fein wird. Bonder Her°uziehung bevEmüch-f räumten Sitzung der La«r^mmluug Aus dem Reiche. Die Mglerungsbildung in Gotha gescheitert. Gotha, 29. Juni. In der auf heute zwecks Bildung der neuen Regierung anbe» Radikalismus und Herrentum. Für den Wiederaufbau der deutschen Bolks- wir^schaft bedarf es inneren Friedens und der Erneuerung und Stählung aller von der Kriegswirtschaft zermürbten produktiven Kräfte. Wie steht es in beiden Hinsichten? So wenig der äußere Friede, der von Versailles, ein wahrer Friede ist — er ist nur eine paragraphierte Zwangsherrschaft der Sieger — ebensowenig der innere —, er ist nur eine mühsame Aufrechterhaltung des äußeren Ganges des Wirtschaftslebens, unterbrochen durch eruptive Gewaltakte, die teils dem vergröberten Kampfe der Weltanschauungen, teils der nackten Habsucht entspringen. Zwischen den Mühlsteinen des Klassenkampfes werden die produktiven Kräfte beständig zerrieben, statt gesammelt und vermögt zu werden zur Verwendung nach dem einzigen Ziele unserer Emporhebung von tiefstem Sturz. Während die Technik allen Scharfsinn aufbietet, um jede Energievergeudung im Produktionsmechanis- mus auszuschalten, werden die geistigen und seelischen Kräfte, die diesen Mechanismus beherrschen und den Zwecken vollkommenster Bedürfnisbefriedigung dienstbar machen sollen, lahmgelegt im Streit ihrer Träger um die Berechtigung ihrer wirtschaftlichen Grundanschauungen und um die Konstruktion des Gehäuses der Volkswirtschaft. Bei aller Achtung vor der Wichtigkeit der Grund- formen des Wirtschaftslebens: unendlich wichtiger ist doch der Geist, der sie ausfüllt und belebt. Ob Kapitalismus, ob Sozialismus, ob Milchfarmen beider — entscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg ist schließlich die Gesinnung, bte die wirtschaftenden Menschen beseelt, leitet, antreibt. Darum sieht und füllt auch der Sozialismus Mit der Frage, welches mindestens gleich wrrhame Motiv er aii die Stelle des Erwerbstriebes tm Wirtschaftsleben zu setzen vermag?. Diese Gesinnung kann nur fern cm möglichst restloser Ausgleich zwischen individualistischer und sozialer Lebensauffassung, in den der uralte Kampf zwischen Individual- und Sozialprinzip frch auflöst. Noch immer tötet der bloße Buchstabe, macht der Geist aber lebendig. Unsere Wirtschaftsgesetzgebung seit der politischen Umwälzung lebt sich m der Häufung von Normen und Formen förmlich aus, zum Stolz ihrer Urheber, die jedoch irren, wenn sie meinen, durch die Formgebung allein zum Ziel einer möglichst reibungslos arbeitenden und der Hohe früherer oder gar vollkommenerer Lebenshaltung zuführenden Volkswirtschaft zu gelangen. Die Gesinnung ist die wahre Kraft, dre bte Rader in Schwung setzt und erhält — ober aber still- in Hamburg eintreffen. Die in der Montagausgabe des „Berliner Lok.-Anz." verbreitete Meldung, daß bei dem Schiffsunglück in der Newa-Mündung .3000 Kriegsgefange ertrunken seien, wird von der Reichszentralstelle als nicht den Tatsachen entsprechend bezeichnet. Die Parlamentarische Unterstützung der Regierung. Berlin, 29. Juni. Zwischen den drei Regierungsparteien des Reichstages wurden heute unter Zuzlchung vcn.So^aldemakraten. die Besprechungen darüber fortgesetzt, .n welcher besonderen Form durch eine Resolution die neue Regierung für ihre nächsten Aufgaben von einer ausreichenden Mehrheit gestützt werden kann. Es soll dabei nicht die Form eines ausdrücklichen Vertrauensvotums gewählt werden, sondern die Regierung soll unter Zustimmung der Sozialdemokraten nur ersucht werden, im Sinne ihrer Program merklärung die Geschäfte zu ühren. Dr. Brauns Neichsarbeitsminister. Berlin, 29. Juni. (Wolff.) Der Reichspräsident hat auf den Vorschlag des Reichskanzlers das Mitglied des Reichstage Dr. Brauns zum ReichHarbeitsminister ernannt. Der RerchshauShalt für 1920. Lebenrmittelunruhen. Maßnahmen gegen die hohen Preise. ma. Mainz, 30. Juni. Hier wurde eine Kommission gebildet, die aus Stadtverordneten aller Parteien, aus Arbeitervertretern und aus Vertretern des Kleider- und Schuhhandels besteht. Diese Kommission soll nach und nach in den in Betracht kommenden Geschäften durch E i n s i ch fiTll hme der Bücher usw. nachpcüfen, ob die Kleinverkaufspreise den Einkaufspreisen entsprechend festgesetzt sind. Es bestand Uebereinstimmimg darüber, baß in allen Fällen, in denen sich übermäßige Preisausschläge ergeben, mit rücksichtsloser Schärfe evtl, bis Mr Geschäftsschließung vorgegangen tocrböi soll. Mainz, 29. Juni. (Wolff.) Der gestrige Tag ist im allgemeinen ruhig verlaufen. Es ist wohl noch vielfach zu Ansammelungen gekommen, aber nirgends wurde eine Störung der Ruhe und Ordnung wahrgenommen. Die Vertreter der Landwirtschaft auf den Hauptobstmärkten haben gegen dr« iFestsetzung der Höchstpreise protestiert, da solche nach Aufhebung der Zwangswirtschaft für Obst ungesetzlich seien. Von verschiedenen Rednern wurde unter stürmischem Beifall der Versammelten in dieser Protestversammlung der Anbau- und Lieferungsstreik angedroht. .. Main z, 29. Jmn. (Wolff.) Die Stadt Mainz hat anläßlich der Lebensmittelkrawalle an btc. Reichsregierung das dringende Ersuchen gerichtet, dafür zu sorgen, daß der we ite r en V e r te u e- rung der öffentlich bewirtschafteten Lebens mittel und Gebrauchsgegen- stände Einhalt getan wird. Ferner rotrb em Abbau der Kartoffelpeise und der ungerechtfertigten Zuschläge aus die Gestellungskosten mancher Lebensmittel und Verbrauchsartikel verlangt. Würzburg, 29. Juni. (Wölft.) Gestern abend kam es auch hier zu Lebensmittel- u n r u h e tl Eine nach Tausenden zahlende Men- schenmenge versammelte sich vor dem Ratlxms. Du Reichswehr hatte dasselbe besetzt und forderte du Menge auf, auseinanderzugehen. Als diese der Aufforderung nicht nachkam, schoß die Reichswehr auf die Menge, wobei es mehrere Tote unb V er wundete gab. Auch heute fanden an mey- reren Stellen der Stadt größere Ansammlungen statt, W) ist es M Zusammenstößen noch Nicht gekommen ‘ ' 1 zehrenbach im Reichsrat. Berlin, 29. Juni. (WTB.)'Ter Reichs- rat nahm We den.Gesetzentwurf über die Entschädigung der Mitglieder des Reichstages an. Tie monatliche EntschähiMNg wurde auf 1500 Mark bemessen. Zn der heutigen öffentlichen Sitzung. des Reichsrates stellte sich der Reichskanzler Feyren- b a ch vor. Er sagte dabei, er lege gvotzen Wert auf ein Vertrauensverhältnis und gemeinsames Arbeiten zwischen Reichsrat und Reichsregierungi Tie Interessen tion Reich und Ländern seren iTer Senat wird morgen die R a tifi zieru ng> des,Friedens- Vertrag es mit Oesterreich besprechender Bericht des Senators Jmbart be la Sour, der Umte verteilt wurde, befürwortet bte Ratifizierung des Vertrages. Schleifung der DardanellenfortS. Paris, 29. Juni. (Wolff.) Dem „Exchange Telegraph" zufolge haben die Allier- ten die Schleifung der Dardanellen- v r t s beendet. London, 29. Juni. (Wolff.) JmUnter- 'Banfe sagte Lloyd George am eine Anfrage über das kommende Leipziger Verfahren siegen btc des Kriegsverbrechens Bei chuldigten, ein alliierter Ausschuß erwäge augenblicklich Schritte, nm sickterzustelleii, daß das VSrtetzren nicht ungehörig. hinausgezögert werde., yciajt* Zustandekommen des Kaiser p r o z e 1 s e s bedeute keine Pstichtversäumnis der englischen Regierung, da der Kaiser nicht! erreichbar sei. Er glaube nicht, daß der Kaiser weiteres Blutvermeßen wert 1 en Bottomley fragte, ob Lloyd George tatsächlich glaube, daß die Aufrechterhaltung! der Ausl t e - fernngsfvrderung M Blutvergießen fuhren würde. Lloyd George erwiderte: -Xn.(fAnh 'ftrt. abgelebm und es gibt nur einen Weg, um das Land M zwingen". Lluf bie Bemerkung, daß bte Auslieferung des vormaligen Kaisers auf jeder Wahterversammlung in Englanv ausdrücklich versprockMi worden sei, entgegnete Lloyd George, es sei nicht versprochen worden, bte Auslieferung des Kaisers zu erzwingen, wenn er sich in den Händen einer neutralen Macht befinde, die die Auslieferung ablehne. Berlin, 29. Juni. (WTB.) Tas Kabmett befaßte sich in der heutigen Sitzung hauchtiEtch mit der 'weiteren vorläufigen Regelung des Reichshaushalts für 1920. Es gönnte sich ben Gründen, bie das frühere Kabinett zu seiner Zustiinmung veranlaßte, nicht verschließen und stimmte ballier dem Entwürfe zu. Im, übrigen wurde beschlossen, bie Frage der Vereinfachung der Reichsbchörden und der Neiiabgrenzung der Zuständigkeit unverzüglich in Angriff zu nehmen. Zusammentritt des RcichswirtfchaftSrats. Berlin, 30. Juni. Dem l)eutigen Zusammentritt des Reichswirtschasts- rats widmen die Blätter verschiedene Wünsche und Hoffnungen. Die „V o s s i s ch e Zeitung" erinnert daran, daß das Ratesystem durchaus keine bolschewistische Errungenschaft sei. Der gesunde Gedanke, die Trager der Produktion an der Ausübung. der Staatsgewalt mitarbeiten zu lassen, spielte bereits 1905 eine Rolle. Der Reichswirtschaftsrat werde schon in seiner heutigen fassung den Versuch machen müssen, sich Rechte über das Maß hinaus zu erkämpfen, das ihm der Geist kurzsichtiger Politiker verwehrt habe. In der „Deutschen Allgemeinen Zeitung" wird gesagt: Noch ist das Fundament der improvisierten Spitzenorganisation relativ schwach. Durch Leistungen muß es die Fundierung verstärken, von der andererseits ihre Leistungsfähigkeit selber abhängt. Klassen erscheinen nach außen die Träger egoistischer Sonderinteressen von Gruppen, die an sich nicht produktiv frnb. Stände sind im Innern aber solidarisch, und diese Solidarität komme dem Ganzen zunutze, weil sie produktiv ist. Daß der Ständeegoismus nach außen nicht ebenso verheerend wirkt als der Klassenkampf, das zu verhüten ist die vornehmste Aufgabe des Reichswirtschaftsrats. Die deutsche Delegation für Spaa. B e r l i n, 30. Juni. Die „Voss. Ztg." hebt hervor, daß die deutsche Delegation für Spaa von einer Reihe namhafter Bankiers begleitet Wie leidenschaftlich hat man sich gegen vertrag gewehrt, sich lieber durch Androhungen und Machtproben Zugeständnisse abzwingen laften, ’tatt paritätisch zu verliandeln. Heute muß man das Joch des Achtstundentages, des Betriebsrätegesetzes und andere Lasten auf sich nehmen, gegen >ie der Tarifvertrag federleicht wiegt und von denen man sich mit ihm ach wie gern loskaiften würde. Rechtzeitiges Einlmken nach der Richtung des Ausgleichs der widerstrebenden, Interessen sollte dem fd>on durch seinen Beruf auf das kühle, rechnerische Abwägen eingestellten Unternehmer näher liegen als doktrinäre Versteifung, die weit mehr dem Wesen des Radikalismus der an bereit Seite entspricht. Mit biefem Kurs wird er burd) das brandende Meer sicherer zum Ziele gelangen als bitrrf) das starre Feschalten an gerader Fahrt gegen Kräfte, bie, vom Sturm der Zeit getragen, nicht nieberzwingbar frnb. Sri -»ÄSKiSÄM sofort aufzuheben und den Reichskommissav Die internationale Finanzkonferenz. abzuberufen. Nachdem der einzige demo- Paris, 29. Juni. (WTB.) Havas Der kratische Abgeordnete den Sitzunäsraum ver- Völkerbundrat hat den Zusammentritt der Jntn- lassen hatte, wurde die Dringlichkeit des Am nationalen Finanzkonferenz in Br nssel auf den träges mit 9 gegen 9 Stimmen ab ge- 2 3 Juli festgesetzt. In einem Schreiben an ^h^t. Nach einer kurzen Unterbrechung gaben Ministerpräsidenten zeigt Bonrgoois bwfem & darauf die Unabhängigen folgende Grim Namen des Völkerbundes das Datum der Kon- ferenz an und weist auf bA Notwendigkmt hm, die Verhängung des Ausnahme- L L ÄTeteinÄ und durch diEnschung to W ber Verminderung des Papiergeldumlautes und der kommissars sind im Gebiete des Freistaaten Sanierung Wechselte Mge, bie Scgtimffe @otba rechts- und v«f-ssungswndnge Zu- ber Konferenz mitznteilen. Bourgeois erklärt, die stände eingetreten. Die Rechte der Landesvev Einladung Deutschl ands zu dieser Kon- sammlung sind verletzt, die Schließung des ferenz sei nötig; die Form der Einladung konnte f^heren Landtages und die Neuwahlen für aber erst nach der Konferenz von Spaa j€^igen Landtag sind verfassungswidrig werdeii. erfolgt, die politische Freiheit der Beamten Eine internationale Handelskammer, test bedroht, die Pressefrecheit eingeschränkt Paris, 28. Juni. (Wolff.) Heute wurde nsw. Die Fraktion der U.S. P.D. sieht dahier eine internationale Handels- rin eine schwere Gefahr für die,verfasfungs- k ammer qearündet und damit der inter- mäßigen Rechte des Landes und sieht sich nicht nationale Handelskongreß geschlossen, an imstande, sich an der parlamentarischen Arbeit dem Vertreter Amerikas, Eiiglands, Frank- zu beteiligen. Sie wird ihre parlamentarische reichs, Italiens und Belgiens teilgenommen Mitarbeit verweigern " — Darauf verliefen hüben. sie den Saal und machten die Weiterverhanv- DaS Verfahren gegen die lung, vor allem die Regie rungsbil- „Kriegsverbrecher". düng, unmöglich. Der englische Botschafter für Berlin. London, 29. Juni. (WTB.) Bonar Lato teilte im Unterhause die Ernennung .Lord b'Abernons zum britischen Botichafter in Ber- Im Reuter erfährt, Lord d'Abemions werde London in kürzester Zeit verlassen, um den Botfchafter- posten in Berlin aufzunehmen. Seme Ernennung habe zeitweiligen Charakter und stehe im Zusammenhang mit den wirtschaftlichen Problemen, die eine hervorragende Rolle in Deutschlands internationaler Lage spielen. Kriegsgefangenenheimkehr. BSrlin, 29. Juni. (WB.) Die Reichs- zentralsteNe für Kriegs- und Zivilgefangene teilt mit: Der Dampfer „M o u n t V e r n o n" liegt wegen Havarie in Norfolk fest. Die auf dem .Dampfer „Mount Vernon" befindlichen Kriegsgefangenen, und zwar 390 Deutsche, 169 Oesterreicher und 130 Ungarn werden mit dem Dampfer „Antigone" etwa am 10. 7. tir. 151 «Erft« Blatt (70. Jahrgang 2:, Monatlich Mark 3.60, Ea B| M y EfljjC M W H ® W HP UÄ E| W fei M örtlich 35 Pf., auswärts vierteljährlichMark 10.80 U W M W WZ M H W Z M M V N K M H 45 Pf.; für'Reklame. sMvts V1 VC Ilv llv€ 44 ll.lv l-HVw &nss «8NW» Vtryvitr* ei ssyacts Fernsprech-Anschlüffe: l\Jp w Goetz. Verantwortlich Üsä; General-Anzeiger für Oberhessen WW StflÄ'T mnt°iI686 orud und Verlag - vrühl'sch- Unlv.-Vuch- un» Stcm»rndcrd H. Lange. SdfriftW, «tWfteltea« und Druderei: Schulstratze 7. lll-1 Finanzausschuß. A t. den rociter vier ver- Das D2)l Aur Qcflen«- Ein süddeutscher Groß-Staat? auch im Jn Xtts Stadt und Land. Gießen, den 30. Juni 1920 Die Biebertalbahn keine Straßenbahn. Berlin, 29. Juni. (WTB.) Die Eingaben der Al gemeinen Deutschen Kleinbahngesellsck>nft rc-r u>rd des Direktoriums der Ludwigs- Gisenbahngeiellschaft in Nürnberg um Anerkennung der Kleinbahn G i e ß e n — B i e b e r (Beber- ruTÄ - des Unternehmens der Nürnberger Gesell,chaft um Anerkennung als Straßenbahn im ®tn£e § 21l ?e8 Verkehrssteuergesetzes wurden int Reichsrat nicht bewilligt. . * L fleifrigen um 10 Fern am FeldkM dem dun! Stern, ix verschwur miten spf tend hch aus. der I Aller W, der Leuct S" n ( zu! ßiunttrar suvemöll Teradeal W btflon daraus. 5 jo Finnen otobtDier Siebeä < u Würzburg, 29. Juni. (WTB.) Wie amtlich mttgeleilt nnrd, wurden bei den gestrigen Lebens- mrttelkrawallen zwei Personen getötet und verwundet. Es wurde der Ausnahmezustand hängt. Tie Lüge ist heute noch gespannt. m den Marktlauben zum Verkauf. ** Marken-Ausgabe. Morgen und über morgen gelangen in den Bezirken Brot-, Fleischund Sonderausgabe-Marken zur Ausgabe, woraus hrermrt noch einmal hingewiesen wird. ui versorgen, daß vollziel«n kann. '1 e r fa ß t unb eine Strecke seiner Tochter vom Wagen 81 ^achdrukj Oh, r seinen y adint ?n neue, binnen s nid , Fr- M bch $9 kam Maria, | Sftgfe ^derg i, S,"* nie ff? W Mta Veranstaltungen. Mittwoch, Juni: Neue Aula, 8 Uhr, Vortrag von Professor Schian „Heber die Reichs- Nİnferenz", ~ Sotel Emhorn, 8*A Uhr, Gastspiel Paul Buchwald. — Schöne Ansicht 8 Uhr, Abonnementskonzert der Reichswehrkapelle. — Lichtspieltheater wie gestern. Hessen-Nassau. = Fr ankfur t a. M., 29. Juni. Im Mittel- punkt der Verhandlungen der heutigen Stadtver- ordnetenslßung stand die Beratung über die Fest- sebung der neuen Gemeindesteuern. Der Antrag der Sozialdemokraten auf Absetzung der Vorlage von der Tagesordnung wurde mit 39 gegen 31 Stimmen abgelehnt. In der Besprechung wurde mitg?teilt, daß sich der Straßenbahn-, verkehr seit Erhöhung der Tarife um 5 8 Pr 0- I nt vermindert unb innerhalb weniger Wochen ein weiteres Defizit von 10 Mill. Mark erreicht habe. Der Fehlbetrag der Wasserwerke betrage 10 Mill. Mk. Von mittelständlerischer Sette wurde eine Mietserhöhung um 103 Prozent beantragt. Die Vorlage wurde nach längeren Erörterungen mit allen gegen die Stimmen der beiden I sozialdemokratischen Fraktionen an den Hauptaus- schuß verwiesen. — Die Bewilligung von 750000 Mark als Zuschuß für die finanziell schwer gefährdete Universität will die sozialdemokratische Fraktion von der Angliederung einer Arbeiterakademie an die Hochschule abhängig machen. Mit Ausnahme der Redner der Unabhängigen waren sich die Sprecher aller anderen Fraktionell darüber einig, daß die Universität unter allen Umständen erhalten bleiben müsse als Kulturfaktor und Hort der deutschen Wissenschaft an der Grenze des besetzten Gebietes. Der Magistrat erklärte, daß er für möglichst baldige Angliederung einer Arbeiter- | akademie an die Universität, spätestens bis Begimr des Wintersemesters 1920 Sorge tragen wolle. Die Vorlage aus Bewilligung von 750000 Mark fand gegen die Stimmen der Unabhängigen Annahme. X Hanau, 28. Juni. Auf dem Scheibenstande des Schützenvereins Mittelbuchen wurde gestern der als Anzeiger tätige 15 Jahre alte Landwirtssohn Ludwig Weiß aus Mittelbuchen in dem Augenblicke von einem Schützen in den Kopf getroffen, als er aus der Deckung herausblickend an der Scheibe etwas in Ordnung bringen wollte. Im katholischen Schwesternhaus zu Hanau ist er kurz nach seiner Einlieferung ait der Schußverletzung gestorben. Berlin, 30. Juni. Die Vereinigung rhei- nisch-wesrfälischer Stadl- und Landkreise beschloß, einheitliche Höch st preise für Früh 0 bst und Frühgemüse sestzusetzen. Berlin, 30. Juni. In Gera wurde au Veranlassung der Regierung unb des Staatsvats ein Mar ktschutz ins Leben gerufen. Berlin, 29. Juni. (Wolsf.) Ter Versuch, heute früh Lebensmittelunruhen in der Zentralmarkthalle hervorzurufen, ist durch schnelles Eingreifen der Sicher l)eitspolizei im Keime e r - stickt worden. Ter Rädelsführer, der aus Hamburg stammen soll, ist festgenommen worden. sw. Darmstadt, 29. Juni. Ter Wochenmarkt bietet ein eigenes Bild. Um die Vorgänge vom letzten Samstag zu verhüten, haben etwa 20 Polizisten, mit Gewehren bewaffnet, zu einer geschlossenen Mwehrtruppe Aufstellung genommen. Auf her Schloßseite sieht man ein starkes Aufgebot Sicherheitspolizei. Unter dem Drucke dieses Polizeiaufgebotes vollzieht sich das Morktgeschäst ruhig. Die Obstpreise prangen wieder an kleinen Täfele chen. Kirschen 1.80—2.00 Mk., Erdbeeren 3 bis 3.50 Mk., Frühbirnen 1,60 Mk. Ln <>£. ^ein-Steinheim (Kr. Offenback), -8^ um. ^nbte hiesige Bürgermeisterei ! wurde in der Nacht vom 24. auf den 25 d Mt^ ??7lebrr^cn- Tic Diebe öffneten ben Fensterladen, schlugen das Fenster ein und gelangten io nt die Bureauräume des Rathauses, die mor> Zens.wie eine Wüstenei aussahen.' Sämtliche Schreibtische und Schränke waren erbrochen, der Inhalt, Akten und Papiere, auf dem Boden zer- Itreut und überall sand man eine große Menge verbrannter Schriftstücke. Das Gehalt des Bürgermeisters, das dieser gerade nachmittags erhalten hatte, ivwie etwas Wechselgeld von etwa 700 Mk. i)t gestohlen worden. Tie übrigen Wertgegenstände nne Schreibmaschine und Wertpapiere, befanden sich iimter Verlchluß im Kassenschrank. Ter Kassen- schrank, der diebessicher ist, blieb unversehrt, jedochl prangte aus demselben ein großes Plakat mit fol- genber Aufschrift: „Hütet Euch für 2te mal Spartakus". v<- v.l gigen id upr non Vetdel- oeirg kommende Schnellzug die Stanm passierte, . schranke mäst geschlossen und der iwm 'einer Tochter aus tem Fuhrwerk hcim- ^yT€nt*-' Landwirt Hennemann von hier wurde mit Wagen und Pferd erfa'' 1 ' ~ wurde mit «uga geichlelldert und erlitten beidejchiverc Verletzungen, ’S darunter einen Schädelbruch, der das Schlimniste befürd;ten läßt. Das Pferd wurde so- Verletzten kamen in das städtische Krankenhaus Darmstadt. Am Nachmittag wnd wwrt eine Augenscheinnahme im Auftrag der Staasanwaltschaft statt. bare wirtschaftliche Schäden hervorgerufen werden I hiesigen Bahnhof. Als der gegen 12 Uhr tun tVtfvr. und zwar uuojern, als kein Kaufmann dem Fabri-'^- *----- ~Uljr 1X211 5X1061 kanten Aufträge zu erteilen vermag. Betriebsstilllegung, Arleiterentlassungen unb weitere schwere Erschütterungen des Wirtschaftslebens wären die unausbleiblichen Folgen." — Auf die im heutigen Anzeigenteil gemeinschaftliche Kundgebung der -vextilgeschäfte sei an dieser Stelle noch besonders hingewiesen. 7 Baden, W ü rttem berg, bayr. Pfalz ‘ Hessen und Hohen zallern. Eine Unter» ' tedung unseres Darmstädter Vertreters mit dem hessischen Staatspräsidenten. B. D a r m st ad t, den 29. Juni 1920. Die Hes'i'ch? Volkszestung brngt heute morgen eine aus Karlsruhe datierte Meldung, nach der d.e Erörterungen zwisckien Baden und Württ- mberg »vegen der Vereinigung noch zu Heinern greifbaren Ergebnis gebissen seien. Jedoch werde von Württemberg eine Einbeziehung von Hessen, der bayr Pfalz und Hphenzollern, also die Gründung eines Mdwesideift chen Großstaates, untet Ausschluß vm R5jl)crn an gestrebt. Veranlassungen dieser Bestrebungen sei bie Entwicklung der Finanzen, der bo voritel>end.' Bau des Neckar-Donaukanals unb die wlltisckwi Bestrebungen der Franzosen nach einem neu st i Rheinbund. Anf Grund dieser Mcllnmg hatte unser Darm- ^bter Vertr^r eine Unterredung mit dem Herrn Staatspräsidenten Ulrich, im Verlauf derer der Staatspräsident u. a. erklärte: . Dn Plan Württemberg und Baden zu ver- eimgen ist nicht neu Schon seit längerer Zeit toiöe» ben dirübei- unverbindliche Unterhandlungen zwi- ftbeii führenden Polititern, die abn bisher Über t^ Stadium grundsätzlicher Erwägungen noch nicht hinausgelldmmen sind. Aus meiner Kenntnis der Sackstage kann ich mitteiten, daß Württemberg da- ber bie.treibende Kraft ist, während seine Absichten bisher in Biden wenig Gegenliebe gefunden haben. die anderen ge- o^bwtsteile in cme solche Kombinattcm einbezogen werden, so kann ich dazu zunächst nur gefxibt Ixtbcn uns mit der Angelegenheit zu beickmftigen Alles wird davon abh^gen tote Preußen jitb nach Ablauf der S^rftist bflltert mtrb. Werden tatsächlich preußische Ge bietsteile mit größerer Selbständigkeit ausgestattet, ?^cl>sprovinzen uinf.-stalllt, so liegt ja DEbts naher, Äs r^ß auch im Süden eine gewisse Arumidierung stattftndet. Möglicherweise wird da- bei dann auch wieder der Plan eines Groß- ®C c neuc^ betommen. Es erscheint ßG-1 1*. _ ' finanziellen ^g^iebei? wür^9cnannlcn ^mbination den Vor- Jedenfalls aber wende ich mich aufs schärfste gegen Bestrebungen, >vie sie z. Zt. in streifm Wei ^^^schaftsministeri ums nn Gange sind t x auSeinanderzureißen. UR a n will dort Oberbeffeii h c m „ c LcL^r ®irtfchafts gebiet anfch111 ,en ^/^'khafUfcher Schwerpunkt soll nach Manntuim verlegt maben, wozu der Anfang die l,t'rboV) ,"a,t Mannheim als Sitz bc* Reichsbimmisiars ertor, unb schließlich fnii Nstpi» . , ... V ' . werden. nSn 5 ,flCoen bie unglmiblid)e politische . letztgenannte,i Absicht muß n an energnd) Front machen. Auch wenn man lmksrheiNiiclie Gebiet nur wirtschastltth zusammen JaMen will, so arbeitet man bannt ben trolüiidirn Planen der Franzosen in die Hand A> Grunde kann vor einer wirtscha'ttict.en j rechts- unb linksrl-einischei Gebietsteiic n aend genug geivarnt werden Lebensmittel. ** $)ecabje&ung des Margarine- Preises (Wolft.) Der Abgabepreis für M ar- garinc 0^ ben Reichsauöschuß für pflanzliche ^. tierische Oele und F^tte ist vom Reichsmftr^ tum für^Ernahrung unb Land wirtschaft vom 1. Juli 1920 ab von 21 auf 16 Mk. pro Kilogramm herabgesetzt worden. ** Städt. Seefi schmarkt. Morgen Don- uerstag früh treffen wieder größere Mengen lebend- vorn ernE, total 01 agthril «ei#-,“ r-M »8^ Stnten fr-pfflntp /$, uitb monatliche eEz rente legt mar Glas, dl geschehen Honig da sei darav 5 ßentiu der eine das Gla> 20 Minr beeren h Bei reife nicht zu fannmc herstelle Kunstho nen Brotes bezeichnet und gleic^eitig darauf hin- gewiesen, daß Marburg, das in -Nasse C eingereiht sei, bedeutend teuerere Lebensverhältnisse habe, wie z. B. Frankfurt, das zur zklässe A gehöre. Die Gewerbetreibenden verwahrten sich ganz eiter gisch gegen eine Erhöhung der Gewerbesteuer und von den Hausbesitzern wurde erklärt, daß die gesetzliche Beschränkung der Erl)öhung der Mieten um 20 Proz. bei weitem nicht die jährlichen Instand- setzungökotten der Häuser, in welche die Betreffenden ihr Vermögen festgelegt hätten, zu decken im- stmtde feien. Schließlich fand eine Entschließung die Mehrheit, bie städtischen Körperschaften zu ersuchen, die Gehaltssätze nicht eher zu bewilligen, bis die Deckungsftage eine befriedigende Lösung gefunden habe. — Usingen, 29. Juni. Im nahen Eschbach wurde Samstag nachmittag der Metzgermeister Heinrich Jack verhaftet und dem htesigen Untersuchungsgefängnis zugeführt. Daraus begab sich die gefamte Einwohnerschaft Crfdjbacte nach bem hiesigen Gefängnis, befreite den Metzgermeister unb setzte auch beim Landratsamt durch, daß dieser auf freien Fuß gesetzt wurde. 0 Marburg, 28. Juni. Der Hessische Bauernverein beabsichtigt am 10. und 11. Ium hier ein gvoßes hessffches Bauernfest zu | veranstalten. Gestern tagte im „Hessischen Hof" ! eine aus den Kreisen Marburg, Kirchhain, Ziegenhain, Frankenberg und Biedenkopf gut besuchte Versammlung der Vertreter der Kreisvereine unb setzte das Nähere fest. Den Glanzpunkt dürfte der • große Trachtenfestzug bilden, der sich nachmittags durch die Stadt bewegen soll und in dem alle hessischen, besonders aber die Schwälmer imb Hinterländer Trachten, vertreten fein dürsten. Aus der Ziegenhainer Gegend ist z. B. ein vollständiger Schwälmer Hochzeitszug in Aussicht gestellt. Abends werden dann unter Mitwirkung namhafter hessischer Künstler lebende Bilder aus dem hessischen Volks- und Landleben zur Darstellung gelangen. X Marburg, 27. Juni. In einer von den verschiedenen kommunalen und wirtschaftlichen Vereinigungen, einschließlich des Gewerkschaftskar- teils, auf gestern abend im Seebodeschen Saale einberufenen völlig überfüllten Versammlung, zu der äuch der Beamtenbund eingcladen unb sich zahlreich eingefunden hatte, befaßte man sich mit der Deckunasfrage der Besoldun der Kommunalbeamten, die nach staatlichen Gehaltssätzen geregelt, eine Mehrbelastung des städtischen Haushalttingsvoranschlagcs von über eine Million Mark bedeutet. Tie Versammlung brachte wohl eine rege, oft von Lärm unterbrodyme Aussprache, jedoch für die zahlreich vertretenen Stadt' verordneten keine greifbaren Anhaltspunkte, wie nun die Deckung der Fe^beträge erfolgen solle. Vorschläge, wie Heranziehung der .Kriegs- und Koniunkturgewinnler, Einsühnmg einer Karten steuer, Erhöhung des Schulgeldes unb der Hundesteuer sehlten ztvar nicht. Die ebenfalls vorge- schlagene Heranziehung der gesetzlich fteucrfrnen Einkommen wurde als eine Besteuerung des trocke Kreis Friedberg. Waldbrand. bz Butzbach, 29. Juni. Gesterar nachmittag gegen 3 Uhr entstand imButzbacherWialdam Grenzweg Stveitweg-HvfftnannSweg ein Wald- I 5 r a n b, dem etwa zwei Morgen Bestand zum Opfer fiel. Jedenfalls ist das Feuer durch unvorsichtige Waldbesucher oder Heidelbeenfflücker ver- ursackst worden. An den Eindämmungsarbeiten beteiligten sich hervorragend Mannschaften der hiesigen 8. Kompagnie. Billiges Obst. 4 Bad-Nauheim, 29. Juni. Heute früh -gab es auf dem MurL für die Käufer eine angenehme Ueberraschmig. Um Unruhen wie in an- |bereu Städten vorzubeugen, hatte die Polizei, | di« Marktpreise ganz beträchtlich herabgesetzt. Sv Mieten Kirschen, die gestern noch mit 2.50 Mk bezahlt werden mußten, nur noch 1.80 Mk, Jo-1 hannesboeren 1.20 Mk. statt 2 Mk. am Tage zuvor. Auch das Gemüse mußte zu niedrigeren Preisen verkauft werden. der Wetterau, 29. Juni. Die ? Trockenheit Hal die Felder außerordent-l lick ausgetrocknet. Besonders die Kartoffeln hoben ratter der Dürre zu leiden. Die Frühkartos- fdn fbdfxm m Blüte uftd fangen vielerorts schon! an atAufterben, so daß die Aussichten für die Fritte Dartvffdamte tebr gering sind. Die Dickwurzeln sind zum gvotzen Teck noch zu setzen: von idxmi Wölte ajen, das litt» am Himmel zeigt, merkt man daß Lbeit nötige Feuchtiateit liefert. AAt itaubteute munen mit manchem Faß Leitunas- ober Bachmafser nachhelftn. Starkenburg unb Rheinhessen. Eiftnbahmrnfall. ckenbach. 29 Jmck Ein schwerer Ei sen-! n t a l l ereignete sich am Montag auf dem | ** O b st- und Gartenbauverein. Tie Ortsgruppe bes Oberhessischen Gartenbauvereins Gießen-Stadt hielt in der letzten Woche eine stark besuchte außerorbentliche Generalversammlung ab, I um an Stelle des verstorbenen verbienstvollen I Vorsitzenden, bes ehemaligen Stadtverordneten pimon, der sich besonders um die Schrebergärten, die Kleingärten über der Bahn, große 93er» I dienste erworben hat, einen neuen Vorsitzenden zu I wählen. Auf Vorschlag des Vorstandes wurde Reallehrer Grimm einstimmig zum 1. Vorsitzenden gewählt, der im Anschluß an die Wahl einen Vortrag hielt über die Zukunft, die Aussichten unb die Ziele des deutschen Obstbaus. Nächsten Sams» tag hält nun der Verein seine in den Statuten des Vereins vorgesehene ordentliche Hauptversamm-1 lung ab, in der Gartenmeister Rentsch von der Obstbauschule Friedberg über die Gartenarbeiten | im Gemüsegarten während des Sommers sprechen wird ein Thema, das jeden Gartenbesitzer, besonders aber jede Hausfrau in der heutigen Zeit sehr liiteressieren wird. Deswegen geftattet der Verein, der sich im, Allgemeininteresse stets betätigt hat, jedermann freien Zutritt zu der Versammlung. TieHausangestelltendesR ei chs- bunbes feierten am Sonntag, den 27. d. M. ihr erstes Sttstungsfest. Pfarrer Ausfeld hatte seinen Garten zur Verfügung gestellt. Dort waren im Schatten der Bäume mit Blumen geschmückte Tuche aufgestellt, an denen sich etwa 40 Mädchen mit Kaffee und Kuchen erquickten. Gemeinsame Gesänge wechselten darauf mit Vorträgen einzelner Mitglieder ab. Schließlich beschloß eine Verlosung ters ^st. Der Verein wurde von Fräulein Berta Kalb he nn gegründet und bisher geleitet. Ihre velsenn war Frau Karola Walther. Vorsitzende ist jetzt Frl. Elise H i n g 0 t t. Landkreis Gießen. sw. T a r m st a b t, 29. Juni. Ein Demonstratio nszua bewegte sich heute gegen mittag nach dem Stadthaus. Es wurde der Abbau der hohen Lebensmittelpreise verlangt. Die Schutzmannsabteilung, die heute vormittag den Obst- markl beschirmte, folgte bem Zuge in angemessener Entfernung. Zu Ausschreitungen kam es nicht. mo. Frankfurt a. M., 29. Juni. Die vom GewcrkschaftskarteN auf bem Römerberg veranstaltete Demonstrationsversammlung für den Abbau der Lebensmittel- und Be- darfsartikelpreise nahm einen ruhigen Verlauf. Die Teilnehmer zogen dann zum Bahnhof, wo sich der Zug auflöste. Demonstranten drangen in den Garten des Cafss Astoria mit dem Ruf: „5)inaus mit den Schiebern!", so daß sich die Gäste entfernten und das Lokal geschlossen wurde. Zahlreiche andere Lokale schlossen gleichfalls. — Die Preis- prüfungsstelle gibt heute folgende Preise bekannt: Jtal. Frühkartoffeln 1,20 Mark, Johannisbeeren 1,10 Mk., Stachelbeeren 1,50 Mk., Heidelbeeren 2,50 Mk., Himbeeren 2,50 Mk., Erdbeeren 3,20 Mk., Fwüh- birnen 2,50 Mk., Kirschen 2 Mk. das Pfund. Bei Preisüberschreitungen wird rücksichtslos eingescbritten. Die Zufuhr von Kirschen und Stachelbeeren auf dem Obstmarkt war heute sehr gering. Cuxhaven, 29. Juni. (Wolff.) In Cux- haiven 'tarn es gestern abend zu Plünderungen in der Nordersteinstraße. Die Polizei war machte los Die KÜstenwehr wurde zu Hilfe gerufen, gntr aber nicht ein. Heute forderte das Gewerk- ichaftskartell in Maueranschlägen die Zurückziehung des Militärs und der Polizei von der Straße und verbürgte sich für die Sicherheit der -stabt burch eigene Ordner. Amtliche Personalnachrichten. Ernannt wurde am 25. Juni der Rechtsanwalt Tr. Richard Domm in Herb st ein zum N 0 - tar mtt bem Amtssitz daselbst. ** Fahrradbiebstahl. Am 28. Juni wurde hier ein Fahrrad, Marke „Adler" Nr. 1, aus dem Hausflur der UniversitätZaud enttornbet. U ^hat schwarzen Rahmenbau und ebensolch- Stahlfelgen, Rücktrittbremse und Ablerfreilaus. An dem Fahrrad befindet sich eine Luftpumpe mit schlauch und ein Kettenschutz. Die eine Laufdecke ift eme Michrlindecke. Bor Ankauf wird gewarnt Steuerformulare. Arbeitgeber, die von der Steuerbehörde von der Bcrwenr'ung von Steuermarken beim Lohnabzug befreit sind, müssen cekaimtlick über die von Lohn und Gehalt eilte i behaltenen Beträge dem Finanzamt eine Nack>- < toeifung einreicfen. Vordrucke hierfür sind durch die Brühls che Universitäts-Buch -und S t e 1 n d r u ck e r e i zu beziehen. Der Preis ift aus dem Anzeigenteil ersickülich. ** lieber den Lohnabzug (Einkommen- teuer) enthalt der Anzeigenteil der heutigen veummer ergänzende Bestimmungen, aus die wir wegen ijrer Wichtigkeit ganz besonders Hinweisen. DieOrtsgruppe Gießen des Ver- bandes deut s cher Tex t i l ge sch ä s t e bittet um Bekanntgabe nachßchend:r Entschließung ihrer Beckiner Zentrale: „Der Verband deutscherTextil- L1 Schwierigk.-iten, denen weite -bevölterung bezüglich ihrer Versorgung und Wäfthe seit geraumer Zeit ans gesetzt sind, durchaus bewußt und erklärt sich bereit, an teinem Teil restlos an der Lösung Problems mitznwirken " I ^,'1! .In fonfvqumtcr Befolgung dieser Entschließung ist die hie.i :e Ortsgruppe obigen Verbandes ihrerseits bereit, an dem al? geboten erftheinenden Preisabbau tatkräftig mitzuarbeiten. -.abei soll auch nicht vor größeren I ^Jücrn uirüchteschreckt werden, die durch das Abläßen erheblicher Warenbestände ohne Rücksicht auf me Euikaufsvvnse unvermndlich sind. Dabei ist die Frage offen zu lassen, db ei in nächster Zett oem Fabrikanten möglich sein wird, den Markt so ur "0r'rtr 'Ü3 eine weitere Preissenkung sich Von der Einncht des konsumieren- dan wohl mnartet werden, daß zurückbäli. rm. Darmstadt, 29. Juni. Der Finanz- a u S s ch u ß ber Hessischen Kammer begann heute unter dem Vorsitz des Abg. Eißnert mit der Einzelb^ralung des Hauptvoranschlages Kapitel 1. Reste aus früheren Jahren wird zurück- gestellt. jdapitel 2. Forst- und Äamcralgüter in Fvriteerwalttrng. Hier soll die Regierung um Auskunft gebeten werden, ob die bisherig: Ho lzver- wer tun g im Zwoirgsverfahren b.'ibehalten, oder me freie Mttsck-aft w^der eingeführt werden soll. Es werden auch groß?'Bedenken gjgen den jetzigen starken Holzabtrieb, der in sämtlichen Wäldern herrscht, geltend gemocht und »die Besürchtung aus-> geiprochen, daß sowohl in finanzieller, wie in kul-! tureller Hinsicht, auch bezüglich des Wasserstandes uch )Päterhin große Nachteile zeigen werden. Bezüglich der Verltaatlichung der Geinemdesvrslwarte soll eine Anfrage erfolgten.. Kapitel 3, Siedelungs- taefen, wird heute nicht verhandelt. Kapitel 4. Kameralgüter in Bauverwaltung wird nicht beanstandet. Zu ^ipttel 5. Weingüter wird l von verschiedenen Seiten mit Rücksicht auf die I k’i der letzten Versteigerung erlösten Beträge die I Einstellumi eines erhöhten Betrages angeregt. I Kleinere Beanstandungen solleur mit der Regierung I besprochen werden. Die Kap. 6 Bramckohlenwerk Ludwigshofsnung, Kap. 7 Bad-Nauheim und Salz-1 )ausen, sowie 8 Landestheater werden zurückge-1 teilt. Kap. 9 Lotterie wird nicht beanftanSet. I Kap. 10 Direkte Steuern und 11 Landtag werden I zur Beratung ausaesetzt. In Kap. 12 Gesamtmini- terium wird bei der Forderung eines Presse-! direkto rs im S ta a t s m ini ste rium mit I einem Grundgehalt von 20 000 Mark gewünscht, baß es bei der in der vorjährigen Beratung fest-! gelegten Besttmmung bleibe, daß der Inhaber dieses Postens nur vertraglich angestellt werde, lieber die von der Regierung neu eingestellte Summe von 30 000 Mk. für den Dispositionsfonds, tawie wegen des geforderten Fmanzprakti- ranten ivll die Regierung um Auskunft gebeten njcrben. Kap. 13 Reichs Verhältnisse wird geneh-! migt. ^n Kap. 14 OberreclmungSkammer soll die Regierung um Auskunft gebeten werden, ob es nicht möglich, aus Ersparnisgründen eine Ber-1 Personals ein treten zu lassen, indem die Rechnungsprüfung vereinsacht wird. Auch wird angeregt, .die vielen Fremdwörter, wie Kolleg,!! Dirigenten Probater usw. zu beseitigen. Nächste < Sitzung Mittwoch O Grünberg, 28. Juni. Dem Beispiele anderer Gemeinden folgend hat sich Grünberg auch veranlaßt gesehen, zur Deckung der stark ariaestiegenen Ausgaben für das abgelaufene Rechnungsjahr 1919/20 ein weiteres Ziel Gemeindesteuer nachträglich zu erheben. , O Grün berg, 28. Juni. Tie Erbauung einer To ppelwohnun g für die hiesige Gen- d.-irmeriestalron dürfte nun bald greifbare Gestalt annehmen. Nachdem die Gemeinde schon früher sich zur Losten losen Geländestellung verpflichtete, hat Ne ftch jetzt auch zur Hergabe der Bausumme von 68 000 Mark bereit erklärt, außerdem will sie auch noch ein Viertel ber 60000 Mark betragenden I tleberteueruTig tragen. Ter Staat bagegrm über» ! nimmt außer den UntethaltungsLfften /für das Gebäude die Verzinsung des von der Stadt gestellten I ^abitalö, zu dessen RüeLz-rhlung er sich auch nach 10 wahren, sofern die Gemeinde es wünscht, verpflichtet. Tas Gebäude soll.in den shnnals Sehrt- schen Garten an der Hösetränke kommen. Geplant ist ein Doppelhaus, jebe Wohnung enthaltend drei Zimmer sowie Küche und Keller. ? Lich, 27. Juni. Auf eine Einladuna der Ortsgruppe der Beamten und Bediensteten be«: Stadt Lich und 'Umgegend versammel- _______________________ ™<-uc ^cvuch ,ten sich heute im Hotel holländischer Hof" ftische Kabeljau, Seehecht, Seelachs, SchellftschlH^ sämtlicke Gemeindeb.eamten und und Rotbarsch ein und kommen morgen vormtttaa Bedienstete der umliegenden Dörfer rum An- -------- - " schlich an die betr .Ortsgruppe. Der 1. Vorsitzende Forstwart Textor (Lich) legte die Vorteile eines engeren Zusammenschlusses dar. Daraufhin schlossen sich 16 Gemeinderr der Ortsgruppe an. Weiterhin wurde beschlossen, zur Gründung eines Kreisverbandes, womit der Kreis Gießen noch im Rückstand ist, eine Versammlung auf Sonntag, 4. Juki, nach Gießen einzuberufen. r. Londorf, 29. Juni. Nach Genehmigung! eines von Regierungsbaumeister Schneider aus Gießeii, borge legten Vertrags hat der Gemeinderat | beschlossen, die Ausschreibung für die Erbauung! eines Wohnhauses und Nebeng-.'bcruden für | Zwei Gendarmenwohnungen unverzüglich zu Der-1 anlassen, um womöglich dm Bau noch in diesem Jlchre fertigzustellen. Als Bauplatz ist ein Gelände auf ber Bettwiese, an der Hintergasse gelegen, vor» gesehen. Tie Biukvsten werden voraussichtlich mehr tvie 100000 Mk. beittagen. • I ,V,.R Uttershausen, 26. Juni. Im Hause des hiesigen Hüttenarbeiters Ott wurde ein E i n b r u ch verübt. Die Diebe stiegen mit einer im Dorfe entwendeten Leiter in das Zimmer des zwetten Stackes und stahlen fast sämtliche Kleider und Schuhe der 1 Familie. Der Schaden ist empfindlich. Mittwoch, 50. Juni 1920 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhefsen) Zweites Blatt Nr. 151 VSrsenrnrse. SerOn Fortsetzung 66. kNachdruck verboten.) W meiner Freude, daß er ein Mann von liebens- würdigsten Moneren war. Ec hatte meinen Vater | wegführen tarnt. 322,15 629,35 611,85 834,15 167,80 230,75 148,60 37,45 308,70 679,30 619,35 626,85 611,85 841,65 167,80 231,25 150,10 37,70 313,70 689,30 626,85 20,22 26,02 87,15 23,47 322,85 630,65 613,15 835,85 168,20 231,25 148,90 37,55 309,30 680,70 620,65 25*,78 86,85 23,78 25,72 86,65 23,72 628,15 613,15 843,35 168,20 231,75 150,40 37,80 314,30 690,70 628,15 20,28 26,08 87,85 23,53 die alte Dame, zitternd vor fieberhafter Aufregung, aus. Ich werde sofott aufstehen und mich ankleiden, meine Liebe, und mit Ihnen den Palast verlassen. Ich kann mich auf den starken Arm des Doktors stützen, um die Treppe hinabzugehen. Gewiß, ich habe noch viel Kraft übrig. Je früher ich von hier wegkomm«, desto besser. Glauben Sie mir das! Kommen Sie, Wärterin, und helfen sollten, mußten abgebrochen werden, da die Käufer eine außerordentliche Zurückhaltung übten. Fach männer teilen mit, daß beim Forischreiten des Preissturzes eine Katastrophe im Weinbau unausbleiblich ist. Frankfurt a. M., 30. Ium. Sie mir. Ich — ich — oh! Mit einem plötzlichen Aufschrei siel sie m das Kissen zurück und griff krampfhaft nach ihrer Brust. Mein Gott! sagte ich, nach einer hastigen Untersuchung, ein Schlaganfall! Sie hat sich zu sehr aufgevegt. Dolen Sie eilends Branntwein, Wärterin! Tun Sie, was Sie für sie tun können, damit sie ja nicht stirbt, bevor ich zurückkehre. Welcher Segen, Gräfin, daß Sie Ihren Wagen nicht weggeschickt haben! Ich eilte durch die Korridore und die breite Treppe hinab in den Hof, sprang in den dort wartenden Wagen und wies den Kutscher an, so rasch als irgend möglich zur englischen Apotheke an der Piazza di Spagna zu fahren. 29. Kapitel. Amsterdam . flopen b,agtn. Stockholm. . Wie« .. . . Prag . . . . 29.6. 14,40 16,*20 12,- 28.6. 14,90 7,475 16,50 12,- 269,- ihre Lippen huschte. Wieder folgte ein langes Schweigen. Dann wurde dec römische Arzt gemeldet. Er kam aus mich zu, als ich das Bvudvlr betrat, und ich fand Dalum: Amsterdam - Rotterd. Brüssel-Antwerpen . Christiania flopenhagen Stockholm Helsingfors Italien London New-Poick...... Paris Schweiz Spanien Wien (altes) .... Deutsch.Oefterr. abg Prag Budapest Bulgarien Konstantinopel. . . . Die Orakm. Roman von G, W. Appleton. Datum: S'/.Deut.flrteyaanl. 4*/n*Deut31eid)6ant. 3"/„Deut.Ne!chsan1. 4% Preuß. flonsol« Darmstädter Baud Deutsche Dank. . Disconto» Gesellsch. Dresdener Dmk. . Nationalbank f. D. Mitteld.(Kreditbank fl.-Amerik.-Pakcts. NorddeutscherLloyb Doch. Gußstahlwrk. D..Luxemb.Bergm. Gelsenkirch.Bergw. Harpener Bergbau Oberschi. Tisenb^A. Oberschles.Eiseninlk Phönir.Brgb..Akt. Bad.Aniltn-u.Soda Höchster Farbwerk« ülekir. 2t. E. G. . . Schuckert-Werke. . FeltenLGuilleaum« Daimler Bud.- Lisenw.-AKL Adlerwerk« .... 4'/» Hess- Saatsanl. Electron Griesheim Markuotterungeu. Datum: den Wiesen als Festplatz eingerichtet ist. Heute früh fand „aus der Egerdach", die mit ihrer Akaznm- Allee die schönste Straße Marburgs geworden ist, Frühkonzert statt und nachmittags schloßen sich dem Kinderfestzug, wie es ja schon immer am zweiten Festtag Sitte war, eine Menge Studenten an. Kinderbelustigungen und ansc^ießender „Bachfesttanz" beschlossen die sonst im einfachsten Rahmen gehaltene Veranstaltung. Der gute Ton im Kasseler Rathausc. nen wird. ** 80 Pfennig, ein Ei! Wie uns eine Leserin, die dieser Tage im Fichtelgebirge M Besuch weilte, mitteilt, werden dort die Eier von den Bauern zu 80 Pfennig das Stück abgegeben. Es handelt sich dabei um den üblichen Preis und nicht um eine Zwangsherab- setzung, wie dies in einigen Großstädten geschah. Glückliches Bayern! ** Stachelbeeren mit Kunstho- nig cinzulegen. Mit Kunsthonig kann man sowohl unreife als auch reife Stachelbeeren ganz vortrefflich einlegen. Die Beeren werden entstielt und gut abgewischt. Dann legt man sie in das zum Einlegen bestimmte Glas, doch nur 5 Zentimeter hoch. Ist das geschehen, kommt eine dünne Schicht Kunsthonig darauf, die man sorgfältig mit dem Löffel darauf streicht. Abermals kommt dann eine 5 Zentimeter dicke Schicht Stachelbeeren, wieder ein2 dünne Schicht foonig und so fort, bis das Glas gefüllt ist. Darauf sterilisiert man 20 Minuten bei 75 Grad Hitze. Reife Stachelbeeren ^werden nur 10 Minuten sterilisiert. Bei reifen ist besonders darauf zu achten, daß nicht zu weiche Beeren Verwendung finden, da diese.sonst völlig zerkochen. Auf diese Weise kann Man sich einen prachtvollen Brotaufstrich Herstellen, der viel besser schmecken wird als Kunsthonig allein. Landkreis Gießen. * L i ch, 28. Juni. Einem Beobachter des gestrigen Abendhimmels war von hier aus etwa um 10 Uhr ein hübsches Schauspiel geboten. Fern am Horizont über dem Vogelsberg, Richtung Feldkrückec Höhe, erschien plötzlich gerade über Dem dunklen Waldsanrn ein leuchtender, hellgrüner Stern, der nach sekundenlangem Verharren wieder verschwand. Eine Leuchtrakete! Einige Minuten später stieg die zweite, diesmal rot, bedeutend höher in etwas mehr nordöstlicher Richtung auf, der kurz darauf noch zwei orangegelbe folgten. Aller Wahrscheinlichkeit nach hängt das Abfeuern der Leuchtraketen mit dem demnächst beginnenden großen Gleit- und Segelslug-Wettbewerb in der Rhön zusammen. Hessen-Nassau. Das Ketzerbächer Bachfest in Marburg. Oh, Gott sei Dank! Es fehlte nicht viel, twß er meinen Widerstand gebrochen hätte es ist ihm fast gelungen — und er würde es immer wieder von neuem versucht haben aber stA da Sie gekommen sind, hat mein Selben em Ende. Ich habe jetzt keine Furcht mehr, und Sie werden mich auch nicht verlassen, nicht wahr, meine Liebe? fügte sie, sich an die Gräfin wendend, hmzu. Nach einer Pause fuhr sie fort: Fräulein Hyde, die Wärterin, hat mich sehr gut behandelt. Natürlich wußte sie nichts von dem Vorgesallenen. Man sagte ihr, ich fei irrsinnig. Ich kann ihr keinen Vorwurf machen. Aber Sie, Maria, können sich Vittorio gegenüber Ihre Selbständigkeit wahren. Sie sind die Witwe seines Bruders. Gleich mir, waren auch Sie einmal Herrin in diesem Palaste. Sie können ihm trotzen. Ich brauche mich nicht zu fürchten, solange Sie hier sind. Sie werden mich nicht verlassen, meine Liebe, nicht wahr? Keine Stunde, so lange Sie an diesem verfluchten Orte weilen, sagte die Gräfin. Ich werde ins Hotel senden und meine Zofe beauftragen, daß Nötige hierher zu bringen, und werde hier bleiben, bis Sie sich so weit erholt haben, daß man Sie Aus Stadt und Land. Gießen, den 30. Juni 1920 ** Beförderung. Der Oberbahnhofsvorsteher Weisbrod in Bebra wurde rückwirkend vom 16. März d. I. ab zum Eisenbahninspektor ernannt. Ec .tojrrbe außerdem vor einigen Monaten mit dem Eisernen Kreuz 2. Aasse am weiß-schwarzen Bande ausgezeichnet. ** D i e Anmeldung der in Elsaß-- Lothringen beschlagnahmten Spargut y a b e n hat für das unbesetzte Gebiet des Volksstaats Hessen bei der Zweigstelle des Reichsausgleichsamts in Frankfurt a. M., Neckarstraße 9, zu erfolgen. Für die besetzten Teile Hessens ist für die Anw''düng die Zweigstelle des Reichsausgleichamts in ? om a. Rh. zusstn ig. ** Zulagen zu I 'rliden- u, w. Renten ab 1. Juli 1; 2 ,>. Allen Reunn- em Mustern wn Juvsi'.deurankm (I), Altersrenten (A), und Krankerrrenten (K), denen bisher eine monatliche Zulage von 20 Mk. gezahlt wurde, etlichen ab 1. ^uli 1920 eine :>Nvnatszulag von 3O- Ml. Empfängern einer Wi wm- ober W<.wer- rente (W) und einer Witwen kcankenrente (Wk.l wird statt der bWngcn Zulae» von 10 Ml. bvm 1 Juli ab eine solche von Id Mk. für leben Monat geza'hlft- Die ab 1. Juli zu den Waisenrenten (O) zu zählende Zuliag' wird zunächst nicht gez-aUt. Sie tiann erst g^ahlt werden, wenn die Versicherungsträg-r die Pvst«ansbalten hierzu angewiesen haben. Die Zulagen zu den Unfallrenten 'haben sich nicht geändert. , ** Postscheckverkehr. Nach Mitteilung des Postscheckamts Frankfurt beträgt die Zahl der Postscheckkunden zurzeit 704 gegen 529 am 1. Juli 1919 und 579 am 1. Januar dieses Jahres. Es ist also eine erhebliche Steigerung eingetveten, die hoffentlich die immer noch Säumigen zu schnellem Anschluß anspan- p Marburg, 28. Juni. Gestern und heute begehen die Bewohner des Ketzerbach-Viettels das hiswrische Bachsest, das von 5 zu 5 Jahren zur Erinnerung an die im Jahve 1859 vollendete Ueberwölbung des Ketzerbaches gefeiert wird. Gerade als der Weltkrieg ausbrach, sollte das Back)- feft begangen werden, es wurde selbstredend nichts daraus. In Gegenwart einer gewaltigen Menschenmenge zogen gestern nachmittag über 1000 mit Blumen und Kränzen geschmückte Kinder des Stadtviertels unter den Klängen des Ketzerbach- Liedes „Der Ketzerbach etn Hujajajah", das bte gekannt und eine große Hochachtung vor feiner Tüchtigkeit, wie es schien, und so standen wir sofort auf dem denkbar besten Fuße miteinander. Ich erklärte ihm kurz die näheoen Umstände des Falles und teilte ihm mit, was ich bereits getan hatte; sofort erklärte er sich mit meinen Maßnahmen völlig einverstanden. Sie werden leicht verstehen, Doktor, sagte ich daß ich mich in emer etwas schwierigen Lage be finbe und nicht die ganze Verantwortung über nehmen möchte. Er stimmte mir darin bei, und so führte ich ibn in das Sckstasgemach und stellte ihn der Gräfin Maria vor, die er augenb.icklich erkannte, und die zurückttat, um ihn die Kranke selber untersuchen zu lassen. Aber er tat das nicht. Die alte Darm war augenscheinlrch eingeschlummett; er warf einer Blick auf die Schlafende, kehrte sich bann um uni flüsterte mir zu: Ausgezeichnet! Später ein wenig Digitalis: vielleicht bringen wir sie durch. Ich halte es kaum für nötig, aber um der Form M genügen, will ich um vier Uhr noch einmal vorsprechen. Damit verbeugte er sich. Die Gräfin und ich geleiteten ihn durch das Boudoir bis zur äußeren Türe; dort schüttelte ich ihm sehr freundschaftlich die Hand, und ich war wieder mit der Gräfin allein. Mit knapper Not ist sie dem Tod entronnen, sagte ich. (Fortsetzung folgt.) Frankftutt Abend- Abend- Schluß- Schluß- Devisenmarkt. Geld Brief Geld Brief 28. Juni 29. Juni 1321,15 1323,85 1346,15 1348,85 - ----- 328,65 329,35 Blätterstimmen zur Michskanzlerrede. Berlin, 28. Juni. (WTB.) Die meisten Abendblätter heben hervor, daß ber au6ere Sin» druck der Programmrede des neuen Reichskanzlers recht günstig war und gute Aufnahme mcyt fehlte. Wenn auch zeitweise zurückhaltender Widerspruch erfolgt sei, so habe doch wett der liebe Grundton im Verhalten des Hauses überwogen. Bei Besprechung des Inhaltes bei Rede wiederholt der „58ortoärt3', bafe jnau die neue Regierung nur nach ihren Taten verteilen werde. Die gegenwärtig vorliegenden Worte der neuen Regierung gäben der Sozialdemottatte keinen Anlaß, gegen das Kabinett Fahrenbach sofort eine scharfe Kampfstellung einzunehmen. Die „Deutsche Tageszeitung schrnbl u. a.: Wenn wirklich die Grundlage der Arbett bei neuen Regierung nichts anderes sein wird als ehr' liche Arbeit an unserem Witt»eraufbau ohne patter- politischen Kleinkram oder parteiegocsttsche Rücksichten, dann wird wahrlich nicht die Rechte bte sein, die die dar gebotene Hand zur Mitarbeit zu- Tie demokratischen Blätter geben den Ift^lt des Regierungsprogramms nur referierend wieder und enthalten sich jeglichen Urteils. Das französische Echo. Paris, 29. Juni. (WTB.) Zu den Erklärungen Fahrenbachs sagt der „Figaro": Dieser Staatsmann, der den Wert der Nuancen erkennt, ist zu klug, um zu leugnen, daß Deutschland den Friedensvertrag von Versailles ausführen.müsse. Aber er teilt uns mit, daß Deutschland schon mehr getan habe, als man von ihm erwarten durfte. Ganz wie zufällig proklamiert er das Recht Oesterreichs, sich mit Deutschland zu vereinigen. Kurz getagt: er betont von Anfang bis zu Ende die Umstoßung des Versailler Vertrages. Gut' Ader dann müssen wir erst wieder nach Frank' furt zurückkehren und das Ruhrgebiet be etzen(!): dann können wir von Revision uni Herzlichkeit sprechen. ' Vollständig ablehnend verhält sich de. ,,L'Homme l i b re", denn er vermißt u; der Erklärung das Bekenntnis der Schuld und der Resignation über die Niederlage. Man hätte einen günstigeren Eindruck erhalten, wenn die Sprache des Kanzlers etwas demütiger gewesen wäre. „Action francaise" findet, daß Fehrenbach nichts neues gesagt habe. Der Reichskanzler habe seine Meinung seit Weimar nicht geändert. In Frankreich habe man nach Waterloo von den Verträgen von 1815 gesagt, man müsse sie durchführen, um sich diesen Ballast vom Halse zu laden. Fehren^ bach sagt, Deutschland werde den Vertrag von Versailles im Rahmen der Möglichkeit 1 ausführen. Diese Feststellung müßte unbedingt auf der Konferenz in Spaa zur Richt- Kassel, 28. Juni. Tie vier bürgerlichen Kasseler 3d hm gen Haben amneinsam ein Schreiben an die städtischen Körperschaften gerichtet, tn dem es u. a. 'heißt: „In der Stadtvevordnetenntzung vvm 21 Juni sind von verschiedenen Rednern gegen die Kasseler bürgerliche Presse und ihre Schriftleiter Bel-ridigimgen der gröbftcn Art ausgesprochen toorben. Sv 'hat nach den übereinstimmenden Angaben der Herren Berichterstatter Herr Stadtverordneter Stadtrat Häring v>on „Schmierfinken übelster Art", „gewifsenloien und unmvralisck)en Elementen" und „von lausbuben- hafter Art und Weise" gespwchen. Herr SDbm> bürgermeister Scheide mann sprach von Vertretern der Kasseler Presse als von ,tt»erfiden 'Ehrabschneidern", ^politischen Idioten" und „infamen Verletzern". In lauten Zwischenrufen aus der Versammlung wurden die Schriftleiter als „dreckM Schmutzftnken" und „dumme Schuljungen" bezeichnet. Ter Herr Vorsitzende ließ diese Beschimp- hingeit der Presse rmti) ihrer Vertreter widerspruchslos geschahen und fand Erin Wort der Rüge, während unsere anwesenden VTrtret-er als Gäste wclw- los Waren. Die unterzeichneten Zeitungen erheben auf das Entschiedenste Einspruch gegen diese ungeheuerlichen Beschimpftarsen und fpreckien die be- sttmmte Erwartung ans daß die beleidigenden Bemerkungen in der narb'en Sitzung der Stadt- vewrdneterlversammlungi uom Herrn Vorsitzenden noch nachträglich gerügt Werden und der Presse Genugtuung gegeben wird. Sie fordern ferner eine Gewähr dafür, daß künftig die Presse und ihre Vertreter im Stadtparlament nicht mehr ungeragit beleidigt werden können, sondern auf den Schutz des Herrn Vorsitzenden rechnen dürfen. Andernfalls würden wir rms gezwungnen sthen, die Entsendung von Vertretern zu den Stadtverwrdneten- sitzungen und bannt die Berichter stattung ein-u stellen." sei. Die alte Gräfin war jetzt von ihren Schmerzen befreit und lag eine Zettlang mit geschlossenen Augen da: bann schlug sie sie auf, suchte ängstlich mit ihrem Blick den meinigen und ließ ihr Haupt wieder schwer zurückfallen, wobei ein Lächeln über In der Apotheke erklärte ich rasch, wer ich sei, und die näheren Umstände, und bat den Besitzer, sich sofort mit einem guten römischen Arzt in Verbindung zu setzen, und ihn unverzüglich in Iben Palazzo Frangipani zu senden. Mittlerweile Handel. Berlin, 29. Juni. Börsenstimm unas- bilb. Aus den schon bisher geltenden Einflüssen war die Börst aus den meisten Umsatzgebieten wieder nahezu geschäftslos. Die Kursbewegung war ganz unregelmäßig, am Monbanmartte meist nach unten gerichtet (bis 5 Prozent niedriger). Rhein. Braunkohlen verloren unter G winnrealisierungen 15 Prozent. Von Schiffahrtsaktien büßten Argo aus dem gleichen Grund, 29 Prozent ein. Lebhaft gestatteten sich die Umsätze mir in Petroleum- aftien unter Bevorzugung von deutschem Erdöl, die bis 1100 stiegen. Deutsche Petroleum waren zu 755 umgesetzt. Balutapapiere waren auf das Anziehen der Devisenkurse höher bewertet. Mexst konische Anleihen gewannen etwa 6 Prozent. Von Kolonialwerten waren New-Guinaa und Otam 10 Prozent gebessert. Am Anlagemarkte gaben preußisch Anleihen teilweise V2 Prozent nach. Frankfurt, 29. Juni. Börsenstimmungsbild. Feste Haltung zechten wiederum Auslands- und Kolonial Papiere. Elektr. Deutsch- Ucteriee wurden um 40 Proz. auf 795 gesteigert. Baltimore Ohio gingen 4 Proz. höher auf 214. Schantungbahn verbesserten ihren Kurs um 3 Prozent auf 628. In reger Nachfrage standen Otam- Minen 790 plus 32 Mark. Neu-Guinea 660 bi5 665 Mark. Eine Kursaufbesserung erftrhren Dttlt- sche Petroleum 770, während Deutsche Erdöl- Aktien ruhiger lagen 1100. Südsee-Pchosphch feft 1950 bis 2000. Otavi Genuß lebhaft 670 a67o ä 680 Mexikanische Anleihen wurden lebhaft gehandelt Es stellten sich 5proz. Goldmexrkaner 351V2 Plus 5 Proz., 5prvz. SMermexttaner bei reger Nachfrage plus 12 Proz. 285. 5pvoz. Ta- mMilipas Plus 13 Prozent 176. Stoana Romana fanben zu erhöhtem Kurst Aufnahme 1000. Jndu- striepapiere lagen ruhig. Ehern. SäMdeanstalt weiter rückgängig 478 (— 12 Droz ), Bad. Austin 427 1 Proz. gebessert. Elektr. Schuckert ichwachtcu sich ca 2 Proz. ab I68V2. Mvntanpapiere still. Harpener 2893/4. DeutsÄ-Luxemburg 271, öproz. Reichsanleihe 795/8. mo. Frankfurt a. M,, 29. Jüni. Die Deutsche Gold- und Sttberscheideanstalt vormals Rößler schlägt 17 Proz. Dividende gegen 20 Prvz. im Vorjahr vor. linie dienen. Nordschleswig. Kopenhagen, 28. Juni. (Wolff.) Das Landsthing nahm das Gesetz über bte Einverleibung Nordschleswigs m Dänemark mtt 56 Stimmen einstimmig cm. Es wird tn Kraft treten, sobald die formelle Uebcrtragimg dec Souveränität über die erste Zone an Dänemark durch die Entente stattgefunden hat. Lrbensrnittelunruhen. Berlin, 28. Juni. (WTB.) Privat-Telegr. Das „Berl. Tageblatt" meldet aus Stuttgart: Heute kam es in Ravensburg infolge der Lebensmittelteuerung wieder zu schweren Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Reichswehrttuppen, die seit den letzten Unruhen die Amtsgebäude besetzt hielten. Es gab euren Toten und eine Anzahl Verwundeter. Die Retchs- wehrsoldaten zogen sich schließlich nach dem Garnt- sonort Weingarten zurück. Berlin, 28. Jttni. (Prtv.-Telgr.) In Berlin zogen mehrere ^hundert Frauen und Kinder demonstrierend vor das Ratl-aus, um dort gegen die Lebensmittelteuerung zu protestieren. Auf Tastln las man Inschriften wie: Nieder mit dem Lebensmittelwuckrer und gebt uns billigeres Brot! Die Demonstration verlies ohneZnnschenfall. Lebensfrage eines Jeden ist der Kempf gegen die Folgen der heutigen mangelhaften Ernährung,durch welche. derMensch leichter denn st von Infektienskraatiietten (Grippe, Tehor- knlose, Fnrankitieseetc.) (Desko-Si-Grünl,Blntarmnt (Desko-Si-Rot). Blagen- u. Darmkeschweräen (Desko- Si-v old) befallen wird. Nach Urteil erster Aerzte ist dieser Kampf sicher erfolgreich zu führen durch SUielum-Kisselsliire. Jed. r nehme daher äglich unsere SlIiciamprallnQ mit feinster Schokolade Desko-Si-Grän, -Bot und-Goli! (kein Nährmittel). Originalschachtel mit 15Pralinen nur in Apotheken und Drogerien. 7,Mss Oeiko-Werk B. m. d. H., Htnehen II, Horamaniitr. 18a Müllefsche Badeanftstt. Wasserwärme der Lahn: 17 Grad R. (In einem Teil der Auflage wiederholt.) Spaa. Paris, 28. Juni. (Wofff.) Hugo Stin- nes erMrie dem Berichterstatter des „Mutin", Besiegter und Sieger chttten die Pflicht, zu pvo- duzieren und Werte zu schaffen, um die zerstörten zu ersetzen. Alle rnriügbaren Kräfte reichten nicht aus für diese riesenhafte Aufgabe. Man sagt, in Spaa Zwolle man dieses Werk ins Auge fassen. Spaa komme viel zu früh: es werde ein Fiasko für beide Teile werden. Man hätte noch einige Monate vergehen lassen sollen, dann hätten sich die svzmlen und wirtschaftlichen Probleme entwickeln können unb sich eine Lösung von selbst ergeben. Deutschland 'hätte seine Arbeiter von der Nottoendlgkett gröberer Arbeitsleistung überzeugen können, augenblicklich sei dies schwer, ^tirotes glaubt, die wir t scha ftliche und finanzielle internationale Svlidarit-ät sei ansftfhrbar. Das werde die Neuttalen und Amerika reizen, fick am Wiedevaufbau Euvopas zu beteiligen. Sttmies eihvfft ein Witt>ergiutmachen der Schäden nicht durch eine Arsteihe, sondern durch internationale Steuern. Kohlen, Eifert und Verkehrsmittel stllten belasliet werden. Ein in Spaa zu treffendes allgemeines Abkommen sieht Stinnes als den Beginn der sozialen Zusammenarbeit an. Das „B. T." teilt mit, daß in Begleitung des Ministers des Aeußern, Simons, der Direktor der Rechtsabteilung an Auswärttgen Amt, Ge- Istimrat von Simson, nach Spaa reisen werde. -Beibe Herren hätten den Friedensvertrag bis in seine verborgensten Teile studiert, urrd insofern werde Deutschland in Spaa gut vertreten sein. = Wiesbaden, 29. Juni. Die wirtschaftliche Lage wirkt jetzt auch auf das W e i n g e - schäft. Aus allen Wemorten des Rheingaues kommen Meldungen von merklichen Preisstürzen, _ denen ein völliges Versagen der Nachfrage folgt. Sinkt "um^Liwchm Mftig"* mitfangen, nad> i SSeinnerfteigerungen in bwfenjEa^n in ®t- dem Kurgarten in Marbach, der mit den an grenzen-1 rnlle, Hattenheim ^md^Oestrcch^a^ehaltm^werdeir Oh, ich fühle mich jetzt schon ganz wohl, rstf i wolle ich, da der Fall dringlich sei, Nttroglyzerrn- ilte Dame, zitternd vor siwerhaster Aufregung, I dabletten und Tigttalistinktur Mitnahmen. Mit ‘ diesen Heilmitteln airsaestattet, sprang ich wieder in den Wagen. Selbst die Pferde schienen zu ahnen, daß es sich um Leben und Tod handelte, und sie jagten in wilder Eile zum Palastt zurück. Zu meiner Befriedigung fand ich die Gräfin noch am Leben vor. Aber ich erkanwe, daß es sehr schlecht mit ihr stand. Ich gab ihr eine in Wasser gelöste Tablette ein. Sodann setzten wir uns alle drei und matteten schweigmd das Ergebnis ab. Nach zehn Minuten verschwand die schreckliche, aschgraue Farbe aus ihrem Gesicht, und es nahm seine normale Färbung wieder an. Ich fühlte ihr den Puls und erkannte, daß die Krisis vorüber sei und sie sich wenigstens für einige Zeit außer Gefahr befinde. Ich tvarf der jungen Gräfm einen beruhigenden Blick zu, legte aber meinen Zeigefinger über den Mund, um ihr anzudeuten, daß immer noch vollständiges Schweigen am Platze Kurs Kurs Kurs Kurs 28.6. 29. 6. 28.6. 29.6. 79,63 79,60 79,75 79,70 — f — —, — 73,- 72.90 — t— — 63,20 63,20 —, — 71,10 70,60 —- . 154,- 155,50 155,- -1— ___— 274,50 271,50 — ,— — . •— 205,75 356, — —, — . — 172,50 172,80 144,50 146,- 146,25 144,50 — . — 145,- 145,- — — 176,- 180,12 — ._ —, — 176,63 175,25 246,— 245,- 250,- 273,- 271,- ?73,- 268,50 285.50 —, — 286,- 234,- 289,50 289,75 289,- 292,- 182,- _ _ 182,- 180,12 — . — — . — 240,- 239,50 — . — - f — 398,- 397,- 424,- 427,- 422,- 425,- 345,- —, — 342,50 347,- 168,’ 50 271,50 170,- 166,- —, — 400,- —, — — S — 201,- 201,- 236,25 239,75 —— —— 210,- 213,25 201,25 — _ — -ee . — 83,25 84,- —. — —. — 289,50 290,- Privat- ** Handels-Schule „HERMES“ Gießen, Bahnhofstr. 60 Buchführung Stenogr, Maschin., alle Hand eis facher u. Fremdsprachen. 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Ergänzende Bestimmungen über bic Zuständigkeit bei unmittelbarer lieber* Weisung bes >»m Arbeitgeber für bie Einkommensteuer einbebaltenen Arbeitslohnes v. 16. 6. 1920. Nach Z 12 Abs. 1 ber Bestimmungen über bie vorläufige Erhebung ber Einkommensteuer durch Abzug vom Arbeitslohn für bas Rechnungsjahr 1920 — Zentralblatt für das Deutsche Reich, S. 832 — kann dem Arbeitgeber gestattet werben, statt ber Einzahlung des einbehaltenen Bettages durch Steuermarken die Einzahlung unmittelbar in bar ober durch lieber Weisung an die Steuerhebestelle vorzimehmen, die für die Erhebung ber vom Arbeitnehmer zu entrichtenben Einkommensteuer zuständig ist. Um Arbeitgebern mit zahlreichen in mehreren Gemeinden wohnhaften Arbeitnehmern die Durchführung dieses Verfahrens zu erleichtern, wird hierdurch folgendes herorbnet: Beschäftigt ber Arbeitgeber mehr als 100 Arbeitnehmer unb sind für die Erhebung der von ihnen zu entrichtenden Einkommensteuer mehrere Steuerhebestellen zuständig, so ist der Arbeitgeber berechtigt, den enwehaltenen Betrag an die für bie Betriebsstätte oder in Ermangelung einer solchen an die für ibn sonst zuständige Bezirkskasse abzu- führen. In diesen Fällen hat der Arbeitgeber die Nachweisung (vergl. Abdruck im Gieß. Änz. vom 18. Juni 1920), und zwar in dreifacher Ausfertigung bei derselben Kasse eirrzureichen. Die Nachweisung ist einseitig zu beschreiben und so öinzurichten, das; die einzelnen Abschnitte ohne Ao- . schriftnahme auf die Finanzämter verteilt werden können, die für die Erhebung der Einkommensteuer > ber Arbeitnehmer in Betracht kommen; bie einzelnen Arbeitnehmer sind tunlichst nach Wohnorten > zusammenzufassen. Die Bezirkskaffe hat die Nachweisung dem für sie zuständigen Finanzamt abzugeben. Das Finanzamt trennt die Mschnitte und leitet sie an die für die einzelnen Arbeitnehmer zuständigen Finanzämter weiter. Berlin, den 16. Juni 1920. 7132D Der Reichsminister der Finanzen. In Vertretung: Mo es le. Vorstehendes wird bekanntgegeben. Gießen, Butzbach, Grünberg, Lungen, den 29. Juni 1920. Die Finanzämter. Bekanntmachung. In unser Genossensä>astsregister wurde lieute bezüglich de. Spar- intb Vorschußvereins, eingetragene (Äenosscnschast mit unbeschränkter Last- pslicht zu Allendorf a. d. Lda. eingetragen: Die Genossenschaft hat sich in eine solche mit beschränkter .Haftpflicht umgewandelt. Die Firma lautet jetzt: Spar- inib Dor'chustverein Mendorf a. d. föw., eingetragene G nossenschast mit beschränkter Last- Pflicht. Die Lastsumme beträgt 1500 Mk. Die Beteiligung ist auf 2 Geschäftsanteile beschränkt. Gießen, den 25. Juni 1920. 7151B Lessisches Amtsgericht. Bekanntmachung. In unser (Änossenschastsregister wurde heute bezüglich des Konsumvereins II. eingetragene Ge- noffensckwft mit beschränkter Lastpfficht zu Watzenborn eingetragen: Die Genossenschaft ist durch Beschluß ber (Generalversammlung vom 27. März und 24. April 1920 ausgelöst. Zu Liguidatvren sind bestellt: Georg Jung IV. in Watzenborn und Jakob Günderoth in Gießen Gießen, den 26. Juni 1920. 71498 __________ Lessisches Amtsgericht. Bekanntmachung. In rmser Landelsregister Abt. A wurde heute eingetragen die Firma Fritz Aiagnus, Optik und Mechanik in Ssteßcn. Inhaber ist Fritz Magnus, Kaufmann in Gießen Der Frieda Magnus geb. Lentz rn Gieyen ist Prokura erteilt. Gießen, oat 21. Juni 1920. 71508 _____________hessisches Amtsgericht. 46iin(pviiqittw|a^ - ffsenschaftsregisier wurde heute ich der Mol^vetgenossenschaft der vereinigten Mtlchhandlcr Gießen, emgettagene Genvffenichast mrt beschrankter Lattvstich! in Gießen eingetragen • Nachdem das GenossenschaftSverinögcn vollständig verteilt ift, rst die Vertret ungsbefugnis ber Liqur- datoren erloschen. Gießen, ben 24. Juni 1920. 7152B Lessisches Amtsgericht Srneksadien * irt wert tte BrU'ukt Salu.-Breakor«L B. Leye, flrt« Erklärung! Die Ortsgruppe Gießen des Verbandes deutscher Textilgeschäfte gibt dem kaufenden Publikum bekannt, dast sie der allgemeinen wirtschaftlichen Lage Rechnung tragend ihrerseits bereit ist, zur Erleichterung der Beschaffung von Kleidung, Wäsche und sonstigen Textilwaren mit einem erheblichen Preisabbau sofort zu beginnen. Die Kundschaft darf überzeugt sein, daß unterzeichnete Firmen auch ohne marktschreierische Reklame bereit sind, ihr die im Rahmen der Möglichkeit liegende vorteilhafte Einkaufsgelegenheit zu bieten. Vogt sehe Privat-Handels-Schule Goethestraße 32 Gießen Telephon 2064 Am 15. Juli l&QO beginnt ein neuer HalbJailreSKUI*SUS in Buchführung, Stenograp hie,Maschinenschreiben und allen Handelsfächem. *mc Prospekte frei durch die Schulleitung. Anmeldungen werden täglich entgegengenommen. WWW-MM über abgelieferte Einkommensteuer für Arbeitgeber, die vom Markenkleben befreit sind Vie Ortsgruppe Siehe« -er verbander deutscher TexlilgeschSfte, Berlin Gebr. Baer 8ran; Sette Kaufhaus V. Elsoffer Carl Zrensdors 3. h- Suhr Hob. Haas Nachf. Jacob Heilbronner Carl Horn Gebr. Imheufer h. Raeß Nachf. Naufhaus Satz $r. Levermann Rich. Löwenthal & So. Earl Loos Meyerhofs & Goslar Carl Nowack Zritz Nowack 3- Pfeffer L. w. plant L. Röhr & Lo. A. Salomon & Lo. $. Sammet Gefchw. Sauer Nachf. 3- Schmücker Nachf. S. W. Schneider Nachf. 3ul. Schulze Gebrüder Stamm Ludwig Stern Friedrich Teipel Gebrüder well Vilh. wirfig Larl Zwang. 7138D Halber Bogen = 50 Pf., bei 10 Stück - 45 Pf (für 49 Hrbei nebmer auSreichendl Ganzer Bogen — KO Pf., bei 10 Stück 70 Pf. (für 117 Arbeitnehmer ausreichend». Zu beziehen durch Briihl'sEe Uuimßtätg-VM- ii.LteinKlukmi Schulstraße 7. Iranegtoflen onne m inotiit Keine rauhen Npnhpifl KeinWundreiben Kragenkanlen mehr. nCUIIüllI Halses. 'N Form und Gebrauch rote andere: gleichzeitig mit einer Vorrichtung zum Glätten der Kanten an Kragen, Manschetten usro. direkt beim Bügeln. LMAlMskMSl.MMlltzel. _____________________________________________ 6999 ffsLÄM Klassen-Lotterie ZiehungSbeginn 13. Juli. Lose inkl. Teurungszuschlag «b 1. Juli lo WWeo Wlongeo Oes Sooföaoies 6eW Milte Vlkisk Fritz Nowack. Rote garantiert la 6,05 Frieden «Qualität Carl Schunck Achtung! Zoyamilsveeren Werren Morgen Donnerstag komme auf d. Brandplatz 8roste Mengen dicke Jo- aunitzbeeren zum billig. 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Die breifctgiabng’ Bnrgschampielecin Tilly Kutschera machte heute morgen in einem Anfall momentaner Smn^ver- (niimmg ihrem Leben ein Ende, rndem sie sny ans der im 2. Stockwerk gelegenen elterlichen Woh^ nimg in den Hof des Hauses hinausstürzte. Sie erlitt einen Schäbelbruch und war sofort tot. an die Frankfurter Strafkammer erfolgt ist. Die Verhandlungen, bei denen der Berliner Rechtvanwatt Alsberg die Brüder Rudolf und Karl vertritt, beginnen heute und werden mehrere Tage in Anspruch nehmen. Die Angelegenheit "am dadurch ins Rollen, daß gegen einen Beschwerdeführer, der über die Machenschaften des Hauptmanns Philippi die Militärbehörde ^unterrichtet hatte, ein Strafverfahren eingeleitet worden war. Ordentl. brav., nicht zu jung. Dienstmädchen tu kleinen PrivathauShalt nach Bad-Nauheim für Dauerstellg. per bald ges. Frau Marie Lindner, Bad-Nanhelm, Altceitr. 10. Iff- „Im Interesse der vielen Bruchleidenden sei an dies. Stelle nochmal ganz besonders a. d. Inserat des Hrn. Ph. Steuer Sohn in heurig. sJtx. hingewiesen." Deutschen Schutzbund Annahmestelle: Geschäftsstelle dieser Zeitung Vermischtes. Hagelumvetter. *Neugersborf, 29.Juni. (WTÄ3.) Gestern abend gegen 6 Uhr gingen über die hiesige Gegend schwere Gewitter verbunden mit wolken- bruchartigem Regen und Hagel nieder. Die Hbgelschteßen erreichten die Größe ton Tau- beneiern und zertrümmerten in den Nachbarorten Hunderte von Fensterscheiben. Das Unwetter, dav von ungewöhnlicher Stärke war, hat die Ernte streckenweise vollständig vernichtet und auch in den Obstgärten erheblichen Schaden angerichtet. Heute lagen die Schloßen noch stellenweise 25 bis 30 Ztm. hoch. Zur selbständ. Führ, eines HauSh.,2Pers. u. Kd. <3J.s, ro.etn foUb.Allalninldehan, d. werf, kochen t, geg. gute Bez. uBervst. nocOFrank; furt/H. v. sof. o. 15. Juli ges. Sielt. Fräul. sucht Stelle als Haushälterin in besserem Hause. Schristl. Angebote unter 011583 an den Gieß. Anz. nur schriftlich, mit Zeugnisabschriften. [011604 Ferher’aeho Univ.-Buchhandlung, SelterSweg 87. »MMMlllUMMUlM EnknEung und den ifcnttgen Swnd d^jünS- --- -■ - ' will, findet in Vertreter gesucht zum provisionsweisen Verkauf der bewährten tzvülleiskiiligs - RMgllkvel - IreWtiemen mit weicher Lauffläche, Patent Kaniß, sowie NO! M BleiWet-Sötöetiihiöei für Hessen, Hessen-Nassau u. Oberbessei,. Nur solche Herren wollen sich melden, welche Kunden ihres BertretungsbezirkeS laufend besuchen, sich mit allem Nachdruck des Verkaufs annehmen wollen und in Fabriken u. Betrieben aller Art gut eingesührt find. Genaue Angabe des Gebietes, das ständig bearbeitet und bereist wird und der Artikel, die mit'verkauft werden, erwünscht. Bet jetzt herrschender Diebstahls- aefahr der Lederriemen und Mangel an geeigneten Förderbändern großer Ab,ay sicher. [7066ss Louis Herrmann, DrM«-A. 24. Zwickau, 29. Juni. (WB.) Heute vormittag stürzte bei der ErUebirgischen Stein- kohlenbau-Gesellschaft in Schedewitz, die einen neuen Kühl türm aufführen läßt, plötzlich die innere Rüstung des Turmes zusammen und riß die daran beschäfttgten Arbeiter in die Tiefe. Zwei waren sofort tot, zwei wurden schwer und vier leicht verletzt. dz Brilon, 28. Juni. Der Personen- zugBrilon—-Paderborn entgleiste in ber Nähe der Station Brilon. Acht Fahrgäste wurden schwer verletzt. Von unbekannter Hand waren Steine auf die Schienen gelegt worden - - x ~n den nächsten Paris, 28. Juni (Wol Tagen wird eine Luftschi Paris — Genf eingeführt. * Paris, 29. Juni. (Wolff.) Gestern wurden in Versailles zum Besten ber Armen nach dem letzten Wunsche des ^verstorbenen Generals Gaby D e s l i s Edelsteine im Werte von 2 300 000 Franken verkauft. Für den Vertrieb eines neuen, patentierten Verbrauchsgegenstandes [gleichzeitig großer Rek- lameartiketz wird ein bei Kolonialwaren sowie Tabak- und Zigarren- Geschäften etnnefübrter X^Cttl CtCl routinierter Herr als r ir gesucht. Da Artikel leicht verkäuflich, ist enormer Umsatz zu erwart. Kaution v. M. 3000, die ficher- gestellt wird, ist erforderlich. Ofi. u. 7019 an die Ann.-Exped. Julius Greif, Darmstadt. 71630 Fußball. Am vergangenen Sonntag trafen i sich im fälligen Diplomspiel die Mannschaften des Sportvereins „Merkur" und des Vereins für Bewegungsspiele Gießen. Sind Spiele zwischen Lokal- vegnern an und für sich schon spannend, und interessant, so wurde das Treffen der beiden ersten Mannschaften genannter Vereine, der vergangenen Ereignisse wegen, mit besonderem Interesse erwartet. Der Ausgang des Spiels, welches um i/25 Uchr anfing, war zu Beginn sehr zweifelhaft, vbwvhl Sp.-V. „Merkur" mir mit 10 Mann (bar» Kitter 4 Mann Ersatz) antrat. V. f. B. spielte mit seiner kompletten Mannschaft zunächst mit dem Winde und bedrängte'das Merkur-Tor beträchtlich; lle Angriffewurd« jedoch, dank ber guten Ver- idigung und vor allem des vorzüglich spielenden rWortes abzuschlagen. Sehr oft wußte dieser durch entschlossenes, ruhiges Eingreifen die gefährden Momente abzulenken. Einen vom SchiAs- 4er gegebenen Elfmeter hielt er glänzend. Bis Halbzeit, durch den Wind unterstützt, bedrängt V. f. B. weiterhin Merkurs Tor, ohne jedoch einen Erfolg zu erzielen, so daß bei Seitenwechsel das Spiel noch 0:0 stand. Nach Halbzeit ging Merkur .etwas mehr aus sich heraus und erzielte infolge immer wieder gut eingeleiteter Durchbrüche m der 15. Minute das erste Tor Nun setzte V. f B. ebenfalls alles daran, den Ausgleich zu schaffen, was je^ch vorerst nicht gelang, da der ausgezeichnete Tormann Merkurs, H. Böckler, fern Heiligtum zu hüten wußte. Das Spiel wurde leider etwas schar? und der Schiedsrichter, Herr Lösch tont V. f. R. 1900 mußte des öfteren eingreisem Bei einem schönen Durchbruch gelang es endlich V. f. B.,, den Ausgleich zu erzielen. Merkur versuchte ebenfalls alles, um noch Erfolge zu ernten; die von dem technisch vollendeten Mittelstürmer Merkurs, H. Koch, emgeleiteten Durchbrüche konnten aber leider durch das Fehlen des fünften Stürmers Nicht bis zur Verwandlung des Balles.gedeihen. Das, Spiel blieb nun eine Weile offen. Es nnirben immer wieder beiderseits eingeleitete Durchbruche durch die Verteidigung zum Scheitern gebracht. Kurz vor Spielerche gelang es V. f. B. noch, das Resultat auf 2:1 für sich zu gestalten, welcher Erfolg der gut eingespielten Stürmerreihe des V. s. B. zu ter* banken ist. — Von ber Mannschaft Merkurs darf — Sonntag weilte der V. f. R. 1900 mit seiner Ligamannschaft in Marburg und spielte dort gegen den z. Zt. spielstärksten Verein „Turn- und Sportverein 1860 Marburg" nach meist überlegenem Spiel 4:2. — Bereits in den ersten 5 Minuten saßen die zwei Treffer im Gießener Tor, da die flinken Marburger Stürmer die noch picht an den Boden gewöhnte Berteidigung umspielten und so für den Torwächter, Altmeister Weber, unhaltbar einsandten. Nach diesen Ueberraschungstoren wandte sich das Spiel zusehends. 1900 fand sich immer mehr zusammen und der HalAinke schoß bald einen Bombenschuß aufs Marburger Dor; der Ball wurde zwar vom Torwächter erfaßt, glitt ihm aber durch seine Schärfe aus, so bas erste Tor für 1900 bringenb. Kurz vor Halbreit verwandelte Christmann einen Elfmeter sichernden Ausgleich dadurch herbeiführend. Halbzeit 2:2. Nach Wiederbeginn mar der Gießener Sturm nicht mehr zu halten. Der fieine zähe Münker^ als Mittelläufer (sein richtiger Platz) leitete das Spiel in vorbildlicher Weise und fütterte den gut zusammen spielenden Sturm mit schön vorgelegten Bällen, wirksam unterstützt von beiden Außenläufern. Angriff auf Angriff folgte und es begann eine regelrechte Belagerung des Marburger Tores. Trotzdem konnte der eifrige ©turnt feine Ueber- le gen beit mit nur zwei Toren bekräftigen, ba der unsichere Schiedsrichter bas robuste Spiel der Marburger Läufer- und Berteidigerreihe nicht genügend unterband und durch seine ungenauen Entscheidungen das Spiel lahm legte. Die Mannschaft 1900 spielte heute wie aus einem Guß. Auch die Verteidigung war gut und nahm, was sonst wenig zu bemerken ist, vor allem richtige Platzftellung. V. f. R. II. — V. f. B. Friedberg II. 0:1; V. f. R. III. — V. f. B. Friedberg III. 2:1; B. f. 3i.IV. . B. Friedberg IV. 1:1. Mrehe und Schule« g. Reis kirchen, 27. Juni. Unter Mitwirkung des Posaunenchores von Bersrod und des Kirchengesangvereins von Burkhardsfelden sand heute dahier das Dekanat sm issionsfest statt. Redner waren Pfarrer Becker-Gießen, Mff- fionar Walter-Beuern und Dekan Gußmann-Kirch- berg. — Es gingen 676 Mk. Kollekte ein. Außerdem wurden zahlreiche Schriften verkauft. Kunft und Wissenschaft. — Ausstellung zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten. Am 4. Juli wird im Volksbilbungsheim zu Fr an k f u r t eine Ausstellung zur Bekämpfung der Geschlechtskrankheiten vom Deutschen Hhgienischen Museum in Dresden und der Frankfurter Ottsgruppe der Deutschen Gesellschaft zur Bekämpfung der Ge- sckflechtskrankheiten eröffnet. Die Ausstellung zeigt in umfassende: und mustergültiger Weife die furchtbaren Verheerungen, die diese Volksseuckie am Körper des Volkes anrichtet. An Reichhaltigkeit der ausgestellten wissenschaftliche Objekte und Präparate, an übersichtlicher Veranschaulichung des statistischen Materials dürfte diese Schau alle ähnlichen Ausstellungen weit übertreffen. rm. Darm stabt, 28. Juni. Darmstädter Kunstausstellung 19 20. Gleichzeitig mit ber Ausstellung „Deutscher Exvressivnismus" auf ber Mathilden höhe, die einen Ueberblick über die Ä? fS3eä2U^iirCiM'td,^r tu” anroalt bur<6 toifion an. worauf Rück«m«!m>; ® " "" ' Turnen, Spiel und Sport. * Gauturnfest 1920. Die Arbeiten für das Gauturnfest am 10.—12. Huli d. I. schreiten rüstig fort. Die Festordnung wird in den nächsten Tagen veröffentlicht werden. Es sei daraus hervorgehoben, daß am Samstag abend auf dem Festplatz (Oswaldsgarten) eine Eröffnungsfeier abge- balten wird mit Konzert und turnerischen Aufführungen. Nach den bis jetzt vorliegenden Anmeldungen — ber Turngau Hessen zählt 168 Vereine — darf mit einer Beteiligung von über 1000 Wetturnern gerechnet werden. Das Wett- tumen selbst beginnt Sonntag tormittag 6V2 Uhr, das Musterriegen-Turnen und die Sondervorführungen finden nachrnittiws statt. Die Namen ber Sieger werben noch am Sonntag Abend verkündet. Auch die tanzlustige Jugend dürste zu ihrem RecAe kommen. Für das Jugend-Wetturnen am Montag nachmittag liegen bis jetzt ebenfalls zahlreiche Anmeldungen von allen Gießener Schulen vor, ebenso für die Turnspiele. Der Jurplatz dürfte diesmal verschiedene Neuheiten aufweifen, so datz auch dadurch für Abwechselung reichlich gesorgt ist. hochschrtlnachrichteir. rm. Darm st aßt, 28. Juni. Tin für Darm- ’taöt wichtiges Institut, um das sich schon eine Anzahl Großstädte, mie Leipzig, Dresden usw. beworben haben, das .Lehrinstitut für G erbe r e i che m i e, soll demnächst tirt Anschluß an dve Technische Hochschule errichtet werden. Dazu kommt das Forschungsinstitut für Lederchemie. Erne Lehrkraft ersten Ranges, Prof. Stiaßnh, der vor dem Kriege das einzige überhaupt existierende derartige Institut in Leeds m England leitete, aber von dort vertrieben wurde, wird trotz vorteilhafter Angebote von anderer Seite auch aus familiären Gründen die Leitung übernehmen und man darf hoffen, daß hierdurch Darmstadt, ixrs durch den Umsturz manches verloren hat, Wieder einen neuen Anziehungspunkt von besonderer Bedeutung sowohl in wissenschaftlicher, wie Mrt- schafüicher Beziehung erhält. Die Institute sollen vorläustg rn dem früheren Hofwaschhaus nächst der Technischen Hochschule, das der frühere Grvßherzog zur Verfügung gestellt hat, untergelftacht werden, für später ist ein besonderer Neubau vorgesehen. Ter Staat hat vorbehaltlich der Genehmigung birah die Kammer für dieses, die gcmze hessische Industrie interessierende Jnstttut die Summe von 500 000 Mark zugesagt, die beteiligte Industrie hat den gleichen Betrag versprochen, die Hochschulgesellschaft hat 100 000 Mark bereit gestellt und nunmehr bat auch die Stadtverordnetenversammlung eine halbe Million Mark bewilligt. Mm hofft, daß auch vorn Reich , für die Einrichtung, die ans Englands Händen jetzt in deutschen Besitz kommt, aus den Unterschüssen der Reichsledertewirtschaf- timg ein namhafter Betrag zur Verfügung gestellt wird. DlmS dem AmtSverkünvigungsvUrtt. DaS Ämlsverkündigungsblatt Nr. 89 29. Juni enthält: Außenhandelskontrolle. — Misbildung und Prüfung für den mittleren Staatsdienst im Vermessungsfach. — Dienstnach- Achten — Feldbereinigung Langd. — Bekannt- Mrchung der neuen Fassung ber Reichsgetreide- pttmung (Fortsetzung). Die Außenhandelskontrolle be- gfmmt: Bei BerechnungderWareinaus- länbischer W ährung wird ber Wert ber Ware nach einem Kurse umgerechnet, welcher je für eine Woche aus Grund der am Montag notierten Geldkurse nach Abyug ton 15—20 v. H. berechnet wird. Der Reichskommiffar für Aus- und Einfuhrbewilligung erläßt die erforderlichen Aus- sichrungsanweisungen. Diese Bekanntmachung tritt mit dem 15. Juni 1920 in Kraft. Dien ft Nachricht en des Kreisamts. Das Ministerium des Innern hat der Münchener Künstlergenossenschaft und dem Verein bildender Künstler Münchens (Sezession) die Erlaubnis erteilt .6000 Losbriefe der aus Anlaß ihrer in der teilt, 6000 Losbriefe der aus Anlaß ihrer in der Zeit vom 1. Juli bis Oktober b. I. ftattfinbenben Kunstausstellung int Glaspalast m München zu veranstaltenden Sach- und Geldlotterie innerhalb des Freistaates Heften zu vertreiben. zur Gegenwart zeigen imb baren Beziehungen perf^uchttÄtt^rmsdidter Kunstfteunde zu dem künstlerischen Schaffen rn g^ scklvssener übersichtlicher Fvrrn vorführm will. T« Ausstellung wurde am SarnStag m ber Kunst* halle am Rheintvr durch Museumsdmettor Gel). Hvftat Back im Namen des Benbcmdes bildender Künstler in Hessen mit einer eröffnet, in ber er darauf hmnnes, daß es ftft dre Sckwffenden von größter Wichtigkeit sm, ernmal die vielen und großen kütrstlerischen Werke, die in stiller Sammlertüttgkert dem Kulturleben Darmstadts zugeftkhtt wurden, einnrnl srchllxtt itordm und sich auswirken Minen. Es srnd^etn» 60 Kmrfb- ler vertreten, barunter Böcklin, B vollst, Caspar, Eberz, Erler, Heinz Heim, L. v. §0f Hüther, Lenbach, M. Pvchltein, Putz, ^e^valbach, Stuck, DHoma u. a., die stift vlpie Ausna^ne noch nicht öffentlich gezeigt wurden. Die Ausstellung wird sicher große Anzillhungskvast ausubsi. --Frankfurt a. M., 28. Juni. Der Kunst- verein veranstattet vom 1. August ab eme Ausstellung „Ein Jahrhundert Frankfurter Malerei", in ber die Entwicklung der Malerei in Frankfurt während des 19. Jahrhunderts an einer Fülle von Gemälden aus öffentlichem und privatem Besitz gezeigt werden soll. M a n n h e i m, 28. Juni. (WTB.) Der hiesige Stadtrat wählte einstimmig den Direktor desStadt- theaters in Bochum Dr. Saladm Leb recht als Nachfolger Dr. Hage man ns zum Intendanten des Mannheimer Nationaltheaters auf die aaltet 3til 4 Bad-Nauheim, 28. Juni. Der hiesige Männetturnvevein hielt gestern bei guter Beteiligung auf dem Hofe der Stadtschule ein Wetturnen für Schüler, Zöglinge und Turnerinnen ab. Geriehtrsaal. Ein neuer Philippi-Proz-etz. -- F r a n k f u r t a. M., 30. Juni. Es ist noch bekannt, daß das Kriegsgericht den Hauptmann Heinrich Philippi, den Vorstand des Heeresparks in Mainz, s. Zt. wegen Bestechung zur Amtsentfer- nung und drei Jahren Gefängnis verurteilt hatte. Er war Teilhaber an der Maschinenfabrik feiner Brüder Rudolf und Karl in Wiesbaden, denen er ungeheure Heereslieferungen zuzuwenden wußte. Er hat dafür von seinen Brüdern eine Provision von 1 Proz., die eine Höhe von 1800000 Mk. erreichte, bezogen. Außerdem bezog- er fein Gebalt als Geschäststeilhaber weiter. Die beiden Brüder Rudolf und Karl waren damals wegen — Der Gießener Radfahrer-Ber- e in 1885 c. V batte am Sonntag, den 27. d. M. zwei schöne Erfolge zu verzeichnen. Bei dem Rennen „Rimd um Frankfurt a. M.", 240 Klm., beteiligten sich zwei Fahrer des Vereins, Aug. Deibel und Georg Zell. 75 ber besten Fahrer erschienen morgens 5 Uhr am Start in Frankfurt a. M. Die Fahrt ging über Darmstadt, Dieburg, Babenhausen, Hanau, Friedberg, Nauheim (durch die TaunUsberge), Ufingen, Tenne, Idstein, Weilbach, Kostheim, Groß-Gerau, Frankfurt a. M. (Ziel). In sehr scharfer Konkurrenz konnte Aug. Deibel in 9 Stunden 10 Min. den 7. Preis und Georg Zell den 17. Preis erringen. Deibel hielt die Spitzengruppe bis kurz vor Hanau, wo er infolge Reifendefekts viel Zeft verlor. Er holte allerdings sehr bald wieder auf und ließ viele gute Fahrer hinter sich. Zell erlitt schon kurz nach dem Start durch Massensturz einige Verletzungen,»velche ihn während der Fahrt behinderten. Es war eine ganz hervorragende Leistung, welche von den beiden Fahrern vollbracht wurde. Der G. R.-B. 1885 e. V. setzt noch große Hoffnungen auf den jugendlichen Aug. Deibel sowie auf ben Senioren Georg matt wohl hoffen, baß sie, bei komplettem Antritt, in Zukunft recht schöne Resultate zeitigt. Die zweitenMannschaften spielten um 2 Uhr und lieferten sich ebenfalls (Merkur leider wiederum nur mit anfänglich 9 Mann, später mit 10 Mann spielend) einen flotten, offenen Kampf, der bei Halbsett 0:0 stand. Nach Halbzeit, durch den Wind unterstützt, gelang es V. f.B. infolge der bereits durch das Fehlen ton Spielern stark erschöpften Mannschaft Merkurs, zweimal einzusenden und das Resultat somit 2:0 für sich zu gestalten. Die 3. Mannschaften spielten vormittags 10 Uhr. Es verlor hierbei Merkur infolge vollständigen Versagens der Verteidigung mit 3:0. Die Mannlckwften waren sich sonst mindestens ebenbürtig. Luche sofort ein tiikb- ^tiaes Dienstmädchen für Landwirtschaft. 7iuc Au«. Schimpf, Ottbeim bei Butzbach. S'XT Mädchen gesucht. 7133 Cafe Astoräa. MUMiAMn das selbständig kochen kann, in kleinen Haushalt gesucht. Gute Verpflegung, 120 Mk. Lohn. SchrtstU Angebote unter OHMS an den Gieß. Anz. Akquisiteure ür aussichtsreiches Reklame Unternehmen in Gießen u. Umgegend gegen hohe Provision gesucht. Leichte Reisetätigkeit. 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Ober, der seine Gäste kräftig »atzten ließ, nwr tor in einem Restaurant auf der Kaisersttatze angestellte Heinrich Werner, brr erhöhte Brev-, Wern- iunb Speisenpreise nahm intib ke wtehr- beträge einsteckte. Aus die Anzeige des Wirtes fnn, wurde er von der Strafkammer zu drei ALnvaten Gefängnis verurteilt. Putzarbeiterin tüchtig und selbständig tm Putzfach, per bald oder später gesucht. 7098 Ni choewentbal L(5o. Mädchen das etwas kochen kann, per 15. Juli gesucht. Frau Georg, 7091 Seltersweg 36 71441 Für alsbald älteres Mädchen od. Frau zur selbst. Führung eines kl. HauShaltS gesucht. Ja,harih, Wilhelmstt. 5. Putz. Selbständ. 2. Arbeiterin ges. Mathilde Bachmann, Babnbofstr.«. 011486 Tücht. Hauem&dchen gesucht. Frau A. Benner, Marktstraße »4. 011497 Wal Gesund., faub. Dienst mädchen, welch, die Haus- arb. verft. u. etw. (Sorten- arb. bes. t, geg. hoh. Lohn ges. Reifet, w. verg., Ber- mittl. n. ausgeschl. Fran Bendant Karl, Srtnberg. Gesucht für Geschäftshaus junges Mädchen aus gut. 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Juni 1920. 7102 1. Klavier 7136] TcrJBerttexK Instrumente. 06124 tb LL Um geneigten Zuspruch bittet oi rt Hermann Löber. Angenehmer, kühler Aufenthalt. Re«! Ne«! «e«! Erv-, Gienen. 7129c zu verkaufen 011612 1. StadttheaterGiehen Leitung: Hofrat Herma«« Steingoetter. fr . C. 331 an Hess. QrtSgericht. 68876 Leo. Schwank In 3 Akren von Kranz Arnold u. Ernst Bach. 28 Sprossen. K 4/20. 7130 Anfang 7 Uhr Ende gegen 9*/* Ubr. lwc] aen bittet 011621 Btmrb’tL der Vorstand. Zur Witte! 7134 reu ***** Ereduerst». 3f» d. i Seaen hohe Zinsen. Schr. Ing. u. 7140 o-U «n». Rudolf Hoste, Frankiert a. B. 71tsss zu leiben gegen ante Sicherheit u. monatlich« Rückzahlung. Schr. Ang. unt. 011A7 a. d. G. An». OEL- WACHS SCHUH- KREM -2. 3. S | 4- VssseNlig ans der Ml. i Spezialität Bohnenkaliee. stimmen und Reparieren in tadelloserAusführung W. Schlüter, Schottstr. 15 I. Daselbst Ankauf gebr. 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Sabie Johl Fritz S. Stern Verlobte i p z" uevfni'.fcn. Vollnr. VumdlittraKe 21. 011633 Am Donnerstag, 24. Juni, verschied nach langem schweren Leiden mein lieber Polier Herr Wilhelm Albach. MgMMiN SM Allgemeine Bürgerversammlung am Donnerstag den 1. Juli abends 8 Uhr im Hotel Schwab <„Kelfenke«er^. Tagesordnung: I. Maßnahmen zum Schutze des Eigentums gegen Einbruch usw. 2. Andere wichtige bürgerliche Angelegenheiten. Eintritt frei. Auch Nichtmilglieder nnb willkommen. Zu recht zablreichem Besuch lädt freundlichst ein SmoMieiofloorilttooij" 3'crf. 2 bcnliebe Sokller« handriden (rnficr.l. geiv. am _‘ü. I. b. Druiu» u. Wtldenstl v v n. Bella v d. itleebnrlj. Pr. iS nach Ucbcreintnuit. 5ta utiib. kann auMcicilt wrnden. J. L. Saaes, S. V. toitgl., bkflwiimrn. 0ti7M Deutsche Doaac. 7 Mon. ul,, Hunc». icav schönes Tier, v.i vk. Georg Erst«, Geifl-ivciffii. 7121 Hauptversammlung höflichst ein. Tagesordnung: Bortrag des Herrn GartenmeisterS Rentfch« tzriedberg über d.Sommerarbeit.t. S«nÄegart«n, RechnungSablaae für 1819/20, ErgänzungSwahl de» Borstande-, Mitteilungen, verschiedenes. Einmalige «usfübrungl Neuheit 1 Mittwoch de« 30. J««s abds. 8 Ubr L BootShauk Mitglieder- Versammlung 1- Aufnahmen, L Regatta, L Berschiedene». 71<7c Der Vorstand [H. 9 Nr. 54 - 600 qm Bauplatz in dem Wasserfall zwischen (Lbausiee und Aulweg, 2. Fl. 9 Nr. 01 - 422 qm Bauvlav daselbst. Die näheren Bedingungen können wäbrend der GeschäftSstunden Neuheit! (10—12 Ubr vormittags) etnaesehen werden. Glesien, d. 21. Juni 1920. Gestern vormittag 8 Uhr entschlief sanft nach langem, schwerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden meine Lebe Frau, unsere unvergeßliche gute Mutter, Tochter, Schwester und Großmutter Frau Luise Otto geb. Hens im Alter von 52 Jahren. 3 Hasen <1 MM) mit grostem 2!i.iili) mit Kasten für 40 Ml. 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