Mittwoch, 10 MärzMS Giehener Anzeiger Tschungkings Hintertür mit Llnverminderte Stärke interschlacht im Osten der Fortschreitender Angriff im Raum von Charkow Fliegerkräfle griffen bei Tage den der befehlen Westgebiete und einen Westdeutschland, bei Nacht die Stadt zeuge ab. Feindliche Küstenraum Grenzort in Genf, 9. März. (DNB.) „Was immer das Ende dieses Krieges ist, laßt uns dafür sorgen, daß es dann keine deutsche Nation mehr gibt“ Diesen Ausspruch leistete sich Duff Looper, der gegenwärtige Kanzler für das Herzogtum Lancaster, in einer Rede, die er, der „Daily Mail“ zufolge, i n London hielt England stehe in einem Kampf auf Leben und Tod mit der deutschen Nation. Diese Nation existiere erst seit etwa einem Jahrhundert. Und sie fei von jeher eine Gefahr für den Weltfrieden gewesen. Die Deutschen seien jetzt viel gefährlicher als je zuvor. dem mit massierten Jnfanterieverbändew'angreifenden Gegner unerschütterlich stand und fügten dem Feind ungeheure Verluste zu. Trotz starkem Artillerie-, Panzer- und Schlachtfliegereinsah konnte der Gegner an keiner Stelle Geländegewinne erzielen. An der nordafrikanischen Front verlief der gestrige Tag im allgemeinen ruhig. Jäger schossen über Tunesien fünf feindliche Flug- Nürnberg mit Spreng- und Brandbomben am Die Bevölkerung hatte Verluste. Es. entstanden größere Schäden, vor allem in Wohnbezirken und öffentlichen Gebäuden. Einige kulturhistorische Stätten wurden vernichtet. Jagd- und Flakabwehr der Luftwaffe schossen insgesamt 17 feindliche! F l u g z e n g e ab. Wo das Große erkämpft werden soll, da ist es billig, daß das Schwerste übernommen werden muß. Ernst Jünger. Oer Wehrmachtbericht. DNB. Aus dem Führerhauptquartier, 9. März. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Die Winterfchlacht im Osten hält in unverminderter Stärke an. Die deutschen Truppen sind jedoch an 6er gef amten Fronth erren der Lage. Sie sind im erfolgreichen Angriff, halten an anderen Stellen in unerschütterlicher Abwehr ihre Stellungen ober führen befohlene Absetzbewegungen in verkürzte Frontlinien durch. Der deutsche Angriff im Raum von Charkow ist im Fortschreiten. Der Feind wurde nach heftigem Kampf aus weiteren Widerslandslinien gewor- f e n. Zahlreiche Ortschaften, u. a. die Städte Dalki und Ljubotiu, wurden im Skurm genommen. Die Abwehrschlachten in den Kampfabschnitten von 0 r et und Staraja Rußja dauerten auch gestern an. Die deutschen Divisionen, unterstützt durch unermüdlichen Einsatz der Luftwaffe, hielten l a c e und die Erklärungen des USA.-Botschafters in Moskau, Standley, find die Beziehungen zwischen den Bereinigten Staaten und Sowjetruß- land in London in den Mittelpunkt des Interesses gerückt. Die englische Presse begrüßt die Rede von Wallace und knüpft weitgehende Kombinationen daran. So schreibt ,jDaih) Mail", daß eine Zusammenkunft zwischen Roosevelt und Stalin wahrscheinlich sei. Allerdings ist man sich in London darüber im klaren, daß Wallace nicht für das nordamerikanische Außen amt gesprochen habe, dessen Auffassungen daher immer noch unklar seien. Aus diesem Grunde wartet man in England ungeduldig aus eine bereits seit längerer Zeit angekündi-gte Reise Edens noch Washington. Eine Abstimmung der britischen und nord amerikanischen Auffassungen erscheint in London als unerläßliche Doraussetzung für weitere Verhandlungen. wurden unwirsch zur Ruhe gerufen. Was scheren schon Roosevelt die Sorgen der kleinen Staaten Europas vor der Ausrottung ihrer Kultur durch den Bolschewismus! Für die Rettung Europas vor den bolschewistischen Horden wird kein englisches oder amerikanisches Machtwort gesprochen werden, allein die Achsenmächte sind die Retter Europas. Zu gleicher Zeit, als der USA.-Dotschafter Standley sich über den Eigenwillen Stalins beklagte, hielt der USA.-Vizepräsident Wallace eine Rede, deren geschichtsphilosophisches Thema einigermaßen abseits seiner sonstigen Funktionen als Landwirtschaftsminister lag. Selbstverständlich, so sagte er, sei die „kapitalistisch-demokratische" Form der USA. schlechthin vollkommen, denn sie sei — christlich, und eigentlich seien das alle anderen Religionen, so der Islam, der Judaismus, der Hinduismus und der Konfuzianismus auch, denn alle diese Religionen verträten ,chie Würde der menschlichen Seele". Zwar konnte er nicht umhin, zuzugeben, daß der Bolschewismus die Weltreovlution will, aber er behauptete, nur Trotzki-Braunstein habe die Weltrevolution gewollt, und es fei doch gefährlich für die Richt-USA.- Rationen, wenn sie „wieder mit einer antisowjetischen Tätigkeit in Deutschland und anderen Ländern sympathisieren" würden. Der dritte Weltkrieg würde kommen, „wenn wir den Versuch machten, mit den Sowjets ein doppeltes Spiel zu treiben", wobei er die Gefahr an die Waich malte, daß sogar in den USA. Faschisten an die Regierung kommen könnten, „wenn es uns nicht gelingt, beim Ende dieses Krieges den Beweis zu erbringen, daß mir volle Beschäftigungsmöglichteit schaffen können". Die USA. hat dieses soziale Gerechtigkeitsprinzip, das in Deutschland und Italien längst durchgeführt wurde, noch nicht einmal zur Debatte gestellt. Das konnte sogar Wallace nicht leügnen, denn er sagte: „Es ist eine absolute Tatsache, daß es den Preußen gelang, ganze Arbeit zu leisten, indem ihre Bürokraten die sozialen Kräfte im Lande in den Dienst des Staates einreihten." Das hat die kapitalistisch-demokratische Vollkommenheit der USA. nicht einmal fertiggebracht, dieser „einzig wahre Ausdruck des Christentums", um mit Wallace zu reden. Er empfiehlt den Bolschewismus vorbehaltlos den anderen Staaten, obgleich er selbst wohl ein wenig an ihm zweifelt. Dafür aber sind mir Deutsche für ihn ein Volk, Berlin, 9. März. (DRB.) Im Kuban- Brückenkopf hat sich die Kampftage am 8.3. nicht verändert. Südlich Noworossijsk überraschten Späh- und Stoßtrupps den Feind. Aus Beobachtungen und Gefangenenaussagen ergibt sich, daß die Somjets bei ihrem Landungsunternehmen an der Zemeskaja-Bucht außer zahlreichem Kriegsgerät bisher rund 4000 Mann an Toten und Verwundeten eingebüßt haben. Unmittelbar am Kuban griffen die Bolschewisten mit drei Bataillonen erfolglos an; weiter nördlich wurden im Gegenstoß zwei während der Nacht eingesickerte sowjetische Kompagnien vernichtet und von rumänischen Truppen einige örtliche Angriffe abgeschlagen. An der M i u s - F r o n t sowie am ganzen Südufer des Donez blieb es bis auf vereinzelte örtliche Abwehrkämpfe ruhig. Um dem Feind das Zusammenziehen neuer Truppen zu erschweren, setzten unsere Kampfflieger ihre Angriffe gegen die Bahnen im Raum Kupjansk fort. Im Raum südlich und westlich Charkow stürmten, durch leichten Frost begünstigt, schnelle Verbände des Heeres und der Waffen-^ zügig nach Rärdosten vor und nahmen nach Brechen teilweise hartnäckigen feindlichen Widerstandes mehrere wichtige Orte. Der Feind verlor außer rund 1600 Toten und Gefangenen sieben Panzer, 66 Geschütze, zahlreiche sonstige Waffen. An den Fronten im Raum von Drei hielten die Bolschewisten ihren Druck aufrecht. Sie wurden jedoch überall blutig zurückgeschlagen. Bei Abwehrkämpfen und Gegenstößen südlich Orel verlor der Feind an tiner Stelle außer Hunderten von Toten und (Befangenen 11 Panzer, während im nordwestlichen Abschnitt über tausend Mann an Toten und Verwundeten vor den deutschen Stellungen liegen blieben. Der schwerste Angriff richtete sich gegen d i e S ü d o st f r o n t. Hier griffen erneut drei sowjetische Divisionen auf geringer Breite mit Panzer- und Schlachtfliegerunterstützung an. Sie kamen aber gegen den Widerstand unserer Truppen nicht vorwärts. Die Luftwaffe entlastete unsere mit großer Zähigkeit kämpfenden Infanterie- und Panzerverbände. Kampf- und Sturzkampfflugzeugen gelang es, einige sowjetische Stoßgruppen mitsamt ihren Begleitfahrzeugen so gründlich zu zerschlagen, daß die sich bereits entwickelnden Angriffe zusarn- menbrachen. Die vom Hagel der Stukabomben erfaßten, dicht zusammengeballten Sturmtruppen hatten sehr hohe Verluste. Sieben neue Träger des Eichenlaub«. Berlin, 9. März. Der Führer verlieh das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Oberst Hans 7Nlko s ch, Führer einer Kampfgruppe Hauptmann Walter Scheunemann, Balaillons- kommandeur in einem Grenadierregiment, Generalleutnant Gustav Schmidt. Kommandeur einer Panzerdivision, Hauptmann d. R. Dr. Eberhard Zahn, Abteilungskommandeur in einer Panzerdivision, Oberst Johann Mickl, Kommandeur einer Panzerbrigade, Hauptmann Wilh.v.Rlalachowsks, Kommandeur einer Sturmgeschühabtellung. Oberfeldwebel Bruno Kohnz, Zugführer In einem Jägerregiment, als 201. bis 207. Soldaten der tenfc toen Wehrmacht. Duff Looper, einer der verantwortlichen krieas- urheber, gibt in dieser von haß triefenden Parole endlich einmal zu, warum Churchill und seine Helfershelfer diesen Krieg entfacht haben: „Ans- löschung der deutschen Ration." Das ist die Losung der jüdisch-bolschewistlsch-demokratischen Kumpanei. Vas deutsche Volk nimmt diese blutrünstige Haßparole zur Kenntnis. Ls wird sich ihrer erinnern, wenn die Stunde der Abrechnung diesen Verbrechern an der Menschheit schlägt. Reue Haß-Orgie aus dem Mistelwesten. LIGA -Geschichiskliiierung um Gialin Oie neue Weltordnung auf den Fundamenten de« Bündnisse« zwischen plutokratie und Bolschewismus. Kampf gegen den Bolschewismus ist Kampf um unser Lede«. Neue Haßparole Duff Loopers. Oie deutsche Nation soll auSgelöscht werden. das ausgerottet werden muß. Er behauptete, mir hätten in meniger als einem Jahrhundert fünf Angriffskriege geführt; mit solch lächerlichen Geschichts- lügen erübrigt sich jede weitere Auseinandersetzung. Auch daß das deutsche Volk nach dem Siege der USA. „erzogen" werden müsse, paßt zu Wallace, der sich von Roosevelts jüdischen Freunden hat erzählen lassen, wie Deutschland „mit dem Wein des demokratischen Geistes" gefüllt werden müsse. Wie dieser Wein beschaffen sein soll, hat das deutsche Volk ja schon zur Genüge aus dem Munde der Kaufmann, Lipmann und anderer Prediger Mischen Hasses und Vernichtungswillens gehört. Englische Erwartungen. Stockholm, 9. März. (Europapreß.) Durch die Rede des nordamerikanischen Vizepräsidenten Wal- Wofür wir kämpfen. Eines vor allem unterscheidet das Ringen dieses Krieges von jedem möglichen Beispiel: es wird in ihm nicht über eine politische Konstellation, über Grenzen oder Regierungen entschieden, ‘ sondern über deutsches Schicksal schlechthin. Das Schicksal eines Volkes aber bedeutet nur im untergeordneten Maße das Schicksal jener Generation von Lebenden, die im Augenblick dieses Volk repräsentieren. Dieses nationale Schicksal bedeutet das Erbe der Ahnen genau so, wie die z u k ü n f - tigen Lei st ungen, die wir auf Grund der voraufgegangenen kulturellen Erscheinungen zu erwarten berechtigt sind. „Werk schuf ich aus dem Werke", heißt es in der „Edda", und das kulturelle Leben einer Nation stellt einen ununterbrochenen Strom der Entwicklung dar. Die Unterbrechung dieser Entwicklung bedeutet aber gleichzeitig die Vernichtung des gesamten Kulturgutes des Volkes. Unsere Waffen im Osten verteidigen, wenn man die Dinge bis an den Kern verfolgt, das Nibelungenlied genau so wie jenen Dichter, der dereinst das Heldenepos der Weltenwende unserer Jahre schreiben wird. Wir sind stolz genug, zu sagen, daß wir damit aber das Gesicht der abendländischen Menschheit an sich verteidigen. Denn was bliebe von ihm übrig, wenn man den deutschen Anteil daran weglöschte: ein Torso, für den die Welt nicht wert gewesen wäre, zu bestehen. (95. Jahrgang Ur. 58 Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Gießener Familienblätter Heimat imBilb DieScholle Bezugspreis: Monatlich.....RM.1.80 Zustellgebühr... „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Fernsvrechanschluß 2251 Drahtanschrift: „Anzeiger" Postscheck 11686 Frankf./M. wird sich kaum Illusionen darüber machen. Schließlich ist auch von einer Verbindung zwischen Tschung- king und der Sowjetunion über Sinkiang, oder Chinesisch-Ostturkestan die Rede. Der Gedanke, Tschiangkaischek mit Beständen der Sowjets zu versehen, ist, abgesehen von den technischen Schwierigkeiten und den riesigen Entfernungen, so wirklich-' keitsfremd, daß er kaum in Erwägung gezogen zu werden braucht. Immerhin verdient er aus ganz anderen Gründen eine gewisse Beachtung. — Chinesisch-Ostturkestan oder Sinkiang wird zu 80 Prozent von Mohammedanern, den Turki und den Tagnanen, das sind größtenteils zum Islam bekehrte Chinesen, bewohnt. Es ist das älteste Kolo- nialland Chinas. In den siebziger Jahren des vori* gen Jahrhunderts hatten die eingeborenen Stämme dort ihr eigenes Emirat unter Iakub Beg gegründet. Es dauerte Jahre, ehe es den Mandschukaisern gelang, ihre Autorität wieder herzustellen, die aber immer brüchig blieb. Seit dann unter dem Zaren Alexander dem Zweiten General Kaufmann Turkestan unterwarf, hat auch die chinesische Hälfte stets unter russischem Druck gestanden. Aus den von den Bolschewiken veröffentlichten Geheimdokumenten ersieht man, daß die Zarenregierung vor Ausbruch des Krieges mit Japan, 1904, an China das Anerbieten stellte, die russischen Truppen aus der Mandschurei gegen die Ueberlaffung von Chinesisch-Turkestan zurückzu ziehen. Der Weg nach Indien wäre damit frei geworden, und eine spätere (Entente mik Die Japaner erklären, daß Tschungking-Ehina nur von der Einbildung lebe, wirklich noch am Leben zu fein, und daß es noch immer auf eine ausgiebige britisch-amerikanisch-sowjetische Hilfe hoffe. Diese Hoffnung setzt voraus, daß die Verbündeten Tschi- angkaischeks nicht nur den guten Willen haben, sondern auch die Möglichkeit finden, Tschungking eine ausgiebige Materialhilfe zukommen zu lassen. In Neu-Delhi hat in der Tat eine Beratung zwischen englischen und amerikanischen Generalen stattgefunden, um ein Unternehmen zur Entlastung Tschungkings in Burma in Gang zu bringen. Aber Briten und Amerikaner sind schon einmal aus Burma von den Japanern vertrieben worden, alle ihre Unternehmungen an den Küsten scheiterten, und bei einem neuen Versuch würde es ihnen sicherlich nicht besser Lehen. So versucht man Tschiangkaischek damit zu trösten, daß noch andere Wege nach Tschungking führten. Der Vertreter Roosevelts in Tschungking und Berater des Marschalls, Owen ßattimore, schreibt hofnungssroh in der amerikanischen Presse, daß die Verkehrs politische Durchdringung des schlummernden Zentralasiens eine der Hauptaufgaben des „anbrechenden amerikanischen Jahrhunderts" fein werde. Er fabelt dahei von der A ss a m- st r a ß e, die teilweise nur kaum gangbaren Saumpfaden gleicht, und auf der es Paßhöhen bis zu 5000 Meter zu überwinden gilt. Tschiangkaischek weiß das sicherlich besser als Owen Lattimöre, unb Annahme von Anzeigen für die Mittaasnummer bis 8‘/9 Uhr desBormittags Anzeigen-Preife: Anzeigenteil 7 Rpf. je mm bei 22 mm Zeilenbreite, Textteil 50 Rvf. je mm bei 70 mm Zeilenbrette Nachlässe: Wiederholung Malsiaffel I AbsÄlüsseMengenstanelV Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25"»mehr Der USA.-Admiral William G. Standley, der Roosevelts Botschafter in Moskau ist, genau so wie der andere alte USA.-Admiral L e a h y fein Botschafter in Vichy war, hat vor englischen und amerikanischen Pressevertretern die.Alarmglocke gezogen und eine geräuschvolle Flucht in die Öffentlichkeit angetreten. Standley ist kein mutwilliges Fohlen. Wenn er Krach schlägt, so muß es einen Grund haben. Standley hat den Journalisten folgende Sätze diktiert: „Seit meiner Ankunft in Moskau habe ich sorgfältig die sowjetische Presse verfolgt, um in ihr eine Anerkennung der Tatsache zu finden, daß die Sowjets materielle Hilfe von den Vereinigten Staa- tenvnid)t nur durch das Pacht- und Leihprogramm, sondern auch durch das Rote Kreuz und die amerikanisch-sowjetische Unterstützungsgesellschaft erhalten. Doch habe ich eine solche Bestätigung vergeblich gesucht, ich habe sie nirgends finden können." Auf eine Anfrage hin unterstrich Standley seine Klage mit den Worten: „Äie Sowjets scheinen in ihrem eigenen Land und auch im Ausland den Eindruck erwecken zu wollen, daß sie den Krieg allein führen. Sie wünschen offenbar glauben zu machen, daß sie den Krieg nur mit ihren eigenen Hilfsmitteln führen, und daß sie irgenbeine andere Hilfeleistung nicht anzuerkennen brauchen." Das ist deutlich, und das Echo in den Vereinigten Staaten scheint lebhaft zu fein, wenn auch bezeichnenderweise der Vorsitzende des Senatsausschusses eine Kommentierung der Worte des Botschafters ablehnte. Immerhin erklärte der letzthin durch feine lebhaften Attacken für eine energische USA.-Stütz- punktpolitik bekannte Senator T y d i n g s : „Ich bebaure es außerorbentlich, baß bas Volk ber Sowjetunion nichts von unserer großen Hilfe weiß." Ein anberer Senator nannte bie Eröffnungen bes USA.-Botschafters „außerorbentlich beunruhigen!) und peinlich, um nicht zu sagen höchst erstaunlich". Man sieht: die Amerikaner wollen — neben der bekannten sowjetischen Arroganz — nur auch ein bißchen Anerkennung. Als Churchill und Roosevelt in Casablanca berieten, fehlte der wichtigste Mann, Stalin. Er ließ istch nicht einmal entschuldigen. Er gab bekannt, daß eie Sowjets den Krieg allein führen mühten und folglich ... Aber diese 'Schlußfolgerung zog er nicht ffofort, sondern ließ durch, die „Prawda" ziemlich unoerblümt erklären, die Sowjets hätten Kriegsziele, bie" fernab denen der Plutokratien lägen, also «auf bie totale Bolschewisierung Europas hinzielen. Wir wissen feit langem in Deutschland daß biese Extratour Stalins den ganzen dummdreisten Welt- beherrschungsplan Roosevelts auseinanderriß, bah cauch die Atlantik-Charta ein Fetzen Papier wurde. Die unruhig gewordenen Emigranten in London sagte, eine „Botschaft aus dem Mittelwesten der USA." v-Zrtrug. Er forderte die Errichtung zeitweiliger Regierungen in den Achsenländern, bie am besten aus Bürgern Englands unb der USA. gebildet werden, deren Vorfahren aus den zu verwaltenden Ländern kamen und denen die Aufgabe zugewiesen werden soll, die Achsenvölker zu e n t - waffnen. Des weiteren will dieser Haßapostel eine „Polizeitruppe ber Welt" einrichten und alle Flughäfen und Flugstrecken ber Welt international, also burch bie Vereinigten Staaten, verwalten lassen. Es ist also ein recht phantasievolles Haßprogramm, bas sich biefer Amerikaner ausgedacht hat. Er wird aber wohl kaum das Glück haben, die Verwirklichung zu erleben. Schließlich haben ja auch bie Achsenmächte unb ihre Wehrmacht ein gewichtiges Wörtlein mitzusprechen. Lustterror gegen Nürnberg. Nicht bas erstemal ist Nürnberg bas Ziel feinb- licher Luftangriffe. In ber Nacht zum Dienstag haben bie Englänber sich in ber Stadt der Meistersinger erneut mit Spreng- und Brandbomben verewigt. Der Wehrmachtbericht sagt, daß die Bevölkerung Verluste hatte, daß größere Schäden, vorzüglich in Wohnbezirken unb an öffentlichen Oebäuben entstauben sind, baß auch einige kulturhistorische Stätten vernichtet würben. Nach Rostock. Lübeck unb Köln nun auch bas stolze, ehrwürbige Nürnberg! Was bie Jahrhunderte überdauert, was emsigster Bürgerfleiß an öffentlichen oder privaten Baudenkmälern zwischen der alten kaiserlichen Burg unb ber Pegnitz in eindrucksvoller Schönheit begründet Hai, ist von skrupellosen Brandstiftern vernichtet ober gefährbet worben. Die Brunnen, bie Kirchen, bie Privathäuser der alten Bürger: sie waren bas Ruhmesziel jener Englänber, bie im ehrlichen Krieg keinen Lorbeer gewinnen können. Die anglo-amerikanischen Kriegsverbrecher überschlagen sich in Haßtiraden gegen das deutsche Volk. Wenn nicht alles trügt, so kann bas als Zeichen dafür gewertet werden, baß man in London unb Washington mit Erbitterung bie Ohnmacht 'einsieht, Deutschland niederzuknüppeln. Einer der Wortführer dieser Haßaktion ist ber jüngste Gouverneur ber Vereinigten Staaten, Harold E. Stassen aus Minnesota, der dieser Tage in Washington, wie er selbst VrühlfcheUniverfltStrdnlckererv.La«ge General-Anzeiger für Gberhejsen Giehen, Zchulstratze 7-9 London wäre kaum möglich gewesen. Das Schicksal hatte es anders gewollt. Nachdem Iswolsky die Politik Petersburgs vom Osten ablenkte, und nach dem Vertrage von Reval Mischen dem Zaren und Eduard VII. ließ auch der Druck auf Chinesisch- Turkestan nach. Sinkiang oder Chinesisch-Ostturkestan gehört zu den am wenigsten erforschten Gebieten der Erde. Zwischen dem Norden mit dem Zentrum Urumtschi oder Tihua und dem Süden mit den Städten Kaschgar, Chotan und Iarkand liegt als Barriere die große Taklamakan-Wüste. Namentlich im Norden waren die Sowjets die unumschränkten Herren. Sie unterhielten dort beträchtliche Militärkräfte, und nichts durste ohne ihre Einwilligung unternommen werden. Von dort aus drangen die Agenten Moskaus, oft als Lamapriester verkleidet, in das Herz Innerasiens vor und hielten die Verbindung mit den chinesischen Kommunisten austecht. Gleichzeitig war der südliche Oasengürtel der Wüste Gobi em gutes Absatzgebiet für die Ramschwaren der sowjetischen Industrie. Da die Turksib-Bahn in einer Entfernung von nur etwa 250 km an Sinkiang vorbei- sührt so fand Moskau manche Möglichkeit, seinen Einfluß bis an die Grenzen Tibets auszudehnen. Es gibt aber dort weder Eisenbahnen noch Autostraßen, die den Verkehr erleichtern würden. Die Eingeborenenstämme der Provinz Sinkiang, die eine Ausdehnung dreimal so groß wie das Deutsche Reich hat, neigen, wenn sie nicht durch bewafnete Detachements im Zaum gehalten werden, zu Uebergrlffen und Räubereien, und die Karawanenwege längs dem Südrande der Gobi werden von den einheimischen Stämmen gemieden. Sie beq^ichnen es als das Land der Geister, weil dort oft unerklärliche Stimmen und Rufe vernommen werden. Sven Hedin glaubt das Phänomen dadurch erklären zu können,' daß heißer Sandstaub aneinander prallt und diese Geräusche verursacht. Die Sowjets sind in ihrem Vordringen m Sm- kiang bisher auf keinen Widerstand gestoßen, wenn auch England, bevor es der Krieg zum engen Bündnis mit Moskau veranlaßte, mit scheelen Augen aus 4ie Nachbarschaft der Sowjets an den Grenzen Tibets blickte,, und seinerseits Gegenminen in Kasch» gar und Jarkand zu legen versuchte. Die Verhältnisse haben sich im vierten Kriegsjahre stark geändert. Die Sowjets haben ihre Regimenter aus Ostturkestan zurückziehen und an die westliche Front werfen müssen. Die Briten sind nicht in der Lage, die Erbschaft der Sowjets zu übernehmen, und so hat sich denn in Urumtschi eine Unterabteilung der Kuomintang gebildet. Stalin, der seine Ohnmacht, Tschungking-Ehina zu helfen, nach dem Verlust der Positionen in Ostturkestan erkannt haben muß, versucht die Situation durch hochtrabende Versprechungen zu retten. Als Antwort auf die Kriegserklärung National-Cbinas hat er Tschicmgkaischek einen noch engeren Bündnisvertrag angeboten. Die Sowjets wollen Alma Ata (Sibirien) durch eine direkte Bahn mit Tschungking verbinden und die Verbiichungs- wege durch Ostturkestan ausbauen. Aber mit solchen phantastischen Plänen wird die Hintertür für Tschungking kein brauchbarer Zufahrtsweg für eine rasche Kriegshilfe, wie sie Tschiangkaischek braucht. Oie japanische Armee überschritt den tzangtse-Fluß. Schanghai, 9 März. (Europavreß.) Die japanische Armee in Mittelchina überschritt mit starken Kräften den Iangtsefluß nach Westen in einer Front von über. 300 km an verschiedenen Punkten und durchbrach die feindlichen Verteidigungsanlagen auf dem Südufer an mehreren Stellen. —t Der frühere tschungklng-chinesische Generalmajor Liyingping, der vor kurzem zur national-chinesischen Regierung übergegangen ist, ist von dieser zum Oberkommandierenden der Küstengarnisonen am Golf von Pechili ernannt worden. Durch den Abfall des Generals sind die tschungking-chinestschen Truppen in der Schau- tung-Provinz erheblich geschwächt worden. Britische ttebergriffe legen das Verkehrswesen Aegyptens still R o m, 9. März. (Europapreß.) Die ägyptische Regierung hat, dem Druck der englischen Militärbehörden nachgebend, den Zivilverkehr auf den Eisenbahnlinien Kairo—Alexandrien und Kairo—Suez sperren müssen. Wie „Popolo di Roma" feststellt, wird das Wirtschaftsleben Aegyptens durch diese Maßnahme völlig lahmgelegt, zumal es auf dem Wirtschastsaustausch zwischen den großen Städten und dem Lande beruhte. Da bereits alle Verkehrsmittel von den englischen Militärbehörden beschlagnahmt worden sind, hat die Verkehrslage außerdem ehte merkliche Zuspitzung erfahren. An der Universität El Azhar sind 10 000 Studenten in den Streik getreten, weil der ägyptische Iustizminister ihnen verboten hatte, sich mit poli- „Unser Doktor!" Von Kriegsberichter Fritz Thost, PK. Immer, wenn die stählernen Kolosse der Sturmgeschütze halten, steht in ihrem Schatten ein kleiner Volkswagen; und immer, wenn die Sturmartilleristen aussteigen, nach langer Fahrt, nach schwerem Gefecht, treffen sie den Oberarzt oder, wie ihn ihr Landsermund längst nennt: „ihren Doktor". Er gehört zu ihnen wie ihr Kommandeur. Sie müssen chn haben. Er ist nicht nur ein ausgezeichneter Arzt und Helfer bei allen menschlichen Gebrechen, sondern auch ein flptter, humorvoller Junge bei allem, was durch den Magen geht: die leibhaftige Medizin der ganzen Abteilung. Keiner hat damit gerechnet, daß die Sturmgeschütze draußen angesichts des Feindes übernachten, keiner hat sich deshalb auch genügend mit Verpflegung eingedeckt. Es ist klar: die Kälte verbraucht mehr Kalorien, und jeder schiebt rascher Kohldampf. Der Kommandeur weiß im Augenblick keinen Ausweg. Wir sitzen in einer verfluchten Schlaufe, und draußen ist tiefe Nacht. Die Melder werden dringend für andere Zwecke gebraucht, wer soll da schon em= springen? Wer? (Eben rollt ein Volkswagen zuruck zur Stadt: unser Doktor! Wir warten und warten. Längst müßte er wieder zurück sein. Da reißt einer die Tür auf, einer vom Spähtrupp. „Eben PKW. in den Feind gefahren, Schüsse fielen, Wagen hielt an, einer stieg aus, will wieder einsteigen, Wagen fährt ab, er hinterher, springt auf, schreit, dann war alles im Nebel verschwunden." ,Hungs, das war unser Doktor!" sagt aufgeregt der Kommandeur, „wenn das nur gut geht!" Da trifft ein Funkspruch ein: „Treffe morgen 6 Uhr mit Verpflegung ein. Heute nacht unmöglich. Verfahren. Feind hat mich beschossen." Wir alle atmen befreit auf und warten wieder, warten bis zum andern Morgen. Neue Meldung von einem der Geschütze am Dorfrand: „Soeben LKW. und PKW. in Richtung /Unkraut' durchgefahren. Hatten bereits LKW. angerichtet, in der Annahme, es fei ein feindlicher, entdeckten aber plötzlich hinter ihm den Volkswagen, also müssen es welche von uns fein. Wir fragen an!“ „Donnerwetter!" ruft der Kommandeur, ,bas kann nur unser Doktor sein!" Neue Nachricht: „Wagen fahren durch vom Feind belegtes Dorf, wurden heftig beschossen, kehrten um und sind nach hier unterwegs." Da hält es keinen mehr in der Hütte, alle stürmen hinaus. Und wirklich: es braust die Gasse herein, durch die auch die Sowjets ununterbrochen herüberballern: unser Doktor! Er lacht. „Verdammter Nebel, verdammter Iwan!. Zwei Treffer ins Verdeck, einen mitten durch's Nummerschild und einen — herrlicher Plattfuß! — in den Reifen. Der Schweinehund muß geschnuppert haben, daß ich für euch was Gutes zu futtern ausgeladen habe!" Aber das ist im Augenblick für uns alle gar nicht die Hauptsache, — nur gut, daß er wieder vor uns steht mit seinem frischen roten Gesicht und dem wilden Wuschelkopf und der unverwüstlichen Laune: Unser Doktor! Ein Sturmgeschütz rollt zurück, das auf seinem stählernen Rücken die Toten und Verwundeten des erbitterten Kampfes trägt. Ein Volkswagen fährt ihm weit entgegen, gesteuert von einem, den jeder kennt, von unserem Doktor. Vor einer Bauernhütte machen beide Halt, vor einer Hütte, die trotz des andauernden feindlichen Feuers wie durch ein Wunder heil blieb. Männer springen herbei und tragen, als ob es zerbrechliche Figuren wären, die Verwundeten in die warme Stube. Die ruhigeStirnme^ unseres Doktors begleitet alle Handgriffe. Steppengras wird auf der harten Diele ausgeftreut, Beinschienen aus Brettchen und Sttoh gefertigt und Wasser gewärmt. Der Doktor kniet vor einem der Schwerverwun- deten und schneidet ihm die blutigen Kleider vom Leibe. Während die Pinzette die Splitter entfernt und der weiße Verband über die Wunde rollt, spricht der junge Doktor tröstliche Worte in das Ohr des leidend vor ihm Liegenden. Einmal mehr luftig, einmal mehr ernst, wie es gerade die Augen verlangen, die sich in ihrer Not an ihn klammern. Aber es sind Worte, die wie ein Zauber wirken: schmerzstillend und tröftenb. Als wir abends mit dem Kommandeur in der Stadt eintreffen, begrüßt uns schon von weitem unser Doktor. Alles in Ordnung, Kameraden! Von den Verwundeten kommt jeder durch, sie liegen alle schon in warmen Betten, und für euch ist auch Quartier gemacht, warm und wanzenfrei!" Hessische Grenadiere in der Abwehrschlacht. Berlin, 9. März. (DNB.) Im mittleren Abschnitt der Ostfront, westlich Sytschewka, be- absicktigten Jne Sowjets, ihre Vorstöße an einer Stelle zu wiederholen, die sie letzthin schon dreimal mit je zwei Bataillonen angegriffen hatten. Sie stellten sich in einer Mulde nur 50 Meter vor unseren vorbersten Kampfständen bereit. Schlagartig einsetzendes Artillerie- und Maschinengewehrfeuer vernichtete die bolschewistischen Sturmabteilungen. In dieser Talsenke liegen rund 1000 gefallene Bolschewisten. An anderer Stelle rieben hessischsiegerländische Grenadiere eine eingebrochene feindliche Stoßgruppe vollkommen auf. tischen Fragen zu beschäftigen. Der Rektor richtete an die Studenten die Aufforderung, an ihre Arbeitsplätze zurückzukehren. Die Polizei wurde mit Steinen beworfen. Zahlreiche Studenten wurden verhaftet. Sie hatten die Zusicherung verlangt, daß Aegypten neutral bleiben und alle Forderungen der englischen .Regierung nach Herstellung diplomatischer Beziehungen zwischen Aegypten und der Sowjetunion ablehnen werde. Die neue iürkische Regierung. I st a n d u l, 9. März. (Europapreß.) Ministerpräsident Saracoglu hat dem Staatspräsidenten Inönü die Liste der neuen Regierung vorgelegt, worauf deren (Ernennung vollzogen wurde. Einige Minister der ersten Regierung Saracoglu scheiden aus. Neuer Handelsminister wurde Cecal Sait Si- ren; Justizminister Ali Riza Tuerei; Monopolminister Al Suat Hafri Uergueplue und neuer Verkehrs- Minister General Ali Fuat Cabessy, der in der ersten Regierung Saracoglu das Ressort für öffentliche Arbeiten verwaltete. Neuer Minister für öffentliche Arbeiten wurde der bisherige Wirtschaftsmini, fter Sirri Day, während in das Wirtschaftsmini- fterium ein neuer Mann, Fuat Sinnen, einzieht. Die anderen Ressorts bleiben unverändert. England und der Luft-Imperialismus der USA. Lissabon, 9. März. (Europapreß.) Der konservative Abgeordnete Harold Mitchell beklagte sich in einer Rede bitter über die mehr als nachgiebige Haltung des englischen Luftfahrtministeriums gegenüber den.Ansprüchen der USA. Es sei bedauerlich, daß die Nordamerikaner für die Kriegsdauer die schweren Flugzeuge bauten, während England sich auf die leichten Kampfflugzeuge zurückgezogen habe. „Wir werden daher bei Kriegsende zahllose nicht zu verwendende Kampfflugzeuge haben, während die Amerikaner viel mehr große Tränsportflugzeuge besitzen, mit denen sie sich eine beherrschende Stellung in, der zivilen Luftfahrt sichern, können. Wie sehr sie uns dann auch immer aushelfen mögen, es wird uns doch unmöglich sein, unsere künftige Lufthandelsflotte auf eine gesunde Basis zu bringen, falls wir nicht selber Transportmaschinen bauen", erklärte Mitchell. Oer KriegSeiusah der Volksdeutschen in der Slowakei. Preßburg, 9. März. (Europapreß.) Auf einer Arbeitstagung des politischen Führerkorps gab Volksgruppenführer Karmasin neue Richtlinien für den Kriegseinsatz aus. Tausende Karpatendeutsche kämen zur Waffen-^, die Heimat müsse nun auch alle Kriegsaufgaben erfüllen. Im Rahmen der totalen Zusammenfassung aller Kräfte würden nun die Männer zwischen 16 und 60 Jahren zum außerordentlichen Einsatz kommen. Verteidigungsminister General C a t l o s würdigte den Einsatz der Volksdeutschen in der Waffen-^, der zugleich Brücke sei für die weitere Zusammenarbeit zwischen den Slowaken und Deutschen. Diese ^-Männer würden nach ihrer Rückkehr ein besonders positives Element für den slowakischen Aufbau darstellen. Kleine politische Nachrichten. Die britische Seeversicherung sah sich genötigt, ihre Versicherungssätze für die Transporte von der Ostküste Südamerikas nach portugiesischen und spanischen Häfen auf 10 v. H. zu erhöhen. Nur für schweizerische, portugiesische und spanische Schiffe beträgt der Satz 6 v. H. des Ladungs- ober Schiffs- roertes. * (Eine Diamantenesendung im Wert von 50 000 Pfund, die mit einem Schiff von London um Afrika herum versandt worden war, um in Haifa in Pa» I'äftina von jüdischen Diamantenjchlei-sern in Arbeit genommen zu werden, ist versenikt worden. Wie „Messaggero" aus Kairo erfährt, hat die sowjetische Nachrichtenagentur TASS, in der ägyptischen Hauptstadt eine Zweigstell e errichtet. Die britischen Militärbehörden erteilten ihre Zustim mung, ohne die ägyptischen Stellen zu befragen. Der Leiter der Zweigstelle, ein sowjetischer Oberst, trägt britische Offiziersuniform. Der persönliche Vertreter des USA.-Präsidenten Roofevelt in Indien, William Philipps, verließ Delhi, um eine dreiwöchige Besichtigungsreise durch Südindien zu machen. General Giraud hat den ehemaligen französischen Botschafter in Montevideo, Andre Hopenot, zu seinem Sonderbeauftragten in Washington ernannt. Ein Abkommen über den Export französisch-indochinesischer Rohstoffe nach Japan wurde in Hanoi vom Generalgouverneur Decoux und dem Sondergesandten. Schi gern Kuriyama unterzeichnet. Die japanischen Militärbehörden auf Ddanila haben beschlossen, am 16. März 2500 philippinische Kriegsgefangene freizulassen. Von Timor bis zu den Salomonen. Japans Front im Südwestpazifik. Tokio, 9. März. (Europapreß.) „Die japanische Front im südwestlichen Pazifik verläuft heute von Timor über Neu-Guinea und New Britain bis $u den Salomonen, wo sich die japanische Luftwaffe auf den Inseln New Georgia und Bougainville starke Stützpunkte geschaffen hat", erklärte die Zeitung „Asahi" in einem Kommentar zu der Vernichtung von 124 feindlichen Flugzeugen im Gebiet von Neu-Guinea—Salomonen. Der Feind stütze sich in dieser Zone hauptsächlich auf seine Flughäfen auf Guadalcanar und bei Port Moresby. Seit dem strategischen Rückzug der Japaner von Guadalcanar hätten die Japaner ebenso wie der Feind täglich Angriffe auf die gegnerischen Stützpunkte, durchgeführt, wobei die Japaner ihren Aktionsradius bis zu den über 1200 Kilometer von dem südöstlichen japanischen Stützpunkt entfernten Neuen Hebriden ausdehnten. Die Vernichtung von 124 Flugzeugen erfolgte in einem Gebiet, das sich von Westen nach Osten über 2500 Seemeilen erstreckt. Der amtlich gemeldete Verlust von zwei japanischen Zerstörern und fünf Transportern fei auf feindliche Luftangriffe zurückzuführen. Kunst und Wissenschaft. Mars gegen Dionysos. In der Reihe her besonders von der Form her bemerkenswerten Dichtungen unserer Tage dürfte sich das soeben im Württembergischen Staatstheater aufgeführte Schauspiel von Artur Müller „Fessel und Schwinge" einen Platz gesichert haben. Das aus der griechischen Sage schöpfende Werk behandelt nicht wie bei Euripides den tragischen, sondern den harmonischen Ausgang des zwischen dem Thebanerkönig Pentheus als dem Exponenten der staatspolttischen Pflicht zum Krieg und der Königinmutter Agaue als der von dem Mysterium des" Freudengottes Dionysos Gefangenen entstandenen Konflikts. Der kategorische Imperativ männlicher Pflichterfüllung vereinigt sich mit dem dionysischen rauschhafter ©efüMsregung zu der Synthese „Fessel und Schwinge". Allerdings erst, als das Volk von seinem König immer wieder mit den Worten „es ist Krieg" eindringlich ins Gewissen gerufen und nun aus feinem Rausch zum Kamps gegen den gemeinsamen Feind aufgerüttelt ist. Das Stück fesselt durch seine hohe Sprache- Max Löffler, hochschulnachrichlen. Im 49. Lebensjahr starb in Frankfurt das wissenschaftliche Mitglied des Chemotherapeutischen For- schungsinstituts „Georg-Speyer-Haus", Profellor Dr. Ernst Maschmann. Er war auch Mil ied des Staatlichen Instituts für experimentelle Therapie. — Im 81. Lebensjahr starb der Schöpfer des ' Sanatoriums St. Blasien im Schwarzwald, Medi- zinalrgt Dr. Albert Sander. Er wirkte in St. Blasien feit 1895, zunächst als Besitzer und Chefarzt, dann als Vorsitzender der Gesellschaft. — Der Ordinarius für Tierzucht und Geburtskunde an der Universität Leipzig, Professor Dr. Johannes Richter, vollendet sein 65. Lebensjahr. In Dresden geboren, studierte er in Genf und Dresden und habt' litierte sich dort 1904. 1912 wurde er Ordinarius. Seit 1923 wirkt er in Leipzig. — Der a. o. Professor Dr. Hans Rohrbach ist zum o. Professor der Mathematik an der Karls-Universität in Prag Der Achill von Rschew. Ein Bericht von der Front von Walther Gottfried Kluüe. Das war bei Rschew, so erzählte ein Kamerad vom Pionierbataillon, als der Oberfeldwebel, unser Zugführer, die Stoßgruppe gegen die in die Hauptkampflinie eingebrochenen Sowjets an führte, um sie — der Teufel soll sie holen! — wieder hinauszuwerfen. Die Maschinenpistole um den Hals, in den Händen, im Koppel wie in den SttefelN Stücker zehn Handgranaten, so stürzte er uns voraus von Trichter zu Trichter, von Schützenloch zu Schützenloch, ein Hüne von einem Kerl, der, als die Sowjets ihr Maschinengewehr herumrissen, um eigens auf ihn anzuhalten, auf vierzig ober fünfzig Meter — so genau kams nicht drauf an, denn er traf immer — seine Handgranaten durch die Lust und mitten unter die sowjetische Rasselbande fetzte, daß es sie durcheinander wirbelte wie die Tauben hn Schlaa, wenn der Marder hereinbricht. Und ,^Ha- ha-hä! Sprung auf!" schrie er, ohne nach rückwärts zu schauen; denn er war uns jetzt schon so weit voraus, daß es aussah, als wenn er allein die ganze sowjetische Armee zu Haufen treiben wollte. Und es liefen nun schon zwei — drei — vier Horden weißer Gestalten wie die Hasen in der Treibjagd vor ihm her, schlugen Haken und spritzten mit Sprüngen und Kapriolen durch die Lust und zu Boden, wenn seine Handgranaten dazwischen fuh- ren, und daß er bei dieser Hetz nicht den Atem verlor, das war nun schon fast wie ein Wunder. Nein, den Atem verlor er nicht, aber die Handgranaten waren ihm, scheint's, ausgeganqen, und Brendle, der neben mir lief, der kleine Dicke von der zweiten Gruppe, hielt die Hände vor dem Mund zusammen und schrie: ,Zm Trichter bleiben, Herr Feldwebel! Ich bringe Munition!" Das schrie der Brendle und rannte los durch den hohen Schnee und wir ihm nach! Ja, was, im Trichter hocken und warten, bis der Herr Pionier Brendle mit seinen Handgranaten kam oder die Welt untergegangen war, das sollte den Sowjets so passen! 11 nb ,Ha-ha-ha, dalli — dalli, Leute!" schrie unser Feldwebel und schien sich nach was zu bücken, nach so einem schwarzen russischen Ei, wie sie da Herumlagen. Bückte sich also, zog eine russische Eierhandgranate ab und machte ,Leidi — Ho!" und drüben echote es mit ,Lium-m-m!" und nochmal „rum—m—m!", und ein drittes, viertes und fünftes Beuteei flog den sowjetischen Hähnen, denen die Sporen und die roten Kämme nur so durch die Luft wirbelten, an die Köpfe, daß sie rapplig und blöd wurden wie die Wolfsköpfe unter der Mitternachtssonne, wenn sie meinen, der Himmel brennt, und setzt noch die Schnee- und Eiswüsten in lodernden Feuerbrand. Und wie er sich nun eben wieder bückt, unser Oberfeldwebel, ein Ausbund, ein verteufelter von einem Kerl, da rutscht ihm doch — weiß der Him- mel, wie es kam — rutscht ihm die Eierhandgranate über die Schulter weg, und die war schon abgezogen! Aber, was tut unser Achill von Rschew? Ach, ja, ein Achill war er nun schon, nur, daß ihn kein Feind je überwunden hat —, was tut er also? „Hinlegen?" schreit er uns zu, die wir im Sprung mir noch fünf Schritte hinter ihm sind, und wirst sich — bei Gott, ich hab's mit eigenen Augen gesehen und vor Schmerz um seine Opferung aufge» fchrien wie ein, Tier —, wirft sich, wie einst die Männer von Sempach sich in die feindlichen Lanzen stürzten, auf die brennende Kugel, fängt Zündung, Prall und hundert Svlitter mit seinem Leib auf und rettet uns zehn oder fünfzehn Männern dergestalt das Leben? * Die Hauptkampflinie war wieder unser, die Kompanie tarn auch ohne weitere Verluste nach vorn. Und hatte nur einen Mann verloren — nur einen Mann? Stürmische Begrüßung. Von Paul Eipper. Jedes Kind weiß, daß Tiere imstande sind, sich zu freuen. Ja, es gibt Menschen, die sogar behaupten, daß ihr Hund vor Freuden lache. Und wenn man mWätig genug ist, sich mal ein Stückchen Zucker zu entziehen, bann kann man eines Tages erleben, wie sich auch ein müder alter Karrengaul freuen kann, wenn er plötzlich an der Straßenecke eine Süßigkeit zwischen die Zähne geschoben bekommt. Man braucht sich hernach nur das Auge eines solchen Tieres anzusehen. Der Frankfurter Tiergartenleiter stellte mir, vor einiger Zeit seine afrikanische Elefantin vor. Das geschah auf überraschende Weise. Ich kam aus dem Vogelhaus, das die reichhaltigste Sammlung von Nashornvögeln zeigte, und wollte zu den Wölfen, vorbei am Hirschgehege. Da schob sich aus dem Gebüsch ein grauer B^'rg hervor. Die Elefantin ist zwar noch nicht ausgewachsen, immerhin aber fast zweieinhalb Meter hoch, und ich war — milde gesagt — ein wenig überrascht. Man begegnet ja auch in zoologischen Gärten für gewöhnlich keinem frei herumlaufenden Elefanten. Aber nach ein paar Minuten war nur noch Freude in mir. Freude über dieses kluge, liebenswürdige Tier, das mich mit feinem Rüsselfinger abtastete und lange beschnupperte. Bis ich ihm dann meinerseits viele freundliche Worte in feine Nasenöffnung sagte. Leise natürlich, denn nur so empfinden alle Tiere die Menschenstimme als Wohltat. Am Abend dieser meiner ersten Begegnung mit hem afrikanischen Elefantenmädchen mußte ich nach Berlin zurück. Genau ein Vierteljahr später kam ich wieder in den Frankfurter Zoo. Während der ersten Stunde besichtigte ich mit einer großen Gesellschaft die neueinqetroffenen Kolibris. Dann ging ich rasch über den Rasenplatz zum Dickhäuterhaus. Die beiden indischen (Elefanten bummelten durch ihr Gehege. Der Auslauf der Afrikanerin war leer. Bis zum Eckpfeiler der äußeren Absperrung waren vielleicht noch vierzig Schritte, das Außengehege selbst ist fr der Diagonale dreißig Meter lang, die Entfernung zwischen meinem Standort und der Tür zum Inneren des Dickhäuterhauses betrug also gut sechzig ^Dieter Enttäuscht blieb ich stehen. Ich hatte es mir so schön gedacht, daß mich die Elefantin vielleicht aus der Ferne wieder erkennen würde ... Immerhin, ich rief ihren Namen ins Ungewisse. Was nun geschah, ist in seiner Schnelligkeit kaum zu beschreiben. Ein quietschender Trompetenlaut, — durch die Tür schnellt, ja schnellt? — ein grauer Koloß und fegt mit ungeahnter Fixigkeit schnurgerade durch den umgitterten Auslauf in der Richtung des Rufes, unabtäffig quietschend, wie das (Eie fernten in ihrer Freude tun. Sie hatte meine Stimme erkannt. Schon setzte auch ich mich in Trab. Unb wie ich eben unter der Barriere durchschlüpfe, ist das große Tier auch schon da. Im nächsten Augenblick wickelte sich der Russe!, wie eine Schlange um mich. Die (Elefantin beroch mich, klappte mit den Flügelohren und blies mir ihren Atem zu. Zärtliche Begrüßung ... Dücherttsch. — Der Verlag C. Bertelsmann, Gütersloh, läßt eine dankenswerte Sammlung von kleinen, handlichen Feldpost heften erscheinen, die, jedes Heft 32 Seiten stark, der Front gediegenen Lesestoff vermitteln wollen. Wir finden da z. B. Goethes „Novelle", Schillers „Verbrecher aus verlorener Ehre" und „Die Marquise de la Pivardiäre" von E. T. A. Hoffmann neben ernschaften und heiteren Erzählungen neuerer Autoren wie Hermann Eris Busse, Heinz Steguweit, Georg von der Dring, Walter Vollmer, Else Ernst, Paul Habraschka und Mario Heil de Brentani. — Die Hefte sind in Um fang und Gewicht so bemessen, daß sie in jedem Feldpostpäckchen noch Platz finden und auch allein als Brief bequem versandt werden können. Hans Thyriol schaftUch an fing, mußte man auf der Hut sein. Das kannte er schon. Außerdem hatte er soeben das kleine Zwischenspiel bei seinem Eintritt sehr wohl bemerkt, und die Nervosität seines Gegenübers war ihm auch nicht entgangen. „Gar kein schlechter Gedanke", warf er leichthin ein. „Unser Hamburger Kontor ist ja Der beste Beweis dafür. Aber Sie haben doch hier kaum je mand, dem Sie einen solchen Posten anvertrauen können. Oder haben Sie etwa an Hellingrath gedacht, den Sie so gern los sein möchten?" Terbrüggen zögerte etwas, ehe er dann ein wenig überhastet weitersprach. „Ein Techniker kommt doch dafür nicht in Frage. Auf einen solchen Posten gehört ein gewiegter Kaufmann, der auch großzügige Verhandlungen führen kann. Nein, ich habe dabei an Sie gedacht, Mein- ders. Das wäre doch eine ganz gute Gelegenheit für Sie, mal wieder ein wenig unter Menschen zu kommen", sagte er so unbeschwert als möglich. Meinders nickt ihm mit einem vertraulichen Blinzeln zu. „Sie meinen natürlich, eine gute Gelegenheit, mich hier in Hammerkott loszuwerden, nicht wahr?" gab er ironisch zurück. „Aber trotzdem, Sie haben recht, die Sache gefällt mir ... ich wäre unter Umständen gar nicht abgeneigt, Ihnen den Gefallen zu tun ..." Terbrüggen glaubte nicht recht gehört zu haben. Meinders wollte wirklich gehen? Wollte sich freiwillig nach Bremen abfchieben lassen? Das war ja mehr, als er sich hatte träumen lassen. Herrgott im Himmel, mochte er Bedingungen stellen, welche er wollte, um diesen Preis war alles im voraus bewilligt. Es war, als nähme man ihm einen zentnerschweren Druck von der Brust. „Na also!" rief er etwas zu rasch und zu laut, denn es gelang ihm nur schwer, seine Freude über den gelungenen Streich zu verbergen. „Sie haben dort einen völlig selbständigen Posten, und über schlechte Bezahlung sollen Sie auch nicht zu klagen haben —* (Fortsetzung folgt) ernannt worden. Rohrbach wurde 1903 in Berlin geboren, studierte in Berlin und Philadelphia und promovierte 1932 in Berlin. 1937 habilitierte er sich in Göttingen. 1941 wurde er in Prag a. o. Professor. — Der a. o. Professor Dr. Hans Wolfgang Kohlschütter ist zum o. Professor für anoraanische und analytische Chemie an der T. H. Darmstadt ernannt worden. Kohlschütter wurde 1903 geboren, und habilitierte sich 1930 in Freiburg. Er kam vier Jahre später als Dozent an die T.H. Darmstadt und wurde dort 1939 a. o. Professor. — Der emer. Honorarprofessor für Archäologie an der Universität Göttingen und ehemalige Direktor der Römisch- Germanischen Kommission des Archäologischen Instituts in Frankfurt a. M., Professor Dr. Friedrich Koepp, feiert sein 60jähriges Doktor- jubiläum. Professor Koepp, der im 84. Lebensjahr steht, promovierte 1883 in Bonn mit der Arbeit: „de gigantomachiae in poeseos artisque mo- numentis usu“. Er ist Mitglied zahlreicher wissenschaftlicher Gesellschaften und hat außer zahlreichen Abhandlungen, unter denen hier nur seine wertvollen Arbeiten über Alexander den Großen erwähnt fein mögen, auch für weitere Kreise ein gutes Kompendium der Archäologie in der Sammlung Goeschen veröffentlicht. Der Dichter Kart v. Möller gestorben. Der Volksdeutsche Dichter, Oberst a. D. Karl v. Möller, bekannt durch seinen Einsatz für das Deutschtum im Banat, aber auch als Schild er er dieses Volkstums, ist in Hatzfeld gestorben. 1876 in Wien geboren, aber Sproß einer in Ungarn ansässigen Volksdeutschen Familie, machte er den ersten Weltkrieg als Generalstabschef einer banater Infanteriedivision mit und nahm nach dem Zusammenbruch an der Niederwerfung der kommunistischen Aufstandsbewegungen in Ungarn teil. Seine erste dichterische Tätigkeit begann Karl v. Möller verhältnismäßig spät. Seine ersten großen Erfolge waren die banater Romane „Die Werschetzer Tat" und „Die Grenzen wandern". Durch sie hat Möller den Lebenskampf des Deutschtums im Südosten in das deutsche Schrifttum eiiigeführt. Das reifste und ge- fchlossenste Werk des Dichters ist fein Prinz-Eugen- Roman „Der Savoyer". Durch fein dichterisches Schaffen und feine Teilnahme am Volkstumskampf war Karl v. Möller Fortsetzer des geistigen Erbes Adam Müller-Guttenbrunns. Edwin Fischer als Orchefterdlrigent. Edwin Fischer trat im 8. Philharmonischen Konzert des Berliner Philharmonischen Orchesters in /dreifacher Weise hervor. Zunächst als Bearbeiter des Ricercare aus dem „Musikalischen Opfer" von Bach, das er mit- romantischer Klangfülle für Streichorchester gesetzt hatte. Sodann als S o l i st des Beethoven schen Klavierkonzertes in C-dur, das er mit seiner ganzen pianistischen Meisterschaft interpretierte, während er zugleich das begleitende kleine Orchester leitete und überwachte. Schließlich trat Fischer — und das war ein ungewohntes Ereignis — auch noch als Dirigent vor das große, vollbesetzte Orchester, das er zu einer prächtigen Wiedergabe der 2. Sinfonie von Bruckner anfeuerte. So stand der Abend im Zeichen der eindringlichen, mitreißenden und unermüdlichen Musizierenergie Fischers, der für diese außerordentliche und vielseitige Leistung stürmisch gefeiert wurde. Walter Steinhauer. Heues vom Film. „Der Mensch, das Tier und die Tugend", das italienische Bühnenstück von Pirandello, wird in neuartiger Weise für den Film umgearbeitet. — Gustav Ucicky hat die Spielleitung des neuen Wien- Films „Am Ende der Welt", der mit Brigitte Hör- yey und Attila Hörbiger besetzt ist. Das Drehbuch schrieb Gerhard Menzel. — Elisabeth Flickmschrld Spielt unter der Leitung von Erich Waschneck in dem Berlin-Film „Die beiden Schwestern" die Gräfin Holsten, eine ebenso geistvoll-' wie boshafte und lebenserfahrene Frau. — Dr. Curt I. Braun schrieb das Drehbuch für den von Erich Engel inszenierten Bavaria-Film „Man rede mir nicht von Siebe nach dem Roman von Huao M. Kritz. Zeitgenössische Orcheflermusik. In einem Konzert, das die Preußische Akademie der Künste zusammen mit dem Berliner Philharmo- nrschen Orchester veranstaltete, kam ein Adagio des 1906 geborenen Schweizer Komponisten Hans S ch a e u b 1 € zur Uraufführung. Der langsame Satz entwickelt sich auf Brucknerschen G""ndlagm nut bemerkenswerter Selbständigkeit. Ein V'olin-Kanzert von Hans A h l gr i m m ist für die >cht sehr reich- haltige neuere Geigenliteratur em Gcwmn. Der Komponist ist selbst Geiger bei den Berliner Philharmonikern, daher ist sein Konzert höchst gcigen- rnäßiq geschrieben und auch kompoMonsteckmttch sicher'geformt. Das Programm wurde vervollstan- brat durch ein amüsantes kleines Kammerkonzert op. 34 von Kurt Rasch sowie durch eine spatro- mantische Passacaglia und Fuae on. 76 von Hans Bullerian. Walter Steinhauer. AusbildungsWen für Frauenberufe der ALS. Ausgezeichnete Möglichkeiten in unserem Heimatgau. NSG. Kaum jemals in der Geschichte unseres Volkes haben sich die Frau und das deutsche Mädchen so ausnahmslos' mit der Berufswahl beschäftigen müssen, wie in diesen Wochen und Tagen, nachdem der totale Kriegseinsatz für alle deutschen Menschen erklärt wurde. Im Sturm der Ereignisse wollen wir aber nicht die planmäßige Ausbildung für diejenigen Berufe übersehen, die als ausgesprochene „Frauenberufe" schon immer für den Einsatz von Frauen und Mädchen besonders geeignet waren, und die gerade auch heute von kriegswichtiger Bedeutung sind. Denken wir nur an Den Beruf der Kindergärtnerin oder -Pflegerin. Arn 30. Juni 1942 gab es tm ganzen Reichsgebiet bereits rund 28 000 Kindertagesstätten mit über LI Millionen Plätzen, lieber 70 000 Fach- und Hilfskräften standen schon damals für die Betreuung in den Kindertagesstätten zur Verfügung. In unserem Gau waren es rund 1500 Kindertagesstätten mit der entsprechenden Anzahl von Fach- und Hilfskräften. Diese Zahlen reichen heute nicht mehr aus. Hundert- tausende von Kindern, deren Mütter in den kommenden Wochen der Arbeitsverpflichtung folgen werden, sollen tagsüber von der NSV. betreut werden. Da die vorhandenen Einrichtungen nicht ausreichen, wird die NSV. neue Unterbringungsmöglichkeiten für die Kinder bereitstellen müssen. Es ist dies nur ein Beispiel aus einem der Frauenberufe unserer NS.-Volkswohlfahrt. Auch Deren Bedarf an Volkspflegerinnen, Iugendleiterinnen, Kranken- und Säuglingsschwestern sowie Haushalthelferinnen wird von Tag zu Tag größer. Die An» foroerungen an die NSV. wachsen immer noch an und werden auch in Friedenszeiten nicht geringer werden in Anbetracht der gewaltigen und vielseitigen Aufgaben, die Der Führer der NS.-Volkswohl- fahrt zur Lösung übertragen hat. Die NSV. benötigt zur Erreichung ihrer Ziele Frauen und Mädchen, die, erfüllt von nationalsozialistischer Weltanschauung und ausgerüstet mit gründlichem Fachwissen, bereit sind. Dem Volk zu dienen. Diese Mitarbeiterinnen der NSV. sollen aus allen Volksschichten stammen, aus Stadt und Land. Durch die verschiedenen Ausbildungswege und Einsatzmöglichkeiten kann das praktisch veranlagte und geistig gut begabte Mädel eine voll befriedigende Tätigkeit, verbunden mit guten Aufstiegsmöglichkei- ten, finden. In den AusbilDungsstcttten der NSV. kann jedes einsatzbereite Mädel, auch wenn es die Ausbildungskosten nicht aufbringen kann, zu einer Fachkraft ausgebildet werden. Der Fachkräftebedarf ist so groß, daß der berufliche Einsatz immer gesichert ist. Das Eintrittsalter in Die Ausbildungsstätten der NSV. ist verschieden. So ist beispielsweise das Alter beim Eintritt in die Berufsausbildung Der Kinderpflegerin das 15. Lebensjahr, Der Kindergärtnerin das 16. Lebensjahr, Der Jugendleiterin das 21. Lebensjahr, der Volkspflegerin das 19. Lebensjahr und Der Kranken- unD Säuglingsschwester Das 18. Lebensjahr. Von der Schulentlassung bis zum Eintrittsalter kann ein als geeignet oefundenes Mädchen als NSP.-Vorschülerin aufgcnonuhen werden, wodurch ihm Gelegenheit gegeben ist, seine Eignung für einen sozialen Beruf unter Beweis zu stellen. Ist Das Aufnahmealter erreicht, so beginnt Die eigentliche AusilDung auf Dem Seminar, in Der Schule, im Krankenhaus oder in der Klinik. Die NSV. hat im Gau Hessen-Nassau mehrere Einrichtungen zur Ausbildung ihres Nachwuchses geschaffen, wovon hier folgende kurz erwähnt seien: 1. Das Seminar für Volkspflege in Buchschlag in Hessen bildet in drei nebeneinander laufenden zweijährigen Lehrgängen Volkspflegerinnen aus. 2. Eine Kinderpflegerinnenschule in Frankfurt a. M. mit l'/rjähriger Ausdil- Dunr'sDauer und Adschluhexamen. 3. Ein Kinder- gärt lerinnenfeminar mit zweijähriger Berufsausbildung und staatlichem Schlußexamen in Wiesbaden beginnt feine Ausbildungslehrgänge im Herbst 1943. 4. Für die Ausbildung des Schwestern- Nachwuchses stehen 10 Krankenpflegeschulen zur Verfügung. Davon sind zwei in Darmstadt, zwei in Frankfurt, zwei in Mainz und je eine in Worms, Hanau, Friedberg und Gießen. Allen Krankepflegeschulen sind zur Unterbringung Der Teilnehmerinnen Jungschwesternheime angegliedert. 5. Im NSV.'Schulheim in Frankfurt nm Main ist für befähigte Mitarbeiterinnen der NSV. Gelegenheit zur Fortbildung und Erreichung der Mittleren Reife gegeben, wodurch Der Weg für eine höhere Fa chb eru fs ausbildung frei wird. 6. Nach- schulungslehrgänge für Haushaltshelferinnen und Volkspflegerinnen. 7. In Der NSV. -Gauschule bei Mainz wird in fortlaufenden Kursen die Ausbildung der besten Kräfte innerhalb Der NS.- Volkswohlfahrt ergänzt. Frauen und Mädchen, die sich für einen Frauenberuf Der NSV. interessieren, roenDen sich am zweckmäßigsten an ihre NSV.-Kreisamtsleitung, von der alle Anträge bearbeitet und meitergeleitet werden. Au« der etaM Gießen j Die Operationsschwester. Tiefe Stille herrscht im Operationssaal, nur unterbrochen vom Klirren der Instrumente und Den leisen Anweisungen Des operierenden Arztes. Ruhig und sicher waltet Schwester Margarete ihres Amtes als Operationsschwester. Sie weiß genau, was Der Arzt braucht unD reicht ihm das Erforderliche zu, noch bevor er es verlangt. Eine der Iungschwestern — zum erstenmal bei einer Operation anwesend — ist ziemlich am Rande ihrer Nervenkraft angelangt. Die Operationsschwester streift sie mit einem flüchtigen Blick; sie kennt den Zustand, es packt jede beim erstenmal. Der Arzt legt die Instrumente aus der Hand. Schwester Margarete deckt Den Patienten sorgsam zu. Vorsichtig wirD er Dann hinausgefahren. Ein paar kurze Worte zwischen dem Arzt und der Operationsschwester, bann verläßt Der Arzt Den Saal — fertig für heute. Nun müssen die Instrumente gereinigt und verwahrt werden. Kurz und knapp gibt Schwester Margarete ihre Anweisungen. Die Jung- schwcstern machen sich ans Werk. Schwester Margarete aber wendet sich nun her Jungschwester Barbara zu. Die lehnt blaß und starr an der Wand und kämpft mit Tränen. Die freundlichen Worte der Operationsschwester lösen die Starre, sie ist bis ins tiefste- aufgerüttelt, die junge Schwester Barbara. Sie hatte so danach gedrängt, einmal bei einer Operation Dabei fein zu Dürfen, unD jetzt hatte sie Das Gefühl, versagt zu haben. Den Anforderungen nicht gewachsen zu sein. Schwester Margarete beruhigte sie. Mit diesem einen Mal sei noch gar nichts entschieden, außerdem habe Der Schwesternberuf so viele Einsatzmöglichkeiten außer den verschiedenen Tätigkeitsgebieten im Kranken hause: in Säuglingspflege, Kinderpflege, Gemeinde- pflege. Barbara' müsse sich ja nicht unbedingt bas Spezialgebiet der Operationsschwester aussuchen. Gewiß, aber Barbara hat nun einmal den Wunsch, gerade Helferin des Arztes im Operationssaale zu werden. Nun gut, doch bis dahin ist noch ein weiter Weg. Erst muß Barbara Die Schwesternprüfung ablegen, bann noch eine Zeit im Krankenhause praktisch arbeiten, Darauf erst kann sie daran denken, eine Spezialausbildung durchzumachen. Barbara hat also Zeit genug,'sich Darüber klar zu werden, ob ihre Begabung und Eignung für die Anforderungen, Die an Die Schwester als Helferin des Arztes gestellt werden, ausreichen. Und während sich Barbara getröstet und ermutigt Den Kameradinnen zureiht und hilft, wenden fid) Schwester Margaretes Gedanken dem eigenen Leben und zurückliegenden Jahren zu. Auch sie war einst Jungschwester, auch sie hatte Das Erlebnis Der ersten Overcttion tief erschüttert. UnD doch fand sie das Ziel, das unverrückbar vor ihren inneren Augen stand. Es war ein langer, mühevoller Weg gewesen. Wie gut haben es heute Die Iungschwestern in ihren schönen Heimen, unter mütterlicher Beratung! . Könnte ich nochmals sunp sein, ich würde von vorn anfangen, denkt Schwester Marggrete weiter — und wieder Schwester werden. H. A. Studienrat Dr. Fritz Fischer f. Allzu früh verschied im Alter von 53 Jahren Der Studienrat am Landgra'f-Ludwigs-Gymnasium Dr. Fritz Fischer. Am 13. April 1889 in Offenburg geboren, trat er Ostern 1898 in die Sexta des Land- grgf-Ludwigs-Gymnasiums zu Gießen ein. Im März 1907 bestand er die Reifeprüfung, dann studierte er bis 1912 in Gießen und Tübingen die alten Sprachen. Das Seminarjabr und das zweite Vorbereitungsjahr für das höhere Lehramt verbrachte er wiederum am Landgraf-Ludwigs-Gymnasium. Nach seiner Ernennung zum Studienassessor am 1. April 1914 trat er als Einjährig-Freiwilliger bei Dem Jnf.- Regt. 116 zu Gießen ein. Am Weltkrieg nahm er von Kriegsbeginn bis 15. Dezember 1918 teil. Im Juli 1915 wurDe er zum Leutnant d. R. befördert. Nad) seiner Entlassung aus dem Heeresdienst kehrte er als Volontär' an das Landgraf-Ludwigs-Gym- nafium zurück. Von April 1919 bis Ostern 1921 verwaltete er eine Lehrerstelle am Realgymnasium zu Gießen. Am 16. April 1921 wurde er zum Studien- rat am Landgraf-LuDwigs-Gymnasium ernannt, wo er bis September 1939 außerordentlich segensreich wirkte. Bei Kriegsausbruch wurde er als Haupt» mann zur Wehrmacht einberufen und am 1.11.1942 zum Maior d. R. befördert. Dr. Fischer war ein hervorragender Lehrer und Erzieher der Jugend. In unermüdlicher und rastloser Arbeit war er viele Jahre hindurch auch als Leiter der Altsprachlichen Abteilung des Pädagogi- lchen Seminars tcttig, um den Referendaren das Rüstzeug für den späteren Beruf mitzugeben. Großer Erfolg und nachhaltige Wirkung waren immer seiner unterrichtlichen und erzieherischen Tätigkeit befehle- Den. Durch fein freundliches, stets heiteres und liebe- volles Wesen hat er es während feiner zwanzigjährigen Tätigkeit am Landgraf-Ludwigs-Gymna- fium verstanden, sich die Zuneigung unD Liebe seiner Schüler, die Hochachtung und Wertschätzung Der Amtsgenossen unD Das Vertrauen der obersten Schul- behörDe unD auch der Elternschaft in reichstem Maße zu erwerben. Der Jugend trat er stets mit warmem Herzen und großem Verständnis entgegen; er war seinen Schülern ein väterlicher Freund und gütiger Berater. Das große Wohlwollen, das er jederzeit der Jugend entgegenbrachte, lag in seinem / edlen und vornehmen Charakter begründet. Er besaß ein tiefes Gemüt und ein goldenes Herz. Dr.'Fischer war ein Mann, der streng gegen sich selbst und unbeirrt von äußeren Einflüssen in hoher Auffassung feines Berufes einen geraden Mea durchs Leben ging, ein Mann von eiserner Selbstdisziplin und strengster Pflichterfüllung. Bei Den Lehrern und Schülern des Landgraf-Ludwias-Gymnasiums wird er in gutem Andenken bleiben. H'er gibt es keine Sremen. Zum Opfersonntag am 14. TNctrz. NSG. Unser Sozialismus zeigt uns allen und auch dem einlachsten Menschen unter uns, daß das Leben mehr bedeutet als nur arbeiten, essen und schlafen. Alle Probleme des nationalen Lebens und vor allem auch Der Zukunft unserer Nation werden vom Nationalsozialismus in Der Erziehung zu einem unüberwindlichen Gerne, nschattsernpfinden angepackt und bezwungen. Das Ziel dieser gemeinsamen Arbeit unseres Volkes ist Die Erreichung eines höheren Lebensstandes. Um Die Erhaltung dieses Sozialismus kämpft heute Der deutsche Soldat. In den Gewittern dieses größten aller Kriege setzt er unerschrocken und mutig sein Leben ein, Denn er weiß, daß ein totaler Krieg ausgetragen wird und daß es Dabei um Sein oder Nichtsein der ganzen Nation geht. Er weiß deshalb sein Leben und seine Waffen immer entscheidender ein zu setzen, immer opferbereit und treu. Diesem Ein» satz wird sich am kommenden Opfersonntag die Hei- mat an Die Sette stellen und durch ihre Spende zum Ausdruck bringen, daß sie verstanden hat, worum es in Den schweren Kämpfen im Osten geht. Auszeichnung für Stalingrad-KLmp'er NSG. Die Befehlshaber Der Wehrkreise werden Dafür sorgen. Daß alle Stalingrad-Kämpfer in Den Besitzt Der verdienten Auszeichnungen unD Karnvf- abzeichen gelangen, unb Daß Die Angehörigen aller gefallenen oDer vermißten Stalingrad-Kämpfer die diesen verliehenen Auszeichnungen nebst Besitz- urkunden ausgehändigt erhalten. Nähere Auskunft erteilt jedes Wehrmeldeamt. Der Unteroffizier im großdeutschen Heer. NSG. An allen Fronten sind es Unteroffiziere, die als Führer kleiner und kleinster Einheiten oft das Gefecht entscheiden. Als Gruppen- und Zugführer, als Stoßtruppführer, Nachrichtentruppführer, Gra natwerfertruppführer, als Geschützführer, als Stützpunkt- unb Panzerkommandanten. Ueberall bilden sie däs Rückgrat des Heeres. Einen großen Teil der Enderfolge verdanken wir ihrer Führung und Leistung. Jeder junge Deutsche, der gesund, zuverlässia und einsatzbereit ist, kann mit 17 Jahren als Unter offizier-Bewerber in das großdeutsche Heer ein- treten. Verpflichtung kann erfolgen für eine Dienst zeit von 4% ober 12 Jahren. Melbungen nimmt zu jeder Zeit das nächste Wehrbezirkskommanbo entgegen. Die Arbeitsdienstpflicht ist für Unteroffizier Bewerber auf brei Monate verkürzt. Truppeneinheit unb Waffengattung können selbst gewählt werden. Die Beförderung zum Unteroffizier ist bei Frontbewährung nach neunmonatiger Dienstzeit möglich. Bei entsprechender Leistung kann auch tue lieber» nähme in die Offizierslaufbahn erfolgen. Ein zweiter Weg zum aktiven Unteroffizier geht über die Unteroffizier-Schulen. Bewerbungen sind an das We^r bezirkskommando ober an die Annahmestellen für Heeres-Unteroffiziers-Schulen, Berlin W 35, Vikto riastraße 32, zu richten. Glück auf, Renate! Roman von Ernst Srau. 17. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Auch unerquickliche Dinge sollte Renate hier len» nenlernen. Büroklatsch blüht in jedem größeren Betrieb. Auch in den Kontoren von Hammerkott trieb er seine mitunter recht häßlichen Blüten, unb besonders „Die Neue" bot Anlaß zu mancherlei Vermutungen und hämischen Anmerkungen. Daß Terbrüggen sie so plötzlich außer der Zett eingestellt hatte, war noch nicht einmal sonderlich aufgefallen. Obgleich Der Pförtner in vertrautem Kreise ihr erstes Auftreten entsprechend geschildert und es an Den dabei Üblichen Randbemerkungen nicht hatte fehlen lassen. Daß sie Dann nicht gleich den rechten Ton fand, sich auf Die neue, ungewohnte Umgebung einzustellen, nahm man schon als Überheblichkeit auf. Aber ein richtiges Kopfzerbrechen gab es erst, als man sehen mußte, daß Direktor Terbrüggen Dieses neue Fräulein Schmidt so merkwürdig zuvorkommend behandelte, baß er für sie niemals ein grobes Wort fand, mit dem er sonst nicht gerade zu sparen pflegte. Das ging gewiß nicht mit rechten Dingen zu. Wußte man schon nicht so ganz, was man von Dem sonderbaren Verhältnis zwischen Terbrüggen und seinem Sekretär halten sollte, von dem doch manches Merkwürdige nach außen drang, so war man sich um so mehr Darüber im klaren, daß zwischen Dem Direktor und der „Neuen" gewisse Beziehungen bestehen mußten, die einige Vorsicht geboten. Diesem Terbrüggen war es schon zuzutrauen, daß er hier eine Aufpasserin hingesetzt hatte, die ihm alles hinterbringen würde, was für seine Ohren eigentlich »weniger bestimmt war. Nur Meinders lächelte zu solchen Erörterungen, aber er sprach stch nicht weiter aus. Er ahnte, daß hier mehr dahintersteckte und baute Darauf seine eigenen Pläne. So kam es, daß Renate, die sich redlich Mühe gab, ihren selbstgewäblten Posten auszufüllen, bald merken mußte, daß iyr von den Kollegen und Kolleginnen nicht Das Vertrauen entgegengebracht wurde, das sie erwartet hatte. Im Gegenteil, sie mußte sehr bald Die Erfahrung machen. Daß man sich ihr gegenüber verschlossener gab, als sie es nach ihrem eigenen Entgegenkommen hätte fordern Dürfen. Doch sie fand das alles zunächst noch ganz in Der Ordnung und glaubte, daß sich diese so wenig kameradschaftliche Zurückhaltung bei einem längeren Zusammenarbeiten schon legen würde. „Ich bin über Das Wochenende mit meinem Vater in Köln verabredet", sagte sie am Freitag zu Terbrüggen, als dieser eben damit fertig war, ihr eine Reihe von Briefen zu diktieren. Sie saß ihm Dabei gegenüber auf Dem Platz von Meinders und packte nun ihre Schreibsachen zusammen. „Wenn Sie vielleicht etwas Wichtiges für ihn haben, will ich es natürlich gern mitnehmen." Er sah sie einen Augenblick sinnend an. Sie fuhr nach Köln ... am Samstag ... ? Ein Gedanke sprang in ihm auf. Da bot sich vielleicht Die Möglichkeit, nach Der er schon feit Tagen suchte. „Wichtiges ...?" meinte er nachdenkend und hob die Schultern. „Da liegt im Augenblick wohl nichts besonderes vor. Aber Der letzte Monatsbericht ist fertig ... wenn Sie Den mitnehmen wollen ..." (5ie war schon auf Dem Wege zur Tür und blieb nun neben ihm stehen. „Gut. Aber vielleicht haben Sie noch etwas anderes, es braucht ja nicht ganz so wichtig zu sein, ich ... ich mochte ihm doch zeigen, daß ich mich hier schon etroas'eingearbeitet habe", setzte sie hinzu, vertraulicher, als sie es sonst gegen Terbrüggen war. Der horte diese Wandlung nicht ungern, und ein fast dankbarer Blick traf sie. Hübsch ist sie, dachte er dabei. Ein hübsches, gerade gewachsenes Mädchen, wie man es nicht alle Daye traf. Und in ihrer Hand lag alles, lag alle Macht, nach der er strebte. Wer einmal diese kleine Hand eroberte, war Herr auf Hammerkott. „Aber gern ... wenn ich Ihnen helfen kann ... natürlich", sagte er verbindlich und stand ebenfalls auf. Schade, daß ich ein wenig kleiner bin als sie, mußte er wieder denken. „Ihr Vater wird sich sicher sehr freuen, wenn er hört, daß Sie ... Er brach mitten im Satz ab, denn Meinders trat eben ein. Rasch wechselte er den Ton. „Also den Brief an das Syndikat schreiben Sie dann bitte zuerst, Fräulein Schmidt", fertigte er sie geschäftlich ab, und ein ärgerlicher Blick auf den anderen begleitete seine Worte. Mit unsteten Fingern kramte er hastig und ziellos in den Papieren, die sich vor ihm auf Dem Tisch häuften. Ich muß mir diesen Menschen vom Halse schaffen! Einmal muß es mir doch gelingen. Immer wieder sprang dieser Wunsch in ihm auf, wenn sich Der andere mit diesen unverschämt lässigen Bewegungen ihm gegenübersetzte. Er muß hier weg! Ich ertrage es ganz einfach nicht länger, daß er mir überall hier im Wege steht und mit seinem Wissen um die Vergangenheit Wucher treibt. Aber alle Versuche, Die er bisher in dieser Richtung unternommen hatte, waren stets an der Wachsamkeit Des anderen fehlgeschlagen. Meinders war ein schlauer Fuchs. Es sah aus, als ob er die Absicht hätte, sich für seinen Lebensabend hier zur Ruhe zu setzen. „Sagen Sie, Meinders", begann Terbrüggen nach einer Weile mit harmloser Miene, „ich habe schon wiederholt Darüber nachgedacht, daß es eigentlich an Der Zeit wäre, in Bremen ein eigenes Verkaufskontor einzurichten. Unsere Beziehungen zur Schifffahrt haben im Laufe Der Jahre Doch nun einen Umfang angenommen, der so etwas durchaus recht- fertigen wurde. Auch für den weiteren Ausbau unserer Exportverbindungen konnte es nur von Nutzen sein." Meinders zündete sich aufhorchend die unvermeid- Nche Zigarette an. Wenn Terbrüggen so freunb- Die Vausparer in der Gemeinschastsaufgabe des Wohnungsbaues. Ndz. Das Reichswirtschastsministerium hat im Einvernehmen mit dem Reichßwohnungskommissar Richtlinien erlassen, die im Sinne der Einordnung der Bausparer in das allgemeine Wohnungsbauprogramm die Werbung der Bausparkassen in die richtige Bahn lenken wollen Es sollen dadurch einerseits übertriebene Erwartungen auf ein gesundes Maß zurückgeschraubt werden. Andererseits soll jedoch dem Bausparer und in gleicher Weise dem freien Sparer die Gewißheit gegeben werden daß er im Rahmen der Gemeinschaftsaufgabe des Wohnungsbaues seinen Platz erhält. Der freie Wohnungsbau wird in den ersten Jahren nach dem Kriege wahrscheinlich noch starken Beschränkungen unterliegen. Der Wohnungsbau wird weitgehend gelenkt und gesteuert werden. Zunächst kommt es vor allem darauf an, zur Deckung des dringendsten Wohnraumbedarfs die vorhandenen Mittel mit größtmöglicher Wirkung einzusetzen. Der Reichswohnungskommissar hat erklärt, er wolle die Leistungen der freien Sparer und der Bausparer dadurch anerkennen, daß er vom zweiten Jahresbauprogramm der Nachkriegszeit an in steigendem Ausmaß Bausparer zum Eigenheimbau im Rahmen des sozialen Wohnungsbaues bevorzugt zulassen werde. Der Reichswohnungskommissar hat dabei auf einige für den Bausparer sehr wichtige Gesichtspunkte hingewiesen, die in einem Merkblatt für die Bausparer zusammengefaßt worden sind. Im Hinblick auf die weitgehende Normung, Typung und Rationalisierung des Wohnungsbaues und den sparsamsten Einsatz der Baustoffe wird es häufig nicht angängig sein, daß der einzelne Bausparer individuell so baut, wie ihm das vorschwebt. Er muß vielmehr die Typen und Normen berücksichtigen, die allgemein verbindlich aufgestellt werden. Er genießt dadurch aber auch die erheblichen Vorteile dieser Regelung. Da in den ersten Nachkriegsjahren naturgemäß in erster Linie an den Orten des dringendsten Bedarfs gebaut werden muß, können die Bausparer nicht damit rechnen, daß ihre Wünsche hinsichtlich Art und Lage ihrer Bauvorhaben in allen Fällen und yhne weiteres berücksichtigt werden können. Da ferner Vorsorge getroffen werden muß, daß solche Familien zuerst untergebracht werden müssen, deren. Wohnungsbedarf besonders vordringlich ist, wie Kriegsversehrte und Kinderreiche, erstreckt sich die Auslese nach diesen Gesichtspunkten auch auf die Bausparer. Schließlich wird sich aus Gründen der Rationalisierung häufig empfehlen, mehrere Bauvorhaben von Bausparern zusammenzufassen ünd durch geeignete Träger, von denen die Bausparer dann das fertige Eigenheim erwerben können, nach einheitlichen Plänen durchführen, zu lassen. Unter Berücksichtigung dieser Gesichtspunkte wird auch der Bausparer zu seinem Ziel kommen, denn grundsätzlich steht das Eigenheim im Wohnungsbauprogramm der Nachkriegszeit an bevorzugter Stelle. Deshalb wird auch nach wie vor Wert darauf gelegt, daß weiterhin Eigenkapital, das Voraussetzung für die spätere Förderung ist, angesammelt wird. Mit dem Leistungsabzeichen belohnt. Der Kreisobmann der Deutschen Arbeitsfront, Gauhauptstellenleiter der NSDAP. Goebel, überreichte in Anwesenheit des Fachstellenleiters Stein und des Kreiswarts Schemel vor dem Vertrauensrat der Firmen Faber & Schnepp und Martin AHermann diesen beiden Firmen das Leistungsabzeichen für vorbildliche Förderung von ,Lraft durch Freude". Pg. Goebel übermittelte den Betrieben die Glückwünsche der Deutschen Arbeitsfront mit dem mahnenden Hinweis, daß diese Anerkennung zu weiterer Leistung verpflichte und zur Erreichung des Endzieles, der Goldenen Fahne, anspornen möge. Die beiden Firmen haben sich nach den allgemein bekannten Richtlinien und Gesichtspunkten vorbildlich in ihren Betrieben für die Betreuungsarbeit von ,Kraft durch Freude" eingesetzt. Diese Betreuungsarbeit erstreckt sich auf die Betreuung des schaffenden Menschen am Arbeitsplatz, seine Gesunderhaltung und körperliche Ertüchtigung, die sinnvolle und bestmögliche Ausgestaltung des Arbeitsplatzes, den Erholungsurlaub und die geistig- seelifche Betreuung der Schaffenden in ihrem Feierabend. : Käsebereitung aus Magermilchquark. Manche' Hausfrau möchte aus dem Quark zur Abwechslung Käse bereiten. Die „Zeitschrift fürVolks- ernährung" teilt dafür folgendes Rezept mit: Man orge dafür, daß alle Molke aus dem Quark ent- ernt wird, was am besten in einem Beutel geschieht, »en man aufhängt. Die Molke fängt man in einer Schüssel auf und verwendet sie. Der Quark wird in einer Schüssel tüchtig mit etwas Salz und Kümmel durchgeknetet, dann formt man kleine, runde Hand- käschen. Diese legt man auf ein Küchenbrett und bestreut sie obenauf mit etwas feinem Salz, darüber brettet man ein Papier, daß kein Staub an den Käse tommt, und stellt ihn warm. Nach 24 Stunden wird der Käse umgedreht, was mit dem Tischmesser geschieht, und obenauf wieder wenig gesalzen. Nun wendet ipan die Käse alle Tage, bis sie ganz trocken sind. Dann legt man sie in einen irdenen Topf oder wickelt sie im Sommer in Meerrettichblätter. So bleiben sie einige Tage liegen, bis sie ganz reif und gelb sind. Diese selbstbereiteten Käschen schmecken zu Vollkornbrot auch ohne Butter. Gießener Schlachtviehmarkt. Auf dem gestrigen Gießener Schlachtoiehmarkt (Schlachtviehverteilungsmarkt) in der Viehversteige- rungshalle Rhein-Main kosteten: Ochsen 37 Rpf., Bulleb 35 bis 50, Kühe 15 bis 44, Färsen 25 bis 45, Kälber 30 bis 57, Schafe 40 bis 48 Rpf. je kg- Lebendgewicht. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgende Preise erzielt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,45 RM., bl (135 bis 149,5, kg) 1,43, b2 (120 bis 134,5 kg) 1,41, c (100 bis 119,3 kg) 1,37 d (80 bis 99,5 kg) 1,31, e bis f (unter 80 kg) 1,25, gl (fette Specksauen) 1,45, i (Altschneider) 1,41, g2 (andere Sauen) 1/31, h (Eber) 1,31 RM. M erlauf: alles zugeteilt. Serdunkelungszeil: 10. März von 19.15 bis 6.18 Uhr. *• Anschriftdoppel in Reisegepäck und Expreßgut. Um den Verlusten von Reisegepäck-und Expreßgut vorzubeugen, die durch Ablösen der Anschrift oder durch sonstige ungenügende Kennzeichnung entstehen, hat die Reichsbahn vorgeschrieben, daß in die Gepäck- und Expreßgutstücke ein Doppel der Anschrift einzulegen-ist. Läßt sich ein solches nicht einlegen, so ist außen eine zweite Anschrift durch Beklebung oder Anhänger anzubringen. Die aus der ungenügenden Kennzeichnung oder dem Fehlen des Anschriftdoppels entstandenen Nachteile hat der Reisende oder der Absender zu vertreten. Strafkammer Gießen. Der PH. V. in Nordeck fuhr im Oktober v. I. mit seinem Lastwagen von Londorf nach Grünberg, wobei sich bei Kesselbach ein folgenschwerer Unfall ereignete. Neben V. saß im Führerhaus des Wagens die Frieda H. aus Ermenrod, die demnächst seine Schwiegertochter werden sollte. Bei Kesselbach wird die Landstraße von der Reichsbahn gekreuzt. Der Bahnübergang ist unbeschrankt, aber durch ein Warnschild kenntlich gemacht. Die Straße ist übersichtlich, die Bahnanlage kann auf etwa 100 Schritte nach rechts und links übersehen werden. Der Angeklagte war durch seine früheren Fahrten mit der Ortslage bekannt. Bei der Annäherung an die vorerwähnte Kreuzungsstelle erblickte der Angeklagte plötzlich einen von rechts kommenden Personenzug. Er bremste sofort seinen Wagen und versuchte, ihn nach links neben den Bahnkörper zu fahren. Dies gelang ihm aber nicht mehr und er geriet auf den Bahnkörper. Der Wagen wurde von der Lokomotive erfaßt, herumgeschleudert und ein Stück neben der Straße mitgeschleift. Dabei wurde die im Führerhaus sitzende Frieda H. aus dem Wagen herausgeschleudert; sie stürzte auf den Fußpfad neben dem Bahnkörper, erlitt einen Schädelbruch und war auf der Stelle tot. Der Angeklagte blieb unverletzt. Es ist auch möglich, daß die Getötete aus dem Wagen gesprungen ist. Der Angeklagte behauptete, mit einer Geschwindigkeit von nur 30 bis 35 Kilometer gefahren zu sein. Das Läutewerk und das Pfeifen der Lokomotive will er nicht gehört haben. Er wisse auch nicht mehr, ob die H. aus dem Wagen herausgeschleudert wurde oder ob sie herausgesprungen ist. Der Anklagevertreter führte aus, der Unfall sei durch das unvorsichtige und unvorschristsMäßige Verhalten des Angeklagten verursacht worden; der Angeklagte habe bei der Annäherung an die fahrenstelle, die ihm bekannt gewesen sei, picht die nötige Sorgfalt gewahrt, indem er mit zu großer Geschwindigkeit gefahren sei. Hierdurch habe er den Wagen nicht mehr rechtzeitig zum Halten bringen können. Dem Antrag des Anklagevertreters entsprechend wurde der Angeklagte wegen fahrlässiger Tötung in Tateinheit mit fahrlässiger Transportgefährdung an Stelle einer an sich verwirkten Gefängnisstrafö von zwei Monaten zu einer Geldstrafe von 8 00 RM. verurteilt. In der Urteilsbegründung wurde ausgeführt, der Angeklagte habe es an der erforderlichen Sorgfalt fehlen lassen und den Tod der H. verschuldet. Aus drei Erwägungen sei er zu ganz besonderer Sorgfalt verpflichtet gewesen. Einmal sei der Wagen nicht ganz in Ordnung und daher nicht aanz zuverlässig gewesen, zum anderen habe der Angeklagte einen Fahrgast gehabt, für dessen Leben er verantwortlich gewesen sei, zum dritten sei ihm der Bahnübergang bekannb gewesen. Grundsätzlich werde bei derartigen Vergehen auf Freiheitsstrafe erkannt, aber mit Rücksicht darauf, daß der Angeklagte allgemein als vorsichtiger Fak^» rer geschildert 'werde, den Wagen nach Möglichkeit instandgehalten, Leinen Alkohol genossen und der Vater der Getöteten kein Interesse an einer Bestrafung habe, halte das Gericht mit einer Geldstrafe den Strafzweck für erreicht. Landkreis Gießen. * Groß en-Linden, 9. März. Der Turns verein Großen-Linde n führte in Schaums Saal ein Werbeturnen zugunsten des Kriegs-WHW. durch. Nach der Begrüßungsansprache des Vereins- führers Klingelhöf er begannen die Vorführungen. Schüler und Schülerinnen, sowie Turnei' und'Turnerinnen zeigten in wechselnder Folge Bodenturnen, Reigen, Gymnastik,' Barrenturnen und Pferdspringen. Eine Kreisfrauenriege führte eins Keulenübung, einen Volkstanz und eine Kürübung am Barren vor. Boxer zeigten je 3 mal 2 Minuten- Schaukämpfe. Besonderer Beifall wurde einer Grustps Kriegsversehrter eines Reserve-Lazaretts (Bein- amputierte) gezollt, die Bodenübungen, Hochsprung und Barrenturnen vorführten und Leistungen zeig? ten, die nur durch eisernen Willen und planvolles Training erreicht werden können. Oberarzt DL Leun, der ärztliche Betreuer dieser Sportler, legtä in kurzen Worten Sinn und Zweck des Devwunde-- tensports klar. Der Sportkreisführer des Kreises 23 Wetterau-Nord, Lehrer Heller (Wieseck), dankte allen Sportlern und hob hervor, daß nur durch beit Einsatz eines jeden das Ziel erreicht werden fönnto Schweinemarkt in Gedern. * Gedern, 9. März. Der heutige Schweine- markt war nur mit 14 Ferkeln im Alter von 8 bis 10 Wochen beschickt. Bei großer Nachfrage er« gaben sich sehr hohe Preise, dennoch wurden alle Tiere verkauft. Hauptschriftletter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des hauptschriftleiters: Ernst Blumschetn. Verantwortlich für Polittt und Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für das Feuilleton: Dr. Hans Thyriotj kür Stadt Giesien, Provinz Wirtichast und Spott: Ernst Blumschein. Druä und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckeret R. Lange K. Verlagsletter: Dr.-Jng. Erich Hamann: Anzeigenleiter:' Hans Beck. Anzeigenpreisliste Nr. g. 757 D HAMBURG« WIEN «POSEN LICHTSPIELTHEATER Ungarmädel tmC 779 D TML 2.30, 4.45,7.30; So. 2.00, 4.30.7.30 Ohr 'IDäscfiescfaädeTi rerfeiitewi! Name (787 D Ort:. über I Jahr! Ä NIVEA-CREME NIVEA-ZAHN- PASTA. NIVEA KINDERPUDER NIVEA KÖRPER PFLEGE Bleria-Palaet, Seltersweg: Liebesgeschichten Llcktspielhaui, Bahnhofstraße r zu melden. Gießen, den 6. März 1943. Dai wichtig ne beim „Geraniolen* hti Jede Menge kann zu jeder Zelt dazugelegt oder entnommen werden! Darum i Wenn erhöhte Zuteilungen erfolgen, Garant guter ArzneirPräparate - eeh 1893 AlklDslehEnöe, zuteil. Fran wird nach der Ostmark zu meinen 2 Jungen gesucht. Bin berufstätige Kriegerwitwe aus Oberhessen. 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Allen, die uns beim Heimgang meines lieben, unvergeßlichen Mannes, unseres lieben, guten Vaters, Schwiegersohnes, Bruders, Schwagers, Onkels, Schwiegervaters und Opas Wilhelm Rohrbach durch Wort und Schrift, sowie durch Kranzspenden ihre Anteilnahme bewiesen haben, sprechen wir unseren tiefgefühlten Dank aus. In tiefer Trauer namens der Hinterbliebenen: Frau Lina Rohrbach, geb. Alban. Siershahn, im März 1943. Jg. Frau sucht möbliertes Zimmer m. Kochgelegenbeit, evtl, gegen Mill;, i. Haush. Schr. Ang. unt. 01566 a. d.G.A. Zum l.Älvril möblierte 1- oder 2-Zimmer-Wohnung m.Küchenbenutz. von Ehepaar gesucht. - Schriftl. Ang. -unt. 01568 an b. Gieß. Anz. Tauschwohnung. Biete in Greifswald eine 2 1/2»3immers Wohn. m. Bad, Etagenheiz. und Gartenteil. Suche eine 3—4-Zimmer- Wobnung tn Gießen ober nächst. Umgeb. In wenigen Tagen sind uns auf unsere erste Anzeige hin aus Hausfrauenkreisen mehr als 20 OOO einzelne Abforderungen der Lehrschrift ,,VVäscheschäden“ zugegangen. 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März 1943. 01533 Kraftfahrer oder Beifahrer zur Warenverteilung per Lieferwagen geeignet, gesucht, l 01547 £mst Farnes Käse- u. Margarine- Großhandel Gießen, Hor&-Wessel -Wall 28. Für unsere Großhandlung ! kaiilmäno. mäoniieher Lehrling gesucht. Einstellung erfolgt über das Arbeitsamt. Schr. Bewerbungen mit Abgangszeugnis an Lehfeldt & Schäfer Liebigstraße 13. [705d An den Folgen einer Verletzung verstarb am 9. März mein herzensguter Mann, unser lieber Vater, Bruder, Schwiegervater, Großvater, Schwiegersohn, Schwager, Onkel, Pate u.Neffe Job. Georg Häuser XVII. Straßenwärter im 61. Lebensjahr. Die trauernden Hinterbliebenen: Frau Math. Häuser, geb. Röhmig; Karl Häuser, 1. Z. bei der Wehrmacht, und Familie; Anna Häuser und Kind; Otto Häuser, z.Z. im Felde, und Braut; nebät allen Angehörigen. Watzenborn-Steinberg, Annerod, Holzhausen Kassel, den 10. März 1943. Die Beerdigung findet am Donnerstag, dem 11. März, 16.15 Uhr, zu Watzenborn-Steinberg, vom Trauerhause Schulstr. 9 aus statt. 01585 Betr.: Weibnachts-Sonderzuteilung von Hülsen- früdjtcn und Sonderzuteilung von Bülsen- frnchten mnd ReiS in der 45. Zutrilungs- veriode. Gemeinsame Bekanntmachung der Landritte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen und Lauterbach, sowie des Oberbürgermeisters der Stadt Gießen. Auf Weisung der Hauptvereinigung der deut' schon Getreide- und Futtennittelwirtschaft vom 12. Dezember 1942 haben die Einzelhändler die ihnen zugestellten Empsangsbescheinigungen über Reis biS rum 15. März 1943 an den Vorlieseranten zur Abdeckung der im voraus erhaltenen Ware auszuhändigen. Bis zum gleichen Zeitvuntt haben die Einzelhändler auch die Empfangsbescheinigungen über die Ausgabe von Hülsenfrüchten der Weihnachts-Sonderzuteilung und der 45. Zutei- lungsperiode an den Vorlieseranten einmreichen. Gleichzeitig sind die bei dem Einzelhändler noch verbliebenen Restmengen bei der Aushändigung der Empfangsbescheinigungen an den Großhandel Für die Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen und Lauterbach, sowie den Oberbürgermeister der Stadt Gießen Der Landrat des Landkreises Gießen» Dr. Lotz. Hiesiges Werk sucht tüchtigen Werkmeister für eine interessante und aussichtsreiche Tätigkeit in der Kleingerätefertigung der Metallindustrie. Bewerber, auch Feinmechaniker, denen Arbeitsplatzwechsel mögt., können sich melden unter 754D an den Gießener Anzeiger. Die Einstellung erfolgt über das Arbeitsamt. Konversations- Lexikon auch ölt. Jahrgang, mit Ergänzungsbänd./ z. kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 01574 a.d.G.A. Suche z. kaufen: Weigand Deutsch.Wörter- buch, 5. Auflage, 2 Bände. Schriftl. Angeb. unter 01571 an den Gieß. Anz. | Verschiedenes! Wo lernt man linisOOüöifl Beiden? Schr. Ang: unt. 01564 a.d.G.A. Verloren am 15. 2. Mb. Brosche m. 2 dunkelbl., flachen Steinen. Da einziges und letztes Andenken an einen Verstorbenen, bitte ich um Rückgabe gegen gute Belohnung. [01588 Settersweg 38, III. St., links. Meine Anzeig en Im (Siebener Anzeiger werden von Lausenden beachtet und aeleieu. Biete geräumige 5-ZimflierwohDüDg m. Bad, in guter Wohnlage. Suche sonnige 6-Zimm.-Wohn. mit Bad und Gartenanteil, mögl. in freier Lage. - Schriftl. Ang. unt. 703 D an 0. Gieß. Anz. VohDUDOstaoseh. Suche in Gießen 4—5-Zimmer-. Wohnung. Biete in Wiesbaden schöne 4-Zimm.-Wohn. m. sämtl. Zubeh. Schr. Ang. unt. 01556 a.d.G.A. Zimmer mit Küche, oder 2 leere Zimmer zu mieten gesucht. - Schriftl. Ang. unt. 01406 an d. Gieß. Anz. L^ter 01458 an Schr. Ang. unt. den Gleb. Anz.01S69a.b.G.A. | Vermietungen*] WUmmet in gutem Hause, Sonnenseite, zu vermieten, Schr. Ang. unt. 01563 a.d.G.A. Möbl. Zimmer m. Herd a. Frau oder Fräulein ab 15. März zu vermieten, loiösi Krofd. Str. 191. | Mietgesuche | Fndustrie- Vertreter sucht für sofort oder später Biete schöne, sonnige r-Zimm.-Wolm. 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