* 195. Jahrgang Nr. 28 V* jL' Me.ni . LX ftiiO» aufeei Gießener Anzeiger Mittwoch, 5. $6bruor(945 Gmtntaqö und r^ererlagS Lrbilterier Widerstand der letzten Kampfgruppe schdÜ len 6s LVU * 1 LUUlvIl jvUUUJ JÄ Dgreifer vor. Was das tot lug^ | schafft hatte, gelang jetzt der Ui Were Feuer nicht ge- ebermacht. Ihre Masse an$ wischen Westkaukasus und Don tonn- tu unsere Truppen ihre Bewegungen ungestört «rchfuhren und den Nachdrängenden Feind in ;kani! egt lng.^ Dein Stolz: Mehr leisten hM llftr.5 ihm unffii jahrhundertelang immer wieder Krieg geführt hat, Len Frieden bringen zu können, so sei dies für alle Betroffenen um so besser. Lrl >r diu x nach UM- d, ucr. ifühni KaW Mm zm-l' merol' imeni nnij lustig, IW Qen (einen Wen eine lenen hö'en. I die hin, e der We uneis mili. Ä ! & it zur einen 'M Lissabons. Febr. (DNB.) In der USA.-Zeit« schrift „Washington Star" vom 1. Februar trifft Constantine Brown die bemerkenswerte Feststellung, Laß jetzt viele Amerikaner, unter ihnen auch konservativ gesinnte, glauben, eine Sowjetherr- schas über Europa sei vielleicht die b e st e Nachkriegslösung der europäischen Probleme. „Es ist nicht überraschend", so schreibt Brown, „wenn die Sowjetregierung den Wunsch hat, ihre Grenzen-in Mittel- und Südeuropa zu korrigieren und Polen, Bessarabien sowie Mähren und die Dobrudscha sich einzuverleiben." Bulgarien selbst trachte nach dem Vorzüge der Einverleibung in die UdSSR., wenn es den Sowjets nach dem Zusammenbruch des Reiches gelingen sollte, durch 'Annektierung der Dobrudscha mit ihm eine gemeinsame Grenze herzustellen. Niemand wäre in Washington erstaunt, wenn Moskau auf der Ausdehnung seines Einflusses über den Iran bis zum Persischen Golf bestünde. Möglicherweise werde auch das jugoslawische Volk dahingebracht, eine Union mit der großen slawischen Macht Rußland zu fordern, wodurch Rußland einen Ausgang zum Mittelmeer erhalten würde. Nach dem Kriege dürfte die Sowjetunion mit vollem Recht behaupten, daß ein beherrschender Einfluß Rußlands auf dem Kontinent zur Aufrechterhaltung des Friedens notwendig ist, solange Europa weiterhin in viele schwache unabhängige Staaten aufgeteilt ist. Hätten bisher noch die meisten Amerika 'r die Aussicht auf ein von den Sowjets beherrschtes Europa gefürchtet, so glaubten jetzt selbst konservative Kreise, daß dies die beste Lösung wäre. Wenn die Russen das Gefühl hätten, dem Kontinent, der die imperialistischen Pläne des Kreml sichtbar werden. Wie die von „Washington Star" empfohlene Nach- kriegslüsung praktisch sich gestalten würde, ergibt sich aus einem Aufsatz der USA.-Zeitschrift „Gol- liers", in dem der amerikanische Kriegsberichterstat« ter Quentin Reynolds empfiehlt, falls es nötig sei, Millionen von Deutschen ei nf ach umzubringen. Ihm sekundiert der frühere USA.« Botschafter in Moskau, Joseph Davies, der von den GPU.-Spezialisten offenbar gelernt hat. Er sagt in einem Interview: „Für zwei oder drei Generationen würde das deutsche Volk nach Beendigung des Krieges wie Kranke in einem Irrenhaus behandelt werden müssen", und die britische Zeitung „Daily Sketch" hat vor kurzem erst berichtet, daß die Sowjetregierung sich mit dem Plan beschäftige, um deutsche Männer und Frauen jeden Alters nach dem Waffenstillstand zu Zwangsar-. beiten in die Sowjetunion zu verbringen. Nichts vermag deutlicher als diese zynischen Auslassungen amerikanischer Politiker die Tatsache zu unterstreichen, daß es allein Deutschland ist, das mit seinen Verbündeten an der Ostfront den Schild vor die gesamte Kulturwelt hält, die die Neuyorker Juden bereitwillig dem Bolschewismus ausliefern würden, wenn sie je da.zu in die Lage kommen sollten» Gott sei Dank ist diese Gefahr gegenstandslos, denn die europäischen Völker haben rechtzeitig erkannt, welches^Schicksal ihnen von denen zugedacht worden ist, die sich ihnen als Verteidiger ihrer Freiheit anboten. Die Kultur des Abendlandes und die Existenz der europäischen Völker als unabhängige Nationen steht und fällt mit dem Bollwerk, das Deutschlands Wehrmacht im Verein mit den Soldaten aller klarblickenden europäischen Völker gegen die aus dem Osten heranspülende Flut der Vernichtung und der Barbarei aufgerichtet haben. Sobald Europa den bolschewistischen Weltfeind vor seinen Toren zurückgeschlagen haben wird, wird es nicht zögern auch mit denen in London und Washington ab zurechnen, die in ihrem blinden Haß gewissenlos genug waren, dis Wiege menschlicher Kultur an die Mächte des Chaos und der Zerstörung zu verraten. gen)GT< ten bi1 t 5631 M luntitE. Drückte den Widerstand der Verteidiger, die ihre legte Patrone verschossen hatten und X jd. 2ch sage mich los von der leichtsinnigen Hoffnung einer Errettung durch die Hand des Zufalls; von der dumpfen Erwartung der Zukunft, die ein stumpfer Sinn nicht erkennen will; von der kindlilhen Hoffnung, den Zorn eines Tyrannen durch freiwillige Entwaffnung zu beschwören, durch niedrige Untertänigkeit und Schmeichelei sein Vertrauen zu gewinnen: von der falschen Resignation eines unterdrückten Geistesvermögens; von dem unvernünftigen Mißtrauen in die uns von Gott gegebenen Kräfte; von der sündhaften Vergessenheit aller pflichten für das allgemeine Veste; von der schamlosen Aufopferung aller Ehre des Staates und Volkes, aller persönlichen und Menschenwürde; ich glaube und be kenne, daß ein Volk nichts höher zu achten hat als die Würde und die Freiheit seines Daseins. Earl von Clausewitz. Gie^i br. (j isdt hjliltd mM Unsere Antwort ist die Tat. Bon Helmut Sündermann, Stabsleiter des Reichspressechefs. Daß im Kriege schwere Stunden, ernste Augenblicke auch dem Stärksten und Tapfersten nicht erspart bleiben, das weiß jeder, der nur einen kurzen Blick in die Vergangenheit getan hat. Nicht der Umstand, daß solche Momente kommen und gehen, ist für die schließliche Entscheidung eines großen Kampfes von Bedeutung, erst die Art, wie ein Mann, eine Truppe, ein Volk sich dem Zugriff des Schicksals gegenüber verhalten, bestimmt letzten Endes darüber, mit welchen Vorzeichen das Ereignis schließlich im Buche der Geschichte verzeichnet wird. Ein gleiches Ereignis mag den einen zermürben, weil er sich beugt und schwach wird — es wird den anderen stärken und emporheben, wril es ihn hart und entschlossen macht, weil es in ihm den leidenschaftlichen Willen entfacht, das Schicksal zu. meistern. Wir Deutschen, die wir als Nationalsozialisten eine wahre Wiedergeburt erlebt und das feste Vertrauen zu uns selbst neu gesunden haben — wir sind in diesem Krieg bereits durch manche Prüfung gegangen, angefangen von der festen Haltung, mit der wir in den ersten Monaten des Krieges uns geweigert haben, trotz der damals hart an unseren engsten Grenzen versammelten feindlichen Macht an eine Parallele mit dem verlorenen ersten Weltkrieg zu glauben. Ganz allein standen wir damals — und glaubten an den Sieg. Wir haben auch die weitere — vielleicht schwerste — Prüfung bestanden: die Prüfung des großen Erfolges. Auch in den Monaten der schnellen Siege sind wir nicht übermütig und damit weich geworden, wir sind hart geblieben für den größten Kampf, der uns beoorstand. Wir haben ihn ausgenommen in dem Wissen, daß er überaus schwer, aber auch unvermeidlich sei. Nicht jeder hat damals gewußt, was heute alle, sogar unsere Feinde zugeben müssen: daß im Osten eine Macht auf ihre Stunde wartete, die militärisch und zahlenmäßig um ein Vielfaches Deutschland und Europa überlegen war. Sie anzupacken und im Sturm des Angriffs in den Osten zu werfen — das war die einzige Rettungschance für unsere Welt. Trotz dieser Ueberzcugung war es eine neue Harts Stunde der Prüfung für unser Volk, sich nach den schnellen Siegesläufen im Osten, Norden, Westen und Südosten am Beginn eines wahrhaften Weltkampfes zu sehen. Das deutsche Volk und seine Soldaten haben auch diese Prüfung nicht nur bestanden — mit einer fanatischen Entschlossenheit sind wir angetreten und haben so Entscheidendes in einer, gemessen an der Größe des Kampfes, überaus kurzen Zeit erreicht. So war es nicht die erste Prüfung, in der das deutsche Volk zu zeigen hatte, welchen Geistes es ist, als der Ostwinter 1941/42 mit feinen fo harten Kämpfen eine neue Seite im Buche der Leistungen des deutschen Soldaten auf- schluq. Wieder war die Antwort des deutschen Volkes die Tat, mit der es feinen hart bedrängten Soldaten leidenschaftlich half, der Härte eines furchtbaren Winters zu trotzen. Die Prüfungen dieses Winters sind anders m ihrer Art, aber gleich in ihrem Ergebnis: Da^ nationalsozialistische Deutschland nimmt sie entgegen nicht wie einen Schlag, sondern als einen Befehl des Schicksals. Es führt nicht Klage, sondern es Mit der Verleihung des Professortitels an Wehrwirtschaftsführer Dipl.-Jng. Kurt Tank (links) und an Direktor Dr.-Ing. Erich Müller (rechts) ehrte der Führer zwei Männer, die sich um die Entwicklung der deutschen Rüstungsindustrie große Verdienste erworben haben. — Professor Tank ist der technische Leiter der Focke-Wulf-Flugzeug- bau G. m. b. H. und hat sich als Konstrukteur einen Namen gemacht. Der viermotorige Langstreckenbomber FW 200/C „Condor", der im Frieden als Verkehrsflugzeug den Flug Berlin-Neuyork—Berlin in 45 Stunden unternahm, die FW 189, das erste Doppelrumpfflugzeug der deutschen Luftwaffe und modernste Aufklärer der Welt, sowie die FW 190, das schnelle Jagdflugzeug der Welt, sind sein Werk.— Professor Dr.-Ing. Erich Müller ist der Chefkonstrukteur und Leiter der Artillerie- und Rüstungskonstruktion der Firma Friedrich Krupp. Seinem Genie sind Meisterleistungen der Geschützbaukunst zu verdanken. — (Scherl-BiLerdienst-M.) Zusammenkunft Churchill — Znönü. Ankara, 2. Febr. (DNB.) Wie die türkische Nachrichtenagentur Agence Anatolie berichtet, hatte Winston Churchill auf seinen Wunsch am 31. Januar eine Zusammenkunft mit dem türkischen Staatspräsidenten Ismet Inönü in Adana. Es wurden, wie das Kommunique mitteilt, allgemeine, im Rahmen der türkischen Neutralitätspolitik liegende Fragen besprochen. Keine Entscheidung über ein gemeinsames Oberkommando. Stockholm, 2. Febr. (Europapreß.) Auf der Konferenz von Casablanca ist keine Entscheidung über die Frage der Schaffung eines gemeinsamen Oberkommandos der Anti-Achsenmächte erreicht worden, bestätigte Präsident R o o s e v e l t auf einer Konferenz der Kongreßmitglieder, die er am Montagabend im Weißen Haus einberufen hatte. Eine Entscheidung über die Frage, so erklärte der Präsident, habe nicht erzielt werden können, da sowohl Stalin als auch Tschiangkaischek nicht den Besprechungen in Casablanca beiwohnten. Letzterer wird in den nächsten Tagen i n W a s h i n g- t o n erwartet. I Feiude schwerste Verluste an Menschen, Fahrzeugen und Waffen zu. 3n den Bergen Tunesiens hallen eigene Angriffe, wirksam unlerskühl von Slurzkampfflugzeu- gen, vollen Erfolg. Oer Führer ehrt zwei Waffenkonstrukteure. Bettanen: (Siebener rtamihenblätter Heimat imBlld-DieScholle - Bezugspreis: Monatlich - .. .RM.1.80 Suftellaebübr ... „ -.28 auch be- 9Mterftbemen von einzelnen Nummern trttoiqe boberer Gewalt °on . 'der in5i ton. » un. • soil, ' un, finb " aus, »un- Eh! - Hel. ! 5lot I n(°tz locht W, rben. teils, sind. Berlitz, 2. Febr. (DNB ) Im Norden von Äalingrad trotzen Soldaten aller deutschen Gaue w ter Führung des Generals der Infanterie «Strecker unter schwersten Bedingungen dem Find,, der die Verteidiger des Jndustriegeländes rät seinen Geschossen pausenlos überschüttete. Alles, nfcs tagelang erschöpfende Arbeit in den Gefechts- ptufen an Kampfanlagen geschaffen hatte, wurde rkischlagen. Die zusammenstürzenden Mauern und «wölbe begruben Männer und Waffen unter sich, ehr die Kameraden gruben die Verschütteten mitten iit Feuer wieder aus und bargen sie, brachten die »affen in Stellung und nahmen den Kampf gegen 2« Uebermacht immer wieder auf. Gurt um Gurt' inten die Maschinengewehre ihre Geschosse gegen tb im grellen Licht der Leuchtkugeln anstürmenden Lrlschewistenhaufen. Der Feind mußte zu Boden, M dann aber seine schweren Waffen rcher heran, hämmerte auf die MG.-Stände und Sirftörte sie schließlich. Wenn er eine Lücke ge- ichagen hatte, drückte er durch, bis sich unsere H & Äff rtn ntrotrratrtmMkrrt 8. tagt General-AirzeigersiirOberhessen rsssr General der Infanterie Strecker. — (Scherl-M.) gangen der deulschen und verbündeten Truppen zu stören, abgewehrl. An der D o n e z f r o n l und im Raum von Woronesch griff der Feind weiter mit neu herangeführten starken Kräften an. versuche, unsere Front durch Uederflügelung und Umfassung einzudrücken, scheiterten unter hohen Verlusten. Die Kämpfe dauern noch an. Starke Kampf-, Sturzkampf- uud Schlachtfliegerverbände griffen an den Schwerpunkten der erbitterten Kämpfe die feindlichen Truppenmassierungen, Stellungen und Kolonnen an. Sie fügten dem Aunavme von umeiuea für die Mittagsnummer bis 81/« Ubr desBorrwttag- Auzpiaen^Lrette für die IMhmeter-Seile von 22 Millimeter Breite: 7Rvi fih »vatmlienan- zeigen und private Gelegenbe'tsan,eigen 14Stof. t. Werbeanzeigen und geickräftlicke Getegenbettsanzetge« Vlatzvoricdrift (vorberige Berembaruna) 28*/o mebr ütrchsühren und den Nachdrängenden Feind in kiirgischen Gegenstößen, zurückschlagen. Oestlich moro ffiif t und im Raum s ü d w e st l i ch h asnob ar scheiterten die Angriffe sowjetischer ?otaillotte, obwohl sie von starker Artillerie und Mreichen Flugzeugen unterstützt waren. Ebenso H.ben die Versuche des Feindes, die Abwehrfront nr. unteren Manytfch einzudrucken, ohne frolg. Schnelle Verbände gingen mehrfach zu Gegenangriffen über, bei denen sie überraschend in h Bereitstellungen der Bolschewisten einbrachen int die dort aufmarschierten Truppen zersprengten. $n unteren Donez flaute die Kampftätigkeit lieber ab. Vereinzelte Vorstöße des Feindes an den hörigen Brennpunkten blieben vergeblich. Zwi - !chen dem Donezbogen und dem Raum ikstlich Woronesch nahmen dagegen die An- life nach Zahl und Starke zu. Mit frisch heran- kfihrten Truppen glaubte der Feind, durch seinen lassenden Druck auf unsere Flanken die Abwehr- |pnt eindrücken zu können, doch scheiterten diese -- suche unter Abschuß zahlreicher Panzer. Die Wien wechselvollen Kämpfe des Heeres wurden |Ni der Luftwaffe, die das bester gewordene Wetter $ tarken Angriffen ausnutzte, unterstützt. Oer Webrmachlberichi. LRv. AusdemFührerhauplquarlier, 2'2 ebr. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt Ninnt: Stalingrad fehle der Gegner nach stärker Arlillerievordereilung mit weit überlegenen toen gegen die letzte Bastion der Verteidiger des ^okforenwerks zum Angriff an. Jo der Rächt ge- toj es ihm, nachdem unsere heldenhaft kämpfen- bn Truppen ihre Munition nahezp verschossen hat- fa, au mehreren Stellen einzubrechen und den bis pFn ztttammenhänaenden Verleidigungsrlng des ^.Armeekorps aufzusprengen. Born Kaukasus bis zum mittleren D on am Ladogasee stehen unsere Armeen in bereit Abwehrkämpfen, deren Härte an einzelnen ^schnitten noch zugenomrren hat. riuf dem Südflügel der O st f r o n t wurden ver- foe des Feindes, die planmäßigen Marfchbewe- Die LIGA, wollen Europa dem Bolschewismus ausliesern Gowjetherrschast für den europäischen Kontinent „die beste Rachkriegslösung". Amerikas Verrat ist offenkundig. nur noch mit Kolben, Bajonett und Spaten Lern K nd gegenüberftanfoen. toie schlugen so hart zu, v! sie noch konnten, aber dennoch mußten sie 6t)ritt um Schritt weichen. Wenn ihr Verteidi- Uigsring auch aufbrach, sie kämpften weiter und Mten um ihren Oberbefehlshaber geschaN immer Uch stand. Der Verfasser dieses aufschlußreichen Zukunftsbildes gilt als Sachverständiger für süoosteuropäische Fragen und ist ein Vertrauensmann der britischen Botschaft in den USA. Aus der Feder dieses Mannes also erhalten die Völker Europas heute ungeschminkt die Nachricht, Laß über das bekannte bri- tisck-sowjetiscke Geheimabkommen vom vergangenen Jahre noch yinaus nunmehr auch in maßgebenden Kreisen der USA. einer zukünftigen Sowjetherrschaft in Europa das Wort geredet wird. Vom sicheren Port des anderen Ufers des Atlantik her entwirft der Mitarbeiter des Washington Star ohne die geringste Kenntnis der historischen Gegebenheiten sowie der politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und völkischen Belange der europäischen Nationen die Grundzüge für ein bolschewistisches Nachkriegseuropa, das er die Stirn besitzt, als die „b e ft e Lösung" der abendländischen Probleme zu bezeichnen. Es bedarf nur sehr geringer Phantasie, um sich auszumalen, mit welchen Gefühlen das Programm dieses Journalisten, bei dessen Entwurf er sich bezeichnenderweise auf führende Politiker der USA. beruft, von den Völkern Europas aufgenommen werden wird. Zugang der Sowjets zum Mittelmeer, Einverleibung Bulgariens in die Sowjetunion durch Moskau, ja schließlich beherrschender Einfluß des Bolschewismus auf dem europäischen Gesamtkontinent, dies alles sind politische Aspirationen, wie sie bereits in groben Zügen von Molo- tow bei seinem Berliner Aufenthalt im Jahre 1940 dem Führer gegenüber ausgesprochen worden sind. Es verdient besondere Beachtung, daß, je länger dieser Krieg dauert, um so ungeschminkter “inner mit Handgranaten und blanker Waffe den Stoßtrupps entgegenwarfen. Hin und her wogte Ifc heiße Ringen, lieber die Leiber der gefallenen Äilschewisten rückten jedoch immer wieder neue Sportkameradschast, da sind die vielen Aufgaben, die ihn nach langer Tagesarbeit zu Häufe erwarten ... Aber denke an die Front, und du begreifft: Wollen und Können sind nicht zweierlei. Wenn du wirklich den festen Willen hast, dich auch hier in der Heimat, weit vom Schuß, fern vom blutigen Chaos des Kriegsgeschehens, jener Kämpfer würdig zu erweisen, die in den 'Männern von Stalingrad über das Maß allen Heldentums hinausgewachsen sind, dann darf es für dich kein Nichtkönnen geben, dann mußt auch du alles beiseite stellen, was dir hemmend im Wege steht, und durch Anspammng aller körperlichen und geistigen Kräfte mithelfen, daß die Front der Feinde zerschmettert wird. Es gibt kein Richtkönnen. Wille, tatgewordener Wille zwingt das Schicksal. Ter unnachgiebige und stählerne Wille des Führers hat alle gesunden Kräfte des Volkes wachgerufen mrd aus dem Chaos das nationalsozialistische Deutschland geschaffen, ein friedliches, aufbauendes, aber zugleich auch unerhört wehrhaftes Deutschland. Hit dem gleichen ehergen Willen kämpft heute der heldenmütige deutsche Soldat zum Schutz des Reiches i unendlichen Räumen gegen einen erbarmüngs- hs anrennenden Feind, der die Welt in einen irieg nie gesehenen Ausmaßes gestürzt hat, um mser Volk zu vernichten. Dieser harte, tatgewordene Wille wird auch von irr gefordert, Volksgenosse in der Heimat, ein Wille, tr sich nicht in Redensarten erschöpft, sondern sich zu jeder Stunde und bei jeder Gelegenheit aufs reue bewährt. Denn der Vernichtungswille des jeindes richtet sich ja nicht nur gegen unsere Sollten als die Waffenträger der Nation, er richtet sth gegen jeden einzelnen von uns, gegen dich, igen mich und gegen hundert Millionen deutsche Lanner, Frauen und Kinder, gegen alles, was kutsch ist. Das weißt du heute deutlicher als je, und deshalb »Hst du auch die Notwendigkeit des ganzen Ein- sches aller, aber auch aller Kräfte ein. Vielleicht W da einer feine Stirne in Falten; er meint, Wollin und Können fei zweierlei. Er wolle ja gern mhr, piel mehr für den Krieg und den Sieg tun, dter er könne nicht, er käme einfach nicht dazu. — Wib dann zählt er wohl auf, was für Hindernisse slnem Wollen entgegenstehen: da sind die Arbeiten iN Kleingarten, da läuft der Kursus für Steno« Aaphie, der Abend im Sammlerverein, in der W die den Aktivisten aus; am AU glauben und die den Sinn ihres Lebens darin sehen, für sie zu kämpfen. hart werden, wo andere wanken, die dort stehen, wo andere weichen, die dort handeln, wo andere klagen — und als Nationalsozialisten, denen ihr Volk alles ist, die unerschütterlich an seine Zukunft wtta V Mel ftrtinigu {In Le auf Do tat Reich feien Le llMiti ir Ibea |r. Äin itH beer »Ms Beweise dafür, daß die Kriegsziele Japans uderiW herzlich begrüßt werden." l» Unisei frühjahr C Las Ai Ir Wehr jtiierte < M193 »für Sl v Ml m 1935 »sberg. tdesm thriiber 6ttn< Mther In der Sendung „Deutsche Meistersolisten' Donnerstag wird von 20.15 bis 21 Uhr im Reichs» Programm unter Leitung von Rudolf Schulz-Dorn» bürg eine Kantate „Gesang des Deutschen* von Hermannn Reutter nach Worten von H ö ld e'v & »? s 10M, "Mefe ;Jn> - Englands pazifische Dominions vnd der Krieg Von unserem Dr. L.-Korrespondenten. Oie Wett bewegt sich... Bon Milchstraße, Nebel und Weltall. Wenn wir in wolkenloser Winternacht unsere Augen zum bestirnten Firmament erheben, dann erscheint uns die Sternenfülle als ein verwirrendes Geheimnis, und wir erahnen die Winzigkeit unseres Erdendaseins in der scheinbaren Unermeßlichkeit des Weltalls. Seit altersher hat menschlicher Wissensdrang auch dieses Geheimnis zu lüften versucht, wenn es sich auch hartnäckig unserer Erkenntnis verschloß. Längst ist der Sternenhimmel unserer Wissenschaft kein Geheimnis mehr, wir kennen die Sterne, ihre Bahnen und ihre Entfernungen von der Erde, wir kennen die Milchstraße, die Nebel und damit die entferntesten Körper der schier unermeßlichen Weite des Weltalls. Aus der Helligkeit der Sterne können mir, wie Professor Dr. Heckmann (Hamburg) vor der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft ausführte, ihre Entfernungen von der Erde berechnen. Sterne mit schwankender Helligkeit haben bei raschem Lichtwechsel eine geringere absolute Helligkeit als Sterne mit langsamem Lichtwechsel. Auf Grund dieser Erkenntnisse ist es gelungen, auch die Entfernungen der schwächsten Nebel bestimmen zu können. Was wik am Himmel als kleinen Nebel erkennen, sind in Wahrheit Milchstraßensysteme, die wieder aus einer riesigen Zahl von Sonnensystemen bestehen. Unsere Milchstraße, die sich als helles Band am Abendhimmel darbietet, ist 100 000 Lichtjahre von uns entfernt, eine Entfernung, die kaum auszudrücken ist und unsere alltäglichen Begriffe übersteigt. Wenn man bedenkt, daß das Licht in einer Sekunde 100 OOQ Kilometer, in einem Jahr rund 10 Billionen Kilometer zurücklegt, dann kann man ungefähr die jede Vorstellung überschreitende Weite des Weltalls ermessen, wenn man weiß, daß unsere Milchstraße 100 000 Lichtjahre von uns entfernt ist, und daß die Wissenschaftler schwache Nebel photographieren konnten, die 500 Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt sind. Dabei ist es möglich, daß diese Sterne schon seit Iahrmillionen untergegangen sein können, derweil wir immer noch ihr Licht sehen. Wohin wir den Blick auch auf den sichtbaren Himmel wenden, überall sehen wir solche Nebel, die den gigantische» Raum des Weltall? Men, Sobald es Das Reiterstandbild des Sattamelata. Wer ist Gattamelata? Der Laie muß schon bte Nachschlagebücher nehmen, um zu erfahren, daß et! ein zweifellos tüchtiger Soldat war, der es als Sohn eines Bäckers in Narni zum venezianischeL Condottiere brachte, sich in den Kämpfen zwischen Venedig und Mailand auszeichnete und Generalkapitän und Nobile wurde. Auch daß er durch feine Gewandtheit auffiel und daher den Beinamem Gattamelata^ (gefleckte Katze) bekam, wird berichtet- Aber wer wüßte noch etwas von diesem vor 500 Jahren gestorbenen Helden in Kleinkriegen, wenn nichE ein Großer der Kunst sein Denkmal geschaffen, hatten Wer je vor diesem ersten Reiterdenkmal der neue» Kunst in Padua, diesem reifsten Werk Donatel« los, gestanden hat, wird den Eindruck nie vev> gesfen. Wie der Reiter schlicht und ohne PrunI, aber in gesammelter Kraft auf dem mächtigen, schwer schreitenden Rosse in einer wunderbar g<* schlossen en klaren Silhouette gegen den Himmck steht! Die ausgestreckte Rechte scheint mit dem Feld- herrnstab Weisungen für die Schlacht zu geben« deren Bewegungen sein prüfender Blick beobachtet. Iede Einzelheit ist aufs Feinste ausgearbeitet, Paa» zer und Waffe, der Sattel, der Schmuck des PfeckH geschirrs, vor allem aber das kluge «ttlchhW» Gesicht des ergst NachdenkendeL Sw fragt nur: Was ist zu tun? Dies ist die Haltung, zeichnet, und solchen Aktivis- oes deutschen Lebens gemacht Englands wirtschaftliche Lage Weit schwieriger als im ersten Weltkrieg. Stockholm, 2. Februar. (DNB.) Der englische Finanzminister KingsleyWood sagte im Unterhaus, daß man die dem Lande noch bevorstehenden Gefahren nicht herabmindern dürfe. Die militärischen Operationen hätten sich gegenüber dem vorigen Weltkrieg bereits über eine weit größere Fläche ausgedehnt. Auch sei schon jetzt ein weit größerer Grad an Destruktion und wirtschaftlicher Lerschie- bung erreicht worden. England habe seine wirtschaftlichen Reserven und ausländischen Aktivbestände in weit höherem Maße angreifen müssen als damals. Ein beträchtlicher Teil überseeischer Einlage müsse ersetzt werden. Auch gelte es, die ernste Lage des Exporthandels zu bessern. Während damals in Großbritannien die Besteuerung je Kopf nicht ganz 6 Pfund betrug, sei sie jetzt bereits auf über 51 Pfund Sterling gestiegen. Mgehe" & ft ter» HL l'llOll611' |Bge Mkk. i ®iei E l899 W M i" $ M an «iiiede Ws«" frn 7 AJchre- gnfter*®' ft ctaö pjrberun jep ®e Kungei nläif^n jt-l die, Mr w ict Am W itrtreteni Toni; Th M? Del & .i MI A »i kJ* Hi l t n gesendet. Hermann Reutter gehört zu den nam» höftesten Tonsetzern unserer Zeit und hat sich durch Opern wie „Doktor Johannes Faust" und Chorwerke wie „Der große Kalender" besonders bekannt gemacht Solisten der Sendung sind Erika Rokyta (Sopran) und Erich Meyer-Stephan (Barp ton). Arno parbun gestorben. Arno Pardue, der Schöpfer zahlreicher nationalsozialistischer Kampflieder, darunter des bekannten „Volk ans Gewehr", ist, 39 Jahre alt, in einem Berliner Reservelazarett an einem Leiden, das er sich im Felde zugezogen hatte, gestorben. Pardun, der sich bei Ausbruch des Krieges freiwillig zur Wehrmacht gemeldet hatte, hat am Westfeldzug teil- genommen und stand zuletzt imjDften. Albin Egger-Lienz. In diesen Tagen wäre Albin Egger-Lienz, ein« der stärksten malerischen Begabungen der Jahchinv dertwende, 75 Jahre alt geworden. Egger-Lienz* immer mehr nach Monumentalität strebende Kunp wurzelte tief im Boden seiner Heimat und wuch^ aus anfänglicher spürbar von Defregger beeinfluß«' ten Historienmalerei immer stärker ins Symbob hafte und Allgemeinmenschliche hinein. Sein Stil' war so einmalig, daß selbst der Laie ein Bild oofll Egger-Lienz unfehlbar unter hunderten herausten-' nen mußte, nicht nur an dem erdbraunen Grund- uns gelungen ist, auch nur den kleinsten Teil bet Nebels in Sterne aufzulösen, können wir seine Helligkeit feststellen und damit auch seine Entfernung. Neu aber ist die Entdeckung, daß diese Nebel sich von uns fortbewegen. Ihre Radialrotation hängt enx mit ihrer Entfernung zusammen. Mit unwahrscheinlicher Geschwindigkeit eilen die Nebel von uns roefln je größer die Entfernung ist, desto schneller ist die Bewegung. Das Weltall ist also nicht starr, es bewegt sich. Warum es sich bewegte wißen wir noch nicht, wir wissen heute nur mit Sicherheit, baß sich bewegt, und wir sind sogar in der Lage, Hilfe der Gesetze der Mechanik das Phänomen bet" Bewegung zu verstehen. Irgendwann einmal — anc Beginn des Weltalls — so kann man spekulativ fol« gern, war das Weltall einmal eine große Dichte» aus der Teile sich loslösten, verbreiteten und bfl rasender Bewegung ihre Reise durch das WeltaL antraten. Mr mus zum Grundgesetz _ , , w zu haben, das war und das ist die wichtigste all der großen Wandlungen, die der NationalsMialismUs in Deutschland herbeigeführt hat. Als Deutschland in tiefster Erniedrigung lebte und darbte, da war es der gleiche aktivistische Gejst, von dem die wenigen ergriffen waren, die schon damals, der Ermahnung des Führers folgend, im nationalen Unglück nichts anderes als eine Forderung an jeden einzelnen sahen, und die dann schließlich im deutschen Wiederaufstieg den stolzesten Triumph, ihrer Unbeugsamkeit erlebten. Wie schwer war dies damals, rote unmöglich erschien es — und wieviel näher und greifbarer liegt heute das strahlende Ziel des deutschen Sieges! Keine Prüfung des Schicksals wird ihn uns entreißen können, solange wir ihm begegnen wie bisher: als Deutsche, die sich zum Leben restlos bekennen und damit zur Tat, die dort Neben an die deutsche Ration. Eine Erinnerung zu Fichtes Geburtstag. Fichtes heldische Willenskraft macht seine Persönlichkeit zu einem hohen Vorbild. Dieser Mensch, „mit seiner Granitstirn und Nase, so knochig und feifern wie die wenigen Gesichter-, die alles ändern, nur nicht sich", wie Jean Paul ihn genannt hat, stand in Deutschlands schwerer Zeit, da so viele schwankten, unerschütterlich und ehern fest, ein mannhafter, fortreißender Führer zum Glauben an Deutschlands Zukunft und an den Sieg der gerechten Sache. Dieses stolze Wesen Fichtes, uns Heu- tigen besonders teuer, tritt uns anschaulich in zahlreichen Briefen und anderen Aufzeichnungen sowie in Aeußerungen der Männer und Frauen, die Fichte persönlich kannten, entgeaen. In den Worten der Großen der Zeit, Kants und Goethes, Schillers und Wilhelm von Humboldts spiegelt sich die außerordentliche Wirkung wider, die der Philosoph auf jeden ausübte. Am stärksten ergreift uns heute die heroische Haltung, die Fichte in der Franzosenzeit, da Preußen von fremden Eroberern besetzt und unterdrückt war, gezeigt hat, und diese Haltung fand ihren schönsten Ausdruck in seinen „Reden an die deutsche Nation", die noch immer mit dem vollen Klang gegenwärtigen Erlebens zu uns sprechen. Obwohl Fichte damals bereits ein kranker Mann war, wurde er doch zum Bekenner und zum Wegweiser seines Volkes, lieber den Eindruck, den seine Reden hervorriefen, schreibt Varnhagen: „Der treffliche Mann sprach mit kräftiger Begeisterung dem gebeugten und irregewordenen Vaterlandssinn Mut. und Vertrauen zu, schilderte ihm die Größe der Vorzüge, die sich der Deutsche durch Unachtsamkeit und Entartung habe rauben lassen, die er. aber gleichwohl jeden Augenblick als sein unveräußerliches Eigentum wieder ergreifen könne, ja solle und müsse, und führte dafür als das wahre, einzige unb unfehlbare Hilfsmittel eine von Grund aus neuzugestaltende und folgerecht durchzuführende Volkserziehung an. Sein strenger Geist ging auf vollständige Umschaffung unserer Zustände aus, wo- bei er nichts weiter verlangte, als daß überall das Wesentliche im Sittlichen wie fm Geistigen geför- litik ausmachen, sind daher auch vor allem innenpolitischer Art. Natürlich sicht noch immer im Schatten die militärische Drohung von Norden her, aber Australien hat sich allmählich an den Krieg in seiner Nähe gewöhnt und blickt jetzt nicht mehr, wie in den ersten Monaten, angst- gebeugt auf die militärische Entwicklung. Politqch wünscht Australien heute ins Gleichgewicht zu kommen. Aeußerlich bedeutet das eine Politik des Ausgleichs zwischen den britischen und aiherifa» nischen Einflüssen. Diesem versucht man sich durch stärkere Betonung der Empiretradition zu entziehen, während man jenem durch wirtschaftliche Abmachungen mit den Amerikanern entgegenwirkt. Innerlich versucht die fetzige Regierung, die formell von der Labour-Partei, tatsächlich aber von allen Gruppen getragen wird, die nationalen Kräfte zu stärken. Der bischer bedeutsamste Schritt war die vor einiger Zeit gemeldete Uebertragung aller wichtigen Befugnisse von den einzelnen Staaten auf die Bundesgeroalt. Praktisch war das die Umwandlung Australiens vom Bundesstaat in einen Einh ei ts» staat, wenngleich die föderative Form noch beibe- halten wird, nicht zuletzt aus administrativer Zweckmäßigkeit. Zum inneren Gleichgewicht gehört aber vor allem auch die Beseitigung des Mißverhältnisses von Raum und Menschen, und deshalb wurde unlängst ein Plan für die Ansiedlung von 20 Millionen Einwanderern nach dem Kriege bekanntgegeben. Woher diese Menschenmengen — gedacht ist nur an Weihe — kommen sollen, ist allerdings eine andere Frage. Die Bewohner des englischen Mutterlandes haben sich schon vor dem Kriege stets geweigert, alle auch noch so verlockenden Auswande- rungsmöglichkeiten zu nutzen. Andere als- angelsächsische Einwanderer müßten aber zwangsläufig den Gesamtcharakter Australiens entscheidend verändern, was vermutlich nicht die Absicht der jetzigen australischen Regierung ist. Ohne einen kräftigen Zuschuß an Menschen können jedoch die wirt- schafüichen Probleme und Programme, die im Zu- sammeNhang mit der Politik der australischen Selbstbesinnung entstanden sind und gegenwärtig einen wesentlichen Teil der praktischen Tagespolitik bilden, nicht gelöst werden. Australien ist gleichsam das Musterbeispiel, an dem die Folgen von Singapurs Fall im' pazifischen Räum am besten abgelesen werden können. Aehn- liche Probleme finden sich jedoch mutatis mutandis in allen britischen Besitzungen im Pazifik. Merkwürdig still geworden ist es um Neuseeland. Militärisch ist dieses Dominion vielleicht noch stärker als Australien unter amerikanischen Einfluß geraten. Anderseits hat sich die politische Entwicklung dem milden Klima des Landes entsprechend ruhiger vollzogen, zumal Neuseeland schon vor dem Kriege eine sehr viel entwickeltere politische Einheit bildete als Australien. Die wirtschaftlichen Probleme sind allerdings hier wie dort sehr ähnlich und bie Umstellung von englischen auf amerikanische Bedürfnisse sowie die stärkere Entwicklung eigener Wirtschaftszweige beherrschen die Tagespolitik. Was schließlich die zahlreichen Jnselkolonien im Pazifik angeht, unter denen die Fidschi-Gruppe die wichtigste ist, so finden sich auch dort innere Wirtschaftspro- Stockholnr, im Januar 1943. i Die Bedeutung des Verlustes von Singapur für das britische Empire zu übertreiben, ist kaum möglich. In allen Teilen des Weltreiches, im Mutterlande, in den Dominions, in Indien und in ■ den Kolonien hat dieses Ereignis Erschütterungen verursacht, neue Entwicklungen eingeleitet oder alte beschleunigt. Nicht zuletzt gilt das von den britischen Besitzungen im Pazifik, weil hier die britische Herrschaft schon vor dem Kriege vor" der erstarkenden Macht der Bereinigten Staaten im Rückzug begriffen war. Hinzu kommt, daß in den gewaltigen Weiten des Pazifik die Aufrechterhaltung einer wirklichen Herrschaft nur un^er Einsatz großer Mittel und hoher Kosten möglich ist. Mehr als an den meisten anderen Stellen der Welt verpflichtet die Herrschaft hier zu ständig neuer Behauptung. So kam es, daß die Empiremüdigkeit, die sich mit steigender materieller Sättigung in England während der letzten beiden Jahrzehnte bemerkbar machte, im Gebiet des Pazifik am schnellsten nachteilige Folgen haben mußte. Immerhin war das Prestige Englands auch dort noch groß, und der Verfall der wirklichen Macht wurde hinter der unerschütterten Fassade jahrhundertealter Herrschaft nicht sichtbar. Die Niederlagen Englands in Europa wirkten nicht bis ins Bewußtsein der pazifischen Völker. Die weißen Bewohner von Australien und Neuseeland waren es gewohnt, fern der Heimat für die Idee des von England geführten Empire zu kämpfen. Australiens Söhne zeigten sich daher bereit, in den Urwäldern Malayas Singapur zu verteidigen. In dem Augenblick, als Singapur fiel, erlitt auch das Vertrauen -in England und das Empire einen schweren Stoß. Es kam die Wendung nach Amerika, die Unterstellung unter amerikanischen Oberbefehl und die Umstellung der Wirtschaft auf amerikanische Bedürfnisse. Wochenlang erschien ein Bruch Australiens, welches bis dahin immer als das treuefte Dominion betrachtet worden war, mit dem Empire nicht als ausgeschlossen. .. Inzwischen hat sich mancherlei geändert. Die Australier haben gesehen, daß auch die Amerikaner nur mit Wasser kochen. Die amerikanischen Truppen im Lande, dir als Retter mit einer teilweise schamlosen Selbstentäutzerung begeistert begrüßt worden waren, haben durch ihr Auftreten mancherlei Vorstellungen korrigiert, die in dem vielfach recht weltfremden Australien vorher bestanden hatten. Auf der anderen Seite haben die Australier beinahe zu ihrer Erleichterung festgestellt, daß England nicht so schnell seine Kräfte verausgabt hatte, wie sie nach dem Fall von Singapur geglaubt hatten. Die psychologische Entwicklung in Australien während des vergangenen Jahres läßt sich wohl am besten dahin feststellen, daß die Australier unter dem Zwang der Ereignisse gelernt haben, die Welt in einer korrigierten Perspektive und in abgewogenß- ren Proportionen zu sehen. In die Sphäre der praktischen Politik übersetzt bebeutet dies, daß die Australier aus der starken Einschätzung Englands und der Vereinigten Staaten zu eingehender Selbstbesinnung gekommen sind. Die Probleme, die heute Australiens Po- Hhren '-Ilchafi chimd siÜJlarl rrtlpon » W ’or für an I ihn, i rben. 9] Ubirfl •PW ur ti feine Wa & jhtorbet Wltöt d »Lehrst Me en Jinnajh »man1 v'wW Mel 90 dert und ausgebildet, das Scheinsame und Hohle dagegen aufgegeben und seinem eigenen Absterben Überlassen wurde, bann, meinte er, werde sich ohne gewaltsame Umkehr, durch bloße Entwicklung, aus dem Vorhandenen und Bestehenden die ganze Kraft und Herrlichkeit, deren dis Nation seufzend entbehre, unmerklich und unverhinderlich von selbst hervorbilden." Jedermann empfand den Wagemut, der in diesen Rehen lag. „Sein geistig bedeutendes, mit aller Kraft der innigsten Ueberzeugung mächtig ausgesprochenes Wort", sagte Varnhagen, „wirkte besonders auch durch den außerordentlichen Mut, mit welchem ein deutscher Professor im Angesichte der französischen Kriegsgewalt, deren Gegenwart durch die Trommeln vorbeiziehender Truppen mehrmals den Vorttag unmittelbar hemmend und aufdringlich mahnend wurde, die von dem Feinde umgeworfene und niedergehaltene Fahne deutschen Volkstums aufpflanzte und ein Prinzip verkündigte, welches in feiner Entfaltung den fremden Gewalthabern den Sieg wieder entreißen und ihre Macht vernichten sollte. Der Gedanke an das Schicksal des Buchhändlers Palm war noch ganz lebendig und machte manches Herz für den unerschrockenen Mann zittern, dessen Freiheit und Leben an jedem seiner Worte wie an einem Faden hing, und der durch die von vielen Seiten an ihn gelangenden Warnungen, durch die Bedenklichkeiten der preußischen Unterbehörden, welche Verdruß und Schaden für sich von den Franzosen befürchteten, so wenig wie selbst durch den Anblick eingedrungener französischer Besucher, sich in dem begonnenen Werke stören ließ. Man konnte sie nicht ohne Ergriffenheit und Begeisterung anhören." lieber die Sorgen der Seinen um Fichte in dieser Zeit schreibt seine Frau an Schillers Witwe: „Daß Ihnen die „Reden an die Deutschen" gefallen, ist mir ein rechter Trost; das Buch hat mir viel Angst gekostet, indem mir immer dfe Behandlung des unglücklichen Palm habet vorschwebte. So konnte ich keine Nacht ruhig schlafen, solange die Fremden da waren, die hier viele Menschen beispiellos geängstigt haben. Das Buch ist mit inniger Liebe, dem dringendsten Pflichtgefühl und Ergebung geschrieben; denn daß man Gefahr lief, wußte her Verfasser wohl, und ich danke Gott mit gerührtem Herzen, daß alle Ungewitter glücklich oorüb erzogen," QrK« Herne ähnlicher Natur. Ihr äußeres Schicksal wird von dem Ausgana des angelsächsischen Machtkampfes im Pazifik abhängen, der erst m seinen Anfängen steht. Bemerkenswert ist, daß aus London nur sehr selten zu den Problemen des Pazifik Stellung genommen wird. Der Grund für diese Zurückhaltung dürfte, wenn wir von der unvermeidlichen Rücksichtnahme auf die Erfordernisse des Krieges absehen, nicht zuletzt in her Hoffnung hegen, daß die Segnungen des amerikanischen Imperialismus um so mehr an Zugkraft verlieren, je ungestörter die britischen Besitzungen sich mit ihnen vertraut machen können. Australien in Unruhe. Der neue Seesieg der Japaner bei den Salomonen. Ehrenamtliche Bürgermeister mit -em Kriegsverdienstkreuz ausgezeichnet. Berlin, 1. Febr. (DNB.) Reichsminister des Innern Dr. Frick händigte am Jahrestag der Machtübernahme einer Gruppe von ehrenamtlichen B ür ge r me i ster n die vom Führer verliehenen Kriegsverdienstkreu,ze aus. Wie er bereits bei früherer Gelegenheit die verdienstvolle Arbeit der Bürgermeister der Städte und ihrer Mitarbeiter anerkannt habe, so solle, hob der Minister in feiner Ansprache hervor, mit diesen Auszeichnungen di« Wirksamkeit der in der ländlich.en Selbstverwaltung tätigen Männer dankbar gewürdigt werden. Ähre Tätigkeit verdiene um so größere Anerkennung, als sie ehrenamtlich ausgeübt werde und die Bürgermeifter gleichzeitig hauptberuflich kriegswichtige Arbeit als Bauern, Handwerker und Rü» stungsarbeiter leisten. Mit ihrem bisherigen Wirken hätten sich die Bürgermeister als würdige Dertteter des Gedankens unserer ländlichen Selbstverwaltung erwiesen. Die Zukunft werde noch weitere größere und schwerere Aufgaben stellen. Jeder müffe an seinem Platz dem Vorbild unserer Soldaten folge« und das Lebender Heimat sichern. Kleine politische Nachrichten. Reichsminister Dr. Goebbels hielt vor mehreren hundert Offizieren des Standortes Berlin eine Ansprache, in der er eine umfassende Darstellung ber politischen Lage des Reiches gab und die sich biev» aus ergebende unumstößliche Gewißheit unserer Endsieges entwickelte. e • Die Kronprinzessin von Italien, Marie Jose, wurde im Quirinal von einer Tochter entbunden^ die den Namen Beatrice erhält. Das Kronprinz«- paar hat nun einen Sohn und drei Töchter. Die Derwattungsbehörden tn Französisch-MaroW ordneten die Internierung aller italienischen Staatsangehörigen zwischen 18 und 60 Jahren an. In Car sablanca leben etwa 12 000 Italiener, von bene« bisher nur politische Aktivisten verhaftet worden waren. Tokio, 2. Febr. (Europapreß.) Der japanische Regierungssprecher Hori erklärte zu dem neuen japanischen Sieg bei den Salomonen: „Die großen Erfolge unserer Marineluftwaffe haben erneut die völlige Unzulänglichkeit des Feindes bewiesen, jemals in das von Japan kontrollierte weite Gebiet einzubrechen. Besonders amüsant ist die Tatsache, daß die nordamerikanische Flotts von diesem neuen Unglück anscheinend zum gleichen Zeitpunkt betroffen wurde, als der USA.-Marineminister Knox in Honolulu die Worte sprach: ,Die Zeit der Dorbe- reitungen ist vorbei. Wir sind bereit und werden hart zuschlagen.'" Australien sei über die ungünstige Wendung des Krieges an feinen Ufern sehr beunruhigt. Curtin habe zahlreiche Hilferufe an die Vereinigten Staaten abaesandt. Auch der australische Außenminister Evatt habe — noch ohne Kenntnis von der neuen Katastrophe der USA.-Flotte zu haben — erklärt, Australien brauche mchr Hilfe von den USA., um den „Bedürfnissen im Südwestpazvfik für die totale KrieAührung zu entsprechen". Was auch in Casablanca' versvrochen worden sei, das australische Volk werde gut daran tun, sich an die harte Tatsache zu gewöhnen, daß dis benötigte Hilfe im desten Fall, wenn überhaupt, nur tropfenweise kommen werde. Was für das vernachlässigte Australien gelte, habe auch für Tschungking und andere Länder Gültigkeit, die Lieferungen aus dem ,Llrsenal der Demokratien" benötigten, die jedoch niemals em- treffen. < , * * In der Seeschlacht bei der Rennett-Jnsel erlitten die USA.-Seestreitkräste auch an Mannschaften schwerste Verluste, denn die fast 6 00 0 Mann zählenden Besatzungen der beiden versenkten Schlachtschiffe und der drei Kreuzer sind zum größten Teil gefallen oder ertrunken. Japan ein „besitzendes Land" Tokio, 2. Febr. (DNB.) Äm Haushaltsausschuß des Abgeordnetenhauses stellte Ministerpräsident To jo fest, Laß Japan keine territorialen Ansprüche gegenüber den USA. ober Südamerika habe. Aber Japan werde bis zum Ende kämpfen und Amerika vernichten, solange es sich Japans Kriegszielen in den Weg stelle. Innerhalb eines Jahres fei Japan ein „besitzendes Land" geworden, das an Hilfsquellen den USA. und Groß- britannien weit überlegen fei. Großbritannien und die USA. dagegen sähen sich immer größeren Schwierigkeiten gegenüber. Besonders in Hinsicht auf die reduzierten Rohstoffquellen sei es den USA. praktisch unmöglich, ihre Produktion an Kriegsmaterial noch zu erhöhen, um mit bem gewaltigen Verbrauch Schritt zu halten, den der jetzige Krieg erforderlich mache. Die anglo-amerikanischen Pläne für eine „neue Weltordnung" dienten nur dazu, die bitteren Niederlagen zu verhehlen, um den Amerikanern selbst und den neutralen Ländern etwas vorzumachen. Die Haltung Japans sei wesentlich verschieden von dem jahrhundertealten anglo-amerikanischen Ehrgeiz, die Welt auf Kosten ber schwächeren Nationen zu beherrschen. Um Ostasien von den Fesseln des anglo-amerikanischen Imperialismus zu befreien, habe Japan zu den Waffen gegriffen. Tojo schloß: „Ich freue mich, heute feststellen zu können, daß mit ber sich täglich bessernden Kriegslage Japan mit jedem Tage seinem Ziele näherkommt. Der Verzicht auf die Erterritorialrechte in China und die Gewährung der Unabhängigkeit für Burma sind die Vorboten der^völligen Verwirklichung der Ziele Japans. Die begeisterte Zu- , fammenarbeit zwischen den verschiedenen Völkern : in den südlichen Gebieten mit den japanischen Truppen und ber japanischen Militärverwaltung sind Die Hauptstadt von Burma, Rangoon, wurde am Montag erneut von feindlichen Flugzeugen angfr griffen, deren Bomben zahlreiche Zivilisten töteten und verschiedene Tempel zerstörten. Die japanische Heeresluftwaffe schoß im Januar an der indisch burmesischen Grenze 40 feindliche Flugzeuge ab, Ä wurden von der japanischen Flak abgeschossen. Kunst und Wisienschast. Eine neue fiantafe von Hermann Reutter. «I 'dev Mtz itcob in $8 drnri Mn er. n* e Rch l'Sre IchM ildtt nm hduij ■ *1 behrri otijh (to miß inhi|? ab, ’ ev. e 81 & anbtn N» TeüZ eine Jy trnM Hebel S r itofo beim n eiw ba.«t PM 010 F Mtli- fflj. joW ie"L ie M i Mä eeE Sy^ Än S MS irau^ »n, der allen feinen Gemälden zu eigen ist, fon- ern auch an den grüßen und klaren Linien, auf die lle Formen unter Verzicht auf jedes unerhebliche Detail mit suagestiver Kraft zurückgeführt sind. Lrotzdem war seine Kunst von ungeheurer Spann- veite: die harten Notwendigkeiten des Kampfes und lie Arbeit, das schwermütige Lied vom Werden und Vergeben, von den Nöten des Lebens und des Menschentums waren die Gtundmelodie seiner Verte. Dazu kam noch das gewaltige Kriegserleb- Ils, das in Egger-Lienz' erschütternden Kriegsbil- hern einen grandiosen Niederschlag gefunden hat keine Ausblldung hat Egger-Lienz an der Müncheier Akademie bei Piloty, Hackl und Lindenschmitt emossen. Am tiefftcn aber hat sein Landsmann refregger auf ihn eingewirkt, mit dem ihn eine lange Freundschaft verband. Bald zog der junge liroler Maler auf den Kunstausstellungen in Ber- fin, Wien und München die Aufmerksamkeit auf sch. 1899 zog er nach Wien, das er aber 1911 nach Manchen Enttäuschungen wieder verließ, um sich in -all in Tirol und, nach kurzer Wirksamkeit als Pro- pssor an der Weimarer Akademie, schließlich in Bo- p niederzulassen, in dessen Nähe er 1926 auf der -öhe seines Lebens starb. Adolf Theodor Schwarz. Wien schafft einen Skifter-Preis. Den 75. Todestag Adalbert Stifters wie den S. Jahrestag ihrer Gründung nahm die Adalbert- Stifter-Gesellschaft zum Anlaß einer Gedenkstunde, A der die Schaffung eines Stifter-Preises durch e Stadt Wien bekanntgegeben wurde, der als örderungsgabe für junge Wiener Dichtkunst ver- efren werden soll. Bemerkenswert waren die Aus- ihrungen Professor Dr. Nadlers über Stifter als Mischen Denker mit dem Zeugnis der Gedanken 1er die Zukunft Deutschlands um».Europas, wie sie Öfter im „Wiener Boten" von 1849 niedergelegt it Am Adalbert-Stifter-Denkmal in Wien legte eie Anlaß des 75. Todestages des Dichters der stell- ötrtretenbe Generalkulturreferent Stuppaeck einen -ranz der Stadt Wien nieder. Der Präsidnt der Lialbert-Stifter-Gesellschaft, Friedrich Speiser, so- nie der Vizepräsident des Wiener Dichterkreises, Jr. Mirko Jelufich, überbrachten die Kränze ihrer Bereinigungen. Ein Lehrstuhl für Theaterwissenschaft in Men. Auf Vorschlag des Reichsstatthalters von Schirach let Reichsminister Rust an der Universität Wien einen Lehrstuhl für Theaterwissenschaft errichtet, gleichzeitig soll in Wien ein Reichsforschungsinstitut fir Theatergeschichte gegründet werden. Professor Dr. Kindermann wurde auf den neuen Lehr- .«hl berufen und mit der Errichtung des Reichs- Mttttes betraut. hochschulnachrichten. Prof. Dr. Wilhelm Gallas, Ordinarius des Krafrechts an der Universität Tübingen, wurde an bis Universität Leipzig berufen. Gallas war feit dem tzrühjahr 1940 in Tübingen tätig, zuletzt bekleidete « das Amt des Prorektors. Zur Zeit steht er bei dr Wehrinacht. 1903 in St. Petersburg geboren, feierte er in Berlin und München und promovierte 1931 in Berlin. 1933 habilitierte er sich eben« | bl für Strafrecht und Strafprozeß. 1934 wurde er v. Professor an der Universität Gießen. Aon 1935 bis 1940 wirkte er an der Universität Kö« f*isberg. Er hat zahlreiche Arbeiten aus dem Ge-- Het des materiellen Strafrechts und Strafverfahrens sechrieben und sich dabei auch mit der deutschen Akchtserneuerung auf feinem Fachgebiet befaßt. Er üt Mitherausgeber und Schriftleiter der „Zeitschrift für die gesamte Strafrechtswissenschaft" und korre- ipnnbierenbes Mitglied der Königsberger Gelebrten- ce'ellschaft. — Der o. Professor für indische Philologe und Kulturgeschichte des Ostens an der Untrer« flät Marburg, Dr. Johannes Nobel, wurde zum ftrrefpondierenden Mitglied der Finnifch-Ugri- \ ttm Gesellschaft in Helsinki ernannt. — Der o. Pro- War für Versassungs-, Verwaltungs- und Finanz« |l recht an der Universität Kiel, Dr. Richard N a u« eia h n, ist an die Universität Innsbruck berufen >rben. Naumann wurde 1906 in Ehrenfriedersdorf “ (Ir^gebirge) geboren. Er habilitierte sich 1938 in Ä pzig und kam 1940 als a. o. Profesior nach Kiel. 3tn feinen Werken nennen wir: „Staatsrecht der Niu-England-Kolonien" und „Wandlungen im Recht i dl Widerrufs von Verwaltungsakten". — Der Do- Mit für mittlere und neuere «Geschichte, Dr. phil. fei. Walter Schlesinger in Leipzig, ist zum Außerordentlichen Professor in der philosophischen sjtkultät der Universität Leip,zig unter Uebertragung Lehrstuhls für deutsche Landes- und Volksge- ß chte ernannt worden. — Der a. o. Professor für armazie an der Universität Tübingen, Dr. Eugen Bimann, ist zum o. Professor an der Deutschen Miversität in Prag ernannt worden. Bamann tirbe 1900 in Gundelfingen an der Donau geboren, fr studierte in München und Würzburg und promo« forte 1926 in München, wo er sich 1931 habilitierte. Ctber die T. H. Stuttgart kam er 1935 nach Tu- Wgen. ' ______ b mb pib leit? *iint 1 h ;>l. 8 e Uli) N »M W trete iltimi ■Dfett! in R» Aus -er Stadt Gieß««. Warum ist der Februar der kürzeste Monat? Daß der Februar im allgemeinen 28 Tage und alle vier Jahre 29 Tage hat, ist uns eine Selbstven Endlichkeit. Wir wissen auch, daß diese Einteilung auf die Kalenderreform Julius Cäsprs zurückgeht. Warum aber ist der Februar von vornherein in seiner Länge verkürzt, während der sonst regelmäßige Wechsel der Monatslängen zwischen 30 und 31 Tagen doch an zwei Stellen zugunsten des 31-Tage- Monats durchbrochen ist? Sowohl im Sommer (Juli-August), als auch im Winter (Dezember-Januar) folgen zwei 31-Dage-Monate aufeinander. Man kann also nicht behaupten, daß das Jahr nicht „genug" Tage für den Februar übrig hätte. Aber hier wie fast überall hat sich das Unregelmäßige, geschichtlich Gewordene gegen die nüchterne Regelmäßigkeit des nur Vernünftigen behauptet. Die Sonderstellung des Februar innechalb des Jahres reicht weit über die Julianische Kalenderrechnung in die sagenhafte Zeit der römischen Könige zurück. Der Februar war der letzte Monat des alten römischen Jahres, das mit dem März begann. Angeblich soll dieses Jahr ursprünglich nur zehn Monate gehabt haben, fo daß der zehnte Monat, der „Dezember, wie auch bei uns heute der letzte Monat war. Erst die starke Abweichung des bürgerlichen Jahres vom astronomischen, die sich allmählich bemerkbar machte, soll Numa Pompilius veranlaßt haben, zwei Monate hinzuzufügen, den Januarius (nach Janus) und den Februarius, von dem wir nicht genau wissen, ob er feinen Namen dem Fe« bruus, einem Gott der Toten, verdankt, ober dem Wort „februare“, reinigen, weil in den letzten Tagen dieses Monats, also am Jahresende, das Fest der ßupercafien, das große Reinigungs- und Sühne- fest, gefeiert wurde. Aber die Hinzufügung von zwei Monaten genügte noch nicht, um das bürgerliche Jahr hem „wirklichen" wieder anzugleichen. Es blieb noch eine große Lücke, die man durch ehren Schaltmonat, den „Mercedonius", auszufüllen suchte, und zwar wurde dieser Schaltmonat alle zwei Jahre nach dem 23. Fe- bruar eingefügt, fo, daß nach dem letzten Mercedo- niustag in der Zählung der Februartage fortgefahren wurde. Die erforderliche Lange des Mercedonius aber, um die Uebereinftimmung zwischen dem Kalender- und dem Sonnenfahr zu erreichen, machte den Astronomen viel Kopfschmerzen, und schließlich wurde es den Priestern anheimgegeben, jeweils die Länge des Schaltmonats zu bestimmen. Die Folge war eine unbeschreibliche Verwirrung im Kalender- wesen, der erst Casars Reform ein Ende machte. Das Jahr 46 v.d. Ztw., in dem Julius Cäsar als Pontifex den Kalender fo festlegte, wie er sich die 2000 Jahre seitdem im wesentlichen erhalten hat, nannten die Römer „annus confusionis“, das Jahr der Verwirrung. Es hatte, um ein für allemal den Ausgleich zu schaffen, 445 Tage. Seitdem aber verschwand der Schaltmonat ganz und wurde durch einen Schalttag ersetzt, den Cäsar, der alten Sitte folgend, nach dem 23. Februar einfügte unter dem Namen „bissexto calendas“. Als der eigentliche Schalttag ist darum astch früher stets der 24. Februar angesehen worden, und viele alte Volks- bräuche, die sich an diesen Tag knüpfen, gehen auf diese seine Urbedeutung als Schalttag zurück. Zugleich setzte Cäsar die Tageszahlen der einzelnen Monate auf abwechselnd 30 und 31 Tage fest. Bei einem Jahr von 365, bezw. 366 Tagen blieben auf diese Weise für den letzten Monat Februar 29, im Schaltjahr 30 Tage übrig. Schon zwei Jahre nach der Kalenderreform wurde Cäsar ermordet und ihm zu Ehren der fünfte Monat, der damalige Ouintilis, Julius genannt. Unter Augustus erhielt dann der bisherige Sextilis den Namen Augustus. Hofschranzen faßten es jedoch als Beleidigung des Kaisers auf, daß [ein Monat nur 30 Tage hatte im Gegensatz zu dem Cä- sars mit 31 Tagen. So legte ein kaiserliches Edikt dem Monat Augustus einen Tag zu, der dafür dem Februar abgezwackt wurde. Und damit nicht drei Monate mit 31 Tagen auseinander folgten, trat eine weitere Verschiebung bei den Monaten September bis Dezember ein, indem September und November statt wie früher 31 nun 30 Tage erhielten, umgekehrt Oktober und Dezember 31. Seitdem hat man keine Ursache gefunden, an dieser Einteilung etwas grundlegend zu andern. Auch nicht die fogenannte Gregorianische Kosender- resorm, die Papst Gregor XIII. im Jahre 1582 in Wirksamkeit setzte.' Der Julianische Kalender hatte mit der „Zeit" immer noch nicht übereingeftimmt, sondern mar wieder um 10 Tage von ihr abge« wichen. Diese Ungenauigkeit glich die Gregorianische Kalenderreform aus, um die „Zeit" einzuholen, bestimmte die päpstliche Dulle, daß der Kalender im Jahre 1582 vom 4. Oktober unmittelbar auf den row?" „Drei, Herr Holm!" „Nein, vier!" rief Sigrid. „An der Rückfront ist auch noch eine Eifentür die vom Keller aus unmittelbar ins Freie führt!" ,^a — richtig!" stimmte Güstrow zu. „Aber diese Tür wird nie benutzt. Sie ist ständig verschlossen und verriegelt und meist im Keller auch verstellt." „Die Durchsuchung des Kellers können wir uns für heute wohl ersparen", meinte Brand; ,chenn natürlich wartet unser Klopfgeist nicht darauf, daß wir ihm noch einmal, und diesmal bei hellem Licht, einen Besuch abftatten! Inzwischen hat er sich längst wieder unsichtbar gemacht!" „Glauben Sie, daß er das kann, Herr Brand?" fragte Jutta nah». Sie nahm die Rede wörtlich Brand faßte unwillkürlich an die Beule auf seiner Stirn und lächelte ein bißchen wehmütig. „Na ja, diese Absicht haben Sir mir ja bereits da unten handgreiflich bewiesen, Herr Holm! — In der Dunkelheit war Ihr Irrtum allerdings verzeihlich, um so mehr, als Sie sa nicht wissen konnten, daß ich mich ebenfalls im Keller befand. Ich stand etwas seitlich von Ihnen hinter einer Mauer, kaum zehn Schritt von dem sogenannten Gespenst entfernt, und hatte es schon eine ganze Weile heimlich beobachtet, als Sie plötzlich vordrangen und ein Geräusch machten. Daraufhin wandte es sich natürlich sofort zur Flucht." „So —? Und warum haben Sie es da nicht fest- aehalten?" rief Axel immer noch mißtrauisch, indem er jetzt ebenfalls nach seinen Schuhen griff und sie AUF MÖNCKEBER6 Ist /et 'Teufel los. längt uns =5 er» T,«* wir v W. 0111«’ iiag* it W •Ä S V Hl. itiel* ä iK VE Ä njJ? A Branb schüttelte ruhig den Kopf. ■ Das war ja gar nicht meine Absicht, Herr Holm. sagte mir, daß dieses - Wesen, das da unten fchtiirf) die Sicherungen herausschraubt, um dann JU tl 1t HM er wen ' sind t • Natic LeichlmoM z. kaufen gesucht. Schriftt. Angeb. unter 0722 cm. den Gieß. An-.. Pianos und Flügel aus Privatbesitz kauft od. nimmt in Zahlung Pianohaus R. Schönau, Gießen, Tel.3269 Danksagung. iberaus vielen Beweise herzlicher An- », sowie für die Kranzspenden bei dem g unsrer unvergeßlichen Entschlafenen Elisabeth Loos, seh. Sippel • hiermit auf diesem Wege allen un- zlichsten Dank. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Heinrich Loos. Lieber Straße 31. anlage dient der Vorsorge für die nach Kriegsende auftretenden Ansprüche der Einleger und Darlehensnehmer. Am Jahresende sind bei der Girozentrale für Liefe Zwecke zusammen 2 715 000,— RM. angelegt. Hiervon sind täglich abrufbar 815 000,— RM., innerhalb 3 Monaten fällig 600 000,— RM. und in weiteren Terminen fällig 1 300 000,— RM. Die Verwaltungskosten berechnen sich auf 0,5 v. H. der Bilanzsumme bzw. 40 v. $). der Zinsüberschüsse. Der Reingewinn mit 49 487,— RM. wird der Rücklage zugeführt. Das eigene Vermögen der Sparkasse berechnet sich mit Einschluß der füllen Reserven auf rund 840 000,— RM. müsebaulichen Nutzfläche enthält. Die Kontrollausweise werden von den Kleingärtnervereinen und Gartenbauvereinen ausgegeben, und zwar sowohl an Mitglieder als auch Nichtmitglieder. In den Schaufenstern der Samengeschäfte sind Plakate angebracht, welche Auskunft über Zeit und Ort der Ausgabe von Kontrollausweisen durch die Vereine geben. Nichtmitglieder müssen Pachtverträge oder ähnliche Unterlagen bei Antragstellung vorlegen. Der Kontrollausweis bietet die Möglichkeit, über verabreichte Sämereien Vermerke anzubrrngen, damit fehlende Arten jederzeit nachbezogen werden können. Da noch nicht alle Sämereien lieferbar sind, empfiehlt es sich, mit dem Einkauf bis Mitte März zu warten, dem Zeitpunkt, zu dem auch in früheren Jahren der Samen in der Hauptsache gekauft wurde. Um zu starken Andrang in den Samengeschäften zu vermeiden, wähle man nach Möglichkeit den Vormittag zum Ankauf. Berücksichtige bei der Samenbestellung die häufig sehr ansehnlichen Restmengen aus dem vergangenen Jahre. wesentlichen mit den auf die Lebensmittelkarten be- zoqenen Rationen auskommen mußte. Auf Liefe Das Sondergericht sprach den Angeklagten nach mehrtägiger Verhandlung eines fortgesetzten Kriegs- Wirtschaftsverbrechens in Tateinheit mit Untreue schuldig, brandmarkte ihn als Volksfchädling, der jede sich bietende Gelegenheit benutzt habe, um sich Lebensmittel zu verschaffen, und der sich durch seinen hemmungslosen Egoismus selbst aus der Gemeinschaft anständiger Volksgenossen ausgeschlossen habe, anstatt vermöge seiner Bildung und-gehobenen Lebensstellung vorbildlich zu wirken. Das Gericht betonte, daß die Strafe noch härter ausgefallen wäre, wenn geklagten die Verpflegung der Verwundeten not- gelitten hätte und wenn die hauptsächlichsten Verfehlungen nicht schon in der Zeit von Kriegsbeginn bis Mitte 1940 begangen worden wären. Ein Waggon itroft zu kaufen gesucht. Zwei primaDoppelspänner-Bau- holzwagen können in Tausch gegeben werden. 374d Schuhhans Vonhausen Kraftsolms, über Wetzlar. Im Giro- und Kontokorrentverkshr betrug der Umsatz 8 261 073,— RM. 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Kolonne Inh. des Kriegsverdienstkreuzes II. Kl. mit Schul und des E. K. 2. Kl. einen Tag nach seinem 27. Geburtstage, getreu seinem Fahneneid für Führer, Volk und Vaterland, am 15. Januar in Afrika den Heldentod gefunden hat. Er wurde von seinen italienischen Kameraden auf einem Heldenfriedhof zur letzten Ruhe gebettet. Wer ihn gekannt, weiß, was wir verloren haben. In tiefem Schmerz: Hanni Runkler, geb. Koch Familie Heinrich Runkler, Familie Alfred Runkler Familie Karl Koch, nebst allen Angehörigen. Gießen, Stürzelbach, Altenkirchen (Westerwald), im Februar 1943. 0721 Statt Karten! Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme beim Heimgaug unseres lieben Entschlafenen danken wir hiermit recht herzlich Anna ZUIch, geb. Rudloff Rudolf ZUIch und Frau Tilly, geb. Dern Dr. Friedrich ZUIch, z. Z. Stabsarzt, und Frau Hildegard, geb. lange Peter ZUIch Gießen, Bobersberg, den 1. Februar 1943. 0694 arten u itu W Y Sie hi timmei i°tlM Fi Urem V «er Fii Neue Rufnummer 2600 Ernst Baums Büromaschinen und Bürobedarf Gieflen • Bahnhofstraße 26 375 D Die5 jen. 3n •'flirrte ÖJ Wtschaf Gn diele Eine ne'. Junges, fleißiges Mädchen für Haushalt sofort od. später gesucht. [een Metzgerei Zimlich, Bekanntmachung. Die Strom- und Gasgelder im Stadt- und Ueberlandgebiet sind nach den Lieferungsbedingungen grundsätzlich bei der "Ablesung an den Erheber zu zahlen. Geschieht dies nicht, dann können die Strom- und Gasgelder noch innerhalb der nächsten acht Tage ohne Stoffen an die Kasse der Stadtwerke Gießen, Gartenstraße 3, auf Postscheckkonto Frankfurt/Main 9tr. 27707, oder auf die auf den Quittungskarten verzeichneten Bankkonten eingezahlt werden. Bei Ueberschreiten des Zahlungstermins müssen die Beitreibungskosten berechnet und entrichtet werden. Pom 15. Februar 1943 ab wird die Ostrom- und Gaslieferung bei allen Abnehmern gesperrt, die die Strom- und Gasgelder für den Monat Dezember 1942 einschließlich Kosten noch nicht entrichtet haben. Die Kosten der Strom- und Gassperre gehen zu Lasten der Säumigen. [39iA Gießen, den 1. Februar 1943. Stadtwerke Gießen. Elektrokarren zu kaufen gesucht. Heyli^enstaedt & Comp. 6. m. b. H., fließen. :i92D ßiuzbanr ) «hen die ich bolfi toie I it der rtes - ? Muni den Y erb i lapfk ■Ü1U5 1 i di« Z i!tr der K Wegen Verheiratung meiner jetzigen suche ich zum 1. März oder früher eine zuverlässige, kinderliebe JFCausgeMlfin Frau Erna Niederhausen Bahnhofstraße 49 0634 4- Grünberg, 2.Febr. Das Geschäftsjahr 1942 der Bezirkssparkasse Grü nbe r g brachte eine weitere starke Erhöhung der Bestände, die weit über die Zunahme im Vorjahr hinausging. Der Gesamtumsatz, der in 1941 =37,5 Millionen RM. betrug, stieg um 7,5 Millionen RM. auf 45 Millionen RM. Die Bilanzsumme hat erstmalig die Zehnmil- lionengrenze überschritten. Etwas erhöht hat sich auch die Zahl der Buchungsposten.mit 86 717. An Gesamteinlagen verwaltete die Bezirkssparkasse am Jahresende 9 566 161,— RM.; das such 2 367 333,— RM. mehr, als am Anfang des Jahres. Der starke Verkehr in der Sparabteilung zeigt, daß die Dezirkseinwohner die kriegsbedingte Notwendigkeit des Sparens erkannt haben und zeugt von ihrem Sparsinn. Es wurden einaezahlt 2471764,— RM., an Zinsen gutgeschrieben 199932,— RM., Gesamtzugang mithin 2 671 696,— RM. Zu- rückbezahlt wurden 514 529,— RM., so daß ein Reinzüwachs von 2157 167,— RM. verblieb, gegenüber 1 442 325,— RM. im Jahre 1941. Damit sind die Spareinlagen am Jahresende auf 8 689 458,— RM. angewachsen. Die Zahl der Sparkonten betrug am Jahresanfang 6898. Neu angelegt wurden 824, aufgelöst 199 Konten. Am Jahresende bestanden 7523 Sparkonten. Im Durchschnitt kommt auf jeden zweiten Bezirkseinwohner ein Sparkassenbuch der Bezirkssparkasse. Auch die Kleinen sparten bedeutend höhere Beträge, als in den Vorjahren. Don den 20 Schulsparkassen wurden 24 244,— RM. ein gezahlt, gegenüber 13 326,— RM. in 1941. Das höchste Ergebnis mit 3700,— RM. hatte eine Schule mit 97 Schillern. Aus Entleerungen von Heimsparbüchsen gingen 17 467,— RM. ein. Weise hat der Angeklagte nach Kriegsbeginn eine erhebliche Menge von Lebensmitteln, vor allem Butter und Eier, der allgemeinen Bewirtschaftung entzogen und selbst verbraucht. Daneben nutzte der Angeklagte seine Zuckerkrankheit aus, um sich unter Außerachtlassung der bestehenden Vorschriften weit überhöhte Diabetikerzu- lagen zu verschaffen. Diese Mengen ließ er sich ebenfalls aus her Gefolgschaftsküche liefern, ohne sie jedoch zu bezahlen. Seine Verpflegung war dadurch so reichlich, daß bei seinem Ausscheiden aus dem Lazarett noch 9 Pfund Butter und 4 Pfund Käse in seinem Kühlschrank voraefunden wurden. Der Angeklagte hielt sich auch Hühner; aber trotz seiner reichlichen Versorgung machte er bei der Anmeldung falsche Angaben und verletzte die Ablieferungspflicht für Eier. In anderen Fällen beschaffte er sich durch unrichtige Angaben Bezugsberechtigungen, die ihm nicht zustanden. Schließlich erreichte er, daß für die Zwecke des Lazaretts ein teures Gewächshaus. errichtet wurde, verbrauchte aber das geerntete Gemüse zum größten Teil selbst, ohne es zu bezahlen. W Weit, ’r,-W h Wir in^n. x SM 'hiionso d, Havptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bei Hauptjchritlleiters: Ernst Blumichem. Beranttvortlich für Politik und Bilder Dr. Fr. W. Lange; für das FeuiUeto»: Dr. Hans Ttzuriot; lür Stadt Gießen, Provinz Wirvckasl und Svort: Ernst Blumichein. Truck und Verlag: Brühliche Umverntätsbruckere« R. Lange K. G. Deriagsieiter: Tr.-Jng. Erich Hamann- -Anieigenleiter: Hana Beck. Anzeigenpreisliste Nr. 6 tat feit itn W H:re ■ AMN । 8-:m ein |nb daß jiidlaun 5llpscrst> Men, rnen Mr Bi«« hflinit Di Leben v »ckanis jnbe der Me e Vx nie bÄen 5 Deui R««i 2« b( P.Detbi Zeitungsträgerin gesucht fBrlaiieiBieBenerlnzeiien ............ 393 D | Vermietungen | Möbliertes Zimmer zu vermieten. Schr. Ang. unt. 0732 a. d. G. A. | Mietgesuche"] Schöne sofort gesucht. Schriftl. Angeb. unter 0591 an den Gieß. Anz. Unterkunft und Verpflegung eine wehrsoldähnliche Barvergütung. Nach kostenloser Ausbildung erfolgt der Einsatz in uniformierten, geschlossenen, militärischen Einheiten in den besetzten Gebieten und im Reichsgebiet unter Führung besonders geschulter weiblicher Kräfte. Einzelhetten können beim Kommandeur der Nachrichtentruppe IX, Kassel-Wilhelms- höhe, Schlieffenplatz, erfragt werden, an den alle Bewerbungen unter Vorlage eines selbstgeschriebenen Lebenslaufes zu richten sind. Nicht eingestellt werden Angestellte in wehrwirtschastlich wichtigen Betrieben und Hausangestellte. Oer Bezug von Gemüsesamen. NSG. Wir wissen, daß genügend Gemüsesamen zur Verfügung steht, um den Bedarf aller Kleingärtner, Gartenbesitzer usw. zu decken, wenn jeder Betzieher die Vertriebsvorschriften genau beachtet. Dies erfordert die Kenntnis folgender Punkte: Der Verkauf von Gemüsesamen erfolgt nur in fertigen Verbraucherkleinpackungen, die bestimmte Samenmengen enthalten. Von den Gemüsearten, die aus Pflanzen herangezogen werden — das find Sellerie, Lauch und alle Kohlarten —, wird Samen an Kleingärtner und Gartenbesitzer nicht abgegeben. Von diesen Arten werden später von den Gärtnereien Pflanzen geliefert. Ab 1. Februar ist der Samenverkauf freigegeben, was nicht heißt, daß alle Verbraucher an diesem Tage einkaufen sollen. Es empfiehlt sich, den Kauf bei den bisherigen Lieferanten vorzunehmen. Zum Einkauf ist ein Kontrollausweis erforderlich, der Angaben über die Größe der ge- Danksagung. Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme beim Heimgänge meiner lieben Frau, unserer guten Mutter, Schwiegermutter, Gote u. Tante Frau Elisabeth Spitz, geb. Fischer sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. Emil Spitz, Schuhmachermeister ,und alle Angehörigen. Gießen (Hillebrandstr.2 p.), 3. Februar 1943. 0718 Rauschen Gießen-Kl.Linden (Ostpreußen) im Februar 1943 x 0728/ Nach kurzem, mit Geduld ertragenem Leiden entschlief heute in Gott unsere herzensgute, treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter und Urgroßmutter Frau Luise Klaum, geb. Dutenhöfer im fast vollendeten 79. Lebensjahre. In tiefer Trauer: Familie Karl Klaum Familie August Klaum; Familie Otto Klaum Familie Ludwig Klaum; Familie Wilhelm Klaum Farn. Ernst Klaum; Farn. Katharine Klaum Wwe. Gr.-Linden, Aliendorf (Lahn), 2. Febr. 1943. Die Beerdigung findet Donnerstag, 4. Febr., 14.30 Uhr, in Großen-Linden, vom Sterbehaus, Burgstraße 17, aus statt. 390 d Schneider- WmWne 55 RM. - Eine Zuschneide- Schere, neuwert. 6 RM., zu verk. Sicher Str. 31 p. Anzus.Donners- tagv. 10-16 Uhr. Konditor- Oien mit Kohlenfeuerung zu verkaufen. Breis 150,- Mk. L. Wohlmann, Wetzlar, Hermannsteiner Straße 6. so7i5 | Kaufqesuche | Scharfer RMM-U zu kaufen geleitete Taunusheim in Königstein tmirbi Set Kriegsbeginn in ein Reservelazarett umgewan. delt. Dabei trat der Angeklagte erst als Oberarzt, später als Chefarzt in die Dienste der Wehrmacht. Den Umstand, daß das umfangreiche Lebensmtttel. Magazin des Taunusheimes nicht von der Wehr, macht übernommen wurde, nutzte der Angeklagte aus, um sich an den vorhandenen Vorräten in ge. wissenloser Weise zu bereichern. Nachdem er sich durch belanglose telephonische Anrufe bei dem Wirt, schaftsamt in Königstein und dem Ernährungsamt in Bad Hamburg den Rücken gedeckt zu haben glaubte, gründete er eine Gefolgschaftskuche, in der nun die Vorräte des Magazins, die von Rechts wegen bei Einführung der Zwangswirtschaft der Beschlagnahme unterlagen, zum größten Tell aufgebraucht wurden. Aus dieser Gefolgschaftskuche, einer sozialen Einrichtung, die erhebliche Zuschüsse erforderte, ließ sich auch der Angeklagte mit seiner ganzen Familie verpflegen, obwohl sein Haushalt COMMERZBANK Gießen gibt Bank *parjt>i< eh <*ir Tausch, schrei bmaschutt: (Taxwert 120,-N gegen kleinen Kasfeusttirank zu tauschen. Schr. Ang. unt* 0727 a. d. G. Ä, Blauer Belontöot Montagabend oetloreo. Abzug, geg. Belohnung auf deni 0717 Fundbüro- Lichtspielhaus: „Der Schritt ins Dunkel^. Dies ist ein Lucerna-Film (Prag) in deutscher Sprache. Seine Reize gehen weniger vom Dar- 1 steuerlichen als von einer Handlung aLs, der es ohne । Umschweife um kinogerechte Unterhaltung des Zuschauers zu tun ist. Es begibt sich hier eine Kriminalgeschichte, deren Voraussetzungen durchaus romanhaft genannt werden müssen. Die Erpressung des Kommerzienrates und das Verschwinden seiner : hübschen blonden Tochter Eva stehen natürlich in einem ähnlichen Zusammenhang wie die entschieden witzig angelegte Kombination von Spielklub und Falschmünzerwerkstatt. Das Ganze ist tells geschickt,, teils völlig naiv gemacht; die an sich, besonders gegen Ende, heftigen Spannungsreize werden immer wieder durch grotesk-komische Einlagen gelockert. Der Revolver gehört im übrigen sozusagen Zum Gesellschaftsanzug. Allmählich wird aber der in derartigen -Affären durch häufige Kinobesuche geschulte Zuschauer die Gerechten und die Ungerechten reinlich voneinander zu scheiden vermögen, und das anfängliche Unbehagen darüber, daß die blonde Eva sich einem zwar eleganten, aber verdächtigen Abenteurer so bedenkenlos anvertraut, löst sich zuletzt in eitel Wohlgefallen, wenn sich herausstellt, daß dieser sonst gar nicht unsympathische junge Mann ein gewitzter Kriminalist ist, der einem teuflischen Anschlag der Falschmünzerbande mit knapper Not entgeht und danach, wie es sich gehört, der verdienten Belohnung gewiß sein kann. Die gut ver- tellte Besetzung, für die in der deutschen Fassung Rolf Wanka und LU Adina eingesetzt sind, trägt dazu bei, dem Film einen gediegenen Publi- kumserfolg zu verschaffen. — Im Beiprogramm laufen die Wochenschau und ein Kullurfilm „Spit- zm-Kunst", der besonders den Besucherinnen gut gefallen wird. Hans Thyfipt. Gießener Schlachtviehmarkt. \ Auf dem gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtviehverteilungsmarkt) in der Diehoersteige- rungshalle Rhein-Main kosteten: Ochsen 39 bis 46 Rpf., Bullen 40 bis 44, Kühe 17 bis 44, Färsen 27,5 bis 45, Kälber 35 bis 57, Schafe 30 Rpf. je % kg Lebendgewicht. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgende Preise erzielt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,45 RM., bl (135 bis 149,5 kg) 1,43, b2 (120 bis 134,5 kg) 1,41, c (100 bis 119,5 kg) 1,37, d (80 bis 99,5 kg) 1,31, e bis f (unter 80 kg) 1,25, gl (fette Specksauen) 1,45, i (Altschneider) 1,41, g2 (andere Sauen) 1,31, h (Eber) 1,31 RM, — Marktoerlauf: alles zugeteilt. Gießener Wochen Marktpreise. * Gießen, 3. Febr. Auf heutigen Wochenmarkt kosteten: Weißkraut, kg 10 Rvf., rote Rüben 8, Unterkohlrabi 8, Grünkohl 13, Zwiebeln 15 Rpf. Wer will Blitzmädel werden? NSG. Das Heer stellt laufend Nachrichtenhelferinnen zur Verwendung in den Fernsprechvermittlungen und Fernschreiberstellen ein. Von den Bewerberinnen werden Mindestaltep von 17 Jahren, gesundheitliche Tauglichkeit, straflose Vergangenheit, Beherrschung der deutschen Sprache sowie eine gewisse geistige Wendigkeit verlangt. Die Bewerberinnen werden als Nachrichtenhelferinnen notdienstverpflichtet und erhalten neben freier Bekleidung, Danksagung. Für die wohltuenden, Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgange unserer lieben Verstorbenen, besonders für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Bönning am Grabe, sowie Schwester Ostertag für die liebevolle Pflege sprechen wir auf diesem Wege unseren tiefempfundenen Dank aus. In tiefer Trauer: Heinrich Launspach I. und Kinder. Annerod, den 1. Februar 1943. Für die vielen Beweise der Anteilnahme bei dem Ableben unserer guten Mutter, Schwiegermutter, Großmutter -und Urgroßmutter sagen wir herzlichsten Dank. In stiller Trauer: Familie Karl taucht und Frau Minna, geb. Lust Famiiie Karl Kraft und Frau Luise, geb. Lust Familie Gustav Lust Gleiberg-Krofdorf, im Januar 1943. 368 D Junge Iran sucht sofort für 3 bis 4 Monate möbliertes Zimmer Schr. Ang. unt. 0706 a. d. G. A. Möblierte 5Whnniei: mit ein od. zwei Bett., evtl, auch unmöbl. Zimm., 'n. mieten gesucht (ohne Frühstück). Angeb. erbet, an Bahnhofgaststätten Greßen. s3i5P Rüstungsarbeiter sucht ein möbl. Zimmer zu mieten. Schr. Ang. unt. 0734 a. d. G. A. IStellenangebotej tMmMr 9il?5arüeitetln auch für halbe Tage, sucht [0730 Albin Klein, Verlagsdruckerei, Hindenburg- wall 21. Universitäts- Institut sucht Settetatin zu mögl. bald. Eintritt. Schriftl. Angeb. unter 0733 an den Gieß. An;. Gut erhaltenes Damen-FaM zu kaufen oder geg. ebensolches Herr.-^ahrrad zu tauschen gesucht. [0729 Moltkestr. 12 I. Anzusehen ab 13 Uhr. Klavier zu kaufen oder gegen verschied. Möbelstücke zu tauschen gesucht. - Schriftl. Ang. unt. 0719 an 0. Gieß. Anz. Radio revaraturbed., od. sonst defekt, z. kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 0716 a. d. G. A. 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Anzeiger erbet. lichtspiel»thlateb Gloria-Palast >eiterswe*- Wen die Götter lieben UnS Idchtipielhana, oahnnoistraßc Der Schritt ins Dunkel T86L 2.30, 4.45.7.30: 80. 2,00.4.30.7.50 vv