Gießener Anzeiger 193. Zahl gang Nr. 103 Erschein! täglich außer k-onntagS und feiertags Beilagen: Gteßener rtamilienblättei Heimat imBild DieScholle GerugsvreiS: Monatlich . RM. 1.80 Zustellgebühr. „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Fernsvrechanschluß 2251 Drahtanschrift: „Anzeiger" Postscheck 11686 Tranks. M. Mittwoch, 5 Mai M3 Annahme von Anzeigen füi die Mittagsnummer bis8' ,Ubr desBormittags Anzetgen-Preife: Anzeigenteil 7Rvl ie mm bei 22 mro Zeilenbreite, Wertteil 50 Rvi. le mm bei 70 mm ZeilenbreitS Nachlässe: Wiederholung Malstaftell AbschlüsieDiengenstanel B Plavvorschrift 1 vorherige Vereinbarung) 25". mehr w*£S5.i..^ General-Anzeiger für Oberhessen Der Zusammenschluß Europas. Mit den Augen eines Belgiers gesehen. Von, unserem Pr.-Korrespondenlen. Der Heldenkamps der Männer von Demjansk. Ritterkreuzträger Major Benzin berichtet über 13 Monate härtester Kämpfe. ten und Leistungsfähigkeit ab. Mit dem Trugbild der (in Wahrheit nie vorhandenen) „absoluten Sou- veränität" sei es freilich vorbei; aber das fei militärisch nur wünschenswert und wirtschaftlich sogar notwendig. Was insbesondere die Situation des belgischen Raumes betreffe, so sei dieser auch jenseits der flämischen Gebiete „hinunter vis zu? -) mme germanisch durchsetzt" und geschichtlich so an Deutschland verkettet. Die Menschen dieses Raumes, Flamen wie Wallonen, werden darum auch >n nolle.n Umfang der Segnungen des neuen Europas teilhaftig werden können, vor ollem der Vorteile des großartigen sozialen Programms, das sich heute schon in Deutschland so segensvoll auswirke. Voraussetzung dazu sei freilich die aufrichtige Mitarbeit im Dienst der europäischen Wirtschaft und die Festigung der moralischen Fundamente, ohne die das neue Ethos nicht bestehen könne. Das bedeute, unterstreicht de Becker, nicht willenlose Sklaverei, aber es bedeute docb immerhin, daß man nicht (wie früher) „ohne persönliches Risiko die einmal gegebene Ordnung mit persönlichen Wünschen und Meinungen sabotieren könne". Eine solche Etbik entspreche aber nicht nun i^n Forderungen der Zeit, sondern auch der Tradition des Abendlandes; es sei in Wahrheit die ritterliche Ethik, wie sie versinnbildlicht sei im „Bamberger Reiter". Zwar rege sich in Belgien, so schließt de Becker, erst vereinzelt der Geist der neuen Ethik: in den nationalen Bewegungen, in der Presse, im Arbeitsdienst, in den Freiwilligen-Legionen. Der Westen Europas lebe noch in dem Stadium, das Deutschland zwischen 1918 und 1923 durchgemacht habe, er habe aber jenem Deutschland gegenüber den Vorteil, daß jetzt durch den Nationalsozialismus die Bresche in die Zukunft bereits aufgerissen sei. „In unserem Zustand", so erklärt der Verfasser, „in dem alle Regungen, ob sie dem Alten noch anhangen oder schon das Neue suchen, nur provisorisch sein können und eines Tages doch einmünden müssen in eine einzige Partei der Zukunft, können wir nur eines: daß jeder, der guten Willens ist und klarer Einsicht, sich seiner Verantwortung dem Land und Europa gegenüber bewußt bleibt. Brüssel, im Mai 1943. Nur zu gerne wird mancherorts in Europa, besonders in den westeuropäischen Ländern, geleugnet, daß die Forderung eines geeinigten Europas nicht eine Kriegserfindung, sondern eine ganz natürliche und logische Konsequenz der geographischen, geschichtlichen und kulturellen Einzigartigkeit und Verbundenheit des europäischen Kontinents ist. Die Erkenntnis dieser Tatsachen fällt heute manchen Europäern schwer. Nicht aus Mangel an Einsicht, sondern aus Mangel an gutem Willen. Um so bemerkenswerter sind daher die Gedankengänge, die der bekannte belgische Publizist Raymond de Becker im Brüsseler „S o i r"e entwickelt mit der Absicht, den Kurzsichtigen klar zu machen, daß auch für die Länder und Menschen im Westen des Kontinents kein Heil und keine Zukunft außerhalb Europas zu finden sind. De Becker sieht in Europa einen organischen Körper, dessen Funktionen nur dann ein Höchstmaß an Leistungen und Wohlbefinden erreichen, wenn er sich seiner Unteilbarkeit bewußt und seiner Zusammengehörigkeit sicher ist. Daß gerade jetzt, mitten im erbittertsten Schlachtenlärm, die Idee eines geeinten Europa sich durchzusetzen beginne, sei kein Zufall und schon gar kein Propagandamanöver der „herrschsüchtigen Nazis", sondern die einfache Folge der seit langem sich vorbereitenden Situation, in der sich das Abendland in Notwehr befinde gegen zwei Gefahren: entweder ein Anhängsel der asiatischen Steppe zu werben, oder sich vom nordamerikanischen Wirtschaftsimperialismus versklaven zu lassen. So notwendig der Zusammenschluß Europas sei, so selbstverständlich sei auch die Reihenfolge und Größenordnung innerhalb der europäischen Hierarchie: als volkreichstes Land des Kontinents, als fein geographisches Zentrum, als Träger der Reichsidee durch die Jahrhunderte hindurch, als Wiege' der bedeutsamsten Ideen und Kräfte des Aberckllandes, als kulturell fruchtbarstes Ackerland und als Streiter für Europa fei Deutschland berufen, an er ft er Stelle zu stehen Welcher Art die äußeren Bindungen der ein- hetnen Völker gegenüber dem zentralen Deutschland sein werden, hänge ganz von deren innere^ Kräf- Berlin, 5. Mai. (DNB. Funkspruch.) Ueber den Heldenkampf der Verteidiger der Festung : Demjansk, der am 8cJanuar 1942 mit der jowjetischen Offensive in diesem Kampfgebiet begann > und der am 2 6. Februar 1 943 mit der planmäßigen und reibungslosen Räumung des Kampfgebietes Demjansk seinen Abschluß sand, gab am Montag vor Vertretern der deutschen Presse in Berlin der Demjansk-Kämpfer, Ritterkreuzträger Major Benzin einen umfassenden und gerade durch die Nüchternheit seiner Darstellung überaus fesselnden Bericht. * In breiter Front trat der Feind am 8. Januar ,1942, zu Beginn der härtesten Wintermonate, aus dem Raum O st a s ch k o w und o ft wärts des Birnehfees zum Angriff an. Sein großes operatives Ziel war, durch Vernichtung der im Waldcn- Hebiet südostwärts des Ilmensees kämpfenden deutschen Divisionen die deutsche Nord front üu f 3u r o 11en und Leningrad zu entsetzen. „ f In vierwöchiger harter Abwehrschlacht im Waldai-Gebiet brachten unsere Divisionen die im= Mer erneut vorgetragenen Angriffe des übermäch- fgen Gegners zum Stehen und verhinderten, in immer erneuten Abwehrkämpfen Stützpunkt um Etützpunkt und Straße um Straße verteidigend, den ffeindftoß in den Rücken des Armeekorps. Erft am 1. Februar 1942 gelang es dem allein durch die Nasse Mensch weit überlegenen Gegner — den drei deutschen Divisionen standen zu diesem o^iy suakt an Feindkräften neun Divisionen, sechs Brigaden und vier Schi-Bataillone gegenüber die lebte Nachschübstraße des Armeekorps in feinen Besitz zu bringen. Ein Abwehrkampf um Sein oder Nichtsein begann. Die Stellung Ilies Korps mußte um jeden Preis, allein auj sich II stellt, ohne Hilfe von außen und nur auf anfangs II beschränkte Luftversorgung angewiesen, verteidigt Herben. Die Verteidigung dieses Raumes, der || Festung Demjansk, war von ausschlaggebender Be- H teutunq. Denn durch sie wurde ein tiefer Stotz des || Feindes in Flanke und Rücken der 16. Armee und litten Endes der Heeresgruppe Nord, der über Il^taraja-Rufsa und Luga auf Leningrad U Seite, verhindert. _ . . Der Leistung von Führung und Truppe wird Mirpan nur gerecht, wenn man bedenkt, daß der -öer- ||t-idigungskarnpf auf einer Frontbreite von an- 1 f ä I)e r'n b 300 Kilometer m kaum cmsge- ■ hüten und festen Stellungen geführt wurde. Alle »Vorstöße des Feindes,-der immer wieder ||ttit überlegenen Massen, unt^r fl’ ■ ht mit-Botvern. Bomben und erhloAtrlieaern so- »vie durch Einsatz von Fallschirmjägern und r,ust- II Imbebrigaben im Rücken des $ o r p's tn Tag- WUckd Nachtangriffen die Front zu durchbrechen verlachte, scheiterten om unerschütterlichen Kamp- | Twillen der Truppe. In grimmigster Kalte n Weisigem Schneesturm, meist ohne auch nur notdürftig 'm ttisgebaute Stellungen^ zweieinhalb Monate lang ■ jur auf zwei Drittel der Verpflegung angewiesen «ag und Nacht am Feinde, oftmals ln Flanke und Wecken bedroht, mieten die ,* ,'t -J Fortdauer der harten Abwehrkämpfe am Kuban-Brückenkopf. An der tunesischen Front die Stadt Mateur kampflos geräumt. Oer Wehrmachibericht. DNB. Aus dem Führerhauptquartler, 4. Mai. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Der Feind setzte die schweren Angriffe gegen den Kuban-Brückenkopf fort, vermochte aber auch gestern keine Erfolge zu erzielen. Die harten Abwehrkämpfe dauern an. An den übrigen Fronten verlief der Tag ruhig. Schwere Artillerie des Heeres beschoß mit gutem Erfolg kriegswichtige Anlagen in Leningrad. An der tunefifchen Front fanden keine wesentlichen Kampfhandlungen statt. 3m Zuge planmäßiger Bewegungen bezogen unsere Truppen im Vordabschnilt, vom Feinde zunächst unbemerkt, neue günstigere Stellungen, hierbei wurde die Stadt Mateur nach Vernichtung der kriegswichtigen Anlagen kampflos dem Gegner überlassen. Bei Tagesvorstöhen britischer Fliegerverbände gegen die Küsteder besetzten De st gebiete wurden vierzehn feindliche Flugzeuge, darunter zwölf Bomber, abgeschossen. Zwei eigene Flugzeug« gingen im Luftkampf verloren. Mda> Sie Abwehrschlacht am Kuban-Vriiüenkops «wer- ,€ines der Eberts, di Andrews. J Nordamerikaner besetzen weiter streicht so nah vorbei, daß ich den Wind seiner Flügel spüren kann, und er schreit mir zu. Ich habe gestern die Jungen dieses Vogels gesehen, er hat sünf Junge in seinem Nest. Sie recken sich, und ihre Schlünde schwanken wie seltsame rote Blümchen auf den haarigen Stielen der Hälfe. Einen Augenblick später welken sie wieder hin und sind gar nichts mehr. Ein zuckender Klumpen, etwas gänzlich Mißratenes aus Flaum und bläulicher Haut. Mein kleiner Vogel aber sitzt im Busch und äugt umher, er singt auch ein bißchen und schaukelt auf einem Zweig; da sieht jeder, was für ein tüchtiger kleiner Bursche er ist. «s, der de p dankba "ifner $Q' ;®n General gerechnet mit uns Zusammenarbeiten! In Moskau scheint man vom deutschen Sauberkeitsgefühl keine Ahnung zu haben. Diese Behauptung ist in Wirklichkeit so unverfroren, so bodenlos dumm, daß sie selbst in England, wo man vor Moskau auf dem Bauche liegt, erhebliches Bauchgrimmen verursachen dürfte, denn Moskau fordert, daß die englischen Kriegsverbrecher nunmehr die letzte peinliche.Folgerung aus ihrem 'Bündnis mit dem moskowitischen Dschingiskhan ziehen, daß sie auf das feierliche Wort verzichten, das sie den polnischen Emigranten gaben, daß sie einfach erklären: Wir finden die scheußlichen Mordtaten der jüdischen Henker Stalins an den Polen recht und geben Stalin ohne weiteres auch das preis, was wir den Polen garantierten. In Moskau versteht man, der englischen Regierung einzuheizen, daß sie Blut und Wasser schwitzt! Geradezu prachtvoll in seiner Talmud-Argumentation ist der Schlußsatz des Stalin-Artikels, der eine polnisch-bolschewistische Emigrantenregierung fordert. Er sagt, eine Vorbedingung für die Aufnahme guter Beziehungen zu Moskau durch eine bolschewistische Klüngelregierung in London sei: „die Absage an eine Politik, die auf Beherrschung des ukrainischen und weißrussischen Bevölkerungsteiles gegen seinen Willen abzielt, das Bemühen um eine freundschaftliche Lösung der Grenzfrckgen und die Berücksichtigung der Rechte auch des jüdischen Volke s." Das ist etwas für die Synagogen in London, dieses Eintreten Stalins für angeblich demokratische Rechte 'und jüdische Vorrechte, diese Forderung nach einem Austausch der volnischen Emigranten von gestern in jüdische Bolschewisten von heute. Auch hier erscheint wieder die Juhenfratze! Daß ihr Befehl nicht überhört wird, ist garantiert durch die jüdischen Kommandostellen in London und Washington, die sich sicherlich durchzusetzen wissen werden. Verhextes Fußballspiel. Schelmengeschichte vonHansFriedrichBlunck Ja, ja, erzählte der alte Knorrjohann, da hatte ich einen Freund Duckebuck, der wollte nie glauben, daß es mit den Unterirdischen in der Stadt oft genau so schlimm zugeht wie draußen in den Dörfern. Mein Freund, der manche Fahrt mitgemacht hat, glaubte nicht an Spöker in der Stadt. Er ist. eines anderen belehrt worden, und das ist so gekommen: Als Duckebuck einmal spät in der Nacht von seiner Spätschicht nach Hause ging, sah er plötzlich rund um einen großen Spielplatz alle Fenster aufscheinen. Es war aber kein Licht in den Häusern, die Helle rührte auch nicht vom Mond her, die Fenster leuchteten auf allen Seiten zugleich. Da merkte er, daß irgendein Spuk im Gange war und wollte ihn sich anschauen. Er hörte auch, je näher er kam, manch Leben und Reden; soviel Lichterlaufen und Trappeln und Tappen auf Straße und Zweig und Pfannendach war noch nie gewesen. Was ist beim da los? fragt sich Duckebuck. Da erkennt er auf einmal viele hundert Unterirdische, die auf allen Zäunen und Stangen sitzen; mitten auf dem Spielplatz aber rennen einige winzige Knirpse mit einem Fußball und schreien einander an. Nun ift mein Freund Duckebuck ein Mann, der keine Angst hat, nicht vor denen unter noch vor denen über der Erde. Er geht schnurstracks auf das ierte General Andrews, der diesem seine Auffassungen vor einem Kongreßausschuß geäußert hatte, damals mit der öffentlichen Erklärung, „weder dis Nation noch das Weiße Haus" teilen die Ansicht die Silbernen eins gewinnen, zaubern ihm dis Sackgrauen so viel Blei in die Schuhe, daß ev sich kaum von der Stelle rühren kann. Das ist nun gewiß unzulässig; Duckebuck strebt zur Mitte des Rasens und will eine Erklärung ab- geben. Da werden die Kleinen ganz unvernünftig, ein Stein nach dem andern fliegt Duckebuck zwischen die Stiefel, seine Pfeife klebt von Pech, und dio Mütze schwebt beständig einen halben Schuh über ihm. Oh, was ist das für eine Geschichte, wenn die Unterirdischen beim Fußballspiel sind! Mein armen Freund winkt und trillert, aber die Kleinen hören nicht auf ihn. Duckebuck wird wütend, er steuert links, er steuert rechts, —. hat er denn gar nichts mehr zu sagen? Da jagt ihm einer der kleinen Spieler den Ball unters Kinn, so daß alle Zuschauer Kl lachen anfangen. Als die andern Knirpse den Beifall hören, wollen auch sie ihre Kunst zeigen und setzen dem armen Duckebuck das Leder in den Nacken und dann vor den Bauch und dann gegen das rechte Ohr und gegen das linke Auge — mein armer Freund pfeift und pfeift, sie sollen aufhören. Aber sie lassen nicht von ihm ab; es ist, als wenn jetzt alle nur noch mit ihm allein zu tun hätten. Wie die Sache mit dem armen Duckebuck ohnS Hilfe ausgegangen wäre, weiß ich nicht. Ein Glück, daß über das Pfeifen ein Schutzmann gekommen ist. Und vor der gesetzlichen Macht haben die Unterirdischen wohl Achtung, sie waren wie weggeblaseih als der Beamte erschien. Der Schutzmann hat den armen Duckebuck airfge* Buenos Aires, 5. Mai. (Europapreß.) Das! USA.-Marinedepartement teilt die B e s e tz u n g dev britischen Salomon-Insel Russet-Js- l a n d s durch nordamerikanische Streitkräfte mit Die Rüssel-Islands liegen in der Salomonengrupps irbe, die iben, sich Jammenle ||2tmenlegu Irmenrecht l:i der Zi |rd) durch fiünifter ai Lchmmensi Iden und i Wen wie Kui Sch Bauleiter ipn 1. Mai PAS verlie stmk hei Mer han k!tth in j Mraf) 21 Uhr w zu der nung der Agentur die Ueberbringung einer persönlichen Einladung Roosevelts an Stalin. Der USA.-Oberbefehlshaber in England tödlich verunglückt. Stockholms. Mai. (Europapreß.) Generalleu- nant Frank Maxwell Andrews, Oberbefehlshaber der nordamerikamfchen Truppen im europäischen Kriegsgebiet, ist am Montag bei einem Flugzeugunfall getötet worden, wie in der Nacht zum Mittwoch amtlich bekanntgegeben wird. Der Unfall ereignete sich, wie es heißt, „bei einer verlassenen Ortschaft von Island". Andrews galt in den USA. als ein Pionier der Flugzeugtechnik. Er zählte zu den ersten nordamerikanischen Fliegern, die Blindflugversuche unternahmen. Andrews gehört zu denjenigen Nordamerika- Vom R 'Ne!;« ^lls ist *8o6 greife de Kaur D- Mur Don r Bach. Duer ! 'Ichuber-P Otbert L. ’M ■Lhi A e Ul k gerade eine Schlagaderblutung an einem Schwer verwundeten operiert werden mußte, dessen Leben Glückwunsch vom Führer. D9tB. Aus dem Führerhauptquartier, 4. Mai. Der Führer hat dem Präsidenten der chinesischen Nationalregicrung, W a n g t s ch i n g - w e i, anläßlich seines Geburtstages ein in herzlichen ^Borten gehaltenes Glückwunschtelegramm übermittelt Das EK. für zwei DNK.-Schwestern. Berlin, 4. Mai. (DNB.) Der Führer verlieh als sechster deutscher Frau der Schwester Ilse Schulz aus Wesermünde und als siebenter deutscher Frau der Schwester Grete Fock aus Kiel das Eiserne Kreuz II. Klasse. Beide Schwestern gehören seit über zwei Jahren zu einem Feldlazarett, das stets in vorderster Linie auf afrikanischem Boden eingesetzt war. Sie betraten am 29. März 1941 Nordafrika, und schon am 7. April, also eine Woche nach ihrer Ankunft, zeichneten sie sich durch besonderen Mist bei einem schweren britischen Bombenangriff auf ihr Lazarett aus und bargen, ebenso wie zwei Wochen später, bei der Beschießung von Tripolis, trotz starken feindlichen Feuers die Verwundeten in ihren Schutzräumen. Dor allem aber erhielten beide Schwestern die Auszeichnung für ihr tapferes Verhalten in Marsa Matruk. Dort warfen die Briten, am 14. September 1942 kund 100 Bomben rings um das Lazarett, als Kisgrenz Mich i irjes ausg Sin 1. M 3i in den ^term 'ij Mich Durch Nst-Litorr M 'M lieber den jein befon :.5 Westwc flrii l zch-N! LW * ft -Dole l wruiig- W; 4 daß/ An ton , Ser Rei torbneien i. Gut ■fte in ak aus gleiche | genden ' varzen n dich- schützt ug auf '■ßonv dwebel. ) stürz. Heu sie rt seine n; die ein der Vom Schicksal verweht Roman von Holla Outkelch mier der rdameri- mternah- iamerita! raetreten -die Ei' in Ad' ien, sram Atlantik desavoll' lufsaW- | -rt hatte, veder di; e Ansicht iuck str^l ärung* (ernunp» unb.;! >**■ * K « HÄ ■inen* > »’S S; ob** « Sin «K- > M B „Was ist denn? Warum liege ich im Bett? staunt Bob Lewis, nachdem er aus seiner tiefen j^wußtlosigkeit, die zwei Tage und zwei Nächte Wbauert Kt, erwacht ist. -Mit glanzlosen Augen !sicht er Professor Forster an, der vor seinem Lager st'ht. : „9a, Sie wollten uns abkratzen, mein Lieber. Em iPtar Tage haben wir geglaubt, wir würden Sie 'nicht durchbekommen. Daß Sie überhaupt noch da verdanken Sie Dos Passos." \ Der Kranke dreht seinen Kopf zur Zeltwand. ..Was machen Sie denn für ein Gesicht, Lewis. punbert sich der Professor. Bevor Lewis antworten kann, Horen beide die Stimme Tommys. „Mister Professor!" Hastig ttnirnt der kleine schwarze Stations-Boy: „Sem Kommen Mister Gouverneur und Mister JJcajor. i^ben mitgebracht Polizeijungens in schöne Kleider, ai^llen sprechen Mister Professor!" Förster schüttelt den Kopf. „Nanu, wie kommen »vie denn hier zu so hohem Besuch! Entschuldigen pe einen Augenblick, Lewis." Er verlaßt schnell hs Zelt. Draußen auf der Lichtung begrüßt der pofessor die im Schatten des Bungalows stehenden prren. Lebhaft streckt er dem Gouverneur die Hand K „Das ist ja eine Ueberraschung, kommen Sie i-r-auch helfen, Exzellenz?" . I -2n gewissem Sinne, ja! Ich mochte Sie allem fachen, Professor. Das heißt, Mr. Rubber mochte \ * auch dabei haben." ... o ,, ! -Ab er gern, Exzellenz. Wollen wir in mein Zett l:C>en?" I -Wo ist Fischer?" fragt der Gouverneur scharf. ; -Wer?" Forster trüut seinen Ohren nicht. , i. -Der Herr Gouverneur meint Dr. Dos Pafsos , piärt Major Seegrave sachlich. ß932>- Der seitherige Befehlshaber irn Wehrkreis XII, General der Jnfantere Steppuhn Träger des Ordens Pour le merite, dem die Führung des Wehrkreises feit Kriegsbeginn oblag, ist am 30. April nach erheblicher Ueberschrertung der Altersgrenze aus feiner Dienststelle ausgeschieden. Anläßlich des 65. Geburtstages sind die Verdienste dieses ausgezeichneten Offiziers eingehend gewürdigt worden. Am 1. Mai hat General der Infanterie S ch r o t h, em in den Feldzügen im Westen und Osten be- währter militärischer Führer, d^rn für seine kühne und umsichtige Borbereitung und äußerst tatkräf. üge Durchführung des Angriffs auf die Festung Lrest-Litowsk vorn Führer im Juli 1941 das Ritter- 'reuz zum Eisernen Kreuz verliehen worden ist, wieder den Befehl rm Wehrkreis XII übernommen. Sein besonderes Verdienst war auch der Ausbau M Westwalls im Pereich des Wehrkreises. Kriegsbetriebsgememfchasten des Handels. Der Reichswirtschaftsminister hat an die nach- geordneten Behörden einen Erlaß gerichtet, wonach üe Bildung von Kriegsbetriebsgemeinschaften im Nahmen der Stillegungsaktion grundsätzlich zuge- lassen wird. Der Erlaß betont die Selbstverantwort- ichkeit der Kaufleute bei der Bildung solcher Ge- neinschaften und untersagt die Erzwingung von Zu- ;!amMenlegungen. Wirtschaftspolitisch unerwünschte Lntwicklungen sollen jedoch verhindert und die rich- ige Steuerung der Verbraucheroersorgung gesichert oerden. Die Zusammenlegung von Betrieben bedarf !er Genehmigung. Für die Bildung von Kriegs- ietriebsgemeinschaften kommen Handelsbetriebe aller !lrt in Betracht, nicht znur gleichartige Betriebe, nenn auch eine branchenmäßige Verwündtfchaft als zweckmäßig bezeichnet wird. Es können auch Betriebe, die den Stillegungsbescheid scholl erhalten haben, sich Mit anderen nicht stillgelegten Betrieben msammenlegen. Die rechtliche Gestaltung der Zu- iammenlegung ist Sache der beteiligten Kaufleute. Firmenrechtliche und Steuerschwierigkeiten, die sich bei der Zusammenlegung ergeben können, sollen noch durch ergänzende Anweisungen der beteiligten Minister ausgeräumt werden. Betriebe, die beim Zusammenschluß ihre bisherigen Geschäftsräume aus- gben und weiterhin dafür Miete zahlen müssen, erkalten wie stillgelegte Betriebe eine Mietbeihilfe. Mn 1. Mai 1943 den Schleswig-Holsteinischen Kunstpreis verliehen. Preisträger sind der Schriftsteller flennt Herse, der im Felde stehende junge Kieler Maler Hans Hansen und der Organist Alfred tuth in Hadersleben. Brahms-Klavierkonzert. Eines der gewaltigsten Klavierwerke des 19. Jahr- janderts, das Konzert in B -d u r von Johanns Brahm s, erklingt am Donnerstag von 20.20 ;lis 21 Uhr im Reichsprogramm. Die Schöpfung ühlt zu den persönlichsten Bekenntnissen des Mei- prs, der dem Soloinstrument besonders schwierige, Oer dankbare Aufgaben gestellt hat. Solistin ist die Kiener Pianistin Magda Rusy, die unter Leitung ton Generalmusikdirektor Weisbach konzertiert. Wiener TNeisterprelfe der bildenden Kunst. Die anläßlich des 80jährigen Bestandes des Künft- ilirhauses von der Stadt Wien gestifteten drei Mei- Iflerpreife der bildenden Kunst kamen zum zwelken- Imal zur Vergebung. Sie wurden von Reichsleiter paldur von Schirach an folgende Künstler verliehen: Iber Waldmüller-Preis an den Maler Professor Ru- d.üf Bacher, der Raffael-Donner-Preis an den pildhauer Professor Josef M u e l l n e r und der Ikriehub er-Preis an den Graphiker Professor Leo Ikwitbert L o b i s s e r. Aus der Siadi Gießen. Schwalben-jdyll. Es hat seine Vorzüge, im obersten Stockwerk eines Hauses zu wohnen; drei oder vier Treppen erhalten geschmeidig. Auch die Luft ist dort oben besser, die Sonne kommt dort morgens als erste und scheidet abends später als von den Bewohnern der unteren Stockwerke. Und außerdem befreundet man sich so leicht mit den Schwalben ... In jedem Frühjahr betätige ich mich in Hilfestellung bei den Ausbesserungsbauten der benachbarten Schwalbennester. Anfangs njirb diese Hilfe nur von weitem und etwas mißtrauisch zögernd angenommen, doch bald arbeiten wir sozusagen Hand in Hand, und die Tätigkeit geht flott vonstatten. Das pflegt sich folgendermaßen abzuspielen: Wenn die Schwalben mit langgezogenen schrillen Schreien zwischen den Giebeln dahinschießen und mit feinen Flocken und Halmen im Schnabel zum Neste fliegen, dann ist es so weit. Dann hole ich einen kleinen Korb herbei, der voll feiner Fusseln und Flöckchen, zerpflückter abgenutzter Watte und sonstigem schwalbischem Baumaterial liegt — das sorgsam schon im Februar und März gesammelt wurde — und setze mich mit diesem Korb an das offene große Erkerfenster. Achtsam lasse ich, wenn eine Schwalbe sich in elegantem Bogen nähert, ein Flöckchen los, so daß der Wind es ihr langsam entgegenträgt. Zielsicher wird es geschnappt und entführt. So steuert sich ein weiches Stückchen Baustoff nach dem anderen durch die Luft zu den Schwalben hin, und es dauert gar nicht lange, meist nur eine knappe Stunde, bis die Tierchen den Zusammenhang zwischen dem Fenster und der Spende begreifen. Nun kommen sie schon zielbewußt angeflogen, doch haben sie noch Scheu vor dem Menschen und nehmen die Kurve um den Erker recht weit. Habe ich meine kleinen Freunde so weit, dann locke ich sie näher, indem ich die Flocke erst spät loslasse, so daß sie schon dichter herankommen müssen, um die weiche Polsterung zu erreichen. Wenn wir so weit gediehen'sind, ist es nicht mehr schwer, auch noch den letzten Schritt zu tun, — die Schwalben die Flocke aus der Hand nehmen zu lassen. Allerdings bekommen sie meist im letzten Augenblick noch einen Schreck vor dem eigenen Mut, zielen zwar auf die Flocke in der Hand/ biegen dann aber mit einem Schrei kurz vorher wieder ab. Doch war erst einmal eine Mutige dabei, die die Angst, vor dem Menschen überwand, dann werden auch die anderen zutraulicher, und schließlich reißt eine nach der anderen ihre Flöckchen aus meiner Hand, ich kann kaum so schnell ein neues darreichen. x So vergeht der Sonntagvormittag und -nachmittag wie im Fluge. Und sehe ich die Schwalbenfreunde bann im Sommer eifrig die Giebel umkurven, denke ich mit Freude an die Bauzeit zurück und fühle noch den Lufthauch, der durch den schön geschweiften Flügel an meine Hand gewirbelt wurde ... P. K. Echießwehrkämpfe der EA. Am kommenden Sonntag, 9. Mai, kommen die Schießwehr kämpfe der SA. für den Standort Gießen zur Durchführung. Im übrigen Standartengebiet wurden die Schießwehrkämpfe an den letzten Sonntagen bereits durchgeführt. Sie zeigten, daß die SA.-Männer nicht nur auf dem Stand, sondern auch im Gelände unter ganz neuartigen Bedingungen ihr Ziel zu treffen wissen. Außer der SA. beteiligten sich Mannschaften der Wehrmacht, der Polizei, der politischen Leiter und vieler Organisationen. Neben den Soldaten zeigten die anderen Teilnehmer/ daß auch sie es verstehen, mit der Waffe umzu gehen. Auch in Gießen werden die Teilnehmer am Sonntag zeigen, wie weit sie in der Lage sind, die ihnen gestellten Bedingungen zu erfüllen. Mit der Flaggenparade auf den Schießständen am Schützenhaus werden um 815 Uhr die Schiehwehrkämpfe der SA. 1943 eröffnet Anschließend werden hier bis um 12 Uhr die Einzelschießwehrkämpfe durchgeführt. Um 13 Uhr beginnen auf dem Standort- Übungsplatz an der Straße nach x Steinbach die Mannschaftsschieß-wehrkämpfe. Die Mannschaften müssen nach einem 3-Kilometer-Marsch in 30 Minuten von der 'fBergfafeme zum Standortübungsplatz in einer bestimmten Zeit 15 Schuß auf drei verschiedene Ziele abgeben. Gewertet wird nur die gesamte Mannschaft. Auch hier werden sämtliche Teilnehmer die Wehrbereitschaft der Heimat unter Beweis stellen. SchütztunsereWaldungen und Ai hgen Im Allgemeininteresse wird erneut darauf hingewiesen, daß Unbefugten das Betreten von Wäldern und Gehölzen vor Sonnenaufgang und nach Sonnenuntergang außerhalb der dem allgemeinen Gebrauch dienenden Wege auf Grund der Polizeiverordnung des Reichsstatthalters in Hessen — Lan- Forster sieht ihn verständnislos an. „Was hat denn Dos Passos mit Fischer zu tun?" „Das werden Sie noch früh genug erfahren!" erwidert der Gouverneur unhöflich. Seegrave weist seine schwarzen Polizeidiener an, den Eingang des Sanitätszeltes zu bewachen. „Ihr laßt niemanden herauskommen, verstanden?" „Si, fi — wir lassen niemand heraus!" nicken die beiden Neger eifrig. „Ja, um Gottes willen, was soll denn das bedeuten?" wendet sich Forster ratlos an der Gouverneur, aber er bekommt keine Antwort. Im Sanitätszelt arbeitet Dos Passos, Virginia assistiert ihm. Bis auf zwei Dschungelneger sind alle im Zelt anwesenden Schwarzen geimpft. „Na, komm mal her!" winkt Dos Passos den. Oer an der Reihe ist, zu sich heran. Er untersucht ihn und sagt über die Schulter zu Virginia: „809 — Anfall schon abgeklungen, Vorbeugungsampulle!" Die Aerztin trägt die Angaben in das Journal ein .und greift dann nach einer Spritze. „Wir haben keine Dorbeugungsampullen mehr hier. Soll ich eine neue Packung holen?" „Ja, bitte, und auch etwas Verbandwatte." Als Virginia am Zelteingang erscheint, hält sie der eine der schwarzen Polizeiposten an: „No, Miß bleiben drin. Niemand darf aus Zelt." Erschrocken bleibt Virginia stehen, sie begreift, was geschehen ist und verschwindet sofort wieder im Zelt. Dos Passos reinigt den rechten Oberarm des Negers. „So, schon fertig, jetzt gibt's noch gute Mäizin in den Arm, und dann bist du gesund." Der Schwarze versteht kein Wort, lacht aber freundlich Dos Passos an. Der Arzt blickt zum Zelteingang, weil er glaubt, Virginia müsse jeden Augenblick mit den Ampullen zurückkommen. Erstaunt bemerkt er, daß sie überhaupt nicht gegangen ist. Unschlüssig blättert sie in dem Journal. Sie fühlt seinen Blick. "Ihr Gesicht ist völlig beherrscht, als sie sagt: „Sie sind da!" Dos Passor bleibt ruhig, schiebt Virginia einen Stuhl hin und setzt sich zu ihr. „Ich bin so froh, daß Die Jagd im Mai. Die Maienjagd hat es dem Jägerherzen von jeher angetan. Nicht nur ist es das Grünen und Blühen überall in seinem Revier, das den Weidmann mit Macht hinauszieht, sondern dieJagd geht wieder auf. Denn vom 16. d. M. an ist das Jagen auf den R e h b o ck frei. Zwar entspricht der Bock in seiner grauen oder durch den Haarwechsel grauroten Decke nicht dem weidmännischen Ideal, das sich den erstrebten Waldfreiherrn im roten Rock vorstellt. Aber es geht darum, zu einer noch günstigen Zeit den abschußnotwendigen, schlecht veranlagten Bock zur Strecke zu bringen. Und je eher dies geschieht, um so besser. Jeder Jäger mit Erfahrung weiß, wie rasch bei Höherwerden des Getreides gerade diese Gesuchten sich ins Feld stellen und dann oft bis in die Brunft, die sie gerade nicht mehr erleben sollen, unsichtbar werden. Darum benutzt der Weidmann die erste Maihälfte dazu, um sich diese Böcke, die er eigentlich schon alle von der Wildzählung her kennen sollte, „anzubinden", um dann bald zum Abschuß zu schreiten. Seine häufige Anwesenheit im Revier ist aber auch deswegen von Wichtigkeit, weil bald die ersten kleinen Trittsiegel auf. der feuchten Waldschneise ihm verraten, daß Kitze da sind. Und manche graue Ricke kommt ihm zu Gesicht, die für sich allein steht und ihrer schweren Stunde entgegensieht. Beschlagene Ricken und wenige Tage alte Kitze aber bedürfen oft sehr seines Schutzes, vor altem gegenüber jagenden Hunden. Gegen Monatsende wird auch das Rotwild- revier zur Kinderstube. Ueberall, wohin der Jäger kommt, wächst neues Leben heran. Die Junghäschen vom ersten Satz hoppeln bereits abenos über die Schneise, indes draußen im Feld die Rammler eifrig der Häsin die Kur machen. In der alten Burg derer von Grimbart liegen 3, auch 4 Jun adächse, die abends bereits der Mutter über die Erde folgen. Auch im Fuchsbau herrscht reges Leben. Der glattgetretene Spielplatz der Jungfüchse, ihre vielen Grabversuche, die Ueberrefte des Raubes, den ihnen die Mutter zu- trug, verraten dem Jägerauge genug. Drum ist jetzt auch der Zeitpunkt da, wo man da und dort einen Jungfuchs am Bau abschießen ober auch den Bau graben kann, wenn der Fuchsbestand für Niederjagd und Hausgeflügel zu hoch erscheint. Unweidmännisch dagegen wäre es, und auch gegen das Gesetz, wenn die führende Fähe am Bau abgeschossen und die Jungen dem Hungertod überliefert würden. Des Fasanenhahns rauher Balzruf verrät, daß die Hennen bald brüten werden; in der dornigen Hecke ober am Feldrain hat das Feldhuhn sein Nest, und die M u 11 e r e n t e am Bachufer erwartet bereits bas Ausschlüpfen der Jungenten. Das sind ftohe Aussichten für den Jäger, die man ihm nach den Jahren schwerster Verluste gönnen soll. Nach dem bisher so günstigen Verlauf des Frühjahrs darf er wohl auf einen Aufstieg rechnen. Um fo wichtiger aber ist es, alles Störende fernzuhalten. Kaum ist die Deckung draußen wieder höher, da streben abends die Katzen nach allen Himmelsrichtungen aus dem Dorf ins Feld, um im Morgendämmern satt Heimzukommen. Manche vergessen auch das Heimkommen ganz und bleiben draußen, um sich ausschließlich dort zu ernähren und neben der Mäusejagd dem Vogelfang unb der Wilderei obzuliegen. Sie stellen die schlimmsten Feinde des Reviers dar, denen der Heger unbedingt das Handwerk legen muß. Auf die Hundeplage wurde schon hingewiesen. Krähen, die Junge im Nest haben, und Elstern gesellen sich hinzu, auch das Wiesel verlangt seinen Anteil. Habicht und Sperber seien auch nicht vergessen. Darum steht neben dem Jagen der Jagdschutz im Vordergrund. Es wäre grundfalsch, wollte der Jäger, der nur eine Feldjagd bejagt, keinen Bock zu schießen ober nicht die Freube hat, auf den Urhahn ober den Birkhahn weidwerken zu können, die Flinte im Schrank stehen lassen, bis die Enten auf dem Bach schußbar sind ober bis gar die Hühnerjagd aufgeht. Diese Unterlassungssünde muß er schwer an seinem Wild büßen. Hubertus. desregierung — vom 3.3.43 verboten und strafbar ist. Auch das Abreißen von frischem Grün wird strengstens bestraft. Ferner wird der Gießener Einwohnerschaft der Schutz ihrer Anlagen besonders ans Herz gelegt. Leider muß immer wieder festgestellt werden, daß auch die Grünflächen unserer Anlagen und die neu angelegten Blumenbeete beschädigt werden. Als be- fonberer Uebelftanb macht sich in der letzten. Zeit bemerkbar, daß die Passanten nicht die Wege in den Anlagen einhalten, sondern die angrenzenden Rasenflächen betreten, x ' Verschmelzung vonBaugenoffenschasten Im Zuge der allgemeinen Zusammenfassung im Baugenossenschaftswesen sind nach einer verbindlichen Anordnung des Reichswohnungskommissars auch in unserer Stadt Verschmelzungen von Baugenossenschaften vorzunehmen. Zunächst handelt es sich darum, die Gemeinnützige Baugenossenschaft Gießen-Wieseck in die Gemeinnützige Baugenossenschaft 1894 Gießen als die größte und leistungsstärkste Drgamfation dieser Art in unserer Stddt einzugliedern. Der Zusammenschluß dieser beiden Genossenschaften ist mit Wirkung vom 1. Januar 1943 durchzuführen. Die Verwaltungsorgane der beiden Genossenschaften sind auf Grund der Anordnung des Gau- wohnungskommissars dahin übereingekommen, die Verschmelzung in der vorgesehenen Weise sofort durchzuführen. Danach wird die Gemeinnützige Bau- genossenschaft Gießen-Wieseck ihren Besitz mit neun Häusern mt 24 Wohnungen in die Baugenossenschaft 1894 überführen. Die Uedernahme der Wie- secker Genossenschaft in die Baugenossenschaft 1894 wird mit sämtlichen Aktiven und Passiven erfolgen. Die wirtschaftlichen Verhältnisse der Wiesecker Genossenschaft sind in allen Teilen gesund, so daß aus der Verschmelzung mit der Baugenossenschaft 1894 keinerlei Belastungen für die Mitglieder der Gießener Genossenschaft entstehen, wie umgekehrt die. Wiesecker Genossenschaftsmitglieber auch keinerlei Nachteile zu erwarten haben, da der Status der Gießener Baugenossenschaft sehr kapitalkräftig und vollkommen gesund ist. Vorstand und Auffichtsrat der Baugenossenschaft 1894 Gießen haben beschlossen, die Wiesecker Genossenschaft als Ganzes nach dem Stand der Bilanz vom 31. Dezember 1942 aufzunehmen. Die übernehmende Gießener Genossenschaft wird ihre bisherige Firmenbezeichnung beibehalten. Der Verschmelzungsvertrag wird in Kürze den beiden Generalversammlung ^ur Zustimmung unterbreitet werden. Für die Baugenossenschaft 1894 bedeutet diese du jetzt bei mir bist, Virgin! Man wird bescheiden. Früher haben wir geglaubt, ein ganzes gemeinsames Leben liege vor uns, und jetzt bin ich glücklich, daß es wenigstens. nach ein paar Minuten sind." Virginias Äugen füllen sich mit Tränen, als Dos Passos fragt: „Hast du manchmal an die Abende am Fluß in Oklahoma gedacht, Virgin? Damals sah das Leben so einfach aus. Wir hatten alles vor uns. Weißt du noch, ich wollte doch das kleine Haus kaufen, und da haben wir uns ausgedacht, was wir im Frühjahr mit dem Garten machen würden. Und dann haben wir uns fast gezankt, ob der alte Fliederstrauch am Zaun stehen bleiben sollte oder nicht! Ich war für den Flieder und du dagegen. Dabei hatten wir das Haus noch gar nicht. Und wir haben es auch nie bekommen." „Nein, wir haben es nie bekommen!" wiederholt Virginia leise. Dos Passos fragt fast heiter: „Weißt du noch, wie du mich ausgelacht hast, weil ich nicht an einem Freitag heiraten wollte? Lach noch einmal, Virgin. Ich weiß gar nicht mehr, wie das ist, wenn du lachst!" Da erscheint auf ihrem tränenüberftrömten Gesicht wirklich das leise Lächeln wie ein letztes Geschenk für Peter Fischer. Neugierig ist Je-crois-en-Dieu, der mit einem Häuflein Dschungelneger wartet, den Vorgängen vor dem Sanitätszelt gefolgt. Er sieht, wie Major Seegrave und die beiden Polizeidiener im Zett verschwinden. „Wann weiter Medizin geben?" fragt er ungeduldig den Professor. Forster ist nervös. „Vielleicht noch heute, Je- croi-sen-Dieu! Wir müssen uns nur besprechen wegen ... Also bis morgen!" verabschiedet er ihn zerstreut. Aber er hat nicht mit dem Argwohn des Dschungelkönigs gerechnet, der ihn festhält, als er sich eilig abwenden will. „E'olla! Was besprechen? Wegen Silberpeso? No, no! Nix zu besprechen! Ich verlange gutes Geld!" faucht er drohend. Forster versucht, sich seinem harten Druck zu ent- Uebernahme eine erhebliche Erweiterung ihres Aufgabengebiets, den Mitgliedern der Wiesecker Bau»' genossenschaft bringt die neue Sachlage eine begrüßen swerte Verstärkung ihrer Zukunftaussichtsn' Glona-palast: „Vom Schicksal verweht^. Die erste Anregung zu diesem filmisch recht brauchbaren Stoff gab das Schauspiel „Dschungel" von Josef Maria Frank, das wir vor einiger Zeit auch hier in Gießen gespielt haben. Der Fllm der Märkischen-Panorama-Schneider-Südost, zu dem H. G. P e t e r s s o n und Ralf E. V a n l o o das Drehbuch schrieben, schließt sich indessen, was unsere Leser interessieren wird, wesentlich enger an den gegenwärtig im Gießener Anzeiger unter dem gleichen Titel laufenden Roman von Holla G u t k e l ch an: die Handlungsführung deckt sich bis in den Wortlaut der Dialoge. Eine ferne, abenteuerliche, exotische Welt tut sich auf. Der entschlossene und erbitterte Feldzug weißer Aerzte gegen die Malaria auf einer fieberverseuchten Antilleninsel ist zugleich ein zermürbender und nervenaufreibender Kampf gegen behördliche Widerstände und vor allem gegen die abergläubischen und angstverstörten Negereinge-. borenen im Dschungel, die sich mit dem Fanatismus der Primitiven gegen den unbegreiflichen .Lauder^ der weißen Medizinmänner zur Wehr fetzen ober auf verschlagene Weise materiellen Gewinn daraus zu ziehen trachten. In dieser erregenden, fiebrig überhitzten Atmosphäre, die über die Dschungelgebiete hinaus bis in die europäisierte Hauptstadt mit ihren Kliniken, Laboratorien, Gesellschafts- und Derwaltungsräumen ausstrahlt, kreuzen sich die Schicksalswege einer jungen Aerztin und eines deutschen Arztes, der eines Tages unter dem falschen Namen Dos Passos auftaucht, um sich mit einem neugefunbenen Präparat an dem Kampf gegen die immer neue Opfer fordernde Seuche zu beteiligen. Im Verlaufe dieses nach mehreren Fronten zugleich geführten und keineswegs nur von den fachlichen Mechoden medizinischer Wissenschaft beftimmten Kampfes entscheidet sich das Schicksal des. Dr. Dos Passos, der sich jahrelang nicht von einem auf ihm lastenden Mordverdacht zu reinigen vermochte: als durch das unverhoffte Geständnis eines der Seuche erliegenden Nebenbuhler^ die Unschuld des Deut-, fchen an den Tag kommt, hat auch eine Liebesgeschichte ihre befriedigende Lösung gefunden. — Unter der Spielführung von Nunzio M a l a s o m m a wird der Stoff geschickt, silmgerecht, spannend und ohne die im Schauspiel aufdringlich wirkende lieber- betonung sensationeller Effekte zum Vortrage ge- winden. „Du bekommst deine Silberpesos! Ist ja alles in Ordnung, laß mich los." Je-crois-en-Dieu versucht, die Notlage des Professors auszunutzen. „Zwei Silberpesos für jeden Neger — quäh — oder ich sagen mein Freund, daß du sein großer Betrüger", schrett er und fuchtelt Forster mit der Faust unter der Nase herum. Major Seegrave tritt aus dem Zelt. Hinter ihm geht Dos Passos zwischen den beiden Polizisten. „Aber, Je-crois-en-Dieu!" ruft er dem den Professor bedrängenden Netzerhäuptling zu. „Willst du wohl gleich vernünftig sein? Was ist denn los?" „Er wollen betrügen armen Neger", verteidigt sich Je-crois-en-Dieu erregt. „Warum du nicht geben weiter Medizin?" „Ich muß fort. Die anderen werden morgen weiter Medizin geben, verstehst du?" beruhigt ihn Dos Passos. Der Neger sieht den Arzt verdutzt an. „Du gehen fort? Warum? Wo du gehen hin?" „Sehr weit, Je-crois-en-Dieu, viele Tage weit!" „Wann du kommen wieder?" will der schwarze Freund wissen. „Ich komme nicht wieder, aber es bleibt hier alles -so, wie es ist, Je-crois-en-Dieu!" Hartnäckig fragt der Schwarze Dos Passos: „Warum du gehen?" „Das verstehst du nicht, Je-crois-en-Dieu. Ich soll einen Mann getötet'^aben, und dafür will man mich bestrafen." „Gute Mann?" „Nein, das kann man wirklich nicht behaupten." Verblüffung malt sich auf dem primitiven Gesicht. „In Dschungel man wird viel mächtig, wenn man schlechte Mann tötet — warum man dich bestrafen?" Dos Passos muß über die einfältige Logik lächeln. „Dschungelgesetz ist nicht unser Gesetz, Je-crois-en- Dieu. Wir sind weiße Männer, wir haben andere Gesetze.". (Fortsetzung folgt) bracht. Albrecht Schoenhals, der selbst Arzt war, ehe er Schauspieler wurde, gibt den Dr. Dos Passos in einer lympathischen, menichlich noblen und gewinnenden Weise. Sybille Schmitz, die man lange nicht im Film gesehen hat, spielt in ihrer sehr verhaltenen (manchmal fast maskenhaft erstarrten) und nachtwandleriichen Art die Aerztin Dr. Virginia Larsen, Rudolf F e r n a u den von Mißtrauen, Eifersucht und Fieberschauern verzehrten Dr. Be- nett, Hermann SpeelmanS einen brutalen und charakterlosen Sensationsreporter aus USA. Auch Heinz S a l f n e r (Gouverneur), Alexander Engel (Professor Forster) und Karl Günther (Sed- aewick) erweisen sichals verläßliche Stützen im Ensemble. — ■ * Im Vorprogramm gibt es die Wochenschau und einen belehrenden Kulturfilm „Gesunde Lust". Hans Thyriot. Neuordnung für Zinder. Der Ministerrat für die Reichsverteidigung hat mit Gesetzeskraft eine Verordnung erlassen, in der die Anzeigepflicht, der Eigentumserwerb und das, Benutzungsrecht des Finders neu geordnet werden. Die Verordnung will verhindern, daß Fundsachen, unter denen sich vielleicht verknappte Gegenstände des lebensnotwendigen Bedarfes befinden, für längere Zeit unbenutzt bei den Fundämtern lagern, und will gleichzeitig die mit der Behandlung und Verwaltung von Fundsachen verbundene Verwaltungstätigkeit vereinfachen.. Die Wertgrenze für die Pflicht zur Anzeige eines Fundes bei der Polizeibehörde wird bis auf weiteres von drei auf zehn Reichsmark erhöht. Ebenso bedarf es im Geltungsbereich des Bürgerlichen Gesetzbuches bis auf weiteres der Bekanntmachung oder Anzeige eines Fundes nur, wenn die Sache mehr als 10 RM. wert ist. Die Frist, mit deren Ablauf der Finder das Eigentum an der Fundsache erwirbt, wird bis auf weiteres von einem Jahr auf drei Monate verkürzt. Soweit es sich um Geldbeträge von mehr als 100 RM., um Wertpapiere oder Kostbarkeiten handelt, bleibt es bei der bisherigen Regelung. e Oie Rundfunkantenne beim Wohnungswechsel. Der Reichspostmimster hat angeordnet, daß zur Ersparung von Arbeitskräften und zur Vermeidung des Verlustes wertvoller Rohstofte im Kriege nicht mehr verlangt werden soll, daß bei der Kündigung von Rundfunkgenehmigungen aus Anlaß eines Wohnungswechsels der ausscheidende Rundfunkteilnehmer die Antennen und Leitungen zu Hörstellen seiner Rundfunkempfangsonlage beseitigt. Dem Wohnun^snachfolger soll die Möglichkeit gegeben werden, die vorhandenen Antennen und Leitungen zu übernehmen. Die Sorge für den ordnungsmäßigen Zustand der Anlagen ist nach wie vor Sache der beteiligten Rundfunkteilnehmer. Für Antennen und Leitungen zu Hörstellen, die aus anderem Anlaß gekündigt werden, verbleibt es bei dem his- herigen Verfahren. Von der Ermächtigung, bei vor- überaehendsm Ausscheiden als Runchumreilnehmer den Weiterbestand der Antenne auch über die Dauer von sechs Monaten hinaus zu genehmigen, fall während des- Krieges in weitherziger Weise Gebrauch gemacht werden. ' snern war nichts bemerkt worden. Auch die Nachti- ftern km Bootes der gegen 23 Uhr Sommerzeit »allen störte es in ihrer Nachtmusik nicht. — Es kulminiert. Ihm folgen nach Osten zu die Sommer- ö .. ' ... / _______snnrhfirkö ©rnno fiprflllpci. 1‘PIPr lind. Schwan. Im Diadem der Nördlichen Krone leuchtet künden, es war, als wenn Vier Planeten am Westhimmel 3. Lebensjahr und der Kontrollabschntt VI der Vierten Reichskleiderkarte für Knaben und Mädchen vom vollendeten 3. bis zum vollendeten 15. Lebensjahr zum 1. Mai 1943 oufgerufen. Der Kontrollabschnitt II berechtigt zum Bezug von einem Paar sonstigen Schuhen, der Kontrollabschnitt VI für Knaben und Mädchen im 4. Lebensjahr gleichfalls zum Bezug von einem Paar sonstigen Schuhen. Für Knaben und Mädchen vom vollendeten 4. bis zum vollendeten 15. Lebensjahr berechtigt der Kontrollabschnitt VI zum Bezug von einem Paar Holz- )-( Ruppertsburg, 3. Mai. Die Leitung der Molkerei Wetterfeld hgtte zu einer Versammlung in das Rathaus eingeladem die von unseren Bauern und Bäuerinnen gut besucht war. Betriebsleiter Buchenau richtete einen ernsten Appell an die Landbevölkerung, zur gesteigerten Erzeugung und vermehrten Ablieferung von Milch. In klaren Ausführungen zeigte er, wie eine Steigerung durchaus möglich ist. Sodann gab er seiner Freude darüber Ausdruck, daß unsere Einwohner dem Appell seither schon nachgekommen sind, und er sprach die Hoffnung aus, daß in Zukunft noch bessere Milchleistungen zu verzeichnen sein werden. Fast alle Bauern und Landwirte unseres Ortes haben bisher schon ihr Ablieferungssoll weit überschritten und konnten dadurch zum Teil erhebliche Prämien beziehen, die Rechner A ß m a n n auszahlte. Insgesamt «Siebener Gchlachtviehmarkt. Auf dem gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtviehverteilungsmarkt) in der Viehoersteigerungshalle Rhein-Main kosteten: Ochsen 35 bis 50 Rpf., Bullen 42 bis 50, Kühe 20 bis 44, Färsen 26 bis 45, Kälber 20 bis 57, Schafe 42 bis 50 Rpf. je N kg Lebendgewicht. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgende Preise erzielt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,45 RM., bl (135 bis 149,5 kg) 1,43, b2 (120 bis 134,5 kg) 1,41, c (100 bis 119,5 kg) 1,37, d (80 bis 99,5 kg) 1,31, e bis f (unter 80 kg) 1,25, gl (fette Specksauen) 1,45, i (Altschneider) 1,41, g2 (andere Sauen) 1,31, h (Eber) 1,31 RM. Marktverlauf: alles zugeteilt. (Biebener Wochenmarktpreise. ♦ Gießen, 5. Mai. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Kartoffeln, 5 kg 58 Rpf., Spinat, V? kg 11 bis 15, Römischkohl,20 Rpf., Spargel 1,10 bis 1,25 RM., Rhabarber 18 bis 25 Rpf., Lauch 25, Salat 75 Rpf. Verdnnkelungszeit: # 5. Mai von 21.54 bis 5.13 Uhr. Wie die Nördliche Krone, besteht auch das große Sternbild des Herkules nur aus schwächeren Lichtpunkten; es enthält aber zwei besonders interessante Objekte. Der Hauptstern Alpha im Herkules ist ein auch im kleinen Fernrohr gut erkennbarer Doppelstern, der aus einem roten Riesen und einem kleineren blauen Begleiter besteht und duxch den Farbengegensatz der beiden Sterne einen reizvollen Anblick gewährt. Im Herkules befindet sich der einzige mit freiem Auge sichtbare Kugelstern- hausen. Wir finden ihn in mondlosen Nächten leicht mit dem Feldstecher auf der rechten Seite des von den vier oberen Sternen gebildeten Trapezes. Während er dem bloßen Auge nur wie ein verwaschenes Sternchen 5. Größe erscheint, lassen Großaufnahmen den Dau des Kugelsternhaufens, vor allem die Dichtezunahme nach der Mitte hin erkennen. Heber 100 000 Sonnen sind hier-zu einem kleinen Sternsystem vereinigt, das in der unvorstellbaren Entfernung von 35 000 Lichtjahren im Raum schwebt. Man' kennt etwa 90 solcher Kugelsternhaufen, die unser Milchstraßensystem umgeben wie Inseln einen Kontinent. Den Osthimmel beherrscht die schöne, blauweiß ** Erdstöße auch in unserer Gegend Lemerkt. Zu dem in unserer Ausgabe vom Montag erschienenen Bericht Über ein Erdbeben im Süden und Südwesten des Reiches wird uns von einer Leserin folgendes mitgeteilt: Auch in Bad- Nauheim spürte ich am Sonntagmorgen kurz nach 3 Uhr eine Erschütterung, so daß die sehr solide gebaute Villa meiner Verwandten in ihren Grundfesten wankte; ich selbst erlebte beängstigende Seich geschaukelt würde, die Möbel lauter als Nach einiger Zeit knarrten die----- .—— — man es für gewöhnlich hört. Don den drei Be- v , wohnern des Hauses und von anderen Einwoh- tarnen in unser Dorf 5500 RM. sandalen. Landkreis Gießen. auuen luiie es ui ujicl vvuujiuiuih mu/i. ............... y-/.-,. j. — ' > o , <-> ■ v wäre wissenswert, ob auch in Gießen von dem sternbilder Nördliche Krone, Herkules, Leier und Naturereignis etwas wahrgenommen wurde. Schwan. Im Diadem der Nördlichen Krone leuchtet ** Jleureqelung für den Schuhbezug Gemma als hellster Stern. Gemma ist em fpektro- non Kindern. Laut Veröffentlichung im RA.! fkapifcher Doppelstern, das hecht em Doppelstern, Nr. 99 vorn 30. April wird der Kontrollabschnitt II; der so eng ist, daß auch das größte Fernrohr die der Vierten Reichskleiderkarte für Kinder im 2. und beiden Sonnen nicht zu trennen vermag Nur die 3. Lebensjahr und der Konttollabschntt VI der rhythmische Bewegung der Linien im Spektrum die- ses Doppelsterns kündet von der m gleichem Rhythmus vor sich gehenden Bewegung zweier Weltkörper um ihren gemeinsamen Schwerkunkt. Gemma ist 62 Lichtjahre entfernt und besitzt die 38fache Leuchtkraft der Sonne. Merkwürdigerweise hat dieser Stern mit 5 Sternen des Großen Bären und mit Sirius die gleiche Bewegung im Raum und weist auch dasselbe Spektrum auf, was auf einen gemeinsamen Ursprung dieser zu einem Sternstrom, dem sog. „Bärenstrom", vereinigten Sonnen deutet. Von Dr. Erwin Kossinna. Während des Monats Mai steigt im mittleren Deutschland die Mittagshöhe der Sonne von 54 auf 61 Grad, die Tageslänge auf rund 16 Stunden an. Erst spät, etwa gegen 22 Uhr, wird es dunkel und treten am Firmament neben den Ster- ■ nen erster Größe auch die zahllosen schwächeren I Lichtpunkte deutlich hervor. Aber bereits lange vor Einbruch der Dunkelheit lenken zwei glänzende । Sterne den Blick auf sich: Venus am Hellen Abendhimmel im Westen und, in größerer Höhe, Jupiter. Im Laufe des Monats können wir beobachten, wie sich die beiden Planeten von Tag zu Tag immer näher kommen. Anfang Mai stehen sie etwa 30 Grad auseinander, Ende des Monats kaum 3 Grad. Dabei ist Venus der beweglichere Wandelstern, der den bedächtig wandernden Jupiter einholt. Der Abendstern läuft etwa zehnmal so rasch am Himmel als Jupiter; beide sind rechtläufig, bewegen sich also in östlicher Richtung. Der Abstand des Abendsterns von der Erde verringert sich im Monat Mai von 172 Millionen auf 139 Millionen Kilometer, der Jupiters wächst von 827 Millionen auf 890 Millionen Kilometer. Etwas rechts unterhalb der strahlenden Venus bemerken wir den Saturn, von dem uns 1480 Millionen Kilometer trennen und der Mitte Mai in der hellen Dämmerung verschwindet. Rechts vom Saturn und nur wenig tiefer als der Ringplanet finden mir den Merkur, dessen Helligkeit jedoch rasch abnimmt, so daß er nach dem 10. Mai unsichtbar wird. Anfang Mai geht Merkur etwa zwei Stunden nach der Sonne unter. In den Tagen vom 5. bis 9. Mai wandert die Sichel des zunehmendes Mondes an den vier Planeten vorüber, was zu besonders reizvollen Konstellationen Veranlassung gibt. Am Abend des 5. steht der Mond unterhalb vom Merkur, am 6. neben dem Saturn, am 7. unter der Venus und am 9. nahe bei Jupiter. Mars ist wegen seiner ungünstigen Stellung und seiner großen (Entfernung (6240 Millionen Kilometer) nach wie vor ein unscheinbares Gestirn am Morgenhimmek, das nur für kurze Zeit, etwa eine Stunde vor Sonnenaufgang, erscheint. Mit überraschender Schnelligkeit hat sich in den letzten Wochen das Bild des abendlichen Fixstern- Himmels geändert. Im Westen finden wir noch Pro- kyon, die Zwillinge Kastor und Pollux, sowie die glänzende Kapella als 'Rest der Wintersternbilder. HSch im Süden steht Arktur, der gelbe Riesen - strahlende Wega in der Leier, der hellste Fixstern unseres Sommerhimmel?. Im Süden leuchtet Spika in der Jungfrau, wie Gemma ein spektroskopischer Doppelstern, aber von ungleich größeren Ausmaßen. Spika hat bei einer Oberflächentemperatur von 17 000 Grad wenigstens die tausendfache Leuchtkraft der Sonne. Rechts von Spika sehen wir das auffallende Sternviereck des Raben, links die aus zwei Hellen Sternen bestehende Waage. Wenden wir uns nach Norden, so erblicken wir in geringer Höhe über dem Horizont die Bilder Perseus und Kassiopeia, an die sich das weniger bekannte Bild der Kepheus anschließt. Nahe dem Zenit leuchten die Sterne des Großen Bären, während die Figur des Kleinen Bären sich vom Polarstern nach oben erstreckt. Der Mond 'zeigt die Hauptlichtgestalten an folgenden Tagen: Nßumond am 4., erstes Viertel am 12., Vollmond am 19., letztes Viertel am 26. Mai. Haupkschriftlelter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter deS Hauptschriftleiter. Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans Tbnriot^ für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschein. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange K.G. BerlagSleiter: Dr.-Ing. Erich Hamann, z. Z. Wehrmacht. Anzeigenleiter: Hans Beck - Anzeigen Preisliste Nr. 6. Dank. 1409D Lidl und Gießen, den 3. Mai 1943. 1418 D Gießen, den 4.Mai 1943. 1417 D Gießen (Lieber Straße 19), im Mai 1943. 02903 2.5.1943 imSafe «ettler( Toilette) liegengeblieben. Ober-Olleidcn, den 1. Mai 1943. 1408 D Sehr. Ang. unt. 02908 a.d.G.A. 02886 Fundbüro. F Schuhcreme einsparen! Heuchelheim, im Mai 1943. eingefr. Wi. Nicht jede Schuhcreme iit Guffalin Reiskirchen, den 2. Mai 1943. 08901 Guftalla-Pabrlk.Kälii Allen, die bei dem schweren Verluste, der uns mit dem Tode meiner lieben Frau, unseren guten Mutter Mathilde Naumann, geb. Naumann, betroffen hat, in so liebevoller Weise ihre Teilnahme bezeugten, sagen wir unseren innigen In tiefer Trauer: Ludwig Naumann, Pfarrer LR. Ernst Naumann, Heilpraktiker, und Familie Alfred Naumann, Pfarrer, und Familie. Beamter, Dauermieter, sucht schön möbl. Zimmer evtl. Wohn- und Schlafzimmer, oder Teilwohn. Schr. Ang. unt. 02913 a.d.G.A. Danksagung, b ür die vielen Beweise herzlicher Anteilnahme, sowie für die Kranzspenden beim Heimgang unserer lieben Entschlafenen Katharine NeideL geb. Böhmer sagen wir herzlichen Dank, besonderen Dank Herrn Pfarrer Weisel. Ja'iob Neidei, Familie Ernst Neidei. Gemeinsame Bekanntmachung dxr Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen und Lauterbach, sowie des Oberbürgermeisters der Stadt Gießen. . Betr.: Kartoffelversorgung. Unter Hinweis auf die Bekanntmachung gleichen Betreffs vom 14. Januar 1943 weise ich darauf hin, daß die Verbraucher, die auf Bezugsausweise ihre Kartoffeln beziehen, den Bestellschein 50 bis spätestens 10. Mai 1943 bei ihrem Kleinverteiler abtrennen lassen müssen. Die Ausstellung der Bezugscheine auf Grund der abgetrennten Bestellabschnitte muß bis spätestens 17. Mai 1943 erfolgt sein. Für die Landräte der Landkreise Alsfeld, Büdingen, Friedberg, Gießen und Lauterbach, sowie den Oberbürgermeister der Stadt Gießen. Der Landrat des Landkreises Gießen. Dr. Lotz. Nach langem, mit großer Geduld ertragenem Leiden verschied heute morgen unsere liebe Schwester, Schwägerin, Cousine und Tante Frau Margarete Freitag Wwe. geb. Reuschling im 69. Lebensjahr. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Friedrich Reuschling III. Familie Heinrich Krauskopf Wwe. Familie Ludwig Trumpfheller. Heuchelheim, Frankfurt a. M., den 5. Mai 1943. Die Beerdigung findet am Donnerstag, dem 6. Mai, 13 Uhr, vom Sterbehause, Gießener Straße 46, aus statt. Selbst houdidünnei Auf- tragen genügt. Erst trocknen lauen. Dann erst bürsten u. polieren. Der Gloniwird schöner und man spart Möbliertes Zimmer für soliden Berufstätigen gesucht, evtl, mit Beköstigung. Schr. Ang. unt. 02904 a.d.G.A. tdit nur mit dem Aufdrudr [„Guttalin” Nur in Fachgeschäften Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgänge unseres lieben Entschlafenen sagen wir allen auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Karl Gerhard. Danksagung. Allen denen, die mir bei dem BSflj schweren Verlust meines lieben, unvergeßlichen LA Mannes Willi Nanz, Soldat in einem Grenadier- Regiment, ihre liebevolle Teilnahme entgegenbrachten, danke ich herzlich. Im Namen aller. Angehörigen: Margarete Nanz, geb. Oswald. Danksagung. Allen, die uns in unserem großen KM Schmerz durch den Heldentod unseres innigst- LA gebebten, unvergeßlichen, liehen,braven Sohnes und Bruders Willi Janz, Obergefreiter in einem Gren.- Regt., ihre Teilnahme entgegenbrachten,, sagen wir unseren innigsten Dank. Ebenso danken wir dem Herrn Pfarrer Lindenborn. In tiefem Schmelz: Familie Job. Janz. Gleiberg, im Mai 1943. 02912 Danksagung. Für die herzliche und tiefempfundene l!KSJ Anteilnahme au dem schn eizllchen Verlust meines lieben Mannes, unseres guten, unvergeßlichen Sohnes und Bruders I ermann Pfeil. Zugwachtmeister d. Sch., sagen wir allen unseren herzlichen Dank. Besonderen Dank Herrn Pfarrer Geiß. Im Namen aller Angehörigen: Frau Emilie Pfeil und Familie Nikolaus Pfeil. Vermietungen*] ' WMeke Verpflegung an Arbeiter abzugeben. Schr. Ang. unt. 02899 a.d.G.A. Möbliertes, gerades teartaiinmer an alt. Frau zu vermieten.! 02891 Ludwigstr. 44p. | ^ietgesuchej Moderne 34-ZimJohng. in näherer oder weit. Umgebung Gießens gesucht. Frau Elisabeth Mundhenk, Gelsenkirchen, Bahnhofstr. 26, z. Z. Gütersloh, Ku r h.Güthenke. Alleinstehende Dame sucht 2Zimmer und Küche (auch nette Mansarde). Edens. Zimmer können i. Stadtmitte in Tausch gegeben werden. Schr. Ang. unt. 02894 a.d.G.A. Alleinsteh. Frau mit 6- u. Iljähr. Kindern sucht 1—2 möblierte Zimmer auch aus dem Lande. Hausarbeit kann übernommen werd. Schrift!. Angeb. I unter 02907 an i'den Gieß. Anz. Größe 37/38. Abzug, geg. hohe '. Belohn, auf dem Suche ab sofort eingutmöbliert. Zimmer mit Kttchen- benutzung. Schriftl. Angeb. unter 02900 an den Gieß. 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Wir können beim besten Willen nicht genügend Flaschenbier raus« schaffen, wenn wir die leeren Fla-, sehen nicht restlos und immer sofort zurückbekommen. Denn neue Flaschen kriegen wir heute nicht mehr. Dabei könnten wir einige tausend Menschen wöchentlich mehr mit Flaschenbier versorgen, wenri das Zurückgeben klappte. — Bitte, helfen Sie uns dabei. Brauerei Ihrintl-Melchior 1416 D Burnus ... nur für die „Sorgenkinder"! Küchenwäsche, Leibwäsche, Berufskleidung, diese arg verschmutzten Stücke sind die „Sorgenkinder" der Hausfrau am Waschtag. Dafür spart sie heute Burnus auf. Burnus löst den schwierigen Schmutz schon beim Einweichen. Also halbe Arbeit beim Waschen und Ersparnis an Waschmitteln und Feuerung*). •) Audi ein Sieg über ,,Kohlenklau'*. Die Deutsche NSP. „Krall Ärheitslionl deich Freude" Kreisdienstst. W Wetterau Sonntag, den 9. Mai, 15.00 Uhr im Theater 10. Veranstaltung im 10er Ring Mignon Oper von Ambroise Thomas Karten in der Verkaufsstelle der NSG. Kraft durch Freude. 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