(95. Jahrgang Nr. 78 Erscheint täglich, außer Sonntags und feiertags Beilagen: Gießener >>nmilienblättei Heimat imBild DieScholle Bezugspreis: Monatlich.....RM.1.80 Zustellgebühr... „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Fernsvrechanschlutz 2251 Drabtansäirift: „Slmeiger" Postscheck 11686 Frankf.-M. Gietzener Anzeiger vrühlsche Unioerfitatrdruckerei H Lange General-Anzeiger für Oberhessen Siehrn, 5chulftrahe7-y 8reitag.2.Aprilly45 Annahme von Anzeige« für die Mittagsnummer bis 8* «Ubr desVormittagS Anzetgen-Preise: AnzetgenteiI7Rvf. te mm bei 22 mm Zeilenbreite, Textteil 50 Rvf. ie mm bei 70 mm Zeilenüreite Nachlässe: Wiederholung Malstaffell AbschlüsfePiengenstaffelü Platzvorschrift l vorherige Bereinbarung) 25^. mehr Das Ganze vor Augen. ..Wo. was man tut, in Geistesentwicklung und Gemütskraft Wurzel schlägt, da arbeitet man für das Höchste und Unvergängliche. Die Liebe zu Deutschland ist daher auch wirklich eine andere, als die andere Nationen für ihr Vaterland haben. Sie wird vielmehr durch etwas Unsichtbares zusammen- gehalten und ist viel freier von Bedürfnis und Gewohnheit. Sie ist nicht sowohl Anhänglichkeit an die Erdscholle; sie ist mehr Sehnsucht nach deutschem Geist und Gefühl, die sich in allen Zonen empfinden und in alle verpflanzen lassen. Der jetzige Krieg hat wirklich das Schöne, daß, indem sein Bestreben wohltätig für ganz Europa ist, doch Deutschland darin der Mittelpunkt bleibt. Aber er ist auch eine wahrhaft unermeßliche Aufgabe. Denn indem die Gewalt die Hindernisse wegräumt, soll die Weisheit aufbauen, was, feit Jahren veraltet, endlich zusammengestürzt war. Es sollen eine Menge zufälliger und äußerlicher Verwicklungen gelöst und Verbindungen geknüpft werden für einen ganz neuerlichen und durch sich selbst bestehenden Zweck. Dies recht vor Augen zu haben, um jede noch so «befremdende Erscheinung darauf zu beziehen ist, wodurch ich mich suche im rechten Gesichtspunkt zu erhalten. Wenn man äußerlich stückweise zu wirken scheint, muß man in sich immer das Ganze vor Augen haben. Nur so erhält man auch die Gesinnung, aus der der Segen des Gelingens entspringt. Denn was in den Weltbegebenheiten den Ausschlag gibt, ist die Kraft des Guten, die unsichtbar, und unbegreiflich sich Achtung erzwingt und das Böse niederschlägt, das nie durch sich selbst siegt, sondern nur dadurch, daß die Kraft des Guten fehlt. Darum wird auch alles Große nur durch Opfer errungen, weil in ihnen die Kraft des Guten am meisten lebendig wird." Wilhelm von Humboldt 1813. Dir werden jeder Gefahr gewachsen und jeder Hinterlist überlegen sein, wenn einer die Lehre als eine unsterbliche Lehre predigt, daß ein Volk, das frei fein will, nicht unterjocht werden kann. Ernst Moritz Arndt. Im März 926600 BNT. versenkt. Der Wehrmachtbenchi. DRV. Aus dem Aührerhauptquartier, 1. April. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Starke feindliche Vorstöße gegen die Horb- Ir o n l des Kuban-Brückenkopfes wurden blutig abgewiesen. von den übrigen Abschnitten der O st f r o n t wird nur örtliche Kampftätigkeit gemeldet. Die Luftwaffe versenkte einen feindlichen Frachter von 2000 BRT. an der Murmanküste. In der Zeit vom 21. bis 31. Wär; wurden an der Ostfront 4 5 6 Sowjetpanzer allein durch Verbände des Heeres und der Waffen-^ zerflögt, erbeutet oder bewegungsunfähig geschossen. In Tunesien standen unsere Truppen auch gestern in schweren Abwehrkämpfen. Ueberlegene britische und nordamerikanische verbände versuchten vergeblich, durch Umfassung Teile der deutsch-ilalie- uischen Truppen abzuschneiden. Ueberlegene Führung und die Kampfleistungen unserer Truppen haben bisher alle diese Absichten des Feindes vereitelt. Bei einem Tagesangriff feindlicher Bomber' auf Rotterdam wurden Wohnviertel der Innenstadt schwer getroffen und hohe Verluste unter der Bevölkerung verursacht. 3n den heutigen Morgenstunden flog ein einzelnes viermotoriges feindliches Flugzeug unter dem Schuh der Wolken in nordwestdeutsches Grenzgebiet ein und warf mehrere Bomben. Ls wurde abgeschossen. 3m Kampf gegen die britischen und amerikanischen Seeverbindungen versenkten Unterseeboote im März 13 8 feindliche Handelsschiffe mit 851 800 BRT. und torpedierten 18 weitere Schiffe. Die Luftwaffe versenkte im gleichen Zeitraum 11 Q a n b e (s- schiffe mit 75 000 BRT. und beschädigte 39 Frachter mit zusammen 220 000 BRT, von denen ein Teil ebenfalls als gesunken anzusehen ist. Damit wurden yn 2H ä r 3 1943 mindestens 14 9 feindliche Handels schiffe mit 926600 BRT. versenkl. Auch im Kampf gegen feindliche Kriegsschiffe waren Kriegsmarine und Luftwaffe erfolgreich. Leichte Seestreitkräfte versenkten zwei Zerstörer, sieben Unterseeboote und neun Schnellboote. Lin weiterer Zerstören wurde durch ein Unterseeboot versenkt. Zwei Zerstörer und sieben Schnellboote sind beschädigt worden. Die Luftwaffe vernichtete ein Unterseeboot und ein Geleitboot und beschädigte zwei Zerstörer, zwei Unterseeboote und ein Vorpostenboot. Feindliche Seeknegführung im Engpaß. Von Konteradmiral Reinhold Gadow. Das englische Parlament hat sich, bei aller sonstigen Dürftigkeit seiner Funktionen, ein gewisses Vorrecht gewahrt: seiner Sorge.um die Kriegslage und Zukunft Ausdruck zu geben. Im Oberhaus lassen die „Labour-Lords" W i n st e r und Stra- b 0 l g i — zeitgemäße Konjunkturerscheinungen im sozialen Häutungsprozeß des Jnselreichs — ihre warnenden Stimmen ertönen: Die deutsche Flotte sei größer als im letzten Kriege, der Schiffsverlust wieder im Steigen, die Luftaufklärung unwirksam, mehr Flugzeugträger und Sicherungsfahrzeuge sowie schnellere Handelsschiffe müßten her. Lord H a n k e y fügte hinzu, die Bombardierung der U-Boot-Stützpunkte sei wirkungslos. Aehnliche Klagen erhebt der Abg. S h i n w e l l im Unterhaus, und auch der Sprecher der USA.-Marine erklärte: ,/So wie die Dinge stehen, gewinnen wir die Transportschlacht nicht." Die Regierungen setzen den Kritiken abwechselnd das Zugeständnis der schwierigen Lage und hohen Verluste, dann wieder beschwichtigende Hinweise auf riesenhafte Schiffbauzahlen und kommende strategische Fortschritte entgegen, ohne daß die Lage sich ändert. Um so sonderbarer berührt die Neigung, für die „N a ch k r i e g s w e l t" jetzt schon Vorsorge zu treffen, zu diskutieren über Dinge wie die Ausrottung oder Umerziehung des deutschen Volkes, den künftigen Machtbereich der Sowjets und ihre Einbeziehung in ein Weltherrschafts- und Wirtschaftssystem. Man kann diese leeren Phantastereien oder Haßausbrüche sich selbst überlassen und den Blick auf die tatsächliche Kriegslage richten, zu der jene Klagen einiges Richtige aussagen. Wenn Lord Winster bemerkt, die deutsche Flotte sei heute größer, d. h. stärker als im letzten Kriege, so kommt darin die ganze Wandlung in den Umständen zum Ausdruck. Ein pessimistisches Wort besagt: „Jeder Krieg wird mit den Mitteln und Erfahrungen des vorigen begonnen," Wenn unsere Gegner mit ihren Maginotlinien, Landung?- und Blockadetheorien diesen Spruch mit Vorliebe zitieren, so spricht daraus bittere Erkenntnis. Für die Kriegführung der Dreierpaktmäckte trifft das Gegenteil eindrucksvoll zu, von der Panzerkeiltaktik über die Sturmboote, Luftlandetruppen und Stukas bis zu den unerwartet neuen Formen des Seekrieges. Seemacht und Seeherrschaft beruhten bisher entscheidend auf der überlegenen Stärke der Schlach t- flottcn, die als schweigende Drohung ebenso hinter den Handlungen und Forderungen der Großen Politik standen wie hinter den Kampfmoßnah- men des Handels- und Kleinkrieges. Seit Tsushima 1905 — 100 Jahre nach Trafalgar — war jedoch keine entscheidende Seeschlacht zwischen Kampfflotten mehr geschlagen worden, unser Sieg am Skagerrak blieb strategische Episode, und schon bald danach war, zu erkennen, daß nicht mehr der Zusammenprall der Hauptkräfte, sondern der Kampf gegen d ie Seeverbindungen des Gegner s in diesem gegebenen Kriegsfall im Vordergrund zu stehen habe. Der von den Ausgängen der Nordsee au5geübten Fernblockade, die Deutschlands und seiner Nachbarn Seewege sperrte, mußte der Kampf gegen die feindlichen Zufuhren entgegengestellt werden. Die Hochseeflotte war dazu aus Gründen ihres beschränkten Fahrbereichs nicht geeignet Auf den großen, aber nicht ausreichenden Ergebnissen des Krieges mit U-Booten und Handelsstörern wurde die strategische Auftassung unserer gegenwärtigen Schiffbaupolitik und Seekriegführung begrün-, bet Um die volle Entfaltung dieser Kampfmittel zu ermöglichen, bedurfte cs einer grundsätzlichen Verbesserung unserer w e h r g e 0 g r a p h i s ch e n Stellung. Die Besetzung Dänemarks und Norwegens, sowie der flandrischen und Atlantik- küste im Westen verschaffte uns diesen Vorteil und zugleich den Absprung für die Luftwaffe gegen England. Die Verbindung des Flugzeugs mit der Seekriegführung in der Form der Nah- und Fernaufklärung im Nordsee- und Küstengebiet und zur Mitwirkung gegen die feindliche Flotte, Schiffahrt und Häfen war ein erster Schritt auf neuen Wegen. Der zweite geschah mit seiner Verwendung in wei- teren Räumen, zur Heranführung der U-Boot-Grup° pen an ihre Beute, die Geleitzüge, sowie eigener Beteiligung an ihrer Bekämpfung. Das U-Boot selber, vom Feind stark.unterschätzt, war technisch und taktisch keineswegs stehengeblieben, sondern erwies sich den inzwischen weiter entwickelten Abwehr- Mitteln, der Peil- und Horchverfolgung, der Luft- überwachubg, den Wasserbomben und Kanonen der bewafffteten Handelsschiffe als überlegen. Den Beweis liefert die riesige Dersenkungsziffer von über 28 Mill. BRT. und die Transport not unserer Gegner und ihrer Verbündeten, bei stetig fast gleich- Großadmiral Sönitz bei den Schnellbooten. Von Kriegsberichter C. Ronsick, Das Torpedofutter der Plutokraten hat im Lager der Seeleute, die ihre Haut für Eng- Ein vielsagendes Schweigen Stockholm, 1. April. (Europapreß.) „Weder in öffentlicher noch in geheimer Sitzung kann ich die gewünschten Einzelheiten über die Tätigkeit der deutschen U-Boote bekanntgeben. Mehr als je brauche ich das Vertrauen des Hauses", erklärte Church ill Donnerstagmittag im Unterhaus, als zahlreiche Unterhausmitglieder den Premier bedrängten, ihnen Informationen über den Fortschritt werden. Seine Seeoerkehrswege sind feine Lebensadern. Sie müssen wir durchbeihen. Und das machen die U-Boote und das macht ihr Schnellbootmänner! Und deshalb steht ihr meinem Herzen nah. Ich werde für euch sorgen, immer mehr Schnellboot- flottillen werden aufgestellt werden, werden an die Front gehen, werden Geleitzüge angreifen, werden nicht mehr zu ersetzende Tonnage versenken, roerben Kräfte binden, die der Bekämpfung der U-Boote dann entzogen sind. Wir müssen zäh und verbissen am Gegner bleiben, pur dürfen ihm keine Ruhe geben, wo er auch auftritt! U-Boote zerren am Lebensnerv' Englands in den Weiten der Ozeane, Schnellboote in den Gewässern der englischen Küste!" sondern auch in bezug auf die ebenso wichtigen Schiffsbesatzungen erlitten hat, verfügte die Regierung Roosevelts neuerdings, daß die Ausbildungszeit der USA.-Seeleute, die bisher mindestens zwei Jahre dauerte, auf neun Monate herabgesetzt werden soll. Man hofft auf diese Weise wenigstens dem dringendsten Mangel an ausgebildeten Seeleuten abhelfen zu können. Die Nordamerikaner sehen sich demnach schon heute zu ähnlichen Not- maßnahmen auf diesem Gebiet gezwungen, wie sie die Briten bereits seit Jahr und Tag, infolge ihrer ungeheuren Verluste an Schiffsmannschaften durchführen müssen. Die Briten haben sich wenig wählerisch in den Mitteln gezeigt, Seeleute aus aller Herren Länder in den Dienst ihrer Schiftahrt zu pressen. Solange Norweger, Dänen, Schweden, Isländer und Kanadier in genügender Zahl vorhanden waren, mochte es noch angehen, aber auch dieses Menschenreservoir erlitt im Laufe der Zeit so schwere Verluste, daß man sich nach Ersatz umsehen mußte. Die Briten gingen daraufhin regelrecht auf Menschenjagd, nicht nqr in Afrika, wo man die Schwarzen zum Dienst auf den Schiffen preßte, sondern auch in Indien und im China Tschiangkaischeks, dem man mit echt britischem Zvnismus erklärte, es sei geradezu eine Pflicht Tschungkings, seinen Alliierten mit Seeleuten auszuhelfen als Ausaleich für die Unterstützung, die Tschunaking angeblich von den Engländern erhielt. Je länger der U-Boot-Krieg dauert und je wirkungsvoller er sich gestaltet, um so fühlbarer wird aber auch bei den Briten vor allem der Mangel an Kavitänen, Offizieren und Ingenieuren. Dem versuchte man durch einen Geheimbefehl abzuhelfen, der bestimmt, daß von Schiffbrüchigen in erster Linie die Offiziere und Ingenieure zu retten seien, land zu Markt tragen, ungeheure Empörung aus- gelöst, aber man hat bis heute nichts davon gehört, daß er widerrufen worden wäre. In den USA. wiederum hat man hinsichtlich des Mannschaftsersatzes vom ersten Augenblick an weitgehend auf das Reservoir an Regem zurückgegriffen, das im Lande selbst zur Verfügung steht. Man ging hier so weit, daß man nicht nur die Besatzungen der Schiffe aus Negern rekrutierte, sondern Schwarze sogar als Kapitäne und Erste Offiziere auf die Schiffe setzte. Um der Eitelkeit der Schwarzen entgegenzukommen, hat man außerdem die neu erbauten Frachter teilweise auf. die Namen „berühmter" USA.-Neger getauft. Wie die jüngste Mel^ düng aus Washington durchblicken läßt, scheint nun aber auch das schwarze Torpedofutter nicht mehr auszureichen, um die Lücken, die der U-Boot-Krieg in die Reihen der USA.-Seeleute gerissen hat, auszufüllen. Der Bedarf an Seeleuten steigt von Woche zu Woche. Für dieses Jahr allein werden in den USA. nach Angaben des „Wallstreet Journal" mindestens 80 000 Mann neue Schiffsbesatzungen benötigt. In den Ausbildungslagern werden daher die Mannschaften im Eiltempo zum Dienst in der Handelsmarine aus gebildet. Angesichts des dringenden Bedarfs scheut man auch keine Heuern. Jedenfalls ist es nach Angabe des schon genannten Neuyorker Blattes durchaus gang und gäbe daß beispielsweise ein USA.-Seemann, der eine dreimonatige Fahrt nach dem Stillen Ozean hinter sich hat, die runde Summe von 2—300 Pfund Sterling als Heuer in die Tasche steckt, wobei der größte Teil dieser Heuer aus Kriegszulagen aller Art besteht. Die gefährliche Fahrt nach Murmansk wird noch besser bezahlt, weil Stalin Sonderprämien zur Verteilung bringt, wenn die Fahrt glückt. So finden sich also auch in diesem Punkt Plutokraten und Bolschewisten zusammen, um aus diesen bedauernswerten Opfern unter Vorspiegelung großer Verdienste das Letzte an Leistung herauszuholen, bis sie schließlich — früher ober später — eines Tages doch mit ihrem Schiss in die Tiefe gehen. Vor allem in den Vereinigten Staaten betrachtet man mit wachsender Besorgnis das Ansteigen der Schiffsverluste, die durch die deutschen U-Boote herbeigeführt werden. Drei maßgebende Männer der UÄA.-Regierung haben erst dieser Tage wieder den „ernsten Charakter des deutschen U-Boot-Feldzuges" unterstrichen und erklärt, daß „die Verluste in den ersten drei Wochen des Monats März angestiegen sind". Die amerikanische Presse unterstreicht diese Feststellungen und verschweigt ihre ernste Besorgnis nicht. So hat beispielsweise der Kommentator Lindley in der „Washington Post" zu den März- verlusten folgende Ausführungen gemacht: „Der U- Boot-Krieg ist der wichtigste Faktor, der die Dauer des Krieges bestimmt. Die Schiftsverluste in den ersten drei Wochen im Monat März scheinen die Voroussaaen der Pessimisten zu rechtferttgen. Wenn die Verluste in der vierten Woche des Monats März ebenso groß sind, so kann man den Monat März als einen der schlimmsten Monate im ganzen Kriege bezeichnen. Wenn weiterhin soviel Schiffe der Achsengegner versenkt werden wie dies Jahr, kann die groß angelegte Offen sive, die für d ie Erringung des Endsieges notwendig ist, einen weiteren Verzug erleiden. In gut informierten Kreisen rechnet man nicht damit, daß der U-Boot-Krieg vor Ende dieses Jahres wirksam bekämpft werden kann." Die deutschen U-Boote und die deutsche Luftwaffe haben dafür gesargt, daß der Kommentator mit seinem Worte von dem Monat März als „einem der schlimmsten Monate im ganzen Kriege" recht behält. 3m Kampf um Leben und Zukunst unseres Volkes ist kein Opfer zu groß „Liner der schlimmsten Monate im ganzen Krieg" 926000 BRT. - das Märzergebnis des Kampfes gegen die feindliche Versorgungsschiffahrt. des Änti-U-Boot-Krieges mitmteilen. Als Churchill zunächst schwieg,, wurde er gefragt, ob das Unterhaus damit rechnen könne, in Kürze über den Fortgang der Atlantik-Schlacht unterrichtet zu werden. Churchill, der immer noch schwieg, wprde von den Unterbausmitglicdern so lange bedrängt, bis er schließlich das Haus bitten mußte, mehr Vertrauen ihm zu haben. Um die gewaltigen Verluste zu ergänzen, die die I während man die übrigen zunächst ruhig ihrem USA.-Handelsschiftahrt durch den U-Boot-Krieg der Schicksal überlassen solle. Dieser Befehl, der in der Achse bisher nicht nur in bezug auf die Tonnage, Geschichte der Seefahrt in der Tat einzig dasteht. Wenn man die Ergebnisse des Kampfes unserer Unterseeboote und Flieger gegen die feindliche Verso rgungs- und Transportscyiffahrt richtig verstehen will, dann muß man zum Vergleich immer wieder die entsprechenden Zahlen der Vorjahre heranziehen. Besonders für die Tätigkeit der Unterseeboote sind diese Zahlen höchst aufschlußreich. Es wurden versenkt durch Unterseeboote: im Mürz 1940 insgesamt 170 000 BRT., im März 1941 stieg die Versenkungszahl auf 325 000 BRT., im März 1942 auf 91 Schiffe mit 584 900 BRT., im März 1943 auf 138 Schiffe mit 851 000 BRT. Dieses Zahlenverhalt- nis, so eindrucksvoll es an sich schon ist, stellt aber noch nicht die ganze, für den Feind höchst peinliche Wahrheit dar. Denn im März 1942 hatten unsere Unterseeboote noch die ergiebigen Jagdgründe a n der, amerikanischen Küste zur Verfügung, wo zunächst noch keine gut organisierte Abwehr vorhanden war. Inzwischen ist die feindliche Abwehr verstärkt und auch in jenen Gegenden auf den gleichen hohen Stand gebracht worden, den sie im Atlantik und im Mittelmeer erreicht hat. Es ist höchst bedeutsam, daß unsere Unterseeboote ihre Versenkungsziffern trotz der Härte dieser Abwehr eindrucksvoll zu steigern vermochten. Ein Blick auf das Versenkungsergebnis der ersten drei Monate dieses und des vergangenen Jahres ist nützlich, um diese Auffassung noch weiter zu bekräftigen. In den ersten drei Monaten 1942 wurden durch'U-Boote 213 Schiffe mit 1400 300 BRT. versenkt. davon allein vor der USA.-Küste 158 Schiffe mit 1 052 400 BRT. Das bedeutet, daß in den übrigen Gebieten des Atlantik und des Mittelmeers nur knavp 350 000 BRT. in drei Monaten versenkt werden konnten. In den ersten drei Monaten des Jahres 1943 wurden indessen 283 Schifte mit 1 804 900 BRT. vornehmlich im Hauptgebiet des Atlantik trotz schärfster Sicherung und ßuftüberroad)una zu den Zechen geschickt. Diese Zahlen kennzeichnen, die Verlagerung des Einsaßes der deutschen U-Boote. Sie' beweisen andererseits die zunehmende Härte des Kampfes, yre indessen nicht verhindern konnte, daß unsere Unterseeboote gegen die feindliche Versorgunasschttsahrt in zunehmendem Maße Erfolge erzielen. Die Kurve der Versenkungen steigt an. obwohl unsere Gegner neuerdings in größerem Umfange F l u g z e u a e zur Sicherung der Geleitzüge einsetzen, es darf ruhig gesagt werden, daß die Luftwaffe den gefährlichsten Feind der Unterseeboote darstellt, aber es zeigt Uch eben immer wieder, daß unsere tapferen U-Boot-Ve- fahungen auch dieser Gefahr erfolgreich zu beg-eanen wissen. Es ist deshalb begreiflich, daß man im feindlichen Ausland über den Fortgang der «chlncht auf den Weltmeeren höchst beunruhigt ist, und dan die feindliche Zensur das Durchsickern dieser Äatastro- phenmeldungen nicht nfthr ganz zu verhina^ maat, um die Oeffentlichkeit auf bedeutsame Rückschläge allmählich vorzubereiten. DNB... 1. April. (PK.) Am Mittag sahen wir Noch hinüber zur englischen Küste, die im grellen Sonnenlicht weiß aufleuchtet und sahen über ihr die Sperrballons silbern aufglitzern. Am Nachmittag zogen schon englische Bomber ihre von riesigen Kondensstreifen gezeichnete Bahn über den blauen Himmel, gejagt von schnellen deutschen Jägern. Wir, die Besatzung einer der erfolgreichsten Schnellbootflottillen, waren angetreten, um zum erstenmal von unserem neuen Oberbefehlshaber gemustert zu werden. Der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, Großadmiral Dönitz, .tritt in das offene Viereck. Er spricht zu uns, mit kurzen, knapmn, fodatischen Sätzen. „Dieser Krieg ist ein Seekrieg, das müssen wir begreifen. England kann nur zur See geschlagen tao Aus dem Reich Sil weisen kriegs. Flotte Hälfte ihre Kampferlebnisse und Erfahrungen berichten und verbrachte mit ihnen einen Stunde in anregendem Gespräch. MN N Iß Her sc N W ftien •hur ratr K lirpci Icki jbfl Das Ende des bolschewWschen Vandilentums in Bosnien. bleibender Leistung und wachsender Zahl der Boote. Wenn man von Fortentwicklung auf verwandtem Gebiet reden soll: Das von England erfundene und mit allen Mitteln verteidigte Seerecht schweigt :n diesem Kriege, ihm ist der Atem ausgegangen. An seine Stelle trat die deutsche Prisenord- n u n g. Seit dem Jahre 1780 war die britische Praxis von dem klassischen Spruch des Prisengerichts der Admiralität geleitet, der in vielen. Variationen wiederkehrte: „England blockiert alle feindlichen Häfen und nimmt alle feindlichen Güter weg, dank feiner günstigen Lage. Es ist berechtigt, aus dieser Lage Nutzen zu ziehen, denn diese ist ein Geschenk der Vorsehung." Seine Gegner haben sich erlaubt, von Norwegen bis zur Biskaya und Kreta und von Singapur und den Salomonen bis zu den Meuten der Vorsehung nachzuhelfen und den Seekrieg unter ihr Gesetz zu stellen. Das Ergebnis ist eine Erschütterung dieser feindlichen Seeherrschaft, die gebietsweise bis zu ihrer Beseitigung geht. Am Ende dieser Entwicklung steht die Aufhebung ihres Anspruchs auf Universalität, ein Gleichgewicht zur See und eine Dreiteilung zwischen Europa, Amerika und Ostasien, gleich der Verteilung der Groß- wirtschastsräume. Wenn bei den Formen des Seekrieges i n e u r o- p ä i s ch e n und atlantischen Gewässern eher von einer Fortentwicklung zu sprechen ist und an die Stelle dec Seeschlacht die „G eleitzug-- schlach t" trat, so vollzog sich in O st a s i e n Revolutionäres. Es hatte außerhalb -jeder Erwartung gestanden, daß eine Seemacht ihre Kampfflugzeuge über 6000 km heranführen und damit große Flottenteile vernichten und einen Stützpunkt entwerten konnte, wie die Japaner bei Pearl-Harbour. Bei der Vernichtung der englischen Schlachtschiffe bei Kuantan (10.12.41), bei den Siegen in der Java- See (Ende Februar 1942) stand die Luftwaffe der Marine allein oder in der ersten Linie, heran- England verlor vom Ausgangsbestcmd seiner ein Drittel der Schlachtschiffe, mehr als die der Kreuzer und Zerstörer, fast 100 v. H. U-Boote, und die USA.-Flotte wurde nach N cilich riesigen Lücken nicht schließen und n^uß sich ttotz aller Hochstorganisation zwischen Handelsschiffen, Sicherungsfahrzeugen und Kampfschiffen, dazu die dauernden Reparaturen von durchschnittlich — nach nordamerikanischer Angabe — 21/1 Millionen BRT. zersplittern. Das Ergebnis ist der gegenwärtige Engpaß, der weder den geforderten Nachschub für das schwer angeschlagene Sowjetrußland, noch für di« „52 Expeditionen und 225 Äützpunkte Roosevelts, geschweige denn die ausreichende Versorgung Englands oder gar Tschungkings gestattet. Der Kernpunkt der gesamten Kriegslage verbleibt demnach neben dem siegreichen Widerstand im Osten beim Erfolg und Ausgang unseres zur Totalität gesteigerten Seekriegs gegen die ozeanischen Wege. Selbst der Terror-Luftkrieg gegen Europa, der von den Tankerladungen und Flugzeugttans- porten nach England und Nordafrika abhängt, sowie die Aussichten neuer Invasionen, überhaupt das ganze strategische System unserer Feinde stehen in seinem Zeichen, ganz zu schweigen von den Luftschlössern und Phantasien über Nachkriegsprobleme, die vor der drohenden Wirklichkeit zer- flattern. Heftige Kämpfe in Tunesien. Rom, 1.April: (DNB.) Der italienische Wehrmachtbericht vom Donnerstag gibt bekannt: In Tunesien gehen die Kämpfe besonders heftig an den Nord- und Mittelabschnitten der Front weiter. Im Südabschnitt wurden im Verlauf von Bewegungen zur Verkürzung der Frontlinie Gabes und El Hammä geräumt. Sturzkampfbomber griffen feindliche Batterien und Ansammlungen von Panzerwagen an. In Luftkämpfen wurden 11 Flugzeuge durch deutsche Jäger abgeschossen. Ein starker Verband mehrmotoriger Flugzeuge warf Spreng- und Brandbomben auf Cagliari ab, die 60 Tote und 62 Verletzte der Bevölkerung Liebespaar am Gonntagmorgen. Von Peter Scher. sJtein, wahrhaftig — so freudig und hell hatten die beiden jungen Leute noch niemals eine Lerche jubilieren hören! Es war ganz früh an einem Sonntag, und weit und breit sich man keinen Menschen. Nur eine hübsch getigerte Katze saß regungslos auf der grünen Wiese und belauerte irgend etwas. In der Ferne sah man einen Turm mit einem Zwiebelknopf, und über die ganze Gegend hin ragte eine uralte Ruine, die vielleicht einmal ein Schloß gewesen war, in den vergißmeinnichtblauen Himmel. Was die beiden jungen Leute anbelangte, so konnte man im übrigen nur neidvoll seufzen: Ach — s o verliebt zu sein! Auf einmal erhob sich vor beiden mit surrendem Laut aus einer Ackerfurche eine Lerche und kletterte in den Himmel. Was war die Folge? Der junge Mann küßte das junge Mädchen, das nun eine Weile träumerisch an ihn gelehnt dastand und vielleicht darüber nachdachte, wie merkwürdig es sei, daß alle Lerchen seit Menschengedenken an ihren bunten Liedern in die Lust klettern. Aber ... siehe da ... was war das nun wieder? Der junge Mensch, der noch eben voll Feuer seinen Mund auf den des Mädchens gedrückt hatte, schien sich mittlerweile in Gedanken weit entfernt zu haben. Er sah der Lerche nach, die immer höher stieg und wie unter einer schimmernden Glocke so inbrünstig sang, daß man'das Beben ihres winzigen Körpers zu fühlen meinte. Dem jungen Mann war — seltsamer Gedanke! — ganz plötzlich so, als ob er selbst sich in der Lerche befinde. Er war vielleicht ein Flieger, dem die Vor- 1 stellung nahelag, daß er aus unendlicher Höhe auf r°- iteo ’R sowie schwere Schäden an Gebäuden verursachten. Unsere Jäger schossen drei viermotorige Flugzeug« ab. Oer Führer überreicht Generaloberst Gariboldi das Ritterkreuz. DNB. Aus dem Führerhauptquartier, 2. April. (Funkspruch.) Der Führer begrüßte am Donnerstag in seinem Hauptquartier im Beisein des Chefs des Oberkommandos, der Wehrmacht, Generalfeldmarschall Keitel, den Oberbefehlshaber der an der Ostfront eingesetzten italienischen 8. Armee. Dem Generalobersten Gariboldi wurde bei diesem Besuch auch das ihm verliehene Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes vom Führer persönlich überreicht. Gandhi soll widerrufen. Bangkok, 1. April. (Europapreß.) Dem Mahatma Gandhi ist es weiterhin streng verboten, den Besuch seiner Freunde im Gefängnis zu empfangen. Der britische Vizekönig, Lord Linlithgow, hat dies Verbot erneut in einem Memorandum ausgesprochen, das er führenden indischen Politikern, die den Mahatma besuchen wollten, zu- schicken ließ. Der Dizekönig erklärte, die britischen Behörden seien zu einer Lockerung der Haftbestimmungen für den Mahatma nur bann bereit, wenn Gandhi die von der Kongreßpartei im August vergangenen Jahres angenommene Entschließung für null und nichtig erkläre. Ferner müsse er die durch seiner ______ . den japanischen Aufstellungen in summa mehr als halbiert. Der Schiffbau konnte und kann diese H jirli ■ja« B w |XlD ! M M ! bt Z urou V 'Mrc Men Mit; -Hi IN ‘ Mts N N' w n ciijn 'M I tu* Ä. ÄtN iilbe ür! 'M Ziffern sprachen eine deutliche Sprache und be- die viel höhere Wirkung des heutigen See- e D W ::hi Sie 'S ft I in1 i, j siel h« M ft Beispiel, Vorbild und Rückhalt. Reichsorganisationsleiter Dr. Ley besuchte Gebiete des Gaues Westfalen-Süd, darunter Dortmund, Bochum und das Siegerland, um sich in Betrieben von der unverminderten Höchstleistung der Rüstungsfertigung zu überzeugen. Ferner besprach Dr. Ley mit Vertretern der Wirtschaft aktuelle Fragen der Menschenführung, des Leistungseinsatzes sowie einer, weiteren Ausdehnung der Rüstungsproduktion unter Ausnutzung aller Möglichkeiten, die neben der technischen Rationalisierung in der immer stärkeren Aktivierung des Leistungswillens der Schaffenden und in der restlosen Erfassung der vielseitigen Fähigkeiten des deutschen Volkes liegen. In seinen Reden in Siegen, Dortmund und B o- d)um sagte er, jeder Aktivist der Partei hab« bis zum letzten Blockleiter und Jugendführer die Pflicht, durch seine klare politische Haltung und sein persönliches Leben Beispiel und Vorbild und zugleich damit anderen Volksgenossen Rückhalt zu sein. Die Partei kenne keine politischen Pensionäre, sondern nur unermüdlich für die deutsche Sache werbende Streiter. Je härter die Zeit werde, um so fester sei die Haltung der Nation und um so größer werde unser Glaube an Deutschlands Zukunft. Jede Hoffnung des Gegners auf eine innerpolitische Schwä- die Ereignisse des vorigey Jahres angezettelte Rebellion offen verdammen und sich bereit erklären, der Regierung über sein weiteres Auftreten annehmbare Zusicherungen zu geben. Hungersnot im Tfchungking-Ge-iei. Buenos. Aires, 1. April. (DNB.) lieber die Hungersnot in der teilweise von Tschungking beherrschten chinesischen Provinz H o n a n veröffentlicht die nordamerikanische Wochenschrift „Time" em Telegramm ihres Korrenspondenten. Danach sind in Honan infolge der Mißernten der letzten Jcchre mehr als 5 Millionen Menschen buchstäblich verhungert. Weitere 3 Millionen haben in einem entsetzlichen Leidenszuge die Provinz verlassen, doch sind sie zum grasten Teil auf den Landstroßen elend umgekommen. Die Verhältnisse hätten sich deshalb so zugespitzt, weil die Tschungking-Regie- rung alle Lebensmittel beschlagnahmt hat. Man habe den Bauern nur die Hirseernte lassen wollen, doch sei diese infolge übergroßer Trockenheit völlig äusgesallen. Infolgedessen hätten nur Regierungsbeamte und Soldaten ausreichend zu essen, vor den Augen der verhungernden Bevölkerung feierten Tschungking-Offiziere häufig Bankette, bei denen.den Gästen 15 Gänge vorgesetzt würden. Die amerikanische Hilfe sei völlig unzureichend. So habe man an mehrere tausend Flüchtlinge nur sechs Sack Klei« verteilen können. SA -Oberführer Sütz gefallen. J15(5. Bei den schweren Kämpfen im Osten ist am 7. Mürz SA.-Oberführer Süß bei der Abwehr eines bolschewistischen Panzerangriffs gefallen. Ein kämpferisches Leben für Deutschland und für den Führer fand damit seine Erfüllung. SA.-Oberführer Süß führte die Standarten J 33 in Wehlar und J 11 in Marburg. Bon 193$ bis 1940 war er Leiter der Gruppenschule. Dann berief ihn die Oberste SA^Führung in ihren Stab. Die Gruppe Hessen trauert um einen ihrer Besten. Znfanterie-Oivision-Großdeutschland" in der Abwehrschlacht. Berlin, 1. April. (DNB.) Die aus Freiwilligen aller deutschen Gaue bestehende Infanterie-Division „G r o ß d e u t s ch l a n d" hat Unter Führung chres Kommandeurs, Generalleutnant Hörnlein, in achttägigen schweren Angriffskämpfen w e ft l i ch Bjelgorod starke feindliche Kräfte zerschlagen und mehrere Städte erstürmt. Uni ihren Angriff zum Stehen zu bringen, warf der Feind der Division Panzerkräste in Stärke eines Panzerkorps und mehrere Schützendivisionen entgegen, die in dreitägigem erbitterten Ringen ebenfalls schwer angeschlagen wurden. Vom 7. bis 14. März hat die Division vernichtet: 95 Panzer, 259 Geschütze aller Art und an den beiden folgenden Tagen weitere 73 Panzer. Generalleutnant Hörnlein, der während dieser Kämpfe seine Truppen stets in vorderster Linie geführt hat, erhielt, wie bereits gemeldet, das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Er wurde 1893 als Sohn eines Superintendent ten in Bluethen bei Karstedt (Mark Brandenburg) geboren. Nach dem Besuch der Hauptkadettenanstatt ■ trat er 1912 als Fähnrich in das Infanterie-Regiment 140 ein. 1941 wurde er Kommandem des Infanterie-Regiments „Großdeutschland", im Frühjahr 1942 Kommandeur der Infanterie-Division „Großdeutschland" und 1943 Generalleutnant. Oie Sieqer von Charkow bei Or. Goebbels. Reichsminister Dr. Goebbels empfing eine Abordnung der ^-Panzer-Grenadierdivisionen Lerb- standarte M „Adolf Hitler", „Reich" und „Totenkopf", die sich bei den Kämpfen im Raum von Charkow und bei der Wiedereroberung von Charkow linien aufbauten, wurden sie im Sturm bezwungen. In einem infernalischen Kehraus wurde ihrer Macht jedoch durch deutsche Divisionen, an die sich kroatische und italienische Verbände anschlossen, in diesen Wochen das Rückgrat gebrochen. Schneller, als sie einst gekommen, mußten sie Dörfer und Städte wieder preisgeben, ein Bild der Verwüstung zurücklassend. Die Kirchen waren geschändet, die Glockentürme und Minaretts der Moscheen gesprengt, Schulen und öffentliche Gebäude ausgebrannt. Die Apotheken und Aerztewohnungen waren geplündert, alle Läden ausgeräumt, die Gastwirtschaften wahre Trümmerhaufen, die Kasernen Brutstätten von gangen Heeren von Ungeziefer. Die Bevölkerung, teilweise geflohen, kehrte müde und apathisch zurück. Ihr Hab und Gut war vernichtet, ihre Herden waren geschlachtet, ihre Häuser verkohtt oder eingestügrt. Jetzt ist es nun Aufgabe der Ziviloer mal tun g des kroatischen Staates, durch geeignete"'Hilfsmittel und durch Einsetzen des Hilfswerkes „Pomoc" dafür zu sorgen, daß sich der Dolksgedanke des jungen Staates endgültig durchsetzen kann. Mit dem Zusammenbruch des Widerstandes der Banden und der Befriedung weiter Gebiete in den kroatischen und bosnischen Gauen des Staates ist der Traum der Alliierte^ ausgeträumt, hier einen Ansatzpunkt für einen neuen Angriff auf Europa von Südosten her, der in den Generalstabsplänen Londons und Washingtons schon immer eine besondere Rolle spielte, zu gewinnen." gebracht durch Flugzeugträger und gedeckt durch schwere Schiffe, was man als „Kampfgruppen" be-1 zeichnet, etwa im Gegensatz zu den früheren „Geschwadern" gleichartiger Schiffe. In der Korallensee (7./8. Mai 1942) sahen sich die schwimmenden Streitkräfte überhaupt nicht, nur bei den Salomon-Inseln (12.8.42) und vor Batavia griffen Zerstörer und Kreuzer ein, jedesmal allerdings mit starkem Ergebnis. Aehnliches wiederholte sich bei den acht bis neun Gefechten, die seitdem in jenen Gewässern stattfanden. Zur Jahreswende erschienen bei unseren Seegegnern Listen der versenkten Kriegsschiffe, vorbehaltlich solcher Verluste, die man verheimlichte, „da der Feind sie vielleicht nicht kannte". Auch diese sollten sie auch, da sie s o jung sind — daß die Lerche gerade heute so über alle Maßen hinreißend fingen mußte, weil sie beide mit ihrer Verliebtheit allein waren — denn die Katze, wenn auch noch so hübsch getigert, tonnte doch wohl nicht als Augenzeuge in Betracht gezogen werden. Wer weiß, ob sich die Lerche ihnen jemals wieder so bemerkbar machen wird? Es ist schon viel und ein Geschenk der Götter^ wenn es zwei jungen Menschen überhaupt einmal auf solche Art geschieht. Hölzerne Anker in unserer Zeit. Vor kurzem wurde über einen hölzernen Schiffsanker aus Estland berichtet, der vielleicht aus vorgeschichtlicher Zeit stammt. Es wurde angenommen, öafj solche primitiven Anker in unserer Zeit nicht mehr vorkommen. Dr. Walter Carls macht jedoch in der Frankfurter Wochenschrift „Die Umschau" Mitteilungen über hölzerne Schiffsanker, die in Nordwestspanien noch ziemlich verbreitet sind. An der reichgegliederten Westküste der Landschaft Galicien arbeitet eine große Fischereiflotte, die außer größeren Fischdampfern und Motorkuttern auch unzählige kleine Segler und Ruderkähne hat, deren Ausrüstungsstück neben den langen Stellnetzen ein hölzerner Anker ist. Der wenig wohlhabende Kleinfischer, der im Fischfang nur einen Zusatzverdienst gu seiner Arbeit als Bauer findet/muß sparen, und so ersetzt er als erfinderischer und fleißiger Arbeiter den kostspieligen Eisenanker durch einen billigen Holwnker. Der Schaft wird durch zwei mittels dicker Hanfstricke über kreuz zusammengebundenen Rund- stäbe gebildet, während die Arme aus einem einzigen Eichenholzstück herausgearbeitet sind. Der Raum zwischen Armen und beiden Teilschasten nimmt den Schwerkörper aus Granit auf, einen mit Hanfstricken befestigten Steinquader. Ein solcher Anker ist 90 Zentimeter hoch, der Armbalken 55 Zentimeter lang. C. K. Unter dem Titel „Vergebliche Hosfungen auf Bosnien" schreibt der Kriegsberichter Otto Zo.ttman.n zu dem von bolschewistischer Seite angezettetten Bandenr rieg in den bosnischen Wäldern u. a.: „In jenem Gebiet des einstigen jugoslawischen Staates, in dem drei Religionen und die Angehörigen verschiedener Völker sich mischen, glaubten die Bolschewisten einen geeigneten Ausgangspunkt zur Entwicklung eines Bandenkrieges auf dem Balkan gefunden zu haben. Mit barbarischem Terror, mit ©reuellügen und Verhetzungen bemächtigten sich bolschewistische Bandengruppen eines Teiles der armen und ärmsten Gebirgsbevölkerung, die sie mit blutigem Terror beherrschten. Diese bolschewistischen Methoden erwiesen sich als Ausbeutungssystem allerübelster Art, bei dem manche Ortschaften Bosniens mehr als 90 v. H. ihres Viehbestandes, dazu alle Vorräte an Lebensmitteln und Textilien verloren, aw denen sich die Bolschewisten gütlich taten. Solange sich die deutsche Wehrmacht gemeinsam mit den kroatischen und italienischen Verbänden auf die Sicherung der wichtigsten Einrichtungen des Landes beschränkte, erlitten die Banden nur dort empfindliche Schläge, wo einzelne Teile der Truppen der Ordnungsmächte räumlich begrenzte, blitzschnelle Säuberungsaktionen durchführten. Immer, wo sich die Banden zum Kampfe stellten, wurden sie aufgerieben, überall, wo sie feste Devteidigungs- die bezaubernde Landschaft niedersähe. In diesem Gefühl, das wohl der Musikalität seines Wesens Ausdruck gab, schien seine Seele allmählich, ebenso wie der Vogel, in die Wplken zu' entschweben. Das Mädchen fühlte sich natürlich ein bißchen gekränkt. Aber daß der junge Mann so entrückt und so ganz und gar einem Eindruck hingegeben sein konnte, hätte sie wiederum bis au Tränen entzückt — wenn junge Mädchen von heute so mir nichts dir nichts meinen würden. Fällt ihnen gar nicht ein! Sie betrachtete vielmehr das Gesicht ihres Freundes, das im Schein des Frühlichts jtod) strahlender als sonst die Ergriffenheit seiner Seele widerspiegelte, mit Ruhe und Gelassenheit. Dabei war ihr aber durchaus nicht klar, ob sie über die Dauer der Hin- gebung des jungen Mannes an ein anderes als sie selbst zornig oder erst recht vergnügt sein sollte, was ja auch möglich gewesen wäre, weil es eine Art Steigerung »bedeutet hätte. Aber im Grunde war das Mädchen doch aus ganzem Herzen froh, daß, er sich ungeachtet seines klaren Sinns für die Dinge der Wirklichkeit so begeistern konnte. Am Ende, wer weiß, gingen sogar beide Empfindungen durcheinander und verstärkten sich dadurch zu der einen, alles andere überwiegenden, von der schon Walther von der Dogelweide sang: „Wie es auch ist / mags immer fein / Er wird doch mein!" x Da machte zur rechten Zeit die hübsch getigerte Katze auf der grünen Wiese einen so unerwartet drolligen Sprung, daß das Mädchen laut lachen mußte, was den jungen Mann wieder zu sich selbst brachte. Erstaunt und mit einer knabenhaft-männlichen Rührung sah er einen blinkenden Tropfen an ihrex Wimper — es war nur, wenn man so sagen darf, der flüchtige Entwurf zu einer Träne — und im Augenblick umfaßte er ihren nun von Freude leuchtenden, blonden Kops und drückte alle Begeisterung für die Lerchen der ganzen Wett auf 'ihrem Munde aus. Es ist immer wieder das gleiche Spiel: niemals kommen die jungen Leute dahinter — und wie chung oder gar einen Zusammenbruch des deutschen Volkes sei diesmal vergeblich. Die Nation stehe hin« ter hem Führer, der am größten sei, wenn es in diesem unerbittlichen Ringen hart auf hart gehe. Der Kampf müsse weitergeführt werden, bis Juda aus gerottet und der Bolschewismus zerschlagen sei. Aus der Stillegungsaktion kein Preisnachteil für Verbraucher. Anläßlich der Stillegungsaktton im Handel können Betriebszusammenlegungen erfolgen, wobei neue G e me i n s ch a f t s u nt e r- nehmungen entstehen können. Der Reichskommissar für die Preisbildung stellt hierzu fest, daß diesen neuen Gemeinschaftsunternehmen die sog. „Rationierungsgewinne" belassen werden sollen. Durch die Zusammenlegung als kriegsbedingte Maßnahme entsteht je ine gewisse Kostenersparung. Damit kann eine Erhöhung der Gewinnsätze erzielt werden. Das Gemeinschaftsunternehmen braucht jedoch aus diesem Anlaß keine Preissenkung nach § 22 der Kriegswirtschaftsverordnung vorzu- nehmen. Es ift1 anderseits möglich, daß anläßlich einerx allgemeinen Ueberprüfung der Handelsspannen festgestellt wird, daß im einen oder anderen Zweig die Spannen übersetzt sind. In solchen Fällen werden Kürzungen der Spannen für den gesamten Zweig erfolgen, von denen bann auch die Gemeinschaftsunternehmen grundsätzlich nicht befreit werden können. Selbstverständlich, so stellt der Preiskommisfar fest, dürfen durch solche Zusammen- legungen die Verbraucher preislich nicht benachteiligt werden.' Kunst und Wissenschaft. Glückwunsch des Führers für Clemens Krauß. Dem Generalintendanten der Bayerischen Staatsoper, Generalmusikdirektor Professor Clemens Krauß, wurden zu seinem 50. Geburtstag zahlreiche Ehrungen zuteil. Der Führer ließ ihm durch Gauleiter Giesler ein Handschreiben und sein Bild mit einer persönlichen Widmung überreichen. Mit dem Gauleiter beglückwünschten den Generalintendanten telegraphisch ober brieflich neben vielen führenden Persönlichkeiten des Reiches Reichsminister Dr. Goebbels, Reichsleiter vag Schirach, die Gauleiter Dr. Scheel, Dr. Rainer und Hofer. Als besondere Ehrung der Wiener Philharmoniker, mit denen Clemens Krauß' seit Jahrzehnten aufs engste künstlerisch verbunden ist, empfing er den „Ring der Wiener Philharmoniker". Hochschulnachrichten. Der Dekan der medizinischen Fakultät der Universität Kiel und Direktor der Chirurgischen Klinik und Poliklinik, Prof. Dr. A. W. Fischer, hat einen ehrenvollen Ruf auf den chirurgischen Lehrstuhl der Universität Breslau abgelehnt. Professor Fischer war vom 1. Okt. 1933 bis I.April 1938 als Ordinarius und Direktor der Chirurgischen Kliik in Gießen. tätig. — Der Ordinarius für Vor- und Frühge- selbst besonders ausgezeichnet haben. Der Chef des tt-Führungshauptamtes, ^-Gruppenführer und Generalleutnant der Waffen--^, I ü 11 n e r, auf dessen Einladung die Abordnung in Berlin weilt, meldete dem Minister fünf ^-Führer, unter ihnen den Eichenlaubträger ^-Sturmbannführer Meyer, die Ritterkreuzträger -Sturmbannführer Kraas und ,..IV ^-Sturmbann sichrer Äünsche sowie elf Unterführer 1 ,0 und Männer. Dr. Goebbels ließ sich ausführlich über 1 Hinterm Pflug. Bon Karl Heinrich Waggerl. Schön ist die Arbeit beim Pflug. Eines Mor- aens geht der Vater in den Schuppen und zieht seine Röhrensttefel an. Er braucht sie,. um einen festen Stand in der Furche zu haben, ober vielleicht trüge er sie nur, weil auch sein Vater in Stieseln pflügte, er hat es so gelernt. Der Sohn zieht die Ochsen aus dem Stall und jocht sie auf, sie sind ihre Arbeit gewöhnt, langsam drehen sie sich und steigen in die Stränge und bewegen ihre mächtigen Knochen unter dem Fell. Langsam ist auch ihr Schritt, voll Ruhe und Ge- lassenhett, sie zögen immer so weiter durch alle Zäune bis ans Ende der Welt, wenn nicht der Knabe rücklings vor ihnen herginge. Sein Zuruf hält sie auf, ein Griff an das Horn. Immer kauen sie etwas, grünen Schaum in den blaffen Mäulern, und eine stille Schwermut glänzt aus ihrem Blick, aber sie sind gar nicht traurig, nur unendlich friedfertig und sanft in ihrem Ochsengemüt. Der Vater drückt die Schar in den festen Wiesengrund, schwarz und saftig öffnet sich die Erde, und es beginnt eine lange Wanderschaft, nicht abenteuerlich in die weite Welt, sondern Schritt um Schritt im engen Geviert des Ackers. Würziger Duft steigt aus den Furchen, es ist ein starker Geruch wie von frischem Brot, von etwas Nahrhaftem, und so ist auch die Erde selbst, locker und krümelig in der Hand.' Bauvögel hüpfen zutraulich um das ' Gespann, und hinterher lockt der Hahn sein gackerndes Volk auf das Feld, er ist nicht wenig stolz darauf, daß er so etwas entdeckt hat, ein gelobtes Land der Regenwürmer und Engerlinge. Den Tag darauf wird geeggt, und dann ruht der Acker eine Weile, damit ihn der Tau durchfeuchtet, oder ein leichter Regen, ehe der Bauer mit dem Säen beginnt. Zuletzt steckt er einen geweihten Oster- Zweig mitten in das Feld. Er hat fein Brot der Erde anoertraut, nun aber muß man den Hernr bitten, daß er es wunderbar vermehre. Soldaten helfen dem Kriegs-WHW. Zn der Bergkaserne und bei den Blihmädchen. Am kommenden Sonntag an dem unsere Soldaten sich für das Kriegs-Winterhilfswerk einsetzen werden, sollen die Besucher auch in der Bergkäse r n e mancherlei interessante Ausschpitte aus dem dlenstlichen Leben unserer Grenadiere zu sehen bekommen. Don 9 Uhr vormittags ab werden dort die Schießlustigen Gelegenheit zum Kleinkaliberschießen Haden. Eine Alarmübung und Vorführungen im Zeltbau wie auch die -Inaugenscheinnahme der feldmarschmäßigen Ausrüstung unserer Grenadiere werden die Gäste ebenfalls interessieren. Von 11.30 Uhr ab wird man in der Bergkaserne zu Mittag essen formen; es wird eine gute Einkopfsuppe mit Fleischeinlage (ohne Marken!) ausgegeben. Die für die Bleidory-Kaserne ausgegebenen Essenmarken sind in der Bergkaserne für das Mittagessen abzugeben, da- in der Bleidorn-Kaserne kein Essen verabreicht wird. * Von 11.30 Uhr ab werden auch unsere Nach' richtenhelferinnen, die Blitzmädchen, in einer Unterkunft (Obus-Hattestelle Graudenzer Straße) einen guten Eintopf verabreichen, durch den die Besucher, gleichfalls ohne Marken, zu einer kräftigen Stärkung kommen können. Zum Essenempfang muß jeder seinen Löffel mitbringen. Tischmusik zum Essen wird der M u s i k z u g d e r SA.- Standarte 116 machen, der um die Mittagszeit in der Bergkaserne und auch bei den Blitz- müdchen konzertieren und die Tischgemeinschaft er- freuen wird. lieber die Vorbereitungen unserer Flieger werden wir morgen berichten. Altpapier ist kriegswichtiger Rohstoff. Dom 4. bis 24. April Altpapiersammlung. In der Zeit vom 4. bis 24. April wird die Altpapiersammlung 1943 durchgeführt. Sowohl die Betriebe als auch die Haushaltungen werden von dieser Sammlung erfaßt, für die sich die Partei mit ihren Gliederungen und angeschlossenen Verbänden einsetzt. Schon seit Anfang 1940 wird das Altpapier durch die Schulaltstoff-Sammlung erfaßt. Daneben laust die gewerbliche Sammeltätigkeit. Dennoch wird längst nicht genügend Altpapier gesammelt. Trotz der gewaltigen Steigerung in' den Jahren vor dem Krieg sind wir über 27 o. H. des Gesamtpapieroerbrauchs beim Altpapiereinsatz nicht hinausgekom- men. Andere Länder sind auf diesem Gebiet schon wesentlich weiteraekommen. Durch den Krieg hat das Altpapier als Rohstoff gesteigerte Bedeutung erhalten. Es muß alles getan werden, daß hier keine Lücken entstehen. Deswegen wirb die neue Sammlung durchgeführt. Es ist durchaus nicht so, daß aus Altpapier.stets wieder nur Papier ober Pappe entsteht. Das Altpapier dient heute in der Kriegswirtschaft auch für zahlreiche weitere Erzeugnisse als Rohstoffgrundlage. Der größte Teil der Papier- und Pappenerzeugung wird allerdings von der Rüstungsindustrie und unmittelbar von der Front gebraucht. Verpackungsmaterial, das namentlich die Front in großen Mengen braucht, wird fast hundertprozentig aus Altpapier und alten Pappenpackungen herge- ftellt. So werden beispielsweise Oelkanister aus Pappe hergestellt, Granathüllen, Munitionspäckchen, Verpflegungsbomben für vorgeschoben,e Truppen usw. Es gibt aber auch Jsoljerrohre, die steinhart sind und aus Strohpapier als Grundstoff angefertigt wurden. Büchsen, Flaschen werden aus Papier her- gestellt, wozu bann je nach dem Füllgut eine Imprägnierung tritt. Fahrradgriffe, Fässer und zahlreiche andere Gebrauchsgegenstände können aus Altpapier als Rohstoff hergestellt werden. Es eraibt sich daraus, daß jeder die Pflicht hat, kein Stück Papier, keine gelesene Zeitung, keine, leere Zigarettenschachtel oder andere Packuna weg- zuwerfeis. Manches Stück Papier wird zunächst noch als Einwickelpapier dienen können. Es mutz bann aber darauf geachtet werden, daß es nachher wieder- fwairrruw isjrjMuewwPt wjmrr.ni.- i’iuwmw—m glattgestrichen und der Altpapierverwertung zuge- sührt wird. Für Geringschätzung gegenüber beni Altpapier ist heute kein Raum mehr. Das gilt sowohl für das gedankenlose Wegwerfen eines Fayr- scheins wie für das Verbrennen ganzer Zeitungsstapel. Eine einzige Papiertüte, täglich in jedem Haushall aufbewahrt, ergibt bei 20 Millionen Haushaltungen schon nach 14 Tagen 560 000 Kilogramm Altpapier. Damit können 1850 Raummeter Holz erspart werden, nicht gerechnet die Arbeiten, die mit Einschlag, Transport und Verarbeitung verbunden sind. Auch die seit Jahren aufgestapellen und nicht mehr notwendigen Bücher, Zeitschriften und Packungen müssen jetzt der Altpapiersammlung zugeführt werden. Die neuen Aufbewahrungsfristen für kaufmännisches Schriftgut haben hier reiche Papier- referven freigemacht. Altes kaufmännisches Schriftgut begehrt. Jedem Betriebsführer geht m diesen Tagen eine Karte zu, die eine amtliche Aufforderung enthält, nicht Mehr aufzubewcchrendes kaufmännisches Schriftgut (Akten, Geschäftskorrespondenzen, Verpackungsmaterial, Zeitungen, Archiomaterial, alte Bücker) zur Altpapiersammlung 1943 bereitzustellen.' In dieser Aufforderung ist aufgeführt, was nach der Verkürzung der Aufbewahrungsfrist von 10 auf 5 Jahre aussortiert werden kann. Der Betriebsführer ist gehalten, das der Karte anhängende Meldeformular gewissenhaft auszumllen.und an die Ortsgruppe der NSDAP, zu senden, m der fein Betrieb liebt. Der Drtsgruppenbeauftragte der NSDAP, für Altmaterialerfassung wirb sich mit dem Betriebsführer in Verbindung setzen, um möglichst schnell den Abtransport des kriegswichtigen Rohstoffes Allpapier in die Wege zu leiten. Es wirb erwartet, daß jeder Betriebsführer durch das Ablief em des Altpapiers die Sammelaktion tatkräftig unterstützt. In Gießen und Umgegend dürfte die Aufforderungskarte mit dem Meldeformular in den nächsten Tagen zum Versand kommen. schichte an der Universität Leipzig, Pros. Dr. Leonhard Franz, wurde an die Universität Innsbruck berufen. 1895 in Wien geboren, studierte, promovierte und habilitierte er sich dort. 1929 wurde er Extraordinarius für Urzeitgeschichte in Prag. Studienreisen führten ihn nach Schweden, Dänemark, Ungarn, Griechenland und nach der Schweiz. Seine Schriften behandeln die Funde aus den prähistori- ichen Pfahlbauten und das vorgeschichtliche Leben in den Alpen. An der Erforschung der Vergangenheit des Böhmerwaldes' hat Franz mitgewirkt und ist, auf klares, wissenschaftliches Material gestützt, vielfach fremdvölkischen Ansprüchen auf uralten germanischen Boden entgegengetreten. In neuerer Zeit bat er die Ausgrabungen von Pfahlbauten am Mondsee fortgesetzt, die Einblick m eine unbekannte Kultur der Vorzeit geben. Sein Nachfolger in Leip- .zig wird Prof. Dr. Bolko Freiherr von Richthofen, der Direktor des Seminars für Dor- und Frühgeschichte an der Universität Königsberg. Der neue Intendant des Salzburger Landestheaters. Gauleiter Reichsstatthalter Dr. Scheel berief mit Zustimmung des Reichsministers für Polksaufklä- rung und Propaganda den bisherigen Direktor des Düsseldorfer Schauspielhauses,' Peter S t a n ch i n a, zum Intendanten des Salzburger Landestheaters als Nachfolger des verstorbenen Intendanten Dr. Erwin Kerber. Stanchina wurde 1899 in Dresden geboren, wirkte als Schauspieler und Regisseur an verschiedenen großen Bühnen, so auch in Frankfurt a. M., und war zuletzt Direktor des Schauspielhauses in Düsseldorf. Er errang sich namentlich durch die Jn- ßenierung von Bethges „Marsch der Veteranen" bei der Reichstheaterfestwoche in München und durch Gastinszenierungen in Berlin und Wien einen guten Namen. Seine Gattin, die Staatsschauspielerin G e fi o n Helmke, wird in Zukunft jeweils halbjährig in Salzburg und halbjährig in München ‘tätig fein. Leoncavallos „Bajazzo" im Rundfunk. z - Im Deutfchlandfenber gelangt am Samstag von 20.15 bis 22 Uhr Leoncavallos Oper „Der Bajazzo" ;ur Sendung. Solisten sind. Helge Roswaenge, fHilde Scheppan, Georg Hann, Karl Wessely, Karl Schmitt-Wolter. Dirigent ist Arthur Rother. An- chlveßenb erklingen Konzertstücke von Liszt und Bugamelli unter Mitwirkung von Angelo Kessi- bghi (Klavier). Neues oym Film. Im Grünewald-Atelier begannen die Aufnahmen > dem neuen Film der Tobis „Der tollePro- ' e s s o r". Die Hauptrolle gestaltet Emil Jannings. Für weitere Rollen mutben verpflichtet: Viktor öe 4owa, Maria Landrock, Gustav Knuth, Hedwig tßangel, Curd Jürgens, Paul Bild, Erich Ponto und Max Gülstorfs. Die Spielleitung liegt in den Hängen von Paul Verhoeven. — Der Regisseur B. Bar- og, der den Terra-Film „Wenn die Sonne wieder djeint" nach dem Roman „Der Flachsacker" von Stijn Streuvels beendete, hat die Spielleitung eines neuen Ufa-Films übernommen: unge Herren", ein Film für die Jugend und mit der Jugend. Jugendliche Darsteller übernahmen die Haupt- rollen: Liska Malbran, Ingrid Lutz und Harald lolberg. Die Musik, die die frische jugendliche Atmo- ^pähre des Films aufklingen läßt, wird von Werter Bochmann komponiert, der erst vor kurzem mit einer Musik zu „Fronttheater" großen Erfolg hatte. Kleine politische Nachrichten. Madrid feierte den vierten Jahrestag des Sieges im Bürgerkrieg. Vor dem Caudillo fand eine Mili- ärparabe statt. Die spanische Hauptstadt zeigte Fah- lenschmuck. In allen Garnisonstädten des Landes anden entsprechende Kundgebungen statt. * Zum Kommodore der Seestreitkräfte des portugiesischen Mutterlandes"'würbe Kapitän zur See ’hierreire be Brito ernannt an Stelle des bisherigen Kommodore Oliveira Pinto, der mit der Leitung tiner Militärmission beauftragt ist, die auf Einla- i'ung der USA.^Regierung nach Washington abrei- fen soll. * Der japanische Mnisterpräsident und Kriegsmini- ier General T o j o traf mit dem Flugzeug in Hsin- rmg ein. Die Reise gilt dem zehnten Jahrestag der Thronbesteigung des Kaisers von Mandschukuo. Tojo wird seinen Aufenthalt in Hsingking auch zu Be- strechungen mit der Regierung und zum Besuch der irtlichen japanischen Organisation benutzen. ♦ Das slowakische Parlament genehmigte ein Gesetz über die vormilitärische Wehrerziehung, die der Ar- iiree obliegen soll. Diese kann jedoch die Wehrerziehung der Hlinka-Partei und bei den Volksdeutschen ter Deutschen Partei zur Durchführung übergeben. Stück auf, Renate! Roman von Ernst Grau. 37. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) „Mutter Hühnlein ...? Ja, lebt sie denn noch?" uiterbratf) Renate ihn erfreut. Das Bild der alten sirau, die ihre frühesten Jugendjahre wie eine leibliche Mutter betreut hatte, stand sofort wieder vor ür. Soweit sie sich an jene ersten Jahre ihres ßibens erinnern konnte, war immer das gute, alt- i vertraute Gesicht der Mutter Hühnlein dabei ge- ttefen. Wie habe ich diesen Mann geliebt, daß ich alles andere darüber vergessen konnte, mußte sie [teufen.. _ . „Doch, doch", nickte der Alte und freute sich, daß i ki damit scheinbar das Rechtö getroffen hatte. „Ich \ kcnn ihr' ja sagen, daß sie kommen sott .. In der ersten Aufwallung wollte Renate allein der alten Frau hinübergehen, sie war gewiß, baß ! [i ihr keine größere Freude machen formte. Aber Sirr gleichen Augenblick dachte sie auch ah die vielen ^ngierigen Blicke, denen sie nach dem. Geschehen wirses Tages ausgesetzt war. Das wollte sie nicht atf sich nehmen.' ,^a, Peddersen", bat sie. „Wenn es geht, soll sie zisich kommen." Schmunzelnd ging der Alte davon, und Mutter Hühnlein ließ auch nicht lange auf sich warten. = e wußte, daß doppelt gibt, wer schnell gibt. Sie rußte auch, daß Renate sie jetzt brauchte, daß sie Hbe um benf eiben Menschen bangten. .„War er es denn nun wirklich, Döchting? fragte j* gleich nach den ersten freudig-bewegten Minuten ^5 Wiedersehens, und ihr angstvoll forschender Blick 'hg an den Augen des Mädchens. Aus -er Siadi Gießen. Für Langschläfer. Langschläfer hat es schon immer gegeben. Aber jetzt, da es für alle heißt, tatkräftig für den Endsieg mitzuarbeiten, kommen die Langschläfer nicht auf ihre Rechnung. Das ist gut so, denn nicht umsonst sagt das alte Sprichwort: „Morgenstunde hat Gold im Munde". Auch der hartnäckigste Langschläfer wird nach einigen Mißerfolgen zugeben müssen, daß es seinem Wohlbefinden weit zuträglicher ist, eine Viertelstunde früher das Bett zu verlassen, als sich abzuhetzen. Sämtliche Verrichtungen am frühen Morgen sind meist auf die letzte Minute ausgerechnet, am aster- ersten, wenn es zur Arbeit gehen muß. Das Frühstück wird in Windeseile eingenommen, bas Essen nicht gut gekaut. Also kommen Magen und Zähne schlecht dabei weg. Die notwendige Pflege des Körpers bekommt einige Minuten abgezogen, was ebenfalls nicht gerade gesundheitsfördernd ist und nebenbei auch dem Aussehen schadet. Es wird spät aus dem Hause gegangen. Um trotzdem rechtzeitig an her Arbeitsstätte erscheinen zu können, jagt man über bie Straße, der Straßenbahn nach? Damit hg't schon mancher seine ^Gesundheit, ja so gatt sein Leben eingebüßt. Am Arbeitsplatz angekommen, muß man feststellen, daß dies oder jenes daheim vergessen worden ist. Oft fehlt bas Frühstücksbrot, die Thermosflasche, ober das Fenster in der Küche ist in der Eile offengeblieben. Alles Dinge, bie nicht zur inneren Ruhe und Sicherheit beitragen. Jegliches Hetzen greift bie Nerven an. Man wird nervös, beginnt fein Tagewerk bereits abgekämpft, statt frisch und froh schaffen zu können. Das muß oermieben werben! Dabei ist es eine Kleinigkeit es geht nur um bie armselige Viertelstunde, die man im Bett vertrödelt. Sorgen wir dafür, daß wir am Abend keine Zeit vergeuden, affo eine Viertelstunde früher zur Ruhe gehen. Wenn man für den nächsten Morgen den Wecker eine Viertelstunde früher einstellt, kann man noch einige Minuten liegenblei- ben. Dann aber heißt es heraus, damit die vorgegebene Viertelstunde nicht wieder vertan ist. Man wird und muß einsehen, daß, wenn mögens genügend Zeit zum Waschen, Anziehen und Essen vorhanden ist, die Arbeit noch einmal so gut von der Hand geht. Küc Tapferkeit vor dem Kemöe. Der Gestecke Ernst Ludwig Preitz aus Gießen, Wetzlarer Weg, der bei der Marine-'Flakcrrttllerie im Felde steht, wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Bilder aus der neuen Wochenfchap. Aufnahmen von den Fwntverkürzungen am mittleren Abschnitt der Ostfront biilben einen Höhepunkt der neuen Wochenschau. In vorgeschobenen Stützpunkten decken Nachhuten bie Bewegungen der Verbände, die auf bie vorbereitete neue Hauptkampflinie zurückgenommen werden. Sprengkommanbos lösen sich mit als letzte vom Feinde. Man muß diese Aufnahmen gesehen haben, um ein Bild davon zu bekommen, wie innerhalb^ weniger Minuten breite Waldwege durch Baum- sprengungen gesperrt werden. Der F^inb soll nur langsam nachrücken- können. Unsere Pioniere jagen ganze Bahndämme in die Luft. Häuser, die den Sowjets Unter hm ft bieten ober zum Ausbau von Stützpunkten dienen könnten, fliegen mit mächtigem Knall auseinander. Brücken und Stege sind in Sekunden vernichtet. Wohin die Sowjets auch nachstoßen: überall sind bie militärisch brauchbaren Anlagen zerstört. Unsere Bataillone, die in voller Ordnung zurückgehen, errichten vor der necken.Haupt- kampstmie sofort wieder vorgeschobene Stützpunkte. Feindliche Panzer greifen an! Die Abwehr ist bereit. Der Angriff wirb abgeschlagen. Bilder vom Südabschnitt der Ostfront zeigen den Vorstoß unserer Verbände über Charkow hinaus. Besonders eindrucksvolle Aufnahmen gelangen unseren Kriegsberichtern von dem Angriff auf ein Dorf, in dem sich der feindliche Wi'berftand versteift hatte. Vor diesen Berichten bringt die Wochenschau Aufnahmen vom afrikanischen Kriegsschauplatz. Der Angriff starker britischer und amerikanischer Kräfte ist abgeschlagen. Unsere Panzer rollen zum Gegenstoß vor. Mit ühn-en wie immer in vorderster Linie Feldmarschall Rommel. Unsere Stukas stürzen sich auf feindliche Panzeransammlungen. Ein Einbruch >hes Feindes wirb abgerieaelt. In harten Kämpfen sind bie Briten und Amerikaner, nieberge- rungen, bie Stellungen im Sturm genommen. Wir erleben weiter den Besuch des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine, Großadmiral D ö nj tz, in Italien. Vom Nordkap bis zu den Pyrenäen erstreckt sich der Atlantik-Wall. Zahlreiche -Bilder zei- Sie nannte keinen Namen, aber Renate wußte, um wen es ging. „Natürlich war er es", gab sie kurz zurück, und ein harter, abweisender Zug grub sich um ihren Mund. „Doch ich verstehe nicht, '-Blutter Hühnlein ... warum sollen wir jetzt gerade davon sprechen? Es gibt doch soviel anderes, und du kennst ihn ja nicht einmal ..." Die Alte sah mit großen verwunderten Augen zu dem Mädchen auf. „Ja ..." sagte sie, und etwas Hilfloses war in ihrer Stimme, „warum sollte ich ihn denn nicht kennen? Er hat ja bis zu dieser Stunde bei mir gewohnt." „Bei dir, Mutter Hühnlein ...?" kam es überrascht zurück. . „Nun fä ... schon damals als junger Bursche ... und auch setzt wieder ..." Renate sah sinnend vor sich hin. Seltsam wie sich alles Geschehen im Leben in seinem ewigen Kreislauf wieder zu einem Ring schloß. Also aus dieser Quelle hatte er seine Wissenschaft, dachte sie bitter. So einfach entwirrten sich manchyial die Fäden ... „Renate ..warm und lind tarn es zu ihr, wie die liebkosende Stimme einer Mutter. „Ich habe es ja damals gleich gewußt, daß so etwas nicht gut ausgehen würde ... ich habe bas alles kommen fe^en. 2hber er war so glücklich, als er das erstemal von dir erzählte ..." Das Mädchen hörte ihr wehen Herzens zu. Sie wollte ihr ins Wort fallen, wollte nichts mehr von alledem wissen, aber sie fand nicht die. Kraft dazu. ,Jch ahnte, was ihm bevorst-and", fuhr bte andere nach einer Weile stummen. Nachdenkens langsam fort. ,Jch sah bas kleine Tuch bei ihm und fühlte, was die beiden Buchstaben bedeuteten ..." Renate fuhr mit heißen Wangen auf. „Du wußtest es, Mutter Hühnlein? Und du hast es ihm auch gesagt?" Die Alte schüttelte den Kops. gen, wie diese gewaltige Schutzwehr in den letzten Monaten weiter verstärkt wurde. Jeder Gegner, der hier anrennt, wirb auf eine immer bereite Abwehr von großer Schlagkraft stoßen. In einem Einsatz- Hafen an der italienischen Küste sehen mir die Rückkehr deutscher U-Boote von erfolgreicher Fe'md- fahrt. Im Kampfraum des Mittelmeeres wurde auch der erste Unteroffizier der Kriegsmarine mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet: Bootsmannsmaat Karl I ö r ß ; als Flakführer auf einem Transporter bewies er ^Schneid und Kattblütigkeck und erhielte unter schwierigsten Umständen 12 Abschüsse. Die Einleitung der Wochenschau bilden Aufnahmen von der Verpflichtung der Jugeno in Breslau; sie stehen für alle feierlichen Veranstaltungen im Reiche bei denen zu gleicher Stunde rund eine Million Jungen und Mädel auf den Führer verpflichtet wurden. J. P. 8. Abschlußprüfungen an der Glädl. Handelskehranftali. In diesen Tagen fanden an der Städt. Handels- lehranstalt unter dem Vorsitz pon Handels--Studien- direktor Dr. Kruse die Abschlußprüfungen statt. Den Prüfungen unterzogen sich 86 Jungen und 70 Mädchen. Bestanden haben 81 Jungen und 66 „Nicht gleich. Wozu auch. Er war ja blind und taub in seinem jungen Glück, und ich dachte, die Zeck würde es schon aufklären ..." „Aber dann ... dann hast du es ihm doch erzählt ...?" drängte die andere. „Er tut mir leid, der große Junge. Er sprach ja nur von dir und davon, daß er heiraten wollte, so bald er eine' andere Stellung gefunden hatte. Da mußte ich es ja sagen. Ich konnte ihn doch nicht so einfach in fein Unglück laufen lasten. Ja ... und da habe ich es ihm bann gesagt, baß du Renate Hammerkott bist ..." „Wann chast du das gesagt, Mutter Hühnlein?" Renate saß atemlos und wartete fieberhaft auf bas nächste Wort, an dem so viel hing. „Gestern abenb war es ... abet was ... was hast du denn, Kind ...?" Die alte Frau schwieg erschreckt. Hatte sie zuviel gesggt? Sie begriff. nicht, was ihre Worte denn Schlimmes bergen konnten. Das glühende Gesicht in beiden Händen vergraben, saß das Mädchen vor ihr, und ein heftiges Weinen ettchütterte den schmalen Körper. Gestern abend erst — nachdem es längst bei ihm festgestanden hatte, daß die vermeintliche Kollegin seine Frau werden sollte. Aufs neue brach heiße Scham wie ein betäubendes Sturzbad über sie herein. Don einem Augenblick zum anderen begriff sie nicht mehr, wie sie auch nur eine Minute lang hatte daran zweifeln können, daß dieser Mann je. eine Lüge sagen, ja etwas Häßliches, Hinterhältiges tun würbe. Schuld hatte nur sie, die in ihrer Torheit und Leichtfertigkeit solcben Ueberlegung"n überhaupt Raum gegeben hatte. Und alles, was sie in diesen Minuten dachte, gipfelte in dem heißen, drängenden Wunsch, nun wieder gutzumachen, was blinder, überheblicher Eifen hier zerschlagen hatte. Renate fand in dieser Nacht nur wenig Schlaf. Zu viel war in den wenigen Stunden dieses einen Tages auf sie eingestürmt, mehr als bisher in ihrem Mädchen. Die - Ergebnisse im einzelnen waren: 4 Schüler mit Note 1 bestanden, 43 Schüler mit Note 2 bestanden, 51 Schüler mit Note 3 bestanden, 49 Schüler mit Note 4 bestanden. G'eken-Mein-Linden. Der langjährige Vorsitzende und jetzige Ehrenvorsitzende des Turnvereins Klein-Linden 1889, Werkmeister i. R. Adolf Brandenburger, wohnhoft Brandweg 9, begeht astl kommenden Samstag seinen 75. Geburtstag. Dem Altersjubilar, der geistig und körperlich noch sehr auf der Höhe ist, gelten auch unsere Glückwünsche. Der Uhrmachermeister Wilhelm Lenz VII., wohnhaft Hügelstraße 24, konnte am vorigen Dienstag, 30. März, in voller Rüstigkeit seinen 70. Geburtstag feiern. Nachträglich unseren herzlichen Glückwunsch. Einen schönen Erfolg hatte bie Sammlung von Altmaterial burch unsere Volksschüler in den Monaten Januar, Februar und März. Mehr als 75 dz Altstoffe kamen durch bie Kinder zusammen; im einzelnen gelangten zur Ablieferung: 9,04 dz Papier, 4,14 dz Knochen, 14,15 dz Knochen, 46,16 dz Alteisen, 0,32 dz Buntmetall und 1.92 dz Leder, Gummi und ähnliche Altstoffe. In Punkte umgerechnet ergibt das für die gesamte Schule ganzen Leben zusammen. Sie dachte an Thora, die stets ohne Gegenwehr bie Schläge des Schicksals hinnahm, und sie erkannte beschämt, daß auch sie eben nähe.daran gewesen war, dem Drängen der Ereignisse widerstandslos Nachzugeben. Nein, die Alte hier war im rechten Augenblick zu ihr gekommen. Sie wußte jetzt, um wen sie kämpfen mußte, und sie fühlte, daß sie diesen Kampf nicht verlieren würbe, der ja nur darum ging, ihn von einer Schuld zu befreien, an die sie jetzt nicht mehr glauben könnte. Die Voruntersuchung des Falles mar bald abgeschlossen. Werner Hellingrath besttitt zwar nach wie vor jede Schuld, aber die Aussage von Meinders in Verbindung mit der unleugbaren Tatsache, daß die zur Tat benutzte Waste fein Eigentum war, ließen keinen Zweifel an seiner Schuld zu. Die Last dieser Indizien war erdrückend. In den ersten Stunden.seiner Haft hatte er nur wie teilnahmslos an dem kleinen Tisch in seiner Zelle gesessen. Es war ja auch alles so plötzlich, so völlig unvorbereitet über ihn gekommen. Er hatte das Gefühl, als sei ein Haus über ihm zusammen gestürzt und hielt ihn unter seinen Trümmern begraben, ohne daß er selbst ein Glied rühren konnte, um sich zu befreien. Dazu kam die quälende Ungewißheit, die chn immer wieder mit der bangen Frage bedrängte, ob er denn nicht wirklich der Schuldige mar, zu dem man ihn hier machen wollte.. Vielleicht hatte er wirklich mit seinem alten Widersacher einmal gründlich abrechnen wollen und dabei zur Waffe gegriffen. Warum nicht ... mogttch mar auch das. So kamen Tage, an denen er an sich seldft zweckend von einer inneren Unruhe getrieben in feiner Zelle wie ein gefangenes Tier in feinem Käfig herum lief, sich die Seele an den stählernen Gitterstäben mundstieß und drauf und dran war, alles zuzu- geben, was man von ihm verlangte, nur um eÄ>- lich einmal zur Ruhe zu kommen. (Fortsetzung folgt.) 15 221, das sind auf den Kopf eines Sammlers 76 Punkte. Die ersten Preisträger sind Herta Funke aus dem 3. Schuljahr mit 765 Punkten, Albert Deibel aus dem 5. Schuljahr mit 704 und Adolf Diehl, Schüler des 2. Schuljahres, mit 444 Punkten. Das neue Prinzip in der Wirtschaft. Im Rahmen der Vortragsreihe für Betriebsführer und betriebliche Unterführer, die durch die Hauptstelle für Leistungsertüchtigung, Berufserziehung und Betriebsführung der deutschen Arbeitsfront durchgeführt wird, hielt Professor Dr. Aul er im Großen Hörsaal der Ludwigs-Universität einen fesselnden Vortrag. In seinen Ausführungen wies der Vortragende zunächst darauf hin, daß man »zur Klärung des Rentabilitätsproblems folgende Scheidung vornehmen muffe: Die Rentabilität als Methode und das Rentabilitätsstreben als Prinzip. An Hand von Beispielen zeigte er die Mängel der überkommenen Rentabilitätsrechnung. Als Hauptinangel kennzeichnete er die Gegenüberstellung zweier Größen, die ihrem Wesen nach nicht zusammengehören: Kapital und Gewinn. Der Gewinn werde nicht durch das an sich tote reale Kapital erarbeitet, sondern entstamme der Arbeitsleistung der ganzen Betriebsgemeinschaft. Es sei dabei abwegig, den Gewinn in Beziehung zürn Kapital zu setzen und an der sich daraus ergebenden Rentabilitüiszisfer die Güte'des Betriebes messen zu wollen. Der Vortragende girrtz darin auf die Elemente des Unternehmeremkommens ein und zeigte die Art der Errechnung des Unternehmerlohnes, des Kapitalpreises, des Wagniszu- schlages und des Unternehmergewinnes. «Bei der Frage der Rentabilitätsgrenze handelt es sich nach seiner Auffassung nicht um ein Problem der Rechnung, sondern in erster Linie nur um eine Frage der Haltung, des Charakters, der Gesinnung. Professor A u l e r behandelte sodann das Rentabilitätsstreben als Prinzip, als das Wirtschafts- prinzip der. kapitalbetriebenen Wirtschaft, und stellte ihr das Leistungsprinzip der nationalsozialistischen Wirtschaft gegenüber. Der Wert der Betriebsleistung sei daran zu ermessen, wieweit der Betrieb durch seine Leistungen an der Erhaltung von Wirtschaft und Volk mitzuwirken vermag und welche Leistungen er hierzu vollbracht habe. Die Betriebsleistung äußere sich im Arbeitseinsatz nur in dem Ergebnis der Arbeit. Die Wirtschaftsrechnung müsse daher in erster Linie eine Arbeits- und Leistungsrechnung sein. Der Betrieb sei nur dann uneingeschränkt lebensfähig, wenn das Arbeitsergebnis den laufenden Einsatz der Arbeitskräfte ermögliche. Der Erfolg werde durch die Steigerung der Leistungen ausgewiesen, die vor allem durch dauernde Verbesserung und Vereinfachung des Arbeitseinsatzes erreicht werde und sich in einer Vermehrung, Qualitätssteigerung und Verbilligung der Arbeitsergebnisse zeige. Zum Schluß, ging der Vortragende noch auf die überbetrieblichen Maßnahmen zur Förderung des Leistungsgedankens und des Leistungsstrebens in unserer Wirtschaft ein. Seine Darlegungen klangen in der Feststellung aus, daß eine neue, ßeit neues Denken erfordere, eine Erneuerung des Geistes, in der neue Farmen geschaffen werden. Nicht das individualistische Rentabilitätsstreben, sondern die Leistung müsse das Gestaltungsprinzip der Wirtschaft bilden. Die deutsche Leistungsidee umschließe die Gemeinschaft wie die Persönlichkeit; nur sie verbürge die Erhaltung einer Aufwärtsentwicklung von Wirtschaft, Staat und Volk. Wer Hilst Eoldaienstrümpfe in Ordnung bringen? Frauen, die nicht zum Arbeitseinsatz aufgerufen worden sind, werden vom Deutschen Frauenwerk gebeten, die vielen Soldatensocken in Ordnung bringen zu helfen. In der Kaiserallee 6 können jeden Montag und Donnerstag von 9 bis 12 und 15 bis 18 Uhr in der Nähstube des Deutschen Frauenwerkes dfe Socken abgeholt werden. Es handelt sich vor allem darum, Fersen einzustricken, damit sich unsere Soldaten keine Blasen laufen. Wes dies noch nicht kann, der lernt es. Anleitung wird gerne gegeben. Prüfung der Haushaltslehrlinge. Auch in diesem Jahre fand wieder die Prüfung der Haushaltslehrlinge in der Mädchenberufsschule statt. Sämtliche Teilnehmerinnen haben mit „gut" bestanden. Es war eine Freude, zu sehen, wieviel die Mädchen in den zwei Jahren gelernt hatten. Vor allem hat sich gezeigt, daß die neu eingerichtete Fachklasse für Haushaltslehrlinge sehr wertvoll ist. Das Wissen der Mädchen war vielseitiger und umfassender. Es wurde bei der Prüfung gekocht, gebacken. gewaschen, gebügelt und auch geflickt. Leichte Aufgaben über Haushaltsführung und Einteilung gehörten zp den Prüfungsaufgaben und wurden zur Zufriedenheit erledigt. 35 Jahre DHL. Gießen. In diesen Tagen kann der Vogelsberger Höhen- Club (VHC.) Zweigverein Gießen auf sein 35jähri- ges Bestehen zurüäblicken. Der Verein wurde im Frsihjachr 1908 als Zweig des Gesamt-VHC. von 18 wanderlustigen Gießener Naturfreunden ge- giündet. Die Mitgliederzabl stieg noch im gleichen Jahre auf 120 und vermehrte sich dann weiter. Nach dem Tode des ersten Vereinsvovsitzenden, Redakteur Heß, übernahm Oberreallehrer Will die Führung des Vereins, der sie nach etwa lbjähriger fruchtbarer Tätigkeit an Obersteuerinspektor Klemmrath ob gab, in dessen Händen die Ver- einsleitung sieben Jahre lang erfolgreich lag. Seit 1936 wird der ' Verein von Oberjustizinspektor Hardt geleitet. / Die beiden wichtigsten Gebiete der Vereinsarbeit sind die Veranstaltung regelmäßiger Wanderungen, die stets bei reger Beteiligung durchgeführt werden, und die Pflege der Wegebezeichnungen um Gießers. Seit 1912 leistete der DHL. Gießen zunächst unter dem 1931 verstorbenen Wegebezeichnungs-Obmann Carl Wenzel, seitdem unter dessen Nachfolger Antoy Betz in der Wegebezeichung und der* Pflege der Markierungen hervorragende Arbeit. Heber 20 Wanderstrecken mit einer Gesamtlänge von rund 500 Kilometer, die etwa der Entfernung von Gießen bis Berlin entspricht, sind der ständigen Betreuung durch die Wegebezeichnungs-Kommission unter ihrem Obmann Anton Betz anvertraut und werden von ihr in vorbildlicher Weise erhalten. Die große Orien- tierungstafel an unserem Bahnhof, einige kleiMre Schilder an Len Tochäusern und in einigen Ortschaften sowie die Wanderkarte um Gießen weisen auf diese Wegezeichen hin. Im ersten Weltkrieg 1914/18 standen von den etwa 400 Mitgliedern rund 80 im Felde, von denen acht den Heldentod fanden. J^ne Kriegszeit brachte der Vereinsarbeit einen empfindlichen Rückschlag. Nach dem Kriege wurhe die Wandertätigkeit und die Pflege der Wegemarkierungen tatkräftig wieder aufgenommen. Die Mitgliederzahl wuchs wieder. Nach der Machtübernahme durch den Führer erfuhr auch die Wandersache des VHC. einen neuen Aufstieg. Neben den regelmäßigen ganztägigen Monatswanderungen wurden jährlich mehrtägige Wanderungen eingeführt, die durch Fahrpreisvergünstigungen usw. große Anziehungskraft ausübten. Mit dem Gesomt-VHC. wurde auch der Zweigverein Gießen als Mitglied des Reichsverbandes Deutscher Gebirgs- und Wandervereine in den NS.-Reichsbund für Leibesübungen eingegliedert und als Sportverein anerkannt. Im jetzigen Kriege hat der Zweigverein seine Tätigkeit wieder ganz auf die Erfordernisse der Zeit umgestellt. Die größeren Wanderungen unterbleiben, die Wandertätigkeit erstreckt sich, nur auf die nähere Umgebung von Gießen. Zur Förderung aller der Heimat dienenden Bestrebungen hat sich der Verein die Ausarbeitung von Vorschlägen für schöne Wanderungen angelegen sein lassen und deren weiteste Veröffentlichung mit Hilfe der Presse und des Rundfunks durchgeführt. In Liebe zur Heimat und in Treue zu Führer, Volk und Vaterland steht der Verein auch in dieser Zeit auf seinem Posten mit dem Entschluß, nach unserem Siege seine Tätigkeit an den vielseitigen Aufgaben seines Bereiches mit voller Kraft wieder aufzunehmen. Derdnnlelungszeil: 21 April von 20.56 bis 6.24 Uhr. * ** 50jähriges Berufsjubiläum. Am morgigen 3. April feiert der Bürovorsteher Hermann Adam, Gießen, Löberstraße 19, fein 50jäh- riges Berufsjubiläum. Im Laufe dieser Zeit hat er sich in zunehmendem Maße das Vertrauen des rechtsuchenden Publikums im Rahmen seiner umfassenden Tätigkeit erworben und ist auch heute noch von früh bis abends in voller körperlicher und geistiger Frische in ei 13em hiesigen Anwaltsbüro tätig. Die Kriegszeit stellt auch an ihn erhöhte Anforderungen, denen er in voller Schaffensfreude sich gern unterzieht. Viele Anwaltslehrlinge sind durch seine Schule gegangen und haben wertvolle Grundlagen für -ihr späteres Fortkommen von ihm erholten. Durch seine fachlichen und menschlichen Qualitäten hat er sich immer wieder die Anerkennung und *t)en Dank weiter Kreise der Bevölkerung und seiner Mitarbeiter wie auch seiner Vorgesetzten erworben. Dem Jubilar gelten auch unsere herzlichen Glückwünsche. ** 2 5 Jahre im Dienfte der Kliniken. Der Krankenpfleger an der Hautklinik in Gießen Wilh. Volkert, wahnhaft in Klein-Linden, Frankfurter Str. 27, konnte am gestrigen 1. April auf eine ununterbrochene 25jährige Tätigkeit im Bereiche der klinischen Universitäts-Anstalten in Gießen zurück- b lick en. Der Jubilar erfreut sich bei seinen Arbeits- kamernden, Vorgesetzten und den Patienten großer Wertschätzung. Nachträglich unseren herzlichen Glückwunsch. ** Goldene Hochzeit. Am morgigen Samstag begehen die Eheleute Johannes Dechert und Frau Anna, geb. Beckel, Günthersgraben 11, das Fest der goldenen Hochzeit. Die Jubilarin ist Trägerin des Ehrenkreuzes der deutschen Mutter in Silber. Dem Jubelpaar herzliche Glückwünsche. ** Neue Kriegshilfsdienstmaiden bei der Straßenbahn. Vor einigen Tagen hat die erste Gruppe von Kriegshilfsdienstmaiden, die bei unserer Straßenbahn als Hilfsschaffnerin- nen tätig waren, nach Ablauf ihrer Verpflichtungszeit den Betrieb verlassen. Die Mädel hatten so viel Freude an dieser Beschäftigung in unserer Stadt gefunden, daß sie gern weiter hier tätig gewesen mären, yrvmit sich aber ihr zuständiges Arbeits« amt nicht einverstanden erklärt hätte. Am Mittwoch ist nun eine neue Gruppe von Kriegshilfsdienstmaiden bei der Verwaltung unserer Straßenbahn eingetroffen. Die Mädel, die zum größten Teil aus Bayern stammen, werden nach kurzer Ausbildungs- zeit als Hilfsschaffnerinnen in den Straßenbahn« dienst eingesetzt werden. ** Kleingärtner-Verein „Lahnta l". Im „Burghof" fand am Sonntag die März-Ver« samMlung des Kleingärtner-Vereins „Lahntal" e. V. Gießen mit aufklärenden und belehrenden Vorträgen statt. Nach der Begrüßung durch den Vereinsführer Horst sprach der Kreisgruppenführer im Reichsbund deutscher Kleingärtner Temmler über weit« anschauliche und fachliche Gesichtspunkte. Anschließend hielt Oberstadtgärtner Lange einen Fachvortrag, in dem ausführlich über den Einsatz der Kleingärtner zur Sicherstellung der Ernährung unseres Volkes gesprochen wurde. Nach interessanten Aufklärungen wurde eine Reihe von Fragen beant» wartet, die sich aus den Vorträgen ergeben hatten. Zum Schluß wurden noch einige kleinere Bereins- angelegenheiten erledigt. Oberstudiendirektor Pfaff f. Lpd. Darmstadt, 1. April. Im. Alter von 74 Jahren ist Oberstudiendirektor Professor Eduard Pfaff, einer der Hauptvorkämpfer einer Einheitsstenographie, geftorben. Oberstudiendirektor Pfaff, der Jahrzehnte im hessischen Schulwesen stand, war 15 Jahre lang Vorsitzender des Deutschen Stenographenbundes „Gabelsberger", in welcher Eigenschaft er für die Schaffung einer einheitlichen deutschen Kurzschrift eintrat und so der jetzigen, amtlich anerkannten Deutschen Kurzschrift die Wege ebnete. Wirtschaft. Handels- und Gewerbebank Gießen. Die Entwicklung bet der Handels- und Gern e r b e b a n E e. G. m. b. H. Gießen war auch im Geschäftsjahr 1942 günstig. Der Abschluß weift wiederum ein gutes Ergebnis aus. Im einzelnen ist folgendes zu berichten (eingeklammert die Ver- gleichszahlen für das Vorjahr): Die Bilanzsumme Ende 1942 beläuft sich auf 9281619 (1941-7219984) RM.; Gesamteinlagen 8 288 860 (6 283177) RM.; Spareinlagen 2 825 983 (2 140 523) RM.: Girogelder 3 833 276 (2 800'692) RM.; Kündigungsgelder. 1 629500 (1341861) RM.; Wertpapiere 3 438 643 (2 976 485) RM.; Bankguthaben 3 715 504 (1747921) RM.; Ausleihungen 1518 268 (1681579) RM.; Wechsel 81 280 (76 795) RM.; Liegenschaften 253300 (282300) RM.; Einnahmen 382670 (343418) RM ; Reingewinn 41 206 (38 764) RM.; nach Abschreibung auf Anlagen und Wertberichtigung 51 819 (46 466) RM.; gesetzliche Rücklage 240 000 (230 000) RM.; Geschäftsguthaben 533 714 (501 560) RM. Die Zahl der Mitglieder beläuft sich Ende 1942 auf 1 048. Generalversammlung am 16. Aprill Divi'dendenvorschlag 5 v. H. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bet Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und Btiber: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. Hans Thpriot; iür Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschein. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R. Lange K. G. Verlagsleiter: Dr.-Jng. Erich Hamann: Anzeigenleiter: Han- Beck. Anzeigenpreisliste Nr. ß. z Gießen, im März 1943. 02110 | Vermietungen | kN-OIMS, Rente, köcklWDM rj, sowie sonstige für W ach dienst in Zimmer 02117 | Vereine | stattgefunden. [02107 Mädchenberufsschule. 02086 B 02143 02123 Tam. 2.30, 4>rs, 7.30: So. 2.00. 4.30.7.30 ühr Mit den Hinterbliebenen trauert um ihre treue, stets hilfsbereite Amtsschwester die Leitung und die Lehrerinnenschaft der Fleiß., ehrliche Hausgehilfin sofort gesucht. Genehmigung vom Arbeitsamt liegt vor. [1041V Am Nahrungs- berg 70 p. Wegen Krankheit vornherOehentl beschlossen den besetzten Westgebieten geeignete Männer dauernd gesucht. Ruhegehalt und Renten werden nicht angerechnet. Auskunft u. Einstellungs-Bedingungen [562v WirsndminooLebiW laut erteilter Zustimmung des Arbeitsamts Gießen. ©efer. 3Yicolaus Baudekoration Gießen, Am Nahrungsberg 2 989 D Wir stellen noch einen Autoschlosser Lehrling ein. Genehmigung des Arbeitsamtes liegt vor. Ol>el in ^iejfien Marburger Straße 145. [1055d Für die herzliche Teilnahme sowie, für die Kranz- und Blumenspenden bei dem Heimgang unserer lieben, kleinen Erika sagen wir allen unsren herzlichen Dank. Besonderen Dank Herrn Pfarrer Trommershausen für seine trostreichen Worte am Sarge. Josef Langhans und Frau. Vachon Sie spa/isam und gut nach Sbcfxß-tyis Statt Karten! Am 26. März ist nach langem, schwerem, geduldig ertragenem Leiden mein innigst- geliebter Mann unser herzensguter Vater, Bruder und Schwiegersohn Carl Lang im 70. Lebensjahr für immer von uns gegangen. In tiefer Trauer: Elisabeth Lang, geb. Schopbach Hanni Lang; Gretel Lang,z.Z.in einem Kriegslazarett im Osten. Gießen, Biedenkopf, im April 1948. Die Trauerfeier fand in der Stille statt. Für alle Beweise herzlicher Teilnahme danken wir auf diesem Wege. Statt Karten! Am 26. März 1943 wurde unsere liebe Schwester, Schwägerin und Tante Elisabeth Schonebohm Berufsschullehrerin im 63. Lebensjahr von ihrem langen, schweren Leiden durch einen sanften Tod erlöst. Ihre treue, fürsorgende Liebe bleibt uns unvergessen. Für die trauernden Hinterbliebenen: Walther Schonebohm. Studienrat. Gießen, Hamburg, Hildesheim, Dörrenbach (Saar), den 31. März 1943. Von Kranzspenden und Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. — Die Trauerfeier hat auf Wunsch der Entschlafenen in der Stille Dem Herrn über Leben und Tod hat es gefallen, unser geliebtes, sonniges Bübchen, mein liebes Brüderchen, Enkelchen und Neffen Walter im Alter von 5 Jahren, plötzlich und unerwartet zu sich in die Ewigkeit zu nehmen- In tiefem Schmerz: Familie Wilhelm Langsdorf nebst allen Angehörigen. Allendorf/Lahn, Mittelsorger Mühle, im Felde, Klein-Linden, im April 1943. Die Beerdigung findet am Samstag, 3. April, um 13.30 Ühr, statt. Wachdienst Niedersachsen Frankfurt am Main Kaiserstraße 18 Fernspr. 29214. Empfehle in la Qualität Blutenstecher und Hochstämme sowie verschiedene Schlingpflanzen 02118 Adolf Dönges Gartenbaubetrieb • Tel. 2321 Jlzszepte H