Samstag, 10. / Sonntag, U. April (945 Annahme von Anzeigen für die äTHttagSnummer bis 8''»Ubr desVormittags Anzeigen-Preise: Anzeigenteil 7 Rvf. je mm bei 22 mm Zeil-nbreite, Texttei! 50 Rvf. te mm bei 70 mm Seilenbreite Nachlässe: Wiederholung MalstaffeH AbschlüsseDiengenslaftelL Platzvorschrift lvorherige Vereinbarung) 25ü/* mehr (95. Jahrgang Nr. 85 Erscheint täglich, auher sonntags und feiertags Beilagen: Gießener Famtlienblätter Heimat imBild DieScholle Bezugspreis: Monatlich... .RM.1.80 Zustellgebüyr .. ,, -25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Fernsvrechanschluh 2251 Drahtanschrift: „Anzeiger" Postscheck 11686 Franlf./M. ä A-af d Samstag, (0./ Sietzener Anzeiger vrühischeUnI»«sttSt»dnickereiN.re Stadt ist Preßburg und das Volk sind die Slowaken. Zweierlei muß man sich gegenwärtig halten: daß bis zu den Türkensiegen, die auf die Belagerung von Wien folgten (1683), von Ungarn nur ein chmaler Streifen habsburgisch war und damit zu Europa gehörte, und daß es im damaligen Ungarn keine andere Kultur gab als die deutsche. Preßburg, dicht hinter Wien am Stromband der Donau gelegen, war noch während des ganzen 18. Jahrhunderts die eigentliche Hauptstadt von Ungarn, und ist auch bis zuletzt die ungarische Krönungsstadt geblieben. Hier bauten die ungarischen Magnaten ihre prächtigen raumoerschwendenden Stadtwohnungen, denn es galt, einen Dienertroß unterzubringen, wie ihn nur jene prunkfrohen Zeiten am Rande des damaligen Osteuropa kannten. Unter Maria Theresia baute sich der Primas von Ungarn, der Erzbischof von Gran, ein Graf Battyanyi, in Preßburg ein Palais wie ein Fürstenschloß. ,^)ier ist das alte Deutsche Reich zu Grabe getragen worden!" sagte mir mein kundiger Begleiter, denn hier wurde 1805 nach der Dreikaiserschlacht von Austerlitz der Preßburger Friede zwischen Oesterreich und Napoleon geschlossen. Auf Grund der Veränderungen, die dieser Friede auf der Karte von Deutschland zur Folge hatte, legte Kaiser Franz die Krone des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation nieder und nannte sich fortan Kaiser von Oesterreich. Der tausendjährige historische Faden, der am Weihnachtstage des Jahres 800 mit der Krönung Karls des Großen in Rom angesponnen wurde, riß hier in der Donuustadt im Palast des Primas von Ungarn ab. Der Dom von Preßburg, wo die Könige von Ungarn gekrönt wurden, trägt auf der Spitze seines Turms ein Abbild der Stephanskrone, des größten politischen Heiligtums der Ungarn. Den Dom und die übrigen Kirchen von Preßburg, den Bischofspalast, das weiträumige alte Rathaus, Stadthaus genannt, die stolzen Barockbauten und die bescheidenen, denselben Stil andeutenden Bürgerhäuser haben deutsche Meister und Steinmetzen gebaut und deutschsprechende Menschen bewohnt. Prehburg war bis vor fünfzig Jahren eine deutsche Stadt. Damals hatte es etwa 40 000 Einwohner. Die Zahl der Deutschen ist seitdem ungefähr dieselbe geblieben, aber es sind doppelt soviel Nichtdeutsche hinzugekommen, Angehörige des slowakischen Volkstums. Die moderne Entwicklung der Stadt, ihr Bevölkerungswachstum, ihre räumliche Ausdehnung, das Aufkommen einer neuen, auch für das moderne Prag typischen Bauweise, zweckdienlich, nüchtern, massig und phantasielos, begann mit der Gründung des kurzlebigen tfchecho-sowakischen Zweckstaats. Preßburg wurde der Donauhafen der ehemaligen mo xxfctm Nutne< Donaustadt mit zwei Gesichtern Von Dr. Paul Rohrbach. X KEl/f. CKorallen- Oer neue japanische Geestes Marinebomber vernichten llSA.-Geleitzug. haben die japanischen MarineluftsNeitkräfte mit ihrer Angriffstaktik hervorragende Ergebnis^erzielt. Sie haben offenbar einen fembltajen ©e eit- 3ug überfallen und nicht nur einen Kreuzer und einen Zerstörer, sondern auch zehn Transporte versenkt und weitere Einheiten ferner Daß der Feind auf diesen Geleitzug großes Gew cht legte, ist aus der Tatsache zu ersehen, baß er h durch starke Luftftreitkräste gefiert batte, non denen die Japaner bei nur sechs eigenen Berluit in dieser „Seeschlacht vor der Sufk der Florch-v Inseln" 37 feindliche Flugzeuge abfd)o6. ®er ®on® dieser Seeschlacht bestätigt au,s neue die u-b-rl-gen beit der japanischen Marineluftwafse derem unerhörtem Angriffsschneid die Feinde nickst-' ebenbur tiges entgegenzusetzen haben. Für die U>sA. s ü) nur der Verlust der Frachter und ihrer Ladungen empfindlich, die zur Verstärkung ihrer Kumpskraft im südpazifisch-australischen Raum dienen s , sondern auch die erneute Einbuße von Sch ff Kriegsmarine. Zum letztenmal war von den Salo monen-Jnseln anläßlich der Schlacht bei den Ren nell-Jnseln am 29. und 30 Januar 1943 uirti bet japanischen Gesamtauf fiel l un g der amen konischen Verluste die Rede. Die Kampfe in Wem 9nfelgebiet nahmen ihren Anfang am . . 1942 und haben den Amerikanern bis Anfang F bruar insgesamt den Verlust von sechs Schlag schiffen, vier Flugzeugträgern, 34 Kreuzern, - 3 ftörer, neun U-Booten und 17 Transporte getragen. voll mit Bomben schweren Kalibers belegt habe, um so der nordamerikanischen Luftwaffe von vornherein jede Möglichkeit des Angriffs auf die japanischen Inseln zu nehmen. Vier schwere amerikanische Bombenflugzeuge wurden bei Linling in Luftkämpfen abgeschossen. Araberfront gegen den Bolschewismus. Rom, 10.April. (Europapreß.) Der Präsident der national-ägyptischen Organisoti on in Europa, Dr. El-Tayeb Nasser, forderte in einem Rundfunkappell an die arabischen Völker eine Einheitsfront gegen den gemeinsamen Feind. Für alle Mohammedaner sei es eine Sache des Gewissens und der Vaterlandsliebe, den heiligen Zielen der Rasse und des Glaubens zu dienen, vor allem angesichts der Ausbreitung des Kommunismus in den arabisch-mohammedanischen Ländern dank der umstürzlerischen, zerstörenden Tätigkeit Englands. Dr. Nasser unterstrich die schwere Gefahr, die der Bolschewismus schon durch Verneinung eines jeden sozialen Gesetzes darstelle. Er forderte seine Landsleute auf, ihre Hände den Achsenmächten entgegenzustrecken, welche die Kultur und Unabhängigkeit der unterdrückten Völker verteidigen. Oie ausgebliebenen Lieferungen. Lissabon, 9. April. (Europapreß.) Die Erpressungsreise des USA.-Vizepräsidenten Wallace durch Mittel- und Südamerika verlief nicht ganz ohne Peinlichkeiten. So wurde er verschiedentlich an Lieferungsversprechen seiner Regierung erinnert. Panama z. B. wollte wissen, wo die 10 000 Buschmesser blieben, die von den Yankees zwar in Auftrag genommen, aber niemals g e - liefert worden seien. Wallace gestand, daß die Buschmessersendung inzwischen nach den Salomonen gegangen -ist. Einige Bauunternehmer fragten Wallace, wann denn die versprochenen Betonmischmaschinen kämen und meinten bekräftigend dazu: „Gib uns die Maschinen, und wir werden dir ein Denkmal aus Beton errichten." Wallace gab keine Antwort. Das Eiserne Kreuz für eine ORK.-Schwester. Der DRK.-Schwester Magda Darchinger, DRK.-Schwestemschaft München, wurde als fünfter deutscher Frau das Eiserne Kreuz II. Klasse verliehen. Sie hat sich bei der Bergung von Verwundeten eines Lazarettes im Operationsgebiet während eines feindlichen Luftangriffes durch besonders tapferes Verhalten ausgezeichnet und wurde hierbei elbst verwundet. macht des Bolschewismus aufgehalten und gebrochen hat, wird auch die Mittel und die Kraft besitzen, abenteuernden britisch-amerikanischen Divisionen eine blutige Lektion zu erteilen, falls sie von ihren jüdi- chen Antreibern den Festungswerken Europas entgegengehetzt werden. Der Bolschewismus aber wird auch von seinen britisch-amerikanischen Trabanten nicht gerettet werden. Und ihr gemeinsamer Wunschtraum, Europa in ein blutiges Chaos zu verwandeln, wird in Tunesien und an den Küsten des Kon- tinenis keine andere Antwort erfahren, als es im Osten geschehen ist. Dies sind nicht Worte ohne Hintergrund: Deutschland und Europa haben in diesem Winter nicht nur erfahren, was ihnen droht, sondern auch was sie an Kraft zu entfalten vermögen, wenn sie zum Aeußersten entschlossen sind. Zu dieser Entschlossenheit haben nicht nur die Erinnerung an die Welt von 1918, nicht nur die nüchterne Einschätzung des Bolschewismus, sondern auch die freimütigen Erklärungen beigetragen, mit denen unsere Feinde nicht zurückgehalten haben, als sie — berauscht von den Sowjeterfolgen — glaubten, diesen Krieg schon gewonnen zu haben. Das alles war nützlich, um das geistige und materielle Potential des Kontinents so zu entfalten und weiterzuentwickeln, daß es nicht nur ausreichen wird, uns sicher und zielbewußt zu verteidigen, sondern auch jene innere Haltung und äußere Stärke vorzubereiten, die im Zeitpunkt der großen Entscheidung den Ausschlag des Sieges geben wird. Große Entscheidungen werden bestimmend beeinflußt durch große Ideen, die die gewaltige Antriebskraft aller charakterlichen und leistungsmäßigen Energien der Völker sind. Diese Ideen stehen auf unserer Seite und erfüllen uns alle. Die gewaltige Wiedererhebung der großen Nationen des Kontinents steht auf unserer Fahne, das Recht zum Leben für tüchtigste Völker der Menschheit ist der Smn unseres Kampfes; eine große Zukunft tut sich vor unseren Augen auf, während auf der Gegenseite die bolschewistische Doktrin der Vernichtung der Tüchtigen und die Mische Lehre der materiellen Versklavung aller Völker den Pesthauch des Todes auch durch den Schwulst ihrer Phrasen nicht zu vertreiben vermögen. . Diese Erkenntnis des großen Sinnes unseres Kampfes ist der stärkste Motor unseres Handelns, und unsere Entschlossenheit, in dieser gewaltigen Entscheidung voll unseren Mann zu stellen, gibt uns die Gewähr, daß wir es s chu f f e n werden und uns den Eintritt in ein glücklicheres Leben, durch dessen Tor wir schon einen Blick zu werfen vermochten, erzwingen werden! Kriegsschauplatz Ostasiea. Wie die Achsenmächte selbst so führt auch ihr ost« asiatischer Partner den ihm durch die Provokationen der anglo-amerikanischen Plutokratten aufgezwungenen Krieg auf der inneren Linie. Durch überraschend schnelle und energische Eröffnungszüge hat ähnlich wie Deutschland auch Japan die Kampffront vom Mutterland weit weg schieben und seine kriegswirtschaftliche Basis durch die Eroberung reicher Rohstoffgebiete erheblich erweitern können. Ja, es war in einem Punkte sogar in einer noch glücklicheren Lage als seine europäischen Freunde. Denn wenn man bei der hohen Empfindlichkeit des japanischen Mutterlandes gegen Luftangriffe, die an sich durch die Nähe des Kontinents und die durch die Erdbebengefahr veranlaßte Bauweise japanischer Städte gegeben ist, vielfach als Auftakt des Krieges Ueberfälle der feindlichen Luftwaffen auf die japanischen Inseln erwartet hatte, so zeigte es sich bald, daß die Japaner mit ihren schnellen Ueberraschungs- siegen dem Feind diese Waffe aus der Hand geschlagen hatten und nun den Vorteil der Weiträumigkeit des pazifischen Kriegsschauplatzes für sich nutzen können. Denn diese Weiträumigkeit bietet ihnen die beste Sicherheit vor überraschenden Angriffen auf das Mutterland und die Verbindungslinien von ihm zu den weit vorgeschobenen Operationsbasen, wobei sie freilich den Nachteil in Kauf nehmen müssen, daß diese Verbindungslinien sich über Tausende von Kilometern erstrecken und deshalb für Truppentransporte und Nachschub an die japanische Handelsflotte, die man vor dem Kriegseintritt Japans im Jahre 1941 auf 5,6 Millionen BRT. schätzte, und an die japanischen Sicherungsstreitkräfte außerordentlich hohe Anforderungen stellen. Sie sind infolgedessen auch von Verlusten durch amerikanische U-Boot- und Luftangriffe in den chinesischen Gewässern und in der Südsee nicht verschont geblieben, haben diese jedoch durch Beschlagnahme feindlichen Schiffsraums und durch Neubauten mehr als ausgleichen können. Amerikanische Prognosen aber, daß wenige Tage nach Kriegsausbruch die japanischen Großstädte in Schutt und Asche liegen würden, sind wie so viele andere überhebliche Vorhersagen amerikanischer Militär- und Zivilstrategen Phantasien geblieben. Tatsache ist jedenfalls, daß die amerikanische Luftwaffe erst ein einziges Mal von einem Flugzeugträger aus am 18. April 1942 einen Luftangriff auf japanische Städte gewagt hat. Der geringe Erfolg der hier notgedrungen nur zum Einsatz gelangten leichten Bomber, die dann auf amerikanischen Flugplätzen im Gebiet von Tschungking landeten, hat zur Wiederholung solcher Angriffe bisher nicht ringe- Haben. Trotzdem rechnen die öepaner früher ober- Efate* ö Erromwgi^ V Tarent Tschecho-Slowakei. Die Slowaken selbst wurden in Prag soviel wie möglich ignoriert, aber nach Prehburg wurden bedeutende Mittel hineingepumpt, um des Anteils an der Donau willen, der Hochstraße von Mitteleuropa nach dem Südosten. Im Hof eines dieser neuen Gebäude hat man ein kleines Häuschen, ein in feiner Bescheidenheit ganz reizendes Schmuckstück der Rokokozeit, pfleglich erhalten. Es ist das Heimathaus des Komponisten Hummel, der auch Goethes Freundschaft in Weimar gewann. Noch ein anderer Großer im Reiche der Musik, der Burgenländer Franz Liszt, fand hier als armer Schuljunge mit feinem Klaoierspiel den Gönner, der ihm Mittel gab, seine musikalische Laufbahn einzuschlagen. Als Hauptstadt des jungen slowakischen Staates, der jetzt eben den vierten Jahrestag seiner Gründung beging, liegt Preßburg exzentrisch, denn schon auf der Hälfte der Donaubrücke beginnt mit dem Gau Niederdonau das Gebiet des Großdeutschen Reiches. Nur ein kurzes Stück stromabwärts fängt auf dem rechten Ufer Ungarn an. Es gab aber keine Wahl, nur Preßburg konnte die Hauptstadt der Slowakei werden. Es ist die einzige Großstadt des Landes, die einzige, in der ein ganzer Regierungsapparat feine Unterkunft finden kann, und es ist verkehrspolitisch der Schlüsselpunkt. Die slowakische Oeffentlichkeit hat sich, begreiflich genug, in diesen Tagen viel damit beschäftigt, was in den vier Jahren staatlicher Existenz der Slowakei geleistet wurde und was noch zu leisten übrig bleibt. Unzweifelhaft deutlich sind die gemachten Fortschritte. Die Tschechen suchten jedes eigene slowakische Bildungsleben zu unterdrücken. Heute zählen die Universität Preß- burq und die übrigen Hochschulen über 5000 Hörer. Wirtschaftlich sind die beiden Tragpfeiler der Slowakei zunächst noch der agrarische und der forstliche Sektor. Die Industrie zeigt sich entwicklungskräftiger als vielleicht zuerst erwartet wurde, aber sie ist zur Zeit behindert durch die Kriegsverhältnisse, teilweisen Rohstoffmangel, Verkehrsschwierigkeiten. Durchaus gesund sind Geldwesen und Finanzen. In der Landwirtschaft ist die Grundfrage die der Steigerung der Hektarerträge, die mit 14 bis 15 Doppelzentner Weizen je Hektar in der Mitte zwischen den leistungsschwachen östlichen Agrargebieten und den hochentwickelten Mitteleuropas stehen. Hier muß kräftig gearbeitet werden, und es wird auch gearbeitet, um mit gesteigertem Export die von der Seite der Holzausfuhr her günstig gestellte Zahlungsbilanz auch agrarisch kräftig und dauernd zu unterbauen. Eine Unterhaltung mit dem Leiter des staatlichen Propagandaamts in Preßburg gibt dem interessierten Besucher, der sich in der Slowakei schon einigermaßen auskennt, ein Bild von dem sachlichen Eifer und der Einsicht, mit denen hier an der Zentrale die vordringlichen Ziele der slowakischen Wirtschaft verfolgt werden. Ein Blick auf das Getriebe im modernen Preßburg genügt, um zu zeigen, daß wir uns in einem lebensvollen Gemeinwesen befinden. Daneben aber bleibt für den deutschen Gast die besinnliche Seite Alt-Preßburgs als einer eigentümlichen deutschen Kulturstätte des Barockzeitalters uni vergeßlich. kl • c . C-ltoWbd F 8uiat v^Linwuwa ireclthafen YsabJOj Chresevl^TMbet^ ,stewrd-l D-Entr^^^ÄA^ Oie Schlacht bei der Florida-Insel. Tokio, 9. April. (Europapreß.) Die Seeschlacht vor der Florida-Insel wird von der japanischen Presse begeistert kommentiert. Aus den jetzt bekannt- werdenden Einzelheiten ergibt sich, daß ein amerikanischer Geleitzug bei dem Versuch, von der Nord- lüfte Guadalcanars aus nach der Insel Florida überzufetzen, von japanischen Marinebombern gefaßt wurde. Das erste Ziel der japanischen Bomber war der auf Florida gelegene Hafen Tula g i, welchen die Amerikaner als Flugzeugbasis auszubauen versuchen. Dann wandte sich der japanische Bomberverband gegen die vor Cap Cori ankernde Transportflotte. Trotz wütenden Abwehrfeuers gelang es den starken japanischen Staffeln, ihre Bomben zum Teil durch Gleitsturz an die Transportschiffe heranzutragen und 10 Transporter, darunter zwei 8000-Tonner und 6 Schiffe zu je 5000 BRT., ferner 1 Kreuzer und 1 Zerstörer zu versenken. Dieser Erfolg ist um so höher zu werten, als die Transportflotte unter dem Schutz vom Land aus operierender Jagdflieger lag, von denen die Japaner insgesamt 37 Flugzeuge abschießen konnten, darunter 30 Grmnman-Jäger. Der Angriff erfolgte bei Tage, doch wird unterstrichen, daß trübes und regnerisches Wetter die Sicht beeinttächtigte. Die Vernichtung des amerikanischen Geleitzuges dürfte für die Versorgung der feindlichen Verbände im Salomonengebiet schwerwiegende Folgen haben. Australiens kritische Lage. Stockholm, 10. April. (DNB. Funkspruch.) Die Londoner „Times" erklärt, Australien müsse mit einem langen und schweren Kampf rechnen. In allen eroberten Gebieten seien die Japaner mit der Verstärkung ihrer militärischen und wirtschaftlichen Stellung beschäftigt, was ihnen um so leichter möglich sei als die Streitkräfte der Westmächte un Kampf' gegen Deutschland gebunden seien. Die Japaner ständen augenblicklich nur an den äußeren Flügeln ihrer Front und hätten genügend Zeit, ihre Stellungen auszubauen. Welches Ausmaß die Befürchtungen der australischen und der USA.-Regierung angenommen haben, geht aus einer Meldung des „Daily Sketch" hervor, nach der die Vereinigten Staaten zusammen mit Australien und den Emigranten aus Nieder- ländisch-Jndien demnächst zu einer Konferenz zusammenkommen wollen, um über die Lage im Pazifik zu beraten. - Jamben auf tlSA.-Flugplähe in China Nanking, 10. April. (Europapreß.) Das japanische Hauptquartier gibt bekannt, daß die japanische Luftwaffe auf dem chinesischen Festlande die Luftstützpunkte von Hengyang und Linling (Honan), Lishui (T chekiaug) und Kienow (Fukien) wirtungs- Pc<’ tewn später damit und haben sich dagegen gerüstet-. Die japanische Luftwaffe hat vor allem diese amerikanischen Flugplätze in den von den Japanern nicht besetzten Teilen Chinas aufs Korn genommen und viele von ihnen so gründlich zerstört, daß bei den außerordentlichen Schwierigkeiten des Nachschubs sobald keine Möglichkeit für eine Intensivierung des Luftkrieges gegen das japanische Mutterland bestehen dürfte. Da aber die Entfernung von Hawai bis zu den japanischen Inseln 6300 Kilometer beträgt und die Entfernung von den Midway-Jnseln, dem nächstgelegenen amerikanischen Stützpunkt, immer noch 4500 Kilometer, der Einflug von Dutch Harbour auf den Aleuten eher noch weiter ist, zudem hier durch die starken Nebel das Flugwetter nur selten günstig ist und die Japaner durch die Besetzung der Inseln Kiska, Attu und Agattu leicht DEHNEN-DI£N5T 9 109 ZOO 300 WO 'm. BRITISCH* INDIEN 'fc Mayu- E Vflu» < WAkuab 3 .^1 W 6'olf MM von . Bengalen Sperre legen können, so bleibt der amerikanischen Luftwaffe kaum eine andere Operationsbasis als das Tschungking-Gebiet, denn Flugzeugträger sind in der USA.-Marine nach den schweren Verlusten in der Südsee überaus rar geworden, eignen sich auch nicht für den Transport zahlreicher schwerer Langstreckenbomber, und von Süden her ist ein über« raschender Luftangriff kaum denkbar, da hier die japanische Luftwaffe am Außenwall des ostastatischen Raumes, der zugleich die Kampflinie gegen Australien bedeutet, aus der Wacht ist, mit welchem Erfolg, das zeigen am besten die außerordentlich hohen Verluste an Flugzeugen, die die Amerikaner in den Luftschlachten über Neu-Guinea und den Salomonen ständig erleiden. Diese für die Amerikaner schwierige Lage erhellt die sowohl für den Einsatz der amerikanischen Luftwaffe wie für eine Fortführung des Kampfes durch Tschungking ausschlaggebende Bedeutung einer Land, Verbindung zwischen Indien und Tfchungking. Durch den Verlust der Burma-Straße ist Tschiangkaischek von seinen Verbündeten praktisch isoliert. Die erfolgreichen japanischen Operationen im mittleren Jangtse-Tal haben im Februar diese riesige Verkehrsader des chinesischen Reiches für Zufuhren Tschiangkaischeks aus den Ostprovinzen abgeschnürt. Die wenig später erfolgte Besetzung der französischen Einflußzone an der Kwang-tschou-Bucht h-at auch dieses letzte Loch, das dem Marschall an der sudchinesischen Küste geblieben war, verstopft. Der Weg durch die Hintertür ist seine letzte Hoffnung. Er führt über ungeheure Entfernungen und durch ein Gelände, das zu den am schwersten zu bewältigenden der Erde gehört, mag man nun den Karawanenweg aus der nordostindischen Grenzprovinz Assam über Tibet wählen, der auf Saumpfaden Pässe von mehr als 5000 Meter Höhe überwinden muß, oder die alte „Seidtnstraße", die von Tschung- king über - Lantschou auf einer Strecke von rund 5000 Kilometer durch die Wüsten Sinkiangs bei Alma Ata die Turkestan-Sibirische Eisenbahn erreicht. Aber bis hierher muß das für Tschungking bestimmte amerikanische Kriegsmaterial den gefahrvollen Weg über den Atlantik und dann über den afrikanischen Kontinent oder um Kapstadt herum zu den Häfen am Persischen Golf und auf der Achse durch Iran und die Sowjetunion zurücklegen. Hier kreuzen sich auch die Interessen Tschiangkaischeks und der Sowjets, die selber dringend Kriegsmaterial benötigen und kaum geneigt sein werden, von dem wenigen, was so tropfenweise den Weg zu ihnen findet, auch noch abzugeben. Zudem scheint ihnen die neuerlich in der Politik Tschiangkaischeks festzustellende Tendenz nicht zu behagen, den Schwerpunkt des Regi- ines immer mehr nach Westen zu verlagern und dabei selbst vor umfangreichen bevölkerungspolitischen und wirtschaftlichen Umsiedelungen nicht zurückzuschrecken, um als Ersatz für die an Nanking verlorenen reichen Ostprovinzen das riesige Sinkiang, das mit 1,6 Millionen Quadratkilometer Fläche, aber nur 4,3 Millionen Einwohnern, einst Chinas größte, wenn auch dünnst bevölkerte Provinz war, wieder fester dem Reich anzugliedern. Sinkiang aber ist unter dem Namen Ost-Turkestan ähnlich wie die nordöstlich gelegene Äeußere Mongolei während der chinesischen Bürgerkriege mehr und mehr unter den Einfluß der Sowjets geraten und diese suchen als Entschädigung für die in Europa verlorenen Gebiete nun hier ihren Einfluß zu befestigen. Es ergeben sich also auch von diesem Gesichtspunkt her gewisse Reibungsflächen zwischen den Bundesgenossen. Es ist also zu begreifen, daß Tschiangkaischek ohne viel Hoffnung auf diese Ausweichmöglichkeiten die Amerikaner mit allen Mitteln moralisch unter Druck zu setzen sucht, um sie zu schnelleren und umfangreicheren Hilfeleistungen zu veranlassen, ohne die er den Krieg nicht fortführen kann. Dabei steht ihm vor allem der in Casablanca ohne ihn von Roosevelt und Churchill beschlossene Kriegsplan im Wege, wonach es gelte, erst mit vereinter Kraft die europäische Achse zu vernichten, um sich dann mit aller Wucht auf Japan zu werfen. Tschiangkaischek steht dies Ziel mit Recht in weiter Ferne und fürchtet wohl, nichts mehr in der Hand zu haben, bis die Reihe an ihn kommen soll. So hat die Frau des Marschalls einen Bittgang nach den USA. machen müssen und auch ihr Bruder, der reiche Bankier Sung, Tschungkings Außenminister, hat in Washington kräftig die Werbetrommel gerührt, um Roosevelts These von der Vordringlichkeit des europäischen Krieges zu erschüttern. Im Weißen Haufe haben sie damit kein Glück gehabt. Aber amerikanische Militärkreise sind nachdenklich geworden und namentlich die Befehlshaber der amerikanischen Streitkräfte im Pazifik, wie der von seiner schwächlichen Verteidigung der Philippinen her unrühmlich bekannte General Mac Arthur, der jetzt in Australien kommandiert, fordern sehr nachdrücklich Entsendung von mehr Flugzeugen und Truppen, und auch die australische Regierung selbst, von England schon im Stich gelassen, fürchtet nun ähnliches von den USA. und richtet daher immer dringlichere Hilferufe nach Washington, denn die Lage an der pazifischen Front ist ja, obwohl die Japaner die Salomonen-Insel Guadalcanar aufgegeben haben und die wsA.- Streitkräfte sich auf Neu-Guinea noch halten tonnten, keineswegs so, daß die Australier nicht nach wie vor jederzeit einen japanischen Generalangriff gegen ihren Kontinent befürchten müßten. Die Japaner haben sich in weitem Bogen herangeschoben und fügen, wie erst wieder die gestrige Meldung des kaiserlichen Hauptquartiers erkennen ließ, dem amerikanischen Nachschub zu den vorgeschobenen Stützpunkten ständig empfindliche Verluste zu. Es liegt auf der Hand, daß unter diesen Umständen von der Eröffnung einer amerikanischen Offensive zur W'iedereroberung der Südsee nicht die Rede sein kann, von der Mac Arthur und mit ihm viele Amerikaner träumen, die in Japan den Hauptfeind der Vereinigten Staaten sehen. Die Verzettelung der Streitkräfte und des noch keineswegs in unbegrenztem Ausmaße vorhandenen Kriegsmaterials auf viele weit ouseinanderliegende Kriegsschauplätze ist auch charakterristisch für die alliierte Kriegführung in Ostasien. Der Generalstabschef der amerikanischen Luftwaffe, General Arnold, war von Casablanca aus mit dem britischen Feldmarschall Dill in Tschungking, um Tschiankai- schek über die ausbleibende Hilfe zu tröffen. Er hat dem Chinesen vorgerechnet, daß eine Luftwaffe, die von Tschungking aus mit nur 400 Bombern und 100 Jägern monatlich 15 Unternehmungen gegen Japan durchführen solle, von allem sonstigen Material, Reparaturwerkstätten und dergleichen abgesehen, allein 75 000 Tonnen Benzin benötige, für deren Transport von Indien aus über den Himalaja 1000 schwere viermotorige Transportflugzeuge zwölf Rundflüge im Monat unternehmen müßten. Arnold erklärte sich zu dieser Leistung außerstande und verwies 015 einzigen Ausweg aus dieser Kalamität auf die Wiedereröffnung der Burma-Straße. Damit ist also wieder das Stichwort gefallen, das tatsächlich A, und O einer praktischen Hilfe für Tschungking kennzeichnet. Die Engländer, an die es ja in erster Linie gerichtet war, hatten diese Bedeutung sehr wohl erkannt und gemeinsam mit Tschiangkaischek eine Offensive vorbereitet, deren Ziel die Wiedereröffnung der Burma-Straße sein sollte. General Wavell, der britische Oberbefehlshaber in Indien, rückte von der indischen Grenze her in Burma ein, während eine starke chinesische Armee von der südchinesischen Provinz Pünnan her noch Westen vorstoßen sollte. Die Chinesen wurden durch einen japanischen Angriff längs der Burma- Straße noch in der Bereitstellung überrascht und zerschlagen. Den Briten ging es 'nicht viel besser. Sie gelangten zwar in das Gebiet nordwestlich der burmesischen Hafenstadt Akyab am Golf von Bengalen, wurden hier jedoch aufgehalten und von japanischen Truppen, die in einem Umgehungsmanö- ver das sich parallel zur Küste in Nord—Süd-Rich- Gegen den britisch-amerikanischen Lustterror. Bedeutsame Arbeitstagung in Essen. Essen, 10. April. (DNB. Funkspruch.) Im Rahmen eines Besuches der durch den britischen Bombenterror besonders heimgesuchten Stadt Essen, berief Reichsminister Dr. Goebbels am Freitag eine Arbeitstagung in die Ruhr-Metropole ein, an der namhafte Vertreter aller an den Fragen des Luftkrieges interessierten Stellen teilnahmen. An den Besprechungen waren u. a. beteiligt: Generalfeldmarschall Milch, Reichsleiter Dr. Ley, die Gauleiter Grohö und Florian, die stellvertretenden Gauleiter Schleßmann und Albert Hoffmann, Reichsjugendführer A x m o n n, Generaloberst D a l u e g e , die Staatssekretäre Backe, Stuckart und Ganzenmüller, Oberbefehlsleiter H i lg enfeld und Oberbürgermeister Liebel (Nürnberg). Die Besprechungen waren getragen von dem Ernst, mit der sich die Führung des Reiches der Aufgabe widmet, alle notwendigen Darbe ugungs- und Hilfsmaßnahmen, den Luftkrieg betreffend, umfassend festzulegen und durchzuführen, und sie waren erfüllt von dem festen Entschluß, alle Mittel und Möglichkeiten einzusetzen, um dem englisch-nordamerikanischen Luftterror wirk«, sam zu begegnen. Nach der Sitzung nahmen Dr. Goebbels und bie anderen Beteiligten Gelegenheit, die Schadens» st eilen in der Stadt zu besichtigen, wobei sie sich von der schnellen und durchgreifenden Hilfe überzeugen konnten, die von allen Stellen namentlich von der Partei, der Essener Bevölkerung zuteil wurde. Notunterkünfte, Gemeinschaftsheime, Großküchen und öffentliche Verpflegungsstellen, gaben ein eindrucksvolles Bild von diesen Hilfsaktionen, zeugten aber auch von der Rücksichtslofig- kett des Verbrechens, das der britische Luftterror an der Bevölkerung Essens begangen hat. Der Minister konnte sich wiederholt und an zahlreichen leuchtenden Beispielen von der mustergültigen Haltung aller Kreise der Bevölkerung überzeugen. Er war besonders beeindruckt von der unerschütterlichen Standhaftigkeit gerade jener Volksgenossen, deren Hab und Gut in besonders schwerer Weise gelitten hatte. Am Nachmittag sprach Dr. Goebbels auf einem Appell der Parteiführerschaft des Gaues Essen. Oer Abwehrkampf in Südtunesien. daß es mitfamt feiner Besatzung und der angehäng- len Pak unversehrt die schützende Bergschlucht erreichte. Sekunden fpäter folgten ihm die beiden Flak' geschutze. Kaum war alles in Deckung, als die hoch- gehend en Sprengladungen ein großes Stück der Sttaße in die Lust jagten und damit ein neues, den Feind aufhaltendes Hindernis schufen. Der W-brmachtberichi. Berlin, 9. April. (DNB.) Im Verlaus der schweren Abwehrkämpfe im südtunesischen Raum drückten die Briten mit überlegenen Kräften von Süden gegen die deutschen und italienischen Stellungen an dem schmalen Gebirgsrücken des westlich Gabes liegenden Dschebel Tebaga, um durch Umfassung das planmäßige Absetzen der Ach- senttuppen auf dem Abschnitt Gabes und El Hamma zu verhindern. Durch Gegenstöße, Minenfelder und Sprengungen hatte der Feind empfindliche Verluste und wurde solange -aufgehalten, bis die Hauptträfte ihre neuen Stellungen besetzt hatten. Zur Sicherung dieser Bewegungen war ein Panzergrenadier-Regiment eingesetzt. Sämtliche Fahrzeuge dieser Nachhuttruppen waren bereits durch die Minengasse über den Paß am Dschebel Tebaga gerollt, und alle Vorbereitungen zur Sprengung der Straße waren getroffen, als dem deutschen Regimentskommandeur, der selbst bis zuletzt am Feind geblieben war, gemeldet wurde, daß draußen im Vorfeld noch ein italienisches Pakgeschütz stunde, dessen Bedienung in dem vorausgegangenen Gefecht abgedrängt worden war. Obwohl Die scharf nachstoßende britische Panzerspitze bereits auf 2 Kilometer an den Paß heran gekommen war und ihn mit Granaten unter Feuer nahm, meldeten sich ein Leutnant und -drei Panzergrenadiere frei» willig, um die Pak zu bergen. Unter dem Feuerschutz zweier links und rechts der Straße in Stellung gegangenen Flakgeschütze preschte ein Kübelwagen mit den ans gesessenen Panzergrenadieren in wilder Fahrt ins Niemandsland vor. Noch bevor der Feind, der das Gelände gut einsehen konnte, begriff, um was es ging, war das Geschütz bereits an das Kraftfahrzeug angehängt. Jetzt erkannten auch die Briten den Zweck des Vorstoßes und schossen aus allen Rohren auf den zurückrasenden Kübelwagen mit der geborgenen Panzerabwehrkanone. Aber auch unsere Flakkanomere legten ihr Sperrfeuer so genau hinter das der Paßstellung zustrebente Fahrzeug, DRV. Ausdem Führerhauptquarlier, S. April. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Von der Ostfront werden nur Kämpfe örtlicher Bedeutung gemeldet. Bei Säuberungsunternehmen am mittleren Donez wurden zwei feindliche Bataillone vernichtet und eine Anzahl Gefangene elngebracht. Schwere Artillerie des Heeres bekämpfte kriegswichtige Ziele in Leningrad mit guter Wirkung. 3o Tunesien geht der Großangriff vielfach überlegener feindlicher Kräfte gegen die deutsch- italienischen Truppen weiter. An der Südfront wichen unsere Verbände unter fortwährend schweren Kämpfen auf neue Linien aus. Umfassungsverfuche wurden in erbitterten Kämpfen abgewiesen. Am Mittel- und Vordabschnitt scheiterten mehrere starke Durchbruchsversuche brilisch-nordamerikanischer Kräfte. Dabei wurden 35 Panzer vernichtet. Der Feind verlor bei Tagesvorsiößen gegen die Küste der besetzten Westgebiete drei Flugzeuge. Britische Bomber warfen in der vergangenen Nacht Spreng- und Brandbomben auf westdeutsches Gebiet. Die Bevölkerung hatte Verluste. Flakartillerie der Luftwaffe und der Kriegsmarine und Nachtjäger schossen 15 feindliche Flugzeuge ab. hing erstreckende Arakan-Gebirge überschritten hatten, hn Rücken angegriffen, eingekreist und vernichtet. Andere britische Kräfte wurden am Ostufer des Mayu-Flusses gepackt und ebenfalls zerschlagen. Damit ist jede Hoffnung Wavells zunichte geworden, noch vor Einbruch der Monfunwinde, die mit ihren ungeheuren Niederschlagsmengen jede Operation in den indischen Dschungeln unmöglich machen, eine Basis zum Vorstoß an die Burma-Straße und zur Rückeroberung Burmas zu gewinnen. Tschungking bleibt blockiert. Die schlechte Ernährungslage in einer Reihe von Provinzen des Tschungking- Gebietes — auch amerikanische Reisende berichten von einer schweren Hungersnot in Honan am mittleren Hoangho und einer Abwanderung von vielen Tausenden — macht Tschiangkaischeks Stellung auch von dieser Seite her schwierig. Die vielen Heber» laufet, die schon nach ganzen Divisionen zählen mit ihren Generalen an der Spitze, deuten ebenso sehr auf die wankende Moral in der Armee des Marschalls hin wie auf die starke Anziehungskraft, die sein Gegenspieler Wangtschingwai und die durch das Bündnis mit Japan eingeleitete Konsolidierung seines Regimes auf die chinesischen Massen auszuüben beginnt. Der frühere britische Botschafter in Tokio, Sir Robert Clive, warnt in der „Fortnightly Review" feine Landsleute eindringlich vor irgendwelchen Illusionen im Kampf gegen Japan. Er schreibt: „Wenn die amerikanischen Militärs erwarten, Japan werde schließlich den Widerstand auf den Salomonen und auf Neuguinea aufgeben und die USA.-Streitkräste könnten dann Hollün- disch-Jndien wiederbekommen, so ist eine derartige Erwartung Phantasie. Auch Indien ist wie Australien und alle Seewege zwischen Australien, dem Empire und den USA., von Japan ständig bedroht, solange wir nicht Burma wiederneh?mn, wozu indessen keinerlei Aussicht besteht. 'Tschungkings Widerstand bildet die einzige Hoffnung als Ausgangsstellung für einen Angriff auf Japan. Aber wie lange Tschungking überhaupt noch einen militärischen Faktor bilden wird, bleibt ungewiß." So stellt sich die Lage auf dem ostafiatischen Kriegsschauplatz einem Briten dar, der aus der persönlichen Kenntnis der Dinge spricht und sich seinen klaren Blick nicht durch die offiziellen Agttations- phrasen trüben läßt. Japan läßt sich aus der Vorhand nicht wieder hinausdrängen, die es in der ersten Runde des pazifischen Krieges sich erobert halt. Dr. Fr. W. Lange. Vom Schicksal verweht Roman von Holla Outkelch 1. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Der Gouverneur ergreift bedächtig ein Glas. Langsam geht er auf Sedgewick zu und fragt, während er ihm den Whisky-Soda hinhalt, mit fast un- merklich spöttigem Unterton: „Alles Malaria, Mr. Sedgewick?" „Dachten Sie vielleicht Kindbettfieber? Natürlich 'Malaria. Mit meinem Rikscha-Boy sind das sieben Mann heute. Wissen Sie, was das für mich bedeutet?" Der alte Herr mit dem feinen Gesicht wiegt bedauernd den Kopf hin und her. „Ja, das ist natürlich unangenehm. Dieses Jahr ist es auch besonders schlimm, so war es noch nie. Wir tun ja, was wir können, aber ..Er zuckt die Achseln. „So? Dann können Sie eben verdammt wenig, und Ihr ganzes Hygiene-Departement ist ein schlechter Witz. Da zieht man uns erst das Geld aus der Tasche, um dieses herrliche Institut zu gründen und dann besteht sein ganzer Erfolg darin, daß die Malaria langsam aber sicher die Insel unbewohnbar macht!" Parker dreht sein Glas zwischen aristrokratisch welken Händen hin und her. Ihm ist dieser Besuch unbequem. Wie schön ruhig war es noch vor einer Viertelstunde in meinem Zimmer mit den gegen Sonnenhitze und Lärm halb heruntergclassenen Jalousien, denkt er und entgegnet förmlich: „Mr. Sedgewick, ich als Gouverneur .. Aber schon fällt ihm dieser schreckliche Sedgewick ins Wort: „Sie als Gouverneur haben dafür zu sorgen, daß ich in Ruhe meine Geschäfte machen kann! Wollen Sie mir gütigst erklären, wie Sie das zu tun gedenken?" ..Einen Augenblick!" Parker hat sich fein Leben- lang ungern zu einem heftigen Wort hinreißen lassen. Er drückt auf die Porzellanklingel seines Schreibtisches. Ein Angestellter des Kolonialamtes erscheint. „Bitte, Exzellenz?" fragt er respektvoll. „Herr Professor Forster soll kommen." Mit diplomatisch liebenswürdigem Lächeln wendet er sich dann wieder zu Mr. Sedgewick. „Sie sehen, ich spiele Ihnen gegenüber absolut mit offenen Karten. Professor Forster, der Leiter des Hygiene-Departements, sollte mir heute Bericht erstatten, er wird das jetzt in Ihrer Gegenwart tun — na, wie bin ich zu Ihnen?" Er hebt sein Glas dem Besucher ’ entgegen und nimmt einen Schluck des kühlenden Getränks. Doch ein echter Geld mann ist durch Liebenswürdigkeit nicht zu bluffen. „Zu mir sind Sie's gar nicht! Mich würden Sie am liebsten rauswerfen, aber der olle Sedgewick ist zufällig der größte Steuerzahler hier und feine Frau die Kusine vom Kolonialminister — deswegen lassen Sie sich von ihm von Zeit zu Zeit die Meinung sagen! Nur deswegen! Stimmt's?" Mit einem Knall setzt er sein Glas auf die Schreibtischplatte. -Hch würde mir nie erlauben, Ihnen zu widersprechen. Mr. Sedgewick!" Der Gouverneur verzieht keine Miene, nur in seinen müden Augen blitzt der Schalk. „Ah, Herr Professor Forster ..." begrüßt er den eintretenben Arzt, „kommen Sie, wir warten schon auf Sie!" Professor Forster, ein mittelgroßer Vierziger von lebhaftem Wesen, verneigt sich. Unter dem Arm trägt er einen Aktendeckel. Der Gouverneur drückt ihm herzlich die Hand. ,cherr Professor, ich habe Mr. Sedgewick gebeten, sich Ihren Bericht mit an- zuhören, damit er über die vom Hygiene-Departe- ment getroffenen Maßnahmen orientiert ist. Wollen Sie bitte beginnen?" "Bitte sehr, Exzellenz! Wir haben in der Woche vom 5. bis 12. des Monats 180 neue Erkrankungen behandelt, darunter neun Weiße. In 17 Fällen wurde die Erkrankung zu spät gemeldet oder war so schwer, daß wir nicht mehr helfen konnten. Die Berichte von der Dschungel-Station besagen, daß die Malaria ebenfalls unter den Dschungelnegern immer neue Opfer fordert." Sedgewick unterbricht ihn in wegwerfendem Ton: „Das interessiert uns nicht, wir wollen wissen .. „Verzeihung, aber gerade das muß uns interessieren", erwidert Forster sehr beftimmt. „Denn die Malaria können wir nur besiegen, wenn wir ihre Quelle verstopfen, und die liegt in der Dschungel. Die Dschungelsümpfe der Insel sind die Brutstätten der Krankheit, von dort treibt der Westwind die Moskitos zur Küste. Und deshalb müssen diese Sümpfe trockengelegt werden, wenn die Malaria ausgerottet werden soll." „Ja, verdammt noch mal, warum tun Sie das nicht?" ereifert sich Sedgewick. Der Professor ist dem Choleriker gewachsen. ,Zch glaube, Sie überschätzen die Arbeitskraft meiner Aerzte doch etwas!" sagte er ironisch. „Unsinn — natürlich können Sie nicht selbst graben! Die Verwaltung muß Ihnen Arbeiter zur Verfügung stellen!" Mit Unbehagen ist der Gouverneur der Unterhaltung gefolgt. „Stop, Mr. Sedgewick — neue Ausgaben kommen überhaupt nicht in Frage. Ich habe die Aufgabe, dafür zu sorgen, daß die Insel Er- trage bringt — nicht, daß sie Zuschüsse braucht", mischt er sich kühl und amtlich ein. „Unö ob wir dabei verrecken, das interessiert Sie nicht, was?" gibt Sedgewick unverblümt feiner Meinung Ausdruck. ,Zch habe meine Anweisungen, Mr. Sedgewick", lenkt der Gouverneur ein. „Außerdem wissen Sie doch ganz genau, unsere Küsten-Eingeborenen würden nie in der Dschungel arbeiten. Dazu haben sie viel zu viel Angst vor ,Je-crois-en-Dieu'!" „Ach was, diesen weggelaufencn Missionsknaben wird man doch noch zur Ratsim bringen können!" murrt Sedgewick." Der Gouverneur spielt mit feiner Ordensschnalle. „Dieser ,weggelaufene Missionsknabe' ist in der Zwischenzeit leider ein ausgewachsener Neger geworden und Häuptling von etwa dreißigtaufend Wilden. Er hat bis jetzt jeden Versuch, mit ihm zu verhandeln, auf eine sehr eindeutige Art beantwortet: mit vergifteten Pfeilen!" ,-Mso mit einem Wort: Wir können uns am besten gleich begraben lassen!" meint Sedgewick sarkastisch und lehnt sich mit einem unwilligen Seufzer in seinen Sessel zurück. Nach einer Pause, in der nur das feine Surren ber Ventilatoren, die die Lust bewegen, zu hören ist, sagt der Gouverneur mit einer Handbewegung Ast dem Kapttalgewalttgen Puntamarras: „Wollen wir vorher nicht Professor Forster fragen, ob er vielleicht noch einen anderen, weniger kostspieligen graten?® al5 ^ich ganze Dschungel umzu- „Nein. Exzellenz, es gibt keine andere Lösung, und mehr leisten, als wir geleistet haben, können wir nicht!" antwortet der Arzt ernst. „Allzuviel ist das nicht, Herr Professor!" Die Stimme des Gouverneurs ist plötzlich eiskalt geworden. Er sieht nichts weiter als feinen Etat, der keine Summe für die Trockenlegung der Sümpfe vorfieht. „Wir haben getan, was in unserer Kraft stand, Exzellenz. Es ist mir sogar gelungen, Dr. Dos Pas- fos für uns zu gewinnen. Das ist der berühmte Malaria-Spezialist, der in Venezuela so große Erfolge mit dem neuen deutschen Anti-Malaria-Mittel hatte. Aber eins ist sicher, Exzellenz: Mr Aerzte können immer nur den bereits Erkrankten helfen. Wir können nicht dafür garantieren, daß sie am nächsten Tag nichr wieder neu infiziert werden!" "So? Sagen Sie mal, Herr Professor, was glauben Sie, ob vielleicht jemand anders auf Ihrem Posten mehr Erfolg hätte?" Wortsetzlmg ßokM Oer italienische Wehrmachtben'cht. Rom, 9.April. (DNB.) Der italienische Wehr- Machtbericht vom Freitag gibt bekannt: Der von starken Luftwaffenverbänden unterstützte feindliche Angriff ging an der ganzen Tunesienfront und besonders im Südabschmtt heftig weiter. Entsprechend den erhaltenen Befehlen gehen die Achsentruppen auf neue Aufmarschstellungen zurück. Italienische und deutsche Abteilungen, die von feindlichen Truppen isoliert und überholt worden waren, kämpften hartnäckig in den ihnen anvertr^uten Stützpunkten und brachten dem Gegner schwere Verluste bei. Kleine politische Nachrichten. Der OKW.-Bericht meldete am Freitag, daß die britischen Mordbrenner bei ihrem Terrorangriff in der Nacht zum Freitag auf westdeutsches Gebiet 15 Flugzeuge verloren. Das britische Luftfahrt- Ministerium gibt, wie Reuter mildet, zu, daß 2 1 britische Bomber nicht zürückkehrten. Der Führer hat dem kroatischen Staatsführer Dr. Ante Paoelic zum kroatischen Nationalfeiertag am 10. April mit einem in herzlichen Worten gehaltenen Telegramm seineGlückwünsche übermittelt. Ministerpräsident Laval ist am Freitagvormittag in Paris eingetroffen. Auf dem Programm seiner Verhandlungen steht vor allem eine Unterredung mit dem Beauftragten für die Arbeitsfragen, Gauleiter S a u ck e l. » Die französische Regierung hat die chinesische Nationalregierung davon in Kenntnis gesetzt, daß sie ihre Derwaltungsrechte in der internationalen Konzession von Amoy aufgibt. * Die afghanische Regierung hat längs der afghanisch-iranischen Grenze, vor allem in der ©egenb von Herat, stärkere Truppenverbände zur Sicherung der afghanischen Grenzprovinzen eingesetzt im Hinblick auf die Gefahr, daß die in Ostiran herrschenden Bandenkämpfe auf afghanisches Gebiet hinüber- drmgen. * Der Führer hat dem Professor Dr. Wilhelm Paulcke in Niederau am Ammersee aus Anlaß der Vollendung seines 70. Lebensjahres in Würdigung seiner Verdienste um die Erforschung des Schilaufes und die wissenschaftliche Schnee- und Lawinenforschung die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. Arbeitstagung des privaten Waldbesitzes. Auf einer Arbeitstagung der ehrenamtlichen Forst- abtetlungsleiter des Reichsnährstandes gab Generalforstmeister Staatssekretär Alpers Maßnahmen der gemeinschaftlichen Holzaufbringung für die kommenden Monate bekannt. Die waldbautechnischen Erfordernisse müssen bei der längeren Dauer des Krieges wieder bei der Durchführung unserer Holznut- zung Berücksichtigung finden, wenn nicht nichtwiedergutzumachende Schäden eintreten sollen. Im Be-i- sMrevier Königswald bei Potsdam wurden technische Einzelheiten am Objekt demonstriert, die für die künftigen waldbaulichen Maßnahmen in allen Teilen des Reiches anregend sein werden. ZnVichyvor demKriegseintritt derllGA. Ehemalige französische Minister Vertrauensleute -es IlEA.-BotschasterS. Paris, S. April. (Europapreß.) Sensattonelle Enthüllungen über den unterirdischen Einfluß der USA.-Diplomatie in Vichy, der noch bis zum vergangenen Jahr, besonders aber während des Prozesses von Riom geltend war, machte der „Motin". Das Blatt erklärt, daß ständig USA.-Emissäre in enger Verbindung mit Daladier, Lson Blum, Paul Reynaud und Mandel standen. Beispielsweise habe die Sekretärin von Paul Reynaud jede Woche aus der Hand des „United-Preß"-Vertreters in Vichy, Heinzen, Kopien wichtigster Dokumente erhalten, die an die USA.-Botschaft gelangt waren. Dazu gehörten zur Zeit Admiral Darlans die Protokolle der Regierungsberatungen, Niederschriften über Besprechungen der US2l.°Diplomaten mit ftanzösischen Ministern und Parlamentariern. Auch der damalige Justizminister Barthele-my, der ehemalige Außenminister Paul Boudouin, Kammerpräsident Herriot sowie zahlreiche sonstige führende Politiker gehörten zu den Vertrauensleuten der Nordamerikaner. Während des Prozesses von Riom informierten die MtgliÄrer des Gerichtes, die über die Kriegsverantwortlichen zu urteilen hatten, Heinze« in einem für die Angeschuldigten äußerst günstigen Sinne. Der damalige USA.-Botschafter, Ad- mirai Leahy, hat mehrfach vor Verhandlungen mit der französischen Regierung Mandel und Reynaud um ihre Ansicht befragt. Die Zeitungen des damaligen nichtbesetzten Gebietes haben durch Leahy und Heinzen erhebliche Subventionen für die Veröffentlichung von Berichten erhalten, welche die Kriegslage für die Sowjets günstig darstellten. Admiral Leahy habe noch wenige Tage vor seiner Abreffe aus Vichy die Bildung einer französischen Regierung Reynaud-Daladier-Mandel angekündigt. Ein wichtiaer Verbindungsmann bei allen diesen Umtrieben sei Rsn6 Mayer gewesen, der vor zehn Taaen von General Giraud in Nordafrika auf einen wichtigen Posten berufen wurde. Diese Ernennung soll im Sinne der USA. und gewisser französischer Finanzmänner die Bildung einer ftanzösischen Emi- arantenregierung vorbereiten, wie sie schon Admiral Leahy vorgeschwebt hatte. Mayer, ein Vertreter der jüdischen Hochfinanz und Neffe der Pariser Rothschilds, hat seinerzeit mit Hilfe Mandels versucht, Französisch-Jndochina an die Engländer auszuliefern. i* darstellerische Geschlossenheit hn Bereiche deu Films zu immer größerer Reife zu bringen. Bühnen- und Filmarbeit sollen hier äußerlich und innerlich aufeinander abgestimmt werden, ohne die Gesetzmäßigkeiten des einen auf das andere über» tragen zu wollen. M. G. Kunst und Wissenschaft. „Moderne Alchimisten". Prof. Dr. Otto Hahn, der Direktor des Kaiser» Wilhelm-Instituts für Chemie, berichtete im Rundfunk über neuartige Anwendungsmöglichkeiten der künstlichen Radioaktivität. Es ist gelungen, die verschiedenartigsten chemischen Elemente künstlich radioaktiv zu machen uno sie in den Dienst der Technik und der Medizin zu stellen. Die Chemie verwendet diese künstlich strahlenden Stoffe für den Nachweis seltener und schwer zu trennender Ele- mente. In der Technik werden sie für die Prüfung von Filtergeweben und anderen Werkstoffen gebraucht. Biologie und Heilkunde benutzen die künstliche Radioaktivität, um das Verhalten von Medikamenten im Körper zu prüfen. So konnte Professor Hahn mitteilen, daß es einem feiner Mitarbeiter gelungen ist, den Kreislauf des Phosphors bei der Knochenbildung genau zu verfolgen. Aus aller Wett. Zwischen Film und Theater. Ein Gespräch mit Heinrich George. Die nackte, kahle Zelle eines Untersuchungsgefängnisses. Durch die vergitterten Scheiben werfen ein paar Sonnenstrahlen ihren hellen Schein auf die grau getünchten Wände. Die mühsam unterdrückte Nervosität des still am Fenster stehenden Untersuchungshäftlings tut sich nur in der unruhvollen Handbeweaung kund, mit der er leicht klopfend das Fenstergestms bearbeitet. Ein plötzliches Schließen an der Tür. Der Strafverteidiger, Justizrat Jordan, betritt die Zelle. Auf dem Gesicht liegt der Ernst eines Menschen, den die Verantwortung sich und anderen gegenüber zu gelegentlicher Harte zwingt, aber auch Güte und Liebe und Vertrauen zu dem Gefühl, das sein Herz erfüllt Die nun kommende Unterhaltung zwischen dem Justizrat und dem Untersuchungsgefangenen greift mitten hinein in dest weiten Fragenkreis des Tobis-Films „Plädoyer", der rm Rahmen der neuen Herstellungsgruppe von Heinrich George entsteht, sie umfaßt über ebenso die ganze Spannung des menschlichen Gewissenskonfliktes, den Heinrich George in der Hauptrolle des Justizrats Jordan mit seiner großen Gestaltungskraft erfüllt. Aus den allerersten, leisesten Anfängen heraus sehen wir diese Szene, die einen der Kernpunkte der Mmhandlung darstellt, enfftehen. Langsam, sich immer mehr steigernd, ganz vom schauspielerischen Gefühl gelenkt, wächst Heinrich George in die Aufgabe hinein, bis man, nach vielen Wiederholungen unermüdlich gestaltender Arbeit, nicht mehr weiß, ist es George, der dem Wesen des Justizrats Jordan die Leuchtkraft verleiht, oder ist es die Gestalt des Juftizrates, die den Schauspieler George verwan- gelt? Eines aber spüren wir wieder einmal ganz klar: auf der Bühne wie vor der Kamera fft nicht nur der sich auf seine eigene Rolle begrenzende Schauspieler Heinrich George entscheidend. Mit der ganzen Kraft seiner Persönlichkeit geht er dem künstlerischen Gesamtwert schöpferisch voran, indem sein gestalterischer Wille über das Maß seiner Aufgabe hinauswäckst. Diese intuitiven schöpferischen Kräfte werden Heinrich George auch bei der Arbeit in seiner neuen Herstellungsgruppe leiten. Aehnlich, wie der Schauspieler aus dem Gefühl und der Situation heraus eine Szene erwachsen ließ, wird der künstlerische Oberleiter der Herstellungsgruppe seine Filmplanung aus der Beweglichkeit und den Forderungen der Zeit, in der wir leben, hellhörig aufgreifen. Darüber hinaus wird George als Intendant des Schillertheaters der Reichshaupfftadt und als Leiter der neuen Herstellungsgruppe es in praktischer Arbeit unternehmen, die vielfachen Wechselwirkung gen zwischen Film und Theater, unter denen er selbst steht, nutzbar zu machen, ohne daß gegenteilige künstlerische Ueberschneidungen entstehen. Denn wenn auch zwischen den Ausdrucksmitteln Film und Theater wesentliche Unterschiede nicht geleugnet werden können, wenn auch ihre Ziele zum Teil völlig verschieden sind, so haben sie doch eins gemeinsam: den schauspielerffch tätigen Menschen. In dieser Wesensart am allerstärksten selbst verwurzelt, wird Heinrich George das im Laufe der Jahre organisch gewachsene, aufeinander ab gestimmte Ensemble des Schillertheaters auch an den Film heranführen. Daraus ergeben sich nicht nur für die einzelnen schauspielerischen Kräfte neue Entwicklungsmöglichkeiten, sondern George hofft, auch Bittere Strafe. Die schwedischen Behörden haben sich entschlossen im Kampf gegen rückständige Steuerzahler ein neues Geschütz einzufetzen, das seine Wirkung kaum Den fehlen dürfte. Den unpünktlichen Zahlenr soll nämlich ihre Zuteilung an Branntwein, Punsch oder Aquavit gekürzt oder ganz entzogen werden. Man ist sich in Schweden über die unfehlbare Wirkung dieser Verordnung im gewünschten Sinne durchaus im klaren; ungewiß bleibt allerdings, ob der so schmerzhaft zur'Abgeltung seiner Schulden gezwungene Bürger nach erfolgter Gewissensbereinigung und Wiedereinsetzung in den „Genuß" seiner feucht- ftöhlich-staatsbürgerlichen Rechte noch über genügend Kleingeld verfügt, um die ihm dann wieder zustehende Älkoholmenge zu erstehen. Die üahensamilie im Souffleurkasten. Während auf der Bühne einer Stdat Nordjütlands ein ernsthaftes Schauspiel vor dem gefesselten Publikum abrollte, ereignete sich ein nicht vorgesehener Zwischenfall, der beinahe die ganze Aufführung „geschmissen" hätte. Die Theaterkatze hatte sich, als die ganze Aufmerksamkeit des Souffleurs dem Spiel auf der Bühne galt, in feine Behausung geschlichen und dort ein molliges Plätzchen gefunden. Mitten im zweiten Akt enthüllte sich dem ahnungslosen Vorsager der Grund dieses ungewöhnlichen Besuches, als mit kläglichem Geschrei nacheinander vier kleine Kätzchen ihren Eintritt in das Dasein verkündeten. Der Souffleur war nahe daran, „aus der Rolle" zu fallen, und nur die Geistesgegenwart der Schauspieler rettete die Aufführung. Hauptfchriflletter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschein. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckeret R. Lange K.G. BerlagSleiter: Dr.-Jng. Erich Hamann, z. Z. Wehrmacht. Anzeigenleiter: Hans Beck. — Anzeigenpreisltste Nr. 6. Wir haben ans verlobt 1137 D/ Ihre Verlobung geben bekannt Maria Funke 02355/ Wir haben uns verlobt Lilo Götz |Vermietungen! | Mietgesuche | Wolfgang Grab Karlsruhe Gießen Ihre Vermählung geben bekannt Rudolf Gräf, Uffz. Anna Gräf, geb. Schwindt (ohne (ohne (ohne 8 5. Diese Anordnung tritt eine Woche nach Veröffentlichung 'n Kraft. 1 (einen) Toppelabschnitt 1 (einen) Doppelabschnttt 2 (zwei) Doppelabschnitte 1 (einen) Doppelabschnttt Deggingen (Württemberg) Gießen Steinstrabe 56 5 Zigaretten (Strangzigaretten), 1 Zigarrp, im Kleinverkaufspreis Kriegszuschlag) über 12 Rpf., 3 Zigarren, im Kleinverkaufspreis Kriegszuschlag) von 7—12 Rpf., 2 Zigarren, im Kleinverkaufspreis Kriegszuschlag) bi- 6 Rpf., Leni Brunner Karl-Heinz Schmidt stud. Ing., Uffz. In etn. Art.-RegL rnehv Svende a« der Katue durch B cvm übler-Buch er l Wir danken herzlichst für die erwiesenen Aufmerksamkeiten und Glückwünsche anläßlich unserer goldenen Hochzeit Wilhelm PlelHer VI. und Fran Großen-Buseck, 9. April 1943 s 1179 D/ Berlin, den 99. März 1943. Ter Letter: gez. Fischen 8 (acht) Doppelabschnitte 50 g Rauchtab al (Fein- oder Krüllschnitt, 1 (einen) Doppelabschnitt 10 g Kautabal, 1 (einen) Doppelabschnitt 10 g Schirupftabal. 1148D Wie bisher sind die BerlaufSmengeu einheitlich für die Abschnitte der M- und ^-Karten. I Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen — Wirtschaftsamt. Für die Glückwünsche und erwiesene Aufmerksamkeiten anläßlich meines SOjähr. Berufsjubiläums spreche ich hiermit meinen herzlichsten Dank aus. Hermann Adam Gießen, den 8. April 1943 Löberstrabe 19 Franz Olschewski Feldwebel Bekanntmachung. Betr.: Abgabe von Tabakwaren. Mt Wirkung vom 10. April 1943 werden für die Abgabe von Tabakwaren auf Abschnitte der Raucherkontrollkarten die nachfolgend genannten Festmengen festgesetzt: Es entfallen auf: Saal 200 qm, f. kriegswichtige Zwecke zu vermieten, 10 km von Gießen, Nähe Bahnhof. Schr. Ang. unt. 02347 tu b. (Ml. Statt Karten! Ihre Vermählung beehren sich anzuzeigen Ob.-Jäger Otto Wagner Cläre Wagner, geb. Wendel den 10. April 1943 _________________02336/ Anordnung der Reichsstelle für Elektrizttiits wirtschaft (Reichslast. Verteiler) über die Eiuschrüukmlg des Lichtstromverbrauches in den Büros und Verwaltungen der gewerbliche» Wirtschaft. Auf Grund des 8 3 der Verordnung zur Sicherstellung der Elektrizi- tätsversorgung vom 3.9.1989 (RGBl. 1S3, S. 1607) wird im Einvernehmen mit dem Sonderbeauftragten für die Energieeinsparung beim Generalbevollmächttgten für Rüstungsaufgaben im BierfahreSplan für die Büros und Verwaltungen der gewerblichen Wirtschaft folgendes angeordnet: 8 L Der Lichtstromverbrauch ist um 30% gegenüber dem Verbrauch in der entsprechender! Ableseperiode in der Zeit vom 1.10.1941 bis 30.9.1942 herabzusetzen. § 2. Die Ueberwachung der Durchführung dieser Anordnung erfolgt durch die Beauftragten für die Energieeinsparung im Bereich der Retchsgruppen Industrie, Handwerk, Handel, Banken und Versicherungen und durch die Bezirksbeauftragten für die Energieeinsparung. 8 3. Die Landeswirtschaftsämter sind ermächtigt, auf Antrag des Sonderbeauftragten für die Energieeinsparung oder dessen Beaufttagten Verstoße gegen die vorstehenden Bestimmungen nach den Vorschriften der Verbrauchsregelungssttafverordnung vom 6.4. 40 in der Fassung vom 6.11.1941 (RGBl. I, S. 784) zu verfolgen. 8 4. Diese Anordnung tritt eine Woche nach Veröffentlichung in Kraft. Berkin, den 29.März 1943. Der Leiter: gez. Fischer. Wiesbaden, den 3.4.1943. Der Regierungspräsident — Landeswirtschaftsamt Rhein-Main. I. A.: gez. vr.Will. J.A.: gez. vr. Schneider. Md Ausstellungsräume folgendes angeordnet: 8 1. Der Lichtsttomverbrauch ist in allen Verkaufs- und Ausstellungsräumen, die mit mehr als einer Glühlampe beleuchtet werden, mindestens um 30% gegenüber dem Verbrauch in der entsprechenden Meseperiode in der Zeit vom 1.10.1941 bis 30.9.1942 herabzusetzen. § 2. In allen Verkaufs- und Ausstellungsräumen darf oie Gluh- lampenleislung, ohne Rücksicht auf die Lampenzahl, höchstens 5 Watt ie Quadratmeter beleuchteter Bodenfläche Betragen, d. h., in einem Raum mit einer Bodenfläche von z. B. 60 qm dürfen in Zukunft nur insgesamt 300 Watt für Beleuchtung aufgewandt werden. Die Herabsetzung des Sttomverbrauches soll möglichst nicht durch Verwendung neu zu beschaffender kleinerer Glühlampeneinheiten hewe'.- geführt werden, sondern durch Verringerung der Zahl der Brennstellen. In den Räumen, die durch Tageslicht genügend aufgehellt werden tönuen, ist die Benutzung der elektrischen Beleuchtung am ^age unter,ag . In ungünsttg gelagerten Ausnahmefällen, z. B. bei voll indirekter Beleuchtung, ist eine Erhöhung des Wertes auf 7 Watt ie Quadratmeter beleuchteter Bodenftäche zulässig. . , 8 3. Die Ueberwacbung der Durchführung dieser Anordnung nfolgt durch die Beaufttagten für die Energieeinsparung im Bereich der > Reichsgruppen: Industrie, Handwerk nnb Handel, und durch die Bezirks- beaufttagten für die Energieeinsparung. t c 8 4. Die Landeswirtschaftsämter sind ermächttgt, auf 'Anttug des Sonderbeaufttagten für die Energieeinsparung oder dessen Beaufttagten Verstöße gegen die vorstehenden Besttmmungen nach den Vorschriften der Berbrauchsregelungssttafverordnung vom 6. 4.1940 in der Fassung vom 28.11.41 (RGBl. I, S. 734) zu verfolgen. ... _____ . Vekanvtmachung. Die nachstehenden Anordnungen der Reichsstelle für die Elektrizttätt- Wirtschaft (Reichslastverteiler) gebe ich hiermit bekannt: Snorduuug der ReichssteNe für die Elektrizitätswirtschaft (ReichSlast. verteller) über die Einschränkung des Lichtstromderbrauches in den ■ Räumen der der ReichSgruppe Fremdenverkehr augeschlossenen Betriebe (Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe, Gemeiuschaftsver- Pfleger und private Badebetriebe), sowie in den Räumen geschlossener Gesellschaften, Klubs. Kasinos usw. Auf Grund des 8 3 der Verordnung für Sicherstellung der Elektrizitätsversorgung vom 3.9.1939 (RGBl. 163, S. 1607) wird im (rin- vernehmen mit dem Sonderbeauftragten für die Energieeinsparung beim Generalbevollmächttgten für Rüstungsaufgaben im Vierjahresplan für die genannten Betriebe folgendes angeordnet: 8 1. Der Lichtstromverbrauch ist um mindestens 30% gegenüber dem Verbrauch in der enftprechenden Ableseperiode in der Zeit vom 1. Oktober 1941 bis 30. September 1942 herabzusehen. z 2. In allen Räumen, die dem allgemeinen Publikumsverkehr zugänglich sind, in den Räumen von geschlossenen Gesellschaften, Klubs, Kasinos usw., darf die Glühlampenletstung höchstens 5 Watt je Quadratmeter beleuchteter Bodenfläche bettagen, d. h., in einem Raum mit einer Bodenfläche von z. B. 60 qm dürfen in Zukunft nur insgesamt 300 Watt für die Beleuchtung aufgewandt werden. Die Herabsetzung des Sttomverbrauches soll möglichst nicht durch Verwendung neu zu beschaffender kleinerer Glühlampeneinheiten herbeigeführt werden, sondern durch Verringerung der Zahl der Brennftellen. In den Räitmen, die durch Tageslicht genügend aufgehellt werden kbnnen, ist die Benutzung der elektrischen Beleuchtung am Tage untersagt. In ungünsttg gelagerten Ausnahmefällen, z. B. bei voll indirekter Beleuchtung, in besonders hohen, über mehrere Stockwerke sich erstreckenden Räumen ist eine Erhöhung des obigen Wertes bis auf 7 Watt je Quadratmeter beleuchteter Bodenfläche zulässig. 8 3. Die Ueberwachung der Durchführung dieser Anordnung erfolgt durch den Beaufttagten für die Energieeinsparung im Bereich der Reichsgruppe Fremdenverkehr und durch die Bezrrksbeauftragten für die Energieeinsparung. 8 4. Die Landeswirtschaftsämter sind ermächttgt, auf Anttag deS Sonderbeaufttagten für die Energieeinspartlng oder dessen Beaufttagten Berstöhe gegen die vorstehenden Bestimmungen nach den Vorschriften der BerbrauchsregelungSsttafverordnung vom 6.4.1940 in der Fassung vom 28.11.41 (RGBl. I, S. 734) zu verfolgen. § 5. Diese Anordnung tritt eine Woche nach VeröffenUtchung m Kraft. Berlin, den 29. März 1943. Ter Leiter: gez. Fischer. Anordnung der Reichsstelle für die Elektrizitätswirtschaft (Reichslast- verteller) über die Einschränkung des LichtsttomverbraucheS in Verkaufs- und Ausstellungsräumen. Aus Grund des § 3 zur Sicherstellung der Elekttizitätsversorgung vom 3.9. 1939 (RGBl. 163, S. 1607) wird im Einvernehmen mit dem Sonderbeaufttagten für die Energieeinsparung beim Generalbevoll- mächttgten für Rüstungsaufgaben im Vierjahresplan für alle Verkaufs- Eh evaar sucht 4-ZinnneFwohnDDg möglichst mit Heizung: Schriffl. Angeb. unter 12D an den Gieß. Anz. Groß-Zimmern Gießen Dieburger Straße Alter Steinbacher Weg 23 im April 1948 Gießen Lyck, z. Z. Gießen 10. April 1943 _______________________02367/ 10. April 1943 __________________02305/ vffizierlaufbahneu der Wehrmacht einschl. der Waffen-^. Bewerber des Geburisjahrganges 1926 für die aktiven Offinerlaufbahnen aller Wehrmachtteile einschl. Waffen-^ — für die Kriegsmarine und Waffen-ff auch der Reserve-Offizier-Laufbahnen — müssen ihr Gesuch bald, möglichst bis 30. Juni 1943 , „ einreichen, damit der Ablauf der Schulbildung oder Lehre und die Ableistung der Arbeitsdienstpflicht planvoll geregelt werden können. Auch Angehörige des Geburtsjahrganges 1927 können sich bereits letzt bewerben. Bewerbungen sind -u richten a) für das Heer: an die dem Wohnort des Bewerbers nächstgelegene „Annahmestelle für Offizierbewerber des neeres" oder an das zuständige Wehrbezirkskommando; b) für die Kriegsmarine: an das für den Wohnort des Bewerbers zuständige Wehrbezirkstom- mando; c) für die Luftwaffe: an die dem Wohnort des Bewerbers zuständige „Annahmestelle für Offizierbewerber der Luftwaffe" ? d) für die Waffen-ff: an die für den jeweiligen Wehrkreis zuständige ff-Ergänzungsstelle sowie an alle Dienststellen der allgemeinen ff und Polizei. Oberkommando der Wehrmacht, l 1175V Aelt. Ehev., das i.Gietzeno.Umg. sein. Lebensaüo. verbring.möchte, sucht 3-5-Zimm.- Wohn., a. Teilwohn., in gutem Hause u. schöner Wohnl. Näh. bei H. Hovve, 02306 Gießen, Horst-Wesfel- Wall 56 I I. 4-Zimm.-Wohn. mit Küche, Bad u. Mans., oder 5 Zimm, ohne Mansarde, nach Möglichkeit mit Heiz., evtl, auch 2 möbl. 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Darum: Kleinanzeigen in die Heft matzeitung, bett BliSMirAuitiK Am 15. März 1943 fand bei den schwe- KM ren Kämpfen um Charkow unser lieber, guter, hoffnungsvoller, einziger Sohn, mein lieber Bruder, unser guter Neffe u. Vetter ^-Untersturmführer Wolfgang Parlow Inh. des E. K. 2, des Inf.-Sturmabz., der Ostmedaille und des ungarischen Honved-Ordens im blühenden Alter von 21 Jahren an der Spitze seines Zuges den Heldentod für sein geliebtes Vaterland. Auf dem Heldenfriedhof in Charkow haben ihn seine Kameraden zur letzten Ruhe gebettet. In tiefer Trauer im Namen aller Angehörigen: Familie Reinhold Parlow, Lollar 02331 Mit den Angehörigen trauern auch wir um unseren treuen Arbeitskameraden. BetriebsfUhrung und Gefolgschaft der Firma Bänninger 6. m. b. H., Fittingsfabrik, Gießen. 1169 n In treuer soldatischer Pflichterfüllung voll- tegEdl endete im Kampfe für Deutschlands Größe und Freiheit unser lieber, unvergeßlicher, jüngster Sohn, Bruder und Enkel Pg. Walter Heinrich Klös Gefreiter in einem Grenadier-Regiment am 9.3.1943, am Tage vor seinem 20. Geburtstage, südlich von Charkow, sein junges Leben. Er starb im Glauben an den Sieg. In tiefer Trauer: Karl Klös und Frau Berta, geb. Bocher Oberschutze Erich Klös, z.Z. im Felde Karl Klös, Erna Klös Elise Bocher, Wwe. Rödgen, Stettin und Inheiden, den 8. April 1943. Die Gedenkfeier findet am 1. Osterfeiertage, 15.30 Uhr, in der Kirche zu Rödgen statt. TjST Tieferschüttert erhielten wir unverhofft die [SS™ tief traurige Nachricht, daß unser lieber, her- zensguter,unvergeßlicher Sohn .unser lebensfroher, einziger Bruder und Schwager, unser lieber Pate, Enkel, Onkel und Cousin Erich Pitz Gefreiter in einer Heeres-Fla-Abteilung, Inhaber des Kriegsverdienstkreuzes 2. Klasse mit Schwertern und der Ostmedaille am 15. März 1943 bei den schweren Abwehrkämpfen am Ilmensee, im Alter von 21 Va Jahren, für Führer und Vaterland den Heldentod gestorben ist. Seine letzte Ruhestätte fand er auf einem Heldenfriedhof im Osten. Wer ihn gekannt, weiß, was wir verloren. In tiefem Schmerz: Wilhelm Pitz und Frau Anna, geb. Stumpf Ernst Becker, z. Z. im Felde, und Frau Anna, geb. Pitz Wilhelm Stumpf, Feldwebel der Luftwaffe, und Frau Frieda, geb. Pitz Marie Kathrine Pitz.u. alle Angehörigen. Garbenteich, Pocking und im Felde, 9. April 1943. Die Gedächtnisfeier findet am Sonntag, 18. April, 14.15 Uhr, in der Kirche zu Garbenteich statt. Mit den Angehörigen trauern um ihren lieben Mitarbeiter Betriebstührer u. Gefolgschaft der Firma Heyligen- staedt & Comp., Werkzeugmaschinenfabrik, G.m.b.H., Gießen. ____ 02332 Am 7. April starb nach kurzer Krankheit, nach einem arbeitsreichen Leben unser lieber Onkel und Schwager Karl Förster, Uhrmacher im Alter von 74 Jahren. Die Hinterbliebenen: Hermann Sommeriad und Fran Hanni, neb. Förster Fran Helene Förster Wwe. n. Angehörige Gießen, Mäusburg 5. Die Beerdigung findet Montag, den 12. April, 14 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. - _____________02327 Hart und schwer traf uns die unfaß- bare Nachricht, daß unser jüngster, hoffnungsvoller, herzensguter Sohn, unser sonniger Bruder, unser lieber tapferer Schwager, Pate, Neffe und Cousin Rottenführer im SA.-Sturm 13/116 Karl Schäfer Uffz.in einem Gren.-Regt., Träger des E.K.2, des Inf.-Sturmabzeichensundder Ostmedaille im blühenden Alter von 23 Jahren kurz nach seinem Urlaub bei Orel den Heldentod fand. Er wird uns unvergessen sein. In tiefer Trauer: Gg. Schäfer 6. und Frau Marie, geb. Schmitt; Otto Schäfer, z.Z im Felde,und Frau Marie,geb.Schäfer und Kinder; Hch.Horn und Frau Marie, geb.Schäfer und Kinder; Friedrich Petry und Frau Anna, geb. Schäfer und Kinder; und alle Angehörigen. Watzenborn-Steinberg, im Felde, 10. April 48. Die Trauerfeier findet am 23. April 1943 (Karfreitag), nachmittags um 2 Uhr statt. Mit den Angehörigen trauern auch wir um unseren treuen Arbeitskameraden. Betriebsführung und Gefolgschaft der Firma Bänninger G.m.b.H., Fittingsfabrik,Gießen. 1164D Hart und schwer traf uns die unfaßbare «Mj Nachricht,daß mein innigstgeliebt.,guter, 1unvergeßlicher Mann, unser stets hilfsbereiter, lieber Schwiegersohn, unser herzensguter Bruder, Schwager, Onkel und Pate Wilhelm Hedderich Gefreiter in einem Artillerie-Regiment im fast vollendeten 33. Lebensjahre bei den schweren Kämpfen imOsten den Heldentod fand. Nun ruht er fern der Heimat, von seinen Lieben unvergessen. T , o , b In unsagbarem Schmerz: Anna Hedderich, geb. Rinker; Familie Karl Rinker; Familie Konrad Stumpf; Familie Heinr. Bachmann; Luise Hedderich; Emma Schuh, geb. Hedderich; Familie Wilhelm Sommer; Familie Karl Repp; Kart Rinker, z. Z. im Felde, und Frau; Wilh. Rinker,z. Z. bei der Wehrmacht, u. Familie; nebst all. Anverwandten. Lang- Göns, Hausen, Gießen, den 8. April 1943. Die Gedächtnisfeier findet am Sonntag, dem 18. April, nachm. 3 Uhr, in Lang-Göns statt. Mit den Angehörigen trauern auch wir um unseren stets treuen Arbeitskameraden. BetriebsfUhrung und Gefolgschaft der Firma Georg Philipp Gail A.-G., Zigarrenfabriken, Gießen. 02311 Heute nacht verschied plötzlich und unerwartet mein lieber, guter Mann, unser lieber Vater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Heinrich Benner II. im Alter von 76 Jahren. In tiefer Trauer: Elisabeth Benner, verw. Schneider, geb. Eisenhut Karl Schneider und Frau Wilhelm Klein und Frau Klara, geb. Schneider nebst 4 Enkeln und allen Anverwandten. Gießen (Krofdorfer Straße 9), Gießen-Wieseck, Großen-Linden, den 9. April 1943. Die Trauerfeier findet Montag, 12. April, 14.45 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofs statt. ______________________________11780 Aufs tiefste betrauert von ihren Kindern und Enkeln, den Verwandten und Freunden und ihrer getreuen Pflegerin Maria ging unsere liebe Mutter Frau Anna Haubach heute heim. In aller Namen: Therese Thurn, geb. Haubach. Gießen (Moltkestr.22), Sigmaringen, Erfurt und im Osten, den 7. April 1943. Auf Wunsch der lieben Entschlafenen fand die Trauerfeier im engsten Kreise statt. 1171 D Maler- und WeiS- binder-Leirling gesucht. [02354 Genehmigung vom Arbeitsamt liegt vor. Julis. Schontet Gießen, Erednerstr. 14. SchFcinerlehriing stellt mit Genehmigung des Arbeitsamtes ein Aua. Eidmann, Scyreinermeist., 02366 Gießen, Ederstraße 4. MmM oder Fräulein, für Haushalt,wo Hausfr. erkrankt ist, für sofort gesucht. - Schriftl. Sing. mit. 1136 D an o. Gieß. Ans. Zuverlässige VMsroil monatlich für 2 bis 3 Tage gesucht. [nsiD Frau Maternus, Klinititraße 22. Ordentliches, tüchtiges Mädchen f. Küche it. Haus z. bald. Eintritt gesucht. [02294 HeiurichHettler, Kondit. u. erstes Wiener Cafs. Zuverlässige Putzfrau wöchentl. Imal, 2-3 Stunde«, zu einzelner Dame gesucht. [02363 Schulstr. F, I.St. Pflichti.-Mädch. i.Privathaushalt nach Darmstadt gesucht.Genehm. oom Arbeitsamt vorhanden. Schr. Ang. unt. 02342 a.d.G.A. Eisenhüttenwerk in Hessen-Hassan mit ca. 1500 Gefolgsleuten sucht W erkschutzleiter der gleichzeitig auch als r.agj;er- fiihrer die Gemeinschaftsläger mit einigen hundert ausländischen Arbeitskräften betreuen soll. Bewerbungen unter 1185D an den Gießener Anzeiger erbeten. Suche zum sofortigen Eintritt kaufm. Angestellte. Selbständiger Posten mit allen kaufmänn. Arbeiten. Durchschreibebuchführung. Schriftl. Angebote unt. 1176D an den Gieß. Anzeiger erbet. Korrespondentin (Korrespondent) mit gut. Auffassungsgabe, technischem Verständnis und möglichst etwas Exporterfahrung, von Maschinenfabrik in Wetzlar zum baldigen Eintritt gesucht. Schriftl. Angebote unter 875D an den Gießener Anzeiger erb Laborant(in) von neuzeitlich eingerichteter Tem- pergießerci für die Leitung ihres Laboratoriums gesucht. Bewerber müssen mit allen einschl. Arbeiten vertraut sein und besond. Kenntnisse für Eisen- und Metalluntersuchungen besitzen. Bewerbungen mit Gehaltsansprüchen und Angabe des früh. Eintrittstermins unt. 1166D an den Gieß. Anzeiger erbeten. - Einstellung erfolgt mit Genehmigung des Arbeitsamtes. Als Leiter des Arbeitseinsatzbüros wird für ein in Hessen-Nassau gelegenes Eisenwerk mit etwa 1500 Gefolgsleuten erfahr. Persönlichkeit gesucht. Bewerbung unter 1184D an den Gieß. Anz. Wadimänner 4iev auch gesetzten Alters, für besetzte Westgebiete und Inland sofort gesucht. Bewerb, erb. an Düsseldorfer Wach- und Schließgesellschaft, Düsseldorf, Bismarckstr. 44 46. Weiteiilihta Eintaierer(in) von Versicherungs- Beiträgen gesucht für den Stadtteil Gießens, der sich zwischen Riegelpfad, Löberstraße und Kaiscrallee befindet. Angebote mit Angabe der jetzigen Tätigkeit an Deutscher Lloyd Lebensversicherungs- Akt.-Ges., Frankfurt am Main, Junghofstraße 14. 1Mov Wachmänner für besetzte Westgebiete gesucht Hannoversches 980 V Wach- und Schließ - Institut G.m.b.H., Hannover Hausmannstr. 7. Tel. 21768. Für leichte Lagerarbeiten suche ich zum baldigen Eintritt eine geeignete Kraft. 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Lindenstruth, Burkhardsfelden, Düsseldorf, Beuern, und Großen-Buseck. Die Gedächtnisfeier findet Sonntag, den 18. April, 13.30 Uhr, in der Kirche zu Lindenstruth statt. Mit den Angehörigen trauern auch wir um unseren treuen Arbeitskameraden. Betriebsführung und Gefolgschaft der Firma Bänninger K m. b. H., Fittingsfabrik, Gießen 1170 D VwT Ein hartes Geschick entriß mir bei den schweren Kämpfen im Osten meinen lieben, l^g^l herzensguten, unvergeßlichen, treusorgen- *■—x den Mann, unseren lieben Sohn, Bruder, Schwiegersohn, Schwager, Cousin, Paten und Neffen Ludwig Fink Unteroffizier in einem Panzerjäger-Regiment Inh. des E. K. 2 und des Westwall-Ehrenzeichens im blühenden Alter von nahezu 28 Jahren. Fern, von seinenLieben unvergessen, ruht er auf einem Heldenfriedhof im Osten. In tiefem Schmerz: Frau Margarete Fink, geb. Hahn Familie Heinrich Fink; Familie Ludwig Hahn Familie Heinrich Hahn; Familie Wilhelm Hahn Lina Fink, nebst allen Verwandlen. Großen-Buseck, Climbach, Gießen, Im April 1943 Die Gedächtnisfeier findet am 19. April, nachm. 3 Uhr, statt. 02345 Hart und schwer traf uns die unfaßbare [egal Nachricht, daß unser innigstgeiiebter, hoff- nungsvoller und braver Sohn, mein unver- L—x geßlicher. guter Bruder, mein lieber Schwager, Neffe und Vetter Karl Back Soldat in einem Grenadier-Regiment bei den schweren Kämpfen am Donez am 5. März im blühenden Alter von 19 Jahren in treuer soldatischer Pflichterfüllung für sein Vaterland infolge einer schweren Verwundung den Heldentod gest. ist In tiefer Trauer: Friedrich Back und Frau Luise, geb. Ruppert Erna Schmidt, geb. Back Ludwig Schmidt, z Z. im Felde nebst allen Verwandten Lollar, Alsfeld, Bieber, den 10. April 1943. Die Trauerfeier findet Sonntag, den 11. April 1943, nachmittags 2 Uhr in Kirchberg statt. 1177 D Danksagung. Für die erwiesene herzliche An- teilnahme an unserem schweren Verlust durch den Heldentod unseres geliebten Jungen Karl Gerbig, Gefreiter in einem Grenadier-Regiment, sagen wir hiermit besonderen Dank. Hch. Gerbig und Frau Mqrle, geb. Damm Gießen, Frankfurter Straße 93. 02338 Danksagung. Für die überaus vielen Beweise herzlicher Anteilnahme an dem schmerzlichen z—x Verlust durch den Heldentod meines lieben Sohnes und Bruders Ludwig Weber, Uffz. bei der Luftwaffe, sagen wir unseren innigsten Dank. Besonderen Dank Herrn Pfarrer Weisel. Margarete Weber Wwe. und Angehörige. Heuchelheim, den 10. April 1943. 1138 D Schönes Haus in Gießen oder näh. Umgebung z. kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 1Q64Da.d,G.A. Landauer od. Halbverdeck, in. Pferdegesch., z. kaufen gesucht. 02373 Näh. bei Sieck, Hammstraße. Suche Motorrad älteren Typs. H. Gärtner, 02375 Gießen, Wernerwall 33. Radio zu kaureu oder zu leihen gesncht. [02334 Telephon 2771. Damen-Fahrrad 3. kaufen gesucht. Schriftl. 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