vommrtag,4.MSrzl44S Giehener Anzeiger Der Führer. fragen fertig zu werden. Schwere Abwehrkämpfe bei Orel Siege ertragen kann jeder Schwächling, Schick- falsfchläge aushatten, das können nur die Starken! Die Vorsehung gibt aber nur jenen den letzten und höchsten Preis, die es vermögen, mit Schicksals- Der Wehrmachibericht. DRB. Aus dem Führerhauptquartier, 3. März. Das Oberkommando der Wehrmacht gib! bekannt: Der Feind griff den Kuban-Brückenkopf und die M i u s - S t e l 1 u n g an einigen Stellen erneut an. Lr wurde blutig abgewiefen. Der deutsche Gegenangriff im Raum von 3 s j u m hat auf breiter Front den mittleren Donez erreicht. Auch ostwärts Slowjansk und im Raum nordwestlich Charkow stießen unsere Divisionen dem weichenden Feind nach, schnitten mehrere feindliche Kräftegruppen ab und vernichteten sie. Während südwestlich Orel der starke Druck des Feindes gegen unsere Front anhält, brachten deutsche Infanterie- und Panzerdivisionen im Raum nordwestlich Orel eineu starken Angriff zum Stehen, zerschlugen die in das hauptkampffeld eingebundenen feindlichen Kräfte und warfen die Sowjets Unter Vernichtung von 16 schweren und schwersten Panzern wieder zurück. Die Stadt Rschew wurde im Zuge planmäßiger Bewegungen zur Verkürzung der Front geräumt. Nachhuten, die die Stadt seit Tagen nur noch beseht NSDAP. Seinen Män-n-em, denen er jedenzeit Kamerad und Dorbild mar, wird er wie der national« soK'atiMchen Bewegung stets unvergessen bleiben. Wir müssen mit ausdauenckienz Fleiß und mit höchster Präzision arbeiten, weil es die kämpfende Front von uns erwartet. Es gilt, aus unserem-Volk eine Leistungsgemeinschaft zu schmieden, die dem Führer und seinen Soldaten die besten Waffen in ausreichender Menge auf dem schnellsten Wege zur Verfügung stellt, damit Deutschland den Sieg über die Feinde jeder menschlichen Kultur erzwingen kann. K. M. Feindlicher Angriff gegen den Kuban-Brückenkops blutig abgewiesen Stadt Wiesbaden ein,und empfing aus den Händen des Bürgermeisters eine Ehrengabe der Stadt aus der Staatlichen Porzellanmanufattur. Vor der Feier im Rathaus hatten die Leitung und Schüler der Riehl-Schule, der Städtischen Oberschule für Jungen, dem ehemaligen Schüler der Anstalt, Ferdinand Druschel, eine Feierstunde bereitet. Hier überbrachte der stellv. Kreisleiter Wagner die Grüße des Gauleiters. Im Rathaus wie in der Schule wies Major Druschel in seinen Dankesworten darauf hin, daß er nur seine Pflicht getan habe, wie jeder Soldat an der Front und jeder Mann in der Heimat. Nach 46 Nachtjagdsiegen. Berlin, 3. März. (DNB.) Hauptmann Ludwig Becker, einer unserer erfolgreichsten Nachtjäger, kehrte von einem Feindflug am gleichen Tage nicht mehr zurück, an dem ihm der Führer das Eichenlaub zum Ritterkreuz verliehen hatte. Er war als Sohn eines Regierungsbaumeisters 1911 in Dvrt- muTtd geboren, tzudierte an den Universitäten Berlin und Münster Jura und Volkswirtschaft und war in Münster Mitgründer der akademischen Flieger- gruppe und des SA.-Fliegersturmes. Er ging dann ganz zur Fliegerei über und war seit 1937 Segel- flughauptlehrer. Bis zum Kriege war er Einflieger und Fluglehrer bei der Fliegerhorst-Kommandantur Münster-Loddenheide, wurde dann bei der Luftwaffe zum Jagdflieger und Sturzkampfslieger ausgebildet und kam nach dem Frankreich-Feldzug zur Nachtjagd. Nach seinem 30-Nachtjagdsieg am 1. Juli 1942 erhielt er das Ritterkreuz. Insgesamt hat er 46 Nachtjagdsiege errungen. Eichenlaubiräger Eicke starb den Heldentod. B e r l i n, 3. März. (DNB.) An der Ostfront starb am 26. Februar der Eichenlaub träger ^-Obergruppenführer und General der Waffen--- Theodor Eicke als Kommandeur einer ^-Panzer-Grenadier- Di vision in vorderster Linie den Heldentod. Er war 1892 als Sohn eines Bahnbeamten in Hüdigen (Elsaß) geboren. Nach seiner Schulzeit wurde er Soldat. Bereits im Weltkrieg wurde er mit dem Eisernen Kreuz I. und II. Klasse ausgezeichnet. 1920 trat er in die Schutzpolizei ein und fand als Kriminalbeamter Verwendung. Seit 1930 widmete er sich ganz denl Dienst in der Schutzstaffel. Sein Werk war der Auibau der ---Totenkopf-Standarten. 1939 schuf er aus diesen Mrbänden eine Division der Waffen---. Im Dezember 1941 wurde ihm das Ritterkreuz verliehen. Trotz schwerer Verwundung gab er damals die Führung der Division nicht aus der Hand, bis der Erfolg gewährleistet war. Im April 1942 erhielt er das Eichenlaub zum Ritterkreuz. Er war auch Träger des Goldenen Ehrenzeichens der Beveridge und das jüdische Problem. Vigo, 3.März. (DNB.) Sir William Beve- r i d g e riet in einer Rundfunkansprache den Anti- Achsenmächten dringend an, die gemeinsame Verantwortung dafür zu übernehmen, daß nach dem Kriege eine Dauerlösung des jüdischen Problems in Europa und in der ganzen Welt gefunden werde. Der Rummel um den „sozialen Plan" in England, von Sir William Beveridge aus gebrütet und nach ihm benannt, ist noch in frischer Erinnerung. Dieses Mal sind es die Juden, für die er nach dem Kriege unbedingt etwas getan wisien will. Schließlich muß man sich ja den jüdischen Kriegseinpeitschern gegenüber auch erkenntlich zeigen. Freilich handelt es sich im Augenblick nur um einen .dringenden Rat", und dieser bezieht sich zudem auf die Zeit nach dem Krieg. Immerhin aber wird das Judentum dies verständnisvoll zw Kenntnis nehmen. hielten, lösten sich in der Nacht zpm 3. März nach Sprengung der Dotgabrücken unbemerkt vom Feinde. An den übrigen Abschnitten des mittleren und nördlichen Teils der Ostfront verlief der Tag bei einzelnen örtlichen Angriffen im allgemeinen ruhig. Anlagen der M u r m a n b a h n wurden von Sturzkampfflugzeugen nachhaltig zer- stört. 3m Monat Februar verloren die Sowjets 886 Flugzeuge, hiervon wurden 701 in Luftkämpfen und 118 durch Flakartillerie der Cuffipaffe sowie 30 durch Truppen des Heeres abgefchoffen, die übrigen am Beben zerstört. An der uordtunefifchen Front wurden । trotz starken feindlichen Widerstandes weitere ört- i liche Erfolge erzielt. Die Luftwaffe bekämpfte Vat- fetieffeUungen und motorisierte Verbände des Fein- . des. Kampfflieger griffen den Hafen von Trips t i s an. , Einzelne feindliche Störflugzeuge warfen in der ' vergangenen Nacht Bomben auf westdeutsche Orte. . Ein britisches Flugzeug wurde abgeschossen, zwei l weitere an der Kanalküste zum Absturz gebracht. allstreets alte Rechnung. Großbritannien hat in diesem Kriege seine größte Niederlage - in den!lSA. erlitten.- Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8' ? Uhr desPormittags Anzeigen-Preise: Anzeigenteil 7 Rvf. je mm bei 22 mm Zeilenbreite, Wertteil 50 Rvf. je mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffell AbschlüsseMengenstaffelS Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25°'omehr " Totaler Krieg fordert das Aufgebot der gesamten Nation. Das Ziel unseres Seekrieges Von Kapitän z. S. Mohr-Kitzeberg. l-3. Jahrgang Nr. 53 Erscheint täglich, außer Lonntags und Feiertags Beilagen: Gießener Familienblätter Heimat imBild DieScholle Bezugspreis: Monatlich.....RM.1.80 Zustellgebühr... „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Kernsvrechanschluß 2251 Drahtanschrift • „Anzeiger" Postscheck 11686 Franks./M. Major Druschel, den der Führer als ersten Schlachtflreger mit dem Eichetilaub m t t Schwertern .zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet hat, war in seiner Heimat Mittelpunkt zweier Ehrungen. Bürgermeister d^Ekar» ski empfing Maior Druschel im Festsaal des Rathauses. und beglückwünschte ihn zu seinen großen Erfolgen. Der Bürgermeister gab der Freude Ausdruck darüber, daß wieder ein Wiesbadener sich als leuchtendes Vorbild für die Jugend* bewährt hat. SJlajor Druschel trug sich in das Goldene Buch der Spart Strom und Gas! Ein Sonderbeauftragter für die Energieeinsparung. Zum Sonderbeauftragten für die Energieeinsparung hat der Reichsminister für Bewaffnung und Munition den Leiter der Energisstelle beim Gene- rÄbeoollmächtigten für Rüstung und Rüstungsaufgaben im Vierjahresplan, Dipl.-Jng. Seebauer berufen. Er hat auf eine weitgehende Einsparung von Strom und Gas hinzuwirken, besonders bei Behörden, Parteidienststellen und militärischen Dienststellen. Deshalb kann er von diesen die Einsetzung von Energiespar-Beauftragten verlangen, die nach seinen Richtlinien die Einsparung durchführen und überwachen. Für die übrigen Derbrauchergruppen bedient er sich, der ihm geeignet erscheinenden Organisationen. Während von den Haushaltungen eine Strom- und Gasersparnis von 10 v. H. und von Haushaltungen mit mehr als 10 Zimmern eine solche von 20 v. H. verlangt wird, wurden für Behörden und D i e n st st e l l e n der Partei und der Wehrmacht sowie für Banken und private Verwaltungen eine mindestens 30prozentige Einsparung gegenüber dem Verbrauch im gleichen Zeitraum des Vorjahres angeordnet, um alle Energiereserven für unsere Rüstung zu mobilisieren. Wir werden daher wohl schon in kürzester Zeit mit Stockholm, 3. März. (DNB.) „Großbritannien hat in diesem Krieg seine größte Niederlage nicht in Frankreich, aus Kreta oder Malakka erlitten, sondern 1 n den U S A." Mit dieser Feststellung leitet der Londoner „Daily Mirror" einen Artikel über die englisch-amerikanischen Beziehungen ein. Als Sieger — so erklärt das Blatt. — sehe man jetzt in den USA. d i e Englandhasser und jene Leute, die aus materiellen Gründen dagegen arbeiteten, daß das britische Imperium diesen Krieg überlebe. Sie machten' kaum ein Hehl aus chren Absichten und sprächen es oft genug gaüz offen aus, daß sie Großbritannien nach dem Kriege demütigen möchten. Jedet in den USA. sehe England heute bereits als eine zweitrangige Macht an, die nur noch mit Pacht- und Leihlieferungen über Was- ser gehalten werden könne. Churchill und Genossen haben also, auch „Daily Mirror" Miß dies eingestehen, mit der Kampfansage gegen Deutschland eine Entwicklung ausgelöst, hie sich jetzt anschickt, mit der Urgewalt eines Naturereignisses über ihr einstiges Weltreich hinwegzurollen. Immer deutlicher wird sichtbar, daß hinter den Versprechungen, mit denen Roosevelt seine „Freunde" in London anzufeuern vermochte, nichts anderes steht als her Wille, auf den Trümmern des britischen Imperiums seine eigenen imperialistischen Ziele zu verwirklichen. Die Berichte der in Europa stationierten USA.-Diplomaten lassen keinen Zweifel daran zu, daß Roosevelt diesen Krieg von langer Hand vorbereitet bat und Großbritannien immer tiefer in ihn verstrickte, um am Ende dessen Ekve anzutreten. Die Juden der Neuyorker Wallstreet haben nicht vergessen, daß England chnen noch heute Berg? von Gold aus dem vergangenen Weltkrieg schuldet. Sie halten angesichts der immer offenkundiger zutage tretenden Schwächesymptome und Verfallserscheinungen der einstigen brttischen Weltmacht hie Stunde für gekommen, mit ihren alten Gläubigern von damals nunmehr reinen Tisch zu machen. Erkenntnisse, wie sie „Dgily Mirror" heute aussprechen zu müssen glaubt, kommen längst zu spät. Die Entwicklung rollt über die verblendeten Kriegsurheber an der- Themse erbarmungslos hinweg. Im Weißen Haus zu Washington aber reibt man sich die Hände, in der Hoffnung, aus dem Untergang des britischen Imperiums, der von' Roosevelt vorsätzlich in die Wege geleitet worden ist, werde am Ende das von den Imperialisten der USA. proklamierte „amerikanische Jahrhundert" erstehen. Der europäische Krieg ist heute in ein Stadium getreten, in dem sich die zukünftigen Entwicklungen klar abzeichnen. Nachdem es der britisch-nordameri- kanischen Seemacht nicht gelungen ist, Europa nach dem im Kriege 1914/18 bewährten Muster der Fernblockade zu bezwingen, da die Ächsenmächte dem europäischen Kontinent durch ihre Landmacht die Blockadefestigkeit erkämpft haben, hoffen die Gegner uns militärisch durch den Einbruch in den europäischen Festlandsraum besiegen zu können. Die erste dieser militärischen Operationen war die Landung in NoPdaffika mit dem weitreichenden strategischen Ziele, Europa vom Süden her aufzureißen. Wertere Einbruchsversuche an anderen Stellen werden ohne Zweifel versucht werden. Die Vorbedingung zu militärischen Operationen dieser Art ist das Vorhandensein ausreichenden Schiffsraums und volle Bewegungsfreiheit auf den Seewegen. Der größte Teil des Schiffsraumes von England und den Vereinigten. Staaten wird aber heute für die unerläßliche Versorgung der Britischen Inseln mit Rohstoffen und Lebensmitteln gebraucht. Für ihre Afrikaunternehmung haben unsere Gegner zwar unter Zurückhaltung aller dringlichen Wünsche für die eigene Versorgung diesen Schiffsraum noch frei machen können, doch können sie bei der ständig wachsenden Verknappung infolge des deutschen U- Boot-Krieges trotz Zusammenlegung und gemeinsamer Verwertung im Schiffahrtspool weitere Tonnage nicht mehr entbehren. Gerade aus den Vereinigten Staaten hört man in letzter Zeit zahlreiche Stimmen über die Unerträgliche Belastung, welche die Versorgung des bri- B e r l i n, 3. März. (DNB.) In Noworossij s k führten Ueberschwemmungen und starke Regenfälle zur Einschränkung der Kämpfe. Das von den Bergen herabstürzende Wasser zwang die Bolschewisten, ihre Stellungen zu verlegen, so daß neue Vorstöße unterblieben. Ein großes feindliches Schiff, das mit Verstärkungen an Bord den Landekopf der Sowjets anzusteuern versuchte, wurde südlich Kap Myschakow durch unsere Artillerie zum Abdrehen gezwungen. An der Miusfront steigerte sich das Feuer der feindlichen Artillerie, aber weder der schwere Beschuß noch der Einsatz von Panzern konnte den in Bataillonsstärke angreifenden bolschewistischen Schützen zu Erfolgen verhelfen. Bei den deutschen Gegenangriffen im Raum von Jsjum, der nunmehr auf breiter Front den Donez erreicht hat, nahmen unsere im immer stärker verschlammten Gelände vordringenden Truppen eine Reihe von Ortschaften. Im Raum östlich Sslwajansk haben unsere Truppen mehrfach feindliche Kräfte umfassen und om Ausbrechen nach Norden hindern können. Bei der Abwehr verzweifelter bolschewistischer Versuche, sich der Umklammerung zu entziehen, wurden erneut neun Sowjetpanzer abgeschossen und vier weitere erbeutet. Nordwestlich Charkow machten die Angriffsbewegungen unserer Truppen ebenfalls weitere Fortschritte. Sie erreichten einen wichtigen Flußabschnitt und nahmen auch in diesem Raum, zum Teil nach harten Häuserkämpfen, eine größere Anzahl von Ortschaften. Im Zuge dieser Angriffe durchbrachen Unsere Heeresverbände die RückzugSbewe- gungen dtzs Feindes. ' Der von unseren Truppen n o r d w e st l l ch Drei zurückckgeschlagene feindliche Angriff, bei dem die Bolschewisten bis zu Divisionsstärke anstürmten, ist ein Teil der in diesem Raum seit 4. Februar andauernden Offensive des Feindes. Besonders erbitterte Kämpfe hatte ein am Nordflügel eingesetztes deutsches Armeekorps zu bestehen, dem die Bolschewisten neun Divisionen, vier Panzerbrigaden, etwa 120 bis 150 Batterien, ein Minenwerferregiment mit etwa 30 Salvengeschützen und starke Luftwaffenverbände entgegenwarsen. Den ersten, von zahlreichen Flugzeugen und Panzern unterstützten Angriff gegen dieses Korps am 22. Februar leiteten die Sowjets mit einem. Trommelfeuer von über 120 000 Schuß ein. Seitdem hat der Feind auf etwa 20 km Breite Tag für Tag, jedoch immer vergeblich, feine Massenangriffe vorgetrieben, um hier zum ^tzttchei- denden Durchbruch zu kommen. Ganze sowjetische Divisionen sind zerschlagen worden und viele Regimenter auf die Kampfstärke schwacher Kompanien zusammengeschmolzen. Wiesbaden ehrt den Maior Druschel. tischen Jnselreiches für die britisch-nordamerikanische Seekriegführung bedeutet. Man beklagt sich nicht ohne Bitterkeit, daß mehr als die Hälfte des vorhandenen Schiffsraumes für diesen Zweck allein in Anspruch genommen wird, mehr noch darüber, daß erhebliche amerikanische Seestreitkräfte durch die Sicherung der gemeinsamen See- verbi ndungen ihren eigenllichen Aufgaben entzogen werden. Waren es früher nur die „Western Äspproaches", die Gewässer um England, die gegen die Angriffe unserer Unterseeboote gesichert werden mußten, so ist es heute der ganze Atlantik, ja es sind darüber hinaus alle Weltmeere, die des Schutzes der Handelsschiffahrt bedürfen. Sachverständige Kreise in England und den-Vereinigten Staaten rechnen damit, daß England ungefähr die Hälfte seiner Flottenstreitkräfte unmittelbar und mittelbar für diese Aufgabe einsetzen muß, und daß die Vereinigten Staaten gezwungen werden, auch ihrerseits immer mehr Schiffe für bieten Zweck zur Verfügung zu stellen. Die Vereinigten Staaten aber mußten mit ihrer 'Ein--Ozecknflotte — für die erstrebte Zwei-Ozeanflotte war nur erst das Bauprogramm aufgestellt wotde-n — einen Krieg auf i/hren beiden Seefronten im Atlantik und im Pazifik führen. Eine weitere, nicht piinber tief eingreifende Anzapfung des bereits verknappten Schiffsraumes wird durch die militärischen Operationen herbeigeführt. Die Tonnage, die hierfür in Anspruch genommen wird, ist nicht leicht zu schätzen, doch greift man wohl nicht zu hoch, wenn man sie mit 3 bis 4 Millionen BRT. einsetzt. Mit der Ausweitung des Krieges, der Entstehung neuer Fronten überall fühlbarer Verminderung, in erster Linie der Beleuchtung, zu rechnen haben. Dabei > werden alle öffentlichen Gebäude, Dienststellen und Behörden ein Vorbild für unsere häuslichen Energiesparbe- mühungen sein. Wir wollen Strom und Gas sparen und damit der Front helfen. Oie presse als geistiges Kriegsinstrument Eine Gaupressekonferenz in Frankfurt. NSG. Das Gaupresseamt hatte die Hauptschrist- leiter der Presse des GaUes Hessen-Nassau am Mitt- wochnachmittag im Adölf-Hitler-Haus in Frankfurt zu einer Pressekonferenz versammelt, auf 6er ein umfassender Ueberblitf über den gegenwärtigen Stand der totalen Mobilisation aller zivilen Kräfte des Gaues gegeben wurde. Es sprachen zu diesem Thema der Gauwirtschaftsberater Gauamtsleiter Generaldirektor Avieny, der Präsident des Landesarbeitsamtes Hessen, Kretschmann, und die ©aufrauenmalterin der Deutschen Arbeitsfront, Fräulein Tripps. Die Referate, die eingehend die Durchführung und Problematik des Aufgabengebietes erörterten, brachten zum Ausdruck, daß die Bevölkerung des Gaues das Gebot der Stunde voll verstanden habe und die erforderlichen Maßnahmen, die vielfach mit unvermeidbaren Härten verbunden sind, mit Einsicht und Bereitwilligkeit begleite. Der Leiter des Gaupresseamtes, Oberbereichsleiter Hauptschriftleiter Udermann, der die Konferenz leitete, gab der Presse anschließend fachliche Anweisungen für ihren Einsatz als polttische Willensbildnerin und geistiges Kriegsinstrument der Nation. vrühlsche UniverfitStrdruckerei 8. Lange General-Anzeiger für Oberhessen Sießen.^chvlftrahe 7-9 Fori mitattem Nebensächlichen. Front und Heimat stehen jetzt im härtesten Ringen. Die Zeit äußerster Bewährung ist gekommen. Unterschiede in den Pflichten darf es nicht mehr geben. Die Soldaten fordern alles von der Heimat, und das mit dem Recht derer, die die schwersten Opfer auf sich nehmen, damit unser Volk leben kann. Alles, was unserer Arbeit hier in der Heimat noch hemmend im Wege steht, muß heute audge- schaltet sein. Die nebensächlichen Dinge des Alltags sind gegenüber dem Einsatz der Front bedeutungslos geworden: die Angst vor neuen Aufgabengebieten, die Scheu, ungeübte Kräfte einzuarbeiten, die natürlidje Trägheit des Menschen, die noch vorhandenen Reibungen im Arbeitsablauf, die kleinen Mißverständnisse zwischen den Arbeitskameraden. Fort damit in einer Zeit, die von uns allen das Höchste fordert! Derll-Vooi-KriegbleibldieHauptsorgeEnglands ührung yaben im ten Memnemavr « ,«Y. ' brachten in der letzten Woche d-rKnud. Anzeige °°n führenden Biirn-rn de ies Staates Als sie überraschend in der Tür stand — und alle sahen hin, der Vater, die Mutter, die drei ...... ’ " m-,t---ch um den Dari zurück Uten mer, roo sie ihre Besucherin allein gelassen. zurück- kehrte, saß diese am Fenster vor Antons Tisch, und die einfallende Sonne blinkte und funkelte über einem von Zinnsoldaten überschwärmten Blachfeld. Christiane hatte sie herooraekramt, saß nachdenklich über die Tischplatte geneigt und schob mit behutsamem Finger an den Figuren herum — nicht eben nach strategischen Plänen, sondern versonnen und versunken, und als sie aufsab zu der schon eine Weile Wartenden, kam ihr Bl'ck weither ... Frau fietfrooff bat zu einer Tasse Kaffes, und ein Stück Pflaummkuchm sei auch da. und die Soldaten würde sie — , bemüh' dich nicht" — hernach selber wieder ordentlich einräumen, und sie habe Christiane hoffentlich nicht alhu sehr sich langweilen lassen, denn, wenn eines schon auf die alten Kinderspiele verfalle ... Und dann durfte Christiane auf mütterliche Schwärmereien eingehen, und sie tat es gern. Sie riefen längst vergangene Zeit herauf, in der Anton und Christiane zusammenhockten und über die Zinnsoldaten stolze Varaden abhielten oder die geteilten Kriegshaufen einander befämnten ließen. Daß Christiane aber eben ietzt sowie Frau Heckwolf, ihr voraus, Antons Zimmer verlassen hatte, einen der Zinnsoldaten geschwind und entschlossen in ihrem Täschchen hatte verschwenden las- s?n, bas gab für Christiane, unter der heimlichen Anwesenheit des entwendeten Soldaten, der Kaffee- stunde einen beglückenden Reiz, denn dieser Soldat, ein Offizier zu Pferd — und Christiane butte ihn sogleich wiedererkannt —, war in den Stunden Ihrer Kinderspiele stets Anton^selbst gewesen. Dann ging Christiane, und sie bat sich noch Antons Feldvostnummer aus: vielleicht- könne sie ihm gelegentlich ein Buch schicken ober ein paar Zigaretten. Mein, nein, sie brauche die Nummer nicht auszuschreiben. „Die behalte ich so. Tante Heckwolf." Christianes Urlaub verstrich, schnell wie feder »Urlaub. Sie trug ihre hellen, farbigen Kleider die Reihe durch, trug auch den Zinnsoldaten ständig bei sich und freute sich, manchmal ein wenig verschmitzt, manchmal sehnsüchtig und wehmütig — wie die 1 Stunde es gab — des verborgen gehaltenen Besitzes, wenn sie auch im Bewußtsein der nicht ganz Schikane" bezeichnet. Kleine politische Nachrichten. Während seines Aufenthaltes in Spanien sprach R.eich sstudentenführer Dr. Scheel im Rundfunk. Er betonte, die Freundschaft, die besonders die Studenten beider Nationen miteinander verbinden. Der Führer des spanischen Studentensyndikats erinnerte an die Legion Condor, für deren Einsatz sein Vaterland immer dankbar fein werde. ♦ Der spanische Ministerrat ernannte .den ehemaligen Kommandeur der Blauen Division, Generalleut- Schwester im Urlaub Von Hans Jüngst. ■8.S ■hefe ui L? w sich Christine, warm aufwallend in einem Gefühl, das nicht der Vorleserin galt, bei eifrigen Anmerkungen, unterbrechenden Ausrufen und unter zunehmender Spannung, wieder zu der Anrede „Tante", obwohl keinerlei Verwandtschaft die beiden verband, „Ist das alles!" fragte Christiane am Ende zaghaft und sah dem letzten Brief, wie er zusam- menoefaltet mit den anderen im Schubfach wieder verschwand, mit verlangendem Abschiedsblick nach. Tante Heckwolf aber bestand mit dem Anspruch ihres Mutteickolzes auf Anerkennung für die fleißige Treue ihres Jungen — sie sei der Ansicht. Anton habe beinahe öfter aefchrieben. als sein Dienst es erlaube — so daß Christiane, die unter auffteigcnber fflfut. sich ihre Erwartung etnaeftanb. Anton hätte sich wenigstens einmal nach ihr erkundigt, die vielfältig und noch verworren auffteigenfren Regunaen ihres Herzens lieber für sich behielt. Dafür wußte sie es rote von ungefähr einzurichten, daß sie bei einem fflang burch die Wohnung, der sich aus Tante Heckwolfs häuslichen Obliegenheiten ergab, mit ihr durch die eben offenstehende Tür in Antons Zimmer eintrat, und dankbar war sie dem Zufall, der gerade fetzt Antons Mutter, weil sie sich eines auf dem Herde gewiß überbrobelnben Topfes erinnerte, mit t’nem hinaemnrtenen „Entschuldige einen Auaen- blick" in die Küche eiten ließ. Der eine Augenblick zog andere nach sich; als Frau Heckwolf in das Zirtz nordamerikanischen Einflußnahme in Palästina ist die Schaffung eines Judenstaates, der sich sowohl politisch roie wsrtschastlich nach d«n USA. ausrichten und nach len Plänen Roosevelt- und seiner jüdischen Berater di- Basis für eine weitere Aus- dehnung des USA.-Imperialismus im Mittleren Osten darstellen soll. Oer demokratische Süden gegen Roosevelt. . Erstaunlich?- Gedächtnis. In Pariser Gaststätten unterhält ein seltsamer Artist die Gäste mit feinen Leistungen, die bisher nicht ihresgleichen gehabt haben. Um feine Senfa° tionsnummer auszuführen, nähert er sich irgendeinem Zuschauer und fragt ihn höflich nach seinem Namen. „Aristide Dupont", antwortet zum Beispiel der Gefragte, „Sie wohnen in der und der Sttaße, Nummer so und so viel und sie haben die Fernsprechnummer ..." Er gibt sie an, und man kann sicher fein, daß er sich niemals irrt. Der Artist kann fein Experiment mit jedem anderen der hundert Zuschauer wiederholen. Tatsächlich kennt er das ganze Pariser Fernsprechbuch bis zum letzten Komma auswendig und kann in jedem Augenblick jedem Teilnehmer sagen, was über ihn darin steht. Damit nicht genug, er kennt auch alle Einzelheiten der Eisenbahnfahrplane und viele Jahrbücher samt den Anzeigen auswendig. G £» Fehlrechnungen im amerikanischen Schiffsbauprogramm. Stockholm, 3.März. (DNB.-Funkspruch.) In ihren Bemühungen zur Bekämpfung der anhaltenden U-Boot-Gefahr sehen sich die USA. augenblicklich den größten Anforderungen seit Pearl-Harbdur Gegenüber, schreibt die USA-Zeitschrift „Dime". Die Äntwort auf das U-Boot-Problem seien Geleitschiffe, U-Boot-Jäger und Zerstörer. Die Aussicht auf Zerstörer sei aber schlechter denn je. Die Aufstellung des neuen Programms fei viel zu spät erfolgt. Alle Schiffsbauer standen einem Mangel anwicht igstenDingen gegenüber, wie Teilen für Dampfturbinen und Dieselmotoren, elektrotech- nischem Material, Sicherheitsventilen usw. Ferner kollidiere das Brennstoffproblem und die Herstellung von synthettschem Gummi mit dem Geleitschiff sProgramm. Grundursache des Uebels seien die Fehlrechnungen in Washington. Selbst wenn Washington heute aufzuwachcn beginne, fei es doch zu spät, alle Fehler weder gutzumachen. Der jun' inti i spielte Mik Berlin* mers mann, Knuth rollen inti) vo in den unter 1 ewig i ter der Lerlin bereite Daß gender interes schiffs" nen, d urerber haben Heber! ins T sche, Brigg ßettifd dichte erscheii Essays Dichter Dichter Ausw< Frühz Hans allen Gedicl „Kind norme risch, »Arzt heimn der sch Auch! den ih des fj( spanisi tschechi Ungar martf Äaliei Wecke nen Wifir Gesicht gäbe r w Rn schien. nant Munoz Grande, zum ^hef des mcktari- schen Kabinetts General Francos. Der Generalleutnant Moscardo wurde Generalkapttän von Katalonien, Divisionsgeneral Garcia Escamez General- tapitän für die Kanarischen Inseln. Ein neues Kontingent von 1294 Mitgliedern der Mauen Division, darunter 50 Offiziere und 42 Unteroffiziere, hat Spanien ^verlassen. In Algier wurde eine enMch-nord amerikanische Kommission gebildet für eine Durchforschung Französisch-Westafrikas nach Wolfram. Die Kommission soll auch in der ehemaligen deutschen Kolonie Kamerun und in Liberia Schürfungen nach Wolfram vornehmen. * Obgleich die Zahl der Blatternfälle in Istanbul, die seit einigen Tagen festgestellt werden, sich nicht wesentlich erhöht hat, wurde eine 12gtiebrige Kommission mit der energischen Bekämpfung der aus dem Iran und Irak eingeschleppten Epidemie beauftragt. die Dom der Regierung eine Antwort forderten, warum immer noch mutwillige Arbeitsverzögerungen und unbegründete Feiern tn ben Kriegs- inbuftrien geduldet würben. Der Kongreß von Louisiana hat den Präsidenten offen getadelt und eine Ernennung am Obersten Gerichtshof des Staates Louisiana durch ihn als „ausgemachte ei 'm uiti ?, * wirkt i Mer tional^ Prag6 flein fl1 Migs nxit t>' rium ! Mg' stelle gart. 1 Berlin. Jeiah Der Der Pathol' sein 7° inerte I exanten habiliti des i Westen' an die 1928 f« M besonde stofsioe bildun« „@nm 3erbrt Lehre Autor 'Befreiung einzufetzen. x OerLSA.-Lmperialismu«! inp-ästina R om, 4. SOlän. (DNB. Funkspruch.) Das Vor- bringen der USA. auch in Palästina soll durch eine kürzlich gegründete „Amerikanische Bank für den 1 Nahen Osten" sowie durch die „Palästma-Bank- Genossenschaft" erleichtert werden, die beide in Je- rufalem und Tel-Aviv Filialen errichtet haben. Gleichzeitig wurhe in Neuyork das „Amt für Handelsförderung in Palästina" geschaffen, bas mit den bedeutendsten Industrie- und Handelsfirmen von Palästina Fühlung aufnehmen soll. !her Sinn dieser Aus aller Wett. Plünderer hlngerlchkek. Der 35jährige bereits vielfach wegen Diebstahls, darunter auch mit Zuchthaus vorbestrafte Hans Do- broszczyk aus Berlin raubte in der Nacht zum 2. März während des Fliegeralarms in unmittelbarer Nähe eines durch Bombeneinwirkung in Brand geratenen Hauses ein Bündel mit Schmuck- gegenständen. Kleidungsstücken sowie einen Radio- unb einen Photoapparat. Dieses Bündel war von einer Hausbewohnerin in aller Eile aus dem brennenden Hause geborgen worden. Obwohl Dobroszczyk gut verdiente, trug er keine Bedenken, einer vom Schicksal schwer getroffenen Frau die letzte Habe zu rauben. Das Sondergericht Berlin, dem Dobroszczyk bereits wenige Stunden nach der Tat vorgeführt wurde, verurteilte den Angeklagten noch am selben Tage als Plünderer und Dolksschädling zum Das tion Mr ( tMer wmtiit M 'ragte j Jrchi »üb ' Jren P' htdslr >ge, ""deg, hi* leitschiffen zu werfen, selbst wenn dadurch der Bau von Handelsschiffen beeinträchtigt werde, denn es bestehe ein äußerst driuglicher Bedorf anSchff- fen für den Geleitzug. Eme große Anzahl von Handelsschiffen sei auch in Hilfskriegsschlffe umgebaut worden Die Menge der Reparaturarbeiten fet m diesem Kriege "größer als irgend etwas, was man aus dem letzten Kriege kannte. In der Debatte jagte der Labour-Abgeordnete Ammon, daß von einer zufriedenstellenden Loge nicht gesprochen werden könne solange England nicht das Mittelmeer beherrsche. England müsse noch immer auf seine Nahrungsmittelvorräte zuruckgrei- fen. Wenn es nicht gelinge, die Dersenkungsziffer herabzuschrauben, werde die' Ernährungslage sehr gespannt werden. Ammon verlangte „mehr und schnellere Schiffe". Der Labour-Abgeordnete Eduards wandte ein, daß aus den Geleitzügen auch zahlreiche schnelle Schiffe versenkt wurden, da fte ihre eigene Geschwindigkeit mit Rücksicht auf langsamere Schiffe des Geleitzuges nicht ausnutzen konnten. Auch der konservative Abgeordnete Konteradmiral Sir Mors Suter hielt Schnelligkett nicht für ein Allheilmittel im Kampf gegen die U-Boote. Er empfahl, die U-Boot-Bekämpfung in die Hand eines erfahrenen Offiziers zu legen, dem Marine- und Flugzeugfachleute aus den Vereinigten Staaten zur Sette stehen sollten. jungen Geschwister, wie sie der Reihe nach Mittagstisch saßen —, war es im ersten Augenblick nicht Christiane, die Tochter, nicht Christel, die schwesterlich Entbehrte, die sie wahrnahmen, es war ein ungewohntes Abbild von ihr, so etwa, wie man sich die Entfernte wohl hatte vorstellen müssen, wenn man an sie gedacht, aber doch dem ehemals oertrauten Bilde, dem in stiller Hege des Herzens lebendigen, zu weit entrückt, als daß man sofort hätte aufspringen und sie umstürmen mögen: „Christiane, Christel, da bist du ja!" Dies in Wor- ten und kleinem Tumult, geschah erst ein wenig später, nachdem die Urlauberin, von ben an ihr hin suchenden Blicken noch beirrt, sich in den Sekunden ihrer Enttäuschung über das Ausbleiben eines erwarteten Freudenausbruches auch schon Tode und zum dauernden Verlust der Ehrenrechte Das Urteil ist b er eit s v o llstre ckt. Große Waldbrande am Comersee. 'In den Bergen mm, Comersee-sind> Waldb^e ausgebrochen, denen, einige hundert Hektar Wald und Buschgelände zum Opfer sielen. Emer der Häuptherde befand sich oberhalb von 23arenna an den Hängen des Berges San Defendente. Hier wurde eine vierköpflige Rettungsmannschaft bet einem plötzlichen Windwechsel von den Flammen erfaßt, wobei drei Mann so schwere Brandwunden erlitten, daß sie alsbald starben. Kunst und Wissenschaft. „Das Feuer." Walter Erich Schäfers Drama „Das Feuer", in Berlin unter dem Titel „Claudia urau^eführt, erlebte in leichtoeränderter Fassung seine K a | feier Erstaufführung. Der Autor hat den Kern Jet* nes Dramas, die Siebe Catulls und Claudias, dich- terifch stark gestaltet. Catull, der Bauer aus Serono, und Claudia, die große römische Kurtisane, wachsen uns in ihrer Der Wandlung erwärmend zu: der Dichter verbrennt alle Verse, die er „vor Claudia chried, und Claudia vernichtet alle Erinnerungen an die früheren Liebhaber. Neben Catull steht Cäsar. Wir sollen glauben, daß Claudia ihm zu- fällt, weil er Cäsar ist; aber es wird nicht Erlebnis. Die Gestalt redet, aber sie gewinnt aus den Worten nicht blutvdlles Leben, wie Catull vor uns lebendig wird. Auch Schäfers eigene Inszenierung konnte das Gleichgewicht Catull—Cäsar nicht ganz Herstellen. Großartig wußte dagegen Schäfer die m der Anlage wohlgelungene Gestal des Catull tm Spiel Walter Seglers zum Erlebnis zu machen. Luise Claus wußte den Zwiespalt zwischen bet* Kurtisane und der Liebenden glaubhaft zu machen^ Der sehr lebhafte Beifall war nicht zuletzt bedingt durch die mit leichter Hand gebauten, farbig bezaubernden, perspektivisch höchst reizvoll in die Bühne komponierten Szenenbilder, die Friedrich Kalbfuß entwarf. G.M.Vonau. Der einer. Ordinarius für Volkswirtschaftslehre an der Universität Berlin, Geheimer Regierungsrat Prdfessöb Dr. Hermann Schumacher, vollendet sem 75. Lebensjahr. Schumacher wurde durch eine große Zahl glänzend geschriebener Abhandlungen zünden aktuellen Fragen unserer Wirtschaft bekannt. 1868 in Bremen geboren, verlebte er seine Jugend im Ausland, wo sein Vater im diplomatischen Dienst war. Er promovierte 1891 in Jena, begleitete eine Handelskommission nach Ostasien und bereifte anderthalb Jahre China. 1899 wurde er Professor in Kiel, 1901 wurde er nach Bonn berufen und gleichzeitig mit der Organisation der neuen Kölner Handelshochschule betraut. 1906 tarn er als Austauschprofessor an die Columbia-Universität nach Neuyork. 1917 erfolgte seine Berufung an die Universi- tät nach Berlin. Die Universität Köln verlieh ihm die Würde eines Ehrendyktors. Hochschulnachrlchken. Der a. o. Professor Dr. Herbert Duda wurde zum o. Professor für orientalische Sprachen an der Universität Wien bestellt. Duda wurde 1900 in Linz geboren. Er studierte in Prag, Leipzig, Wien und Berlin, promovierte 1925 in Leipzig und habilitierte sich 1932. 1934 wurde Duda Lektor für Sprache und Kultur der Türkei, zwei Jahre später übernahm er die Vertretung der Lehrstuhles für türkische Philologie an der Universität Breslau. 1940 wurde er Direktor des Deutschen wissenschaftlichen Instituts in Sofia. Seit 1942 ist er Gastprofessor der islami- schen Philologie an der Universität Sofia. — Der außerplanmäßige Professor für Zoologie an der Universität Breslau, Dr. Anton Koch, wurde an die T. H. Danzig versetzt. Kock wurde 1901 in München geboren. Er studierte in München, promovierte dort 1924 und habilitierte sich 1936 in Breslau. — Der a. o. Professor für Landes- und Volkskunde Großbritanniens in der auslandswissenschastlichen Fakultät der Universität Berlin, Dr. Karl Heinz Bangkok, 3. März. (Europapreß.) Mahatma Gandhi hat am Mittwoch, 9.30 Uhr, seinen drei- wöchiaen Hungerstreik beendet. Seme Aerzte sind mit seinem Gesundheitszustand zufrieden. In einem Kommunique der Regierung wurde bekanntgeaeven, daß Gandhi jetzt wieder in der gleichen Weise als Gefangener behandelt werden wird, wie vor dem Fasten Er wird aber bis auf weiteres ärztliche Pflege genießen. In der Umgebung von Gandhi wurde die glückttche Beendigung des Hungerstreiks festlich begangen. Vor Abbruch des Fastens wurden Dankgebete gesprochen und Lobvreisunasgesange gemeinsam gesungen. Gandhi selbst ist f'^liä) fännad), macht, aber einen hoffnungsfrohen Eindruck. Als erstes Essen nach Beendigung des Hungerstreiks nahm er etwas verdünnten Apfelsinensaft zu sich Rash Behari Bose, der Präsident der '-^isch Unabhängigkeitsliga in Ostasien, gab der Öreube aller Inder über Gandhis Erfolg Ausdruck. Die Nachricht sei eine Siegesbotschaft an das indische Volk im Kamps um die Erringung der Unabhängig' feit Dieser Erfolg werde die indische Nation zu größeren Opfern im Kampf um die Freiheit cm- spornen. Bose schloß mit dtrn Ausruf an alle Inder, alle Kräfte für den Endkampf Indiens um seine Eine Hölderlin-Sanlale in moderner Vertonung. In der Berliner Hochschule für Musik dirigierte Generalmusikdirektor Rudplf Schulz-Dornburg neben der von Respighi für großes Orchester gesetzten Bach-Passacaglia in c-moll und der Ersten Symphonie in c-moll von Bruckner in der Linzer Fassung den „Gesang des Deutschen", eine Kantate nach den Worten Hölderlins für Sopran und Baritonsolo, gemischten. Chor und Orchester von Hermann Re Utter. Orchestration und Stimmen- ührung gaben im feinzügig ausgearbeiteten Aufbau arbenprächtiger Steigerungen Gewicht und Große ■ )er Hökderlinschen romantischen Gedichte wieder. Reuter vereint in dem Werk glücklich bedeutungsvollen Gehalt mit gesunder Bodenständigkeit und eingängigem Klangreiz. Greta Daeglau. Hermann Schumacher 75 Jahre alt. und der Notwendigkeit der Versorgung der auf dreißig Kriegsschauplätzen kämpfenden nordamen- Sen Truppen ist sie obenurein ftänoig im »n begriffen. Für militärische Zwecke ckommen außerttem, wenn man das Problem der Truppenbeförderung allein betrachtet, nur grofje unD schnelle Schiffe in Betracht, wie es sich bei der britisch-nordamerikanischen Landung m JJorD' afrita gezeigt hat, während der laufende Nachfchuv an Material und Lebensmitteln für die kämpfende Truppe auch auf gewöhnlichen Frachtern befördert werden kann. Gerade wegen der Inanspruchnahme der schnellen Schiffe für Truppentransporte ist es nicht möglich, an Stellell der langsamen und schwerfälligen Geleitzüge schnelle Einzelfahrer in bie lief* sorgungsschiffahrt einzustellen. Dies wird ^ugestchts der Gefährdung der langsamen Geleitzuge durch die neue Angriffstaktik unserer U-Boote in letzter Zeit von zahlreichen Stellen gefordert Es ist aber em schwerer Irrtum zu glauben, daß man auf diese Weise das Problem lösen könne. Abgesehen davon, daß die wenigen schnellen Schiffe, die noch vorhanden oder verfügbar sind, die zur Versorgung der britischen Inseln notwendigen Gütermengen auch nicht annähernd befördern können, sind etwa 90 v. H. aller britisch-nordamerikanischen Neubauten, welche die vom deuffchen U-Boot-Krieg gerissenen Lücken auffüllen sollen, Liberty-Schiffe. Diese aber sind auf Grund ihrer geringen Geschwindigkeit ausschließlich für das Fahren in Geleitzügen konstruiert. Man erkennt aus einer solchen Analyse, die keineswegs den Anspruch erhebt, erschöpfend zu (em, welche Wirkung der d e u t s ch e U - B o o t - K r i e g auf die gesamtstrategische Planung der beiden gegne. rischen Seemächte ausübt. Auf der einen Seite zehrt er an der längst nicht mehr ausreichenden Handelstonnage, und auf der anderen Seite bindet er Die gegnerischen Seestreitkräfte m einem Umfange, der zum Verzicht auf eine operative Verwendung der Flotten zwingt, oder diese doch wenigstens erheblich einschränkt. Nicht nur werden starke amerikanische Kräfte im Südwestpazifik durch die lapani che Kriegführung feftgehalten, sondern auch England mug zur Verteidigung seiner Interessen im australischen Raum und im Indischen Ozean ^lottenteile unterhalten, während die immer noch aus zahlreichen Vorhandensein unserer schweren Schiffe in den nördlichen Stützpunkten unserer Seefront an die britischen Heimatgewässer gebunden bleibt. , So ist es die Aufgabe der deustchen Seekriegsuh- runa durch den Angriff auf den feindlichen Schiffsraum die Lebenskraft des britischen Gegners zu zer- stören, die britisch-nordamerikanischen Abwehrkrafte zu zersplittern und unseren Gegnern dadurch Die Verwendung ihrer militärischen und operativen Offensivkräfte zu weiteren Einbrüchen in den europäischen Raum zu erschweren. Gandhi wieder in strengerHast Lissabon, 3. März. (Europapreß.) Mlem Anschein nach geht der den Demokraten treu gebliebene konservative Süden zu einer offenen. Revolte gegen Roosevelt und den New Deal über. Wie Alistair Cooke dem „Daily Herold" aus Neuyork tafoeit, ist Roosevelts engster Mitarbeiter Jttn Farley soeben von einer Reise durch den Süden zurückge- kehrt. Er habe überall eine dem Präsidenten feind- liche Stimmung vorgefunden. Washingtoner Zeitun. gen brachten in der letzten Woche eine ganzseitige war. Die junge Lazarettschwester trug ein leichtes, freies Kleid, als sie sich zu Antons Mutter auf den Weg machte. Sofort, als sie hereinkam: „Bist du denn nicht eingskleidet? Jyr habt doch eine Tracht!", ließ Antons Mutter beinahe vorwurfsvoll sich' hören. „Ach ja. Fran Hsckmolf!" wehrte Christiane ihr kleinlaut. „Aber ich steckte jetzt Tag für Tag darin. Es tut rut, wieder einmal zu sich selbst zu kommen." Die Frau war nicht weiter bemüht, sich das einleuchten zu lassen. Sie kam gleich auf ihren Sohn Anton zu sprechen, und das war Christiane eben recht, so brauchte nickt sie den Anteng zu machen. Anton sei ia auch Soldat jetzt. Und als die Mutter hie Briefe ihres Soldaten hervorholte, die Bxille aufsetzte und einen nack dem andern normieten begann, verstand auf den Grund des Befremdens, dem sie zu begea- nen schien, selber besonnen hatte und nun, errötend, befangen, gesenkten Kopfes, unwillkürlich mit flacher Hand über ihr Schwesternkleid sirich, vom geschlossenen 5)olsbund und den verborgenen Schultern hinab über den langen, am Handgelenk eng geknöpften Aermel. So bestimmt man Christiane alsbald versicherte, ihr so sehr jugendliches Wesen wandle dos etwas Strenge oder Herbe der Tracht zu besonders eigenartiger Wohlgefolligkeit, so untrüglich hörte Christiane aus solch offener Anerkennung doch auch eine verschwiegene Rührung über bas eigentlich wider- spruchsvoll Unfertige ihrer Erscheinung heraus, und sie legte, am Nachmittag bas Schckesternkleid ab, nicht ohne vorher dos kindliche Köpfchen, schräg zur Achsel geneigt, im Spiegel heimlich in fenfer Wirkung gegen die Tracht geprüft zu hoben. Sie wollte es nicht darauf ankommen lassen, bei dem Bekonntenbesuck, den sie als ersten vorhatte, die Wiedersehensherzlichkeit einer ähnlichen Hemmung auszusetzen, wie sie ihr daheim widerfahren B u e n o s A i r e s, 4. März. (?NB.< Funkspruch.) Die Sorge Englands und der UvA. über die Entwicklung des U-Boot-Krieges geht aus einem Kabel- bericht des Londoner „New Nork Times -Korre- ponbenten hervor.,Infolge der scharfen Zensurmoß- nahmen der britischen Admiralität wurden zwar alle Nachrichten über Schiffsoersenkungen geheimgehal- ten, führende Persönlichkeiten jedoch wußten genau, daß die Schiffsversenkungen von ausschlaggebender Bedeutung für den Krieg fein konnten. Der Wett- lauf zwischen den Versenkungen und Neubauten sei daher von arößerer Wichtigkeit als alle Erfolge oder Rückschläge an den Fronten. Nur ab und zu höre das britische Vast irgendwelche-besonders dra. matische Nachricht über eme Schlackt nn Atlantik. So beispielsweise kürzlich die Versenkung zweier USA.-Dampfer, wobei 850 Menschen ums Leben tarnen, während jedock die Versenkungen^ von Transportdornpfem meistens oenchwiegen wurden, obgleich der dadurch bedingte Ausfall von Tanks, Flugzeugen, Kanonen, Benzin und Lebensmitteln einen direkten Einfluß auf den Krieg habe. Dringender Bedarf an Geleitschiffen. Stockholm. 3.März. (DNB.) Der Erste Lord der brittschen Admiralität, Alexander, erklärte tm Unterhaus, daß mit dem Eintritt Japans in den Krieg zwei Ozeane dem Gebiet zugefugt worden feien? in dem die britische Schiffahrt durch U-Boo - unb Fliegerangriffe sowie „durch eine gewisse Flöt- tenftärh" bedroht worden sei. Der Tell der britischen Kriegsflotte, der für Geleitzüge hn Attantik bereit gestellt gewesen sei, habe in btefe Kriegsfchaw plätze abgezweigt werden müssen. Alexander gab dann zu, daß die Versenkungen an ber amerikanischen Ostküste zu mner schwere n B e l a st u n g der anglo-amerikamschen Tonnage geworden seien. Zeitweise hätten die Verlusts in diesem Gebiet mehr als Dreivi ertel der Gefarnttonnage der dort verkchrenden Schiffe betra- gen Alexander sprach weiter über die gefährliche Eisme er-Route nach der Sowfetunion, woher er zugab, daß diese Operationen zwei. Kreuzer, zehn Zerstörer und sechs andere Kriegsschiffe mit vielen Handelsschiffen und wertvollen Menschenleben gekostet hätten. Die Geleitzüge nach Malta hätten drei Kreuzer, neun Zerstörer, zwei Flugzeug- träger und Handelsschiffe gekostet. England habe sich entschlossen, sich mehr auf denBauvonGe-- lauter erfolgten Aneignung es sich versagte, das Figürchen aus seiner Ruhe am Grunde des Täschchens aufzustören und es zu betrachten. Bis der letzte Tag, mit Kofferpacken und Reisevorbereitung, auch eine Durchsicht dieses Täschchens mit sich brachte. Da fand Christiane ihren Zinnsoldaten in beklagenswertem Zustand vor: der kühn empor» gereckte, degenbewehrte Arm war ihm abgebrochen. Sie sah ihn, der Anton Heckwolf bedeutete, lange an, sie wurde um einen Schatten blaß. „Unsinn!" begehrte sie gegen sich selber auf, stand immer noch da und war doch nun weit weg. Sie war in ihrem Lazarett, das sie jetzt Wiedersehen sollte, der zerbrochene Soldat in ihrer Hand galt für die vielen, die auf ihre Hilfe warteten. Plötzlich gab sie sich eine aufrechte Haltung, schritt entschlossen aur den Schrank zu, indem die Schwesternttacht hing, zog sie an, und im Spiegel, wenn sie daraus hatte achten mögen, wäre ihr diesmal ein Gesicht begegnet, das ausnehmend gerecht zu ihrer Kleidung stimmte. Den Zinnsoldaten aus Antons Spielzeugschachtel nahm sie mit auf ihre Reise. Pfeffer, ist zum o.Professor ernannt worden. Pfeffer wurde 1906 in Frankfurt a. M. geboren. Er studierte in Marburg, Frankfurt, Königsberg und Berlin und promovierte 1931 in Berlin. Er war dann mehrere Jahre in England und Australien und habilitierte sich 1934 in Leipzig. Seit 1940 wirkt er in Berlin. — Dozent Dr. Hans Joachim Beyer ist zum o. Professor für Volkslehre und Na, tionalitätenkunde Osteuropas an der Universität Prag ernannt worden. Beyer wurde 1908 in Holstein geboren. Er studierte in Hamburg, Graz und Königsberg und promovierte 1932 in Hamburg. Er war dann Referent im Preußischen Kultusministerium und Dozent an der Hochschule für Lehrerbildung in Danzig. 1936 wurde er Leiter der „Arbeitsstelle für auslandsdeutsche Volkssorschung" in «Stuttgart. 1940 kam er als Dozent an die Universität Berlin, 1942 erhielt er den Auftrag, die den Namen „Reinhard-Heydrich-Stiftung" führende Forschungsanstalt in Prag auszubauen. Der Pathologe Albert Dietrich 70 Jahre alt. Der in Stuttgart im Ruhestand lebende Tübinger Pathologe Professor Dr. Albert Dietrich vollendet sein 70. Lebensjahr. Der geborene Schweidnitzer studierte schon, in Tübingen, machte dann sein Staats- examen in Tübingen, promovierte hier 1896 und habilitierte sich 1901. 1907 übernahm er die Leitung des Pathologischen Instituts in Cbarlottenburg- Westend und folgte 1913 einem Ruf als o. Professor an die damalige Medizinische Akademie nach Köln. 1928 kehrte er nach Tübingen zurück, wo er bis zu seiner Emeritierung 1938 pirfte. Dietrich hat sich besonders beschäftigt mit den Störungen des Fett- stoifwechsels, der Blutgerinnung und Blutpsropf- biloung, sowie der Geschwulstentstehung. Sein „Grundriß der allgemeinen Pathologie" hat weite Verbreitung gefunden. Auch aus dem Gebiet der Lehre von der Thrombose entwickelte er sich als Autorität. Heues vom Film. Der Tobis-Film „Altes Herz wird wieder jung", der mit Emil Jannings, Viktor de Kowa und Maria Landrock in den Hauptrollen unter der Spielleitung von Erich Engel entstand, erhielt das Prädikat „künstlerisch besonders wertvoll. — Der Berlin-Film „Gefährtin meines Sommers", den Dr. Fritz Peter Buch mit Anna Dam- mann, Paul Hartmann, Wolfgang Lukschy, Gustav Knuth und Viktoria von Ballasko in den Hauptrollen inszenierte, erhielt das Prädikat „künstterisch und volkstümlich wertvoll". — Fritz Odemar spielt in dem Bavaria-Film „Die schwache Stunde", der unter der Regie von Otto Pittermann entsteht, einen ewig verliebten Tenor. — Lina Carstens stellt unter der Spieleitung von Johannes Meyer in dem Berlin-Film „Wildoogel" eine resolute und hilfsbereite Gutsbesitzerin dar. Neue deutsche Dichtung ln fremden Sprachen. Daß man sich in allen Ländern Europas'in steigendem Maße für das neue deutsche Schrifttum interessiert, lassen die Angaben des letzten „Insel- fchiffs^ über die Werke des Insel-Verlages erkennen, die gegenwärtig in fremde Sprachen übersetzt werden. Rainer Maria Rilkes Briefe und Werke haben schon immer im Auslande Freunde und Hebersetzer gefunden, „Das Stundenbuch" wird jetzt ins Tschechische übersetzt, der „Cornet" ins Tschechische, Estnische 4inb «Slowakische, „Malte Laurids Brigge" ins Estnische, die „Duineser Elegien" ins Lettische und Slowakische, Auswahlbände der Gedichte werden in italienischer und lettischer Sprache erscheinen, französisch ein Band, „Le pogte“, der die Essays „lieber den Dichter" und „Heber den jungen Dichter" vereinigt. Die „Briese an einen jungen Dichter" erscheinen italienisch und lettisch, eine Brief- Auswahl italienisch, Briefe und Tagebücher der Frühzeit französisch. — Neben Rilke ist es besonders Hans Carojfa, für dessen Bücher Uebersetzer in allen Ländern am Werke sind. Eine Auswahl der Gedichte wird französisch und letftfth erscheinen, „Kindheit und Verwandlungen einer Jugend" lettisch, norwegisch, schwedisch, slowakisch, spanisch und ungarisch, das „Tagebuck im Kriege" rumänisch. Der „Arzt Gion" lettisch und slowakisch, die „Geheimnisse des reifen Lebens" tschechisch, „Das Jahr der schönen Täuschungen" französisch und lettisch. — Auch die Werke von Karl Heinrich Waggerl finden ihre Leser in immer mehr Ländern. Das „Jahr des Herrn" wird bald in finnischer, slowakischer und spanischer Ausgabe vorlieaen, „Mütter" lettstch und tschechisch. — Rudolf Kochs „Zeichenbuch" ist nach Ungarn, Erick Brandenburgs Werk „Von Bismarck zum Weltkrieg" nach Italien vergeben. In Italien interessiert man sich besonders auch für die Werke von Rudolf Kaßner: hort werden erscheinen „Buch der Erinnerung", „Die Grundlagen der Physiognomik", „Die Verwandlung" und „Zahl und Gesicht". Erwähnt sei endlich eine französische Ans- gäbe von Friedrich Schnacks Roman „Goldgräber in Franken", die in der neuen Tauchnitz-Reihe erschien. ___________________' Aus der Stadt Gieße«. Goethes im Luftschutzkeller. „Auf die Böden der Häuser sollen Fässer mit Wasser gestellt werden; daneben kleinere Gefäße zum Gießen. Leicht brennbare Gegenstände und Stosse sind von den Böden zu entfernen. Auch empfiehlt es sich, Mist bereitzuhalten, um Bomben zu bedecken.' Wo es der Bau des Hauses gestattet, soll unbedingt Sand auf die Böden geschüttet werden. Notwendige Einrichtungsgegenstände sind in den Keller zu schaffen, in den man sich bei Sichtung der Bomben zurückzuziehen hat." Man könnte meinen, das wäre eine Luftschutzverordnung von heute. Aber nein, diese Bekanntmachung wurde vor rund anderthalb Jahrhunderten von der «Stadt Frankfurt erlassen: im Jahre 1796 war es, als die französischen Revolutivnsarmeen sich dem Main näherten. Der Schutz gegen Bomben ist also nicht neu. Man hielt es im Gegenteil schon vor 150 Jahren für notwendig, sich gegen feindliche Einwirkung zu schützen. Aber auch schon damals hat es Leute gegeben, die alle diese Vorsichtsmaßregeln für überflüssig hielten, weil sie unbequem waren. Ein weiblicher Älstschutz- wart mar es damals, der diesen Leuten ins Gewissen redete: Frau Rat Goethe, geb. Textor, die Mutter des großen Johann Wolfgang! Sie selbst hatte einen Musterkeller angelegt und besondere Verhaltungsmaßregeln herausgegeben: die Haustüren müßten geöffnet bleiben, und jeder hätte sich sofort im Falle eines Angriffs in Sicherheit zu bringen. Wie in ihren köstlichen Briefen war die Mutter des Dichters auch sonst sehr urwüchsig. «So zum Beispiel, wenn sie das schädliche Tun und Treiben der Hamsterer verdammte. Sie war eine sehr kluge und welterfahrene Frau, die Frau ^Rat! —n. Waffen-ft Hilst dem KriegS-WHW. Bei der Reichsstraßensammlung am kommenden Samstag und Sonntag, 6. und 7. März, wird sich eine Sanitäts-Ausbildungskompanie der W affen-F/ in Gießen nicht nur mit den Sammelbüchsen, sondern auch mtt einer Reihe von Veranstaltungen tatkräftig für das Kriegs-Winterhilfswerk einsetzen. In dem Hause der ^-Standarte,, Gartenstraße 1, werden Studenten der Waffen-^ eine Musterung durchführen. Dabei werden Kompanieangehörige Größe, Gewicht, Blutdruck, Blutprobe, Luftinhalt der Lunge und Sehschärfe bestimmen. Ferner sollen in den Räumen des ^-Heimes eine anatomische Sammlung, Skelette, Schädel und mikroskopische Präparate, z. B. die Erreger der Tuberkulose, der Diphtherie usw^ gezeigt werden. Den Besuchern wird auch eine Höhensonne zur Benutzung zur Verfügung stehen. Auf dem Parkplatz gegenüber dem Stadttheater wird ein Sanitätszelt errichtet werden. Dort können die Besucher sehen, mit welchen Mitteln ber Arzt in vorderster Linie die erste Behandlung der Verwundeten durchzuführen hat. Der Seltersweg wird von der ff am Selterstor mit einer Straßensperre versehen werden, deren Passieren allen Volksgenossen nürlich möglich ist, wenn sie vorher ihren „Zoll bezahlt haben". Im Cafö Wien werden am Samstag und Sonntag, mittags und abends, Wunschkonzerte mit 23a» rietö-Einlagen stattsinden. Heberall werden die bekannten roten «Sammelbüchsen für das WHW. eifrig herumgereicht werden, in die alle Volksgenossen kräftige Spenden hineintun mögen. Oberwirtschastsschule Gießen. Ab Ostern 1941 ging die bis dahin von der Industrie- und Handelskammer Gieren finanziell betreute „Oeffentliche Handelslebhranstalt" in Gießen in die Träaerfckaft der Stadt Gießen über; sie wurde äls „Städtische Handelslehranstatt" eine wertvolle kulturelle Einrichtung unseres Gemeinwesens. Mit dem Hebergang auf die Stadt setzte ein weiterer Ausbau der Schule ein, der nunmehr dadurch seine Krönung erfuhr, daß das Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung dieser Einrichtung die Bezeichnung „Oberwirtschaftsschule" zuerkannt hat. Die Unterrickstsstätte umfaßt außer der Db erwirb schaftsschule noch die bisherigen Abteilungen, nämlich die Handelsschule für Jungen und Mädchen und die F^chklalfen für das Bank- und das Dro- gisten^äch. Dje Schülerzahl beläuft sich a'menroärtig insgesamt auf über 400 Jungen und Mädchen. Das Einmasgebiet der Schule, d. b. die Gren'e der Wohnorte der Scküler und Schülerinnen, wird im Olten durch Alsfeld. im Norden du-ch Kirchham, im Westen durch Weilburg und im Süden durch Fried- berg gekennzeichnet. Die Ober^rtschastsschule w'rd u.a. auch von auswärtigen Schülern b-lucht, d'e weit entfernt non G'eßen rnfnfpg find und deshalb hier für die Dauer des Schulbesuchs wohnen. Glück auf, Renate! Boman von Ernst Grau. 12. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Damit lief sie eilig davon, winkte noch einmal zurück, und dann stand Renate allein neben der alten Frau Heffke, die hier Verwalterin und zugleich der gute Hausgeist aller Bewohner des Hauses war. Das Mädchen sah schweigend vor sich hin. Lon dem spricht hier doch kein Mensch! Das war hängengeblieben. Das hatte sie gestern abend schon einmal gehört. Eine trotzige Falte stand auf ihrer Stirn. Warum war sie fein Mann! Aber trotzdem — sie mußte es schaffen. Der Name Hammerkott sollte hier wieder zu Ehren kommen! „Haben Sie kein Gepäck, Fräulein Schmidt?" fragte die alte Frau in ihre Gedanken hinein. Fräulein Schmidt. Es erschien Renate in diesem Augenblick widersinnig und töricht zugleich, daß sie ihren persönlichen Wünschen und Gefühlen so widerstandslos nachgegeben hatte. Hier ging es doch um Dinge, hinter denen das alles zurückbleiben mußte. Doch daran war zur Stunde nun nichts mehr zu ändern. „Mein Koffer steht noch in Essen. Ich wollte letzt hinüber —" „Na gut, Fräuleinchen", nickte die Alte. „Aber um fünf wirb gegessen. Wer nicht pünktlich ist, der muß sehen, ob die andern ihm etwas übriggelassen schaben", setzte sie gutmütig hinzu. Also um fünf, dachte Renate. Um fünf Uhr wird diese unerträgliche Spannung weichen, dann werde “ ich endlich auch diesem Herrn Werner gegenüber* stehen, der an allem schuld ist. Nun, er wird sich wundern. Um fein Haar besser als.alle andern werde ich ihn behandeln. Aber sie war bann doch schon viel früher mit ihrem Koffer wieder zurück. Fürchtete sie, diese Stunde zu versäumen? Sie wußte es selbst nicht. Sie fragte auch nicht danach. Sie räumte nur schnell ihre Sachen ein und stand bann am Fenster und sah hinaus in die hochragenden Fördertürme und Schornsteine, in das Gewirr der Werkhallen und Grubenbahnen. Sie kannte dieses Bild aus frühester Kindheit. Aber sie sah es heute zum erstenmal mit anderen Augen, mit Augen, die auch den S nn dicles Bildes begriffen. Eine Uhr schlug. In einer halben Stunde war Schichtwechsel. Drüben itp der großen Arbeiterkolonie wurde es setzt lebendig. Von allen Seiten kamen hi? Männ-r herbei, in einem langen, grauen Zuge strömten die Menschen durch das Zechentor, verloren sich b-mn wieder in Heineren Zügen, die den einzelnen Schächten zustrebten. Renate empfindet deutlich, wie beim Anblick dieser Männer ein bisher ungekonntes Gefühl von ihr Besitz nimmt. Sie ist niemals unter Tage gewesen. Sie kann sich nur eine schwache Vorstellung machen von der mühevollen, schweren Arbeit, die von diesen Männern dort unten gefordert und geleistet wird. Sie sieht schärfer hin. Sie kann dabei einzelne Gesichter erkennen, und sie erschrickt vor dem Harten, Abweisenden, das aus diesen Zügen spricht. Der Begriff Arbeit bedeutet hier etwas anderes, ist grundverschieden von dem, was sie bisher in Vortragssälen und Laboratorien darunter gekannt und verstanden hat. Die Arbeit vor der Kohle, eine Arbeit, die niemals das Tageslicht siebt, fordert von den Menschen mehr, als bloße Handfertigkeit und angelernte Kenntnisse. Sie fordert den ganzen Menschen, sie fordert in jeder Stunde, in jeder Minute volle Einsatzbereitschaft jedes einzelnen für jeden einzelnen in dem steten Kampf gegen die Gewalten der Tiefe, die sich ihre Schätze nicht ohne Widerstand entreißen läßt. «Sie alle, die hier meist wortlos und in sich gekehrt vorüberziehen, sie alle haben dort unten schon oft dem Tod ins Auge gesehen, sie stehen mit ihm auf du und du, sie kennen die Plätze und Hüften sie zu meiden, wo er bereit steht, die Neuregelung des Arbeitseinsatzes der Hausgehilfinnen. Hand nach ihnen auszustrecken. Ihr Tagewerk ist nicht beneidenswert. Und dennoch steigen sie immer wieder hinab. Tag für Tag, Woche für Woche, Jahr um Jahr, denn sie wissen, daß ihre Arbeit lebensnotwendig ist für ein großes Volk. Langsam verebbt der Menschenstrom. Die Hallen unter den Fördertürmen saugen ihn auf. Laut aufheulend hallt der grelle Ruf einer Sirene über den weiten Platz. Auch diesen Ton kennt Renate. Schichtwechsel. Nun rctsen die Förderkörbe, nun stürzen sie sich hinab, Hunderte von Metern hinab in die schwarze Tiefe, während unten die anderen, das Grubenlicht in der Hand, mit kurzem „Glück auf!" in die leergewordenen Körbe kriechen und nach oben fahren. Sie haben die Schicht hinter sich, ihre Gesichter sind von Kohlenstaub geschwärzt, nur das Weiße der Augen gibt den schwarzen Gestalten Leben. Wie eine Schar von Kobolden hocken sie beieinander, während es fmifenb und eisenklirrend nach oben geht. Auf der Hängebank angelangt, steht der Korb mit jähem Ruck, und alles drängt ans Lickt, es aibt laute und frohe Zurufe' zu den anderen hinüber, die auf das Einfahren warten, deren Arbeit erst jetzt beginnt. Wieder wälzt sich ein Strom von Menschen durch das Zechentor. Aber die Stimmung scheint jetzt aufgeräumter, froher zu sein. Sie haben die Schicht hinter sich, die Sonne scheint noch, und vor ihnen liegt der Feierabend, der kleine Garten hinter dem Häuschen. Renate ging hinunter in den großen, gemeinsamen Speiseraum, wo sich, wie vermutlich, jeden Tag das Verwaltungspersonal und die Betriebsleiter der einzelnen Schächte mit ihren Assistenten versammelten, soweit sie unverheiratet waren und im Beamtenhaus wohnten. Wieder hörte Renate eine Reihe fremder Namen vorbeischwirren. Wieder ein paar neugierige, prüfende Blicke. Aber der, auf den sie wartete, fehlte noch. Ein paar Nachzügler kamen — unverwandt sah Renate auf die Tür — der Nächste mußte er ja wohl sein ... Frau Heffke trug mit dem Mädchen zusammen bereits die Suppe auf — ein Herr Werner stellte sich nicht ein — Renate war ärgerlich auf sich selbst. Da saß sie hier und zermarterte sich den Kopf, wie alles wohl werden würde, wenn sie sich nun so unverhofft gegenüberstanden, während er sie leichtfertig angelogen, vielleicht sogar längst vergessen hatte. Denn wenn er wirklich auf Hammerkott arbeitete, bann wohnte er brühen in der Kolonie, bas hieß, er war verheiratet. Unb — vielleicht war das auch die beste Lösung. Aber Renate war trotzdem nicht sehr ge*. sprächig an diesem ersten Abend in Hammerkott, und die anderen fanden, daß die JReue" die Nase sehr hoch trug. Vor dem Schlafengehen stand sie dann wieder am Fenster unb sah sinnend in die Nacht hinaus. Sie stand an der Schwelle eines neuen Lebens. Sie wollte sich Hammerkott erobern. Drüben lag das Haus des Vaters. Man konnte in der Dunkelheit noch deutlich die Umriffe des nicht sehr großen, villenartigen Hauses wahrnehmen. In einem der kleinen Dachfenster brannte Licht. Dort wohnte wohl der Gärtner Peddersen, der das Haus betreute. Ob der sie noch wiebererEennen würbe? Man mußte jedenfalls vorsichtig sein. i Wie anders und einfacher wäre doch alles, wenn sie mit dem Vater zusammen dort drüben wohnen würde. All die unfreunblicken, abfälligen Bemerkungen, bie sie gestern unb heute hatte mit anhören müssen, würben dann für immer verstummen. Sie würbe wieber ein richtiges Heim haben — Aber in ein solches Haus gehörte wohl auch eine Frau, sinnierte sie weiter. Sie buchte nicht baran, sich selbst an diese Stelle zu setzen. Denn unversehens stand das Bild Thora Kerstens vor ihr. unb an ihrer «Seite sah sie den Vater. Vielleicht war es mehr, als ein bloßes Spiel der Gedanken. Wer konnte wissen, wie es um den Vater stand? Vielleicht war es gerade diese Frau, die ihn aus seinem rastlosen Leben zurückrufen, die ihn hier seßhaft macken wurde? (Fortsetzung folgt) Die totale Kriegführung verlangt den zweckmäßigsten Einsatz der Arbeitskräfte auf allen Gebieten. Auch für hauswirtschaftliche Kräfte muß diese Forderung verwirklicht werden. Daher hat der Generalbevollmächtigte für den Arbeitseinsatz, Reichsstatthalter und Gauleiter S a u ck e 1, durch eine Verordnung bestimmt, daß in den Haushaltungen Arbeitskräfte fortan in jedem Falle nur eingestellt werden dürfen, wenn eine Zustimmung des Arbeitsamtes Dorfiegt. Danach ist die bisherige Ausnahmevorschrift aufgehoben, wonach Haushaltungen mit Kindern unter 14 Jahren Arbeitskräfte ohne Zustimmung des Arbeitsamtes einstellen dürfen, wenn nicht schon eine Hausgehilfin oder Hausangestellte beschäftigt wurde. Haushaltungsoorstände, die hauswirtfchaflliche Arbeitskräfte ohne Zustimmung des Arbeitsamtes einstellen, werden streng bestraft Da diese Regelung nur die Neueinstellungen erfaßt, ist außerdem zur Heberprüfung der bereits eingestellten Hausgehilfinnen folgendes bestimmt worben: Haushaltungen, die eine oder mehrere hauswirtschaftliche Kräfte beschäftigen, haben dies dem Arbeitsamt, in dessen Bezirk die Haushaltung liegt, nach Maßgabe eines besonderen Aufrufs anzuzeigen. Die Anzeige ist auf einem besonderen Formblatt zu erstatten, bas beim Arbeitsamt er* hältlich ist. Die Haushaltungsvorftände haben ferner dem Arbeitsamt auf Verlangen alle notwendigen Unterlagen vorzulegen sowie alle erforderlichen Auskünfte zu erteilen. Auf Grund der Meldungen werden die Arbeitsämter prüfen, welche Haus wirtschaftlichen Kräfte unter den gegenwärtigen Arbeitseinsatzverhältnissen dem Haushalt entzogen werden müssen. Die näheren Richtlinien über den Aufruf, die Heberprüfung der Haushalte und den anderweitigen Einsatz der abzugsfähigen Kräfte werden vom Generalbevollmächrigten für den Arbeitseinsatz noch erlassen werden. Hierbei wird insbesondere auch auf die Versorgung der Huber* reichen Haushaltungen mit Hausgehilfinnen Bedacht genommen werben. Das Arbeitsamt kann das Arbeitsverhältnis (Lehrverhältnis) von hauswivtschaftlichen Kräften, die nach seiner Entscheidung aus dem Haushalt abgezogen werden müssen, durch schriftlichen Bescheid an den Haushaltungsvorstand lösen. Nähere Auskünfte erteilen die Arbeits- i ämter. Kriegseinsatz der Hitler-Jugend. An alle filtern unserer Zungmädel und Mädel? Die Mädelführung des Dclttnes 116 teilt mit: Der Reichsjugendführer hat für das Jahr 1943 bie Parole „Kriegseinsatz der Hitler-Jugend^ ausgegeben. Damit erwächst für den Durch Deutscher Mädel die Verpflichtung, sich noch mehr als bisher auf Kriegsausgaben umzustellen. Wenn wir bis jetzt vor allen Dingen mit den Großaktionen, wie Ernteeinsatz und «Spielzeugherstellung, in Erscheinung traten, kommt nun darüber hinaus die Hilfe in den Familien zu ihrem Recht. Die Mädelführerin des Bannes 116 hat hierzu folgendes angeordnet: Alle Jungmädel des Bannes haben ab sofort einmal im Monat mindestens zwei «Stunden innerhalb des JM.-Dienstes Familieneinsatz zu leisten. In der praktischen Durchführung wirkt sich dies dergsstalt aus, daß ein Heimnachmittag im Monat ausfällt, um den Jungmädeln Gelegenheit zu geben, sich in einer Familie zur Hilfe einzuschalten. Der Einsatz kann abgeleistet werden zu Hause oder in der Nachbarschaft, Bekanntschaft und Verwandtschaft, kurz, in einem Haushalt, wo das Jung- mäbel sich auskennt und daher tatsächlich etwas leisten kann, sei es nun beim Einkäufen, Kinderver- wahren, Putzen oder Stopfen. Die Führerinnen, die die Einsatzstellen der Jungmädel kennen, werden die Gelegenheit wahrnehmen und sich von der Hilfsbereitschaft ihrer Mädel überzeugen. Alle Mädel haben ab sofort einmal im Monat anstatt eines Heimabends einen gemeinsamen Stops- abend. Die Landeinheiten bessern an diesem Abend Strümpfe aus dem elterlichen Haushalt und aus der Nachbarschaft aus, währenddessen sich die Mädel aus .Gießen-Stabt der zerrissenen Handtücher unb Strümpfe der Gießener Lazqxette annehmen. Mit dieser Neuregelung kommen wir vielen Wünschen aus dem Elternkreis entgegen. Wir hoffen allerdings auch, daß bie Elternschaft unserer Mädelarbeit gerade jetzt im Kriege das größte Verständnis entgegenbringt und sie in all ihren Bestrebungen unterstützt! Nur so ist die Erziehung und der Einsatz der Jugend im Kriege gesichert. Weitere vorbildliche Gonderspenden für das Kriegs-WSW , Ebenso wie die Beamten und Angestellten her Polizeidirektion Gießen — wie wir gestern bereits berichteten — haben auch bie Gendarmen, Polizei- Reservisten unb Bürgermeister sowie die Freiwilligen Feuerwehren im Landkreise Gießen durch vor- v Übliche Dpferfpenben für bas Kriegs-Wiifterhilfs- werf ihre starke Gemeinschaftsgesinnung unb ihre innige Verbundenheit mtt dem Volke erneut bekundet. Während die Gendarmen,1 Polizei-Reservisten unb Bürgermeister des Landkreises Gießen im vorigen Jahre 1118 RM. für das Kriegs-WHW. als «Sonderspenbe aufbrachten, beläuft sich der Gesamtbetrag der diesjährigen Sonbevspende dieser Männer auf 2566 RM.; mithin ist eine Steigerung um über 100 v. H. gegenüber dem Vorjahre zu verzeichnen. Die Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehren des Landkreises Gießen überwiesen im vorigen Jahre dem Kriegs-WHW. als Sonderspende den Betrag von 4775,79 RM., tn diesem Jahre beläuft sich der Gefamtbettag dieser Sonderspenbe auf 14 556 20 RM., al'io rund 300 v. H. «Steigerung gegenüber dem Vorjahre. Auch diese von bestem Opfersinn zeugenden Spenden verdienen volle Anerkennung unserer Volks- asmeinschaft und sind ebenso wie die Spende der Männer der Polizei als ein nachahmenswertes Beispiel anzusehen. Di» Züge lung von Geräten au« der Or.-Goebbels-N^ndfunksvende Infolge der kriegsbedingten Verknappung der Rundfunkgeräte, Röhren und Einzelteile ist die Dr.- Goebbels-Rundfunkspende nicht mehr in der Lage, die zahlreich einlaufenben Gesuche der Volksgenossen wie bisher zu erledigen. Es muß in den meisten Fällen ein ablehnender Bescheid erteilt werden, weil die wenigen noch' zur Verfügung stehenden Rundfunkgeräte, Röhren und Einzelteile ausschließlich an Schwerkriegsbeschädigte der Versehrtenstufe III, soweit sie von der Wehrmacht beretts entlassen wurden, oder an Hinterbliebene von Gefallenen dieses Krieges zur Verteilung kommen. So gern die Dr.-- Goebbels-Rundifunkfpende alle Wünsche der Opfer dieses Krieges erfaßen würbe, müssen leider auch hier beträchtliche Einschränkungen gemacht werben, so daß nur in besonders gelagerten Fällen eine Zuteilung erfolgen kann. Die jetzt noch von den übrigen Volksgenossen einlaufenbeji Gesuche können aus Mangel an Arbeitskräften nicht mehr beantwortet werden. Prof. Or. Zeß 60 Jahre alt. Am 7. März vollendet der Ordinarius für Augenheilkunde unb Direktor der Hniversttäts-Augenklinik Leipzig, Professor Dr. Adolf Jeh, fein 60. Lebensjahr. 1883 in Bordesholm (Kreis Kiel) geboren, studierte er in Tübingen, Göttingen, Berlin und Marburg unb promovierte 1908 in Göttingen. 1913 habilitierte er sich in Gießen für Augenheilkunde. Don 1914 bis 1918 stand er als Arzt im Felde. 1918 erhielt er bie Ernennung zum a. o. Professor in Gießen. 1923 wurde er mit der Leitung der Hni- versitäts-Augenklinik in Gießen vertretungsweise betraut unb 1924 zum o. Professor der Augenheilkunde und Direktor dieser Klinik ernannt. 1926 war er Dekan der medizinischen Fakultät und 1932/33 Rektor der Uniuerjität Gießen. «Seit 1935 wirkt er in Leipzig. Das Arbeitsgebiet von Prof. Jeß betrifft neben der Klinik von Augenerkrankungen besonders phy- siologisch-chrmische Fragen in der Ophtdalmolonie, Kriegsverletzungen und Gasschäbigungen der Augen. Nachtblindheit, Verkupferung der Augen, Staraus- ziehung mit der Hoch'reqenznabel ufw. An den neuen Handbüchern der Augenheilkunde und der getarnten Physiologie ist Pro*. Jeß beteiligt, ferner am Lehrbuch der Augenheilkunde von Hertel-Aren- Zeichen: G. Nr. E. 372/42.) 4. Marz von 19.04 bis 6.32 Uhr. sich nach regelmäßi izjigÄ Die Deutsche Arbeitsfront 722D straße 18. 1 Verschiedenes Freibank 01423 01412 | Mietgesuche 11 Verkäufe | i KOHLENKLAU [?nC Geliebte Welt T841. 2.30. 4.45.7.30; So. 2.00, 4.30,7.30 ühr 7-lP Gebrauchtes i Laufe des Rechnungs- u. 01427 a. G. A. _ Gebrauchtes noch nicht abßcmelbet zum 31. März 1943 । a I z. 100 Aik., sowie An^ils. Nüchm. v. aorx müllen tut 2 bis ^4 Uhr. 3. 1943: 31-100 101-160 161-220 221-280 3. 1943: 281-330 331-380 381-430 leine ürepnuiH- nagnlue, 4mbrm mit Zcugnl» atiifirtfien dem B» Chem. Fabrik Krewel-Leuffen G.m.b.H. K6U Heute nachmittag verschied nach kurzem schweren Krankenlager unsere liebe Mutter, Schwester, Großmutter, Urgroßmutter, Schwiegermutter und Schwägerin Marie Dorothea Schwing, geb. Franz Inh. des Deutschen Mutterkreuzes in Gold im Alter von 70 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen (Hint. der Westanlage 11), 3. März 1043. Die Beerdigung findet am 6. März, vormittags 11.30 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. 01430 MIMMO Am Samstag zwischen Franks. Str. - Seltersweg verloren. Abzug, geg. Bel. auf dem (0141& Fundbüro. Jiii fiten Leghorn u. rebhuhnfarb. Italiener sofort laufend abzugeben Wilhelm Stamm Atzbach 71 (Kreis Wetzlar) 01421 QM ein einzelne» Ei) ko/m • wenn es die Zuteilung zuläßt ♦ In den Vorrotstopf zugelegt • oder X natürlich euch arwenn zP es gebraucht wird’-» fip* entnommen werden, denn Obst- u. Garlenbauverein Hieben Samstag, den 6. März, um 15 Uhr Ausgabe von Obstbaum Karbolineum Statt besonderer Anzeige. Allen denen, die uns beim Heimgang unserer lieben Entschlafenen Fran Anna Leib, geb. Drescher ihre aufrichtige Teilnahme bekundeten, und allen, die ihr während ihrer langen Krankheit mit großer Liebe alles Gute erwiesen haben, sage ich im Namen der trauernden Hinterbliebenen auf diesem Wege herzlichen Dank. Ernst Leib. Krofdorf, den 4. März 19*43. ________ 728 D Für die vielen Glückwünsche und erwiesenen Aufmerksamkeiten anläßlich unsererVermählung danken wir, auch im Namen unserer Eltern, recht herzlich Herbert Stensel Soldat in einem Gren.-Regt. und Frau Gertrud, geb. Friedrich Saara bei Breslau Gießen, Freiligrathstraße 75 Ml/ Pens. Lehrerin mit Schwester sucht kleine Mnilüg. Schrift!. Angeb. unter 01416 an den Gieß. Anz. Ich mache darauf aufmerksam, daß diejenigen hiesigen Einwohner, die im Laufe des Rechnung^ jahreö 1942 (1. April 1942 bis 31. Mär; 1943) Hunde abgeschafft, aber 1 ' haben, dies spätestens bis _____ ------- ---- entweder schriftlich oder mündlich auf dem Stadthaus, Bergstraße 20, Bimmer 24, während der üblichen Dienststunden an-eigen müssen. Vordrucke für diese Abmeldungen smd bei der bezeichneten Stelle erhältlich. Die Verbindlichkeit zur Entrichtung der Hundesteuer dauert bei Nichtabmeldung auch im folgenden Jahr, und zwar solange fort, als die entsprechende Anzeige versäumt wird. Gießen, den 27. Februar 1943. I720C Der Oberbürgermeister. Am 10.3. d. I. ist die erste Vorauszahlung auf die Einkommensteuer für 1943 fällig. Ähre Höhe richtet dem letzten Einkommensteuerbescheid — regelmäßig für 1941 — bzw. dem besonderen Vor» auszahlungsbescheid, falls das Finanzamt einen solchen erteilt hat. Wird sich die voraussichtliche Einkommensteuer für 1943 wegen Einkommensrückgang oder Aenderung des Familienstandes (z. B. Geburi von Kindern) oder aus anderen Gründen niedriger als die bisherige stellen, so kann beim Finanzamt Antrag auf Herabsetzung der Vorauszahlungen für 1943 gestellt werden. Möglich ist allerdings, daß std) auf Grund des neuen Einkommensteuertarifs für 1942 bzw. 1943 eine niedrigere Einkommensteuer nicht ergibt. In diesem Falle wird das Finanzamt dem Herabsetzungsantrag nicht oder nur in entsprechendem Umfange stattgeben. Lpd. Darmstadt, 3.März. Der Historchhe Verein für H-ffen hat seinen lanUahrigen Geschäfts- suhrcr, Studienrat i. R. Trofeffor D,r-Ph11;®,^ Edwin Becker, durch den Tod verloren. Professor Becker der aus Michelstadt im Odenwald stammte und seit Juli 1938 im Ruhestand lebte^ hcckslch um verschiedene Teilgebiete der Geschichtsforschung durch zchlreiche Veröffentlichungen verdient gemacht. Verdunkelungszeit: werden. Steuervergünstigungen bei gefallenen Angehörige^. Ehefrauen von Gefallenen wird der Kriegszuschlag zur Einkommensteuer auf Antrag ohne Rücksicht aus die Einkommens- und Vermögensverhältnisse für das Kalenderjahr erlassen, in dem der Ehemann gefallen ist, und auf etwaige Rückstände aus früheren Kalenderjahren. Ein weitergehender Erlaß des Kriegszuschlages kommt nicht in Betracht. (DStZtg. 43 Nr. 5.) Die Witwe eines gefallenen Wehrmachtangehörigen oder einer gleichgestellten Person ist insofern begünstigt, als sie bei der Einkommensteuer in Steuergruppe III besteuert wird, soweit nicht wegen Kinderermäßigung Steuergruppe IV angewender wird. Eltern erhalten für gefallene' Wehrmachtangehörige und gleichgestellte Personen Kinderermäßigung für das Kalenderjahr, in dem das Kind gefallen ist, und für das folgende KalenderjahL Voraussetzung ist, daß sie unmittelbar vor dem Tods des Kindes .oder in dem dem Todesjahr do ränge« qanaenen Kalenderjahr Anspruch auf Kinderermäßigung gehabt haben. (EStR. 41 Abschn. 123.) Erste Einkommensteuer-Vorauszahlung für 1943 am 10.3.! JungeSoldaten- frau mit 5jäbrig. Jungen sucht möbl. Zimmer rn.Küchenbenutz. Hausarbeit kann mit übemomm. werden. Bettwäsche wird gest. Schr. Ang. Spinnerei und Weberei G. Allmendinger * Grfiaberg stellt laufend ein: Frauen, Mädchen, Anlernlinge und Hilfskräfte. Auch Halbtagskräfte werden eingestellt. 730 D feß) und am Handbuch der Augenheilkunde 1fii Welt- 1 krieg von Schserning. 1 HI.-Kleidung und Kleiderkarte. Au der in weitem Ausmaß geschaffenen Möglichkeitrür die Eltern, ihre Kinder punktgünstig mit HI.-Kleidung ausz-ustotten, soweit eine Berechtigung zum Tragefi dieser Kleidung besteht, sind jetzt weitere Einzelanordnungen ergangen. Die vorgesehene Eintragung der Abgabe des HF.'Kleidungsstückes durch die Verkaufsstellen erfolgt in der vierten Reichskleiderkarte, und zwar auch dann, wenn Punkte der zweiten oder dritten Kleiderkarte verwertet werden. Der Name des HI.-Ausweises muß mit dem auf der -Kleiderkarte eingetragenen Namen übereinstimmen. Während der Geltungsdauer der vierten Kleiderkarte dürfen an punktpflichti^en Klei- dunasstücken abgegeben werden: an HI., DJ. und Flieger-HI.: eine Ueberfallhose, eine Winterbluse, eine Kniehose, zwei Braunhemden, zwei Halstücher, ein Sporthemd und eine Sporthose; an BDM. und IM.: ein Rock, eine Jacke (zur Zeit noch mcht lieferbar), eine Weste, zwei Blusen, zwei Halstücher, eine Mütze, ein Sporthemd, eine Sporthose; an Marine-HI.: eine Klappenhose, ein MHI.-Hemd, ein MHI.-Kragen. Ist der Kauf der zulässigen Stückzahl in der Kleiderkarte bereits eingetragen, so darf ein weiteres Stück nicht mehr abgegeben werden. Der Kauf von uniformbezugscheinpflichti- aen oder von nicht bezugbeschränkten HI.- und BDM.-Kleidungsstücken ist in der Kleiderkarte nicht zu vermerken. Im übrigen bezieht sich die Kauf- berechtigung bei HI.- und BDM.-Kleidung nicht nur auf die Jahrgänge von 10 bis 17 Jahren, sondern auch auf HI.- und BDM.-Führer bzw. -Fuhrerinnen über 17 Jahre. Die vorgeschriebene Punktzahl ist auch von ihnen zu entrichten. Generell ist hervorzuhebeu, daß nach einer gewissen Anlaufzeit für die Neuregelung und unter selbstverständlicher Beachtung des Vorrangs der Kleiderproduktion für die Wehrmacht in den nächsten Wochen mit einer fühlbaren Bereicherung des Marktes an HI.-Klei- dung gerechnet werden kann. Wohlwollende Unfallversicherung bei Frauen im Kriegseinfatz. Das Obersicherungsamt Stettin hat den Grundsatz ausgestellt, daß-die Unfallversicherung besonders wohlwollend zu verfahren hat bei der Feststellung von Ansprüchen, die Frauen aus ihrem Kriegsarbeitseinsatz erwachsen. Einer Frau, die bei diesem Einsatz einen Unfall ertitten hatte, war zwar die Dollrente bewilligt worden; eine Kinderzulage für ihre Kinder wurde ihr jedoch nicht zugesprochen. Im Berufungsverfahren beantragte sie, ihr auch diese gesetzliche Kinderzulage zu gewähren, und sie hatte damit Erfolg. An sich kann eine Kinderzulpge aus der Unfallverficherüng an eine versicherte Ehefrau nur gewährt werden, wenn die Versicherte vor Eintritt des Versicherungsfalls den Unterhalt der Kinder überwiegend bestritten hat. Im vorliegenden Falle hatte der Versicherungsträger gemeint, daß nicht die Frau, sondern ihr Ehemann den Unterhalt der Kinder überwiegend getragen hatte. Dem schloß sich das Oberversicherungsamt nicht an. Es wies vielmehr darauf hin, daß der Ehemann seit 1939 zum Heeresdienst emgezogen ist und daß, trotz des staatlichen Familienunterhalts, summenmahig die Frau seither durch ihre Abbeit mehr zum Unterhalt der Kinder beitragen konnte. Bei Entscheidung der Frage, ob eine wegen der besonderen Bcdürs- Gut erhaltener i Hlnöerroagen m. Gummitier., 35,- Mk., z. verkaufen. [01414 Lang-Göns, Amthausstr. 29. Biete neuro, rote Leüerhandtascbe f. 15 Mk. Suche Damenschuhe, Nr. 39—40. Wir stellen zu Ostern über das Arbeitsamt ein: 1 kaufm. männl. Lehrling 1 kaufm. weibl. Lehrling Schriftliche Bewerbungen erbeten an tftinn & €Ioos 4.-S. Zigarrenfabriken, Heuchelheim. Zur Anfertigung der neuen Steuererklärungen. 1 Für di« Anfertigung der neuen Steuererklärun- j gen, insbesondere der Einkommensteuer- und Gö- , werbesteuerertlärungen, die bis zum 31. Marz beim ■ Finanzamt ein zu reichen sind, wird auch der Unter- ■ nehmer die neuen Grundsätze zu berücksichtigen ha- . den, die der etwa hmzugezogene Steuerberater oder Helfer in Steuersachen hinsichtlich der Prüfung der - Unterlagen zu beachten hat. Bereits im Vorjahr war in der Einkommensteuererklärung die Angabe vorgesehen, wer bei der Anferttgung der Steuörerkla- . runa bzw. der Anlagen dazu irgendwie imtgewirkt hat, sei es, daß nur eine Beratung bei der Anfertl- gung in Anspruch genommen ist, sei es, daß der Jahresabschluß von dem Beauftragten ferttggestellt ist oder sonst eine Mitwirkung stattgefunden hat. Während früher nicht unterschieden wurde, mwie- weit der Steuerberater oder Steuerhelfer bte Unterlagen geprüft hatte, werden nunmehr gewisse M i n - be ft Anforderungen an die Tätigkeit des Beauftragten gestellt, deren Nichterfüllung in der Steuererklärung oder Bilanz ausdrücklich vermerkt werden muß. Sowohl wenn der Beauftragte die Mlanz selbst aufftellt, wie auch, wenn sie ihm fertig zwecks Anfertigung der Steuererklärung übergeben wird, soll er sich davon überzeugen, ob die Kassenführung und die Bestandsaufnahme in Ordnung, die Schulden und die Forderungen ausreichend belegt sind, sowie, ob das Ergebnis der Buchführung nach einer rohen Schätzung (Kalkulation) der Bruttoaufschläge als wahrscheinlich angesehen werden kann, soweit es sich nach der Art des Betriebes übersehen läßt. Kann die Prüfung aus Zeitmangel oder mangels nur beschränkten Auftrages seitens des Steuerpflichtigen, der etwa die Kosten sparen will, nicht erfolgen, so muß der Beauftragte die SteuererNä- rung oder Bilanz mit dem Zusatz versehen: „Ausgestellt nach den ungeprüften Unterlagen des Steuerpflichtigen". In derartigen Fällen muß der Steuerpflichtige aber mit einer baldigen Betriebsprüfung rechnen. In den letzteren Fällen wird sich gegebenenfalls eine Angabe empfehlen, ob die Buchführung von anderen Beauftragten nachgeprüft worden ist. Einkommensieuererklärung 1942 und hauplabfchlußüberfichl. Der Einkommensteuererklärung für 1942 liegt bei Unternehmern mit doppelter Buchführung unter Umständen ein amtliches Muster für eine Haupt - abschlußübersicht bei, die in diesem Falle mit der Steuererklärung einzureichen ist. Auf der Hauptabschlußübersicht, die als Bestandteil der Buchfüh- «uf bet *üd*cire ft«, tnee wtb >«|chrif< bei vewerhers ttagtn! Suche f. meinen frauenlos. Haushalt auf dem Lande ältere Frau oder Witwe zur Führung des Haushalts. Schr. Ang. bis sväteft. 8. Mär; unter 01417 an runa anzusehen ist, muß sowohl der Steuerpfttchttge als auch der „für die Buchführung Verantwortliche", also Steuerberater oder Steuerhelfer, bescheinigen, daß die angegebenen Beträge sich aus der Buchführung ergeben. Diese Bescheinigung kann also der Beauftragte nur erteilen, wenn er entweder die Bücher selbst geführt oder ihre Führung überwacht oder sie bei Anferttgung der Uebersicht „verantwortlich" geprüft hat. Wer aus besonderen Gründen nicht in der Lage ist, den Vordruck auszufüllen, wird beim Finanzamt ausdrücklich Befreiung hiervon beantragen müssen. Auf die Abgabe.wird vor- aussichttich, wie im Vorjahr, insbesondere verzichtet werden, wenn der Steuerpflichttge bisher bei der Anfertigung der Steuererklärung ausführlich genug gewesen ist und seine Abschlußbilanz genügend erläutert hat. Erwähnt sei noch, daß die Hauptabschlußübersicht die Bilanz, die ebenfalls beizüfügen ist, nicht ersetzt. Die steuerlichen Folgen der Betriebsstillegung. Die Stillegung eines Betriebs auf Grund der neuen Maßnahmen zur Freimachung von Arbeitskräften für kriegswichtigen Einsatz hat in steuerlicher Hinsicht im allgemeinen zunächst zur Folge, daß die Gewerbe st euerp flicht mit dem Ablauf des laufenden Monats erlischt, da eine Vermutung dafür spricht, daß nicht nur ein vorübergehendes Ruhen, sondern eine Einstellung des Betriebes vorliegt. Nötigenfalls kann der Steuerpflichtige eine Entscheidung des Finanzamts beantragen. Das Erlöschen der Gewerbesteuerpflicht setzt im übrigen voraus, daß der Betrieb tatsächlich eingestellt worden ist, d. h. jede werbende Tätigkeit aufgehört hat; doch dürfen ausstehende Forderungen noch eingezogen, notmertbige Abwicklungsarbeiten durchgeführt und vorhandene Werte verkauft wer- Hauptjchriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lcmge. Stellvertreter bei t-auptichriftleiters: Ernst Blumichem. Berantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für'das Feuilleton: Dr. Hans Thyrtot; für Stadt Sieben, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Biumschem. xlrud und Verlag: Brühl!che Universitätsdruclerei R. Lange K. G. Berlagsleiter: Dr.-Jng. Erich Hammin: An^eigenleiter:, Hans Beck. Anzeigenpreisliste Nr. 6. ■ Nisse des Krieasarbeitseinsatzes berufstätig gemor» bene Ehefrau Anspruch auf Kinderzulage aus der Unfallversicheruna erheden kann, ist, wie das urteil abschließend feststellt, besonders wohlwollend zu verfahren. Denn eine solche Versicherte hat den Unfall in Ausübung einer aus Kriegsrucksichten aus- qenommenen Berufstätigkeit erlitten und damit An-- pruch auf ausreichende Entschädigung. (Akten- . n Menst hat erstellen müssen und Hm bei der Hessischer Heschichtssorscher gefforven unzumutbare finanzielle Schwiengketten eE - ........ .... stehen würden (DStZtg. 42 Rr. 23/25). Möglich ist. daß nach der Sttltegung SchuDzinsen, Grundsteuer und Abschreibungen weiter lausen, während die Ein» nahmen bereits ausgehört haben; diese Mehrausgaben können als Verlust aus Gewerbebetrieb von den anderen Einkünften abgesetzt werden. Abschreibungen auf die dem Unternehmer etwa verbliebenen still« gelegten Anlagegüter, wie Einrichtungsgegenstände, Geräte usw., sind in der Regel in Höhe von 25—50 0. H. des bisher üblichen Absd)reibungssatzes zulässig, rpobei die tatsächliche Wertminderung unter Berücksichtigung der Pflege und Instandhaltung von Bedeutung ist. Abschreibungen aus den Geschäfts« wert, oder außergewöhnliche Abschreibungen werden auf Grund der Stillegung nach dem Urteil des Reichsftnanzhofs vom 7.1.42 (RStBl. S. 282) nicht zugelassen, tfür die Einheitsbewerlang und Vermögenssteuer kommen Anträge auf Herabsetzung der bisher festgesetzten Einheits- und sonsttgen Vermögenswerte in Betracht, wenn die gesetzlichen Wertabweichungen durch die Wertminderung erreicht Steuer buntetgftr. Anzug, Gr. 52, geg. gut erb .Mantel luSvortanzug u.sonst.gtr.Herr.- Kleid. zu tausch, ges. Schr. Ang. u.01420a.G.A. LKW-Ertilzrail zwischen Vollnkirchen-Lützel- linden-Rodheim a.d.B. verloren. Mitteilung an Heinr.Hofmann in Bieber, Kreis Wetzlar, erbeten. [7isD LICHTSPIELTHEATER Gloria-Palast, Seltersweg: Spiegel des Lebens Lichtspielhaus, Bahnhofstraße r Geige zu verkaufen. RM. 200,— Schr. Ang. unt. 01415 a.d.G.A. ZuveMllsen: 1 Metall-Feldbett 40,- 1 Mülleimer 6,- 1 gr. Wasch- tovf 10,- 1 Zinkwanne 4,- 1 ar. Schliesi- korb . 10,- Bahnhofstr.58H. Fleischbrühe! Stadt. Schlachtho! Aeltere Fran m. 14jähr. Enkelkind sucht für einige Wochen Unter« gegen Arbeit u. etro. Zuzahlung. Schr. Ang. unt. 01419 a.d.G.A. 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