General-Anzeiger für Oberhessen »nähme von iltueiaen für die Mittaasnummer biS 8'/, Ubr desÄormittagO Anzeraen-Preiie für die yhlHmeter-tidle von 22 Millimeter Breite: 7Rvi. für ,>amtltenan- zeigen und private Gelegenbeitdanze,ge« 14Rvt. 1. Werbeanzeigen und aelebättlicbe (Äeteaenbeitdanzeraen Mapvorschrift (vorberiae Dereinbaruna) mevr [93. Jahrgang Nr. 51 Üblichem« g. ct) außer Sonntags und feiertags Beilagen? Gießener ^amrlienblatter Heimat imB»ld«DieScholle BezuaSvreis: Monatlich .... .RM.1.80 Zustellgebühr .. „ -.28 auch be NichtericheMen von einzelnen Nummern infolge höherer Gemalt Svreckmnichlutz 2251 anscrmft „Anzeige?' berf 116a« ftrrmff /M iWf Zy A tsT H Samstag,6./Sonntag,7.5ebnrars945 Gietzener Anzeiger L lingrad ragt noch heraus, das unserer unver- Äfl'f i rfofll-t t Cl VY1 OY ff11 9t 11 rU nv- ♦'Aws . gelichen „Bismarck". Auch hier kämpfte Schiffs- Prung und Besatzung unter wehender Kriegsflagge Jedes Llebergabeangebot abgelehnt Die letzten Kämpfe in den Trümmern von Stalingrad. i i e r 11 n, 5. Febr. (DNB.) Der entscheidende Ab- des heroischen Ringens um Stalingrad be° (flam am 10. Januar. Das Uebergabeange- )o: der Bolschewisten an die 6. Armee hatte an diesem Tage seine klare Ablehnung ge- furJen. Trotz monatelanger schwerster Kämpfe war IISic entschlossen, bis zum letzten Atemzug weiter- zOmpfen. In den Morgenstunden setzte der Bolsche- aii die ganze Wucht seiner schweren Waffen von fe rn ein. Hunderte von Batterien, Salvengeschütze, Dir jer, Granatwerfer, Panzerabwehrkanonen und Firgeschütze zertrommelten mit ihrem Feuer die Men Deckungen. Nach einer Stunde verstummte br s Feuer schlagartig. Noch einmal forderte b-rFeind unsere Soldaten zur Uebergabe auf. Aus Li.sprechern schallte die Aufforderung, bedingungs- Ii3 die Waffen zu strecken. Feindliche Lcilachtflieger kamen heran, doch statt Bom- N warfen sie Flugblätter mit der Aufforde- ™ zur Uebergabe ab. Laer wiederum haben unsere in den wochenlangen fa’ pfen eisern gewordenen Soldaten nur ein ent- Ici!fienes Nein. Nur zu oft haben sie die bolsche- viflche Niederträchtigkeit und Tücke des Feindes Wv t. Der Bolschewist hat es wohl auch nicht anders nur riet. Denn kaum sind die Flugblätter zu Boden ji|l ttert, da krachen auch schon die Bomben der ^Heuristischen Schlachtflieger. Noch einmal ein cje^rer Feuerschlag, und der Feind geht z u m A n - IJif f vor. Auf 5 Kilometer breiter Front stürm- M >ie Bolschewisten gegen den N o r d r i e g e l. trei Wellen branden die dicht gedrängten Massen i. Der ersten Welle folgt auf 800 Meter die Bete, und auf 1000 Meter die dritte. Hinter diesen Mn die feindlichen Panzer und treiben die M-chen voran. Elhfere Männer lassen den Feind auf 60 Meter Sljpnfommen. Dann schlägt ihm das Sperrfeuer «8 gen. Die Maschinengewehre reißen klaffende 1 Id: n in die angreifenden Reihen. Die Bolschewisten ♦Inen über ihre eigenen Gefallenen und suchen Dding hinter den Toten. Die zweite Welle aln-it heran. Auch sie bricht zusammen. Und auch > ritte Welle muß zu Boden. Der Feind h schwerste Verluste. Ws gleiche Bild bot sich auch am westlichen Nie letzte Meldung. Das Heldenlied von Stalingrad schwillt, je mehr Enzelheiten aus diesem heroischen Kampf der öArrnee und ihrer rumänischen und kroatischen Lchicksalskameraden bekannt werden, zu einer irmer gewaltigeren Melodie an, die an die Herzen Dch derjenigen Völker greift, die nicht unmittelbar fr diesem europäischen Freiheitskampf beteiligt fr2>. Angesichts solchen Heldentums streckt selbst die site Uninteressiertheit — um nicht zu sagen Un- siundlichkeit — an dem weltentscheidenden Ringen fischen Gut und Böse die Waffen. Stalingrad Mumentierte, daß wahres Heldentum nicht nur die rchtung beherrscht, sondern daß es ein Symbol ir neuen Zeit darstellt. Zo war der Geist von Stalingrad: Klein die tzyar, die noch die letzten Stunden des heldischen Temas erlebte. Die Munition ging aus. Sie kcnpften, auf engstem Raum zusammengedrängt, eiter, schließlich mit der blanken Waffe allein. Der Oneral mit den letzten seiner Männer. Sie sahen her Soldatentod als die Erfüllung ihres Fahneneids vor Augen. So gaben sie die letzte Meldung er die Heimat: „Im schwersten Kampf haben wir bi: zum letzten Mann unsere Pflicht getan. Es lebe Ir Führer, es lebe Deutschland!" Bis zum letzten, bi: zum Tod. Das reißt ans Herz, das rüttelt auf, Lc verpflichtet zu befreiender Tat. 5s hat in diesem Kriege wahrlich zahlreiches fli es Heldentum gegeben, das niemand meldete^ 2: en, die Heldenopfer einzelner oder ganzer Ver- bc de forderten. Für sie war es selbstverständliche Picht, sie handelten genläß ihrem Fahneneid. Ein L spiel gleichen Heldentums wie der Männer von Riegel. Dort aber überschwemmten die Bolschewisten die dünnen Linien unserer Verteidiger. Täglich wuchs so die Härte des Ringens, bis sich der Stoß in erbittertes Einzelringen auflöst. Jeder, der noch eine Waffe führen kann, kämpft. Am Bahndamm fangen sie den Angriff auf und halten. Generale, Stabsoffiziere, Grenadiere, Artilleristen, Pioniere und Fahrer, Deutsche, Rumänen und Kroaten— sie sieben hier Schulter an Schulter im Kampf gegen die immer wieder anstürmende Uebermacht. Im Nahkampf fallen die Generale von Hartmann und Stempel und mit ihnen viele der Tapferen. Aber noch hält d^r Riegel, bis neue schwere Angriffe die Stellung zerbrechen, und die Verteidiger schließlich der Uebermacht erliegen. * Als die Sowjets die- Stellungen am Kessel- rande westlich Stalingrad eingedrückt hatten, mußten die Geschütze, die beste Waffe gegen die Panzer, z u r ü ck g e b r a ch t werden. Wo Zugmaschinen und Pferde fehlten, spannten sich d i e Soldaten selbst vor die Geschütze, schleppten sie in übermenschlicher Anstrengung Kilometer um Kilometer durch die tiefverschneite Steppe b i s a n d i e Bahnlinie nach Stalingrad zurück und brachten sie beim Bahnhof Massargino in Stellung. Kurz darauf griffen die Bolschewisten diesen Eckpfeiler der Verteidigungslinie an. Schweres Trommelfeuer lag auf dem ganzen Abschnitt. Schlachtflugzeuge brausten heran und warfen ihre Bomben. Der Feuerwalze folgten 28 Panzer. Sie standen plötzlich, aus allen Waffen feuernd, unmittelbar vor den Geschützen. Ganz dicht liehen die Kanoniere die Stahlkolosse herankommen, um keine Granate zu verschenken. Auf kürzeste Entfernung krachten die Schüsse und kaum einer verfehlte sein'Ziel. Mit zerrissenen Flanken, zerschlagenen Türmen und zerfetzten Motorwannen brannte Panzer um Panzer aus. 21 Wracks lagen nach kurzem Feuerkampf im Schnee, davon 15 allein vor einem einzigen Geschütz der Heeresflak. Die restlichen sieben enttarnen hinter der Feuerwand, die der Feind schützend zwischen unsere Kanonen und feine fliehenden Panzer legte. 21 rollende Festungen auf einen Schlag und 150 in drei Tagen war der Lohn für das Schleppen der Geschütze. bis zum letzten: „3m Glauben an Sie, mein Führer, kämpfen wir bis zum letzten und in felsenfestem Vertrauen auf den Sieg Deutschlands." Das war die letzte Meldung der „Bismarck". Treu und ohne Wanken in der Siegeszuversicht. Wer darf in der Heimat mit gleicher begründeter Ueberzeugung von sich sagen, daß er in schwerster Zeit bis zum letzten seine Pflicht tat? Bis zum letzten heißt, bis zur Selbstaufgabe. Millionen deutscher Schaffender in der Heimat tun eifern ihre Pflicht, indem sie ihre ganze Arbeitskraft ein» setzen, um den Soldaten an der Front Waffen, Munition und wieder Waffen, Munition zu liefern. Der Kreis der rüstungschaffenden Deutschen wird durch die neuen Verordnungen über die Arbeitsmeldepflicht und über Detriebsschließungen um weitere Millionen erweitert. Sie werden jetzt ebenfalls vor die Bewährungsprobe gestellt und haben zu beweisen, ob sie von dem Heldentum der Kämpfer von Stalingrad angerührt, aufgerüttelt wurden, ob deren Kämpfen und Sterben für sie Vorbild wurde. Mag der Uebergang für viele auch schwer werden, der Gedanke an die Kämpfer von Stalingrad aber wird die Heimat bis in ihre letzten Glieder zu einer verschworenen Schicksalsgemeinschaft zusammenschweißen, die bereit ist, ihr Letztes für den Sieg herzugeben. Wenn dann der Tag gekommen fein wird, an dem Stalingrad gerächt und der Bolschewismus mit seinen jüdisch-plutokratischen Genossen niedergeschlagen ist, werden sich alle Deutschen mit den Helden von Stalingrad zur letzten Meldung zusammenschließen dürfen: Im schwersten Kampf taten wir bis zum letzten unsere Pflicht! R. P. ..... wir müssen den Feind schlagen, oder uns alle vor seinen Batterien begraben lassen. !|o denke ich — so werde ich handeln." Friedrich der Große (1712^-1786). D-rlin, 5.Febr. (DNB.) Das eiserne Aushar- [t er Männer von Stalingrad wurde nach besten •■Wien gestützt d urch Transportflugzeuge M Luftwaffe. Als schließlich ein Flugfeld sth dem anderen verlorenging, landeten unsere >Pr selbst dann noch auf notdürftig hergench- 'Z'n Landungsbahnen, als sowjetische Artillerie die W.euge bereits aus naher Entfernung beschießen : fnie. Unter dem Feuerschutz der Grenadiere luden ltl°rwundete und Kranke ein und brachten sie bei D mnd Nacht durch die starken Jagd- und 51 ab jft n des Feindes zu den Einsatzhäfen zuruck, uff-famt konnten von unseren Transportfliegern 111 «erlauf der Schlacht annähernd 4 7 000 ]jJ,r»u nie t e und kranke Kämpfer der ’Mrmee geborgen und den Lazaretten zu- Mtit werden. Als eines der letzten Transport- r:3 uge zur Notlandung dicht hinter den femd- Linien gezwungen wurde, griffen bie oon öen ' vu~en Kämpfen erschöpften Verteidiger sofort die 11 «llen Seiten heranstürmenden Bolschewlsten ;^nb befreiten ihre F l i e g er ka m e r a- , den Händen des Feindes. Ensportflugzeuge find schwerfällige Apparate. E Start und ihre Landung unter beschranktesten '«r Verhältnissen, oft unter unmittelbarer selnd- •Jk Einwirkung waren mehr als Kunststücke. Es •p6'- Heldentaten. Das bewährteste Transport- Sie kameradschaftliche Hilfe der Transportftieger 47000 verwundete und kranke Kämpfer aus Stalingrad geborgen. flugzeug ist noch immre die J u 52. Sie ist das Mädchen für alles in der Fliegerei. Im Vorjahr tra- ten infolge der starken Külteeinwirkungen noch Schwierigkeiten auf. Aber in der Zwischenzeit sind die Transportflugzeuge so verbessert worden, daß sie auch bei grimmigster Kälte ihren Hilfs- und Rettungsdienst versehen können. Sie sind auch mit Waffen versehen. Aber ihre ursprüngliche Bestimmung ist nicht der Kampf. Gegen den Kampf sollen sie in der Regel durch Jagdflieger geschützt werden. Immer ist das nicht möglich. Auch hilft kein Mittel der Technik gegen die spezifischen Schlechtwetterlagen. Die Geschicklichkeit des Piloten entscheidet, wenn es gilt, durch eine „Erbsensuppe" oder durch eine „Waschküche" zu fliegen und auf improvisierten Feldflugplätzen zu landen. Eben deshalb ist chr Rettungsdienst bei Stalingrad, wo sie unter unmittelbarer Feindeinwirkung vom Lande und aus der Luft standen, doppelt bewundernswert. Die Transportflieger haben in manche deutsche Familie Trost und Hoffnung gebracht. Ihnen wird das deutsche Volt stets ein dankbares Andenken bewahren. Zu feiner Truppe zurück. Mailand, 5. Febr. (Europapreß.) Wie „Cor- rtere della Sera" berichtet, war mit der 6. deutschen Armee auch die 20. rumänische Infanteriedivision nach der Einnahme von Stalingrad von den Dolsche- Deshalb werden wir siegen. Von Helmut Lündermann, Stabsleiter des Reichspressechefs. In den Tagen ernster Besinnung und würdigen Gedenkens an das Heldenopfer der Männer von Stalingrad richten sich die Blicke des deutschen Volkes wieder nach vorn. In diesen Wochen des zweiten Ostwinters, der uns den Ernst der Bedrohung unserer nationalen Existenz erneut deutlich gemacht hat, stellt das nationalsozialistische Deutschland nicht müßige Betrachtungen an, sondern es sieht sich wieder einmal, wie schon so oft unter ähnlichen Umständen, mit aller Tatkraft nach den Aufgaben und Forderungen um, die es zu erfüllen gilt, wenn wir das Schicksal weiter fest in unseren Händen halten wollen. Ebensowenig wie vor Jahresfrist haben wir gezögert, alles das, was die Stunde erfordert, mit Nachdruck und Leidenschaft zu tun. Was sich gegenwärtig im deutschen Volk abspielt, ist mehr als eine Mobilisierung — es ist der Ausbruch neuer Energien, der sich aus dem Zusammenklang der Forderungen der Führung nach militärischer und arbeitsmäßiger Kräftekonzentration und der Erkenntnis der breiten Schichten unseres Volkes ergibt, daß wir diesen Krieg gewinnen müssen, wenn wir weiterleben wollen. Heute — nachdem, vor allem durch den heldenmütigen Einsatz der Stalingradkämpfer, die ernstesten" Gefahren des Sowjetansturmes im Osten nicht mehr unmittelbar im Vordergrund stehen und wir deshalb mit ruhigem Abwägen den Angriffsabsichten unserer anderen Feinde entgegensehen können —, heute ist es nicht nur am Platze, davon zu sprechen, daß mir in diesem Winter trotz aller Prüfungen nicht schwächer geworden sind, sondern daß die Entschlossenheit, mit der das deutsche Volk den Schritt zur völligen Entfaltung seiner Kräfte vollzieht, eine weitere — und wie wir ohne Uebertreibung sagen dürfen — ganz entscheidende Stärkung des deutschen und europäischen Kriegspotentials mit sich gebracht hat und weiter mit sich bringen wird. Es ist nicht die Aufgabe des Journalisten, und es liegt nicht im Jnteresie der Kriegführung, hier von Einzelheiten zu sprechen. Eines aber darf gesagt werden: alle diejenigen, die da in der Welt mit der Parole umherziehen, die militärischen Siegesausfich- ten Deutschlands und feiner Verbündeten feien im Schwinden, die der Anti-Achsenmächte aber im Steigen begriffen, werden noch ihr blaues Wunder erleben, und alle diejenigen, die von diesem Wahn verblendet auf Abenteuer ausziehen, werden sich blutigere Köpfe holen als jemals zuvor! Die riesige soldatische Macht des Reiches steht stark und unerschütterlich als das geschlossenste und schlagkräftigste militärische Instrument, das die Weltgeschichts kennt. Der Heldenkampf von Stalingrad hat auch denen, die weder sehen noch hören wollen, gezeigt, von misten umfaßt morden. Ihr Kommandeur, General Tataranu, versammelte seinen Generalstab und die Regimentskommandeure, legte ihnen die Lage dar und verlangte, daß ein höherer Offizier sich im Flugzeug ins rumänische Hauptquartier begebe, um Bericht zu erstatten. Durch das Los mürbe der General selbst hierfür bestimmt. Er begab sich ins Hauptquartier, verheimlichte dort nicht den Ernst der Lage und kehrte dann mit dem ersten verfügbaren Flugzeug über die feindlichen Linien zu seiner Division »ach Stalingrad zurück, mo er mit ihr bis zum ruhmreichen Ende meiteriuinpfte. Seine Division mar seit dem Beginn der Schlacht von Charkow am 2& Mai v. I. im Kampf gewesen und hatte sich schon beim Uebergang über den Donez und den Don ausgezeichnet. „Deutschland lebt für den Krieg." M ad r id., 6. Febr. (DNB.-Funkspruch.) Die Zeitung „Alcazar" schreibt: Deutschlandmobili- fiert angesichts des Heldenopfers von Stalingrad alle feine Kräfte zur V er teidigung Europas. Kein Gramm Material und keine auch noch so kleine Energie wird verschwendet. Deutschland lebt für den Krieg, der nicht nur die Zukunft, sondern die Existenz der ganzen abendländischen Menschhett entscheidet. Die Großmacht Deutfchland erfüllt selbstlos eine ihm vom Schicksal auferlegte Mission von großen historischen Ausmaßen. Im Abmehrkampf gegen die Barbarei stehen die deutschen Herzen und mit ihnen der unerschütterliche Siegesglauben eines 80-MillionewDolkes. Wir fühlen uns heute solidarischer denn je mit den heftigen Anstrengungen der großen europäischen Nationen, an denen auch unsere siegreiche Blaue Division Teil hat. Der Sieg wird auf der Seite Deutschlands stehen, das ist unser fester Glaube. Erfolgreiche Seekriegführung auf der Ostsee. Helsinki, 5. Febr. (DNB.) Das finnische Hauptquartier meldet: Der Eintritt des Winters und die Vereisung des Meeres beendeten die Operationen auf der Ostsee und zwangen die feindlichen Seestreitkräfte nach schweren Verlusten, sich zur Untätigkeit in die Bucht von Kronstadt zurückzuziehen. In der verflossenen Navigationsperiode wurden von den finnischen und deutschen See- und Luftstreit-- kräften sowie von der finnischen Küstenwacht versenkt: 31 U-Boote, 2 Kanonenboote, 2 Vorpostenboote, 16 Motor-Torpedoboote, 23 Motorwachtboote, 8 Minensucher und 3 Einheiten unbekannten Typs, beschädigt: 16 U-Boote, 3 Vorpostenboote, 10 Motortorpedoboote, 16 Motorwachtboote und 3 Schlepper. In diesen Zahlen sind die schweren Verluste in der Kronstädter Bucht, auf der Newa und auf dem Ladogasee nicht eingerechnet. Die eigenen Seestreit« kräste haben nicht eine einzige Einheit verloren. Der gescheiterte Landungsversuch. Berlin, 5. Febr. (DNB.) Im Raum von Noworossijsk versuchten die Bolschewisten am 4. 2. mit stärkeren Kräften an der Steilküste zu landen. Feindliche Kriegsschiffe sicherten die zahlreichen mit Truppen schwer beladenen Landungsboote, die im Schutze der Nacht die Küste anliefen. Trotz der sofort einsetzenden Abwehr, bei der unsere Artillerie 19 Boote versenkte, konnten schwächere Verbände des Feindes an Land kommen. I m raschen Gegenangriff riegelten deutsche und rumänische Truppen diese Bataillone ab und schlossen sie ein. Gleichzeitig beschoß die Küstenartillerie die feindlichen Schiffseinheiten, die mit ihrem Feuer die Landung unterstützt hatten, und drängte sie aufs offene Meer zurück. Kampf- und Sturzkampfflugzeuge verfolgten die nach Südwesten abdrehenden Schiffe und trafen drei kleinere Einheiten sowie ein Handelsschiff, das in Brand geriet. A m Kuban haben die Bolschewisten zur Ausfüllung ihrer angeschlagenen Verbände frische Truppen h^rangebracht, mit denen sie an einer Stelle allein sechsmal in Bataillonsstärke angriffen. Obwohl sie ihre Vorstöße mit Panzern und starkem Artilleriefeuer unterstützten, brachen die Angriffe blutig zusammen. Die schweren Verluste, die der Feind in den jüngsten Kämpfen erlitt, haben seine Divisionen stark zusammenschmelzen lassen. Die Kampfstärke der hier eingesetzten sowjetischen Regimenter ist auf 350, 100 Mann herabgesunken, und die Kompanien bestehen oft nur aus 10 Mann. Auch die vergeblichen Vorstöße im Mündungsgebiet des Don kosteten den Feind empfindliche Verluste. Im Südteil des Donezgebietes herrschte im allgemeinen Ruhe, dagegen nahm die Heftigkeit der Abwehrschlacht a m mittleren Donez weiter zu. Hier brachten unsere Truppen in schweren Einzelkämpfen und energischen Gegenstößen starke Angriffe des Feindes zum Stehen. Die härtesten Gefechte entwickelten sich um Flußabschnitte, die für die weitere Kampfführung von Wichtigkeit sind, und um Stützpunkte, die oft mehrmals am Tage den Besitzer wechselten. Starker Oststurm, Frost und hohe Schneeverwehungen behinderten die Bewegungen, doch setzten sich unsere Grenadiere und Panzer in den hin- und herwogenden Kämpfen immer wieder gegen die überlegenen feindlichen Kräfte durch. Weiter nördlich ist nunmehr auch der Oskol- Abschnitt in den Abwehrkampf einbezogen worden. Zur Verbreiterung seiner Angriffsfront nach Norden führte der Feind sehr starke Kräfte in den Kampf und unterstützte seine Stoßdivisionen durch zahlreiche Batterien und Schlachtflugzeuge. Unsere Truppen hatten gegen die Uebermacht einen schweren Stand. Sie riegelten aber in hartem Ringen die örtlichen Einbruchsstellen ab und schlugen in Gegenstößen den Feind zurück. Der Wehrmachlbericht. MV. Aus dem Führerhauptquarkier. 5. Febr. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Landungsverfuche stärkerer sowjetischer Kräfte im Raum von Roworossijsk wurden durch die sofort einsehenden Gegenangriffe deutscher und rumänischer Truppen zerschlagen. Gelandete Bataillone sind eingeschlossen und gehen ihrer Vernichtung entgegen. 19 Landungsboote wurden versenkt. Starke feindliche Angriffe im Mündungsgebiet des Don und am Kuban wurden unter schweren Verlusten für die Sowjets abgewiesen. Im Südteil der Donezfront herrschte im allgemeinen Ruhe. AmmittlerenDonezundamOskol-Ab« schnitt hält die große Abwehrschlacht mit steigender Heftigkeit an. Südlich des Ladogasees brachen wieder starke mit Artillerie- und Panzerunkerstühung vorgetragene Angriffe vor den deutschen Hauptkampflinien unter schweren Verlusten zusammen. 3n Rordafrika und Tunesien Kämpfe von örtlicher Bedeutung. Der Versuch eines USA.-Bomberverbandes, am Tage unter dem Schuh der Wolkendecke westdeutsches Gebiet anzugreifen, scheiterte. Der Verband wurde durch die Jagd- und Flakabwehr zersprengt und über See zurückgeworfen. Dabei verlor der Fein5 acht viermotorige Flugzeuge. Durch planlos« Bombenwürfe im Küstengebiet entstanden unerhebliche Schäden. 3n der vergangenen Rächt unternahmen einzelne seindliche Bomber wirkungslose Stor- angriffe gegen Westdeutschland. 3n schweren Abwehrkampfen zwischen Don und Donez zeichneten sich die westfälische 26. und dlo schlesische32 0. 3nfanteriedivkslon aus. Die Front ist dein Vorbild. Das Geleitzugsystem die Flotte. kein Mittel mehr gegen die Ll-Bootgesahr Zu seinem 70. Geburtstag sind dem Reichsprotek« ( O ö tor m Böhmen und Mähren Reichsminister Frei- Genf 5 ftebr (DRV.) Der U-Boot-Krieg tritt nicht realistisch, sondern ließen sich von eigenen ^errn von Neurath, so mele Glückwünsche in eine neue und intensive Phase ein, stellt „Eve- Wunschträumen leiten. Leider verlaufe dieser Krieg 5Ugc$angen, daß es chm nicht möglich ist sedem nicht machtlos gegenüber. (Nachdruck verboten.) 31 Fortsetzung. aotfio verlangte der Präsident vom Kongreß eins Kred^itermächtigung von 210 Millionen Dollar fite den Sieg z-u erzwingen. Diesen Sieg werden wir erringen, nicht nur weil wir an ihn glauben, nicht nur weil wir ihn erringen müssen, wenn wir weiter leben wollen, sondern weil wir ihn mit der ganzen seelischen Größe, deren unser Volk fähig ist, Mann für Mann und Frau für Frau, feurigen Herzens erkämpfen. Es sind in diesen Tagen gerade zehn Jahre vergangen, seit der Führer im Anschluß an die Ereig- rtiffe der Machtergreifung bei seiner ersten Rückkehr nach München an der Stelle, an der am 9. November 1923 die ersten Blutzeugen der nationalsozialistischen Bewegung ihr Leben gelassen hatten, einen Kranz niedergelegt hat, auf dessen Schleife die Worte standen: „Und ihr habt doch gesiegt!" Durch unseren Kampf dereinst mit einem gleich stolzen Siegeswort das Heldenlied von Stalingrad zu überschreiben — das wird von nun an unser leidenschaftlicher Wille sein! Und dies mag dann einmal nicht der letzte der Gründe fein, die wir anführen werden, um zu sagen: Deshalb haben wir gesiegt! „Sie haben wirklich eine neckische Art, einen auf die Folter zu spannen, Axel!" unterbrach chn Sigrid lgchelnd; und energisch fügte sie hinzu: „Also nun mal heraus mit der Sprache: Was haben Sie über mich gesagt?" „Daß Sie ein — hm — em dummes Gänschen seien! — Können Sie mir das verzeihen, Sigrid?" „Das ist alles?" fragte sie verblüfft. „Das ist alles, Sigrid. Und — wie gesagt: ich bin bereit, Ihnen jede gewünschte Genugtuung zu geben"! Sie ließ ein silberhelles Lachen hören. „Erwarten Sie etwa, Axel, daß ich mich nun zum Beispiel an Frank Duderstädt wende, damit er Ihnen eine Forderung auf krumme Säbel oder dergleichen schickt?" „Nein, Sigrid, was ich erwarte, sagte ich ja schon: Sie können mir, wenn Sie wollen, eine kräftige Ohrfeige geben! — Aber, bitte, nicht hierher!" Er zeigte auf seine linke Wange, die mit einem breiten Heftpflaster bedeckt war. „Bitte, bedienen Sie fick!" fügte er lächelnd hinzu, indem er ihr abermals die rcd)te Gesichtshälfte hinhielt. „Na schön!" sagte sie lachend. Sie hotte mit der Hand wie zu einem furchtbaren Schlag aus — und gab ihm dann einen kleinen, zärtlichen Klaps auf die Wange: „So! Jetzt sind wir quitt, Axel! Jetzt hab' ich mich gerächt!" Er hielt ihre Hand fest und zog sie an die Lippen. „Vielen Dank, Sigrid! — Eine solche Bestrafung und Rache lasse ich mir gern gefallen!" Sie entzog ihm ihre Hand und wandte den Kopf fort, denn sie fühlte, daß sie rot geworden war. Um Au verkleiden und um zehn Uhr in Dahlem zu sein... Uebrigens paßt die Beschreibung, die Otto mir von dem angeblichen Telephonarbeiter gegeben hat, ziemlich genau auf Herrn Brand." „Ich kann es noch nicht glauben", erklärte Sigrid kopfschüttelnd. „Das Buch ,Ars magna Lull? gehört übrigens zu den Werken, die ich damals an Professor Beierfeld verkauft habe. Und ausgerechnet dieses Buch soll Brand nun gestohlen haben? — Warum und zu welchem Zweck?" „Ja, wenn ich das wüßte", murmelte Axel nachdenklich. „Jedenfalls muß es mit diesem Buch von Raimundus Lullus irgendeine besondere Bewandtnis haben. Ich sehe hier so etwas wie einen Zusammenhang, Sigrid. Nehmen Sie einmal an, daß der Einbrecher, der damals in Ihre Wohnung eindrang, eben dieses Buch gesucht hat. Da er es bei Ihnen nicht fand, drang er in der folgenden Nacht bei meinem Onkel ein und ..." „Um Gottes willen", flüsterte Sigrid tief erschrak- ken. „Das ist ungeheuerlich! Sie glauben doch nicht etwa, Axel, daß Brand Ihren Onkel erschossen hat?" „Das habe ich ja noch nicht behauptet!" sagte Axel ernst. „Aber wenn der ^Bibliothekar' Brand wirklich der Mann ist, der heute vormittag in der Villa Beierfeld das Buch stahl, so wäre damit bewiesen, daß — wenn er schon nicht selbst der Mörder meines Onkels ist, — er doch zumindest mit dem Täter in sehr nahen Begehungen stehen muh!" Sigrid war bleich geworden. „Das — das traue ich Brand wirklich nicht zu", murmelte sie mit zuckenden Lippen. „Er macht doch einen so bescheidenen und anständigen Eindruck." Axel wischte diesen Einwand gewissermaßen mit einer raschen Handbewegung fort: ,L)er Schein trügt sehr oft, Sigrid ...! Uebrigens habe ich gegen Brand bereits gestern abend Verdacht geschöpft, als ich ihn da im Keller in unmittelbarer Nähe des sogenannten Gespenstes antraf, obwohl er doch vorher behauptet hatte, daß er sehr abgespannt sei und sein Zimmer aufsuchen wolle... Glauben Sie mir, Sigrid, hier stimmt irgend etzvas AUF MÖNCKEBERG fest del 'Teufel loi. ROMAN VON OLAF BOUTERWEOK Parolen. Der Rest der Büste wurde schließlich von der Polizei entfernt Umbildung des italienischen Kabinetts. Mussolini übernimmt das Außenministerium. Rom, 6. Febr. (Europapreß.) Nach einem amtlichen Kommunique hat der Duce die Leitung des Außenministeriums übernommen. Graf Ciano wird auf drei. Jahre Mitglied des Großen Rates der faschistischen Partei. Gleichzeitig wurde der Unterstaatssekrekär im Ministerpräsidium General Luigi Russo durch den Vorsitzenden des Frontkämpferverbandes Nationalrat Amilcare Rossi ersetzt. Die Geschäfte des Unterstaatsfekre- tärs im Außenministerium führt weiterhin Gmseppe Bastian.ini. . Das Justizministerium übernimmt der Nationalrat Alfredo de Marsico. Graf Grandi bleibt Präsident der Kammer der Fasci und der Korporationen. Das Finanzministerium übernimmt an Stelle von Thaon die Revel der Präsident des Haus- Das Beiriebsschließungs-Geseh Von unserer Berliner Schriftleitung. abzulenken, zeigte sie auf eine Bank, die abseits unter einer alten, breitäftigen Linde stand: * „Wollen wir uns ein wenig setzen, Axel?" Axel nickte. Während er sich dicht neben ihr nie- derließ, wollte er ihr nochmals eine längere Erklärung wegen des Summen Gänschens" geben, aber schon bei den ersten Worten winkte Sigrid entschieden ab: _ . „Ach, lassen Sie das doch, Axel! Das Ganze tft ja nicht der Rede wert! Wenn man jedes Wort erst auf die Goldwaage legen würde, dann —" Sie vollendete den Satz nicht und fragte plötzlich in verändertem Ton: „Uebrigens, Axel, sagten Sie nicht vorhin, daß Sie eine Spur gefunden hätten?" „Ja, das heißt, ich glaube, eine neue Spur gefunden zu haben. Doch zunächst eine Frage, Sigrid: Was hatten Sie eigentlich von diesem Herrn Brand?" Sigrid zuckte die Achseln. „Schwer zu sagen! Ich kenne ihn ja auch erst seit gestern. Wer ich'habe vorläufig doch den Eindruck, daß er ein sehr angenehmer junger Mann ist." „Trotzdem! Irgend etwas scheint mit ihm nicht in Ordnung zu sein! Weshalb war er gestern im Keller, und weshalb vor allem fuhr er heute vormittag eigentlich nach Berlin?" „Weshalb?" fragte Sigrid erftaunt. „Na, das wissen Sie doch, Ärel: weil er Herrn Lertzeck zur Charite bringen und zugleich Besorgungen machen wollte." „Vielleicht war das nur ein willkommener Vorwand für ihn. — Offen gesagt, Sigrid, ich habe ihn im Verdacht, daß er heute vormittag in die Villa Beierfeld eingedrungen ist und dort ein Buch aus der Bibliothek gestohlen hat!" „Das soll Herr Brand wirklich getan haben?" rief Sigrid entsetzt. „Wie kommen Sie zu dieser Vermutung, Axel?" Axel berichtete ausführlich über das Telefongespräch mit seinem Diener. Dann fuhr er fort: „Da Brand heute morgen bereits um neun Uhr , in der Charite war, hatte er genügend Zeit, um sich keineswegs so, wie man sich das wünsche.^ Bildete man sich vor Kriegsausbruch ein, England yube infolge der technischen Entwicklung ausgehort, eine Insel zu sein, so zahle man für diesen Irrtum heute teuer. Wie sehr England eine Insel geblieben fei, beweise der Gegner mit seinen U-Booten. Bereits im ersten Weltkrieg habe Lord Jetlicoe einen wahren, aber leider von seinen spateren L0- miralskollegen vergessenen Ausspruch getan: Das deutsche U-Boot brachte bereits 1914/18 ganz England, seine Bevölkerung und sein Empire m eine tödliche Gefahr. In einer gleichen Lage befinde es sich heute. Wäre Lord Äellicoes Wort rechtzeitig verstanden worden, hätte man die Nutzanwendung aus ihm gezogen, bann ständen England und Amerika heute vielleicht der U-Boot-Gesahr zugegangen, daß es chm nicht möglich ist, jedem einzelnen persönlich zu danken. Er bittet deshaD alle, die seiner gedacht haben, fernen Dank auf diesem Wege entgegennehmen zu wollen. nicht! Entweder steckt er mit diesem ,GespensU unteS einer Decke, oder — was ich für noch wahrschein» licher halte — er ist es selbst, der diesen Unfug treibt!'7 — 15. Kapitel. Inzwischen war Otto gekommen. In Axels Wage« und begleitet von Fox fuhr er heran. Sigrid entging nur mit knapper Not der Gefahr, von Fox um- gerissen zu werden. Lachend flüchtete sie — uns prallte sogleich mit Otto zusammen. „Hoppla!" lachte sie übermütig; aber ihr Löchel« erstarb sofort, als sie den Kopf hob und in Ottos verwüstetes Gesicht blickte. Zwei, drei Herzschläge lang starrte sie wiedtv diese gräßlichen und entstellenden Narben an, uuD ein kalter Schauer flog ihr über den Rücken, dotz da sie sich innerlich bereits auf diesen Anblick vorbereitet hatte, faßte sie sich sehr schnell. Kameraö- schaftlich streckte sie die Hand aus: „Na, wir kennen uns ja schon, Herr Otto!" Otto riß hastig die Mütze vom Kopf, wobei sein« blauschwarze Künstlermähne stark in Unordnung geriet; er nahm Sigrids Hand und verneigte „Sehr erfreut, gnädiges Fräulein, daß Sie p nun auch Axel heran, und nachdem Otto noch einntot ausführlich über den geheimnisvollen „Telephon arbeitet^ berichtet hatte, entwarfen sie alle drei M fammen einen Schlachtenplan. . u Mit Sigrids Hilfe ließ es sich leicht und irmn£ i fällig bewerkstelligen, daß Brand bald darauf ® I her Halle unerwarteterweise mit Otto zusammenttO Axel, der die beiden Männer miteinander W tannt machte, ließ Brand nicht eine Sekunde aj’ den Augen; und daher entging es ihm nicht, IN“ Brand bei dieser Begegnung außer ordentlich *** ruhig wurde. Er rückte ein paarmal seine Hon^ drille zurecht und war offensichtlich bemüht, se^ Gesicht abzuwenden. Nach einigen höflichen Reden- arten ging er auch schnell wieder in die BibttoMi । zurück (Sotifc&W Wt in eine neue und intensive Phase em, stellt „Eve- ning Standard" fest. U-Boote erschienen auf den Weltmeeren in ganzen Rudeln. Daher wurden die nächsten Monate äußerst kritisch. Es gehöre schon sehr viel dazu, um den gewaltigen technischen Vorsprung der Deutschen in der Entwicklung der U-Boote aufzuholen. Das moderne U-Boot sei weit wider- standsfähiger als das des ersten Weltkneaes. Seme Stärke liege darin, daß langsam fahrende Schiffe gar keine Aussicht hätten, einem auf der Lauer liegenden U-Boot zu entkommen. Wie auf dem Wasser schwimmende Enten wurden sie abqeschosien. Selbst das Geleitzugsystem sei heute kein wirksames Mittel mehr, die U-Boote daran zu hindern, Transporter zu ver- Londoner Lenin-Büste zerstört. Stockholm, 5. Febr. (Europapreß.) Die im Vorjahr durch den Sowjetbotschafter Maisky enthüllte Lenin-Büste auf dem Holfordplatz in London ist von unbekannten Tätern zerstört worden. Das Kinn des steinernen Lenin wurde abgeschlagen, die Büste durch Hammerschlage demoliert und mit Schmieröl übergossen. Auf den Sockel und den Bürgersteig malten die Tater antikommunistische Die Totalmobilmachung, die Umstellung auf die hunderprozentige Kriegsnotwendigkeit in der Heimat macht mit dem Betriebsschließungsyesetz einen großen Schritt vorwärts. Es setzt in Ergänzung des Gesetzes über die Arbeitsmeldepflicht die Arbeit^ (räfte frei, die schon in der Wirtschaft, aber noch nicht in der Kriegswirtschaft tätig sind. Das geschieht in dem Umfang, der mit der Sicher - ellung der lebenswichtige» Versorgung vereinbar Am schwersten schneidet das Betriebsschließungs- gesetz in den Einzelhandel ein, der bisher nicht in dem gleichen Umfang wie die Industrie oder selbst das Handwerk für die Kriegswirtschaft eingespannt war. Vor dem Krieg waren in dem damaligen Deutschland 2,9 Millionen Menschen im Haisirel tätig. Heute sind es wohl 1,9 Millionen. Ein gutes Drittel — etwa 700 00C Männer, von denen aber mehr als die Hälfte über 50 Jahre alt ift Die hier liegenden Ard eitskraftreserv en sollen voll der Kriegswirtschaft zur Verfügung geteilt werden. Aber auchdie Räumlichkeiten. Mittelbare Sparwirkungen ergeben sich auf dem Gebiet der Heizung, der Licht- und Energieversorgung, der Postbestellung, der Spedition und der Reinigung. Man darf annehmen, daß etwa 100 OOO bis 120 000 Handelsbetriebe stillgelegt und damit rund 300 000 Menschen freigesetzt werden können. Bei der Gelegenheit erfährt man, daß in einzelnen Handelszweigen eine gewaltige Umsatzsteigerung eingetreten ist, z. B. beim Bürobedarf, was entweder auf eine unzulässige Kraftvergeudung im Federkrieg oder vielleicht teilweise auch auf Tauschhandel schließen läßt. Das sind aber Ausnahmen. Im Durchschnitt haben sich die Umsätze im Handel seit 1941 wesentlich vermindert und daraus werden jetzt die Folgerungen gezogen. Der Lebensmittel- handel, ferner der Handel mit landwirtschaftlichen Versorgungsartikeln wie Dünger, Saaten und Futtermitteln bleibt ausgenommen. Der Handel mit Möbeln, Büchern, Tabak usw. wird auf den tatsäch- halts-Ausschusses der Kammer Baron Giacomo Acerbo. Im Erziehungsministerium wird Minister Bottai durch den Rektor der Universität Pisa,Nationalrat Biggini, ersetzt. Das Ministerium für öffentliche Arbeiten übernimmt Nationalrat Dr. Zomone B e n i n i an Stelle von Nationalrats Giuseppe G a r l o. Der Derkehrsminister H o st- Venturi im Derkehrsministerium wird durch Senator Vittorio Cini ersetzt, der Korporationsminister Ricci durch den Präfekten von Mailand, Tiengo. Das Ministerium für Volkskultur übernimmt der bisherige Unterstaatssekretär Polve- r e II i an Stelle von PavoIini. Im Ministerium für Währung und Wirtschaftsaustausch wird R i c c a r d i e durch Nationalrat Oreste Bonomi erseht. Im Ministerium für Kriegserzeugung wird der bisherige Unterstaatssekretär General Fava- g r o s s a in den Rang eines Ministers erhoben. Neue Mer-Mittiarden-Forderung Roosevelts. Lissabon, 6. Febr. (Europapreß.) Der USA.- Präsident Roosevelt leitete dem Kongreß eine neue Forderung zur Finanzierung der Kriegsausgaben in Höhe von vier Milliarden Dollar zu. Gleichsenken. . , . . , m General Fuller, der bekannte britische Vorkämpfer der Tankwasfe im ersten Weltkrieg, meint, die Antiachsenlander beurteilten die militärische Lage welchem unerbittlichen Kampfgeist der deutsche SÄ- dat erfüllt ist. Riesige Sowjetarmeen haben tn den großen Kesselschlachten des Sommers 1941 nach wenigen Tagen Kampf die Waffen gestreckt, schon nach 1 den ersten Angriffen auf Singapur haben die Briten die weiße Fahne auf ihrer größten Seesestung gehißt, im Sturme find die Amerikaner von den Philippinen meggefegt gewesen, auf denen sie sich . Jahrzehnte hindurch festgesetzt hatten — m hero- ischer Größe steht demgegenüber der deutsche 5ob ] bat mit unbeflecktem Ehrenschild hoch über allen seinen Feinden. Sie können ihn an Zahl übertreffen — fo war es noch immer in den großen Kriegen, die das deutsche Volk zu bestehen hatte — an soldatischer Kraft blieb er ihnen und bleibt ihnen auch in Zukunst unendlich überlegen. Hinter diesem stolzen Soldatentum aber steht diesmal auch eine hart gewordene Heimat, ein Volk, das unumstößliche Lehren aus einer großen, abe^r oft durch eigene Schuld unglücklichen Vergangenheit gezogen hat. Dieses Volk weiß, daß es in diesem Menschheitsringen sein ganzes nationales Leben und die Existenz jedes einzelnen zu verlieren, aber auch die stolze und freie Zukunft zu gewinnen hat, die ihm seit Jahrhunderten bestritten worden ift , L w Die in solchem Wissen beruhende stärkste Antriebskraft zum höchsten Einsatz fehlt allen unseren Feinden, wir allein besitzen sie. Die anderen haben uns bedroht und überfallen, nicht weil wir ihre Existenz, ihren Besitz ober ihre Freiheit angegriffen hätten, nein, sie kämpfen gegen uns, weil sie uns nicht leben lasten wollen und weil ihre Machthaber Anspruch auf eine Weltherrschaft erheben, die — sei sie bolschewistisch ober rapitalistisch-amerikanvsck — das Ende nicht nur Deutschlaichs, sondern auch Europas bedeuten müßte. Die geistige Kraft, die aus dieser Frontstellung des gegenwärtigen Krieges für uns und unsere in völlig gleicher Lage kämpfenden Verbündeten er- wäckfit, steht würdig an der Seite unserer finge- brochenen und sich weiter entfaltenden militärischen Stärke. Aus den Quellen solcher Erkenntnisse schöpfen wir jenen Fanatismus zum äußersten Einsatz, der in diesem Weltenkampf die letzte Entscheidung bringen wird. Welcher Amerikaner vermöchte fanatisch dafür zu kämpfen, daß Roosevelt und die jüdische ^Wallstreet die Welt beherrschen, welcher Brite konnte mit glühendem Herzen der Bolschewisierung Europas zustreben? Wir Deutsche aber sind von der Leidenschaft des nationalen Erhaltungswil- | e n s besessen, weil wir wissen, daß nur durch den Sieg das Leben unseres Volkes und unserer Kinder gerettet und ihre Zukunft gesichert, wird. Die zynischen Verbrecher, die diesen Krieg entfesselt .haben, weil sie ihn für eine „Wissenschaft', ein Spiel mit festen Regeln hielten und sich aus diesen Doktrinen den Sieg am Schreibtisch errechneten — sie haben schon mehrmals in diesem Kriege erleben wüsten, daß ihre Zahlen nicht stimmten und ihre mathematischen Exempel nicht aufgingen. Sie konnten nicht aufgehen, weil die Entschlossenheit und die Tapferkeit eines 90-Millionen-Volkes sich weder in Zahlen noch in Buchstaben ausdrücken läßt, und sie werden ihre größte Ueberraschung erst dann erleben, wenn die Leidenschaft des Lebenskampfes sich zur Glut fanatischer Empörung steigert, mit der wir entschlossen sind, unsere Existenz zu verteidigen und lichen Bedarf beschränkt. Die Warenhäuser werden geschlossen. Ihre Räume werden zu einem guten Teil der unmittelbaren Kriegswirtschaft zur Verfügung gestellt. Eine Ausnahme, machen die Lebens- mitteiabteilungen. Wenn an einem Ort mehrere Warenhäuser bestehen, so können die nicht unbedingt notwendigen ganz geschlossen werden. Auch in der Industrie werden biejemgen Betriebe, die bisher allgemeine Verbraucherwaren herstellten, daraushin durchgesehen werden, ob ihre Er- Zeugnisse künftighin noch notwendig sind. Große Reserven an Menschen, Energien und Materiatten stecken in der Industrie nicht mehr, denn sie wird heute durch Herstellungsanweisungen und Herstellungsverbote so weitgehend gelenkt, daß eine Verschwendung von Arbeitskraft und Rohstoffen kaum noch vochan- den sein dürfte. Größere Beiträge für die Rustungs- wirtschaft wird aber das Bank- und Versicherungsgewerbe noch leisten können. Zwar sind im Zuge der Rationalisierung des Bankwesens allein im Bereich des privaten Bankgewerbes schon mehr als 270 Bankstellen eingezogen worden jedoch wird es möglich sein, noch einmal soviel stillzulegen. Auch bei den Sparkassen und Genossenschaf ten hat schon eine ansehn, liche Zusammenlegung und innerbetriebliche- Ratio- nalisierung stattgefunden. Aber auch hier wird sich noch manche Arbeitskraft anderen Diensten zufuh- ren lassen. Im Verficherungsgewerbe werden durch die Beschränkung der Werbung, durch das Verbot für den Versicherungsnehmer, feine Versicherungsgesellschaft zu wechseln, durch die Vereinfachung des Verkehrs zwischen Versicherungen «nd Dersiche- rungsnehmer werden Haupt» und nebenberufliche Versicherungsvertreter in großer Zahl fteigesetzt werden können, um künftig einen kriegswichtigeren Arbeitsplatz zu besetzen. Von den Gaststätten wer- den alle Vergnügungslokale und Luxusgaststätten geschlossen, Versorgungebstriebe bleiben erhalten, auch Beherbergungsbetriebe mit ©aftftättten. Feindliche Flugzeuge, die in mehreren Wellen an- griffen Krten am ^. Februar spät abends einen Einflug auf Turin und Umgebung durch. Viele Gebäude erhielten Treffer, Die Zahl der Opfer ist noch nicht festgestellt worden. Andere. Flugzeuge drangen bis in das Gebiet von Spezia vor und warfen Bomben, die Schaden von geringem Umfange heroorriefen. In der Nacht war auch Trapani Ziel von Einflügen. Ein feindliches Flugzeug stürzte brennend bei Bonagia ab. Der britische Premierminister Winston Churchill hat am Mittwoch auf dem Luftwege Tripolis be- sucht und ist am Freitag „mit unbekanntem Ziel wieder von dort abgeflogen. Der rumänische Wirischaftsminister Professor Fintzescu ist zurückgetreten. Eine Entscheidung über die Nachfolge wurde noch nicht getroffen. Roosevelts Marineadjutant, Kapitän John Mac Crea, ist auf eigenen Wunsch feines Postens enthoben worden. Sein Nachfolger ist Konteradmiral Wilson Brown. Die in Schonan (Singapur) herausgegebene indische Zeitung „Azad Hindustan" meldet, daß nach Aussagen von britischen Kriegsgefangenen von der Arakan-Front in Burma ein Drittel der britischen Truppen an Malaria erkrankt ist. Die Nachschub» schwierigkeiten seien wegen der Störungen oet Transporte durch indische Nationalisten in Assam unb Bengalen sehr groß. * Wie aus Bagdad gemeldet wird, haben nord- amerikanische Truppen die Ueberwachung 'der Ps- troleumquellen in Iran und Irak übernommen. Bisher waren britische Truppen mit dieser Aufgabe betraut worden. Kunst und Wissenschast. 60. Geburtstag Hermann Gradls. Der Direktor der 1940 ins Leben gerufenen Aka- bemie der Bildenden Künste in Nürnberg, Professor Hermann Gradl, feiert seinen 60. Geburtstag. Gradl, ein Schüler der Münchner Kunstschule unter Professor Spieß, übernahm im Alter von 24 Jahren eine Lehrstelle für Weberei und Keramik an der damaligen Nürnberger Kunstschule, der späteren Staatsschule für angewandte Kunst. Als Maler ist Gradl Autodidakt. Nürnberg veranstaltet in der Fränkischen Galerie eine Sonderausstellung seiner Landschaften. Gerhart Hauptmann auf fremden Bühnen. Das Theater Chaillot in Paris führte Gerhart Hauptmanns „Rose Bernd" in neuer Inszenierung auf. Das Werk wurde in Anwesenheit von Vertretern des deutschen und des französischen Geisteslebens von den Besuchern gut ausgenommen. 3m Minsker Stadttheater fand die mit herzlichem Beifall aufgenommene Erstausführung des Mär- chendramas „Die versunkene Glocke" von Gerhart Hauptmann in der weißruthenischen Übersetzung der einheimischen Lyrikerin Natalie Arsenjew-Äu- schell statt. „Der goldene Reiter." Im Magdeburger Stadttheater wurde das Schauspiel „Der goldene Reiter", ein Werk des Chefdramaturgen der Magdeburger Städtischen Bühnen, Dr. Friedrich H edler, urauf gefügt Es ist erii Spiel um Otto den Großen und seinen Kampf um. ein einiges, starkes deutsches Reich. „Der goldene- Reiter" ist ein von Heinrich I. visionär gesehenes^ Bild, darin er Bestärkung seines Wunsches fano,. die Krone nicht dem Erstgeborenen, sondern dem: Tüchtigsten anzuverttauen. In starker Szenführungi zeigt das Schauspiel die schweren Kämpfe, die Otto« mit seinen Widersachern um des Reiches Einigunz zu bestehen hatte. Fünf Jahre dieses Kampfes wer* den in dramatisch spannenden Bildern verdeutlicht, bis endlich auch die letzten Gegner sich beugen, bt* zwungen von der Größe Ottos. Der Parallelen snck viele, die sich zwischen dieser großen Zeit der deutschen Frühgeschichte und dem heutigen Reich ziehe« lassen. Die Inszenierung des Intendanten Kurt Er* lieh, wirkungsvoll unterstützt von den Bühnenbilder« :n AK s enf> len. Grihll mienai on T» GeP sfe $d* s Sch» Chefv Whi'L s ist» ampjs ■ QOiV norb erb n. $is iuigc:! urtÄe; i te Qa^re an in ipättta lata jl in ds 3 srw G I ckl :fÄ S im »rjlidja z Mo Terhs ersetze njew-d tert te mW , bie O: EiM pj«*! itieiM Helen? dtt^ :id) Ä Kurt ff «iB- 1 Q), e> »itz äeuK ■ lliü J» Irc- Atuz ottl, teil K öem M QHj * en iW W^, it W- j m O’ ö*L jjof'e’L N M lnbllö? KM nr i$- B nai on Hc ttislha w» n bi «fa „IRatiana" In neuer Fassung. Die Uraufführung der Neubearbeitung der N i - «l a i • Oper „Mariana" durch Willi Hanke grüher am Gießener Stadttheater) und Dr. Max Loy findet in der Staatsoper Berlin, Unter den Laden, unter der Leitung von Staatskapellmeister Mannes Schüler und Oberspielleiter Wolf Völker stell. Die Hauptpartien werden gesungen von Paula Aucher, Franz Völker und Mathieu Ahlersmeyer. ~'v> Eeele, die sich zu höchsten Höhen geschwungen hatte, irofch Ruggero Rugqeri, ein bedeutender Schauspieler, hat "■ Titelrolle inne. Bekanntmachung. Nachtrag zur Satzung über die Erhebung einer Wertzuwachssteuer. Auf Grund von § 3 der Deutschen Gemeinde- nung und Art. 10 Ziff. 3 der Griten Hess. Der- nung zur Durchführung der Deutschen Ge- indeordnung vom 1. Avril 1935, sowie von Art. 4 Gesetzes zur Abänderung des Fmanzausglerchv- sührungsgesetzes vom 1. dtovember 1938 wrrd den nach Beratung mit den Ratsberren er- rgenen Beschluß des Oberbürgermeisters vom uar 1943 mit Genehmigung des Relchs- alters in Hessen — Landesregierung — für Stadtkreis Gießen die folgende . Nachtragssteuerordnung Klassen. § i Die Absätze 2 und 3 des § 25 der Steuer- Kinung vom 16. März 1939 werden außer Kraft teirtzt. 8 2 Diese Nachtragssteuerordnung tritt mit Wirtting ton 1. Januar 1943 in Kraft. l428C Gießen, den 28. Januar 1943. Der Oberbürgermeister. I. B.: vr. Hill. i< ch Ä Wilhelm Sülle«, ging auf großflächige WidersMa. Mg des ottontzchen Zeitgeistes aus. Leonhard Kupfer. Rudolf Herzog f. Der Schriftsteller Rudolf Herzog ist in Rhein- hreitbach im Alter von 73 Jahren g e stio rben. — Herzog, der aus Barmen stammte, war zunächst ßls Journalist in Berlin und Hamburg tätig, be- Iann seine literarische Tätigkeit als Draanatifer und atte jpäter mit seinen Unterhaltungsrmnanen ausgesprochene, durch hohe Auflagenziffern gekennzeich- pete Publikumserfolge: zu feinen bekanntesten Romanen gehören „Die Wiskottens", .Hanseaten, „Die ktoltenkamps und ihre Frauen" und „Die Buben )er Frau Opterberg". Professor Dr. Otto Schwell gestorben. Der Botaniker und Zoologe Professor Dr. Otto ?chmeil ist nach längerer Krankheit an seinem 3. Geburtstage in Heidelberg aestorb en. Am .Februar 1860 in Großkugel (Proo. Sachsen) ge- oren, studierte er Naturwissenschaften in Halle, war ann Volksschullehrer und Gymnasiallehrer, wurde 904 zum Professor ernannt und lebte später als lrivatgelehrter. Er schrieb zunächst über Ruder- ißer, über Pflanzen der Heimat und über die Re- prmbeftrebungen auf dem Gebiete des naturkund- chen Unterrichts. Seine Lehrbücher und Leitfäden er Tier- und Pflanzenkunde erreichten — auch im jluSlande — sehr hohe Auflagen. Neuer Intendant in Wiesbaden. Der Generalintendant der Königsberger Städti- hen Bühnen, Max S p i l k e r, ist von der kom- enden Spielzeit ab als Nachfolger von General- rtenbant v. Schirach zum Intendanten am eutschen Theater Wiesbaden bestimmt worden, lor seiner Berufung nach Königsberg war Spilker, tr als lyrischer Bariton einen Namen hatte, Leiter tr Pfalzoper Kaiserslautern. vom Theater. Lucie Höflich inszenierte das Schauspiel „Das Rinde Herz" von Heinz Becker für eine Gastsviel- rufe. Lucie Höflich spielt in dem Stuck die Äma- Fia. — „Tanais", ein Schauspiel von Wilhelm Üüller-Scheld, kommt im Hessischen Landes- tieater Darmstadt zur Uraufführung. — Hermann vudermanns „Ehre" kam im Belgrader Künstler- feeater mit großem Erfolge heraus. Ein italienischer Napoleon-Film. In Italien sind die Arbeiten zu einem Film über Napoleon I. beendet worden, der den Titel trägt: Lapoleon auf Sankt Helena". Er ist von Renato Simoni, Mitglied der Akademie, gestaltet. Fern vom Echo der Schlachten und vom Glanz des jjofes erzählt der Film nur die Tragödie einer Irwentuc im IJtefaittsxficank Wie viele längst vergebene Arzneipackungen kommen manchmal wieder zum Borlchein. Beffer als man weiß, ist oft für den Krankheitsfall geiorgt. Nun aber, künftig erst die angebrochenen Packungen aul- brauchen, bevor eine neue gekauft wird! Denn heule muffen Heilmittel restlos verwerlet werden, auch Si£pftosca£in-!la6£etten” Denn alle die- ernstlich bedenken, bekommt jeder rttphos- raltu, der.es braucht. CarL Bühler, Konstant. Fabrik der pharm. Präpa- rate _SUphoscalin und Thyital. BAYER ARZNEIMITTEL Sie muß I Sattelt haben! Aßlar /Wetzlar Gießen t L Ihre Vermählung geben bekannt tesiA Ihre Vermählung geben bekannt PARFÜMERIE Schuhcreme einsparen! eineetr. Wt. Hebet Naturschutz und Naturkunde Oattolla^obrih Uln f I t I Johann Eiseistein Marie Eiseistein geb. Eißfeller Spezialhaus größten Stils für feine Parfümerien Seifen kosmetische Präparate Toilette- und Geschenkartikel Sanitärer D^menbedarl Damenbedienung Für die erwiesenen Glückwünsche u. Aufmerksamkeiten anläßlich unsrer goldenen Hochzeit danken wir herzlich Heinrich Pfeiffer VII. und Frau, geb. Schwalb Großen-Buseck, Februar 1943 s 0764/ Einlagen Leibbinden Gummistrümpfe 1295 A J. Frohn Marktplatz 19 Lieferant aller Krankenkass. Für die zahlreich. Glückwünsche und Aufmerksamkeiten s$u tin» serer Vermählung danken wir allen herzlich San.-Feldwebel Hana-Joachim Leidei u. Hilde Leidei, geb. Adolph Gießen, den 6. Februar 1943 s 0825/ Leibbinden Bruchbänder Einlagen Anfertigung in eig. Werkstätte Kurt Kling ronn. Heger Nccbi. BindeliStenmeUt. Marktstr.lt Lieferant der Krankenkassen Damen-Bedlenung. Frankfurt a. M. Ruppertenrod z. Z. Wehrmacht 7. Februar 1943 Wissenschaftliche Werke Sondergebiet der Brühl'schen Druckerei i i i Statt Kartent Wir geben unsere Verlobung bekannt Annemie Muth Dr. med, Heinz Schlegel Du brauchst es heute vielleicht nicht so nötig! Saltrat, das erlösende Bad für angestrengte und müde Füße muß heute vor allem für Soldaten, Rüstungsarbeiter und all jene verfügbar sein, deren kriegswichtige Pflichterfüllung langes Stehen oder vieles Laufen erfordert. Verzichte darum, wenn Du nicht zu diesen Menschen gehörst, heute auf die liebgewordene Annehmlichkeit des Saltrat-Bades zugunsten derer, die es zur Erhaltung1 ihrer Leistungsfähigkeit brauchen. Wenn Du Saltrat besitzt und es nicht unbedingt brauchst, so schicke es an die Front! Vogtsche Privat-Handelsschule Gießen, Goethestraße32 Zweijährige Handelsschule für Schulentlassene mit Sjährig. Schulbildung. Für Mädchen auch Kochen und Nähen. Einjährige Handelsfachklassen für Schüler m. Volksschulreife u. höh. Schulbildung. Beginn Ostern 1943, Anmeldungen f. das neue Schuljahr u .Auskunft i. Schulgebäude Gießen, Goethestr.32, Ruf 2486, 417P Neue Rufnummer 2600 Ernst Baums Büromaschinen und Bürobedarf Gießen • Bahnhofstraße 26 375 D I ' t Das Werden des Großdeutschen Reiches Von Professor Dr. Heinrich Ritter von SrbLk, Präsidenten der Akademie der Wissenschaften in Wien. Adolf-Hitlerlngenieurschule Friedberg-Hessen. Maschinenbau, Elektrotechnik, Praktikantenwerk« Stätten.—Druckschriften frei. tiV Ellwangen /Jagst z. Z. im Osten BlsmarckstraBe 23 2. Februar 1943 _____________________0819/ Statt Karten! Für die vielen Glückwünsche u. Aufmerksamkeiten anläßlich unserer Verlobung danken wir, auch im Namen unserer Eltern, recht herzlich Irene Limberger Kurt Huber, Oberleutnant Lo“” hn Februar 1943 Gießen _______________________0796/ Ihre Vermählung geben bekannt Hans Henkel Obergefreiter bei der Luftwaffe Emilie Henkel geb. Schäfer Gießen Gießen-Wieseck Rodheimer Str. 40 Ludwlgstra6e 15 im Februar 1943 ___________________________0781 Z Obergefreiter Leo Lehrmund u. Frau Lina, geb. Knieling Gießen Elben b. Fritzlar Schottstraße 9 7. Februar 1948 _____________________ 0834/ Kirchliche Anzeigen. (G. = Gottesdienst, KG. = Kinder, aottesdienst, HG. = Hauvtgottes* bienst, HG.-Abendrn. -- Haupt« gottesdienst mit Beichte und Abendmahl.) Gießen. Sonntag, 7. Februar. Stadtiirchc. 10, Schmidt -11 KG^ Matth.-Gern.; 16, Becker. Johanneskirche. 10, Liz. Drommershausen; 11.15 KG., Luk^ Gemeinde. Kapelle Alter Friedhof. 10, Dekan Schmidt; 11.15 KG. Kapelle Wetzlarer Weg. 10> Schaad; 11.15 KG. Gietzen-Klein-Linden. 10, Schultheis; 11.15 KG. Gießen-Wieseck. 10 G. Hungen. 10, Schäfer. Lich. 10: Kahn. Kollekte. 13.30t KG. Evang.Ltadtmission,Löberstr.l4. Sonntag, 7. 2., 9 Andacht; 13.3Q S.-Sch.; 16 Predigt u. Abendm. Mittw., 10. 2., 20.15 Bibelstunds^ Freie evang. Gemeinde Gießen, Zu den Mühlen 2. Sonntag, 7. 2., 9.45 Erbauungsstunde; 11 Sonn.« tagschule; 15.30 Gemeindestunde^ Evang. freikirchliche Gemeinde Gießen, Gartenstr. 13 l früher! Baptisten u. B.f.C.). Sonnta« 7. 2., 11.15 KG.r 15.30 G. Die Jdeedes Reiches steht über allem deutschen geschichtlichen Denken, so wie das Reich am Anfang der deutschen Geschichte ist. Drei Faktoren bestimmten es — raumvolitische Gegegebenheiten, die Reichsidee, die AusbiwunS eines staatlichen Bewußtseins. Wenn zur Zeit Karls des Großen der Rhein die Lebensachse des Reichsgebietes war, so verschob sich diese im weiteren Verlauf immer mehr nach dem Osten, wohin die Ueberschüsse des Volkes strömten. Dieser Vorgang vollzieht sich in zwei getrennten Richtungen — gegen Nordosten und gegen Südosten. So entsteht eine natürliche Dreiteilung des deutschen Raumes: im Westen der Mutterboden der Altstämme und im Kolonialland des Ostens einerseits Oesterreich und anderseits Preußen. Schon damals — im ersten Mittelalter — zeichnet sich das ab, was man die „zwei Leben" des deutschen Volkes nennen könnte: das eine auf der höherene Ebene der über dem Ganzen stehenden Reichsidee und das andere in der Abgegrenztheit des einzelnen landschaftlichen Lebensraumes. Der weitere deutsche Weg ist zunächst der von der Einheit zur Zersplitterung. Im Gegensatz zur westeuropäischen Entwicklung — wo nach Ueberwinduna der Gefahr des Feuoalismus Nationalstaaten entziehen — zerfällt das Reich immer mehr in Territorien. Daneben ergibt sich freilich auch eine gewisse Ausgliederung der nationalen Willenseinyeit. Schon im 13. und 14.Jahrhundert bildet sich ein deutliches Nationalgefübl. Dor allem dort, wo das Deutsche mit dem Fremden in Berührung kam, hat sich das Bewußtsein des eigenen Wertes besonders früh ausgebildet. Wir in der Ostmark erlebten dies ja an uns selbst noch vor wenigen Jahren. Und es war darum auch damals kein Zufall, daß sich im Südosten recht bM ein starker deutscher Sinn entwickelt hat und wie wir gerade am Wiener Hof eine Hochblüte deutscher Kultur festztellen können. Der Dreißigjährige Krieg brachte den Entzchel- dungskampf zwischen Kaisertum und einzelnen Fürsten. Damals auch wird der deutsche Boden Austragungsort für die machtpolitischen Gegensätze fremder Staaten. Es war dies der Sieg der französischen Tendenz, um sich dann im Westen Stück um Stück deutschen Dolksbodens zu rauben. Das Reich war im Westfälischen Frieden machtlos geworden, der Kaiser konnte den Schutz der Grenzen im Ollen und Westen nicht ohne langwierige Verhandlungen mit den bewaffneten Reichsständen sicherstellen. Das Reich war keine völkerrechtliche Persönlichkeit mehr. Aber bis auf Napoleon war der Glaube an Kaiserund Reich in den Herzen von vielen lebendige Kraft, der Glaube daran, daß das Reich immer noch das erste au sein berufen sein sollte, war tiefe seelische Bindung. In den Augenblicken größter Gefahr hatte das deutsche Volk immer wieder das Bewußtzein, Gerrix-Einkochgläser sind kochet denn ihre Wandstärke ist bt» sonders gleichmäßig. Gläser sind knapp, gehen Sie immer sorgfältig damit um. Schonen Sie Glas und Ring, indem Sie keine kellerkalten Einkochgläser öffnen. Bringen Sie die Gläser einen Tag oder mehrere Stunden vorher in einen warmen Raum. Je wärmer das Glas, desto leichter das Offnen. Gerrix-Glas hochentwickelt • hochgeschätzt Frankl. Str. 103 i. Z. Höhr-Orenzhauseo 4. Februar 1943 _____________________0/23/ daß hier Werte gegeben waren, die das Blutopfer rechtfertigten. Wenn auch Frankreich in den Raubkriegen unter Ludwig XIV. dies und jenes im Wellen ab riß, das Schlimmste blieb doch verhütet durch Die Zusammenballung der zersplitterten deutschen Kräfte. Ebenso im Osten: Die Befreiung Wiens von den Muselmanen im Jahre 1683 war das Werk aller deutschen Stämme. Freilich erlahmt dann und wann wieder der Schutz der Grenzen, es siegen die Einzelinteressen über das Gesamtinteresse. Doch ist dies nicht die durchgehende Tatsache. Das Reich bleibt bindende se elische Kraft. Don 1740 an tritt das deutsche Schicksal in eine neue Phase. In Preußen kommt eine einzigartige Persönlichkeit zur Führung, die aus diesem Staate eine europäische Großmacht gestaltet: Friedrich der Große. Diese Entwicklung ist im Gegensatz zum Südosten vor allem durch einzelne große Männer angebahnt und weitergetrieben worden. Der deutsche Dualismus, der sich so auskristallisiert, hat zunächst zerreißende Wirkung, das Reich konnte das Neben- und Gegeneinanderstehen zweier Großmächte in seinem Raume nicht ertragen. So kommt es auch zu einer stärkeren Ausprägung des österreichischen und preußischen Wesens in dieser Zeit. Dabei ist beiden ihr eigener Wert zuteil Seworden. Im Südosten das musikalische Genie, die ufgeschlossenheit allem Geistigen gegenüber, int Norden der Staatssinn, der Opfersinn. Dieser deutsche Dualismus erfaßt jedoch nicht das Ganze der Natton und kann die Einheit des Reiches nicht vernichten. Aber es mußte ein ganz großer Anstoß von außen, die Bedrückung des gesamten deutschen Volkes kommen, um neue Kräfte zu wecken und eine neue Zeit heraufzuführen. Aus der kurzen Zwischenzeit französischer Herrschaft über das deutzche Volk wachsen die Freiheitskriege, in denen die deutschen Volkselemente aus allen deutschen Einzelstaaten z-usammenwirken. Es ist ein Volkskrieg, den Preußen führt. In diesem Staat erblicken alle den Hort der Nation. Daneben steht der Kabinettskrieg der alten Staaten wie Oesterreichs, der auch entscheidenden Anteil am Zusammenbruch des französischen Kaiserreichs hat. Der Drang nach einer staatlichen Einheit des deutschen Volkes hat bis etwa 1830 feinen Rückhalt in Oesterreich gesehen, in dem einem Manne wie Kleist die alte Kaiserüberlieferung noch lebendig erschien. Später wiro es aber klar, daß wohl das deutsche Element der Trager dieses Staates ist, während jedoch zahlenmäßig fremdes Volkstum überwiegt. In Preußen aber ist dies nicht der Fall. Es kommt darum schon vor 1848 zu einem Umschwung des ideellen Schwergewichts der Nationalidee von Oesterreich nach Preußen. 1848, das tiefe Zäsurjahr, bringt den Versuch, vom Volk aus die deutsche Einheit auf freiheitlicher Grundlage neu zu schaffen. Er mißlang, da die Zerschlagung der alten Staatskörper damals eine Unmöglichkeit war. So bildete sich die klein« deutsche Richtung. Es kommt eine Zeit der Experimente: Preußen versucht, einen freiwilligen Anschluß anderer Staaten an sein eigenes Gebiet durchzuführen. Dieser, ebenso wie andere Versuche — etwa der einer neuen Mitteleuropaordnung von Wien aus — scheiterten aus internationalen Gründen. Der österreichisch-preußische Gegensatz verschärft sich immer mehr. Nach weiteren vergeblichen Versuchen und vorübergeyendem Zusammengehen der beiven Rivalen bringt das Jahr 1866 den Entscheidungskampf. In diesem Kampfe wurde nicht bloß Altes zerstört, sondern auch Neues geformt Wohl war es ein Bruderkrieg — aber ohne schmerzliches Werden wird Neues nicht geboren. Adolf Hitler hat in seinem Buche mit der ihm eigenen Intuition erkannt, daß nicht erst 1871, sondern s ch o n d am al s die Grundlagen des neuen Reiches geschaffen wurden. 1866 bedeutet das Ende des alten deutschen Bundes. Nach Verkündung des Zweiten Kaiserreiches im Jahre 1871 trennen sich die Wege des österreichischen und des reichsdeutschen Deutschtums. Im neuen Reich blüht die Wirtschaft und das geistige Leben, es erringt sich eine immer mächtigere politische Stellung, vergaß dabei freilich oft die außerhalb der Grenzen lebenden Deutschen. Dio Staatlichkeit wird nicht selten über die Dolklichkeit gestellt. In Oesterreich hingegen wird das Leben des vom Kernland getrennten deutschen Elements immer schwerer. Gesinnungskonflikte ergeben sich aus der Anhänglichkeit an den alten Staat, aus dem Bewußtsein, einen Posten halten zu müssen einerseits und aus dem Drang zum Hauptkörper des Volkes anderseits. Das Anwachsen der drohenden außenpolitiscken Gefahren führte schließlich zur Entladung i m Weltkrieg, der freilich das deutsche Volk wieder in einer Front zusammenschließt. Er bringt das Große mit sich, daß ein neues Einheitsde- wußtsein ins deutsche Volk kommt. Dadurch auch nur war es möglich, daß das Unglück des Zusammenbruches überdauert wurde und daß sich neue Kräfte aus dem Innern der Nation aufringen konnten, die erst wirksam wurden, als sie unter der Führung eines einzigen Mannes zusammengefaßt wurden. Es ist das tief bewegende Erlebnis der jüngsten Zeit, daß der alte groß deutsche Gedanke zum Lebenssieg gelangt ist und die Einheit der Nation wieder hergestellt wurde, stark wie noch nie. Dieses im alten wurzelnde und doch ganz neue Großdeutsche Reich hat nun auch di e Blutprobe wieder überstanden. Nun bewährten sich alle deutschen Stämme auf den Schlachtfeldern vom hohen Norden bis in den tiefen Westen, und gerade wir Ostmärker sind besonders stolz auf das Heldentum unserer Soldaten bei Narvik. Blut kittet das jahrtausendalte Reich auf unabsehbare Zeit zusammen. Nur eines ist dazu nötig: d i e Liebe zu Volk und Reich, die Hoffnung auf Volk und Reich, der Glaube an Volk und Reich. Hcmphchrlstleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bei Hauptschristleiters: Ernst Blumschcin. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W- Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans Thuriot; für Stadt Gienen, Provinz. Wirtschaft und Sport: Emst Blumschein. Trucl und verlas,: igrühlsche Unwersüätsdrucleret R. Lange K. G. Derlagsletter: Tr.-Ina. Erich Hamann: Anzeigenleiter: Hane Beck. Anzeigenpretsltste Nr. 6. Renate Die glückliche Geburt ihres ersten Kindes zeigen in dankbarer Freude an Hildegard Andreas, geb. Feier Dr. med. Erich Andreas Oberarzt der Luftwaffe GIESSEN Marktstraße 28 Fernsprecher 3795 422 D Für die vielen Glückwünsche und Aufmerksamkeiten anläßlich unserer Verlobung danken wir, auch im Namen unserer Eltern, recht herzlich Gertrud Sarnes Willi Spies Dorf-Güll Lang-Göns Februar 1943 v 0R15/ Selbif houchdünnei Auf. trocknen Ionen. Denn ent bunten u. polieren. Der Gloni wird schöner und man taari Nicht tede Schuhcreme iilGuttolin cdi# ouf eif dem Aufdnidt Guttal in11 Nur in Fachgeschäften UeM Kinzenbach, den 6. Februar 1943. 8 0 0804 Gießen, 5. Februar 1943 421 D 0795 Danksagung. Statt Karten. Darmstadt, 4. Februar 1942. 447 D 0766 Günzach (Allgäu), Gießen, Februar 1943. 430 D M Nt$ an! Jjnnen, jor M Gießen, 6. Februar 1943. 0837 Londorf, Februar 1943. 0827 Näheres 44OD Wir suchen 418D Die Deutsche Reichsbahn Privaten. 237 V 1 »ei Bismarckstraße 4446. 461V [0791 Tage. z. kaufen gesucht. Sckr. Ang. unt. '0839.a. d. G.A. die Neue Apotheke. 7609 An an ms fold -reuen 5 MehrFreude an der Natur durch Bermühter.Jücher! Vorwerk L Co., Abteilung Bildvertrieb Frankfurt a. M., Kaiserstr. 29. Rhein. Wachgesellschaft Gießen, Stephanstraße 34. '/-ZeWrgeige ZU verkaufen. Preis RM. 350,- Schriftl. Angeb. unter 0831 an den Gietz. Anz. Wohnung., Evtl. Ringtausch Püichtjaiirmidchen in Privathaus- halt mit 2 klein. Kindern gesucht. Schriftl. 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Im Namen aller Angehörigen: Gustav Günther, Steuerinspektor Garagenmeister auch Kriegsversehrter, mit guten Kenntnissen in Reparatur, Personen- und Lastkraftwagen, auch als Fahrdienstleiter und Vorgesetzter aller Chauffeure von größ. industriellen Werk gesucht. Schriftliche Angebote unter Vor- läge von Zeugnissen und Angabe der Ansprüche unter 339D an den Gießener Anzeiger erbeten. Nach langem, mit großer Geduld getragenem Leiden entschlief am 3. Februar unsere treue Kusine Fräulein Malca Eigenbrodt Tochter des verstorbenen Pfarrers Eigenbrodt, im 87. Lebensjahre. Für die trauernden Hinterbliebenen: Dr. E. E. Hoffmann, Hügelstr. 45 Waefiposten auch gesetzten Alters, für besetzte Westgebiete und Inland sofort gesucht. Freie Unterkunft, Wehrmachtsverpflegung u. Bekleidung. Bewerbung, an Düsseldorfer Wach- und Schließgesellschaft, Düsseldorf, Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicherTeilnahme bei dem Heimgang unseres lieben Entschlafenen Heinrich Mandler sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Weisel, sagen wir auf diesem Wege allen unseren herzlichen Dank. In tiefer Trauer: Familie Karl Rinn und alle Angehörigen Danksagung. Für die zahlreichen Beweise herzlicher Anteilnahme bei dem Heimgang unseres lieben Entschlafenen Rektor i. R. Heinrich Köhler sagen wir auf diesem Wege uns.innigen Dank. Für die trauernden Angehörigen: Frau Elisabeth Köhler, geb.Scharch Langsdorf, 3. Februar 1943. Wir suchen zum baldigen Eintritt für unsere maschinelle Buchhaltung eine 443d geeignete Kraft (Herr oder Dame), die gewissenhaft und sicher arbeitet. Einstellung erfolgt über das Arbeitsamt. Schr.Bewerbungen mit Lebenslauf sind zu richten an Bänninger,G.m.b.H.,Gießen Danksagung. Nach dem unsagbar schweren Verlust unseres lieben Heinz Nicolaus, Gefr. und O.-A. in einem Art.-Regt., sind für den Gefallenen viel Liebe und treue Anhänglichkeit und hohe Wertschätzung bekundet und uns warme und tiele Anieananme -eze a» woruen r ui auessagen wir herzlichen und tieiempf undenen Dank Dr. Heinrich Nicolaus und Frau Anni, geb. Jung Margrit und Fritz Nicolaus Fritz Juno und Frau Minni, geb Cunz Ernst Schmidt u> d Frau Marie, geb Nicolaus Dr Wilhelm Nicolaus, Me or, z.Z.im Felde. dau^t < eher eil M ist M ihn ßeroö ton uns fort & litt* ■ tactaln für Schweiß- n. Schk sserarheiten fFranx *Do&t & *€o. Sandkauterweg 15. Einstell, erfolgt d. d. Arbeitsamt Hilfe für leichte Hausarbeit 3 mal wöchentlich zwei Stunden gesucht Moltlestr.1211 Einige Packerinnen für sofort gesucht. €ail fdilüter M.-S. Kaffee-Groß-Rösterei Hindenburgwall 17. 0842 In soldatischer Pflichterfüllung starb in den schweren Kämpfen im Osten, im 24. Lebensjahre, unser lieber Sohn, Bruder, Neffe und Vetter Otto Bachmann Gefreiter in einem Grenadie -Regiment Inhaber des Kriegsverdienstkreuzes II. Kl. mit Schwertern und des Westwallehrenzeichens Auf dem Heldenfriedhof zu Smolensk fand er seine letzte Ruhestätte. In tiefer Trauer: Familie Otto Bachmann und alle Angehörigen. Gießen (Plockstr. 1), den 4. Februar 1943. 0805 VORWERK & Co. Abtlg. Bildvertrieb suchen sofort gewandte Herren und Damen mit Arbeitsbuch zum Besuch von Behörden, Industrie und Zeitungsträgerin gesucht Verlag des Gietener Anzeigers 393 D Wachleute zum Einsatz für Gießen und Umgebung zur sofoitificn Einstellung Gesucht. Putzfrau für die Abendstunden etwa von 18 Uhr an gesucht. [404d Verlag des Gießener Anzeigers. Gute Milch-und Fahrt im Mai kalbend, z. verkauf, [osis Heuchelheim, Ludwig-Rinn- Stratze 5. Danksagung. Allen, die unserem lieben Entschlafenen Balthasar Stier die letzte Ehre erwiesen, sowie für die Kranzspenden sagen wir hiermit unsern herzlichsten ^ank* In stiller Trauer: Christine Stier, Wwe., nebst Kindern. ^nerali Teuer 4artm Son Laßen fiirGewerbebetrieD im Zentrum der Stadt sofort oder später zu mieten gesucht. Schriftliche Angebote unt. 0787 an den Gießener Anzeiger erbet. Biete in Gießen schöne 6 - Zimmer -Wohnung mit reichlich Zubehör u. Etag.- Heizung. Suche ebenbürtige in Berlin. Evtl, auch Ringtausch. Schriftl. Angebote unter 257D an den Gießener Anzeiger erb. Schriftl. Angeb. unter 0843 anhswi. um. den Gietz. Anz.M39 a. d. G. A. dienst, als Bahnhof- und Zugschaffnerinnen, in der Stoff- und Werkzeugausgabe usw. Meldungen nehmen die Dienstvorsteher aller Reichsbahndienststellen entgegen. Auch halbtägige Beschäftigung ist möglich. 4i4V Reichsbahndirekiion Frankiort (Main), Am 4. Februar entschlief sanft nach kurzem, schweren Leiden mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Schwager und Onkel Wilhelm Kettner, Lokomotivführer i.R. im Alter von 80 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen: Barbara Kettner, geb. Lämmer Max Kettner und Familie nebst allen Angehörigen. Gießen, Berlin, Köln, Gladbeck, 6-Febr. 1942. Steinstr. 48 Die Beerdigung findet Montag, den 8. Februar, 14 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. 0775 Verl Kämpfer i'mt Hei tub Ma tigen 1 ieben vemehri ■impfen Kit @ra Aelteres, ruhiges Ehepaar sucht 2—3-Zimm.-Wohn. m. Küche, in gut. Hause, in gesunder, waldreicher Landstadt mittl. Höbe, mit Arzt und Apotheke am Ort.