Donnerstag. 4- 8ebruaN9§Z -tel> »trief: Kunden. Sie gab damit der deutschen Führung die Zwei Monate Widerstand bis zum äußersten Ein letzter Bericht vom Kampf in Stalingrad en atL Linden 018/ Für den Triumph des Guten £li, bestätigt, und wo Aenderungssn im taktischen Motz notwendig wurden, hat der Generalstäbler Mus das schnell erkannt und in die Wirklichkeit Mitarbeiten, mitkämpfen, mitopfern dem Dre- „Es 1 IWii i 3er. beginn tflnb • bb ttzn. sich auswirken bis in die fernsten Zeiten, aller unwahren bolschewistischen Propaganda zum Trotz. Die Divisionen der 6. Armee sind bereits im neuen Entstehen begriffen. Zeit und die Möglichkeit zu Gegenmahnahmen, von deren Durchführung das Schicksal der gesamten Ostfront abhing. Vor diese Aufgabe gestellt, hat die 6. Armee schließlich auch durchgehalten, als mit der Dauer der Einschließung und dem Fortgang der Operationen die Luftwaffe, trotz äuherster Anstrengungen und schwerster Verluste, außerstande war, eine ausreichende Luftversorgung sicherzustellen und die Möglichkeit des Entsatzes mehr und mehr und schließlich ganz dahinschwand. Die zweimal vom Gegner verlangte Uebergabe fand stolze Ablehnung. Unter der Hakenkreuzfahne, die auf der höchsten i?!«W ilitäü üdp:; ntei fltil ins 84 >1 >br^ | 4 Qlti Totale Mobilmachung her Kampf- und Arbeitskraft des deutschen Volkes. Generalfeldmarfchall Paulus. 'Zis zur letzten Stunde wehte die deutsche Kriegs- lstzge auf dem Haus der GPU. in Stalingrad, kt letzten festungsartig ausgebauten Verteidigungs. frilung der Südgruppe. Mit dem Namen Stalm- l vvd verbindet sich für immer der Begriff besten mtschen Soldatentums. Die Männer, die hier ge- Ruine von Stalingrad weithin sichtbar gehißt wurde, vollzog sich der letzte Kampf. Generale, ^Offiziere, Unteroffiziere und Manschaften fochten tint Wein ftanj Stimmen aus Rumänien. Bukarest, 3. Febr. (Europapreß.) Unter Titel „Glorreicher Tod" würdigt „Porunca mii" das Heldentum der Stalingradkämpfer. treuer Waffenbrüderschaft mit den Kameraden des deutschen Heeres ihre Pflicht bis zum äußersten getan haben. Noch ist es nicht an der Zelt, den Verlauf der Operationen zu schildern, die zu dieser Entwicklung von sechs sowjetischen Armeen gebrochen. Vom Feinde völlig eingeschlossen, hielt sie in weiteren Wochen schwersten Ringens und här- !tt # M Bei uns ist der Wille. Bei uns ist der Wille, bei uns ist die Kraft» Wichtigkeiten gibt es nicht mehr. Das Einzige, was noltut, ist Selbstvertrauen, Mut, Zuversicht im Herzen. Das Märchen des Barons von Münchhausen haben die Deutschen wahrgemacht. Sie haben sich an ihrem eigenen Zopf aus dem Sumpf der Niedergeschlagenheit und Mutlosigkeit nach 1918 herausgezogen. Die Welt hat mit Bewunderung dieses Schauspiel gesehen. Wir dementieren uns nicht felbsL Wir gehen aufs Ganze, wir wollen siegen! Wir werden siegen! Der Sieg ist mit dem. der an. sich glaubt. Es sind unsere Heere, die im Feindes- land stehen! s ei: 111$ ich, igtt 8k. Ä tot. amt iben Don lauer. IN rieg- itreiu !> dei bim s bt: w .. tz. 'N .M not. HP : im t bt. Berlin, 3. Febr. (DNB.) Der Generalbevollmächtigte für den Arbeitseinsatz, Gauleiter Sauckel, hat an die Präsidenten der Landesarbeitsämter, die Reichstreuhänder und Sondertreuhänder der Arbeit und die Leiter der Arbeitsämter einen Aufruf gerichtet, in dem es heißt: „Der Kampf unseres Volkes um seine Existenz ist auf seinem Höhepunkt angelangt. Der Führer Hot die totale^ Mobilisation der ge- samten Kampf - und Arbeitskraft der N at i o n angeordnet. Die Organisation des Arbeitseinsatzes, die Treuhänderschaft für Millionen Schassender ist uns anvertraut. Auf Ihre Schultern lege ich die Verantwortung für diese kriegsentscheidende, aber auch sehr schwierige Aufgabe. Ich appelliere an Ihr Pflichtbewußtsein, Ihren Fleiß, die Schärfe Ihres Verstandes, Ihr sachliches Können, vor allem aber an Ihr nationalsozialistisches Herz. Unsere Aufgabe ist im höchsten Sinne eine nationalsozialistische. Wie noch nie zuvor, ist unser Volk von der Hingabe an die großen Aufgaben des Krieges erfaßt. Sein Blick ist in höchstem Vertrauen auf den Führer gerichtet. An uns liegt es nun, das n a - tionalsozialistische Gesetz unserer Volksgemeinschaft erfüllen zu helfen. Wir y\ IB Annahme von Anzeige» für die Mittagsnummer biS 8*/, Uhr de^BormtttagS A»-etaen-4 reile für bte ütilitmeteT-Hetle von 22 Dlillimeter Brette: 79tot. für arm Ueno n* zeigen und private Gelegenbettsanzemen 14Stof, l Werbeanze,gerr und gefMäftlicke Griegenbettsanzergett Piavvonckrift (öorbenae Bereinbarung) 25®/o mebe waren, an der anderen Front aber für neue Aufgaben dringend benötigt wurden. Die Versorgung der Festung konnte ausschließ« lich aus dem Luftwege durchgeführt werdem Irgendwelche Vorräte waren nicht vorhanden. Wetter, Verluste, Abwurf von Versorgungsbehältern beim Feind, Bruchlandungen und zerstörte Abwurfbehälter machten diese Versorgung immer schwieriger, so daß die Truppen nicht ausreichend versorgt werden konnten. । Es fehlte vor allem an Verpflegung und Munition sowie an dem für die Bekveg» lichmachung der Kraftfahrzeuge und Panzer notwendigen Betriebsstoff. Man kann sich nur ein Bild von diesem Kampf machen, wenn man sich vorstellt, daß diese Männer, tage- und wochenlang bei der eisigen Kälte ohne jeden Unterstand im Freien liegend, den überlegen angreifenuen Feind abwehren mußten. In diesem hart gefrorenen Boden war es nicht möglich, sich Deckungen oder gar Unterstände zu schaffen. Die Hoffnung aber auf den Entsatz und das Vertrauen auf die Führung ließen den Soldaten unmöglich Erscheinendes möglich machen. Alle Waffengattungen beteiligten sich an diesem Kampf. Angehörige der Versorgungstruppen, der Artillerie, der Luftwaffe usw. waren als Infanteristen in die Front eingereiht. Vorbildlich unterstützt wurden diese Kämpfer durch eine Flakdioision, die im Einsatz gegen die feindliche Luftwaffe wie auch im Erdkampf Hervorragendes leistete. Gegen Ende des Kampfes waren diese Verbände ausschließlich im Erdkampf eingesetzt. Der Offizier berichtet, wie er auf der Straße ooit ©umrat nach Stalingrad ging und erlebte, daß sich die erschöpften Soldaten noch' zu einer vorbildlichen Ehrenbezeugung zusammenrissen. Diese Haltung kommt auch in den Abschiedsbriefen zum Ausdruck: Seit dem 12.1. — am 11. war der feindliche Angriff angetreten — wußte wohl jeder, daß kein einziger feinem Schicksal mehr entrinnen konnte. Sie hatten olle mit dem Leben abgeschlossen. Ein Oberleutnant schreibt an feinen Vater: „Vater, Du weißt, wie es hier steht. Du weißt auch die Lösung. Du kannst Dich darauf verlassen, daß es anständig zugehen wird? — Dann kommt nur noch ein kurzer Dank on die Eltern. So gibt es unzählige Briefe, die diesen Geist zeigen. Als am 19. Januar eine eigene Maschine beim Feind notlandete, rafften sich die erschöpften Grenadiere einer Wiener Division, die sich im Schnee kaum bewegen konnten, auf, griffen aus eigenem Entschluß den Feind an, befreiten die Flugzeug-- besatzung und konnten die Maschine zerstören. Als orn 9.1. der Feind Unterhändler entsandte, die die Festung zur Uebergabe auffordern sollten, riefen deutsche Truppen aus ihren Stellungen, ohne daß sie einen Befehl dazu bekommen hatten, im Sprechchor zum Feinde hinüber: „Wir wollen keine Verhandlungen, wir wollen nur den Sieg? Unzählig sind die Beispiele, in denen beherzte Offiziere bei feindlichen Einbrüchen ihre Schreiber, Fernsprecher, Funker schnell zusarnrnenrafften und in kühnem Gegenstoß den Feind zurückwarfen. In welcher vorbildlichen Haltung diese Männer von Stalingrad gestorben sind, legt jedem Deutschen in der Heimat die heilige Verpflichtung auf, in seinem Tun in diesem Kriege den Helden von,Stalingrad nachzueifern. ißeMf . W )72V iedeWj jaW e.M W‘ nttg lickS 195. Jahrgang ttr. 29 Ericbeini «ag», ch nutzer Sonntags und fteiertaeS Beilagen: Gießener Aamilienblätter Hermat imB'ld-DieScholle ^Bezugspreis: Monatlich . .RM.1.80 Lustellgebüör... „ -.25 auch bet Nichterscheinen von einzelnen Nummern iniolge boberer Gewalt Sernfvretzranlchlutz 2251 Drahtanschrift ,Än zeiger" Volts check 11 fta ftranff /M Xi ^y Der Kampf um Stalingrad ist zu Ende. Ihrem Fahneneid bis zum letzten Atemzug getreu ist die . 6. Armee unter der vorbildlichen Führung des Generalfeldmarfchalls Paulus der Uebermacht des Feindes und der Ungunst der Verhältnisse erlegen. Ihr Schicksal wird von einer Flakdivision der deutschen Luftwaffe, zwei rumänischen Divisionen und einem kroatischen Regiment geteilt, die in . aus N ‘M A. rt bt- früh geworbenen Armeeführers großen Anteil. Nach oem Frankreich-Feldzug wurde Paulus zum Oberquartiermeister im General stab des Heeres ernannt und im Jahre 1942 zum General der Panzertruppen befördert. Die Ostoffenfioe des Jahres 1942 sah ihn in vorderster Stellung, und seiner Energie unh seinem Drang nach vorwärts ist nicht zum wenigsten der große Erfolg dieser Offensive zuzuschreiben. Generalfeldmarschall Paulus hat sich aber nicht nur im Angriff, sondern ebensosehr in der Verteidigung bewährt. Auch in aussichtslos scheinender Lage hat er seine Truppen noch zum letzten und höchsten Widerstand befähigt und mit letzten Kräften die bolschewistischen Angreifer noch entscheidend geschwächt. Ihrem Fahneneide bis znm letzten Atemzuge getreu Das verpflichtende Vorbild der Helden von Stalingrad. gesetzt. In Polen und im Westfeldzug war er als des Generalstabes der Armee des General- lEsviarschalls von Reichenau zugeteilt und hat solcher an den Operationen dieses leider zu grab ist eine leere, baumlose Steppe, die unterbrochen ist von eingeschnittenen Baltas. In diesem Gelände gibt es keine wesentlichen Anklammerungs- puntte, die bei einer Verteidigung ausgenutzt werden können, und über diesem Gelände weht ein eisiger Schneesturm. B i s zu 35 Grad Kälte herrschte hier gerade an dem Tage, als es notwendig wurde, die We st front der Festung gegenüber dem Druck der feindlichen Uebermacht zurück- zuoerlegen. Die Truppe hatte nicht genügend zu essen und keine ausreichende Munition. Trotzdem wurde' es möglich gemacht, über zwei Monate die Stellungen zu halten. Der Feind hatte Panzer, Munition, eine überlegene Luftwaffe und war in einer erdrückenden Uebermacht. Ungeheuer waren seine Verluste sowohl an Menschen wie an Material. . Wiederholt hat die feindliche Agitation behauptet, daß die Truppe in der Festung von ihren Generalen verlassen worden sei, und daß diese rechtzeitig mit dem Flugzeug die Festung verlassen hätten. Der Offizier berichtet, daß er noch am 20. Januar eine Reihe von Generalen gesprochen hat und weiß, daß sie bei ihrer Truppe bis zum letzten auf dem Platz gestanden haben, auf den sie gestellt waren. Mit der blanken Waffe in der Hand haben sie Schulter an Schulter mit ihren Grenadieren in vorderster Linie gekämpft-und sind dann ebenso wie diese kämpfend in den Tod gegangen. Daß im November und Dezember einige Stäbe herausgezogen wurden, hat seinen Grund darin, daß diese Stäbe in der Festung infolge der eingetretenen Verluste und der Aufteilung ihrer Verbände überflüssig war ein tragischer und unvergeßlicher Widerstand, der dem heutigen Krieg seinen wirklichen Sinn gibt Niemand kann behaupten, daß die Sowjets einen entscheidenden Erfolg errungen haben, sie haben im Gegenteil den Sieg des zivilisierten Europäers, der dort in der Ferne für Öen Triumph des Guten kämpfe, bestätigt. Stalingrad ist gefallen, der heldenmüige Widerstand wurde bis zürn letzten Augenblick fortgesetzt. In Stalingrad hat der siegreiche Tod der europäischen Soldaten den Triumph ihrer Moral über die Bestialität besiegelt. Viele sind dort gefallen, um der Wahrheit zum Sieg zu verhelfen, viele der Unsrigen sind dort gefallen. Das Echo in Japan. Tokio, 3. Febr. (Europapreß.) Der heldenhafte Kampf der deutschen Truppen in Stalingrad findet bewundernde Anerkennung der japanischen Presse. „Mainichi" unterstreicht, daß die Grenadiere vor der Uebermacht der Sowjets nur Schritt für Schritt zurückwichen, daß sie dem Hunger und der Kälte zwei Monate lang trotzten urtb bis zur letz- Aufruf zur Tat. Die Verteidiger von Stalingrad haben überwunden. In stiller und tiefster Trauer haben das ge- lamte deutsche Volk und die ihm Verbündeten diese Zotschaft ausgenommen. Der erste größere Verlust in diesem entscheidenden Ringen, im Kampf um eine neue Welt, der nach so viel Siegeszügen uns infft, greift un? um so stärker an die Herzen, als wir seit Tagen den vergeblichen Kampf dieser Helfen gegen eine Uebermacht durchlebten und für un- ere Sohne bangten und doch wußten, daß es nach menschlichem Ermessen für sie keine Rettung geben onnte. Aber wir wissen, daß der Untergang dieser >elden den Sieg sichert, daß er der Kern ist, aus em em neuer Baum die sichere Wurzel schlägt, und daß die Helden von Themopylae und auf den atalaunischen Gefilden, des Alkazars und anderer uhmgeweihter Stätten, durch diesen Untergang der xipferften in Stalingrad einen neuen Zuzug er« leiten, der sich stolz mit feinem Tode zu dem hernen Wort bekannt hat: Es- ist eines Mannes öchster Stolz, für fein Vaterland zu sterben, um i zu retten. Die Helden von Stalingrad starben amit Deutschland lebe! Sie hielten, abgeschnitten von der Welt, in den rümmern der Riesenstadt an der Wolga stand, rem Fahneneid getreu. So haben sie ihr Leben rem Volke geweiht. Die sechste deutsche Armee iter Führung 'des Generalfeldmarschalls Paulus, ne Flakdivision der Luftwaffe, zwei rumänische ivisionen, ein kroatisches Regiment. Eingekrallt in >n Trümmern von Stalingrad, haben sie gegen «ne ungeheuerliche Uebermacht gekämpft bis zuletzt, »m Generalfeldmarschall bis zum einfachen Sol- dcten. Sie haben auf der höchsten Ruine das Haken- Kcuzbanner trotzig gehißt, sie haben zwei Aufforde- nngen, sich zu ergeben, stolz zurückgewiesen. Sie tyben die riesige Uebermacht von nicht weniger als stchs bolschewistischen Armeen wochenlang festgehal- Jn. Sie hatten dieser Uebermacht und dem Kriegs- Irät der Feinde nichts entgegenzusetzen als ihr rtes Herz und ihre harten Fäuste, denn auch i Munition wurde ihnen knapp. So gingen sie den Tod, damit aus ihrem Sterben uns der eg erblühe. Aber wenn auch der Leib hinsank, Än tapferen Sinn dieser Helden hat der Bolsche- is;mus niemals zu bezwingen vermocht. Sie hat- ien die Furcht überwunden. Sie wußten, daß ihr tyjer der deutschen Führung Zeit und Möglichkeit «ö, Maßnahmen zur wirkungsvollen Verteidigung Mrt zu treffen, wo Stalins Armeen zu siegen ge- Ust hatten. Klaglos gingen sie in den Soldötentod, Stalingrad mit feinem rund 40 Kilometer breiten Trümmerfeld bildete "für die Sowjets einen schweren Sperriegel nach Westen. Er mußte beseitigt werden. Hieraus ergab sich der strategische Auftrag für die Kämpfer von Stalingrad: den Bolschewisten den Weg über Stalingrad so lange wie möglich zu verlegen. In mehr als zwei Monaten härtesten Abwehrkampfes wurden aus den Kämpfern von Stalingrad die Helden von Stalingrcü». Sterbend, aber nicht weichend, sind sie in ihren letzten schweren Kampf gegangen. Sie sind durch eine zehnfache Uebermacht und durch den Mangel an Waffen und Munition überwältigt worden. Trotz ihrer physischen Erschöpfung durch wochen-- Ian gen, fast pausenlosen Kampf sind sie am Schluß ihres Heldenkampfes d-en anstürmenden Massen mit der blanken Waffe entgegengetreten, bis ihr Arm erlahmte. Ihr letzter Gedanke war Deutschland, für das sie sich opferten. .Ein Offizier, der bis zum 20. Januar bei den Kämpfern von Stalingrad war und dann zur Berichterstattung den Kampfplatz befehlsgemäß hatte verlassen müssen, schilderte Pressevertretern die heldenmütige Verteidigung der Stadt durch die Truppen der 6. Armee, die rumänischen und kroatischen Verbände. Am 5.1. versuchte der Feind, Unterhändler zu entsenden, um die Festung zur Uebergabe aufzufordern. -Dieser Versuch wurde am 9. und 10. Januar wiederholt. Selbstverständlich lehnte der Oberbefehlshaber dieses Ansinnen ab. Er sah d i e Gefahren, d i e der übrigen Front g e - droht hätten, wenn die 6. Armee nicht dort, wo sie stand, gestanden hätte. Das Gelände um Stalin- •W yervor, IN’” »i Chef de t* A ^cind o s de „Dem Edelgeborenen ist lieber der Tod als ein eben voll Schande" klingt es gus den Urtogen erntanischen Freiheitskampfes, und ferner: „Das ' nbe des Lebens ist allen gewiß. Drum leiste jeder, -lange er kann, tapfere Tot, daß den toten Helden er nie verwelkende Nachruhm kröne." Um diese riden Pole dreht sich unser leiderfülltes Denken, m das Vorbild, alles für das Land, das uns ge- ar, hingegeben zu haben, und um uns selbst, die iir bereit sind, dieses Land mit dem letzten Ge- mken und der letzten Kraft und dem letzten Trop- ' n Herzblut zu verteidigen. 4er wenn auch unsere Herzen voll Trauer sind, Är sind voll Stolz und Ehrfurcht vor diesen Besten Nation, die starben wie Männer und deren hldentum unvergänglich ist. Der Schlußkampf von Stalingrad hat das deutle Volk zutiefst aufgewühlt. Wir haben uns der Sp&en Siege still gefreut. Wir tragen auch den Shicksalsschlag von Stalingrad still. Wir wissen: i Ncht das Wort und nicht die Geste haben jetzt das । Borrecfjt, sondern nur b i e Tat, die Arbeit, die Zchigkeit, der feste Wille. Auf uns lastet das Erbe l'Mii Stalingrad. Diese Erbschaft können wir nicht Abschlägen. Wir dürfen es nicht, wir wollen es , nicht. Wir müssen die Erbschaft annehmen und voll- st-cken. Die Kämpfer von Stalingrad wußten, in km härtesten und bittersten Kampf, daß ihr Opfer nicht umsonst ist, daß chr Kampf alle leichten Worte Prreißt, daß ihre letzte Tat das ganze deutsche Volk H Tat ruft müssen immer wieder zur höchsten Leistung aufrufen und immer neue Arbeitsreser-- ven frei machen. Wenn jetzt die Männer und Frauen unseres Volkes zu uns kommen, um sich für den Kriegseinsatz zu melden, dann sollen sie das Gefühl erhalten, daß ihr Dienst der schönste Ehrendienst sein wird. Darum verpflichte ich Sie, allen diesen Menschen Begei ° steruna und Kraft zum Arbeitsanfang zu geben. Bürokratische Gleichgültigkeit muß überwunden werden. Wir sind es aber den anständigen Deutschen, die zu uns kommen, schuldig, daß sie gegenüber den unanständigen nicht benachteiligt werden. Darum soll Drückebergerei irgendwelcher Art schärfstens unterdrückt werden. Um so gerechter vermögen wir dann gegenüber den Frallen und Müttern unseres Volkes zu sein, deren Schutz dem Führer so außerordentlich am Herzen liegt. So wollen wir unsere Arbeit in der nächsten Zeit auffassen. Wir wollen mit heißem Herzen bestrebt sein, alle Deutschen, die noch einsatzfähig sind,, im nationalsoziattstischen Geiste zur höchsten Leistung bis zum Endsieg zu befähigen." ten Patrone Widerstand leisteten. „Asahi" schreibt: „Wahrhaft ergreifend ist der kämpferische Geist der deutschen Soldaten, die zwei Monate lang die Schlacht von Stalingrad bis zum Ende durchkämpf- ten." Besondere Anerkennung widmen die Blätter den deutschen Generalen, die Schulter an Schulter mit ihren Grenadieren, das Gewehr in der Faust, kämpften und bluteten. „Asahi" erklärt, die Aufopferung der Kämpfer von Stalingrad sei beispielgebend nicht nur für die SoDaten, sondern auch für jedermann in der Heimatfront, als Ansporn zur bedingungslosen Hingabe bis zum Endsieg. impft haben, waren bis zur letzten Stunde ihrem -rr getreu. An ihrer Spitze stand der Mann, der ton Führer noch kurz vor dem Ende des ungleichen J »anpfes eine wohlverdiente Ehrung erhielt, indem « $um Generalfeldmarschall befördert wurde. Gene- ^lcldmarschall Paulus hat mit seinen Grena- JJien zusammen Not und Entbehrung geteilt. Die JjFung, die der Führer ihm zuteil werden lieh, V sine Ehrung für jeden Stalingrad-Kämpfer. kr war ein Soldat, dessen Leben durch den xnpf in zwei Weltkriegen gekennzeichnet wurde, ■wmals werden ihn die Männer vergessen, die einst «iihm dienten, als er noch Kommandeur der ?raf t f ah ra b t e i l u n g Wünsdorf war, p j Truppenteils, aus dem ein gut Teil der deut- |ftei Panzertruppen heroorgegangen ist. Hier war p Lehrstätte im besten Sinne des Wortes, und p wurden die Erfahrungen für den Kampf der «izer gesammelt, der später so oft Wirklichkeit Wde. Generalfeldmarschall Paulus hat die Dieb llwige Verwendung der Panzerwaffe rechtzeitig er- Gr ist maßgeblich am Ausbau der deutschen MZertruppen beteiligt gewesen. Das geht schon Jpus, hervor, daß er vor dem zweiten Weltkrieg “ ,.'s General st ab es des K o m - Wandos der Panzertruppen tätig war. P-r Krieg hat die Erfahrungen der Friedenszeit DBB. Aus dem FührerhauptquarNer.Ilester Entbehrungen starke Kräfte des Gegners ge- 3. Febr. Das Oberkommando der Wehrmacht gibf **•—c x*■—«-*-— -----*-$- bekannt: gefugt haben. (Eines aber kann schon heule gesagt „uv x„uuWuIi«i juu;«« roeröen: das Opfer der Armee war nicht umsonst. । Schulter an Schulter bis zur letzten Patrone. Sie Als Bollwerk der historischen europäischen Mission starben, damit Deutschland lebe. Ihr Vorbild wird hat sie viele Wochen hindurch den Ansturm "' GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Neue japanische Erfolge Auch der Niemand darf abseits stehen Kriegswesens huldigend den Weg öffn, Tücher wehten, Hände winkten, Bll ete. Friedrich der Große spricht zu uns. „Es wir- das Jahr stark und scharf hergcherl, aber man muß die Ohren steff halten, und jeder der Ehre und Liebe vor das Vaterland hat, muß alles daransetzen; eine gute Husche, so wird alle- klar werden." Oer Wehrmachtberichl. DAS. Aus dem Zührerhaupkquarlier, 3. Febr. Das Oberkommando der Wehrmacht glbl bekannt: Zwischen Kaukasus und unterem Don erreichten unsere Armeen in planmäßiger Fortführung ihrer Bewegungen die befohlenen Tagesziele. Starke Angriffe bei Noworossijsk und Störaugriffe weiter östlich wurden abgewiesen. Die schweren und wechfelvollen Abwehrkämpfe im Raum zwischen dem Don und dem oberen D o n e j nehmen ihren Fortgang. Auch gestern unterstützten starke Verbände der Luftwaffe die Kämpfe des Heeres durch kraftvolle Angriffe. Am Ladogasee brachen schwächere Angriffe gegen die deutschen Linien zusammen. Ein Gegenangriff gegen eine vom Feind gewonnene Hohe ist noch im Gange. In Rordafrika an der westtripolita- nischen Front nur Spähtrupptätigkeit. Starke feindliche Angriffe in Tunesien wurden durch deutsch-italienische Truppen unter schwersten Verlusten für den Feind zerschlagen und dabei 18 Panzer vernichtet. Britische Flugzeuge griffen in der vergangenen Rächt westdeutsches Gebiet au. 3n den Wohnvierteln einiger Orte entstanden vorwiegend Brandschäden. Die Bevölkerung hatte Verluste. Drei Flugzeuge wurden abgeschossen. planmäßige ForWning der Bewegungen zwischen Kaukasus und unterem Son. Hjtngfon, man könne die Assar« Flynn al- flejirn. des Zeichen dafür ansehen, daß der Senat suy gewer« gert habe, einen Politiker auf wichtigem diplomatischem Posten zu bestätigen. Don Senatoren dl« Flynns Ernennung befürworteten, wurde gesagt, er sei gerade der richtige Mann, um mit polltffchen Führern Australiens gleichen Kalibers fertig zu werden. Der „Daily-Moil"-Korrespondent nennt den früheren Tokioter Botschafter Joseph Gr ew als nächsten Kandidaten für den Posten des UnA« Gesandten und persönlichen Vertreter Roosevelts in Australien. „Um sich nicht über die Natur dieser Reise zu täuschen und sie nicht falsch zu beurteilen, muß man ich bemühen, in der Wirklichkelt zu blelben , chreibt die Jstanbulex Zeitung „Cumhunyet; bie türkische Politik habe sich seit 3% Jahren m ihrer Richtung nicht geändert und bilde ein Element der Sicherheit sowohl für sich selbst als auch für. die anderen Länder. „Dakit" sagt, daß es faffch sei zu glauben, daß die Besprechungen von Adana eme Aenderung in der internationalen Politik der Türker herbeiführen werden. Oie Flynn-Affäre. Tücher wehten, Hände winkten, Blumen flogen dem Kaiser zu. Blumen regneten in die Reihen der Kriegsknechte, die jetzt zum Trommelschlag ein Lied anstimmt^n, wuchtig, rauh, hinreißend. Die deutsche Infanterie war da. noch ein wenig unfertig un- unvollkommen zunächst, aber ihr Marschtritt dröhnte von nun an durch die Jahrhunderte in zwingender Gewalt bis in die lodernde Hölle des ersten Weltkriegs, und er dröhnt herein auch jetzt in das gewaltige Geschehen unserer schicksalsschwere» Tag«, Herz und Arbeit derHeimatsm die opfernde Front Oer Gauleiter vor NüstungSarbeitern in Frankfurt. Tokio, 4.Febr. (DNB.-Funkspruch.) Die japanische Marineluftwaffe hat am 1. Februar südlich der Jsabell-Insel der Salomonengruppe feindliche Seestreitkräfte angegriffen. Ferner führte die japanische Marineluftwrrffe über Neugeor- gien einen Luftkampf gegen starke feindliche Flugstreitkräfte durch. Die Ergebnisse dieser Kampfhandlungen sind: 1 Kreuzer versenkt, 1 Kreuzer schwer beschädigt, 33 feindliche Flugzeuge ab. geschossen, darunter vier großen Typs. Japanische Unterseeboote haben am 23. und 31. Januar feindliche Militäreinrichtungen auf den .Position dabei gewesen wäre. tPhonix. und K an t° n-In s elnMich der .Daily Telegraph" meldet aus Wa-1 Gilbert-Inseln angegriffen und schwerbeschädigt. Oer Einzug Oer Landsknechte. Von Hauptmann Dr.RobertPfaff-Giesberg ,Zn diesem Kampfe hat das deutsche Fußvolk sich wieder als das erwiesen, was es immer war: als die beste Infanterie der Well!" Adolf Hitler. Es sind über vierhundert Jahre her, daß die Krone aller Waffengattungen, die ruhmvolle deutsche Infanterie, mit einer feierlichen und prunkvollen Geste erstmals vor die Augen der Welt getreten ist. Das denkwürdige und eigenartige Schauspiel ereignete sich zu Köln am Rhein, der uralten, am Ende des Mittelalters gerade in ihrem höchsten Glanz prunkenden Hansestadt, und es war der Sommer des Jahres 1505. Maximilian L, unter den Kaisern des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation der liebenswürdigsten und menschlich fesselndsten einer, stand vor den Toren der großen Handelsmetropole. Der hochbegabte und vielseitige, als Diplomat und Soldat, Schriftsteller und Weidmann ebenso berühmte, wie als fröhlicher Lebenskünstler auch in tausendfältigem Pech und Unglück unentwegte Habsburger gedachte hier anläßlich des Reichstages glänzenden Einzug zu halten. Eine unübersehbare Menge Volks war schon zusammengeströmt. Ueppige Feste und Bankette waren angesagt. Heitere Wochen standen den genußfrohen Bürgern bevor. Zahllose schöne Frauen sahen "erwartungsvoll und neugierig dem strahlenden, be- zauberMen, vielgeliebten Kaiser Max, den man gern den letzten wahren Ritter nannte, entgegen. Maximilian war den Ständen des Reiches kein bequemer Herr. Er pflegte der Welt Rätsel genug aufzugeben und den eigensüchtigen Fürsten manchen Aerger und Kummer zu bereiten. Er brachte ewige Unruhe in das ohnehin gärende, nach einer neuen Ordnung rufende Abendland. Und er pumpte ohne Unterlaß, ohne je seine Schulden zu bezahlen. Aber er war von einer herrlichen Daseinsfreuüe. Er besaß Humor und war ein scharmanter Kavalier. Man vermochte ihm nicht böse zu sein. Dabei war er der glühende Verfechter einer starken deutschen Reichspolittk, der Repräsentant eines aufkeimen- Zwischen Meer und Wüste Von unserem Dr. O. P.-Sonderberichterstatter. „Nur Wagemut führt zu großen Dingen. Mit dem Trost und dem festen Willen, allen Maulschellen zu geben, die sich in den Weg stellen, kann man Hölle und Teufel trotzen, ruhig die Zeitung lesen, den Ausschneidereien der Feinde lauschen und gewiß sein, daß man mit Ehren bestehen wird." * „In diesen harten Zeiten heißt es, sich mit Gänge- weiden von Eisen wappnen und mit einem Herzest von Stahl, um alles Gefühl zu vergeßen. Die armen Schüler oes Epikur könnten setzt nicht einen einzigen. Satz ihrer Weisheit an den Mann bringen. Mein Lieber, Philosophie mag gut sein, um vergangenem oder kommendes Leid zu besänftigen: aber dit jetzigen Leiden besiegen sie." „Es ist mit unseren Umständen kein Kinderspiel, es gehet um Kopf und Kragen. Jndeffen ist meint Resolution auf alle Fälle genommen, ich werde mit bis auf den letzten Mann wehren." ♦ „Fürchtet nichts für uns! Auf eine harte Probt stellen mich meine Gegner, aber meine Kraft ist ihrem bösen Willen gewachsen." * „Wie, Herr, was lesen Sie in meinem Gesichts Sieht meine Nase aus, als wäre sie gemacht, Nasenstüber zu empfangen. Bei Gott, ich werde sie nicht hinnehmey," * „Wird man einen Wanderer anklagen, gegen bett drei Straßenränder sich mit ihren Helfershelfer« verschworen haben und der im Winkel eines Forstes, durch den seine Geschäfte ihn führten, hinterrücks überfallen wird? Wird alle Wett nicht liebest aufstehen und die Verbrecher gefangen nehmen? Arme Sterbliche, die wir sind! Die Welt bewertet unser Tun nicht nach unseren Gründen, sondeM nach dem Erfolge. Was bleibt uns oW VHr mW fen erfolgreich fein!" MM L i s s a b o n , 3. Febr. (Europapreß.) Die Zurück- ziehuna der Ernennung seines Freundes Edward I. Flynn zum USA-Gesandten in Australien wird als eine Gefährdung der Kandidatur Roosevelts für die Präsidentenwahl 1944 angesehen. Die Londoner „Times" berichtet aus Washington von der Zunahme der republikanischen Wahlaussichten. Die Affäre Flynn habe offenbart, wie wenig ein erheblicher Teil der Demokraten geneigt sei, mit Roosevelt zu gehen. Nicht einmal alle Finger einer Hand seien notwendig, um die Fälle zusammenzuzählen, in denen eine diplomatische Ernennung des Präsidenten verweigert wurde. Es hätte diesmal nichts geschehen können, wenn nicht die demokratische Opposition hnhpi aemeien wäre. Die sich für die Heimat ergebende Konsequenz ist die, daß nunmehr auch die letzte Arbeitskraft für den Krregseinsatz sichergestellt werden muß. Nur was kriegsentscheidend sein kann, wird in Zukunft hergestellt werden. Wir haben in der Heimat die Dervflichtung, unseren Soldaten an der Front die Waffen in die Hand zu geben, die zur Niederringung unserer Gegner notwendig sind. In noch härterem Arbeitseinsatz als seicher wird die Heimat in dem Bewußtsein, daß es um Sein oder Nichtsein geht, alle Kraft ansetzen, um die totale Kriegführung in jeder Weise zu unterstützen. So gerüstet, werden weder der Bolschewismus noch die plutokratischen Staaten jemals einen entscheidenden Erfolg erzielen. Das deutsche Volk wird sich jedem Ansturm unserer Gegner mit der unüberwindlichen Kraft seines Herzens, seiner Arbeit und seines Mutes entgegenstellen und so zuletzt Sieger bleiben. riesige Wolke schwebte über den Häuptern der derben, herrisch blickenden, kraftvollen Männer die Reichssturmfahne mit dem schwarzen Doppeladler auf gelbem Grund.. Dahinter starrte ein Wald gewaltiger Lanzen empor, drohend, hart und gefährlich. Die deutschen Landsknechte zogen einher, der Schreck der bisher so unüberwindlichen Ritterheere. Wo aber war er selber, der Kaiser Max? Die Köpfe reckten sich, hastige Fragen schwirrten, und da erkannten ihn die ersten, sahen ihn Tausende! Nicht als stählerner Ritter kam er im Sattel thro- Nend! In der ersten Reihe der brandenden Lan-. zenflut, da schritt auch er, der Kriegsherr, um ihn her seine Feldhauptleute, der Frundsberg vor allem, und dann zwischen Bauernsöhnen und ehemaligen Handwerksgesellen aus allen Gauen Deutschlands von Edelleuten und Rittern und Grafen, alle wie der Kaiser im leichten, farbigen, neuen Gewand, die linke Faust am Griff des breiten Schwerts, mit der rechten den wuchtigen Spieß schulternd. An des Kaisers Brust schimmerte die Kette des Goldenen Vließes. Strahlend, lachend, stolz ging er in der Bruderschaft seiner „frumben" Landsknechte im Rhythmus des Kalbfells. Flink schweiften seine leuchtenden blauen Augen umher, schönheitstrunken, manchem hübschen kölnischen Mädel feurig zublitzend. Kühn sprang die scharfe, große, charakteristische Nase aus seinem hageren Gesicht. Da brauste der Jubel der Masse los! Kaum wohl erfaßt das Volk chie symbolische Bedeutung der Geste,' mit der Maximilian, der römisch.'deutsche Kaiser, in Reih und Glied der von ihm geschaffenen ersten deutschen Infanterie marschierte, wie absagend dem Glanz des sinkenden Rittertums, das er doch mit romantischem Gemüt liebte wie keiner. Aber mancher mochte das Bekennerhafte irr der Handlung Maximilians ahnen, der hier einer neu anbrechenden Epoche des scheu an der Front ihr Leben hmgeben, wenn in der Heimat Männer und ' Frauen ihr Letztes an Arbeitskraft aufwenden müssen, dann darf niemand mehr abseits stehen und zuschauen. Die Soldaten, die von der Front in die Heimat kommen und dann wieder zur Front zurückkehren, sollen die Ueberzeugung haben, dcch die Heimat es auch wirklich verdient, daß sie mit ihrem Leben für sie eintreten. Unsere Feinde irren sehr, wenn sie glauben, daß irgendwann einmal der Augenblick eintreten könnte, daß das deutsche Volk innerlich schwach würde. Das haben wir einmal gemacht: einmal sind wir auf die Verlockungen unserer Feinde hereingefallen, und wir haben das bezahlen müßen mit sieben Millionen Arbeitslosen und einer entsetzlichen wirtschaftlichen Verelendung. Diesmal wollen wir kämpfen bis zur letzten Viertelstunde und bis zum letzten, entscheidenden Schlag; diesmal werden wir im heißen Wettlauf der Völker um die Palme des Sieges gewinnen. Je mehr wir alle für den Sieg arbeiteten, um so eher werde er da sein. Aufgabe der Heimat sei es, unseren Soldaten die Waffen zu schmieden und in die Hand zu geben, die sie zur Erringung dieses Sieges brauchten. Oer Adana-Befuch Churchills Stockholm, 4.Febr. (DNB. Funtfpruch.) Die englische Presse versucht, die auf Churchills persönliche Bitte in die Wege geleitete Zusammenkunft von Adana in ihrem Ergebnis als einen politischen Gewinn für England hinzustellen, um den Mißerfolg der Konferenz von Casablanca zu verdecken. Demgegenüber wird von türkischer Seite darauf hingewiesen, daß die Türkei durch die Aussprache mit dem britischen Preyüerminister ihre defensive Neutralität bekräftigt habe und nicht beabsichtige, von dieser ihrer nach den beiden feindlichen Lagern gleich korrekten neutralen Haltung abzugehen. B e r I i n , 3. Febr. (DNB.) Im Zeichen harter Entschlossenheit und äußerster Anspannung stand der Bettiebsappell eines Berliner Rüstungswerkes, bei dem Reichsminister Dr. Goebbels und Reichs- Minister Speer Ansprachen hielten. Dieser wies darauf hin, daß gerade in diesem Betrieb auf Befehl des Führers in oft monatelanger Arbeit, ohne Sonntagsruhe, mit 16stündiger Arbeitszeit das letzte von den Arbeitern und Arbeiterinnen hergegeben wurde, um damit die Forderungen des Führers immer voll zu erfüllen. Der Minister bezeichnete den Betrieb als E l i t e w e r k der Panzerwaffe und drückte die Erwartung aus, daß die Arbeiter weiterhin die ihnen gestellten Zukunftsaufgaben in der alten Pflichterfüllung lösen würden/ um sich in restlosem Einsatz für die Rüstung, für die der deutsche Soldat ihnen besonderen Dank wisse, einsetzten. Reichsminister Dr. Goebbels begann mit der Feststellung, daß -er Krieg, den Deutschland führe, einVolkskriegim wahrsten und tiefsten Sinne' des Wortes fei: nicht nur vom ganzen Volke, sondern auch für das ganze Vosk werde er aus* gefochten, um unsere vitalsten und elementarsten Lebensrechte zu verteidigen. Gerade die Arbeiterschaft wisse, daß alle unsere brennenden nationalen Lebensprobleme gelöst werden könnten, wenn wir diesen Krieg gewonnen hätten, daß aber auch der schaffende Mensch alles verlieren würde, was dieses Leben lebenswert mache, wenn wir im Kampfe unterlägen. So gelte es denn, gerade auch jetzt die ganze Kraft des Volkes zusammenzufaßen. „In Zeiten, die Triumphe über Triumphe bringen", so rief Dr. Goebbels, „glaubt auch der Schwächling an den Sieg. Wenn aber einmal ein Rückschlag hingenommen werden muß, ist es Sache der starken und festen Menschen, auf ihn zu vertrauen: In solchen Zeiten besonders bilden die breiten Massen unseres Volkes, die Arbeiter und Bauern, das Fundament des Staates." Der Krieg ist Notzeit, und wenn Millionen Men- NSG. Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger sprach zu der Belegschaft eines Frankfurter Werkes über die Forderungen des totalen Krieges an die Heimat^ Der Gauleiter ging nach einer kurzen Betrachtung der Hintergründe, die zu diesem Kriege geführt haben, auf die jetzige politische und militärische Lage ein. Wenn der Krieg seither für uns ein einziger Siegeslauf war, so ist er jetzt in seiner ganzen Härte an uns herangetreten. Wenn unsere plutokrattschen Gegner sich der Hoffnung Hingaben, daß wir an Rohstoff- und Ernährungsmangel grundegehen werden, so versucht der Bolschewismus durch ein Massenaufgebot von Menschen und Material das deutsche Volk und mit ihm ganz Europa zu überrennen. Diesen Spekulationen wird Deutschland mit allen ihm zu Gebote stehenden Mitteln entgegentreten. In diesem Ringen wird es keinerlei Kompromisse geben. Nur derjenige wird Sieger fein, der die stärkeren Nerven und den unbeugsamen Willen zum Sieg aufbringt. lauen, Ende Januar. Es Hai sich unendlich viel verändert, seit ich zum letzten Male in den Bergen des Rif war. Und das fft erst ein halbes Jahr her. Diese sechs Monate genügten, um Menschen, die nur ein Leben des Traumes und 'daseinsferner Philosophie kannten, aufzuscheuchen und in den Wirbel der Tagesereignisse hereinzuziehen., Sie genügten zur Auspeitschung all jener Leidenschaften, die ihr großer Prophet Mohammed in weisen Gesetzen gezügelt hatte. Die wunderbare heilige Bergstadt der-Araber, das märchenhafte Tauen mit feiner malerischen Kulisse und der betäubenden Impression arabischen Lebens, diese Stadt der geweihten Bergeinsamkeit und Unberührtheit, ein Heiligtum arabischer Reinheit und hoheitsvoller Würde, ist äußerlich zwar das gleiche Wunderbild geblieben. Aber es ist doch nicht mehr das alte Tauen. Ich war bestürzt, als ich bei der Ankunft des mit Arabern überfüllten Omnibus eine Zigarette anzündete und gleich von einer Schar junger Burschen umringt war. Wollten sie Geld? Sie beachteten die kleinen Metallstücke kaum. Um eine Zi- garette gingen sie mich an, um eine einzige nur. Das wäre früher ganz unmöglich gewesen. Die Leute in Tauen bettelten nicht, diese stolzen und selbstbewußten Araber, und die Berber in ben Siedlungen noch viel weniger. Wenn sie auch ihre Füße in Sandalen aus Stroh ober Lappen steckten und sich van einer Hand voll Bohnen ernährten, sie blieben unnahbare Herren, die nichts von der Halbzioilisation angenommen hatten, die mit ihrer geringen Habe sich unabhängig hietten und ihre Frauen mit Gold behängen konnten. Nun bettelten sie, nicht um Geld — das haben sie selber —, sondern um Zigaretten, die sie heute nicht mehr für ihr Geld bekommen können. Der Krieg in Afrika hat sie ihnen genommen. Er raubte ihnen aber noch mehr, ein Stück ihres Lebensglückes, die heilige Ruhe und die Muße zum Philosophieren, die Andacht, mit der sie zu den Sternen schauten und die Geduld, die den Perlenschnuren in ihren Händen die gleichmäßige Bewegung für viele Stunden des Tages gab. Und diese Ruhe können sie sich nicht mehr erbetteln. Kein Fremder vermag sie ihnen zu geben. Auch der Landschaft ist das Bild des beseligenden Friedens genommen. Längst hotte man vergessen, daß noch bis zum Jahre 1927 hier die blutigen Aufstände andauerten und auch später noch kriegerische Stämme gelegentlich gegen die spanische Herrschaft rebellierten, daß es gefährlich war, bis zu den Höhen des Rifs sich vorzuwagen und in jedem der Bergbewohner ein geheimer Anhänger Abd el Krims gesehen werden mußte. Spanien, das dem Rif den Frieden gebracht hatte und ihm eine sorgsame staatliche Fürsorge zukommen liefr wußte sich die Söhne des Landes zu wahren Freunden zu machen. Im Bürgerkrieg bestand diese den deutschen Nationalgefühls. Und endlich war er ein begeisterter Kriegsmann, der Führer eines von ihm geschaffenen neuen deutschen Soldatenstandes, des leicht bewaffneten Fußvolkes der Landsknechte, die ihn chren Vater nannten und eben begannen, die Aufmerksamkeit Europas auf sich zu lenken. Jetzt also hatte der Kaiser Max ein paar Tausend dieser seiner Landsknechte bei sich, gewillt, sie in der Oeffentlichkeit mit einem großartigen Auftritt vorzuführen. Die Glocken dröhnten von Kölns zahllosen Türmen. Feiertag war angesagt. Die Arbeit ruhte überall. In festlichen Kleidern fluteten die Menschen durch die Gassen. Die Zünfte sammetten sich bei ihren Fahnen. Kostbare Teppiche, bunte Tücher, Blumengewinde hingen aus den Fenstern, spannten sich von Haus zu Haus. Musik erscholl auf allen Plätzen. In einer Stunde würde der Kaiser da [ein. Der Rat stand vor dem Rathaus versammelt, ihm zu huldigen. Adel und Geistlichkeit, Gesandte und Würdenträger harrten seiner. Die bewaffnete Macht der Stadt trat zum Spalier an. Ungeheuer wuchs das Gedränge, brandete der frohe Lärm. Königlich mußte der Anblick sein, wenn das Oberhaupt des Reiches in kostbarer Rüstung auf mächtigem Streitroß an der Spitze seiner Ritter durch die Hohe Straße ziehen würde. Jetzt donnerten schon die Geschütze von den Wällen und Artilleriebastionen. Der Einzug des Kaisers begann. Fanfaren klangen. Die HeroQe auf prachtvoll gezäumten Pferden wurden sichtbar. Banner, Wimpel, Musikanten, Lehensleute mit Knappen und Reisigen, Abordnungen — das gewohnte Bild. Was nun aber folgte, war unerhört und bisher nie gesehen! Hinter dem Ehrengeleit war plötzlich eine Leere entstanden. Keine schwer stampfenden, völlig in Eisen und Stahl gehüllten Reiterkolosse zeigten sich. Was vielmehr da in breiten Reihen, einem Strom gleich, in wuchtigem, gemeßenem Schritt zum dumpfen, aufrüttelnben Rumpeln und Dröhnen großer Trommeln, zum schrillen/ erregenden Klang langer Querpfeifen und unter dem hellen Schmettern scharf tönender Trompeten ein- herwogte, wahrhaftig, das war das viel berufene Fußvolk Maximilians! Es wälzte sich heran unendlich bunt in leuchtender, phantastischer, durch die Aehnlichkett des knappen kleidsamen Schnitts gleichwohl fast einheitlich wirkender Tracht. Wie eine Freundschaft ihre härtesten Proben. Nun brauchten Madrid und der Oberkommissar in Spanisch-Ma» rokko nicht mehr um die Sicherheit des Landes besorgt zu sein. Den überwiegend aus Marokkanern bestehenden Regimentern und der Fremdenlegion konnte der Schutz des Protektorats ohne Bedenken anvertraut werden. Ihnen zur Seite stehen die Re- gierungstruppe des Kalifen und die marokkanische Polizei. Zur Sicherung des Landes wurden zwar an allen wichttgen Stellen Milttärftcttionen erricht tet. Aber sie fielen dem Fremden kaum auf. Vor allem hier im Gebirge spürte man nichts von der militärischen Verwaltung des Landes. Das fft nun ebenfalls ganz anders geworden. Diese fast unberührte afrikanische Riflandschaft, einer der unerforschten Teile Afrikas und noch fast Neuland für die Kulturpioniere, ist zu einem gro« ßen militärischen Schutzgebiet geworden!. Man hört nur noch selten das Gezeter der Affen und die schreienden Rufe der Schakale. Die Gesänge der Araber, die von den Dörfern weit über das Land getragen wurden, brechen in ihrem web chen Schall oft unter der Gewalt stärkerer Geräusche ab. Polizeistreifen und Militärpatrouillen wirbeln jetzt den Staub der Straßen auf. Marschierende Truppen und polternde Fahrzeuge bestimmen das Echo zwischen den Bergen. In einsamen Bergwinkeln, die vielleicht Monate und Jahre lang kein Mensch betrat, wurden Militärlager eingerichtet. Befestigungsanlagen Überhöhen die zackigen Rifhöhen. Nie fft so viel gesprengt, gemauert und gehämmert worden, wie in den letzten Monaten. Der Rif-Atlas, den die Forscher ein Stück Urerde mit tausend verborgenen Geheimnissen nennen, verwandett sich in eine einzige große natürliche Festung. In ihr leben Menschen, die noch nichts von den alten Sitten der Derber abgelegt haben, die den Pflug selbst ziehen und das Wasser in jahrtausendalten Brunnen schöpfen, . die jede Stimme des afrikanischen Erdteils verstehen, viels Laute au den Klängen ihrer primitiven Instrumente hahb singend, halb sprechend dem Fremden mittellen, aber ebensoviele zu verschweigen scheinen, Menschen, die die Schönheit ihrer Frauen hinter Schleiern verbergen, die aüe' Pracht des Orients und der bunten afrikanischen Welt im Herzen tragen und mit kostbaren Teppichen, leuchtenden Gefäßen und verwirrenden Ornamenten um sich sammeln, öffnen ihre Berge, ihre Häuser und Gefühls denen, die mit modernen Waffen kommen. Sie wißen, daß sie jetzt in diesen Tagen über alte Gewohnheiten und ihr urväterliches Leben hinweg- sehen müssen. Es ist schwer für sie und verlangt ein großes Matz von Selbstverleugnung. Aber warum sie es tun, das erklärt der arabische Witt einer Posada: „Geyen Sie einmal dort hinauf zu dem Berggrat des Dschebl Hauß, und schauen Sie nach Norden und Süden. Dor Ihnen liegt das Meer unb an seinem Ende Europa, hinter Ihnen die Wüste n b« igen, und töte unnatürlich und smnwidno rüche anderer Völker auf diesen Raum si t Menschen des Rif wissen das. Sie babi V Menschen des Rif wissen das. Sie haben längst iM . Um rd allöV AUF MÖNCKEBER6 ROMAN VON OLAF BOUTERWECK (Nachdruck verboten.> Fortsetzung. 14. Kapitel. chtev mbtf unm .egäa enkts e Atz cmschi M Eine Stunde spater erschien ein Mann in einem blauen Monteuranzug vor der Villa Beierfeld rri Berlin-Dahlem. Der Mann, der eine dunkle Hornbrille trug, hatte unter dem Arm eine große, abgewetzte L^ertasche, vei, hie, bh 1% chrn ennt -L. -eltz •jf M da .eilen p. rtn und P r Schließung aller llnterhaliungsstätlen bis 6. Februar. Der Reichsmlnisker für Volksaufklärung und Propaganda hat nach der Bekanntgabe der Verlautbarung des Oberkommandos der Wehrmacht über das Ende des Heldenkampfes der v. Armee an der Wolga die Schließung aller Thea- ter, Varietes und ähnlicher Unter- haltungssl ölten ab sofort bis einschließlich Samstag, 6. Februar, angeordnet. Ebenso wird jede öffentliche Veranstaltung künstlerischer oder unterhaltender Art für diese Zelt untersagt. N apQ( blich ja- $eor. ?hto, ab, iaDQ. >31 btn 1 b« orten M h iaft l W, orben * e Se. : üb;: i oeti r 8» ouißte M' je btz eins» W *r ei» mueii Mon» ick Ur- i m» natih' e nod) bqelKl Ms!« i jA i, viel« Jnstw rembtn ijemtn M Drwnö en t»' en chsM, n. 8. llteS» rerlDs! . W je Lio i Ser chM eer Betrachtungen über -as Kasperlspiel Kasperlköpfe al« Abzeichen für die 5. Beichsstraßensammlung. _____ das materielle Los der Witwen Gefallener auch auf steuerlichem Gebiete zu erleichtern, sind i««J s dann ging er in die Diele und machte sich dort zu schaffen. Er hatte die Tür zur Bibliothek eine handbreit offengelassen, und nach fünf Minuten sah er durch diesen schmalen Spalt zufällig, daß der Mann vom Fernsprechamt vor einem der Bücherregale stand und eben ein Buch herausnahm. ,Also doch', dachte Otto, indem er mit schnellen Schritten die Bibliothek betrat. „Na, Sie scheinen ja einen sehr großen Bildungshunger zu haben!" sagte er ironisch: denn er hielt den Mann jetzt erst recht für einen verkappten Kriminalbeamten. „Sa, ick bin 'n richtiger Bücherwurm", aab der Mann offen und ohne Verlegenheit zu. „Aber det hier", er zeigte auf das Buch, das er in der Hand hielt, „det kann ja keen normaler Mensch lesen! Sck jedenfalls nich!" Otto blickte auf den Titel des Buches: ,Ars magna Lulli* (= Lullus' große Kunst). Par Raimundus Lullus. „Sa, Sie lesen wahrscheinlich lieber — Kriminalromane!" sagte Otto mit Betonung, indem er den Mann scharf ansah. „Sd lese alles!" erwiderte der Mann, während er das dicke Buch zurückstellte. „Man hat leider immer bloß so wenig Zeit!" fügte er mit bedauerndem Achselzucken hinzu, indem $r sich wieder an seine Arbeit machte ... Bald darauf ging er, nachdem er erklärt hatte, daß er in den nächsten Tagen noch einmal wieder- komme, da ein kurzes schadhaftes Stück der Fernsprechleitung ausgewechselt werden müsse. Er habe den Ersatzdraht nicht mit. — Otto, der ihn zum Gartentor hinausließ, kehrte danach sehr nachdenklich ins Haus zuruck. »Hetzt möchte ich nur wiffen, was der Kerl ht Wirklichkeit hier gewollt hat!" brummte er kopfschüttelnd vor sich hin. Geftagt hatte er nach nichts, und mitgenommen hatte , er auch nichts. Das hatte er, Otto, zweifellos bemerkt. — । (Fortsetzung folgt.) ankreichs nicht in Gefahr bringen durfte, hier eist man aber auch, wie berechtigt das Verlegen der Mittelmeervölker ist, Nordafrika als türliches Snteressen- und Siedlungsgebiet zu oer« •*ien, und wie ^unnatürlich und sinnwidrig die Ansind. Auch Heller Sonnenschein lag am nächsten Morgen v-r dem Schloß Mönckeberg. Äs Axel zeitig genug an -er Frühstückstafel er- öien, waren die Herren Brand und Lertzeck bererts kls dem Wege nach Berlin. Man sprach von ihnen, täxenb man aß. — Schon kurz nach neun Uhr fuhr Brand amHauptt snzang der Charits vor. Er wandte sich nach «deck «m, der in Halbliegender Stellung im Rück* sitz der großen Limousine saß, mit den Füßejr auf oem Sitzpolster. Unter das kranke Beip hatte ihm Frank vor der Abfahrt vorsorglich noch ein weiches Kissen geschoben. „So, Herr Lertzeck, da wären wir angelangt! — Sie sehen übrigens ziemlich mitgenommen aus nach dieser Fahrt, haben Sie unterwegs große Schmerzen augeftanden?" „Na, es geht", lächelte Lertzeck krampfhaft. „Kommen Sie, Herr Brand, wir wollen nicht lange zögern. Se früher ich mich anmelde, desto schneller bin ich an der Reihe!" Obwohl Lertzeck den linken Arm um Brands Schulter gelegt hatte und sich mit der rechten Hand auf einen Stock stützte, ließ er bei jedem Schritt ein unterdrücktes Stöhnen hören. Alle fünf Schritte blieb er atemholend stehen, und als sie endlich den Wartesaal der zuständigen Abteilung betraten, schien er völlig erschöpft zu sein. Lertzeck setzte sich langsam und vorsichtig auf eine Bank und reichte Brand abschiednehmend die Hand: „So — einstweilen herzlichen Dank für Shre liebenswürdige Hilfe, Herr Brand! Sie können ja jetzt in Ruhe Ihre Besorgungen erledigen. Wäre es Shnen möglich, mich etwa gegen zwölf Uhr hier wieder abzuholen?" Brand versprach es und verabschiedete sich. Keiner der beiden hatte bemerkt, daß ihnen schon von der Straße her heimlich zwei Männer gefolgt waren, die kurz nach ihnen das Wartezimmer betraten, wo sie sich unauffällig unter die zahlreichen Wartenden mischten. Als Brand den Raum verließ, folgte ihm einer der Männer, während der ärgere noch zurückblieb. ^ -Das paßt mir sogar ganz ausgezeichnet! rief flimt erfreut. „Gerade in dem augenblicklichen viand möchte ich die Arbeit an meinem Manu- frpt nicht gern unterbrechen! Sie tun also mir — ttö natürlich auch meinem Freund Lertzeck — einen prz großen Gefallen damit!" Zrand erhob sich. .> , .Dann gestatten Sie, daß ich mich „ nunmehr Waültig zurückziehe, meine Herrschaften!" /xel hatte während dieses Gespräches seine Blicke viztrauisch von einem zum anderen wandern las- K denn er fühlte, daß hier irgend etwas nicht frnmte! Warum mußte Brand so plötzlich nach Brün, und warum gab Güstrow trotz seiner offen» Etlichen Ueberraschung dann so schnell seine Zu- lirnnung? ^xel wurde sehr nachdenklich und einsilbig: und es man sich bald darauf allgemein zur Ruhe be- tü, lag er in seinem Zimmer noch viele <5tunben ,lig wach und grübelte den neuen Rätseln nach, |g ihm der heutige Tag aufgegeben hatte. Eine «ung dafür fand er aber nicht. — pannt, daß der große Raum des Mittelmeeres ne Einheit bildet und den Völkern, die mit (fern Raum verbunden sind, von Natur aus helft Wie merkwürdig, daß in diesen Bergen lamme wohnen, deren Männer feil jeher blaue Ligen und Helle haare haben, und drüben in den ^europäischen Gebieten Menschen, die aus den ~ lept des Rifs gekommen sein könnten. Felsen, die n Italien, Spanien, Sizilien im Meer versinken, feigen in Afrika wieder zum Himmel auf. Man vcd sehr nachdenklich. Die Araber schweigen, sie bissen vielleicht mehr, als wir ahnen. Oberspielleiter Mund, Herrn Sauerland und Angehörige der Kameradschaft zu seinem Höhepunkt, den ein kurzer und eindringlicher Dorttag von Prof. Dr. Bollnow, dem ausgezeichneten Nietzsche-Menner, bildete. Er zeigte auf, wie Nietzsche, weit seiner Zeit vorauseilend, der Zeit des Zusammenbruchs des deutschen Sdealismus, der deutschen Klassik und der beginnenden Aufklärung, in seinem Innersten stets ein Einsamer blieb, und wie es erst unserer Zeit möglich wurde, seinen Entwicklungsweg zu verstehen. Durch alle philosophischen Richtungen und Lebensformen rang er sich zu der Erkenntnis durch, daß es die Aufgabe des Menschen ist, auf alle Versteifungen feines Sonderdaseins zu verzichten und sich der Gewalt dieses begeisternd schönen Lebens zu überantworten. Die Einheit des Weltganzen wird zur Einheit des Lebens. Dieses Leben, mit der ganzen Fülle seiner rationalen und irrationalen Kräfte, steht aber im Gegensatz zum starren Sein. Auf dem Baden dieses Lebensgefühles entspringt das Ideal des Uebermenschen mit seiner Forderung: „Der Mensch ist etwas, was überwunden werden muß", dessen, der Schranken beseitigt, weil er höhere Ansprüche stellt an feine Leistung und seine Freiheit — zum Dienen. Denn der lebende Mensch ist ein Uebergang, eine dauernd sich vollziehende Wandlung, um im dauernden Vollzug des Sicy-selbst-Ueberstei- gens das eigene Dasein zu erfüllen, das Dasein eines schöpferischen Menschen. Gegen Ende feiner mit starkem Interesse aufgenommenen Rede leitete Professor Bollnow dann auf die Dichtung Nietzsches über, der dieser Abend ja galt, und wertete sie als die nicht von seinem Denken trennbare Form der Verkündung, nach dem Durchbruch des stillen Denkens in die Oeffenllichkeit, die sich zwangsläufig zur gehobenen, rhythmischen Rede entwickelt, nicht als äußerer Schmuck, sondern als letzte Verdichtung der Weisheit. Erne Klavierballade von Brahms, gespielt von Frl. Dapper, leitete über zum zweiten Tell, der Gedichte des reifen Nietzsche brachte, und zu den Liedern, die der junge Student Nietzsche vertont hat, vor der Begegnung mit Richard Wagner, noch ganz aus der Heb erlief erung lebend und noch nicht zu. seinem eigenen Wesen erwacht. Sie wurden in klangvoller Weise von Frl. Böttcher und FrL sperlspiel" neues Ansehen gerade auch in unserem Gau verschafften. In Darmstadt war es Robert May, der seinen Spielen durch die hohe Kunst der Improvisation einen eigenen Reiz, verlieh und jung und alt zu wahren Begeisterungsstürmen hinriß. Dos Zusammenspiel zwischen Publikum und Bühne war bis dahin beispiellos und hatte feine Wirkung nirgends in Deutschland verfehlt. Heute ist die Handpuppenbühne der NS.-Gemeinschast „Kraft durch Freude", die unter der Leitung von F. K. Hellwig steht und im Hause Lichtenstein am Römerberg in Frankfurt am Main eine ständige Wirkungsstätte gefunden hat, weit über Frankfurt hinaus bekannt. Ein Kasperletheater für jedermann. Sn neun Städten waren feit vielen Wochen dis Betriebe der Tonindustrie emsig bei her Arbeit, um die neuen Abzeichen zur 5. Reichssttaßensammlung am 6. und 7. Februar für das Krieas-Winterhilfs-- werk herzustellen. Hunderte von geschickten Händen waren in Karlsruhe, Bitburg, Limburg, München, Hamdura, Gmunden, Wien, Mürzzuschlag und im thüringischen Mengersaereuth damit beschäftigt, aus der weichen Tonmasse die im ganzen deutschen Volk bekannten und beliebten Kasperleköpfe anzufertigen. Der Ton dafür wurde zunächst in die Formen gegossen. Dann wurden die Figuren ein erstes Mal gebrannt, damit sie fest und hart wurden. Nach dem Bemalen kamen sie ein zweites Mal in den Ofen, damit die Glasurfarbe durch das Schmelzen zum Leuchten gebracht wurde. Mit einer Anstecknadel versehen, gingen dann^ die fertigen Kasperleköpfs auf die weite Reise in alle großdeutschen Städte und Dörfer, wo sie nun von Beamten und Handwerkern als WHW.-Abzeichen zum Verkauf an- geboten werden. Ein ganzes Kasperletheater wird zu finden fein; der Kasperle mit seiner Großmutter, der König und die Königin, die Grete und der Seppl, der Räuber und der Schutzmann, nicht zu vergessen das wilde Pferd und das Krokodil. Die Spendenfreudigkeit der Völkerung wird aber nicht nur durch das reizvolle Angebinde angeregt werden, sondern in erster Linie durch den Zweck der hier wieder zu sammelnden großen Summen: Jeder Groschen dient der Gesunderhaltung von Mutter und Kind! it M - xW eiiw 'N. W M i Aus der Gtadi Gießen. Um da« Wasser. „Lohnt es sich denn überhaupt, hierüber ein Wort zu verlieren?" werden viele fragen. Wasier ist für unsere Breitengrade etwas so Alltägliches, daß es uns einer besonderen Beachtung gar nicht wert genug erscheint. Daher kommt es auch, doß wir alle — wenn wir nicht gerade etwas von Chemie verstehen — recht wenig vom Wasser wissen. Laßt uns einmal die Probe aufs Exempel machen! Was ist eigentlich Wasser? Seit Beginn des vorigen Jahrhunderts wissen wir, daß Wasser eine Verbindung von zwei Atomen Wasserstoff mit einem Atom Sauerstoff darstellt. Dampfförmig, flüssig und fest findet es sich in der Natur vor. Welche große Rolle es in der Physik und Chemie spielt, erkennt man daran, daß man das Wasser vielfach als Bezugsgröße verwendet. So sind z. B. die spezifischen Gewichte anderer fester und flüsiiger Körper zu dem spezifischen Gewicht des Wassers bei vier Grad Wärme = 1 in Beziehung gesetzt. Sa, NSG. Anläßlich der 5. ^eichssttaßen- smnmlung am kommenden Samstag und Sonntag, 6. und 7. Februar, kommen zehn verschiedene Kasperleköpfe aus Majolika zum Verkauf. Es sammeln diesmal Beamte und Handwerker. Als kleine Knirpse haben wir alle einmal irgendwo voller Begeisterung vor der windigen Leiste eines bunt-lustigen Puppentheaters gestanden und uns an den waghalsigen Abenteuern und Stteichen des listig-kühnen, auch ein wenig großsprecherischen Kasperle begeistert. Manche öon uns gingen lebhaft angeregt wohl auch selbst einmal dazu über, die Kaiperlkunst auszuüben und spielten auf primitiv selbstgebauter Bühne mit Kartoffeln und Richen, kunstvoll zu Köpfen geformt und mit Lumpen aus Mutters Flickkasten zu Räubern und Prinzessinnen gekleidet, mehr ober weniger schöne Kasperlioden zur Beglückung schaulustiger Nachbarskinder. Erster Platz zwei Pfennig, zweiter Platz einen Pfennig. Eltern zahlten manchmal freiwillig einen ganzen Groschen! Bei dieser Erinnerung an die Jugendzeit wollen wir aber nicht in den Fehler verfallen und die ganze Kasperei als eine kindliche Spielerei ein wenig geringschätzig über die Schulter ansehen. In unserem Gau hat das künstterische Kasperlspiel schon so etwas wie Tradition. Auf den Iahrmärk- ten und Messen hatte das Kasperltheater in früheren Zeiten, bereits eine große Rolle gespielt. Seine künstlerische Betätigung wurde allerdings mit dem Aufkommen der zahlreichen mechanischen Musikorgeln und dem wachsenden Lärm auf den Großmessen beträchtlich eingeschränkt. Es erschöpfte fein Repertoire schließlich in Prügelszenen und primitiven Gefühlseffekten. Schon vor dem ersten Wellkriege entwickelte sich damals aus der Jugendbewegung heraus eine Erneuerung des Kasperlspie- les, indem man vor allem auf die einfache Wirkung seiner ursprünglichen Spielart zurückgriff und das Zeitgeschehen in satirischer Form in die schlichte Handlung einschloß. Während Ende des verfloßenen Jahrhunderts noch Franz Graf Pocci in Zusammenarbeit mit dem Puppenspieler „Papa Schmid" dem Mario- nettenfpiel in München zu einer wahren Blütezeit verhalf, waren es in den letzten Sahrzehnten einige begeisterte Handpuppenspieler, die dem „Ka- unser ganzes Gewichtssystem im täglichen Leben baut auf dem Gewicht des Wassers auf. Ein Gramm ist nämlich das Gewicht eines Wasierwür- fels von einem Kubikzentimeter Rauminhalt bei 4 Grad Wärme. Ein Liter, welches bekanntlich 1000 Kubikzentimeter enthält, wiegt demnach also 1000 Gramm ober ein Kilogramm. Welche Farbe hat das Wasser? Bei der Beantwortung dieser Frage wird es sicherlich einige Meinungsverschiedenheiten geben. Die Farbe des in der Natur oorkommenden Wassers reicht vom hell-- sten Grün und milchigen Weiß des Gletscherwassers bis zum tiefdunkley Blau des Meeres. Die Farbe des Gesteins und des Bodens, die z.B. ein Fluß durchsttömt, und die verschiedenen Berunreinigun- gen veeinslussen die Wasserfärbung. So gibt es in Südamerika sogar Schwarzwasserflüsse, die durch Humussäure dunkel gefärbt sind, während z. B. in China der Huangho durch Lehmteilchen eine rot- gelbe Farbe xiufmeift Reines Wasser — frisch destilliert — ist in einer 5 Meter dicken Schicht himmelblau. Es ist völlig geruch- und geschmacklos. Wir unterscheiden zwischen hartem und weichem Wasser. Als hart bezeichnen mir Wasser, das einen hohen Gehalt an Kalkfalzen hat. Es ist für wirtschaftliche Zwecke wenig geeignet Davon können besonders unsere Hausfrauen ein Lied fingen. Sie wissen, daß hartes Wasser ihre Waschseife frißt und bewirkt, daß ihre reinigende und schäumende Wirkung zu einem großen Teil verlorengeht. Wir enthärten derartiges Wasier künstlich, z. B. mit Soda. Neben dem harten und weichen Wasier unterscheidet man feit 1932 zwischen leichtem und schwerem Wasser, tiefer gewöhnliches Wasser ist fast immer „leichtes" Wasser. Das „schwere" Wasser enthält in seinen Molekülen Wasserstoffatome vom doppelten Gewicht derjenigen des gewöhnlichen Wasserstoffes. Das „schwere" Wasser verhält sich in vielen Dingen anders als das gewöhnliche „leichte" Wasser. Es gefriert z. B. schon bei etwa 4 Grad Wärme. Heute bildet das „schwere" Wasser den Ausgangspunkt wichtiger neuer Forschungen. Es spielt z. B. bei den Versuchen um die Atomzertrümmerung eine wichtige Rolle. Wenn wir noch die Bedeutung einer ausreichenden und hygienischen Trinkwasserversorgung für die menschliche Gesundheit und den ungeheuren energiewirtschaftlichen Wert der Wasserkräfte bedenken, so werden wir zugeben müssen, daß' sich eine Beschäftigung mit dem Wasier schon lohnt. Und so mancher wird daher seine Kenntnisse von diesem Stoff durch unsere kleine Plauderei ganz gern ergänzt oder aufgefrischt haben. V. A. Steuererleichterungen für Soldatenwitwen. folgende Regelungen ergangen: Ehefrauen Gefallener wird auf Antrag der Krieaszuschlag zur Einkommensteuer ohne Rücksicht auf die Einkommensund Vermögensverhältnisie erlassen für das Kalenderjahr, in dem der Ehemann gefallen ist, und für etwaige Rückstände aus früheren Kalenderjahren. Ferner ist für bte Witwe eines gefallenen Wehrmachtangehörigen, wenn sie nicht in die Steuergruppe IV (Verheiratete mit Kindern) gehört, mindestens die Steuergruppe III, damit also der günstigste Steuertarif für Verheiratete ohne Kinder, anzuwenden. Diese Regelung gilt schon für das Kalenderjahr, in dem der Ehemann gefallen ift Niehsche-Abeud der Kameradschaft »Reifer-*. Sm Rahmen der Arbeitsgemeinschaft Stuben- tenbund-Theater hatte am Montag die Kamercä^- schast „Kaiser" in ihr Haus eingeladen. Der Kamerad fchaftsfuhrer Mink begrüßte — wie uns von der Gießener Stubentenführung berichtet wird — die zahlreich erschienenen Gäste, unter ihnen mehrere Vertreter der Universität mit dem Prorektor Prof. Dr. Rauch. In seinen einleitenden Worten betonte der KaMeradschaftsführer die Unmöglichkeit, im Rahmen eines kurzen Vorttagsabends in die Tiefen der kolossalen philosophischen Gebankett- blöcke eines Menschen eindringen zu wollen, dem nur ein dazu reifes Zeitaller fehlte, ein Reformator und Tatmensch ganz besonderer Prägung zu werden. Der Abend solle vielmehr den anderen Nietzsche, den Sänger und Dichter, den Tänzer mit der Rosenkranzkrone des Lachens zeigen und den Nietzsche der kristallklaren Sprache deS'„Zarathustra". Aus dem besinnlichen Erleben seiner Kunst und der geballten Wucht seiner dichterischen Sprache solle neue Anregung erstehen zum Meistern des pflichtenreichen Alltags. Nach begrüßenden und geteitgebenben Worten des Stubentenführers Stein für die weitere Durchführung bes Kulturprogramms der Hochschul-- gruppe Gießen begann die Vorttagsfolge mit einer einleitenden Violinsonate von Händel, gefpieft von Frl. Dapper und einem Angehörigen der Kameradschaft, und steigerte sich in sehr sorgfältig ausgewähtten und tief nacherlebten Gedichten und Lesungen aus „Zarathustra", durch Blanca Blacha, Klingel am Gartentor gedrückt hatte, zündete er sich gemächlich eine Zigarette an. Rach einer Weile erschien der Diener Otto in Begleitung des Schäferhundes Fox, — denn vor [einer Abreise nach Mönckeberg hatte Axel Holm den alten Friedrichsen auf eine Woche beurlaubt, damit er sich von dem ausgeftanbenen Schrecken erholen konnte. Inzwischen hielt der vielseitige Otto mit Hilfe der Köchin und bes Hausmädchens das Grundstück in Ordnung. Fox lief laut bellend und mit langen Sprüngen voraus: am Gartentor blieb er stehen, sah den Mann mißtrauisch an und ließ alsbald ein drohendes Knurren hören. Otto rief den Hund zurück, hiell ihn sorgsam am Halsband Jeft und trat selbst langsam näher. „Sie wünschen?" fragte er kurz. Der Mann stellte eine Gegenfrage. „Is bet hier richtig bei Professor Beierfeld?" „Allerdings." „Ick komm vom Fernsprechamt Süd", erklärte der Mann, indem er einen stark verschmutzten Ausweis vorzeigte, „und ick soll hier die Fernsprechleitungen nachprüfen." Otto hatte den unbeftimmten Eindruck, daß der Mann nicht vom Fernsprechamt kam. Vielleicht war er ein verkleideter Kriminalbeamter ober gar noch schlimmeres ...? Auf jeden Fall aber versprach es, ein bemerkenswerter Besuch zu werden, und darum öffnete Otto bereitwillig das Gartentor und ließ den Mann eintreten. md das weite Aftika. Da oben müßte man sich eigentlich entscheiden, wohin man sein Leben wenden will, nach Europa oder nach Afrika." „Besteht denn für die Araber hier überhaupt [in Zweifel?" antwortete ich ihm. „Ein Zweifel sicher dann nicht", meinte der Wirt, penn unser Erdteil das alte Afrika geblieben wäre. Aber sehen Sie nur einmal hier unser , Mien. Es ist eine heilige Bergstabt, von Arabern cebaut und ganz vom afrikanischen Geist durch- veht. Schauen Sie aber einmal ganz genau hin." Setzt erst fiel mir auf, daß Lauen eine Stadt st, mie sie auch in Südspanien liegen könnte, ganz cndalus isch, mit spitzen Dächern, Lalkonen und lauberDoüen Snnenhösen. Und ich erfuhr, baß bie Stadt im 15. Sahrhundert von Arabern gebaut purde, die aus Andalusien kamen. „Taumd Dinge", unterbrach mich der bedächtig sprechende Mann, „gibt es hier, die auf bas Lanb mseits des Meeres weisen, und wieder tausend ittere Geschehnisse, die unsere Blicke wehmütig von er Wüste fortziehen, Ausbeutung und Unter- f ruckuna, Verfolgung,. Versklavung und jetzt bie euen Zwingherren. Wir haben die spanische Herr- ttaft gewiß nicht leicht getragen und halten auch eute noch den Freiheitswunsch des marokkanischen slrabertums tief in unserem Herzen, wissen bah ei iber auch, daß wir in einem freien Marokko nie» rials ohne den Schutz und die Hilfe, ohne bie Kul- ttrpioniere, Ingenieure und Landwirte Europas i iuskornmen können. Die Entwicklung eines freien trabertums ohne Mitwirkung der Europäer ist sicht denkbar,^vor allem nicht ohne Spanier und Deutsche." Das sagte mir dieser einfache Mann. So wie r sind aber fast alle, überlegend und sehr scharf jrüfenb, ganz ohne Sentimentalität und klug be- .irchnen'b. Sie haben in den vergangenen Wochen xfahren, baß diejenigen, die den Krieg an die ßrenzen ihres Landes brachten, sofort'das Leben fr Formen preßten» die sie wieder viele Stufen ftrucksühren können. Und dann meinte der Mann, Iran sollte doch einmal von einer Höhe des Rifs las Land betrachten, dort oben, wo vier Familien bon seit Uroäters Zeiten einen Weidegang unter« jilten. Ein junger arabischer Lehrer wies den Weg önch bie Steinschluchten und über ausgebörrte Fel- tn. An den wenigen Wasserstellen ruhten im «hatten des spärlichen Baumwuchses zusammen- glauerte Gestalten mit ihren Ziegen und Schafen. Mehrere Militärstationen lagen am Weg. Tragtiere ßsieppten schwere Lasten über den Kamm. Es war in mühsamer Marsch durch ein Meer von Steinen. Zann aber überkam uns eine Leichtigkeit, als würfen wir von Flügeln fortgetragen, — ganz oben, fern Himmel fast zum Greisen nahe, die Erde weit tm uns weg und mitten in das All hineingeweht. Ein unvergeßliches Erlebnis, hier, zwi chen dem Reer und der Wüste zu stehen, drüben bie Berge paniens und dort die Höhen des Atlas, die tin» Michkeit des Sandes, die Gewalt des schwarzen Erbteils. Die Menschen, die hier oben leben, müssen fcmantenb werden. Einer der Hirten, der im Alter imb geworden ist, sagte, er brauche nicht mehr zu sihen; denn bis zu seinem Tode halle sein Herz bas änderbare fest, das fein Auge ausgenommen habe, ieses Wunderbare ist so gewaltig, daß man am febsten die Augen schließen möchte und sich wehrt, it Gedanken die Wirklichkeit zu berühren. Die anbiofe Begegnung zweier Erdteile zwingt aber e Wirklichkeit in die Gedanken hinein. Europa zu Füßen dieser Berge, Europa von ^Sielen Punkten dieses Landes hart angeschnitten und pa immer bedroht, wenn ein Feind es von ?fen Bergen und den Ufern des afrikanischen ittelmeeres angreifen will. Der Sprung über die eerenge und von vielen anderen Punkten ist nicht wer. Deshalb muß Europa gerade an feiner Süd- te zufammenstehen und sich art den gefährlichsten linkten auf der afrikanischen Seite schützen. Hier en versteht man, warum Spanien sich in Tanger rn mußte, warum unsere Soldaten in Tunis pfen und warum man die Mittelmeerküste In der Diele prüfte der Blaugekleidete zunächst . den Fernsprechapparat, um bann mit irgendeiner Dienststelle ein kurzes Gespräch zu führen. Dann nahm er seine Ledertafche, verfolgte die Leitung und - betrat — die Bibliothek. Dort entfernte er den ' Deckel von der Blitzschutz-Sicherung, entnahm feiner Tasche ein kleines Instrument — das wie eine Stoppuhr ober ein Dollmesser aussah — unb prüfte an den blanken Stellen den Ausschlag. Wie unzu- ite vor. vsr manoie ]uy Ä*'“*, /"i" «l“c »*•*'□* -w-muiu/v, frieden mit dem Ergebnis schüttelte er den Kopf. hMli-aeud« Stellung im Ruck- die ojftnb« Werkzeug» enthielt. Nachdem w eitf bid Otto jah thm einen Augenblick eujmectjam ju>, t strahlt ine Helle, gelb» xLrt»i spektroskopischer Doppel- 061 rbanbei indes < F n war Dienstag, den 9. Februar 1943t abends 7.30 Uhr, gebettet. In stiller Trauer: j im Februar 1943. 0720 Neuer Friedhof. 0748 Heuchelheim Gießen 0725 Schuhcreme einsparen Ihr Berater in allen Punktfragen 401D Londorf, Gießen, im Februar 1943. 0741 'KÖHLER. * .GIESSEN Heirn- pradje iümuti ie 'Lol laiche \ Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgänge meiner lieben Frau, unserer lieben, guten Mutter sagen wir allen auf diesem Wege unseren herzlichen Dank. Besonderen Dank Herrn Pfarrer Bönning für die trostreichen Worte am Grabe. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Siiixfrau für die Abendstunden etwa von 18 Uhr an gesucht. [404d Verlag des Gießener Anzeigers. Am 3. Februar 1943 verschied sanft mein lieber Mann, unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, Onkel und Schwager Franz Ganfe im fast vollendeten 70. Lebensjahr. Im Namen aller Angehörigen: Elisabeth Gauß, geb. Rinn. Gießen (Kleine Mühlgasse 10), 4. Febr. 1943. Trauerfeier: Freitag, den 5. Februar, 14 Uhr, Am 2. Februar verschied nach langem, schwerem Leiden mein lieber Mann, unser herzens- guterVater, Großvater, Schwiegervater, Bruder, Schwager und Onkel Herr Karl Christ im Alter von 78 Jahren. In stiller Trauer: Anna Christ, geb. Kreiling Familie Karl Seibert V.; Familie Kari Christ Familie Ludwig Möbus. Gießen-Wieseck, den 4. Februar 1943. Die Beerdigung findet am Freitag, 5. Februar, um 15 Uhr, vom Trauerhause aus statt. lo7ss gesamt für die Milcherzeugung derselbe Betrag aus- gezahlt, der auch bisher für die Milchleistungs- prämien vorgesehen war. Die Molkereien sind angewiesen, auf dieser Grundlage die auszuzahlenden Prämien zu errechnen, so daß die Auszahlung in den Monaten März bis April d.J. durchgeführt wird. Giebener Vartragsring Goethe-Bund / Kulturelle Vereinigung Volksbildungsstätte Gießen der NS6. „Kraft durch Freude1« al » . ld)?ll Schwer traf uns die schmerzliche Nach- richt, daß unser innigstgeliebter, dank- barer, hoffnungsvoller junge, unser treuer herzensguter, ältester Bruder, unser liebe Pate und Neffe n^bert Schäfer Kradschütze in einem Kradschützen-Regt. einen Tag nach seinem 19. Geburtstage, bei einem Spähtruppunternehmen, im Kampfraum des großen Donbogens, sein junges, blühendes Leben fürs Vaterland opferte. Sein kurzes Leben war Liebe, ^reue und aufopfernde Fürsorge für Eltern und Geschwister. In tiefem Schmerz: Ludwig Schäfer und Frau Anna, geb. Weimer Otto Schäfer; Ewald Schäfer; Robert Schäfer und Lieselotte Schäfer nebst allen Angehörigen. Daubringen, Kirchvers, Wieseck, Treis a.d.L., den 1. Februar 1943. Die Gedächtnisfeier findet am Sonntag, dem 7. Februar, 13.30 Uhr, in Kirchberg statt. 400 D ft*1 miu1 H1; -trabt von der Ekliptik entfernt und durchquert daher den Kernschatten der Erde, wobei 77 v. H. seines Durchmessers verfinstert werden. Der Eintritt des Mondes in den Halbschatten erfolgt um 3.44 Uhr, in den Kernschatten um 5.03 Uhr; die Mitte der Finsternis ist um 6.38 Uhr. Der Mond verläßt den Kernschatten 8.13, den Halbschatten 9,32 Uhr, wenn er bei uns bereits untergegangen ist. Der im Kernschatten 8.13, den Halbschatten 9.32 Uhr, wenn er dunkel, sondern nimmt gewöhnlich eine Eigenartige kupferrote Färbung an, die pon/dem Sonnenlicht herrührt, das durch die Erdatmosphäre hindurchgegangen ist und dabei zum Monde hin abgebogen wurde. Von den Wandelsternen erscheint Merkur in der ersten Februarhälfte vor Sonnenaufgang am Morgenhimmel, kann aber wegen seiner wenig günstigen Stellung nur mit dem Feldstecher gesunden werden. Venus ist Abendstern, entfernt sich langsam von der Sonne, so daß sie am Monatsende erst gegen 20 Uhr, reichlich zwei Stunden später als die Sonne untergeht. Mars ist am Morgen- Der Sternhimmel im Februar Von Dr. Erwin Kossinna. Laß d Uendig tz r kMs ßi-s, wc pag e: !gtk voll ni Eur i Wir erhielten die unfaßbar schmerzliche IRtiSl Nachricht, daß mein lieber, treusorgen- der Mann und Vater, unser herzensguter j üngster Sohn,Bruder, Schwiegersohn, Schwager und Onkel Gefreiter in einer Nachrichtenabteilung nicht mehr zu uns zurückkehrt. Am 2. Weihnachtsfeiertag fand er bei Rschew den Heldentod und wurde von seinen Kameraden auf einem Heldenfriedhof im Osten zur letzten Ruhe Danksagung. Zu dem überaus schmerzlichen M&W Verlust, den wir durch den Heldentod meines über alles geliebten Mannes, unseres guten Vaters, Sohne«. Schv. iegersohnes, Bruders, Schwagers, Onkels und Paten Karl Becker, Gefreiter in einem Gren.-Regt.» erlitten haben, sagen wir allen, die unseren großen Schmerz zu lindem suchten, herzlichen Dank. Besonderen Dank Herrn Pfarrer Bühler, Londorf, und dem Frauenchor für den erhebenden Gesang. Im Namen aller Hinterbliebenen: Dina Becker, geb. Aßner und Kinder Karola und Hans-Günther. Unerwartet, hart und schwer traf uns tig« die unfaßbare Nachricht, daß unser *7lieber, braver, unvergeßlicher, hoffnungsvoller Sohn, unser lieber Bruder, Schwager und Onkel Friedrich Bierau in den schweren Kämpfen bei Stalingrad durch eine Krankheit im blühenden Alter von 21 Jahren den Tod fand. Seine letzte Ruhestätte fand er auf einem Heldenfriedhof im Osten. In tiefer Trauer: Friedrich Hieran und Frau Lina, geh. Frey Lonl Bleran Familie Otto Selp und Kinder Witwe Fooa und Kind. Wißmar (Bachstraße 135c), im Februar 1943. Die Gedächtnisfeier findet am Sonntag, dem 7. Februar, um 14 Uhr statt. ßbi J I-r G jfrres A L& uni W? * Entsch Jot® gl'ö I1 ßonr Ihren am 30. Januar 1943 gemeinsam begonnenen Lebensweg beehren sich anzuzeigen Wilhelm Grieb Gefreiter bei der Panzerwaffe Gertrud Grieb, geb. Freund Gambach /Hess. Gera /Thür, (z. Z. In Urlaub) Enzianstrabe 15 .403D/ Himmel sichtbar, wo er zwei Stunden vor der oottne im Südosten erscheint, aber wegen seiner großen Entfernung von der Erde und seiner stark südlichen Stellung in den nächsten Monaten ein unscheinbares Gestirn bleibt. Jupiter leuchtet als weit, aus hellster Stern im Sternbild der Zwillinge noch fast während der ganzen Nacht; et geht Ende Fe. bruar gegen 5 Uhr unter. Saturn und Uranus ind am besten in der ersten Nachthälfte zu beobach. :en. Wir finden Saturn etwas rechts über dem rötlichen Fixstern Aldebaran im Stier, Uranus mit Hilfe des Feldstechers unterhalb der Plejaden. Neptun im Sternbild Jungfrau geht gegen 21 Uhr auf. Als Stern achter Größe kann er nur mit dem Fernrohr beobachtet werden. An klaren, mondlosen Februarabenden wird nach Eintritt völliger Dunkelheit am Weschimmel em zarter Lichtschein« sichtbar, der schräg nach links aussteigt und ungefähr bis in die Gegend der Plejaden reicht: das T i e r k r e i s l ich t. Seme Lage stimmt mit der des Tierkreises überein, der im Februar steil aufsteigt und dessen Verlauf durch die Sterttbilder Widder, Stier, Zwillinge, Krebs, Löwe, Jungfrau bezeichnet wird. Die Untersuchungen^des Astronomen Hoffmeister and er Sternwarte Ronnenberg haben ergeben, daß das Tierkreislicht von einer innerhalb der Erdbahn befindlichen Wolke äußerst fein verteilten kosmischen Staubes herrührt, der das Sonnenlicht zurückwirft. Der am 11. Dezember von C. Fedtke in Königsberg mit einem Feldstecher entdeckte Komet 1942 g wird nach den Berechnungen von Whipple am 6. Februar in Sonnennähe gelangen und zugleich der Erde nahe kommen und dann voraussichtlich mit bloßem Auge erkennbar sein. Der Sternfreund wird gut tun, die Himmelsgegend unterhalb der Hinterräder des Großen Wagens mit dem Feldstecher oder Opernglas nach dem Kometen abzu- das große Spezial-Haus für gute Herren- und Knaben- Kleid u ng Bis auf weiteres am Montag- und Donnerstag -Vormittag geschlossen! Am 2. Februar verschied sanft nach langem, mit großer Geduld ertragenem Leiden mein iieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager u. Onkel Karl Heinrich Rinn Schwerkriegsbeschädigter aus dem Weltkrieg 1914—18 im Alter von 61 Jahren. In tiefer Trauer: Elisabeth Rinn, geb. Hofmann n&bst Hinterbliebenen. Heuchelheim, den 2. Februar 1943. Die Beerdigung findet am Freitag, 5. Febr., 14 Uhr, vom Trauerbaus, Bachstr. 19, aus statt 0743 Ausbau der bäuerlichen Nachwuchslenkung. NSG. Die im Auftrage der Gauleitung tätige , Gauarbeitsgemeinschaft für die bäuerliche Nachwuchslenkung aktiviert, wie der Gaubeauftragte Schwarz in einer Arbeitstagung mitteilte, nunmehr die einzelnen Kreisgebiete. Bei jeder Kreisleitung wird ein Kreisbeauftragter eingesetzt, der dem Kreisleiter für diese wichtige bevölkerungspolitische Aufgabe zur Verfügung steht. Damit ist die Gewähr gegeben, daß die Förderung der Landjugend, die Gewinnung von jugendlichen Nachwuchskräften aus der Stadt und die Lehre für die Landberufe, vor allem die Bereitstellung bester Lehrbetriebe, stetige Vorwärtsentwicklung nehmen. Oie Milchleistungsprämien, Als Anerkennung für zusätzliche Marktleistung ist 1942 ein Prämiensystem für abgelieferte Milch eingeführt worden, das demjenigen Milcherzeuger, der über 80 v. H. der Durchschnittsleistung aller Milcb- lieferanten seines Einzugsaebietes je Hektar landwirtschaftlich genutzter Flache abliefert, eine ge- staffelle Milchprämie in Aussicht stellte. In der zweiten Durchführungsanordnung hat die Hauptoereinigung der deutschen Milch- und Fettwirtschaft nun die Auszahlung der Prämie für 1942 auf eine vereinfachte einheitliche Grundlage gestellt. Prämiiert wird für 1942 die Milchmenge, die in Höhe von 60 v. H. der Durchschnittsleistung des landwirtschaftlichen Betriebes und darüber ab- gelieiert wird mit einem Betrag von 4 Rpf. je kg Milch oder 1,2 Rpf. je Fetteinheit. Diese Regelung stellt gegenüber dem ursprünglich vorgesehenen Verfahren eine wesentliche Vereinfachung dar, die trotz der Personalknappheit der Molkereien eine reibungslose Durchführung sichert. Sie vermeidet ferner allzu unterschiedliche Prämienauszahlungen, die sich von Einzugsgebiet zu Einzugsgebiet ergaben und durch die Leistung des einzelnen nicht gerechtfertigt sind und erweitert die Auszahlung bis herab zu 60 v. H. der Durchschnittsleistung. Auf Grund dieser Neuregelung wird ins- Filmveranstaltung „Farbiges Spanien". Der Gießener Dortragsring (Goethe- Bund, Kulturelle Vereinigung und Volksbildungsstätte Gießen der NSG. „Kraft durch Freude") wird, wie man uns schreibt, am Dienstag, 9. Februar, eine bedeutsame Veranstaltung vermitteln. Es kommt der auf einer Spanien-Expedition der Urania Berlin 1942 aufgenommene ausgezeichnete Farb-Schmalfilm „Farbiges Spanien" mit einem Begleitvortrag von Hans Bötticher zur Aufführung. ♦* D i e Ausgaben für das An st reichen in Luftschutzräumen sind, wie aus dem Reichsfinanzministerium mitgeteilt wird, erstattungsfähig, werden also vom Reich ersetzt, wenn das Anstreichen oder das Weißen von Decken und Wänden erforderlich ist, damit die Luftschutzräume in einen sauberen, zum Aufenthalt von Menschen geeigneten Zustand versetzt werden. Amtsgericht Gießen. Die A. L. in M. hatte bei einer Familie, bei der sie Arbeitshilfe leistete, Stoffe, Strümpfe und Bargeld gestohlen, ferner in einer Pension in Berlin Bett- und Tischwäsche, Hemden, Strümpfe, eine Aktentasche und einen Photoapparat entwendet. Wegen Diebstahls in zwei Fällen wurde sie zu fünf Monaten Gefängnis verurteilt, wobei für ihre Taten einige erschwerende Umstande strafverschärfend ins Gewicht fielen. Direktor August Bauer, Wetzlar, 1*. Kurz vor Vollendung seines 65. Lebensjahres verstarb an einem schweren Leiden der technische Direktor der Optischen Werke Ernst Leitz in Wetzlar, Wehrwirtschaftsführer August Bauer. Nahezu 40 Jahre hat der Verstorbene sein reiches technisches Wissen und seine unermüdliche Arbeitskraft der Entwicklung der Leitz-Werke gewidmet und darüber hinaus jetzt während.der Kriegsjahre zum Besten mehrerer Betriebe dieses Faches unermüdlich mitgearbeitet. »Bauer stammte aus Gießen, wo er im 78 als zweiter Sohn des damaligen Türmers der Stadtkirche geboren wurde. Im Jahre 1892 trat er als Vierzehnjähriger bei der Firma Wilhelm Spoerhase vormals C. Staudinger & Co. in Gießen als Feinmechanikerlehrling ein. Spoerhase erkannte frühzeitig die besonderen Fähigkeiten des jungen Menschen und förderte ihn mit aller Tatkraft so weit, daß der Jüngling das sog. Kunst- cxamen ablegen konnte, das ihn zum Dienst als Einjährig-Freiwilliger in der Wehrmacht berechtigte. 1904 ging August Bauer als Feinmechanikergehilfe nach Wetzlar zu den Optischen Werken Ernst Leitz, wo er schon nach wenigen Jahren eine bevorzugte Stellung als Werkmeister errang. Durch seine fachliche Tüchtigkeit und seine hervorragenden persönlichen und charakterlichen Eigenschaften stiea er in dem Betrieb weiter empor und hatte im Verlaufe seines Wirkens als technischer Leiter und zuletzt als technischer Direktor an der außerordentlich raschen Aufwärtsentwicklung der Leitz-Werke hervorragenden Anteil. Dor kurzem wurde Bauer in Anerkennung seiner vielfachen hervorragenden Verdienste um unsere Volksgemeinschaft zum Wehrwirtschaftsführer ernannt. w Jim j fr ihr IM a bereu, !^r ; Rtn lie frgöng Len A ot p> pn । u' bie Der diesjährige Februar bringt zwei Finsternisse: am 5. eine totale Sonnenfinsternis und am 20. eine teilweise Mondfinsternis. Leider ist nur die letztere bei uns sichtbar, denn die Sonnenfinsternis findet eine halbe Stunde nach Mitternacht statt, wenn wir uns auf der von der Sonne abgewandten Seite der Erde befinden. Da der Mond gleichzeitig den erdnächsten Punkt seiner Bahn durchläuft, ist sein scheinbarer Durchmesser etwas größer als der der Sonne. Die Dauer der totalen Bedeckung der Sonnenscheibe durch den Mond beträgt bis zu 2 Mttruten 38 Sekunden. Aber nur auf einem schmalen, etwa 200 Kilometer breiten Streifen, der von Alaska durch den Stillen Ozean nach der japanischen Insel Hokkaido und nach Man- dschukuo verläuft, ist die totale Sonnenfinsternis sichtbar. Der Vollmond am 20. Februar 6.45 Uhr findet elf Stunden nach dem Durchgang des Mondes durch den Knoten seiner Bahn (Schnittpunkt mit der Ekliptik oder scheinbaren Sonnenbahn) statt. In dieser kurzen Zeit hüt sich der Mond noch nicht Neue Aula der Universität Farbiges Spanien Ein Farbfilm der im Jahre 1942 durchgeführten Urania- Spanien - Expedition mit Begleitvortrag von Hans Bötticher. Die Mitglieder des Goethe-Blindes (Kontroll-Abschnitt Nr. 4), der Kulturellen Vereinigung und der Volks- Bildungsstätte Gießen (Kontroll-Abschnitt Nr. 7)haben freien Eintritt. Die Mitglieder der Gesellschaft für Erd- nnd Völkerkunde erhalten gegen Kontroll-Abschn. Nr. 7 Eintrittskarten zum ermäßigten Preise von RM. 0,75. Die Mitglieder der NS.-Franenschaft und. des Landschaftsbnndes Volkstum nnd Heimat erhalten, Eintrittskarten zum ermäßigten Preise von RM. 0 7» auf Sammelbestellung, Nichtmitglieder zum Preis« von RM.1,25 bei Challier, Neuenweg. Kartenverkaufs- stellc der KdF., Seltersweg 60. Die Angehörigen: des Veranstaltungsringes der HJ. erhalten Eintritts« karten zum Preise von RM. 0,30, Studenten uni Militär zu RM. 0.40. Äh fUn W en ■ § die; EH ?-rb Jenen, L eine ■fciö Mr |N( ■S kW K n. Stellenangebote Perfekte^ MlAWW für alsbald gesucht, auch evtl, nur von 8 bis 12 Uhr vonnitt. Schr. Ang. unt. 0754 a. d. G. A. Schöne HWSM. sofort gesucht. Schriftl. Angeb. unter 0591 an den Giest. Anz. Möbliertes Zimmer gesucht. [4oeD NSV.-Kreis- amtsieitung, Goetbestr. 34. Größeres Lager in Part., Nähe Seltersweg, zu mieten oder z. kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 0736 a. d. G. A. | Verschiedenes] Erteile [0737 Nachhilfe in Latein für unt. Klassen. Vorsvr.Mo.-Fr. 18bis18L0Uhr. H. L, Schiller- straste 27 I. Wer erteilt lOjähr. Jungen (Anfänger) SieNiarmonita- IlnlerrW? Zuschr. erbittet Willi Jnderthal Moltkestr. 2711. Tausch. Biete blaue Toiletten- Garnitur, sowie schöne Schlafzimmer- Lamve, neu, gegen gut erhalt. Koffer- Grammovhon, mit Platten. 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