vieirrtag,y.8ebruarM» GießenerAnzeiger >md vvb Verla-: -z. Jahrgang Nr. 55 ttticDtnm tt) außer Aonntaae und ftetertnnÄ Beilagen .Siebener »tamihenblartet Heimm imB'ld-DieSckolle BezunSvreiS: MonarchRM.1.8V gusteUgebüyr . „ -.25 mcb be Nichterscheinen ton einzelnen Nummern hfolae böbereT Gewalt »end»red)antd>lnb 2251 Ctabtomrbrift Än^eiger^' c6<*ff 118** Rtrnnff /M 31 nn au uu von Urue» en für die Mittagsnummer biS 81/, Ubr desBormittagS »«emen-^reile füt die Milltmeter-^etle von 22 Dhllimcter Brette: 7 Rvl tüt rtomthenan- zeigen und vrrvaie Gelegenbettsanzeigen 149h)t. t. Werbeanzeige« und geschäftliche Geiegenbeitsanzeige« Vlatzvorichrtti (vorherige Vereinbarung) 25% memk General-Anzeiger für Gberhesjen 1*t*i*»? StentrafrrT Nur für den Krieg. Immer hat in der Geschichte unseres Volkes der ir letzten Aufopferung bereite Heldenmut des Sol- dren dem ganzen Volke die Kraft zur würdigen Mcheiferung gegeben. Gerade in harten Zeiten des jbeges, wenn es um Sein oder Nichtsein der Na- jöi ging, wuchs, wie wir es heute erleben und be- Aiiifen, die Opferbereitschaft Der Heimat zur letzten Medingten Hingabe. DZm Frühjahr 1675 stand der Große Kuxfürst mit fner Armee am Rhein im Kampf gegen die Fran- M2n. Da überfielen die Schweden das wehrlose Lid. Das Schicksal Brandenburgs schien besiegelt. Ster während die Soldaten Brandenburgs im Kmpf gegen den Reichsfeind Wunder der Tapfer- ft: vollbrachten, gaben die Bauern und Bürger in ft Heimat ein Beispiel höchster und pflichtbewußter Drue. Unter selbstgeschaffenen Fahnen zogen die Auern der Altmark mit Sensen, Dreschflegeln und Arten gegen die Schweden ins Feld. Gleichzeitig sciimelten Städte und Dörfer Geld, Proviant und Hissen für das in Eilmärschen heranrückende kur- fiftliche Heer. Bauern, deren Höfe sich noch von der Notzeit Ä Dreißigjährigen Krieges nicht erholt hatten, tru- ■t ihr letztes Korn zu den verborgenen Sammel- Äern, und in den Städten richteten pflichttreue Arger Kriegskassen ein, die von den großen und Auen Spenden der Brandenburger ohne Unter» Med gefüllt wurden. Als der Kurfürst in Branden- jitg anlangte, fand er eine aus dem Kampfwillen 6er treuen Heimat geschaffene Front vor, die ihm Kämpfer, Waffen und Proviant für den kommenden siegreichen Kampf zur Verfügung stellte. Um Ehre und Bestehen Preußens focht Friedrich der Große im Siebenjährigen Kriege Die dunklen Tage von Kolin, Hochkirch, Kunersdorf, wirtschaftliche Not und Armut im Lande, feindliche Brandschatzungen großer Gebiete weckten selbst in Mitgliedern des Herrscherhauses und in der königlichen Regierung Zweifel und Hoffnungslosigkeit. Das Volk in seiner großen Mehrheit aber bewahrte wie der unbeugsame König angesichts der Ruhmestaten seiner Söhne an den Fronten die gläubige Tapferkeit des Herzens. Aus den vom Feind besetzten Landesteilen schickten treue Bauern ihre letzten Söhne dem König. Der märkische Bauer hungert, aber er opfert ohne ein Wort Vieh und Korn für die Armee, der ärmste Sohn des Volkes erweist sich als der treueste. Eine große Anzahl Berliner Kaufleute, die ihre Geschäfte wegen Warenmangels schließen mußten, meldeten sich freiwillig zur Arbeit in den Pulvermühlen. O. G. F. Jtur mit Wagemut kommt man zu großen Siegen. Mit diesem Trost und dem festen Entschluß, allen denen Ohrfeigen zu geben, die sich in den Weg stellen, kann man der Hölle unl^dem Teufel trotzen, behaglich die Prahlereien seiner Feinde anhören und sich der Ueberzeugung hingeben, daß man mit Ehren bestehen wird. Friedrich der Große. ten immer noch Seeleute, über den Atlantik zu fahren. Japans wirischastliche Kräste- konzeniraüon. Kriegswirtschaftliche Sondervollmachten. Tokio, 7. Febr. (Europapreß.) Ueber die Sondervollmachten, die dem Ministerpräsidenten jür die Produktionssteigerung der fünf wichtigsten lapani- schen Kriegsindustrien erteilt werden sollen, erklärte Präsident Moriyama, das Hauptkennzeichen dieser Vollmachten werde Elastizität sein, sie würden sich nicht ausschließlich auf die fünf Industrien Eisen und Stahl, Kohle, Leichtmetalle, Flugzeugbau, Schiffbau beschränken, sondern auch auf eine zweckmäßige Verteilung der Materialien. Dadurch würde auch unmittelbar die Lebensführung des japanischen Volkes berührt werden. Ferner solle der Ministerpräsident ermächtigt werden, in Fragen der Arbeitslöhne und der Rohstoffpreise bestimmend einzu- grerfen. Der Ministerpräsident werde in der Lage sein, Konflikte zwischen den Ministerien und anderen Stellen rasch und endgültig zu beseitigen. Dies bedeutet eine wichtige Neuerung, da nach japanischer Tradition bisher jede Bchörde innerhalb ihres Rahmens fast souverän war. ' Die japanische Regierung wird in der morgigen Reichstagssitzung ein zusätzliches außerordentliches Militärbudget für das Jahr 1943 vorlegen, das stch auf 27 Milliarden Pen beläuft. Frankreich - quo vadis? Von Dr. Paul Rohrbach. Wer heute Gelegenheit hat, sich in Frankreich aufzuhalten, bei dem setzt sich alsbald als stärkster Eindruck dieser fest: das französische Volk im ganzen weiß nicht, wo es mit ihm hinaus soll. Natürlich liegt der Vergleich mit dem Deutschland nett) dem Zusammenbruch von 1918 nahe. Ohne Eingehen auf die Grundfrage, ob das französische Volk imstande sein wird, späterhin eine Wiederaufrichtung aus eigener Kraft zu vollziehen, wird es gut lein, sich gewisse Unterschiede zu vergegenwärtigen die sich im Laufe der letzten vier Menschenalter zwischen Frankreich und Deutschland entwickelt haben. Frankreich und Deutschland waren im 18. Jahrhundert die beiden bevölkertsten Lander Europas mit je etwa 20 Millionen Einwohnern. Frankreich übertraf England an Dolkszahl um das Doppelte, Spanien um das Dreifache Vor allem aber war Frankreich das r e i cf) ft e Land der damaligen Kulturwelt. Seine Macht und fein Ansehen erlebten einen vorübergehenden Tiefstand nach dem Ende des ersten napoleonischen Kaiserreichs. Napoleon III., der in mancher Hinsicht als Persönlichkeit nicht unterschätzt yrerden darf, hat für den materiellen Aufstieg des französischen Lebens viel getan, und die Pariser Weltausstellung von 1867 zeigte dem Ausland eine für die damalige Zeit großartige Fassade. . r Das erste Kaiserreich — das ist wenigstens die Meinung gewichtiger Beurteiler — hatte im Volks- di Kämpfen zusammen. Der neue Sieg unserer Ll-Doote Von unserer Berliner Schristleitung. (Heinrich Hoffmann. — Scherl-M.) Alle deine Krast für den Sieg! zu schwächeren Angriffen des Feindes. Am u n - en Kuban, im Mündungsgebiet des kanische Schiffahrt unsicherer. Man könne aber nicht nur eine zahlenmäßige. Verstärkung der feindlichen U-Boot-Flotte feststellen, sondern auch eine Verbes- erung und technische Fortentwicklung der U-Boot- Waffe selbst. In der Oeffentlichkeit höre man oft, es könnten jetzt alle Kräfte zur U-Boot-Bekämpfung eingesetzt werden. Aber was heiße „alle Kräfte"? Ihnen seien Grenzen gesetzt, und zwar zumindest durch die laufenden Nachschubtransporte für Nord- afrika und die Sowjetunion, die nicht auf einige Zeit kurzerhand eingestellt werden könnten. Kriegschiffe aber, die die feindlichen Unterseeboote bekämpfen könnten, ließen sich nicht in wenigen Monaten aus dem Boden stampfen. Es seien aber gerade diese wenigen Monate, vor denen man stehe, die für die Anglo-Amerikaner die kritischsten, womöglich sogar die entscheidenden seien. Fachleute fragten sich ob die U-Boot-Gefahr im Augenblick ihren Höhepunkt erreicht habe. Fast jeder von ihnen verneine diese Frage. Der Höhepunkt der U-Boot- Drohung stehe vielmehr noch bevor. Unterdessen müsse feder zur Einsparung von Schiffsraum den Bauchriemen so eng wie möglich schnallen, ohne sich aber dabei einzubilden, daß diese defensive Maßnahme allein eine äußerst bedrohliche Situation retten könnte. Die Geleiizugschlacht. „Durch ganze Serien von U-Booten von allen Seilen angegriffen." rung im Rahmen dieser Gesetze übertragen. Srd wird sich für Organisierung des Sieges nach den Anweisungen des Führers diese Menschenfsihrung besonders angelegen sein lassen. Aus dieser Men« schenführung der Partei kam es zu dem großen Aufbruch der Nation. Heute hängt vom deutschen Sieg der Anbruch und Sieg der neuen Zeit ab. Um was es geht, wissen wir alle: qm die in Jahrtausenden entwickelte deutsche und europäische Kultur, um die Früchte der Arbeit von dahingesunkenen und noch lebenden Generationen, um alles. Unsere Helden stehen zu Millionen an den Fronten und kämpfen auf See gegen die Weltoerschwörung des Judentums und seiner Helfershelfer aus pluto- kratifchen und bolschewistischen Reihen. Es» gibt keinen unter uns; an den der Ernst und das Gewicht der Stunde nicht herangetreten wäre, keinen, der sich dem über uns hängenden Schicksal, sein Alles ! dem Vaterlande zu geben, entziehen könnte. Nur in dieser Einmütigkeit, in dieser Unzerbrechlichkeit des deutschen Willens, liegt die Gewißheit des Sieges. Die Arbeitsmeldepflicht, die Schließung n cht unbedingt notwendiger Betriebe, die Ueberfeitung von Männern und Frauen in kriegswichtigere Berufe sind die Mittel, um aus ganz Deutschland eine kämpfende, ihr Aeußerstes einsetzende Nation zu machen. Die Arbeitsmeldepflicht und alle damit zu- sammenhängenden zeitweiligen Veränderungen in der Struktur unseres Volkes sind ja nicht Selbstzweck, sondern dienen nur dem einen Ziel, alle Kräfte zusammenzuballen für den Sieg. Die Wucht der Millionen wird ergänzt durch den absoluten Willen, alles aufzubieten, um den Sieg zu gewährleisten. Nicht allein die Millionenziffern, sondern der Geist, von dem dieses Heimatheer der Männer und Frauen durchströmt wird, formt das unbesiegbare Deutschland. Was jeder einzelne zu gewärtigen hat, wenn unsere Gegner siegen würden, die völlige, mitleidlose Ausrottung, weiß jeder Deutsche. Aber der Wille, einer Welt von Vernichtung und Haß zu widerstehen und über sie zu triumphieren, hat noch immer gesiegt und wird auch diesmal über alle Felsblöcke, die dem Wege der deutschen Nation in den Weg gerollt wurden, siegreich hinweg, schreiten. Der Wille zwingt das Schicksal. Niemand steht abseits. Keiner entzieht sich den harten Ausgaben, die diese Weltentscheidung von ihm heischt. In fanatischer Entschlossenheit tritt ganz Deutschland. Front und Heimat geeint und eines Willens, zum Endkampf an! >ie überraschend schnelle Folge der neuen Sonder- intDungen über Erfolge unserer U-Boote — eben er wurde die Versenkung von 14 Schiffen mit 10! 000 BRT., darunter auch fünf Tankern, ge- fefcet — ist ein Zeichen, daß die Tage wieder langer v< den, daß die Sichtverhältyisse sich bessern, daß I : Aussichten unserer U-Boote größer werden. Die fribermelbung schildert in wenigen scharf hmge- Men Worten, wie das angesetzte U-Doot-Rudel pnrere Tage lang den Geleitzug mit tief beladenen Mchtern und Tankern von überdurchschnittlicher fMe verfolgte. Die 14 Schiffe, die in tagelangem Men Kampfeinsatz versenkt wurden, waren durch- Aittlich fast 8000 BRT. groß. Die Durchschmtts- Miße der englischen oder englandhorigen Schisse,, he ben U-Booten zum Opfer fallen betragt nur Ifcna 4800 BRT., die der amerikanischen fast 6000 'Mi-T. Der Leser wird auch beachten, daß die Schisse Kjr tief beladen werden. Der B^arf muh also emcin dringend gewesen sein. Dne starke Ve- fctang hat die Schnelligkeit der Geleitschiffe herab- »s tzt, und die Schnelligkeit zu erhöhen ist der letzte [Edirei der feindlichen U-Boot-Bekämpfung. Er ist lug sehr lebhaft auf der letzten Tagung der engli- ™ Seestiannsgewerkschaft erhoben wordern -Der Warf nach den Waren, die dieser vernichtete Geleit- i« verfrachtete, mutz sehr stark gewesen fern wenn W die britische Admiralität durch die starke Le- Wang über den Kriegsschrei nach schnellen uno Wendigen Transportern hinweggesetzt hat. k"n diesem Zusammenhang verdienen auch nocy Reiterungen von feindlicher Seite Erwähnung, Die vor der letzten Sondermeldung getan wuroen M wieder erkennen lassen, wie schwer die urtab» Mgen Schiffsversenkungen den Engländern uno .Mikees zuletzen: Admiral Stark, Befehlshab Mi USA -Marinestreitkräfte in Europa der soeben cu den USA. nach England zurückgekehrt ist, sagte. haben noch nicht das Rückgrat der feindlichen M-Zaot-Warse gebrochen, wir hoffen leboch, datz fere Anstrengungen in diesem Jahr ll^ßer a Pi letzten Jahr sein werden. Deutschland be.reibt bi allen Mitteln den U-Boot-Feldzug. Und der puboner Vertreter des amerikanischen Columbia ck»adcasting-Systems Edward Murrow erklärte. Mir besitzen das Kriegsmaterial und alles, was oa- p gehört, unf die Achsenmächte zu uberromben, mir mir haben diese'Dinge niemals dort wo . gebraucht werden." - Es « «« Wj , |fe, zu glauben, man könne den U-Boot Krieg Jl'nch N-ubanten gewinnen. Das Londoner Finanz Ic-t „Economist" schreibt sogar, die Allnerten be- Virfoen sich heute in der eigentümlichen tage Daß selbst wenn sie den getarnten = Größte Entschlossenheit und absolute Siegeszuversicht. Oer Führer sprach in seinem Hauptquartier zu den Reichs- und Gauleitern. DRV. Ans dem Führerhauptquartier, 8. Jebr. Auf Einladung des F ü hrers begaben sich die Reichsleiter und Gauleiter im Anschluß an ihre Tagung am 7. Februar zum Führer ins Hauptquartier. Im Verlauf des Zusammenseins sprach der Füh- rer vor der versammelten Parteiführerschaft übet die militärische und politische Lage. In seiner Ansprache, die von größter Entschlossenheit und absoluter Siegeszuver- sicht getragen war. brachte der Führet- die Gewißheit zum Ausdruck, daß die Härte der 3eil und der Geist, der unserem Volke aus ihnen erwächst, der deutschen Ration eine ungeheure Stärke verleihen und sie unüberwindlich machen werden. J)er Besuch der Reichsleiter und Gauleiter beim Führer in seinem Hauptquartier schloß mit einem glühenden Bekenntnis der Parteiführerschaft zm Größe der Aufgabe, die der Ration in ihrem schwersten Kampfe gestellt ist. * Die Kämpfer von Stalingrad waren, jeder Mann dieser todgeweihten und dennoch unverzagten Schar, eine Festung, die fallen konnte, aber sich niemals ergab. Die Heimat hat diesen Ruf verstanden. Die zuiammengeballte Kraft der deutschen Nation ist in vollster Entwicklung. Die Tage der Volkstrauer haben den ehernen Tagen Platz gemacht, da in Unverdrossenheit und mit dem Aufgebot aller Kraftreserven das deutsche Volk zeigt, daß es einig und unbezwingbar ist. Der Führer hat soeben in seinem Hauptquartier die Reichs- und Gauleiter der NSDAP, empfangen, die am 5. und 6. Februar in einer Arbeitstagung über die neu an sie herantretenden Aufgabengebiete eingewiesen wurden. Der Führer hat Wert Darauf gelegt, daß sie aus seinem Munde noch einmal erfahren, was von dem Erfolg ihres jetzigem Einsatzes für das Vaterland abhängt. Die Gesetze des Staates legen den gesetzlichen Rahmen fest, dem jeder einzelne Volksgenosse unterworfen ist. Der Partei ist Die wichtige Aufgabe der Menschenfüh- Harte Abwehrkämpse am mittlerenOonez Serlin, 8.Febr. (DNB.) An der K au kcksus> Ebenso scheiterten die Versuche der Sowjets, unsere ||ft»nt und südlich des Ladogasees kam es weit vorgeschobenen I a e l st e l l u n g e n zu beseiti- nr zu schwächeren Angriffen des Feindes. Am u n - gen. Die Verbände schlugen sich, nachdem sie oft gen. Die Verbände schlugen sich, nachdem sie ost tagelang starke feindliche Kräfte gebunden hatten, zu den Hauptkampflinien durch. Unter ihnen befanden sich Teile eines Grenadier-Regiments, das, von seinem Kommandeur umsichtig geführt, der mehrfach drohenden Umfasiung auswich und jetzt nach Vernichtung überlegener sowjetischer Kampfgruppen den Anschluß an die eigenen Verbände wiederherstellte. Auch westlich des Oskol-Ab- f ch n i 11 e s wehrten unsere Grenadiere und Panzer in harten Kämpfen Die wütenden Angriffe Der Boi- schewisten in Nahkämpfen oder in Gegenstößen ab. Die Sowjets hatten durch Abwehrfeuer und hochgehende Minen erneut schwere Verluste. Trotz ungünstiger Wetterlage setzten unsere Sturzkampf- fliegeroerbänbe, Schlachtflugzeuge und Zerstörer ihren Kampf gegen die andrängenden bolschewistischen Kräfte fort n und im Donejbogen scheiterten örtliche Irgriffe in Bataillonsstärke am hartnäckigen Wider- Ifir.D unserer Truppen. Die härtesten Kämpfe ent» S'eilen sich im Raum b e s mittleren Do« z. Untere Truppen hielten den starken Dorren des Feindes stand und brachten den Angrei- |f«ii hohe Verluste bei. Bolschewisten, Die im Mor- ctrgrauen den mittleren Donez in Regimentsstärke ibirfdjritten hatten, wurden von unseren Panzern kn (-griffen und vernichtet. Sehr schwer wurde um : t^elne Stützpunkte gerungen. Grenadiere und Ikcizerkräfte warfen den Feind in harten Häuft! kämpfen aus mehreren Ortschaften wieder Mius und vernichteten dabei acht Geschütze, vier Mizer und neun schwere Panzerabwehrkanonen. jMk) die im freien Feld von starken bolschewisti- kui Kräften geführten Angriffe brachen m erbitter- Vigo, 9. Febr. (DNB. Funkspruch.) Ein Reisender, der kürzlich von den Azoren zurückgekehrt ist und den U-Boot-Krieg durch eigene Anschauung kennengelernt hat, berichtet: Unter den nach einer Geleitzugschlacht durch ein portugiesisches Schiff geretteten Überlebenden von versenkten amerikanischen Schiffen hätten sich nur ganz wenige USA. -Angehörige befunden. In erster Linie beständen Die Besatzungen aus Norwegern, Holländern, Belgiern, Dänen und Griechen Alle Geretteten hätten erklärt, die U-Boot-Gefahr habe in den letzten Monaten ganz beträchtlich zugenommen. Es gebe jetzt kaum noch einen Geleitzug von Amerika, Der nicht mit Deutschen U-Booten in Berührung komme. In letzter Zeit würden die Geleitschiffe von allen Seiten angegriffen, und zwar durch ganze Serien von U-Booten. Das Geleitzugsystem sei daher heute nicht mehr wirksam. Alle Seeleute die einmal dem Tode des Ertrinkens durch Zufall entgingen, feien abgeneigt, sich noch einmal dieser Gefahr auszusetzen. Nur die hohen Heuern, die weit über das hinaus- r, ,=u,,. uceun u . .. ....... .... gingen, was iemalsin bet tzandelsschinahr, bezahlt :nnim der Welt besäßen, nichts e n t f d)e i»| TOOrben sei, Die Versprechungen, daß die Familien- Knbes gegen den Feind unternehmen konn- -.„gehörigen versorgt würden, und Zwang veranlaß- V Soviel man auch über ihre Vrvduktionsstarke Reiben und reden möge, sie sei nickst entscheide. fr nat für Monat seien die ^^Ufsverluste F vhal hoch gewesen, immer neue u-Baor- Wärme machten Die Meere für die angw-amen «sW gerst ernt gefährsiche Erbschaft hmterlassen, die bald ein bedenkliches Ausmaß bekam: die Flucht vor dem Kinde! Man schreibt diesen im Laufe des 19. Jahrhunderts immer schärfer hervorstechenden Zug im französischen Leben gewöhnlich einem durch die napoleonische Gesetzgebung veränderten bäuerlichen Erbrecht zu. Daher ist das Zweikindersystem in Frankreich nicht nur bei der wohlhabenden städtischen Bevölkerungsschicht, sondern auch auf dem flachen Lande herrschend geworden. Mag es um die Ursachen stehen, wie es wolle — jedenfalls sank der elementare Lebenswille, der sich im Kinderreichtum eines Volkes ausdrückt, in Frankreich zusehends. Die "heutige Durchschnittsdichte der Bevölkerung beträgt in Frankreich nur 76 Menschen auf dem Quadratkilometer, wenig mehr als die Hälfte der deutschen, und sie wäre noch geringer, knapp 70, ohne die fast drei Millionen Ausländer. Das Begehren der Franzosen stand nach zwei Dingen zugleich: nach Ordnung und Wohlstand im Innern und nach einer großen Stellung in Europa. Dazu kam der Anspruch, eine Art von Weltherrschaft auf dem Gebiet der geistigen Kultur auszuüben. Es wird immer merkwürdig bleib-en, wie wenig auf dem Gebiet dieser Ansprache die Franzosen durch die Niederlage von 1870/71 beeinträchtigt worden sind. Am allerwenigsten hat sie dem materiellen Wohlstand des Landes geschadet. Das französische Volk lebte mäßig und sparsam, und weil es sich Kinderreichtum versagte, wuchs sein verfügbarer Kapitalbesitz von Jahr zu Jahr. Um die letzte Jahrhundertwende war es zum internationalen Geldgeber in Europa und darüber hinaus geworden. Wer den Zugang zum französischen GeDmarkt sand, konnte sich beglückwünschen. Rußland baute unter dem Regime Witte, 1893—1904, mit französischem Geld seine Industrie, seine Eisenbahnen, seine Goldwährung auf, und verdoppelte sein Budget. Auch Deutschlands Wohlstand wuchs, aber die Ueberschüfse des deutschen Volkseinkommens wanderten nicht in den Sparstrumpf und aus diesem aus den Weltanleihemarkt, sondern sie wurden in neuen und erweiterten wirtschaftlichen Unternehmungen angelegt. Der Psychologie des Kinderreichtums und dem aus ihr entspringenden Ueber? quellen der Volkszahl entsprach die Psychologie des Wagens und Schaffens. Beides blieb in dieser Art dem französischen Volksgeist fremd. Man gewinnt ein schlagendes Bild dieses Unterschiedes, wenn man französische und deutsche Städte, französische und deutsche Landwirtschaft miteinander vergleicht. Mir erzählte einmal ein deutscher Offizier, der als Leutnant den siebziger Krieg und als General' den Weltkrieg mitgemacht hatte, wie es ihn ergriff, alle die Städte gerade so wiederzufinden, wie er sie *oor über 40 Jahren gesehen hatte: keine neuen Gebäude, keine neuen Straßenanlagen, kein vergrößertes Weichbild. Die Menschen,zahl war so wenig und so langsam gewachsen, daß ihre Wohnstätten seit einem halben, ja vielfach seit einem ganzen Jahrhundert nicht hatten erweitert werden müssen. Wie anders in Deutschland! Ein Mensch der Goethe,zett würde, wenn er heute wiederkäme, unsere Städte gar nicht mehr erkennen, so sehr sind sie inzwischen gewachsen und so sehr trägt alles neu hinzu Gewachsene den Charakter machtvoller und schneller Entwicklung. Nicht anders steht es mit der Landwirtschaft. Ich habe mich bei jeder Reise durch Frankreich gewundert, wieviel brauchbares Land ungenutzt daliegt. Frankreich ist fruchtbarer und hat ein besseres Klima als Deutschland, aber der französische Landmann erntet vom Hektar nur zwei Drittel von dem, was der deutsche auf seinem.Acker erzielt. Nicht nur Deutschland und Frankreich, auch Belgien und Frankreich grenzen hart aneinander, aber diesseits und jenseits der Grenze ist es wie ein Unterschied von zwei verschie« denen Wirtschaftszeitaltern. Dies Bild muß man zu Rate ziehen, wenn man sich die seelische Verfassung des französischen Volts nach der Total-Mederlage in diesem Kriege verständlich machen will. Es ist aus einem Dasein, dem ein Arbeitstempo ohne scharfe Anspannung Bedürfnis war, und der Genuß seiner Rente schon im mittleren . Lebensalter" ein in breiten Schichten verfolgtes Ideal, und aus der Vorstellung, mühelos „an der Spitze der Zivilisation" zu marschieren^ durch einen plötzlichen, alles erschütternden Schlag aufgeschreckt worden. Nun sieht es, schwankend und mißtrauisch, um sich, mit tvessen Hilfe es das Gefühl einer lähmenden und verwirrenden Unsicherheit überwinden könnte. Deutschland hat ihm die Hand entgegengestreckt, England und Amerika locken es mit Zukunftsoersprechungen und Drohungen. Frankreich — quo vadis? Eiserner Widerstand gegen vielfache üebermacht. Vom Kampf unserer Grenadiere in Stalingrad. Berlin, 8. Febr. (DNB.)' Eine Kampfgruppe von zwei Offizieren und hundert Mann hatte hart östlich des Traktorenwerkes von Stalingrad, ein vorspringendes, 350 Meter breites Uferstück gegenüber der großen Wolgainsel zu verteidigen. Rechts und links hielt noch der Feind. Er saß auch unten am Fuß und oben am Rand der haushohen Uferböschung, oft nur fünf Meter vor unseren Grenadieren. In Abständen von zehn bis zwanzig Meter voneinander hatten sich unsere Männer zu zweit oder dritt in Granattrichtern festgesetzt. Ihnen genau gegenüber waren auf der Wolgainsel vier Panzer eingebaut, nicht weit davon standen Salvengeschütze. Diese legten zusammen mit Granatwerferbatterien, Massen von Schnellfeuerwaffen und zahlreichen Geschützen fortgesetzt schweres Feuer auf die Kampfgruppe, die nur noch über eine einzige Panzerabwehrkanone oben am Rand der Böschung und einige Maschinengewehre verfügte. In jeder mondlosen Nacht stürmten die Sowjets In dichten Massen über das Eis. Auf dem Fluß und auf der Böschung brachen ihre Angriffe meist schon zusammen. Die Bolschewisten, die bis an die Trichter herankamen, wurden im Nahkampf zusammenge- schlagenV Immer wieder versuchten die Sowjets, unsere 'Männer von der Halbinsel zu vertreiben, es gelang ihnen aber nicht, obwohl die Zahl der Der- leidiger zusammenschmolz. In kleinen Höhlungen an den Trichterwänden machten sie sich aus Holzspänen winzige Feuer, um sich zu wärmen, und wenn es gut ging, im Kochgeschirr etwas zu kochen. Ihr Kommandeur, ein Ritterkreuzträger sprang von Trichter zu Trichter, oft stand er frei im Gelände und feuerte mit seiner Maschinenpistole in die Bol» schewistenhaufen. Sie haben kesnen Trichter^ preisgegeben, bis zu jenem Morgen, als die Sowjets nach starker Feuervorbereitung wiederum angriffen und neunmal über den Fluß herüber und den Uferhang heraufftürmten. Hunderte gegen ein paar Dutzend deutsche Soldaten. Dann erst befahl der Kommandeur „Fünfzig Meter zurück". Aber gleich daraus rief er „Fünfzig Meter zurück und dann G e g e n st o ß". Die Grenadiere wichen befehlsgemäß aus, rissen über von neuem alle Kraft zusammen, stürmten vorwärts und warfen die Bolschewisten den Abhang hinunter. Erst nach Wochen räumten sie befehlsgemäß die Stellung. Neue Gowjetaugriffe in harten Kämpfen abgewiesen. ©er Wehrmachtbericht. DRB. Aus dem Aührerhauptquartier. 8. Febr. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: An der Kaukasusfront Kämpfe von örtlicher Bedeutung. Bei der Vernichtung des am 5.Februar südwestlich Roworofsijfk gelandeten Feindes wurden insgesamt 31 Panzer abgeschossen, die blutigen Verluste des Feindes sind hoch. Im Mündungsgebiet des Don sowie im großen Donezbogen verlief der Tag im allgemeinen ruhig. Ein sowjetisches Regiment, das im Morgengrauen den Donez überschritten hatte, wurde im Gegenangriff vernichtet. Die Sowjets fetzten auch gestern am mittleren Donez und westlich des Oskol-Abschniktes unter Einsatz starker Panzerkräfte ihre wütenden Angriffe fort, die in harten Kämpfen abgewiesen wurden. Trotz schwieriger Wetterlage führten starke Kampffliegerverbände wirksame Angriffe gegen Marschkolonnen und Truppenunlerkünfle des Feindes. Schlachtflieger griffen erfolgreich in die Lrd- kämpfe ein. Südlich des Ladogasees neu einsehende feindliche Angriffe blieben erfolglos oder wurden schon in der Bereitstellung zerschlagen. Bei einem eigenen Gegenangriff wurden vor der Front eines Regiments 400 tote Bolschewisten gezählt. In Rordafrika beiderseitige Artillerie- und Spählrupplätigkeit. Bord-Flak der deutschen Kriegsmarine schoß im Rachschubgeleitzug nach tunesischen Häfen sieben britische Kampfflugzeuge ab. Slörflugzeuge warfen in der vergangenen Rächt einige Bomben auf westdeutsches Gebiet und verursachten dadurch Gebäudeschäden. Bei einem Luftangriff gegen die französische Atlantikküste wurden nach bisher vorliegenden Meldungen drei feindliche Bomber abgeschossen. Line südenglische Hafenstadt wurde am Tage von schnellen deutschen Kampfflugzeugen angegriffen. wie durch Sondermeldung bekanntgegeben, erfaßten deutsche Unterseeboote vor mehreren Tagen im Rordatlantik ein ostgeheudes Geleit, das mit Kurs auf die britischen Inseln aus lief beladenen Frachtern und Tankern von überdurchschnittlicher Gröhe bestand und dem wert der Ladung entsprechend besonders stark gesichert war. Das angefehte Unterseeboolrudel versenkte aus ihm in tagelangem harten Kampieinsah vierzehn Schiffe, darunter fünf Tanker, mit zusammen 109 000 BRT. Liu weiterer Dampfer wurde torpediert. „Am Rande eines wirtschast- tichen Zusammenbruchs.^ Tschungking bleibt ohne Hilfe. Lissabon, 8. Febr. (Europapreß.) „Tschung- king-China befinbet' fid) amRandeeines wirtschaftlichen Zusammenbruchs", erklärte Frau Wellington-Koo, die Gattin des tschungking-chinesischen Botschafters in London, auf einer Kundgebung in Philadelphia. Die Tschung- king-Chinesen hätten kein Rationierungssystem eingeführt, weil keine Nahtungsmittel vorhanden seien. Als Folge davon hätten schwarze Märkte und Jnflationsbestrebungen ein ungeheures Ausmaß angenommen. Ein einfaches Mahl koste drei Dollar, ein Yard Tuch 10 Dollar, eine Hütte aus Lehm und Stroh 3600 Dollar. Kohle fei ebenso kostbar wie Diamanten. Der Druck des Krieges mache sich in Hunger, Kälte und wertlosem Geld viel grausamer bemerkbar als durch die Japaner. Von allen Leih- und Pachtlieferungen, die Nordamerika für Tschungking-China sende, erreiche nur der achte Teil das Land. ________ Der Tschungkinger Associated-Preß-Korrespondent kabelt, Tschungking wisse, daß seine Wirtschaftslage bedenklich ist. Die Tschungkinger Industrie sei durch Mangel an hochwertigen Maschinen und Rohstoffen in ihrer Arbeit stark behindert, die Produktion sei daher qualitativ ungenügend. Die Widerstandskraft der Tschungking-Truppen sei erheblich zurückgegangen. Auch die Jnstation und die hohen Produktionskosten erschwerten das Leben in Tschungking-China. In Tschungking gebe man sich der Hoffnung auf schnellste Rückeroberung Burmas hin, denn dje Lage Tschungkings könne nur durch die Wiederaufnahme des Verkehrs auf der Burmastraße, nicht aber durch den schwachen Luftverkehr über Indien gebessert werden. Roosevelt braucht eine Million Arbeitskräfte mehr Lissabon, 9. Febr. (Europapreß.) Der ehemalige Präsident der USA. Herbert Hoover erklärte, Nordamerika brauche mindestens eine Million Arbeiter mehr, wenn die Kriegsproduktion und die Lebensmittelversorgung nicht Schaden leiden sollten. Hoover bezeichnete den Arbeitermangel in den U62L derart drückend, daß zu seiner Behebung sogar dir . W ehrmacht der Vereinigten Staaten Arb e11s- kräfte hergeben müsse. Als besonders an Kräften notleidende Arbeitsgebiete nannte Hoover die Farbren sowie die Metall- und Oels i n d u st r i c. Schwarz und Weiß im LlSA.-Heer. V i g o, 8. Febr. (DRB.) Die USA.-Wochenschrist „Ration" erklärt, während die Washingtoner Regierung die Rassengesetzgebung der Achsenmächte scharf ablehne, halte sie an dein Rassenprmzip im eigenen Heere fest. So seien z. B. die Behörden vieler englischer Städte in der Nähe von Truppenlagern von nordamerikanischen Militärdienststellen gebeten worden, nicht zu dulden, daß weiße und farbige Truppen die gleichen Lokale besuchten. Ein nordamerikanischer Negersoldat erklärte: „Die weißen Soldaten gehen auf die andere Seite der Straße, wenn ich komme. Wenn wir Neger ein Lokal betreten, verlassen es die weißen Soldaten sofort. Im Kino wechseln sie augenblicklich ihren Platz, wenn mir Schwarzen uns neben sie setzen. Vor kurzem sprach ich einmal mit einer weihen Frau. Drei weiße amerikanische Soldaten griffen die Frau tätlich an und zerrissen ihren Mantel, weil sie mit einem Schwarzen gesprochen hatte." Tlordamerikanischer Finanzbeirug. Stockholm, 8. Febr. (Europapreß.) lieber nordamerikanische Manöver gegen die schwedischen Gläubiger des zusammengebrochenen Kreuger-Kon» zerns berichtet „Dagposten", die nordamerikanischen Verwalter der Konkursmasse des vor zwölf Jahren aus dem Leben geschiedenen Zündholzkönigs hätten schon feit Jahren keine Dividende mehr aus- geschüttet und auch keinen Rechenschaftsbericht aus- gegeben. Die schwedischen Gläubiger wüßten, daß der Konkursmasse sehr erhebliche Summen aus liquidierten Kreugerschen Tochterunternehmen im Ausland zugeflossen seien, sie müßten sich aber damit ab find en, daß. diese Gelder in kostspieligen Prozessen vergeudet würden, wobei Reuyorker Anwälte, riesige Honorare verdienten, während sie selbst leer ausgingen. Verantwortlich für diese Machenschaften seien ausschließlich die amerikanischen Banken, die unter allerlei Vorwänden versuchten, die an die Konkursmasse fallenden Gelder in amerikanische Kanäle zu leiten und somit die schwedischen Gläubiger zu betrügen. Oie besseren Stellungen in Tunesien in deutscher Hand. Stockholm, 8. Febr. (DNB.) „Es kann nicht länger verheimlicht werden, daß die Deutschen die überlegeneren Stellungen längs der Nordafrika-Front besitzen", schreibt der Kriegsberichterstatter der „New York Times" an der tunesischen Front, Middleton. Durch eine Reihe kleinerer, aber glänzend ausgeführter Operationen hätten die Deutschen mehrere Offensivver suche vereitelt, durch die die Anglo-Amerikaner gehofft hätten, die Verbindungslinien der Achse zu unterbrechen. Keinerlei Anzeichen gebe es, daß die Moral der Achsentruppen geschwächt sei. Ebensowenig könne man behaupten, daß ihr Kriegsmaterial qualitativ schlechter geworden sei. Meine politische Nachrichten. Der bei der Umbildung des faschistischen Kabinetts aus der Regierung ausgeschiedene bisherige Volks- bildungsmin'ister Pasolini hat die Leitung des römischen Morgenblattes „Messaggero" übernommen. Der gleichfalls aus der Regierung ausgeschiedene Unterrichtsminister Bottai wird die Leitung des römischen Abendblattes „Tribuna" übernehmen * Sonntag nachmittag warfen viermotorige amerikanische Bomber zahlreiche Bomben auf Neapel. Di- Schäden und Opfer werden zur Zeit festgestellt. Vier Flugzeuge wurden brennend zum Absturz gebracht. Der Staatssekretär im Reichsministerium für Ernährung und Landwirtschaft, Werner Willikens, beging seinen 50. Geburtstag. Seit dem Weltkrieg 1914/18 steht er als Vorkämpfer für das Bauerntum im politischen Kampf. Bereits feit 1920 hatte er engste Beziehungen zur völkischen Bewegung, trat 1925 in die NSDAP, ein und ist feit 1928 Mitglied des Reichstages. stolzen Mauern der großen Stadt des Altertums baute. Trostlos ist dieses Ruinenfeld. Aber es vermittelt immer noch einen Eindruck von der Große und Gewalt dieser Stadt. Man wird nachdenklich, wenn man vor den Ruinen steht. Karthago wirkt wie ein Symbol. Denn als aus seinem Reich Eindringlinge Europa bedrohen wollten, wurde es zeA stört. Auch vor dieser Stabt hat bU Vergangen-^ Verschleiertes Land. i Von unserem Dr. O. P.-Sonderberichterstatter. Es war früher schon beschwerlich, von Ma- rokkonachTuniszu kommen. Fast eine Woche nahm die Fahrt über Algier in Anspruch, eine Woche im eleganten Salonwagen, aber auf einem Schienenweg, der für Europäer einfach unvorstellbar ist, Aufenthalte, die an kleinsten Wüstenstatio- nen viele Stunden dauern, Lokomotiven, die mit Holzscheiten ober gedörrtem Gras gefeuert werden, Kontrollen, deren Genauigkeit und Peinlichkeit nicht mehr übertroffen werden können. Dazu der Wirrwarr und das turbulente Leben aller Nordafrikanischen Rassen und Sitten. Mitten auf der Fahrt Gebete zu Allah und Mohammed. Das Geschrei von Hühnern, die in den Waggons geschlachtet und bei längerem Aufenthalt getreten werden. Wechsel- und Tauschgeschäfte mit den unmöglichsten Dingen, eine verwirrende und verwirrte Welt, in der die Menschen mit ihren Urinstinkten auf einem kleinen Raum zusammengedrängt werden. Ein Höllen- Breughel müßte neu geboren werden, um die Phantastik dieser Welt darzustellen. Sie ist abstoßend und anziehend zugleich. Heute aber ist diese Fahrt noch höllischer geworden. In dieses Menschenchaos haben sich inzwischen Engländer und Amerika, i er gedrängt, die Dahn dient kaum noch dem Verkehr des Landes. Auf der Strecke, die über fast zweitausend Kilometer eingleisig verläuft, schieben sich mühsam die Militärtransporte vor, streng bewacht, auf weiten Gebieten mit Truppensicherringen links und rechts. Und dennoch liegen jetzt schon an vielen Stellen neben der Bahn die" Trümmer entgleister Züge, die Zeugen geschickt durchgeführter Sabotageakte, die Antwort freiheitsliebender Stämme auf den Einfall der Angelsachsen. Und da, wo der Zug seinen Namen „Tunis-Expreß" erhält, verkehrt er heute nicht. Deutsche und" italienische Truppen versperren ihm den Weg, den Zugang in das veralten, in den kleinen Oasen, in denen Frauen und Mädchen sich gerne der Vermummung entledigen. Da zeigen sie auch ihren schönen Körperwuchs. In diesen Naturparadiesen, in der märchenhaften Oase von Nefta und in den verwunschenen Häusern von Azemour, in denen man noch eine völlig unberührte afrikanische Welt vor sich zu sehen glaubt, in einer Landschaft, durch deren Palmenhaine die geheimnisvolle Musik arabischer Flötenspieler bringt und in der der Mensch die Wunder und den Balsam seiner Erde in den Heiligtümern verbogen hält, hier in den Dickichten riesiger Palmerien tief in Südtunesien, aber auch auf den Höhen des fast unzugänglichen Sahara-Atlas und in dem kleinen bizarren Hafen des Golfs von Gabes, überall im ganzen Lande das gleiche, entschiedene „alt mes- (teure! ... alt!" Doch bald wußten wir, woran wir waren. Frankreich hatte allen Grund, in seinem Protektorat die Augen offenzuhalten. Denn das ganze Land ist eine einzige Festung. Bizerta an der Nordküste Tunesiens, kaum mehr als 150 Kilometer von Sizilien entfernt, sollte 'für diesen Teil des Mittelmeers die Rolle von Gibraltar und Port Said übernehmen, ein Schlüsselpunkt für die Durchfahrt zu den Ozeanen und ein Sperriegel für feindliche Streitkräfte, ein einzigartiger< Kriegshafen mit großen Arsenalen, der sich über einen riesigen Binnensee erstreckt und mit dem Meere durch einen Kanal verbunden ist. Hier ist Afrika durch moderne Anlagen völlig verdrängt. In den Häfen Südfrankreichs sieht es nicht wesentlich anders aus als hier. Schwarze Hafenarbeiter in europäischer Kleidung, bettelnde Gestalten, Lagerhäuser und krächzende Krane, Staubwolken und die Gerüche schwitzender Oeltonnen. Wenn nicht zeitweise ein über die Bergketten gleitender Wind die Lust der Atlasberge und der Wüsten in den Hafen trüge, wäre die Trostlosigkeit vollendet. Militäranlagen überall, an der Seenkette, die quer durch Tunesien geht, Befesttgungen gegen Lybien in der Art einer Maginotlinie, mächttge Sperriegel bei Gabes und Nefta, Forts auf den Höhen und auf steil zum Meer abfallenden Felsen, Unb warum das alles? „Wir müssen uns vielleicht einmal gegen Libyen verteidigen", meinte, ein Offizier, der uns zur Begleitung mitgegeben war. Gegen Libyen? Der Offizier nannte damals Italien den Erbfeind Frankreichs in Afrika. — Nun aber ist es ganz anders gekommen. Der Feind steht jetzt im Westen, an der ungeschützten Grenze, und vom Osten, aus Libyen, gegen das Frankreich sich sicherte, kommt eine deutsche Armee zum Schutze gegen den gleichen Feind, der auch im Weste« steht, gegen England. Endlich lasen wir keine Verbote mehr und hörten nicht die lauten Rufe der Wachtposten. Das war in Tunis. Diese Stadt ist die afrikanischste in Französisch-Nordafrika geblieben, eine Stadt, in der die maurischen Teile in ihrer Bauart und in ihrem bunten arabischen Leben unverfälscht erhalten blieben, in der das Handwerk der Araber weiter lebt mit einem Labyrinth von Basaren in überwölbten halbdunklen Marktgängen und einer berauschenden Farbenpracht. Feuerrote Teppiche, glitzernde, mit Gold und Silber durchwirkte Seide, kostbare In» welen, Frauen, die mit Hennapulver ihre Haare und Nägel färben. Parfümeure, die das feinste Rosenöl feilbieten, Moscheen mit schlanken Minaretts und Zahlreichen Kuppeln, das alles steht bok einem wie ein Bild aus Tausend und einer Nacht. Dann aber ganz unvermittelt und hart die Wirklichkeit, unsere Zeit und Menschen ohne jede Sentimentalität, die abscheuliche Europäerstadt mit allem Kitsch und allen Schandmerkmalen einer geschästs- gierigen Zivilisation. Hier strömen alle Rassen der Mittelmeerländer zusammen, von Leidenschaften gejagt und von dunklen Instinkten getrieben. „Nun dürfen Sie wieder photographieren", sagte unser Begleiter. „Hier ist nichts mehr zu verheimlichend Er gab uns Noch den Rat, das nahe Karthago zu besuchen. Es liegt nur wenige Kilometer entfernt, ein kleines Dorf, das feine Häuser aus den ehemals erkennen ließen. Nirgendwo in Afrika gibt es so- viele Schleier, wie gerade in Tunis, aber auch kaum irgendwo soviel Schönheit hinter den Schleiern wie als in Marokko und Westafrika. Man wußte, daß bei einem Wechsel der Kampfhandlungen sich der Kriegsschauplatz nach Tunesien verlagern würde, man beobachtete die militärische Tätigkeit der Franzosen und hatte längst erkannt, daß hinter vielen Schleiern die Geheimnisse eines vorsichtig arbeitenden Generalftabes verborgen lagen. Denn Tunis mit der Hafenfestung Bizerta blieb auch nach der Niederlage Frankreichs und vielen anderen Entscheidungen im Mittelmeer der wichtigste Punkt zwischen Gibraltar und Port Said, ein äußerst empfindlicher Punkt, bi, mf alle Zuckungen reagiert, aber auch heikle N. 'Mionen auslöst, vergleichbar mit einem allergischen Knöchelchen, das spitz in das »-Mittelmeer hineinragt. Ich wollte mehr sehen, als es die offiziellen Führungen und die Rrisebücher vorschrieben. Aber meine Wünsche wurden ebenso schnell wie energisch zurückgedämmt. — „Alt messieurs ... alt!" (Halt, meine Herren!) Ein baumlanger schwarzer Soldat stand" damals bei einer Fahrt zu einer wenig besuchten Oase vor uns. Er fuchtelte mit dem Gewehr und der linken Hand in der Luft herum. Er schrie immer wieder „alt! ..." und lief uns entgegen, um uns vor weiteren unbedachten Schritten abzuhalten. So ging es uns aber noch an vielen anderen Stellen von Bizerta, durch die Hauptstadt Tunis, über Gebirgsstraßen und vorbei an großen Salzseen zu den märchenhaften Oasen der tunesischen Wüste. Verbote und immer wieder Verbote, gesperrte Wege und abgeriegelte Bezirke. Man fragte sich zunächst vergeblich, was denn hier für afrikanische Geheimnisse verborgen bleiben sollten? Die Menschen waren gar nicht so scheu und die Eingeborenen längst an die Blicke der Europäer gewöhnt. Die Frauen trugen zwar Schleier, die das ganze Gesicht bedeckten und doch wieder die Augen frei und die Züge des Gesichtes große unterirdische Läger und zahlreiche Flugplätze. Vor allen Positionen mußte man zurückweichen. Damals spielte sich das ganze militärische Leben wie , ... _____v______... ifointer einem großen undurchsichtigen Schleier ab. Ihre Schleier zugezqgen. schleierte Land. Als der „Expreß" noch bis Tunis durchfuhr, lag schon eine fiebernde Spannung über ganz Tune- v , jien. Die Menschen Wltey sich dem Kriege ngher^gerade hien Das sicht man auf dem Lande vor terum 2,5 Millionen Tonnen. Damit konnten tfitl fett. Ms ’i euerstätte an ober lagert sich Flugasche ab, so Wt sich der Brikettverbrauch. Denn Ruß und ■ amen. -Veits eine dünne Rußschicht von nur 1 mm gM AUF MÖNQKEBERQ tS1 * rill mg bti )emonr- erfordert einen ständigen Mehraufwand an tonftoff von rund 5 o. S). Bedenkt man, dgß un- häuslichen Feuerstätten im Jahre ungefähr Millionen Eisenbahnwagen voll Braunkohlen- Mts verbrauchen, so kann man durch gut ge- te Feuerstätten allein im Jahre rund 75Ö00 n nicht 2n di,! 15 dv Kri^ rtW einert'J len dir e Der- W unter. Moni g tön« lalitck m, bit m bit he Ko. iufiigtt tin es im Kampf gegen Kohlenklau möglich ist, frenb der Heizperiode je Familie täglich nur ein linkohlenbritett einzusparen, so wären das in oder von Leipzig nach Danzig. wie man regelmäßig seine Hände ober seinen r wäscht und zumindest jeden Abend Zähne |t, so soll man auch regelmäßig das Innere ^von und Herd reinigen, um der Verschwendung zu und womöglich mit weniger Brennstoff mehr ichen. i sind schlechte Wärmeleiter. Dies hat zur Folge, einmal der Wärmeübergang an das Kochgut an die Heizflächen langsamer und schlechter i, zum andern die Abgase mit zu hoher Tempe- I in den Schornstein gehen und ihn unnötiger- i heizen. für fr lens, fr •AM lP iit| s\ H 1‘eller - nid • «d MA 5 dr nßo in ü N jffl hi Stu >e mi 'hl2. Der sparsam heizt, braucht trotzdem nicht in einer An Stube zu sitzen. Er erreicht durch überlegtes iin, daß er mit weniger Brennstoff dieselbe be- Wärme erzielt- wie ein anderer, der Kohle wendet und ungenützt Wärme zum Schorn- in herausziehen läßt. Arr bei sparsamem Kohlenverbrauch ein warmes pel. ft atÄ zedrch ein v’r in M un O int D er haben will, muß seinen Ofen zunächst ^fhin durchsehen, ob er nicht Nebenluft hat. nuß alle undichten Stellen abdichten. Dazu it man beim Kachelofen am besten Lehm obef motte, bei Eisenöfen Ofenkitt. Besonders häufig i undichte Stellen an der Einführung des ohrs in den Schornstein auf. Man dichtet sie 3i irgendeiner Form ist die Kohle fast in jedem |tlraud)sgut enthalten, wenn auch nicht als Roh- H so zumindesten als Brennstoff oder Energie- niete. Man braucht z. B. zur Herstellung von !Ö Liter Bier 1,8 k£ Kohle, von 10 Stück Ziegel ‘4 kg Kohle, von 1 kg Zeitungspapier 1 kg Kohle, l ®i Tuch 4,5 kg Kohle, 1 kg Garn 2,5 kg Kohle, : kj Zucker 1 kg Kohle, 1 kg Stickstoff 3,5 kg Kohle. MIe als Rohstoff und Brennstoff für Chemie KIndustrie ist heute wichtiger denn je. Und weil Kohle braucht, müssen alle sparen. Wenn in tau Haushalt in Deutschland durch vernünftiges 6b Überlegtes Heizen nur eine Schaufel Kohle Mger verbraucht wird, dann ergibt das 2'/r Mil- Itnm Tonnen. Und soviel Kohle ist notwendig, um ft kchlachtschiffe ober 28 000 schwere Panzer ober W Bomber herzustellen. Kohle ist der Schlüssel 6« Sieg. in unseren Oefen und Herden meist ge- »Ächliche Brennstoff ist das Braunkohlenbrikett, ins ozusagen in seiner Form und Güte genormt ist. fen Brikett liefert soviel Wärme wie das andere. ........ . nladungen Briketts ersparen. Diese ergeben t QUji M 1 QU: en in er t» 1 fcnl 2V« Millionen Haushalte einen ganzen Wjn- lQit”Kr lang eine Stube Heizen. Oder das ergäbe zu- 1 ^M^engenommen mehr als 2500 Güterzüge voll Nus -er Stadt Gießen. Zahlen gegen Kohlenklau. Deutschland ist überreich an Kohle. Viele Milliarden Tonnen ruhen im Schoß der deutschen Erde. M' dieser Reichtum, muß geborgen werden. Aus 5 en und Fels, aus einer Tiefe von 500, 800 ja M Meter gewinnt der Bergmann in mühseliger ir'3 harter Arbeit die kostbare Steinkohle. Tech- n’4 einfacher ist der Braunkohlenbergbau, denn Üf Braunkohle kann in den meisten Fällen im fcfebau gefördert werden. Dazu stehen große Ma- jhiren zur Verfügung, die Erstaunliches zu leisten Mtögen. Hunderttausende braver Bergleute tun Tage und auf den Braunkohlenfeldern ihre Micht. Sie fördern Tag und Nacht und auch an Beim« und Feiertagen. Sie stehen in der Heimat- kfnt an erster Stelle. ki Erzfeind der wirtschaftlichen Verbrennung I luß und Flugasche. Setzt sich Ruß im Innern Msetzung. (Nachdruck verboten.) in ii, ilerj r V. 7 O I bio Ä Ut off«« Irl können wirklich ganz unbesorgt sein, Sigrid! sportlich außerordentlich gestählt, und außer- V er genug Verstand, um mit diesem alber- LS6i n ^espensterspieler fertig zu werden." $ M^ichl geschieht auch überhaupt nichts", suchte r fe 2?^ slch selbst.zu beruhigen. ,Zch habe Brand die tf. Zeit über beobachtet: er war nicht ein bißchen ist det "Teufel los. Roman von olaf bouterweck -.„'M möchte verschiedenes mit Ihnen besprechen, Mrd,. — Bitte, kommen Sie doch: wir schlagen naiver seitwärts in die Büsche!" yrib fächelte sich das heiße Gesicht. L»*Ö, es ist ein wundervoller Abend, Axel!" sagte vihrend sie langsam neben ihm herging. „Aber J’m habe ich so eine innere Unruhe..." »Ätüa Ottos wegen?" l»| — Ich lyuß immer daran denken, daß er Worein da unten im Keller sitzt. Wenn ihm nun zustößt, Axel? Wir könnten ihm nicht mal - W; Das i# •E w rantrfl WP j~r^ -3eit über beobachtet: er war nicht ein bißchen Mhg, und er hat sich bisher auch nicht einen **Wn Augenblick von der Gesellschaft entfernt * wenn es Sie beruhigt, Sigrid: ich habe I« * u ntt * ^nk Duberstüdt folgte diesem guten Beispiel lorberte natürlich Sigrid zum Tanz auf; die en Leute schlossen sich an, und selbst Güstrow, Ul ,,r ® -»er Rheinwein schon etwas zu Kopf gestiegen (ten zeigte, daß auch ein Fünfziger noch ein sehr utl y" Tänzer fein kann. tflSWL er9Qb sich von selbst, daß sich die Gesellschaft allmählich in mehrere kleine Gruppen auflöste, ttbe, i u”ifct fand Axel endlich die ersehnte Gelegenheit, bart $ e er schon seit einer Stunde gewartet hatte. ,e einem Tanz mit Sigrid nahm er ihren Arm ■ u'«^ üfterte ihr zu: Die Stillegung in Handel und Handwerk Kriegswirtschaftlich notwendige Versorgung und Reparaturen bleiben gewährleistet. Da die Anordnungen über die Betriebssttllegunaen schon bis zum 15. März durchzuführen sind, haben die Svitzenorganisationen von Handel und Handwerk sowie die Fachämter der DAF. die erforderlichen Ausführungsarbeiten sofort ausgenommen. Im Bereich des Handels ist davon auszugehen, daß nach der Arbeitsstättenzählung von 1939 rund 833 000 Einzelhandelsbetriebe vorhanden waren. Davon entfielen über 50 v. H., nämlich mehr als 417 000, auf Lebens- und Genußmittelgeschäfte. Selbst wenn man bedenkt, baß etwa 10 v. H. der Gesamtzahl der Einzelhandelsbetriebe bereits bisher wegen Einberufungen oder aus sonstigen Kriegs- griinben geschlossen worden sind, wird die neue Aktion im Sektor Handel einige hunderttausend Betriebe umfassen. Alle in Frage kommenden Stellen von Partei, Staat und Wirtschaft arbeiten bei der Entscheidung der Einze.lfälle .zusammen. Das Schwergewichte liegt bei den bezirklichen Instanzen. Als Grundlage für die Ueberprüfung werden sehr kurz gehaltene und einfache Fragebogen herausgehen. Jsx die Entscheidung über die Schließung gefallen, dann wirkt sie wie ein Gestellungsbefehl, d. h. es gibt ihr gegenüber kein Beschwerderecht. Man wird damit rechnen können, daß die Schließungen in den Wohnsiedlungen besonders vorsichtig gehandhabt werden, da hier vielfach lang und schwer arbeitende Rüstuiigsschaffenbe wohnen, lieber» Haupt wird die kriegswirtschaftlich notwendige Versorgung überall aufrechterhalten, gegebenenfalls durch Erweiterung des Warensortiments ober Zuweisung ergänzender Verkaufskräfte für bestehen- bleibende Geschäfte. Besondere Rücksichtnahme ist gegenüber den Betrieben von Frontkämpfern sowie gegenüber denen neu angesetzter Umsiedler zu erwarten. Anderseits kommt zum Zwecke der Kräftegewinnung auch die Herausnahme entbehrlicher Kräfte aus offenbleibenden Geschäften in Betracht. Beim Handwerk, das nach der letzten Zählung rund 1,5 Milfionen Betriebe umfaßte, wirb praktisch nur ein Bruchteil für die Schließung in Frage kommen, da der überwiegende Teil der Handwerksbetriebe schon in der Rüstungsproduktton steht oder für den kriegswirtschaftlich notwendigen Reparatur- bedarf in Betracht kommt. Dennoch erfolgt auch hier Am Samstag fand im „Burghof" zu Gießen ein Landfrauentag des Milchleistungsausschusses bei der Milchzentrale Gießen unter Leitung des Vorsitzenden dieses Ausschusses, Bauer und Ortsbauernführer Kuhl, Holzheim, statt. Zu der Tagung waren mit dem Kreisleiter Oberbereichsleiter Backhaus als Vertreter der Partei an der Spitze, Vertreter des Reichsnährstandes und die Landfrauen und Orts- bauernführer aus rund 50 Gemeinden des Einzugsgebietes der Milchzenttale Gießen erschienen. OrtsbauernführpT- Kuhl gedachte zunächst des Hel- denhaften Einsatzes der 6. Armee in Stalingrad und wies auf die starke Verpflichtung hin, die allen Volksgenossen in der Heimat aus diesen Opfern unserer Soldaten erwachse. Geschäftsführer Simon vom Milch- und Fettwirtschaftsverband Hessen-Nassau sprach sodann über die Aufgaben der Landfrauen auf dem Gebiete der Milchwirtschaft zur Sicherung der Bedürfnisse unserer Volksernährung. Er würdigte zunächst mit voller Anerkennung die bisherigen Leistungen unserer Landfrauen auf diesem Gebiete und betonte hierauf die besondere Aufgabe der Landfrau im Hinblick auf die Erfordernisse des totalen Kriegseinsatzes aller Kräfte in der Heimat, der auch dem Landvolk die Verpflichtung auferlegt, alles Denken und Handeln einzig und allein auf den Sieg auszurichten. Die Landfrauen als Trägerinnen der bäuerlichen Hauswirtschaft und vielfach als alleinige Leiterinnen des bäuerlichen Hofes und Betriebes bat er, weiterhin wie bisher alle Aufmerksamkeit darauf zu richten, daß die Erzeugung von Milch künftig noch mehr gesteigert werde oder, wo dies nicht mehr möglich sei, durch weitere Einsparungen im Haushalt und im Viehstall noch größere Milchmengen für die Ernährung frei zu machen. Außerdem fei es eine besondere Verpflichtung der Landfrauen, alle Bewirtschaftungsvorschriften für Milch und Milcherzeugnisse genau zu beachten und die Abgabe an Nichtbezugsberechtigte zu unterbinden. Schließlich wies er noch darauf hm, daß;über die bisherige Gewährung von Leistungspreisen hinaus in diesem Frühjahr erstmalig eine Milchprämie aus« eine Ueberprüfung der Betriebe unter dem Gesichtspunkt: Freimachung von Arbeitskräften für kriegswichtige Zwecke, Einsparung von Energie, Kohle und Raum. Ueber die etwaige Schließung von Hand- roerfsbetrieben der Ernährungswirtschaft, der Bäk- ker, Fleischer, Müller, Konditoren und Brauer, wird das Reichsernährungsministerium in Zusammenarbeit mit der Handwerksorganisation entscheiden. Hierbei wird die rationelle Auswertung der Be- triehe eine Rolle spielen. Handwerkliche Arbeiten und Leistungen, soweit sie nicht der Kriegsproduktion ober dem lebensnotwendigen Bedarf der Zivilbevölkerung — insbesondere Reparaturen — zugute kommen, sind generell sofort einzustellen. Das hat besondere Bedeutung z. B. für die Schildermaler, Musikinstrumentenmacher, für bas Putzmacher- unb Luxushanbwerk. Den Friseuren wirb die Beschränkung auf gewisse Leistungen in den Herren- unb Damenabteilungen vorgeschrieben werben. Die Betriebe ber Schönheitspflege, auch bei Friseuren, finb zu schließen, soweit sie nicht Arbeiten zu Heilzwecken einschließlich ber gesundheitlichen Fußpflege ausführen. Wenn es kriegswirtschaftliche Belange erfordern, kann auch eine Zusammenlegung von Handwerksbetrieben erfolgen. Auch hier sind für die (Ein« zelentscheidungen die bezirklichen bzw. örtlichen Aufrufe abzuwarten und maßgebend. Das gilt vor allem wegen einer etwaigen Ueberschneidung ber Meldepflicht mit der Sttllegungsaktion. Es ist anzunehmen, daß die im Zuge der Stilllegungsaktion zu überprüfenden Geschäftsinhaber unb Hanbwerksmeister zunächst für die Meldepflicht nicht aufgerufen werden. Die in Handwerkskreifen entftanbehe Ansicht, daß wegen der Melbepflicht der Betriebe bis zu fünf Gefolgschaftsmitgliebern die kleinen Handwerksunternehmen während des Krieges mit ihrer Schließung zu rechnen hätten, trifft nicht zu. Auch hier gilt, baß die bezirkliche ober örtliche Regelung bes Einzelfalles abzuwarten ist. Vor allem ist damit zu rechnen, daß der kriegswirtschaftlich notwendige handwerkliche Reparaturbedarf gesichert bleibt durch Offenlasfung einer genügenden Anzahl von Betrieben der Schneider, Schuhmacher usw. Auch beim Handwerk wird besondere Rücksicht auf die Bettiebe ber Einberufenen genommen. geschüttet werde, durch die für gute Leistungen in der Milchablieferung nennenswerte Beträge gewährt werden. Fräulein Harter von ber Landwirtschaftsschule Gießen schilberte anschließend die mannigfaltigen Möglichkeiten in der bäuerlichen Hauswirtschaft unb in ber Viehhaltung zur Freirnochung weiterer Milchmengen. Als besonders wichtige Punkte für die Mehrerzeugung unb Mehrablieferung von Milch be« zeichnete sie die richtige Kälberaufzucht, sachgemäßes Melken, vorschriftsmäßige Behandlung der Milch, zweckmäßige Besetzung der Ställe und zweckmäßige Fütterung. Wenn jeder landwirtschafttiche Betrieb täglich nur einen Liter Milch mehr zur Ablieferung bringe, so bedeute dies eine Mehrerzeugung von 40 000 Tonnen Butter jährlich. Kreisfrauenschaftsleiterin Frau W r e b e betonte, daß die Landfrau bei ihrer schweren Arbeit nicht allein stehe, sondern durch die Frauenschaft und das Frauenwerk weitgehend unterstützt werde. Die Rednerin erinnerte an die Erntehilfe und die Hilfe der Frauen im Haushalt, ferner an Die Flickbeutelaktion zur Entlastung der Hausfrau bei ihrer Hausarbeit, eine Einrichtung, die unsere Landfrauen noch mehr als bisher in Anspruch nehmen möchten. Die Frauenschaft sehe es weiter als ihre besondere Aufgabe an, gerade jetzt der Landfrau, die vielfach ohne ihren Mann alle Arbeiten bewälttgen müsse, mit Rat unb Hilfe zur Seite zu stehen. Kreisleiter Backhaus ermahnte in seinem Schlußwort die Landfrauen unb die Ortsbauern- führer, auch weiterhin wie bisher ihre Pfiicht zu tun unb im Glauben an unseren Endsieg ihre ganze Arbeitskraft für die Ernährung unseres Volkes einzusetzen. Mit dieser'Tagung begann eine Reihe von Säue* rinnen-Versammlungen in allen Gemeinden bes Einzugsgebiets der Milchzentrale Gießen, die am Schluffe ber Tagung von den Landfrauen und Orts« bauernführern sowie den Gästen besichtigt wurde. Verdunkelungszölt: 9. Februar von 18.21 bis 7.20 Uhr. Größte Sparsamkeit Seim Hausbrand! ttohlenzuleilung für den nächsten Dinier wird geringer. Der Reichsbeaufttagte für Kohle teilt mit: Im November 1942 konnte angesichts der sehr günstigen Witterung in den Herbstmonaten, die bereits eine erhebliche Minderung des Hausbrandbedarfs mit sich gebracht hatte, die Herabsetzung der Belieferung der Hausbrandverbraucher um durchschnittlich 10 vH. erfolgen. Die außerordentlich milde Wetterentwicklung in den Wintermonaten hat darüber hinaus- gehend die Möglichkeit zu weiteren ins Gewicht lallenden Einsparungen gegeben. Der Reichsbeaus- tragte für Kohle sieht zwar davon ab, für die Zeit bis zum 31. März 1943 eine nochmalige Einschränkung der Lieferungen anzuordnen. Er weist jedoch alle Hausbrandveroraucher bereits jetzt darauf hin, daß für das kommende Kohlen Wirtschaftsjahr eine über die jetzt geltenden Bestimmungen hinausgehende weitere Einschränkung ber Hausbranbbe- zugsmengen erfolgen wird,. um den gesteigerten Kohlenbebarf ber Rüstungswirtschaft sicherzustellem Diese Maßnahme ist für die Hausbrandoerbraucher nicht übermäßig schwer, ba sie bei haushälterischer Verwenbung aus ben ihnen im Kohlenwirtschafts- jahr 1942/43 gelieferten Mengen Vorräte für das kommende Jahr erübrigen können. Alle Hausbranboerbraucher werden daher eindringlichst aufgerufen, unter Ausnutzung der milden Witterungsverhältnisse in den restlichen Wintermonaten und in der Uebergcmgszeit die größte Sparsamkeit im Kohlenverbrauch sich zur Pflicht zu machen und im eigensten Interesse möglichst große Mengen der ihnen gelieferten und noch zu liefernden Brennstoffe für bas am 1. April 1943 beginnende neue Kohlenwirtschaftszahr zurückzulegen. Lichtspielhaus: „Diesel-'. Bevor die Fabel Anno 18.70 zu spielen beginnt, sieht man die sehr gegenwärtige Aufnahme eines deutschen Unterseebootes: das Herz dieser Waffe ist der, Dieselmotor. (Unb was für das Uboot gilt, gilt für Traktoren, Tanks, Flugzeuge, Schnellboote, die alle ohne die Erfindung Rudolf Diesels in ihrer heutigen, technisch vollkommenen Form nicht denk-» bar wären.) Aus diesem kurzen Dildvorspann erhellt auf suggestive Weise die ungemein aktuelle Bedeutung des Lebenswerkes von Rudolf Diesel. Nach der Biographie von Eugen Diesel schrieben Frank Thieß, der Regisseur Gerhard Lamprecht und Richard Riedel das Drehbuch. Es ist die Geschichte einer überaus folgenreichen technischen Erfindung, was auf den ersten, oberflächlichen Blick ein spröder, wenig ergiebiger Gegenstand genannt werden könnte, aber man muß bedenken, daß der heutige, namentlich auch der jugendliche Besucher ein recht ausgeprägtes Verständnis für technische Dinge mitzubringen pflegt, und cucherdem ist hier das technische Thema vom menschlichen nicht zu trennen: man erlebt also nicht nur die Geschichte einer Maschine, sondern auch ebenso die Geschichte eines Mannes und seines Lebenswerkes, wodurch dieser Film, trott manchen, wesensmäßig begründeten Verschiedenheiten, in gewissem Sinne in eine Reihe mit anderen rückt, die wir in der letzten Zeit zu sehen bekamen, und die — mir denken an die Filme um Mozart, Rembrandt, Schlüter unb Bismarck — der Nachwelt bas Bild großer Persönlichkeiten zu ein« bringlicher und mahnenber Besinnung vor Augen stellen. Das Leben- Diesels war ein kämpferisches Leben; feine schöpferische Ibee war ber Motor, der die Dampfmafchine als die wichtigste Kraftquelle des vorigen Jahrhunderts aus ihrer beherrschenden Stellung verdrängen sollte. Der Film zeiat den unendlich schweren, steinigen und opfervollen Wea von den ersten tastenden Versuchen des ungewöhnlich intelligenten, Willensstärken, technisch hervorragend begabten Knaben über die Fehlkonftruktion des für die Pariser Weltausstellung bestimmten Ammoniakmotors bis zur Serienfabrikation der völlig ausge° reiften, durchkonftruierten unb verfeinerten Maschine. Es war ein fast ununterbrochener, zermürbender und aufreibender Kampf gegen Widerstände, Schwierigkeiten, Enttäuschungen und Fehlschläge ber oerschiebensten Art. Bis der gegenüber ber Dampfmaschine unverhältnismäßig viel rationeöer arbei« tenbe Wärmemotor gebaut war unb die Welt eroberte, mußte sich ber geniale Erfinder gegen akademische Engstirnigkeit, Neid, Zweifel und den erpresserischen Vorwurf des Plagiates zur Wehr setzen unb den Zusammenbruch seiner ersten Fabrik erleben. Aber er gewann ben Patentprozeß, wie er immer recht besaiten und sich behauptet hatte — der Siegeszug des von ihm geschaffenen Motors war nicht mehr aufzuhalten. Der Smelletter Lamprecht hat in einen kulturhistorisch fesselnden, reichen Rahmen die entscheidenden Stationen auf Diesels Lebenswege so hineinkomponieri, daß man ben technischen Grundgedanken begreift, und die schöpferische Personlich- ' Feit bes Konstrukteurs dem Beschauer menschlich Landfrauentag in Gießen. Weitere Steigerung der Milchlieferung ist eine vordringliche Aufgabe. Otto vorhin, als ich ihn in den Keller führte, auch versprochen, daß ich kurz vor Mtternacht zu ihm kommen werde, um gemeinsam mit ihm da unten zu wachen!" Sigrid ffammmerte sich unwillkürlich etwas fester an Axels Arm. „Ach", seufzte sie, „ich wünschte —" „Sie wünschten...?" fragte er, als sie schwieg. „Ach — nichts!" Sie schüttelte den Kopf. ,^Ich glaube, ich bin manchmal wirklich ein dummes Gänschen." Sie standen plötzlich an ber Bank, auf der sie schon nachmittags gesessen hatten, und in sttllschwei- genbem Einverständnis setzten sie sich auch jetzt wieder dorthin. t Langsam unb lautlos, wie ein dunkler Schatten, schlich Fox heran und ließ sich zu Axels Füßen nieder. Durch die Büsche schimmerten die bunten Lichter der Laternen herüber; gedämpft klangen Lautsprechermusik, Stimmengeroirr und Gelächter dazu. Keiner schien sie zu vermissen. Sigrid legte den feinen Kopf zurück unb blickte zu den Sternen hinauf. „Erzählte ich Ihnen eigentlich schon, Arel", sagte sie nach einer längeren Pause leise, fast flüsternd, ..daß diese Bank seit jeher mein Lieblingsplatz im Park gewesen ist? Stundenlang habe ich früher oft auf dieser Bank gesessen, habe wie heute zu den Sternen hinaufgesehen und mit offenen Augen geträumt. — Um keinen Preis möchte ich /diese Stunden missen, denn sie gehören mit zu den schönsten Erinnerungen meines Sehens." „Und wovon haben Sie geträumt, Sigrid?" fragte er leise, mit sanfter Zärttichkeit in ber Stimme. „Ach, wovon? Von allen möglichen und unmöglichen Dingen! Don all den törichten und unerfüllbaren Wünschen, die ein Mädchenherz bewegen, und für die man später, wenn man .erwachsen' ist, nur noch ein wehmütiges ober ein kopfschüttelndes Lächeln hat. — Auf dieser Bank habe ich mein tiefstes Leid und meine höchste Freude erlebt. Hier habe ich einst geschwärmt für die Helden meiner heimlich gelesenen Romane, habe romantische Pläne für die Zukunft entworfen und die verrücktesten und herrlichsten Luftschlösser gebaut..." Sie schwieg einen Augenblick unb fuhr dann nachdenklich fort: „Aber manchmal bin ich auch sehr, sehr traurig gewesen. Dann hab' ich daran gedacht, daß schon viele Menschen vor mir auf dieser Bank gesessen haben, Menschen, die mit der gleichen Sehnsucht unb ben gleichen Wünschen zu den Sternen hinaufsahen, die sich alle ein bißchen Glück und Freube vom Leben erhofften, und die doch längst ihre vielen kleinen Wünsche und Sehnsüchte mit ins Grab genommen hatten ... Und dann hab' ich auch daran gedacht, daß vielleicht später, wenn ich selber nicht mehr bin, wieder so ein junger Mensch auf dieser Dank sitzen und träumen wird; unb es wird alles genau wieder so sein, wie es einst gewesen ist ... Immer waren es die gleichen Sterne, mar es die gleiche Erbe, waren es zum Teil sogar die gleichen alten Bäume, die die heimlich gemeinten Tränen sahen und die vielen Seufzer hörten. — Ach, Arel", rief sie plötzlich leidenschaftlich, „warum ist das Leben so unenblid) schön und doch so bitter kurz?!" „Wenn es nicht so bitter tun wäre, märe es wahrscheinlich auch nicht so unendlich schon?" philosophierte er mit schmerzlichem Lächeln. .Dann wäre dieses herrliche Geschenk, bas wir Leben nennen, eben kein Geschenk, sondern eine Selbstverständlichkeit? — Sehen Sie, Sigrid, alle Freuden dieser Erbe verblassen gegen die eine tiefe, grenzenlose Freude des Bewußtseins: ^sch bin? Ich bin!’ — Ist unser Sommer denn nicht auch nur deshalb so schon, weil er so kurz ist? Wäre er ewig, würde er zur Selbstverständlichkeit und damit bald blaß und farblos und uns vielleicht sogar zur Qual werden." Er nahm ihre Hand und sah ihr in dem ungemiffen Licht tief in die Augen: ..Der Sommer geht bereits zur Neige, Sigrid, und über der Statur lieat üfron ein Herbstahnen ... Möchten Sie diese Herbststimmung mit ihrer leisen Wehmut und ihrer Anregung zur Besinnlichkeit missen? Oder die langen traulichen Winterabende mit all ihren Freuden, mit der tiefen Frühlingsfehnsucht und dem Hunger und der Hoffnung auf Sonne unb Sommer? All bas gäbe es aber nicht, und niemals könnte der Sommer für uns so schön sein, wenn er ewig bauern würde!" Sigrid antwortete nicht. Unter Axels zärtlichem, werbendem Blick schauerte sie plötzlich zusammen, und ihr Herz begann stürmisch zu klopfen. Axel nahm auch ihre zweite Hand, die sie ihm willig überließ. „Sigrid", flüsterte er in verhaltener (Erregung — „ich wollte es Ihnen nicht sagen, solange ich mich nicht von diesem — diesem ungeheuerlichen Verdacht befreit habe ... Aber jetzt — kann ich nicht anders? ... Sigrid, haben ©ie ... hast du Vertrauen zu mir?" Sie lehnte den Kopf an seine Schulter und schloß die Augen. ,^tf) — liebe dich, Axel!" hauchte sie dicht an seinem Ohr. Da nahm er sie fest in seine Arme und küßte sie. — In diesem ersten langen Kuß versanken die Bäume und die Sterne und die Welt, und nichts blieb übrig als die jauchzende Freude des Einander- Gehörens und die beseligende Gewißheit eines Un- zertrennbar-Verbundenseins ... Ein drohendes Knurren bes Hundes schreckte sie aus ihrer Versunkenheit. Langsam und gleichsam zögernd lösten sie sich aus der Umarmung. Mit einem tiefen Seufzer strich Sigrid Pch das Haar aus dem heißen Gesicht unb sah sich verwirrt und gleichsam wie aus einem Traum erwachend um. ,£) Gott", — flüsterte sie, „mir ist ganz schwindlig vor Glück, Axel!" Er nahm ihr Gesicht zwischen seine Hände. „Aber du hast mir noch gar nicht gesagt, Sigrid, ob du wirklich meine Frau werben willst .. I* „Du Dummer hast mich ja noch gar nicht ge< fragt!" sagte sie lächelnd. „Willst du?" „Ach du —!" seufzte sie nur, unb sie küßten sich erneut; und wieder meldete sich Fox, ber mit seinem drohenden Knurren die ersten seligen Minuten ihrer jungen Siebe störte. (Fortsetzung folgt) den war. Auch eine Weichenlaterne wurde gelegent- Oie künftige Serichtsorganlsa°wn. ernste die Vorgeschichte auf die Kämpferin packenden Worten über an । Gerichtsorganisation muß für jeden Volksgenossen einfach, klar und übersichtlich sein. Eine unbedingt gerechte, lebensnahe und möglichst schnellt Entscheid natur neuen Äerl ist das Ideal und dis Pnt,N Staatssekretär befür" rrbitte sein. Der Einzelrichter \ Ein Brief vom Frontsoldaten! | Kaufgesuche | |Stellenangebote) (stellengesüche| Januar 1943 0862 Theo DEUTSCHE'T REICHSPOST ! Schuhcreme einsparen! 0870 Guftolle-Fabrik Wl* Eintritt frei! zur Reichsbahn! 0832 31 Gießen, den 8. Februar 1948. l?“ii 085: T80L 2.30, 4.45.7.30; 8o. 2.00, 4.30,7.30 Ü1T l allen Me i'ten bishe unt zrnstol ammei iihtet trauen and Wade!1 Weidet Such beim nächsten Postamt. Gießen Bleichstraße 34 Gemen (Westfalen) Weibliche Kräfte keifen bei der Deutschen Tleichs- yost an der schnellen Zustellung der Sendungen. Dienstkleidung wird gestellt! JntelLLräulein, 17 Jahre, sucht Stelle als SprechstöndEnhilie oder im Labor. Schr. Ang. unt. 0875 a. d. G. A. Regel der Rechtspflege. Der Staatssekretär befürwortet auch eine Reform des Zioilprozesses m Für die vielen Glückwünsche und Aufmerksamkeiten anläßlich unserer Vermählung danken wir, auch im Namen unserer Eltern, recht herzlich Heinrich Will, Unteroffizier and Fran Emma, geh. Menge! Frau sucht gut erhaltenen Wennnnfel Gröhe 46 bis 48, und ein Paar SWe Gröhe 39. Schr. Ang. unt. 0872 a. d. G. A. des Krieges und wies besonders auf dor Stalingrad hin, deren wir in Ehrfurcht und mit Hochachtung gedenken müßten. Die Kameradschaft ehrte die Helden durch Erheben oon den Sitzen, Nachdem der Appell in der üblichen Weise geschlossen worden war, fand noch ein Opferschießen zu richtsoerfassungsgesetzes müsse ein fundamenf tales Richtergesetz treten, die Verfassung deutschen Richterkorps. Es müsse ein volkstümli in plastischer und wuchtiger Sprache abgefa Gesetz sein, ein Teil der großen Verfassungsgrü gesetze, der Gegenstand des Schulunterrichts werde müsse, der auch zum Wissen des Soldaten, des 204 beiters und des Bauern gehören solle. Die künftig^ *♦ Goldene,Hochzeit. Am morgigen Mittwoch, 10. Februar, begehen der Straßenwärter i. R. Wilhelm Kipper und Ehefrau Emilie, geb. Bertram, Rodheimer Straße 56 wohnhaft, in guter Gesundheit das Fest der goldenen Hochzeit. Dem Jubelpaar unseren herzlichen Glückwunsch. ** Wieder Sommer preisfür E i e r. Mit Wirkung oom 1. Februar ist für die Verbraucher der Sommerpreis für Eier in Kraft getreten; er liegt um 2 Rpf. unter dem Winterpreis. ** Ein Achtzigjähriger. Der Landwirt Kaspar Lenz IV. in Klein-Linden, Frankfurter Straße 58, beging dieser Tage seinen 80. Geburtstag. Dem alten Herrn bringen wir nachträglich unsere herzlichen Glückwünsche dar. gliche n erlitt Dinh 7 Wblet d-hiitze, 9i; grofc kuppet h auf n r 6t rt mar |r der' Danksagung. Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme beim Heimgange unserer lieben Entschlafenen Elise Walbrecbt Wwe., geb. Seibert sagen wir auf diesem Wege innigsten Dank. Frau Anna Schäfer Wwe., geb. Walbrecht. iolt a"i tj der ie Fw feit pn jrn: iA fr Fra Gunsten der NSV. statt. Eisenbahnräuber zum Tode verurteilt. Lpd. Darmstadt, 8. Febr. Mit kaum zu überbietender Hemmungslosigkeit und ungewöhnlicher verbrecherischer Hartnäckigkeit vergriff sich der 26- jährige Weichcnschlosser und Rangierarbeiter H e i n- rich'Eichhorn aus Darmstadt an Versandgütern des Reichsbahnverkehrs und an reichsbahneigenen Einrichtungen. Nachdem er zunächst im Herbst 1941 aus einem transportfertig abgestellten Güterwagen eine Zigarrensendung von 15 Kistchen gestohlen hatte, ging er von August 1942 ab dazu über, solche Diebstähle planmäßig und laufend auszuführen. Die Plombensicherungen der Wagen wurden gewaltsam entfernt und wertvolle Güter jeder Art, Schokolade, Zigarren und andere Tabakwaren, Sekt, Obstsäfte, Kleider- und Leinenstoffe in Ballen, Wäsche und Bekleidungsstücke, ein Fahrrad, Papierwaren, Obst, Wein in Korbflaschen u. dgl. in erheblichen Mengen entwendet. In besonders schamloser Weise bereicherte sich Eichhorn auch an Sozial- und Kameradschaftseinrichtungen der Reichsbahn, indem er durch ein offenes Fenster Vorhänge des Kameradschaftswerks mitnahm und bei anderer Gelegenheit mehrere Bettkol- »Wschi teinate titn ai hn Nc tetolröge der üniversiläl Zweite Reihe: Landungen- Mittwoch, 10. Februar, 20.15 UM Hörsaal 13 der Universität. Wir geben in dankbarer Freude die Geburt unseres dritten Stammhalters bekannt Paula Maas, geb. Wichelhaus Hans Maas Für die vielen Beweise der Teilnahme an unserem schweren Verlust und die schönen Kranzspenden sagen wir allen, die unser gedachten, innigen Dank. Luise Bramm und Kinder. ■ Gießen, den 9. Februar 1948. Büchhalter(in) Mittleres Industrie werk sucht tüchtigen Buchhalter in Vertrauensstellung. Bewerbungen mit Zeugnissen unter 466D an den Gießener Anzeiger erbet. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter Hauplichriftleilers: Ernst Bluuiichein Verantwortlich für Politik Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für das Feuilleton: Tr. Hans Thyrio: iüt Stadl Gieren, Provinz, Wirt-chaft und Svvri: Ernst Slumjdjein. Druä und Verlag: Brühljche Univeriitäisdruäcrei di. Lunge ft. $ Verlagsleiter: Tr.-Ing. Erich Hamann- Anzeigenleiter: Hans LeL Anzeigenpreisliste Nr. 6 Statt Karten Für die zahlreichen Beweise der Teilnahme beim Heimgang unseres lieben Vaters und Großvaters Oberregierungsbaurat i. R. Karl Paul Lehmann danken wir herzlich. Elisabeth Schonebohm, geb. Lehmann Studienrat Walter Schonebohm und Kinder. Gießen, im Februar 1943. Kriegswichtiger und lebendiger Einsatz! Zugschaffner (innen) Aufsichtsbeamte Fahrkartenverkäufer (innen) Kräfte für Fernmeldedienst Wagenreinigungspersonal Bürokräfte Berüdcsiditigung Deiner Fähigkeiten und Vorbildung beim EinsatzI Deine Meldung nimmt jede Stelle der Deutschen Reichsbahn entgegen. Wenn das Arbeitsamt Dich ruft, melde Dich bei der Reichsbahn. Alle Kräfte für die Volksgemeinschaft! Paul Schmidt Gefreiter in einer Pionier-Aufb.-Abtl. starb am 28.Januar 1943 den Heldentod. (Berichtigung zur Anzeige vom 8. Februar 1943.) Zeitungsträgerin gesucht Verlag des Siebener Anzeigers Schritt weitergeht, so ist Schmeil doch der brecher auf diesem Wege gewesen, denn die Lehrbücher erweitern lediglich den von Schmeil gezogenen Gesichtskreis, indem sie die Betrachtung noch stärker auf die Betonung der Lebensgemeinschaften, der Erblehre und Rassenkunde ausdehnen, als dies bei Schmeil der Fall ist. Das Werk eile all gene i Sm ui »zgeb tr heft fWrfi Impftai urlien d iri abge! tfgefanc «en tob t ß'ini naherückt. Dies ist vor allem auch Willy Virgeks Verdienst: er zeigt Diesel als einen Mann von überlegenem Geist, von Charakter und Willensstärke, besessen und völlig ausgefüllt von seiner Idee wie jeder echte Erfinder, ohne in Phantasterei oder blasse Theorien zu verfallen, — bis auf einen furchtbaren Ausbruch sehr beherrscht, und überdies mit liebenswürdigen Zügen aus dem Privatleben. Vom Ensemble tun sich Hilde Meißner als die tapfere, ergebene, in allen Stürmen treu zu ihrem Manne stehende Martha Diesel, Paul Wegener (vortrefflich als der alte Geheimrat Buz in Augsburg), Arthur Schröder, Josef Sieber, Erich Ponto und Walter Janßen hervor. — (Ufa.) Gießen, den 7. Februar 1943 z. Z. Kath. Schwesternhaus ___________________________4650, dery Ziele, daß ein einheitlicher Lebensoorgang ver fahrensmäßig auch einheitlich in einer Hand beha delt wird. Zahllose Beispiele aus dem Familie recht, dem Erbrecht und vielen anderen Rechtsgebi ten könnten den unhaltbaren Zustand belegen, da der Rechtsuchende nicht vor einem Richter eine 0 neralbereinigung seines Falles erhalte, sondern do Tür zu Tür geschickt werde. Hiesiges Werk sucht zum baldigen Eintritt 2 geeignete Herren für seine Betriebsbüros, die die Arbeitsverteilung, Fertigungsaufnahmen und Rapporte zu führen haben. Und außerdem 1 techn. Zeichner evtl, aus dem Baufach. - Die Einstellung erfolgt durch das Arbeitsamt. Schriftliche Bewerbungen mit Lebenslauf unter 454D an den Gießener Anzeiger erbeten. Wie schon kurz gemeldet, ist m Heidelberg feinem 83. Geburtstage Professor Dr. Otto Schmeil, der Schöpfer der bekannten naturwissenschaftlichen Lehrbücher,. die die Grundlage des modernen, auf der Biologie aufgebauten ^rdkz\ Moir 1 Seht! k Lol'cl kf breite T’jöen worben B)bie| ringt Mehr Ä Für die vielen Glückwünsche und Aufmerksamkeiten anläßlich unserer Vermählung danken wir recht herzlich Lodwig Lab und Frau Emmy, geb. Wacker Gr.Linden Gießen- Wieseck 6. Februar 1943 Hausmädtiien lieh, für sofort oder zum 1. März 1943 in Geschäftsbaushalt gesucht. 46oV Zuschriften erbittet Frau Jenny Weiß, Wiesbaden Adolfsallee 51. Hiltrud Schepp Ferdinand Kampshoff z. Z. Unterarzt im Osten zeigen ihre Verlobung an tern und Kopfkissen mit Ueberzug aus einem Ruhe-l er den Doktor summa cum laude erwarb M und Aufenthaltsraum für Schaffnerinnen stahl. Mit, Arbeit würde dre Grundlage für fern drew nigei der einem Plünderer ähnlichen Gesinnungslosigkeit. Werk „Beitrage zur Kenntms der ^ußwa|ser-Copei entwendet^ er schließlich auch Polstersitze aus einem poden^Deutschlands Schmeck kam.dann als Rek^ Personenwagen, der wegen erheblicher Kriegsbe- nach Magdeburg. Zwei Ja.)re später (1897) erschieß schädigungen zur Instandsetzung zurückgestellt wor- seine Kampfschrlft Ueber die Reformb^ L... ...... murh» nofdAOrtt: । hps ti n hi r apfchi chthchen Unterrichts . AVer timte Im Beiprogramm sieht man die neue Wochenschau und einen wirtschaftspolitisch aufschlußreichen Lehrfilm. Hans Thyriot. Monatsappell der Kriegerkameradschest 1874. Am Sonntagnachmittag hielt die Kriegerkameradschaft 1874 einen Monatsappell im „Burghof" ab, der auch von Kameraden anderer Gießener Krieger- kameradschaften besucht war. Kameradschastsführer D ö h n begrüßte die zahlreich erschienenen Kameraden und Gäste und gedachte der seit dem letzten Appell verstorbenen Kameraden Franz Lösch, Dr. Curt Koch, Gottlieb Nauheimer und Wilhelm Bellos. In das Gedenken schloß er die an allen Fronten Gefallenen mit ein und gedachte besonders der Helden von Stalingrad. Sodann würdigte der Äa- meradschaftsführer den heldenhaften Kampf um Stalingrad und die Größe des Opfers, das dort im Interesse der übrigen Front gebracht werden mußte. Der Name Stalingrad werde für alle Zeiten im Buche der Geschichte mit goldenen Lettern verzeichnet werden und künden von deutschem Heldenmut und Opfertod. Für die Heimat erwachse daraus die Verpflichtung zu bedingungslosem Einsatz für den Endsieg. Der Leiter der Kreisfilmstelle Gießen, Lehrer Appelmann, zeigte hierauf einen längeren Film, der den erfolgreichen Kampf unserer Seestreitkräfte gegen England vor Augen führte. Die sachlichen Erläuterungen gab Feldwebel R u p p e l, der selbst U-Boot-Fahrer des ersten Weltkrieges war. Mit,dem Dank des Kameradschaftsführers an den Vortragenden und der Bekanntgabe dienstlicher Mitteilungen wurde der dienslliche Teil des Appells geschlossen. Beim Austausch von Kriegserinnerungen verbrachten die Kameraden dann noch einige Zeit in guter Unterhaltung. 0t tW f-S •esfi Landkreis Gießen. * Großen-Linden, 9. Febr. Der Schlosser Karl Schäfer II. und Ehefrau Elisabeth, geb. Walther, Bismarckstraße 21 wohnhaft, begehen am morgigen Mittwoch, 10. Februar, das Fest der si lbernen Hochzeit. Dem Jubelpaar herzlichen Glückwunsch. <£ Watzenborn-Steinberg, 9. Febr. Ihre silberne Hochzeit können am morigen Mittwoch, 10. Februar, der Oberpostschaffner Otto Jung und Ehefrau Anna, geb. Wendorf, Steinberg, Gießener Straße 39 wohnhaft, begehen. Dem Jubelpaar herzliche Glückwünsche. + Grünberg, 8. Febr. Am Sonntag fand im hessischen Host" der Jahresappell der Krieger- kameradschaft statt. Kameradschaftsführer Albrecht Großhaus ehrte das Andenken der beiden im letzten Jahr verstorbenen Kameraden Heinrich Seid und Georg Stammler. Ehrend wurde vor allem auch der Gefallenen des großen Krieges gedacht. Er gab dann einen kurzen Jahresbericht und wies auf das in diesem Jahr wieder in Aussicht genommene Uebungsschießen hin. Den Kameraden, die bei der vorjährigen Straßensammluna mitgewirkt hatten, dankte er für ihre Bereitschaft und forderte die Kameraden auch für dieses Jahr zur Mithilfe bei der Sammlung auf. Schriftführer Hrch. Schellhaas gab Ergänzungen zum Jahresbericht. Die von Kassenführer Appel vorgetragene Jahresrechnung ergab eine Einnahme von 526,41 RM. und eine Ausgabe oon 452,46 RM., so daß ein Ueberschuß von 73,95 RM. verblieb. Nach Prüfung der Rechnung wurde dem Kassenführer Entlastung erteilt Kamerad Roth verlas sodann einen Aufsatz aus den Monatsblättern des Bundes über den Sinn dieses Krieges. Ortsgruppenleiter Schütz geschichtlichen Unterrichts bilden, gestorben. Wenn heute der naturkundliche Unterricht noch einen " •• •' ......- - Bahn- Unser sonniger, guter Junge Lehrer Hans Kunz Gefreiter in einem Gren.-Regt. opferte im Osten im 23. Lebensjahre sein junges Leben für Deutschlands Zukunft. In großem Leid: Oskar Kunz und Frau Meta, geb. Uhlmann , Anneliese Hickler, geb. Steinenböhmer Elfriede Steinenböhmer, geb. Windgätter und Söhnchen Peter. Gießen, den 9. Februar 1943. lich oon Eichhorn mitgenommen. Sämtliche Straftaten sind schwerwiegende Volksschädlingsoerbrechen, da der Täter in allen Fällen unter Ausnutzung der zur Luftabwehr erforderlichen Verdunkelungsmaßnahmen und in Kenntnis der gleichfalls kriegsbedingten Erschwerungen des bahn- polizeilichen Ueberwachungsdienstes straffällig wurde. Das erschwerende Ausmaß der asozialen und für den Betrieb der Reichsbahn untragbaren Einstellung Eichhorns zu seinen Straftaten erwies sich aber durch die Tatsache, daß er seine Raubzüge zur Nachtzeit mit besonderer Häufigkeit in einer Zeit unternahm, in der er durch eine Haussuchung bereits gewarnt und durch die dienstliche Bekanntgabe von Gerichtsurteilen auf diesem Sondergebiet der Kriminalität eindringlichst auf die schweren Folgen derartiger Verbrechen hingewiesen worden war. Das Diebesgut wurde von dem Verbrecher zum überwiegenden Teil im eigenen Haushalt verwendet, zum Teil aber auch an Dritte verkauft oder zu Tauschgeschäften mißbraucht. Da den für die Sicherheit des Güterverkehrs außerordentlich gefährlichen Verfehlungen Eichhorns erst ein Ende bereitet werden konnte, als man ihn Anfang 1942 auf frischer Tat erwischte, verurteilte ihn das Sondergericht in Darmstadt jetzt als Volks- schädlingsverbrecher besonders schwerer Art zum Tode und zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte. Aus dem Reich. Oer Bahnbrecher der modernen OcfruWo'ome. des naturgeschichtlichen Unterrichts". Aber hintej seinen Kompftuf setzte Schmeil auch sogleich bii Tat. Er schuf sein „Lehrbuch der Zoologie", detz „Leitfaden der Zoologie", das „Lehrbuch der B^loi nik" und den „Leitfaden der Botanik", Bücher, du bahnbrechend wurden. Schmeil verließ dann de« Schuldienst und kam über Marburg und Wies« baden schließlich nach " Heidelberg, das ihm eine neue Heimat wurde. Schmeils Werk umfaßt ins| gesamt etwa 70 Bücher und Schriften und be. schreibt den gesamten großen Kreis der Natur» Wissenschaften: Tier-, Pflanzen- und Menschen» künde: oügemeine Biologie, Lebensgemeinschafteii von Tieren, Pflanzen usw. Seine Unterrichtsbüchek in Ausgaben für alle Schulen sind in Millionen Exemplaren verbreitet und in alle Kultursprack«!, übersetzt worden. Sie vereinigen in sich die @4 nialität des Schulmannes und* die Zuverlässigkeij des Wissenschaftlers. Dank''ihrem Einfluß rourbe. an den deutschen Schulen die Biologie der Kernpunkt des naturwissenschaftlichen Unterrichts uni das Fundament für alle weitere Belehrung. R Heute nacht entschlief sanft nach kurzem Leiden unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter und Tante Frau Christine Stamm Wwe. geb. Mangnus im Alter von 89 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Ludwig Hardt; Familie Wilhelm Stamm II. Familie Johannes Luh XL; Familie Walter Hardt, z. Z. im Felde; nebst allen Angehörigen. Großen-Linden, den 8. Februar 1943. Die Beerdigung findet,Mittwoch, 10. Febr., nachmittags um 2% Uhr, vom Trauerhause, Frankfurter Straße 72, aus statt. 0879 Schmeils jedoch, das ganzen Schulgenerationen die Augen geöffnet hat, bleibt neben den neuen Lehrbüchern ungeschmälert als lebensnahe Systematik der Naturkunde bestehen. Schmeil hatte als junger Lehrer neben dem Schuldienst naturwifsenschoftliche Studien getrieben, untey Professor Dr. Grenacher im Naturwissenschaftlichen Institut der Universität Halle, mit winzigen Krebsformen gearbeitet und daneben die Mittelschullehrer- und Rektorenprüfung abgelegt. Als erstes Resultat seiner Forschungsarbeit legte er dann dem damals berühmtesten deutschen Zoologen, Professor Leuckart (Leipzig) seine Dissertation „Beiträge zur Kenntnis der frei lebenden Sühwasser-Copepoden Deutschlands" vor, mit der | Vermietungen"! 1 Bessere 6-Zinrnierwojnung mit Heizung im Nordviertel zu vermieten. Schrift!. Angeb. unter 0865 an den Gieß. Anz. ! 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Haare Leberflecken und sonstigen Schönheitsfehler entfernt kür immer Frau B. Gulden selt1935Fr.W. Henkel Am Biegelpfad 32 Svrechstund.letzt Mittwoche,fließen 8-17 Uhr dnrehg. 2 P. sehr gut erh. Knabemtiefel, Gr. 39-40, geg. Stiefel od.Halb- schuhe,Gr.42,od. g. geg. Tamen- halbsch., Gr. 39, z. tausch, gesucht. Blaue ^naben- iacke f. 8-10 I. f. Mk. 6,- zu verk. Schr. Ang. unt. 0873 a. d. G. A. Tunkelblauer LedBrhaiuiSBhoh verloren. Gegen gute Bel. guf dem [o87i Fundbüro ghzugeben. Hellbraunes Memcnnoie gm 6. Febr. 1943 v.WieseckerWeg, Strgßenbghn, Schulstrnhe bis Dtadtvost verloren. liegen hohe Belohn. ghzugeben guf dem [0868 Fundbüro.__ MleörMe mit Älauamarin guf dem Wege Ludwlgstratze - Alicenstrgtze Frgnkfurt. Str.- Bghnhof verloren. Abzug, geg. gute BelovN. [0889 Ludwigstr. 47. leine Ursprnnie- lengnisie, ondkrn nur Zru-ni» abichrifien dem Werbung«, chreiben bei« icnrnl — Lichtbilder undBewerbungSunter- iflflen müffen zur Vev Meldung von Veriulte» auf der RÜMeite Bornen und Anschrift bei Bewerber« trauenI Bürohilfe für hglbe Tgge sofort gesucht. Schriftl. Angeb. unter 0863 gn den Gieß. Anz. Zuverlässiges lagesiAWeii oder Stunden- bilfe sofort gesucht. Bierau- Müller, Hindenburg- wall 7 L [0866 Frau oder Mädchen m. Kochkenntn., z. Führung eines frguenl.Begmt.- Hgush. gesucht. Schriftl. Angeb. unter 423 D an ^den Gieß. Anz. Allendorf (Lumda), Febr. 1943 1/f • ftOj In der „Deutschen Justiz" erklärt Staatssekretäk L r g Dr. Rothenberger, wichtiger als eine Rechtsr " erneuerung sei eine Richtererneuerung. Aj die Stelle der überholten Bestimmungen des Gk» *. er|; Selbst houdidunnei Auf. trogen genügt. Ertl trocknen Ionen. Denn • rit büriten u. oolieren Der Glanz wird • ebener und man »oart Nicht