193. Jahrgang Nr.wl Erschein! täglich, außer Lonntags und feiertags Beilagen: Gießener Familienblätter Heimat imNild DieScholle Gezugsvreis: Monatlich.. RM.1.80 Zustellgebühr.. „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Fernsvrechanschluft 2251 Drahtanschrift: „Anzeiger" Postscheck 11686 s^-ranlf./M. Gietzener Anzeiger vrühlsche Universitatrbruckerei 8. Lange General-Anzeiger sm Oberhessen «iehen?§chulftrahe 7-9 Montags Mai Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8' ,UhrdesBormittags Anzeigcn-Preife: Anzeigenteil 7 Rpt te mm bei 22 mm Zeilenbreite, Terttell 50 Rvs. te mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffell AbschlüsseMengenstaffel B Plavvorschrtft (vorherige Vereinbarung) 25°'<> mehr Ein Bergmann wird Pionier der Arbeit. Feierliche Tagung der Reichsarbeiiskammer. Berlin, 30. April. (DNB.) Lange vor der fest- een Zeit versammelten sich im Mosaiksaal der i» Reichskanzlei die Vertreter des schaffenden deutschen Volkes, um am Vortage des 1. Mai feierlich die Tagung der Reichsarbeitskammer zu begehen. Dieser feierliche Akt, den das Philharmonische Orchester Berlin unter Leitung des Staatskapellmeisters Johannes Schüler mit der Leonoren- Ouoertüre einleitete, bedeutete mehr als nur das Fest des Gedenkens einer sozialen Organisation, die zum ersten Male im Leben des schaffenden deutschen Volkes Betriebsführer und Gefolgschaft zu einer Einheit zusammenschloß. Die Feier gipfelte vielmehr in dem glühenden Bekenntnis aller Schaffenden zu Führer ukd Volk und zum endgültigen Siege. Rings an den Wänden des Mosaiksaales standHi die Fahnen der^Betriebsgemeinschaften, unter ihnen die goldenen Fayn?K der NS.-Musterbetriebe. Unter den Ehrengästen sah man Reichsminister Funk, zahlreiche Gauleiter und Staatssek^täre sowie mehrere hohe Vertreter der Wehrmacht. Oberbefehlsleiter Marrenbach, der zunächst ein in herzlichen Worten gehaltenes Telegramm des Führers verlas, eröffnete die Tagung, die im Zeichen des 10. Jahrestages der Auflösung der alten klassenkämpferischen Verbände mti) Gewerkschaften stand: denn am 2. Mai 1933 setzte Reichsorganisationsleiter Dr. Ley an deren Stelle die von nationalsozialistischem Geist durchdrungene und geführte Volks- und Leistungsgemeinschaft aller Schaffenden, die Deutsche Arbeitsfront. Ein Jahr später ordnete der Reichsorganisationsleiter die Errichtung der Reichsarbeitskammer mit ihren Unterorganen, den Gauarbeitskammern und den Arbeitsausschüssen an. Sinn und Ziel der Tätigkeit der Arbeitskammern, betonte der Oberbefehlsleiter, wären auch im Kriege auf die Sicherung der sozialen Selbstverantwortung aller schaffenden Deutschen gerichtet. Der Krieg verlange von jedem das Höchstmaß an Einsatz und Härte. Dem müßten und sollten die Arbeitskameraden Rechnung tragen. Der Reichsorganisationsleiter habe deshalb am 2. Mai 1943 deren Neuordnung verfügt. Hiernach werden, wie Oberbefehlsleiter Marrenbach ausführte, Betriebsführer sowie sonst geeignete Männer und Frauen aus den Betriebsgemeinschaften zur Mitarbeit herangezogen und bei der Lösung aller Fragen des Ärbeitslebens mitwirken. Für die Auswahl der Mitarbeiter ist ihrs betriebliche Bewährung, ihre Befähigung und ihre Verantwortungsfreudigkeit, Pionierarbeit auf sozialwirtschaftlichem Gebiet zu leisten, maßgebend. Oberdienstleiter Dr. H u p f a u e r , der Beauftragte des Reichsorganisationsleiters für den Kriegsleistungskampf der deutschen Betriebe erklärte: Mit den vom Führer ausgezeichneten Betriebsgemeinschaften und den Männern, die als Vertreter ihrer Arbeitskameraden und in Würdigung ihrer besonderen persönlichen Haltung heute das Kriegsverdienstkreuz 1. Klasse erhalten, ehren wir die Leistungsbesten unserer Kriegswirtschaft. Unsere Betriebsgemeinschaften stehen heute in dem aus dem edelsten sozialen Wettstreit erwachsenen Kriegs-Leistungskampf. Da dieser Leistungskampf sinnfälligster Ausdruck einer sozialen und wirtschaftlichen Selbstverantwortung ist, erfahren allein die Betriebs Ehrung und Auszeichnung, die über die behördliche Auflage hinaus mehr und besseres geleistet haben. Der Leistungsentwicklung wegen hat die Deutsche Arbeitsfront Aufgaben von entscheidender Bedeutung in Angriff genommen, das „betriebliche Vorschlagswesen", das die Gefolgschaft der Betriebe für eine Verbesserung des Arbeitsplatzes aktiviert und die Lohn - und Leistungsgerechtigkeit. Es sei nicht zu verantworten, wenn brauchbarste Fachkräfte auf Grund falschliegender Vorgabezeiten angelernte Akkordarbeit verrichten. Die neue Lohnordnung biete die Möglichkeit, durch eine entsprechende hohe Eingruppierung dem größeren Können und der wertvolleren Leistung durch eine höhere, als leistungsgerecht anzusprechende Grundentlohnung gerecht zu werden. Gleichzeitig seien die Betriebe angewiesen, Vorgabezeiten festzulegen, die einer gesunden menschlichen Durchschnittsleistung entsprechen. Die Kriegswirtschaft hat trotz Abgabe einsatzstarker Arbeitskräfte gewaltige Programme W ■ F •/ zu erfüllen. Aufgerufen zur Arbeit ist daher das gesamte arbeitsfähige deutsche Volk. Selbstverständlich kann mit behördlichem Befehl die Sammlung aller Kräfte erreicht werden, doch der Erfolg wird nur dann von wirklich ausschlaggebendem Wert sein, wenn die behördliche Arbeit eine positive Hilfe erfährt durch die verantwortungsbewußte Haltung der zur Arbeit aufgerufenen Menschen. Der menschlichen Arbeitskraft sind hinsichtlich ihres körperlichen Leistungsvermögens natürliche Grenzen gezogen. Es ist also vernünftig, die Arbeitszeit unter Berücksichtigung solcher Tatsachen zu ordnen. Die praktischen Erfahrungen beweisen, daß das beste Leistungsergebnis die Betriebe erzielen, die ihren Arbeitsauftrag mit dem menschlichen Leistungsvermögen und der außerbetrieblichen Verpflichtung der Schaffenden in die vernünftigste Beziehung bringen. Es ist erfreulich festzustellen, daß ein großer Teil der Betriebe sich bereits mit Erfolg um die zweckmäßigste Lösung dieser schwierigen Frage bemüht hat, wobei die Feststellung getroffen werden kann, daß die Rückführung allzu hohe^ Arbeitszeiten auf einen normalen 9- oder 8stündigen Arbeitstag vielfach Erhöhungen des Tagesleistungsergebnisses zeitigte. So meldet ein Betrieb, der von der lOstündigen auf die 8stündige Arbeitszeit überging, eine Verringerung seines Krankenbestandes um 8 v. H. und einen wesentlichen Rückgang sonstiger Fehlzeiten. Die wirklichen Vorbilder in Haltung und Leistung müssen betriebliche Unterführer sein. Welche Kräfte aus der Reihe unbekannter Arbeiter auch größeren Aufgaben gewachsen sind, das zeigt die Haltung des Arbeiters in schweren Situationen. Reichsorganisationsleiter Dr. Le y sprach über das Thema „Zehn Jahre Deutsche Arbeitsfront". Der Auftrag zur Gleichschaltung der Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände betraf 216 Verbände. In kaum vier Tagen war die schwierige Arbeit beendet. Aus den bis dahin interessenmäßig gebundenen Säulen der Arbeiter, Angestellten und Arbeitgeber entstanden die lebendigen-Zellen der Betriebsgemeinschaft. Der Betrieb wurde eine E in h e i t, in der alle, die im Betrieb tätig sind, unterschiedslos auf Gedeih und Verderb zusammengeschweißt werden. Ein weiterer Grundsatz war, daß alle schaffenden Menschen Beauftragte der Arbeit seien und sich damit als Soldaten des Führers und des Volkes zu fühlen hätten. Damit wurde die Betriebsgemein- jchaft zu einer soldatischen Gemeinschaft. Sie erhielt ihre Fahne und wurde in Betriebsappellen ausgerichtet. Die Betriebsgemeinschaft wurde durch Zellen und Blocks unterteilt, ihren Kern bildeten die Werkscharen oder Werkfrauengruppen. Im Deutschland der Systemzeit wurde, so fuhr Dr. Ley fort, die Auflösung der Staatsidee organisiert. Heute wissen wir es, daß der Jude und seine Trabanten ein Interesse daran hatten, um nach der Parole „teile und herrsche" das deutsche Volk beherrschen zu können. Deshalb allein ist der Jude ein Gegner der nationalen Einheit jeder Nation, weil er Streit, Hader und Gegensätze braucht, um selbst über die Menschen herrschen , zu können Auf die Frage: wer hat ein Interesse an dem inneren Streit? gibt es nur eine Antwort: Juda und alle Feinde eines starken Deutschlands? Wir Nationalsozialisten wollen ein starkes und gesundes Deutschland. Darin bestand die nationalsozialistische Revolution: die Lebenszellen von den Bazillen des Klassenkampfes und der Volkszersetzung zu befreien und damit langsam aber sicher die Volksgemeinschaft aufzubauen. Das allein verbürgte ein starkes Deutschland. Den deutschen Menschen mußten wir an Leib und Seele gesund machen. Die Gesundung ist nur auf der Erkenntnis der Ganzheitslehre durchzuführen, d. h. daß der gesunde Deutsche nicht allein vom Lohn abhängig ist, sondern ebenso von einem sauberen und lichten Arbeitsplatz, von Erholung und Freiheit, von körperlicher Gesundheit, von gesunden Wohnungen und einer erschöpfenden Berufsausbildung. Verpflegung in den Betrieben, Arbeitsschutz, Versorgung im Alter und vieles andere mehr mußte durchgeführt werden, um den deutschen Menschen gesund und zufrieden zu machen. Der Wert der Volksgemeinschaft, die Zufriedenbeit des einzelnen Menschen und die Kraft und Macht der Nation drücke sich allein in der Leistung des deutschen Volkes aus. Nur der Unternehmer ist wirklich-sozial, der dem Arbeiter durch modernste Maschinen, beste Arbeitsvorbereitung, rationelle und durchdachte Arbeitsmethoden, vernünftige Betriebsoraa- nisation, Einsatz der Menschen, höchstmögliche Berufsausbildung die Möglichkeit gibt, seine Fähigkeiten bis zum letzten auszuschöpfen. Damit proklamieren wir Nationalsozialisten die Welt der Leistung und des Willens als liniere Welt. Wir er= plären: Wer will, vermag alles. Wir Nationalsozialisten kapitulieren niemals und schrecken vor keinem Hindernis zurück! Heute nach zehn Jahren muß es sich nun offenbaren, ob unsere Idee und unser Wollen richtig war und ob wir uns bewähren. Obwohl die Mehrzahl der wehrfähigen Männer aus den Fabriken her- ausgezogen werden mußte, Facharbeiter mangeln, der deutsche Arbeiter durch ungelernte ausländische Arbeitskräfte ober Frauen ersetzt worden ist. nimmt der Ausstoß an Waffen und Munition, an Rüstung und Wehr oller Art von Tag zu Tag und von Monat zu Monat in steigendem Maße zu. Heute nach fast vierjährigem Krieg ist immer noch die deutsche Wehrmacht in der Güte der Waffen und in der Zahl unseren Feinden weit voraus und wird Sprechendes Beispiel für die Richtigkeil dieses Weges ist der Wann, dem in dieser Feierstunde höchste Ehrung zukeil wird. Wir ehren einen deutschen Arbeiter, dessen Leistung beweist. welche Persönlichkeitswerte in unseren schaffenden deutschen Menschen stecken. Vornehmste Aufgabe der deutschen Sozialpolitik muß es daher auch für alle Zukunft sein, im Sinne einer persönlichkeikswertenden Rleuschen- sührung jedem begabten, tüchtigen und einsatz- freudigen Menschen den Aufstieg zu sichern, der ihm auf Grund eigener Haltung und Leistung gebührt. Der Maschinenfahrsteiger, Parteigenosse Konrad Grebe, steht mit der Entwicklung eines im praktischen Einsatz bewährten Kohlenabbaugeräts würdig an der Seite unserer großen deutschen Konstrukteure. Konrad Grebe hat mit seiner Leistung für den Abbau der Kohle ein Instrument geschaffen, mit dem Arbeitskräfte frei gemacht, die Abbauleistungen wesentlich gesteigert werden und vor allem dem schwer arbeitenden Bergmann Cfline Arbeit erleichtert wird. Seine Pionierarbeit wird die Grundlage sein für größte Arbeils- erfolge in der Gewinnung des wichtigsten deutschen Rohstoffes. 3n Würdigung dieser sozial und wirtschaftlich hervorragenden Tat verleiht der Führer dem Maschinenfahrsteiger Pg. Konrad Grebe als dem 9. schaffenden Deutschen die Auszeichnung „Pionier der Arbeit" und das Ehrenzeichen hierzu in Gold. es blssiben! Unsere Parole heißt: Leistungssteigerung — Panzerschichten —betriebliches Vorschlagswesen — höchster Fraueneinsatz und andere leistungssteigernde Dinge. Mt Stolz und Genugtuung stellen wir fest, daß wir jetzt im Kriege nichts neues hinzubauen brauchen, aber auch nichts abbaucn müssen, sondern daß alles, was die Deutsche Arbeitsfront in den kurzen' Jahren des Friedens vorausschauend ins Leben gerufen hat, heute in entscheidendem Maße mithilft, den Sieg an Deutschlands Fahnen zu heften. Das sei auch unser Dank an den Führer, denn wir wollen bekennen, daß alles das nicht unser Verdienst ist, sondern in Mee, Aufbau und Vollendung das alleinige Werk unseres Führers bedeutet. Immer wieder war es der Führer, der uns in schwersten Stunden Ziel und Weg wies. Sein unermüdlicher Fleiß, seine Hingabe an seine Aufgabe, sein Idealismus und sein starker Wille waren der Impuls für die Volkswerdung der Aktion, Adolf Hitler und sein Vorbild entwaffneten auch die böswilligsten unserer Gegner und zwangen sie alle zur Mitarbeit, zur Einsicht und zur 93er» nungft. So wollen wir am 10. Jahrestag der Deutschen Arbeitsfront bekennen, daß wir alles, was wir sind, allein durch Adolf Hitler wurden. Wir wollen geloben, diesen geraden, erfolgversprechenden Weg des Nationalsozialismus kompromißlos weiter zu beschreiten und dafür zu sorgen, daß der Arbeitsfrieden überall in deutschen Gauen gewahrt wird. Die Stätten der Arbeit, Fabriken und Kontore sollen in diesem Kriege die stärkste und festeste Bastion der Volksgemeinschaft und des unbeugsamen Eieqeswillens sein. Komme, was da mag, wir kapitulieren niemals und unsere Parole heißt: Führer befiehl, wir folgen! Seine oft von Beifall unterbrochenen Worte klangen aus in dem Gelöbnis, daß das deutsche Volk nie wieder einen November 1918 erleben werde. ^Mit einem von ernster Begeisterung getragenen Sieg-Heil auf den Führer und mit den Liedern der Nation schloß die feierliche Tagung der Reichsarbeitskammer. Führer und Tenno zum 1. Mai 23 er (in, 1. Mai. (DNB.) Der Tenno hat zum 1. Mai an den Führer das folgende Telegramm gerichtet: „Es ist mir eine Freude, Eurer Exzellenz anläßlich des Nationalen Feiertags des Reiches meine wärmsten Glückwünsche mit meinen aufrichtigen Wünschen, die ich für Ihr persönliches Wohlergehen und für das Gedeihen Ihres Landes hege, zu übermitteln. Bei dieser günstigen Gelegenheit möchte ich Eurer Exzellenz meine wärmsten Wünsche für den Erfolg Ihrer tapferen Armeen und gleichzeitig meinen festen Entschluß, unseren gemeinsamen Feind zu vernichten, zum Ausdruck bringen. Hirohito." Der Führer hat hieraus wie folgt geantwortet: „Eure Majestät bitte ich, für die mir zum Nationalen Feiertag des deutschen Volkes übermittelten Glückwünsche meinen herzlichen Dank entgegenzunehmen. Mit Eurer Majestät eins in dem unerschütterlichen Entschluß, den gemeinsamen Feind zu vernichten und durch unseren Sieg eine ge- rechte Ordnung der Welt und einen dauernden Frieden zu erreichen, erwidere ich sie mit meinen aufrichtigen Wünschen für das persönliche Wohlergehen Euerer Majestät und eine glückliche Zukunft der tapferen japanischen Nation. Adolf Hiller." Auch in diesem Jahre haben zahlreiche ausländische Staatsoberhäupter, Regierungschefs und Staatsmänner dem Führer mit in herzlichen Worten gehaltenen Telegrammen zum Nationalen Feiertag des deutschen Volkes Glückwünsche und Grüße übermittelt Die in Berlin beglaubigten aus» ».Pionier der Arbeit" Bergmann Konrad Grebe. (Scherl-Bilderdienst. sDAF.-Denckler.s) Zehn Jahre Deutsche Arbeitsfront. Dr. Ley gibt einen Rückblick. ländischen Vertreter brachten durch Eintragung in das in der Präsidialkanzlei des Führers aufgelegte Besuchsbuch ihre eigenen und die Glückwünsche der von ihnen vertretenen Staatsoberhäupter, Regierungen und Völker zum Ausdruck. Judas Fanuskopf. Von unserer Berliner Schriftleitung. Der beste und schlagendste Beweis dafür, daß der Bolschewismus und die plutokratische Demokratie nur zwei verschiedene, nach zwei Richtungen hin gewendete Erscheinungsformen des internationalen Judentums sind, ist die Art und Weise, wie man in den den Juden restlos ausgelieferten Feindländern zum Falle von Katyn Stellung nimmt. Während in Ländern, die sich genug gesundes Denken und natürliches Empfinden für Recht und Unrecht, Anständigkeit und Gemeinheit bewahrt haben, eine Woge des »us, des Ekels und der Empörung über die albe von Katyn aufgedeckte Untat jübifcher GPU.-Henker sich erhob, versucht man bei ben Nationen, beren „öffentliche Meinung" bie bet Juden ist, mit allen Mitteln, teils durch Verschweigung der Tatsachen, teils durch Verdrehung und Fälschung des wahren Sachverhaltes, bie blutigen Hänbe ber Mörder der 12 000 Polen reinzuwaschen. Stimmen, wie bie bes „Daily Expreß", um nur eine dieser jüdisch gelenkten englischen Zeitungen zu nennen, der jetzt davon spricht, baß eine Untersuchung burch bas Internationale Rote Kreuz „gänzlich untragbar unb vollkommen zu verwerfen^ sei, unb daß die Tatsache, daß die Bolschewisten bie Beziehungen zu ben Polen abgebrochen hätten, tief bebauert werben müsse, sind bester Beweis dafür. Selten noch hatte die Welt Gelegenheit, diesen innigen Zusammenhang, besser gesagt dieses Jden- tischsein von Bolschewismus und Plutokratie so gründlich und bis in die tiefsten Tiefen hinein studieren zu können. Tat doch bisher Alljuda alles, um das vor den Augen der Welt zu verschleiern. Das Eichenlaub. Berlin, 30. April. (DNB.) Der Führer verlieh das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eifer« nen Kreuzes an Oberfeldwebel Rudolf Schlee, Zugführer in einem bayrisch-schwäbischen Gebirgsjäger-Regiment. Oberfeldwebel Schlee, der bereits im Westfeldzug beide Eiserne Kreuze und zu Beginn des Kampfes gegen ben Bolschewismus für die kühne und aus ferbftänbig-em Entschluß erfolgte Erstürmung einer Ortschaft das Ritterkreuz erhalten hatte, ist bas Vorbild des verantwortungsfreudigen, unerschrockenen Unterführers. Bei den Kämpfen im Kaukasus hat er sich mehrfach durch Draufgängertum und taktisches Geschick ausgezeichnet. Während sein Bataillon im Angriff gegen eine von starkem Feind besetzte Höhe stand, wurde es von 150 Bolschewisten in der Flanke angegriffen. Der Oberfeldwebel erhielt den Auftrag, mit nur zwei Gruppen gegen diesen Feind zu sichern, bis Verstärkungen heran- gefommen waren. Im selbständigen Entschluß griff er die Sowjets an der Spitze seiner Gebirgsjäger sofort an, erstürmte einen stark ausgebauten Höhen - zug und warf ben Feind zurück. Mit 20 Gefangenen und zahlreichen erbeuteten Infanteriewaffen kehrte er in die Stellungen zurück, während mehr als 60 tote Bolschewisten auf dem ftampffelb blieben urtb der Rest in wilder Flucht davoneilte. Einen Tag, nachdem Oberfeldwebel Schlee für feinen verwundeten Kompaniechef bie Führung ber Kompanie übernommen hatte, wurde er während eines harten Abwehrkampfes verwundet. Oberfeldwebel Schlee wurde am 10.11.1913 in Ludwigshafen geboren, er trat 1934 in das JR. 13 ein, um Berufssoldat zu werden. Hauptmann Tonne starb den Fliegertod Berlin, 2. Mai. (DNB.) Den Flieg er tod starb in Tunesien Hauptmann Wolfgang Tonne, Staffelkapitän in einem Jagdgeschwader unb Träger des Eichenlaubes zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Der am 28.2.1918 geborene Hauptmann Wolfgang Tonne» ist der Sohn eines Lehrers in Thüringen. Bei Ausbruch des Krieges wurde Wolfgang Tonne Leutnant. Bereits im Mai 1940 erhielt ber junge Jagbflieger bas EK. I. Klasse. Er würbe Oberleutnant unb Staffelkapitän, bewährte sich an ber Ostfront ebenso sehr wie vorher im Westfelb- zug unb nachher in Tunesien. Am 6. September 1942 verlieh ihm ber Führer bas Ritterkreuz bes Eisernen Kreuzes unb, als er am 22. September 1942 ben 101. Luftsieg errungen hatte, bas Eichenlaub. Tapfer unb kühn, wie er immer war, errang er weiterhin Sieg auf Sieg, bis ihn, unbesiegt vom Feinbe, ber Fliegertod dahinrafste, ein schwerer Verlust, aber unvergessen für immer ufib ein Vor- bilb allen jungen Kameraben, bie in seinem Geiste weiter kämpfen. Das Ritterkreuz für einen Hessen. Berlin, 30. April. (DNB.) Der Führer verlieh bas Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Hauptmann Richard Schwa mderger, Bcttail- lonskommanbeur in einem Grenadier-Regiment. Hauptmann Richard Schwamberger, am 21.5.1909 als Sohn bes Kaufmannes Richard Sch. in Trebur (Kreis Groß-Gerau) geboren, hat mit feinem niedersächsischen Grenadier-Bataillon am unteren Don einen Durchbruch starker feindlicher Kräfte verhindert. Unter dem Feuerschutz von Sturmgeschützen vernichtete er gegen erhebliche Uebermacht eine eingebrungene feindliche Kampfgruppe. Hauptmann Schwamberger trat nach dem Besuch ber Volksschule unb der Fortbildungsschule feines Heimatortes 1929 in bie hessische Schutzpolizei in Darmstadt ein. 1936 als Feldwebel in bas Heer überführt und 1940 als Oberfeldwebel unter Beförderung zum Leutnant und gleichzeitig zum Oberleutnant in die aktive Offizierlaufbahn übernommen, wurde er 1942 Hauptmann. Oie? ehrmachtberichte. Stabschef Luhe gestorben. Berlin, 2. Mai. (DNB.) Der Stabschef der SA., Viktor Lutze, wurde am 1. Mai nachmittags auf der Rückkehr von einer Dienstreise in der Nähe von Potsdam bei einem Kraftwagenunfall schwer verletzt. Der Führer hat Stabschef Lutze telegraphisch die besten Wünsche für seine baldige Genesung übermittelt. Am heutigen Montag, 11.20 Uhr, ging uns durch DRB.-Funkspruch die Meldung zu, daß Stabschef Luhe am Sonntagabend im Städtisches Krankenhaus in Potsdam seinen schweren Verletzungen erlegen ist. Es wollte ungestört bleiben und ohne lästige Beobachter, während es von beiden Seiten her — durch die Beherrschung der proletarischen Massen einerseits und durch das Meistern der Macht Kapital anderseits — sich die Herrschaft über diese unsere Welt zu ergaunern, erpressen und erzwingen versuchte. Presse, Rundfunk, Film, Buch und alles andere, womit man die Meinung von Menschen beeinflussen kann,' arbeiteten bisher im Auftrage der Juden oder von ihnen gelenkt daran, alles zu unterdrücken, was im entferntesten auf einen solchen inneren und innigen Zusammenhang hätte schließen lassen können. Alles wurde dazu getan, um in den harmlosen Gemütern der nichtjüdischen Menschheit den Eindruck zu erwecken, daß der Bolschewismus etwas sei, mit dem die Plutokraten herzlich wenig gemein hätten, ja demgegenüber sie geradezu feindlich eingestellt wären. Es waren der Krieg und die aus ihm entspringenden Erwägungen, die die jüdischen Machthaber und ihre vorgeschobenen Marionetten in Washington und London — um nur die Hauptzentren der kapitalistischen Abteilungen Alljudas zu nennen — zwangen, die Tarnnetze, die sie über ihre Seelengemeinschaft mit dem Bolschewismus geworfen hatten, langsam fallen zu lassen und sich immer offener und unverhüllter zur Sowjetunion zu bekennen. Der Wald von Katyn, dessen scheuß- licke Greuel zum Himmel schreien, stellte sie aber endgültig vor die peirilich empfundene Notwendigkeit, sich ganz offen vor die zweite Abteilung Alljudas, den Bolschewismus, gegen den die Empörung der Welt nun brandet, zu stellen. Und doch ist Katnn trotz der scheußlichen Bestialität, die es enthüllte, nur ein winziger Bruchteil dessen, was das Blut- und Schuldkonto des bolschewistischen Juda aüfweist. Die Welt hätte, so sie früher nicht fo hartnäckig die Augen geschlossen hätte vor dem, was in der Sowjetunion und in den Ländern, die je das Unglück hatten, in bolschewistische Hände zu fallen, vorging, längst schon den inneren Zusammenhang und das systematische Zusammenarbeiten, Füreinanderarbeiten des Bolschewismus und des westlichen Kapitalismus im Gefüge Alljudas aufspüren und die Mörder und Vernichter der Menschheit, gleichgültig ob sie in Neuyork, London, in Warschau, in Amsterdam, Paris oder sonstwo saßen, stellen und unschädlich machen können. Es mußte erst ein Volk dagegen aufstehen wie das deutsche, das vom Juden gepeinigt bis aufs Blut, doch noch nicht von ihm überwältigt, am Rande der wirtschaftlichen und politischen Vernichtung, seine Kinder hungernd, den gigantischen Kampf gegen Alljuda, das doppelgesichtige, bolschewistische uno plutokratische zugleich, aufnahm. Die Millionenopfer, die das russische Volk unter den Henkerhänden der bolschewistischen Mordbanden gleich nach dem Ende des Weltkrieges bringen mußte, die Hunderttausende von dahingeschlachteten Bewohnern, die Greuel, die ein Bela Khun in Ungarn verübte, die Totenkeller in Bessarabien, in den baltischen Ländern, die Vlutströme, die das finnische Volk vergoß, als es überwältigt wurde vom über- mächttgen Ansturm der roten Horden, ja selbst die Schrecken, die das spanische Volk durch Jahre durchzumachen hatte, konnten gewissen Menschen in Europa und schon gar nicht in Amerika die Augen öffnen vor dem, was der Welt bevorstand, wenn erst die rote Seuche ganz über sie hergefallen wäre. Erst als die deutsche Wehrmacht und mit ihr die Heere der Verbündeten der Achse und die Frei- willigen-Formattonen fast aller Nationen Europas die Tore zur riesigen Schreckenskammer der Sowjetunion aufbrachen, erst als es da herausquoll aus diesem „Paradies der Arbeiter und Bauern"' in Schwaden von Schmutz, Unrat. Elend und Verbrechen, erst als das, was in 25 Jahren jüdischer Vernichtungstrieb und das eiskalte Machtstreben dieser Rasse aus einem Volk machen konnte, offenbar wurde, begann langsam unter denen, die früher mit krampfhaft geschlossenen Augen dastanden, die Erkenntnis zu dämmern, daß das vernichtende Sturmzentrum, in den weiten Steppen der Sowjetunion entstanden und unaufhaltsam vorwärts wandernd, im Begriffe war, als vorläufiges Ziel in der Welt den alten Kontinent Europa mit all seiner Kultur und seinen Errungenschaften mit dem Wirbel der Vernichtung und Auflösung zu überziehen. Heute, wo sie jeder sehen kann, die Elendsquartiere, neben den Palästen der bolschewistisch-jüdischen Machthaber, diese ganze große Zwangsarbeitsanstalt Sowjetrußland, die im Frondienst Judas stöhnt, jetzt, wo alle es sehen können, wohin ein solches Regiment führen muß, jetzt erst beginnt ein Massengrab wie das vom Walde von Katyn — eines nur der unzähligen, die sicher über das ganze Gebiet dieses „Paradieses" verstteut liegen — seine ganze schauerliche Bedeutung zu offenbaren. Die, die den Juden gefährlich werden konnten bei ihrem finsteren Planen und Tun, die Fähigsten und Führenden eines ganzen Volkes, liegen darunter. Oer Führer empfing Laval. DVD. Aus dem Führerhauptquartier, 30. April. Der Führer empfing am 29. April in feinem Hauptquartier in Gegenwart des Reichsministers des Auswärtigen v. Ribbentrop und des itasienifchen Staatssekretärs für Auswärtige Angelegenheiten V a st i a n i n 1 den französischen Regierungschef Pierre Laval. während der Unterredung zeigten die Beteiligten volles Verständnis für die Fragen, die sich zwischen Deutschland und Italien einerseits und Frankreich andererseits ergeben. In voller Objektivität wurde geprüft, welchen Anteil Frankreich an den Anstrengungen und den Opfern zu tragen hat, die die Achsenmächte für den Aufbau des neuen Europas im Kampf gegen den Bolfche- wismus und gegen die mit ihm verbündeten anglo-omerikanischen Plukokratien auf sich genommen haben, und welche v o r t ei l e sich für Frankreich aus dieser Beteiligung ergeben werden. Vom Freitag. DRV. Ausdem Führerhauptquartier, 30. April. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Die Sowjets traten gestern erneut mit starken Kräften zum Angriff gegen die Ostfront des Kuban-Brückenkopfes an. Trotz heftiger Artillerievorbereitung sowie starker Panzer- und Fli^gerunterstühung vermochte der Feind an keiner Stelle Boden zu gewinnen. 3n schweren, von der Luftwaffe wirkungsvoll unterstützten Abwehrkämpen wurden die Sowjets unter Abschuß zahlreicher Ganzer blutig abgewiesen. 3n Luftkämpfen schossen eutsche 3äger über dem südlichen Frontab- chnitt 67 Sowjetflugzeuge ab. An der tunesischen West front wurden mehrere örtliche feindliche Vorstöße abgewiesen. Die Luftwaffe schoß im TNittelmeer- raum bei fünf eigenen Verlusten 12 feindliche Flugzeuge ab. 3n den Morgenstunden des 29. und 30. April versenkten deutsche Küstensicherungsstreitkräfte vor der niederländischen Küste zwei britische Schnellboote, beschädigten ein weiteres schwer und schossen ein viertes in Brand. Unterseeboote versenkten im Rord- atlantik und im Mittelmeer aus stark gesicherten Geleitzügen zehn Schiffe mit 53 000 BRT. Weitere fünf Schifte, darunter eines vom Typ „Winchester Castle" mit 20 000 BRT., wurden torpediert. Ein Unterseeboot flhoß einen schweren feindlichen Bomber ab. Vom Samstag. DRV. Aus dem Führerhauptquartier, 1. Mai. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Deutsche und rumänische Truppen errangen auch gestern am Kuban-Brücken köpf einen großen Abwehrerfolg. Die Sowjets, die unter starkem Einsatz von Artillerie, Panzer- und Fliegerkräfien angriffen, wurden unter hohen blutigen und Male- riatverlusten zurückgeschlagen. An der übrigen Ostsront herrschte nur geringe Gefechtstätigkeit. Deutsche Schnellboote versenkten im Schwarzen Meer ein feindliches Geleit von drei Küstenfahrzeugen mit zusammen 1700 BRT. Aus dem tunesischen Kampfraum wird lebhafte örtliche Gefechtstätigkeit gemeldet. Feindliche Vorstöße gegen deutsch-italienische höhenstelNSG. In Anwesenheit von Gauletter und Reichsstatthalter Sprenger sprach am Sonntag in einer Morgenveranstaltung der SA.-Gruppe Hessen im Saalbau zu Frankfurt a. M. der Inspekteur der Obersten SA.-Führung für wehrgeistige Erziehung, SA.-Obergruppenführer Luyken, über „Totale Wehrerziehung der Natton". Der Veranstaltung wohnten zahlreiche Ehrengäste der Partei, des Staates und der Wehrmacht bei. Nach Begrüßung durch den Führer der SA.- Gruppe Hessen, Gruppenführer V i e l st i ch, ergriff Obergruppenführer Luyken das Wort. Er ging aus von dem Gesetz der Stunde, der nationalsozialistischen Wehrmacht an seelischen, geistigen und materiellen Kräften zu geben, was wir nur irgendwie geben können. Die tiefste Grundlage aber für jede deutsche Kraftäußerung ist die sittliche Haltung des wehrhaften deutschen Mannestums. Diese gläubig-sittliche Haltung ist entscheidend für Stärke, Festigkeit und Dauerhaftigkett der deutschen Kraft. Sie ist aber auch das uns allen Gemeinsame und das alle Berufe und alle zweckbestimmten Tagesaufgaben Verbindende und Einigende. Der Redner entwarf ein Bild dieser arteignen deutschen Haltung, dieser wehrhaften Verpflichtung zur Gemeinschaft, kurz, dieses Soldatentums aus nor- Aufruf des Marschalls Antonescu. B u t a re st, 2. Mai. (Europapreß.) Marschall Antonescu richtete zum 1. Mai einen Aufruf an alle schaffenden Rumänen, wobei er besonders den Arbeitern dankte, die als gute Rumänen das Gebot der Zett verstehen, ihr Ohr der feindlichen Flüsterpropaganda nicht zuneigen, son- oern mit allen Kräften dazu beitragen, der Armee und dem Lande den durch den Krieg bedingten Bedarf zu sichern. „Das Vaterland und der König sind euch dankbar, und ich danke euch in ihrem Namen. Ihr seid die zweite Armee des Landes, auf die ich heute unsere Hoffnung stützt, daß wir in dem chweren Kampf, den Land und Nation führen, iegen werden. Der Kampf wird nicht nur durch beispiellose Tapferkeit unserer Armee aewonnen, sondern auch durch die tägliche Arbeit. Unser Kamps hat heute seinen Höhepunkt erreicht und verlangt von uns verhuN - derffachte Kräfte, um den Feind und die Schwierigkeiten zu überwinden und vor allem einen neuen lichtvollen Weg für das rumänische Volk zu schaffen." Marschall petain zum 1. Mai. Vichy, 2. Mai. (Europapreß.) „Arbeiter, ich verstehe euren Kummer, versteht aber auch ihr meine Schwierigkeiten", mit diesen Worten begann Marschall P6fain am Sonntag eine kurze Ansprache aus Anlaß des Tages der Arbeit. „Seit drei Jahren zahlen wir für die Fehler jener, die uns vovangeaangen sind, und die uns belogen Haden", so fuhr der Marschall fort „Der Waffenstillstand hat dem Kampf ein Ende gesetzt, er hat jedoch unsere Niederlage nickt ausgemerzt und den Krieg nicht beendet. Die Geschichte wird beweisen, daß wir mehr als nur das nötige getan Haden, um die Arbeiterschaft vor der gegenwärtigen Not zu beschützen." J-m einzelnen wandte sich Pötain dann dem neuen Arbeitsstatut zu und bemerkte, daß dieses Statut manche Opposttion hervorgerufen langen wurden abgeroiefen. An einigen Stellen traten unsere Truppen zu örtlichen Gegenstößen an. 3n den schweren Kämpfen an der Westfront des tunesischen Brückenkopfes vom 27. bis 30. April verlor der Feind 98 Panzer, 86 Pan- zerspäh- und Schützenpanzerwagen, 21 Geschütze, zahlreiche Kraftfahrzeuge und mehrere hundert Gefangene. Lr erlitt besonders schwere blutige Verluste. Britische Bomber griffen in der vergangenen Rächt mehrere Orte in Westdeutschland, darunter auch offene Landgemeinden, an. Durch Bombenwürfe auf Wohnviertel, vor allem in Essen, entstanden Verluste unter der Bevölkerung und erhebliche Schäden. Rach bisher vorliegenden Meldungen wurden sechs der angreifenden Bombenflugzeuge abgeschossen. Vom Sonntag. DRB. Aus dem Führerhauptquartier, 2. Mai. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Am Kuban-Brückenkopf versuchten die Sowjets auch gestern mit starken Kräften die deutschen Stellungen zu durchstoßen. Alle Angriffe wurden in schwerem Abwehrkampf zum Scheitern gebracht. 3m nördlichen Abschnitt des Brückenkopfes gelandete feindliche Kräfte wurden vernichtet Vor der Kaukasusküste versenkten leichte deutsche Seestreitträfte ein feindliches Artillerie- Schnellboot. 3n Tunesien verlief der Tag bis auf geringe örtliche Kampftätigkeit im allgemeinen ruhig. Die Luftwaffe griff in der vergangenen Rächt ein feindliches Geleit in den Gewässern vor Bengasi an und beschädigte fünf große Frachtschiffe schwer. Bei Vorstößen gegen einen deutschen Stützpunkt an der Atlantikküste und in den norwegischen Gewässern verlor die nordamerikanische Luftwaffe gestern 11 viermotorige Bomber, die britisch Luftwaffe 12 Torpedo- und Zerstörerflug- zeuge. Ein eigenes 3agdflugzeug wird vermißt. 15 Flugzeuge abgeschossen. Berlin, 2. Mai. (DNB.) Die Verluste, die der britische Flugzeugverband bei seinem erfolglosen Angriff auf norwegisches Küstengebiet am Abend des 1. Mai erlitt, haben sich nach den letzten Meldungen noch erhöht. Insgesamt wurden von deutschen Jagdflugzeugen und Flakartillerie der Luftwaffe 15 zweimotorige britische Flugzeuge abgeschossen. Totale Wehrerziehung der Nation. Sine Morgenveranstaltung der SA.-Gruppe Hessen. Alle Kräfte für das neue Europa. drsck-germanischem Denken, das sich in zwei Jahrtausenden deutscher Geschichte immer denselben Feindkräften gegenüber zu behaupten hattp. Stets, wo diese ethische Grundhaltung erschüttert rourbe,. begann ein Niedergang völkischer Macht; stets, wo der aus dem Bekenntnis zu Blut und Heimat entfachte wehrhafte Gemeinschaftswille siegreich durchbrach, erhob sich auch wieder deutsche Größe. Es ist das geschichtliche Verdienst des Führers gewesen, die Rettung Deutschlands und seine Zukunft neu aufzubauen auf der Wiedererweckung dieser sittlichen Haltung deutschen Soldatentums. Es war der Soldatengedanke der Partei, der verkörpert wurde in den Standarten und Sturmfahnen der SA., und der sich ausweitete zur Wehrgemeinschaft des ganzen Volkes. Volk, Erde und Arbeit müssen immer die Kräfte bleiben, auf die sich unsere totale wehrgeistige Erziehung gründet. Dann wird die Wehrgemeinschaft des ganzen Volkes der Garant des Sieges sein. Die Rede klang zaus in einem aufrüttelnden Appell an alle in der Heimat, ohne Ausnahme, im gleichen Geiste wie die Front sich einzureihen in die Wehrgemeinschaft der Partei, in die Wehrmannschaften der SA., die Heimatflak und alle anderen wehrhaften Einsatzformen der Heimat. habe. Es werde vielfach nicht erkannt, daß das neue Arbeitsstatut den Klaffenkampf ausschalte und sich gegen einen falschverstandenen Liberalismus und Individualismus wende. „Jeder muß dessen eingedenk sein, daß wir in einer außergewöhn- liehen Zeit arbeiten und uns in einem Lande befinden, das besiegt und besetzt ist." Das neue Ar- beitsstatut werde es ermöglichen, drei Probleme zu lösen: das Problem einer auf moralischer Grundlage stehenden Zusammenarbeit der Erzeuger, das Problem einer sprecht en Verteilung der Waren und das Problem einer ausreichenden Gütererzeugung. Der Marschall schloß mit den Worten: „An diesem 1. Mai müßt ihr Arbeiter in Frankreich wissen, daß eine Wiederbelebung nach jeder Richtung begonnen hat. Ihr müßt die Ueberzeuqung haben, daß ihr euch auf einem aufsteigenden Wege befindet." Rascher als man hoffe, werde eine Zeit kommen, da die Arbeit, in einer vom Kriege befreiten Welt wieder leichter vonstatten gehe. Auch Frankreich werde wieder aufgebaut und am 1. Mai nicht mehr die Klagen eines Proletariats, sondern den Triumph der Arbeiter, der Ordnung, der Freude und der Freiheit erleben. Vor Marschall Petain sprach Arbeitsminister Lagardelle. Er betonte den sozialen Charakter der französischen nationalen Revolution und verwies auf die inzwischen erreichten organisatorischen Erfolge der Charte du Travail. Degrelle über das neue Belgien. Brüssel, 2. Mai. (Europapreß.) Leon De - grelle, Chef der Rexbewegung, sprach am Samstag und Sonntag in zwei großen Kundgebungen in C h a l e r o i und Brüssel zum „Tag der Arbeit". Er wandte sich scharf gegen Demokraten, klerikale und sozialistische Parteien der Vorkriegszeit. Die 2000 Wallonen an der Ostfront, die 50 in Belgien ermordeten Rexisten und die Zehntausende und aber Zehntausende von wallonischen Arbeitern im Reich seien mit den flämischen Freiwilligen und Arbeitern zusammen die Elite des neuen Belgien, das im Zeichen der nationalsozialistischen Revolution stehe, kämpfe und auch siegen werde, damit dieses Land einmal als Atlantik» Tor des großen germanischen Reiches der sozialen Früchte teilhaftig werde, die heute schon Millionen von arbeitenden Deutschen genießen. Bomben gegen italienische Lazarettschiffe. Rom, 2. Mai. (DNB.) Der italienische Wehrmachtbericht vom Sonntag meldet u. a.: In den letzten Tagen griffen starke feindliche Bomberverbände unsere von Tunis kommenden und nach Tunis fahrenden Lazarettschiffe an. Eines davon wurde viermal hintereinander ange- arisfen. Die von den Schiffen davongetragenen Schäden find nicht schwer. Unter dem Personal gab es jedoch verschiedene Verwundete. Die „T o s c a n a", eines der italienischen Lazarettschiffe, die wiederholt von nordamerikanjschen Flugzeugen angegriffen wurden, traf mit Verwundeten und Kranken aus Tunesien an Bord in einem italienischen Hafen ein. Das Lazarettschiff wurde ein erstesmal am Nachmittag des 29. 4. auf der Hin- ahri nach Tunesien in den Gewässern' vor Kap Bon von zwölf sehr hoch fliegenden USA.-Bom- bern angegriffen. Glücklicherweise wurde das Lazarettschiff von keiner der abgeworfenen Bomben getroffen und nur durch einige Bombensplitter an der Bordwand leicht beschädigt. Am Nachmittag des 30. 4., kurz nachdem das Lazarettschiff mit den Verwundeten den Hafen von Tunis verlassen hatte, wurde es zum zweitenmal auf der Höhe von Kap Carthago das Ziel eines Angriffs von etwa 15 USA.-Bombern, die diesmal ziemlich tief flogen. Sie mußten das Lazarettschiff mit seinem weißen Anstrich und dem Roten-Kreuz-Abzeichen deutlich als olches wahrgenommen haben. Nachdem die feindlichen Flugzeuge mehrere Bomben abgeworfen hatten, die sämtlich ihr Ziel verfehlten, belegten sie das Deck des Lazarettschiffes mit MG.-Feuer. 15 Verwundete und Kranke, die sich nicht rechtzeitig hatten unter Deck begeben können, wurden von Explosivgeschossen getroffen. Schwere Verletzungen erlitten der Steuermann des Lazarettschiffes und ein gerade im Operationssaal befindlicher Soldat. Algerien undMarokko voll Verwundeter Lissabon, 2. Mai. (Europapreß.) Das Hinterland von Algerien und Marokko wird zur Zeit von Verwundeten aus den Kämpfen in Tune f i e m überschwemmt. Ueberall treffen unabsehbare Transporte mit Verwundeten ein, für die es allenthalben an Lazaretten, Unterkunfts- möalichketten und Pflegepersonal manaelt. Selbst in Agadir und anderen Städten Siw-Marokkos mußten Verwundete in Prioathäusern einquartiert werden. Unter der Bevölkerung hat.die Ankunft so vieler Verwundeter große Bestürzung ausgelöst. Juda präsentiert erste Rechnung. Rom, 3. Mai. (DNB. Funkspruch.) Wie „Meß faggero" aus Ankara berichtet, gab die hebräische Agentur in Palästina offiziell bekannt, daß die Juden beabsichtigen, als Entschädigung für ihren „moralischen und materiellen Kriegsbeitrag" eine Gebietsvergrößerung durch Annektion arabischer Gebiete Syriens zu fordern. Sowjet-Bomben auf schwedische Insel. Stockholm, 2. Mai. (DNB.) Die Üuftabwehr- abtettung des Verteidigungsstabes gibt eine Mitteilung heraus, nach der in der Nacht zum Donnerstag ein von Osten emflieaendes fremdes Flugzeug im Schärengebiet von Karlskrona zunächst Leuchtbomben und anschließend einige Sprengbomben auf den südlichen Teil der Insel V e r k o e abwarf. Bei der Untersuchung von Bombensplittern durch den schwedischen Wehrmachtstab stellte es sich heraus, daß zwei Teile von zwei verschiedenen Splitterbomben Aufschriften in russischer Sprache tragen. Gefundene Reste einer Brandbombe zeigen, daß es sich um einen russischen Typ handelt. Das schwsdiscke Außenministerium gibt dazu bekannt, daß die schwedische Gesandtschaft in Kuibyschew angewiesen wurde, im Namen der sckwediscken Regierung wegen der Ueberftiegung schwedischen Gebietes zu protestieren. Bergarbeiterstreik in USA. Stockholm, 2. Mal. (DNB.) Nach Meldungen aus Washington ist in den Vereinigten Staaten von Amerika ein Bergarbeiter streik größten Ausmaßes ausgebrochen. Rund eine halbe Million Bergarbeiter sind bisher wegen Lohnstreitigkeiten in den Ausstand getreten. Die Plutokratenregierung hat daraufhin sofort die bestreikten Gruben beschlagnahmen lassen und die Anordnung erteilt, daß auch bei den Kohlenbergwerken, in denen der Ausbruch eines Streiks zu befürchten steht, in ähnlicher Weise vorgegangen werden sott. USA.- Truppen stehen in Bereitschaft und befinden sich zum Teil schon in den Bergwerksgebieten. Innenminister Ickes wurde von Roosevelt ermächtigt, jedes Truppenkontingent einzusetzen. Auf den beschlagnahmten Gruben wurde als Zeichen der Inbesitznahme durch die jüdisch-kapitalistische Regierung der Vereinigten Staaten das als „Symbol der Freiheit" fo oft gepriesene Sternenbanner gehißt. Aus dem Reich. Dank des Reichsmarschalls an den RLB. Am 29. April formte der Reichsluftschutz^ b u n d auf sein zehnjähriges Bestehen zuruckblicken. Reichsmarschall Hermann Göring hat'aus diesem Anlaß an den Präsidenten des Reichsluftschutzbundes, General der Flakartillerie Hirschauer, ein Telegramm gerichtet, in dem er allen Angehörigen des RLB. feinen Dank für die bisher geleistete Tätigkeit ausspricht. „Ich weiß", so heißt es m dem Telegramm Hermann Görings weiter, „daß die Männer und Frauen des Reichsluftschutzbundes auch weiterhin ihre Pflicht "in vollem Umfange erfüllen und dazu beifragen werden, daß der Feind sein Ziel nicht erreicht." Tagung der Schulungsleiter der Bewegung. Reichsleiter Rosenberg versammelte in seinem Schulungshaus in Berlin-Dahlem seine ©au- Vertreter und Gauschulungsleiter, außerdem die Mitglieder der Reichsarbettsgemeinfchaft für die Schulung der gesamten Bewegung, die die Schulungsleiter der Partei und Gliederungen mnsaßt Diese Arbeitsbesprechung diente dazu, um sich Rechenschaft über die Arbeit im vergangenen Schulungsjahr 1942/43 zu geben und die Ausrichtung auf das neu beginnende Schulungsjahr vorzuneh- men. Reichsletter Rosenberg verkündete bte ttfiK gestellten Reichsthemen 1943/44, die als Unterlage für die Schulung der gesamten Bewegung dienen. Die Behandlung dieser Reichsthemen wurde durch Zortrag erläutert und durch Aussprache geklärt. Den Abschluß der Arbeitsbesprechung bildete eine Rede des Reichsleiters Rosenberg über den deutschen Sozialismus. Zehn Jahre NSV ^-Mai 1943 sind es zehn Jahre, daß die NSV. durch einen Erlaß des Führers als einzige Organisation innerhalb der Partei für alle Fragen der Volkswohlfahrt und Fürsorge anerkannt wurde. Mit diesem Tage begann der Aufbau eines Volks, pflegewerkes, das mit fernen fast 17 Millionen Mitgliedern einzig in der Welt dasteht, und das gerade im Kriege feine Leistungsfähigkeit schlagend be- weisen konnte. Für 120 000 Männer und Frauen ist die NSV.-Arbeit Beruf und Lebensaufgabe geworden, und über 1,15 Millionen leisten ehrenamtlichen Hilfsdienst. Das Kernstück aller NSV.-Arbeit ist im Kriege das Hilfswerk „Mutter und Kind" geworden. Die Zahl der H-ilfsstellen ist im Jahre 1942 weiter gestiegen und beträgt jetzt über 30 000, in denen rund 10,3 Millionen Besucher gezählt wurden. Rund 500 000 werdende Mütter und Wöchnerinnen wurden tm Jahre 1942 betreut, etwa 63 000 Mütter mit 10 600 Kleinkindern und Säuglingen verschickt. Die Zahl der Kindertagesstätten einschließlich der Erntekindergärten und Hilfskindertagesstätten, die angesichts des verstärkten Einsatzes von Frauen und Müttern in der Kriegswirtschaft gesteigerte Bedeutung erhalten, stieg im Laufe des Jahres auf 32000 mir fast 74 000 Fach- und Hilfskräften und 1,2 Millionen verfügbaren Plätzen. Im Rahmen der Jugenderholungspflege wurden allein von der NSV. über 550 000 Kinder verschickt. Alle diese Maßnahmen stehen im Dienste der Sicherung des Volkskörpers vor biologischen Kriegsschäden und sind damit echter Kriegseinsatz. Dazu kommen zahlreiche Sonderaktionen, die durch den Gang der militärischen und politischen Ereignisse ausgelöst werden, beispielsweise der Einsatz bei der Verwundeten- und Soldatenbetreuung, der cm der Front und in den Lazaretten mit Liebesgaben und Hilfsbereitschaft, in der Heimat u. a. mit der Hitler-Freiplatz-Spende und der Betreuung von Angehörigen geleistet wird. Dazu gehört auch der Einsatz bei den Umsiedlungsaktionen, ferner die Mitarbeit bei Hilfsaktionen nach Terrorangriffen, so bei der Unterbringung der Obdachlosen, bei der Verpflegung und Versorgung mit dem Nötig- fteh, bei der Heilverschickung der Bombenverletzten. Dazu gehört auch der soziale Aufbau in den neuen Reichsgebieten, wo besonders auf dem Gebiet der Kindergärten vorbildliche Arbeit geleistet wurde. Im Wartheland und in Danzig-Westpreußen stehen heute schon rund 1200 NSV.-Kindertagesstätten zur Verfügung, weitere hunderte sind in Vorbereitung. In gleicher Weise wurde in den neuen Gebieten des Westens und Südens gearbeitet, für deren Bevölkerung die Kindergartenarbeit vielfach etwas vollkommen Neues war. Neben der sozialpflege- rischen Bedeutung dieser Arbeit ist die Deutschtumsarbeit hervorzuheben, die dort an der Jugend geleistet wird. Wenn heute gerade in diesen Gebieten die Sammlungen besonders hohe Erträge erbringen, so drückt sich darin der Dank des Grenzlanddeutsch- tums auch für diese Aufbauarbeit der NSV. aus. hochschulnachrichten. Der o. Professor für römisches und bürgerliches .Recht an der Universität Bonn, Dr. Wolfgang Kunkel, wurde in gleicher Diensteigenschaft an die Universität Heidelberg berufen. Kunkel wurde 1902 in Fürth geboren, 1 studierte in Frankfurt, Gießen und Berlin und promovierte 1924 in Freiburg, wo er sich 1926 habilitierte und 1928 Ordinarius wurde, lieber Göttingen kam er 1936 nach Bonn. — Der Ordinarius für anorganische und Elektrochemie ^an der T. H. Aachen, Professor Dr. Alfred Benrath, vollendet sein 65. Lebensjahr. Benrath wurde 1878 in Düren geboren, studierte in Zürich, Charlottenburg und Heidelberg, promovierte 1901 in Heidelberg, habilitierte sich 1905 in Königsberg, wurde dort 1910 ao. Professor und siedelte 1913 nach Bonn über. Seit 1923 wirkt er in Aachen. — Am 5. Mai vollendet der Begründer und Leiter des Archivs für Volkskunde des Osnabrücker Kulturkreises und der benachbarten Gebiete, der Germanist, Volks- und Altertumsforscher Dr. Heinz Hungerland, sein 70. Lebensjahr. Er ist als Verfasser zahlreicher Arbeiten aus dem Gebiet der indogermanischen Sprach-, Religions- und Sittengeschichte, der germanischen Volkskunde, Literatur und Sprachgeschichte bekannt geworden. Gebürttg aus Bremen promovierte er in Kiel und wurde 1902 Lektor der deutschen Sprache und Literatur an der Universität Lund. 1915 bis 1917 wirkte er als Gymnasiallehrer in Osnabrück, später als Dolmetscher im Kriegsministerium in Berlin. 19J9 gründete er das Archiv für Volkskunde in Osnabrück. Vom Schicksal verweht Roman von Holla Qutkelch (Nachdruck verboten.) W. Fortsetzung. Er ist nicht richtig bei Bewußtsein. „Virgin, was mill er hier?" phantasiert Bob Lewis. „Er soll gehen. Peter Fischer soll gehen." Virginia erschrickt. Dos Passos und Forster stehen hinter ihr. Lewis beginnt wieder: „Virgin, was Vill er von mir? Er ist ein Mörder — ja — ein Mörder!" Virginia blickt angstvoll zu Forster herüber, der interessiert zuhört. Er ftagt sie: „Wovon redet er dgentlid)? Peter Fischer, das war doch der deutsche Urzt, der vor Jahren Professor Freemau erschossen i>at, den bekannten Freeman vom Oklahoma-Jn- Atut. Woher kennt Lewis eigentlich diesen Fischer?" K Virginia ist dieser Situation kaum gewachsen. Beruhigend greift Dos Passos nach ihrer Hand Dg laßt sie wieder ein. wenig Mut. „Er war doch m Oklahoma mit ihm zusammen, Herr Professor. Aber öie er jetzt darauf kommt, weiß ich auch nicht! „Das kann ich Ihnen erklären, Miß Larsen!" lagt Forster. „Im Fieber, da sperrt das Gehirn Nanchmol seine verborgensten Fächer auf imd : dinge kommen zum Vorschein, die der Betreffende \ -löst schon seit Jahren vergessen hat. Ich erinnere ^ich an einen Fall —" „ , ... .„Herr Professor, bitte." 3n Virgimas Worten ift i leiser Vorwurf. ,Ha, ja, wir lassen Sie jetzt mit Ihrem Patienten Eein — kommen Sie, Herr Doktor!" „ 1 , „Ich bleibe noch einen Augenblick, Herr Pro- l-ssor." . Forster steht schon am Zelteingang. „Gut, gut, K bin drüben im Bungalow. Rufen Sie bitte wenn bie mich brauchen oder ich Sie ablosen soll, Mltz Men." , .. Virginia lehnt sich, von der Spannung der letzten pflicht zur Abwendung von Kriegsschäden C. K. spräche eindrang. Das Kriegsverdienstkreuz. Der Stabsveterinär Dr. Müller aus Holzheim (Kreis Gießen) stammend, wurde mit dem Kriegs- Tschammer-Gedenktag und Bahneröffnungswettkämpfe des Sportkreises Wetterau-Nord im NSNL. Mit ßieö und Spruch zur Hissung der Flaggen wurde am gestrigen Sonntag auf dem Univer- sitätssportplatz pünktlich um 10 Uhr in Gegenwart vieler Zuschauer und der Sportler und Sportlerinnen die Gedenkstunde an den verstorbenen Reichssportführer v. Tschammer und Osten durch Sportkreisführer Heller eröffnet. In seiner Ansprache gab der Sportkreisführer einen Heb erblick über die Widerstände gegen eine einheitliche Sportbewegung von Friedrich Ludwig Jahn bis zur Machtergreifung, schilderte die Verdienste des Verstorbenen um die Einheit im deutschen Sport, zeigte die hohen Ziele der sportlichen Arbeit und forderte auf, im Sinne des Reichssportführers weiter zu arbeiten. Unter Leitung von Kreisfachwart Leichtathletik Lieb setzten anschließend die Wettkämpfe der Männer, Frauen, der HI. und des BDM. ein. Im Lauf, Wurf und Sprung wurden schon in den Vorkämpfen recht gute Leistungen erzielt. Die Beteiligung war sehr gut. Wettkämpfer stellten LSV. Gießen, Mtv. Gießen, Tv. 1846 Gießen, DfL. Lollar, Tv. Lich, Tv. Großen-Linden, Tv. Heuchelheim. Die Studentenschaft war unter Lei- Durch die Presse sind in den letzten Tagen einige Notizen über die Pflicht zur Abwendung von Kriegsschäden gegangen, die zu Mißverständnissen führen können. Es wird als selbstverständliche Pflicht jedes Volksgenossen angesehen, besonders in luftgefährdeten Gebieten, alles zu tun, um etwaigen Kriegsschäden vorzubeugen. Wer in seiner Wohnung Gegenstände von besonderem Wert, kostbare Kunst- gegenstände u. a. hat, wird schon im eigenen Interesse, wenn ihm die Möglichkeit dazu gegeben ist, versuchen, sie möglichst sicher aufzubewahren. Und wer Gelegenheit hat, Teile seiner Bestände an Kleidung, Wäsche usw. an anderen Orten unterzubringen, wird gut daran tun, von dieser Möglichkeit Gedauch zu machen. Es ist aber nicht so, daß eine allgemeine Pflicht In dieser Richtung besteht, deren Außerachtlassung attiv beteiligte, durch die Sportkameradschaft „Hutten" vertreten. . Die Endkämpfe und das Handballspiel des LSV. gegen die Bannmannschaft der HI. am Nachmittag hatten eine große Zuschauermenge angelockt. Die Kämpfe wickelten sich glatt und reibungslos ab. In der Pause des Handballspiels, in der die Turnerinnen eine Gruppe gut ausgeführter Keulenübungen zeigten, begrüßte der Sportkreisführer die Zuschauer und Gäste und brachte in einigen Kernsätzen die Gedanken des Reichssportführers über die Bedeutung des deutschen Sports. Die Wettkämpfe, besonders die Läufe, hielten die Zuschauer bis zum Schluß in Spannung. Bei der Siegerehrung und dem Ausklang mit dem Gedenken an Führer und Wehrmacht wurden folgende Ergebnisse befanntgegeben: , Männer. 10 0- m - Lauf: 1. von Herrat, Mtv., 12,4 Sek.; 2. Fl. Zeidler, LSV., .12,5; 3. Fw. Lieb, LSV., 12,7 Sek. 400-m-Lauf: 1. Fw. Lieb, LSV., 56,6 Sek.; 2. Fl. Zeidler, LSV., 57,8; 3. Fl. Litzmann, ß©B., 59,0 Sek. 1500-rn-Lauf i 1. Gefr. Münzner, LSV., teilt. Damit wurden über 100 Bullen zum Verkauf gestellt. Bei überraschend starker Nachfrage wurden sämtliche gekörten Bullen abgesetzt. Die Tiere verblieben nicht allein im engeren Zuchtbezirk, sondern es wurden u. a. auch Bullen in die benachbarten Kreise Marburg, Hanau, Gelnhausen, Oberlahn, Usingen und ein Bulle nach Rheinhessen verkauft. Die oberhessische Tierzucht konnte damit einen schönen Erfolg verbuchen. Bedauerlicherweise reichten die zum Austrieb gestellten Tiere nicht aus, um die Nachfrage zu befriedigen, so daß ein größer Teil der Zuchtbullen zugeteilt werden mußte. Ueberraschend stark war auch der Auftrieb an Zuchtebern. Insgesamt wurden 77 Eber gekört, hiervon 2 in Wertklasse I, 20 in Wertmasse II, 37 in Wertklasse III und 18 in Wertklasse IV. Die Vermehrung der Sauenhaltung, die Staatssekretär Backe in seiner Posener Rede im Novelnber vorigen Jahres gefordert hatte, ist auch in Oberhessen weitgehend durchgeführt worden, und damit ist die vermehrte Einstellung von Zuchtebern' und die sehr starke Nachfrage begründet. Erstmalig wurde denn auch durch die Schweinezüchtervereinigung Oberhessen eine zentrale Absatzveranstaltung von Zuchtsauen durchgeführt. Aufgetrieben waren 34 Zuchtsauen, von denen eine der Wertklasse I, 9 der Wert- kl ässe II, 17 der Wertklasse III und 7 der Wert- klasse IV zugeteilt wurden. Sowohl Eber als Zuchtsauen wurden restlos abgesetzt, ein großer Teil der Zuchttiere mußte ebenfalls zugeteilt werden. Der mit der Wahrung der Geschäfte beauftragte Landesbauernführer W e i n tz, Landeshauptabteilungsleiter II Scharch, Windhausen, und Land- wirbschaftsrat Tillmann von der Tierzuchtabteilung der Landesbauernschaft Hessen-Nassau konnten als Gäste bei der Veranstaltung von dem Leiter des Tierzuchtamtes Gießen, Landwirtschaftsrat Dr. Wagner, begrüßt werden. Die nächste große Absatzveranstaltung von Höhenfleckviehbullen, Zuchtebern und Zuchtsauen ift für den 18. Juni in Gießen vorgesehen. * ** Arbeitsjubiläum. Am heutigen Montag kann der Feinmechaniker Rudolf Thron, Mäusburg 9, auf sein 25jähriges Arbeitsjubiläum in den optischen und mechanischen Betrieben der Firma Dr. Ernst L e i tz, Wetzlar, zurückblicken. Aus der etaM Gießen. Wandlungen des „Wonnemonats". Der Mai hat von jeher eine besondere Stellung im Leben der Menschen gehabt. Hn unzähligen Liedern ist er besungen worden, und das Volk hat im Laufe der Zeiten diesem Monat des Blühens und der Freude die verschiedensten Namen gegeben, in denen Dinge zum Ausdruck kommen, die in dieser Zeit wichtig sind. Den ältesten germanischen Namen für den fünften Monat finden wir in einer Schrift des Angelsachsen Beda, der im 8. Jahrhundert die sächsischen Namen für die Monate aufzeichnete. Er nennt den Mai „Thrimilki", das heißt also die Jahreszeit, in der man damit beginnt, die Kühe dreimal am Tage, nicht nur morgens und abends, sondern auch mittags zu melken. Der Verknüpfung des Monats mit dem Hirtenleben, die uns auch sonst im altdeutschen Volksbrauch und in der Sprache entgegentritt, führte zu dieser ersten Bezeichnung. Noch heute spricht eine schwedische Bauernregel vom 1. Mai als dem ersten „Drei- melkstage. Als Karl der Große seinen Deutschen eine nationale Kultur schuf, wendete er nicht nur der alt- germanischen Heldensage, die er aufschreiben ließ, sondern auch den altgermanischen Monatsnamen seine Aufmerksamkeit zu, und so hat uns fein Biograph Einhart die ersten Nachrichten über die Namen gegeben, die Karl für die einzelnen Monate festsetzte. Vorher waren die alten deutschen willkürlich neben den lateinischen Bezeichnungen gebraucht worden. Einhart nennt den Mai den „innemanoth" ober „wunnimanoth", was beides zunächst nur AVeidemonat heißt. Auch hier wieder der Zusammenhang mit dem Austrieb der Herden, der bei den alten Deutschen eine große Rolle spielte. Winne- manoth ist zweifellos die ältere Namensform; Wun- nimantoh tritt dann daneben, und hier klingt bereits das Wort „Wonne" an, das bann die Dichter gar bald mit der schönen Frühlingszeit in Verbindung brachten. Die Minnesänger des 12. und 13. Jahrhunderts gebrauchen das Wort bereits in übertragener Bedeutung, und so wird aus dem nüchternen Weidemonat der „Wonnemonat", der dann durch die ganze Poesie bis auf unsere Tage klingt. Neben der altdeutschen Bezeichnung tritt aber auch immer wieder in den Urkunden der lateinische Name hervor, der von der Kirche gebraucht wurde, und so finden wir die Bezeichnung „Meio", „Maie", die mit dem allmählichen Vorherrschen des römischen Kalenders die Oberhand gewinnt, so daß im 15. und 16. Jahrhundert der heute übliche Name Mai bereits allgemein gebräuchlich wird. In der Volkssprache aber haben sich die alten deutschen Bezeichnungen erhalten; sie blieben be* sonders in Norddeutschland in Kraft, wie sie auch in Island und Skandinavien belegt sind. Ein uralter Name für den Monat, der im Altnordischen und Isländischen erscheint, 'heißt „Stecktid", ebenfalls dem Hirtenleben entnommen, da das „Stecken" die Aufftellung der Hürden für die jungen Lämmer bezeichnet. Daneben erscheint im Isländischen „Egg- ttd", die Eierzeit; so heißt der Monat nach dem an den Seeküsten in dieser Zeit beginnenden Eiergewinn. „Eiermuun" heißt der Mai auch im Friesischen, und ebenso führt er im Niederdeutschen die Bezeichnung „Blumenmonat". Diese schmückenden Benennungen, wie „Wonnemonat", „Blumenmonat" bürgern sich in der gehobenen Sprache ein; sie werden von Fischart in seiner „Aller Praktik Großmutter" angeführt, und dort heißt der Mai auch „Bohnenmonat" nach der Bohnenblüte, „Pfingstmonat" nach dem schönen Fest, das meistens in den Mai fällt. Auch „Eselmonat" nennt Fischart den Mai, weil in dieser Jahreszeit „die Esel besonders verliebt sein sollen". Im Schwäbischen erscheint die Benennung „Lustmonat". Alle diese Namen lebten nur noch im Volk. Als man ober im letzten Viertel des 18. Jahrhunderts sich wieder auf die alten schönen Namen besann und diese der deutschen Sprache wiedergewinnen wollte, da machte im „Deutschen Museum" von 1781 Justus Friedrich Runde den Vorschlag, die römischen Monatsnamen durch die alten deutschen zu ersetzen und besonders dem Mai wieder seinen „Ehrennamen" Wonnemonat zu verleihen. Wieland und Boye stimmten dem zu, während Voß sich darüber lustig machte und den Standpunkt des nüchternen Verstandesmenschen oertrat. Die Dichter aber sangen jetzt so viel vom „Wonnemond" und „Blütenmond", daß die Benennung auch in die Alltags- den Verlust oder die Minderung der Entschädigung zwangsläufig zur Folge hätte. Es kommt ganz auf die Umstände des einzelnen Falles an, was als angemessene Pflicht zur Abwendung des Kriegsschadens anzusehen ist. Man kann nicht das, was der eine tut, ohne weiteres auch von dem anderen verlangen. Nur wenn ein ausgesprochenes Verschulden des Geschädigten in der mangelnden Abwendung des Kriegsschadens zu erblicken ist, so insbesondere, wenn er die amtlich empfohlenen Schutzvorkehrungen nicht beachtet hat, sieht die Kriegssachschadens- vrdnung vor, daß dies bei der Höhe der Entschädigung berücksichtigt werden kann. Man wird erwarten können, daß derartige Fälle nur selten vorkommen und daß die Bevölkerung aus eigener Initiative dafür sorgen wird, daß nichts zu Schaden kommt, was gesichert werden kann. Gießen, Kirchenplatz 15, wurde das ftriegsnertrtenfh kreuz II. Klasse mit Schwertern verliehen. $ür unsere Verwundeten. Im Laufe der vergangenen Woche hielt Professor Dr. Fischer in einem Lazarett einen Vortrag über die amerikanische Ausbreitungspolitik. Die Verwundeten folgten aufmerksam den interessanten Ausführungen des Redners. — Die Kindergrpppen der Frauenschaft Gießen-Ost und Gießen-Süd besuchten mit ihrer Leiterin Frl. Liebermann zwei Lazarettabteilungen. Nach dem Gesang von Frühlingsliedern und dem Mailied wurden selbstgebastelte Kleinigkeiten und Ansichtskarten verteilt, die die Verwundeten erfreuten. — Das Theater der Universitätsstadt Gießen hatte im Laufe der Woche wieder Verwendete zu Gast. — Am 1. Mai besuchten viele Gruppen des BDM. alle Lazarette und ließen fröhliche Frühlingslieder erklingen. Die reichlich mitgebrachten Tulpen, Maiblumen und Flieder wurden den Verwundeten als Frühliygsgruh überreicht. Zu den Veranstaltungen der Partei im Gloria-Palast und Lichtspielhaus, sowie im Theater der Universitätsstadt Gießen war mit den Werksangehörigen hiesiger Betriebe auch eine große Zahl Verwundeter aus allen hiesigen Lazaretten einge- lahen. — Zu den Entscheidungen und Vorführungen am gestrigen Tschammer-Gedenktag auf dem Universitätssportplatz hatten sich viele Verwundete ein- gefunden, die mit regem Interesse der Veranstaltung folgten. Znchlvieh-Absahveranstattung in Gießen. Die oberhessische Tierzucht hat am Freitag in ber Zuchtviehhalle Rhein-Main zu Gießen eine ihrer erfolgreichsten Zuchtvieh-Absatzveranstaltungen durchgeführt. Es wurden sowohl wertvolle Zuchtbullen, als auch Zuchteber und Zuchtsauen zum Verkauf gestellt. Insgesamt wurden 84 Höhenfleckviehbullen gekört, davon 25 in Zuchtwertklasse II, 39 in Zuchtwertklasse III und 20 in Zuchtwertklasse IV? An schwarzbuntem Niederungsvieh waren 18 Bullen aufgetrieben, hiervon wurden 5 der Wertklafse II, 9 der Wertklasse III und 4 der Wertklasse IV zuge- verdienstkreuz I. Klasse mit Schwertern ausgezeichnet. — Dem Feldwebel Willy Schmidt,aus tung ihres neuen Studentenführers, der sich auch Minuten erschöpft, an eine Zeltstange. „Ich hatte solche Angst!" sagt sie leise. Das Passos lächelt müde. „Um mich, Virgin? Um mich mußt du keine Angst haben. Es kommt doch alles so, wie es kommen soll!" Er faßt sie unter und geht mit ihr aus dem Zelt. ,Homm ein bißchen Lust schöpfen, Virgin, die Nacht ist so schön. Wenn Lewis ruft, hören wir es ja. Du darfst dich nicht soviel ängstigen, Mädchen. Sieh mal, solche Minuten wie die vergangenen habe ich in den letzten Jahren oft erlebt, wo alles von einem einzigen Wort abhängt, das dann doch nicht gesprochen wird, oder von einem Gedanken, der dann doch nicht zu Ende geführt wird." „Aber das kann doch kein Mensch ertragen, Peter!" Virginia setzt sich auf einen Baumstamm, er nimmt neben ihr Platz. „Doch kann man, man darf nur keine eigenen Wünsche mehr haben", erwidert Dos Passos ruhig.- „Ja, aber wenn man sich nichts mehr wünscht, wenn man auf nichts mehr hofft, dann ..." Virginia zögert. „... dann ist man entweder sehr weise oder sehr unglücklich", vollendet Dos Passos unsenttmental. Von weit her klingt Musik zu den beiden herüber. Virginia horcht auf. „Je-crois-en-Dieu macht Musikzauber mit deinem Grammophon", erklärt Dos Passos das Geheimnis. „Seltsam, daß er gerade dieses Lied spielt. Weißt du noch, Virgin, das war einmal unser Lied! Ich habe es seit damals nicht wieder gehört." Virginia sieht die Vergangenheit, von der Dos Passos spricht, plastisch vor sich. Jeden Abend gingen sie am Fluß in Oklahoma spazieren: Der Arzt von Ruf und die kleine, gerade erst mit dem Studium fertig gewordene Aerztin. Er erzählte ihr oft von Deutschland, das sie besonders interessierte, weil ihr Großvater von der Waterkant eingewandert war. „Du hast dich gar nicht verändert", sagt Dos Passos in ihre Gedanken hinein. „Nur deine Augen sind noch größer und noch dunkler geworden. Das kommt wohl daher, weil du das Lachen verlernt hast. Es war doch immer so: Wir haben uns über die gleichen Dinge gefreut und waren über die gleichen Dinge traurig, und ich glaube, es wird auch immer so bleiben. Mein Gott, Virgin, warum belügen wir uns eigentlich selbst? Wir gehören zusammen, und wenn wir uns noch so dagegen wehren. Warum sind wir nicht.ehrlich? Du liebst mich und ich liebe dich, und wir sollen aneinander vorbeigehen wie Fremde. Wir sollen uns trennen, wo wir uns erst wiedergefunden haben!" Er nimmt sie in die Arme, hält die nur mühsam Widerstrebende fest. Leidenschaftlich drängt er sich an sie. „Das ist doch Wahnsinn — das darf doch nicht fein. Wenn zwei Menschen wirklich zueinander gehören, dann kann es einfach nichts geben, was sie Sein Mund sucht ihre Lippen, die ihm noch aus- weichen wollen. „Virgin, Virgin!" klingt Lewis' Stimme aus dem Zelt. Dos Passos läßt Virginia los, sieht sie mit schmerzlichem Lächeln an. Dann geht er fort Sie möchte ihm ein einziges liebes Wort nachrufen, aber die Kehle ist ihr wie zugedrückt. Als sie an Lewis Bett tritt, hört sie ihn leise phantasieren: „Was willst du? Was willst du? Sie mir wegnehmen! Du bekommst sie nicht. Du nicht — nein." Sie hebt das Moskitonetz zur Seite und trocknet behutsam seine Stirn. Dann setzt sie sich auf einen Feldstuhl neben das Bett. „Mein ganzes Leben hast du mir kaputt gemacht du!" phantasiert Bob Lewis weiter. „Immer mußte ich gehen, wenn du gekommen bist — du warst immer der erste! Immer du!" Mit unbewegtem Gesicht hört Virginia Larsen zu; „Peter Fischer! Du, ich habe dich immer gehaßt. Du warst so tüchtig, alle haben dich bewundert, aber ich nicht — ich nicht!" Er lacht kurz auf. „Diesmal, da bin ich tüchtiger als du — du bekommst sie nicht noch einmal! — Die Schlange, die Schlange ... Du hast mir das Leben gerettet. Warum? Ich hab' dich nicht gebeten." — Langsam verändert sich Virginias Gesicht, wird gespannt und gequält. „Virgin, Virgin — hast du 2lngft um ihn? Willst du ihn retten, ja? Gib dir keine Mühe — er ist tot — ja tot. Rubber weiß, wer er ist. Ich habe es ihm gesagt, damit er fort muß. Damit du bei mir bleibst, Virgin, immer bei mir bleibst!" Mit vor Grauen weit geöffneten Augen starrt Virginia Larsen auf Lewis. Er keucht vor Atemnot. Ohne sie wirklich zu sehen, spricht er weiter. „Virgin, sieh mich nicht so an. Du hast so einen stummen Blick, der geht mitten durchs Herz. Ich habe ihn verraten, ja — aber sieh mich nicht so an, Virgin!" Virginia springt auf, wie gehetzt läuft sie aus dem Zelt. „Virgin, Virgin!" Ungehört verhallt Lewis' Ruf. Sie tappt durch die halbe Dunkelheit über die Lichtung. Rubbers Zelt liegt neben dem Bungalow. JDlr. Rubber", ruft sie mit fast versagender Stimme, als sie das Tacken einer Schreibmaschine hört. Der Reporter erscheint am Eingang. „Nun, Fräulein Doc — welcher Besuch um diese galante Stunde! Sie brauchen übrigens nichts weiter zu reden. Will Rubber weiß alles! Sie wollen 'mich bitten, nichts gegen Peter Fischer zu unternehmen, nicht wahr? Hätte ich von seiner früheren Braut auch nicht anders erwartet. Er hat hier eine große Ausgabe, ohne ihn geht es nicht — das wollten- Sie doch sagen, nicht wahr?" Bittend faltet Virginia die Hände. „Ja, Sie dürfen ihn nicht anzeigen, Mr. Rubber, ich bitte Sie. Wenn ihn eine Schuld trifft, dann hat er sie längst gesühnt." „Gesühnt? Wann, Miß Larsen? Womit, wenn ich fragen darf? Soviel ich weiß, ist Peter Fischer am Tage des Urteils aus dem Gefängnis ausgebrochen und aus den Staaten geflohen, hat sich also seiner (Strafe entzogen. Nennen Sie das gesühnt?" (Fortsetzung folgt.) 4,38 Mm -, 2. Ruckelshausen, UvH., 4,43; 3. Gesr. Kilian, LSB., 4,45 Min. Kugelstoßen: 1. Dr. Luh, DfB., 14,87 m; 2. Flieger Litzmann, LTV., 11,64 m; 3. Zeidler, LSV., 11,48 m. Weitsprung: Fl.Litzmann, LSV., 6,12 m; 2. Fl. Zeidler, LSV., 5,95 m; 3. Fl. Stengel, 5,88 m. 4X100-m-Lauf: 1. LSD., 50,2 Sek.; 2. Ulrich von Hutten, 50,5 Sek. HJ.-Klasse. lOO-Meter-Lauf: 1. Winkler 11,5; 2. Ketterer, Mtv., 12,0; 3. Schwab, DsL. Lich, 12,1 Sek. Kugel st aßen, HI - Klasse A : 1. Ketterer, Mtv., 12,43; 2. Heiner, Mtv., 10,61 Meter. Kugelstoßen, HI. - Klasse B : 1. Crom- bach, Lollar, 10,09; 2. Leineweber, Lollar, 9,55 Mtr. Weitsprung, HI. - Klasse A: 1. Ketterer, Mtv., 5,56; 2. Hainer, Mtv., 5,52; 3. Schwab, VfL. L-ich, 5,42 Meter. Weitsprung, HI. -Klasse B: 1. Leinweber, Lollar, 5,27; 2. Crombach, Lollar, 4,23; 3. Dick, Lollar, 4,19 Meter. 4X lOO-Meter-Staffel: 1.Mtv. 49,8Sek. Frauen. lOO-Meter-Lauf: 1. E. Striewe, HNS., 14,5 ; 2. Heilwig Clarius, Mtv., 45,1; 3. Hermine Buß, Mtv., 15, 2 Sek. Weitsprung: 1. Striewe, HNS., 4,88; 2. Keßler, Mtv., 4,57; 3. M. Seim, Mtv., 4,39 Meter. K ü g e l st o ß e n: 1. Lotte Keßler 10,35; 2. Helma Laaser 9,29; 3. H. Clarius 8,82 Meter/ 4 XlOO-Meter-Staffel: 1. Mtv. 59,9 Sek. 75-Meter-Lauf: 1. Striewe, HNS., 10,7; 2. Hermine Buß, Mtv., 11,6 Sek. BDM.'klasse. 75-Meter-Lauf: 1. Schuldt, Tv. 1846, 10,5; 2. Wolf, Lollar, 11,3; 3. Löffert, Tv. 1846, 11,4 Sek. Weitsprung: 1. Borschel, Lollar, 4,46; 2. Schuldt, Tv. 1846, 4,45; 3. Wolf, Lollar, 4,26 Meter. 4X1OO-Meter-Staffel: 1. To. 1846 59; 2. Mtv., 60,6; 3. VfL. Lollar, 62,8 Sek. Kugelstoßen: 1. Borschel, Lollar, 8,99; 2. Kirstein, Mtv., 8,67; 3. Zimmer, Mtv., 8,32 Meter. Handball. Bann 116 Gießen — Luftwaffe Gießen 21:6 (12:3). Das im Rahmen des gestrigen Tschammer-Ge- denktages ausgetragene Handballspiel fand besonderen Blnflarrg. Die Luftwaffe konnte infylge verschiedener Umstände nicht in der vorgesehenen Aufstellung antreten. Der vollständig neu zusammengeftell- ten Mannschaft fehlte selbstverständlich größere Spielerfahrung. Trotz aller Anstrengungen einiger guter Kräfte war die hohe Niederlage nicht vermeidbar. Die Bnnnmannschäft war ihrem Gegner in allen Belangen überlegen. Schnellere Ballbehand- lung aller Mannschaftsteile sowie gutes Stürmerspiel traten besonders hervor. Beide Mannschaften zeigten eine anständige Spielweise. Mit dem Wind spielend hatte die Bannmannschaft bald die Führung übernommen. Nach einem weiteren Erfolg konnten die Soldaten ihren ersten Gegentreffer anbringen. Das Spiel der Auswahl kam nun immer mehr in Schwung. Alle Anstrengungen des Gegners vermochten den größer werdenden Vorsprung nicht zu verhindern. Erst gegen Schluß der ersten Hälfte kamen die Soldaten zu zwei weiteren Erfolgen. Die Luftwaffe hatte nach dem Wechsel ihre Mannschaft umgestellt, wodurch man eine erfolgreichere Spielweise erwartete. Hier beginn man jedoch den Fehler, das Spiel nicht mehr auf die Außen zu verlegen. Alle bestgemeinten Angriffe konnten so von der gegnerischen Hintermannschaft abgewehrt werden. Der Sturm der Bannmannschaft verstand es immer wieder, die Verteidigung der Soldaten zu überspielen, so daß Erfolge fallen mußten. Trotz nochmaligem Zwischenspurt der Soldaten, der drei Gegentore einbrachte, bestimmte die Bann-Auswahl bis zum Schlußpfiff das Spielgeschehen. Letzter Abschied vom Reichssportführer In der vom Führer zur letzten Richestätte bestimmten Langemarckhalle auf dem Reichssportfeld erfolgte am Sonntag die feierliche Beisetzung der Urne des verstorbenen Reichssportführers Hans von Tschammer und Osten. Mit einer Gedenkfeier nahmen Deutschland und- der deutsche Sport Abschied von einem der treuesten Mitkämpfer des Führers. Die sterblichen Uebereste von Tscham- mers ruhen nun in der den Toten von Langemarck geweihten Ruhmeshalle zu Füßen des hochragenden Olympiaturmes auf dem Reichssportfeld, jener Stätte seines langjährigen rastlosen Wirkens, an der die aus Zersplitterung zur Einigkeit zusammengeführte, nationalsozialistisch ausgerichtete deutsche Sportbewegung ihre höchsten Triumphe feiern konnte. Der deutsche Sport in seiner Gesamtheit gedachte dieses zehnten Tages der Berufung von Tschammer und Osten zum Reichssportführer in öffentlichen Feierstunden, die nach Abschluß der Beisetzungsfeierlichkeit im ganzen Reichsgebiet statt- fanden und die nach dem ausdrücklichen Wunsch des Verstorbenen von ftischem turnerischen und sportliche^ Leben erfüllt waren. Oie deutsche Fußballmeisterschaft. 1. Vorrunde. VfB. Königsberg — Neufahrwasser 1919 3:1; DWM. Posen — SG. Warschau 1:3; Berliner SV. 92 — LSV. Pütnitz 2:2; Germ. Königshütte — LSD. Reinecke Brieg 3:4; SV. 05 Dessau — Dresdner SC. 1:2; Eintracht Braunschweig — Victoria Hamburg 5:1; Spv. Kassel — FC. Schalke 04 1:8; TuS. Neuendorf — Viktoria Köln 0:2; FV. Saarbrücken — FC. 93 Mülhausen 5:1; 1. FC. Nürnberg — DfR. Mannheim 1:3; VfB. Stuttgart — 1860 München 0:3 Vienna Wien — MSV. Brünn 5:2. * Aufstiegspiele. RSG. Mainz 05 — VsR. Bürstadt 4:2; VfB./1900 Offenbach — LSV. Gießen 6:2; TSV. 1860 Hanau — TSG. Urberach 0:3. Verdunkelungszeit: 3. Mai von 21.50 bis 5.17 Uhr. Auf Urlauberkarten weiterhin Speck und Schmalz. Im vorigen Jahr war entschieden worden, daß auf die Margarineobschnitte der Urlaubermarken im Rahmen der Vorräte auch Schlachtfette, Speck oder Schmalz abgegeben werden können. Nach der Beschränkung der Abgabe von Schlachtfetten auf Zusatzkartenempfänger war die Meinung verbrettet, daß damit auch die Abgabe von Schlachtfetten auf Urlaubermarken aufgehoben sei. Auf eine Anfrage der Hauptvereinigung der deutschen Milch- und Fettwirtschaft hot das Reichsernährungsministerium, wie die „Deutsche Fleischer-Zeitung" mitteilt, klargestellt, daß die Margarineabschnitte der Reichsurlauberkarte nach wie vor mit Schweine- schlachtfetten beliefert werden dürfen. Eine Pflicht zur Belieferung besteht jedoch nicht, da diese Möglichkeit nur im Rahmen der vorhandenen Vorräte gegeben ist. Amtsgericht Gießen. Die P. P., die zuletzt in Gießen in einem Krankenhaus beschäftigt war, ließ sich hier einen Diebstahl zum Schaden einer Arbeitskameradin zuschulden kommen und hatte sich deswegen jetzt vor dem Amtsgericht zu verantworten. Die Angeklagte hatte sich einen Nachschlüssel für den Kleiderschrank der Arbeitskameradin anfertigen lassen, und mit diesem Schlüssel öffnete sie den Schrank, aus dem sie 190 RM. Bargeld und zwei Paar Damenhalb- jchuhe stahl. Wegen schweren Diebstahls wurde die Diebin zu 1 Jahr Gefängnis verurteilt, ryo- 6et eine einschlägige Vorstrafe erschwerend ins Gewicht fiel. Landkreis Gießen. 5 Steinb a ch, 3. Mai. Frau Marie Serth, geb. Petri, Witwe des 1932 verstorbenen Landwirtes Heinrich Serth, feiert am heutigen Montag, 3. Mai, in geistiger Frische ihren 8 0. Geburtstag. Unsere besten Glückwünsche. Aus aller Welt. Erdbeben in Südwestdeutschland. Am Sonntagfrüh kurz nach 3 Uhr wurden Württemberg und Baden sowie weite Teile von Süd- westdeutschlanü von einem Erdbeben erschüttert, das die Menschen aus dem Schlaf rüttelte. Nach den bisher vorliegenden Meldungen wurden jedoch nur geringe Sachschäden verursacht. Es handelt sich um ein Erdbeben tektonischer Art. Es stand, wie alle früheren Erdbeben in dieser Gegend, im Zusammenhang mit dem Aufbau der Erdkruste und Verlagerungen im Erdinnern. Nach den Aufzeichnungen der Erdbebenwarten in Stutgart, Ravensburg und Meßstätten begannen die Stöße mit einer Bewegung aus Südwesten um 3 Uhr 8 Minuten 12 Sekunden, denen in kurzen Abständen weitere Stöße folgten. Der Herd liegt, wie bei dem schwächeren Beben zu Ostern, im Südwestteil der Schwäbischen Alb, und zwar im Dreieck Ebingen—Balingen—Ostmet- ttngen. Dem Hauptbeben folgten einige Zeit danach noch leichtere Nachbeben. Während des Hauptstoßes war die Erschütterung in Stuttgart noch so stark zu spüren, daß dort die hochempfindlichen Seismographen teilweise außer Betrieb gesetzt wurden. DaS Beben wurde in Karlsruhe, Freiburg i. Br., Mann» heim, Heilbronn, Ulm und Friedrichshafen am Bo» üensee deutlich verspürt. Merkwürdige Diebesbeute. Das größte und das kleinste Uhrwerk der Wett» die beide von dem belgischen Mechaniker Festtaets konstruiert wurden, waren im Beginenkloster von St. Truiden ausgestellt. In das Museum wurde kürzlich eingebrochen, und das kleinste Uhrwerk der Welt, das in die Perle eines Ringes eingebaut war, gestohlen. Der Materialwert des Ringes wird auf 12 000 bfrs. (etwa 1000 RM.) geschätzt. Das Uhrwerk aber, an dem Festraets vier Monate arbeitete, ist unersetzlich. In der Gemeinde Brasschaat in Flandern verschwand über Nacht das Brongestandbild des Grafen von Baillet, des Exgouverneurs der Provinz Antwerpen und ehemaligen Bürgermeisters von Brasschaat, spurlos von seinem Marmovsockel, der noch die „Dankbarkeit und Ehrerbietung der Bürger^ verkündet, während dos Monument inzwischen sicher schon zerschlagen ist und auf irgendwelchen Umwegen wieder in den Schmelzofen wandert. Die Diebe mußten den Abtransport des schweren Standbildes mit Pferd und Wagen besorgen. Ein Denkmal für eine Ente. In dem türkischen Dorf Serise Kaschir wurde einer Ente ein Denkmal gesetzt. Durch ihr andauerndes Geschnatter hatte diese Ente vor einem starken Erdbeben die Bewohner des Dorfes aus dem Schlaf geweckt und ins Freie gelockt. Das Tier hatte an« scheinend durch seine instinktmäßige Witterung die Naturkatastrophe vorausgespürt. Wenige Minuten später stürzten die Häuser zusammen. 40 Menschen verdanken der schnatternden Ente ihr Leben. Von der Börse. Interesse für Anlagewerle. Frankfurt a.M., 30.April. Am Aktien« markt trat insofern eine Aenderung ein, als am 28. 4: zu den bisherigen Stoppkursen die inzwischen ausgelaufenen Dioidendenanteile bei den Divid'en- denwerten zugeschlagen und die Notierungen auf volle Viertelprozente aufgerundet wurden. Geschäftsmäßig ergaben sich dagegen keinerlei Der- änderungen. Am Rentenmarkt ist nunmehr die neue Folge der 1943er Reichsschätze zur Ausgabe gelangt, nachdem die angesammelten Bestände früherer Emissionen verausgabt waren. Jndustrieobliga- tion-en finden weiterhin Interesse bei kleinen Kursveränderungen. Stadtanleihen sttll und gust behauptet. Im'Aktienfrei verkehr waren kaum Umsätze zu vernehmen, die Kurse sind mehr oder weniger rein nominellen Charakters. Hauptschrtflleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Laüge. (Stellvertreter De8 Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschein. Druck und Verlage Brühlsche Umversitälsdruckerei R.Lange K.G. Berlagsleiter: Dr.-Jna. Erich Hamann, z. Z. Wehrmacht, vnzeigenleiter: Hans Beck. — Anzeigenpreisliste Nr. 6. ►Sjfo Am 29. April verschied an den Folgen einer schweren Verwundung mein treuer, unvergeßlicher Mann, mein lieber, guter Papi, unser guter Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager, Onkel und Neffe Robert Schneider Oberzahlmeister und Leutnant der Reserve, Inhaber des E. K. 2, Kriegsverdienstkreuzes mit Schwertern, der Ostmedaille und des Verwundetenabzeichens im Alter von 37 Jahren. Im Namen aller Trauernden: Lola Schneider, geb. Braun nebst Kind Günther. Gießen (Ludwigstraße 16), Oberwambach, Kr. Altenkirchen. 02859 Die Beerdigung findet Dienstag, den 4. Mai, 15.30 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. Am Samstagmittag starb nach kurzem, schwerem Leiden unsere liebe gute, treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Schwester Frau Margarete Heyer, Wwe. geb. Günther Inh. des Ehrenkreuzes der deutschen Mutter in Silber im Alter von 83 Jahren. In tiefer Trauer: Familie Ernst Wolny, Anna Weinberger Gießen, Schotten, den 3. Mai 1943. Die Trauerfeier findet Dienstag, nachm. 2 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofes statt. ______________________________02854 Nach einem Leben treuester Pflichterfüllung starb nach kurzer schwerer Krankheit am 1. Mai, wohlversehen mit den Tröstungen unserer Kirche, unsere geliebte, stets' besorgte Mutter und Schwiegermutter, unsere gute Oma und Uroma Frau Margarethe Kretzig geb. Reinhardt im 88. Lebensjahre. H. Hoos u. Frau Emma, geb. Kretzig H. Griesche u. Frau Else, geb. Kretzig Aurelie Bodensohn Wwe., geb. Kretzig H. Weicker u. Frau Lina, geb. Kretzig 6 Enkel und 4 Urenkel. Gießen (Ederstr. 21), Frankfurt a. M.-Höchst, den 3. Mai 1943. Die Beerdigung findet in der Stille statt. Das Seclenamt wird Mittwoch morgen 6 Uhr gehalten ___________________________02855 Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, heute abend unsere gut treüsorgendc Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Marie Weller Wwe. geb. Schmidt infolge eines Schlaganfalles unerwartet im Alter von 69 Jahren in die Ewigkeit abzurufen. Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen-Klein-Linden (Lützellindener Str. 10), 30. April 1943. ' Die Beerdigung findet am Montag, dem 3.Mai, 15 Uhr, statt. - _________________________________02W1 Meine liebe Frau, unsere liebe, gute Mutter, Schwiegermutter, Tochter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Berta Werner, geb. Specht ist plötzlich und unerwartet, im Alter von nahezu 54 Jahren, in ein besseres Jenseits abgerufen worden. Ihr Leben war Arbeit und Aufopferung für ihre Lieben. In tiefem Schmerz: Karl Werner v Matr.-Obergefr. Heinz Werner nebst Braut Lieselotte Werner und alle Angehörigen. Gießen (Steinstraße 56), Rotenburg bei Fulda, den 30. April 1943. Die Trauerfeier findet Mittwoch, den 5. Mai, um 14 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. Mit den Angehörigen trauern um ihre treubewährte Arbeitskameradin Direktor und Gefolgschaft der Bibliothek der Ludwigsuniversität Gießen. ________________________1399 D Bekanntmachung. Die städtischen Tennisplätze am Schützenhaus werden für die Spielzeit 1943 neu vermietet. Die Anmeldungen sind unter Angabe der gewünschten Zeiten und Plätze schriftlich bis zum 8. Mai 1943 an das Stadthaus, Bergstraße 20, Zimmer 28, I. Obergeschoß, einzureichen. Bei rechtzeitiger Anmeldung können die vorjährigen Spieler bei der Zuteilung wie üblich berücksichtigt werden. [lsodD Gießen, den 30. Avril 1943. Der Oberbürgermeister. I. B.: gez. Dr. Hill. Bete.: Kanalgebühren in den Stadtteilen Gießen-Kleiv-Lmderr und Gießen-Wieseck. Bekanntmachung. Die Nachträge zur Ortssatzung und zur Gebührenordnung über die Benutzung der städtischen Kanäle in Gießen, umfassend die Stadtteile Gießen-Klein-Linden und Gießen-Wieseck, die mit Wirkung vom 1. April 1943 in Kraft treten, werden nachstehend veröffentlicht. Auf Veranlassung des Herrn Reichspreiskommissars weise ich darauf hin, daß in den Fällen, in denen mit der Gebührenangleichung eine Erhöhung der Gebühren verbunden ist, eine Umlegung auf die beteiligten Mieter nicht stattfinden darf. 1394c Gießen, den 29. April 1943. 2er Oberbürgermeister. Nachtrag zur Ortssatzung über die Benutzung der städttschen Kanäle in Gieße». Auf Grund des § 18 der Deutschen Gemeindeordnung vom 30. Januar 1935 wird nach Anhören der Ratsherren und mit Genehmigung des Herrn Reichsstatthalters in Hessen — Landesregierung — 2lb- teilung III, vom 22. April 1943, zu Nr. III 29572 folgende Nachtragö- satzung erlassen: 8 1. Die Bestimmungen der jetzt für die Stadt Gießen gülttgen Orts- sahung vom werden in der gleichen Weise auf die in die Stadt Gießen eingegliederten Vororte Klein-Linden und Wieseck erstreckt. § 2. Diese Nachttagssatzung tritt mit Wirkung vom 1. April 1943 in Kraft. Mit dem gleichen Tage tritt die für die ehemalige Gemeinde Klein-Lindon gültige Ortssahung vom 10. Aiärz 1932 außer Kraft. Gießen, den 29. April 1943. Ter Oberbürgermeister. I. B.: Dr. Hi(l, Bürgermeister. Nachttag zur Gebührenordnung über die Benutzung der städttschen Kanäle in Gießen. Zur Gebührenordnung über die Benutzung der städtischen Kanäle in Gießen vom 19. April 1921 mit ihren Aenderungen vom 1. April 1933, 26. April 1931 und 6. April 1936 wird nach Anhören der RatSherren und mit Genehmigung des Herrn ReichSstatthaltelS in Hessen — Landes- regierung — Abteilung III, vom 22. April 1913, zu Nr. III 29572 folgende Nachttagsgebührenordnung erlassen: § 1- Die für die Stadt Gießen setzt gültige Gebührenordnung wird in der gleichen Weise auf die in die Stadt Gießen eingegliederten Vororte Klein-Linden und Wieseck erstreckt. 8 2. Diese Nachttagsgebührenordnung tritt mit Wirkung vom 1. April 1943 in Kraft. Mit dem gleichen Tage tritt die Gebührenordnung vom Iv.März 1932 für die eheinalige Gemeinde Klein-Linden außer Kraft. Gießen, den 29. April 1913. Ter Oberbürgermeister. I. B.: Dr. Hill, Bürgermeister. Fifchverteilung! Am Dienstag, dem 4. Mai 1943, werden beliefert: von Fa Fischhaus Cuxhaven die Nr. 13001—13127 _ „ __ und die Nr. 1—270 von Fa. A. Koch Nachf......die Nr. 4471—4720 von Fa. Nordsee .........die Nr. 13001—13380 und die Nr. 6001—6350 Einwickelpapier bitte mitbringen. Die Fische sind bis 19 Uhr abzuholen. 02849 Mittwoch und Donnerstag Heringsalat ohne Karten. Bitte Behälter mitbringen. Neuer gr. Umh. geg. gr. Regen- mant. od. 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Der Eintritt ist frei. 189iD ES H t ff BÄ J feg Alge s ■ Wcbea Der du jefomnwn Arte Z' $?Wl {b Perlo Stabs lautesten Feinde bei lisvoll un Impfern, iie 521. r ms einen In seiner $L, son Saue, das Das Le Sachvetz die aus i derichtsm, Bhlsbest Aber di Weit. Si Ne Ein! las die $ Mer zu ^che he Nengrii Meiner teilen. Ab ^chverha! wen auf, vrantwor' a?’e f°®l 'Mrbeit Mentes Ms der । sind aus Sy Uni 0 von fordert Ä be4 >-h- u »ftre fe, li^bi % Wh i?* d V'»p