Montag, 3t. Mai 1920 iro. Jahrgang (Prio.-Tel.) Laut Reichs kohle n- Berlin, 29. Mai. Häuser, betr. Gleichstellung der Frauen ufrv., wird Republik ist ein Pufferstaat und umfaßt alleI »orläufiff zurückgezogen, woraus sich der Ausschuß Staaten östlich des Barkalsees brs,vertagt. Kamtschatka. Au» dein Ueiche. Keine KohleitpreiserhSlfung. sen, auf denen wegen der Zurückhaltung dec Käufer in Erwartung weiterer Preisrückgänge Aufträge nur in verschwindend geringem Umfange gegeben worden sind. Die Aschermittwochsstimmung, die der Berichterstatter der „Bossischen Zeitung" auf der Frankfurter Messe fest-gestellt hat, breitet sich im Augenblick immer mehr über der deutschen Geschäftswelt aus, die Aussichten, die nach den obigen Darlegungen das Wirken der Betriebsräte eröffnet, tragen, wie wir hinzufügen möchten, nicht dazu bei, sobald eine anders Stimmung auftommen zu lassen. Wladiwostok, 31. Mai. (WTB.) Dav. Tschitscherin notifizierte der Regierung txm Weredinsk deren Anerkennung durch bie Räteregierung und die Bereitschaft, mit ihr in Beziehungen zu treten. Die ostasiatische liefen Personen gra ledjnen. Soweit Verurteilungen rxmiegen, m-xfyc der R- i iSuräsident in fe- ttächllicken Zahl fällen nm seinem Begnadi- gungsrecht Gebrauch. Im übrigen wirb itt Bearbeitung von Gn2dmfachen txrri den betet l'gten Dienststellen mit der grössten BesckLeimigung durchgeführt. Erneuerung des englisch-japanischen BündniffcS. Tokio, 31.Mai. (WTB.) Der ehemalige Ministerpräsident Okuma erklärte in einem Interview, daß ein englisch-japanisches Bündnis in erhöhtem Maße notwendig sei, denn die Lage im Orient sei kritisch. Tas Bündnis dürfte von den Bereinigten Staaten freundlich ausgenommen werden, die sich vielleicht sogar anschließen würden. Eine neue ostafiatische Republik Begnadigung im Ruhrgebiet. Berlin, 30. Mn. (StAff) Nach fen ojti Kommissaren der R istS^merung im Rüforgebtet vor einigen Tagm getroffenen Feststellungen grg bie Zahl der wegen Beteiligung an den Märzunruhen Verhafteten beträchtlich zurück. So verringerte sich in De'ei die Gesamt- zM der Unteriu,stungA> 'hung der Kohlenprcise, eine jvohlenpreiserhöhung für Juni nicht eintreten zu lassen. Die Arbeitgeber erklärten sich bereit, einen Teil der Lohnerhöhung ohne Preiserhöung auf sich zu nehmen, während die Arbeitnehmer damit einverstanden waren, daß die vereinbarte Lohnerl)öhung nicht in bar, sondert: durch Verbilligung der Lebensmittel geleistet werde. Au» Hessen. Schulausschuß unb GesetzgchungsauSsttzuh. rmk. Darmstadt, 27. Mai. Der 6. Sonderausschuß sog. Schulausschuß, tagte heute unter seinem Vorsitzenden Abg. Kaul um die Regierungsvorlage betr. das Volksschulgesetz, sowie die hierzu vorliegenden 21 Vorstellungen und den Antrag Schulte betr. Beaufsich- gung der Schulkinder in der Kirche zu beraten. Das Landesamt für das Bildungswesen hat bekanntlich mit Zustimmung des Gcsamtmini- steriums eine sog. Notverordnung erlösten, welche ohne formelle Gesetzesabätrderung bis zur Erledigung der in Aussicht stehenden Schulreform eine Reih? von Bestimmungen trifft in denen: die Erteilung religiösen Unterrichts usw. der Willenserllärung der Lehrer und die Teilnahme an religiösen Unterrichtsfächern, kirchlichen Feiern usw denjenigen überlassen bleibt, welche über die Erziehung des Kindes zu b.fftimmen haben. Die Verpflichtung zur Ausübung des Organistendienstes erlischt drei Monate nach Annahnre dieses Beschlusses: Lehrer können auch »u Mitgliedern der KreiS- schuldmmissionen gewählt roerfen. Art. 76 Ziff. 2 rctrb aufgehoben: auch die Volksschullehrer Tömtcn zu Vorsitzenden des Schulvorstandes ernannt werden. Die Strafsätze für unetrtschuldigte Versäumnis werden auf den zehn fachen Betrag erhöht. Der Ausschutz hat die Vorlage in dieser Form abgelehnt und gemeinsam mit dem 5. Punkte, nonach verheiratete Lehrerinnen in ihrem Dienstverhältnis zu belasten sind, der Regierung mit dem Ersuchen überwiesen, alsbald eine bestimmte Gesetzesvorlage im Sinne der vorliegenden Punkte auszuarbetten und so rascb wie möglich dein Plenum der Kammer vorzulegen. Tic weiter vorliegenden Anträge, den Religionsunterricht feircfl'cnb, werden der Regierung als Material überwiesen. Am Nachmittag trat dann der Gesetz - gebungsausschuß unter seinem Vorsitzenden Abg. Schröder zusammen und beriet zunächst das Für sorgekassegesetz. In Art. 6 wurde festgesetzt, daß bei voller Pensionierung 40 Dienst- jafore festgesetzt werden sollen. In Art. 13 sollen die Pensionäre den Staatsbeamten gleichgestellt werden. In Art. 54 wurde ein Antrag des Abg. Knoll bett. Schaffung eines Schiedsgerichtes angenommen und im übrigen das G?sctz mit einigen redaktionellen Aenderungen erledigt. Weiteo wurde die neue Geschäftsordnung, sowie der An- trag Reh, bett, das Kunststtaßengesetz, angenommen und der Regierung zu baldiger Durchführung empfohlen. Ein Anttag der Abg. Frau Stein- zusctzen. Die Welfifche Bewegung. Berlin, 29. Mai. iWolfs.) Der Staatskorn- mistar Weis mann erklärt zu i>en Nachrichten über die welfifche Bewegung in Hannover: Daß die deutsch-hannoversche B'tvegimg mit größter Lmrinäckigkeit ihr Ziel, die Lostren- n u n g von Preußen, verfolgt, war und ist der Regierung bekannt. Es wird auch nicht daran gezweifelt, daß die Führer der Bewegung gegebenenfalls nicht vor Gewaltmaßregeln zurück- fchrecken würden, um ihre P änc au. zuführen Dagegen ist lein Anlaß zu der Befürchtung txnfemfen, daß es den Treibern der Loslösmtgsbesttc bunten griang, rein deutsch-hannoverscfe Reichswe h r- verbände in der Provinz zu iefoaifen, die im geeigneten Augenblick jur Ausübung ihrer Zwecke bienen würden. Gerade in den Kapptagen, in denen zweifelsohne die Welfen ihre Plän: zur Ausführung bringe. 1 wollten, fdy/ürrie sogar d r Versuch, sic in die Tat umzusetzen, an der energischen Leitung der inilitärisclicn Macht in fer Provinz. Man darf al eriings sicher f-.tn, daß fee Bestrebung n zur Los.ö'ung £xntiuver§ durckmus nicht aufgeg.b n stad. Jrnmerfoi t stellt fer Vc - fecht, daß unter der Landbevölkerung Waffen in einem Unffonge vorhanden such, die chre Desirn.- mung, lediglich jur Sicherung bs Eigenmms und Lebens g-gen Verbrechen zu beim. nicht rcch - fertigen, ein beunruhigendes Momeitt dar. Maßnahmen, um zu der Estlzühun^i der illegalen Waffarbestä dc zu gelangen, lind bereu's seit längerer Zeit im Gange Der Kampf um das Betriebs: rätegesetz. „Der Kampf um die Auslegung des Bc- iriebsrätegesetzes hat auf der ganzen Linie bo- gonnen." Diese Worte, die Aufhäuser, der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft freier An- aestelltenverbände, der „Asa", in einer Versammlung nach einem Bericht der „Freiheit" geäußert hat, deuten daraus hin, daß die radikalen Führer der Angestellten- und Arbeiterschaft Dem Betriebsrätegesetz eine Auslegung geben wollen, die milde gesagt, nicht in dem Wortlaut des Gesetzes begründet ist und die selbstherrliche Verwirklichung sozialistischer Ziele bedeutet. Man kann daher dem Führer des Metallarbeiterverbandes, Oskar Rusch, nur zustimmen, wenn er (ebenfalls in einem Aufsatze des Berliner Organs der unabhängigen Sozialdemokratie) sagt, daß das Bctriebs- lesetz zu einer Quelle neuer schwerster Konflikte werden wird und daß dem Wirtschaftsleben Deutschlands die schwersten Gefahren drohen. Nur da muß man ihm widersprechen, wo er diese Konflikte und Gefahren auf die Haltung des Unternehmertums, auf dessen angeblichen Herrn-im-Hause-Stand- punkt und auf die „Sabotage der Unternehmer gegen die praktische Anwendung des Betriebsrätegesetzes", zucückführt. In welche Pläne die radikalen Arbeiterführer die Betriebsräte — wie man wohl sagen darf — hineinhetzen wollen, geht mit besonderer Deutlichkeit aus einem Aufsatz hervor, den Ernst Däumig in seinem Organ „Ter Arbeiterrat" (Nr. 15) veröffentlicht hat. Nach Däumig kommt es darauf an, daß die Betriebsräte, über die Paragraphenschranken hinweg, gestützt und getrieben von den hinter ihnen stehenden Arbeitermassen, dem Sozialismus im Produktionsprozesse den Weg bereiten. Und deutlich spricht er aus, daß die Bü- lriebsräte nicht bloß „den wirtschaftlichen Kampf im Betriebe gegen den mit allen Mitteln um seine Machtstellung ringenden Un- ternehmerabsolutisrnus zu führen haben, sondern daß dieArbeit der Betriebsräte nach Därit- mig „.Ander der sozialen Revolution" sind. Er meint allerdings, daß das Betriebsräte- gcsetz noch lange nicht das letzte Wort sei, das in bezug auf die praktische Verwirklichung des Sozialismus gesprochen ist. Er meint ferner, daß kein Betriebsrat seiner Aufgabe gerecht wird, wenn er sich nur von betriebsegoisti- schen Erwägungen leiten läßt, d. h., wenn er nur darauf bedacht ist, den Betrieb, in dem er zufällig tätig ist, möglichst leistungsfähig im kapitalistischen Konkurrenzkampf zu gestalten. Zu einer besonderen Gefahr für ijeben Betrieb und damit für die gesamte deutsche Produktion würde das Verhalten der Betriebsräte werden, wenn sie den Ratschlägen folgen, die Däumig in bezug auf den § 30 des Gesetzes gibt. In diesem Paragraphen heißt es, daß die Sitzungen des Betriebsrats in der Regel und nach Möglichkeit außerhalb der Arbeitszeit stattfinden und daß von Sitzungen, dle während der Arbeitszeit stattfinden müssen, der Arbeitgeber rechtzeitig zu benachrichtigen ist: Der Zweck dieses Paragraphen ist ganz offensichtlich, die Betriebsratssitzungen während der Arbeitszeit auf das geringste Maß zu beschränken. Die Auslegung, die im „Arbeiterrat" diesem Paragraphen gegeben wird, geht aber dahin, die Betriebsratsfttzun- gen möglichst während Der Arbeit stattfinden zu lassen. Däumig sieht voraus, daß das zu schweren Konflikten führen wird, meint, aber, daß die Arbeiterschaft vor jobben Konflikten nicht zurückschrecken darf. Ein Kommentar zu solchen Plänen, Ratschlägen und Auslegungen erübrigt sich. Folgt die Mehrzahl der Betriebsräte dem von ihren radikalen Führern ausgegebenen Losungswort, so ist für die deutsche Volkswirtschaft eine neue, in ihren Wtr- kungen noch gar nicht absehbare Gesahren- quelle geschaffen. . Wie wenig die deutsche Wirtschaft gerade jetzt alle diese Störungen und Beunruhigungen vertragen kann, zeigt, worauf Ernst Collin kürzlich in der „Deutschen Industrie", dem Organ des Reichsverbandes der deutschen Industrie, hinwies, der Verlauf der kürzlich vollendeten Frankfurter und Breslauer Mes- Daö unabhängige Lettland. Kopenhagen, 29. Mai. (Dolfs.) Das lettische Prossebureau meldet aus Riga: Am 27. Mai proklamierte die lettische Nationalversammlung einstimmig Lettland als unabhängigen Staat auf demokratisck-er Grunfe läge. Für die feierliche Erklärung ftimmteir auch sämtliche nationalen Minderheiten, Deutsche, Russen und Juden. Die BertrauenätagcSorduung für Millcrand. Paris 29. Mai. (Wolff.) Die gestrige Vertrauenstagesordnung der Kammer für das Ministerium Millerand lautet: Die Kammer ist der Ansicht, daß der Vertrag von Versailles die völlige Wiedergutmachung der an Personen und Sachen ver» übten Beschädigungen Dcu'tsckstanb a u f e r - legt. Sie billigt die Erklärung der Regierung und hat das Vertrauen, daß sie die Rechte und Interessen Frankreichs toahren werde, indem sie im Einverständnis mit den Alliierten alle Garantien aus dem Friedensvertrag sicherste! lt. Paris, 29. Mai. (Wolff.) Nach einer Melduna des „Evening Standard" erwartet man Millerand und Finanz Minister M a r s a l Ende Bommenbet Woche in London. Eine Zweigstelle der Wiedcrgutmachuugs- (ommiifion in Berlin. Berlin, 29. Mai. (WTB.) Wie das Acht- Ustr-Al'eudblatt aus zuver.ästigcr Quelle erfährt, beschloß die Pariser Wieder aut* machungskommission, in Berlin eine Vertretung der Wiedergutmachungrkommission ein* zurichten, die aus je einem sranzölisch.rn, englischen, italienischen und belgischen Delegierten befrefen wird. Die Teilnahme Amerikas bildet noch Gegenstand von 23erlxmblungen. Der französische Vertreter wird über Deutschlands Industrie und Bergwerke zu berichten haben, der englische Delegierte sott sich mir Geldinstituten, Kreditsragen :md att- aerncineu Finanz- und Balutormgelcgenheiten beschäftigen, der italienische Vertteter wird mit der Untersuchung der Berkehrslage bettaut sein, dem Brigier soll die Aufgabe zufatten, über die Verhältnisse der deutschen Landwirtschaft zu berichten. Dec Gcnecalsekrctäc des neu einzurichtenden wirtschaft: icfen Jnsormatümsdi nstes, der Franzose Billotcaux, traf bereits vor einigen Tagen in der Reichshauptstadt ein. Der Vertreter Frankreichs wird Professor tzaguehin fein, der bereits seit längerer Zeit als Leiter der französischen Wirtschaftskommission in Berlin tätig ist. Die andern Delegierten sind noch nicht ernannt. Eupen und Malmedy. Paris, 29. Mai. (Wolff.) Havas. Die Botschafter ko nferenz trat am Samstag morgen zusammen und setzte in Anwesenheit des belgischen Botschafters die Bedingungen fest, unter denen die im Friedensvertrag vorgesehenen Volksbefragungen in Eupen und M a l m e d y vor sich gehen sollen. Weiter mürbe die Plebiszitkommission von Klagenfurth gebildet. Die deutsch-französischen Wirtschaft»- verhandlungen. Berlin, 29. Mai. Hugo Stinnes wird heute zu Konferenzen mit wirtschaftlichen Sachverständigen nach Paris reifen. Seine Besprechungen sind eine Fortsetzung der bisher in Paris gepflogenen Wirtschaftsverhandlungen. Vom Kat des Völkerbundes. Paris, 29. Mai. (WTB.) Der Rat des Völkerbundes tritt am 27.Juli in San Sebastian zusammen. putschgespenftn. Eine Loyal ilütsrrklärung der Berliner Rrichswrhriornmandeurr. Berlin, 30. Mai. (WTB.) Das Reichswehrministerium teilt mit: Aus Anlaß der zahlreichen Putschgerüchte erschienen heute die Kommandeure der Qkmtifonen Groß- Berlins beim Reichstvehrminister und legten ihm folgende Erklärung vor: „Wir versammelten ftonrmanbeurc der Garnisonen Groß-Berlins geben hiermit dem Reichswehr- minister die feierliche Erklärung ab, daß mir und die uns unterstellten Truppenteile bedingungslos hinter der verfassungsmäßigen Regierung stehen und mit unseren Truppen bereit sind, die Verfassung gegen jeden gewaltsamen Umsturz, von rechts oder liitfe, wenn es sein muß, auch mit Waffen zu schützen. Wir bitten diese Erklärung auch dem Reichspräsidenten zu unterbreiten." Der Re ichswehrmi nister erwiderte: Mit Befriedigung nehme ich die feierliche Erklärung Ihrer Loyalität entgegen. Sie gibt mir die Gewißheit, daß wir den nächsten Wochen mit unbedingter Ruhe und Zuversicht entgegensehen können. Ich danke Ihnen. Uebermitteln Sic, bitte, allen Ihren Offizieren, Unteroffizieren und Mannschaften meine kameradschaftlichen Grüße. Ich vertraue Ihnen, baue'auf Ihr Manneswort und danke Ihnen von ganzem Herzen. Ich werde heute noch dem Reichspräsidenten Meldung erstatten. Der Reichspräsident hat die Erklärung mit Dank und Befriedigung entgegengenommen. Die aufgelösten Freikorps. Berlin, 30. Mai. (WTB.) In der letzten Zeit machten sich Bestrebungen bemerkbar, die Entlassenen ober zur Entlassung bestimmten Angehörigen b e r Freikorps ober ähnlicher Formationen zusammenzuschließen, um der Auflösung Widerstand zu lei st en ober aufgelöste Verbänbe wieder zu vereinigen. Um diesen Vorgängen, die nicht nur die Ausführung der von Deutschland im Friedensverttag übernommenen Verpflichtungen gefährden, sondern auch zur Beunruhigung der Bevölkerung führen, tatkräftig begegnen zu können, ordnete der Reichspräsl- ben t auf Grunb des Artikels 48 Absatz 2 ber Reichsverfassung in biefet Berorbirung vorn 30. Mm besonbere Maßnahmen an. Dadurch wird jebe Auffvrberung an frühere ober derzeitige Angehörige ber Freikorps zu vereintem Ungehorsam ober gewaltsamen Widerstanb gegen bie Anordnungen ber zustänbigen Dienststellen, insbesondere gegen bie Anordnungen über die Auslösung, Verringerung, Umgliebenmg ber bestehenden Verbände ober Widerstand gegen solche Anordnungen mit Zuchthaus bis zu fünf Jahren fei Vortiegen mildernder Umstände mit Gefängnis bestraft. Die gleiche Strafe trifft denjenigen, der es unternimmt, 0fone Genehmigung ber zustärQigcn Stelle Personen zu Bcrbänocn militärischer ober polizeilich r Art zusammenKuschl eßen, oder wer an so efen Verbänden teilnimmt. Der rieichsweforniinister ist ermächtigt, zur Aburtettung solcher Sttaftaten nach Bedarf außerordentliche Gerichte ein» Etzin« und Japan. London, 31. Mai. (WTB.) Reuter erfährt, daß China den Versailler Vertrag nickst unterzeichnet hat wegen ocr Anstel, die bie deutschen Rechte auf .. I- 1 T N oi. Die denn an mtb kapital müff Aber auch au skvalitior1 geordnet: Abnahme von ♦* Bei d zum Verkauf. > und Gernüse- Der Schlichtungsausschutz der Provinz Oberhessen. 2. Ten Arbeitern der BudbacherFwborsab^k ist mit Wirkung vom 1. April der ügn Jg L-dhnklasse 3 des Reichstanss für dve Industrie zu zahlen und ab 3. Mn der selben Lvhnklasse nach der Ergänzmig des ÜaW abkorninens der chemischen Industrie. 3. Ten Arbeitern der Firmen SW® I u. Gietzing, Stöcker u. Kunz, bc5 Rhemrsch.^ stigen trüb sittlichen Kultur- r gleichen Anteil haben. Gebiete können keine Knltur- Stadtverwaltuna hat sich an den Regiecungs prändenten von Wiesbaden gewandt, um ein Ver Sitzung vom 26. Mai 1920. 1 Ter Antrag des Fabrillarbttterverbo-Ü» gegen' die Firma R. Oppenheimer Sohni M Wiedereinstellung der Auguste Fuchs tn Gretzern Vermischte». * Berlin, 29. Mai. (Priv.-Tel.), Wie tet Abendblätter aus Breslau melden, ereignete fo auf der Glückhilf-Friedenshofsnungsgrube te- Hermsdorf eine schwere Schlagwetterkato- ft r o p he. Bis jetzt wurden sieben Tote wu> drei Schwerverbrannte ans Tageslicht befördert Breslau, 29. Mai. (WTB.) Dce Breslauer Neuesten Nachrichten melden ans Waldenburg: Gestern nachmittag wurde tn bu Nähe des Bahnschachtcs ein zur Abschlagszatz- lung gehender Assistent der fürstlichen örühmt von zwei Männern ü b e r f a l l e n. Die Rä«- ber entrissen dem Beamten 30000 bis 40 0w Mark und entkamen unerkannt. Montag, 31. Mai: Cafe Leib, ösfentlicl>e Beamtenversamntlung der Demokrat!» scheu Partei. — Gießener freiwillige Feuerwehr, 8 Uhr, Hauptübung. — Lichtspieltheater wie geftern. Aus Statt und Land. Gießen, den 31. Mai 1920. Die neuen Milch-, Butter- und Küsepreise. Auf Beschluß der Städtischen Lrbensmittel- Teputation sind die Milch-, Butter- und Käsepreise mit Wirkung vom 1. Juni wie folgt erhöht worden: Vollmilch 1 Liter 2 Akk., Magermilch 1 Liter 1 Mft, Butter 1 Pfd. 19,20 Mk., Käse 1 Psd. 6,40 Mk. Veranstaltungen. Kein ze dahin, daß sich für die Zeit nach br~ Wahlen die Deutsche Bolkspartei freie Han» Vorbehalten habe. In ähnlichem Sinne sprach sttz Strescmann aus. Aus beiden Kundgebunger so sagt die Deutsche Allgemeine Zeitung, flehe ye> vor, daß die genannte Partei grundsätzlich berrm sei, in eme Koalition einzutreten, daß sie aber cus taktischen Gründen diese Bereitwilligkeit vor den Wahlen nicht in den Vordergrund schieben nukörc stelle, Marktlauben, kommen täglich frische Spargel, Grüngemüse, Erbsen und Bdhnen zum Verkauf. ** Wann die Holzbezugskarten (bis 1. Mai 1921 gültig) ausgegeben werden, ist aus dem Anzeigenteil ersichtlich. ** Die „Deutsche Wehrerschaft", deren Ausgabe sein soll, die ehemaligen Mehrjährig-Freiwilligen für den Wirtschaftskampf zu schulen, hielt, wie man uns schreibt, am 27. v .M. im „Großherzog" ihre erste Vollversammlung ab, um aus sachkundigem Munde über die Zweckmäßigkeit der „Bundeswirtschaft" unterrichtet zu werden. Vol^vertreter, die das „freie Spiel der Kräfte" begehren, scheinen in der Wehrerschaft keine Anhänger zu finden. Die äußerst fesselnden Ausführungen des Genossenschaftssekretärs Kirchner über das Genossenschaftswesen lösten nämlich in der Versammlung keinen Widerspruch aus. Inwieweit die Nöte unseres heutigen Wirtschafts- lebens durch die Bundeswirtschaft gemildert werden können, wird Frage eines Vortrags sein, den die „Deutsche Wehrerschaft" rm 3. Juni, abends 8 Uhr, im „Großherzog" halten läßt. Kein ehemaliger Ober- und Unteroffizier — insbesondere keiner der älteren Herren — sollte versäumen, den Vortrag zu besuchen. ** Alle Neichs-, Staats- und Kom- munal-Beamte werden nochmals zu der heute abend 8 Uhr im Cafe Leib stattsindenden Beamtenversammlung der Deutschen demokratischen Parker eingeladen. ** Der Zentralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens schreibt uns: „Im Verlaufe der letzten Wahlkämpfe sind so viele ungeheuerliche, die Ehre aller Juden verletzenden Vorwürfe erhoben worden, daß wir als Vertreterin des größten Teiles, der jüdischen Bürgerschaft das Bedürfnis fühlen^diese Anschuldigen in "der Oesfentlichkeit zurückzuweifen. Zu diesem Zwecke wird Herr Dr. Jcwvb-Dvrt- mnnd in einer am Dienstag, 11 .Juni, abends 8 Uhr, im „Einhorn" stattfindenden Versammlung über das Thema Judentum und Re- v v l u t i o n" sprechen. Angehörige aller Parteien, einerlei welcher Konfession, sind freundlich eingeladen. Besondere Einladung erhielt die Deutsch- nationale Volkspartei und deren Führer, Dr. Wer- rrer. Freie Aussprache ist zngesichert." Landkreis Gießen. ** Hungen, 31. Mai. Morgen Dienstag, 1- Aum^nachmittags 21/o Uhr, findet in Hungen m der Wirtschaft zum „Solmser Hof" eine große Bauernvcrsammlung statt. Es sprechen Landtagsabgeordnete Dorsch und Fenchel. Kreis Büdingen. Protestverfannn ung d;r Landbewerber. ** Büdingen, 31. Mai Unter dec Parole „Tas Landgesetz in Geßthr \" hatte der Landbewerl>?r-Vercin gestern nadjimittag auf den Büdiuger Marktplatz eine groß- Zrottsb- versammlung emberufeu, die von etwa 2000 bis 3000 Personen besucht war. Hauptredner waren der DokkSkammerabgeordnetc Bornemann, der über das Zuslxrndekommen des Landgcs^tzes sprach und Vvlltzl'ammecabgeordnetec Lux, her l'anpd- Nchlich über die Beiratssitzung im Landcssrsdluitgs. amt Dom 21. April Bericht erstattete Weiter sprachen noch der Vorsitzende des Landbewnber- kreisvereins Büdingen, ÄrnisgerichtssekreiLr W al- t e r und Vorstandsmitglied Reinhardt von Geiß-Nidda. Wenn die meisten Redner auch betonten, daß das Landgesetz nicht von l-eute aiu morgen verwirklicht werden könne, so hätte nach ihrer Ansicht doch bedeutend mehr erreicht wervcn tonnen, wenn es den ausführenden Organen nicht allzu oft am guten Willen üi schneller und gründlicher Durchführung des Landgesetzes gemangelt hätte. Als Niederschlag der Stimmung der Ver- ammlung wurde einstimmig eine an das Staats- Ministerium in Darmstadt gerichtete Ent s chl te- jung angenommen, in der es u. a. feibt daß der Kreisverein aller Landbewerber des Krnies Büdingen um Mitteilung aller Beschlüsse.und' Ent- cheidungen bittet, die die Durchführung des Landgesetzes im 'hiesigen Kveise betreffen. Ter Gesamt Vorstand sei bereit, über alle örtlichen Verhältnisse und Wünsche der Landbewerber i (-derzeit Auskunft zu erteilen. Weiter wird beantragt, 1. den wirtschaftlich schwaäien und in brs- herigem Umfange nicht existenzfähigen Kleinbetrieben sofort Land in solcher Größe zu ang^ mesjenem Pachtpreise zu überweisen, daß sie ihre ländlichen Betriebe festigen und lebensfähig gestalten können: 2. Dir Staatsdomänen bei,Ablaus der Pachtverträge den örtlichen Zweigvereinen zu ^an- gemessenen Pachtpreisen zur Verteilung an wirklich bedürftige Landbewerber zu überweisen, die genügend Gewähr für eine ordnungsmäßige Bewirtschaftung bieten. Die öffentlichen Verpachtung e n des Staates müssen unbedingt zur Unterbindung von unvernünftigen Geboten aus- ge schalt et werden. 3. Die Durchführung des Landgesetzes Nicht von der F e l d be r e i n i g u n abhängig zu machen. 4. Das von einzelne nZweig verein en zu Siedlungszwecken verlaiigte Waldgelände (Donti- nalwaldungen usw.) rascher zur Verfügung zu stellen und mit der Abholzung umgehend zu beginnen. 5. Geeignete Bestimmungen zu treffen, daß das btt Auflösung der Fideikommisse zum Ver- kanse kommende Gelände restlos zu Siedlungszwecken zur Verfügung gestellt und jeder spekiüa- tive Ankauf durch Großkapitalisten verboten wird. Baldige Erledigung dieser Anträge sei im Interesse der schwierigen Volksernähnmg und der Exi- stienzmöglichckeit aller Landbewerber dringend geboten. Berlin, 31. Mai. Erne gestern in Schöne- berg-Berlm abgehaltene große Wählerv-wsammlung der Deutschnationalen Volkspartei wurde von Unabhängigen gesprengt. Graf Westarp sprach über die Herrschaft der Sozial Demokratie, die uns in den Abgrund treibe. Sofort ivurden über den Wpfen der Menge zwei rote Fahnen entrollt und nicht nur Schimpfwort« und Sckflnähworte gegen die Rednertribüne gerichtet. sondern auch Stöcke und Biergläser als Wurf- geschosst beirutzt. Es kam zu zahlreichen Verwundungen. Ta die Deutschnationaleu erkannten, datz an einen ordnungsmäßigen Verlauf der Versammlung nicht mehr zu denken war, räumten sie das Feld. Berlin, 31. Mai. In einer vor einig« Tagen in Mecklenburg abae'ballenen Wähleroer- sammlmig der Deutsch-Nationalen itnitit dem Abgeordneten dieser Partei, o. Gr äse, cm Bierseidel an die Brust geschleudeiu und verschieb tuen anderen Teilnehmern B^rsttzuv- national werden im Sinne eines tiefe« inneren Erlebnisses, daß wir Wesenswerte in unA tragen, die sonst keinem anderen Volke in dem Maße eigen sind, das Pflichtgefühl und das 33er« anttvortungsgefuhl. Ties sei das Ergebnis einer Jahrhunderte langen 33olkszucht. Ten Krieg hätten wir verlieren müssen unserer kulturellen Zukunft willen, die nur aus der Not herauswachsen könne. Ter zweite Pfeller sei der et hische Sozialismus. Man müsse unterscheiden zwischen dem Ge-> nuhkapital der Schieber und Werte schaffendem Kapital. Tas wertschaffende Kapital müsse individuell wirtschaften können, 'habe aber Verpflich-, tungen gegen die Gesamtheit, wirtschaftlicher und kultureller Art. Tie Deutsche Bolkspartei habe dem Gedanken des Rätegesetzes zugestimmt, als einem Ausgleich zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer, nicht aber als politisches Kampf- und Machtmittel. Tie wirtschaftliche Arbeitsgemeinschaft werde den Sieg über die politischen Betriebsräte davontragen. Der ethische Sozialismus fbetye aber noch höher. Tie Arbett sei heute nur mehr eine käufliche Ware, sie müsse wieder eine sittliche Leistung werden, die die sittliche Verpflichtung enthalte, daß jeder in die Lage komme, seine persön- lichon, geistigen und kulturellen Werte zur Geltung zu bringen. Tie fast yveiftihtbige Rede wurde mit langanhaltendem Beifall ausgenommen. — In der Diskussion, die der frühen Abreise des Redners wegen beschränkt wurde, erkannte Herr Klotz als Demokrat an, daß auch ein Gegner vieles der Rede des Referenten anerkennen könne. Tie Sozialisierung sei aus prakttschen Gründen eingeschränkt Worten. Tas Betriebsrätegesetz sei. bei vernünftiger Durchführung wesentlich von der Arbeitsgemeinschaft nicht verschieden. Nationalismus führe wieder zum Kriege. — Im Schlußwort wies der Referent darauf hin, daß der Kapp-Putsch von der Regierung als WcMchimmel aufgezäumt worden sei. Tie Deutsche Bolkspartei habe in den Kommissionen fleißiger mitgearbeitet, als irgend eine Partei, besonders Abg. Becker in der Steuergesetzgebung. Sodann betonte er noch einmal, daß nur der Liberalismus die notwendigen Kräfte zum Wick>erausbau frei machen könne. ** Der Bericht über die Zentrumsversammlung am gestrigen abend mußte wegen Platzmangels für morgen zurückgestellt werden. □ F r iedbe r g, 29. Mai. Nachdem in der letzten Woche die Me y rhei 1 s so zial isten und öie U.S.P. stark besuchte Versammlungen abgehalten hatten, fand gestern im Saale des Hotel Trapp unter dem Vorsitze des Buchhändlers Seriba die erste größere Versammlung der Deutschen Volkspartei statt. Der Redner des Abends, Universitätsprofessor Graf zu Dohna aus Hei- bdtierg, verstand es durch seine großzügige Art die Aufmerksamkeit seiner Zuhörer aufs äußerste zu fesseln. Er gab ebnen geschichtlichen Rückblick auf die Entwicklung Deutschlands vor dem Kriege, während des Krieges und seit 33eginn der Revolution und zeigte, Ivelche Stellung die Deutsche Bolkspartei, die er als eine nationale, soziale und Kbierale Partei bezeichnete, zu den wichtigsten Fragen der Gegenwart einnimmt. Reicher Beifall wurde dem Redner zu Teil; in der Aussprache ergriff ein Mehrheitssozialist Bauer das Wott, dessen Ausführungen teilweise stürmische Heiterkeit hervorriefen, da er offenbar den Rürner teiTlüdfc fillsch oder überhaupt nicht verstanden hatte. In den nächsten Tagen wird noch F in an Minister a. D. Becker hier sprechen; am Sonntag findet eine Versammlung der Zentrumspartei statt. anksurt a. M werte mehr geschaffen werden, wenn man durch Sozialisierung den SteucrzäAer abschuffe. Für die Staatsethaltung sei die Privatwirtschaft notwendig. Fünfviertel Jahr fei die demokratische Bahn für die Tüchtigsten frei, jetzt möge man sie sich ansehen. Tie Parteiminister hätten das Beste des Vaterlandes gewollt, aber nicht gekonnt, well ihnen die Voraussetzungen fehlten. Wir müßten Männer haben, bte ihr Ressort verstehen, ganz gleich, von welcher Partei sie kommen, nur müßten sie Reichsminister und feine Partei beamte sein; sie dürften nicht nach dem demokratischen Grundsatz ..Freie Bahn dem „Dran"strn"ans Ruder kommen, sondern als die wirklich Tüchtigsten. Wir brauchten für den Aufbau leitende Ideen, von denen man bei den M Einheitsparteien noch nichts gesehen habe. Leitende Ideen, die auch Zielpunkte für die Zukunft erhielten. Tie Deutsche Bolkspartei habe zwei derartige Pfeller, die aus ihr als selbstver- I stündlich heranSgcwachsen seien: Wir müssen Als nach Annahme der Entschließung einzelne parteipolitische Agitatoren die Versammelten in ihrem Sinne zu bearbeiten versuchten, wurde die Versammlung, die ohnehin durch die Hauptredner schon einen starken Einschlag einer sozialdemokratische Wahlversammlung bekommen.hatte, von dem Versammlungsleiter, Amtsgerichtssekretär Walter, geschlossen. Btt Beginn der Versammlung erklärte der Versammlungsleiter ausdrücklich, daß den in Büdingen umlaufenden tollen Gerüchten jegliche Begründung fehle. Die Landbewerber seien nicht zusammengekommen, ihre Forderungen gewaltsam zu erzwbigen. Er ermahne aber die Anwesenden Ruhe unD Besonnenhttt zu wahren. In diesem Zusammenhang erfahren wir noch daß sich in Büdingen seit einiger Zeit eine starke Erregung bemerkbar machte, wegen der vor kurzem erfolgten Erschießung eines Waldesberger Landwirtssohnes, der angeblich mit einem Wilderer verwechselt worden sein soll. Die von gewissen Seiten geschürte Erregung der Bevölkerung richtete sich hauptsächlich gegen einen Büdiuger Forstbeamten, der angeblich an dem Tod des jungen Menschen nicht schuldlos sein soll. Um einer etwaigen Bolks- juftiz gegen diesen Beamten twrju&eugcn, traf am Samstag abend eine Abteilung Gießener Reichswehr, (120 Mann mit mehreren Maschinen- ^gewehren) in Büdingen ein, die Polizeioirektvr Wehner, der als Regieningskommissar zur Untersuchung dieser Vorfälle in Büdingen weilt, zur 33etfügung steht. Kreis Lauterbach. fb. Schlitz, 30. Mar. In einer Bürger/ Versammlung, in der Maßnahmen über V e r- billigungdes Holzes beraten wurden, legte der Dürgermciter in längeren Ausführungen die Rechtslage bezügl. der Wald-Holzreckcke der Bürgerschaft an den Gräflichen WaDiingen klar. Er berichtete auch von den LZerlMidllmgen, die er mit Forstmeister Seeger geführt hatte, als deren Ergebnis er festßellte, d.itz das Fvrstamt nach Rücksprache mit dem Grafen ungefähr Vs der Berechtigten eine wesentlich>e Verbilligung cwtrüim ließ, abgestuft nach dem Grade der Bä'ckrfttgfeit. Ein Teil, besonders diejenigen, die erwerbsunfähig sind, erhielten das Jckhrholz für den Hwierlobn. der Rest bezahlte V» des geringen Extvapreises. Tie Mthrzo'hl der Versammelten war jedvch der Meinung, daß eine generelle Verteilung crstpcht werden solle und daß eine unterschiedliche Behmd- ht worden. Auch das ftädttsche Lebens- t mit seinen tun» 1500 Beamten geht in iften Tagen energisch an den Abbau der gewünscht werde. Es wurde schließlich cirie Immission gewählt bestehanrd aus 2 Eemeindkratsmit- gliedem, 2 Landwirten und 2 Arbeitern, die bte Verhandlungen führen sollen. Kreis Friedberg. bz. Bad-Nauheim, 31. Mai. Der Brotpreis für ein 1900 Gramm schweres Graubrot beträgt ab 311 Mai wieder 4,80 Mk. — Der Milchpreis beträgt ab 1. Juni: Ein Liter Vollmilch abgeholt 2 Mk., ein Liter Vollmilch zugetragen 2z20 Mk., ent Liter Magermilch abgeholt 1 Mk., em Liter Magermilch zugetragen 1,20 Mk. Starkenburg und Rheinhessen. — Groß-Gerau, 30. Mai. Die Maul- und Klauenseuche hat jetzt im Kreise Groß- Gerau einen derart gefahr-drohenden Charakter an- -genommen, daß fast gar feine Milch mehr zur 2lb- igabi' gelangen Bann. Einige Gemeinden mit rein bäuerlichem Charakter mußten die Milchablieferung Ibevefts ganz einstellen. Für die Säuglinge und Kinder bis zu zwei Jahren muß Büchsenmilch beschafft tverden. Ter Seuche fallen viele Tiere zum botder Holzauskäufe durch nicht im Regierungsbezirk Wiesbaden beheimatete Holzhändlev durchzufetzen. Man glaubt, daß durch diese Dolz- käufe die Frankfurter ZZersorgung zum mindesten gefährdet, wenn nicht unmöglich gemacht wird. 10. Tagung der Prekprüsrmgrftellen. Gießen, 29. Mai. Wie bereits gemeldet, begann am 25. Mai die 10. Tagung von Vertretern des R-ttchsmirb» chaftsminisierinms uni> der beteiligten Zentral fielen mit den Vertretern der deutschen Lances-, PMvinz- und Bezirkspreisprüftingsstellen in Gießen. Tie Tagung nmrde am 26. Mai im SeiMtssaal der Landes-Universität erösftiet. Zur Begrüßung waren erschienen als Bwireter der Regierung der Präsident des Landes-Arbefts- und Wirtschaftsamts Raab, Minime ialiat Emmerling vom Ministerium des Innern, Regierungs- assesor Mornewcg vom Landes-Einährungs- amt und Polizeiamtmann Dittmar von der Polizeidireknon Tarmstadt, von der Provrnztel- direklion OberfesM Oberregierungsrat Welcker, als Vertreter des Rektors der Landes-Universität Professor Dr. S k a l w e i t, als Vertietec des Oberbürgermeisters Gießen Beigeordneter Krenzien. Außer Vertretern des Rcichswiitschastsmini- teriums waren erschienen der Vertreter des Prenß. Staatskommissars für 33ol:sernährung, Rc- gierungsrat Frielinghaus-Brin, als Ver- tretet des Reichsern ähruiigsinrnißettums Rc- gierungsrat S ch u st e r - V.rlin, als Vectreter des Preuß. Landespoliz iamtes Lmterichter Dr. F a l k. Außer den Vertretern der deutschen Landes-, Provinz- und Bezirkspreisprüsungsstelten war mich ein Vertreter feer freien Stadt Danzig erschienen. Tie Tagungen wurden am 28. Mm abgeschlvs- en. Tie 33erhand. gTuo&n zu i 4 Tei Mi jomverband u eieiVverland vH für die ist fd vv 5. Ein Fim Mi ll M ers Msßwje von tzig der Sache a Zwei foeito m zurückgvM SneMönl Berlin, LUung ent ^Hochschule w dmokratisc «m Deutschs k Alehnunk -schschulle. «eben, irt der »Dverfassun jiMrgerlich him bekenr Mund Umfi iilt Lersuche Mel ob sie «i Die 3 ’n uns d ^4 ickderg -'ttchen Staa n'^ahme mi y W ^.jind ma unsozi (wische F ^'^niden ihr vor ben **i' darf nick flicken T Monds Mne mit u von T ^setzunx die na w*noten ger M- An bt D- da s Nivec u roi, Ausgabe iny.Au die j Ldi.j., öttuliemtar S diese Sienna, A-g 2-3 ill'eie '.stz 'N der . totes und das«? Äi8> 5&*S ra*?aS WL M ^lksvann 2 Nftintmt 4-j AAmy . _ 5gS ^JlWung Cltt, Mir Gel. W Rede ivutie J^grötmtn. _ L% 2kn> irot-eitämkfctn Ml ein (^n0 ÄÄ(önw Atzen Mita AsEkgesetz fa pesmtlch von ba taten, Naliomlij. TÄpmnt ?bderkapp-Mj UN Mel dufge^uB» Partei M>e in bej Jettet, alS irgend tn der Gtaia» c noch einmal, bd itbigen Stifte te. ^ieZentrumj. jen abend mufcr cycn iurMgeM i Nachdm in bc sozialistenu» mmtimgen abaeW le des Hotel träte ändlers Seriba li der Deutscher lehnet des ÄboH Dohna auS ha ne gro^ügige 3r rsrer auss Sutzni Amtlichen RW ds vor dem Arie- Beginn der Re» llung die Teutid itionäle, soziale ite zu d.m imtötijiie, imt. Reicher W-. in bet Ausspreti Bauer das §c' stürmische hriterk icn Rümet leiöm erstanden hatte, ? Zmanzmimsterc^ lag fütbet ra.; «•’ flott. et en, da,", u ' ÄS SÄ ^ÄiW^S •ÄÜ ;■>«* wrfö# J3»J* geltem in W BäfavrfcnmliB Volkspatte tiörtnflt W, muitb tteibt^y Menge twn a nur tÄbimMr UtbnertriMn« g Mreichen oefic ää! edanl ber^- rat, räumten n einer Menen W;. «tieWMS rtei o. Grate l nlitehmern 82. tonil Waffe^tzetz ift mit Strhmg gym m ©tunbenlofri ajn 3 Mk. mit ent, ©tefteluiig und Dom 3. Mai ein von 3,20 Mk zu -«chlen 4. Ten Arbeitern, die in beit Betrieb« be- schLstrst sind, die dem ^irtaerfMmo für Holz- terrbdßm^ietnebe m Oberinnen an gehören, ist eit »irftrng Dom 3. Mot 1920 auf die bestehen fca LSHne Dan 3,45 Mk. bzw. 3,20 Nkk. ein Zuschlag von 20 w. Ml gvvähvar, brr sich oum 29. Mat aui 30 Profit erhöht 5. Die von dem Verband der (Siebener B.mk- te&maen getroffene Neuregelung der (rintomm »n4- vetHäktnisfe der Dankangc,testen vom 15. April Mied mit Wirkung Dom 1. März auch mp die An- yefteflttn bc4 Bankhauses Joseph Herz in Gießen für anwendbar erklärt Eine weireue Sache wurde aus bat 2. Juni vertagt. Sitzung vvin 27. Mjai 1920. 1. Ten Angestellten der Firma Schmit u. Ebe in Drntcho, stecht em Anspruch aus NuchhMung für die Monate Oktober und November 1919 nicht zu. Tagegen ist ihnen eine. WiNschaftsbechilse in höhe eines Monatsgehalts auszuzah'en, soweit sie Dom l. Tezember 1919 an im Dienste der Firma be» schäl ttgr waren. 2. Ter Anspruch des Wilhelm Tür deck ui «ietzen aus Wciderbeschäftigung bei der Firma Schonr u. Ebe in Windhos wird dem ordentlichen Rechtsweg Dorbehalten. 3. Ten Buchbiudergehilten der Bereinigung der B^chdruckereibesitzer Gießens ist tmt Wirkung vom 15. März 1920 an der der Erhöhung der LokalzuschlLge von 10 aus 12i/a Prozent ,-ntspre- cheude Wn zu zählen 4. Ter zwtsrl?en dem Sübnvstdeutschrn Arbeiterverband und dem Deutschen Transport- arber ter verband abgkschlos'ene Tarisderturg wird auch für die Firmen KriH, Metz und Adam ui Kutzbach sür verbindlich erklärt. 5. Ein Firmeninhaber von Torheim, der zum Dermin nicht erschienen war, wurde in eine Ordnungsstrafe von 20 Mk. genommen, die Derbano- llmg der Sache auSgcsetzt. Zwei foritm Fälle fielen aus, weil der ?In^ trag itmiefgenommen b-w. die Sache gegen die Sertinimmg der Maler- und Weitz bindermeister durch Vergleich ihre Erledigung gefunden hat. Eine Erklänmg deutscher Hochschullehrer. Berlin, 29. Mai. (WTB.) Um der -uffassuna entgegen-utreten, daß die deutschen Hochschulen Horte der Reaktion seien, wo Vie demokratische und soziale Republik des Meuen Deutschlands grundsätzlicher allgemein «er Ablehnung begegne, haben etwa 4 00 Hochschullehrer eine Erklärung ab- S'en, irt der es u. a. heißt: Die deu-ttsche sverfassung gewährt jeder ausbauenden staatsbürgerlichen Gemeinschaftsarbeit Raum. Darum bekennen wir uns ohne Vorbehalte und Umschweife zu ihr. Wir verwerfen alle Versuche des gewaltsamen Umsturzes, gleichviel ob sie von rechts oder von links kommen. Die Verfassung von Weimar ist für uns die aus dem Zusammenbruch wiedergewonnene Rechtsordnung des deutschen Staates. Statt in engster Fühlungnahme mit der großen Mehrheit des deutschen Volkes ihrem hohen Ziele nachru- gehen, sind manche Kreise unserer Hochschulen tn eine unsoziale Absonderung geraten. Die akademische Jugend, die mit oem Blut von Taufenden ihrer Besten Heimat und Vaterland vor den Greueln des' Krieges bewahren half, darf nicht länger, auch nicht zu einem erheblichen Teil beiseite stehen. Wer an Deutschlands Wiederaufbau Mitwirken will, erkenne mit uns in der demokratischen Verfassung von Weimar die für alle verbindliche Voraussetzung für die Verwirklichung der Ziele, die nach dem Zusammenbruch allen Patrioten gemeinsam sein müssen. Handel. Berlin, 29. Mai. Börse« stimmungs- btlb. An der Börse zeigte sich starke Zurückhaltung, da sich die D«rsenkurse unter dem gehobenen Niveau von gestern abend bewegten. Am Monummarkt wirkte außerdem noch bte Nn- nwtb. T.e tubroiben Werte büßten meist 3 bis r 0 droz ein, abgesehen van oberschteiisch^r, bi? lieb behaupteten, teilweise sogar kleine Kurs- gewtnne erznrten konnten. Für Gelsenkirchen fan- &cn neue rheinische Käufe statt bei dem rvi>u zierten Kursntveou von 205, desgl. tu 344 bei bei Rheinstadl angeblich für ausländisch Rechnung. Jnr übn-jen setzte das Äusland t?un>eiic seine Realisation n noch fort, U> in L'hporhelenpsai döri' ien, die b..rc’.i'1h;n ab- brödelten. Von den Farbwerten sind es namait uch du- früher nach dem Aesoni abgeftromte-n «ad. Amlm-Aktien bei baten huab Rückströmen der ^06 zurückging, später erholt 412. Die übrige* Farbwerte nmig verändert Deutsch- übers« etwas über gestern, Siennms u. ö ite-te wie Felten u. Gmllvcniwe schw*chei Am Wlomil marr.e zogen bir Kurse animgs an, be"o7*r» Neu-Guinea 566. Dtart^rteilc bis 630, Genutz- scheine bis 430, Stonuum ca. 1275, Süd'er 18Ö0 «en. Schwrnbench.s (^schüft in Oeflo-rtci Pe- tnoiemn zunächst auf 580 erziehend, dann ebenso ohne Absichtlichen Grund cur 560 zurüchv^end Steaua Srsi uuisaL'oS bei 790 cum 75 Prt^;. unter geslrr»- Erdöl "exb festem Anfang b> Häuptel 695 ä 690. Sch«Unng f«n echt Tas verstörte rxb btt atlgcmcniv Undift Ter Cte-knis- märte Lag schwach. Tägliches (3rfb 4»/, Bävz Frankfurt a. M., 29. Mai. Börfen- stirnrnungsbild Fn Anbetracht der fd»*n Amben Beweg-mg her Martevlum und der 9-och- richlen über dir altgcinenne innenwhtifrfr Lage zeigte ter Börsenwochens/r Prozent niedriger warm Phönst Bergbau. Bon den übrigen zu variablen Kursen gebandelten Werten lagen Taimler abgeschwächt Adierwerte Kteyer unter Berücksichtigung des Dividendmaib- scltlages 2Vr Proz. niedriger. Kaliwerte folgten ebensmls der rückläufigen Kursmtwicklung. Aschersleben verloren 8 Päoz. Unter den (Flehrte papieren gaben Felten u. Guilleaume 19 Proz., Schuckert 6 Proz. und Deutsch Ueberfce 10 Proz. nach. Auch in chemischen Aktien überwog die Nei- üimq zu Verkäufen, so daß u. a. Scheidoanstalt 9 Proz., Farbwerke Höchst 3 Proz. und Elektron Grieshemi 9 Proz. nwbriger einsehten. Schisfahrts- aktien ruhig und stlIvächer Lombarden blieben gesucht. .Kowniaiwerte neigten in der Mehrzahl nach imten. Auch im weiteren Verlaus hielt die Ge- schvftÄ'tille an und dir Börse zeigte ein vorwiegend schn-aches Aussehen. Der Rentenmarkt lag still. Privatdiskont 4i/< Prozent und darunter. Froakfurt a. M., 31. Mai. »ebilewmartt. Datum: Amsterdam • tRottetb. Brüstel-Antwerpen . Christiania flopenftagen Stockholm tzelflngforr...... Italien . London New-York Paris Schweiz Spanien Wien (altes) .... Deutsch-Oesterr. abg Prag Budapest Bulgarien Konstantinopel. - . Veld Brief Veld Brief 28. Mai 29. Mai 1448,50 1451,50 1448,50 1451,50 317,20 317,80 312,20 312,80 699,30 700,70 699,30 690,70 641,80 643,20 649,30 650,70 804,10 805,90 864,10 865,90 199,80 200,20 184,80 185,20 229,75 230,25 229,76 230,26 164,85 155,15 153,85 154,15 39,20 39,30 39,20 39,80 302,20 302,80 294,70 295,30 699.30 700,70 699,30 700,70 629,40 638,60 641,80 643,20 22,97 23fi3 21,47 21,53 30,47 30,53 29,47 29,53 84,90 85,10 84,90 85,10 24.27 24,33 22,97 23,03 Datum: 28.5. 29.5. ZArlck . 13,30 14^0 Amsterdam 6,726 6,96 Kopenhagen 16, - 16,- Stockholm 11,50 11,75 Wien.................. -i- ®lrfeifer1<. Frankfurt Berlin Adentz. Sck'luß- Schluß» Schluß- Xln8 Sur« ffur* ffurf ‘Datum: 28.5. 29.5. 28. 6. 29. 5 S'/.TteetRriegianL 7V.75 —.— 79,75 74,75 79,76 74,70 4'','Deut.Neich»anl. — - I' Deut.Re t^gawL * — . —- 64^0 75,40 64,10 4', Preusi. Konsolo ~ r—- — . — 74,90 Tarm;tfibi«r Sank — _ * 155,50 155,- Deutsche Bank . . — . — 268,25 266,50 Ti^ccntO- Gesellch. 195,- 195,- Dresdener Bink. . —. -* — 165,- 164,- Äohonalbanh s. D. — , — 138,75 141,- Mitteld Ired'wank 155,- ___ 156,- 156,- H.rmenii.-Patzctf. 164,- — 162,75 162,25 7lc>rddentscherüloyd 164,50 w . — 164,50 162,25 Boch. Guhstahlwrk. D.-lluxemd.Dergw. 236,- 260,- —f — 235,- 261,- 232,- 255,- Geksenliirch.'Serg». 274,- 275,50 263,- Harpen« Bergbau 248,- —. — 242,- 244, — O berscht. Eisend.-B. Oberschtef.Eisenind. PHSnix-Brgb Akt. 177,- — . — 174,— 174,- 235,- —. — 231,50 212,- :«o,- —.— 356,- 345,- B«d.Anikn-u.Soda 434,- — — 429,- 410,25 Höchster Farbwerke Slektr. A. EP — . — — . — 342,- 336,- 258,- — _ — 254,- 258,50 Schuckeri-Werk« . —. — 170^5 — . — FellknL-Guilleaume — e *— — . — 356,- 358,- Daimler...... 203,- — - — 200,- 204,75 Bud.-Eise»«..?lkt. — _ — — . — 250,- 245,- Adlerwerk« .... 218,- — . — 225,- 210,- 4•/, Hess. Saataanl. tUctron vrieehei. — . — . —* 300'- 305,— menge tzv« 6 Vfnnb MHb ein Hterwrg«rffO- zeiträum von 44 W.xden zu Grunde zu ««n Kommunchverbände, die bis zum 19. 3tmi 19W feinen Br-dars angemeldet, haben feinen auf Bersorgung durch die Reichsterboftelsteüe^ Ütjorn muiuilrerbänbe sind berpffidxet, bee Ikengeit, ixe sie als Bedarf an gemeldet hoben, abzwiedmen. Dir Aiwrung im Saargrbkt Saarb rü cken, 28 Mai sWolisst Die Ar^ beitegemernfdtait der Saarindustriellen bcidwiligy iidi deute in einer Sitzung mit der bePoriteU-iwe» Einführung der Frankrnentloh n u n g auf den aaatgrxben. In einer mehr als gwnhn»* digen Debatte sprachen sich die Ardeitgeb.-r- KW die Arbum einer Aenderung der W ä h r un g tm>r«rr- gebiet ablehnend gegenüber. Die Tagung der Kouferenr t»n Spao Bern, 28. Mau töolff.) Nach dem „Matm" haben sich die alliierten Regierungen miteinander ins Bcnedrnen gesetzt ntegrn der Anregung der italienischen Regterunp, die $ on f " Spaa auf den 1. Juli zu vertagen. Mim ist tedoch oirirr Anregung wenig güm'ttg gesinnt, da bei Zustimmung zu diesem Borfch.ag die internationale Finanzkonferenz in Brüssri mrfjt vor de» Herbst stattfinden kstnnte. Es ist fall unmSglich, be wirtschaftliche und finanzielle vage Europas fo lernte im ungewissen zu lassen. Berlin, 29. Mm. (MTB) Das offiziöse Echo de Bulgorie vorn 12. Mai meldet: Der Mi- nifterrat beschloß, die Zwang-Verwaltung über Industrie- und fcanbeUftraten und über die für die Ausfuhr bereitgehaltenen Waren und sonstige Güter, die dsutschen, österreichischen, un* «arischen und türkischen Untertanen gehören, auf» znhebm. Tie von diesen Untertanen bei Staats' ober Piiratbauteu deponierten Summen werden ihnen 511 ihrer Verfügung zurückgegeben. Tie Personen, die mit der Verwaltung der Güter uni> Waren gewisser Firmen und Privatleute beauftragt waren, werden ihres Postens ertiybcn. Sie müssen den Besitzern dieser Firmen -Ile Dokumente, Waren, Inventar und Güter, wie sie sie empfangen haben, zurückgeben. Madrid, 31. Mai. (WTB.) Eine königliche Verordnung untersagt alle Börsengeschäfte in ausländischem Geld, ausgenommen in der letzten Viertelstunde des offiziellen Börsen- geichäsls. Tie Bankers haben dagegen Protest eingelegt. Müller'schr Badeanstalt. Waisenvarme der Lahn am 31. Mai: 19 Grad R. 'JB'JJJ . J____' " .'.11” '. -li (In einem Teil der Auflage wted.'rhvlt.) Die ^iessLhrige $tartofftlwrforflunfl Berlin, 28. Mai. Der „9teid)t3un gen bei der Trstürmung des *T>o lnischen Plebiszitkom m issariats im £*>tri Lomnitz bauerten von 8 Ilhr abends bti 12 Uhr nachts Die Polizei war machtlos Große Wette fielen der Penncknung »um Opfer. Tie ®cmnijhing länt Nw nicht bef di reiben. Zum Schlosse wurde von der Menge in den unteren Räumen noch Feuer In Lancasa bei Cattttta versuchten 4000 Erdarbeiter tue Bürgermeisterei in Brand »u stecken »xru- binieri griffen ein T-rei Arbeiter wurden getötet, 15 verletzt. Infolge der Zwischmfalle, die sich bei der Riedettegung der Arbeit zugetragen haben, hat der in Kärnten proklamierte Generalstrei l auch aut Friaul übergegriffen und dedvdht Venetien. Auch bte (Eisenbahner der Pvovinz lldtm werden sich bem Ausstand anschitetzen. Mailand, 28. Mai. ^VTB.) Dem,,Se- colo" wird aus Udine berieft et, daß der Streck «n Friaul völlig abgebrochen worden ist. Der Eifer» bahndienst ist heute morgen wieder ausgenommen worden. • Rom, 28. Mai. (Wolff.) Teresa ©ttrtv, bie Schwester des Papstes Pius XX, ist gestorben . Verkauf der ,,Münchener Neuesten Ntuch richten". Berlin, 28. Mai. Einer Melduiws der „Bossischen Zeiriing" auS München zufolge steht der Abschluß über den Verkauf der „Münchener Neuesten Nachrichten" unmittelbar bevor. Die Derlagsftrma bleibt bestehen, doch findet $tn Austritt der wichtigsten Teilhaber und ein ®mtritt neuer Teilhaber statt. Wie man hört, haben sich die bisherigen Verleger von den Käufern Garantien gegen einen Wechsel der politischen Halt ung des Blattes geben lassen, indessen wird die ganz linksdemokratische Haltung des Blattes wohl etwas gemildert werden. An der Spitze der neuen Teilhaber soll sich der bekannte Münchener Großkaufmann Zenz befinden. Das Blatt dürfte die Neuorientt»- rung der demvkrattschen Partei Bayerns, bie ja bekanntlich in den Ordnungsblock eingetreten ist, mitmachen. vehsrdiiche Anzeig«». Ausgabe vonHolzbezugstarteu. An bte Bezugsberechtigten werden bis 1. Mai 1921 gültige Holzbezugskarten ausgegeben, und ypftT an diejenigen des Bezirks 10, deren Flwültennamen beginnt mit den Buchstaben: A—K am Montag bet 31. Mai 1920, L—Z am Dienstag bat 1. Juni 1920, an diejenigen des dezirksll, deren Familiennamen beginnt mit den Buchinwen: A—K am Mittwoch den 2. Juni 1920, ' L—Z am Donnerstag den 3. Juni 1920 an diejenigen des Bezirksl2, deren FamUiemMmen beginnt mit den Buchstaben: A—ff am Freitag den 4. Ium 1920^ L—Z am Smnstag den 5. Juni 1920, an diejenigen des Bezirks 13, bevor Familiennamen beginnt mit den Buchstaben: A—ff am Montag den 7. Jmri 1920, L—Z am Dienstag den 8. Juni 1920. Die Ausgabe der Bezugskarten erfolgt an den genannten Tagen nur inderZeitvon8 — 12llhrvormtttags. Die Holzausgabe muß wegen Maschrnotdeftekl auf einige Tagener- schobeu werben. 60098 Stäbe Bvemrstoffamt._____________ llOsttet- unö 8MMsk. Auf Beschluß der Städtischen Lebensmittel- Deputation sind bie Milch-, Butter- und ff äfepre ifc mit Wirkung vom 1. Juni 1920 wie folgt erhöht worben: Vollmilch 1 Liter 2 Mk., Magermilch 1 Liter 1 Mk., Butter 1 Pfund 19.20 Mk. Käse 1 Pfund 6.40 Mk. r Gießen, den 31. Mai 1920. 60308 Ter OberMogcnneil ter (Leb msmittelamt). Norddeutscher Lloyd, Bremen Ostseefahrt Regeimätziger »effaqler, 9e»ä* u. Ervreßaui- Bert zwi'ch. Swiue»ü»tze. Zovvst u. Danz'A. Äb 2. $)*nt l«0 «mD Mtttw-chs untz eam#U«e van Swinemümtze 3.00 B. 1«nschtuk»»»g ab Berlin, Stett. Bahnhof, Tienvrag» und Frettag» 10-34 N > Montag» u Doauerchaos von Danztg 8.00 B-, von Zovvot 9.00 B. (WWhMih In Berlm, Stett. Bahnhof, Dlentzias» und Freitag» 8.06 B.l Fahrkarten und «u»küuke bei dem Vertretungen des Norddeutkve« Vleub, des $HtteleuroDtri Slslastr. SS p, 1 weiße* Kleid, 2 Sommer- blasen, 2 Damenhtte weg. Trauerfall zu verkaufen. 09921 Liebigstr. 29 III, Wetzlarer Weg 43 II. Für Brautleute! Konzertzither Tischwäsche Handtücher beste neue Friedensware zu verkaufen. Schr. Ang. u. 09806 an den G. Anz. Leinöl für gewerbl. Zwecke ges. Helarloh Schön, Schlossermeister, Schanzenstrave 1. Telephon 2074. I60“ 60121 Weiufiaschcu und Strobbülien kauft Frankfurter Str. II. Alleinankauf Heute leteter Tag Albert Basaermann in „Die Stimme“ Max Land» in „Oie Apachen“ Ab morgen bis Intel. Freitag: „Juta“«,. Dritte Episode: Je ptateli* Meile“. Vierte Episode: „Der leere Sarg“. 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Anmeldung auch auf der Geschäftsstelle Bergstraße 21 II. Der Dorstand. ^»Sirtatr uchl Tätigkeit, am liebst. Dauertätigkeil s. Montag, Milllvoch u. Freitag. BeereHlsser, Steinberg In Wietzen Dienstag, Donnerstag u. SamStag zu erfrag. Süd-Aul. 14 von 12—1 Uhr. 09795 Junges Mädchen, 211., evgl., aus guter Familie, sucht Anlnahmo in bass. Hanse z. Erl. der Küche u. d. Haush. Familienanschl. Beding. Ohne geaens. Vergüt. Angeb. an Jng. Derlich, Wetzlar. WMa Fräulein, 21 I., sucht Stellung ä. (Sri. b.Neitau- rationss. i. Küche, HanS u. Büfett ohne gegens.Berg. Kost u. Logiö i. Hanse. Eintritt sofort. Schr. Angeb. unt. 09931 an d. Gieff. Anz. I VorkSut» I 1 Nfgs i) 4jäbr. Wallach, 1 P|llv weil überzählig, zu verkaufen bei 09789 J. II. Prelß, Wetzlarer Weg 80. ^'sErftkl. gekört., 7 M. alt. veredelt. Land- schwein, flut im Sprung, zu vk. Gemeinde- rechn. Sehvars, vori-BM. Sichtb. trächt. Mutter- Mchwein, vier Monate altes Kalb (Simmentaler) zu verkaufen. Job. Seip, 09sw Bettenhausen. Satze innOtiliiiliii Zur Abwehr der antisemitischen Angriffe wird Herr Dr. Jacob, Dortmund am Dienstag den 1. Juni, abends 8 Uhr, im „Einhorn" über das Thema JMlBllIWltlH“ sprechen. Zugehörige aller Parteien und Konfessionen sind freunbL eingeladen. An die Deutschnationale Dolkspartei, insbesondere an Herrn Dr. Werner, ist eine spezielle Einladung ergangen. Der gentralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens (Ortsgruppe Gietzen). in ihrem hervorragend. Filmschauepiel M» in 5 Akten W „Frauenruhm“. I 77 G Schellfische «.fiabeljau in ganzen Fischen unb im Ausschnitt zu billigeren Preisen sind eingetroffen bei 6051 Georg Wallenfels Marktplatz 21 gegenüb. d.Engelavotheke. | Verschiedenes! K 4/20. ZivsllBverßchenlng zum Zwelle Oer Msein- onöerfeöung. Mittwoch den 7. Juli lS20,vormittaas9llbr, werden auf dem hiesigen Amtsgericht, Zimmer dir. 14, die nachstehenden den Heinrich Beiter Eheleuten und den Karl Sommer Eheleuten in Giehen zugeschriebenen Grundstücke versteigert, nämlich: Fl. II 9?r. 2631/10= 12qm Hosreilegrnnd, Marburger Straffe 30 Fl. II Nr. 263'/.° = 88 qm Grabgarlen daselbst ÖL II Nr. 263«/w - 893 qm Hofreite daselbst FL II Nr. 263e/l0 = 329qm Grabgarten daselbst. DieamisgerichlltcheBer- füglmg ist zur Einsicht an der Ortstafel öffentlich ausgebängL Giehen, den 21. 5.1920. Hess. OrtSgericht. 3ii allen Seiflidiielteo Gleichzeitig nehme ich noch Schüler fürKlavierunter- richtan Cellarius 06885 Kaiser Allee 120 ehem.Mtgl.d.Rgts.'Muslk Geschiedene junge Frau mit 7jähr. Jungen, durchaus wirtschaftlich veranlagt, mit vollständ. Ausstattung für 4—5 Zimmer, könnte alleinstebendeui, besserem Herrn ein ÄW biet., gegebenenfalls auch auswärts. Schriftliche Angeb. unter 6029 an de» Gieh. Anzeiger erbeten.. 5oanfGg/30.5„ 111* jus ®elnljau(en ©irten. |(| br. Lederlasch« mit Inhalt In 5IK Hi6ön 00. Gongen w» tauscht raoföen. N lonfti) gegen eine ML Belohnung. ÜtOfeffOt Wenzel, Gietzen, fienfelMe I- Elsatz-Lotbrinaer. Am Mittwoch den 2.6- abds. 8 llbr, liaapt- versammln n Nr.A.3,2370d Schmicdegcsellr gesucht. Silberzabn, 5952_______Wetzlar. Zuverl. saub. Lauf* frau od. Mlidchen dreimal l‘/i Stunden kn der Woche gesucht owm Löberstratze 10, H. Saubere, ftiuke Frau ober Mädchen sür HanS- arbett2mal wöchentl. geg. hohen Lohn gesucht 6011 Frankfurter Str. 301. Sauberes Laufmädchen ober Fran für mehrere Stunben gesucht M9919 Soetbettratze 311 Stesetypistin - Gesaeb. Zu möglichst sofortigem Eintritt wirb ein in Stenographie u. Maschinenschreiben ßewanbt. Fräulein auf ein Werks-Bureau gesucht. Schr. Ang. mit ZeugntSabschrlsten u. 5899D an ben Gieh. Anz. Suche für Provinz M Hannover bie Vertretung g einer la. Zigarrenfab rik. ® Suchender vertritt diesen ä Bezirk schon seit zwanzig Jahren unb ist bei in flÄ Frage tonimenber Kunb- schuft gut eingesüvrt. W SchristL Angeb. unter 6000D a. b. Gieh.Anz. erb. W Nr. 74 31. Ni al 1920 mn 2. 11 jSS<* .M 8 1. 2. Zur Auskunft sind verpflichtet: dcut,chc Reichsairgchörige, die Eigentümer, Besitzer oder Inhaber der im S 1 bezeichneten Gegenstände sind oder seit dein 1. Juli 1914 gewesen sind, deutsche Reichsangehörige, die als Psandgläubiger oder aus einem anderen Rechtsgrund zur Verfügung über einen dieser Gegenstände berechtigt sind oder seit dem 1. Juli 1914 gewesen sind. 8 1.. Ter Reichsminister sirr Wiederaufbau sowie die v)n ihm bestimmten Stellen sind berechtigt, iede für erforderlich erachtete Auskunft zu verlangen über Güter, Rechte und Interessen deutscher Relck-sangehörnger im Gebiete der alliierten oder a>soziierten yiädjie, einschließlich ihrer Mlonien, Befchungen und Prvtektoralsiänder. Tie Äerpstichtung zur Erteilung der Auskunft erstreckt sich auch auf alle Geichäfte, die in bezug auf die am Absatz l bezeichneten Güter, Rechte und Interessen seit dem 1. Juli 1914 vorge- nommen worden find, insbesondere Veräußerungen, Belastungen, und Verpfändungen. Tie Verpftick-iung zur Erteilung der Auskunft erstreckt sich nicht auf Gitter, Rechte und Interessen, die nad) dem 10. Januar 1920 von einem Ausländer auf einen deutschen Reick-sangehörigen übergegangen sind. Tas Ergebnis der Auskünfte darf nicht zu steuerlichen Zwecken verwendet werden. schusses folgendes verordnet : Artikel t. § 3 Absatz 2 der Bekanntmachung, betreffend die Ersparnis von Brennstoffen und Beleuchtungsmitteln, vom . Tez. 1916 (Reichs-Gesetzbl. S. 1355), evhält folgende Fassung: Tie Landeszentralbehörden und die von ihnen beauftragten Behörden werden ermächtigt, für bestimmte Bezirke oder Betriebe und in Einzelfällen eine frühere oder eine spätere Schließung, diese jedock) nicht über ll1/» Uhr abends, anzuordnen oder zu gestatten. Artikel 2. Tie Verordnung tritt mit dem Tage der Ver- Die russisch-englischen Handelsbcziehunge«. London, 1. Juni. (WTB.) Krassin halte gestern die erste Unterredung mit Lloyd Ten in Nr. 1 und 2 bezeichneten Auskunftspflichtigen stehen ihre gesetzlichen Vertreter sowie die Verwalter von Vermögens- mafien und sonstige Verfügungsberechtigte gleich. 8 3. Tie Auskunft kann durch öffentliche Bekanntmachung oder durch Anfrage bei den einzelnen zur Auskunft Verpflichteten erfordert werden. § 4. Wer vorsätzlich die erforderte Auskunft nicht oder nicht in der gesetzten Frist erteilt, oder eine unrichtige ober unvollständige Auskunft gibt, wird mit Gefängnis bis zu sechs Monaten und mit Geldstrafe bis zu zehntausend Wiarf oder mit einer dieser Strafen bestraft. Wer fahrlässig die erforderte Auskunft nickst ober nicht in der gesetzten Frist erteilt oder eine unrichtige ober unvollständige Auskunft gibt, wird mit Geldstrafe bis zu breitausend Mark bestraft. 8 5. Ter Reichsminister für Wiederaufbau erläßt die Bestimmungen zur Ausführung des Gesetzes. § 6. Tas Gesetz tritt mit dein Tage der Verkündung in Kraft. Berlin, den 8. 9)tai 1920. Ter Reichspräsident: Ebert. Der Reichskanzler: Müller. Gesetz betreffend Auskunstspftickst über deutsckie Güter, Rechte und Interessen im Gebiete der alliierten oder assoziierten Machte aus Anlaß der Durchführung der Bestimmung des § 10 Absatz 2 der Anlage zu Artikel 298 des Friedensvertrags (Auskunftspflichtgesttz.. Vom 8. Mai 1920. Tie verfassunggebende Deutsck>e Nationalversammlung pat das folgende Gesetz beschlossen, das mit Zustimmung des Reichsrats hiermit verkündet wird: i Pulschgrspenfter. Berlin, 1. Juni. In einer Ansprache über Putschvorbereitungen, die General Reinhardt mit einem Mitarbeiter des Tageblatts hatte, kam er zu der Feststellung, daß genügend ver- fassungstreueTruppen zur Abwehr bereit seien. Ter General sagte: Denn retzt irgendwo, beispielsweise in 2Bcftfa.cn Truppenteile aufgelöst trerben, so zerstreuen sich selbstverftändlich die zur Auflösung kommenden Mannschaften und reiten zuweilen in Heinen Trupps auch nach Ostpreußen trab ähnlichen Punkten. Tas erweckt den Anschein von bestimmten Mannschaftsbewegungen, die an sich aber gar nichts gefahrvolles zu bedeuten haben. Wenn anderswo Putschanschläge Dorbereitet « Cellariu1 RaittrWW biebene junge die iabr. Jungen, bart ;tem Henn ein. iHuig H,( 3dH'19 mni »i ggg t5nN* $ ,6801.6* cht m grau •' loDllM'- S-stz I Amt5verkündigung5blatt für die proDinjiatoireflion Sberheffen und für dar Kreisamt Sichen Crlfrint nach Betarf: Montag, M-n-tag, P°nnersta9 und greilag. Rur durch di- poft zu b^i-h-u g.g.u Mk. 2.50 ui-rt-Ijührttch. Verordnung über Abänderung der Bekanntmachung, betreffend die Ersparnis von Brennstoffen unb Belcuchlungsmitteln, vom 11. Tezcmber 1916 (Reick)s-Gesetzbl. S. 1355). Vom 29. April 1920. Auf Grund des § 1 des Gesetzes über eine vereinfachte Form der Gesetzgebung für die Zwecke der Uebergangswittichaft vom 17. April 1919 (Reichs-Gesetzbl. S. 394- wird von der ^Reichs- tegierung mit Zustimmung des Reichsrats und des von der verfassunggebenden Teutschen Nationalversammlung gewählten Aus- Bcrordnung betr Aendernng der Verordnung über künslliche Tüngemittel. Vom 4. Mai 1920. Auf Grund des ß 1 des Gesetzes über eine vereinfachte Form der Gesetzgebung für die Zwecke der Uebergangswirlschaft vom 17. April 1919 (Reick-s-Geietzbl. S. 394) wird von der Reichs- regierung mit Zustimmung des Reichsrats und des von der Nalionalversammlilng gewählten Ausscksttsses folgendes verordnet: A r t i f e l I §11 ber Verorbnung über künstliche Düngemittel voni 3. August 1918 (Reichs-Gesetzbl. S. 999- ist zu streichen. Artikel II. Diese Verordnung tritt mit bem Tage der Verkündung in Kraft. Berlin, den 4. Mai 1920. Tie Reichsregierung: M ü 11 e r. 3nbaIt$ Ucbcrfid)t: Ersatzwahl zum Provmziallag und Proomzialausschutz. - Verbot der Ausfuhr von Waren (Besen, Bürsten, P.nsel und Sieowaren). - Verordnung über künstliche Düngemittel. - Auskunstspfl.cht über deutsche Guter usw. aus Anlaß der Durch ührung des Friedens. Vertrags. - Ersparnis von Brennstoffen - Regelung der Einfuhr. - Deutsche Arzne.taxe. - Verfüttern von grünem Getre.de. - W.ederzulassung einer Oelmühle zur Verarbeitung von Oelsruchten. - Stand der Maul- u. Klauenseuche. - Mahnahmen gegen die Verbreitung der Maul- und Klauenseuche. - ZeitAanschlag m der hiabt Giehen. - Feldbereimgung Oppenrod. einmrnmig wngcnocs Be bm gestrigen Wahlen jum So ihaer Landtage ertie." ten die unabhängige soziastxmatrati die Paitn 30 700, ber ©•luemlnmb 17 141, bie Tentsch-Nitis- na(en 3.517, die Deutsche Do s?irtei 15 960, di Temokraten 6973 b.< Me^r e is'vür i en 3'53 Stimmen. 30 Crt'dy-f'.en f^^cn noch aus. Es werden voraus ich.li-> traten: Tie llnalchängi- gen 8 ober 9, ber Bauernbund 5 JOer 6, die Deutsche BolkSpartei 3, die Teilt chnativnaleu 1, b e Temokraven 1, die Mebrh its aziali len 1 Sitz. Tie deutsche Boi Apartei hat ihre Sttrnmenzabl verdoppelt, während die Teuffchnatintalen zu Gunsten des Bav.mbmrdes die £>älhe t«r Stimmen verloren. Die bisherige Mehrheit der miab- HLngigen So i Iberrufrd te ist damit gesprengt Bei der vorigen Wobt hatten die Unabhängigen 43 000, de TOejrfr i.i’ctüt erruf raten 7830, dir Temotraten 1810), die RechtL.ehrnden emschl. ßai^rnbtmb, die liämecrbäiiecng harten, 16 400 Stimmen. Ein »egierungtzdementi. Berlin, 31 Mai lWB.) Amtlich. In ferner Rede in Sxrrewxr sollte der frühere Staatsminister Helffericb imb nach ihm »chireicke Redner ber Teuisch-nationalen Bolksvarter, als letz er brr frühere SwatSmini'ler Tr. He r g t- Mümben bie Behauptung auf, drtz die Entente neb*n bem inzwischen mi erf ri b ne.- Fredens-ert ai noch einen zweften, ive'.te.us ntübertn in Bocbevcitung Haire Tiefer letztere hätte u. a. die Besetzung im Le.en nur auf ochrzebn Monate imb «einerlei Besitzergreimng des Saarg biets oorg> sehen. Mnevid) gab cU> Quelle dieser Neuigkeit das Mftglied des Ministeriums Ele- menceau, Tardien an. Es wird hiermit fefc von 5paa. Mailand, 31. Mai. (WTB.) Der „Se- coCo" berichtet, daß die alliierten Regierung gen nunmehr dahin übereingekommen seien, den Tag der Konferenz von Spaa nicht zu verschieben. Sie wird also endgültig am 21. Juni stattfinden. Rom, 31. Mai. (WTB.- Nach dem „Mefta- gero" sollen die Verhandlungen der am 21. Jstni in Spaa beginnenden Konferenz eine Woche dauern. Ausweisungen aus Eupen und Malmedy. Aachen, 31. Mai. (Wolfs.) Hier sind gestern 130 Familien, die aus Eupen und M a 1 m e d y ausgewiesen worden sind, ein- aetroffen, nachdem vor einigen Tagen bereits 300 Familien eingetrofsen waren. Tie Angliederung PasenS au Polen. B r e s 1 a u, 30. Mai. (Wolff.) Wie ober- schlesische Blätter melbcn, wird am 1. Juni die enbaültige Bereinigung der Polen angegliederten Teile ber Provinz Posen mit Kongreß polen und Galizien erfolgen. Damit sind die Hoffnungen der Posener, in Anbetracht ihrer besonderen kulturellen Verhältnisse eine gewisse Autonomie innerhalb des polnischen Staates zu behalten, endgültig gescheitert. * Eine amerikauischeAnleihe sürArmenien. Paris, 1. Juni. (WTB.) Laut „Daily Mail" schlug der amerikanische Senator Hitch- cook vor, Armenien eine Anleihe von 10 Millionen Pfund für den wirtschaftlichen Wiederaufbau zu bewilligen. w wund "Ailhon IW ernbund. reu jeder Art immtaudj nadiai* WUL Jikib, ,)u:: ft Hammitr. 11« U freunbL ls^|onbert an ^gangen, tsbürger Bietzen). a „ ----- IW agsNUHr Schaft zum Sos" eine n| an erfter Stell ö ”• auSitt leiben. Hto Seheei, n, Mllttahe 8 Mliet^u-Hypoihä 100081«: Sitberbelt -u W ll Lchriftl «nsti Mqnd.«ie^°) aufäOv» VB.thek Ä ;|tl Anneb. u. 0» en @ie%. Hn* ww «c MM lOtl WM zeitig erfürSiaoierunte: tünbung in Kraft. Berlin, den 29. April 1920. __Tie Reichsregierung. Müller. Bekanntmachung. betreffend Aenderung der Bekanntmachung zur Ausführung der Vervidming über die Regelung der Einfuhr vom 16. Januar '1917 «Reichs-Gesetzbl. S. 41) in der Fassung der Verordnung vom 22. März 1920 Reichs-Gesetzbl. S. 337). Vom 24. April 1920. Auf Grund des 8 4 Absatz 3 der Verordnung über die Regelung der Einfuhr vom 16. Januar 1917 (Reichs-Gesetzbl. S. 41) M Aoi| MM .««rtdw Bekanntmachung. Tas am 31. August 1919 gewäytte Mitglied des Provinzialtags Heinrich Mehl, Werkmeiiler unb Bcigeoroueter in Groyen Linbcu, hat sein Amt als Pvovinzialtagsmitglieo niebcrgelegt. Tie Provinzialwal-ldommiftion hat in ihrer Sitzung vom 12. bs. Mts. festgestellt, daß gemäß Den Vorschriften des Art 70 Absatz 1 in Verbindung mit Artikel. 29 h uiu> 29 i des Gesetzes vviu 15. April 1910-bie Abänderung der Kreis- und Provinzial orbnung vom 8. Juli 1911 beirerfenb: Valentin Tillemulh, Maurer in Dainchen, an bie Stelle des vorgenannten ausgcfchic- benen Provinziallagsmitgliedes tritt. Gießen, den 27. 9Jtai 1920. Ter Pwvinzialwahlkommissar. ________________Tr. U f i n g e r, Provinzialdirektor.________________ Bekanntmachung. Ter am 1. November 1919 gewählte Ersatzmann des Provinzialausschusses Heinrich Mehl, Werkmeister und Beigeorbueter in Großen-Linben hat sein Amt niebcrgelegt. Ter Wahlausschuß hat in seiner Sitzung vom 15. bs. Mts. festgestellt, baß Will-elm Pebler, Lehrer in Büdingen, an die Steile des vorgenannten ausgeschiebenen Ersatzmannes des Provinzialausschusses tritt. Gießen, den 27. Mai 1920. Ter Vorsitzende des Wahlausschusses. ________________Tr. U f i n g e r, Provinzialdirekior.________________ Bekanntmachung betreffend bas Verbot der Ausfuhr von Waren des neunten Abschnitts bes Zolltarifs (Besen, Bürsten, Pinsel unb Sicbroarcn). Auf Grund der Verordnung über die Außenl-andelskontrolle vom 20. Tezember 1919 (Reichs-Gesetzblatt S. 2128) wird verordnet, was folgt: § 1. Tie Ausfuhr sämtlicher Waren des neunten Abschnitts des Zolltarifs (Besen, Bürsten, Pinsel und Siebwaren- ist ohne Bewilligung des Reichskommisfars für Ein- und Ausfuhrbewilligung verboten. § 2. Tiefe Bekanntmachung tritt an die Stelle aller bisher auf Grund der Kaiserlick-en Vewrdnungen vom 31. Juli 1914 über Ausfuhr erlassenen Bekanntmachungen, soweit sie Waren des nennten Abschnitts des Zolltarifs zum Gegenstände haben, die insoweit hiermit aufgehoben werden. § 3. Tiefe Bekanntmachung tritt mit dem 15. Mai 1920 in Kraft. Aussuhrsendungen, für bie bis zum Inkrafttreten tflffcr Bekanntmachung eine Ausfuhrbewilligung nicht erforderlich ist, dürfen bis zum 25. Mar 1920 ohne Ausfuhrbewilligung über die Grenze gelassen .vctben, sofern sie spätestens am 14. Mai 1920 zum Versanb aufgegeben worden sind. Berlin, ben 11. Mai 1920. Ter Reichswirtschaftsminister. I. V.: Tr. Hirsch. Dienstag, Juni 1920 Schulfttatze 7. Annahme von Aozeiae« für bie lagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohne jede Verbindlichkeit. Sreis für l mm höhe für „zeigen v. 34mm Breite Örtlich 3b Pf., auswärts 45 ‘Pf.; für Reklame. Anzeigen van 70 mm Breite 150 *Pf Bei Platz- varschrift 20‘ , Aufschlag. Lfauptschrif Netter: Aug. Hoeii. Verantwortlich für Politik: 7lug. Goetz: für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Zenz: für den Anzeigenteil. H. Deck, sämtlich in Dietzen. daß keinerlei Publikationen, weder von t noch von einem anderen Mitglied ein.-S ministeriums cxistieren, in denen das Marrn entern solchen zweitett Friedensvertrag wird, daß also die gante abentnirrltcbc 6c in das Reich der Jöablfabcln gehört, rjenigen zu beurteilen sind, die auf diesem nsten Gebiet mit Erftnduugeii arbeiten unb Schwindel weiterverbreiten, sei dem Urteil tbcn Einzelnen überlassen er Reichc-wehrminifter in Breslau. ;red!an, 31. Mai. (Priv.-Tel.) Laut \.u begab sich Reichswchrminisker Dr. e r nach Breslau, um sich auch von hlesischen Verhältnissen einen persön- Eindruck zu verschaffen. egelun, deS deutschen Güterverkehrs. I c r l i n, 31. Mai. (Wolfs.) Im Reichs- csministerium sand heute eine Desprcch- att, in der vorbereitende Maßnahmen ^Neuregelung und Leitung des ge- t deutschen Güterverkehrs nach Gesichtspunkte des betrieblich unb wirb- ich vorteilhastesteil Weges getroffen n. Die Durchsührung der tltnsangreichen en soll in jeder Weise beschleunigt wec- )ie aus einem früheren Wettbewerb der r hervorgegangenen Leitungswege sollen öglichsk beseitigt werden, soweit sie rlichc Erschtvernisse und unwirtschLftliche ge zur Folge hatten. Deutscher ReichSfiedlertag. erlin, 1.Juni. Auf dem gestern in en zum Abschluß gekommenen Deut- Reichssiedlertag wurde beschlos- aß die vier gcbilüctcn Ausschüsse mit etchs- und Staatsbehörden verhandeln >ie Ergebnisse dem zweiten T-crttscyen •rtog vorlegen sollen, der voraussichtlich ttgust d. I. in Leipzig zusammentreten Uns dem besetzten Gebiet. Hn Wechsel de» amerikanische« Oberbefehlshaber» in Noblenz. Zaris, 1. Juni. (WTB.) Nach einer imelbung aus Mainz wird der von fei- Kosten zurückgetretene Vertreter Ameri- der interalliierten Oberkommission in e n z, Neyes, durch den Oberbefchlsha- >er amerikanischen Besatzungstruppen, al A11 e y, ersetzt. Französische Justiz. Ludwigshafen a. Rh., 31. Mai. f.) Der in der Badischen Anilin- und abrik beschäftigte Ingenieur Imhoff, en Krieg zuletzt als Hauptmann mitz- e und der unlängst von den Franzosen ftet wurde, ist wegen Diebstabls von ;egenständen in Frankreich zu 16 Jahren gsarbeit verurteilt worden. Bei Haussuchung sollen bei ihm gestohlene iftdnbe gefunden worden fein. I Gries heim, 31. Mai Von den Zsischen Besatzungstruppen wird in den jen unb ben benachbarten Jagdbezirken ber Gemeinden Wolfskehlen und Goddelau unberechtigt die Jagd ausgeübt. Kein Tier rst vor ihnen sicher, selbst tragendes Rehwild, tragende Hasen und brütende Fasanen lverden wahllos abdeschossen. Die Jagd ist dadurch auf Jahre hinaus gänzlich ruiniert. Ein fran-SsischeS Heldenstück in Eaub a. Rh. Arn Freitag, 7. Mai, gegen 2 Uhr nachmittags, tanbeten in bem Motorboot „Elisabeth Barbara" von Kostheim ein Offizier und etwa 35 Mann des 26. französischer Infanterie-Regiments und ein Matrose in ber zum Kreise St. Goarshrusen ge- hörigen Stadt E a ub. bis im unbesetzten (Gebiet des Deutschen Reiches liegt. Die wid.-rrechllich ge landete Truppe versammelte sich am „Blücherdenk- mal", wo bet Offizier eine Rede hielt, bie von den Mannschaften sichtbar fraibigft aufgenomrr.cn worden ist. Sie küurg aus in ber Forderung, bai Denkmal in unflätiger Weise zu beschmutzen, unb wie auf ein Kommando bübeten die französischen Soldaten einen Kreis um das Denkmal und folgten ber Aufforderung. Der Bot fall hatte eine kleine Men- toatanfammlung zur Folge und nur bem ruhigen und besonnenen Eingreifen zweier Wachtmeister ist es zu danken, daß bas hevaussorbeende Verhalten der Soldaten und ihres Führers nicht zu Mutigen Zusammenstößen mit bem Volke führte. Die berech- tigte Empörung des Publikums erwiderte ber fron rösische Offizier durch Drohungen mit dem schuß- fertigen Revolver und in bem er einzelnen Persons-l in nuht mißzuverstehender Weise mit der R itgerte vor bem Gesicht hnwmmchtclle. Beim Abfahren über den Rhein schrie er der Menge „Schweine- bombe" entgegen. Schieberverhastungen in Köln. Köln, 1. Juni. (WTB.) Gestern nach mittag wurden auf dem Heumarkt und in ben umliegenben Straßen einige hunbert Personen von hier unb auswärts, auch Frauen, von ber stäbttschen unb englischen Polizei wegen Verbachts ber Schieberei unb bes Schleichhandels verhaftet und auf sieben englischen Lastautos nach dem Polizeipräsidium gedrachr. I 5 2 zu sich zu rufen. In tiefer Bekanntmachung. Tu. Iann, Regierungsrat. Druck der Brühl'schen Unwersitäts-Duch- und Steindruckerei. R. Lanze, Dießen Keilte Di zu verkaufen. 09900 s Kakao 600Rc ilhelm Dorsch II., Wölfersheim 2. Prof. Dr. Ferdinand Werner, Butzbach jt Wir suchen für u LagerbuchMruna in der Gemarkung abgeschlossen ist, hat für Landwirtschaft, feinste Qualität, garant. rein, daS Pfund 24 Mk., bet 5 Pfund. . 23 „ heior.Drlejrl).Seltrrsweg70 Heuchelheim, den 31. Mai 1920 Die Beerdigung findet heu vom Sterbehause Gießener Stral Wer Dich gekannt, verj Todes-Anzc Gott dem Allmächtigen hat es Gatten, unseren treusorgenden Va Großvater Herrn Wilhelm nach langem, schwerem Leiden namens der Hir Frau Elisabethe Schwa Wilhelm Schwarz Familie Will. Mainzlar, den 29. Mai 1920. Die Beerdigung findet Diensta; um 4 Uhr st Hundes und beginnt mit den Namen: 1. Landwirt u. Abg. * Bekanntmachung. Betr.: Schließung der Oelmühle des Philipp Wolff II. in T r e i s a. d. Lda. Tic Oelmühle des Philipp Wolff II. in Trers 'st zur Verarbeitung von Oelfrüchten für Selbstversorger wieder zugelaiien. Gießen, den 30. Mai 1920. , Kreisamt Gießen. I. V.: Dr. Betr.: Feldbereinigung Oppenrod. Nachdem das Felobereinigungsverführen Oppenrod beendigt und auch das Kassewesen das .Hess. Landesernährungsamt, Abteilung . . , . . auf Grund des Artikels 14 Ziffer 14 und Artikel 54 Feldbereinigungsgesetzes die Vollzugskommission der Feldbereinigungsgesellschaft Ovpenwd aufgelöst. Friedberg, den 18. Mai 1920. Ter Hessische Feldbereinigiungskommissär: Bekanntmachung. B e t r - Maßnahmen gegen die Verbreitung der Maul-, und Klauenseuche durch Sammelabdeckeveien. r „ Wegen des Ausbruchs der Maul- und Klauenseuche rin Stral e Gießen ordnen wir hierdurch allgemein an, daß die auf die Kras- abdeckerei zu verbringenden Kadaver ohne Hilfe des Abdeckerei-, Personals aus den Stallungen gebrach! werden müssen und baß das Abdeckereipersonal die Stallungen nicht betreten darf. Für die Sperr- und Beobachtungsbezirke wird ferner ungeordnet daß die Kadaver, bevor sie verladen werden, durch den Besitzer mit Wasser anzufeuchten und alsdann durch das Kreisabdeckereipersonal mit Tesinfektionsflüssigkeit zu übergießen oder anzustreichen sind. , Gießen, den 26. Mai 1920. _ Kreisamt Gießen. I. V.: Tr. Heß. i « 100 qm, zu XOCC verk. Schr. Angeb. unt. 09906 an den Gieß. Anz. Torfstreu vorrätig 4372 Gebr. Kahl. Bekanntmachung. Betr : Ten öffentlichen Zettelanschlag in der Stadt Gießen. Ta in letzter Zeit des öftern den Vorschriften des Lokal-Polizei-. Reglements obigen Betreffs vom 6. Oktober 1896 zuwidergchairdelt worden ist, sehen wir uns veranlaßt, dasselbe nachsteheiw erneut zur allgemeinen Kenntnis zu bringen. Insbesondere verweis e n w i r a u f d i e i n § 4 enthaltene Bestimmung. Gießen, den 25. Mai 1920. Polizeiamt Gießen. Lauteschläger. Lokal-Polizei-Neglement. Betr.: Ten öffentlichen Zettelanschlag in der Stadt Gießen. Nach Anhörung der Stadtvevordneten-Versammlung wird mit Genehmigung Großherzoglichen Ministeriums vom 9. September l. Is. zu Nr. M. I. 25 073 Inr den Bnirk der Stadt Gießen verordnet wie folgt: § 1. Bekanntmachungen, gewerbliche Anzeigen, öffentliche Ankündigungen, insbesoiidere von Belustigungen, Versammlungen uiid Aufführungen, soweit dieselben nicht den öffentlichen Verkehrsintecessen dienen, dürfen innerhalb der Stadt Gießen und deren Gemarkung, vorbehältlich der Ausnahmebestimmungen in § 2 und § 3, nur an den von der Stadt Gießen errichteten Anschlagssäulen und angebrachten Tafeln angeschlagen werden, und zwar nur durch die seitens Gvoßherzoglicher Bürgermeisterei Gießen dazu berechtigten Personen. Tiefe bedürfen hierzu der Erlaubnis Gvoßherzoglichen Polizeiamts Gießen und haben einen auf Namen lautenden, von Guoßt)erzoglichem PolizeiaMl Gießen auszustAienden Legitnnacions- schein bei sich zu führen. § 2. Im übrigen ist die Anbringung der in § 1 erwähnten Bekanntmachungen usw. nur mit Zustimmung des Eigentümers des betr. Gebäudes usw. und unter der Voraussetzung zulässig, daß die Plakate auf einer von GwAherzoglichem Polizeiamt Giepen hierzu stir geeignet erklärten Anschlagstafel befestigt werden. § 3. Tie Bestimmungen der §§ 1 und 2 beziehen sich nicht aus Bekanntmachungen, welche von Grundstückseigentümern oder Mie- terii ausschließlich in ihrem Privatinteresse an ihren eigenen Grundstücken, Häusern oder Mietsräumen ausgehängt oder angeschlagen werden. § 4. Zuwiderhandlungen gegen obige Bestimmungen sowie absichtliche Beschädigung, Beschmutzung und widerrechtliche Benutzung der Anschlagsiafeln und Säulen, Abreißen von Anschlägen von denselben, werden unbeschadet höherer allgemeiner Strafbestimmungen mit einer Geldstrafe bis zu 30 Mk. bestraft. § 5. Vorstehendes Lokal-Polizei-Reglement tritt am 15. Oktober 1896 in Kraft Gießen, den 6. Oktober 1896. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Frisch einnetroffen prima geränderter Seelachs pro Pfund 6.90 Mk. «ob. Stuhl Nachf. Neustadt 21/23. "" SIMM Mei. Leitung Herrn. Stelngoetier Dienstag, 1. Juni 192® abends 7 Uhr Einmalige MW Charleys Tante. Schwank in drei Akter von TbomaS. Vorverkauf: Sonntr« 11—12'/,. Montag und Dienstag 10-1 und oen Spieltage auch von 3 et» 4»/, Uhr. V93to der einen gleichen bekleidet hat, zum Angebote mit 8et den Gießener Anz mit a ner, i/ Men V Erhalt enb9urtig Lt||,eöih( SÄl in der Fassung der Verordnung vom 22. März 1920 (Reichs- । »ur de- B«° | nrhrnina über die Regelung der Einfuhr vom 16. Iaiiuar 1917 i lReichs-Gesetzbl. S. 41) in der Fassung der Viwordnuilg vom ^2 Mir; 1920 (Reichs-Gesetzbl. S. 334) und vom 22. Marz 1920 (Reichs-Gesetzbl. S. 337) wird da hm abgeandert, daß die rrast zur Einreichung der Feststellungsanträge für Waren, die tm be- setztenGebiet lagern, bis zum 15. Mai 1920 verlängert wird. § 2. Tiefe Bekanntmachung tritt mit dem Tage der Ver kündung in Kraft. Berlin, den 24. April 1920. . . , Ter Reichswirtschaftsminister. B- - T>r. H '' > ch.________ ®aila bericht ^n'nunmeb '"<•«8 bet S ‘«Web . RoiN Z tu baut D >° eZ Offenbach: Treieick>enhain, Jügesheim, Heusenstamm Hainstadt. — Im Kreis Büdingen: Hof Bkarienborn. — Im Strebs Alzeh. Bosenheim, Welgesheini^ Zotzenheim, Bodenhetm. - t Kras Binaen- Gaulsl-etm, Ober-Ingelheim, Grolsl-etm, Sponvhetm, Nieder-Ingelheim, Jugenl-eim. - Im. Kreis OppenlMm: Oppenheim, Tienheim, Nierstem, Gau-Wernherrn, Dexheim, Nieder- Saulheirn. SeiMWimö Rüde, retnr., zu verk. uw» Frledrloh Iah«, Beuern. * flht« M Zs „strisl sul vr Nachweisung über den Stand der Maul- und Klauenseuche in Hessen vom 16. bis 22. Mai 1920. Am 16 Mai waren verseucht im Kreis Darmstadt: K'lein- Ro'hrheim, Pfungstadt, Tarmstadt, Gernsheim Eberstadt, Eich bei Hahn. — Im Kreis Bensheim: Bensheim, Hochstadten, Fehlheim, Hofheim i. R., Groß-Rohrheim, Wattenheim, Nordheim, Biblis, Zwingenberg, Bürstadt, Bickenbach, Seehenm, Auerbach, Zell, Alsbach, Hähnlein, Wilmshausen, Lindenfels Seidenbuch. — Am Kreis Tieburg: Lengfeld, Groß^Zimmeru, Nieder-Modau. — Im Kreis Groß-Gerau: Erfelden, Wolsskehlen, Arheilgen, Geinsheim, Leeheim, Goddelau, Astheim, Trebur Gries Heun — Im Kreis Heppenheim: Ober-Laudeubach, Unter-Hambach, Neckac- hatisen, Tarsbecg, Viernheim, Igelsbach, Heppenheim, Zotzenbach. — Im Kreis Offenbach: Sprendlingen. — Im Kreis G testen: Holzl-eim. — Im Kreis Mainz: Finthen, Bretzenheim, Gonsenheim, Laubenheim. — Im Kreis Alzey: Beckenheun, Pwffen- Schwabenheim. — Im Kreis Bingen: Wackernheim, Heidenheim, Büdesheim, Tietersheim, Schwabenheim, Gau-Algeslstim, i^ret- Weinheim, Bingen, Elsheim. — Im Kreis Oppenheim: Ober- Hilbersl>eim, Lörzweiler, Schwabsburg. — Im Kreis Worms: Rhein-Türkheim. Vom 16. bis 22. Mai sind neu verseucht im Kreis Tarmstadt: Hahn — Im Kreis Bensheim: Bobstadt, Lampertheim, Gronau, Lorsch, Klein-Hausen, Rodau, Hüttenfeld, Jugenheim. — 3m Kreis Tieburg: Schlierbach. — Irn Kreis Erbach: Rohrbach, Hohberg, Rehbach. — Irn Kreis Groß-Gerau: Btsckwfshetm, Brauns- 'hardt, Büttelborn, Crumstadt, Tornberg, Dornheim, Erielden, Groß-Gerau, Klein-Gerau, Langen, Leeheim, Mörfelden, Nauheim, Rüsselsheim, Stockstadt, Walldorf, Wallerstädten, Wixhausen, Wolsskehlen. — Im Kreis Heppenheim: Rimbach, Ober-Abt- steinach, Gorxheim, Reisen, Mörlenbach, Erbach. — Im Kreis Bekanntmachung über das Verfüttern von grünem Getreide. Vom 29. März 1920. Auf Grund der Verordnung des Bundesrats über das Ver- fütterri von grünem Getreide vom 20. Mai 1915 (Reichs-Gesetzbl. S. 2.8) wird auch für das Erntejahr 1920 das Folgende be|ttmiitt: § 1. Grünes Getreide, also Roggen, Weizen, Spelz,(Tinkel, Fesen). Emer und Einkorn, auch in Mischungen mit Gerste, darf vor der Reife nur mit Genehmigung des Kreisamts gemäht und verfuttert 10 Zuwiderhandlungen gegen § 1 werden mit Geldstrafe bis zu 1500 Mark bestraft. Tarmstadt, den 29. Marz 1920. Hessisches Landesernährungsamt. N e u m a n n. i -Fivtv Iveltuoerzayitg. zu verkaufen bei 03789 J. H. PreiS, Wetzlarer Weg 80. »°°*)Erstkl. gekört., 7 M. alt. veredelt. Land- schwein, gut tm Sprung, zu vk. Gemeinde- rechn. Behvarn vorf-SM. Sicktb. tracht. Mutter- echwein, vier Monate alteö Kalb (Simmentaler) zu verkaufen. Job. Seip, 09W9 Bettenhausen. Zivei aut erh. Wa bfaben WN bem sräjrt gleichzeitig" im ersten Absatz ab in nrasr. Tie neue Ausgabe ist in dem Verlag der Weidmannschen Buchhandlung, Berlin SW. 68, Zimmer,traße 94, erschienen und kann von den Besitzern der 4. Ausgabe durch die genannte Ver- LLuchhaudlung ?um Preise wn.1,60 Mark bergen werden. Tarmstadt, den 15. Mai 1920. Hessisches Ministerium des Innern. Tr. Fulda. Am 28. Mai verschied plötzlic liebes Kind, unsere gute Schwei Emilie I im Alter von fast 18 Jahren. In tiefem Familie Hahn ne Wetzlarer Weg 43 II. Für Brautleute! Konzertzitber Tischwäsche Handtücher beste neue Friedensware zu verkaufen. Schr. Aug. • u. 09896 an den G. Anz. Deutschnationale (Hessische) Volkspartei. Unser Stimmzettel hat folgendes Kennwott: Einigungsliste der Hessischen Dolkspartei und des Hessischen Bauerr- ZivsüBversieigtriing zum Zmeae Oer Auseln- anoweyuug. _ , Mittwoch den 7. Juli 1020,vormittags 9Ubr, werden auf dem hiesigen Amtsgericht, Bimnier Nr. 14, die nachstehenden den Heinrich Vetter Eheleuten und den Karl Sommer Eheleuten in Gienen zugeschriebenen Grundstücke versteigert, nämlich: Fl. II Nr. 263-/.° = 12 qm Hosreiregrund, Marburger Straße 30 Fl. II Nr. 263'/,o --- 86 qm Grabgarien daselbst ÖL II 9Zr. 263e/l0 = 893qm Hosreite daselbst FL II Nr. 2631/.0 = 329 qm Grabgarten daselbst. DieamlsgerichilicheBer- ftigung ist zur Einsicht an der Ortstafel öffentlich auSgebängL , Gießen, den 21. o. 1920. Hess. Ori^aertcht. 5996_________Leo.________ Fräulein empfiehlt sich tm Flicken u. AuSbessern außer dem Hause. Schr. Angeb. unt. 09929 an den Gieß. Anz. ittitriW Ohne eine fitnen die ma - «Men sel ’ auf "W1 j ftafft sich ne^ ZKemaltur Wllichenun ! Ichnik, Presst j tailainent, Ki ' Aßerungen . Wsses, de» I Zn der Or | kt Techniker ar Kellnng zn vÄ seine iw jroduktivi I iip, Erke stastsinte zcnerste $i Sine feing fine seingeglie Der trage itlf nicht ans geschivach Wsrnschc g< Sfttn der L n öder Ma Wrang der ihm.Ailturzii I Mn Zndu | 7iis der organ Ä. Ar luenr rischer ©ei' WrAevorm Ohrt wird, I Mend l ■ Mni auf ir I Mlstrie und ■ tttbfn die Ha ■ ilizen haben. ( ■ p iorzen, das I _ Tie denkst I Muckt air | lch! brauch A> Mil | «Mietung | 5® Seit bebt W . kicht di II "llfdeivec I Zdee. 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