(93. Jahrgang Nr. 30 ttn.ajetni a> nutze, Sonntnas und feiertags Seilnnen ? Gretzener »>amilienblätter Heimat imVild-DieScholle BezunsvreiSr Monatlich ... . .NM. 1.8V Sufteilflebü^r .. „ -.28 mich be Nimtertchemen von em^eln^n Nummern tniolae böberer Gemalt Tm't'rhprf 11 fhc franst /M brShk^cheAniverMtrdnKkerelL.temy Annaume von hnaeiuen für die Mittagsnummer otS 8'/, Uhr desBormittagS ÄmetdCTtriAreiJr für bte Millimeier'^etl- von 22 Dttllimeter Breite: 79h)t für ,>am'ltenan* meinen und private Gelegenbeitdainergen 14 Rvt. t. Werbeanzeigen und aet Etliche Geiegenbettsanz eigen Plavvor'chritt «vorherige Vereinbarung) 2k?/. mehr General-Anzeiger für Oberhessen S*fei^^9$*iltN»eT9kflee /y ▲ W* d 8rektag, 5. Februar (9^3 Gietzener Anzeiger Lch will! Ein Krieg wie Liefer wird von den Völkern in hrer Gesamtheit geführt, und die Gesamtheit unsres Volkes — nicht nur der Soldat und der poli- ische Kämpfer — muß deshalb den leidenschaftlichen vnb unbedingten Willen zur äußersten Äampsbe- eitschaft, zur. höchsten Kriegsleistung aufbringen. Entscheidend dabei ist. Laß sich dein Wollen zur 'at wandelt, daß Lu dir selbst den Weg zum Können öffnest, in dem du alles Nebensächliche zu- ückstellst' und daß du bewußt zum Mitträger des roßen Schicksalskampfes wirst. Denke dabei irn- ler an jenes Wort, das uns allen in dieser Kampf- nd Notzeit aerade im Alltag mahnend vor der Seele stehen soll: Ich will! Das Wort ist mächtig, Spricht's einer ernst und still. Die Sterne holt's vom Himmel. Dies eine Wort: Ich will! Laß diesen sternengreifenden Willen auch in dir .bendig werden, und Lu kannst Großes leisten für ie kämpfende Front, für die ringende Heimat, für (les, was dir gut, heilig und lebenswert erscheint. Sag es dir immer wieder und begreife es ganz: ie wollen das deutsche Volk auslöschen, sie mol« -n Europa dem Bolschewismus preisgeben, sie wollen die Welt in Sklavenmärkfe einteilen, aus denen sie dann unermeßliche Profite pressen können. Wir aber wollen nur Las eine: den infamen Anschlag dieser Friedensbrecher zunichte machen, damit uns und unseren Kindern eine Zukunft des Friedens, der Arbeit und des Sozialismus gesichert bleibt. Wenn jeder von uns mit allen Kräften, mit aller Leidenschaft und Hingabe, mit aller Bereitschaft zum Opfer dem Heldentum der Front nacheifert, wenn jeder sich einreiht in ksie kampfentschlossene Phalanx aller deutschen Männer und Frauen, die ihr Wollen und Können in der tiefen. Liebe zum eigenen Volk, im erbitterten Haß gegen alle Feinde zusammenschweißt, dann hat unser Volk den Ruf des Schicksals verstanden, wird es der Front wahrhaft Helfer sein und den Sieg gegen alle Widerstände und gegen jede Uebermacht erringen. Der lokale Krieg ist unerbittlich. Er fordert von Alarm und Frau das Aeuherste, er wendet sich nicht nur gegen den Mann, sondern auch gegen die Frau, die ihre Kinder bedroht, ihren Gatten gefährdet sieht. Sie ist es, die unermeßlich seelische Stärke für die Geschlossenheit des Volkes zu betätigen hat. Ludendorff: „Der totale Krieg.- Die letzten Kampftage in Stalingrad. Seneral und Grenadier Schulter an Schulter bis zum Tode getreu, - Oie letzte Meldung General Streckers. Berlin, 4. Febr. (DNB.) Der heroische Kampf ■ Stalingrad, der nun zum Abschluß gekommen ist, urde in der zweiten Januarhälfte immer schwerer ib erbitterter. Nur kurze Funkmeldungen rbanden noch die Verteidiger mit der Außenwelt, art und klar waren ihre Worte. Es war dfe pradje von Männern mit ehernen Herzen, deren Desmutiger Wille weder monatelanger härtester impf und Entbehrungen noch die Uebermacht des -indes brechen konnten. Auf engstem Raum zu- I mmengedrängt, fünfte die 6. Armee: „Hißten die ikenkreuzfahne auf höchstem Haus der inneren adt. Führen unter diesem Zeichen den letzten impf." Von diesem Augenblick wehte das Banner ich über den ragenden Trümmern des GPU.-Ge- udes. Ummettert vom Feuer zahlloser Batterien, ; i'fetzt von den Splittern der einschlagenden Bom- n war sie das Symbol der unsterblichen Helden i n Stalingrad. Als die Front südlich derZaritza unter dem | üblichen Mafsensturm ins Wanken kam, kämpften Generale Pfeffer, von Hartmann ilid Stempel mit Oberst Crorne und einer ndvoll beherzter Manner, auf der Dammkrone Hhend, gegen den immex heftiger werdenden An- sljrm der Feiyde. Am 27. Januar stürzen die Bol- Mwisten erneut mit Massen von Panzern und Luppen heran. Aber noch erreichen sie nichts. Nur bi e Verbindung zum Traktorenwerk rsißt ab. Die Munition wird immer knapper. In bl* Nacht lösen frische Massen die zerschlagenen sindlichen Verbände ab, und im Morgengrauen bisinnt abermals der Ansturm der Bolschewisten, «um hat die letzte Kugel ihren Lauf verlassen, sind lion die Männer der Zaritzafront mit der blanken Riffe zwischen dem Feind. Tatkräftige Offiziere n fen die Versprengten zusammen, schließen die ipnt und vernichten im eigenen Vorstoß mehrere Rmzer. - •Die Bolschewisten drucken nach Norden. Die Eiche Kampfgruppe igelt sich ein, schlägt zurück. Wiederum muß der Feind zu Boden, doch am Morgen des 29. Januar bricht er erneut gegen d i e Südgruppe zum Angriff vor. Schulter an Schulter stehen Generale und Grenadiere, Deutsche, Rumänen und Kroaten, Panzermänner, Pioniere, Artilleristen und Flakkanoniere, Schreiber, Fahrer und Bodenpersonal im erbitterten Nahkampf. Das Generalkommando des 14. Panzerkorps wird in vorderster Linie von der Uebermacht zerschlagen. Aber immer noch wird die Front gegen den Ansturm von Westen und Süden mit den letzten Kräften, den letzten Granaten, den letzten Patronen gehalten. Am folgenden Tag verdoppelt der Feind feine Anstrengungen. Jeder der Verteidiger" kämpft bis zum letzten. Schließlich halten nur noch einige Artilleristen ihren Igel im Umkreis von 30 0 Meter um das GPU.-Gebäude, auf dem das HafenkLeuzbanner immer noch weht, zufom- men mit ihrem Oberbefehlshaber und feinem Stab. Die Gruppe funkt: „Hörten im Bunker die Führerproklamation. Erhoben vielleicht zum letzten Male bei den Nationalhymnen die Hand zum Deutschen Gruß." Draußen aber tobt der Kampf weiter. Dem letzten Befehl des Generalfeldmar- fchalls: „Alles zerstören!" folgen rasche Explosionen, in denen das Hochhaus und mit ihm die Fahne zusammensinken. Der Feind greift jetzt, im Norden an, bringt vor und wird zurückgeschlagen. Die Verluste sind schwer und die Munition der schweren Waffen ist verschossen. Aber die Männer holten aus. Ihr unbeugsamer Wille hält sie noch am 1. Februar aufrecht. Ihr letzter Funkspruch am 2.2. enthüllt noch einmal die ganze Größe ihres unvergänglichen Soldatentums: „Im schwersten Kampf haben wir bis zum letzten Mann unsere Pflicht getan. Es lebe der Führer, es lebe Deutschland!" Dos ist die letzte Meldung des Generals der Infanterie Strecker und feiner Männer. Schwere Abwehrkämpse. Sendboten der Heimat in Lappland. Von Stellv. Gauleiter Karl Linder. NSG. Dichter und lichter Urwald mit Kiefern, Fichten und Tannen, Oede mit Gestrüpp und Moos, Sumpf, Moor und Fels, das ist das immer gleich- bleibende Bild der norLfinnischen Landschaft, die mit Schnee und Eis Überdeckt, sich dem Auge des Beschauers bietet. Je mehr man sich der Front in Lappland nähert, um so dünner werden die menschlichen Ansiedlungen. An der sowjetischen Grenze und in dem Gebiet, das im sowjetisch-finnischen Winterkrieg von den Bolschewisten besetzt wurde, gibt es gar nichts mehr. Zerstörte und verbrannte Reste von Häusern, von denen da und hier der hochaufgerichtete Schornstein erzählt, zeugen von den damaligen harten Kämpfen um diesen Boden. Die wenigen Bewohner sind entweder rechtzeitig geflohen ober von den Bolschewisten ermordet worden. So entstand ein viele Kilometer tiefer Geländestreifen, der kein menschliches Lebewesen mehr kannte. Ab und zu erblickt das Auge eine Anzahl Renntiere, während die Jagd auf Äuer- und Birkhähne lohnend wäre. Vereinzelt wechselt der stolze Elch, und im Gehölz findet man die Spuren eines Bären. Obwohl Flachland, ist das Gelände durch bewaldete Erhebungen sowie Baum- und Busch- gnippen völlig unübersichtlich und im Urwald vor allem unwegsam. Ohne Schneeschuhe ist jede Bewegung fast unmöglich. Es ist auf Grund dieser uns so fremden Verhältnisse und Schwierigkeiten einleuchtend, daß hier ein Krieg ganz anderer Art geführt werden muß als an anderen Fronten. Große Operationen konnten nur an den wenigen Ost—West-Straßen entlang zur Entwicklung kommen. Hier herrscht der Krieg der kleinen Gruppen. Einsam und ganz auf sich selbst angewiesen, ohne die Hoffnung, schnelle Hilfe erwarten zu können, liegen die einzelnen Stellungen und Stützpunkte, zwischen denen sich unübersichllich weite Streifen dehnen, einige Kilometer auseinandergezogen. In diesen Zwischenräumen und Flanken unserer Stellungen spielen sich die Spähtruppunternehmungen ab. Die Bolschewisten versuchten stets aufs neue, unsere Stellungen zu umgehen, in das rückwärtige Gebiet durchzustoßen und die Nachschubwege zu zerstören. -Wo sie auch anrennen, erhalten sie jedoch blutige Köpfe. Aber man vermag sich nur schwer vorzu- stellen, welche Entschlußkraft und welcher Mut von dem Führer einer so verlassen daliegenden Feldwache und feinen Männern aufgebracht werden müssen, um diese Versuche der Sowjets zu vereiteln. Schwere Waffen können meist nicht herangebracht werden. Da geht es oft hart auf hart. Und doch ist es gelungen, nicht nur das gesamte finnische Gebiet .zu befreien, sondern weit über die sowjetischen Grenzen hinaus vorzustoßen. Und nun find d i e festen Stellungen bezogen. Sie werden gehalten, darüber besteht kein Zweifel. In Liefen, an jeden 'einzelnen Mann körperliche und geistige Anforderungen stellenden Kämpfen eines richtigen Kleinkrieges zeigt sich die Ueberle- genheit des deutfchen Soldaten in unerhörtem Maße. Es ist keine Phrase, von einem Heldenmut unserer tapferen Kameraden, der geradezu beispiellos ist, zu sprechen. So bürgt der deutsche Lapplandsoldat an der Seite feiner finnischen Kameraden dafür, daß der Norden Europas von dem bolschewistischen Ansturm bewahrt bleibt. 2000 Kilometer von der Heimat entfernt, steht nun Monate und Jahre der deutsche Soldat an dieser Front, abgeschnitten von allem, was das Leben an Schönheiten bieten könnte, und feierte da auch feine Weihnachten. Ihm die Heimat näher zu bringen, ist eine Ehrenpflicht. Was auf dem Gebiet der geistigen und materiellen Truppenbetreu- ung technisch nur möglich ist, geschieht in größtem Umfange. \Um aber auch eine unmittelbare Verbindung zur Heimat einzuschalten, sind auf Veranlassung von Reichskommissar Terbooen eine Anzahl Politische Leiter aus dem Reich-in die vorgeschobenen Stellungen Norwegens und der finnischen Front entsandt worden, die die Aufgabe haben, a t s Sendboten der Heimat deren Grüße zu überbringen und Wünsche und Sorgen unserer Frontkameraden entgegenzunehmen, die in der Heimat erfüllt ober abgestellt werden können. Es ist fast rührend, mit welch wahrer, aufrichtiger Freude wir, die wir diesen Ehrenauftrag von der Partei erhielten, Aufnahme gefunden haben, und wie schnell es gelang, im Gespräch mit dem einzelnen Mann im Erdbunker den Kontakt zwischen Front und Heimat herzustellen. Die braune Uniform war es, die diese Brücke schlug. Wenn ich dann in der Unterkunft oder im Erdloch des vordersten Grabens bei spärlichem Carbid-- oder Kerzenlicht mitten unter den Soldaten saß, da stürzten die Fragen hur so auf mich ein. Immer wieder wollten sie von der Heimat, der so roeit entfernten, hören. Da erzählte ich von der unermüdlichen Arbeit des deutschen Bauern und vor allem der nun alleinstehenden Bäuerin, denen in erster Linie die Sicherung unserer Ernährung zu Lanken fei, erzählte von dem deutschen Arbeiter, der in hartem Schaffen fein anderes Ziel kenne, als der Front das zu geben, was diese zur Erreichung des Sieges brauche, erzählte von der Aufgabe der Partei, mit unendlicher Geduld und Mühe die deutschen Menschen immer enger zu einer großen Gemeinschaft zusammenzuschließen. Ich.sprach von der ^Betreuung der Frauen und Mütter, der Sorge um die Kinder und nicht zuletzt von der vorbildlichen Haltung der Bevölkerung in den luftgefährdeten Gebieten, die sich der kämpfenden Front wahrlich würdig erweist. Und während der enge Kreis um mich herum meinen Worten lauschte, da vergaßen diese durch den Krieg hart gewordenen Gesichter für wenige Minuten die trostlose Finsternis, die draußen den schneebedeckten Wald überschattete, da vergaßen sie die Härte des Kampfes, den sie vielleicht in der nächsten Stunde wieder bestehen mußten und verstanden in solchem Gedenken an die Heimat den Sinp des Schicksals, das den Soldaten berufen hat, für diese Heimat und das deutsche Volk seine ganze Kraft und fein junges Leben einzufetzen. Das herrlichste Erleben war die unbegrenzte Zu- v erficht, die aus allen Herzen sichtbar strahlte und sich mit, fester Gewißheit zu einem unerschütterlichen Glauben an den Führer und1 unseren Sieg verband. Generaloberst Dietl hat wahrhaft treffende Worte gefunden, als er mir bei meinem Besuch in herzerfrischender Begeisterung sagte: „Meine Soldaten sind einfach prima!" Die Heimat kann mit Stolz auf ihre Söhne schauen. Kein Opfer darf ihr zu groß sein, um unseren tapferen Soldaten den Dank dafür abzustatten, daß die Grausamkeit des Krieges weitab von den deutschen Grenzen geblieben ist. Hur noch kriegswichtige Betriebe in Handel und Handwerk. ^Berlin, 4. Febr. (DNB.) Im Westkaukafus PM im Küstengebiet verstärkten die Bolfche- '! taten ihren Druck gegen die deutschen Linien. Sie Irrten an den beiden letzten Tagen zahlreiche ' fyjere Angriffe in Bataillons- bis Regimentsftärke, : w aber meist schon im Sperrfeuer der schweren Rcffen liegenblieben. Besonders hart wurde an den ‘Hergängen mehrerer vereister Wasserläufe im V. b e n und Osten von Krasnodar ge- \ faipft, ohne daß sich der Feind, der feine Stoß- - twpen mit Panzern und Schlachtflugzeugen unter- We, gegen den hartnäckigen Widerstand unserer । tappen durchsetzen konnte. Geringe Geländevor- tii;, die den Bolschewisten sehr schwere Verluste - Lastet hatten, konnte der Feind vor unseren Ge- Lrntößen nicht hallen, sondern mußte wieder zurück. \ ^uch zwischen Kaukasus und Don haben ^re Truppen, fortgesetzt gegen überlegenen Feind jlnpfenö, alle Schwierigkeiten des verschlammten vereisten Geländes überwunden. Bei Nachhut- Ksichten zersprengten leichte Flakabteilungen zwei IpDJ elische Kavalleriedivisionen und sicherten da- *i) die Bewegungen der Heeresoerbände. ..2 m Don und unteren Donez fanden nur che Kämpfe statt. AnderNordfrontdes •l^nezbogens griff dagegen der Feind mehrfach pt erheblichen Kräften an. In energischen Gegen- aT"iffen wiesen unsere Truppen alle Vorstöße ab R warfen die Bolschewisien aus zwei Ortschaften Bt’Jer hinaus. Weitere Gegenstöße richteten sich M v einen Höhenzug, aus dem die Sowjets durch Waffung der Flanke herausgedrückt und schließlich ®pjd)tet wurden. Der Feind hatte empfindliche Rtafäüe, besonders an schweren Waffen. Eine im «rgebiet ^eingesetzte Panzerdivision hat seit dem iWrzember bisher allein über 700 sowjetische Pan- "y Zernichtet. jHtei Angriffen der Luftwaffe zur Enllastung der .lMresverbande vernichteten Kampf- und Sturz- ktznIfflugzeuge rund 250 Fahrzeuge und rieben sichrere Marschkolonnen mit Bomben und Bordeten auf. Der aus Lollar stammende Mltter- puiträger Oberleutnant Nordmann flog dabei feinen 700. Stukaangriff. Jagdstaffeln brachten im Süden der Ostfront 31 Flugzeuge zum Absturz. Ein mahnender Appell. Oslo, 4. Febr. (Europapreß.) „Fritt Folk" erklärt: „Stalingrad ist auch für das norwegische Volk ein mahnender Appell. Den Einfatz, der jetzt von uns verlangt wird, schulden wir denen, die für uns gelitten und für uns Blut und Leben geopfert haben." „Astonposten" stellt fest: „Geht Europa zugrunde, so gehen wir mit unter. Das Schicksal Europas ist auch unser Schicksal. Wie Europas junge Soldaten den Helm fester binden, zusam- mengeschweißt zu einer unzerreißbaren Einheit voll fanatischen Siegeswillens, rft es nun an der Zeit, daß wir Norweger aufhören, zu schwätzen und erkennen, daß ber, Kampf Europas unser Kampf ist und unser Kampf der Europas." Europa neigt sich in Dankbarkeit. Paris, 5. Febr. (Europapreß.) „Alle ehemaligen Frontkämpfer, welcher Nation und welcher Partei sie auch angehören mögen, werden sich vor diesem geschichtlich gewordenen Opfer verneigen", lagt das Pariser Blotf „Nouveaux Temps" zu dem Kampf der deutschen und verbündeten Soldaten in Stalingrad. „Diesen Helden schuldet Europa seine Anerkennung und seine Bewunderung." Der „Petit Parisien" schreibt: „Diese militärische Heldentat, die sich den schönsten Waffentaten aus der Zeit der Antike würdig an die Seite stellt, verpflichtet sowohl Frankreich wie Europa zu ernstem Nachdenken. Alle die, die heute im Frieden leben, geschützt vor den Schrecken des Bolschewismus, müssen sich in Dankbarkeit vor diesen Helden verneigen." Der „Matin" schreibt: „Europa muß denen dankbar fein, die feinen Schutz mit dem Tod besiegelt haben." i : Berlin, 4. Febr. (DNB.) Die Forderungen des totalen Krieges stellen das deutsche Volk vor Ausgaben, von deren Meisterung die Herbeiführung eines baldigen siegreichen Kriegsendes erheblich beeinflußt wird. Je entschlossener und härter diese Aufgaben angxpackt werden, um so rascher und gewisser wird das Ziel erreicht. Die Kraft, die im deutschen Volke steckt, ist unwiderstehlich, wenn sie kompromißlos nur noch diesem einen großen Ziel dienstbar gemacht wird. Mit der Verordnung über die Kriegsdien st pflicht für Männer und Frauen ist die totale Mobilisierung unserer Volkskraft eingeleitet worden. Sie reicht aber noch nicht aus, um restlos alle Hände frei zu machen für die Erringung des Sieges. Es gibt im Bereich unseres wirtschaftlichen Lebens noch B e - triebe und Funktionen, deren'Bestehen im Frieden selbstverständlich, heute aber nicht mehr zu verantworten ist, weil sie nicht ausschließlich der Führung des totalen Krieges dienen. Nur dieses Merkmal ist heute noch ausschlaggebend für die Frage, ob Arbeitskräfte, Material und Energie eingesetzt werden dürfen. Was nicht unmittelbar dem Kampf an der Front, der Rüstung und der kriegs- notroenbigen Versorgung dient, hat solange keine Daseinsberechtigung mehr, bis der Sieg errungen ist. Daher hat der Reichswirtschaftsminister drei Anordnungen erlassen, die aus dem Gebiet des Handels, des Handwerks und des Gaststättengewerbes den umfassenden Einsatz von Arbeitskräften für die Aufgaben der Kriegführung ermöglichen sollen. Die vorgesehenen Maßnahmen sind für die Betroffenen in vielen Fällen hart. Niemand wird bestreiten, daß hiermit große persönliche Opfer verlangt werden — niemand aber auch vergessen, daß diese Opfer und Härten noch immer nicht verglichen werden können mit dem, was täglich an Hingabe und Selbstaufopferung von Millionen deutscher Frontsyldaten erreicht werden soll: die Erzwingung eines baldigen siegreichen Friedens! Die. Anordnungen haben im wesentlichen folgenden Inhalt: ;IV ir müssen härter sein als die Zeit. 1. Alle Betriebe des Handels, die für bie Versorgung der Bevölkerung nicht unbedingt erforderlich sind, werden geschlossen. Bei der Durchs führung wird unbedingt darauf geachtet, daß die kriegsnotwendige Versorgung der Bevölkerung und Belieferung der Wirtschaft nicht gefährdet wird. Der Lebensmittelhandel, der Kohlenhandel und der Handel mit Saatgut, Dünge- unö Futtermitteln sowie der Landmaschinenhandel sind daher von der Stillegung ausgenommen. Andererseits ist es nicht zu verantworten, wenn z. B. Verkaufsstellen für besonders teures Porzellan, Juwelen, Gold- und Silberwaren, Briefmarken oder auch Süßwarengeschäfte u. a. weiter geöffnet bleiben. Die in diesen Betrieben beschäftigten Arbeitskräfte sind schon längst nicht mehr voll eingesetzt. Andere Handelszweige haben zwar auch heute noch eine gewisse Bedeutung, sind aber nicht in vollem Umfange notwendig. Hierzu gehört der Handel mit Möbeln, Antiquitäten, Büchern, Tabak- und Spielwaren u. a. In diesen Zweiaen soll nur eine beschränkte Anzahl von Betrieben-geöffnet bleiben.'Bei den Betrieben, die sich neben dem Handel auch mit Reparatur be- fajfen, wird auf Erhaltung der Reparaturmöglich-- teiten Rücksicht genommen. Die vorgesehenen Maßnahmen erstrecken sich auf alle Zweige des Handels. Die betroffenen Betriebsinhaber behalten die Berechtigung ,zur Ausübung des Handels und bedürfen bei späterer Wiedereröffnung keiner neuen Genehmigung. Sie erhalten auf Antrag einen M i e t a u s g l e i ch. Diejenigen Bettiebsangehörigen, die durch ihren anderweitigen Arbeitseinsatz eine Minderung ihres bisherigen Einkommens erfahren, erhalten als Härteausgleich • eine D i e n st p fl i ch t u n t erst ü tz u n g. Außerdem wird in den Fällen, in denen der betrieb geschlossen wird, ohne daß der Inhaber einen anderweitigen Arbeitseinsatz findet, von der Reichsgrupe Handel ein besonderes, sofort wirksames Unter st ützungsverfah. ren durchgeführt. 2. Auch alle Handwerksbetriebe werdet! überprüft. (Für die Handwerksbetriebe der Er- nahrungswirtschaft — Bäcker, Fleischer, Müller — etfolgt eine besondere Regelung.) Handwerkliche 2ta Fleck Fet » verfügen. Mit einer Aenderung der Lage im Pa» Zeitschriften. — In der letzten Nummer der Zeitschrift »J u np dem Volt" (Verlag Heinrich Hoffmann, findet man einen mit zahlreichen farbigen Wiedergabe» ausgestatteten Beitrag über Moritz von SchwnwS Aschenbrödel-Zyklus, den Albert Frank als eM Blüte der deutschen Romantik eingehend würdigt Schöne Dildbeigaben veranschaulichen Proben aus den Schätzen einer Münchner PrivatsammluM man begegnet hier unter vielem anderen verhalf nismätzig wenig bekannten Arbeiten von Schleich Grützner, Lenbach» Spitzweh Diez, DefteggN W* ßeibL Mn «tatad P lonm Jtyte u1 sundheit und der Durchhaltekraft der Nation Rechnung zu tragen und diese Kräfte nach den Gesetzen der besten Oekonomie einzusetzen. Die Reichstreuhänder und Sondertreuhänder der Arbeit verpflichtete er, zum größten -Nutzen der schaffenden Menschen an ihre Aufgaben heranzugehen. Im Mittelpunkt aller Maßnahmen müsse eine L e i st u n g s st ei g e r u n g höchsten Ausmaßes stehen, die gerade im jetzigen Stadium des Krieges mit ausschlaggebend sei, den Sieg zu erringen. Arbeiten für -en Sieg! Beaverbrook die Frage vorlegen müssen, was an der heutigen politischen Führungsschicht Großbritan. niens verwerflicher ist: die dekadente Instinktlosigkeit, mit der die Lords und ihre plutokratischen Spießgesellen vor der drohenden Gefahr der bolschewistischen Beltrevolution ihre Augen verschließen, oder die verbrecherische Verantwortungslosigkeit, mit der Churchill und sein Regierungsklüngel Europa dem Gewaltregiment der Moskauer GPU.- Anarchisten ausliefern zu können glaubt. Man irrt in London, wenn man hofft, ein Triuph der Sowjetunion würde den Zerfall des britischen Imperiums, wie er sich heute immer deutlicher abzeichnet, aufzuhalten vermögen. Niemand bezweifelt heute noch, daß ein Sieg des Bolschewismus an der Küste des Atlantik nicht Haltmachen würde. Mit Beaoerbrooks Erklärung hat sich England jeden Rechtes begeben, jemals wieder eine führende Rolle in einem neugeordneten und vom Alpdruck des Bolschewismus befreiten Europa zu spielen. Die -Völker des Abendlandes sind stärk genug, um ihr Schicksal aus eigener Kraft zu meistern. Sitz werden England, das nun Seite an Seite mit den USA. Europa den Schergen Stalins ausliefern möchte, die Antwort nicht schuldig bleiben. Bei allen diesen Anordnungen geht es nicht allein darum, Arbeitskräfte in erweitertem Umfange so schnell wie möglich bereitzustellen, sondern auch Einsparungen an Rohstoffen und Materialien ebenso wie an Räumlichkeiten und Gebäuden vorzunehmen. Es genügt nicht, daß wir die Arbeitskräfte, die bisher noch nicht in einer kriegswichtigen Beschäftigung stehen, zum Einsatz bringen, sonder wir müssen, um einen noch nachhaltigeren und schnelleren kriegswirtschaftlichen Erfolg zu erreichen, auch ganze Betriebe und ganze Betriebszweige stillegen, soweit diese nicht kriegswirt- ichaftlichen Aufgaben dienen. Davon werden in erster Linie der Handel, insbesondere der Einzelhandel, das Handwerk, die Gaststättenbetriebe, aber auch die ganze Werbe- und Reisetätigkeit in der Wirtschaft betroffen werden. Jeder Betrieb beansprucht, wenn er ofsengehalten wird, zumeist in größerem Maße auch andere Dienstleistungen, so z. B. auf dem Gebiete des Post- und Speditionsverkehrs, der Raumreinigung, dem Verpackungsmaterial, dem Verbrauch an Kohle und Energie. Wenn demnach diese Betriebe geschlossen werden, so wirkt sich diese Maßnahme für die Kriegswirtschaft patentiert aus. Von Handwerksbetrieben kommen bei weitem nicht sooiele in Frage wie beim Handel, da die Handwerksbetriebe zum großen Teil schon in die direkte Rüstungsproduktion eingeschaltet waren. Der Rationalisierungsprozeß, insbesondere i m Bankgewerbe, wird jetzt mit erhöhtem Tempo durchgesührt werden. Beim Dersicherungs- g e w e rb e kommen ihnere Rationalisierungsmaß- namen in Frage, aber auch eine Freisetzung von Arbeitskräften, namentlich bei den hauptberuflichen Versicherungsvertretern, bei den nebenberuflichen werden durch Werbebeschränkung Und andere Maßnahmen weitere Kräfte frei. Bei Danken wie Versicherungen wird aber berücksichtigt werden, daß . deren Arbeitsumfang während des Krieges erheblich gestiegen ist. nun ist Erde darin. Ein paar Hände voll Erde aus den heimatlichen Garten. Der Sohn des Obersten, ein siebzehnjähriger Kriegsfreiwilliger, Halle diesen Garten geliebt und gepflegt. Und dann ging er ins Feld. Am zwölften Tage seines Einsatzes muß er zum Nachbarbataillon eine Meldung bringen, eine wichtige, sehr wichtige Meldung. Auf dem Wege dorthin wird er schwer verwundet, abeij er läuft und kriecht und zieht und windet sich weiter. Dor dem Bataillonskommandeur steht er noch einmal auf, steht stramm, will die Meldung machen, bricht aber zusammen. Im Arme des Kommandeurs flüstert er ihm noch die wichtige Meldung zu. Mit dem letzten Tropfen seines Blutes. Und Dann ist er tot. Aber diese Meldung entschied den Sieg des Regiments. „Kühnheit macht sich immer belohnt!", sagt der Oberst. In Lemberg habe er fünf Stunden Aufenthalt, da wolle er dann auf den Heldenftiedhof gehen, wo sein Junge liege. Da will er die drei Hände Heimaterde über das Grab schütten und sie aus- einanderbreiten wie ein Decke, unter der sich's warm liegt. Vorläufig hat er die Erde noch in dem Kasten, wo tatsächlich das Schachspiel drin war. Der Junge habe so gern mit der Mutter Schach gespielt, habe den kleinen Kasten so oft in der Hand gehalten und die Figuren herausgenommen. Die Muller habe darauf bestanden, daß er die Erde in diesem Kästchen mitnehme. Ein Geschenk für einen tapferen Jungen. Niemals wird er alt* niemals wird er grau. Er bleibt eben immer jung. Und dann sagt der Oberst nichts mehr. Er lächelt verlegen« indem er sich die Haare aus der Stirn streicht, vor sich hinsieht und dann, müde tuend, die Augen schließt. । Ich habe die Empfindung, als ob er sich schämt, daß er sich so tief hat in sein Herz hineinschauen lassen. vor. Ein unbequemes Interesse. Stockholm, 5. Febr. (DNB.Funkspruch.) Die zahlreichen amerikanischen Kommissioi- n e n, die in den einzelnen Teilen des Empire aufr tauchen und das wachsende Interesse maßgebendek' USA.-Kreise an den Fragen des britischen Empires geben den Engländern immer mehr zu denken. Be« zeichnend ist eine Aeußerung Duff Coopers, er erklärte: „Warum richten die Amerikaner ihre Aufmerksamkeit so ausschließlich auf das- britische Empire? Es gibt doch noch andere Kolonialreiche wie z. B. das belgische, das holländische und das französische. Vielleicht könnten die Amerikaner ihr Interesse etwas weiter ausdehnen.. Ich war jedenfalls überrascht und entsetzt, als ich vor kurzem in einer Wochenschrift lesen mußte, dcu britische Empire gehöre bereits der Vergangenhe» an." gar der Schnabel zu einem laut tremulierend« Klappern. Wenn die Sonne scheint, stolziert Abu Markub auf der weiten Sandinsel zwischen Flamingos unh Kranichen umher, steifbeinig wie ein Storch in» Salat, aber bald steht er wieder in gewöhntet Starre. Aus dieser Ruhe stößt plötzlich der Schnabel vor, zischt in den Fullereimer, und schon ist ehe Fisch gepackt. Ein zweiter Ruck, durch schüttelnde Kopfbewegung wird das Wasser links und rechts an den Schnabeltanten herausgeschlerckrert, das dis große Schöpfkelle mitgegriffen hat, während dec spitze Hornzapfen an der oberen Schnabelhälfte de» Fisch wie aufgespießt seschält. Dritter Ruck, Kori hoch, Schluckbewegung, neue Ruhe, die so plötzliH einsetzt, daß der Schnabel gar nicht mehr geschlossen wird, sondern klaffend offenbleibt. Im Seitenlichlt der Morgensonne leuchtet die rote Gaumenhöhle purpurn auf, und das Horngebilde erschien durch« aus transparent. Um den Eindruck des Absonderlichen noch zu verstärken, spreizte sich der linke Flü« gel gleich einem Fächer schräg abwärts; und seitdem vermute ich, daß mir unsere zukünftigen De« gegnungen noch manche neue Ueberrafchuna bringen können. beiten, die für die Kriegswirtschaft nicht notwendig sind, oder die nicht dem lebenswichtigen Bedarf der Bevölkerung, vor allem bei Reparaturen, dienen, werden eingestellt (z. B. Juweliere, Gold- und Silberschmiede, Plisseebrenner, Schneiderateliers mit besonders hohem Aufwand). Gegebenenfalls wird nur der nicht kriegswichtige Teil eines Handwerksbetriebes stillgelegt. Es können auch mehrere Betriebe zusammengelegt werden. Für die stillgelegten Betriebe gelten die für solche Fälle bereits bestehenden Anordnungen, vor allem über die Gemeinschafts- Hilfe. Die gewerblichen Berechtigungen werden durch die Stillegung nicht beeinträchtigt. In der Handwerksrolle u. a. wird nur das Ruhen des Betriebes vermerkt. 3. Alle Betriebe des Gaststätten - und Beherbergungsgewerbes, die für die Kriegswirtschaft oder die Versorgung der Bevölkerung nicht unbedingt erforderlich sind, werden stillgelegt. So. werden u. a. geschlossen: alle Vergnügungs-Nachtlokale und Bars und Gaststätten mit besonders hohem Aufwand usw. Bei allen übrigen Gaststätten wird eine Ueberprüfung vorgenommen, aber dafür gesorgt, daß der für die kriegsnotwendige Versorgung notwendige Töil erhalten bleibt. Auch Beherbergungsbetriebe sowie mit ihnen verbundene Gaststätten kommen für die Schließung grundsätzlich nicht in Betracht, da sie vor allem für krie«wichtige Reisen, Aufgaben der Wehnmacht, Kinderlandverschickung usw. zur Verfügung stehen müssen. Den Inhabern der geschlossenen Betriebe bleibt die Berechtigung zur Ausübung des Gewerbes für die Zeit nach dem Kriege erhalten. EnLschadi- gungen werden von der Reichsgruppe Fremdenverkehr festgesetzt. Eine Ausnahme von allen diesen Bestimmungen gibt es grundsätzlich überhaupt nicht. Denkbar wäre sie nur bann, wenn in einem besonderen Einzelfall dem Ziel der Aktion, Arbeitskräfte, Energie und Material für kriegswichtige Aufgaben frei zu machen, weder unmittelbar noch mittelbar gedient würde. Soweit es die Erreichung des entscheidenden Zieles gestattet, werden die Interessen der Soldaten der Front besonders berücksichtigt. Die angeordneten Maßnahmen werden mit großer Beschleunigung durch geführt, so daß die ganze Aktion bereits am 15. Märzabgeschlosfen fein wird. Bei dem Bank- und V e r s i ch e r un g s g e w e r b e werden die bereits vor längerer Zeit in Angriff genommenen Rationalisierungsmaßnahmen gemäß einer Anordnung des Reichswirtschaftsministers nunmehr verschärft durchgefuhrt, um auch auf diesem Wirtschaftssektor beschleunigt zur Freistellung von Arbeitskräften und zur Einsparung von Geschäftsräume» und Material zu kommen. Wichtige Erläuterungen. Besuch bei Abu Markub. Von Paul Erpper. Geradezu vorsintflutlich sieht jener Reiherstorch aus, den Alfred Brehm als einen der absonderlichsten Vögel Afrikas und einen der eigenartigsten des ganzen Erdballs bezeichnet. Doch es besteht alücklicherweise noch keine Gefahr, daß sein Geschlecht ausstirbt auf dieser Welt; Arthur Berger, der verdienstvolle deutsche Afrikaforscher, meint, man könne bei uns zu Land auf einer Sommerreise wahrscheinlich weniger „Klapperstörche" sehen, als er Schuhschnäbel auf seinen Nilfahrten zu Gesicht bekommen habe. Von der Wissenschaft verhältnismäßig spät — 1849 — entdeckt und als Balaeniceps, der „Walköpfige", bezeichnet, wurde dieser Vogel durch Bengt Bergs Buch und Film unter seinem arabischen Namen Abu Markub (Vater des Schuhes) uns allen wohlbekannt. Nun beherbergt der Berliner Zoo einen lebendigen Schuhschnabel. Er hatte zuerst noch einen bräunlichen Ton auf seinem Gefieder, verfärbte sich aber zu schönem Graublau, während der hornige Schnabel bunte Marmorflecke aufweist. Vom Hinterschädel ragt keck und witzig eine Art Harsckopf empor, lustiger Kontrast zu den starren, schwefelgelb lodernden Augen, über die rhythmisch eine weiße Nickhaut huscht. Flüchtige Beobachter könnten meinen, solche Vögel seien langweilige Gesellen. Aber man muß sich eben Zeit lassen, um in die Eigenart von Tieren emzudringen, es lohnt sich auch beim Abu Markub. Er steht zwar noch immer reglos auf feinen hohen Beinen; doch fein Kopf dreht sich in kleinen Rucken nach links und rechts; plötzlich wird das Schnabelmonstrum schier senkrecht aufgerichtet, damit die Augen jene Fliege weiter verfolgen können, die an der Wand emporläuft. Wenn schon solch eine starke Bewegung gemacht worden ist, entschließt sich Oer Baier. Von Max Jungmckel. Auf der Fahrt nach dem Osten treffe ich einen Obersten, der, nachkurzem Urlaub, wieder zu seinem Regiment fährt. Man sieht es dem Gesichte dieses Soldaten an, daß große, schwere Erlebnisse in ihm Bild geworden sind. Es ist hart und grau. Gelb- ' liche dünne Lider, von zahllosen blauen Aederchen überspannen, scheinen die blauflammenden Augen zu begraben. Die Runzeln auf der Stirn wie gehacktes Eisen. Der Krieg sitzt ihm im Blute, hat ihn gemeißelt, während er ihn meisterte. Das Ritterkreuz an seinem Halse schimmert kühl. Da, auf dem ledernen Kinnriemen am Stahlhelm zeigen sich Spuren, wie hineingebissen. Das war vor vier Wochen, als er vor Rschew, in einem verschlammten Erdloch lag und wartete, überdonnert von bolschewistischen Granaten. Während dieses Wartens lag er im Schatten des Todes, hatte den Stahlhelm ins Genick geschoben und kaute auf dem Kinnriemen herum. Ein Mensch, im heißen Feuer vieler Schlack), ten geschmiedet, ist dieser Oberst. Ein Jmmergewapp, neter, der manchmal kurz auflacht, und von dem man glaubt, daß er fein Herz eingeschreint hat. Aber da spricht er von einem Artilleristen, der aus der Protzenstellung heraus in ein Kleefeld ritt, hoch zu Roß, mit geschulterter Sense, die im Lichte aufblitzte. Aus dem Munde heraus baumelte ihm eine Kleeblüte. Die Hemdsärmel hatte er hochgestrichen. Wie einer, der aus der Apokalypse herausgaloppiert, so habe der Mann ausgesehen. Und das alles im Antlitz des Todes. Als das der Oberst erzählt, da ist's, als ob aus den glühenden Donner- farben des Krieges eine Lerche aufsteigt und singt. Auf sein Gepäck hat er einen kleinen Kasten gebunden. Offenbar ist ein Schachspiel darin. Ja, es hat wirklich einmal Schachfiguren beherbergt, aber, unerbittlichen Entschluß abbrinsen, Sen BoNK-wI,, MUS und das Judentum zu vernichten Dafür gibt es nur eines: Arbeiten und wieder arbeiten, schäften und denken für den Sieg. Keine Stunde darf ver- säumt werden. Die Pflicht ist heute alles. In diesem Jahre werden die Kämpfenden gewogen; siegen wird, wer den stärksten und rucksicht^osesten Ein^ aufbringt. Das wird uns allen Richtschnur tut unsere Haltung fein." Weitere Intensivierung der kriegswirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Rumänien. Berlin, 4. Februar. (DNB.) In Berlin hat eine gemeinsame Tagung des deutschen und des rumänischen Regierungsausschusses für die deutsch- rumänischen Wirtschaftsbeziehungen stattgefunden, während der in Durchführung der anläßlich des letzten Besuches des Marschalls Antynescu und des stellvertretenden rumänischen Ministerpräsident ten Mihai Antonescu im Führerhauptguar- tier getroffenen grundsätzlichen Abmachungen das Programm für den Waren- und Zahlungsverkehr zwischen Deuftchland und Rumänien bis zum 30. September 1943 festgelegt worden ist. In diesem Programm ist eine weitere Intensivierung der kriegswirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern vorgesehen. Die getroffenen Vereinbarungen wurden gestern vom Gesandten Clodius für Deutschland und vom Vorsitzenden des rumänischen Regierungsckusschusses Razmirita für Rumänien unterzeichnet. Oie LIGA, wollen -en afrikanischen Naub behalten» Den Franzosen gehen die Augen auf. Vichy, 4. Febr. (Europavreß.) In einem Kom» tnuniquS der französischen Regierung wird die ge< meinsams Erklärung des Präsidenten Roosevelt und des brasilianischen Staatspräsidenten Dargat über ihre Begegnung in Natal scharf verurteilt. Sie befinde sich im Widerspruch zu alleft Versicherungen, die bisher in Washington hinsichtlich der nordamerikanischen Absichten gegen* über Französisch-Afrika abgegeben worden feien. Roosevelt und Vargas hatten erklärt: „In Zukunft und für immer dürfe die Westküste Afrikas mit Dakar niemals mehr eine Gefahr bes Blockade ober der Invasion für die beiden AmerL fas bilden" Die beiden Präsidenten hatten außerdem erklärt, daß ihnen die Begegnung in Nato! Gelegenheit gegeben habe, die künftige Sicherheit der beiden amerikanischen Kontinente vorzubereiten. In dem ftanzösischen Kommunique wird betont, eine solche Feststellung schließe tatsächlich den Willen der Nordamerikaner ein, sich dauernd in dey französischen Besitzungen an der Westküste Afrikas : einzunisten. Der Verrat der Franzosen, die sich in ' Französisch-Nord- und Westafrika den nordameri» 1 konischen Behörden zur Verfügung gestellt hätten, erscheine im Bewußtsein einer derartigen nord» ; amerikanischen Erklärung schamloser als jemals zu» Höchste Leistungssteigerung. Die Aufgaben der ArbeitsverwaLtung. Weimar, 4. Febr. (DNB.) Der Generalbe- vollmächtigte für den Arbeitseinsatz, Gauleiter Sauckel, hatte die Präsidenten der Landesarbeitsämter zu einer Besprechung über aktuelle Probleme des Arbeitseinsatzes eingeladen. Minister iaRürigent Dr. Timm behandelte die Durchführung der Meldevflicht für Männer und Frauen für die Aufgaben Der Reichs Verteidigung^ Ministerialrat Dr. Letsch sprach über die meiere Aktivierung des Ostarbeitereinsatzes und gab Richtlinien für den Arbeitseinsatz im Bergbau, in ber Bauwirtschaft, im Verkehr und sonstigen w-ichttgen Zweigen der gewerblichen Wirtschaft. Ministerialrat Dr. Hildebrandt erläuterte den Arbeitseinsatz und die Möglichkeiten zur Leistungssteigerung in der Rüstungswirtschaft, insbesondere den verstärkten Einsatz von Arbettskräften aus den besetzten Westgebieten. Oberregierungsrat Kästner behandelte die Versorgung der Landwirtschaft mit Arbeitskräften. Gauleiter Sauckel unterstrich sehr stark, daß Stockholm, 4. Febr. (DNB.) Nachdem gerade eben erst der bekannte amerikaniscbe Journalist Constantine Brown in der USA.-Zeitung „Washington Star" unter Bezugnahme auf Äußerungen maßgebender Washingtoner Kreise die These vertreten hat, daß eine Sowjetherrschaft über Europa als „die beste Nachkriegslösung" der euro- päischen Probleme bezeichnet werden müsse, stellt Lord Beaverbrook, der ehemalige britische Versorgungsminister, fest, daß es in England nur einige wenige Narren gäbe, die glaubten, daß ein Sieg der Bolschewisten eine Gefahr für das britische Weltreich bedeuten könnte. Das englische Imperium sei von einer solchen Gefahr weit entfernt. „Wir könnten uns", so erklärt Beaverbrook, „keinen Sieg vorstellen, der uns mehr Glück, größere Freude und einen besseren Trost bringen würde, als ein vollständiger Triumph der Sowjetunion in Europa, und zwar sobald als mtzHlich." * Wer die Geschichte des Bolschewismus kennt und wie die meisten europäischen Völker seinen blutigen Terror in seinem eigenen Lande miterlebte, wird sich im Hinblick auf die Hoffnungen eines englischen Politikers vom Schlage des Herrn Braunschweig, 4. Febr. (DNB^) Reichsorganisationsleiter Dr. Ley sprach im Gau Süd-Han- nover-Braunschweig, wahrend 'die Meldung über das Ende des Heldenkampfes in Stalingrad bekannt- gegeben wurde, in einem Betrieb mit besonders wichtiger Waffenfertigung. Die Gefolgschaft stellte dem Reichsorganisationsleiter unter dem Eindruck der Nachricht einen bedeutenden Geldbetrag von der Wochenlcchnsumme für die Wehrmacht zur Verfügung. Andere Betriebsgemeinschaften beschlossen, trotz der bisher schon außerordentlichen Leistungen ihre Arbeitszeit weiter zu verlängern und weitere Sie Le th nach ta Si stehe, unserer gesamten Kriegswirtschaft, die geeig- Sonntagsschichten einzuleaen. „Der menschliche neten Arbeitskräfte in größtem Ausmaß zuzufüh-, Wille ist größer als das Schicksal", sagte Dr. Ley. ren, alle Reserven hierfür total auszuschöpfen, da- „Wenn das Schicksal uns schlägt, schlagen wir dop- bei ober auch den Gesetzen des Krieges, der Ge-I pelt und dreifach zurück. Nichts kann uns von dem >1 Heilen 1 1 $0f btil icn, 1 OfJ -utsch. mbe* 0 bts Gry. tquar, t dv Ech SM -vir. larbeji I te«, ul. : Äfin diew evrl! :raai 'UG alle, Jingtßi 8*8» feier. Jutunj rihi hr 6t Am« ach? ■ NE lcherhii lereüti beton Willy in bq '21irü: Mn MIM bäbii t noii nalsp ck 4)& )ire e? lebeck LmM ten. Je open ner h llf di! 6 antn.” > ijollc* ,nten b lsbehl.!'- , als ll Ab ingeB zifik sei trotz der Tätigkeit der nordamerikanischen Flotte in naher Zukunft kaum zu rechnen Die australische Presse betont, baß die Insel Kennen, in deren Nähe die letzte Seeschlacht statt- gefunden hat, 125 Meilen südlich von Guadal- canar liegt und trotz ihrer Entfernung von 1000 Meilen von der australischen Küste seit der vorhergehenden Salomonen-Schlacht bei den Santa-Cruz- Inseln (im November 1942) doch den Krieg 500 Meilen nähergebracht hat. Die Rennell-SchLacht ei eine Antwort an die Kritiker in London und 'Washington, die Premierminister Curtins machende Besorgnis weaen der immer stärker werden- »n japanischen Stellung im Pazifik als unbegründet bezeichnet hätten. Die Nennell-Schlacht beweise, daß Japan entschlossen sei, die Kontrolle über das gesamte Gebiet der. Salomonen zu gewinnen, um ouf diese Weiss die Verbindungen und die Nach- chublinie zwischen den Bereinigten Staaten Und lustralien zu unterbinden. Japan beabsichtige nicht tie Initiative an den Feind abzutreten, solange Zriten und Nordamerikaner ihre Kräfte auf anderen Kriegsschauplätzen außerhalb des Pazifiks ; olyentrierten. i Mißglückter Lustangriff auf 7!orddeutfchland. Berlin, 4.gebt. (DNB.) Ein Verband feind- tcher Bomber versuchte in den Mittagsstunden des i. Februar unter Ausnutzung der Wetterlage nord- deutsches Gebiet anzuareifen. Sieben viermotorige Lomber nordamerikanischen Ursprungs wurden ao- leschossen. Mit der Vernichtung weiterer Flugzeuge Vt zu rechnen. Der durch Jagdflieaer und Flak- trtillerie zersprengte Verband wurde.schon beim tlirflug nach Westen zurückaedränat, so daß die Lomber nur zu planlosen" Abwürfen im Küstengebiet kamen. Meine politische Nachrichten. AnläMch des 10. Jahrestages der Machtergrei- ung kündigt der- Zentralverlaq der NSDAP, die verausgabe eines neuen Werkes an: „Adolf Hitler, sammlung der Reden, Erlasse und Derlautbarun- en des Führers". * Auf Grund eines Erlasses des-Reichskommissars iir das besetzte niederländische Gebiet wird eine agere Zusammenarbeit zwischen den deutschen und m holländischen Behörden erfolgen. ♦ Das Parlament der südafrikanischen Union immte gegen eine starke Opposition dem Antrag es Ministerpräsidenten Smuts zu, die Derwen- una von Angehörigen der südafrikanischen Wehr- lacht auf Kriegsschauplätzen außerhalb Afrikas zu illigen. * Ein Rundfunksprecher aus Kanada wurde aus lern Luftwege zur Casablanca-Konferenz bei der inberechtigten Ueberfliegung Spanisch-Marokkos hrd) einen Granatsvlitter der spanischen Luftabwehr getötet, ein anderer verwundet. * 13 französische und 'algerische Staatsangehörige wurden vom anglo-amerikanischen Militärgericht in Konstantine zum Tode verurteilt unter der tntlage, gegen die englisch-amerikanischen Jnter- esen gewirkt zu haben. Ein weiterer Mohammeda- 8er wurde vom nordamerikanischen Militärgericht Algier zum Tode verurteilt. Sämtliche Urteile fnb bereits vollstreckt worden. ♦ Die Lebensmittelausfuhr aus überseeischen Ländern nach Aegypten ist von England und den USA. egen Schiffsraummanyels gesperrt worden, da der Dch für Aegypten verfügbare Schiffsraum lediglich chnischen Erzeugnissen, insbesondere Maschinen nb Ersatzteilen dafür, vorbehalten bleiben muh. - * * Todni Der USA.-Brigadegeneral N. F. Twining, Oberst amison und 13 weitere Angehörige der USA.- Wehrmacht stürzten über dem Korallenmeer ab. re konnten erst gerettet werden, nachdem sie sechs ächte und fünf Tage hilflos auf der stürmischen See umhergetrieben waren. AUF MÖNCKEBERG ROMAN VON OLAF BOUTERWECK (Nachdruck verboten.) • Fortsetzung. Der Generalstabschef des spanischen Heeres, Ge- nrral Dalino, traf in La Linea, dem spanischen Erenzort vor Gibraltar, ein. Nach einem Empfang » der Militärkommandantur besichtigte er Küstenbefestigungen und die Artilleriestellungen von Sierra Iirbonera und begab sich nach Algeciras. s iti ’ filit? mg 0 Surtu \tx\W intity ie ÖR •Wn e toj olietfl* n N ptonB itr w d-'.L uni & hltl» ’ Schon kurz nach dreizehn Uhr erschienen Brand d Lertzeck wieder in Schloß Mönckeberg. Josef Lertzeck war von dieser Fahrt derartig an- iffen, daß er ins Haus getragen werden mußte, otzoem war er in froher und zuversichtlicher mmung; denn seine Befürchtung, daß der Fuß »rochen sei, hatte sich als haltlos erwiesen. Die rzte in der Charite yatten lediglich Verstauchung — leider schmerzhafte — Sehnenzerrung fest- Wen können. Axel und Frank brachten Lertzeck in dessen Zimmer. Siehst du, Josef", erklärte Frank, indem er sich in die Brust warf, „dein Leibarzt hat also doch die nötige Diagnose gestellt! Wenn du jetzt wirtlich Mi-ine Anordnungen befolgst und dich unbedingt Wg verhältst, dann bist du in spätestens einer ^2che wieder auf dem Posten!" Sie sind ja sehr schnell wieder zurückgekommen, <*>irr Lertzeck", suchte Axel den Kranken vorsichtig niszuforschen. ,5)at Herr Brand benn in ber für- Zeit feine sämtlichen Besorgungen in der Stadt ledigen können?" _ , „Jjm — ja, ich glaube wohl", antwortete Lertzeck sternd. „Er war ja um halb zwölf Uhr schon wie- in der Charits und hat mich dort abgeholt, ob- *lhl ich ihn erst für um zwölf Uhr hinbestellt ?crte." llxel Hatter gern noch weitere Fragen gestellt, ?&t in diesem Augenblick kam der Diener Justus ft* Zimmer und rief ihn ans Telephon. 'Ferngespräch aus Berlin!" erklärte er bedeu- i^gsvoll. Ans der Siadt Gieße«. Durchführung des allgemeinen Lohnstops Nur erfüllen! , Als der Krieg begann, war es selbstverständlich, daß er die Arbeitslast des einzelnen vergrößertes und man sprach damals gern davon und war stolz, in der Heimat einen verantwortungsvollen Platz auszufüllen, während die Soldaten an den Fronten so unvergleichlich'Großes leisteten. Aber wenn sich die Auswirkungen des Krieges zunächst nur im Arbeitsquantum einzelner bemerkbar machten, so verteilte sich die Last der gesteigerten Arbeit bald auf alle Schultern in der Heimat. Heute ist es nun so, daß wohl jeder zusehen muß, wie er seine Angabe schafft. Wenn man anfangs aus einem begreiflichen Stolz oder dem Gefühl einer starken Verpflichtung unseren Soldaten gegenüber gerne von seiner Arbeitsfülle sprach, so hat sich dies heute zu einer Art Wettbewerb ausgewachsen, der dem einzelnen in Zum Opfer auf gerufen! Am morgigen Samstag und am kommenden Sonntag wird die 5. Reichsstraßenfammlung für bas Kriegs-Dinlerhilfswerk 1942/43 von Beamten und Handwerkern durchgeführt. Die vorgesehenen Abzeichen gelangen nicht zum verkauf. Die bisher schon immer bei diesen Sammlungen, so wird auch morgen und übermorgen unsere Volksgemeinschaft gern bereit fein, erneut ihren Betrag für das Kriegs-DHD. zu leisten. Jedermann wird sich gerade in diesen Tagen besonders der unvergleichlichen Heldentaten unserer Kampfer an der Front erinnern und einen kleinen Teil des Dankes, den die von unserer Wehrmacht beschützte Heimat allen Frontkämpfern schuldig ist, dadurch zum Ausdruck bringen, daß nicht nur gespendet, sondern int besten Sinne des Dörtes ein Opfer gebracht wird, das, auch wenn es persönlich sehr fühlbar ist, im Verhältnis zu den Leistungen unserer Soldaten doch immer nur eine kleine und bescheidene Tat bleibt. Aber auch diese wollen wir alle miteinander gern auf uns nehmen und dadurch zugleich unseren unbeugsamen Siegeswillen bekunden. Darum füllt die von unseren Beamten und Handwerkern gereichten Sammelbüchsen reichlich! Die Front soll wißen, daß die Heimat zn ihren Soldaten steht. Daher gilt auch hier die Parote: „Der totale Krieg ist der kürzestet" Nicht geben, sondern opfern! vielen Fällen gerade nur dazu dient, die Wichtigkeit seiner Persönlichkeit herauszustellen. Da hat der eine zwei und drei Arbeitskameraden zu vertreten, er erzählt nur noch von der Arbeit und nochmal von Arbeit, von „Erschöpfungszuständen" und „Abspannung", von dringendem „Erholungsbedürfnis" und der Unerbittlichkeit der Zeit. Und der andere übertrumpft womöglich noch, und auch ein dritter weih noch allerlei dieser Art. Unsere Soldaten reden selten von ihren Taten, wenn sie von der Front kommen, sie stehen in den meisten Fällen ganz hinter den Erlebnissen, die sie erzählen, und lassen ihre Bedeutung ganz unbewußt an Kleinigkeiten deutlich werden, vor denen wir schon beschämt verstummen müssen. Was sie leisten, was sie aushalten — das ist fast nur zu erraten, kaum jemals aber wird man von einem Soldaten das - Wort „erholungsbedürftig" ober „abgespannt" hörsn, kaum eine Klage, daß ihm bie Freuden und Annehmlichkeiten des gesicherten Lebens fehlen. Kommt es da bei uns auf ein paar Stunden mehr an, auf ein wenig Hetze und Anstrengungen mehr? Nein, gewiß nicht! Wir sollten von unserer geringen Leistung angesichts ihres Hekdsntums nicht jo große Worte machen. Wir sollten schweigen und Arbeiten und uns nicht genug tun können an Arbeit und Opfer für bie Heimat. Wir wollen versuchen, nicht mehr so viel von der „Arbeit" zu sprechen, wir wollen sie nur noch erfüllen! Sey . Gebt alte Kupfer- und Nickelmünzen dem WSW. Gebt alle Kupfer- und TNckelmünzen dem WhV. Viele haben es seinerzeit übersehen, die außer Kurs gesetzten Kupfer- und Nickelmünzen vor Ablauf der Einlösungsfrist auszugeben ober gegen kursfähiges Gelb umzutauschen. In allen möglichen Behältern, Schublaben und sogar in Geldbörsen find immer noch derartige Münzen zu finden. Der einzelne kann damit nichts anfangen; in der Masse NSG. Der Reichstreuhander der Arbeit für das Wirtschaftsgebiet Hessen gibt folgendes bekannt: Das deutsche Volk steht im vierten Kriegsjahr. Während die Front täglich und stündlich im härtesten Einsatz kämpft, kann Die Heimat bank der Leistungen der Front ihrer täglichen Arbeit unbehindert nachgehen. Keiyer in der Heimat kann bie Einschränkungen, die der Krieg von ihm verlangt, mit dem vergleichen, was die Front an Opfern fordert. Vielmehr muß sich jeder einzelne in der Heimat durch bie Leistungen der Front zu immer neu getigertem persönlichen Einsatz und zu selbst ver- tänblichem Verzicht auf persönliche Wünsche an gepaart fühlen. Aus dem Lohngebiet lautet das Gebot der Stunde: Straff st e Durchführung des allgemeinen Lohnstops. Während erfreulicherweise immer mehr Betriebsführer auch in ihren Handlungen sich zu einem vernünftigen Lohn- und Gehaltsgebaren bekennen, verraten auf der anderen Seite leider noch immer Anträge auf Lohn- und Gehaltserhöhungen den Standpunkt mancher Betriebsführer, daß die Einhaltung des Lohnstops ausschließlich Sache des Rerchstreuhänbers der Arbeit fei. Solche Anträge lassen das erforderliche 93er- anttvortungsbewuhtsein gegenüber den Forderungen des Krieges vermissen. Ungerechtfertigte Anträge auf Ausnahmen vom Lohnstop sind, in doppelter Hinsicht abzulehnen. Während jie zunächst bei den Gefolgschaftsmitgliedern fälsche Hoffnungen erwecken, um bann nach erfolgter Ablehnung Enttäuschung hervorzurufen, belasten sie außerdem meine Dienststelle und bie Dienststellen meiner Beauftragten, deren personelle Besetzung bereits jetzt auf das äußerste angespannt gewinnen diese Münzen aber an Bedeutung und können nützlicheren Zwecken zugeführt werben. Das Kriegswinterhilfswerk 1942/43 gibt Gelegenheit, uns dieser außer Kurs gesetzten Münzen auf bequeme Art zu entledigen, indem wir sie bei der Reichsstraßensammlung am kommenden Samstag und Sonntag neben unserer übrigen Spende in die Sammelbüchsen der ehrenamtlichen Helfer steckdn. Wir geben damit diesen für uns wertlosen Münzen eine neue Bestimmung und stellen sie in den Dienst jener Kraft, bie uns den Endsieg sichert. Oer unheilvolle Augenblick. Der Tod durch Verbrühen gehört leider zu den Unglücksfällen, die trotz aller Warnungen fast mit einer grausamen Regelmäßigkeit wieberkehren. Entweder stürzen die Kinder in einen auf dem Fußboden stehenden Kübel mit heißem Wasser ober sie werfen Gefäße um, die auf primitiven Gestellen ungesichert ihren Standort haben, und verbrühen sich tödlich. Die Reichsarbeitsgemeinschaft Schabenverhütung richtet daher an alle Mütter nochmals bie bringende Mahnung: Laßt eure Kinder in der Küche ober Waschküche nicht ohne A.u f s i ch t! I)enkt weiter daran, daß der „unheilvolle Augenblick" schon vielen deutschen Kindern das Leben gekostet hat! Es ist ratsam, vorher zu überlegen und vorsichtig zu fein, als sich Zeit des Lebens schwere Vorwürfe machen zu müssen, den Tob seines Kinbes durch eigene Schuld herbeigeführt zu haben. Schlitzt eure Kinder vor dem Verbrühungstod! Keine Rentenkürzung bei Mehrarbeit und Mehrverdienst. Wenn es jetzt darum geht, durch Einsatz aller Arbeitskräfte eine möglichst hohe Gesamtleistung für den Krieg zu erzielen, sollen auch bie Empfänger von Rente aus der Reichsunfallversicherung, bie durch Arbeitsunfälle ober Berufskrankheiten erhebliche Schädigungen erlitten haben, ohne Renten- Mrzung bie Möglichkeit zu Mehrarbeit und Mehr- verbi en ft haben. Der Reichsverbanb der geweblichen Berufsgenossenschaften weist deshalb darauf hin, daß grundsätzlich eine Verringerung der Renten nicht in Betracht kommt, wenn es dem Verletzten gelingt, durch größte Anspannung seiner Fähigkeiten einen Arbeitsplatz auszufüllen, der ihm ein höheres Einkommen sichert, als er es vor dem Unfall hatte. Wer ttotz feines Schadens und bank feiner (Energie und feiner Kenntnisse seine Leistungsfähigkeit aus der Zeit vor dem Unfall mjeder erreicht ober noch steigert,^ verdient besondere Anerkennung. Seine Einsatzfähigkeit bleibt trotzdem durch bie Folgen des Unfalls in dem von dem Versicherungsträger festgestellten -Umfang beein- ttächtigt, so byß eine Kürzung her Rente wegen des Aufstiegs nichf gerechtfertigt ist. Eine praktisch allerdings selten vorkommenbe Ausnahme kann nur bann gelten, wenn durch die Berufsgenossenschaft ist, in einem nicht zu verantwortenden Ausmaß, Andere kriegswichtige Arbeiten geraten dadurch m Gefahr, verzögert zu werben. Um einen geregelten Ablauf meiner kriegswichtigen Arbeiten sicherzustellen und um bie Entscheidung der mir bereits vorliegenden Anträge auf Ausnahme vom Lohnstop äu ermöglichen, weise ich auf folgende Regelung hin: 1. Anträge auf Lohn- und Gehaltserhöhungen werden in der Zeit vom 1. Februar 1943 bis 31. März 1943 nicht zur Bearbeitung angenommen. Betriebe, bie von mir eine allgemeine Ermächtigung erhalten haben, auf Grunb deren sie in einem vorgegebenen Rahmen Lohn- und Gehaltserhöhungen selbständig durchführen können, dürfen während dieser Zeit von der Ermächtigung keinen Gebrauch machen. Von der Antragssperre ausgenommen sind Anträge auf Erteilung von Ausnahmegenehmigungen bei Neueinstellungen. 2. Für das Jahr 1943 werden Anträge auf Lohn- und Gehaltserhöhungen von Betrieben mit mehr als 20 Gefolgschaftsmitgkiebern grundsätzlich nur zum 1. April, 1. Juli und 1. August in Form vpn Sam» melanträgen entgegengenommen. Aus Einzelanträge, bie zu anderen Terminen ^gestellt werben, werbe ich nur in begründeten, ganz befonbers gelagerten Ausnahmefällen entscheiben. Ich spreche schon heute bie Erwartung aus, baß nach Ablauf der Antragssperre alle Betriebsführer die an sie herangetragenen Forderungen und Anregungen auf Lohn- und Gehaltserhöhungen ge^ nauestens auf ihre Berechtigung prüfen und mich sa bei der schwierigen, aber kriegswichtigen und unvermeidlichen Aufgabe der Durchführung des Lohnstops mjt allen Kräften unterstützen. im Wege der Berufsfürsorge dem Verletzten eine Ausbildung ganz besonderer Art gewährt wurde, durch die ihm Einsatzmöglichkeiten eröffnet wurden, die er sonst nicht gehabt hätte, Die Herabsetzung von Unfallrenten kommt im übrigen nur in Betracht, wenn sich die durch den Unfall ober bie Berufskrankheit H6rbeigeführte Minbevuna der Erwerbsfähigkeit verringert. Folgen eines Unfalles werden sich fast immer in der ersten Zeit schwerer auswir- ken, als später. Solcke Rentenherabsetzungen erfolgen bann aber aus oen erwähnten Gründen und nicht deshalb, weil der Verletzte durch Fleiß und Fähigkeiten sich beruflich eine bessere Stellung \er* arbeitete. Oie Werte in unseren Wohnungen. Im Einvernehmen mit dem Reichskommissar für die Preisbildung und dem Reichsinnenminister hat der Reichsminister der Justiz bie Gerichtsvollzieher ermächtigt, Schätzungen von beweglichen Sachen aus Anlaß befürchteter ober eingetretenet Kriegs- schäben ober einer Umstellung vorzunehmen. Dabei sollen sich in der Regel auf die Schätzung von Hausrat und sonstigen Gegenständen des täglichen Bedarfs beschränken. Die Schätzung von Hausrat Dach Deine Stromentnahme Nein, schränk Deine Deckenleuchten ein! darf der Gerichtsvollzieher auch dann übernehmen, wenn sich darunter Äunftgegenftänbe oder antike Gegenstände befinden, deren Schätzung eine besondere Sachkunde erfordert. Dagegen muß der Gerichtsvollzieher Aufträge, deren Ausführung in ihrem ganzen Umfang besondere Sachkunde voraussetzt, z. B. von Sammlungen von Kunstgegenstän- oen, Münzen, Briefmarken usw. ablehnen. Die Schätzung muß so beschaffen sein, daß sie eine geeignete Grundlage für die Festsetzung einer Entschädigung bilden kann. Hierfür können z. B. wesentt lich sein bei Zimmereinrichtungen die Zahl unb Maße der Stücke, die Holzart, ungefähre Zeit her Herstellung, Erwerbspreis, bei Kleidungsstücken bas Material und der Verwendungszweck, ebenso bei Wäschestücken, bei antiken Gegenständen der Stil, das ungefähre Alter unb der Erwerbspreis, bei Kunstgegenständen der Name des Künstlers usw. Bei Schätzungen vor Eintritt des Schabens wird der Zeitwert unb soweit angängig, der Wieberbe-i schaffungswert zur Zeit der Schätzung angegeben; Vielfach wirb sich auch die Angabe Der Voraussicht lichen Rsstlebensbauer empfehlen, z. B.: „1 Sttaßeck- anzua, Zeitwert 50 RM., Wieberbeschaffungswert 150 RM., noch etwa ein Jahr tragbar." Bei Schätzungen nach Eintritt des Schabens ist der Zeitwert bei Eintritt des Schadens, der unter Berücksichtigung der Wertminderung verbliebene Wert unb der Wieberbeschaffungswert zur Zeit der Schätzung, möglichst auch noch die normale Lebensdauer, falls ,Dann ist es bestimmt Dr. Raucheisen!' dachte Axel ärgerlich, ,Wer weiß, was er wieder von mir will!' Aber sein Unmut verflog sofort, als er Ottos Stimme erkannte. „Nun, Otto, was gibt's denn Neues?" „Eine sehr merkwürdige Geschichte, Herr Holm: Heute — kurz nach zehn Uhr — erschien hier in der Villa ein Mann, der angeblich die Telephonleitung prüfen wollte. Später, als er schon wieder fort war, entdeckte ich, daß er aus der Bibliothek Ihres Onkels ein Buch gestohlen hat! Unb das, obwohl ich chn kaum aus den Augen lieh!" „Das ist ja sehr sonderbar", murmelte Axel, während fein Hirn fieberhaft zu arbeiten begann. „3a, bas dachte ich auch, Herr Holm, und des» halb rief ich Sie an! Es hanbelt sich um ein in edjroeinsleber gebundenes Buch von Raimundus Lullus, bas den Titel trägt: ,Ars magna Lull? Da Telephonprüfer sich im allgemeinen nicht für derartige Bücher begeistern, muß wohl irgend etwas Besonderes dahinterstecken!" „Wie sah der Mann aus?" fragte Axel schnell. „Der Mann hatte ungefähr meine Große unb war etwa fünfunbzwanzig bis achtundzwanzig Jahre alt. Er trug einen blauen Monteuranzug unb eine blaue Schirmmütze, unb außerdem hatte er eine bunfle Hornbrille auf. Er war glattrasiert, unb ich glaube, daß er brünette Haare hatte." Axel nickte ein paarmal vor sich hin; es schien fast, als ob sein Verdacht gegen Brand sich bewahrheiten solle, denn diese Beschreibung paßte ausgezeichnet auf ihn. ,^Haben Sie vielleicht zufällig gesehen, Otto, ob der Mann an der Stirn eine Beule hatte?" „Das kann ich nicht sagen, Herr Holm!" antwortete Otto zogebnd; „er trug eine Schirmmütze, die er leider nicht einen Augenblick abgenommen hat." „5)5ren Sie, Otto, rufen Sie boch sofort Doktor Raucheisen an unb sagen Sie ihm ..." „Der Kommissar weiß es schon, Herr Holm, denn kurz nach dem Fortgang des angeblichen Telefonarbeiters erschien der Kommissar hier bei mir. Natürlich hab' ich ihm die sonderbare Geschichte sofort erzählt." „Na, unb —?" fragte Axel. „Was sagte er?" „Hm — eigentlich hat er überhaupt nichts darauf gejagt! Er machte sich nur einige Aufzeichnungen, unb nach wenigen Minuten ging er schon wieder." „Sagen Sie, Otto, würden Sie den Mann wie- berertennen?" fragte Axel in einem plötzlichen Einfall. ,Za, beftimmt, Herr Holm!" „Dann setzen Sie sich in meinen Wagen unb kommen Sie sofort hierher nach Schloß Mönckeberg!" Axel beschrieb ihm ganz ausführlich, wie er fahren mußte. „Wann können Sie dort ab fahren, Otto?" Der andere überlegte einen Augenblick. „Na, vielleicht in einer halben Stunde... Uebri- gens — wie ist bas, Herr Holm: kann ich Fox mitbringen? Das arme Tier hat solche Sehnsucht nach Ihnen, baß es bereits ausgesprochen melancholisch geworben ist und..." „Ausgezeichnet!" rief Axel, dem plötzlich wieder das „Gespenst" ein fiel. „Vielleicht ^ann Fox uns hier sogar sehr gute Dienste leisten! Bringen Sie ihn nur mit. — Also in zwei Stunden erwarte ich Sie, Otto!" * Güstrow unb seine Tochter Jutta hatten beschlossen, an diesem Abenb — es war ein Samstag — zu Ehren ihrer Gäste ein kleines Gartenfest zu veranstalten: unb aus diesem Grunde sichren Jutta unb Dicherstädt nach dem Mittagessen hinüber nach Potsdam, um einige Einkäufe zu machen. Unterdessen hielt Güstrow sein Mittagsschläfchen, unb da Brand bie Arbeit in ber Bibliothek wieder aufgenommen hatte, waren Sigrid und Axel sich selbst überlassen. Sie waren nicht traurig darüber. Sigrib schlug einen Spaziergang durch den Park vor, unb Axel, ber ohnehin oerjchiebenes mit Sigrib besprechen wollte, stimmte diesem Vorschlag mit großer Begeffterung zu. Es war ein sehr warmer, sonniger Tag. Sigrid trug ein helles, ärmelloses Sommerkleid, dessen Schlichtheit ihre jugendliche Anmut noch mehr yer- vorhob. , Während sie eine Weile schweigend auf dem Hauptweg des Parkes entlang schritten, stellte Axel heimliche Beobachtungen an; unb er fand, daß Sigrid nie so schon gewesen war wie gerade in diesem Augenblick, da sie mit glücklich glänzenden Augen uncherblickte unb in ihrer Wiederjehensfteube jedem einzelnen der alten Bäume vertraulich zuzunicken schien. In einem Gefühl tiefer Rührung unb überströmender Zärtlichkeit blieb Axel plötzlich stehen und ergriff ihre Hand. Seine Blicke suchten die chren. „Sigrid, ich hätte eine Ditte!" „Ja?" „Wären Sie wohl bereit, Sigrid, mir eine ja, eine kräftige Ohrfeige zu geben?" Sie lachte laut und herzlich. „(Sins Ohrfeige ...? Herzlich gern, Axel, wenn Ihnen damit gedient ist! Aber bevor ich Ihnen derart schlagende Beweise gebe, müßte ich doch erst einmal wissen, was denn überhaupt damit bewiesen werden soll!" Axel räusperte sich. „Ich habe Ihnen ein großes Unrecht zugefüA Sigrid! Schon feit einigen Tagen lastet es mir schwer auf der Seele, daß ich bei meinem ersten Zusammentreffen mit dem Kommissar Raucheisen eine — hm — eine unschöne Bemerkung über Sie gemacht habe! — Das war an jenem Morgen nach dem Tode meines Onkels, kurz bevor mir beide in ber Villa Beierfeld nach so langer Zeit wieder zu» fammentrafen." „Aber da kannten Sie mich boch kaum, Axel!^ sagte Sigrid erstaunt. Sie besaß eine seltene Großzügigkeit unb ausgesprochenes Gerechtigkeitsgefühl. „Ja, bas ist auch die einzige Entschulbigung, die' ich habe!" rief er erleichtert. „Wenn ich Sie damals schon so gekannt hätte, wie ich Sie jetzt kenne, Si- grib, bann hätte ich auch niemals gewagt, eine solch« Bemerkung zu machen Fortsetzung folgtj hrmanschaften, der anderen ' Gliederungen,, der i Bddberichterstottung der OeffenLlichkeit yrmacht und Mannschaften aus den Betriebs-, ^en roirj> Mit dieser neuen Ausgabe unbedingten Siegeswillen mit Erfolg entgegenfern umgeben fein wird, eine Hauptschule erhalten im CARL HAMEL & CO. FRANKFURT/M.9 Verdunkelungsrollos mit Zugeinrichtung 408 D Brühl'schen Druckerei CDic richtigeTTlenge &aekpul&et~ Ch und die richtige iBackhibc finden Sie in meinen^itgemäßni^^epten / . Sie sparen ^Backpulver und Stramins aderKoliLen^fluaadt U&k&Kjhetejbli Haupt Versammlung Sonntag, den 7. Februar, Iß Uhr, im Hotel Hovseld. 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Aufmerksamkeiten anläßlich unserer Kriegstrauung danken wir, auch im Namen unserer Eltern, herzlichst. Uffz. Otto Schäfer z. Z. Im Felde und Frau Lydia, geb. Weiß Leihgestern, Februar 1948 s 0740/ Tüchtig., nettes Servierfräulein . 21 Jahre, fiidft für sofort Stellung. (0767 Anruf ifiy.*. | Verkäufe | Tnnkeirote Fahrkuh •.'Inimi.i Mül | - 4. Male kalbend, sofort zu ner* taufen l>1 • D Königsberg, Ortsstr. Str. 32. Die WinterwehrkLmpfe der EA. Ihre Aufgabe und Durchführung. - Wettkämpfe an über 100 Orten. Wichtiges Glied der Wehrcrziehung. Von SA.-Brigadeführer Ohrt, Oberste SA.°Führung. NSDAP. Hitler-Jugend Bann Gieben (116) Welcher deutsche Elektro-Monteur glaubt gegen eine von uns gestellte Ersatzkraft—franz. Facharbeiter - zur Führung einer Kolonne ausländischer Monteure im besetzten Gebiete freigcstcllt werden zu können. Ersntzkraft sof. verfügbar. Eilbcwcrbungcn erbeten unter KN. 647 an die Ala AMeigen-Gos. m.h.H., Köln, Dlanrltluswall 52. [410v ffutzfrau für die Abendstunden etwa von 18 Uhr an gesucht («hD Verlag des Gießener Anzeigers. H,7.-Veranstaltungsring 42/48 Reihe D, 3. Veranstaltung Sonntag, den 7. Februar 1943, 8.30 Uhr LlchtspiclhauN Jugendfllmstundc mit dem Film „JAKKO" Unser tapferer, jüngster Sohn, unser lebensfroher Bruder, Schwager u. Onkel Erwin Weller , Gefreiter bei der Luftwaffe kehrt, nie wieder zu uns heim. Er fiel bei den schweren Kämpfen im Osten im Alter von 28 Jahren. Fern der Heimat ruht er in fremder Erde. In tiefem Schmerz: Familie Wilhelm Weller nebst Angehörigen. Heuchelheim und im Felde, im Februar 1948. Die Gedächtnisfeier findet Sonnt ag, den 7. Februar, in der Kirche zu Heuchelheim statt. __ 0778 sucht [üi i Mm - ober später eine r-4-ZlMer- MNIW ober zwei leere Näumei.Gießen. Schr. Ang. unt. MI möbliertes Wohn- und SiHlGinmer mal. fließ. Wass., f. Angestellten ip leitend : tellung (iSbcp.) gesucht. Schr. Ang. unt. 4130 n, b. N. A. dige Fortsetzung. Aus dem Mich Oie Hauptschule Am 20. Januar entschlief unerwartet, nach zweitägigem Kranksein, unsere Hebe, gute Mutter, Schwiegermutter und Tante Frau Johanna KahleWwe., geb. Driske nach einem arbeitsreichen Leben im Alter von 80'/, Jahren. Allen, die der Verstorbenen ihre Liebe. Hilfe und Pflege zuteil werden ließen, und allen, die ihre Tcjlnuhmc bekundeten, »ei herzlichst gedankt. f)jc Hinterbliebenens Friedrich Kahle Karl Kahle, Lehrer Lina Kahle, geb. Kreß. Gießen (Wetzlarer Weg 11), den 8. Febr. 1948. Die Bestattung fand in en Wehrerziehung durch die SA. die notwendigen Schi mit Zubehör zur Verfügung -* Gießener Vortragsring. Die Gießener Vortragsrina zusammengeschlossenen Kul- turverbände (Goethe-Bund, Kulturelle Vereinigung und Bolksbildungsstätte Gießen der RSG. „Kraft durch Freude") bringen in Ergänzung ihres für diesen Vortragswinter aufgestellten Veranstaltungsu plans am kommenden Dienstag eine Aufführung des Farbschmalfilms „Farbiges Spanien" mit einem Begleitvortrag von Hans Bötticher. Die Filmveranstaltung fand überall starken Beifall. *♦ Nachkontrolle der Schweine, und H Ü h n e r z ä h l u n g. Die Ergebnisse der Schweine- und Hühnerzählung am 3. März sollen einer späteren Nachkontrolle unterzogen werden. Die Ausführungsbestimmungen hierüber wurden bekanntgegeben. Die Kontrolle erfolgt durch zwei bis drei ge- eignete Personen. Sie werden von der Kreis- bauernschaft bestimmt und dürfen nicht in der zu prüfenden Gemeinde ansässig sein. Die Nachzählung nehmen sie persönlich vor. Falsche Angaben bei der Zahlung am 3. März haben ein gerichtliches Straf- verfahren zur Folge. ** Die Luftschutzbereitschaft tieftet- gert. Wie werden Verdunkelungssünder bestraft? Mit welchen Selbstschutzgerätcn muß jede Luftschutz- gemeinschast ausgestattet sein? Auf diese und eine Reihe weiterer Fragen gibt die „Siebente Aende- rungsverordnung zum Luftschutzrecht" Antwort, die in einem Aufsatz im neuesten Heft der „Sirene , her Zeitschrift des Reichsluftschutzbundes, ausführlich behandelt und ausgelegt wird. Daneben vermittelt „Die Sirene" wie immer, eine Fülle von Erfahrungen und Anregungen auf dem Gebiets- des deutschen Selbstschutzes für jedermann. • hat sich auch im Altreich schon durchgesetzt. Nach einem Bericht des Sachbearbeiters im Neichser- ziehckngsministerium, Oberregierungsrat Keil, be- , stehen in den Alpen- und Donaugauen 594 und im ' ' 2chIuk, L?Lnuf-?d.- gfiU UÄürfW- W 6WU fern Zeitungsträgerin gesucht Verlafi des Glebener ftnzetHers 393 n Wissenschaftliche Werke