193. Jahrgang ttr.tOS Gricbemt täglich, außer sonntags und feiertags Beilagen: Gießener Ttamtlienblättei Heimat imBild DieScholle Bezugsvreis: Monatlich. NM. 1.80 'Zustellgebühr. „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Freitag, 7 Mal ty^Z Annahme von Anzeige« für die Mittaasnummer bis 8' »Ubr desÄormittagS Anzetgen-Preise: Anzeigenteil 7 Rvt. te mm bei 22 mm Zeilenbreite, Tertteil 50 Rvf. te mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffel! AbschlüsseMengenstanel B Platzoorschrift (vorherige Vereinbarung) 25°'. meot Mehener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen und geschätzt, wenn man , Tod an sich ist das Natürlichste auf Erden; er ist den Menschen nur deshalb |o schmerzlich und tut ihnen so weh, weil er den Zurückbleibenden einen so totalen Verlust des Liebsten, was sie besitzen, verursacht. So geht es uns alten Nationalsozialisten mit dem furchtbaren Unfall unseres Stabschefs. Ich - will es mir ersparen, hier all seine Vorzüge, Verdienste und Erfolge aufzuzählen — die sind bereits in die Geschichte einge- gangen —, ich will in diesen Blättern nur schlicht und einfach von meinem lieben, treuen und guten Kameraden Viktor Lutze erzählen und schreiben. aus China mehren, welche darauf schließen lassen, daß die „neue Polittk" weitere Kreise der chinesischen Bevölkerung zu positiver Mitarbeit im Rahmen des ostasiatischen Großraums geneigt macht und daß dadurch Tschung- kings Macht und Einfluß bereits beträchttich nachgelassen haben. Der neuralgische Puükt im Norden bleibt allerdings nach wie vor bestehen, und obgleich auf Grund des Moskauer Neuttalpaktes nach wie vor normale Beziehungen bestehen, wird die Wachtin der Mandschurei unermüdlich aufrechterhalten bleiben. Deck neuen Außenminister sagt man nach, daß er sich während seiner Tättg- keit als Botschafter in Moskau besonders durch die energische und kompromißlose Vertretung des japanischen Standpunktes bei dem Zwischenfall von Changkufeng im Jahre 1938 bei den Sowjettnacht- babern eine gehörige Portion Respekt verschafft habe. Appell und Prophezeiuung darstellen: „Wir werden nachAfrika zurückkehren", bilden die Ueberschrift des „Giornale d'Jtalia". „Das italienische Volk" so schreibt Gayda im „Giornale d'Jtalia", „fühlt das ganze Gewicht des Krieges, den die Engländer und Amerikaner mit allen ihren Kräften konzentrieren. Diese Tatsache ruft Italien in die vorderste Kampflime. Aber gerade aus diesem Grunde ist in Italien der Sinn für die große historische Stunde, für die nationale Sendung und die Verantwortung mehr als lebendig. Italien ist einig und entschlossen, bis zum Siege du rchzu halten in einem Kriege, der nicht durch Schnelligkeit, sondern durch Widerstandskraft besttmmen wird. Der Duce konnte vom Balkon des Palazzo Venezia die Gewißheit des physischen und moralischen Widerstandes Italiens, feines Glaubens an den Sieg und an ein neues besseres Geschick des Vaterlandes und Europas bekräftigen. Mit seinen kurzen Worten machte sich Mussolini zum Dolmetscher der Gefühle, die heute alle Italiener bewegen. Er sprach vom Glauben des Faschismus, weil der Faschismus Italien das lebendige Bewußtsein und die nationale Solidarität der sozialen Gerechtigkeit, den Fortschritt und die Erneuerung gebracht hat, und weil er heute die ideale Kraft ist, die die Geschicke dieses Krieges, die Verteidigung gegen den Bolschewismus, die Bildung eines neuen Europas lenkt. Er sprach wetter von Siegesgewißheit, weil der Krieg Italiens notwendig und gerecht ist. Der Duce sprach schließlich auch von der Rückkehr nach Afrika, weil Afrika ebenso wie Italien ein wesentlicher Teil Europas ist, und weil die afrikanische Zivilisation- Mein Kamerad Viktor Luhe Von Dr. Robert Leh. Rom, 5. Mai. (DNB.) Auf der Piazza Venezia fand am Mittwoch eine gewaltige Kundgebung der Gefolgschaststtue und der Verbundenheit des italienischen Volkes mit dem Duce statt. Im Anschluß an einen Empfang sämtlicher Ho- heitsträger der faschistischen Partei aus den italienischen Provinzen durch den neuernannten Parteisekretär Minister Sc orza versammelte sich auf dem weiten Platz vor dem Palazzo Venezia eine gewaltige, vieltausendköpfige Menschenmenge. Faschistische Kampfbünde hatten mit ihren Fahnen unmittelbar vor dem Tor des Palazzo Venezia Auf- » genommen. Als sich die Tür des histori- alkons, von dem aus der Duce so oft in den 20 Jahren des faschistischen Regimes zu seinem Volke gesprochen» hat und von dem aus er am 10. Juni 1940 die Kriegserklärung an England und Frankreich verkündete, öffnete, brach ein Sturm des Jubels los. Der Ruf „Duce! Duce!" hallte über den weiten Platz. Mit dem faschistischen Gruß und stürmischen Beifallsrufen empfing die Bevölkerung Roms den Duce, der mit dem faschistischen Gruß antwortete. Oer Duce hielt sodann eine kurze Ansprache. „Vor neun Jahren ist von dieser Stelle aus", so sagte Mussdlini, „der Abschluß der afrikanischen Kampagne und die Bildung des italienischen Imperiums verkündet worden. Diese Entwicklung ist heute keineswegs abgeschlossen. Wenn die Ereignisse der letzten Zeit zu der gegenwärttgen Lage gefügt haben, so bedeutet dies nur eine Pause und nicht den Abschluß einer Entwicklung. Jta- Italien einig und entschlossen zum Giege „2Bir werden nach Afrika zurückkehren." Vom güten Kameraden. Wir Männer um den Führer sind eine verschworene Gemeinschaft, auf Gedeih und Verderb mit dem Führer und untereinander verbunden: Käme- raden der Alten Garde, die sich genau kennen, nichts voreinander verbergen, und die alle Sorgen und Freuden, Tiefen und Höhen, Rückschläge und Erfolge der Partei miterlebt haben. Die deshalb, weil der Weg der Partei so schwer war und weil sie das wissen, so eifersüchtig auf das Erreichte sind und es mit allem, was sie besitzen, mit ihrem Herzblut, mit Fäusten und Zähnen verteidigen. Ihnen ist das neue Deutschland mehr als eine Staats form, mehr als eine wirtschaftliche und strukturelle Umwälzung, mehr als ein soziales Problem und eine völkische Erneuerung, mehr als Macht, Ansehen und Größe. Uns Alten der Partei ist der Nationalsozialismus und das nationalsozialistische Deutschland der Inbegriff des in der deutschen Sage und Geschichte immer wie der kehrenden Mythus vom heilbringenden Gral, den eine tapfere Schar hüten und verteidigen muß, wenn Deutschland leben will. Die Schar um den Führer ist wie die Artusrunde, die in der Sage der Nibelungen, um Dietrich von Bern, Karl den Großen, die großen Sachsen- und Staufenkönige und Kaiser wieder auflebt, die in den Getreuen Friedrichs des Einzigen verkörpert ist, und sich in Bismarck, Moltke, Roon u. a um Wilhelm I. schart. Immer, wenn Große der deutschen Geschichte auftreten, sammelt sich um sie eine Schar von Getreuen, auf Leben und Tod zusammengeschweißten Kameraden. Iaidos ist das Wesen deutschen Führertums und fein hervorstechendstes Merkmal gegenüber Cäsaren, ostischen und orientalischen Despoten oder hypermodernen Präsidenten: eine treu ergebene Kameradschaft von tapferen, verantwortungsfreudigen und verschworenen Männern an sich zu binden. Diese Kameradschaft ist der Kraftquell für uns alle. Einer der Besten, der Getreuesten und Tapfersten in dieser Gemeinschaft um den Führer war Viktor Lutze! Sein jäher Tod reißt eine große, fast nie zu schließende Lücke in der ersten Reche sie nach Kräften für die Stärkung der politischen Position Japans zu nutzen. Daß er dabei in Fort- führung jener in Nanking begonnenen Arbeit von feinem neuen Posten aus die „neue Polittk in Ochi^a" weiterhin pflegen wird, ist selbstverständlich- Darauf deutet schon die prompte Ernennung bes bisherigen Außenministers Ta ni zum Botschafter in Nanking hin. Eine erfolgreiche Lösung des Chinaproblems wird nach wie vor in Japan deshalb als eine der vornehmsten politischen Ausgaben betrachtet, weil sie für Japan für die kommenden Kämpfe mit den Anglo-Amerikanern eine wertvolle Rückendeckung bieten würde. Es kommt hinzu, daß sich in letzter Zett die Berichte Oie Parole des Ouce. Dom Balkon des Palazzo Venezia in Rom ha! Mussolini kurze, aber um so inhaltreichere Worte an die Bevölkerung Italiens gerichtet. Er hat unter dem Beifallssturm der Römer erklärt, daß Italien nach Afrika zurückkehren werde, daß drei kategorische Forderungen alles beherrschen: „Ehre den Frontkämpfern, Verachtung den Feiglingen, das Blei den Verrätern." Damit ist der unbeugsame, der eherne Wille Italiens ausgedrückt, diesen Kampf bis zum Siege zu bestehen. Der zeitweilige Verlust des afrikanischen Imperiums der Italiener ist diesem beherrschenden Volke des Mittelmeeres, dos sich als Erde des alten römischen Imperiums fühlt, zweifellos sehr schmerzlich. Er ist eine Wunde, die sich erst schließen wird, wenn dieses Imperium wiederhergestellt worden ist. Seit Italien durch Cavour geeint war, stand sein Sehnen nach der Wiederaufnahme der Kulturmission des alten Rom. Es stieß dabei auf den Widerstand Frankreichs und selbstverständlich auch auf den der Briten. Seit der französischen Okkupation von Tunis war die Sehnsucht nach afrikanischem Besitz immer größer geworden. Bereits vor dem Berliner Kongreß von 1876 hatte Bismarck dem Grafen Corti, dem italienischen Beoollmächttgten zum Kongreß, mitteilen lassen, daß Deutschland gern bereit sei, auf dem Kongreß für die Besetzung von Tunis durch Italien einzutrsten, das damals schon mehr Italiener als Franzosen aufwies. Cortt wollte überklug sein und wies das Anerbieten mit der Bemerkung zurück, ob dem Fürsten Bismarck wirklich daran liege, Italien / in einen Krieg mit Frankreich zu bringen. Diese Klugheit" war polittsch ihr Gegenteil und hat Italien um Tunis gebracht, das dann Frankreich sich nahm. Hätte Italien damals das Anerbieten angenommen, dann wäre fein Verhältnis zu Frankreich nicht schlechter geworden, aber es hätte 3u Tunis damals auch noch Tripolttanien bekommen. Nack Tunis schloß Italien 1883 den Dreibund mit Deutschland und Oesterreich, aber die früheren Fehler ließen sich nicht wettmachen. Als dann Italien später die Aufforderung, polittsch und militärisch in Aegypten mitzuwirken, abgelehnt hatte, schrieb Cnspi, der größte italienische Stacks- mann Italiens nach Cavour: „In Aegypten wird die Frage über die Herrschaft im Mitte'lmeer gelöst, und wir fönnten uns für die in Tunis erlittene Niederlage entschädigen." Es war zu spät. Erst der Faschismus hat Tripolitanien und die Cyrenaika wirklich zu einer Pflanzstätte italienischer Arbeit und Kultur gemacht, erst er hatte dos afrikanische Imperium durch den Erwerb Abessiniens geschaffen. Ueber die kolonisatorischen Höchstleistungen der Italiener in diesen Gebieten herrscht nur eine Stimme der Anerkennung. Dieser Weltkrieg führte zur zeitweiligen Besetzung'des italienischen Imperiums in Afrika durch bie Briten. England hatte einige Jahre vorher vergeblich ein^ Koalition im Genfer Verein gegen das faschistische Italien zustande gebracht. Es war geschlagen worden. Nun wollte es diesen Krieg benutzen, um das italienische Imperium zu rauben, und es wurde darin weitgehend von den Juden in Washington unterstützt in der Hoffnung, daß der britische Raub von ihnen verspeist werden könnte. Gleichzeitig läßt der Dankee-Jude seine Terrorgeschwader im Verein mit den britischen gegen die Kulturstätten Italiens, gegen' Frauen und Kinder los, er mordet Unschuldige genau so wie in Deutschland. Aber wenn die anglo-amerikanischen Kriegs- Verbrecher glauben, Italien würde dadurch schwach in den Knien werden und demütig um Gnade betteln, so irren sie sich am Geist, der vom Faschismus geweckt worden ist und der heute ganz Italien be feelt. Dieses Volk wird durch den Terror immer härter. Der Duce hat die Parole ausgegeben. Sie ist von kristallener Härte und Folgerichtigkeit. Sie ist aus dem Geiste der alten Römer geboren. Und diese Parole ist Wirklichkett! lien wird und muß nach Afrika zurück- kehre n." Als der Duce noch einmal erklärte: „Wir werden nach Afrika zurückkehren", brach tosender, nicht endenwollender Beifall aus. „Das ganze Sehnen und Trachten vieler Millio- nen Italiener", so fuhr der Duce fort, „geht dahin, nach Afrika zurückzukehren und dort die historische Mission weiterzuführen, die Italien auf dem afrikanischen Kontinent übernommen hat. Gott ist gerecht. Italien ist un st erblich. Wir werden siegen. Wir müssen den Frontkämpfern die Ehre erweisen und alle Verräter, alle Feiglinge und Schwächlinge von uns weisen. Den Verrätern aller Art gehört das Blei. Drei kategorische Forderungen beherrschen heute", so erklärte der Duce zum Schluß, „das ganze italienische Volk: Ehre den Frontkämpfern, Verachtung für die Feiglinge, das Blei den Verrätern. Für die Millionen von Italienern, die sich nach Afrika zurücksehnen, gibt es nur ein Heilmittel: bie Rückkehr. Und wir werden zurückkehren!" Der kurzen Ansprache folgten erneut stürmische Beifallskundgebungen. Mit dem Gesang Der nationalen Hymnen schloß die eindrucksvolle Kundgebung, die von neuem die unerschütterliche Treue, Liebe und unlösbare Verbundenheit des italienischen Volkes mtt dem Duce zum Ausdruck brachte. „Oer Witte des italienischen Volkes." Die Presse gibt in Großaufmachung die begeisterte Kundgebung des italienischen Volkes auf der Piazza Venezia wieder. Die Worte des Duce, die zugleich Japan denkt nur an den Sieg Von unterem ab.-Korrespondenlen. To kio, im Mai 1943. Wn benft nur an den Sieg. Erst die Presse- berlchte über die Empfange der ausländischen Missionschefs durch Außenminister Mamoru Shiqe- m 11 f u erinnern die japanische Leffentlichkett wiedsr daran, daß kürzlich eine Umbildung des Kabinetts To jo stattgefunden hat. So reibungslos hatte sich der Uebergang vollzogen und fü rasch hatten die neuen Minister die sachlichen Arbeiten in ihren Ressorts aufgenommen, daß ihr Amtsantritt in weiteren Kreisen der Bevölkerung schon fast vergessen war. Man muß dabei bedenken daß in Japan die hn Sommer 1940 aufgelösten par-' lamentarischen Parteien nicht durch eine Bewegung wie den Nationalsozialismus oder den Faschismus ersetzt worden sind, sondern das japanische politische Leben an uralte Traditionen an knüpfend sein allgemeines politisches Kraft- und Jdeenzentrum wieder in der geheiligten Institution des Thrones gefunden hat und daß die Mitwirkung des Volkes sich unter der Devise der Unterstützung der kaiserlichen Politik vollzieht. Ein Personalwechsel in den leitenden ministeriellen Stellen trägt daher heute nicht so sehr den Charakter politischer Verschiebungen, weil die große Linie der Außen- und Innenpolitik durch kaiserliche Reskripte eindeutig festgelegt ist, vielmehr sind die periodisch erfolgenden Neu- und Umbesetzungen denen in den Kommandostellen der Wehrmacht zu vergleichen, welche unter rein sachlichen Gesichtspunkten der besonderen Eignung dieser ooer jener Persönlichkeit für eine konkrete Ausgabe der Gegenwart oder unmittelbar übersehbare Zukunft zu erfolgen pflegen. Unter diesen Gesichtspunkten ist es auch zu verstehen, wenn zwei Vertrauensmänner und hohe Funktionäre des politischen Rates zur Unterstützung der Politik des Thrones (Imperial Rule and Political Council), Generalleutnant Ando und P a - mazaki zum Innenminister bzw. Londwirtschafts- minister ernannt wurden. Durch ihre Beziehungen zu dem genannten Rate und darüber hinaus zu den Landesorganisationen des Verbandes zur Unterstützung der Politik des Thrones sind die beiden Minister besonders geeignet, die im Zeichen der beschlossenen Produktionssteigerung erforderlichen Maßnahmen reibungslos und im Rahmen des Möglichen unter Berücksichtigung der Wünsche der beteiligten Bevölkerungskreise durchzuführen. Es ist anzunehmen, daß Innenminister Ando besonders dafür Sorge tragen wird, den im Verlaufe der letzten Reichstagssession von vielen Seiten vorgetragenen Wunsch nach einer Steigerung des Leistungsgrades der Beamtenschaft zu verwirklichen. Der neue Landwirtschaftsminister kann sich, gestützt auf das Vertrauen weitester Bevölkerungskreise, der Förderung intensiver Anbaumethoden für Reis und andere wichtige Bodenfrüchte und einer gerechten Verteilung der Nahrungsmittel zwischen den agrarischen und industriellen Landesteilen widmen. Die markanteste Persönlichkeit, welche bei der Umbildung des Kabinetts der Regierung Tojo bei« trat, ist nach allgemeinem Urteil der neue Außenminister Mamoru Shigemitsu. Er ist seit langem als eine der aktivsten und fähigsten Persönlichkeiten des japanischen Auswärtigen Dienstes bekannt und hat besonders während seiner Tätigkeit als Botschafter bei der nationalen Regierung China den Beweis dafür abgelegt, daß er mehr als ein diplomatischer Routinier ist und unter die führenden Staatsmänner Japans gerechnet werden muß. Gerade die aktive Rolle, welche Shigemitsu bei der Herbeiführung der „neuen Chinapolitik" des Kabinetts Töjo nach allgemeinem Urteil gespielt hat, läßt mit Sicherheit darauf schließen, daß unter seiner Leitung die japanische Politik sich nicht mit einer Dornröschenrolle begnügen wird, bis die Waffen Japans und der europäischen Achsenmächte bie Lage eindeutig entschieden, haben werden. Vielmehr vertritt Shigemitsu offenbar die Auffassung, l>aß in einem totalen Krieg auch die Diplo- matte keinen Augenblick ruhen darf, daß alle poli- ffchen Möglichkeiten erforscht, beobachtet und aus- zenützt werden müssen, mit einem Wort, daß die politische Waffe besonders bei längerer itriegsbauer neben die Wehrmacht treten müsse, um chren Teil zur siegreichen Beendigung des Krieges oeizutragen. Daß Shigemitsu seine Außenpolitik, kbenso wie sein Vorgänger, in engstem Einklang mit den europäischen Verbündeten Japans zu führen beabsichtigt,, hat er ^bereits in seinen ersten iluslassungen an die japanische Presse in eindrucksvoller Weise betont. Der neue Außenminister hat darüber hinaus bisher keine programmatischen Erklärungen abgegeben, velche Rückschlüsse darauf zulassen würden, nach velcher Richtung er seine Aktivität im einzelnen zu mtfalten beabsichtigt. Es ist aber zu bedenken, daß sein Amt angetreten hat in einer Periode, welche h Japan im Zeichen der Vorbereitung auf einen hngen, erbitterten Kampf zur Sicherung der im trften Jahre des Ostasten-Krieges in einer Reihe beispielloser Siege errungenen Positionen steht. Die ^nglo-amerikanische Landung in Nordafrika hat auf Japans Kriegführung eine gewisse Einwirkung, aftsbeziehungrn zwischen der Slowakei und Rumänien traf eine slowakische Abordnung in Bukarest ein, um an den Verhandlungen für den Abschluß eines rumänisch- slowakischen Kulturoertrages teilzunehmen. Mst^ Starke Sowjetangriffe am Kuban-Brückenkopf abgeschlagen Der E drkannt, Mol jei, mit M ai witeren Sri diese Der Lus C Mft wi Hansel Mrt c dann als chesters SOPOD 0 ausverkir oierabenk leten sich mstler ü*' jiti«!*' 4in 5n D tuet < w « ' flilolm MM ütn, inh£ M Mb D! läasig el stunde chichte. ■ chichte, lande. Oer Wehrmachtbericht. DNB. Aus dem Aührerhauptqoartier, 6. Mai. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: An der Ostfront des Kuban-Brückenkopfes griff der Feind gestern den ganzen Tag über mit starken «rasten an. Alle Angriffe wurden abgeschlagen und dabei zahlreiche Panzer vernichtet. Von der übrigen Ostfront werden bis auf die Abwehr örtlicher Angriffe des Feindes südlich des Ilmensees keine Kampfhandlungen von Bedeutung gemeldet. 3n Tunesien wurden mehrere feindliche Angriffe gegen den nördlichen und mittleren Frontabschnitt abgewiesen. Dabei wurden östlich Mate irr von 24 angreifenden Panzern 13 abgeschossen. Deutsche und italienische Fliegerverbände vernichteten bei Tiefangriffen eine größere Zahl von Kraftfahrzeugen und mehrere Panzer. Schwere Kampfflugzeuge griffen in der vergangenen Nacht Hafenanlagen an der algerischen Küste an. 3n den Morgenstunden des 6. Mai versenkten deutsche Küstensicherungssireitkräfle vor der bretonischen Küste ohne eigene Verluste ein britisches Schnellboot und beschädigten drei weitere schwer. Wieder alle Vorstöße gescheitert. Berlin, 6. Mai. (DNB.) An der Ostfront des Kuban-Brückenkopfes nahmen die Bolschewisten am 5. Mai nach der kurzen, vortägigen Kampfpause mit schnell herangebrachten Truppen ihre Angriffe gegen unsere Verteidigungsstellungen hart westlich Krymskaja von neuem auf. Die von zahlreichen Panzern und starken Flieger- verbänden unterstützten Vorstöße massierter femd- lächer Kräfte scheiterten jedoch nach schweren Kämpfen. Von Granaten und Bomben getroffen oder von Sprengladungen zerissen lagen am Abend dieses heißen Kampftages die qualmenden Wracks von 23 vernichteten Sowjetpanzern vor unfeen Stellungen. Zahlreiche weitere schwer beschädigte Panzer versuchten die Bolschewisten bei 3n diesi ’on Theo «orte hc Hi Arn «stspiel, das "ani ich seinen fier des "cht do &Je! «othioz » Zchanfi und Hvnan operieren, fetzten khr^ Verfolgung gegen die dortige chinesische 24. Armeegruppe fort. Am 6. Mat wurde die 18. komff munistische Division, die aus etwa 13 OOO Mann besteht, eingeschlossen. Ähre Vernich- hing hat begonnen. To k i-o>, 6.Mai. (Europapreß.) Der japanische Ministerpräsident Tojo traf am Mittwoch überraschend im Flugzeug in der philippinischen Haupt- stadt Manila ein. Der Besuch Tojos anläßlich des ersten Jahrestages der Befreiung Manilas von der nordamerikanischen Herrschaft unterstreicht erneut die in Tokio immer wieder hervorgehobene These: Japans Kriegführung und Auf- baupläne gehen Hand in Hand. Nach dem Kommunique, das anläßlich der Reife Tojos ausgegeben wurde, verfolgt der Aufenthalt des Premierministers auf den Philippinen im besonderen den Zweck, sich in freimütigem Gedankenaustausch mit Ioerge Vargas, dem Chef der Zivi elv er waltung der Philippinen, und feinen Mitarbeitern auszusprechen. In etwa einstündiger Konferenz, die diesem Zwecke 'diente und in der die Fachabteilungsleiter über die Aufbauarbeit auf den Inseln referierten, präzisierte Tojo nochmals die Richtlinien, die nunmehr, nach Tojos Worten, aus der Phase des Amerikanismus in die Phase des selbständigen Aufbaues getreten seien. Am Donnerstag wurde eine Dankeskundgebung zum Jahrestag der Befreiung von den Nordamerikanern abgehalten, an der 400 000 Bewohner Manilas teilnahmen. In einer Ansprache unterstrich Tojo ausdrücklich die Bereitwilligkeit Japans,.den Philippinen die Unabhängigkeit zu geben. „Die Eindrücke, die ich hier von den energischen Anstrengungen für die Errichtung eines neuen philippinischen Staates und von eurer begeisterten Zusammenarbeit mit Japan erhalten habe", so führte der Miüisterpräsident aus, „veranlassen mich, die Worte zu wiederholen, die ich zu Beginn im japanischen Reichstag aussprach, nämlich, daß Japan den Filipinos die Verwirklichung Von der Vorliebe der Zeit für die Allegorien« Malerei hat sich Anton von Werner nicht freimachen können. Seine Bilder, die dorthin tendierten, wird man vergessen müssen angesichts der für ihn rech' eigentlich bezeichnenden dokumentarischen Bilder: es sei erinnert an die Begegnung Bismarcks und Napoleons III., an die Ucbergabe des Briefes Napoleons ah König Wilhelm und an die Kapitulation^« Derhandlunq vom Sedan. Werner machte zu seinen Bildern ausführlichste Milieu-, Porträt- und Kostüm-Studren. Er gestand seiner Phantasie kaum eine Freiheit zu. Eine Reihe Wernerscher Bilder aber können für den unbefangenen Betrachetr einen Genuß bedeuten: so das „(Etappenquartier von Paris", ein Zeugnis für Werners Humor. Dann Einblicke in das Schicksal des Krieges wie der „Sturm auf die Spicherer Höhen". Oesters hat sich Werner unter den Ein» druck des Todes gestellt, er. hielt das schlicht ergreifende Soldaten-Begräbnis auf dem Kirchhof von? Versailles fest, er malte die Ehrung des Fevres.-' „Kronprinz Friedrich Wilhelm an der Leiche des französischen Generals Douai", er sammelte die- ganze Schärfe der Physiognomie des toten Moltke, er bannte die Besinnungsstunde Wilhelms I. ane Sarkophag der Königin Luise in eines feiner still-« sten Werke, und was -Gruppierung, Farbe, Beleuchtung und den seelischen Gehalt angeht, gelang ihnt am schönsten „Kaiser Wilhelm I. auf dem Totem bett". Als Vorsitzender des Vereins Berliner Künstle/' bemühte er sich willenskräftig und treu um Aulschwung, Ansehen und Einfluß dieser Organisation. Als Direktor der Berliner Kunst-Akademie war ev der eigentliche Nachfolger Schadows. Aufsehen er-3 regten seine auch heute noch lesenswerten Reden am die Studierenden. In ihnen wies er darauf hin, d Originalität der Lernenden nicht etwa vernichten werde, denn", sagte er, „wer dadurch seine Originalität verliert, hat überhaupt keine zu verlieren gehabt." Dr. Johannes Günther. Wie ai 5. Mai i wohnend« ni Altn 1858 als M den werfe w ßiliencroi sie befon Misch« lens gros .Roman , Wal ii »Ein biß, fanden Wamme! M Sn Ka 2vohr< die Ern schütz-- Wen. Tediichtni unfc Kon turfürftlid verliehen Mgsstück Wer so Meten etliche1 Ijng des Merfjal ihrer Unabhängigkeit ermöglichen wird." Tajo erinnerte daran, daß Japan und die Philippinen vor Jahrhunderten bereits auf wirtschaftlichem Gebiet eng zusammenarbeitetem Beide Völker gehörten der osta statisch en Familie an. Japan habe im Verlaufe dieses Krieges große Erfolge erzielt und sei bereit, den Feind bis zur Vernichtung zu schlagen. Immer enger gestalte sich die Zusammenarbeit zwischen den Völkern Ost- asiens einerseits und zwischen Japan und seinen Verbündeten in Europa anderseits. Japan sei, wie Tojo mit Nachdruck betonte, entschlossen, ein für allemal durch diesen Krieg den Einfluß der Amerikaner und Engländer in Ost- asien zu beseitigen und zum Wohle der Völker dieses Gebietes einen dauernden Frieden zu begründen. In diesem Sinne appelliere er an alle Filipinos zur Zusammenarbeit mit Japan. Die Rede Tojos zeigt, daß Japan, wahrend es sich militärisch auf neue große Aufgaben vorbereitet, sich gleichzeitig mit aller Energie der Verwirklichung seiner politischen Ziele inf großasiatischen Raum widmet. Ioerge Vargas faßte in einem Schlußkommunique das Ergebnis des Besuches Tojos seinerseits in die Worte, zusammen: „Ich glaube, daß Ministerpräsident Tojo sich während feines Aufenthaltes von der festen Entschlossenheit unseres Volkes überzeugt haben wird, die Kräfte für die groß- ostafiatifchen Ziele Japans einzusetzen." Fortschreiten der japanischen Offensive gegen Tschnngking. T o k i o, 7. Mai. (DNB. Funkspruch.) Das Kaiser- liche Hauptquartier gab bekannt: Japanische Streitkräfte, die im Grenzgebiet der chinesischen Provinz sagte Ian Sägelken, nachdem er gerastet hatte. „Ün beim letzten, da köst'-t das sogar fünf Mark. Nix wie Leuteschinnen un Geld aus'r Tasche. Aber's was i ch bün, ich mach das — so." Damit nahm er den nunmehr nur noch an einem Faden hängenden Zahn elegant und mühelos und legte ihn mit zierlicher Handbewegung auf die imitierte Marmorplatte. „Da -ist das Beest. Du hast'r nix von gemerkt, un nu is das Elend vorbei, un Trombiose trist du nu ai^h nich. Ich nehm da bloß eine Mark für. Is das nich reineweg ge- funnen un geschenkt?" ■yaoer .^e9raöi .4N, e- 15 Spiel. >is bi „Sie», iS Ui L" & .Jer als • 5» Di ;^Qn c iss ■HÄ ptM.' Ä'ibe hb RS nSs. Bremische Anekdoten. Von Karl Lerbs. Kap Horn. „Mal", sagte Ääpfn Bruns, als die Landratten am Tische keine Ruhe gaben und darauf bestanden, daß ihnen das Garn immer dicker gesponnen wurde, „mal, wie ich noch als Erster auf'r „Adelheid Lüders" fuhr, da hatten wir denn dscha bei Kap Horn ’ne Brise, wo es gar keine Nummer für gibt. Sturm ist dscha ümmer, das wissen sogar die Landratten, die Salzwasser bloß vorn Gurgeln kennen, und deshalb gehen die da auch nich hin. Damalen abers tonnte man da dscha woll reinweg das Schuddern bei kriegen. Topp un Klüverbaum waren ratzekahl weg. Fock un Besan waren über Bord, von'r Decklast war keine Faser un kein Span mehr da, und wir krichten so viel Wasser über, daß wir manchmal nich wußten, ob wir noch auf'r „Adelheid Lüders" oder viel weiter unten waren. Der Himmel, der war so gnätterschwarz, und die Bälgen, wo die Landratten „Wellen" zu sagen, die waren so grob, daß mir nicht hätten ausmachen können, ob es Tag oder Nacht war. linnen im Raum, da hätten en Walfisch mit seine ganze Familie en Wettschwimmen machen können. Der Alte tonnte nicht mal mehr fluchen. „Carsten", sagte er un wollte mir seinen Buddel geben, was en ganz ernstes Zeichen war, und wie daß er grabe „Carsten" gesagt hat, kommt 'ne See über, un wie ich wieder so sichtens kucken kann, sitz ich achtern anner Reling, und der Alte, der is all 'ne halbe Meile achteraus, und der Buddel war Flaschenpost geworden. No, un da —" „— da sind sie alle ertrunken", sagte eine boshafte Stimme am unteren Ende des Tisches. Käpt'n Bruns stopfte gelassen mit dem breiten Daumen die Asche in seiner Pfeife fest. — „Ich nicht", sagte er, „ich hatt'r genug von. Ich bün aus» gestiegen un mit ’r Eisenbahn weitergefahren." Nacht aus dem Feuerbereich unserer Waffen herauszuschaffen. An einer Stelle war es feindlichen Kräften gelungen, sich so wett vorzuschieben, daß sie unsere Stellungen unausgesetzt mit Wurfgranaten unter Feuer halten konnten. Um Verluste zu verhindern, entschloß sich eine aus den Unteroffizieren Jppich und Krüger und dem Grenadier Rieger bestehende MG.-Bedienung von der 12. Kompanie des hier eingesetzten Grenadier-Regiments, die bolschewistischen Granatwerferbatterien auszuheben. Ohne einen Befehl abzuwarten, stürmten die drei vorwärts und drangen in die feindlichen Stellungen ein. Mit Handgranaten und Feuerstößen ihrer Maschinenpistolen vernichteten sie 20 Bolschewisten, nahmen weitere 41 gefangen und zerstörten odererbeuteten die Granatwerfer. Noch auf dem Kampffeld beförderte der Divisionskommandeur den Uitter- chfizier Jppich wegen Tapferkeit vor dem Feinde zum Feldwebel. Gleichzeitig mit dem Hauptangriff scheiterten auch die bolschewistischen Fesselungsoorstöße an der S ü d- und Nord flank e. An der Landekovffront südlich Noworossijsk zerschlugen Artillerie und Luftwaffe erneute feindliche Bereitstellungen und hinderten die Bolschewisten daran, über See Verstärkungen heranzubringen. In der Nacht zum 6. Mai versuchte der Femd wiederum, nach starkem Artilleriefeuer mit 18 Booten den Kuban zu überqueren. Die Masse der Kampfgruppe wurde jedoch durch das Abwehrfeuer schon auf dem Fluß zur Umkehr gezwungen. Nur geringe Reste erreichten das Süduser und wurden dort im Nahkampf vernichtet. Den ganzen Tag über griffen Luftwaffenverbände zur Unterstützung der Heeresttuppen in die Abwehrkämpfe ein. Nachdem starke Jagdgeschwader den Luftraum von feindlichen Flugzeugen gefäubjert hatten, bombardierten unsere Kampf- und Sturzkampfflugzeuge vo^gehende und bereitgestellte Jn- fanterie sowie die sie begleitenden Panzer und Fahrzeuge. Durch gutliegende Bombenreihen zersprengten sie die bolscheiBstischen Formationen, zertrümmerten die als Fliegerschutz in Stellung gegangenen Flakgeschütze und brachten mehrere Munitionslager zur Explosion. Schnelle Kampfflugzeuge hatten wieder die Ueberwachung der Gewässer von Temrjuk Übernommen. Sie entdeckten eine Anzahl Landungsfahrzeuge und versenkten oder zerstörten im Tiefangriff 17 Boote. In heftigen Luft» kämpfen gegen feindliche Nah kämpf- und Jagdstaffeln schossen unsere Jäger über dem Kuban-Brücken- köpf 17 feindliche Flugzeuge ab. Anton von Werner. Zum 100» Geburtstag des Historienmalers. Wer sich dem möglichst noch unmittelbaren Per- sönlichteitszauber Bismarcks, Moltkes, Kaiser Wilhelms I., Kaiser Friedrichs aussetzen will, der kommt um Anton von Werners preußisch-schlichte, ungekünstelte, sozusagen dokumentarische Bilder nicht herum.' Anton von Werner wurde 1843 in Frankfurt a. ö. O. geboren. Die dortige Gertraudten- Kirche besitzt übrigens von seiner Hand ein Altar- Bild. Dieses Werk, vom Jahre 1897, ist auffällig, weil religiöse Kunst Anton von Werners sonst kaum bekannt ist. Sein Name ist mit der Historienmalerei verknüpft. Die Zeit 1870/71 weckte seine eigentliche Kraft. Seine „Kaiserproklamation in Versailles" gibt es in zwei Formungen: einmal in der Bildergalerie des Berliner Schlosses und zweitens als Wandgemälde in ter Herrscher-Halle des Zeughauses: dieses, mehrere Jahre später gemalte Bild ist spürbar konzentrierter. Die „Kaiserproklamation" weist bei aller Sachlichkeit und Reserve, die Werner stets wahrte, doch einen Lebensstrom auf, den er in späteren berühmten Kompositionen, z. B. dem „Berliner Kongreß" (in dem Festsaal des Berliner Rachauses) und der „Reichstagserösfnung 1888" nicht erreichte. die Führer Bulgariens bedroht und das bulgarische Volk zu Unruhen aufgeforbert worden waren. Die Methoden des Foreign pffice hätten sich nicht geändert, schreibt „Viatza". England nütze den Fanatismus der kommunistischen Elemente aus, um -in Bulgarien die gleichen Methoden anzuwendw, die seinerzeit zum Zusammenbruch des jugoslaM-- schen Staates geführt hätten. Aus dem Reich. Oie Betreuung der Wehrmachtreisenden. Trotz der vorbildlichen Betreuung, der sich der Wehrmachtreiseveriehr im Reiche bereits erfreut, werden immer neue Maßnahmen getroffen, um diese Betreuung noch intensiver zu gestalten. Der Reichsinnenminister hat.an die Gemeinden, in deren Bereich sich ein lebhafter Reiseverkehr abspielt, einen Erlaß gerichtet, um sie zur tatkräftigen Unterstützung dieser Betreuungsarbeit anzuhalten. In vielen Fällen werden die Gemeinden Grundstücke für Baracken oder andere Räume für Betreuungsstellen zur Verfügung stellen können. Sie können den Wehr- machtdienftstellen bei der Einrichtung der Betreuungsstellen mit Rat und Tat zur Hand gehen. Die Gemeinden können weiterhin aus ihren Volksbüchereien entbehrliche Büchereibestände für diese Betreuung überlassen, sie können Pflanzenschmuck für die Betreuungsheime liefern, ihre Bäder zur Verfügung stellen usw. Auch bei der hygienischen Betreuung des Wehrmachtreiseverkehrs ist die Einschaltung der Gemeinden erwünscht. Der Minister erwartet, daß sich die Gemeinden in jeder Weise aktiv an diesem Werk beteiligen. Keine Erinnerungswerbung. Die im Zuge der Stillegung geschlossenen Einzel« Handelsgeschäfte haben verschiedentlich den Wunsch geäußert, in einer Erinnerungswerbung auf die Wiedereröffnung nach dem Kriege Hinweisen zu dürfen. Der Werberat der deutschen Wirtschaft hat bei allem Verständnis für diesen Wunsch klargestelli, daß eine solche reine Erinerungswerbung nicht gebilligt werden kann, Auch die Werbemittel sind Mangelware und müssen in erster Linie für krttgs- wichtige Aufgaben eingesetzt werden. Es bestehe» aber feine Bedenken, wenn eine Firma während einer gewissen Uebergangszeit von in der Regel die für die Macht und VerLeidlgung des europärschen Kontinents notwendig ist, die Italiener und ihre Arbeit braucht. Der Duce sprach von einer festen Haltung im Kriege, zu der die Ehre für die Kämpfer, Zchammenfassung aller produkttven Kräfte und Anspannung aller nationalen Willenskräfte gehören. Dieser Wille des Duce, so betont Gayda abschließend, ist der Wille des italienischen Volkes. Er ist oberstes Gesetz des Krieges und der nationalen Zukunft. , Sowjets verloren gestern 109 Flugzeuge.. Berlin, 6. Mai. (DNB.) Die sowjetischen Lust- , strsitkräste erlitten am 6. Mai im mittleren und südlichen Abschnitt der Mront besonders schwere Verluste. Bisher liegen Meldungen über den Abschuß von 109 Bolschewisten-Flug- zeugen vor, von denen 93 in Luftkämpfen und 16 durch Flakartillerie der Luftwaffe abgeschossen wurden. Die Mehrzahl der Sowjetflugzeuge wurde un Raum von Drei vernichtet. Hier hatten die Bolschewisten einen Flugplatz anzugreifen versucht. Jäger und Flakartillerie bereiteten dem feindlicheü Verband eine vernichtende Niederlage. Der Verband wurde im Verlaufe einer kurzen, aber heftigen Lust- sckstacht versprengt und die Hälfte der in dem Raum von Drei vorgestoßenen feindlichen Flugzeuge abgeschossen. 38 Flugzeuge in einer Nacht. Berlin, 6.Mai. (DNB.) Die Verluste der Briten bei ihrem Terrorangriff auf Dortmund in der Nacht zum 5. Mai haben sich durch nachttäglich gemeldete Abschüsse der Marineflak um weitere zwei viermotorige ^Bomber erhöht. Damit sind bei diesem Angriff insgesamt 38 mehrmotorige feindliche Bombenflugzeuge von der deutschen Wwehr vernichtet worden. Italiener schossen9 USA.-Flugzeugeab Rom, 7. Mai. (DNB. Funkspruch.) Am 5. Mai traf ein unter dem Befehl von Oberleutnant Guidi stehender Verband italienischer Jäger, der einen Luftgeleitzug begleitete, um 8.30 Uhr auf einen starken Verband schwerer amerikanrscker ?-38-Iäger. Im Nahtampf wurden neun feindliche Flugzeuge ins Meer ab geschossen, fünf weitere Flugzeuge verließen schwer beschädigt den Kampfplatz. „Freiheit" in England. Den Polnischen Emigranten sott der Mund verboten werden. Stockholm, 7.Mai. (DNB. Funkspruch.) Im Zusammenhang mtt dem Abbruch der Beziehungen der Sowjetregierung mit dem polnischen Emigran- ltenklüngel Sikorskis in London und dem deutlichen Abrücken der Briten von den Wünschen und Bestrebungen der polnischen Emigration ist eine Stimme des Londoner „News Chronicle" besonders bemerkenswert. „Die brittsche Regierung muß", so fordert das Blatt kategorisch, „eine notwendige Maßnahme treffen; sie besteht darin, den Mund gewisser unverantwortlicher polnischer Rettungen, die in Großbritannien veröffentlicht werden, zu "fto p f e n. Wenn die veranttoorilchen polnischen Kreise keine derartige Maßnahme ergreifen wollen oder können, so muß die britische Regierung es tun. Viele dieser Zeitungen sind im höchsten Maße schädlich, und sie bedeuten eine Verletzung der Interessen Englands, der USA. und der Sowjetunion." (!) Kleine politische Nachrichten. Reichsführer ff Himmler traf zu einem Besuch in der kroatischen Hauptstadt ein. Während seines Aufenthaltes wurde der Reichsführer vorn Staatsführer des unabhängigen Kroatien, Dr. Ante P a v e l i c, empfangen. * Auf Einladung des Oberbürgermeisters der slowakischen Hauptstadt, Dr. Kooacz, weilt der Korpsführer des NSKK. Kraus zu einem Besuch in Preß- burg, um mtt den führenden Persönlichkeiten der befreundeten slowakischen Krastsahrt gemeinsam interessierende Fragen zu besprechen. Korps'führer Kraus wurde vom Ministerpräsidenten Tuka empfangen und stattete dem deutschen Gesandten Ludin sowie dem deutschen Volksgruppenführer, Staats- Cin Schweizer über dieIuden Bern, 6. Mai. (Europapreß.) Das Schweizer Volksfrontblatt „Die Natton" widmet ihren Leit« arttkel überraschenderweise Ausführungen des Schweizer Nattonalrates Emil Sonderegger über die I u d e n f r a g e. Sorwereyger, ehemaliger Generalstabschef und Oberstdivisionär des Bundes, Heeres, äußerte nach Besichtigung einiger Flüchtlingslager u. a.: „Wer die aus den verfchiedenften Ländern stammenden Männer, Frauen und Kinder, die in den Lagern untergebracht sind, aufmerksam bettachtet, der konnte sich dem Eindruck nicht entziehen, daß wir durchaus andersgearteten Menschen gegenüberstehen, d. h. Menschen, die uns nach ihrer körperlichen und geistigen Erscheinung fremd sind." Der Schweizer Ofsizier schildert dann den Besuch in einer jüdischen Schule und meint, es sei nicht nur die hebräische Sprache, die das Andersgeartete unterstreiche. „Man kann eine einzige Ausgabe des .Israelitischen Wochenblattes' lesen, um denselben Eindruck zu erhalten. Wir verbinden damit kein Werturteil, wir machen lediglich eine Fesfftellung." Gerade weil diese Feststellung mißdeutet würde, sei es gut, sich auf das Zeugnis der Juden selbst berufen zu können. In einer jüngst erschienenen Schrift,11m die jüdische Zukunft« hätten sich weltbekannte Zionistenführer wie Chaim Weizman und Ben Gorion über die Ansiedlung der Juden in Palästin'a geäußert. Sonderegger schneßt: „Die entscheidende Voraussetzung des Zionismus wird nicht ausdrücklich erwähnt, spricht aber aus jeder Zeile: das Bewußtsein des Juden selbst, andersgear» tet zu sein als die europäischen Völker." England« Methode. Bukarest, 6. Mai. (Europapreß.) In den A11 e n t a t e n, die sich in der letzten Zeit in Softä gehäuft haben, sieht die rumänische Zeitung „Viatza^ eine direkte Folge der von Großbritannien geschürten kommunistischen Agitation. Das Blatt weist auf die Tatsache hin, daß die Unruheerscheinungen in Bulgarien zusammenfallen mit einem Leitartikel der Londoner „Times", in dem uhbes, ** tmber yhi " ent' l(t'n L d>. E*. le unb he. bie n eint Mattes» irver. ediglich Lnt, bis * K Ah. nisber W er= ten sich *Wu jden in h eni« ß nitz » 9ean !er" .Ach" nnien ation, bie Ün« den mH in bem Mb 'm. Dir tten sich Ütze den lus, um menbtn, gosicLi.- sich bei erstellt, um diese : Reichs- eren Bi> It, einen rfti^unp vielen für Bo« eilen zur n Wehr- betreu- chen. n W fiir diese enschmlii! iäber 3»r gienische' die 6i» Mnistek 1er Weise «. !N Einzet- n ©unfi aus bit m zu bur- it W* largeM^ nicht Ss" litte! F iir kriege- 5 bestehe^ : währender w Üllegor^ steimZ rten, Z • ihn «* Silber-? 5 und ;fes W ntulotie^ K -r» ?% SpiÄ t de»^ Leiche ten Ti K dein y U MW H anem Amat m chrsr Werbung auf i>ic Grfchirsts- M'°bung hmweist uni) Lobei auch Angaben über eine WiSdereroffnuna nach dem Kriege macht. Kunst und Wissenschaft. 60. Geburtstag Robert pöverleins Reichsminister Dr Goebbels hat dem Architekten Ministerialrat a. D. Robert P ö v e r l e i n in Mün, chsn zur Vollendung seines 60. Lebensjahres in £n^nT9 semer Verdienste um das deutsche Kunsthandwerk die herzlichsten Glückwünsche übA- Eine Kopernikus-Gemeinschaft in Danzig. H Gleiter und Reichsstatthatter Albert Erster eine Vereinigung zur Erforschung des Reichsgaues Danzig-Westpreußen begründet ime,Äoper.n?fu5^®eba^tni5iQl)r den Namen ^^E-Kopermkus-Gemeinschaft" gegeben bat Ihre Aufgabe ist es, Fachgelehrte und freie Forscher zu gemeinsamem uud nutzbringendem Einsatz zu brin- gen wissen chastliche Einrichtungen, Vereinigungen und Pnoatforscher zu fordern und die abqeschlosse- nen Arbeiten zu veröffentlichen. Die neue Gemein- chast, vom Gauhauptmann geleitet, wird in vorläufig elf Sektionen arbeiten für Naturkunde, Bo. denkunde Landichaftskunde, Rassenkunde, Borge- schickte, Dolkstumskunde, Landesgeschichte Kunstae- chichte, Literatur, Musikgeschichte und Wi^chafts! runde. ' * ' * Der (Bauleiter gab am Schluß seiner Ansprache bekannt, daß im Rahmen dieser Gemeinschaft ein „Rikolaus-Kopernikus-Preis" Stiftet [ei, mit dem die beste wissenschaftliche Forschungs. arbeit ausgezeichnet werden fall. Es wird von der Entwicklung der Zeit abhängen, welcher Akt dieser Preis sem wird. Der Pianist Sonrad Hansen la Bulgarien, Auf Einladung der Deutsch-bulgarischen Gesell- scha-ft weilte der deutsche Meisterpiamst Konrad Hansen in Bulgarien. In Sofia gab er einen begeistert aufgenommenen Klavierabend und brachte dann als Gast des Kgl. Bulgarischen Sinfonie-Orchesters unter Leitung seines Dirigenten Sascha Popoo das ck-moli-^Kkcwierkonzert von Brahms vor aus verkauftem Hause zu Gehör. Die weiteren Kla- merabende in Plowdiv, Warna und Russe gestalteten sich gleichfalls-zu einem starken Erfolg für den Künstler und für die deutsche Musik. Die Dichterin Johanna Wolff f. Wie aus Locarno-Orsalina gemeldet wird, ist am 5. Mai die in den letzten beiden Jahrzehnten dort wohnende ostpreußische Dichterin Johanna Wolff im Alter von 85 Jahren gestorben. Sie wurde 1858 als Tochter eines Schusters in Tilsit geboren. Nach dem frühen Tode der Eltern wurde die Voll- waise und das Stadtarmenkind Diakonisse. Don Liliencron in die deutsche Dichtung eingeführt, hat sie besonders mit ihren volkstümlichen autobiographischen Büchern „Das Hanneken" und „Hanne, kens große Fahrt" sich durchgesetzt. Ihr ostdeutscher Roman „Andreas Derlaten" schildert ein Heimat- fchicksal im größeren Dolkserleben. In dem Brevier ^Ein bißchen Freude" sammelte sie Sprüche und in /Wanderer Wir" hat sie ihre gedankentiefe Lyrik Mammengefaßt. Musikalische Aorschungsställen in Kassel. In Kassel wurde die Errichtung einer Souls» Spohr-Forschungsstätte durchgeführt und die Errichtung einer städtischen Heinrich- Schütz-Fo r schun g s st ä tte in Angriff genommen. Bei der. ersten handelt es sich um eine Gedüchtnisstätte für den großen Geigenvirtuosen und Komponisten, der als. Hofkapellmeister der kurfürstlichen Oper dem Kasseler Musikleben Glanz verliehen hat. Es sollen alle erreichbaren Erinnerungsstücke aus Spohrs Besitz gesammelt werden. Ferner soll die Forschungsstätte den bis jetzt kaum - gesichteten umfangreichen Briefwechsel Spohrs, sämtliche Werke des Komponisten und eine Sammlung des Schrifttums über den Meistex und seine . Jeitz.erhalten. Von neuen Filmen. In diesen Tagen wurden die Aufnahmen zu dem Tobis-Lustspiel „Tolle Nacht" unter der Regie von Theo Lingen beendet. Die Hauptdarsteller sind Marte Harell, Gustav Fröhlich, Theo Lingen und Hansi Arnstadt. — Willy Clever und Ellen Fechner, deren Zusammenarbeit sich bereits bei dem Tobis- Lustspiel „Meine Frau Teresa" bewährte, schrieben auch das Drehbuch zu dem neuen, von Kurt Hoffmann inszenierten Tobis-Film „W i e e r z i e h e ich meinen Mann". — Erich Engel ist der Spielleiter des neuen Bavaria-Films „Man rede mir nicht von Liebe", dessen Aufnahmen in Geiselgasteig gedreht werden. Heidemarie Hatheyer und Mathias Wieman sind die Träger der Hauptrollen. Aus der Stadt Gießen. 3m Blütenwunder. Es entspricht dem deutschen Gemüt, daß der mit Kerzen besteckte Weihnachtsbaum im Mittelpunkt des deutschen Weihnachtsfestes steht. Er ist Symbol der Treue, des ewigen Lebens und des neuen Lichtes. Wer heute durch die Städte und Dörfer geht, steht plötzlich einem „Wechnachtswunder" in Gestalt eines nesigen blühenden Kastanienbaumes gegenüber. Die Fülle der Blüten läßt den Kastanienbaum wie von einem weißen, rötlich schimmernden Schleier überworfen erscheinen. Es ist wohl die schönste Zeit des Jahres, wenn die Kastanien chre Blütendowen wie leuchtende Kerzen aufgesteckt haben. Sie er- innem uns in ihrer strahlenden Schönheit an den deutschen Weih na cht sbaum. Die Kastanie in ihrer Blütezeit übt auch die gleiche Wirkung aus wie der Weihnachtsbaum: Sie strahlt Fröhlichkeit, Licht und Hoffnung aus. Auch das hat die Kastanie mit dem Weihnachtsbaum gemeinsam, daß sie sich selbst in den entlegensten Winkeln ihr Festkleid anzieht, gerade als wollte sie Freude und Fröhlichkeit auch lenen bringen, die nicht an den großen Straßen m großen Häusern wohnen. Der Kastanienblüte ist die Apfelblüte in ihrer überreichen Fülle voraufgegangen. Fast in allen Gebieten des deutschen Vaterlandes war die Apfelblüte von einer Reichhaltigkeit und Schönheit, wie sie sich nicht in jedem Jahr wiederholt. Die Apfelbaumalleen durchzogen und durchziehen zum Teil noch die deutschen Lande wie breite, weiße Tücher. Die Lust ist mit lieblichem Dust erfüllt, und ein tiefes Summen in den Bäumen zeigt an, daß unsere fleißigen Bienenvölker sich bemühen, die reiche Honigfülle rechtzeitig einzubringen. Der Bienen- beflug gerade der Apfelbäume ist bekanntlich Darbe, dingung für die Befruchtung, und je fleißiger die Apfelblüte von den Bienen besucht wird, um so größer ist die Hoffnung auf eine gute Apfelernte. Um bie herrliche Farbensinfonie des Frühlings ,zu vollenden, hat auch der Flieder seine duftenden Blütendolden entfaltet und damit seinem süßen Duft den Weg ins Freis geöffnet. Und wenn die Kühle des Abends sich herabneigt, dann umfängt uns eine schier betäubende Dusthülle. Es lüge in weiter Weg vom wirtlichen Weih- nachtsbcDm bis zu feinem Symbol int Mai. Bittere Tage und Wochen liegen hinter uns. Aber mit den sonnendurchfluteten Maientagen wird uns das Herz wieder weit und froh gemacht. Mit der verschönten Natur erwacht in uns neue Lebenslust und Lebenskraft. Es ist schon gut, wenn wir uns die Natur zum Vorbild nehmen, aus ihr lernen und uns zu den- urgewaltiqen Kräften emporziehen lassen, denen wir schicksalhaft verbunden sind. Kür Tapferkeit vor öem Keinöe. Der Gefreite Werner Heß aus Gießen, Oberhof wohnhaft, wurde für Tapferkeit vor dem Feinde bei den Kämpfen im Osten mit dem Eisernen Kreuz H. Klasse ausgezeichnet. Reichssportabzeichen nur für Deutsche. Die Reichssportführung sieht sich veranlaßt, darauf hinzuweisen, daß das Reichssportabzeichen gemäß den bestehenden Bestimmungen nur an Deutsche (Reichsdeutsche und Volksdeutsche) verliehen werden kann. Eine Erwerbung des ReichssportabZeichens durch Ausländer ist Nicht möglich. Auch der Käufer macht sich strafbar. Die neue Anordnung des Reichsnährstandes über das Verbot des unmittelbaren Obsteinkaufs beim Erzeuger wird von Oberregierungsrat Dr. Recke vom Reichsernährungsministerium im Zeitung s- dienst des Reichsnährstandes erläutert. Er weist darauf hin, 'daß eine gerechte Verteilung von Obst und Gemüse sichergestellt werden müsse. Die Zulassung des freien Einkaufs würde diejenigen ungerechtfertigt bevorzugen, die Zeit unb Geld haben, die Erzeuger aufzusuchen. Die Erfassung sei auch für die «Versorgung der Wehrmacht, wie für die Herstellung von Marmelade und Konserven notwen-' big. Die Anordnung wende sich nicht nur an die Erzeuger, sondern auch an die Verbraucher. Bei einem Verstoß mache sich also auch der Käufer strafbar. Selbstverständlich werde nicht verhindert, daß die Bewohner ländlicher Gemeinden innerhalb ihrer Ortsgemeinde unmittelbar beim Erzeuger ihren Bedarf decken. Klein- und Schrebergärtner sowie Haus- gartenbefitzer können nach wie vor dritte Personen beliefern. Auch auf Pilze und Wildfrüchte findet das Verbot keine Anwendung. Die Gartenbauwirtschaftsoerbände sind ermächtigt, im Bedarfsfall auch für Gemüse in ihren Gebieten entsprechende Verbote auszusprechen. Verdunkelungszeit: 7. Mai von 21.57 bis 5.09 Uhr. Oreiundzwanzig neue Gaudiplome. Nhein-mainische Betriebe durch den Gauleiter ausgezeichnet. NSG. Gauleiter und Reichsstatthalter Spreu- aer überreichte in einer von der Arbeitskammer Hessen-Nassau veranstalteten Feierstunde im Adolf- Hitler-Haus zu Frankfurt a. M. zum Abschluß des Leistungskampfes der deutschen Betriebe 23 Betrieben des Gaues Hessen-Nassau das ihnen von ihm verliehene Gaudiplom für hervorragende Leistungen. Der Gauobmann der Deutschen Arbeitsftont, Oberbereichsleiter E ck, meldete dem Gauleiter die vier Kriegsmusterbetriebe des Gaues und die Betriebe, die für das Gaudiplom vorgesehen sind. Nach, dem der Gauobmann Ausführungen über den Sinn des Leistungskampfes gemacht hatte, ergriff der Gauleiter das Wort. Gauleiter Sprenger brachte feine Freude darüber zum Ausdruck, den Betriebsführern und Betriebsobmännern einer größeren Anzahl Betriebe die hohe Auszeichnung des Gaudiploms für hervorragende Leistungen über» reichen zu können. Es fei ihm Beweis, daß der ßeiftungstampf im Sinne nationalsozialistischer An- schauung zur Durchführung gelangt fei. Trotz der durch den Krieg bedingten Schwierigkeiten haben sich die Betriebe die Aufgabe gestellt, ihre Leistungen zu steigern und diese Aufgabe auch erfüllt. Man möge jedoch nicht den Fehler begehen, durch sklavische Anspannung der Kräfte Höchstleistungen zu er, zielen. Nur durch ebn gutes Vorbild kann allen schaß senden Kräften der Weg gezeigt werden, der zu einer Steigerung des Leistungswillens führt, und so die erhöhten Anforderungen an die Betriebe erfüllt werden. Eine Einheit von Front und Heimat kämpft und arbeitet für den Sieg. Je härter der Kampf wird, um so größer wird die Arbeit, um so näher wird aber auch der Sieg sein. Der Gauleiter richtete die Mahnung an die Betriebsführer, alles auszu- rickten auf ein Vorbild, auf den ersten Arbeiter und ersten Soldaten des Reiches, unseren Führer Adolf Hitler. Zum Abschluß der Feierstunde verlieh der Gauleiter die Gaudiplome an 23 Betriebe, die sich aus je einem Betrieb der Fachgruppen Nahrung und Genuß, Bekleidung und Leder und Bau, je zwei an Chemie- und Freie Berufe, Wald- und Holzbetriebe, drei Banken und Versicherungen, fünf Eisen- und Metallbetriebe und sechs Betriebe der Energie und Derkehrsverwaltung zusammensetzen. Steuerruudschau für Mai 1943. - Von Dr. jur. et rer. pol. K. Wuth, Steuerberater, Berkin. Erste Vorauszahlung auf bie neu geregelte Gewerbesteuer am 10. Mai. Die Gewerbesteuer wird für die Zeit seit dem 1. 4, 1943 auf Grund der Verordnung vom 31. 3. dieses Jahres von den Finanzämtern in vereinfachter Form festgesetzt und erhoben» Sie ist künftig für das Kalenderjahr (nicht mehr das Rechnungsjahr) zu zahlen und richtet sich nach dem Gewerbeertrag des laufenden Jahres, nicht des Vorjahres. Für die Gewerbesteuer des Kalenderjahres 1943 wird also der Gewerbeertrag des Jahres 1943 zugrunde' gelegt: der Gewerbeertrag des Jahres 1942 fällt als Besteuerungsgrundlage aus. Das Finanzamt veranlagt die Gewerbesteuer wie bie Einkommensteuer nach Ablauf des Kalenderjahres nach dem Hebesatz der hebeberechtigten Gemeinde unter Zugrundelegung des zunächst festgesetzten einheitlichen Gewerbesteuermeßbetrages. Die Gewerbesteuer für die Zeit vom 1. 4. bis 31. 12. 1943 bemißt sich nach °/i2 des einheitlichen Gewekbesteuermeßbetraqes für das Kalenderjahr 1943. Beispiel: Gewerbeertrag 1943 : 8000 RM., Steuer- meßbetrag nach dem Gewerdeertrage: 220 RM. Gewerbekapital am 1. 1. 1943 : 30 000 RM., Steuermeßbetrag nach dem Gewerbekapital: ' 60 RM., Einheitlicher Gewerbesteuermeßbetrag 1943 280 RM. 9Ii2 für die Zeit vom 1. 4. bis 13. 12. 1943 210 RM. Hiervon errechnet sich die Gewerbesteuer für bie Zeit vom 1. 4. bis 31. 12. 1943 nach dem bisherigen Hebesatz. Aus die Jahresgewerbesteuer sind im Laufe des Kalenderjahres Vorauszahlungen zu entrichten, die erste Vorauszahlung auf Grund der neuen Verordnung am 10. 5. 1943 in Höhe von Vt der zuletzt festgesetzten Gewerbesteuer (regelmäßig für 1942). Abwicklung der bisherigen Gewerbesteuer und sonstige Aenderungen. Die Abwicklung der bisherigen Gewerbesteuer für die Zeit bis zum 31. 3. 1943 erfolgt noch seitens der Gemeindebehörde, wenn entweder der einheitliche Steuermeßbetrag erstmalig festgesetzt oder bereits vor dem 1. 4. 1943 vom Finanzamt geändert worden ist. Die Gemeindebehörde hat im letzteren Falle den neuen Gewerbesteuerbescheid, der der Aenderung' entspricht, spätestens am 15. 5. 1943 bm Steuerschuldner bekanntzugeben. Auch die Zahlung hat in diesen Fällen noch an die Gemeinde- bezw. Stadtsteuerkasse zu erfolgen. Ist die Aenderung des einheitlichen Meßbetrages bei der Gewerbesteuer für die Zeit bis zum 31. 3. 1943 erst nach diesem Zeitpunkt erfolgt, so wird die Gewerbesteuer nicht neu festgesetzt. Der Unterschiedsbetrag der sich durch die Aenderung des Steuermeßbetrages hinsichtlich der Höhe der Gewerbesteuer ergibt, wird vielmehr bei einer Erhöhung der Gewerbesteuer durch einen Zuschlag zu dem einheitlichen Steuermeßbetrag für das Kalenderjahr 1943, bei einer Herabsetzung durch einen Abzug hiervon berücksichtigt. Die Lohnsummenfteuer ist ab 1.4.1943 für jedes Kalenderoierteljahr spätestens am 15. nach Ablauf, erstmalig also am 15.7. für das 2. Kalendervierteljahr 1943, unter gleichzeitiger Abgabe einer Erklärung über die Berechnungsgrundlage an die Gemeinde- bzw. Stadtfteuer^Kasse abzuführen. Die Befreiung von an Lehrlinge, Schwerbeschädigte und über 60 Jahre alte Arbeitnehmer gezahlten Lohnbeträgen von der Lohnsummensteuer ist fortgefallen, ebenso die bisherige Steuerfreiheit von Abgangs- und Auf- gabenentj chadigunge n. Mit Wirkung seit dem 1. 1. 1943 unterliegen Wandergewerbebetriebe, d. h. gewerbliche Unternehmen, die nach der Gewerbeordnung eines Wandergewerbescheines bedürfen, nicht mehr der gleich- zeitig aufgehobenen Wandergewerbesteuer, sondern der allgemeinen Gewerbesteuer nach dem Gewerbeertrag und dem Gewerbekapital. Der Hebesatz für die Gewerbesteuer der Wandergewerbebetriebe beträgt allgemein 240 v. H. des einheitlichen ©teuer= meßbetrages, während fönst — auch bei nur teilweise stehendem Gewerbebetrieb — die Hebsfätzc der Gemeinden gelten. Zuständig sind allgemein die Finanzämter. Zunächst werden Vorauszahlungen auf Grund der voraussichtlichen Gewerbesteuer für 1943 erhoben. Erste vermögenssteuerrale für 1943/44 am 10. Mai. Am 10. 5. ist die erste Vierteljahresrate auf die Vermögenssteuer für das Rechnungsjahr 1943/44 fällig. Die Wertgrenzen für Neuveranlagungen des Vermögens auf den 1. 1. 1943 bei Aenderungen gegenüber dem bisher veranlagten Vermögen sind durch die Verordnung vom 4. 4. d. I. geändert. Eine Neuveranlagung zur Vermögenssteuer findet nur noch statt, wenn sich der Wert des Vermögens (Gesamtvermögens) gegenüber der letzten Veranlagung — regelmäßig der Hauptveranlagung auf den 1. 1. 1940 — entweder, wie bisher um mehr als Vs oder mehr als 200 000 RM. (bisher 100 000 RM.) geändert hat. Unter dieser Voraussetzung finden Neuveranlagungen zur Vermögenssteuer auf den 1.1. der Jahre 1943 und 1944 statt: die nächste allgemeine Hauptoeranlagung ist für den 1.1.1945 vorgesehen. Der Einheitswert eines Grundstücks — auch Betriebsgrundstücks oder landwitschastlichen Betriebes — wird auf den 1. 1. der angegebenen Jahre neu festgestellt (Wertfortschreibung), wenn sich der Wert gegenüber dem zuletzt festgesetzten Ein- heitswert — regelmäßig auf den 1. 1. 1935 — um mehr als Vs, mindestens um 500 RM. (bisher 100 RM ), oder aber um mehr als 200 000 RM. (bisher 100 000 RM.) geändert hat. Für die Neufestsetzung des Einheitswerts eines gewerblichen Betriebs muß die Aenderung mehr als Vs, min° • < Privaigeepräche am Fernsprecher unterlassen! Vom Schicksal verweht Roman von Holla Gutkelch (Schluß.) -Mit Anstrengung richtet sich Lewis auf. „Major Seegrave!" Seegrave steckt die Karten in ein rotes Leder- futteral, es konzentriert sich ja doch niemand auf das Spiel. „Was ist denn, Doktor?" Lewis deutet auf den Stuhl neben seinem Bett, lagt erregt: „Haben Sie Papier und Bleistift, Major?" „Ja, aber was soll ich denn jetzt schreiben, Dok- 'or? Die verfluchten Nigger..." Lewis unterbricht ihn erregt: „Schreiben Sie: ich, Robert Lewis, bekenne hiermit, im Mordprozeh Uscher als Zeuge wissentlich eine falsche Aussage gemacht zu haben. Es ist unwahr, daß ich mich m Heinern Ordinationszimmer aufhielt, als B^iepor }reeman von Peter Fischer getötet wurde. Wahr st vielmehr, daß ich hinzukam, als beide in einen Streit gerieten ..." Erschöpft sinkt Lewis auss Bett zurück.' Seegrave, der, sein Notizbuch auf den Änien bah -enb, mitgeschrieben hat, hebt betratfen den Kopf. Mann Gottes, wissen Sie, was Sie da reden. Dann haben Sie La damals einen Meineid gemistet —?" „Schreiben Sie ..." fährt Lewis leise fort. „An . t