195. Jahrgang Nr. 55 Erscheint täglich, anher Lonntags und feiertags Beilagen: Giehener ^amilienblätter Heimat imBild DieScholle Bezugspreis: Monatlich... RM.1.80 Zustellgebühr... „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Fernsvrechanschluh 2251 Drahtanschrift: „Anzeiger" PosttcbeckL168k Franks. M. Samstag, 6 / Sonntag,7. März 1945 ÄMJT Ä d §aM8tag.b / Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Lchriftleltung und Geschäftsstelle: Gietzen, Zchulstratze 7-9 Druck und Verlag: vrühlsch e UniversitStrdruckerei H. Lange Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8' »UlirdesVormittagS Anzcigen-Preise: Anzeigenteil 7 Rvf. je mm bei 22 mm Zeilenbreite, Tertteil 50 Rvf. ie mm bei 70 mm Zeilenbrertö Nachlässe: Wiederholung Malstaffel I AbschlüsseMengenstaffelR Blabvorschrift ivorherig«: Vereinbarung) 25"»mehr Die immer wiederkehrende Erklärung, daß an fangen/ flotte zu geben. Eine große Zeit fordert starke Herzen die den Die gibt sich, daß ein berufstätiger Mann tagsüber normalerweise europäisch gekleidet ist und nach Feierabend diesen Arbeitsanzug mit der bequemen und in der Sommerhitze auch bei Tage vielfach bevorzugten, einheimischen Tracht vertauscht, die durch die Schönheit der Farbe und Muster alle'ausländi- chen Gewänder in den Schatten stellt. Die Ver- uche, eine größere Uniformierung der Frauenklei- )ung mit zweckmäßigerem Schnitt durchzuführen, haben nur begrenzte Ergebnisse erzielt. Tokio ist eine sehr solide Stadt. Spätestens um 11 Uhr abends liegen seine Bewohner im Bett oder, richtiger gesagt, auf der Matte. Restaurants, Bars und Bierhallen schließen um 10 Uhr, Theater und Kinos eine halbe Stunde früher. Wer nach Mitternacht auf der Straße ist, muß damit rechnen, von einem der zahlreichen Polizeiposten nach Personalien und Zweck und Ziel des Weges befragt zu werden. Tokio hat den Ruf, die. sicherste und an Verbrechen ärmste Großstadt der Welt zu sein. Ein großstädtisches Nachtleben gibt es in Tokio heute nicht. Soweit es in sehr beschränktem Maße in Friedenszeiten bestand, ist es seit Beginn des Chinakonfliktes nach und nach abgebaut worden. Die Ortseingesessenen scheinen es nicht zu vermissen. Man hat Tokio „die Stadt der 100 000 Läden" genannt. Wir haben sie nicht gezählt, aber es gibt wohl keine zweite Stadt mit gleichviel Läden vom riesigen Kaufhaus bis zu den kleinsten Duden, die vielfach noch mit der Werkstatt verbunden sind. Darin stellt die gesamte Familie in Heimarbeit Waren her, die gleich an Ort und Stelle zum Verkauf stehen. Allen gemeinsam ist die Erscheinung, daß ihre Warenlager für ein Land mitten im Kriege noch erstaunlich reichhaltig sind. Auch Japan befindet sich in einem großen Konzentraüonsprozeß seiner Wirtschaft, um den Anforderungen der Kriegführung zu genügen, genießt aber mittlerweile noch den Vorteil, daß bis in die Gegenwart hinein sich unzählige Kleinbetriebe aller Art in Industrie, Gewerbe und Handel erhalten haben, deren Lager wertvolle Materialreserven bilden. Im zweiten Jahre des Ostasienkrieges nimmt das tägliche Leben der Hauptstadt des Großraumes seinen gewohnten, gleichmäßigen Gang. Aeußerlich hat der große Krieg Tokios Gesicht kaum verändert. Es ist allerdings zu bedenken, daß die Siebenmillionenstadt bereits früher, bald nach Ausbruch des Chinakonfliktes, das Kriegsgewand anlegte und den Leibriemen enger schnallte. Die Kost ist ein wenig frugaler geworden, aber eine gesunde, kräftige Nahrung ist für jedermann vorhanden. Kleinere Entbehrungen werden von allen willig getragen in der Ueberzeugung, daß, gleichgültig, wie lange der Krieg dauern mag, mit jedem Tag der Augenblick näherrückt, in dem unter Tokios Führung der friedliche Aufbau der „Sphäre des gemeinsamen Wohlstandes" im Ernst beginnen kann. den gleichen Anlaß und das gleiche Ziel: Weil die Briten sich auf dem Schlachtfeld den deutschen Soldaten und der deutschen Führung unterlegen fühlen, erhoffen sie durch Terror die Bevölkerung zu zermürben und damit die deutsche Kampfkraft entscheidend schwächen zu können. Das ist ein Trugschluß. Das deutsche Volk steht im totalen Krieg. Die Bevölkerung der von den britischen Terrorangriffen betroffenen Städte beweist Tag für Tag durch eine der Front ebenbürtige Haltung, daß man mit Terror das deutsche Volk niemals auf die Knie zu zwingen vermag. Im Londoner „Daily Herold" hat ein Flieger, der an den letzten Terrorangriffen gegen Deutschland mitwirkte, gesagt, die deutsche Entschlossenheit in der Abwehr der Luftangriffe sei geradezu „unglaublich", das Blatt solle doch seinen Lesern mitteilen, daß alle Deutschen unnachgiebig und zäh seien, und die Berichte des neutralen Auslandes über diese Terrormaßnahmen bestätigen das, was all- Welt w-iß: diese Bombardierungen haben einen glühenden Haß. sie haben nur den einen Willen geweckt, den Urhebern dieser Verbrechen gegen Zivilisten den Terror heimzuzahlen. Der Führer hat in seinen wiederholten Abrüstungsvorschlägen an England und Frankreich das Verbot des Luftkrieges gegen die Zivilbevölkerung der kriegführenden Staaten an die erste Stelle gerückt. England hat diese Vorschläge, die auf eine Humanisierung des Krieges und auf seine Begrenzung auf die kämpfende Truppe hinwirken wollten, regelmäßig abgelehnt. Er wußte, warum. Damals besaß Deutschland noch keinerlei militärische Luftverbände. Die übrigen europäischen Großmächte hatten dagegen einen so erheblichen Vorsprung, daß er ihrer Meinung nach nicht mehr eingeholt werden Der britische Lustterror zerschellt am deutschen Abwehrwillen Auch Haß macht stark. Churchill erhielt soeben von Stalin- ein Anerkennungstelegramm für die britischen Terrorangriffe auf deutsche Städte. Wahrscheinlich wird Churchill sich dieses „Ehrendiplom" einrahmen lassen, weil es wohl das erstemal ist, daß Churchills Kriegspolitik von Moskau ein Lob erhielt. Es ist ein zweifelhaftes Lob: nachdem aber auch englischerseits ausdrücklich festgestellt wurde, daß zwischen Bolschewismus und britischem Kapitalismus kein Unterschied mehr besteht, so haben auch wir keinen Anlaß, ihm in der Einstufung seiner charakterlichen Qualitäten den Platz neben Stalin streitig zu machen. Ein Terrorist spricht einem andern Terroristen für besonders brutale Kriegführung seine Glückwünsche aus. In der englischen Presse tobt sich demgemäß eine Art Blutrausch über die hohe Zahl von Opfern aus, die die britisch-amerikanischen Terrorangriffe unter der deutschen Bevölkerung fordern. Mit Wollust werden dabei die Opfer von Frauen und Kindern besonders hervorgehoben. Man erkennt die Wirkung der jüdischen Agitation, Ne in ihrem Haß die Ausrottung des deutschen Volkes verlangt. D«»r britische Znnismus. mit dem .während des ersten Weltkrieges die Hungerblockade gegen Greise, Frauen und Kinder in Deutschland durchgeführt wurde, entstammt der gleichen Wurzel innerer Verrohung wie die unmenschliche Methode, mit der England um die Jahrhundertwende Frauen und Kinder der Buren dahinschmachten ließ. Der britische Hungerkrieg von damals wie der britischamerikanische Terrorkrieg zur Luft von heute haben Das tl-Aoot Hauptproblem der feindlichen Kriegführung Hauptstadt eines Großraums Von unserem abs.-Korrespondenten. Aufgaben nach Kriegsende an Bedeutung unge- : heuer gewinnen müssen. Die Siebenmillionenstadt Tokio hat sich erstaun- 1 lich rasch in die Rolle der Zentrale für ganz Ost- asien hineingefunden. Heute erst zeigt sich in vollem ; Umfang die Weisheit des Beschlusses, mit dem nach ■ der Meiji-Restauration die Reichshauptstadt 1869 von der traditionellen kaiserlichen Residenz Kioto nach Yeddo verlegt wurde, welches gleichzeitig den Namen Tokio, d. h. „Oestliche Hauptstadt" erhielt. Im alten Kioto, das noch heute das Entzücken aller Iapanreisenden erweckt, treten die Bindungen an die aller Außenwelt abgekehrten Vergangenheit Japans viel stärker in Erscheinung als in Tokio, dessen Bewohner am wenigsten insular von allen Japanern sind. Das soll nicht heißen, daß die Einwohner Tokios weniger gute Japaner als die Mitbürger anderer Landesteile seien, aber bei ihnen ist dos starke Bewußtsein von ihren nationalen Aufgaben mit einer großen Kenntnis der Außenwelt und deshalb mit einer klaren Abschätzung der Erfordernisse gepaart, welche die politische Aufgabe dem japanischen Volke stellt. Auch wirtschaftlich ist Tokio heute unzweifelhaft Japans führende Stadt, besonders seitdem die Bedeutung der hauptsächlich für den Export arbeitenden Fertigwarenindustrien im Gebiet um Osaka und Kobe vorübergehend von den Anforderungen an die Kriegsindustrie überschattet wurde und die Organisierung der Rüstungsproduktion eine straffe Zentralisierung bei ausschlaggebender Mitwirkung der Staatsbehörden erforderlich machte. Tokios wirtschaftliche Führerrolle auch im Großraum wird mehr und mehr anerkannt. Das zeigt sich auch in der Tatsache, daß die großen deutschen Handelsfirmen in China und anderen Großraumländern in steigender Zahl Niederlassungen in Tokio errichten und daß ihre leitenden Männer immer häufiger zwecks persönlicher Fühlungnahme mit den Zentral- instanzen Tokio aufsuchen. An landschaftlichen und städtebaulichen Schönheiten kann Tokio mit ihrer Vorgängerin Kioto sich nicht messen. Es ist verhältnismäßig arm an historisch bedeutenden Baudenkmälern. Dabei ist zu bedenken, daß ein großer Teil der alten Stadt dem Erdbeben und Feuer von 1923 zum Opfer fiel. Nur der Kaiserpalast, der von breiten, mit zyklopischen Kaimauern einfaßten Kanälen umgeben ist und von dem der profane Blick nur einzelne Tore und Wälle und aus Gärten emporraaende, geschwungene, grüne Kupferdächer, die an buddhistische Tempel erinnern, mehr erahnt als erblickt, sowie die mit Papierlaternen und riesigen Ladenschildern geschmückten Gäßchen des volkstümlichen Stadtteiles Asakusa, erinnern noch an Alt-Yeddo. Dicht neben dem Palast aber erheben sich die modernen Ziegel- und Betongebäude der Ministerien, und unweit davon ragt der weiße Monumentalbau des Reichstages mit eigenartiger, viereckiger Mittelkuppel gen Himmel. In dem Viertel rings um Ginza, das vor dem Krieae Tokios Broadway genannt wurde, stehen achtstöckige Kaufhäuser amerikanischen Stils dicht neben traditionellen japanischen Restaurants, deren zierliche Holzbauten sich um mit Zwergbäumen ge- i*mü^te Gärtchen mit Lotosteichen gruppieren. Zwischen Ginza und dem Kaiserpalast liegt das Viertel der Großbanken und Handels- und In- dustrietonzerne. deren Verwaltungsbauten meift neoklassischen Stil zeigen. Säulen scheinen in Tokio Symbole der Hochfinanz zu sein. Auch die kleinste Bankfiliale ist kaum ohne Säulenpaar, beiderseits des Eingangs, denkbar, selbst wenn die ohitb lalsade dem landesüblichen Holzbau nur vorgeklebt f Die unvermittelten Kontraste zwischen der> herkömmlichen japanischen Bräuchen und westlichen Sitten und Einrichtungen zeigt Tokio nicht nur in seinen Bauten. Sie treten überall zutage. Die überwiegende Mehrheit der Bürger Tokios lebt m Häusern japanischen Stils, deren mattenbedeckte Böden nur nach Ablegung der Stiefel oder Holzsandalen auf Strympfen betreten we^en Durren und auf denen man ohne Stühle auf Kissen hockt. Andererseits sind die Büros aller Bebärben und Großsirmen rein westlich eingerichtet. Daraus er- Tokio, Ende Februar. „Die Hauptstadt des Großraumes", Tokio, ist heute nicht nur Hauptstadt des Japanischen Reiches, das einschließlich Korea, Formosa und Karafuto (die Südhälfte Sachalins) rund 100 Millionen Einwohner beherbergt, sondern zugleich politisches und wirtschaftliches Zentrum des ostasiatischen Groß- raumes. Japans Grohraumideal oder, um den japanischen Ausdruck zu gebrauchen, die Idee der „ostasiatischen Sphäre des gemeinsamen Wohlstandes", sieht vor, daß die einzelnen Teilgebiete nicht in Herrschende und Beherrschte entfallen, sondern alle Nationen der ostasiatischen Völkerfamilie als vollberechtigte Mitglieder der Gemeinschaft freie Beiträge zum Aufbau einer neuen, besseren Ordnung leisten und an den Früchten ihren angemessenen Anteil erhalten sollen. Dieses Ideal kann in der Praxis nicht ohne klare, straffe Führung verwirklicht werden. Das Nervenzentrum dieser Führung liegt in Tokio. Zwar mögen infolge weitgehender Dezentralisierung der Verwaltung praktische Schwierigkeiten entstehen. In klarer Erkenntnis der zwischen den verschiedenen Großraumteilen vorläufig bestehenden, beträchtlichen Unterschiede des Volkstums, des Bildungsstandes und der politischen und wirtschaftlichen Entwicklung wurden den Militärbehörden in den besetzten Gebieten große, exekutive Vollmachten ‘ übertragen. Die grundlegende Planung des künftigen Neuaufbaues, die Abgrenzung wirtschaftlicher Aufgaben und der Ausgleich natürlicher, vielfach überklappender oder widersprechender Interessen ist den Zentralbehörden in Tokio Vorbehalten. Der beste Beweis hierfür ist die Schöpfung eines besonderen Ministeriums für Großostasien, das heute schon für alle Großraumfragen in Zusammenarbeit mit den Wehrmachtsbehörden federführend ist und dessen Die Marinedebatten im Unter- und Oberhaus! Die immer wiederkehrende Erklärung gehen nun schon seit Kriegsausbruch mit gedämpf- Errichtung der zweiten Front bisher tem Trommelklang über die politische Bühne. Selbst- U-Bnot-Gvfolaen aefcheitert ist. kommt I verständlich ist der englische Marineminister Alexander bemüht, seine Waffe in einem möglichst glänzenden Licht zu zeigen: die zahlreichen Abgeordneten, die in der Kriegsflotte gedient haben,, bilden den freundlichen Chor. Aber die Sprechweise dieser aktiven Vertreter der.Kriegsflotte oder ihrer früheren Offiziere ist doch wesentlich gedämpfter als die Lautstärke, mit der Churchill ober der USA- Marineminister Knox über das Thema zu sprechen pflegen. Die echten Sprecher der englischen oder der USA.-Kriegsflotte schenken ihren Landsleuten wenigstens einige Tropfen reinen Weines ein, damit ihre Zuhörer' das rechte Maß für die Anstrengungen der Kriegsflotten finden. Wir, die wir die Zähigkeit und Entsagungskraft unserer deutschen Seeleute, insbesondere unserer U-Bootbesatzungen bewundern, wollen gern zugeben, daß insbesondere die englische Kriegsflotte das Menschenmögliche tut. Nur hgben sich sowohl die waffentechnischen wie die allgemeinen operativen Grundlagen so sehr geändert, daß England nicht mehr zum Zug kommt, daß es nicht mehr glänzende Seeschlachten wie zu Nelsons ober gar zu Drakes Zeiten baoon trägt. So ist der Widersinn zu erklären, daß die englische Admiralität auf den Druck der Politiker hin seit Juni 1940 die Dersenkungs- ziffern der U-Boote verschweigt, aber jetzt zugibt, daß die Kriegsflotte als solche fünf Schlachtschiffe, sieben Flugzeugträger, 25 Kreuzer, 94 Zerstörer, 14 Korvetten, 44 U-Boote und Hunderte von Hilfsschiffen aller Art verloren hat. Ein arbeiterparteilicher Lord erklärte dazu: „Diese Aufzählung stellt ein e ebenso stolze w i e schreckliche Liste dar." Die Zusammenspannung der Eigenschaftsworte ebenso stolze wie schreckliche ist aufschlußreich. Sie setzt den Wunsch der englischen Marinekreise in grelles Licht, ihren Landsleuten wenigstens einen Maßstab für die großen Anstrengungen der eigenen Kriegs- U-Boot-Erfolgen gescheitert ist, kommt dazu. „Times" hat nach der Rede Alexanders die Dinge auf die Formel zurückgeführt: „Der Krieg gegen bie U-Boote ist die H a u p tf ra g e, der die alliierten Streitkräfte heute zur See und in der Luft gegenüberstehen." Alexander hatte sich in seiner Rede sehr gewunden ausgedrückt, aber er hat doch sagen müssen, daß die Schiffswerften Mangel an Facharbeitern haben, und damit können sie ihre Aufgabe nicht erfüllen. Der ehemalige USA.-Präsident Hoover hat in der „New York Herakd Tribüne" rund heraus gesagt, mit der gegenwärtigen Tonnage könnten die Alliierten einen ernsthaften Angriff auf Europa überhaupt nicht unternehmen. Vielleicht erst 1945, vielleicht noch später, wenn die Hoffnungen, die U-Boote auszumerzen, bis dahin von Erfolg sein würden, augenblicklich hätte man jedenfalls noch kein Mittel dagegen gefunden. Und bann kommt eine Warnung. Hoover sagt, diese Meinung sei natürlich der der amerikanischen und englischen Admirale entgegengesetzt. „Aber wenn wir ihre Meinung befolgten, bann könnten wir ernsthaft das Rückgrat unseres Volkes an der Heimatfront brechen und damit einen allgemeinen Zusammenbruch herbeiführen!" Auch der „Philadelphia Jnquirer" meint, eine Aussicht für eine Landung in Europa sei nicht gegeben und verweist darauf, daß die alliierte Flotte zumindest doppelt so stark sein müßte, als sie gegenwärtig ist. Und schließlich kommt eine amerikanische Autorität, der Kommandeur der USA.-Streitkräfte in den europäischen Gewässern, Admiral Stark. Er sagte: „Wer die Tatsachen kennt, weiß, daß das U-Boot nach wie vor unser Hauptproblem ist. Jede Bewegung, die wir machen wollen, hängt von ausreichender Tonnage ab. Wenn wir der U-Boot-Gefahr nicht Herr werden, sind wir wie in einem Schweinestall ge° Cmpiredämmerung. Das britische Empire war noch in diesen Krieg gezogen als die ausgedehnteste politische Macht-- organisation, die die Weltgeschichte bis heute gekannt hat. Es umfaßte ein Viertel der Erdoberfläche und mehr als ein Viertel der Menschheit. Aber feine politische und wirtschaftliche Machtstellung hatte bereits im ersten Weltkrieg durch die erwiesene Unmöglichkeit, den Krieg ohne Hilfe der Vereinigten Staaten zu einem siegreichen Ende zu führen,'einen bemerkenswerten Abbruch erfahren. Wenn sie bisher auf der Seeherrschaft der englischen Flotte beruhte, so hatten die Seeschlachten des Weltkrieges bereits den Glauben an die Unbesiegbarkeit ber * grand fleet schwer erschüttert und nach dem Kriege präsentierten die Vereinigten Staaten den Wechsel für ihre Hilfe auf den Schlachtfeldern Nordfrankreichs in Gestalt der Forderung auf Gleichberechtigung zur See. Im Vertrag von Washington mußte England 1922 den Vereinigten Staaten die Flottenparität zugestehen. Der Anspruch auf absolute Überlegenheit der englischen Flotte über die beiden nächstgrößten Flotten der Welt, ein Anspruch, der ein wesentliches Moment für die britische Einkreisungspolitik gegen Deutschland und schließlich für* den Weltkrieg selbst gewesen war, war nun als Folge dieses Krieges für immer dahin. Er war verloren gegangen an den allzu mächtig gewordenen Bundesgenossen. Aber auch die wirtschaftliche Grundlage des Empire war ins Wanken geraten, denn das Hauptgläubigerland der Welt war durch den Weltkrieg zum Schuldner der Vereinigten Staaten geworden, die selber den Schritt vom Schuldner zum Weltbankier gemacht haben. Auch seine Stellung als erster Industriestaat der Welt, die ihm schon seit der Jahrhundertwende von Deutschland und den Vereinigten Staaten streitig gemacht worden mar, hatte England nach dem Weltkrieg an die USA. verloren. Aber als Besitzer gewaltiger Rohstoffquellen von zum Teil monopotartigem Charakter (Gummi) und Inhaber der Hälfte der Welttonnage war England noch immer eine wirtschaftliche Weltmacht von imponierender Große. Freilich seine politische Linie zeichnete sich in den Nachkriegsjahren durch eine Unsicherheit aus, die seltsam abstach von der rücksichtslosen und selbstbewußten Ueberlegenheit der viktorianischen Aera. Die Umbildung zum British Commonwealth of Nations und der Uebergang vom Freihandel zum System der Vorzugszölle auf der Konferenz von Ottawa 1932 waren Lockerungen im Gefüge des Empire, die von den im Weltkrieg groß und selbständig gewordenen Dominions erzwungen worden waren. Man hat sie als weise Auffang-Methode, die weitergehenden Unabhängigkeitswün.fchen der Empirestaaten vorgebeugt habe, gepriesen. Aber es scheint, als ob es sich noch im Laufe dieses zweiten Weltkrieges zeigen wird, daß England mit dieser Methode die Entwicklung nicht hat abstoppen können. Denn wenn auch die Dominions gegen eine mehr oder minder starke Opposition nationalistischer Kreise in der Heimat wiederum ihren Blutzoll für den Krieg Englands entrichten und das Mutterland in die Lage versetzt haben, seine Feldzüge in Nordafrika und Ostasien im wesentlichen mit Truppen der Dominions zu führen, so hat doch die völlige Verschiebung des angelsächsischen Machtzentrums von London nach Washington und die Unfähigkeit Englands, seinen Tochterstaaten militärische und wirtschaftliche Hilfe zu leisten, den Loslösungsbestre» bungen der Dominions einen außerordentlichen Austrieb gegeben. Nimmt man dazu das ungelöste Problem Indien und die eigenartige Stellung, die sich Irland in einem tausendiährigen Freiheitskamps errungen hatte, ohne freilich schon am Ziel eines die ganze Insel beherrschenden, der britischen Fesseln gänzlich ledigen Staates zu sein, so muß man sagen, daß das Empire gegenüber 1914 mit einem erheblichen Debet an politischer und wirtschaftlicher Macht den zweiten Weltkrieg begann. War es die verständnislose Ueberheblichkeit einer in überholten politischen Vorstellungen erstarrten Kaste, die die großartige und weitschauende Konzeption des Führers für ein deuifch-britisches Zusammengehen brüsk zurückwies, war es die Angst des schlechten Gewissens einer machtbesessenen Pluto-- kratenklasse, die ihre Stellung auf der Auspowerung des eigenen Volkes so gut wie der Volker des Empire gründet, vor der zündenden Kraft der neuen Idee eines sozialen Volksstaates, mochte dies oder jenes der tiefere Grund gewesen fein für die so ganz unfruchtbare und instinktlose Haltung der englischen konnte. England konnte denn auch nach Ausbruch des von ihm an gebettelten Krieges nicht lange warten, um diese Waffe mit aller Rücksichtslosigkeit gegen die deutsche Zivilbevölkerung ein.zusetzen. Schon am 12. Januar 1940 erfolgte der erste britische Luftangriff auf Westerland. Im Mai und Juni begann die britische Luftwaffe auf Befehl Churchills mit der systematischen Bombardierung deutscher Städte. Wir haben, obgleich dieses wahnwitzige Unterfangen fortgesetzt wurde, immer wieder gewarnt. Und erst über ein Jahr später, am 19. Juni 1941, haben wir diese unmenschliche Herausforderung angenommen und zu- rückqeschlagen. Die Schläge waren so furchtbar, daß selbst englische Blätter diskutierten, ob sich die Sache „lohne", denn es sei doch offenkundig, daß durch den Terror aus der Luit gegen Zivilisten die strateaische Lage der Achsenmächte nicht gefährdet werde, dagegen wachse sicher der Haß gegen England riesengroß. Aber Churchill hörte nicht. Sein Terror kann Englands Geschick nicht wenden. Er findet das deutsche Volk nur härter, nur entschlossener und unbeugsamer. Jetzt hat England das erreicht, was es nicht wollte: Eine Nation von der Größe der deutschen, die stärkste des europäischen Kulturkreises, ist in unbeugsamem und entschlossenem Haß gegen England zusammengeschweißt. Deutschland wartet mit zusammengebissenen Zähnen auf den Tag der Abrechnung. Jede Sentimentalität richtet sich nur gegen das eigene Volk. Wir müssen von unfern Soldaten lernen, daß auch Haß stark macht. Wir wollen und müssen siegen, darum müssen wir kämpfen, arbeiten und — hassen! Glück aus, Renate! Roman von Ernst Erau. 14. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) lieber zwei Jahrzehnte war es jetzt schon her, daß er Thora Hagenströrn zum ersten Male gesehen hatte. Auf dem Semmering-Platz bei Wien war es gewesen, wo er als junger Dachs fein erstes Rennen gewonnen hatte. Der Hamburger Senator Hagen- ström hatte auf einer Urlaubsreife als Gast des deutschen Konsuls in der Ehrenloge gesessen, und neben ihm hatte blond und schmal seine Tochter Thora gestanden. Als laut umjubelter Held des Tages hatte der Sieger des Rennens dann vor ihnen erscheinen müssen, der deutsche Vertreter, glücklich über den Erfolg der eigenen Farben, hatte seinem jungen Landsmann herzlich die Hand gedrückt, der würdige Senator Hagenström hatte ihm freundlich, wenn auch mit betonter Zurückhaltung, zugenickt, aber seine Tochter war impulsiv auf ihn zugetreten, hochrot im Gesicht und mit leuchtenden Augen. Sie hatte wohl etwas sagen wollen, brachte in ihrer Erregung aber keinen Ton hervor, nur ihre Finger preßten sekundenlang seine Hand, und wie aus einem Traum erwckchend, trat sie dann wieder zurück an die Seite des Vaters, der ihr erstaunt einen mißbilligenden Blick zuwarf. Ihm, dem nüchternen Hamburger Kaufmann, erschienen der Sinn eines solchen Rennens und der Jubel um den Sieger denn noch als etwas sehr Fragwürdiges. Er liebte mehr die Dinge, die sich auch in Zahlen aus- drücken ließen. Aber Walter Hammerkott fah in jener Stunde darüber hinweg, er hatte nur Augen für das Mädchen, das da verwirrt vor ihm stand, und em überschwengliches Glücksgefühl überkam chn. Als er bann am nächsten Tage mit einem mächtigen Rosenstrauß in der Hand im Hotel erschien, hatte die Familie des Senators ihre Reise bereits fortgesetzt, und er sah Thora in jenen Tagen nicht wieder. Aber er dachte jeden Dag, jede Stunde, jede Minute an sie. Und sonderbarerweise ergab es sich bann, baß er in der Folge öfter in Hamburg zu tun hatte. Man fand sich wieder, der Senator konnte dem Sohn einer so angesehenen Familie sein Haus nicht verschließen und ... was alles um ihn her in festlichem Glanz ersttahlen ließ ... Thora, liebte ihn. Der Senator schien seine Besuche auch anfangs nicht ungern zu sehen. Hammerkott war auch in Hamburg ein Name, der Gewicht hatte. Aber dann wurde der alte Herr, der niemals so red)t aus sich herausging, eines Tages merklich kühler. Er mochte sich wohl erkundigt haben, wie die Verhältnisse in Hammerkott lagen und welche Aussichten Walter hatte. Und als kühl rechnender Kaufmann hatte er gesehen, daß die Rechnung nicht sehr günstig abschloß. So wie er die Dinge sah, würde die Zeche vermutlich einmal aus den älteren Bruder Walters übergehen, den jüngeren würde man dann abfinden, und der wollte, wie er wiederholt geäußert hatte, Rennfahrer bleiben und würde dabei das Seine bald vertan haben. Das war keine solide Grundlage für eine Ehe, dazu gab ein Senator Hagenström seine einzige Tochter nicht her. Man hatte als gewissenhafter Kaufmann seine Grundsätze, so lockend auch eine Verbindung der Familien Hagenströrn und Hammerkott fein mochte. In diesen Tagen mußte Walter Hammerkott nach Südamerika gehen, um in Rio ein internattonales Rennen zu bestreiten, für bas er sich schon früher verpflichtet hatte. Die Hagenströms begleiteten ihn aufs Schiss, der Alte vielleicht froh, daß der ungebetene Gast auf diese Weise wieder außer Sicht kam. Auch drüben mar, ihm kein Erfolg beschieden. Nach einem schweren Sturz trug man ihn bewußtlos von der. Bahn. Monatelang lag er krank, in-' dessen brach in Europa der Krieg aus, und als er endlich nach langen Irrfahrten in die Heimat zu- rückkehren durfte, hatte der Senator seine Tochter längst verheiratet. Sie war wohl nicht sehr glücklich in dieser Ehe gewesen, aber das war auch so ein Posten, der sich nicht in Zahlen fassen ließ. Und sie selbst hatte dem harten Willen des Vaters nichts entgegenzusetzen gehabt. Weich und nachgiebig hatte sie zu allem Ja und Amen gesagt. Aus Trotz hatte auch Walter Hammerkott dann bald darauf geheiratet. Aber es lag kein Segen auf dieser rasch geschlossenen Ehe, denn ein Jahr nach Renates Geburt war er Witwer. Inniger als früher widmete er sich feinem Berufe. Daß es Thora in ihrer Ehe ähnlich ergangen war, und daß sie ihn feit jenem Tage auf dem Semmering nie vergessen hatte, das erfuhr er erst sehr viel später. Das war erjt jetzt gewesen vor einem Jahre, beim vorigen Aousrennen. Als damals die Wagen zum Sportplatz rollten und sein Blick gewohnheitsmäßig über die Köpfe der vielen Zuschauer hinwegglitt, blieben feine Augen plötzlich wie angezogen an einer Frau haften, die schmal und blond für sich allein stand und nach ihm auszu- schauen schien. Thora ...? Wie damals auf dem Semmeringplatz durchflutete es ihn wie eine heiße Woge. Aber ehe er sich vergewissern konnte, ob sie es auch wirklich war, fiel die Startslaqge, und Sekunden später flog er in toller Fahrt die Gerade hinunter. Es wurde ein heißes Rennen an diesem Tage. Zehn Runden hindurch lag er führend an der Spitze des Feldes, er war in bester Form, es war, als wollte er ihr zergen» daß er noch immer der alte war, und keiner der Hunderttausende Zuschauer zweifelte mehr an seinem Siege. Aber dann, zur größten Enttäuschung der ihm zujubelnden Tribünen,' mußte er in der elften Runds wegen Materialsckwden aus- gebeit. Oer Sturm aus Slawjansk Im 211. Infanteriedivision unter ihrem Kommandeur Generalleutnant Müller und die märkische 208. Infanteriedivision unter Führung von Oberst von Schrieben, mit Unterstützung von Panzer-, Sturmgeschützen und Flakverbänden alle Angriffe des Feindes zurück. Der WeKrmachiberiHi. DRV. Aus dem Führerhauptquartier. 5. März. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Starker Feind, der noch unter Ausnuhen des Eises die Nordflanke des Kuban-Brückenkopfes zu umfassen versuchte, wurde in den letzten Tagen zerschlagen und im Zusammenwirken mit der Luftwaffe weiter in die Lagunen verfolgt. Mehrere hundert Gefangene und erhebliche Deute an Waffen und Gerät fielen in unsere Hand. An der Donezfront wurden zahlreiche Ortschaften zurückerobert, darunter die Stadt Lisst tschansk. Das Hintergelände wurde gesäubert _____ Raum von Drei geht der erbitterte, durch Nässe und Schneesturm erschwerte Abwehrkampf mit unverminderter Härte weiter. Seine heftigsten Stöße richtete der Feind feit dem 22.2. gegen die Nordwestslanke. Fortgesetzt warf er hier seine von zahlreichen Batterien und starken Fliegerkräften unterstützten Schützendivisionen und Panzerbrigaden gegen die zäh gehaltenen deutschen Stellungen. Ununterbrochen im Kampf gegen die feindliche lieber- macht schlugen die in diesem Abschnitt unter Führung von Generalleutnant von Scheele stehenden beiden Divisionen, die rheinisch-westfälische über den Arbeitseinsatz werden der Rüftungsinduftrw unzählige neue Kräfte zuführen und so männliche Arbeitskräfte fre1 man* die dann mit der Waffe in der Hand in den Kamps an den Fronten eintreten werden. Die Schaffenden der Heimat aber werden die neuen ^rb^tt^amsr^ den in ihre Arbeitsgebiete einzuweisen haben uiw ihnen mit Rat und Tat in kameradschaftlicher Weise zur Seite stehen, um sie so in absehbarer Zeit $n vollwertigen Arbeitskräften heranzubilden. Eine in 'härtestem Arbeitseinsatz stehende Volksgemeinschaft wird die Voraussetzung schaffen, oatz unsere Sonaten an der Front^ unseren Gegnern Einhalt gebieten können, und daß diese zuletzt aud) vernichtend geschlagen werden. Niemand in der Heimat zweifelt daran, daß dies dem deutschen Soldaten gelingen wird. In einem eindringlichen Appell ermahnte der Gauleiter die Belegschaft nochmals, ihre ganze Kraft einzusetzen, damit die Heimat derzeit vor der Front bestehen könne. Politik, die mit kleinlichen Mitteln von gestern sich den mit der Gewalt von Naturkräften hervorbrechenden neuen Ideen entgegenzustemmen suchte, je- denfalls haben Englands Staatsmänner im Jahre 1939 die letzte Chance, ihrem Empire in einer neuen Weltordnung einen feiner Geschichte angemessenen Platz auf neuen stärkeren Fundamenten zu sichern, ungenützt verstreichen lassen. Sie haben sich stattdessen trotz der trüben Erfahrungen des ersten Weltkrieges wiederum den Vereinigten Staaten in die Arme geworfen und müssen jetzt erleben, wie ihr Empire an dem rücksichtslos auf sein Ziel der Weltherrschaft zugehenden Imperialismus Nordamerikas zerbricht, ja wie es nach dem Bündnis mtt dem Bolschewismus zwischen den Mühlsteinender beiden robusten Bundesgenossen zermahlen wird. Langsam beginnt es auch schon in einigen englischen Köpfen zu dämnrern, um welch bogen Umsatz Churchill und der Klüngel der britischen Kriegs- macher das Spiel gewagt haben und daß die Partie für England schon verloren ist, bevor überhaupt England zum entscheidenden Zug gekommen ist. Denn England sieht sich heute schon von seinen Bundesgenossen zu einer Macht zweiten Ranges herabgedrückt, die gar nicht mehr m der Lage qt, sich deren Ansprüchen auf Gebiete, die ernst unbestritten zur britischen Machtsphäre gehörten, unt irgendwelcher Aussicht auf Erfolg zu widersetzen. Weder durch die Atlantik-Charta noch auf der Konferenz von Casablanca ist es gelungen, «Stalin auf irgendwelche Begrenzung seiner territorialen Ansprüche festzulegen. Im Gegenteil, die Anfangserfolge der sowjetischen Winteroffensive haben die ganze Maßlosigkeit des bolschewistischen „Friedens- Programms" enthüllt. Wenn es zu den Grundprinzipien englischer Curopapolittk feit den Tagen Pe- kers des Großen gehörte, mit allen Mitteln zu verhindern, daß Rußland einmal als direkter Anrainer des Nordatlantik und zum andern durch die Dar- danellen zum offenen Meere gelangte, wenn es einer der wenigen Erfolge britischer Polittk rm ersten Weltkrieg gewesen war, Rußland von der Ost- fee, vom Mittelmeer und vom Indischen Ozean zurückgedrängt zu haben, so muß es heute sehen, datz ein Sieg des Bolschewismus diesem alle diese roelt= polittschen Positionen ausliefern müßte, um deren Behauptung England zwei Jahrhunderte lang gekämpft hat. Und so wenig Churchill und feine Leute heute noch Herren ihrer Entschlüsse sind, vielmehr alles tun müssen, um nicht das Mißvergnügen des so dringend benötigten bolschewistischen Bundesgenossen zu erregen auch um den Preis des Verrats ihrer kleineren europäischen Bundesgenossen, deren Londoner Exilregierungen sich rücksichtslos geopfert sehen, um die Machthaber des Kreml bei Laune zu erhalten, so wenig würde England auch nach einem gewonnenen Kriege jemals in die Lage kommen, sich den Ansprüchen eines siegreichen Bolschewismus zu widersetzen. Man gibt sich darüber in England selbst keinerlei Illusionen hin. Der europäische Kontinent ist abgeschrieben, so ober so. Man rät den kleinen europäischen Völkern, den baltischen und nordischen Ländern, den Balkanstaaten und nun auch den Polen, sich mit Moskau gut zu stellen, denn England seien die Hände gebunden, es könne nichts für sie hm und die USA. sind an diesen Dingen von vornherein uninteressiert. England, das durch die An- zettelung des Krieges gegen den europästchen Kontinent dem Bolschewismus das Stichwort gab, hat damit die allen Völkern des Abendlandes gemeinsame Serckung schmählich verraten und durch sein Bündnis mit Moskau Europa den Horden der Steppe preisgegeben in der völlig abwegigen Hoffnung, damit ein Glacis für die eigene Sicherheit auf seiner Insel zu haben. So stehen die europäischen Völker unter deutscher Führung an der Ostfront in ihrem erbitterten Kampf gegen die Armeen des Bol- sck^wismus mit dem Wissen um diesen britischen Verrat, der England ausstreicht aus der Reihe derer, die in einem neuen Europa Sitz und Stimme Hecken Die Waffe der Heimat heißt LeWngssteigermg Oer Gauleiter sprach in Wehlar zu Rüstungsarbeitern. Berlin, 5.März. (DNB.) Bei der Erstürmung von Slawjansk, durch dessen Fall unsere Truppen ihre Front am Done.zufer auf über 250 Kilometer Breite erweitern konnten, brachte eine brandenburgische Panzerdivision die Entscheidung. Sie stieß aus dem Raum südlich Slawjansk vor und umfaßte die Stadt zuerst im weiten Dogen von Westen her. Trotz erbitterten Widerstandes gelang es Teilen der Division, den Suchoj-Torez, einen Nebenfluß des Donez, zu erreichen und nordwestlich Slawjansk die große Straße nach Issum zu sperren. Alle Versuche der Sowjets, diese für sie lebenswichtige Nachschubverbindung wieder auszubrechen, mißlangen. In der Nacht'zum 28.2. stießen zwei weitere Kampfgruppen der Division nach Osten vor, um den Ring vollends zu schließen. In harten Häuserkämp- fen 'mußten zunächst zwei größere Ortschaften genommen werden. Am folgenden Tage vollendeten die brandenburgischen Panzer die Umfassung, stürmten die Stadt und brachen damit den Eckpfeiler aus der bolschewistischen Donezfront heraus. Am 4.3. säuberten unsere Truppen im weiteren Vordringen L i s s i t s ch a n s k sowie zahlreiche weitere Ortschaften am südlichen Donezufer zwischen der Flußschleife westlich Woroschilowgrad und dem Knie südlich Charkow von feindlichen Kräften. Durch die Vorstöße, die der Feind zur Entlastung seiner gefährdeten Donezfront im Raum westlich Kursk führte, griffen die Abwehrkämpfe in diesem Gebiet auf weitere Frontteile über. Obwohl die Bolschewisten bei ihren zahlreichen Angriffen starke Infanterie- und Panzerkräste einfetzten, wurden sie abgewiesen. Oie Abwehrschlacht im Raum von Orel. Pacht- und Leihgesetz ein hervorragend funkttonke- rendes Werkzeug geschaffen. Denn diesmal geht es den Amerikanern nicht mehr wie im ersten Weltkriege darum, für ihre Lieferungen an Rustungs- material und für ihre Kriegsanleihen Schuldscheine zu sammeln, die sich beim Kassieren zu einem guten Teil als wertlos Herausstellen sollten, wei der Schuldner nicht befahlen konnte. Nein, diesmal realisiert man Zug um Zug seine Forderungen. Englands Auslandsguthaben m den U^A., die englischen Konzessionen und Beteiligungen in öuo= amerifa, Ausbeutungsrechte in Westafrika und im Nahen Osten, ja in den britischen Dominions und Kolonien, alles wandert als Entgelt snr amerikanische Lieferungen in die Taschen der Pankees. Und neben dieser wirtschaftlichen Auspowerung des Empire geht unter der Tarnung einer militärischen Sicherung der angeblich bedrohten „westlichen Hemisphäre" die Besitznahme eines britischen Stutzpunktes nach dem andern durch amerikanische Truppen, wobei heute bereits in den USA. die Frage lebhaft ventiliert wird, ob es nicht an der Zett wäre, die Briten, die heute noch neben der Mili- tärhoheit der Yankees die zivile Gewalt ausuben, ganz hinauszukomplimentieren. Eine Doppelherrschaft, wie sie hier bislang noch ausgeubt wird, führt eines Tages immer zum Sieg des stärkeren Partners, und es ist kein Zweifel, wer bies in diesem Falle ist. So hat der demokratische Senator Tnding bereits beantragt, England aufzusordern, die im Jahre 1941 für 50 überalterte Zerstörer den Vereinigten Staaten überlassenen Stützpunkte im Atlantik endgültig abzutreten, und der UsA.-Ma- rineminister Knox, einer der krassesten Imperialisten aus der Umgebung des Weißen Hauses, hat ein ähnliches Verfahren auch für die britischen Stützpunkte im Pazifik gefordert, wobei er ausdrücklich erklärte, daß die Frage der Souveränität dabei keine Rolle spielen könne. NSG. Gauleiter und Reichsstatthalter Spreu- g e r sprach auf einem Betriebsappell zur Belegschaft eines Werkes in Wetzlar. Unsere Soldaten an der iVront so führte der Gauleiter aus, steheri in einem unerhört harten Kampf um Leben ober Tod gegen eine Welt des Untermenschentums. Mit einer kaum zu überbietenden Flut von MeiM°n und Materml rennen vertierte bolschewistische Horden immer wie- ber gegen unsere Front im Osten an um so den Weg nach dem Westen freizumachen. Jeder deutsche Bottsgenosse ist sich bewußt, was es bedeuten wunde, wenn der alte Wunschtraum des Bolschewismus, Europa zu beherrschen, in Erfüllung gehen wurde. Dem infernalischen Haß unserer Gegner gegen alles Deutsche werden wir einen noch größeren Haß entgegensetzen. Durch Steigerung unserer Leistungen wird die Heimat immer mehr Waffen und Munition für die Front fertigen und in opferfreudiger und selbstbewußter Haltung alle Erschwernisse, die die totale Kriegführung mit sich bringt, auf sich nehmen. Die neuen Verordnungen werden. Wie England sich in dem zwischen Europa und der östlichen Steppe entbrannten Kampf auf Tod und Leben gegen Europa entschieden hat und dabei in geradezu selbstmörderischer Verblendung bereits alle seine eigenen Positionen verspielt hat, so bat es auch in dem Kampf zwischen Europa und Uedersee sich äegen Europa gestellt und muß sehen, daß es auch in dieser weltweiten Auseinandersetzung auf das falsche Pferd gesetzt hat. Denn für Roosevelt ist der zweite Weltkrieg nichts anderes als die ersehnte Gelegenheit, für den Ausbau der amerikanischen Weltherrschaft, für die Heraufführung des „amerikanischen Jahrhunderts" das nachzuholen, was Wilson im ersten Weltkriege noch nicht gelungen war. Dazu gehört in erster Linie die planmäßige Ablösung der Briten in allen wesentlichen Machtt Positionen aus dem Gefühl der eigenen Ueberlegen-* beit über die britische Rückständigkeit, die nach der Auffassung der meisten Amerikaner nichts besseres verdient hat, als daß man über die so lange behauptete Vorrangstellung Englands als erste Weltmacht schon jetzt zur Tagesordnung übergeht. Für diesen Ablösungsprozeß hat sich Roosevelt in dem und mehrere versprengte Gruppen des Feindes zum Kampf gestellt und vernichtet. Die s ü d l i ch Char- k o w eingeschlofsene 3. sowjetische Armee steht, auf engstem Raum zusammengedrängt. vor ihrer Vernichtung. Auch am gestrigen Tage scheiterten Ausbruchsversuche. Bei der Fortsetzung seiner Angriffe westlich Kursk und nordwestlich Orel erlitt der Feind wiederum schwerste Verluste. 3m Frontabschnitt zwischen Gsyatsk und 3 l - m en.s ee brachen zahlreiche örtliche Vorstöße und Angriffe im Abwehrfeuer zusammen. Veiderseils Staraja-Russa trat der Feind nach starker Artillerievorbereitung mit massierten Kräften und unter Einsatz von Panzern und Schlachtsliegern zum Angriff an. Rach wechselvollen Kämpfen gelang es ebenfalls unter schwersten sowjetischen Verlusten, alle Angriffe abzuschlagen. Die Luftwaffe hatte an tiefem Abwehrerfolg besonderen Anteil. An der tunesischen Front herrschte gestern lebhafte Artillerie- und Spähtrupptätigkeit. Durch Sturz- und Tiefangriffe deutscher Fliegerverbände halte der Feind erhebliche Verluste. Ein Kampffliegerverband griff in der vergangenen Rächt die Hasenanlagen von Phllippeville an. Drei große Transportschiffe wurden schwer getroffen. Fernkampfflugzeuge warfen im Atlantik drei große Handelsschiffe in Vrand. Die Schiffe blieben mit schwerer Schlagseite liegen. Am gestrigen Tage drang ein USA.-Bomberver- band nach Holland und in westdeutsches Gebiet ein. Durch Vombenabwürfe hatte die Bevölkerung Verluste. Eine große Zahl holländischer Kinder wurde getötet. 3äger schossen zehn viermotorige Flugzeuge aus diesem Verband'ab. Einzelne britische Flugzeuge warfen in der vergangenen Rächt Bomben auf Orte in Westdeutschland und unternahmen Störflüge im Küstenbereich der Ostsee. Ein feindliches Flugzeug wurde abgeschossen. wie durch Sondermeldung bekanntgegeben, kamen deutsche Unterseeboote schon in den ersten Tagen des Monats zum Erfolg. 13 Schiffe mit 97 100 VRT. wurden in schweren Kämpfen auf den Grund des Meeres geschickt. Zwei weitere Schiffe wurden torpediert. ©er 200. E chenlaubiräger Berlin, 5,Mar,, (DBB.) Der Führer verlieh dem ^-Standartenführer Fritz will. Kegimenfs- tommanbeur in einer ff-®renobiet-Bioi|ion, als 200. Salbölen bet beuffdjen Wehrmacht das Lichen- taub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. * -Standartenführer Witt erhielt das Ritterkreuz bereits nach dem Westfeldzug als Kommandeur des I. Bataillons des ^-Regiments „Deutschland". Das Bataillon wurde von starken englischen Panzern und Jnfanteriekrästen angegriffen. Es gelang zehn feindlichen Panzern, die Stellung des Bataillons zu durchbrechen. Das Bataillon vernichtete neun Panzer und hatte damit die Hauptttoßkrast des Gegners gebrochen. Kurze Zeit später schuf Sturmbannführer Witt durch einen Angriff seines Bataillons die Voraussetzungen für einen Erfolg So ist es fein Wunder, wenn eine englische Wirtschaft^ ei tschr ist dieser Tage resigniert feststellte: „Die größte Laus, die wir Engländer uns in den Pelz gesetzt haben, ist das Pacht- und Leihabkommen. Die Vereinigten Staaten sind dadurch in den Besitz vieler wichtiger Luftstützpunkte gekommen, und man kann mit bestem Willen nicht behaupten, daß Großbritannien im Wettbewerb um den Weltluftverkehr der Zukunft, der für die Beherrschung der Welt und ihres Handels wichtiger fein dürfte als bisher die Seeherrfchaft, günstig placiert ist." Tatsächlich machen die Pankees bereits heute alle Anstalten, um den britischen Bundesgenossen auch aus dem Luftverkehr zu verdrängen, wie sie ihm ja schon vor ihrem eigenen Eintritt in den Krieg die ein- ttäglichsten Schiffahrtslinien abgenommen hatten, weil England seine Schiffe aus dem Verkehr zurückziehen mußte, um sie für die Versorgung der Insel und der in Afrika und im Nahen Osten stationierten Truppen einzusetzen. Jetzt, nach dem Ausbau amerikanischer Luftlinien nach Australien, Südamerika und Afrika, ja über den schwarzen Kontinent hinweg auch nach dem Nahen Osten, tritt man energisch jeder britischen Konkurrenz auf der westlichen Hemisphäre entgegen, obwohl die brittschen Luftverkehrslinien hier sich auf Punkte stützen, die wie Neufundland, die Bermudas und Trinidad noch formal britischer Besitz sind. Dieser totaleHerr- schaftsanspruch der USA. wird nur sinngemäß ergänzt durch die Forderung nach einer USA.-Flotte, die nach den Worten des Marineministers Knox groß genug fein soll, um alle Weltmeere zu beherrschen. Also nicht nur den Pazifischen Ozean, den eifrige Amerikaner bereits zum mare nostruni der USA. proklamiert haben, in dem andere Nationen, einschließlich der Briten, künftig nichts mehr zu suchen haben sollen, weshalb man ihnen auch ruhig ihre Stützpunkte dort wegnehmen könne, sondern nun auch der Atlantik soll amerikanisches Binnenmeer werden, auf dessen afrikanische Gegen- küste die Amerikaner ja mit den Truppenlandungen in Marokko, in Liberia, Freetown, Dakar und Libreville bereits übergegriffen haben. So suchen die USA., auf dem Wege des geringsten Widerstandes und im Trüben fischend, Ersatz für die in Ostasien unwiederbringlich verloren- gegarrgenen Werte und sichern sich in der Maske des uneigennützig helfenden Bundesgenossen mit dem Programm zur „Errichtung einer besseren Welt auf Grund der Prinzipien der Attantik-Charta, der Menschenrechte und der gemeinsamen Lösung der sozialen, wirtschaftlichen und politischen Probleme auf friedliche Art" in der Hand aus dem britischen Empire alles das, was ihnen für die Durchsetzung ihres eigenen Weltherrschaftsanspruchs brauchbar erscheint. Roosevelt wird damit zum Zerstörer des . Empire, zu dessen Verteidigung England keine Waffe mehr in der Hand hat. Dr. Fr. W. Lange. „Mit Halbheiten wird nichts Ganzes gewonnen. Der höchste Preis darf den höchsten Einfah fordern." Theodor Fontane. Gelassen fuhr er den Wagen in seine Box und kletterte aus dem Sitz. Seine Mechaniker waren erstaunt, daß er dieses unerwartete Pech ganz gegen seine Gewohnheit so gelassen hinnahm. Doch er konnte auch ruhig sein. Sein „Stallgefährte" Stuck lag mit großem Vorsprung an zweiter Stelle und mußte nach menschlichem Ermessen das Rennen gewinnen, so daß der Preis im Lande blieb. Freude erfüllte ihn, daß er nun in Ruhe zu der zarten, blonden Frau hinübergehen konnte, was ihm im Trubel eines Sieges niemals möglich gewesen wäre. So fanden sie sich denn wieder, und sie stand vor ihm wie damals, älter, aber auch reifer und schöner als einst. Und sie gestand ihm mit frohem Lächeln, daß sie schon feit Jahren immer dabei gewesen war, wenn er hier in Deutschland irgendwo an den Start gegangen war. Aber ihre Eigenart, still beiseite zu stehen, sich nicht her- vorzudrängen, hatte sie auch hier nicht verleugnet. Und sie wären auch an diesem Tage nicht zusam-- mengefommen, hätte er sie nicht zufällig gesehen. Am Abend nach diesem ersten Wiedersehen war sie dann auch an den Tisch gekommen, an dem er mit Renate saß. Und mit einem tiefen Seufzer mußte er sich gestehen, daß sich zwischen den beiden Frauen kein Gleichklang einstellen wollte. Renate hatte es schon vom ersten Tage an vermieden, Thora Kerstens Namen zu nennen, und das sagte mehr, als viele Worte sagen konnten. Darüber war ein ganzes Jahr hingegangen, und es war zweifellos seine Schuld, daß es jetzt zu diesem Brief gekommen war. Nun mußte er endgültig einmal mit Nenate sprechen. Und er war überzeugt, daß sie vernünftig genug fein würde, ihn zu begreifen. Für den kommenden Sonntag war er mit ihr in Köln verabredet, wo sie ihm über die erste Woche ihrer Tätigkeit in Hammerkott berichten wollte. Dabei mußte sich eine Gelegenheit finden, auch das andere zu besprechen. (Fortsetzung sofM Ludwig Gerhardt z. Z. Gefreiter bei der Luftwaffe Mathilde Gerhardt geb. Isinger Englands Verrat an Europa HorstPeter Ihre Vermahlung geben bekannt 01444/ 01460/ Ihre Vermählung geben bekannt 01465/ Name: Ort: ®2J 0M/ Befriedungsaktion in Fran- nkovollmachten erteilt hi Gießen Rodhelmer Strabo 11 Unser 4. Junge ist angekommen Anni Gräf, geb. Nau Justus Gräf z. Z. Posen Otto Walb Gefreiter, z. Z. L Urlaub Anni Walb, geb. Müller Bitte ausfüllen und (als Drucksache) an: Persil-Werke, Düsseldorf, Schließfach 345 Ihre Ferntrauung geben bekannt Helmut Mandler Funkmeister in einem Art.-Regt Hilde Mandler geb. Reuschling Heuchelheim und im Felde den 4. März 1943 Steinbach, den 6. März 1948 ____________________748 D/ der Massenerschießung kein befriedigendes Ergebnis haben, würde Japan sich gezwungen sehen, Vergel- tungsmaßnahmen zu treffen. Mehrere Kleeäcker zur Nutzung von Mai bis Oktober 1943 in der Gemarkung Gießen und näherer Umgebung sofort zu pachten ges. Verwaltung der Veterinär-Kliniken, Gießen, Frankfurter Str. 94, Fernsprecher 3011. Für die anläßlich unserer silbernen Hochzeit erwiesenen Aufmerksamkeiten u. Glückwünsche danken wir herzlichst Heinrich Funk and Fran Gießen, Schwarzlachweg 43II 01505 Für die vielen Glückwünsche, zahlreichen Blumenspenden und Aufmerksamkeiten anläßlich unsrer silbernen Hochzeit danken wir recht herzlich Job. Helnr. Kehr IX. und Fran Anna, geb. Gerhard Treis a. d. Lda., im März 1943 __________01489 z fand den Weg, lebenswichtige Mineralstoffe mittels Phosphorsäure so an Milcheiweiß anzu- layern, daß diese besonders vertraglich sind und zugleich gut ausgenutzt werden. Mineral-Milcheiweiß Statt Karten! Ihre Verlobung geben bekannt Ursula Enderlein Hans-Ludwig Anthes rZ. Oberleutnant in ein. Art.-Ers.-Abt Für die ieben Glückwünsche und Aufmerksamkeiten zu unserer Silberhochzeit danken wir auf diesem Wege herzlichst Karl Kraft und Frau Gießen, im März 1948 Kunst und Wissenschaft. Das Leipziger Gewandhaus-Orchester im Rundfunk. Zum 200jährigen Bestehen der Leipziger Gewandhaus-Konzerte dirigiert Generalmusikdirektor Prof. Hermann Abendroth am 7. 3. im Reichsprogramm von 18.00 bis 19.00 Uhr ein B a ch - Konzert unter Mitwirkung des Thomanerchores (Leitung: Günther Ramin) und der Instrumentalsolisten Kurt S t i e h l e r, Max Walki und Carl Bar« tu da L Zum Dortrag gelangen Chöre aus der Geburtstagskantate und der Kantate „Streit zwischen Phöbus und Pan", ferner das d-moll-Konzert für zwei Violinen mit Orchester und die k-moU°Smte für Flöte und Streichorchester. 1 Lehrschrift: ,Wäscheschäden, wie sie entstehen und wie man sie verhütet“. 1 ...... 537V Ihre Vermählung geben bekannt Peter Felber Hilde Felber geb. Klute Ihre Vermählung geben bekannt Otto Stöhr Unteroffizier, z. Z. in einem Lazarett Llesel Stöhr, geb. Geier her Kolonien noch für die Welt als Ganzes gesehen" ergeben würde. Diese Ausfassung, sagte Stanley, schließe keineswegs die Möglichkeit einer engen t n = ter Nation al en Zusammenarbeit aus. Der Minister bezeichnete seine Ausführungen als „Antwort auf die große Menge freundlicher Kritik und selbstloser Ratschläge von jenseits des Atlantik". Stanley erklärte: „Ich bin mehr daran interessiert, was die Engländer über das britische Weltreich denken, als daran, was die USA. davon halten." Wachsende Unzufriedenheit in Aordasrika. Bensheim, Berqstr. | Schönebeck (Elbe) Gießen im März 1943 Gießen Worms a. Rh. Kleine Mühlgasee 8 Luginsland 23 6. März 1943 SWWliWWeou.Men nach der Naturfchutzverordnung vom 18. März 1936 (RDBl.1 Seite 181) und den ergänzenden Bestimmungen, aus« führlich erläutert von Professor Dr. W. Weder, o. 8. Prof, der Rechte und Referent im Reichs- und Preußischen Ministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, und Prof. Dr. Walther Schoenlchen, Gebunden RM. 3,60. Bestellungen durch alle Buchhandlungen SvMemSM ünMBÄÖffi«!. Geschichte und Gegenwart. Von Dr. Willy Andreas, o. Professor der Geschichte an der Universität Heidelberg. der Handelshochschule Helsinki; zweiter Finanz« Minister Tyko Henrik R a i n i k k a, bisher Direktor der Nationalbank; zweiter Landwirtschaftsminister: Professor Nisse Ossara; Volksversorgungsminister: Direktor Kalle A l l i l ä, bisher Chef des Landwirtschaftsamtes. Aus der bisherigen Negierung sind neun Minister übernommen worden. Der Kurs der neuen finnischen Regierung ist durch die von Präsident Ryti bei seiner zweiten Amtseinführung abgegebene Erklärung bereits festgelegt. Er heißt Konzentration aller nationalen Kräfte bis zur Erreichung des Kriegsziels Finnlands: Sicherung seiner östlichen Grenzen. Die Persönlichkeit Professor L i n k o m i e s, der als außerordentlich nüchtern und realistisch denkender Staatsmann beschrieben wird und neben seiner politischen Tätigkeit weitgehende kulturelle Interessen hat — er gehört auch der Sibelius-Akademie an — gilt als Garant dafür, daß dieses Kurs ohne Vorbehalte und Rücksichten durchgeführt wird. Außenpolitisch gesehen ist die neue finnische Regierung eine Bestätigung der deutsch-finnischen Waffenbrüderschaft, aus dem gleichen Gesichtspunkt heraus eine Niederlage der Westmächte, die mit ihrem während der letzten Woche gegen Finnland geführten Nervenkrieg versucht hatten, Finnlands Freundschaft mit land zu stören und die finnische Kriegsmoral zu untergraben. Eltville Feldstrafie 21 01454/ Japanische Kriegsgefangene in neuseeländischen Gefangenenlagern getötet. Tokio, 5.März. (DNB.) In einem neuseeländischen Kriegsgefangenenlager wurden 48 japanische Kriegsgefangene getötet und weitere 63 verwundet. Das japanische Außenamt hat die Schweizer Regierung, die die japanischen Interessen in Neuseeland vertritt, gebeten, eine amtliche Untersuchung der Massenerschießung oinzuleiten. Der neuseeländische Premierminister Fraser hat die Massenhin- richtung japanischer Kriegsgefangener zugegeben und versucht, diesen unmenschlichen Akt mit der Behauptung zu entschuldigen, japanische Kriegsgefange hätten sich geweigert, den „gesetzlichen Anordnungen" der Lagerbehörden Folge zu leisten. Sollte die von den Sl^veizer Behörden eingeleitete Untersuchung bereits Hunderte von Personen im Gedränge übereinandergefallen. Die Untersten erstickten. Das Unglück ereignete sich, obwohl im ganzen Bezirk übet- Haupt keine Bombe gefallen war. 6 Kilogramm Gold in Altpapier. Bei der Durchsicht von Abfallpapier in einer Pappfabrit in S üdw est f innl and entdeckte em Arbeiter sechs Kilogramm Gold in Barren, die einen Wert von mehreren Millionen Finnmark ausmachen. Es stellte sich heraus, daß das Altpapier von der Bahnpostanstalt in Rampere stammte, wo eine hoch versicherte Wertsendung der Kupferbergwerke von Outukumpu, die auch in geringem Maße. GoD gewinnen, auf bisher noch ungeklärte Weise in die Altpapierbestände geraten ist. Der glückliche Finder erwartet von der Pöftverwaltung eine hohe Deloh- nun-g. Grubenunglück in Rordfrankreich. In einem Kohlenbergwerk in Bethune (Nordfrank« reich) ereignete sich ein schweres Bergwerksunglück, das 13 Tote und 9 Verletzte forderte. Man nimmt an, daß sich bei der Vorbereitung einer Sprengung Kohlenstaub entzündet hat. Aus aller Wett. Panik in einem Londoner Luftschuhraum. Der englische Minister für innere Sicherheit gab bekannt, daß es infolge eines Unfalles in einem Londoner Luftschutzraüm im Mittwochabend 178 Tote und 60 Verletzte gegeben hat. 2000 Personen befanden sich in dem Lüftschutzraum, als eine Frau, die ein Kind auf dem Arm trug, auf der Treppe zum Schutzraum stolperte. In einer Minute waren G e n f, 6. März. (DNB. Funkspruch.) Der frühere . Moskauer Korrespondent der „Daily Mail", Farson, fragt, was würden die Sowjets im Falle ihres Sieges für Gebietsansprüche erheben? Zunächst einmal forderten sie wieder Hangö und die im Finnischen Meebusen gelegenen Inseln. Man werde den Sowjets auch Petsamo geben müssen. Die Finnen dürften gegen diese „berechtigten sowjetischen Forderungen" keine Unterstützung der USA. oder Großbritanniens erwarten. Schweden wolle die Sowjets nicht wieder in E st land, Lettland und Litauen sehen und auch nicht auf den Inseln Oesel und D a g ö. England und die USA. sollten diesen baltischen Staaten ihre Unabhängigkeit entsprechend der Atlantik-Charta garantieren. Die Sowjetunion werde sich aber nicht davon abhalten lassen, erneut die drei baltischen Staaten zu besetzen. Rumänien dürfe nicht einmal den Schatten von Sympathie bei den USA. oder England erwarten, sobald die Sowjets ihm die Bukowina und Bessarabien wegnähmen. Die Anglo-Amerikaner würden „nur mit Wohlgefallen auf den kleinstmöglichen rumänischen Staat herabblicken". Don den Türken fordere die Sowjetunion einen uneingeschränkten Zugang vom Schwarzen Meer zum Mittelmeer. Das sowjetische Interesse an Iran, insbesondere an den Küstenstreifen des Kaspischen Meeres, lasse sich nicht übersehen. 5)ier müsse eine Regelung gefunden werden, auch wenn das „eine neue Ueberholung" des Iran mit sich bringe. Die Briten scheuen sich also nichtz mehr, in aller Oeffentlichkeit den Freibrief zuzugeben, den sie den Bolschewisten für den europäischen Kontinent als Dank für ihre Waffenhilfe ausgestellt haben. Wenn Farson als „Trost" behauptet, Stalin werde „an der Politik festhalten, daß die Sowjets niemals versuchen würden, anderen Völkern den Bolschewismus aufzuzwingen, solange diese nicht von sich aus dazu bereit sind", so kann er sich die Antwort darauf in Karelien, in Estland, Lettland und Litauen, in der Bukowina und Bessarabien holen. Aus bitterer Erfahrung heraus kann ihm hier ein reiches Anschauungsmaterial geliefert werden. Eine britische Antwort an Washington. Gegen USA.-Einmischung in das britische Kolonialreich. Stockholm, 6. März. (Europapreß.) Gegen die Einmischung der USA. in Angelegenheiten des britischen Kolonialreiches wandte sich der englische Kolonialminister Oliver Stanley in einer Rede in Oxford. Er wies alle Pläne auf internationale Verwaltung der britischen Kolonien zurück und erklärte, Großbritannien wolle weiterhin seine Kolonien selbst regieren. Darüber hinaus lehnte er den Gedanken ab, daß Kolonien überhaupt durch eine internationale Körperschaft verwaltet werden sollten, da sich hieraus „weder ein Vorteil für irgendeine z. Z. Gießen Freiburg i. Br. Moltkestraße 8 Goetheplatz 3 6. März 1943 ._________________________ 01443/ fassung dessen, was es ist, was es sein kann und fein soll! Denn in seinem tiefsten Sinn — Vermächtnis und Aufgabe zugleich! — schließt eine Vergangenheit haben ein Stück der Zukunft mit ein. Aus der großen Reichsvergangenheit unseres Vol« kes, aus seiner zentralen Lage im geographischen aber auch im geistigen Sinn, aus seinen ungeheuren Gegenwartsleistungen, die es im schwersten Existenzkampf gegen eine Welt von Feinden in allen Schich- ten der Bevölkerung vollbringt, schöpfen wir die Zuversicht, daß ihm bei der Neuordnung des Erdteils eine führende Rolle zufalle. Der Historiker, der an der Gedankenwelt Rankes geschult ist, weiß, daß jedes Zeitalter seinen letzten Eigenwert hat und daß jede Epoche eine Seite der menschlichen Entwicklung in einzigartiger, nie wiederkehrender Weise $ur Auswirkung bringt. So auch die unsere, wie immer auch spätere Geschlechter sie beurteilen mögen! Der Sinn aber des Stirb und Werde, das wir heute täglich erleben, scheint mir die Neugestaltung einer in Auflösung, in Zusammenbruch und Zertrümmerung befindlichen Welt zu sein und die Ersetzung durch eine neue, gerechtere Ordnung der Dinge. Sie muß dem Le° bensanspruch sowohl der großen führenden Völker wie dem Schutzbedürfnis der kleinen Nationen gemäß sein, die sich ohne Anlehnung an die mächtigeren auf die Dauer nicht behaupten können in einer Menschheitsperiode, die ohne Zweifel auf eine immer stärkere Zusammenfassung von Welträumen, damit aber auch auf die Abgrenzung von umspannenden Herrschafts- und Einflußbereichen sich hinbewegt. lieber den notwendigen Neuaufbau Europas aber schreiben wir gleichfalls die Erkenntnis unseres größten deutschen Historikers, nämlich die, daß in allen Gegensätzen der abendländischen Nationen, insonderheit der germanischen und romanischen Völker, selbst wenn sie in heller Feindschaft gegeneinander entbrennen, auch einheitliche Kräfte walten, die nie ganz absterben, aus welchen Gesinnungswurzeln ober Zweckmäßigkeitsgründen immer sie sich herleiten. Denn neben Boden und Rasse ist es, wiederum nach einem Wort Rankes, das gemeinsame Schicksal, das in Angriff und Abwehr die Völker geformt hat. In diesem Sinne hoffen wir, daß die historische Erkenntnis wie jedes fruchtbare Wissenschaftsstreben auch den schöpferischen Willen zur Tat wecke und stärke, wie wir andererseits als Söhne unseres sturmbewegten Zeitalters den Spruch von Nietzsche stets im Gedächtnis bewahren: Nur als Baumeister der Zukunft, sagt der Verfasser der Abhandlung vom Nutzen und Nachteil der Historie, nur als Wissende der Gegenwart werdet ihr sie verstehen! BüdoeD^efck Wolfgang Schott Chem. Fabrik Schwenningen/N Wissenschaftliche Werke Sondergebiet der BrOhl'schen Druckerei Rom, 5. März. (Europapreß.) Heute, nach drei Monaten Yankee-Herrschaft, haben die Franzosen in Nordafrika auch ihre Gedanken über die Nordamerikaner geändert, stellt der Korrespondent des „Popolo di Roma" in Algeciras fest. Daß es bereits zur Bildung einer aktiven Opposition unter den Franzosen kam, schreibt das Blatt der Mißstimmung zu, mit der besonders die USA-Soldaten den Franzosen (mit Ausnahme der Gaul- listen) gegenüberstehen. Die Mittel Girauds stamm- ten aus nordamerikanifcher Quelle, da die Gaullisten offenbar nicht geneigt seien, von den ihnen zugefprochenen einstigen Goldreserven der Bank von Frankreich etwas herzugeben. Wenn Giraud einmal ein Heer auf die Beine bringen wolle, würde es sich nur um ein reines Söldnerheer handeln. Der Generalgouverneur in Algier, Peyrouton, dem Eifenhower zu einer Befriedungsaktion in Französisch-Nord afrika Blankovollmachten erteilt habe, werde nicht weit kommen. Er habe nämlich die eingeborene Bevölkerung gegen sich, bei der er wegen der Niedermetzelung von Eingeborenen sehr berüchtigt sei, ebenso auch die französischen Kommunisten, gegen die er ähnlich vorgegangen sei. Hinzu komme das ständige Steigen der Preise und der wachsende Mangel an Lebensmitteln, da sich der Verbrauch der britisch-nordamerikanischen Truppen bedeutend höher 'erweise als vorgesehen. Für die mir zu meinem 70. Geburtstage dargebrachten Glückwünsche und Aufmerksamkeiten danke ich auf diesem Wege recht herzlich Josef Kuchler. Gießen, im März 1943 _____________________01483/ des Regiments, bei dem insgesamt 20 000 Gefangene gemacht werden konnten. Bei den Kämpfen zwischen Donez und Dnjepr griff er starke, durch Panzer unterstützte Kräfte des Feindes an und hatte durch fein entschlossenes Zupacken wesentlich Anteil an der Vernichtung eines sowjetischen Kavalleriekorps. Alle von massierten Panzerkräften unterstützten Gegenangriffe der Bolschewisten scheiterten. Als der Gegner mit seiner großen zahlenmäßigen Ueberlegenheit örtlich einbrach und einen wichtigen Stützpunkt in Besitz nahm, faßte --- Standartenführer Witt die letzten Reserven seines Regiments zusammen und vernichtete nach harten Kämpfen die eingedrungenen feindlichen Kräfte. Das neue finnische Kabinett. Helsinki, 5.März. (DNB.) Die neue finnische Regierung ist von Professor L i n k o m i e s gebildet worden. Ministerpräsident ist Edwin Johann Lin- ko m i e s , Sammlungspartei (Konservative), bisher Professor der romanischen Philologie und Prorektor der Universität Helsinki; Außenminister wird Dr. Carl Henrik R a m s a y , er gilt als parteilos und war bisher Volksversorgungsminister; Innenminister wird Senator Leo Ehrnrot (Schwedische Volkspartei), der ehemalige Außenminister; Kultusminister wird Professor Kau ppi, bisher Rektor Der Kampf um eine neue europäische Lebensform ist in vollem Gange. In dem unbeschreiblichen Ringen der Völker, das fünf Erdteile umspannt und nicht zuletzt mit den Waffen des Geistes ausgefochten wird, stellt sich der Historiker die Aufgabe, das geschichtliche Weltbild auf Grund der gewaltigen Umwälzungen und der daraus entspringenden Er- ahrungen und Einsichten neu zu überprüfen. Das Erleben einer geschichtlichen Epoche, die das Zeitalter der französischen Revolution, Napoleons und der Befreiungskriege an Ausmaß, Leidenschaftlichkeit und Folgenschwere des Geschehens weit hinter sich läßt, kann uns nicht unbewegt lassen. Der Augenblick, in dem so viele Schicksalsfragen auf uns einstürmen, fordert uns vielmehr dazu auf, das Wort Nietzsches in die Tat umzusetzen, der in seiner Betrachtung „Vom Nutzen und Nachteil der Historie" die Mahnung erhoben hat, nur aus der höchsten Kraft der Gegenwart dürften wir das Vergangene deuten, nur in der stärksten Anspannung unserer edelsten Eigenschaften würden wir erraten, was daran wissenswert, was bewahrungswürdig und groß sei! In diesen Sätzen erschließt sich ein tiefer, doch wohl allgemeingültiger Zusammenhang zwischen Geschichte und Gegenwart, dessen Bewahrung uns nach mancherlei Auseinandersetzungen des 19. und 20. Jahrhunderts geradezu als Vermächtnis dieser gesamten Wissenschaftsentwicklung und- ihrer daran anschließenden philosophischen Bemühungen aufgegeben ist. Wir bejahen die Welt der Geschichte einmal, weil sie auf.Grund dieser Erkenntnis ihre lähmenden, ihre unschöpferischen und gegenwartflüchtigen Züge für uns verloren hat und mehr als totes Wissen, mehr als abgelegter Rumpelkammerkram ist, kurz, weil sie für uns kein Friedhof, sondern die Auseinandersetzung des Lebens mit dem Leben und Dienst an ihm ist! Zum anderen aber auch darum, weil voraussetzungs- oder geschichtslos existieren zu wollen, eine niedere Daseinsform wäre. So verstanden, dem Leben zugewandt, ihm das Maß von aefchichtlicher Erinnerung bewährend, dessen es zu seiner Stärkung bedarf, um es in eigene Geblütskraft, in neues Geschehen und Tun zu verwandeln, stellt die Erforschung der Vergangenheit keinen unnützen Zeitvertreib weltfremder Gelehrter oder müder Zeitgenossen dar, die sich in ihren Gegenwarts-Verpflichtungen durch den Aufenthalt in verklungenen Zeitaltern entziehen, kein ästhetisierendes Spiel genießender Kenner, kein Vorrecht einer so-genannten gebildeteten Schicht. Die echte Historie wirkt nicht willenstörend. Ihre Selbstbesinnung ist vielmehr ein unentbehrlicher Bestandteil im Haushalt einer gesunden, handlungsmächtigen Kultur, sie ist eine Notwendigkeit im Leben eines Volkes, um zur Erkenntnis seiner selbst zu kommen, zur Er-- Was ist Ihre Wäsche wert? Tun Sie alles, sie im Kriege zu erhalten ? Es gibt viel mehr Schadensmöglichkeiten, als Sie glauben. Die Persil -Werke haben eine wertvolle Lehrschrift über „Wäscheschäden“ — verbunden mit Ratschlägen zu ihrer Verhütung — herausgegeben und versenden die interessante Schrift kosten- und portofrei. Hmrptschriftletter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bei öauptschriftleiters: Ernst Blumschetn. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für das Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadt Gießen, Provinz, Wtrtichast und Sport: Ernst Blumschety. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckeret R. Lange K. G. Verlagsleiter: Dr.-Jng. Erich Hamann: Anzeigenleiter: Haas Beck, Anzeigenpreisliste Nr. 6. Gießen, Friedensstraße 43 3. März 1943 ______________________761 D/ Statt Karten 1 Meinen lieben Freunden und Bekannten für die Gratulationen und Blumenspenden zu meinem 70. Geburtstage herzlichen Dank Johannes Müller, Bäckermeister Gießen - U ....... Bilde Luxus Sdudtcrane ÄlsD sparsam verwenden! WIIZIUS SchEuerpulYE? Bet als«; das Haar nicht regellos durcheinanderreiben, sondern bei der Massage in einer Richtung nach vorn schieben! Sonst verfilzt es leicht Zur Kopfwäsche das nicht-alkalische M SCHWARZKOPF y SCHAUMPON Oberh. Geseilschatt l.Natur-u. Heilkunde Naturwissenschaftliche Abteilung ladet zu einem Vortrag ein, den Prof. Dr. F. Mute im Rahmen der N SD.-Dozenten« Akademie hält. Untersuchungen über den rassischen Aufbau der hessendarmstädtischen Bevölkerung Montag, 8. Man, 20 Uhr, Geograph. Hörsaa! Brandplatz 4 II. 01404 Gäste willkommen. Eintritt frei. Ab Samstag, den 6. März, bis einschließlich Freitag, den 12. März versieht den Nacht- und Sonntags-Dienst sowie den Mittwoch-Nachmittags-Dienst (ab 13 Uhr) 762d die Neue Apotheke. der Universitätsstadt Gießen Wochenübersicht: Dienstag, 9. März, 18.30 Uhr 23.Dienstagmiete u.HalbmieteA Der Opernball. Mittwoch, 10. März, 18.30 Uhr 24.Mittvochmiete u.HalbmieteB Fra Diavolo. Freitag, 12. März, 19.00 Uhr 23. Freitagmiete u. Halbmiete B Tanz-Abend. Sonntag, 14. März, 15.00 Uhr Das letzte Abenteuer. 18.30 Uhr Der Opernball. LICHTSPIEL-THEATER Oloria-Palast, ^eiterswep Liebesgeschichten Lichtspielhaus, Bahnhofstraße Gold__(m<_ Titi. 2.30, 4.45,7.36: So. 2.00, 4.30,7.38 Ubr Stätte fand. In tiefer Trauer: 01467 Junge Dame Gut erhaltene Schr. Ang. unt. 01503 Verschiedenes] teseA Ii, . . "| Ehepaar sucht Vermietungen | Wir suchen zu Ostern 1943 und der Schmerz: Familie Wilhelm Ufer Familie Karl Kreiling VII, Familie Anton Rein nebst allen Angehörigen. Zimmer mit oder ohne Dame gut ausgestattetes Zimmer zu vermieten. Schr. Ang. unt- 01456 a.d.G.A. In tiefem Anna Keiner, geb. Rein und Söhnchen Walter Christiane Keiner Witwe Ludwig Rein und Frau In gutem Hause an berufstätige Wachposten 416V auch gesetzten Alters, für besetzte Westgebiete und Inland sofort gesucht. Bewerb, erb. an Düsseldorfer Wach- und Schließgesellschaft, Düsseldorf, Bismarckstr. 44 46. Gießen (Schützenstraße 10), 6. März 1948. ________________________771 D Zeitschriften-Vertrieb sucht für Gießen (Klinik-Viertel) Austräger(in) auch Junge mit Rad Laufender Nebenverdienst. Schrift!. Angebote unter 01452 an den Gießener Anzeiger erb. Suche 2 Zimmer mit Küche oder 2 Zimmer mit Kochgelegenheit. Schriftliche Angebote unter 01484 an den Gießener Anzeiger erbeten. AlleiDStehende. zuverl. Frau wird nach der Ostmark zu meinen 2 Jungen gesucht. Bin berufstätige Kriegerwitwe aus Oberhessen. Bewerbungen und Gehaltsanspr. sind zu richten unter 01435 an den Gieß. Anz. Leibbinden Bruchbänder Einlagen Anfertigung in eig. Werkstätte Kurt Kling vorn Hefter Naehi. BandaftiitiDmelst. Markt »tr.16 Lieferant der Krankenkassen Damen-Bedlonung. Einlagen Leibbinden Gummistrümpfe 1295 A J. Frohn Marktplatz 19 Lieferant aller Krankenkass. Wir suchen für nach hier versetzten leitenden Angestellten möbL Wolin- und Ssblalzimmer mögt m. Bad u. Küchenbenutzung, in gut. Hause. Wäsche wird gestellt. 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März 1943. _______ 742 D Nach Gottes Ratschluß entschlief heute sanft im Alter von 50 Jahren mein lieber, guter Mann, mein herzensguter, über alles geliebtfer Vater, mein braver Sohn und Schwiegersohn, mein guter Schwiegervater, unser Bruder, Schwager, Onkel und Pate Karl Häuser XIII. Verwaltungsoberinspektor. Wer ihn gekannt, weiß, was wir verloren. In tiefer Trauer: Katharina Häuser, geb. Hinterländer Else Häuser Elisabethe Häuser, geb. Mack Karl Schäfer, Bürgermeister, u. Familie Johannes Hinterländer Erwin Pfaff nebst allen Angehörigen. Watzenborn-Steinberg, den 6. März 1943. Bahnhofstraße 84. Die Beerdigung findet am Montag, 8. März, um 15.15 Uhr, vom Trauerhause aus statt. 016.15 Für meine Lederhandlung 1 kaufm. weiblich. Lehrling für meine Lederfabrik 2 Gerberlehrlinge gesucht. Einstellung über das Arbeitsamt. Schriftliche Bewerbungen mit handgeschriebenem Lebenslauf an 752V Carl Becker II., Bahnhofstr. 16 1 techn. Zeichneriehrling und bitten um schriftliche Bewerbung mit Lebenslauf an Sirma & Jun^ Gießen, Aulweg 1. Einstellung erfolgt über das Arbeitsamt. 755D Hart uud schwer traf uns die schmerzliche Nachricht, daß unser lieber, hoff- ___ nungsvoller ältester Sohn, guter Bruder, Enkel, Neffe, mein lieber Bräutigam Adolf Richter Soldat bei der Luftwaffe im 21. Lebensjahre beim Einsatz im Osten den Heldentod gestorben ist. In tiefem Leid: Paul Richter u. Frau Kath., geb. Sack; Otto Richter, z.Z. im Felde; Elfriede Richter; Elisabeth Richter; Margot Sudheimer, Braut, und alle Angehörigen. Heuchelheim, den 5. März 1943. Kochgelegenheit, gesucht. Schrift!. Ang. unt. 01490 Kaufe CraTjinophöiiplalten Schr. Ang. unt. 101471 a.d. G.A. Am 10. Februar starb im Raume den Heldentod unser lieber Sohn Bruder, Enkel, Neffe und Vetter Hans Walter Hahn Leutnant und Kompanieführer in einem Panzer- Grenadier-Regiment im 22. Lebensjahre. An der Seite seines Kommandeurs wurde er auf einem Heldenfriedhof z.letzten Ruhe gebettet. In tiefer Trauer: Heinrich Hahn, Meister der Gendarmerie, und Frau Fritz Hahn, Oberleutnant an einer Waffenschule Heinz Erich Hahn, und alle Angehörigen. Lollar, Hannover, Schlitz u. Londorf, März 43. 769 D Gesnchtwirdeine trau zum Wäscheausbessern rvöchtl. ein. Tag, sowie eine Frau zum Kar- toffelfchälen, jeden Tag einige Stunden. [01472 Restaur. Boller, Balmhofstraste. Hungen. Fällt aus. Lich. 9.45: Missionar Michel. Soll. 11.15: KG. Missionar Michel. Kollekte. IG: Missionar Michel. Kollekte. Evang.Stadtmission, Löberstr. 14. Sonntag, 7. 3., 9 Andacht; 13.30 S.-Sch.; 17 Predigt u. Abendm. - Mittw., 10. 3., 20.15 Bibelstunde. Freie evang. Gemeinde Giesten, Zu den Mühlen 2. Sonnt., 7. 3., 9.45 Erbauungsstunde; 11 Sonntagschule,' 16 Gemeindestunde. Evang. freikirchliche Gemeinde in Giesten, Gartenstr. 13 (früher oder Gehilfin für photograph. Arbeiten zum 1. April 1943 gesucht. 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Handelskammer Mannheim und Geschäftsführer deren Zweigstelle Elsaß in Straßburg im Elsaß Er ruht auf einem Ehrenfriedhof im Ostgn. In tiefster Trauer: Anneline Günther, geb.Jürgensen mit Ernst-Otto und Hans-Ulrich; Professor Dr.Ernst Günther und Frau Hedwig,geb. Hanemann; Oberarzt d. R. Hanns-Georg Günther und Frau Lisa,geb. Gerlinghaus; Jakob Jürgensen u. Frau Marie, geb. Brodersen; zugleich im Namen der übrigen Verw. Mannheim, Gießen und Bremen. Bavt. u. B. f. (£.). Sonntag, 7. 3., 11.15 KG.; 15.30 G. (W. Walter). - Mittwoch, 10. 3., 20.15 G. Park-Sanatorium, Bad-Nauheim sucht zum baldigen Eintritt 1 Beiköchin 1 Serviererin 768D 1 Haus- und düchenmädchen Hart und schwer traf uns die unfaßbare tzKÄ Nachricht,daß mein herzensguterMann, mein über alles geliebter Vater, mein einziger, unvergeßlicher Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager, Onkel und Pate Karl Keiner Obergefreiter in einem Grenadier-Regiment im Alter von 32 Jahren gefallen ist. Auf einem Heldcnfriedhof im Osten fand er seine letzte Ruhestätte. Wer ihn gekannt, wird unseren Schmerz ermessen. Iwohnungstauschl Biete geräumige 5-Ziminerwohnung in. Bad, in guter Wohnlage. Suche sonnige 6-Zimm.-Wohn. mit Bad und Gartenanteil, mögl. in freier Lage. - Sckriftl. Ang. unt. 7030 an d. Gien. Anz. Neue gegenDreirad z. tauschen gesucht (Aufzahlung). Schr. Ang. unt. 01499 a.d. G.A. Suche ab 10. 3. bis 28. 3. für 8 Tage Hausschneiderin zum Aendern v. Damenkleidung. Schr. Ang. unt. 01441 a.d. G.A. Otebilb. Dame- Höh. Beamtenwitwe, gute, jug. Ersch., Ende 40, geistig rege, gute Oausfr.,m.schön. Heim u. Verm., wünscht lieben WkWerM entsprech.Alters. Bildzuschr. unt. 01405 a.d. G.A. Am 28. 2. roter Strickhandschuli verloren von Schulstrahe bis Dammstraste. Abzugeben geg. Belohn. [01476 Fundbüro. Welche Frau aus Wieseck hatte am Freitag ihr Portemonnaie in d. Een- tral-Trogerie, Schulstr., liegen gelästert? 01510 Anruf: Televbon 3551. Frau m. lljähr. 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Arzt-Ehepaar sucht MlMg in Gietzen (evtl. möbl.,m.Küchen- benutzung). Schr. Ang. unt. 01264 a.d. G.A. MAN!' uiMen zum 1. Avril in eine v. Arbeitsamt anerkannte Pflichtiahrstelle gesucht. [758D And.Johannes- kirche 6 IL KleineAnzeigcn 'm Siebener Anzeiger werden von touienben beachtet und aeleirn. [Stellengesuch unter 01458 an Ang. unt. 01490 den Gietz. Anz.ian d. Gietz. Anz. Biete Beiiüiefel f. 40 Mk. Suche smifierllacier Schr. Ang. unt. 01485 a.d. G.A. | Kaufgesuche | Gute Hilch-uoüFahrküh Friese 0. Vogelsberger, z. kaufen gesucht. (749D A. Müller, Altcn-Buscck, Steingasse 14. Meine liebe Frau, unsere treusorgende Mutter und Schwiegermutter Fran L nise Anleahacter. ßeö. Schmidt ist nach langem, schwerem Leiden am Samstag, 27. Februar, im Alter von 58 Jahren von uns gegangen. In stiller Trauer: Friedrich Aulenbacher Fritz Aulenbacher, z.Z. b. d. Luftwaffe, und Frau Maria, geb. Stiller; Ella Aulenbacher, Rochester (U.S. A.); Georg Heimes und Frau Anny, geb. Aulenbacher; Willy Aulenbacher, z. Z. b. d, Luftwaffe, und Frau Erny, geb. Kreiling. Gießen (Ederstraße 20), den 6. März 1943. Auf Wunsch der Entschlafenen fand die Trauerfeier in aller Stille statt. Allen denen, die unser beim Heimgang unserer lieben Entschlafenen gedachten, sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Schmidt und den Schwestern des St. Joseph- Krankenhauses für ihre aufopfernde Pflege, sagen wir hiermit unseren herzlichsten Dank. 01445 H Tisch 200x70, mit Linoleum, z. verkaufen. Mk. 35,- Telephon 2924 (v. 8-9 u. 14 bis 16 Uhr). [Q1464 Aus aufgelöstem Haushalt zu verkaufen: 1 Ecksofa 100,- Gr. Svieg. 40,- Küchenschr. 40,- verschied. Haus- u. Küchengeräte. 01504 Anzusehen Montag, 16 bis 18 Uhr. Frankf. Str. 3 p. Keller etwa 40 qm, zu vermieten. Schr. Ang. unt. 770D a.d. G.A. [ Mietgesuche | 4-Zimmer- Wohnung mit Zubehör u. mögl. m. Zentr.- Heiz., 0. älterem Ehepaar (pens. Beamter) zum 1. April oder später zu mieten gemcht. Eventuell auch Untermiete. Schriftl. 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Aber es ist keine Musterklasse, es sind vielmehr recht temperamentvolle Jungen dabei, nur daß sie heute ganz Auge und Ohr sind für das, was der Lehrer ihnen vorträgt. Der Lehrer spricht von dem großen Ziel. Dieses große Ziel geht alle an, und es ist keine Kleinigkeit, was sie zu hören bekommen. Der Lehrer ist ein älterer, erfahrener Mann, der schon manche Generation der Schuljugend betreut hat; seine Worte sind diktiert von starkem Verantwortungsgefühl und von der Liebe zu der ihm anvertrauten Jugend. Er spricht langsam und bedachtsam, jedes Wort ist gleichsam eine Feststellung, um die es kein Ausweichen oder Herumdrücken mehr gibt. Die Jungen wollen sich auch nicht herumdrücken, in ihnen ist eine begeisterte Bereitschaft, auf das große Ziel loszustürmen. Das große Ziel, so erklärt der Lehrer mit Nachdruck, sei die Entfaltung allen Könnens im Dienste der Gemeinschaft. Die Gemeinschaft des Volkes gewährt hervorragende Rechte, es ist ein stolzes Bewußtsein, zu dieser Gemeinschaft zu gehören, aber sie setzt auch Pflichten, und die restlose Erfüllung aller Pflichten ist gerade heute wichtigstes Gebot. Nur kurze Zeit noch dauert die Schulzeit, dann stellt das Leben den einen in die Ma- schinenhall". den anderen an die Hobelbank, dieser muß die Feile führen, jener bat die Kelle in die Hand zu nehmen. Auf die Tätigkeit kommt es nicht gn. wohl aber auf den Willen, an dem Platz der Tätigkeit alle Kraft und alle Fähigkeit auf die Leistung zu konzentrieren. Erst wenn alle wirklich diese Tachereitschoft aufbrinaen, sind sie würdig, der Gemeinschaft anzugehöxen. Oberstleutnant Wolf 65 Zahre alt. Am morgigen Sonntag, 7. März, wird der Stand- ortvffizier der Wehrmacht in Gießen Oberstleutnant Robert Wolf 65 Jahre alt. Oberstleutnant Wolf, am 7. März 1878 in Stralsund geboren, ist ein Sohn des inzwischen verstorbenen Wirk!. Geh. Kriegsrats Fritz Wolf. Im Mai 1896 beim Jnf.-Regt. 116 (Kaiser Wilhelm) in Gießen eingetreten, wurde Robert Wolf im Dezember 1896 Portepee-Fähnrich und am 18. Oktober 1897 Leutnant in diesem Regiment. Im Januar 1908 wurde er zum Oberleutnant, im Juni 1913 zum Hauptmann befördert. Beim Ausbruch des ersten Weltkrieges im August 1914 rückte er mit unserem Gießener Jnf.-Regt. 116 ins Feld. Wenige Tage später, am 22. August 1914, wurde er schwer verwundet. Im weiteren Verlaufe des Krieges war er nach kurzer Verwendung bei der Etappen-Jnsvek- tion II mehrere Jahre lang Adjutant der 21. Infanteriedivision, später beim Generalkommando des XVIII. Armeekorps, bis er im September 1920 unter Verleihung des Charakters als Major aus Hern Heeresdienst ausschied. Wie einst als Soldat, so galt auch im zivilen Leben die Pflege und Förderung der soldatischen Tradition und des Gedankens der Wehrfreudigkeit ihm allezeit als eine der wichtigsten Aufgaben. Von diesem Standpunkt aus fand die Wiederaufrichtung unserer Wehrmacht durch den Führer und deren starker Ausbau bei ihm freudigen Widerhall. Er stellte sich denn auch der neuen Wehrmacht wieder zur Verfügung. Am l.Juli 1940 wurde er zum Major, am 1. Januar 1943 zum Oberstleutnant befördert. Er leitet die Dienststelle des Wehrmachtstandortältesten in Gießen. Seit 1936 ist Oberstleutnant Wolf Traditions- verbandsführer der alten llöer-Kameradschaften im NS.-Reichskriegerbund. Als alter 116er-Offizier, der feit vielen Jahren in Gießen heimisch geworden ist, genießt er in weiten Bevölkerungskreisen in Stadt und Land große Wertschätzung. im O enste des Kriegs-WHW Seit heute morgen sind die Männer der Waffen- ff mit den bekannten roten Sammelbüchsen für das Kriegs-Winterhilfswerk in den Straßen der Stadt unterwegs, um für die großen und vielseitigen Aufgaben des WHW. neue „Munition" in Gestalt von Geldspenden aller Volksgenossen zu sammeln. Soweit bisher zu sehen war, wurde allenthalben rege Spendefreudigkeit bekundet. Neben dieser Straßensammlung hat die Sanitäts-AusbWungskompanie der Waffen--- aber noch mancherlei weitere Deran- staltungen im Hause der ---Standarte an der Ecke Gartenftraße/Hitlerwall und auf dem Platze vor dem Theater vorgesehen, die am heutigen Samstag und am morgigen Sonntag durchgeführt werden sollen. Im ---Heim können die Besucher, nachdem sie durch eine Tasse Kaffee kostenlos erfrischt worden sind, in mehreren Zimmern eine interessante medizinische Schau in Augenschein nehmen, die ihnen in vielfältiger Weise Kenntnis von dem Aufbau und den Funktionen, aber auch von den wichtigsten Leiden des menschlichen Körpers vermittelt. Die Besucher können sogar durch Mikroskope wichtige Krankheitserreger kennenlernen, sie können aber auch ihren Blutdruck und die Sehschärfe ihrer Augen prüfen lassen, außerdem können sie sich einer WHW.-Musterung unterwerfen, von der sie einen schriftlichen Musterungsbewnü mitnehmen können. Medizinstudenten mit höherer Semesterzahl (Angehörige der Waffen---) werden hierbei wirken und auch durch kleine Aufklärungsvorträge den Bouchern zu Diensten fein. Diese Schau verspricht den Besuchern sehr viel, so daß ihre Benutzung nur empfohlen werden kann. Wer von den Beluchern sich photographieren lassen will (Paßbilder) kann im ---Heim ebenfalls alle Wünsche erfüllt bekonnnen. Auf dem Platze vor dem Theater wird man in einem Sanitätszelt wertvolle Beispiele und Hinweise der ersten Hilfeleistung bei Unglückssällen seben, ' außerdem auch wichtige Luftschutzgeräte usw. kennenlernen können. Für die Kinder ist frofye Unterhaltung beim Reiten auf Eseln, beim Kasperl-Tbe- ater und bei einem Kinderkarussel vorgesehen. Am Selterstor wird nn einer Verkehrsschranke Weazoll zugunsten des WHW. erhoben werden. Im Caf6 Wien sind für heute und mortrm, jeweils ab 15 bzw. 20 Uhr, frohe Unterhaltungskonzerte mit Variete- Einla"en norgefe^n, bei denen «"ich ü'**» Wünsche der Besucher erfüllt werden können. Im G^oüa- Palast wird eine interessante Bühnenschau zu sehen fein. Alles in allem also eine Programmfolqe, die sich sehen lassen kann und die den hoffentlich außerordentlich zahlreichen Besuchern reiche Belehrung und gute Unterhaltung bietet. Als Gegenleistung ist nur die Spende für das Kriegs-WHW. aufzubringen. DieneuenArbeMameradmen in dendeirieben Unterredungen mit Detriebsführern und Meistern. — Ueberall wird es den Helferinnen leicht gemacht. Die erste Woche des Kriegsarbeitseinsatzes der Frauen und Mädchen ist abgelaufen. In den kommenden Wochen werden weitere Hunderttausende weiblicher Hilfskräfte in die Betriebe strömen. Am vorigen Samstag haben wir nach Unterredungen mit zahlreichen Frauen und Mädchen die volle Bereitschaft der weiblichen Helferinnen zur Kriegsarbeit feststellen können. Gestern hatten wir Unterredungen mit Betriebsfichrern, technischen Leitern und Meistern, in denen das am vorigen Samstag erkennbare erfreuliche Bild des weiblichen Arbeitseinsatzes noch verstärkt wurde. Wir sitzen mit dem Betriebsführer, einem Prokuristen und dem Betriebsobmann eines bekannten industriellen Unternehmens zusammen. Die Erfahrungen der ersten Woche des weiblichen Kriegseinsatzes sind Gegenstand der Unterredung. lieberem- sttmmend hören wir von unseren Gesprächspartnern, daß die Frauen und Mädchen, die aus allen Bevölkerungsschichten zur Krieasarbeit in den Betrieb gekommen sind, sehr guten Willen und unverkennbare innere Bereitwilligkeit zur Erfüllung der ungewohnten Arbeitsaufgaben mitgebracht haben. Der freundliche und verständnisvolle Empfang, der ihnen bereits bei der Anmeldung zur Arbeit zuteil wurde, sowie die hilfsbereite Haltung der Meister, der Arbeitsk^meraden und Arbeitskameradinnen haben den „Neuen" den Weg im Betrieb sehr erleichtert, und auf diese Weise werden auch den weiteren Helferinnen nach bester Möglichkeit alle Steine aus dem Wege aeräumt. Bekanntlich ist noch nie ein Meister vom Himmel gefallen, und so wird es auch bei diesen Frauen und Mädchen etlicher T>ae bedürfen, bis sie in ihren neuen Arbeitskreis völlig hineinaewachsen sind. Zuerst werden sie mit einfachen Arbeiten beschäftigt, die an sich natürlich auch kriegswichtig sind, bann kommen sie je nach persönlicher Eignung auch an verantwo^t"nasvollere, aber körperlich leichte Arbeiten heran. Wünsche werden, soweit es iraenbroie möglich ist, berücksichtigt, wobei unter Umstänben auch ein Auswechseln ber Arbeitsplätze erfolgen kann, wenn es nach Maßaabe der betrieblichen Möglichkeiten vertretbar ist. R "'ck- sichtnahme auf die körperliche Leistungsfähiakeit der Helferinnen oder auf häusliche Erfordernisse wird weitgehend geübt, damit sich alle im Krieaseinsatz stehenden Frauen und Mädchen an ihrem Arbeitspläne wohlfühlen können. Ein Teil der Helferinnen arbeitet den ganzen Tag nut, ein Teil leistet Halbtagsarbeit. Alle leb^n mit den ..Alten" im Befried in Harmonie und schöner Arbeitskameradschaft, .wozu die verständnisvolle Aufgeschlossenheit ber „Allen" gegenüber den „Neuen" viel beigetragen hat. Dadurch ist den Helferinnen die Umstellung aus ihrem bisherigen Lebenskreis in den Bereich der bislang ungewohnten Arbeitspflicht erheblich erleichtert und die Kriegsarbeit zu einer Sache gemacht worden, bei ber man auch mit frohem Herzen dabei sein kann. So konnten wir denn auch von dem Be- triebsführer und seinen enaften Mitarbeitern die befriedigende Feststellung hören, baß sie mit dem bisheriaen Einsatz der „Neuen" zufrieden sind, deren guten Willen und tatfrohen Eifer anerkennen und die Ueberzeuaung haben, daß diese Frauen und Mädchen wertvolle Hilfe bei der Erfüllung der Kriegsarbeitsaufgaben leisten werden. In Unterhaltungen mit verschiedenen Frauen an ihrem Arbeitsplätze in den Werkstätten erhielten wir die erfreuliche Gewißheit, daß sie ihrem neuen Pflichtenkreis die beste Seite abgewonnen haben und nicht nur äußerlich, sondern auch gesinnungsmäßig zufrieden und verantwortungsbewußt ihre Arbeit verrichten in der Ueberzeu-gung, damit an ihrem Teile einen wertvollen Beitrag für unsere Rüstung zu leisten. Die umfassende soziale Betreuung und die anerkennenswerte Fürsorge des Betrie- bes für die körperliche Kräftigung aller Arbeitskameraden durch gute Leistungen der Gemeinschaftsküche und durch schöne Freizeit in einem großen Speifesaal aber auf geräumigen Grünflächen tragen erheblich dazu bei, daß sich auch die „Neuen" in diesem Kreise der Arbeit wohlfühlen. * In einem anderen Betrieb stellt die Frauenarbeit in den Werkstätten Neuland dar. Hier herrschte bisher uneingeschränkt die Kraft der Männer. Es war daher zunächst beinahe ein Problem, als die Betriebsleitung nunmehr auch an dieser Stelle Frauenarbeit ins Auge fassen mußte. Die Ergebnisse der ersten Woche des Frauenschaffens in den Werkräumen haben jedoch gezeigt, daß die Frau auch hier bei Arbeiten, die ihren Kräften und ihren Möglichkeiten entsprechen, „ihren Mann stellen" kann. Die Frauen und Mädchen, die zum Teil Halbtagsarbeit, zum Teil Ganztagsarbeit leisten, werden zunächst einige Tage in ber Lehrwerkstätte beschäftigt, wo sie sich mit den Grundelementen des Betriebs und den verschiedensten Betriebsmitteln vertraut machen können. Dann kommen sie in den Werkstätten bei Arbeiten zum Einsatz, die ihren körperlichen Kräften angemessen sind. Die Betriebsführung, die Werkmeister und die Arbeitskameraden lassen den Frauen und Mädchen alle Förderung und Arbeitserleichterung zuteil werden, um ihnen das Einarbeiten in den ungewohnten Schaffenskreis zu erleichtern. War bei manchen Frauen und Mäd^en anfangs die Scheu vor dem Betrieb und den Maschinen ein Moment der inneren Hemmung, so ist dieser „Stein des Anstoßes" inzwischen aus 6em Wege geräumt worden; meist schon nach wenigen Stunden ober Tagen haben die Werkstätten und die Maschinen für die Frauen und Mädchen ein ganz anderes Gesicht als das früher vermutete, be'd" sind ihnen vertraut geworden, und nunmehr fühlen sie sich diesen vorher gefürchteten Dingen überlegen. In zweckmäßiger Arbeitskleidung, in der sich die Helferinnen im Kreise der männlichen Arbeitskameraden wohler fühlen und inmitten der Maschinen sich ungefährdeter bewegen können, verrichten sie jetzt ihre Arbeiten, als ob sie schon lar^i .‘Reit urh nicht erst seit env^n Taaen an diesem Matze gewirkt hätten. Zum Teil haben sie hochgualifizie''te, üerantroorhmas-ünHe Aufgaben wchrmnehmen, deren einwandfreie Erfüllung ihre Arbeitsleistung dem Betrieb besonders wertvoll macht. So konnten mir z. B ein funges Mädchen beob- , achten, das bisher als Äinbergartnerbt tätig gewesen mar und jetzt mit Präzisionsarbeiten beschäftigt ist, die außerordentlich diffiZil sind und haargenaue Aus- führuna erfordern. Mit feinstem Fingerspitzenge- sühl erfüllt dieses Mädel feine Aufgabe fo vortreff» lief), daß die Betriebsführung und der Werkmeister sich zu dem guten Griff beglückwünschen, den sie mit der Verpflichtung dieses Mädchens für diese Arbeit getan haben. Eine Arbeitskameradin, die früher als Kassiererin in einem Geschäft tätig gewesen war, erfüllt an einem benachbarten Werkplatz ihre Aufgabe ebenfalls sehr zufriedenstellend. Die Frauen und Mädchen wissen sich mit ihrer Arbeit bei der Betriebsführung und den Arbeitskameraden geschätzt. Daneben haben sie die Gewißheit, daß ihre soziale Betreuung durch den Betrieb und ihre kameradschaftliche Förderung durch die Arbeitskameraden gut ist, so daß sie sich nach jeder Richtung hin in dem neuen Wirkungskreise wohlfühlen. Hinzu kommt auch hier, daß ihnen die Möglichkeit gegeben ist, die Gemeinschaftsküche des Betriebs mit in Anspruch nehmen und dadurch täglich gute Verpflegung genießen zu können, ohne zu Hause nach den'Arbeitsstunden im Betrieb erst noch den Kochlöffel schwingen zu müssen. * Frauen und Mädchen als Helferinnen bei der Arbeit waren in einem weiteren Betrieb, den wir besuchten, schon im ersten Weltkriege geschätzte Kräfte. Hier sind sie auch in diesem Ringen schon feit vielen Monaten eifrig wieder mit an der Arbeit, um unserer Rüstung zu dienen. Jetzt sind nach dem Aufruf aller Hilfskräfte zum totalen Kriegseinsatz noch mehr Frauen und Mädchen in diesen Werkräumen zusammengekommen, um immer noch mehr für unsere Soldaten zu leisten und ihnen immer wieder die besten Waffen bereiten zu helfen. Selbstverständlich wird der Einsatz der Frauen und Mädchen von dem Betriebsführer — wie auch in den beiden anderen besuchten Betrieben — in der Weise gelenkt, daß ihnen vor allem die leichten Arbeiten zugewiesen werden. Und auch hiermit können die willigen Helferinnen sehr wertvolle Dienste leisten, die im Rahmen der Gesamtarbeit ihren bedeutungsvollen Platz haben. Mit Rücksicht auf häusliche und familiäre Verpflichtungen hat sich In Anwesenheit des mit der Führung der Geschäfte des Landesbauernführers beauftragten Landesobmanns Bauer W e i n tz und des Lanoes- hauptabteilungsleiters Bauer S ch a r ch, Windhausen, fand am gestrigen Freitag in der Zuchtviehhalle Rhein-Main in Gießen eine in jeder Hinsicht wohlgelungene Zuchtvieh-Absatzveranstaltung durch das Tierzuchtamt Gießen statt. Der Landesverband der Rinderzüchter und der Landesverband der Schweinezüchter führen alljährlich im Frühjahr und im Herbst durch das zuständige Tierzuchtamt als Geschäftsstelle der provinziellen Züchtervereinigungen größere Absatzveranstaltungen durch, die sich insbesondere dadurch immer mehr einbürgern, daß gerade hier beste und wertvollste Zuchttiere, die besonders ausgewählt werden und in Form und Leistungen überdurchschnittlichen Anforderungen entsprechen, zum Auftrieb gelangen. Bereits am Vortrage sand durch die Körkommis- fionen unter dem Vorsitz von Landwirtschaftsrat Dr. Wagner, dem Leiter des Tierzuchtamtes Gießen, die Sonderkörung und Einteilung der Tiere in Wertklassen statt. Als Körkomm'issions-Mitglieder bei den Höhenfleckvieh-Bullen wirkten Bürgermeister Seim, Groß-Felda, und Bauer G ö r l a ch, Ober- Hörgern, bei den Rindern Bürgermeister Stroh, Brauerschwend, und Heinrich Bopp, Griedel, bei den Zuchtebern Bezirksbauernführer E u r i ch , Hutzdorf, und Bauer Karl L u h, Lang-Göns, als verantwortliche Preisrichter mit. Durch alle drei Körkommissionen konnte die überragende Qualität der zum Auftrieb gelangten Zuchttiere festgestellt werden. In rascher Reihenfolge wurde am gestrigen Freitag nach Vorführung der prämiierten Zuchttiere die Absatzveranstaltung durchgeführt. Zunächst wurden die Zuchteber zum Ausgebot gestellt, wobei ein Eber in Wertklasse I, 15 in Wertklasse II, 30 in Wertklasse III und 16 in Wertklasse IV eingeteilt waren. Der überragende Eber (Katalog Nr. 38) als Gloria-polast: „Liebesgeschichten"'. Zu den ungezählten Liebesgeschichten, die es schon von Anbeginn im Film gegeben hat, fügt die Ufa — zur Feier ihres 25jährigen Jubiläums — eine neue und sogar eine doppelte, halb traurig, 1)alb heiter: unter Benutzung eines Romans von W. L i e ck erzählen der Spielleiter V. Tourjansky und Gustav Kampendonk, wie die aus einer Kinderfreundschaft erwachsene Herzensgeschichte des Fräuleins Felicitas von Graefe und des Tambourmajors Lüdtke kurz vor dem ersten Weltkriege an sozialen Unterschieden scheitert; wie dann Felicitas einen Bankier, Lüdtke, her unterdessen ein erfolgreicher Operettenkomponist geworden ist, eine Sängerin heiratet; wie nach dem Kriege die mittlerweile verwitweten und gealterten Liebesleute sich wieder beaeqnen, und wie ihren Kindern eines Tages das Glück der Vereinigung gleichsam in den Schoß fällt, das dem Vater des jungen Mannes und der Mutter des Mädchens damals so schmerzlich versagt geblieben ist. Abgesehen von dem hübschen Motto der Wiederholung her zärtlichen Beziehungen in der zweiten Generation ist das Besondere an diesem Film feine ausgesprochen epische Technik, wie sie zuvor in ähnlicher Form etwa in „Anneli" und bei den Franzosen von Sascha G'tttry ausprobiert wurde: die Fabel erstreckt sich vom Beginn der neunziger Jahre bis in die Zeit nach dem Weltkriege, und es gehört zu den glücklichsten Einfällen Tourjanskys, daß er den (durch die Gestalt eines verwitterten Leierkastenmannes betonten) Zeitablauf zu einem kleinen Streif,m«? durch die Berliner Lokal- und Kultur- aefchichte bflr lebten Jahrzehnte benutzt hat. Es gibt auf diesem flüchtig nnbeutenben Wege ein paar Stationen — wie das Ausrucken ber Truppen ins Felb unb ein tmar kimvpe Szenen aus ber Nachkrieas- ieit —, bie von ber Leinwanb her auf ben Beschauer, ber bas einmal selber als gegenwärtige Wirklichkeit miterlebt hat, ein bißchen gespenstig wirken. Sonst finb Bitterkeit unb Süßigkeit, Heiterkeit und Sentimentalität ber beiben Liebesgeschichten mit leichter unb geschickter Hand geqeneinanber abgewogen: bie Tanzrevue zum Schluß hätte vielleicht ein wenig gekürzt werden können. Käthe Haacks auch hier ein Teil der Frauen für Halbtagsarbeit entschieden, ein anderer Teil aber nimmt an ber Arbeit über ben ganzen Tag hin teil. Der Halbtagseinsatz ist so organisiert, baß bie Arbeitsleistungen am Vormittag und am Nachmittag einander ergänzen unb dadurch voller Arbeitserfolg erzielt wirb. Die Betriebsführung hat auch hier dafür gesorgt, daß den Wünschen der Frauen soweit wie möglich Rechnung getragen wird, ihnen zweckdienliche Arbeitskleidung zur Verfügung steht, die kameradschaftliche Gesinnung ber „Alten" auch ben neuen Helferinnen gegenüber in guter Weise zur Geltung kommt unb im übrigen so mancherlei kleine Alltags- binge, bie in einem Betrieb auch einmal gewisse Schattenseiten mit sich bringen, soweit wie möglich hintangehalten werben. Es hat sich im Verlaufe ber bisherigen Arbeit gezeigt, baß bie Frauen unb Mädchen auch in diesem Betriebe mit allem guten Willen unb mit vollem Verständnis für die dringliche Notwendigkeit ihres Arbeitseinsatzes dabei fink Der vortreffliche Geist, mit dem sie an bie ungewohnte Arbeit Herangehen, verdient alle Anerkennung unb wirb von ber Betriebsführung unb ben technischen Leitern entsprechen!) gewürdigt unb gepflegt. Neben ben zum Einsatz aufgerufenen Frauen und Mädchen sind auch freiwillige Helferinnen eifrig mit am Werk. Alle miteinander find mit Lust und Liebe bei ber Sache, obwohl ihnen bie Umstellung aus ihrem bisherigen Lebenskreis nicht gerade leicht geworben ist und es auch jetzt noch manchmal eines gewissen „inneren Ruckes" bedarf, um über gelegentliche kleine Klippen ber Anfangszeit besser hinwegkommen zu können. Von allen Helferinnen hört man aber nur erfreuliche Meinungen über ihren jetzigen Arbeitskreis. Eine Werkküche dient auch hier der Gefolgschaft. * Das Ergebnis dieser kurzen Umschau an einigen Statten der Kriegsarbeit unterstreicht erneut bie an vielen anderen Stellen unseres Gemeinschaftslebens schon oft festgestellte Tatsache, baß auch unsere Frauen und Mädchen sich ihrer Verpflichtungen gegenüber der Volksgemeinschaft in ber Kriegszeit besonders bewußt sind. Ihr Einsatz bei ber Arbeit bekundet ihren Willen, auch mit ihren Kräften jederzeit alles zu tun für den deutschen Sieg und damit für eine glückliche Zukunft unseres Volkes. B. einziger der Wertklasse I (Züchter Kurt Eurich, Hutzdorf) wurde als Stammeber durch W. Philippi, Trais-Münzenberg, zum höchsten Tagespreis erworben. Bei den Bullen waren die der Wertklasse II sehr gut ausgeglichen, ein Bild, wie es lange nicht auf einer Absatzveranstaltung in Gießen beobachtet werden konnte. Obwohl kein ausgesprochenes Spitzentier vorhanden war, zeigten doch die 19 in Wertklasse II eingeteilten Höhenfleckvieh- Bullen eine solche Ausgeglichenheit, daß alle Bullen das lebhafte Interesse der Käufer sanden, die sich wiederholt auch lobend über die Qualität der Vatertiere äußerten. Daneben waren 16 Bullen ber Wertklasse III zugeteilt. Sämtliche Vatertiere wurden für herdbuchfähig erklärt, ein Fall, der bisher auf einer Absatzveranstaltung in Gießen noch nicht eingetreten war. Auch die Rinder genügten hinsichtlich ihrer Qualität zum größten Teil selbst hohen Anforderungen. Ein Rind (Züchter Heinrich Kraft, Höchst a. d. Nidder) wurde ber Zuchtklasse I zugeteilt, 9 Rinder kamen in Zuchtklasse II, 21 in Zuchtklasse III unb nur zwei in Zuchtklasse IV. Wenn bie Kommission nicht gezwungen gewesen wäre, mindestens 70 v. H. der aufgebotenen Rinder der Zuchtklasse III ober IV zuzuteilen, so hätte mit gutem Recht eine weitere Anzahl von Zuchtrindern ber Zuchtklasse II zugeteilt werden können. Bei lebhafter Nachfrage wurden alle zum Verkauf gestellten Zuchttiere, einschließlich der (Eber, abgesetzt. Bei den Rindern wurden alle Tiere in ben vier Zuchtklassen ausnahmslos zu ben festgesetzten Stopp-Preisen abgegeben. Bei den Bullen und Ebern mußte ebenfalls ein großer Teil der Tiere bei Erreichung der Stopp-Preise durch die Zuchtleitung zugeteilt werden. Die große Frühjahrsabsatzveranstaltung hat erneut bewiesen, daß die oberhesfischen Züchtervereine trotz der durch den Krieg bedingten Schwierigkeiten die Zucht tatkräftig fördern. begabte Tochter Hannelore Schroth hat hier, als kulleräugig schwärmerischer Backfisch,. als junge Frau, als resignierende Witwe und wiederum als springlebendig begeisterte unb verliebte Theaternovize, eine bankbare unb mit sicherem Gefühl ausgespielte Verwandlungsrolle. Willy Fritsch, schüchtern und korrekt als Tambourmajor, wächst im Laufe der Jahre mit Würbe, Humor und guter Haltung ins Väterfach hinein. Im figurenreichen Ensemble geben ferner Herta Mayen, Käthe D y ck hö f f, Walter Franck, Elisabeth Flickenschilbt, Paul Henckels, Franz Schafheitlin unb Joachim Brennecke bie prägnantesten Gestalten; bie Gießener bürste es interessieren, ihrem früheren Inten- bauten Rolf Prasch (in ber Rolle eines Theaterbirektors) wieberzubegegnen. Auch ber Kameramann Igor Oberberg unb ber Komponist Peter K re u» b er find am Erfolge beteiligt. — Im Beiprogramm: bie Wochenschau unb ein lehrreicher Kulturfilm „Farne". Hans Thyriof. Verdunkelungszett: 6. März von 19.08 bis 6.27 Uhr. 7. März von 19.10 bis 6.25 Uhr. Kür Tapferkeit vor öem Keinöe. Der Obergefreite Heinrich W inther aus Gießen, Schlageteranlage 4, würbe für Tapferkeit vor bem Feinbe bei ben Kämpfen im Osten mit bem Eisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichnet. Gießener Vochenmarklprelse. * Gießen, 6. März. Auf bem heutigen Wochen- markt kosteten: Markenbutter, % kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, bas Stück 8, Weißkraut, % kg 10, Rotkraut 13, gelbe Rüben 10 bis 14, rote Rüben 10 bis 12, Unterkohlrabi 5 bis 8, Zwiebeln 14, Meerrettich 75, Lauch 25, Sellerie 25, Felbsalat, Vio 10, Rettich, das Stück 10 bis 15 Rpf. • * Der Aufpruch auf Zwiebeln erlischt, wie das Ernährungsamt heute bekannt* gibt, am kommenden Dienstag für alle die Verbraucher, die bis dahin die zugeteilte Zwiebelmeng- nicht abgeholt haben^ Vorbildliche Tierzucht in Oberhessen. Die gestrige Abfatzveranstaltung war ein neuer großer Erfolg. schon 2 z i IO A poi nw OUr Orig/-Fackwnfle» RM @1 DEUTSCHE GEHA-WERKE-HANNOVEP Bahnhofstraße 50 Telefon 8649 3106D MK^ST8^$EIüaUetten^ Wenn alle dies ernstlich bedenken, bekommt jederSilPho»- calin, der eS braucht. Carl Bühler, Konstanz. Fabrik der pharm. Präpa- rate Sitphoscalin und Thylial. mehrmals täglich 5 Schuhcreme einsparen! 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