Mittwoch, 10. ZebruarMZ Gietzener Anzeiger bin-. YZ. Jahrgang Nr. 3^ Ufi erertacrS Betlanm ? (Shefiener rtamihenblättei Heimat imBlld'DieSckolle LlezuaSvreiSr Monatlich . . i 8uftellflebü6r .. „ - 28 auch Ne Nichterichemen von etmrlnen Nummern tniolae böberer Gewalt Aernlvrechanichluk 2251 Drabtan'tvrifi Lln,eraer" <Önfhrbprf 11 ft«« ftrrmff /M Annahme von diuemeu für die Mittagsnummer biS 8,/1 Ubr deeBornrittag- An-etaen^rette für die Nttl>imeter'8etl« von 22 Millimeter Breite: 7Rvi ftir fVamiltenan* zeigen und vrivare Gelegenbeiisanzeige« 14Nvi. t. Werbeanzeigen und aeichäftlrcke Gelegenbeitsanzeigen Vlavvor'chrrft (vorberrge Bererndaruna) 2K*/0 mehr drShksche UnioersttStr-enckereiL t«qt General-AnzeigersürCberheffen wa ni iP fe£ inb k •-V4. ■ -:■< 4^. - : deutsche igen nach der Besetzung der Phi- Neuguinea, den Salomonen und :e zufühlen und dran. Its j Paul Ernst. opfern. r. ng 3D roltiW rebr.l^ Totaler Krieg fordert totalen Einsatz sich in vollkommener Orllnung. Die Dell kann nicht bestehen, wenn die Menschen selbstfüchlig find; es muh Menschen geben, welche sich Gema ’estlalcii ;r Fitöi res bekacr ichelhas lar 1W rnhau» tflj Der totale Arbeitseinsatz. Gauleiter Sauckel über die neueste« Maßnahmen. 6eM? M: MS ÜM llumiita Senge I1 (ES Oer Webrmachtbericht. DRV. Ans dem Führerhaupkqnartie Soweit bekannt, wurden in diesen Kämpfen seit August v. 3. 25 000 Mann feindlicher Truppen v e r * nichtet, mehr als 240 feindliche Flugzeuge, über 30 Geschütze und 25 Tanks zerstört. Die japanischen Verluste belaufen sich auf 16 734 Mann und 139 lippinen bis nach Neuguinea, den Salomonen und den Gilbert-Inseln vor, während andere Streitkräfte die Eroberung Niederländisch-Indiens abschlossen. Die Briten und ihre Verbündeten wurden überall zum Rückzug gezwungen, und als Phase des Rückzuges wird dieser Teil des ostasiatischen Krieges in die Geschichte eingehen. Erst die Jahreszeit setzte dem Vordringen der Japaner mit dem Einsetzen der Monsun-Regen ein Ziel und gewahrte den Angelsachsen eine Atempause, in der sie ihre Lage überblicken und erstmals vorsichtige Pläne für die Zu- Nach dem Abschuß des 60. Sowjetpanzers wurde dem jetzt zum Leutnant beförderten Oberwachtmeister Hugo P r i m 0 z i c vom Führer das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. Reichsminister Dr. Goebbels empfing den Eichenlaubträger Primozic mit den tapferen Kameraden seines Geschützes. (PK.-Kriegsberichter Mandler. fPBZ.°Sch.s) hingen. „Glaube und Wille des Führers" — so führte er aus — „haben Deutschland bereits einmal vor dem inneren Verfall gerettet, dessen Folge auch ein staatlicher Verfall des Reichs gewesen war. Der Führer wird auch diesen ungleich größeren und schwereren äußeren Kampf zugunsten Großdeutsch- lands entscheiden. Dazu gehört aber, daß jeder Deutsche ausnahmslos mit anpackt, denn nur Deutschland ist fähig, sich dem Bolschewismus ernsthaft entgegenzustemmen. Für uns gibt es nur unerbittlichen Kampf gegen unsere Gegner. Wir nehmen Stzrlingxad als ein Warnungssignal des Schicksals, das uns damit zur äußersten Kraftanstrengung aufruft. Wer jetzt im Inneren noch nörgelt, ist ebenfalls unser Feind. Wir verlangen von jedem ein bedingungsloses Bekennt» nis zu Deutschland. Die Engländer bilden sich ein, hart zu sein. Sie werden sehen, daß Deutschland viel harter ist als sie." Kameraden eines Sturmgeschützes. selbst zugeben, ein Sechstel der Bevölkerung die Stadt Kalkutta verlassen. Seitdem sind weitere Hunderttausende von Bewohnern geflüchtet, .darunter zahlreiche Fabrik- und Hafenarbeiter, Eisenbahner usw. Alle britischen Bemühungen, sie zur Rückkehr zu bewegen, waren erfolglos. Britische Militärtransporte im östlichen Indien sind schwer gestört worden durch den Mangel an Eisenbahnpersonal und die zunehmenden Sabotageakte durch indische Nationalisten. Britische Gerichtshöfe und andere Regie- rungsämter in Bengalen und Assam sind fast vollständig verlassen, da auch eine beträchtliche Anzahl von britischen Zivilbeamten und Geschäftsleuten Kalkutta verlassen haben und sich nach Bombay, Karachi und anderen Städten begeben. tn Hermann Göring im ersten Kriegsjahr erin- »rn: „W i r sind alle Soldaten, ob Mann st er Frau!" Damals war es ein Beispiel, heute ist « ernste Wirklichkeit. Der Soldat an- der Front handelt im Rahmen enes Befehls nach feinem soldatischen Pflichtgefühl, i kennt nur ein Gesetz: Jeder Befehl ist heilig und h jjjfc erfüllt werden. Der Befehl aber erhält erst «stattende Kraft durch den Willen des einzelnen, M voll für die Durchführung des Befehls einzu- fceh. Wenn heute unsere Soldaten Tausende von -lometern von der Heimatgrenze entfernt kämpfen, dmn erkennen wir darin die Durchführung des ihnen «wordenen Befehls, die Sicherung der Grenzen un» allen Umständen zu gewährleisten. Heute stehen wir unter den gleichen Gesetzen wie Die deutschen Truppen Wetter in schweren Abwehrkämpfen r S, mpi 9. Aebr. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 3m Süden der Ostfront nahm der Ansturm des Feindes an Heftigkeit zu. Die deutschen Truppen standen in beiden Kampfabschnitten in schweren Abwehrkämpfen gegen Durchbruchs- und Umfassungsversuche des unter starkem Kräfteeinsah angreifenden Feindes. 3m Westkaukasus wurden örtlich begrenzte Vorstöße der Sowjets abgewiesen. Gegen erneute feindliche Angriffe im Mündungsgebiet des Don find eigene Gegenangriffe im Gange. Arn unteren Don, im gesamten Donez- gebiet und westlich des Oskol-Abschnittes erneuerten die Volschewisten ihre Angriffe auf breiter Front. Sie wurde« tn schweren Kämpfen abgeschlagen oder im Gegenangriff aufgefangen. Die Kämpfe dauern weiter an. 3n der schweren Abwehrschlacht bewähren sich unsere Verbände immer aufs neue gegenüber einer großen feindlichen Uebermacht und bei ungünstigsten wetterverhält- nissen. Die Fortsetzung der Angriffe südlich des Ladoga- fees gegen unsere Abwehrfront brachte den Bolschewisten schwerste Verluste ohne jeden Gelände- gewinu. 3n Ostkaretien wurden Mehrere feindliche Vorstöße unter beträchtlichen Verlusten des Gegners an Menschen und Material abgewehrt. 3m libysch-tunesischen Grenzgebiet scheiterte ein feindlicher Angriff gegen unsere Stellungen. Sofort einfehende Gegenstöße zwangen den Feind zum Rückzug. Deutsche Fliegerverbände griffen den Feind überraschend an und fügten ihm empfindliche Verluste an Menschen, schweren Waffen und motorisierten Fahrzeugen zu. Deutsche 3äger zersprengten an der Ostküste Tunesiens feindliche Domber- und 3agdverbände und schossen bei einem eigenen Verlust dreizehn Flugzeuge ab. Anter Verletzung schwedischen Hoheitsgebietes flogen in der vergangenen Rächt einzelne feindliche Flugzeuge in dü» Ostseeraum ein. Bombenwürfe wurden nicht festgestellt. die $ ässy ’N Der Generalbevollmächtigte für den Arbeitseinsatz, Gauleiter S a u ck e l, sprach vor der Presse über die neuesten Maßnahmen zur totalen Mobilisierung aller Kräfte. Sie sei nicht durch die militärischen Verhältnisse dieses Winters bedingt, sondern entspreche einer langfristigen Planung. In einem geeigneten Augenblick schreite man zur Ausschöpfung der vorhandenen Reserven. Im vergangenen Frühjahr seien statt dessen die ausländischen Arbeiter herangezogen worden. Sie hätten sich inzwischen eingewöhnt und arbeiteten in der großen Mehrzahl durchaus zuverlässig, so daß die Arbeitsleistung zwischen 65 und 100 v. H. liege. Diese Kräfte könnten alle Anforderungen der deutschen Kriegswirtschaft durchhalten. Von den vier Millionen ausländischer Arbeiter seien allein im letzten Jahre drei nach Deutschland gekommen. Deutschland tue alles, um sie leistungsfähig zu erhalten. Sie seien so untergebracht und ernährt, daß sie der deutschen Kriegswirtschaft auch in einem beliebig langen Krieg mit unverminderter Kraft zur Verfügung stünden. Der Krankenstand betrage 2 v. H. und sei somit noch geringer als bei den deutschen, zu Hause wohnenden Ar- beitem. Jetzt komme es daraus an, durch Heranziehung weiterer Reserven deutsche Männer für die Front freizumachen. Was an Soldaten gebraucht werde, werde voll durch andere Arbeitskräfte ersetzt werden. Daß die Lebenskraft der Frau keine Schädigung erleiden bürfe, fei selbstverständlich. Partei, Arbeitsfront und NSV. würden dafür sorgen, daß die Frauen gut betreut würden und daß auch für die Kinder gesorgt werde, die Arbeitsämter seien angewiesen worden, mit den Melde» pflichtigen vertrauensvoll zusammenzuarbeiten. Es kämen zuerst die Frauen an die Reihe, die keine Rücksichten zu nehmen hätten. Mit den steigenden Anforderungen werde bann zum totalen Arbeitseinsatz übergegangen werden. Es verstehe sich von selbst, baß nur Menschen erfaßt würden, für die auch ein Arbeitsplatz vorhanden fei. Auch müßten die Arbeitskräfte für die Arbeit verwendet werden, für die sie sich am besten eigneten. Durch mehrfache Umschichtungen werde es aber immer möglich fein, die Arbeitsplätze wieder aufzufüllen, die durch Einziehungen zur Wehrmacht frei geworden feien und eine möglichst gleichwertige Arbeitskraft an die Stelle des Einrückenden zu fetzen. »Deutschland ist viel härter.^ Tilsit, 9. Febr. (DNB.) Die in Mitteldeutschland begonnene Reise setzte Reichsorganisationsleiter Dr. fiep in Ostpreußen fort. Wieder sprach Dr. fiep täglich mehrere Male in den Betrieben vor Rüstungsschaffenden und in öffentlichen Dersamm- 1Od0’! r> 20.1i; jversiti1 der Soldat: Wir müssen und wollen siegen. Die Zeit ist gekommen, wo auch die letzte Kraft in der Heimat organisiert und mobilisiert werden muß. Wir sind alle Soldaten. Es gibt für niemand eine Ausnahme. Das Höchste sind Volk und Vaterland, für deren Zukunft und Freiheit der Sieg errungen werden muß. Wir wissen, daß im deutschen Volk noch ungeahnte,' bisher ungenützte Kräfte zur Verfügung stehen. Mit diesen Kräften heißt es haushälterisch umgehen. Jede Kraft muß ihrer besonderen Fähigkeit gemäß dort eingesetzt werden, wo sie den größten Nutzeffekt erzeugt. Das ist das Ziel der Arbeitsmeldepflicht. Wie der Generalstabschef einer Armee den Sieg organisiert durch Ausarbeitung des Ope- rationsplaües und durch genau festgesetzten Einsatz der zur Verfügung stehenden Kampfoerbände, genau so muß auch in der Heimat der Sieg organisiert werden durch Mobilisierung und sorgfältigsten Einsatz der zur Verfügung stehenden Arbeitskräfte. kWÜD-^l en anli-1 jgdai^l n untfl Front hat uns Aufgabe und Pflicht vorge- ,'ft. Ohne den höchsten Einsatz unserer ganzen illenskraft und Willenstat ist der Sieg nicht zu ringen. Wir sollten uns heute alle des Wortes Flugzeuge. Oie Seeschlacht bei der Ffabell -Insel. Ein abschließender japanischer Bericht. Tokio, 10. Febr. (DNB. Funkspruch.) Das Hauptquartier gibt bekannt, daß die japanische Marine in der Zeit zwischen dem 1. und 7. Februar in den Gewässern südöstlich der Isabel l - I n s e l der Salomon-Gruppe insgesamt 13 'feindliche Schiffe versenkte und 86 Flugzeuge ab schoß. Im einzelnen verlor der Feind zwei Kreuzer, wovon einer in wenigen Minuten versenkt wurde, einen Zerstörer und zehn Torpedoboote, außerdem 86 Flugzeuge. Die japanischen Verluste beliefen sich auf drei Zerstörer, die beschädigt wurden, davon einer schwer, außerdem 12 Flugzeuge, die nicht zurück- kehrten. Das Hauptquartier hatte am 4. Februar bereits ein Zwischenergebnis bekanntgegeben. Bis zu diesem Zeitpunkt waren ein Kreuzer versenkt, ein Kreuzer beschädigt und 33 Flugzeuge abgeschossen. Der Erfolg -Berlin, 9 Febr. (DNB.) Im Süden der Ost- tent standen die deutschen Truppen am Montag in erbitterten Abwehrkämpfen gegen die mit starken jäften und an den Schwerpunkten noch heftiger i bisher angreifenden Bolschewisten. Im Gebiet js unteren Kuban brachen die Vorstöße größer feindlicher Verbünde im Sperrfeuer oder im »genstoß unter hohen Verlusten für die Sowjets jammen. Bei einem dieser energischen Gegenstöße züchteten Teile einer Jägerdlvision die Masse k sie angreifenden Bolschewisten, die an dieser gelle allein über 1000 Gefallene und zahlreiche Ge- frgene verloren. Am unteren Don und im gesamten Do- nt 3 g e b i e t verstärkten sich die Angriffe der Sow- jd$. Heftige Schneestürme und starke Verwehungen k^chwerten insbesondere am oberen Donez die Hmpfhandlungen. Nach schweren Artillerie-Duellen Orden die zahlreichen Vorstöße von unseren Truppri abgeschlagen oder in der Tiefe des Kampffeldes gefangen. Mehrfach gingen unsere Kampfarup- Ptt zu Gegenangriffen über, bei denen der Feind redliche Verluste an Menschen, Panzern und Waf- j:r erlitt. Die tm Wehrmachtbericht vom 6.2. getunte 7. Panzer-Division vernichtete im Don-Do- ||>geblet innerhalb eines Monats 236 Panzer, 59 ch chütze, 226 Panzerabwehrkanonen und daneben tre große Anzahl anderen Kriegsgerats. In diesem hmpfgebiet haben sich auch ungarischeTrup- p n aufopfernd geschlagen. Der Feind hatte an wer Stelle die Verteidigungslinien durchbrochen 1 1 war mit Panzern weitergestoßen. Um die Ge- f r der Umklammerung von den Nachbardivisionen «uwehren, igelten sich einzelne Honoed-D"rbände und sicherten die Umgruppierung ber übrigen nk i arisch en Einheiten. Sie kämpften bis zur letzten Girinate und letzten Patrone gegen die von allen 6t ten anstürmende Uebermacht, dann erst brachen jk im Nahkampf zur Auffangstellung durch. 'luch im Raum westlich des Oskol griffen Bii Bolschewisten im Schutze heftiger Schneestürme breiter Front an. Der gleichzeitige Kampf unse- !’i Truppen gegen die feindliche Uebermacht und die Milben der Witterung stellte hier besonders hohe Ir'orberungen an jeden einzelnen Soldaten. Wenn tu3 die feindlichen Panzer aufgehalten und zurück- Vhrängt wurden, so konnte es doch nicht verhindert irben, daß der Feind an einigen Stellen Boden fkvann. Unsere Flieaer nutzten jede kleine Aufbel- hig des Wetters zu Angriffsflügen aus. Sie warfen tte Bomben besonders auf Ortschaften, in denen h Feind Artillerie- und KolonKnfahrzeuge zu- Hvinengezogen hatte. Noch tr^er in das feindliche Mierland vorstoßende Kampfflugzeuge zerschlugen A; Bahnlinie. unserer japanischen Verbündeten, der dem Sieg bei der Rennel-Jnsel unmittelbar folgte, konnte also noch wesentlich vergrößert werden. Oie japanischen Lustangriffe auf Ostindien. Bangkok, 9. Febr. (Europapreß.) Weitgehende Verwirrung und Panik herrscht unter den britischen Militär- und Zivilbehörden in den östli- chen Teilen Indiens infolge der japanischen Luftangriffe auf Kalkutta, Tschi11ag 0 ng und andere britisch-nordameni konische Militärstützpunkte. Nach dem ersten Luftangriff hat, wie die Briten Nach dem Verlust von Singapur Von unserem Dr. L.-Korrespondenten. kunft machen konnten. Der Verlust von Singapur hatte für die strategische Planung vor allem deshalb so große Bedeutung, weil dadurch die britischen Besitzungen östlich von Suez nicht mehr a 1-5 Einheit betrachtet werden konnten. Wie früher Singapur das Bindeglied zwischen Indien, China und den pazifischen Dominien gewesen war, so bildet es jetzt eine unübersteigliche Schranke. An Stelle eines einheitlichen strategischen Plans sollten nun zwei getrennte Pläne aufgestellt werden. Da aber Englands Arm nicht mehr stark genug war, um über die von Japan errichtete Schranke himyegzureichen, fielen Australien und Neuseeland den USA. als Schutzbefohlene zu und wurden gerne aufgenommen, ohne daß oie Amerikaner die Absicht gehabt hätten, etwa die Rolle eines selbstlosen und ehrlichen Treuhänders zu spielen. Doch die polftischen Folgen des Falles von Singapur werden noch weiter unten besprochen werden. Die militärischen Aufgaben verteilen sich jedenfalls — ohne daß die Welt von einer ausdrücklichen Abmachung dieser Art Kenntnis erhalten hätte — in der Weife, daß England sich vor allem auf die Verteidigung Indiens und des Indischen Ozeans beschränken sollte, während die Sicherung der beiden pazifischen •kWÜD-^ en aDH ngdanR Stockholm, tm Februar 1943. Unter den vielen Überraschungen und Enttäuschungen, welche die Engländer in diesem Kriege bisher erlebt haben, ist der Zusammenbruch ihrer Stellungen in Ostasien in dem kurzen Zeitraum von nur drei Monaten die größte und bitterste gewesen. Sie wird wohl höchstens durch die Bestürzung übertroffen, mit der die Nordamerikaner ihre Hoffnungen auf einen raschen Sieg über das Reich der auf» gehenden Sonne unter den Schlägen der japanischen Flotte und Luftwaffe dahinsinken sahen. Die Ursachen der Enttäuschung waren auch bei den Engländern andere als bei den Nordamerikanern, welche die Japaner einfach nicht ernst genommen hatten. Die Engländer waren, wenngleich immer noch zu Illusionen geneigt, durch die Erfahrungen klüger geworden, welche sie mit der zu geringen Einschätzung ihrer europäischen Gegner bereits gemacht hatten. Trotzdem war die englische Enttäuschung- unmittelbar eine Folge der amerikanischen Illusionen, denn die britische Regierung hatte sich, da ihr selbst die Mittel zur Verteidigung ihrer ostasiatischen Defitzungen fehlten, für den Fall eines Krieges mit Japan nahezu gänzlich auf die amerikanische Waffenhilfe verlassen. Der Erfolg von Pearl Harbour machte daher den Fall von Singapur unvermeidlich. Trotzdem war der Verlust Singapurs der entscheidende Höhepunkt der ersten Kriegsphase in Ostasien. Mit ihm verloren die Engländer nicht nur eine militärische Schlüsselstellung, sondern auch einen sehr großen Teil ihres politischen Prestiges in den Gebieten östlich von Suez. Die R ä u m u n g B u r - mos wurde im gleichen Augenblick eine militärische Notwendigkeit, die Kämpfe, welche dem von General Alexander geführten Rückzug vorausgingen, hatten nur hinhaltenden Charakter. Gleichzeitig begannen die Japaner, von Formosa aus nach Südosten vor- Wir organisieren den Sieg. ■'M] Mit dem Aufruf des Führers an das beutfc,. $3lf am 30. Januar 1943 wurde das Aufgabenge- et der Heimat für den deutschen Sieg abgesteckt. 2 of io, 9. Februar. (Europapreß.) Die Zuruck- föung der japanischen Truppen aus Buna an I»Nordostküste von Neuguinea und der Salomonen- $:l ©uaöalcanar nach Erfüllung ihrer Auf- , I loten wurde durch das japanische Hauptquartter Thnntgegeben. ’ tvtrtH L$ös Hauptquartier gab dazu folgenden Bericht prius: „Die im Südwestpazifik stehenden iapa» 1 Wen Militär- und Flottenstreitkräfte haben seit vergangenen Sommer starke Truppenverbande Neuguinea, den Salomonen und strockeglsch öligen Punkten entsandt, großangelegte Gegen- griffe des Feindes zum Scheitern gebracht und firt eine neue Basis für Anariffsope- ion en geschaffen. Die japanischen Truppen, kauf Buna (Neuguinea) vorgingen, um Diele Herationen zu unterstützen, brachen trotz zahlen- J;iger Unterlegenheit erbitterten Widerstand des weners und wurden nach Erledigung ihrer Auf- 9btn Ende Januar nach anderen st r a t e g t • Hhn Punkten verlegt. Den ..lapanüchen liiopen, die den Befehl hatten, in ähnlicher Weise f Operationen auf der Insel Guadalcanar 1 lecken, gelang es, starke feindlich Verbände em- ^lleßen, die feit August ununterbrochen auf Der Wl gelandet waren, wobei die Kampfkraft der Endeten Feindtruppen gebrochen wurde. Diele tapen wurden, nachdem sie ihr Ziel erreicht ?bn, Anfang Februar nach einem anderen luntt beordert. Im Verlaus dieser Unter» hnungen übten die japanischen Streitkräfte einen hier en Druck auf den Gegner aus und vereitelten ht Aktionen. Der Abtransport der Truppen voll- Abschluß der Kämpfe auf Guadalcanar Ulk. . r. \ fcöfnnnt mitrhon in hipfpn Kömnien fei nwrren, Im französischen Staatsanzeiger wird der Jahr- (Scherl-Archiv-M.) kann, dann wird es überall hell fein, außer für mand bad das gleiche tun. >une" mit der eien niemals ©er Wettlauf um den Thron — eine afrikanische Tierfabel. Oie kleinen Nationen Europas sollen Moskau ausgeliefert werden Helsinki, 9. Febr. (DNB.) „Ajan Suunta" verweist auf die Meinung des USA.-Juden Walter Lipp mann in der „New York Herald Tribüne" über die Anwendung der Atlantik-Deklaration au ich schon darauf fitze!" Es war Adowa. der Hirsch, er hatte sich beim Beginn in der Nahe M Elefanten gehalten, sprang dann auf ihn und sich am Schwänze fest; nur infolge feinerJn®} Haut und des starken Laufens merkte der Tlesav» nichts. Als er sich nun nach dem Sprecher um wandte, ließ sich Adowa auf den Thron gleiten, b der Elefant mußte ihn anerkennen. Seit dieser «o®* darf von dem Felle des Adowa nur der erste Haup^ ling der Gaor Gebrauch machen, der König Accra; er benutzt es zu seinem Amtshrch llnb die f, daß M au hssch ai ft auf I In den Gewässern von Algier versenkten zwei italienische U-Boote einen im Geleitzug fahrenden 10 000-Tonnen-Dampfer und ein Torpedoboot. laufen. Wie man sich denken kann, erreichte o* Elefant zuerst den Thron. Als er sich aber barcu setzten wollte, schrie etwas hinter ihm: „Zerdru- mich nicht, zerdrück mich nicht, siehst du nicht, DM * W1 J @03/ d.7' S- [J Bl! fcn. WS Her gl Lfinf 1 U au Wbe! O se ^iibahn fftn !das Bleib- ft* rnen. / 5!?n di den [ nicht Mtn. Itr beg w se ilrSU kr auf unteren i3 oder E abtt MW Ei fber aui HOU I ihl W'. ohne Wen e WnEl! js die bei |8afd)( m Mei fljenm meist iKlleg [wwn JM k fU[t m rnnjs fpLr nuf sa man Erfahrungen darüber befreit worden waren, trafen in Madrid em. Es habe, was ^die Sowjetunion unter einer Anpassung handelt sich um jungen, dievor Jahren^von der an ihre Volitik versiehe. Die im Herbst 1940 von eMstigen rotspanischen Neglerung nach der Sow- Molotow in Berlin vorgebrachte Forderung beweise jetunion verschickt und spater vonden Bolschewlsten die Absichten zur.Genüge. Finnland werde sich nicht zu Kriegsdiensten gezwungen worden waren. „Wie Adowa König wurde"' ist eine hübsche Tieo fabel betitelt, die von dem Ga-Stamme an Der Goldküste Afrikas erzählt wird, und die etwas o unsere vom Hasen und Igel erinnert Eines Taget kamen die Tiere des Waldes zusammen und berietn untereinander und fragten: „Wer soll König unte' uns sein?" Sie brachten ihre Sache vor Gott, Den Schöpfer. Dieser entschied, daß der Besitz des Throns durch einen Wettlauf entschieden werden sollte; we. zuerst darauf sitze, dem solle er gehören. Alle Tierr stellten sich in eine Reihe, und bann begannen sie P Nicht ohne humoristisches Interesse war die Furcht, die sich nach der Entdeckung der Röntgenstrahlen gewisser Kreise bemächtigte. Es gab Geschäftsleute, die die Unwissenheit des Publikums durch Anpreisung von allerhand angeblichen Schutzmitteln gegen die indiskreten T-Strahlen ausnützten. So pries eine Londoner Firma „x-strahlensichere Unterwäsche" an. Ein österreichischer Professor bot sich an, eine Röntgenaufnahme seines Kopfes machen zu lassen, aber als er nach der Aufnahme seine Schädelknochen im Bilde sah, war er so entsetzt, daß er oerbot, das Bild irgend jemandem zu zeigen. Er war von der Tatsache, seinen „eigenen Totenkopf" gesehen zu haben, so betroffen, baß er lange nicht schlafen konnte. Die amerikanische Fachzeitschrift „Electrica! World" bemerkte über den „geisterhaften Versuch", das Skelett eines lebenden Menschen zu photographieren: „Auch hat das Verfahren seine bedrohlichen Wirkungen. Wenn man durch Holz- und Steinwände auch im Dunkeln photographieren penwitze der Weltgeschichte, daß dem Manne, der später an der Würzburger Universität eine der größten Entdeckungen der Welt machen sollte, von derselben Universität 1871 die Habilitation verwet- gert wurde, well er zwar den Schweizer Doktor, aber kein Abitur hatte. 1874 tonnte Röntgen sich in Straßburg als Privatdozent niederlassen. Er kam dann auf Umwegen über Hohenheim und Gießen, wo er von 1879 bis 1888 den Lehrstuhl für Physik bnnehatte, schließlich doch noch auf den Lehrstuhl der Physik nach Würzburg. Dn seinem 50. Lebensjahr Generaloberst Haase wurde 1881 als Sohn eines Kaufmannes in Honnef am Rhein geboren. Nach der Reifeprüfung trat er 1901 in das wurttenAer« gische Feld art.»R egt. 65 in Ludwigsburg em. Nach dem ersten Weltkrieg, in dem er vor Warschau und Wilna, im Baltikum und in Flandern sowie vor Verdun gekämpft und das Ritterkreuz des Ham« ordens von Hohenzollem mit Schwertern erhalten hatte, würbe er im Frontdienst und in Generalstab* ' stellungen verwendet. 1925 kam er ins Reichswehr« Ministerium. 1935 wurde er Kommandeur ber 5 j Division, 1936 Kommandeur der 17. Jnfanterre-Dl^ vision in Nürnberg. Hier bereitete er auf zwet Reichsparteitagen die Wehrmachtvorführungen vor.» 1937/38 war er Inspekteur der Artillerie in Berlin. 1938 Kommandierender General des M. Armeekorps. Wahrend des Polenfeldzugs schlug er bit Schlacht in der Tucheler Heide, befreite Bronckxerg. und hatte maßgeblichen Anteil an dem siegreichen Ausgang der Schlacht an der Zura. Im Westfeldzux durchbrach er die Befestigungen bei Meziöres-Eihar« leville. Zu Beginn des Jahres 1941 übernahm tr als Generaloberst den Oberbefehl.Wer eine Arm« im Westen. Teile dieser Armee waren es, die ber Briten bei Dieppe eine blutige Abfuhr erteilten. Am 25.6. konnte Generaloberst Haase auf eine «n Erfolgen reiche 40jährige aktive Dienstzeit zurückblickeii. Wenn heute die Artillerie in den harten M» wehrkämpfen die Infanterie aufs tatkräftigste unter- stützt und ihr im Angriff den Weg zum Siege bahnt o ist das nicht zuletzt ein Verdienst des Generalobersten Haase, der stets in besonderer Treue ar seiner alten Waffe hing und für sie bahnbrechend gewirkt hat. Oie Freiwilligen Feuerwehren. Die Freiwilligen Feuerwehren sind durch Vv berufungen in ihrer Kräftezahl ebenfalls beehr- trächttgt worden. Deshalb war schon eine 21 up füllung aus der Hitler-Jugend erfolgt Ueberat vort, wo besonders tatkräftige ältere Ergänzung' kräste benötigt werden, hat sich nun die Dbcrftt SA.-Führung bereit erklärt, auch aus der SA- Kräfte für die Auffüllung der Feuerwehren abM'. stellen. Der Reichsminister des Innern hat die nach geordneten Stellen ersucht, sich mit dem Standard sichrer der SA. in Verbindung zu setzen. Die aur diesem Wege zur Feuerwehr tretenden SA.-Maiv ner und Angehörige der Wchrmannschaften leiste» I ihren Dienst im Rahmen des freiwilligen Einsätze» I 1 er sich bei seinem Berliner Besuch die Röntgen 1 strahlen vorsühren ließ, eine Revolverkugel in ber Nähe feiner rechten Schläfe festgestellt wurd^d» von einem früheren Attentat auf ihn herrühr«. I Auch ber Dolkswitz bemächtigte sich der Röntgev 1 strahlen. Zahlreich waren die „Durchleuchtung-' witze". Die politische Satire spielte auf die Ma» ner an, bei denen man trotz Durchleuchtung le® Rückgrat entdecken konnte. haben. Der freundschaftliche „Rat" aber, den — wie das genannte Blatt betont — Großbritannien und di-e Vereinigten Staaten den kleinen europäischen Cärtoem geben, sich ber russischen Außenpolitik anzu- paffen, enthüllt aufs neue die verbrecherische Gleich- aültigke-tt, mit ber die angelsächsischen Mächte das Leben ünd die nationale Freiheit der kleinen Staaten Europas mißachten und mißbrauchen. Man irrt sich in Amerika, das die Blutherrschaft des Bolschewismus bisher nur vom Hörensagen kennt, wenn man glaubt, auch nur irgendein Staat des europäischen Konttnents habe das Verlangen, sich ins Schlepptau der Sowjetunion zu begeben. Die Völker des Abendlandes, angefangen von Finnland und vom Baltikum bis hinunter nach Spanien, haben die Schrecken der sowjetischen Anarchie am eigenen Leibe zur Genüge kennengelernt. Sie lehnen es mit Entrüstung ab, sich von England und den USA. vorschreiben zu lassen, welche Konsequenzen sie aus ihrer „wirklichen" Lage ziehen sollen, sie haben diese Konsequenzen längst gezogen, denn in einem Punkte geben sie der „New York Herald Tribüne" recht, baß sie nämlich, auf sich allein gestellt, dem bolschewistischen Koloß keinen wirksamen Widerstand entgegenzusetzen vermöchten. Dies ist einer der wesentlichen Gründe dafür, weshalb sich Europa um die Achsenmächte schart, um Seite an Seite mit ihnen die sowjetische Bedrohung ber Freiheit und Selbständigkeit seiner vielgestaltigen Dölkersamilie für immer zu bannen. Warum Stalin schweigt. > Finnland kennt den bolschewistischen Imperialismus. Röntgen wurde am 27. Marz 1845 in Lennep (Rheinland) geboren. Er verbrachte einen Teil feiner Kindheit tm Heimatland seiner Mutter, in Holland, und besuchte in Utrecht das Gymnasium. Obwohl er ein sleitzlg-r Schüler mar, flog er -Ine» Tage- aus ber Schule hinaus, weil er einen Mttschuler, der in ber Dberfetunba die Karikatur eines Lehrers an die Tafel gemalt hatte, nicht verraten wollte. Er ging bann an bas Züricher Polytechnikum, wo Lissabon, V. F^br. (DNB.) „Nichts wäre ae- fährlicher und unrichtiger als eine Politik, die die Westmächte von Rußland entfernen" schreibt die USA.-Zeitung „New Pork Herald Tribüne". Mit nößter Wahrscheinlichkeit könnten die Briten unb lmerikaner niemals eine so große militärische Macht in Osteuropa errichten, baß sie imstande wären, eine anttrussische Diplomatie zu unter- tützen. Großbritannien un-b die USA. müßten den Klein st aatenEukopas den freundschaftlichen, aber bestimmten Rat gebens auf jede M ach t- Politik zu verzichten unb sich stattdessen der Moskauer Außenpolitik anzupassen. Wenn die kleinen Staaten diesem Rat folgen würden, so hätten sie damit nur ihre wirkliche Lage eingesehen, denn allein seien sie völlig außerstande, Rußland militärischen Widerstand zu leisten. England unb die Vereinigten Staaten, so bemerkt „New )ork Herald Tribüne" schließlich, werden nicht eingreifen, um den kleinen Staaten Europas zu helfen. * Ungeschminkter und treffender hat bisher wohl kaum jemals ein amerikanisches Blatt sowohl die gegenwärtige europäische Lage als auch die wahren Absichten der Politik ber westlichen Plutokra- tien beim Namen genannt. Es verdient habet be« andere Beachtung, daß „New York Herald Tri- ...... Feststellung, England und die USA. ............... in ber Lage, den imperialistischen Zielen des Bolschewismus durch Errichtung einer großen Militärmacht in Osteuropa wirksam ent- । $egen$utreten, nicht nur die ganze Ohnmacht ent- jüllt, in der sich heute London und Washington Moskau gegenübersehen, sondern damit zugleich auch die geschichlliche Mission beweist, die bas Reich und feine Verbündeten mit ihrem Kampfe gegen das Sowjetungeheuer im Osten für die Völker des gesamten Abendlandes übernommen in Ländern, die aus ihr unaufhörlich Nutzen ziehen, noch heute anonym angewendet wird. Die Kunde von der Entdeckung des genialen deutschen Forschers verbreitete sich mit großer Geschwindigkeit über die ganze Welt. Seine Experimente wurden nachgeprüft und für richtig befunden. Ein Sturm der Begeisterung entfachte sich. Bon überall her kamen Ehrungen unb Einladungen, aber ber Gelehrte blieb kühl unb zurückhaltend. Auch den persönlichen Adel, der ihm vom Prinzregenten Luitpold von Bayern verliehen wurde, nahm er nicht an. Bezeichnend für die Gesinnung Röntgens ist die Selbstverständlichkeit, mit der er es ablehnte, seine Entdeckung geschäftlich zu verwerten. Er lehnte alle dahingehenden Angebote mit dem Bemerken ab, daß es der guten Traditton deutscher Professoren entspreche, daß ihre Erfindungen und Entdeckungen der Allgemeinheit gehörten. Nach gründlicher Durcharbeitung seiner Entdeckung wirkte Röntgen noch zwanzig Jahre als akademischer Lehrer, zuletzt an ber Universität München, wo er noch als 70jähri- ger im Weltkrieg über Experimentalphysik las. Er starb am 10. Februar 1923. Insel geführt hat. Am Schluß des ersten Jahres nach dem Fall Singapurs steht der Vorstoß Wavells in den nördlichen Zipfel Burmas. Er bat als Ziel die Besetzung ber Hafenstadt Akyab. Doch hat General Irwin, ber Befehlshaber an Ort unb Stelle, schon erklärt, die territorialen Gewinne seien nicht entscheibenb. Jedenfalls stellen alle biefe Vorstöße nicht etwa, wie überschwengliche Journalisten im feinblichen Lager schon verkündeten, ben Beginn einer alliierten Offensive gegen Japan bar. Dagegen sprachen nicht nur Aeußerungen Roosevelts und anderer maßgeblicher Männer, sondern vor allem die angebahnten operativen Ziele. Es wird nur Der- sucht, den Japanern bestimmte Orte ober Inseln zu nehmen, welche biefe selbst als Ausgangspunkt neuer Offensiven benutzen könnten. England und die USA. befinden sich also auch dort, wo sie taktisch im Angriff sind, strategisch in ber Verteidi- gung. In Erinnerung an ben fluchtartigen Rückzug vor einem Jahr betrachtet man in England und in den USA. die geordnete Defensive als einen Fortschritt. Auf ben Trümmern ihrer Illusionen züchten die Engländer das BlümchenWescheidenheit. Kanada als »Leih- und Pacht-Lieferant^. Lissabon, 9, Febr. (Europapreh.) Kanada ist nun auch »Leih- und Pachtgeber" geworden. Es will einen erheblichen Teil feiner Rüstungsproduktion ohne finanzielle Gegenleistuna den verbündeten Staaten zur Verfügung stellen. FinanMinister Ilsey brachte einen entsprechenden Gesetzantrag im Parlament ein. Eine Milliarde Dollar wurde vom Parla- ment angeforbert, um biefe Abart des Leih- unb Pacht-Verfahrens zu finanzieren. Kanadifche Tanks, Geschütze und anderes sollen von einem „Kriegs- material-Zuteilungsamt" nach ben jeweiligen militärischen Bedürfnissen verteilt werden. Srofilietr ganz im Fahrwasser ZrooskveltS. Buenos Aires, 9.Febr. (Europapreß.) Die brasilianische Regierung hat sich verpflichtet, ihre Truppen auch außerhalb bes amerikanisch e n K o n t i n e n t s einzusetzen, wie aus einer Mitteilung heroorgeht, die Außenminister Aranha der in Rio erscheinenden Zeitung „0 Globe gab. Der Außenminister erklärte, Brasilien fei die 93er- pflichtung einqegangen, bie Anti-Achsenmachte ub er- all dort militärisch zu unterstützen, wo biefe es für erforbettich erachten. Auherbem habe bte Regierung - so fügte Aranha hinzu — sich verpflichten müssen, keinen Sonderfrieden zu schließen. Ableistung einer achtmonatigen, ArbeitsdiensipfllH einberufen. Die Einberufungen finden am 1. Marz, 1. Juli unb 1. November statt. Mit ber Leitung des durch den Rücktritt voni Pro« feffor Fintzescu verwaisten rumänischen WirtschastK Ministeriums ist der Minister der Heeresausrüstung, General Dobre, betraut worden. Innenminister Mach kündigte in einer Rede tzr Rosenberg die vollständige Aussiedlung ber Juden aus der Slowakei an. Bisher wurden rund 80 Pro. zent ber Juden ausgesiedelt. Mit der Erfassung ber restlichen 20 000 soll im März begonnen werden. Die Aktion soll sich auch auf die getauften Juden erstrecken. * Auf einer Besichtigungsreise der brttischen Armee- depots in Nordafrika ist Generalleutnant Harry Willons durch ein Flugzeugunglück umgekommen. ck Der türkische Botschafter in Kuibyschew, Azikalk. ist nach einem achttägigen Aufenthalt in Kairo nach Ankara zurückgekehrt. Der türkische Botschafter in Teheran, Bemal Husni, und der türkische Gesandte in Sofia, Mentesch, wurden zur Berichterstattung nach Ankara berufen. * Dn Alexandria wurde die Faruk-Universität eröffnet. Es ist dies bie zweite Universität, über bie Aegypten verfügt, die erste ägypttsche Universität wurde durch den Vater König Faruks, König Fuad, in Kairo gegründet und trägt dessen Namen. Aus dem Reich. Generaloberst Kaase verstorben. zuzulassen, daß die Bolschewisten uns als Volk er- morden." Das Schweigen Stalins in einem Augenblick, in dem auf angelsächsischer Seite lebhafte diplomatische Tätigkeit festzustellen ist, wird vdn der Zeitung „Karjala" als ein zielbewußtes Verbergen der wahren Absichten des Bol- chewismus aufgefaßt, ber erst bann die Maske allen lassen werde, wenn der rechte Augenblick gekommen sei. Die Bolschewisten wollten sich alle Wege offenhalten, um so viel wie möglich rauben zu können. Moskaus imperialistische Gier reiche von Bessarabien über Polen und die Ostseestaaten bis nach dem nördlichen Norwegen. Während sich die Bolschewisten auf die Verwirklichung dieses von ihnen vorerst noch geheimgehaltenen Zieles vorbereiten, zerfleische sich die Kulturwelt in inneren Streitigkeiten, statt, einen gemeinsamen Ostwall gegen diese Gefahr zu bilden. Viele würden erst auf- wachen, wenn Stalin nicht mehr schweige; doch dann könne es bereits zu spät fein. Auch das sozialdemokratische Organ Finnlands stellt fest, daß der Sieg des Bolschewismus für ganz Europa bas größte Unglück bedeuten würde. Auch den Sozia- listen könne ein Sieg des Imperialismus bolschewistischer Prägung keine Freude bereiten. Das Echo in (Schweden. Stockholm, 9.Febr. (Europapreß.) Als zynische Großmachtmentalität bezeichnet „Stockholms Tibningen" die Ausführungen ber „New York Herald Tribüne" über die Notwendigkeit ber östlichen Randstaaten und insbesondere Finnlands, sich der Sowjetunion anzuschließen, da bie Westmächte ihnen keine Unterstützung gewähren könnten. Die in schreiendem Gegensatz zu der Atlantikerklärung stehenden Ausführungen ber USA.-Zeitung, so schreibt „Stockholms Tibningen*, müßten auf alle kleineren Völker unb Staaten einen n i e • berschmetternden Eindruck machen. Dieser Artikel lasse für bie Zukunft Finnlands und ber übrigen skandinavischen Völker nichts Gutes erhoffen. Lustkampf über Messina. Rom, 10.Febr. (DNB. Funkspruch.) Italienische Jäger warfen sich am 8. Februar über Messina einem aus 15 viermotorigen Flugzeugen bestehenden Bomberverband entgegen unb zwangen ihn, seine Bomben ins Meer zu werfen. In einem zehn Minuten Währenden Luftkampf über dem Meer gelang es, ein feindliches Flugzeug abzuschießen. Zwei weitere entzogen sich unter starker Rauchentwicklung und unter ständigem Höhenverlust dem Kampf, so baß mit ihrem Verlust gerechnet werben kann. * Messina und Palermo wurden von feindlichen Flugzeugen angegriffen. Opfer und Schäden sind noch "nicht festgestellt. Sechs Flugzeuge wurden ab- geschossen, eines von unseren Jägern, drei von ber deutich-italienischen Bodenabwehr vor Palermo. Die Zahl ber Opfer des Luftangriffs auf Neapel ist auf 10 Tote und 60 Verletzte unter ber Zivilbevölkerung gestiegen. Kleine politische Nachrichten. NSG. Aus einer Dienstbesprechung ber Bannführer unb Bannmädelführerinnen in der ©ebiets» führung Hessen-Nassau gab K-Gehietsführer Ober- bannfübrer Dr. Gauhl Richtlinien bekannt zur Durchführung eines Befehls des Reichsjugendfuh- rers, ber ben Führern ber Banne bie einheitliche Steuerung des Kriegseinsatzes überträgt J -W je Bk Glc Mchaii Km ||M D »n ■ Kirners. tenblid MSelb Wem f 6 Mz u n eine ihm bann der große Wurf. Die erste Teilung Röntgens erschien im Jahre 1896 in den Mitteilungen ber Würzburger Physikalisch-mebr- zwischen Gesellschaft mit ber schlichten Ueberschrift „Heber eine neue Art von Strahlen". In einer für ihn charakteristischen Bescheidenheit nannte Röntgen seine Strahlen zunächst X-S t ra h- len, eine Bezeichnung, die von einer gebanten- losen Mitwelt übernommen und besonders in ben angelsächsischen Ländern noch heute benutzt wird, obgleich ein Würzburger Kollege Röntgens schon sehr bald den Namen „Röntgenstrahlen" vorschlug, luhu, ™ AT Die Zurückhaltung eines deutschen Wissenschaftlers unsere Augen, und für diese wird es bald einen Er- hat also auch hier wieder einmal zur Folge gehabt, satz geben " Erwähnt sei noch, daß bei dem 75iähri- Erwähnt fei noch, daß Röntgen selbst nicht wufjts. i ob er eine Wellenstrahlung oder eine Teilchenstn» lung vor sich hatte. Dieses Problem löste erst oot Laue durch den Nachweis der Beugung unb " mit der Wellennatur der Röntgensttahlen in Kw« » ftaflen. A. R Wilhelm Konrad Röntgen. Der Begründer der modernen Strahlenforschung. Vor 20 Jahren, am 10. Februar 1923' starb der berühmte Phvsiker Wilhelm Kon- rad Röntgen. Er hat auf dem Gießener Alten Friedhof seine letzte Ruhestätte ge- funben. Der Physiker Wilhelm Konrad Röntgen gehört zweifellos zu ben deutsa-en. Forschem, deren Arbeit der ganzen Menschheit zum Segen geworden ist. Man kann gerade heute, wo gewisse Nationen, die einen großen Tell chrer Existenz dem deutschen Kulturschaffen verdanken, im Bearift firtb, Europa und das deutsche Volk dem bolschewistischen Bar- barentum auszuliefem, den gewaltigen Anteil des deutschen Menschen auf allen Gebieten von Wissenschaft, Technik unb Kunst gar nicht genügend unter- Ä. Was Röntgen mit feiner Entdeckung der schenkt hat, ist in seinen Auswirkungen un- geheuer. Heilkunde und Technik, Atomforschuna, Werkstoffkunde, Kunstwissenschaft, ja sogar Krimi, nalistik sind durch die Entdeckungder Rönt. genstrahlen nicht nur befruchtet, sondern zum Teil in ganz neue Bahnen gelenkt worden. Die Entdeckung dieser kurzwelligen Strahlen ist wißen- schastlich gesehen fast noch wichtiger als die Entdeckung des Radiums, denn sie brachte nicht nur eine noch immer unabsehbare Fülle von praktischen Anwendungsmöglichkeiten, sie bildete den Anfang der modernen Sttahlenfarschung und damit die Erschließung eines bis dahin ebenso unbekannten, wie weiträumigen Gebietes der Natur. Somlnfons Australien und Neuseeland und der Verbindungen dorthin den USA. zufielen. In beiden Räumen lag allerdings die taktische wie die sttategische Initiative immer noch so voll- ständig bei den Japanern, daß eine wirkliche Planung der Angelsachsen nicht möglich mar. Als Aufgabe stellten sie sich daher zunächst auch nur dieses: Der haltlose mückzug, der bisher ihre Kriegführung gekennzeichnet hatte, sollte möglichst in eine ge- ordnete Defensive übergeleitet werden. Für General Waoell, dem die Engländer in dem ihnen zugeteilten Raum den Oberbefehl übertragen hatten, hieß dies nichts weiter als die Befesti. gün g der indischen Ostgrenze. Er erhielt damit eine Aufgabe zugewiesen, die nicht übermäßig schwer zu lösen war. Die Natur hat zwischen Burma und Indien so unzugängliche Gebirge aufge- türmt, daß selbst die vor keinem Hindemis zurückscheuenden Japaner keine große Neigung verspüren konnten, die Eroberung eines Gebietes zu beginnen, das ohnehin außerhalb der von ihnen angestrebten ostasiatischen Sphäre liegt. Schwieriger war die Aufgabe der Sicherung Australiens gegen den nach Meinung der Angelsachsen unmittelbar bevorstehenden Angriff i der Japaner. Durch die Entsendung zahlreicher Flugzeuge gelang den Nordamerikanern zum mindesten die Beruhigung der aufgeregten Australier. Msdann gingen die USA.-Strettkräfte zu örtlichen Vorstößen über, unter denen der Sprung nach Guadalcanar der bedeutsamste war. Hierbei und bei ben japanischen Vorstößen nach ben Mid - ways und ben Alöuten tarn es mehrfach zu größeren Gefechten zwischen See- und ßuftftreit» träfien beider Parteien, welche, wenngleich verlustreich, doch nicht entscheidend in dem Sinne daß sie bie strategi che Lage im Pazifik verändert hätten. Auf Neugu nea löste ein javanischer Vorstoß bis ist die Nähe von Port Moresby eine alliierte Gegenoperattdn aus, welche örtliche Erfolge brachte, aber nicht zur Vertreibung ber Japaner von dieser für die "Verteidigung Australiens vitalen Berlin, S.Febr. Am S.Februar verstarb ta Berlin der Ritterkreuzträger Generaloberst ftutt hasse, Oberbefehlshaber einer Armee. Der rer hat für den Im Frieden und In zwei Kriege« hochbewährlen Offizier ein Staatsbegräbnis augeordnet. j unb Ä'Ä =>- 8M5Ä sterben lieber im Kampf für unsere Freiheit als gang 1923 der^^mannlichen^Jugenb^rankr^ bekannt. Vier Gruppen von Handelsbetrieben jeTie'lj [en« ^Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) NI et 16. Kapitel. in ' n. M foS ftetb Itt. fort ft ft äbfl t; n. ki wie Hie* tii det "Teufel los. ROMAN VON OLAF BOUTERWECK Mb rntz«. m! icht°Z <' g w! A.1 Mi AUF MÖNCKEBER6 M * 1 - - - A, M !vrch, IM Kriegsmäßige Umstellung der Gaststätten Anweisungen der Wirtfchastsgruppe Saststättengewerbe. Oie Meldepflicht im Gau Hessen-Nassau Bereitwillige Mitarbeit aller ist notwendig. Otto noch rechtzeitig, daß ihm der Verfolgte von oben einen schweren Gegenstand — offenbar eine Kiste oder Truhe — entgegenschleuderte. 3m Nu schwang Otto sich auf das Geländer, und der Geaen« stand polterte dicht an ihm vorbei die Treppe hinunter. NSG. Das Landesarbeitsamt tfeffen teilt mit: Nach der vom Generalbevollmächtigten für den Ar» beitseinsatz erlassenen „Verordnung über die Mel» düng von Männern und Frauen für Aufgaben der Reichsoerteidigung" vom 27. Januar 1943 haben alle meldepflichtigen Personen zunächst einen Vordruck auszufüllen, der als Grundlage für die Ar- beitsberatuna und die Entscheidung über den Arbeitseinsatz Dient. Diese Vordrucke werden in den nächsten Tagen im Bereich des Gaues Hessen-Nassau von den Dienststellen der Partei ausgegeben, d. h. den meldevflichtigen Personen unmittelbar zugestellt. Der Kreis der meldepflichtigen Personen ist den Dienststellen der Partei und ihren Schöne Reise durch Spanien. Auf Einladung des Gießener Dortragsring« (Dolksbildungsstätte Gießen der NSG. ,Kraft durch Freude", Goethebund, Kulturelle Vereinigung im Reichswerk „Buch und Volk") hatten sich am gestrigen Dienstagabend die Mitglieder und Freunde dieser Gemeinschaften in der Aula der Universität so zahlreich eingefunden, daß der große Raum bis zum letzten Platze besetzt war. Unter Führung des Vortragenden Hans Bötticher machten die Besucher an Hand des Schmalfarbfilms „Farbiges Spanien" im Geiste eine außerordentlich interessant« Reise durch jenes Land. Der Farbfilm war bei der im Jahre 1942 durchgeführten Spanien-Expedition der Gesellschaft Urania, Inslitut für volkstümliche Naturkunde in Berlin, gedreht worden. Er stellt, wie der Vortragende betonte, als erster Film dieser Art einen Versuch dar und ist vor allem der Schilderung des spanischen Volkstums und der Landschaft gewidmet. Nach dem Ergebnis der gestrigen Vorführung darf man sagen, daß der Versuch dieser Art der Berichterstattung verheißungsvoll ausgefallen ist und die weitere Entwicklung dieser Arbeit mit guten Wünschen begleitet werden kann. In feinem Begleitoortrag zu dem fesselnden Farbfilm führte der Redner seine Hörer zunächst im ersten Refieabschnitt an die Küste der Biskaya mit einem Besuch der Industriestadt Bilbao. Von dort ging es weiter nach San Sebastian und von hier wiederum an die schöne Küste der Biskaya. Auf der Bahnfahrt durch die schöne Landschaft von San Sebastian nach Madrid konnte man eine große Reihe fesselnder Bilder sehen, die über das Land und seine Bewohner anschaulich und gut berichteten. Anschließend lernte man eine Reihe Sehenswürdigkeiten von Madrid kennen, dann folgte ein Besuch in Toledo mit dem Alcazar, schließlich ging es weiter hinaus in die Landschaft bis zum Escorial. Ein neuer Abschnitt der Reise führte über Valencia, das zur Zeit der Orangenernte besucht wurde, zu den schönsten Plätzen am Mittelmeer, wobei die Bilder am Meer und die vielen Sehenswürdigkeiten der Landschaft in hohem Maße fesselten. U. a. wurde Malaga besucht, in Alicante Umschau gehalten, dann ging es durch die Sierra Nevada an den Hohlenwohnungen von Guadix vorbei nach Granada mit der märchenhaften Alhambra; überall trat dem Besucher das farbenfrohe und gemütvolle Leben der Bewohner dieser herrlichen Landschaft ebenso fesselnd vor Augen, wie die Land, schaftsbilder durch ihre hohen Reize entzückten. Weiter ging dann auf der dritten und letzten Etapp- die Fahrt in das Land hinein, wobei diesmal der Hähe^ punkt in einem farbenprächtigen, spannenden Bericht über einen Stierkampf in Sevilla lag. Anschließend ging es durch den Frühling in Andalusien bis hinunter in den Bereich von Gibraltar und La Linea. Mit herrlichen Aufnahmen der üppigen Vegetation und prächtigen Bildern vom Sonnenuntergang über dem Mittelmeer fand die interessante Reise ihren Abschluß. Der aufschlußreiche Lichtbildervortrag fand von Anfang bis Ende das starke Interesse der Hörer, die dem Redner des Abends für feine gute Reisesührung mit herzlichem Beifall dankten. Gießener Schlachwiehmarkt. Auf dem gestrigen Gießener Schlachtviehmärkt (Schlachtviehverteilungsmarkt) in der Viehversteige- rungshalle Rhein-Main kosteten: Ochsen 44 Rpf., Bullen 35 bis 44, Kühe 20 bis 47, Färsen 33 bis 45, Kälber 30 bis 57 Rpf. je % kg Lebendgewicht. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgende Preise erzielt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,45 RM., bl (135 bis 149,5 kg) 1,43, b2 (120 bis 134,5 kg) 1,41, c (100 bis 119,5 kg) 1,37, d (80 bis 99,5 kg) 1,31, e bis f (unter 80 kg) 1,25, gl (fette Specksauen) 1,45, i (Altschneider) 1,41, g2 (andere Sauen) 1,31, h (Eber) 1,31 RM. Marktverkauf: alles zugeteilt. Aus der Stadt Gießen. pflegt die Möbel. Wenn immer wieder gefordert wird, man solle iflit Gas, Kohlen und elektrischem Strom sparen, tznn kann man das unterstreichen, denn all diese -rergien sind kriegswichtiges Volkseigentum. Aber chch unsere Möbel sind ein Teil des Volksvermögens »b müssen so pfleglich .wie möglich behandelt ihr ' btril terir« us 4 gen 4 Farben und Lacken, Galanteriewaren, Musikalien, Antiquitäten, Büchern, Lederwaren, zoologischen Artikeln, Gebrauchtwaren, Tabakwaren, Spielwaren, Blumen, ferner Kunst und Kunstgewerbe, Spezialgeschäfte für, Herren- und Damenhüte, Schirme und Stöcke, Herrenausstattung usw. Die vierte Gruppe enthält die Fachzweige, deren Betriebe ganz zu schließen find. Genannt sind Re- präsentationsgeschäft, beispielsweise für Automobilie, Verkaufsstellen für Luxusporzellane, Keramik usw., Fabrikfilialgeschäfte, die nicht zwingend notwendig sind, Süßwarengeschäfte, Parfümeriehandel, Spe- zlalhandel mit Juwelen, Gold- und Silberwaren, Briefmarken, Spezialgeschäfts für Teppiche, Sportartikel und Pelzwaren, Klaviere und Musikinstrumente, Rundfunkverkaufsgeschäfte. Bei Betrieben, die sich neben dem Handel auch mit Reparaturen befassen, ist auf Erhaltung der Reparaturmäglichkeit Rücksicht zu nehmen. Bei Kauf- und Warenhäusern wird eine Zufam- mendrängung der nicht kriegswichtigen Wertungen auf einen möglichst engen Raum angestrebt. Außerdem ist zu prüfen, ob bei Häufung von Warenhäusern und Einheitspreisgeschäften nicht die teilweise Schließung erfolgen kann. Für die Schließung kommen somit auch andere Betriebe als die angegebenen in Frage, insbesondere Schankbetriebe ohne Essenausgabe, die für die Versorgung der Verbraucher nicht notwendig sind. Erläuternd führt der Leiter der Wirtschaftsgruppe hierzu-aus, daß die Stillegungen auf diesem Sektor nicht nur zahlenmäßig bedeutend größer fein werden, sondern sich auch für die Betroffenen härter auswirken als bei der ersten Kategorie. Der kleine Wirt habe vielfach feine ganze Kraft in die Erhaltung feiner Gaststätte gesteckt und sehe nun seine Lebensarbeit wenigstens für eine^Zeit unterbrochen. Bei gerechter Beurteilung der Entwicklung in den letzten Monaten werde er sich allerdings auch selbst schon mehr oder weniger entbehrlich vorgekommen sein. Die Versorgungslage habe dazu geführt, daß der Besuch und damit auch der Verdienst stark nach- ließen. Mit aller Deutlichkeit habe sich hier gezeigt, daß das Gewerbe im ganzen übersetzt war. Jeder Inhaber eines geschlossenen Betriebes werde auch weiterhin mit feiner Familie in feiner Existenz gesichert fein. Die Anweisung weist schließlich darauf hin, daß die den geschlossenen Betrieben zustehenden Kontingente für das Gewerbe des Betriebsortes erhalten bleiben müssen. Gleichzeitig ist eine Anordnung über die kriegsmäßige Umstellung aller Betriebe des Gaststätten- gewerbes ergangen. Männliche Arbeitskräfte, soweit •en. ird) A is int fr W1. ber6i ren $ Zede Hausfrau ist stolz darauf, wenn alles in der Aohnung glänzt und ordentlich dasteht. Aber auch itt der größten Reinlichkeit allein ist es nicht getan. Hi find noch die Kinder in der Stube, die nicht j-mer auf der Straße tollen können. Für sie find lit Möbel oft sehr beliebte Spielgegenstände. Die Aühle werden auf den Koos gestellt, sie werden als Kenbahn benutzt, und anbere Gegenstände müssen Herhand Püffe und Stöße aushalten. Da hilft nicht iimer ein Mahnwort. Da muß energisch einge- (ir ffen werden. Gerade as Aufsteigen der Kinder Iüif das Sofa und auf geflochtene Stühle muh unterbleiben. Das gilt natürlich auch für Er- wchfen-e. Wie oft ist mancher zu bequem, die kleine Siter zu holen, um auf b en Schrank gelangen zu rinnen. Wie schnell ist ein Stuhlgeflecht durchge- toten ober wenigstens die Politur zerkratzt. Gibt ittn den Kindern solche Beispiele, dann darf man sch nicht wundern, wenn sie es später selber so I erkl konw epochal Mi ■e* nalmi ie 8n» , bitte Iten. 8t in M iW den 8 le wtf pelch GeM Ereilte nbr tifi Der Vorsprung, den der Verfolgte hierdurch zu gewinnen hoffte, war indessen nicht sehr groß. Im Schein seiner Taschenlampe erkannte Otto, daß der Mann eine Wendeltreppe hinaufkletterte — und wenige Sekunden später war er schon wieder hinter ihm her. Hetzt hab' ich ihn!' dachte Otto mit innerem Froh« locken. Diese Treppe kann nur zum Turm hinaufführen, und da oben entkommt er mir nicht! In seinem Eifer vergaß Otto alle Vorsicht. Als er am Ende der Wendeltreppe durch einen Spitzbogen ins Freie trat, bekam er plötzlich einen schweren Schlag gegen den Kopf. Einen Augenblick taumelte er; aber dann packte ihn eine ungeheure Wut ...Im Sternenschein sah er die Umrisse seines Gegners vor sich und sprang ihn an ... Ein Schuh krachte ... Otto fühlte am rechten Oberarm einen kleinen Ruck und einen heißen, stechenden Schmerz; feine Wut wurde dadurch noch vergrößert. Mit einem gewaltigen Satz warf er sich auf den Gegner. Aber der Mann wich geschickt aus ... Otto sprang ins Leere, fiel unsanft gegen ein Eisengitter, das er in der Dunkelheit nicht gesehen hatte ... fühlte sich an den Deinen gepackt und über bas Geländer geworfen — und im nächsten Augenblick fauste er mit gellendem Aufschrei in die Tiefe. Keiner der übrigen Gaste im Park, die sämtlich in der Nähe des Lautsprechers mit seiner lärmenden Schlagermusik faßen, hatte den Schuß ober den Aufschrei gehört. Deshalb fuhren alle erschreckt zusammen, als Fox plötzlich mit wüstem Gebell zwischen den aufgestellten Tischen und mitten durch die Tanzenden hindurchraste, um dann vor dem Hause in ein sommerliches Geheul auszubrechen. Gleich darauf kam Axel gelaufen — und kurz hinter ihm Sigrid. (Fortsetzung solM war durch eine Kapuze aus schwarzer Seide verhüllt. Eine Sekunde lang stand die Gestalt, die Otto den Rücken zugekehrt hielt, unbeweglich; bann machte sie plötzlich eine blitzschnelle Bewegung und war im nächsten Augenblick in einem Seitengang verschwunden! „Verdammt nochmal!" fluchte Otto. Er machte einen Satz vorwärts und leuchtete in den Seiten- gang hinein. „Halt!" brüllte er. ,Halt — oder ich schieße!" Entweder ahnte der Unheimliche, daß Otto 'überhaupt keine Waffe bei sich hatte, oder er ließ es darauf ankommen; jedenfalls kümmerte er sich nicht um die Drohung und rannte mit langen Sprüngen den Gang entlang. Otto, der sich auf feine Kraft Und körperliche Gewandtheit verließ, setzte ihm ohne Besinnen nach; und da er im schein seiner Taschenlampe rascher vorwärts kam als der Verfolgte, gölte er ihn schnell auf. Die Jagd ging um mehrere Ecken — eine Steintreppe hinauf ... Der Verfolgte warf oben die Tür zu und versuchte, sie zuzuschließen: aber in demselben Augenblick war Otto bereits oben und stemmte sich von innen mit voller Wucht dagegen.. Es gelang ihm, den Fuß zwischen die Tür zu setzen... ein mit äußerster Kraft ausgeführter Stoß — und die Tür flog auf! Weiter ging die Jagd ... Durch einen hohen, fliesenbelegten Gang, in dem die hastenden Schritte der Männer laut und klappernd widerhallten ... abermals eine Treppe hinauf — eine Treppe, die kein Ende zu nehmen schien ... Doch Otto ließ nicht locker. Der Schweiß stand ihm in großen, blanken Tropfen im Gesicht; fein Atem ging schnell und stoßweise, und fein Herz klopfte zum Zerspringen ... aber sein Tempo ließ nicht einen Augenblick nach, während er — immer zwei Stufen auf einmal nehmend — in verbissener Wut hinter dem Mann im schwarzen Trikot die Treppe hinaufraste ... Während die unteren Treppen schwach beleuchtet waren, wurde es im zweiten Stock duykel; aber trotzdem erkannte sie Inländer sind, sind im weitesten Umfang durch Frauen zu ersetzen. Das gilt insbesondere für Fahr» stuhlführer, Telephonisten, Kellner, Köche, Buchhak- tungs- und Kassenpersonal. Türsteher, Pagen und andere Arbeitskräfte, die den Gästen besondere An- nehmlichkeiten bieten, dürfen in Gaststätten nicht mehr verfügbar gehalten werden. Es ist untragbar, in Gaststätten Arbeitskräfte zur Bequemlichkeit der Gäste zu beschäftigen, während in der Rüstungsindustrie dringender Bedarf an Kräften besteht. Vor- fpeifenmagen dürfen nicht mehr verwendet werden. Auch im übrigen sind die Leistungen der Küche entsprechend den Kriegserfordernissen weiter einzu- schränken. Den Betrieben der Sonderpreisklassen wird empfohlen, ihre Preise auf die Preisgruppe III umzustellcn. Ferner wird den Betrieben geraten, den Betriebsschluß unabhängig von der Polizei stunde auf spätestens 23 Uhr festzusetzen, wenn nicht besondere Betriebsausgaben eine andere Regelung erforderlich machen. Nach den Richtlinien des Reichswirtschasts- Ministers ist für die Stillegungsattion im Handel eine Aufteilung in vier Gruppen vorgesehen. Der Pressedienst des Einzelhandels veröffentlicht darüber ergänzende Einzelheiten. In der ersten Gruppe, die den Lebensmittelhandel, den Kohlen-, Dünger-, Saatgut-, Futtermittel- und Landmaschinenhandel umfaßt, wird von Ueberprü- fungsmaßnahmen zunächst abgesehen. Bei der zweiten Gruppe ist eine Überprüfung mit dem Ziel der Schließung eines nennenswerten Teils der Betriebe vorzuneymen, jedoch ist dafür zu sorgen, daß der für die kriegsnotwendige und verbrauchernahe Versorgung der Bevölkerung notwendige Teil erhallen bleibt. Hier sind erwähnt der Handel mit Chirurgieinstrumenten, Haushaltswaren, Eisen- und Stahlwaren, Textil- und Papierwaren, Schuhen, Drogen und Chemikalien. In der dritten Gruppe ist lediglich eine beschränkte Zahl der unbedingt versorgungswichtigen Betrieb« aufrechtzuerhalten, also nur eine Dersorgungsmög- lichkeit, ohne daß für eine Einkaufsmöglichkeit in der Nähe des Wohnorts gesorgt werden muß. In diese ^Gruppe fallen der Handel mit Möbelstoffen und Gardinen, Tapeten und Linoleum, Möbeln, ^Beauftragten, die die Vordrucke verteilen, genau Selbständige Berufstätige in Handel, Handwerk sowie im Gaststätten- und Beherbergungsgewerbe erhalten vorerst keine Meldevordrucke, lieber Form und Zeitpunkt ihrer Meldung wird später das Nötige mitgeteid werden. Dagegen unterliegen die Manner und Frauen, die bereits im Vorjahr auf । Grund der Verordnung des Reichs- Marschalls vom 7. März 1942 zum landwirtschaftlichen Arbeitseinsatz gemeldet worden sind, entgegen andersartigen Mitteilungen in der Presse im Bezirk des Landesarbeitsamts Hessen der Meldepflicht. Die meldepftichttgen Personen senden die vollständig ausgefüllten und unterschriebenen Vordrucke unverzüglich und ohne weitere Aufforderung durch die Post an das örtlich zuständige Arbeits- a m t (bzw. die zuständige Nebenstelle), oder werfen die Meldungen in die Hausbriefkästen dieser Diensttellen. Die Meldepftichttgen erhalten sodann unv ;ehend vom Arbeitsamt durch Postkarte eine Betätigung des Eingangs ihrer schriftlichen Meldung. Wer meldepflichtig ist und etwa versehentlich bis zum 25. Februar 1943 einen Vordruck nicht erhalten hat, fordert diesen beim örtlich zuständigen Arbeitsamt (bzw. Nebenstelle) an uirb übersendet die Meldung in der vorher beschriebenen Form. Zur persönlichen Arbeitsberatuna und Einweisung in Arbeit werden die meldepftichttgen Personen einzeln vom Arbeitsamt oorgeladen oder gruppenweise durch öffentliche Bekanntmachung des Arbeitsamtes in der Presse ober durch öffentlichen Anschlag aufgerufen. Sie haben diesen Vorladungen pünktlich Folge zu leisten. Die Arbeitsämter erwarten, daß sie von der Möglichkeit, die Meldung und bas Erscheinen beim Arbeitsamt durch ein Zwangsgeld zu erzwingen, keinen Gebrauch machen müssen. Es ist zweckmäßig, beim persönlichen Erscheinen im Arbeitsamt alle Unterlagen über die Einsatzfähigkeit mitzubringen, soweit diese nicht bereits zugleich mit dem Meldevordruck an bas Arbeitsamt gesandt worden sind. Alle Volksgenossen, die an dieser wichtigen Aktion beteiligt sind, werden gebeten, die Maßnahmen durch genaue Einhaltung der Bestimmungen und Termine und durch bereitwillige Mitarbeit zu uy- terstützen, damit möglichst rasch ein bedeutender Erfolg im Arbeitseinsatz erzielt wird. rW ! n ft Wi t '' ucm leine "TT.---", W fr war es die dumpfe Kellerluft, vielleicht auch Im Gaststättengewerbe haben di« Bezirksgruppen der Wirtschaftsgruppe den Lanbeswirtschaftsamtern Vorschläge für die Betriebsstillegungen zu machen. Der Leiter der Wirtschaftsgruppe Gaststättengewerbe hat mit Zustimmung des Reichswirtschaftsministers und des Staatssekretärs für Fremdenverkehr für die Mitarbeit der Bezirksgruppen eine Durchführungsanweisung erlassen. Zur Schließung sind die betriebe vorzuschlaaen, die zur Erfüllung der Aufgaben der Kriegswirtschaft ober zur Sicherstellung der Versorgung der Bevölkerung nicht unbedingt erforderlich sind. Vergnügungs- nachtbetriebe und Bars sind ausnahmslos den Landeswirtschaftsämtern zu benennen. Nachtbetriebe, die der arbeitenden Bevölkerung, etwa der Verpflegung von Nachtarbeitern in Rüstunasbe- trieben bienen, kommen für die Schließung nicht in Betracht. Bei den Gaststätten mit besonders hohem Aufwand sind keineswegs schemattsch alle Betriebe der Sonderpreisklasse vorzuschlagen. Anderseits können auch Betriebe der Preisklasse III geschlossen werden. Entscheidend ist, ob der einzelne Betrieb überwiegend dem Genußbedürfnis dient ober ob er für die Versorgung der werktätigen Volksgenossen von Bedeutung ist. Bei allen übrigen Gaststätten ist eine Ueberprüfung vorzunehmen, jedoch dafür zu sorgen, daß der für die kriegsnotwendige und verbrauchernahe Versorgung der Bevölkerung notwendige Teil erhalten bleibt. das Dunkel ober die Stille oder die Untätigfeit, die ihn müde machten. Er saß iraendwo in einer Ecke auf einem Faß, döste vor sich hin und war nahe daran, einzuschlafen, als ihn plötzlich ein Geräusch aufschreckte. Im Augenblick war Otto hellwach. Er hielt den Atem an und lauschte angestrengt in das Dunkel. Ganz schwach und fern hörte er hier unten die Lautsprechermusik, an» und abschwellendes Stimmengewirr, ein Helles schwingendes Frauenlachen.. Aber sonst war alles still. Ob er sich geirrt hatte? .. Da! Wieder! ... Ein leises und kaum wahrnehmbares Geräusch wie von schleichenden Füßen ... Langsam kam es näher ... Jetzt waren sogar deutlich die einzelnen Schritte zu unterscheiden! Otto stand geräuschlos auf und schob sich langsam und mit äußerster Vorsicht vorwärts, indem er mit den Fingerspitzen an der Wand entlang tastete. Drei Meter weiter mündete bas Gewölbe in den Hauptgang. Hier blieb Otto stehen, hielt den Atem an und lauschte. Irgendwo in der Nähe hörte Otto deutlich die tiefen Atemzüge eines Menschen, und gleich darauf sah er ihn den Hauptgang entlangkommen, ein ausgewachsenes Skelett, dessen Knochen ein schwaches Leuchten von sich gaben und dem der Kopf fehlte! Da Otto sich innerlich genügend auf diesen unheimlichen Spuk vorbereitet hatte, blieb er ruhig und kaltblütig. Er grinste sogar ein wenig. Maskerade konnte ihm als ehemaligem Schauspieler keine überirdische Ehrfurcht ablocken! Und bas hier war schlechte Maskerade — war Bluff! Otto hielt den Atem an und drückte sich dicht an die Wand, während der Unheimliche in zwei Meter Entfernung an ihm vorbeischlich. «Wollen mal sehen, wer hier besser zu bluffen versteht!' dachte Otto. Er tastete nach seiner Taschenlampe, ließ sie aufflammen und sprang in den Gang: ,Lände hoch — ober ich schieße!" In dem grellen Licht des Scheinwerfers stand eine Gestalt in einem enganliegenden schwarzen Trikot, auf dem — wahrscheinlich mit Phosphorfarbe — eine skelettartige Malerei angebracht war; der Kopf ne, I"®'« ! s) “I s Der bequeme Hausherr braucht beim Lesen der Iitung seine Beine nicht über die Lehne des Arm- st eis zu legen. Diese halten solche Gewichte nicht inner aus. Braucht man zur Bequemlichkeit einen anderen Stuhl, dann decke man vorher eine Zei- g ober eine alte Decke darüber. Diel mehr sollte n aber — für Kinder und Erwachsene — kleine emelstühlchen in Gebrauch nehmen. Das sind die en «stützen für die Füße. Damit können die der auch Eisenbahn spielen. enau so ist es mit den Teppichen. Wie oft wer- Tische und Stühle zurechtgerückt. Dabei denkt Mensch an den Teppich. Die Ecken werden ge» (ft und festgetreten. Bald fangen einzelne Teile Bl Fransen zu zeigen. Und in der jetzigen Zeit neue iche kaufen? nb die Platte des Tisches? Kommt es nicht oft , daß eine heiße Schüssel ohne jede Unterlage ßsach aufgestellt wird? Häßliche Flecken entstehen urch auf den polierten Flächen, auch wenn eine e auf dem Tisch liegt. Genau so geht es mit dem ntisch, wenn die Topfuntersätze mit Wasser ahefüttt sind. , nn jetzt die Sonne wieder höher steigt und mit Glanz erfreut, dann soll die aufmerksame usfrau doch zu gleicher Zeit an ihre Sessel ben- . Wie schnell ist der Stoff verblichen und unan- nlich. Deshalb rückt man bie Stoffmöbel aus den j> ckten Sonnenstrahlen in den Schatten des mmers. !)as sind nur einige kleine Winke über Selbst- r ftändlichkeiten. Von vielen werden aber gerade f. -^e Selbstverständlichkeiten nicht beachtet. Nachher r übern sie sich, wenn ihre Möbel schlecht aussehen, hr Glanz verlieren unb schließlich die ganze Woh- r iq einen ungepflegten Eindruck macht. Mit ein Ufitg Aufmerksamkeit unb Liebe kann man aber tztzh jetzt seine Möbel so erhalten, daß bie Wohnung Eier einladend unb freundlich aussteht. —h. Kampf den Kinderverbrühungen. „.. .In einem unbewachten Augenblick fiel . ihr kleiner Sohn beim Rückwärts gehen in die heiße Lauge. Das Kind trug schwere Verletzungen davon, an deren Folgen es wenige Stunden später im Krankenhaus verstarb." terartige tragische Unfälle haben sich in letzter t auffallend gemehrt. Sie geben der Reichsar- sgemeinschaft Schadenoerhütung erneut Anlaß, ushmals an die Mütter die dringende Mahnung zu rttten, ihre Kinder in der Küche ober Waschküche i*)t ohne Aufsicht zu lassen. Bei den Verbrühungs- D Zöllen eines Kindes liegt die Schuld fast immer ft den Eltern bzw. an der Unvorsichtigkeit der Mut- bie beim Herrichten von Badewasser oder Lauge Waschgefäße auf den Fußboden stellt, während Zinder in der Küche oder Waschküche spielen elr herumlaufen. Der „unheilvolle Augenblick" tritt meist ein, wenn die Mutter nur kurz die Küche leberlegung und Vorsicht können diese Unfälle Meiden und die Mütter Zeit ihres Lebens vor Deren Vorwürfen bewahren, durch Fahrlässigkeit n Tod ihres Kindes herbeigeführt zu haben. Siebener Doch««Marktpreise. ießen, 10. Febr. Auf dem heutigen Wochen- . kosteten: Wirsing, % kg 10 bis 12 Rpf., kraut 10, Rotkraut 11, Grünkohl 13, Lauch 22, kohl, bas Stück 61 Rpf. __________________ Ottos Geduld war auf eine harte Probe gestellt fc^en. Länger als zwei Stunden faß er nun schon ?! seinem Horchposten im Keller, ohne daß sich auch nur bas geringste ereignet hätte ... .Allmählich ließ seine Aufmerksamkeit nach. Diel- , Negrid fuhr ein wenig ängstlich zusammen. Sre knleate sich noch dichter an Axel und flüsterte: ift eifersüchtig, Axel! Wenn du mich nochmal «fr, springt er mir an die Kehle, patz auf!" w .-Das käme auf einen Versuch an, Sigrid — ®plte er. kor machte plötzlich einen jähen Satz vorwärts J «M stand bann starr, wie aus Stein gemeißelt. Er -Mb den Kops hoch empor und begann zu winseln; Ei chien fast, als ob er vom Schloß her irgend •bis witterte, was ihn beunruhigte. Axel war auf- ^kcksam geworden. Mißtrauisch blickte auch er in « gleiche Richtung; aber zwischen den Bäumen sah ®tut gier unb dort einige schwache Konturen des wies, bie sich schattenhaft gegen den dunklen Hirn- •W abhoben. Das Winseln des Hundes ging wieder J »rohendes Knurren über, und Axel stand ent» Pilsen auf. „Irgend etwas scheint da im Hause in Ordnung zu fein, Sigrid! ... Bitte, Ctcb» entschuldige mich einige Minuten, ich will nur * *1 schnell —" v diesem Augenblick kracht oben über den Bau- nir irgendwo ein Schuß, dem gleich darauf em 9*1 nber Schrei und ein dumpfes Gepolter folgten, Arend Fox mit wütendem Gebell in Richtung Hauses baoonftürmte. iuvor. ann t Berti ka Die Deutsdie SS^y Arbeitsfront Als Verlobte grüßen 2-3-ZimJohng. 089t/ gebettet. V Unser fcnber n |Verschiedenes! SÄ * 1 " 1 —'» — ' mögend, m. sehr Wer erteilt fein. Wäschenus- lOjäbr. Jungen Hachhiltonb Krelsdlenstsielle Wetten LICHTSP1 KL-TH KATER T841. 2.30. 4.45.7 30; 5o 2.00. 4.30 7 30M Hedwig Neuser Walter Keck Garant guter Arznei-Präparat* - Mit 1893 — Gloria-Palast. >eiteixwe Wen die Götter lieben Lichtsplelhaas, uaimhoistraßc Diesel In tiefem Schmerz: Wllh. Stehr und Frau Elly, geb. Enders Gertrud Stehr, und alle Angehörigen. Die Deutsche NS6. „Kraft Arbeitsfront durch Freude“ Junge* Arzt-F.hcpunr sucht dringend, möglichst bald, 2-3 Zironier-Wohnnns evtl, mich möbl. (Dauermietcr). Schriftliche Angebote unt. 0890 an den Gießener Anzeiger erbet. Am Sonntagabend 1 silberne AlllMMl (Andenken) von Löberftraße - Neuenweg - Seltersweg verloren. Geg. Hobe Bel. auf dem [0895 Fundbüro abzugeben. in Englisch? 0809 Näheres: L. Weber, Frankfurter Strafte 138. •« Hausverwalter oder Heizer? Dauerstelle bevorzugt. Schr. Ang. unt. 471 Dn. d. G. A. isolge1 ießen klassen inde 21 fit Naßstc rber! ibenöe jtl, de E • nicht ]t ein; "g item v oertoi nur ilen § daß ir liieniie leinen r die ir Ma willigl t uns. ng Gießen (Gnauthstr. 10), im Februar 1048. Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. ___________0880 Buchhalter(in) Mittleres Industriewerk sucht tüchtigen Buchhalter in Vertrauensstellung. Bewerbungen mit Zeugnissen unter 466D an den Gießener Anzeiger erbet. Größeres Industrie-Unternehmen in der näheren Umgebung sucht für sofort od. später männliche oder weibliche Bürokräfte und Bürohiliskräfte insbesondere Schreibkräfte. Bewerbungen unter 458D an den Gießener Anzeiger erbeten Feint "-engen Mw ft ent, - c Cb em. Fabrik Krewel-Leu ff en G. m-KH. Kein w» 3 SÜS Groß und klein sparsam seinl — Denn gerade Nivea-Creme ist so ergiebig,daß man auch mit weniger zufrieden sein wird. Beherzigen Sie also unseren Vorschlag: Vernünftig verfahren, Nivea sparen! Mgt au derstan ss Zlll! le Au is up Achen ckn 3m zu sä IH t n.' Im ui chnz te oöci tuen d Größeies Indusirie- Unlernslimen in der näheren Umgebung sucht für sofort oder später einige AiritorieotiDiieo die sich für tcchn. Assistcnten- Dienste eignen. Bewerbungen unter 457D an den Gießener Anzeiger erbeten. Zeitungsträgerin gesucht Verlag des Olebener Anzetfien Junge Frau, mit 3 klein. Kindern, sucht dringend eine möblierte 1-2-Zim.-Wohnt, mit Küche, in Gießen od.Umg. Zch, Ang. unt. 0905 a. d. G. A. Aendernug des Thesterspielplm Von den für den Monat Februar an- gekündigt. Theaterveranstaltungen komm, zunächst zur Durchführung: 19er Bing: Sonntag, 14. Februar,15 Uhr 6. Veranstaltung Die Sonntagsfrau Lustspiel von Curt Johannes Braun. 16er Bing: Montag, 15 Februar,19Uhr 12. Veranstaltung Das letzte Abeniener Schauspiel von Alexander Maral. Karten in der Verkaufsstelle der NSG. Kraft durch Freude, Seltersweg 60. 478V Landkreis Gießen. ♦ Großen-Linden, 10. Februar. Unser Mitbürger Heinrich P i r r I., Falltorstraße 14 wohnhaft, kann heute in geistiger und körperlicher Frische seinen 8 0. Geburtstag begehen. Der Jubilar war über 50 Jahre in der Tabak- und Zigarrenfabrik Georg Philipp Gail in Gießen beschäftigt. Dem alten Herrn gelten auch unsere herzlichen Glückwünsche zu seinem Geburtstage und für einen angenehmen Lebensabend. Aus aller Welt. von einslürzender Giebelwand erschlagen. In dem Dorf Ottenbüttel bei Itzehoe (Holstein) war ein Bauernhof völlig eingeäschert worden. Von einem der niedergebrannten Gebäude war eine hohe Giebelwand stehengeblieben. Als Schneetreiben ein- Für leichte Polster- und Sattlerarbeiten nähgewandte weibliche Arbeitskraft gesucht Opel in Oiefien Frankfurter Straße 52. 475D Neue Rufnummer 2600 Ernst Baums Büromaschinen und Bürobedarf Gießen • Bahnhofstraße 26 Die Sprechstunden der Deutschen Arbeitsfront, KreiswÄltung Wetterau (Gießen u. Friedberg), werden wie folgt festgesetzt: montags und donnerstags von 9—12 und 11-17, samstags von 9 — 12 Uhr Die Sprechstunden der Rechtsberatungsstelle I. Friedberg, Bismarckstraße 32. sind wie folgt festgesetzt: donnerstags und freitags von 15 — 17 Uhr. mittwochs von 10-12 Uhr In Bad-Nauheim, Ad.-Hltler-Str.36 mittwochs von 15 — 16 Uhr in Butzbach. Marktplatz 1, jeden ersten und dritten Montag im Monat von 14.45—15.30 Uhr 484fr Fachgeschäft des Letensmiltelhandeis sucht ehrliches Fräulein oder Frau per bald als Verkäuferin in gute Vertrauensstellung. Unbedingt gewissenhaft und geschickt (evtl. Anlerrnen). Schr.Angebote unter 468D an den Gießener Anzeiger. 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Die Beisetzung fand in der Stille statt. 47*d Für die Beweise aufrichtiger Teilnahme sage ich allen auf diesem Wege herzlichen Dank. VH7. Hart und schmerzlich traf uns die traurige, unfaßbare Nachricht, daß L'Taa unser lieber, hoffnungsvoller, einziger Sohn, mein guter Bruder, mein lieber Enkel, unser braver Neffe Heinz Stehr Unteroffizier bei der Luftwaffe am 24. Januar 1943 im Alter von nahezu 23 Jahren im Osten sein Leben für Führer und Vaterland hingegeben hat. Auf einem Helden- friedhof im Osten wurde er zur letzten Ruhe Liebe. ♦ Das ist für ein Lustspiel der gegebene Schluß. Curt I. Braun, dem man als Verfasser von Filmmanuskrivten des öfteren - begegnet,, hat hier drei Akte geschrieben, aus denen vielleicht, unter anderen Voraussetzungen, eine echte Komödie hätte werden können, das heißt: ein Spiel mit lebendigen s- kii ftiDioty Mer! M 'dien t 'oröerli chufu ennei Havptfchrtftletter: Tr Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bei Hauvtichrlstleiters: Ernst ölumfthctn Verantwortlich für Pol'tik und Bilder Dr. Fr. W. Lange: für da« fteutheton: Dr Hans Itiurtot; ।ur Stadt Giesien, Pronin,. Wir, ct'asl und Svort: Ernst B-umichein Druct und Berlaa: Bruhlfche Un'verittäUdruüere' R Lange 8 ®. .''erlagSieiter - Dr.-Ing Ericd Hamann An zeigen «eiter: Hans BeL VinxetgenpreiSliste Nr n setzte, suchte eine größere Anzahl Kinder vor dem Wetter hinter dieser Giebelwand Schutz. Ein plötzlicher Windstoß brachte die Mauer zum Einsturz und begrub die Kinder unter den Trümmern. Dabei würden neun Kinder, größtenteils Mädchen, getötet, andere schwer verletzt. (Einen Pollwal mlf Wasserbomben getötet. Ein in Las Palmas (Balearen) beheimateter Fischer stieß mit seinem Boot beim Fischfang im Mittelmeer plötzlich gegen eine riesige dunkle Masse. Im Verein mit anderen Fischern konnte er feststellen, daß es sich um einen gewaltigen Pottwal handelte, der tot an der Meeresoberfläche trieb. Es gelang, den fast 15 Meter langen und etwa 5000 kg schweren Riesen fisch an den Strand zu schleppen. Dori stellte sich heraus, daß das Ungetüm ein Opfer der britischen U-Boot-Abwehr geworden ist, die es mit Wasserbomben bewarf, VK7 Schwer und unerwartet traf uns die Nachricht, daß unser jüngster Sohn, unser guter Bruder und Scnwager Ernst Theifo Gefreiter in einem Artillerie-Regiment sein junges Leben lassen mußte. Er starb für Großdeutschland und seinen Führer. In tiefer Trauer: Karl Theiß und Frau, geb. Philipp Willi Theiß, z.Z. im Felde Wilhelm Amberg und Frau, geb. Theiß sowie alle Verwandten. Gießen (Ludwigstr. 36), im Februar 1043. ________________________________0902 offenbar kn der Annahme, ein feindliches U-Boot vor sich zu haben. Der Fisch weist eine Reche von' Wunden auf, die von den Explosionen herruhren. Gefängnis für Tauschhandel. Der 40 Jahre alte Alois Hyden aus KnittelfeD (Steiermark), der sich durch Handel, Kauf und Tausch von Rundfunkgeräten und Fahrrädern em müheloses Einkommen verschaffte, verkaufte em Rundfunkgerät, das er selbst zu 150 RM. kaufte, für 250 RM. weiter. Als Zuaabe verlangte er außerdem die Kleiderkarte von der Käuferin. Das Rundfunkgerät hatte aber nur einen Wert von 50 RM. Hyden wurde vom Sondergericht Leoben zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt. Kunst und Wissenschaft. Das neue Werk von Wilhelm Wüller-Zcheld. Das Hessische Landestheater in Darmstadt wird, wie wir schon gemeldet haben, am ll.^Februar die neue dramatische Dichtung von Müller-Scheid „Ta. n a i s" zur Uraufführung bringen. Die ersten dramatischen Arbeiten von Wilhelm Müller-Hcheld ent. standen bereits in den Jahren nach dem Weltkrieg, den der Kriegsfreiwillige und spätere Kompanie, führer an den Fronten im Westen, im Osten und in Rumänien erlebte. Sie sind auf heimatlichem Bo- den erwachsen — der Dichter wurde in Grebenroth bei Wiesbaden 1895 als der vierte Sohn eines Dolksfchullehrers geboren —, greifen darüber hinaus aber bereits zur Gestaltung überperfönl cher Schicksalsfragen des Lebens. In dem Schauspiel „Ein Deutscher namens Stein" (entstanden 1925) wird die geschichtliche Gestalt des aus Nassau stammenden deutschen Reichsfreiherrn als Gegenspieler Napoleons zur Verkörperung der deutschen Schicksalskräfte und politischen Echik. In der Tragödie „Anna Mari a" (entstanden 1027), die in einem Jnüustriedorf spielt, ist es die Empörung eines jungen zukunftsgläubigen Herzens gegen die soziale Gewissenlosigkeit der Nachkricgs- zeit, und in der Komödie „Eduard Keim" (geschrieben 1928) wird in echter komödienhafter Durch- leuchtung einer bis in sprachliche Dialektfärbung hinein eng umzirkelten Lebenswelt der sittliche Grund des Lebens belichtet. In den folgenden Wer. ken nimmt das zur großen dramatischen Leidensä-ast drängende Schassen Müller-Schelds Stoff und Ge» statten rein aus der dichterischen Torstellunaswelt. Während dabei die „Nooemberballade 16 3 2", als die Auseinandersetzung eines mit dem deutschen Bauerntum eng verbundenen jungen Adeli- gen mit den von übernationalen Kräften über Deutschland heraufbeschworenen Krieg, noch in losem Zusammenhang mit einer geschichtlichen Realität steht, gibt die letzte dramätische Dichtung Yanais" (1940—1942) die Synthese politischen und persön- lichen Schicksals in zeitloser, freier, dichterischer Gestaltung. steuer, wünscht d. Bekanntsch. ein. Herrn in sicherer Stell., im Alter von 30-40 Jahr, zwecks späterer Heirat. Kriegsversehrte nicht ausgeschl. Bildzuschriften unter 0876 an den Gieß. Anz. Bild wird wied. zurückgesandt. Grau getigerte Katze entlaufen. Wiederbr. erhält Belohnung, oooo Frankfurter Strafte 50. Kkben fljnf,r Sattler- oder schwere Schneider- WnioWiie z. kaufen oder zu leihen gesucht. Schr. Ang. unt. 469v a. d. G. A. Gut erhaltener MensUM 3. kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. unter 0878 an den Gieß. Anz. Gut erhaltener Kinder-Sportwagen kl.Küchcnschrank oder Kommode, gebraucht, z. kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 0869 a. d. G. A. Ein Mann, der eine gute Stellung, viel Geld und eine hübsch« Frau hat, wird durch verschiedene unvorhergesehene und ungewöhnliche Umstände dazu gebracht, darüber nachzudenken, warum ihn seine Frau eigentlich geheiratet habe. Das Ergebnis seiner Ueberlegungen ist eine ziemliche Dummheit: er kommt nämlich auf die Idee, seiner Frau vorzuspielen, er habe plötzlich all sein Geld und feine Stellung verloren. Also müssen sie die schöne Wohnung aurgeben, und er schlägt sich kümmerlich mit allerhand Vertretungen durch. Das heißt: er tut nur so-, in Wirklichkeit behält er die Stellung, das Geld und sogar die schöne Wohnung. Nicht einmal seine Frau läuft ihm davon (was ihm eigentlich ein Licht ausstecken müßte), sondern plagt sich-redlich und versucht sein neues Leben zu teilen. Das Aergerliche ist nur, daß sie eines Tages den Schwindel erfährt und nun wirklich davvnläuft. Da kann man sehen, daß man solche Scherze nicht machen soll, und jetzt wird aus dem unangebrachten Spaß auf einmal Ernst: er verliert, außer der Frau, wahrhaftig auch sonst alles — Posten, Einkommen, Wohnung. Das kommt davon. Aber wir sind im Lustspiel, und die Frau ist mittlerweile auch nicht müßig gewesen, sondern wieder zur Bühne gegangen, wo sie vor ihrer Ehe war, bat Glück gehabt, Geld vekdient, kehrt zurück, die Wohnung gehört ihnen wieder, und auch aescl-äfflich wird alles wieder werden wie zuv'" Auf jeden Fall weiß dieser begriffsstutzige M zuguterletzt, daß seine Frau ihn, wenn nicht alles trügt, nicht um seines Geldes, sondern um seiner selbst willen geheiratet hat — also doch wohl aus Stellenangebote] Ordentliche Putzfrau für tägl. nachm., auß.donnerstags u. wnntaaö von 17.30-19 Ubr sofort gesucht. 0882 Kondit*-bas6 Brncnd,(fticften, Am SclterStor. 2-3 Simmet und Hüdic von berufstätigem Ebcvaar gesucht. Schriftl. Angeb. nutet 470 D an den Gieft. 9lnz. Zwei leere Räume für sofort gesucht. - Schriftl. Ana. unt. 0877 an d. Gieß. Anz. Vogtsche Privat-Handelsschule Gießen, Goethestraße32 Zweijährige Handelsschule für Schulentlassene mit 8jährig. Schulbildung. Für Mädchen auch Kochen und Nähen. Einjährige Handelsfachklassen für Schüler m. Volksschulreife u. höh. Schulbildung. Beginn Ostern 1943. Anmeldungen f. das neue Schuljahr u .Auskunft!. Schulgebäude Gießen, Goethestr.32, Ruf 2486. ______ «4 Aenderuna der Dertzuwachsffeuer. In einer am vorigen SaMstag veröffentlichten Nachtragssteuerordnung, die ab 1. Januar 1943 in Kraft getreten ist, hat der Oberbürgermeister mit Genehmigung der Aufsichtsbehörde für den Stadtkreis Gießen die Absätze 2 und 3 des § 25 der Wert- zuwachssteuerovdnung vom 16. März 1939 außer Kraft gesetzt. Nach den genannten Absätzen wurde eine Ermäßigung der Wertzuwachssteuer gewährt, wenn unbebaute Grundstücke, die zwecks Bebauung mit Wohnhäusern zum Verkauf kamen, innerhalb einer bestimmten Frist bebaut wurden oder wenn Grundstücke, die zur Bebauung mit Wohnhäusern erworben worden waren, im Verlaufe einer bestimmten Frist nach der Bebaüung Weiterverkauf wurden. Durch jene Bestimmung sollte die Errichtung von Wohnhäusern gefördert, also die Schaf- jung neuen Wohnraumes angeregt werden. Im Hin- vlick auf die gegenwärtigen Verhältnisse, insbesondere auf den allgemeinen Baustop, und die auf absehbare Zeit als unabänderlich hinzunehmende Stillegung der Wohnurrgsbautätigkeit hat jene Be- gürrstigungsoorschrift ihren Sinn verloren, so daß es zweckmäßig erschien, sie überhaupt aufzuheben. O esen-Mein-Lmden. Am Sonntagnachmittag hielt die Kriegerkameradschaft Klein-Linden in der Gastwirtschaft von Franz Rathenow ihren Jahresappell ab. Kameradschafts- sührer Heinrich Diehl gedachte zunächst der im verflossenen Jahre verstorbenen Kameraden, des früheren Kameradschastsführers Friedrich Schim- mel und der beiden langjährigen Mitglieder Karl Lana I. und Karl Hinterlang L, ferner der Opfer der Bewegung und der Gefallenen des ersten und des jetzigen Weltkrieges. Der Vereinskassenwart Kam. . Philipp Weigel XXIV. erstattete den Rechnungs- bericht, aus dem zu ersehen war, daß die Kamerad- schaff finanziell gut gesichert dasteht. Die Kameraden Heinrich Magold und Philipp Jung XVIII. hatten die Rechnung für richtig befunden, so daß sie geneh- migt wurde. Im Vorstand fand keine Aenderung statt. Die Kameradschaft zählt gegenwärtig 90 Mitglieder. Kamerad Diesel überbrachte die Grüße der Kreiskri-eger'ührung Gießen und sprach dann über die Pflichten der Kameraden in der gegenwärtigen 3eit An Hand der von Kamerad Mer- I a u gezeigten Bilder hielt er dann einen aufschluß- reichen Vortrag über den „Sieg im Westen". In feinem Schlußwort dankte der Kameradschaftssührer den beiden Gießener Kameraden und sprach dann über den Einsatz der Mitglieder in der Heimatfront. Er schloß mit dem Gelöbnis der Treue zu Führer und Volt den Hauptappell. Verdunkelungszelt: 10. Februar von 18.23 bis 7.18 Uhr. *♦ Deutsches Frauenwerk, Ortsgruppen Gießen -Mitte und Süd. Unser Gemeinschaftsabend findet für beide Ortsgruppen gemein fam am Samstag, 13. Februar, 20 Uhr pünktlich, im Großen Hörsaal der Universität statt. Es spricht der Hauptstellenleiter des Rasjenpolitischen Amtes Frankfurt a. M., Pg. Steinert, über „Nationalsozialistische Bevölkerungspolitik im Kriege". Menschen. Indessen sind seine Voraussetzungen so konstruktiv, daß nur ein Lustspiel daraus wurde: eins mit einem hübschen, unterhaUsamen Dialog und ein paar netten Einfällen, ein brauchbares und wirksames Theaterstück. Desien vielfältige Möglich- leiten hat der Spielleiter, Herr Sauerland, geschickt zu nutzen verstanden, indem er das Stück nicht von der Psychologie, sondern von der «Situation her inszenierte, was sich als zweckmäßig und dankbar erwies; er zeigte Sinn für die Ungewöhnlichkeit und Komik der. Verhältnisse und wurde dabei von Herrn Löffler vortrefflich unterstützt, der ihm ein elegant gekacheltes Badezimmer und eine merk- lich primitive Dorstadtwohnküche dazu lieferte. — * Herr Köchling, der den Mann Severin spielte, machte den Eindruck, als ob er selber Überrascht fei von -den Möglichkeiten, die der Verfasser seiner Rolle zugedacht hat, und wirkte am überzeugend- sten im Mittelakt während des mühsam aufrecht erhaltenen Schwindels. Anja Rau war die Sonntagsfrau: sie verstand zwischen der oorgetäuschten Misere und der normalen Salondamenkonversation gerade die Waage zu halten. (Ganz läßt sich die Lebensferne des Stückes nicht überspielen.) Das beste sind immer die Nebenfiguren, sagte der alte Fontane, der es wissen mußte. Man fand es hier bestätigt: man sah es an Herrn Funke, der mit einer drolligen, trockenen Pomadigkeit aus dem Professor Eifl die witzigste Gestalt des Abends machte: an Friedl Gollmann, welche mit schar- manter wienerischer Impertinenz die Angela spielte. Herr Sauerland gab dem Herrn Pelikan eine fast über die Lustspielsphäre hinausweisende Schärfe der Charakterisierung. Als dankbare Charge erwies sich die von Elly Bamberger gespielte ge- schwätz-ig-betriebsame Frau Meyer. * Es gab viel freundlichen Beifall. Hans Thyriot. Vogelsberger Rind z. verkauf, [osoe Kinzenbach 81. Ein Jahr alter, schöner öülinerljonö (Spaniel), in nur gute Hände z. üerfauf. Iftöoo Gicften, Löberstrgftc 21. Mercedes- Benz- Kabriolett, 1,7 Liter, 6 Znlindcr, in tadellosem Zust., ohne Bereifung, zum Taxn'ert zu verkaufen. Schr. Ang. unt. 0893 a. b. G. A. Dorf-Güll Langsdorf z. Z. bei der Luftwaffe im Februar 1943 der Universitätsstadt Gießet Mittwoch, den 10. Februar 18.80 bis 21.45 Uhr 20. Mittwoch miete u.HalbmieteA Die Gosch wie* er Der Wps durchs Fenster. Gießen, I Babnbositr. 31. Möblierte WWlllMk mit ein ob. zwei Bett., evtl, auch unmöbl. Zimm., z. mieten aesucht (ohne Frühstück). Angeb. erbet, an Babnbof- gaststätten Gieften. 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