■ /■#' l Mtttwoch.Z.MSrzMr Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8V5 Uhr desVormittags Anzeigen-Preife: Anzeigenteil 7 Nkvf. je mm bei 22 mm Zeilenbrette, Textteil 50 Rvf. je mm bei 70 mm Zeilenbrette Nachlässe: Wiederholung MalstaffeH AbfchlüsseMengenstanelS Platzvorschrift (vorherige. Vereinbarung) 25°»mehr (95. Jahrgang Nr. 52 Erscheint täglich, außer sonntags und Feiertags Beilagen: Gießener Familienblätter Heimat imBild DieSchotte Bezugspreis: Monatlich.....RM.1.80 Zustellgebühr... ,, -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Fernsvrechanschluh 2251 Drahtanschrift: „Anzeiger' Postscheck 11686 Franlf.-M. GiehenerAnzeiger «,^^r..-.^eneralCnzeigersürOberhessen-"L:--:rx7^ Ar- ganz etwas anderes vorgestellt. Sie Das „Wettblatt" Neuyorks ist die „New York nester. Das Eichenlaub. fernen Kreuzes. IMr harter Witte meistert das Schicksal. Gelbstbewußtsein am Arbeitsplatz. „Was durchaus gethan werden muh. das kann auch gethan werden, eben well es gethan werden muh. Sonst lögen Vernunft und Gewissen, oder Gott löge. Bei dem Kleinen und Mittelmäßigen darf man von Rücksichten sprechen und vSn unübersteigtichen Hindernisten; bei dem Höchsten und Gröhten muh alles übersteiglich und überwindlich feyn, weil es immer Materialverlusten anrannten, wurde von den denl- schen Truppen planrnähig geräumt. Die feit langem vorberestete Zurücknahme der deutschen Linien erfolgse Schritt für Schritt, nachdem sämtliches Gerät und alle Waffen rechtzeitig zurückgeführt waren. Die Räumung selbst vollzog sich ohne Behinderung durch den Gegner. An der nordtunesischen Front machten die deutsch-italienischen Angriffstruppen, wirksam unterstützt durch die Luftwaffe, gestern weitere Fortschritte. Die Luftwaffe griff Eisenbahnziele im feindlichen Hinterland, Verladeeinrichtungen und Schiffsliege- plähe in Bo ne mit gutem Erfolg an. Deutsche Jäger und Flakartillerie der Luftwaffe schossen im Mittelmeerraum 11 feindliche Flugzeuge ab. Britische Flugzeuge drangen in den gestrigen Nachtstunden bis Berlin vor und warfen Spreng- und Brandbomben auf die Reichshauptstadt und Orte in der Umgebung. Ls entstanden Brand- und Sprengbombenschäden in Wohnvierteln und an öffentlichen Gebäuden. Die Bevölkerung hatte Verluste. Einige feindliche Flugzeuge griffen mit vereinzelten Bombenwürfen westdeutsches Gebiet an. Durch Nachtjäger, Flakartillerie der Luftwaffe, Marineartillerie und Vorpostenboote wurden 19, zumeist viermotorige feindliche Flugzeuge, abgeschossen. Welikije- Luk/ scheu sollen. Anstatt uns' niederzudrücken, werden feindliche Terra ran griffe unseren Entschluß zum totalen Krieg nur noch erhärten. Reichsaußenminister von Ribbentrop weilt^ wie schon gemeldet, vom 24. bis 28. Febniar m Italien, um dem Duce eine Botschaft des Führers zu überbringen. Unser Bildtelegramm zeigt den Duce im Gespräch mit Reichsaußenminister von Ribben- trop. — (Scherl-Bilderdienst-M. süuce.j) Witebsk Der Wehrmach^ericht. DRV. Aus dem Führerhauptquartier. 2. Marz. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Im Südteilder Ostfront stand der gestrige Tag im Zeichen eigener Gegenangriffe. Kühne Angriffsunternehmungen der deutschen Truppen am unteren fiuban zerschlugen feind- ttche Kräftegruppen und vereitelten Angriffsvorbe- reitungen. Trotz schwieriger Wetter- und Geländeverhältnisse wurden lm Raum von I s j u m zahlreiche weitere Ortschaften genommen. Eine Anzahl versprengter Feindgruppen wurde vernichtet. Die Gefangenen- und Beutezahlen sind weiter im Steigen. Auf dem Schlachtfeld wurde unter den zahlreichen Toten der Kommandierende General des XXV. sowjetischen Panzerkorps. Generalmajor Pawloff. aufgefunden. / *s iS'«!»!>» ( Vorstöße und Durchbruchsversuche der Bolschewisten gescheitert. Berlin, 2.März. (DRV.) Der Führer verlieh dem Oberleutnant Werner V a u m g a rten - Lr u- sius, Vataillonsführer in einem westfalischenGrenadier-Regiment, als 199. Soldaten der deutsch^ Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Li- Die Kreisstadt Demjansk zählt etwa 3000 Einwohner. Sie liegt am nordöstlichen Abhang der Waldai- Höhe. Demjansk ist dem Lowat, dem wichtigsten Südzufluß des Ilmensees etwa 50 km vorgelagert. 21 britische Flugzeuge beim Angriff auf Berlin abgeschossen. Berlin, 2.März. (DNB.) Nach den endgültigen Feststellungen haben sich die britischen Verluste bet dem Angriff- auf Berlin über die im OKW.-Bericht gemeldete Zahl von 19 Abschüssen hinaus um zwei weitere Flugzeuge auf insgesamt 21 erhöht. Immer breiter wird der Strom ddr neuen beitskräste/ der sich auf Grund der Arbeitsmelde- pslicht und des Betriebsschließungsgesetzes in die Fabriken und Werkstätten ergießt. Biele sind darunter, die mit Bangen und Sorgen der Dinge harren, die da kommen sollen. In wenigen Tagen werden sie feststellen, daß alles Bangen und Sorgen unnötig war. Wir. erinnern uns der vorjährigen Arbeitsplatz-Ablösunqsaktion der Deutschen Frauenschaft für einen zusätzlichen Urlaub für schaffende Männer und Frauen. Es handelte sich freiwilligen Arbeitseinsatz von Frauen und Mädchen, die nie einen Blick hinter Fabriktore getan hatten. Sie kamen aus allen sozialen Schichten. Auch sie betraten erstmalig die Fabrikhallen mit einem gewissen Herzklopfen, sie gingen zaghaft an die W gewohnte Arbeit. Schon nach zwei Tagen waren sie v . । cyx* «.. thron vl V- genommen. Damit haben umfangreiche Kampfhandlungen, die sich über 14 Monate erstreckten, ihr vorläufiges Ende gefunden. Vom 8. Januar 1942 bis 1. Mai 1942 verteidigte sich in diesem Raum in härtesten Winterkämpfen einfe wie in einer belagerten Festung von ihren Verbindungen abgeschntt- tene und ausschließlich auf dem Luftwege versorgte Kräftegruppe unter dem Befehl des ldenerals der Infanterie Graf von Brockdorff-Ahle- seid Divisionen zahlreicher deutscher Gaue haben sich in heldenhafter Abwehr ununterbrochener und von stärksten Kräften geführter Angriffe der Sowjets dabei hervorragend bewährt. Seit Ende des Winters 1941/42 abschnittweise durchgefuhrte An- grijjsoperationen unter dem Oberbebetchl des Ge- Terror die Waffe der Feinde Europas Von unserer Berliner Schristleitung. Oberleutnant Baumgarten-Crusms erhielt bruar 1942 das Ritterkreuz für besondere Tapferkeit in den AbwehrkäMpsen des Winters 1941/42 Als Kompanieführer hielt er damals mit jeine Kompanie fast drei Wochen lang einen vorgesch - denen Stützpunkt gegen den Angriff von drei temo_ liefen Bataillonen und 15 Panzerkampfwagen als Bataillonsführer hat er hervorragenden Anteil an der Vernichtung des jomMlcheu VII. mot Garde- Beveridge-plan und Koalitionskrise Von unserem Dr. L.-Korrespondenten. Bott aber weiß nur zu gut, daß der Krieg derNachte bomber kein Zeichen der Stärke jener Mächte ist, die gegen uns im Felde stehen, sondern im Gegenteil, gerade dieser Versuch, die deutsche Front auf dem Umweg über die deutsche Heimat zu treffen, beweist wie sehr auch der Feind sich über seine militärische Unterlegenheit im ehrlichen Kamps klar ist. Das aber hat zur Konsequenz, daß die Terror angrtpfe, die von Churchill und den jüdischen Kriegsverbrechern in Nordamerika aus geh eckt worden sind, um die Moral der deutschen Heimat zu brechen, nun erst recht alle unsere Kräfte wachrufen werden, um auch dieses Attentat gegen Deutschland zu vereiteln. Jede Bombe, die auf ein deutsches Wohnhaus fallt, erinnert uns daran, daß wir gegen einen Feind kämpfen, der von einem anderen Lebensgefetz beherrscht ist als wir, der vernichtet werden muß. Stockholm, im Februar. Parlamentarische Stürme in Westminster sind in diesem Kriege nichts Ungewohntes. Sie sind sogar eine so häufige und auch so harmlose Angelegenheit gewesen, daß man heute versucht ist, derartige Ties- druckgebiete im Klima der englischen Demokratie nicht mehr ernst zu nehmen und vielleicht sogar als aeschickt inszenierte Theatergewitter mit künstlichen Blitzen und Bühnendonner abzutim. In manchen Fällen mag das auch so gewesen sein. Der Wirbelwind jedoch, der um die Sozialreform des alten Herrn Beveridge entstanden ist, verdient doch etwas genauere Beachtung, weil er, selbst wenn er zunächst scheinbar wirkungslos vorüberbrausen sollte, doch mandjen lockeren Stein im Gefüge der englischen Regierung mitreißen könnte. Die innerpolitische Krisis, welche in diesem Zusammenhang entstanden ist, wurde bisher am halligsten als Regierungskrisis oder Beveridge-Krisis bezeichnet. Beide Namen sind irreführend. Bon einer Regierungskrisis könnte man heute in England nur pvechen, wenn die Neubesetzung des Premiermini- terpostens zur Debatte stände. Denn die Regierung ist und tut, was Churchill will. Die Stellung Churchills ist aber unerschütterter denn je. Die Be- .Zeichnung als Beveridge-Krisis ist gleichfalls unglücklich. Allerdings ist Sir William .Beveridge oder rich- tiger der von ihm und feinen Mitarbeitern vorge- legte Plan einer Sozialreform ein Anlaß zu der jetzigen Krisis. Ihre Ursprünge reichen aber zeittich viel weiter zurück und liegen auch tiefer. Der Beverkdge-Plan dient nur als Prüfstein und Probe- ^Jn Wahrheit handelt es sich um eine Koalition s k r i s e. Es geht darum, ob die im Mai 1940 bei Churchills Amtsantritt gebildete Koalitionsregierung noch weiter bestehen kann oder nicht. Das erdrückende Uebergewicht in der Koalition Berlin, 2. März. (DNB.)' Die Ausdehnung der Angriffsfront am Ilmensee nach Süden hat dem Feind bisher nur schwere Verluste gebracht Am 26.2. massierten die Polschewisten aus 400 Meter Breite über 50 Panzer und 2500 Mann, um den Durchbruch zu erzwingen. Heber acht Stunden dauerte das erbitterte Ringen, dann war bie Straft der Angreifer gebrochen. Mehr als 700 gefallene lagen zwischen den Trümmern von 33 abgestyoste- nen Sowjetpanzern. Die restlichen blieben im Sumps stecken. Der Kampf unserer Panzerjager und Flak- kampstrupps war hart, aber obwohl unsere schweren Waffen von einem Feuerorkan eingedeckt wurden, schossen die Geschützbedienungen Panzer um Panzer zusammen. Trotz ihrer hohen Verluste versuchten die Bolschewisten an der gleichen Stelle nochmals einzudringen. Von sechs Panzern unterstützt, griffen sie sechsmal hintereinander an. Aber zwischen den lodernden Fackeln von vier in Brand geschossenen Panzern blieb Welle auf Welle liegen. Das immer starker anschwellende Abwehrfeuer trieb schließlich den letzten Panzer und die Reste der Sturmkolonnen zurück. Am 27.2. erneuerten die Bolschewisten unter Bildung von zwei Schwerpunkten den Angriff, sie wurden aber nach dem Abschuß von 18 Panzern wieder zurückgeworfen. Am 28.2.verlegte der Feind den Haupfftoß in den Lowat-Äbschnitt. Nach erbitterten Kämpfen scheiterten auch diese mehrfach ansturmen- bea Regimenter. Nordöstlich C h o l m trieben Luftangriffe feindliche Truppenansammlungen auseinander und zersprengten südöstlich Staraia Russa bereitgestellte Angriffsverbcmde. «udlich des Ladogasees griff der Feind einen vorspringenden Stellungsbogen zehnmal hintereinander an, ohne zu irgendeinem Erfolg zu kommen. Ost- preußische Grenadiere vernichteten 32 Widerstands- neralfeldmarschalls B u sch, hervorragend unterstützt von Verbänden der Luftwaffe des Generalobersten Keller, stellten die Verbindung zu dieser Kräftegruppe wieder her. Seitdem versuchten die Sowjets immer wieder vergeblich, durch starke Angriffe die zu dem Frontbogen führende Landbrücke abzuschneiden. Ihre Angriffe scheiterten unter schwersten Verlusten. In diesem Kampfabschnitt wurden wahrend der Operationen seit dem 8.1.1942 30 519 Gefangene eingebracht und 2292 Panzer, 617 Geschütze aller Art, 4886 Granatwerfer und Maschinengewehre erbeutet ober vernichtet, 125 Flugzeuge wurden allein durch Truppen des Heeres abgeschossen ober erbeutet UVLUUWIUC «aauvu. ........ - J UDCVHKlMllur uuv «-V-» — begeistert. Viele von ihnen verlängerten ihren Ar-[ eine Weise feyn kann, das heißt: auf die enan.1 ncchwendige Weife/ Ernst rn°rih Arndt. Erbitterte Abwehrkämpse am Ilmensee. fewsSSS stoßen hatte, drang m den Raum h nter das Bo- Uen^le ^mit,-daß der Wille i tcrillon Baumgarten-Crusius em. Dieses marLJt(Sker Zivilbevölkerung zum Widerstand gebrochen dem Feind« in feinem e"S± K »eröen oll SieTift biefes Argument nicht; --ist damit die Voraussetzung für fe-ine oollstand-ige Der- h^r' Hintergrund der Hungerblockade, die seit nichtung. Oberleutnant Baumgarten-Crusms wurde 11 eh Kampfmitteln der englisch-amerikani- 1919 als Sohn eines Mazors m Dresden geboren, ^er ^u aen f • Nach der Heifeprofung SÄIS5? « V di-f- Humanität -rfch-int sofort in einem er m das Dresdener f111- r anderen Licht weün wir uns den Hauptaktionär der wurde er Leutnant und 1941 Oberleutnant. New York Times" ansehen, der zugleich der Präsi- Die planmäßige Räumung VOn ©Ctnjdtlff« tungsgründers Ochs verheiratet und hat mit dieser Berlin 2 März (DNB.) Wie der Wehrmacht- Heirat den Besitz und die Leitung der ,,Rew Pork bericht meldete, wurde der im Raum von Demjansk Times" an sich gerissen. Sulzberger 1901 geboren, weit nach Osten vorspringende Frontbogen trotz entstammt einer streng indischen Na^lie, war ur- «X"-»-- "»> ■“ w"— -y I S’,“’"ÄÄÄSZ ,,Barons" von Hirsch, der vor 70 Jahren die gewagtesten Geschäfte unternahm und aus fernen Börsen- imd Gründergewinnen (neben den Rothschilds) die Anfänge des Zionismus finanzierte. Sulzberger ist ferner Vorstandsmitglied der Vereinigung amerikanischer Hebräischer Gemeinden, Treuhänder der Tempelgemeinde Emanu-El, Mitglied des Tarnoer- bandes „Söhne der amerikanischen Revolution und ,bant sowohl seines Reichtums wie seines Zeitungseinflusses ein begehrtes Mitglied der Neuyorker Gesellschaftsklubs. Das ist der Mann, der die Parole vom Luftterror im Namen der Huanität ausgibt! Wenn dieselben Leute, die einst, im ersten Weltkrieg, zur Hungerblockade gegen die deutschen flauen und Kinder gehetzt haben, heute wie die dem Juden Sulzberger gehörende „New Pvrk Times zu nächtlichen Terrorangriffen gegen die deutsche Zivilbevölkerung auf pufferen, dann zeigt das, wie sehr, die Kriegführung des Feindes einen verbrecherischen Charakter hat. Dieselben Völker, deren SpraMchatz das Wort fair enthält, haben im Kamps das Gesetz brutaler Willkür proklamiert. Unfähig, eine Ordnung aufzubauen, die die Gegensätze unserer Seit in einer höheren Synthese vereint, ergeht der Femd sich m der Verteidigung eines alten Systems, das langst brüchig geworden ist und großen Volkern die ^nr- faltung ihres Lebens nicht mehr ermöglicht. Das was dem Feind an schöpferischer Qualität abgeht, soll nun wettgemacht werden durch emen Ruckmll in eine Barbarei, die freilich in der englischen Geschichte niemals ganz erloschen ist. Das deutsche genehm enttäuscht, sowohl über die Habnkatmo- sphäre wie über oen Kreis der hier jahrein, jahraus Schaffenden. Die, Arbeit machte ihnen Freude und ging ihnen bald schnell von der Hand. Wie war s. Wenn sich heute jeder und jede, für die heute eine gesetzliche Verpflichtung besteht, innerlich frei machten von dem Zwangsgefühl und sich so einstellten, als sei es für sie eine Selbstverständlichkeit, eine innere Freiwilligkeit, die sie drängt, am Siege unserer Soldaten, am deutschen Siege des Rechts und der Freiheit mitzuwirken. Das gibt Arbetts- ücranttoortung und Selhstbewußtsein am Arbeitsplatz. ~IL haben die Konservativen, welche von den 615 Unterhausmandaten bei den Wahlen im Jahre 1935 387 Sitze errangen. Vor dem Kriege gehörten zu der Regierungsmehrheit bann noch 33 Nationalliberale und 13 Angehörige von Splittergruppen. Auf der Oppositionsseite gab es 154 Mandate der L ab o u r - P a r t e i, mit einem Liberalen, 4 Angehörigen der unnflfjängigen La- bour-Partei, 4 Unabhängigen und einem Kommunisten. In den Jahren vor dem Kriege hat sich dieses Verhältnis durch Nachwahlen unwesentlich ZU Gunsten der Labour-Partei verschoben. , Als die Labour-Partei im Mai 1940 sich entschloß, in d i e Regierung einzutreten, geschah das in erster Linie unter dem Eindruck der damals unmittelbar drohenden Gefahr, aber es spielte auch die Hoffnung mit, daß die Beteiligung an der Verantwortung größere Aussicht auf Verwirklichung der besonderen Ziele der Partei geben würde als die bis dahin geübte unfruchtbare Opposition. Diese Hoffnung ist enttäuscht worden. Das Uebergewicht der Konfervativen war zu stark, und die Labour-Partei hatte keinen Mann aufzuweisen, der Churchill wirksam hätte entgegentreten können. So blieben alle Programme, welche vor Kriegsausbruch und besonders seither für die soziale Reform Ena^ lands ausgearbeitet worden waren, in der Schublade liegen. Die führenden Männer der Partei wurden aber durch den täglichen Umgang mit den konservativen Ministern entweder von, diesen einfach an die Wand gedrückt, so der schwächliche Parteiführer Attlee, ober sie wurden langsam assimiliert, so der Innenminister Herbert Morrison, oder sie kämpfen einen aussichtslosen Kampf für ihre alten Ziele, so der gewerkschaftstreue Arbeits- Minister B e v i n. , Draußen im Lande aber warten die Millionen von Wählern der Labour-Partei vergeblich darauf. ßschatsk'-'^ •Safe DEHMEN-0 e- F \ 0 100 » --^oSologoJe /'IäÄ'.Wc: Q$^5C- ^^elisharowo^v&Z 3m Kampfraum westlich Charkow bis nördlich Ore'l und im Abschnitt südlich des Ilmensees scheilerlen auch am gestrigen Tage Vorstöße und Durchbruchsversuche des Feindes unter hohen blutigen Verlusten. , ?m. I Kalinin Toropez Bulgariens Treue zum Dreierpakt. Berlin, 2. März. (DNB.) Zur Wiederkehr des Jahrestages des Beitritts Bulgariens zum Dreimächtepakt hat K ö n i g B o r i s an den Führer das nachstehende Telegramm gerichtet: „Anläßlich der Wiederkehr des historischen Tages, an dem vor zwei Jahren Bulgarien dem Dreimächtepakt beigetreten ist, übermittle ich Ihnen, Führer, meine und des Ihnen tiesst dankbaren bulgarischen Volkes herzlichste Glückwünsche. Ich verbinde damit im Geiste der langjährigen festen Freundschaft und treuen Verbundenheit unserer Nationen die aufrichtigsten Wünsche für Ihr persönliches Wohlergehen und für das Glück des heldenhaften deutschen Volkes und seiner im stolzen Kampfe um eine gerechtere Weltordnung eingesetzten siegreichen Waffen. Boris. Der Führer hat darauf wie folgt geantwortet: „Für die mir /zum Jahrestag des Beitritts Bulgariens zum Dreimächtepakt telegraphisch ausgesprochenen Glückwünsche sage ich Eurer MaMat meinen aufrichtigen Dank. Erfüllt von der festen Zuversicht auf unseren Endsieg und eine gerechte Neuordnung der Welt erwidere ich Ihre Gruße mit meinen herzlichen Wünschen für das Gedeihen des uns durch langjährige Freundschaft verbundenen bul- garischen Volkes und für Ihr persönliches Wohl- ergehen. Adolf Hitler." * Bulgarien trat dem Dreimächtepakt Anfang März 1941 bei: in einem Augenblick, als auch der Beitritt des damaligen Südflawiens spruchreif war. Dann überstürzten sich die Dinge. Die südslawische Regierung wurde gestürzt. Der Putsch des Generals Si- mowitsch veränderte blitzartig das Gesamtbild. Anfang April folgte der Balkanfeldzug, und Bulgarien, das nach dem ersten Weltkrieg in dem Diktat von Neuilln auf einen Raum von rund 100 000 Quadratkilometern mit etwa 6,4 Millionen Einwohnern zu- rückgeworsen worden war, gewann einen Gebietszuwachs, der den räumlichen Umfang Bulgariens auf 152 000 Quadratkilometer und feine Einwohnerzahl auf 8,4 Millionen anwachsen ließ. Dieser jähe Szenenwechsel von Anfang März bis Ende Mai 1941 gibt eine Vorstellung von der außerordentlichen Regierungsleistung, die König Boris III. von Bulgarien vollbracht hat. Im Herbst dieses Jahres ist ein Dierteljahrhundert vergangen, seit dem er unter den schwierigsten Verhältnissen die Krone übernahm, die kein leichtes Geschenk gewesen ist. Er folgte seinem Vater Ferdinand I. am 3. Oktober 1918 auf den bulgarischen Thron. Aber Bulgarien stand politisch und wirtschaftlich vor dem Ruin. In der Maske des Bolschewismus griff das Moskowitertum nach Bulgarien, das den heiß begehrten Meerengen so eng benachbart ist. König Boris hat in den fast 25 Jahren seiner Regierung alle Tücken der offenen und der unterirdischen Feindschaft des Bolschewismus auskosten können. Zwei Attentaten entging er nur wie durch ein Wunder. Am 14. April 1925 überfiel eine bewaffnete Bande sein Auto, wobei zwei seiner Begleiter den Tod fanden, und kurz darauf wurde das gräßliche Attentat in der Kathedrale von Sofia versucht, das über 150 Tote und 200 Verwundete als Opfer forderte. Mit ruhiger und fester Hand, mit unermüdlicher Geduld führte Boris III. fein Land durch Liese Wirren. Als sich die Parteien wirtschaft auch in Bulgarien unfähig zur Lösung lebenswichtiger Probleme zeigte, begründete der König 19$5 eine autoritäre Regierungsform. Oer britische Export unter dem pacht- und Leihabkommen. Genf, 3.März. (DNB.-Funkspruch.) Als ,M größte Laus, die sich die Engländer i n d e n Pelz g e s e tz haben", bezeichnet die britische Wirt- schastszeitschrift „The Statist" das Pacht« und Lei Habkommen. Wir haben von Anfang an daraus hingewlesen, so schreibt das Blatt, wie entscheidend sich die amerikanische Konzeptton vom Umfang des Pacht- und Leihprogramms auf di e britischen Exportindustrien auswirken muß. Eine sogar noch bedrohlichere Entwicklung hat sich während des letzten Jahres ergeben. Die USA. sind in den Besitz vieler wichtiger Luftstützpunkte der Welt gekommen. Großbritannien war im 19. Jahrhundert nur deshalb imstande, sein Empire aufzubauen, weil es im Besitz der notwendigen Kotz- len station en und Flottenstützpunkte war. Das 20. Jahrhundert hat sich bereits als das Jahrhundert des Lufttransportes erwiesen. Es kann nun nicht behauptet werden, daß Großbritannien im Jahre 1943 ebenso günstig placiert ist, um im Wettbewerb um den Weltlüftverkehr bestehen zu können, wie sein Freund und Rivale jenseits des Atlantik. Es ist dies eine ernste Angelegenheit für unsere ganze Rattan. Wer das Transportsystem der We'lt beherrscht, beherrscht noch viel mehr, nämlich auch den Welthandel. In dem gegenwärtigen Planungsrummel würde man gut daran tun, fachmännische Aufmerksamkeit einem Plan zu widmen, der sicherstellen würde, daß weder das Pacht- und Leihabkommen, noch die vaaen Bestimmungen des Atlantikabkommens die britische Zivilluftfahrt und die britischen Exportindustrien nach dem Kriege ihrer Prosperität berauben werden, in jener Zeit also, in der die Welt ein vollkommenes Paradies fein soll,. mit Ausnahme vielleicht für jene, deren Existenzen im voraus durch politische Abmachungen und Manifeste, sowie durch in der Panik verzweifelter Kriegslagen eingegangene Provisorien gefährdet sind. Wenn schon geplant werden soll, so wäre es, meint „Statist", zweckmäßig, wenn man die kriegsmäßigen Erfordernisse mit den Nachkriegsnotwendigkeiten unserer Industrien, und beides außerdem mit den viel zu nebelhaften Verpflichtungen abstimmen würde, die unsere Staatsmänner notgedrungen gegenüber ihren Verbündeten eingehen mußten. Amerikas Streben nach der Lusttherrfchast. L4ffabo n, 2. März. (Europapreß.) Das Gegenstück zu den nord amerikani schen Plänen der Einrich- hing eigener Flughafen im Raume des Pazifik bildet das Bestreben des Staatsdepartements nach Ausschaltung aller nichtamerikani- s ch e n F l u g l i n he n i m K a r 4 b i f ch e n Meer. Wie „Philadelphia Jnquirer" ausführt, werde von diesen Plänen eine Anzahl von LustliNie-n betroffen, die sich in britischem, braManischem und holländischem Besitz befinden. Während noch im September 1942 eine Ausdehnung der karibischen Luftfahrt durch das Staatsdepartement gewünscht worden sei, widersetze sich das Staatsdepartement heute offensichtlich einer Zulassung neuer Dienste im karibischen Gebiet aus Furcht, daß diese Entwicklung die USA.-Kontrolle der Ueberseeluftwege nach dem Kriege behindern könne. daß auch ihre Summe gehört werde und rn der Politik der gemeinsamen Regierung Ausdruck finde. Im Volk besteht keine erdrückende Mehrheit der Konservativen. England kennt nicht -das Verhält- niswahlrecht. So kommt es, daß die Konservativen zwar mehr als doppelt so viel Mandate haben als die Labour-Partei, daß aber 1935 10% Millionen Konservativensiimmen 8,3 Millionen Wählern der Labour-Partei gegenüberstanden. Bei einer Neuwahl würde daher ein geringer Stimmenzuwachs in vielen Wahlkreisen genügen, um den Labourkandidaten zum Siege zu verhelfen. Vielleicht ist diese Stimmenmehrheit heute schon vorhanden, aber sie kann keinen Ausdruck finden, weil in England nach alter Tradition während des Krieges nicht gewählt wird. _ ,, Die heutige Regierung, welche formal eine Koalition, in Wahrheit aber ein konservatives Kabinett ist, regiert also auf Grund eines Mandates, welches nach demokratischen Grundsätzen l ä n g st e r l o s ch e n ist. Dieses ist sowohl den Kon- servativen wie der Labour-Partei bekannt. Während jene aber nach dem englischen Sprichwort „Mach' Heu, solange die Sonne scheint" verfahren, sammelt sich bei dieser eine Bitterkeit an, welche durch die Erkenntnis der eigenen Ohnmacht nur noch verstärkt wird. Nach außen ist dieser Gegensatz bisher kaum hervorgetteten. Die Pflichten der Koalition schlossen der Labour-Partei den Mund. Gewiß brachte der Parteikongreß im Juni v. I. einige heftige Angriffe S die konservative Tyrannei, aber über den len des Kongresses hinaus erhielten sie keine Bedeutung. Radikale Mitglieder der Partei, vor allem Aneurin B e v a n und Emanuel S h i n w e H unternahmen manchmal im Unterhaus einen Vorstoß, doch schossen sie meist, getrieben von der Maßlosigkeit ihres Grolls, weit über das taktische Ziel hinaus. , Die eigentliche Schwäche der Lmksopposition lag nämlich nicht einmal in ihrer zahlenmäßigen Unterlegenheit, sondern in dem Umstand, daß sie keinen Gegenstand hatte, um welchen sich ihre Kritik gegen die Churchill-Regierung in einer für den kleinen Mann begreiflichen Weise kristallisieren konnte. Diesen hat jetzt Sir William Beveridge mit seinem Reformplan geliefert. So unverständlich das den Engländern sein mag, so wichtig ist es zu be- rücksichtigen, daß der Plan in England tatsächlich als revolutionär betrachtet wird, weil er dem Staat zum erstenmal in der englischen Geschichte soziale Pflichten auferlegt, die in anderen Ländern schon vor der Jahrhundertwende vorhanden waren. Dieser Umstand ist der Schlüssel zum Verständnis der ganzen Krisis um den Beveridge- Plan. Es wäre nicht das erste Mal, daß ein harmloses Schriftstück unverhältnismäßig große politische Bedeutung erlangt. In der Beveridge-Debatte zeichneten sich die fünf- ttgen Fronten erstmalig ab. Alle Abgeordneten, die das Wort nahmen, legten damit zugleich ein Bekenntnis zu ihrer Haltung in der Zukunft ab. lieber» rafchend groß war die Zahl der Konferv-ati - nen, welche sich zum Fortschritt bekannten. Der 35jährige Vertreter der Universität Oxford, Quint in Hog»g, sagte, wenn die Regierung dem Volk nicht soziale Reformen gebe, so würde das Volk der Regierung die soziale Revolution geben. Es ist nicht ausgeschlossen, daß Lieser Satz die Devise der Progressiven bei den ersten Parlamentswahlen nach dem Kriege werden wird. Der Umstand, daß die Konservattven geschlossen für die Regierung stimmten, kann irreführend wirken. Die Konservativen haben sich der Parteidisziplin gefügt, weil sie keinen Sinn darin sahen, nur eine Rebellengeste zu machen. Nachdem die Fraktion der Labour-Partei beinahe geschlossen gegen die Regierung gestimmt hatte, erklärten die Labour-Minister, es sei ihnen nicht mehr möglich, in der Regierung zu bleiben, wenn ihre eigenen Anhänger die Politik der Regierung mißbilligten. Einen Tag lang sah es so aus, als sollte die Koalition schon jetzt gesprengt werden. Die persönlichen Vorstellungen Churchills veranlaßten aber die Minister der Labour-Partei zum Bleiben. Damit ist allerdings der Schein gewahrt, aber mehr auch nicht. Die Koalitionskrise ist nicht gelöst, sondern nur vorübergehend Überbrückt. Die Labour- Minister haben ihrer Partei erklärt, es müsse Einigkeit zwischen Fühung und Gefolgschaft in der Partei herrschen. Die Alternative ist allerdings nicht unbedingt das Ausscheiden der Labour-Partei aus der Regierung, Arbeitsminister B e v i n hat vielmehr gedroht, er würde notwendigenfalls aus der Partei ausscheiden, um der Regierung weiterhin angehören zu können. Die Labour-Partei wird sich wahrscheinlich fügen, um nicht in diesem entscheidenden Stadium des Krieges eine innenpolitische Krisis heraus- zuführen, aber die Regierung ist sich der Scheidung der Geister bewußt. Mehr als das, sie ist von ihr selbst ergriffen worden. Bis ins Kriegskabinett hinein reicht der Gegensatz zwischen Reaktion und Fortschritt. Allerdings tritt er hier weniger hervor. Das Gefühl der Verantwortung, in manchen Fällen wohl auch das Wohlgefühl, welches Sitz und Stimme im Kabinett verleihen, läßt die Einigkeit größer erscheinen als sie ist. Bisher ist es auch gelungen, den Schein zu wahren. Die von Beveridge heraufoe- schworene Koalitionskrise ist durch Churchills innerpolitische Allmacht überbrückt worden, aber eins hat die Krise jedenfalls klar gemacht: Der Gedanke, Laß die politische Einigkeit über das Kriegsende hinaus gewahrt werden könne, ist eine Illusion. Die Koalition mag bis dahin fortbestehen, ihre Voraussetzungen sind bereits.heute nicht mehr vorhanden. Keine schnelleren Schiffe. Stockholm, 3. März. (DNB.-Funkspruch.) Im Oberhaus erklärte Lord Winster, daß die Fahrgeschwindigkeit der britischen Handelsschiffe zu wünschen übrig lasse. Churchill sei. viel zu öptimistisch gewesen. Die Handelsschiffe seien wegen ihrer zu langsamen Fahrt Torpedoangriffen stärker ausgesetzt. Man habe auch nicht genügend Schiffe, um ständig Geleitzüge zusammenzustellen. Außerdem entständen dadurch Verluste, daß die schneller fahrenden Schiffe im Geleitzu^ ihre Geschwindigkeit herabsetzen müßten. Es sei ein Fehler, daß der Schiffbau ausschließlich der Admiralität überlassen werden müsse. Der Minister für Handelsflotte, Blockade und Verkehr, Lord Leathers, antwortete, daß es nicht möglich fei, nur Schiffe ^mit höherer Fahrgeschwindigkeit zu bauen, da man dadurch den ganzen Produtttonsplan umwerfe. Es rvürde auch nichts nützen, Schiffe zu bauen, die schneller fahren, als die Geleitzüge im allgemeinen. Künftig werde das Gewicht bei den neu zu bauenden Schiffen mehr auf Tanker als auf gewöhnliche Handelsschiffe gelegt werden. Oie Regierungsbildung in Finnland. Helsinki, 2. März. (DNB.) Staatspräsident R y t i hat, nachdem die Regierung Rangell aus Anlaß der Wiederwahl des Staatspräsidenten üb- „Idealisten bis zum Tode." Die Kämpfe des Grenadier-Regiments „Feldherrnhalle". NSK. Wo die Umgebung Berlins fast unmerklich in das Bild bäuerlicher märkischer Landschaft über- geht, begegnen wir zwei Männern, die sich mit bem SA.-Abzeichen am Rock und dem Rekrutenkoffer in der Hand als Nachwuchs des Grenadier-Regiments „Feldherrnhalle" ausweisen, dessen Ergänzungen truppe und Genesenden-Kompanie^ hier draußen liegt. Als das erste Luftlandere^iment gebi&et wurde, holte sich Reichsmarschall Goring die wage- mutigen Männer aus dieser SA.-Eircheit, deren Chef er ist. Ihre Heldentaten bei Eben Emael, in )ol- lanL und auf Kreta sind schon in die Geschichte eingegangen. Aus Len bei Kriegsbeginn noch vorhandenen Restbeständen der Standarte wurde zusammen mit Freiwilligen aus der SA. ein Jnfanterie- bataillon gebildet, das sich im Westen und Osten überall an entscheidenden Brennpunkten den Ruf eines der heldenmütigsten Stoßbataillone erworben hat. In den schweren Winterkämpfen im Osten hat es unter dem Ritterkreuzträger, SA.-Oberführer Oberstleutnant B ö h m e, bis zur Selbstaufopferung gestritten. In Anerkennung dieses und des Gesaint- einsatzes der SA. an der yronf verlieh der Führer dem Regiment, in welchem das Bataillon „Feldherrnhalle" focht, die Bezeichnung Grenadier-Regiment „Feldherrnhalle". Im Osten war es auch, wo Sturmbannführer Evers als Kompanieführer das Ritterkreuz erhielt. Der eigene Angriff war steckengeblieben. E hatte mit seiner Kompanie die Flanke zu sichern Er umging den feindlichen Flügel und rollte die von weit überlegenen Kräften gehaltene sowjetische Waldstellung auf, so daß der Angriff wieder in Schwung kam und am gleichen Tage einen erheb liehen Raumgewinn einbrachte. „Gewiß", sagt Sturmbannführer Evers, „wenn es schief gegangen wäre, würde von uns nichts mehr übriggeblieben - sein. Aber ich wußte auch, daß ich von meinen Männern mehr als Las möglich Erscheinende verlangen konnte." Erhebend sind die Beispiele, wie diese SA.-Män- ner in den Tod gingen. Der Unteroffizier N. ging vor dem Verlassen der Stellung zum Angriff zu seinem Hauptmann und sagte ruhig: „Herr Haupt mann, ich komme nicht wieder. Ich habe einen Bkjef an meine Mutter geschrieben, da stehtS drin." Dann überreichte er diesen Brief/ seinxm Kompaniechef, gab ihm die Hand und ging schweigend an die Spitze seines Stoßtruvps. Als erster am Feind, fiel er mit dem siegessicheren Hurra auf den Lippen. Die letzten Sätze seines Briefes lauteten: „Wenn Du Liefe teilen lieft, liebes Muttchen, dann hat Dein Junge das Höchste, was er als Soldat geben kann, gegeben, nämlich fein Leben. Doch tröste Dich, denn Du hattest neben meiner großen Liebe zum Vaterland nur allein Platz in meinem Herzen. Ein Idealist kämpft bis zum Tode ..." Schm. licherweife ihre Aemter zur Verfügung gestellt hatte, den Reichstagspräsidenten Daeinoe Hakkila als den Vertreter der größten Partei mit der Bildung der Regierung beauftragt. Hakkila, der im 61. Le bensjahr steht, ist feit 1919 Mitglied des Reistages. 1926 bis 1927 war er unter Tanner Justy- minifter. 1929 wurde er Vizepräsident des Reichstages und 1936 Reichstagspräjident. Für ein neues Europa. Rom, 2. März. (DNB.) Der diplomatische Korrespondent der Agenzia Stefani sagt zu dem viertägü gen Besuch des Reichsaußenministers in Italien: Die feierliche und ausdrückliche .Erklärung, derzu- folge die großen uni) kleinen Völker Europas ohne vorgefaßte Meinung, aber dieses Namens würdig, ein sicheres Dasein in ei’n er Atmosphäre gegenseitiger Zusammenarbeit und des Fortschrittes zugesichert erhalten- bedeutet einen frischen Luftzug. Die großen Führer Hitler und Mussolini haben sich mit demselben Gerechtigkeitsempfinden und derselben Sorgfalt, mit der sie die Probleme ihrer inneren Der- antmortung stellten und lösten, die weiterreichenden, aber ebenso lösbaren Probleme der europäischen R e v o l u t i o n u n d E i n h e i t gestellt. Die Möglichkeit einer allgemeinenAusrichtung der Völker Europas muß geschaffen werden, sie wird nicht nur politischen, sondern auch sozialen Charakter tragen müssen. Die europäische Einheit schafft damit einen neuen Typus der Zivilisation. Bei der Durchführung seiner Aufgabe findet Mussolini die tatkräftigste und machtvollste Mitarbeit bei dem großen und klar blickenden Curd päer Adolf Hitler. „Regime Fäscista" erklärt, die Definition der Neuordnung in Europa nach dem Siege der Achsen- Eine gewisse Frau Menke. Eine Erzählung aus unseren Tagen von Walther Gottfried Kluüe. Der Vorfall, den ich hier meine Nachbarin, Frau Kalthof, die nebenan in der Bergmannsfiedlung im Dachgeschoß des dreistöckigen Hauses wohnt, erzählen lasse, hat sich kürzlich wirklich zugetragen, als die Tommies um der klingenden Münze willen, die ihnen dafür versprochen war, ihre Brandbomben über uns abwarfen und auf den Dächern sich hier und da der Rote Hahn zu schaffen machte ... „Nun, da hatte der Zufall es gewollt, daß die Männer in unserem Hause sich just in dieser Nacht, soweit sie nicht ohnehin im Felde standen, sämtlich auf Nacht- schicht befanden, und wir Frauen, als der Ruf „Es brennt!" durchs Haus gellte, uns im Luftschutzraum unserer Kinder und Koffer bemächtigten und dumm und schreiend durcheinanderliefen. Es war auch um unser Haus geschehen, wenn eine gewisse Frau Menke, Mutter von vier Kindern, die erst kürzlich zugezogen war und im zweiten Stockwerk wohnte, uns nicht mit wenigen festen Worten und Griffen zur Raison gebracht hätte, so daß wir mit Eimern, Feuerfchlügern und Sandtüten — unten blieben nur die Kinder und ein altes Mütterchen — dem Brandherd in meiner Dachwohnung zu Leibe rückten. Aber es schien nun doch wohl alles verloren, und ich stand mit tränenüberftröm» tem Gesicht vor der Wohnungstür, als meine kleine Else, die unten auf der Kellertreppe hocken mochte, mit gellender Stimme rief: „Mutter, mein Puppenwagen!" — „Ja, der Puppenwagen!" hatte ich zu- rütfgerufen, aber es hatte mir einen Stich ins Herz versetzt, als Elschen es rief. „Der Puppenwagen, der ist hin! Der brennt nun auch!" — „Der Puppenwagen?" hatte Frau Menke da gerufen, indem sie mir einen vollen Eimer aus der Hand riß, um ihn gegen die Wohnungstür auszugießen, „Eischens Puppenwagen wäre nicht zu retten! Das wollen wir doch erst sehen, ob er nicht zu retten ist!" Und indem sie mir den leeren Eimer zurückgibt, reißt sie sich — sagte ich es schon?, eine gewisse Frau Menke, mein Gott, ein stilles, unscheinbares Frauchen, dem man so viel Courage gar nicht an sah — reißt sich die Frau doch die wafsernasse Schürze vom Leib, preßt sie sich vor's Gesicht und will in die brennende Wohnung. „Frau Menke!" rufe ich außer mir vor Angst, „was tun Sie, und sind Sie denn ganz von Gott verlassen?" und will sie zurückreißen, als der Rauch aus der brennenden Wohnung mich schon überfällt und ich mich abwenden muß. Aber da schwenk ich schon wieder einen vollen Eimer in der Hand, den sie mir zureichen, atme tief und gieße ihn der Wohnung in den prasselnden Schlund. „Ich hab' die Brandbombe ausfindig gemacht!" schreit es ba dicht neben mir, und das ist nun schon wieder bie vom Loschwasser triefende Frau Menke, „und schnell eine Tüte Sand — und Wasser!" Und stellt den Storb mit der Wäsche, die ich am Nachmittag vom Trockenboden holte, vor mich hin. Meine Wäsche? Herr Gott im Himmel, hab' ich vor Dankbarkeit und Freude doch aufgeschrien, und wie ich den Korb nach unten reiche und einen vollen Eimer schwing', den Eimer und die Tüte, da hat sie mir beides doch schon aus den Händen gerissen und „Gott steh mir bei!" gerufen und ist wieder in Rauch und Dunst untergetaucht! Wir hören Glas splittern, und der Rauch, der verfluchte, gibt sich einen Ruck nach rückwärts, und aufs neue stürzt, die schürze vor dem Gesicht, eine gewisse Frau Menke mir entgegen, fällt mir fast an die Brust. „Luft" schreit das Frauenzimmer, das herrliche — und ihr Mann kämpft in der Schneewüste gegen bie Sow- Jfis —, und schiebt mir doch — traue eins feinen C' schiel mir Eischens Puppenwagen hin, vollbeladen mit allen möglichen Siebenfachen, mit Topfen, Gläsern, Brot, dem Radiogerät, Wolldecken und Lederschuhen. „Vergelts Gott!" schreie ich, „und letzt ,st's genug!" Schreie dies bei all dem Lärm im Haufe, und draußen fchießt die Flak dazu, daß man fein eigen 'Ißort nicht versteht: aber es be- rubigt so! „Genug?" ruft das tapfere Frauchen zurück, „genug, wo ich jetzt eben die Brandbombe hab' und der ganze Brand mit einem Eimer Wasser ---T — „Aber, liebste Frau Menke, der Rauch, die Gefahr!" — „Ach was!" brüllt sie mich an und: „Her mit dem Wasser!" Schnappt sich denn auch den Eimer und verschwindet zum Dritten Male in den dunstigen Schlund meiner Wohnung, wo sich der Rauch nun schon teilt, und es kocht drinnen und zischt und--„Wasser! Mehr Wasser!" ruft es aus der Tiefe der Küche drinnen. Da faß' ich mir ein Herz und stürze ihr nach, und mit dem frischen Eimer voll Wasser, den ich mit mir schleppe, machen wir dem Feuer vollends den Garaus. Mit der Schaufel hebt doch das Frauchen noch den glühenden Bombenbrei von den kohlenden Dielen ab und wirft ihn nach unten in den Gerten. Hat, weil mein Elschen nach feinen Puppen rief, unsere ganze Wohnung vor der Vernichtung bewahrt und mit tapferem Herzen den Tommies noch ein Schnippchen geschlagen?" ' Der schwarze Husar. Von Johann Wilhelm von Archenholz. Ein preußischer Husar wurde von den Franzosen gefangen und ins Hauptquartier gebracht. Clermont elbst, der französische Oberbefehlshaber, wollte ihn prechen, denn die Gefangennehmung eines preußi- chen Husaren war hier ein seltener Vorfall. Dieser Krieger gehörte zu dem schwarzen Regiment. Ein jeder Reiter desselben, feinen Leib in Kleidungsstücke gehüllt in der Farbe des Trauerns, trug über- dem einen Totenkopf, das Sinnbild der Verwefung, an her Stirn; er war ein lebendiges memento mori; und schon der bloße Anblick eines solchen Todes- Predigers mit einem scharfen Säbel in der Faust, um dem Sittenspruch den stärksten Nachdruck zu geben, flößte Schrecken ein; auch waren diese schwarzen Husaren den tapfersten Regimentern des fron- zösiscken Heeres furchtbar. Man hatte die Sage verbreitet, daß sie bei Widersetzung nie Pardon geben, und die Husaren selbst bestätigten dies Gerücht, um desto leichter zu siegen. Es wirkte auch über allen Glauben. Ganze Scharen flohen vor wenigen Husaren, und nicht selten brachten einzelne dieser schwarzen Reiter ganze Trupps von Gefangenen ins Lager der Alliierten. Sie gingen zum Gefecht wie zum Tanz und kehrten nie ohne Beute zurück. Diese schwarzen Reiter zeichneten sich unter den leichten Truppen der Preußen sowohl durch Edelmut als durch eine heldenmäßige Unerschrockenheit aus. Die Unterredung des französischen Feldherrn mit dem gefangenen Husaren geschah durch Dolmetscher. Auf die Frage, wo Ferdinand von Braunschweig sich gelagert hätte, war die Antwort: „Da, wo Ihr ihn nicht angreifen werdet." Man fragte ihn, wie start die Armee seines Königs fei; er antwortete, sie möchten sie aufsuchen und zählen, wenn sie Mut genug dazu hätten. Clermont hielt sich durch diese Kühnheit nicht beleidigt. Sie gefiel ihm vielmehr und veranlaßte ihn, den Husaren zu fragen, ob fein König viel solche Soldaten hätte wie er. Der Mann mit dem Totenkopf antwortete: „Ich gehöre zu den schlechtesten, sonst wäre ich jetzt nicht Euer Gefangener." Eine solche Sinnesart außerhalb Frankreichs zu finden, war den Franzosen ein Rätsel. Man entließ den Husaren, und Clermont schenkte ihm einen Louisdor. Der Preuße nahm ihn an, allein obgleich ausgeplündert und ohne einen Heller im Besitz, gab er im Angesicht des Feldherrn das Goldstück einem französischen Soldaten mit der Erklärung, daß er von den Feinden feines Volkes leine Geschenke annehmen wollte. Man trug ihm Dienste und eine Offizierstelle an; er aber antwortete mit fiobn- gelächter, daß er ein Preuße sei. ‘ Solche Züge charakterisieren den Geist eines Volkes und eines Zeitalters. Ein hoher Sinn dieser Ari bei einem gemeinen Soldaten, konnte nur durckl WionatgrimtW und durch Dolksstimmunq bitbet werden; daher erregte diese Handluna unter den Deutschen nicht di- Bewunderunq V f* verdiente. Sie wurde bekannt, allein der 9läm. h.r KL d-r f- dachte und handelte, ist SÄ e“-* Der Arbeitsschutz für berufsfremde Frauen. Einsatz der Gewerbeaufsicht, der Sicherheitsingenieure und Betriebsärzte. 9m Zuge der Ausweitung des Arbeitseinsatzes der Frauen werden auch viele Frauen und Mädchen in die Betriebe strömen, die noch nicht in gewerblichen Betrieben gearbeitet haben, um ihren Beitraa zum baldigen Endsieg zu leisten. Die Arbeits- einsatzverwaltung bemüht sich, die Frauen und Mädchen in eine ihren Fähigkeiten und häuslichen Verhältnissen möglichst angepahte Arbeit einzusetzen. Die Aufgabe der Gewerbeaufsicht ist ‘es, für weitgehenden Schutz dieser Frauen in den Betrieben zu sorgen, da sie dieses Schutzes wegen ihrer Unerfahrenheit stärker bedürfen als die eingearbeiteten Arbeitskameradinnen. Der Generalbevollmächtigte für den Arbeitseinsatz hat für die Durchführung dieses Arbeitsschutzes eine ausführliche Anweisung herausgegeben. Die Beschäftigung der Frauen soll sorgfältig überwacht werden. Die Betriebsführer sind in jeder Beziehung in der Fürsorge für die neueingestellten Gefolg- schaftsmitglieder zu unterstützen. Zn erster Linie sind die bestehenden Schutzvorschriften, wie das Mutterschutzgesetz, die Bestimmungen über die Höchst, arbeitszeit, über die Beschäftigungsoerbote, über den Gesundheitsschutz und die. Unfallverhütungsvor- schriften zu beachten. Von ungeeigneten Arbeiten sind Frauen auch weiterhin fernzuhalten. Besonders ist daraus zu achten, daß an den Maschinen alle erforderlichen Schutzvorrichtungen richtig angebracht sind und daß die weiblichen Gefolgschaftsmitglieder eine^ihrer Arbeit angepaßte Kleidung tragen. Denn die an die Betriebsarbeit nicht gewöhnten Frauen sind natürlich besonders gefährdet. Die sorgfältige und gewissenhafte Durchführung des Unfall, und Gesundheitsschutzes und aller Maßnahmen zur Erhaltung der Betriebssicherheit ist, wie es in dem Erlaß heißt, jetzt mehr denn je Geboten, da es gilt, die deutsche Frau und Mutter, die trotz oft schwerer häuslicher Pflichten noch zusätzlich- ihren Beitrag zum totalen Krieg leistet, vor allen vermeidbaren Schädigungen zu behüten. Um die Leistungsfähigkeit und Arbeitsfreude der Frauen zu erhalten und zu steigern, muß auch jeder stüh- zeitigen Ermüdung vorgebeugt werden, wie sie durch ungenügende Beleuchtung und mangelhafte Einrichtung des Arbeitsplatzes entstehen kann. Besonders wichtig ist die Bereitstellung von Sitzgelegenheiten bei allen Arbeiten, die sitzend verrichtet werden können. Auch die Einnahme einer warmen Mahlzeit während der Arbeit ist wichtig, und zwar auch während der Nachtschicht. Des Schutzes der neueingestellten Frauen und Mädchen müssen sich ganz besonders die Sicherheitsingenieure und die Bestiebsärzte annehmen. Die wichtigen Fragen des Frauenschutzes müssen in ständiger Fühlungnahme zwischen allen beteiligten Stellen beobachtet werden. Wo kein hauptberuflicher Sicherheitsingenieur vorhanden ist, soll in entsprechenden Betrieben ein geeigneter erfahrener Ingenieur nebenberuflich mit diesen Fragen betraut werden. Bei allen wichtigen Fragen ist ferner Zusammenarbeit mit der Deutschen Arbeitsfront und den Berufsgenossenschaften zu Pflegen. machte stelle eine klare Verpflichtung dar. die sich den hohlen lügnerischen Versicherungen der Atlantik- Charta und anderer angelsächsischer Papierfetzen entgegenstellen. Aus dem Reich. 40 Jahre aktiver Soldat. Drei verdiente Generale des Heeres können in diesen Tagen auf eine 40 Jahre im Krieg und Frie. den erfolgreiche militärische Laufbahn zurückblicken. Es traten als Fahnenjunker ein: Generaloberst Lindemann, Oberbefehlshaber einer Armee im Osten, am 26.2.1903 in das Magdeburgische Dragonerregiment Nr. 6; der Chef des Transportwesens der Wehrmacht, General der Infanterie ©erde, am 27. 2.1903' in das Ostpreußische Jägerbataillon Nr. 1; General der Artillerie Hansen, Komman- bierenber General eines im nördlichen Abschnitt der Ostfront eingesetzten Armeekorps am 1.3.1903 in bas Schleswig-Holsteinische Fußartillerieregiment 9. Den Generalen wurden aus diesem Anlaß zahlreiche Ehrungen zuteil. Sondermarken zum Heldengedenktag Zum Hsldengedenktag 1943 gibt die Reichsvost Sondermarken heraus, die Darstellungen von Was- fengattungen der drei Wehrmachtteile zeigen: 3 + 2 Rpf. (Unterseeboot), 4+3 Rpf. (Kradschützen), 6 + 9 Rpf. (Nachrichtentruppe), 8 + 7 Rvf. (Pioniere), 12+6 Rpf. (Infanterie), 15 +10 Rpf. (Artillerie), 20 + 14 Rpf. (Flak), 25 + 15 Rpf. (Stuka), 30 + 30 Rpf. (Fallschirmjäger), 40 + 40 Rpf. (Pan- "zertruppe) und 50 + 50 Rpf. (Schnellboot). Die Entwürfe stammen von dem Kunstmaler Meerwald. Die Wertzeichen werden vom 14. März 1943 an bei größeren Postämtern abgegeben, es muß aber damit gerechnet werden, daß nicht sämtliche Werte gleichzeitig und in ausreichender Menge vorliegen. Auch werden in den ersten acht Tagen nicht mehr als vier Satze zugleich abgegeben. Kleine politische Nachrichten. Reichsmmister Dr. Goebbels empfing eine Abordnung von Welitije-Luki-Kämpfern. Vor ihrer Rückkehr an die Front werden die Ostkämvfer als Gäste des Gauleiters Gelegenheit haben, neben dem Besuch von Berliner Kulturstätten an eindrucksvollen Beispielen auch die für den Krieg schaffende Heimat zu erleben. * Der frühere tschungking-chinesische Außenminister Chen Yn Jen sowie der ehemalige tschungking- chinesische Botschafter in der Sowjetunion Yen Hui Ching sind zur Nan^ng-Regierung übergetreten. Rohdiamanten im Werte von 50 000 Pfund, die Anfang November von London nach Palästina geschickt wurden, sind nicht angenommen und werden als verloren betrachtet. Der britische Generalpöst- meifter hat den Untergang des Schifles, mit dem die Diamanten verschickt würben, bisher noch nicht zugegeben. Kunst und Wissenschaft. Eine „Romantische Sinfonie“ von Kurt Atterberg. Die siebente Sinfonie in a-moll von Kurt Atterberg ist in Frankfurt a. M. vom Rhein-Mai- Nischen Landesorchester unter Hermann Ab end- r o th (der schon die vierte Sinfonie des schwedischen Meisters aus der Taufe gehoben hat) als Uraufführung gespielt worben. Die vier Sätze verbinden heroische mit intimen Empfindungen, stellen soli-' stifchen Partien das Aufgebot des großen Apparates nah gegenüber und gewinnen ihre Form mehr im Visionären als unmittelbar aus dem technischen Gehalt und seiner Entwicklung. Die Bezeichnung .,Sin- tonia Romantica“ bestimmt die klangliche Gebärde des anspruchsvollen Werkes, gibt aber „modernen" Regungen doch so viel Raum, daß man von einer geistig und zeitlich neuen Komposition sprechen darf. Die Aufführung war ein Erfolg für den Dirigenten und das Orchester. 8t. hochschulnachrichlen. Der Direktor des Instituts für Futterbau der Preußischen Versuchs- und Forschungsanstalt für Milchwirtschaft und außerplanmäßige Professor an der Universität Kiel, Dr. phil. Wilhelm Nicolai- [en, ist zum. o. Professor für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung an der Universität Königsberg ernannt worden. Nicolaisen wurde 1901 in Flensburg geboren und studierte in Halle und Kiel, promo- irierfe 1927 in Halle mit einer botanischen Arbeit, habilitierte sich 1933 dort und wurde 1935 nach Kiel berufen. — Der Dozent Dr. phil. habil. Günter Reichenkron ist zum o. Professor für romanische Phlliologie an der Universität Posen ernannt worden. Reichenkron habilitierte sich 1940 in Berlin. Aus der Stadl Gießen. Unsere Straße. Hier beginnt meine Straße, bemerkt ein Einheimischer zu einem Fremden. Hoho, Freund, denkt man, was du deine Straße nennst, gehört Hunderten, ja Taufenden deiner Mitbürger auch. Nein, gehört nicht einmal ihnen und dir. Auch sie gemeinsam können einem Menschen das Betreten einer Straße — nebenbei bemerkt einer langweiligen Straße — nicht untersagen. Und darin liegt doch^wohl der eigentliche Sinn eines besitzanzeigenden Fürwortes, daß man auch etwas gestatten ober verbieten kann. So denkt man, und der Straßenbefitzer wird auch zugeben müssen, daß man im Grunde genommen recht hat. Und trotzdem ist es nichtig: es ist schon seine — unsere — meine Straße. Sie hat für jedermann ein anderes, aber für alle ein liebvertrautes Gesicht. Für jeden einzelnen ist sie nicht einfach Bauwerk aus zwei Häuserreihen mit grünen, blühenden ober entlaubten Bäumen davor. Freud und Leid sind viele Male von unseren Herzen aus durch sie gegangen. Die Schar der sorgenden Väter, der „möblierten" Herren und der jungen Mädchen durchschreitet sie. In Hast eilen sie dahin, nicken einander zu und schauen wohl^ auch einmal flüchtig zu den Bäumen an der Straße empor. Für sie mündet „ihre" Straße drüben in der Hauptstraße, die in das Geschäftsviertel führt. Hier, in ihrer Straße, sind sie alle noch Einzelwesen — dort drüben in der Hauptstraße wird der breite Strom sie aufnehmen und sie ihres Jchs entkleiden. Dann gehen auf ,/ihrer" Straße die Jungen und Mädchen, mit Wissen und Schulranzen beschwert, vorüber. Für ein paar Stunden ist es bann still in der Straße. Feierlich läßt sie wohl auch eine Brautkutsche passieren und nimmt damit einen neuen Lebenskreis in sich auf. Nach Stunden füllt plötzlich ein Zwitschern und Lachen die Straße. Das ist bann eine festliche Stunde voller Fröhlichkeit, wenn die Schöpfe und Bubiköpfe heimkehren ins Jugendland — bis zum nächsten Morgen/ So geht es den ganzen Tag in stimmungsvollem Auf und Ab. bis abends die Straße in nächtliches Dunkel gehüllt ist. Ein Straßenkehrer, der feit Jahren hier schafft, wurde kürzlich traurig, als man daranging, die Straße für Bauzwecke aufzureißen. Meine schöne Straße, jammerte er ein über das andere Mal. Für ihn hatte die Straße wohl den tiefften Sinn... , Sprechstunde des KrepLeiters. Die Sprechstunde des Kreisleiters findet am Donnerstag, 4.3., nachmittags von 15 bis 17 Uhr, in Gießen, Alioenstraße 10, statt. Amt für bas Landvolk. Die Sprechstunde des Amtes für das Landvolk findet am Donnerstag, 4.3., nachmittags von 15 bis 17 Uhr, in Gießen, AÜeenstraße 10, statt. Reiseerlebnisse. Montag früh. Uebervolle Züge. Mißmutige Menschen, die in den Gängen stehen. Die Schaffnerin kommt. Frisch und straff waltet sie ihres Amtes. Neben mir beschweren sich zwei junge Frauen, baß sie stehen müssen. „Sehen Sie nur mal nach, ob da nicht Leute ohne Karte für II. Klasse drin sitz en, wir wollen doch nicht stehen." „Was", lacht die Schaffnerin, „Sie sind doch noch viel jünger als ich, und wollen nicht mal ein paar Stunden stehen können? Schauen Sie, ich bin auch meine vielen Stunden Dienst immer auf den Beinen, bas lernt sich!" Alles lacht, und auch die Gesichter der Frauen sind " viel freundlicher. Ich versuche der Schaffnerin zu folgen. Weiter vorne beschwert sich ein Mann, daß es so roll ist. „Diese vielen Frauen, die alle unnötig fahren, nehmen uns den Platz weg!" „Unnötig", meint die Schaffnerin, „heute ist doch Montag, da kommen all die Frauen von ihren Männern, die sie besucht haben; ist Liebe unnötig?" Wieder wird es heiter und froh, wo die Schaffnerin geantwortet hat. Berlin. Ein junges Mädchen erzählt mir von ihrem Kriegshilfsdienst als Straßenbahnschaffnerin: „Freilich ist es nicht immer leicht, 8 ober 10, auch mal 12 Stunden Dienst in der Straßenbahn zu stehen, und abscheulich kalt ist es oft, aber Spaß macht es auch wieder. Und wissen Sie, was wir sa- aen: Die Stimmung im Wagen ist so, wie wir Schaffnerinnen sie machen. Und bas empfinben wir Mädels nun noch als unsere besondere Aufgabe. Bei mir ist die Stimmung immer prima." Wenn heute so viele Frauen und Mädchen an die Plätze der Männer kommen, bann soll sich jede klar darüber sein, baß neben der Aufgabe ihrer Arbeit auch diese zweite Aufgabe wichtig ist: die Stimmung an der Maschine, an ihrem Arbeitsplatz, wo immer sie hingestellt wird, wird stets so sein, wie sie selbst * sie mitbringt. Gfs. Kür Tapferkeit vor öem Keinöe. Der Matrosen-Obergefreite Karl Wilhelm Wehrmann, Blockstelle Babenburg wohnhaft, der bei einer Marineeinheit im Nördlichen Eismeer mitkämpft, wurde für Tapferkeit vor dem Feinde mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichnet. Vorbildliche WHW.-Epende unserer Polizei. Aus zeitbödingten Gründen ist in diesem Jahre von der Durchführung eines „Tages der deutschen Polizei" zum Besten des Kriegs-Winterhilfswerkes abgesehen worden. Die Beamten und Angestellten der Polizeidirektion Gießen, zu der auch bas Polizeiamt Bad-Nauheim-Friedberg gehört, haben dennoch nicht versäumt, ihre schon oft bewährte Opfer- bereitschaft für das Winterhilfswerk erneut zu bekunden. Nachdem die mit größtem Arbeitseifer und selbstlosem Einsatz von den Beamten und Angestellten unserer Polizei zum vorigen Weihnachtsfeste durch- geführte Bastelaktion, durch die Hunderten von Kindern schönes Spielzeug unter den Weihnachtsbaum gelegt werden konnte, mit einem Ertrag van 9254,65 Reichsmark zugunsten des Kriegs-Winterhilfswerks 1942/43 abgeschlossen worden war, haben die Beamten und Angestellten der Polizei in Gießen, Bad- Nauheim und Friedberg jetzt wiederum allein in ihrem Kameradenkreise neben den laufenden Abzügen vom Gehalt als Beitrag für das WHW. noch eine Sonderspende in Höhe von 5147,20 RM. für das Kriegs-Winterhilfswerk aufgebracht. Diese Son- derspende stellt gegenüber der Spende im Vorjahre eine Steigerung um rund 90 v. H. dar. Diese vorbildliche Haltung und Opferbereitschaft der Beamtest und Angestellten der Polizeidirektion Gießen verdient volle Anerkennung und kann als ein nachahmenswertes Bespiel bezeichnet werden. Beethoven-Abend der Kameradschaft »Han« Karillon'. Zu Beginn der Woche reihte sich wieder eine kulturelle Veranstaltung des Studentenbundes den bisher stattgefundenen würdig an. Diesmal hatte es sich die Kameradschaft „Hans Karillon" zur Aufgabe gemacht, den zahlreich erschienenen Gästen Beethoven und sein Werk nahezubringen, und damit das Größte, Reichste, Mächtigste, was die Tonkunst überhaupt besitzt. Nach den Begrüßungsworten leitete Karner ad- fchaftsführer Ortwein auf die Darbietungen des Abends über, indem er Beethoven als unvergleichbaren Komponisten würdigte, der die Ausdrucksfähigkeit der Musik auch für die tiefstgehenden Erregungen der Menschenseele in wunderbarer Weise gesteigert und ins Monumentale erweitert hat, so- daß gerade wir in der erlebnisstarken Zeit des Krieges ihn verstehen. Beethoven wurde, wie Mozart es war, ein Meister auf dem Klavier, so bestritt denn auch, neben dem Gesanglichen, Frl. D a p p e r den musikalischen Teil des Abends mit Klavierwerken des Meisters, zu Beginn das Rondo a Capriccio mit besonderer Fingerfertigkeit, dann den 1. Satz aus der Sonate Äs-dur. Frl. Valeska Lange erfang sich mit „Mignon" und „Gretels Warnung" den Beifall der Anwesenden, Herr Druschel setzte sich mit klangvoller Stimme ein für die Lieder „Das Lied aus der Ferne", ,Zch liebe Dich", „Der Kuß", 'begleitet am Flügel von Kapellmeister Bosch. Im Mittelpunkt des Abends stand der Vortrag von Professor Dr. Temesvary, der in seinen Ausführungen an die vorangegangene Lesung einiger Aussprüche Beethovens — philosophische Erkenntnisse in aphoristischer Form, durch Herrn Sauerland vermittelt — anknüpfte. In mitreißenden Worten setzte sich Professor Temesvary für die Musik Beethovens ein, der — vor 1933 als ein Verfemter in weiten Kreisen verneint — auch von gegenwärtigen Komponisten, meist jedoch aus ^cheu und Unsicherheit, abgelehnt werde. Er machte sich zum Streiter für Beethoven, indem er dessen Beurteilung als eines extremen Individualisten, eines Zuchtlosen, Alles-Ueberrennenden, widerlegte durch die Darstellung der Urgewalt feiner überragenden Persönlichkeit, die man nicht mit menschlichem Maß zu messen vermag. Ausgehend ton seinen Gedanken „Heber Gott" legte der 23ortn**:nbe Beethovens religiöse, überkonfessionelle Gesinnuna dar, in seinen Schöp'ungen der 9. Symphonie, der Missa solemnis und des Fidelio dokumentiert, und feierte ihn schließlich als den größten unserer Meister. Vertieft wurde der Eindruck Beethovenscher Musik durch Worte über den Komponisterz, und Gedanken von ihm. Frau Blacha brachte einen Brief Bettina Brentanos zu Gehör, die den göttlichen Zauber des „Weltberrschers" ahnt und Goethe davon mitteilt. Herr Volk bot einen Ausschnitt aus dem Werk Heinrich Zerkaulens „Der feurige. Gott", und Herr Mund bie, getragenen Worte des , Heilmen- ftädter Testaments" (1802), in abwechselnder Vortragsfolge mit Lesungen durch Kameradschafls- angehörige. Nach Ablauf des sorgfältig ausgestellten Nro- gramms bearüßte es der Hochschulringführer Professor Dr. Brüggemann dankbar, daß wieder einer der fvrfureÜen Abende des Gießener Stu- bententums, die uns in ernster Zeit die großen Geister unserer Nation nabebringen wollen, ein vollauf gelungener war, und er machte sich zum Sprecher aller Besucher, indem er der Kameradschaft. besonders aber Oberspielleiter Mund und den Künstlern des Theaters, für die genußreichen Stunden dankte. pflege der Luflfchutzhandsprihe. Jeder kann sich selbst vorstellen, was es bedeutet, wenn im Ernstfälle die Luftschutzhand spritze infolge verstopfter Saugö'fnung gerade in dem Augenblick versagt, in dem ihr Sprühstrahl noch ausgereicht hätte, den durch eine Stabbrandbombe hervorgeru^e- nen Entstehungsbrand erfolgreich zu bekämpfen. Glück auf, Renate! Boman von Ernst Grau. 11. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Sie hatte lange mit sich selbst um diesen Entschluß gekämpft. Hundertmal hatte sie ihn verworfen und ebenso oft wieder aufgenommen. Denn es würde ja doch nicht lange währen, bis ihr Versteckspiel herauskam. Aber immerhin half es ihr doch zunächst -einmal, Zeit zu gewinnen. Ein gangbarer Ausweg würde sich dann schon zeigen, meinte sie. Wie dieser Weg aber aussehen und wohin er führen würde, davon hatte sie im Augenblick noch keine rechte Vorstellung. Sie vertraute der Zeit. Und schließlich suchte sie sich damit zu trösten, daß es auch für ihr Zusammenleben mit den anderen Menschen auf der Grube vielleicht besser war, wenn diese jetzt noch nicht wußten, wer sie in Wirklichkeit war. Sie würden der Arbeitskollegin Schmidt sicher anders, kameradschaftlicher entgegenkommen, als der Tochter Walter Hammerkotts, und das konnte sick) für ihr späteres Zusammenarbeiten nur im besten Sinne auswirken. „Ich heiße Reni Schmidt", sagte sie ohne |ebe Verlegenheit, als sie wenige Minuten später im Di* rektionszimmer stand und sich zwei Herren gegen* übersah, die sich bei ihrem Eintritt fast gleichzeitig erhoben hatten und ihr mit unverhohlener Neugier entgegensahen. Der eine untersetzt, mit leicht angegrautem, schwarzem Scheitel und klugen, aber ein wenig zu tief liegenden Augen. Der andere im Gegensatz dazu, groß, hager, fast überschlank, schütteres, sandfarbenes Haar, offene, nicht unsympathische Züge, dazu die überlegenen, ungezungenen Bewegungen eines Mannes, der sich in der Welt umgesehen hatte. Beide ungefähr gleichaltrig und gepflegt in ihrer Kleidung, so daß Renate im ersten Augenblick nicht wußte, an wen sie sich wenden sollte „Terbrüggen", stellte dieser sich jetzt vor. Und mit einer kurzen Kopfbewegung: „Mein Sekretär, Herr Meinders" Sie nickte beiden leichthin zu und setzte sich ungezwungen an Terbrüggens Platz. Meinders sah es mit stillem Behagen. Die fängt gut an, dachte er. Wenn das so weitergeht ... armer Terbrüggen. Im nächsten Augenblick war es jedoch schon an ihm selbst, ein langes Gesicht zu machen. „Ich möchte Sie zunächst gern allein sprechen, Herr Terbrüggen", sagte Renate mit einem nicht mißzuoerstehenden Blick auf Meinders, und diesem blieb nichts anderes übrig, als sich widerstrebend zurückzuziehen. „Mein Vater hat Ihnen wohl gestern aus Köln geschrieben ..." begann sie bann. Sie hatte sich vom ersten Augenblick an bemüht, einen kurzen, knappen Ton anzuschlagen, hinter dem sich die noch nicht überwundene Unsicherheit am besten verbergen lieh. „Ja. Ich habe diesen Brief eben erst gelesen. Dann sind Sie also Fräulein Hammerkott? „Natürlich ... „Nun ... so natürlich ist das eigentlich nicht, gnädiges Fräulein", warf Terbrüggen ein. „Mag sein. Aus bestimmten Gründen möchte ich jedoch, daß das vorläufig noch unteiSuns bleibt... aber nehmen Sie doch Platz,' Herr Terbrüggen." „Wie Sie befehlen, gnädiges Faulein", dienerte er und nahm Meinders Stuhl. Mißmutig stellte er bei sich fest, daß er sich hier hatte in eilte Lage abdrängen lassen, die ihm wenig behagte. „Gut", fuhr sie in demselben Tone fort. „Dann werden Sie mich jetzt bei der Zechenverwaltung als Fräulein Schmidt einstellen. Ich schreibe ausgezeichnet Maschine und möchte, daß alle wichtigen Sachen, von mir geschrieben werden. Ich hoffe, auf diese Weise am ehesten einen Einblick in den Gang der Geschäfte zu erhalten. Geht das? Ich möchte natürlich auch niemand hier verdrängen." Er nickte. „Sie könnten den Posten von Fräulein Lohmann übernehmen. Die Dame heiratet demnächst und scheidet bann sowieso hier aus. Aber ... wenn ich mir die Bemerkung erlauben darf ... ich verstehe nicht recht, gnädiges Fräulein, daß Sie sich mit einem solchen Posten ..." Sie sah mit hochgezogenen Brauen verwundert zu ihm hinüber. „Ich sagte Ihnen bereits, Herr Terbrüggen, daß ich meine Gründe dazu habe", meinte sie abwehrend, aber durchaus nicht unfreundlich. „Nun ja ... aber wenn Sie als Angestellte der Zechenverwaltung die Villa Hammerkott bewohnen, wird sich doch ein jeder nach den Zusammenhängen fragen", versuchte er nochmals einzuwenden. „Auch über diese Fragen kann ich Sie beruhigen, denn ich werde nicht in unserem Hause wohnen, sondern bei den anderen Angestellten im Beamtenhause." Sie sagte das so liebenswürdig und doch in einem so bestimmten Tone, daß er achselzuckend jeden weiteren Einwand aufgab. Das also war nun Renate Hammerkott. Nun ... er hatte sich diese erste Begegnung eigentlich doch etwas anders vorgestellt. Aber immerhin, sie war die Erbin von Hammerkott, der Schlüssel zu der Macht, die er anstrcbte, lag in ihrer Hand. Also mnßte es zunächst einmal heißen, abwarten! „Und wann wollen Sie eintreten, Fräulein Schmidt?" fragte er lächelnd. Sie nickte ihm zu, und ein kleines Lachen flog auf. Auf diesen Ton ging sie gern ein. „Wenn Sie gestatten, Herr Direktor, bleibe ich gleich hier." „Güt." Er hatte diese Antwort erwartet. „Dann werde ich Sie auch gleich mit Ihren künftigen Arbeitskollegen und •Kolleginnen bekannt machen. Fräulein Lohmann kann Ihnen dann Ihr Zimmer im Beamtenhaus zeigen. Ein paar Räume stehen dort immer leer." Die Einführung der neuen Stenotypistin war nicht sehr aufregend. Um so aufgeregter war Renate selbst, auch wenn es ihr äußerlich nicht anzusehen war. Denn jeden Augenblick rechnete sie damit, ihrem Begleiter von gestern abend gegenüberzustehen. Aber alles verlief ohne Zwischenfall. Jm^Haupt- kontor stellte sie Terbrüggen selbst vor. Dann mußte er sie nach üblicher Gepflogenheit wohl oder übel Meinders anoertrauen, der sie durch eine ganze Reihe kleinerer Büros führte. Ueberall wurden Namen genanrtt, die sie sofort wieder vergaß, überall trafen sie neugierige, ab schätzende oder auch gleichgültige Blicke. Nie hatte sie gewußt, wie umfangreich die Verwaltung der Zeche war. Es gehörte sicher sehr viel dazu, das alles zu übersehen und zu leiten, und sie fühlte sich dem allen gegenüber sehr klein. Aber die Hauptsache: Herrn Werner war sie bisher nicht begegnet. Offenbar gehörte er nicht zur Verwaltung, sondern zum Grubenpersonal. Sie würde ihn also nicht täglich um sich haben. Das war schon ein Gewinn. Gern ging sie dann mit Fräulein Lohmann hinüber ins Beamtenhaus. Das kleine Zimmer, das sie für sich auswählte, bot zwar keinen Komfort, aber es u^ir nicht unfreundlich und würde sich mit einigen persönlichen Kleinigkeiten sicher recht gemütlich einrichten lassen. . . „So, nun werde ich Sie unserer alten Heffken annertrauen, Fräulein Schmidt. Ich muh fix wieder rüber, heute ist noch allerhand zu tun." „Nun ... von morgen an helfe ich^Jhnen ja, Fräulein Lohmann." „Fein. Eine Hilfe könnte ich schon lange ge* brauchen. Ader der Alte ist so knickerig." „Der Alte? Hammerkott?" Die andere lachte. „Ach, von dem spricht doch hier kein Mensch. Der wäre vielleicht auch gar nicht so. Aber dieser Terbrüggen knausert, als gehöre ihm die ganze Zeche schon selbst. Der und sein Freund Meinders, das sind schon die richtigen! Na — Wiedersehen inzwischen." (Fortsetzung folgt) Weges den seitherigen Nprözentiyen Zuschlag m . ° rm rr < v .f ! hnfnn AorB 7l tl« Gießener Gchlachiviehmarkt. seitheriae zweite Beigeordnete, Üerner Wilhelm Müller, zum (Stellengesuche! Gut erh°lt-n- L—L_—Bettitelle junge Stau Inhaber Ernst Becker. 01386 ruhen. In tiefem Leid: 2 01389 i-Z.-Wohn. mit 3 Ihr Berater in allen Punktfragen 4. März, r Schuhcreme einsparen! 716 D z 3 • Ingetf. Wt. Geliebte Welt [711C TUftl. 2.30,4.45,7.30; So. 2.00, 4 jo, 7.30 Uhr KÖHLER. Bad,Etagenbeiz. Schr. Ang. unt. 01369 a.d.G.A. HAMBURG I. WIEN . POSEN Selbst hovdidünnei Auf- fragen genügt. Erst trocknen fassen. Dann erst bürsten u. polieren. Der Glanz wirdjchäne» und man spart Emmi Sattler, geb. Diehl, und Söhnchen Walter; Aug. Sattler und Frau Wilhelmine, geb. Kahn; Familie Karl Diehl; Familie Wilhelm Lang; Familie Heinr. Sattler; Emma Sattler; Frau Joh. Diehl und Söhnchen Erwin. Gießen,Wcrdorf, Ehringshausen u.Blexen (Old.) Die Trauerfeier fand im Elternhause in der Stille statt. Kohle schafft für uns Kraft Zur Herstellung phormozeu* tischer Erzeugnisse werde» Kraftwerke in erheblichem Maße beansprucht. - Also y das Gebotene recht haushälterisch verwenden I Helft mit. Kohlenklau HANSAPLAST LEUKOPLAST ABC-PFLASTER TUSSIPECT . TEMAGIN . Heute morgen verschied nach kurzer Krankheit unser lieber, guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder und Schwager Johann Ludwig Nesseldreher im 76. Lebensjahre. . Die trauernden Hinterbliebenen: Wilhelm Nesseldreher und Frau Familie Robert Mandler Karl Reichel, z. Z. im Felde, und Familie. Heuchelheim, den 2. März 1943. Erfolg mar tf>m bei dem Orts-Tporitatz dm 16. W puft 1942 vergönnt, an dem nahezu 150 Teilnehmer au verzeichnen waren. 9lod) dem Bericht des 2Aint- warts Willi Otto waren die Turnstunden durchschnittlich van 10 Turnern besucht. An dem von Turnwart Hans Stein geleiteten Kmderturnen nahmen in jeder Stunde durchschnittlich 15 Änuben teil Aus dem Bericht des Kassenwarts Wilhelm Ufer war ein Ueberschuß in der Vereinskaffe ersichtlich: die Rechnung wurde genehmigt An den Lehrgängen der Kreissührung des NSRL. nehmen die Turnwarte Willi Otto und Hans Stein, sowie die Tunwartin Gertrud Härder reu. -pte Verbindung mit den bei der Wehrmacht stehenden Kameraden soll durch Heimatbriefe aufrechterhalten Die Beerdigung findet Donfierstag, 4. März, 13.30 Uhr, vom Trauerhause, Schulgassc 3, aus statt. bleiben. , , , Rach Dankesworten des Bersammlungslerters an alle Mitarbeiter und an die Turner wurde die Ver- fammlung mit dem Gruß an den Führer und un- Statt Karten! Für die vielen Glückwünsche u. Aufmerksamkeiten anläßlich unserer Vermählung danken wir herzlich Heinz Thomson Unteroffizier der Luftwaffe Gertrud Themann, geb. Steiles Gießen, im Februar 1943 s 01384/ Wer wäscht für 2 Personen ? Schriftl. Angebote unter 714D an den Gießener Anzeiger erb. Junges Ehepaar sucht auf sofort oder später zwei möblierte Zimmer Schr. Ang. unt. 01373 a.d.G.A. Asphaltpapier wind- und wetterbeständig zur Verdunkelung von Klappläden, Fenstern in Viehställen, Waschküchen usw. 100 cm breit, je Meter RM. 0.35 Tapetenhaus Heinr. Kreiling Bahnhofstraße 33. [01372 v. I. ver- Suche t-Zimmerwohnuny Biete r-Zimm.-Wohu. Unsere liebe Schwester Comina ist gestern abend 7 Uhr nach kurzer Krankheit in die ewige Heimat eingegangen. Die Beerdigung findet Donnerstag, 4. März 1943,'auf dem Neuen Friedhof statt. Requiem Donnerstag J/27 Uhr in der Pfarrkirche. Die Schwestern des St Josephs-Krankenhauses Gießen __01383 Fast neuer ßlnöetreagea gegen Sportwagen zu lauschen ge- suchtv . [01407 Sonnenstr. 1 p. Disziplinarvorgesetzte. Gieben«K»ein-Liriden. Der Turnverein Klein-Linden 1889 hielt in der Wirtschaft „Ium Turnerheim" seine 54. Hauptversammlung ab. An Stelle -des erkrankten Geschäftsführers leitete der Schriftwart die Berfamnilung mit herzlichen Gedenkworten für die für Führer, Volk und Vaterland Gefallenen und im besonderen für die Helden von Stalingrad ein, ferner gedachte er der im verflossenen Jahre verstorbenen Kameraden Otto Weller und Karl Volk. Aus dem Jahresbericht ging hervor, daß die Mitgliederzahl fast unverändert blieb. Der Spielbetrieb ruhte. Turnstunden wurden für Jugendturner und Kinder durchgeführt. Der Verein half bei den Sammlungen für das WHW. und beteiligte sich an den Wettkämpfen aus dem Feldberg, beim Weidig-Berg- fest und am Bezirks-Turntag in Gießen. Gin schöner Mein Lokal Zum U7aldsr nur mit dem Aufdruck ■„Guttalin” L Nur in Fachgeschäft«* « Gv«oUe-Fobrik Köln Dunkelblauer Georgette-Rock, Größe 46, gegen Tamenschutze, Gr.5 Vr/M.Block- od. hohem Abs., zu tauschen gesucht. - Schriftl. Ang. unt. 01403 an o. Gieß. Anz. Der K. B. in Gambach hatte sich im Herbst in Butzbach in strafbarer Weise an Kindern gangen. Die Strafkammer verurteilte den Täter gestern zu 10 Monaten Gefängnis. Obwohl der Angeklagte einschlägig vorbestraft ist, wurden ihm noch einmal mildernde Umstände zugebilligt, da die Vorstrafe bereits acht Jahre zurückliegt.__________ ---* Eine Achtzigjährige. Am kommenden Freitag, 5. März, wird Frau Katharine Lenz, geb. Volzel, Walltorstraße 57 wohnhaft, in erfreulicher Rüstigkeit 80 Jahre alt. Der Jubilarin gilt auch unser herzlicher Glückwunsch. ** Vom Theater der Universitätsstadt Gießen wird uns mitgeteilt: Intendant Klein erwarb für den diesjährigen Tanzabend die dreiaktige Tanzpantomime „Der Schleier der Pie- rette" von Ernst von Dohnüny als Hauptwerk des Abends zur Aufführung. Einleitende Werke: „Eine kleine Nachtmusik" mit der ungekürzten' Musik von Mozart, sowie nach der Polonaise in E-dur von Franz Liszt ein Tanzstück „Die Sieger". Choreographie und Einstudierung: Ballettmeisterin Inge Berg. Musikalische Leitung: Musikdirektor Otto Söllner. Kostüme: K. H. Rautenberg. Bühnenbild: Karl Löffler. Strafkammer Gießen. das große Spezial-Haus für gute Herren- und Knaben- Kleidung Bis auf weiteres am Montag- und Donnerstag -Vormittag geschlossen! Auf dem gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtoiehverteilungsmarkt) in der Viehverstelge- rungshalle Rhein-Main kosteten: Ochsen 28 bis 35 Rpf., Bullen 26,5 bis 50, Kühe 18 b's 44, Färsen 38 bis 50, Kälber 28 bis 60 Rpf. je % kg Lebendgewicht. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgende Preise erzielt: Klasse a (150 und mehr) 1,45 RM., bl (135 bis 149,5 kg) 1,43, b2 (120 Hw 134 5 kg) 1,41, c (100 bis 119,5 kg) 1,37, d (80 bis 99,5 kg) 1,31, e bis f (unter 80 kg) 1,25, gl (fette Specksauen) 1,45, i (Altschneider) 1,41, g2 (andere Sauen) 1,31, h (Eber) 1,31 RM. Marktverlauf: alles zugeteilt. Verdunkelungszeck: 3. März von 19.03 bis 6.34 Uhr. Statt besonderer Anzeige. Allen Freunden und Bekannten die kurze, traurige Mitteilung, daß unser 1b. Verwandter Herr Dr. med. Robert Leopard Facharzt für innere Krankheiten in Mainz Inhaber des E. K. II 1914/18 u. des Frontkämpfer- ' kreuzes mit Schwertern im 65. Lebensjahr am Samstag, dem 27. Februar, plötzlich aus seinem arbeitsreichen, aufopfernden Leben abberufen wurde. Im Namen der Anverwandten: Fran Marie Breidenbach Wwe., geb. Kleeberger. Melbach, den 3. März 1943. Die Beisetzung findet am Donnerstag, dem 4. März, 14 Uhr, von der Leichenhalle des Friedhofes in Melbach aus statt. 717 D Frische oi4O8 Seemuscheln Fischhaus „Cuxhaven" Zimmer mit Küche, oder 2 leere Zimmer zu mieten gesucht. - Schriftl. Ang. urff. 0140.6 an o. Gieß. Anz. Biete moderne 3-ZinewoiiDiiiig m. Wintergart./ Bad und Mansardenzimmer, in freier Lage. Suche 4—6-Zimmer- Wohnung, mögl. mit Heiz., in guter Lage. Schriftl. Angeb. unter 01382 an den Gieß. Anz. 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Die Llnteroffizier-Laufbahn mit 4'/-jährigec Dienstzeit im Heer. dein Wassergeld ohne jedesmalige besondere Aw* hörung der Ratsherren zur Erhebung zu bringen, solange der Finanzbedarf diese Maßnahme erfor« dert. Der Bürgermeister ordnete demgemäß die Erhebung des 50pro.zentigen Zuschlages für 1943 an. Bekanntmachung. Die Strom- und Gasgelder im Stadt- und Ueberlandgebiet sind nach den Lieferungsbedingungen grundsätzlich bei der Ablesung an den Erheber zu zahlen. Geschieht dies nicht, dann können die Strom- und Gasgelder noch innerhalb der nächsten acht Tage ohne kosten an die Kasse der Stadtwerks Gießen, Gartenstratze 3, auf Postscheckkonto Frank- furt/Main Nr. 277 07, oder auf die auf den Qutt» tungskarten verzeichneten Bankkonten eingezahlt werden, Bei Ueberschreiten des Zahlungstermins müssen die Beitreibungskosten berechnet und ettt- richtet werden. . . , . Vom 15. Marz 1943 ab wird die Strom- und Gaslieferung bei allen Abnehmern gesperrt, die dw Strom- und Gasgelder für den Monat Januar 1943 einschließlich Kosten noch nicht entrichtet haben. Die Kosten der Strom- und Gassperre gehen zu Lasten der Säumigen. [mA Gießen, den 1. März 1943. Stadtwerke Gießen. Aus der engere« Heimat. Landkreis Gießen. r°r Karl Klin kel gedachte zunächst der im Kampf für Großdeutschland gefallenen Kameraden sowie der im verflossenen Jahre verstorbenen Mitglieder, unter denen sich auch zwei Gründer und Ehrenmitglieder des ehemaligen Turnvereins 1883 befanden, und zwar Ludwig Rohrbach und Otto Mittel. Er gab dann den Jahresbericht bekannt, der eine rege Beteiligung an den turnerischen Veranstaltungen erkennen ließ, und forderte die Jungturner und Turnerinnen auf, für den Sport zu werben, damit jeder junge Mann und jedes Mädchen für den Sport erfaßt werde. Der Verein zählt 429 Mitglieder. Hierauf berichteten die Fachschaftsleiter über die Betätigung in ihrer Fachschaft, Turnbetrieb und Leichtathletik. Den Kassenbericht,, der vom Kassenwart Gustav Klinket vorgetragen wurde/ ließ einen günstigen finanziellen Abschluß erkennen. Dem Vorstand und Kassenwart wurde Entlastung erteilt. Dann wurde die Versammlung mit dem Gruß an unseren genialen Führer und unsere ruhmreiche, tapfere Wehrmacht geschlossen. □ ßaubad), 1. März. Im Rahmen einer KdF.- Veranstaltung sprach hier Oberlehrer Straub (Würzburg) über „Finnland, das Land der tausend Seen". Der Redner entwarf in seinem mit gutem Bildmaterial ausgestatteten Vortrag ein anschauliches Bild über den Lebensraum, die Geschichte und die Eigenart des finnischen Volkes. Die Hörer folgten dem Vortrag, der am Nachmittag auch die Verwundeten erfreute, mit größter Anteilnahme. Ratsherrnsihung in Alsfeld. /X Alsfeld, 1.März. In der Sitzung der Ratsherren gedachte der Vorsitzende, Bürgermeister Dr. V ö l s i n g, zu Beginn der heldenhaften Taten unserer Wehrmacht im Osten und insbesondere der Helden von Stalingrad, die unsterblichen Ruhm an ihre Fahnen geheftet haben, die unvergessen und. Mahnung und Ansporn für uns alle sein werden. Dann folgte die Einführung der beiden neuen Beigeordneten. An die Stelle des ersten Beigeordneten Hermann Lipphardt, der wegen Wegzugs von Alsfeld fein Amt niedergelegt hatte, wurde nach dem Vorschlag des Beauftragten der NSDAP, der seitherige zweite Beigeordnete, mit Balkon und Bad. - Schriftl. Ang. unt. 01388 an d. Gieß. Anz. Suche i. Gießen od. nächst. 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Nun ruht er in fremder Erde wie sein lieber Bruder Willi und sein Schwager Karl, die ebenfalls im Osten ihr junges Leben mit dem Heldentod beschlossen. Mögen sie in Frieden Ortsbauernführer Werner Wilhelm Müller, zum ersten Beigeordneten ernannt und an seine Stelle als zweiter Beigeordneter der seitherige Ratsherr und Sattlermeister Wilhelm Johannes Koch berufen. Der Vorsitzende nahm die Einführung und Vereidigung der beiden Beigeordneten unter Ueber- reichung ihrer Ernennungsurkunden vor. Die R e ch- nung Der Stadt- und H o s p i t a l k a s s e vom Rj. 1941 ergab einen Ueberschuß, ein Beweis dafür, daß die Finanzen der Stadt im Rj. 1941 in Ordnung waren und nach dem Bericht des Bürgermeisters auch gegenwärtig noch in Ordnung sind. Hinsichtlich der W a s f e r g e l d f e st s e tz u n g für das Rj. 1943 wurde der Bürgermeister von oen Ratsherren. ermächtigt, für die Dauer des | Mietgesuche"| Biete geräumige 5-Zimmerwohnuno m. Bad, in guter Wohnlage. 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NSG. „Vier Kinder überfahren" — ,Zerkehrs- unfall infolge Anhängens" — „Tödliche Fahrt eines Sechsjährigen", So und ähnlich lauten die lieber- schriften der mit grausamer Regelmäßigkeit in den Zeitungen wiederkehrenden Berichte über Verkehrs« Unfälle. Immer und immer wieder kommt es vor, daß Kinder durch Unvorsichtigkeit und Leichffinn aüf der Fahrbahn vom Spiel in den Tod gehen. Ganz abgesehen von dem großen Leid, das die Eltern durch den Tod ihres Kindes erleiden, werden durch diese vermeidbaren Unfälle der Volkskraft jährlich viele junge blühende Menschenleben ent» zogen. Wiederholt hat die Reichsarbeffsgemeinschaft Schadenverhütung die Eltern und Erziehungsberechtigten ermahnt und aufgefordert, ihre Kinder bzw. Zöglinge zu belehren und sie auf vie ernsten Fok-, gen hinzuweisen^ die ein Unfall für sie haben kann. Doch dieser Warnruf scheint bei vielen Eltern noch nicht das nötige Verständnis gefunden zu haben. Darum beherzige jeber: Kinderunfälle sind vermeid» bare Unfälle! Sie zu verhüten, ist nicht nur drin» gende Notwendigkeit, sondern ernste Pflicht aller Erziehungsberechtigten! Denke stets daran: Auch dein Kind ist in Gefahr, ermahne und belehre e&l Sage ihm: Die Fahrbahn ist kein Spielplatz! Brieflasten der Mdaktion. Aug. 211, Gießen. Ein (hessischer) -Morgen Acker» land ist 2000 qm groß. Sog. hessische Morgen gelten heute nicht mehr, sondern alles wird nach sog. preußischen Morgen gerechnet und als „deutscher Morges bezeichnet; ein deutscher Morgen ift 2500 qm groß. Ein bayerisches Tagwerk Ackerland, also eine Fläche, die mit einem Gespann unter normalen Verhältnissen an einem Tage regelrecht bearbeitet werden kann, ist 3400 qm groß.___________ HcmpNchriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter deß t'auptschrtftleitcrs: Ernst Alumschein. Berantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für das Feuilleton: Dr. Hans TlwrtotZ für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumichein. Druck und Verlag: Brühifche Univeriitätsdructerxi R. Lange K. G. Verlagsleiter: Dr.°Jng. Erich Hamann: Anzetgenleiter: Hans Beck. An-,eigenpreisliste Nr. 6. Für die lieben Wünsche und Aufmerksamkeiten zu unserer Silber - Hochzeit danken wir auf diesem Wege herzlichst Polizeimeister Georg Kunze und Frau Gießen, im März 1943 ■01400/ LICHTSPIELTHEATER Gloria-Palast, Seltersweg j Spiegel des Lebens Lichtspielhaai, Bahnhofstraße ■ Suche dringend eine MMUg 2—3 Zimmer m. Küche i. Gießen. Schriftl. Angeb. unter 01385 an den Gieß. Anz. Arff-Ehevaar sucht Mnung in Gießen (evtl. möbl.,in.Küchen- benutzung). Schr. Ang. unt. 01264 a.d.G.A. 2 Zimmer mit Küche oder Küchenbenutz., ganz od. teilw. rnöbl., i. Gießen od. nächster Urn- ^ebimg gesucht. Schr. Ang. unt. 01330 a.d.G.A. Funges, berufstätiges Ehepaar sucht sofort 1 bis 2 möbl. Zimmer mit Küchen- benutmng. Schr. Ang. unt. 01315 a.d.G.A. NSG Wie das OKH. mitteilt, ist mit Wirkung ffere Wehrmacht geschlossen, vom 1. März 1943 im Heer die „Unteroffizier- Laüfbahn mit -^jähriger Dienstzeit" wieder emge- führt worden. Die Unteroffizier-Laufbahn mit 4'/-jähriger Dienstzeit besteht neben der mit ^fahriger Verpflichtung. Sie wurde geschaffen für Freiwillige, die aus beruflichen oder familiären Gründen sich nicht auf 12 Jahre verpflichten tonnen Ober infolge ihrer soldatischen Veranlagung und Neigung einige Jahre als Unterführer dienen wollen. Vor allem ist sie gedacht für diejenigen, die der Landwirtschaft entstammen- und sich nach Beendi- minq ihrer Dienstzeit als „Wehrbauer" im Osten ansiedeln wollen. Hinsichtlich der Voraussetzung für eine Verpflichtung sowie'hinsichtlich der Besoldung und Beförderung gelten die gleichen Bestimmungen wie für die Unteroffizier-Laufbahn mit 12jähriger * Dienstzeit. Die Fürsorge und Dersoraung der für 41/2 Jahre verpflichteten Soldaten richtet sich nach WFVG. § 10. Sie erhalten danach noch Ablauf der Dienstverpflichtung oder bei Entlassung wegen Dienstuntauglichkeit ein Führungszeugnis, auf An- ttag ein Fachleistungszeugnis, bevorzugte Arbeitsvermittlung, laufende Unterstützung bis zur Nachweisung eines Arbeitsplatzes (bis zur Dauer von 26 Wochen), eine Dienstbelohnung von 525 RM. Nähere Auskunft über die Laufbahn erteilt das nächste Wehrbezirkskommando, für Soldaten der gewandt i. Rech- . nen u. sonstigen Schreibarbeiten, seither als 1. Kraft (Vertrauensperson) । in größerem Geschäft tätig, sucht Stellung bei Behörde. Schriftl. Angeb. unter 01397 an den Gieß. Anz. | Kaufgesuche | Gut erhaltenes Klavier z. kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. unter 01376 an den Gieß. Anz. Waage mit Gewichten, z. kaufen gesucht. Joh. fflISer & Co., Horst-Wessel-- Wall 44. [cn3v2 Suche eine antike gommcDe mit 3-4 Schubladen- (poliert). Schriftl. Angeb. unter 723 D an den Gieß. Anz. Weißer WÄ u. weiß. Nachttischchen z. kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 01394 a.d.G.A. 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