Montag, 4.Zaimarl4§5 Gießener Anzeiger Ämiabme voo aiueiaen für die Mittagsnummer vtS 81/, Uhr debVormittagS An-eigen-Preile für die Öällitneter-Bdlt von 22 Millimeter Brette: 7 Stof, für rtamiltenan* -einen und vrware GelegenbettSan-erge» 14Stof. i. Werbeanzeigen und geichäftlicke Oelegenheitsanzetgen Viatzoorichrift (vorherige Vereinbarung) 25*/« meot Das Dokument eines schlechten Gewissens. LtGA.-Weißbuch sucht durch Geschichtsfälschungen dieKnegsschuldIroosevelts zu verschleiern. General-Anzeiger für Oberhessen (93. Jahrgang Nr. 2 EricbelM iügu cb, außer Sonntags und «-eiertag- Beilaaen: Gießener ^amilrenblätter Heimat imBtld' DieScholle BezugSvreiSr Moruttltch .. .RM.1.80 Zustellgebühr .. „ -LV auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gemalt Sernsbrechanichlnh 2251 Drahtanschrift r Anzeiger" vowrbeckllÄgftrankk /M. Französische Versäumnisse. Von unserem E. K.-Berichterstatter. Vichy, im Dezember 1942. Befriedigte Rückschau und hochgestimmte Hoss- nmlg, die sonst den Wechsel zweier Jahre zu begleiten pflegen, werden in Frankreich dem Fahre 1942 nicht den Abschied geben. Die Regierenden werden sich resigniert damit adfinden, daß ihr Weg die Station statt zur Besserung und Aufstieg in noch tieferes Dunkel geführt hat. An Erklärungen und Entschuldigungen dieser niederdrücken- Len Bilanz fehlt es den Franzosen nicht. Wollen sie den Dingen ehrlich auf den Grund gehen, so brauchen sie nur die vorjährige Neujahrsrede des Marschalls P 6 t a i n nachzulesen, deren markantester Satz, daß die nationale Revolution noch nicht sich aus Worten in Wirklichkeit verwandelt habe, sich wie ein roter Faden durch die Ereignisse dieses Jahres hinzieht. Nationale Revolution in diesem Sinne bedeutet Bruch mit der Vergangenheit, ihren Vorurteilen, falschen Freundschaften und törichten Illusionen. Frankreich sieht sich dort, wohin es gehen wollte: Gegen alle bessere Einsicht hat es die einzig mögliche Politik der Eingliederung in das neue Europa durch schweigende Gleichgültigkeit und passiven Widerstand erschwert und damit die Ereignisse des Novembers möglich gemacht. Damals, vor einem Jahr, sah man diese unvermeidliche Entwicklung noch nicht oder wollte sie nicht sehen. Noch herrschte der „Attentismus", das Abwarten einer Nation, das sie vom Weltgeschehen völlig distanziert. Waren nicht das Ravitaillement und die Versorgung Sorge genug? Ließen sich nicht über die nationale Revolution schöne Bücher schreiben und noch schönere Reden halten? Daß Frankreich auf neuen Wegen wandelte, sollte der Prozeß beweisen, der im Februar in Riom mit viel Feierlichkeit begann und schon in den ersten Apriltagen sine die vertagt wurde. Die Angeklagten, die im Sommer 1940 ein ganzes Volk verfluchte, stempelten die Generale zu den Schuldigen, diese ihrerseits beteuerten, ihre Theorien seien richtig gewesen, wenn man auch leider den Krieg verloren habe. Und so verlor der Prozeß jeden Sinn. Wie ein plötzliches Erwachen wirkte daher die Verlautbarung eines Märztages, daß Marschall Petain und Laval im Walde von Randan zusammengetroffen seien. Was zwischen den beiden Männern damals besprochen wurde, ist niemals in die Oeffentlichkeit gedrungen. Aber Lavals Argumente wogen schwer genug, den Marschall zu überzeugen. Vjer Wochen später war die neue Regierung gebildet, an deren Spitze Laval, mit neuen Vollmachten ausgestattet, den Versuch unternahm, die Unterlassungen der Vergangenheit wieder gutzumachen und die Beziehungen zu Berlin neu zu knüpfen. Das ist ihm nicht leicht geworden. Laval hat Freunde, aber nicht das, was man in Frankreich eine Equiepe nennt, eine geschlossene Gruppe von unbeirrbar zuverlässigen Gefolgsmännern, die zum Charakter auch die Fähigkeit mitbringen, nach der Machtübernahme ihres Chefs auf den verschiedensten Posten ihren Mann zu stehen. Die Personenwahl hat dem Regierungschef mehr Zeit und Mühe gekostet, als manchmal im Interesse Frankreichs lag. Die fehlgeleitete öffentliche Meinung gab den anderen Hemmschuh ab und nicht zuletzt wurden hoffnungsvolle Ansätze, wie sie sich z. B. in der Krieqs- gefangenenfrage gezeigt hatten, durch Zwischenfälle — wie die Flucht des Generals Giraud — abgebrochen. Pierre Laval hat mehrmals ausgesprochen, daß er den deutschen Sieg wünsche, weil er in ihm die einzige Garantie gegen einen Sieg des Bolschewismus erblicke. .Folgerichtig zielt seine Politik darauf ab, das Land in die europäische Front einzuqlie- dern, in die es seiner ganzen nationalen Substanz nach gehört. Der Beitrag, den Laval in diesem Jahre leisten konnte, beschränkte sich auf die Mitwirkung der französischen Arbeiterschaft. So steht seit dem Sommer die Ablösung der Kriegsgefangenen durch freiwillige Arbeiter für Deutschland im Vordergrund. Auch hier bedurfte es der unverdrossenen Zähigkeit Lavals, um in der Oeffentlichkeit Verständnis und Gefolgschaft zu finden. So ist die Ablösung jetzt nach vielen Wochen in Gang gekommen. Noch verharrten die Franzosen in ihrer Reserve. Nicht einmal der englische Angriff auf Madagaskar, das Schicksal der französischen Schiffe im Hafen von Alexandria, die Vorgänge auf Martinique dienten ihnen als Warnung und Hinweis dafür, was Frankreich von der Gegenseite zu erwarten habe. Der gedankenlos im ausländischen Rundfunk genährte und von Tausenden falschen Gerüchten aufgestachelte Optimismus erlitt erst einen Stoß, als im November der angelsächsische Angriff auf Nordafrika begann, der Verrat der führenden Persönlichkeiten offenbar wurde und sich damit her- ausstellte. daß die Franzosen durch eigenes Zutun und Gewährenlassen eine Situation heraufbeschworen hatten, die sich kaum mit den schlimmsten Zeiten ihrer Geschichte vergleichen läßt. Das einzige Positivum, das Frankreich in diesem Augenblick vorzuweisen hat, ist der Mut, mit dem Laval — gestützt auf die Autorität Petains — die Notwendigkeiten der Stunde ins Auge faßt. In der allgemeinen Direktionslosigkeit geht er von neuem ans Werk. Frankreich und mit ihm Europa — denn beide gehören zusammen und beide haben nur ein Interesse — werden ihm wünschen, daß es ihm im neuen Jahre gelingen möge, sich die Erfahrungen der Vergangenheit zunutze zu machen. De Gaulle in Washinalon un-rmünschi. Stockholm, 2. Jan. (Europapreß.) Die Resse de Gaulles nach Washington soll nunmehr bis in den Februar verschoben worden sein, berichtet der Londoner Korrespondent von „Allehonda". Es soll auch nicht mehr beabsichtigt sein, daß de Gaulle vorher mit General Giraud zusammentrifft. Der Grund für diese erneute Aenderung der Pläne soll der Umstapd sein, daß zwischen de Gaulle und seinen Anhängern sowie dem nordmnerikanischen Staats- devartement hinsichtlich der künftigen Zusammenarbeit der vcr- Berlin, 3. Jan. (DNB.) Roosevelt muß sich am 6. Januar vor dem USA.-Kongreß das erstemal nach den Neuwahlen des vergangenen Jahres stellen. Um der wegen seiner Mißerfolge zu erwartenden Kritik an seiner Politik den Wind aus den Segeln zu nehmen, unterbreitet er nun der Welt ein Weißbuch, in dem er die Kriegsschuldfrage aufrollt und mit erlogenen und fadenscheinigen Argumenten und Tricks sich und seine jüdischen Hintermänner von der verbrecherischen Schuld an dem heute in der Welt tobenden Kriege reinzuwaschen sucht. So läßt er in diesem Weißbuch, indem die geschichtlichen Tatsachen rundweg aus den Kopf gestellt werden, seinen Außenminister Hüll erklären, )aß das schicksalsreiche Jahrzehnt seinen Stempel durch die rücksichtslose Entwicklung einer Politik der Weltbeherrschung durch Japan, Deutschland und Italien erhalten habe, während die USA. sich lediglich der Förderung des Friedens und der Ordnung der Welt befleißigt hätten. „1939 wurden fast alle Völker Europas in den Krieg hineingezogen", heißt es weiter. Wie das geschah, wird wohlweislich nicht näher erörtert, wie überhaupt die Tätigkeit Roosevelts in dem Weißbuch mit verdächtigem Stillschweigen übergangen wird. Gerade diese Tätigkeit beweist aber, wie der Krieg zustande kam und wie Roosevelt schuld daran hat, daß er sich zu einem Weltbrand entwickelte. In dem Weißbuch wird Deutschland zum Vorwurf gemacht, daß es nach endlosem Worten endlich auch für sich das Recht in Anspruch nahm, Waffen zu führen, daß es die „demilitarisierte Zone befestigte", also seine eigenen Grenzen in seinen Schutz nahm und daß es der Genfer Liga den Rücken kehrte, während Roosevelt gerade dabei gewesen sei, die Abschaffung von Offensivwaffen anzuregen. Mit keinem Wort ist ober die Rede davon, daß Roosevelt, um von seinen Mißerfolgen auf sozialem und wirtschaftlichem Gebiet abzulenken, systematisch zum Kriege hetzte Drei Tage vor der Botschaft, in der Roosevelt von dem Kongreß weitere schwere Opfer an Steuerlasten wird fordern müssen, veröffentlicht er seine Dokumente, die darlegen sollen, daß er keine Verantwortung für den Krieg und damit für die schweren Niederlagen und die schweren Opfer trägt. Der Zweck dieses Weißbuches ist also ganz klar. Es ist verfaßt, weil Roosevelt nicht wagt, am 6. 1. die schweren Opfer, z. B. die Einziehung von weiteren Millionen Soldaten, die Senkung des Lebensstandards durch Lebensmittelverringerung und die Erhöhung der finanziellen Steuerlasten und damit die astronomische Erhöhung der USA.-Staütsschuld bekanntzugeben, weil er dem USV.-Volk gegenüber ein schlechtes Gewissen hat und weiß, daß ihm dieses Volk nicht mehr glaubt, das ihn nur gewählt hat auf Grund eines Versprechens, es nicht in den Krieg zu führen und keine USA.-Boys in fremde Erde unterpflügen zu lassen, und schließlich, weil er nur militärische Niederlagen, ein schlecht funktionierendes Rüstungsprogramm und eine katastrophale Wirtschaftslage mit dem Gespenst der Inflation bekanntgeben muß. Vor einigen Wochen hat das Buch des ehemaligen USA.-Botfchafters in Tokio, Grew, „Reports from Tokio“ im amerikanischen Volk eine außerordentliche Erregung hervorgerufen und vielen Amerikanern die Gewißheit gegeben, daß Roosevelt das amerikanische Volk hinsichtlich der japanisch-amerikanischen Politik hinters Licht geführt hat schiedenen französischen Gruppen herrschen. „Daily Expreß" läßt sich aus Washington melden, man sei sich dort noch nicht darüber klar, ob de Gaulle General Giraud als Leiter der „vereinigten gegen die Achsenmächte gerichteten Front" anerkenne. Solange man hierüber in Washington keine Gewißheit habe, sei ein de-Gaulle-Besuch in Washington unerwünscht. LlGA.-Lntngen gegen EnglandimRahenOsten Rom, 2. Jan. (Europapreß.) Der Vertreter des „Popolo di Roma" in Istanbul berichtet, daß der neuernannte USA.-Generalkonsul in Aegypten, George Wads worth, der in Italien gut bekannt ist, da er bis zum 1. Dezember 1941 USA.-Geschäftsträger in Rom war, den Auftrag hat, in Syrien und Libanon die Vorherrschaft der Lissabon, 3. Jan. (Europapreß.) Ein Blick in die Londoner Neujahrspresse zeigt, daß ein neues politisches Stadium in Nordafrika entbrannt zu sein scheint und selbst die Ermordung Sarians oder die Ernennung MacMillans zum Vertreter der britischer Interessen dort nicht dazu beitragen konnten, die Meinungsverschiedenheiten zwischen England und den USA. über die Rolle Girauds zu beseitigen. „News Chronicle" schreibt, die Verhaftungen die Giraud in Nordafrika fjabe vornehmen lassen, hätten in London nur Mißfallen und Beunruhigung auslösen müssen, zumal auch england- freundliche Persönlichkeiten von dem französischen General hinter Schloß und Riegel gesetzt worden seien. Zum Hauptstreitapfel sei die Haltung der französischen Bevölkerung Nordafrikas *«nh des iranzösis'-''^ ^-imatlandes qemorben, die üerjujubciiauig V-. — , d de Gaulle glaubte. und das USA.-Dolk Schritt für Schritt in diesen Krieg hineingetrieben hat. Er griff in die europäische Politik ein, um friedliche Regelungen mit allen Mitteln zu verhindern. Polen und Frankreich wurden aufgehetzt, und der englischen Regierung wurde sogar gedroht, Roosevelt werde ihr Daumenschrauben ansetzen, wenn sie sich mit Deutschland etwa gütlich einigen wollte. In dem Weißbuch beklagt Roosevelt sich darüber, daß der „schrittweise Weg der USA." indie „vor- d erste Frontlinie" so viel Mühe gemacht habe, weil das Waffenausfuhrverbot auf der „trügerischen Auffassung gegründet war, daß der Eintritt der USA. in den ersten Weltkrieg durch den Verkauf von Waffen an die Kriegführenden bedingt wurde". Diese „trügerische Auffassung" ist das Ergebnis einer eingehenden Untersuchung des USA.-Parlaments, das die jüdisch-geschäftlichen Hintergründe der Teilnahme der Vereinigten Staaten an dem Kriege 1914/18 vor aller Oeffentlichkeit enthüllte. Die Folgerung, die das USA.-Dolk aus dieser Erkenntnis zog, hat Roosevelt, wie er in seinem Weißbuch selbst eingesteht, in den Wind geschlagen. Welche Politik der „guten Nachbarschaf t", von der Hüll zu sprechen wagt, Roosevelt in den letzten zehn Jahren getrieben hat, beweisen die Eroberungszüge nach Südamerika, kreuz und quer durch das britische Weltreich und der Raubüberfall auf Französisch- Afrika. Die Zustände, die die USA.-Machthaber hier heraufbeschworen haben, sind ein Ausdruck für die „Ordnung", die Roosevelt und seine Hintermänner der ganzen Welt bescheren wollen. Wie wenig sie mit Freiheit und Ordnung zu tun haben, von denen auch in dem Weißbuch wieder als den angeblichen „Prinzipien" die Rede ist, beweist schon die Tatsache, daß er sich zur Verwirklichung oieser Prinzipien mit Londoner Machthabern, den jahrhunderte langen Unterdrückern zahlreicher Völker, und mit dem Bolschewismus, der blutigsten Diktatur aller Zeiten, verbündete. und den Kriegsausbruch mit Japan und damit mit den Dreierpaktmächten durch feine Politik direkt verschuldet hat. Das amerikanische Volk stellte die Frage: Wenn Japan militärisch und geistig so stark ist, wie der Botschafter in seinem Buch schreibt, und wie er offenbar während seiner dortigen Tätigkeit seiner Regierung berichtete, so ist es unvorstellbar, warum diese Berichte dem amerikanischen Volke vorenthalten wurden, und warum Roosevelt angesichts dieser Tatsachen seinen Politikern und Admirälen erlaubte, Japan ständig zu provozieren und z. B. von seiner Zertrümmerung in 90 Tagen zu prophezeien? Wenn ferner Roosevelt aus den Berichten seines Botschafters wußte, daß Japan militärisch so stark war, warum hat er dann durch seine Politik der wirsschaftlichen Erdrosselung Japans und der ultimativen politischen und militärischen Forderungen dieses zu der einzigen Antwort getrieben, die einem Volk von Ehre blieb, nämlich zur militärischen Gegenwehr? Es besteht kein Zweifel, daß diese Enthüllungen des ehemaligen USA.-Botschas- ters in Tokio die wachsende Kritik an Roosevelt und das Mißtrauen des USA.-Volkes an seinem Präsidenten beträchtlich verstärkt haben. Dieses wachsende Mißtrauen und der Unglaube des amerikanischen Volkes an seine Führung sowie die von dem bevorstehenden Kongreß zu erwartende Kritik sind der taktische Grund für die Veröffentlichung des Weißbuches. Eine sachliche Widerlegung der einzelnen Fest- Engländer zu bekämpfen und den englischen General S p e a r s beiseite zu schieben. Er ist auch beauftragt worden, in Damaskus eine Gesandtschaft der USA aufzumachen. In P a l ä st in a spielen die USA. die Juden gegen England aus. Als die jüdischen Freiwilligen-Bataillone sich weigerten, die unter ihnen verteilten Uniformen anzuziehen, weil sie fürchteten, daß man sie nur einkleide, um sie an die nordafrikanische Front zu schicken, wandten sie sich an die USA. mit der Bitte um Vermittlung. Die Nordamerikaner höben ihnen daraufhin garantiert, daß man sie nicht an die Front schicken werde. Dadurch ist England die freie Verfügung über die jüdischen Truppen für die nordamerikanische Front genommen worden. Um die Finanzen I r a n s in die Hand zu bekommen und England auch dort auszuschalten, kommt nach Teheran eine große Abordnung von nordamerikanischen Finanzsachverständigen unter Leitung von Arthur C. M i l l s p a i g h , der Iran seit 1922 gut kennt. in Nordafrika mit einer linksradikalen ranzösischen Anhängerschaft rechnen zu können, habe sich heraus- gestellt, daß Nordafrika nach dem Faschismus tendiere. Der neue englische Nordafrika-Minister müsse sich sofort in seinen Wirkungsbereich begeben, denn nach allen Berichten aus Algier, seien in Nordafrika vichifreundliche Leute und Anti-Gaullisten mit den Nordamerikanern zusammen am Werk. Jedenfalls sei die Hoffnung auf eine Einigung und Zusammenfassung aller französischen Stteitkräfte geschwunden. Vor einer überoptimistischen Einschätzung der militärischen Lage Englands und feiner Verbündeten warnt auch die „Daily Mail". Man dürfe nicht übersehen, so schreibt das Blatt, daß die vermeintlichen militärischen Erfolge recht jungen Datums seien. Im ganzen gesehen, sei das verflossene Jahr ein füt die Verbündeten schlechtes Kriegsjahr gewesen. Der .Gegner befinde M überall in außer- fteUungen dieses Weißbuches erübrigt sich. Die willkürliche Zusammenstellung von fragwürdigen Dokumenten von 10 Jahren nimmt der Veröffentlichung von vornherein den Wert eines dokumentarischen Beweises. Die angezogenen Quellen können in keiner Weise die Dokumente widerlegen, die die Kriegsschuld Roosevelts beweisen. Der Handelsattache an der Berliner USA.-Botschaft, Miller, der uns nach seinem menschlichen und politischen Format zur Genüge bekannt ist, ist mit seinen fragwürdigen Feuilletons, aus denen Roosevelt seine politische Erkenntnis schöpft, nicht in der Lage, jene klaren. Feststellungen aus der Welt zu schaffen, die der polnische Botschafter in Washington, P o t o ck i, in seinem Bericht vom 16. Januar 1939 an seinen Außenminister über seine Unterredung mit dem Botschafter Bulli11 mitteilt. Das Weißbuch des deutschem Auswärtigen Amtes vom Jahre 1940 gibt diesen Bericht wieder, in dem es u. a. heißt: „Der Inhalt der Direktiven, die Bullitt von Roosevelt mit nach Paris bekam, ist 1. Eine Belebung der Außenpolitik unter Führung des Präsidenten Roosevelt, der scharf und unzweideutig die totalitären Staaten verurteilt. 2. Die Kriegsvorbereitungen der Vereinigten Staaten, die in beschleunigtem Tempo durchgeführt werden und die kolossale Summe von Dollar 1 250 000 000 verschlingen. 3. Die entschiedene Ansicht des Präsidenten, daß Frankreich und England jeder Kompromißpolitik mit den Totalstaaten ein Ende machen müssen. Sie sollen auf keine Diskussion mit ihnen eingehen, die irgendwelche Gebietsveränderungen bezwecken. 4. Eine moralische Versicherung, daß die Vereinigten Staaten die Jsolie« rungspolitik verlassen und bereit sind, im Falle eines Krieges aktiv auf feiten Englands und Frankreichs einzugreifen. Amerika ist bereit, fein ganzes Material an Finanzen und Rohstoffen zu ihrer Verfügung zu stellen ... Lückenlos ließe sich das methodisch schlechte und in feiner Argmentation undokumentarische Dertei- dlgungsmachwerk Roosevelts Punkt für Punkt widerlegen. Lückenlos kann man den Beweis erbringen, daß Roosevelt in seiner zehnjährigen Außenpolitik nicht eine Politik der guten Nachbarschaft, nicht eine Politik der Befriedung, sondern eine Politik der Einmischung, einer Politik des Krieges und Aggression betrieben hat. Wahr ist — was Herr Roosevelt in seinem Weißbuch eingestehen muß —, daß er den Isolationismus und die traditionelle Neuttalitätspolitik der USA., die ihre innere Berechtigung aus den Folgen des ersten Weltkrieges neu erhalten hatte, planmäßig bekämpfte und die USA.-Oeffentlichkeit mit feiner jüdischen Kriegspropaganda zum willenlosen Objekt seiner Aggressions- und Kriegspolitik machte. Keine Beschönigung kann diese Tatsache aus der Welt schaffen. In seinem Weißbuch hat Ryosevelt kein Argument gebracht, das diese Tatsache entschuldigen könnte. So wird diese schlechte Verteidigungsschrift eines schlechten Politikers und seiner schlechten Sache zu einer neuen Anklage gegen den Verfasser. Die Geschichte hat den Beweis erbracht, daß dis These Roosevelts, die Dreierpaktmächte hätten die Absicht, die westliche Hemisphäre anzugreifen, falsch war. Dafür haben die letzten Wochen den Beweis erbracht, daß die These Deutschlands, daß Roose« velt die Absicht habe, sich in die europäischen Dings einzumischen und Europa anzugreif en^ richtig war. Roosevelts schlechtes Weißbuch vermag an dem Urteil nichts mehr zu ändern, das die Geschichte über ihn fällen wird: Die Schuld am zweiten Weltkrieg trug Roosevelt. ordentlich starken Stellungen und verfuge nach wie! vor über sehr schlagkräftige Armeen. Die sowjett« schen Vorstöße hätten nichts erreicht. Bisher hätten Die Deutschen nur zu ihrem eigenen Vorteil ihre Frontlinie verändert. In Tunis st ehe es schlecht. Was sich England und die USA. dort an militärischen Operationen leisteten, sei enttäuschend. Noch finsterer sehe es aber i m Seekrieg aus. Man sei von einer Ban nun g der U-Boot-Gefahr noch weit entfernt. Im Gegenteil: die deutsche U-Boot-Offensive nehme unentwegt neue Formen an. Solange es aber England und seinen Bundesgenossen nicht gelinge, mit den feindlichen U-Booten fertig zu werden, leide jede ihrer militärischen Operationen unter der Schiffs« r a u m n o t. Die entscheidende Bedeutung des Ll-Boot-Kneges. Ein italienischer Admiral über „die strategische Erbschaft des Jahres 1942" Rom, 3. Jan. (DNB.) Europa ist bereit, jede Herausforderung anzunehmen, und ist fähig, neue unerwartete Schläge auszuteilen, stellte Admiral Senator Romeo Bernotti in einem Rundfunkkommentar über das Thema "Die strategischr Erbschaft des Jahres 1942" feft Der Admiral unterstrich die große Bedeutung des U-Boot-Krieges für das Kriegsgeschehen. Der Feind habe mindestens insgesamt 12 Millionen Tonnen Schiffsraum, d. h. seit Kriegsbeginn 27 Millionen Tonnen Schiffsraum verlor en. Nirgends sei es dem Gegner gelungen, die Herrschaft auf den Meeren zu erringen; selbst im Mittelmeer müsse sich deo Feind darauf beschränken, dem Nachschubverkehv der Achse nach Nordafrika Schwierigkeiten zu bereiten, während er von den deutschen und italieni- schen Streitkräften gezwungen werde, die Versorgung seines östlichen Kampfabschnittes im Mitteh meer über den großen Umweg um das Kap de- Die schlechte Verteidigung einer schlechten Sache. Aordasrika das Sorgenkind Englands. ©ufert Hoffnung zu bewerkstelligen, der die in diesen Dienst eingesetzten Schiffe auf vier Reisen im Jahre herabsetzt. Die strategischen Möglichkeiten seien für die angelsächsischen Mächte ganz vom Seeverkehr abhängig. Revirement im diplomatischen Dienst. Berlin, 2. Dan. (DJIB.) Dm Zuge eines allgemeinen Revirements im politischen Außendienst des Reiches hat der Führer auf Vorschlag des Reichsministers des Auswärtigen von Ribbentrop den Botschafter von Stohrer in Madrid, den Botschafter Ott in Tokio und den Gesandten Prinz zu Mied in Stockholm zum 1. Dannar 1943 zur anderweitigen Verwendung indasAus- w ä r t i g e A m t berufen. Zum deutschen Botschafter in Madrid wurde Botschafter von M o ltk e, zuletzt im Auswärtigen Amt, zum deutschen Botschafter in Tokio Botschafter S ta h m e r, bisher deutscher Botschafter in Nanking, und zum deutschen Gesandten in S t o ck h o l m den Gesandten Thomsen, zuletzt deutscher Geschäftsträger in Washington, ernannt Die Leitung der deutschen Botschaft i n Nanking übernimmt als Geschäftsträger bis zur Bestellung eines neuen Botschafters der Gesandte Erich Sordt, bisher Botschaftsrat bei der deutschen Botschaft in Tokio. * Der bisherige Botschafter in Madrid, von Stohrer, der Sohn eines württembergifchen Generals, gehörte bereits während des ersten Weltkrieges der deutschen Botschaft in Madrid an. Nach dem Kriege leitete er die Personalabteilung des Auswärtigen Amtes und mar von 1926 bis 1936 Gesandter in Kairo. Auch Botschafter Ott (bisher in Tokio) ist geborener Württemberger. Als Feld- artillerieoffizier machte er den Weltkrieg mit, wurde 1931 Abteilungsleiter im Reichswehrministerium und 1933 Militärattache in Tokio. Nach der lieber« siedlung des Botschafters v. Dirksen von Tokio nach London im April 1938 wurde General Ott dessen Nachfolger als Botschafter. Prinz Viktor z u W i e d, m jüngerer Bruder des ehemaligen Fürsten von Albanien, war von 1922 bis 1926 Gesandter in Budapest und war seit September 1933 Gesandter In Stockholm. Botschafter v. M o l t k e, der jetzt nach Madrid tzeht, ist 1884 in Oppeln geboren. Er gehörte von 1922 bs 1924 der gemichten Kommission für Oberschlesien an und mar dann Dirigent der Ostabteilung im Ausrnärtigen Amt. Nach dem Tode des Gesandten Rauscher im Januar 1931 ging er als Gesandter, später als Botschafter, nach Warschau. Den Weltkrieg hat er im Heeresdienste mitgemacht ebenso mie der einer Hamburger Kaufmannsfamilie entstammende Botschafter S t a h m e r, der nach dem Kriege in der Industrie tätig mar, bis er im Jahre 1934 in der „Dienststelle Ribbentrop" das Hauptreferat Südamerika und später das Hauptreferat Fernost übernahm. Im September 1940 reifte er im besonderen Auftrage des Reichsaußen- frninifters nach Tokio zu vorbereitenden Verhandlungen über den Abschluß des Dreimächtepaktes. Nach Anerkennung der chinesischen Nation alregie- tung übernahm er im Januar 1942 die erste diplomatische Vertretung Deutschlands in Nanking. Auch Gesandter Thomsen, der jetzt nach Stockholm entsandt rnird, ist geborener Hamburger. Im Frühjahr 1919 trat er in den Auswärtigen Dienst, wurde 1932 als Oberregierungsrat in die Reichskanzlei berufen, 1936 kam er als Botschaftsrat nach Washington, roo er vom November 1938 ab die Geschäfte der Botschaft führte. Im Mai 1942 ist er bei dem Diplomatenaustausch nach Deutschland heimgekehrt und für seine besonderen Verdienste mit dem Ritterkreuz des Kriegsverdienstkreuzes ausgezeichnet worden. . Meine politische Nachrichten. Der frühere Chef der Blauen Division, Eichen- taub träger Generalleutnant Munoz Grande, ist dem spanischen Heeresminister für direkte Aufgaben zur Verfügung gestellt worden. ♦ Unter dem Vorsitz des Duce erfolgte im Palazzo Venezia die Einsetzung des neuen Direktoriums der Faschistischen Partei. Parteisekretär Vidussoni betonte in seiner Ansprache an den Duce die absolute Bereitschaft der Faschistischen Partei zur sofortigen Durchführung aller vom Duce erteilten Be- Die 'U: ehrmachiberichte. Oer Wehrmachtbericht vom Gamstag. DRB. Aus dem Führerhauplquarlier, 2. Dan. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Dm Ostkaukasus versuchten starke feindliche Dnfanterie- und Panzerverbände unsere Linien zu durchbrechen. Sämtliche Angriffe wurden unter Verlusten für den Gegner abgeschlagen, 29 Panzer ab- geschossen. Auch im Dongebiet scheiterten erneute Angriffe des Feindes in schweren Kämpfen. Erfolgreiche Gegenangriffe deutscher Truppen warfen den Feind zurück, zerschlugen eine feindliche Panzerbrigade und vernichteten dabei 39 Panzer und 14 Geschütze. Die Besatzung des Stützpunktes welikije Luki schlug in zähem Widerstand unablässig wiederholte Angriffe der Sowjets ab. Dm Raum von Rschew wurden in der Zeit vom 25. November bis 31. Dezember 1942 8500 Gefangene eingebracht und 1910 Panzer vernichtet, erbeutet oder bewegungsunfähig geschossen, 582 Geschütze erbeutet oder vernichtet. Feindliche Angriffe südöstlich des Dlmenfees brachen !m Abwehrfeuer der deutschen Truppen zusammen. Die Sowjets verloren hierbei 12 Panzer. An der Eismeerfront bombardierten Sturzkampf- und Zerstörerflugzeuge Anlagen der wunmanbahn und Truppenunterkünfte westlich der Kandalakschabucht. Verbände schneller deutscher Kampfflugzeuge zerstörten in Rordafrika bei überraschenden Tiefangriffen zahlreiche Kraftfahrzeuge. Begleitende Däget schossen ohne eigene Verluste drei feindliche Flugzeuge ab. Dn Tunesien erfolgreiche örtliche Kampfhandlugen. Vor B one trafen deutsche Fliegerverbände einen Kreuzer und zwei Handelsschiffe mit fchweren Bomben. Auch in den Hafenanlagen von Bone wurden große Beschädigungen hervorgerufen. Der Begleitschuh schoß über Tunesien sieben feindliche Flugzeuge bei einem eigenen Verlust ab. Flakartillerie brachte ein weiteres Flugzeug zum Absturz. Deutsche Kampfflugzeuge bekämpften bei Tage Anlagen der englischen Ostküste. Am 31. Dezember griffen deutsche Seestreitkräfte bei der Bäreninsel im Nördlichen Eismeer einen aus Kreuzern und Zerstörern bestehenden Kriegsschiffverband an, der einen Geleitzug sicherte. Dn mehrstündigem Kampf beschädigten unsere Kreuzer mehrere feindliche Kreuzer und Zerstörer sowie hindelsschiffe durch Artillerie. Die Beobachtung des Erfolges wurde durch die Wetterlage erschwert. Ein im Kampf beschädigter feindlicher Zerstörer wurde durch einen deutschen Zerstörer versenkt. Ein deutsches Unterseeboot torpedierte vier Dampfer des Geleits, konnte aber wegen der Kampftage den Untergang nicht mehr beobachten. Einer unserer Zerstörer ist aus dem Gefecht nicht zurückgekehrt. Oer Wehrmachtbericht vom Sonntag. * DNB.Aus dem Führerhauptquarlier, 3. Danuar. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 3m Don-Gebiet dauern die schweren Abwehrkämpfe an. Der Feind wurde auf der gesamten Front zurückgeschlagen und verlor 38 Panzer. Bei diesen Kämpfen zeichnete sich die 6. Panzer-Divi- sion besonders aus. Ungarische Truppen schlugen einen von starker Artillerie unterstützten Angriff der Sowjets ab. Bei einem eigenen erfolgreichen Angriffsunternehmen westlich Kaluga wurde ein feindliches Bataillon aufgerieben, 95 Lampf- siände und Bunker zerstört und Gefangene einge- bracht. Erneute Angriffe des Feindes gegen den Stützpunkt welikije Luki scheiterten an dem hartnäckigen widerstand der Besatzung. Unter Einsatz zahlreicher Panzer wiederholten die Sowjets südöstlich des Dlmenfees ihre vergeblichen Angriffe, 26 Panzer wurden abgeschossen. Dn Libyen wurden Vorstöße des Feindes durch Artillerie abgewiesen. Dn Lnftkämpfen verloren die Briten sechs Flugzeuge. Eigene Angriffsunternehmen in Tunesien erbrachten weiteren Gelände- geroinn. Bei Tag und Rächt setzten deuffche Stnrz- kampf- und Kampfflugzeuge die Zerstörungen der Hafenanlagen von Bone fort. Dm Hafen wurde ein Handelsschiff von 10 000 BRT. versenkt. Ferner wurden Bahnanlagen und ein Flugstützpunkt im tunesisch-algerischen Grenzgebiet wirksam bombardiert. Dn Luftkämpfen verloren die Briten 15 Flugzeuge. Eigene Verluste entstanden nicht. Ein deutsches Unterseeboot versenkte aus einem nach Oran einlaufenden Geleitzug einen amerikanischen Munitionsdampfer von 8000 BRT. Die Tagesangriffe schneller deutscher Kampfflugzeuge gegen das englische Küstengebiet wurden auch gestern mit Erfolg fortgesetzt. fehle. Die Faschistische Partei gehorche dem kategorischen Imperativ. Krieg und Sieg vor allem — Krieg und Sieg über allem! Der Herzog von Devonshire ist zum Unterstaats- sekretär für die britischen Kolonien ernannt worden. Unterftaaterfefretär für Indien und Burma wurde der Earl of Munster. ♦ Nach einer Meldung aus Washington beträgt die öffentliche Staatsschuld der USA. gegenwärtig 112 Milliarden Dollar. Aus -em Reich. Einräumigkeit -er Verwaltung. Neben der Einheit der Verwaltung, bei der es sich mn sachliche und politische Zusammenfassung handelt, erhebt Ministerialdirigent von Schönfeldt vom Reichsinnenministerium im „Deutschen 23 er* waltungsbeamten" die Forderung der Einräumigkeit der Verwaltung. Es handett sich darum, daß die Bezirke der Verwaltungsbehörden in der gleichen Stufe sich räumlich möglich st decken und Ueberschneidungen vermieden werden. Von einer solchen gebietlichen Gleichschaltung tft die deutsche Verwaltung noch weit entfernt. Es giibt im Reich elf preußische Provinzen, drei Reichsgaue und zwei Länder mit Unterteilungen in insgesamt 53 Regierungsbezirke. Außerdem gibt es ohne Unterteilung in Regierungsbezirke den Verwaltungsbezirk der Reichshauptstadt, sieben Reichsgaue, zwei einem Reichsgau ähnliche Bezirke (Hamburg und Westmark) und elf kleinere Länder. Diesen Bezirken der allgemeinen und inneren Verwaltung stehen gegenüber 42 Gaue der NSDAP., 17 Wehrkreise, 30 Oberfinanzpräsidenten, 23 Landesarbeitsämter, 29 Landeswirtschaftsämter, 26 Landesernährungsämter und LLandesbauern- schaften. In der Kreisstufe ergibt sich ein ähnlich- buntscheckiges Bild. Die Bezirke der einzelnen Behörden decken sich weder in der Mittelstufe noch in der Kreisstufe. Diese Verschiedenheiten haben sich als ein großer Uebelstand erwiesen. Deswegen muß die Forderung der Einräumigkeit der Verwaltung erhoben werden. Ansätze zur Lösung dieser Frage sind schon vorhanden. Keine Zweckentfremdung von Wohnungen. In einem Runderlaß weist der Reichsinnen» m i n i ft e r daraus hin, daß die chrn Nachgeordneten Behörden, die Gemeinden, Gemeindeverbände und die sonstigen seiner Aussicht unterstehenden Körperschaften des öffentlichen Rechts das Verbot der Zweckentfrenrdung von Wohnungen genaue st ens beachten sollen und jede Umwandlung von Wohnräumen in Büro räume zu unterlassen haben. Der Reichsarbeitsminister habe zum Ausdruck gebracht, daß das Verbot der Umwandlung von Wohnungen streng durchgeführt werden müsse und daß auch in dringenden Einzelsällen grundsätzlich keine Ausnahme zugelassen wird. Darüber hinaus ist es Aufgabe der Gemeinden, die Dienststellen, die nach dem im Erlaß des Reichsarbeitsministers genannten Stichtag Wohnungen in Büro- ' räume umgewandelt haben, b ei der Frek« machung nach Kräften zu unterstützet^ Insoweit kommen die Zusammenlegung mehrerer Stellen in den bisherigen Räumen einer Stelle, die Unterbringung in nicht genügend aus- Sen Geschäftsräumen und die Unter» ng in Baracken in Bettacht. Angesichts der Bedeutung, die der Freimachung zweckentfrem- deter Wohnungen für den Wohnungsmart zukommt, müßten von allen Dienststellen Unbequemlichkeiten^ die sich bei der Rückwandlung von Wohnräumen ergeben, in Kauf genommen werden. Arbeitstagung höherer Feuerwehrführer. Auf Anordnung des Chefs der Ordnungspolriei» ---Oberst-Gruppenführer und Generaloberst der Polizei D a l u e g e, waren die Abschnittsinspekteurs und Bezirksführer der Freiwilligen Feuerwehr zu einer Dienstbesprechung nach Berlin einberufen worden. Der Chef des Reichsamtes Freiwillige Feuerwehren, Generalmajor der Polizei Schnell, gab Richtlinien und Weisungen, um die Einsatzbereitschaft und Schlagkraft dr Feuerwehren jederzeit den Belangen des Krieges anpassen zu können. ---Oberst-Gruppenführer und Generaloberst der Polizei Daluege nahm an einem im ,Haus des Reichsamtes der Feuerwehren" stattgefundenen Kameradschaftsabend teil. In einer Ansprache zollte er dem Kriegseinsatz volle Anerkennung und forderte wetteren restlosen Einsatz aller Feuerwehrmänner. Oas Hilfswerk der Lehrerschaft. Das Hilfswerk des NS.-Lehrerbundes kommt allen unverschuldet in Not geratenen Berufskameraden zn Hilfe. Kinderreiche Lehrer erhalten für Söhne und Töchter Studienbeihilfen. Für jedes vierte und folgende Kind wird ein Sparbuch ausgehändiyt. Kindergärtnerinnen erhalten Heiratsbeihilfen. Für Hinterbliebene gefallener Erzieher werden Unterftützungs- beihstfen erteilt Ansehnliche Beträge werden als Tuberkulosehilfe zur Verfügung gestellt. Für die Entschuldung werden billige Darlehen gewährt. In letzter Zett wurde die Entsendung von Hinterbliebenen gefallener Erzieher in Erholungsstätten des NS.-Lehrer- bundes eingeleitet. Im Rahmen des Hilfswerkes mürben in drei Kriegsjahren 3,5 Millionen RM. aus- gezahlt Außerdem wurden in mehr als 600 Fällen Darlehen von mehr als einer halben Million RM. zur Verfügung gestellt. Alle Gelder stammen aus dem Vermögen oder den Beiträgen der Organisation. Die Selbsthilfeeinrichtungen des NS.-Lehrec« bundes treten erst dann in Erscheinung, wenn staatliche oder gemeindliche Fürsorge nicht mehr in Anspruch genommen werden kann. Richterliche Vertragshilfe. Bisher konnte ein Gewerbetreibender die richten liche Verttagshilfe beantragen, wenn Kriegsauswirkung ihn an der Erfüllung von Verträgen hinderten, die er d o r dem 1.9.1939 abgeschlossen hattL Nach einer neuen Verordnung kann der Richter auf Antrag eines Gewerbetreibenden auch Verträge, die dieser nach dem 31.8.1939 abgeschlossen hat, um» gestalten, wenn sich die Verhältnisse inzwischen infolge von Kriegsauswirkungen wesentlich geändert haben. Das kann z. B. der Fall sein, wenn ein Gewerbebetrieb infolge von Maßnahmen der Wirb» schaftslenkung oder wegen Einberufung des Inhabers ft il Igel egt wird. Der Richttr kann fe* doch nicht eingreifen, wenn der Gewerbetteibends mit den Kriegsauswirkungen rechnen mußte. Kunst und Wissenschaft. Trauerfeier fürZofef von Manowar-a In der Berliner Staatsoper fand die Trauerfeier für den Sänger Josef von Manowarda in An- wesenhett von Reichsmarschall Göring und Reichs» minister Dr. Goebbels statt. Nach Klängen aus „Tristan und Isolde" gab Generalintendant Ti et» i e n ein Lebensbild des Künstlers und politischen Kämpfers, dem Pflichterfüllung stets als oberstes Gesetz galt. Erich Zimmermann rühmte des Freundes menschliche Gute, des Berufskameraden stete Hilfsbereitschaft und des Künstlers Stieben nach den höchsten Zielen. Prof. Dahnen zählts Manowarda zu den (Seltenen, die durch die Tat Beispiel für viele waren. Dann legte Reichsmarschall. Göring den Kranz des Führers nieder und mib* mete dem Sänger und getreuen Gefolgsmann des Kleiner Wächter meiner Hainbuche. Bon Paul Eipper. Vor einigen Jahren sah ich irgendwo eine beson- Hers schöne Hainbuche, mannshoch und kugelrund, nach allen Seiten gleichmäßig waagerecht verzweigt bis herab zum Erdboden. Am anderen Tag wurde der Baum in meinen Garten ein gepflanzt, so daß Sch mich schon vom Schreibtisch aus daran erfreuen formte zu jeder Stunde. Die Hainbuche eroberte sich nicht nur die Sympathie der Menschen. Schon im ersten Frühling bevorzugten offensichtlich auch der Fliegenschnäpper und das Gartenrotschwänzchen ihre Maienkrone, und als hn Juni die Blaumeisenkinder flügge wurden, «zielten fast alle ihren ersten Sturzflug vom hohen Nistkasten in der Kiefer herunter aus die kugelige Hainbuche. Der Sommer ging; der Herbst wusch mit seinen Regen das letzte welke Laub vom Zweig, und bann rieselten viele Wochen lang die weißen Flocken zur Erde: wir bekamen einen schweren, kalten Schnee* romter. Geschult durch die Erfahrungen der beiden letzten Jahre, hatte mehre Familie von Anfang August an bei feder Gelegenheit Früchte und Samen zur Winteratzung unserer Dogelgäste gesammelt, so daß wir während der strengen Zeit jeden Morgen drei Futterstellen ausreichend bestücken konnten. Das hat sich schnell und weit herumgesprochen m der Dogelwelt; außer den Meisen und Finken kam ganz regelmäßig die Schwarzdrossel, der große und kleine Buntspecht, dazu die; geckernde Elster. Sogar zwei Eichelhäher-Paare wurden Dauerbesucher, holten sich tagtäglich in der Frühe und gegen Mittag die Krumen von der schneegeschützten Steinplatte an der Glastüre meines Arbeitszimmers. Wenn einmal wirklich nichts Eßbares dort tag, machte der eine Häher verwundert den Hals lang, drehte das Köpfchen schräg nach hinten und guckte mahnend herein zu den Menschen. Durch Hilfsbereitschaft guter Dogelfreunde bekam ich einige Becher und Ringe, die mit Futter gefüllt sind und die nun überall im Garten aufgehängt wurden zur besonderen Freude der Meisen und Fin- fen» Das Schönste dieser nahrhaften Gebilde lag in mehreren Teilen verpackt in einer Schachtel und wurde nach beige füg ter Geb rauchsa n wei'sun g zusammengesetzt. Ich tat die Arbeit selbst, bog, zog und drehte, bis ich einen winzigen, kantig geschwungenen Tempel vor mir hatte, eines jeder zierlichen Bauwerke ostasiattscher Herkunft, an dem nur ine bimmelnden Silbergivckchen fehlten. Und so kommt es, daß in meiner Hainbuche am Westrande des Berliner Grunewaldes eine chinesische Pagode hängt mit feuerrotem Lackdach Alle sechs Seitenwände dieses luftig pendelnden Wunderhäuschens sind mit Futter ausgefüllt. Wer wundert sich, daß diese Oase der Treffpunkt aller kleinen Federflieger geworden ist? Ich fürchtete bereits, daß die nahrhaften Wände in kurzer Zeit aus geräubert fein würden und nur das Gerippe der roten Stützkanten unter der Dachihaube übrig bliebe. Aber da erstand der Futterpagode ein getreuer Wächter. Gegen Mittag sah ich ihn zum ersten Male auf dem Zweig, der linker Hand und gewissermaßen ein Stockwerk tiefer als jener, an dem ich das Knusperhäuschen aufgehäerfität5ftabt Gießen Verwundete aus hiesigen Lazaretten eingeladen. Zur Silvesterveranstalttlng von „Kraft durch Freude" in der Aula hatte die Kreisamtsleitung der NSV. eine größere Zahl Verwundeter einge= lüden und ihnen Gelegenheit gegeben, sich an dem besonders guten Programm zu erfreuen. Bilder aus der neuen Wochenschau. Die neue Wochenschau beginnt mit Bildern aus der Messestadt Leipzig, die ein Gruß der Heimat an die Front sein sollen. Dann sehen wir Ausnahmen aus dem Berliner Sportpalast. Der Reichsmarschall spricht vor dem jungen Offiziernachwuchs des Heeres, der Kriegsmarine und der Luftwaffe. Ein weiteres Bild zeigt den Schutz der Heimat durch unsere Flakartillerie. Wir erleben die ganze spannende Atmosphäre des Flakeinsatzes bis zum Abschuß der Feindmaschine. Im Führerhauptquartier treffen der AUF MÖNCKEBER6 ist "Teufel los. ROMAN VON OLAF BOUTERWECK 5. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Ich rief meinem Kameraden Hofrichter zu: »Scknell hinterher und festnehmen!' Während Hofrichter eilig davonlief, fragte ich den Diener: .Wer hat hier eben geschossen?' Aber der Mann stotterte nur unzusammenhängendes Zeug, inb als ich dringlicher wurde, erklärte er, er komme xerade aus dem Bett und wisse überhaupt nicht, was I15 sei Dann, als ich schnell Umschau hielt, entdeckte ich f ne halbgeöffnete Tür und einen Mann auf dem sußboden liegen, ,11m Gottes willen, der Herr Professor!" schrie der Diener. Er wollte sich über jfinen Herrn stürzen, aber ich riß ihn zurück und ref ihm zu: «Schnell einen Arzt!' Ich beugte mich dann über den Daliegenden, hnnte aber schon keinen Pulsschlag mehr bei ihm sststellen. Ich sah auch, daß er einen Schuß in die k egend des Herzens bekommen haben mußte. Nach Lage der Dinge — der geöffneten Haustür Und der flüchtenden Person, deren Schritte wir ge- f)5rt hatten — schien die Möglichkeit einer Mordtat Ergeben, und deshalb alarmierte ich sofort das lleberfallkommando und die Mordkommission. Ich hibe dann in sämtlichen Räumen des Erdgeschosses Lcht gemacht und sie durchsucht: aber außer einem vsenstehenden Fenster im Wintergarten fand ich keinerlei Spuren der geflüchteten Person. Nach wenigen Minuten hörte ich die Sirene des lleberfallkommandos, und ich schickte den Diener Medrichsen hinaus, um das Gartentor zu offnen. Neichzeittg mit den Beamten erschien auch der her- mgerufene Arzt. — Das ist alles» was ich weiß, Herr Kommissar!" Raucheisen erhob sich und legte dem Beamten die Hand auf die Schulter: „Sie haben Ihre Sache gut gemacht, Wachtmeister! In meinem Bericht werde ich nicht versäumen, ganz besonders auf Ihr schnelles Handeln und umsichtiges Verhalten hinzuweisen!" Der Wachtmeister klappte die Hacken zusammen und wurde ein wenig rot. „Vielen Dank, Herr Kommissar! Aber es war ja nur meine Pflicht, was ich tat." „Natürlich, mein Lieber, das ist selbstverständlich. Aber rote man seine Pflicht tut, darauf kommt es an! — Na, bann schicken Sie mir bitte einmal Ihren Kameraden Hofrichter herein." Der Kommissar nahm wieder Platz und blickte seinen Assistenten fragend an: „Sind Sie mitgekommen, Brandstetter?" Der junge Mann nickte eifrig. „Jawohl, Herr Kommissar! Allerdings — etwas gefällt mir an der Sache nicht--" „Und zwar?" „Daß die Beamten des Ueberfallkommandos im Garten herumgetrampelt haben! Hoffentlich haben sie uns nicht die einzigen vorhandenen Spuren zerstört!" „Wenn überhaupt welche da waren, Brandstetter!" Raucheisen lächelte. „Na und wenn, bann können wir es jetzt auch nicht mehr ändern!" Raucheisen faßte in die Tasche und holte eine große Meerschaumpfeife hervor. Einen Augenblick lang betrachtete er liebevoll den kunstvoll darauf eingeschnittenen Teufelskopf: dann begann er, die Pfeife bedächtig und sorgfältig zu stopfen. Er hatte diese Arbett noch nicht ganz beendet, als Hofrichter eintrat. Der Wachtmeister war einen halben Kopf kleiner als fein Kamerad Koch. Obwohl er trotzdem immer noch über der Durchschnittsgröße stand, so wirkte er im Vergleich zu der großen athletischen Gestatt Raucheisens dennoch fast wie ein Zwerg: aber dessenungeachtet geigte sich bald» daß Hofrichter en Vorbildliche Volksgesundheitspflege. Volksröntgen-Reihenuntersuchung in Gießen. Nachdem der -Röntgensturm feine erfolgreiche Arbeit im Landkreis Gießen beendet hat, beginnen am Donnerstag, 7.Januar, die Volksröntgen- Reihenuntersuchungen auch im Gießener Stadtgebiet. Es handett sich, wie bereits wiederholt berichtet, um das von ^-Standartenführer Professor Dr. Holfelder (Frankfurt a. M.) zum erstenmal angewandte Röntgen-Schirmbildver- fahren, mit dem in einer Stunde bis zu 300 Aufnahmen gemacht werden können, so bah bie ganze Prozebur für den einzelnen nur wenig Zeit in Anspruch nimmt! Nach der Untersuchung kommen bie Aufnahmen nach Frankfurt, wo sie in bem Röntgen- wissenschaftlichen Institut der Universität Frankfurt ausgewertet werden. Es ist in einer Zeit der höchsten Kraftanstrengung notwendig, daß jeder Volksgenosse gewissenhaft seinen Gesundheitszustand prüfen läßt und sich durch die Röntgenreihenuntersuchung die Sicherheit verschafft, daß er gesund ist. Es ist in diesen Tagen viel über bie Notwendigkeit und Bedeutung dieser Untersuchung gesprochen worden. Manche Elemente benutzen die Gelegenheit, um gegen diese großzügige, vom Gauleiter angeordnete Aktion der Gesundheitsführung Stellung zu nehmen und raten den Leuten ab, sich röntgen zu lassen.Sie erklären sogar mit ernster Miene, baß der Unglückliche „erledigt" sei, wenn bei der Untersuchung eine tuberkulöse Erkrankung festgestellt werde. Es bedarf keiner Betonung, daß diese Ansicht hanebüchener Unsinn ist. Hier handelt es sich um eine bedeutsame volksgesundheitliche Maßnahme, die der Gemeinschaft bient, die kranken Volksgenossen Beratung und Heilung bringen soll. Die Tuberkulose rafft jährlich noch über 50 000 Menschen dahin, von denen eine große Zahl der Volksgemeinschaft hätte erhalten bleiben können, wenn ihr Zustand rechtzeitig erkannt worben wäre. Das, nur bas, ist ber Zweck ber Volksröntgenreihenuntersuchuna, bie zudem so wenig Geld kostet, daß allein darin schon ein soziales Moment erster Ordnung zu erblicken ist. Die Bettiebsführer werden nochmals aufgefordert, sich genau zu erkundigen, ob alle ihre Gefolgschaftsmitglieder auch kartenmäßig erfaßt find. Soweit bie Karten noch nicht ausgestellt find, hat bies sofort zu erfolgen. Wegen ber Zeiteinteilung ber Untersuchungen ist Fühlung mit ben Zuständigen Amtsleitern bzw. Ortsgruppen der NSDAP, zu nehmen. Dienstplan für die Untersuchungen. Röntgenraum: Turnhalle ber Alten Pesta lozzischule, Gießen, Wemerwall. 7. Januar: Oberschule für Mädchen 8 bis 10 Uhm 7. Januar: Frauenarbeitsschule 10 bis 10.45 Uhr; 7. Januar: Vogtsche Prioat-Handelsschule 10.45 bis 11.30 Uhr (Beginn des Röntgens für die männlichen Schüler um 11.10 Uhr): 7.Januar: Justus-von-Lie« big-Schule 11.30 bis 12.30 Uhr; 7. Januar: Schillerschule 14 bis 15 Uhr; 8. Januar: Langernarckschukg 8 bis 10 Uhr; 8. Januar: Mittelschule, Jungen 10 bis 10.30 Uhr, Mädel 10.30 bis 11 Uhr; 8. Januars Hauptschule 11 bis 11.30 Uhr; 8. Januar: Landgraf«' Ludwig-Gymnasiürn 11.30 bis 12 Uhr; 8. Januar: Gewerbeschule 12 bis 12.45 Uhr; 8. Januar: Goethe« schule 14 bis 17.30 Uhr. 9. Januar: Städttsche Han« belslehranstatt 8 bis 9 Uhr; 9. Januar: Pestalozzd, schule 9 bis 13 Uhr. Ortsgruppe Mitte: 9. Januar: 15 bis 19 Uhm 11. Januar: 8 bis 12 und 13.30 bis 19.30 Uhr) 12. Januar: 8 bis 10 Uhr. Ortsgruppe Nord: 12.3a« nuar: 10 bis 12 und 12.30 bis 19 Uhr; 13. Januar: 8 bis 12 und 13.30 bis 19 Uhr. Ortsgruppe Oft: 14. Januar: 8 bis 12 und 15.30 bis 19 Uhr; 15. Januar: 8 bis 13 Uhr. Ortsgruppe Süd: 15. Januar; 14.30 bis 19 Uhr und 8 dis 19 Uhr; 16. Januars 13.30 bis 18 Uhr. italienische Außenminister Graf C i a n o und der Chef des italienischen Generalstabes, Marschall Ca- vallero, ein, wo sie von Reichsaußenminister von Ribbentrop begrüßt werden. Der Führer empfängt die Abgesandten des Duc« zu längeren Besprechungen. Nun schwenkt die Kamera zum Kriegsschauplatz in T unes i en. Im Schutze der deutschen Waffen kann die Bevölkerung der von uns besetzten Gebiete ruhig ihrer Arbeit nachgehen. Wir begleiten den Ritterkreuzträger Generell Fischer, dem inzwischen das Eichenlaub verliehen worden ist, auf einer Fahri zu den vorderen Stellun-gen im Raum von £e» bourba. lieber all begegnen mir den Zeugen der ersten Niederlage der anglo-amerikanischen Landungstruppen — zerschossenen Panzern, zerschlagenen Waffen und toten Briten und USA.-Sol- daten. Im hohen Norden der Ostfront sichern vorgeschobene Posten den Stellungsbau, der im tief gefrorenen Boden viel Mühe kostet. Generaloberst Dietl besichtigt Stellungen der Hauptkampflinie und gibt Anweisungen zu ihrem weiteren Ausbau; Ritterkreuzträger General Weißen berg er zeich- net am Jcchrstag der Befreiung Finnlands tapfere finnische Soldaten mtt dem Eisernen Kreuz aus. Am mittleren Frontabschnitt rückt ein Störungstrupp aus, der eine unterbrochene Fernsprechleitung reparieren soll. Nach langem Suchen ist die Schadenstelle gefunden und kunstgerecht geflickt. Plötzlich peitschen Schüsse in den Schnee. Sowjetische Scharfschützen haben den Trupp beobachtet und versuchen die Arbeit zu stören. Die Leitung ist jedoch bereits in Ordnung; der Trupp tritt unter dem Feieuerschutz eines leichten MG.s Rückmarsch an. In eisigem Schneesturm wird ein Verwundeter unter größten Mühen zurückgebracht. An der K a u f a f u s f r o n t hat ein Wettersturz zu großen Ueberschwemmungen geführt. Slowaken setzen mit Schlauchbooten über einen Bach, der jetzt zu einem breiten Strom geworden ist. Am Terek rücken rumänische Gebirgsjäger über reihende Wildwasser hinweg an die Front. Von einem hochgelegenen MG.-Stand wird ein feindlicher Spähtrupp unter Feuer genommen. Ein verdächttges Haus im Niemandsland wird von der Arttllerie beschossen. Wie vermutet, handett es sich um eine verminte Falle, die von den Sowjets angelegt war. Am Schluß der Machenschaft sehen wir das gewaltige Panorama des Hochkaukasus. Mit 'einem Stoßtrupp verfolgen wir die Spuren einer feindlichen Kampfgruppe. Wir stoßen auf einen Erdbunker, in dem sich Sowjets festgesetzt haben. Mit leichten Infanteriewaften werden sie ausgeräuchert, der Rest der Bolschewisten wird gefangen» genommen. Ü. Tierzuchtmärtte im Januar. LPD. Im Bereich der Landesbauernschaft Hessen« Nassau findet am 14. Januar in Alzey eine Absatz« Veranstaltung von Fleckviehbullen und Ebern statt. Man rechnet mit einem Auftrieb von 30 Bullen und 20 Ebern. Einen Tag später wird in Gießen eine Absatzveranstattuna von Jungbullen des Höhenfleck« viehschlages (ungefähr 60 an der Zahl), des schwarzbunten Niederungsviehes (10 Bullen) und von nahezu 40 Ebern durchgeführt. Der Versteigerung geht jeweils eine Körung mit Einteilung in Zucht» weriklassen voraus. Errichtung der Gauwirtschastskammer Rhein-Main. Im Vollzug der Anordnung des Reichswirischasts- minifters vom 16. Dezember über die Errichtung der Gauwirtschaftskammer Rhein- Main hat der Präsident der Gauwirtschastskammer, Prof. Dr. Carl L ü e r, im Bereich der ©au« Wirtschaftskammer Rhein-Main die folgenden Zweigstellen mit der angegebenen Gebietsbegrenzung errichtet: Bingen für die Kreise Dingen und Alzey: Darmstadt für die Kreise Darmstadt-Stadt und -Land, Erbach, Bergstraße und Groß-Gerau mit Ausnahme der Gemeinde Rüsselsheim; Friedberg für die Kreise Friedberg und Büdingen; Gießen für die Kreise Gießen-Stadt und -Land, Aisfett) und Lauterbach; Hanau für die Kreise Hanau-Stadt und -Land, Gelnhausen und Schlüchtern; Limburg für die Kreise Limburg, Oberwester- roald, Unterroefterroalb und Oberlahn; Mainz für die Kreise Mainz-Stadt und -Land und die Gemeinde Rüsselsheim: Offenbach für die Kreise Offen« bach-Stadt und -Land und Dieburg: Wetzlar für die Kreise Wetzlar, Dillenburg und Biedenkopf: Wiesbaden für die Kreise Wiesbaden-Stadt und -Land, Untertaunus, Rheingau, St. Goarshausen und Maintaunus (soweit er zum Bezirk des Arbeitsamtes Wiesbaden gehört); Worms für die Kreise Worms-Stadt und -Land. Der laufende Geschäftsverkehr mit den bisherigen Industrie- und Handelskammern bzw. Bezirksstellen der Jndufttie- und Handelskammer für das Rhein« Mainische Wirtschaftsgebiet, Sitz Frankfurt a. M., geht unmittelbar auf die zuständigen Zweigstellen der Gauwirtschastskammer über, die die Arbe'ttn in den bisherigen Dienfträumen weiterführen. Abgesehen von einigen Gebietsänderungen ergeben sich für die Firmen also keine Aenderungen in der Be- treuung. Für diejenigen Gebietsteile der Gauwiris- schaftskammer Rhein-Main, die bisher zum Bereich der Jndufttie- und Handelskammer Siegen ge- Klugheit und Gewandtheit durchaus nicht hinter seinem Kameraden Koch zurückstand. Hofrichter wiederholte im allgemeinen und nicht ganz so ausführlich den Bericht des Wachtmeisters Koch; ergänzen konnte er ihn nur in einem Punkte: „Als Koch mir zurief, ich solle den Flüchtling ergreifen, lief ich sofort nach der Hinterfeite der Diele, wo eine Tür halb offenstand und wo ich zuletzt das Geräusch von flüchtenden Schritten gehört hatte. Ick kam in den Wintergarten und sah, daß dort ein Fenster offenstand. Als ich mit meiner Taschenlampe hinausleuchtete, sah ich draußen einen Schatten davonhuschen; ich konnte aber nicht mehr deutlich erkennen, ob es ein Mann oder eine Frau war. Ich rief ihm nach: ,Stehenbleiben! Halt — oder ich schießet Aber der Flüchtling antwortete nicht und war leider auch nicht mehr zu sehen. Ich sprang dann sofort durch das Fenster und setzte ihm nach: aber obwohl ich den Garten kreuz und quer durchstreifte, konnte ich den Unbekannten nirgends mehr entdecken. Gleich darauf kam das UeberfaUfommanbo. Während auf meinen Rat hin der größere Teil der Mannschaft sofort die umliegenden Straßen absperrte, haben wir übrigen noch einmal mit Scheinwerfern den Garten abgefuckt und auch die Bäume abgeleuchtet — leider ohne Erfolg! Das einzige, was wir gefunden haben, sind ein paar undeutliche Stiefelabdrücke unter dem Fenster des Wintergartens, die zweifellos von den Stiefeln eines Mannes verursacht worden sind." „Hoffentlich nicht von Ihren eigenen!" meinte Raucheisen lächelnd. „Bestimmt nicht, Herr Kommiffar!" ereiferte sich der Wachtmeister. „Die Spuren meiner eigenen Schuh« sind deutlich daneben sichtbar!" Wie zum Beweis hob er einen Fuß und zeigte auf die derben Sohlennägel. „Sind diese Spuren denn wenigstens sichergestellt worden?" ^Jawohl. Herr Kommiffar! @tn Kamerad oom. Ueberfallkommando steht als Wache dabei. — Als wir dann im Garten weiter nichts fanden, haben wir das ganze Haus abgesucht — einschließlich Dach und Keller; aber außer der Köchin und dem Hausmädchen, die oben in einem Mansardenzimmer in ihren Betten lagen und erst durch uns geweckt wurden, haben wir im ganzen Hause keine lebende Seels gefunden!" „Köchin und Hausmädchen?" fragte Raucheisen überrascht. „Wo befinden sich diese ehrenwerten Damen denn, jetzt?" Der Wachtmeister zuckte die Achseln. „Es war nichts mit ihnen anzufangen, Herr Kommissar! Die beiden haben sich notdürftig an- gekleidet, und feitbeip sitzen sie unten in der Küche und heulen, daß es einen Hund jammern konnte." „Na, bann schicken Sie die beiden mal heraus. Sie sollen in der Diele Platz nehmen und warten, bis ich ich sie hereinrufe." Raucheisen klopfte seine Pfeife aus und folgte dem Wachtmeister in die Diele Der Photogravh hatte seine Arbeit bereits beendet; augenblicklich war ber Polizeiarzt mit dem Toten beschäftigt. Raucheisen ging zu ihm. „Nun, Doktor, was Neues?" Der Polizeiarzt Dr. Heidsiek, ein kleiner, unscheinbarer Mann, ber sich durch eine schwarze Hornbrille, eine spiegelnde Glatze und eine äußerst knappe R^eweise auszeichnete, schüttelte den Kopf. „Nichts, was Ihnen nicht schon bekannt wäre; Schuß ins Herz! — Steckschuß! Hatte sofortigen Tob zur Folge! Etwa n* halbe Stunde nach Mitternacht. Sonstige äußere Verletzungen nicht erkennbar. Außerordentlich klarer Fall — meiner Ansicht nach." „So, finden Sie?" brummte Raucheisen spöttisch. „Vielleicht können Sie mir auch noch sagen, wer der Täter ist!" „Nicht meine Aufgabe. — Wollen Sie sonst noch was wiffen?" (Fortsetzung folgt) hörten, ergeht wegen des Wechsels der Zuständigkeit noch besondere Nachricht. Das Gebiet der bisherigen Bezirksstelle Fulda der Industrie- und Handelskammer für das Rhein- Mainische Wirtschaftsgebiet, Sitz Frankfurt a. M., scheidet durch die gleichzeitige Errichtung der Gauwirtschaftskammer Kurhessen aus dem bisherigen Zusammenhang aus und gehört ab 1. 1. 1943 dem Gebiet der Gauwirtschastskammer Kurhessen an. Verdunkelungszeit: 4. Januar von 17.21 bis 8.02 Uhr. * ** Herzliche Grüße aus dem Felde, verbunden mit den besten Wünschen zum neuen Jahre, senden durch uns die Soldaten Karl Weiß (Watzenborn), Walter Schmidt (Lick), Richard Schneider (Eberstadt), Karl Bonoerheidt (Billingen), Ottmar Wagner (Muschenheim), Walter Schmidt (Saasen), Ernst Schweizer (Gießen), Hermann Stock (Gießen). — Die Heimat erwidert die Grüße und guten Wünsche für 1943 in herzlicher Verbundenheit. ** Wehrwissenschaftliche Vorträge der Ludwigs - Universität im Winter-Semester 1942/43 betrifft eine Bekanntmachung im heutigen Anzeigenteil. Märkte in Hungen 1943. * Hungen 31. Dez. Im Jahre 1943 werden hier folgende Märkte abgehalten: 29. März Krämer- und Ferkelmarkt; 17. Mai Krämer-, Rindvieh- und Ferkelmarkt; 21. Juni Krämer- und Ferkelmarkt; 2. August Krämer-, Ziegen- und Ferkelmarkt; 27. September Krämer-, Rindvieh- und Ferkelmarkt; 1. November Krämer-, Rindvieh-, Schaf- und Ferkelmarkt; 6. Dezember Krämer- und Ferkelmarkt. Jttefenpldnef Jupiter im Gegenschein. Gternschau im Januar 1943. Von Dr. Erwin Kossinna. Die glanzvollste Erscheinung am Winterhimmel ist unstreitig der Planet Jupiter, der im Januar den Gipfel seiner Leuchtkraft erreicht. Wir finden diesen alle anderen Sterne weit überstrahlenden Planeten gegen 21 Uhr hoch am Osthimmel etwas unterhalb des hellen Sternpaares Kastor und Pollux. Sein gelbes Licht übertrifft den ebenfalls gelblich leuchtenden Stern erster Größe Pollux in den Zwillingen um das 23fache. Aber während der Lichtstrahl vom Jupiter bis zur Erde nur 35 Minuten benötigt, ist er von dem mit 24facher Sonnenhelligkeit strahlenden Pollux 30 Jahre unterwegs. Am 11. Januar gelangt Jupiter in den Gegenschein zur Sonne und erreicht fast genau gleichzeitig seine geringste Entfernung von der Erde mit 633 Millionen Kilometer. In dieser günstigen Stellung des größten Planeten läßt schon ein Feldstecher die stark abgeplattete Scheibe und die vier großen Monde erkennen, die freilich nicht immer gleichzeitig sichtbar sind. Wer ein kleines Fernrohr zur Verfügung hat, kann den Vorübergang der Monde vor der Jupiterscheibe verfolgen. Sie erscheinen dann gewöhnlich als dunkle Flecken auf hellem Hintergrund, manchmal aber auch hell auf dem etwas dunkleren Jupiter. Daneben erkennt man den tiefschwarzen Schatten, mit dem die Monde über die Jupiterscheibe wandern. Genaue photometrische Messungen der Helligkeit der Jupitermonde haben ergeben, daß alle vier Trabanten einen periodischen Lichtwechsel zeigen, der mit der Umlaufszeit genau übereinstimmt. Schon Herschel, der den Lichtwechsel zuerst beobachtete, schloß daraus richtig, daß diese Monde dem Planeten stets dieselbe Seite zukehren, ebenso wie unser Mond der Erde stets dasselbe Antlitz zeigt. Außer den vier großen Monden, von denen drei unseren Mond erheblich an Größe übertreffen, besitzt Jupiter noch weitere sieben Monde, die jedoch äußerst klein und lichtschwach sind. Drei von ihnen sind rückläufig und daher keine regulären Monde, sondern von dem Riesenplaneten eingefangene Planetoiden. Die Masse Jupiters übertrifft nämlich die aller anderen Planeten zusammen um das Dreifache, und dementsprechend ist seine Anziehungskraft gewaltig. Während Jupiter in seiner Oppositionsstellung die ganze Nacht hindurch sichtbar ist, kann Saturn im Stier vom Beginn der Dunkelheit nur bis gegen 5 Uhr, Ende des Monats nur bis gegen 3 Uhr beobachtet werden. Das in kleinen Fernrohren sichtbare R i n g s y st e m ist zur Zeit so weit geöffnet, daß es über die Pole des Planeten hinausragt und mit der Blickrichtung einen Winkel von 25 Grad bildet. Wir blicken auf die Südfläche der Ringe. Saturn besitzt ohne das Ringfystem ungefähr die Helligkeit eines Sternes erster Größe. Durch die Ringe wird die Helligkeit noch um eine Größenklasse, etwa um das 2%fad)e erhöht, so daß Saturn gegenwärtig ein Stern nullter Große ist und noch etwas heller als Kapella im Fuhrmann. Der Planet Uranus bewegt sich ebenfalls im Sternbild des Stiers. Als Stern sechster Große kann ihn ein scharfes Auge eben noch erkennen. Mit dem Feldstecher finden wir ihn leicht unter dem Fixstern A, ungefähr in der Mitte zwischen den Plejaden und den westlichen Hyadensternen, die den rötlichen Aldebaran umgeben. Merkurist in der ersten Januarhälfte nach Sonnenuntergang tief im Südwesten kurze Zeit sichtbar. Venus entfernt sich langsam von der hellen Sonnenumgebung und kann Ende Januar etwa 1% Stunde nach Sonnenuntergang am Südwesthimmel beobachtet werden. Mars geht zwei Stunden vor der Sonne auf, ist daher am Morgenhimmel als schwacher rötlicher Stern zu sehen. Don unerreichter Schönheit ist im Januar der abendliche Fixsternhimmel, und zwar besonders im OJt.-’fpont Gießener Fußball. 1900 schlägt BfB.-K 6:5 (2:2). Es ist sehr schwer, als Favorit zu gelten. Das mußten die Grün-Weißen gestern im Tschammer- Pokalspiel erleben. Hatte man doch nach dem Siege gegen die Luftwaffe mit einem einwandfreien Siege der Leute vom Waldsportplatz gerechnet. Die Blau- Weißen behielten jedoch in einem spannenden und dramatischen Kampfe die Oberhand, was auf Grund der in der letzten halben Stunde gezeigten Leistung nicht unverdient war. Trotz der in den ersten Minuten gezeigten Feldüberlegenheit der Grün-Weißen kam 1900 durch Kraft II. zum Führungstreffer. Lange dauerte dieser Zustand aber nicht, da war der Ausgleich und sogar der 2:1-Stand geschaffen. Dem Auf und Ab des Kampfes folgte kurz vor der Pause der Ausgleich der Blau-Weißen. Nach dem Wechsel ging 1900 wieder in Führung. Der Ausgleich ließ aber auch diesmal nicht lange auf sich warten, und nachdem die Blau-Weißen auf 4:3 erhöht hatten, folgte postwendend der abermalige Ausgleich. Dann kam eine Zeit der klaren Ueberlegenheit der 1900er, die den Vorsprung auf 6:4 erhöhten, was praktisch den Sieg bedeutete. Durch ein überflüssiges Handspiel von Schuck kam VfB.-R. auf 6:5 heran. Hierdurch lebte der Kampf nochmals auf. Die Grün-Weißen drängten jetzt mächtig auf einen abermaligen Ausgleich , die Blau-Weißen verstanden es jedoch, ihren einmal errungenen Vorsprung geschickt zu verteidigen. Bei 1900 war die Leistung in der Hintermann« schäft diesmal weit zweckmäßiger als im Spiel gegen die Luftwaffe. Der Sturm fand trotz der sechs Tors nicht immer die erforderliche Geschlossenheit. Kraft L als Mittelläufer und Kraft II. als Mittelstürmer waren die überragenden Kräfte der Mannschaft. VfB.-R. kam an die Leistung im Spiel gegen dia Luftwaffe bei weitem nicht heran. Die Hintermannschaft, sonst der beste Mannschaftsteil, zeigte mitunter Schwächen. Vollauf genügen konnten nur dis beiden Außenläufer. Der Sturm hatte gute und schlechte Momente. — Schiri Hofmann (Wieseck) konnte befriedigen. 40000 sahen kein Tor. FC. Schalke 04 — TSV. 1860 München 0:0. 40 000 Menschen umsäumten das Kampffeld in Köln-Müngersdorf. Leider gelang es den Spielern nicht, diese Begeisterung mit einer aufmunternden Torausbeute zu rechtfertigen. Eine Revanche wollte den Schalkern gegen ihre 2:0-Bezwinger vom Berliner Olympiastadion nicht gelingen. Sie hatten zwar diesmal die zwingenderen Torgelegenheiten, aber insgesamt war — wie bereits in Berlin — das Spiel der „Löwen" noch etwas stärker als die eindrucksvollen Wirbel der Schalter Techniker. Nur dem wieder überzeugenden Können ihres Torwarts Flotho, der sich noch in den letzten Minuten zweimal entschlossen sttecken mußte, um den gefährlichen Schlußangriff der Bayern zu stoppen, haben es die Knappen zu verdanken, daß die Münchner ebenfalls ohne Erfolg biteben. Südosten und Süden, wo gegen 21 Uhr das herrliche Sternbild des O r i o n sowohl durch seine Form wie durch den Hellen Glanz seiner Sterne den Blick auf sich lenkt. In dem schmalen, hochkant gestellten Sternviereck bemerken wir oben links die rötliche Beteigeuze, rechts davon Bellatrix, während unten rechts Rigal als hellster Stern des Orion in blau- weißem Licht funkelt. Unter den drei in einer schrägen Linie stehenden Gürtelsternen können wir in klaren, mondlosen Nächten den Orionnebel beobachten, einen riesigen Gasnebel in etwa 600 Lichtjahren Abstand. Außerordentlich stark verdünnte Gase, hauptsächlich Wasserstoff und Sauerstoff, werden durch besonders heiße und lichtstarke Sterne wie durch einen Scheinwerfer beleuchtet, weshalb die Flächenhelligkeit des Nebels von den in der Mitte stehenden Sternen nach außen hin ziemlich rasch abnimmt. In der Verlängerung der Linie der Gürtelsterne nach links unten funkelt Sirius, der hellste aller Fixsterne. In der Neujahrsnacht kulminiert Sirius gerade um Mitternacht, weshalb man ihn auch Neujahrsstern genannt hat. Sirius ist neun Lichtjahre entfernt und besitzt bei doppeltem Sonnendurch- meffer die 27facke Leuchtkraft der Sonne. Die Temperatur feiner strahlenden Oberfläche beträgt über 10 000 Grad im Vergleich zur Sonnentemperatur von knapp 6000 Grad. Etwas links über dem Sirius leuchtet Prokyon im Kleinen Hund, und darüber sehen wir das langgestreckte Sternbild der Zwillinge. Zwischen Prokyon und Orion steigt die Milchstraße empor zum Fuhrmann und Perseus nahe dem Zenit und senkt sich über Kassiopeia und Kepheu^s zum Schwan am nordwestlichen Horizont, wo in den frühen Abendstunden auch noch die Wega sichtbar ist. Im Nordosten sehen wir das schöne Sternbild des Himmelswagens im Großen Bären aufwärts steigen, während der Kleine Bär gleichsam vorn Polarstern herabhängt. Der Doppelstern Algol im Perseus, dessen Licht durch den umlaufenden Begleiter in regelmäßigen Zeitabständen verdunkelt wird, hat günstig zu beobachtende Lichtminima am 9. Januar 21 Uhr, am 12. Januar 18 Uhr und am 29. Januar 23 Uhr. Der Mond zeigt folgende Hauptlichtgestaltent Neumond am 6., erstes Viertel am 13., Vollmond am 21., letztes Viertel am 29. Januar.__ Hauptichriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter de« HauptichriflleiterS: Dr Hans Thyriot. Verantwortlich für Polttil unO Bilder: Dr. Fr. W Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stabt Gießen, Provinz, Wirtschaft u. Sport: Ernst Blumfchein lbeurl.), i.B.: Dr. Hans Thyriot. Druck und Verlag: Brühljche UntverfitätSdruckeret R. Lange K.G. Verlagsleiter: Tr -Ing. Erich Hamann: Anzeigenleiter: Hans Beck. Anzeigenpreisliste Nr. 6. Die Heilkunst ist 26 Jahren lassen mußte. 033 unter im Januar 1943. allen Künsten Kapelle des Neuen Friedhofs aus. 032 Hippokrates 029 ARZNEIMITTEL Statt Karten! 49 Dorf-Güll, den 30. Dezember 1942. 06811 034/ 023 klinik, Klinikstraße 32. 32 D 26Ö .öie WA? 33 D Do., 11. Febr. 1943, Professor Dr. Frölich) Denkmäler des Rechtes im Deutschen Dorf, im Kunstwissenschaftlichen Institut, Ludwigstraße 34. KleineAnzeigen m Gießener Anzeiger werden von Taulenden beachtet und gelesen. Ihre Verlobung geben bekannt Marie Fleischmann Heinrich Rinn Unser Hans Herbert ist angekommen! In dankbarer Freude ZeX < A > BAYER k E i XJRV MlelWW ZeiWisken z. kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 028 tu d. G. 2L Mit den Angehörigen trauert auch die Betriebsgemeinschaft der Firma Martin Abermann, Baugeschäft, Gießen, um einen lieben und zuverlässigen Arbeitskameraden. 024 Statt Karten — Danksagung Allen denen, die uns ihre Anteilnahme bekundeten und uns zu trösten versuchten bei dem großen Schmerz der uns betroffen, durch den schweren Verlust meines lieben, unver- en Mannes und Vaters seines Töchterchens, ________, guten Sohnes, Bruders, Schwiegersohnes, Schwagers, Enkels, Neffen u. Onkels Heinrich Stein, Unteroffizier bei der Luftwaffe, danken wir auf diesem Wege herzlich. Im Namen der tieftrauemden Hinterbliebenen: Hilde Stein, geb. Heck und Töchterchen Hannelore Frau Helene Lattke Herbert Lattke z. Z. im Felde Lollar, z. Z. Ev. Schwesternhaus Gießen, den 31. Dezember 1942 DER SENIORCHEF Ein Terra-Film mit Otto Wernicke, Hildegard Grethe, Max Gülstorff u. Werner Fuetterer Regie: Peter Paul Brauer Mitten aus dem Leben gegriffen ist dieser Film — bunt und packend wie das Leben selbst! Kulturfilm — Wochenschau Heute Montag Erstaufführung Lichtspielhaus Täglich 2.30, 4.45, 7.30 Sonntag 2.00, 4.30, 7.30 Jugend hat keinen Zutritt 31C Mit den Angehörigen trauern auch wir um unseren verstorbenen Arbeitskameraden BetriebsfUhrung und Gefolgschaft der Firma Emil H. Müller, Holzwarenfabrik, Gießen. 37 D Mrwiswcballliclie Vorträge der Ludwigs Universität Gießen im Winter-Semester 1942/43 Alle Vorträge beginnen 20 Uhr pünktlich. Sie sind unentgeltlich. Do., 7. Jan. 1943, Professor Dr. Cermakt Physik der höchsten Luftschichten (Stratosphäre) mit Vorführungen, im großen physikalischen Hörsaal^ Stephanstraße 24. Do., 14. Jan. 1943, Professor Dr. Beller: Tierwirtschaft und Siedelung im Osten, im Hörsaal des Veterinärhygienischen und Tierseuchen-In* stituts, Frankfurter Straße 87. Do., 21. Jan. 1943, Professor Dr. Schultze: Wasch- und Reinigungsmittel im Kriege, im großen physikalischen Hörsaal, Stephanstraße 24. Do., 28. Jan. 1943, Professor Dr. Scharren Die Bedeutung der Kartoffel für Ernährung und Technik, im Hörsaal des Agrikulturchemischen Instituts, Braugasse 7a. Do., 4.Febr. 1943, Professor Dr.vonJaschke: Ursachen und Behandlung der ehelichen Unfruchtbarkeit, im großen Hörsaal der Universitäts-Frauen- In tiefem Schmerz: Rudolf Rosenbach Rudi Rosenbach, z.Z. im Osten Elfriede Rosenbach, geb. Luh Emmichen Rosenbach Otti Rienhardt und Eltern. Gießen (Bleichstr. 27, Wetzlarer Weg 55). Für die herzliche Teilnahme, sowie die vielen Kranzspenden beim Hinscheiden unserer lieben Mutter und Großmutter Frau Elise Bufe, geb. Rühl sagen wir hiermit unseren innigsten Dank. Lehrer Stumpf und Familie Forstmeister Dr. Barth und Familie Bez.-Turnrat Buß und Familie. Gießen-Wieseck, Friedberg, Wiesbaden, Dezember 1942. Unsagbares Leid brachte uns die Nachricht, daß mein herzlieber Sohn, mein guter Bruder, Schwager und Onkel, mein geliebter, unvergeßlicher Bräutigam Dentist Hans Rosenbach Gefreiter in einem Schützen-Regiment am 3. Dezember 42 bei den schweren Kämpfen im Osten sein blühendes Leben im Alter von Gießen Bleichstraße 14 Hitlerwall Silvester 1942 Ab Dienstag, 5. Januar 1943 ist mein Geschäft wieder geöffnet In treuer soldatischer Pflichterfüllung gab am 28. Nov. 1942 im Osten im Alter von 26 Jahren sein Leben für Führer, Volk und Vaterland mein lieber Sohn, mein herzensguter Bräutigam, unser Bruder, Schwager und Onkel Ernst Schenk Feldw. in ein. Panzerjägerkompanie der Luftw. Unser aller Stolz und mein ganzes Glück ruht fern seiner geliebten Heimat auf dem Friedhof Nowa-Alexandrowskaja bei Witebsk. In stiller Trauer: Lina Schenk Wwe. Hedwig Möser und Eltern Familie Otto Schenk. Eichelsdorf, im Dezember 1942. die vornehmste.“' Nach einem arbeitsreichen Leben, stets hilfsbereit, wurde mein lieber Mann, mein treusorgender, lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, unser lieber Bruder, Schwager u. Onkel Heinrich Engländer wohlversehen mit den Tröstungen unserer Kirche, am 1. Januarum 63. Lebensjahre in ein besseres Jenseits abgerufen. In stiller Trauer: Elisabeths Engländer, geb. Faber Heinrich Engländer, z. Z. im Felde Marie Engländer, geb. Weiser und zwei Enkelkinder Gießen-Wieseck, Bad Homburg, Wiesbaden, 4. Januar 1943. Die Beerdigung findet Dienstag, den 5. Januar, 2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof in Gießen statt. Seelenamt Dienstagmorgen 7.30 Uhr. 36 D Hart und schwer traf uns die so über- aus schmerzliche Nachricht, daß unser lieber, hoffnungsvoller, unvergeßlicher, jüngster Sohn und Bruder Otto Laux Soldat in einem Grenadier-Regiment am 28. November bei den schweren Kämpfen im Kaukasus im blühenden Alter von 19 Jahren sein junges Leben für Führer, Volk und Vaterland gelassen hat. In tiefer Trauer: Wilhelm Laux und Frau Anna, geb. Messerschmidt Obergefr. Hermann Laux, z.Z. Im Felde, und Braut Gertrud Laux, nebst allen Verwandten. Damen- und Herrenfriseur Karl Schmitt, Lollar __34£ Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, am 1. Januar meinen lieben, treusorgenden Mann, unseren braven Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel Anton Rohrbach im Alter von 56 Jahren zu sich in die Ewigkeit abzurufen. In tiefer Trauer: Martha Rohrbach, geb. Schanze und alle Anverwandten. Gießen, Wiesecker Weg 49 II. Die Beerdigung findet statt: Dienstag, den 5. Januar 1943, nachmittags y24 Uhr, von der Lchr. Ang. unt. 022 a. d. G. A. Am Samstag, gegen 17 Uhr, Fuchspelz am Gloria- Palast verloren. Gegen gute Bel. abzugeben (oss Werrastraße 19, bei Haas. Gott der Herr hat unseren lieben Friedbert nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von 1% Jahren heimgeholt. In tiefem Schmerz: Fritz Pfannkuche, U.-Feldw., z. Z. Im Lazarett Emmi Pfannkuche, geb. Größer, z. Z. Im Krankenhaus L. Größer, Schlossermeister Frdr. Pfannkuche. Kassel, Wieseck, Heppenheim a. d. Bergstr., Dieburg und im Felde, 1. Januar 1943. Die Beerdigung findet am Montag, dem 4. Jan. 1943, 15% Uhr, vom Trauerhause in Wieseck, Gießener Straße 157, aus statt. Nach Gottes unerforschlichem Ratschluß starb unsere innigstgeliebte Waltraud nach kurzer, schwerer Krankheit im fast vollendeten zweiten Lebensjahre. In tiefer Trauer: Heinrich Pfeffer, z. im Felde, und Frau Frieda, Luise Pfeffer, Witwe [geb Karber Familie Johannes Schmuck und alle Angehörigen. Staufenberg, den 3. Januar 1943. Die Beerdigung findet am Dienstag, dem 5. Januar, 14.30 Uhr, statt. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unser liebes Peterchen unerwartet zu sich zu nehmen. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie K. Hamel Familie W. Dietz Gießen, 4. Januar 1943. Die Beisetzung fand in der Stille statt. 025 ■m | Verschiedenes! Wer übernimmt Bürgersteig- Reinigung in d. Frankfurter Straße 26? [ssD Ang. an Deutsch- Amerikanische Petroleum- Gesellschaft, Frankfurt a.M., Kaiserstraste 48. Hiwpenroagen gegen Kinder- Svorttvagen z. tausch, gesucht. Werncrwall63p Biete: Dam.-Sportschuhe Größe 36/37, RM. 5,-. [030 Suche: Puvve (Stoff). Hillgärtner, Stadttheater. wer üeiergt alleinstehendem Herrn | Mietgesuche | Tausch. Beamter sucht 3—4-Zimmer- Wohnung. Gleich.Wohnung -neu, mit Bad- kann in Tausch gegeben werden. Schr. Ang. unt. 026 a. d. G. A. | Verkäufe"""] Gebrauchter ßinöenDflgen für NM. 35,— zu verkaufen. Sonnenstr. 3 I. Neuer ZTinder- wagen zu verkaufen (50,— NM.). Luche zu kaufen gut erhaltenen, kleinen Akt en - Nollschrank. 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