195. Jahrgang Nr. 79 Erscheint täglich, nutzer Sonntags und feiertags Beilagen: Gießener k>amilienblätter L-eimat imNild DieScholle Bezugspreis: Monatlich... .RM.1.80 Mb&erf6ei^ gon einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt ^ernsvrechanschlutz 2251 Drahtanschrift: „Anzeiger" Postscheck 11686 shrantt.'M. Samstag, 3 / Sonntag, 4. April 1945 ^4^'WT Q Samstag, 3/ Gießener Anzeiger Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8' »UhrdesVormittags Ameigen-Prette: Anzeigenteil 7 Rvf. te mm bei 22 mm Zeilenbreite, Tertteil 50 Rvf. ie mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffell AbschlüsseMengenstastelL Platzvorschrift 1 vorherige Vereinbarung) 25o,omehr vrühlscheUniverfitätsdruckerei 8. Lange General-Anzeiger für Oberheffen 6k6en,9Sd)nlfltahe 7-4 Jff Forschung wichtig? Bon Professor Dr. Helmut Verve, Rektor der Universität Leipzig. In einer Zeit, da das gesamte Denken und Füh- ’en jedes Deutschen auf den Krieg und seine sieg- eiche Beendigung gerichtet ist, mag es manchem fernstehenden als eine Art Luxus erscheinen, daß ie Arbei t der Hochschulen in fast unoer- ündertem Umfange we.iterge führt wird. Studenten, die unter der Waffe stehen — so hört r —, erkalten, sofern es die Kampflage an ihrem Linsatzabschnitt irgend gestattet, einen mehrmonatigen Studienurlaub, der sie dem Berufsexamen -äher führen soll, Mediziner werden sogar zum otutnum kommandiert, und die Forschung wird iurch eine freilich stark verminderte Zahl von Pro- sisoren, Dozenten und Assistenten in einer Weise epflegt, daß kaum ein Rückgang gegenüber Frie- enszeiten festzustellen ist. Es muß dieser Arbeit lso auch während unseres Riesenkampfes um Deutschlands Leben, Freiheit und Zukunft eine be- Mdere Bedeutung innewohnen, würde man sonst e in der angedeuteten Art gegenwärtig betreiben mb fördern? Welches jedoch diese besondere Bedeutung ist, dürfte nicht jedem Volksgenossen ge- ügend klar sein. Es seien darum hier einige Hinreise gegeben. Daß bestimmten Fächern, namentlich solchen aus em Bereiche der Naturwissenschaften, 'Ute kriegswichtigste Forschungsaufgaben erwachsen, egt auf der Hand. Neben den an den Techni-- chen Hochschulen betriebenen Fächern, die on vornherein auf praküsche Anwendung ausge- ichtet sind, wird man vornehmlich an Chemie । n b Physik denken, ohne deren Erfindungen und rkenntnisse ein großer Teil der Kriegführung zu :anbe, zur See und in der Luft undenkbar wäre, luch von anderen Disziplinen, beispielsweise der Mineralogie, der Meteorologie, gilt ähn- ches, während die Landwirtschaftslehre i allen ihren Zweigen, die H y g i e n e, die Bakeri ologie und manches Teilgebiet der rnedi- lnischen Wissenschaft sonst der Ernährung des deut- hen Volkes sowie der Erhaltung seiner Gesundheit tnb Schaffenskraft die wesentlichsten Dienste leisten, dabei sei von der klinischen Medizin, deren lnegswichtige Arbeit in Lazaretten und Krankenhäusern uns allen vor Augen steht, nicht besonders jesprochen, obwohl auch hier manches zu sagen iäre über die langwierigen Forschungen und müh- lligen Versuche, die notwendig sind, bis eine neue rfolgreiche Art der Behandlung gefunden, eine be- uemere und brauchbarere Prothese konstruiert, eine' isher unbekannte Operationsmöglichkeit entdeckt 'Orden ist. All das wird jeder im Hinblick auf den chtbaren praktischen Nutzen als auch in härtester riegszeit, ja eben gerade in dieser, notwendig verkennen. Aber wird nicht gleichzeitig noch un- vdlich viel Arbeit auf Forschungen verwandt, die einen praktischen Nutzen, zum mindesten keinen unmittelbaren Nutzen für die Kriegführung zu ergeben scheinen? Bleiben wir zunächst bei den Naturwissenschaften. 11 denen auch die Medizin rechnet, so handelt es ch hier um das, was wir Grundlagen- orschung zu nennen pflegen. Der Ausdruck be- teits läßt erkennen, daß es sich hier um die Gewinnung von Erkenntnissen handelt, welche letzte Ge- s-tzmäßigkeiten enthüllen, von denen die Natur in ihrer Substanz wie in ihren Wirkungen bestimmt vird. Solche Gesetzmäßigkeiten findet man im allgemeinen nicht, wenn man bloß einem praktischen, nützlich anzuwendenden Ergebnis nachsagt oder gar von der Nutzanwendung her die wissenschaftliche Frage stellt. Nur wem es um die Erkenntnis der Ütatur an sich zu tun ist, wer von der echten For- sÄerleidenichaft nach Entschleierung ihrer Geheimnisse erfüllt ist, dessen zähem und entsagungsvollem bemühen gibt sie sich zu erkennen. Die großen Er- 1 findungen, von denen unsere technische Kriegführung heute lebt, gehen letztlich zumeist auf Untersuchun- pen zurück.'die kein anderes Ziel hatten, als das Ucihre und Wirkliche zu ergründen, unbekümmert ; um die praktische Verwertbarkeit des Ergebnisses. Rurden dann Ergebnisse gefunden, die sich als von größter praktischer Wirkung erwiesen — man denke fln die Röntgentstrahlen, — so waren es häufig n cht die eigentlichen Entdecker, welche diele Auswertung vornahmen und sich damit selbst Reichtümer erwarben. Das überließen fve anderen, ihnen . war es aenuq. Neues gefunden. Wahres erkannt zu haben. Wollte man auf diese schöpferischen Men- Rien verzichten, die in der Stille von Studierstube lnd Laboratorium, von manchen verkannt oder gar brlächelt. Geist, Kraft und Gesundheit an die sie be- h^rrlch-^de Idee l"^en, es wäre, als nahm» man einem Baurn die Wurzeln und erwartete doch, daß ' er w"iterwachse. Daimm 'ft G^nndla'"'nfarlchu''a wich heute eine unabdingbare Notwendigkeit. Die Üeorefsiche Erkenntn's von b-"'te ist d"r vraktilche Nutzen von morgen. Des deutschen Forschers Ruhm ; Qi*er war es von je, schöpferisch zu arbeiten, und dies muß, auch wenn zu wünschen steht, daß er sich künstig weniger als bisher die Früchte seiner Er- i kinntvis von geschäftigen Nutznießern entreißen i Itffe, stets sein Ruhm bleiben, soll die W'rtlchaft ncht öder Verflachunn und damit am Ende auch pralst'scber Ennebnislosiak-'it verfallen. Wer dies bedenkt, wird nicht nur die Naturwisien- , Lasten, sondern vor allem die Geisteswiilen- bf) a f t e n , zu denen wir Geschichte. Iurisnrudein, I- Lnrach- und K""urmisfenf't>af^en stellar Art rech- j 11 n. in ihrer B"deutung richtiger einschätzen als es l »telfarh neschieht. Unter dem Gesichtsm'nkt bloßer ^weckforlchuna müßten sie heute zurück^rettn. m | jenem tieferen Sinne jedoch, von dem die Rede war. bkonfn'ischen sie einen hohen Rang. Das echte wis- icnlch^stliche Ringen um Erkenntnis der aeist'^ Grundlagen unterer eigenen Eriftenz ermeiO stch, ünlich wie die Grundlaaen^orschuna in der Na^ur- \ « ssenschaft, als ein nur scheinbar leb-niemes Ne- | >riihen. In Wahrheit werden hier die Werte un^e- nr Kultur gleich einem Schatz aehahen. ae^utert | ’-th.b nuhhar gemacht für den netftiaen K^muh der -)fute zwischen Deutschland und fernen ^m^n k^'M ’i’ünber Heftig tobt als der Kampf der Waffen. Was wir einer teils bolschewisierten, teils amerikanisierten Welt entgegenzusetzen Haben an kultureller UeberlegenHeit, liegt in der Kunst und in den Gehalten der Geisteswissenschaft beschlossen, die wohl der stärkste und wirksamste Ausdruck unseres kulturellen Bewußtseins sind. Das deutsche Volk wird seinen geistigen Führungsanspruch in Europa und über die Grenzen unseres Erdteiles hinaus nur durchsetzen können, wenn es auch auf diesem Feld seine UeberlegenHeit, die bisher unbestritten war, erhält und nach Möglichkeit steigert. Das ist kaum minder wichtig als neue physikalische oder chemische Erfindungen. Der Sinn der Jugend freilich, von den sichtbaren Erfolgen der Technik angelockt, fühlt sich weniger zu den Geisteswissenschaften hingezogen, so daß die Frage des Nachwuchses, die selbst für die Na- turwissenschaften heute eine ernste ist, hier geradezu gefährlich zu werden droht. Man sieht nicht, wie beispielsweise der Bedarf an Lehrern in Zukunft auch nur einigermaßen gedeckt werden soll. Möchten sich alle,, denen die entsprechenden menschlichen Eigen- Der Wehrmachtbericht vom 2. April verzeichnet einen Gesamtabschuß von 1267 sowjetischen Flugzeugen im Monat März. Das ist ein Tagesdurchschnitt von 41 Maschinen. Im Januar wurden (nach dem Wehrmachtbericht vom 4. Februar) 832 und im Februar (noch dem Wehrmachtbericht vom 3. März) 886 Sowjetflugzeuge heruntergeholt. Es ist daher int März eine Erfolgssteigerung um rund 50 v. H. eingetreten, wobei die Besserung des Flugwetters, auch die Verlängerung der Tagesdauer wirksam geworden sind. Bei der Rückeroberung von Charkow und des Raumes bis zum Donez hat die Luftwaffe eine hilfreiche Rolle gespielt, die in den Wehrmachtberichten ebenso hervorgehoben wurde wie die Störungen des feindlichen Aufmarsches und Nachschubs. Der Wehrmachtberichi. DRV. Aus dem SühterhauptquarHer, 2. April. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Gegen die Front südlich des Ladogasees führte der Feind in mehreren Wellen vorgetragene starke Angriffe, die im Abwehrfeuer oder in Rah- kämpfen vor unseren Stellungen zusammenbrachen. An der übrigen Ostfront nur geringe örtliche Kampftätigkeit. 3m Marz verloren die Sowjets 1267 Flugzeuge, hiervon wurden 1028 in Luft- kämpfen, 143 durch Flakartillerie der Luftwaffe und 36 durch Truppen des Heeres abgefchoffen, die übrigen am Boden zerstört. 3n Tunesien waren die feindlichen Angriffe gestern schwächer als an den Vortagen. Mehrere Vorstöße nordamerikanischer und britischer Kräfte gegen die mittel- und südtunesische Front wurden abgewiesen. Deutsche und italienische Truppen erzielten durch örtliche Angriffe Stellungsverbesserungen und vernichteten abgeschnittene feindliche Gruppen. • Deutsche 3 äger schossen über dem tunesischen Kampfraum und bei Kreta zehn Dieser Bericht ist der letzte des am 18. !Mrz 1943 gefallenen Kriegsberichters Hermann Kohler. PK. Im Osten, im März 1943. — Gibt es eine vielseitigere Waffe als die Flak? Schon im reinen Kampf gegen feindliche Flugzeuge ergänzen die großen und die kleinen Kaliber ihrer Geschütze sich gegenseitig aufs wirkungsvollste. Hier an der Front aber hat die Flak kleine Kampftrupps gebildet, die sich jeweils aus einigen schweren und leichten Geschützen zusammensetzen und denken gleich drei Auf gab en auf einmal gestellt sind: Die Panzervernichtung, die Verteidigung gegen Luftangriffe und die Bekämpfung ferner Erdziele. Unser Kampftrupp sicht am Ausgang eines langgestreckten Reihendorfes. Vor den Rohren der Geschütze fließen zwei flache Talsenken zusammen, die beide aus der Richtung vom Feind her kommen und zwischen denen sich eine breite Höhe in sanfter Wölbung dehnt. Dort oben verläuft die Kampflmie der Infanterie, eingepickelt in die gefrorene Erde, hinter dicken Mauern von Schnee und Eis. Am Vormittag waren vier sowjetische Panzer gemeldet: in großem Bogen waren sie an unserer Stellung nach Süden vorbeigefahren, wo sie dann einer Sturmgeschützbatterie in die Arme liefen. Mit Panzern können wir also heute offensichtlich nicht mehr rechnen. So stapft der Beobachtun gsoffizier des Kampstrupps mit feinen zwei Funkern vor in den Jnfanteriegraben, schlägt dort seine 6-Stelle auf und eröffnet das Feuer der beiden schweren Geschütze gegen die Pak- Teilungen der Sowjets, die die Kampfstände und Laufgräben dauernd mit ihrem Feuer bestreichen. Granate um Granate jagen die Kanoniere aus den Rohren, daß die massigen Sockel auf dem vereisten Grund sich bockend schütteln. Man hat es den Flakartilleristen nicht an der Wiege gesungen, daß sie einmal auf unsichtbare Ziele schießen müßten; für sie war es immer selbstverständlich gewesen, daß sie jedes Ziol aus d e k - kungsloser Stellung im direkten Beschuß anzurichten hatten. Aber nun hat die Entwicklung des Krieges ihnen auch noch beigebracht, nach den Weisungen eines kilometerweit oorgeschobe-> schäften und gersttgen Anlagen eignen, prüfen, ob sie nicht im Bereiche der Geisteswissenschaften am besten ihrem Volke dienen können, damit nach dem endgültigen Siege der Waffen die kulturelle Größe Deutschlands keine geringere sei als die militärische und politische! Es geht um die Weltgeltung unseres Volkes. Daß in dieser Hinsicht^ zur Zeit von allen verfügbaren Kräften an den Hochschulen gearbeitet wird, davon zeugt neben zahlreichen Einzelerscheinungen das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft getragene Unternehmen des „Kriegseinsatzes der Geisteswissenschaften". In groß angelegter Gemeinschaftsarbeit sind hier innerhalb zweier Jahre eine ganze Anzahl monumentaler Werke geschaffen worden, eine imponierende Bekundung der geistigen Fruchtbarkeit und kulturellen Kraft Deutschlands im Kriege. So arbeitet die Wissenschaft und im besonderen die Hochschule auf den verschiedensten Gebieten an Aufgaben, deren gewaltige Bedeutung für Gegenwart und Zukunft keinem tiefer Blickenden entgehen kann. Der ganze Wert dieser Arbeit wird freilich erst nach Ende des Krieges zutage treten. Und es wird sich dann noch deutlicher erweisen, daß die deutsche Forschung heute einen gewiß nicht kleinen Anteil an der materiellen und ideellen Führung unseres Lebenskampfes trägt. 3m März 1267 Sowjrlffogzeoge vernichtet. Drei Geschähe und drei Abschüsse. Von Kriegsberichter Hermann Kohler. feindliche Flugzeuge ab. Ein eigenes Flugzeug ging verloren. Tagesvorstöße schwacher feindlicher Fliegerkräfte richteten sich gegen die besetzten Westgebiete und die Stadt Trier. Vier Flugzeuge wurden abgefchoffen. • Hohe Auszeichnungen. Für die Generalobersten Model und Ri ter von Greim. DNV. Aus dem Fübrerbauptquarlier, 3. April. (Funkspruch.) Der Führer verlieh das Eichen laub mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Generaloberst 2U o - del, Oberbefehlshaber einer Armee. Der Führer sandte an Generaloberst Model folgendes Telegramm: „3m Ansthen 3hres immer bewährten Heldentums verleihe ich 3hnen als 28. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Adolf Hitler." Das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verlieh der Führer an Generaloberst Ritter von Greim, Befehlshaber eines Luftwaffenkommandos. Der Führer sandte an Generaloberst Ritter von Greim folgendes Telegramm: „3n dankbarer Würdigung 3hres heldenhaften Einsatzes im Kampfe für die Zukunft unseres Volkes verleihe ich 3hnen als 216. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Rilerkreuz des Eisernen Kreuzes. Adolf Hitler." König Boris von Bulgarien im Zührerhauptquariier. DRV. Aus dem Führerhauptquartier, 2. April. Der Führer empfing am 31. März in Anwesenheit des Reichsauhenministers von Ribbentrop König Boris von Bulgarien und hatte mit ihm eine lange und herzliche Aussprache, die im Geiste der traditionellen Freundschaft zwischen Deutschland und Bulgarien verlief. nen Auges zu schießen, und sie tun es mit Erfolg. Die sowjetische Pak in dem Wäldchen hinter dem Dorf ist still geworden; eines ihrer Geschütze ist einwandfrei vernichtet. Da heult- plötzlich Motorengeräusch zwischen den Abschüssen auf, und im gleichen Moment erscheinen auch schon sechs sowjetische Schlachtflieger über den niedrigen Strohdächern des Dorfes. Fast scheint es, als wollten sie den Starenkasten mitnehmen, der an hoher Stange am Giebel der nächsten Scheune hängt, so tief kommen sie, Kette um Kette, und spritzen die Stellungen mit den Granaten ihrer Bordwaffen ab. Auf einen Schlag haben die leichten Geschütze ihr Feuer eröffnet, donnernd überflogen von den Maschinen, die wendend Hochziehen und von neuem zum Angriff übergehen. Wieder lassen die Kanoniere den Feuerhagel über sich ergehen; da schleppt eine der Maschinen eine schwarze Fahne hinter sich her. Als der Pulk zum drittenmal über der Stellung erscheint, sind es nur noch fünf, die sechste wurde am nächsten Tag von den Grenadieren des benachbarten Regiments gefunden. Am Nachmittag wie-derholten die Bolschewisten ihre Angriffe. Wiederum heulten sechs stahlgepan- zerte IL 2 über das verlassene Dorf und feuerten auf die Handvolk Männer an den paar Geschützen. Da sank der Führer des einen Geschützes, der sich für den ersten Anllug selbst an die Kanone gesetzt hotte, zu Boden. Schnell sprang der Richtkanonier auf den Sitz, schoß weiter und weiter, denn ohne Unterbrechung griffen wie ein aufgeschreckter Wespenschwarm Die Flieger an. „Kann dir die Hand nicht reichen ..." Ehe die Männer Zeit fanden, ihren Kameraden aufzufangen, hatte der Unteroffizier neben seinem Geschütz das Leben ausgehaucht. Als der Kampf zu Ende war, trugen sie auch vom zweiten Geschütz einen ihrer Kameraden fort, der seine Treue mit dem Tode besiegelt hatte. Zwei seiner Männer hatte der Führer der leichten Geschütze verloren, ein dritter war schwer verwundet. Und trotzdem leuchteten alle Augen, denn sie waren Sieger geblieben, abgeschlagen zogen sich vier der Angreifer zurück, die beiden letzten lagen zerschellt im weiten Blachfeld. SKhpunküinperialismiis. Die Außenpolitik der Vereinigten Staaten mar im 19. Jahrhundert noch jeder Weltpolitik durchaus abhold. Sie fußte auf dem Grundsatz einer deutlichen Abgrenzung der Machtsphären, wie es auch der ursprüngliche Sinn der berühmten Monroe- Doktrin gewesen war, und stand damit der sich über alle Meere und Kontinente erstreckenden Stützpunktpolitik diametral entgegen, wie sie für Entstehung und Bestand des auf Seemacht beruhenden britischen Imperiums charakteristisch war. Die Monroe-Doktrin beruhte daraus, daß die Vereinigten Staaten jede frembe Einmischung in die amerikanische Sphäre als Angriff auf ihr eigenes Interessengebiet betrachteten, anderseits aber auch versprochen, ihre eigene Machtsphäre nicht in fremde Räume auszudehnen und sich der Einmischung in die Streitigkeiten der europäischen Mächte zu enthalten. Erst diese Gegenseitigkeit gab der Monroe- Doktrin ihr moralisches Fundoment und ihre Bedeutung als ordnendes Prinzip. In der Zeit des' Dollarimperialismus, als das Finanzkapital der Vereinigten Staaten- zuerst in Mittelund Südamerika, dann aber auch in China, in Afrika, dem Nahen und Mittleren Osten und schließlich auch in Europa Betätigung suchte und für seine Interessen die Unterstützung seiner Regierung forderte, wurde die Monroe-Doktrin ihrer Gegenseitigkeit entkleidet und zum Machtinstrument eines räumlich unbeschräntten, kraß universal gerichteten Herrschaftsanspruches umgefälscht. Die Annexion von Hawai mitten im Stillen Ozean, fast 4000 km von der Küste Nordamerikas entfernt, und die im gleichen Jahre 1898 erfolgte Wegnahme der bisher den Spaniern gehörenden Philippinen mitten in der Inselwelt Südostasiens bezeichnen auch nach außen hin die entscheidende Wende in der Auslegung der Monroe-Dokttin und gleichzeitig die Ge- burtsstunde einer nordamerikanischen Stützpunktpolitik größten Stils. Daß sie und die britische Früchte vom gleichen Baum des Imperialismus sind, zeigt sich auch in dem gleichen Bemühen, eine reine Machtpolitik mit moralischen Absichten zu verbrämen. So erklärte der Präsident Mc Kinley, um den Raub der Philippinen zu begründen: „Gott hat den Vereinigten Staaten die Pflicht auferlegt, den unter der spanischen Mißregierung verdummten und entarteten Filipinos die Segnungen wahrhaft christlicher Kultur nahezubringen." Es sind die gleichen Filipinos, deren nationale Aktivisten sich noch jahrzehntelang gegen die Herrschaft der Vereinigten Staaten gewehrt haben und nun die Japaner als Befteier begrüßten. Aber schon damals gefielen sich die Nordamerikaner in der Pose des puritanischen Heilbringers, der den Auftrag hat, überall die wahre Kultur und das wahre Christentum hinzutragen, wo die Kapitalanlagen Wallstreets und die machtpolitischen Interessen der Vereinigten Staaten eine Festsetzung zweckdienlich erscheinen lassen. Es ist die gleiche arrogante Anmaßung und die gleiche zynische Vermanschung von Moral und Geschäft, die Wilson und Roosevelt zu Schrittmachern des amerikanischen Jahrhunderts" gemacht haben, das allen Völkern Friede, Freiheit und Wohlstand durch Verwirklichung des amerikanischen Weltherrschaftsanspruches bringen soll. Der nordamerikanische Seekriegshistoriker (£Optant Mahan hat in seinem epochemachenden Buch: „Der Einfluß der Seemacht auf die Geschichte", das um die Jahrhundertwende erschien, seinen Landsleuten am Beispiel des britischen Imperiums vor 2lugen geführt, daß Seemacht die Voraussetzung für eine Weltherrschaft sei und eine starke Flotte und ein ausgedehntes Netz von Stützpunkten die beiden Komponenten einer weltbeherrschenden Seemacht darstellen. MahM hat in Roosevelt einen gelehrigen Schüler gefunden. Nichts hat jemals so sehr das uneingeschränkte Interesse des Präsidenten gefunden wie die Marine. Es rührt aus der Zeit her, da er als Belohnung für feine Dienste bei der Wahl Wilsons, für den er feine guten Beziehungen zu den in der Neuyorker Bankwelt maßgebenden Juden Schiff und Morgenthau einspannte, von dem Präsidenten zum Unterstagtssekretär im Marinedepartement gemacht worden war und dies Amt von 1913 bis 1920, also auch während des ersten Weltkrieges, bekleidete. Seitdem hat ihn der Glaube an die absolute UeberlegenHeit der Seemacht über die Landmacht veranlaßt, der USA.- Kriegsmarine seine stärkste Förderung zuteil werden zu lassen. Seine über alle Meere und Kontinente hinausgreifende Stützpunktpolitik geht auf die gleiche Wurzel zurück. Das Schicksal des britischen Empire, das zeigt, wie die unter dem Einfluß von U-Boot und Luftwaffe sich abzeichnenden see- strateaischen Wandlungen auch die Bedingungen für die Behauptung einer sich auf lange Seeverbindungswege und über den ganzen Erdball verstreute Stützpunkte gründenden Weltherrschaft grundsätzlich gewandelt haben, hat den Präsidenten nicht abgeschreckt, sondern eher ermuntert, mit Hilfe der überall abbröckelnden Steine des auseinanderfallenden brittschen Empire mit der gleichen Methode wie England, also durch eine starke Flotte und weitgespannte Stützpunktpolitik ein neues Imperium zu bauen, das amerikanische, um ihm die Weltherrschaft zu erzwingen. Unter diesem Aspekt wird verständlich, daß Roosevelt zu den britischen Kolonien im Westatlantik griff, als ihm schon vor dem formellen Eintritt der Vereinigten Staaten in den Krieg Englands Bedarf an Zerstörern die Gelegenheit eines wvhl in der Geschichte beispiellosen Tauschgeschäfts bot. England hat in diesem seltsamen Handel auf Inseln verzichtet, die zu seinem ältesten und wertvollsten Kolonialbesitz gehörten. Daß sie nur zu militärischen Zwecken verpachtet worden seien, ist ein frommer Selbstbettug jener Briten, die den Traum vom weltumspannenden Empire noch immer nicht ausgeträumt haben. Von amerikanischer Seite ist jedenfalls immer wieder in ganz eindeutiger Weise und von autoritativer Stelle klargelegt worden, daß die Vereinigten Staaten nicht daran denken, diese westatlantischen Inseln, die in langer Kette von der kanadischen Grenze bis in die Karibische See ihrer Küste norgelaaert sind, jemals wieder herauszugeben. Damit erfüllt der jüngere Roosevelt das den Ländern noch verschärft habe, da sie über btc indische Unabhängigkeit entgegengesetzter Ansicht sind. Philips sei bemüht, sich beim indischen Volk populär zu machen und habe daher den Vizekönig Lord Linlithgow aufgefordert, Gandhi sofort f r e i z u g e - bcn, doch wurde dieser Vorschlag vom Vizekönig alatt a b g e l e h n t. Die Amerikaner versuchen in ihrem Wunsche, die Nachkriegskontrolle über Indien zu erringen, in dem britischen Dominion festen Fuß zu fassen und soviel wie möglich zu gewinnen, wobei sie sich nicht im geringsten um die fetzigen Beherrscher Indiens, die Briten, kümmern. Zm „Paradies der Arbeiter, dauern und Kinder" 400000 verschleppte poienkinder in der Sowjetunion erfroren oder verhungert. Seit langer Zeit schon bemüht sich sowohl die britische als auch die nordamerikanische Agitations- maschmc mit oll ihren jüdischen Hintermännern und Handlangern, die Bolschewisten als die reinen, von einer schnöden Welt nur verkannten Toren hinzustellen, die doch nichts anderes wollen, nach nichts anderem sinnen und trachten, als der Menschheit Glück, Freiheit, Frieden, Gleichheit und Wohlstand zu bringen. Auf die bolschewistischen Schlagworte vom „Paradies der Arbeiter und Bauern" und dem „Paradies der Kinder" sich stutzend, malen sie, die noch nie das Gebiet der Sowjetunion betreten haben, der Welt das Bild eines wohlgeordneten, um das „Heil seiner Burger" besorgten Staatswesens, das seinen alten Idealen feierlich obgeschworen und nur noch „vaterländische", wenn nicht gar ^nationale" Ziele vor sich hat. Die" Not, das graue Elend, all den Schmutz und die Verkommenheit der breiten sowjetischen Volks- moffen — unseren Soldaten so vertraut — übergehen sie als unerheblich; über den grauenhaften Terror, der Hunderttausenden in der Sowjetunion selbst und in den Gebieten, die das Unglück hatten, von den Sowjets besetzt zu werden, das Leben kostete oder sie zu trostlosestem Skbavendasein in irgendwelchen sibirischen Bergwerken oder Rü- stungsfabriken zwang, sehen sie geflissentlich hinweg. Die erschütternden Schilderungen solcher Journalisten, denen es einmal gelungen war, auf Schleichwegen und unter Einsatz ihres Lebens die Verhältnisse in der Sowjetunion zu studieren, lehnen sie mit der lächelnden Miene des Besserunter- richleten ab. Männer, die die Welt aufrütteln wollen aus ihrem lethargischen Abwarten, bis die rote Pest sie befalle und vernichte, lassen sie nicht zu Worte kommen. Und so scheint es denn, daß wir es nur dem gewaltigen Bock des Reuterbüros, das bie Nachricht passieren ließ, zu verdanken haben, daß uns der Hilferuf des in den USA. lebenden polnischen Bischofs Joseph C a w l i n a für die in der Sowjetunion lebenden polnischen Kinder zu Ohren kam. Denn wenn Bischof Cawlina in seinem Hilferuf feststellt, daß 400 000 von der Million der aus Polen nach der Sowjetunion verschleppten Kinder an Hunger und Kälte gestorben sind, dann ist diese Feststellung ein Faustschlag in die heuchlerischen Gesichter aller derjenigen im Lager unserer Feinde, die dumm und dreist zugleich die Welt belügen und über die sie bedrohende Gefahr hinwegtäuschen wollen. Wir Deutschen aber • und alle die, die mit uns im Osten im härtesten Ent- scheidungskompf gegen den Bolschewismus stehen, wir kennen diese tödliche Gefahr, die uns von ihm droht. Wir wissen, daß unseren Kindern und all den Kindern Europas dann kein milderes Schicksal zuteil werden würde als den 400 000 verhungerten und erfrorenen Polenkindern. Luden in England. Staat, Wirtschaft und Kultur unter jüdischem Einfluß. Von unserer Berliner Schnftlettung. Wenn das britisch-jüdische Hetzblatt „News L h r o n i c l e" sich in höchsten Tönen der Entrüstung darüber aufregt, daß der Antisemitismus in England bedrohlich wachse, braucht man die Bedeutung dieser Meldung nicht zu überschätzen. Die Iw den sind — wir kennen sie aus eigener Erfahrung ja zur Genüge — krankhaft empfindlich und schreien Zeter und Mordio, .wenn sie nur beim Namen genannt werden. Sie wissen sehr gut, daß sie die schmutzigen Geschäfte in Politik und Wirtschaft, zu denen ihr Mut sie nun einmal drängt, nur betreiben können, wenn die Oeffentlichkeit nichts davon erführt. Daher sind sie so ängstlich darauf bedacht, mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln dafür zu sorgen, daß nach Möglichkeit nicht einmal das Wort Jude in Erscheinung tritt. Aber „News Lhronicle" berichtet von Beispielen der judenfeind- lichen Stimmung in der englischen Bevölkerung und bemüht sich', ihren Lesern klar zu machen, woher diese Stimmung komme. Dabei nähert sie sich in einem für englische Verhältnisse erstaunlichen Maße der Wahrhett, wenn sie erklärt, daß die Juden sich mit Vorliebe im Schwarzhandel betätigen und dadurch die Not des Volkes ausnutzen, so daß die. Rabbiner die Mitglieder ihrer Gemeinde schon von der Kanzel herab warnen. Dieses jüdische Schiebertum kennen wir gründlich aus eigener Erfahrung, und mir verstehen es, wenn das englische Volk angesichts der jüdischen Umtriebe an der schwarzen Börse die Geduld verliert. Wie würden dem englischen Volk aber erst die Augen aufgehen, wenn ihm die Derjudung seines öffentlichen Lebens in ihrer ganzen Größe vor Augen stände. Daß das nicht so bald geschieht, dafür sorgen die jüdischen Agitationszentralen, in deren Rahmen auch die „News Chronicte" eine wichtige Rolle spielt, mit in erster Linie. Auch in England haben sich die Juden, wie Überall in der Welt, wo man sich ihrer nicht erwehrte, vor ollem der Schlüsselstellungen bemächtigt. So ist heute die englische Presse durchweg unter jüdischem Einfluß. Große Konzerne, wie Berry, Southwood und die Daily-Mirror-Gruppe, aber auch Zeitungen wie die weitverbreitete „Jllustrated London Newspapers" befinden sich in jüdischer Hand. Juden entscheiden darüber, was im „Daily Herald", dem angeblichen Arbeiterblatt Englands, erscheint, und auch die Nachrichtenagenturen,-vor allem auch Reuter, stehen unter jüdischem Einfluß. So erfährt' dos englische Volk über dos Judentum in der Regel nur das, was die Juden selbst für zweckmäßig halten. Wem die englische Wirtschaft gehört, sagen Namen wie Rothschild, Sassoon, Mond, Ellerman, Samuel, Schuster, Montagne, Stern und Lewis zur Genüge, um nur einige der Konzernaewaltigen der City zu nennen, denen die Banken, die Textilindustrie, das Verstcherungsgewerbe, die großen Reedereien, die Chemietrusts buchstäblich gehören. Die beherrschende Stellung des Judentums findet auch amtlich ihren Niederschlag. Sir Raleigh Cohen, ein Lollblutjude, ist der Chef der brittschcn Zwilverwaltung, und die Londoner fanden erst kürzlich keinen würdigeren als einen Juden für den Posten des Oberbürgermeisters, nachdem zahlreiche andere englische Städte ihnen mit gutem Beispiel vorangegangen waren. Selbstverständlich sind die Juden'auch im englischen Parlament zahlreich vertreten, im Unterhaus z. B. durch Hore-Belisha, Sir Percy Harris, Sir Isidore Sal- mon, Marcus Samuel, Emanuel Chinwell, Silver- man, E. A. Strauß, Louis Silkin und Herbert und im Oberhaus durch die Lords Rothschild, Reading. Melchett, Samuel of Mount Carmel, Duveen, Southwood, Swaythling, Cranborne, Roseberry, Cholmondeley und andere. Gerade die Veriudung des englischen Hochadels ist ein deutlicher Beweis dafür, in welchem Maße London eine Zentrale des Weltjudentums geworden ist. Vieles in England wird erst verständlich, wenn man sich darüber klar wird, daß Juden am Werke sind. Juden sind es, dis an dem Ausverkauf des britischen Weltreichs ein gewisses Interesse haben, weil sie bei dem Besitzwechsel dieser Millionen- Objekte etwas zu verdienen hoffen. In den USA. haben sich ihre Hoffnungen in dieser Beziehung bereits erfüllt, als die dortigen englischen Industrie- Unternehmungen als Gegenleistungen für Kriegs- lieferungen verschachert wurden. Die englischen Juden sind es, die für die engen Beziehungen Londons zu Washington sorgen, zumal die Juden in den USA. eine noch unbestrittenere Mücht ausüben als in Großbritannien. Die Juden vor allem sind das Bindeglied zwischen Plutokratie und Bolschewismus, die ja nur verschiedene Erschein ungsfor,m?n ihres Strebens nach Weltherr- sckaft sind. Sie sind daher die Vorkämpfer des Bolschewismus auch in England, und es ist kein Zufall, das der offizielle Vertret-r Moskaus, in London, Maisky, ihr Rassegenosse ist. Juden sind es, die von London aus die Parolen des Hasses gegen das deutsche Volk in die Welt geschleudert haben und die heute noch über den Nationalsozialismus und seine Führer das Blaue vom Himmel herunterlügen. Juden sind es, in deren Interessen die Engländer Krieg fuhren. Testament seines Vorgängers, des älteren Roosevelt, auch eines Imperialisten reinsten Wassers, der als Staatssekretär am 9. Februar 1898, wenige Tage vor Ausbruch des spanisch-amerikanischen Krieges, einem Freunde schrieb: „Ich will unsere Außenpolitik. so führen, daß endlich alle europäischen Mächte von unserem Ziontinent verschwinden. Mit Spanien möchte ich beginnen und mit sämtlichen europäischen Nationen enden, England einoegrif;cn." England hat diesem tonfequenten Imperialismus seiner einstigen Tochternation nicht nur sein ältestes Dominion, das verschuldete und in großem Elend dahinvegetierende Neufundland opfern müssen, das feit 1583 unter der Herrschaft des Union Jack war, sondern auch die seit dem 17. Jahrhundert britischen Bermudas und Bahamas, die wegen ihres milden Klimas von den Amerikanern als Winteraufenthalt und als Gemüselieferanten längst schon geschätzt sind, und die W e st i n d i s ch e n I nF e l n Jamaica, Barbados, Tobago und Trinidad, die als Produzenten von Zucker, Rum und anderen Plantagenerzeugnissen sowie in der Erdölversorgung eine nicht unerhebliche Rolle im britischen Reichshaushalt spielten. Für die Vereinigten Staaten sind sie vor allem von strategischer Bedeutung als Verstärkung der Sicherheit des Panamakanals gegen Osten. Dem gleichen Zweck gegen Westen galt der Zugriff auf die oem südamerikanischen Staate Ecuador gehörigen Galapagos- Jnseln, die 1600 Kilometer vom Panamakanal mitten unter dem Aequator liegen. Von hier war es nur ein Sprung auf den südamerikanischen- Kontinent selbst. Ecuador mußte wie se-ine Nachbarn Columbien und Peru unter dem Zwang wirtschaftlicher Notlage als Folge der Kriegsausweitungspolitik Roosevelts den '23ereinigten Staaten Marine- und Luftstützpunkte ,pir Verfügung stellen, wie überhaupt die Luftwaffe als notwendiges Kampfmittel zur Beherrschung weiter Seeräume in der Stützpunktstrategie Roosevelts eine wachsende Rolle spielt. Auch auf die Atlantikküste Südamerikas haben die Vereinigten Staaten übergegriffen. Von dem britischen Trinidad mit seinen bedeutenden Raffinerien für das in dem gegenüberliegenten Venezuela gewonnene Erdöl war es nicht weit nach Britisch-Guayana, der bolländische Teil Guayanas ist auch schon verschluckt, und alle Vorbereitungen für die gleiche Prozedur find unter dem Mantel einer als Sympathie-Erklärung für de Gaulle inszenierten Tragikomödie auch in dem französischen, als Sträflingskolonie berüchtigten Cayenne getroffen, nachdem auch von dem französischen Antillenbesitz schon Guadeloupe den Amerikanern zugefallen ist, während Martinique vHN dem zur „Befreiung" Frankreichs ausgewogenen ehemaligen Verbündeten rücksichtslos aus- gehungert wird, um es gefügig zu machen und die Hand auf die hier liegenden französischen Kriegsschiffe legen zu können. Nickte hat überhaupt dem Stützpunkt-Jmperialis. mus ter Vereinigten Staaten stärker Vorschub geleistet als ter geradezu selbstmörderische Verrat der de Gaulle und Girauo. Er hat Roosevelt das moralische Alibi verschafft für seinen Sprung auf den afrikanischen Kontinent. Marokko und Algier sind in amerikanischer Hand, keineswegs nur als Aufmarschgelände für die Operationen gegen Tunis; die systematische wirtschaftliche Durchdringung der beiden Länder, von denen die Franzosen Algier stets als zum Mutterland gehörig betrachtet haben, dessen drei Departements dem Pariser Innenministerium unterstanden, laßt vielmehr darauf schließen, daß die Amerikaner sich hier unter Beiseitedrängung des britischen Bundesgenossen häuslich einrichten und sie freiwillig nicht wieder zu räumen gebenden. Genau das gleiche gilt von Französisch West- und 21t« q u a t o r i a'l - A fr i k a. Hier ist vor allem D a - k a r wegen seiner günstigen Lage zum südamerika- nischen Kontinent und als bedeutender Kriegshafen der Ausgangspunkt für die Entfaltung der amerikanischen Militärmacht über den ganzen mittleren Teil Afrikas bis hin an die Küste des Roten Meeres und des Indischen Ozeans geworden. Dakar ist von Natal, dem Sprungbrett über den Atlantik an der brasilianischen Küste und deshalb selbstverständlich längst von Roosevelt für seine Zwecke beschlagnahmt, nur 2800 Kilometer entfernt. Das klingt immer noch gewaltig. Aber da wenig weiter nördlich und südlich sowohl die südamerikanische wie die afrikanische Küste beträchtlich zurücktreten, so weiten sich hier die Spannen sehr bald auf 5000 Kilometer und mehr Von Natal nach Dakar braucht ein Schiff durchschnittlich drei bis vier Tage, ein Flugzeug nur acht Stunden. Es ist also die kürzeste Verbindung Mischen der Neven und der Alten Welt, aber es ist auch fefbftDet'ffänb'irh. daß der Schittsverkehr gerate m dieser Atlantik-Enge einen besonderen An- stehungspunkt der beutfd>en U-Boote darstsllt. Von Dakar aus hat llch die amerikanische Inter- ejsensphäre wie ein Oelfleck nicht nur aus die fran* chsischen Besitzungen Westafrikas ausgebreitet, sondern auch die einstmals „freie" Negerrepublik L i - Glück auf, Renate! lrman von Ernst Grau. 38 Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Dann brachte Doktor Reckling, sein Anwalt, eines Tages Renate zur Besuck-sstunde mit. Sie sagte ihm alles, es tat ihr wohl, sich endlich einmal frei aus- sprechen zu können, und von bie-fem Tage an konnte Werner die Welt wieder mit anderen Augen an» sehen. Doktor Reckling stand während dieser Beichte am Fenster und sah in den kahlen Hof hinunter. Aber an, dem langen Schweigen hinter seinem Rücken erkannte er, daß cs zwischen diesen beiden Menschen nun nichts Trennendes mehr gab, und als er sich dann umwendete, sah er in zwei glückliche Gesichter, zu denen diese Umgebung so gar nicht recht passen wollte. Es tat ihm auch bitter leid, daß er sie in die gewiß nicht rosige Gegenwart zurück- rufen muhte. Sie saßen bann zusammen um den kleinen Tisch und sprachen gemeinsam noch einmal alles durch, aber trotz aller Vorschläge und aller Erwägungen ... den rettenden Ausweg fanden sie auch jetzt nicht, sie mochten den Fall drehen und wenden wie sie wollten. Erst als Werner davon erzählt, daß er sich in eine Rötlüge gcsiiich'et hatte, als er über den Aufbewahrungsort der Waffe aussagen mußte, erhellten sich die Mienen des Anwalts. Hier sah er eine opur vor sich, die zu ganz anderen Ergebnissen führen konnte. „Damit fangen wir ihn. Hellingrath. Verlassen Sie sich daraus." Ein schöner, klarer Herbsttag grüßt mit blanken Sonnenstrahlen durch die hoben Fenster des kleinen Saales, in dem Wender Hellingrath heute vor seinem Richter steht. b e r i a einbegriffen, aber auch keineswegs vor dem Eigentum des britischen Alliierten Halt gemacht. Und daß auch dies nicht nur eine für die Dauer des Krieges befristete militärischk Maßnahme ist, wie etwa die amerikanischen Garnisonen in den britischen Hafenstädten Bathurst und Freetown, das wird erhärtet durch die Entsendung amerikanischer Wirtschaftsdelegationen nach A k k r a , der Hauptstadt der britischen Kronkolonie „Goldküste". Diese sollen auch die wirtschaftliche Durchdringung von Gambia, Sierra Leone und Nigeria in die Hand nehmen. Es hatte also schon seinen guten Grund, wenn der britische Kolonialminister Stanley kürzlich in recht scharfen Worten gegen die amerikanische Absicht eines Kondominiums im britischen Kolonialreich Verwahrung eirrlegte. Aber er muß sich mit seinen französischen und belgischen Kollegen trösten, denn wie in West-Attika, so gehen die Amerikaner auch im Kongogebiet mit systematischer Gründlichkeit dazu über, sich unter dem Deckmantel strategischer Erfordernisse über Garnisonen, Flugplätzen und Autostraßen auch alle wirtschaftlichen Schlüssel- stellungen der französischen und belgischen Kolonien in die Hände zu spielen. Wir müssen es uns heute versagen, die gleiche Entwicklung des nordamerikanischen Stützpun-kt-Imperialismus, der im wesentlichen auf Kosten des britischen Alliierten geht, auch im Gebiet des Nahen und Mittleren Ostens sowie im pazifischen Raum zu verfolgen. Sowohl in Aegypten wie in Sau- disch-Arabien, im Irak wie in Iran, soweit es nicht von den Sowjets als ihre ausschließliche Einftuß- zvne beansprucht wird, haben sich neben amerikanischen Militärs auch Wirtschaftsexperten Roosevelts mit ihrem ganzen Anhang niedergelassen und maßen sich hier überall, wo die britische Kriegführung zu schwerer politischer Bedrückung und wirtschaftlicher Auspowerung ter Bevölkerung geführt hat, die Schiedsrichterrotte zwischen der verhaßten britischen Besatzung und den einheimischen Regierungen an. Und im pazifischen Raum, wo die traditionelle Stützpunktstrategie Englands und der Vereinigten Staaten in der" ersten Runde des Feldzuges gegen Japan so völlig Bankrott gemacht hat, suchen die Amerikaner nun als Ausgangsstellungen für die zweite Runde, die Verteidigung Australiens, die ihnen praktisch so gut wie allein zufällt, und die Verwirklichung ihres Traumes von einer Rückeroberung ter Südsee, günstige Ausgangsstellungen auf den pazifischen Insel-Besitzungen ihrer Alliierten und früheren Verbündeten. Das französische Neu- Kal e d o n i e N haben sie besetzt, das neuseeländische Mandat Upolu (der ehemals deutsche Anteil an der SamowGvuppe) und die britischen Phoenix- Jnseln mit dem vor einigen Tagen genannten Ean- ton beansvruchen sie für sich, um damit von Hawai aus die Brücke von Stützpunkten nach Australien hinüber zu schlagen, das nach dem Verlust von Singapur von England notgedrungen im Sttch gelassen, ganz auf die Hille der Vereinigten Staaten angewiesen und ihrem Einfluß völlig verfallen ist. Diesem uferlosen Stützpunkt-Jmverialismus der Verein-laten Staaten, der mit der Besetzung Grönlands. Islands und Nordirlands ja auch in die europäische Sphäre binüberaegr'ftsn hat und damit bekundet, daß der Wettherrfckaftsc.nspruch keinerlei Grenzen kennt unb die von Roosevelt einst aufqe- stelltt These von'der Verteidigung der westlichen Hemisphäre nur ein Täufchungs versuch war, stellen die Mächte des Dreierpaktes das Ordmmgsprinstp einer klaren Abgrenzung der MaM'phären nach den natürlick-m Lebensräumen der Völker entgegen. Es ist die Wiederberstellung des ursprünglichen Sinnes der Monroe-Dakttin. die einstmals das Ideal der nordamerikanischen Außenpolitik gewesen ist. Dr. Fr. W. Lange. Der wachsende LIGA -Einfluß in Indien. Tokio, 2. April. (DRV.) Informierte Kreise befassen sich mit den anglo-amerikanischen Reibungen wegen der Tätigkeit des Sondergesandten Roosevelts in Indien, William Philips. Sie entstanden, als Indien durch die Besetzung Burmas der Gefahr eines japanischen Angriffs ausgesetzt war. Zur Verstärkung der Luftoerteidsgung in Indien seien damals die britischen Milikärbchörden genötigt gewesen, um die Entsendung amerikanischer Luftstreitträfte noch Indien zu bit- ken. Die '-Bereinigten Staaten hätten daraufhin ständig Verstärkungen über Afrika nach Indien geschickt und unter dem Vorwand, Indien als Zwischen, station für den Transport von Kriegslieferungen auf dem Luftwege nach Tsckungking benutzen zu muffen, sich schnell ausgebreitet. Der schwache britische Einfluß ermutigte noch das anmaßende Vor- geben der amerikanischen Luftstreitkröfte. Man fügt hinzu, daß der Hungerstreik des Mahatma Gandhi die Spannung zwischen den beiEs ist kein „großer Tag". Nur wenige Stuhlreihen stehen da, die für die Zuschauer bestimmt sind, und auch sie stehen fast zur Hälfte unbesetzt. Es herrscht nicht der große Andrang wie bei einem Mordprozeß, denn Meindero hatte sich bald wieder erholt, und damit war auch die Anteilnahme der Oeffentlichkeit an diesem Fall sehr gesunken. Aber in der ersten Reihe der Zuhörer sitzen Walter Hammerkott und neben ihm Frau Thora Kersten, und beide nicken dem Angeklagten Hellingrath bei seinem Eintritt in den Saal freundlich zu. „Na, gut geschlafen?" meint Doktor Reckling ermunternd und reicht seinem Schützling die Hand. „Ausgezeichnet", kommt es gutgelaunt zurück. Werner weiß, daß dieser tenfroüroige Tag noch einige Ueberraschungen bringen wird, die endlich einmal die Luft in Hammerkott reinigen werden. ^ntern tritt bas Gericht ein. Nach kurzer Begrüßung beginnt sofort die Verhandlung. „Sie sind der Bergingenieur Doktor Werner Hellingrath aus Hammerkott, geboren 17. November 1895 zu Celle in Hannover." „Ja." Fest und klar schwingt dieses Wort burd) den hohen Raum. Werner steht an seinem Platz, hoch aufgereckt, mit breiten Schultern, die dichten blonden Haare straff nach hinten gebürstet. Sein offener Blick weicht dem des Richters nicht aus. Seltsam, muß er dabei denken, dieser Mann dort ein Mensch wie ich und ist doch mein Richter. Landgerichtsrat Doktor Wildenow ist klein und zierlich, hat schütteres, graues Haar, aber feine Stimme, obzwar etwas leise, klingt doch fest und bestimmt. Eine Stimme, die genau weiß, was sie will. Und der man nicht ungern zuhört. Die Verlesung der Anklageschrist verläuft wie üblich und dauert nicht lange. Es sind hinreichend tenug Beweise vorhanden, die den Angeklagten Doktor Hellingrath des Mordversuchs überführen. Zu seinem Glück ist die Sache noch glimpflich verlaufen, so daß er sich hier nur wegen schwerer Körperverletzung zu verantworten hat. Do/tor Wildenow legt das nicht sehr umfangreiche Papier aus der Hand. „Bekennen Sie sich schuldig, Angeklagter?" Er hebt bei diestr Frage den Kopf und sieht zu Hellingrath hinüber. „Nein!" Einen Augenblick lang herrscht Stille. Dann setzt sich alles, der Vorsitzende legt sein Barett beiseite, und die eigentliche Verhandlung beginnt. „Erzählen Sie uns den Hergang der Tat, Angeklagter." Werner wechselt einen Blick mit Doktor Reckling, der ihm unmerklich zunickt. Nur ,die Ruhe bewahren, heißt das, sich nicht irritieren lassen. Doch die Frage hat Hellingrath ein wenig verwirrt, und er muß sich vor einer heftigen Antwort in acht nehmen, denn er darf sich hier die Sympathie des Richters nicht von vornherein verscherzen. _ „Zur Tat selbst vermag ich nicht viel auszusagen, Herr Landgerichtsrat, da ich diese ja nicht begangen habe." „Also gut ... dann sagen Sie uns, was Sie überhaupt von dem Vorgang wissen." „Das ist sehr wenig. Ich hielt mich auf der Strecke der Sohle sieben auf, als ich plötzlich hörte, wie Direktor Terbrüggen aus der Richtung vom Schacht her mehrmals meinen Namen rief. Ich ging darauf sofort die Strecke zurück und sah in der Ferne ein Grubenlicht näherkommen, als dessen Träger ich Terbrüggen vermuten mußte. Natürlich glaubte ich, daß etwas Besonderes vsrgefallen sei und ging deshalb sehr schnell, so daß ich mein volles Augenmerk auf den Weg vor mir richten muhte. Plötzlich fiel vorn ein Schuß, und als ich aufsah, war die mir entgegenkommende Lampe verschwunden. Ich ging nun so schnell ich konnte vorwärts, und als ich näherkam, traf ich unvermutet auf Meinders, der verwundet am Boden lag. Terbrüggen kniete neben ihm und versuchte, ihn auszurichten. Im Schein meiner Lampe konnten mir dann feststellen, daß ter untere bewußtlos mar." „Sie hatten sofort den Eindruck, daß Terbrüggen auf Meinders geschossen hatte?" Werner hebt die Schultern. „Er ... oder ein unbekannter Dritter. Aber die Männer, die dort unten arbeiten, kommen für eine solche Tat nicht in Frage. Terbrüggen mar zwar menig beliebt bei ihnen, aber zu einer Gemalttctt hätte sich bestimmt von ihnen niemand hinreißen lassen." „Mit dieser Aussage geben Sie zu erkennen, daß nach Ihrer Meinung der Schuß nicht Meinders, sondern viel eher Terbrüggen galt?" „Das will ich damit nicht gesagt haben, Herr Landgsrichtsrat, denn ich kenne rneder den Täter noch seine Berneggründe zur Tat." „Wie erklären Sie sich aber die bestimmte Aussage von Meinders? Er will bekanntlich genau gesehen haben, daß der Schuß von Ihnen kam." „Eine solche Behauptung muß jeder zurückweifen, der die Verhältnisse auf der Strecke unten kennt, gn der Dunkelheit, die dort herrscht, konnte auch Meinders weiter nichts sehen, als daß das Mündungsfeuer von vorn kam. Den Schlitzen selbst konnte er aus keinen Fall erkennen, zumal er nur sehr selten unter Tage war und die Verhältnisse dort nicht näher kannte." „Zwischen Ihnen und Herrn Meinders bestand eine gewisse Feindschaft?" „Nein." „Aber gegen 5)errn Direktor Terbrüggen doch?" „Das bestreite ich nicht. „Und der Grund dazu ..." „Einen bestimmten Grund könnte ich nicht am geben. Es mar persönliche Antipathie." „Und diese persönliche Abneigung ging so rneit, daß Direktor -terbrüggen Ihnen sogar noch am Tage vor ter Tat Ihre Stellung kündigte? Oder aus welcher anderen Veranlassung geschah das?" Werner überlegte sekundenlang. Die leise Ironie m den Worten des Richters überhörte er. (Fortsetzung folgt.) Aus dem Reich Kunst und Wissenschaft in Ahente der von der ausbrechenden französischen Re- spieler Paul Hartmann. für be- journalistiscken Werk Friedrich Hussongs las der Präsident der Reichstheaterkammer, Staatsschau-- OKH. hat diese außermilitärische Ausbildung den Winterkrieg und die Winterwehrkämpfe in sanderer Weise gefördert. verdichten, ©o findet auch der Dramatiker Schoeck, der sich mit Kleists „Penthesilea" und dem rkammer, Staatsschau- - Akz« 2lbschließend sprach der vorution bestimmten Handlunb namentlich im zwei- stellvertretende Pressechef der Reichsregierung, I ten Teil sich zu bühnenmäßig wirksamen Szenen der Reichspostdirektion Stuttgart, Dr. Auer, 6c stimmt. Der Präsident der im Zuge der Verwaltungsvereinfachung aufgehobenen Reichspostdirektion Trier, Brederlow, ist mit der Leitung der Reichspostdirektion Koblenz beauftragt worden. Die außermilitärische Wehrerziehung der SA. Im Rahmen der außermilitärischen Wehrerziehung führte die SA. die Winterausbil- d u ng der noch in der Heimat befindlichen SA.- und SA.-Wehrmänner durch. Die SA.-Winterkämpfe zeigten den Erfolg der Arbeit. Ferner wurden sie durch Teilnahme der Wehrmacht, der Waffen-^, des RAD., der Polizei, der Betriebssportgemeinschaften von KdF., des RSKK., der HI., der Politischen Leiter, des RSRL. und DRK. zu eindrucksvollen Kundgebungen des unüberwindlichen Wehrwillens unseres Volkes. Trotz der schlechten Schneeoerhält- nisse wurden im Bereich von zehn SA.-Gruppen in 57 Standorten die Winlerwehrkämpfe durchgeführt. An ihnen beteiligten sich 1253 Mannschaften mit 6784 Teilnehmern sowie 5860 Einzelkämpfer. Das Stabsleiter Sündermann, der u.a. ausführte: Wie jeder große Journalist, so sei auch Hussong nicht nur ein Sprecher für die Gegenwart, sondern auch ein Zeuge für die Zukunft gewesen. Aus seinen Worten werde auch für eine spätere Zeit ein Bild von den Kämpfen und Nöten, aber auch von der Kraft und Größe unserer entscheidungsoollen Epoche erstehen. Des Toten gedächten Reichsminister Dr. Goebbels, den Gefühle besonderer persönlicher Wertschätzung mit Hussong verbanden, und Rerchs- pressechef Dr. Dietrich, der in ihm einen verdienten publizistischen Mitarbeiter und einen Nestor des anständigen deutschen Journalismus verlöre. Bon der Reichspost Der Präsident der Reichspostdirektion Äöln, Grün- klee, tritt nach Vollendung des 65. Lebensjahres in den Ruhestand. Mit der Leitung der Reichspost- direktion Köln ist der Präsident der kürzlich zur Der- waltungsvereinfachung aufgehobenen Reichspostdirektion Karlsbad, Bcchrmann, beauftragt. Der Präsident der Reichspostdirektion Saarbrücken, Dipl.-Jng. Streich, wurde zum Nachfolger des bei einem Fliegerangriff ums Leben gekommenen Präsidenten Märchen „Vom Fischer un syner Fru" letzthin aus- einanoerzusetzen wußte, starte Anregungen. Die Klarheit der melodischen Zeichnung, der harmonische Reichtum und die Farbigkeit des Orchestersatzes sind wieder die hervorstechenden Eigensmaften dieser Partitur, die durch Willensstärke wie Stilempfinden überzeugt und die Innigkeit formgebundener Lyrik mit der Wucht dramatisch erregter Ensembles zu verbinden weiß. Prachtvolle Bühnenbilder von Emil Preetorius gaben dem Werk einen wirkungsvollen Rahmen. Mit großer Hingabe leitete Robert Heger die Aufführung. Lothar Band. 700 Iahre Stettin. Der Rundfunk nimmt die 700-Jahrfeier Stettins zum Anlaß, um in einer Feierstunde am Sonntag vormittag von 10.15 bis 11.00 Uhr deutsche Städtekultur, -baukunst und »geschichte zu würdigen. Baudirektor Stephan von der Generalbauinspektion Berlin führt den Hörer ein in die Atmosphäre der deutschen Stadt. Den Hauptbeitrag zur Sendung gibt der Schauspieler Heinrich George, der aus seiner Vaterstadt Kindheits- und Jugenderinne- rungen erzählen wird. Dvoraks „Jakobiner" im Rundfunk. Anton Dvorak ist als Opernschöpfer bisher wenig bekannt geworden. Eines seiner Hauptwerke, die 1889 uraufgeführten Jakobiner", wird im Reichsprogramm des Rundfunks am Sonntag von 20.20 bis 22.00 Uhr gesendet in der Neuinszenierung der Dresdener Staatsoper unter Leitung von Karl Elmendorfs. Dann spielt das Karl-Freund- Quartett Dvoraks Streichquartett in F-dur. Kleine politische Nachrichten. Gauleiter und Reichsstatch alter Sprenger sprach anläßlich eines Betriebsappells zu der Belegschi ft eines Werkes in Limburg über die allgemeine politische Lage und über den totalen Kriegseinsatz der Heimat. * Nachdem Professor Dr. E. Lüe r im Jahre 1941 zum Vorsitzenden des Vorstandes und Betriebs- führer der Adam-Opel-AG. bestellt worden war, ist Hans Richter, der Wagner-Dirigent. Als Richard Wagner in Triebschen die Partitur der „Meistersinger" vollendet hatte, suche er einen jungen Musiker, der ihm die Handschrift für die Drucklegung kopierte. So trat der damals 23jährige Hans Richter in den Lebens kreis des Bayreuther Meisters, dem er dann in unwandelbarer Treue ergeben war. Vor hundert Jahren in Raab an der Donau als Sohn des Domkapellmeisters geboren, kam er mit jungen Jahren nach Wien in das Löwenburgsche Konvttt, zu dessen Zöglingen einst auch Haydn und Schubert gehört hatten, und wurde Ehorknabe der Wiener Hoftapelle. Eine universelle praktisch Ausbildung auf allen Blas- und Streichinstrumenten neben dem Horn, das er mit Virtuosität spielte, und die gediegenen theoretischen Kenntnisse, die er bei Bruckners Lehrer Simon Sechter erworben hatte, lieferten ihm die Grundlagen für den Dirigentenberuf. Schon bei der ersten Aufführung der „Meistersinger" in München half er als Solorepetitor und Ehordirigent, leitete kurz darauf in Brüssel die erste Aufführung des ,Lohengrin" mit französischen Sängern, hielt sich aber stets in Wagners engster Umgebung. Auch seine Berufung zum Kapellmeister der Wiener Hofoper löste diese freund- schaftlichn Bindungen nicht, denn der Höhepunkt in Richters Wirken bedeutete wohl die Leitung des „Ring" in Bayreuth, als 1876 das vollständige Werk dort zum ersten Male erklang. Seitdem zählte Hans Richter zu den bedeutendsten Dirigenten der Bayreuther Festspiele. Am 4. Dezember 1916 ist Hans Richter in Bayreuth gestorben. Lothar Band. „Das Schloß Dürande" in der Berliner Staatsoper. Mi allen äußeren Zeichen eines großen Erfolges erlebte die neue Oper des Schweizer Komponisten Othmar Schoeck in der Berliner Staatsoper Unter den Linden ihre Uraufführung. Der reiche lyrische Einschlag dieses von Hamann B u r t e der Eichendorffschen Novelle nachgestalteten Textbuches gibt dem Komponisten die Möglichkeit, seinen Sinn für das schlichte, wahr empfundene Lied ebenso sich auswirken zu lassen, wie die dramatischen Erweiterte Kriegsaufgaben des BOM. NSG. Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenge r stattete der Derwaltungsführerschule der Reichjugendführung der Hitler-Jugend Niedernhausen, in der sich zur Zeit 42 BDM.- Führerinnen aus allen Reichsgauen befinden, einen Besuch ab. Die BDM.-Führerinnen erhalten hier eine auf die kriegsmäßige Notwendigkeit abqe- stimmte Ausbildung, um in den Bannen, KLV.- Lagern, Wehrertücktigungslagern, Schulen, Jugendwohnheimen und sonstigen Erziehungseinrichtungen der Hitler-Jugend als Verwaltungsleiterinnen Verwendung zu finden. Mit diesem für die Mädel nicht leichten und zur intensivsten Arbeit verpflichtenden Einsatz ermöglichen sie die Freimachung der letzten in diesem Arbeitsgebiet noch vorhandenen mänylichen Kameraden für die Wehrmacht. Gleichzeitig üoernehmen sie damit die Verpflichtung, das notwendige Aufgabengebiet der sauberen unbürokratischen Verwaltung für die Dauer des Krieges sicherzustellen. Der Gauleiter wies in diesem Sinne den Weg für die Erfüllunq dieses erweiterten Kriegsaufgabengebietes des BDM. Schuh von Che, Familie und Mutterschaft. Eine Verordnung zum Schutz von Ehe, Familie und Mutterschaft, die bestimmt ist, einige Lücken des geltenden Strafrechts zu schließen, sieht vor, daß künftig ein Ehegatte, der Familien»Habe (Möbel, Ausstattungsgegenstände der ehelichen Wohnung usw.) böswillig oder aus grobem Eigennutz veräw ßert, zerstört oder beiseite schafft und dadurch den anderen Ehegatten oder einen unterhaltsberechl'igten Abkömmling schädigt, mit Gefängnis bestraft wird; auch der Versuch ist strafbar. Solche Fälle hatten sich verschiedentlich bei Ausbruch ehelicher Zwistigkeiten und im Verlauf von Scheidungsverfahren ergeben. Die Verordnung stellt auch einen besonderen Schutz für die im Felde stehenden Ehemänner dar. Wer ferner seine Frau, seine Kinder oder seine Eltern 1U unterhalten hat, darf den Lebensbedarf seiner Angehörigen nicht gefährden und sie auch nicht auf öffentliche Hilfe oder die Hilfe anderer verweisen; entzieht er sich vorsätzlich seiner Unterhaltungspflicht, so ist er strafvar. Es hat auch vereinzelt Fälle gegeben, in denen verantwortungslose Frauen Kinder ohne zureichende Nahrung oder Wartung gelassen haben, um ihrem Vergnügen nachzugehen. Eine solche Vernachlässigung der Fürsorge- und Erziehungspflicht soll künftig mit strengster Strafe geahndet werden. Ferner sieht die Verordnung eine erhebliche Verschärfung der Strafvorschriften gegen die Abtreibung vor. Abschied von Friedrich Hussong. In einer Trauerfeier der Presse ab teiluna der Reichsregierung nahmen die Männer der Presse und mit ihnen und den Angehörigen des Verstorbenen zahlreiche Vertreter von Partei und Staat und insbesondere der mit der Pressearbeit verbundenen Dienststellen im Hause der Deutschen Presse in Berlin Abschied von dem verstorbenen Hauptschriftleiter Friedrich Hussong. Der Chefkorrespondent des Scherlverlages, Dr. Otto Kriegk, würdigte Lebensweg und Lebenswerk des Toten, der in 40jährigem unermüdlichen Schäften als einer der bedeutendsten nationalen Publizisten immer nur seinem Volk und Vaterland diente. Worte aus dem Kraft des Glaubens. Von allen Kräften, die die Menschheit im ßauffl ihrer Geschichte bewegten, die die Volker aufsteheitz ober untergehen ließen, die das Antlitz der Erds formten und dem Leben des einzelnen seine Riä>- tung gaben, ihn aus dem Vegetieren heraushobeu zum aktiven Leben, zum Erfolg und zur (Erfüllung, ist feine so stark wie der Glaube. Der Hunger mag eine Kraft sein, die Millionen zur Verzweiflung, zur Revolution und zur Raserei bringen kann, die Bestehendes stürzt und Neues entstehen läßt. Glaube ist stärker als Hunger. Liebe mag mächtig sein, mag Taten von wundersamer Größe und Handlungen von tieftter Verzweiflung merben lassen. Glaube ist mächtiger als Liebe. Der Glaube versetzt Berge. Er vermag die Welten: ^u wandeln und die Herzen zu formen, er vermag bia schwache Menschenfaust zu Stahl zu machen und cim sterbendes Leben zu neuem Leben zu erwecken. Den einzelnen als Träger eines Glaubens kann man erschlagen. War sein Glaube stark genug, auch nur zwei blanke andere Herzen zu entzünden, bann ist sein Tob nicht Tob, sondern doppelter Sieg, denn die zwei Herzen werben nun zu Fackeln werden und andere blanke Herzen zu heller Glut entfachen. Und hunderte einzelne kann man nicht mehr niedertreten, beim gehen erst hunbert im gleichen, Schritt um eine gute, große, edle Sache, dann steheni hinter ihnen schon tausend Gläubige, die untern Hammerschlag, der jene hundert träfe, nun selbst 311 Kämpfern und Marschierern würden. Denn es gibt keine Kraft, die stärker wäre old echter, guter Glaube. Sie schafft den Willen. Der* Wille aber gebiert die Tat, und die Taten gebeui den Sieg. Wacht und Idee, Freiheit und Pflicht sollen bet uns eine untrennbare Einheit ergeben, und die große Stunde des Deutschen soll damit zugleich die Stunde der Wiedergeburt für die anderen schöpferischen Rationen Europas werden. Alfred Rosenberg in Berlin am 23. II. 1942. er nach Durchführung der ihm gestellten Aufgaben und Ernennung zum Verwalter der Gesellschaft aus dem Vorstand wieder ausgeschieden und hat seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied der Dresdner Bank, von der er freigestellt worden war, wieder aufgc, nommen. Betriebsführer der Adam-OpeLAG. wurde der Vorsitzer des Vorstandes, H. W a g n e r. * Die Docks von Gibraltar sind seit Monaten derart in Anspruch genommen, daß sie keinen mehr leer stehen. Kaurn hatten am Freitag der Transporter „Almack", der Kreuzer „Agerol" und der Hilfskreuzer „Prmceß Beatrice" die Docks verlassen, als bereits drei neue schwer beschädigte Schiffe übernommen werden mußten. Es handelt sich um einen Zerstörer und Mei Transportschiffe. * Der Luftverkehr zwischen Tokio und Schonan (Singapur) ist aufgenommeu worden. Sowohl in Tokio wie in Schonan starteten Flugzeuge, die fünf- füg regelmäßig die Linie befliegen sollen. * Ein Lehrgang für bretonische Sprache ist im Pa riser Eondorcet-Lyceum eröffnet worden. Damit wird das Bretonische zum erstenmal Lchrgegenstand in einer höhereü französischen Bildungsanstalt. Houptfchttftlttter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter beB hauptjchrifUeiterS: Ernst Blumschetn. Verantwortlich für Politik und Vtlder: Dr. Fr. W. Lange; für da- steuillettm: Dr. Hans Thyriot; für Stadt Dieken, Provinz Wittichaft und Spott: Emst Mumjchein. Druck und Berlaa: Brühljche Univerfiiäisbruckeret R. Lange K. G. Berlagsieiter: Dr.-Jng. Ettch Hamann: AozeigenleÜer: Hans Beck. An»etgenpreisltfte Nr. 6. Als Verlobte grüßen Saßnitz a. Rügen Gießen 02138/ 02153/ Ihre Vermählung geben bekannt Hamburg-Altona, 28. März 1943 Eliy Wörsdörfer Hans Werner Stephan Wir haben uns vermählt Karl Synofzik Hanni Synofzik . geb. Schmidt Hellmut Hudel Hauptmann und Kommandeur einer Panzer-Abteilung Hella Hudel geb. Graeff Für die anläßlich unserer Silberhochzeit erwiesenen Aufmerksamkeiten danken wir herzlich Heinrich Petermann Rev.'Leutnnnt der Schutepolizei und Frau Christina geb. Kleisinger Gießen, Dammstraße 43 02139/ H.d.Schie6gärten28 Ad.-Hitler-Str. 15 im April 1943 Gießen, den 3. April 1943 02137/ Ihre Vermählung beehren sich anzuzeigen Willi Semmler Ob.-Masch. bei der Kriegsmarine Ilse Semmler geb. Schuchert Statt Karten! Für die vielen Glückwünsche u. Aufmerksamkeiten zu unserer Vermählung sagen wir auf diesem Wege unseren Dank Heinrich Lotz u. Frau Gerda, geb. Lübbers Gießen, im April 1943 v 02144/ Gießen-Wieseck Laubach (Oberhessen) 3. April 1943 Für die vielen Aufmerksamkeiten, Blumen und Glückwünsche zu meinem 80. Geburtstage sage ich meinen lieben Freunden und Bekannten herzlichen Dank Frau Elise Bayer Lleblgttraße 47 8 02140/ Für die vielen Glückwünsche und Aufmerksamkeiten anläßl. unserer Silberhochzeit danken wir herzlich Ludwig Schneider u. Frau Marie, geb.Schmidt Rödgen, im April 1943. ___________________ 02200/ Für die erwiesenen Aufmerksamkeiten und Glückwünsche anläßlich unserer Vermählung danken wir, auch im Namen unserer Eltern, recht herzlich Earl Schäler und Frau Anni, geb. Daniel Ehringshausen, im April 1943 s’02185/ /-----------------X Statt Karten. Für die zahlreichen Wünsche, Blumen und Aufmerksamkeiten anläßlich unserer Vermählung sagen wir herzlichsten Dank. Emil Bürck und Frau Irma, geb. Betz Gießen (Gnauthstr. 12), im April 1943 \02203/ AFürsorge für das Kind! " Aussteuer - Versicherung ihr die Tochter / Sicherstellung d. Berufsausbildung für den Sohn I Lebensversicherung zum Schutze der Familie | Kriegssterbefall gwn einen einmaligen Zuschlag eingeschlossen. 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(G. = Gottesdienst, KG. — KindergotleSdtenst, HG. = Hauptgottesdienst, HG.-Abendrn. = Hauptgottesdienft mit Beichte und Abendmahl. Gießen. Sonntag, 4. April. Ltadtkirche. 10, Schmidt; 11.15 ft®., Matth.- Gem.; 17, Liz. Herm. Sauer, Berlin („Wir und die ewigen Kräfte"). Johanneskirche. 10, Liz. Drommershausen; 11.15 KG., Lirk.-Gem. Kapelle Alter Fttedhof. 10, Einführung der Konfirmanden, Walther. Kapelle Wetzlarer Weg. 10, Schaad. Gießen-ftlein-Linden. 10, Schultheis; 11.15 ft®. Gießen-Wieseck. 10 G.; 14 Gedächtntsgottesd. ftirchberft. 14, Schmidt, Gießen. Hunsien. 10 Konfirmation. Lich. 13: KG. 14: Vorstellung und Prüfung der Konfirmanden des 2. Pfarrbez. Kahn. Kollelle. Evang. Stadtmisfion, Löberstr. 14. Sonntag, 4. 4., 8.30 Andacht u. Mendmahl; 9.45 S.- Sch.; 17 Predigt. — Mittwoch, 7. 4., 20.15 Bibelstunde. Pfttit evangelische Gemeinde Giessen, Zu den Mühlen 2. Sonntag, 4. 4., 9.45 Erbauungsstunde l 11 Sonntagschule: 16 Gemeindestunde. Evmlg. fr ei kirchliche Gemeinde in Gießen, Gartenstr. 13 (früher Bapt. u. B. f. C ). Sonntag. 4. 4., 10.45 KG.: 15.80 G. — Mittwoch, 7. 4., 20.15 G. GiehenerVortragsring Kulturelle Vereinigung / Goethe-Bund Volksblldungsstätte Gießen der NSG. „Kraft durch Freude“ Mittwoch, den 7. April 1943, abends 7.30 Uhr Neue Aula der Universität Joachim von der Goltz liest aus eigenen Werken. Die Mitglieder des Goethe-Bundes (Kontr.'Abachn. Nr. 3). der Kulturellen-Vereinigung und der Volksbildungaetfl te Gießen (Kontr.Ab- sch iit Nr, 12) haben freien Eintritt. Die Mitglieder der Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde erhalten gegen Kontr.-Abschn Nr. 12 Eintrittskarten zum ermäßigten Preise von RM. 0.75 auf Sammelbestellung. Nichtmitglieder zum Preise von RM 1.25 bei Cha liier, Neuenweg. Kartenverkaufsstelle der KdF., Seltersv eß 60. Die Angehörigen des Veranstaltungsringes der HJ. erhaben Eintrittsk -rten zum Preise von RM. 0.30. Studenten u. Militär zu RM. 0.40. [1056D M|aMI (ttiUD«) vom 3. bis 11. April 1943 auf dem Oswaldsgarten in Gießen Scbao-, Verkaofs- and BelnsIiguDgsgesehäHe Der Oberbürgermeister. 1072 D Jjwentuc un Tlkdlelnschtank Wie viele längst vergessene Arzneipackungen kommen da manchmal wieder zum Vorschein. Besser alS man weiß, ist oft für den ftrankdeUrfall gesorgt. Nun aber tünftig erst die angebrochenen Packungen auf- brauchen, bevor eine neue gekauft wirdl Denn heute müssen Heilmittel restlos verwertet werden, auch SilphoscalinsJxiMetten- Denn alle die» ernstlich bedenken, belommt jeder Sllphi»«. calin, der es braucht. Carl Bühler, Konslam. Fabrik der pharm. Präparate Silphoscalin und Thylial. |verschiedenes| Witwer, 48 ev., berusst., eig. Hausbes.m.Gar ten, Geg. Weilburg,»!, unbesch. Berg., Kind. er° wachs., wünscht auf d. Wege eine Lebensgefährtin zwecks Heirat kenuenzulernen. Witwe ohne Anhang bevorz. ß# w. sich n. Frauen a. gut. Hause u. m. gut. Berg, bew. Strengste Diskret, zugesich. Zuschrift, unter 1087va.d.G.A. Verloren Arm- banduhrlCbrom^ m. Chromo. am F-reit., 2.4.43, zw.. 12.15 u.!2.45U6r a. d.WegeObus- Haltest. Ludwig platz b. Endstat. ^-chubertstr.02100 Abzug, geg. gute Bel. Blösch, Schubertstr. 32- Telephon 211fr Oelbild (Fries), 30x40, Anfang März verloren. Abzug, ßeg. hohe Bel. bei [02210 Wetzel, Creduerstr. 12. Soldatenfrau verlor Damen- Armbanduhr v. Rhein. Hof bis Klinikstr. 10. Abzug, geg. hohe Bel. b. Gastivirt 02174 Senkler, Frankfurt. Str. sie tagsüber barfuß liefen. Aber geschieht es auch gründlich? Wird der Schmutz gut abgespült? Genau so ist es mit den Händen, mit dem Hals! Mutter muß am Abend schon eine gründliche Generealinspek- tion ansetzen — gründlicher als früher, wo Waschen leichter war und Wäsche sich rascher ersetzen ließ! Es handelt sich hier nicht nur um Bettücher und -bezüge. sondern auch um Nachthemden und Leibwäsche. Man glaubt gar nicht, wieviel unnötige Wascharbeit man sparen unö raschen Verschleiß vermeiden kann! Ueberhaupt läßt sich gerade bei Kindern mit etwas Findigkeit viel Wäsche sparen. Ist es z. B. nötig, daß die Allerkleinsten immer ein blitzsaubere^ neugewaschener Leinenlätzchen umhaben? Ein dauerhafter, abwaschbarer Latz ist praktischer und spart unnötige Wascharbeit. Aber auch die Größeren sollten wir so erzteyen, daß sie es nicht nötig haben, sich nach dem Essen den Marmeladen- mund an der Serviette avzuwischen. Am besten bekommen die Kinder bis zu fünf Jahren eine Wachstuchunterlage unter den Teller, damit das Tischtuch länger sauber bleibt. Wo blcmkgescheuerte Tische sind, kann man sogar aufs Tischtuch verzichten. Warum nicht mal auf alle diese Dinge achten? Wir werden mit Befriedigung feststellen, wie sich auf diese Weise unser Wäscheberg bei der großen Wäsche verkleinert, 837V 02218 Gießen-Wieseck, den 3. April 1943. Statt Karten. Wir sagen allen unseren herzlichsten Dank für die wohltuende Teilnahme bei dem für uns so schweren Verlust unserer lieben Entschlafenen. Besonderen Dank Herrn Dekan Sattler und den Schulkameraden für die trostreichen Worte am Grabe. Hch. B. Wagner und Angehörige. die Neue Apotheke. 1067 D AN! an Hose, auch getrennt, zu kaufen gesucht. Schriftl. g. unt. 02221 d. Gieh. Anz. Gebrauchsfähige ylöWMlne z. kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. unter 02095 an den Gieh. Anz. NWüWne z. kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 02130 a.d.G.A. Ab Samstag, den 3. April, bis einschließlich Freitag, den 9. April versieht den Nacht- und Sonntags-Dienst sowie den Mittwoch-Nachmittags-Dienst (ab 13 Uhr) MMlWM gesucht. Schr. Ang. unt. 02193 a.d.G.A. Gut erhaltene Kommode z. kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 02106 a.d.G.A. Suche ein einf. Bett einen Schrank u. 1 Bücherschrank zu kaufen. Schr. Ang. unt. 02199 a.d.G.A. Gut erhaltene Bettitelle mit Matratze z. kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. unter 02178 an den Gieh. Anz. Gut erhaltenes Sofa Holz-od. Polster- bank, zu kaufen gesucht. Schriftl. Ang. unt. 02177 an d. Gieh. Anz. Guter Teppich zu kaufen gesucht. 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Gefolgschaftsmitgliedern geeignete Unterbringungsmöglichkeit größeren Saal oder sonst geeignete Räume. Schriftliche Angebote unter 10710 an den Gießener Anzeiger. Wachmänner für besetzte Westgebiete gesucht Hannoversches 980 V Wach- und Schließ - Institut G.m.b.H., Hannover Hausmannstr. 7. Tel. 21768. Wir suchen zur sofortigen Einstellung bilanzsicheren Buchhalter für Finanz- und Betriebsbuch- haltung(Durchschreibeverfah- ren) und einen erfahrenen Lohnbuchhaiter der mit allen einschlägigen Fragen und Arbeiten bestens vertraut ist. Nach kürzerer Einarbeitungszeit müssen die Posten selbständig ausgefüllt werden. Zustimmung des Arbeitsamtes liegt vor. Wilhelm Gälische Tonwerke AG..Gießen 1073 D Für die herzliche Teilnahme sowie für die Kranz-und Blumenspenden bei dem Heimgang meines lieben Entschlafenen sage ich allen meinen herzlichsten Dank. Besonders danke ich Herrn Missionar Walther und den lieben Schwestern. Frau M. Roth, Lehrerswitwe Gießen, 3. April 1943. Memeler Straße 15 1089 D ^7 Danksagung. Allen, die uns in unserem großen Schmerz durch den Heldentod unseres unver- geglichen Sohnes, Bruders und Schwagers Karl Weller, Uffz. in einem Gren.-Begt., ihre Teilnahme entgegenbrachten, sagen wir herzlichen Dank. Besonders danken wir Herrn Dekan Sattler und der Firma Joseph Kreuter. Familie Kerl Weller IV. Gießen-Wieseck, im März 1943. und alle Angehörigen. LEHRMÄDCHEN über das Arbeitsamt gesucht Schuhhaus Wolff vorübergehend Marktplatz 6 Modehaus Becker 1062d 02092 Gießen, 3. April 1943. 1066 D 02077 Rödgen, den 3. April 1943. 1058 D 1077 D 02164 1060 D Gießen, im April 1943. 02192 1080 D Großen-Buseck, den 3. April 1943. 1086 D 1081 D Königsberg, 2. April 1943. |wohnungstausch| Biete schöne. in Bad. uche Stellenangebote Verkäufe ~"| Schr. Ang. unt. 02188 a. d, G.A. Ludwigstr. Gietzen. 39. Möbl.Wohnung od. 2-3 Zimmer z. miet, gesucht. Schr. Ang. unt. 02089 a.d.G.A. 4—5-Zimmer- Wohnung nebst Zubehör u. Bad, evtl. Heiz. Schr. 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Keine ür sprenge* xeegBlsee, sondern nut Zeugnis abschriften dem werbungsichre iben beilegen I — Lichtbilder undBewerbung«unte» !agen müßen zur Bet metdung von Berwften auf der iRürffeite 'Hamen und Anschrift bei veweiber» tragen I Personenwagen Ford-Rheinland, 13/50 PS, auch reparaturbedürftig, zu kaufen gesucht. [02121 Kraftverkehr Brück, Erda, KreiS Wetzlar. rJwLi Danksagung. Für die vielen Beweise ehrender. Gedenkens und aufrichtiger Anteilnahme an dem Soldatentod unseres geliebten unvergeßlichen Sohnes, Joachim Frank, Oberleutnant in einem Pan- zer-Regt., sagen wir herzlichsten Dank. Studienrat Friedrich Frank und Frau Ghitta Wir suden einen Lehrling laut erteilter Zustimmung des Arbeitsamts Gießen. 9et»r. JTicoIaus Baudekoration Gießen, Am Nahrungsberg 2 989 D Danksagung. Für die vielen Beweise herz- BSSJ lieber Teilnahme anläßlich des Heldentodes meines lieben, unvergeßlichen Mannes und lieben Vaters Otto Hahn, Uffz. in einer Panzerdivision, sage ich hiermit meinen innigst. Dank. Besonders danke ich Herrn Pfarrer Bönning u. der Fa. Poppe & Co., Gießen Frau Anna Hahn. geb. Becker, und Söhnchen Willi. Rind Grau sch., schwer, z. Fahren gut geeign., Ende Avril kalb., verk. [02152 Heuchelheim, Kirchstratze 1. ZMklerWse mit 1 Lamm zu verkaufen. Schr. Ang. unt. 02173 a.d.G.A. Verk.NAngora- häsinm.3Jung., 13W.alt,f.50Mk. u. ein Kanonenöfchen „Allesbrenner"^, neu, für 25 Mk. Suche: 3 einj. Leghühner. 02217 K. Rau, W errastr.l5r>,r. LEHRLING für meine Abteilung Großhandlung und LEHRMÄDCHEN für die Abteilung Einzelhandel stellt mit Genehmigung des Arbeitsamtes ein Hermann Mettenheimer Inh. W. Menges Kreuzplatz 3 । ■■ " —1 । 02220 Beamtenfamilie sucht ab sof. od. spät, in Giehen, Marburg, Bad-Nauheim od. 11mg. eine 2-3-Zim.-Wohng. mit Küche, evtl, mit Bad und Heizung. Biete einen Arbeitsanzug, mittlerer Größe, 30,— RM. Suche einen Handwagen. Schr. Ang. unt. 02176 a.d.G.A. Jung. Ehepaar, Mann z. Z. im Felde, sucht 2-3-Zionn.-WohD. (auch Teilwohn.) sofort od. später. 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Im Namentieftrauernd Hinter- Korrespondentin (Korrespondent) mit gut. Auffassungsgabe, technischem Verständnis und möglichst etwas Exporterfahrung, von Maschinenfabrik in Wetzlar zum baldigen Eintritt gesucht. Schriftl. Angebote unter 875D an den Gießener Anzeiger erb. ■ Schwer und kaum faßbar traf uns die B [rafl schmerzliche Nachricht, daß unser he- E L!78v ber unvergeßlicher, hoffnungsvoller Sohn, mein guter Bruder,Pate,Neffe und Vetter Friseurlehrling sofort oder spät, gesucht. [02147 Genehmigung vom Arbeitsamt vorhanden. Hans Faderl, Friseurmeister, Gietzen, Neustadt 6. MiBerKiig stellt ein mit Genehmigung des Arbeitsamts Wilhelm Kröck, Dachdeckermeister, 02194 Gietzen, Labnstratze 19. Zuverläss., ältere Hausgehilfin f.gepfl.Haushalt gesucht. [1052V Gegebenenfalls Lebensstellung. Schr. Ang. unt. 1002 postlagernd Marienberg, Westerwald. | Mietgesuche~| 5-6-Zimnißr-Wohn. zu mieten gesucht. - Schriftl. Ang. unt. 02227 an d. Gieh. Anz. 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K. 2, des Inf.-Sturmabzeichens und des Verwundeten-Abzeichens der dazu ausersehen war, die Erbfolge der 4. Generation anzutreten. In tiefer Trauer: die Familien Emil, Fritz und Otto Roth Berlin—Gießen, den 1. April 1943. Junge Frau sucht zwei leere Zimmer am liebsten mit Küche. Schr. Ang. unt. 02116a. d.G.A. Med.-Student sucht gutes Zimmer für sofort oder 1. Mai. Schr. Ang. unt. 02157 a.d.G.A. Berufst., ruhige Dauermieterin sucht f. bald oder später gut möbl. Zimmer Schr. Ang. unt. 02165 a.d.G.A. Junge Frau mit 5jähr. Kind sucht mW. Zimmer und Küche, auch Wohn-u.Schlafzimmer. Arbeit wird selbst übern, u. Bettw. geit. Kriegerwwe. m. Ojährig. Mädel sucht Wohnung m. ein. Zimm.u. Kochgelegenheit, in Giehen oder Umgegend. Schr. Ang. unt. 02172 a.d.G.A. 2 leere Zimmer v. jungverheir., berufstätiger Schneiderin f. sofort gesucht. Schr. Ang. unt. 02103 a.d.G.A. Tieferschüttert und unfaßbar traf uns die n&U traurige Nachricht, daß mein lieber, her- zensguter Mann, meiner beiden Kinder treusorgender Vater, mein lieber Sohn, Schwiegersohn, Bruder, Schwager und Onkel Wilhelm Gerlach Obergefreiter bei der Luftwaffe im Alter von 33 Jahren bei den schweren Kämpfen im Osten den Heldentod fand. In tiefer Trauer: Frau Meline Gerlach und Kinder Hans und Elsbeth Ludwig Gerlach Familie Ludwig Wagner Familie Otto Wagner Famiie Adam Schröder, und alle Verwandten. Fellingshausen, Sand bei Kassel. Sehr schwer und erschütternd traf uns «£■1 die traurige Nachricht, daß unser lebens- froher, einziger Junge, unser lieber Neffe Karl Gerbig Gefreiter in einem Grenadier-Regiment nicht mehr zu uns zurückkehrt. Im Alter von 24 Jahren gab er im hohen Norden für unser Vaterland am 10. März 1943 sein Leben. Fern der Heimat ruht er, unvergessen von uns allen. In tiefem Schmerz: Hch. Gerbig und Frau Marie, geb. Damm und alle Angehörigen. Suche 4-5 Zimmer- Wohnung mit Zubehör u. Bad, evtl. Heiz. Schr. Ang. unt. 02209 a.d.G.A. Wir bieten: 2 fabrikneue Drenstrommotoren 5,5PS,220/380V, 50Per.,Form85, UpM.: 1450, u. suchen: gut erb. Schreibmasch. Schr. Ang. unt. 1083va.d.G.A. Ein gefederter Wagen (Halbbreak) steht z.Verk.bei[i045v Wagnermeister Hrch. Hormann, Kesselbach. Laden oder sonstige geeignete Räume möglichst Stadtzentrum, für Bürozwecke zu mieten gesucht. Schriftliche Angebote unter Nr. 02184 an den Gießener Anzeiger erbeten. Alfred Alles Gefreiter in einer Panzer-Jäger-Kompanie Inhaber des E. K. 2und des Verwundeten-Abz. im 22. Lebensjahreim Osten d. Heldentod fand. In tiefem Leid: Wilhelm Alles, Sattler und Frau Marie, geb. Metzger Gertrud Alles und alle Anverwanten Gambach, den 30. März 1943. der Universitätsstadt Gießen Wochenübersicht: Dienstag, 6. April, 18.30 Uhr 27.Dienstagmiete u. HalbmieteA Abenteuer im Atlantik. Mittwoch, 7. April. 19.00 Uhr 28.Mittwochmiete u.HalbmieteA »Sappho. Freitag, 9. April, 18.30 Uhr 27. Freitagmiete u. Halbmiete A Abenteuer im Atlantik. Samstag, 10. April, 18.30 Uhr Der Opernball. Sonntag, 11. April, 18.30 Uhr Abenteuer im Atlantik. LICHTSPIEL-THEATER Ölcria-Palast, Seltersweg: Die goldene Stadt Llchtepielhau», Bahnhofstraße Karin und der Fremde [7u^ 7841. 2.30, 4.45,7.30; So. 2.00, 4.30,7.30 M Kaufgesuche Nr. 79 Zweiter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhefsen) Z./4. April (943 Aus -er Stadt Gießen. Frühling - einst und jetzt. Von Emil Merker. Unsere Soldaten im Dienste des Knegs-WHW. Aus dem Programm der Flieger. Manches auf der Erde ist anders geworden in den letzten Jahren, aber vieles ist gleichgeblieben. Gleichgeblieben ist — fast stellt man es mit einer leisen Verwunderung fest —, daß noch immer die Sonne scheint, daß es trotz allem wie jedes Jahr Frühling wird^ Dies ist nicht roehig und läßt tiefer atmen. Ueberhaupt: eine Betrachtung „Aufwertung durch den Krieg" drängt sich einem manchmal auf. Keine volkswirtschaftliche Erwägung, daß -durch den Krieg manches teurer wird, nur eine menschliche, daß uns alles teurer wird, wertvoller; daß alles mit mehr Bedacht, dankbarer, achtsamer entgegengenommen wird, jede kleinste Freude, auch der Frühling, auch die Sonne. Und dieses Stück Erziehungsarbeit, die der Krieg an uns geleistet hat, so schwer wir manchmal an ihm tragen, müssen wir voll Achtung auch buchen. Ach, die Sonne, ihr goldenes Licht, wenn es über junges Gras, auf junges, gelbwelliges Federvieh, über junge Saat auf altem, neu bestelltem Acker liegt, wenn es lächelt, hold und zärtlich, gütig streichelt und wärmt, es ist immer wieder Beglückung. An ihm müssen wir uns freuen, wenn wir allem Winter zum Trotz, diesem Winter zum Trotz auferstehen wollen. Zur Sonne gehört der Lerchenjubel unter dem Himmel aus feuchtblauer Seide. Das sind alte Weisheiten, nur werden sie jedes Jahr von neuem wahr. Die Kämpfenden an der Front hören ihn wohl nicht vor Geschützdonner, auch haben sie anderes zu tun, als auf ihn zu hören; aber gleich hinter der Front, so glaube ich, hört man ihn wieder, inbrünstiger als anderswo. Gleich ist auch, daß es auf Weg und Steg zu blühen anfängt, bunt und kinderfroh. Und ebenso in den Gärten. Wie bringt man nur die Zeit auf? Jeder leistet die dovpelte und dreifache Arbeit wie sonst, aber unsere Gärten sind dennoch sauber beisammen, grünen und blühen. Mag sein: wo es früher nur lachte und tändelte vor Blumen, gelb und rot und blau, und weiß, dort grünt jetzt auch Spinat und Salat und Kohl; die bloß Nützlichen sind aufgerückt in der Wertschätzung und aus dem Gemüse und ftehen selbstbewußt neben dem Farbenstolzen und Prangenden. Mir macht das nichts aus. ich habe diese und jene seit ie gleich lieb. Und auf dem arünenben Rasen liegt, zwischen dem noch fahlen Geäst hängt Wäsche und ist blendend weiß. Merkwürdig, die Frauen! Sie jammern über die Seife, daß sie nicht zureiche, ab-r sie zaubern die Wäsche dennoch immer wieder blütenweiß. Und nun haben sie von Tag zu Tag mehr eine treue Helserin: die Sonne. Und gleichoeblieben ist ebenfalls, trotz totalem Krieg und äußerstem Arbeitseinsatz, dos große Reinemachen dem Frühling zu Ehren, die bei offenstehenden Fenstern frisch getünchte Stube, die liebevoll und hausfrauenstolz gelüfteten Betten, die blankgeputzten spiegelnden Scheiben, die dem Osterfest entgegenfunkeln. Auf den Aeckern ist es ft eil ich anders als andere Jahre. Dort gehen nicht wie sonst Männer hinter dem Pflug, sondern Frauen. Und in den Straßen der Stadt ist es auch anders. Dort spazieren nicht wie in anderen Jahren Frauen und führen Frühlingstoiletten aus; dort gehen höchstens Hausfrauen mit Einkaufstaschen. Rach Schluß der Betriebe aber strömt man heraus und füllt die autoleeren Straßen und Plätze, wenn auch nicht gerade funkelnagelneu angetan, vielleicht auch nicht mehr so ganz frisch onduliert und von neuem Kunstblond, aber nett immer, und heiter und lebensfroh auch. Aber was man zahlreicher sieht als je, was scharen- und rudelweise auf der Sonnenseite der Straße, unter den knospenden Bäumen der Anlagen spazieren fährt, dos sind Kinderwagen. Gewiß, sie hat es immer gegeben, aber in dieser Fülle, dünkt mich, noch nie. Und sie machen den Chor aus grünenden Saaten, sprossenden Gärten, drängendem Blühen erst vollstimmig: „Die Erde bleibt noch lange jung ..." Kapitän a. O. Schmehl gestorben. Im 74. Lebensjahr ist vor einigen Tagen der Kapitän a. D. und frühere Oberregierungsrat im ehemaligen Reichswehrministerium Karl Schmehl, ein geborener Gießener, in seinem Wohnort Klein- Machnow bei Berlin gestorben. Kapitän Schmehl war nicht nur in der deutschen Handelsschiffahrt durch seine wackeren Taten und seinen vorbildlichen Schneid, sondern auch durch feinen Dienst in unserer früheren Kriegsmarine weithin bekannt geworden, lieber seine Kriegsfahrten auf dem Hilfskreuzer „Wolf", auf dem er von 1916 bis 1918 Erster Offizier war, hat er zahlreiche Vorträge in vielen deutschen Städten gehalten. Auch in Gießen hat der alte Seeoffizier wiederholt gesprochen. Rach dem ersten Weltkrieg nahm Kapitän Schmehl als einer der ältesten Freiwilligen an den Kämpfen gegen die Spartakisten im Jahre 1919 in Berlin teil. Dafür wurde ihm im Jahre 1937 von dem Reichskriegerfuhrer General d. Inf., ^-Obergruppenführer Rein- Hard eine Ehrenurkunde übermittelt. Der Gauführer des RS.-Deutschen Marinebundes, Admiral von Trotha, ernannte den alten Seemann 1937 zum Ehrenmitglied der Berliner Marinekameradschaft. Schon seit Jahren vorher zählte die Gießener Marinekameradschaft Kapitän Schmehl zu ihren Ehrenmitgliedern. Die Stabt Gießen zeichnete den verdienten, in Frieden und Krieg vielfach bewährten Sohn ihrer Stadt im Januar 1936 anläßlich der 50. Wiederkehr des Tages, an dem Schmehl in den Seemannsdienst eingetreten u;ar, durch die Verl-Übung der Ehrenplakette der Stadt Gießen aus. In Gießen, insbesondere bei den Männern der alten Kriegsmarine, befaß Kapitän S ch m e h l Diele Freunde und Verehrer, die ihm für alle Zeiten ean gutes Gedenken bewahren werden. Gießener wockienmarktpreise. * Gießen, 3. April. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 8, Kartoffeln 5 kg 56, gelbe Rüben, V- kg 15, rote Rüben 12 Spinat 27 bis 30,Unterkohlrabi 8, Meerrettich 80, Feldsalat, Vio 10, Salat 25, Oberkohlrabi, das Stuck 15 Rps. Verdunkelungszeit: 3. April von 20.58 bis 6.22 Uhr. 4. April von 21.00 bis 6.19 Uhr. ** Das Wirtschaf tsamt für den Landkreis Gießen befindet sich non jetzt ab tm Lano= gerichtsgebäude, Hitterwall 15, wie heute nom Lano» rat bekanntgegeben wird. Für den morgigen Sonntag, 4. April, an dem unsere Soldaten in vielfältiger Weise für das Kriegs-Winterhilfswerk wirken werden, hat der Fliegerhorst ein umfangreiches und vielseitiges Programm zur Unterhaltung seiner Besucher aufgestellt. Vom Vormittag bis gegen Abend wird man dort vielerlei zu sehen bekommen, das nicht alle Tage in Augenschein genommen werden farm. Dazwischen werden die Besucher Gelegenheit haben, um die Mittagszeit Erbsen mit Fleisch- und Speckeinlage zu essen, damit für den Nachmittag eine genügende körperliche Grundlage vorhanden ist. Wer seinen Schlag Erbsensuppe bei unseren Fliegern „verdrücken" will, darf aber nicht vergessen, feinen Löffel mitzubringen. In den Vormittagsstunden schon werden die Besucher Gelegenheit finden, sich im Horst umzusehen. Dabei werden sie nicht nur in die Unterkünfte gehen und die Lehrsäle und Unterhaltungsräume sehen können, sie werden auch Gelegenheit haben, eine Ausstellung zu sehen, in der die Ostausrüstung eines Luftwaffen-Frontsoldaten gezeigt wird, außerdem können sie an einer Verlosung von Bildern teil» nehmen. Flugzeughallen mit verschiedenen Frontflugzeugen, Fallschirm- und Sicherheitsgeräten werden die Gäste ebenfalls besichtigen können, dort wird ihnen auch Gelegenheit geboten, an einer Verlosung von Flugzeugmodellen teilzunehmen, zu der die Lose am Eingang des Horstes verkauft werden. Sogar eine Ausstellung „Soldaten als Künstler!" und ein Kindergarten werden zu sehen sein. Freunde des Schießsports werden Gelegenheit haben, sich auf dem Kleinkaliber-Schießstand eifrig betätigen zu können. Mit besonderem Interesse werden die Besucher einen Blick auf die Anlagen eines Flugplatzes tun, auf dem der ganze Betrieb frontmäßig vor sich geht. Hier kann man am Nachmittag auch Zeuge einer militärischen Hebung sein, die eine Vorstellung von der augenblicklichen Kampfbereitschaft unserer Männer draußen an der Front geben wird. Mil besonderem Interesse werden die Besucher sicherlich auch den Flugbetrieb in der Nähe betrachten, wie er sich bei Uebungsflügen und bei Segel- flug-Schleppflügen vor ihren Augen entwickeln Das Blut im £td physiologisch wichtige Obe Der langjährige frühere Inhaber des Lehrstuhls für Physiologie und Direktor des Physiologischen Instituts der Universität Gießen Professor Dr. K. B ü r t e r ist durch seine Forschungen über das Blut weithin in der wissenschaftlichen Welt bekannt geworden. Durch seine populärwissenschaftlichen Vorträge ist es ihm außerdem gelungen, auch die Laienwelt für das fesselnde Problem der Blutforschung zu interessieren. Der Gelehrte, der seine Forschungsarbeiten auch nach feiner Emeritierung fortsetzt, stellte uns auf unsere Bitte den nachstehenden Beittag zur Verfügung. Bei der quantitatioen Untersuchung der Stoffwechsel Vorgänge in unferm Körper spielt die Körst e,r obersläche eine bedeutsame Rolle. Ist sie es doch, die die Verbindung mit der Umwelt herstellt, und findet durch sie doch der zum Leben nötige Stoffaustausch statt, sei es, daß dieser durch die Hautfläche selbst oder ckn besonderen Ein- und Aus- trittsfteüen für Nahrung und Abfallstoffe erfolgt Man bezieht daher auch in der Physiologie den Stoffwechsel und die sich aus ihm ergebende Wärmebildung im Körper nicht auf die Einheit des Körpergewichts, das Kilogramm, sondern auf die Einheitder Körperoberfläche, den Quadratmeter, wodurch sich klarere Verhältnisse ergeben. So weist z. B. das Kind pro Kilogramm Körpergewicht einen 2—3 mal größeren Stoffwechsel auf als der Erwachsene und braucht daher auch 2—3 mal mehr Nahrung pro Kilogramm Körpergewicht, aber nur deshalb, weil das Kind pro Kilogramm eine 2—3 mal größere Oberfläche darbietet. Auf die Einheit der Körperoberfläche bezogen ist aber der Stoffwechsel und die Wärmebildung für Kind und Erwachsenen gleich, ist doch auch die Körpertemperatur die gleiche. Die für 24 Stunden zuzuführende Nahrung muß einen solchen Brennwert besitzen, daß pro Quadratmeter 1400 große Kalorien frei werden, für den ganzen Körper mit etwa 1,8 Quadratmeter Oberfläche sind es, knapp gerechnet, 2400 Kalorien, in 1 Stunde also 100 Kalorien, das ist aber so viel Wärme, daß damit 1 Liter Wasser von 0 Grad bis zum Kochen gebracht werden könnte. Für die Wärmebildung im Körper ist Sauerstoff nötig, in 1 Minute rund 300 Kubikzentimeter, und ferner ein Stoff, der diesen Sauerstoff in den Lungen aufnimmt und den Körperzellen zur Oxydation zuführt, und das ist der rote Blutfarbsto ff, das Hämoglobin, in den roten Blutkörperchen. Diese winzigen, nur 0,008 Millimeter großen, aber zu etwa 25 Billionen im Gesamtblut von 4—5 Litern enthaltenen Gebilde bieten dem Sauerstoff insgesamt eine Oberfläche von etwa 3200 Quadratmeter dar. Die innere Oberfläche der Lungen, durch welche die Aufnahme des Sauerstoffs bei der Atmung erfolgt, ist auch schon etwa 90 Quadratmeter groß, wodurch die.Ausnahme dieses lebenswichtigen Gases ins Blut und zugleich die Abgabe des Derdrennungsproduktes des Kohlenstoffs der lebenden Substanz, der Kohlensäure, aus dem Blut erleichtert wird. Es werden so täglich rund 500 Liter Sauerstoff aufgenrinmen und 400 Liter Kohlensäure ausgeschieden. Bei diesem Gaswechsel spielt also der rote Blutfarbstoff eine bedeutsame Rolle. Seine Menge beträgt in 100 ccm Blut beim Mann im Mittel 16 g, bei der Frau 14; im höheren Alter nähern sich aber die Frauenwerte den Männer- merten. Neugeborene sind in dieser Beziehung neutral, männliche und weibliche weisen durchschnittlich gleich viel Hämoglobin in ihrem Blut auf, aber der Gehalt ist um 50 v. H. größer als beim erwachsenen Mann und beträgt bis zu 24 g. Einen so hohen Gehalt erreicht der Mann niemals später im Leben, es müßte denn fein, er bestiege den höchsten Berg der Erde, den Mount Everest im Himalaja mit 8840 m Höhe, was auch ohne künstliche Zufuhr von Sauerstoff nicht ausgeschlossen ist. Der Körper paßt sich nämlich, wenn man ihm Zeit läßt und allmählich höher steigt,- an große Höhen durch Vermehrung der roten Blutkörperchen wird. Die Freunde des Sports können am Sonntag von 14.30 bis 16 Uhr einem Fußball-Wettspiel des DsB.-Reichsbahn Gießen gegen den Luft- waffen-Sportverein Gießen auf dem Fußballplatz der Flieger beiwohnen. Namentlich unsere Fußballer werden sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen. Die frohgestimmte Unterhaltung wird am Nachmittag von 15 bis 17 Uhr in einem Variete der „Trumpf der Stunde" sein. Hier werden Soldaten und Nachrichtenhelferinnen mit Musik und Gesang, Tanz, Akrobatik, Florettfechten usw. die Besucher unterhalten. Daß man in diesem Variete allerlei „Schlager" erleben kann, dürfte anzunehmen sein. Freunde des Gesanges werden außerdem am Vormittag um 10 Uhr und nachmittags um 17.30 Uhr einem Soldotenchor vor dem Kommandanturgebäude lauschen können. Die Kantinev sind für alle Besucher geöffnet, so daß durstige Kehlen auch gehörig erfrischt werden können. Für die Kinder ist noch besondere Unterhaltung vorgesehen, nämlich ein Ochsen- Vierergespann und Leiterwagen mit Ziehharmonikamusik, Rundfahrten inx Horst und zum Flugplatz usw. Eine Großlautsprecheranlage wird den Besuchern durch schnelle Üebermittlung wichtiger Mitteilungen dienen. Radfahrer seien auf den Abstellplatz der Fahrräder besonders hingewiesen. Im übrigen ist jedermann dringend anzuraten, den Personalausweis (Kennkarte oder dergleichen) einzustecken. Wenn auch unsere Flieger ihre Besucher mit aller Herzlichkeit und Höflichkeit empfangen werden, so konnte es doch unter Umständen einmal notwendig fein, daß man sich über seine Person in einwandfreier Weise ausweisen muß. Wie man sieht, haben unsere Flieger eine Fülle von Veranstaltungen vorgesehen, die jedem Besucher des Fliegerhorstes die Stunden angenehm machen werden. Zahlreiche Kräfte und Talente sind aufgeboten worden, um die besten Vorbedingungen für die erfolgreichste Durchführung des Programms zu schaffen. Nunmehr liegt es an den Volksgenossen in Stobt und Land, unsere Flieger recht zahlreich zu besuchen und damit ihre mühevollen Vorbereitungen zu belohnen. flächen in unserem Körper. und des roten Blutfarbstoffes an, hat doch auch Verfasser auf dem nur 3450 m hohen Jungfraujoch in der Schweiz schon einen Hämoglobingehalt von 20,4 g in 100 ccm erreicht. Auffallenderweise beginnt diese Anpassung des Blutes an die Höhe schon im Mittelgebirge bei wenigen hundert Metern Höhe und erzielt in den Alpen schon beachtliche Werte, beim Mann höhere als bei der Frau. Was aber besonders bemerkenswert ist, der erhöhte Gehalt geht nach der Rückkehr ins Tiefland nicht wieder sofort zurück, sondern bleibt wochenlang unter nur allmählichem, und zwar rhythmischem Abklingen mit vorübergehenden Zunahmen bestehen. Aus dem Hämoglobingehalt des Blutes ergibt sich leicht die Menge Sauerstoff, die das Blut aufzunehmen vermag, denn pro Gramm Farbstoff werden unter mittleren Bedingungen 1,34 ccm aufgenommen, fo daß es zu etwa 20 Volumenprozent Sauerstoff im Blut bei der Einatmung kommt. Es wurde nun im hiesigen Physiologischen Institut versucht, die Menge des im Blut zirkulierenden Hämoglobins zu bestimmen und sie in Beziehung zur Körperoberfläche zu bringen. Das wurde dadurch möglich, daß 47 Flieger eines Jagdgeschwaders, die recht einheitliche 23er- suchsperfonen darstellten, auf den Hämoglobingehalt ihres Blutes genau untersucht werden konnten. Nach Ermittlung des Alters, der Körpergröße und des Körpergewichts konnte aus Normen tafeln die Körperoberfläche und unter der begründeten Annahme, daß auf das Kilogramm Körpergewicht im Mittel 74 ccm Blut fallen, die ©efamtblutmenge und das Hämoglobin darin berechnet und auf den Quadratmeter Körperoberfläche bezogen werden. Das Resulat der Berechnung war, bafj die auf diese Oberfläche fallende Blutmenge mit 2,91 Liter nur wenig um diesen Mittelwert bei den Fliegern, bei jungen und alten Männern und Frauen schwankt. Die Hämoglobinmenge pro Quadratmeter ergab sich bei den Fliegern zu 0,48 kg, bei anderen jungen Männern, Studenten und Soldaten, zu 0,46, bei jungen Frauen zu 0,37, bei alten Männern zu 0,50 und bei alten Frauen zu 0,45 kg. Die Deutung dieserWerte ergibt sich aus folgendem: Die Flieger waren vor der Untersuchung zur Erholung im Hochgebirge und hatten daher wohl einen etwas höheren absoluten und relativen Hämoglobingehalt. Die niedereren Werte der jungen Frauen erklären sich daraus, daß das weibliche Geschlecht durch physiologisch stärkeres Fettpolster besser wärmegeschützt ist, daher einen pro Quadratmeter geringeren Stoffwechsel hat und deshalb auch weniger Sauerstoff zu den Oxydationen bedarf. Die höheren 2S3erte bei den älteren Leuten hängen wohl mit dem schwindenden Fettpolster und der daher nötigen stärkeren Wärmebildung zusammen. Berechnet man schließlich noch die Hämoglo- b i n m e n g e, die durch Uebertragung von Sauerstoff zur Erzeugung von 1000 Kalorien bei Grundumsatz, d. h. bei Derdauungs- und Muskelruhe, zur Verfügung steht, so wären dies 0,50 Kilogramm für die Flieger, 0,48 für junge Männer, 0,43 für junge Frauen, 0,60 für alte Männer und 0,59 für alte Frauen. Also nicht nur die absoluten Hämoglobingehalte des Blutes, sondern auch die Hämoglobinwerte für 1000 Kalorien haben sich im Alter bei beiden Geschlechtern genähert. Erinnert man sich daran, daß der Hämoglobingehalt bei Neugeborenen beiderlei Geschlechts im Mittel gleich groß, also nicht geschlechtsgebunden ist, und daß im höheren Alter die Unterschiede, die im mittleren Alter bei Mann und Frau in bezug auf den Hämoglobingehalt bestehen, schwinden, so legt das die Annahme nahe, daß die Geschlechtshormone es sind, welche im mittleren Alter neben der Ausprägung der sekundären Geschlechtscharaktere auch die Unterschiede im Hämoglobin g e h a 11 bedingen. Jedenfalls verdient der Umstand Beachtung, daß nicht nur die Beziehung des Stoffwechsels auf den Quadratmeter Körperoberfläche eine einheitlichere Beurteilung desselben ermöglicht, sondern daß dieser Oberfläche auch offenbar eine beftimmte Blut- menge und damit auch eine b e ft i m m t e Hämoglobinmenge zur Vermittlung der Oxydationsvorgänge im Körper zugeordnet ist. Vorbereitung von Kriegsversehrten für die Reifeprüfung. Anfang Mai beginnt ein neuer sechsmonatiger Sammel lehr gang für Kriegsversehrte aus dem ganzen Reichsgebiet zur Vorbereitung auf die Reifeprüfung in Berlin. Meldungen sind bis Mitte April an den Stadtpräsidenten der Reichshauptstadt Berlin, Abteilung für höheres Schulwesen, in Berlin zu richten. Zugelassen werden kriegsversehrte ehemalige Schüler, die das Versetzungszeugnis nach Klasse 7, mindestens die Reife für die frühere Obersekunda einer höheren Schule oder das Abgangszeugnis einer anerkannten Mittelschule mit zwei Fremdsprachen besitzen. Bedingung ist ferner, daß der Teilnehmer nicht vor dem 22. Februar 1916 geboren ist und den Nachweis erbringt, daß er von seiner militärischen Dienststelle einen Urlaub von 6 Monaten erhält. Beihilfen für Unterkunft und Verpflegung können gewährt werden. Anträge sind zugleich mit dem Zulassungsgesuch zu stellen. Rort mit unnützen Fressern. Verbesserung der Milchleistungen und laufende Fleischversorgung. NSG. In den vergangenen Monaten wurde bereits darauf hingewiesen, daß jetzt die Zeit zum Aussortieren der Viehbestände gekommen ist. Es gibt immer noch zahlreiche Betriebe, in deren Viehbeständen unnütze Fresser stehen. Diese bringen nicht die dem verabreichten Futter gleichwertige Milch- und Fettleistung, weil sie mangelhaft veranlagt oder irgendwie nicht mehr auf der Höhe sind. Diese überschüssigen Tiere sind vielfach schuld an einer Uebersetzung des Diehstalles. Die Praxis hat unzählige Beispiele dafür oufzuweisen, daß viel mehr an Milch- und Fettleistung erreicht wird, wenn diese unnützen Fresser der Fleischversorgung der Bevölkerung zugeführt werden und die verbleibenden leistungsfähigen Milchtiere dafür reichlicher gefüttert werden können. Das alte Rechen- bcispiel, daß eine kleinere Zahl wertvoller Kühe mehr Milch gibt als ein zahlenmäßig größerer Bestand, in dem sich mehrere Nieten befinden, ist häufig genug betont worden. Wegen der Wichtigkeit des Problems muß dies aber doch immer wieder geschehen. Notwendig ist dann noch die eigene Nachzucht aus den besten Leistungstieren. Wird in dieser Richtung vorgegangen, so treten zwei wichtige Erfolge ein: die Erhöhung der Milch- und Fettleistung und die Sicherstellung der laufenden Versorgung mit Fleisch. Staatliche Hauptkörungen im Land- und Stadtkreis Gießen. Vorn 29. Marz bis 1. April fanden im Land- und Stadtkreis Gießen durch die zuständige Körkom- rnission die staatlichen Hauptkörungen statt. Auch in diesem Jahre wurden diese staattichen Haupttörun- gen wiederum in Form von örtlichen Sammel- körungen durchgeführt. Trotz der durch den Krieg bedingten Verhältnisse konnte ein erfreulicher Stand der Datertierhaltung feftgeftellt werden, ein Beweis, daß sich die Gemeinden darüber im klaren sind, daß die Vatertierhaltung einen der wesentlichsten Grundpfeiler in der Erzeugung darstellt. Vorbildliche Datertterhaltungen wurden in folgenden Gemeinden festgestellt: Geilshausen, Großen-Linden, Heuchelheim, Lang-Göns, Lich, Reiskirchen, Rödgen und Watzenborn-Steinberg. Der Landrat des Landkreises Gießen, Dr. Lotz, konnte es ermöglichen, an einem Tage ebenfalls verfönlich an den Haupt- förungen teilzunehmen. Auch Regierungsrat Weber vom Landratsamt Gießen war an einem Kör- tage anwesend. In Verbindung mit Regierungsoberveterinärrat Dr. Monnard, Gießen, Regierungs. oeterinärrat Dr. Gilbert, Gießen, und Len Kör« kommifsionsmitgliedern Heinrich Harbach VIII., Großen-Buseck, Balthasar Philipp III., Watzenborn-Steinberg, Heinrich Görlach, Ober-Hörgern, Verwaltungsangestellter Seipp, wurden die Körungen unter der Leitung von Landwirtschaftsrat Dr. Wagner, Tierzuchtamt Gießen, reibungslos durchgeführt. Durch das Köramt der Landesbauernschaft Hessen-Nassau und den Landrat des Landkreises Gießen wurden für besonders gute Vater« iierhalter Auszeichnungsprämien bereitgestellt, worüber wir im einzelnen später noch berichten werden. * * • Erfolgreiche Gastspie 1 e. Valeska Lange vom Stadttheater Gießen gafeierte mehrere Male mit schönem Erfolg am Opernhaus Frank« furt a. M. als Margarethe im „Opernball", sowie als Gretchen im „Wildschütz" am Stadttheater Hanau und Kurtheater Bad Homburg. * * Verteilung von Süßwaren. Dom 5. April ab werden an sämtliche Versorgungsberech- tigte Süßwaren verteilt. 3e'be Person wird mit 200 Gramm beliefert. * * An alle Kraftfahrzeughalter und Garagenbesitzer wendet sich eine Bekanntmachung im heutigen Anzeigenteil, die besonders zu beachten ist. ** Joachim von der Goltz liest in Gießen. Auf Einladung der im Gießener Dortragsring zusammengeschlossenen Kulturverbände, Goethe- Bund, Kulturelle Bereinigung und Volksbildungsstätte Gießen der NSG. „Kraft durch Freude" wird, wie man uns schreibt, in Ergänzung des diesjährigen Vortragsprogramms der Dichter Joachim Frhr. von der Goltz am Mittwoch, 7. April, aus eigenen Werken lesen. Joachim von der Goltz gehört zu den Vertretern unserer zeitgenössischen Dichtung. Das Erlebnis des Reiches ist Grundthema feines dichterischen Wirkens. In Dramen und Erzählungen gestaltet von der Goltz deutsches Schicksal. Sein Kriegsbuch „Der Baum von Clsry" ist zu den eindrucksvollsten Kriegsbüchern des ersten Weltkrieges zu rechnen. ** Der Gießener Frühjahrsmarkt. Vom Samstag, 3., bis einfchl. Sonntag, 11. April, findet in Gießen auf Oswaldsgarten wieder der Frühjahrsmarkt (Schaumesse) statt. Schau-, Verkaufs- und Belustigungsgeschäfte verschiedener Art sind eingetroffen. Mit Rücksicht auf die Derdunke- lungspflicht endet der Frühjahrsmarkt jeweils bei Eintritt der vorgeschriebenen Derdunkelungszeit. Canbfreis Gießen * Großen-Buseck, 3. April. Am heutigen Tage feiern die Eheleute Wilhelm Pfeiffer V L und Frau Katharine, geb. Pfeiffer, Anger 19, das Fest der goldenen Hochzeit. Der Jubilar steht im 81., seine Ehefrau im 75. Lebensjahre. Beide blicken auf ein arbeitsreiches Leben zurück. Dem Jubelpaar die herzlichsten Glückwünsche, auch für gesegneten Lebensabend reiKALKOL, dl* Kieselsäure Im SHICOL Wettern Kreisdienststelle 4 1/2 und 12 jährige Dienstzeit I 658 A VL. 1082O 1O65D 1823 D/ SEH 1828 gefangene, Zivilgefangene, Polen, Juden und Zigeuner. 1O53D 1085L »Ö Ziehung 1. Klasse 16.u, 17. April läßt wehe W'unden schnell gesunden TraumaPlast LECIHITRIKALKOU vorsorglich bei leuchten) Wetter genommen.echilizeo die Almungsorgane und bewahren vor Erkältungen. allen $8 er. sind, Seit über 40 Jahren das Wahrzeichen für unsere wissenschaftlich erprobten und in aller Welt praktisch bewährten Präparate Dur* dU Anlegerung on MHdrelwelS werden die MlnerolstoÄe megenverträglkher und xugleU* In hSdicrem Grade oumuti- Durch abwechselnden Gebrauch der Schneiden wird die Klinge voll ausgenutzt. Für diesen Zweck tragen unsere Klingen Merkzahlen. Gut rasiert - gutgelaunt An jedes Waschbecken gehört ein® Flasche ATA. 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April an jedem Mittwoch nachmittag v. 16-17 Uhr in der Turnhalle der Schillerschule für 3 bis 8 jährige Kinder Teilnehmergebühr: Monatlich 1 M. zusätzlich einer einmaligen Gebühr von 0.50 M. für die Jahressportkarte Anmeldungen in unserer Kartenverkaufsstelle, Seltersweg 60 _ ATA IfygcsidU. 24 jo Klasse 1 Doppcll.48, dreit.Los72iUvl Porto und Liste 28 Rpfg. ie Klasse Be testen Sie sofort durm Postkarte bei Friedrich Müller Berlin C2, Jerusalemer Sir. 18 PostscheckkontoK Fernspr. Berlin 311 58 gl6 22 54 Gießen, 3. Avril 1943. Ter Cberüilrgenneifttr der Stadt Gießen — Ernührungsamt, Abt. B. Vekannlmachung. Rechnungen für Lieferungeit und Leistungen für daS Stadttheater au- dem verflossenen Haushaltsjahr (1. IV. 1942 bis 31. III. 1943) sind bis spätestens 20. April 1943 bei der Verwaltungsabteilung de- Stadt- theaterS, Johanne-stt. 3, in zweifacher Ausfertigung einzureichen. Bei verspätet eingegangenen Rechnungen muß mit einer erheblichen NSDAP.- Hitler-Jugend an Gleben 116 Allgemeine Jugendfilmstunde 3. Veranstaltung Sonntag, den 4. April 1943, 8.30 Uhr Lichtspielhaus _____Hände hoch._____ HJ.-Veranstaltnngsrlng 42/48 Reihe A, 6. Veranstaltung Montag, den 5. April 1943, 18.16 Uhr Theater der Universitätsstadt Fra Diavolo Komische Oper von Aubert. Reihe B, 3/Veranstaltung Mittwoch, den 7. April 1943, 15 Uhr Theater der Universitätsstadt Fra Diavolo 1O75D Komische Oper von Aubert. immer einige Eier in M XI uatamw legen, tpöfer freuen Sie «ich über ihren kleinen »errat Garonfnl k o n- f Schuhcreme einsparen! Gvlfelle-fobrifc Köln Selbii houcAdvnnei Auf- fragen genug» Irrt trocknen lallen. Dann eritbürifenu polieren. Der Glanz wird ichöner und man iporl ■ Mf nur mit dem Aufdrvdr: [g,Guttalin” L Nur in Fodigeidiäffe« dMw PHARM. PRÄPARATE Rasierkllngen-Schleiferoi, Lleblgstr. 63 Annahme-Nebenstelle Dammstraße 39 GpaMafea Eisen Kieselsäure