Donnerstag,! April 1YHZ Gießener Anzeiger 193. Jahrgang Nr. 77 Eriche,ni tö ölt cf) außer Lonntans und feiertags Beilagen: (Siebener »VamHienblöttet Heimat imBild DieScholle Gezuasvreis: Monatlich . RM.1.80 Zustellgebühr -.25 auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Fernsvrecbansctrlutz 2251 Drahtanschrift „Anzeiger" Postscheck 1168k Tranks. M. Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8' »Uhr desVormittags Anzeigen-Preife: Anzeigenteil 7 Rpf le mm bei 22 mm Zeilenbreite, Tertteil 50 Rvf. le mm bei 70 mm Zeilenbreite Nachlässe: Wiederholung Malstasfel! AbfchlüüeMengenstaffelL Platzvorschrift t vorherige Vereinbarung) 25°<» mehr Srlihlsch e Univerfttätsdruckerei 8. Lange General-Anzeiger sür Oberhessen Siehen.^chulstratze 7-9 Grundpfeiler des Reiches. An jedem 1. April gedenkt das deutsche Volk des Alten, der im Sachsenwalüe ruht und dessen Weihestätte auch schon das Angriffsziel des britischen Barbarentums gewesen ist. Es ist bis zu einem gewissem Grade psychologisch verständlich, wenn sich der Haß, den das englische Piratentum gegen jeden aufbauenden Geist und gegen jedes europäische Verantwortungsgefühl empfindet, gerade auf die Person des Kanzlers konzentriert, der es gewagt hat, den alten englischen Traum vom europäischen Gleichgewicht empfindlich zu stören und die geheiligte westliche Theorie anzutasten, daß in der Mitte Europas zum höheren Nutzen aller Geldsackinteressen ein politischer Ohnmachtsraum bestehen müsse, die Gestalt Ottos von Bismarck war diesen Menschen völlig unfaßlich. Sie begriffen es nicht, daß da plötzlich ein preußischer Junker es unternahm, entgegen allen gewohnten diplomatischen Spielregeln die deutsche Frage zu lösen und im Herzen Europas ein starkes Reich der Deutschen aufzurichten. Adolf Hitler hat in seiner Rede beim Stapellauf des deutschen Schlachtschiffes, das den Namen des ersten Kanzlers trug, ausgeführt, das Größte an diesem Mann sei, daß er aus der Bodenständigkeit seines ostelbischen Junkertums mit seinen größeren Zwecken gewachsen sei und als deutscher Staatsmann die Aufgabe zu Ende geführt habe, an der Generationen vorher verzagt waren. In der Tat ist Otto von Bismarck em neuer Typ dentscher Geistigkeit. In ihm vereinigt sich das hohe moralische Ver- ontwortungsbewußtsein des deutschen Idealismus mit dem eiskalten Tatsachensinn des in der preußischen Schule groß gewordenen Staatsmannes. Gewiß, im Deutschtum hatten sich Generationen vor Bismarck im Kampfe gegen die napoleonische Fremdherrschaft starke Persönlichkeiten herausgedil- det, denen es gelungen war, die deutsche Jugend für den Kampf um Freiheit und Einheit zu begeistern. Aber keinem von diesen Männern war der letzte Erfolg beschieden. Otto von Bismarck errang ihn dadurch, daß er bewußt an die starke machsvo- litische Grundlage des preußischen Militär- und Beamtenstaates anknüpfte und es gleichzeitig verstand, die idealistischen Ziele der liberalen deutschen Einheitsbewegung zu verwirklichen. Das Erbe des großen Kanzlers ist unter schwächlichen Epigonen schlecht gehütet worden. Der Zusammenbruch, den Herbert von Bismarck beim Sturze seines Vaters ingrimmig voraussagte, hat aus dem unerschöpflichen Quell des deutschen Volkstums diejenigen Kräfte an das Licht des Tages gebracht, die umfassender als Otto von Bismarck es in feitler Zeit konnte, das Gesamtproblem der deutschen Volkwerdung von innen heraus begriffen und mit revolutionären Mitteln die Einheit des Deutschtums zur Wirklichkeit machten. Heute stehen wir wieder im Kampf um die letzten Existenzgrundlagen unseres Volkes und erinnern uns in Ehrfurcht und Dankbarkeit des Alten aus dem Sachsenwald, ohne dessen Wirken es kein zweites Rssich gegeben hätte und auf dessen starken Schultern wir heute noch stehen. Geradet die Besinnung auf die großen Werte unserer Vergangenheit gehört zu den Grundelemen- ten unserer Volkwerdung. Sie ist nicht nur ein Akt der Pietät, sondern der Quell einer sich stets erneuernden Kraft, die aus den letzten Tiefen unseres nationalen Daseins aufsteigt. Dir können durch Liebe und Wohlwollen leicht bestochen werden — vielleicht zu leicht —, aber durch Drohungen ganz gewiß nicht! (Bravo!) Wir Deutsche fürchten Gott, ober sonst nichts in der Welt (Lebhaftes Bravo!): und die Gottesfurcht ist es schon, die uns den Frieden lieben und pflegen läßt. Wer ihn aber trotzdem bricht, der wird sich überzeugen, daß die kampfesfreudige Vaterlandsliebe, welche 1813 die gesamte Bevölkerung des damals schwachen, kleinen und ausgesogenen Preußen unter die Fahnen rief, heutzutage ein Gemeingut der ganzen deutschen Kation ist und daß derjenige, welcher die deutsche Kation irgendwie angreift, sie einheitlich gewaffnet finden wird und jeden Wehrmann mit dem festen Glauben im herzen: Gott wird mit uns fein! (Lebhafter, andauernder Beifall.) Bismarck in der großen Reichstagsrede vom 6. Februar 1888. <, Abgesang der „balance of power“. Von unserem ck.-Berichlerftatter (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Bern, im April 1943. Eine ganze Generation englischer Staatsmänner — angefangen von Chatham, Palmerston, Disraeli, bis zu j5ir Eyre Crowe, Grey und anderen — durfte sich im Grabe umgedreht haben, als in diesen Tagen die „Times" in einem auf sachlich frisierten Leitartikel das offene Geständnis machte, daß England diesen Krieg auf zweifache Art verloren habe: einmal durch die Aufgabe der Politik des europäischen Gleichgewichts zugunsten einer sowjetischen Hegemonie in Europa — die „Times" nennt diese Tatsache verschämt „Jnterdependence" — und zum anderen durch die Flucht in eine „Organisation der vereinigten Nationen", was nichts anderes heißen tann als die Anerkennung der Vor- machtstellung der USA. in den Räumen, die das britische Empire vor diesem Krieg noch unangefochten beherrschte. Zweifellos werden künftige Geschichtsschreiber von diesem Artikel der „Times" an ein neues, weitaus weniger glanzvolles Kapitel britischer Staatskunst datieren. Denn wie einst Frankreich durch das Prinzip des Gleichgewichts der Kräfte der anfänalirhen Uebermacht des spanisch-habsburgischen Reiches Karls V. und Philipps II. entgegenzutreten versuchte, so bemächtigte sich England frühzeitig dieses Gedankens, um mit seiner Hilfe aus einem bloßen Randstaat Europas zu einem Weltreich aufzuwachsen, das dann diese immer höchst labile > und fragwürdige Ordnung geradezu zu einem wissenschaftlich fundierten Gesetz der englischen Politik erhob, wobei jeder mögliche Einwand, daß es sich hier um eine Hilfskonstruktion und nicht um eine echte Ordnung handelte, durch die Machtpolitik unterdrückt wurde. Das ganze 18. und sicherlich noch die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts stand im Zeichen dieser Doktrin, die damals universelle Anerkennung fand, weil man in dem Bann der Vorstellung stand, daß die aus den mittelalterlichen Bindungen herausge- wachsenen Staaten von Natur aus eines freien Zusammenspiels der Kräfte benötigten, wobei der politische und wirtschaftliche Liberalismus Pate stand, allerdings die aufgeklärte und mäßigende Vernunft der Staatsmänner als Voraussetzung nahm. Es ist auch nicht Zufall, daß gerade vom Ronde Europas her, nämlich von Frankreich und von England, diese Idee einer scheinbar Überzeitlichen Ordnung gefördert und entwickelt wurde. Hier legte die moderne nationalstaatliche C^ntroicfhina am frühesten ein, die den mittelalterlichen Universal- staot zerbrach und ^Europa nickst mehr von einer starken Mitte her regiert wissen wollte, sondern sich gegen das ordnende Schwergewicht dieser Mttft stellte. Jacques Bain ville? einer der bedeutendsten zeitgenössischen Historiker der Franzosen, hat in seiner „Geschichte zweier Völker" ausführlich dargelegt, wie — fußend auf dem Werk Riche- rieus — der Westfäliilbp fttiohe sch hfi* "ti > to- dell eines idealen europäischen Gleichgewichtszustandes von Frankreich angesehen wurde, eine Tatsache, die sich in der ganzen hinter uns liegenden Epoche England zunutze machte, um mit der jeweiligen Bekämpfung der stärksten Festlandsmacht eine bequeme Kontrolle über den europäischen Kontinent aufzurichten. Was die englische Staatsführung schließlich unter Gleichgewicht verstand, das kommt wohl nirgends klarer zum Ausdruck, als in jenem berühmten Memorandum vom 1. Januar 1907, das Sire Eyr-e Crowe, damals Abteilungsleiter im Foreign Office, verfaßte. Hier wird aus einer Taktik, die gar nichts mehr mit überzeitlicher Ordnung, wohl aber alles mit machtpolitischen Interessen zu tun ! hatte, abgeleitet, „daß sie fast die Form eines Na- jeder Über 1OOOOO BRT. versenkt. Oie neuen Erfolge der deuffchen U-Boote. - Lleberlegenheit über die feindlicheU-Boot-Waffe. Ein -undFuslauf en unserer Boo e zu sendet sich auch gegen übertriebene Hoffnungen auf versuchen schwere viermotorige Kamvf lugieug Giniatz von Bombern zum Geleitschutz auf lebt der Feintz hierein, darunter«Ne --sei ein Irrtum ,u «tauben, daß her vom Typ „Halifax und „Stirling M t "rite - nrber heute das Ruhrgebiet anfl'iegen und morgen bereits U-Boote im Mittleren AtlanÜk b°m. als fünf von bieefn großen Bombern ab geschossen. . Die feindlichen Flugzeuge haben die Aufgabe, unsere Unterseeboote durch Abwurf von Wasserbomben unter Wasser zu drücken und sie dadurch am Vorsetzen vor Geleitzüge zu hindern. Aber die Kampfhandlungen zeigen, daß unsere Boote in be- timfnten Lagen den Kampf aufzunehmen verstehen. Von den in der Sondermeldung als versenkt ge meldeten 17 Schiffen entfallen diesmal sechs auf das Mi11elmeer. Diese Schiffe waren durch See- und Luftstreitkräfte stark gesichert. Einige von ihnen hatten Ladungen von Munition und Wasserbomben an Bord und sanken unter heftigen Explo- ionen. Die übrigen Dampfer wurden aus Geleitzügen im Atlantik herausgeschossen. Im Hauptkampfgebiet des Nordatlantik herrschte in der letzten März-Woche orkanartiges Wetter, so daß zeitweise ein Waiseneinsatz nicht möglich war. Aber schon bei der ersten geringen Wetterbesserung wurden auch hier wieder Erfolge erzielt. Nie „wirkliche Lage". Bei der Würdigung der neuesten Sondermeldung über die Erfolge unserer U-Boote im Atlantik und im Mittelmeer must man bedenken, daß offenbar wiederum in der vergangenen Woche die Witterungsverhältnisse außerordentlich ungünstig waren. Es ist jetzt die Zeit der Tag- und Nacht- gleichen-Stürme, die unseren Unterseebooten die Erfüllung ihrer Aufgaben erheblich erschweren. Es wird immer bei der Bekämpfung des feindlichen Nachschubverkehrs Zeiten geben, in denen die Erfolge sich häufen, und wiederum solche, in denen die Versenkungen etwas geringer werden. Das Entscheidende bei' der Bewertung ist, daß die Kurve, obwohl sie oft schlangedartige Windungen aufweist, seit Beginn des U-Bootkrieges im ganzen eine fteigenbe Tendenz zeigt Dies wird sich bei der Betrachtung des Gesamtergebnisses des Monats März deutlich erweisen, in dem bisher schon 853 500 BRT als versenkt gemeldet wurden. Im feindlichen Ausland ist man auch durchaus davon durchdrungen, daß der U-Boot-Krieg der Achsenmächte eine schwere Gefahr für die gegnerische Kriegführung darstellt. Daß wir nicht nur an der Vervollkommnung unserer U-Boote stetig und erfolgreich gearbeitet haben, sondern auch unsererseits die Bekämpfung der feindlichen U-Boote tatkräftig m Angriff genommen haben, wird durch die Eingeständnisse des britischen Marineministers A l ex a n =x d e r besonders deutlich. Alexander mußte die schmerzlichen Verluste zugeben, die die britischen U-Boote in der jüngsten Vergangenheit erlitten haben. Es handelt sich offenbar um die Gefechtsberührungen, von denen der OKW.-Bericht vor einigen Tagen Kunde gab. Für die Engländer ist "icht nur der V-rlust einer größeren Anzahl von U-Booten an sich lehr unangenehm, sie werden vor allem auch durch die Einbuße der ausgebildeten Besatzungen erheblich betroffen. Bei der Bekämpfung der deutschen U-Boote soll künftig die britische Luftwaffe stärker als bisher eingesetzt werden. Offenbar scheint man fid) m London davon viel zu versprechen. Daß die Unterseeboote diesem Angrift nicht wehrlos gegenüber* stehen, bat sich im Golf von Biskan a gezeigt, wo fünf schwere feindliche Bomber durch die Ab- wehrwaffen unserer Unferfe^boote heruntergeholt worden sind. Auf der anderen Seite ist es einem deutschen Karnpfflugftzug gelungen, im Mittelmeer ein britisches Unterseeboot zu versenken. In diesem Zusammenhang kann darauf hingewiesen werden, daß die Bordflak unserer Kriegsmarine — nicht nur der Unterseeboote, sondern auch der Vorpostenboote usw. — sich schon immer erfolgreich im Kamp*' gegen feindliche Flugzeuge be* tätigt hat Die deutschen Unterseeboote werden auch den britischen Flugzeugen, wenn sie zahlreicher als ! bisher gegen sie eingesetzt werden sollten, wie allen anderen Abwehrwn'fen Ties Gegners erfolgreich zu begegnen wissen. Sie werden ihren Kampf bis jur Lähmung des feindlichen Nachschubs unermüdlich und mit dem stärksten Einfatz fortführen. U-Boo^e gegen Bomber. Berlin, 31 März. (DNB.) In der 8 Sonder - Meldung des März wird der aktive Kamps unserer Unterseeboote gegen die feindlichen Bombenflugzeuge gewürdigt, die als Luftsicherung bei Geleiten stehen, aber auch in der Bucht von Biscaya das Ein - und,Auslaufen unserer Booti zu Itoren versuchen Schwere viermotorige Kamvfttiigzeuge In einem Leitartikel, der für sich selber spricht, etzt sich die Edinburger Zeitung „Scotchrnan" mit dem Ausmaß der U-Boot-Gefahr auseinander, von dem sich niemand in England einen rechten Begriff machen könne, da die Admiralität dafür zu wenig Material freigebe. Die „wirkliche Lage" lasse sich ungefähr mit Hilfe einiger Ueber- tegungen ermitteln. In diesen Krieg seien die Alliierten und insbesondere England mit weniger Schiffsraum ein getreten als in den Weltkrieg 1914 bis 1918. Außerdem habe man britischerseits heutzutage um fünf Millionen mehr Münder in England zu füttern als damals. Weiter müßten die alliierten Schiffe gegenüber dem ersten Weltkrieg längere Seereisen machen und mit bei wettern mehr Gefahren fertig werden Und hätten es im Weltkriege 169 feindliche U-Boote vermocht, die britische Inselwelt beinahe auszuhungern, um wieöiel katastrophaler sei die Bersorgungslage Englands heute, do Hunderte von U-Booten der Achse ohne Unterlaß monatelang die Zufuhren aufhielten. Darüber hinaus seien die modernen U-Boote bei weitem schlagkräftiger und gefährlicher als die des damaligen Krieges. Allerdings — so schließt der „Scotch- man" seine trüben Betrachtungen — wenn heute der amerikanische Admiral Stark erkläre, daß man nur die U-Boote zu schlagen brauche, um biefen Krieg zu gewinnen, dann sei dies eine Uebertrei- bunq, die'm das Reich der Fachsimpelei gehöre. Denn selbst wenn es keine U-Boot-Gefahr gäbe, hindere die deutsche Armee die Anti-Achsenmächte an der Errichtung einer zweiten Front. Auch der Marinekorrespondent der „Sunday Times" fragt, ob auch wirklich der volle Umfang der U-Boot-Gefahr selbst in amtlichen Kreisen begriffen werde. Nicht nur habe sich die Zahl der von Deutschland eingesetzten U-Boote verdreifacht, auch ihr Betätigungsfeld habe sich enorm ausgedehnt. Im letzten Welttrieg häte es genügt, den Geleitschutz erst 300 Meilen vor der englischen Küste einzusetzen, jetzt aber sei die Gefahr über den Atlantik gezogen bis nach Südamerika. Südafrika und sogar bis in den indischen Ozean Dabei dürfe nicht vergessen werden daß die 400 Geleiti ahrzeuge des letzten Krieges'damals kaum für den Schutz der Schiffe ausreichten. Für den gleichen Zweck brauche man fetzt Taufende von Geleitiahrzeugen. Der Korrespondent bardieren könne. Monate der Ausbildung gingen dahin, bis die Besatzung einer Bomberma schäme überhaupt von einigem Nutzen für den Einsatz über See sein könne. Wucherpreise für Schiffskäufe in den USA. Lissabon, 31. März. (Europapreß.) Den „empörendsten Skandal in der Geschichte der USA -Marine" nannte der USA.-Senator George D. Aiken die Tätigkeit der nordamerikanischen Bundesschift- ^ahrtsbehörde, die sich einer ungeheuren Korruption chuldig gemacht habe Aiken nahm gegen die Wie- ■'erernennunq des Konteradmirals Emery Land yum Vorsitzenden der Bundesschiffahrtsbehörde Stel-^ lung und warf dieser Behörde vor, sie habe ohne gesetzliche Vollmacht ihren Fonds um über 100 Millionen Dollar widerrechtlich erhöht und wucherisch hohe Preise beim Ankauf von Schissen aus Privatbesitz gezahlt. Der Senator erklärft, daß er mit seinen 'Andeutungen lediglich die Oberfläche der Angelegenheit berührt-habe. Erbitterte Abwehrkämpfe südwestlich Wjasma. Berlin, 31. März. (DNB.) Südwestlich Wjasma nahmen die Bolschewistin am Erz ihre Versuche wieder auf, die deutschen Stellungen mit starken Infanterie- und Panzer- kräftem zu durchbrechen. Nach mehrstündiger Artillerievorbereitung traten die feindlichen Regimenter zum Angriff an. Aber bereits vor Erreichen der vorgeschobenen Stützpunkte schlug den anstürmenden bolschewistischen Wellen ein vernichtendes Feuer entgegen. In verbissener Wut rannten die Sowjets an einzelnen Abschnitten bis z u vier- zehnmal in Bataillonsstärke gegen das deutsche Abwehrfeuer an. Obgleich diese erbitterten Vorstöße jeweils von 20 bis 30 Panzern unterstützt wurden, scheiterten alle Durchbruchsversuche unter schweren Verlusten für den Feind Als es im Lauft des Nachmittags dem Feind nördlich der Autostraße Roßlawl-Moskau gelang, mit 31 Panzern und begleitenden Infanteristen in ein Dorf einzubrechen, trat eine Kampfgruppe von bayrischen und sächsischen Grenadieren, unterstützt durch Panzer und Schnellfeuerkanonen, zum Gegenangrift cm. Der erbitterte Kampf, der sich bis in die tiefe Nacht hinzog, brachte den Bolschewisten erneut schwere Verluste. Unsere Grenadiere warfen sie aus dem Dorf, eroberten die Stellungen zurück und brachten damit die Hauptkampflinie im gesamten Abschnitt wiederum fest in deutsche Hand. Allein am 29. März verloren die Bolschewisten in diesen Kämpfen außer £500 Toten 27 Panzer. Der Wekrmachiberichi. DKB. Aus dem Führerhauptquartier, 31. Wärz. (DKB.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: 3m Süd- und Mittelabschnitt der Ost - front verlief der Tag im allgemeinen ruhig. 3m tiuban-Brücken5opf und südwestlich Wjasma wurden feindliche Vorstöße durch wirksames Artilleriefeuer und wuchtige Angriffe von Äurzkampfverbänden zerschlagen. Südlich des 3lmensees erreichte ein eigenes Angriffsunternehmen zur Verkürzung der Front trotz erhebticher Geländefchwierigkeiten die gesteckten Ziele. • 3m Kampfraum südlich des Ladogasees dauerten die harten, aber erfolgreichen Abwehrkämpfe an. Zwei feindliche Bataillone wurden ein- geschlosiev und vernichtet, eine Anzahl Panzer abgeschossen. Die Abwehrschlacht in Tunesien hält an. Während in einigen Abschnitten die feindliche Angriffs- tätigkeit unter dem Eindruck des erfolgreichen Widerstandes deutsch-italienischer Truppen vorübergehend etwas nachlietz, setzte der Feind in anderen Frontabschnitten seine schweren Angriffe fort. Sämtliche Angriffe scheiterten auch gestern an der entschlossenen Abwehr unserer Truppen. Die Luftwaffe griff am Tage und bei Kacht durch laufenden Einsatz ihrer Fliegerverbände wirk-» fam in die Erdkämpfe ein. 3m Mittelmeer versenkte ein deutsches Kampfflugzeug ein britisches Unterseeboot. Ein überraschender Angriff der Luftwaffe am gestrigen Tage gegen militärische Ziele an der S ü d- küsie Englands hatte Erfolg. wie durch Sondermeldung bekanntgegeben, haben unsere Unterseeboote den Feind auf verschiedenen Kachfchublinlen erneut schwer getroffen. Sie versenkten im Kordatlantik bei teilweise orkanartigem Wetter, im Mittelatlantik und im Mittelmeer, zum größten Teil aus Geleitzügen, 17 feindliche schwerbeladene Handelsschiffe mit zusammen 103 500 BRT. 3n der Biskaya wurden fünf schwere Feindbomber beim Angriff auf Unterseeboote durch die Abwehrwaffen dieser Boote abgefchossen. Sepp Dietrick beim Bührer. •;£4z: '-> // Der Führer überreichte dem Kommandeur seiner ßeibftanbarte das Eichenlaub mit Schwertern .zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes, das Sepp Dietrich nach der Wiedereroberung von Charkow als 26. Soldaten der Wehrmacht verliehen roon den war. — (Presse-Hoffmann. jSch.j) turgesetzes" angenommen habe. Sir Eyre Crowe gab sich die größte Mühe, dieses für England so bequeme Gleichgewichtsgesetz mit allen ethischen and moralischen Werten zu untermauern, wobei er bezeichnenderweise Deutschlands Stärke in erster Linie in den moralischen und intellektuellen Werten sah, die es der Welt geschenkt habe. Das Reich der europäischen Mitte wurde hier also in wahrhaft diabolischer Weise von allen machtpolitischen Wettbewerben ausgeschlossen. Nur auf geistigem Gebiet dürfe Deutschland an dem Wettbewerb der Nationen teilnehmen. Wörtlich sagte Sir Eyre Crowe dann: „Wenn Deutschland glaubt, daß größeres relatives Uebergewicht an Macht, weitere Gebietsausdehnung, unverletzbare Grenzen und die Vorherrschaft $ur See die notwendigen und präliminaren Besitztümer sind, ohne die alle auf eine solche Führerschaft gerichteten Bestrebungen zum Scheitern verurteilt sind, dann muß England erwarten, daß Deutschland sicher danach trachten wird, die Macht aller Rivalen zu schwächen, feine eigene Macht durch Gebietserweiterungen zu stärken, das Zusammenwirken anderer Staaten zu verhindern und schließlich das britische Reich zu zerstückeln und zu verdrängen." Dem Einwand, daß Deutschland solche Pläne gar nicht hege, begegnete Crowe einfach mit der Erwiderung, daß die Gleichgewichtstheorie das „Gesetz" der deutschen Politik endgültig umschrieben habe, daß dieser Vorsatz also bestehe! Hier sehen wir also die Wirklichkeit bereits völlig auf den Kopf gestellt, hier ist der Imperialismus reinsten Wassers am Werke, um mit einer schäbigen und durchsichtigen ideologischen Tarnung, die ihre Mittel aus der Philosophie und Ethik ableitet, in Wirklichkeit eine ewige Ohnmacht Deutschlands zu verwirklichen, damit England als Randstaat Europas sein Weltreich ungestört vermehren kann und gleichzeitig die Verhältnisse in Europa so zu lenken, wie es nicht das europäische, sondern das englische Interesse gebietet Unter diesem Zeichen hat England seine Koalitionskriege geführt, hat es feine Bündnispolitik betrieben, hat es seine „Freundschaften" verteilt. Dos Gleichgewicht, angeblich ein Naturgesetz, wurde so ein Vorwand zur Verteidigung des Status quo, also für einen unorganischen und widernatürlichen Zustand, der in keiner Weise mehr jene Dynamik der unter dem Begriff des Liberalismus groß gewordenen Nationalstaaten berücksichtigte, der aus der Harmonie der Kräfte ein gefährliches Gebilde einseitig und brutal verstandener Vorherrschaft machte. Nicht mehr das Gleichgewicht bedingte die moralische Weltordnung, sondern es stand einer Entwicklung zu neuen und besseren Ordnungsformen geradezu im Wege, um einen unhaltbar gewordenen Besitzstand der Vergangenheit gegen junge und in ihrer geschichtlichen Entwicklung später gereifte Volker zu verteidigen. Es ist Englands Schicksal, daß es diesen Krieg heraufbeschwor/ ohne einen Staatsmann zu besitzen, der diesen Gong der Geschichte voraussah, aeschweige denn rechtzeitig beurteilen und dementsprechend' handeln konnte. Das Spiel mit dem Gleichgewicht hatte feit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhurü>erts nicht mehr die geringste ideologische und moralische Basis, die eine allgemeine Anerkennung gerechtfertigt hätte. Es war zu einem bloßen Schlagwort geworden, das England für feine eigenen Zwecke ausbeutete, zu einem zynisch gehandhabten Machtinstrument, um Nebenbuhler niederzuhalten. Das Versailler Diktat sollte noch einmal diesen Zustand verewigen, in Wirklichkeit war es aber bereits dsr Anfang vom Ende. Denn schrittweise wurde zunächst die französische Hegemonie, die schon rein aus mangelnder Vitalität Frankreichs scheitern mußte,, abgebaut. Diese Tatsache wurde 1926 mit dem Locarnopakt offensichtlich. Die zweite Periode des Abbaus der britischen These kann man etwa mit dem Austritt Deutschlands und Japans aus dem Völkerbund bezeichnen, während das entscheidende Vorspiel zu dem jetzigen Drama der völligen Umkehrung angeblicher britischer Kriegsziele mit dem Wettrüsten seit 1933 begann. Immer heftiger rüttelten die „Habenichtse", also diejenigen, für die der Gleichgewichtszustand nachgerade eine teuflische Fiktion bedeuten mußte, an den von England und Frankreich geschmiedeten Ketten, die sich seit dem ersten Weltkrieg bereits als gefährlich brüchig erwiesen hatten. Und jetzt hat die „Times" den Schlußstrich unter diese Epoche gezogen, indem sie selbst das Gleichgewichtsprinzip 3um alten Eisen warf, außerdem die englische Politik noch mit dem Verrat Europas an den Bolschewismus belastete, den abzuwenden heute allein eine deutsche und damit wahrhaft europäische Angelegenheit geworden ist. Genarrtes Indien. Von unserer Berliner Schriftleitung. Die Zeiten, in denen die Briten unter Ausschluß der Oeffentlichkeit in Indien nach Herzenslust die Bevölkerung ausplündern, dem Hunger preisgeben oder in Massen niederschießen konnten, sind endgültig vorbei. Heute interessiert sich die ganze Welt für das, was in Indien vor sich geht, und sie erkennt mit Entsetzen, wie brutal das britische Herrschaftssystem ist. Das ist den Engländern außerordentlich peinlich, sie versuchen daher immer wieder, die blamablen Seiten ihres Systems zu vertuschen. Diesen Zweck verfolgte auch die Jndiendebatte im Unterhaus, bei der gleich zwei Mitglieder der Regierung, Jndienminister A m e r y und der stellvertretende Premierminister Attlee sich die erdenklichste Mühe gaben, die Indienpolitik Londons zu rechtfertigen. Beide überschlugen, sich dabei geradezu in Heuchelei und Verlogenheit. Sie gingen in der Verdrehung der Tatsachen so weit, von den Führern des indischen Volkes immer nur als von den.Diktatoren zu svrechen und sich selbst, die Engländer, im Gegensatz oazu als die einzig wahren Demokraten zu empfehlen. Daß das indische Volk die Freiheit haben will, nachdem es jahrhundertelang schamlos ausgebeutet und brutal unterdrück! wurde, ist nach englischer Lesart also ein Zeichen von Diktatur: daß aber die Briten Indien seiner Schätze beraubten, Millionen und aber Millionen in einem Elend, das bisher in diesem Lande unbekannt war, verkommen ließen und jedem, der etwas dagegen zu äußern wagt, mit dem mit Blei gefüllten Bambusknüppel den Schädel einschlagen, das ist, so behauptet man in London jedenfalls, Demokratie. Gandhi ist der Diktator, Lord Linlithgow der Volksführer, so erklärten dem Sinne nach Amery und Attlee vor dem Unterhaus. Bitterer Hohn für das indische Volk war es auch, als Amery darauf hinwies, daß die „Rebellion der Kongreßpartei" — so nannte er den schüchternen Versuch der Inder, auf legalem Wege die versprochene Freiheit von England zu erlangen — mit Hilfe indischer Instanzen und Organe selbst niedergeschlagen wurde und daß man jenen indischen Mitgliedern der Exekutive des Vizekönigs zu großem Dank verpflichtet fei. Attlee warf Gandhi vor, er habe mit „unglaublicher Lässigkeit und Gleichgültigkeit" Zusehen wollen, wie Der „große halbe Kontinent Indien" der Anarchie verfiel, als ob nicht gerade der Anblick der Anarchie und des' Massenelends als Folge der britischen Blutherrschaft den Freiheitswunsch des indischen Volkes beflügelt und einen unmittelbaren Anlaß zu dem Freiheitskampf /der indischen Führer gegeben hätte. Im übrigen wiederholten Amery und' Atttee die scheinheiligen Beteuerungen, daß England Indien „sobald es möglich sei" zur „Selbstregierung" verhelfen wolle. Sie taten so, als ob es an den Indern läge, jetzt, nachdem London alles nur Erdenkliche getan habe, die notwendigen Schritte dazu zu ergreifen. Damit gaben sie zu, daß der englische Karren in Indien völlig festgefahren ist und London keinen Ausweg aus der Situation weiß, in die es sich selbst hineinmanövriert hat. Diese Erkenntnis kam auch in der Debatte zum Ausdruck, in der das Weißbuch über Indien, das die britische Regierung dieser Tage herausgegeben hat, in Grund und Boden kritisiert wurde. Der Abgeordnete Graham White nannte es ein beklagenswertes Dokument, ein anderer sogar „eine böswillige, irreführende Angelegenheit". Aber praktisch verlief die Debatte, wie nicht anders zu erwarten war, wie das Hornberger Schießen. Die „Times" stellt das nüchtern mit dem Satz fest: „Alle Sprecher haben anerkannt, daß die Regierung praktisch keine andere Wahl hat, als den eingeschlagenen Weg weiter zu gehen." Mit anderen Worten: Die Briten bleiben also in Indien bei ihrer Methode des Terrors. Der Frei- heitskampf geht weiter. Das indische Volk will kein Kompromiß mehr. B a n g k o k, 31. März. (Europapreß.) Zu der Indiendebatte im englischen Unterhaus schreibt der indische Korrespondent Surenda, Amery und Attlee hätten offenbar eingesehen, daß der britische Versuch, sich Indien durch die Errichtung einer von den Briten kontrollierten Scheindemokratie und eines Scheinparlaments auf alle Zeiten hörig zu machen, gründlich fehlgeschlagen sei. Amery irre sich, wenn er glaube, daß die Tür zu Verhandlungen noch immer offenstehe. Das indische Volk und seine Führung kennten heute fein Kompromiß mehr, sondern nur den Kampf bis zur endgültigen Vernichtung des britischen Imperialismus in Indien. In den Dschungeln Nord-urmas. Oer britische plan einer Verbindung mit Tschungking vereitelt. T o k i o , 31. März. (Europapreß.) Bei den harten Kämpfen in Nordburma war neben dem äußerst schwierigen Gelände die dauernde Anwesenheit feindlicher Flieger sehr hinderlich, so daß die japanischen Truppen sich tagsüber im Dschungel verborgen halten mußten und nur die Nächte zum Vormarsch verwenden konnten. Ein Bericht der Zeitung „Mainitschi" schildert die Besetzung von Sampra- b a n, etwa 200 Kilometer nördlich von Myit- k y i n a, einer Station, die in Friedenszeiten den Jägern und Reisenden Unterkunft gewährte. Dieser Ort, der zahlreiche Bungalows der brftisch-indischen Verwaltung besaß, wurde zum Mittelpunkt der englischen Bemühungen, durch Nordburma hindurch eine neue Verbindung zwischen Indien und Tschungking zu schaffen. Mit der Einnahme dieses Ortes dürften die britischen Bemühungen vereitel t Jein. Der Vormarsch führte über 200 Kilometer durch wegelose, feuchtheiße Dschungel. Es ist als eine' hervorragende Leistung anzusehen, daß die japanischen Truppen diese Strecke in anderthalb Monaten, immer belästigt von feindlichen Fliegern, überwinden konnten. Besonders die japanischen Pioniere, die der Hauptmacht die Wege bahn- teh, leisteten Unerhörtes. Sägen konnten zum Baumsägen nicht benutzt werden, da das Holz grün und saftig war. So erwiesen sich die burmanischen Aexte, Dah genannt, als sehr nützlich. Äe Truppen litten sehr unter der heißen Feuchtigkeit, welche selbst in der trockenen Jahreszeit den Boden immer sumpfig hält. Wo immer eine Strecke erreicht wurde, mußten zuerst sämtlich^ Minen entfernt werden, wozu sich die Pioniere hölzerner, von Ochsen gezogener Walzen bedienten. Neben klimatischen Schwierigkeiten mutzten die Truppen mancherlei Plagen, wie Blutsauger und Ungezieftr ertragen. Hinzu kam, daß, nachdem sich der Vormarsch über 150 Kilometer von Myitkyina entfernt hatte, der Nachschub a u s b I i e b , Jo daß die Truppe sich großenteils von Dschungelfrüchten ernähren mußte. Rur ab und zu gab es eine höchst willkommene Abwechslung, wenn feindliche Flugzeuge ihre eigenen Truppen aus der Luft durch Abwerfen von Proviant verpflegen wollten, ihre Lasten aber am falschen Ort ab warfen und so zu einer Verbesserung der japanischen Verpflegung bei= trugen. Im nördlichen und südlichen Pazifik. Tokio, 31. März. (Europapreß.) Die japanische Presse berichtet von einem Seegefecht in den Gewässern der Aleuteninseln, die sich in weitem Bogen durch den nördlichsten Teil des Stillen Ozeans von Alaska nach der asiatischen Halbinsel Kamtschatka spannen. Das Seegefecht spielte sich am 17. März ab und wird in Tokio als Auftakt zu einer lebhaften Aktivität mit fortschreitendem Frühjahr betrachtet. Die erste Gesechtsbe- rühruna japanischer Kreuzer mit dem feindlichen Verband fand 150 Seemeilen westlich von A t s u t a, einer der Alsuteninseln, statt. Die feindliche Flotte hatte sofort ostwärts abgedreht, mar aber von den Japanern dank ihrer überlegenen Geschwindigkeit nach vier Stunden zum Kampf ge st eilt worden. Ein schwerer Kreuzer vom Typ „Pensacola" (9100 Tonnen) wurde durch einen Treffer in den Kommandoturm, durch den die zentrale Feuerleitung ausgeschaltet wurde, schwer beschädigt, während ein leichter Kreuzer vom Typ „Omaha" (7050 Tonnen) lichterloh brannte. In aufgelöster Ordnung flüchtete der feindliche Verband ostwärts. Japanische Kreuzer erlitten durch Artillerietreffer nur oberflächlichen Schaden. Im Gegensatz zu dem Aleuten-Gefecht waren in den Unternehmungen gegen Neuguinea und die Canton-Insel die Japaner die Angreifer. Die erfolgreiche Aktion gegen einen in der Orobucht südöstlich von Buna' an der Nördküste von Neuguinea konzentrierten USA.-Konvoi bedeutet eine erhebliche Schwächung der auf Neuguinea kämpfenden Landtruppen des Feindes. Den Japanern gelang es, fast zwei Drittel der zum Schutze des Konvois eingesetzten 30 feindlichen Jäger bei nur drei eigenen Verlusten abzuschießen. Die dreimaligen Nachtangriffe gegendie Canto n-J n f ei nördlich der britischen Phönix-Inselgruppe, etwa 3000 Kilometer östlich von Neuguinea, richteten sich gegen eine der wichtigsten Nachschubbasen, welche die Nordamerikaner zur Sicherung des Luftseeweges Ha- wai—Australien während der letzten Monate eingerichtet haben. Besonders der Flugplatz, der Flughafen und die Flughallen, aber auch Kasernen und Hafenanlagen erlitten schwere Beschädigungen durch Spreng- und Brandbomben. 'Innerhalb von zwölf Tagen wurden vier feindliche U-Boote im pazifischen Raum vernichtet. „Oie USA. an Indien lebhaft intertzsfierl." Bangkok, 3. März. (DNB) Mit welcher Of- fenheit die USA. sich darauf vorbereiten, Englands Erbe in Indien anzutreten, sieht man aus Erklärungen, die Präsident Roosevelts persönlicher Vertreter m Indien, William Philipp, auf einer Pressekonferenz in Bangalore abgab. Er habe, so sagte er, bas größte Interesse an Indiens Zukunft in wirt- schattlicher, finanzieller und politischer Hinsicht. Weite USA.-Kreise seien heute an Indien lebhaft interessiert, was durch die Anwesenheit zahlreicher junger Amerikaner in Indien urtterstrichen werde. LlGA.-Kapiialflucht nach Mexiko. Vigo, 31. März. (DNB.) Immer größere Summen ÜSA.-Kapital strömen nach Mexiko und suchen dort nach Anlage. Diese Kapitalflucht ist auf die letzten Steuererhöhungen der Regierung Roosevelt zurückzuführen sowie aus die Furcht vor noch weitergehenden Maßnahmen. Das Schatzamt erklärt, daß rund 600 000 Dollar in der Woche nach Mexiko abfließen und damit der amerikanischen Wirtschaft entzogen werden. Der größte Teil dieses Kapitals wird für den Ankauf von Grundbesitz, Aktien, industriellen Unternehmungen ufw. verwendet, jedoch zum Leidwesen der mexikanischen Regierung nicht für die Errichtung neuer, das Land fördernder Industrien. Mit Vorli"be werden Bürohäuser in den größeren Städten gekauft. Auf der mexikanischen Effektenbörse herrscht eine gewaltige Hausse. In Mexiko selbst verfolgt man diese Entwicklung mit großen Besorgnissen, da eine Befruchtung der eigenen Wirtschaft durch dieses amerikanische Kapttal nicht zu erwarten ist, das Fluchtkapital auch keine dauerhafte Anlage sucht, sondern die Neigung hat, flüssig zu bleiben. General der Pioniere Jacob 60 Jahre alt. Am 1.4. begeht der General der Pionie und Festungen beim Oberbefehlshaber des Heeres, General der Pioniere Jacob, feinen 60. Geburtstag. Er wurde in München geboren und begann feine militärische Laufbahn 1902 als Fahnenjunker im bayerischen Eisenbahn-Bataillon. Nach seiner Teilnahme am ersten Weltkrieg in Front- und Stabsstellungen wurde er 1929 Kommandeur des Pionier-Bataillons 7 in München. 1938 trat er als Generalleutnant und Inspekteur der Pioniere, Eisenbahnpioniere und Festungen an die Spitze der Pionierwaffe. Am 1. 6. 1940 wurde er General der Pioniere. Kleine politische Nachrichten. Der britische Außenminister Eden ist aus den Vereinigten Staaten in Ottawa eingetroffen. t * Durch Verordnung des Erziehungsministers ist das bisher in den französischen Volksschulen gebräuchliche Handbuch der französischen Geschichte von Paul Louis D u p r e z verboten worden. Das Lehrbuch widersprach den von Vichy vertretenen Auffassungen. Zum Oberkonrnrandierenden der Luftwaffe in Französrsch-Westafrika wurde General Bergeret ernannt. Bergeret war früher stellvertretender Militär- und Zivilgouverneur in Französisch-Nordafrika unter Giraud. Etwa Mitte März mußte er im Zuge der politischen Umorganifation in Nordafrika seinen Posten auf geben. * Aus Tanger wird gemeldet, daß Spanien feine Besatzung von Tanger um weitere 6000 Mann verstärkt hat. Von dem Kontingent sei bereits die Hälfte der Truppen eingetroffen. Eine Wirtschaftskonferenz, an der die Führer der Regierung sowie die bedeutendsten japanischen Oer Werkmeister. Vou Hans Geck. Draußen auf dem Fabrikhof steht die fertige Maschine. In vielen Tag- und Nachtschichten haben die Männer der Arbeit sie mit rastlosem, unermüdlichem Eifer gebaut. Nun steht sie da, zu unbestimmtem Warten verurteilt. Der Hebekran, der sie auf den Waggon, heben soll, versaat plötzlich und muß erst überholt werden. Tage, kostbare Tage, die allen aufgewandten Fleiß zunichte machen, werden darüber vergehen. Jan Bork, der Werkmeister, schaut immer wieder zu ihr hinüber und murmelt dabei etwas in seinen stoppeligen Bart hinein, das keiner verstehen-kann. Es klingt wie das Knurren eines gereizten, wenn auch im Grunde gutmütigen Hundes. Und fast scheint es so, als wenn die anderen Männer ihn Darin noch übertreffen wollen ... Nur, daß sie laut und offen über das Versagen des Hebekrans schimpfen. — Das geht so die halbe Schicht lang. Dann ist der Werkmeister plötzlich dort, wo seine Micke schon den ganzen Morgen weilen — draußen bei der Maschine, streicht um sie herum und scheinr sich mit schweren Gedanken herumzuschlagen. „He — Jung's", ruft er, und sein Knurren hat sich nun in lautes Brüllen verwandelt. „He — Jung's, das gibt's doch nicht! Das ist doch noch nicht dagewesen! Haben wir eigentlich Krieg oder haben wir keinen Krieg? — Was meint ihr wohl, warum sie uns nicht als Freiwillige zur Front lassen! — Wir sind die Arbeitssoldaten, jawohl, das sind wir! Und darum, meine ich. ist es unsere Pflicht, uns von den anderen nicht beschämen zu lassen! Wie haben unsere Feldgrauen das doch gemacht mit ihren Blitzkriegen! Ünd noch dazu ohne Doppelschicht! Hebekräne werden die wahrscheinlich auch keine gehabt haben! — Und wir sollen nun mit ansehen, wie die Maschine hier vielleicht noch tagelang herumsteht? — Und nun sollt ihr mal was erleben! Wollen wir uns das Maschinchen nicht auf den Buckel packen und es hübsch sacht und eigenhändig auf den Wagen stellen. Jawoll, das tun wir! Wir werden doch nicht vor zwölf Zentnern bange sein! — Vier Mann können vorne, vier hinten und je einer an beiden Seiten anfassen. Das Schwerste ist das Hochheben. Aber, wenn ihr sie so hoch bekommt, daß ihr das Gewicht auf einer Schulter abstützen könnt, geht's ganz gut. Und da ich der. Größte von euch bin, krieche ich in der Mitte unter und trage mit meinem Buckel noch gut zwei Zentner von dem Gesamtgewicht. Also dann mal los, Jung's, jetzt zeigt mal, was ihr könnt — Freiwillige vor! Ausnahmsweise mal Freiwillige!" Lachend und disputierend kommen die Männer aus der Halle. „Na — nicht so drängen", ruft Jan Bork; „mehr als zehn Mann tonnet) wirklich nicht an fassen; ich hab's genau ausgerechnet. Da wollen wir mal die Stämmigsten aussuchen." Und nun beginnt der tollkühne Versuch. Der Alte läuft zwischen Den Leuten herum, und bald stehen jehn der stärksten um die Maschine gruppiert. Aber es gelingt ihnen nicht, den Koloß auch nur wenige Zoll vom Erdboden zu heben. Ian Bork läßt sich j-Dod) nicht entmutigen. Die anderen Männer müssen jetzt Balken und Eisenschienen unter die Maschine schieben, um so beim Anheben von unten nachzuhelfen. Eine Viertelstunde lang mühen sie sich ab, dann haben die zehn Männer das Ungetüm tatsächlich auf ihren Schultern ruhen, ohne daß einer von ihnen unter dem Gewicht auch nur wankt. „Also, Jung's", erklärt Jan, „damit ihr mir die Maschine nicht fallen laßt, krieche ich jetzt in der Mitte unter." Einige der Männer versuchen zu protestieren, doch Ian läßt sich nicht zurückhalten. Gewandt kriecht tr zwischen oen Füßen der breitbeinig Dastehenden hindurch. Und nach einem Augenblick ertönt seine Stimme: „Also Jung's, nun los!" Langsam und vorsichtig setzt sich der wie mit der Maschine _ zusammengeschweißte Trupp in Bewegung. Es sind keine fünf Meter bis zum Waggon. Aber die Männer haben in ihrem Eifer nicht damit gerechnet, daß der Boden uneben ist und die Vorderen zudem fast rückwärts gehen müssen. Sehen kann von allen kaum einer etwas.* Ungefähr ein Meter vom Ziel entfernt, klafft ein riesiges Schlagloch, in das der zweite Vordermann mit unfehlbarer Sicherheit hineintreten und dabei die Maschine im Fallen-mitreißen muß. Doch im letzten Moment ertönt Ians Stimme in durchdringendem Kommando: „Halt, Jung's, jetzt zwei Schritte nach rechts und dann in der alten Richtung weiter." Und der Zug setzt sich, getreu seiner Weisung, wieder in Bewegung. Warum der Werkmeister eigentlich das Kommando zum Halten gab, werden seine Arbeitskameraden nie erfahren. Das Schlagloch ist wohl zu unbedeutend, als daß es einer der Männer noch nachträglich beachten würde. Und Jan will vielleicht nicht, daß man von der Gefahr, in Der besonders er geschwebt hatte, Aufsehen nlacht, weil er im Augenblick doch wirklich nur an die Maschine gedacht hatte. Oas Volk stehl auf, -er Sturm bricht los ... Wei^n mir heute erleben, ttrie das ganze Volk sich entschlossen zu dem Entscheidungskampfe um fein Schicksal erhebt; so werden Erinnerungen wach an die stürmischen Tage von 1813,.in denen unser Land erfüllt war von dem allgemeinen Aufbruch gegen öen Eroberer, der es tief geknechtet hatte. Berlin lebte in einem Taumel der Begeisterung, alle leisteten dem Ruf des Vaterlandes Folge'. „Das Gedränge der Freiwilligen, die sich einschreiben lassen, rst heute so groß auf dem Rathause wie bei Teuerung vor einem Bäckerladen", schrieb der Historiker Barthold Georg Niebuhr in einem Briefe. Den jungen Freiheitskämpfern wurden Marschruten nach den beiden Sammelpunkten Frankfurt und Wrietzen bekanntgegeben, wenn sie sich nicht einzeln oder truppweise nach Breslau oder Kolberg begeben sollten. Eugöne Beauharnais wies die Einwohner von Berlin in einem Aufruf darauf hin, daß der König von Preußen der Verbündete des Kaisers Napoleon sei, und daß jede Begünstigung der Feinde Frankreichs und seiner Verbündeten ohne Verzug mit dem Tode bestraft würde. Ader man wagte schon nicht mehr, diesen Aufruf öffentlich anzuschlagen. Schon am 4. März rückten die Franzosen unter unverhohlenen Verwünschungen der Bewohner aus Berlin ab. . 113 Schüler verließen die Bänke des Gymmr- siums „Zum Grauen Kloster", vom Primaner herab bis zum Tertianer; Wer selbst keine Kräfte zu- zusetzen hatte, rüstete andere mit Waffen und Mitteln aus. Dem Reichen, der sein Opfer in namhaft ten Summen brachte, tat es der Aermste mit kleiner Münze gleich. Wer von anderen nichts annehmen wollte, verkaufte notwendigste Habe für Flinte und Uniform. „Während die wehrhaften Männer zu den Mahnen strömten, drängte sich das Volk zu den Op- serstellen für das Vaterland. Seilen und Seiten füll- ten in Öen .Kurmärkischen Amts-Blättern' die Berichte über die mannigfaltigen Beweise frei willigen Opfermuts." Am 17. März, einen Tag nach der formeUen Kriegserklärung gegen Frankreich und am Tage des „Aufrufes an Mein Volk", zog der „giftige Kett" A.ork, dessen Schritt von Tauroggen schon eine Ko- binettsorder im Februar gerechtfertigt hatte, in Berlin ein. Genau zehn Tage später waren die Truppen des „Eisenfressers" im Garten vor dem Schloß aüsmarschbereit angetreten. Der Feld Prediger segnete sie ein. Dann trat York an den Feldaltar und sprach: „Kameraden! Drei Tugenden sind des Soldaten erster Ruhm: Tapferkeit, Ausdauer, Mannszucht. Von diesem Augenblick ab gehört keinem von uns mehr das Leben; keiner muß darauf rechnen, das Ende des Kampfes erleben zu wollen." Und zum Leibregiment gewandt, fuhr er fort: „Soldaten, letzt geht's in den Kampf. Ihr sollt mich an eurer Spitze sehen, tut eure Pflicht! Ich schwöre euch, mich steht ein unglückliches Vaterland nicht wieder." Jubelnde Zustimmung seiner Soldaten dankte ihm. Er selbst trug von diesem Augenblicke an Gift bet sich- Dann zogen sie hinaus in den Kampf für dis Befreiung des Vaterlandes, den ruhmreichen Tagen entgegen, die für immer unvergessen bleiben.». C.& lichen Musik" und der Ouvertüre zu seiner Oper • „Enoch Arden" erklingt sein Violinkonzert, gespielt von Paul Richartz. hatte dem exotischen Abenteuer eine bemerkenswert sinkt 3unäd)ft in fiiümp™ g^nllt u BoLn; dann Meer, m einer angeblich n°m Kriege Unberührten V rn « , r, r , ö . . '..o. . (Rorrpntnrtrt itnh tff rnttfiuhnnt rtnrh hnm Gegenwart und ist aufgebaut nach dem Rezept: blühen die Kirschen! Dr. E. S. mes Perpetuum mobile. Glück auf, Renate! Noman von Ernst Grau. (Nachdruck verboten.) 36. Fortsetzung. Po- Un- n)?-* ist roer9 Wer ist bi-iwiels^eife der sagenyaste holländische Dramantenhändler Pit van Donay, wer ist seine Frau, wer ist die rätselhafte Gloria, wer ist Silvio de Costa? Man kann ja nicht den ganzen Personenzettel abschreiben, aber man kann mit der etwas primitiven Dramaturgie, daß jeder mit jedem verwechselt wird oder, wenigstens nicht der ift. für den die anderen ihn halten, immerhin drei Ope- rettenokte bestreiten und in diesem atlantischen Gesellschaftsspiel die gebräuchlichen und auch die minder gebräuchlichen Requisiten einer unbekümmerten Librettohandlung unterbrinqen: Liebe- und Eifersucht, Tanz und Gesang, Werkspionage und Amateurkriminalistik nebst unverhoffter Wiederbelebung von allerlei mehr oder weniger -legitimen und glaubwürdigen Beziehungen. Zum Schluß sind nicht stimmlichen Einsatz den Silvio. Das legitime Ehe" paar van Donay stellten ufit drastischer Pointierung Herr O l m ü h l und Lia Zimme r. In kleineren Aufgaben seien die Herren Sauerland, Fuhrmann und Klein genannt. — Wiederholungen, Applaus und Blumenspendeu bestätigten einen ansehnlichen Erfolg. Hans Thyriot. ist nicht eben anspruchsvoll; es wird nicht um jeden Preis gesungen, zumal man den gesprochenen Text ohnehin besser versteht, aber es gibt eine Reihe geschickt und brauchbar angesetzter Tanzvorlagen und Gesangsnummern und, außer knappen Vorspielen, die klanglich wirksame Betonung der szenischen Höhepunkte. Grund der abgegebenen Steuererklärung ober schätzungsweise selbst zu ermitteln und in zwei Vorauszahlungsbeträgen zu entrichten. Die erste Vorauszahlung ist am 10. Mai, die zweite Vorauszahlung am io. August fällig. Eine besondere Gewinnabführungserklärung ist in der Regel nicht abzugeben. Anträge auf eine besondere Ermittlung des Gewinnabführungsbetrages oder auf Berücksichtigung außergewöhnlicher Verhältnisse sind spätestens am 1. Mai 1943 beim Finanzamt zu stellen. Oie neue Tuberkulosehilfe des Reiches. Am 1. April tritt die neue Tubertuloserchftfe des Reiches in Kraft. Sie erstreckt sich auf den Teil her Bevölkerung, dessen steuerpflichtiges Jahreseinkommen den Betrag von 7200 RM. nicht übersteigt, soweit die erforderliche Hilfe nicht durch Träger der Sozialversicherung gewährt wird oder anderweitig sichergestellt ist. Der Betrag von 7200 RM. erhöht sich» bei Verheirateten auf 8400 RM., bei Verheirateten mit einem Kind auf 9000 RM., bei Verheirateten mit 2, 3 und mehr Kindern auf 9600, 10 200 »Hom ßeibe1 uRatten. den Tribun mü e herrscht ein lebhafter Meinungsaustausch. Alles rst was ’it höchsten Grade erregt, man härt nur noch dre hatten. Vom kleinen Fluß her rufen die Frösche. An seichten Uferstellen sind sie-beim Laichen. Die braunen Grasfrösche eröffnen den Reigen. Ihr Laich pompöse Ausstattung zuteil werden lassen; mau bekam dank der phantasicvoll illusionistischen Raum- gestaltung, die ficrr Löffler entworfen hatte und die durch raffinierte Lichteftekte (Herr Ebener) belebt wurde, allerhand zu sehen Die Tanzgruppe (Inge Berg') mit den. Solistinnen Katja Kröck und Leonore H u m b u r g hatte ebenfalls lohnende Aufgaben. Kapellmeister Bosch machte sich um die straffe, rhythmisch präzise musikalische Leitung verdient. Im übrigen war die Aufführung,' was der verwirrenden Fabel picht übd anstand auf einen parodistischen Ton gestimmt, fo€r we Dinge nicht ernster nahm als sie sind. Am hüb^eften geriet der Schlußakt mit seinen von der Weltkarte hep gelenkten tänzerischen Improvisationen. Gabriele P o ss i n ke- war die von vielen Fragezeichen umrankte, pikante, stimmlich bewegliche Gloria, Annemarie Schwind, sehr munter und guter Dinge, die Tänzerin Anina in den erstaunlichsten Verwandlungen. Herr Payer als falscher Vit erwies sich als tänzerisch versierter ErzenKiker, Folkwang-Schule in Essen als Pädagoge tätig ist, erscheint mit eigenen Werken unter /Leitung von Gustav Adolf S chl e m m auf dem Programm der „Zeitgenössischen Musik" im Deutschlandsender am Freitag von 20.15 bis 21 Uhr. Neben seiner „Fest* lichen Musik" und der Ouvertüre Theater -er Universitätsstadt Gießen Albrecht Nthring: „Abenteuer im Atlantiks Pg. Christel zum Ausdruck. Die Arbeitsplätze' der Iubilare waren in würdiger Weife geschmückt. Oie Gewinnabführung für 1942. Der Gewinnabführung unterlag bisher der Teil des Gewinnes, der 150 v. H. des Vergleichsgewinnes 1938 überstieg. Der Satz von 150 v. H. ist für 1942 auf 120 v. H. herabgesetzt worden. Die Verordnung gewährt anderseits den Unternehmern eine neue Dergleichsmöglichkeit: der Unternehmer kann an Stelle von 120 v. H. der gewerblichen Einkünfte des Wirtschaftsjahres 1938 den Betrag von 12 v. H. des Einheitswertes des gewerblichen Betriebes als Vet- gleichsgrundlage wählen. Der bisherige Mindestbetrag von 30 000 RM. ist auf 20 000 RM. herabgesetzt worden. • Anderseits erhöhen sich sämtliche Vergleichsbeträge, also auch der Mindestbetrag, bei Einzelkaufleuten um 10 000 RM. und bei Personalgesellschaften um 10 000 RM. für jeden Mitunternehmer, höchstens um 30 000 RM. Die gewinnabsührungspflichtigen Unternehmer haben wie bisher den Gewinnabführungsbetrag auf quillt die Gallertmasse auf und trägt die Eier wiederan die Oberfläche, wo nun jegliche Keimzelle in ihrem Innern sich fortschreitend ein wenig verändert. Leben wacht auf! Wer Muße hat, kann am flachen, steinigen Ufer auf Bachneunaugen aus- gehen. In schnellfließenden Bächen sipd diese sonderbaren, primitiven Fische zu beobachten. Gelegentlich saugen sie sich an einem Stein fest und führen ihn sogar durch ruckartige Schlön gelbewe- gung ihres Körpers aus seiner Lage. Nahe dem Ufer legen sie im April ihre Eier. Vier bis fünf Jahre bleibt die wurmförmige Larve dem menschlichen Auge verborgen, lebt im Schlamm des Bodens, bis sie zum rundmäuligen Fisch heranwächst. Aus der Stadt Gießen. 3m Osterrnond. „Wenn der April bläst in sein Horn, so steht cs gut um Heu und Korn!" Der Landmann rechnet mit der bekannten Wetterwendigkeit des Ostermon- bes. Um uns ist allenti)alben Auferstehung! Knospen schwellen; ihre harten Hüllen lösen sich, und junges Grün schiebt sich langsam bem Licht entgegen. Im Walde haben die „Verblüher", z. B. Hasel und Erle, ihre Blütezeit vollendet. Nur solange die Sträucher blattlos sind, kann der Wind unbehindert ihre Bestäubung vollziehen. Eine Augenweide ift Zur Zeit der Waldboden! Die dunklen Sterne der Leberblümchen sind im Verblassen, aber die Sternmiere — sie steht oft in dicht geschlossenen Flächen ~~ öffnet ihre Blüten. Sie wetteifern in zartem Weiß mit den hellen Anemonen, zwischen denen vereinzelt die gelbe Verwandte auftaucht, die meistens zwei Kronen trägt. Immer neigen sich die Sternchen der Sonne entgegen, begleiten, sich mitdrehe nd, ihren Tageslauf. Während der Nacht muß jeder Stengel die tagsüber gemachte Drehung wieder aufheben, sonst würden die Blüten sich den Haj^ abschnüren. Am Wegrain schmückt sich die dunkle Schlehe in ihr schneeiges Gewand. In ihrem Gesträuch ist viel altes Gras vom Vorjahr. Man darf es nicht leichtfertig absengen, sonst schädigt man die wind- brechende Hecke und nimmt unseren Bodenbrütern die beste Deckung. Die Lerche nistet schon am nahen Steinhaufen; die Goldammer zögert noch ein wenig, aber es bauey nicht mehr lang, bis irgendwo an einem Chausseestein, am Fuße eines Baumes, ein Navf aus Halmen entsteht, in dem eines Tages die gesprenkelten Eier liegen, zierlich gepunktet oder fein gestrichelt. Der Gesang der Goldammer klingt ein wenig dürftig und eintönig, ist aber doch zugehörig der stillen Landstraße, an der sie nistet. „Hach mich — hab* mich lieb!" singt unbeirrt der zierliche Goldkopf auf der Telegraphenleitung. Namen Hammerkott und Laurentino, alles andere, auch der vorher fo heiß favorisierte Franzose, scheint längst vergessen —" „Achtung! Achtung! Hier Ersatzteillager! Rennen um den Großen Preis der Nationen! Aus dem dicht aufeinanderfolgenden Aufheulen bet Kompressoren hören Sie, daß bie beiben Spitzenfahrer .nicht sehr weit auseinanderliegen. Jetzt kommt der Franzose — 'Sie hören das Brüllen bei- Maschine, die wie gepeitscht vorbeijagt — von den anderen Teilnehmern des Rennens ist nicht mehr- viel zu sehen — die meisten Wagen stehen hier vor dem Ersatzteillager —" „Achtung! Achtung! Start und Ziel des Rennens um den Großen Preis der Nationen! Die beiden Spitzenwagen erscheinen fast gleichzeitig in der letzten Geraden — der Italiener wehrt sich verzweifelt gegen den immer mehr aufholendep ,2110atro5( r— wir können von unserem Standort schon deutlich erkennen, daß beide Wagen neben- einapberliegen — schon hört man das heranstür- zende Heulen der Kompressoren — der Italiener sinkt langsam zurück — er wehrt sich noch immer — er gibt sich noch nicht verloren — aber für ihn ist nichts mehr zu retten — da! — In tollkühner Fahrt passiert der Sturmvogel ,Albatros' die Ziellinie — wenige Meter vor dem Italiener — Walter Hammerkott hat das Rennen gewonnen!" Ein leises Knacken. Und bann wieder bie Stimme des Ansagers: „Achtung! Meine Damen und Herren — wir brachten Ihnen soeben eine Uebertragung —" Wie glücklich mochte jetzt eine andere Frau fein, bie in diesem Augenblick freudig erregt an der Seite des Vaters stand und einen feiner schönsten Erfolge miterleben durfte, den er in dieser Stunde errungen hatte. Sie sah dieses Bild fast greifbar nahe vor sich, sie hörte, rote die Tausende von Menschen ihn stürmisch umjubelten, sah, wie sie ihn in ihren Begeisterung auf den Schultern vom Platz trugen, wie er dann der Frau entgegentrat, die vielleicht nicht ahnte, welchen Anteil sie selbst an dem guten Gelingen dieses Tages für sich in Anspruch nehmen durfte. Und wenn der Vater bann morgen hierher kam, erfüllt von dem eigenen Glück, getragen von der frohen Erwartung, nun auch ihr Glück vollenden zu helfen .... es war nicht mehr viel, was er bann hier vorfand. Nun brach unten in ber Halle lautes Stimmengewirr auf. Harte Schritte hallten durch das stille Treppenhaus. Kommissar Bärensprung hatte vermutlich seine Vernehmung beendet. Renate stand hinter dem Vorhang und sah, wie er mit seinen Leuten den Wagen bestieg. Sie wunderte sich nicht, daß auch Werner Hellingrath mit ihnen davon- fuhr. Seine Schuld stand wohl fest. Nur eine tiefe Scham war in chr, daß sie diesem Manne so rückhaltlos vertraut hatte. Ms letzter verließ jetzt Terbrüggen das Haus. Zögernd blieb er nach einigen Schritten stehen, wendete sich um und sah zu den Fenstern hinauf, hinter denen er sie vermutete. Er schien eine Weile mit sich selbst zu Rate zu gehen. Renate fürchtete schon, oaß er zurückkommen würde. Aber bann besann er sich wohl und ging in der Richtung des Verwaltungsgebäudes davon. Renate trat fröstelnd von der Gardine zurück. So also endete nun alles. So konnte ein Tag zur Neige gehen, dem sie sich so entgeaengesehnt hatte. Sie kam sich einsam und überflüssig vor in dem großen unbewohnten Hause, auf dem eine fast unheimliche Stille lastete. In allen Ecken schienen »es stellvertretenden Reichsärzteführers Dr. B'lome, »es Präsidenten der Paracelsus-Gesellschaft Dr. Din- yeldey und vieler Verwundeter ur auf geführt. Die i Hauptdarsteller Werner Krauß, Annelies Reinhold, Martin Urtel, Herbert Hübner, der Regisseur G. W. ■ Pabst und ber Drehbuchautor Kurt Häuser wohnten gleichfalls der Aufführung bei. In diesen Tagen besinnen die Aufnahmen zu dem Prag-Kulturfilm »Perpetuum mobile", der nach einem Drehbuch und unter Regie von Dr. Günther Kule- neyer die Problematik der sagenhaften Maschine trläutert, die aus eigener Kraft in ständiger Bewe- ymg bleiben soll auf Grund des von Robert « Mayer 1843 gefundenen Gesetzes von der Erhal- ' lung ber (Energie veranschaulicht ber Film den wissenschaftlichen Beweis für bie Unmöglichkeit Das Abenteuer im Atlantik, das der dreiaktigen 1 Die Inszenierung war die erste Arbeit des neu« Operette von Oskar F e lü x und Eduard R o g a t i | verpflichteten Oberspielleiters Paul O l m ü h l; er mit Musik von Albrecht Nehring den Namen b*11- v........' ....."-------1 „Meine Damen unö' Herren, wir geben Ihnen i'tzt einen Hörbericht aus dem heutigen großen iutomobilrennen, das soeben auf bem Nurburg- 'img zu Ende geht. Achtung — wir stellen um auf f«n Nürburgring —" , „Achtung! Achtung! Hier Start und Ziel des - und -Sporttag durchgeführt. Die Turnhalle wurde außer dem Turnen des Vereins und der Schulen noch benutzt für 18 Veran- Ein neues Jagdjahr hat begonnen. Nach dem aünftigen Verlauf des letzten Winters und dem seitherigen des Frühjahrs sieht ihm der Weidmann mit frohen Hoffnungen entgegen. War und ist die Witterung feinem Wild günstig, so ist schon viel gewonnen. Ihm weiter durch die einsetzende Satz- und Brutzeit gegen die vielen es bedrohenden Ge- ahren zu helfen, ist nun seine Hegerpflicht. Gegen ie tritt das Jagen in dieser Zeit neuen Lebens tart zurück. Zwar streicht noch im Dämmerlicht des Morgens oder abends die Schnepfe über dem jungen Holz und darf auch bis zur Monatsmitte noch bejagt werden; auch ruft der Ri ng e 11 a ub e r noch feine Liebessehnsucht in den Frühlingswald und reizt den Jäger, es mit dem Lockruf oder dem Anpirschen zu versuchen, bis dann um die gleiche Zeit auch für diese Jagd „Hahn in Ruh" gilt. Dafür allerdings tritt der Urhahn in die Balz und gibt in weiten deutschen Waldrevieren dem Jagen im April sein Gepräge. Und in Heide und Moor kullert im erwachenden Morgen sein kleiner Vetter, der Birkhahn, sein Liebeslied. Es sind leider nur wenige Teile unserer engeren Heimat, in denen der Weidmann noch den „großen" Hahn anspringen oder hinter dem Schirm den Zauber der Spielhahnbalz mitgenießen kann. gehen. Große Kunststücke erübrigen sich vollkommen. Ein paar Weidenstecklinge sind rasch gewonnen und gepflanzt, ein paar Brombeersträucher verwandeln in kurzer Zeit einen Feldrain in eine schützende Remise, ein paar Heckenrosen bilden in wenigen Jahren einen schützenKn Rosenhag. Ginster läßt sich leicht durch Aussaat vermehren, die blaue Lupine ist noch dankbarer. Das sind alles Verbesserungen, die man auch ohne Arbeitskräfte und ohne große Txänsportnuttot im Kriege vornehmen kann und die des Erfolges nie entbehren. Das Sengen der Raine und Hecken scheint im Krieg wieder stark zugenommen zu haben. Meist geschieht es ja von Jugendlichen aus Freude , am Feuermachen! Aber auch dem Grundeigentümer ist es nach dem 15. März verboten, ebenso wie das Roden und Schneiden von Hecken. Auch hierauf zu achten, ist erfahrungsgemäß sehr wesentlich, wenn nicht erheblicher Schaden entstehen soll. > Hubertus. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bei hauptschrtstleilerS: Ernst Blumschetn. Berantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für das Feutüeton: Dr. Hans Thpriot; iür Stadl Gienen, Provinz Wirtichaft und Sport: Ernst Blumichein. Druck uns Perlag: Brühlsche Universtlätsdruckerel R. Lange K. G. Berlagsieitcr Dr.-Jng. Erich Hamann: Aineigenleiter: Hans Beck. Anzeigenpreisliste Nr. fi RM ufro. Die Beamten, Angestellten und Arbeiter der Reichsbahn erhalten die vollen Leistungen der Tuberkulosenhilfe von der Reichsbahn. Diese Leistungen umfassen die Behandlung in der Wohnung, die Unterbringung in Krankenhäusern und eine umfassende wirtschaftliche Fürsorge für die Kranken selbst und ihre Familien. Nähere Auskünfte erteilen die Tuberkulose-Fürsorgestellen der Gefundheitsäm- ter, an die alle Anträge wegen Tuberkulosehilfe zu stellen find. Vom Unteroffizier aeführt. NSG. Wenn es gilt, den feindlichen Bunker zu knacken, sind es meist Unteroffiziere oder Feldwebel, die ihren Stoßtrupp mutig und geschickt zum Erfolg führen. Führer im Kampf zu fein, ist höchste Bewährung! Jeder junge Deutsche, der gesund, zuverlässig und einsatzbereit ist, kann mit 17 Jahren als UnteroffiVoron stürmt der Unteroffizier zier.^Bewerber in das Großdeutsche Heer eintreten. Verpflichtung kann für eine Dienstzeit vvn 4112 ober 12 Jahren erfolgen. Meldungen nimmt zu jeder Zeit bas nächste Wehrbezirkskommando entgegen. Die Arbeitsdienstpflicht ist für Unteroffizier- Bewerber auf drei Monate verkürzt. Truppeneinheit und Waffengattung können selbst gewählt werden. Die Beförderung zum Unteroffizier ist bei Frontbewährung nach neunmonatiger Dienstzeit möglich. Bei entsprechender Leistung kann auch die Uebernahme in die Offizierslaufbahn erfolgen. Ein zweiter Weg $um aktiven Unteroffizier geht über die Unteroffizier-Schulen. Bewerbungen sind an das Wehrbezirkskommando oder an die Annahmestellen für Heeres-Unteroffizier-Schulen, Berlin W 35, Viktoriastroße 32, zu richten. Verdunkelungszeit: z 1. April von 20.54 bis 6.26 Uhr. * ** Grüße von der Front. Aus dem hohen Norden senden die Obergefreiten Georg Dreher und Ernst Huber durch unsere Vermittlung der Statt Karten! Ihre Verlobung geben bekannt Reiskirchen, den 4J0. März 1943. 02094 02105/ Ihre Verlobung geben bekannt 0202' Darmstadt Wiesbaden, den 30. 3.1943. 1040P 02104 02028 02113 02115 gesucht. Schrifli. Ang. unt. 02098 Gröningen, im März 1943. 02072 02096“ 5251-5700 9001-9700 Die Fische sind bis 18 Uhr abzuholcn. Einwickelpapier bitte mitbringen. von Fa. A.Koch Nacht. . von Fa. Nordsee........ Spandau Bismarckstraße 61 2 leere Zimmer v. jungverbeir., berufstätiger Schneiderin f. sofort gesucht. Schr. Ang. unt. 02103 a.d.G.A. Rosel TrüHer Heinz Muntermann Akademiker- Ehevaar sucht M-Ziim-Nohn. a. Nähe Gießen. Schr. Ang. unt. 02082 a.d.G.A. Liesel Frank Siegfried Unverzagt Verkauf vorübergehend Marktplatz 6 (Modehaus Becker) Gießen, Sonnenstraße 13 im März 1943 Keine üriprnnye- zengalsse, ondrrn nur Zcu-atS- abschriftcn dem ve werbungs1ch«iben beb legen I — Lichtbilder undBewerbungSuntev lagen müsten zur Ber- meidung von Verlusten aus der Nückleite No- men und Anschrift bei Bewerbers tragen! Tieferschüttert erhielten wir die traurige Nachricht, daß unser lieber, guter, bra- ver Sohn, mein einziger Buder u. Enkel Heinrich Becker Obergefreiter bei der Luftwaffe kurz vor seinem 21. Lebensjahre für Führer, Volk und Vaterland sein Leben hingab. Auf einem Heldenfriedhof im Osten betteten ihn seine Kameraden zur letzten Ruhe. In tiefem Schmerz: Peter Schmitt und Frau, geb. Becker Walter Schmitt; Farn. Adolf Becker. Alten-Buscck, den 1. April 1943. Die Gedächtnisfeier findet am 18. April, nachmittags 1 y2 Uhr statt. Nach kurzer schwerer Krankheit entschlief sanft meine liebe Mutter und Schwiegermutter, unsere gute Großmutter, Schwester, Schwägerin, Gote, Tante und Kusine Frau-Marie Magel, geb. Serth im Alter von 54 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen: Eugen Magel, z. Z. im Felde, und Frau Marianne, geb. Kehr sowie sämtliche Angehörige. Gießen(Hillebrandstr. 6),Ilsdorf,Merlau, Alsfeld. Die Gedenkfeier fand nach dem Willen der Entschlafenen in aller Stille statt. Statt Kasten! Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die Kranzspenden bei dem Heimgang unseres lieben, hoffnungsvollen Sohnes sagen wir allen unseren innigsten Dank. Besonderen Dank dem Bann Gießen 116 und der Hitlerjugend. Familie Philipp Buchberg^r. Gießen, den 31. März 1943. 02080 Meine liebe Frau, meine nimmermüde, sich selbst aufopfernde Pflegerin Katharina Huber, geb. Lauer ist heute nach kurzer, schwerer Krankheit im 77. Lebensjahre von mir gegangen. In tiefem Schmerz: Johann Huber, Postassistent a. D. Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, meine liebe, treue, herzensgute Schwester, unsere liebe Tante Fräulein Minna Vaubel nach Stägiger schwerer Krankheit zu sich zu nehmen. In tiefer Trauer: Frau Helene Diehl, geb. Vaubel Willy Diehl und Frau, geb. Eim Dr. Paul Eim, z. Z. im Felde. Gießen (Am Kugelberg 4), den 30. März 1943. Die Trauerfeier findet am Samstag, 3. April, vormittags 11 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofes statt. Ausgabe von Treibgas. In den nächsten 5 Tagen dürfen auf jede Treibgas- kontrollinarke zwei Flaschen Treibgas geliefert und bezogen werden. Der Regierungspräsident Landeüwirtschaftsamt Rhein-Main Almut Elisabeth Herta Y 26. 3. 43 Unser Roger hat ein Schwesterchen bekommen! In dankbarer Freude Liebmut Falls, geb. Vigener Iggel Falls Hauptmann im OKH. BIn.-Stgltz, Forststraße 28 (z.Z. Bln.-Lankwitz, SLMonilmstift) \1034D/ Gott dem Allmächtigen hat cs gefallen, heute morgen unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Maria Hardt, geb. Jung nach kurzem, schwerem Krankenlager im 83. Lebensjahre in die Ewigkeit abzurufen. In stiller Trauer: Familie Wilh. Engel / Familie Ludw. Luh X. Familie Karl Hardt Wwe. Familie Helnr. Hardt Familie Ludwig Hardt. Gr.-Lindcn, Grüningcn, Gießen, Babenhausen, den 31. März 1943. Die Beerdigung^ndet Freitag. 2. April, 15 Uhr, in Großen-Linden vom Trauerhaus Frankfurter Straße 29 aus statt. r-Z-MNM evtl, möbliert, in gutem Hause an alleinsteh. Frau (Kriegerwitwe) od. nft. Ehepaar ohneAnh.abzug. Schr. Ang. unt. 1035 V a.d.G.A. 'Iwei möblierte Zimmer zu vermiet., am liebst, a. Berufstätige. - Evtl. Küchenbenutz. Schr. Ang. unt. 02081 a. d. 05. | MietgesucheT) Suche s. sof. od. später in Gießen od. nächst. Umg. 3-31/2=3i««ltcr Wohnung in gut.Hause, vd. auch Teilwohn. Biete evtl. Wohnung in Greifswalds Mckveviettungr Am Freitag, 2. April 1943, werden beliefert: von Fa.FiNchhaus Cuxhaven die Nr. 1471-1830 Danksagung. Für die herzliche Teilnahme bei dem Heldentod meines lieben Mannes undVaters Friedrich Hartmann, Uffz. in einem Gren.-Regt., sagen wir allen, besonders der Firma Bänninger und Herrn Pfarrer Reusch, unseren herzlichsten Dank. In tiefem Leid: Erna Hartmann und Töchterchen Elfriede. H Beisetzung: Freitag, 2. April, nachm. 2 Uhr. Danksagung. Für die herzliche Teilnahme bei dem Heldentod unseres innigstgeliebtcn, unvergeßlichen Sohnes, Bruders, Schwagers, Onkels, Neffen und Vetters Walter Bachmann, Uffz. u. Zugf. in einem Gren.-Regt., danken wir allen herzlichst. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Else Bachmann Wwe., geb. Pfaff. Gießen (Am Kugelberg 18), im März 1943. 02037 Tieferschüttert und unfaßbar erhielten wir die schmerzliche Nachricht, daß mein hoffnungsvoller, treubesorgter, stets hilfsbereiter Sohn, mein einziger unvergeßlicher Bruder, Schwager, lieber Neffe, "Cousin und Pate Ludwig Weber Unteroffizier bei der Luftwaffe Inhaber des Westwallehrenzeichens am 27. Februar, wenige Tage nach seinem 25. Geburtstag, im blühenden Alter im Osten den Heldentod fand. In tiefer Trauer: Margarete Weber Wwe. Karl Weber, Uffz., und Braut. Heuchelheim, Treis u. im Felde, 1. April 1943. Die Gedächtnisfeier findet am Samstag, dem 3. April, nachm. 2 Uhr, in der Kirche statt. 1039 D Samstag, 3. April, im Theater 7. Veranstaltung im 8er Ring An Stelle der bereits an gekündigten Oper „Fra Diavolo“ die Operette - 1036 D Abenteuer im Atlantik Karten in der Kartenverkaufsstelle der NSG. „Kraft durch Freude“, Gießen, Seltersweg 60, Telefon 3961. Gas- Heitzmangel für RM. 100,-z. verkaufen. [02009 Eafe Schwarz. MeineAnzeigcn m @iefiener Anzeiger werden von Taulenden beachtet unb gelesen. Schr. Ang. unt. L..v.___________ 02101 a. d. G.A. an d. Gieß. Anz. Diejenige Dame die am 30. 3. 43 i. Gloria-Palast meinen Schirin an sich nahm, ist erkannt u. wird gebeten, ihn an der Zlasse abzugeben, da sonst Anzeige erstattet wird. [02093 | Verkäufe | Vogelsberger Rind anfangs Mai kalbend, gut eingefahren, z. verkauf. [02097 Grosrcn-Linden, Ludwigstraßc23 Gestern morgen wurde mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Heinrich Wagenbach im Alter, von 68 Jahren von seinem langen, schweren Leiden erlöst. In stiller Trauer: Anna Wagenbach, geb. Hahn Ernst Falkenhainer und Frau Marie, geb. Wagenbach Karl Baum und Frau Margarete, geb. Wagenbach 3 Enkelkinder, und alle Angehörigen. Gießen (Kaiserallee 8), den 31. März 1943. Die Trauerfeier findet Freitag, 2. April, 14 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofes statt. 1 02085 ^6^. Plötzlich und unerwartet erhielten wir iBgW die traurige Nachricht, daß mein lieber, fleißiger Sohn, unser guter Bruder und Schwager, unser lieber, guter Onkel Willi Rau Schütze in einem Ld.-Schützen-Ers.-Batl. im Alter von 36 Jahren sein Leben für den Führer und uns alle hingab. Auf einem Heldenfriedhof im Osten fand er seine letzte Ruhestätte. T o , In tiefem Schmerz: Jakob Rau; Heinrich Koch und Frau, geb. Rau August Rau und Frau; Ottilie Rau; Emilie Rau Herbert Rau. Alten-Buseck, Ober-Ohmen, den 1. April 1943. Die Gedächtnisfeier findet am 18. April, nachmittags 1’4 Uhr statt. im März 1943 _________________02102/ Schuhhaus Wolff 1038 D LICIITSPIEL-THKATEtt Gloria-Palast, le-terswep Die goldene Stadt Lichtspielhaus, i>ahnhotstraße Karin und der Fremde [ 71$€ Tfifll. 2.30, 4.45.7.30; So. 2.00, 4.30,7.30 Uhr Allen, die mir in den schweren Tagen während Krankheit und bei dem Heimgänge unseres li Entschlafenen, des > Straßenwärters Job. Georg HSnser XVII, hilfreich zur Seite standen, für die Kranzspenden, für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Rei sagen wir auf diesem Wege unseren innigsten D Katharine Häuser, geb. Röhmig,nebst Kindern u alLAngehö Watzenborn-Steinberg, den 28. März 1943. 1i HHHraKEHHHHHHHHBn | Kaufgesuche j (Großer Hafenftall zu kaufen gesucht. [02068 Eafe Schwarz., [Verschiedenes) Die Ziehung der (). Deutschen Reichslotterie beginnt am 16.Aprill943. Ijospreise je KlaNse: Achtel 3 KM. Viertel «RM. Halbe«, s 2D?tl. <*anzes24RM. Doppellos 18 RM. Dreifachlos 72 RM. Staatliche Lott.-Einn. Buchecker Gießen Neuen Bäue 11 Staatliche Lott.-Einn. Dr. Flimm Gießen Walltorstrabe 63. WlWMUl f. Film it. Platt, für NM. 120,- z. verkauf. - Suche Herrenfahrrad. Schr. Ang. unt. 02078 a.d. G.A. Biete Bett mit Matr. 120 RM.,Büffet 240 RM., Riih- I maschine, Gasherd je 80 RM., Mantel 60 RM., Anzug et.50RM. für gr. Figur. 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