Montag. N-Zanuar M3 Gietzener Anzeiger Oer Wehrmachtbericht er. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt Schwimmende Oelfelher und brennende Wracks iiing abzusehen. Ein Lankern, und zwar aus 16 vollbeladenen Tankschiffen, bestehender stark gesicherter Geleitzug ver- » . J. i. _ A • • * X A AM« U > « X* . i M A A X A • tonnen der getroffenen schwerbeladenen Tanker, die DRV. 10. Jan. bekannt: feindlichen Kampfgruppe wurden blutig zurückge- wiesen. An der Eismeerfront setzte die Luftwaffe die Zerstörungen wichtiger Anlagen der 2T(ur- manbahn fort. In Luftkämpfen wurden acht feindliche Flugzeuge ohne eigene Verluste abgeschossen. In Nordafrika infolge ungünstigen Wetters keine Kampfhandlungen von Bedeutung. Die Luftwaffe bekämpfte Zeltlager und motorisierte Kräfte des Feindes. Britische Flugzeuge griffen in den späten Abendstunden westdeutsches Gebiet an. Die Bevölkerung hatte^verluste. hierbei wurden fünf, am Tage an der Kanalküste drei Flugzeuge abgeschossen. Wie durch Sondermeldung bekanntgegeben, führte der Ansatz einer deutschen Unterseebootgruppe gegen einen von Trinidad nach Gibraltar laufend en Geleitzug zu einem vollen Erfolg. Der stark gesicherte verband bestand ausschlietzlich aus großen Tankern, die Betriebsstoff nach Nordafrika überführen sollten. In hartnäckigen Kämpfen wurden 13 Tankschiffe mit zusammen 124 000 BRT. versenkt und weitere drei Tanker torpediert. Die Geleitzuggruppe wurde völlig vernichtet. Der Verlust ihrer Ladung von 174 000 t Betriebsstoff trifft die Kriegführung der Engländer und Amerikaner in Nordafrika schwer. Der Ministerpräsident der chinesischen National- . regierung Wan^^ivMKL, tSHexl«M.j vom Sonntag. Aus dem Führerhauptquarti ongen Weg noch Westafrika zurückzulegen, um >er feindlichen Astikaftont Oeltreibstoff für die dort > ingefallenen Land-, See- und Luftstreitkräfte zuzu- iÜ)r$n. Nachdem dieser Tonkergeleitzug über zwei Drittel seines Weges vom amerikanischen ium afrikanischen Kontinent auf dem Ozean hinter sich hatte, erfaßte ihn in den Nachmittagsstunden, i 1000 Seemeilen von der afrikanischen Küste entfernt, zeugen werden, daß Chinas nationale Entwicklung in Zusammenarbeit mit Japan als vollberechtigtes Mitglied des ostasiatischen Großraums günstigere Aussichten hat, als bei der Fortsetzung des hoffnungslosen Zwistes durch Tschungking, die nur mit angelsächsischer, bestimmt nicht uneigennütziger Hilfe möglich ist. In diesem Sinne begrüßt die gesamte japanische Presse die Kriegserklärung Chinas und die neue Abmachung zwischen Japan und Nationalchina. So betont „Asabi" besonders die erneute Stärkung der Kampffront der Achsenmächte und meint zugleich, daß Tschungkings Widerstand gegen Japan seinen Sinn verloren habe. Ministerpräsident T o j o erklärte, Japan habe durch seine Waffenerfolge im ersten Kriegsjahr die strategischen Vorbedingungen für den Endsieg bereits geschaffen. Mit ' dem Ueberfluß an Rohstoffen und den immer enger werdenden Beziehungen zu seinen Verbündeten Mandschukuo, Nationalchina und Thailand in Ost- asien, sowie Deutschland, Italien und den anderen Ländern in Europa, stehe Japan im Begriff, seine großen Offensiven bis zur Niederwerfung Englands und USA. fortzusetzen. Japan, das heute seine Beziehungen zu Nanking auf eine neue freundschaftliche und kameradschaftliche Grundlage gestellt habe, könne Nationalchina als einem entschlossenen Waffenkameraden die Versicherung geben, daß es mit allen Mitteln den Fortschritt und die Stärkung Chinas fördern werde, um zu dem Wohlergehen des chinesischen Volkes beizutragen. uchte aus der Karibischen See, dem Oel- neer Amerikas kommend, den rund 4000 Seemeilen ein deutsches U-Boot. Auf dessen Meldung hin wurde eine Gruppe deutscher U- Boote zum Geleitzugkampf'auf diesen außerordentlich wertvollen Konvoi angesetzt und schon in der ersten Nacht in mehreren Angriffen ein Tan- k e r nach dem anderen aus dem Geleitzug herausgeschossen. Wo ein Benzintonker getroffen wurde, da lohte eine riesige über viele Stunden brennende Brandfackel hoch, ergoß sich das brennende Oel im feurigen Sprühregen ins Wasser und breitete sich als Brandfläche inmitten der Wasserweiten über viele Seemeilen aus. Als die Morgendämmerung heraufkroch, da sahen die deutschen Ü-Boote ein grauenvolles Bild der hinter ihnen liegenden Vernichtungsschlacht mit den riesigen Oel selbem und den aus brennenden Schiffswracks. Sie sahen die Oel- ausschließlich aus Treibstoff für große Lustoffensive vernichtet. Von Kriegsberichter Schwich. die Reste des Geleitzuges, die getroffenen, aber noch schwirnrnfähigen Schiffe und einen großen Marinetanker für die Oelversorgung der feindlichen Kriegsschiffe mit Torpedos und mit Artilleriebeschuß an. Das Bild dieser Tankergeleitzugschlacht, das sich aus den kurzen hier eingegangenen Funksprüchen formt, ist mit Worten nur schwach nachzuerleben. Wer je die Vernichtung eines solchen Oeltranspor- ters mit jener elementaren Urgewalt sah, dem ist dieses Bild des Grauens bis an .sein Lebensende eingeprägt. Der weiß auch, daß sich da in diesen beiden Tagen südlich der Azoren für Stunden die Hölle aufgetan hat. Was an feindlicher Besatzung auf diesen Tankern gefahren ist, das ist zum größten Teil bei lebendigem Leibe verbrannt. Und jene gewaltige Energie, die in den 174 000 Tonnen Oel enthalten war und die feindliche Kriegsmaschine in Afrika, die Tanks, Autos, Flotten- und Bombengeschwader treiben sollte, die kann sich nun nicht mehr gegen unsere Front richten. Wenn man sich ausrechnek, 'daß ein viermotoriger Langstreckenbomber bei 15stündigem Flug ungefähr 8 Ladelonnen Treibstoff verbraucht. so könnte mit diesem in den letzten beiden Tagen ins Meer gegossenen und nun verbrannten Oel eine Lufloffensive von 5 0 0 viermotorigen Langstrecken- bombern über 44 Tage hindurch geführt werden. Allein an diesem einen Beispiel erkennt man wohl das ungeheure Ausmaß des Verlustes, den unsere Feinde für ihre Kriegführung in Afrika durch diesen neuen überragenden Erfolg unserer U-Boote erlitten haben. Unsere U-Boote haben mit dieser Vernichtungs- schlocht zum ersten Male in ihrer Kriegsgeschichte einen ausschließlich aus Tankern bestehenden Geleitzug völlig vernichtet. Bis heute versuchte der Feind seine wertvollsten Schiffe, die Tanker, in anderen Geleitzügen mit unterzubringen, um ein möglichst geringes Risiko einzugehen. Wie muß es dem Feind auf den Nägeln gebrannt haben, daß er nun auf Biegen und Brechen ein so kostbares Geleit den gefahrvollen Weg über das Meer fahren ließ. Im Jahre 1918 gab schon Clemenceau an Wilson seinem Notschrei nach Oel mit folgenden Morten Ausdruck: „Ein Tropfen Oel ist uns ein Tropfen Blut wert!" Und nach dem ersten Weltkrieg konnten die Amerikaner ihren Verbündeten vorhalten, daß nur eine Woge von Oel die Alliierten zum Siege Bauernsiedlung. Von Karl Albach. Bauer ist kein Beruf, sondern Haltung. Diese Feststellung könnte möglicherweise Mißverständnisse erwecken. Doch der Führer selbst hat schon 1933 auf dem Bückeberg erklärt: Das deutsche Volk wird ein Bauernvolk sein, ober es wird nicht sein. Da aber bei der Vielgestaltigkeit eines Dolkskörpers nicht jeder einzelne Volksgenosse Kulturarbeit am Boden leisten kann, als gesundes Verhältnis der beruflichen Gliederung vielmehr angesehen wird, daß 35 v. H. in der Landwirtschaft, ebensoviele in Handwerk und Industrie, ferner 15 v. H. in Handel und Verkehr angesetzt sind und die übrigen 15 v. H. sich auf öffentliche Dienste und Sonstiges etwa gleich verteilen, ergibt sich ganz von selbst, daß auch für die Aeußerung des Führers nicht der Beruf, sondern die Einstellung zum Leben, die charakterliche Haltung entscheidend ist. Wir müssen, wie es auch der Begriff Blut und Boden zum Ausdruck bringt, die Arbeit am Boden und damit die des Bauern, der das Nährgut für das gesamte Volk zu schaffen hat, als die wichtigste begreifen und zugleich wissen, daß allein die Fortführung der Blutlinien durch kinderreiche Familien den ewigen Bestand des Volkes und des Reiches zu sichern vermögen. Das Bauerntum ist in der Vergangenheit vorwiegend Träger dieser Art und Haltung gewesen. Pflug und Schwert gehörten von jeher zusammen. Aber es ist naheliegend und dieser Krieg beweist es, daß sich diese Haltung nicht auf das Bauerntum beschränkt, sondern sich auf das gesamte Volk erstreckt. Wer die Verhältnisse auf dem Lande kennt, weiß sehr wohl, daß es dort nicht minder als in der Stadt erbuntüchtige Familien gibt, die zwangsläufig aussterben, und es mag feine Richtigkeit haben, wenn dieser Anteil gelegentlich mit 5 v. H. der bäuerlichen Berufszugehörigen angegeben worden ist. Wir haben aber auch unter dem Landvolk Menschen, die ihre Veranlagung zur gewerblichen Betätigung, also zum Handwerk und zur Industrie drängt, wie ebenso geistige Berufe nicht selten der Arbeit am Boden vorgezogen werden. Diese Menschen auf dem Lande zu fesseln, wäre zwecklos, weil sie dort ohne innere Berufung niemals das Höchste an Leistung vollbringen würden. Umgekehrt treffen wir auch Menschen in der Stadt, bei denen das bäuerliche Blut ihrer Vorfahren wieder zum Durchbruch kommt. Sie fühlen sich unglücklich in der Stadt, streben hinaus in Gottes freie Natur, ohne daß sie jedoch bisher ihr Sehnen verwirklichen konnten. Nachdem sich das Volk durch fein Schwert Neuland errungen hat, wird insoweit eine grundsätzliche Aenderung gegenüber früher eintreten" Schon sind die Be- und Aussiedlungsmöglichkeiten im Reich weitgehend untersucht und neue Raumordnungspläne ausgestellt worden. Im allgemeinen kennt man schon die Zahl der Aussiedler, bei deren Feststellung die sog. Arbeiterstellen unter zwei Hektar Land, wie auch die Landarbeiter mit Zwergbesitz, unberücksichtigt geblieben sind, und hat ebenso den Annahme von Anzeige« für bie Mittaasnummer bis 8'/, Uhr desBormittag- Anzeigen^vreile für die Millimeter-Zeile von 22 Millimeter Breite: 7Rvs. für Namilienan* zeigen und private GelegenbeitSanzeigen 14Rvf. f. Werbeanzeigen und geschäftliche Gelegenbeitsanzeigen Plahvorichritt < vorherige Bereinbarung) 25°/» mehr Vernichtender Schlag gegen feindlichen Tankergeleitzug. 1Z4000 Tonnen Oel mit 13 Tankern aus dem Wege nach Afrika durch Ll-Boote versenkt auf die exterritorialen Rechte für feine Staatsbürger unterscheidet sich sehr wesentlich von den Versprechungen, die dem Tschungking-Regime von englischer und nordamerikanischer Seite in der gleichen Frage gemacht wurden. Denn während die Versprechungen der Angelsachsen mit Wechseln auf eine höchst unbestimmte Zukunft vergleichbar sind, macht das japanisch-chinesische Abkommen ganze Arbeit und sieht die volle Wiederherstellung der chinesischen Souveränität in den bisherigen japanischen Konzessionen und die Aufhebung der exterritorialen Rechte für die allernächste Zeit vor. Wenn Japan gleichzeitig verspricht, dem Ueber- gang der internationalen Niederlassungen in Schanghai und Amoy und des Gesandtschaftsviertels in Peking unter nationalchinesische Verwaltungen seine Anerkennung zu gewähren, so ist das gleichbedeutend damit, daß sich dieser Uebergang ohne Schwierigkeiten vollziehen kann, da die Niederlassungen sich in Gebieten befinden, die unter japanischem militärischem Schutz stehen. Die auf Grund der japanisch-chinesischen Abmachungen für die nahe Zukunft zu erwartende Aufhebung der internationalen Verwaltungen in diesen drei Niederlassungen hat in doppelter Hinsicht weittragende Bedeutung. Erstens wird damit endgültig die Axt an die wirtschaftliche Machtstellung der Angelsachsen in China gelegt, die hauptsächlich auf der Exterritorialität und den internationalen Niederlassungen — besonders derjenigen in Schanghai — beruhte. Wie Ministerpräsident Tojo erklärte, wird auch ohne Verzug mit der Verfügung über die Vermögenswerte der feindlichen Untertanen in dem nunmehr unter die Verwaltungshoheit der Nationalregierung fallenden Gebiete begonnen werden. Der große politische Erfolg, den die von Wan- tschingwei geführte Regierung mit der Befreiung china. So betont „Asahi" besonders die erneute Machtstellung der Briten und Nordamerikaner durch dieses Abkommen mit Japan errungen hat,. ist ferner auch geeignet, weitreichende Wirkungen auf di e innerchinesische Lage auszuüben. Wird doch mit der Aufhebung der Exterritorialität und der Beseitigung der bevorrechteten Stellung der unter ausländischer Verwaltung stehenden internationalen Niederlassungen und^Konzessionen eine der wichtigsten Forderungen Sun- paffens, des Vaters der China-Revolution, erfüllt. Man erhofft wohl nicht zu Unrecht in Tokio, daß immer weitere Kreise Chinas sich auf Grund Das nationale China ist jetzt in selbstän-1 waltungsrechfe feiner gegenwärtig in China beigem Entschlüsse an die Seite der Dreier- stehenden Konzessionen der chinesischen Republik , aktm ächte getreten und hat England und den zur ückzu er statten. China übernimmt feiner» ~ ~ • "" - m!-f- seits die Verpflichtung, die Lebens- und Arbeitsbedingungen der dort lebenden Japaner, zumindest im gegenwärtigen Zustand, zu erhalten, ferner das Gebiet der chinesischen Republik japanischen Staatsangehörigen für Wohn- und Arbeitszwecke zu öffnen. Beide Mächte erklärten ihre unerschütterliche PK. Hier ist die Befehlsstelle von Abmi- '^al DÖnitz. Was sich in den beiden letzten Tagen I m Atlantik südlich der Azoren in Höhe der kanarischen Inseln als neuer U-Boot-Kamps abge- pielt hat, das ist heute in seiner ungeheuren Auswirkung für die Kriegführung auf dem afrikanischen Schlachtfeld noch gar nicht in seiner vollen Auswir- Ostasiatische Solidarität im Kampf gegen angloamerikanischenFmperialismus Entschlossenheit, in der Führung des gemeinsamen Krieges gegen die Vereinigten Staaten und das britische Empire auf militärischem, politischem und wirtschaftlichem Gebiet eng zusammenzuarbeiten. Japan betonte noch einmal seinen Willen, in Ostasien eine neue Ordnung auf der Grundlage der Gerechtigkeit zu schaffen und fo zur Herstellung eines dauerhaften Weltfriedens beizutragen. Stärkung der Kampffront. Tokio, 9. Jan. (Europapreß.) Die Hauptbedeutung der chinesischen Kriegserklärung liegt naturgemäß nicht in erster Linie auf rein militärischem Gebiet. Eine unmittelbare Gefechtsberührung zwischen dem von der Nationalregierung beherrschten Gebiet und den feindlichen Mächten besteht vorläufig nicht, wenn man von den auf der Tschungking- Seite eingesetzten nordamerikanischen Fliegern absieht. Auch befindet sich die Nanking-Wehrmacht noch im Aufbau (immerhin wird die Zahl der Truppen der Nationalregierung von „Asahi" mit 300 000 Mann beziffert). Die Hauptbedeutung der national- chinesischen Kriegserklärung für die Kriegführung liegt daher für die unmittelbare Zukunft hauptsächlich auf wirtschaftlichem und politischem Gebiet. Wirtschaftlich ist mit einer noch intensiveren Einspannung der chinesischen Produktion sowohl auf landwirtschaftlichem wie auf industriellem Gebiet für die Zwecke der nunmehr ge= meinfamen Kriegführung zu rechnen. Politisch hat die Nankinger Kriegserklärung einen großen moralischen Wert, weil sie die Nanking-Regierung über den Rahmen des innerchinesischen Streits heraushebt und damit zugleich ganz China eine große positive Aufgabe in dem Kampf gegen den britisch- nordamerikanifchen Imperialismus und beim Auf- bau des ostafiatifchen Raumes zuweist. Unter diesem Gesichtspunkt sind auch die Zu- vrShlsche UniverAättönickerei X. Large General-Anzeiger für Gberheffen geständnisse zu verstehen, welche Japan dem neuen chinesischen Waffengefährten machte. Der ja- , , panische Verzicht aus Konzessionen in China und dieser Ergebnisse der Politik Nankings davon über. t93. Jahrgang Nr. 8 Erictierm inglich, außer Sonntags und feiertags Beilagen: Gießener ^amiltenblätter Heimat imBild-DieScholle Bezugspreis: Monatlich .... .RM.1.80 Lustellgebüör .. „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Sernsvrechanschluß 2251 Drahtanichrift *,Anzeiger" Hvsticheck 116*6 ftrankk /M c. sien. Ein bemerkenswertes Ereignis in dieser Politik ist der japanische Verzicht auf alle exterritorialen Rechte und Konzessionen innerhalb der national- Hmesischen Republik. Während Großbritannien und lie Vereinigten Staaten seit über einem Jahr mit iefc Regierung von Tschunking über die Aufgabe ider Beibehaltung ihrer exterritorialen Rechte feilschen, hat Japan dieser freiwillig entsagt und dem chinesischen Volk eine eindrucksvolle Geste seiner Freundschaft gemacht. Die vollkommene Gleich- lerechtigung zwischen Japanern und Chinesen ist auf tiefe Weife hergestellt, die anglo-amerikamsche Agi- lation von einer Unterdrückung Chinas durch Japan wirkungsvoll widerlegt. Vielleicht öffnen die Ereignisse, die jetzt Nanking-China als Bundesgenossen cn die Seite der Dreierpattmächte geführt haben, len Tschungking-Chinesen die Augen darüber, wo Ue Interessen Chinas am besten vertreten werden. Oie Rückgabe der japanischen Konzessionen. Tokio, 9.Jan. (Europapreß.) Gleichzeitig mit ler schon gemeldeten Kriegserklärung der d)tnefifd)en Nationalregierung in Nanking an die bereinigten Staaten und das britische Empire gab ÜG japanische Regierung ein gemeinsam mit der hinesischen Republik unterzeichnetes Abkommen be- Icrnnt, nach dem sich Japan verpflichtet, die Pep« Bereinigten Staaten den Krieg erklärt. Dieses Er- lignis ist von einer außerordentlichen politischen Znd moralischen Bedeutung, denn diese Kriegs- i ürflärung des nationalen Chinas ist vor allem Ausdruck des festen Vertrauens der Nanking-Re- (lierung auf den Endsieg der Dreierpattmächte. Nur [Ilie Gewißheit, daß die Dreierpaktmächte den end- C'ültigen Sieg über England und die USA. erringen oerben, konnte die Nanking-Regierung in diesen Ütieg führen. Die von über 250 Millionen Menschen um dichtesten besiedelten, geographisch und wirtschaftlich wichtigsten Teile Chinas reihen sich damit | im die Front gegen die anglo-amerikanischen Mächte. Zum erstenmal seit langem sind Japaner und Chi- r.efen nunmehr in einer Kampfgemeinschaft ver- 1 unben. Daß es bazu kam, ist em stolzer Erfolg let japanischen Politik in China unb ihrer Kon- eption der Wohlstandssphäre eines größeren Ost- getragen habe. Inzwischen haben sich die Zeiten geändert. Diese Oelwogen von 174 000 Labetonnen Treibstoff errreichte nicht mehr die afrikanische tonnen Der getroffenen fdjmerbelaöenen xanrer. Die Küste, um dort zu einem Siege der Alliierten bei- sich nicht entzündet hatten und aus denen in breitem zutragen. Sie versank und verbrannte schon in der Strom bas bunfle Oel sich ergoß. Unbeirrt burch > Mitte bes Atlantik durch den harten Einsatz un- Zerstorer, Korvetten unb Kanonenboote griffen fieserer U-Boote. Die Abwehrschlacht im Süden der Ostfront geht in unverminderter Heftigkeit weiter. Alle Angriffe des Feindes wurden abgewiesen, hier- bei und bei Gegenangriffen deutscher Truppen wurden 26 feindliche Panzer abgeschossen. Jnfanterie- und Panzerverbände warfen den Gegner im Zusammenwirken mit starken Fliegerkräften aus zahlreichen Ortschaften und vernichteten an einer Stelle ein feindliches Regiment. In Stalingrad ört- 'iche Stoßtrupptätiakeil. Jagdflieger schossen ohne eigene Verluste 12 Sowjetflieger ab. Im mittleren Frontabschnitt stürmten Kampfgruppen einer Infanteriedivision 75 Kampfanlagen und vernichteten deren starke Besatzungen. Die Bejahung von Detikije Luki leistete starken feindlichen Angriffen auch gestern heldenmütigen widerstand. Erneute Angriffe der Sowjets s ü d ö st l i ch des Ilmensees brachen nach hartnäckigem Ringen unter Verlust von 17 Panzern zusammen. Nächtliche Ausbruchsversuche einer eingeschlossenen Hermann Abendroih. Zum 60. Geburtstage des Dirigenten. Von Max Menge, Hamburg. In der Reche der großen Dirigenten unserer Zeft steht Hermann Abendroth, der am 11.In« nuar seinen 60. Geburtstag begeht, mit an beben* tenbfter Stelle. Besitzt doch in ihm die deutsche Musikwelt einen der überragenden Meister schöpfen* scher Dirigierkunst, dessen Bedeutung für die kulturellen Faktoren unseres Musiklebens von weitreichender Auswirkung ist. Denn Abendroths markant profilierte Musikerpersönlichkeit macht ihn zu einem Träger künstlerischen Schaffens, das aus dem Willen zu bezwingender Leistung tiefe Impulse empfängt. Und aus der Verwirklichung seines leidenschaftlichen Musikertums, das Erfüllung suchte und diese aufs reichste gefunden hat, bestimmte sich Abendroths Lebensweg. Beweist ja sein künstlerischer Werdegang die unbeirrbare Herausbildung inneren Musitoermögens, das, zur Vollendung gereift, die Klcmgoisionen objektiviert durch die Strahl« kraft erhellender Deutungskunst, welche das innerste Wesen der Tonschöpfungen zu erschließen vermag. Erfüllt von der Sehnsucht- Musiker zu werden^ konnte ihm die Bestimmung zum Luchhändlerberuf keine Befriedigung gewähren. Schon nach kurzer Lehrzeit wurde der Berufswechsel vorgenommen. Als Schüler von Ludwin Thuille in München» dem geistvollen Komponisten und Harmoniker neuromantischen Musikideals, wird Abendroth intensiv vertraut mit dem Schaffen und der Tonsprache bei? Meister um bie Jahrhundertwende und empfängt die nachhaltigsten Eindrücke, bie ihm sein Kunstwollen stählen mit dem Idealismus des Wegbereiters fruchtbaren Neulandes deutscher Musik. In Thuille auch den Lehrer findend, der die Hohr Begabung Abendroths rasch zu fördern wußte, konnte er bereits 1903 als Kapellmeister des Münchener Konzertvereins amtieren. In den sechs Jahren seiner Tätigkeit als Konzert- und Operndirigent in Lübeck (1905 bis 1911) begann seine große Dirigierbegabung sich immer erfolgreicher zu entfalten. Stand er hier doch an der Spitze eines Mustklebens, das ihm alle Möglichkeiten zu selbständigem Schäften gab. Und als Abendroth 1911 zum Städti» fchen Musikdirektor in Essen ernannt wurde, hatte er bereits eine Meisterschaft erlangt, die ihn als eine der kommenden Größen deutschen Dirigenten« turns kennzeichnetet Don Essen aus ward sein künstlerischer Ruf im Rheinland ein hochbeachteter. 1915 zum Nachfolger Fritz Steinbachs, des berühmten Brahmsinterpreten, in Köln gewählt, hatte Abendroth die Stellung erreicht, von der aus ev in stetig aufsteigender Erfolgslinie zu einem der ersten Meister heranwuchs. Als Leiter der Gürzenichkonzerte, der Musikalischen Gesellschaft und der Hochschule für Musik ward ihm das Betätigungsfeld zuteil, das der Vielseitigkeit seines reichen Musikertums volle Entfaltung sicherte. Hier konnte Abend- roth auch seine hohe Befähigung zum Musikerzieher dokumentieren, denn unter feiner Führung nahm die Hochschule einen Aufschwung, der ihr die unbestrittene Stellung als bedeutsamste musikalische Bib dungsstätte der Rheinlande gegeben hat. Durch die 1918 erfolgte Ernennung zum General» Musikdirektor der Stadt Köln und 1919 zum Pro- fessor erhielt Abendroths Wirken auch die staatliche Würdigung. Seine von schöpferischen Intentionen durchgllihte Stabmeisterschaft ließ ihn zu einem der gesuchtesten Gastdirigenten des In- und Auslandes werden. Mit der 1934 erfolgten Berufung nach Leipzig als Dirigent der weltberühmten G e» wandhauskonzerte ward dem großartigen Ingenium seines Interpretationsaermögens eine. Anerkennung, deren künstlerische Bedeutung darin liegt, daß Abendroth als Nachfolger von N i k i s ch und Furtwängler die Stelle einnehmen kann, die dem Weltruf deutscher Musikaufführungen die geweihte Stätte bedeutet. So steht Abendroths außerordentliche Dirigentenpersönlichkeit nunmehr im Zenit deutscher Musikkultur. In ihm hat sie den Künstler, der aus der Landbedarf danach ermittelt. Im wesentlichen kann er nur im Osten gefunden werden. Der Kern des Landvolkes ist das Dollbauerntum Nach den Richtlinien des Reichskommissars für bie Festigung beutschen Volkstums soll es im Altreich wie im neu eingeglieberten Osten etwa 70 bis 75 v. H. der Nutzfläche innehaben. (Ein Dollbauernhof, Vollhufe genannt, wird so groß abgesteckt, daß der Besitz einer kinderreichen Familie bei fleißiger Aroeit die Wohlstandsbildung in jedem Falle garantiert. Die Familie soll imstande sein, den Hof ohne ständiges Gesinde zu bewirtschaften, sobald wenigstens zwei Kinder voll einsatzfähig sind. Weitgehende Anwendung der Technik in Haus, Hof und Stall und Einsatz von Maschinen auf dem Feld sind dabei selbstverständliche Voraussetzung. Die Größe einer Dollhufe richtet sich nach Bodengüte und Klima. Unter einigermaßen normalen Verhältnissen wird man mit einer Größe von 15 bis 30 Hektar rechnen dürfen Sie sollen, soweit es sich um das Altreich handelt, im allgemeinen durch Zusammenlegung von Kleinbetrieben entstehen, wobei die eingangs erwähnten Ausnahmen zu berücksichttgen sind. Wieviel landwirtschaftliche Siedlungsmöglichkeiten in diesem Ausmaße in den dem Reich neu eingeglieberten Ostgebieten bestehen, ist bisher nicht mit= geteilt worden. Allgemein bekannt ist aber, daß der neue Osten des Reiches im Verhältnis zum Westen, Südwesten und Süden nur dünn besiedelt ist. Das Land dortseldst ist in großem Umfange aufnahmefähig. Wollte man die Bevölkerungsdichte nur auf 150 pro Quadratkilometer bringen, bann märe ein Zuschuß von 4,5 Millionen Menschen notwendig. Daß dies eine Aufgabe nicht nur der Umsiedlung und Neusiedlung, sondern zugleich ein Nachwuchsproblem ist, bedarf kaum einer näheren Begründung. Die Neuordnung kann aber auch erst nach dem Kriegsende beginnen. Sie wird sich in jedem Falle auf freiwilliger Grundlage vollziehen und sicher einen Zeitraum von 30 Jahren in Anspruch nehmen. Es geht jetzt um bie grundsätzliche Wende der Lage des Bauerntums, nachdem es ein Jahrhundert lang, ganz abgesehen von den Auswirkungen des Raummangels, durch unglückselige wirtschaftspolitische Maßnahmen der vornationalsozia- Wischen Vergangenheit auf die Schattenseite des Lebens gestellt worden ist. Der Ausgleich ist gerade auch nach den Anstregungen dieses Krieges unumgänglich geworden. Das Siedlungswerk hat durch die Erfüllung der Raumwünsche des Volkes im Osten erst seinen tieferen Sinn erhalten. Zwar ist auch die Neubauern- fieblung durch den Krieg beeinträchtigt worden, ba alle mit der Sicherung der Landesverteidigung nicht unmittelbar zusammenhängenden Aufgaben notwendigerweise zurückgestellt werden mußten. Abgesehen von der Seßhaftmachung der Umsiedler deutscher Volkszugehörigkeit ist die Neubildung deutschen Bauerntums in den neu eingeglieberten Ostgebieten überhaupt nicht betrieben worden. Immerhin wurden im Jahre 1941 noch 381 Neubauernhöfe mit einer Gesamtfläche von 9600 Hektar errichtet und an bestehende landwirtschaftliche Kleinbetriebe 6745 Landzulagen mit zusammen 13 300 Hektar ausgegeben. Es wurden aber auch 17 000 Umsiedlerfami- lien auf bäuerlichen Betrieben in den eingeglieberten Ostgebieten angesetzt, beren Gesamtzahl damit 37 000 erreicht hat. Die Neubauernsiedlung hat sich zwar friegsbe- dingt verlangsamt, aber sie wird, wie wir aus diesen „Wirtschaft und Statistik" entnommenen Zahlen erkennen, entschlossen weitergeführt. Auch i m Lande Hessen hat die land es kulturelle und fieb- lungspolitische Arbeit trotz bes Krieges nicht geruht. Irn Jahre 1941 wurden immer noch 1720 Hektar Siedlungsland gegen 4343 Hektar in 1940 erworben und bereitgefteUt, allerdings keine Neubauernhöfe unb Siedlungsstellen mehr bezogen, nachdem es im Jahre 1940 noch zwei mit einer Gesamtfläche von 123 Hektar gewesen waren. Don sämtlichen Siedlungsgebieten des Reiches stand Hessen aber im Jahre 1941 in der Anliegersiedlung bei weitem an der Spitze. Mit 4200 Landzulagen von zusammen 4800 Hektar, was einem Durchschnitt von 1,2 Hektar entspricht, hat es allein fast zwei Drittel aller im Deutschen Reich ausgegebenen Landzulagen und mehr als ein Drittel der gesamten Zulagenfläche aufzuweisen. Hiermit verzeichnet Hessen das größte Ergebnis der Anliegersiedlung, das bisher hier oder in irgendeinem anderen Siedlungsgebiet als Jahres- ergcbnis auch in den Jahren vor diesem Kriege fest- gestellt wurde. Das Eichenlaub für tapferen U-Boot-Kommandanten im Mittelmeer-Kampfraum. Berlin. 9.3an. (DBB.) Der Führer verlieh das Eichenlaub zum Ritterkreuz an fiapilänleuf- nant Friedrich Guggenberger. Kommandant eines Unterseebootes, als 171. Soldaten der deut- scheu Wehrmacht. Kapitänleutnant Guggenberger stammt aus München und ist in Ludwigsburg beheimatet. 1934 trat er in die Kriegsmarine ein, tarn 1940 als Erster Wachoffizier auf ein Unterseeboot unb erhielt später als Komandant ein eigenes Boot. Im westlichen Mittelmeer versenkte er den britischen Flugzeugträger „A r k Royal", der mit 22 600 Tonnen Größe, starker Bewaffnung, über 30 Seemeilen Geschwindigkeit, mehr als 60 mitgeführten Flugzeugen unb über 1600 Mann Besatzung zu den neuesten Flugzeugträgern der britischen Flotte gehörte. Auf weiteren Unternehmungen versenkte er fünf be^ waffnete Handelsschiffe mit über 30 000 BRT. Am 10. Dezember 1941 wurde er mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet. Er versenkte in der Folge wiederum Tanker und Frachter mit ninb 30 000 BRT., torpedierte einen Kreuzer und einen Zerstörer unb de- schädigte durch Artilleriebeschuß die Elektrizitäts- werke m Jaffa trotz der schwierigen Verhältnisse im Mittelmeer, bei außerordentlich starker Abwehr von See- unb fiuftftreitträften. Der Wehrmachiberichi vom Gamsiag. DRV. Aus dem Führerhaupkquartier, S. Jan. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Zwischen Kaukasus und Von. bei Stalingrad und im Dongeblet halten die schweren Kämpfe an. Die erbittert angreifenden Sowjets wurden überall zurückgeschlagen. Die an vielen Stetten sofort zum Gegenstoß antreteaden deutschen Truppen fügten dem Gegner hohe blutige Verluste zu und vernichteten zahlreiches Kriegsmaterial. Eine eingeschlossene feindliche Kräftegruppe wurde ansgeriebeu. 16 Panzer Wurde» vernichtet. Die Hoffnungen unserer Feinde werden sich nicht erfüllen. Oer Gauleiter auf einem Betriebsappell in Darmstadt. Gauleiter unb Reichsstatthalter Sprenger sprach zu mehreren tausend Gesolgschaftsmitglieoern eines Darmstädter Betriebes über die Ausgaven der Heimat im jetzigen Kriege. Nach ber Begrüßung durch den Betriebsführer rechnete der Gauleiter mit den Hauptschuldigen ab, bie biefen Krieg bewußt herbeigesührt haben unb deren einziges Sinnen und Trachten es fei, das deutsche Volk restlos auszurotten. Ausgehend von der Rede Roosevelts vor dem amerikanischen Kongreß, erinnerte er an die Versprechungen, die dieser größte Kriegshetzer seinem Volke großsprecherisch geqenben habe. Roosevelt und Ehurchill sind durch ihre jüdische Versippung die prägnantesten Vertreter des internationalen Judentums, dessen infernalischer Haß gegen alles Deutsche keine Grenzen kennt. Die Vorschläge der Feinde zur Vernichtung des deutschen Volkes, die in dem Plan eines ber engsten Mitarbeiter Roosevelts, des Juden Kaufmann — das deutsche Volk zu sterilisieren —, ihren sadistischen Höhepunkt fanden, zeigen nur allzu deutlich die wahren Absichten unserer Gegner. Die Weltgeschichte hätte ihren Sinn verloren, wenn unsere Gegner mit diesen dunklen Machenschaften zum Ziele kämen. Nur das Gute könne die Welt besseren Zeiten entgegen führen. Dieses Gute stehe auf der Seite ber Achsenmächte, die für eine gerechte Sache kämpfen. In diesem Kampf gehe es um bie Freiheit unseres Volkes, um das Schicksal jedes einzelnen Deutschen, die Sicherung jedes Arbeitsplatzes unb um bie Zukunft unserer Nachkommen. Das Vertrauen des Führers zur deutschen Volksgemeinschaft, die sich in den letzten Kriegsjahren zu einer unzertrennlichen Einheit zusammengefanden habe, sei gerechtfertigt und die beste Garantie für den Sieg, ber uns nicht mehr zu entreißen ist. So habe jeder bie Pflicht, seine ganze Krcrfi einzusetzen zum Wohle des Dolksganzen, um so sein Teil deizutragen zur Gestaltung einer neuen Wett. Dann mürbigte ber Gauleiter bie ruhmreichen Waffentaten unserer Wehrmacht, bie auch in Zukunft überall bort, wo sie auf den Feind treffe, vernichtend zuschlagen werde. Die Aufgabe ber Heimat ist es, bie hierzu nötigen Voraussetzungen, sei es bie Herstellung ber Waften ober die Sicherung ber Ernährung unseres Volkes, zu schaffen. Wenn alle fest Zusammenhalten, so wirb die Hoffnung unserer Feinde, baß bas deutsche Volk einmal zusammenbrechen werde, niemals in Erfüllung gehen. In diesem Kampf, ber bis zu feinem siegreichen Ende geführt wird, werden die Grundlagen für bie Gestaltung einer besseren Wett für Jahrtausende sichergestellt, an ber jeder einzelne Anteil haben wird. Die Partei im Dienste des Sieges Oer Gauleiter gab dem Führerkorps den Iahreseinfahbefehl. NSG. Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger sprach am Sonntagvormittag zu dem zu einem Gau- F»ü hrerappell angetretenen Führerkorps ber Partei, ihrer Gliederungen unb angeschlossenen Verbände des Gaues Hessen-Nassau im Frankfurter Schumann-Theater. Mehr als 3000 Angehörige bgs Führerkorps der Partei waren versammelt, um vorn Gauleiter feine Befehle für bie Arbeit des kommenden Jahres zu erhalten. Der Leiter des Gaupropagandaamtes, Oberbereichsleiter S t ö h r, meldete dem Gauleiter das Führer- korps und forderte es zu einem Gedenken aller Deutschen auf, die je für bas Reich gefallen sind. In einer Schweigeminute, die von den weihevollen Klängen des Liedes vorn guten Kameraden begleitet wurde, grüßte das Fuhrerkorps jene Kamera- den, die ihren Schwur für den Führer und bas Reich mit ber Hingabe ihres Lebens erfüllten. Dom starken Beifall ber Versammelten begrüßt, nahm Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger das Wort. Er dankte den Männern der Partei für ihren Einsatz in ber kämpferischen Arbeit ihrer Aufgabengebiete. Nach einer Wertung dieser Arbeit, deren Kriegsbezogenheit eindeutig herausgestellt wurde wies er besonders auf bie Schwierigkeiten hin, die sich burch den Frontdienst ber überwiegend größten Zahl bes Führerkorps ber Partei für bie Zurückgebliebenen ergeben habe. Er sprach allen Führern, bie zum größten Teil neben ihrer außerordentlichen beruflichen Anstrengung freiwillig und ehrenamtlich das Aufgabengebiet ber Partei bearbeitet haben, feine volle Anerkennung aus. Das Führerkorps, so erflärte ber Gauleiter, durchlebe in dieser Zeit seine höchsteundbeste Bewahrung. Schon setzt kann vorausgeschickt fein, daß es diese harte Probe voll und ganz bestanden habe. Das Geheimnis feines Erfolges bestehe immer wieder darin, daß jeder einzelne sich freiwillig als Kämpfer in die Reihen des Führers gestellt habe. Auf dieser Grundlage seien bie Äußerungen der Willenskraft, des Mutes, -ber Treue und der Disziplin, wie sie der Partei in jeder Situation zu eigen sind, Selbstverständlichkeiten, Die Rede behandelte bann in einem umfassenden Ueberblicf die wichtigsten kriegsbedingten Aufgabengebiete der Partei. In einem bie Leistungen würdigenden Rückblick stellte er bie mit der Partei errungenen, für die Dolksführung entscheidenden Erfolge heraus und gab bann mit Befehl und Ratschlag Lamps- und Nahkampftliegerkräsie griffen in bie Abwehrkämpfe mit (Erfolg ein und zersprengten feindliche Kavallerie- und molorisierle Kolonnen sowie Bereitstellungen. Ein eigenes starkes Sloßtruppunternehmen n o r d- wcstlich Liwny rollte die feindliche Stellung in beträchtlicher Breite auf. Zahlreiche Kampfslände wurden zerstört, die Besatzungen vernichtet. Der Stützpunkt Welikije Luki behauptete sich zäh gegen heftige feindliche Angrifte. Unter rücksichtslosem Einsatz von Menschen und unter großem Materialaufwand setzten die Sowjets südöstlich des Ilmensees ihre Angriffe fort. Nach Abschuß von 21 pan z erkämpf wagen blieb der Gegner unter dem vernichtenden Abwehrfeuer liegen. Die Bombardierung von Stadt und Hafen Murmansk wurde planmäßig fortgesetzt, wobei ausgedehnle Brände entstanden und ein Handelsschiff schwer beschädigt wurde. 3m gesamten afrikanischen Kampfgebiet wird gestern nur geringe Gefechtstäkigkeit gemeldet. 3n Libyen vernichteten deutsche und italienische Bahkampfverbände der Luftwaffe zahlreiche britische Panzerwagen und Kraftfahrzeuge. Deutsche 36ger schossen über Nordafrika 21, Flakartillerie zwei feindliche Flugzeuge ab. Britische Flugzeuge griffen in der vergangenen Nacht mehrere Orte in Westdeutschland an. Die Bevölkerung Halle Verluste. Sechs Flugzeuge wurden abgeschossen. Die Tagesangrisfe schneller deutscher Kampfstugzeuge gegen Südenglaud wurden fortgeführt. LIGA.,Truppen im iranischen Erdölgebiei. Sofia, 9. Januar. (Europapreß.) Die iranische Hauptstadt Teheran ist nun vollständig von englischen Truppen belegt. In den Sttaßen marschieren bauernd Patrouillen. Die letzten noch von iranischen Truppen besetzten militärischen Einrichtungen wurden von den Briten übernommen, einige iranische Regimenter entwaffnet. In iranischen Kreisen be- mau, bü Nordamerikaner hätten sich der ben Einsatz für bas Aufgabengebiet des neuen Jahres bekannt. Die vielfältigsten Möglichkeiten, die sich bie Partei in ihren Aemtern, Gliederungen unb angefchlossenen Verbänden geschaffen habe, erfuhren dabei eingehende Behandlung. Der Gauleiter stellte dabei die gefestigte Zusammenarbeit von Partei, Staat unb Wehrmacht heraus. Sie sei entscheidende Voraussetzung für bie erfolgreiche Aufgodenerfüllung im Dienste für ben Sieg gewesen. In allen Handlungen ber Partei habe ber Gebaute des Führers oberstes Gesetz zu fein. Die Verfassung des nationalsozialistischen. Reiches sei das Programm der NSDAP. Wo aber ein Gesetz sich an diesem Programm stoße, so stellte der Gauleiter unter dem Beifall bes Führerkorps fest, habe nicht bas Programm wohl aber bas Gesetz zu weichen.. Der Gauleiter kennzeichnete in diesem Zusammenhang die Bedeutung des Aufgabengebietes bes Reichsv erteibigungskommifsars. Er befasse sich mit allen Angelegenheiten, die zur Erringung des Sieges beitragen. Seit der Errichtung des Reichsverteibigungskommisfariats Rhein- Main fei bie Zusammenarbeit der Partei mit ben Behörden eine noch engere unb wirkungsvollere geworden. Die weiteren Ausführungen würdigten vor allem die feste, allen Terrorangriffen ber Briten unb allen feindlichen agitatorischen Beeinflussungen widerstehende Haltung ber Bevölkerung bes Rhein- Main-Gebietes. Der Gauleiter schloß seine Ausführungen, die immer wieder vom Beifall des Führerkorps begleitet wurden, mit Worten festester Siegeszuversicht unb dem mahnenden Appell an die Partei, die Sicherung der Volksgemeinschaft zu jeder Zeit als vornehmste Aufgabe anzusehen. In der Erfüllung dieses Befehles werden Front unb Heimat einen Block des Wider st andswillens bilden unb unüberwindbar sein. Wenn ber Führer mit unserer Wehrmacht am Ende unseres Freiheitskampfes das Kampffeld behaupten wird, so soll man berechtigt festste!!en dürfen, daß die Partei mit ihrem Einsatz die entscheidende Grundlage «dieses Ringens, das nur der deutsche Sieg fein kann, gefchaften hat. Dem Gau-Führeroppell schloß sich am Nachmittag im Adolf-Hitler-Haus eine Arbeitstagung der Gauamtsleiter, Kreisleiter und Führer der Gliederungen an, auf welcher der Gauleiter zu aktuellen oolksfährenden Aufgaben richtungweiseTtde Stellung nahm. Oelvoräte unb ber Raffinerien sowie ber DelqueÜen im Süden Irans bemächtigt, während die Engländer ihre Streitmacht im Norden konzentrieren. Zur Unterstützung ihrer Truppen im Kaukasus haben die Sowjets auch die letzten Regimenter aus Nordiran abgezogen. Lähmender Wirrwarr in Nordafrika. Stockholm, 10. Jan. (Europapreß.) Die Nordamerikaner feien über Nordafrika von einer Enttäuschung in die andere geraten, schreibt ber britische „Daily Heralb". Sie hatten erfahren, daß es dort zahlreiche Gruppen auch noch heute gebe, die zwar für Giraud, aber gegen die Nordamerikaner und wohl für be Gaulle, aber gegen England seien. Den Amerikanern beginne es zu dämmern, wie verzwickt die Verhältnisse seien, die nun von den berufsmäßigen Diplomaten des Staatsdepartements in gewohnt vorsichtiger Weise daneben unter Vermeidung kühner Aktivität gelöst werden sollen. Nach schwedischen Meldungen aus London haben bie norbamerikanischen Zensurbehörden in Nord- afrita nun nach langem Zögern us-amerikanischcn Pressevertretern erlaubt, wenigstens einen Zipfel des über die Entwicklung in Nordafrika gebreiteten dichten Zensurschleiers zu lüften. Aus diesen Darstellungen ließe sich entnehmen, daß in Nordafrika alles völlig durcheinanderaehe und dort ein Kampf aller gegen alle ausgebrochen sei, ber bie militärischen Operationen völlig lähmte. Die Enthüllungen hätten bie nordamerikanische Oeftenllichkeit völlig überrascht. Auch in der englischen Hauptstadt sei die Bestürzung über diesen Blick hinter die Kulisien des Nordafrika-Abenteuers sehr erheblich, zumal die Verhandlungen zwischen de Gaulle unb Giraud nicht vorwärtskommen. Es sei wahrscheinlich, daß bie Alliierten nicht eher an andere Unternehmungen Herangehen könnten, bevor nicht bie Lage in Nordafrika geklärt fei. Alle Forderungen, die in Nordafrika eingetretene Pause durch andere Angriftsunternehmen auszufullen, stießen auf den entschiedenen Widerstand offiziöser Kreise. „Economist" schreibt, die Entwicklung in Nordafrika sei ein Schulbeispiel dafür, wie die politische Kriegführung nicht aussehen dürfe. Die ÄnAp'-ANMsmF LäLtev 8M Mert DiWrULtt. Kriegführung erst spät, von seiner politischey Kriegführung jedoch überhaupt nichts gs* lernt Oer Tunesien-Feldzug. Rom, 10. Ian. (Europapreß.) Mit ber BeenVft. gung ber Kämpfe zur Deckung ber Landung unb Kontrolle ber Küstenstraße war der „Sieg von T-w rnis" eine vollzogene Tatsache, erklärte „Popolo bi Roma" in einem Bericht feines tunesischen Korrtz« fponbenten. Der Bericht schildert, wie zunächst di'S Gaulliften in Tunis am offenen Fenster gewartet hätten, um ben Kanonendonner zu hören, ber das Heranrücken ber Anglo-Amerikaner künden sollte^ Diese aber hätten sich unter schweren Verlusten an Menschen unb Material zurückziehen müssen. EH fei gegen sie ein Krieg von höchster Be» w e g l i ch k e i t geführt worden, ein Krieg betf Handstreiche, eine Folge von kraftvoll und geschickß geführten Unternehmungen. Nach ben Erfolgen bei Achse bei Djeb aiba und Tebo urb a gegen bie englischen Panzer und nach den Kämpfen b ei Qu ab na und Depienne gegen bie englisches und nordamerikanischen Fallschirmschützen, feiert durch bie Straßen von Tunis nur anglo-amerika» nische Kriegsfahrzeuge geroltt, die der Feind vert loren habe. Daraufhin hätten die Gaullisten bii Fenster geschlossen. Die Sage in Südtunis wäre durch ben Eilmarsch gelöst worden, ber in dem Augenblick zur Besetzung von Gabes geführt habe, als ber Feind von Gaffa her nur noch Mei Stunden von ber Stadt entfernt gewesen fei Verbände der Achse stellten die Verbindung mit Sfax und Sousa her, wobei sie feindlich? Einsickerungsversuche ausschalteten. Damit fei bet erste Abschnitt des Feldzuges in Tunis beendet. Oer Verteidiger des Halfaya-Paffes. Der Kommandeur eines Panzer-Gren ad-i er* Bataillons, Major b. R. Wilhelm Bach, gebürtig aus Steinfurt (Baden) ist am 22. Dezember irt englischer Gefangenschaft gestorbem Drei Tage lang hat er im Juni 1941 als Verteidi» ger bes Halfaya-Posses — von allen Derbindungert abgeschnitten — seine Stellung nicht mir gegen ein» erhebliche Uebermacht gehalten, sonbem durch kühng Gegenvorstöße dem Feinde schwere Verluste zuge» fügt unb ber Führung wertvolle (Erfunbungsergeb« Nisse geliefert. Am 29. 7.1941 verlieh ihm der Füh« rer das Ritterkreuz. Als Mitte Januar 1913 ber Gegner abermals mit weit überlegenen Kraft ten angriff, gehörte Dach zu den zähen Verteidigern der Stützpunkte im Raum. vom Sollum, bie sich bis zum Letzten zur Wehr setzten unb erst bann dort Widerstand auf gaben, als Munition unb Verpft« gung aufgebraucht waren. Dabei geriet Bach ist englische Gefangenschaft, in ber er nun gestorbest ist. Sein Name wird hri Ssieü MrikukämpleM W pp.rgefle^ bleib»A AUF MONCKEBER6 itischeo ; g s* -erste rg. )eru( ^rzer Neu. -chen» neu. ensiv r des fangt unst, )erei- icnten» Musik- iS der nerab Pro, atlichr tioncti m bet Aus« •uhing we» rügen eme darin kisch kann, ’n die hohe )nnte her i sei« 't in : Diri« : ilten, ! Wb i >-gent töbti« hatte i ÄS nten« j fünft« 1915 Ähm« hatte 15 er i der b bet ysfeld isiker« lenb* ziehet mchm unür» r W ROMAN VON OLAF BOUTERWECK II. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) „Wie heißt das Hotel?" „Es handelt sich um kein bestimmtes Hotel, Herr lommissar! Das letztemal, als Herr Holm über Kocht fortblieb — vor etwa drei Wochen — war er, gjaube ich, im Jjotet Metropolis* ab gestiegen ... kber ich kann mich auch irren." „Wie mar Herr Holm gestern abend gekleidet?" „Er trug einen schwarzen Anzug mit feinen weißen Streifen, einen hellen Staubmantel darüber, tinen weichen grauen Filzhut und schwarze Wild- lkderschuhe —" „... mit Gummiabsätzen!" ergänzte Raucheisen. „Allerdings", gab Otto zu, verbesserte sich aber sr fort. „Das heißt ich glaube es! Herr Holm trägt nämlich nur unter einigen feiner Schuhe Gummi- aäfätze, nicht aber unter allen!" „Schade, daß Ihr Gedächtnis Sie so oft im Stich lißt, Herr Otto!" bemerkte Raucheifen leicht gereizt, denn die kargen und unbestimmten Antwor- ttn Ottos befriedigten Ln in keiner Weise. Unvermittelt fragte er: । „Besitzt Herr Holm eine Schußwaffe?" ,chm — ja", kam die zögenche Antwort. ,J)at Herr Holm diese Waffe gestern abend mit« genommen?" „Nein — ich glaube nicht." „Ditte, zeigen öie mir die Waffe!" Otto fuhr mit der Rechten einige Male durch feine haare; er erhob sich, murmelte irgend etwas Un- verständliches und schritt auf die Eichentreppe zu. Der Schäferhund trottete einige Schritte hinter ihm her, dann blieb er stehen, warf einen mißtrauischen Blick auf die beiden fremden Wärmer Wd kehrte suZ femvni Ev Wgtz &uru4 l^te : sich W ÖUng Zeen^ ;g und >n Tu; lolo m W *5 ►wartet 1er das sollte, ’ten an en. Es r >q dck 'M jen dck ’N bei Mche» feieS nb oed ten W s wäre in dech geW jr noch .(en f« • ibunfl inW I fei det ibet en«?1? q-buM ib«r t« »rt«» Bertel6l‘ ,-n W„ te < S 19|2 teibiöÄ ft H airt M SeM ö Reinheit seines Kunstwillens, dem ernsten Pathos' des absoluten Dienstes am Werk, die Wunder Der Tonkunst deutet mit jener Wirkungskraft, die, geladen mit größter Ausdrucksspannung, Höchstes erreicht, was ein Dirigent vermag: die magische Ban- nung der Zuhörer durch das Erlebnis ergreifender Kunftoffenbarunq. Die Plastik Abendrochscher Dirigentengeste, die Sinnlichkeit und Geistigkeit in der Herausmeißelung des Melos, die prägnante Rhythmik in der Be- ftimmcheit des vom Komponisten gewollten Zeitmaßes find das Ergebnis künstlerischer Bewußtheit, deren selbstkrittsches Bermögen eine Haltung beweist, die keine selbstgefällige Pose kennt, sondern aus wahrhaft lebenspendender Ädealaufsassung erregendste Eindringlichkeit empfängt. Nicht ein bestimmtes Gebiet musikalischen Schaffens macht die Größe Abendrothscher Stabführung aus; ihr ist das ganze Reich großer Musik unterteilt. Und in der völligen Hingabe an den schöpferischen Willen des Komponisten entzündet sich sein eigener Genius, dessen Leistung Geheimnis und Größe Abendrvth- scher Kunst umfaßt. Aber nicht nur als Dirigent zeigt sich seine Bedeutung allein. Zn seiner Stellung als Leiter der Fachschaft Musikerzieher in der Reichsmusikkammer hat er sich besondere Verdienste erworben um die Vertiefung der musikalischen Nachwuchserziehung. Seine Anregungen haben einen Boden geschaffen, der den hohen Stand deutscher Musikpflege nicht allein zu erhalten bestrebt ist, sondern ihn 'noch zu steigern vermag. Zn seltener Vollkommenhett einen sich in diesem prachtvollen Musiker Charakter und Leistung. Die Musikwelt besitzt in ihm den kongenialen Deuter unsterblichen Musikgutes, der aus der liefe feiner jUeberzeugungstreue wertvollstes Kunstschaffen oer- körpert. Sch 9a« S ' - ferii • Uhu Veit, Har. 1 zu ' aus ; U Aus dem Reich. Oie Kriegsleistung -er Reichsbahn. Für die deutsche Reichsbahn war 1942 ein Jahr größter Kraftentfaltung und stetiger Leistungssteigerung. Aus dem Reichsbahnnetz von 54 500 Kilometer des Jahres 1937 hat sich der Betriebs- und Einflußbereich der Reichsbahn bis Ende 1942 zu einem f a st dreifach so großen Netz von 161 000 Kilometer entwickelt. Insbesondere gatt es, die neu gewonnenen Gebiete des Ostens schnell auf hohe Verkehrsleistungen zu bringen. Zu diesem Zweck waren zahlreiche Strecken instandzusetzen, umzuspuren und auszubauen. Bahn- Höfe und sonstige Betriebs» und Werkstattanlagen nieder aufzubauen und zu erweitern, damit die neige Ausweitung des deutschen Raumes für die Ce» icnshaltung des deutschen Volkes und die Kriegs- •üftung bald wirksam ausgenutzt werden konnte. Vor allem mußte auch der Fahrzeugpark der Reichsbahn dem gewaltigen Mchranfall an Beförderungsleistungen angepaßt werden. Dazu kamen aurd)greifende Maßnahmen gegen Frost und Schnee m Eisenbahnbetrieb. Unter dem Leitwort: „Räder muffen rollen für en Sieg" begann Anfang Juni 1942 eine neue Phase in der Abwicklung des Güterverkehrs. Dank er verständnisvollen Mitarbeit sowohl der Ver- ehrstreibenden als auch der Reichsbahngefolgschaft rgab sich eine erhebliche Kürzung der Waqen-Um- aufszeit und damit eine Steigerung der Verkehrs- ?iftungen. Dies kam nicht nur der Flüssigkeit des militärischen Verkehrs, sondern auch dem Versor- ungsverkehr der Heimat zugute. Künfttg muß es nögllch fein, die Verkehrstoter, die bei dem bis« engen Ablauf des Güterverkehrs abwechselnd mit Verkehrsspitzen in fast starrem jahreszeitlichem Lhychmus auftraten, mit jahreszeitlich ungebunden Verkehrsleistungen aufzufüllen und auf diese Leise zu einer weiteren Leistungssteigerung zu jmmen. Die gewaltigen Leistungen der Reichsbahn finden )ren Ni^erschlag in den finanziellen Er» ebnissen des vergangenen Jahres. Die Ge- rmteinnahmen der Betriebsrechnung im Geschäfts- ,hr 1942 belaufen sich voraussichtlich auf 9,7 Mil» arben RM. gegenüber rund 9 Milliarden im Dor- ahr; sie werden sich somit gegen 1941 um 7,8 v. H. chöhcn. Zm Personen» und Gep'äckver- ehr ist infolge des gestiegenen Reiseverkehrs die innahme um 700 Millionen angewachfen. Beim Güterverkehr ist dagegen eine Mindereinnahme zu rrzeichnen, die auf die Verringerung der Trans- orte des öffentlichen Verkehrs infolge der zur Bewältigung des Ostverkehrs und des kriegsbedingten erkehrs dem übrigen Güterverkehr zeitweise auf- rlegten Annahme, und Stteckensperren zurückzu- chren ist. — Theater der Llniversitätsfladt Gießer Friedrich Hebbel: »Ein Trauerspiel in Sizilien-. Das im Januar 1847 vollendete einaktige „Trauerspiel in Sizilien" ist die Frucht von Hebbels sonst nicht sehr ergiebigem Aufenthalt in Italien: ein „tolles Ding", die Dramatisierung einer Kriminalgeschichte, die ein sizilianischer Kaufmann 1845 dem Dichter im Caf6 di Europa in Neapel als einen Vorfall aus Palermo erzählt hatte. Zn der Vorrede zur Buchausgabe (1851) gibt Hebbel den folgenden Aufriß der Fabel: „Ein Mädchen flieht aus dem Haufe ihres Vaters, um sich durch einen schon gewonnenen Geistlichen mit ihrem Geliebten verbinden zu lassen und so einer Zwangsehe zu entgehen. Sie erscheint zu früh auf dem für die Zusammenkunft bestimmten Platz und fällt zwei Gendarmen in die Hände, die ihr erst den mitgenommenen Schmuck rauben und sie dann ermorden. Als der Geliebte nun kommt, werfen sie sich über ihn her, bestreichen ihn mit Blut, schleppen ihn vor den Podesta und klagen ihn der Mordtat an. Natürlich finden sie Glauben, und was am Beweise fehlt, das ersetzt ihr Schwur. Aber ein Bauer, der sich vor ihnen mit gestohlenen Früchten auf einen Baurn geflüchtet und alles rntt angesehen hat, ist ihnen gefolgt und enllarvt sie ..." Hebbel nennt das ihm aus Palermo Berichtete selbst einen „entsetzlichen Vorfall"; ihm schwebte „bei dieser kleinen Production, die sich, um es nur gerade herauszusagen, in der Sphäre des Abscheulichen bewegt", ein Stück vor, „rote ich lange geglaubt hatte, daß Shakespeare eins gedichtet habe". (Doch erwies sich das elisabethanische bürgerliche „Trauerspiel in Horkshire", das er meinte und nach langem Suchen endlich aufgetrieben hatte, als „eine ganz gemeine Mordge- schichte".) Beim „Trauerspiel in Sizilien" hat ihn die innere Form, die er dem Stoff zu geben hatte, lange bewegt. Die Begründung der Bezeichnung des Einakters als Tragikomödie wird uns heute so wenig einleuchten wie der dem Dichter sich sogleich aufdrängende Symbolgehalt des Falles; wir begreifen aber, daß die tragische Ironie der Begebenheit ihn reizen mußte, die völlige Umkehrung der gewohnten sittlichen und menschlichen Ordnungen und Beziehungen — „toHer kann die Wett kaum dargestellt werden" —, wobei der Humor c derndes Grundelement gedacht war. Dem Z freilich wird das Lachen vergehen, „wenn Diener der Gerechttgkett in Mörder oerroani der Verbrecher, der sich zitternd vor ihnen v ihr Ankläger wird ...", aber er wird auch in kleinen Drama, das sein Schöpfer übrige drücklich „nicht zur Darstellung bestimmt" die messerscharfe Charakterisierung, die für kennzeichnende, erbarmungslose Entschleiert lischer Abgründe wahrnehmen und oielleiä bewundern: das Bild der beiden, einer tiefi kommenheit unschuldig zum Opfer fallenden den Angiolina und Sebastiano wirkt fast bla den schaurigen Selbstporträts der beiden soldaten" Ambrosio und Bartolino und vo des diabolischen alten Gregorio. — * In der von Oberspielleiter Mund insz Aufführung entwickelte sich der wahrhaft s erregende Vorfall ohne nennenswert t. Pointen, vielmehr mit einer der Hebbelschc matif recht angemessenen, gewissermaßen ei-, ten Dialektik vor einer von Herrn Löffle roorfenen, düsteren Waldszenerie, die räumP stimmungsmäßig durchaus zu der Fabel po liefern Nocturno fehlgeleiteter Leidenschaft einer sizilianischen Laienpredigt über bas 2 die Welt ist schlecht und voller Mißverständn Den Gregorio spielte Herr S a u e r l a n d al- infernalischen Greis von genießerisch ausko Bösartigkeit (auf die nicht ganz folgerichtige teste Schlußgebärde wäre zu verzichten). De brosio des Herrn Mund als intellektueller U des Mordes und Herrn Meyers einfältig triebener und wiederum gehemmter Bartolino r das verkommene Landsoldatenpaar. Anja ? eine zarte, leidende Angiolina. ein Geschöpf Hebbels ureigensten Bezirken, Herr V o l ck a grimmig bürgerlicher Vater, Herr K ö ch l i n . verstörter Sebastiano und Herr F u h r m a n i Dauer rundeten bas Ensemble. — Die Zusä spendeten anerkennenden Beifall. Hans Th; Aus der Stadl Gieße«. Das linkshändige Kind. Welch ein Schreck in der Familie, wenn sich beim Heranwachsen des Kindes heraussteltt, daß es ein „Linkser" ist,* daß es also vorzugsweise die linke Hand benutzt, anstatt die rechte! Zu einem solchen Schreck liegt kein Anlaß vor. Linkshändigkeit ist durchaus keine Benachteiligung, keine Degenerattonserfcheinung, keine Minderwerttg- keit. Strafen und Schelten find völlig fehl am Platze, und bitteres Umecht fügt man dem Kinde zu, wenn man ihm feine Linkshändigkeit als Mim derwerttgkeit vorhält. Bis zu 5 v. H. aller Menschen werden als Linkshänder geboren, und unter den bedeutenden Persönlichkeiten, ja, den Genies der Menschhett finden sich zahlreiche Linkshänder: Holbein, Menzel, Leonardo da Vinci, Michelangelo und viele andere waren Linkshänder. Schon in der Steinzeit gab es diese Eigentümlichkeit, wie zahlreiche Darstellungen jener Zett auf den Wänden von Felsenhöhlen erkennen lassen, und auf Celebes lebt ein Naturvolk, das überhaupt fast nur aus Linkshändern besteht. Natürlich ist es angebracht, das linkshändige Kind zum geschickten Gebrauch beider Hände zu erziehen. Das sollte übrigens auch beim rechtshändigen Kinde geschehen! Man vermittle dem Kinde die Geschicklichkeit der rechten Hand durch geeignete Uebungen, denn verschiedene Gebrauchsgegenstände sind ja zum Gebrauch durch die rechte Hand geradezu zugeschnitten. Aber man nenne keinesfalls die Tätigkeit der linken Hand eine schlechte Sitte. Dadurch macht man das Kind nur befangen, schüchtert es ein und drückt fein Gefühl der Gleichberechtigung. H. Ch. H. Georg Todt f. Am Samstagivormittag ist der roeichin bekannte Sängerveteran Georg Todt in Gießen im neunzigsten Lebensjahre verstorben. Mit ihm ist ein Mann in die Ewigkeit ein gegangen, der in der Gießener Sängerschaft eine besondere Stellung innehatte. Georg Todt, am 12. Oktober 1853 in Gießen geboren, wurde im Jahre 1874 aktiver Sänger im Bauerschen Gesangverein, dem er feit jener Zeit, also 68 Jahre lang, in Treue und steter Bereitschaft zum Dienst am deutschen Lied angehört hat. Im Jahre 1893 wurde er als Bibliothekar in den Vorstand des Bauerfchen Gesangvereins berufen, von 1901 ab war er zweiter Vorsitzender des Vereins. Im Jahre 1908 übernahm er das Amt des ersten Dereinsvorsitzenden, das er eine Reihe von Jahren in vorbildlicher Weife führte, um schließlich mit Rücksicht auf fein Alter von dieser Ausgabe zurückzutreten. Er verblieb aber weiterhin im Kreise der akttven Sänger der „Dauern", bereit Senior er feit vielen Jahren bis zu seinem Tode gewesen ist. Anläßlich des 60jährigen Bestehens des Bauer- schen Gesangvereins im Jahre 1924 und im Hinblick auf Georg Todts 50jährige Zugehörigkeit zur Sängerschaft des Vereins wurde der bewährte Sangeskamerad zum Ehrenvorsitzenden des Vereins ernannt, gleichzeitig errichtete der Bauersck-e Gesangverein zu Ehren des Jubilars eine „Georg-Todt- Stiftung", deren Zinsen dazu beftimmt waren, in Not geratenen aktiven Sängern eine Unterstützung zu gewähren. In dankbarer Anerkennung seiner Verdienste wurde Georg Todt die Goldene Sängernadel verliehen, er wurde weiterhin vom Deutschen Sängerbund mit allen Ehrungen ausgezeichnet, sowie von den Gesangvereinen .^Liedertafel" in Marburg und „Harmonisches Kränzchen" in Schlitz zum Ehrenmitglied ernannt. Im Jahre 1931 erschien aus seiner Feder eine Schrift „Ernste und heitere Er- innerungsn aus der Geschichte des Bauerschen Gesangvereins" im Druck, die interessante Abschnitte aus der Geschichte der „Bauern" enthielt. Ferner stammen von Georg Todt eine Anzahl Gedichte, die alle tiefe Heimatliebe bekunden und von denen auch ein Teil vertont worden ist. Neben feinen „Dauern" galt die besondere Anhänglichkeit des nunmehr Verewigten der Kameradschaft ehemaliger 116er, der er als früherer Soldat unseres alten Gießener Regiments in treuer Verbundenheit cmgehörte. Weit über den Kreis der Sänger und der alten 116er hinaus wurde Georg Todt in breiten Bevöl- rungsfreifen große Wertschätzung entgegengebracht, die er sich durch sein allezeit freuTidliches und gegenüber jedermann hilfsbereites Wesen sowie seinen lauteren Charakter in reichem Maße verdient hatte. Das Andenken an den verdienstvollen Sänger und austechten deutschen Mann wird in unserer Stadt und darüber hinaus allezeit in Ehren fortleben. Schulentlassung 1943. Die Derpflichtungsfeier der Jugend im Jahre 1943 findet am 28. März statt. Der Reichserziehungsminister hat deshalb angeordnet, daß die Entlassung der Schüler aus der Volksschule nach Erfüllung ihrer Schulpflicht am Samstag, 27. März, erfolgt. An diesem Tage sind auch die Schüler der Mittleren und Höheren Schule zu enttassen, die die Schule zum Dftertermin verlassen, um in einen Beruf einzutreten. $ür unsere Verwundeten. Die NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" führte im Laufe der vergangenen Woche im Auftrage des Oberkommandos der Wehrmacht und in Zusammenarbeit mit dem Sonderreferat „Truppenbetreuung" im Reichsministerium für Dolksaufklä- rung und Propaganda in hiesigen Lazaretten folgende Veranstaltungen durch: IDas Unterhaltungsorchester KdF. konzertierte in einem Lazarett mit fröhlichen Weisen bekannter Komponister. Der Dirigent Otto Schillinger spielte ein Violinsolo „Csardas" von Montt. Nikolaus Kiefer (Trompete) blies das Solo in der „Post ttn Walde". Zwei flotte Saxophonsoli, von Ludwig Schmenger und ein Klarinellenduett, von Franz Svoboda und Schmenger gespiett, ergänzten das Programm, in dem auch eine Komposition von Stabsarzt Dr. Ihne „Es leuchten die Sterne" zum Dorttag kam. Mit schönen Liedern und Operettenmelodien erfreute die Sopranistin Elsa Tietjen. — In einem Lazarett gestalteten die „Grillenfänger" ein abwechslungsreiches, frohes Programm Fred Cotting, Imitator und Bauchredner, sagte humorvoll an. Seine Leistung als Imitator und Bauchredner war erstklassig. Friedet Müller erfreute als Kabarettistin mit Liedern und Melodien, die vom anwesenden Komponisten Franz Funk größtenteils komponiert waren. Fr. Funk, vom Rundfunk her bekannt, spielte auf dem Akkordion seine Schöpfungen, darunter auch „Zwei Gitarren am Meer". — „Zwei Stunden lustiges Kabarett" unterhielten die Kameraden in einem anderen Lazarett aufs beste. Hilde Grützner zeigte sich mit schöner Tanzkunst. Alfa hielt durch seine Zaubereien im Bann. Mit sehr gutem Fuß-Balanceakt wartete Alberti auf. Sehr gute Leistungen boten der Kunst- schütze und die Messerwerferin „Zwei Wonnings" in ihrem Kombinationsakt. Viel Erfolg hatte Charlotte Bern in ihrer Szene mit ihrem kleinen Freund als Bauchrednerin. Kläre Frank-Deuster (Sopran) fang bekannte schöne Lieder und Melodien. Eine sehr luftige Nummer brachte Franz Ro- sell mit rheinischem Humor und Pistonsoli. Macdy und Gabor, das Akkordion-Duo, spielten schöne Melodien. Für die musikalische Umrahmung sorgte Else Peters mit viel Geschick. Alle Veranstaltungen brachten den Mitwirkenden wohlverdienten r lichen Beifall. — Die Intendanz des Theaterc Universitätsstadt Gießen hatte Verwundete zu verschiedenen Vorstellungen in dieser Woche zu 0 Freiwillige im Heer. NSG. Jeder deutsche Junge, der 17 Jahre ist, kann als „Kriegsfreiwilliger" oder als „(än dienender Freiwilliger" (Unteroffizier-Bewerber. das Großdeutsche Heer eintreten. Kriegsfrsiwi' werden bei der Infanterie, bei den Pionieren, der Panzertruppe und bei der Nachrichtentt-uppe gestellt. Sie verpflichten sich zum Waffendienst Kriegsdauer, mindestens zur Ableistung der y jährigen Dienstpflicht. Längerdienende Frettvi! (Unteroffizier-Bewerber) können sich Trupvev und Waffengattung selbst wählen. Nach erwiese- Eignung zum Unteroffizier und Ableistung der yr jährigen Dienstpflicht verpflichten sie sich zu ei - Gesamtdienstzeit von 12 Jahren. Die Befördern zum Unteroffizier ist bei Frontbewährung v neunmonatiger Dienstzeit möglich. Bei entsprech der Leistung kann Uebernahme in die Offizierslai bahn erfolgen. Auf die umfangreichen Fürsorgemaßnahmen u vielfältigen Derufsmöglichkeiten für längerdiener Freiwillige nach der Entlassung, z. B. Ueberfü rung in das DearntenverhäItnis, Uebernahme ein landwirtschaftlichen ^Betriebes (Wehrbauer), Untc stützung bei Uebertritt in das freie Erwerb siebe wird hingewiesen. Voraussetzung für den Eintritt als Freiwilliger ' das Heer find: 1. Zuverlässigkeit, Einsatzbereltfkßr und einwandfreier Charakter; 2 körperliche Tauglit kett; 3. Beendigung der Lehrzeit ober Eimvilligm des Lehrherrn zur Lchrzeitterkürzung; 4. Ableistui der verkürzten Arbeitsdienstpflicht von 3 Monate 5. Wehr Würdigkeit 6. Abstammung von deutsche i oder artverwandtem Blute. Meldungen nimmt jederzeit das nächste Wehrb ' zirkskommando entgegen. Verdunkelungszeit: 11. Januar von 17.30 bis 7.59 Uhr. ♦ ** Akademische Ernennung. Der Ober arzt und Dozent der inneren Medizin Dr. med habil. Plügge, der seit 1936 in der Gießene Medizinischen Klinik tätig war, wurde mit Wirkung vom 16. Dezember 1942 zum wissenschaftlichen Assi stenten an der Medizinischen Klinik und Poliklini Raucheisen sprang plötzlich aus. „Einen Augenblick, Herr Otto! Ich begleite Sie!" Otto führte den Kommissar in Axel Holms Schlaft zimmer. Es war ein heller, freundlicher Raum mit klaren Linien. Die Einrichtung bestand in der Hauptsache aus einem breiten Messingbett und einem großen Nachtschränkchen, auf dem eine Anzahl Bucher lagen. Wie überall im Hause herrschte auch hier peinliche Ordnung und Sauberkeit; von der berüchtigten Iunggesellenwirtschast war nirgends etwas zu scheu. Otto öffnete eine Schublade des Nachtschränkchens, blickte hinein, zag die zweite Schublade auf und schüttelte den Kopf. „Die Pistole ist nicht hier!" murmelte er gepreßt. „Dann muß Herr Holm sie doch mitgenommen haben!" „Pflegte Herr Holm diese Waffe denn sonst nicht mitzunchmen?" „Nein! Das heißt: in den letzten Monaten sind hier in der Umgegend einige Uebersalle vorgekommen, und deshalb steckte er die Waffe manchmal ein. Herr Holm besitzt natürlich einen Waffenschein!" „Es handelt sich also um eine Selbstladepistole!" stellte Raucheisen fest. „Ditte, von welchem Fabrikat und welchem Kaliber war die Waffe?" ,^Zch glaube, es handelt sich um eine Mauserpistole ... Das Kaliber kenne ich srellich nicht." „Na, es werden sich doch sicherlich einige Ersatzpatronen hier befinden?" drängte Raucheisen. „Leider nicht, Herr Kommissar! Da Herr Holm die Waffe nie benutzt, hat er tatsächlich außer dem einen gefüllten Magazin feine Ersatzmunition!" Raucheisen war sehr nachdenklich geworden, als er in die Halle zurückkehrte. Er stellte noch eine Reihe von Kreuz- und Querfragen, aber der vorsichtige Otto wich ihm geschickt aus; und schließlich gab es Raucheisen auf... Vorläufig ... Otto begleitete die beiden Beamten bann hinaus und öffnete ihnen zuvorkommend das Gartentor. tLett» MjchiLd hllb tt 8ru6rab dis Sttob Uüd lächelte höflich, aber infolge der entstellenden Narben wirkte es auf Raucheisen wie ein höhnisches Grinsen. Otto wartete, bis die Beamten in ihrem Auto davongefahren waren; dann lief er eilig ins Haus und ftürgte an den Fernsprecher. — 6. Kapitel. Raucheisen fuhr auf dem kürzesten Wege zurück ins Polizeipräsidium. In seinem Dienstzimmer trat er zunächst an den Fernsprecher und rief seine Frau an: „Schönen, guten Morgen, Ellen! Gut geschlafen, Liebling?" „Danke, ausgezeichnet?" antwortete eine helle Frauenstimme. „Wie gehtts dir, alter Brummbär? Kommst du etwa wieder einmal nicht nach Haufe, weil du jetzt anruf ft?" „Erraten! Du, Ellen, eine Frage: Lag deine Steppdecke heute morgen vielleicht zufällig auf dem Fußboden?" „Na, hör mal ...1 Kannst du neuerdings etwa auch noch hellsehen?" „Ein bißchen schon! Also, Liebling, ich komme erst zum Mittagessen nach Hause, vielleicht aber auch nicht! Ich rufe noch an! — Diel zu tun! Und eine häßliche Sache!" „Aber Fritz! Du hast dach wieder die ganze Nacht gar nicht geschlafen!" „Das ist nicht das erstemal, wie dir wohl bekannt sein durste!" Er lachte. „Wiedersehen, Ellen!" „Wiedersehen, alter Brummbär! Du, Fritz, rauch' nicht so viel!" „Guter Gedanke!" sagte Raucheisen, nachdem er den Hörer aufgelegt hatte. Er holte seine Meer- schaumpfeffe hervor und begann, sie zu stopfen. Dann, während er rauchte, versank er in Nachdenken. Er reihte die Ihm bisher bekannten Tatsachen noch einmal aneinander, aber das Ergebnis erschien ihm durstig und äußerst unbefriebigenb: denn wirklich einwandfrei und unumstößlich stand bisher* nur das eine fest: Professor Beierfeld war dtt LiAwHer Mer DM ermordet morden, und der Täter hatte eine Selbst!crdepistole Kaliber 7,65 benutzt. Alles andere verlor sich im Nebel un klarer Vorstellungen und unbestimmter Dermu tun gen. Freilich, wenn man die naheliegende Frag stellte: .Wer hat Nutzen vom Tode Professo Beierfelds?' so gab es darauf vorläufig nur vr eine Antwort: ,Ärel Holm!< Wie auf ein Stichwort läutete in diesem Augen blick der Fernsprecher. Raucheisen nahm den Hörer ab und hörte die geschäftsmäßige Meldung de'- Zentrale: ,^)ilfskommissar Stodbe wünscht Kommissai Raucheisen zu sprechen. Augenblick — ich verbinde?" ,Hallo — hier Stvbbe! Herr Kommissar Rauch- eisen?" „Am Apparat! — Was gibt's denn, Stobbe?^ »Herr Kommissar, ich befinde mich hier In der Bibliothek der Villa Beierfeld. Soeben ist hier der Herr Axel Holm erschienen! Er sitzt nebenan in der Diele." „Haben Sie ibn schon verhört, «Stobbet* „Nein, Herr Kommissar, ich wollte erst Jhrv Anweisungen und auch ..." „Ausgezeichnet, Stodbe! Sorgen Sie dafür, daß er mit keinem Menschen spricht! Und lassen Sik ihn nicht fortgehen! Halten Sie ihn unbedinw feA, Stvbbe! In zwanzig Minuten bin ich dort!? ♦ Einige Morgenzettungen hatten bereits einy kurze Meldung von der Ermordung Profesiotz Beierfelds gebracht, und deshalb wunderte sich Raucheisen nicht weiter, als er an der Straßenfront der Villa Beierfeld eine kleine Menschenar» sammlung vorfand, obwohl es hier durchaus mchÄ Austegendes oder Besonderes zu sehen gab. Raucheisen war aus seinem langen Beruf siebe« zur Genüge an derarttge Ansammlungen gewöhn» er drängte sich ziemlich rücksichtslos zwischen de3 einzelnem Sru^peZ hindurch, denn er Hotts groU Eitib (Fortsetzung tolSW Oer „Tag der Briefmarke" in Gießen $J.4port Im | Vermietungen"! [Stellengesuche] Statt Karten! iGLORIn 0 Holzheim 97 D Utphe Erfurt 0191 PQLQST • Verletzen unmöglich Als Verlobte grüßen Ottilie Faitz Gießener Fußball. 1500 — Rb. Friedberg 5:2. Im Nordviertel Z-Zimmer Wohnung im 1. St. sofort rn vermieten. Schriftl. Angeb. unter 0198 an den Gieß. Anz. In Prag Herz Ludwig Schlund z.Z. im Felde eignisse unserer Geschichte betrachten, daneben in den Wohltätigkeitsmarken ein Instrument im Dienste der Wohlfahrtspflege sehen. Diese ideelle Anschauung Lpd. Aus technischen Gründen konnten die Sondermarken zum Tag der Briefmarke, mit deren Ausgabe am 10. Januar begonnen wurde, nicht sogleich in vollem Umfang ausgeliefert werden. Um den Sammlern trotzdem Gelegenheit zu geben, diese Marken mit dem Sonderstempel vom Tag der Briefmarke abstempeln zu lassen, werden die Postämter, bei denen zum Tag der Briefmarke Sonderpostämter eingerichtet wurden, Abstempelungsanträge noch bis zum 10. Februar entgegennehmen. einschießt. Zehn Minuten später ist es der Mittelstürmer Kählinger, der einen Angriff erfolgreich abschließt. Kurz vor der Pause ist es derselbe Spieler, der auf 3:0 erhöht, als die Gäste lebhaft abseits protestieren. Nach dem Wechsel kommen die Gäste etwas mehr auf. Durch Schmidt können sie auch auf 3:1 verkürzen. Auf der Gegenseite schießt Köh- linger in aussichtsreicher Stellung an den Pfosten, und als die Gäste durch Keßler gar auf 3:2 verkürzen, müssen die Anhänger der 1900er einige bange Minuten überstehen. Die Friedberger werden jetzt sehr aktiv, und der Ausgleich bleibt nur eine Frage der Zeit. In einer besonders in der letzten Viertelstunde erkämpften Drangperiode kommen die Blau-Weißen durch den Rechtsaußen Feustel zu zwei weiteren Treffern, die den Sieg festigen. 1900 besaß in der Hintermannschaft das Ueber- gewicht. Kraft I ragte wieder einmal mehr hervor. Im Sturm gefielen die Außen durch ihre Schnelligkeit. Koch und Ebert wirkten etwas matt, auch Köh- linger muß bei verschiedenen Aktionen schneller handeln. Friedberg hatte in Schmitt, Steitz und Keßler die besten Spieler. Die anderen genügten Die gestrige Veranstaltung der KdF.-Briefmar- kensammlergruppe Gießen anläßlich des „Tages der Briefmarke" Hot in breiten Bevölkerungsschichten von Stadt und Land ein außerordentlich starkes Echo gefunden. Die im oberen Saale des „Burghof" in übersichtlicher Weise hergerichtete Briefmarken-Ausstellung war während des ganzen Tages ebenso stark beachtet wie der im unteren Saale des „Burghof" veranstaltete Verkauf der Sondermarke und die dort gebotene Möglichkeit zum Erwerb anderer Postwertzeichen für die Sammelmappen regsten Zuspruch fanden. Den ganzen Tag über herrschte in den beiden Sälen ein ununterbrochenes Kommen und Gehen der vielen Interessenten, die nicht nur aus dem Kreise der zünftigen Briefmarkensammler stammten, 'sondern auch als Nichtsammler kamen, um hier Einblick in ein für unsere Kulturarbeit wichtiges und interessantes Ge- Danksagung. Allen, die unserem lieben Entschlafenen Heinrich Engländer die letzte Ehre erwiesen, sowie für die Kranzspenden und herzliche Teilnahme sagen wir hiermit unseren innigsten Dank. - Besonders danken wir der Betriebsführung und Gefolgschaft der Firma E. H. Müller für die Kranzniederlegungen und ehrenden Worte am Grabe. In stillerTrauer: Frau Elisabeth Engländer Feldwebel Heinrich Engländer und Familie. Gießen, im Januar 1943. 103D Zehn Züge brauchen nicht zu fahren. Einmal ist es Schmitt, der aktivste Spieler im Friedberger Sturm, der gewaltig aufs Tor schießt, wo sein Schuß jedoch von der Querlatte abprallt, und kurz darauf ist es Kraft I, der,dem schon überwundenen Ammonn zu Hilfe tomrtit und den Ball aus dem Tor köpft. Im Gegenangriff kommen die Blau-Weißen dann zum Führungstreffer. Eine weite Vorlage von Kraft kommt über den Jnnen- fturm zum Linksaußen Herrmann, der unhaltbar SCHRÄGSCHNITT ________________:____:___VI wenn täglich ein Brikett wir sparen! IhreVermählung geben bekannt Rudi Drehmann Obergefreiter Emma Drehmann geb. Weber Ein Continental- Film in deutscher Sprache mit Jean Parödes Regie : Leo Joannon Die Laune einer Silvesternacht eröffnet eine Serie bezaubernder Abenteuer der Liebe. Wochenschau * Kulturfilm Heute Montag Erstaufführung Lichtspielhaus Täglich 2.30, 4.45, 7.30 Uhr Sonntags 2.00, 4.30, 7.30 Uhr Jugend ab 14 Jahren zugelassen I 94C sammelns besonders in den Vordergrund. Dann übergab er die Ausstellung, nach Dankesworten an seine eifrigen Mitarbeiter, der Oeffenthchkeit. Bei einem Rundgang durch die Ausstellung konnte man an allen Tischen die Feststellung machen, daß unsere Briefmarkensammler mit großer Liebe ihre Sammeltätigkeit pflegen. Man konnte m dieser Schau, die vor allem die Entwicklung des deutschen Briefmarkenwesens zeigte, daneben aber noch Marken aus Holland und der Schweiz enthielt, zahlreiche seltene Marken sehen, die zum großen Teil nod) aus den Anfangsjahren der Briefmarke stammen und von den Sammlern natürlich als besonders wertvolles Gut mit großer Liebe verwahrt werden. Es war aber auch die Möglichkeit geboten, die vielfältigen und. künstlerisch hervorragenden Markensätze aus der jüngeren Zeit, insbesondere aus dem letzten Jahrzehnt, kennenzulernen und daran sein Wissen um diese interessante Entwicklung zu bereichern. Die Hunderte von Besuchern werden sicherlich aus dieser interessanten Ausstellung reichen ideellen Gewinn mit nach Hause genommen haben. Der Verkauf der Sondermarke und der Erwerb von Sammlermarken waren den ganzen Tag über besonders Gegenstand der Aufmerksamkeit aller Besucher, die nicht verfehlten, sich hier ein bleibendes Andenken an die bemerkenswerte Veranstaltung zu sichern. Die Veranstalterin, die KdF.-Briefmarkensammler- gruppe Gießen, hat sich mit der gestrigen Ausstellung ein besonderes Verdienst erworben, auf das sie mit gutem Grund stolz sein kann. Sonderstempel noch bis zum 10. Februar > D.R.P 483681 Ein Tobis-Film mit HEINRICH GEORGE Heidemarie Hatheyer Will Quadflieg, Marina von Ditmar,Erich Ponto REGIE: PAUL VERHOEVEN Die tragischen Wendepunkte im Leben eines großen Schauspielers Wochenschau • Kulturfilm Täglich 2.30, 4.45, 7.30 Uhr Sonntags 2.00, 4.30, 7.30 Uhr Jugend nicht zugelassen! 95C Am Samstagmorgen verschied unser lieber Vater, Schwiegervater und Großvater Herr Georg Todt im 90. Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen: Georg Todt und Frau, geb. Klein Georg Gemmecker und Frau, geb. Todt Otto Gutjahr und Frau, geb. Todt Georg Gutjahr, Marianne Gutjahr. Gießen, Stephanstraße 43. Die Beerdigung findet am Dienstag, 12. Jan., 14.45 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. 99D werden zu können. Berliner SC. schlägt SB. Rastenburg 5:0. Das letzte der acht Vorrundenspiele um die Deutsche Eishockeymeisterschaft führte am Sonntagabend im Berliner Sportpalast den Berliner SE. mit dem Ostpreußenmeister SD. Rastenburg zusammen. Der BSE. siegte nach überlegen geführtem Spiel mit 5:0 (1:0, 2:0, 2:0). SC. Rießer See — ff Nürnberg 9:1. Im fast vollbesetzten Münchner Prinzregenten. Stadion konnte der Deutsche Eishockeymeister SE. Rießer See sein Meisterschafts-Vorrundenspiel gegen die Nürnberger ff erwartungsgemäß zu einem siche, ren Erfolg gestalten. Der SE. Rießer See schlug die ---Sportgemeinschaft Nürnberg mit 9:1 (3:0, 3:1, 3:0) überlegen und ist damit eine Runde weiter- gekommen. Prag wurde am Samstagabend die NSTG. durch den Berliner Meister Rot-Weiß auf und Nieren geprüft. Das Ergebnis war ein klarer 7:0- (3:0, 3.0, 1:0) Sieg der Reichshauptstädter. Die Prager, die anfangs der Spielzeit mit guten Ergebnissen überraschten, sind noch nicht ausgereift, um einem so erfahrenen Gegner gefährlich Heute Montag Erstaufführung RAM einzigen Meisterschaftsspiel des gestrigen Tages — Nidda sagte gegen die Luftwaffe ab und der VfB.-R. brauchte die Reise nach Wölfersheim nicht anzutreten — bezwangen die Blau-Weißen die Reichsbahn-Spgmde. Friedberg. Die Gäste hatten nur zehn Mann zur Stelle und erleichterten damit den Platzbesitzern die Aufgabe etwas. Nach anfänglicher Drangperiode der Blau-Weißen, bei der zwei aussichtsreiche Sachen nicht verwertet werden können, sind es die Gäste, die sich im Strafraum der 1900er einige gefährliche Chancen erspielen. -- DANIELLE DARRIEU ALBERT PREJEA zum Teil den Anforderungen. Schiri Ruhmatt» (Regensburg) mit seiner großen Erfahrung war em umsichtiger Leiter. Um den Titel im Eishockey. Roiweitz Berlin — NSTG. Prag 7:0. Danksagung. Für die überaus zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme an dem schweren Verlust, der uns durch den Heldentod unseres lieben Sohnes, Bruders und Schwagers und meines unvergeßlichen, lieben Bräutigams Alber? Schäfer, Stabsgefreiter in einem Gren.-Regt., betroffen hat, sagen wir auf diesem Wege unsern innigsten Dank. Familie Heinrich Schäfer Emmy Klee, Braut. Dorf-Güll, Holzheim, den 9. Januar 1943. 0194 Plötzlich und unerwartet erhielten wir die tieferschütternde, schmerzliche Nachricht, daß unser herzensguter, lieber, braver, ältester Sohn, mein innigstgellebter Bräutigam, unser unvergeßlicher Bruder, Enkel, Neffe und Pate Erwin Loth Gefreiter in einem Luftwaffen-Feldregiment am 25. Novenfber 1942 bei einem sowjetischen Angriff, fern der Heimat, in treuer Pflichterfüllung für Führer, Volk und Vaterland im blühenden Alter von 22 Jahren sein Leben hingab. In tiefem Schmerz: Heinrich Loth und Frau Luise, geb. Wacker Erika Wendler (Braut); Heinrich Loth, Gefr., z.Z. imfelde; Walter, Adolf, Hildegard und Helmut Loth (Geschwister); nebst Großeltern und allen Anverwandten. Gießen -Wieseck, Taucha-Leipzig, Rüddingshausen, den 10. Januar 1943. und Zielsetzung im Gegensatz zu der jüdischen Brief-1 Markenschacherei vor der Machtübernahme stellte der Redner als die schönste Aufgabe des Briefmarken-1 ' MULCUTO der Universität Kiel ernannt. Im Jahre 1939 war Dr. med. Plügge zum Dozenten an. der. Universität Gießen ernannt worden. ** Die Reihen-Rvntgenunterfuchun- gen in Gießen finden in diesen Tagen in der Turnhalle der Alten Pestalozzi-Schule (am Werner- wall/Kirchstraße) statt. Aus Der engeren Heimat. Landkreis Gießen. «^Lollar 10. Jan. Am 8. Januar feierten unser Altbürgermeister Heinrich Schmidt VI und seine Ehefrau in bester Gesundheit und geistiger Frische das Fest der goldenen Hochzeit im Kreise ihrer Kinder, Enkel, Geschwister und nächsten Angehörigen. Der stellvertretende Bürgermeister, 1. Beigeordneter Hermann Schwalm, überbrachte die Glückwünsche der Gemeinde Lollar und der Wassergenossenschaft „Glück auf". 28 Jahre hat der Jubilar zum Besten der Gemeinde Lollar das Amt als Bürgermeister geführt. Er war eifriger Förderer der Wassergenossenschaft „Glück auf", und seinem entscheidenden Entschluß ist deren Entstehen zu verdanken. Ein Glückwunschschreiben des Führers ging Herrn Schmidt durch die Reichskanzlei direkt zu. Die Glückwünsche des Reichsstatthalters sowie des Landrats wurden durch den 1. Beigeordneten dem Jubilar übermittelt. Die Glückwünsche der Kriegerkameradschaft Lollar, deren Ehrenmitglied der Jubilar ist, übermittelte Kameradschaftsführer lau« b e,r t. Auch Glückwunschschreiben des Kreiskriegerführers sowie des Bundesführers des NS.-Reichs- kriegerbundes gingen dem Jubelpaar zu. Darin wurde der Dank ausgesprochen für die treue Mitgliedschaft des Jubilars seit 1891 und treue Mitarbeit während 25 Jahren als Schriftführer der Kameradschaft. Auch der Verein für Leibesübungen, dessen Ehrenvorsitzender der Jubilar ist, überbrachte durch den Vorstand seine Glückwünsche. Schmidt ist Mitgründer des früheren Turnvereins Lollar. Die Sängervereinigung Lollar überbrachte ebenfalls durch den Vorstand ihrem Ehrenmitglied die Glückwünsche des Vereins. Von feiten vieler Gemeindemitglieder wurde Herr Schmidt ebenfalls mit Glückwünschen bedacht. * Ruttershausen, 11.Januar. Frau Witwe Anna S p a a r, Hierselbst, kann am heutigen Montag, 11. Januar, in bester geistiger und körperlicher Frische ihren 7 0. Geburtstag begehen. Die Jubilarin verrichtet trotz ihres hohen Alters noch alle häuslichen und landwirtschaftlichen Arbeiten. Von 1929 bis 1941 hat sie als Austrägerin des „Gießener Anzeigers" täglich unsere Familien besucht. Der Jubilarin, die einen goldenen Humor besitzt und allgemein große Wertschätzung genießt, gelten auch unsere herzlichen Wünsche zu ihrem heutigen Geburtstage und für einen schönen Lebensabend. * Steinbach, 11. Jan. Am heutigen Montag, 11. Januar, wird der frühere Zimmermann Ludwig Krämer II. in geistiger und körperlicher Frische 80 Jahre alt. Der Jubilar ist noch eifrig in der Landwirtschaft tätig. Dem alten Herrn bringen auch wir unseren herzlichen Glückwunsch dar. biet zu gewinnen. Der Leiter der Briefmarkensammlergruppe Gießen in der NSG. Iraft durch Freude", Pg. Gör- lach konnte zur Eröffnung der Ausstellung eine große Zahl von Besuchern begrüßen, in der natürlich die Briefmarkensammler die Mehrzahl stellten, aber auch die anderen Interessenten mit Liebe zur Sache an den langen Tischreihen mit den aufgelegten Markentafeln standen. Pg. G ö r l a ch betonte in seinen Einführungsworten u. a. die gegenüber früher zur Zeit jüdischer Schiebungen und über KdF. - Sammlergruppen vereinigten Briefmarkensammler, die in dieser Sammeltätigkeit nicht wie früher zur Zeit jüdischer Schiebungen bnd übler Handelsgeschäfte die Briefmarke als ein Objekt des Gewinnstrebens ansehen, sondern sie als ein Dokument deutscher Kultur, als ein Mittel zur Vertiefung unserer Freude am deutschen Volkstum, als ein Wegweiser zur Schönheit und zur Freude an deutschen Landschaftsbildern, ehrwürdigen deutschen Bauten und bedeutsamen Marksteinen großer Er- Danksagung. Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme bei dem Heldentod meines unvergeßlichen, herzlieben Sohnes, meines guten Bruders, Schwagers, Onkels und Bräutigams Hans Rosenbach, Gefreiter in einem Schützen- Regiment, sprechen wir alle auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank aus. Im Namen aller Hinterbliebenen: Rudolf Rosenbach. Gießen, im Januar 1943. Garbenteiph _________0201Z Bekanntmachung. Betr.: Brotzulage für Lang- u. Nachtarbeiter bezw. Schwer- und Schwerstarbeiter, die nicht Selbstversorger in Brot sind. An die Betriebe in nachstehend genannten Landkreisen und im Stadtkreis Gießen. Schwer-, Schwerst-, Lang-' und Nachtarbeiter, die als Selbstversorger keine Zusatz- bzw. Zulage- karten erhalten, können auf Antrag ihrer Betriebe die Zulage in Brot erhalten, wenn sie als Schwer-, Schwerst-, Lang- oder Nachtarbeiter anerkannt und nicht Selbstversorger in Brot bsw. nicht Inhaber einer Mahl- oder Brotkarte sind. Wollen vorgenannte Personen von der Bezugsberechtigung für Brot Gebrauch machen, so müssen sie sich von ihrer zuständigen Kartenausgabestelle eine Bescheinigung folgenden Inhalts erteilen lassen: Bescheinigung. Es wird hierdurch bescheinigt, daß............ (Vorname, Zuname, Wohnort, Straße und Hausnummer) nicht Selbstversorger in Getreide ist bzw. eine Mahl- oder Brotkarte von hier nicht erhält. (Unterschrift und Dienstsiegel.) Diese Bescheinigung, die vor Beginn einer jeden Versorgungsveriode von der Kartenausgabestelte zu verlängern ist, ist den Betrieben einzureichen. Die Betriebe beantragen die (Bewährung der Brotzulage auf Grund besonderer Bescheinigung. Die Vordrucke für diese Bescheinigungen können von den Betrieben ab Mitte der nächsten Woche bei den zuständigen Ernäbrungsämtern angefordert werden. Diese Bescheinigungen sind zukünftig für I iede Versorgungsveriode neu ausgefertigt den zuständigen Ernährungsämtern bei Abholung der Zusatz- bzw. Zulagekarten vorzulegen. [oeD Gießen, den 9. Januar 1943. Jür die Laudräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen, Lauterbach, sowie den Oberbürgermeister der Stadt Gießen: Dr. Lotz. Injektor zum Speisen für Lokomobile, 50-60 qm Heizfläche, dringend zu leihen oder zu kaufen ges. Eilige Angebote erbeten an: Carl Becker II., Lederfabrik, Bahnhofstraße 16. 98D Von der Börse. Freundliche Aktienmärkte. Frankfurt a. M., 9. Jan. In diesen Berichts-« abschnitt fiel der Jahreswechsel, der auch dem Börsengeschäft einen deutlichen Stempel verlieh. War doch durch den zunehmenden Anlagebedarf die Hal« tung durchweg recht freundlich, und feit den ersten Börsentagen des neuen Jahres hat auch kurs- mäßig die Aufwärtsbewegung Fortschritte gemacht. Es scheint, daß man dabei .auch mehrprozentigö Steigerungen im Hinblick darauf zuließ, daß vielfach die vollen Dividenden in den Papieren enthalten sind. So konnten I. G. Farben bis 177,25 nach zuletzt rund 174 anziehen, auch Stahlverein lagen um 168,6 recht fest. Zahlreich waren allerdings wieder die Kursstreichungen mangels vorhandenen Materials, selbst zum Jahresschluß kam es zu Streichungen oder nur zur Angabe von Taxen. Die Daimleraktien haben mit 199,75 wieder nahezu den Stand von 200 erreicht, Hoesch und Elektr. Liefe« rungen stiegey innerhalb drei Wochen um 7—8 o. H^ Felten und RWE. um etwa 6 v. H., daneben Bus derus, Mannesmann, Metallgesellschaft zwischen 3 und 5 v. H., nur Lahmeyer waren 2,50 v. H. leichter, wobei jedoch der Dioidendenabfchlag zu berücksichtigen ist. Großbankaktien lagen ebenfalls fest, Dresdner Bank etwa 5 v. H. höher. Am Rentenmarkt konnte die Reichsaltbesitz bis 170 anziehen, während Steuergutscheine I zunächst bis 109 anzogen, später aber bis etwa 105,12 nachgaben. Auch späte Schuldbücher waren im Verlaufe freundlicher, ebenso Kommunalumschuldung mit 103,25. Jndustrieobliqationen lagen meist 0,50 bis 0,75 v. H. freundlicher. In Stadtanleihen und Pfandbriefen waren nur kleinste Umsätze zu meist letzten Notierungen zu verzeichnen. Der Satz für Tagesgeld wurde mit 1,75 v. H^ unverändert belassen? Hauptschriftlelker: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Steilvertreler deS Hanptschriftleiters: Ernst Blumschein. Berantwvrtlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadt Giehen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschein. . Truck und Berlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange K. OL Berlagsleiter: Tr.-Ing. Erich Hamann: An zeigen leiter: Hans Beck. Anzeigenpreisliste Nr. 6. 6-Zimmerwolinung m. Küche, Bad u. Nebengel., i. gut. Hause und guter Lage, v. sofort z. verm. bei Nachweis einer eins. 2-3-Z.-Wohir., mit Küche, in zentraler Lage. Schr. Ang. mit. 102P a.d. G.A. | Mietgesuche | M-Ziffl.-Wohng. auch i.d. näheren Umg. v. Gießen, von Beamten gesucht. Wer tauscht nach Bielbach (Westerwald)? Schriftl. Angeb. unter 0195 an den Gieß. Anz. Sonnige 3-3im. HJßljn. für sofort oder 1. März 1943 zu mieten gesucht. Schriftl. Angeb. nut. 0203 au den Gießen. Anzeig den 10. Januar 1943 \ioop/ Wissenschaftliche Werke Sondergebiet der Brühl'schen Druckerei Keine üriprangi« teegnlsse, andern nut Zcugntt» abschrtsten dem Be werbungischrriben bet- legen I — Lichtbilder undBewerbungSunter- lagen müssen aut meidungvon BerluNe« auf der'Rückseite N» men und Lnschrift M Bewerber« tragen! MädchsnoderFrau die selbst, kochen kann, für Gesch.« vausbalt gesucht. Eintritt sofort. 0175 Frau Mia Wallenfels, Gießen, KircherWl. 83 P. Junge Stau mit kleinem Kind Wl Stelle im Haushalt bei älterem Herrn oder Dame. Schriftl. Angeb. unter 0193 an den Gieß. Anz. | Verkäufe Gebrauchtes Merüelt 70x140, m. Stahlrost u. Matratze, für RM. 25,- zu verkaufen, [oise Lessingstraße 4. I Kaufgesuche | Gebrauchtes, aber gut erhaltenes Motorrad mit Bereisung, zu kaufen gesucht. [ioiD Schnnk & Ebe. W1WPM auch Bolts- cmvfänger, Wechselstrom, dringend zu kaufen oder zu tauschen gesucht. Schriftl. Angeb. unter 0192 an den Gieß. 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