der Schwere Sowjeiverwffe in der Winterschlacht .Der Angriff deutscher und italienischer Truppen Alle Krast dem Kamps, aller Wille dem Sieg! Gegen einen schmalen vorgeschobenen Stelluugs- bogen südlich des Ilmensees führte der Feind gestern hintereinander zehn Angriffe, die alle aber verlustreich abgeschlagen wurden. In der Zeit vom 21. bis 28. Februar wurden an der Ostfront 1060 Sowjetpanzer durch Verbände des Heeres zerstört, erbeutet oder bewegungsunfähig geschossen. Deutsche Seestreitkräfte vernichtete« in wiederholtem Einsatz vor Roworossijst ein Torpedoboot, vier Handelsschiffe von 6500 BRT. sowie zwei Küstenschiffe. Die Luftwaffe vernichtete zwei wei- Vier Tage weilte der Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop in Italien und besprach.sich mit dem Duce und den hervorragendsten Mitgliedern des Faschismus. In dieser Besprechung wurde die gemeinsame Stellung Deutschlands und Italiens, wie es bei der engen Verbundenheit beider Völker und der herzlichen Freundschaft zwischen Führer und Duce gar nicht anders sein konnte, erneut umrissen und festgelegt. Neben dem Höllensturm aus dem Osten, den Italien mit abwchren hilft, ist es vor allem die Bedrohung im Mittelmeerraum gewesen, die durch den ruchlosen Ueberfall Roosevelts auf Französisch-Marokko und Algerien Italien direkt treffen sollte, aber durch den schnellen Gegenschlag der Achsenmächte mit der Besetzung von Tunis abgeriegelt worden ist. Während wir die entfesselte Meute Stalins in harten Winterkämpfen an ihrem Ziel, Europa bolschewistisch zu wachen, verhindern, hat die deutsch-italienische Heeresgruppe m Tunis die Stalin unterstützenden Pläne Churchills und Roosevelts zerschlagen. Die Amerikaner vor allem haben zu ihrer maßlosen Ueberraschung erlebt, daß die Achsenmächte auch in Tunis ihnen durchaus gewachsen sind. Somit sind alle Illusionen der Dam tees zerstoben. Sie hatten allen Ernstes geglaubt, sie brauchten nur an der Mittelmeerküste zu erscheinen, und die ganze Mittelmeerfront der Achsenmächte würde zusammenbrechen. Jetzt, nach der amerikanischen Niederlage und der empfindlichen Storung der Nachschublinien durch die U-Boote und Achsenflieger haben die Pankees in ihrer Preße ihrer tiefen Enttäuschung Ausdruck gegeben. Es war nichts mit dem amerikanischen Spaziergang aus Rom und der beabsichtigten Schockwirkung auf Italien. Im Gegenteil: Die Bedrohung hat auch alle lebendigen Kräfte des Faschismus auf die Höhe der totalen Kriegführung gebracht, und die Opfer, die Italien in Afrika bringen mußte, haben zusammen 27. Februar den Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop. — Der Führer hat dem Kronprinzen Umberto von Italien das Goldene Grohkreuz des Deutschen Adlerordens verliehen. Der Orden wurde dem Kronprinzen durch den Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop bei seinem Besuch anlählich seiner Anwesenheit in Italien überreicht. Ribbenirop auf der Heimreise. Rom, 1. März. (DNB.) Reichsaußenminister von Ribbentrop empfing am Sonntagvorwittag die Missionschefs der Dreierpakt-Verbündeten und der befreundeten Nationen der Achsenmächte und begab sich am gleichen Tage nach Deutschland zurück. Zu seiner Verabschiedung hatte sich Unterstaats- sekretär Bastianini mit den Vertretern von Staat, an der nordtunesifchen Front brachte weitere Fortschritte. In der vergangenen Rächt wurden nach bisher vorliegenden Meldungen drei große feindliche Transportschiffe vor der algerischen Küste durch Lufttorpedos getroffen. Die Vernichtung eines Schiffes von 7000 VRT. ist sicher, 3m Mittelmeer versenkten )U-Boot-3äger der Kriegsmarine ein feindliches Unterseeboot. Bei militärisch wirkungslosen Angriffen britischer Flugzeuge gegen einige Orte der besetzten Destgebiete und einen Stützpunkt an der Atlantikküste, ebenso wie bei vereinzelten Bombenwürfen in der vergangenen Rächt in Westdeutschland hatte die Bevölkerung Verluste. Fünf feindliche Bomber wurden abgeschosien. 3m Kampf gegen den Schiffsraum Großbri- Oer Wehrmachtbericht. DRB. Aus dem Führerhauvtquartier, 1. März. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Angriffe, die der Feind auch gestern gegen die Fronten des Kuban-Brückenkopfes führte, brachen unter hohen blutigen Verlusten zusammen, vor Roworoffijfk schoß Artillerie des Heeres ein mit Panzern beladenes Schiff in Brand. An der M i u s f r o n t trat der Feind nach hef- hauptkampflinie Im Abwehrfeuer zerschlagen. Der eigene Angriff im Raum von 3 sjum gewann auch am gestrigen Tage weiter an Boden. Die Angriffsdivisionen warfen den zäh sich wehrenden Gegner auf und über den D o n e z zurück. Versprengte und abgefchnittene sowjetische Kräfte wurden aufgerieben, dabei 23 Danzer abgeschosien und zahlreiche Gefangene und Beute eingebracht. Starke Kampf- und Rahkampffliegerverbände führten wuchtige Angriffsschlage gegen zurückgehende feindliche Kolonnen und bekämpften massierte fowsetische Kräfte. 3n den Kampfräumen von Charkow, Kursk und O r e l und südlich des 3 l m e ns e e s scheiterten zahlreiche Angriffe des Feindes in schweren Kämpfen. An einer Stelle wurden motorisierte Truppen der Sowjets eingeschlossen und vernichtet. Partei und Wehrmacht eingefunden, ebenso deutsche Botschafter von Mackensen. Oer deutsch-italienische Regierungsausschuß. 576800 VRT. feindlichen Handelsschiffsraums im Februar vernichtet. Dienstag, 2. Marz M3 Annahme bon Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8’/a Uhr desBormittags Anzeigen-Preise: Anzeigenteil 7 Nvt. je mm bei 22 mm Zeilenbreite, Textteil 50 Nvf. je mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstasiel I AbschlüsseMengenstaffel» Plabvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25"» mehr Deutsch-italienische Kampfentschlossenheit. Bis zur endgültigen Beseitigung der tödlichen Gefahr einer Bolschewisierung Europas Reichsaußenminister von Ribbentrops Besuch beim Duce. Rom, 1. März. (DRV.) Der Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop weilte im Auftrage des Führers vom 24. bis zum 28. Februar in 3talien. Zu feinem Empfange halten sich der Unterstaatssekretär der Auswärtigen Angelegenheiten Bastianini, die Unterstaatssekretäre Rossi und A l b i n i sowie hohe Persönlichkeiten des italienischen Staates, der Faschistischen Partei und der italienischen Wehrmacht, ferner Botschafter von Mackensen mit den Mitgliedern der deutschen Botschaft eingefunden. 3n Begleitung des Reichsauhenministers befanden sich der Botschafter im Auswärtigen Amt Ritter, der stellvertretende Chef des Wehrmachtführungsstabes Generalleutnant w a r l i m o n t und die zuständigen Abteilungsleiter des Auswärtigen Amtes. Der königlichitalienische Botschafter in Berlin, Dino Alfieri, nahm gleichfalls an der Reise des Reichsauhenministers teil. Am 25. Februar empfing der Duce den Reichs- außenminifter von Ribbentrop, der eine perfön - liche Botschaft des Führers überbrachte. Anschließend fand in Anwesenheit des Unterstaats- sekretärs B a st i a n i n i und der Botschafter von Mackenfen und Dino Alfieri eine erste Besprechung statt, die über vier Stunden dauerte. Am Freitag, Samstag und Sonntag wurden die Besprechungen zwischen dem Duce und dem Reichs- auhenminister fortgesetzt. 3n ihrem Verlaufe wurden alle Fragen^ der europäische« Politik und der gemeinsamen Kriegführung der Dreierpaktmächte erschöpfend behandelt. An einer der Besprechungen nahmen außer Unterstaatssekretär Bastianini, der bereits eine längere Unterredung mit dem Reichsauhen- minister hatte, auch der Chef des italienischen Generalslabes Generaloberst Ambrosio und der Stellvertretende Chef des wehrmachtführungsstabes Generalleutnant w a r l i m o n t teil. Die Unterredungen zwischen dem Duce und dem Reichsaußenminisler fanden in einer Atmosphäre offener Herzlichkeit und im Geiste der Freundschaft statt, die den Führer und den Duce, verbindet. Sie ergaben die völlige Ueberelnstimmung der Auffassungen, die immer zwischen Deutschland und 3talien bestanden hat, und die die Gewähr für den Sieg in dem gemeinsamen Kampfe bietet, den Deutfchland und 3talien in vollständiger Solidarität mit 3apan und den übrigen Verbündeten führen. t Der Duce und der Reichsaußenministec betonten erneut die Entschlossenheit der beiden Länder, den Krieg mit aller erforderlichen Kraft bis z u r v ö l- ligen Vernichtung der seindlichen Streitkräfte und bis zur endgültigen Beseitigung der tödlichen Gefahr einer B ol- schewisierung Europas zu führen. Sie stellten noch einmal nachdrücklichst den entschlossenen Willen Deutschlands und 3taliens fest, nach Erringung des Endsieges in Europa eine Reuord - nun g zu errichten. Diese wird allen europäischen Völkern ein gesichertes Dasein in einer Atmosphäre der Gerechtigkeit und der Zusammenarbeit bieten. Frei von allen jüdischen und plutokralischen Einflüssen soll den europäischen Völkern die Möglichkeit zu produktiver Arbeit und sozialer Gerechtigkeit innerhalb der gesicherten Grenzen des groh- europäischen Raumes garantiert werden. Einig in Härte und Siegeszuversicht. <95. Jahrgang Nr. 51 Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Gießener Familienblätter Heimat imBild- DieScholle Bezugspreis: Monatlich.....RM.1.80 Zustellgebühr... „ -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Fernsvrechanschluß 2251 Drahtanschrift: „Anzeiger" Postscheck 11686 Franks. M. mit den ruchlosen Bombenangriffen gegen- italienische Großstädte erst recht den Siegeswillen des italienischen Volkes entflammt. Dem gemeinsamen Vernichtungswillen der Stalin, Churchill und Roosevelt setzen Deutschland und Italien, wie es im Kommunique über die Be- prechungen Ribbentrops mit den italienischen Staatsmännern heißt, den Willen entgegen, ,chen Krieg mit aller erforderlichen Kraft bis zur völligen Vernichtung der feindlichen Streitkräfte und bis zur endgültigen Beseitigung der tödlichen Gefahr einer Bolschewisierung Europas zu führen". Dieser Wille yürd ergänzt durch die gewaltigen Kräfte, die den Achsenmächten zur Verfügung stehen und nunmehr bis zum Letzten mobilisiert werden. Wir wollen, daß Europa nach (Erringung des Endsieges auf der Grundlage der Gerechtigkeit, der Zusammenarbeit und des Zusammenstehens aller Völker in einem neuen sozialen Geiste geordnet wird. Es ist unser Europa, für das wir diesen schweren Kampf ausfechten, und- die Feinde, das Weltjudentum der Plutokraten und der Bolschewisten, sie werden am Granitblock der Achsenmächte zerschellen. Das ist unser Wille, Und für dieses Ziel spannen wir alle Kräfte an. In Rom wurde die Vielheit der politischen und militärischen Probleme erörtert. Die Gemeinsamkeit der Auffassungen und Zielsetzungen hat die Stellungnahme unseres Führers und des Duce erleichtert. Einig und in Härte und Kraft kämpfen beide Nationen, bis der Endsieg errungen ist. Ribbentrop beim Kaiser und König. Rom, l.wärz. (DNB.) Seine Majestät der kö- nig und Kaiser Viktor Emanuel empfing am tannien5 und der Bereinigten Staaten von Nordamerika versenkten Unterseeboote im Februar 82 feindliche Handels^., schiffe mit 545 300 BRT. und torpedierten weitere Schiffe, von denen eine Anzahl als gesunken anzunehmen ist. Schnellboote versenkten drei Handelsschiffe mit 6500 BRT. Die Luftwaffe versenkte im gleichen Zett* raum fünf Handelsschiffe mit 25 000 BRT. und beschädigte 14 Handelsschiffe zum Teil schwer. Damit wurden im Monat Februar 576800 BRT. feindlichen Handelsschiffsraums vernichtet. Unterseeboote versenkten ferner einen Kreuzer, einen Zerstörer und drei Geleitschiffe. Andere Einheiten der Kriegsmarine vernichteten drei Schnellboote, zwei Vorpostenboote, ein Versorgungsschiff und ein Unterseeboot. Ferner wurden von der Luftwaffe ein Unterseeboot versenkt und zwei Kreuzer sowie ein kleines Kriegsfahrzeug beschädigt. Oer Februar-Erfolg in der Schlacht auf deuMeereu Obwohl im größten Teil des Monats Februar die Wetterlage für die Operationen zur See denkbar schlecht war, ist auch in diesem Monat die feindliche Schiffahrt von unseren Streitkräften außerordentlich schwer getroffen worden. Daß die „Schlacht im At lantik" für die Gegner immer bedrohlicher wird, das ersieht man aus den nervösen Aeußerungen der anglo-amerikanischen Presse. So hat erst in diesen Tagen die „News Chronicle" offen eingestanden, „daß England infolge der deutschen U-Boot-Sperre von seinen Nahrungsmittelreserven zehren müsse und wahrscheinlich unterliegen werde, wenn es nicht ge» linge, das in der deutschen U-Boot-Waffe bestehende erste und größte Problem der englischen und ameri« kanischen Strategie zu meistern". Aehnlich äußerten sich die amerikanische Zeitschrift „Life", die die Schiffsroute über den Atlantik als Hauptschlagader bezeichnete, bei deren Abschneidung England verhungern müsse, und der ebenfalls amerikanische „Christian Science Monitor", der im U-Boot-Krieg einen „Hemmschuh für alle Offensiopläne gegen Europa" sieht und betont, daß der Atlantik als Le« beüslinie der Deyrokrcckien in schwerer Gefahr sei. Brigaden seine Angriffs- und Umfassungsversuche fort. Im Gegenstoß schneller Verbände brachen sie ebenfalls blutig zusammen. Während an der Mius-Stellung der lang erwartete feindliche Angriff im Feuer unserer Truppen scheiterte, vernichteten Iagdtommandos hinter der Front die letzten abgesplitterten Reste des VII. sowjetischen Garde-Kaoallerie-Korps. Dabei fiel der Stellvertreter des gefangenen Kommandierenden Generals Borrissow, der sowjetische Generalmajor D u d k o, der sich mit sechs Begleitern durchzuschlagen versucht hatte. In diesen Kämpfen um die letzten Schlupfwinkel der Versprengten in Schacht- anlagen und Balkas erbeuteten unsere Kampftrupps noch 12 Geschütze sowie, zahlreiches Gerät. Im Raum von Isjum unterstützten Stukas, Schlachtflugzeuge und Zerstörerverbände das Zerschlagen des feindlichen Widerstandes durch unsere weiter vordringenden Divisionen. Eine thüringische Panzerdivision har wahrend der letzten vier Tage durch Aufbrechen feindlicher Umfassungsflügel und Einschließung starker fowietischer Panzerverbände 82 Panzer zerstört. Südwestlich Charkow schossen die deutschen TruppeiL erneut 16 Sowjetpanzer ab, kesselten bei Gegenstößen motorisierte feindliche Kräfte ein und drückten sie auf engstem Raum zusammen. Westlich und nordwestlich Kursk sowie im Abschnitt von Drei setzten unsere Grenadiere den fortgesetzt angreifenden Bolschewisten erbitterten Widerstand entgegen. Beim Scheitern eines viermal wiederholten, von Panzern unterstützten i Angriffs verlor der Feind 500 bis 600 Tote. Rom, 1. März. (DNB.) In Rom hat unter dem Vorsitz des Gesandten C lo d i u s und des Botschafters Giannini eine kurze Taguna des deutschen und des italienischen Regierungsausschusses für die Regelung der Wirtschaftsbeziehungen zwischen den beiden Ländern stattgefunden. Es wurden vor allem Maßnahmen getroffen, um die Abwicklung der Z a h l u n g e n im Verrechnungsverkehr wesentlich zu beschleunigen. Frauen am Werk. Wir haben es oft genug erlebt in den beiden letz< ten Jahrzehnten, daß die deutsche Frau und das deutsche Mädel den Weg zu einem großen Entschluß schnell und leicht fanden. Wo der wägende Verstand des Mannes manchmal noch unschlüssig und betroffen auf die Hindernisse sah, da hatte Herz und Instinkt der Frau oft längst entschieden. So Unbeirrbar treu unsere Frauen an wirklichen Werten der Vergangenheit hingen, so wach war stets ihr Sinn für das Unrechte und Schädliche. Wenn wir heute mit , Stolz von den Vorkämpfern des neuen Deutschland sprechen, und wenn wir sie als den kostbaren Kern unseres Volkes werten, dann wollen wir auch nicht vergessen, wieviel Frauen und Mädchen völlig anspruchslos und zu höchsten Opfern bereit von Anbeginn die Sache der Bewegung vorantrugen. Daß die deutsche Frau heldisch nicht nur zu den ken, sondern auch zu handeln vermag, das hat sie in über zwei Jahrtausenden wieder und wieder bewiesen. Eine heldische Epoche unserer Geschichte ist ja überhaupt undenkbar ohne den täglichen Anteil unserer Frauen, ob es sich nun um die Mutter der frtderizianischeu Zeit oder um die ragenden Gestalten der Uta und der germanisch-deutschen Königinnen, um eine schlichte Bauersfrau aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges oder eine Tirolerin von 1809 handelt. Immer waren sie da — vielleicht nicht als glänzende Gestalten im Vordergrund, immer aber als stumme und tätige Wächterinnen des Ganzen — und immer packten sie die Aufgaben an, wie sie gestellt wurden. Und eines fällt uns dabei auf: daß sie ihr Werk ganz weiblich zu meistern verstanden. Von den „weifen Frauen" spricht schon die älteste deutsche Sage, und dem Preis der treuen und klugen Gefährtinnen ist seicher eine ganze deutsche Dichtung von vielfältigsten Formen gewidmet worden. Das ist in diesem Fall nicht Höflichkeit und Ritterlichkeit, die in jedem Deutschen fortleben, es ist lediglich die historische Wahrheit. Je größer die Beispiele sind, desto umfassender müssen 'mit Notwendigkeit die Ansprüche fein, die unsere einzigartige Zeit mit chren Verpflichtungen und Forderungen an die deutschen Frauen von heute stellen kann, stellen darf und stellen muß. Die Pflicht, die das Gesetz heute jeder Frau ohne Unterschied auferlegt, ist gewiß nicht klein, aber gerade die weibliche Seele'weiß, daß es in solchen Augenblicken nicht mehr um die paragraphenmäßig verankerte Forderung geht, sondern um den freiwilligen Beitrag, den jeder und jede auf sich nehmen wollen. Wenn sich schon das, was eine Frau und Mutter im täglichen Leben vollbringt, nie voll erfassen läßt, wie soll es dann anders fein, wenn es um die riesige deutsche Familie geht und um die Frauen, die ohne Schema und umfangreiche Statistik ein Aeu- ßerstes leisten wollen. Wie lächerlich würde es wirten, wenn man einmal das mit dem Rechenschieber „kalkulieren" wollte, was eine Mutter von der Geburt des Kindes an für dieses zu vollbrißzgen hat, dis der Junge und das Mädel, die erwachsene «Frau und der gereifte Mann die nie zu ersetzende und nie zu entbehrende Betreuerin verlieren! Niemand weiß besser als die deutsche Frau, die Tausende solcher Beispiele aus dem eigenen Schaffen anführen kann, daß es letztlich immer auf das Unmeßbare ange kommen ist, wenn wir mehr als andere Völker vollbrachten und wenn wir höhere Ziele als sie er* reichten. Alle die großen historischen Beispiele des Einsatzes wären aber nur wenig wert, wenn sich ihnen nicht gleichgroße Leistungen der Gegenwart zur Seite stellen. Die Frau, die heute zum höchsten auf- Berlin, 1. März. (DNB.) Die Februarkämpfe an der Ostfront bedeuteten für die Bolschewisten einen schweren Aderlaß. Außer den gemeldeten 1060 Panzern verlor der Feind Tausende von schweren Waffen aller Art und Zehntausende von Menschen. Zuverlässige Schätzungen über die blutigen Verluste der Bolschewisten liegen nur aus Teilabschnitten vor. Südöstlich des Ladogasees kostete den Feind lein vergebliches Anstürmen im Februar etwa 50 000 Mann. Im Kampfgebiet von Drei wurden 30 000 und allein am N.ordrand des Kuban-Brückenkopfes im Gefechtsstreifen eines deutschen Armeekorps 9710 gefallene Bolschewisten gezählt. Die Vernichtung des VII. sowjetischen Kavalleriekorps im Donezgebiet und die Zertrümmerung der sowjetischen Panzerarmee Popoff zwischen Donez unb Dnjepr, sowie die vergeblichen Massen angriffe des Feindes am Mius, am Wolchow und im Ilmenseegebiet rissen ebenfalls gewaltige Lücken in die Mannschaftsbestände der Sowjets. Hunderttausende gefallener und verwundeter Bolschewisten liegen an den Schwerpunkten der Winterschlacht' im Kampfgelände, ohne daß der Feind die gesuchte Entscheidung herbeizufuhren vermocht hätte. ' 1 * Am 28.2. griffen die Sowjets den Kuban- Brückenkopf von Süden und Norden her oft Bei Noworossijsk unterstützten sie die Vorstöße ihrer Infanterie durch starkes Ärtilleriefeuer, doch blieben die den ganzen Tag über anftürmen- den Bolschewisten ohne jeden Erfolg. Im Norden des Brückenkopfes setzte der Feind mit drei Schützen- Giehener Anzeiger vrühlsche UnioerfttStsintderei R. tauge General-Anzeiger für Oberhessen «ietzen, Lchnlftratze 7-9 tiger Artillerievorbereitung auf breiter Front zum Angriff an. Die Sowjets wurden schon vor der tere Transportschiffe des Feindes. will. * am Werk!" An Auf die Weihnachtsbotschaft des Deutschen Roten Kreuzes an die deutschen Zivilinternierten in aller mär beiten Welt ist folgendes Telegramm deutscher Zivilinter-> gerade für dies Vaterland zu arbeiten. Wilhelm von Humboldt. ■ merter in Britisch-Jndien beim Internationalen H Ämg kaum „Don rmrsä' Fader ins dem 1 kurz i als di Niel Mhe erlebte Haus der ’S punkte des Dirigenten nicht vielleicht doch mehr ein Schau» piel als eine künstlerische Notwendigkeit? Worin wenigsten eine zerstörende und am meisten eine immer in sich zurückwirkcnde Kraft, und wenn der vesih der Freiheit gerettet ist, wird Deutschland sicher sehr bald in jeder Art der Bildung und der Gesinnung hervorragen. Darum ist es so dankbar^ Ls gibt vielleicht kein Land, das so selbständig und frei zu sein verdient wie Deutschland, weit keins seine Freiheit so rein und einzig zu innerer, jedem wohltätiger Anstrengung zu benutzen geeignet ist. Der Deutsche hat unter allen Nationen an» --- - , , , lag. ner war mit seiner epochemachenden Schrift „lieber •5S Der Dirigent. Bon Kurt von Sandor, München. seine an die Profei Töttn Drbin tat l eines gehör ter in wurde heere- Mim über 5 romtm Dr. T Mor schen f - De Drti’m versitü endet |tu)ier und pr er als als T 19291 soziale wurde Berlin. I.Wärz. (DJIB.) Bei dem am 14.Februar 1943 durchgeführten 6. Opfersonnlag im Kriegs-WHW. wurde da» bisher beste Ergebnis aller Opfersonntage erzielt. Nach den vorläufigen Feststellungen hat die Heimat bei dieser Sammlung 53 154 398,37 Reichsmark aufgebracht. Die gleiche Sammlung des Vorjahres hatte ein Ergebnis von 35 130 696,92 Reichsmark. Es ist somit eine Zunahme von 18 023 701,45 Reichsmark, das find 51,30 v. f)n zu verzeichnen. Oie Stellung der Krau im neuen Familienrecht. Kleine politische Nachrichten. Der Reichspostminister hat die Aufhebung der Reichspostdirektion Kassel angeord- net. Die Reichspostdirektion hat am 26. Februar ihre Tätigest eingestellt. Der Bezirk ist von der Reichs- postdirektion Frankfurt a. M. übernommen worden. ❖ Aus dem Reich. Meter 53 Millionen beim 6 Opfersonntag. Finnland kämpst für seine Sicherheit. Staatspräsident Ryti spricht bei seinem neuen Amtsantntt. M her N les, ff W liehen jährlil Welt 2iro tors S Del thaler Jahre AolNP Jireki Fran> desl Dont vorzu Koins Staat sei"/ einpf" igler schasse bürg nung -er hört Lourv nisten! lieb, d thema licher' Fausts von i die ui an, d qehali weltli tennu 1942 neue "Ei! »Lei ..Dir • Knh l'ch. bc Sie ^no( ■Oant 41t ««ISjjj , (Er f l'mtn.' spreche "Bas ihren 5 Men 1 er i na’h etö)Q5 , ?ift i)QS J « Uei § leiten und zu einem baldigen Abschluß bringen kann. So wirkt der Dirigent noch verborgen vor Der breiten Oeffentlichkeit als Orchestererzieher und schafft sich damit das eigenste Instrument, das ihm bis ins Letzte vertraut ist, mit dem er darum am leichtesten feine größten Leistungen vollbringt. Der moderne Orchesterdirigent — Richard W Sofia, 1. März. (Europapreß.) An dem Tage, an dem Bulgarien vor zwei Jahren seinen Beitritt zürn Dreimächtepakt'vollzog, veranstaltete die Staats- fugend Brannik m Sofia eine Gedenkkundgebung für die Helden von Stalingrad, zu der auch Mim- sterpräsident Professor F i l 0 f f und der deutsche Gesandte B e ck e r l e erschienen waren. Handelsminister Z a h a r i 0 f f hielt in der bulgarischen Schwarzmeerstadt Warna eine Rede. Bulgarien, so sagte er, sei in den Dreierpakt eingetreten, weil es zu den an Lebensraum armen Völkern gehört. Die Er-1 Öffnung einer zweiten Front auf dery Balkan fei unmöglich, weil die bulgarische Küste stark befestigt sei.' Volk in diesen Jahren für unsere 'selbstandigkelt gekämpft. Falls wir das nicht getan hatten, so würden wir nicht mehr existieren. Es ist nun em- mat so, daß in der Welt auch eine aufgeklärte öffentliche Meinung das Interesse an den Volkern leicht verliert, die durch den Zwang der Verhältnisse nicht ihr Dasein sichern tonnen, so gerecht ihre Sache auch sein mag. 0 Anderer,-its erstreckt sich das Ziel unseres Kampfes nicht weiter als bis zur Sicherung^unserer «ich erh eit, s° daß wir Nicht wieder ohne Anlaß angegriffen werden tonnen. Wir suhlen die Beschränktheit unserer Kräfte, deshalb haben wir uns nicht in die mächtigen Kraftmessungen der Großmächte, die weitergehen, als unsere Lage es erfordert, einmischen wollen. Unser Volk sehnt sich nahir= lich nach Frieden wie jedes kriegführende Volk nach jahrelangen Kämpfen. Aber wir sehen noch nicht Zeichen der Beendigung unseres Krieges, weshalb auch weiterhin alle unsere Kräfte angespannt werden müssen. Unser Kampf hat schwere Opfer gefordert. Zehntausende haben für das Vaterland ihr Leben geopfert oder sind Inoalchen geworden. Etwa ein Zehntel unseres Landes ist m Ruinen verwandelt worden. Diese Opfer verpflichten uns, alles zu tun, um unserem Volk eine w 1 r r ° liche Sicherheit zu verschaffen. Der gegenwar. tiae Augenblick fordert Wachsamkeit und Mut Voraussetzung des Erfolges ist, daß wir m allen Schicksalsstunden fest zusammenbleiben. Dabei müssen wir immer als Richtschnur nehmen das Recht, den Vorteil und die Ehre des finnischen Volkes. besonderen, verlangen eine genaue Kenntnis der Spieltechnik, der Spielmöglichkeiten eines jeden im Orchester vertretenen Instruments, dazu ein großes technisches Können, das die Vielzahl der gleichzeitigen und der fortschreitenden Klangereignisse überblickt und den Gestaltungswillen in die klare Dirigierbewegung umsetzt. Nur eine überragende Musiker- und zugleich Führerpersönlichkeit kann diese Forderung erfüllen. Es ist eben nicht das Stäbchen, es sind nicht die beiden gestikulierenden Arme, die mit Zaubergewalt dieses Instrument, Orchester genannt, spielen, es ist der Künstler mit der Ueberzeugungskraft seiner Empfindung und mit der Ueberlegenheit seines Könnens! Musiker sind empfindliche und in ihrer Kunst geradezu unerbittliche und unduldsame Menschen. Wehe dem geringen Könner, der sich vor ein gutes Orchester zu stellen wagte und seine unreife Auffassung durchsetzen möchte: die gleichen Musiker, die dem Meister mit Heller Begeisterung folgen, versteifen sich zu passivem Widerstand, verwickeln den'Vermessenen während der Probe ziemlich boshaft in allerhand verfängliche Fachfragen, verwirren ihn mit unbewegten oder gar sarkastischen Mienen und überspielen ihn schließlich mit ihrem eigenem. Schwung, spielen ihn einfach nieder, so daß der Unglückliche am Dirigentenpult kaum im Taktschlagen mitkommt, wo er doch eigentlich führen sollte und wollte. Was der Hörer im Konzertsaal erlebt, ist tatsächlich das Schlußfest einer oft langwierigen Proben- arbeit. Mag es bei den großen Standardwerken mit kurzen Derständigungsproben getan sein, weil ihre Ausdeutung musikalischer Allgemeingut geworden ist, so fordert die Ausarbeitung eines neuen Werkes um so mehr Zeit, Fleiß und Mühe. Nach eingehendem Partiturstudium setzt der Dirigent in oft mühe« voller Kleinarbeit gemeinsam mit den führenden Instrumentalisten technische Einzelheiten, die die Einheit und die Gesamtgestaltung sicherstellen sollen, fest, dann beginnen die eigentlichen, viel Nervrn- kraft verzehrenden Proben, die wiederum nur eine e wirkliche Persönlichkeit einigermaßen reibungslos Rahmen seines mechanischen Werkes hat (vollkommene Freiheit in der Auswahl der Zeitmaße und eine gewisse Beschränkung der Farbgebung durch die Zahl der Register) mit ähnlicher Freiheit zieht der Orchesterleiter die unendlich empfindlichen Register seines vollkommensten Instruments, des Or- chesiers. Diese Tasten und Register sind künstlerisch denkende und fühlende Menschen, die bereit sind, ihre großen Fähigkeiten bis zum Aeuhersten für das gemeinschaftliche Werk einzusetzen, wenn sie spüren, daß der rechte Mann die rechten -Register zieht. Mit einer winzigen, aber zwingenden Geste holt der Dirigent die melodische Linie aus den verborgensten Klangverstecken, weist die minder wichtigen, begleitenden, füllenden Nebenstimmen in ihrer Bedeutung, in Ausdruck und Stärke zurück, pointiert die spitzen Akzente, beseelt den Gesang der Soli, der Gruppen, modelliert die Motive heraus: beleuchtet die Sätze und Gegensätze, hält mit selbstverständlicher Sicherheit die Zügel des Rhythmus, lenkt ihn zum Ausdrucksmittel, ballt die Kräfte seines machtvollen Instruments, heißt sie heroor- brechem in wahren Stürmen, befiehlt ihnen in Ruhe zu verströmen, zu verebben, zu ersterben. Wie nebenbei gibt er die Einsätze — den Bläsern früh genug, daß sie Anblaszeit haben und der Ton in voller Klarheit da ist, wenn er erklingen soll. Der Dirigent zwingt nicht, er begeistert seine Musiker zur intensivsten Mitwirkung. Und das Größte: er trögt- । für die Gesamtgestaltüng die Verantwortung! Diese vielfältigen Aufgaben erfordern begreif» I licherweise eine restlose Versenkung in sie, fordern ’ ein umfassendes Wissen um die Musik, im allge- I meinen und nm das jeweils dargestellte Werk tm Helsinki, 1. März. (DNB.) In feierlicher Sitzung des finnischen Reichstages erfolgte der Amtsantritt des wiedergewahlten Staats- Präsidenten Ryti. Nach der Vereidigung auf die Verfassung richtete der Relchstagspraildent an den Staatspräsidenten eine kurze Ansprache, m der er erklärte, daß das finnische Volt m Ryti einen Staatsmann kennengelernt habe, der immerms zum letzten seiner Pflicht nachgekommen se: Staatspräsident Ryti habe, ein geschlossenes Volk hmter sich, dessen Weg klar und sauber sei. Staatspräsident Ryti führte sodann aus: Der Krieg wird fortgesetzt. Finnland hat nie etwas anderes gewollt als friedliche freundschaftliche Beziehungen besonders zu s^men Nachbarn, [djtoffenen Nichtangriffspaktes wurde Finnland das tapfer eines ungerecht fertig teu An a r i f f s Zum Anlaß dieses Krieges wurden Ziele genommen5 di- der Nachdarftaat vorn> Standpunkt seiner Sicherheit als notwendig pachtete Gleich nach Beginn des Krieges wurde ledoch klar, daß diele Siele ganz Finnland umfaßten. Wir verteidigen unsere höchsten Werte, unser Lartd, unsere Familien, unsere Freiheit, untere Kultur und die Zukunft unseres Volkes. .Nach unserer Auffassung hat jedes Volk, auch em, kleines,das Recht und die Pflicht, falls es selbständig bleiben will sich gegen aUe Angriffe zu verteidigen. Das Volk muß zu sich selbst Zuversicht haben. Wir haben vielleicht entschlossener als irgendein anderes kleines gerufen wird, die sich zu unermüdlichem Emiatz für Volk und Reich stellt, will und muß wißen, ob es die Schwestern ihr aleichtun und ob sie es ihr vielleicht sogar vorantun. Jetzt, hier und heute muh es sich zeigen, so sagt der Helle - Frauenverstand, und er hat Recht damit. , Wenn heute nicht Hunderte und Tausende, son- , dern unübersehbare Scharen von Bauernfrauen tn , der Woche sechzig, siebzig und mehr Stunden aus freiem Entschluß und aus Verantwortungsbewutzt- j sein auf dem Hof dienen und zugleich eine ganze . Kinderschar betreuen, wenn sie nut echt fraulicher ( Sorglichkeit die Ernte treulich einbrlngen, wenn Jte die Viehzucht nicht übersehen und zugleich dafür sorgen, daß mit ganz wenigen Hilfskräften auch , der letzte Quadratmeter ordentlich bestellt, gedüngt . und gepflegt wird, dann ist das eines der großen 1 und vielen Beispiele. Und es wird mancher Städterin, die sich über eine schwere Last beklagt, eine heilsame Beschämung bringen Begegnet ihr diesen Bäuerinnen einmal, die noch bis zum tiefen Abend — und ein Bäuerntag beginnt beim ersten Hahnenschrei - schaffen, dann zieht den Hist vor ihnen, denn sie haben es verdient. „Nährmutter des Volkes" hat sie der Alte Fritz zu seiner Zeit genannt, und diesen Ehrentitel haben sie sich neu errungen in unseren Tagen. . ro.. Weit draußen vor der Großstadt steht em Rüstungswerk, uckd auch da finden wir Frauen, Frauen und Frauen. Eine ältere Frau lernt gerade die jungen Reserven an, Mädel und Frauen aus allen Berufen. Sie. macht nicht viel Wesens von sich, diese Lehrmeisterin, die mit unerreichter Kon- nerschaft im Apparatebau tätig ist. Nur wenige willen, daß sie daheim drei Kinder hat und daß diese Frau fast auf den Tag seit drei Jahren hier freiwillig tätig ist. Sollen da die anderen ihre kümmerlichen, kleinen Sorgen und Nöte ausbrecken? Nein, ein solches Beispiel läßt die Kräfte wachsen, und ein solches Vorbild erreicht es, daß sie alle schon in den ersten Tagen etwas von dem Stolz spuren, tätige Glieder einer gigantischen Organisation zu sein. Wenn draußen die neuen Bomber emge- slogen werden, dann wissen sie, daß auch sie dazu mitgeholfen haben, und daß sie nun den Mannern und Brudern eine gute Waffe liefern dürfen. Ein kleiner Elektrokarren mit Werkzeug und Gerät rattert vom Morgen bis zum Abend über das weite Gelände einer U-Boot-Werft. Ringsum wachsen die Schiffsrümpfe in die Höhe Schweißapparate und Niethämmer geben die Dkustk ab, über das Mädel auf dem Karren ist es schon so gewöhnt. Und sie navigiert wie ein geborener Steuermann ihr winziges Fahrzeug durch das Leben und Treiben. Im Dock wird em Kreuzer bearbeitet, und da braucht man ihre Werkzeugkasten. Einmal wird auch dieses Mädel wieder eine Bibliothekarin sein, aber heute ist sie stolz darauf daß sie den Karren beherrscht. Und niemals wird sie diese große Lehrzeit vergessen. In einem Riesensaal werden Anker und Kabel gewickelt. Wie wild tanzen die Spulen auf dem Gerät, da müssen die Frauen gut achtgeben, daß nicht eine Sekunde ein Apparat leerläuft. Ehrensache, datz man nur tadellose Sachen abliefert, und daß man den Prüfständen keinen Kummer macht. Die grauen hier haben alle kleine Kinder daheim und kommen aus den verschiedensten Häusern. Jetzt aber tragen sie alle das gleiche Kleid, und niemand fragt danach, ob es eine Oberinspektorin war, die eben bet Der Schmiedefrau Rat und Beistand suchte. Im Takt- scklag geht die Arbeit dahin, und wenn der Betriebsleiter durch seine Halle gebt, dann ist er unbändig froh darüber, daß seine Frauen längst das notwendige Pensum schaffen. Ein glühender Erzblock kippt aus der Weißglut auf einem Nebengleis fahrfertig gemacht wird Sie Presien und Hämmer muß er laufen, ehe das lange rotleuchtende Band handgerecht ist. Da steht em alter Facharbeiterfund packt, immer im entscheidenden Augenblick, mtt der Riefenzange den glühenden Wurm. Umpressen, Formen, .Kammern und Lautern — das greift alles ineinander Die Frauen können bei vielen Arbeitsgängen Hilfe leisten, und sie hm es gerade hier doppelt gern. Ist es nicht symbolisch, was hier vorgebt. Ehe das neue Deutschland fertig ist, unbezwinglich durch alle feindlichen Waffen, müssen wir alle durch Reckhammer und läuternde Flammen. Die Frauen verstehen dieses Sinnbild, und sie vergessen dieses Bild nie. Frontschwestern blicken aus dem Lazarettzug, der auf einem Nebengleis fahrtfertig gemacht wird. Sie haben 0 vieles zü bedenken und zu tun, dasi sie nur selten einmal Ausschau halten können. Draußen, hinter dem Zaun, werden neue Waffen gestapelt, und auch hier können Frauen mithelfen und das ihre leisten. Wie rechte Geschwister blicken sie sich an: die im blauen Arbeitskittel hier und die tm Waschkleid mit dem Roten Kreuz dort. Und sie grüßen sich herzlich. In Monaten, in Jahren haben sie beide bewiesen, was Frauen in unserer Zeit zu Komitee vom Roten Kreuz in Genf eingegangen: Wir danken für Weihnachtsbotfchaft aus fteimat, Bitten, unseren Verwandten beste Wünsche für kommendes Jahr übermitteln. Al les wohlauf im Lager." Der Stabschef der SA. besuchte gemeinsam mit dem Reichskriegsopferführer, <^.-Obergruppenftchrer Oberlindober, die genesenden De^undeten des Re girnents „Feldherrnhalle" NSKOV.-Erholungs beim „Frontkämpferdank" in Zakopane. Der Stabschef dankte ihnen für ihren vorbildlichen Einsatz uckd besichtigte das vorzügliche Erholungsheim der NSKOV., wo er an einem Kameradschaftsabend ten- nahm. * In Anerkennung der japamsch-mandschurifchen Zusammenarbeit hat der Tenno dem Kaiser Mandschukuo einen Kriegs-Orden verliehen und ihm Erinnerungsmedaillen an den 2603. Jahrestag de Gründung des japanischen Reiches überreichen lassen. » Frau Tschiangkaischek wird in Neuyork erwartet, wo sie im Madison Sguare Garden sprechen „Das neue Schulzeichnen." Eine in Augsburg vom Leiter der Arbeitsgemeinschaft für Kunsterziehung im NS.-Lehrerbund, Pros. Griebel, organisierte Ausstellung., vermittele wertvolle Einblicke in die neuen Lehr- und (sr8 ziehungsmethoden auf dem Gebiete des Schulzeichnens, die eine vollkommene Abkehr von der seither geübten Praxis bedeuten. Die Ausstellung (Pflanzen, Tiere, Gruppenbilder, Ornamente, Schriften, Kalender, Stickereizeichnen, Reliefzeichnen) gibt ein Bild von dem systematischen Aufbau des Lehrplans. Was in dieser Schau der acht- bis 16jährigen Madel als Ergebnis eines einjährigen Unterrichts bet nur Inständiger Anleitung pro Woche in Einzel- und Gemeinschaftsarbeit erreicht wurde, ist überraschend. Fern von jeder Schablone und in Ablehnung Der Tendenz, Kinder zu Kunstdilettanten her- anzüzüchten, ist das Ziel der neuen Unterrichtsmethode darauf gerichtet, den Unterricht dem Denk- und Fassungsvermögen der einzelnen Altersstufen genau anzupassen, der kindlichen Phantasie möglichst freien Spielraum zu lassen, Form« und Farbensinn zu bilden, die Freude am schöpferischen Werk zu wecken und in die Bahnen künstlerischer Harmonie und Schönheit zu lenken. Besonderer Wert wird auf die Pflege der alten Techniken gelegt, wie sie sich zum Teil heute noch in manchen Gegenden als echte Volkskunst erhalten haben. Karl Hossel. Prof. Walther Kolbe gestorben. Am 24. Februar starb der Professor für alteGeschichte an de ^Universität Freiburg, Dr.phil. Walther Kolbe. Der besonders auf dem Gebiet der hellenistischen Geschichte und griechi- scheu Epigraphik bekannt gewordene Gelehrte wurde 1876 auf der Insel Wollin geboren. Er studierte und promovierte in Berlin und machte dann längere Reisen durch Griechenland, Kleinasien und Italien^ 1905 wurde er auf den neu gegründeten Lehrstuhl der alten Geschichte an der Universität Rostock berufen, 1918 folgte er einem Ruf nach Greifswald und ging 1927 nach Freiburg. Den ersten Weltkrieg machte er als Leutnant mit. Seit 1933 war Kolbe . Mitglied der Heidelberger Akademie der Wisfenschaf- : ten und des Reichsinstituts für Archäologie. 1938 Bangkok, 1. März. (Europapreß.) Am Sonntag, dem 19. Tage des Hungerstreiks, hatte Gandhi Unterhaltung mit vielen Besuchern, darunter auch dem früheren Ministerpräsidenten von Madras, der den Mahatma jetzt zum drittenmal im Gefängnis besuchte. Devdas Gandhi, der Sohn des Mahatma, erklärte, daß fein Vater — trotz Gewichtsabnahme — außer Gefahr sei. In allen Teilen Indiens fanden Demonstrationen statt. In Poona marschierten Studenten nach dem Haus, in dem Gandhi ein- gesperrt ist. Sie wurden von der Polizei gewaltsam verttieben: zahlreiche Demonstranten wurden verhaftet. In Allahabad wurde in einer Massenver- ammlung für das Leben und den Erfolg Gandhis gebetet. Polizei vertrieb die Menge und verhaftete 15 Personen. In Bombay und Ahmedabad sind alle Fabriken geschlossen. Reichsgerichtsrat Altötter vom Reichsjustiz. Ministerium erklärt, auf dem Gebiet des Fammen- rechts sei nach den bereits ergangenen gesetzgeberischen Maßnahmen, wie neues Ehegesetz, Kindschaits- recht und Erbrecht, der Weg für weitere Neugestal- hingen, besonders im Rahmen des ehelichen Guter- rechts frei. Hierbei werde der Grundsatz im Vordergrund stehen müssen, daß nicht das individualistische Interesse des Ehegatten entscheidend sein darf, sondern die Sicherung und Stärkung der Familie, deren Aufbau und Eingliederung in das Gefüge der Volksgemeinschaft Zweck der Ehe und vornehmste gemeinsame Aufgabe der Ehegatten ist. Weiter blieben die Wandlungen zu berücksichttgen, die die Stellung der Frau im Erwerbsleben erfahren habe. Auch die Erneuerung des Rechtes der Kindesannahme erscheine so dringlich, daß chre baldige Lösung anzustreben sei. Im Erbrecht seien weitere Reformarbeiten zur gesetzlichen (Abfolge und zum Pslichtteilsrecht in Angriff genommen. Bulgarien feiert den Beitritt zum Oreierpakt. General Eisenhower sah sich genötigt, angesichts der durch die deutsch-italienischen Operationen geschaffenen neuen Lage' in Tunesien mit General Alexander „an Ort und Stelle zu sprechen . 4 Das Kriegsministerium in Washington gibt bekannt, daß jetzt mehr als 4 500 0 0 Neger in der USA.-Wehrmacht Dienst tun. Mehr als 60000 smd außerhalb des amerikanischen Kontinents ein* gesetzt. * Wendel! Willkie will sich für die Präsidentschafts- wahlen in den USA. im Herbst 1944 wiederum als Kandidat der Republikaner aufstellen lassen. Kunst und Wiiienschast. Auch im Westen sei eine zweite Front unmöglich und würbe das Schicksal von Dieppe mit sich bringen. Eine Landung auf der Pyrenäen-Hchbmsel sei undenkbar, da Portugal eine Verständigung mit Spanien erzielt habe. England wünsche ein sich zersetzendes Bulgarien, das als Dünger für den englischen Imperialismus dienen soll. Das Ende des Krieges und damit der Sieg der europäischen Gemeinschaft sei nicht mehr fern. Oie türkische Nationalversammlung neu gewählt. Istanbul, 1.März. (Europapreß.) Am Sonn- taa haben die am 21. Februar gewählten Wahl- männer die Wahl der türkischen Nationalversammlung vollzogen. Die prominenten Persönlichkeiten des politischen Lebens, der Staatspräsident, der Ministerpräsident, die Mitglieder der Regierung und der Präsident der Nationalversammlung wurden mit überwiegender Mehrheit wiedergewahlt. Von den gewählten 453 Abgeordneten gehörten sonst ie- doch nur 312 der aufgelösten Nationalversammlung an. 141 Parlamentarier sind „neue M ä n n e r , denn es war eine Funktion der Parlamentsauflo- sung, der Nationalversammlung neue jüngere Kräfte zuzuführen. Die neugewählten Abgeordneten treten am 7. März zur ersten Fraktionssitzung zusammen. Auf dieser wird das Arbeitsprogramm der neuen Nationalversammlung festgelegt werden. Zn ganz Indien Demonstrationen für Gandhi. Die Schlußakte eines rauschenden Orchesterfestes: mit hinreißendem Schwung erstürmen die Geigen die äußersten Höhen und verharren dort über Violen und Celli in flirrendem Tremolo, breite Bläserchöre überbrücken die letzten Klangspannungen, die Pauken wirbeln ein gewaltiges Crescendo, noch drei wuchtige Schläge, und wie eine abschließende Kuppel ragt die Majestät des Grundakkords, den mitten in seiner Macht ein kleines, herrisches Ab- winken des Dirigenten abbricht! Einen Atemzug lang ist ergriffene Stille. Dann rast der Beifall los ... Der Dirigent wendet sich feinen Hörern zu: er hat ein blasses, von der Anspannung gezeichnetes Gesicht: er verbeugt sich, noch ein wenig abwesend und doch ganz Weltmann. Und wie der Beifall fein Ende nehmen will, gibt er ihn weiter an seine Musiker, die auf sein Zeichen aufstehen, um den erneuten Beifallssturm sichtbar zu quittieren. Das Fest ist aus, und bald beginnt die Diskussion. Die Rede, das Für und Wider, geht viel um den Dirigenten. Die einen sind begeistert von seiner Künstlerpersönlichkeit, von der Gültigkeit feiner Ausdeutung. Ein anderer klagt dagegen, daß die sehr persönliche Werkauslegung fast ha‘5 Werk Überwuchere, oder daß das Schauspiel dieser faszinierenden Gebärdensprache zu sehr nach außen wiese. Wieder ein anderer wagi gar die Frage, ob dieser berühmte Mann überhaupt nötig gewesen fei, ob dieses wunderbare Orchester, in dem bekannte Künst- - ler als Instrumentenführer und als Solisten wirken, nicht auch bei weniger bedeutender Stabführung ebenso genau und ebenso klangschön musiziert hätte. Zudem seien die geheimnisvollen Zeichen mit dem weißen Buchenholzstäbsten ja unhörbar, und wenn einmal eine Dirigierbewegung mißriete, bann sei (ganz anders als bei der klingenden Fehlleistung des Instrumentalisten) keine klangliche ober gar musikalische Katastrophe die Folge. Ist die Leistung besteht diese Leistung? Das Orchester ist in seiner Gesamtheit nichts anderes als ein großes, sehr fein abgestuftes Musikinstrument, eine Orgel mit vielen lebendigen Regi- tem. Der Dirigent ist der Spieler.'Wie der Organist die Freiheit der musikalischen Gestaltung im das Dirigieren" (1869) der erste große Lehrer dieser spät entwickelten Disziplin — steht auf seinem überaus exponierten Posten als dem Komponisten kon» genialer Nachschaffender, als Diener am Werk, aif Führender im Musikleben eines Volkes. Zeitschnffen. — Eine kritische Würdigung des Malers Wilhelm Trübner gibt Karl Scheffler im Januarheft der Monatsschrift „D i e K u n st" (Verlag F. Bruckmann^ München). Von Ulrich Christoffel lieft man eine Betrachtung der Bildnereien von Georg Brenninger^ einem Schüler von Hermann Hahn an der Münchner Akademie. Ein Beitrag von Anna Klapheck-Strüm- pell behandelt zeitgenössische toskanische Künstler Der II. Teil der „Kunst" zeigt ein Haus in Frohnau von Architekt Fritz Glantz (Berlin) sowie viele neuzeitliche Herrenzimmer und Arbeitsräume verschieb dener Architekten, die manchem begrüßenswerte Sin« regungen bringen werden. Die ganz reizenden Künst. lerpuppen von Anna Fehrle (Schwäbisch-Gmünds und Weihnachtstischschmuck von Lotte Winter be» enden das Heft. - Die „Mo den well" (im Deutschen Verlag» Berlin) bringt m ihrem neuen Heft die ersten ftrütJ jahrsmodelle 1943. Man sieht zeitgemäße Komplets und Mäntel. Man findet sportliche Kleids aus wenig Stoff, Blusen und Kleide?garnittlren E« «ibt Dorschläge str Nachmittag-kl-idungsmodell- füt Vollschlanke und viele Vorlagen für £ Mädchen. Auch Mg-mähe Frisuren und neue ftütj Ä«0K«8 m^Än6arbeit3tett zahlreich- Mu mgretten fürs Babykleu^ vollbringen wissen. Der Zug fahrt an, und drüben wird ein Waggon nach dem anderen geschlossen Man winkt hin und her: „Macht s gut! Mr^nd unternahm er Ausgrabungen auf der Akropolis kn Athen, die für die Geschichte des Parthenons von größter Bedeutung werden können. Der schwäbische Komponistenpreis für Hermann Rentier. Der württembergische Kultusminister Mergen- thaler verlieh den schwäbischen Komponistenpreis des Jahres 1942 nach Anhörung des Preisgerichts dem Komponisten Hermann R e u t t e r aus Stuttgart. Direktor der Staatlichen Hochschule für Musik in Frankfurt, „in Würdigung seines Schaffens, aus dem die Oper Odysseus", das Chorwerk „Gesang des Deutschen" und die „Chorfantasie" nach Worten von Goethe als jüngst entstandene Tonschöpfuna hervorzuheben sind". Einen weiteren Preis erhielt der Komponist Hans G a n s s e r, Professor an der Staatlichen Hochschule für Musik in Stuttgart, „für sein künstlerisches Schaffen als Vertoner von heißempfundenen Liedern"; dem Komponisten Paul Bleyle (Stuttgart) in Würdigung seines Gesamtschaffens und Professor Hans B r e h m e (Stutt- gart) für seine Oper „Der Uhrmacher von Straß- urg" wurde eine öffentliche, ehrenvolle Anerkennung ausgesprochen. Hermann Reutter, 1910 in Stuttgart geboren, gehört seiner Abstammung und Ausbildung durch Courvoisier in München dem süddeutschen Komponistenkreis an. Die engen Beziehungen zum Volkslied, das mehrfach seinen Jnstrumentalkompositionen thematisch zugrunde lag, die Verwendung volkstümlicher Stoffe in seinen Bühnenwerken („Dr. Johannes Faust", nach dem Volksbuch, das Ballett „Die Kirmes von Delft" nach einer Legende der Brueghelzeit), die urwüchsigen „Bettellieder" deuten die Richtung an, die Reutter frühzeitig eingeschlagen und innegehalten hat. Dieser eigene Stil sicherte auch seinem weltlichen Oratorium „Der große Kalender" Anerkennung. Dem Chorischen wies auch die im Oktober 1942 in Frankfurt uraufgeführte Oper „Odysseus" neue Aufgaben zu. s Willy Birgel am Dirigentenpull. Mit dem Terra-Film „Musik in Salzburg" unter der Regie von Herbert Maisch soll ein buntbewegtes, musikerfülltes und von der unvergleichlichen Atmosphäre Salzburgs getragenes Bild lener fest- lichen Veranstaltungen gezeichnet werden, die alljährlich aufs neue den Ruhm deutscher Kunst -in die Welt tragen und im Zeichen Mozarts stehen. Willy Birgel ließ in der Rolle des Generalmusikdirektors Klinger die unsterblichen Mozart-Melodien aus „Figaro" und „Don Giovanni" in verschwenderischer Fülle des Wohllauts und beseligender Heiterkeit Klang werden. Der Beifall des Hauses bedurfte kaum der Lenkung. Bei den Szenenausschnitten aus „Don Giovanni" stand Lil D a g o v e r als Kammersängerin unter dem erlesenen Ensemble. Die Fäden der Handlung spielen von der Bühne herab ins Parkett — hier saßen, noch kaum berührt von dem liebenswürdig sich verstrickenden Schicksal, das kurz vorher erst zart sich anbcchnte, Thea Weis als die Verkörperung lieblicher Jugend und Hans Nielsen als ihr ahnungsloser Gefährte ... Welche Mühe an jedes einzelne Bild gewandt werden muß, erlebten die zwölshundert Zuhörer im Festspielhaus sozusagen nebenbei, während die Lichtbündel der Scheinwerfer bald hier, bald dort die Brennpunkte der Arbeit heraushoben. Hermann Hacker, hochschulnachrichlen. An den Folgen eines Kopfschusses starb der Dozent für Zoologie an der Universität Tübingen, Dr. Paul Dittus. 1911 in Vaihingen geboren, hat er in Tübingen studiert und sich 1940 habilitiert. Seine Hormonforschung führte ihn mehrere Male an die Zoologische Station Neapel. — Der n. b. a. o. Profesior für slaoische Philologie an der Universität Göttingen, Dr. Maximilian P r a u n , wurde zum Ordinarius für slaoische Philologie an der Universität Posen ernannt. Braun wurde 1903 als Sohn eines früheren Leipziger Professors in Petersburg geboren, ging /dann nach Dorpat und studierte später in Leipzig. 1932 habilitierte er sich dort, 1936 wurde er Dozent in Göttingen. Braun, der sich im Heeresdienst befindet, ist mit einer allgemeinen Darstellung der Geschichte Rußlands und einem Buch über Südslavien hervorgetreten. — Der Dozent für romanische Philologie an der Universität Berlin, Dr. Günter Reichenkron, wurde zum o. Professor für romanische Philologie in der philosophischen Fakultät der Reichsuniversität Posen ernannt. — Der in München im Ruhestand lebende einer. Ordinarius für gerichtliche Medizin an der Universität Breslau, Professor Dr. Karl Reuter, vollendet sein 70. Lebensjahr. In Hannover aeboren, studierte er in Göttingen, Freiburg und München und promovierte 1897 in Göttingen. Bis 1906 wirkte er als Assistent, Projektor und von 1906 bis 1919 als Gerichtsphyfikus in Hamburg. Von 1918 bis 1029 war er als a. ix Professor für gerichtliche und soziale Medizin an Ser Universität Hamburg und wurde 1929 als Ordinarius' nach Breslau berufen. Aus -er Etadi Gießen. Oer erste Frühlingsmonat. Der Beweis für die Tatsache, daß der Winter mit dem Märcheginn seine Macht als gebrochen an- sehen muß, ift die zunehmende Dauer des Sonnenscheins. Im Laufe des März scheint die Sonne um volle zwei Stunden länger, d. h. sie geht morgens etwa um 1 Stunde 10 Minuten früher auf (Stichtag 31. März) und 53 Minuten später unter als zu Beginn des März. Bereits um die Mitte März fällt der Sonnenaufgang 32 Minuten früher als am 1. März, der Untergang verschiebt sich um 26 Minuten später gegenüber dem 1. März. Damit ergibt sich, daß der Tag im Laufe des März schließlich mehr als zwei Stunden länger dauert als Ende Februar. Aus dieser starken Zunahme der Sonnenscheindauer ergibt sich ein entsprechender Einfluß auf die Tagesmitteltemperaturen. Wenn es vielleicht noch zu Frösten kommt, so handelt es sich im wesentlichen um Fröste, die ihre Schwerpunkte auf die Nachtstunden verlegen, während es in den Mittagsstunden durch den Einfluß der Sonnenkraft wärmer wird. Was sich im Februar and ahnte, jetzt will es wirklich werden: der Frühling naht! Im märzlichen Regen, in der föhnigen Luft ahnen wir ihn, wir glauben den Duft grüner Triebe und sprießender Knospen wahrzunehmen, wenn wir in diesen Tagen hinausziehen, in denen die Natur sich erneuert. In den Gärten blüht schon der Krokus. Die Gänseblümchen werden zu den rührigsten Boten des Frühlings, die Buschwindröschen lugen mit weißen, lila überhauchten Kelchen durch das vorjährige Fallaub, der zarte Sauerklee öffnet feine großen weißen, purpurn geaderten Blumenblätter, der Seidelbast lockt mit duftenden, rötlich-violetten Blüten die ersten, dem Winterversteck entflohenen Insekten, am Bachrand blüht grünlich-gelb das Milzkraut. So begegnet uns der März als erster Frühlingsmonat in diesem Jahre hoffentlich mit all den Schönheiten, die der beginnende Lenz in sich vereinigt. Nachdem die letzten Winter uns um den Genuß des Frühlings brachten — er dauerte nur wenige Wochen und ging schnell in den eigentlichen Sommer über —, rechnen wir in diesem Jahre wieder mit normalen Vegetationsverhältnissen. Seiner überlieferten Art entsprechend wird in diesem Jahre der Frühling wieder seinen wissenschaftlich nachgerech- neten „Marsch durch Deutschland" antreten. P. GA.-Schießweßrkänipfe 1943. Auf Befehl der SA.-Gruppe Hessen fand am Sonntag die Einweisung für die SA.-Schießwehr- kämpfe 1943 auf dem Standortübungsplatz Gießen statt. Daran beteiligt waren sämtliche Führer der SA.-Standarten 87 (Limburg), 116 (Gießen), 145 (Büdingen), J 33 (Marburg), J 11 (Wetzlar) und 222 (Friedberg), die Führer der Sturmbanne, die Standartenschießwarte und weitere SA.-Führer. Die SA.-Standarte 116 (Gießen) stellte 6 Mannschaften für den Mannschaftsschießwehrkampf und die ff • die Einweisung und die Organisation notwendigen SA.- Unterführer und Männer. Die Einweisung nahm den vorgesehenen Verlaus. An dem Einweisungsschießen beteiligten sich auch die SA.-Führer der SA.-Standarten. Das Schießen im Gelände hat den Beiweis erbracht, daß die SA.-Schießwehrkämpfe 1943 dazu beitragen werden, die allenthalben an« gestrebte Webrbereiflchaft der Heimat zu stärken. Im Rahmen dieser SA.-Schießwehrkämpfe werden außer der SA. und den Gliederungen der Partei auch alle schieß sporttreibenden Vereine und Verbände antreten. Diese als Vorübung durchgeführte Einweisung erbrachte die' Bestätigung, daß der organisatorische Verlauf der SA.-Schießwehrkämpfe 1943 als gesichert angesehen werden kann. ** GießenerVortragsring. Im Rahmen des Deranstaltungsplanes des Gießener Vortrags- rinaes (Goethe-Bund, Kulturelle Vereinigung und Volksbildungsstätte G'eßen der NS'G. .Kraft durch Freude") wird am Donnerstag, 4. März, Kurt Hielfcher in einem Lickstbildervorttag über „Rumänien, insbesondere die deutsche Kultur in Sie- benhü^en" sprechen. ** Stillgeld bis zur 26. Woche. Nach einem Erlaß des Reichsarbeitsministers an die Kran- kenoersicherungsträger ist den berechtigten Familienangehörigen der Versicherten, solange sie stillen. Stillgeld über die 12. Woche "nach der Niederkunft hinaus bis zum Ablauf der 26. Woche als Mehrleistung zu aewähren. Die Regelung, die auch für laufend- Fälle gilt, ist am 1 März in Kraft g»^"ten. ** Stadtbücherei Gießen. Im Monat Februar wurden 1758 Bände ausgeliehen. Davon kommen auf Romane 1171. Jugendschriften 254, Reisebeschreibunaen 68, Geschichte und Lebensbeschreibungen 117, Kunst 5, Technik 53. Kriegsgeschichte 58, Politik 19, Ges. Werke 10 Bände. Glück auf, Renate! Boman von Ernst Grau. 10. Fortsetzung. (Nachdruck verboten ) „Sind wir angelangt?" „Leider", seufzte er in komischer Verzweiflung. „Wir sind am Ziel —" Dabei lenkte er den Wagen in den breiten Garagenhof und war dann dem Wagenmeister behilflich, das Rad herunterzunehmen. Sie stand daneben und sah zu. Schade, fuhr es ihr noch einmal durch den Sinn. Dann reichte sie ihm die Hand. J)aben Sie herzlichen Dank, Herr Werner. Und auf Wiedersehen!" Er hielt die schmale, kräftige Hand fest in der seinen. „Und ich sehe Sie bestimmt wieder? Versprechen Sie mir das?" „Das verspreche ich Ihnen", sagte sie fast gegen ihren Willen. Sie fühlte sich recht schuldbewußt bei diesen Worten. Es würde ein Wiedersehen geben, wie er es bestimmt nicht erwartete. * Als Direktor Terbrüggen am Montag früh fein Privatkontor betrat, hatte Meinders, wie üblich, die Post bereits geöffnet und sortiert. „Was Besonderes heute?" fragte Terbrüggen nach knapper Begrüßung, wühreird er Hut und Mantel sorgfältig in den Schrank hängte und seine etwas gedrungene Figur im Spiegel musterte. „Eigentlich nicht", kam es etwas gelangweilt vom Tisch zurück. „Die Wörmann-Linie bestätigt endlich das neue Kohlenlieferungsabkommen, was ja vorauszusehen war. Sonst alles laufende Sachen. Ein Privatbrief von Hammerkott an Sie ist noch dabei —" / „So? Woher schreibt er denn?" fragte Ter« brüggen ohne sonderliches Interesse zurück. Er hatte sich inzwischen an seinen Platz gesetzt und nahm den Brief in die Hand. „Aus Köln — da ist er vermutlich wieder auskuriert und fährt nun nach dem Nürburgring — na, meinetwegen —" Er zündete sich genießerisch eine Zigarre an, bann schnitt er den Bries auf und las. Solche Briese kamen öfter, und es war meist nichts Eiliges oder gar Aufregendes daran. Meinders saß ihm gegenüber, rauchte seine Zigarette und sah müßig zu. Doch er wurde aufmerksam, als er sah, daß der andere einen roten Kopf bekam. „Lächerlich! So etwas hat uns hier noch gefehlt", schimpfte Terbrüggen vor sich hin, während er die wenigen Zeilen überflog. „Wirklich — es ist —" „Was gibt es denn?^ unterbrach Meinders und zerdrückte den Rest, feiner Zigarette. „Da —", Terbrüggen warf ihm das Papier zu, ..lesen Sie meinetwegen selbst. Ein sehr tüchtiges Müdel, das sich hier in den Betrieb einarbeiten will — wird was Rechtes sein — als ob wir hier ein Pensionat für höhere Töchter hätten." Meinders hatte den Brief aufgenommen. Er lachte beim Lesen leise vor sich hin. Eine bittere Pille, mein Lieber, dachte er belustigt. Aber diesem Terbrüggen ist auch das zu gönnen. Es war schon dafür gesorgt, daß die Bäume nicht in den Hammel wuchsen. „Sehen Sie, das haben Sie nun davon, daß Sie so sehr hinter der Generalvollmacht her waren", sagte er und reichte den Brief wieder hinüber. „Ich habe Sie ja immer gewarnt. Wer weiß, was er Ihnen nun schickt. Wahrscheinlich setzt er Ihnen nun irgendeine Bekannte als Aufpasser vor die Nase. Aber Sie wollten ja nicht hören." „Ach, Unsinn?" wehrte Terbrüggen ärgerlich ab. „Das glaube ich nicht. Sicher handelt es sich da doch nur um so ein Protektionskind, das etwas sucht, um seine Mußestunden auszufüllen. Ich kann die ganze Sache nicht recht ernst nehmen, beim besten Willen nicht." „Dann begreife ich nicht, daß Sie sich darüber so aufregen", warf er gleichgültig ein. „Wenn es sich nach Ihrer Meinung nur darum handelt, dieses Die Frau am Steuer. Zum Ehrendienst für das Vaterland aufgerufen. Wir kennen sie auch in Gießen, die Frau am Lenkrad des Kraftwagens. Vor dem Kriege war sie in unseren Straßen, ebenso wie in anderen Orten, ein häufiger Anblick. Seitdem die Autos Kriegsdienst leisten müssen, ist die Frau am Steuer erst immer seltener geworden, schließlich ist sie in Gießen und in unserer engeren Umgegend völlig aus dem Straßenbild verschwunden. In Großstädten «dagegen kann man die Frau als Krastwagenlenkerin immer noch häufig sehen. Zwar lenkt sie auch dort keine Autos zu Vergnügungsfahrten, die in der Kriegszeit überall mit Recht Anstoß erregen würden, aber sie führt z. B. die Paket-Kraftwagen der Reichspost, Milchtransporte, Sanitätsautos, ja selbst Lastkraftwagen zur Beförderung von Kohlenlieferungen usw. sind ihrer fahrkundigen Hand anvertraut. Und überall hat sich die Frau am Steuer auch bei dieser ungewohnten Aufgabe ihren Pflichten gewachsen gezeigt. Nunmehr soll die Frau als Autolenkerin stärker als bisher wieder im Straßenbild auch der Mittelund Kleinstadt, ja sogar in den Dörfern sichtbar werden. Dazu ist sie — wie mir gestern berichteten — vom Deutschen Frauenwerk aufgerufen worden. Hier werden allen Frauen und Mädchen, die bereits einen Führerschein für Kraftfahrzeuge besitzen, neue Kriegsaufgaben gestellt. Es handelt sich dabei nicht etwa um eine Schein arbeit, um sog. Druckposten, sondern um eine ernste, durch den Kriegseinsatz der Frau besonders verpflichtende Tätigkeit. Durch die Verwendung der Autofahrerinnen am Steuer sollen wehrpflichtige Kraftfahrer, die bisher noch nicht zu ersetzen waren, abgelÖst und für den Waffendienst im Felde freigemacht werden. Schon hieraus ist ersichtlich, daß die Autolenkerinnen nunmehr zur Erfüllung einer wichtigen Aufgabe berufen sind. Sie werden für den lebenswichtigen Transportdienst, also z. B. Beförderung von Lebensmittelsendungen von den Lagern zu den Geschäften, zu Mllchttans- porten, zu Fahrten für das Rote Kreuz, im Postpaketdienst, für Arztautos usw. oder an anderen lebenswichtigen Einsatzstellen gebraucht und dort mit vollwertiger Arbeit beschäftigt, die als solche für jedermann ohne weiteres erkennbar ist. Ferntrans- portfahrten werden nicht in Bett acht kommen, nach Möglichkeit sollen die Frauen auch beim Fahren von Anhängertransporten nicht verwandt werden, in der Regel dürfte es sich bei ihrem Kraftfahrdienst nur um Autotransporte auf kurze Sttecken und um Fahrten innerhalb der Stadtgebiete handeln. Natürlich müssen gewisse körperliche Voraussetzungen gegeben fein, denn die Fahrerinnen werden bei der Beförderung der Güter und Warensendungen gelegentlich mit anzufassen und vor allem laufende kleinere Reparaturen an dem Wagen selbst vorzunehmen haben. Wenn man aber bedenkt, daß eine Kraftfahrerin auch schon in Friedenszeiten unterwegs jederzeit mit der Möglichkeit einer Panne am Wagen zu rechnen hatte und sich dann nur auf die eigene Kraft gestellt sah, d. h. selbst Hand an- legen mußte, um wieder flott zu werden, so muß man schon sagen, daß derartige Betriebszwischenfälle auch jetzt im Krieg von der Fahrerin gemeistert werden können. Für die aufgerufenen Frauen und Mädchen ist es besonders wichtig, zu hören, daß nicht daran gedacht ist, sie irgendwie in gemeinsamen Unterkünften, etwa Kasernen oder Ladern, zusammenzufassen, ebenso ist nicht an eine Uniformierung gedacht. Sie werden also in ihrer gewohnten häuslichen Umgebung wohnen und in ihrer eigenen Kluft bleiben und durchaus als Zivilpersonen ihre Pflicht erfüllen. Der Aufruf des Deutschen Frauenwerks gilt nicht nur den Frauen und Mädchen bis zum 45. Lebensjahre, sondern er ift auch an diejenigen Kraftfahrerinnen gerichtet, die älter als 45 Jahre sind und ohne Schwierigkeiten noch am Steuer eines Kraftwagens wirken können. Alle diese Frauen und Mädchen melden sich unter Vorlegung ihres Führerscheins beim Arbeitsamt, wo sie Näheres erfahren. Da wohl die meisten dieser Frauen und Mädchen infolge der langen Fahrpause inzwischen etwas fahrungeübt geworden sind, werden sie in kurzen Lehrgängen des NSKK. wieder zu ihrer vollen Fahrkunst zurückgebracht werden und dann Dienst für die Volksgemeinschaft leisten können. Auch diese Tätigkeit ist für die Frauen und Mädchen Ehrendienst für Führer, Volk und Vaterland, dem sich sicherlich keine versagen wird. B. Kameradin des Fronisoldaien. Kein Grund zur Angst vor Dem neuen Arbeitsplatz. NSG. Wohl manche Frau wird den Meldebogen, den ihr der Blockwalter brachte, nur mit innerer Beklemmung ausgefüllt haben, erscheint ihr doch die Arbeit in einem größeren Betrieb irgendwie artfremd. Vor allem ist es die Angst vor der Maschine, die sie beherrscht. Betriebsräume und Werkstätten stellt sie sich meist schmutzig vor, voller Lärm und bar jeder Ruhe. Hinzu kommt die Furcht vor dem Neuen, vor Menschen, die schon jahrelang in der Berufsarbeit stehen und nut ihrer Erfahrung die gestellten Ausgaben fast spielend und wie selbstverständlich lösen. Wir verstehen diese Bedenken vor der Maschine. Die Eigenart der Frau liegt eben im Mütterlichen, im Umsorgenden und Hegenden. Sie soll nun aus diesem bisher von ihr betreuten Kreise heraustreten und in die betriebliche Gemeinschaftsarbeit gestellt werden. Die Umlagerung ihrer Gedankenwelt ist gewiß nicht leicht, aber sie wird gelingen, wenn der gute Wille dazu vorhanden ist. Aber schließlich stellt auch ein Fabrikbetrieb eine Familie im weiteren Sinne bar. Sie ist zwar im Gegensatz zur gewohnten Häuslichkeit viel größer, setzt dafür aber an Stelle der unmittelbaren Angehörigen die Arbeitskameradinnen und Arbeitskameraden. Aus der Erkenntnis heraus, daß eine Frau die betriebliche Arbeit naturgemäß anders aufnimmt als der Mann, vor allem weit persönlicher, wurde es bereits feit langem unternommen, aus der unmittelbaren Berufsarbeit zum Haushalt einen Ausgleich zu suchen. Schon lange arbeiten in den Betrieben Soziale Betriebsarbeiterinnen und Werkfrauen daran, eine frauliche, artgemäße Betriebsgemeinschaft zu bilden. .Sie werden — das ist selbstverständlich — He gegebenen Betreuerinnen der neu in unser Arbeitsleben tretenden Frauen und Mädchen sein. Nicht nur auf die Herstellung des ersten Kontaktes mit der Arbeitsstätte beschränkt sich diese Tätigkeit. Die ideelle Aufnahme jeder einzelnen Frau in die Gemeinschaft des Betriebes erfordert vor allem ein „Sichheimifchfühlen" am neuen Arbeitsplatz. Die betrieblichen Anforderungen werden je nach der Veranlagung und Konstitution verschieden sein, und hier liegt das Feld, auf dem die bisher schon Schaffenden den neuen Kräften helfen wollen und werden. In vielen Fällen sind die besten Arbeiterinnen zugleich Meisterinnen, Vorarbeiterinnen und Anlernerinnen geworden. Ueberall aber sind sie selbst eines geblieben: Frauen. ‘Die „Neue" wird sich darum im Betrieb keineswegs verlassen oder einsam fühlen, denn immer, wenn sie in irgendwelche Note kommt, greifen helfende Hände ein. Daß das Frauenamt der Deutschen Arbeitsfront hier wie noch nie zuvor ein reiches Tätigkeitsfeld auszufüllen hat, ist selbstverständlich. Mag auch dies oder jenes, das früher von den Betriebsftihrern gefordert werden muhte, den Kriegsnotwendigkeiten gewichen fein, so bleibt doch immer dieser Grundsatz bestehen: Die Sorge um die schaffende Frau ist unsere vordringlichste Aufgabe. Die Vertreterinnen des Frauenamtes in den Betrieben, feien es die Sozialen Betriebsarbeiterinnen, die Betriebsfrauenwalterinnen oder die vielen Block- und Zellenwalte- rinnen, sind geschulte Kräfte mit allem Verständnis für die Probleme, vor die die Frauen gestellt werden. Mag auch die letzte Frau in unseren Arbeitsprozeß eingegliedert werden müssetz, so bleibt es trotzdem immer die vornehmste Aufgabe unsrer Zeit und der Zukunft, die physischen und psychischen Kräfte der Mütter unserer Kinder zu schützen und zu erhalten. Trotz notwendiger Kriegssorderungen darf und wird ihre Gesundheit keinen Schaden erleiden. Jedem denkenden Menschen ist klar, baß die Sorge um den Haushalt und die Familie und die gleichzeitige Erfüllung nationaler Pflichten am Arbeitsplatz eine Doppelbelastung besonderer Art dar- stellen. Mag sie auch unvermeidlich sein, so wird ihr doch in größtmöglichem Maße Rechnung getragen werden. So kann jede Frau, die jetzt neu in das Arbeitsleben tritt, von dem Gedanken beseelt fein, ihre ganze Kraft dem deutschen Volke zu geben, um sich damit würdig in die Reihen derer einzufügen, die schon jahrelang freiwillig und mit größter Anstrengung ihre täglichen Aufgaben erfüllen. Die Gattin des deutschen Mannes war zu jeder Zeit bereit, mit aller zur Verfügung stehenden Kraft da zu sein, wenn sie gerufen wurde. Jetzt kam der Ruf des Führers. Die Frauen werden sich seines Vertrauens würdig erweisen und mit gleichem Geiste einstehen für den Sieg wie ihre Söhne und Brüder, wie ihre Lebenskameraden draußen an den Fronten. G. N. Fräulein Unbekannt angenehm zu unterhalten, nun — das will ich gern auf mich nehmen", schloß er lächelnd. Dieser Windhund wäre unverfroren genug, seine Hand auch nach Hammerkotts Tochter auszustrecken, dachte Terbrüggen, und die alte Wut gegen diesen Mitarbeiter stieg wieder in ihm hoch. Herrgott, es würde der schönste Tag seines Lebens fein, wo er diesen Ballast einmal 'endgültig über Bord werfen konnte. Aber diesmal sollte er sich doch verrechnet haben. Und wenn es zum Aeußersten kommen sollte. Die Dinge standen jetzt auf des Messers Schneide. Eine Entscheidung mußte kommen, so oder so. Er hatte das alles nicht umsonst jahrelang in sich hineingefressen, um schließlich zuzusehen, wie der andere den Lohn seiner Arbeit einsteckte. Denn Terbrüggen ahnte, wen Hammerkott da schicken würde. Er hatte früher schon einmal eine Andeutung in dieser Richtung gemacht. Aber zu einer Antwort kam er jetzt nicht. Das Haustelephon läutete, und Meinders meldete sich. „Wie ... ein Fräulein Schmidt ... nein, kenne ich nicht ... so? ... Augenblick mal .. Er wendete sich an Terbrüggen. „Unten beim Pförtner steht ein Fräulein Schmidt und will Sie durchaus persönlich sprechen. „Keine Ahnung. Geben Sie her!" Ungeduldig riß er den Hörer ans Ohr. „Was ist denn los?" ,Za, Herr Direktor ... das Fräulein will Sie selbst sprechen. Sie sagt, es handelt sich um den heutigen Brief aus Köln ..meldete der Pförtner. Aus Köln ... also von Hammerkott? „Also schon, schicken Sie das Mädel in Gottes Namen herauf!" Er warf den Hörer auf den Tisch. Mit betonter Sorgfalt nahm ihn Meinders wieder auf und legte ihn auf die Gabel zurück. „Pflichten eines Privatsekretärs", bemerkte er dabei phlegmatisch. Ein ironisches Auflachen antwortete ihm. „Es wird vielleicht bald aus sein mit dem Privatsekretär, mein Lieber. Wissen Sie, wer dieses geheimnisvolle Fräulein Schmidt ist?" „Etwa ... eine neue Privatsekretärin?" „Vermutlich." Meinders grinste ihn unverhohlen an. „Großartig. Da steht mir ja jetzt allerhand bevor. Aber ohne Spaß ... so ganz verstehe ich das nicht. Hammerkott hätte ja auch ohne alle Geheimnistuerei schreiben können, wen er da schickt. Vielleicht will er Sie auch irgendwie überraschen?" ,Ach weiß genau so wenig wie Sie. Aber wir werden ja gleich Horen, wie das zusammenhängt. Ich möchte nur wissen, wer ihm solche Flausen in den Kopf gesetzt hat." Hammerkott hatte seinen Direktor wirklich überraschen wollen und deshalb Renates Namen verschwiegen. Dieser Umstand kam ihr jetzt zustatten. Denn das Ergebnis sehr eingehender Ueberlegun- gen hatte sie zu dem Entschluß gebracht, sich zunächst einmal unter dem bescheidenen Namen Schmidt anzumelden. Gestern allerdings hatte sie noch nichts bamxn gewußt, da hatten die Dinge noch ganz anders aus- gesehen, bis gestern war ihr das ganze Unternehmen viel einfacher erschienen. Aber dann war diese unerwartete Begegnung mit diesem Herrn Werner dazwischen gekommen, und da war auf einmal alles wie auf den Kopf gestellt. Ohne ihr eigenes Zutun und ohne ihren Willen sah sie die ganze Sache plötzlich in einem anderen Lichte, sah sie die einfachsten Dinge verworren und kompliziert, als sie sich in ihren eigenen Gedanken nicht mehr auskannte. Was sie sich von ihrem Vorhaben, sich zunächst nicht zu erkennen zu geben, versprechen sollte, wußte sie im Augenblick selbst nicht so recht. Aber eins wußte sie ganz bestimmt: nämlich, daß es ihn sicher sehr kränken würde, wenn er jetzt plötzlich erfuhr, daß sie ihn belogen hatte, gegen die er sich gestern so freimütig über Hammerkott ausgesprochen hatte Und diese Kränkung wollte sie ihm zunächst einmal ersparen. Alles andere würde sich schon finden, (Fortsetzung folgt.) 'einenenß, SCHRÄGSCHNITT Verletzen unmöglich dr.r 483681 und 490330 m bekannt 3m 5 Tag in Kühr Truppe liche K teifungi Trotz wurden vrW Aeiudg und 3 5W komm Panzer den. 3m uörd 3lme Borjtö unter Der 3lmi lang! Be Angrij Feind 26.2. Breite Durch' dauert der A lagen nen C stecken (Ä E stf* Htwi' pflicht ul siabriten toter,»« m»lc den,Pe 1 unnötig Arbeitsp> jchast st Männer willigen die nie Sie kan betraten wissen : gewöhn begeistei beitsein ganz et Wir suchen einen (Jiscfilermeistee als Vertreter des Betriebsleiters für mittlere Tischlerei. Schriftliche Bewerbungen unt. jO4D an den Gieß. Anz. erbet. Für meine Buchhaltung (lebenswicht. Betrieb in Gießen) suche eine erste Kraft Bei gewissenhaft. Arbeit Dauerstellung, evtl. Lebensstellung. Zeugnisse, Referenzen, Lichtbild und kurzer Lebenslauf erb. unter 649D an den Gieß. Anz. Gießener Konzerinng Orchester-Konzert: Von Friedemann Dach biSeBeihoven. Mtefle GiefeenerVortragsring Goethe-Bund I Kultiirefle Vereinigung Kartenverkauf Saalkasse. 64SD 01359 und alle Angehörigen. Biedenkopf, Gießen, Wetzlar, im Februar 1943. | Verkäufe | gegen dunkle Holzbettstelle verkaufen, [oists Gießen, im März 1943. 01266 Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme an unserem schmerzlichen Verlust, sowie für die Kranz- und Blumenspcnden Für die vielen Glückwünsche und Aufmerksamkeiten anläßlich unserer Vermählung danken wir aufs herzlichste Dr. med. Werner Hertel und Frau Lini, geb. Geibel Gießen-Wieseck, im März 1943 19 Uhr. Mttergasse 17 p. HJ.-Veranetaltungsring 42/48 Reihe B, 2. Veranstaltung Mittwoch, den 3. März 1943, 15.15 Uhr Theater der Universitätsstadt: 5>as blinde JZerx Schauspiel von Herbert Becker. Verdunkelmigszett: L Mirz von 19.01 bis 6.37 Uhr. NSDAP. Biller-Jagend Bann Gleisen (116) 18 Uhr nähert sich der linke dunkle Mondrand dem Stern Aldebaran. In dem Augenblick, da der Mond sich von rechts vor den Stern schiebt, verschwindet dieser ganz plötzlich, schlagartig, wie wenn man eine Kerze ausbläst. Ebenso plötzlich taucht Aldebaran um 19 Uhr 11,2T Almuten (für Berlin) am rechten Mondranü wieder auf. Aldebaran gehört jedoch zu den wenden Riesen- sternen, deren Durchmesser man mit dem Interferometer des größten Fernrohrs der Welt auf der Zwischen den Hyaden und dem enger zusammen- gedrängten Sternhaufen der Plejaden bemerken wir den Saturn, der um ein« Größenklasse heller ist als Aldebaran. I u p it e r bewegt sich sehr langsam als weitaus hellster Stern des Sudhimmels rechts von dem Zwillingsstern Pollux. Bis zum 12. März ist er rückläufig, dann kommt er zum Stillstand und wird dann wieder rechtläufiq. Den Abendhimmel schmückt Venus mit stetig steigender Leuttraft. Die Dauer ihrer Sichtbarkeit erreicht im März nahezu drei Stunden. Am Abend des 8. erscheint die schmale Sichel des zunehmenden Mondes in der Nähe der Venus. Mars ist weiterhin ein unscheinbares Gestirn am Morgenhimmel. Merkur bleibt unsichtbar. An besonders klaren Abenden können wir auch im März das Tierkreislicht im Westen als eine schräg nach links aufftetgende Lichtpyramide erkennen. Die Sonne überschreitet am 21. März 13 Uhr den Himmelsäquator in nördlicher Richtung, womit astronomisch der Frühling beginnt. Die Hauptlicht- gestalten des Mondes sind an folgenden Tagen: | Mletgesuche"]) Arzt-Ehepaar sucht ab sofort oder später 3-4-Zim.-Wohng. Schrift!. Angeb. unt. 01101 a. d. Gieß. Anzeiger. Industrielles Werk sucht zur Bearbeitung sozialpolitischer. Angelegenheiten Volkswirtschaftlerin (Studentin oder Kandidatin). Schriftl. Angebote unt. 700D an den Gieß. Anzeiger erbet. m. Kastenmatr. f. 15 Mk. z. verk. Ermittlungen über Stalingrad-Kämpfer. Anfragen an das Wehrmeldeamt richten) ^GlÜHLAMPEN gibt ee laut behördlicher Anordnung zunächst nur noch für kriegswichtigen Bedarf Deshalb rät 05RAM: Schrauben Sie jetzt nicht benötigte Glühlampen locker. So schaffen Sie sich eine stille Reserve für tageslichtarme Zeiten... und Strom Wird auch dabeigespart ----------------- ----- Danksagung. Allen denen, die heim Heimgang unseres lieben Entschlafenen Georg Faust Reichsbahn-Zugführer i. R. ihre aufrichtige Teilnahme bekundeten, sage ich im Namen der trauernden Hinterbliebenen auf diesem Wege herzlichen Dank. Anna Faust, geb. Schäfer. Gießen (Rodheimer Str. 51), 28. Febr. 1943. 01357 Für die vielen Glückwünsche und Aufmerksamkeiten zur öeburt unseres Jungen sagen wir unseren herzlichsten Dank Hans Maas und Frau Paula, geb. Wichelhaus Gießen, Ludwigstraße 77 ______'______________________01377/ Schr. Ang. unt. 01367 a.d.G.A. Volksbildungsstätte fließen der HS6. „Kraft durch Freude« Donnerstag, den 4. März 1943, abends 7.30 Uhr Neue Aula der Universität Llchtbilder-Vortrag von Kurt Hielscher Rumänien, insbesondere die deutsche Kultur in Siebenbürgen Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meinen innigstgeliebten Mann, unseren treusorgenden Vater Heinrich Jung, Gastwirt i.R. im Alter von 67 Jahren von seinetn mit großer Geduld ertragenem Leiden zu sich zu nehmen. In tiefem Schmerz: Elisabeth Jung Else Auderer, geb. Jung Gießen, den 2. März 1943. Die Trauerfeier findet am Mittwoch, dem 3. März, 15 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. • 709 D Luche 2 Zimmer mit Kuchen« benutzung in Gießen oder Umg., f. Familie mit 2 Kindern. Dr. Stockmeyer, 01868 Gießen. Bisrnarckrtr.44r» S’tiotoöcapfim oder Gehilfin für photograph. Arbeiten zum 1. April 1943 gesucht. Vorzustellen täglich von 8 bis 17 Uhr. Dniv.-Insl. iür Erb- und Rassenptlege Gießen (Lahn) Friedrichstraße 18, Seltenbau. 7O7d Heirat! Witwer, 54 Jahre, Reichsbahn- Beamter, sucht Frau, ev., von 45 bis 54 Jahren, zur Führung des Haushalts und spät. Heirat. Nur ernstgemeinte Bildzuschriften unt. 706D an den Gieß. Anzeiger erbet. Schr. Ang. unt. 01355 a.d.G.A. Garten zu pachten gesucht. - Schriftl. Ang. unt. 01364 an d. Gieß. Anz. Eiernschau im März Von Dr. Erwin Kossinna. Unter Otto SöHners Lettunq We bas jssche Orchester bedeutsamen Antell an diesem Erfolg, zumal mit der Klangseeligkeit der Holzblaserinder Figaro-Arie, die sich hier gegenseitig arTonschon- beit und nachgiebigem Eingehen zu überbieten, schienen Den Eingang des Konzertes gab Friedemann Bachs Sinfonia. Dieser viel zu wenig gewürdigte Sohn des Thomaskantors steht nut seinem Schaffen im Uebergang zum empfindsamen, mdivi- Danksagurig. Allen, die uns bei dem WUÄ schweren Verluste unseres lieben Sohnes, Bruders und lieben Enkels Hermann Kornmann, stud. ing., Gefr. in einem Grenadier- Regt., ihre Anteilnahme bewiesen, sagen wir unseren innigsten Dank. Besonders danken wir dem Herrn Missionar Walther für die trostreichen Worte bei der Gedächtnisfeier. In tiefer Trauer: Familien Heinrich Kornmann nnd Strobel Herzlichen Dank für die Aufmerksamkeiten und Glückwünsche anläßlich unsrer Verlobung Hildegard Grimm Karlludwlg Zimmer cand. med. vet. Gießen, im März 1943 Don der Erde zum Mond ist es -— astronomisch gesprochen — nur ein Schritt. Rund eine ^un nur ist das Mondlicht unterwegs, bis es die Erde erreicht. Dagegen benötigt der Lichtstrahl vom Saturn bereits 1/- Stunden, und Jahre vergehen ehe das Licht der nächsten m un^ gelangt. Als weitaus nächstes Gestirn wand-ert der Mond am raschesten um den - Himmel, nämlich m 27 Tagen, während Saturn dafür 29 Jahre braucht und die Fixsterne überhaupt stillzustchen scheinen. Während nun der Mond sich um die Erde be-- weat, hält er sich am Himmel stets rn der Rahe der Ekliptik, der scheinbaren Sonnenbahn, deren Lage auf jeder Sternkarte verzeichnet ist. Sie führt bekanntlich durch die Sternbilder des. Tierkreises: Widder, Stier, Zwillinge, Krebs, Löwe und Jungfrau, die wir an einem klaren Märzobend gegen 21 Uhr in der Rechenfolge von West nach Ost leicht aufsuchen können. Indem der Mond dem Gürtel des Tierkreises folgt, kommt es ziemlich häufig vor, daß er schwächere Fixsterne für kurze Zeit verdeckt. Aber nur wenig helle Sterne liegen aus seinem Wege. Besonders die Fixsterne erster Größe sind über die Mondbahn recht spärlich verteilt. Es sind nur vier: Aldebaran im Stier, Regulus im Löwen, Spika in der Jungfrau und An- tares im Skorpion. Meist zieht der Mond an ihnen in kleinerem oder größerem Ab stand vorbei. Das chöne Schauspiel der Bedeckung eines dieser Sterne durch den Mond ist daher ein ziemlich seltenes Ereignis, zumal längst nicht jede Bedeckung sichtbar ist. Am 12. März werden wir nun Gelegenheit haben, zu beobachten, wie der Mond den rötlichen Fixstern erster Größe im Stier, Aldebaran,, bedeckt. Der Mond hat das erste Viertel noch nicht erreicht, ist also noch nicht sehr hell, nämlich neunmal schwächer als der Vollmond, jo daß er den Stern nicht so stark überstrahlt, und die Sternbedeckung gut mit freiem Auge beobachtet werden kann. Kurz vor schen gewesen. Haydns wohl volkstümlichste S ymp ho nie mit dem Pauk ensch lag (Nr.6, 0-ckur) war mit ihren feinglisdrigen Ecksatzen, die sich zu starken Steigerungen erhoben, eine dem Hörer.ebe”|°®V kommene Gabe wie das äußert eingängige Andan e im Lichte seiner mannigfachen, immer wieder aufs neue fesselnden Abwandlungen. Die Gegenüberstellung von Haydns Symphome mit Beethovens Zweiter ließ den Hörer er- kennen, wie stark sich BeethonE°n W^k der persönliche Ausdrucksakzent durchsetzt und ihm eine liegt ein eigenartiger Reiz über ihrem «umg, ein silbernes Leuchten. Markig m der tonlidjen Substanz, ist diese Stimme doch weich und nachgiebig und ohne jene leichte Schärfe, die häufig den koloraturbegabten Stimmen eigen ist. Ihr Ton erklingt rund und voll in allen Lagen des überaus weit ausgedehnten Stimmumfanges. .Wahrend viele Stimmen in dem Uebergyng zur Hohehin register lich wechseln und damit die einheitliche Struktur des Umfanges gefährden, singt sie 'n höchster wie in tiefster Lage mit gleicher Stunmfunktlon und gewährleistet damit eine geradezu ideale Ausge- alichenheir Dieser vollschwingende Ton ist INallen dynamischen Graden gefügig und i°d°rzelt und in jeder Höhenlage erreichbar. Em Anschwellen und Zurückgehen der Tonstärke ist ihr stets willig und wirb in der Gelöstheit schwingender Funktion zum ständig bereiten Ausdrucksmittel. Solch einer gelosten Stimme sind selbstverständlich alle Dortragsmanie ren geläufig und sicher möglich. Ihre Koloraturen sind deutlich abgeprägt, ganz im Sinne der mufita- lischen Situation durchgliedert und innerlich beseelt. Geradezu erlösend und befreiend klingt ^r rollende und schwingender Triller in allen Lagen. Diese ausgezeichneten Mittel stehen im Banne einer musikalischen Gestaltungsgabe, die restlos zu bewundernde Leistungen hervorbringt. Man hat zarts Arie der Susanne aus „Figaros Hochzeit schon oft gehört; aber wie Elisabeth Reick) eit das Reütativ sinngemäß durchbildete und selbst im Klang der einzelnen Worte innerste Anteilnahme und seelischen Widerhall erkennen ließ, das muhte ebenso vollends überzeugen, wie sie die Ane innrer Innigkeit und den in ihr gebundenen poetischen Gehalt erschloß; eine Szene, die sicher jeöetn unvergeßlich bleiben wird. Dieses innerliche Dabeisein das sich nicht nur an der Wiedergabe genügen lahtz klang auch inGlucks Arie aus „Die Pilger aus Mekka einmal in den Schmerzensseufzern des Mittelteils, durch. Zu welchen dramatischen Akzenten sich aber diese Stimme zu erheben vermag, dafür sprach Mozarts Konzert-Arie ,)No, no, ehe non sei ca- pace“ Wie hier der Ausdruck höchster Erregung in den weit ausgedehpt^Koloraturen-..Gestalt gewann geführt von einem schier unerschöpflichen Atem, und in die reine instrumentale Linke mundete, das mußte bei den Hörern zünden und einen kaum endenwollenden Beifall auslösen. neue Gewichtigkeit verleiht. Die baimende Einleitung in ihren Kontrasten die innerliche Grundel tung'des Schaffenden erweisend, erhob sich zu großen Akzenten. Das drängende Allegro ließ Hat fein einzelnen Entwicklungen erkennen und fand semen Höhepunkt im Schluß abschnitt mit den gigantischen, chromatisch ^ansteigenden Bässen. Das Larabetto erklang gefühlsgetragen und geschwellt mit schmiegsamer ^Profilierung des Kantablen aber auch mit jenen dunklen unheimlichen Schatten, die ins Innere des Komponisten schauen lassen; Blaser und Streicher gaben chr Bestes. Eine noch größere Äbgewogenheit zwischen Thema und A-guration hätten das Ganze noch an Ausdrucksdeutlichkelt gewinnen lassen. Im Scherzo waren die dynamischen Werte sorgfältig abgestuft und die Anschwellungen mit befonberer Wirkung. Da- tat-nftahe Mb dem Ganzen den Ausklang mit feinen machtvollen | Erhebungen her Coda. Starker Beifall war der Dank sreudia erregter ^5rere Dr. Hermann Hering. Neunwuv am 6., erste; SkrMUun 13, DaLn.üu« am 21., letztes Viertel am 29. Marz. Während di» glänzenden Wintersternbilder in den späteren Abendstunden immer weiter nach Westen rücken und in der zweiten Monatshalfte zum Teil schon vor Mitternacht untergehen, steigen im Osten die FrühlingssternbiDer Boches mit dem kies- gelben Riesenstern Arktur, die halbkreisförmige Nördliche Krone mit Gemma und das giwße Sternbild des Herkules empor. Tief im Sudosten funkelt die weiße Spika in der Jungfrau; rechts von rhr lenkt das Sternviereck des Raben den Blick auf sich. Die Mitte des Südhimmels nimmt h-as schöne Steni« bild des Großen Löwen mit dem Königsstern Regulus ein. Zwischen Regulus und den Zwillmgs- fternen Kastor und Pollux bemerken wir den aus schwächeren Sternen gebildeten Krebs, in dem wir uns die ,Krippe", einen mit freim Auge erkennbaren Sternhaufen, auffuchen, der besonders tm Feldstecher einen schönen Anblick gewährt. Etwa 50 ©teme sind hier zu gemeinsamer Wanderung durch den Weltenraum vereinigt. Die Entfeimung dieses Sternhaufens beträgt rund 500 Lichtjahre, fein Durchmesser etwa 15 Lichtjahre. Am Nordhimmel nähert sich der Himmelswagen Im Großen Bären dem Zenit. Mit dem Feldstecher können wir den am 11. Dezember 1042 von C Fedtke aufgefundenen K om e t e n im Sternviereck des Großen Bären beobachten. Verkaufe gebrauchte Möbel u. Haus- haltungsgegenstände aN. Art. L. Schäfer 01358 Gießen, Sonnenstraße 5. Lgr.Wandsvieg. (12,- u. 20,-), 1 Küchen-Zieh- lamve (6,-), 1 Küchen-Hand- tuckHalter, neu (3,-), versch. kl. Bilderrahmen (0,50-1 ,-)z. verk. Bruchstraße 111 Unter Hinweis aus die in der Presse vom 11. bruar 1943 erschienene Notiz über Feststellung des Verbleibes von Stalinarad-Kämpfern wird weiter bekanntgegeben: Mit oer Feststellung des Der- oiewev uder Soldaten, die im Kampfraum Stalim grab eingeschlossen waren und deren Schicksal noch , ! ungeklärt ist, find die Wehrmachtkommanbos nnb . durchmesser entspricht. Aldebaran ist ein Lichtriese Wehrersatzdienststellen beauftragt. Deutsche VolkS- der bei einer Strahlungstemperatur von 3600 Grad .......— — die 150fache Leuchtkraft der Sonne besitzt. Die den roten Riesenstem scheinbar umgebenden weißen Hyadensterne find reichlich doppelt so weit entfernt. mit Matratze u. Federbetten, sowie [7i°D kegeMner zu kaufen ge- / sucht. ■ Roonstraße 6II, Telephon 2308. Neue oder gebrauchte, gut erhaltene NIMM aus Holz od. Zink z. kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. unter 01379 an den Gieß. Anz. Än^üieben volibettitcllc zwiMn 18 und z. tausch, gesucht. bueÜen Stil, wie er sich in dem Adagio mit den prächtig geblasenen Flöten abpragte. Dem fUMerten Allegro wäre beim Auftreten des Themas in den Mitlelstimmen noch deutlichere Klarheit zu wun- Für die uns übermittelten Glückwünsche und erwiesenen Aufmerksamkeiten anläßlich unserer Vermählung sagen wir hiermit herzlichsten Dank Ernst Leib Annl Leib, geb. Krombach Krofdorf- Gleiberg, März 1943 ,01370/ Elisabeth R e i ch e l t von der Staatsoper Dresden ist wohl keinem Rundfunkhörer unbekannt geblieben. Um fo mehr konnte man gespannt sein, die beliebte Sängerin hier in dem Symphoniekonzert zu Horen. Eli abeth Reichelt gehört im Augenblick mit flu den schönsten Stimmen der deutschen Opernbuhne. Es eigenartiger Reiz über ihrem Klang, wie mes Leuchten. Markig in der tonlichen leino Uropruis- innlni, mtbem nur Zrugut» a61(6rt|ten dem ®e werbung-ichretden befugen I — Sitfitbflbee enbSewednmgtunte» legen mftflen »ut 8er mefbimg v«m Beclnften auf der Wfofleite R* men nb Dnschrist bd vewerber» ttaaeni Kinderliebes^ Mäddien (14-16 Jahre), zur Beaufsichtigung mein. beid. Kinder im Alter v.3u.l y2 Jahr, für die Nachm.- Stunden ein- bis zweimal wöchtl. gesucht. [01860 Bvsener Ttr.21. Gut erhaltener, schwarzer tzenWSleW mittlere Größe, gegen Ulster, Größe 46, zu tauschen gesucht. Schr. Ang. unt. 01362 a.d.G.A. Samst.,20.Febr. arMMMl verloren. Geg. Bel. abzug. auf dem [oi858 Fundbüro. Goldene ArnNlliW m.grauem Lederband a. 28. 2. v. Curtmannstr. mit Obus bis Bahnhof und Bahnhofstraße verloren gegangen. oi38o Abzug, bei Walter, . Kaiserallec 931, . geg. Belohnung« LouvtfchrifUetter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bei tz-mptschriitietterS: Ernst Blvmschetn. Berantwortlich für Politik Uft6 Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für das FeuiLeton: Dr. HmlS FyriiÜ» tür Stadt Gießen, Provinz, LSirtichaft und Sport: Ernst Blumfchett». Druck und Setlag: Brühifche UntversttütSvruckerei R. Lange K. G. Verlagsleiter: Dr.-Jng. Erich Hamann: Auzeigenleiter: Harro DeL. AnzeigeupreiÄiste Nr. 6. gen-ofien, die seit längerer 3eit ohne Nachricht von ihren an Ostfront stehenden Angehörigen geblieben sind und die vermuten, daß der betreffende Soldat an den letzten Kämpfen um Stalingrad beteiligt gewesen sein könnte, werden gebeten, sich unter Angabe der Personalien des Vermißten und seiner letzten Feldpostnummer mit dem am nächsten liegenden Wehrmeldeamt (gegebenenfalls bei der örMcheif Polizeidienststette zu erfahren) persönlich oder schrist«. lich in Verbindung zu setzen. Die Wehrmeldeämter können zunächst nur lest- stellen, ob die Einheit des Betreffenden in StaM» grab eingeschlossen war oder nicht. Sie veranlassen 'die Aufnahme der Ermittlungen durch die zustam dige Dienststelle, welche die Angehörigen dann spater über den Stand der Feststellungen nnd das alb' schließende Ergebnis schriftlich unterrichtet. wtiNoen und Mnder- Svortlvagen z. kaufen gesucht. Schriftl. Angeü. unter 01374 an den Gieß. Anz. Gut erhaltene ceüerliiilk Größe 48/50, zu kaufen gesucht. Schriftl. Angeb. unter 01356 an den Gieß. Anz. MW Größe 44 bis 45, z. kaufen gesucht. Schr. Ang. unt. 01352 a.d.G.A. | Verschiedenes^ Frau nimmt yelniarNl au, gleich welcher Art. Schr. Ang. unt. . 01375 a.d.G.A. Wac^niänner für die besetzten Westgebiete und f^d. Inland laufend gesucht. Geeignet auch für Rentenempfänger u. Pensionäre. Einstell.- Bedingungen und Auskunft Wachdienst Niedersachsen Frankfurt a. DL, Kaiserstraße 18 Fernsprecher 29214. [562v meter des größten ^ernroyrs oer «uj bekanntaem Mount-Wilson-Sternwarte messen konnte. 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