M M W^-'M r'/< ' Das Abschiedswort des Führers Or. Goebbels' Gedenkrede ,ßen sndorf amda toter W »litt! unb ZfjOtiot; imlchem. lge S..S. :ht ße 7 temhaus 14400/ LSL >dt mit Könner lei den Kroll >etoerbe irt ihter an iiller Hitler nun an der Bahre nieder, dann steht er noch einmal grüßend vor dem Katafalk, Abschied nehmend von einem seiner getreuesten Gefolgschaftsmänner. Wieder tritt er darauf zu seinem Platz zurück, und in dem Deutschlandlied und Horst- Wessel-Lied vereinen sich die Gedanken aller Trauernden um das hohe Symbol, das auch über diesem Leben stand. Noch einmal wendet sich der Führer zu den Hinterbliebenen, Worte tiefer Anteilnahme richtet er an die Witwe, dann verläßt er nach einem letzten Gruß an den Toten den Mosaiksaal. abf. L lg a;is id Ba- hch in Kurz vor 12 Uhr erscheint die Witwe, geleitet von Reichsminister Dr. Goebbels, sowie die übrigen Angehörigen und nehmen in der ersten Reihe vor der Bahre Platz. Der Führer trifft ein. Während sich die Anwesenden von ihren Sitzen erheben, schreitet Mols Hitler mit seiner Begleitung zum Katafalk und grüßt mit erhobener Rechten den Toten; dann wendet er sich der Witwe zu und drückt ihr lange und voll Teilnahme die Hand. Der feierliche Parteitrauerakt beginnt. Die heroischen Klänge der Trauermusik aus der „Götterdämmerung" von Richard Wagner, gespielt von der Staatskapelle Berlin unter Leitung von Professor Heger, erstellt den weiten Raum und gibt der feierlich-ernsten Stunde den weihevollen Auftakt. Als die Töne verhallt sind, tritt Reichsminister Dr. Goebbels an das Rednerpult und zeichnet in tiefempfundenen Worten die Persönlichkeit, das Lebenswerk und die Treue des Verstorbenen. Viktor Luhes letzte Fahrt durch die Straßen der Reichshauptstadt. Nach der Feier in der Reichskanzlei bewegte sich der Trauerzug durch die Straßen der Reichshauptstadt, die von einer nach vielen Tausenden zählenden Menschenmenge umsäumt waren. — (Scherl-M.) wünsche zu unten wir, r Eltern, Mein Führer! Liebe Familie Lutze! Meine alten Parteigenossen und Kameraden! Werte Trauergäste! Wenn ich in dieser Abschiedsstunde als einer der ältesten Freunde und Weggenossen unseres Stabschefs vor seiner Bahre stehe, um ihm im Namen des Führers, seiner Kameraden aus den Reihen der Reichsleiter, Gauleiter, Ortsgruppen- und Gruppenführer der SA., vieler Millionen SA.-Männer und Parteigenossen, ja, ich kann wohl sagen im Namen des ganzen deutschen Volkes unser letztes Lebewohl zuzurufen, so tue ich das in dem Gefühl eines aufrichtigen und tiefen Schmerzes. Als am vergangenen Samstag am frühen Nachmittag die Nachricht von dem Autounglück des Stabschefs kam, da habe ich mich mit all seinen Freunden und Kameraden fest an die Hoffnung geklammert, daß er uns doch erhalten bleiben würde. Stundenlang schwebten wir zwischen Furcht und Hoffnung, vernahmen zuerst mit Freude, daß es vielleicht doch noch eine Rettung für den Schwerverletzten geben könnte, waren dann unglücklich über die traurige Nachricht, daß seine 18jährige Tochter, die auch von dem Unfall betroffen wurde, ihm schon im Tode vorausgeeilt war, ersparten ihm noch, der so heiß um ihr Schicksal bangte, die Gewißheit von ihrem jähen Hinscheiden, und kämpften dann im Geiste mit ihm den Kampf gegen einen unerbittlichen Tod, dem er so oft schon in seinem Leben in den Schützengräben des Weltkrieges und in den Stellungen des politischen Kampfes furchtlos ins Auge gesehen hatte. Unsere Hoffnung war vergebens. Nur selten zeigen Menschen dem Tod ein so freies Gesicht, wie er es getan hat. Man hatte fast den Eindruck, als könnte er ihm nichts anhaben. Mit einem Scherzwort trat er ihm bis zuletzt entgegen. Als wir schon alle Hoffnung aufgegeben hatten, stritt er noch mutig und tapfer weiter, bis er einem härteren Zugriff erlag. Keiner unter seinen alten Freunden, den die Nachricht von seinem Sterben dann nicht auf das tiefste erschüttert hätte. Ich brauche nicht zu sagen, in welcher tiefen Trauer ich an diesem Abend feine Familie antraf. Sie war ja uhball irinne« uvaf« ft. die Ueier kann n Ai, nschaft le ein neulich, en der t-Nord fein ein und alles und nächst dem Führer und der Partei sein kostbarstes Gut auf Erden. Ich stand dann um die Mittaasstunde ein letztes Mal vor dem toten Stabschef; ich schaute noch einmal in fein liebes, vertrautes Freundesgeficht, blickte noch einmal lange auf seine Hände, die ich so oft in meinem Leben in warmer Kameradschaft gedrückt hatte, sah darunter Dolch und Mütze, die stolzen Zeichen seiner SA., deren unvergeßliches Vorbild er war. Ich schäme mich nicht zu gestehen, daß mich eine tiefe Rührung überkam, als in diesen stillen Minuten noch einmal meine Gedanken die vergangenen 20 Jahre durchliefen, da ich sein Freund und Kamerad sein durfte. Ich sah ihn wieder in den dunklen Kellern und Hinterhöfen von Elberfeld, wo wir zwischen 1923 und 1926 zusammen mit Karl Kaufmann die Partei im Gau Ruhr begründeten und aufbauten, wir beiden anderen, die Redner und Politischen Leiter, er unser SA.-Führer. Es gab keine Sorge, die wir nicht teilten, und keine Freude und keinen Erfolg, der nicht unser gemeinsames Besitztum gewesen wäre. Wieder marschierte er vor meinem geistigen Auge drei Schritte vor uns bei den ersten SA.-Aufmärschen in Essen, da wie eine Bresche in die marxistische Front des Ruhrgebietes schlugen, furchtlos und treu, wie er immer war, fast 10 Jahre älter als wir anderen und doch für uns alle das Sinnbild ewig kämpfender deutscher Jugend. Nie werde ich vergessen, wie er uif5 allabendlich begleitete, wenn wir in die kommunistischen Versammlungen fuhren. Er sprach nicht darüber, aber wir wußten doch, daß er uns zur Seite stehen wollte, wenn es hart auf hart ging. Dabei kämpfte er genau wie wir nicht nur den Kampf um Volk und Staat, sondern auch den gleich schweren um das eigene Weiterleben, das ihm mehr noch als uns in seiner Familie anvertraut war. Wie schön waren die Tage, da wir im Revier den Führer erwarten dursten. Da saßen wir bis in die tiefen Nächte, planten und debattierten, steckten unsere Fahnen an den hohen und höchsten Zielen des Vaterlandes in der Ferne auf, waren alle ein Herz und eine Seele und erlebten dabei das Kost- Abschied von Stabschef Viktor Luhe. Oer Führer ehrte den Verstorbenen mit dem höchsten Orden der Partei, der obersten Stufe des Deutschen Ordens. rare! jhrM iM.'S s de»’S u Berlin, 7. Mai. (LNB.) Jrn Mosaiksaal der i Neuen Reichskanzlei fand am Freitagmittag in Gegenwart des Führers der feierliche Partei- trauer akt für den bei einem Autounglück auf ■ tragische Weise ums Leben gekommenen Stabschef । oer SA. Viktor Lutze statt. Nahezu alle führenden Männer der nationalsozialistischen Partei, des Staates und der Wehrmacht, das gesamte Führerkorps der SA. sowie ! Vertreter der verbündeten und befreundeten Nationen waren erschienen. Auf erhöhtem Podest ruht der Sarg, überdeckt I mit der Hakenkreuzfahne, darauf liegen SA.-Mütze lunb Ehrendolch. Zwei SA.-Obergruppenführer, je ein General des Heeres, der Luftwaffe und der r2ßaffen=ff, ein Admiral und zwei Gauleiter halten Die Ehrenwache, neben ihnen stehen drei SA.- ■Führer mit den Ordenskiffen. Zur Linken des Sarges steht ein riesiger Lorbeerkranz des Duc e. l Fahnen unb Standarten bilden den Hintergrund. 195. Jahrgang Ur. 106 Erscheint täglich, außer konntags und feiertags Beilagen: Gießener Familienblätter Heimat imBilb DieScholle Bezugspreis: Monatlich... NM. 1.80 Zustellgebühr.. „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt gsvrechanschluß 2251 itanschrift: „Anzeiger" , check 11686 Frankf./M. ' Brückenkopf Tunesien. Am 8. November 1942 führten die Anglo-Amerikaner nach dem Plan und Willen des nach der Weltherrschaft strebenden Mannes im Weihen Hause ihre Landung in Französisch-Nordafrika durch mit dem Ziel, die Achsentruppen in Zusammenarbeit mit der 8. britischen Armee in wenigen Wochen von dem nordafrikanischen Raum zu vertreiben. Dieses Unternehmen mit weitgesteckten Zielen konnte nur deshalb einen bescheidenen Anfangserfolg erzielen, weil sich französische Generale und Admirale zum Wortbruch und Verrat an den Interessen ihres eigenen Landes kaufen ließen. Trotzdem ging die Besetzung Französisch-Nordafrikas nicht so glatt vor sich, wie man in Washington nach allen voraufgegangenen umfassenden Vorbereitungen erwarten konnte. * ' Heute sind genau sechs Monate vergangen, ohne daß die Amerikaner bisher mehr erreicht haben, als die deutschen und italienischen Truppen im Brückenkopf von Tunesien unter Einsatz aller aus Amerikanern, Engländern unb Franzosen gebildeten Kräfte in heftigen Vorstößen anzugreifen. Die in der Kriegsgeschichte beispiellose Rückführung der deutsch-italienischen Afrika-Truppen von der El- Alamein-Stellung bis nach Tunesien ist ein Beweis dafür, daß Deutschland und Italien Nordafrika nicht zu einer entscheidenden Frage ihrer Kriegführung machen wollen. Ihr Ziel ist vielmehr, Europa in seiner Gesamtheit unangreifbar zu machen und aus dieser überragenden Stellung heraus den Gegner dort anzu- greifen, wo sie es für die Entscheidung des Krieges für richtig halten. Amerika hat sich fein Afrika-Unternehmen etwas kosten lasten. Seine verantwortlichen Drahtzieher sind sich völlig darüber im klaren, daß eine Eroberung Nordafrikas keine entscheidende Bedeutung für den Ausgang des Krieges haben wird. Das polillfche Intrigenspiel, das sich wegen Nordafrika zwischen London und Washington "ergeben hat, läßt deutlich genug erkennen, daß die Washingtoner Kriegstreiber ihr Augenmerk auf etwas ganz anderes gerichtet haben. Ihre zahlreichen technischen und wirtschaftlichen Kommissio- nen auf nordafrikanischem Boden lassen keinen Zweifel mehr daran, daß es sich in erster Linie um Zne Ausbeutung des Landes handelt. Das amerikanische Oberkommando in Nordafrika strebt nach einem Prestigeerfolg in Tunesien. Die Tatsache, daß sich die deutschen und italienischen Truppen in vorbildlicher Waffenkameradschaft auf den Brückenkopf um Tunis und B i z e r t a zurückgezogen haben, um hier die massierten Angriffe der Anglo-Amerikaner zu erwarten, bautet daraus hin, daß das norbafrikanische Problem nicht heute zur Entscheidung steht. Die Rede Mussolinis, die er in diesen Tagen vor dem faschistischen Volk hielt, hat selbst auf die künftigen Lösungen des Problems hingewiesen, wenn er als entschlossenen Willen des italienischen Volkes bekanntgab: „W ir werden nach Afrika zurückkehren unb dort die historische Mission weiterführen, die Italien auf dem afrikanischen Kontinent übernommen hat." Das Schicksal des Brückenkopfes Tunesien hat keinerlei entscheidenden Einfluß auf den Ausgang des Krieges. Für die Achsenmächte gibt es nur ein Ziel: Die Vernichtung der Feinde menschlicher Kultur und der Rechte und der Freiheiten der Völker. Mit der Erreichung dieses Zieles werden alle die Probleme, die nur Einzelheiten des Krieges darstellen, einer endgültigen Lösung zugeführt werden. In diesem fanatischen Willen sind sich die Völker Deutschlands, Italiens und Japans mit ihren Verbündeten und Freunden völlig einig. Sechs Monate hat eine verhältnismäßig kleine Schar deutscher unb italienischer Truppen ber Heber- macht von zwei großen Weltreichen standgehalten. Diese sechs Monate waren nicht nur durch härtesten Kampf ausgefüllt, sondern gaben Deutschland,und Italien Gelegenheit, jene Äbwehrvorberei- tungen zu treffen, die notwendig erscheinen, um einen etwaigen Angriff Englands und Amerikas auf den europäischen Kontinent abzuwehren. Roosevelt war sich bei der Durchführung seines räuberischen Ueberfalls auf Französisch-Nordafrika klar darüber, daß sich seine militärischen Ziele nur dann verwirklichen ließen, wenn sich die Vertreibung ber Achsen- truppen aus Norbafrika in kürzester Zeit erreichen ließ. Er hat bas nicht erreicht. Die heldenhafte Tapferkeit der deutsch-italienischen Truppen unb bie geschickte Führung haben die Amerikaner an ber Durchführung ihrer Absichten verhindert. Welchen Preis sie bisher für ihr Nordafrika-Unternehmen an Schiffstonnage, Menschen und Kriegsmaterial haben zahlen müssen, darüber wird zu gegebener Zeit noch zu sprechen fein. I nach der Ansprache des Reichsministers Dr. Goeb- I dels lautet. I ,Zn einer Zeit, da ber Krieg so schmerzliche Opfer I an Männern unb Frauen, ja leibet sogar an Kin- I t)ern von unserem Volke forbert, trägt bie nationalsozialistische Partei eine besonders hohe Blutlast. In Rallen Formationen des Heeres, ber Marine, ber R Luftwaffe und der Waffen-^ befinden sich die Mit- | Wieder unb Anhänger unserer Bewegung und er- I Men dort in vorbildlichster Weise ihre Pflicht. Vom I nationalsozialistischen Reichstag angefangen bis zu I ben reifen Jahrgängen der Hitler-Jugend liegen die I Zahlen der Toten unserer Bewegung prozentual I weit über dem Durchschnitt des Anteils des gesamten I ihrigen Volkes. . Allein nicht nur der Krieg fordert Männer und ■grauen von uns, sondern buch oft währhaft traurige I Zchicksalsschläge. Es ist besonders für mich tragisch, ■ erleben zu müssen, wie fast jedes Jahr der eine ober I andere unersetzliche Kämpfer, Mitarbeiter und Mit- I gestaltet unseres neuen Reiches abberufen wird in I bie Scharen jener, die uns der Dichter des national’ Wozialistifchen Revolutionsliedes im Geiste begleiten Mäßt. Nach dem Flugzeugunglück, das den unvergeßlichen und unersetzlichen Pg. Dr. Todt von uns riß, ft es dieses Mal ein Autounfall, der die SA. ihres Stabschefs, mich persönlich eines mir in allen Zeiten reu verbundenen Mannes beraubte. Was über das allgemeine Leben dieses alten na- lionalsozialistifchen Kämpfers gesagt werden kann, mürbe von meinem Vorredner, ber einer seiner Iteften Freunde war,, bereits ausgeführt. 1925/26 l abe ich in Westfalen zum erstenmal den SA.-Führer 3 i t1 o r Lutze kennengelernt. Seitdem hat mich mit ihm unb seiner Familie nicht nur ber g em e in» ame Kampf, sondern darüber hinaus noch eine liefe persönliche Freundschaft verbun- len. Dennoch will ich am heüiigen Tage in erster Linie les Mannes gedenken, ber sein eigenes Lebensschick- ial bedingungslos mit dem meinen verbunden hat, der mir die ganzen langen Jahre hindurch ein so treuer und unerschütterlicher Kampfgefährte gewesen war, daß ich ihm einst in einer Ichr bitteren und schmerzlichen Stunde als dem Berufensten die Führung meiner SA. glaubte anver- trauen zu können. Als einer meiner unbeirrbaren Gefolgsmänner hat er nun in Erfüllung feines Auftrages die SA. jit jenem Instrument ausgebaut, das sie befähigte, die die großen Aufgaben zu erfüllen, die ich ihr im Saufe der Jahre zuweisen mußte. Mein Stabschef der SA., Viktor Lutze, war Seit seines Lebens Soldat gewesen. Seinen mir aus Mer Gesinnung heraus oft vorgetragenen heißen Vunfch, selbst noch an die Front gehen zu dürfen, kannte ich nicht erfüllen. Nun hat er trotzdem den *ob gefunden, der seinem soldatischen Leben einen nännlidjen Abschluß gibt. Ich will Dir, mein lieber Lutze, von der Bewegung, der SA., wie dem ganzen deutschen Volke Mn für Dein treues Kämpfertum meinen tieften Tank aussprechen. Aus dem gewaltigen Ringen, V. dem wir uns befinden und an dem gerade Dem Sehenswert einen so reichen Anteil hat, wird das kervorgehen, was uns als Ziel einst zueinander i-hrte unb für das mir jahrzehntelang in einem küigen Glauben unter äußerster Hingabe emge- tieten sind: das vor feinen Feinden in hiner eigenen Kraft gesicherte, von einer wahren Volksgemeinschaft gezogene Großdeutsche Reich! Jn den häteren Annalen der Geschichte wird dann der Same des Stabschefs Viktor Lutze als eines Mit- Ikgrünbers des neuen Reiches ewig weiter- |hben I Ihnen, liebe Frau Lutze, gilt mein herzlichstes II Beileid zum Tode des Mannes und Ihres Kin^v, IIb n beiden Söhnen wünsche ich die baldige (9e- H'Munq. . «. II„Ach glaube, dem höchsten Orden, lljartei zu vergeben hat, ferne würdigere Bedeutung Utr die Zukunft sichern zu können, als daß ich ryn ll^en ersten Wegbereitern dös neuen I»eich es unb damit auch diesem Toten verleihe. Mr- wirb dadurch besonders geadelt für alle(jene, l|b'2 die Ehre haben werden, ihn dereinst als Lebende I ^onn ttttt'der Führer an das Ordenskissen heran ||heftet die höchste Auszeichnung, die dav W'dtionalsozialistische Deutschland zu verleihen hat, die anderen Ehrenzeichen. Das ßteb vom Kjden Kameraden klingt auf, die Fahnen und Stan Karten senken sich. Einen riesigen Kranz legt Adolf barste, was ein Mann auf Erden überhaupt finden kann: Freundschaft. Nur wir können verstehen, was es dann heißt, einen aus dieser Runde zu entlassen. Das ist so, als würde einem ein Stück aus dem Herzen geschnitten. Man muß Abschied nehmen von einem liebgewordenen Menschen unb, was fast ebenso schlimm ist, mit ihm von einem ganzen Zeitabschnitt bes eigenen Lebens. Er sinkt dahin und verblaßt langsam zu einer Erinnerung. Mit beiden Händen möchte man chn halten, aber bie laute Gegenwart rauscht darüber hinweg. Das ist es auch, was uns, die Nächsten beim Führer, unb chn wohl auch selbst am tiefsten in dieser Stunde bewegt, daß Viktor Lutze in seinem Hinscheiben einen Teil unserer eigenen stürmischen Jugend mitnimmt. Wir werben in Zukunft nicht mehr davon sprechen können, ohne dabei beklagen zu müssen, daß mit ihm ein Stück daraus fehlt. Das er für Führer, Partei unb Volk geleistet hat, bas steht in ben Zeitungen geschrieben, unb auch bie Geschichtsschreibung unserer Zeit wirb es einmal nicht mit Stillschweigen übergehen können. Ich aber möchte heute vor seiner Vahre Zeugnis ablegen für feine strahlenbe Persönlichkeit, für die tapfere Männlichkeit blfl 'rau nner Werk* uckerej vrühlschellniverfitStrbruckereiR.LaAge General-Anzeiger für Oberhessen «ietzen.^chulftrahe 7-9 Viktor Luhes letzte Fahrt durch bie Straßen ber Reichshauptstadt. Hohe Persönlichkeiten von Partei, Staat und Wehrmacht gaben dem treuen Gefolgsmann des Führers das letzte Geleit. — (Scherl-Bllderdienst-M^ jßHBI D M Samstag, 8. / Sonntag, 9 mai 1943 Gießener Anzeiger UM MM Nachlässe: Wiederholung Malstaffel 1 AbichlüffeMengenstaffelL Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25“'. mebt sie verkörperte, für sein grobes Freundesherz, für alles das, was er uns, seinen alten Kameraden und Weggenossen, war und was mit ihm unwiederbringlich dahin ist. Kein Posten bleibt unbesetzt. Das Leben geht weiter, und auch seine Arbeit wird ein anderer übernehmen müssen. Aber er witd uns doch immer fehlen. Wenn er kam, freute sich das ganze Haus und die weite Runde der Freunde und Kameraden. Er brachte immer Leben und Heiterkeit mit. Wie weggeblasen waren die Sorgen, und übrig blieb stets nur ein gesunder, handfester Optimismus, dessen schönste Verkörperung er in seiner Person, in seinem Leben und in seinem Wirken war. Jeder Tag bringt neue Ereignisse und neue Sorgen. Sie werden auch den Schmerz um den Verlust unseres Stabschefs allmählich zum Verblassen bringen; über er wird einmal wieder in uns auf- flammen, wenn der Führer beim ersten Parteitag nach dem Kriege am Tag der SA. durch die Reihen seiner Männer zum Heldenehrenmal schreitet und er nicht an seiner Seite steht. Dann werden gewiß die Gedanken all der Hunderttausend, die dieser feierlichen Zeremonie mit verhaltenem Atem beiwohnen, eine Minute bei ihm verweilen. Seine alten Kameraden werden im Geiste zu ihm eilen, und er wird bei ihnen sein. Sie sind nun mit dem Führer um seine Bahre versammelt, um noch einmal sein reiches Kämpferleben an ihrem Auge vorbeiziehen zu lassen. Es war das Leben eines wahrhaften und echten Nationalsozialisten, ein Beispiel und Ansporn für die heranreifende Jugend, zu der er sich immer zählte. Niemals war Viktor Lutze lediglich SA>Führer. Er fühlte sich immer in dieser Eigenschaft als politischer Soldat der NSDAP, und des Führers. Am 14. September 1930 wird er in den Deutschen Reichstag gewählt. Jetzt fetzt eine politisch-organisatorische Tätigkeit ein, die ihn weit über den Bereich seiner engeren Arbeit hinausführt. Das große SA.-Treffen in Braunschweig am 17. und 18. Oktober 1931 ist sein organisatorisches Werk. Hier verleiht der Führer der SA. die letzten Standarten vor der Machtübernahme. Die schwere Krise des Jahres 1934 findet in ihm einen starken und kraftvollen Faktor unentwegter Treue. Es erscheint nur zu natürlich, daß der Führer ihn am 30.6. dieses Jahres zum Stabschef der SA. beruft. Hiermit beginnt ein organisatorisches Aufbauwerk, das weit über den Rahmen der engeren Parteigeschichte hin- ausgreist. Es ist das geschichtliche Verdienst Viktor Luhes, der SA. nach der schweren Juni-Krise 1934 ein neues Gefüge und damit ihrem Wirken einen festen Inhalt gegeben zu haben. Bur der kann ermessen, was das heißt, der weiß, was er Ende Juni 1934 übernahm und was er bis zu seinem hinscheiden daraus gemacht hat. Seine Tätigkeit wirkt schon in das unmittelbare Kriegsgeschehen hinüber, als er mit der Führung der SA. auch die große Aufgabe der SA.-Wehr- erziehung übernimmt. Ähon am 28. November 1933 war die Stiftung des SA.-SportabZeichens erfolgt, die vom Führer am 15. Februar 1935 auf Viktor Lutzes Vorschlag erneuert wird. Auf das tiefste einschneidend für die weitere Entwicklung der SA. wirkt sich dann der Erlaß des Führers vom 18. 3. 1937 über die Wiederholungsübungen für das SA- Sportabzeichen und gleichzeitig die Erhebung des Leistungsbuches zur öffentlichen Urkunde aus. Schon am 27. 11. 1936 find die nationalsozialistischen Kampfspiele geschaffen worden, deren Vorbereitung und Durchführung an die SA. übertragen wird, und es erscheint nur zwangsläufig, daß am 19. 1. 1939 das SA.-Sportabzeichen zum SA.-Wehrabzeichen erhoben wird. Der Führer bestimmt es als Grundlage der vor- und nachmilitärischen Wehrerziehung, deren Träger die SA. wird. Damit ist ein organisatorisches und erzieherisches Aufbauwerk der SA. umrissen, das für die Gegenwart des Krieges von einer umfassenden Bedeutung ist. Der Stabschef Viktor Lutze kann als der Schöpfer und geistige Vater dieser Entwicklung angesprochen werden. Was er in den Jahren von 1934 bis zum Tage seines Hinscheidens auf diesem Gebiet geleistet hat, gehört nicht nur der Geschichte der Partei an, sondern der Geschichte des deutschen Volkes. Wenn heute ungezählte SA.-Männer an allen Fronten stehen und sich die höchsten Tapferkeitsauszeichnungen erwerben, so tun sie das im Geiste einer nationalsozialistischen Erziehung, die ihnen in den Reihen der SA. in jahrelanger Schulung zuteil wurde. Niemals wohl hat die Hingabe e diese bisher betrieben, kam nun noch eine Milchwirtschaft; auch ein paar Schweine konnten jetzt gemästet werden, um das 1 Ein Schiffer, dem kein eignes Schiff gehört und der mit fremden Schiffen fährt. Schiff auf seinen Handelsfahrten zu oerproDian«- tieren; und da die Frau, welche er im Widerspruch' mit seinem sonstigen Tun aus einem tyrmen Schul- meisterhaüse heimgeführt hatte, nur seinen Willen: kannte und überdies aus Furcht vor dem bekannten Jähzorn ihres Mannes sich das Brot aut Munde sparte, so pflegte dieser bei jeder Heimkehl' auch zu Hause einen hübschen Haufen Kleingell» vorzufinden. In dieser Che wurde nach ein paar Jahren eilt Knabe geboren und mit derselben Sparsamkeit erzogen. „All wedder 'n Dreling umsünst utgeb'n! Dies geflügelte Wort lief einmal durch die Stadt: Hans Adam hatte es feiner Fraue zugeworfen, als sie ihrem Jungen am Werktag einen Sirupskuchen gekauft hatte. Trotz dieser dem Ge-ze recht nahe verwandten Genauigkeit war und I eb der Kapitän ein zuverlässiger Geschäftsmann, der ; »ben ungeziemenden Vorteil von sich wies; nicht nur infolge einer angeborenen Rechtschaffenheit, sondern ebensosehr seines Ehrgeizes. Den Platz im Schis" ferstuhle hatte er sich errungen; jetzt schwebten höhere Würden, denen er nichts vergeben durfte, vor seinen Sinnen; denn auch die Sitze im Magist- ratstollegium, wenn sie auch meist den größeren Familien angehörten, waren mitunter von deut kleineren Bürgerstande aus besetzt worden. Jedenfalls, seinem Heinz sollte der Weg dazu gebabni werden; sagten die Leute doch, er sei fein Ebenbild: die festauslugenden Augen, der Kopf voll schwarz- brauner Locken feien väterliche Erbschaft, nur statt des krummen Rückens habe er den schlanken Wuchs der Mutter. • Was Hans Kirch an Zärtlichkeit befaß, das gab er seinem Jungen; bei jeder Heimkehr lugte er schon vor dem Warder durch sein Glas, ob er am Hafenplatz ihn nicht gewahren könne; kamen dann nach der Landung Mittler und Kind auf Deck, 1° hob er zuerst den kleinen Heinz auf seinen Ann- bevor er seiner Frau die Hand zum Willkommen gab. (Forffetzung Airs ihoben Vi Köllen Sie Mt>an »w pid rn gaMso? M - Mrche yr Ze>l MS geg« I -itnt toi Lite eng hnfafjrt Zecken, i ji der Zeiten int) Kri< Zliite, cl Zitz hott Zormach Me ini ntnt ihr achte i>ii Mrineir üot dem Die B hen den Mn Ozec Sturmbö iie am n unserer 5 üiiermär Zetonma unsere 11= jin sie 31 jolt zu 1 Zlick übe Mer, Zogen bii «tragen e ichtt gele sl, macht ib’Boottri Men d haften, i :il)ren, 0 id) noch Eigentl W llebei Me u ieebe in leimten 1 Ihre Ver Unten H z.2 Elly M u Gieß. Mäusbu Ihre Veri Grdruf ^•Lindt Ihre ge F Obergs LieselV „ Obt MFra Cie \N & SÄ garten! Aq ÄtThl \ Ch> Ht If den Spanien ist auf der Hui. Ihre Vermählung geben bekannt 02896/ 03033/ X. 1462 D/ 5 11156D wjrarumf. <363. Nicolaus. Gießen, den 8. Mai 1943 Mäusburg 16 ergehen gesonden. 1435D gegengenommen. Gießen, den 7. Mai 1943. Der Oberbürgermeister. I. L Allen lieben Bekannten sagen wir für die vielen Glückwünsche und Blumen zur Geburt unserer Tochter herzl. Dank. Lotte und Hans Weber Hof-Apotheke Lieh. (Weit i zentrale London Nein | lern öC. lugjeuzr Unteroffizier Hans Wild und Frau Else geb. Schade Jugendfilmstunde mit d. Film KAMERADEN am Sonntag, 9. Mai, 8.15 Uhr Lichtspielhaus Reihe D 1457 D nend für den französischen Geist, daß der Mittelmeerhafen Marseille an der Spitze von Frankreichs Seeverkehr steht. Den Bretonen hat die Rauheit des Nordatlantik nicht geschreckt, Bretonen waren die ersten französischen Amerikafahrer, sie haben schon im 16. Jahrhundert Ouebek am kanadischen Lorenz- sirom gegründet und zuerst den fabelhaften Fisch- reiclstum auf der Neufundlandbank entdeckt und ausgebeutet. Trotzdem aber wurde die warme Mittelmeerküste die Hauptbasis des maritimen Frankreich. L o r i e n t ist der nächste bedeutende Hasen, wenn man von Brest aus die atlantische Küste verfolgt. Er hatte im Frieden 40 000 Einwohner und 480 Kneipen, je eine auf etwas über 80 Köpfe. Frankreich lft ein Weinland, und es wird zwischen Pyrenäen und Nordsee überall reichlich getrunken. Gewöhnlicher Landwein war im Frieden spottbillig. 2 Liter Landwein verlangte und erhielt im Süden jeder Arbeiter auf dem Felde von seinem Patron. Vom Bretonen sagt man, daß er es ohne Schaden auch auf 8 Liter Rotwein bringt, und es werden noch andere Leistungen erzählt, die an die drei bayerischen Bierlegenden von den drei Schmieden in Weilheim, Kochel und Murnau erinnern. Ihre Kriegstrauung geben bekannt Hans Weber Obergefr. bei der Luftwaffe LieselWeber.geb.Weigel Britische Erpressung. Navicerts für Portugal nur gegen Kriegsanlcihezcichnung. fuhren zu Glück und Wohlstand: ,,Arbeiten und Sparen". Das eine ergänzt sinnvoll das andere. Wo aber beide harmonisch zusammenklingen, wird Freude und Glück zuhause sein. NSDAP. Hitler-Jugend Bann Gieren (116) he W ine mA Eerritor® Ma" * Für die anläßlich unserer Vermählung erwiesenen Aufmerksamkeiten danken wir, auch im Namen unserer Eltern, herzlich Nachwuchsführer der NSDAP. Karl Müller Oberfähnrich z. See und Frau Hedi, geb. Geist Gießen, Mai 1943. Ihre Vermählunggeben bekannt Heinz Meister z. Z. bei der Luftwaffe Elly Meister, geb. Hamm Der Eindruck der Atlantikfronk aus den Besucher ist gewaltig, und dabei sind die Werke in der Bretagne nur ein Teil, wenn auch ein sehr wichtiger, der unvorstellbaren Arbeitsleistung, die hier von der Organisation Todt und unseren Soldaten geleistet ist. Allein die bewegten Erdmassen, die Mengen von Beton, Stein, Eisen und Stayl, die Länge der gelegten Leitungen bedeuten insgesamt mehr als alle ägyptischen Pyramiden und lassen sich vielleicht nur mit der chinesischen Mauer vergleichen, die 2000 Kilometer über Berg und Tal zieht, an der aber jahrhundertelang gearbeitet worden ist. Ich habe eine unserer schweren Batterien am Ozcan gesehen, mit ihren Ungetümen von Geschützen, ihren betongepanzerten Munitionsräumen, in denen die Granaten und Kartuschen gestapelt liegen, deren Kraft das Geschoß 40 Kilometer weit aus dem Rohr fliegen läßt, und ich habe, ohne auch nur den Ver such eines Begreifens zu machen, wie solche Dinge möglich sind, vor den Entfernungsmessern und den automatisch arbeitenden Rechnungsapparaten gestanden, mit denen der Schuß über Zehntausende von Metern auf ein kaum erst sichtbares, schnell bewegtes Schiffsziel treffsicher gelenkt wird! Da bekommt man eine Idee davon, welch eine Wissenschaft der Krieg geworden ist und wieviel Hand- und Geistesarbeit am Aufbau der Atlantikfront hat Zusammenwirken müssen. anillin-Zucker für Kuchen, Suppen uSoßen Kunst und Wissenschaft. Eine französische Novalis-Ausgabe. In Paris (Editions Montaigne — zweisprachige Sammlung) erscheint eine französische Uebertragung von Novalis „Hymnen an die Nacht" und' den „Geistlichen Liedern". Genevieve Bianquis hat sie übersetzt und ein Vorwort dazu geschrieben. Eine reizende Familie. In diesen Tagen begannen unter der Regie von Hubert Marischka die Aufnahmen zu dem neuen Berlin-Film „Eine reizende Familie". Die Hauptrollen dieses heiteren Filmes spielen Erich Ponto, Georg Alexander, Grethe Weiser, Will Dohm, Dorit Kreysler, Rudolf Platte, Fritz Kämpers und Charlotte Schulz. Die Errichtung des Gau-Fürsorgeverbandes Rhein-Main. Erlaß vom 13. April 1943. I. (1) Auf Grund des § 5 der Verordnung über die Reichsverteidigungs- kommiisare und die Vereinheitlichung der Wirtschaftsverwallnng vom 16. XI. 1942 (RGBl. Teil I, <5. 649 ff.) wird mit Wirkung vom 1. April 1943 der Zusammenschluß des LandesfÜrsorgeverbandeS Hessen, des Preuß. Landesfürsorgeverbandes, Bezirksverband des Regierungsbezirkes Wiesbaden, und des sich auf den Stadtkreis Hanau sowie die Lmrdkreise Hanau, Gelnhausen mib Schlüchtern erstreckenden Teiles des Preuß. Landesfürsorgcvcrbandes, Bczirksverband des Regierungsbezirkes Kassel, zu dem Gan-Fürsorgcverband Rhein-Main mit dem Sih Darmstadt angeordnet. (2) Ter Gau-Fürsorgeverband Rhein-Main ist eine Körperschaft des öffcnUichen Rechtes. (3) Der Gau-Fürsorgeverband Rhein-Main ist zur Führung eines Dienstsiegels oder Dienststempels mit der Unterschrift „Der Gau- Fürsorgeverband Rhein-Main, Körperschaft des öffentlichen Rechtes" berechtigt. II. (1) Der Gau-Fürsorgeverband Rhein-Main ist Träger der sich aus der Verordnung über Tuberkulosehilse vom 8.9.1912 (RGBl. Teil I, S. 549 ff.) ergebenden Aufgaben. (2) Hinsichtlich der übrigen durch das Hessische Geseh zur Ausführung der Reichsverordnung über die Fürsorgepflicht vom 17. 6.1926 (Reg.-Bl. S. 189 ff.) in der Fassung vom 28. 7.1931 (Reg.-Bl. S. 5 ff.) dem Landesfürsorgeverband Hessen und durch die Preuß. Ausführungsverordnung zur Verordnung über die Fürsorgepflichl vom 30.5. 1932 (Pr. GS., S. 207) dem Preuß. Landesfürsorgeverband, Bezirksverband des Regierungsbezirkes Wiesbaden, sowie dem Preuß. Landesfürsorgc- verband, Bezirksverband des Regierungsbezirkes Kassel, zugewiesenen Aufgaben bleiben die genannten Landesfürsorgeverbände rechtlich selbständig. chtei. sch- leut stark«. [front. Ä! bisher «i* : zum Athen M den 'M derW roM Statt Karten! Für die uns anläßlich unserer goldenen Hochzeit erwiesenen zahlreichen Glückwünsche u. Aufmerksamkeiten sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank Georg Langsdorf III. u. Frau Christine, geb. Heß Leihgestern, im Mai 1943 _______________________02960/ Für die zahlreichen Glückwünsche u. Aufmerksamkeiten anläßlich unserer Verlobung danken wir, auch im Namen unserer Eltern, recht herzlich Leni Philipp Reinhold Sames Watzenborn-Steinberg, Mai 1943 __________1432 0/ 111. Der Gau-Fürsorgeverband Rhein-Main erhält eine Satzung, in der der Aufbau, die Aufgaben, die Leistungen, die Aufbringung der Mittel, das Kassenwesen, die Organe und die Dicnstaufiicht geregelt lind. IV. (1) Die zur Durchführung der Aufgaben der Tubertuwsehilfe von dem Gau-Fürsorgeverband Rhein-Main beuöttgten Mittel werden von dem Landessürsorgeverband Hessen, dem Preuß. Lmidesfürsorgcverband, Bczirksverband des Regierungsbezirkes Wiesbaden, und bent Preuß. Landesfürsorgeverband, Bezirksverband des Regierungsbezirkes Kassel, nach den allgemein geltenden Vorschriften über die Mittelaufbringung in dem jeweiligen Haushaltsplan vorgesehen und dem Gau-Fürsorgeverband Rhein-Maiu zur Verfügung gestellt. (2) Tie Aufbringung der Mittel im Verhältnis der in dem Gau- Fürsorgeverbarrd Rhein-Main zusammengeschlossenen Landesfürsorge- verbände zueinander erfolgt nach der Kopfzahl ihrer ständigen Bevölkerung nach dem Ergebnis der amtlichen Bevölkerungsfortschreibung nach dem Stande vom 1. 4.1941. (3) Ter Gau-Fürsorgeverband Rhein-Main vereinnahmt diese Mittel in einem eigenen Haushaltsplan. (4) Für die Verbindlichkeiten des Gau-Fürsorgevecbandes haften, soweit nicht eine Befriedigung aus dem Vermögen des Gau-Fürsorgeverbandes möglich ist, der Landesfürsorgevcrband Hessen, der Preuß. Landcsftirsorgeverband, Bezirksoerband des Regierungsbezirkes Wiesbaden, und der Preuß. Landesfürsorgeverband, Bezirksverband de- Regierungsbezirkes Kassel, als Gesamtschuldner. Eine Zwangsvollstreckung in das.Vermögen des Gau-Fürsorgeverbandes Rhein-Main bedarf der Zustimmung der Dienstmifsichtsbehörde. Statt Karten! Für die vielen Glück- I wünsche u. Aufmerksamkeiten ^läßlich unserer Vermählung danken wir auf diesem Wege recht herzlich Hellmnt Wagner nnd Frau Luise, geb. Landmami Gießen, im Mai 1943 V. . 02969/ 6 m "U ‘S'lntif Betltfi. «Iltl ' ®adj. 2111= Sc- Madrid, 8. Mai. (Europapreß.) Fn einer spräche vor dem Offizierkorps des Wehrbezirks niüa erklärte her spanische Staatschef, General Franco, Spanien besitze ein starkes Heer, das jederzeit bereit sei, für die Sicherheit und die Unabhängigkeit des Landes zu kämpfen. Spanien sei auf der Hut und beobachte aufmerksam alle Vorgänge an seinen Grenzen und auf den Meeren. Völker, die sich nicht zum Kampf rüsten, müßten schlimme Folgen tragen. Spanien sei stark, einig und zuversichtlich. Lissabon, 8. Mai. (Europapreß.) Die ohnehin schon erpresserische Einrichtung der 'N a v i c e r t 5 wird von englischer Seite jetzt auch noch auf ganz besondere Art ausgenutzt. Die, britischen Behörden sind nämlich auf den Dreh verfallen, portugiesischen Importeuren und Exporteuren Navicerts künftighin nur noch dann ouszustellen, wenn die betreffende Firma britische Kriegsanleihe zeichnet. Offenbar kommt man in England mit den finanziellen Kriegserfordernissen nicht mehr zurecht, und deshalb sollen nun die am englischen Krieg unbeteiligten neutralen Portugie s e n durci) erpresserische Methoden gezwungen werden, notleidenden Briten zu helfen. »erprob' ME inenW nen Jy r« i SeE 5»d yainktu - st die 6*; Sirupe reckt 5% i-Z Ä SA V auf 3*1 «tu. Mi, b|««i Da es uns unmöglich ist, für die überaus zahlreichen Glückwünsche zu unsrer Vermählung jedem Einzelnen zu danken, sprechen wir auf diesem Wege allen Gratulanten unsern herzlichsten Dank aus Dr. A. Seibeld n. Frau Gabriele, geb. Poisinke s 03015 z Mkenechtsverbrechen am laufenden Band llGA.-Klieger greifen systematisch italienische Lazarettschiffe an. w M, bi? 3en, b« ! w unb Lasten \Itnp. ki beuen «t fr. kind qh Sungen feinen Krankenschwester aus öem Marinelazarett von ßorient satz ich bin aui hen i?äIp1V)C-r fyiv11 S'tobeUe umhergeführt worden, hie Ludwig XIV. von seinem Festungsbaumeister Bouban errichten ließ, um die Einfahrt in den tzasen von Lorient zu sperren — damals richtete Frankreich seine Front gegen England - und wir jini> in d,e unterirdische tief in den Felsen gehauene Garnlsonkirchc hmabgestiegon, die im alten kacho- l,scheu Frankreich m keinem Festungswerk fehlen Das dunkle Gewölbe äient heute keinem kirchlichen Zweck mehr, aber an der Wand über dem einstigen Altar sind noch die Bilder der hei- ligen Barbara, der Schutzpatronin der Artillerie und der heiligen Anna melancholisch vereinsamt ,ü sshsn. - 0 . ^?er^itabeUe D(m Port Louis hat heute eine deutsche Batterie ihren Standort, und wieder wie zur Zeit des vierzehnten Ludwig deckt dies Werk das gegenüberliegende Lorient gegen englische An- griffe nur bafe e5 jetzt eingefügt ist in die deutsche Ätantikfront. Die Reede ,nd der Hafen von Lo- rient wiederholen im Meisten das Bild von Brest- eme enge, leicht durch Befestigungen zu sperrende (ömfahrt und dahinter ein vollkommen geschütztes Becken, in das mehrere Flüsse münden. Port Louis ist der ältere Platz, Lorient wurde erst in der zweiten Halste des 17. Jahrhunderts als Handels- und Kriegshafen gegründet und erlebte seine erste Blüte, als hier die „Compagnie des Indes" ihren Sitz hatte und Frankreich noch mit England um die Vormacht in Indien kämpfte. Damals fand eine Fülle indischer und orientalischer Waren von Lorient ihren Weg nach Europa. Jp der Neuzeit beruhte die Bedeutung Lorients auf seiner großen Marinewerft und auf seiner Fischerei — es war vor dem Krieg der zweite Fischhafen Frankreichs. Die Bretagne ist die Spitze, die Frankreich zwischen dem Kanal und dem Golf von Biskaya gegen den Ozean vorstreckt. Damit ist sie der westlichste Sturmbock in unserer atlantischen Front geworden, die am weitesten in den Ozean vorgeschobene Basis unserer Seekriegführung. In Brest, in Lorient und anderwärts am Ozean liegen die mit unvorstellbaren Betonmassen gesicherten Riesenbunker, aus denen unsere U-Boote auf die Atlantikjagd aussahren, wohin sie zurückkehren, um nach getaner Arbeit überholt zu werden. Von unserer Zitadelle reicht der Blick über die Reede hin zur dunklen Front der Bunker, und zu. unseren Füßen sehen wir im Bogen die von einer langen Reihe von Schwimmern getragene Sperre liegen, die nachts vor die Einfahrt gelegt wird. Daß diese Küste in unserer Hand ist, macht einen entscheidenden Faktor aus für den U-Bootkrieg, denn über den Atlantischen Ozean müssen die feindlichen Geleitzüge mit den Mannschaften, den Lebensrnitteln und dem Kriegsmaterial fahren, von denen die Kampfkraft unserer Gegner sich noch nährt. Eigentlich sollten hier in der Bretagne die großen Ueberseehäfen Frankreichs liegen. Brest hat die größte und von der Natur am besten geschützte Reede in ganz Europa, alle Flotten der Welt könnten sich hier versammeln, aber es ist bezeich- LNehr Freude an der Natur duvth Vermöhler-Nücherl Ordruf Gießen-Wieseck 8. Mai 1948 s 02974/ Für die Aufmerksamkeiten und Glückwünsche zu unserer Vermählung danken wir, auch im Namen unserer Eltern, herzlich Heinrich Schlagflenhanffen Uffz. in einem Geb.-Jäger-Regt. nnd Fran Marie, geb. Happel Hausen, im Mai 1943 ________________________03030/ Bezirkssparkasse »11. ... GHnobedmf yi Franz Vogt L Co. O Gießen •K jetzt Goethestr. 32 -I (Vokohaus) 273D Statt Karten! Für die uns anläßlich unserer Verlobung erwiesenen Glückwünsche u. Aufmerksamkeiten sagen wir, auch im Namen der Eltern, unseren herzlichen Dank .Anneliese Kahl Theo Landleiter Gießen, im Mai 1943 M 02986/ Gr.-Linden Gießen-Kl.-Linden im Mai 1943. v 03027/ Statt Karten! Wir danken allen recht herzlich für die Glückwünsche u. Aufmerksamkeiten anläßlich unserer Verlobung Irene Uhl Willi Wolf, stud. rer. pol. Inheiden. Wasserwerk Steinheim, z. Z. im leide im Mai 1943 __02975 / 02993 16. Mai, 14 Uhr, statt. 03000 den 5. Mai 1943. 02994 Gießen, Mai 1943. 03008 02965 Garbenteich, den 8. Mai 1943. tragen von Büchern. 02058 an | Vermietungen"]|| Mietgesuche | [03026 Part. Jost: Suche läge. in der Woche VeWskigung gleichw., (iir! 38. [03019 möglichst bald. Krau «fll. 2.39. 7.30-. So. 2.00.4.30,7.30 PK trasre 101. unter 1464V an den Gies;. An;. Düsseldorfer Wach- und Schließgesellschaft, Düsseldorf, Bismarckstr. 44/46. Tief erschüttert hat uns die Nachricht, daß unser lieber, hoffnungsvoller Sohn und Bruder MemMU mit Matratze für 45,— RM. zu verkaufen. Brsmarckstr. 10, Wir suchen zum möglichst sofortigen evtl, auch spät. Eintritt 1 perfekte Lohnbuchhalterin bzw. Lohnbuchhalter 1 Kontoristin bzw. Kontoristen Vorkenntnisse i. betriebl. Rechnungswesen erwünscht. 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Hiesten-Wieseck. 10 G.-Abcndaii.: 14 G. damit: fchutz die foljlendurch Tieferschüttert erhielten wir die schmerzliche Nachricht, daß in den Kämpfen im Osten unser innigstgeliebter, braver, hoffnungsvoller Sohn, unser lieber, herzensguter Bruder, Pate, Neffe, Cousin und Schwager, mein lieber Enkel Obergrenadier Erwin Schmandt im Alter von 19 % Jahren den Heldentod fand. Auf dem Heldenfriedhof Wessely wurde er zur letzten Ruhe gebettet. Er folgte seinem Schwager Kurt, der vor 2 Jahren im Osten gefallen ist. Wer ihn gekannt hat, weiß, was wir verloren. In tiefer Trauert Heinrich Schmandt II. und Frau Anna, geb. Schmandt Walter Schmandt, Feldwebel, z.Z.im Felde, u. Braut Ottilie Hildebrand, geb. Schmandt Reinhold Schmandt, Werner Schmandt Jobs. Schmandt XII., und alle Verwandten. Watzenborn-Steinberg, Gr.-Linden, 6. Mai 1943. Die Trauerfeier findet Sonntag, den 16. Mai, 14 Uhr, statt. ------ Auch wir trauern mit der Familie aufrichtig um den Verlust unseres lieben Mitarbeiters. Betriebsführer u. Gefolgschaft der Fa. Emil Schmall, Gießen _____________________02933 Ab Samstag, den 8. Mai, bju einschließlich Freitag, den 14. Mai, versieht den Sonntags- und Nacht-Dienst sowie den Mittwoch-Nachmittags-Dienst 02985 die Neue Apotheke, RebeDheroiliBh.EiDkäüsiererfiD) von Versicherungs-Beiträgen für einen Stadtteil (Heftens gesucht Kaution erforderlich. Angebote mit Angabe der jetzig. Tätigkeit an Deutscher Lloyd, Lebensversicheruoßs- Akt.-Ges., Frankfurt am Main Junghofstraße 14. [1448v Cham. Fabrik Krewel-Leuffen C.m.b.H. Köln Kaufmann. Angestellter möglichst gel. Eisenhändler, p. sofort gesucht. Evtl, auch für halbe Tage. Schr. Ang. unter 1461V a. d. Gießener Anzeiger gleichw. Wohn, in Gienen. Schr. Ang. unt. 03025 a.d.G.A. Schönes Haus in Giehen oder näh. Umgebung z. kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 1064va.d.G.A. Korrespondentin (Korrespondent) mit gut. Auffassungsgabe, technischem Verständnis und möglichst etwas Exporterfahrung, von Maschinenfabrik in Wetzlar zum baldigen Eintritt gesucht. Schriftl. Angebote unter 875V an den Gießener Anzeiger erb. TM SAITO der Universitätsstadt Gießen Wochenübersicht: Dienstag, 11. Mai, 19.00 Uhr 31.Dienstagmietcu.Halbmiete B Der Bettelstudent. Mittwoch, 12. Mai, 19.00 Uhr 33. Mittwochmiete u.HalbmieteB Annke von Skoepen Freitag, 14. Mai, 19.00 Uhr 32. Freitagmiete u. Halbmiete B Der Bettelstudent. Samstag, 15. Mai, 19.00 Uhr Der Bettelstudent. Sonntag, 16. Mai, 18.30 Uhr Mignon. Allen, die ihn mit uns lieb hatten, die traurige Nachricht, daß mein lieber, herzensguter Mann, mein ganzes Lebensglück, der liebevolle Papa seiner beiden Kinder, unser braver, einziger Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager, Enkel, Onkel und Neffe Hans Adolf Valentin Unteroffizier in einer Nachrichten-Abteilung im blühenden Alter von 26 Jahren an einer schweren Krankheit in einem Kriegslazarett am 12. April 1943 gestorben ist. Sein Leben war treueste Sorge um die Seinen. Nun ruht er fern seiner geliebten Heimat, von seinen Lieben unvergessen. In tiefem Schmerz: Elli Valentin, geb. Seipp, mit Ellen-Lilo u. Hans-Adolf; Adolf Valentin u. Frau, geb. Stork; Fam. Karl Seipp; Philipp Valentin u. Frau Kath., geb. Euler; Karl Stork; Wachtmeister Helmut Behrend, z.Z. im Felde, u. Frau Elly, geb. Valentin; Ottilie Krombach Wwe., geb. Seipp. Krofdorf, Lollar, Frankfurt a.M., im Mai 1943. 03100 Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, sowie für . 5., 8.30 Andacht: 9.15 Sonntagschule; 20 Predigt. — Mittwoch, 12. 5., 20.15 Bibclstundc. Jreic evangcl. Gemeinde Gießen, Zu den Mühlen 2. Sonntag, 'S. 5., 9.45 Gröauungs- stunde; 11 Sonntagschulc; 20.15 Predigt. — Mittwoch, 12.5., 20.15 Bibel- und Gcbetstunde. Der Schleifstein Im Wasserglas: Wußten Sie schon, daß jedes nor* male Wasserglas ein ausgezeich» neter Klingenschärter ist ? Sie nehmen eine scheinbar abgenutzte FASAN-Rasierklinge, drücken sie leicht mit dem Zeigefinger an die innere Glaswand, bewegen sie mehrmals hin und her, wenden sie, wiederholen die gleiche Bewegung, und die Klinge ist wie* der gebrauchsfähig. Sparsamkeit — Gebot der Zeit! Auf den Ver* such kommt es an — und Uebung macht den Schleifermeister! (Ra- sierwinke der FASAN-Rasierklin.* gen- und FAS AN-Rasierapparate* fabrik.),1455^ EDELKLASSE ist ein ergiebiges Farbbond. Es hält noch länaer, wenn Sie es schonend behandeln. Zu stark angeschlagene Salzzeichen und ein vielbenutzter i Unterstreichungsstrich « beanspruchen dos Ge- ■ webe unnötig und ver- 1 kürzen die Lebensdauer I des Farbbandes. Alleinstehende Dame sucht Zimmer und Küche zu mieten. Schr. Ang. unt. 02992 a. d.G.A. fjSLi Danksagung. Für die vielen Beweise ehrenden ISSSl Gedenkens und herzlicher Teilnahme anläßlich des Heldentodes meines lieben Mannes u. Vaters Ludwig Dech, Gefr. in einer mot. technischen Abt., sagen wir herzlichen Dank. Maria Dech und Sohn Karlheinz nebst allen Angehörigen. Für sofort oder bis spätest. 1. Juni begabtes Lehrmädchen gesucht. i452d Kunstgewerbliche Handweberei Scbupke-Jung, Lieb, O.-H. Danksagung. Allen, die uns in unserem schweren Leid [BSflj durch den Heldentod unseres lieben, unvergeßlichen Sohnes, unsres stets treuen u. lebensfrohen Bruders, Enkels und Paten Wilhelm Löber, Gefr. in ein. Gren.-Reßt., ihre Teilnahme entgegenbrachten, sagen wir unseren tiefempfundenen Dank, ganz besonders Herrn Pfarrer Döll. In tiefer Trauer: Wilhelm Löber und Frau Kathrine, geb. Weigend, und alle Angehörigen. 'se. Danksagung. Für die vielen Beweise innigster Anteilnahme an dem schmerzlichen Verlust, den wir durch den Heldentod unseres lieben, unvergeßlichen Sohnes, Bruders, Schwagers und Onkels Walter Heep, Schütze in einem Grenadier-Regiment, erlitten haben, sagen wir allen auf diesem Wege unseren tiefempfundenen Dank. In stiller Trauer: Familie Ludwig Heep VII. und Angehörige. Aliendorf a. d. Lahn, im Mai 1943. 02961 Danksagung. Allen, die uns bei dem Heldentod ünseres so teuren Kleinods, unser aller Stolz, Ä August Müller, Unteroff, in einer Panzerj.-Abt., in so überaus zahlreicher und herzlicher Teilnahme gedachten, sagen wir unseren herzlichsten Dank. Familien: August Müller und Jentzen; Monika Schäfer, Braut. Gießen (SchiffenbergerWcg 39), Berlin-Dahlem, Hilfe für den Haushalt zwei- dis dreimal in der Woche einige Stunden gesucht. I02946 Glaser, LudwigstraheW Suche z. 15. Mai od. 1. Juni für gepfl. Haushalt erfahrenes Mädchen f. Küche u. Haus. 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Rosmarin und Thymian. ©o, wie es Freundschaften gibt, tue im Luftschutzkeller entsetzen flibt es auch Freundschaften, die auf benachbarten Laikoncn blufjen. Sie beginnen meistens beim Frutziahrsrein-machen, das zum erstenmal diesen kleinen ammerlichen Ertzalunqsslecken wieder in das Betatigungsseld der chaussrau mit oinbezietzt und bet dem sich oft auch ein Blick ein Wart nach nebenan ergibt; sie festigen sich, wenn die Blumenkasten herausgestellt und mit grünem oder buntem Schmuck bepslanzt werden, und sie bewahren sich, wenn über dichte Geranien- ober Petunienreihen hinweg freundliche Gesprüche hin- über- und herübergehon. Auch für den kommenden Sommer werden sich solche Freundfchcrften knüpfen, nur eines wird oft wegsallen: die Geranien oder^Zetunien. Viele Haus- ftauen werden nämlich in diesem Frühjahr in ihre Balkonkasten keine Blumen, sondern Gewürzkräuter pflanzen, durch die sie manche Mahlzeit mit wertvollen Vitaminen bereichern und besonders schmackhaft machen können. Die Petersilie, dicht gesät verwandelt den Kasten schnell in ein frisches, grünes Beet, das so hübsch anzusehen ist, daß man getrost auf Blumenschmuck verzichten kann. Sollte es dn Samen fehlen, kann man Schnittsellerie nehmen, der keine Knollen bildet und dessen feingekrauste Blätter ein ähnliches Aroma hoben, wie das der Petersilie Auch Kerbel eignet sich für den Balkonkasten Vos, worin und Thymian und natürlich der unentbehrliche Schnittlauch. Es wird jeder Hausfrau viel Freude machen, ihr Kewurzgärtlein im Blumenkasten grünen und gedeihen zu sehen; und in den Gesprächen, die in diesem Jahr von Balkon zu Balkon gehen, wird nicht selten von garnierten Platten, würzigen Tunken und herzhaften Kräutergerichten die Rede sein. G. R. KdF. für unsere Soldaten. NSG. Wer wochen- und monatelang nur auf di« Umgebung weniger Kameraden angewiesen ist, an die längst bekannte Landschaft der engeren Umgebung oder sogar an das Lazarettbett gebannt ist oder auch sonst nur wenig Abwechslung während seiner soldatischen Dienstzeit genießt, für den ist die Truppenbetreuung der RS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" mit ihrer ungemein vielseitigen Ver- onstaltungsfolge stets ein besonderer Freudenquell. Auch das Programm des Monats Mai beweist wiederum, daß man, wie auch sonst immer, mit viel Bedacht und Sorgfalt für unsere Soldaten an der vorbereitenden Arbeit war. Aus der reichen Veranstaltungsfolge des Gaues feien hier einige besonders erwähnenswerte Programmpunkte herausgegriffen. Da ist zunächst eine Darbietung, die sich unter dem Motto „Frühlingsklänge" ganz und gar der Jahreszeit onpaßt. Leichte Werke klassischer Meister werden in ihr zu Gehör gebracht. Und da Soldaten säst ausnahmslos Tierfreunde sind, werden sie sich auch, von der Veranstaltung, die unter dem Thema „Vom Tier" läuft, besonders angesprochen fühlen. In Musik und Worten wird in ihr des Tieres, das sich in. der mannigfaltigsten Form der Freundschaft des Menschen erfreut, gedacht. „Klingende Herzens- angelegenheiten" werden natürlich soldatischen Wünschen und Träumen ebenfalls Rechnung tragen. In der „Musik aus drei Nationen" sind deutsche, italienische und ungarische Weisen zu hören. Besonders unterhaltsame Stunden versprechen „Klang und Wort" und „Leicht beschwingt". Daß die Rhein-Mainische Landesbühne auch diesmal wieder von Lazarett zu Lazarett unterwegs ist, daß die einzelnen Landsmannschaften ihr ganzes Können in den Dienst der Truppenbetreuung stellen, daß mit Tonfilmvorführungen aller Art genau wie mit den anschaulichen Weiterbildungsoeranstaltungen der Abteilung Deutsches Volksbildungswerk viel Lehrreiches und Interessantes geboten wird, und daß "Vortrüge der verschiedensten Art das Gesamtbild der Veranstaltungsreihe für den Monat Mai abrunden, ist bereits selbstverständlich. Der stets wiederholte Wunsch der betreuten Soldaten „Kommt bald wieder!" ist Künstlern und Veranstaltern gleichermaßen schönster Dank und beste Anerkennung. 0er Bezug von Schulbüchern. Die Versorgung der Schuljugend mit Schulbüchern ist für das kommende Schuljahr sichergestellt. Wie der Reicherziehungsminister hierzu in einem Erlaß an die Schulverwaltungen ausführt, sollen im Interesse der kriegsbedingten Rohstoffersparnis nach Möglichkeit gebrauchte Schulbücher weiter benutzt werden. Es ' wird angestrebt, möglichst die Hälfte des Bedarfs auf diese Weise zu decken. ?ür den restlichen Bedarf werden an die Schüler, sobutd die Versetzungen feststehen, Bestellzettel aus- gegeben werden. Sie werden in der Schule ausge- siillt, von den Erziehungsberechtigten unterschrieben und nach Prüfung durch den Klassenlehrer mit dem Schulstempel versehen. Die so ausgefüllten Bestellzettel müssen dann von den Schülern vor den Sommerferien in den Buchhandlungen abgegeben werden, damit die zum Herbst benötigten neuen Schulbücher bei Schulbeginn rechtzeitig vorhanden sind. Bei allen Neuaufnahmen wird der Bestellzettel bei der Anmeldung bzw. Ausnahme ausgefüllt. Für die Schulatlanten ist eine besondere Regelung in Aussicht genommen. Kein Schulgeld für Luftwaffen- und Marinehelfer. Der Reichserziehungsministcr hat im Emoerneh- wen mit den übrigen beteiligten Ministerien angeordnet, daß für die als Luftwaffen- und Marine- Helfer eingesetzten Schüler der höheren und ^nittle- ren Schulen Schulgeld nicht erhoben wird, soweit die Gewährung der Geschwifterermaßigung davon obhückgig ist, daß die Kinder nicht ein bestimmtes eigenes Einkommen haben, wird die den Helfern gewährte Entschädigung nicht berücksichtigt. Die we- schwisterermäßigung entfällt also nicht wegen der den Luftwaffen- und Marinehelfern gewahrten Bezüge. Gießener Dochenmarktpreise. * Gießen, 8. Mai. Auf dem heutigen Wochen, markt kosteten: Markenbutter, % kg 1,80 RM Matte 30 W, Käse, das Stück 8, Kartoffeln, 5 kg 58, Wirsing % kg 18, gelbe Rüben 14, Spinat 11 bis 17, Römischkohl 20, Unterkohlrabl 8, Schwarz, wurzeln 35, Rhabarber 15 bis 18 35^ Ra- Lauch, das Stück 5 bis 10, Rettich 30 bis 35, Ra dieschen, das Bund 20 Rpf. 6iefcntt Anzeiger lSeneral-Anzeiger fA Sderhetzen) S./9. mal 1013 Theater der Universitätsstadt Gießen. Friedrich Bethge: „Annke von Skoepen". Der Dramatiker Friedrich B e t h g e , Chefdrama- turg und stellvertretender Generalintendant der städtischen Bühnen in Frankfurt, wurde uns hier vor Jahren zuerst mit seinem Kriegsdrama „Reims" bekannt. Von den historischen Schauspielen, mit Denen Bethge sich die Gestaltung deutschen Schicksals im Osten vorsetzte, schließt „Annke von Skoepen" innerlich an die „Rebellion um Preußen" (mit Heinrich von Plauen im Mittelpunkt) an, während ein Kopernikus-Drama demnächst uraufgeführt werden soll. In „Annke von Skoepen", spielend in Marienburg um 1422, sind die ins Historische projizierten Grundlinien sehr übersichtlich, die Fronten unmißverständlich abgegrenzt: es stehen hier einander gegenüber Deutschtum und Polen tum, Volkstum und landfremde Geistlichkeit, starre Ordensregel und freie, vaterländische Entschließung, römi- Iches Priestertum und preußisches Krieger'tum, — unb der alte Gegensatz zwischen Vater und Sohn trägt dazu bei, den politisch-nationalen Konflikt vom Menschlich-Persönlichen her zu verschärfen. * / Der Hochmeister Mick>ael Küchmeister von Sternberg hat den Altmeister Heinrich von Plauen, der aegen den Polenkönig Jagiello zu Felde zog, gefangengesetzt. Küchmeister, an einen ewigen Frieden und die Möglichkeit der Verständigung mit dem Nachbarn im Osten glaubend, muß indessen erleben, daß nicht der Friede ewig ist, sondern das Schwert. Indes Heinrich von Plauen, Marienburgs Retter, am Frischen Haff eingekerkert ist, fallen die polnischen Horden in das Land ein. Küchmeister, vom Bischof Vogelsang von Heilsberg übel beraten und in seinem Friedenswahn bestärkt, sieht tatenlos zu, wie die Landfremden siegreich und unmenschlich unter den Seinen hausen. Er Hämmert sich an die Satzung, aber das gequälte Volk greift zur Selbsthilfe: Annke von Skoepen, eine Landesedlenwaise, deren Vater und Brüder schon im Kampfe gegen die Polen gefallen sind, stellt sich, eine preußische Jungfrau von Orleans, wider Küchmeisters Befehl den Londfeinden aus dem Osten streitbar entgegen und wird deshalb vom Hochmeister zum Feuertode verdammt, während er feinen gleich Annke für die Freiheit kämpfenden Sohn mit „strenger Ordensbuße" davonkommen lassen will: so zwiefach sich ins Unrecht setzend, der Stimme des Volkes, des notleidenden Landes, der geisterhaften Erscheinung des verbannten Plauen und den Mahnungen fei"= n«s Feldobristen taub, wird Küchmeister, in der höchsten Not auch vom fliehenden Bischof verlassen, schrecklich berichtigt und geschlagen, indem er Annke dem Scheiterhaufen entrissen, den Sohn aber, den er retten wollte, zu Tode gestürzt vor sich erblicken muß. „Ein Don Quijote seines Friedens- und römischen Satzungswahns", dankt Küchmeister, ein müder und gebrochener Mann, als Dreriundfünfzig- jähriger ab und stirbt 1422, sieben Jahre vor Heinrich von Plauen. — * Die Tragödie, in einem Akt, ohne Pause und ohne Schauplatzwechsel in rhythmisch gesteigerter Sprache ablaufend, wurde von Herrn Sauer- land in Szene gesetzt, dessen offenbar fleißige Regiearbeit auf großzügig statuarische Haltung und dialektische Gliederung bedacht war, ohne auf sinnfällige theatralische Wirkung zu verzichten. Einige Kürzungen, besonders gegen Ende hin, wären zu empfehlen. — Als ausgezeichnete Leistung erwies sich das von Herrn Löffler entworfene Bühnenbild, das die strenge Backsteinarchitektur der Burg mit einem hohen, fahlen Himmel überwölbte und mit dem Ausblick in das weite, flache, wehrlos preisgegebene Ordensland begrenzte. ♦ Jofefine Le n z e n spielte die Annke mit richtigem Gefühl und wohl im Sinne des Dramatikers durchaus ohne die visionäre Entrückung einer Jean ne d'Arc, vielmehr als ein ganz irdisches, kriegerisch und patriotisch entflammtes Landmädchen *mit einer gewissen trotzigen Wildheit, die Küchmeisters „Satzung" gar nicht begreift. Dieser, von Herrn Zeppenfeld gespielt, war die dramatisch interessanteste und belebteste Figur, eine machtvoll herrenhaste Erscheinung, aber schwach, schwankend, irregeleitet, feiner Verantwortung und Entscheidung innerlich gewachsen. Herr C. B. Schmidt gab instinktsicher den Bischof von Ermland: kühl, salbungsvoll und fanatisch im gleichen Atem. Herr Funke war der sehr geradlinig gezeichnete Obrist, ein rauher, unkomplizierter, soldatischer Söldnerführer. Bianca Blacha spielte Annkes Amme Barbara, eine urpreußische Sibylle, mit ekstatischer (aber auch theatralischer) Steigerung, organisch stellenweise schon etwas übersteigert. Herr Fischer sprach die mahnenden, übrigens ganz ungeisterhaften Worte der Erscheinung Heinrichs von Plauen. Mit jugendlich-männlicher Intensität der Empfindung setzte sich Herr K ö ch l i n g für den Ordensritter Ulrich ein; Herr Volck lieh deni Franziskaner Bruder Donatus eine milde und menschliche Stimme. — * Die Hörer dankten zuletzt mit starkem Beifall. Hans Thyriot. Semester-Eröffnungs-Appell der Universität. Am gestrigen Freitagvormittag fand in der Aula in Anwesenheit von Ehrengästen aus Partei, Staat und Wehrmacht der Semester-Eröfsnungs- Appell statt. Der Appell wurde mit einem Musikvortrage eingeleitet. Hierauf erhob sich der Rektor Professor 0r. Brüggemann ZU einer Begrüßungsansprache, in der er zunächst die Vertreter von Partei, Staat und Wehrmacht sowie die Studierenden willkommen hieß und dann u. a. folgendes ausführte: Es kommt heute im totalen Krieg darauf an, daß man feinen Dienst da tut, wohin man befohlen wird. Wir alle möchten aern an der Front stehen und für unser deutsches Volk kämpfen, so denkt jeder anständige deutsche Mann. Wenn Sie als junge Soldaten jetzt hier in der Heimat sind und nicht kämpfen, sondern studieren sollen, so hat das seinen guten Grund. Das deutsche Volk und auch das kämpfende Heer brauchen eben auch Volksgenossen, die nicht kämpfen, sondern die einen Berus ausüben ober erlernen müssen, der kriegswichtig ist. Wir brauchen vor allem Aerzte, Veterinäre, Ingenieure, Physiker und Chemiker. Diese Berufe sind kriegswichtig, und die Männer, die für diese Berufe bestimmt sind, haben die Pflicht, ihre Ausbildung als Kriegsdienst anzusehen. Schon vor dem Kriege sah der Student es als eine große Bevorzugung an, eine Hochschule besuchen zu dürfen. Eine Bevorzugung vor den anderen Volksgenossen, die in hohem Maß? dem deutschen Volke gegenüber verpflichtete. Er fühlte die Verpflichtung, sich danz dafür einzusetzen, das, was ihm die Hochschule bot, auch auszunutzen und so schnell wie möglich ein gutes Examen zu machen. Uebrigens möchte ich hervorheben, daß auch schon früher vor der Machtergreifung viele Studenten diese Auffassung hatten. Aber jetzt wurde sie direkt verlangt, und das mit Recht. Der Student soll während seiner Studienzeit in wissenschaftlicher und charakterlicher Beziehung erzogen werden und sich selbst erziehen. Im Kriege hat sich diese Auffassung noch wesentlich verschärft. Für die militärisch ein- gezogenen Studenten gibt es heute nur ein Dienststudium, d. h. das Hören von Vorlesungen und das Arbeiten zu Hause ist militärischer Dienst genau so wie der Dienst bei der Truppe. Aber auch der Zivilstudent, dem aus irgendeinem Grunde es nicht mehr vergönnt ist militärisch zu dienen, und die Studentinnen haben Verpflichtungen. Auch ihr Studium ist heute Dienst, und zwar Dienst am Volke. Wer diesen Dienst nicht ernst genug nimmt oder nicht erfüllt, soll heute nicht weiterstudieren. Hinzu kommt für die zivilen Studenten und die Studentinnen, daß sie außer dem Studium in jedem Falle eine gewisse Zahl von Stunden in der Woche ihre Kraft der Allgemeinheit zur Verfügung stellen- und wenigstens an einigen Tagen Arbeitsdienst verrichten müßen. Es ist eine Ehrenpflicht jedes zivilen Studenten und jeder Studentin, um dadurch auch äußerlich ihre Volksverbundenheit zum Ausdruck zu bringen. Der militärisch eingewgene Student wird zu diesem Arbeitsdienst nicht herangezogen. Er ist dafür in einer Kompanie, wo er feinen militärischen Dienst neben dem Studium zu, versehen hat. Im totalen Krieg muß jeder seine ganze Kraft da zur Verfügung stellen, qpo er eingesetzt ist. Die deutsche studentische Jugend soll hier ein leuchtendes Vorbild geben. Auch Ihr Studium ist kriegswichtig. Arbeiten Sie entsprechend, setzten Sie sich ganz ein, denn auch Ihre Arbeit dient schließlich nur der Erlangung des Endsieges Gaustudentenführer Balon nahm dann die Verabschiedung des bisherigen und die Einführung des neuen Studentenführers vor. Er gedachte des Kampfes von Professor Brüggemann um die Freiheit des deutschen Geistes gegen artfremde Einflüsse, stattete dem scheidenden Studentenführer Stein seinen Dank für die geleistete Arbeit ab und begrüßte den neuen Studentenführer Feldwebel Ruckeishausen, der allen ein guter Kamerad und ein Vorbild sein werde. Das Stuoium sei heute kriegswichtig, und es gelte heute für uns, bereits in der Heimat als Studenten eine Schlacht Zu schlagen. Gtudentenführer Ruckelshausen wies in feiner Ansprache u. a. darauf hin, daß ihm mit seinem neuen Amte eine schöne und arbeitsreiche Aufgabe zugefallen fei. Er freue sich, in Gaustudentenführer Salon einen echten Aktivisten begrüßen zu können. An Schlageters Todestage solle der Gleiberg als alte Studentenburg wieder in den Mittelpunkt unseres studentischen Lebens gesteift werden. Unter der tatkräftigen Leitung des scheidenden Studentenführers Stein hätten sich die Gießener Kameradschaften als lebensfähig erwiesen. Gleichgültigkeit sei das größte Uebel in der Studentenschaft. 1817, 1848, im ersten und in diesem Weltkriege habe der deutsche Student echten Aktivis- mus bewiesen. Neben die Bewährung im Fronteinsatz trete der Kriegsdienst in der Heimat. Aber es sei klar, daß das Studium vor dem Semestereinsatz den Vorrang habe. Im Sport sei dem Studenten Gelegenheit jur Entspannung gegeben, in den Kameradschaften werde er zur selbständigen politischen Persönlichkeit erzogen. Professor 0r. von Herrath hielt dann einen Vortrag über das Thema „Leibesübung — Persönlichkeit — G em e i n- schaf t". Seinen Darlegungen ist u. a. folgendes zu entnehmen: Handlungen, die mit freier, selbstgewonnener Einstellung und Haltung, mit Liebe, Freude und Begeisterung getan werden, wirken auch auf dem Sportplatz, wie überall im Leben, oft beispielgebend fort. Nur aus Liebe und Begeisterung wächst ein besonderer Leistungswille. Die auf solcher Grundlage erfolgende besondere körperliche Leistung hat u. a. physiologische Ursachen. Denn die innere Bereitschaft zu einer Leistung beeinflußt die Quantität und Qualität der inneren Organe meßbar, d. h. bestimmt das Organwachstum mit. Schon insofern ist es immer der Geist, der sich den Körper formt. Biologisch-konstitutionelle Persönlichkeit und geistige Persönlichkeit bedingen einander weitgehend. Ohne Persönlichkeitsentwicklung ist daher ttotz bester körperlicher Veranlagung niemals höchste körperliche Leistung möglich. Für das Fortwirken in der höheren Gemeinschaft kommt die Leibesübung wesentlich in dem Maße zur Auswirkung, in dem Herz und Geist sie -erfüllen. Ueber reinen amerikanischen Leistungsmechanismus in der Leibesübung, der die Athleten ausnützt und fortwirft, find wir Deutsche unter der Führung unseres kürzlich verftorbenen Reichssportführers deshalb längst hinausgewachsen. Wir mußten das, denn die Leibesübung ermöglicht und fördert das Wachstum von persönlichen Eigenschaften, die die Gemeinschaft immer, zumal heute, von uns fordert. Das Vermögen zur Steigerung der körperlichen (aber auch geistigen und seelischen) Leistung wird durch die Leibesübung in besonders eigenartiger Weise, die auf dem Rhythmus, mit dem alle wichtigen Lebensäußerungen des Organismus ablaufen, aufbaut, ermöglicht und gesteigert. Das „Ueber-sich- selbst-Hinauswachsen", die größte Leistungssteigerung, hat u. a. reale physiologische Grundlagen und Ursachen. Die Möglichkeit, auch im vierten Kriegsjahr systematisch Leibesübung betreiben zu können, ist deshalb das vornehmste Geschenk der kämpfenden Front an uns, weil die Leibesübung fast allein es uns auch heute ermöglicht, unter harmonischer Entwicklung der Persönlichkeit in eine Leistungssteigerung hineinzuwachsen, deren die Gemeinschaft'gerade jetzt bedarf. Mit der Führer-Ehrung uyib den Liedern der Na« tion wurde bann der Appell geschlossen. Siehen-Wieleck. Unser Mitbürger Heinrich Weller XII., Land« wirt, wird morgen 80 Jahre alt Der alte Herr, bet lange Jahre bem Aufsichtsrat der Landwirtschaftlichen Bezugs- und Absatzgenossenschaft angehörte, ist körperlich und geistig noch sehr rüstig. Er hilft noch eifrig in der Landwirtschaft. Dein Jubilar unferq herzlichen Glückwünsche. Verdunkelungszeit: 8. Mai von 21.58 bis 5.08 Uhr. 9. Mai von 22.00 bis 5.06 Uhr. ♦ ** Grüße aus dem Felde seiden durch uns die Soldaten Helmut Adolph und Wilhelm En* z i n g e r aus Gießen. Die Heimat erwidert dis Grüße in herzlicher Verbundenheit. ** E i n Siebzigjähriger. Regierungsbauinspektor Ludwig Kögel, Goethestraße 61, kamt am morgigen Sonntag, 9. Mai, in körperlicher und geistiger Rüstigkeit seinen 70. Geburtstag begehen. — Unseren herzlichen Glückwunsch. ** Offizierlaufbahnen der Wehr« macht und Waffen-^. Das Oberkommando der Wehrmacht veröffentlicht in unserer heutigen Ausgabe eine Bekanntmachung über die Offizierlaufbahnen aller Wehrmachtteile einschließlich Was« fen-^H auf die besonders hingewiesen wird. ** Gau-Fürsorge verband Rhein« Main. Die Errichtung des Gau-Fürsorgeverbandes Rhein-Main, Körperschaft des öffentlichen Rechtes, mit dem Sitz in Darmstadt wird im heutigen Anzeigenteil bekanntgegeben. ** Gewerbesteuer an das Finanzamt zahlen! Wie mir von der Stadtverwaltung hören, wirb trotz bet- Mitteilung, daß bie Gewerbesteuer ab Rj. 1943 vom Reich, b. h. also von ben Finanz» kaffen erhoben wirb, in zahlreichen Fällen die Gewerbesteuer noch an bie Stadtkasse überwiesen. Die Gewerbesteuer, soweit sie ben Zeitraum ab Rj. 1943 umfaßt, ist in allen Fällen an die zuständige Fi- n a n z k a s s e zu bezahlen. x** Gießener Konzertring. Die Reihe der Solistenkonzerte im Gießener Konzertring 1942/43 beschließt am 16. Mai ein Kammermusik-Abend, für den das Wendling-Quartett gewonnen wurde. Don der gesamten Fachpresse wird diese Künstlervereini- gung als eine der besten bezeichnet. Diese Einschätzung verdankt sie vor allem ihrem Zusammenspiel, das an Genauigkeit und Ausgeglichenheit schwerlich übertroffen werden kann. ** Vorsicht m i V dem elektrischen Bügeleisen? In einem Hause in Leih« gestern ereignete sich gestern morgen ein Zimmerbrand, der durch ein versehentlich nicht ausgeschaltetes elektrisches Bügeleisen verursacht worden roar< Die Hausbewohner hatten, als sie zur Arbeit fuhren^ das kurz zuvor noch benutzte Gerät abzuschal, ten vergessen; während sich niemand mehr in der Wohnung befand, entwickelte sich ein Brand, der ben Tisch, mehrere Stühle, Gardinen und Kleidungsstücke erheblich beschädigte und leicht noch weiteren Schaden hätte anrichten können, wenn nicht Hausnachbarn, durch bie Rauchentwicklung aufmerksam gemacht, schnell entschlossen eingegriffen und das Feuer gelöscht hätten. Der Vorgang mag erneut eine Warnung zur Vorsicht im Umgang mit elektrischem Gerät fein; abgesehen von der verwerflichen Stromverschwendung können empfindliche Schäden und gerade heute unersetzliche Verluste durch Unachtsamkeit oder Vergeßlichkeit entstehen! G. A -Sport. Dom Fußball. Tv. Heuchelheim 1. Jgd. — Tv. Lich 1. 3gb. Arn kommenden Sonntaa fährt die 1. Jugend von Lich zu einem Freundschaftsspiel nach Heuchelheim. Beide Mannschaften treten in starker Ausstellung an; mit einem harten Kamps und einem knappen Sieg der Platzbesitzer ist zu rechnen. Handball. Mtv. Gießen — Holzheim. In einem Freundschaftsspiel stehen sich diese Mannschaften auf dem Mtv.-Platz gegenüber. Die Platzbesitzer müssen sich vorsehen, um keine unliebsame Ueberraschung zu erleben. Wirtschaft Don der Börse. Aktien unverändert, Industrie-Obligationen gefragt Frankfurt a. M., 7. Mai. Die Aktienmärkte erfuhren in der Berichtswoche keine Veränderung. Vereinzelt traten noch Kurserhöhungen infolge des Dioidendenauffchlags ein. Kleine Umsätze waren für Miag zu 193 (letzter Kurs 191), Vereinigte Strohstoff zu 90,50 (91) zu verzeichnen. Sonst wurden zu unveränderten Kursen die früheren variablen Werte zumeist repartiert. Westdeutsche Kaufhof hatten zum Kurse von 96 weiterhin vollen Ausgleich. Am Renten markt zogen Reichsaltbesitz anfangs auf 175 an, doch verloren sie am letzten Tage der Berichtswoche den Gewinn wieder und gingen bis auf 174 zurück, desgleichen Dekosama I, die bis auf 180,75 nachgaben. Von festverzinslichen Rentenwerten konnten sich Steuergutscheine I wieder auf 102,75 befestigen. Stadtanleihen lagen still und kursnzäßig unverändert. Industrie-Obligationen waren weiterhin gefragt bei anziehenden Kursen, so Metallgesellschaft, die mit 107,65 schlossen. Am Aktienfreiverkehr stagnierte das Geschäft vollkommen. Elsaß-Baden-Wolle zogen auf 152 an, während sich sonst kursmäßig keine Veränderungen ergaben. Frankfurter Schlachlvlehniarkt. Frankfurt a. M., 8. Mai. (Dorbericht.) Es notierten je 50 kg Lebendgewicht in RM.: Ochsen 38 bis 47, Bullen 36 bis '45, Kühe 25,50 bis 45, Färsen 37 bis 46, Kälber 40 bis 59, Lämmer und Hämmel 45 bis 54, Schafe 46, Schweine 63,50 bitz 73,50. Marktverlauf: zugeteilt. Welt ä So weit kommt das noch! Wie gerne möchte mancher Mann eine Flasche I hring-Melchior trinken, Bloß: er kann keine bekommen. Nicht, weil es an Bier fehlt, das ist da, sondern weil in vielen Haushaltungen die leeren Flaschen rumstehen, und einfach nicht zurückgebracht werden. Darunter leiden dann alle. Auch die, die auf den Flaschen sitzen bleiben. — Drum: gleich jede leere Flasche zurückgeben! Brauerei Ihring- Melchior 1416D * Schuhcreme eii heute seltener, a ber noch immer ein wundervoller Nachtisch. Reese-Gesellschaft Hameln Puddingpulver JBaJ) im Teufdspfufyl um Mitternacht!" 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Gerrix-Glas hochentwickelt - hochgeschätzt fßei jedec JaUette dran denken: Mit Heilmitteln soll man immer sparsam fein — und heute erst recht. Also nicht mehr nehmen und nicht öfter, als es die Vorschrift verlangt! Vor allem aber: Wirklich nur dann, wenn e8 unbedingt not tut. Das gilt auch für SdpAascalüt: Tabletten^ Wenn alle die- ernstlich bedenken, bekommt jederTlkphoS« ealin, der eS braucht. Carl Bühler, Konstanz. Fabrik der pharm. Präpa• rate Silphoscalin und. Thylial. 9 ij - und was wichtig ist, die Eier k&nnen zu jeder Zeit unbedenklich entnommen und zugelegt werden! Aus 1 Ei zwei machen, geht nicht. — Aber mit kann man den kleinen Vorrat, der jeweils zugeteilt wird, strecken, denn in Garantol hallen sich die Eier über 1 Jahr! GEBR. in Gießen. Seltersweg 63 In Friedberg, Kaisereiraße 99 in Bad-Nauheim, Karlstraße 10 Bedeutendstes fach unternehmen Süddeutschlands______ Vorbeugung gegen An» steckung bei Erkältun* gen und Grippe. Auch diesem Ziel dient un* ablässig unsere Arbeit BAUER&CIE H ÄUp MULCUTO unmöglich MULCUTOWERK SOLINGEN D.R.P 483681 .490330 fphhp. / 3 /Z>^r ,Dfe Vfeffermlnz ist zu allen L zelten gut. st, gibt ein schön '17 J Gesicht unö frohen Mut', wlsten iZV schon ölte Kräuterbücher. Sie 1 'j erfrischte und stärkte nicht nut ln V 05 HILLERS PFEFFERMINZ, I? EXTRA STARK. Die grünen 7 jungen Blättchen geben fein» ' geschnitten auch eine köstliche Würze für alle Salate, Zisch, junge Gemüse und Kartoffel» geeichte, die zugleich den Magen stärkt und anregt^-.^- /A --"T^ltLE R$ JäV-'I Bxj Nährmittel PHARM. PRÄPARATE |HB Wer Bürste K® und PoliertuchW |W sauber hält, ■ spart täglich 1 JOB Schuhkrem, ’ MS Arbeitszeit und Geld. EM