tr. ckerei owski EN Fernspt.724 iar, il. et' t: im LV. ien; Sb- M »ft lief- nut plit; Ükt r, wi- Hili inet smd wiHhommtn OMI WI*W Ml AAlHHo ^iUkmtnen. or«‘and. WjlltlW auf l SarlsrA M SK 1,‘ W Achtung! ttttt . 8 W _ W M. 8.- M. M. 320.- tt)k ich tnefjt. 1 MW oettaufljt. rstorb. Manne betriebene macherei mesWwe. fliue 5» SwkMngrnladöruS «.Verlag: vrühl'sche Unio.'vnch- u.ZteiadruSerer «.Lange. Zchnftleitung, GeschZstzstelle u.vr«Seret: Schulftr. r. Mi. um wie- 9h*: Lügner! Derieumtoer! Beweise!) Dtt iri":er Rmet nicht netter ftyredxn. Vizepräsident Dr. Frentzel vertagt 3SA Uhr die Verhandlung auf 4 Uhr. Präsident Seinert eröfntet dieSidung Nr. 26 tft fletattr Lnzttaer eddifini tualid), anüer Eoim- und Feiertags. Bejugsprcis: Monatlich Mk. 2.30, oievteLjnbrlith Mk. 6 90 einfrtiheülicb desBestell- gelds; Omrf) die Vost oieiteljGbrlid) 'Dlf. ti.— an-schtießlich 'estetlgeld. Fernlvrrch • Anschlüsse: für die cd)rifileituiiflH2 it ertag.Geschäk.vstelleSl 2(rJcf)nftfürTrahhmd>- r»chren:Lnz«igrr-letze», postscheälomo: 20' Aasd'lag. HauckiiNn tleuev: Aug. ©oes. •Berantroovtltd) für Polit t: 2hifl. Goetz- für den iibriant Teil: Dr Renidots Zenz; für beit Anzelgeineü: o Beck, (ämthrt) in Gießen proze'i Lrzberger-Helfierich Berlin, 30. Jan. (Wolff.) Nach &> Öffnung der Sitzung durch Landgerichtsdirek- tor Baumbach entwickelte sich eine längere Debatte über die Frage, ob es möglich fein wird, den Prrtzeß unter Anwendung gewisser der um 4 Uhr 20 Minuten mit den Worten: Der Abbruch der Verhandlungen ist ein Zeichen der Mißachtung der Redefreiheit, ohne bic ein Parlament nicht bestehen kann. Ich hoffe, daß sich solche Vorgänge nid# wiederholen. Minister Heine: Ich werde meine Rede so disponieren, wie ich es mir vor genommen ifabe. (Großer Lärm der Unabhängigen. Rufe: Beweise!) Präsident Seinert : Sie können Niemanden Vorschriften machen, in welcher Weise er sprechen soll. Der Minister will auf das, worauf es Ihnen Sie, Herr Hofmann, ha>n ste aus d:m Mi i c gefallt ron dama.s rid* l-e-ccht! (Scha- leirde H.iterkeit.) Die „Rl-einische Ti ’.bubtit' er» beüet außenpol t sch und inr.enpo.i r'ch im Sinne der Unaohängigen. Vielleicht lassen Sie sich auch von den Genossen in Köln das Protokoll der Verhandlungen imi'dicit den dortigen Unabhängigen und len englisdien Be ctzungs ehörden geben! ^Große Bewegung. Lärm ;en, geboten! H o l l a n d hat ein Anleiheabkommen mit uns geschloffen und mit seiner die Auslieferung unseres früheren Kaisers ablehnenden, Note auch die Hebung unseres moralischen Kredits in der Welt eingeleitet. Für die Entete bedeutet die Note, so höflich und maßvoll sie in der Form ist, eine moralische Ohrfeige. Die Pariser und Londoner Gewaltpolitiker stehen in diesen Tagen vor schweren Entscheidungen. Was wollen sie Holland erwidern? Bon welcher Seite werden sie ihre eigentümliche Völkerbundpolitik wiederum zeigen? Denn Holland hat nicht nur die Auslieferung des Kaisers verweigert, es hat auch in die Welt gerufen, daß das Vorgehen der „Sieger" die Freunde eines Völkerbundes bisher enttäuscht hat. In eine ganz ähnliche Verlegenheit sieht sich die En- tentss durch die gestern mitgeteilte Note der serbisch-kroatisch-slowenischen Regierung in Belgrad versetzt. Uns interessiert hier weniger der sachliche Mc,nungsunterschied in der Adriasrage als die Lektion, die hier den an- maßlichen Friedetrsmachern erteilt wird. Tie Belgrader Regierung lehrryalle ^Kategorischen Befehle" ab und erinnert die Entente sehr eindringlich an den Grundsatz der Selbstbestimmung und Unabhängigkeit der Völker. Sie „kann nicht verstehen, wie ein zwischen drei Mächten ohne ihre Mitarbeit abgeschlossener Betrag, dessen Bestimmungen thr nie mitgeteilt wurden, auf sie angewendet werden könnte". Das ist eine deutliche Abfuhr, und die Belgrader Herren riskieren dabei nicht viel. Der Oberste Rat in Paris gleicht schon beinahe einem verkrachten Institut mit mo- ralrfchLr Zahlungseinstellung. Was wird er aus die deutsche Note bezüglich der Auslieferung deutscher Staatsangehöriger antworten? Tie Berliner Regierung gibt ihm die Entrüstung weiter deutscher Volkskreise zu bedenken, die neue Kämpfe im Reick>e und Hemmnisse seiner wirtschaftlichen Erholung entfesseln würde. In der Tat, eine Regierung, die solche Auslieferungen vollziehen würde, könnte sich nicht mehr lange halten. In dieser Frage wenigstens ist sich das deutsckze Bürgertum einig: in allen Gauen des Reiches protestierte es gegen diese bodenlose Verunglimpfung deutscher Ehre! Auch sittlicher Hochmut kommt vor dem Fall. Was in dem Obersten Rat Frankreich und England verttitt, hat bei so bedeutsamen Schritten nicht einmal die eignen Völker befragt! In Frankreich ist ein Regierungs- weckzsei eingetreten, und in England erklärt Herr Asquith, der Führer der Opposition, es sei an der Zeit, daß das augenblickliche System der Katastrophenpolitik wechsele. Wie weit wir noch von der notwendigen Revision des Versailler Gewaltfriedens entfernt sind, liegt freilich völlig im Dunkeln. Das Ziel wollen wir nicht aus den Augen und den Mut nicht fahren lassen. Wenn in diesen Tagen das Schwarz-weiß-rot noch einmal von den Häusern weht, wenn wieder, wie in kriegerisch hoffnungsvollen Tagen, unter klingendem Spiel Truppen daran vorüberziehen, unsere zurückkehrenden Brüder aus Frankreich, Kämpfer und Dulder — dann wollen wir Not und Kummer einmal vergessen und jene nicht in die grollenden Winkel der Parteilager sich zerstreuen lassen, sondern gedenken, daß wir Deutsche sind, noch immer ein großes Volk, mit dem das Schicksal noch nicht zu Ende gesprochen hat: „Gegrüßt in deinem Adel, mein Vaterland, Mit neuem Namen, rcifefle Frucht der Zeit, Du letzte und du erste aller Musen, Urania, sei gegrüßt mir! Noch säumst und schweigst du, fnmeft ein freudig Werk, Das von dir zeuge, sinnest ein neu Gebild, Das einzig, wie du selber, das aus Liehe geboren und gut, wie du, sei." JOT C|||Q^ a *0. Mrgang Samstag, 3anuat (920 Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Line stürmische L'hvng in der preuhischrn Lande;vcrsammlong. Nach Eröffnung folgt im gufammenteng mit den gestrigen formellen Anfragen betr die Am- nchterhaltung der öffentlichen Ordnung imb der lebenswichtigen Betriebe (6iicnba!>nnxrniättcn) dir Beratung des Antrages Paul Hoss mann (U. Soz.) auf Aufhebung des PelogrrungSznstandks. Abg. Leid (U. Soz.): Die gestrige Rede des Ministers Heine war eher eine Pogromrede als eine Programmrede Es ist eine Lüge, daß meine Partei ein Jntervsse am loirtfchaftlichen Zusammenbruch Deutschlands hätte. Ter preußische Militarismus feiert wieder einmal Orgien, wie m alter Zeit Der Minister Heftre Bann sich drehen und wenden wie er will, es wird ihm nicht gelingen, die Schuld an dem Blutbad vom 13. Januar von der Regierung auf uns ab;uschieben. Es ist Heuchelei, in einer Zeit von Demokratie zu sprechm, in der die sch immste Diktatur auf» gerichtet ist. Sie können das Wort, aber nicht den Geist töten. Mi.ister Heine. In Anwendung auf oen Vorreduer kann man das Wort nicht töten, angesichts der Länge der Rede, und der Geist birtd dazu keinerlei Gelegenheit, denn *t war nicht vorhanden. (Unruhe bei den Unabhängigen. > Di: Presse der Rechten hat aus Anlaß d^ Attentats auf Erzberger leier nicht den ruhten Takt gewahrt. Durch die Presseverbote will ich nicht die Meinung der Unabhängigen untetb;ikfcn, ,andern nur neue Unnn>€it uno großer Hungersnot Dorbeiigat. (Unruhe bei den Unabi>ängig.n.) Wir hmldcln damit in Notwehr. Wenn bic Fvenwd: des Herrn Leid im besetzten Gebiet wärm, b nn wäre uns wohl und ihnen übel. (Sehr gut!) Aber wic wissen, daß die unabhängigen Blätter mit dem Gelbe der Franzosen unterstützt wetten. (Großer Särm bei den Unabhängigen. Ruse: Lügner! Benri'e!) Es dauert minutenlang, bis der Präid nt bem Minister für einige Augenblicke wtedcr Gehör vteschaf- fen Borat. Mi-ckster Heine (sortftchveich): Ten Zusammenhang der Politik bj Umalchchrgism mit oct Art, wie das Ausland gegen uns schürt, beweist ja die heutige Rede b?s Abg. Leib. (Eo- neuter Lärm der Unabhängigen. Mols Hoffmann ruft: Zurückziehen oder beweisen!) Die Angriffe werden von den Unabhängigen in die auÄändisch' Presse dirigiert und werden dann von iljiten %v= ti.Tt, (Ungeheurer Lärm bei den Unabhängigen. wochemLSdück. Die Mordschüsse des jungen Hirsch- seld auf den Reichsfinanzminister Erzberger haben weithin alarmierend gewirkt. Tas Leben des Angegriffenen scheint nicht gefährdet zu sein, und erfreulicherweise heißt es in einer der letzten Meldungen sogar, sein Be- ftnben würde ihm bald gestatten, seine Amtstätigkeit wieder aufzunehmen. Wrr wünschen Herrn Erzberger volle Gesundung, denn gegen Mordtat aus politischen Gründen lehnt sich nicht allein das sittliche Empfinden auf, sondern auch die Ueberzeugung, daß sie in die heutige Zeit ganz und gar nicht paßt. Nicht an Gewaltstteichen kann das darniederlie- gende Deutschland gesunden; es müßte daran nur immer weiter zusammensinken. Es gibt bessere Heilmittel. Die Zeit selber tut raschere Helferschritte als sonst. Die Tage der Revolutionssucht werden sich bald überleben, wenn wir uns erst reckt klar darüber geworden sind, daß die Novemoertage von 1918 eher ein Unglücksfall als ein notwendiges Naturereignis gewesen sind. Das Volk wird sich langsam darauf besinnen, daß in seiner inneren Entwicklung der Umsturz keine Stufe aufwärts, fondern ein fataler Trepvensturz war, wenn auch nicht zu leugnen ist, daß auch einige gute and annehmbare Wirkungen, die wir uns zu Nutz und Frommen machen wollen, von der aewaltfamen Wandlung ausgehen werden. Wir sehen die Optimisten der Revolution, ihre Lriester und Schrittmacher, in der Regierung bei der Arbeit, wir sehen die zunehmende Enttäuschung und Ernüchterung im Volke, leider auch wachsendes Elend, beharrliche Zkorrup- üon, und wir setzen unser Vertrauen in die Naturhilfe der nahenden Neuwahlen, für die uns in den letzten Tagen neue Wahlgesetze Dorgelegt worden sind, nicht aber in die Politik des Revolvers oder Bürgerkriegs. Und war denn die Stellung des Reichssinanzmini- flers so stark und unerschüttert, daß es einer llutigen Tat bedurft hätte, um ihn von seinem Posten zu beseitigen? Es widerstrebt mtS, dem Verletzten und Bedauernswerten tyirte Worte ins Krankenzimmer nackz-urusen, -ouS dem et übrigens mit ungebrochener Kampfesfreudigkeit angekündigt hat, er werde seinen Gegnern weiterhin Trotz bieten und feine Mission wieder aufnehmen — allein die Ministertage des Tateardurstigen scheinen doch MhU zu fein. Er hat nicht die Natur eines Märtyrers und er genießt nicht das Ansehen eines makellosen Charakters. Sogar Teile oer Regierungsparteien hatten an ihm kein politisches und moralisches Wohlgefallen und sendeten sich von ihm ab. So hat ihm das ,,Berl. Tagebl." bei Beginn seines Prozesses und bevor die Schußwaffe gegen ihn erhoben mürbe, ironisch und tadelnd ein Spiegelbild Feiner bisherigen Taten entgegengehalten. Er mar, alles in allem, ein gewandter, skruppel- Foser Geschäftemacher, der auch einmal lachte, menn er „fein Sach'" ganz außerhalb des Greises seiner Zuständigkeit suchte. Der Prozeß mit Helfferich hätte ihm sicherlich den Ruhmesglanz noch mehr beeinttächtigt, und wir hätten ruhig warten können, bis fein politisches Geschick erfüllt war. Menn ihn die Rechte einen „Rcichsverderber" genannt hat - wirst ihm der frühere Staatssekretär Dernburg im Grunde nicht dieselbe Schuld .iu, wenn er in einer Versammlung des Hansa- 'chndes Erzbergers Steuergesetzgebung als »an „gewagtes Experiment mit unbekanntem ludgang bezeichnet? Mit der Zerschlagung «Iler großen Vermögen und dem Abbau alle? töteten Einnahmen sei aus soziLlem Sinne Les Guten zu viel getan worden, und aus ßazialen Gründen könne man eine Wirtschaft auch totsteuern. Schon vor etwa 14 Tagen tat Dernburg das Volk aufgerufen gegen bie ^genannte Mehraufwandsteuer, die aller Kunst den Lobens ström abschn-eiden werbe ind ein Gesetz zur Vernichtung unserer Kultur wäre. Man darf also Aufammenfaffenb fügen: bie scharfe politische Bekämpfung Erz Sergers ist weder ein Wunder, noch ist ftC em Verbrechen. Sofern sie sich lauterer Waffen bediente und die Entfernung Erzbergers wom Ministersessel sich zum Ziele fetzte, war michts dagegen etnzuwenoen. Der rapide Sturz der deutschen Valuta in den letzten Tagen ist wohl zum Teil eine Wirkung des Anschlages auf den Neichsfinanzminister. Als das Ausland ernennte, daß von der Tat eines unreifen Jüng- Imgs nicht zu düstere Folgerungen in Bezug (Hf das politische Leben in Deutschland gezogen werden dürfen, trat inzwischen schon tat eher eine leichte Besserung auf unserem Geldmärkte ein. Das Sinken unseres Kredites hingt vielleicht damit zusammen, daß das VuSland unsere amtliche Steuerpolitik ähnlich einjchätzt wie Herr Dernburg. Es mögen toeitere Grunde mitspielen. In manchen Be- hrten Deutschlands streiken die Bergarbeiter, oie Kohlenförderung, das Fundament der ^.ttswirljchaj^ Me.inZ, to^terlwi M Frage Abg Adolf H o fs Ni a n n: Der Minister hat für Hne Behauptung nicht den Sdmttrn eines Beweises erbracht. Do» Vorwurf der Verleumdung btoibt auf ihm sitzen. (Ordnungsruf.) Samsta^i 12 Uhr: Fortsetzung Pottage bett. Auseinandettetzung zwischen dem Staat und dem Hause Hsbenzollern. Schluß 6 Uhr. Berlin, 30. Iain. (WTB) Von unterridite - ter Seite wird zum Fall Baumann, der m der heutigen Sitzung der preußischen Landesver- lammlung zur Spraö.te gekommen ist, noch mitgeteilt, daß der Unabhängige Baumann mit fliegenden Fahnen ins Pr.-ußische La.ier hin- übcrwediseln wollte. Er fmreterte schriit.ich von der Regierung dafür Ernennung zum Wei mm Regicrungsrat, feste Anste lung mit e.nem Fahres- gefallt von 40000 Ml. und 100 000 Mk. jäln> licyen ReprasentatiowZgeldern, einm jährlichen Fonds von 2—3 Millionen Mark zur £kTite(lung von Druckschriften afro. und Amtswohnung in Tüsseldorf, Köln od,7r ZLobtenz. Die Regierung lehMe das Anerbieterr ab und ließ Baumann unverrichteter Tinge nach dem Rliein.and zurück- feljrm, wo er noch h rutc ein unabhängig-kommunistisches Blatt he rausgibt. Nach dieser Tattte.lung ! dürfte Baumann in den Augen aller anständigen : Menschen erledigt sei». Prinz Max non Baden über die Ausliskerungdfrage. Konstanz, Ä0. Jan. (Wolff.) Die „Krm- ■ stanzer Nachrichtei'." melden: Vor einigen Tagen richtete der anterikanische Journalist Parker Brown, der zv;r Zeit in Berlin weilt, an den Prinzen Max von Baden in Salem die Bitte, sich über 'die Auslieferungsbeaehren der Entente zu äufßLrn . Priu- Max ist diesem Wunsche auch nalchgekommeu und hat am Mittwoch dem arnerikanischen Journalisten eine Antwort gegeben, in der es u .a. heißt: „Wir $eutfd)£'n sollen uns nicht darüber täuschen, daß vou Angehörigen unseres Volkes während des Krieges schweres Unrecht begangen toorbett ist. Aber es wäre eine Lüge und ein nationales und internationales Verbrechen zugt^ich, wollten wir unseren Feinden das mopnlische Recht zubilligen, darüber Richter «uv fein. Sie waren während des Krieges schlecht wie wir, und sie yaben willkürlich den S.tteg und seine Scheußlichkeiten in den Frieden hmeiugetragen ohne Grund. Ich trete jetyt durchaus dafür ein, daß eine internationale Konferenz die internationalen Verbrechen feftftellt, sie der Weltver- chhtung preisgibt, und sie sühnt. Aber hinter ihr muß das Qkiroiffen der Völker und das Verantwortungsgefühl gegenüber der Menschheit stehen. darf nicht ein RichterauS-i schuß üerbünbettx Raubstaaten sein. Die in-- ternationale Konferenz, die das moralische Recht zum Richter hätte, existtert noch nicht, und sie kann nicht geschaffen werden, bis der Friedensverttag von Versailles revidiert und seine Gesinnung von den siegreichen Völkern abgeschworen ist." Amerika «vd der Fricdensvertrag. Washington, 30. Jan. (WTB.) Die Konferenz zwischen den demokratischen und republikanischen Senatoren bezüglich des Friedensverttags ist ohne ein UebervInternaten auseinandergegan- gen. Die Konferenz wurde auf die Anregung Lodges, die Boi:behalte, welche zu Artikel 100 des Friebensvsrtraas von Taft aufgestellt und durch bie Demokraten eingereicht wurden, anzunehmen, abgebrochen. Hitchcock gab die Absicht kund, Een Zriedensvertraa vor den Senat zu bringen. Die 6i?enbol?ntrb6roegung. Berlin, 3t. Jan. (WB.) Der aus 54 Mitgliedern beftebenbe ecweitette Borstand des Deutschen Elsenbahnerverbandes hat nach zweitägiger Beratung in geheimer Abstimmung einen Be schluß gefaßt, in dem es heißt: Der erweiterte Vorstand nimmt Kerartnis von dem jetzt abgesc1)ios,'enen Tattfvertrag. Es muß nach wie vor daran fesi.'gehalteil werden, daß Akkord- oder Stücklohnarb.-ll für die Eisenbahnwerkstätten nicht zu empfehlen ist. Ohne feinen gruiidsätzlicfa-n Ctanowinkt aufzuqeben, jedoch im Hinblick auf bi: außcrordent.icheil Schwie- rio leiten, in denen unser Verkehrswesen sich befra -et, und in dem Bestreben, an der Wiederaufrichtung unseres Wi tfcha'tslcbens nach Kräiten ra.it ;uroirten billigt der erweiterte Vorstand die Erklärungen der Tattfvettanolungs- kommission, wonach sie bereit ist, auch über die Akkordarbeit mil der preußischen Eisenbahnver- waltung zu vettMndeln. Ter Votttand spricht die Erwartung aus, daß es den vereinten Kräften nach Einkehr von Pflichtbewußtsein bei allen Kollegen gelingen wird, die als Notmaßnahme eingeführte Akkordarbeit baldigst wieder und endgültig zu beseittcoen. Samstag. Stadttbeater „Rose Bernd" 7 Uhr. zu dieser Selbsttnlfc grasen wollen, toollcn sich Steinkohlenbezugs-Gesellschast Gießen, Haupt- zu bem im Anze.gente.l angesehenen ^ntpunL Dir güt mein Gruß und Steil und Lied — O nimm mich ans Herz, das nur Dir geglüht! Spreckter seien nicht hervorgel.oben außer dem deut- sckien Admir l Hanns Gürt! cr). der snne f Iwere Ausgabe angemessen durchsührte und dem e gliichen WbmiraL der manchmal etwas zu jugendlich erschien. Die Dichtung wurde mit starkem Beiiall ausgenommen. Ter Dichter, der anwesend war. Die Einwohnerzahl Hessens hat sich vorn 1. Dezember 1910 bis 8. Oktober 1919 nur um 8305 5694 Anwesende brachte, im Winter bory-nommen wurde. Unter den ober Hess i scheu Kreisen so wichtige Tlxma erwarten. ** Anlagenmusik. Die Regimentsmusik des Reichswchr-Insanterie-Regimerrts Nr. 36 zeigte sich jedoch nicht. Z«r hessischen volttiLdr««- vom 8. Oktober 1919. zu verzeichnen. Die Schatterdievftftnnde« der Post an Sonntage«. kleine, Bensheim und Gros>Gerau eine stärkere I tariat. Zunahme aufweisen. In Ober Hessen ilt I ♦* ($Hel_____ Friedberg um 1553 Seelen gewachsen und g Konzert findet Sonntag ~ •—rZ~-1 zählt nunmehr 11068 Einwohner, und Bad-!^ uhr, in der neuen Aula der UmverirtLt statt. BeNtz Nauheim hat cS mit 10 435 säst erreicht. Je- Edwin Fischer aus Berlin wird Klamerwerke15 Milli doch ist zu beachten, daß die letzte Zählung noch " " : in die Smson fiel, während die von 1910, die nur bekn. Dies anßervrdenArch zeitgemähe mtb iiiitt* essante Thrma wird zivcifellos einen zahlreiche« Hörerkreis anlocken. Tie Persönlichk.it des Vortragenden, Geheimrat Elemen aus Bonn, der im Krieg durch die zickbewußte Leitung des Deut- malschutzcs im Feilw-sland in ttKt.eften Kreisen belanntgewordcn ist, läßt wertvolle Aufschlüsse über das für unser ösfenlliches und privates Kuustieben Art- ffaM nnd Land. Gießen, den 31. Jan. 1920, Tie Heimkehr au- französischer Kriegsgefangen schäft. Don der Kommandanlur dcö Durchgangslagers rrird UN- mitgcteilt: , Gestern nachmittag 3 45 Uhr sind tm hiesigen Durchgangslager K50 Marm, Unrero.siliere und Mannschaften, aus frmifrö.i cher Gelangen chaft aus dem Lager Bouzirres ang-rtommen. Tic Leut' tojoi im allgrmcüKn sauber aus und machen gesundheitlich einen guten Eindruck. Pünktlich «n 4 Uhr standen gesternNach- Auif dem geräumigen Bahnhvlsplay in oss- rree unsre ersten Bruder aus französischer Gefangen schst. die noch vor zwa Tagen im za» störten Gebret bei Douziers logen. Bergeordneler Zusttzrat Rosenbe r g begrüßte bte Heimkehren- den im Namen der Stadt intß des Empsangskomr- Lees Nach einem herzlichen Willtomm wies er rn offnen Worten darauf hin, wie sehr Deutschland am Boden liege und wie uns allen — auch den ihrem Dolle Wieder gegebenen — nur der feste Wille zu Tat und Arbeit Hellen und wie dieser allein Deutschland zu neuem Glanze emporiühren könne. Es regnete in jenen dünnen steten Fäden, die «unsre Stimmung oft so niederzuziehn vermögen, als seien sie zenmerschwer. Und die Kampfer stanoen da in ihren grauen, grünen und blauen Gewändern, die alle nur das gemein Hatter, daß sie recht zerschlissen waren, mtb sie hörten hm und kamen ein Stück weiter in dem inneren Aufatmen, das so ganz langsam ihre Brust erleichtert, feit es ihnen zur Gewißheit und zur BirfiWeü geworden ist, daß sie endlich der Freiheit medergcgeben lind, endlich, nach so langem schmerzlichem Warten und getäuschtem Hoffen. In ihren Mienen lesen rou neilid) noch so oft jene starre Verschlossenheit, dir ihnen die Kraft gab, in Feindesland mit mannhafter zäher Festigkeit ihr Gefangenrnlos zu tragen. „Se&te Weilmachen, da haben wir am härtesten getragen; wir hatten zu fest damit gererfmet, daß wir daheim wären," so kann man die Kameraden hören, deren erst so kühle, feste Blicke in heißer Qual aufglühen, wenn sie vergangener Leiden gedenken. Ja, Brüder, wir wissen, wie Ihr gelitten habt. Eure körperlichen Entbehrungen und Eure Seelenpein waren unmenschlich grausan. Doch die Folter des Leidens und Bangens ist zu Ende. Und ist in der Heimat auch eben nicht dir Zeit, um sich bei frohen Festen ausgelassener Freiide hinzugeben, — die innere Freude eines erlösten Herzens soll Euch; durch die Heimat wiedergegeben werden. Das ist der langgehegte Wunsch aller Deutschen. Ist die Heimo: auch arm geworden, ihre lieben Söhne an's Herz zu schließen vermag iie heute noch so gut wie je. HonS Gnosser-Brann, der von 1912 bis 1915 em hiesigen Stadtthcater engagiert war, ist gestern aus französischer Gefangenschaft zurück- kehrt. Nachdem er in Rußland, Serbien und talien gekämpft hatte and zweimal verwundet worden war, mußte er noch an 29. September 1918 in Frankreich in Gefangenschaft geraten, aus der er erst nach 16 Rio naben schweren Leidens erlöst wurde. Meiner Heimat. Bon entern heim gekehrten Kriegsgefangenen werden uns nachstehende Verse übermittelt: O nimm mich ans Herz, die ich lange entbehrt. Dein bin ich. Dir hab' ich immer gehört: In den Stürmen draußen, wo bet Schnitter schnitt, Aus blutigem Feld, wo ich für Dich litt. In Stachelzäunen und haßüberspien. Gepeitscht und geblutet in tötendem Mühen. Dein war ich immer, geliebte Heimar! (Öbermusikmeister W. Löber) spielt morgen vormittag um 11 Uhr bei gutem Wetter in der Süd- Anlage nachstehende Muiikstücke: 1. Ambrvsiauischer Lobgesang bearb. Th. Krauest. 2. Themen aus der Oper „Lohengrin" R. Wagner. 3. Bitte an das Vöglein! Lieo für Trompete (Herr Schwarzlofe) W. Löber. 4. Melodien aus der Oper „Carmen" G. Bizet. 5. Des großen Kurfürsten Reitermarsch. Grat K. v. Moltke. ** Die Abgabe von Weißmehl und Nährmitteln, die auf Grund von ärztlichen Attesten ausgegeben werden, ist für den Monat 1920 übertragen worden: Weißmehl: sow.elKarl Tui'.l, Asterweg, Nährmittel: Emmericher verzeichnen Alsfeld, Lauterbach und Schotten zusammen einen Rückgang von 1274 Köpfen, während Büdingen, Gießen und besonders Friedberg eine ZuturlMe z-igt. In Rheöchesien weifen sämtliche K^ife eine Abnahme aut, die, wie erwähnt, namentlich die Stadt Mainz trifft, in den übrigen Kreisen jedoch gering ist. Eine ziemlich ansehnlich? Zunahme haben jedoch die Orte AlSheim, ®ed>tljcim, Gimbsleim, Herrnsheim und Osthofen, sämtlich im Kreise WormS, *rtrrmalttohm TO zur Diü>erherftellinrg be5i Neickssfinanzmiilisters hinzuziehen. In der Debatte erklärte Justizrat v. Gordon, daß die behandelnden Aerzte mit der Moglichkei. eines Wiedererfcheinens des Ministers vor Gericht am Montag in acht Tagen rechneten. Der Vorsitzende wird in diesem Falle versuchen, die Verhandlungen so lange hinzuziehen. Man könne in diesem Prozeß nicht ganz so verhandeln, tote in anderen Prozessen. Er habe einen großen Teil von Fragen zugelassen, damit der urteilsfähige Teil der Oessentlichkeit nicht den Eindruck bekomme, als ob nicht alles zur Aufklärung getan werde. Bon beiden Parteien wird dann vor- geschlagen, zunächst gewisse N e b e n s ä l l e zu behandeln. Nachdem hierüber eine Einigung erfolgte und der Vorsitzende dem Minister bei seinem Wiedererscheinen gewisse Erleichterungen mit Rücksicht aus seinen Gesundheitszustand in Aussicht stellte, wurde das Zeugenverhör fortgesetzt. Zunächst wurde der Fall der „O st r o p a" behandelt. Bereits heute wurde jeder, der in den Sitzungssaal Einlaß begehrte, genau auf Waffen untersucht. Alle Waffentragenden tourben ausnahmslos zurückgewiesen. Außerdem wurde die ttorteilontrolle auf das Strengste gehandliabt. Rochtsamoa t Dr. Fr icdl änder stellt durch Befragen des Zeugen Juschrat Neumann lest, daß der Fiuonznnnister von Beutet Seite Kenntnis von der ihm zu gedachten Ehre, Betrat der ,,Ostrvpa"-Gesellsä)0!t zu werden .ersten hatte. Oberstaatsanwalt Krame findet ein solches Vorgehen nicht nur ungewöhnlich, sondern unerhört. Ter Geschäfte führet der Mitropa" .Kau mann Friedrich Höhne sagt aus: Wir rrchtewn an den Finanz Minister ein Schreiben, in dem wir ihm in aller Form seine Wahl nrittci:ten Es wird icst- gestellt, daß der fragliche Brief nicht durch die fet an den Minister gesandt nwrbcu ilt, sondern durch einen Boten, einen Herrn Markussen Zeuge will aber erst gestern eriahren haben, daß Markussen den Bries Er.baga nicht übergeben hat Tre Akten der „Ostrava" find bei bem Gericht verfchimmden. Tie ^rhandlung wird auf Dienstag vormittag 9'/, Uhr vertagt. p e di.nst fe g. ctzl nord n aangslaarrs Gießen mitgeteilt wird, ist im L a u s c Rödgen, Großeu-Bufect, Grv^en-^r wen, Lru,- des morgigen Tages mit siemlidxn: Sicher-1 gestern, Lang-Göns, Heuchelheim, ftletn-Lintoi beit ein weiterer Transport heimkehren- I Oou 8 bis 9 Uhr vormittags. \ der Kriegsgefangener zu erwarten. Rodchim, Alten-Bu,«k. Reiskirchen, Stembcrg, Garbettteich, La.igS'orf, Holcharn, Hochelheim von Deutscher Abend. |g bis 10 Uhr vormittags. Tie Jugendgruppe der Teutschnationolen Volks- . Beuern und Steinbach von 12 bis 1 Uhr nach-1 Partei hatte für gestern Abend im Cnnhorn zu einem mittags. __ wtur dis,- deutschen Abend eingeladen, in dessen Mittelpunkt Zur Aufgabe von Telegromimen mto zur Ab- die Ausführung oes S c a pa F1 o w -Dramas von wickel>mg von Ferngesprächen werden aufoecutm zur KM SÄ 8SWK Ä sn.— mann Tamm von der Teutichen Legion eine An- mt jr- h iwt von 8 spräche, in der er die politische Lage vom «tano- ASf80’ punkt des von der Heimat enttäuichten Baltikum- tis 9 Uhr vormittags, kämpsets beleuchtete. Seine Ansprache klang in oie I Re seprilfunern- Erwartung aus, das deutsche Volk werde aus sich fflr Nicbtscküler ^l>re, daun sei die Zeit der r ei?epr ul nn ge n siilden ün Monat l Waren-Eipcdition. " ^lhlusie brache er m Allem Gedenken an iep^ ,^g mU l#60 Ml. ** Kartoffrl-Abl ieferu ng. Für die D^delm II. ein drcifal^ Hurra au d^s alte ^empelpslicbtigen Meldung bei dem Landesami Durchführung der Ablieferung bat die etäbt. -Leutfd>[anb aus. Als Unnvolle Oberleitung zu Lildunaswe.'en Abteilung für Schul- Lebensmittel-Deputation eine Anzahl ^€^llmmun<= ShTp n angdegenlKiten, stnd hinzuzuiüg-n: Lebenslauß gen erlassen, die aus dem AnzeigcitteÜ zu ersehen «n ’f« ÄÄÄ tÄÄ « i« nur. nrr schulternden Bericht über das Gnde der deutschen,rt ^e Vorlage eines Nach- Unwe'cn der Haltung von sogen. V.n.ionStüh.'N £ otrte' ^anb “ b weises ^lber die ^Dauer der Milttärdienstzeit >.x- ein Ende mach.n. Der Eigentümer, Beiitzer usw. sinken der deulsthen Flagge. forderlich Zu den Prüfungen ruertkii in der Regel von Penswuskühen ist am nun an nicht m«hr Somit war der Boden bereitet sür die Dichtung [Iur ro(^ zugelassen, bk durch Geburt ob. r Walnt- Selbstverwrger. S c ap aF I ow, deren Au:bau nnsern Leiern durch ort cm Bollslaat Hes.cn angeljören *’ Tas Fest der s'lberncn Hoch- denBericht unseres Frankmrter TlMtcrkritckers an- >ber feit mindestens 3 Jalwcn darin ihren stäu- zeit begehen am 3. Februar die Ehleure Fnevrich läßlich der dortigen llrau.führung begannt fern. nnro. dimm Wvlmsik baben oder seit ini-lldestanjs 3 Ial)nen Flick und Frau Wilh'lmine yb. Schneider. Tie Dichtung Goerings geht von der starken Vision dickte Staatsang^hörigtei. U iDcn. Nicht- ** Die Gründung einer Männer- der in Tumpfheü sich verzehrenden deutichen Ma- !>e)ürscn für die Zulasiung der Genehmigung und Frauen Vereinigung der Mat- taten aus und vermag uns ihre teehidK Versal- £■' Schulverwaltung drs zu iä:.digcn Bundes- t h ä u s - G e me i n d e fand am Donnerstag abend sung zu verdeurliclren. In den späteren Szenen laßt . , x jx g z rc.icvrüfungen fii dcn nur im Gerneiiidchous, Kirchstaße, statt Tie neue die Gestaltungskrait des Tichters wesentlich nach . Dannsadt statt Bel der Me dirg ,ür die wi- Bereinigung b.zweckt, alte di-eiemgeti Männer unb besoilders merklich im zweiten Teil. Bemerkenswert Rei eprüfunärn ( ür NichtschLer und Nicht- Flauen der Matthäus-Gcmeindc ohne Unterschied ist die Gesinnung der Dichtung von.der Goering sEerinnen, lönncn Wünsche nxgeii Zuw.iung der politischen und tachlichm. Sondermeinungen zur Uraufführung rn Frankfurt sagte: ,,AlIe. die einc bcstimmte Anstalt vorgebracht werden, die zusammenzuschließen, die ernstlich geivrl.t luib, I'ch das Stück für chre besonderen Zwecke auszudrutim Möalickkrit berückt ch igt werden sollen. Mit am kirch ichen Leben zu beteiligen und auf christ- aedenken, bitte ich davon abzuseften. Nichts liegt mir ^De ^ach^chtigung ü er die Zulassung crwlgt lickx Zucht und Sitte zu sel)en. Sic wUl das Be- serner, als zur Verwirrung und Entziveiung eines , < Prüfung in Betracht kommen- wnßtsein der Zusommengehörigteit stärstm, den verwirrten und zerrisienen Laubes noch beizntragen. I ^.Direktionen die Mitteilimg über Ort und kirchlichen Sinn bei ihren Mitgliedern und über Ich kenne hüben und drüben Manner, die Dem, v Prüruna Die Meldunacn zu allen Brü- diesen SiYeti hinaus bei den übrigen Gemnudcrntt- was ich von Männern verlange, genügen - Tie soteen möglichst umgelxmd erfolgen. Melde- gliedern p.legen und das Gemcnichele^n durch 3a- Aufsubrung, die vom Dichter m»t ev.iftubiert toaT, L. 14 Z.tK 1939 milwnabende, Vortrage, LcipreäMirgen usw. for- ging teilweise weit Über das Ni, rn er.ier Lieb- > - nack Östnn n e n e Ku'r sc f Ü r K rie gs- dcrn. Die Gemeinde wird in Bezirke geteilt; haberauifuhrung hinaus und ergiif! beforchers in . . ^rmstadi und Gießen ein- Männer und Fraueii werden als Stellet ui bat ben matrofenf»«™ to erfttr.Seif«. " Äet werd«, k°m!en. Hanoi t>on bet 3-»I U-reetWebcnen Ritten fit bi. jeweUiora «uf- ^nMvrncixtfMnx rtnfipT hem deut- l ^.^^^,ungcn ab Auch diese sind ün das Landes-- gaben txr Vereinigung rotrten, Uisbefondeve sich amt zu rich en Bei der stempclpflichUfen Mel- etwa vorhinidencr Not uub Mißst ariden ann^- bang ist das Abgangszeugnis der zuleßt besuchten men. Die Satzungen der neuen Vernnigrmg trug staatliclten Schule und ein Nachweis üaer dte Dauer Pfarrer M a h r vor. Zu der AuSf^achc-, welc^ der Militärzeit vorzule^,. Zugelassen zu den lehr, lebhaft verlief gabeti ujl Ömen W Kursen können nur Kriegsteilnehmer werden,wstch: ^ckMN Lehrer..Kling LMidgerichtsrat Neuen- die Reife für Obcrfekmida oixr Priina besiben, hagim, Bäckermeister Löber, LZ>^r gte-ich, Staatsoder die regelrecht in den genannten Massm v-r- amartt Knaus uub Pfarrer reAlch Aw- setzt fi:ch. Die Baiachrichligung Über die Zulas- regungen zum wecke reu AuÄnu d^Satzmrgm. nug, Ott und Zeit des Begirrns des Kursus er- In den Vorstand nmrben gewahtt: Rektor Knaus, olgt für Darmstadt durch die Direltiouen der m Fabnkant Biudewald, OberpostsäiafMer Roma, ______________________ , Betrag kommenden Anstalten, für Gie ße n durch Lehrer Becker, Frau GifevmS mto Frau Riipvel Köpfe vermehrt, so daß sich die Gefam t- ben Leiter des K^ursus, Professor Dr. Ditt- . De r Gie feue r »h bevölkerung an letzterem Tage auf 1290356 Meldeschluß am 1. Mär- 1920. ein hat l«ne UnterrlchkSkur e für Än stellte. Die größeren Städte weisen fast sämtlich Für Gi.ßen ist aI5lxiß)ige Meldung erforder- Fertigung ^^n Schubwerk »iweer aufg^- eine Abnahme der Bevölkerung aus, die gc- sich, da ein halbjähriger Kursus am 16. Fe- nommen Dem ersl«i E gen über 1910 in Mainz 9912, Darmstadt 4213, brmn bcgkint. — Die Meldung kann auch von zweiter folgen. .Die ^rfchwn gfichteil^der Pre^. Worms 3283 und Offenbach 1043 Köpfe betragt. Elterti dcr KrtegSteiluchnver eing;rcicht werden. Tur Schuhe zim gt HauSfranen ^r Selbst N u t ® i e &e n err;ätb«t rott tiur.üfjmt »on »eranitaltuNOkN «Lern bau«,ch^c auch Schuhe ffc 2113 An da Abnahme ist wohl lediglich die vcronyiaiiuHflrn. btc Straße können gemacht la-rdc-n. Alle, bx Mil tiitkevölkermig beteiligt Unter ben Lan^- Samstag. Stadttbeatn Rose Bernd" 7 Uhr. zu diesa Selbstlulfe greifen wollen, wollen sich meindcn des SlYeieS Darmstadt zeigt Gri.shcim — Steinkohlenberugs-Gcscllfchait Gießen, Haupt- zu dem im Anze.genteck ange^benen ^.uhnuift ans gleicher Ursache eine Abnahme von 296 Per- Versammlung, Uhr, Pfälzn Dos. — Gießens melden. tonen, während Pfungstadt eine ZmrcklMe 1 vii Hausfraueuverein, Mckglieder-Veisammlung Vor- ** „Dt c A s r 1 ka n 1 s terun a Eu r0- 127 (gberi'tabt von 381 und Arheilgen von 66b tm, 8 Uhr, Neue Anla. — Lichtspielhaus, Bahn- pa s" war das Thcma, über das gestern abend Köpfen auf weist Im Zkreisc Groß-Gerau ist le- hosstraße, „Malaria". — Lichtspiele, Selterswea, im Saale des Cafe Leib Herr Engelbert ®raf*. krächtlich die Zinnchme in WalldoN (421), Mör» „Mit 300 PS-BoUgaS" Lisa! vom Lotfach- Berlin tm Anftay der USP Güßen sprach SB» felben (442), Bischofsheim (608) und Rüs elSlte'm tal". 4 .. M, ®n«Imen, um den drei Äochen, tu Mncn ^e«u3Mjun3 geonnet ^utschland zu isoliaen. Heute seien bcrnts brv' war, wurde fie vonttwa vintel da rumänischen Petroleumselda, die frubtc Bon Montag an waden buWawne au) im Besitze Teutschlands waren, amaikanifcha Be* T-g- w«en Sotbrrc.tuns ter Stäbitbuto- ™ biefen Unteruebmungm W Ausstellung" geschlossen. Gntentefcite gegenüber hätte das deutsche Kapital ** Der Verein dcr SPunfttre| nationale Politik machen müssen. Stattdessea hatte für gestern nachmickag tm hatte es seinen Anschluß an das intanationalc Hotel Großhazog nnen Mala „Des Sturm ae- gesucht- 80 Milliarden seien nach dem Aus* wonncn, um ans dem Muiide cmeS m d-1 ltinb gcroanbert Tie sogenannte sozialisttsche Ste- hmg Schaffenden nähere Aufschlüf,« gieruug habe die Sozialisiaung der Berg- and Sturmkunst zu erhalten. ES lst immer mißlich K^^Enbagwake vafäumt. Gegen alle einen Künstla zum ts-eorettichn yniterpretrn tetnes I s^ten des Finanzkapitals gebe eS nur em Mittel. Schaffells zu machen, und. so war es nicht ver-1 internationale Zufommenschluß des Proleta- .L . 1 wmidalich daß tter noch jugowW l xiats. Tann würde auch kein Militarismus mehr Im Einverständnis mit da HmrdeksLamma Bauer das Wesen seiner ergmen Kunst nicht Hn- cttoa8 nützen. Für die Diskussion meldete sich nie* sind bte Sormtagsfckraltah enststunden, bw nach Mutig yormultcrm tonnte. Er führte aus, daß mflnb ® Wort. .* einem Erlaß deS Reichs-^oftminifteriums all^- ^e Sturmkimst nicht Wiedaoal«, smid.-rn Naigabe ** Kleber die Zigeunerplage »mw mein am höchitec!« IV- zusammcEngende S'ir - jdH nwlle und sich als absolute Kunst, ohne Iten ^gEvärtig auf dem Lande wieder viel ge»«^ den beschränkt werden müffem, für tot htefigen Umtt unb Töcha ber Pusta ziemlich ungentett umh-'r. ■a„ e ~ f-r | bett*. I axaunaen da Seel' hervorzurusar. Er s?tzte btefe I TiAt selten halten ihre Wagen tagelang lnmttta Ä Rächten, wo Sterne nüd^g^ffil tmb Stodtvostamt in Gießen 8 bis AtttoKtmst in Paralelle mit der Musik mtb be- Ortschaft., was frülxr v^boLn war B ™ Deine ©SheÜ 'faS \ 9% Uhr vormittags. Für die Annahme von Le- tonte, daß das Dill) M ta Buchung anß.-cl^ reich vorkommcntoi DtebslMe- In den Briefen, die von Liebe erklangen ' Uegrammen bleibt tedoch das Hauptvöslamf 1 sich selbst stehe, und ern Eigmorganismus voll-ck man jn vielen Fällen auf baS Konto da ytytttut. Qm Zwitschern der Vögel, die luflig sprangen nad) wic vor unbeschränkt geöffnet: eben 0 tdn» betten und Rhythmus ter. 2kn toi Ertrag schloß I Landkreis GikßtN. Kmrn^^ to T^m Düste trug -- - nen die öffentlick-en S p r e ch ft e l l e n am Haup - sjch eine rege Aussprache- in b:r d« Bestr-bimg.m , ” qn Z di.-dtbcsetztev RLZLLSr«, J-ä. » « .. Haus ^üdbach. l des Pos'.amts gchörigeu Poftagentur«' irr nach-> Plastik (mti OMdganäflUai Ltchtbtlderir) bckan- | terefte den teyrreicyen nusiuDrunflou it U, » . ^CL^fltn j* lIM: i. Am? Süb. °nesl 2. rÜ Sa9net. 3 “M* (tat Ä °" s 1BL1’« m, tFÄ6t^ M nw^. .®onQ[ S’W®^ ÄHj|*fi'l % ». e- fi^büf^r i|) nnr A™ w;5 « & ÄS’ ÄÄSft m m M Mi ndx tl Ulbfruen ftR* H. vchnridn iü?»""" Dinner, '«igunj der Ma,. ÄS Donnerstags rKraße,.M. Tie nein £ i*W» Mäiuiei M ^ttnruibc obre Uiiteridxd tiblidwi Seithermfrimira u ern">ich gewillt sind,sä u beteiligen und aus chrid W sehen. Ae will das k icngtböiigteit stärken, da >ren Äitgliedern und übe üen übrigen Äemnüdcuni 3 föemiinMcbcn buid) ot . Leiprechimgen uho. & wird in Bezirke «teil: werden als helfa in bc iür die jeweiligen «e- l mitten, biibcitmörct t Md MWinden annö et neuen Bein iigung tri 3'd da Aussprachc, roriä i'jen u. a. die Laren Pw ig, Lmdgenchl.nal Wma Äa, Lchra 9hiA Sto'3 ßmntt Ailchr reichlich L en Ausbau her &w den gewählt : Setart total , Oberchoktschliitaa Sins NiieviuS uÄ 3ton Sma ner Hausstanenntr rrititHuilt iür li dmhipti! wer atj ruriiii soll a4-a(bt vridw^iVtt kt A it tzauSiE m: SdJ- anichtche, -uch Wt «macht werden. M,: greisen wollen. Wollah ntel an-ge«M DM S-Z KCOitua w **»* S"Di jp? S»^S ”$55 ^An.Wl* Bert^&ntÄ ÄS! ^pfes*^ MZtz Ks- ■et. CeTTeYl>etm, Bö. Fm. Tfr fett Mtcn hier von Gebrüder Böckel betriebene Zementwaren mbrik ist durch Ätntf an eine Frank- hirter Frnna überxgongen Diese beabsichtigt eine chemische Fabrik (Herstellung twn künstlichen Tüugemttteln Mw ) ins Leben zu raten, und es werden gegenwärtig die dazu ersorderlichen baulich» Veränderungen vorzerornmen. Z\ Geilshausen, 28. Jan. Gestern spvrch der Starentommonbmtt Kvos Joste in unferm Dorse In eineinbaldslündigem Vortrag verglich er das Schicksal der Staren mit dem des drutschur DotkeS Mit im nun, schlicht, aber doch etnbuuTs- vvll wußte er die Zuhörer zu fesseln. Für die ungünstig Tageszeit, der Boriraq find nachmit- tarä um 2 Hin ftatt, teuren immerhin zahlreiche Hörer erschienen. — Bei den Wen kirchlich n Wahlen wurde die frühere Kirchengemrind:- ixrtretimg wiüxrgt'wälilt. Amiderwrgen gab mir im Kirchenvvriland •• Großen-Linden, 30 Jan. Tcm langjälTrig.n Lri:.ch euren Ausgalrn entstanixn sind. Durch o»:5 Entgc e. kommen M Qkm.iibrrJt?5 Lollar, sonn.' Untern tlbunfl ter BuderuSschen Eiten w.rte sind H- gröh'en Sch'uierigbiten Zunächst behoben worden. Der Dorsix-lde des Sknin5, Dekan Gtaftr tnrrm, sprach daher Dürgermri er Schmidt, b m Geineinderabe und Divtkurr Janben trn Dank bcT Ge. er lvrr ammlung aus. ES tuu be;; irn Ja re 1919 in 190 Familien der Gemrinde gepflegt und von der Gemi i tdcschwester insgesamt 3876 Kcankenltesache gemacht, sowie 8 Tagpflegen uni) 21 Nachtwachen ge'alten. tt Trcis a. L., 29. Jan. Bei der hmrigen Berpadi'ung der hiesigen Gemeindejagd nnn= den 8760 Mk. erlöst gegen 1500 Mf. des bisherigen Preises. * Wieseck, 31. Jan. Am Mittwoch den 4. Februar wird Lehrer Ziegler aus Drrmstait von der demokratischen Partei über die neuer. Steuern sprechen. Kreis Lauterbach. Q Au- dem Schl i Herland, 28. Jan. @rtt tanger Zeit treten im Schlihntland dieWild s chwe i a c nntber auf. Im vergangenen Herbst machten sic sich besonders im l»ssisch?n Fuldagruiü- brmerftxrr, n»' i in den Gemarkungen Pfordt und &3t los uerä^t.irfxn Schaden «ntrnttren. Die Tiere jinb auö dem benachbarten vreukischen Walr> gebiet der Schilda Inübergt-Qorn num. Neuer vinaS tre en Wildschweine mm auch in den nach Lauterbach -u gelogenen Wäldtrn auf. In der lGemartung Willofs ist der angerichtete Schaden recht gnofr, besonders auf ßtonuidern, die ver ijm^cne# Jahr mii Karlo sseln bestellt waren. Kreis Schotten. c Herchenhaiu, 28. Jan. Die Jagd In Eschenrod, die taT.jer für 716 Mk. iEhrlich verp.i6stet hxrr, ilt bei der Neuv,rp.:chtung «nf 5870 M k. gestiegen. Der eine Teil ist an leit Zigarrensadrikanten Alfred Weber von Schotten, der aobere an den Hol-HLndler Schütz von Cftbrim bei Hanau verpachtet worden. Dic Pachl- #eit soll von 6 aus 12 Jahre verlängert werdm. Kreis Fri'dberg. 4- Bad*N auheim, 28. Jan. Bei einer Treibjagd in der Obennörler Gemarkung muib.n 171 Hasen Mr Strecke gebracht. Für Fuck^iell.' Töerben hier letzt 500 und 550 Mk bez-.hlt. — Junge, kaum der Schule entlasien.' Burichrm wurden gestern dabei ertappt, wie sie einem hiesigcn ^astpos den Hühnersrall rtfmberten. Die Poliz.n brachte sic in sicheren Berwa!)r. B. Z Butzbach, 29. Jan. In brr gestrigen Mmmtaversamnlung der De utschnationalen lkolkS Partei sprach Bürgermeister a. D. Dr. Schmidt. Er wies daraus hin, wie seine Pardci in Arbeilerkrei en oft dahin verkannt werde, als Rrächie sie den MinderbcmitLelten kein Jnl-.'n.'ssc entgegen. Seine sachkundigen Aus L-rungen L'.er DolmungSPolitik zeigten ent her-lichcs Empstn- ien für alle, denen dic Wohltat rineS gesichnttm Leimes nicht vergönnt ist. Als -w.rtcr R-cdner ivroch Pros. Werner ü er Butzbacher Gemein depolitik. Er wicS nach, daß, sich Bud- Vach durch seine günstige La« eher zu Gartenstadt nmd Lnstknrort als zum Jnoustri vri eigne, aller» ihuaB milfcten noch manche EinriäMngen wie bolköbad, Gasanstalt, schön an-aelegte Drome- « mietet feflgcf tzd n Mengen sür d-.s nächste Jahr aufrecht zu erhalten. Im Viehbestand Ahlten von 21 Millionen 7 Mi lionen Stück Nindotel), n»ährend der SclKvei'tebestand auf y4 zusammen- geschmolzen sei. Helfen könne uns nur ein Zusammenarbeiten von Stadt und ßanb und Schaffung von Werten. Gegenüber der Zwangswirtschast müsse Dem Landwirt, der teilweise schwer zu kämpsen habe, nicht Produktions- und Anbau- rwang empsohlen, sondern em ausreichendes Existenzminimum geboten njer'en Daneben seien die rasche Verstopfung des „Loches im Westen" sowie ein Einfuhrverbot von Lurus- unb Geuust- mitteln aus dem Ausland, evtl, vor Hecabseptmg der Brotratwn ein Drauverbot wichtig. — Nachdem Lehrer Presser sich noch über Vorschläge an die zuständigen Reichs- und Landesste'len zur Schaffung beiftrer ErnäbrunasverhSItnisse und Versorsun?;smaf.na' m n der iZtai tvcr.raltung für das Erutejahr 1920/21 verbreitet hatte, wurde eine Reihe von allgemeinen unb besonderen Diatz- nabraten, sowie von solchen der Staotoerwaltnvo angenommen, die sich mit den Ausführungen der Redner deckten. Hrssrn-Nassau. ge. Eschwege, 29. Jan. Ms gestern ans dem benachbarten Schwerspawerk Nentershiusen die Bergarbriter Llterngold unb ilvch mit dorn Bohrer, eures Schuß!oches besänftigt waren, löste sich Mötzlich ein alter Schuß, los. Durch bieicn wurde Mangold getötet unb Woch lebensgefährlich verletzt. = Frankfurt a. M., 20. Qan. Ein gemeingefährlicher Lebensmittelkartensälst-or, der besonders inOberhessen grotzangele^e Betrügereien verübt bat, würbe in Dem Schirmsticker Heinrich Klein aus Rend-ri (Kr. Friedberg) verhaftet. Mein, der in Shffd bei einem Putsch aus dem Gefängnis befreit wurde, liest sich von einer rhein- ltessischen Slempelfabrik zahlreiche fStentjxri Herstellen und erschwindelte sich unter Altwendumg dieser Stcmpcl von fast allen obertze'sischen Stäb'.ea für seine ,,neunköpsige Familie" Lebeusmütelans- weise. Mtt Hilfe dtefer Ausweise erhielt der Gauner Lebensmittel Vari en in Hülle unb Fülle, womit er einen ausgedehnten Handel betrieb. In seinem Besitz fand man neben einer erheblichen Geld- sinnme noch ein wahres Archiv von ungezählten Lebensmiltetkarten aller Art. Sifin htt dir Schwindeleien schon seit MorNtten betriebe«. 0 Marburg, 23. Jan. Infolge Schics- spruchs des SchlichtuttgsauS'chusse^ ist der A u S - stand der Schneiderge Hilfen seit barte beigdegt. Tie erhöhten Forderungen würben bewilligt. Gießener Ttrasfaimner. Giesteu, 30. Jamnrr 1920. Kohlendiebstahl. Kari H. tun QHeöen wurde am Bahnhof mit eurem Sock voll Sohlen erwischt, die er nach LLi. aLiung von T tehnbeam en dort gefirmten haue, ©ei feiner Festnatene gab er einen salfchen 91anien an und krt, Etat laufen zu lassen, da es das erstemal sei. Auf Antlage g.gen iyn wegen Tiebstabls brachte er auf einmal nor, die Kohlen von einem Unbefcnnten erhalten zu haben. Weder das Schöffengericht noch die StrafLunmcr schenkte ihm Glau- ben; auf Berufung wurde mit Rücksicht auf seine Dorstrafe unb den Ilm stund, dast den überchmd nehmender Kvblendiebstählen bei der Eifarbahn mit aller Macht gesteuert werden must, die am Schösteugerichr ausge prvchene GesLnsntsstruse von 3 Togen auf 2 Wochen erhöht E rpress un g. Gustav G. von Leihgestern unb bet Bergtoerks- axroriter Schl, von da waren vo.n Schöfsengeriäst Gicheit wegen Helstevei uub Erpresiung zu 2 rtsp 1 Monat Gefängnis Verurteilt worden. ®eü>: hatten von einem 13;übrigen Zeugen, der feinn Mutter 300 Mk. gestohlen hatte, unter der stän- di gen Drohung, ihn seiner Mutter arteigen zu nollen, nach und noch den ganzen Betrag er- prestt Mit Rücksicht auf den guten Leummid, d u ihm fern Lehrer ausstellte, ermästigte die Sttate tarn mer die Strafe geg<*n Schl, auf 10 läge Gc- fängnis. G. hatte feine Berufung rin gelegt Amtsanmastu ng. Heinrich und Theodor E., Söhne deS verstorbenen Schutzmanns E flauten n.i: einem Bekannten aus Wetzlar in Geschäftsverbindung roegm Lieserung von Seife, dte sich nicht nach rhrem Wunsch erledigte. Sie luden ilyn dann ein, mit der Seife nach Giesteu zu kommen, ums l|^rti tveileres zu besprechen. Born Bahnhot aus sühr.en sie itni nach dem Wetzlarer Weg, wo ihnen aut einmal — nach vorheriger Berabvedung mit ihnen — August B. von Giesten als „Bolizer- bvamter" oilgegentrat und den Kvrb mit Seite befchlagnahmen wollte. Zu seiner Leg.tiinatiou zeigte er eine Ausweiskarte des b*rf!or.'e..c.i Schutzmanns E. vor. Während er noch mit dem Wetzlarer, der seüie Seife nicht so ohne weiteres Hergelen wollte, verhandelte, kam aut einmal die richtige Polizet in Gestalt zwner Sicherl>eitswa<1>- lcute dazu, die die ganze Gesellschaft festnahm. DaS Schöffengericht hätte die beiix'n ü. und Aug. B. wegen Amls-anmastung unb Bettugüversuchs zu 6 Wocisen Gefängnis r-erurteilt. Ihre gegen dieses Urteil eingelegte Berufung wurde tafteiifa-Iig o'r- worsen, nteii bri der Ge me ingei ähr lichte il t>*rar» ij ,er Hanriimgen teilt Anlast zur Milderung der «strafe vorlag. Schweineverkauf. Heinrich Sck. von Rödgen hatte ohne Erlaubnis des Aiehhandelst^rbands ein Schraxinchen verkauft. Tie Folge war ein Sttaf^efell über 300 Mk. Sein hiergegen eingelegter Einspruch nmdK vom Schöffengericht tie.Ti’orfcn, ba es als sestges'.elr erachtete, dast das Schwein me!?r als 25 Kilo Gewicht gehabt habe. Die Sttaskammer sprach ihn am Berufung frei, da sie das Gewicht des Schweines nicht für ausreichend bewiesen hi'lt. llr kündensäl schun g. Die Schwestern Lina und Maria Sch. von Friedberg waren der Urkundenfälschung angeklagt. Lina Sch., die hier in Strafhaft sitzt, war zur Verhandlung erschienen, nicht aber Maria Sch. Da sie ohne ausreichende Eattschuldigung ansg> blieben war, wurde Hastbetehl gegen sie >trlasten. (ßcHdftHaat [] Marburg, 29. Jan. Heute hielt hier das Wuchergericht für den Landgerichts- bezirk Marburg seine erste Sitzung ab. Verurteilt winde ein Vtann aus Remscheid, der in Bromskirchen 53 Pfund Ztindsleisch himlich ein graust hatte, zu 309 Mark Geldstrafe: ein Einwohner von (■er, der mit Wagen mehrere Zentner Fleisch ein- sührcn wollte, zu 2 Monaten Gefängnis und 500 Mark Geldstrafe: ein Mehllhamfterer aus Westfalen zu derselben Strafe unb eine Frau aus Westfalen, die in der FrvnSenberger Gogend 26 Pfund Butter dufgefauft hatte, zu 3 Tagen Gefängnis und 200 Mark Gest)strafe. Eine fitagc gegen eine Landwirtsfvcru aus der Biedenkopfer Gegend mustte vertagt roeibciL f) Marburg, 30. Jan. Das Landgericht verurteilte heute einen Bäckermeister aus Bteden- kom, der das Brot zu leicht gebcufen hatte, yu. 600 Mk. Geldstrafe. yoch^chulriachrrchten. () Marbura, 30. Jan Am nächsten Mittwoch habilitiert sich in der philosophischen Fakultät der hiesigen Universität £*rr Dr. Phil. Heinrich Mutschmann mit einer Antrittsvorlesung über ,Ltenytans politische Geschichte". Kirche unb Schule ed. Eschenrod, 29. Jan. Tie Fertigstellung unserer seit 1914 im Bau befindlichen neuen Kirche stellt an den Geldbeutel der Gemeinde ungeheure Anforderungen. Die auf 45000 Mk. veranschlagten Baukosten ftnb schon seit Jahren überholt. Heute rechnet man mit annähernd 200 000 Dkk. Allerdings ist die Gtemehtbc m der glücklichen Lage, die zur Vollendung des Kirchenbaues nötigen Summen aufiubrmgen. So konnte ein Teü des Gemeinde- wftbel Nfirfc TO TMtar WTfltotMil TBr 190000 Mark verweigert werden. Die Jagdoerpachtun ergab eine Steigerung des jährlichen Pachtpreise on 715 Mk. auf 5870 Mk. — Demnächst werden or, Bronzeglocken m Ansttag gegeben, die am Totensonntag 1919 zu Ehren der 14 grial cnen Escbenröder Krieger gestiftet wurden. Tie reut Orgel wird von der OrgdbauHrma Förster t R o- tau-3 in Lich gebaut Das Werk erlwlt 12 kl ’gawe yxcgifter, zwei Epiritische unb wird mit allen neu- ic^tlicbar Errnnoenschafteu der Orgelbautech n * i- f^pen- Die Orgel, die bis zur Einweihung de-, che (Pfmasten) fertig sein soll, verspricht eine b. ön- stkn ^arflirdx'norgebt Hessens zu roerbeu. kostet aber auch 24 ÖOO Mk. B icf cd, 29. Jan. Schon wiri^rhvlt beschattrgte den Schulvorstand die Frage . b aut Hebung des Interesses der Eltern gegenüber der schule und zur Mehrung des Eifers der Schul- Ivgend nicht die Einführung regelmäßiger Schulzeugnisse zu empfehlen sei. Die Frage wurde einmütig briaht. Ein in der Giestener Volksschule eingesuhrtes Muster lag in der letzten Sitzung vor unb fanb Beifall Doch konnte man ficb noch nicht entschließen, die Zeugniise schon zum diesjährigen Ostertermin eiuzniülrren, ba man auf die eine Seite des inneren Umschlags einen Auszug aus dem neuen Schulgesetz aufdrucken möchte. Auf die andere Seite könnte dann eine noch zu schaffende hiesige Schulordnimg zu flrljen kommen. Das Zeugnis reichte für acht SdniljaLrr. Der Schulvorstand will, dah nur» bei der Not unterer Jugend und hei der Not mit der Jugend nicht vor dieser Ausgabe zurü^kschreke (Sait Nähmaschine für den fcanbarbeit5imterridit wurde vorgcschlagen Aunst und Wissenschaft. Gcheimrat Zciß al- Leiter der Miinchcaer Nationliltlttaicr. W. München, 29. Jan. Tie Verhandlungen des Generalintendanten der städtiscl)cu Bühnen Frankfurts Geheimrats Zeiß mit dem bayeiischcli Kultulministerium, die nach offi»ioser Darstellung ursprünglich dem Zweck dienen sollten, den l-ervoc- ragenben Bühnenleiter gutachtlich über den Stand des Münchener Nationaltheaters zu verue nen, haben den Verlauf genommen, der zu erm irten ftatti>. Wie ich erfahre, sind die bayerischen Mic.ue- rungsstellen heute an Herrn Geheim rat Zeih mit dem sormeli^n Antrag auf Ueber- nahmederLeitungderMünche"er Nationalbühnen herangetrete>! Man wird mit der Annahme nicht fehlgehen, dast Herr Zeih geneigt ist, den ihm angebutcnciv Posten anzunehmen. Eine endgültige Entscheidung hat Herr ^eist noch nicht gettoffeu, sie bangt davon ab, ob es ihm möglich sein wird, seine Frank- farter Verpslichtungen zu lösen. Die bedeulsanie Aufgabe, die in der Leitung der drei Sühnten, vor allem in der unaufschiebbaren Reorganisation des Schauspielhauses liegt, reeftter» tigt die Hvffnuna, dast eö gelingen werde, die Stadt Frankfurt zu diesem Opfer zu bewegen. Ktrd^id>c Nachrichten. Evangelische Gemeinde. Sonntag den 1. Fe'niiar. Se^iuagesimä. Kollekte für das Hesjifche Krüppelheim. Gottesdienst. In b. Stad!kirche. Aorin. 9Vi Uhr: Pfr. Mähr. 11: Kinderkirch: t. d. Ntad tvaus->-nn.: Pfr. Mahr. Abds. 6: Psc. Becker — Mmriag, 2. Fobr., abdS. Vt&: Vereinig, d tonf. männl. Jugend d. MalthäuSgem. — Donnerstag, 5. 3tebt., abdS. y»8: Bereinig, d. tont roeibi Jugend b. MatthänSgem — In d. Johannesbirche. Vorm. 9*A: Pst. Bechtvlsheimer 11: M’tnbrr* kjrche t. d. Lutosgem.: Pfr. BechlolSheinier. Abds 6: Pfr. Ausfeld. 8: Bioelbcspr t Jvlxnincsiaal. — Montag, 2. Febr., ab:?s. V>8: Bereinig, d. tonf. männl. Jugend b. Lukasqem — Sonntag, 8. 3/2: Tau bringen. — Wieseck. */tV): Hauptgv r rii i nst. 11: Kinoergottesdienst. 7: Abendgottest^nft. Katholische Gemeinde. Sam-tag, 31. Jan., nachm. 5 u. abds. 8 Uhr: Gelegen-, z. hl. Beichte. — Sonntag, 1. F'br. Septtrgesima. Borm. Gy»: Griegenh. z. hl. B iä»te. 7: Hl. Mesfe. Kommun, d. Männer u. Jünglinge. 8: ÄuStrilg. d. hl. kommun. 9: Hochamt n- Pr. 11: Hl. Messt m. Pr. Nachm. 5V?: Cl)risteiUehre; bar. Andacht. — Montag ist die Wachsweihe. — Dienstag wird nach jeder hl. Ateste und ab^nos 5 Uhr der Blaliussegcn erteilt. — Freit g 7 Uhr ist SegenSmesse. — DtasporveGotte^dienst am 1. Febr. In Hungen 8 Uhr, bt Laubach 10 Uhr. x» tote lemch» 8b Snf tmfl M'» ■es *e attJbnranm^BtiirtzB M Octa* Aren^Zhenör für sie Volksabstimmungen e< Postscheck»,»!« »teile 7V76 ebn enf »eine Vookl Vtekscher ckchetzßee» »teile llws. Vermietungen | ■ öbllerfee Zimmer , S onii. Bl«telistr. ItL 01™ tercunbl. möbl. Zimmer Sl oe nute en 01876 Crdotkstrahe 17 l. Möbl. Zimmer an beff. Dauie od.Herrn zu oerm. >,,u Liebisstrabe 72 HI. Möbl. Zimmer Ist frei be 1. 4. 2D DIMM Kaplanssafse 14 1. Möbliertes Wohnend Schlafzimmer mit S «,tten ebne Wäsche ®*o Bedikuuna au oerm. ' Landmaenstr. 18. B*L mSU. Etsmer au oer- mieteiL am L an i«. flau im. w Su Lövrrs Hos tzll KiOiuMM7 01964 Neustadt?« »ttl. Ummer nur a.Dame kl 1rS’ »eauklurter ®- Ganenh. IL «« M.einLZi|Mwr A-m tn. ui** HammSraste 13 v. tVrbl faubete Schlaf stelle fefort ob. später an anstanb. Herrn a# oerm. •*** Ritqelvtad L8!l. SgÜBmlUgemoiie sofort *u oermielen. 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Sie wollte Akk rufen, die Blumen ins Nasser zu stellen, aber sie unterlieft es nfteter. Sie nruftte an Bent Borrken denken, .nie sie nnt ihm gespielt, wie sie erne grausame Luft empfunden, ihn sich ihr geneigt zu machen. Gefühle in ihm zu wecken, die ihr selbst fern lagen, und wie Schani wallte es in ihrem Herzen auf. Er hatte eine so feine Seele, er verstmch ihr Leid, „Er wird deinen Fuft nicht gleiten lassen, denn seine Hilfe schläft nicht." Da öffnete sich leise die Tür unb Alle schob ein Paket auf den Tisch. Wortlos ging sie wieder hinaus. Estrid starrte auf das Bafel mit den fremden Marken und der fremden Handschrift, dann rift sie in fieberhafter Hast die Umhüllung ab. Wer formte an sie zur Weihnachtszeit in fernen Laichen denken? Wen hatte sie, bar ihr nahe stand? Wie verzaubert starrte Estrch auf die duftigen Blüten, die ihr aus dem Pakt entgegen larhiten und ihr den hellen Frühling in ihre Krankenstube zauberten. Dann beugte sie ihr Antlitz tief herab und tiiftte die zarten Blütenkelche, die ihr so wonnig entgegendufteten. Mimosen, leuästende, purpurrote ^ielkcn, Veilchen und duftschwere Rosen und dazu ein winziges Kärtchen, auf dem nichts zu lesen stand als die Worte: „Aus daft es wieder Frühling werte im Gotteskoog, einen Gruft aus dem sonnigen Süden Gelb 30. Horch. Drüben im Pesel sangen die Kinder du tarnten alten Werhnachtslieter. Ganz deutlich hörte Estrid auch Peters kräftigen Bariton, wie er andächtig und kindergläubig mit den Meinen sang: „Es ist ein Ros' entsprungen Aus einer Wurzel zart." Und als es dann so still und feierlich durch das Haus klang: „Stille SLacht, heilige Nacht" da sästug Estrid beide Hände vor ihr von Tränen überströmendes Anllitz unb in ihrer stolzen Seele stieg es auf wie ein Gebet. Nun war es wieder still im Haus. Jubelnd hatten es die reich beschenkten Printer verlass m, und Peter saft wohl allein im Pesel unter dem Christ bäum bei der Abendmahlzeit. An sie dachte feiner, nicht mal Akke kam, sich um sie zu kümmern. Eine grenzenlose Verlassenheit bemächtigte sich Eftrids und mit Scheu blickte sie zuweilen nach dem Fenster. Etwas Hilfloses lag in ihren Augen, als sie nach der Bibel auf dem Bortbrett griff und sie dann aufschlug. Lange hatte sie nicht in dem heiligen Buch gelesen. „Ich hebe meine 'Jütgen auf zu den Bergen, t-'on welchen mir Hilfe kommt." Sie neigte ihren blonden Kopf tief auf d.rs Buch der Bucher und lös.- Neuapostolische Gemeinde Gottesdienste: Sonntag nachmittag 3'/, Uhr 64 Mltiiooch abend 8 Uhr. Dries Ja». 3193,- 1351,- 1671,50 1551,50 1551,50 Datum: 5®/„D t ut Jhi eg sanl 4®/,Deut.Reichsanl. 3"/„Deut.Reichsanl. 4°/0 Preutz. Konsols Darmstädter Bank Deutsche Bank. . . Disconto - Gesellsch. Dresdener Dank. . Rationalbank f. D. Mitteld.Treditvank H.-Amerik.-Paketf. RorddeutscherLloyd Doch.Guhstahwrk. D.-LuxembDergw. Belsenkirch.Bergw. Harpener Bergbau Oberschl.Tisenb.-B. Obersch les. Tiseninb. Phtznft.Drgb..Akt. 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Welch süfte Erinnerung weckte es an frohe Jugendtage, wo die Burschen und Freiers- leute aus der Insel sich zu Weihnachten den Spaft mochten, ihren Angebeteten und Freunden einen geheimnisvollen Weftmachtsgruß. zu entbieten, oft mit neckischen Berfen, ans denen man wohl den Absenter erriet, oft auch ohne ein Wort und doch so wohl verstanden. Wer gedachte noch ihrer zum Julfest? Das Palet hatte etwas Unheimliches, Bannendes für Estrid. Sie traute sich nicht, es anzu- rühren, und doch war es hne eine Sehnsucht in ihrer Brust, zu wissen, wer sich der Einsamen erinnerte. Akk nahm mit einem wissenden und zugleich forschenden Gesicht. Sie ftaunfc über die herrlichen Blumen und schlug die Hände über dem Kops zusammen, daft sie von Bent Banken waren, weit her aus dem Süden. Und wahrend fie die Frühllngskinter sorglich ins Wasser stellte, berichtete sie, wie herrlich dte Weihnackftsfeier gewesen, wie wunderschön der Herr zu den Leuten und zu den Kindern geredet hätte l und wie es ganz heilig durch den Pesel gegangen trar, wie Friede und Freude. Estrid sprach leise die Worte nach. Sie saft mit verschränkten Händen und ihre Augen hingen gebannt an dem „Julllapp", den man ihr in die Stube geworfen. „Soll ich es aufmachen?" fragte Akke, listig auf das Bündel deutend. Estrid nickte. Sie schämte sich eigentlich vor Akke, daft sie in all ihrem Jammer wissen wollte, was das Paket barg. Akke roar gleich dabei. Sie löste mit flinken Händen die vielfachen Verschnürungen, und dann rief sie ein über das andere Mal: „Nein, nein, wie schön! Kommt, Fru, und schaut. Wie ein Wunder ist alles." Estrid trat zögernd hinzu mid ihre Augmr wurden immer größer, als sie auf die vielen zierlichen Dinge blickte, die aus dem Bündel sorglich in einen Sterb gebettet zum Vorschein kamen. Kleidchen, Jüpchen, Lätzchen, Mützckien, Hemdchen und all die hundert Sächelchen, mit denen man einen neuen Erdenbürger beim Eintritt in Die Welt begrüßt. Estrid blickte benommen auf all die duftigen kleinen Zierlichkeiten. Mft keinem Gedanken hatte sie, wie sonst andere Mütter, daran gedacht, sich um die kleine Aussteuer für ihr Kind zu sorgen, und mm stand sie Plötzlich vor den kleinen Schätzen. Und etwas Unsagbares, Groftes, Heiliges stieg dabei in EstridS Herzen empor, das sie bisher noch nie gekannt. Akke war still hinausgegangen und ebenso still brachte sie ein Keines, brennendes Tannen- bäumchen in die Stube. Sie stellte es lautlos auf den Tisch, dann verschwand fie wieder. (Fori'etzung folgt.) Y< i>aft kein Sveuerpflichriger sich veriettm lassen sollte, weiterhin bisher der B> rteuenrug endogenes Vermögen oder Einkommen W-lverhennlumch und das Vermögen dadurch ter ter Ernziehung zu Gmrften des Reichs auSzu.eyen. ^ispi-l ein Steuerpflichtiger zum gebt bei trag em Vermögen oon 30 000 Mk ver- ftenert, tatsächlich aber ein solches von 55 000 Mk ''infach? Abg,rte aus ^r^-.demstemaft der nachzuenttichteuteWehr- rertrag aus 475 Mk. berechnen. Hierzu sei twchbemerlt, daft von allen Rem- ^0 000 Mk. nicht überstiegen, eine Wehrdntrogsabgabe nrchr erhoben wurde Aufter- oem waren befreit die Vermögen bis zu 30 000 M«rrk der nicht mehr als 4000 Mk Einkommen und btejenigen bis zu 50000 Mk. bei einem Ernte mm en von nicht mehr als 4000 Mk. fie ihn nicht in ihrer Gesamtheit an nehmen kann. Die Regierung rechnet aus den Geist der Oeredrtigfeit und Billigkeit der Mächte, die iljr die Mitteilung vom 20. Januar zugehen ließen, daß fie sie ermächtigen, ihnen die Abände rungsvorschläge zu unterbreiten, wie sie sich aus der Notwendigkeit ergeben, den Frieden in der :U>ria zu sicherir. Tie königliche Regierung fieht 1^) auef) genötigt, heroorzuhebcn, daß die Bor idildge tom 20. Januar keine Sicherheit bieten für die Räumung der Städte Fiume und Zara, aus beiten unabhängige Staaten gebildet werden sollen Mehr twck haben dte kürzlichen Er etgniffe, von denen das eine kaum von vorgestern datiert, bewiesen, daß die Kommandanten der tegu lären und irregulären Truppen, welche die in Frage stehenden Gebiete besetzt halten, entschlossen sind, sich nicht an die Weisungen zu halten, die ihnen angegangen smd oder die ihnen von der Regierung, von her sie ab hängen, gegeben werden könnten. Ungarisches Ersuchen der Entente nm Fristverlangervnq Budapest, 30. Jan. (WTB.) UngdrittM Äort.-Sur. Die ungarische Fried cns^De- legation überreichte der Friedenskonferenz eine Rote, in der um Fristverlängerung für dic Erteilung der Antwort der ungarifdwt Friedens bekgation bis zum 12. Februar ersucht wird. Admiral koltschak verhaftet? Paris, 30. Jan. (WTB Mit Rücksicht auf die Meldung der heutigen Pariser Moroenpresse, daft Admiral Koltschak auf Befehl des französischen Generals Janin verhaftet worden sei, bc> richtet der „Temps", daft Millerand, sobald er davon Kenntnis erhalten hatte, an General Janin telegraphiert habe, um Erklärungen von ihm zu erlangen unb ihn aufgefordert habe, sofort alle Maftnahmen zur Befreiung des Admirals zu ei> greifen. General Judenitsch verdöstet. Sto ckho l m, 30. Jan. (WTB.) Havas. General Judenitsch wurde gestern abend von General Bulakowitsch in dem Augenblick verhaftet, als er sich nach Helsingsors begeben wollte. Tie estlänbische Regierung soll dem General Bula- tenntsch behilflich gewesen sein. Tie alliierte Militär Mission hat bei der eftländischen Rcgi rung Einspruch erhoben. Die Streikdewegnusten im Reich. Berlin, 30. Jan. Als erste Maßregel Gegen den Streik im Lugau-Oelsnitzer Kohlenrevier hat die sächsische DtegitTung laut „Deutscher Allgem. Ztg." mit sofortiger Wir- fung die Sperrung der Lebensmittel^ zulage cmgeordnet. Auftertem fielen Truppen bereit, um gegen Ruhestöver unb Terroristen sofort ein zu greisen. An die Bergleute im Ruhrbezirk erlafien die vier groften Bergarbeitern rbände eine letzte Mahnung, gegen fanatische Anl>änger des Bolsche^ wismus unb b-er Kommunisten sich stark zu machen. In der Ezsenbahnerfrage folgt bte sächsische Regierung dem preuftisäien Äiipiel unb zwar auch insofern, als die Einführung der Ak-- f o r b a r be i t ins Auge gefaßt wird, um btt Staatslahnen itäeber rentabel zu machen. Ltrcil ans den Hambnrg-Altonaer Fischdampsee«. Berlin, 30. Jan. Dem ,^.'ok-An»." wirb aus Hamburg gemeldet, baft die Kapitäne und S te ne r 1 eu te auf den Hamburg-Ajtonoer Fisch- dampsern die Arbeit niedergelegt l)aben, weil ein Kapitän, der mit feinem Schifft eine Unterbilanz von 70 000 Mk. gemacht teile, ent» las en worden ist. Infolgedessen w rd bte Fisch, zu fuhr in nächster Zeit sehr ins Stocken geraden. 3296,50 3303,50 3187, 1348,50 ------ (In einem Test ter Auslage toieterteU.) Belgrad lehnt da- Ultimatum der Entente ab. Paris, 29. 3tat. (WB.) Havas. Die Ant- wort be r serbisch-kroatisch»'slowenischen Regierung auf die Rode ter beteu- tcnbftcn alüierden Hauptmächte vorn 20. Janurr hat folgenden Wortlaut: Die fRegienmg des Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen be^ trachtet bte Mitteilung vom 20. Januar als einen fteundschrftlichen VorsMag und nicht a's einen katgeorischen Befehl. In ter Tat ist es feit Er- öffinrng d-er Friteenskonftrenz tes erste Mal, batz von feiten des Obersten Rates oder irgend riner der Darin vertretenen Stellen off)z ell Borschläg.' zus-chea. Es wäre indes unverständlich, wenn bte königliche Regierung plötzlich verpftichtet würde, imiertelb einiger Tage auf eine Reihe von Bor^ schlägeil zu antworten, von denen bte Bestimmung ilwes Volkes unb ter Friede Europas ab» hängen. Die königl. Regierung telt fick für be- retbhgt, von den alliierten unb assvziiertm Mächten die unerläftliche Frist zu verlangen für eine sorgfältige Prüfung von so wichtigen Vorschlägen, wie sie ihr hier zum ersten Male unterbreitet werten. Auch halt fie sich für berechtigt, alle Abänderungen vorzuschlagen, die das allgemeine Interesse und die Besorgnisse angeben, freundschaftliche Beziehungen mit den benachbar- Staaten zu erreichen und aufrechtzuerhalten. Was ten Inhalt dieser Vorschläge betrifft, so ersucht die königliche Regierung, zu beachten, daft sie nicht voll mit ten Grundsätzen ter freien Selbst- befhmmung unb Unabhängigleit der Völker, wie sie von ter Frietenskonserenz pvollamiert wurde unb auch nicht mit den Wünschen ter Bevölkerung wie mit den geographischen und wirtschaftlichen Bedingungen übereinstimmen, die vor mehr als einem Jahre ten interessierten Ländern unterbreitet wurden. Die königliche Regierung, die int höchsten Maße von dem Wunsche beseelt ist, die gegenwärtig bestehenden Schwierigkeiten in freundschaftlichem Geiste zu lösen, erbietet sich, die Lösung entweder einem Schiedsgericht oder einem P l e b i s z i t zu unterteilen. Sie ist zur Annahme des einen ober anderen Vorgehens bereit, aber sie kann nicht verstehen, wie ein zwischen drei Mächten ohne ihre Mitarbeit abgeschlossener Vertrag, dessen Bestimmungen ihr nie mitgeteilt wurden, auf sie angewendet werten könnte. WasdenVorschlageinerkate- aorischenAnnahme ober Richtannahme selbst betrifft, so ist die königliche Regierung gezwungen, - u b e m er Icn, ba ft 1 Bet 6enetflMöon (SleiimMWzeW. Bon Wilhelm Schäfer, Fimutzamt Gieften. Ws das Reich mit der Veranlagung zum Wehrbeittag erstmalig eine direkte Steuer ein führte, war auch gleichzeitig im Wehrbeitta^- gesetz “ 68' ein (^neralparten entfalten. Jedem 'Sautrugen war hiernach Gelegenheit gegeben, seine bisherige Veranlagung — es kamen nur Lantes- fteueni in Frag — richtig zu stellen. Stvassrev- heit trar zugesick^rt, gleichfalls Befreiung von ^lach»2hrron Lengefeld. Dettnolb 1920, Meyersche Hofbuchhandlung. 185 Seiten. Handez. Berltu, 30. Jan. (Börscnstimmungs- b 11 d. Da suh die Preise für ausländische Zah- tzngsmittel heute ungefähr auf tem gestrigen Stande bewegten unb eher Neigung zur Befefti> gimg nach den letzttägiaen Rückgättgen zeigten, trat auch eine Erholung ter Kurse in ben Valutawerten ein, terznfolge zum Beispiel Kanadas hundert und Schantung zeh-it Prozent gewannen. Auch Sfolzntialtoerte waren erholt, doch stellte sich das Geschäft hierin ruhiger als bisher Schtvächer dageaen waren Teutsch-Uebersse'Elefttische Auf ten übrigen Märkten hielt grafte Kanfbewegung in den verschiedensten deutschen Jndnsttfowerten an. Hierbei ging bi’ Fülirung bei geräuschvollem Geschäft aus Schiffohrtswerte über, deren Kurse brci bis vereinzelt acht Prozent höher waren. Montanwerte stellten sich zwar etwas ruhiger, aber oberschlesische Werte, Lothringer Hütten unb Mannesmann waren erneut bis zehn Prozent gesteigert. Auch Farbwerte stiegen ganz wesentlich, besonters Attiengesellschaft für Anilin unb Elberfelder Farben Elektrowerte stellten sich bei teilweiser Realitionsneigung stiller: große Käufe, angeblich für Amsterdamer Rechmrng, bewirkten für Erbölaktien ein Anziehen bis auf 668 Spezial- werte lagen überwiegend fest. Kalfoktien hielten ihre Preise, unb auch Bankaktien hatten entiges Geschäft. Heimische Anleilien bröckelte leicht ab, bagegen lagen österreichische unb ungarische An- teiljcn fester. Letzteres stand im 3u:ammfnl)ang mit Verhatelungen wegen der Wieteraufitahme bes Zinsenbienstes für die beutschen Besitzer Stark zurück gingen wiederum Mexikaner, wohingegen türkische Fonds mäßig autogen Der Einheitskurs für Jndnsttiewerie roar wiederum recht fest. Die Börse sckftoß für Valutawerte zu abgeschwächten, für deutsche Industrie- werte nahezu zu ten höchsten Tageskursen. Frankfurt a. M., 30. Jan. (Börsen- stlmmungsbild.) Bei lebhafteren Interesse sanden wiederum Jndustriepapiere zu höheren Kursen Aufnahme. Elektt. Fetten u Guilleaume überschritten ten Kurs von 400 auf 404.— plus 9 Proz. Höher stellten sich ferner Schuckert 4‘/2 (2141/2).- Deutsch Ueberfee 7 (963.—), Bergmannwerke fckuvächten sich 2 Prvz. ab (256.—). Durch feste Haltung zeigten sich Schiffohrtsaktien aus. Hamburg Paket gewannen 1 Prvz. (154.—), Norddeutscher Lloyd, welche nachbörslicy an der Mittags- l'örse 182—I88V2 schlossen, stellten sich aus 186.—, Lombarden lagen schwächer 49V2 mnrus ll/2 Proz. Schantungbahn 575.— plus 15 Proz. Montan- teunere hatten geringes Geschäft bei mäßig abgeschwächter Tendenz. TeutscteLuxemburg 323.— minus 2 Proz. Mannesmann standen in reger Nachfrage unb fliegen 8 Proz. (346.—). Sorrst sinb als höher zu erwähnen Holzverkohlung 340.— plus 5, Kammgarn Kaiserslautern 305.— plus 5, Gebrüder Junghans 440.— plus 15 Prvz. Niederiger stellten sich Daimler 354.— minus 5V$. Auslands- Papiere blieben vernachlässigt. National Mexikaner biteben gesucht mit 570— plus 16 Proz., während die Kursbewegung ter Gold- und Silbermexikaner nur geringe Veränderungen ausweisen. South West gaben 5 Proz. nach (450.—). Schantungbahn gegen Schluß wieder 565 — minus 10 Proz. Kupfer werke Heddernheim sind mit 215.— 5 Proz. höher bezahlt. Frankfurt a. M., 31. Januar. Marluotterunqen. Datum: 28.1. 29.1. Abend- Abend- Schttrft- Schluß- Kurs Kurs Kurs Kurs 29.1. 30.1. 29.1. 30.1. 77,50 77,50 77,50 77,50 —. — 64,50 64,60 —. — 63,- 63,25 — - —■ 62,25 62,- 136,- 136,50 134,- 136,- «* _ — 290, — 293,- — . — —. — 204,50 203,- —. — 173,50 175,- 132,75 136,85 136,12 — - — 140,50 140,50 149, - 155,75 149,85 152,25 177,- 186,- 176,50 181,- 320,- — . — 320,- 324,- 319,50 322,- 315,- 314,50 396,- 398,50 390,- 394,50 383,- 378,50 378,- 226,50 — — 224,25 226,- 245,- 258,- 248,75 255,- 332,50 339,— 332,25 338,25 600,- 600,- — - — __ — 395,50 395,50 —— _ — ____.____ 322,- 324,75 325,- 325,- 209,- 214,50 209,87 215,- 396,- 464,- 400,- 405,50 349,- 354,- 345,- 345,- 332,50 — _ — 330,- 340,- 375,- — e — 395,- . —- — .«—• —, — 315,- Die Verlobung ihrer Kinder Gertrud und Otto Gertrud Weinlig beehren sich anzuzeigen Otto Homberger Frau Ida Weinlig cand. med. Frau Henni Homberger Verlobte Giehen, im Januar 1920. m» Statt Karten! Die Verlobung ihrer Kinder Else und Willy beehren sich anzuzeigen Frau Helene Treppinger Ww. Ernst Ahmann und Frau Marie geb. Hamel Else Treppinger Willy Atzmann Verlobte Gießen, 31. Januar 1920 Bismarckstr. 11 Schiffend. Weg 18 Dezimal- n. Kcttenwaagen {.nostehlt Karl erbmibt 1074] 9/cuenrocfl 42. Nähmaschinen- Reparaturen aNr^Lvslcme Spezialität: nebraiichie Nähmaschinen wieder aut inttandseven. Cberteile emoluteren, Blauen polieren, Gestelle streichen, foro. Oberteile aiisfodten. Mhmasl^Spezllll'GMM Sieden, Walltorttr.'tS Letzev v. Sealenrofltfe Iieiietöefen,0otif6)aie Sltzuh- anö Begehen. H. OBwald, 1092 Herbkein._____ Fahrräder Schreib- und Nähmaschinen oller Systeme repariert Mgemflö eiMe Ä). Oetter Dammstratze 82 taget in stimmen ütsavletleu. An- u. Verkauf von Lampen, Eise«,Me- taNe». flnorbee, Papier, Hlaichea, gebe. Maschinen. »2 Louis Rothenberger InnvtlU. Teleph 171. WWU.W-WMMk! 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