Dienstag, 2. Sebruar (9^3 Rom, 1. Febr. (Europapreß.) Der Duce richtete t f x Om An At» x aw £ /-»c • r*-»r a v* 11: a eine Ansprache an die Miliz-Formationen. Die Der Heldenkampf in Stalingrad Der japanische Seesieg bei der Rennell-Znsel nord amerikanische Flotte bei der Rennell-Jnsel er« Sri? ftife* c> Im Januar 1943 versenkten Kriegsmarine und Auch deine Kraft wird gebraucht. G u a d a l c a n a r zu, als sie von japanischen Aufklärern entdeckt wurde. Die Sicht war denkbar schlecht, da tiefliegende Wolken die ganze Gegend rings um die Salomon-Inseln bedeckten. TroAem stiegen von einem nahegelegenen Flugplatz japanische Bomben- und Torpedo flieger unverzüglich auf, um den Feind zu suchen. Starker Wind trieb die dichten Wolken unmittelbar über den Wasserspiegel hin und machte das Wiederauf- Puhma^e insgesamt 81 Handelsschiffe mit 522 000 BRT. Daneben wurden 37 Handelsschiffe mit 209 000 BRT. — auch ein Kreuzer, zwei Zerstörer und zwei Bewacher — b-schäd'at. Die Zahl der schwer beschädiaten Feind^chine ist im Januar, gemessen an den Versenkunnserfolgen, recht doch. Das bat fernen guten Grund. Als versenkt werden nur iene Schice gemeldet. deren^Tlntergang unmittelbar bevbachtet wurde. And-re Schiffe gelten als „torpediert" oder „belchädiat". Allein, es darr mit autem Gewissen angenommen werden, daß auch von dielen beschädigten Schien ein erheblicher Teil gesunken ist. Der Anteil der „Nur"-^orved'erunaen ift so nerbältnismäßia groß ausgefallen, da die beltigen Stürme die Beobachtunaswoalichkeit verringern. Der jetzt zum Oberbefehlshaber der Kriegsmarine aus drei Schlachtschiffen, mindestens vier Kreuzern und mehreren Zerstörern bestehende nordamerikanische Flotte fuhr am Freitag auf die In s e l Miliz, so sagte er, feiert ihr zwanzigjähriges Jubiläum im Klima des Eisens, des Kampfes und der Entscheidung, darin sich Menschen als das, was sie wert sind< offenbaren. Noch nie wie in diesem Krieg übermenschlicher Dimensionen hat es sich so sehr erwiesen, daß jene entscheiden, die eine Viertelstunde länger als der Feind arrszuharren verstehen, und daß es die letzte Schlacht ist, die den Sieg bringt. Das italienische Volk hat die Nachricht von der Besetzung Libyens mit männlicher römischer Ruhe ausgenommen. Im tiefsten Herzen sind wir überzeugt, daß wir dorthin zurückkehren, wo unsere Toten uns erwarten, wo wir unzerstörbare Spuren unserer Kultur hinterlassen haben. Wir antworten zusammen mit unseren Kameraden des Dreierpaktes auf das Dilemma von Casablanca, daß wir niemals nachgeben werden. Hilfsoölkern dieser bolschewistischen lptürmer gegen Europa degradiert. Sie haben, uneins in ihren Zielen, in blindem Haß gegen Deutschland und Europa alles aufs Spiel gesetzt. „Wenn der neue Ansturm Innerasiens gegen Europa Erfolg haben würde", sagte der Führer, „müßte die heutige Welt genau so zerbrechen, wie einst die alte am Sturm der Hunnen zerbrochen ist. Eine mehrtausendjäbriae menschliche Arbeit würde damit wieder vergeblich gewesen sein, an Stelle des blühendsten Kontinents der Erde käme das Chaos, statt seiner Kultur unvorstellbare Barbarei." Dieser Barbarei haben wir Fehde angesagt bis in den Tod. Wir stellen der wilden Flut des Ostens unsere organisierten Gehirne und stählernen Herzen und die Europas entgegen. Als AdolfHitler diesen größten Kampf ausnahm. Schildträger Europas. In den Ostkämpfen entscheidet sich das Schicksal nicht nur Europas, sondern der ganzen gesitteten Welt. Unsere Herzen und Hirne sind bei den Kämpfern von Stalingrad, die sich gegen die Flut aus dem Osten im deutschen Soldatentrotz bis zuletzt stemmen, unsere Gedanken aber haben ganz und zutiefst ermessen, um was es geht. Wir kämpfen um das, was Generationen unserer Vorväter schufen, was sie mit anderen europäischen Nationen an Lebens- und Geistesgütern erarbeiteten, und das heute mit dem, was wir hinzugefügt, vom Bolschewismus genau so bedroht wird wie zur Zeit der Hunnenstürme. „Was wäre aus dem deutschen Volk," sagte der Führer in feiner Proklamation, „und aus Europa geworden, wenn am 22. Juni 1941 nicht in letzter Minute die neue deutsche Wehrmacht ihren Schild vor den Kontinent gehalten hätte!" Wir sind die Schildträger des Abendlandes gegen die Vernichtung. Die Geschichte wird einst an die Volker der ganzen Welt die Frage richten, wie sie gegen diese Woge der Vernichtung und der Blutgier sich gestellt hoben. Sie wird die einzelnen Nationen danach werten, ob üjre Führer diese Schicksalsstunde mit RenneU-3 X r au m 15 nordamerikanifche und britische Flugzeuge abgeschosfen. (Ein eigenes Flugzeug wird vermißt. Deutsche Unterseeboote versenkten im Januar 1943 unter schwersten Detterbedingungen, die sich zeitweise bis zum Orkan steigerten, 63 feindliche Handelsschiffe mit 408 000 VRT. Zehn weitere Schiffe wurden torpediert. Ihr Untergang konnte nicht beobachtet werden, ist aber bei den schweren Seegangveerhaltnisfen anzunehmen. Die Luftwaffe versenkte aus feindlichen Geleitzügen im M i t t e l m e e r 18 Handelsschiffe mit zusammen 114 000 BRT. und zwei Zerstörer. Darüber hinaus wurden 37 Handelsschiffe mit 209 000 BRT., ein Kreuzer und zwei Bewacher beschädigt. Unter schwierigsten Kampfoedingungen wurden somit im Monat Januar mindestens 522 000 VRT. feindlichen Handelsschiffsraumes vernichtet. Nie Löwen von Stalingrad. Wir verstehen erst setzt mit voller Ursprünglichkeit, warum sich die Türkenbelagerungen Wiens im Jahre 1529 und dann wieder 1683 so stark dem Bewußtsein der damaligen Menschen empräaten. Der Kampf der deutschen Soldaten, die wie Löwen um die Trümmer des Südteils von Stalingrad fochten und um die Wimmer des nördlichen Teiles noch immer fechten, ist ein Ereignis von gleicher Unmittelbarkeit. Mehr als zwei Monate, seit den letzten Novembertagen, dauert der ungleiche Kampf. Un- aleich schon deshalb, weil eine Versorgung der deutschen Kämpfer von Stalingrad wegen der Enoe des Kampfraumes nur noch bedingt möglich ift, während die sowjetische Armeeführung einen Masseneinsatz von schwerer Artillerie vorgenommen hat. Am 24: Januar verzeichnete der Webrmachtbevicht die Verschärfung der Lage von Stalingrad .Lmrch den reiferen Einbruch starker feindlicher Massen von Westen- her". Man darf annehmen, daß um diese Zeit die deutsche Stadttront von Stalingrad in einen nördlichen und südlichen Teil zerrissen wurde. Zw-ei Tage später, am 26. Januar, wurde gesagt, daß sich die Verteidiger im südlichen und mittleren Teil der Stadtruinen auf engem Raum zusammengelchlossen haben. Am nächsten Tag folgte der Saß: „Die noch kamoffähigen Teile der 6. Armee verkrallten sich in die Trümmer der Stadt Stalinarad." Noch wurden Anstürme der Sowjets gegen die West- und Südfront unter schweren Verlusten für den Feind ab- geschlaaen. Aber nun begann die Massierung des feindlichen Artilleriefeuers. Am 29. Januar werden wütende feindliche Angriffe verzeichnet, denen die Verteidiger trotz härtester Entbehrungen und trotz FeinNidpr Uebermacht trotzten, aber am 31. Januar schoben 'ich die Bolfchewisien hn kon»entrifch-»n Angriff näher heran und drängten die südliche Kampfgruppe auf enaftem Raum zusammen. Oer Ders-nkunaserfolg im Januar. 193. Jahrgang Nr. 21 H'äwin, i üß11 tt) außer Sonntags und feiertags Retta^en: Gießener ^armlrenblätter Heimat imVttd- DieScholle Be-ua-vreiSr Monatlich .. .RM.1.80 Amtell gebühr .. „ -.28 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern iniolge höherer Gewalt fordert unerbittlich durch sein unvergängliches Heldentum von jedem einzelnen im Volke, ihm nachzueifern in der Erfüllung schwerster Pflichten, die dieser Krieg uns allen auferlegt. JDer Ruf an dich ergeht in schicksalharter Stunde. Immer hat der Führer nur das vom deutschen Volke gefordert, was notwendig ist; auch im Kriege ist es nicht anders. Wir alle wissen, daß wir siegen müssen. Wir alle müssen um unser Leben und um unsere Zukunft kämpfen. Die Kraft unserer Herzen, Hirne und Fäuste, die ganze leidenschaftliche Entschlossenheit, flammende Wut und unbeirrbare Kampfbereitschaft unseres Volkes kann heute nur dem einen großen Ziele dienen: Totaler Krieg an öer Front und in der Heimat, bis die Feinde für immer niedergezwungen sind. Oer Geist von 1813. Große Opfer werden von allen Ständen gefordert werden. Denn unser Beginnen ist groß und nicht gering die Zahl und die Dittel unserer Feinde. Aber welche Opfer auch von einzelnen gefordert werden mögen, sie wiegen die heiligsten Güter nicht auf, für die wir sie hingeben, für die wir streiten und siegen müssen, wenn wir nicht aufhüren wollen, Brcußen und Deutsche zu fein. Ls ist der letzte entscheidende Kampf, den wir bestehen für unsere Unabhängigkeit, unseren Dohlstand. Allein wir dürfen mit Zuversicht vertrauen: Gott und unser fester Wille werden unserer gerechten Sache den Sieg verleihen, mit ihm einen sicheren glorreichen Frieden und die Wiederkehr einer glücklichen Zeit. Aus dem Aufruf „An mein Volk-. Annahme von Anzeweu für die MittaaSnummer bis 81/, Uhr desVornutragS Arr-etgen-Preiie für die Millimeter-Zetle von 22 Millimeter Breite: 7Alps, für »Vamiltenan- -eigen und private Gelegenhei tsan-etgen 148füf. t. Werbeanzeige« und geicbäftlikbe Getegenheitsanzetgen Mavvorichritt < vorherige Beretnbarung) 25*/. mcW • elaRiade- NEl/^ Eqxrttv Santu^ Die schweren See-, Land- und Luftkämpfe um den Besitz der Salomonen-Inseln dauern nun schon seit mehr als einem halben Jahr und haben nun in insgesamt fünf großen Seeschlachten ' ihre Höhepunkte gefunden. Die Salomonen-Inseln sind eine bisher fast ganz unerforscht gebliebene Jn- 1 selgruppe östlich der großen Insel Neuguinea unb des Nord teils von Australien. Sie bestehen aus einer nördlichen und südlichen Jnselreihe. Hauptkriegsschauplatz ist die Insel ($Fuabalcanar, wo den Amerikanern im August die Landung eines stärkeren Truppenkontingents gelang. Seicher wird der Kampf mit dem Nahziel geführt,' die japanischen oder amerikanischen Besatzungstruvpen zu versorgen oder umgekehrt dem Gegner die Versorgung abzu- schneiden. Das Fernziel der militärischen Kärnvfo um die Salomonen ist so gegensätzlich wie mö"lich: Die Amerikaner kämpfen gegen eine unmittelbare Bedrohung Australiens und ihrer dorthin fahrenden Schiffe: die Japaner kämpfen um einen vorgeschobenen Stützpunkt. Das praktische Ergebnis ist ein Abnutzungskrieg im Südwestpazisik, dessen Hauptkosten bisher die Amerikaner bezahlen mußten. Washington hat die schweren Verluste, zu denen neben den ausgezeichneten japanischen Marineslie- gem die erstaunliche Treffsicherheit der schweren japanischen Schiffsartillerie in NachtgefechAr beitrug» stets erst nach geraumer Zeit zugegeben. Bezeichnend aber ist, daß der USA.-Dizeadmiral G h o r m l e y schon nach wenigen Wochen durch den Admiral Aal«, sey ab gelöst wurde, der zu Neujahr ein Interview mit großen Siegesprophezeiungen gab. Der neue glorreiche Erfolg der Japaner bei der Rennell-Jn^el, die — 700 Quadratkilometer groß — nach Südwe- ften an das australische Festland näher heranliegt, ist das schlüssigste Dementi aller Dorroeggenommenen Siegesverheißungen. Äokio, 1. Febr. (Europapreß.) Unter denkbar unb Torpedos an. Mehrere Torpedos trafen das ungünstigen Wetterverhältnissen wurde der große ' Sieg der japanischen Marineluftwaffe über die K ^Korallen £ee Berlin, 1. Febr. (DNB.) In Stalingrad ist ie ©Übgruppe der 6. deutschen A r - e e nach zweimonatigem Ringen gegen die feind- I he Uebermacht, bei bitterer Kälte und nach über» enschlichen Entbehrungen am 31.1. von den zahlten schweren Waffen, Panzern und Flugzeugen r Bolschewisten überwältigt worden. Von allen ' eiten schwer angegriffen, hatten die erschöpften ?rteibiger Stück um Stück ihrer Stellungen auf- ben müssen unb waren schließlich auf den rum 300 Meter breiten Platz beim PU. -Gebäude zusammengedrängt worden. 15 Mangel an Munition konnten sie weder die I nzen irischen Angriffe der Panzer abwehren, noch Me offen im Trümmerfeld aufgefahrenen Batte- wn unter Feuer nehmen, die mit ihren Granaten dir Reste des GPU.-Gebäudes zerschlugen und da- fflt den Widerstand der um Generalfeldmarschall Paulus gefchartcn Kämpfer zermürbten. Den »tz allen Seiten Herandräugenden Bolschewisten- miffen stellten sich die Grenadiere in dem zerschosse- iNn und gesprengten Gebäude noch mit letzter Kraft ettgegen. Mit ber Zerstörung aller wichtigen Do- himente, Karten und Schriftstücke setzten sie den Thlußstein auf bas Denkmal, das sie sich mit ihren ^vergänglichen Taten schufen. 3n den zerschlagenen Werkballen der Trak- hrenfabrit setzt die nördliche Kampfgruppe urter Führung des Generals der Infanterie «treck er ihren heldischen Abwehrkampf fort. Die Nlschewisten schießen systematisch jede noch stehende Aa"d der weitläufigen Werkhallen zusammen und W-rfen Salven van Hand- und Wurfgranaten diiter die Mauerstümpfe, um den Verteidigern jede Ackmrgsmöglichkeit zu nehmen. Die Montagesilben, Keller und unterirdischen Gänge bieter aber ühner noch Schutz. Aus chnen heraus stürmen die siermüdlichen Kämv^r vor, wenn sich feindliche Baugruppen zu weit vorwagen, und schlagen sie jurütf. Oer Webrmachiberichi. MV. Aus dem Führerhauptquartier, !• Vebr. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt klannf: In Stalingrad ist die Südgruppe der 6. Ar- »ee unter Führung des Generalfeldmarschalls hutus nach mehr als zwei Monaten helden- Mer Verteidigung von der Uebermacht des Feindes io Kannst überwältigt worden. Die Rordgruppe Wer Führung des Generals der Infanterie Trecker behauptet sich noch immer. Sie wehrte Me feindliche Angriffe zum Teil im Gegenstoß ab. fln den übrigen Brennpunkten de^ großen Abwehrschlacht i m Ollen dauern die Kampfe rii unverminderter Heftigkeit an. Versuche des Mendes, im westlichen Kaukasus unsere Ab- t^rfronf zu durchstoßen, scheiterten. Zwischen dem trukaius und dem unteren Don kam es ht zu Kämpfen zwischen eigenen Nachhuten und H r(f>roa(f) nachdrängenden Feind, ohne daß die JMchberoeaungen der Maste unserer Truppen kt^rt wurden. “'n der Donez-Front und südwestlich Wo- l» a e s ch kam es zu schweren Kämpfen, die noch Wernern. 2m Ladogasee griff der Feind nach den irreren Verlusten des Vortages nur nut schwäche- Krallen an. Alle Angriffe wurden abaeroiefen. lurd) Verbände des Heeres wurden in her Zeit 21. bis 31. Januar an der Ostfront 517 zerstört, erbeutet oder bewegungsunfähig -sHosl"N. -n Afrika wurden heftige Angriffe aegen die Mhnnen her deut^ch italienischen Afrika-Arm-e 'n Westtrivolitanien unter erneuten Iberen Verlusten für den Feind abgewiesen. Die Eirzpfe um die in Tunesien in den letzten genommenen Stellungen halten an. deutsche Kampfflieger bombardierten erneut den von V on e. In Luftkämvfen "rb durch Flak- Esierie der Luftwaffe wurden im Vl i t k e l m e e r- Oer Ruf an dich. Wer heute noch glaubt, sein Beitrag für diesen strieg könnte sich darauf beschränken, auf eine Lieb- kngefpeife zu verzichten, die gewohnte Ferienreise ziicht durchzuführen oder seine WHW.-Spende zu rerdoppeln, der mache sich klar, daß dieser Krieg sicht ist wie'andere Kriege, daß ihn die Gegner wtsesselt haben, um das Volk der Deutschen für ifle Zeiten auszurotten und gleichzeitig Europa für immer zu versklaven. Da gibt es keine andere Vabl: entweder Sieg oder Untergang, Freiheit oder tzolschewismus, Durchbruch zu strahlender Zukunft Iber Sturz ins finstere Nichts. Keiner hat das klarer erkannt als der todesmutige putsche Soldat im Osten, der Träger des totalen Krieges in seiner härtesten, erbarmungslosesten Konsequenz. Er geht durch eine Hölle des Grauens; r kämpft mit den infernalischen Kräften einer >) Jahre lang gegen uns aufgebauten Kriegsmaschine, gegen die seelenlose Sturheit immer aufs irue heranbrausender, wohlgerüsteter Massenheere. }er deutsche Soldat im Osten kämpft und leidet, farbt und friert, blutet und stirbt im Zeichen des Ltalen Krieges, im Zeichen unvergänglichen deut- jgen Soldatentums. Ms leuchtendes Fanal unb zwingende Mahnung i die deutsche Heimat und die europäische Welt cht vor uns der wahrhaft heroische Kampf unserer oldaten in Stalingrad. Wer, wie die Helden von talingrad, gegen eine erdrückende Uebermacht von tenschen und Material, in einem Hagel von Feuer 1 ad Eisen, unter für uns alle unvorstellbaren Leiden ?d Entbehrungen Wunder der Tapferkeit voll- ingt, ber bleibt seinem Volke ewiges Vorbild, der bereits om Vortage beschädigte Schlachtschiff, das schwere Schlagseite erhielt und nach einer heftigen , , _ _ . Explosion in den Wellen versank. Vergeblich versuch- sochten, über den wir gestern schon berichteten. Die ten zwanzig nordamerikanische Flugzeuge, die von rx. Ä benachbarten Stützpunkten herbeieilten, die flüchtende Flotte zu entlasten. Drei von ihnen wurden in Luftkämpfen abgeschofsen, während die übrig- gebliebenen Schiffe Treffer über Treffer erhielten- und wobei noch ein Kreuzer versank. ernannte Großadmiral Dönitz hat vor einem halben Jahr gefügt: „Das U-Boot ist niedrig und seine Besatzung sieht infolgedessen die Welt aus der Froschperspektive. Die Sicht ist gering." Wenn haushohe Wetten über die Boote hinweggehen, so ist die Beobachtungsmöglichkeit noch weiter eingeschränkt, ganz abgesehen davon, daß ber Feind nicht stillhält, sondern mit allen Mitteln die U-Boote zu versenden sucht. Der hohe Seegang begünstigt bis zu einem gewissen Grad Ueberraschungs an griffe auf die U-Boote. Unsere U-Boote müssen sich also vor- sehen. Nur wirken die Stürme nicht einseitig allein gegen die U-Boote. Engländer unb * Amerikaner klagen, daß sie infolge der orkanartigen Heftigkeit dieser Stürme zahlreiche Schiffseinbußen hatten unb daß außerdem erhebliche Verspätungen im Schiffsverkehr zu verzeichnen gewesen sind. Es darf also angenommen werden, daß zahlreiche torpedierte Schiffe, deren Untergang nicht beobachtet werden konnte, von den Elementen den Gnadenstoß erhielten. Es ist bezeichnend, daß der USA.^Marinemini- fter Knox, der noch im Juli 1941 den Ozean von den deutschen U-Booten „reinfegen" wollte, jetzt nach feiner Rückkehr von einer ausgedehnten Be- sichtigungsreise klein und bescheiden erklärt: „Im Atlantik bleibt bas U-Boot-Problem für uns schwierig unb wir müssen mit vielen Verlusten rechnen." Oie letzte Schlacht brinat den Sieg. Im Gegensatz zu den vorhergchenden Seegefechten bei Sunga unb Savo hat sich diese fünfte Schlacht südlich von Guadalcanar, also auf ber feindlichen Nachschublinie, abgespielt. Das bedeutet, daß die japanischen Stützpunkte unb Bodenorganisationen in diesem Teil des Stillen Ozeans eine wesentliche Verstärkung erfahren haben müssen, da hier bisher die zahlenmäßig überlegene unb auf zahlreiche Inseln und Flugplätze gestützte nord- amerikanische Luftwaffe die Luftherrschaft für sich in Anspruch nahm. Die Nordamerikaner fühlten sich offenbar so sicher, daß sie darauf verzichteten, ihren Flottenverband durch Flugzeugträger begleiten zu lassen. Dabei mag allerdings auch der Umstand mitgesprochen haben, daß ber Gegner infolge früher erlittener Verluste heute nicht melhr über die nötige Anzahl von Flugzeugträgern verfügt, um sie den Bedürfnissen gemäß einsetzen zu können. Gerade bei Flugzeugträgern ist es mit dem Bau neuer Schiffe allein nicht getan, denn das geschulte Personal läßt sich bei dieser Spezialwaffe des Seekrieges über weite Räume nicht so rasch ersetzen. Cherterfietf-J Ho toi) km Num?- einem klaren Für ober Wider entschieden. Zwar ist der blinde Hödur, der den strahlenden Sonnengott Baldur im Auftrage Lokis, des Bösen, meuchlings . , „ , traf, und den vor Gott und der Geschichte Bismarck auf der Zwanzigjahrfeier ber faschistischen Miliz anklagte, wenn die Parteien fein Werk zu zerstören drohten, in Deutschland durch Adolf Hitler besiegt und in den meisten europäischen Staaten ousge= schaltet. Dafür aber haben sich zw?' Nationen zu Eichener Anzeiger W 8. tagt General-Anzeiger für Gberhesfen finden des Gegners schwierig, zumal sich der Tag zu neigen begann, als die japanischen Staffeln, sich der Gegend näherten, in der die feindliche Flotte zu suchen war. Der Feind konnte aber schließlich doch auf seinem alten Kurs entdeckt werden. Eine Stunde später wäre die Nacht hereingebrochen und die Auffindung des Feindes wäre unmöglich geworden. Die japanischen Flieger setzten unverzüglich zum Angriff mit Bomben und Torpedos an, wobei sie sich auf Schlachtschiffe und Kreuzer konzenttierten und die Zerstörer unbeachtet ließen. Der Führer des japanischen Verbandes, dessen Flugzeug durch das feindliche Flakfeuer beschädigt war, vermochte trotzdem seinen Torpedo auf eines der großen feindlichen Schiffe aus nächster Nähe abzufeuern und stürzte sich bann mit seinem beschädigten Flugzeug auf das feindliche Schiff, das bald darauf unterging. Ein Schlachtschiff und zwei Kreuzer waren die Opfer dieses ersten Angriffes. Die Reste des Feindes drehten ab und suchten im Schutze der Nacht in südöstlicher Richtung zu entkommen. Am 30. Januar, morgens, gelang es den japanischen Fliegern, den Gegner wieder aufzufinden. Die feindliche Flotte fuhr mit erheblich herabgesetzter Geschwindigkeit. Im Zenttum ber feindlichen Flottenformation fuhren die beschädigten Schiffe, darunter ein Schlachtschiff. Obgleich wieder niedrig treibende Wolken die Sicht beeinttächttgten, griffen die Japaner den Feind unverzüglich mit Bomben 71 Neu-MectleWuro f. »Itonae-J ___ t'ltaseijh* Tstb^L 0. Port tawn fe Da- i brutal AU im «bei, urden fc feinet -er Führer, -atz -les der schwerste aller Kämpfe sein würde. Man hat in der Geschichte manche Schlachten und Kämpfe als entscheidend für das Abendland betrachtet. Man wird in kommenden Zetten einmal feststellen müssen, Merk jkanspoi Und brutB aufrecht iHv dik und d erden es rcol uad Ci mir, wi blngr mad)L Neue 2 kn aufge i jubelt (reife, lf kWpsbot Etmpfbai ler Kmt p tvird k Mgt. W r hekato 'M hc limjeti kii beton kn Ack kit Das «4 jur! Iistzdem He Panz kb wird kitt kein Bis bebe er Bei: k ihm v tollen ur M de Men Mi «ich d |ie Hera krall, a Gen, c *?: das tlte R kr konnte . Jschrs 1901 als Assessor in den Konsukardrenst ein und bekleidete von 1903 bis 1908 das Amt eines 10» a >*” -- f w”6L - jliii d fift Lelge' JijrAiu^ ■nfere i xoinben * b. feran, t* “ frei« aln Dizekonsuls in London. Nach kurzer Tätigkeit als Botschaftsrat in Konstantinopel machte er den Weltkrieg als Kompanieführer mit, wurde jedoch 1915 vom Auswärtigen Amt wiederum der Botschaft th Konstantinopel zugeteilt, und 1917 Kabinettsckef des Königs von Württemberg. 1919 wurde er Gesandter i MortU rt -lllfk Weltanschauung tyrannisch zufammengehalten worden wäre. Und damit stehen wir wieder heute nach außen, wie einst im Innern, der gleichen Kampffront gegenüber. Letzten Endes ging der Kampf im Innern ja damals auch nur gegen diesen Gegner. Als schließlich unsere Gegner glaubten, selbst stark genug zu sein und die phantastischsten Hoffnungen auf erneute Revolutionen usw. im Innern Deutschlands setzten, begann dieser entscheidendste aller Kriege. Auch hier brauche ich nur an die gewaltigen Schlachten, die einmaligen Siege in Polen und Norwegen, in Holland, Belgien, in Frankreich, in Jugoslawien und Griechenland, auf dem Balkan, in der Luft, auf dem Meere und unter den Meeren zu erinnern. Ueberall siegten die deutschen Waffen. Und das deutsche Volk begann zu glauben, daß die Siege eine Selbstverständlichkeit wären. Das Schicksal aber verschenkt so leicht nichts, und besonders nichts Großes, sondern hier macht das Schicksal die letzte Probe an den Völkern. Damals glaubte nur unser Volk — wir hatten ja überall gesiegt —> der Krieg könne bald beendet sein. Den Osten aber sahen viele in unserem Volk als keine Gefahr an. Dort war soeben ein Krieg von einigen Monaten abgelaufen. Ein kleines, ungeheuer tapferes und entschlossenes Volk hatte sich des großen Rußland erwehrt. Rein äußerlich gesehen, war sehr schwer zu erkennen, daß der erste Krieg der Bolschewisten gegen Finnland bisher vielleicht die größte Tarnung in der Weltgeschichte gewesen ist. Während der Bolschewismus einige Armeen in Finnland kämpfen lieh, und zwar zum Teil mit veralteten Waffen, hatte er längst durch anderthalb Jahrzehnte die gewaltigste R ü st u n g aufgebaut, die je ein Volk hervorbrachte. Er konnte es. Denn diese Rüstung war aufgebaut worden nicht mit freien Menschen aus innerer 93er- pflichtung heraus, sondern mit Sklaven. Er hatte es verstanden, sein Volk zu versklaven und in das tiefste Elend herabzudrücken. Für den zivilen Bedarf wurde in der Sowjetunion nichts mehr hergestellt. Kaum gab es Kleidungsstücke. Das gewöhnliche Volk hatte gar nichts, was irgendwie das Leben verschönern konnte. Nichts als Einheitsmütze, Einheitsrock, Einheits- Hose, überall äußerstes Elend, keine Kaufläden, keine Industrien, die Schönes herstellten, kurzum all das, was in einem kulturell hochstehenden Volke nun einmal vorhanden ist. All das war längst verschwunden. Die gesamte Industrie dieses Mesenreiches mit ihren ganzen Rohstofen arbeitete nur für ein einziges Ziel. Allein in dem neuen Gebiet Polens, das wir ihm überlassen mußten, hatte er fast tausend Flugplätze in Dau genommen. Dies alles hörten wir, und dieses alles gab zu denken. Und da muß man nun auch noch einmal einen tieferen Blick in die ganze Zielsetzung des Bolschewismus tun. Was ist den«» für die Sowjetunion Aterhaupt Europa? Wenn Ihr Euch das gewaltige Reich anfeht, das damals von der Weichfe bis an den Stillen Ozean reichte, wenn man das du dem Globus sieht und dann mit Europa vergleicht so muß man sich wirklich einmal fragen, ob wir uns zu Recht einen eigenen Erdteil nennen. Diese Frage hat ein sowjetischer Offizier, der Stalin sehr nahe stand, ganz klar beantwortet. Er sagte: „Europa, ja Europa ist ja bestenfalls eine große russische Provinz. Europa, was ist es denn? Ein Konglomerat von unzähligen Staaten, die sich alle untereinander befehden. Ist die Schweiz Europa, oder Schweden, ist Dänemark oder Frankreich Europa, ober Polen? Das alles hätte uns nie gestört. Aber seitdem wir nach dem Westen drängen, hat sich in diesem Europa stets ein Wall aufgetan, und dieser Wall bestand aus Deutschen. Und die Deutschen waren es, die uns die Tür nach Europa bisher verwehrt haben. Alles andere bedeutet uns nichts. Ueberwinden wir Deutschland, dann besitzen wir Euro p a." Ich glaube, daß dieser Auffassung wohl Der unzerstörbare Glaube an den deutschen Sieg Oes Reichsmarschalls Hermann Göring Rede auf dem Appell der Wehrmacht. Berlin, 1.Februar. (DNB.) Am zehnten Iah- restage der Machtergreifung hielt Reichsmarschall Göring eine Ansprache an die Wehrmacht, an die schaffenden Männer und Frauen der Heimat und an die Jugend. Der Reichsmarschall führte aus: Meine Kameraden! Ihr steht heute hier als Abordnung der gesamten deutschen Wehrmacht. Es soll dies ein Appell fein, der sich am heutigen Tage an alle Kameraden der Wehrmacht richtet, wo immer auch sie in diesm Augenblick stehen und ihre Pflicht erfüllen. Ein Appell, um jenes Tages zu gedenken, da das Schicksal des Deutschen Reiches sich von Grund auf änderte, jenes Tages heute vor zehn Jahren. Es war genau in dieser Stunde vorzehnJahren,dader Führer und damalige Reichskanzler Adolf Hitler zusammen mit seinen nächsten Mitarbeitern, dem Reichspräsidenten und Feldmarschall von Hindenburg den Eid leistete. Und dieser Eid mar nicht ein gewöhnlicher Minister-Eid jener Regierungen, die alle Augenblicke die Sessel wechselten, sondern dieser Eid galt für Volk und Reich. Es war ein Eid, daß von nun ab eine neue Zeit in der Geschichte unseres Volkes beginnen sollte, eine Zeit, die eine furchtbare Vergangenheit auszulöschen, eine schreckliche Gegenwart zu liquidieren und eine große Zukunft her- beiizusühren hatte. Die damalige Lage kennt Ihr alle am besten, und Millionen unter Euch hatten damals ebenfalls das ganze Elend zu fühlen, das auf dem deutschen Volk und in erster Linie auf seinen arbeitenden Schichten lastete. Es war eine Zeit, da der Deutsche sein Haupt senken mußte vor Scham über das, was in den letzten zwei Jahrzehnten nach Schluß des Weltkrieges sich abgespielt hatte. Es war ein Tiefpunkt unserer Geschichte, so tief, daß nur ganz starke Herzen noch an eine Wiederaufrichtung glauben konnten. Die Gegenmart selbst bot sich im grauen Elend dar. So galt es nun, für die Zukunft Hand anzulegen und ein neues Reich aufzubauen. Deshalb gedenken mir heute des Tages, weil dieser Tag eine Schicksalswende im Ablauf unseres weiteren Dolkwerdens darstellt, eine Schicksalswende, an der damals auch die kleine Wehrmacht, die Reichswehr, nicht vorbeigehen konnte. Diese Reichs- wehr wurde von jenen Machthabern nur als eine Art parlamentarischer Schutzwache betrachtet. Sie dachten nicht einmal an die Möglichkeit, daß sie nach außen gegnerischen Uebergrtffen entgegenzutreten hatte. Diese Reichswehr wurde nun umgebaut und zu einem gewaltigen Dolksh eer umgestaltet. Bei dieser Umgestaltung mußte von den Führern wie von den Geführten nun eines erkannt werden: daß dieses neue Volksheer auch nur aufber breiten Basis der neuen Volksgemeinschaft aufgebaut werden konnte. So wie wir im Volk eine neue Gemeinschaft der deutschen Menschen untereinander und zueinander schufen, so wurde bas auch für die Kämpfer der neuen Wehrmacht notwendig. Man hat früher immer gesagt: „Um Gotteswillen, nur keine Politik in die Wehrmacht hineinbringen, das Reichsheer muß fitb von jeder Politik fernhalten." Soweit es sich damals um jene lächerlichen tagespolittschen Erscheinungen handelte, war dies richtig. Aber, meine Kameraden, nur der kann kämpfen, der mH leidenschaftlicher Seele Anteil nimmt am gesamten werden feines Volkes und vor allen Dingen an der Weltanschauung, auf Grund deren die große Politik gestaltet wird. Es ist unmöglich, daß ein Volk sich neu formt und auf der granitenen Unterlage einer Weltanschauung eint, die Soldaten aber draußen stehen bleiben, denn der Soldat ist ja nichts anderes als ein Sohn des gleichen Volkes, der nur die Ehre hat, die Waffen für sein Volk tragen zu dürfen. Wenn es überhaupt in irgendeiner Gemeinschaft unseres Volkes notwendig ist, hart und kristallklar eine Weltanmotorige amerikanische Bomber dreimal Messina angriffen, wo zahlreiche Bomben ab- gemorfen und beträchtliche Schäden an vielen Gebäuden angerichtet wurden. Die Zahl der Opfer wird zur Zeit festgestellt. Die deutsch-italienische Boden abwehr von Reggio Calabria und Messina schVß drei Liberator ab. Ein Flugzeüg griff mit den Bordwaffen ein Haus bei Melito di Porto Salvo (Südküste von Calabrien) an. Es werden sechs Tote gemeldet, darunter der Erzbischof der Diözese, der sich auf Hirtenbesuch befand, und fünf Zivilpersonen. Weitere Einflüge fanden auf Catania, Trapani und Augusta statt, wo Gebäudeschaden entstand. Die Zahl der Opfer ist noch nicht festgestellt. Die Bodenabwehr schoß drei Flugzeuge über Augusta ab, die brennend abstürzten. Die Bodenabwehr von Trapani schoß zwei Flugzeuge ob. Freiherr von Reurath IvIahre Reichsminister Reichsprotektor Freiherr von Neurath begeht am 2. Februar feinen 70. Geburtstag. Freiherr v. Neurath kann an diesem Tage auf ein jahrzehntelanges hervorragendes Wirken im Dienste für Volk und Reich zurückblicken. In Klein- Gladbach in Württemberg geboren, trat er nach Absolvierung des rechtswissenschafklichen Studiums Wogen, u auf ‘ offenem Herzen, sich diesen neuen Erkenntnissen hinzugeben. Vor allem ist es die Pflicht der Führerschaft, hier ein Vorbild zu sein. Gewiß, die Jugend ist heute schon voll durchdrungen vom Nationalsozialismus, sie ist schon in den Jahren der Schule in die Hitler-Jugend und damit in diese neue Weltanschauung hineingewachsen. Sie bringt deshalb die nationalsozialistische Weltanschauung als absolute Selbstverständlichkeit mit So kann auch die Wehrmacht, unser Dolksheer, nur bann eine Einheit bilden, wenn die in der nationalsozialistischen Weltanschauung großgewordene Jugend auch eine Führerschaft findet, die ebenso klar und ebenso fest auf diesem Fundament steht und führt. . In diesen zehn Jahren nun, in denen der Ausbau der neuen Nation vorgenommen wurde, begann aber auch gleichzeitig der Kampf von außen her gegen dieses Deutschland, bas soeben den Kampf im Innern beendet und sich wieder geeint hatte. Dieser Kampf von außen gegen Deutschland ist ja nichts neues. Immer, wenn das Deutsche Reich unter starker Führung stark und einig wurde, traf es jebesmal aufbie gleichen Gegner. In einer wahnwitzigen Kurzsichtigkeit erkannten die Völker Europas nicht, daß Europa nur bestehen kann, wenn ein starkes Deutschland als sein Herz lebt Aber noch etwas Interessantes trat in Erscheinung. Die gleichen Gegner, die wir eben innerhalb des Reiches und Volkes überwunden hatten, traten nun unter anderer Firmierung voll außen her wieder gegen uns an. Die P1 u to k r a ti e, das heißt die Ausbeutung des arbeitenden Volkes, der Bolschewismus, d. h. die Zerschlagung des Volkes und seine Versklavung und Verelerttmng. Beide führt und beide vereinigt der Jude! Und wie überhaupt jeder von Euch in diesem Kampf, der zu einem zweiten noch gewaltigeren Weltkrieg geworden ist, erkennen muh, haben wir letzten Endes in diesem Kriege einen Kampf der Weltanschauungen und der Rassen zu sehen. Darum sind in diesem Krieg die Weltanschauung und die aus ihr erwachsens Einheit von so großer Bedeutung und ganz besonders wieder von größter Bedeutung für uns, für die Kämpfer, für die Wehrmacht. Denn sie soll uns ja die Kraft geben. Wir sehen es ja immer wieder, daß Völker, die innerlich zerrissen sind, zwar zeitweise Erfolge davontragen können, aber letzten. Endes doch versagen. Heute sind wir Deutsche durch eine Weltanschauung geeint, und wir vertreten diese Weltanschauung bis zur letzten Konsequenz. Vergessen wir aber nicht: von allen unseren Gegnern gibt es auch einen, der durch eine Weltanschauung geformt ist. Und seien Sie überzeugt, meine Kameraden, diese Sowjetunion wäre längst unter unseren Schlägen zusammengebrochen, wenn sie nicht durch die brutale Prägung der Vertreter der bolschewistischen in Kopenhagen, war von 1921 bis 1930 Botschafter in Rom, von 1930 bis 1932 Botschafter in London, bis er am 2. Juni 1932 zum Reichsminsster des Aus- märtigen berufen wurde. Die markantesten außenpolitischen Ereignisse nach der Machtübernahme, an denen Freiherr von Neurath als Re i chsauße nmin i st er maßgeblich Anteil hatte, und mit denen fein Name für immer verbunden fein wird, sind das Verlassen der Abrüstungskonferenz in Genf und der Austritt Deutschlands aus dem Völkerbund, die Wiedereingliederung des Saargebiets, die Verkündung der Wehrhoheit des Reiches und nach dem Abschluß des franzöfifch-sow- jettschen Militärpaktes die Kündigung des Locarno- Vertrages. Im Jahre 1936 folgte der Vertrag mit Oesterreich und die grundlegende Aenderung der Beziehungen des Reiches zu Japan und Italien. Nach der Erreichung des 65. Lebensjahres im Februar 1938 entband der Führer den Freiberrn von Neurach auf fein eigenes Ansuchen vom Amte des Reichsaußenministers und ernannte ihn unter Würdigung feiner großen Verdienste zum Präsidenten des neugebilbeten Geheimen Kabistettsrats. Am 18. März 1939 ernannte der Führer den Freiherrn von Neurach ' zum Reichsp rote ktor in Böhmen und Mähren. Freiherr von Neurach wurde vom Führer in Würdigung feiner hervorragenden Arbeit für Volk und Reich mehrfach ausgezeichnet. Er erhielt das Goldene Ehrenzeichen der Partei, wurde ^^Gruppenführer, ist Träger des Deutschen Adlerordens und des Goldenen Treudienstchrenzeichens und erhielt in Anerkennung feiner besonderen Verdienste um die Durchführung von Kriegsaufgaben als Reichsprotektor von Böhmen und Mähren das Kriegsverdienstkreuz 1. Klasse. Da« Eichenlaub für Generalleutnant Rodenburg. DRV. Aus dem Führerhauptquartier, 1. Febr. Der Führer verlieh das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes dem Generalleutnant Karl Rodenburg, Kommandeur einer Infanteriedivision, als 189. Soldaten der deutschen Wehrmacht. Kleine politische Nachrichten. Mahatma Gandhi ist schwer erkrankt. Sein Gesundheitszustand verschlechtert sich von Tag zu Tag. Die britisch-indische Regierung versucht, alles, dies vor dem indischen Volk geheimzuhalten, um ein verstärktes Aufflammen der Unnchen zu verhindern. daß es nur einen einzigen Entschluß gegeben hat, der wirklich der entscheidendste für daS Abendland war, für das Abendland mit seiner ganzen Vergangenheit, seiner Kultur, seiner Größe, den unerhörten Werten, die seine Mm- scheu geschaffen haben. Das war der Entschluß des Führers, sich dieser Vlulwclle entgegmzu- stemmen, um endlich das zu vernichlm, was sonst früher oder später zur Vernichtung Europas geführt hätte. Jedenfalls wird die Geschichte zum 22.3uni 1941 einmal fest stellen müssen, hier wurde der gewaltigste, historisch bedeutendste, ober auch kühnste und bewunderungswürdigste Entschluß von einem starken herzm gefaßt. Siegreich stürmte die deutscheWehrmacht bcmi| in den sowjetischen Raum hinein. Sieg auf Sie« folgte, massenweise wurden die Divisionen des <5efl| ners, wurde eine Armee nach der anderen tet. Aber mit den weiteren Siegen wuchsen die Tiesß des Raumes, die (Entfernungen und die Schwierige feiten des Nachschubs. Obwohl unerhörte Anfott»e« rungen gestellt wurden, befand sich die ganze QSWl macht im siegreichen Vorwärtsstürmen. Da murofl unserer seit Jahren ununterbrochen von Sieg M Sieg eilenden Wehrmacht die Schicksalsprobs gestellt. Nicht der Feind, sondern die Element! erhoben sich und boten den siegreichen Truppen zum erstenmal ein Halt. Der eisige Winter des O st e n s brach in unvorstellbarer Schärfe und Kraiß herein. Viele von Euch haben chn erlebt, auch mß Härte des Kampfes, auch da und dort auftreteiwi Schwäche. Aber auch hier war es wiederder Führer^, der allen Schwächlingen zum Trotz mit feiner Krcvk die Ostfront gehalten hat. Und aus feines Kraft und feinem Genie trat, nachdem die Welt rm Winter 1941/42 glaubte, Deutschland sei im Oste« schon niedergeschmettert, mit den emporsteigendem Sonnentagen die deutsche Wehrmacht zum neue« gewaltigen Stoß an und warf aufs neue dem Gegner Schlacht um Schlacht zurück. Kein Mensly hätte für möglich gehalten, daß nach diesem Winter eine solche Offensive folgen würde. Sie ist tief, M in den Raum der Sowjetunion hinein gestoßen, e™ hat dem Gegner unersetzbare Hilfsquellen fcmO Rüstung meggenomnten. Dann kam im voriges Sommer der Tag, da zum erstenmal deutsche Par* zergrenodiere und Pioniere in die Hochburg j Stalingrad hineinstießen und sich an deß Wolga, diesem Schicksalsstrom Rußlands, W" klammerten ... Es folgte der zweite Winter im Osten, mjg in der gleichen Strenge wie der erste. Wenn der Winter nicht jenes Exttem erreichte» w* ■* brechen wird. Die Sowjets hatten sich das sehr klug überleg^ Indem sie zunächst Deutschland wirtschaftlich auf allen Gebieten entgegenzukommen trachteten, iegtetz ie die letzte Hand an ihre gewaltige Rüstung und versuchten nun dummdreist die Einkreisung zu voll« enden Herr Molotow lieh durchblicken, daß doch mit Deutschland weiterhin ein sehr gutes Emver« nehmen möglich fei, wenn wir bei einem zweite« Angriff auf Finnland die Augen schließen wurden, Das hätte die endgültige Vernichtung Finn« lands bedeutet. Darüber hinaus wurde felbstoer« ländlich der Bolschewist sofort auf die f4)roebb chen Erzfelder übergegriffen und sich di§ eisfreien Häfen gesichert haben, die er vois jeher suchte. Auf der anderen Seite wollte er Rus mänien in seine Einflußsphäre einbeziehen, d.h, er wollte Rumänien und dabei das rumänische O e l einstecken, dann von Rumänien über Bulgarien den Balkan durchdringen und so, wie es sich gerade am besten geben würde, einmal m öeti Maske des Panslawisten und ein anbermal in oejs des Bolschewisten als Befreier dieser Volker er« scheinen. So sollte allmählich auf dem rechten und inten Flügel das Vorschieben beginnen, und stand er erst einmal auf den Flanken und im Rucken Deutschlands, dann stand er auch im Rucken Endlich Pc Srer s> iS Kplö S’ta kSrenb s K K Jar ei K I» 11 leiqn gerooiöCTi, vu$> ukuhuic wu Kampf zu führen. Mil feiner Klarheit, mit feinem politischen und strategischen Ingenium wußte Mf. wußte er, um was es geht. Er war sich der Dro- i hung aus dem Osten klar. Wie riesengroß diese Ge- ' fahr war, ist alleMngs erst im Kampfe ganz er- । könnt worden, aber um so unverdrossener und Hel- I denhafter ist der Mut, der sich den jüdischen Pluto- : Tratten und ihren barbarischen Vorkämpfern, den Bolschewisten, entgegenwirft. Der Führer k>at in diesem Kampf ums Dasein gegen eine blut- und rache gierig gewordene Welt es als unsere vor- üchrnste Aufgabe hingestellt, das deutsche und euro- ' päische Schicksal zu wenden. Mr schonen in diesem Schicksalskampf nicht unser Leben, nicht unsere Arbett, ' wir sind eine geschworene Gemeinschaft, und von überall her, wo die Nationen uns in diesem Kampf um die Entscheidung über Europa verbündet sind oder ihre Besten als Freiwillige an diesem Ringen teilnehmen lassen, tönt die Antwort, daß sich alle diese Völker eins wissen im gemeinsamen Kampf, unb daß Stalingrad Vorbild und Nacheiferung geworden ist. Die todesmutige Entschlossenheit des deutschen Volkes, sein Ernst, mit dem es sich dieser Ausgabe widmet, hat als Ursache, was Dr. Goebbels in feiner Rede so formulierte: „Wir müssen uns alle selbst erobern und erarbeiten ... Jetzt geht das deutsche Volk in seiner umfassenden Gesamtheit in Stellung. Es will von dieser Stunde an nur noch kämpfen und arbeiten für den Sieg." Unsere Führung hat uns ein Beispiel gegeben. Und wahrlich, der verdiente nicht, Deutscher zu fein und hätte kein Blut in den Adern und kein Her^ zu fühlen und kein Hirn zu denken, der sich nicht einreihte in die Front der Schicksalskämpfer. „Wir glauben an den Sieg, weil wir entschlossen sind, mit unserem Volke nichts zu versäumen und zu unterlassen, was ihm dienen wird!" sagte Dr. Goebbels. Wir wissen mit dem Whrer, es wird „einst bie große Stunde schlagen, in der unser Volk befreit fein wird vom äußeren Feind. Aus den Opfern der Toten und den Ruinen unserer Städte und Dörfer wird dann ein neues Leben erblühen, um den Staat weiter zu gestalten, an den wir glauben, für den wir kämpfen und arbeiten: Den germanischen Staat der deutschen Nation." Das Ziel ist uns unverrückbar gesetzt. Nur auf bas Ziel darf geschaut werden, nicht auf die Mühen des Weges. Schildhalter sollen wir fein für uns und für Europa. Das ist unsere vornehmste Ausgabe hiemeden. Wir werden sie erfüllen. Amerikanischer Terrorangriff auf Messina. Rom, 1. Febr. (DNB.) Der italienische Wehrmachtbericht vom Montag gibt bekannt, daß vier" Ffeiner widersprechen tarnt. Jmmek und zu affett Zeiten ist Deutschland der Wall gewesen, an dem ich die ösüichen Horden brachen. heute steht nun Deutschland für ganz Europa auf äußerster Dacht. Und ob nun in diesem Europa Bundesgenossen, Freunde, Neutrale oder feindlich gesinnte Staaten sind, im Innersten müssen sie erkennen und es wissen, daß, wenn dieses Deutschland zusammenbrechen würde, der Bolschewist ja nicht aus innerer Hochachtung etwa vor der schwedischen oder schweizerischen oder sonst einer Neutralität stehenbleiben würde. Der Bolschewismus würde im gleichen Augenblick Europa bis zur letzten Spitze durchrasen. Später einmal werden diese Staaten das aussprecheu, was sie heute innerlich wissen. Europa ist für den Bolschewismus ein Sprungbrett und für die Sowjetunion ein Anhängsel, aber beides erst dann, wenn es kein deutsches Volk und keine deutsche Wehrmacht mehr gibt. Solange Volk und Wehrmacht stehen, ist Europa der Felsen, an dem sich die bolschewistische Blutwelle Das Gesetz -er Ehre und -er Pflicht iteure ie r,. 6n Rücken herunter, wenn man diese Verluste rr ‘ sitht. Das Menschenmaterial, das die Sowjetunion ■ wd),zur Verfügung hat, ist unterernährt und friert. • fi , Dotzdem wird das letzte aus ihm herausgeholt. 1De Panzer sind viel schlechter geworden, aber sie 6trai AUFMÖNCKEBER® tot eiet ‘Tau.^ellbi .Aber das ist doch... das ist doch Herr Brand!?' M" Bin zu packen bekam, drückte er seinem Begleiter bim er Frank an der „Leitschnur" hinter sich Herzog. A n im SRüjfl Ülktl M wieder zur Stelle gewesen. Der Bolschewist leint keine Ruhe, er läßt seinem Volk keine Ruhe. Aas bedeutet es für ihn, weyn die Menschen bei btr Arbeit vor Erschöpfung umklappen. Das alles iß ihm völlig gleichgültig. Durch dieses Rußland Men ununterbrochen Peitsche und Pistole. Mit den gewaltigen Massen, die er nun für thfen Winter noch zusammengetrieben hat, brach er ta und dort in Stellungen ein. Er hatte jo das feite herausgeholt und alles zusammengefaßt, um überall, wo ihm irgendwie die Gelegenheit günstig «schien, anzugreisen. Ich bin aber der Ueberzeu- zeug an. Er hielt die Hand schützend vor die kleine Flamme, machte drei Schritte vorwärts und beugte sich über die beiden wie verkrampft am Boden liegenden Männer. * ItQl jl ihre 5 gai iß. « 6od rtum Pa J j 'er en du । * ing len de. liker «n, für für dez! der eße rfiev, i Ce- bem i vichl! dich ein» lvvhß illtt chlchlt t\w.: irb iij lauen. ।! tgeda t W fdoßt feint! | fflov W' W i, »fl Go» W (enbfx itbi^ * Elf W des ft Wit den Anschluß verlor. r. ,^els Unvorsichtigkeit rächte sich; nach wenigen Ketten stieß er mit dem Kopf unsanft gegen einen “yH öiiterDorfprung, so daß ihm Bitt vnteidrückter 'N ) Ql> W ! ur; v-k. .M veijy irbn inu. jftott ebb h ty r 3h I, d.h »Mi gatiü In demselben Augenblick hörte das Klopfen auf, und gleich darauf sah Axel in einer Entfernung von drei, vier Meter einen Schatten vorüberhuschen. Zwei, drei Herzschläge lang stand Axel wie erstarrt, als er den unheimlichen Spuk gewahr wurde: ein mannshohes Skelett, dessen einzelne Knochen in der Dunkelheit schwach leuchteten — und dem der Kopf fehlte. Scheinbar schwerelos und ohne jedes Geräusch kam es mit ausgebreiteten Knochenarmen unmittelbar auf Axel zu, um in der nächsten Sekunde plötzlich nach links zu verschwinden. Axel, der die Schreckenssekunde bereits überwunden hatte, machte einen jähen Satz, um das Skelett festzuhalten. Aber noch bevor er es erreicht hatte, fühlte er einen scharfen, stechenden Schmerz an seiner linken Wange: gleichzeitig fiel ihm mit lautem Gepolter irgend etwas zwischen die Beine, und er stürzte vornüber zu Boden. „Licht?" rief Frank hinter ihm, so laut er konnte. ,Hutta, schnell, dreh das Licht an!" Axel überschlug sich einmal, aber da er seit einigen Jahren eifrig Jiu-Jitsu trieb, hatte er in der Kunst des Hinfallens große Hebung, und so geschah ihm weiter nichts. Er ließ seinen Körper wisrollen und — prallte gegen ein paar Beine. Da Axel ganz genau wußte, daß es Franks Beine nicht fein konnten — denn Frank befand sich sa auf der entgegengesetzten Seite irgendwo im Hintergrund — packte er blitzschnell zu, umschlang die Beine mit eisernem Griff und riß sie mit scharfem Ruck seitwärts unter dem Körper fort. Ein unterdrückter Fluch wurde hörbar, bann klatschte der Körper hart und schwer auf den Steinboden. Axel hielt den Gestürzten mit aller Kraft fest und brüllte jetzt ebenfalls, so laut er konnte: „Licht anmachen? — Zum Donnerwetter, macht doch endlich mal Licht! — Ich habe ihn!" „Das Licht brennt nicht!" kam schwach und fern Juttas Antwort. „Wahrscheinlich sind wieder die Sicherungen 'raus!" W diesem AugenbÜck knixstr Frank feto Feuer- in l» d nii es tu! Sim n ck tDOfc „Zum Teufel, was soll denn das heißen?" rief Axel wütend. „Wollen Sie mir bitte erklären...?" Brand antwortete nicht. Er richtete sich nur stöhnend auf, und als Axel sah, daß ihm aus Mund und Rase das Blut tropfte, half er ihm erst mal auf die Füße. — Jetzt endlich kam Güstrow eilig mit einer Taschenlampe durch den Hauptgang des Kellers gelaufen. „Ist ja wieder mal ’ne tolle Geschichte hier unten!" rief er atemlos. „Was ist denn eigentlich...?" Er stockte, als er das Blut in Brands Gesicht sah. „Na, nun aber mal schnell nach oben, meine Herren!" Kopfschüttelnd trat er in den Hauptgang zurück und leuchtete dort ein Schaltbrett ab. „Natürlich — die Sicherungen sind wieder mal herausgeschraubt!" rief er erbost. Er schraubte sie hinein, und in demselben Augenblick wurde es endlich hell im Keller. — Als Brand und Axel die Halle betraten, stteßen Jutta und Sigrid laute Schreckensrufe aus. Die beiden Männer sahen aber auch wirklich schlimm genug aus. 31>re Kleidung war von oben bis unten mit Staub und Schmutz bedeckt. Brand hatte zudem auf der Stirn eine große Beule, während die untere Hälfte seines Gesichts völlig mit Blut und Schmutz verklebt war. Er mußte sich gleich hinsetzen. — . Axels Beinkleid wies einen klaffenden Riß auf; die Hmlre hingen ihm wirr in die Stirn, und seine Smokingschleife, die sich „in der Hitze des Gefechts" geM hotte, $ttg ffj Lwek langen Efaen herab. Auf rief er verwundert. Er beleuchtete ihn noch näher. Axel ließ die Beine des Mannes los, drehte ihn auf den Rücken und erkannte zu seiner Verblüffung, daß Frank recht hatte; es war tatsächlich niemand anderes als Brand. seiner linken Wange hatte er eine breite Wunde, aus der in zwei dünnen Fäden das Blut sickerte. „Um Gottes willen. Sie sind ja auch verletzt, Axel!" rief Sigrid ängstlich. „Setzen Sie sich hier hin, Axel, ich werde Sie sofort verbinden!" „Ach, das ist ja gar nicht der Rede wert, diese Schramme", meinte Axel und lächelte ihr beruhigend zu. Frank, der sich — als angehender Arzt — so recht in seinem Element fühlte, trat schnell heran: „Den Verband überlassen Sie lieber mir, Sigrid! Das schlägt ja in meinen Beruf!" Er betrachtete prüfend die Wunde auf Axels Wange. „Na, es scheint ja nicht so schlimm zu fein! Mr müssen' vor allen Dingen verhüten, daß Schmutz hineinkommt." Er wandte sich zu den beiden jungen Mädchen herum, die ihm besorgt zusahen. „Bitte, meine Damen, besorgen Sie mir schnell etwas warmes Wasser und Verbandzeug!" Während Sigrid und Jutta eilig davonliefen, zog Frank feine Schuhe wieder an; zwischendurch gab er dem Bibliothekar Brand die nötigen Verhaltungsmaßregeln: „Bitte, Herr Brand, jetzt die Arme hochhalten und den Kopf etwas nach hintenüber beugen! — So, richtig! Und nun tief und ruhig ahnen! — Sehen Sie, es läßt schon nach!" Wenige Minuten später — nachdem Frank mit geschickten Händen Axels Wunde gereinigt und ihm einen Heftpflasterverband angelegt hatte — hörte auch Brands Nasenbluten auf. Es stellte sich alsdann sehr schnell heraus, baß er außer der Beule an der Stirn und einer aufgeschlagenen Lippe glücklicherweise keinen Schaden weiter genommen hatte. Jutta konnte ihre Neugier nicht länger zügeln. „Ja, was war denn nun eigentlich im Keller los, meine Herren?" fragte sie und sah von einem zum andern. „Vielleicht kann Herr Brand uns darüber einige Aufklärungen geben!" sagte Axel mit einem mißtrauischen Mick auf den jungen Ddann, der bisher' noch nicht gelpcochen hatten (Fortsetzung folgt) ROMAN VON OLAF ^OUTBftWECK A Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) )a Axel hatte achtzehn Stufen gezählt, als das Ge- Baber aufhörte und er festen, ebenen Boden unter 5prf*f simen Füßen fühlte. Er bedauerte jetzt, daß er die Hjuhe ausgezogen hatte, denn der Steinboden war ppen"j' Erfindlich kalt und auch etwas feucht ... hL?! : 6r drehte sich um, und als er im Dunkeln Franks 11 All . 3U packen bekam, drückte er feinem Begleiter ' eimn Zipfel feines Smokings in die Hand. Dann I iistete er sich an einer Wand entlang vorwärts, in« jung: das ist auch das letze Aufgebot, bie letzte Reserve, die nur herausgequetscht werden konnte, weil eben diese Härte schon keine Härte mhr ist, sondern eine Barbarei, weil eben der Tvlschewist das Menschenleben überhaupt nicht mehr eitet. Das sind für iyn nur Lebewesen, die er zur Durchsetzung seiner Ziele braucht. Diese Führung iit brutal bis zum äußersten. Und trotzdem: wir hoben ihn bisher geschlagen, wir werden ihn auch wieder schlagen. Es gilt jest, seinen Plan, sich wieder in den Besitz seiner IjRhstoffe zu setzen, ßu vereiteln und ihn zurückzu- !schlagen, und das geschieht dort, wo es entscheidend Darauf ankommt. Allerdings ist nunmehr auch d i e hörte des Kampfes ins Gigantische gewachsen. Dabei muß nicht außer acht gelassen werden, «s Deutschland ja an allen Fronten kämpft und Nordkap bis zur Biskaya, hinunter bis in die Stiften Afrikas und bis in den fernen Osten an fet Wolga mit feinen Verbündeten die Wacht hält. Nus all diesen gigantischen Kämpfen ragt nun Hed) einem gewaltigen Monument der Kampf tm Stalin grab heraus. Es wird der größte chervenkampf in unserer Geschichte bleiben. Was tat jetzt unsere Grenadiere, Pioniere, Artilleristen, gebrochen, der Bolschewist hatte voraussichttich sein Ziel erreicht. Jehl kommt er zu spat. Der deutsche Diederstand konnte organisiert werden; die neuen Linien sind gefestigt, aber sie konnten nur befestigt werden, weil dort draußen in dem Trümmerfeld dieser Stadl Helden kämpften und noch kämpfen. Und wenn es nur noch wenige sind: solange ein deutscher Soldat steht, wird gekämpft. Meine Soldaten, die meisten von Euch werden von einem ähnlichen Beispiel der großen gewaltiaen Geschichte Europas gehört haben. Wenn auch damals die Zahlen kleiner waren, so gibt es letzten Endes doch keinen Unterschied der Tat als solcher. Bor 2% Jahrtausenden stand in einem kleinen Engpaß in Griechenland ein unendlich tapferer und kühner Mann mit dreihundert feiner Männer, stand Leonidas mit dreihundert Spartia- t e n, aus einem Stamm, der wegen feiner Tapferkeit und Kühnheit bekannt war. Eine überwältigende Mehrheit griff diese kleine Schar immer wieder aufs neue an. Der Himmel verdunkelte vor der Zahl der Pfeile, die abgeschossen wurden. Auch damals war es ein Ansturm von Horden, der sich hier am nordischen Menschen brach. Eine gewaltige Zahl von Kämpfern stand Lerxes zur Verfügung, aber die dreihundert Männer wichen und wankten nicht, sie kämpften und kämpften einen aussichtslosen Kampf, aussichtslos aber nicht in feiner Bedeutung. Schließlich fiel der letzte Mann. In diesem Engpaß steht nun ein Satz: „Wanderer, kommst du nach Sparta, fo berichte, du habest uns hier liegen sehen, wie das Gesetz es befiehlt!" Es waren dreihundert Männer, meine Kameraden, Jahrtausende sind vergangen, und heute gilt jener Kampf und jenes Opfer dort noch so heroisch, immer noch als Beispiel höchsten Soldatentums. nicht nur der Organisator unserer gewaltigen Wehrmacht, £r ist auch der Feldherr, der sie führt und ist der Führer unseres gesamten Volkes. Es gibt auch eine Logik in der Weltgeschichte. Glaubt Ihr denn, meine Kameraden, daß das Schicksal, ober hier möchte ich sagen, die Vorsehung, der Allmächtige, einen unbekannten Mann, einen Mann ohne Namen und Vermögen, einen einfachen Kämpfer des Weltkrieges emporsteigen, durch ungezählte Wirren gehen und immer größer werden läßt, und auf einmal soll bas alles sinnlos sein? Wenn die Vorsehung bem deutschen Volk einen solchen Mann von dieser Größe gesandt hat wie den Führer — und unsere Ahnen hatten für solche großen Führergestalten den richtigen Namen: du gottgesandter Mann — und wenn es ihm gelang, aus dem einst zersplitterten und ohnmächtig barnieberliegenben deutschen Volk die stärkste Nation der Welt zu gestalten, bann sind bas Garantien, die uns berechtigen, an den Sieg zu glauben. Unb jetzt wende ich mich an alle Soldaten der Wehrmacht vom Feldmarschall bis zum Rekruten: die Lage kann nie so schlimm bei uns werden, daß wir nicht die Kraft besitzen, sie zu meistern. Dergleichen Sie einmal rückblickend bas Jahr 1932! Wer bamals in der Partei kämpfa und nur irgendwie in die Dinge hineingesehen hat — da gab es auch Situationen, die scheinbar hoffnungslos waren. Was ist demgegenüber heute geschehen? Wir haben, ein gewisses Gebiet in der wetten Sowjet- Union vorübergehend preisgegeben. Damit wir das alles ordnen konnten, stehen Tausende von Stämp? fern unb opfern sich auf. Das hat es in allen Kriegen gegeben. Wir brauchen jetzt keine Klubstrategen, Die ihr armseliges Hirn zermartern, wie das so ober so anders hätte kommen können. Nicht das - „hätte" interessiert, nicht das „Wenn" unb das „Aber", sondern einzig und allein das „Ist". Und das ist gewaltig. Das Opfer ist heroisch. Aber nicht nur um Stalingrad, auch an anderen Frontabschnitten ist schon mit dem gleichen Heroismus gekämpft worden. Wenn wir Soldaten nicht bereit wären, unser Leben einzusetzen, brauchten wir ja nicht Soldaten zu sein. Dann könnten wir ja in ein Kloster gehen. Der Soldat fragt nicht. Er tut feine Pflicht, er kämpft für den Sieg. Ich sage Euch: entscheidend ist die Härte. Entscheidend ist die Frage: Sind wir hart genug in uns selbst? Die Wehrmacht ist in Führung unb Gefolgschaft, fo wie unsere kampferprobte Partei, die Inkarnation des härtesten Willens. So haben auch in der Heimat Mann und Frau den gleichen entschlossenen Willen und ihre Härte in diesem Kampf zu beweisen. Nur so verdienen sich Front und Heimat voll und ganz den Sieg. Wenn vor uns ein an sich müder Gegner weg- läuft, bann ist es kein Kunststück, wenn gesiegt wird, wenn alle Armeen siegreich Dorroärtsftürmen. Wenn wir fo Schlag auf Schlag gewinnen, so ist das sehr schön, aber nicht erschütternd. Erst wenn Krisen kommen, wenn's schwer wird, dann bewährt sich die Führung, bann zeigt es sich, wer ein Mann ist. Auch bas Volk muß in ben Prüfungen seine Bewährung zeigen. Und das Volk kann suher sein, daß ich gerade als Oberbefehlshaber der Luftwaffe darunter leibe, wenn mir gemelbet wird, welche Verheerungen durch feindliche Bomben angerichtet worden sind, baß Frauen unb Kinder getötet wurden, baß andere ihr ganzes Hab unb Gut verloren haben. So traurig bas ist, und so sehr wir alles tun, um es zu verhindern, fo ist es doch unvermeidbar unb darf ben Widerstandswillen nicht schwächen. Was Menschenhände wieder schaffen können, kann wiedergegeben werden. Vielleicht denkt so mancher Volksgenosse: wir kriegen hier immer wieder die Bomben ins Ruhrgebiet ufa., dahin ober dorthin. Warum vergelten wir bas nicht? Vergeßt nicht, Volksgenossen, daß wir einen gewaltig ausgedehnten Kriegsschauplatz haben. Die Hauptmacht der deutschen Luftwaffe kämpft im Osten, im Süden, kämpft im Norden. Aber dieser Kamps im Osten wird nach meiner heiligsten Ueberzeugnug eines Tages ein Ende fin- den. Und dann wird auch die Macht frei, die vergelten kann. Ich habe euch das zugesagt: an diesem Tage werde ich mich sehr genau erinnern, was man bei uns angerichtet hat: die Zerstörung der Wohnviertel der Städte und der Mord an Frauen und Kindern. Ich werde mich bann dieser Tatsache erinnern unb genügend Härte zeigen, den Schlag zurückzugeben. Jetzt aber heißt es, sich nicht durch ben Feind zu etwas verleiten lassen, was wir nicht selber wollen. Es müssen Schwerpunkte geschaffen werden. Ob der Schwerpunkt im Luftkampf liegt ober im Kampf auf der Erde oder auf ben Meeren, ob im Osten, Westen, Norden ober Süden, ober der Schwerpunkt der Arbeit in dieser ober jener Fabrik liegt, das alles ist gleich, aber dort, wo er ist, da muß auch die Schwere der Kraft stehen, und alles andere muß dagegen zurückstehen. Denn wir auch, Kameraden, in diesem Winter wieder die ganze Schwere des östlichen Flakartilleristen unb wer sonst in dieser Stadt ist, vom General bis zum letzten Mann, leisten, ist einmalig. Mit ungebrochenem Mut, und doch zum Teil ermattet und erschöpft, kämpfen sie gegen eine gewaltige Uebermacht um jeden Block, um jeden Stein, um jedes Loch, um jeden Graben. Wir kennen ein gewaltiges Heldenlied von einem Kampf ohnegleichen, es heißt „Der Kampf der Nibelungen". Auch sie 'ftanben in einer Halle von Feuer unb Brand, löschten den Durst mit dem eigenen Blut, aber f i e kämpften bis zum Letzten. Ein solcher Kampf tobt heute dort, und noch in tausend Jahren wird jeder Deutsche mit heiligem Schauer von diesem Kampf in Ehrfurcht sprechen unb sich erinnern, daß dort trotz allem Deutschlands oieg entschieden worden ist. Europa beginnt jetzt vielleicht zu verstehen, was dieser Kampf bedeutet. Europa, und nicht zuletzt die Staaten, die heute in einem neutralen Wohlleben noch dahindämmern, lernen nun begreifen, ba|3 diese Männer, die tobesmutig dort noch bis Zum Letzten Widerstand leisten, nicht allein Deutschland, sondern die ganze europäische Kultur vor der bolschewistischen Vernichtung retten. England war nie fähig, für Europa einzutreten. England hat sein Imperium gehabt, das wir ihm zu allen Zeiten gegönnt haben. England war nie eine Macht, bie für europäische Interessen mit eigenem Blut auf dem Plan erschien. In diesem Augenblick aber ubt England ben gewaltigsten europäischen Verrat, ben gewaltigsten Verrat am Schicksal des Abendlandes. hätten diekampfervon Stalingrad nicht diesen heroischen Kampf auf sich genommen, nicht mehr und nicht weniger als sechzig oder siebzig bolschewistische Divisionen auf sich gezogen, wären diese Divisionen damals mit durch- Und es wird auch einmal in der Geschichte unserer Tage heißen: kommst du nach Deutschland, fo berichte, du habest uns in Stalingrad kämpfen sehen, wie das Gesetz,, das Gesetz für die Sicherheit unseres Volkes, es befohlen hat. Und dieses Gesetz trägt jeder von Euch in seiner Brust. Das Gesetz, für Deutschland zu sterben, wenn das Leben Deutschlands diese Forderung au Euch stellt. Das ist aber nicht nur VerpfUch- tung für uns Soldaten. Dieses Heldentum, dieses Opfer ist verpflichtend für das ganze Volk. Die Kämpfer von Stalingrad mußten stehen, das Gesetz befahl es fo, das Gesetz der Ehre und der Kriegführung. Dieses Gesetz der Kriegführung gilt ja allein der Bettung unseres Volkes. Es ist letzten Endes, bas mag hart klingen, fa für den Soldaten gleichgültig, ob er bei Stalingrad, bei Rschew ober in der Wüste Afrikas ober oben im Eise Norwegens kämpft unb fällt. Wenn er fein Opfer bringt, ist es gleich groß. Er bringt es für das Leben feines Volkes, wie einst die dreihundert Männer des Leonidas, von denen wir heute mit Andacht noch ebenso sprechen wie von dem Helden- kampf der letzten Goten in den Schluchten des Vesuvs. Das Gesetz befahl auch ihnen, zu sterben, da- mit die Rasse weiter siegen und leben konnte. Auch unser Kamps geht um diese Entscheidung. Um die große Entscheidung, von der ich die ganze Zeit jetzt sprach. Dieser Kampf und diese Entscheidung geht nicht nur uns Soldaten, sie geht auch bas ganze Volk an. Wenn der Führer befohlen hat, baß alle Kräfte des deutschen Volkes, ob Mann ober Frau, zu mobilisieren sind, so wird das deutsche Volk diesen Appell mit Selbstverständlichkeit ganz auf sich nehmen und ihn verstehen, wie er verstanden fein soll. Dreieinhalb Jahre währt der Krieg und niemand kann in seiner gewohnten Bequemlichkeit verharren, wenn unsere Kämpfer draußen ihr Leben unerschrocken einfetzen und treu chre Pflicht erfüllen. So muß auch in der Heimat jeder danach drängen, das Letzte zu geben. Wir sind keine Bolschewisten. Wir treiben nicht unsere Frauen und Kinder mit einer Nagaika zu ihrer Arbeit. Wir appellieren an die Ehre jedes Volksgenossen Ufa jeder Volksgenossin, sich nun auch stolz einzureihen, bie Bequemlichkeit fahren zu lasten und lieb geworbenen Dingen abzusagen. Dafür haben wir in einem siegreichen Frieden noch Zeit genug. Die jetzige Zeit erfordert Härte. Härte im Nehmen, Härte im Geben, Härte tm Durchhalten. Die größte Schande unb Schmach aber ist es, wenn ein Deutscher statt zu arbeiten ober zu kämpfen heute noch herum- metfert Er wird der Verachtung des ganzes Volkes preisgegeben sein. In der Sowjetunion wird die BlobiÜfierung der allerletzten Kräfte durch die barbarische W\\ vergangenen Jahr, so war er immer noch eisig ge- ! nug, um alles, was sonst im Frühjahr, Sommer unb Herbst sich regte, um alle Flüsse, Seen unb Sümpfe wieder in eisigen Bann zu schlagen. Dort, wo man vorher mit einigen Kompanien halten tonnte, meil vor einem ber gewaltige Sumpf, bas jreite Flußbett, ber weite See sich ausdehnte, war auf einmal Eis, unb bas ganze Gelände für den Segner wieder gangbar. Nun ftanben bie Kompa- ulen mcht mehr hinter einem gewaltigen Naturhindernis, sondern jetzt konnte nur mehr ihr Mut und chre Waffe das Hindernis für den Gegner sein. Und dieser Gegner ist hart. Er ist befon« Urs m seiner Führung barbarisch hart. Die Aus- ffarung seiner Befehle wirb in einer Form gefordert, baß selbst bie technische Unmöglichkeit ber Aus- suhrung ben Tob bedeutet. Dem russischen Volk — s>rugelgewohnt unb unter ber schweren Faust feiner Tyrannen äd^enb — war bas nichts neues. Wenn vifere Flieger Bahnhöfe unb Geleise durch ihre Bomben zersprengten, bann holte der Bolschewist richt erst große Eisenbahnzüge ober Soldaten ft.ran, bann schlug ber Herr Kommissar mit einem Zirkel einen Kreis von 20 Kilometern um diese vtelle, unb in wenigen Stunden wurde in diesem kreis alles, was da an Menschen lebte — ob Greise ffrauen oder Kinder — mit ber Nagaika an dieser vtelle zur Arbeit zusammengettieben. Ihre Werk- jeuae mußten sie mitbringen, hatten sie keine, bann mußten sie ihre Hände zerschinben. Der Kommissar timmerte sich nicht darum, ob Versorgung ob Transportmittel bereitgestellt waren: das alles wr ihm gleichgültig. Wer aufbegehrte, bekam die seitsche. Wenn einer vor Erschöpfung hinfank, beton er bie Kugel. Härte der Sklaverei durchgeführt. Bei uns sehen wir an Stelle dieser Barbarei das Gesetz der Pflicht. So richte ich denn in dieser Stunde in dem Appell an die Wehrmacht auch den Appell an die ganze deutsche Volksgemeinschaft und rufe alle zur letzten Bereitschaft und zum höchsten Einsatz auf. Gebe jeder alles, was er zu geben vermag. Es ist nicht fo, wie unsere Feinde das nun gegen uns deuten wollen, als pfiffen wir auf dem letzten Loch! Kein! Denn ein Kampf ein so gigantisches Ausmaß angenommen hat, dann kann niemand mehr ein bequemes und sattes Leben führen. Da muß sich jeder als Kämpfer fühlen, an der Front und in der Heimat und da ober dort einsatzbereit fein. Ich weiß, es ist hart und schwer, wenn die Bomben herniederprasseln und Frauen und Kinder töten. Es ist furchtbar. Aber auch der Schlag muh hingenornrnen werden. Vicht einen Augenblick dürfen wir weicher werden. Der Sinn dieses Kampfes ist ja nur: „Freiheit ober Vernichtung." Der ist fürwahr ein wahnsinniger Trottel, ber noch glauben möchte, man könne irgendein Arrangement treffen. Man kann wohl ein Arrangement mit einem anständigen Gegner treffen, aber keinesfalls mit Bolschewisten. Hier geht es um die klare Entscheidung: du ober ich. Es geht auch nicht darum, ob Krieaskosten mehr ober weniger zu bezahlen sind, ob die eine ober andere Provinz abzutreten ist, diesmal geht es darum, ob das deutsche Volk b e st e h e n bleibt oder endgültig auf satanische Weile vernichtet wird. Vergeßt nicht, baß es ja der Jude ist, ber gegen uns den Kampf führt Man muh nur ein einziges Mal ben Juden in feinem alttestamentarischen Haß kennengelernt haben, dann weiß man, was uns blühen würde, wenn der Jude an uns Rache nehmen könnte. Was glaubt Ihr, was mit Euren Frauen, Euren Bräuten, Euren Töchtern geschehen würde; was glaubt ihr, wie dieser teuflische Haß sich bestialisch im deutschen Volk austoben würde? Nein, wer nicht kämpfen will, ber fällt ebenso. Da ist es schon besser, ich kämpfe, unb mit diesem Kampf erringe ich den Sieg und bie Freiheit unb entgehe selbst ber Vernichtung. Wenn Euch Schwächlinge mit lauen unb dummen Reden kommen, bann schaut aufden Führer und richtet Euch an seiner Größe auf! Laßt ihn als das leuch- tenbe große Vorbild vor Euch erscheinen, diesen Mann, der keine Rast und Ruhe hat, diesen Mann, auf den ja letzten Endes alle Anforderungen einstürmen, ber alles als letzter tragen und entscheiden muß. Für jeden von uns gibt es noch irgendeinen, ber über ihm steht und ber für ihn sorgen kann. Der Führer ist der Letzte, er steht allein mit seiner eigenen Kraft und seinem eigenen starken Herzen. Für ihn kann keiner denken unb yandeln. Er ist Und doch konnte ber Bolschewist auch mit den brutalsten Methoden seine Rüstung nicht mehr aufrechterhalten. In weitestem Umfang waren ihm die beiden Grundvoraussetzungen —Sohle und Elfen — genommen. Er mußte, wenn er den Kamps fortsetzen wollte, koste es, was es wolle, den Versuch machen, feine Kohlen- uud Eisengebiete zurückeroberu. So sehen wir, wieerzumletztenmalelnealler- dlngs gigantische Anstrengung macht. Neue Divisionen werden aufgestellt, andere werfen aufgefüllt. Aber es sind nicht neue Jahrgänge, bie jubelnd zu den Fahnen eilen — nein, müde i reife, 16jährige Jungen werden in bie vordersten impfbotaillone ein gereiht. Aber hinter diesen ampfbataiUonen werden bie Maschinengewehre tr Kommissare verdreifacht und vervierfacht, und 8 wird der sowjetische Soldat in den Tod hinein- gjagt. Was macht es schon Herrn Stalin aus, ob < Hekatomben von Toten zu opfern hat. Wir haben jetzt ein wahres Bild der fv wj e tisch en Verluste, bie zu gegebener Hit befanntgeqeben toprben. Ein Schauer läuft einem i Iber plötzlich hörte bie Mauer auf. Aufs Gerate- feofl fd)ritt Axel mit vorgestreckten Händen weiter, Äer hatte bas Glück, nach wenigen Schritten schon M |R eine neue Mauer zu stoßen, an ber er sich ent- lric tasten konnte. |Ltojrenb ber nächsten Minuten wiederholte sich LyM Mtfts Spiel einige Male. Axel hatte nicht bie ge- ’W ^(fte Ahnung, wo er sich eigentlich befand; aber J fi. genügte ihm einstweilen, baß jeder Schritt ihn ^ties. I Ser an das Ziel seiner Wünsche brachte. Schließ- , i roar er nur noch durch eine dicke Wand von S pl Stelle getrennt, wo ber „Klopfgeist" an ber Leitmar. L.^1 Axel, ber bisher sehr ruhig gewesen war, wurde W Jin plötzlich von einer wilden Jagdleidenschaft er» Er gab jetzt alle Vorsicht auf und drängte m LDr* ungestüm vorwärts, daß Frank in ber Sun» R' Wit den Anschluß verlor. Aus der Stadt Gießen. Kampfes fühlen mutzten, so weiß ich es: wenn die Sonne wi der hoch fleht, wird sie die deutschen Truppen wieder im Angriff finden, genau so wie im vorigen Jahr. Dieser Angriff wird nicht schwacher sein, er wird nichts an feiner Wucht verloren haben, im Gegenteil, wir werden neue, noch bessere Waffen in der Faust haben, es werden gestählte Divisionen antrelen, Divisionen, die in sich die Verpflichtung milbringen: wir denken an Stalingrad, wir werden uns des Opfers der Helden dort würdig erweisen. Noch eins sei für Schwache gesagt, sie sehen immer nur die Schwere der Lage bei uns und denken dabei nicht an den Gegner. Würden sie sich aber einmal die Zeit nehmen und ganz logisch die Verhältnisse auf der Gegenseite prüfen, dann würden sie staunen, wie es dort aussieht. In der Geschickte rückblickend möchte ich nur an jene furchtbaren Wochen des deutschen Zusammenbruchs im November 1918 erinnern. Auch damals haben die Schwächlinge n^r unsere Schwierigkeiten, nicht aber die des Gegners gesehen. Und wie war es beim Gegner? .Hütten wir nur noch ein halbes Jahr ausgehalten, dann wäre dort der Zusammenbruch gekommen. Wer hat von uns gewußt, daß ein Vierteljahr lang in Frankreich drüben uns nur ganz wenige kampsgewillte Divisionen gegenüber standen, daß ganze Divisionen gemeutert hatten, schon nach Paris marschieren wollten, wer hat gewußt, daß die Franzosen schon den Krieg verloren geglaubt hatten? heute können wir uns nun an unseren zehn Fingern abzählen, wie es drüben aussehen muß. Wenn sie keine Kohle und kein Eisen haben, können sie keine hochwertigen Waffen fertigen. Sie haben Land und Waffen, Leute und Fabriken in gewaltigem Ausmaß verloren, wie können sie auf die Dauer dann noch leistungsfähig sein? Wer, frage ich, ist denn so gottvergessen, daß er nicht sehen will, wo wir dagegen heute stehen? Steht etwa der Bolschewist in Deutschland? Und der Engländer? Steht der in Deutschland? Wo stehen denn unsere Feinde? Wer steht denn vom Nordkap bis Afrika und von der Biskaya bis zur Wolga? Das sind doch wir! Und welche Uneinigkeit beim Gegner. Einig find sie nur in ihrem haß und in ihrem Dernich- tungswillen gegen uns. Das ist aber auch das einzige, worin sie einig find. Sonst ist ihr Bündnis nur ein fauler Zauber! Und nun zum Schluß, meine Kameraden, besonders meine jungen kämpfenden Kameraden, möchte ich Euch bitten, als Abschluh dieses Appells ein Glaubensbekenntnis von mir in Euch aufzunehmen: Es ist mein unzerstörbarer Glaube an den deutschen Sieg, und dieser Glaube kommt aus der tiefsten Erkenntnis der Zusammenhänge. Er ist aber auch der innigste Glaube an die Gerechtigkeit der Allmacht. Ich sehe vor mir das Heldentum unserer Kämpfer. Ich sehe die Kraft der nationalsozialistischen Weltanschauung, die uns durchdringt, und ich sehe vor mir den Führer und die allgewaltige Kraft seines Ingeniums. Das alles sehe ich. Ich sehe die vergangenen zehn Jahre, eine 5 ekundeuspanne im Ablauf der Weltgeschichte, und doch ist in dieser Sekundenspanne aus einem zerlumpten, ohnmächtigen, in Hatz zerrissenen Volke eine einige, kämpfende starke Nation und Wehrmacht geworden. Das sind die Erkenntnisse, die mir d e n unerschütterlichen Glauben an den deutschen Endsieg geben. Zehn Jahre, meine Kameraden, hat uns der Führer jetzt von Gröhe zu Gröhe geführt, aus Ohnmacht, aus Armut, aus schrecklichen Verhältnissen heraus, und in den nächsten Jahren — und damit will ich als meine heiliae Ueberzeugung schließen — wird uns der Führer zum größten aller Siege der Deutschen führen! Und jetzt, meine Kameraden, sei dieses heil nicht ein leeres Wort, sondern in diesem Gedenken an den vergangenen zehnjährigen Kampf und in dem Glauben an den größeren, der uns beschieden ist, und damit auch an den größeren Sieg geloben wir mit diesem Ruf dem Führer unsere ganze Hingabe, unsere ganze Treue, bereit, ihm jedes Opfer zu geben, denn er fordert es nicht für sich, er fordert es für fein deutsches Volk. Darum, Kameraden, unser Führer, unser geliebter Führer: Sieg heil! Vom Büchsenmacher zum Kupferstecher Johann Georg Wille (geb. 1715 bei Gießen). Es wird wohl kaum jemand geben, der in seiner Schulzeit nicht einen Klassenkameraden gehabt hätte, der mit ein paar Strichen einen Kopf lebenswahr zeichnen oder sonst etwas mit großem Geschick „hin- werfen" konnte. So einer war auch Johann Georg Wille, der am 5. November 1715 in der Ober- mühle bei Gießen geboren wurde. Schon als Schüler zeichnete er, ohne die geringste Anleitung, mit Blei, Feder und auch mit Kohle fabelhafte Sachen, vor allem Porträts von treffender Aehn- lichkeit. Auf den Vater, den Müller Johann Philipp Wille, scheinen die Zeichnungen seines ältesten Sohnes wenig Eindruck gemacht zu haben, denn als Johann Georg aus der Schule kam, wurde er ohne weiteres in die Mühle genommen, damit er das Geschäft des Vaters erlerne. Das tat nur eine Zeitlang gut, da der Lehrling sich mehr im Malen als im Mahlen übte. Unwillig darüber, packte ihn der Vater beim Kragen und tat ihn bei dem Büchsenmacher Wittmann zu G i e ß e n in die Lehre. Georg machte hier gute Fortschritte. Die Tätigkeit gefiel ihm, weil er in die Gewehrschlösser mancherlei Figuren einzeichnen dufte, die wegen ihrer Feinheit großen Beifall fanden. Die Mutter Elisabeth Christine war sehr stolz auf ihren Sohn, der mit feinen geschickten Händen so schöne Sachen machen konnte, und dem Vater blieb schließlich nichts anderes übria, als gute Miene zum bösen Spiel zu machen, besonders auch dann, als sich sein Spröhling zunächst nach Diez und bann nach Dresden verfügte und — Uhrmacher wurde. Don Dresden ging es nach Straßburg, wo Wille den Kupferstecher G. Fr. Schmidt kennenlernte, den er im Jahr e 173b nach Paris begleitete. Aus dem Uhrmacher war längst ein Kupferstecher geworden, der es an Fleiß nicht fehlen ließ. Trotzdem mußte er in Paris hungern. Der Vater unterstützte ihn nicht, und jetzt in Paris hatte der volljährig Gewordene überhaupt nichts zll erwarten von feinem Vater, der auf den verlorenen Sohn, wie er ihn zu nennen pflegte, seitdem er den goldenen Boden des Handwerks verlassen, eine ungeheure Wut hatte. Das konnte den Kupferstecher Johann Georg Wille aus der Obermühle bei Gießen nicht erschüttern; er schaffte, was das Zeug hielt, und fand bald bei dem Porträtmaler Rigaud alle Unterstützung, die er später selbst jedem jungen talentvollen Künstler an- gedeihen ließ. Es floß noch manches Wasser die Seine hinunter, bis sich feine Verhältnisse wesentlich gebessert hatten. Mit dem Brustbild des Marschalls de Belleisle legte er den Grund zu seinem Glück. Meisterhafte Stiche, die er in der Folge schuf, ver- mehrten seinen Ruf in Frankreich und auch in Deutschland. 1761 wurde Wille Mitglied der Pariser Akademie. In der Revolutionszeit verlor er sein bedeutendes Vermögen, etwa 800 000 Franken (= 370 000 Gulden), und er würde selbst den Kopf verloren haben, wennv nicht sein Sohn General der Pariser Nationalaarde gewesen wäre. Napoleon ernannte den Künstler zum Ritter der Ehrenlegion,! und das Institut der Wissenschaften nahm ihn als Mitglied auf. Sein ältester Sohn Peter Alexander (geboren 1748) war ein ganz vorzüglicher Zeichner. Johann Georg Wille starb am 5. April 1808 im Alter von 92 Jahren fünf Monaten. Er wurde im Pantheon zu Paris beigesetzt. Beförderungen in der Wehrmacht. Der Führer hat n. a. befördert: mit Wirkung vom 1. Dezember 1942 den Oberstleutnant Dr. Brechtel zum Oberst; mit Wirkung vom 1. Januar 1943 den Oberstleutnant Bürker zum Oberst; mit Wirkung vom 1. Februar 1943 den Oberstleutnant Franz Bauer zum Oberst. Kriegskunden sind keine Laufkunden. Der Pressedienst des Einzelhandels schreibt: In stärkerem Maße als bisher werden in Auswirkung der Kriegswirtschaft Einzelhandelsbetriebe geschloffen, sei es nun, daß die Inhaber und Angestellten ein- gezogen, dienstverpflichtet oder für andere kriegswichtige Aufgaben eingesetzt werden, oder daß die geringer werdenden Warenmengen die Offenhaltung einzelner Geschäfte nicht mehr notwendig machen. Die Kunden dieser Läden müssen sich nach anderen Einkaufsstellen umsehen, was für sie oft mit Schwierigkeiten verbunden fein dürfte. Denn alle Einzel- Handelsgeschäfte haben jetzt ihren festen Kundenkreis und können mit der geringen Zahl an Arbeitskräften ihre Arbeiten nur gerade schaffen. Es geht aber nicht, daß die Kunden, deren Geschäfte aus kriegswirtfchafllichen Gründen schließen müssen, anderen Verbrauchern gegenüber benachteiligt werden. Es genügt, daß sie sich einen anderen Kaufmann, der oft für sie ungünstiger liegt, suchen müssen. Es ist Pflicht derjenigen Kaufleute, die ihr Geschäft weiterbetreiben, derartige Kunden aufzunehmen und mit der gleichen Aufmerksamkeit und Sorgfalt zu bedienen, auch wenn sie wissen, daß diese „Kriegs- kunden" ihnen nicht treu bleiben werden, sondern — sobald chr alter Kaufmann aus seinem Einsatz zurück ist __ auch wieder zu seiner Kundschaft gerechnet werden. Es geht hier nicht um Konkurrenz, sondern um die anständige Haltung. Kunden, die wegen Schließung- ihres bisherigen Geschäftes wechseln müssen, dürfen nicht mit den Laufkunden auf eine Stufe gestellt werden, die Zeit haben, von einem Geschäft zum anderen zu laufen, um evtl. Gelegenheitskäufe zu erhaschen. Gioria-Palast: „Wen die Götter lieben.. / ... den lassen sie früh sterben. Es gibt in der Geschichte des menschlichen Geistes nicht wenige Beispiele, auf welche dieses Wort gemünzt zu fein scheint. In welchem Sinne es auf die Erscheinung Mozarts - angewandt werden kann, darüber darf man verschiedener Meinung sein. Jedenfalls scheint es uns ein unbezweifelbares Verdienst dieses Films zu fein — dessen Drehbuch Eduard von B o r s o d y nach einer Novelle von Richard Billinger und E. Strygowsky geschrieben hat —, daß er nickt der immerhin naheliegenden Versuchung erlegen ist, Mozart ausschließlich oder überwiegend als den ewig heiteren, strahlenden Götterliebling, als das Salzburger Wunderkind und die apollinische Inkarnation des musikalischen Genius darzustellen: das würde ein falsches oder jedenfalls einseitiges Bild ergeben; sondern daß hier auch etwas von den tragischen Schatten und den dämonischen Gewalten angedeutet und spürbar wird, die aus dem erschütternd kurzen und unbegreiflich reichen Leben Mozarts nicht wegzüdenken sind. Die Filmproduktion hat sich, wie man sich erinnern wird, schon einmal (in der „kleinen Nachtmusik") des Stoffes bemächtigt, obwohl er kaum in einem besonderen Sinne filmisch genannt werden kann. Während jener erste im wesentlichen episodisch angelegt war, geht dieser zweite von einer breiteren Basis aus und versucht, mit ausgesprochener Vorliebe für anekdotisch-kulturhistorische Szenen, in seinen Bildern einen lieber^ blick über bas ganze Leben Mozarts zu geben. Salzburg, Mannheim, Prag und Wien sind die entscheidenden Stationen und Schauplätze, und ein zarter Reigen der unvergänglichsten Opernmelodien („Entführung", „Figaro", „Don Juan", „Zauberflöte") geben dem lebendigen Bilde eine bestrickende klangliche Kulisse; die musikalische Bearbeitung stammt von Aloys Melichar. Der Spielleiter Karl Hartl hat mit Geschmack und Geschick ms Bild übernommen, was aus einer überquellenden Fülle sich am ehesten für die Kamera anbot; zu erschöpfen war im Rahmen eines normalen Spielfilms selbstverständlich weder das musikalische noch das menschliche Thema, das mit dem Namen Mozart umschrieben ist; aber es wird als ein Verdienst dieses (wie manches früheren, thematisch ähnlich gearteten) Films angesehen werden dürfen, daß er dem Besucher eine wenn auch nur flüchtige Vorstellung vom menschlichen Bilde und von den Daseinsschicksalen eines deutschen Genies vermittelt, dessen Melodien ihm sehr viel geläufiger zu fein pflegen als etwa die oft genug trostlosen und beschämend unwürdigen Umstände seines Lebens, als das Charakterbild, wie man es aus seinen Briefen kennenlernen kann, und die vielfach entmutigenden und niederdrückenden Bedingungen, unter denen Mozart hat arbeiten müssen. Hans Holt gibt in einer recht glücklich gewählten Maske feinem Mozart etwas von der menschlich so anziehenden, liebenswürdigen und manchmal unwiderstehlichen Persönlichkeit, ohne flach oder oberflächlich zu wirken und den Anschluß an die von den dunklen Mollakkorden des Requiems umbüfterten letzten Szenen zu verlieren. Winnie Markus ist eine von schönem, stillem Gefühl bewegte Konstange, Irene v. Meyendorfs die (auch gesanglich sehr reizvolle) unvergeßliche Mannheimer große erste Liebe Aloysia Weber. Rens Deltgen verleiht mit taktvoll behutsamen Umrissen der Szene des jungen Beethoven Charakter und eigentümliche Stimmung. Vom Ensemble seien ferner Paul Hörbiger, Annie Rosar und Rosa Albach-Retty genannt — (Wien-Film.) HansThynot ORK.-Kräffe sollen einsatzbereit bleiben Der Generalbevollmächtiate für den Arbeitseinsatz hat die Arbeitsämter ersucht, den Einsatz von Kräften, die über eine DRK.-Helferinnen- ober Schwefternhelferinnen-Ausbildung verfügen, grundsätzlich in der Weise vorzunehmen, daß ihrer Heran» Ziehung zum DRK.-Dienst gegebenenfalls keine unüberwindlichen Schwierigkeiten mtgegenftepen, son» dem daß sie einem Abruf zum DRK.-Emsatz unverzüglich Folge leisten können. Insbesondere sind Dienstverpflichtungen solcher Kräfte nur bann auszusprechen, wenn sie im Falle einer Heranziehung zum DRK.-Einsatz ausgehoben werben tönnen. Ehe bas Arbeitsamt der Heranziehung einer DRK.-Hel- ferin ober -Schwernhelferin zum langfristigen Not- oienst für einen anberen als DRK.-Einsatz, Einsatz in der freiwilligen Krankenpflege der Wehrmacht ober im Betreuungsdienst des Heeres zustimmt, soll die zuständige DRK.-Kreisstelle gehört werden. Die Regelung gilt für Helferinnen, die den Arbeitsämtern Dom Roten Kreuz als solche benannt sind. Oie Inschrift auf Kriegergräbern. Im Rahmen feiner umfangreichen kriegsbedingten Betreuuägsmaßnahmen hat das Reich auch eine Fürsorge für die Gräber solcher Kriegsqefallenen übernommen, die auf nichtreichseigenen Friedhöfen beigesetzt werden. Zu dieser Fürsorge gehört die Errichtung eines Grabzeichens. Auf Wunsch der Hin- terbliebenen kann auf diesem Grabzeichen, wie der Reichsinnenminister entschieden hat, die Angabe über den militärischen Dienstgrad durch den Hinweis ergänzt werden, der sich auf eine besondere militärische Verwendung, z. W Adjutant, Flugzeugführer, Bordschütze usw. bezieht. Ferner ist eine Ergänzung durch Angaben über die Zugehörigkeit zur NSDAP, und ihren Gliederungen bzw. über einen bestimmten Dienstgrad bei diesen durchaus erwünscht. Verdunkelungszeit: 2. Februar von 18.08 bis 7.33 Uhr. * ** 8 6. Geburtstag. Am morgigen Mittwoch, 3. Februar, begeht Frau Wwe. Glas, Mühlstr. 5 wohnhaft, in geistiger und körperlicher Frische ihren 86. Geburtstag. Der Jubilarin gelten auch unsere herzlichen Glückckckwünsche. Landkreis Gießen. * Heuchelheim, 2. Fedr. In seltener Rüstigkeit und täglicher Betätigung in der Landwirtschaft begeht heute (Dienstag) der Landwirt Jakob Germer III., Wilhelmstrahe 13 wohnhaft, feinen 81. Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch! * W a tze n b o r n -S te i nb e r g, 2. Febr. Der Bergmann Ernst Andreas Philipp von hier ver> unglückte an seiner Arbeitsstätte auf der Grube Friedrich bei Trais-Horloff tödlich. Einige Stunden nach dem Unglücksfall konnte die Leiche des bedauernswerten Mannes, der im 44. Lebensjahre stand, von seinen Arbeitskameraden geborgen werden. * Laubach, 2. Febr. Der Kameradschaftsführer der hiesigen Kriegerkameradschaft, Kamerad Hermann Stotz, ist wegen seines hohen Alters von seinem Posten als Kameradschastsführer zurück- getreten. Zu seinem Nachfolger in der Kamerad- schaftsführung hat der Krieskriegerführer Kamerad Dr. Monnard den Kameraden Ernst M ö n n i g bestimmt. Kurze Gyortnottzen. Die Turnerdes Bereichs Mitte gewannen in Hamburg den Vergleichskampf gegen die Riege des Sportgaues Hamburg knapp mir 563,4 zu 562,7 Punkten. Beste Einzelturner waren Krötzsch und Müller (beide Mitte) mit 98,7 um 97,7 Punkten. * Südbayerns Fußballmeisterschaft wurde am letzten Januar-Sonntag zugunsten des Tschammerpokalsiegers 1860 München entschieden, der in Ausgburg den BCA. mit 2:0 (1:0) schlug und damit die zum Endsieg notwendigen Punkte an sich brachte.________________, J Hmiptjchristletter: Tr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bei Hcmptichriftteiiers: Ernst Blumichein. Verantwortlich für Polini und Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für das Feuilleton: Dr. Hans Tbvriot; für Stadt @icfien, Provinz. Wirlichast und Sport: Ernst B'.umichein. Druck und Verlag: Brühlfche Univeriirätsbruckerei R. Lange K. ®. Verlagsleiter: Tr.-Jng. Erich Hamann: Linzeigenleiter: Haas BeL Anzeigenpreislifte Nr. 6. Statt Karten! Unser lieber, lebensfroher Sohn, Bruder M und Schwager Ernst Petsch Oberleutnant und Kompanieführer Inhaber des E. K. 1 und 2, des Inf.-Sturmab/.eichens, des silb. Verwundetenabzeichens und der Ostmedaille fand im Alter von 22 Jahren bei schweren Abweh rkämpfen zwischen Don und Wolga am 14. Dezember 1942 den Heldentod. In tiefem Schmerz : Erika Petsch, geb. Bücking Med.-Rat Dr. Hans Petsch, r. Z. Oberarzt Oartrud Dalquen, geb. Petsch ff-Oberschaiiührer Kurt Petsch l.d. Waffen-ff Gustel Petsch, geb. Scrlba Dr. Paul Dalquen, z.Z. Stabsarzt. Heldenbergen (Oberhessen), Bad Salzhausen, Ende Januar 1943. Sonntag abend erlöste ein sanfter Tod meinen lieben Mann, unseren guten Vater, Schwiegervater, Bruder, Schwager und Onkel, den Kaufmann Conrad Bramm von seinem schweren Leiden. In tiefer Trauer: Luise Bramm und Kinder. Gießen, den 2. Februar 1943. Die Trauerfeier findet in der Stille statt. Unsere liebe Schwester und Schwägerin, meine gute Tante Frau Elisabeth Noll, geb. Bechthold ist heute nach kurzem, schwerem Leiden im Alter von 59 Jahren für immer von uns gegangen. In tiefer Trauer: O'to Knörr und Fran, geb. Bechthold Wilhelm Nachtigall und Fran, geb. Bechthold Helmut Nachtigall. Gießen (In Löbers Hof 8), 1. Februar 1943. Die Trauerfeier findet Mittwoch, 3. Februar, um 15 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. ___________________________0698 Am Sonntagvormittag ist unser lieber Vater, Großvater und Urgroßvater Fritz Rinker sanft entschlafen. Die trauernden Hinterbliebenen: Minna Engel, geb. Rinker; Elisabeth George, geb. Rinker; Auguste Keller, geb. Rinker; Jeanette Maul, geb. Rinker; Farn. Karl Siegel. Reiskirchen, Bad Kreuznach, Offenbach a. M., Frankfurt a. Main-West, Mainz, Winnerod, den 2. Februar 1943. Die Beerdigung findet Mittwoch nachm. statt. ■■■■«■■■■■■■■■■■■■■le 1883 60 Jahre 1943 Bekanntmachung Betr.Verteilung von Zwiebeln u. Apfelsinen. Damit über die Nestbestände von Zwiebeln und Apfelsinen verfügt werden kann, reichen die Verteiler sofort den übersandten Zlbrechnungsbogen em. Die Restbestände sind dem Ernährungsamt, Binv mer 4Afofort telephonisch vorauszumelden. [sotd Gießen, den 2. Februar 1943. Der Oberbürgermeister der Stadt Gießen Ernäbrungsamt, Abt. B. Gartenbaubetrieb und Friedhofsgärtnerei Wilhelm Moser Inh. Valentin Moser 0687 Am 30. Januar vormittags ist unsere liebe, gütige Schwester, Schwägerin und Tante Fräulein Liddy Schreiber sanft entschlafen. Im Namen der Hinterbliebenen: Kurt Schreiber Oberfeldapotheker im R. L. M. Gießen (Asterweg 40), Berlin, 1. Febr. 1943. Trauerfeier: Donnerstag, den 4. Februar, um 14 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofs. 0711 | Verkäufe | Kleiner Weuyeril z.verk.22,-RM. Gärtnerei Schwarz, Alter Stein- bacher Weg. 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