(95. Jahrgang Nr. 56 Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Gießener Familienblätter Heimat imBild DieScholle Bezugspreis: Monatlich.....RM.1.80 Zustellgebühr..-.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Fernsvrechanschlutz 2251 Drahtanschrift: „Anzeiger" Postscheck 11686 Frankf./M. Gießener Anzeiger vrühlsche Unlversttatrdruckerei 8. La«ge General-Anzeiger für Overheffen 6iefitn,9Sd|iilftr«6e?-9 Mon1ag.8.Mrzl945 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8'/-UbrdesBormittags Anzeigen-Preise: Anzeigenteil 7 Rvf. je mm bei 22 mm Zeilenbreite, Tertteil 50 Rvf. te mm bei 70 mm Zeilenbrerte Nachlässe: Wiederholung Malstaffel I AbschlüsseMengenstaffelk Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25" a mehr zum 30. Januar 1943. Die Vernichtung der 3. sowjetischen Panzerarmee Oie Wehrmachtbenchte Die besten Waffen für den deutschen Soldaten Sei ein Vorbild m Haltung uno Pflichterfüllung! In diesem gewalligslen Kampf aller Zeilen dürfen wir nicht erwarten, daß die Vorsehung den Sieg verschenkt. Ls wird jeder einzelne und jedes Volk gewogen, und was zu leicht befunden wird, muß fallen. Ich habe daher schon am 1. September 1939 erklärt, daß, ganz gleich, was auch kommen möge, weder Zeit noch Waffengewalt die deutsche Nation Llm den höchsten Preis. Wir haben voller Ernst und Schicksalsgewihheit längst erkannt, daß dieser Krieg in jenem Sinne ein wahrhaft totaler Krieg ist, als er Unseren totalen Einsatz und unsere totale Bewährung unabdingbar fordert. Wir müssen ihn mit den Waffen und in einem tieferen Sinne mit der Kraft unseres (Äau- bens, mit der Härte unserer Herzen und mit der Gewalt unseres Fanatismus durchstehen und gewinnen. Das Schicksal hat uns Deutschen noch nie etwas geschenkt, und wenn wir wähnten, uns selber etwas schenken und ersparen zu'können, so wurden wir um so tiefer ins Unglück und ins Verderben gestürzt. Wir wissen das aus unserem furchtbaren Geschick vor fünfundzwanzig Jahren. Und nur, weil sie bereit war, den ganzen Einsatz zu leisten, konnte die kämpfende nationalsozialistische Bewegung, hart und unerbittlich und kompromißlos in ihrem Kampfe, die große Schicksalswende erzwingen. Sie hatte durch Unentrinnbarem Untergang ehrlich vom Schicksal verdient. 1 zug befördern kann. Trotzdem mußten auch diese modernen Riesengeschütze voll beweglich sein und in kürzester Zeit auf gebaut bzw. wieder verladen werden können. Das Geschütz unterliegt ferner nicht mehr der früher so gefürchteten beschränkten Lebensdauer, ob» wohl die Beanspruchungen beim Schuß und dementsprechend auch der Materialoerfchleiß ungeheuer sind. Würde beispielsweise ein Geschütz der SchußbeaN'- spruchung ohne Pause ausgesetzt fein, so würde seine Lebensdauer kaum mehr als eine Minute betragen. Nun erfolgt die Beanspruchung aber jeweils bei einem Schuß ja nur im Bruchteil einer Sekunde, so daß insgesamt doch bei dieser einen Minute Lebensdauer etwa 5000 Schuß möglich.sind. Daraus erkennt man die hohe Bedeutung der Auswechselbarkeit der einzelnen Geschützteile, die es ermöglicht, daß das Geschütz nach Auswechslung der aus- geschossenen Teile wieder voll einsatzfähig ist. Durch Ausschaltung der nur beschränkt verfügbaren Materialien, wie Kupfer, Vanadium, Molybdän, Nickel, Kobalt, wurde die Geschützproduktion auf eine durch unsere eigenen Rohstoffe völlig gesicherte Grundlage gestellt. Die Zerlegung der Fertigung in einfache Slrbeitsgänge ermöglichte in erheblichem Umfange den Einsatz ungeschulter Kräfte. Auch die Bedienung der Geschütze wurde so verein sacht, daß jeder Handgriff, selbst im Augenblick der Ge, fahr, mit größter Sicherheit und Schnelligkeit klapp!. Die für den Luftkampf bestimmten Geschütze können rundum feuern, d. h. Ziele aus allen Richtungen annehmen. Der moderne Kampfwagen muh im Polarkreis und in Afrika verwendbar fein. Seine Entwicklung ist noch in vollem Gang. Heute bereits ist der PanzersckMtz etwa dreifach so groß wie zu Beginn des Krieges trotz verstärkter Bewaffnung und erhöhter Geschwindigkeit. Allerdings ist bie gleiche Entwicklung in der Panzerabwehr sestzu- stellen, wo man heute schon die vor drei Jahren üblichen Panzerabwehrwaffen nur noch als historisch ansprechen kann. Rechnete man bis zum Weltkrieg noch mit vier- bis sechsjähriger Entwicklungsdauer für ein Geschütz, so haben Praktiker und Techniker es in Deutschland diesmal dahingebracht, daß die Erfahrungen der Front schnellstens in verbesserten Waffen ihren Niederschlag und das Führerwort seine Erfüllung findet, daß der deutsche Soldat jedes Jahr bessere Waffen erhält> Oer Chefkonstrukteur der Kruppwerke berichtet über die Leistungen des modernen deutschen Geschützbaus Der Wehrmachtbericht vom Sonntag. DHB. Aus dem Führerhauptquartier, 7. März. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Am Kuban-Brückenkopf sowie au der Mius- und Donezfront fanden gestern,nur Kämpfe von örtlicher Bedeutung statt. Durch Por- stoße deutscher Panzereinheiten wurden Bereitstellungen der Sowjets zersprengt, mehrere hundert Gefangene und zahlreiche Beute eingebracht. Im Raum südlich Lharkow brachen schnelle Truppen des Heeres und der Waffen-^ starken Widerstand des Feindes und warfen ihn nach Horben zurück. Die eingekesselten Verbände der 3. sowjetischen Panzerarmee, bestehend aus Teilen des XII. und XV. Panzerkorps und dreier Schützendivisionen wurden vernichtet. Die Gefangenen- und Beutezahleu konnten erst zum Teil ermittelt werben. Bisher wurden über 225 Geschütze, 61 Panzer und über 1000 Fahrzeuge gezählt. Die blutigen Verluste der Sowjets sind außerordentlich hoch. Im Raume westlich Kursk und im gesamten Abschnitt Drei wechselten starke feindliche Angriffe mit erfolgreichen eigenen Gegenstößen. Obwohl der Feind mehrere frische Divisionen in den Kamps warf, gelang es ihm an keiner Stelle, Erfolge zu erzielen. 3m Rahmen planmäßiger eigener Bewe- gungen ist die Stadt Gfhatsk nach vollendeter Räumung dem Feind kampflos überlassen worden. Alle Versuche der Sowjets, die deutschen Absetzbewegungen zu stören, blieben vergeblich. 3m Abschnitt Staraja Rußja rannte der Feind auch gestern immer wieder gegen unsere starken Abwehrstellungen an. Er wurde unter schweren Panzer- und Menschenverlusten zurückgeschlagen. Südlich des Ladogasees gelang es unseren Truppen durch einen örtlichen Vorstoß, ihre Stellungen zu verbessern. Dabei wurden neben zahl- reicher Beule mehrere hundert Gefangene emge- bracht. 3n vielen Abschnitten der Ostfront unterstützten starke Verbände der Luftwaffe durch wuchtige Angriffsschlage auf feindliche Truppenansammlua- gen, Stellungen und Rachschubverbindungen die Truppen des Heeres. AndersüdtunefifchenFront unternahmen deutsch-italienische Truppen örtliche Vorstöße gegen den Feind. Aufklärungskräfte stießen weit in das feindliche Gebiet vor. Hahkampffliegeroerbande griffen mit sichtbarem Erfolg pauzerträfte, motorisierte fiolottnen und einen feindlichen Flugstühpunki an. Durch den schon gestern gemeldeten Angriff der Luftwaffe auf einen feindlichen Geleitzug wurde ein weiteres großes Frachtschiff beschädigt. Bei der Abwehr feindlicher Luftangriffe auf zwei Orte an der französischen Atlantikküste wurden drei viermotorige Bomber und zwei Jagdflugzeuge zum Absturz gebracht. Oer Wehrmachtbericht vom Samstag. DHB. Aus dem Führerhauptquartier, 6. März. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: An der Hordfrout des Kuban-Brückenkopfes wurden gestern die Kämpfe gegen die zur Umfassung ängesehten Verbände der sowjetischen 58. Armee abgeschlossen. Zwei Sowjetdivisionen wurden völlig vernichtet, einige andere stark angeschlagen. Unsere Truppen konnten über 1000 Gefangene einbringen. Heben zahlreichen anderen Waffen und Fahrzeugen wurden 69 Geschütze und über 250 Ma- schinengewehre und Granatwerfer erbeutet. Der Feind erlitt besonders hohe Verluste an Menschen, die sich noch dadurch steigerten, daß auf der Flucht zahllose Sowjetsoldaten im überschwemmten Sumpfgebiet zugrunde gingen. An der Front zwischen Asow-Meer und Kursk fanden gestern nur Kämpfe von örtlicher Bedeutung statt. Die Säuberung des Geländes f ü d- westlich des mittleren Donez und im Raum südlich Charkow macht weitere Fort- schritte. Mehrere versprengte feindliche Gruppen wurden vernichtet. Am mittleren Frontabschnitt scheiterten auch gestern zahlreiche Angriffe des Feindes. Bei und südlich Star-aja Rußja setzte der Feind seine von starkem Artilleriefeuer, panzern und Schlacht- fllegern unterstützten Angriffe fort. Er wurde erneut blutig abgewiefen. 31 Panzer blieben zerstört vor unseren Stellungen liegen. 3n den Gewässern des hohen Hördens griffen deutsche Kampfflugzeuge einen feindlichen Geleilzug an. Dabei wurden ein Handelsschiff von 6000 BRT. versenkt und ein zweites großes Schiff beschädigt. 3m Mittelmeer versenkten deutsche Kampfflugzeuge aus einem feindlichen G e - leitzug drei Handelsschiffe mit »usammen 26 000 BRT. Linie und dem weiteren Vorstoß auf Abbeville am 3.6.1940 mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet, gehört Generalleutnant Balck in die Reihe der bewährten Panzerführer, die durch ihre persönliche Tapferkeit an der Spitze ihrer Truppe immer wieder ent scheidende Siege erfochten haben. So hatte er mit seiner mitteldeutschen Panzerdivision Anteil an der Abwehr der sowjetischen Angriffe im Don-Bogen, wodurch der Aufbau einer neuen Abwehrfront ermöglicht wurde. Seit Ende Februar hat er bei den Angriffskämpfen zwischenDonez undDnjepr wiederum in kühnem Zupacken die Bolschewisten schwer getroffen und die Pläne der Sowjetführung zerschlagen. Er hatte besonderen Anteil an der Vernichtung einer starken feindlichen (gruppe im Raum vpy Issum Generalleutnant Balck wurde als Sohn eines Generals 1893 in Langfuhr bei Danzig geboren und wohnt jetzt in Berlin-Schöneberg. Am 10.8.1914 wurde er Leutnant im Jäger-Bataillon 10 in Gos lar. 1917 erhielt er den Hausorden von Hohenzol- lern. 1935 wurde er Kommandeur der Radfahr-Ab* teilung 1,1939 Kommandöur des 'Panzer-Grenadier- Regiments 1, 1940 stand er an der Spitze einer Panzerbrigade, bis er in das OKH. berufen wurde, 1942 wurde er Kommandeur einer Panzerdivision. Volkwerdung erst nach Ablauf von zweitausend Jahren Geschichte Wirklichkeit wurde; und es ist das einmalige Verdienst des Führers, diesem Bau den Schlußstein eingefügt zu haben. Es ist aber auch zugleich eine Fügung der Vorsehung, daß die höchste Zusammenballung der ganzen Volkskraft i* letzter Stunde Wirklichkeit wurde, da dem Reich die härteste Probe, wenn nicht überhaupt die Probe auf feine Lebensfähigkeit und Da seinsberechtigung auserlegt wurde. Es kann nicht oft genug darauf hingewiesen werden, irt welchem katastrophalen Ausmaß das Reich und mit ihm ganz Europa angesichts des sowjetischen Ver- nichtungswillens in fein Verderben getaumelt wäre, wenn dieser machtpolitische Abschluß des Reiches und die Freimachung feiner äußersten Energien durch den Führer und seine Bewegung nicht herbeigesüyrt worden wären. Wir haben die Versäumnisse derjenigen Generationen, denen man von der Feindfeite die wohlgefällige Eigenschaft des Dichtens und Denkens nachfagte, die aber das Reich aus feiner politischen Ohnmacht nicht erheben konnten, nach zu hole n. In unserem Zeitalter konzipiert sich die ganze Last der Vergangenheit, um in Jahrzehnten unerhörter Härte das zu vollbringen, was in Jahrhunderten schwer reifte und vorbereitet wurde. Die Aufgabe, die vor uns steht, ist riesengroß, aber auch dieser Größe entsprechend verpflichtend. Es möge! deshalb niemand und zu keinem Augenblick vergessen, daß er heute Träger und Gestalter des deutschen Schicksals ist, das nur im Zusammenwirken aller Kräfte und bei höchster Kraftenfal- tungdeseinzeluen endgültig gestaltet werden kann. Aus dieser Ausgabe ergibt sich die Forderung an uns, in der entscheidenden Stunde des beuttoen Lebenskampfes festzustehen und unbeirrbar unsere Die Forderung an uns Von Reichsleiter F. Schwarz. Unserer Generation, die während ihres Wirkens zwei Abwehrkriege von weltweiter Bedeutung zu führen hat, ist ein besonders hartes Los beschieden. Es erhebt sich oft die Frage, warum gerade sie diese Lasten, besonders in dem gegenwärtigen schweren Ringen, auf sich zu nehmen gezwungen ist. Man darf bei der Beantwortung dieser Frage nicht von den geschichtlichen Ereignissen der jüngsten Vergangenheit, etwa feit der Machtübernahme durch den Nationalsozialismus, ausgehen, sondern man kann diese Notwendigkeit nur aus der Gesamtschau der deutschen Geschichte betrachten. Es ist auch irrig, anzunehmen, der Nationalsozialismus habe erst die Gegenkräfte und die Haltung der Feinde ausgelöst. Dagegen spricht der erste Weltkrieg, in dem ganz andere Kräfte als nationalsozialistische die Geschicke des Reiches lenkten. Die Absicht der Vernichtung des Reiches bestand viel früher, als mit dem Nationalsozialismus als politischem Machtfaktor zu rechnen war. Unsere westlichen Feinde wollen, wenn sie dazu in der Lage wären, uns bei allen Haßorgien der Vernichtung, die man über uns zu bringen gedenkt, allenfalls als Gnade noch zuerkennen, daß man uns wieder unserer „ursprünglichen" Eigenart als Volk der Dichter und Denker zuführen will. Wir waren gut genug, Fackelträger der Kultur zu sein. JedesmÄ aber, wenn wir uns anschickten, aus dem Amboß zum Hammer und aus dem Spielball des englisch verstandenen „Gleichgewichts der Kräfte" zu' einem selbständigen Machtfaktor zu werden, ein Recht, das dem deutschen Volk, das leben will, wie jedem anderen zusteht, dann fiel man über uns her. Daß jedesmal und auch heute wieder die Gefahr für das Reich groß ist, liegt daran, daß, wie ein deutscher Dichter sagt, „das Land der Mitte zu heißen Deutschlands Geschick ist". Es ist eine Vorbelastung für uns, daß die deutsche neu sowjetischen Panzerarmee auf und bildeten, nach Norden vorstoßend, jenseits eines wichtigen Flußab- fchnittes einen Brückenkopf. Der weitere Angriff gegen den Oberlauf des Donez wurde durch Kampf- und Nahkampfflugzeuge unterstützt. Sehr hart waren die Kämpfe nördlich Kursk, da hier die Bolschewisten mehrere frische Divisionen in den Kampf warfen. Die Luftwaffe half unseren Grenadieren durch wuchtige Bombenangriffe die feindlichen Stoßregimenter zu zerschlagen. Am Sonntag 59 Sowjetflugzeuge abgeschossen. Berlin, 7. März. (DNB.) Die Bolschewisten versuchten, ihre erneuten Angriffe im Raum Staraja Rußja durch starke, von Jägern gesicherte Schlachtfliegerverbäyde zu unterstützen. Unsere Jagdstaffeln packten die feindlichen Luftstreitkräfte, drängten sie ab und entlasteten damit die Heeresverbände bei ihrem erfolgreichen Abwehr-- kampf. Dabei errang Hauptmann P h i l i p P , Träger des Eichenlaubs mit Schwertern, mit neun Abschüssen seinen 181. bis 189. Luftsieg. Ritterkreuzträger Hauptmann Höckner brachte fecks Sowjetflua- zeuge zum Absturz und «erhöhte dadurch die Zahl seiner Abschüsse auf 53. Oberstleutnant Trautloft erzielte seinen.53., Ritterkreuzträger Nowotny einen 66. und Ritterkreuzträger Oberleutnant Götz einen 63. Luftsieg, während Oberfeldwebel W e - : f er s zum 50. Mal als Sieger aus Luftkämpfen hervorging. Insgesamt schossen die Jagdgruppen des Oberstleutnants Trautloft 59 Sowjetflugzeuge ab ohneeigene Verluste. ihren bedingungslosen, aber ganzen Einsatz dem l bezwingen werden. deutschen Volke den neuen Aufstieg aus vermeintlich ~ 'führet in feiner vroklamation mwntrinnfmrpni llnfornnnn Phrfirh nnm Schicksal JuVrer in ’ciner prvrmmanvn Ndz. Heber seine Arbeit als Geschützkonstrukteur sprach Professor Dr.-Jng. Erich Müller, Essen, im Einvernehmen mit dem Reichsminister für Bewaffnung und Munition, Speer, vor der Technifch- Literarischen Gesellschaft in Berlin. Als Chefkonstrukteur und Leiter der Artillerie- und Rüstungs- konstruktion bei der Friedrich-Krupp-AG. hat Professor Dr. Müller seit Jahren die Entwicklung der oeutschen Waffentechnik entscheidend beeinflußt. Die Entwicklung ist wesentlich dgrch die veränderte Taktik bestimmt, die neuartige Waffen für den beweglichen Offensivkampf verlangt, im Gegensatz zum ersten Weltkriege mit seinen erstarrten Fronten. Bei erheblich gesteigerten ßeiftungen mußte das Gewicht der Geschütze unverändert niedrig gehalten werden, um die Beweglichkeit beim Einsatz nicht zu gefährden, es mußte also ein Gerät geschaffen werden, das trotz seiner einem ganzen vierachsigen Güterzug entsprechenden Schwere so beweglich sein mußte, daß es an einem Tage auf- unb abgebaut und das außerdem auf allen Eisenbahnlinien verfrachtet werden kann. Dabei waren auch in der Fertigung große Schwierigkeiten zu überwinden, galt es doch, Stahlblöcke zu schmieden, für die in den Rüstungswerken Einrichtungen von erforderlicher Größe bisher gar nicht vorhanden waren. ' Neben diesen schweren und schwersten Geräten mußte jeder Geschützart entsprechend ihrer taktischen Verwendung die besondere Eigenschaft gegeben werden. So kommt es bei der Feldartillerie in erster Linie auf höchste Beweglichkeit an, bei der Flakartillerie auf größte Feuergeschwindigkeit, bei Panzerabwehrwaffen auf größte Durchschlagskraft, bei der Schiffsartillerie auf höchste Zielgenauigkeit, bei der Festungsartillerie auf robusteste Konstruktion. Daß das erstrebte hohe waffentechnische Ziel voll erreicht wurde, hat die Geschichte bereits erwiesen durch die einzigartigen deutschen Waffenerfolge auf allen Kriegsschauplätzen. Bis dahin für unüberwindlich gehaltene Festungswerke konnte die deutsche Wehrmacht Niederkämpfen mit Hilfe von gigantischen Geschützen, in denen Lasten zusammenge- Nnd, wie sie nur ein 150 Achsen langer (Suter« In diesem Kriege nun geht es um den höch- st e n P r e i s: um das Leben des gesamten Volkes, um die Kinder und die ganze Zukunft und um die endliche deutsche Erfüllung. Dieser Preis freilich wird nicht durch Halbheiten gewonnen, sondern nurdurch den Höch st en Einsatz. Das wissen wir. und darum sind wir stark und hart genug, mit Fanatismus und Glauben unseren Weg durch die rasenden Feuer des Krieges zu gehen und die totale Bewährung zu erbringen. An der tunesischen Front nur geringe örtliche Kampftätigkeit. Ein Verband britischer Flugzeuge führte in den gestrigen Abendstunden einen Angriff gegen westdeutsches Gebiet. Die Bevölkerung, besonders in Essen, hatte Verluste. Spreng- und Brandbomben verursachten in Wohnvierteln und an öffentlichen Gebäuden starke Schäden. Hachtjäger und Flak- artillerie der Luftwaffe schossen 15 der angreifenden Bomber ab. Das Eichenlaub mit Schwertern für Generalleutnant Balck. Berlin, b.März. (DJIB.) Der Führer verlieh dem Generalleutnant Hermann Balck als 25. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. * Bereits im ersten Weltkrieg als Jägeroffizier sechsmal verwundet und für die hervorragend tapfere Führung seines Panzer-Grenadier-Regiments bei dem kühnen Durchbruch durch die Maginot- Berlin, 7. März. (DNB.) Im Norden des Kuban-Brückenkopfes hatten die Bolfche- 1 wisten in Erkenntnis der drohenden Vernichtung ihrer 38. Ar?stee neue Truppen zusammengezogen. Sie sollten die an der Küste des^Asowschen Meeres vorgestoßenen deutschen Verbände aufhalten und bann den Angriff durch das Laaunengebiet weiter fortfetzen, wurden jedoch von unseren Truppen zurückgeworfen. Um weiteren Angriffen zuvorzukommen, stießen deutsche Panzer weit ausholend gegen die Südküste des Asowschen Meeres vor Und zersprengten dort bereitgestellte feindliche Verbände in Stärke von über 1200 Mann. Am Mi us - Ab s chni11 verstärkte der Feind das Feuer seiner schweren Waffen und setzte dabei auch großkalibrige Artillerie ein. Teilkräfte der in diesem Raum während der letzten Tage zusammen- gezogenen bolschewistischen Verbände führten örtliche Angriffe, die aber unter Abschuß einiger Panzer zusämmenbrachen. Am mittleren Donez entwickelten sich nur Kämpfe von örtlicher Bedeutung. Die Luftwaffe bombardierte erneut den Bahnverkehr ' der Sowjets bei Kupjansk. Zwischen oberem Donez und Krasnograd beendeten Truppen des Heeres und der Waffen-^ die Vernichtung der eingekef- felten dritten sowjetischen. Panzerarmee. Bis zuletzt leisteten die femdlichen Verbände verMeifelten Widerstand und versuchten, wenn auch vergeblich, immer wieder auszubrechen. Die Zahl von runb 13'000 gefallenen und gefangenen Bolschewisten zeigt die i schwere der feindlichen Niederlage. Nach Beseitigung dieses Kessels nahmen unsere Truppen die | Verfolgung der abgefprengten Teile der zerschlage- be- Ge° hnc; Landvolk den Ruf der Sturmglocken bereits tung ooh Heim und Herd unseres Volkes beabfuf)’ du?ch d°« Tat beantworte E- habe nLr -in- F°r- Aus dem Marschtritt der aobeüenden Hermat hpr.7^n __ x; e Forderung nach dem tota- höre man wie immer in Notzeiten des Reiches den len"^iea und kenne nur eine Liebe, die Liebe harten Tritt des Landvolkes, das seine Pflichten un- au Führer und Volk, und es habe einen grenzen- ter Mühe uhb Opfern und mit der gläubigen Zuver- losen Haß gegenüber jenem Feind, der die Vernich- sicht auf den Endsieg erfülle. Go sähe es in ganz Europa aus. Ein Schweizer Journalist schildert die Mutherrschast der Bolschewisten. Oie Gtühpnnktstrategie der USA Aon unserer Berliner Schriftleitung. Die Arbeiter genießen keinerlei Sonderrechte. Kinder, Frauen und Greise wurden zum größten Teil nach Sibirien deportiert, während. Familienväter und Junggesellen in die Industriestädte der UdSSR, gesteckt wurden, um als Arbeiter in den Rüstungsfabriken zu schuften. Es waren vor allem Männer aus den führenden Schichten, einflußreiche Mitglieder der liberalen, demokratischen und sozialistischen Parteien, Offiziere, Leiter der patriotischen Jugendorganisationen, Oberhäupter der Kirchen, Katholiken wie Protestanten, Industrielle, Rechtsanwälte, Aerzte, Ingenieure, Techniker. Auch viele Arbeiter und Bauern mußten ihre Kritik an den Methoden des bolschewistischen Regimes mit der Verschleppung ins „Sowjetparadies" büßen. Viele Studenten wurden verschleppt, nur weil sie von „Juden" gesprochen hatten. Unter all diesen Ilm* ständen, so schließt Genttzon, sei es natürlich, daß die Bevölkerung der baltischen Staaten die deutschen Truppen mit frenetischem Jubel als Befreier begrüßte. Jedermann sei in diesen Ländern überzeugt, daß das Schicksal der Völker vom Sieg der deutschen Waffen abhänge. Trägern des Eisernen Kreuzes der Befreiungskriege bereits auch ein Mädchen befand. Es wäre jene Auguste Friederike Krüger, die in Männerkleidung als Infanterist im 29. Infanterie-Regiment Kolberg an den Kämpfen teilnahm und für ihre Tapferkeit das Eiserne Kreuz sowie die Beförderung zum Unteroffizier erhielt. Später heiratete sie einen Obersteuerkontrolleur. ias Eiserne Kreuz aber wurde bald zum Zeichen, tapfer bewahrter Freiheit für die ganze Nation überhaupt. Es schmückt hehre Denkmale im Röich ebenso wie die Flaggen der Wehrmacht und unserd siegreichen Flugzeuge. Der Führer hat es bei Beginn des gegenwärtigen Krieges in der Form unverändert aufs neue gestiftet, wie auch die Helden der Nation aufs neue erstanden, ein ewig fließender Strom besten deutschen Soldatentums. Nur ist der Buckstabe des Stifternamens diesmal weggeblieben. Startdesfen liegt jetzt auf dem Kreuz das Zeichen der Bewegung, das Richtschnur für das Leben des geeinten Großdeutschland wurde. Auch hat der Führer «u den beiden Klassen und dem Großkreuz noch das Ritterkreuz sowie das Eichenlaub, die Schwerter und Brillanten dazu gestiftet. Zum ersten Male ist das Eiserne Kreuz mit der Stiftung durch Wolf Hitler ein Reichsorden geworden. Denn wenn es auch hn ersten Weltkriege schon an Angehörige aller deutschen Lander gegeben wurde, so blieb es damals staatsrechtlich doch eine preußische Auszeichnung. Die neue deutsche Wehrmacht verzeichnet aus dem gegenwärtigen Kriege bis zum 12. Februar 1943 insgesamt 2389 Ritterkreuzträger. Bis zu dem gleichen Zeitpunkt wurden das Eichenlaub 193mal, die Schwerter 23mal, die Brillanten 5mal, und zwar an Oberstleutnant Werner Mölders, Oberst Adolf G a l l a n d , Major Gordon G o l l o b , Oberleutnant Hans-Joachim Marseille und Oberleutnant Hermann Graf, das Großkreuz einmal, nämlich an den Reichsmarschall Hermann Goring, verliehen. Was Schenkendorf schon in den Befreiungskriegen fang, ist heute noch stärker beglückende Wahrheit geworden: Nicht mehr nun trennt uns Süden und Norden — Ein Lied, ein Herz, ern Gott, ein Orden. Das Landvolk im Maffchiriii der schaffenden Heimat. Gauleiter Sprenger auf einer Landvolttundgebung in Frankfurt. genäht werden. Die Entscheidung des Königs fiel dann zugunsten des schwarzen, in Silber gefaßten gußeisernen Kreuzes, dessen künstlerische Gestaltung dem berühmten Baumeister Schinkel übertragen wurde. In der von ihm geschaffenen klassischen Form, wenn auch mit wechselnden Inschriften, ist das Eiserne Kreuz, durch jeweilige Stiftungen für die Kriege von 1870/71, 1914/18 und den gegenwärtigen Krieg erneuert, bis heute das höchste Ehrenzeichen für tapfere deutsche Soldaten, ohne Unterschied des Ranges, geblieoen. Nach der Schlacht bei Belle-Alliance, am 18. Juni 1815, die den Untergang Napoleons besiegelte, stiftete Friedrich Wilhelm III. für den Feldmarschall Blücher, als Hauptgestalt dieses Befreiungskrieges, noch eine besondere Form des Ordens, den Blücherstern. Er besteht aus einem goldenen Bruststern, auf den das Eiserne Kreuz in gewöhnlicher Größe aufgelegt ist. Außer dem „Marschall Vorwärts" hat nur noch ein deutscher Soldat den Blücherstern verliehen erhalten: Generalfeldmarschall von Hindenburg im Kriege-1914/18. Insgesamt ist das Eiserne Kreuz bisher, mit Ausnahme des gegenwärtigen Krieges, 5 375 348- mal verliehen worden. In dieser Gesamtzahl befinden sich 219 987 Eiserne Kreuze 1. Klasse, 17 Großkreuze und 2 Blüchersterne. 16 774 Verleihungen erfolgten in den Befreiungskriegen, 44 569 im Kriege 1870/71 und 5 314 005 im ersten Weltkriege. Die hervorragendsten Soldaten jener drei Kriege wurden Träger der Großkreuzes: Feldmarschall Fürst Blücher, die Generale von H o r k, von Bülow, von Tauentzien, Kronprinz Bernadotte van Schweden, Kronprinz Friedrich Wilhelm von Preußen, Prinz Friedrich Karl von Preußen, Kronprinz Albert von Sachsen, Großherzog Friedrich Franz II. von Mecklenburg, die Generale von Moltke, von Manteuffel, von Goeben, von Werder, die Generalfeldmarschälle von Hindenburg, von Mackensen, Prinz Leopold von Bayern und General L u d e n b o r f f. Am weiß-schwarzen Bande, für Verdienste außerhalb des Schlachtfeldes, wurde das Eiserne Kreuz in den drei Kriegen insgesamt 17 375mal verliehen. Es ist eine überragende Dokumentation des hohen Einsatzwillens der deutschen Frauen, wie er sich gegenwärtig wieder im Rü- sttmgseinsatz der Heimat zeigt, daß sich unter den Oie Verteidigung t>e$ Empire Stockholm, 8. März. (DNB. Funkspruch.) Kolonialminister Stanleys Bekenntnis zur Aufrechterhaltung und Unantastbarkeit des britischen Kolonialreiches als Antwort auf die Kritiken aus den Vereinigten Staaten am kolonialen Empire hat lebhafte Genugtuung in der englischen Oeffentlicy- keit ausgelöst. Man hätte die eindeutige Stellungnahme schon längst gern gehört, ehe das Interesse der USA. sich in so großem Umfang dem britischen Kolonialbesitz zuwandte. Das Bekenntnis zum vriti- fchen Kolonialreich, das, wie Stanley erklärte, „wie bisher einzig und allein Großbritannien überlassen bleiben muß", solle den nordamerikanischen Kritikern zum Bewußtsein bringen, daß das Interesse der Vereinigten Staaten am Empire feine Grenze in der Entschlossenheit Englands finde, keinerlei Besitzrecht am Empire aufzugeben. Es ist allerdings zweifelhaft, ob Großbritannien noch die Kraft auf» bringen wird, in der Praxis die Ausweitung des Einflusses der Vereinigten Staaten aufzuhalten. Llebergriff auf Saudi-Arabien Ankara, 7. März. (Europcrpreß.) Die Errichtung britffch-nordamerikanischer L u ftstütz p un k te auf saudisch-arabischem Gebiet wird nunmehr bestätigt. Bereits im Oktober vergangenen Jahres ist, wie aus Berichten in der Mekka-Presse heroorgeht, ein s audis ch-bri tif ch- n ordam eri kani sche r Vertrag unterzeichnet worden, durch den die saudische Regierung den Anti-Achsenmächten das Recht eingeräumt hat, in bestimmten Gebieten Saudiarabiens Flugstützpunkte zu errichten. Die Garnisonen dieser Luftstützpunkte bürfen feine fremden Fahnen hissen, dürfen zu Zeiten der mohammedanischen Gebetsübungen keine Musik veranstalten und müssen sich in einer Reihe von anderen Punkten nach den Sitten des Landes richten. Eine Fühlungnahme der Garnisonen zur Bevölkerung soll vermieden werden. Die Versorgung der Garnisonen erfolgt durch Flugzeuge. Man hat also offenbar aus den unliebsamen Erfahrungen in Marokko gelernt, wo das arrogante Benehmen der Pankee-Soldaten die eingeborene Be- Oas Kreuz von Eifen. Zum 130. Jahrestage der Stiftung. Zum viertenmal kämpfen im gegenwärtigen Kriege deutsche Soldaten unter dem Eisernen Kreuz als höchstem Symbol der Tapferkeit. Der Lauf der Geschichte hat es gefügt, daß sich das deutsche Volk am 130. Jahrestage der ursprünglich ausschließlich für die Kriege zur Befreiung vom napoleonischen Joch erfolgten. Stiftung dieses Ordens, am 10. März 1943, wiederum inmitten eines harten Befreiungskrieges befindet. Nur daß die Ausmaße des jetzigen Krieges um so viel gewaltiger geworden sind. Nicht um Sieg oder Niederlage in einem Kriege geht es dabei, sondern: Freiheit oder Vernichtung des Reiches und ganz Europas lautet heute die Frage, die zur Entscheidung durch die Waffen gestellt ist. Aus dem bisherigen Verlauf dieses weltweiten Ringens hat sich für das deutsche Volk, trotz mancher Rückschläge, die stolze Gewißheit ergeben, daß die Soldaten des Reichs und seiner Verbündeten die Kräfte der Vernichtung überwinden werden. Das Eiserne Kreuz wird über den Judenstern bolschewistischer und plutokratischer Prägung siegen, die Geschichte des Eisernen Kreuzes, die ein Heldenregister deutschen Soldatentums umfaßt, um ein neues, glanzvolles Kapitel bereichert werden. „In der jetzigen großen Katastrophe, von welcher für das Vaterland alles abhängt, verdient der kräftige Sinn, der die Nation so hoch erhebt, durch ganz eigentümliche Momente geehrt und verewigt zu werden." Mit diesen Worten beginnt die Urkunde, mit der der preußische König Friedrich Wilhelm III. im Vorfrühling der Befreiungskriege, am 10. März 1813, dem Geburtstag der drei Jahre vorher verstorbenen Königin Luise, die Stiftung des Eisernen Kreuzes verkündete. In zwei Klassen unb einem Großkreuz — das letztere ausschließlich für eine gewonnene entscheidende Schlacht oder für Wegnahme einer bedeutenden Stellung oder für anhaltende Verteidigung einer Stellung, die nicht in feindliche Hände fällt — mußte die Verleihung erfolgen. Das Kreuz sollte, nach dem ersten Entwurf des Königs, der dann nicht zur Durchführung kam, lediglich aus dem schwarz- weißen Bande der Preußischen Militär-Verdienst- Medaille bestehen unb als Bandkreuz auf den Rock Der Staatssekretär im USA.-Außenministerium Sumner Welles erklärte „kategorisch", daß die Vereinigten Staaten sich nicht mit der Absicht tragen, die Stützpunkte in anderen amerikanischen Republiken nach dem Kriege weiter besetzt zu halten. Welles schränkte seine Erklärung selbst bezeichnenderweise darauf ein, daß diese Enthaltsamkeit sich n i ch t auf die Stützpunkte beziehe, die sich auf den Inseln in Britisch-Westindien befinden. Das heißt, daß die USA. sich gegenüber der Großmacht England dauernd sichern, während sie gegenüber den verhältnismäßig schwachen amerikanischen „Schwester-Republiken eher ein Tarnungsmanöver bevorzugen. Aber Sumner Welles hat ausgesprochenes Pech. Er erklärte nämlich, daß die Besorgnisse über die Festsetzung der Vereinigten Staaten, in Mittelund Südamerika von der deutschen Propaganda „erfunden" feien, unb wollte daher seine Erklärung als Dementi aufgefaßt haben. Das Pech fügte es, daß der USA.-Dizeadmiral Ingram vor nur wenigen Tagen mit unmißverständlicher Deutlichkeit auf die bedeutenden Kapitalanlagen der Vereinigten Staaten für Stützpunkte an der brasilianischen Mi st e hingewiesen hat. Deshalb — unb nicht wegen ber angeblichen deutschen Propaganda — ist in Brasilien selbst eine merkbare Beunruhigung entstanden, die den Generalsekretär im brasilianischen Außenministerium veranlaßt hat, Oel auf die Wogen ber erregten öffentlichen Meinung zu gießen. Die' simple Wahrheit ist, baß weitaus die meisten südamerikanischen Staaten tanzen müssen, wie in Washington gefiedelt wird. Das Beispiel Chiles, bas unter sichtbarem Druck von Washington bie Beziehungen zu den Achsenmächten abgebrochen hat, ist noch in frischer Erinnerung. Auch yat Roosevelt auf seinem Rückflug von Casablanca nicht umsonst den brasilianischen Staatspräsidenten Vargas besucht und bet Dieser Gelegenheit erklärt, man — gemeint sind die Vereinigten Staaten — müsse den südlichen Allantik einschließlich der westafrikanischen Gegenküste um Dakar fest in der Hand behalten. Der „dicke Stock" des hemdärmeligen „großen Nachbarn im Norden", ist in Südamerika zu bekannt, als baß irgendeine Schönrederei ihn vergessen NSG. Aus einer Kundgebung des rhein-maini- schen Landvolks in der Gauhauptstadt Frankfurt kennzeichnete ber Stabsleiter des Reichsamtes für das Landvolk, Landesbauernführer von Rheden, nach Begrüßungsworten des Stellv. Landesbauernführers, Landesobmann W e i n tz , in einem geschichtlichen Rückblick die einzelnen durch den Natto- nalsozialismus erkämpften Positionen, die dem deutschen Bauerntum enbgüttigen Schutz und wirtschaftliche Sicherstellung brachten. Er erörterte habet den Schutzgedanken des Erbhofgesehes, Aufgaben der Erzeugungsschlacht unb den Ausbau einer planvoll gestalteten Larcknoirtschaft. Das Ziel ber wirtschaftlichen Aufgabenstellungen für das Landvolk fei die Nahrungsfreiheit des Reiches gewesen. Die auf diesem Gebiet erzielten Erfolge wurden nicht mit den sowjetischen Methoden des Terrors erzwungen, sondern wurden durch den Appell an die anständige Gesinnung unb Haltung des Landvolkes mit voller Freiwilligkeit errungen. Der Redner kennzeichnete bann bie gegenwärtig vorbringljchste Aufgabe des Landvolkes in einer noch zu vermehrenden Leistungssteigerung. Bei aller Hilfe, die ber Raum des Ostens bereits biete unb in ständig verstärktem Maße bieten werde, heiße bie Forderung für das deutsche Landvolk nach wie vor intensivste Bewirtschaftung des Bodens. Das Schwergewicht der Erzeugung unserer Nahrung liege auch zukünftig innerhalb unb nicht außerhalb ber Grenzen des Reiches. Nach eingehender Darstellung ber Aufgaben des Reichsamtes für das Landvolk, das sich in verstärktem Maße mit der besonderen Pflege unb Betreuung ber geistig-ideellen unb biologischen Grundlagen des Bauerntums befasse, wurde Die' Frage der bäuerlichen Nachwuchswerbung eingehend behandelt. Hinter allen für die Zukunft unseres Volkes entscheidenden Aufgaben stehe nicht mehr allein die Organisation des Reichsnährstandes, sondern das volle Gewicht und die Dynamik ber Partei, die ihre Durchführung sichern werde. Mit starkem Beifall herzlich begrüßt, ergriff bann Gauleiter unb Reichsstatthalter Sprenger das Wort. Er lenkte gleich zu Beginn feiner Rede den Blick auf bas ernste Gebot ber Stunde und stellte fest, daß das Landvolk sich stach ihm voll ausgerichtet habe. Während feine wehrfähigen Männer mit der Waffe in der Hand gegen bie anstürmende bolschewistische Massenwelle stehen, schaffen in ber Heimat vor allem seine Frauen mit größter Verantwortung und härtester Kraftanstrengung für bie Sicherstellung unseres täglichen Brotes. Der Gauleiter erinnerte daran, daß er während ber Kampfzeit im Landvolk des Gau?s bie früheste und zäheste Gefolgschaft Adolf Hitlers gefunden habe, wie es sich damals als treuer und beherzten Mitstreiter erwiesen habe und wie es dann in den Aufbaujahren bereit unb willig jeden Ruf mit erfolgreicher Tat beantwortet habe, so leiste es auch jetzt einen vorbildlichen Beitrag im Freiheitskampf unseres Volkes. Der Gauleiter dünkte den Bauern und vor allem den Bäuerinnen für ihre Leistungen unb erklärte, daß das Landvolk seinerseits bei der Bewältigung feiner Probleme stets auf die Mithilfe ber Partei zählen dürfe. In diesem Zusammenhänge stellte ber Gauleiter die laufend en Bemühungen der Partei um die Sicherung des bäuerlichen Nachwuchses heraus. Er konnte dabei die Mitteilung machen, daß sich die Zahl der sich zur Ortssieb ° tung meldenden Jungen unb Madel aus dem Gau Hessen-Nassau gegenüber den Meldungen des Vorjahres bereits verdoppelt habe. Ein weites Aufgabenfeld, das noch viel Aufklärungsarbeit verlange, liege hier noch vor uns. Das endgültige Ziel dieser Arbeit müsse es sein, die deutsche Jugend von dem unvergleichlichen Wert dieses völkischen Lebensbe- rufes zu überzeugen: Die Bemühungen des Gaues Hessen-Nassau um besondere Möglichkeiten ber beruflichen bäuerlichen Ausbildung hätten in der Gründung einer Arbeitsgemeinschaft zur Förderung des bäuerlichen Nachwuchses und in der Einrichtung eines Lehrhoses der Hiller-Jugend, ber sich nach einjähriger Tätigkeit bereits als Musterhof sehen lassen könne, realen Ausdruck erfahren. Sie hätten die Gültigkeit der Meinung bewiesen, nach welcher der Dauer heute unter allen Berufen den b eftaus« Wichs zu erfüllen, nach dem Grundsatz jeher Gemeinschaft, mehr zu geben als zu fordern. Daraus ergibt sich auch eine artbewußte Haltung sowohl vor den Tagesereignissen als auch vor den Ausgaben ber Zukunft. * Der Führer hat in feiner Botschaft anläßlich der Parteigründungsfeier 1943 der Bewegung im Rahmen ihrer Aufgaben auferlegt, „bie deutsche Nation unentwegt aufzurütteln, ihr bie Größe der Gefahren klarzumachen, den heiligen Glauben an ihre Ueberroinbung zu stärken unb schwachen Naturen Kraft einzuflohen". — Es gibt starke Herzen, aber immer wieder auch einige Verzagte; auch Heldentum will errungen fein. Das weiß jeder Soldat, in dessen Brust im entscheidenden Augenblick angesichts der Bri)rohung des Lebens ,^wei Seelen" miteinander ringen, nämlich der Trieb der Erhaltung des Lebens unb der ethische Begriff der d Die^ Notwen^igkeit der Pflichterfüllung steht über dem Leben. Das schreibt uns bas Leben selbst vor, indem es uns zu unserem Dasein nur eine kurze Spanne Zeit läßt. Dieses Dasein ist nur aus der Gemeinschaft heraus möglich, die den einzelnen umhegt unb die das Erdreich für sein Wachstum und Gedeihen bildet. Der einzelne hat dafür, wie es Friedrich ber Große forderte, „während ber kurzen Zeit feines Lebens für bas Wohl der Gemeinschaft 3U arbeiten unb zu kämpfen." Haltung ist daher kein Zustand, sondern bas Ergebnis eines Ringens, somit also auch eine Frage der Erziehung. Sie ist die befreiende Erlösung im Kampf gegen den von Nietzsche so bezeichneten „Geist ber Schwere": Der Führer weiß, warum er aerobe ber Bewegung diese Aufgabe zuerkennt. Denn Haltung kann sich nur an Widerständen im Kampfe bilden. Das weiß sowohl ber alte Kampfgefährte des Führers aus der Bewegung als auch der Soldat an ber Front. Unser Kampf bestand nur aus Not, Drohungen, Entbehrungen und der einzigen Aussicht, Freiheit unb Leben zu verlieren. Der in diesem Kampf erprobte Nationalsozialist hat deshalb die notwendige Härte zur Ueberroinbung aller Schwierigkeiten bereits erworben, genau so wie ber Soldat, den das Erlebnis und die Kampferfahrung Hari gemacht Haden. Aber der Sinn des Führerauftrages will nicht nur fo verstanden werden, als ob es ausschließlich das Primat der Partei roäre, verzagte Gemüter zu stärken. Dies ist vielmehr unser atter Aufgabe. Je mehr sich der Erfüllung dieses Auftrages unterziehen, um fo größer wird unsere Geschlossenheit. Es gibt heute für jeden nur eine* Aufgabe: „Seine Pflicht zu tun unb an Vie Sendung des Führers zu glauben. Beispiel zu geben ist für jeden bie Losung. Es stärkt den eigenen Wert, mit dem erfahrungsgemäß die Freude am Dasein wächst. Die sichere Haltung des einzelnen wirkt Wunder bet denen, die einmal kleinmütig werben. Denke deshalb jeder daran, welche Verantwortung ihm mit der Frage eines Ratsuchenden auferlegt wird: „Was denken Sie über die Lage?" Es kann nicht jeder immer Hervorragendes leisten, aber von jedem kann man verlangen, daß er Ch arakter hat. Der Wertmesser für diesen Charakter ist die Leistung für die Volksgemeinschaft in der Stunde ihrer entscheidenden Bewährung. Daß wir zu einer starken und zuversichtlichen Haltung berechtigt sind, beweist der bisherige Verlauf des Krieges. Wir dürfen nie vergessen, was wir dem Gegner bereits an Niederlagen bei geb rächt haben. Es ist deshalb kein billiger Zweckoptimismus, zu« versichllich fein zu wollen, sondern es ist bas Vertrauen indieeigene Kraft und der Glaube an die deutsche Sendung schlechthin. Die Festigkeit unserer Haltung können wir aus den großen Vorbildern gewinnen. Es ist eine flammende Ueberzeugung von ber Größe der Idee, wenn in härtester Bedrängnis unb Todesgefahr Männer im Angesicht ber Flagge des Reiches als Sinnbild feines Lebens mit dem Namen des Führers auf den Lippen für dieses Reich fallen. Darin gleichen sich bie Gefallenen der Bewegung wie ein Horst Wessel, ein Holzroeber, ein Plonetta, aber auch der Kommandant der „Momarck" und die Helden von Sto- lingrab. Es gibt keine höhere Idee für den Deutschen, als den Nationalsozialismus, ber dem Volke feine Lebensgrundsätze schafft unb seinen einzelnen Gliedern die soziale Sicherung ihres Lebens gewährleistet. \ Wenn im Kampfe für diese Idee selbst bie Aufgabe des Lebens unter dem Banner des Reiches von deutschen Männern bejaht wird, bann wird ber Sieg des Lebenswillens des deutschen Volkes siber den jüdischen Materia.'.smus und den bolschewistischen Nihilismus triumphieren. Die Haltung jener Männer ist die Forderung -an uns alle. Heldengedenktag 1943. Am 14. März wird der Helbengebenktag wieder in allen Standorten unb bei allen Truppenteilen mit militärischen Feiern begangen, zu denen auch neben ber Bevölkerung bie Hinterbliebenen von Gefallenen des ersten unb des jetzigen Weltkrieges bevorzugt herangezogen werden. Im Rahmen ber Feiern findet bie Uebertraaung eines b e f o n b e = ren Gebenkaktesder Wehrmacht statt. An den Gefallenen-Erinnerungsmolen und auf Ehrenfried- höfen ber deutschen und verbündeten Wehrmächten sowohl in Friebensstanborten wie auch in nur kriegsmäßig mit Truppen belegten Orten werden Kränze ber Wehrmacht niebergelegt. Die Flaggen werben oollstocks gefetzt. Die Truppe wird ferner für einfache würbige Ausschmückung der Gräber der im ersten Weltkrieg unb ber seit September 1939 gefallenen Kameraden sorgen unb auf allen Ehren- sriebhöfen ber Wehrmacht die Reichskriegsflagge hissen. Die Gräber von Verbünbeten werden in gleicher Weise geschmückt. Feindliche Gräber müssen sich in einwandfreiem Pflegezustand befinden. Soweit auch bie Partei Feierstunden durchführt, wirb sichtspunkt maßgebend fein, die Arbeitskraft nicht für kriegsunwichtige Dinge einzufetzen. Das Zentral- organ des NS.-Rechtswahrerbundes, „Deutsches Recht" wendet sich daher mit dem Appell an die Oeffentlichkeit: Haltet Rechtsfrieden? Die endgültige Entscheidung des Einzelrichters wird das Rechtswesen weiter vereinfachen. Jeder soll bedenken, daß es jetzt nicht an der Zeit sein kann, einen Rechts- standpunkt aus „grundsätzlichen Erwägungen" ober aus Prestigegesichtspunkten durchzufechten. Man soll auch nicht etwa aus Scheu vor ber eigenen Verantwortung als Vertreter von Unternehmungen ober Verwaltungen bie Entscheidung dem Gericht auf» bürden. Die Rechtspflege muß sich im Kriege auf die Verfahren beschränken, die unbedingt durch- geführt werden müssen. Pflicht jedes Volksgenossen und jedes Rechtswahrers sei es deshalb, Reibungen zu vermeiden. Madrid, 7. März. (DNB.) Unter dem Titel „Der Kommunismus in Europa — Morde, Gotllofig- keit unb Elenb" veröffentlicht die spanische Wochenzeitschrift „El Espanol" Eindrücke des Schweizer Journalisten Paul G e n t i z o n von einer Reise durch Estland, Lettland unb Litauen. „Das Schicksal ber baltischen Länder unter der Sowjetherrschaft", so schreibt Gentizon, „ist nur ein Muster dessen, was in allen Ländern Europas geschehen roütbe, wenn sie in bie Klauen des Kommunismus gerieten. Nach dem, was in Riga, Reval unb Kowno in einem einzigen Jahr bolschewistischer Zersetzung geschah, kann man sich ausmalen, was in Bern, m Brüssel oder in Amsterdam passieren würde, wenn die rote Sturmflut uns überschwemmen sollte. Tradition, Sitten unb Gebräuche, Kultur, Weltanschauungen und Religionen — alles würde vernichtet. Diejenigen, die etwa glauben, daß die Bolschewisten sich seit 1917 gebessert haben, irren gewaltig. Sie sind die gleichen, sind eher noch schlimmer geworden. Ueberall predigen und versprechen sie die Freiheit, aber wo sie hinkommen, herrscht Sklaverei. sich die Wehrmacht mit starken Abordnungen teiligen. Haltet Rechtsfrieden! Aus dem Gebiete der Rechtspflege soll der gebildeten Fachmann stelle. Der (Bauleiter schloß seine immer wieder von Bei- „ „ fall begleitete Rede mit der betonten Gewißheit, daß machen könnte. Die Jugend der Partei im Kriegseinsah. Als Lustwaffenhelfer im Dienste des Vaterlandes. Dotierung gegen Die Eindringl-inge aufs höchste aufgebracht hat. Ungebetene Gäste auch in Brasilien. Lissabon, 6. März. (Europapreß.) Zu einem schweren Tumult zwischen der brasilianischen Bevölkerung und USA.-Matrosen ist es in der nordbrasilianischen Hafenstadt Natal gekommen. USA.- Matrosen waren dabei, die gesamten Lebensmittel eines öffentlichen Marktes der Stgüt. a u f z u - k a u f,e n. Es kam zu Diskussionen mit der Bevölkerung, die sich, ihrer Lebensmittelversorgung beraubt sah. Dabei kam es zu Tätlichkeiten. Die Polizei, die von den Soldaten zum Einschreiten herbeigerufen wurde, stellte sich auf die Seite der Bevölkerung. Es wurden Schüsse gewechselt, worauf weitere USA.- Matrosen zur Unterstützung ihrer Kameraden herbeieilten. Damit nahmen die Unruhen die Form einer wahren Schlacht um den Marktplatz an. Schließlich stellte eine Abteilung der brasilianischen Armee die Ordnung wieder her. Mehr als 20 Personen wurden verwundet. Kleine politische Nachrichten. Reichsstudentensührer Dr. Scheel, der nach seinem offiziellen Besuch in der spanischen Hauptstadt noch einige Tage in Sevilla und Barcelona weilte, hat im Flugzeug die Rückreise nach Deutschland angetreten. * Der Führer hat. dem Oberstleutnant a. D. Ernst vonderOelsnitzin Königsberg (Preußen) aus Anlaß der Vollendung feines 85. Lebensjahres in Würdigung feiner Verdienste um die deutsche Sippenforschung die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. Der Chef des Generalstabes von General Barrau, der Oberbefehlshaber in Fkanzosisch-Westafrika, General T r i ft a n, sowie die ihn begleitenden acht Personen wurden in der Nähe von Port Etienne bei einem Flugzeugunfall getötet. Das Flugzeug stürzte kurz nach dem Aufstieg bei Port {Etienne aus bisher ungeklärter Ursache ab. Aus dem Reich. Neun Todesurteile gegen Juden. Berlin, 6. März. (DNB.) Die Justizpresfestelle beim Volksgerichtshof teilt mit: Der 21 Jahre alte Heinz Israel Rothol) und acht andere Juden, die sich in Berlin zu einer kommunistischen Schulungsgemeinschaft zusammengeschlos- sen hatten, sind vom Volksgerichtshof wegen Vorbereitung zum Hochverrat und Feind- b e g ü n ft i g u n g zum Xobe verurteilt und am 4.März hingerichtet worden. Bis Kriegsende die Verleihung der Treudienst-Ehrenzeichen eingestellt Der Führer hat angeordnet, daß die Verleihung der Treudienst-Eyrenzeichen bis Kriegsende eingestellt wird. Die Anordnung gilt für das Treudienst- Ehrenzeichen für Beamte, Angestellte und Arbeiter des öffentlichen Dienstes, die Polizei-Dienstauszeich- nung und das Feuerwehr-Ehrenzeichen. Für die .Kriegsdauer sind Anträge auf Verleihung nicht mehr zu stellen. Die bis zum 1. März bei den Obersten Reichsbehörden eingelaufenen Vorschläge werden noch erledigt. Für Beamte, die in den Ruhe- stand treten, soll die Verleihung des entsprechenden Ehrenzeichens mit beantragt werden. Kunst und Wissenschaft. Das hessische Landeslhealer im Rundfunk. In der Reihe der Overnsendungen von deutschen Bühnen stellen sich Solisten des Hessischen Landes- theaters Darmstadt am Dienstag von 16 bis 17 Uhr hn Reichsprogramm vor. Generalmusikdirektor Mechlenburg und Kapellmeister Bitter dirigieren Arien und Ensemblesätze aus selten ausgeführten Werken, so das Quartett aus der Oper.„Die Schwalbe" von Puccini, das Terzett aus „Der Widerspenstigen Zähmung" von Hermann Götz, Arien und Szenen aus „Carmina burana“ von Carl Orff, aus „Die ersten Menschen" von Rudi Stephan und aus Rossinis „Die diebische Elster". Das Konzert klingt aus mit der Ouvertüre zur „Zaubergeige" von Werner Egk. „pofen, Stadl im Aufbau", ein Prag-Kulturfilm unter der Herstellungsleitung von Kurt Ruvli, gibt einen historischen Rückblick auf das Kulturzentrum des deutschen Ostens, zeigt die Festungsstadt nach der preußischen Besitzergreifung des Jahres 1793, veranschaulicht sodann die Entwicklung der alten deutschen Stadt unter der Fremdherrschaft bis zum Einrücken der deutschen Truppen und zeigt abschließend die gewaltige Aufbauarbeit, feie nach dem Polenfeldzug hier geleistet wurde. Ans der Stadt Siehe«. Frühe Heimkhrer. Zu den ersten Geschenken des Vorfrühlings gehören die Lerchenlieder, die uns meist schon in den ersten Märztagen geschenkt werden. Sie geboren zu den kleinen Erlebnissen, die uns das Herz froh machen und uns die Gewißheit geben, daß der Frühling, der feine gefieberten Boten über das Meer her in ihre alte Heimat aufbrechen ließ, nun nicht mehr allzu weit fein kann. Und so schauen wir denn dem Sänger, der aus der noch kahlen Flur seine verzückten Triller in steilen Spiralen himmelan trägt, mit frohen Augen nach und fühlen etwas in uns erflingen, was in das Lob der Schöpfung und des ewig sich erneuernden Lebens einstimmt. Es ist also nicht von ungefähr, daß das erste Ler- chenlied allgemein auch als das erste Frühlingszeichen aufgefaßt wird und daß gerade der den Jahreszeiten verhaftete Bauer es am freudigsten begrüßt. Und zwar nicht nur deswegen, weil es ihm gewissermaßen ein Signal bedeutet, das ihn wieder an die durch den Winter unterbrochene Arbeit auf den Feldern ruft. Denn meist ist es ja so, daß,- wenn die Lerchen heimkehren, der Boden langsam zu trock- nen und den Zustand anzunehmen beginnt, in dem ihn die Pflugschar vorfinden muß. So kann man die Lerche gewissermaßen die Nachtigall des Land- manns nennen, denn sie singt ihm die Zeit an, die die Saat des Herbstes erst eigentlich zum Wachsen bringt und der Saat des Frühlings den Boden bereitet. Als Trabanten der Lerche aber möchte man zwei andere Heimkehrer bezeichnen. Nicht nur weil sie' ungefähr gleichzeitig mit ihr bei uns eintreffen, sondern auch weil ihre Lebensart der ländlichen Welt nickt weniger eng verbunden ist. Wir meinen die Bachstelze und den Rotschwanz, die demnächst wieder wippend und wispernd in Hof, Garten und Acker chr Wesen treiben werden, und deren zutrauliche Anhänglichkeit an ihre menschlichen Beschützer sie uns so lieb machen. Zwar: flöten und trillern nach Lerchenart ist diesen beiden Rückkchrern nicht gegeben. Aber es genügt uns, daß sie wieder da sind und zu dem, was die Jahreszeit uns beschert, nicht weniger Vertrauen $u haben scheinen als wir. Stadtbaudirektor i. "K Braubach f. In Wiesbaden, wo er feinen Ruhestand verlebte, ist am Freitag der langjährige frühere Gießener Stadtbaudirettor Adolf Braubach im 71.Lebensjahre verstorben. Mit ihm ist ein Mann dahingegangen, der in jahrzehntelanger Arbeit dem Gießener Gemeinwesen unermüdlich und in vielseitiger Weise gediente hat. Adolf Braubach war als Sohn des Oberingenieurs Adolf Braubach am 21. März 1872 zu Admont (Steiermark) geboren worden. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Alzen erhielt er seine praktische technische Ausbildung auf der Werft in Wilhelmshaven, dann machte er Auslandsfahrten für den Norddeutschen Lloyd nach Amerika und China. Nach seiner einjährig-freiwilligen Dienstzeit bei der damaligen Kaiserlichen Marine in Wilhelmshaven studierte er an den Technischen Hochschulen in Darmstadt und Karlsruhe. Nach Dem Abschluß seiner Studien war er als Bauleiter bei Großbauten in der Schweiz und iif Rumänien tätig. Im Herbst 1901 kam er nach Gießen, wo vom Frühjahr 1902 ab unser seiner Leitung der Bau der Kanalisation unserer Stadt durchgeführt wurde. Vom Oktober 1902 ab war er als Stabtbaumeister der Stadt Gießen und Vorstand des Städtischen Tiesbau- amtes tätig. Nach dem Bau der Kanalisation und der Kläranlage war seine Tätigkeit «vor allem dem weiteren Ausbau und der Verbesserung unseres Straßennetzes gewidmet. 1907/08 war er, von der Stadt Gießen für einige Zeit beurlaubt, im Auftrage des Deutschen Reiches als Leiter der Naute-Expedi- tion in Deutsch-Südwestafrika tätig. 1911 wurde er neben seinem Amt als Stadtbaumeister noch zum städtischen Branddirektor ernannt und mit der Leitung unseres Feuerwehrwesens betraut. Am 1. Juni 1917 wurde ihm nach dem Abgang des Stadtbaurats Gerbel die verantwortliche Leitung des Hoch- und Tiefbauamtes übertragen und ihm die Amtsbezeichnung „Stadtbaurat" verliehen. Am 1. Januar 1923 wurde er zum Stadtbaudirettor ernannt. Aui dem Gebiete des städtischen Wohnungsbaues, bei Schulerweiterungsbauten, Umbauten städtischer Gebäude, bei der Umstellung der städtischen Straßenreinigung und des Fuhrparks vom Pferdefuhrwerk auf Motorbetrieb, aber auch bei dem weiteren Ausbau unseres Feuerwehrwesens, insbesondere durch die Einrichtung der Berussfeuerwehr mit der Wache und modernsten Löschgeräten im Devot am Oswaldsgarten usw., hat er sich um die Stadt Gießen und ihre Entwicklung in hohem Maße verdient gemacht. Außerdem war er eine Reihe von Jahren Vorfitzender des Oberhessischen Provinzial-Feusr- Am gestrigen Sonntagoormittag war vor dem Theater eine großp Schar Hitlerjungen zur Verpflichtung als Luftwaffenhelfer beim Schutz der Heimat angetreten. Fanfarenruf und Klänge des Spiel- mannszugs leiteten die kurze Feier ein. Dann sprach Kreisleiter Oberbereichsleiter Backhaus ZU den Jungen. Als heroisches Beispiel für ihren neuen Dienst für das Vaterland wies er die Jungen auf unsere Kämpfer von Stalingrad hin, die mit ihrem opferbereiten Einsatz den Ansturm des Bolschewismus gegen Europa abgewehrt haben. Dieses Heldentum bedeute für uns, daß wir in der Heimat alles tun müßten, um auch in Zukunft gegen den bolschewistischen Ansturm voll gerüstet zu fein und uns der Helden von Stalingrad würdig zu erweisen, unserer Front immer wieder die Kräfte zuzuführen, die notwendig feien, um für alle Zukunft dem Bolschewismus entgegenzutreten. Dazu würden nicht nur Soldaten gebraucht, sondern es feien auch die besten Waffen notwendig, damit unsere Soldaten weiter mit Erfolg gegen den bolschewistischen Ansturm kämpfen könnten. Der Kreisleiter gab dann seiner Genugtuung darüber Ausdruck, daß unsere deutsche Jugend auch in Gießen, wie in allen Teilen des Reiches, zu dem NSG. Im Zuge der allgemeinen Mobilisierung zur Erfassung aller arbeitsfähigen Kräfte und zur größtmöglichen Einsparung von Strom und Material sind auch für das Friseurhandwerk einschneidende Wandlungen unvermeidbar geworden. Insbesondere das Problem, den in der Rüstungswirt-, fchaft und in sonstigem kriegswichtigen Einsatz stehenden Volksgenossinnen ausreichende Versorgung mit Friseurleistungen zu sichern, war mitentscheidend für die Regelung, die ab 10. März 19 4 3, vormittags 8 Uhr, für das Gebiet unseres Gaues erlassen wurde. Bestimmte Bedienungsleistungen, für deren Ausführung entweder erheblicher Zeitaufwand oder entsprechender Materialverbrach notwendig ist, mußten für eine beschränkte Zeit Zurückstellung erfahren. Die Friseure dürfen daher diese Leistungen mit Wirkung ab 10. März 1943 nicht mehr ausführen. Die in Form einer Anordnung erlaßenen Bestimmungen binden bei Vermeidung von hohen ©trafen die Friseure an die Ausführung der folgenden Bedienungsleistungen: a) im Herrensalon sind nur noch Haarschneiden, Rasieren und Kopfwäschen erlaubt; b) im Damensalon sind nur Kopfwäschen und Frisieren (Ondulation und Wasserwelle) zulässig, wozu selbstverständlich auch das Haarschneiden gehört. Schönheitspflege, Dauerwelle, Färbungen, wehrverbandes, ferner war er in weiteren zahlreichen Ehrenämtern, besonders auf dem Gebiete des Feuerlöschwesens, tätig. Am 1. August 1933 trat er auf seinen Wunsch in den wohlverdienten Ruhestand, den er zunächst in Gießen verlebte. Er wurde dann zur Erledigung besonderer Aufgaben von dem Oberbürgermeister erneut in den Dienst berufen, der ihn bis zum April 1935 in Anspruch nahm. Am 1. Mai 193q trat er endgültig in den Ruhestand und verzog dann nach Wiesbaden, um dort feinen Lebensabend zu verbringen. Im Kreise der städtischen Beamten und Angestellten, sowie der Arbeiterschaft des Stadtbauamts, aber auch in allen Schichten der Gießener Bevölkerung und in den Kreisen der Feuerwehren konnte sich Adolf Braubach großer Wertschätzung erfreuen. Ein gutes Gedenken ist dem verdienten Mamre in Gießen auch über fein Grab hinaus gesichert. Oer FürsorgeoHzier der Waffen-^ hat Sprechstunde in Gießen. Der Fürsorgeoffizier der Waffen-ff — Fürsorgeoffizier im Wehrkreis IX, Nebenstelle Frankfurt a. M. — hält am Dienstag, 9. März, im Stadthaus zu Gießen, Bergstraße 20, in der Zeit von 9.30 bis 13 Uhr Sprechstunde ab. Er steht während dieser Zeit sämtlichen Hinterbliebenen der Waffen-ff zur Klärung von Fragen der Hinterbliebenenfürsorge und -Versorgung zur Verfügung. Verdunkelungszeit: 8. März von 19.12 bis 6.22 Uhr. neuen Dienst angetreten fei, um mitzuhelfen beim Schutze der Heimat und zugleich Soldaten für di? Front frei zu machen. Er sprach Den Jungen seinen Dank und seine Anerkennung für diesen Einsatz aus, durch den sie bekunden, daß sie gegenüber unseren Soldaten nicht zurückstehen wollen in ihren Leistungen und in ihrer Pflichterfüllung für das Vaterland. Wenn der Krieg siegreich beendet sei, werde die deutsche Jugend, die sich jetzt als Luftwaffenhelfer einsetze, mit Stolz von sich sagen können, daß nicht nur Die Soldaten Der Front, sondern auch sie selbst dem Führer und Dem deutschen Volke in dieser schweren Zeit treu gedient hätten, um den deutschen Sieg zu erringen. Bannführer Wolf betonte sodann in einem kurzen Schlußwort, daß die jungen Kameraden freudig bereit seien, in die große Gemeinschaft der deutschen Kämpfer einzurücken und beim Schutze Der Heimat' gegen Angriffe Des Feindes mitzuhelfen. Als Jugend des Führers und der Partei brächten sie für diese Aufgabe größte Einsatzbereitschaft und allen guten Willen mit, um ihre Aufgabe bis zum letzten zu erfüllen. Anschließend verlas der Bannführer einen Aufruf des Reichsjugendführers an Die Jugend. Dann wurde der Appell mit Dem Gruß an den Führer und die Wehrmacht geschlossen. Blondierungen, usw. Dürfen also von den Friseuren nicht mehr ausgeführt werden. Verwundete und Fronturlauber sind stets bevorzugt zu bedienen. Friseurbetriebe, in denen das System Der Vorbestellungen eingeführt wurde, haben trptzdem eine Arbeitskraft für die Laufkundschaft bereitzustellen. Der Samstagnachmittag, ab 14 Uhr, und ein weiterer, den örtlichen Verhältnissen Rechnung tragenber Nachmittag sind ausschließlich der Bedienung Berufstätiger, die im Besitze eines entsprechenden Ausweises sind, vorbehalten, so daß die übrigen Volksgenossen und Volksgenossin- nen auf die andern Zeiten verwiesen werden müssen. Außerdem ist vorgesehen. Daß für die in Rüstungsbetrieben mit Schichtwechsel Tätigen eine Sonder- reglung eingefijßrt wird, für Die zur Zeit Die Genehmigung Der zuständigen Stellen noch eingeholt werden muß. Zur Verkürzung Der Wartezeiten wird beitragen, Daß Kinderhaarschnitte nur am Montag, Dienstag und Mittwoch ausgeführt werden, und Daß alle seit Kriegsausbruch geschlossenen Herren abteilungssn, soweit Die Verhältnisse es irgendwie erlauben, wieder zu öffnen sind. In Aussicht genommen ist, Die vorhandenen weiblichen Bedienungskräfte durch Umschulung auch das Herrenfach erlernen zu lassen. Mit voller Kraft für da« KriegS-ÄHW. Am Samstag und am gestrigen Sonntag gab die Straßeüsammlmrg für Das Kriegs-Winterhilfswerk auch den Straßen unserer Stadt wieder eirahal ein besonderes Gesicht. ff, SA., NSKK., NSFK. und Mitglieder der NSKOV. reichten unermüdlich die Sammelbüchsen herum, in die alle Volksgenossen gerne immer und immer wieder ihre Groschen oder Fünfziger oder Fünfer,' oft aber auch ihre Markt- scheine hineinsteckten. Mit ganz besonderem Sck)wung war Die W affen- ff tätig, Die nicht nur ihre Sammler fast durchweg mit je zwei Büchsen pro Mann zum Sammeln ausgerüstet hatte, sondern auch noch an beiden Sammeltagen eine Reihe von Veranstaltungen durch führte, durch die immer wieder neue „Munition" für Das Krjegs-WHW.. locker gemacht und den „Lieferanten" schöne und vielseitige Unterhaltung geboten wurde. In den Mittelpunkt dieser Veranstaltungen hatte Die Sanitäts-Ausbildungskompanie Der Waffen-ff Das ff-Heim in Der Gartenstraßc gestellt, in Dem die außerordentlich zahlreichen Besucher an beiden Tagen vielseitige medizinische Belehrung und Erkenntnisse über wesentliche Funktionen und Organe des menschlichen Körpers erhÄten, ihren Blutdruck messen lassen, die Sehschärfe ihrer Augen prüfen, ja sich sogar einer WHW.- Musterung unterziehen konnten, aber auch die Möglichkeit besaßen, sich, photographieren zu lassen und obendrein noch eine Tasse Kaffee (diese kostenlos) zur Herzstärkung zu erhalten. Und das alles nur Mseuchandwerk und totale Kriegsausgaben. Glück auf, Renate! Roman von Ernst Grau. 15. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) „Na ... Herr Doktor, wie heißt sie denn ...?" •fragte Mutter Hühnlein, und ein breites, behagliches Schmunzeln breitete sich über ihr Altfrauengesicht, während sie mit geschickten Hunden den Abendbrot- Sisch deckte. Werner Hellingrath legte überrascht die Zeitung beifeite und sah zu ihr auf. „Nanu? Wie kommen Sie denn darauf, Mutter Hühnlein?" sagte er erstaunt. „Ist doch nicht so schwer, das zu sehen, Herr Doktor", sagte sie, und ihre kleinen lebhaften Augen blinzelten ihm vergnügt zu. „Ein alter Mensch wie 5ch, der weiß schon, was die Uhr geschlagen hat, wenn ein junger so hirnmelhochjauchzend zu Tode Jetrübt herumläuft ..." Einen Augenblick überlegte er, ob er Darauf e'm- Zehen sollte. Doch das ging schnell vorüber. Er konnte der Alten nicht böse sein. „Aber nun machen Sie mal gefälligst _ einen Punkt, Mutter Hühnlein", wehrte er gut aufgelegt ib. .^immelhochjauckzend ... wenn Sie etwa mich Damit meinen ... Das müssen Sie geradezu ge- cräumt haben." „Nein, nein", nickte sie beharrlich und klopfte ihm verständnisinnig auf die Schulter. „Und weil Sie's letzt abftreiten, deshalb stimmt's erst recht." Ein herzliches Auflachen anwortete ihr. „Eine sonderbare Logik, die Sie sich da zurecht- zelegt haben, Mutter Hühnlein. Das muß man 5hnen schon lassen. Aber nun erzählen Sie mal der steche nach, wie Sie eigentlich darauf gekommen Er nickte ihr aufmunternD zu, während er sein Abendbrot zurechtmachte. War doch eine prachtvolle Frau, Die alte Mutter Hühnlein, Dachte er wohlig. Eine leibliche Mutter konnte es nicht besser mit ihm meinen, konnte ganz gewiß nicht sorglicher um sein Wohl bedacht fein. Uno es tat gut, sich so bemuttert zu wissen. Schon vor Jahren, als er noch J)er junge WerkstuDent war, Der sich auf Der Zeche Hammerkott sein Brot verdienen mußte, schon damals hatte er ein billiges, anspruchsloses Quartier in dem kleinen Häuschen der Witwe Hühnlein gesunden und hatte sich dort wohlgefühlt. Und als er Dann vor kurzem wiedergekommen war, hatte fein er ter Gang Mutter Hühnlein gegolten, und sie hatte es anfangs nicht glauben wollen, daß der Herr Doktor nun wieder bei ihr wohnen wollte. In ihrer alten, bescheidenen Kate mitten in der Kolonie, wo ringsherum die Kumpels mit ihren Familien wohnten. Hier wollte er wieder einziehen, obwohl ihm ein schönes Zimmer drüben im Beamtenhaus zustand —? Aber es war dann doch so gekommen, und sie hatte ihm ihre gute Stube mit Den schonen, alten Nußbaummäbeln eingeräumt, und nun wohnte er wieder hier wie damals, und Mutter Hühnlein war glücklich, ihn hegen und pflegen zu können, wie ihren eigenen Sohn. Es ging wirklich ganz mit rechten Dingen zu, wenn der junge Betriebsingenieur von Schacht III nicht zum gemeinsamen Essen im Beamtenhaus erschien. Hier hatte er es bestimmt besser. „Na also, Mutter Hühnlein, nun erzählen Sie schon", ermunterte er sie und zwinkerte ihr verttau- lich zu. „Immer frisch weg. — Sie wissen ja, ich habe einen breiten Buckel, der verträgt schon etwas." „Erzählen — was ist da viel zu erzählen", meinte sie achselzuckend und sah chm beim Essen zu und freute sich, daß es ihm schmeckte. Schade, daß er nicht wirklich ihr Junge war, mußte sie dann immer denken. „Also am Sonntagabend, als Sie nach Hause kamen, da haben Sie so vergnügt gepfiffen, wie schon lange nicht mehr —" Er warf ihr mit gespieltem Gruft einen vorwurfs- yollen Blick #r. „Ich denke, dann schlafen Sie schon immer, Mutter Hühnlein?" fragte er unterbrechend. Sie schüttelte den Kops. „Ein alter Mensch schläft nicht mehr so viel, Herr Doktor", gab sie gleichmütig zurück. „Und manchmal ist es schön, so in die dunkle Nacht hinauszulauschen und die vielen Geräusche zu deuten, die von überall her ins Zimmer zu einem kommen. Ich hör' Sie immer, auch wenn Sie noch so leise über den Flur gehen." Sie fiel nach der Art alter Frauen ins Sinnen und sah vor sich hin. „Na gut. Und was weiter?" drängte er. Die Sache machte ihm Spaß. Er war an diesem Sonntagabend wirklich so froh und innerlich beschwingt nach Hause gekommen, wie vielleicht nie zuvor. Denn er kam ja diesmal nicht allein. Im Geiste ging er noch immer neben dem hübschen Mädchen her, hielt noch immer Den Druck ihrer schmalen, kräftigen Hand in Der seinen. Ja, und als er Den Wagen versorgte, hatte er in den Falten Des Sitzes ein weißes Etwas schimmern sehen, ein kleines weißes Tuch, Das bei näherem Bettachten Die Buchstaben R. H. aufwies und Das er Dann frohen Herzens wie ein Kleinod m feiner Tasche geborgen und mit nach Hause genommen hatte. Ein Teil von chr war also doch mitgekommen, und ihm war, als hielte er damit ein Pfand in Händen, daß sie ihr Versprechen nun auch wirklich einlöfen würde. „Ja — und dann", fuhr die Alte wichtig fort, „als Sie dann am Montag früh zur Schicht gingen, ha machten Sie auf einmal wieder ein Gesicht, so knurrig, als seien Ihnen über Nacht alle Felle weg- geschwommen." Er nickte vor sich hin. Ja, auch das hatte schon feine Richtigkeit. Mutter Hühnlein hatte gute Augen. Denn mitten in der Nacht war er plötzlich munter geworden, und da war es ihm schwer auf die Seele gefallen, daß sie ja ihr Wort gar nicht einlöfen konnte, selbst wenn sie es wollte. Durch ferne Schuld. Denn er hatte m seinem jungen Glück ganz Daran; vergessen, ihr seinen vollen Namen zu sagen. Was nun, wenn sie ihm schrieb? Einen Herrn Werner würde Der Briefträger auf Zeche Hammerkott niemals finden, ihr Brief mußte also unbestellbar zurückgehen, und sie würde ihn wohl oder übel für einen Schwindler halten müssen. Als er am Montagmorgen mit diesen sorgenvollen Gedanken zur Schicht ging, hatte er in der Tat keine Ursache gehabt, fröhlich zu sein. „(Stimmt alles ganz genau, Mutter Hühnlein. Geht es noch weiter?" „Gewiß Doch!" schmunzelte Die Alte. „Denn am Montagabend, Da kamen Sie roieher so vergnügt heim, wie am AbenD vorher, unh als ich dann mit Dem Abendbrot hereinkam, steckten Sie ganz fix ein kleines, weißes Tuch dort drüben in den Schreibtischkasten." Zögernd hielt sie inne. Hatte sie vielleicht doch schon zuviel gefügt? „Aber nun hören Sie wirklich einmal auf, Mutter Hühnlein", polterte er gutmütig, und sie atmete befreit auf, „Sie sind ja Der geborene Kriminalpolizist, vor Ihnen muß man sich ja direkt in acht nehmen?" Da bat man nun keinen Menschen, mit dem man sich über solche Dinge einmal so recht aus sprechen kann, dachte er, man würgt alles in sich hinein, und trotzdem — diese alte Frau Da wußte alles, ohne daß man ihr auch nur ein Wort gefegt hatte, als ob sie immer Dabei gewesen war. Und alles stimmte aufs Haar genau. Er hatte sich am Montag in hie Arbeit gestürzt unh hatte geglaubt, so am besten über hie Sache hinwegzukommen. Aber has war ein Trugschluß gewesen, die Gedanken ließen sich nicht kommandieren, sie ließen ihn nicht los. „Das verspreche ich Ihnen!" so hatte sie zuletzt gesagt, und diese Worte klangen immer wieder in ihm auf. Sie hatte ihn dabei auch so ernst angesehen mit ihren schönen, braunen Augen, daß er wußte, sie würde bestimmt Wort halten. (Fvrtsetz'mg foktf) gegen die Versorgung der Sammelbüchsen mit einer entsprechenden Opferspende. Auf dem Parkplatz vor dem Theater konnte man in einem Sanitätszelt ebenfalls allerlei wichtige Dinge sehen und kennenlernen, während unsere Jugend der jüngeren Jahrgänge sich dort beim Reiten auf Eseln oder beim Karussellfahren vergnügen konnte. Am Selterstor wurde eifrig „Wegzoll" erhoben, den alle gern leisteten, um die Straßenschranke passieren zu können. Im Cafe Wien bereiteten die Männer der Waffen-^ den Besuchern am Samstag und auch gestern durch vielseitige unterhaltsame Darbietungen frohe Stunden, die in ejner Bühnenschau im Gloria-Palast ihr Echo fanden. Und überall und immer wieder klapperten die Sammelbüchsen, in die sich unaufhörlich der ständige Zug der Spenden ergoß, so daß die Büchsen bald nichts mehr fassen konnten und Iegen leere umgetauscht werden mußten, die aber auch in nicyr allzulanger Zeit den gleichen Weg des Umtausches gingen. Bis in den Sonntagabend hinein versahen so die Männer der ff, der SA.,, des NSKK. usw. ihren vorbildlichen Sammlerdienst, von dem für das Kriegs- WHW. wieder ein voller Erfolg ausgegangen ist. KriegSverdienstkrruz mit Schwertern. Für besondere Bewährung wurde der Obergefreite Christian N e s e r aus Großen-Buseck mit dem Kriegsverdienstkreuz 2. Klasse mit Schwertern aus- gezeichnet. Anfragen nach Stalingrad-Kämpfern an die wehrmachlämter. Durch Presse und Rundfunk ist bekanntgegeben worden, daß Anfragen wegen der Stalingrad- Kämpfer an die Wehrmacht-Meldeämter zu richten sind. Die Anfragen werden von der Deutschen Reichspost gebührenfrei befördert, wenn sie auf der Anschriftenseite den Vermerk „Stalingrad-Anfrage" tragen. Tanz-Abend im Theater. Ein Tanz-Abend, van Ballettmeisterin Inge Berg choreographisch betreut und einstudiert, von Kapellmeister S ö l l n e r musikalisch geleitet, vereinigte die Tanzgruppe mit ihren solistischen Kräften und brachte im ersten Teil Mozarts .Meine Nachtmusik" und „Die Siegel nach der E-dur-Polo- naise von Liszt, im zweiten die dreiteilige Tanz- pantomime ,Ler Schleier der Pierrette" von Ernst von D o h n ä n y. „Eine kleine Nachtmusik" in vier Sätzen, oft und immer wieder gern gehört, ist als liebenswürdig graziöser Ausdruck eines galanten Rokoko am zwanglosesten in eine figürlich bewegte, variable und unproblematische Bewegungsfolge aufzülösen. Die Wiedergabe, technisch sauber, anmutig und stilrein, entsprach dem Bilde, das der Hörer nach der Musik erwartet, und wurde von Inge Berg und Katja K r ö ck (galantes Paar), Leonore Hamburg (Hofmarschall), Jolande von Rohden (Ballerina) und Irene Dokter (Mohr) in der tänzerischen Jndivi-- dualisierung bestimmt. Die Polonaise von Liszt nimmt das Motiv der antiken Siegerehrung zum Anlaß einer stilisierten und repräsentativ wirkenden Suite, die ihre Bewegungen mit guter RaurnverteÄung vor einer klassischen Szenerie entwickelt, und der sich das rhyth- misch straff akzentuierte Marschthema überraschend glücklich emfügt. Mit nervigen, temveramentvoll- oisziplinierten Bewegungen stellten Katja K r ö ck und Ilse Rapp das Paar der Sieger; I. v. R o h - den war für den Herold, Erni Trauernicht mit der Gruppe für den Huldigungstanz eingesetzt. „Der Schleier der Pierrette", dem reinen Tanz' am fernsten, der Bühne am nächsten stehend, entwickelt in drei Bildern einen regelrechten, stummen, ganz auf mimischen und körperlich-gestischen Ausdruck angewiesenen Handlungsablauf, dessen Zusammenhänge, wie aus der Inhaltsangabe zu ersehen ist, in diesem Umkreise fast bestürzend wirken: Liebe und Eifersucht, Tod und Wahnsinn mi.chen sich zu einem stummen Trauerspiel der Gebärden, zu einem halb grotesken, halb makabren Biedermeier-Totentanz. ' Die Träger der Fabel waren m vorderster Linie Erni Trauernicht, der beweglich individualisierte Pierrot, Katja Krö ck, elegant, geschmeidig und sehr ausdrucksvoll in der großen, auch technisch anspruchsvollen Partie der Pierrette, und Leonore H u m b u r g als gespenstig-verdüsterter Arlechino, eine Figur, die von fern an Hoffmanns wahnsinnigen Kapellmeister Kreisler erinnerte. Die Aufführung (Berg) zeugte von sorgfältiger Probenarbeit, die sowohl auf geschlossene Ensemblewirkung wie Entfaltung der solistischen ^ögllchkei- ten bedacht war. In der Kostümgestaltung (K. H. Rauten berg) sollte auf eine harmonische Abstimmung der Farbwerte geachtet werden; das dreierlei Rot in den „Siegern" geht so wemg zusammen wie in der „Nachtmusik" das hefttge Orange mit dem zarten Rosa. Kapellmeister Solln er wahrte geschickt unterstützend die enge Bindung von Orchester und Bewegungsablauf wie den im wesentlichen begleitenden Charakter der Musik. Die Dekorationen (Löffler) entsprachen den wechselnden Stilformen der Tänze. — Das nahezu ausverkaufte Haus dankte mit großem Beifall und reichen Blumenspenden. Hans Thynot. Nur umfriedete Hofräume und Hausgärten. Der Kreisjägermeister für den Jagdkreis Gießen teilt uns mit: Im Zusammenhang mit der Verordnung über freien Abschuß von Raubwild, wilden Kaninchen und Drosseln auf befriedeten Grundflächen weist der Reichsjägermeister darauf hin, daß zu den. befriedeten Grundstücken nurumfriedeteHofrä um e und Haus gärten, nicht aber sonstige mit einer Umfriedung versehene Grundflächen gehören. Die Hofräume und Hausgärten sind dem häuslichen Bedürfnis zu dienen bestimmt. Es fallen daher beispielsweise Handelsgärten, insbesondere größere Obst- und Gemüsegärten, deren Erzeugnisse hauptsächlich für handelsmäßige Verwertung bestimmt sind, ferner Forstgärten (Baumschulen) nicht darunter. Auch müssen die Höfe und Gärten in enger räumlicher Beziehung zu einer Behausung, d. h. zu einem Wohngebäude, in welchem sich ein menschlicher Haushalt befindet, stehen. Eine Laube zählt nicht zu solchen Wohngebäuden, so daß Schrebergärten, in nen sich kein als Behausung anzusprechendes Bauwerk befindet. Nicht als Hausgärten anzusehen sind. Weitere Voraussetzung äst, daß die Hofräume und Hausgärten umfriedet sind. Neben diesen durch das Gesetz zu b e friedeten Bezirken erklärten Grundstücken können öffentliche Anlagen und umfriedete Grundstücke, die nicht zu den Hofräumen und Hausgärten zählen, durch den Kreissägermeister im Einvernehmen mit der Jagd Polizeibehörde befriedet werden. Nur wenn dies geschehen — was bei der roett« aus größten Zahl der Grundstücke nicht der Fall ist — find sie als befriedete Grundstücke anzusehen. Oie Kierbewirischastung. NSG. Der Eierwirtschaftsoerband hat eine Anordnung erlassen, wonach die Kennzeichnungspflicht der im eigenen Gebiet erfaßten Eier entfällt und in Zukunft in den Ladengeschäften ein Verkauf nach Gewichtsgruppen nicht mehr erfolgt. Die Eier werden nach Stück von den Erfassungsstellen auf dem Lande aufgekauft, durchleuchtet und auch stückweise in den Ladengeschäften abgesetzt. Die neue Art der Erfassung und Verteilung stellt eine große Arbekts» und Verwaltungsoereinfachung dar und spart darüber hinaus Strom und Kohle. Da Hessen-Nassau em Eierzuschußgebiet ist und auch in Zukunft Gier aus deutschen Üeberschußgebieten erhalten roirt), kann es vorkommen, daß in einem Ladengeschäft, abgesehen von Originaleiern, auch Eier nach Gewichts- qruvpen mit verschiedenen Preisen zum Verkauf stehen, da nicht sämtliche Eierwirtschaftsverbande, die in das Gebiet Hessen-Nassau liefern, die Abgabe als Originaleier eingeführt haben. Abschlußprüfung an der Gewerbeschule Gießen. In den Tagen vom 17. bis 25. Februar fand die staatl. Abschlußprüfung an der Gewerbeschule statt. Der Prüfungsausschuß setzte sich zusammen aus dem staatl. Prufungskommifsar Oberbaurat Kuhlmann, der auch beauftragt war, die Gauwirt- schaftskammer Rhein^Main — Handwerksabteilung — Geschäftsstelle Darmstadt, .zu vertreten, dem Direktor Tielmann, der auch beauftragt war, die Landesregierung zu vertraten, dem Vertreter des Handwerks, Obermeister Freitag, und dem Lehrerkollegium. Als Vertreter des Kuratoriums wohnte Beigeordneter Nicolaus der Prüfung bei. Der Prüfung unterzogen sich 25 Prüflinge, während weiteren 9 die Abschlusszeugnisse ohne Prüfung zuerkannt wurden, weil sie vor Ende des Semesters zum RAD. einberufen worden waren. Mit „gut" bestanden 15 Prüflinge, mit .befriedigend" 12 und mit,/bestanden" 7 Prüflinge. Schasst Glühlampen-Heserven! Zur Freimachung von Arbeitskräften und Material ist u. a. auch der Verkauf von Glühlamven durch eine Anordnung der Reichsstelle für elektrotechnische Erzeugnisse bis auf weiteres verboten worden. Von diesem Verbot werden alle Haushaltungen, Gaststätten, Behörden, Dienststellen, Institute, Banken usw. betroffen. Die Haushaltungen usw. sind also nicht mehr in der Lage, sich Ersatzlampen für ausgebrannte ober durch Unachtsamkeit zerstörte Lampen zu besorgen. Es ist daher für jeden ratsam, sich selbst eine Reserve zu schaffen dadurch, daß er alle Birnen herausschraubt, die nicht unbedingt gebraucht werden. Nur ausgeschraubte Birnen können sich nicht abnutzen. Es muß auch jede ausgebrannte Birne aufgehoben werden, denn auch nach Aufhebung des Derkaufsverbotes niird es neue Lampen nur gegen Rückgabe der verbrauchten Lampen an die Verkaufsstellen geben. Von dem Verbot des Bezuges von elektrischen Lampen sind lediglich Krankenhäuser und Fliegergeschädigte ausgenommen. * ** Deutsches Frauenw erk, Orts-- gruppe Gießen-Mitte. Unser Gemeinschaftsabend findet am Donnerstag, 11. März, 20 Uhr, pünktlich im Kunstwissenschaftlichen Institut Ecke Goethe- Ludwigstraße statt. Professor Dr. Glöckner hält einen Lichtbildervortrag über die Bedeutung des Materials für die Sttlbildung (ein allgemeinverständlicher Vortrag). Schließung des Saales 20.15 Uhr. ** Gießener Konzertring. In der Reihe der Veranstaltungen des Gießener Konzert-cknges 1942/43 verspricht das nächste Konzert am kommenden Donnerstag einen Genuß auserlesener Art. Vasa Prihoda, der zu den erfolgreichsten Geigern gehört und von seinen früheren Konzerten her noch "in bester Erinnerung sein wird, veranstaltet einen Violinabend mit Werken von Schubert, Brahms und Sarafate. ** Aus dem Kun st leben. Waltraud S ch ä 11 l e r, die Tochter des Musiklehrers Wilhelm Schattier, Gießen, wurde nach Rückkehr von einer | Mietgesuche j | Verkäufe""] Michael 773 D 01523 Mit den Angehörigen trauern auch wir um unseren verehrten, lieben Mitinhaber. Führung und Gefolgschaft der Firma Magnus Becker. 01524 Am 5. März verschied nach kurzem Leiden mein lieber Mann, unser guter Vater und Großvater SladlhaudlreMor a.D. Adoll Branadi im 71. Lebensjahr. Lucie Braubach, geb. Schappel Ida Kuhlmann, geb. Braubach Dipl.-Kaufmann Kurt Braubach Dr. Günther Kuhlmann, Stabsapotheker und 2 Enkelkinder. Wiesbaden, den 5. März 1943. Die Einäscherung findet am Dienstag, dem 9. März, vorm. 10 Uhr, auf dem Südfriedhof in Wiesbaden statt. Wir freuen uns über die Geburt unseres ersten Kindes Leni Martin, geb. Seipp Willy Martin Reklamemalermeister z. Z. im Osten AlleiBslehende, zuteil. Frau wird nach der Ostmark zu meinen 2 Jungen gesucht. Bin berufstätige Kriegerwitw’e aus Oberhessen. Bewerbungen und Gehaltsanspr. sind zu richten unter 01435 an den Gieß. Anz. Nach langem, schwerem, mit Geduld ertragenem Leiden verschied im 68. Lebensjahre meine liebe Frau, unsere gute Schwester, Schwägerin, Gote und Tante Katharine Münch, geb. Göbel. Im Namen der Hinterbliebenen: Heinrich Münch II. Hausen b. Gießen, Berlin, Reiskirchen, Landenhausen, 8. März 1943. Die Beerdigung findet am Dienstag, 0. März, nachmittags 2.30 Uhr, statt. Gießen, Curtmannstraße 32 z. Z. Ev. Schwesternhaus ___________ 01521/ Für unsere Buchhaltung suchen wir eine geeignete Kraft Herr oder Dame, zur Einarbeitung. Vorkenntnisse Bedingung. Die Einstellung erfolgt über das Arbeitsamt. Schriftliche Bewerbungen m. Lebenslauf unter 753D an den Gießener Anzeiger erbeten. Montag — Dienstag Frische 01512 Seemuscheln Fischhaus „Cuxhaven11 Mein innigstgeliebter Mann, unser lieber, guter Vater, Bruder, Schwager und Onkel Karl Magnus Becker ist am Freitag, dem 5. März, nach längerem schweren Leiden im 60. Lebensjahre sanft entschlafen. In stiller Trauer: Marie Becker, geb. Schomber Dr. med. dent. Walter Becker, z Z.b. d. Wehrm. Marie Becker, und alle Angehörigen. Gießen, den 8. März 1943. Auf Wunsch unseres lieben Entschlafenen findet die Trauerfeiet in aller Stille statt. Gießen—Hamburg Biete in Gießen sonnige 3-3imm.-Wolm. m. Bad, in bester Lage, im Osten der Stadt (2-Famil.-Haus). Suche in Hamburg moderne 3 Vr-Zimmer- Wokmung mit '•Bab u. Zub., in uter Wohngeg. und günstiger Verkehrslage. Schr. Ang. unt. 01518 a. d. G.A. Wir suchen zu Ostern 1943 je 2 Lehrlinge für das Installateurhandwerk und den Zentralheizungsbau und 1 techn. Zeichneriehrling und bitten um schriftliche Bewerbung mit Lebenslauf an Slrma fdiulx 4 Jun^ Gießen, Aulweg 1. Einstellung erfolgt über das Arbeitsamt. 756d Oeffent1. Äb?ndvorlräge der Dniversität (Zweite Reihe) Xandun^en (Professor Vollrath) Mittwoch, den 10. März, 20.15 Uhr Hörsaal 13. [owe] Eintritt frei! Bekanntmachung. Kartoffel-Bezug. Sämtliche Kleinverteiler haben mit Beginn der 87. Zuteilungsveriode in die vom Ernährungsamt ausgestellten Dringlichkeitsscheine für den Bezug von Kartoffeln den 9tamen des Großverteilers einzutragen. Dringlichkeitsscheine und Bezugscheine sind umgebend nn den Gruvvenvcrtciler: Kartoffel- Großhändler Klein. Wetzlar, eiuzusenden, der bas Weitere wegen Belieferung veranlaßt. M?D Gießen, 5. März 1943. . Ernährungsamt der Stadt Gießen. ■•Milete, «den, nur 3e«e*» * (triften dem Be B>et6unglid)teü>ei ren ein Vorsprung her. Gießener fest. Nach dM! Wechsel verhinderten mehrere Lattenwürfe eine Bev-' besserung des Resultats. Der Tab eil en st and dieser Gruppe war nun: Frankfurt 6, Gießen Lauterbach 2 und Erbach 0 Punkte. In einer anderen Gruppe kämpfte der Nachbar^ bann 88 Wetzlar. Die Gegner waren Friedbera und Mainz. Durch Uffz.-DorschÜler wesentlich verstärk^ gelang es Wetzlar, Gruppensieger zu werden. In der letzten Gruppe gelang es Dillenburg, den Gruv-- pensieg zu erringen. Ueberraschenderweise konntW sie auch ihr Zwischenspiel gewinnen, während We^ lar sich Frankfurt mit 7:2 Toren beugen mußte. Im Spiel um den dritten Platz gegen Offenbach, Sieger der zweiten Gruppe, blieben die Wetzlarer' wieder mit 6:2 Toren Sieger. DasEnd spiel gewann Frankfurt gegen Dillenburg mit 8:2 Toren, und es wurde damit Gebietsmeister. Hauptschriftletter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bei Hauptschriflleiters: Ernst Blumschctn. Verantwortlich für Polittk und Bilder: Dr. Fr. SB. Lange: für das Feuilleton: Dr. HanS ThyriotZ für Stabt Gießen, Provinz Wirt'chaft und Sport: Ernst Blumschein. Dmck und Verlag: Brühlsche Universttätsdruckerei R. Lange K. G. Verlag4leiter: Dr.<;ng. Erich Hamann: Anzeigenleiter: Hane BeL Anreigeupreisliste Nr. 6 Gießener Konzertring 1942/4Ä Donnerstag, den 11. März 1943, 19 Ohr, Universitätsaula Zehntes Konzert (Gruppe B, N. 5) Vasa Prihoda Am Flügel: Otto A. Graef Werke von Brahms - Schubert - Smetana - Trunk Prihoda — Sarasate. Der KoniertDflgel Ist vom Planohans Schönau. Eintrittskarten: 1.50, 2.00, 2.75 und 3.50 RM. bei Musttte Challier, Neuenweg 10, Telefon 2671, und in der Kartenvet* kaufssteile der NSG. Kraft durch Freude, Seltersweg 6Ä Tel. 3961, Studentenkarten 1.00 RM. nur beim Hausve» walter im Kollegiengebäude gegen Ausweis. 720V --- ARZNEIMITTEL BAYER miiiumiiiiiiiiiiiiiiiiiH Klein Asselgen richten sich an die Bevölkerung der engeren Heimat! Darum: Kleinanzeigen in die Heimatzeitung, den EHeDener Anzeiger MUiiiiiiiiiiiiimiimiHii LICHTSPIEL-THEATEB Gloria-Palast, Seltersweg: Liebesgeschichten liichtspielkaas, Bahnhofstraße: Qolä _____________[mC TW. 2.80,4.45,7.30: 2.M, U9.7.3BEIT,