(95. Zahlgang Ur. (07 Erscheint täglich, außer konntagS und k>etertag9 «Verlagen: Gießener Aamilienblättei Heimat imNild DieScholle Gezugsvreis: Monatlich.. RM.1.80 Zustellgebühr . „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Metzener Anzeiger ÖSSi® Mh„. Vrvck und Verlag: f fit IhhOfhoKOIt rch'istl.itung und Selchäft,stelle: Postscheck Ii6s° Tranks. M. VkShIscheUninersttSvdruckerel«.lange V/vIlvl Ul'tllM VIU vl Illi vVvUfV||VII «icsten.Schulftr-be7-4 Montag. 10 mal 1943 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8' «UhrdesBormittagS Anzeigen-Preise: Anzeigenteil 7 Rvf. je mm bei 22 mm Zeilenbreite, Texttetl 50 Rvf. te mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffell AbschlüsseMengenstafselL Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung > 250,e mehr Frankreichs platz ist im europäischen Lager. Don unserem ks.-Korrespondenten. land abgefahren seien, nach drei Wochen ihre volle Zufriedenheit mit ihrer Lage bekundet hätten. So bleibt, wenn auch in einem anderen Sinne, als es Maurras meint, das Arbeiterproblem eine wesentliche, ja die Kernfrage. Vichy, 6. Mai. 3m europäischen Lager hat man sich daran gewöhnt, Frankreich als einen schwierigen Fall an- zusehen. Die Reaktionen des schwer bestimmbaren und abzugrenzenden Gebildes, das man öffentliche Meinung nennt, erscheinen nicht nur außerhalb der Grenzen Frankreichs oft unverständig und unverständlich. Es gibt gerade im Innern des Landes sehr -viele Menschen, die mit unbeirrbarer Beharrlichkeit ihren Landsleuten immer wieder klarzumachen versuchen, wie töricht gerade vorn französischen Standkunkt aus jede Hoffnung auf einen englisch-arnerikan'schen oder gar sowjetischen Sieg ist. Was im allgemeinen über die Geistesverfassung des französischen Volkes gesagt wird, stimmt übrigens nur sehr bedingt. Seit wann hat man bei großen politischen Veränderungen immer nur auf die träge, in den überlieferten Vorstellungen beharrende Masse gesehen und durch apodiktische Urteile von vornherein jene kleine Minderheit entmutigt, die, wie wir in Deutschland selbst erlebt haben, überall als Vorhut wirklichen Revolutionen vorangeht? Ein großer Teil h** Franzosen von heute mau dem neuen europäischen Gedanken gegenüber noch mißtrauisch, zögernd oder gar feindlich verharren. Endgültig ist diese unfruchtbare Haltung deshalb nicht. Die tägliche Praxis beweist viel eher das Gegenteil. Wenft die Redner, die kreuz und quer durch das Land reisen und die Politik der Regierung dem Volk verständlich zu machen versuchen, offene und aufmerksame Ohren finden, dann besteht fein Anlaß zu resignieren oder gar zu verzweifeln. Einer der hervorragendsten dieser Redner, der Journalist Philippe Henriot, berichtete, wie er kürzlich in Clermont-Ferrand, einem großstädti- scheu Zentrum im Herzen Frankreichs, in dem bis dahin das Wort „Kollaboration" mit Deutschland höchstens im abträglichen Sinne von der kommunistische und der gaullistischen Flüsterpropaganda gebraucht wurde, für eine europäische Orientierung Frankreichs sprach. Ueberfüllte Säle, Tausende von Zuhörern, die keinen Einlaß fanden und vor den Lautsprechern auf der geräumigen Place de Jaude zwischen den Denkmälern des Vercingetorix und des Generals Desaix lauschten. Während seines ganzen .Vortrages aufmerksames Schweigen, das nur von stürmischer Zustimmung unterbrochen wurde. Die Kundgebungen der Freiwilligen der Legivn für den Kampf gegen den Bolschewismus in Vichy bestätigen diese Tatsachen, wie auf der Vortragsreihe dieser Organisation in 40 verschiedenen Städten der Südzone von zuverlässigen Beobachtern festgestellt werden konnte. 1 Im übrigen ist die bis jetzt in ihren vorgefaßten Meinungen beharrende Masse des französischen Volkes einem dauernden Stimmungswechsel unterworfen. Es wäre heute schon schwer, mit unbedingter Sicherheit sagen zu wollen, ob der Attentismus, dh. das passive Warten auf eine entscheidende Besserung der Lage, durch irgendeine mehr oder weniger wunderbare Einwirkung von außen, bei der Mehrzahl nicht vielmehr eine jedes politischen Hintergedankens entbehrende Aeußcrung der Kriegsmüdigkeit barstellt, des Wunsches, daß die Erschwerungen des täglichen Lebens, die Röte der Lebensmittelversorgung, die Trennung der Familien so schnell wie möglich ihr Ende finden möchten Es gibt freilich auch Franzosen, die dem europär- schen Gedanken feindlich gegenüberstehen. Sie sind zwar intelligent genug, einzusehen, daß ein europäischer Zusammenschluß nach diesem Krieg nicht wieder vertagt werden darf, sondern von epochalen Notwendigkeiten gefordert wird. Aber ihre Eigenliebe erträgt es schwer, haß sich dieser Zusammenschluß nicht unter französischem Patronat vollziehen soll. Ein Haupthindernis endlich ist die bekannte fundamentale Unkenntnis des Durchschnittsfranzosen in allen Dingen, die jenseits seines engeren oder weiteren geographischen Horizontes liegen. Diesem nationalen Mangel ist es zuzuschreiben, daß der angeblich so kritische und geistig souveräne Franzose ganz besonders leicht Illusionen anheimfällt. Dor diesem Hintergrund haben sich die neuesten, hochpolitischen Ereignisse der vergangenen Woche ab- gepielt. Der Empfang Lavals im Führerhaupt- quortier und die Aussprachen zwischen Deutschland und Italien einerseits und Frankreich anderseits. Wie man in der französischen Öffentlichkeit der Südzone auf das Komuniquö dieser Zusammenkunft reagiert,, läßt sich nur in allgemeinen Zugen sagen. Diese Fühlungnahme Hot ftattgefunben 3n”1cv^.n dem Führer eines Volkes, das schon deshalb die ins Auge gefaßte Lösung des französischen Pro- blems unbesehen und rückhaltlos b i 111 g t, weil es niemals» nicht einmal in den schummsten Zeiten seiner Wehrlosigkeit, feindseliger Empfindungen gegenüber seinem westlichen Nachbarn fähig war, und ouf der anderen Seite einem Re gier u n gsche f, der wertschauender als feine Landsleute mit unerhörtem Mut eine^heute bei manchem noch unpopiP läre Politik macht, die ihre Richtigkeit m Zukunft erweisen wird. Das bringt es mit sich daß l-avai seine großen politischen Konzeptionen ln sich selbs oder doch nur in einem sehr kleinen Kreis vertrautester Mitarbeiter ousreifen lassen rann onne die Nation an den Einzelheiten teilhaben ZU lassen. P i e r r e L a o a l hat schon einmal d.e bittere Erfahrung gemacht, wie eine weitsichtige $!a_ nun, - jener L-v°l-H°°r--Plan am Vorabend des Abejstnienbrieqes - durch Indiskretionen und he m- tückische Sabotagen hintertrieben wurde, womit tat sachlich die Entscheidung über Krieg aber auch in Eurova gefallen war. Man versteht deshalb nur zu gut die tiefe Abneigung Lavals, ssrogen, von denen das Schicksal von Millionen -bbongt au, öffentlichem Markt diskutieren zu lassen. Die Frm rostn aber, die das Kommunique aufmerksam a lesen haben und daraus nur allgemeine Schluste Men können, verschließen sich bem Emdruck nicht, daß zum erstenmal seit langer Zeit zwischen den Partnern eine ande re Sprache gesprochen wird, daß sich Lichtblicke öffnen, Möglichkeiten zeigen und wieder Grund zur Hoffnung besteht. Begünstigt wird dieser Optimismus durch die merkliche Verbesserung des Klimas gegenüber Italien, das in den Erwägungen der Franzosen eine Hauptrolle spielt. Dies alles scheint indessen noch reichlich unbestimmt und dem ungeduldigen zu unfertig. Einer von den ganz Unnahbaren, der alte Maurras, nach dessen Ansicht zur Bekämpfung der kommunistischen Gefahr ein Polizewerbot genügt, und der Europa weder zu sehen noch zu faaen vermag, weil er es vorzieht, in den vergilbten Akten längst verjährter historischer Prozesse zu wühlen, sieht in der letzten deutsch-französischen Fühlungnahme nichts Neues. Er führt sie vielmehr auf ein äußeres Problem, die Stellung französischer Arbeiter für Deutschland, zurück, begrüßt es aber doch, daß die Leistung Frankreichs nicht einseitig bleiben soll, sondern es dafür, wie es in dem Kommunique heißt, auch Vorteile erwarten könne. Der Wortführer des „integralen Nationalismus" weiß gar nicht, wie nahe er dem Kernpunkt der Dinge ist. Laval hat selbst nach seiner Rückkehr aus Deutschland darauf hingewiesen, wie viele von den Arbeitern, die mit feindseligen, gegen die eigene Regierung gerichteten Kundgebungen nach Deutsch- Wie einst der deutsche Partikularismus deft ersten entscheidenden Schlag erhielt, als die Entwicklung der Verkehrsmöglichkeiten die deutschen Stämme einander näherrückte, so wird der europäische Par- tikularismus, vor allem der deutsch-französische Gegensatz, nur durch das Kennenlernen wirksam be- kämvft. Die Kriegsgefangenen und die Arbeiter, die im Urlaub nach Hause kommen, werden mit ihren wahrheitsgetreuen Augenzeugenberichten die Zahl derer im Lande verstärken, die schon heute Verständnis für die Förderungen der Stunde zeigen. Es waren Engländer ... Paris, 8. Mai. (Euvopapreß.) In ganz Frankreich wurde am Samstag der Festtag der Johanna von Orleans begangen. Die Presse bemerkt dazu, daß die Engländer es waren, die die Befreierin Frankreichs lebendig verbrannten. „Englische Bomben", so schreibt der „Petit Parisien", „fielen kürzlich in Rouen auf die Stelle, an der Jeanne d'Arc den Scheiterhaufen bestieg. Dies alles müsse von den Franzosen bedacht und richtig verstanden werden. Das Blatt erinnert dann on die Haltung Deutschlands den französischen Kriegsgefangenen gegenüber und betont, daß jeder Franzose wissen müsse, auf welcher Seite er zu stehen habe, um für Frankreichs Kultur und Zivilisation einzutreten. Mr werden Ma das Konzept verderben. Reichsorganisationsleiter Or. Ley gab in der Gauhauptstadt der Führerschaft Hessen-Nassaus die Arbeitsparole. NSG. Am Sonntagvormittag waren 2500 Führer und Führerinnen der Partei, ihrer Gliederungen und angeschlossenen Verbände im Schumanntheater in Frankfurt a. M. zusammengekommen, um durch Reichsorganisationsleiter Dr. Le y Ausrichtung für ihre weitere Arbeit zu erhalten. Die Führertagung, auf der auch Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger das Wort ergriff, stand ganz im Zeichen alten nationalsozialistischen Kampfgeistes. Zu Beginn der Tagung begrüßte der Gauleiter Reichsorganisationsleiter Dr. L e y und wies darauf hin, daß er am Anfang dieses Jahres dem Führerkorps der Partei von der gleichen Stelle aus die Marschrichtung für das Jahr 1943 gegeben habe. Er erinnerte daran, daß der Gau Hessen- Nassau in über 20 Jahren den Kampf gegen das Judentum in allen seinen Phasen durchlebt habe. Eine Minderheit habe den Kampf in der Judenmetropole Frankfurt a. M. begonnen, sich gegen die Verjudung auf allen Gebieten des öffentlichen Lebens gewandt und die nationalsozialistische Weltanschauung in das 'ganze Gau- Sebiet hinausgetragen. Freiwillig haben sich mit der ,eit unzählige deutsche Männer und Frauen in die Reihen der Kämpfer Adolf Hillers gestellt, zu einer Zeit, in der dieser Kampf von vielen als ein aussichtsloses Unternehmen angesehen wurde. So konnte auch die Gauhauptstadt, in der die höchsten Stellen mit jüdischen Schmarotzern besetzt waren, als geistig- kulturelles Zentrum des Reiches wieder zurückgewonnen werden. Es ist einzig und allein das Verdienst der Partei,-daß das Gaugebiet von [einen unerbittlichen Gegnern g e • säubert wurde. Auch in Zukunft wird die Partei alles tun, um die Bereitschaft zu schaffen, die alle Widerstände wegfegen und zur Härtung der Volksgemeinschaft beitragen wird, einer Gemeinschaft, die mit dem Führer jeden Weg gehen wird. BeichSorganisationSlei von Cam- brat ließ trotz der beachtenswerten Erfolge den Feind den Wert des Panzerkampfwagens nicht erkennen. Vielmehr war das Ergebnis dieses ersten großen Panzereinsatzes, daß die Untauglichkeit der neuen Waste erwiesen fei und deshalb der weitere Bau von Panzerkampfwagen eingestellt werden sollte. Nur der fanatische Wille einzelner Persönlichkeiten und der Glaube an diese neue Waffe bewirkte, daß der Panzerbau fortgeführt wuvde. Schon in der Reichswehr fanden sich Offiziere, vornehmlich der alten Kraftfahrkampftruppe, die den Glauben an den motorisierten Kampf und da» fttit an den Panzer festhielten und ihn hinübertrugen in die Zeit der neuen deutschen Wehrmacht. Dies war um so bemerkenswerter, als jene Offiziere im Kriege kaum eigene Panzer erlebt hatten und nach dem Kriegsende die Fertigung deutscher Panzer überhaupt vertraten war. Man soll sich einmal vor Augen führen, welche Passion, welch unerschütterliches Vertraue.: zur Idee dazu gehört, ohne Panzerwagen, ohne ausübende Praxis, ohne Aussicht, in absehbarer Zeit die Gedanken verwirklichen zu können, festzuhalten an dem Willen, Wegbereiter einer neuen deutschen Panzerwaffe zu sein. Eine der hervorragendsten Persönlichkeiten dieses Kreises war der heutige Generalinspekteur der Panzertruppen, Generaloberst Guderian. In ihm sehen wir den Beweis dafür, daß bei aller Würdigung des Materials und der Technik letzten Endes das Entscheidende der Mensch ist. Er wußte auch in der panzerlosen Zeit der deutschen Wehrmacht seine Gedanken zu verbreiten, sicherte sich eine Ge olg- schaft treuer Anhänger und Mitkämpfer und chuf damit die Voraussetzung zu einem ersten Aufbau der Panzerwaffe. Mit der Machtübernahme erging dann der Befehl des Führers, diesem leben« und verursachte durch Bombentreffer Zerstörungen und Brände. In der vergangenen Rächt bombardierten deutsche Kampfflugzeuge kriegswichtige Ziele an der englischen Süd- und Westküste. Wie durch Sondermeldung bekanntgegeben, ist die am 5. Mai 1943 gemeldete Geteitzugs chlacht abgeschlossen. In hartnäckiger Verfolgung des versprengten Geleitzuges haben unsere Unterseeboote bei schlechtem Welter und Rebel unter schweren Kämpfen weitere 13 Schiffe mit 74 000 B RT. und eine Korvette versenkt. Zwei weitere Schiffe wurden torpediert. Oer Wehrmachibericht vom Sonntag. DRB. Aus dem Führerhauptquartier, 9. Mai. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Am Kuban-Brückenkopf fetzte der Feind feine Angriffe fort. Im Abwehrkampf brachten unsere Truppen den Sowjets erneut hohe blusige Verluste bei und schossen zahlreiche Panzer ab. Bei örtlichen Kämpfen nördlich Lifsilschansk und südlich Örel wurde der Feind im Gegenangriff trotz hartnäckigen Widerstandes zurückgeworfen. Die Luftwaffe unterstützte mit starken Kräften die Kämpfe des Heeres im Kuban-Gebiet und fetzte bei Tag und Rächt die Bekämpfung des feindlichen Eisenbahnverkehrs fort Am gestrigen Tage wurden bei sechs eigenen Verlusten 72 sowjetische Flugzeuge vernichtet. Im Schwarzen Meer versenkten leichte deutsche Streitkräfte aus einem gesicherten Geleitzug vier kleinere Fahrzeuge mit zusammen 1800 BRT. Die eigenen Einheiten erlitten trotz hefttger Abwehr feindlicher Küstenbatterien keine Verluste oder Be- jchädigungen. In Tunesien leisteten auch gestern die deutsch- italienischen Truppen dem von allen Seiten mit weit überlegenen Kräften angreifenden Feinde heldenhaften Widerstand. Im Raum südlich Bizerta halten mehrere Kampfgruppen ihre Stellungen in vorbildlicher Pflichterfüllung bis zur letzten Patrone. Rach schweren Straßenkämpfen gingen unsere in Tunis kämpfenden Truppen befehlsgemäß auf Stellungen südöstlich der Stadt zurück. Starke feindliche Angriffe gegen die neuen Stellungen und den Südabschnitt der tunesischen Front scheiterten am entschlossenen Widerstand der deutschen und italienischen Verteidiger. Zahlreiche Panzer wurden abgeschossen und dem Feinde empfindliche Verluste zugefügt. Bei der Sicherung des tunesischen Küstengebietes schossen deutsche und italienische Iäger und Flakartillerie 2 7 feindliche Flugzeuge ab. Drei eigene Jagdflugzeuge gingen verloren. Deutsche Kampfflugzeuge warfen in den Morgenstunden des 8. Mai Bomben schweren Kalibers auf Ziele in Südo ft-England. Wgen und strebenden Willen nun unverzüglich auch die Waffe zu schmieden. Technische Beherrschung des Panzerkampfwagens war das -erste Ziel, das den Panzermännern gesteckt war. Es wurde schnell erreicht, lieber den Einsatz im großen aber gab es weder eigene Erfahrungen, noch konnte man solche den sich widersprechenden Ansichten der Feindmächte entnehmen. Hier konnten in der kurzen Zeit bis 1939 weder Manöver noch Debatten Klarheit bringen. Hier konnte allein der Krieg entscheiden. z Polen und Frankreich offenbarten nun der Welt, daß jener „Tank" von 1917 mehr geworden war als Ueberwinder des Maschinengewehrs. Die jüngste Panzerwaffe der Welt trat den Beweis an. Es war eine revolutionäre Umwälzung gegenüber der Kriegführung von 1918 eingetreten. Die Panzerkampfwagen, zusammengefaßt in starke Panzerdivisionen, waren zu einer kriegsent- scheidenden Waffe geworden. Die deutsche Wehrmacht war Lehrmeister des Panzerkampfes geworden. Selbstverständlich erkannten die Feinde das und zogen ihre Lehren daraus. Panzerarmeen entstanden hüben und drüben. Mag man heute lächeln über unsere ersten und alten Panzer, die in Polen unsere treuen Kampfgefährten waren, mag, um gleich einen großen Sprung zu tun, der sowjetische „T 34" demgegew über ein beachtenswertes Ungeheuer fein, mögen darüber hinaus die Kompfregeln, welche die Sowjets heute herausgeben, bis ins letzte den deutschen Vorschriften und der deutschen Kampfführung entnommen sein — das alles konnte ihnen nicht jene kriegsentscheidende Waffe bringen. Im Wettlauf zwischen Panzerung, Feuerkraft und Schnelligkeit entstehen neue Erkenntnisse, neue Forderungen und neue Entwicklungen. Heute stehen wir mitten im Fluß dieser Dinge. Nüchterne Erkenntnis der zurückliegenden Zeit — diese Erkenntnis braucht dabei nicht immer nur von Erfolgen herzurühren — läßt uns den Ausblick tun auf die „Panzer 1943. Zwei Namen werden genannt. Em neuer „Tiger, und ein alter bekannter: „Guderian". Das sagt uns, daß das neue Material besetzt und geführt wird im Geiste tri-egs- entscheidender Kriegführung. Manch Außenstehender wird verständnislos sich verwundern, warum denn nicht lange schon der neue Panzer geschaffen wurde. Nun, der „Di-ger" läßt sich nicht aus dem Boden stampfen. Aber nun ist er d a. Mit harten Prankenhieben hat er sich als Einzelkämpfer eingeführt, hart im Schlagen und unglaublich hart im Nehmen. Was aus ihm wird, sollen Freund und Feind erfahren. Wir stehen erst am Anfang einer neuen Epoche. Der „Tiger" wird nicht allein bleiben. Wer im Panzer und mit ihm gekämpft hat, kennt das Ziel, welches der Führer von Anbeginn dieser Waffe setzte und zu dessen endgültigem Erreichen -er seinen Genevalinspekteur berufen hat. Nicht seelenlose Panzermassen entstehen. Nicht Maschinen gilt es- gegen den Feind zu führen. Was unsere alten Panzer im Zusammenwirken mit allen Was« fen, insbesondere mit der Infanterie und den Panzergrenadieren, in drei Feldzügen gezeigt haben, wird die neu entstandene deutsche Panzenyaffe wieder unter Beweis stellen. Dazu steht heute neben dem Glauben an die Waffe bereits das Wissen. ■ Dom Generalinspekteur bis zum letzten Panzerfahrer werden die neuen Waffen belebt von dem einen Gedanken: „Kriegsentscheidung und Sieg!" gruppenführer Jütin er, Im Namen der SA. die Gedenkrede. Er sprach davon, daß Die Ml -Männer im ganzen Reiche trotz ihrer inneren Härte aufs tiefste erschüttert seien, und gedachte dann des be- onders schweren Verlustes, den die Familie erlitten hat, schilderte Viktor Lutze als Gatten und Vater, der seinen Kindern zugleich der beste Freund gewesen sei. Er schloß mit dem Gelöbnis: Die Sturm- äbteilungen sind zum Marsch und zu weiteren Kämpfen für die Ideale des Führers, für eine neue segensreiche Zukunft des deutschen Volkes angetreten. _ Gauleiter Dr. Meyer richtete im Namen des Gaues Westfalen-Nord letzte Worte an den Stabschef, worauf unter den Klängen des Liedes vom guten Kameraden die beiden Särge ins Grab sanken. Ein Zug der SA.-Standarte „Feldherrnhalle" feuerte über dem offenen Grab des Stabschefs drei Gewehrsalven ab. Die Lieder der Nation beschlossen die Feier. . Die Anteilnahme der Bevölkerung zeigten auch noch die letzten Stunden vor der Ankunft des Trauerkondukts in Bevergern. Ueberall in den Städten und Dörfern waren die Menschen angetreten, um den Stabschef zum letzten Male zu I grüßen. Dis Abwehrkämpfe. 3n Tunesien. Berlin, 9.Mai. (DNB.) In Tunesien setzten die deutschen und italienischen Truppen am Samstag den erbitterten Abwehrkampf gegen den mit unverminderter Heftigkeit angreifenden Feind fort. Südlich des Aschkel-Sees und am Medjerda-Fluß halten mehrere Kampfgruppen immer noch ihre Stellungen. Unter Ausnutzung jedes kleinen Geländevorteils verteidigen sie sich mit ungebrochenem Mut gegen die erdrückende Uebermacht des Gegners. Als weit vorgeschobene Wellenbrecher ziehen sie die Angriffe auf sich, zersplittern damit die feindlichen Stoßkräfte und decken durch ihren heldenmütigen Kampf die Maßnahmen der hinter ihnen im Raum südöstlich Bizerta kämpfenden Verbände. Weiter südlich sind die bisher m der Stadt Tunis Widerstand leistenden Einheiten nach Südosten ausgewichen und haben die Verbindung mit dem rechten Flügel der Südgruppe Änommen. Durch die schweren, für den Feind streichen Straßenkämpfe ist die Stadt zum Trümmeryaufen geworden. Die Briten stießen unseren Nachhuten auf der von Tunis nach Ham- mamet-Lif führenden Straße mit etwa 60 Panzern und starken Infanteriekräften nach Anden neu bezogenen Stellungen zerschellte jedoch der Ansturm, 24 feindliche Panzerkampfwagen wurden dabei abgeschossen. Die in einem großen Bogen nach Westen vorspringende neue Hauptkampflinie, die sich auf die Gebirgszüge südöstlich von Tunis stützt, würde ebenfalls an verschiedenen Stellen von Westen, Südwesten und Süden in wechselnder Stärke angegriffen. Alle diese Vorstöße scheiterten jedoch unter hohen Verlusten für den Feind; insbesondere wurden aus Senegalnegern bestehende Truppenteile schwer zusammengeschlagen. Um die Organisation des weiteren Widerstandes zu stören, erschienen mehrfach starte britisch-nordamerikanische Fliegerverbände über den tunesischen Gewässern und der Halbinsel Bon östlich Tunis. Deutsche und italienische Jäger warfen sich immer wieder den feindlichen Geschwcckern entgegen und drängten sie aus den Zielräumen heraus. In erbitterten Luftkämpfen mit dem zahlen-- mäßig weit überlegenen Gegner schossen sie 22 feindliche Flugzeuge ab. Unsere Flakbatterien ließen sich ebenfalls von den fortgesetzten Bombenangriffen nicht beirren und brachten nad) bisher vorliegenden Meldungen weitere fünf britische Maschinen zum Absturz. Besonders erfolgreich war bei den Abwehrkämpfen eine Einheit der Luftwaffenflak, die im Kamps gegen Erd- und Luftziele allein drei feindliche Panzer und drei Flugzeuge vernichtete. Am Kuban-Brückenkopf. Berlin, 9. Mai. (DNB.) Am Kuban- Brückenkopf lag der Schwerpunkt starker, von zahlreichen Panzern und Fliegerstaffeln unterstützter Angriffe der Bolschewisten am 8.5. bei Krymsk a j a und südlich davon. Am hartnäckigen Widerstand unserer Jäger und Grenadiere scheiterten jedoch auch die erneuten Versuche, den Brüt« kenkopf einzudrücken, unter hohen Äerlusten für den Feind. Durch das Feuer schwerer Waffen und durch Vernichtungstrupps wurden dabei 20 Sowjetpanzer zur Strecke gebracht, 16 davon allein im Abschnitt einer Jagerdivision. In erfolgreichen Gegenstößen gelang es, größere Teile der Stoßregimenter abzuschneiden und gefangenzunehmen. Nach dem Mißlingen der Angriffe sammelte der Feind seine angeschlagenen Kräfte, verstärkte sie mit frischen Reserven und stellte sich von neuem zu Vorstößen bereit. Artillerie und Luftwaffe zerschlugen jedoch die Trupenansammlungen, so daß die Sowjets gegen Abend ihre Angriffsabsichten aufgaben. Unsere Luftwaffe war zur Unterstützung des Abwehrkampfes mehrfach schwerpunktmäßig eingesetzt. Kampf-, Sturzkampf, und Schkachtflugzeug- geschwader griffen die Feuerstellungen der Artillerie, anruckende Reserven, Panzerformationen und Nachschubkolonnen wirksam mit Bomben und Bordwaffen an. Im Lagunengebiet an der Kubanmündung wurden Ansammlungen von Uebersetz« boote im Tiefflug von Kampfslugzeugen bombardiert und beschossen und dabei weitere 13 Fahrzeuge versenkt oder schwer beschädigt. Unsere Ja^>- flioger bewiesen von neuem, ihre Ueberleaenheit. Sie verlegten zahlreichen feindlichen Bombenstaft fein immer miete den Weg. trieben sich die bolschewistischen Flugzeuge vor Die Waffen und schossen nach bisherigen Meldungen über 40 feindliche Flugzeuge ab. Insgesamt verloren die Sowjets über dem südlichen Abschnitt der Ostfront durch Jäger und Flakartillerre 50 Fahrzeuge. Italien und Afrika. Die letzte Fahrt des toten Stabschefs. Bevergern (Westfalen), 9.Mai. (DNB.) Das kleine Lanostädtchen Bevergern im Kreise Tecklenburg stand am Sonntagoormittag im Zeichen des Begräbnisses des Stabschefs Viktor Lutze. Die Männer der SA., die Politischen Leiter, die Parteiformationen, Verbände und Vereine waren auf dem Saltenhofe, der Wohnstätte, des Stabschefs am Rande des Städtchens, angetreten. Vom Wohnhaufe aus, wo seine Leiche und die seiner Tochter ou'fge- bahrt gewesen waren, trugen SA.-Männer die blumengeschmückten Särge zu der Birkengruppe in der Ecke des Bauernhofes, wo die Begräbnisstätte hergerichtet wax. Dahinter wurde als einziger Kranz der des' Führers getragen. Dann folgten, geführt von Obergruppenführer Iüttner, die Frau des Stabschefs mit dem alten Vater und den übrigen Verwandten, denen höhere SA.» und Parteiführer und der Stab des Gauleiters Westfalen- Nord folgten. Am Grabe hielt der Kamerad und persönliche Freund des Stabschefs wie seiner Familie, Ober- „Das italienische Volk wird bis Rom, 10. Mai. (Europapreß.) Der Tag des italienischen Imperiums, der zugleich der Tag des Heeres und der Auslandsitaliener ist, wurde am gestrigen Sonntag in ganz Italien feierlich begangen. Ueberall im Lande wurden vor den Gedenkstätten der Gefallenen religiöse Feiern abgehalten. In Rom verlieh König und Kaiser Victor Emanuel an verdienstvolle Soldaten und an die Angehörigen Gefallener Medaillen aus Gold, Silber und Bronze. Den von feindlichen Luftangriffen besonders mitgenommenen italienischen Städten wurden die vergebenen Abzeichen des Kriegsbeschädig- ten-VerbaNdes übermittelt. Im Palazzo Firenze m Rom weihte Marschall de Bono, einer der hervorragendsten italienischen Kolonialsoldaten und Heerführer im abessinischen Krieg, in Gegenwart des Königs und Koffers eine Büste des Afrika^Kämp- fers, des Herzogs von Aosta ein, der der erste Vizekönig von Äthiopien war und in englischer Kriegsgefangenschaft gestorben ist. In Mailand sprach in einer machtvollen Kundgebung in der Scala der Afrika-Mi- n i st e r zum letzten Atemzug kämpfen-. General Teruzzi, te in seiner mit starker Zustimmung aufgenommenen Rede u. a. sagte: Unser Glaube bleibt unerschütterlich, so schwer auch die .Prüfungen sein mögen, die der Sieg von uns fordert. Denen, die heute behaupten wollen, daß wir das Imperium verloren haben, antworten wir", so rief der Gene- ral aus, ,baß' wir nichts verloren haben. Die Schlacht geht weiter, und der Tag wird kommen, da unsere Opfer unsere Ruhmestitel sein werden." Anschließend rief General Teruzzi die über zweijährige Schlacht bei der erbitterten Verteidigung Libyens wach. Italiens Gruß, so betonte er, gelte auch den Eingeborenen des Imperiums und Libyens und schließe die Aufforderung zum geduldigen Ausharren in sich. Italien werde feine Mission in der Welt nicht verraten, sondern mit allen seinen Energien und Kräften erfüllen. Afrika sei heute mehr denn je Lebensraum für seine Expansion. 50 000 Italiener bedürften 'Metes Lebensraumes, zu dem Italien die natürliche Brücke bilde. Afrika gehört Europa, und das rnittelmeer kst das Mare nostrum. „Gerade wegen unserer Freiheit im Mittellneer", so sagte er weiter, sind wir in den Krieg getreten. Der Verlust von Libyen beweist eindeutig, wie hassenswert und untragbar Englands Herrschaft in einem Meer ist, das nicht ihm, sondern nur uns gehört. Als England wegen des polnischen Korridors und der Rückkehr der deutschen Söhne in die Heimat Deutschland den Krieg erklärte, war es Italien nicht möglich, länger neutral zu bleiben. Zudem waren wir bereits an Deuffchland durch einen unzerstörbaren und keineswegs zufälligen Pakt gebunden. Mussolini hatte diesen Pakt mit seiner genialen Weitsicht und aus tausend guten Gründen abgeschlossen. Die Neutralität hätte uns ohne Ruhm und ohne Ehre doch in den Krieg gezogen. Das ita- Ilenische Volk", so stellte der General weiter fest, „weiß, daß seine ganze Zukunft auf dem Spiele steht und kämpft deshalb bis zum letzten Atemzuge und bis zum letzten Blutstropfen. Dieser Krieg war unausbleiblich und unvermeidlich. Wir Italiener haben ein ruhiges Gewissen, weil Mussolini alles tat, um ihn zu vermeiden." In yllen anderen italienischen Städten fanden Feldmessen und große Veranstaltungen statt, in denen die Bevölkerung in ihrer Verbundenheit mit der Wehrmacht ihre Gewißheit der Rückkehr in das afrikanische Imperium zeigte. An das Heer. Rom, 9. Mai. (DNB.) Zum „Tag des Heeres" richtete der Unterstaatsfekretär im Kriegsminffte- rium, General So r i ce, folgende Worte an d^as Heer: „Stolz auf seine Traditionen und pflichtbewußt feiert das italienische Heer seinen Ehrentag unter den Waffen. Es steht bereit, mit seinem Eiu° satz und seinen Opfern den Glauben an das unsterbliche Schicksal des Vaterlandes zu bekräftigen." Italien protestiert in Washington. Rom, 9. Mai. (Europapreß.) Die italienische Regierung hat in Washington wegen der wie» verholten Angrfffe nord amerikanischer Flieger gegen italienische Lazarettschiffe Protest erheben lassen. Der Protest wurde durch Vermittlung der Schweiz, der Schutzmacht Italiens in den Der- einigten Staaten, übergeben. Er stützt sich auf den in der Haager Konvention von 1907 oereinbarten Schutz von Lazarettschiffen im Kriege. Aus dem Beweismaterial geht einwandftei hervor, daß die amerikanischen Flieger die Lazarettschiffe als solche erkannt hatten und trotzdem ihre Angriffe durch- führten. LlGA.-Lmperialismus schluckt Erithrea. Juden und Jobber Plündern das Land aus. Rom, 9. Mai. (Europapreß.) lieber die Durchdringung der italienischen Kolonie E r i t h r e a durch die Nordamerikaner berichten „Popolo di Roma" und „Tribuna" am Sonntag. Insbesondere wird hervorgehoben, daß die Nordamerikaner den Hafen Massaua in größtem Stile ausgebaut haben und dort Ende 1942 schon fünf große Werften in Betrieb waren. Die Nordamerikaner erschienen Ende 1941 in Erithrea, d. h. neun Monate nach der Besetzung des Landes durch die Engländer und nur wenige Wochen nach dem Eintritt der USA. in den Krieg. Zuerst kamen Vertreter von großen USA.« Firmen, die Geschäftsreffen im Nahen Orient machten. Diese Vertreter waren meist Juden und arbeiteten am liebsten mit Juden. Nach ihnen kamen andere Nordamerikaner, und zwar Arbeitslose und frühere Sträflinge. Sie waren schlecht ausgerüstet, schlecht gekleidet und stürzten sich sofort auf das Land, um Geschäfte zu machen. Nach diesen Leuten kam eine Sondermission, die aus Offizieren bestand und die die Tätigkeit der Neuyorker Firmen überwachte. Später kamen Techniker, Soldaten und andere Nordamerikaner, die nach und nach bi e (Engländer aus ihren Stellungen drängten. Die Goldminen Ertthreas wurden eines Tages von den Nordamerikanern einfach requiriert. „Erithrea ist der Bestandteil eines imperialistischen Planes der USA., dessen Liquidierung England mtt Besorgnis zusehen mußte", so schließt der Bericht. Italien ehrt Marschall Antonescu. Bukarest, 9. Mai. (DNB.) König ,unb Kaiser Viktor Emanuelhat dem rumänischen Staatschef Marschalb Antonescu das Großkreuz des Ordens vom Hause Savoyen verliehen. Die hohe Auszeichnung wurde dem Marschall durch den italienischen Sondergesandten General Grazioli überreicht, der Aus einem alten Lexikon. Von Dr. P. Lücke. Es gibt kaum eine interessantere Kulturgeschichte als ein Konversationslexikon! Ich blättere gern darin, und zwar nicht nur in der neuesten Ausgabe eines Brockhaus ober Meyer, und wie die verschiedenen Vielwisser heißen, sondern gerade auch in den älteren. Wenn wir genau wissen wollen, in welcher Welt unsere Urgroßeltern lebten, was sie für Kenntnisse hatten, wofür sie sich begeisterten, so müssen wir in einem dieser alten vergilbten Werke lesen, das ihr Wissen und ihre Interessen enthüllt.. Wir ahnen dann, worüber man damals in den Salons wie am Starnnttisch sich unterhielt. Aber auch die jüngeren Ausgaben sind zwar überholt, aber nicht wertlos! Wer z. B. die letzte Ausgabe der Lexika vor dem Weltkriea in die Hand nimmt, der ist erstaunt, was wir schon allein in 25 Jahren gelernt und vergessen hoben, obwohl diese Bände schon sehr den heutigen ähneln. Der älteste Brockhaus aus dem Jahre 1809 dagegen, der sich im Untertitel „Kurzgefahtes Handwörterbuch für die in der gesellschaftlichen Unterhaltung aus Wissenschaften und Künsten vorkommenden Gegenstände" nennt, umfaßte nur vier Bände im Oktavformat, von denen jeder 400 Seiten hatte. Dafür war er aber auch so handlich, daß der Urgroßvater ihn bequem in der Rocktasche mitnehmen konnte. * Besonders interessant an einem solchen Z ei Dokument ist natürlich, was nicht darin steht. Beechoven z. B. war 1809 noch nicht lexikonreif, obwohl seine ersten sechs Sinfonien bereits erschienen waren. Dagegen wird Joyann Sebastian Bach schon damals „der größte unter den deutschen Tondichtern" genannt. Als eine besondere Begabuna wird angeführt, daß er „auf dem Orgelpedal Lauser wie mit den Händen machen konnte", und von seinen Kom- positionm wird berichtet- sie seien so schwer gesetzt, daß nur ein Virtuose sie fehlerfrei spielen könne. Seinen Zeitgenossen und der nachfolgenden Generation war Bach eben der große Orgelvirtuose. Seine Würdigung als Komponist dagegen begann ©er Pulsschlag einer großen Stabs 9 durch Grippe und 1392 durch Typhus und andere durch Hinzurechnung von Teilen Oesterreichs erklärt werden konnte. Das Lexikon sagt darüber nichts, dagegen erfahren wir, daß Deutschland damals mit 30 Millionen Einwohnern an erster Stelle unter den europäischen Staaten gestanden habe, und daß es 300 kleinere und größere Staaten von besonderen Titeln und Verfassungen enthielt. Allmonatlich veröffentlicht das Gemeindeblatt von Paris die interessanten Erhebungen des statistischen Amtes über die französische Landeshauptstadt und die nächste Umgebung. Krankheiten, Brände, Verhaftungen, die Anzahl der beförderten und eingegangenen Briefe, ja sogar die Einnahmen des Pariser Stadtzolles finden hier eine genaue Verzeichnung. Nüchterne Zahlen, aber hinter ihnen spürt man das pulsierende Leben einer Millionenstadt mit ihren Freuden und Leiden, den Herzschlag von Paris. Die letzten vierzehn Tage des Jahres 1942 brachten 1856 Todesfälle gegenüber 1628 in der ersten Dezemberhälfte: 166 Menschen raffte die Tuberkulose dahin, 289 starben an Herzkrankheiten, Krankheiten. Der gleiche Zeitraum weist nur 1243 Geburten auf. Alle Statistiken werden mit größter Genauigkeit in einem verwitterten, grauen Haus von Mt-Parfs unter der Direktion.Liner Frau geführt, der 16 Kartographen und Soezialmaschinenschreiber zur Seite stehen. Hier werden im Laufe eines Jahres 185 000 Karteikarten, die aus 20 Stadtbezirken von Paris und den 80 Bürgermeistereien der Bannmeile ^usammenströmen, sortiert und bearbeitet. Eheschließungen, Scheidungen, Geburten und andere Zivilsachen erscheinen auf anonymen, durchlochten Kärtchen, die nur noch der Eingeweihte entziffern kann. Die Tagesleistung beträgt ungefähr 700 Kar«, teitarten. Eine Spezialmaschine überprüft und berichtigt den Lauf der Lochkarten, die dann durch ein Holzflügelsystem in kleine Kästen geleitet werden. Die Gesamtheit dieser Kästen ist nut einer elektrischen Schalttafel verbunden, und der sie bedienende Mecanograph kann dank seiner Vollkommenheit jede das Pariser 2eben betreffende Frage klären. Interessiert es uns, wieviel Kinder männlichen Geschlechtes an einem bestimmten Tage in Paris zur Welt gekommen sind, so erscheint nach einigem Rasseln und Schnurren auf der elektrischen Tafel die Zahl 80. Eine der wichtigsten Aufgaben des statistischen Amtes ist die Fesfftellung und Einordnung der verschiedenen Krankheiten und Epidemien. Nach einem internationalen Code sind die möglichen Krankheitserscheinungen mit den Ziffern von 1 bis 200 benannt. Sobald eine Krankheitsmeldung eingeht, wird auf der Kartothekkarte die Code-Nummer eingetragen und ihr eine weitere hinzugefügt, die den Stadtbezirk ober die Gemeinde bezeichnet, in welcher der Kranke wohnt. Eine Auslesemaschine zählt alle 14 Tage die schwersten Fälle innerhalb von Paris zusammen. Das Jahresresultat ist in drei kleinen Kartotheken und den 900 Seiten des statistischen Jahrbuches enthalten. Das statistische Amt steht in ständiger Verbindung mit den wichttgsten Ländern der Erde und .hofft, bald eine umfassende Bibliothek eröffnen zu können, in der sich Medizimr, Sozialpolitiker und Wirtschafller über alle sie interessierenden Fragen unterrichten können. Einen der längsten Abschnitte des alten Buches aber durfte ein Graf von Benjowski für seine merkwürdige und verworrene Lebensgeschichte in Anspruch nehmen, die auch für unsere, an abenteuerliche Schicksale genugsam gewöhnte Zeit phantastisch klingt: Kaiserlicher General in russischen Diensten, dann von seinen habgierigen Brüdern vertrieben, wird er aus unerfindlichen Gründen nach Kam- schaika verbannt. Dort verliebt sich die Tochter des Gouverneurs in ihn und brennt mit ihm durch. Auf einer japanischen Insel muß er sich mit der Tochter eines Jesuiten verloben. Schließlich wird er von den Franzosen als Kolonisator nach Madagaskar geschickt. Die Eingeborenen von Madagaskar wollen ihn zum König machen, und das verfeindet ihn wieder mit den Franzosen. Er stirbt den Tod des Rebellen. — Und diesen Mann haben die heuttgen Lexika glatt vergessen! erft mit der denkwürdigen Berliner Aufführung seiner Matthäuspassion im Jahre 1829. Auch der Erfinder^des Porzellans, Johann Friedrich Böttger, hatte als solcher noch keine eigene Rubrik, obwohl er schon 90 Jahre tot war und die großen Manufakturen ihre erste Blüte längst hinter sich hatten. Dagegen wird er erwähnt unter „Alchemie" als einer, der wahrscheinlich imstande gewesen sei, Zinn und Blei in Gold zu verwandeln. Die Alchemie wird-hier noch als „Wissenschaft' der Derwandlung der Metalle" bezeichnet. Sie genießt also durchaus noch eine gewisse Achtung, wenn auch gesagt wird, „daß man sich in den Schriften der Alchemisten keinen Rat holen rann, da dieselben lauter unverständliche und unauflös- liche Rätsel enthalten". Wenn man dagegen den Absatz „Chemie" aufschlägt, so muß man feststellen, daß die Definitionen sich im letzten Jahrhundert kaum geändert haben. Damals wie heute wird die Chemie die Lehre von der Umwandlung und von den Eigenschaften der Stoffe genannt. Allerdings sucht man vergeblich in einem so alten Lexikon nach dem Stichwort „Element", obwohl damals schon eine ganze Anzahl der chemischen Grundstoffe bekannt waren und obwohl der große Lavoisier bereits den Grund zu der quantitativen Chemie gelegt hatte. In 16 Zeilen nur wird die Wissenschaft abgespeist, die man heute fast als ,Hie Wissenschaft unserer Zeit" bezeichnen könnte und der in der neuesten Ausgabe des gleichen Lexikons nicht weniger als /22 Spalten gewidmet sind. * Die Veränderung der geschichtlichen Datest ist fast noch interessanter als die Feststellung des wissenschaftlichen Forffchritts. 1809 wird über Deutschland gesagt: „Die Kenntnis der Größe dieses weitläufigen Landes beruht bis jetzt noch bloß auf unmaßgeblichen Zahlen", die Landvermessung war eine Kunst, die erft in den Anfängen steckte. Mit 12000 Quadratmeilen wird die Fläche unseres Vaterlandes geschätzt gegenüber 470 000 Quadratkilometer, die es nach dem Frieden von Versailles aufwies. Auch zu dem Deutschland von 1809 gehört allerdings Elsaß-Lothringen nicht und ebensowenig Nordschleswig, so daß die größere Ausdehnung nur Aus der Stadt Gießen Gchießwehrkämpse der SA. 1943 Im Vordergrund stand, dem Gewicht seines Wer- kes entsprechend, Johann Strauß. Die „Fledermaus "-Ouvertüre mit ihren zuckenden Rhythmen, der Vielfältigkeit des Stimmungsgehaltes und ihrer Walzerbercmschtheit wurde sogleich bestimmend für den Abend; wie die Ouvertüre zum „Zigeuner- baron" mit ihrer rhapsodischen Haltung verheißungs- voll den zweiten Teil des Programmes eröffnete. Zwei Meffter-Walzer, die „G'schichten aus dem Wiener Wald" mit ihren poesieumwobenen Einleitung und,Kunstterleben" in innerer Gelöstheit, gezogener. Kantilene, fein entwickelten Gegenstimmen zeugten für Johann Strauß den Jüngeren; empfindungsgeschwellte Innigkeit durchzog die „Dorsschwalben aus Oesterreich" von Josef Strauß. Da durften auch die Polka-Kompositionen der drei nicht fehlen (die dann Johann in seinen Operetten zu letzter Höhe geführt hat); die dezente Intimität der Pizzikato-Polka von Johann und Josef Strauß; .„Feuerfest" von Josef und „Bahnfrei" von Eduard Strauß. Als ein geradezu geniales Werk Johanns des Jüngeren muß der musikalische Scherz „Perpetuum mobile" gelten; eine Reihe von Variationen über ein ständig wiederkehrendes kurzes Thema, die in buntem Wechsel neue Gedanken aufblitzen läßt und die einzelnen Instrumente mit feinstem Geschmack heranzieht und' gegenüberstellt im fortschwingenden burlesken Tone. Unter Musikdirektor Otto S ö l l n e r bezeugte das Orchester an allen Putten williges Mitgehen und schmiegsame Anpassungsfähigkeit, nicht zuletzt in den sehr diskret behandelten Posaunen. Gabriele Possinke sang voll Temperament und wuchtigem Impuls den Czardas aus der „Fledermaus" und gefühlsinnig das Wienerlied „Draußen in Theater der Universitätsstadt Gießen Volkstümliches Konzert: Singendes, klingendes Wien. Die drei »gestrengen Herren*. einem gewissen Bangen sehen, auch wenn ™ ®ßtter vorher schön ist, der Landmann und der Gartner den drei „gestrengen Herren" entgegen, die leicht Kälterückfälle bringen können. Kälterückschläge, die uns im wunderschönen Monat Mai mitten in den Winter zurückversetzen, sind schon seit langem beobachtet worden. Die Volksanschauung hat die Kalteruckschläge im Mai an den Gedenktag der drei Heiligen geknüpft, mit denen am häufigsten diese frostigen Rückfälle des Wetters verknüpft find. ,L)ie drei Azius sind strenge Herren, die ärgern den Gartner und Winzer gern." In Süddeutschland und besonders in der Rheinprovinz zählt man aber zu den „drei strengen Herren", die auch die „Wetterheiligen", „Eisheiligen", „Eismänner" oder „Weindiebe" heißen, den heiligen Mamertus, dessen Tag auf den 11. Mai fällt, und scheidet Bonifatius aus, während anderwärts wieder zu den drei frostbringenden Männern eine Frau tritt, nämlich die „strenge Sophie", die am 15. Mai gefeiert wird. Die Kälterückfälle, die meist um die Mitte des Mai auftreten und zu der Verehrung der Eis- heiligen führten, find von der modernen Meteorologie durch statistische Berechnungen bestätigt worden. Man hat bte Durchschnittswerte für die Witterung des Mai in Abschnitten von immer fünf Tagen berechnet und dabei ansteigende Temperaturen von 10,3 bis 14,7 Grad festgestellt; die größten Kälten schwanken zwischen 0 und minus 6 Grad und be- ttaaen im Mittel 4 Grad. Die meisten Rückfälle traten jedoch in der Zeit vom 16. bis 20. Mai auf, fo daß die Herrschaft der ,/gestrengen Herren" in jüngster Zeit etwas hinausgeschoben ist. lieber die Gründe dieser Erscheinung hat man sich viel den Kopf zerbrochen, hat das Schmelzen des Eises im Norden, das Vorauswirken der Asteoridenschwärme im November, die Nachwirkung des Winters usw. dafür verantwortlich gemacht. Heute erklärt man die Maifröste aus den Schwankungen des Luftdrucks, die durch die verschiedenartigen Bedingungen der allmählichen Lufterwärmung hervorgerufen werden. JedenfMs hat oft die alte „Bauernprakttk" recht gehabt, die eine letzte Wiederkehr des Winters um die Maimitte ankündigt. Davon erzählen viele Bauernregeln. Wie zum Beispiel: Vor Nachtfrost bist du sicher nicht / Bis daß herein Servatius bricht. — Pankratius und Servatius / Die bringen Kälte und Verdruß. — Kem Reif nach Servaz / Kein Schnee nach Bonifaz. — Vor Sekvatt kein Sommer / Nach Servati kein Frost. — Wer seine Schafe scheret vor Servaz / Dem ist die Voll' lieber als das Schaf. — Ist St. Pankrattus schön / Wird guten Wein man sehn. — In der Pfalz sagt man: „Pankraz, Servaz und Bonifaz find drei Eismänner." Im allgemeinen sind die Bauernregeln der Ansicht, daß man bis zum 25. Mai, dem Tag des hl. Urban, mit Nachtfrösten rechnen müsse. Sein Festtag gilt als das Ende der kalten Nächte, und man schreibt ihm überhaupt großen Einfluß auf die Ernte zu: „Auf St. Urban / Ist das Korn weder geraten noch verdürben." C. K. Bewährte Frontsoldaten sprechen. NSG. In der Zeit vom 8. bis 18. 5. 1943 werden in etwa 180 Versammlungen zahlreiche bewährte Offiziere, Unteroffiziere und Soldaten, darunter mehrere Ritterkreuzträger, über ihren Einsatz im Osten zur Bevölkerung des Gaues Hessen-Nassau sprechen. Im Auftrag des Gäuleiters empfing Gau- propagandaleiter Stöhr diese tapferen Frontsoldaten am Freitag in Wiesbaden und begrüßte sie in herzlicher Weise. Er gab ihnen bei dieser Gelegenheit einen Einblick in den Umfang und die Art der Propagandaarbeit, die augenblicklich zu leisten Schaffen und Wirken der Familie Strauß ist für die Geltung der Wiener Musik des 19. Jcchr- hunderts, insbesondere für den Wiener Walzer, zu einem weltumspannenden Symbol geworden. Der Ausdruck des spezifisch Wienerischen mit seinem genießerischen Lebenswillen und seinem herzhaften Humor hat in einer hohen Zahl von Einzelwerken seinen Niederschlag gefunden und wird für alle Zeiten immer wieder aufs neue von Wiener Musikan- tenseligkeit künden. Johann Strauß der Vater, zeitweilig im engsten Verein mit Josef Lanner wirkend, hat mit diesem zusammen dem Wiener Walzer die endliche For- mung gegeben, und feine Söhne Johann und Josef haben sie zu innerlicher Höhe und Durchdringung vollendet. Aber nicht nur das Material gaben sie der Welt, sondern sie bewiesen durch das Beispiel der von ihnen geleiteten Orchester die Art der Ausübung solcher Musik in vorbildlicher, beispielhafter Weise. Namentlich auf dem Gebiet der Orchester- erzieh ung hat der dritte der Brüder, Eduard Strauß, den Ruf seiner Familie in alle Wett hinausgetragen. Alle drei Brüder wurden vom Vater der Dttisik ferngehalten und zu anderen Berufen gezwungen, und dennoch fanden sie den Weg zu ihrer Kunst: voran Johann mit seiner Lebensbejahung: Josef mit Zügen leichter Melancholie; Eduard als der gewandte Beherrscher der Form. Ihrem Schaffen widmete sich der Abend „Singendes, klingendes Wien" und ließ alle die Werke, die zumal im Rahmen der Rundfun kprogramme beherrschenden Anteil tragen, unmittelbar vor dem Ohr der Hörenden lebendig werden und mit der Beschwingtheil und dem Reiz dieser Musik Stunden innerer Entspannung und erleichternder Aufheiterung durchleben. ist, wobei er sie mit den besonderen Verhältnissen des Gaues vertraut machte. Er betonte, daß es jetzt vor allem darum gehe, der Heimat die innere Stärke und Entschlossenheit zu geben, die notwen- big seien, um alle Situationen zu meistern, und damit die Voraussetzungen für den Endsieg zu schaffen. Zür Tapferkeit vor üem Keinöe. Der (Befreite in einem Grenadierregiment Karl Wagner aus Allendorf (Lahn) wurde für Tapferkeit vor dem Feinde im Osten mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichnet. Sür unsere Verwundeten. Im Laufe der Woche hatte die Intendanz des Theaters der Universitätsstadt Gießen Verwundete zu allen Vorstellungen eingeladen. —. Die Ortsgruppe der NSDAP, in Muschenheim hatte mit ihnen Gliederungen am Sonntag eine größere Zahl Verwundeter zu Gast. Ebenfalls waren bei der Ortsgruppe der NSDAP, mit ihren Gliederungen in Ettingshausen eine große Zahl Verwundeter zu Besuch. Die Kameraden waren in den Familien zu Gast. Am Nachmittag fand eine gemeinschaftliche »tunde statt, wobei in beiden Orten für reich- nterhaltung gesorgt war. Die schönen Stunden werden allen in guter Erinnerung bleiben. Verdunkelungszelt: 10. Mai von 22.02 bis 5.04 Uhr. * *♦ Silberne Hochzeit. Die Eheleute Fuhr-, unternchmer Heinrich Velten und Frau Cäcilie, geb. Baummann, Lindengasse 14, begehen am Dienstag, 11. Mai, das Fest der silbernen Hochzeit. — Unseren herzlichen Glückwunsch. — Der Jubilar befindet sich zur Zeit bei der Wehrmacht im Osten. ** Gießener Konzertrina. Als letztes Solistenkonzert des Konzertringes 1942/43 findet am kommenden Sonntag, 16. Mai, ein Kammmusitab end des Wendling-Quartetts statt, das feit vielen Jahren zu den besonders geschätzten Gästen unseres Konzertoereins gehört. Auf dem Programm stehen: Streichquartett d-moll von Mozart (Köchel 421); Streichtrio in a-moll von Reger (op. 77 Bk Streichquartett in G-dur von Schubert (op. 161). dem e gleichzeitig mit dem Orden einen M.ef Mussolinis übergab. In dem Schrkib^ des Duce heißt es u. a., daß der Slarirfinn w 2h--z°ichnung erhalten habe als der Führet c.nes Steaks, der btc rumänische Nation mU dem Getstder neuen europäischen Drb- nung befeeU habe. Er habe ferner als alän- zted-s B-tspt-l heroorrag-nder militärischer Tuqend mit tiefem Verständnis und anerkannkm Wae ttLlT“Ppen Stützet, weite Gebiete mm Bolschewismus befreit und einen wertvollen «eikaa ZUM gemeinsamen Kneg geleistet. „ 9 „Das ist der Krieg der Steppe" Malaga, 9. Mai. (Europapreh > Genera, Franco erklärt- in einer Rede tn M°l°go7 Dies istderKriegderSteppe.der russischen Barbar-,. organisiert durch den blutigsten aU?? wr-n, d-r sich den Weg nach dem Westen bahnen will. Di-l-m Versuch kann.weder Spa, n.en noch die übrig- Welt gleichgültig zus-h-n. Spanien das di- Ereignisse aufmerksam verfolgt, weiß was der Kommunismus bedeutet und kennt die Gefahr die von ihm ausgeht. Die Jnnen- und Außenpolitik Spaniens wird bestimmt von der Erkenntnis der ungeheuren Gefahr der kommunistischen Lehre und von dem Er- kben eines Volkes, dem man feine Kirchen geschändet, ferne Heiligenbilder verbrannt und seine besten Maner durch die Straßen zu Tode geschleift hat. Der Caudillo hielt seine. Rede nach der feierlichen B-grußung durch den Molden der Stadt Malaga Er erklärte darin weiter, daß Spanien sowohl in se-ner inneren wie in dr -äußeren Politik den Bolschewismus bekämpfen werde. Die Einigkeit aller Spanier biete di- beste Garantie 65rtntenaUe ®efal,re"' W‘ das Land bedrohen Schwedens Neutralitätspolitik. Stockholm 9. Mai. (DNB.) Der schwedische Außenminister Gunther erklärte in einer Rede über die schwedische Neutralitätspolitik im Groß- mächtekrieg, daß jeder neutrale Staat seine eigene Politik formen müsse. Unter Hinweis auf die gev- graphische Lage Schwedens bemerkte der Außen- mimster, Schweden sei gezwungen gewesen, sich der fein Leben und seine Existenz notwendigen Guter zu versichern, was auch Kompensationen schwemschersetts erforderlich gemacht habe. Selbstverständlich würden die neutralen Staaten in einem Weltkrieg ebenfalls hart angepackt. Es genüge nicht, ine Neutralität zu proklamieren und bereit zu sein fte mit Waffengewalt zu verteidigen, man müsse unaufhörlich seine Grenzen bewachen und Beein- trächtigungen verhindern. Mit der Versicherung, daß Schweden kein Geheimabkommen mit irgendeiner fremden Macht getroffen habe, beendete Außenminister Günther seine Ausführungen. So treiben es die Inden in England. G e n f, 9. Mai. (DNB.) Einen interessanten Beitrag zur Frage des A n t i s e m i t i s m u s in Eng- land liefert ein offener Brief an „New Statesman and Nation", der als Antwort auf das Schreiben eines Juden gedacht ist, der sich vorher, ebenfalls m diefer Zeitschrift, über die in England von Tag M Tag wachsende Judenfeind schäft beklagt hatte. Der Einsender betont ausdrücklich, daß er nicht Judengegner, sondern Philosemit sei. Dennoch heißt es in dem Brief u. a.: „Ich habe leider nur zu oft Gelegenheit, zu beobachten, wie aufdringlich sich die Juden in unserer Gegend benehmen, und wie fie auf diese Weise die Feindschaft der übrigen Bevölkerung geradezu herausfordern. Sie haben immer Geld, und zwar viel zu viel Geld, und geben es so aus, daß die Einheimischen davon nur Schaden haben. Wenn irgendein Artikel oder Lebensmittel noch so knapp sind — die Juden haben sie. Sie räumen die Geschäfte förmlich aus, und wenn dann die Arbeiter kommen, ist nichts mehr da. Sie sind den Lanzen Tag unterwegs, von einem Stadtende zum anderen, was sie können, weil sie nicht arbeiten, und kaufen alles auf, was sie bekommen können. Auch in ihrer Geselligkeit haben die Juden eine fo laute und lärmende Art, daß sie anderen, die Ruhe brauchen, auf die Nerven fallen müssen. Em- ladungen und Festlichkeiten in ihren Wohnungen reißen überhaupt nicht ab. Dazu kommen sie bann — allen Bestimmungen über die Benzinzuteilung jwm Trotz — mit ihrem Wagen vorgefahren, deren Motoren sie stundenlang laufen lassen, und wenn sie dann wieder fortfahren, dann knallen sie in der Nacht "die Türen zu, daß es nur so kracht, ohne Rücksicht auf die Nackcharn. Diel böses Blut macht auch die Erfahrung, daß Ne Juden immer Hausangestellte haben, obgleich englische Familien keine auftreiben können. Das jber kommt einzig und allein daher, daß die Juden ten Mädchen jeden Phantasiepreis als Lohn zahlen Am gestrigen Sonntag wurden die von der SA.-. Standarte 116 veranstalteten Schießwehrkämpfe der SA. 1943 bei starker Beteiligung von Einzelkämpfern und Mannschaften auf den Schießständen am Schützenhaus und auf dem Standort-Uebungsplatz durchgeführt. An den Wettkämwen waren die Männer der SA., der SA.-Wehrmannschasten, Politische Leiter, Mannschaften der Wehrmacht, des NSKK., der NSKOV., der • Kriegerkameradschaften, der Schützenvereine und verschiedene Mannschaften aus Gießener Betrieben beteiligt Mit der Flaggenparade am frühen Vormittag auf den Standen am Schützenhaus wurde die Veranstaltung eingeleitet. Am Vormittag wurden die Cinzelkämpfe durckgeführt, während der Nachmittag für die Mannschaftskämpfe bestimmt war. An den Einzelkämpfen beteiligte sich eine sehr große Zahl von Wettkämpfern, die folgende Bedingungen zuerfüllen hatten: 5 Schuß liegend freihändig, 5 Schuß knieend, 5 Schuß stehend auf Kopfring, scheibe, ferner 5 Schuß Schnellfeuer in 45 Sekunden unb sie außerdem mit Naturalien bestechen, was sich englische Hausfrauen schon deshalb nicht erlauben können, weil sie eben nichts haben. Diese Dinge scheinen vielleicht alle nicht so wichttg. Sie sind es aber; denn sie schaffen den Aerger und die Wut auf diese Fremden, die an Zahl zwar gering sind, aber austreten, als wären sie in der UÜberzahl." Das alles bekannte, wie schon gesagt, ein Ju- denfreundl Kleine politische Nachrichten. Während des Besuches des Reichsführers Ml Heinrich H immler in Agram überreichte der Staatsführer des unabhängigen Staates Kroatien, Dr. Ante P a p e 11 c, dem Reichssührer Ml die höchste kroatische Kriegsauszeichnung, das Großkreuz des Ordens der Krone des Königs Zvonimir mit Elchenlaub. auf Kopfscheibe. Die Mannschastskämpse fanden ebenfalls außeroldentlich starke Beteiligung; hier waren die Bedingungen: 5 Schuß liegend aufgelegt auf Kopfti ngfcheioe, 5 Schuß liegend freihändig auf Schartenscheibe und 5 Schuß liegend freihändig auf Kopfscheibe. Trotz der starken Beteiligung verliefen die Wettkämpfe flott, da auf zahlreichen Ständen gleichzeitig geschossen wurde und infolgedessen allzu große Wartezeiten vermieden werden konnten. Immerhin wurde es später Nachmittag, bis die Mannschaftskämpfe bei der sehr großen Zahl von Mannschaften beendet waren. Der Verlaus der gesamten Veranstaltung kann als ein starker und greulicher Erfolg für den großen Gedanken der Wehrwettkämpfe der SA. bezeichnet werden, der dieser Einrichtung eine weitere begrüßenswerte Vertiefung auch in unserer engeren fyeimat sichert, lieber die Ergebnisse werden wir noch berichten. Der Stabschef der faschistischen Miliz, General G a l b i a t i, der am Parteittauerakt für den verstorbenen Stabschef der SA. in Berln teilnahm, wurde vom Staatssekretär des Auswärtigen Amtes, von Steengracht, empfangen. Der neue italienische Parteisekretär Carlo Scorza hat dem italienischen Kronprinzen einen Besuch ab gestattet. ch Ministerpräsident To jo, der am Sonntag von seiner Reift nach den Philippinen mach Tokio zurückkehrte, wurde Montagmorgen vom Tenno in Sonderaudienz empfangen, dem er über diese Reise und allgemeine Probleme berichtete. ♦ Die Büros des französischen Justizministeriums smd größtenteils von Vichy nach Paris zurück- verlegt worden. Hans unö Heinz Mch Novelle von Theodor Storm 2 Fortsetzung. (Nachdruckverboten.) ‘ Als Heinz das sechste Jahr erreicht hatte, nahm hn der Vater zum ersten Male mit sich auf die rott, als „Spielvogel", wie er sagte; die Mutter ich ihnen mit besorgten Augen nach; der Knabe sber freute sich über' sein blankes Hütchen und lief fibelnd überlas schmale Brett an Bord; er freute sch, schon jetzt ein Schiffer zu werden wie sein ->ater, und nahm sich im stillen vor, recht tüchttg lritzuhelfen. Frühmorgens waren sie ausgelaufen; jun beschien sie die Mittagssonne auf der blauen Ostsee, über die ein lauer Sommerwind das Schiff Iur langsam vorwärts trieb Nach dem Essen, be= der Kapitän zür Mittagsruhe in die Kajüte ! ng, wurde Heinz dem Schiffsjungen anvertraut, ^r mit dem Spleißen- zerrissener Taue auf dem "ck beschäftigt war; auch der Knabe erhiell ein Par Tauenden,. die er eifrig ineinander zu verachten strebte. / Nach einer Stunde etwa stieg Hans Kirch wieder seiner Kajüte und rief, noch halb im Taumel: '.Heinz! Komm her, Heinz, wir wollen Kaffee trin- nn!" Aber weder der Knabe selbst noch eine Ant- Qort kam auf diesen Ruf; statt dessen klang drüben Bugspriet her der Gesang einer Kmder- Pnme. Hans Kirch wurde blaß wie der Tod; denn rU fast auf der äußersten Spitze hatte er seinen Einz erblickt. Auf der Luvseite', behaglich an das "alt geschwellte Segel lehnend, saß der Knabe, als ® Er ordnet die verwickelten Fäden!' um sie neu lammenzudrehen. Mast am Vorderteil des Schiffes. ■ Die Seite, von der der Wind kommt. ob er hier von seiner Arbeit ruhe. Als er feinen Vater gewahrte, nickte er ihm freundlich zu; dann sang er unbekümmert weiter, während am Bug das Wasser rauschte; seine großen Kinderaugen leuchteten, fein schwarzbraunes Haar wehte in der sanften Brise. Hans Kirch aber stand unbeweglich, gelähmt von der Ratlosigkeit der Angst; nur er wußte, wie leickst bei der schwachen Luftströmung das Segel flattern und vor seinen Augen das Kind in die Tiefe schleudern konnte. Er wollte rufen; aber noch zwischen den Zähnen erstickte er den Ruf; Kinder, wie Nachtwandler, muß.man ja gewähren lassen; dann wieder wallte er das Boot aussetzen und nach dem Bug des Schiffes rudern; aber auch das verwarf er. Da kam von dem Knaben selbst die Entscheidung; das Singen hatte er satt, er wollte jetzt zu seinem Vater und dem feine Taue zeigen. Behutsam, entlang dem unteren Rande des Segels, das nach wie vor sich ihm zur Seite blähte, nahm er seinen Rückweg; eine Möve schrie hoch oben in der Luft, er sah empor und kletterte dann ruhig weiter. Mit stockendem Atem stand Hans Kirch noch immer neben der Kajüte; seine Augen folgten jeder Bewegung seines Kindes, als ob er es mit feinen Blicken halten müsse. Da plötzlich, bei einer kaum merklichen Wendung des Schiffes, fuhr er mit dem Kopf herum: „Backbord!" schrie er nach der Steuerseite ; „Backbord!" als ob es ihm die Brust zersprengen solle. Und der Mann am Steuer folgte mit leisem Druck der Hand, und die eingesunkene Leinewand des Segels füllte sich aufs neue. Im selben Augenblicke war der Knabe ftöhlich aufs Verdeck gesprungen; nun lief er mit ausge- breiteten Armen auf den > Vater zu. Die Zähne des gefahrengewohnten Mannes schlugen noch aneinander: „Heinz, Heinz, das tust du mir nicht wieder!" Krampfhaft preßte er den Knaben an sich; aber schon begann die überstandene Angst dem Zorne gegen ihren Urheber Platz zu machen. „Das tust ou mir nicht wieder!" Noch einmal sagte er es; aber ein dumpfes Grollen klang jetzt in seiner Stimme; feine Hand hob sich, als wolle er fie auf den Knaben fallen taffen, der erstaunt und furchtsam zu ihm aufblickte. Es sollte für diesmal nicht dahin kommen; der Zorn des Kapitäns sprang auf den Schiffsjungen über, der eben in seiner lässigen Weise an ihnen vorüberschieben wollte; aber mit entsetzten Augen mußte der kleine Heinz es ansehen, wie sein Freund Jürgen,, er wußte nicht weshalb,'von seinem Vater auf das grausamste gezüchtigt wurde. --Als im nächsten Frühjahr Hans Kirch seinen Heinz wieder einmal mit aufs Schiff nehmen wollte, hatte dieser sich versteckt und mußte, als er endlich aufgefunden wurde, mit Gewalt an Bord gebracht werden; auch saß er diesmal nicht mehr singend unterm Klüversegel°; er fürchtete seinen Vater und trotzte ihm doch zugleich. Die Zärtlich- leit des letzteren kam gleicherweise immer seltener Mage, je mehr der eigene Wille in dem Knaben wuchs; g taub ter er doch selber nur den Erben seiner aufftrebenden Pläne in dem Sohn zu Heben. x ♦ Als Heinz das zwölfte Jahr erreicht hatte, wurde ihm noch eine Schwester geboren, was der Vater als ein Ereignis aufnahm, das eben nicht zu ändern fei. Heinz war zu einem wilden Jungen aufgeschossen; aber in der Rektorschule hatte er nur noch wenige über sich. „Der hat Gaben!" meinte der junge Lehrer, „der könnte hier einmal die Kanzel zieren." Aber Hans Kirch lachte: „Larifari, Herr Rektor! Ums Geld ist es nicht; aber man sieht doch gleich, daß Sie hier nicht zu Haufe sind." Gleichwohl ging er noch an demselben Tage zu seinem Nachbarn, dem Pastoren, dessen Garten sich neben seinem Grundstück bis zur Straße hinab erstreckte. Der Pastor empfing den Eintretenden etwas stramm: „Herr Kirch", sagte er, bevor noch dieser 6 Das dreieckige Segel vorn am Schiffe, das Wort zu nehmen vermochte» „Ihr Junge, Heinz, hat mir schon wieder einmal die Scheiben in meinem Stallgiebel eingeworfen!" ,^at er das", erwiderte Hans Kirch, „so muß ich sie einsetzen lassen, und Heinz bekommt. den Stock; denn das Spelwerk ist zu teuer." Dann, während der andere zustimmend nickte, begann er mit dem, was ihn hergeführt, herauszurücken: der Pastor sollte feinen Heinz in die Privatstunden aufnehmen, welche er zur Aufbesserung seines etwas schmalen Ehrensoldes einigen Kostgängern und Söhnen der Honoratioren zu erteilen pflegte. Als dieser sich nach einigen Fragen bereit erklärte, machte Hans Kirch noch einen Versuch, das Stundengeld herabzudrücken; da aber der Pastor nicht daraus zu hören schien, so wiedeholte er ihn nicht; denn Heinz sollte mehr fernen, als jetzt noch in der Rektorschule für ihn zu holen war. Am Abend biefes Tages erhielt Heinz die an- gelobte Strafe und am Nachmittage des folgenden, als er zwischen den andern Schülern oben in des Pastors Studierzimmer faß, von Wohlehrwürden noch einen scharf gesalzenen Text dazu. Kaum aber war nach glücklich verflossener Stunde die unruhige Schar die Treppe hinab und in den Garten hinaus- aestürmt, als der erlöste Mann von dorten unter seinem Fenster ein lautes Wehgeheul vernahm. „Ich will dich Hitfern6 lehren!" rief eine wütende Knabenstimme, und wiederum erscholl das klägliche Geheul. Als aber der Pastor fein Fenster öffnete, fah er unten nur feinen fahlblonden Kostgänger, der ihm am Morgen Heinzens Missetat verraten hatte, jetzt in eifriger Beschäftigung, mit seinem Schnupftuch sich das Blut von Mund und Nase abzuttocknen. Daß er selbst an jenem Spielwerk mitgeholfen hatte, fand er freilich sich nicht veranlaßt zu verraten; aber ebensowenig verriet er jetzt, wer ihm den blutigen Denkzettel auf den Weg gegeben hatte. 0 In der Küstensprache für petzen. (Fortsetzung folgt) „Mal dir eine ...... Wer weiß, ob’s nicht so weit kommt, daß wir das denen sagen müssen, die eine Flasche Ihring-Melchior möchten. Nicht, daß wir kein Bier hätten, das ist schon da. Aber die Flaschen fehlen uns. Auch die sind da, aber sie stehen in den Haushaltungen rum. Warum? Wofür? Ob die Männer, die gern ihre Flasche Bier möchten, nicht am besten selbst mal dafür morgen, daß die leeren Flaschen zurückkommen ? Brauerei Ihring-Melchior U16D Ein Wien-Film mit Rudolf Forster Heinrich Georg? Lil Dagover Spielleitung: E. W. Emo Musik: W. Schmidt-Genteer Ein Zeitbild von dichterischer Schönheit ein Schicksalsbild v. menschlicher Größe ein Wien-Film von dramatischer Spannung Wochenschau - Kulturfilm Heute Montag Erstaufführung Lichtspielhaus Tägl. 2.30,4.45,7.30; So. 2,4.30.7.30 Uhr Jugend ab 14 Jahre hat Zutritt Was O.4portf 14460 Hausverwalter im Kollegiengebäude. dem Neuen Friedhof statt. 03058 Grüningen, im Mai 1943. 1467Ü Friedhof statt. 03067 03061/ Großen-Buseck, den 8. Mai 1943. 03049 Odenhausen/Lahn, im Mai 1943. 03056 KHASANA Leihgestern, den 7. Mai 1943. 03047 I KOSMETISCHE WELTMARKEN Lieselotte Winter Ewald Mohr z. Z. Wehrmacht Gießen, im Mai 1943 Für die erwiesenen Aufmerksamkeiten zu unserer Verlobung danken wir, auch imNamen der Eltern, recht herzlich Biete elektrisch. Heizofen unt. G.A. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange unseres lieben Entschlafenen sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. Besonderen Dank Herrn Pfarrer Keusch. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Walter Gg. Jung. Woclisnendhaus in Gießen oder näh. Umgebung zu Laufen oder pachten gesucht. Schr. Ang. unt. 03064 a.d. G.A. Sievering". Der herzliche, freudig erregte Beifall fand seine Erfüllung mit der Zugabe des Radetzky- Marsches von Johann Strauß Vater, womit sich der Kreis der Familie in der Vortraasfolge rundete. Dr. Hermann Hering. Spuck, Gefr. in einem Grenadierregiment, sagen wir unseren herzlichsten Dank. Besonders danken wir Herrn Pfarrer Müller. Familie Heinrich Spuck und alle Angehörigen. Hessen-Nassaus Aufstiegspiele. Bei den Aufstiegskämpfen zur Fußball-Gauklasse Hessen-Nassau hat der zweite Mai-Sonntag nicht die erwartete Klärung gebracht. Selbst in der Gruppe 3, wo der VfL. Frankfurt-Rödelheim nach zwei Dorrundensiegen eine klare Favoritenstellung einnahm, ist die Lage wieder völlig offen, da Hanau 60 den Frankfurtern Vorstädtern'eine Niederlage beibrachte. Auch in den beiden anderen Gruppen ist noch nicht zu, übersehen, wer das Rennen machen wird. In der Gruppe 1 siegte die KSG. Wiesbaden mit 1.0 über Mainz 0 5, den bisherigen Tabellenführer, und damit haben' alle drei Mannschaften rfQd) Abschluß der Vorrunde 2:2 Punkte. Mainz behält auf Grund des besten Torverhältnisses die Führung. In der Gruppe 2 wurde die zweite Serie mit dem Treffen Viktoria Eckenheim — L S V. Gießen gestartet. Eckenheim machte die Vorspielniederlage von 0:3 durch einen 2:1-Sieg wett und hat sich damit vorerst einmal die Spitze erkämpft. In der 3. Gruppe wäre der VfL. R ö d e l h e i m im Falle eines Sieges über Hanau 60 am Ziel gewesen, aber die Hanauer gewannen das Rückspiel Wilhelm Speier, Gefreiter in einer Pz.-Jg.-AbtL, ihre Anteilnahme entgegenbrachten, sagen wir unseren innigsten Dank. Ebenso danken wir Herrn Pfarrer Lindenborn. Im Namen d. trauernd. Hinterbliebenen: Elfriede Speier, geb. Rlnck, und Töchterchen Doris. BiOCiTiN- FABRIK ULRICH PATZ Berlin SW 61 hat mit ihrer Fabrikation seit über 30 Jahren Anklang gefunden und steht mit ihren Erzeugnissen im Dienste derVolksgesundheit. Danksagung. Für alle Kranzspenden u. herzliche Teilnahme bei dem Heimgang unseres lieben Vaters, Großvaters und Bruders sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichen Dank. Im Namen der Hinterbliebenen: Friedrich Mohn und Familie. Gießen, Offenbach a. M., Hamburg, den 7. Mai 1943. Für die Teilnahme bei dem Heimgang unserer lieben Entschlafenen danken wir recht herzlich. 03052 Schr. Ang' 147ÖDo.b, Wissenschaftliche Werke Sondergebiet der Brühl'schen Druckerei Wer bringt MlIUW' (fiimtong von Darmstadt- Arheilgen nach Allendorf/Lahn mit? - Schriftl. Ang. unt. 03059 an o. Gieß. Anz. GieLener Konzertring 1942/43 Sonntag, den 16. Mai 1943,17 Uhr, Universitätsaula Konzert, Gruppe B, N.6 Das Wendling-Quartett Streichquartette von Mozart und Schubert Streichtrio von Reger. Eintrittskarten: 1.50, 2.00, 2.75 und 3.50 RM. im Musikhaus Challier und in der Karten Verkaufsstelle der NSG. Kraft durch Freude. Studenten karten 1.00 RM. nur beim eitere Kriegsvereinsachungen. Einheitsbewertung, Vermögensbesteuerung, Betriebsvermögen, Hauszinssteuer-Abgeltung. [i|Wohiningstausch| I Biete kleine 13-Ziminerwohnung Suche große II 3—4-Zimmer- Wokmung. I Schr. Ang. unt. I 03050 a.d. G.A. Ein eigenes Haus jetzt durch steuerbegOnstlgfes Bausparen planmSfjlg vorbereiten I Verlangen Sie kostenlos den Ratgeber W von Deutschlands größter Bausparkasse . in Ludwlgsburg/Württemberg Meine liebe, herzensgute Frau und immer treusorgende Mutter, unsere Schwiegertochter, Schwester, Schwägerin, Tante und Gote Frau Eiisabetha Löttier, geb. Keller ist am 8. Mai 1943 nach langem, mit großer Geduld ertragenem Leiden, im Alter von 52 Jahren, von uns gegangen. In tiefer Trauer: Hermann Löffler und Tochter Elli. Gießen, Hungen, Hohenlahe, Lieh, Frankfurt am Main, Langsdorf, den 8. Mai 1943. Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 12. Mai 1943, um 14.45 Uhr, auf dem Neuen Nr. 17/18 der „Deutschen Steuer-Zeitung". die Einheitsbewertung anlangt, so bleiben die Einheitswerte der Grundstücke trotz Aufhebung der Gebäudeentschuldungssteuer unverändert. Die Wertsteigerung bleibt auch außer Betracht, wenn der Einheitswert aus anderen Gründen fortzuschreiben ist. Für die Vermögensbesteuerung gilt: Die Verminderung des Vermögens durch Belastung mit dem Abgeltungsbetrag ist nur scheinbar. Sie ergibt sich rechnerisch, weil der Mehrwert der Grundstücke nicht erfaßt wird. Die rechnerische Vermögensminderung wird dadurch ausgeglichen, daß bei Fort- schreibungen (Nachfeststellungen) von Einheitswerte gewerblicher Betriebe und bei Neuveranlagungen (Nachveranlagungen) der Vermögenssteuer und Aufbringungsumlage der Grundbesitz, der der Abgeltung unterlag, mit dem Betrag ongesetzt wird, der sich ergibt, wenn Einheitswert und Abgeltungsbetrag zusammenge'zählt werden. Diese Bestimmung der Verordnung erhöht nicht das steuerpflichtige Vermögen und soll keine Erhöhung der Vermögenssteuer herbei führen, sondern eine wirtschaftlich nicht gerechtfertigte Minderung des steuerpflichtigen Vermögens und einen wirtschaftlich nicht gerechtfertigten Steuerausfall verhindern. Diese Regelung wird sinngemäß bei der Erbschaftssteuer angewandt. Bei der Grunderwerbsteuer ist, sofern der Erwerb nach dem 31.12.1942 erfolgte, als Wert des Grundstücks immer der Betrag anzusetzen, der M | Verkäufe | Danksagung. Für die überaus zahlreichen Be- H , n . .. ..... - -- ----------------IKiDder-Schreibpnlt 1 für 20,— RM. ■ zu verkaufen. M Schr. Ang. unt. « 03065 a.d. G.A. Haupychrl,..etter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter deS Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für PoliM und Bilder: Dr. ^r. W. Lange: für das Feuilleton: Dr. Hans Tbyriot; für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschetn. Druck und Verlag: Briihlsche Untversitätsdruckerei R. Lange ft. <8. Berlagsleiter: Dr.-Jna. Erich Hamann, z. Z. Wehrmacht. Vnzeigenleiter: Hans Beck — Anzeigenpreisliste Nr. 6. Wettkampf der Kreisvorführungsgruppen des Am Sonntag fand in Gießen ein Wettkampf der i Kreisvorführungsgruppen der Sportkreise Alsfeld, ; Wetterau-Süd, Wetzlar und Wetterau-Nord unter ■ Leitung von Kreisfrauenturnwart Heinr. Schnei- d e r-Wetzlar statt. Nach Eröffnung durch Lied und : Spruch, gesprochen von Kreisfrauenwartin Jdel Hauck, begrüßte Sportkreisführer Heller die Gäste, die Verwundeten der Gießener Lazarette und die Turnerinnen. Nachdem er den Zweck der Kreis- oorführungsgruppen, bei Veranstaltungen der Sportkreise für die Leibesübungen zu werben, erläutert und auf die Eigenart dieses Kampfes hm- gewiesen hatte, begannen die Turnerinnen von Wetzlar mit Gymnastik ohne Handgerät. Es folgten die Gruppen der Sportkreise Wetterau-Nord, Alsfeld und Wetterau-Süd. Den Kampfrichtern war in der Bewertung dieser Vorführungen keine leichte Aufgabe gestellt, die aber auf Grund der Erfahrungen aller auf dem Gebiet des Frauenturnens gut gelöst wurde. Wetzlar hatte bei sehr guter Leistung mit 35 Punkten die beste Wertung vor Alsfeld mit 33,5, Wetterau-Süd mit 33 und Wetterau-Nord mit 31,5 Punkten. Anschließend zeigte die Gießener Gruppe em schön zusammengestelltes und gut durchgeführtes Bodenturnen. Bei den gymnastischen Vorführungen mit Handgerät zeigten Gießen, Alsfeld und Wetzlar Keulen-, Wetterau-Süd Reifenübungen. Auch hierbei konnte Wetzlar mit 36 Punkten die beste Wertung für sich buchen, während Gießen mit 33,5 Punkten an die zweite Stelle rückte, Alsfeld mit 29,5 Punkten seinen 3. Platz halten konnte uüd Wetterau- Süd mit 26 Punkten auf den 4. Platz kam. Eine weitere Einlage brachte Einzelvorführungen mit dem Seil von Helma Lasser (Gießen) und Erika Stübner (Wetzlar), die sehr gut gefielen. Als letzte Wettkampfvorführung wurden Tänze gezeigt, bei denen Wetzlar mit 39,5 Punkten seinen Vorsprung weiter vergrößern, Gießen mit 35,5, Alsfeld mit 31 und Wetterau-Süd mit 29,5 Punkten ' ihre Plätze halten konnten. Ein Barrenturnen, aus- geführt von Turnerinnen verschiedener Gruppen, und ein Gruppentanz nach Grauerholz von Wetterau-Süd beschlossen den turnerischen Teil. Der reiche Beifall bewies, daß diese Veranstaltung bei unseren Verwundeten guten Anklang gesunden hat. Zur Siegerehrung dankte der Sportkreisführer den Turnerinnen für ihren Einsatz, für ihren Fleiß, ihre Mühe und die Hingabe, die nötig ist, um zu der gezeigten Leistungshöhe zu kommen. Er sprach die Hoffnung aus, daß die Dorführungsgruppen in ihren Sportkreisen oft Gelegenheit haben, mit ihren schönen Darbietungen für die Leibesübungen zu werden. Mit dem Gruß an Führer und Wehrmacht wurde die Veranstaltung geschlossen. Ergebnis: 1. Kreisgruppe Wetzlar 110,5 Punkte; 2. Kreisgruppe Wetterau-Nord 100,5 Punkte; 3. Kreisgruppe Alsfeld 94 Punkte; 4. Kreisgruppe Wetterau-Süd 88,5 Punkte. Biete: Kinder- Svortwagen (30,-) u. 1 Paar braune Tamen- hnlbfd)., Gr.39, neu, Led. (18,-). Sncheelektr.Serd 1(2 Brennst.),IP. Damenhalbsch., Gr. 37, neu. 03051 Seltersweg 121. Biete 1 P. weiße MeöerW in.halbhoh.Abs., Gr. 5 71, Boxk. Suchet P.T am.- Lederschuhe, Gröhe 5 r2, mit flachem Absatz. Schriftl. Angeb. unter 03055 an den Giehener Anzeiger. Wer übernimmt die regelmäßige Instandhaltung und Ueberwachung von 20 flefttromotoren eines Betriebes im Abonnement? Interessenten wollen unt. 03070 an den Gießener Anzeiger schreiben. Höherer Staatsbeamter auf dem Lande sucht für seine 15jährige Tochter, Schülerin der Oberschule, ab sofort für 2 bis 3 Monate Wohnung und Verpflegung in guter Familie, möglichst mit Garten. Schr. Angebote unt. 02932 an den Gießener Anzeiger erbeten. Erst durch einen Strafwurf erzielte man den ersten Treffer. Der Gegner war bis zum Pausenpsiff noch, mals erfolgreich, ehe die Platzbesitzer durch zwei weitere Tore das Halbzeitresultat herstellten. Nach dem Wechsel kamen die Turner besser ms Spiel. Der Gleichstand wurde bald hergestellt und dann die Führung übernommen. Die Angriffe der Universitätsmannschaft waren nicht mehr so gefährlich. Man brauchte längere Zeit, um nochmals gleichzuziehen. Ein Zwischenspurt brachte dem Mtv. drei weitere Erfolge, denen die Gäste nur noch zwei entgegensetzen konnten. Landkreis Gießen. * Grüningen, 9. Mai. Unter starker Anteil- nähme der Bevölkerung wurde dieser Tage der Ehrenvorsitzende des Adam-Jsheimschen- Gefangner- eins, Schreinermeister H. Mohn, zur letzten Ruhe getragen. In seine Wirkungszeit sieb u. a. der Bau der hiesigen Sing- und Turnhalle unter den schwierigen Verhältnissen der Jahre 1922/23. Auch als Mitbegründer und zeitweise Vorsitzender des Turnvereins hat sich der weit über die Grenzen unseres Ortes hinaus bekannte und beliebte Meister ver- dient gemacht. Kunst und Wissenschaft. hochschulnachrichten. Der apl. Professor an der Technischen Hochschule Karlsruhe, Dr. Carl Mahr, wurde beauftragt, die Vertretung der durch das Ausscheiden von Prof. Dr. Wilhelm Strecker freigewordenen Abteilungsvorsteherstelle am Chemischen Institut der Universität Marburg wahrzunehmen. — Der apl. Pro- fessor für vergleichende Sprachwissenscyaft Dr. Joseph Weisweiler wurde unter Berufung in das Beamtenverhältnis zum ordentlichen ^Professor in Marburg ernannt. — Dr. phil. habil. Wolfgang Dehn wurde die Lehrbefugnis für Vorgeschichte verliehen; er wurde zum Dozenten an der Marburger Universität ernannt. 100 Jahre INozartverein Darmstadt. Der Mozartvere'm Darmstadt, der sich um bt€ Musik- und Gesangspflege in der hessischen Landeshauptstadt außerordentlich große Verdienste erworben hat, kann in diesem Jahre -auf ein hundertjähriges Bestehen zurückblicken. Dieses Ereignisses wird Mitte Mai mit einem öffentlichen Konzert gedacht, auf dem in erster Linie Chorwerke namhafter früherer Dirigenten (F. Düchler, Carl Amand Mangold und Willem de Haan) zu Gehör kommen. Uraufführung von Vethges „ftopetnifus“. In Frankfurt haben die Proben zu Friedrich B e t h g e s dreiaktigem Mysterium „Kopernikus" begonnen, das am 23. Mai im Schauspielhaus in Anwesenheit des Dichters zur Aufführung gelangt. Die Bühnengestaltung hat Generalintendant Hans Meißner übernommen. Die Bühnenbilder sind von Helmut Jürgens entworfen. Die Titelrolle spielt Fritz Brand vom Württembergischen Staatstheater Stuttgart als Gast. Für die weibliche Hauptrolle wurde Maria Angerpointner vom Deutschen Theater Berlin gewonnen. 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Lebensjahre zur ewigen Ruhe heimgegangen. In tiefem Schmerz: Friedrich Ortwein; Walter Ortwein, Obergefr., z. Z. i. Felde; Heinz Ortwein, Leutnant, z.Z. i.Felde; Helmut Ortwein; Anneliese u. Lieselotte Ortwein. Treis a.d.Lumda, Gießen (Neustadt 61). Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 12. Mai, nachmittags 3.39 Uhr, in Gießen auf Unsere liebe und treusorgende Mutter,. Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante _ Frau Henriette Schmidt geb. Schermuly Trägerin d. Ehrenkreuzes der deutschen Mutter U 6 in Gold ist am 2. Mai nach einem arbeitsreichen Leben, 0 im Alter von 77 Jahren, für immer von uns ge- g gangen. Die Trauerfeier fand in der Stille statt. M Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: H Wilhelm Schmidt u. alle Angehörigen, g mit 2:1 (0:0) und somit ist die Entscheidung wieder aufgeschoben. Rödelheim konnte erst ganz zum Schluß zu seinem Gegentreffer kommen. Handball. A Alto. Gießen — Univerfiläf Gießen 8:7 (3:4). Wegen der Absage von Holzheim verpflichtete der Mtv. für, Samstagnachmittag 'öle Univevsitäts- mannschaft. Obwohl beide Mannschaften nicht in stärkster Ausstellung antreten konnten, sah man ein gefälliges Spiel. Besonders war man überrascht von der Universitätsmannschaft. Obwohl, sie in der zweiten Hälfte nicht mehr .die vorherige Leistung aufbrachte, hätte sie ein Unentschieden verdient. Bei noch besserem Verständnis in den einzelnen Mannschaftsteilen wird sie für die Zukunst zu beachten sein. Der Mo. enttäuschte zunächst. Besonders ließen das Zusammenspiel und die Fangtechnik zu wünschen übrig. Erst gegen Schluß lief man zur gewohnten Form auf. Für die Unioersitätsmannschaft begann das Spiel recht verheißungsvoll. Der Boden war für sie kein Hindernis, und sie lag bald mit zwei Toren im Vorteil. Ein weiterer Strafwurf vergrößerte den Vorsprung. Ungenaues Zuspiel und mehrere Lattenwürfe brachten dem Mtv. nichts ein. JärL. Danksagung. Für die überaus zahlreichen Be- [KrI weise herzlicher Teilnahme bei dem Heldentod unseres lieben, braven, unvergeßlichen Sohnes, unseres stets hilfsbereiten guten Bruders Wilhelm Wolfgang Am 8. Mai hat unsere Ursula ihr Brüderlein bekommen. Dies geben in dankbarer Freude bekannt — Dina Klinke! Albert Klinke! Oberfeldwebel, z. Z. im Osten Gießen, Asterweg 76 z. Z. Kath. Schwesternhaus ___________________14690/ Der Reichssinanzminister hat weitere Verem- fachungsmahncchmen steuerlicher Art verordnet. Es werden an Wertgrenzen für die Fortschreibung der Einheitswerte heraufgesetzt: Bei Grundbesitz die Bruchteilsgrenze von einem Zwanzigstel aus em Fünftel, die Mindestgrenze von 100 RM. auf 500 RM-, die feste Grenze von 100 000 RM. aus 200 000 RM., bei Betriebsvermögen (urtb Gewerbeberechtigungen) die Mindestgrenze von 1000 auf 10 000 RM., die feste Grenze von 100 000 aus 200 000 RM., bei der Vermögensteuer (und der Aufbringungsumlage) die feste Grenze .von 100 000 auf 200 000 RM. Die neuen Wertgrenzen gelten in gleicher Weise für Fortschreibungen und Neuveranlagungen wegen Erhöhung oder Verminderung des Vermögens. Die Mindestgrenze von 10 000 RM., die nunmehr bei der Einheitsbewertung des Betriebsvermögens gilt, führt bei den kleinen Betriebsvermögen bis zu 50 000 RM. weitgehend zu einer Erstarrung der bisher festgesetzten Beträge. Das bedeutet bei der großen Zahl solcher Fälle eine wesentliche Vereinfachung. Die Einschränkung der Fortschreibungen wirkt sich auch auf die Gewerbekapital st euer und die Grundsteuer aus. Die neuen Wertgrenzen sind auf alle noch nicht durchgeführten Wertfortschreibungen und Neuveranlagungen anzuwenden. Die neue Verordnung regelt weiter die steuerlichen Auswir-1 Dberregierungs= durch Zusammenzählung von Einheitswert und rat Dr. Kirschstein vom Reichsfinanzministerium in > Abgeltungsbetrag ergibt. Wöeiin gesucht. Schriftliche Angebote u. 02970 an den Gießener ___Anzeiger. 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Fig., gut erhalt., z. kaufen gesucht. [03063 Dammstr. 20 I. UBKB3HDDI Danksagung. Für die vielen Kranz- u, Blumenspenden u. innige Teilnahme in Wort u. Schrift bei dem Heimgang meiner lieben Frau u. unserer guten Nichte Anni Rau, geb. Siemon, danken wir herzlichst. Friedrich Rau, Geschwister Siemon. Gießei) (Mühlstraße 24), 8. Mai 1943. D3048 Die