füforimg der Absperrung. Der Zweck der Durchs suchung sollte die Abiwlung der im Polizei präsi" biiun vorhandenen und den Besatzungstruppen gemeldeten Waffen und Munition sein. Damit begnügten sich die Franzosen jedoch nicht, sondern erschienen wiederholt im Polizeipräsidium, drangen in alle Räume ein, öffneten alle irgenKuvie verdächtig erscheinenden Behältnisse und suchten sogar unter den Schriftstücken nach Waffen. Was irgendwie nach Waffen aussah, wurde mitgenommen, darunter auch die von dec Kriminalpolizei bei Krimmalfallen beschlagnahmten Waffen. Vie Kriegslage im Osten. Die Wiederaufnahme der Offensive durch die Russen. Moskau, 30. Aug. (WTB.) Eine Kundgebung der R^rerung besagt: Tie russische Armee hat in neuen StellungendieUm- gruppierung vollzogen und die Offensive wieder ausgenommen. Sie hat bereits eurige Ortschaften in der Nähe von Bialyslvk und Bresb-Lrtowsf erreicht. In Galizien haben die russisch-ukrainischen Armeen ebenfalls neue Erfolge gegen die Polen erzielt. Tie polnischen Erzählungen über ungeheure Verluste der russischen Armeen gehören in das Reich der Fabel. Es gab schwierige Augenblicke während des Rückzugs der russischen AbteiLungen, die in schwieriger Lage ihren Weg sanden und sich in neuen Stellungen umgruppierten. Königsberg, 30. Aug. (WTB.) Bon der ostpreußischen Südyrenze ist nichts n e u e s zu melden. Uebertritte erfolgen nicht mehr. Tie Umgruppierung der polnischen Kräfte 'halt an. Tie Frontlinie Gvajewo—Ossovice—Bi-alystok— Brest-Litvwsk ist nur mit Vortruppen in der Richtung Grodno—NolVowvsk und nach Kobrin überschritten norden. Es besteht nur geringe Fühlung mit dem Feinde. SüdöUich Cholin fhtbet örtliche Kampfhandlungen statt. Nöttstich der galizischen Grenze schreitet die Offensive der Armeen Bud- jennys in der Richtung auf Samostje. Bubfenny überschritt den Nutzva. Jin Abschnitt Lemberg finden wechselnde Kämpfe statt. London, 30. Aug. (WTB.) Havas. Zn einem Funkspruch an Kamenew sagt Tschitscherin: Unser Vormarsch gegen General Wrangel dauert fort. Im ganzen Gouvernement Tanrieu zieht sich General Wrangel gegen das Innere der Krim zurück. Seine Lage wird kritisch. Italienische Freiwillige für Rußland? Paris, 30. Aug. (WB.) Aus 9iom wird gemeldet, daß in Triest ein sozialistisches Freiwilligenkorps gebildet worden ist, das nach Rußland gehen will. Trotzki soll sich an die Sozialisten in ganz Italien gewandt haben, mit der Bitte, Rußland mit sozialistischen Legionen zu Hilfe zu kommen. Mailand, 30. Aug. (WB.) Am Sonntag fanden auf Veranlassung der sozialistischen Partei in zahlreichen Städten Italiens Versammlungen statt, mit dem Zwecke, die osfizielle Anerkennung der Sowjetregierung zu verlangen. In verschiedenen Städten verliefen die nur schwach besuchten Versammlungen in größter Rühe; einzig in Florenz, wo die Mrrm* festanten in einem Zuge die Stadt durchzogen, kam es zu. einem Zwischenfall mit der öffentlichen Gewalt, der ein blutiges Ende nahm. Ein Polizist wurde von den Manifestanten getötet, worauf die Polizisten das Feuer erwiderten. Es gab dabei 2 Tote und 7 Verwundete. Infolge dieser Zwischenfälle wurde in der ganzen Stadt der a l l - gemeine Prote st streik prollamiert. In Mailand wurde ebenfalls nach einer solchen Versammlung ein Zug veranstaltet, wobei es zwischen den Teilnehmern und Mitgliedern der patriotischen Vereinigung „AS io" und Heimkehrern zu Zusammenstößen kam. Tiefe arteten in Prügeleien aus, wobei mehrere Personen verletzt worden sind. Die Unterbrechung der WaffenstillstandSverhandlungen. Kopenhagen, 30. Aug. (Wolff.) Nach einem Telegramm aus Warschau vom 30. August heißt es in einer Note despolnischen Ministeriums des Aeußern: „Die polnische Friedensdelegation lehnte am 27. August die russischen Friedensbedingungen ab, weil sie gegen das Selbstbestimmungsrecht der Völker und gegen die von Rußland bereits anerkannte Souveränität Polens sprechen und eine Einmischung in die innere Politik Polens darstellen." Paris, 30. Aug. (Wolff.) Havas meldet aus Warschau: Aus den letzten Nachrichten, die die polnische Regierung aus Minski erhielt, ist ersichtlich, daß die Arbeit in Minsk vollständig unmöglich ist, da der Mast der drahtlosen Station zerbrach. Es könne deshalb keine Verständigung mit Warschau erzielt werden. Die polnische Regierung protestierte bei der Sowjetregierung gegen die Schwierigkeit der Verbindung uni) bat, die Verhandlungen in R i g a weiterzuführen. Der Chef der polnischen Delegation begab sich mit der gesamten polnischen Delegation nach Brest-Lilowsk. Es sei sehr wahrscheinlich, daß die polnische Delegation nicht mehr nach Minsk gehen werde, sondern mit Sapieha nach Warschau zurückkehren werde. Englische Berichte über die russischen Zustände. Rotterdam, 30. Aug Grabm- btt Au- Ian. n 1920 x 5, zu der Be- Sck-utze der Einwohnerwehr das Elektrizitätswerk besetzt und die Sttvrnlieferung wieder ausgenommen. Im Heilbronner Krankenhaus ist eine Fr cm geiferten, well sie nicht operiert werden konnte, denn das Krankenhaus hatte infolge des Generalstreiks feinen Strom geliefert bekommen. Stuttgart, 30. 9£uguft. (WTB.) T« Der Streik In Württemberg. Stuttgart, 30. 2tug. (Wolff.) 2üif die Aktioiisausschub der Streitenden der Regie- >e, daß die :it versehen und Stelle rberlid) am oormittag^ Französische Eutschädiguugsansprüche. Paris, 31. Aug. (Havas.) Der neue deutsche Botschafter in Paris Dr. Mayer suchte gesteru vormittag öen Generalsekretär ves Auswärtigen Amtes Palsologne auf, um ihm offiziell mitzuteilen, daß er die Geschäfte der Botschaft übernommen habe. Die Unterhaltung lenkte sich dann auf den Einbruch in das französische Konsulat in Breslau, und Palöologne teilte Dr. Mayer mit, welche Wiedergutmachungs- und Verfolgungsan- sprüche Frankreich stelle, wobei er die dringende Notwendigkeit einer vollkommenen und raschen Wiedergutmachung betonte. Vie Lage in Oberschlesien. Ein Dementi. Berlin, 30. Aug. (Wolff.) Tie in ter editierte Abftimmungskommission Oter'chlesiens dementiert die Zeitungsmeldung, daß die Kommission vom Obersten Rate die Anweisung zur Festsetzung des Abstimmungstermins erhalten habe. mit geschosst I sipstands- hietgegen letzter M I, W»' iter! rung mitgeteilten Bovaussetzungen zu Berfoind- lungen hat die Regierung heute vormittag jotgenße Antwort erteilt: Tie Forderung beöingautgs- ^oser Anerkennung des Steuerabzuges am Lohn wird von der Regierung aufrechter* halten. Noch Sicherstellung des Steuerabzuges und des ungestörten Betriebes der geschlossenen Werke wird die Regierung dfe Polizeiwehr zurück- ziehen. Tie Aenberung des Einkommensteuergesetzes ist Sache des Reiches und des Reichstags. Die württembergische Regierung ist bereit, Acnde- rungsvorschläge der Rcichsregiermig zu übermitteln. Das Steuergesetz muß restlos durchgefichrt werden. Unter Anrufung der beteiligten Parteien wird die Regierung bei "ber Wiebevernstellung der entlassenen oder ftreitenben Arbeiter mitwrrken. An der Ablehnung der Forderung des Lohnersatzes für die Streiktage muß die Regierung sesthllten. Die bürgerlichen Zeitungen sind gestern und beute nicht erschienen. Die Ruhe wurde bisher nicht gestört. Stuttgart, 30. Aug. (Wvlff.) Im Ge- Dom Äeneh- ür die i sämt- abends -0 von en Be- t. ans- iito mit walder Zerstörungswut zusammen? In Fürstenwalde sind es zwar keine Motoren, sondern eine Kriegswaffen gewesen. Aber durch ver- ntmstiges Abmontieren und Zerlegen hätte man immerhin einen Wert für die Kultur retten können. Doch die Schreier wollten ein Hempel statuieren und dabei kommt es ihnen of eine Million Mark Kulturwert nicht an. Sogar die „Rote Fahne", das Zentralorgan der kommunistischen Partei Deutschlands Spartakusbund) fühlt den klaffenden Wider- stzruch im Verhalten der Kieler und Fürsten- ivalder Arbeiter und Hilst sich mit der Redens- rrt, es gehe in beiden Fällen gegen die Bour- gwisfe. In beiden Fällen habe sich das Prolo- tie der Tintenfisch Trübungen erzeugt, wenn ne nicht mehr weiter weiß. In Wahrheit han- aelt es sich in Fürstenwalde wie in Kiel um Lieselbe unverantwortliche Eigenmächtigkeit, E vkr Hauptbetriebsrat der Eisenbahner . etgte, als er entgegen den klaren Vorsteli- der Behörden alle Waffentransportä ^verbot . Das ist eben nichts anderes als ^ebenregierung. Das ist der Staat im Staate. ^>er Lamps in der inneren Politik des kranken Deutschen Reiches muß ausgetragen werden, '.'nft ist das Ende die Auflösung. Militärische i-me polizeiliche Kräfte hat die deutsche Regierung Nicht genug, um diesen Kampf mit Gs- «alt durchzuftihren. Bleibt nur die A u f k l ä - . cu n g. Es muß den Betriebsräten und Ar- Cra ^ar gemacht werden, daß die ejene uullehnung und Sabotierung gegen* ^oer dem Versailler Vertrag zu einer furcht- ^listrophe führen muß, bei der die ^^terschast nicht der am wenigsten leidende k Bevölkerung wäre. Es gibt einen mir ■ or ^es Friedensvertrages, um den in« ^enblick so wenig herumkommen wie viele andere schier unerträgliche Bestim- ni. Darnach müssen Motore genau so <^owurfapparale ausgeliefert oder zerstört tnlTsJ' glvnz wie die Entente es wünscht. Wer Inh»«!”.? in ^Ersailles so schnell für die ft>n9r^l<^uu-n9^ ,®er hat denn unterschrie- lr-,te.r ^inie die Vertreter derjenigen D-aenbtre ben „proletarischen" Kampf ^L."^stallstische" Entente aufnehmen . bS a' L ^.ungleicher Kampf. Er stürzt Volk ms tieffte Unglück. Wollen N cht eins h ^"^ortlichen in letzter Stünde stbaft Groß-Stuttgarts hat anerfinmt, daß oer Kamps 'dicht um den Steuerabzug gehe und baß bic Arbeiterschast den Steuerabzug anerkenne. Daraufhin hat bte Regierung geantwortet, baß sie auf dieser Grundlage zu Verhandlungen bereit ist, die morgen vormittag mit einer Kommission des Streikausschusfes svattfinden sollen. Ein bürgerliches Mitlagsbfettt der gefamim Stuttgarter Preisfe wirb heute abend ausgegeben. Technische Rothilfe in Württemberg. Berlin, 30. Aug. (Wolff.) Im süb- deutschen Proteststreik gegen ben Steuerabzug wurde oer Einsatz einer technischen Nothilfe zur Verrichtung der Notstandsarbeiten bisher notwendig in Stuttgart, wo insgesamt 300^Nothelfer im städtischen Elektrizitätswerk, im städtischen Gaswerk und als Totengräber arbeiten, und in der Ueberlandzentrale Alt- Württemberg bei Ludwigsburg. Ferner übernahm die Nothilfe in Häslingen den Betrieb des Wasserwerkes und des Elektrizitätswerkes. B e u t h e n, 30. 2lug. (WTB.) Aus Jndusttie- kreisen wird uns mitgeteilt: Die Ausstands- bewegung ist wie mit einem ScUage verschwunden. Tas innere und das äußere Leben wickelt sich wieder normal ab. Die Arbeit ist durchweg im Gange. Welchen materiellen Schaden die Augustereignisse, abgesehen von sonstigen Weiterungen, in Oberschlefien angerichtet haben, ist noch nicht zu übersehen. Dott wird man mit außerordentlich hohen Zahlen rechnen müssen. Fordern doch die Polen für ihren Schaden in Kattowitz von der Stadt allein 6 Millionen Mark. Taß die Kohlenförderung außerordentlich beeinträchtigt wurde, liegt bei der Dauer des Stteiks und den Gewalttaten gegen die Arbeitswilligen auf der Hand. Bei Ausbruch des Streiks am 19. August betrug der Hauptversanb 112 000 Tonnen täglich. Diese Ziffer war am 20. August auf 75 Proz., am 21. auf 38, am 23. auf 25, am 24. und 25. August auf 23 rPoz. gesunken. Vorn 26. August ab fing sie wieder langsam an zu steigen. Der Ausfall vom 20. bis 26. August beträgt rund 400 000 Tonnen. Die Wirkung dürfte in erster Linie bte Eisenbahn treffen, weiterhin die Industrie, Gas-, Äektrizitätswerke, vor allem ater die Zuckerindustrie, die bis zum Ende September zweidrittel ihres gesamten Kampagne- bedarss gedeckt haben muß. Kattowitz, 30. Aug. (Wolff.) In der Nacht zum Sonntag und am Sonntag nachmittag nahmen französisch c_ Besatzungstruvpen im Verein mit italienischen Truppen eine Durchsuchung des Polizeipräsidiums vor. Tie Italiener befajränBen sich auf die Durch- fec •dB M “C* ^ndenK 8 iriebsrat der Reichswerft in Kiel verlangt, I daß 230 dort lagernde Flugzeugmotoren nick)t, U iüie die Entente will, unbrauchbar gemacht, sondern zu Kulturzwecken, z. B. für Straßen- I b ahnen tenutzt werden. Das ganze deutsche I Proletariat müsse mithelfen, die geplante kapi- | I«stiftische Wahnsinnstat zu verhindern. Der 1 ilSortgebrauch „kapitalistische Wahnsinnstat" ■ beutet wieder auf einen politisch-radikalen Ur* prung der Kundgebung. An sich ein schöner 1 «Gedanke, die Rettung der Motoren für Kul- K irirzwecke. Wenn aber die Entente nicht will? Am 31. August soll die Zerstörungsarbeit be- H endet sein. Man hätte also etwas früher an* fragen sollen, in ruhiger Form und mit sachlichen Gründen. Aber die Kriegsansage des Proletariats an die siegreichen Westmächte wegen 230 Motoren, das ist eine viel größere Wahnsinnstat, als die von der Entente vielleicht nur aus Mißverständnis und Nack)lässi- feit geforderte Zerstörung. Und wie reimt sich ter Kieler Rettungsbeschluß mit der Fürsten- Der Geist -er Zerstörung. Eine bittere Suppe ist es, die die deutsche Regierung infolge der Zerstörung des sran- wsischen Konsulats in Breslau bei der Entente cuszulöffeln hat. Aber ein Unglück kommt selten allein. Zwei andere Fälle verschärfen .. ben Konflikt: Fürstenwalde und Kiel. In der U Metallwarenfabrik von Julius Pinttch in H Fürstenwalde haben die eigenen Arbeiter 28 Bombenabwurfapparate zerschlagen. Der g Schaden beträgt „nur" eine Million Mark | höchstens, aber sie waren bereits Eigentum I der Entente. Sie wurden seinerzeit Tür die I Reichsmarine gebaut, kamen aber nicht mehr | zur Ablieferung. Die alliierte Ueberwachungs-^ I kommission — wir besitzen bekanntlich auf ■ oeutschem Boden deren drei, darunter den x „Flugwesen-Ueberwachungsausschuß" — bestimmte, daß diese 28 Flugmordwaffen für die I französische, englische, japanische und ameri- 'anische Heeresverwaltung einznpacken seien. I Lies war auch zum Teil bereits geschehen. (ij plötzlich riefen die radikalen Elemente der s Fabrik eine Versammlung der Belegschaft ein, 1 behaupteten, die Apparate seien für den Krieg ■ gegen Rußland bestimmt und erreichten einen I Mehrheitsbeschluß für die Zerstörung. Alles Turnen, Spiel und Sport. x zu mehreren Zugaben und eine völlig glatte Fläche bilden. Fältchen u und Kräuselungen an den Verbindungsstellen | n des Fensters mit dem Umschlag dürfen nid). । vorkommen. ** Der Wartburg-Verein veranstal- tete am vergangenen Sonntag für seine Mitglieder und deren Angehörigen einen Familienabend, bet dem musikalische Borträge fast ausschließlich Von her Fugend geboten wurden, und der alten Anwesenden in schöner Erinnerung bleibt Besondere Namen der Ausfühvenden und deren Bor- tragöstücke zu nennen, ist zu schwierig, denn alle Darbietungen, (Mmntftnele sowohl wie Zither- und Pvscrunmsolis zeug len von seiner Ausarbeitung und tüchtigem Fleiß. Reicher Beifall ver- O Grünb « rg, 29. Aug. Der Gemeinderat erteilte in seiner letzten Sitzung seine Zustimmung zur Vergebung der Arbeiten für die Gendarmenwohnungen. Die einzelnen Arbeiten wur- den durchweg an hiesige Handwerksmeister vergeben. Noch nicht vergeben sind die Sclireiner- arbeiten, da hier noch mehrere Angebote vorliegen, die große Preisunterschiede ausweisen. Tas Gebäude, ein Doppelhaus, soll in diesem Jahre noch im Rohbau vollendet werden. Wenn man vom Bau einer Scheuer absieht, so ist dieses Gebäude der erste Neubau, der seit Kriegszeit hier entsteht. — Zur Besprechung kam auch die Nichtbelieferung mit Fleisch in der ab gelaufenen Woche. Da stellte sich dann die merkwürdige Tatsache lzeraus, daß zwar ein schlachtreifes Stück Vieh vorhanden gewesen, daß, aber der Besitzer sich geweigert hatte, es zu dem festgesetzten Preise von 3,80 Mk abzulassen. Da er den geforderten Preis von 4,20 Mk. nicht bekam, konnte kein Fleisch Ausgabe gelangen. Tclephonverzeichnis. Einem häufig empfundenen Bedürfnis, auch die Anschlußnum- mern der nachstgelegenen Oberpostdivek.ionsbezirke bei der Hand zu haben, kommt das von her von Münchowschen Hof- und Universitätsdruckerei, Kindt Ww., heraus gegebene Delephonver- zeichnis (9 Mk.) entgegen. Es enthält in alphabetischer Anordnung u. a. die Städte und Ottschaf- ten: Msfeld, Bad-Nauheim, Betzdorf, Biedenkopf, Braunfels, Büdingen, Butzback), Diez, Dillenburg, Friedberg, Gelnhausen, Gießen, Steiger, Herborn, Kirchhain, Kreuzihal. Limburw, Mrrhurg, Nidda, Schotten, Siegen, WÄtburg, Wetzlar und die dazwischen liegenden Ortsckjaften Der Teilnehmer ist damit bei auswärtigen Berbinduirgen nicht mellt auf die Auskünfte des Amtes angewiesen. Veranstaltungen. Dienstag: Lichtspielhaus, Der Danz auf dem Vulkan. — Lichtspiele, Geheimnisvolle Gewalten. — Einhorn, 8 Uhr, Gastspiel Buchwald. — (Eaf6 Leib, 8 Uhr, Medick Meidingers bayr. Musiki und Possenensemble. *♦ Wie die U ms atz flaue r mar ken aussehen. Für die Umsatzsteuermarken ist fetzt Form, Aussehen und Farbenton oom Jietchs- minister der Finanzen bestimmt worden. Dre Marken zu 10 bis 20 Pf. werden in einfarlngen Buchdruck, die zu 1 bis 50 in zweifarbigem Buchdruck, die hohen Werte von 100 bis 500 Mk. nn Kupferdruck ausgefühtt. Die Marken bis zu 50 Mk. zergen den Wert in großen stilisierten arabischen Zahlen. Sie sind 17x22 Millimeter groß. Di- Marken von 100 Mk. an tragen in der Mitte den neuen Reichs- adler und den Wert oben in etwas kleineren Zahlen. Sie sind 21x38 Millimeter groß, sämtliche Marken haben das Wort „ttrnsatzstyrer". Der Wert wird in Buchstaben wiederholt. Dre darben Itnb: 10 Pf. rot, 20 Pf. blau, 50 Pf. braun, 1 Mark grau mit rot, 2 Mark blau nut gelbbraun, o Mar k braun mit grün, 10 Mark violett nut braun, 15 Mark igrün mit braun, 20 Mark rotbraun mit gelb, 25 Mark rot mit grau, 50 Mark orange mit blau, 100 Mark rotbraun, 200 Mark blau, 300 Mark frraun, 400 Mark grün und 500 Mark violett. Die Marken bis 50 Mark werden in Bogen zu 100, die von 100 bis 500 Mark zu 50 Stück gedruckt. Für sämtliche Marken wird weißes Wasserzeichenpapier mit Vl-erpaßrnuster verwendet. ** Die Gieße ne rfreiwilliLe Feuerwehr beging am Samstag und Lonntag ihr 65jahriqes StiftungSftst. Am Samstag Lltend fand im Cafe Leib ein Ball mit einem vorausgehenden Konzert statt, wobei die Kapelle Weller ihr möglichstes beitrug. Branddirektor Stadtbaurat Braubach begrüßte die eingeladenen Gäste und Kameraden her Wehr und gab in sehr interessanten Ausführungen den Werdegang der Wehr in den verflossenen 65 Jahren. Mit den besten Wünschen auf bie weitere gedeihliche Entwicklung des Feuerlöschwesens der Gießener fveiw. Feuerwehr schloß der Redner sogleich die Ueberreichung der von der Stadt gestifteten Diplome an und überbrachte auch, die Glückwünsche der Stadtverwaltung. Stellvertretender Drandinspektor D i ck o r 6 überreichte die Auszeichnungen über 10-, 20-, 30- und 40jährige Dienstzeit an Mitglieder der Wehr. — Am Sonntag fanden auf dem Oswaldsgarten die Einzelübun- Mm der Geräte statt, welchen Geheim erat llsinger, Regierungsrat Dr. Heß, einige Stadtverordnete und das Kommando der Sicherheitswehr beiwohnten. Sodann fand ein Brandangrifft statt, wobei die alte Klinik al^ Brandobjekt diente. Die beiden Löschzüge, bestehend aus je vier Geräten (eine mcch. Leiter, ein Steigerwagen, eine Spritze und Hv- drantenwagenh nahmen in der West-Anlage Aufstellung. Nachdem die Spitzen der Behörden und eingeladenen Gäste am Brandobjekt sich eingefunden hatten, gab Branddirektor Braubach die Brandidee den: stellvertvetenden Brandinspektvr Dickors begannt, der zur Zeit durch Kranksein des Brand- iuspektvrs Faber das Kommando über die Wehr führt. Den beiden Brandmeistern der Löschzüge, Wenzel und Rüdiger, wurde nun diese Aufgabe mitgeteilt, worauf die Alarmierung erfolgte. Man nahm an, sämtliche Räume der alten Klinik dienten zu Venvaltungszwecken und beherbergten viele Menschen. Im westlichen Flltgel ist Gwß- ftuer aus gebrochen, infolgedessen durch starke Rauchentwicklung das Dreppenhlms und der Ausgang nicht mehr zu erreichen. Die gesamte -Wehr rückte an, die beiden mechanischen Leitern nahmen erst die Rettung der in Gefahr befindlichen Personen vor, währenddem die Motorspritze die ersten Losch- versuche vornckhm. Nach 9tettimg der Menschen wird das Brandobjett unter Wasser genommen, fo daß im Ernstfälle eine weitere Ausdehnung des Feuers behindert ist. Geheimerat Ufinger sprach der Wehr über das Geschehene seine volle Anerkennung aus und glaubt in einem Ernstfälle sich ganz auf die Wehren der Stadt verlassen zu dürfen und betonte noch die mustergültige Absperrung auf 'Oswaldsgarten und hier, welche die Sickjier- heitswehr und Polizei gemeinschaftlich versah. Herr Stadtvewrdneter Landgerichtsrat Wachtel sprach ebenfalls im Namen der Stadtverwaltung der Wehr ihre volle Anerkennung und Dank aus und wünsckst ihr weitere Fortentwicklung in der Feuerwehrsache. — Am Nachmittag fand noch eine Familienfeier der Feuerwehrleute auf'Textors Terrasse statt, die ebenfalls für die Teilnehmer einen guten Vpclruf nckhm. Tie Jubilare der Wehr werden noch morgen an dieser Stelle beBmntgegebcn. — Tie Feuerlöschprobe mit dem Handfeuenöscher „Minirnax" konnte infolge der knapp anburaum» ten Zeit nicht in dem ursprünglrch gestauten Umfange durchgeführt werden. Besonders! hätte es zum Aufbau eines größeren Bmndobjeki.os längerer Vorbereitung bedurft, was in Antzttvacht des Aufmarsches der Feuerwehrmannschasv»l und Gerätschaften leider nicht möglich war. Immerhin genügte die Vorführung, um die außerordentliche Zuverlässigkeit des „Miniinax"-Apparates beim ersten Angriff des Feuerherdes, auch in größerem Umfange, zu beweisen. Ans den erwähnten Gründen konnte auch der Detta-Miuimax-Appavat, ein Spezial-Apparat für elektr., Benzin-, Oel- Teer- Karbidbrände usw. nicht zur Vorführung kommen. Ter borge führte „Minirnax"-Appavat ist aus dem geeignetsten, widerstandsfähigsten Material hergestellt. Tie Flüssigkeit besteht aus einer Lösung von Chemikalien, welche eine hohe .Löschkraft besitzt. Tie Löschflüssigkeit ist vollständig unschädlich. Der „Minimax"-Apparat spritzt aber bis 12 Meter weit und 8 Meter hoch, so daß die Verwendungsmöglichkeit allgemein ist. ** Fensterbriefumschläge mit eingeklebtem Fen st er. Pom 1 Oktober ab sollen nach einer Mitteilung des Reichs- poftminifters Fensterbriefumschläge mit eingeklebtem Fenster versuchsweise zugelassen werden, sofern sie sonst den Bestimmungen der Postordnung entsprechen. Das Fenster muß eine angemessene Größe haben, fest und haltbar mit dem Briefumschlag verbunden sein Landkreis Gießen. HanDwerkcrtagung. 0 Grünberg, 29. Aug. Eine sehr stark besuchte Handwerkerversammlüng tagte am Sonntag hier im „Rappen", frit her bte Handwerkskammer int Verein mit dem hiesigen Qrts- genterbeoerein eingeladen hatte. Von der ^ Handwerkskammer waren anwesend her Vorsitzende, Geheimrat Falk-Mainz, Syndikus omuttler» Darmstadt, von der Zentralstelle für die Gewerbe Gewerberat Reuter-Tarmstadt. Nach BegrüMmgs- worten durch den Vorsitzenden des Ortsgewerbevereins, Herrn Leonhard, verbreitete stch Herr Syndikus Schüttler in etwa ein stündigem^Vortrag über „Fragen des Handwerks in der,Gegenwart". Bei dem Aufbau unseres Wirtschaftslebens muß das Handwerk, das während des Krieges feine Schuldigkeit getan hat, daraus sehen, daß es als gleichbereckstigter Faktor neben Handel, Industrie und Gewerkschaften sich durchsetzt. — Die überstürzte Einführung des Achtstundentages und dessen restlose Uebertragung auf die Hand- iverksbetriebe bedeutet eine schwöre Schädigung des Handwerks. Die im Gefolge _ sich zeigende Neigung der Arbeitnehmer, ihre freie 3«t zu Arbeiten aus zunützen, die für das Hcurbwerk eine chwere Konkurrenz schaffen, müsse bei einer Revis ron dieses Gesetzes eine Erledigung finden, die den Forderungen des Handlverks Rechnung tragen, wie ja auch von gewerkschaftlicher Seite oi£|e Mißstände bedauert und auf ihre Beseitigung hm- gewirtt werde. Die Handlverkskammer wendet dieser Frage ihre volle Aufmerksamkeit zu und werde sich dafür einsetzen, daß gewisse Handwerks- betrtebe, d. h. Betriebe in kleinerem Umfange von dem Achtstundentag befreit würden, — Eine weitere wichtige Frage sei der Abschluß der Tarifverträge. Hier müffc das Handwerk darauf achten, daß die Frage des Lehrlingswesens, die nach der Gewerbeoämung nur ihm zusteht, nicht seiner Zuständigkeit entzogen werde. — Auch die Frage der Sozialisierung und Kommunalisierung fei .Dort Wichtigkeit. Während uns der Krieg mit feiner Not tee Kommunalisierung der Nahrungsmittelgewerbe gebracht habe, zeigen neuerdings auch manche Stadtverwaltungen das Bestreben, Siedlungen und die Herstellung von Wohnungen unter Ausschaltung der Baugewerbe in eigener Regie vorzunehmen und damit das selbständige Handwerk lahmzulegeu. — Ju dem wirtschaftlichen Parlament des Reiches, dem Reichswirtschafts- rat, sei die ursprünglich vorgesehene Vertreter- Zahl des Handwerks von 4 Köpfen auf energi- ches Eintreten der Handwerkskammern nun auf 32 festgesetzt worden. — Für das gesamte Handwerk sei eine durchgreifende Organisation geplant, deren Förderung sich die Handwerkskammer sehr angelegen sein lasse. Innerhalb der einzelnen Gelverbe sotten öttliche Fachverbänte geschaffen werden, die sich zu Bezirks- und Landesverbänden zusammen schließen und die ihren obersten Spitzenverb and in dem Reichsverband des deutschen Handwerks finden sotten. — Eine schwierige Frage sei auch die Rohstoffversorgung. Hier habe die Handwerkskammer während des Krieges und auch noch nachher große Arbeit geleistet,, zum , Dell and) ohne Erfolg, wie beispielsweise die Wetßbleckver- sorgimg im Spenglergewerbe beweise, während bei der Benzinbeschaffung für die Uhrmacher und der Versorgung für die Holz verarbeitenden Gewerbe befriedigende Resultate erzielt worden seien. — Auch das Bergebimgswesen der Arbeiten sei ein wichtiger Punkt des Handwerks. Der Stcvats- erlaß über diese Sache vom Februar 1919 verlange, daß bei Ausschreiben von Arbeiten zunächst die Fachorganisätionen sogenannte Richtpreise fesd- setzen sotten und daß alle Angebote, die 10 Proz. über oder unter diesen Sätzen sich bewegen, vom Wettbewerb auszuschließen seien. — Den Standes- fragen: Führung des Meistertitels, Anleitung von Lehrlingen, u. a. sei mehr Beachtung zu schenken. Veranstaltung von Vorträgen, Kurse in Buchführung, die -wegen der vielseitigen Steuergesetz- Mhung für jeden Handwerker unbedingt erforderlich sei, und vor allem Kalkulation seien jetzt Fragen, die den Handwerker mehr beschäftigen müßten als früher. — 8um Schluß verbreitete sich der Redner noch über den Preisabbau, der jetzt überall auf der Tagesordnung stehe. Er be- geanete dem Einwand, der immer kommt: „Warum "ollen wir anfangen?" Gerade das Handwerk olle sich in dieser Frage nicht sperren und durch genaue Kalkulation und deren offene Darlegung in der Oeffenttichkeit zeigen, daß os sich mit reellen Preisen begnüge. — Lln den mit reichem Beifall auf genommenen Vortrag knüpfte sich eine sehr mege Anssprache an. Geheimoat Falk, her auch bte Versammlung leitete, empfahl, die einzelnen Punkte des Vortrages getrennt zu besprechen, was auch in ausgiebiger Weise geschah. Außer dem Vorsitzenden und dem Vortragenden beteiligten sich daran Gewerberat Reuter, Christ und Löber-Gießen, Schlossermeister Zeschky- Schotten, Weißbindermeister Rühl-Laubach, Bau- unternehmer Schepp-Buckhardsfelben, Gewerbelehrer Forbach-Älsfeld u. a. Der Vorsitzende empfahl der Versammlung zwei Entschließungen, die auch auf anderen Handwerkerversammlungen, wie er ankündigte, zur Vorlegung kommen würden, zur Annahme. Die erste Entschließung betraf die im Vorttag angeteutete Organisation des Handwerks, die zweite den Preisabbau. Inhaltlich besagte diese ungefähr folgendes: „Die Teilnehmer her am 29. August in Grünberg tagenden Hante werkerversammlung sind bereit, am Preisabbau mitzuwirken. Sie werden in ihren Organisationen Versammlungen veranstalten und durch genaue Kalkulation ihre Preise nachprüfen, erwarten aber, daß von unteren Organisationen in gleicher Weise vorgegangen wird." — Nach Annahme der beiden Entschließungen schloß der Vorsitzende die überaus anregend verlaufene Versammlung. Ans Stasr UllO Land- Gießen, ten 31. .August 1920. Förderung der Bienenzucht. Äus Jmkevkreisen ist angeregt worden, ter Av allen Zeiten einträglichen Bienenzucht auch auf dem Weg?der Erhaltung von Baumarten Vorchnb u leisten, deren Blüten gute Honigtracht liefern Hierzu gehören vor allem Akazie und Linde Es sollten deshalb diese beiden Holzatten m Waldungen in ter Nähe von Ortschaften, ebenso innerhalb dieser und an Straßen mit dem Abtrieb möglichst lange verschont toerteit. Außerdem empfiehlt sich ihre Ergänzung durch Anbau in Gruppen und Reihen bei Einhaltung eines Verbaiches, ter eine allseitige Kronenentwicklung gestattet. Freie Plätze, z. B. solche an Gemeinde- geväuteii, Schul- und Forsthäusern werten hierzu besonders geeignet fein. tetzigen Obstzeit daraus hingewtesen, daß jederlei Obst vor tem, Genuß gewaschen werten muß. Wie notwendig das ist, lehrt ein Blick auf das Wasch- teasser: man staunt über die ganz ungeheure Menge bau Staub und Schmutz, der dem Obst anhaftet, Und man kann fich denken, daß auch viele Krank- hsitskenne und Bazillen dabei sind, die, in ter Luft dahinfliegend, sich aus teilt Obst nteterlassen ober heim Pflücken, Verpacken, Versenten, Verkaufen darauf gekommen sind. Dazu dve vielen Absonde- irungen her Insekten, bte sich auf dem Obst zü schaffen machen. Ein reinlicher Mensch hnrb sich vor ungewaschenem Obst direkt ekeln. Man zeige auch 'den Kindern das überaus schmutzige, fast schwarze Obstwaschwasser, damit sie das Gebot der '©(fern nachdrücklicher begreifen. Das gründliche Wasckien ist besser als das Schälen: hie Schalen enthalten zwar weniger Säuren, aher teteutunb wehr Nährsalze als das Obftfleisch, und diese Salze find von ganz besonderer Wichtigkeit! ** Nicht musizieren bei offenem Fenster! Ans den Kreisen her Einwohnerschaft mehren sich die Beschwerden über Belästigungen durch Musizieren bei offenem Fenster, insbesondere Klavier- und Grammophonspteten. Nicht nur für nervös empfindliche, sondern für alle geiftig arbei- ’tenten und ruhebedürstigen Personen wird es zur «richtigen Qual, diesen fortwährenden Belästiglungen ausgesetzt zu sein. Das Musizieren bei offenem Fenster ist ein Unfug, gegen ten übrigens auch auf Grund von § 360,11 des Reichsstrakgesetz- buches eingeschritten werden kann. Das enge Zu- fammenmobnen vieler Menschen in der Stadt verpflichtet ten Nnzelnen zur Rücksichtnahme auf seine Mitmenschen. werten daher alle Musikteflis- senen ermähnt, in schuldiger Rücksichtnahme ans die Anwohner beim Musizieren die Fenster zu schließen. fd. Rod'heim, 30. Aug. Ein hiesiger junger Mann schoß sich zwei Kugeln in den Kops, die jedoch in ter Schädeldecke stecken blieben und nur leichte Verletzungen verursachten. Kreis Alsfew. fb. Alsfeld, 30. Aug. Ein früherer jetzt in Amerika lebender Alsfelder erfreute die Kleinen des hiesigen Kindergartens mit einer Spende, hie in Spielzeugen usw. bestanh. Jedes Kind bekam außerdem noch Eier. Kreis Büdingen. BeigeotDnetenwahl. X Ortender F, 30. Aug. Unser langjähriger verdienstvol'er Beigeordneter Metzgermeister Heinrich WiesnerlegteseinAmt nieder. Bei der gestrigen Ersatz.vahl erhielten Landwirt und Gemeinberat Friedrich Pfeiffer 3., der Kandidat d-er vereinigten bürgerlichen Parteien, 299 Stimmen, Schlossermeister Heinrich Hild, Kandidat her U. S. P., 76 Sttmmen. Zwei (Stimmen waren zersplittert. Von 603 Wählern machten 377 von ihrem Wahlrecht Gebrauch. An Stelle des neuen Beigeordneten tritt in den Gemeinderat Schreiner- und Glasermeister Karl Lanze n d o r f ein. Von Felvdieben erschossen. fb. Oppelshausen, 30. Aug. Vergangene Nacht wurde hier der 26 Jahre alte Sohn pes Gutswächters Güngerich bei einem Rundgang von Felddieben durch einen Schuß in ten Kopf ermordet. Kreis Lauterbach. oz. Lauterbach, 29. Aug. Unter dem Vor, fitz des Herrn Kreisbirettors v. Werner fand im Kreisamtsgebäude mit Mitgliedern des Kreisaus- chusses, den Vertretern ter Städte Lauterbach, Schlitz uitb Herbstem, mit Vertretern her Landwirtschaft und einer Abordnung des Gewerkschafts- kartells eine Besprechung über die Kartoffelversorgung aus der Ernte 1920 statt. Es kam zum Ausdruck, daß die Kattoffelversorgimg ter versorgungsberechtigten Bevölkerung in ten.Städten und Jndustrieorten des Kreises durch die ten* schaftlichen Güter und die größeren Landgemeinde als gesichert gelten kann, lieber bte Preisfrage fand eine längere Aussprache statt. Nach deren Beendigung gaben hie Vertreter der Landwirtschaft die Erklärung ab, daß sie bereit seien, bei dm Erzeugern darauf hinzuwirten, daß ter Preis der Kartoffeln ab Hofveite des Erzeugers 17 Mark für ten Zentner nicht übersteigt. — Während der Verhandmng hatte eine größere Anzahl Interessenten vor dem Kreisamtsgebäude Aufstellung genommen, die das Ergebnis her Besprechung entgegennahmen. Kreis Wetzlar. fb. Wetzlar, 29. Aug. Hierr wurden zwei junge Leute festgenommen, von tenen der eine tags zuvor feiner Tante in Bendorf bei Koblenz 267 Dollar und 700 Mark gestohlen 'batte. Auf Fahrrädern waren sie bann losgefahren unb wurden hier testgenommen, als sie die Räder oerkaufen wollten. Sie hatten 5400 Muck.1 Der dritte ituite in Gießen festgenommen. Hessen-Nassau. Generalstreik in Hamm. X Hanau, 30. Äug. Wie gemeldet, hat bet Magistrat die Forderung der städttschen Arbeiter, den zehnpvozenttgen Steuerabzug aus die Stabt* kasse zu übernehmen, abgeleh-nt, infiolgedeffen ein Ausstand der städtischen Arbeiter eingetteten ift, die technische Nothllte den Betrieb der GaS-, C15- trizitäts- und Wasserwerke und die Sicherhchs* wehr den Schutz der städtischen Werte tibemomm hat. Tas Gewerkschaftökartell in Hanau hat nm in tem Eintreten ter Sichevhettswehr und her technischen Nothilfe eine Kampfansage an bte gesamte Arbeiterschaft erblickt und yim General* ft reit aufgefortert. Dieser Aufforderung M Ausstand haben heute vormittag hie Arbeiter und Angestellten einer größeren Anzahl von Betrüben in Hanau unb Umgegend Folge geleistet, von einer allgemeinen Arbeitsruhe kann sed.-ch nicht gesprochen werten. Ob sich her Ausstand noch weiter austehnen wird, ist nicht zu etmeflen. Das Personal ter elektrischen Straßenbahn ist in ten Ausstand getreten, infolgedessen ter Betrieb richt. Die von Mitgliedern der technischen Not« ! Hilfe bebtenten Elektrizitäts, Gas- und Wasftr* werte funktionieren ohne Störung. Die Ausständigen durchzogen heute vormittag unter Voran- tragen roter Fahnen bte Straßen und begaben sich vor bas Landratsamtsgebäude. Eine Äbich- nuitg begab sich zum Lau brat und Polizeiterekt^r uitb forderte die sofortige Zurückziehung berientgeh Leute ter Sicherhettswchr, die mit ter technischen Nothilse beitragen, den Betrieb der Elektrizitäts-, Gas- unb Wasserwerke aufrecht zu erhalten. Ter Landrat sagte zu, sich wegen der ZurückzieÄMg dieser Leute der Sichebheitswehr Mts den städttschen Betrieben mit tem Oberpräsidenten ms Benehmen setzen zu wollen. mc. Frankfurt a. M., 29. Äug. Dai : Frankfurter Adreßbuch, das noch im vorigen Jahre für 20 Mk. zu haben war, tojkl In ter Neuauflage für 1921 infolge ter hohm : Papierpreife nicht weniger wie 80 Mk. Datei maÄ ter Verlag noch aufmerksam, daß dieser Preis ei« Minimum ist unb evtl', noch überschritten toaN ' muß. .. me. Frankfurt a. M., 29. Aug. : Frankfurter Brauereien stellen ab 1. SeMida • wieder Friedensbie r mit 8 Proz. Stmm- ■ würze her. Trotz der erhöhten Unkosten tritt lebe* ■ eine Preissteigerung für ten Gerstensaft nicht ein. ** Aus betrt St b « -T "E -. den 4. Emil Ge ismar r>«.. bei 5. L. £ <*t m I. S., b«i 23 Ernst Gei tz I>4L den 24. Stein M.-T.-Ä., den 25. Sxrm. Dinars T.-A., den 30. Ernst Bepler T.4B. und 6. Rentmeister 2X.Z ben 31. Wild K nä - mrr T.-8., den 4O. FM Pfeiffer T.-V, Len 42. Th Mohr T.-V. 4, Schüler stufe: den 3. Stee fc. Domm es 1.43., den 5. H Mattern T.-V., de» 6. G. Langsdorf £.43., den 7. £>. Vetter T -8 ., den 11. K. Eidmann T- V, den 21. K. Schneider T.--V., oen 24 >t'arl Marx T.-B., den 26. H. Fel sing M.-T.-V., den !33. Paul Gröninger T.-B., den 36. £>. baller T.-V., den 39. R. Mühlig T.-«. — jn der 500-Melcr Staftette kam an die «6- zug kann nur bei dem Geschäft erfolgen, bei dem *’ic Bestellung au «gegeben nmrbe. Es entfällt auf lebe abaelieferte Marke Nr. 155 der Zucker karte 1 Pfund «im Preise von 7.40 Mk. Wer den Zucker nicht bis zum 15 -eplember ds. Js. bezogen Ixtt. verliert den Anspruch 6araut Biestse u d; v n. In der Gemarkung F e l d - beim ist die Maul- und Klauenseuche amtlill' festgestellt worden. Es wird gebildet em 5verrbe?;itf, bestehend aus der (Gemarkung Feld- frtim, und ein Beobachttmgsgebiet, bestehend ruS 5er (Gemarkung Jrcheiben. In Eberfbadt ist die ÄLaul- und Klauenseuche erloschen. Tie Gemarkung Eberstadt wird ans dem Sperrgebiet ausgeschieden und dem Bsobrch kungsgediet angegliedert In Torf-Äüll ist die Seuche erloschen. D« Gemarkung Dorf-Güll wird aus dem Sperrte ine! ausgesä'ieden und dem BeobachtungAgebiet angegliedert. Tie in dem Gehöfte des Heinrich Alles zu Grümngen ausrvbwchene Rotlaufseuchc tlr erloschen Tie Sperre ist aufgehoben. In der Gemeinde Staufenberg ist der a n- utäcnbe Scheidenfata rrh erloschen Die ^g^rvned.m Sperrmaßregeln werden hiermit auf- Blinder Hatz. Äoman von Alfred Sassen. (Nachdruck verboten.) Fortsetzung 20. ai“$ «in leidender Zug in fernem Gesicht kl le - ; '° 'vrach doch aus dem ganzen Aus- brutf desselben nichts weniger als HosfnungÄosig- relt, weder eine körperliche noch eine geistige. Es n»bnte Weimar etwas anderes wie Ungeduld da- NN, die das Ende der Haft im Kvankenstuhl her- Deifetyntk', damit er dann in unbeirrtem Entschluß niM,ne’ter streiten könne, aus her er fern ? rJk ^ch noch zu fwfcen hoffte. Namentlich) ein TOJ hQrnitrfiger Zug um seine Lippen redete dvese seines Innern. nto •r’1’ ^ensatz d«n hafteten die Augen treu» nid) an den Bergen jenseits der Talsohle. ^chstrebenden Schweizer G.'birgsrocken 'bm sacku zu den fernen, lieblick Vöhenzügen, und am einer die- hi.u.? u !L sich ein stolzes ScÄoß in dre ichaute weithin ins blühQide Lano der ^r‘nei*r äus die lehenbigen Silberstreifen ®ru_Be — f^tpe Grüße mochten die Wellen 'triht-ti1'66 sich tragen, hin zu dem stillen ^n' ■ ^blleicht ein schönes, schlankes Mäd- öpr erP’antel! Fenster stand und hinüber zu -ourg starrte, die die Leuchlenburg war.' ^re Leucktenburg! pichen ihren dunklen Steuern war zwei "aen ^^nkindern ein Leuchten ausge- LvS' Uiemals wieder zu völliger Nacht werben tonnt:, niemals wieder t Drenstnvthrichteu be9 ÄTei5emt5. 3» (Bcot^Rtaten Wk t*e $hüd- and SHenntfwhe amtlich fcftgeWi morden. "KmwM mm* wisscnsctxrft eine Xifkr Lvche W ftunft und MfsrnfchOft. Tif JÜeler Mache, durch beten sportliche .m* wettpolitische ®*eutuim Sütel vor bem Marge Btelt- ruf erien«! hatte, i>«-gdmt als sportliche Veran- stakkmm neu zu er*ei)tn. Zugleich wird an oer Schaftu«« einer grvHz«giren Kieler Loche für und L^fsallchack gearbeitet, die regehmeing ün Herbst stattfmden soll, in diesem Jahre crfbnaiti in her Zeit vom 11—19 September Sie rotro Zeugnis abieflwn von der Bebentung Miels- als wissenschaftliche und v«stberische Weflciwtc Mir die deimot und für das ’ititskrnb Vorgesehen find bereorraaenbe Berachtaltungen — u. a. eine Beethoiunfeikr, sochs fteitauirütoatngen im Stabt chearer, ein (tzoAptel der 9t»ocrbe«4chnl Bttd« von Dr. Ohneforg und l*ebo*niie nnssechch«Nlre Bo-träge. Weiter umfaßt die Kieler .Kmiffwoche eine Kunstaus rellung Schleswig- Hvlsteini^'r Künstler, eine l-üMellavig ,,Mt-Schlcswig-cholK»" in ftuuftgewerbe und wert' imb eine Ausstellung für modernes SiebtAn^oef-en und Archi- tettur Im on en getötet; 500 find obtzachLes. « Berlin, 30. Aug. OtBolff.) Der „B. Z. a. M." zufolge wurde heute nacht dieAlbatros- Gesellschast für Nug^iginrNnnehnpsiNrn in Johannisthal »an einem verheerenden l^rost- feuer botroften. Sktf dem Mugptatze hatte die Gesellschaft mdkere bedeutende ftackwervchupv- buvg das Boot teetoben treibend «rfgefrfcht 2äu scheinend "haben alle fünf Ruderer den Tod in den Wallen gefunden. ftautel. Berlin, 30. Aua. Böriensttimmungs- btlb. Mit der «rschei«end täglich wachsenden Spekulatronslust: des Mbllkums, n*Id>e-3 sich nicht mehr ausschließlich in den zu (AnHeftsKrrsen gehandelten Jndustriewerten, sondern mich im Großhandel in den zu schwautenden Kursen notierten Papieren betätigt, wird auch bte Aufwärtsbewesung der Kurse allgemeiner. Dies führte zu Aochenb«iinn Mi einer Auftvärtsbeweginrg fast auf der ganzen Linie. Bon 9)iontann*rten waren Mannesmann, Dhale, Phönix und Bochumer, von Schiffahrts- Werten Deutsch Australier unb Hansa, von Farb- n ertert Angto-Guano, wn Koliwerten Westeregeln und von Maschinenpatzber«: AugÄburg-Nümberger, (Mehr. Böhler und Adlerwerke bei zeitweise großen Umsätzen wesentlich im KuvS gesteigert. Die Auf- befferungen betrugen, um bte lstlMen her aus z»- holim, 40 Prozent bei Böhler, 33 bet Aosteregeln unb 30 Pvszent bei Man-nssmmvt. KoLvnialwerle toaven bei »venig veränderten Korsen nur zeitweise lebhafter. Die Bankaktien behaubteten ihre Kurssteigerungen von Sonnabend imb nur einzelne Farbwerte lagen etwas nied«Wer. Am Stenten mar Ft trat wieder Interesse für MeMZaner hervor. Balnta- teerte waren heute vemachtckfftgt. Auslondswerte wenig veranderr. Die feste Gmndstimmnng erhielt sich auch weiterhin. haWgreft. Sxrtör nrfng aber fest. Oelfoaten gesucht bei besserer Schmmnng. istovS besonders be- gelwt auch Leinsaaten fmden Käufer. Für Sera- Brief (Selb 30. Aug. 1596,90 1699,10 1583,40 1586,6» Berlin Schluß Abeich- Schluß Schluß 203, Sestendirch.Bergw. Harpencr Bergbau Oderschl. Eisenv.-B. LU 250, 478, 373, 303,50 308,50 29.8. 210, 427, 227, 268,50 453, — 474,- 371,50 288,- 204,25 170,50 536,- 311,- 318,- 187,- 178,- 559,50 156^0 228,76 176,17 49,32 34436 811,70 734,25 22,97 23,09 82,90 20,85 214,50 438,- 245,- ■Jheg. Set reibe* nur vereinzelt Leb- 240,50 270,- 475,- 495,- 372,- 289,25 201,- 420,— 219, — 481,- 245,- Kurs 30.8. 79,50 157,20 229,25 176,57 49,42 345,35 813,30 735,75 23,03 23,15 83,10 20,89 FranNurt a. M., 30. markt. Das Schchcht zrigbe VArsenkurs«. Frankfurt 366,60 367,40 706,80 703,70 704,30 705,70 999,- 1001,- Kvrs 28.8. 79,50 08,60 60,60 67,10 140,- 265,- 200,- 173,- 148^0 142,86 190, — 173,- 560,- 311, — 312,50 378,- 246, — 272,- 463,50 468,- 370,— 290,25 260,50 409,- 214,25 440,- 236,- 78,75 309,- 7lmfteebom • Botteetz. BrOfstt-Antroerpen Christi mna...... «sopenhageit .... Ltoachokm.... 386,36 696,30 710,70 994, — 164,20 229,75 175,70 49,17 343,86 738,25 808,30 22,40 22,40 82,- 20,02 Lonbon........ New-Yarb...... ^>aris........ öchw«,. ... Spanien...... Wien (altes) .... Deutfch-Oefterr. «dz. P'ag........ Budapest. ... Irblfenmarft. Gelb Brief Datum-. 28. Aug 864,65 686,80 709,30 992,- 163,80 229,25 176,30 49,07 348,15 736,75 806,70 22,34 22,34 81.80 19,98 bell, macht sich ebenfalls Nachfrage yelterck. Hillien* früchte in geeter Qualität beachtet, besonders Bik- loriaerbfen. Hou rufrig. Stroh fest. Frankfur' a. Ul., 31. August. 28.8. 12,30 14J5 10,- Mark«»ttern»g»ti. Datum: Kurs 30.8. 79,50 68,75 60,70 67,25 141,50 266,- 204,- 172,75 149.- 143,- 182,60 174,75 559,- 312,- 312,75 Obnschles.Eisenind. Phönix-Brgd.-Akt. Bad.AniliN'U.Soda HöchfterFarbmerke Llektr. A. G. B.. . Schuckert-Werke. . Feiten» Guilleaume Daimler...... Bub.-Gisenw.-Akt. Ablerwarke .... 4°/.6ess.Staatsanl. Electron Sriestzetm Kurs 28.8. 79,50 Datum: b°/.Deut^ri«qsanl. s^^Dent-Reichsanl. 3'/.Deut.Reichsa?rl. 4e/o Preutz. Konsols DaimrstLdter Bank Deutsch« Dank . . . Disconlo» Gssellsch. Dresdener Bank . BationalhanA f. D. Mitteld.Treditbank H.°Amerik..paketf. NorddouchcherLloyb Doch. Gutzstatzlrvrk. D.-L«remb Bergw. , fteku& 5, Bvchmoer 559,50 plus 41,, Dvazem, ferner lagen Tterw*MMtn w* 470, beres 438, .stoch We'^regchn 810, nedfcbcÄviv 890. Oberbedarf 960. ')k>r* Lboutz bei letchch»« Qk-- stt-ckd 3 Puoz. 178, .Hapag 3 Pro, an 187. Im freien Berstchr iwacii ^üchoe Vtzo» mit 2075 utngtfcil. Manchkwet Mure 4360, Temickc Pctv»knmt 1345, iBen^Dbot^ ;en mir 183 bis 182, Ctzemchün Offner lagen rul);g.T (Äcfrr. 'Jfltevniriaewi! snegen 10 Pröt. aul 420 (bs wietew ".Vtetcft Be,rgioerfle 268,50, MekM Actz merke 168,50 pkus 41 Stnog^I unb Schegeftch»i- 430 plus S Poo» , Zellchofi '.’lfc^frenburg 419.50 SchtM. '.'ün. Destots 392 plus 5, FchackKche Schechi mit 345 rariozwert plus 9 Proz. Ädier Werlc 'thstxc stchgen 10 P—z. auf 245. Mchchf Bogtlänbiftde not 350 rstus 34' , Pvoz. Breuer Ssammotften 361 «mannen 261. Metall Dannhorn 170 plus 5 Proz. Bankackchm, auch dftcr-^ reichtfttzc, legen dervchveg fest. 5M»tz 11 Feuer 427 9A, 5Pw» Trimantepec 299, 5pv»^en»igc Rmfterkam , Kopenhagen. Ltschholm. Prag.... Wien... . vilchertisch. — Bevers Motze-Führer «bt einen umiess enden Urberbiick mit vielen, von ersten Mvde- M*fwieTw bttngelMöw Äniagw mit Text. Tie Mode für Herbst unb ©miet, B«rtz 1—4, ist soeben wn Verlag Otta Beyer, Leidig, eridiaim. Ihre beroähnen woiäye unb Preis- Jrtbtögleii bmtb GNwtwrvng der flabunü m nnlr M erstatten: eftuo itttotauiatb P»r- stmen: Äomanmifkit. Anhünaer der .'('ommurae snschen Arbeiderparte, und llnabhcbeai»'. )wr n et* !dw*M imb ix der Versa« mbrng fcm es zwistt«, ben Auhöxgern dicher he* 9ert«en pft zu er reuten S-enen. Den .^wniNbeii* erstattete n* nm ch.ie« Verübt der ftranff Zhg." cnrwhwen, der toni- muNiMsche lsteustttkviabvevrdnete Dr. Levi Er erttirte, dast bte Drrrn» JnNmattenskri»S leteeedweg» fstgeu und Uxrte auch m .ft ben von den Russen gefjebettoi \'fiu*cMnb Wslfft Heims unst ämifenbeiflti aus her Jftwtrt tmcwBilmcn. Dte U. S. P. D. sei heute gcrabon o 16 Vorbild der Ho l btzei ten unb Schwäche g e wo rtzen. 59>nm sie ftffltevrix und nicht Stetel* ball her Mrften sein walte, dann ttxfttbnt Are .enfe, Crispie« unb Hilferdrng hintvegfchoesteri. — Nach diesem ftefener ftwack ter ftsthrer der Kmmnwnftifchetr Artzeiterpattm tn Berlin, Sach, der bte Ausfü-ermgen Dr. Levis ,i@ Plwefteit L*wrtme*c. LebhifteS JoVK'i, imb Pf«f«t iiuichte chm dann ein Weitersprech«, zunächst un- ntögikf). Es Arm rrrrch M vwitzgattftich-etten. Noch einem SMustwort LevsS war die Xserfcm«*mg M Ende. Millerandü Leifeprograinm. Paris, 29. Aug. (WB.) Nach bem ,,Petit Bansten" wirb Milleranb, her am 5. tember in M«rur der Feier her Wirtzerftchr orS Iahresta-es der Marneschlacht bei- wohnen wirb, nm selben Tage mi ernew Heben- tfmioni Aufentdakt nach Asrch Lockteinaenunb bat Rsteinkanoen abretten. @r werd Köln, Bonn, Mainz imb Worms testichen und sicb nach dr-ettilgteem AnsenttzoÜ in ben M«n- landen wieder >»ach (kssast-Lvthrft«eu zurückbeyeben, wo er anberttzatb Tage in Ätrasteirrq und Lolmar $ufmitont wird, um bann nach zu netten. Das Mvskarier Rrvolutioustribunal. Berlin, 28. Ang. lWokft.) Nach einer Meldung der ,,B. Z. a. A." tourten fn dem Pvozestc des Moskauer Revolutionstribun i lS yegen die Mitglieder des sogenannten taktischen .tentrums alte Mtgellcrghen archer ’oen Hstrsten Prussow amt Tote durch (ÄTschteßen, jedoch imter Amvenvung der Amnestie, verurteilt. Tem- gemäst rourten u. a. der Fürst Tu betzkoj ztu Zmangsorbeit und bte Gfcäftn Merandra Do l ft o t M drei Jahren GesSngnis benrrtefR. Die Unnchen in Mesopotamien. L o n d o n, 29. Aug. (Wolfs.) N«Ü eiitcnt Bericht des Kriegsamts lassen die Meldtmgen aus Mesopotamien erkennen, daß sich die Unruhen auf das Gebiet von M u n t e s i k ausgedehnt haben. In der Nachbarschaft von Hillah ist eine umfangreiche englanbfeiird- liche Bewegung im Gange. Der Widerstand der Stämme im Nvrdosten von Bagdad ist noch immer erheblich. Ter junge Monn lächelte, imb ein leichter Seufzer, geschwellt aber von einem settgrn Hruck', hob seine Brust, an der der düster schwarz Jtettch des Todes so nahe vorübergestreift war. Ta verdunkelte sich der Ausschnitt der Tür, bte vom BalLm in dos große Helle Zimmer führte. Hermann roanbte den ÄW- In diesem Augenblick hietten aber auch schon die Hande des Battrs d-ie febeen umspaimt, imb eine Stimme von tiefster Ergriffotcheft rar: „Junge, mein lieber Jimge, was machst du ftir Geschichten!" Nach der übevaus Herrchen Begrühung verwunderte sich der iu»ge Mann nattrttch: „Tu bist schon in der Olsten Welt?! Ja, und wie hast du denn erfahren — ?" „Ganz einfach. Ich tan ohne vorhenge Mck>- richt über das Meer. Weil ich dich überraschen wollte. Unb raut hast bu mir eine lleberraschung bereitet >—4 eine so Her schmerzliche!" Hermann beruhigte ben Baier über feine Ver- wuntemg und setzte hinzu: „Ich tarnte nicht >Inders. Ich mußte tun, wie ick getan habe. Bist du mir böse?" ,,So wenig," erwiderte Walter Hültick), „oaft ich dir sogar etivas Schones mitg'bvacht Hobe —" „Etwas Schönes?" wiederholte der junge Mann, während es in seinen Augst aurglcmzte. „Tarnt möchte ich glauben, du habest, ehe du mir diese Reise gingst, daheim im Saaltal — an schönes Mädcken tatnen gelernt, mtd ihr Mund habe dir einen Gruß, ein giftes WoN für mich mitgegeben!" In heißer Spannung hinssn seine Augen am Gesicht des Vaters. Walter Hstttich lächelte: „Deine Träume ffiegk-n nicht so hoch, töte man es erwarten sollte in diesem wunderbaren Höhen lande, dessen Ber^e uns oa umteanzen." Hermann richtete sich mit einem Ruck aus dem einen Arm empor. „Mein Kopr ist wähl noch zu schwach, um Rätsel zu raten," sagte er miHstmt, ihm nwr’S aF§ setze sein Atem aus, „allo sprich — sprich!z „Nicht ich," meinte der Vater und erhob sich. „Ein anderer Mund mag das besorgen —", unb trat in das Zimmer zurück. Ein neues Bild erschien in dem Rahmen her Tür. Hermann starrte darauf hm, als tkme er nicht gleich fassen, daß der nüchtern helle Dag solch holden Zauber zu wirßcn vermöge! Ter Zauber aber redete zu ihm: „Ich mutzte selbst sehen, rote Sie das schreckliche Unglück ützer- franben — aus feinem Mund der Wett wäre mir der Bericht glaubwürdig geiatg erfcbtewei. So tarn ich" „Renata — Re»a," flüsterte der Krwrte. Nichts T»*ft sagte er. Nur das Gesicht neigte er über die schlanken M ädchenhitndc, imb lange blteb seine Shrn ixiriuf ruhen — — Bteruntzzaxnrrig Stunden steuer jastt- Ren« schon wieder ihre Abreise fest für den nächsten Tag. Zu ihrer unaussprechlichen Erleichterung hatte ihr der Arzt gesagt, dost bte Beschaffenheit der Wunde eine baldige völlige Genesung des jungen Mannes verbürge. Die ztelbewuhte Pflege der angenommener. Därteein genügte vollständig. Fite sie war fern ®runb mehr zum Bleiben Sie hatte durch ihr lavferes Kommen dem geliebten Kränken einen goldenen Sonnenstrahl gespendet--damit war ßhve Sendung erfüllt. Sie durfte rteeber gehen. S-te matzte sogar wieder ^chen. Ihr klares, gerechtes Tnrteürden, durch bte befo*beren Str* hLtrrisse befttamt, wies sie mit ernster Mahnung heimvxttes. Freilich ging sie, tote man in die Bsr* bamnmg geht, imb es galt gegen dos überffte^enäe Weh ihres .Herzens ar^uKmpßen, mit dem vollen gebieterischen: Es nmß sein' . . . Eine stille NachmittagMrrnde lag über der Villa Walter Hüttich war zur Poft hrnabgesttegen, um hort xxxWtbcnt Serrömmgen ju trefsiim. Tiefe Mfälligen Mrmteen des KllemfrtnS mit dem «trän- le» wollte Ra» benutzen, um khm ihren Eteschsust kmi^ugebex. Sie hatte schon vorher m ihrem Zimmer, das in den nnteven Räumen beS Hraftes gelegen .vnr, an Fräulein Anna »enteborr geschrieben ?** iftr bte Nachmchr ihrer bevorstehete^ Rftckfthr nMq - teilt. ®t»e gteiche Qtajeigc hatte sie auch an bv Tante gerichtet . . Das junge Mädchen trat in Hermann Hütticks Zimmer Man hatte ben Kvantzmstnhl beite nicht auf ‘ben Ballon himanSgetrasrn, stmdarn nur in die Nähe der oftewe* Ttr qaschotzen, bus* bie in breiten Strömen dte köstlich frisch?, ftnnentzurck»- wärmte .HochgebirgStuft hereinfttttete. LLchelnd sah der junge Mann Rena entgegen. „Ich ftrrbteie schon," tag« er, „Ste hätten sich von ben Rachvftttagstonzett htmmter MN dte Promenade taten lallen. Nun sind Sie aber tack da. (Fortsetzung folgt.) b. 129 1. Rote Fernruf 1227. 9224c an an Polizeibeamte otz. Unteroffiziere mit Zivilversorgungsscheinen, «- Fritz Nowack 1 Reil bl' Gießen, den 28. 92306 Stadt. FLrso r Kettelte der Krvegsicschädigien itnb Kri-LFshmterbl>ieben«n. 5 I Gut e iinfle mit h zu vermieten 9253 Ai ar. sowiellebernahme ganzer Cinrichtuugcn. 15 Louis Rothenberger 22Neuenweg 22. XeU176. 192 9220 MKM 25.- N.- 25.- 20.- s uitb^: 2. 3. § N N t r t5 Abennenlen - Sammler (in) x. Besuch aufs Land überall ges., guter Verdienst, leichteArv., Reisesp. Hanthe.Wiesbfl., Postf.82. ■ iS., ;:A 1 Vortragsvereimgung tateioi* Verein Ä T" g 22.50 14.- 16.- Scheibenschleier M. 750 bis 185ü Bitragen und Spannstoffe in reicher Auswahl. 12.50 14- IB/öO 18.- 14.- 15.- 12.50 15.- 19.- 20.- 20.- 16.- Alle nationalgefümten Frauen u. Männer, besonders die Veteranen von 1870/71 sowie die Jugend sind herzlich willkommen. RiWOMeSMEMmeMell. Limburg. 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Daselbst sind auch die näheren Bestimmungen üler Fürsorge für Schwerbeschädigte bei Eisenbahnfahrten ernzusehen. Suche per sofort oder 1. Oktober zuverlässige ig. Dmne für leichte Kon- lorar beiten inkl.einsacher Buchführung und Korre- svondenz. Schr. Ang. u. 9249 an den Gies;. Anz. NW oÄ hes ZllsimtzevMAskrMs «tzen ssm 30. 8. 20. 201, 234, 244, 260, 289, 372, 375, 410, 542, 604, 621, 6W, 684, 745, 899, 966, 1006, 1041, 1057, 1127, 1128, 1176' 1255, 1263, 1262, M8, 1325, 1403, 1480, 1458, 1508, 1513, 1567, 1573, 1B90, 1604, 1625, 1630, 1640, 1710, 1736, 1755,1759, 1769, 1776, 1840, 1874, 1894, 1940, 1999. Die Gewinne können sbei Jeifin«,Marktstrabe, abgeholt werden. Lobende Gewinne, welche bis zum 5. September nicht ab^ehott sind, werden versteigert und steht der Erlös vis zum 30. Sept. d. I. zur Verffigunq. Nach dem 30. Sept, erlischt jeder Anspruch. [92541 Der Vorstand. Drirna geräucherter Süßrahm-®“ HaiiarinelO.80 LfltaÄtas Weisel iv!arktstr. 14. »^2 Tel. 1255. 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ZnseliBQjdertHnen and Blrsktrioen, Allgsr-siser Verband der deutschen Bankbeamten, Allgemeiner dealsoherBInslkerverband, Angeslellienvorband des DuchhaBdeie, eeaosaensohatt dentseher Bühaenauaahöriger. ouia? MIWA W M m siJiMtit des Nes «.sew MKlU OK 4. W 1928 Wto « Ml II511» OK Mills Mal unter Mitwirkung bewährter hiesiger Kräfte musikalische und deklamatorische Darbietungen Redner: Prof. Dr. Werner, Butzbach. Näheres besagen die Programme. Eintritt: Numerierter Platz 2 M., Saal 1 M. Der Reinertrag ist zugunsten der Bezirksgruppe Giesten hsimattreuer Oberfchlester bestimmt. Besondere Spenden sind daher sehr erwünscht. Verkauf der Karten durch unsere Mitglieder und an der Abendkasse, zu autzerordentlich billigen Preisen: Ia en^-(ErbstiHI- mit Filet- oder qn oo yUlUflULeb Klöppekinsätzen und -motiven, von "1- OO. Künstler-Gardinen ^b$ru™, b’ . r C ' l v Maa reg! 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