195. Jahrgang Nr. H <£nct)eim ingiict), au her Sonntags und feiertags Beilagen: Gießener ftamilienblätter Heimat imBild-DieScholle Bezugspreis r Monatlich.....RM.1.80 Zustellgebühr... „ -L5 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Stummern infolge höherer Gewalt SernsvrechansLluh 2251 Drahtanschrift:,Anzeiger" Postscheck IlÄk Frankl Gietzener Anzeiger Mittwoch. S.Zanuar^Z vrLhlfche Uaiverßatrdrnckerei 8. tauge General-Anzeiger für Oberhessen •*ässsj* Annahme von Anzeige» für die Mitlagsnummer biS 81/. Uhr desBormittagS Anzeig en-Preile für die Millimeter-Zeil« von 22 Millimeter Breiter 7Rvf. für i>amiltenan» zeigen und vrivare Gelegenbeitsanzeigen 14Rvf. f. Werbeanzeigen und geschäftltcke Gelegenbeitsanzetge« Platzvorichrift (vorberiae Vereinbarung) 25°/» mehr De Gaulle verschacherl Frankreichs Imperium. Ein Geheimabkommen mit Churchill wollte den Briten auch Teile der französischen Kanalküste ausliefern. Paris, 6. Jan. (DNB. Funkspruch.) Der „Ma- tin" veröffentlicht Erklärungen des Grafen de M a u d u i t, der sich nach der französischen Nieder- läge de Gaulle angeschlossen hatte, sich dann aber von ihm abwandte in der Erkenntnis, Laß dieser das französische Imperium systematisch an England verschachere. Graf de Mauduit sei von einem Geheimabkommen zwischende Gaulle und Churchill unterrichtet worden, durch das de Gaulle England nicht nur gewisse Kolonien definitiv auslieferte, sondern den Engländern für eine bestimmte Zeit auch Teile der Kanalküste abzu- treten gewillt sei, die als englische Änteres s e nz o n e n dienen sollten. De Mauduit, der zwei Monate in englischen Gefängnissen zubrachte, hatte eine Unterredung mit Brigadegeneral S h e a r e r, dem späteren britischen Agitationschef für den Nahen Osten. Shearer, der auf Grund jahrelanger persönlicher Beziehungen gegenüber Mauduit freimütig sprach, erklärte ihm: „Dank der Emigrantenregierung können wir die französischen Kolonien militärisch besetzen, wenn die strategische Lage es erfordert. Nach dem Krieg werden uns die Phantomregierungen dazu dienlich sein, Abmachungen und Verträge zu unterzeichnen, die uns notwendig erscheinen." Manduit bestätigt schließlich, daß in England d i e Luden und Freimaurer die unbedingt herrschende Rolle spielen und auch im Lager de Gaulles ausschlaggebend sind. Zahlreiche Franzosen, die sich seinerzeit de Gaulle zur Verfügung stellten, seien von diesen Treiben im Hauptquartier de Gaulles angewidert und hätten nur den Wunsch, England so schnell als möglich wieder zu verlassen. Neue Verhaftungen in Nordafrika. Tanger, 5.Ian. (Europapreß.) Die Gruppe der Verschwörer gegen General Giraud und den Sonderbeauftragten Roosevelts in Französisch-Nordafrika, Murphy, konnte bisher noch nicht völlig aufgedeckt werden. Deshalb will Murphy die Untersuchung über die Vorgänge, die zu der Verhaftung von zwölf angesehenen französischen Beamten führten, jetzt persönlich in die Hand nehmen. So meldet der Sender Rabat, daß die amerikanischen Militärbehörden in Algier eine große Anzahl neuer Verhaftungen in ganz Algerien haben vornehmen lassen. Unter den Verhafteten befinden sich wieder Persönlichkeiten aus der Umgebung Girauds, denen der General bisher volles Vertrauen entgegenbrachte. Gegen die Verhaftung eines hohen französischen Offiziers soll Giraud bei Murphy Protest erhoben haben. as die LlGA. in Afrika planen. Rom, 5. Ian. (DNB.) lieber die Ziele, die die USA. in Europa und Nordafrika verfolgen, schreibt die vom Unterrichtsminister Bottai herausge- gebene Zeitschrift „{Tritico Faszista": England, das feit Jahrhunderten in Afrika große Interessen zu vertreten hat, sieht sich heute der Hegemonie des außereuropäischen Verbündeten unterworfen, wie es schon früher in Mittelamerika der Fall war. In Afrika kommandiert heute Roosevelt. Es ist kaum anzunehmen, daß die Vereinigten Staaten sich in ein derartiges Abenteuer wie die Landung in Nordafrika nur aus militärischen Gründen begeben haben, ohne ein weitere s Ziel im Auge zu haben. An Stelle eines in enger wirtschaftlicher Beziehung mit dem Nachkriegseuropa stehenden Afrika, dem sogenannten „Eurafrika", soll Afrika geistig und politisch von Europa losgelöst werden. Die verschiedenen afrikanischen Gebiete sollen zu einer „Völkerunion" zusammenge- schlossen werden, die von Europa vollkommen unabhängig ist, abgesehen von England, das politisch, und USA., das wirtschaftlich die Leitung dieser Union hat. Europa kämpft diesen Krieg, um fein wirtschaftliches Potential mit Hilfe der Rohstoffe des schwarzen Kontinents zu stärken. Die USA. versuchen nun, Europa schon vorher von diesen Wurzeln seiner Kraft abzuschneiden, so daß sich d;e europäische Wirtschaft auch nach dem Kriege nicht mehr erholen künn. Die Engländer verraten damit nicht nur Europa, sondern sich selbst. Das übrige Europa wird sich durch einen gewonnenen Krieg retten können, während England in jedem Fall der Verlierer sein wird. Wenn Nordafrika den Vereinigten Staaten gehören wird, dann wird auch Europa den Vereinigten Staaten gehören. Die USA. sind in Afrika entlang einer Linie eingedrungen, die von B a t h u r st in Brttisch-Gambia, über Französisch-Weftafrika den Tschad-See, Khartum bis nach Massaua am Roten Meer führt. Die Strecke beträgt 6000 Kilometer. Jin April 1941 fuhren nordamerikanische Schiffe ins Rote Meer. Im August desselben Jahres errichtete die Panamerican Airways eine transafrikanische Linie und im Dezember 1941 traf General Maxwell in Kairo ein, um den Ausbau des Stützpunktes Maffaua zu leiten. Unter dem Vorwand, daß Bathurst von Dakar aus bedroht fei, erreichte Roosevelt von England die Erlaubnis, weitere Stützpunkte in Freetown (Sierra Leone), Acra (Goldküste), Lagos (Nigeria), Duala (Kamerun), Brazzaville (Französisch-Aequatorialafrika) und schließlich in Leopoldsville sBelgisch-Kongo) zu errichten. Das ainerikanische Einslußgebiet in Afrika bildet daher ein riesiges Dreieck, dessen Grundlinie von Bathurst nach Leopoldsville führt, während die Spitze in Massaua liegt. Zwischen den beiden amerikanischen Küsten entstanden in kurzer Zeit Flugplätze, meteorologische Stationen, Rundfunkstationen. Amerikas Einfluß greift von Lagos nach Takoradi, von Cookhouse bis zum Tschad-See, von Omdurman nach Aethiopien, von Dakar nach Algier. Afrika ist die Verteidigungsstellung Europas. Unter diesem Gesichtspunkt erkennt man die große Gefahr, die Europa von den USA. droht. Aus der Erkenntnis dieser Gefahr allein kann auch der europäische Widerstandswille erwachsen. Wir befinden uns heute augenblicklich, so schreibt „(Tritico Fascista" in einer Verteidigung historischer Werte, die die Existenz Europas bedingen. Es ist jetzt zu'einem Krieg der Kontinente gekommen. Der amerikanische Kontinent versucht, den europäischen Kontinent zu unterwerfen. Die USA. haben mit Vorbedacht den Kampf auf afrikanischem Boden begonnen; denn ohne Afrika wäre Europa verstümmelt und von der übrigen Welt abgeschnittten. Der Kampf zwischen „Eurafrika" und Amerika gipfelt in dem Wort Tunis, das auch in der Vergangenheit schon für die Geschichte Italiens von Bedeutung war. Amerikas Verrat an Frankreich. Oie Lügen des Roosevelt-Weißbuches. Dichy, 5. Jan. (Europapreß.) „Im amerikanischen Weißbuch wird gesagt, die Vereinigten Staa« en hätten in den letzten zehn Jahren eine Friedenspolitik betrieben. Alle öffentlichen und geheimen Handlungen Washingtons in dieser Zeit beweisen jedoch das Gegenteil", erklärte der französische Rundfunk. Seit 1935, seit den Sanktionen gegen Italien, habe die nordamerikanische Presse und Diplomatie die Angriffspolitik Londons klar unterstützt. Im Oktober 1937 habe Präsident Roosevelt in Chikago Deutschland und Italien außerhalb des internationalen Hechtes gestellt. Im darauffolgenden Jahr habe der Eersönliche Berater Roosevelts und nordamerika- ische Botschafter in Paris, Bullitt, in Frankreich unaufhörlich die Hetzpropaganda gegen die 'totalitären Nationen" organisiert. Diese Ermunte- umg habe sodann die Regierung von Warschau in £er Korridorfrage zu der wahnwitzigen und unversöhnlichen Haltung Deutschland gegenüber veranlaßt. Der französische Rundfunk erinnerte dann daran, 2aß im Juli 1940 ein letzter Appell in den Vereinigten Staaten ohne Widerhall blieb. „Präsident Roosevelt, der uns in den Krieg stürzte", so erklärte der französische Rundfunk, „antwortete l\aul Reynaud, daß sein Land Frankreich nicht kie geringste Unter st ützung gewähren lann. Trotz dieses Verrates hat Amerika sodann n dem besiegten Frankreich seine verhängnisvollen Intrigen weiter getrieben". Cin vergebliches Wahlmanöver. Rom, 5. Jan. (DNB.) Die Verantwortung darr, den Krieg gewollt und heraufbeschworen zu ttben, schreibt „Gazzetta del Popolo", «heint bedrückend zu werden, da Roosevelt die Her- >.isgabe des berüchtigten Weißbuches angeordnet hrbe^ das das schamloseste jemals erschienene diplo- < matische Dokument sei, weil es manche Weisungen an die USA.-Vertreter in Europa unterschlage und andere in falschem Licht darstelle. Die Herausgabe des Buches bedeute, daß Roosevelt nach der Wahl eines Republikaners als Gouverneur von Neuyork wegen der nicht mehr allzu fernen Prä- sidentsfchaftswahl beunruhigt fei. Der Mißerfolg der Roofeveltfchen Strategie würde allmählich auch jenseits des Ozeans trotz der Lügen- und Bluffpropaganda verstanden. Man begreife, daß unter diesen Umständen Roosevelt, der nur eine passive Bilanz zu präsentieren hat, wenigstens versuche, die Verantwortung dafür, den Krieg provoziert zu haben, auf andere abzuwälzen. Das sei ein vergebliches Unterfangen. Die Geschichte habe ihn bereits als den Verantwortlichen Nr. 1 gekennzeichnet. Verhaftungswelle als Auftakt zur Kongreßtagung. Berlin, 5. Jan. (DNB.) Englische Agenturmeldungen aus Washington besagen: Bis jetzt wurden 33 Personen, darunter der Herausgeber des „Enquire", G r i f f i n , unter der Anklage der „Aufwiegelung und Untergrabung der USA.-Heeres- moral" verhaftet. Sie sollen vor das Schwurgericht gestellt werden. Es ist anzunehmen, daß Präsident Roosevelt in seiner Kongreßbotschaft auch die Notwendigkeit des Kampfes gegen die „Fünfte Kolonne" erwähnen wird. • Roosevelt und die Wirtschaft. Stockholm, 6. Jan. (DNB. Funtspruch.) In der nordamerikanischen Wirtschaft wächst die Sorge vor den uferlosen Plänen Roosevelts. Die Wirtschaft fühlt sich hilflos der wachsenden Macht einer Bürokratie ausgeliefert, der es infolge des Mangels an einem geschulten Beamtenstab an Kenntnissen und Charakter sohlt. Die Wirtschaft verlangt infolgedessen ein scharfes Durchgreifen gegen die Verwal- tungsübergriffe. Sie verkennt aber auch die ständig zunehmende diktatorische Gewalt des Präsidenten nicht und setzt ihre letzten Hoffnungen auf den neuen Kongreß, in dem die Roosevelt zur Verfügung stehende Mehrheit nach den Herbstwahlen stark gesunken ist. Eine „Nationale Miliz" in Frankreich. Vichy, 6. Jan. (Europapreß.) Der von Joseph D a r n a n d gegründete und geleitete Ordnung s- dienst der Frontkämpferlegion wird in Zukunft von dieser getrennt und dem Innen- m i n i st e r i u m angegliedert werden, wie der Staatschef Marschall P e t a i n in Vichy versammelten Bezirksdelegierten der Frontkämpfer-Legion bekanntgab. Künftig wird der Ordnungsdienst den Namen „Nationale Miliz" tragen und unmittelbar der Autorität des Regierungschefs unterstehen. Die „Nationale Miliz", so erklärte Marschall Petain, werde die wertvollste Stütze der Polizei sein und auch weiterhin Joseph Darnand zum Führer haben. Da« Eichenlaub zum Ritterkreuz. Berlin, 5. Jan. (DNB.) Der Führer hat deni Obersten Reiner Ltahel, Kommandeur einer Luflwaffenkampfgruppe, und dem Oberleutnanl d. R. Frih F e h m a n n, Kompaniechef in einem kradschühenbalaillon, als 169. und 170. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen. * Oberst Stahel, der als erster Angehöriger der Flakartillerie der Luftwaffe das Eichenlaub zum Ritterkreuz erhielt, ist als Sohn eines Fabrikbesitzers 1892 in Bielefeld geboren. Er machte ten Weltkrieg, zuletzt als Oberleutnant und Führer einer MGK., mit und nahm 1918 an der Befreiung Finnlands teil. Nach Beendigung des Weltkrieges war er Chef des Schutzkorps in Abo. Seit 1925 lebte er als Kaufmann in Bielefeld. 1935 in die Luftwaffe übernommen, wurde er Kommandeur einer Flakabteilung. Am 18.1.1942 erhielt er das Ritterkreuz, weil er durch die tagelange Verteidigung eines schwer gefährdeten Flugplatzes, dem als Stellungs-Eckpfeiler besondere Bedeutung zukam, gegen eine erdrückende Ueberlegenheit aller feindlichen Waffen lediglich mit Luftwaffenbautruppen, der Horstkompanie und seinem eigenen Stab durch tapferen Einsatz in vorderster Linie seinen Soldaten ein Beispiel deutschen Soldatentums gab. Im großen Donbogen hat er sich mit seiner Kampfgruppe erneut besonders ausgezeichnet. Die Front steht. Täglich meldet der deutsche Wehrmachtbericht Dort harten Abwehrkämpfen an der Ostfront. Die Bolschewisten haben vor mehreren Wochen an verschiedenen Abschnitten der Front Angriffsoperationen mit weitgesteckten Zielen und mit neu ausgestellten und ausgerüsteten Armeen begonnen. Nach unbedeutenden Anfangserfolgen bHeben sie in der harten und beweglichen deutschen Abwehr in nichtausgebauten Linien liegen. Aber Moskau will einen Durchbruch erzwingen, es will die ihm im Sommer verlorengegangenen Versorgungsgebiete im Südabschnitt zurückerobern. Wie im vorigen Jahr, hofften die Bolschewisten, daß ihnen der Winter ein erfolgreicher Verbündeter sein würde. Sie haben sich darin in zweifacher Hinsicht getäuscht: Einmal verläuft bisher der Winter im Osten normal, zum Teil sogar ohne die besonderen Kältegrade, die dort im Winter üblich sind, zum andern aber sind die deutschen Truppen für diesen Winter unten kunfts- und bekleidungsmäßig ausgezeichnet vorbereitet. Wir schreiben jetzt Anfang Januar. Damit geht der Winter auch im Osten immer mehr seinem Höhepunkt entgegen. Schnee und Eis herrschen an der ganzen Front. Die Sowjets haben es eilig, um nur einen Teil des gesteckten Zieles zu erreichen. Sie werfen immer wieder rücksichtslos neue Massen gegen die deutsche Abwehrfront vor. Der Hunger sitzt ihnen im Nacken. Die Unterkünfte sind, nachdem die Bolschewisten ihre ausgebauten Ausgangsstel« lungen verlassen haben, rar und unzureichende Glückte ihr Durchbruch, so winken ihnen, wie ihnen ihre Kommissare erklären, die von den Deutschen gut ausgebauten und mit Lebensrnitteln ausgestatteten Ortschaften. Der Bolschewik kämpft also um neue Winterquartiere, kämpft um sein Brot. Daher rennt er immer wieder gegen die unzerbrechlichen deutschen Linien. Es sind harte Kämpfe, die unsere Truppen an beit Brennpunkten der jetzigen Winterkämpfe zu bestehen haben. In der Zeit vom 21. bis 31. Dezember wurden nach einer Mitteilung im Deutschen Wehrmachtbericht an den Hauptkampfabschnitten der Ostfront 742 feindliche Panzer vernichtet ober erbeutet Die Zahl ist inzwischen um weit über 200 gestiegen. Diese Zahlen deuten gleichfalls darauf hin, daß die Bolschewisten um jeden Preis einen Erfolg erringen wollen, erringen müssen. Menschen- und Materialverluste und nicht zuletzt der Verlust ihrer wichtigsten Versorgungsgebiete zwingen zu einer Entscheidung. Falsche Siegesmeldungen deuten auf eine verzweifelte Lage auch im Innern des Landes hin. Oie neutrale Türkei. Von unserem F. D.-Berichterstatter. Ankara, im Dezember 1942. Das Jahr 1942 hat das türkische Volk zwar trotz des grollenden Geschützdonners von Norden und von Süden her vor dem Kriege bewahrt; es hatte aber ohne Blut und Tränen so viel Schweres bereit, daß es alles andere als ein Jahr beschaulichen Friedens war. Die Nähe der Schlachtfelder hat die Regierung gezwungen, das Land noch mehr als in den vergangenen Jahren in einen mybilmachungs« äbnlichen Zustand zu versetzen. Dazu ist das Er- nährungs-, Versorgungs- und Preisproblem zu einem Gegenstand ernstester Sorge und kaum zu bewältigender Wucht geworden. Somit sind die inneren Probleme trotz der Notwendigkeit vorsichtigen Operierens in der Außenpolitik zu den zeitraubendsten Fragen für Regierung und Volk geworden. Es zeugt von der Ausgeglichenheit des politischen Systems, wenn die Masse die Belastungen mannigfacher Art in einer Geduld und Genügsamkeit auf sich nimmt, die keineswegs nur mit dem Schlagwort Indifferenz zu erklären ist. Ein großer Teil der Männer, von den jüngsten Jahrgängen bis zu den Grauköpfen, steht unter den Waffen, an den Grenzen, an Eifenbahnstrecken, in den Garnisonen, in Notunterkünften und Zelten. Unterdes stockt daheim das normale Leben, in den friedlichen Bereichen macht sich mehr und mehr Arbeitermangel unangenehm bemerkbar, die Produktion in der Industrie und Landwirtschaft vor allem hat merklich nachgelassen, während anderseits ein erheblich verstärkter Bedarf herrscht. Die Lücken lassen sich nicht wie in normalen Zeiten durch den Import schließen, der teilweise fehlt oder zum mindesten erheblich stockt und dem Zufall unterliegt. So kommt es zu zahlreichen Mangelerscheinungen trotz einer nach westeuropäischen Begriffen recht großen Bedürfnislosigkett der breiten Masse. Dazu ist ein Rationierungssystem, wie es einige Zeit hindurch bestanden hatte und wie es in den bis ins letzte Dorf hinein durchorganisierten Verhältnissen eines modernen Landes des Westens angebracht ist, in diesem unvorstellbar weiten und in großen Gebieten völlig einsamen, fast im Urzustände besinb- ichen Lande nicht opportun; und so entschloß man ich trotz der damit verbundenen Gefahren in der Mitte des Jahres zu einer gewissen Lockerung. Aber wenn man sich davon eine Besserung der Versorgung und auch eine Preissenkung versprochen hatte, so Har sich diese Hoffnung inzwischen als trügerisch erwiesen. Spekulation und Schwarzhan- d e l haben sich vielmehr leider der Dinge bemächtigen können und die Preislawine in die Tiefe stürzen lassen. Die Preise sind gegenüber denen der normalen Verhältnisse oft um das Vier- und Fünffache, zuweilen noch mehr gestiegen, ohne daß die Einkommen zugenommen haben. Die Regierung Saracoglu arbeitet Tag und Nacht daran, diese Probleme zu zwingen, unterliegt aber den Beschränkungen der gekennzeichneten geographischen und verwaltungsmäßigen Art. Man hat für große Schichten des Volkes, insbesondere die beherrschende Landwirtschaft, aber auch für Militär und Beamte, für die Arbeiter und für notleidende Kinder Zuschüsse dieser und jener Art zu schaffen versucht und hier und da helfen, wenn auch noch nicht Nöte und Gejahren bannen können. So bietet sich die innerpolitische Bilanz des Jahres für dis Türkei mit einem starken Debetsaldo. Ein Plus ist Ruhe und Geduld des Volkes und dessen Hoffnung, daß es der Staatsfuhrung gelingen möge, das Land auch im kommenden Jahre aus dem Kriege herauszuhalten. Die türkische Außenpolitik ist nach Form und Inhalt seit langem festgelegt. Ihren formellen Rahmen bildet auf der einen Seite der britischtürkische Bündnisvertrag von 1939, auf der anderen der deutsch-türkische Freundschaftsvertrag vom Jahre 1940. In zahlreichen Erklärungen, die Saracoglu, anfangs als Außenminister, zuletzt als Ministerpräsident abgegeben hat, wurde diesem vertraglichen Rahmen der Inhalt gegeben.' Die Türkei will außerhalb dieses Krieges bleiben. Sie will ihre Neutralität bewahren. Weil der Weltkonflikt sich immer mehr ihren Grenzen genähert hat, bekennt sie sich zum Prinzip der bewaffneten Neutralität. Sie will nicht ein Atom ihrer Rechte als souveräner Staat preisgeben. Wer immer diesen ihren Standpunkt anerkennt, mit dem will sie Freund bleiben, wer diesen Standpunkt negiert, den betrachtet sie als ihren Gegner. Das ist der Sinn der türkischen Außenpolitik seit 1939. An ihr hat sich im abgelaufenen Jahre nichts geändert, wenn auch nicht geleugnet werden kann, daß das Durchhalten der Politik schwieriger geworden ist. Die Türkei glaubt aber weiterhin, daß es möglich sein wird, die Grundlinie der Politik bcizubehaiten. Welche Schwierigkeiten sich ergeben können, hat die Türkei in den ersten Wochen des abgelaufenen wahres zu spüren bekommen, als sowjetrussische Terroristen am Atatürk-Boulevard zu Ankara ein Bombenattentat auf Botschafter von Papen verübten. Trotz aller Einschüchterungsversuche, an denen es Moskau nicht hat fehlen lasten, bat die türkische Regierung mit unbeirrbarer Hartnäckigkeit und mit Erfolg den Versuch unternommen, in bas Dunkel dieses Attentats Licht zu bringen, um die Schuld an diesem Anschlag den tatsächlichen Schuldigen zuzusvrechen. In der Erkenntnis, daß nur die innere Konsolidierung dem Staate die Aussicht gibt, Subjekt der Politik zu bleiben, nimmt die türkische Regierung die Hilfe des Auslandes an. Sie hat das Kreditabkommen mit dem Deutschen Reich unterzeichnet, das ihr die Möglichkeit gibt, die Aufrüstung ihrer Armee auf Grund der letzten kriegstechnischen Erfahrungen durchzuführen. Die Türkei verhandelt mit England und den USA. über (Betreibelieferungen, um ben Bebarf der Armee und der städtischen Bevölkerung, der infolge der ungünstigen Ernteergebnisse aus der eigenen Produktion nicht voll gedeckt werden kann, befriedigen zu können. Aber sie verhandelt sowohl mit dem Deutschen Reich als auch mit den Westmächten als Partner, der sich seine Handlungsfreiheit bewahrt hat und nicht auf Zuwendungen angewiesen ist, die an Bedingungen geknüpft werden, welche seiner Souveränität irgendwie widersprechen könnten. Allerdings hat die bisherige Politik der Türkei auch ihren Vertragspartnern Gewähr dafür gegeben, baß die Lieferungen, gleichgültig, ob diese in Waffen ober in Lebensmitteln bestehen, ausschließlich ben Bedürfnissen eines Staates bienen, der neutral lein und neutral fein kann, Mit solchen Siegesmeldungen sollen die Sowjetbürger über ihre Notlage, die keine Besserungsaussichten zuläßt, hinweggetäuscht werden. Unsere Grenadiere, hervorragend unterstützt durch Panzer, Flak, Artillerie und Luftwaffe, beweisen auch in diesen Wirrterkämpfen, daß nicht nur die Kämpfe, sondern sie selbst hart und immer harter geworden sind. Sie haben die Massen Statins vom Kaukasus über den Donbogen und den mittleren Ostabschnitt bis Leningrad vergeblich anrennen las- len, in härtestem Winterwetter alle Angriffe der Gegner zum Scheitern gebracht und an einzelnen Frontabschnitten sogar im Gegenstoß unsere Stellungen verbessert. Unsere Stellungen dort bestehen aus Stützpunkten und Sperriegeln. Wo in diesen Kämpfen, die das Letzte von unseren unvergleichlichen Truppen fordern, es dem Gegner gelang, Panzerkeile vorzutreiben und die Engländer sich dann über einen „Durchbruch" freuten, da war es in Wirklichkeit höchstens ein Einbruch, der sofort durch flankierende Vorstöße abgeklemmt wurde, wobei die abaequetschten Bolschewisten aufgerieben wurden. Diese aus der ganzen Anlage unserer Front sich ergebende Methode der Abwehr erfordert höchste Schulung und die äußerste Hingabe jedes einzelnen Soldaten, sie stellt die höchsten Ansprüche an das selbständige Handeln des Mannes, aber diese Eigenschaften sind unseren Truppen in Fleisch und Blut übergegangen. Das Ergebnis beginnt sich bereits abzuzeichnen: Die Bolschewisten haben ungeheure Berichte an Menschen und Material erlitten, und — unsere Front steht nach wie vor! Mr in der Heimat wollen aber nicht vergessen, daß aus der Härte dieser Abwehrkämpfe im Osten auch für uns neue Verpflichtungen erwachsen, die nämlich, noch härter zu werden in dem Willen, am deutschen Sieg nfit all unseren Kräften mitzuwirken. Po. Schwere Abwehrkämpfe an der Ostfront. Berlin, 5. Jan. (DNV.) 3m Dongebiet versuchten die Bolschewisten an verschiedenen Stellen mit starken Infanterie- und Panzerkräften in deutsche Stellungen einzudringen. Unsere Truppen schlugen jedoch die immer wieder angreifenden Sowjets in sehr schweren Abwehrkämp- f en zurück und warfen den Feind bei Gegenstößen aus Ortschaften und Waldstellungen heraus. In rascher Folge wechsellen Vorstöße und Gegenan- griffe ab, bei denen es ost zu erbitterten Nahkämpfen kam Die im Brennpunkt des Ringens stehende Kampfgruppe hatte den ganzen Tag über besonders schwere Gefechte zu bestehen. Schon am frühen Morgen rollten die Sowjetpanzer gegen ihre Stellungen und Stützpunkte an. Das Schicksal dieses ersten Angriffes entschied eine -Sturmgeschützabteilung, die innerhalb einer Stunde 17 bolschewistische Panzer vernichtete. Auch bei den weiteren wechselvollen Abwehrkämpfen und Gegenangriffen setzten sich unsre Truppen geaen die feindliche Uebermacht erfolgreich durch. Als der Feind am späten Abend seine Angriffe abbrechen mußte, lagen die Trümmer von 31 zerschossenen und brennenden Sowjetpanzern zwischen und vor den deutschen Stützpunkten. Im mittleren Abschnitt richteten sich die schwersten Stöße gegen den Stützpunkt Welikije L u k i, ohne daß es dem Feind gelang, den Widerstand der deutschen Besatzung zu brechen. Im Verlauf der harten Abwehrkämpfe zerschossen die unerschütterlichen Verteidiger 14 feindliche Panzer- kampfwagen. Trotz ungünstiger Wetterlage richteten Kampfflieger Tiefangriffe gegen Feldstellungen, Maschinengewehrnester und Flakbatterien. Säger brachten ohne eigene Verluste sechs gepanzerte Schlachtflugzeuge zum Absturz. Auch südöstlichdes Ilmensees konnte der Feind bei seinen bis zu sechsmal wiederholten Angriffen keine Erfolge erzwingen. Die Kraft der Vorstöße hat in diesem Raum offensichtlich nachgelassen. Das ist nicht nur eine Folge der heftigen Schneestürme, sondern mehr noch der schweren Verluste des Feindes, die er feit dem 21. 12., dem Beginn der letzten Angriffsperiode, hinnehmen mußte. Die in diesem Zeitraum vernichteten 111 Panzer sind wegen des hohen Schnees und der vereisten Nachschubwege nur schwer zu ersetzen. Die Bolschewisten führten daher Vorstöße unter Ausnutzung der Dunkelheit als Infanterieangriffe ohne Panzerfchutz durch. Grenadiere und Panzerjäger erwarteten in chren schneeumwirbelten Schützenlöchern und voraescko- bencn Stellungen die bolschewistischen Angriffe, Die sämtlich im deutschen Feuer zusammenbrachen. Im Schutz des schweren Schneetreibens versuchte eine feindliche Kampfgruppe, die während der jüngsten Abwehrkämpfe abgeschnürt werden konnte, die Umklammerung zu durchbrechen. Die Ausbruchsversuche mißlangen aber ebenso wie die Entsetzungsangriffe dreier sowjetischer Regimenter Oer Wehrmachtberichi. D7lV. Aus dem Aührerhaupt quartier, 5. Jan. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Im Westkaukasus wurde In überraschendem Zugriff ein feindlicher Stützpunkt ausgehobeu. Kampfflieger griffen die Hafenanlagea von Gele n d f h i k an und zersprengten Transportkolonneu auf der Süftenftraße. Feindliche Angriffe im le- rekgebiet wurden abgewiesen. Die schweren Abwehrkämpfe im Dongebiet hallen an. Im mittleren Frontabschnitt verloren die Sowjets bei den Kämpfen um W elikije Lu ki wieder 14 Panzerkampfwagen. Angriffe feindlicher Infanterie südostwärts des Ilmensees und Ausbruchsversuche schwäche- rer feindlicher Kräfte, die in den vergangenen Kämpfen eingeschlossen wurden, brachen zusammen. Auch am Wolchow und vor Leningrad wurden vereinzelte feindliche Vorstöße abgewiesen. An der Kandalakschafront scheiterten Angriffe der Sowjets unter hohen blutigen Verlusten. Mehrere feindliche Kampfgruppen, darunter ein Schi, bataillon wurden eingeschloffen und vernichtet, zahlreiche Waffen als Beule eingebrachl. In Tunesien wurden bei Stohtruppunterneh- mungen Stützpunkte des Feindes ausgehoben und englische Gefangene eingebracht. Die Luftwaffe setzte ihre Angriffe gegen feindliche Flugstützpunkte fort und erzielte dabei umfangreiche Zerstörungen. Zum Begleitschuh eingesetzte deutsche Jagdflugzeuge schossen ohne eigene Verluste acht feindliche Flugzeuge ab. Angriffe britischer Flugzeuge auf westdeutsches Gebiet verursachten Gebäudeschäden und Verluste unter der Zivilbevölkerung. Vier mehrmotorige Flugzeuge wurden abgeschossen. Schnelle deutsche Kampfflugzeuge griffen bei Tage militärische Anlagen an der britischen Südost - lüste an. SicherungsstreitkrSfke der Kriegsmarine und Marineflak schossen vor der französischen und niederländischen Küste am 3. und 4. Januar drei Flugzeuge ab. Oie japanische Aufbauarbeit in der Güdsee. Tokio, 5. Ian. (Europapreß.) Ein soeben aus Malaya heimgekehrter Korrespondent der JDlai» nicht" berichtet: Wenig ertragreiche Gummiplan- tagen in Malaya seien abgeholzt worden, um Raum zu schaffen für den Anbau von Baumwolle, Rizinus und anderen Produkten. Der trotzdem im Ueberfluß produzierte Gummi wurde nach einem neu entdeckten Verfahren in Treibstoff für Automobile verwandelt. Die großen Bauxitgruben auf der Insel Dintan seien völlig wi^erhergestellt, ihre Produktton übertreffe den Bedarf Japans. In Sumatra seien die Oelfe l d e r, die vor dem Kriege jährlich etwa 4 Millionen Tonnen hergaben, wieder vollkommen in- standgesetzt worden, während von den vor dem Rückzug der Feinde ernstlich zerstörten Eisenberg- w e r k e n in Malaya etwa 70 v. H. wieder in vollem Betrieb seien. Schließlich habe auch die Elektrizitätsversorgung von Malaya in einer gegenwärtigen Erzeugung von mehr als 180 000 kW etwa 90 v. H. der Vorkriegsleistung wieder erreicht. Auch ein Rückblick auf die Entwicklung der Philippinen seit ihrer Eroberung durch die Japaner offenbart die großen Erfolge der japanischen Militärverwaltung durch Erschließung der natürlichen Hilfsquellen des Landes, Steigerung der Nahrungsmittelproduktton und Wiederherstellung des Verkehrs. Die Erzeugung von Kupfer und Manganerzen ist besonders gefördert worden. Auf Das Aeußerste aus der heimischen Scholle Oie Bodenerzeugung des Gaues Hessen-Nassau im Lahre 1942. NDG. Wie im gesamten Reicksgebiet, so lief auch die Bodenerzeugung des Gaues Hessen-Nassau im vergangenen Jahre auf höchsten Touren. Auf sine diesbezügliche Rückfrage teilte der S t e l l v. La n d e s b a u e r n- führer Weintz folgende interessante und aufschlußreiche Einzelheiten mit: ,Ias Ziel, dem Böden im Dienste der Ernährung von Front und Heimat das Letzte abzuringen, galt es im Jahre 1942 auch in unserem Gau gebiet wieder zu verfolgen. Bei der Brotgetreideer^ z e u g u n g war ein durch die Frostschäden bedingter Ausfall von 50 v. H. der Winterweizenanbaufläche und von 15 bis 20 v. H. der Winterroggenanbaufläche auszugleichen, außerdem hatte der Frost 70 o. H. der Wintergerste vernichtet. Neben der Riesenarbeit des Umbruches und der Neuanfaat einer so großen Fläche war ein Saatgutbedarf von nicht weniger als 70 000 Doppelzentner zu decken. Sommerweizen und Sommerroggen, deren Anbau gegenüber den Vorkriegsjahren an sich bereits verdoppelt war, wurden eingeschaltet, die Sommer- gerftenfläche um 30 v. H. ausgedehnt. Eine außergewöhnlich schwere, unvorhergesehene Aufgabe wurde damit durch das Landvolk gemeistert. Die auf Grund aus gegebener Parolen ebenfalls vor genommene Ausweitung der Kartoffelanbaufläche wurde schon im Frühjahr durch eine noch nie in solchem Ausmaß erlebte Anforderung an Pflanzkartoffeln erkennbar. Trotzdem konnte die große, vorgesehene Fläche mit Saatgut beschickt werden. Vorausblickend ist dabei zu bemerken, daß die Dersorgungsmöglichkett mit Pflanz- kartoffän für das Jahr 1943 günstiger liegen wird, und dies eine weitere Auswirkung auf den Kartoffelertrag verspricht. In das Jahr 1942 hätte eine Winterölfruchtanbaufläche im Umfange von 60 v. H. des für Hessen-Nassau vorgesehenen Gesamtanbaukontingents übernommen werden können, um dann die restlichen 40 v.H. durch Sommerölfrüchte zu erfüllen. Auch diese Rechnung warf der Frost um, indem er nur 25 v. H. übrig ließ, so daß also durch einen wieder Arbeitszeit und Saatgut erfordernden Neuanbau von Oelfrüchten für die nunmehr fehlenden 75 v. H. weitmöglicher Ersatz zu schaffen war. Dies geschah unter Einschaltung aller Mtttez der Aufklärung, durch umfangreichen Sommerraps- und Mohnanbau, der große Del« mengen für die Fettversorgung auifbrächte. Auch im Flachsbau erkannte das Landvolk die Not- der Zeit und konnte die Anbausollfläche durch dis tatsächliche Anbaufläche um 7 v. H. überhöhen. Die« fes Ergebnis ist deshalb von besonderer Bedeutung^ well der Flachs die Spinnfaser, das Leinöl als Fett- (ieferanten und schließlich den Leinkuchen als Mllch« fett erzeugendes Futtermittel liefert. Beim Anbau von Rüben kam der Zucker« r y b e ganz besondere Bedeutung zu. Das Jahres« lieferrecht für 1942 konnte erfüllt werden. Auch füe die Zukunft gilt der Grundsatz, daß das Lieferrecht gleichbedeutend fein muß mit Anbaupflicht. Ieds Zuckerrüberernte liefert einen gewaltigen Beitrag zur fcholleneigenen Futtergewinnung, so daß schon aus diesem Grunde ein starker Zuckerrübenanbau auch in der Zukunft erforderlich fein wird. Daß der F u 11 e r a n b a u mit allen Mittels durchgeführt wurde, zumal der Frost in die Klee« bestände und in die überwinternden FuttergemengS eingebrochen war, bedarf kaum der Erwähnung Vor allem wurden Kleegrasgemische und auch verschiedene neue Futterpflanzen, wie die Hirse, angebaut. Der Zwischenfruchtbau wurde in roeitä gehendster Weise wieder zur Durchführung aebrachH um vor allem für die Milcherzeugung die beftmogt lichen Voraussetzungen zu schaffen. Zur Gemüse mehrerzeugung wurden nicht wer Niger als 25 000 weitere Frühbeetfenster neu ein« gesetzt. Die Auswinterungsschäden trieben zu beson* berem Einsatz. Weitgehend stellten auch die Blumen« gärtnereien ihre Flächen auf den Gemüsebau wm Der Feldgemüsebau allein erfuhr eine Vergrößerung von über 50 v. H. Daß trotz des Krieges, vor allem im Odenwald, die Rodung ehemaliger Waldflachen fortgesetzt wurde, liegt im Rahmen der gesamten Bemühungen, das letzte Stück Boden auszunutzen, und dach Aeußerfte aus der heimischen Schölle herauszuholen, Dieser Grundsatz wird auch im Jahre 1943 unein« geschränkt fortbestehen und alle zu ergreifendes Maßnahmen leiten." der Insel Luzon wurde die Anpflanzung von Baumwolle auf Zuckerrohr^im großen Maßstabe durchgeführt. Die jetzige Baumwollanbaufläche soll im nächsten Jahre verdreifacht werden. Die Erzeugung von Kopra, Palmöl und R e i s hat eine erhebliche Steigerung erfahren, so daß die Lebensmitteleinfuhr nach den Philippinen herabgesetzt werden konnte. Durch die gesunde Währungspolitik der japanischen Verwaltung wurde ein zügelloses Ansteigen der Preise verhindert. Die Steuereinkommen haben sich beträchtlich erhöht. Italiens Versorgungslage. Rom, 5. Januar. (DNB.) Der iritaninifterieHe Ausschuß für Versorgung und Preisgestaltung stellte fest, daß die Lebensmittelversorgung im Verhältnis zum letzten Winter eine Besserung auf- weise, die durch eine Verbesserung der Kontroll- und Sammeldienste sowie der Zubringerdienste noch wetter gehoben werden konnnte. Auch die Weinversorgung, für die bereits 30 Millionen Hektoliter erfaßt worden sind, ist für das laufende Jahr sicher- gestellt. Zur Erleichterung der landwirtschaftlichen Produktton wurde beschlossen, schon jetzt die Preise für sämtliche landwirtschaftlichen Erzeugnisse des ganzen Jahres festzusetzen, damit die Erzeuger einen sicheren Überschlag machen können. Gleich- ze-ittg sollen die landwirtschaftlichen Pachtverträge nach einheillichen Gesichtspunkten remitiert werden. 60 Jahre Postsparkassenamt. Das Postsparkasfenamt in Wien, die Zentrale des großdsutschen Postsparkassendienstes, verwaltet zur Zeit etwa 8,3 Millionen Sparkonten mit einem Gesamtspareinlagenbestand von 'rund 2,8 MMar- den RM. Das Postsparkassenamt, das am 12. Januar 1943 auf ein öOjähriges Bestehen zurückbticken kann, hat damit — vier Jahre nach Ausdehnung seines.Wirkungsbereichs auf das gesamte Reich — einen in jeder Hinsicht beachtlichen Sparerfolg erzielt. In bewußter Pflege seiner geschichtlich Übet« lieferten Aufgabe, vornehmlich das Klein sparen zu fördern, ift das Postsparkassenamt Träger deß freizügigen Postsparsystems mit einzigartiger Breitenwirkung geworden. Die Freizügigkeit des Postt sparbuchs in Verbindung mit dem 'dicht verzweigten Netz von über 80 000 Postdienststellen geben deirj Postsparkassendienst fein besonderes Gepräge. Das Postsparbuch ist überall in Stadt und Land anM treffen, nicht zuletzt auch in der Großstadt — bereits heute hat jeder fünfte Berliner sein Postsparbuch! Besonders beehrt ist es bei der Wehrmacht. Mehr als drei Millionen Soldaten sparen mit dem roten Büchlein. Durch Einschaltung eines bis an die äußersten Fronten reichenden Netzes von Sam* melstellen werden auch im Felde Spareinlagen ent* aegen genommen. In diesen Tagen tritt ein Verfahren in Kraft, das durch Vermittlung der Post« ärnter die telegraphische Kündigung und Rückz ah« hing von Postspareinlagen von mehr als 100 RM ermöglicht. Kunst und Wissenschaft. Hochschulnachrichten. Der emer. Ordinarius für theoretische Physik des Technischen Hochschule Karlsruhe, Geheimer Hofrat Professor Dr. August Schleiermacher, vollendet in diesen Tagen fein 85. Lebensjahr. 1857 in Darmstadt geboren, studierte er in München, und Würzburg und habilitierte sich 1879 in Karlsruhe, wurde 1889 a. o. Professor und 1896 Ordinarius. Er war der erste, der an einer deutschen! Technischen Hochschule die theoretische Elektrizitätslehre auf Maxwellscher Grundlage formvollendeL darstellte und dabei den Weg zu ihrer Anwendung auf die praktisch wichttgen Aufgaben der Elektrotechnik zeigte. — In Dresden vollendete der durch seine Forschungsarbeit in der Photographie weithin bekannt gewordene Professor Dr. Robert Luther fein 75. Lebensjahr. Der Forscher, Leiter der von ihm 1919 begründeten Deutschen Photohändlerschule in Dresden und des wissenschaftlich geographischen Instituts der Dresdener Technischen Hochschule, ist einer der Mitschöpfer des DIN* Mittwintertag. Von Otto Alscher. Die Nadeln des Rauhreifs rieseln immer schneller pön den Wipfeln der Urwaldbuchen nieder. Ein Knistern und Helles Klingen erfüllt den Bergwald, wie Blitz und Funkeln, wenn die eckigen Eiskristalle die gelben Sonnenstrahlen durchschneiden, als kämen von Ferne fremde Stimmen herüber oder als fei das nächtlich zitternde Heulen der Wölfe dieser Wälder zu taghellem Drohen erwacht. Drüben der Berghang jenseits des Tales sieht grau und düster aus. Dort stehen die mächtigen Baumkronen noch wie müde krause Greisenyäupter da; Meisen zirpen in den Bäumen, suchen mit ihren vielen Artgenossen das Bartmoos der Aeste nach Infekten ab, ein Specht begrüßt die Sonne mit feinem flötenden Ruf, eine Schar Wacholderdrosseln kommt mit frohem Schnarren angeflogen, fällt nahe in den Wipfeln ein, dann schwirren sie in das Gewirr eines Windbruches hinab, um dort noch die erfrorenen Reste des sommerlichen Beerenfegens aufzufuchen. Inmitten des Windbruches, wo die Stämme in mächtiger Länge hingestreckt sind, ragen gewaltige Wurzelballen über das Fallholz empor. In einem der Wurzelballen, dessen Erdreich frei liegt und unter dem sich die dunkle Deffnung einer Höhle zeigt, bringt warm die Sonne ein. Die Wärme hat einige Winterfliegen ins Freie gelockt, die nun trunken durch den Sonnenflcck surren. Und vom Gesurr erweckt, schiebt sich auf einmal der zottige Schädel eines Daren durck die Deffnung, blinzelt geblendet ins Licht, zieht schnuppernd die Sonnenluft ein, kommt gänzlich ins Freie und starrt benommen in die Helle des Wintertages. Der Bär hat sich auf die Keulen gefetzt und prüft noch immer mißtrauisch die Wärme des Tages. Dann beginnt er sich zu kratzen und zu schütteln, um den Staub des Winterlagers aus dem Pelz zu bekommen. Der Bär ist mit feiner Säuberung fertig geworden. Doch noch immer blinzelt er unschlüssig in die Lichtfülle, als traue er dem Tage und seiner Wärme nicht, erwarte plötzlich graue Trübe und fauchenden Sturm, dellen Eishauch ihn rasch wieder in dis Höhls -mckckjagL Da gleitet ein Eichhörnchen ganz nahe einen Stamm herab. Es sieht den Bären, stutzt, fährt wieder aufwärts, verhofft in halber Höhe, beginnt aufgeregt zu klopfen und zu schnalzen, indem es im Kreise um den Stamm herum- läuft. Der Bär ist auf das Eichhörnchen aufmerksam geworden. Er beobachtet es, erstaunt über die Lebhaftigkeit, nun kommt ihm auch das Zirpen der Meisen, das Schnarren der Krammetsvögel zu Bewußtsein, belebt ihn und erweckt in ihm das Verlangen, in die allgemeine Lebhaftigkeit einzustimmen. Er verlaßt den Platz vor der Höhle, klettert über das Fallholz hinweg ins Freie, zwinkert in das glatte Weiß der Schneefläche zwischen den Bäumen, prüft nochmals den Wind und fetzt sich dann nach rechts in Bewegung, angezogen von der warmen Luft, dem sanften Waldgeruch, der von dort heran- ftrömt. In langem Trab zieht er zwischen den Stämmen hin. Er hat kein Ziel, er fühlt nur die Notwendigkeit zu wandern, die von langer Ruhe ungelenk gewordenen Glieder zu regen. Auch der Hunger treibt ihn nicht, dazu ist er viel zu befangen vom Rausch der Helle, von dem lichten Tag im Walde, der ihm ftemd und unwirklich erscheint gegen die graue nebelige Verschlossenheit; deren peitschender Regen ihn, vor nicht zu langer Zeit, im Winterlager sich verkriechen ließ. Immer wieder stößt er auf Leben und freudige Beweglichkeit. Frische Spuren führen durch den Schnee, er kreuzt die Fährte von Sauen, die eben erst vorbeigewechselt sind, stutzt einen Augenblick, es drängt ihn, den Wildschweinen zu folgen, doch fühlt er sich zu taumelig dazu und ohne jede Raublust. Einen Fucks, der seitwärts aufgetaucht ist und frech zu ihm herüberäugt, schaut er erstaunt an, aber sogleich wird er ihm wieder gleichgültig, und er trottet weiter mit hängendem Schädel, als mache ihn die frische, feuchte Winterluft schläfrig. Darum beachtet er auch gar yicht die Begleitung eines Rauhfußbussards, der immer über ihn hinwegstreicht, ihn erwartend auf- bäumt, um ihm weiter zu folgen, in der Erwartung, durch das große, starke Raubtier zu einer leichten Atzung zu kommen. In eine Senkung eintauchend kommt er zu einem Vach mtt trübem SchmelzwasseL Er Mt jah «th. gebannt und ganz aus der Fassung gebracht von dem würzigen Geruch des frischen Schmelzwassers, dessen Beimischung von keimender, befreiter Erde, von dampfendem Moderholz ihm wie eine trügerische Verheißung erscheint. Er wirft den Schädel auf, vernimmt nun auch das zage Brausen in den Bäumen, schnuppert und lauscht ungläubig, ob das der Föhnwind ist und zieht nun, sich zu überzeugen, langsam, neben dem milchigen Wasserlauf aufwärts. Rasch kommt er höher, erreicht endlich den Rand eines kahlen Bergrückens, wo sich der Wald in einzelnen, fturmgeköpften niederen Buchen vertiert, an die sich ein Gewirr von Felsblöcken und hoch angewchter Schneewächten an- schließt. Ueber den Bergrücken aber kommt es eisig herüber. Da wandert der Bär zwischen den Felsen hin, bis er den Grat gänzlich erreicht hat. Und nun sieht er jenseits schwarz und dunkel den Wald, finster leblose Tiefen mit starren Gipfeln sich reihen, auf denen schneegepanzert und unbarmherzig der Winter hockt. Eine Weile nur betrachtet der Bär dieses mit eisigem Schweigen drohende Bild, dann wendet er sich wieder in den Wald hinab. Und dort wendet er sich, ohne die schon matt scheinende Sonne meiter zu beachten, wieder den Weg zurück, den er gekommen ist. Die Dogelstimmen sind verstummt, die Sonne streift nur noch die Wipfel der Bäume, und vom Boden steigt Kühle auf. Der Schnee verharscht schon wieder, er beginnt unter den Tritten ZU krachen, und das erregt den Bären, denn er muß feine Aufmerksamkeit anspannen, um bei dem Lärm, den er seHst verursacht, fremde Geräusche zu vernehmen. Da hört er plötzlich einen fernen Laut wie ein Belfern. Verhaftend lauscht er, ein Knurren ist es, als führen zwei Wölfe zornig gegeneinander los. Der Bär schüttelt argwöhnisch den Schädel, schwingt sich auf einen Fallbaum und erwartet hochaufgerlchtet das Kommende. Rasch naht ein Geläuf, immer wieder Knurren und Geifern dazwischen, und dann tauchen sie auf, ein Rudel Wölfe, voran die Wölfin und hinter ihr zwei, drei Rüden, eifersüchtig einander wegbeißend. Die Wölfe haben chn sogleich bemerkt. Nur einen Augenblick verhaften sie, herüberschauend, der größte der Rüden macht einftge Schritte auf den Bären au, da aber die Wölfin unbekümmert ihren Weg fortsetzt, eilt er ihr nach, und bald ist das Rudel über den Hang hinweg zwischen den Stämmen) unten verschwunden. Der Bär setzt seinen Weg fort. Der Wald ist düster geworden, starr ragen diS Bäume in den flachen, grauen Himmel auf. Ein eisiger Wind schneidet pfeifend durch den Wald, der Schnee wird blau und starr. Es ist, als spanne sich die Hand des Winters über Berge, Schluchten und Wald, um mit ihren Knochenflngern alles Leben ztt töten. Den Bären beginnt es zu frösteln. Feindlich wächst die Einfamkeit um ihn auf, fremd ist der Wald geworden, und er hastet feiner Höhle zu, dort im dunklen, traumlosen Hindämmern über die fremde Zett hinwegzukommen, die doch einmal enden muß. Das neue „Inselschiff-. 3,u Weihnachten ist ein neues Heft vom „Insel« s ch i f f", der Zettschrift für die Freunde des Jnsef- Verlags zu Leipzig, erschienen: so reichhaltig und noch immer so gediegen und nobel ausgestattet wie alle seine Vorgänger. Der Verlaa gedenkt zweier bewährter und verdienter Mitarbeiter, des kürzlich uer« ftorbenen ausgezeichneten Buch- und Schriftkünstlers und Illustrators Emll Rudolf Weiß sowie des Dich« ters Max Mell, den ein schöner, herzlicher Beitrag von Franz Nabl zum 60. Geburtstage begrüßt, und von dem das Inselschiff eine große Szene „Der Streit der Königinnen" — als Probe aus der dramatischen Dichtung „Der Nibelungen Not", einer Neugestaltung des berühmten Stoffes — zum Abdruck bringt. Mit Gedichten sind diesmal Carossa und Gerhart Hauptmann („Wartburg", Terzinen aus bet epischen Dichtung „Der große Traum") vertreten. Von Edwin Fischer lieft man eine gedankenvolle, persönlich belebte Bettachtung „Kunst und Leben. Carl A. Willemsen schildert das Castel del MontS (mit schönen Aufnahmen aus einem kommenden Buche über Apulien), Felix Timmermans bringt eine Erzählung „Der Winter naht", aus einem Ferien-» tagebuche, und als Probe aus dem von der Insel geplanten „Buch deutscher Briefe" findet man einest Weihnachtsbrief Theodor Storni# (.Dezemh-k un Gottjrieh Kelley Verfahrens, des genormten Cinheltsformats. Seine Arbeiten in der „Zeitschrift für physikalische Chemie" waren bahnbrechend. Luther wurde in Mos- kau als Sohn eines Rechtsanwaltes geboren. Er studierte in Dorpat und Leipzig und habilitierte sich ebenda 1899. Er war dann Assistent von Wilhelm Ostwald, bis er 1908 nach Dresden berufen wurde. Bis 1936 war er Herausgeber der „Photographischen Rundsä^au". — Frau Professor Dr.' Marie Schütt in Hamburg ist beauftragt worden, an der Universität Freiburg die Vertretung des zum Wehrdienst einberufenen Professors Dr. Koziol, der den Lehrstuhl für englische Philologie innehat, zu übernehmen. Frau Schütt ist 1888 in Hamburg geboren, studierte in Göttingen, Freiburg, Berlin, Marburg und Hamburg und promovierte 1923 in Hamburg, wo sie sich 1928 habilitierte. Professor Klumberg gestorben. In Berlin verschied im Alter von 56 Jahren Prof. Dr. Wilhelm Klumberg. Klumberg, 1886 in Riga geboren, beendete dort sein wissenschaftliches Studium und betätigte sich nach der Besetzung Rigas im Jahre 1917 am deutschen Kulturaufbau, er gründete eine Herder-Gesellschaft und die Herder-Hochschule und an der Albertus-Univer- sttät in Königberg das I n st i t u t für Ostforschung, der später die des Dolmetscher-Instituts für Ostsprachen folgte. Im Frühjahr 1939 wurde Prof. Klumberg Ehrendoktor der Albertina, er war auch Ehrendoktor der Universitäten Jena und Leipzig. Don der Universität Königsberg wurde er 1940 als erster mit dem Herder-Preis ausgezeichnet. Karajan dirigiert Johann Strauß. Für drei Abende mit „beschwingter Musik", die das Berliner Reichspropagandaamt für das WHW., für Rüstungsarbeiter und für Verwundete veranstaltete, war mit dem Berliner Philharmonischen Orchester Herbert von Karajan als Dirigent eines reinen Johann-Strauß-Programms gewonnen worden. Man kann diese Ouvertüren, die Walzer, Polkas und Galopps sicherlich nicht exakter spielen, als es hier geschah. Große Kunst wurde an kleine Stücke gewandt, vom Orchester eine oft staunenerregende Virtuosität, vom Dirigenten ein rhythmischer Schwung, der gleichwohl niemals die Präzision gefährdete. Ueberrafchungen gab es auch hier, auf scheinbar ganz vertrauten Pfaden, wie stets bei Karajan: Stimmen und Jnstrumentengruppen, die man meistens im großen Fluß des Ganzen überhört, nahmen zuweilen ein frappierendes Eigenleben an, raffinierte Rubati sorgten für dynamische Effekte, die dem Publikum den Applaus in die Hände trieben. Einen beträchtlichen Anteil an dem Beifallserfolg des ersten Abends hatte auch die Solistin Irma Seilte, die mit ihrem glockenstimmigen Koloratursopran und zündendem Charme „G'schich- ten aus dem Wiener Wald" und den Frühlingsstim- menwalzer vortrug. Johannes Jacobi. Aus aller Wett. Sturm in Kanada. Den schlimmsten Sturm seit 50 Jahren hat Ka- vada um die Jahreswende erlebt. Das Gebiet, das hauptsächlich in Mitleidenschaft gezogen wurde, erstreckt sich von Toronto bis Montreal. Eisenbahn und Straßenbahnlinien waren zeitweilig abgeschnitten. Die Fahrpläne der Eisenbahn gerieten völlig in Unordnung. Das Telegraphensystem wurde weit- gehend zerstört. Schwere Ilnwellerschaden in Südbrasilien. Durch einen Wirbelwind verbunden mit heftigem Hagelschlag wurde jede Verkehrsoerbindung zu der südbrasilianischen Stadt Curityba am Flusse Jguassu unterbrochen. Die Hagelkörner bedeckten Straßen und Plätze der Stadt halbmeterhoch, viele Häuser wurden abgedeckt und die Lichtreklamen zerstört.^ Das Zentrum ist bis zu einem Meter Höhe überschwemmt. (Eine unbekannte Pavianarl. . Oftmals wird an den Tierkundigen die Frage gerichtet, ob noch unbekannte oder unentdeckte Tierarten aus den unbekannten Wildnissen fremder Länder zutage gefördert werden. Rach den Forschungs- berichten neuerer Zeit muß diese Frage zustimmend beantwortet werden, da noch immer gelegentlich interessante neue Tierarten bekannt werden, wenn sie auch nicht immer die Ausmaße eines Elefanten oder eines Löwen haben. Im Frankfurter Tiergarten haben jetzt einige Paviane aus dem wenig bekannten Webbigebiet in Somaliland ihren Einzug gehalten, hie durch ihre lange, strähnige Behaarung, den über den ganzen Körper reichenden Mantel und die gleichmäßige graugelbliche Färbung von den anderen Pavianen so sehr abweichen, daß sie als Vertreter einer neuen Affenart in die Wissenschaft eingeführt werden muffen. Die auch im Wesen und Gebaren von ihren Gattungsgenossen nicht unerheblich abweichenden Sonderlinge fanden Unterkunft im Menschenaffenhaus. AUF MÖNCKEBERG ist del "Teufel los. ROMAN VON OLAF BOUTERWECK 7. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) „Nur dem Namen nach; persönlich kenne ich ihn »licht!" Und in Gedanken fügte Raucheisen hinzu: »Aber dieses Vergnügen werde ich ja jetzt wohl in Kürze haben!' Er zündete die Pfeife an, machte einige tiefe Züge und starrte nachdenklich vor sich hin. Hier schien sich so etwas wie ein Grund zur Tat herauszukristallisieren; denn Eifersucht als Anlaß zu der Tat war in diesem Fall ausgeschlossen, Rachsucht unwahrscheinlich. Also blieb nur noch Geldgier übrig. — Aus diesem Gedanken heraus fragte er vorsichtig: „Herr Holm kam wohl öfter hierher zu Besuch?" Der Diener schüttelte den Kops. „Früher — ja, da kam Herr Holm regelmäßig 'ehe Woche einmal zu Besuch. Er blieb dann den ganzen Abend über und manchmal auch zur Nacht gier, aber seit etwa vier Monaten kommt er nur aoch sehr selten. Zuletzt war er allerdings vor drei »der vier Tagen hier, aber nach kurzer Zeit ging er schon wieder." „Warum? Bestanden irgendwelche Zwistigkeiten zwischen dem Professor und seinem Resten?" „Nun, Zwistigkeiten ist wohl nicht der richtige Ausdruck, Herr Kommissar", antwortete der Diener Hgernd, invem er das Spiel seiner Hände mit den Knöpfen des Regenmantels wieder aufnahm. .Allenfalls eine kleine Meinungsverschiedenheit, die cber kaum tiefere Bedeutung haben konnte! Dem Herrn Professor gefiel es nämlich nicht, daß Herrn Holms Schaffen ausschließlich auf leichte Unterhal- TUngsIiteratur abgestimmt war. Diese Literaturgat- iung war dem Herrn Professor ein Dorn im Auge; Aus der Stadt Gießen. Eine Minute. Mein Freund hatte mir geschrieben, daß er auf feiner Urlaubsrückreise einige Stunden Aufenthalt in F. hätte. Das gäbe Gelegenheit für ein frohes Wiäersehen. An dem bestimmten Tage kamen einige unerwartete Zwischenfälle, so daß ich nur noch in größter Elle den Bahnhof erreichen konnte. 11.57 sollte der Zug abfahren. Die Uhr zeigte 11.56, als ich ankam und sah, wie gerade der Zug abfuhr. Ich schaute auf der großen Tafel nach. Richtig: 11.56. Also hatte ich mich um eine Minute geirrt. Tier Zug war fort. Der nächste Zug ging erst in drei Stunden. Ich mußte auf das Wiedersehen mit meinem Freunde verzichten. Wegen einer Minute! Enttäuscht ging ich zum Schalter und gab die Karte zurück ... Dieses ärgerliche Erlebnis kam mir in diesen Tage wieder einmal zum Bewußtsein, als ich so eine kleine Rückschau über das abgelaufene Jahr hielt. Wie oft müssen wir Sätze mit „Wenn ich ..." anfangen! Wegen irgendeiner Kleinigkeit ging uns ein schöner Tag verloren. Eine Vergeßlichkeit führte zu größeren Verlusten. Wie oft entscheidet eine kleine Zeitspanne über wichtige Begebenheiten. Die eine Minute, die wir nicht achten, bringt manchmal unsägliches Leid und Trauer ... Wenn wir das verflossene Jahr im Geiste noch einmal abrollen lassen, dann wird uns manches Erlebnis recht unangenehm daran erinnern, daß wir die „eine Minute" verpaßt haben. Wir waren nicht immer pünktlich, wir haben manches versäumt. Aus Vergeßlichkeit? Aus Nachlässigkeit? Das ist schließlich einerlei. Auch eine späte Reue hilft nun nicht mehr. Aber solche unangenehmen Erlebnisse haben doch auch chr Gutes. Sie sind wie Wegweiser, die wohl einen Weg zeigen, aber nicht den richtigen. Sie sollten unbedingt hinter uns stehen, damit wir von Zeit zu Zeit einmal rückschauend daran erinnert werden, daß wir im Begriff waren, in die Irre zu lausen oder schon gelaufen waren. So wollen wir einmal oas vergangene Jahr betrachten. Wenn uns im Drange des Alltags keine Zeit blieb, uns auf uns selbst zu besinnen, so mahnt uns das neu beginnende Jahr, Rückschau zu halten. Seien es auch nur wenige Stunden, die wir recht und tief durchleben, so werden wir gar bald fühlen, welchen Weg wir im neuen Jahr einschlagen müssen. Versäumnisie und Verfehlungen, die von der „einen Minute" tarnen, sind es vor allem, die wir scharf ins Auge fassen, und die sich nicht wiederholen dürfen. Wenn wir uns einmal angewöhnt haben, immer pünktlich zu fein, dann werden wir niemals in letzter Minute zum Bahnhof sausen, dann werden wir mit unserer Zeit haushalten. Die Hauptsache aber ist, daß wir zur Stelle sind, wenn es an den Mann geht. Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit sind Pflichten, die wir nicht nur uns schulden, sondern allen Volksgenossen. Dabei kommt es aber auch auf die „eine Minute" an! —h. Sprechstunde des Kreisleiters. Die Sprechstmcke des Kreisleiters findet am Donnerstag, dem 7.1.43, nachmittags von 15 bis 17 Uhr, in Gießen, Alicenstraße 10, statt. Amt für das Landvolk. Die Sprechstunde des Amtes für das Landvolk findet am Donnerstag, dem 7.1.43, nachmittags von 15 bis 17 Uhr, in Gießen, Alicenstraße 10, statt. Kohiendiebe stellen sich vor. Viel Kohle und Wärme gehen verloren, wenn in Betrieben in unbenutzten oder wenig betretenen Räumen stundenlang das Licht brennt, in den Waschräumen ununterbrochen ungenutzt das warme Wasser läuft oder tropft, Nebenräume ober Treppenhäuser mitgeheizt werden, weil die Heizkörper nicht abgestellt sind, die Brennstoffkörnung zu groß ist, die Roste der Feuerung nicht den rlchUgen Luftspalt haben, die Heizflächen des Kessels und Vorwärmers nicht gereingt sind, Zugmesfer, Abgas-Temperaturmesser und Rauchgasprüfer nicht vorhanden sind, das Mauerwerk undicht ist, der Kessel Kesselstein angesetzt hat, Absperrventile und Leitungen Dampf entweichen lassen, Isolierungen der Dampf- und Wasserleitungen beschädigt sind ober gar fehlen. Motoren unwirtschaftlich belastet sind, Transmissionen unnötigen Leerlauf haben. Achte darum als Betriebsführer oder Abteilungsleiter auf diese getarnten Kohlen- und Wärmediebe! Sie rauben den kostbaren Brenn- und Rohstoff. Kohle hilft auch mit zum Sieg! wenn er davon sprach, geriet er immer in heftige Erregung, und bann konnte er sehr kräftige Ausbrücke gebrauchen. Er bedrängte seinen Neffen, sich der ernsten Literatur zuzuwenden, aber Herr Holm konnte oder wollte das nicht." „War Herr Holm in geldlicher Hinsicht von seinem Onkel abhängig?" „Das kann ich nicht sagen, Herr Kommissar. Ich weiß nur, daß Herrn Holm regelmäßig an jedem Monatsersten eine bestimmte Summe überwiesen wurde." „Wie hoch war triefe Summe?" „Das weiß ich nicht, aber Herr Rechtsanwalt Ullrich kann darüber Auskunft geben — und natürlich auch die Bank, die diese Zahlen abgebucht hat." „Wo wohnt Herr Holm?" fragte Raucheifen in einem plötzlichen Einfall. „Er bewohnt ein großes, geräumiges Blockhaus in Kladow an der Havel."" .Kennen Sie seine Telephonnummer?" „Im Kopfe habe ich sie nicht", sagte Friedrichsen zögernd und mit einem verwunderten Blick auf die Standuhr. Es erschien ihm unfaßbar, daß der Korn- miffar jetzt — mitten in der Nacht — dort anrufen wollte. „Brandstetter, stellen Sie sofort die Nummer fest!" sagte Raucheisen. „Das ist nicht nötig", fiel Friedrichsen in leichter Erregung ein. „Aus dem Schreibtisch in der Bibliothek liegt neben dem Fernsprecher eine alphabetische Liste; dort ist die Nummer leicht zu finden." Raucheisen klopfte seine Pfeife aus, steckte sie in die Tasche und erhob sich. „Augenblick mal!" Er ging hinüber in die Bibliothek und zog die Tür hinter sich zu. Als sein Blick auf den Toten fiel, blieb er stehen und betrachtete ihn nachdenklich. Da lag ein Mensch, besten einsames und arbeitsreiches Leben nun ein plötzliches und unerwartetes Ende gefunden hatte. Einsam wie sein Leben war nun auch sein Tob. Rebeten die tiefen Falten um fernen Mund nicht von Entsagung und Bitterkeit? Aenderungen beim Metzger. Was es jetzt doppelt und vierfach gibt. Die Hauptvereinigung der Deutschen Viehwirt- schaft hat mit ihrer ersten Anordnung für 1943 auch einige Aenderungen der Anrechnung auf die Bedarfsnachweise beim Fleischer verfügt. Es handelt sich zwar nur um geringfügige Aenderungen gegenüber der Vorjahrsregelung. Dennoch ist bei der allgemeinen Bedeutung der Angelegenheit die Klarstellung geboten, was es nun beim Fleischer doppelt ober vierfach gibt: In bo p p eiter Menge werden nach ber Neuregelung abgegeben: Vom Rind: Köpfe mit Zunge, Brägen (Hirn), Schlundfleisch, Lunge, Herz, Milz, Euter, frisch oder gebrüht, Schwänze, Knochen aus- putz (Polk), Geschlinge. Dorn Schwein: Kops ohne Fettbacke, Brägen (Hirn), Lunge, Herz, Milz, Kno- chenausputz (Polk), Geschlinge, Schwarten, Eisbein (Dickbein), Eis- und Spitzbein in einem Stück, Schnauzen, Magen (soweit nicht als Darrn gehandelt). Dorn Kalb: Brägen (Hirn), Lunge, Herz, Milz, Gekröse, gebrüht, gesalzen, Geschlinge, Hachsen, Knochenausputz (Polk). Dorn Schaf: Lunge, Herz, Milz, Brägen (Hirn), Geschlinge. Fleischwarem Ochsenmaulsalat, Konsumsülze, Jnnereiensülze, Gänfeleberwurst, sofern bei Herstellung zum Teil bewirtschaftetes Fleisch verwendet worben ist. In vierfacher Menge werben nach ber neuen Anordnung abgegeben: Vom Rind: Köpfe ohne Zunge, Mäuler, gebrüht, Pansen (Fleck), gebrüht und gesalzen einschl. Netz- und ß ab mögen, Sehnen, Flechsen, Kopfhäute. Vom Schwein: Spitzbein (un< mittelbar hinter bem Dickbein oder dem Sprung« gelenk abgehauen), Schwänze, Ohren. Vom Kalbt Köpfe, mit und ohne Zunge, Schwänze, Kopfhäute. Dom Schaf: Köpfe, mit und ohne Zunge. Knochenr Schweinekammknochen, Speerknochen (Rückenmark- knochen), Bauchrippen, die nicht nachgeputzt sind» außerdem alle sonstigen nicht nachgeputzten Knochen, Rindermarkknochen (ohne Kugelgelenk). Fleisch« waren: Fleischsalat. Alle vorstehend nicht genannten Knochen sowie Kalb süße, Rlnd erunterbeme, Rinderblätter magen, Kälbermagen, Hammelpansen einschl. der übrigen Magen und das an Schlachtbetriebe abgegebene Blut unterliegen nicht der Anrechnung. Fleischkon- fernen werden in voller Höhe bes Nettoinhalts, Mischkonserven in Aller Gewichtshöhe ber Fleischeinlage angerechnet. Die Streupflicht des Grundeigentümers. Jeber Grundstückseigentümer ist verpflichtet, in der Breite feines Grunbstücks zu streuen. Es kommt nicht darauf an, ob bas Grunbftück bebaut ist ober nicht. In den meisten Fällen bestehen Polizeiverordnungen, die den Straßenanliegern die Streupflicht auferlegen. Aber auch beim Fehlen einer Polizeiverordnung folgt die Streupflicht aus ber Verantwortlichkeit burch die „Verkehrseröffnung". Denn ber Hauseigentümer hat allaemein dafür einzu- stehen, daß der Verkehr vor seinem Hause — und auch erst recht in seinem Hause — unbehindert von- statten gehen kann. Es ist natürlich möglich, baß durch Polizeiverordnungen ber Umfang der Streupflicht besonders geregelt werden kann. Aber im allgemeinen kann man folgende Grundsätze als gültig ansehen: Zu bestreuen sind Bürgersteige und Straßenüber- gänge. Straßendämme brauchen dagegen nur bei besonderem Bedürfnis und bann zumeist nur auf Grund besonderer Anordnung gestreut zu werden. Maß und Umfang der Streupflicht richtet sich vor allem nach den Verkehrsbebürfnissen. Grundsätzlich sind an die Streupflicht strenge Anforderungen zu stellen. Es kommt hier also vor allem auf den tatsächlich herrschenden Verkehr an. Daraus ergibt sich auch eine unterschiedliche Behandlung ber Hauptverkehrsstraßen in der Stadt und beispielsweise von Promenadenwegen und Verbindungswegen, die nur der Verkehrserleichterung dienen. Beginn und Ende der Streupflicht richten sich nach dem Tagesverkehr der Fußgänger. Normalerweise besteht keine Verpflichtung, den Nachtverkehr der Fußgänger zu sichern. Anders ist es in Straßen, in denen auch nachts starker Fußgängerverkehr herrscht. Aber im allgemeinen endet die Streupflicht mit Eintritt der Nachtstunden (z. B. in Berlin um 21 Uhr, in München um 20 Uhr. In Kleinstädten wird die Stteupflicht schon früher enden. Für den Beginn der Stteuverpflichtung ist die Zeit des Hauptberufsoer- kehrs maßgebend. Ueber das Ausmaß ber Streupflicht kann nur im einzelnen Fall entfchieben werden. Es lassen sich aber folgende Grundregeln aufstellen, die unabhängig von örtlichen Verhältnissen sind: Mit dem Streuen ist erst nach Aufhören bes Schneefalls ober nach Eintritt ber Glätte zu beginnen. Denn bet bichtem Schneefall ist es zwecklos, zu streuen, bevor das Schneien aufhört. Bei leichtem Schneefall — insbesondere wenn es mit Unterbrechungen schneit—> muß auch zwischendurch gestreut werden. Die Be- schaffenhett von Boden und Schnee sind entscheidend (Pulverschnee verlangt anderes Streuen als nasser, fester Schnee; ebener Boden ist nicht so gefährlich wie abschüssiger). Außergewöhnliche Glätteverhälri nisse verlangen erhöhte Sorgfaltspflicht. (Gefrieren nach Regenfall ist wegen ber Glatteisbilbung besonders zu beachten.) In kleinen Gemeinden mit langen Wegen besteht eine Streupflicht nur für die Verkehrsmittelpunkte. Landstraßen sind nur unter ganz besonderen Umständen zu streuen. Dr.Tw. Helft Frostschäden vermeiden! NSG. Immer wieder hat Me Reichsarbeitsgemeinschaft Schadenverhütung darauf hingewresen, daß durch rechtzeitig vorgenommene Frostschutzmaß. nahmen das Einfrieren von Wasserleitungen und ähnlichem mit Sicherheit verhütet werden kann. Dennoch erreichen die Frostschäden jährlich eine Höhe, die in der heutigen Zett — vor allem bei dem Mangel an Facharbeitern — zu denken Anlaß gibt. Darum beuge vor! Rechtzeitig getroffene Frostschutzmaßnahmen verhüten mit Sicherheit das Einfrieren von Wasserlettungsrohren! Bei strengem Frost gefriert das Wasser in den Leitungen und Behältern, die im Erdboden oder im Freien liegen oder sich in ungeheizten Räumen befinden. Das gefrorene Wasser zerstört die Leitungsanlagen und verursacht teure Reparaturen. Der dadurch bedingte Wassermangel bringt lästige Störungen im Haushalt und Bettieb mit sich! Frostschäden können nur durch bas Abbecken von Leitungen im Erdboden öder in frostgefährdeten. Räumen vermieden werden. Fenster, Türen und undichte Stellen sind in diesen gut abzudecken. Frost- gesährdete Wasserleitungen sind bei strengem Frost nachts zu entleeren bzw. ftostgefährdete Räume, in denen Wasserleitungen liegen, auf Heiztemperaturen von 8 bis 10 Grab Celsius zu halten. Frostschäden bringen bet ihrer Beseitigung auch Brandschaden. Darum: Vorsicht bei Auftauarbeiten! Schabenoerhutung ist Pflicht. Verdunkelungszelt: 6. Januar von 17.23 bis 8.02 Uhr. Zur Gorgfaitspflickt des Hauseigentümers bei Schneefall. 3itr Sorgfaltspflicht des Hauseigentümers bei Schneefall ist ein Urteil des Reichsgerichts von all-- gemeinem Interesse. Es liegt ihm ein winterlicher Unfall zugrunde, bei dem ein nicht ganz einjähriger Knabe ums Leben kam. Die Mutter fuhr mit bem Kinderwagen auf dem Fußweg, als plötzlich vom Dach eines Hauses ein Schneerutsch erfolgte, durch den bas Kind getötet wurde. In dem Gerichtsverfahren wurde der Hauseigentümer vom Landgericht zunächst wegen fahrlässiger Tötung verurteilt. Das Gericht stellte fest, der Angeklagte hätte das Dach, und zwar auch am arbeitsfreien Sonntag, bem Tage vor dem Unfall, auf bas Vorhandensein von Schnee untersuchen müssen. Auch hätte er voraus^ sehen müssen, daß vom Dach des Hauses herabfallen- ber Schnee den Tod eines Menschen zur Folge haben könnte. Er hätte deshalb entweder durch völlige Beseitigung des auf bem Dach befindlichen Schnees ober durch Absperren die Möglichkeit aus* schließen müssen, oaß Schnee herabfiel ober baß burch Herabfallen von Schnee mangels Warnung Vorübergehende zu Schaden kamen. Das Reichsgericht erflärt demgegenüber, daß die Ansicht des Landgerichts fehlgehe. Zwar trifft es zu, so sagt die oberste Instanz, daß der Eigentümer einer Sache die Beschädigung dritter Personen durch seine Sache insoweit verhüten muß, wie dies die billige Rücksichtnahme auf die Interessen anderer verlangt. Daraus folge aber nicht die Pflicht des Hauseigentümers, ständig, so lange und so oft Schnee auf dem Hausdach liegt, durch Verträumen des Schnees ober durch Ab sperren des Bürgersteigs Vorsorge Hatte es nie eine weiche Frauenh and gegeben, deren zärtliches Streicheln bie£e Falten zu glätten vermochte? In einer sprunghaften Gedankenverbindung mußte Raucheisen plötzlich mit einem Gefühl von Rührung und Zärtlichkeit an seine junge Frau denken. Er stellte sich vor, wie Ellen jetzt daheim in ihrem Bett lag, den blonden Locken köpf in die Kisten gewühlt, den Mund im Schlaf leicht und lächelnd geöffnet — und die seidene Steppdecke natürlich wie gewöhnlich auf dem Fußboden ... Aber plötzlich straffte sich feine Gestalt; mit ärgerlichem Kopfschütteln zuckte er die breiten Schultern und trat schnell an den Schreibtisch. Wie ber alte Diener es beschrieben hatte, lag bie alphabetische Liste neben bem Fernsprecher, und oben darauf lag die schwere goldene Uhr bes Professors. Der Name Axel Holm war schnell gefunden. Raucheisen nahm den Hörer ab und drehte die Nummerscheibe. Es dauerte eine halbe Minute, bis der Kommissar ein Knacken in der Hörmuschel vernahm und er bann zu feiner Verwunderung die in lautem, schwungvollen Pathos hervorgestoßenen Worte hörte: „Wer scheucht mir nachts den Schlaf von hinnen?" „Spreche ich mit Herrn Axel Holm?" ,T> nein, mitnichten spricht ber Meister; nur Otto ist's, sein Famulus!" Raucheisen mußte unwillkürlich lächeln. „3a, hören Sie, Herr Otto, bann wecken Sie bitte Ihren Herrn und Meister! Ich muß ihn unbe» bingt sofort sprechen!" „Das bürste seine Schwierigkeiten haben", deklamierte „Dtto" mit schönem Pathos weiter; „wes Stimme hör' ich benn in später Nacht?" „Hm — hier spricht ein alter Bekannter Axel Holms! Es handelt sich um eine dringende Angelegenheit: hören Sie, Herr Otto?!" „Die Botschaft hör' ich wohl, allein mir fehlt der Glaube! Mir scheinet auch die Nacht zum Scherzen schlecht gewählt •*.* Raucheisen wurde langsam ungebulbig; aber et unterdrückte rechtzeitig die heftige Bemerkung, biö er machen wollte, und sagte statt dessen ruhig und eindringlich: ,^ören Sie, Herr Otto, zum Scherzen bin ich wirklich nicht aufgelegt! Es ist im Gegenteil ein sehr trauriger Anlaß, ber mich zwingt, Sie mitten in ber Nacht im Schlaf zu stören. Es handelt sich nämlich um einen — plötzlichen Todesfall!" Einen Augenblick war es still, und Raucheisen glaubte schon, daß feine Worte endlich Eindruck gemacht hätten; aber der deklamationswütige Otto zitierte schon wieder: „Rasch tritt der Tod den Menschen an, es ist ihm keine Frist gegeben ... Doch kann ich's meinem Herrn nicht melden, er ist heut nacht just nicht daheim!" „Wo ist Herr Holm?" fragte Raucheisen schnell. „Wo ist Herr Holm? Das ist die Frage! Et sumpft gewiß im Sündenpfuhl Berlin!" „Wollen Sie damit sagen, daß Herr Holm nach Berlin gefahren ist?" „Genau das ist der Sinn meiner Worte, Herr!" „Seit wann ist Herr Holm in Berlin?" fragte Raucheisen mit Betonung. „Du liebe Zeit! Die vielen Fragen, die machen meinen Kopf ganz wirr ..." „3um Donnerwetter? Mann, nehmen Sie doch endlich Vernunft an!" rief Raucheisen ärgerlich. „Hier ist ein Mord geschehen, und Sie stehen ba und deklamieren bie ganze Zeit Unsinn! Antworten Sie endlich flipp und klar auf meine Frage: Wann ist Herr Holm nach Berlin gefahren?" In der Hörmuschel wurde ein lautes, herzhaftes Gähnen hörbar, und bann kam die unerwartete Antwort: „Der^Worte sind genug gewechselt, nun laßt uns endlich schlafen gehn!" Es folgte ein lautes Knacken in ber Leitung, und bann war alles still. „Dtto" hatte eingehängt. (Fortsetzung folgt) Ihr Berater in allen Punktfragen 068 Lollar, im Januar 1943. *. Z. Krakau 48D 35! A LEN^nWrick entlarv»» RündvunKTTiw Täfil. 2.30, 4.45,7.30: So. 2.00, 4.30,7.30 Uhr gibt Baixkerparbiech er unsererseits dem allseits beliebten Paare herzliche Glückwünsche. G. A. -Sport. Handball. Lang-Göns — Attv. Gießen 14:9 (6:6). Zu einem spannenden Treffen kam es in Lang- Göns. Wie in früheren Begegnungen mußten die Gießener auch diesmal eine Niederlage hinnehmen. Obwohl mit drei Mann Ersatz spielend, konnten sie d'e nur mit zehn Spielern antretenden Platzbesitzer nicht bezwingen. Für letztere ist es jedoch bedauerlich, daß das Spiel nicht als Punkttreffen gewertet werden kann. Das Endergebnis entspricht auch nicht dem Spielverlauf. Der Mtv. diktierte meist das Spielgeschehen. Knapp führten die Gießener in der ersten Hälfte, bis Lang-Göns gegen Schluß der Pause der Ausgleich gelang. Den jeweiligen Vor- sprung holte der Gegner immer wieder bis zu dem Stande von 9:9 Toren auf. Durch unplacierte Würfe vergaben die Gießener in der Folge eine weitere Führung. In dieser Drangperiode gelang Lang-Göns die weit aufgerückte Hintermannschaft der Gießener zu überwinden. Dadurch ist der Kampfgeist der Gäste gebrochen. In kurzen Abständen können die Platzbesitzer die weiteren Erfolge erzielen. Bei der anständigen Spielweise beider Mannschaften nahm das Spiel einen glatten Verlauf. Turnermeisterschasten später. Da die deutsche Gerätmeisterschaft der Turner in diesem Jahre erst am 30. Mai ausgetragen wird, können auch die Gautermine von Hessen- Nassau zurückverlegt werden. Es werden daher für die Kreiskämpfe die Tage vom 28. März, 4. und 11. April eingeteilt. Die Gau-Gerätmeisterschaften finden nicht am 28. März, sondern am 18. April statt. Vier deutsche Weltrekorde anerkannt. Der Internationale Leichtathletikverband hat dieser Tage u.a. vier deutsche Rekorde als Weltrekorde anerkannt. Es sind dies folgende Bestleistungen: 1000 m in 2:21,5 Minuten von Rudolf H a r b i g, aufgestellt am 24. Mai 1941 in Dresden; 30-km-Gehen in 2:30:33,6 Stunden von Hermann Schmidt, aufgestellt am 27. April 1941 in Hamburg; 4 X 800 m in 7:30,4 von der deutschen National st affel (Hans Seibert, Alfred Grau, Ludwig Kaindl, Rudolf Harbig), aufgestellt am 23. August 1941 in Braunschweig; Frauen: Speer- wurf mit 47,24 m von Anneliese Steinhauer am 21. Juni in Frankfurt a. M. Außerdem hat der Internationale Verband 34 weitere Weltrekorde anerkannt. 21 davon wurden von Schweden aufgestellt, allein 11 von Gunder H ä g g. „Ratibor Oberpegel... usw.“ - so was ist Musik für Kohlen- klau’s Ohren. Wie der Deibel hinter der armen Seele ist er hinter uns her, daß wir ja unsere Rundfunkapparate nicht abschalten, wenn auch kein Mensch zuhört. Da werden doch ordentliche Kohlenmengen sinnlos verpufft! (Strom ist ja verwandelte Kohle!) Aber Pustekuchen, Herr Kohlenklau! Wer fällt auf so einen albernen Trick heute noch rein? - Du und ich und wir alle doch bestimmt nicht. Wir wissen, daß ein Rüstungswerk monatelang mit Kohlen versorgt werden kann, wenn jeder von uns seinen Rundfunkapparat nicht unnötig laufen läßt. Wieder mal hat Kohlenklau den kürzeren gezogen! Aber hüten wir uns trotzdem vor ihm! Bekanntmachung. Die Strom- und Gasgelder im Stadt- und Ueberlandgebiet sind nach den Lieferungsbedingungen grundsätzlich bei der Ablesung an den Erheber zu zahlen. Geschieht dies nicht, dann können die Strom- und Gasgelder noch innerhalb der nächsten acht Tage ohne soften an die Kasse der Stadtwerke Gießen, Gartenstraße 3, aus Postscheckkonto Frankfurt (Main) Nr. 27707, oder auf die auf den Quit- tungskarten verzeichneten Bankkonten eingezahlt werden. Bei Ueberschreiten des Zahlungstermins müssen die Beitreibungskosten berechnet und entrichtet werden. „ . , ,. ~ Born 15. Januar 1943 ab wird bte Strom- und Gaslieferung bei allen Abnehmern gesperrt, die die Strom- und Gasgelder für den Monat November 1942 einschließlich Kosten noch nicht entrichtet haben. Die Kosten der Strom- und Gassperre gehen zu Lasten der Säumigen. l*4A Gießen, den 4. Januar 1943. Stadtwerke Gießen. zeit begehen. Bürgermeister Schmidt hat sich während seiner langen Amtszeit vom August 1905 bis zum August 1933 durch seine Amtsführung und durch feine schätzenswerten persönlichen Eigenschaften die allgemeine Wertschätzung aller Volksgenos- fen unseres Ortes erworben. In seine Amtszeit entfallen u. a. die Lumda-Regulierung und der Bau der Wafferleitung (beide 1907), der Bau der neuen Schule, des Gerätehauses für die Feuerwehr und Faselstalles (1909), Bau der Lumda-Brücke in ... Lumda-Straße, Bau der Lichtanlage und die Feldbereinigung (1912), Errichtung eines Familien- Wohnhauses für sieben Familien (1926), Erwerb der Apotheke (1928), Kanalisation (1930). Unsere Gemeinde ist dem verdienten langjährigen Leiter ihrer Geschicke zu großem Dank verpflichtet. Zu dem goldenen Hochzeitsfeste gelten daher ihm und seiner Frau die herzlichsten Glückwünsche aller Volksgenossen unseres Ortes, die dem Jubelpaar einen gesegneten Lebensabend von Herzen gönnen. Auch wir bringen den Jubilaren unsere herzlichen Glückwünsche dar. dafür zu treffen, daß durch das Fallen des Schnees kein Passant verletzt wird. Im Gegenteil würde durch ein solches Vorgehen aller Hauseigentümer in einer größeren Stadt der Straßen- und Fußgängerverkehr völlig lahmgelegt werden. In aller Regel müsse es vielmehr den Passanten überlassen bleiben, sich selbst durch Achtsamkeit vor der Gefahr der Verletzung durch herabfallenden Schnee zu schützen. Nur ausnahmsweise könne die besondere Sachlage^ den Hauseigentümer dazu veranlassen, seinerseits Schutzmaßnahmen gegen Herabfallen des Schnees zu treffen, wenn nämlich z. B. irgendwie eine ungewöhnliche Gefährdung der Straßenpassanten bedingt ist. Schutz des Säuglings im Winter. Der Säugling ist im Winter ganz besonders gefährdet durch ansteckende Krankheiten der Luftwege, die vielfach als Erkältungskrankheiten bezeichnet werden. Mache dein Kind deshalb widerstandsfähig durch richtige Ernährung, zweckmäßige Kleidung upd viel Bewegung in frischer Lust! Schütze es vor Ansteckung! „ Richtige Ernährung: Stille dein Kind möglichst lange, gib reichlich Gemüse und wenn möglich Obst, überfüttere es aber nicht mit Milch und Brei. Gesunde, zweckmäßige Kleidung: Ziehe dein Kind nicht allzu warm an. Das Kind darf nie so warm bekleidet sein, daß es zum Schwitzen kommt. Frische Luft: Im Winter ist der Säugling infolge der häufigen schlechten Witterung viel auf das Zimmer angewiesen. Im geschlossenen Zimmer sitzen aber oft gesunde und kranke Menschen eng beisammen, und die Gefahr der Uebertragung von Krankheiten ist daher größer. Durch den Mangel an frischer Luft wird die Haut verweichlicht, das Kind wird empfänglich für alle Ansteckungen. Auch Schnupfen kommt nicht durch frische Luft, sondern wird durch Ansteckung verbreitet. Wird ein Säugling mit einem solchen Schnupfen angesteckt, so kann dies zu Lungenentzündung und damit zum Tode führen. Bringe den Säugling auch im Winter möglichst viel ins Freie! Abhärtung ist der beste Schutz. Benutze dazu die Mittagsstunden und nütze vor allem die Sonne zu jeder Tageszeit aus. Dor scharfem Wind ist das Kind zu schützen. Sorge auch zu Hause durch häufiges Oeffnen der Fenster für frische Luft. Stelle dein Kind auf keinen Fall neben den heißen Herd, besser ins kühle Schlafzimmer. Bade den Säugling nicht zu warm und trockne ihn gut ab! Gießener Schlachtviehmarkt. Auf dem gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtoiehverteilungsmarkt) in der Viehversteigerungshalle Rhein-Main kosteten: Ochsen 35 bis 42 Rpf., Bullen 35 bis 50, Kühe 16 bis 47, Färsen 27,5 bis 45, Kälber 28 bis 57, Hümmel 38 bis 40 Rpf. je % kg Lebendgewicht. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgende Preise erzielt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,45 RM., bl (135 bis 149,5 kg) 1,43 b2 (120 bis 134,5 kg) 1,41, c (100 bis 119,5 kg) 1,37, d (80 bis 99,5 kg) 1,31, e bis f (unter 80 kg) 1,25, gl (fette Specksauen) 1,45, i (Altschneider) 1,41, g2 (andere Sauen) 1,31, h (Eber) 1,31 RM. Marktverlauf: alles zugeteilt. Landkreis Gießen. '<£ Lollar, 6. Jan. Unser früherer Bürgermeister Heinrich Schmidt VI. und seine Ehefrau Margarete, geb. Schmitt, können am kommenden Freitag, 8. Januar, in bester körperlicher und geistiger Frische das Fest der goldenen H o ch - Für die Glückwünsche und Aufmerksamkeiten zu unserer Verlobung danken wir .allen auf diesem Wege herzlichst Emmi Borst Willi Dreßen Unteroffizier der Luftwaffe Gießen, Friedensstraße 41 s 087/ Strümpfe werden gestopft. Schriftl. Angeb. unter 075 an den Gießen. Anzeig. | Mietgesuche | Schöne ZM.Mll. mit Bad, au mieten gesucht. Gebe 2-Zimm.- Wohnung mit Rebenräum. im Südviertel in Tausch. Schr. Ang. unt. 071 a. d. G. A. Junges Ehepaar sucht per sofort oder später 2 Zimmer und Küche, leer, , ob. teilmöbliert. Schriftl. Angeb. unter 078 an oen Gießen. An zeig. |Stellenangebote| Halbtag. ob. für mechs. Stunden tägl. gewandte StenotMB gesucht. - Evtl, kann ein Teil der Arbeit zu Hause erledigt werden. Schr. Ang. unt. 092 a. d. G. A. Brauhaasstraße 15 __________067/ LICHTSPlEL-THEATEtt Gloria-Palast, Seitenweg > Wir machen Musik MC Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: Der Seniorchef | Verkäufe | Briefmotleii- fammlung Groftdeutschland ab 193.3 in schön. Album für RM. 145,— z. verkaufen. 073 Goethestr. 68, l.St.Tel.318«. 311 Wen: Eisernes Bett 50,— RM. Gasherd mit Backofen 60,— RM. 4flammig. [080 Bal)nbofstrU>8H. | Kaufgesuche | Radio Gleichstrom,evtl, nur Anschlußgerät, zu kaufen oder gegen gut erhalt. Wechselstromgerät zu tauschen gesucht. Schr. Ang. unt. 083 a. d. G. A. Gut erhaltener Teppich 2x2 Nr Nieter, z. kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 074 a. d. G. A. Suche gut erhglt. ßinöerrofloen Biete Elektro- Kochplatte, 220 V, 600 Watt, f. 15,-Mk., evtl, eleg., schwarze Ledervumvs, Größe 38/39, f. 14,— Mk. Schr. Ang. unt. 089 a. d. G. A. WWW Gr. 44, z. kaufen od. geg.Damen- Halvschuhe, Größe 40, zu tauschen gesucht. Schr. Ang. unt. 086 a. ö. G. A. I Verschiedenes | Nachhilfe in Deutsch u. a» für Jungen, I. Klasse Oberschule, gesucht. Schriftl. Angeb. unter 070 an den Gießen. Anzeig. Wer gibt Schül. d. Oberschule für Mädchen, Kl. 4, gründlichen Nachhilfe* unterricht! Schr. Ang. unt. 091 a. d. G. A. Wec übecnimmt Gchnee- kehren? Liebigstraße 56. wer öefotgl alleinstehendem Herrn öle MA? Schr. Ang. unt. 022 a. d. G. A. Sporiuh.- an braunem Lederarmband oedoren. Abzugeben geg. Belohnung [077 Credncrstr. 12, bei Wetzel. __________068/ Gut erhaltener Damen- Wintermantel Größe 44, z. kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 090 a. d. G. A.