindfern suchten, herzlichen Dank. Familie Karl Schwarz und Angehörige. Hausen bei Gießen, im März 1948. 01557 Tägl. 2.30, 4.45, 7.30 So. 2.00, 4.30, 7.30 hat Zutritt 3-Znerwomng gegen 6—7-Zimmer- Wohnung z. tausch, gesucht, oder Meinhaus in Gießen oder Umgebung« Schr. Ang. unt. 01584 a.d.G.A. Einsam.-Haus in Butzbach gegen abgeschl. 2-Zimmer- Mans.-Wohn. in Gießen zu tauschen gesucht. Schr. 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