Erstes Blatt Nr. irr zreitag, 30. Juli 1920 iro. Jahrgang ©« »ietzener Anzeiaer @ ’Xä'C 'rscheml täglich, außer V V ä GietzenerAnzeiger denen tumultartigen Austritte vor der ein» KHchluK von U^TÄ Die Katastrophe des polnischen Heeres. jetzt Arbeitsstockung besteht, wieder in Gang zu bringen, sozusagen daS Reich als Ab- Eine Nachahmung der GewaltfriedenS- methodcn durch Sowjet-Rußland? Kiew,'29. Juli. (T.-U.) Die russischen Waffen ft ill st andsbedingun- gen für Polen sind folgende: Polen gibt bis % Pfund n Preise von >nen wünscht, Hal Urte 155 bei üuguit l. n Namen der i in ein Ver- rbe später zu ifzuklcben und Grokhandels- einzusendcn. von welchem Wilna, Minsk, Grodno und Cholm auf. Polen liefert sein gesamtes Kriegsmaterial an Rußland aus, sowie 70 Prozent seines Eisenbahnmaterials. Die Sowjetverfassung wird für die Dauer eines Jahres in Polen eingeführt, sodann soll Polen selbst seine neue Verfassung bestimmen. Polen wird für die Dauer von 5 Jahren militärisch besetzt. Als Pfand werden die polnischen Kohlen- und Salzgruben Rußland übertragen. (Anmerkung: Diese Meldung klingt sehr sensationell: ihre Bestätigung bleibt abzuwarten.) geschlagen. Der Oberbürgermeister mußte von oer Treppe des Landeshauses aus der Menge Fernsprech - Anschlüsse: lflrbie5,on 10 Millionen Hektar seien über die Hälfte tm Privatbcsitz Ein Eingriff in die Selbitverwal- tung liege nicht vor Das Berhältnrs zwilchen nehmet und Risikoträger da Unwille über den Steuerabzug sollen Anlaß zu den Unruhen unter den Arbeitern gegeben haben. Die Menge staute sich in den Eingängen und in dem Treppenhaus des Direktionsgebäudes sowie auf der Straße, während eine Abordnung der Arbeiter mit der Direktion verhandelte. Bei dem großen Gedränge auf dem Treppenhaus brach plötzlich das Treppengeländer durch und eine große Anzahl Leute stürzte in die Tiefe, wobei zahlreiche Personen schwere Verletzungen davongetragen haben. Einer der Abgestürzten, ein junger Mann aus einem Nachbarorte, wurde so schwer verletzt, daß er inzwischen seinen Verletzungen erlegen ist. (Siner der Direktoren soll bei der Auseinandersetzung mit den aufgeregten Leuten verletzt worden sein. Höchst a. M., 29 Juli. (MTB.) Die kredit Diejenigen Gewerbezweige, bei Verlag,Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnach» achten: Lazeiser Sietzen. p-stschetfionto: Lrantfurl a. IE. 11686 Internationale Flugverbindung. Berlin, 29. Juli. (WTB.) Am 3. Aug. wird unter dem Namen Europa-Nord-West- Flug die erste internationale Flugverbindung zwischen Schweden, Dänemark, Deutschland, Holland und England eröffnet. Die Flugstrecke beginnt in Kopenhagen bzw. Malmö und führt über Warnemünde, Hamburg, Bremen und Amsterdam nach London zurück. Als Anmelde- und Auskunftsstellen in Deutschland gelten die Agenturen der Hamburg-Amerika-Linie. Es wird zunächst in jeder Richtung dreimal wöchentlich geflogen. Tie Flugzeuge nehmen Personen, Post und Güter mit. Es ist möglich, um 8 Uhr morgens Kopenhagen zu verlassen und um 7 Uhr abends in Amsterdam einzutreffen, ebenso umgekehrt. Hierbei tverden als Zwischenstationen Warnemünde, Hamburg und Bremen berührt. Am Morgen nach der Ankunft in Amsterdam kann ber Fluggast nach London weiterfliegen und erreicht die englische Hauptstadt in drei Stunden. Jlfsohn -■-Prv.y 1 Alfred i.r,< .mb Mien- enistche Ge- rtbütung der mit 3*)ncn' aiib tgj n die W e die en Flüssig ifi^ieren. 3'1* rere verletzt. Berlin, 30. Juli. Wie die Blätter aus Danzig melden, haben infolge der Weige- Tung der Danziger HafenarbÄter, die für Polen bestimmte Munition zu entladen, die polnischen »Urbeitervenbände beschlossen, die Gütersperre über Danzig zu verhängen. Die gesamte Güterzufuhr aus dem früheren westpreußischen Gebiet nach Danzig ftxxft infolgedessen. inerd^- Ober' !ib9e| Ci? <8ü# nbch Kdcr- ' ^'lbaustn. gl, M': .«» i»* Staatssekretär Dr. Hirsch zur wittschastskrise. Einem Mitarbeiter der P. P. N. gegenüber äußerte sich der Staatssekretär im Reichswitt- schastsrnmisterium, Dr. Hirsch, über die zur Zeit herrschmüe Geschäfts st ockung und die teilweise durchgeführten Betriebsstillegungen in folgender Weise: In Deutschland smd für die gegenwärtige Geschäfts stockung zwei Gründe wirksam; den einen, der international m Ersclieinung tritt, kann , man mit dem Worte „Käuferstreik" kenn- ieichnen, der andere, spezisisch deutsch, beruht auf ter Valutabesserung. Der Käuferstreik ist, l international betrachtet, ein Nachlassen der Kaufkraft gegenüber der Preissteigerung, die der^Ein- kommeustcigerung weit vorausgeeilt ist. Schon lebe Lohnsteigerung, der eine Leistungssteigerung iricht gegenüberstano, und die durch eine Profit- Verkürzung ausgeglichen wurde, mußte eine Preis- i fange rang zur Folge haben Diese gingen übet die Lohn steig erun gen hinaus, da bei der Hochkonjunktur, dre wir hatten, auch der Unternehmer- flttomn gleichzeitig erhöht wurde. So sind die Preise schnell und stark über die Kaufkraft der « groben Massen hinausgeschncllt. Die daraus sich 'I ergebende Geschäfts stockung wurde noch verschärft * durch die Meldung, daß sich die Preiskurse sehr bald nach unten biegen müßten Für T-eutsch- H lanb kam dann noch die Valutabesftrung dazu, eine Folge der Schließung des Loches im Westen und der dadurch möglich gewordenen Unterbindung dec Lnruseinfuhr und Erleichterung der Lebens m i tte l e ins uhr. Während in früheren Krisen Zeiten eine Ge- neu beabsichtigt sei Durch Masclftnengewehr- schüsse wurde ein Arbeiter getötet und meh- miger aus die absolute Höhe der Valuta an als biwuf, daß nicht fortgesetzte Schwankungen immer bic Grimdlagen kaufmännischer Berechnung »ber den Hausen werfen: doch kann diese Stetigen unserer Valuta nur erreicht werden, wenn Pir, das deutsche Volk Klarheit besteht über die Meinungen aus. dem Friedensvertrage. Eine ge- Mlie Gleichmätzigkeit im Stande unserer Valuta wt den letzten Monaten verdanken wir ber De- eubcs.ckaNungsstelle, die den beut» Ijfien Bedarf an Auslandswechseln dm Wirtschafts- lüellen und SAbstverwaltungskörpern danken, wo- p ,m Zusammenwirken mit der Reicks bank die edjroanhingen im kleinen einigermaßen ausge- (Tiittien toeröen konnten. Einen weiteren wesent- lihen ntt vorwärts hoffen wir durch die Gründung einer g e m e in wir t f cha f 11 i chen Bank to*1' die das Kursrisiko durch Devisen-Termin- -<1chäfte für gemeinwirtfchastliche oder gemein» UBtge Warenbezüge abdeckt. Das zweite lang» Wige Ziel, das zu ererich-n bleibt, ist die Frage «r Umgruppierimg von Arbeitsmitteln und Ar- «uskrasten. Unter ganzes Bestreben muß dahin (Pben. die volkswirtschaftliche Produktivität da ^rch zu .erhöhen, daß wir sowohl Betriebe als Arbeitskräfte so umgruppieven, daß sie den hoch- l™. Nutzesfeh ergeben. Vom Reichsarbeitsmini- «num ist ja bereits betont worden, daß dies m letzten Jahre bereits im bedeutenden Maße jungen, und so der Arbeitswilligkeit der Ar- deckerfchast das denkbar beste Zeugnis ausgestellt '4 Bekanntlich sind seit August vorigen Jahres nabesu 80 000 Arbeiter neu in den Kohlenbergbau gebracht worden. Neben dem Stem- und Braunkohlenbergbau wird auch die Land- h) i r 11 d) a f t iveiler ausgebreitet werden können, !tmd durch eine, rationellere Organisation des Sau» bj£|en5, insb z'ondere durch straffere Bewirtschaftung der Baustoffe werden auch hier Äüeitsmöglichkeiten erhöht werden können. In Betrackst kommen -r-ißeroem noch unsere Export-, inbit ft r • e n , vb z. B. die chemische 3nburftie. I unb El*folges Ä letxterTag: ! *"»«• , °o m Ud)en 1920 MNg. lu|l I. ImloZ l t°“en- 2O.9 n w«ben. 9 Anberg Be 34 c JJ hessische Volkskammer Darmstadt, 29. Juli. Die Sitzung wird irm 9’/? Uhr durch Präsident Adelung eröffnet und mit der Beratung des Kapitels 3, SiedelungSwrfrn, fortgefabrai, Abg. Lux (Soz.) widerspricht dm ^lusfüh. rungen der 9tbg. Dr. Dehlinger und .Knoll sowie der Denkschrift des Reformbundes der Gutshöfe. Auch die Behauptungen des Abg. Hahn über die Bewirtschaftung großer Güter sei nicht richtig. Bedauerlich sei, daß die Hess. Volkspartei das Lmidgesetz zum Gogenstand einer Protestversammlung mache. Gfegrn die Hetze des Reformbundes müsse in irgend einer Weise etwas geschehen. Finanzminister Henrich stellt fest, daß in 400 Gemeinden das Verfahren schwebt. In 25 Gemeinden sei die Verteilung erfolgt. Die Materie fei eine sehr schwientze, auch die gesetzlick-en Hindernisse müssen berückstchtigt werdm, ebenso wie die reich-gesetzlichen Verhältnisse in Frage kommen, auch bestehen versteckte Gegner, wie die Hmipt- gründe, daß durch das (Gesetz Ernährungsschwierigkeiten entstehm könnten. Die Bencktigilng der Reformgüter war sehr eingehend, übersichtlich unt) lehrreich, es wurde aber nicht alles gezeigt. — Man werde selbstverständlich darauf Wert daß die großen Gutshöft in ihrer Wirtschaftlichkeit nicht benachteiligt werden. — Bei der Zurtz teilung sollen in erster Lnne Landlose berücksichtigt werden, doch werde man zu Prüfer haben, ob 'man nicht durch das Kleingartmgesetz noch rascher Abhüse verschaffe. In der Anslvahl der Landbewerber werde sehr vorsichtig vorgegangen. Den Streubesitz könne man nicht vollständig aus- schalten. Die N-eusiedelung konnte man im Land- gesetz nicht berücksichtigen. Ein abschließendes Urteil über Fran kenfeld Eönne man heute noch nicht abgeben. — Der Antrag des Ausschickses wird angenommen und der Antrag Bornernann abgelehnt. Ter Antrag Herbert hierzu, betr. Bildung; einer Kvmmission zur Besichtigung des Franken- feides wurde ebenfalls angenommen und ebenso ein Antrag betr. Durchführung des Landgesetzes. Tomi wird die Regierrmgsvorlage, betr. die Regelung der Brsoldungcvcrhältnisft drr Kommunalforft- warte und Einteilung der Obersörstereim, beraten. Abtz. (5 i ünert t uvl —7------ ------- werke v-orm. Meister, Lucius und Brüning. Forstwarten und ihren Borge elften werde sich Unzuftiedencheit der Arbeiter mit Lohn-l gleich bleiben. — Die Vorlage wnv einittmmig und Arbeitszeit fragen sowie der anacuomnun.. ■JAUtn hnrt> in der . Etatbrratung weitcrgetahren. Kap. 9, üotterif, bas eine Er- V i-ung der Einnahmen um 100 750 Mark bringt, p.® yfrne Debatte angenommen. — Ebenso Ka- ?!■ - .1®' direkte Steuern, mit einer Einnahme von 86 548 WO Mark uni) 62 500 Mark in 9ui»gabe; hxni€t: Kap 11, Landtag, mit 80 Mark in Ein- Emen und 385 950 sviark in Ausgabe; Kap. 12, V'Chimtmininmum, in Einnahme 1400 Mark, in Ausgabe 252 735 Mark, unter Beibehaltung des -iU'cttorS des Presseamtes in dem seitherigen Ver- iL^llUd.- — Kap. 13, auswärtige und Reichsver- Utnrsse, Einnahme 80366 Mark, dlusgabe £90 1/8 Maik; t>vop. 14, Oberrerhnungskammer, Jmrt) ausgesetzt. Tie folgenden Kap. 15, Berwal ^ngsgerrchts'lpf, Kap. 16, Hans- und Staatsarchiv, 1', Rhein schif fahrt, Kap. 18, Postgebühren, linocn gleichfalls v-hne Aussprache GenelMigung. or, 3n Kap. 19, Ministerium des Innern, bringt Knoblauch (So-.) eine 9irii)e von Be- saiwerden vor. Es seien heute noch Personen an leckender Stelle des Isforts, die den alten Guß in srd) 'l-aben, und seien vielfach noch Leute vorhanden, die sich bei der Arbeiterschaft mißliebig gemacht haben. Bei den Kveisdircttvren werde vielfach rwch in der alten Form gearbeitet. Es sei eine Alr-ige Umarbeitung des Verwaltungsgesetzes und mc Aufhebung der Vorrechte der Standosherven rröng. Tic T r t e l s u ch t vieler Beamten erfordere eine Aenderung. Er bemängelt auch das Auftreten mancher Gendarmen, die alle ein sehr gutes Aus- srben zeigen. Ebenso fordert er einfachere Uniform bei der Sicherheitspolizei, Anpassung deren Führer an die moderne Zeck und schärfere Maßnahmen gegen die Zigeunerplage im Odenwald usw. Abg. Dingeldey (D. Bp.) weist auf die große Bedeutung des Amtes und die Äerantwor- tuwc hin, die der Münster des Innern in der hei'lVen schweren Zeit hat unb kann feststellen, daß tvr Minister mit seinen Räten und Ausführung Avaauen im allgemeinen den Grundsätzen entsprich., Vic man an die rnnere Verwaltung stellen kann. 3k\t den Beamten müsse man in erster Linie Verlangen, daß sie sich auf den Boden des Ge- sttzeZ stellet und es gehe nicht an, wie es der Vorredner getan, die _ allgemeine Beschuldigung auszusprechen: man habe kein Vertrauen zu den Kreisdirekioren. Man solle bestimmte Beschuldi- gungerl aussprechen. Den kleinlichen Vorwürfen den Gendannen gegenüber sei zu beachten, daß drese Leute eine sehr undankbare, verantwortungs^ volle Ausgabe haben: hierdurch werde die Är- beitsfreudlgkeit der Leute sicher nicht gefördert. Auch bje Kritik der Sicherheitspolizei, die man sehr nötig habe, sei in dieser Form, besonders von einem Abgeordneten aus Darmstadt ,nicht an- «. Es sei auch in keiner Weise nachgewiesen, ter der Sicherheitspolizei auch Baltikumtruppen seien. Er erwähnt noch das Vorgehen des Ministeriums, welches ut der Durchführung! der städtischen Besoldungsord-nurrg hindernd in den Weg trat. Kleinlich sei auch, Privatgespräche von Beamten zur Veranlassung von Disziplinarmlter- suchungen zu nrachen, ivas er dem Minister zum Vorwurf ina.d)en müsse. 9ciur wenn alle Kreise den Beamten mit eirtsprvchmdcm Vertrauen entgegen» fern men, kann man den Bvamterikörper zu einem tauglidjen Instrument machen. Abg. Diehl ( H. Bpt.) wendet sich gegen die von der linken Seite des Hauses wiederholt ge- vrachten Vorwürfe gegen den sogen. Ge'heimratS- geift. Von diesen Geheimräten werde meist soviel gearbeitet, daß sich auch mancher Volksvertreter daran ein Muster n^lMen könne. Bon dem Diensteifer und tent Pflichtgefühl loerbe nicht gesprochen. Minister des Innern Tr. Fulda Muß es dem Anstandsgefühl des Abg. Knoblauch überlassen, ob es richtig sei, Verfehlungen, die man ihm vor Jähren zum Borwurf mochte, heute wieder lauhugrcifen. Es komme bei ihm in.erster Linie auf die Tätigkeit des Beamten an und die politische Gesinnung könne nid>1 ousschbaggebend sein, so lange er nicht gegen die 'Ocutigeit Verhältnisse verstoße. Es fei unrecht, von (Mwimratsgeist zu sprechen, man stelle ihm frem Redner dadurch ein schlechtes Zeugnis aus. Er höre den Rat seiner Geheimräte gerne, werde sich aber alle Entschließungen selb- ständig vorbeihalten. Er hätte gewünscht, daß Abg. Knoblauch auch nur einen Fall genannt hätte, in welchem ein hessischer Staatsbeamter sabotiert habe, er hätte feine Klagen auch früher Vorbringen können und gerade er (Knoblauch) hätte G> legenheit genug, diese ihm (Redner) mitzuteilen, da er wohl wilse, daß er jederzeit zu fpredxm fei. Er nimmt bann nod) die Verwaltungsbeamten in Schuh. Er bespricht bann den Büdinger Fall. Der Fall roerbc noch untersucht. Die Berufung ber Reichswehr nach ,Büdingen war notwendig. Eine Reform der Verwaltungsgesetze könne man nicht olptc weiteres vom grünen Tisch au's machen. Auf seinen Wunsch sei zur Einreichung von Vorschlägen und Anregungen bisher von keiner Fraktion entsprochen worden. Man müsse auch die reichsgesetzlichen Bestimmungen abwarten, auch habe man trotz vermehrter Arbeitslast weniger Beamte zur Verfügung. Die Aenderung ber Verwaltungsgesetze werde durch das Gesamtministerium erledigt. Richtig sei die große Titelsucht, die unter den jetzigen Beamten oft stärker sei wie in dem alten Obrigkeitsstaat Früher sollte ber Titel ein Ausgleich für den geringen Gehalt sein, heute sei dies doch nicht mehr nötig. Ein Titel müsse vorhanden sein, er müsse aber einfach, kurz und bündig sein. Auch die Einzel st ationie- rung der Gendarmen werde man fördern. Er Hütte gewünscht, daß ber Abg. Knoblauch die Bemerkung über das gute Aussehen ber Gendarmen im Zusammenhang mit der Hamsterkontrolle gebracht hätte, denn es gebe auch Gendarmen, denen es nicht so gut gehe. Freilich kommen auch Klagen über einzelne Gendarmen vor, doch fei eine allgemeine Klage nicht berechtigt. Früher habe auch eine Bestimmimg über die einheitliche Verwendung des Hamstergutes gefehlt. Eme solche sei jetzt aetroffen. Auch müsse er die Ausführungen des Abg Knobaluch, daß die Sicherheitspolizei einen militärischen Anstrich habe, zurücktorisen Bei der Ausstattung der Uniform mußte man äuf die Anforderungen ber Mannschaften selbst, zu denen auch viele Arbeiter gehören, Rücksicht nehmen. Tie mcit-'ren Anstände des Abg. Knoblauch werde er prüfen. Der Vorfall in Friedbc rg habe sich nach eingehender Prüfung als harmlos erwiesen die Vorwürfe, daß man die Selbstverwaltung beschränken wolle, seien nur insoweit berechtigt als man durch die reichsgesetzlichen Bestimmungen Anordnungen zu tveffen habe^ Abg Knoblauch (Soz.) geht nochmals auf seine v°rb-r^n AnsjÜhrnngen nüber ein, die -r aer nüber den Widersprüchen des Abg. Dingeldev und des Ministers des Innern teils richtig stellt und Zurückweist. Er nermahrt M irnter gegen^ über den Angriffen deS Ministers -tr. Ful, a daß vvrmitbag 9% Uhr. tag das mme Anläßlich de tagrS der mngd lands unb Dmt gestern abend ii konzerl statt, öe vssnete das Pm Iviraim in Werner-^ni derbare Arie J Bach. Die ihn faltete sich fefai dem von Hugl tutbi. Neben schenen Einlac noai ein „La! iwÄi Arivlo Mjdmme form gnj der San Herr Gej der sich gütidl z M'! Wißlinioli, Largo von Hande erniler Aufsassun technisch kompiiz« der Matthan unifr" ton Mi «Mainz) sang i stimme eine A Haydn, wobei d Organs zu besoni üt genug" aus i A ktoie den 2 schlich dv Wx Lrgellonate in F- «ren beträchtliche^ Lrganist Görlach Ar können sch M8ener Aievlog tchöne künsilensch "chmcn derben. t o m m e n st e u e r fstr das! Rechmmgsjahr 1^20 ac» folgt bekanntlich erst zu Anfang des -önungsjahr 1920 zur Folge h^u. Um die Steuerpflichtigen vor den Schüvierigreitender späteren Zahlung aufgtlaufener Beträge möglichst zu fidiem, sind die Kassestellen angeimeien, tiov auszohlungeu in jedem Betrage aus du Rerchv- eintemmensteuer anzune'hmen. Tie Zahlungen )tnö an die für den Wot/nfitz des Steuerpflrchttgen am 1. April ds. Js. zuständige Kassenstelle — Be- zirkskasse «oder Untererbebfti'lle — zu leNlen. Im Interesse der Psliclstigen wird auch an dreier ötelto aus die Vorteile der Vorauszahlungen rm^vtnblrck. auf die Begleichung der im Frühjahr k. os. «rd- gi'lltig festzustellenden Steuerschuld hmgyvvesen. (Vgl. auch die.Bekanntmachung im Anzeigenteil dieses Blattes.) ** Diebstahl. In der vergangenen Nacht wurden aus einem Anwesen außerhalb der Stadt 6 große, graue belgische Riesen- Kaninchen gestohlen. — Aus einer am Stadtrande gelegenen Wirtschaft wurden durch Einbruch in das Lokal zwei Flaschen Schnaps/ 400 Zigarren, ebensoviel Zigaretten, etwa 150 Brotmarken, Butter- und Lebensmittelmarken entwendet. Vor Ankauf wird gewarnt. — Festgenommen wurde ein Fremder, der gestern aus einer hiesigen Wirtschaft einen Geldbetraa entwendet hatte. ** Die Auszahlung der Familien- Unterstützungen findet für die Zeit vorn 1. bis 15. August am Samstag, 31. Jstfi, vormittags von 10—12 Uhr im Stadthaus, Zimmer Nr. 7, statt ** Freibank. Am Samstag, 31. Juli, 1—3 Uhr nachmittags, werden die Nummern 1001—1100 beliefert. ** Die Anhaltung und Rückbeförderung eines Polentranspor- tes. Herr Reservelokomotivführer Muhl bittet uns um Aufnahme folgender Zeilen: Da mir von verschiedenen Seiten der Vorwurf gemacht wird, ich ließe eine gewisse Zeitungsnotiz unwidersprochen, so erkläre ich, daß mir die Neutralitätserklärung unserer Regierung schon am 24. Juli bekannt war und daß ich demgemäß gehandelt habe. Da ich den Zug, infolge der Weigerung des Stationsvorstan- des, einzugreifen, allein nicht revidieren konnte, so sprach ich mit dem Transportführer (Oberleutnant). Dieser verweigerte mir das Eingeständnis, daß er Munition habe, gab aber zu, Gewehre und Karabiner befänden sich im Zuge. Da die G. der d. Lokomotivführer und ihre Anwärter am 25. Juli betr. Neutralitätserklärung noch keine Stellung genommen hatten und da weiter die Vorstände des Maschinenamts und der Betriebswerkmeisterei Gießen uns Lokomotivführern noch keine Anweisung gegeben hatten, so mußte ich in diesem Sonderfall selbständig handeln. Diesen Polenzug, 78 Achsen stark und bedeutend schwerer als angeblich 720 Tonnen, verweigerte ich in der Richtung Cassel weiterzufahren. Ich beförderte den Zug rückwärts auf den Rangierkopf und stellte ihn hier ab. Bis hierhin trage ich die Verantwortung. Genannter Polenzug wurde am 26. 7.30 Uhr abends wieder nach Coblenz transportiert. ** Eine öffentliche Eisenbahner-Versammlung wird am Samstag, 31. Juli, nachmittags 3 Uhr, im Cafe Lech veranstaltet. Hebet die Reichslohntarifverhandlungen wird Herr Collet-Cassel, Mitglied der Zentrallohnkommission, sprechen. Kreis Büdingen. Aus dem Ar (p. Las Ar vm 29 !>: Besch! Sp ÄMi MS!’ ja h1mBCnb0iS Der Finanzausschuß des Landtags beriet in einer hnittgen Donnerstag-- Sitzung Mnächst die Regierungsvorlage betr. die Baukostenzuschüsse die öhne Widerspruch angenommen wurde. Auch die Regvemngsvorlage betr. die Gewährung eines Vorschussesandie H a ndwe r kska m me r wurde angenommen. — Durch eine weitere Vorlage wird die Regierung ermächtigt, für Notstandsarbeiten den Bettag bis zu 20 Millionen Mark zu verwenden. Auch wird das Nvtgesetz betr. die Berling^rung des Finanzgesetzi^s bis August dieses Jahres genehmigt. Schließlich wird nod) die Vorlage betr. das K u n st- straßengesetz, durch welchen der Kredit für Herstellungen von einer Million auf zehn Millionen Mark ethöht wird, gutgeheißen. Kreis Lauterbach. Bodenschätze int Schlitzerland. Q Schlitz, 28. Juli. Tie von der Zeche „Luise" -Ober-Ohmen am nahen Eisenberge aus- geMrten Sd>ürfirngen noch Eisenerz sd-eineu nach den bis jetzt vorliegeirden Ergebnissen doch nicht den Erfolg zu haben, den man ursprünglich er- Itxrrtete. W!phl wurden bis zu 70pvozentige Eisenerze gefmrden, aber in so geringer Menge, daß sich der Abbau faum ldhnen dürfte, zumal auch die Abbeförderung der Evze aus dem verkehrsentlegenen Gebiet des Eisenbergs fe'br teuer würde. Sv dürfte es, wie in den 80er Jahren auch jetzt tvieber bei den Schürfungsversuchen bleiben, vorausg?setzt, daß die Sd'ürfiiugen in t|en niäichfton Tagen wider Erwarben bod) nickt nod) bessere Resultate zeitigen. — Mit den Schürfmrgen nach T v r f soll nach der Grummeternte von ber hessischen Regierung begonnen werden. Torfvorklommen finden sich im Schlitz- und Fnldagrund unb in den Seitentälern an verschiedenen Stellen. Bei BernSdausen wird er schon seit Jahren für die Mvorbäver in Bad--Salzschlirf abgebaut. Aud) Kali scheint im Shlitzerland an verschiedenen Stellen vorzuÜonnnen, mit Sicherheit tedenfalls bei Pfvrd t. e r e o l o g i e. 11 u e r. Tie c n b- Snr Re,chsern-I er mit den USP.-Leuten in einen Tops geroorfen toerbe. Ob bei der Sicherheitswehr die notige Sparsamkeit obwalte, möchte er doch ber^kifeln, da jetzt für die Sicherheitswehr 100 Rader für 200 000 Mk. gekauft wurden. Abg. Kiel (U.S.P. verwckhrt sich dagegen, daß feine Partei gemeinsame Sache mit der französischen Regierung mache. . a.rt ,,, Das Kapitel witt> genehmigt. -Schluß s/i2 Uhr. Nächste Sitzung: Nachmittags Uhr. SV an W s°',L? jfRit -«■ sE W 5 KZ 5 jch«! S&i LS fir4 -'m alige^ S Wien cmg'g'tevtt (Raä kein b cinfSun,bg'(S Unittrsitäl und Wiener TljeoiOfl matben- Ferner sfadierenden M zwecks engerer ö reichischen uns ' sorleri werden. , Die Finanzr^ letzte Verhandln!! A«r Stadt und Land. Gießen, den 30. Juli 1920. Reue Richtpreise für Gemüse und Frühobst. Laut Beschluß der ftädttschen Lebensmittel- Deputation werden folgende Richtpreise für den Klernhandet mit Gemüse und Frühobst als angemessen erachtet: Erbsen das Pfund 60 bis 70 Pf., Bohnen, grüne und gelbe, 40 bis 60 Pf., Karotten ohne Kraut 30—40 Pf., Kohlrabi, oberirdisch, 20—30 Pf., Weißkraut 50 bis 60 Pf., Wirsing 50—60 Pft, Römisrch-Kohl 25 bis 30 Pf., Zwiebeln ohne Schlotten 40—50 Pf., Menggemüse 30 Pf., Salat das Stuck 12—20 Ps., Gurken das Stück 6—12 Pf., Birnen das Pfund 1—1,20 Mk., Aepfel 1—1,20 Mk., Fallapfel 15 bis 25 Pf., Pflaumen 1—1,30 Mk., Reineclauden bis 25 Pf., Pflaumen 1—1,30 Mk., Mirabellcln 1,20—1,50 Mk., Reineclouden 1—1,20 Mk., Aprikosen 2,50 Mk., Pfirsiche 2,50 Mk. Es ist erfreulich, daß die stadttsche Lebeilsmittel- Deputaticm für den Kleinhandel mit Gemüse und «Frühobst so billige Richtweise festgesetzt hat. Ob man die angeführten Lebensmittel zu diesen Preisen bekommt unb billiger Meise erhalten kann, ist eine andere Frage. Die Früh-artoffeln sollen z. B. vom 1. August an 32 Pf. kosten, unter 1,10—1,20 Mk. ist das Pfund Kartoffeln jetzt aber nicht zu haben, denn es gibt keine deutschen, sondern mir belgische Kar Löffeln. Das Schlagwort ist die Miße ritte der Fiühkartoffel in Deutschland. Wenn die Verkäufer in jedem Fall gezwungen wurden, den dLack^veis zu liefern, daß sie zu dem Vben Preise tatsädstich belgische ober sonstwie ausländische Kartoffeln ver- °k-rufen, würde ilxnm ber Nachveis sicher nicht immer gelingen. Es wäre lohnend, wenn die Lebensmittel- Deputation diese Verhältnisse klarstellen könnte. Gießener Kinderhilfstage. Aus die vielfachen Anfragen über das Ergeb- nrs der Kin de r hi lfs t age sc,hierdurchaii5 zuverlasnger Quelle mitgeteilt, daß die B ü chf e n- s a mmlung durch Schulkinder 8076,14 Mk die y T?lcft im Mlofophen- die Zeichnungen bei d e r Mitteldeutschen Kreditbank 1915 Mk, andere Sammlungen und Spend en 987 Mark betrugen Tie Gesamteinnahmen er- gaben 19 221,17 Mk., von welcher Summe noch die nicht allzugroßen Unkosten abgeben. Alleii Vellern, Helfermnen, Spendern und Spendcrinmn sei neben der Freude und Genugtuung über den unerwarteten schönen Erfolg des ganzen llntcrneh» 'men« auch noch an dieser Stelle l-erzlicher Dank gesagt. Beranstaltunften. ^Lreita^SO. Juli: Hotel Enkhom, 8V, Uhr, Buchwald. — Lichtspieltheater wie gestern. n . ** Amtliche Personal nachrichten Uebectragen wurde am 22. Juli dem Lcbrer 1o° iU Babenhausen II (Str. Sdjottcn) k?5e^^Eblle an der Volksschule zu Wet- Jakob M Schulamtsaiiwärter au§ Gernsheim eine Lehrerstelle ^°lÄuIe^5u Muschenheim (Kreis ^c&en) uno der Schulamtsanwätterin Ehristtne 11. <8® o rfe n b e r g (Kreis Friedberg Sine D&ndr ne an SSoIKto'tle M Bi°l«iLciz n der Landesuniverfi-- föt- Vhil. Karl Hummel, der sich für das Fach der Geologie und Palaeontoloche an unserer Universität zu habilitieren wünscht halt am Samstag, 31. Juli, vormittags 11 Uhr c. t., un großen Hörsaal seine öffentliche P robevo rlesung über das Thema: c la. Grebenhain, 28. Juli. Arn Samstag mittag wurde die 18jährige Martha M o r - f ch e k von Ulrichstein, die ber dem hiesigen Gastwirt Horn in Diensten steht, von dem 16jährigen Sohne des Hom im Borplatz des Hornschen Eishauses erschossen. Ob Unvorsichtigkeit oder ein Verbrechen! vorliegt, ist noch nicht festgestellt. Hessen-Nassau. fd. F r a n k f n r t a. M., 28. Juli. Durch Vermittlung des amerikanischen Bankiers James Speyer wird in Frankfurt in absehbarer Zeit eine Verteilungsstelle amerikanischer Lebensmittel eingerichtet, wie sie bereits in Hamburg besteht. Durch diese Stelle farm die Bevölkerung von Verwandten und Bekannten m Amerika LebcnsmittelscheckS beziehen, die zum Erwerbe von Lebensmittelpaketen in größerem Umfang berechtigen. bereit erklärt hat, ben Bäckern einen Zuschuß zu leisten. O Fulda, 28. Juli. Die Stadtverordneten bewilligten in ihrer gestrigen Sitzung mehrere Millionen für soziale Zwecke, Behebung der Wohnuiigsnot und Bekämpfung der Teuerung So wurde u. a. für Beschaffung von Wohnungen Vr Million zur Verfügung gestellt. 22 Wohnungen sollen allein durch den Ausbau des Artillerie-Wagenhauses, 4 Wohnungen durch den Ausbau des T-achgei chosse-2 der Gendarnieriekaseme schon in nächster Zett gewonnen werden. Unsere Stadt ist beftrebt, auch weiterhin in der Bekämpfung der Wohnungsnot die führende Stelle in Hessen-Nassau beizubehalten. Infolge ber herabgesetzten Verkaufspreise für Speck, Fett, Hülsenfrüchte und Kon- denzmilch sind Fehlbettäge von l1/» Millionen entstanden, die die Stadt decken will. Der Frühkartoffelpreis wurde nach dem Einkommen der Bezieher gestaffelt. Er betrug 15 Mk. für Minderbemittelte 1. Grades (bis 10 000 Mk. Einkommen), 20 Mark für Minderbemittelte 2. Grades (bis 15 000 Mk. Einkommen), etwa 40 Mk. für Bemittelte (über 15 009 Mk. Einkommen). Den durch diese Feftsetzung entstehenden Fehlbetrag von etwa 400 000 Mark will die Stadt übeniehmen. — (Derart gestaffelte Kar- toffelpreise können doch recht ungerecht wirten, wett dabei weder die Kinderzahl noch die Tatsache be- rückftchtigt wird, daß m den Gasthäusern, auf die Viele gänzlick angewiesen find, doch auch Kartoffel« verbraucht werden.) tot. Limburg, 27. Juli. Ausgebrochen sind gestern nachmittag 2 Strafgefangene aus dem hiesigen Gerichtsgefangnis. Die beiden Burschen, die frisch eingeliefert worden maren, benutzten die Gelegenheit der ärztlichen Unter» suchimg zur Flucht. In dem Augenblick, wo sie dem Gerichtsarzt vorgefühtt werden sollten, stießen sie diesen und den sie begleitenden Wächter zur Sette unb waren auf und davon. Weiter wurde mitgeteilt, daß die Flüchtlinge, die Richtung auf bte Lahtt zu einschttigen, bte Lahn durchschwammen und bann die Richtung Offenheim genommen haben. Die Verfolgung wurde sofort auf genommen. Z« etwa derselben Zeit gelang es einem Freien - bieder Sträfling seinen Wächtern zu entnommen; er war zu Arbeiten im Freien kommandiert. In der Nachmittagssitzung wird zunächst die Verlängerung des Ftncm^g sttzes bis August 1920 genehmigt. Bei Kap. 21 tntliiert Abg. Wü n zer (T. Vp.) die schlechten Verkehrs- ver'h'Ulnifie im Obewixttd unb regt dte.Wr«raute nähme des Kraftwageiwerkehrs Weinheim—Troscl an. Tie Abgg. Knoll (Zentr.) und Feldmann (Tem.) bringen BesckKverven über die ungünstige Kreiseinteilung in Rhri^hefien, tporanl der Minister des Innern Tr. Fulda, soweit d^S möglich sei, Besserung verspridst, aber crtLirt, daß UlMrend der Besetzung weft-ntlick^ Blenderungen unmöglich seien. Bei Kap. 25, Polizei, erllttt der Minister des Innern auf eine Beschwerde oeS Abg. Kiel (U.S.P.), daß er mit aller Energu: dte Polizei unterstützen und gegen di: -weifekhaften Elemente, die Unrühe zu ftiftm verfuck^en, wrgel-cn werde. Bei Ättp. 30, Srird^en, entsteht eme längere Aussprockie, in der die Abgg. Tr. Diehl (5x11 • Bp.) und Lenhart, die Ansprüche der Kivchc nacbwrisen. In Kap. 32, Tierärztlicher Dienst, )vird von tten Abgg. Fenchel, Tr. Dehlinger undHahn (Hess. Bp.), Gef se r (T.-Nll.), Feldmann )Tem.), Hoffmann (Z.) eine ausreichende Entschädigung ber Landwirte für die Verluste der Maul- und Klauenseuche gefordert und vom Rcgierungs- tii'dje zu gesagt. Tann werden die weiteren Kapitel bis 43 o'hne wesentliche Beanstandungen erledigt. Schluß abends 3/47 Uhr. Nächste Sitzung Frei- Oertrefertag der evangelischen Thcoiogenschaften. Tie Verhandlungen des ersten Tages eröffnete die Andacht des Dekans der thes- logifchen Fakultät, Prof. D. Tr. Schian. Dan» übermittelte ein Vertreter des Vorstandes der deutschen Studentenschaft deren Grüße und Wünsche für die Tagung. Nach Feststellung der Anwesenheitsliste, Ge- nefrmigitng der vorläufigen Geschäftsordnung and Bildung des Bureaus erteilte der Vorsitzende der cvangelisch-thoobogischen Fachgruppe, der die Verhandlungen leitete, dem Berichterstatter Gießen das Wort zum ersten Bericht: Grundsätzliches zur OrganisativnIfra ge. Neben dem Zusammenschluß der Studentenschaft im Allgemeinen Studentenausschuß (A.St.A.) und der A.St.A. in der deutschen Studentenschaft, wie er sich kraftvoll auf dem letzten Deutschen Studententag zu Göttingen verkörperte, muffe auch der Zusammenschluß der Studierenden einer Faiftttät in lebensfähiger Organisation erfolgen. Jeder Student der Theologie gehöre mit der Immatrikulation ber Theolvgeiischaft an, und alle evangelischen Thoologenschaften bilden die Evangelisch-theologische Fachgruppe. Angestrebt werden soll,' der Zusammenschluß der Evangelisch-khWlogisck-ien Fad>gruppl mit den noch im Borberettungsdienst und den schon im Beruf stehenden Th«logen zu einem allgemeinen deutschen T'hevlvgcnbund. Tie Evangelisch-theologische Fachgruppe sei bei enger Zusammenarbeit mit dem Vorstand der Tteutschen Studentensck>aft in Fack>fmgen selb sandig, genau sowie die ettizelne Thvvlogenschaft dem A. St. A. gegenüber. Tie durch gegenseitiges Vertrauen erwachsene Zusonrmenarbmt zwischm Fakultät und Theustogensck>aft erhalte einen rcd)tlid)en Ausvruck. Als Aufgaben ftevFachvrganisationen 'würden sich ergeben: a) Wahrnehmung der studentischen Selbstverwaltung im Bereich der Fackwrga- nisation. Tätige Mitarbeit bei der Verwaltung der Hochschuleinrichtimgen im Bereich der Fakultät, c) Vertretung der Fack-genosseii gegenüber Fakultät und Senat sowie gegenüber Staats- unb Kirchm- beworben, d) Besserung ber wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Notlage ber Fachgenvssen und durch eigene Einrichtungen, e) Ergänzung des wisftn- sdiaftlichen Hvchschulbetnebs vurch hiltureUe unb soziale Einrichtungen, f) Pflege der inneren Gemeinschaft der Fachgenossen untereinander intb Wahrung des Zusammenhangs mit ber GesamtM- dentenschaft. g) Erzielung eines geistigen und ar* ganisatorischen Zusaamneithangs mit beit in Vorbereitung unb Beruf stehntden Theologen. Im Ivetten Bericht behandelte in grundhätzttcha Uebcrcinflimmung mit dem erften Beistchterstatt« ber Vertreter der Evangelisd>-thvologischeii Fachgruppe Praktisches zur OrganisativnS- frage unb rollte auf Grund des von dem Tatt- ba. Büocngen, 28. Juli. Im benachbarten Aulendieback) rundete am Samstag nachmittag der Blitz in dem Hause des Frdr. Kahn. Durch das rasche Eingreifen der Feuenvehr und die tatkräftige Hilfe der Ernwohnerichaft verbrannte nur ber Dachstock, während das übrige Gebäude gerettet werden konnte. Das Haus liegt am Endpunkt des Ortsnetzes der elektrischen Licht- leihtng, so daß angenommen wird, daß der Blitz auf den Stänker über gesprungen und von dort in Haus eingedrungen ist. r, E^rankfurta. M, 29. Juli. Die neuer- lich geplante Erhöhung des Bratvreises I wuicke nunmehr bermifb^n hn ga aft und der ern-elnen T'hco logen schäft zu ihrer Fakultät bzw. denr A.St.A. Sodann besprach er Den Entwurf der Satzungen für die Evangclisdtet'hcvlogische Fachgruppe bcionderS in seinen strittigen Tellen. Auf seinen Antrag wurde der Entwurf einem Ausschuß von sieben Mitgliedern zur Bearbeitung und Vorlage am 3. Lethaiidluugstag überwiesen. Die Aussprache erfolgte auf Grund dec vorliegenden Leitsätze und klärte zunächst das Verhältnis zwischen der deutschen Studentenschaft und der Fachgruppe. Bei ber Abgrenzung ber Selbständigkeit der Fachgruppe wurde vor allem § 16 des neuen Studentenrechts erläutert. Der Fachgruppe stehe Selbständigkeit des Besdstießens und in r inen Fachfrag n auch des Hantelns unter enger Zusammenaroett mit dem Vorstand der deutschen Studentenschaft zu. Die Finanzierung der Fachgruppe werde durch die deutsche Stu- dentenschast und (auf dem Weg über den A.St.A., durch die Fachfchaften erfolgen müssen. Ferner wurde der allgemeine deutsche Theo log en- b unb besprock>en und der Vorstand der Evangc- lisdtoklieologischen Fad>grupp: mit feiner Erster« bung beauftragt. Aehnlich wie bei der Fad>gruppe (gegenüber ber deutsd-en Studentenschaft wurde die Selbständigkeit der Fachschaft und ihre Zu- ' rcXlc6 fttmmenarbeit mit dem A.St.A. bestimmt und re <9tabt I gleichzeitig ber Vorstanb ber Fachgruppe beauf- K.Z.V. Gießen a. jJl., 30- 3 ult (Bt(b ?Imfterbam.7lottetb. 1313,60 1316,40 1456,- 1459,- nehmm roerbcn. Telephen 15. EINHORN miiiiiniiiiiinmiiiiimiiwiiiiiio Besondere preiswerte Küchenhandtücher S«™S Starkes ßranea Drell-Handtuch . . lafdjiücre.fcbiurtrAC’ÖQrc 64 *c 15,- 11,20 29.1. 13,90 344.65 675,30 671,80 894,10 159,b0 227,25 157,80 41,82 321,65 716,76 649,35 23,97 24,72 84,52 28.7. 14,20 7,- 16,40 11,45 447,- 345,35 676,30 673.20 895,20 160,20 227,75 158,20 41,92 322,35 718,25 650,65 24,03 24,78 84,72 Zürich . . . Amsterdam . eim, Heldeubergen, Gambach, Friedberg-Fauerbach, Kaichen, Reich'lsheim. — Im Kreise Lauterbach: Maar, Reuters, Angers doch. Heblos Wallen rod, Lauterbach. — Im Kreise Schotten: Ulrichstein. — Die Maul- und Klauenseuche in Schwarzenborn ist erloschen. — In den 0>e- m ein den Heegheim, Altwiedermus, Hof, Engel- thal, Bellmuth, Höchst a. N., Glauberg imd Von- hauicn ist die Maul- und Ztlaueiiseuche ausgebrochen. Die erforderlichen Sperrmaßnahmen sind angeordnet. mlcht au verwechseln mit (jedem leicht. Brenniori) ab Waggon und Lager son'ie lndungvw liefern (rtebr. ÄHbl. Tcl. 87. iBianiillililUlUillllililUlllllUillülS 34-2,15 663,35 659,35 884,10 152,30 224,75 156,30 41,45 321,65 707,30 644,35 22,97 24,72 84,27 nur reineS Terpentinöl «Friedens- wäre ntii Danderoli. enoss Der etwaß höherePreis macht sich 1000sacb bezablt durch größere Ausgiebigkeit und verlängerte Lebensdauer des Schuhs 9.— 10.- 15.— M. M. M. vermischtes. * Prügel ftra^e für Wucher. Das Budapester AmtMatt veröffentlicht den Text des Ge setzes 15 vom Jahre 1920. Dieses Gesetz enthält auch einen Paragraphen über die Einführung der Prügelstrafe gegen Preistreiber, Wucherer und gegen Verleumder der nationalen Arme. Kirchliche Nachrichten Israel Religionsgemeinde. Gottes- irienfl in der Synagoge «Süd- An löge). Tomslog, 31. Juli: Vorabend 7,30 Uhr, mvrgens 8,30. 2lbmds 8,25 und 9,05. Israel ReIiniouS - Gesellschast. Sabbatfeier 31 Juli. Freitag abend 7,30, Samstag norm 8, nachm. 4.30, Sabbatausgang 9,05. Wochen gviteskhienft: morg. 6,30, abends 7,30 Ledwl|stra6e 18 *m floss Waldhos bis 340 im freien SerTdyr hohler gesucht Brüssel-Antwerpen ikhristiania..... fiopenfjngen .... Stockholm..... Helsingsor». .... Italien ....... London........ New-Port...... Paris........ Schweiz....... Spanien...... Wien (alles) . . . Drutsch.Oesterr. ab; Prag...... Budapest.... Bulgarien . .. Konstantinopel. mittag in Anwesenheit bc? M inisterpräsidentett sich nochmals mit den Kreditwrderungen beschäftigen wird. Paris, 29. Juli. (WTBst Tie Finanz- tommu'fton nahm einen Bericht he? Finanz- mmisters über den Gesetzentwurf entgegen, durch den die Regierung ermächtigt wird, mit monat - lid> 200 Millionen Franken wäbr.md eines Zett raumes von höchstens sechs Monaten sich an den Vorschüssen zu beteiligen, die von Belgien, Eng land und Italten in Ausführung der interalliierten Abmachungen vom 16. Jult an Deutschland g: leistet w.rden Der Vorsitzende gab die Bedenk.» lvkannt, die der Entwurf bei den Mitgliedern der Komunsswn erweckt habe. Die Aufnahme her artitclroeifen Diskussion des Entwurfes wurde, wie bereits gemeldet, hierauf abgelehnt Die französische Politik in Syrien. Paris, 29. Juli. (WTB.) Im fran- zö fischen Senat red)tfertigte gestern nachmittag Ministerpräsident Mtllerand die Politik der sranzösischen Regierung in Syrien. Die verlangten Kredite für Syrien wurden darauf mit 305 gegen 84 Stimmen genehmigt. Millerand kündigte an, dast der Emir Fessal abgesetzt werden solle und daß die französischen Truppen m Damaskus einrüden werden (Rach einer anderen Meldung sind sie bereits eingerüdt. Red.) Er > ühmte das kulturelle Werk, das Frankreich mit in Syrien vollbracht habe Er erklärte > ter, daß Frankreich in Syrien nach dem spiel Englands Vorgehen werde ruhen und Verhaftungen von Deutschen in der Provinz Posen Berlin, 29 Juli. Wie mehrere Blätter aus Meseritz melden, ist es in der Provinz Posen zu Unruhen g.'kommest In mehreren kleinen Ortschaftm bei Reutomichel gelang es Provokateuren und Polizeispitzeln, die deutsche Be tiöiferunq aus zu Hetzen. Po'nijckre Gendarmerie- posten wurden entwaffnet nnö gefangen gesetzt und bi? ('k'mi'mbcgebaitbe und Postämter besetzt. Das herbe ig rusme polnische Militär verhaftete 10 0 bis 12 0 Deutsche, die u a ch g rößter Mißhandlung n a ch der Posener Festung gebracht wurden, wo sie ihrer Aburteilung wegen Landesverrats ent* gegmßhm Sowfetrußland und die Ran.Floaten. (In einem Teil der Auflage roieb'rMt.) Die Lahnkanalisation Berlin, 29. Juli. (Privatmeld.) Im Reichsverkehrsministerium fand am Montag im Beisein des Rcichsverkehrsministcrs Generals Grüner eine Besprechung über den Ausbau der Lahn z u einem durchgehenden Wasserweg Koblenz — Bremen statt. Es ist geplant, über Niederlahn st ein — Gießen — Marburg — Kassel — Hann.-Minden — Bremen eine direkte Wasserstraße zwischen Rhein und Weser zu schaffen. Bon der Besprechung dieser Pläne, die sich natürlich noch in vorbereitendem Stadium befinden, waren alle Beteiligten befriedigt Justizvcform. Berlin, 29. Juli. Wie das „Berliner Tageblatt" hört, liegt dem Reichsrat ein Gesetzentwurf vor, der künftighin die Aburteilung von Strafsachen in erster und zweiter Instanz grundsätzlich unter der Mitwirkung von Laien vorsieht Ferner liebt in naher Aussicht die Errichtung von Arbeitsgerichten und die Umgestaltung der Zivilprozeßordnung im Sinne einer Beschleunigung und Verbilligung. Frankreich und üas Kohlenabkommen. Paris, 29 Juli. iWTBst Der Finanzausschuß der Kammer hat gestern nE mittag einen Gesetzentwurf über die Bewilligung der durch dasKohlenabkommen mit neulich- land notwendig gewordenen BorschüsIe durchberaten. Nachdem der Finanz Minister eme ganze Reihe von Fragen einzelner Mitglieder des Finanzausschusses beantwortet hatte, weigerte lich der Finanzausschuß, in die Beratung der etnje * nen Artikel einzutreten. Mit 12 gegen 8 Stimmen bei 9 Stimmenthaltungen wurde der Antrag in die Diskussion einzutreten, abgelehnt. Man nimmt an, daß auf Antrag des Ministerpräsidenten der Finanzausschutz bis beute nach- Ule U* At'fr LS Ne» l?*&*. n DilL^^nc :$5«$ y® ‘»te, \ nxntn, pichen Unter, ff' Sm. Hetzen s, ^^nntgeteiü, aus btt Lch rallGammen uni Wwnnien khgrnominm, Z» ^ern Freien. Wächtern zu ent, 1 M Freien bnv Datum: 5" „Deul.ßriegsanl. 4°/„Deut.Reichsanl. 3"/,Deut.Reichsanl. 4" n Preutz. Konfols Darmstädter Bank Deutsche Bank . . Disconto- Gesellsch. Dresdener Bank Nationeibank f. D. Mittel" Treditbank H..An iik..Pakets. RorddeutscherLloyd Boch.Gußstahlwrk. D -Lrixemb Bergw. Belfenkirch Bergw. Zarpener Bergbau Obe schl. Eisen!« -B. Oberschles.Tisenind. Phönix. Brgb.Akt. Vad.2Inilin-u.Soda höchster Farbwerke Tlektr. A. E. G. Schuckert-Werke. Felten-Guilleaume Daimler . . . Bud.-Eisenw.-Akt. Adlerwerke ... 4°/oHesf.Staatsanl Electron Griesheim ®iflt(nptierungeu. Datum: Kopenhagen, 90 Juli (WTB.) Wir die „Berliugske Lidende" aus Helsmgiors meldet, berichtet ein Revalcr Blatt, daß l'öchftstehmde Persönlichkeiten innerhalb her rns'i ck.n Sowjet- regicru ii g erklärten, die Sowjetregierung habe niemals tue Selbständigkeit de r Rand st aalen ernst g e n o m in e n und habc es auch nie für möglich g halten, daß diese dauernd von Jtußland getrennt bleiben so.lni Wmü cm großes ungeteiltes Rußland schon füi die Zaren regierung notwendig g.wesen war. so ici dies noch in höherem Maße Tür die Sowjet egterung der Fall. Die Selbständigkeit der Bölter sei eine schone Idee, aber das praktische Leben mache es notivendig, daß man dies? Jt>ee nicht venvirk lidie. Es wäre wünsch.mswert, wenn die baltischen Länder selbst die Frage eines Anschlusses an Rußland aufwersen würden. Im entgegengesetzten Falle würden sie dazu gezwungen iverden. Dtt RäKregi-rnnn zeige, daß jetzt von einer Selb- ständigkeü Efthlands und Lettlands nicht btt Rede sein könne Die ,nichtigste Frage sei, wann bet Weg von Rußland durch Estland und Lettland zur Ostsee eröffnet werde Die Kriegslage im Osten. Warschau, 29. Juli Polnischer Frontbericht vom 28 Juli. Unsere Truppen haben die Stellungen Grajewo Ossowiec—Kamimtt- Libewski—Kooryn. bezogen. Lokale Angriffe tm Poleßie Abschnitt wurden abgeschlagen. Der linke Flügel der polnischen Armee mußte, um Fühlung, mit der Nordarmee zu behalten, auf der Kobryner Chaussee nach Westen zurückgehen. Am Stochod, Styr und Sereth finden Urngnipirierimgen zur Aufnahme des feindlichen Angriffs statt. Warschau, 29. Juli. Der Rückzug der Polen dauert auf der ganzen Front an. Die Russen stehen 15 Werft von Bialystok. Rückzug aller russischen Truppen aus Persien. Teheran , 29. Juli. Tschits.ch e r i n teilte der persischeii Regierung mit, alle militärischen und maritimen Streitkräfte der Russen würden aus Persien zurückgezogen. Kirchenkonzert. Anläßlich des ersten ordentlichen Vertreter- tagaS der evangelischen Thaobogenschaften Deutschlands und Dentsch-Oesterrcichs in Gießen fand gestern abend in der Stadtkirche ein Kirchenkonzert statt. Derr Organist Otto Görlack eröffnete das Programm mit dem machtvollen Präludium in E-Moll von I. S. Bach Frau Paula Werner-Jensen (Berlin) sang sodann die wunderbare Arie ,,Er barme dich, Gott" von I. S. Bach. Die lyrische Zartheit ilxreS Organs entfaltete sich besonders xn zwei ftimmungstiefen Liedern von Hugo Wolf lGebet, Schlafendes Jesuskind». Neben einer im Programm nicht vorgesehenen Einlage hörten wir von der Sängerin nom ein „Vaterunser" des Darmstädter Komponisten Arnolv Mendelssohn. Tie luarme, sonore Altsttmme sowie die vollendete musikalische Auffassung der Sängerin hinterließen einen liefen Eindruck. Herr Geh. Kirchenrat Prof. Dr. Krüger, der sich gütigst zur Verfügung gestellt hatte, spielte zwei Violinsoli, ein Largo von Bach und ein Largo von Händel, mit edler Tongebung und tiefer, ernster Auffassung. Außerdem übernahm er die technisch komplizierte Bxolinbegleitung in der Arie aus der Matthäus-Passion sowie in dem „Vaterunser" Ixmi Mendelssohn. Herr Fritz Rupp er Durchführung der Bestimmungen des Artikels 260 des Friedensverträges. — Richt- Itnien für Dnischlöhne. — Auslcrndszucker für Einmachzwecke — Wiederzulassuna zum Handel xmb Ausschluß vvm Handel. — Schulbesuch in Orten, in welcher Maul- und Klauenseuche herrscht. — Dienstnachrichten. ^^^Etzger Louis Steyn in Wi eseck ist 5Md)Iub des Kreisausscknrsses Gießen vom 19. Juli, vom 1. August ab wieder zum Handel mit ulctjo) und Fleischwaren zugelassen. zer Metzgermeister Ludwig Häuser zu Watzenborn-Steinberg ist gemäß Ber- fiigung des Zfreisamts Gießen vom 22. Juli als monatsoerfamnilang am Samstag, 31. b. M., abends SV, Ubr, Umcin der „5tnbt Wetzlar". Tagesordnnna: 1. AuSfteÜungSangelegenbeit. 2. FutteroerteUunnsregelung. 3. yuntitieröerftei- nevunn. 4. Verschiedenes. *i» Ta nun Futter emgetroffen tit und bassewe bald ouegegeben werden kann, müssen die ?>uchi- koUegen sich in dieser Dcrsamiiilung melden. Solange Vorrat reichi, kann nur abgegeben werd.Eehr wichtig. liWMtlM ®mn”'"!ilbr°r-6UC,6/t1'J“anbl Wetzlar". Tiere milbringen. Ter Doruand. rragt, beim Vorstand der deutschen Studenten- schatt zu erwirken, daß die A.St.A. von jedem Stucsterend.m auch die Pflichtbeiträge für bie Fachschaften em;l7h.n Vtotroenöig fei wegen der Zusammenarbeit, oaß ein Vertreter der Fackstchaft an den Sitzungen des A.St.A. mit beratender Stimme teilnehmc. Für das Verhältnis zwischen Faku11äi und T he o l o g e n scha f l wurde ein rechl ich r Ausdruck gesucht Alle Thcologcn- schaften hätten Klarheit über bie Stellung ihrer Tyafultät hierzu zu gewinnen und dem Vorstand ber Fachgrupp zu berichten. Wenn möglich, möchte -u der demnächstigen Tagung der Theologischen Fakultät ein Vertreter der Theologensckxuten hin- zugewgen werden. Dauernde Unterrichtung und Aussprache der Theologenschaften verlange »eine Zeitschrift Die Frage wurde einem Sonder ausschuß überwiesen. Jedoch die offiziellen Nach richten des Vorstandes dec Fack)grupp.' follen im Nachrichtenblat: der Hauptg?sck>äftsstelle ber beul scheu Stubenttmschast erscheinen Am Nachmittag berichtete der Vertreter der Wiener Thcologenschait über die evangelisch- kirchlichen Verhältnisse in Oester- i e i d) im allgemeinen und Die Lage der evangelisch-theologischen Fakultät zu Wien. Die evangelisch- Kirch.' in Oesterreich ftefte vor ber Aus- aab: ber Neubilbung. Ihr Ziel iei eine beutsche evangelische Kirche mit sozialen Einrichtungen, verwurzelt im Volksleben Sic kämpfe darum trotz ihrer Armut Die cvangelisch-theo logische Fakultät in Wien, von deren Geschichte und Wirkiamleit der Vertreter berichtete, begehe 1921 ihr hundertjähriges Bestehen Ohne stichhaltigen Grund fei sie, obwohl mit allen Rechten vom Slaa. ausgestattet, noch nicht der Universität Wien cing.gliedert. Nach tem Bericht beschloß der Dertretertag eine Kundgebung für die Eingliederung der evangelisch-theologischen Fakultät Wien in die Wiener Universität und beauftragte den Vertreter der Wiener Theolvgenschaft, davon Gebrauch zu macken. Ferner sollen die deutschen Theologic- flnbiercnben zum Besuch ber Universität Wim zwecks engerer Fühlungnahme zwischen dm öfter» leichischm und reichsdeutschm Theologm aus gefordert werden. Die Finanziermrg des Vertretertags war der letzte Berhandiungsgegenstand des ersten TageS. Gutes halbleinen. Kiichenhandtuch Reiuleln. schwer. Küchenhairdtuoh Sl?2dcbaiisQa!cr'ic' n nachmittags um 2V, Uhr in Lich auf der Hardt Aufführung von 8164 Glaube und Heimat Eintrittspreise 5 und 3 Mark. Bei ickleckter Witteruna Aufführung in Steins SaaL Handel Berlin, 29. Juli Börsenbericht An der Bärse verstärkte sich heute die GeschäftsftUle. Nur am Montanmarkte fanden in Bergmannsaktien zeitweise regere Umsätze statt. In dm bisher bevorzugten Montan imd Kaliaktten brüdten Rcaliiattonen ben Kursstand um 4—8 Prozmt. Dagegen ftirgni auf Mernungskäufe Bergmann 13 und Dmtsch-U^bersee-Zerttfikate um 20 Proz. Auck in Chemischen-, Elektrizitäts- unb verschie- benen anderen Jndustriepapierm machte sich Reatt- sationsneigung bemerkbar, bie aber nur bei Hirsch- Kupfer, sowie Rheinische Metall zu verhältnismäßig stärkeren Kurseiiibußm führte. Pettolmm- und Kvlonialwerte waren unerheblichen Kursschwankungen mtsgesetzl imb still. Einiges Interesse bestand im Einklang mit der festen Haltung der Auslandsdevisen für Balutapapiere. Der Rm- tmmarkt war still und unbedeutmd verändert. Frankfurt a. M., 29. Juli Börsenft i m m u n g s b i l d. Tie Abmdbörfe zeigte mit Ausna hme von Montanattim, die nicht ein hei U ich Ingen, im nllgemeinm behauptete Haltung Im freien Verkehr bliebm bie Umsätze beschaden. Es notierten: T-euts'che Erdöl 1775, Deutsch' Petroleum 824. gjltin^rctber Kure 4125, Julius Sichel 1250. 1275. Elektro SergmonutoerTc, für welche sich reges Interesse bemettbar machte, fliegen auf 247 plus 71/, Pvozmt. Teutsch-Uebersee Certtf. 818. A.E.G. 295, Voigt u. Haeffuer 317 plus 2 Pwzent. Mäßige Bcfeftisirng erfuhren Deutsch- Luiemburg 299.50, Harpm.-r 390,50, Phönix Bergbau 441. Caw fester 265, Oberbebarf 230, Zellstoff Waldhof erziellm eine Weit-re KurSbesse- ning von 4’/. Pw-zeni auf 339. Gefragt warm and) Porzellan Wcsstl 295 pluS 4 Prozent, sowie Scklind u. C-o. .Hamburg zu höherm Kurie geiucht. Cemmtw'rk Lothringm rationiert 295 plus 5 Pwz. Zellstoff Aschaffenburg 381. Chemiscltt Aktien blieben vernachlässigt. ^Mertoetf'e Kieper zogen mit 227,75 1 Prozent, Maschf. Heßlingm mit 222,50 2'/, Prozmt ent. Spiegel und Spiegelglas 366 plus 3 Pvozmt. Schantungbahn 642. Oeft. Staatsbahn 208, Auslandsrmtm befestigt. 5vwzontige Chilenm-Pfandbriefe 500. stprozentige Tehuante- tvc 208. 5vrazmtige Reichs anleihe 79 v8 Neu- Guinea belferten sich um 10 Prozent auf 6oO. ^-HirnriTcr fdmiäditxnt sich 1 Väter aus 388 ab. Zell- Fliegenfänger „Frosch" i Garantie 2 Sommer für Vager- und Fangfäblakeii, liefert nur an Gronab- nebuicr Aelteito deutsche Fllejjee- iänger-Speslaltahrlk Oskar Sörgel, Leipzig, Töieucr Weg 17. LeistungSsäbigsteS Unter- nebmen! — Vertreter gesucht! — — 1S95 — 25jöbrlge§ Ge- schiistSbesteben. — 1020. — Zur Er nte! Kartofftlkörbe Zutter- ober Ipreuköibe jedeö Ouanutin sofort lieferbar. 8148 Martin Haede, BetscfSrtd-Casfcl. fiimfold Rap" Eine Sehenswürdigkeit! Eis- „HUpiulU Dal getrilnke, Liköre, Mokkastube. UnnfoM stidla" tonangebend. 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Juli 24,02 24,08 24,72 24,78 Börfcnfurfe. —, — Frankfurt Berlin Abend- Abend- Schluß- Schlim- Kurs Kurs Kurs Kurs 28.7. 29. 7. 28.7. 29.7 79,63 — _ — 79,60 79,65 — _ — — _ —■ 69,60 69,50 —. — 60,25 60,20 —- — — . — 68,- 68,40 _____ _ — t — 143,- 142,50 — - 263,50 264, —. — — . — 199,36 198,25 — ■■ - — 163,- 162,75 — . — — _ — 149,25 149,25 142,- 142, 141,75 141,75 176,25 175,85 175,50 171,10 171, - 171,75 375, 378' 376,- 377,- 300,- 299,50 303,13 297, - 324, - »■ 323, 3)6,75 393, 389, - 397,- 385, - 232, - 230,- 233,- 228,75 269, 265,- 269,75 269,50 4:5, - 441, - 440,- 440,50 462,- — . — 459,75 459,65 360,50 — _ 360,25 362,- 299,- 295', - 298,- 295,50 196,50 — — 169,50 194,- 419,- 402,50 412,- — . — — . — 216,- 215,- — . — — _ — 295,- 294,75 228,50 227,75 229,- 225,50 — — . — 82,75 84,- — 1 — — , — 295, 295,- I Gießen, den 28. Juli 1920. M.325 u. höher □ für Damen *167 BIO* ROBERT HAAS NACHF. Seltersweg 18. Fernsprecher 461. Gießen 8165V Gießen, den 28. 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Re an das ixms, a dah bit 100000 Ivehrangehürigen i werl-losen zählen Unterkommen sind, Abg. tzaas voriröners eine l Teutschen Volksha bolung einer solch §oolil>onsregieruns tt verk« nicht" ritiibarfeit, aber e Skmacht morden, i wld übertriebene < SifiMoebrmini ” die Einlös ^«ri'pkechens i dkittzes durch dje SMigun« h yWemffci JJn tan Sm ^s.'vlgen so[^ die iniabi ^berzfel fit® fcfa CT ^rger A61.1.8 l! Ä* wit'S'i finite fluoi’S 8 hoherverdienst bietet sich strebstamen Herren und Damen durch Uebernahme von Vertretungen für alte, gut eingeführte Lebensversicherungsgesellschaft. !Bei zufriedenstellenden Leistungen feste Anstellung. Hohe Provisionen werden zugesichert. 'Zuschriften an Dr. Ernst Herwig, Marburg a. d. L., Lutherstratze 10. 8iud Altangesehene Vers.-Gesellsch. [Leben, Unfall, Haftpflicht) sucht alsbald für groß. Bezirk tüchtigen erprobten Ober beamt en. Derselbe hätte sich neben der Akquisitton zur Unter- stützung des Subdirektors auch der Berufsbeamten- und Agenten-Organisation in ausgiebiger Weise zu widmen. Gewährt werden hohes Gehalt, Spesen, Fahtt- kosten sowie Nebenbezüge aus dem gesamten Bezirksgeschäft. Gefl. schriftliche Angebote, die stteng ver- traulich behandelt werden, wolle man unter 8147 D an den Gießener Anzeiger richten. Vierte melkende fVF***>* weg. Mangel an grünem ftutter zu verkauf. 0l116e W-ft . Anlage 38 Tal. (Fortsetzung folgt.) „Der soll nur kommen! Ich werd ihm schon das nötige lagen, oder meint Ihr vielleicht, ich laß mich von Eurem Geschwätz einschüchtern? Da seü> Ihr sästes gewickelt " _____ Kopfschüttelnd gingen dre Heiden Manner wieder. . . Ms der 9)cüfler am Abend wieder nach lernen Wiesen ging, na^n er seinen Durch mit. Mrar konnte nit wissen, ob sich rrii so ein paar Kerle aus die Lauer gelegt hatten, um ihn an seinem Vorhaben zu hindern. Ab und zu hielt er den Schritt an und horchte in die Nacht. Graue Wolken huschten vor dem Mond und warfen hastige Schatten auf das Feld, aus denen die Hellen Blütensriäuße der Obstbäume gespenstig aufgucften. Dem Müller war's manchmal, als ob die ganze Flur rings um ihn von lautlos eilenden Männern wimmelte, so unheimlich wogten die Schatten. Aber furchtlos ging er weiter. Sollte sich nur einer unterstehen und ihn auf fernem eigenen Grund und Boden anfallen! Krankend imb prasselnd brachen Stangen und Pflocke unter seinen Flitzen. Ta schlug sein Hund an. Im unsicheren Mondlicht sah er einen ungewissen Schatten, der auf ihn zusprang. „Halt oder ich schieß! llang's gebirterrsch. „Was, auf meinem Land und schießen. Schuft?" knirscht« der Müller. Hoch über seinem Kopf blitzte die Axt: schwer schlug sie nieder Ter Schatten verschwand: aus dem Grase scholl winselndes Stöhnen. Ter Müller kümmerte sich nicht darum: zu groß war der jahrelang angv- sammelte Haß, zu genau bedacht sein ganzes Handeln. Und weiter brach er die PsäLe und Satten auf seinen Wiesen. Am andern Morgen ließ er in aller Frühe anspannen und hieß die Sette mit umständlichen Aufträgen nach Mainz fahren. ,L8enn Ihr an einem Tag nit fertig werdet, bleibt ruhig über Nacht. Ich behelf mich schon, und das das ich dir in da« Täschchen getan habe, wird schon langen. Settchcn!" „Werdet Ihr berat auch allein fertig werden, wo beute doch alles hinaus soll?" fragte die Sette besorgt zurück. „Der Adam ist ja bei mir!" antwortete er und gab den Gäulen einen leichten Klapps Vang sab er ihnen nach, er hatte die beiden Tiere selbst aufgezogen und hing an ihnen. Ms er sich umwendete unb in das Haus schritt, hatte er Tränen in den Augen. Stunde verrann um Stunde. Fern überrn Rhein graute der Tag. Unruhig wanderte Wetzrum vorn Keller zum Speicher, durch Wohnung, ötall und Scheuern. Dcte Müblrad stand, das Wehr war auf gezogen. Rauschend schoß das Was 1 er gax Sreitag, 30. Juli 1920 Zweiter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gderhessen) llr. \II Geh. Hosral Dr .Richard Schmidt, ein ge* sidenten unterbrochen, als er von pöbelhaften Bo- höher Tagesordnung: Anfragen, mittag 11 Uhr (Nachdruck verboten.) 15. Fortsetzung ich's wreder nar's! Ich selbst! Und wenn nieder ausgestellt wird, bann ß vählt. An der Wahl nahmen Grund der neuen Uni* borener Leipzi, zum erstenmal Interpellationen und kleine Vorlagen. Schluß 7*/2 Uhr nachnttttags. Der Klostermüller. Eine Erzählung von Karl Neurath. Tas Haus tritt sofort in ine zweite Lesung x wird er ton dem Präsidenten unterbrochen und als er den Ausdruck nochmals gebraucht, zur Ordnung In bet nächsten Nacht schlich er wieder hinab. Silbern schimmerte der Rhein im matten Licht des halben Mondes und die Wiesen dufteten lind. Heiter fangen die Grillen. Tem Müller fiel ein Weh auf das Herz. . . So eine Nacht war es gewesen, als er mit inner Lisbeth zum ersten Male einen heimlichen Weg gegangen war. Wie glücklich war er damals gewesen und wie glücklich war er mit ihr ge- ivvrden. Wer weiß, wenn der Krieg nit gekommen vöre dann wär er's vielleicht heute roch und alles, alles wär anders geworden. Jetzt schlich er da auf seinem Eigentum nit anders wie ein Dieb, um sich gegen das Unrecht zu wehren, das man ihm antat. Ja, gegen das Unrecht! Sem Herz wurde wieder hart: fest spannte sich die Hand um die Axt. Er fdxritt weiter und bald knackten und split- terteic wieder Satten imb Pflöcke unter seinen Füßen. Befriedigt kehrte er heim Am andern Tage tarn der Bürgermeister mit einem der Landmesser zu ihm. Breitbeinig und trotzig empfing er sic. Sie erzählten ihm, was in den letzten beiden vcrsitätsordnung nicht nur die ordentlichen und die etatsmäßigen anßerordeiullchen Professoren, sondern auch 24 Vertreter der nicht etatS» mäßigen außerordentlichen Professoren und Privatdozenten, em Vertreter der Lektoren, drei Vertreter bet etatsmäßigen Assistenten und 15 Vertreter der Studentenschaft teil. ss Marburg, 27. Juli. Dem Rektor der Universität, Eteh. Rat Prof. Dr. Busch, nmrbe von einer BÄrgera boronung eine, zahlreiche Unterschriften tragende, Adresse überreicht, in der Protest gegen die ui letzter Zeit vielfach betriebene Hetze gegen die Stuben ten* Schaft eingelegt wird. — Privat do zent Pros Dr. mcb. Bessau aus Breslau, der vertretungsweise das neue Extraordinarien für XLiiibctbab* künde führt, wurde zum a. o Professor der medi- zinifchen Fakultät der hiesigen Universität ernannt. „Bubenstreich!" brauste der Müller auf. „Einen Bubenstreich nennt Ihr es, wenn id) mir mein Eigentum nit verschandelieven latz? Ich ‘ ~ ' ----- '* ' ' ' bas Zeug schimpftmgen eines Staatsanwaltes spricht. Redner fordert die sofortige Revision aller in dem letzten Halbjahr verhängten Urteile des Naumburger Landgerichtes gegen die Arbeiter. Vizeoräi. u Reickx. ustizminister Dr. H e i n z e: Alle angeblichen Verfehlungen der Reick-Swehr haben nichts mit der Reichsjustiz zu tun. Tie ")ln- tlagen feien sämtlich derart, daß er nicht int Stande fei, sie hier alle im einzelnen.durchzugehen. Er habe nicht die Absicht, sich der Verantwortung zu entziehen, die ihn treffen könne Er zollt sodann der Otewissenhaftigteit und Pflichttteue der deutschen Richter eingehendes Sab. Zur Ruhrgelnetsfragc erklärt er, daß bislang 1279 Begnadigimgsgesuche eingegangen seien, von denen bereits 567 bewilligt Warden sind. Ans allen hier vorgebrachten >(lagen spreckre nur der große Has gegen die bcutfdjc Justiz. Tas Haus genehmigte bann bas Kapitel Reichsjustizministerrum Während einer Geschäftsordnungsdebatte er klärte Reichswehrminister Dr. (Keßler: Ter Friedensvertrag, der die Beseitigung der allgemeinen* deutschen Wehrpflicht verlangt, wird eine große Vorlage über diesen "Punkt notroenbig machen, die aber erst im Herbste kommen wird. Morgen imru eine, den Wünschen der Entente entsprechende Notverordnung zur Verhandlimg kommen. Tarauf vertagt sich das Haus auf morgen vor- e-d-ra Arbeiter' M Imtafeteib Ölungen, WlMW. lungen nicht auf ^nzueWnen, Arbettu! 1 cmderer Itaat- den. Verbaute. 8166D n 'eintot I begraben zn | Episoden ans W ou Dr. AUrii Ä 6 Akte. H JgerTleti. W i Kugel Lkten. 8181c I Damroenn. 1 :hf. ‘weg 18. das Unglück der Revolution gestürzt haben, verfluchen. Redner wendet sich dann gegen einige Einzelheiten des Entwurfes und hält die ?lnf- hebung der Militärgerichtsbarkeit für einen schwo ren Fehler. Redner schließt mit dem Appell cm das Haus, alle möchten nur dafür sorgen, daß die 100 000 Mann zu entlassenden Reichswehrangehörigen nicht mit zur Arm« der Er- werlslosen zählen und daß sie ein anständiges Unterkommen finden werden. Abg. Haas (Dem.) sieht in der Rede des Vorredners eine der bekannten Extratouren der Deutschen Volkspartei, warnt aber vor Wieder- bolimg einer solchen, da solches Verhalten der Koalitionsregierung doch nichts nützen könne. Auch er verkenne nicht die Verdienste bet Militärgerichtsbarkeit, aber es seien auch sehr schwere Fehler gemacht worden, übertriebene Milbe nach oben und übcrtricb-me Strenge nach unten. Reichswehrminister Dr. Geßler steht in bem Entwurf die Einlösung eines in Weimar gegebenen Verspkechens unb erklärt die Annahme des Gesetzes durch bie Regierung. Er erhoffe bavon «ine Beruhigung bet politischen Atmosphäre und "t-erlangt eine Reform der bürgerlichen Strafrechts- vflege in dem Sinne, daß der Tat schneller die sühne folgen solle. M. Launspach, Vorsitzender des Hausbesitzervererns. Anmerkung der Redaktion- Außer der vorstehmden Erklärung, die schon mehrere Tage bei uns im Satz stand, liegt noch eine ganze Reihe von Einsendungen vor, bie sich sämtlich mit dem Verlauf bet letzten Versammlung des hiesigen Mieterveretns befassen. Aus Raumgründen müssen wir die Debatte schließen unb bie Einsenber darauf verweisen, daß es ersprießlicher ist, weitere polemische Ausführungen bei geeigneten Gelegenheiten mündlich votzubringen. Im Hauplausschuß des Reichstags teilte bei dem Titel „Vermögensverwaltung für die besetzten rheinischen Gebiete" Stück len (S.) als Referent mit, daß dort 150000 Mann fremde Truppen sich befinden, dazu etwa 94 Delegierte dec Rheinlandskommission mit ihrem Troß, deren Kosten das Reich bezahlen müsse. Dazu kämen die für den Hohen Ausschuß eingesetzten Kosten von 20 Millionen Mark. Bis Ende April 1920 seien von uns bezahlt worden: 1783 Millionen Mark in bar, außerdem an unmittelbaren Leistungen 1565 Millionen, insgesamt 3348 Millionen. Die Ansprüche der fremden Offiziere auf Wohnungen und deren Ausstattungen waren außerordentlich hoch Der Delegierte der Rheinlandskommisfion habe eine Zehn- zimmer-Wohnung und für deren Ausstattung 28 000 Mk verlangt, während dessen Gemahlin dann noch weitere Forderungen stellte. So müsse das Reich an den finanziellen Ruin gebracht werden Reichsminister v Raumer betonte gegenüber diesen Ausführungen, daß in der Tat die Frage aufgeworfen werden müsse, wie Deutschland die Reparationskosten tragen solle, wenn für die Besatzung der besetzten Gebiete eine so unberechenbar hohe Summe ausgegeben werden müßte. Eine Verringerung der Truppen würde unsere Lasten abzumildern geeignet sein. Ko rell (Dem.) besprach die Verhältnisse im besetzten Gebiet. Infolge des rücksichtslosen Vorgehens der französischen Militaristen sei die Abneigung in allen Kreisen des rheinischen Volkes stark im Wachsen Von Separationsbestrebungen könne dort nicht die Rede sein. üOimlSn,bP' Gingesandt. (Für Form unb Inhalt aller unter dieser Rubrik tehenden Artikel übernimmt bie Redaktion bem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Gießen, 27. Juli. Der Mieterverein hat trotz bei öffentlichen Erklärung bes Hausbesitzern ereinsl im Gießener Anzeiger in seiner Versammlung am 19 b M. behauptet, es sei doch eine allgemeine Mieterhöhung geplant mtb bat eine dementsprechende Resolution gefaßt, die einen (Gegendruck ausüben sott. Wenn bet Hausbesitzervctein ein solches Vorhaben geplant hätte, bann würde er ich vor bem Artetet verein nicht scheuen, dieses öffentlich zu bekennen, selbst wenn ber Mi et et verein alle ihm zu Gebote stehenden Machtmittel dagegen ennvenben würde. Aber der Hausbefitzervetein denkt loyaler, er will feine einheitlichen '.Viadjtmittd anwenden, aber das, was er erstrebt, ift, einen gerechten Ausgleich zu schaffen, der beide Teile be» riebigen soll Wer mir als Vorsitzenden des Haus- resitzervereins Gewalcholitik nortmrft, ber vei> kennt bie Talfalle Diejenigen Herren vom Miet- einigungsamt, bie mich während meiner langjährigen Tätigkeit daselbst kennen gelernt haben, werben jedenfalls ein anderes Urteil über mich abgeben. Eine Miete von 1914 als Norm zur Mretssteigerung anjimebmm, halte ich für Unsinn. Wie war die Sage 1914 v**k auch die vorhergehende Zeit? Hunderte von Wohnungen standen teer mtb, um nicht alles zu verlieren, wurden diese Wohnungen zu jedem Preis vermietet. Wer darüber ehrlick, nach denkt unb ein bi geben C-terechrigkeits- gesühl in sich trägt, kamt ein folcbeS Ansinnen nicht, billigen Eine wirkliche Grundlage für den allgemeinen Mietprris muß bet ortsgerichtlich tarierte Wert des Hauses barftellen. Bon hier ausgehend muß bet Wert ber Wohnung und die Rentabttität des Hauses feftgritellt werben. Bei solcher Berechnung, bie bie einzig richtige und ge* rechte ist, kommt es vor, wo erwähnte abnorme Mieten bestanden haben, daß ber Aufschlag in Prozenten ausgebrückt als zu hoch erscheint, in Wirklichkeit aber, nur eine normale Miete her gestellt wirb Was sind aber heute all die erhöhten Mieten gegenüber den anderen Verteuerungen?, Wer früher eine ganze Woche für seine Monatsmiete arbeiten mußte, vollbringt dieses jetzt in einem Tag, früher wurden bis zu 20 Proz. beS Einkommens für Miete berechnet, unb heute sind es nur 4—5 Proz., bie bafür auf gewendet i verbat Weiter stellt ber Mietetverein bas sonderbare Verlangen, die Studentenheime für Wohnungen freizumachen: solchm Ideen kann wohl kein rechtdenkender Mensch zustimmen. Diese Häuser sind Eigentum der fraglichen Verbindungen und dienen als denen Heim. Mit demselben Recht könnte man ja einen jeden Beliebigen aus seiner Wohnung herailswersen und einen anderen hineinsetzen, auch könnte man dann mit den Gewerkschaftshäusern wie mit den Studentenheimen verfahren, denn was dem einen recht ift, muß dem anderen billig erschnnen. Ich für mein Teil verwerfe in diesem Falle das eine wie das andere. Ferner wird an den Neubauten in ber Mühlstraße eine Kritik geübt, bie nicht am Platze ist Wissen berat die Alles besserwissen den nicht, daß die jetzige ungeheuere teure Bauweise einen jeden Wohnluxus verbietet und bah die Stadt bei den allzu geringen Mietpreisen Ku jeher Wohnung einen jährlichen Zuschuß leistet, der die zu zahlende Miete weit übertrifft und daß letzten Endes roie» ber bie Allgemeinheit damit belastet wirb? Nickt verhetzend und an allem Bestehenden kritisierend. ürften. Er bedauert es, daß der Präsident auch in i solchen Fällen das Todesurteil benötigt habe, wo ! es sich darum gehandelt habe, Verfehlungen, bie in < der Hitze des politischen .Kampfes uno des Kampfes um die Freiheit geschehen seien, zu sühnen Auch die Landesfürsten hätten das Begnadigungsrecht zu- 1 weilen geübt, nur Wilhelm der Letzte nicht in seinem idiotisckteir Größenwaljn. (Präsident jdxllt, un terbricht ten Redner unb erklärt diesen Ausdruck für unzulässig. Minutenlang ist das Haus van einem tosenden Lärmen und Rufen erfüllt, bie es dem Redner nicht möglich machen, zu Worte zu kommen.) Ter Reichspräsident sei überhaupt eines ber überflüssigsten Institutionen. Abg. Mülle r-Fvanten (S.) erwidert, baß der Vorredner keinerlei Beweise barür erbracht habe, baß ber Reichspräsideni die ihm zukommenben Rechte überschätzt habe. In der 23egnabigun gefragt habe ber Präsident vielfach von feinem Rechte Gebrauch gemacht, allerdings nicht bei Todesurteilen, berat die gegebenen Fälle seien so schwerwiegend gewesen, daß kein Arbeitervertreter hier hätte eingreifen können. Abg. Tr. Bell erklärte, ber ehemalige deutsche Kaiser sei in die Debatte hineingezogen worden und er müsse sich auch eine Kritik gefallen lassen, aber er betrachte es als eine Pflicht, den ehemaligen deutschen Kaiser genau wie jeden anderen Deutschen gegen persönliche gehässige und beschimpfende Angriffe zu verteidigen. Abg. Vogtherr (USP.l beharrte daraus, daß der Präsident Ebert als Sozialist bie Pflicht habe, kein Tobesurteil zu unterzeichnen unb führt mehrere Fälle im Ruhrrevier an, deren Begua- digungsgeiuche überhaupt nicht beantwortet worden seien ober aber glatt abgelehnt worben sind Er wundere sich, daß die Rechte eine historische Strohpuppe, die in der Gefahr flüchtig gegangen sei, als ihren Kaiser vorftcllte. Reichsjustizminister Dr. Hein z e stellt Akten- materiac zur Verfügung, wodurch die Begnadi- guttgsgesuche aus dem Ruhrrevier und deren Erledigung in einem anderen Lichte erscheinen, als die Angelegenheit voit bem Vorredner hingestellt worden ist. Bei bem Kapitel „Reichstag, wünscht ber Abg. Haußmann (Dem.), daß angesichts der großen Aufgaben, die dem Hause noch bevorstehen, und angesichts des Umstandes, daß ber Reichswirtschaftsrat die gtetche Frage noch behandele, Wittel gefunden werden, um die Verhandlungsfähigkeit des Hauses ju stärken, etwa durch eine Einschränkung der Redezeit. Beim Kapitel Reichswrrtschastsministerium fordert der ?lbg. Dr. Hertz (USP.) die Sozialisierung des Bergbaues und der Papierindllftrie. Beim Kapitel Reichsmilitärgerichte bringt der Abg. Rosen beid (USP.) seine bekannten Klagen wieder vor. Jedes jetzt noch gefällte Urteil müßte in einer Statistik ausgenommen werden und sofort müßte eine allgemeine Amnestie erfolgen. Speziell die Anordnungen der Reichsmilitärgerichte in Schutzhaftsachen forderten zur schärfsten Kritik heraus. Redner verlangt bie Zulassung ber Oefsentlichkeit zu den Verhandlungen der Reick)smilüärgerichte. Beim Kapitel ReichSjustitzminister erhebt b*r Die §§ 1—8 werden angenommen. Zu § 9 beantragen bie unabhängigen Sozialdemokraten bas Verbot bes Waffengebrauchs bei Verhaftungen. Abg. H e r z f e 1 b (USP.) begrün bet den Antrag imb verweist auf zahlreiche Fälle, wo bei Fluchtversuchen Verhafteter biese erschossen Wut* ten, speziell sei dies der Fall gewesen bet ber Verhaftung Paasches unb bet Erschießung der fünfzehn Thal er Bürger. Abg. Haas (Dem.) mehrt, unter gewissen Bn-flänbcn müßten bie Soldaten von ber Was ^brauch machen können, so einfach wäre die dache doch nicht. Der Antrag betreffs bes Schieß - Verbotes für Soldaten wird im Wege des Hammelsprungs mit 192 gegen 142 Stimmen abgefeimt -ter Rest des Gesetzes wird ohne weitere Debatte angenommen. ©egai bie sofortige Vornahme ber 3. Lesung erfrrfrt Abg. Brüllnghaus (D. Bp.) Einspruch. Nächten vorgegangen war und baten ihn, aut ferne Knechte zu achten, da sonst ber Verdacht auf bie Mühle fallen könne und auch auf ihn Man könnte es ja für einen dummen Bubenstreich ansehen, aber . . . Abg. Ludwig (U.S.P.) Klage gegen die Reichsjustiz, deren untere Organe den Anordnungen oes Herrn Ministers nicht Folge leisten. Hierhin gehöre auch der Fall Dorten, ebenso Idt? bie noch immer nicht erfolgte Freilassung oer Ver- fiaiteten von der Roten Armee. In Kasstt sei ber Kommunist Mi-nster vert-astet worden und bis heute sei es dem Rechtsanwalt des Verhafteten noch nicht gestattet worden, Einsicht in die Akten zu nehmen. In 6000 Füllen seien Verhaftung:n in Mseinland-Westfaten vorgenommen worden. Dn Redner warf sodann ber Regierung Bruch des BielefeLer Abkommens vor und verurteilte das Wüten ber ReichÄve'hr bet ber Säuberung des Ruhrgebietes. Wann werde der erste Prozeß gegen diejenigen Offiziere irr Reichswehr ftattiutben, die Arbeiter n«bergeschossen, haben? Abg. König (So;.): Tie unschuldig leiden, müssen aus den Gefängnissen befreit werden Tie Zeit bringe, aber trotzdem müsse auch in den wertigen dem Hanse noch verbleibenden Tagen ein Amnestiegesetz erlassen werden Abg. Düwet (U.S.P.) stimmt einer Amnestie zu, aber nicht als einer Gnade, sondern als einer Sribstverftändlichkrit. Die Verurteilung der im Ruhrgebiet geübten Rechtssprechung fei allgemein und die Zivilrechtssprechung leiste noch viel Schlimmeres als bie Militärjustiz. Redner führt bann au3 Mitteldeutschland eine Reihe von Beispielen an, in denen die Justiz ebenfalls mit ungleichem Maße gemessen habe und bedauert, daß bie Kommandanten der Reichswehr in Thüringen, bie sich offen auf die Seite der Kappisten gestellt batten, noch immer unbehelligt ihre Tätigkeit fortsetzen können. (Ms der Redner im Laufe seiner Ausführungen von der Unverschämtheit eines Landgerichtsbtrellors spricht. zusammen!" t Sein Atem keuchte und rente Augen glühten. Der Bürgermeister warf bem L-andmester emen Blick zu. ,Lch hab mtr gedacht, daß es so war! murmelte er. Der Geometer wollte bem ftloftermüllö gut zureden, aber er ließ ihn gar nicht zu Worte kommen. . „Spart Eure Rede, Herr! Ich teck's rat, und damit bästa!" ... „Tann habt Ihr bie Folgen zu tragen! „Das werd ich!" „Wehrum, seid doch gescheit endlich etranal. mischte fick ter Bürgermeister ein. „Der Prozeß kostet Euch doch schon genug Geld. letzt mutzt Ihr zum wenigsten auch noch das Meßgesch^r bezahlen. Und es nutzt ja doch alles mx. Ihr treibt's so lang, bis Eilch noch ber Gendarm ins Haus kommt'" Dc-tscher Neich»tag. 13. Sitzung. Berlin, 29. Juli 1920. Haus unb Tribünen schwach besucht Am Ministertisch Reichswehrminister Tr. Gefeter Iluf ber 2ageäod>uung steh />ie zweite Sei und ton bem Abgeordneten Müller-Frarcken ein gebrachten Gesetzentwurfs über die Aufhebung der belabenen Krieges sich so hinstette Stürmische Pvotestrufe, allgemeines Turchcinander, Glocke des Präsidenten.-, dessen Worte doch llar beweisen, daß er gar feine Ahnung von den furchtbaren Strafen des Militirslrafreglemeirts hab?. (Schallende Heiterkeit rechts.) Ti? weiteren Worte des Redners geljcn in dem Sirnt und bat fort währenden Unierbred)ungen im Zusammenhang verloren Ter Redner schließt mit dm Wüsten: Die Militärgerichtsbarkeit hat das Vertrauen des Polles verloren Abg. Dr. Bell (Zentr.,: Angesichts der veränderten militärischm Gerichtsverhältnisse ist meine Partei der Ansicht, daß jetzt bürgerliche Gerichte anstelle ber Militärgerichte notwendig sind. Wir erkennen die Zuverlässigkeit und Pflicksttreue der militärifrfjen Gerichte an, aber meines Erachtens nach sind sic nicht mehr angebracht. Abg. B rü l i n g h a u s (D. Bpt.): Man sollte es nicht für möglich halten (großer Lärm), daß Herr Rosenfeld einen so hochverdienten General wie Herrn von Gollwitz mit Schmutz bewirft (Präsident unterbricht den Redner und erklärt den Ausdruck für unzulässig). Abg. Rosenfeld hat hier angeblich im Namen des deutschen Volkes gesprochm Herr von Gallwitz sei zweifellos besser tegitimiert, um im Namen deS deutschen Volkes zu sprechen (Tosender Lärm). Herr Dr. Rosenfeld gibt der Kaste der Offiziere alle Schuld an dem Unglück unseres Volkes. Im Namen der 10 000 Offiziere, die der grüne Rasen deckt, erhebe ich hiermit Einspruch gegen diese Beschimpfung. Es werden nicht viele Jahre vergehen, bann wird das Volk die Elemente, die uns in ich' i- 0ie^ des Reichsnotettrts ein. . . .. Abg Bog therr (U.S.P.) hält es racht für gerufen. Gleichfalls wirb der Redner von bem Prä- zeitgemäß, daß ber Präsident ber Republik Herr - —1 t—.x— _ e'A'e11 Ml 21"!1 1 >1 a'l llligg VVvvvW▼wvVW▼▼▼▼▼▼▼*▼▼▼▼▼▼▼▼▼▼▼▼▼▼▼▼▼ BMW 8152c Fritz Nowack bomC Decken aller Art Hch. Voeck 8177 früherer Inhaber des Hotels Victoria. Bei Bedarf in hellem amerikanischen 8153c la Autoöl la Maschinenöl N ■ 14 WuhM. 141 in Filz und Leinen Waffelstoff und Tüll f BeiZusicherungreellster,vornehmsterBedienungbitte ich um gütige Unterstützung meines Unternehmens. Tischdecken Bettdecken 4» <> <> 01, 801 07 i Prof. Brüning ist im August verreist. In Verbindung mit dem am 31. Juli, 1. und 2. August stattfindenden Schützenfeste eröffne ich in dem hiesigen Schützenhause wieder 718 865 024 4 236 009481 874555 986 99001125 85 711592 85 669 807 39281156 60 000000 100 000 000 54 413 793 2 425 760 368 Kaffeedecken bunt, in allen Großen KBöppeldecken weiß, in allen Größen 70 23 Salat (Surfen Birnen Aepsel Falläpsrl Pflaumen Mirabellen Reineclauden Aprikosen Pfirsiche Gießen, den 75 38 Allen Damen und Herren, die durch ihre Mitwirkung oder durch Spenden zu dem schönen Erfolg der Gießener Kinderhilfs-Tage beigetragen haben, sei herzl. Dank ausgesprochen. entrichtende Einkommensteuer. Darmstadt, den 25. Juni 1920. Landesfinanzamt, Abtlg. 1. Vorstehendes wird veröffentlicht. Hand- Arbeiten ! für d. Reise finden Sie bei uns in der denkbar größten Auswahl. Arbeiten in Lochstich. Richelieu. Arbeiten i. Kreuzstich, Plattstich. Arbeiten in Filet, Häkel, Strick. Auch übernehm, wir das Aufzeichn. v.Kleidern,Blusen Decken, Kragen, Läufern, Tasch.- Tüchern, Wandschonern nsw. QTtodehausQaJomon, w/» dtessmlc? Soyubdraßr 250 950301 4793313 1 33 742681 7338397 Bekanntmachung. Um die Pflichtigen vor den Schwierigkeiten der späteren Zahlung aufgelaufener Beträge möglichst zu sichern, hat sich der Herr Reichsminister der Finanzen grundsätzlich mit der Annahme von Abschlagszahlungen in jedem Betrag auf die Reichseinkommensteuer durch die Hebestellen. einverstanden erklärt. Die Zahlungen sind an die für den Wohnsitz des Steuerpflichtigen am 1. April d. Zs. seither zuständige Kaffestelle - Bezirkskasie oder Unlererhebestelle - zu leisten. Soweit bargeldlos bezahlt wird, ist der Hebestelle zugleich der Betrag schriftlich als Vorausoder Abschlagszahlung auf noch nicht veranlagte Reichseinkommensteuer unter Angabe des Namens und Wohnorts des Pflichtigen, für den die Einzahlung erfolgt, zu bezeichnen. Wir verweisen noch auf den Schlußabsatz, in dem den Steuerpflichtigen demnächst zugehenden Steuerbescheid und Anforderungsschein über vorläufig zu Soll Verwaltungskosten...... Steuern . . ......... Zu verteilender Reingewinn . . Bekanntmachung- In unser Genossenschaftsregister wurde heute bezüglich der Spar- und Darlehnslasse e. G. m. u. H. in Wreseck eingetragen: Drc Genossenschaft hat sich in eine solche mit beschränkter Hast- pflicht umgewandelt. Die Firma lautet jetzt: Sparund Darlehnskassc, eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht. Dre Haftsumme beträgt 1000 Mk. Gießen, 23. Juli 1920. Hessisches Amtsgericht. Frauenvereine Gießens, L V‘ Krenzien, Beigeordneter. •njD Haben Vortrag aus 1918 Coupons ........... Verfallene Gewinnanteilscheine . Provision........... Wechsel und Zinsen Beteiligung bei der Norddeutschen B mk in Hamburg...... Beteiligung b. d. A. iSchaaff hausen- scheu Bankverein A.-G Dauernde Beteiligungen bei anderen Banken und Bankfirmen Bekanntmachung. 3n unser Genoffenschaftsregister wurde heute hinsichtlich der Firma: Spar- und DarlehnsKasse, eingetragene Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht zu Bellersheim eingetragen: Durch Beschluß der Generalversammlung vom 16. März 1919 bzw. vom 16. Mai 1920 hat sich die Genoffenschaft in eine solche mit beschränkter Haftpflicht umgewandelt. Die Firma lautet jetzt: Spar- und DarlehnsKasse, eingetragene Genossenschaft mit beschränkter Haftpflicht in Bellersheim. Die Haftsumme ist auf 1000 Mark festgesetzt. Die höchste Zahl der Geschäftsanteile beträgt: 1. Huugen, den 27. Juli i920. 8169B Hessisches Amtsgericht. DISCONTO GESELLSCHAFT BERLIN 05 59; 011 Gießen, Butzbach, Grünberg, Hungen, den 30. Juli 1920. Die Finanzämier. KAPITAL UNO RESERVEN 450OOOOOO MARK Bankmäßige Geschäfte aller Art Bilanz am 31. Dezember 1919*) Gewinn- und Verlust-Rechnung 1919*) MMMllMW mit Cas6 und eigener Konditorei SM t MM MM IlMN'Wsen 3 Serien: 26.75, 33.75, 38.75 M. Nur gute Sachen! MlsstöWse weiß, braun, schw. Paar 14.90 M. WMWen alle Größen, alle warben, Grüße 1 von 2.50 M. an Weiße SNeiei schöne Qual, Mtr. A ktha Kasse, fremde Geldsorten, Coupons und Guthaben beiNoten-und Abrechnungsbanken ........ • • • • Wechsel und unverzinsliche Schatzan- weisungen............ Nostroguthaben beißanken u.Bankfirmen Reports und Lombards gegen börsengängige Wertpapiere....... Vorschüsse auf Waren und Warenver- schifiungen . .......... Eigene Wertpapiere Konsortial-Beteiligungen Beteiligung bei der Norddeutschen Bank in Hamburg........... Beteiligung b. d em A,Schaaffhausen'sehen Bankverein A.-G.......... DauerndeBeteiligungbeianderenBanken und Bankfirmen ......... Schuldner in laufender Rechnung . Forderungen an das Reich oder die Reichsbank ausfürRechnungderselben übernommenen Verpflichtungen . . . Wertpapier-Bestände der Pensionskasse und der Stiftungen........ Einrichtung............ Bankgebäude Sonstige Liegenschaften verlangen Sie bemustertes Angebot. Marktlage äugen- ? blicklich günstig,- baldige Erhöhungen wieder in Sicht. « AugllsMoll,vahnhosftr.51 ®egr. ,888 ttreuz-vrogerie Zemspr. 405 Passiva Eingezahlte Kommandit-Anteile . . . Allgemeine (gesetzliche) Reserve . . . Besondere Reserve......... Gläubiger............. Akzepte.............. Für Rechnung des Reichs oder der Reichsbank übernommene Verpflichtungen . Wohlfahrtseinrichtungen....... Noch nicht abgehobene Gewinnanteile der früheren Jahre........ Rückstellung für Talonsteuer 10 "Io Gewinnanteil auf 310 000 000 Komm andit-Anteile........ Gewinnbeteiligung des Aufsichtsrats Gewinnbeteiligung derGeschäftsinhaber, Direktoren, stellv. Direktoren, Prokuristen und Angestellten...... Uebertrag auf neue Rechnung .... Sämtliche von Nichtstudierenden aus der Universitäts- Bibliothek vor dem I.Fuli entliehenen Bücher ersuchen wir bis spätestens den 14. August zurückzuliefern. Dom 16. August bis 16. Oktober ist die Bibliothek nur vormittags geöffnet. Gießen, 29. Fuli 1920. Direktion der Universitäts-Bibliothek. 8136D 3. D.. Heuser FruehHKaiWsäcke . Erntedecken la Sisal-Bindegarn liefert prompt zum billigsten Tagespreis Ludwig Lazarus UM M das Stück 0.12—0.20 „ ,, 0.06—0.12 das Pfd. 1.00—1.20 „ „ 1.00—1.20 „ „ 0.15—0.25 „ „ 1.00—1.30 „ „ 1.20—1.50 „ „ 2.50 2 50 29. 1920. ' 81588 Der Oberbürgermeister (Lebensmittelamt). Bettwäsche (Kopfkiffen, Bettücher, Koltertücher, Bettbezüge) zubedeutend ermäßigten Preisen Bekanntmachung. Laut Beschluß der städtischen Lebensmittel- Teputation werden folgende Richtpreise für den Kleinhandel mit Gemüse und Frühobst als angemessen erachtet: Erbsen das Pfd. 0.60-0.70 Mk. Bohnen, grüne und gelbe „ „ 0.40—0.60 „ Karotten ohne Kraut „ „ 0.30—0.40 ,, Kohlrabi, oberirdisch „ „ 0.20—0.30 „ Weißkraut „ „ 0.50—0.60 „ Wirsing „ „ 0.50—0.60 „ Römisch-Kohl „ „ 0.25—0.30 „ Zwiebeln ohne Schlotten „ „ 0.40—0.50 „ Menggemüse „ „ 0.30 Wagenfett sowie sonstigen technischen Oelen und Fetten »i Uralte aller fr! "ÄÄCS: Brthi ieka Vatv.«Brau«nL 1 houn,QM* t besonders s. Lastwagen Kons. Maschinenfett Zylinderöl beste Ware, 23.75 Mkel'MiWn pa. Stoffe 3^.75 k!ejW?n,^L° bestickt, 33.75 M. Echte Mako- BMetfWe schw., weih, braun Größe 3 l 0.85 M. plus 95 Pf. „ ItoeWHen enorm billig ElslliWItzmises 3.35, 3.50, 4.20 gnßöenfroeöUr i schwarz Q & Gr. 15/55 S.vvM £ HM-Mkelß 08.50,53.50,39.75 g Ifiato-Oemöen | prima 30.50 M. w Sme»-8l8gey | 3.75, 3.25, 2.75 g tröget ä,81 i m.LLder16.50M. K öetteHoöen f guteWare4.75M. £5 Bekanntmachung. Tie Auszahlung der Familien- unterstützungen an die Angehörigen Gefangener,, Vermißfer, im Ausland durch feindliche Maßnahmen Zurückg-eha.!teuer und von Gefallenen, falls deren Hinferbliebenenversorgung noch nicht geregelt ist, findet für die Zeit vom 1.—15. August 1920 statt: Samstag den 31. Juli 1920 vormittags von 10—12 Uhr im Stadthaus, Zimmer Rr. 7. 81518 Gießen, den 26. Juli 1920. Der Oberbürgermeister. Keller. Bekanntmachung. Wilhelm Kröck I. zu Heuchelheim ist als Hilfs, feldfchütz für den Grundbesitz der Unionbrauerei bestellt und auf den Feldschutz verpflichtet worden. Gießen, den 19. Juli 1920. 81373 Ter Oberbürgermeister. I. V.: Dr. Rosenberg. Verdingung. Die Gemeinde Wißmar hat Lahnreaulierungs- arbetten, veranschlagt zu rd. 90000 Mk. zu vergeben. Es kommt Kiesabgrabunq mit Transport und Uferbefestigung mittels Siern Packung und Pflaster in Frage. Zeichnungen und Bedingungen Vnnen bei dem Unterzeichneten eingesehen werden, von dem auch Vordrucke für das Angebot gegen Erstattung von 3 Mark abgegeben werden. Angebote sind bis Donnerstag den 5. August nachmittags 3 Uhr hierher einzurcichen 8168D Wetzlar (Bahnbofstr. 251.), den 29. Juli 1920. Der Lkreistiefbaumeister.__________ Brennholzversteigerung. ?*eitag den 6. August 1920 werden aus den Fürstlich Stolberg Wernigervdischen Wal- ^mgm des Försterbezirks Rcrustaüt folgende Brennhölzer versteigert. Zusammenkimft vormittags 8y2 Uhr im Fungsäxn Saal in Ranstadt. ca. 350 Rm. Buchen-Knüppel, ca. 16 Rm Buchen st bcke, ca. 2400 Meter Reiser. Gedern, den 28. Juli 1920. 8167D Fürst! ickse Revrerverwaltung Gedern. 9 076 09303^102 Vermögensstand unserer Londoner und Metzer Niederlassungen. 310 000900 — 109000000 _ 31 000 000 — 8191386430 51 127 765880 30 250 050 301 70 7 904 842 15 787 326 3010 040 — 31000000 — 927 960 52 5954 420 30 6405 828 54 at ' 59 861 000 15301 385 53 503 229 Al 48 58 36 Jt 305 744 67 5104005 52 —— — 24 375 446 35 81043 W7 17 6000 000 — 8000000 — 3 837 161 71