Erstes Blatt 170. Zahrgang Schreibens sich eifert, breit Die bayerische Gesandtschaft am Vatikan. Rom, 29. April. (WTB.) Der „Cor- riete D'Jtalia" meldet, daß trotz der Schaffung einer deutschen Botschaft beim Vatikan die bayrische Gesandtschaft nicht aufgehoben worden ist. Ferner fei die Schaffung eines Nuntiats in Berlin vorgesehen. teilt mit, daß bet nationale Eisenbahnerbund am SarnStag. 1. Mai, in den Generalstreik treten iverde. um die Na tional i s i e r u n g de i Eisenbahnen zu erkämpfen. fei die For berung der gesamten ’DlrbciterbcivefliiTui. Der Au-Z schuß werde dafür sorgen, daß die Versorgung bed Landes gesichert bleibt. Nole^wechse» wegen Auslieferung deutscher 5chiffe. Berlin, 29. Llpril. (W)lff.) Die Wieder- gutmachungskommission erhilte auf de am 14. April an sie gerichtete Note der deutschen Regierung folgende Antwort: Wir haben die Ehre, den Emoiang Ihres iigcd den nachdrücklichen Beweis von der immer rro(6 verachteten Stellung erbringt »die es in den Lugen jener „Herren" einnimmt." Wahlkampfmusik, und mehr noch als kTies! In der größten unserer Regierungs- nirteien scheint man sich zurückzusehnen in i?:e Zeit, da noch nicht die Bürde der Ven- rntwortuna für positives Schaffen druckte, da "att dessen die Aufschürung des Klasscnbasses i'.orierte. Man kann im Großen nichts be- Spinnen, und fängt es nun wieder im Kleinen tm. Ter Wetteifer mit den Unabhängigen regt ) ch für die tommenben Wahlen, und der Vorwärts" sucht es der „Freiheit mit .^raftausdrücken gegen die „engstirnige Bür- «rlickikeit" gteidijutiin. Noch etwas anderes har den Unwillen des Älattes aufgepeitscht.' Der Beschluß der Na- t.onatverfammlnng, die Bezahlung der Streiktage beim Kapp-Putsch von den Arbeitgebern nicht zu forderst. Es ist Lien allenthalben die iNeberzeugung gewacht- Mn, daß der Generalstreik eine zweischneidige Au» Belgier». Brüssel, 29 April. (WTB) Die Inhaber der Casas, Dokels und ® ajt m i r t f tf) a f • ten in gtrru, Belgien haben die Schließung ihrer Untemebmungen in Aufsicht gestellt, um eine Auf- .hebung des Älkoholverbotgesetzes pi erzwingen. — Ferner wird berichtet, daß kne Straßenbahner mit dem Streik drohen, um die Verstaatlichung der Straßenbahnen und die Anerkennung des Koalitionsrechtes dutchzusetzen. Generalstreik der französischen Eisenbahnarbeiter. Paris, 30. April. (WTB.) Der leibende Zlusschuß der ConfSderalüm generale du travoille über den Militarismus er» „der noch heute sich über Gebühr macht". Die Herren Millerand, ’bach Fempriolw t25 Eplah 6 Der 1 Mai in England. London, 29. April. (Wolff.) Nach einer Mitteilung des Eisenbahnerverbandes erfolge am 1. Mai keine Arbeitseinstellung. Auch das Personal der Straßenbahnen und der Omnibusse werde an diesem Tage arbeiten. her BadeM Der 1. Mai. „Der Mat ist gekommen, dte Bäume -lagen aus." Es wird wenig Mettschen geben, die thm nicht willig seinen Tribut zollen vollen, indem sie hinausblicken in die sonnen- -rolle und blühende Welt. Fast alle unsere Lichter haben dem Lenz ein schönes Wort ge- agt, und wiewohl wir es gegenwärtig nicht so ies empfinden, daß sich „alles, alles wenden" ruß, so schauen wir doch verwundert und gerührt wieder in diese neben uns liegende Welt, t>ie .in wenigen Tagen die lieblichsten Wunder hcrvorzauberte. Und auch nicht ohne innere Teilnahme blickten wir aus diejenigen, die im L. Mai einen Weltfeiertag, einen Tag der Hoffnung auf internationale «Verbrüderung rbliden wollten. Heute hat der Sozialismus vt Führung in unserer Regierung: da bean- pruchte er, daß 'aus dem l. Mai ein allgemeiner Feiertag gemacht würde. Die kompakte bürgerliche Mehrheit hat diesen Wunsch in der Nationalversammlung abgelehnt. Vor einem Jabre hatten Zentrum und Demokraten für ten 1. Mai als einmaligen Feiertag und ?rinnerungstag der Revolution gestimmt. i)eutc traten sie, kühler gestimmt, zurück: mit Ilen anderen bürgerlichen Elementen wollen sie das politische Ideal des internationalen Sozialismus nicht mitfeiern. Das Bürgertum hätte sich ein politisches Armutszeugnis aus- ,stellt, wenn es anders gehandelt hätte. Der i'intoeiy auf konfessionelle Feiertage, die eben- olls allgemeine Geltung erlangt hätten, ist richt stichhaltig. Es ist ein Unterschied, ob uir uns einer alten, aus Mehrheitswillen env- ttnbenen Tradition anbequemen, ober ob wir im heißen Kampf der Gegenwart bie Symbole Mr politischen Gegner uns zu eigen machen. HHr sehen noch, um einen Ausdruck Hebbels gebrauchen, das Pflaster des Staates und xt Gesellschaft aufgerissen, ohne daß geeb- ___________... il zu bestätigen, worin Sie mitteilen, baß bie deutsche Regierung einen weiteten Antrag bei der Wiedergutmachungskommission dahin zu ftcUen beabsichtigt, baß das Verfügungsrecht über eine gewisse Anzahl von Schiff en, die nach den Wiedetguttnachungs- .beftimmungen des Ff.edensvcrtcages adzutie ern rind, Deutschland belasstn bleibt. Zuglciw wird weüeoes Ataterial zur Begründung der Forderung Au» dem Neiche. AnfikDlungssragen in Preußen. Berlin, 29 April. (WB.) Ter preußische Mini erprä'ide.it X und Landwirtsdxcktsminister Braun äußerte sich einem Mitarbeiter b."4 „Berliner Tageblatts"' gegenüber wie folgt: Nach mir zirgegangenen Nachiicl^en be'i.chm sich unter den im Munster-Lager versammeiten Ba.tikum- und Elchh^tdtttuppen zahlreicl)c Manner, tue txe Xlanbe-- knech s.ebens üb rb ü f g, Selm ucht nach preÄich- ivirtschanlicker Betätigung am vigmer Scholle Halen, sich inbeffen in der früher in chnen geweckten Ho fuung auf Ansiedlung bitter enttäuscht fühlen. Ich habe daher den Gedanken aufgeiiommen, diele Männer den Kultivierungsarbeiten out den staatlichen Mooren und den entbehrlich gemordet en TtuppenübungS Lien zuzufü ren und ihnen Aussicht aus Amiedlung auf, di. en vor ihnen kultivierten Flädren und au«' den noch immer in den Länden her Remonteverwalrm g befindlichen, für Remontezweclc aber längft nidtt mehr lenötigten preußischen Staatsdomänen zu eröffnen. Vorbedingung für das Gelingen des Planes ist, daß die Reichsregierung aus den Ktugsbcstän- d^n die noch erwrderlicken Barocken und Geräte sowie dir tlebungspläge und Domänen, um deren verausgab-? zur intensiven laud.oirt chastlichen Nutzung ich mich bereits seit cmem Iachrr erfolglos bemühe, nunmehr sofort frei gibt und das Unternehmen finanziell unterstützt. Die preußische Besoldungsvorlage. Berlin, 29. April. Die Mehrheilsparteien der preußischen Lanbesver- fammlung haben beschlossen, bie Besol- bungsvorlage erst nach Öen Wahlen zu beraten und bafür bis zum 8. Mai ein Nod- gesetz zu verabschieden, das Beamten, Lehrern, Pfarrern und Ruhegehaltsempfängern, sowie ihren Hinterbliebenen einen rechtlichen Anspruch aus die Vorteile des neuen Besolbungs- unb Hinterbliebenengesetzes vom 1. April b. I. an gewährleistet. Die parlamentarische Lage in Sachsen. Dresben, 29. April. (WTB.) In einer ««einsamen Sitzung der sozialdemokratischen und der deutsch-demokratischett Fraktion der Volkskammer mürbe heute beschlossen, an der bisherigen Koalition unter voller Wahrung der programmatischen Selbständigkeit bei den Fraktionen festzuhalten und der Kandidatur des früheren Kultusmrnisters Buck als Ministerpräsident zuzustimmen. Waffenbeschlagnahmungen auf der Insel Rügen. Berlin, 29. April. (WTB.) Wie bie Abenbblätter melden, konnten zirka 1000 Karabiner, 120 Maschinengewehre und eine Anzahl Armeepistolen und anderes Material auf der Insel Rügen beschlagnahmt werben. Der Führer bes bortigen Lanbschutzes wurde verhaftet, da er bie Massen hat verschieben wollen. Der Lanbschutz wurde ausgelöst. Foch unb Konsorten werben sich über dieses Zeugnis freuen unb sagen, baß sie babei sein wollten, wenn es gelte, „den Militarismus restlos $u beseitigen unb bis zur Vernichtung zu schlagen". Herr Köster, ber sozialdemokratische Außenminister, ober ber Reichskanzler selbst, ber bemnächst in Spaa zu Konferenzen mit den Häuptern der Entente eintreffen soll, iperben Mühe haben, die Gegner zu überzeugen, daß wirklich kein Militarismus mehr in Deutschland herrscht. Die Maifeier sollte vorwiegend internationale Bedeutung haben. In diesem Sinne ist sie heule durch keinerlei Fortschritte gerechtfertigt. Der Völkerbunbsgedanke hat im Auslande gar keine Werbungskraft. Der brutale Einmarsch der Franzosen in den Maingau hat erwiesen, das; kein Rechtsgedanke, sondern der Machlwille in ber Welt ausschlag- gebenb ist. Alles was in England, Amerika, Italien und den neutralen Ländern über bie Verkehrtheit ber sranzöfiichen Hanblungsweise vorgebracht worben ist, wurzelt nicht in ber Idee des Rechts, sondern nur in praktischen Erwägungen. Der Konferenzbeschluß von San Remo, einen Vertreter der deutschen Regierung nach Spaa einzulaben, um mit ihm über bie Ausführung bes Friebensvertrages zu verhandeln, ist ebenfalls nur eingegeben von egoistischen Motiven, die völlig außerhalb der pazifistischen Gefühlswelt liegen. Ebenso verhält es sich mit ber heute gemelbeten Annahme eines deutschen Vorschlages durch den Ministerpräiibenlen Millerand, Ausschüsse zu bilden, um den deutsch-franzSsifck-en Hanüels- verkehr bald in bie Wege zu leiten. Millerand sagte, als er ber Kammer davon Mitteilung machte, es werbe nicht an Frankreich liegen, menn bi esc Verhandlungen kein aünfligcS Ergebnis haben sollten. Wir glauoen es wohl: Frankreich hat am Warenaustausch mit Deutschland fein geringes Interesse. Welch eine Ironie des Zeitgeistes ist es nun, baß Herr Wilson ben Franzosen bie Aufnahme von Handelsbeziehungen so lange versagt haben soll, bis ber Maingau von ihnen wieder geräumt worden sei, während die deutsche ^Regierung in ihrer bitteren Zwangslage und dem Gefühl ber Ohnmacht bie wirtscl;aftliche Versöhnung vorschlägt! Welt und Menschen blcibeh bie alten, und ber Fortschritt, Den Wilsons „Völkerbenwkralie" bringen sollte, ist eine heute kaum noch sichtbare oder fühlbare Illusion. in Aussicht gestellt Dir haben die Ehre, Ihnen in Erinnerung zu bringen, baß nach ber Beratung des bereits vorher übermittenen Memorandums die ReporationskomMission die Verirrter ber beut* fdrn Regierung am 26. März in ber Angelegen' hert hörte, wobei diesen Gelegenheit gegeben wurde, das in bem Memorandum enthaltene Material zu ergänzen Wir müssen betonen, baß. obwohl jetzt tatet bwi Atonale seit bem Inkrafttreten bes Friedens* Vertrages vcrflolstn sind, noch nicht ein Fahrzeug während dieser Zeil von ber deutschen Regierung obgelicfert wurde, und Ihnen mitteil en, daß es ber RcvarattonSkommisfirm nicht mög-id> ist, ir gendwelckc weiteren Anträge in Erwägung zu ziehen, bis eine zufriedenstellende Menge iomiage tatfäch ich abjeliciijfc nach bem Friedensvertrag hätten abgeliefert fein müfsen, bis au dem Tage ber ttifädüidym Abgabe von ber deutschen Regierung M i e t c z u z a h l c n sein wird. Hierauf erwiderte die deutsche Regierung: Die deutsche Regierunff beehrt sich, ben Empfang ber Noten vom 21. Avril zu bestätigen. Sie legt Wert daraus, noch einmal darauf hinzuweiscn, daß deutscherseits sofor: alle Vorbereitungen mit größtem Nachdruck getroffen wurde,., um die Ablieferung ber Schisse e.tt.orcch nd den in London übernommenen Verpflichtungen zu bewirk.n, daß aber bie Ucberführung der abzuliefernden Schiffe nach Firtb of Fotth auf die al'ergrößten Schwierigkeiten stößt. Die deutsche Schiff- sahrtsdelegatiou betonte bereite in London dem Maritime Service gegenüber, daß ihr bie Erfüllung ber Verpflichtung, welche sie übernehmen mußte, praktisch nahezu undurchführbar erscheine, da die Frage der Bebunkerung und Bemannung der Schiffe schwer lösbar sei. Auch der beutfdr Ablieferungskommiss-rr in Hamburg mußte den Tcrtr Lrt ter Al iicrt n, der mit der Ue er mf me ber Sd)ifse betraut ist, auf die Schwierigkeiten täglich Hinweisen. Es ist gleichwohl gelungen, ben Dampfer „Bielefeld" vor zwei Tagen nach Firth of Forth ab gehen zu lassen. Außerdem ist eine größere Anzahl Schiffe feefertig gemacht. Die deutsche Regierung hofft, deren U.bcciührung in den nächsten Tagen bewirken zu fönner. Tie Reporo:ionc1>'mmis'wu wird hieraus entnehmen, baß es beutscher'eits nicht am guten Willen fehlt, den Verpilfchttingen des Friedensvertrages nach;liklommen, daß aber bas bcutftbc Voll mit Bestimm:heil erwartet, nicht burch bie Wegnahme des letzten Schiffes durch die Rerora- tionsh.>mmis'von wirtfchastlich billig zerrüttet .zu werben. Tie deutsch? Regierung wird fich beelnen, bas in ber Note tvm 14. April in Aussicht gestellte weitere Material zur Begründung ihres Ersuchens um Belassung von Schiffsraum in ben nächsten Tagen der ReprrationSSommiffion zuzuleiten. Wie wir hören, ist die zweite D-m^chrisi bereits fertiggestellt und wirb in den nächsten Tagen der RcpärationsLrmmisiion übermittelt. Tie Wiener Studentennnrnhen und die österreichische Rationalversammlu g. Wien, 30. April- (WDB.^ In ber „Na* tionalversammlung gelangte gestern bei der Behandlung des Kapitels Unter.ücht die jüngsten Studentenunruhen znr ebraax-. Der jüdisch-nationale Stricker protestierte g gen dao (Serbülten des tstekwrs und der Profl'sioren, die nid>t£ unternommen hätten, um die Jugend zur Ordmnig zu malmen. Ter Kampf gegen die armen verhungerten jübüdien Studenten fei kein Kampf gegen das jübifdic Großkapital. Der Gcoßdeutscbi- Ursren etflärie, bie >1 inibgelnmi ber bcutfd) art- [dxrt Studentenschaft fei keine reaktionäre Demonstration gewesen, fonbern eine Auflehnung segen b.e Inbeiivor'lKrrfchgl in Ce crici b. Ter Retn.er mUmgte in einer Entschließung bx* Femtxillung der Citjubcn von den öfter.eid>. Hock) clmlen mb der B-efchränkung der Zulaßung anderer Juden und Ausländer zu dem Hochichilstudium. Der Groß bcutftbc Pauli klagte über di- Verjudung d r W-e ner Universität. Der Ehristlid» Soziale Kuusckak verlangte die Entfernung der OstjUden aus Oester reid>. Die D.uwnstralwnLn seien ein Ausdruck der Volksseele gegen das sidi ausbreit.nde Judentum. Er verurteilte, daß sich deutsche Studenten zu Ausschreitungen fi .rdfrut l eß n, verlaugte ater von Der Regckrimg die Bevitigiutg der Ur- faa'xm. Ter Sozlald mokrat Herlmmm (öser- veicÄscher Gesandter in Berlin) trat den Ausführungen der Großdoutscheu und des Cbriitlich-So- -ralen entgegen und erllärle bezüglich ber Stu l-entenkrawalle, es könne miter bcn. Zivilisierten fein Zweißl darüber sein, daß das, ivaS geschehen sei, Barbarei sei. Die freie Aurfprache mit Frankreich. Berlin, 29. Avrrl. (Wolffs Tie Reichsregierung regte in Paris anläßlich b~r benmäduti* gen Besprechungen über Ein- und Ausfuhrverbote Schnupftabak bedera ■ h nicht mrschristsmar-l | ksteunpslichßgen ■ „.ch'r abgegeben tvmM I ;TbieWn^s| der tabaksteuel I Jreitag, 30. April Samstag, 1. Mai Waffe ist, die man grundsätzlich nicht ge-1 brauchen sollte. Gerade auch dec Verlaus bes | Kapp'chen Aufstanbes hat gezeigt, baß mit ber Parole „Generalstreik" an vielen Orten, namentlich in Mittel- unb Sübbcutschland, nur Schaben angerichtet worben ist, wähconb Kapps unb seiner Genossen Schicksal ohnehin alsbald besiegelt war. Welches Maß an Verantwortungsgefühl ber „Vorwärts" als Organ ber führenden Regierungspartei noch besitzt, beweist, die Tatsache, daß er Nr. 101 Nr. 192 Der e mltsmus hat das im Kriege hart getroffene, nterhöhlte Reich umgestürzt, aber draußen, -^ßerhalb unserer Grenzen, hat er wahrlich ftinen Siegeszug gehalten. Darum will bie. Mehrheit unseres Volkes ben 1. Mai s o be- ■rüöen, wie sie es früher getan Hal, mit ermuntertem Aufblick, aber nicht mit allgemeiner Arbeitsruhe, die uns im Hinblick auf die ehir.erc, wirtschaftliche Not nur unheimlich v'trührcn würde. Da les die M e h r h e i t war, d-.e ihren Willen -ausgedrückt hat, sollte bio Lkinderheit sich damit zufrieden geben. Aber e ? üft beinahe ein Wutschrei, der beispielsweise l> trch den „Borwärt s" geht, der alle mmi- Äerielle Haltung und Koalitiousrücksichien vergißt, indem er wieder ganz bie Tonart ber ^orklassischen" Zeit annimnit: „Tie Vcrärgcrungspolitik, bie seitens tx?r g l-ttgerlichcn Parteien burch die Wlehnung des I jL;ialbemokratischen Antrages unicoen C)eno>,cn gen über getrieben wurde, wird durch die un- curc bolitiidx: Dummheit, die r Engstirnigkeit, des politischen und mora- i idten Spießertums. Es ist ber gleiche Gist, d?r ' mrch moralische U t rjüpmg ber Äapp-Verbreder ’ Dis arbeitenbe Vdlk in neue Fesseln ber Ausdeu- ung zu f(Manen suchte, es ist der gleiche G.ist, rer dem Volke durch Verweigerung stines Feier- d tlg- Vom no-b nL | ' von Vom, an | [ getrennt |u HSrix I ' tiafnadiltenci’ö'l* ■ nille,. I oit,™ »1 o nw* n ab onrien v , ■ < 1 gcnannten - $ ■ s 1.1, nlebr im ' ■ 1 lb' A&erlä^ I in d-e ö'NM $a(lllilg' I je oder be , | ... und dc' ‘ W ndten geschadet dieser B me «06c ersiöcke l^Wn 4Q3: MLSüMII 1tn fit gi«. ''7'f'idchm Relrübenjamen, unb glne 8er Quantil ^uDienstrn — __ Ä Annahme von Mnjelge« GietzenerAnzeigerW General-Anzeiger für Oberhessen WM Drud un» »erlag, örühl'sche Univ.-vuch- und Steinöruderei B. Lange. Sdjriftleitung, Seschäslrfte«- un» »ruderet; Lchulftratze r. i" [l]. iili^ -aerll"' «•”’ St t lad'- 3X ö )!^ walto:er Höhenzug bei DlteFrieLtemd, und der höchste Berg irr Mark, der Rückenl-.rg bei Lorau, den Hi-ren als Tanzplcktz gedient haben. To der Hexenabcre.laubr jedoch allgemein verbr-it.t toar, so galt jeder höchste Berg einer Gegend and? als Zusammenkunftsort dec Hexen in der Wal- purgisnacht. In Bayern ist es der bet Forchheim gelegene Malpurgisberg, in Schwaben tor H r- berg bei Rothenburg, und in Ungarn der St. Gcbhardsberg bei Budapest. .Weiner dieser B.rg>.' ist jedoch mit einem solchen Zauber von Romantik bedacht worden wie der Brocken int Harz. Goethe sagt im „Faust": „Die Hexen zu dem Brocken ziehn: Die Stoppel ist gelb, die Saat ist grün. Tort s mmelt sich dec große Hanf!, Herr Urian fißl ol»enauf." Eine Erklärung für den feit Jahrhunderten eingewur^lten Abers l^-ubm an Hexen und Un- liolde der Walpurgisnacht läßt sich darauf begrünten, daß auf d.m höchstgelegenen Bergen in vorchristlicher Zeit zur FrühlingS>ier Opferseste veranstaltet wurden. A's das Christentum diese (stoischen G brauche untersagte, nur ben solche BuR.mme.i Lnfte im Ge ermen ausg-übt. Man mach' c sich mit Larven unfimntlich und erzählte dem Volte von allerlei Spukgeschichten, die man in der Nacht zum 1. Mai erlebt. Zur Abwehr der Hexengefahr wird am Wal- i vurgisibeud aus bem Lande oft ein Kred kreuz an die Tür gemalt, damit der Teufel k inen Eintritt Ihat Auf den Dörfern bietet tne Walpurgisnacht I un Jugend eine besondere Freude durch das Ab- I fcr ernten d s Sxrenfener5. Auf einem in der Nähe des Dorfes b findlicl^n Berge wird das Feucr I angeziir.det. Die Jugend bringt immer neues zum gemütlichen Festmahl und abends beguiffl erst de cigent.ifa HexMfeer. J.tor Vr»ckmglll erhielt eine Teufels- oder Hexeirkapfx, Fackel, ö’*1 oder Heugabel und mm begab man sich jut W nannten Teufelsüuizel. Mit Feiknttverk und B Ut5- schüfen wu de zur Mttlernacktsstuicke der H x^ sabbat gefe'ert. Dann vereinte alle Gäste ncc ein gemütliches Tänzckien. Wer nicht auf ir^r Brocken übernachten • wollte, der tonnte bu'i Morgenanbruch mit der Brocken bahn wieder :|i Tal fahren. Ganz anders wird ät den italienischen W zen die Walpurgisnacht gefeiert. Die torfigen V wohner betrachten die 'heilige Walpurgis als O' Fürsprecherin irr Ehe. Tic Jugend muß rvi Mitternacht zu Bett fein und nur dre rateien bl' iton mit .ter und erwarten den FrM gottesdienst, wLhrmd die MDckien in ihrer Käme«: bitten, daß sic einen guten Mann erhalten wu Gaben tos Frühlings und dcs Hauses, wie BluvM Kräuter, Fleisch, Miick>, Erbsen. n^rd-u dann M. Morgen der Abadomra in der Kirche von den DM benwhnern zum Opfer gebracht, tomil die Br^ der jungen Mädck-en Ge'hör finden sollen. So t; in den Abruzzen Walpurgis ein Wunsch- o Frc dentng. tri: er auch seinen Namen vott w heiligen Walburg, der Beschützerin vor Zantes ,11 fünften, erhalten hat. Huf Wunsch der Demokratische n i Gießen teilen wir folgendes Schrri- ** Au unver- .meidlich." heißen. Landkreis Gichfn. •ften Tagen dringend erz hat für unsere zimmer wer oen m i begehrt werden. Wer Gelnhausen—Gießen, Gießen an Gelnhausen—Gießen, Gießen an nachm. Pz. 503 9,52 oorm. Pz. 507 7,52 nachm. ** Die Po st unterhält auf höhere Aiwrdnung bin am 1. Mai nur Sonntagsdienst (8 bis 9i j Uhr vormittags). Die Jnv lidsnrenten tccrixn jedoch von 8—1 Uhr ausbezablt. ** Amtliche Personalnachrichten. Am 27. April 1920 wurden der Ministerialsekre- tar bei der Buchhaltung des Ministeriums der Finanzen Rechnungsrat Hartmann Lipp unter Belassung des Charakters als Rechnungsrat zum Ministerialoberfokretär bei dieser Buchbaltung, und der Probater bei der II. Justifikatur-Abteilung der Oberrechnungskammer Ober cechamngsrevisor Karl Meisinger zu Darmstadt mit Wirkrmg vom 1. April 1920 ab zum Ministerialsekretär bei dem Ministerium der Finanzen ernannt. L. U. Von derLandesuniversi- tät. Dr. phil. Georg Funk, der sich für das Fach der Botanik an unserer Universität zu habilitieren wünscht, hält morgen, Samstag vormittag 11 Uhr, in dec kleinen Aula eine öffentliche Probevorlesung über das Thema: „Ueber Farbenprobleme bei der Photo-Synthese". ♦* Von der Universität. Studenten- Veranstaltunqen. Freitag, 30. April: Cafe Leib, 8 Ulyr, öffentliche Versammlung der Deutschen demokra- tiitfen Partei. —'.Katholisches VereinshMts. Licbig-- straße, 8 Uhr, Wählerversammlung der Zentrums-- pattei, — Gcrschaus Hindenburg. 8 Uhr, Mitgliederversammlung der Literarischen Gesellschaft. Hotel Einhorn, 8 Uhr, Sch in tanzen. — Lichtspielhaus, „Tie Herrin der Welttß 5. Teil. — Lichtspiele. SÄlerÄveg, wie gestern. Samstag, 1. Vtei: Markussaal, Kirchstr., 8'/- Uhr, Gv. Arb.-Verein, Vortrag des Musik- erwägende Reichsregierung nicht an, ungesäumt einzugreifen, dann ist eine Katastrophe Die Notlage der Zeitungen. Der „Verein deutscher Zeitungsverleger" .in Magdeburg, hinter dem 1600 deutsche Zeitungen stehen, hat durch seinen Vorsitzenden ein Telegramm an den Präsidenten der Nationalversammlung gerichtet und auf die schwere Notlage der Presse aufmerksam gemacht. In diesem Telegramm heißt es u. a.: „Die beutfdje Preße steht in ihren wichtigsten Gliedern unmittelbar vor dem Zusammenbruch. Der Grund liegt vor allem rn der seit Februar emgetreieiien sprunghaften Steigerung der Papierpreise und in der Vvventhattung der ab 1. März fest in Aussicht gestellten Reichsmaß- nahmen zur Senkmtg des Papierpreises. Ich bitte namens des Vereins Deutscher Zeitungsverleger aus das Rcichsjinauzministerium einzuwirken, datz es, wie das Gesetz vorsieht, die Anzeigensteuer nach vierteljährlichen Abschnitten (§33 des Umsatzsteuer gesetzes) erhebt. Ich bitte, die Neuordnung der Postgebühren für die Zeitungen in der vorliegenden Fassung abznlehnm und zurückzustellen, bis die wirtschaftliche Lage der Presse eine ernsthafte Erörterung weiterer Belastung ihrer Glieder möglich und deshalb vernünftig erscheinen läßt. Die ohne Rücksicht auf eine abgeschlossene, laufende Bezugszeit erzwungene Erhöhung der wichtigsten Gestehungskosten wirst jeden noch so sorgfältigen Voranschlag der Zeitungen über den Hausen.. So stehen wir heute vor der Katastcoplie, wie bürgerliche und sozialdemokratische Zeitungen gleicherweise bekunden. Ich halte mich im Hinblick auf die unabsehbaren politischen und wirtschaftlichen Folgen eines Zusammenbruchs für die Nation lebenswichtiger Zeitungen für verpflichtet, durch Sie, Herr Präsident, die Nationalversammlung auf diese Lage aufmerksam zu machen. Geht das hohe Haus auseinander, ohne durch eine Tat nationalpolitischcr Einsicht und Entschlossenheit eine umfasftnto, sofort wirksam werdende Rettungsaktwn ei>tzuleiten,^dann ist es zu spät. , Es genügt heute nicht mehr,. die geplante und durch tausend Bedenk.ichkeiten immer wieder hinausgezögerte Senkung des Papierpr.ises ' u m eine Mark. Es kann heute nur rtoch eine vorn früheren Reichstag sowohl als auch von den führenden Mitglied'rn ter Natronalver'ammlnng als notwendig anerkannte Aktion Helsen, die rückwirkend ab 1. März den Papierpreis für die Zeitungs- Verleger auf höchstens 2 Mark fixiert und alle darüber hinausgehenden Forderungen inAner- Temrung des eminenten öffentlichen Interesses am Weitereiffcheinert der Zeitungen der Regelung zwischen Reich und Papierproduzenten über'äßt. Wir empfehlen feit je eine Herausnahme der benötigten Menge Papierholz aus dem Markte, ein: ösfent'iche Bewirtschaftung des Papierholzes nach dem Muster der gegen unseren fachmännischen Rat ansg'hobenen Reichsstelle für Papierholz. Versagt sich die Nationalversammlung diesem Mahnruf, treibt sie die zaudernde und heute unzulänglich gewordene Mittel ** Neue Gaspreise. Infolge Erhöhung der Mhlenpvnte ist eine weitere Erhöhung der Gaspreise nötig geworden. 'Es Lostet ab 1. April d. Js. tos Kubikmeter: Gas für Beteuchkungs-, Koch- und Heizzwecke 85 Pf., Gas für Motove und Jndustrieztvecke 81 Pf., Gas gegen Vorausbezahlung -AuilomatengaS) 85 Pf. Tie Miete für die Gasmesser bleibt unverändert bestehen. ** Ausgabe van Holzbez ugskar- ten. An die Bezugsberechtigten des 2. Bezirks werden bis 1. Mai 1921 gültige Holzbezugskarten ausgegeben. Tie Holzausgabe findet in der Zeit von 8—12 Uhr vormittags und von 1—4 Uhr nachmittags auf dem städt. Holzplatz in der Steinskraße statt Näheres siehe Anzeigenteil. ** Fahrraddiebsta hl. Geigern vormittag gegen 3,/412 Uhr wurde aus oem Hofe der Firma Schaftstaedl ein Fahrrad, Marke „Wett-Torpedo", mit der Fabriknummer 154 695, schwarzem Ralimenbau, ebensolchen Felgen mit grünem Streifen, neuer Gummibereifung, Marte „Peters- Union", entwendet. Vor Ankauf wird gewarnt. ** Das Nichtlesen von Zeitungen eine grobe Fahrtäs.sigkeit. Daß in der jetzigen Zeit jeder, der sich nicht selbst schädigen will, regelmäßig eine Zeitung lesen muß, ist eine bekannte Tatsache. Weniger bekannt dürste es sein, daß die Gerichte häufig einem Angek.agten einen strafbaren Vorwurf daraus macken, daß er eine Zeitung nicht gelesen und sich nicht über ergangene Verordnungen usw. unterrichtet hat. Ein solches Urteil fand jetzt die Bttligung des Reichsgerichts. Es handelte sich um das Urteil des Landgerichts II in München, vom 9. Januar, durch welches die Holzarbeiter 3unterer und Lang wegen unbefugten Waffenbesitzes nach Ablauf der Lieferungsfrist, Z. auch wegen Erlegung einer Gemse während der Schonzeit verurteilt toorben sind, und ztvar Z. zu 4 Monaten. Lang zu 3 Wochen Gefängnis. Biede hatten versichert, sie hätten nicht gewußt, daß durch eine Reichsverordnung die Ablieferung der Waffen bis zu einem bestimmten ** Markenhestchen zu 4 Mark. New Briefrnarkenheftck-en zum Preise von 4 Mk. bo' die Reichsdruckerei hergestellt. Sie sotten an der Schaltern der einzelnen Postanstalten verkauft wer den, wenn die Heftchen früherer Auflagen auf gebraucht sind. Die neuen Hestchen enthalten zch Freimarken zu 20 Pf., 8 zu 15 Pf., 4 zu 10 und 8 zu 5 Pf. Die neuen Heftchen werden lr ihrer Ausgabe schon veraltet fein. Ihre Werd entsprechen den Briespostgebührerr vom 1. Oktober vor-igen Jahres. Die Hestchen kommen zur Aus gäbe, tvenn die Sätze, nach denen die einzelna Werte zusammengestellt sind, nneber außrr Kra-t gesetzt sein werden. Nach den Beschlüssen dcs Reichsrats wird man bald weder Briefmarken zu 5, noch zu 15 Pf. brauchen, überhaupt fernen Pf-ennigwert, der durch 5 teilbar ist, bei der Brie'-- post: nur bei den Paketsätzen kommt der Betr^i von 1 Mk. 25 Pf. vor. Es ist nickst anzrmehmor. daß der Reichstag in dieser Beziehung in letzt» Stunde etwas ändern wird. ** Die Hauptverteilungsstelle vor Betriebsstoff für B e r k e h r s z w e ck e,. die Gewerbe-Inspektion Darmstadt, macht diejenigen Kraftsahrzeugbefitzer, denen Betriebs st off auf Antrag frebgegeben wurde, darauf auf merksam, daß der zug-.wiesene Betriebsswff s o f ar t von den Lagerfirmcn a b z u r u f e n ist, bamit bei einem evtl. Verzicht alsbald anderweitig ton der Haupt Verteilungsstelle über den Betriebsslv si verfügt werben kann. Die allgemeine Knapphni desselben verlangt im Verkehrsinterrse mit Rück sicht auf zahlreiche andere zurückgewiesene Gesuche von Krastfahrzeugbesitzern, daß ein Verzicht cm Lieferung umgehend den Lagcrsirmen befamti gegeben wird, da zudem die Freigabescheine nur einige Wochen ihre Gültigkeit besitzen. Nach W lauf dieses Termins kann über den Betri.bsst'ss auch von der Hauptverteilungsstelle nicht mehr weiter verfügt werden. Die HauptverteilungM-r ist deshalb künftighin gezwungen, alle bieientgm Antragsteller von der Belieferung auszuschlich/i^. die den zugewiefenen Bctriebsswff nicht rechtjeite abrufen. ** DerMain-Wesergaude^Devtsö nationalen Handlungsgehilfen-Vec- ban des, Hamburg tagt am Sonntag oberen Saal des Hotel Grohherzog. In dieser Versammlung sollen die internen Angelegenheüm des Verbandes und des Gaues -zur AusspraiiTc kommen. Auch werden für die Mitglieder de- Verbandes wertvolle Vorträge aehastm. Fast alt Ortsgruppen werden vertveten sein. Für bte aiij roärtigen Mitglieder, die am Sonntag die Rü» reife nicht antreten können, ist ein Unterhaltung atond im genannten Hotel angesagt. ♦* Die Baugenossenschaft von 1891 zu Gießen lädt auf Montag den 10. Mai, atetb* 8 Uhr, im Gewerbehause, Kirchstraße 16 zu eir^r außerordentlichen Hauptversammlung ein. ** Berichtiguna In Nr. 100 vnfciry Mattes muß es in dem Artikel über die Skrfama hing der ÜSP. statt Herr Bär richtig Herr Ben! Partei Gießen teilen wir roigenoed ben dos Herrn Justizrals G r ü n e w a l d,M. d. N., an den 1. Borsitzärden mit,, in dem er fernen Entschluß kundgibt, bei oen Neuwahlen nicht zu kandidieren. Das Sdjreiben lautet: Sehr geehrter Herr Fischer! Ich bestätige den Empfang Jhtor Zuschrift vom 18. ds. Mts. Ich habe Ihnen vor einiger Zeit, zunächst vertraulich, mitgeteilt, daß ich zu dem .Entschluß gelangt bin, für den neuen Reichstag nicht zu kandidieren und ich wiederhole Ihnen hiermit diese Mitteilung, nunmehr mit der Ermächtigung, daß Sie jeden Ihnen geeignet erscheinenden Gebrauch davon machen, wie auch von gegemvärtiger " Zuschrift überhaupt. Als um die Jahresivende 1918/1919 das deutsche Volk vor Chaos und Anarchie itanb, glaubte ich dem Ruse, bei bet Herstelttuig verfassungsmäßiger Zustände auch meine Kraft m den Dienst dcs Landes zu stellen, mich nicht versagen zu sollen. In 14 Monaten schwerer auf» tettender Arbeit ist es der ParlamentsmehvlM und der Regierung gelungen, eine gesetzliche Ordnung und verhältnismäßig beiriedigende Zustände zu schaffen, so daß voraussichtlich der neue Relck)s- tag in Ruhe an die Weiterentwickelung der fwliti- sch.m Verhältnisse, an den Ausbau der Gesetzgebung und die Wiederaufrichtung der Wirtschaft herantreten kann. Unter diesen Umständen darf wohl derjenige, dem die Pflichten eines frii.m Berufs die gleichzeitige Ausübwig des Parlamentsmandats ersckMeren, zu ersteren zurückrehreii. Aus dieser Erwägung ist in erster Linie mein Entschluß entflossen, die Parteileitung zu bitten, von meiner Wiederaufstellung abznsehen. Ihnen, sehr geehrter Herr Fischer, und.ben Perionen, tn deren Namen Sie mir geschrieben ^aben, habe ich zu danken für die Anerkennung meiner parlamentarischen Dätigteit und für die Erkenntnis, daß Wahllampf imd Parlamentcarbeit nicht ohne Nachtet für meine Gesundheit geb;leben sind und daß hierdurch allein eine gewisse Beschränkung im Verkehr mit der Wählerschaft während der Parlamentsdauer verursacht worden ist. Es erübrigt sich nach dem Vorstehende«, daß ich mich über die eventuelle Gestaltung der Kandidatenliile äußere; auch in den Kreisen der Reichstagsfraktion würde es als eine selbstverständliche Pflicht der Wähler angesehen tvorden fein, mit dem seitherigen Abgeordneten an erster Stelle in den Wahlkampf ein» zutveten. Ich habe die Ehre, zu zeichnen Ihr ergebener Justtzrat Grünewald, Rechtsanwatt. nicht durch .dien schm jeden des zerbrochenen ^deutschen Schwertes, sondern durch zähe, uiiermüdliche Arbeit, damit das lünftige Gescheckt vor einem Leben in Sklavensrohn beroafat bleibe. Bauer- che r Gesangverein und O r ch e st e r v e r- e i n teilten sich mit gleicher Liebe und gleichem Können und Erfolg in die Aufgabe, dieser Toten- seier einen würdigen musikatischen Rahmen zu geben. Ein seiner Takt hatte das Programm zu- fammengeftellt, das die „Egmont"--Ouvertüre einleitete und mit dem Pilgerchor zum „Tannhäuser al^chloß. Auch der Männerchor ist mit feiner von jeglicher Süße befreiten herben Eindringlichkeit an sich schon wie geschaffen, den Gefühlen grotzen und stillen Schmerzes und Trauer Ausdruck zu leihen. Wenn den Ausübenden auch keine beifall- klatsckrendeii Landen bohnlen, fo tonnten sie doch in den Augen ihrer anoäckstig lauschenden Zulivrer einen Dank lesen, der ihnen gewiß wertvoller war als rauschmder Beifall. Zeitpunkte vvrgeschrieben wmcken ist, und sie HM« darauf hingennefen, daß sie in ihrem kleinen Gebirgsdorfe keine Zettung zu lesen bekämen. Tas Landgericht hat aber diesen Einwand nicht gelten lassen und im Urteil ausgesprochen, daß die Angeklagten grob fahrlässig hande.ten, wenn sie keine Zeitung läsen. Das Gericht hat also den alten Grundsatz „Unkenntnis der Gesetze schützt nicht vor Strafe" ausdehneiid ausgelegt und die Ansicht vertreten, daß jeder Staatsbürger eine Zeitung lesen und seine be/vndere Aufmerksamkeit den amtlichen Bekanntmachungen und den redaktionellen Mitteilungen über solche zuwenden muß. Nur wenn jemand nachweisen kann, daß in seiner Tages zeitung ober in seinem Fachblatte die Verordnung, deren Verletzung ihm zur Last gelegt roirt>; nicht abgedruckt gewesen ist, kann er aus Straf-, fofigfeit rechnen. In ihrer Revision suchten die beiden genannten Angeklagten darzulegen, daß man Holzk.cecksten, die sich oft wockjenlang im Ge birg« aufha.ten müssen, nicht zumuten kann, regelmäßig eine Zettung zu lesen. Das Reichsgerich verwarf jedoch die Revision als unbegründet ** Bei Briefen nach Berlin macht es der Massenoerkehr bringenib erwtftorlid), in bei Aufschrift außer dem P«>s.bezi.te (C„ N.O., W. unbS. W.) auch die Nummer dis Pv/amts anzu- geben, von dem die Sendung bestellt oder abgclplt wird (z. B.'-Berlin 8. 42; Berlin O. 17). Selbstverständlich darf aber auch die Angabe der Stmßc. der Hausnummer, dcs Gebäudeteils und des Stockwerks in der Aufschrift nicht fehlen. Studenten, die nach dem großen Zeitverlust durch den Krieg unter den schwierigsten Umständen zu einem Abschluß ihrer Studien zu kommen suchen, melde jedes verfügbare Zimm'r bem Universitäts- Sekretariat, Bismarckstraße 22. ** Boikshock,schule. Tie Arb ttsgemeui- schaft aus der Teutlchen Literatur steht nunmcl,r fest. Unter kundiger tiei.img soll Goethes Faust gelesen und be'pdochen werden. Zett: Donnerstag 8—10 Uhr. ** Eine Gedächtnisfeier wurde von der Gießener Turn e rs chaf t gestern ateub zu Ehren ihrer im Kampfe für das Vaterland gefallenen Mitglieder veranstaltet. Die mit schlichtem Tannenschmuck stimmungsvoll hergerichlele Turnhalle am Oswaldsgarten vermoch e faum all die ?lngehörigen und Freunde der gefallenen Turner — es sind ihrer fast "hundert, die nunmehr der kühle Rasen deckt — zu fassen. Die Gedächtnisrede hielt Lehrer Valentin M ü 11 er, der es wunderbar verstand, die rechten Töne zu greifen, um die letzten sechs Jahre mit all ihren widerstreitenden Empfindungen unö «Stimmungen vom himmelhohen Jauchzen bis zum Todebetrübtsein wieder auferstehen zu lassen. Seine Ausprack>e klang ans in dem Gelöbnis, das Vermächtnis derer, die ihr Blut für uns ließen, in Treue zu erfüllen; aber Mitglied unserer Gemeinde, Jvl-annes Reifte feierte am 26. April fernen 84. Geburtstag, ki besitzt noch körperliche und geiftige Frische w» nimmt als Landwirt noch an allen FeldaiveiM regen Anteil. Kreis Lmtterbach. X Engelrod, 28. April. Bei dem nid der Preisverteilung von der 7. Allg. Ausskl lung von Hunden am 25. Aprtt in Gießen tu »J Kl. 7 „Drahtl>aarige Vorstehhunde" bei v. Oberwald", D. H. St. B 146 T., beim ©unbicÄ Revierförsters Eggers von hier ein J.rtum tmtat laufen. Der Hund bekam folgende Preise: 1- 1 torstraße. Tie Wvchenck.rrtostelmarken der 19. nnb 20. Woche werden bttiescrt vom 3. bis einschließlich 15. Mat von sämtlichen Karte ft. Ihänd- Imt. Vrennmaterial herauf und teergeträntte Reisigbündel wetten gleich einer Fackel durch die Luft geschwenkt <^>?r in wertem Bogen ins Tal htN'ib- gelcklei tott. Durch ixe es Fackelwersen sollen bte Hex^n aus tor Luft verjagt werdm. Was für Grxmsam'.'eiten die Hexen aler auch auf dem Gewißen 'babenl Ter Volksmu. d iie.int darüber ein mr'angreiches Sündenregister. Sie bei een nicht nur tos Vieh, damit es abniagert unb fi rne Milch gibt, nein, sie entführen auch Heine Kinder unb übertragen allerlaick böfe Krankheiten. Das Sckckimme tobet ist, daß sich die Hexen unsichtbar mackien tonnen; das gelingt ihnen durch Einreiben mit einer aus Krö lense tt her gestellten Hexenfalbe. Und wieder weiß sich das L-rndtolk gegen solche Gesalnen -auch zu sch'itzcn. Man gibt dem Vieh Wasser mit Ttl> und Peter iltenkraut gewürzt zu trinken, und der Stall muß mit Baldrian unö Tenselskraut E^räuchett we ton. St ent man Hirse cuf die Türschwelle, so meidet der Döse das Haus. Eine Walpurgisnacht auf bem Brocken war vor ben Kriegs.'akwcn ein ganz besond-res Vergnügen. Dus städcksche BerSehrsamt tn jßerrev» geerto unb der Wirt dcs Brockenhauses waren die Veranstalter bä er Frühlingsßiein. Dce Bvockeubalm brachte am Nachmittag b-*6 39. April de zahlreichen Festtettwchmer auf den meist noch völlig verschm-tten Gipel Ichnauf. Etn behaglich durchgewärmter Saal mit guter Bewirtung lud nit- KZ Stabt ivlant (rStrai Uw*»0 -M. «ercinl 7,„ticdnal i Tage" m M lebhafte» im Lillig" Mbcnd M idiilti der". jortH in J' ici Ertrage; «ems über l Ä' ^jlhvälht. VT gefinm e Wflhusses w Kt Sanbitoter xRuPP Hi narfimittag nid» von Büd M Tie Tack eint gwt teitiat, welcher Whn rnirbe Lcrslhast eine Cktümiiridjtc atridelte in Uttschcn Hif.gen Auf) («Bheim ei ütib statt. xTlitte Sam «l« Bauer lt*r Vers ftit, 'Dach :t! ballen Mauflrar Msämme - Jagen, entßrn 3 ®rüi We Halle! Dütnicht ir uhnachmittc »erblichen F kn. Auf den korsland bef nr Zeichens Sen. Bei ix Taten 3 St «m ffdrerei *äftsführenden Ausschusses vor ausgegangen, besaßte sich u a. mit der Kandidatenfrage für die Reickstagswahl. X Ruppertsburg, 27. April. Am Sonntag nachmittag hielt Obstbauinspektor Metternich von Büdingen einen Vortrag über Spalierobst. Tie Darlegungen fesselten die Dörer berart, daß eine große Anzahl dem Kreisobstbauverein beitrat, welcher diesen Vortrag veranlaßt halte. — Nachher wurde von 5—7 Uhr mit derselben Zuhörerschaft eine politische Berjammlung abgehalten. Oberamtsrichter Zimmermann von Laubach entwickelte in längerer Rede die Stellung der Deutschen Volks Partei zu ihren gegen- wattigen Ausgaben. — Am Abend sand im Jugendheim em sehr stark besuchter Familien- abenb statt. xMittel-Gründau 29 Apichl Am verflossenen Samstag fand in Mittel-Gründau eine ron der Bauern Vereinigung ein berufene öffentliche Versammlung statt, in der Dr. Schmidt, Wächtersbach, sprach. Die Mehrhcitssozia- l'sten hatten drei auswärtige Diskussionsredner, i^lksbeauftragten Wittig, einen Vertreter der Volks stimm, aus Sxntau und Derrn .Vhtaf, Büdingen, entsandt fc- O Grünberg, 29. April. Ihr vergangenen Herbste hatte der Gewerbe verein den Zeichenunterricht in ber Sonntagsschule auf Mitt- tvochnnchmittags verlegt und glerchzettig ge- tverblicken J-ortbildmrgsunterriäft damit verbunden Aus den Wunsch vieler Lehrherrn bat nun der Vorstand beschlossen, den Unterricht, d. h. zunächst nur Zeickeirnnterrrckt wieder auf Sonntag zu verlegen. Bei ber letzthin erfolgten Schüleraufnahme wurden 3 Schüler auftzenvmmen, einige werben wegen späterer Konfirmation noch nachträglich da- tutommen, so daß die Aufnahme wohl 20 Schuler Tgcbtm dürfte Die Sckfülerzahl wird bann mit den noch pcrbleibcnbcn Schülern der Oberklasse annähernd auf die Zahl 60 kommen X Schotten, 27. April. Am vorigen Sonntag nachmiitag fanb hier eine gut besuchte Versammlung statt, .ui ber die Deutsche Volksportti ehi.Klafrnt hatte. Als Rcd-ner trat Derr Dr. Lutsch- '^ies.e au", der in längeren Aus'übrungen die Grm-d'ü^.e bei Vartei und ihre Stellung zu een t»liti)rin*ii Parteien beleuchtett. Eine Entgegnung erfolgte nicht. ff 1 ,.nb , „Gis“ ifl oas leite, nn- IHfiöHSfle woIWiNel oet segenroon. Erspart Seit, Geld unb Arbeit. DctiSDJ(ö!Ö.-Z)0f?IL25!IL Vertreter für G eßen und Umgegend Karl Steinmetz, Ebern. Produkte Kurz- mar., Mafchinenftrtckerei. Filiale: Gieße», Diezftraßc «. Gingesandt- (Mr Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Zu diesem Thema möchte ich cbemalte ate Laie einige Zeilen beitragen Ob es wirtschaftlich ist, an einem FlußLairf, etwa dem bet Ohm, ein gröberes Stauwerk zu errichten, ober ob c besser wäre, alle Wasserläuse eines begrenzten Be zirks zur Erzeugung von Elek.ritjität heranzuiehen. kann nur durch Berechnungen r.stgestellt werven. In Betracht kämen wohl Md'.xr, DislerSksch, Nidda, Ohm, auch auf der Jenseite deS Vogels berget» ein oder zwei Wasserläufe. Tas eigentluix Sammelbecken all dieser Wasser ist ixte PlateMi des Bigelsberges, vornehmlich die „MieS". Tast natürlich an eine Anzahl Stauwerke hinsichtlich ber Nutzbarmachung ber genannten Wasser- tcäfte nickt gedacht werden tarnt, wird einleuchtend vielmehr dürfte die Nutzbarmachung durch geeignete Turbinenanlagen »u erwägen fern, die ihre Knast nach einer Zentrale leiten, von wo sie wieder ab gegeben mid>. Wahrscheinlich brauchen aus solche Weise keine groben Entschädiguicgen für Gelände und Betriebe aufgebracht zu tverden, da sich geeignete Bausbellen auf billigem Gemeinde-, Staatsalle Dissertationen seit .st'ri.'gÄvogimt. Es mürbe für die Wissenschaft nur günstige folgen haben, wenn diese BemmTmtttgm auch weiter bestehen blieben unb selbst ber ardruck.e Aitezug bet den iger bebvutenhm Tot orbtf,ertötumen fortrick. Wte war erfahren sckuveben bei bet Landeb- Perinife^te». i Verschüttete Bergleute. 3 to i tf a u , 29. April. (WTB.) Auf dem Wilhelmsschacht 2 sind gestern nachmittag neun M a nn der B e legsch aft durch einen Flözbrand eingeschlossen worden. Man glaubt, daß sie erstickt sind. Die Rettungsarbeiten werden sottgesetzt. Die tau- send Mann starke Belegschaft ist vormittags nicht eingesahren. ♦ Das heiraten ko stet Was eme bescheidene Dtantausstatttmg an Wäsche heute kostet, darüber belehrt die lolgende Aufstellung in der Berliner „Morgenpost". Tiefe Aussteuer^ erhielt bie Tock'.er einer ziemlich wohlhabend n Familie, deren Deiratsgut sick in einer sünfsttlligen Zahl ausbrückt: 12 Tag Hemden 900 Mk., 12 Beinkleider 840 Mk., 12 Nacktthemden 1800 Mk., 6 Ttfck- gebede (6 Servietten» 2000 Mk., 3 Tischgedeckc (12 Servietten^ 1300 Mk., 3 große Tischgedcck« (12 Sermettcn 2200 Mk . 2 dntfAfagTafrn mtt 2 Jtopffiffen 700 Mk., 12 Deckbeitbezüge mit 24 -ov'lmen .'»000 Mk., 12 Laken 1200 Mk . 24 Dairdtücket 900 Mk, tX) V ückeo - »fw Tücker 1500 Mk, Zusammen 18340 Mk. 7vür Damen, die die billige Ouelte zu nnlfen begehren: Die Preise stammen noch aus- ber voriger. Woche: sie werden seither auch in diesem Ck'icbäit erheblich gelttegen sein.- T^Betrag ist um die vatitc höher als ber, den bie Eltern im slavre 1912 iür die Wäsckeausstattung der älteren Tochter ausgegeben haben. Aber was hatte die iür das gleiche Meld alles bekommen! Man vergleiche die beiden Aus- sttllungen: 30 Taahemdcn ä 7.50 Mk, 24 Bein- Neider \ 8/X) Mk., 30 Nachtb.mden a 11 Mk., 6 Bettjacken ä 10 Mk., 12 Unter:acklen ä 6 Mk., 3 .^ombinationes ä 18 Mk., 24 lischgedccke 12 Seroietteni zwischen 60 bis 130 Mk., 24 Tisck- gebetfc (12 Servietten^ ä 25 Mk, 6 Einschlag» decken und 6 Nvpiktssen ä 50 Mk., 54 Deckbett- bezüge mit 54 stopiktssen ä 18 Mk., 54 Btttlaken ä 9 Mk., 120 Danbtücher das Dutzend 25 Mk., 288 Ikückentücher usw. das Dutzend 4.50 Mk., 4 Frottierlaken ä 6,50 Mk. Daber war die Qualität ungleich besser. Mit 9Zeib sieht die jüngere Schwester den gefüllten Wäscheschrank brr älteren und gehört mit ihrer Ausstatttmg doch noch zu den reicher bedachten Bräuttn von heute. Sie wird — wenn sie überhaupt eine Wohnung bekommt, die sie einrichten kann, und wenn der Möbeljabrikant oder Imvnarchttekl sich überhaupt aut Verhandlungen cinlä&t — an den Preisen für eine Wohnungseinrichtung noch mehr erkennen, wie toftfpklig das Deiraten geworden ist. Nur der Standesbeamte hat noch die alten Preise Aber geheiratet wird doch. Die Brautleute lassen sich nickt ad- schrecken, obgleich die Ehe heute mehr als je ein Hasardspiel ist. Die sentimentale Geschickte von der Braut, bte ruhig wartet, bte ber Bräutigam Dauvtmann geworden ist, oder die Oberlehrer- stelle bekommt, Hal sich überlebt. Sie haben es gerade darum so eilig, werl sie fürchten, das; bie Zeiten unb die Preise nur immer schlimmer werden. In dem Bericht über die Tagung des ober- hessischen Vereins für Innere Mission vom 26. 4. ist — wie es bei kurzen Referaten leicht Vorkommen kann — meine Aeußerung etwas lückenhaft und dadurch mifeoerftäntHidt nriebergegeben. Ick habe folgendes gesagt: Um einer gemeinsamen Schuld der Kirche willen wurde vor 400 Jahren die Reformation nätig. Dadurch trat für den protestantisch geworfrmen Teil der Kirche eine V-r- arnrung des Kultus ein, die um des Gewissens willen ertragen werden mutzte, weil sie auch wieder neuen Reichtum in sich trug. Wiederum wurde um einer gemeinsamen Schuld der eoangelischrn Kirckre willen als berechtigte Roaftron gegen den überl-andnehmenden Sub ektioismus in bei Theologie bei uns die Geineinschastsbewegung leroor- gerufen. Ab. r unter fernen Umftänfrm darf c5 dahin kommen, datz die Gemcinschastskrei'e oon der Mird)e abgesprengt rntb m die No.lage gebracht werden, den Zusammenhang mit dem kirchlichen Amt zu zerreitz?n unb so um des Gewissens willen eine weitere Verarmung auf sich n hmen, um ihr inneres Leben zu bewähven. DeSlolb, weil hier eine Schuld und cire Notlage vorli gt, müssen beide Dibc Zugestärcknisse machen. Tie Karck-e mnh daran sefthalten, daß die Gemeinschaftskrei'e unbedingt zu ihr gehören. Sie kann ihnen bte Kirchengebänfr', das C‘{ xfi.-ngefäute und manches andere mehr o^s vielleicht bisler geschehen zur Verfügung stellen — der Parochialrwang soll ia olmelsin gef?tft*rt werden — während die Gemeinschaften mit den kirckilichen Organen, wo es mir immer möglich ist, in Berbrndimg bleiben unb bte d rrch die Evangelisation erweckten See'en später der PT g? des D rtenam es ’U üb en fo'fcn, wo immer es dessen theologische Richtung zuläßt. BtieTgaubeStr ndlungsgehui" urg tagt em » )otel die internen des den für b* W» ; Erträge gehaltnt r- löeitotenhn.^ . d« am Sonn^ können, ist e m ll Hotel anMS^ u ifrtii Ml i‘ 11 flrirgrrt)tnrmä(rr. Es werden in den Dörfern Dessens hier und da sckiott Strie gerben fataler errichtet So lobenswert diese aus Dankbarkeit entspringende Ehrung unserer Gefallenen auch sein mag, jo ist doch die Frage biTcdrtigt, ob man sich rncht in dieser ickönen Ausgabe Zeit lassen sollte. Wir stehen doch noch mitten tn den Wirrnissen der fdnwren Zeit, und man sollte sich am wenigsten in fünft lerische.t Tinaen von der Hast leiten lassen. Wie ost bat man schon eine Uebereilung in der Löiung einer Tenkmalsaufflabe später bereut, als das Geschasfene einer gerlärteren Ausiassung nicht mehr standhielt. So sei man sich immer eingedenk, das', ein gutes, rein künstlerisches Denkmal b n Ge danken der (Ehrung am tiefsten und würdigsten zum Ausdruck bringt und nur ein solches aiidi späteren Generationen von der Größe der Delden taten zeugt Mittelmäßige Lösungen beachtet man nicht, und schlimm, wenn eS hielte: „Ein großer Aufwand schmählich ist vertan!" Also warten, bis unsre ‘TünfHcr wieder die Muse finden, unb sie werden kommen mit rastlos schönen Werken, aber Daukiagnnp. $>fir die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimaana unserer lieben tfntf tilafenen lagen mir allen, in»- besondere deini>errnl0arrerL0mmerlad iür seine trostreichen Worte am Grabe, dein Gesangverein Längerkranz für seinen erhebenden Grabgeiang, sowie tüv die vielen Kranzspenden unseren berälichsten Dank. Im Namen 'er tranernben Hinterbliebenen: Ludwin Faber, Gastwirt. Watzenborn, den 27. Avril 1920. 08010 enffyrteflt Re Envoettum, be» devffckten Ta*r- gelbes im Ausland D-ment'pveckend gibt es d-ve Mütel mit Abhilfe, erstens herbeitenmg unter« nnrrschaftluden Arbeit, zwntens — leider zur Zeit eine Utopie — internationaler Kampf §kgen ge ineingesährtiche Börsenspekulationen, drittens xteT' besserung ber Memung des Auslandes über bte Lefrmskraft deS beutschen Volkes. Zu birfem dritten Punkt können wir fesrstellen. batz sich nickt nur überall in Deutschland die mieberautnnbmt streck famer Arbeit in den früheren Bahnen zeigt, sondern daß nack unseren drfabrungen be sonders auch der Erfindergeist in un geahnter Stärke beroortritt. Je mehr Deutschland in Bezug auf Rohstoffe beschränkt ist, um st) mehr muß eS suchen, aus einfachem Material hochstehende Formen technischer unb wascht netter, auch kunstgewerblicher An ui bilden. Der deutsche Erirndergeist ist am Werk, sich dieser Aufgabe anzupafsen. Zur Lösung ist nötig, daß sich der neue Staat gründlich der Reform bev deutschen Erfindungswesens in der po n uns angestrebten Weise an nimmt. — Ans dem Erfindergeift rntfpringni starke Ouellen der wrctschaftlich.'N Wicdcrbele^ma. Serm das Ausland Vertrauen -u diesen geistigen Kräften im derrffchen Volke faßt, wird dies tm Din 14ick auf den drillen oben genannten Punkt ein Grund sein, um unseren Shzbit zu heben und der Entwenung deS deutschen Geldes Einhalt zu tun Der Vorsitzende der Gesellschaft: Geh. Rat Prof. Dr. Sommer bleiben, ja es dürfte sich eine größere Ergiebigkeit für tie ergeben, eine gleichmäßigere Verteilung des Wassers. Tenn an sog. Sammelbecken txm Wasser der Ueberfdntforit wie sie z. B. im oberen Lauf der Nidda lttchl und ohne grafjr Kosten ha> zustellen mären, dürfte »u denken sein. Wenn also l.auvtsächlich die Cudlengebiete in Betracht zu ziehen sind, so ist nicht nur allein an Kvaftgo- nrinnung zu deckten, sondern vvUswirtschaftlich können diese noch weiterhin ausgenützt wncken, z. B. zur Fischzucht, Eisgewmnung. Wenn ioldn* mti> andere Naturschätze des Vogelsderg-.-s aufgefdüoffen werden sollen, bann ist eine Vvgelsbcrgdahn nicht zu umgelten, die ihre Kraft erWt aus einem Elektrizitätswerke, gespeist nut Vogelsberger <ßerid?tsfaaL Die Porftünge in der Staviverordnktensitzung am 15. September 1919. In der Strafsache gegen Anna B u r k und tzstmossen wegen Gewalttätigkeit und sckwettn Hausfriedensbruch tvurdc beute von der Ltraf- stimmer das Urteil gefällt. Die Angeklagten Anna Burk, Albtet B i e r a u, Wilh. Stephan irnd Aug Lutze wurden zu je 6 Monaten Ge- l'ängni-s und in die Kosten des Verfahrens verurteilt. DaS Gericht erachtete es für nidtt bargetan, daß die Angeklagten wutzten, datz der Antrag des Oberbürgermeisters auf Ankauf von Wasim lediglich auf Verfügung des Ministeriums gestellt worden mar: das Eindringen in den -Stadt- oerordneten-Sitzungssaal war widerrecht.ich, da es nickst zum Zwecke des Zudörens erfolgte, sondern nach den Borgänzen vor dem Stabt baute m der Absicht, Drohungen unb Gewalttätigkeiten gegen Beamte und Chorden zu verüben. Verschiedene als Milderungsmomente zu belrachteude Umltänbe haben die Strafkammer veranlaßt, bei Ausmessung der Strafe nickt über das in den §tf 114, llo unb 124 bed Strafgesetzbuches festgesetzte Mmdestmatz hiiuluszugechen. eignete Baustellen auf billigem Gemeinde-, Staats- ober Privatland werden finden lassen. Sxmb in Dand mit der Zusammenrülirung der Wasser der einzelnen Bachgebiete würde eine Entwäffcrrmg und damit Nutzbarmachung jetzt wertlosen Ge läudes gehen. Ten jetzt bestehenden Mühlende trieben muß natürlich ihre Wasserkraft erhalten der £:•- ^bciudeLlls unb mcht fehlen. mr »teile Don 4 w fldtejlt. Sie (ollen u Poitmitalten w. ni früherer Auslam SXitdjen entflfa ' ö in 15 Pf., 4 ja k Heftchen werde. ‘*11™ Sv vstgeduhren vom l.C Veilchen kommen zur , nach denen die c [t sind, weder aukr NaK dm bald -weder SiüiiMrfa brauckm, überbmux ) 5 teilbar ist, bei btt lkehähen kommt der 't- ES ist nicht anz dieser Beziehmg in i i wird. verleilungsstelh!. r Verkehrsjwtil!, kiarmsladt, macht di>« enenBetriebSsls'^. eben wurde, txnai' - wiefeneBetcicbSswisss'^ n abzuruien ist, !i- icht aisbalb antero.t; stelle über bat iktnö« . Die allgemeine t Lerkehrsintmse mu i obere iurüdgtr.:: >" itzern, dab en LerD nd den £agrir;i.-n ? dem die W*® Gültigkeit befieen- M kann übet den wtn tveüeilmigsltelle nta - t Die HtmMttleilup geMNgm, alle de BelieietE WW DckaMwil nicht« BAD-NAUHEIM flirt kl geoeelber ter BMer. Telephon U Rnnfpld Rsp11 Eine SebenRwtirdlirkelt! Eie- „ÜUpiGiU DU! getrfinke, Liköre, Mokkaetnbe. Hnnfplrf Diplp“ tonangebend. Na- hrnittagotee. pflUplulu Ululu Geaeltechaftl. Verkhstaltangen. „Boplelä IdKhtei" He^“Äk^tne. „Hnplelds Privat - Botel“ Wetzlar re. «Ür germei sterei Atzbach-Launs- back. 29 April. Den Lehvec Moy-Tottar, Müllers denlxiusen und Dauptlehrer Hoffmami'strof. darf wurde nachträglich oas Bc rdien stkreu z verliehen. Deffkn Nassau. mc. Frankfurt a M., 29. Avcil. Einem französ i f ch e n K u r i c r wurde am Hauptbahnhos ein Sack mit französischen Zeitungen gestohlen. --Frankfurt a. M., 29. April. Die Stadt «plant eine abermalige Erhöhung der Straßenbahnpreise von 40 Pf. aus «mindestens 60 Pf. für die kürzeste Fahrstrecke. Christen!, f. fr Ncukvnfirm. a. d. Matchäusg<:m : Pfarrass. Dr Dingel. 9ya: Pfr. Becker. 11: Ätnfr'r» kirche f. b. Marftisgem.: Pfr. Becker. — In der JohanneStirche. Barm. 8 Uhr, zugl. Christenlehre f. d. NeuSonsinn. a. d Lukositem : Pfr. BechtolSheimer. 9»/»: zugl. Mililärgottekd. Pfr. Ausfeld. 11: ftiittterfirdK f. d. Jsharavsgem.: Pft. Aiisjeld. — Wieseck. Sonntag, 2. Mai Bonn. 9: Beichte. 91/2: Gottesdienst m. Feier d. hl. Abendmahls. — Sonntag, den 2. Mai, türm, 10: Kirchberg. — Steil. dlb?ndmahl für L-vllar. Katholische Gemeinde. Samstag, 1. Mai, nachm. 5 u. abds. 8: Gelcgenh. z. hl. Beichte. — ^omttog, 2. Mn. 4. Sonntag nach O ster n. B^nn. 61/2: Ge- legenh. z. hl. Bnchte. 7: Dl. Messe, ft'omnum d. Männer u. Jünglinge. 8: Austeilg. fr hl Kommunion. 9: Dockamt m. Pr. 11: Dl Messe m Pr. Nachm. 2: Christenlehre: darauf Antackt. — Freitag norm. 7 ilMn ist Segensmesse. — Tirspora- Ofottcsdienst am 2. Mm. In Düngen 9V?, in Lich 9 V,. * Israel. Religionsgemeinde. Gottesdienst in ber St) lagogc (Süd-Anlage). Samstag, den 1. Mai 1920 Vorabd 7.30, nwrg. 8.30 Predigt. Abds 7.55 u. 8.35. Israel Religions - Gefells cha ft. Sabbat feier den 1. Mar 1920. Freitag abb. 7.20. Samstag norm. 8.00, nachm 4.30. Sabbattru&grmg 8 35. — WochengatteSdi-enft: morg. 6.30, jibbi. 8.35 W- Büchertisch. — „Gartenschönhei t". Unter oresem Namen ersckernt soeben in großem Format das erst.' Deft einer „Zeitschrift mit Bildern für Garten« und Blumenfreund, für Liebhaber unb Fachmann" (Verlag der Gartensckönhett G. m. b. D., Berlin- Westend). Die Monatsschrift, die sich in den Dienst des beute so wichtigen Garten« und Siedlungs- aedankens stellt, zeigt die (^artenschönheil als seelisches Erlebnis, sie schildert die Sckwnheit der Blumen, Sträucher und Bäume und will so einen Begriff von der Größe der Lebensw-wte erwecken, die in den Garten ft: uden ruhen. Es sind vor allem Bilder, 40 in Schwarzdruck, und als wertvollste i5 eairtyffl*- . >,28.^7%h-; 2. ein 3^, - .Stz-H 3t " SM ktteT'kn .. •8**r <5 ^»j wiK”Äa'Kjr’' 1, bflfe m Sti-te. «s SäS- tS encttetlü) hJ rWfc (C, _\n ; E SÄ — Aus verklungenen Stunden Ein Skizzenbuch. Don Carl f&ifie. 400 ^iten. Prei-^ geheftet 5 Mk. Gebunden 7 Mk. 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Soll ich ihm wchl von meiner Unterredung mit der Qfeäit schreiben? tagte ich mich. Na, warum nicht gerade eine Andeutung, um sfine Neng.er aufzustacheln? — Ich stoppte mir gemächlich mei ie P'cife, setzt: sie tn Brand und schrieb das Folgende: \tV\ 1Ö0. n, Dir. L U. öild erb. Deiela IfirBew ••julele Win (Abt. 5'fitbtalblct! 11 Montan, 3. Mal iin 8 Ubr, im Psalm h» Schanzenittüfi, Wichtige öcibmkM Erflh. all. ÜeidMiX autb beriu9.,bnnix stL.hauorvSisti .aiedrr zu sch.i fern. Darum lich, Öerr Tottor? Weil Ihnen eine birze Überlegung tagen ijirb, daß die Slnftifter dieser Geschürt' zu schon- finnig sein werden, ihren gegmwärtgen Aufcnt- «altshrt durch ein io einfache» Ervmnungszeich'n -» derraten. Möglicherweise war 's nur eine List, um uns von der Spur abzubringen. Ja, das is möglich. Aber cs ist noch wabrfdvinlicficr, mein.-r An- ficht nach wenigstens, daß es das Werk irgendwelcher ifeute war, die fintm behilflich frnd ihren Plan auszusühren. Sie geben ja |ctb?r zu. daß t» Mann, ber den Gang zu Ihrer W-chmmg ge- aabe.i hat, ein gewandter Bursche g^veten ist. Das habe ich gesagt, Herr Doktor, erwidert: Airnrns gewichtig, und hab' auch Wohl gewußt, was af> sagte. Gut also, fuhr ich fort, ein Mensch, der sich durch eine St inmautr geräuschlos ein Lock ma- a}en kann, bas groß genug ist, baß er beguem hui- t-techscklüv'e.i Davji, bat «ich möglüierwei e zuvor mamir gübt, daß er durch eine Gesän gmsmiuer Rurchgebrockten ist. Ja, weiß Gott, das is möglich. Zeit gingen die Werte für den öffentlichen Berühr sogar nur bis 50 Ps. Nur für den inneren Tienit- betneb gab cs WeNzeichen zu 1 und 2 Mk. Erst unter Staatssekretär v. Podbielski wurden dann Marken bis zum Betrag ron 5 Mk ausgegeben, bei denen es bisher verblieb. Die BerkehrSannalten und Oberpostdirektionen haben aber wiederholt höhere $krte auch für die Reichspost vor geschlagen und beantragt. Die hohen Porto gebühren, besonders für Pakete las en sie mehr und mehr vermissen. Das Reichspostministerium Hal deshalb Versuche Frank urtS bit Regierungssitz "ä Wiesbaden nach Frankfurt zu verleset» und bte dauernde Zfeilxhal tma eines Te les der Regierung in Frankfurt aus Ferner lehnte maw die ^tngltebCTumi des Kreises Höchst an den txut- delskammerbezirk Frankfurt ab Grad in inner Selbstockt mg gefal en ist. Dann nnb WMl f91 •l6K S"Äu"r.** HZ fcbelnerv ^u; T'Mlg-^ »Ä "Ä1J .»ZK E .ML 2 Ml «0Bntaß btn t,».A i Uhr putlkiil- Anrudere Trr Vorl^ Verein str Jewegungsjpit ©iefeen. - «amötag ben 1. 8amilkMu$ mit Ium nach der Karlsnide. marich 41/, Ubr w wozu die Miialikd« AnaeKörigen | einladet Ter Yarii-n Freitag, 30. April Samstag, 1. Mai Die Erhebung der Kurtaxe nnd der Babegelder in Bad-Nauheim. B^m denjenigen Personen, bte die Kurmittel gehraucheN wollen, aber nicht im Besitze einer AuÄDeiSfarte ober Kurkarte sind, wirb jedesmal ein Zuschlags von 4 Mark (statt der bisherigen 2 Mark) erljobcn. Verfahren in Militärversorgunqs- fachen. Eine Reihe von Bemsungn: gegen Mili- tärrentenbcl'dxibe gebt bei dem Hachen Mi itär- versorgungsgeiicht offenbar wegen UnknmtniS bet genauen Adresse des MilitärversorgungsgerichtS verspätet ein. Es wird deshalb hiermit zur öfsent- lichm stenntnis gebracht, daß bte genaue Adresse vorgenannten Mt.ilärversorgirrgsgerichrS die folgende ist, ,L>essisches Mi.itärverforgung-serickft bei dem Ober Versicherung SEt Darmstadt, Neckar- stvaße 1". Die Mühle des 2. Fiedler in Londorf ist vom 16. Mai bjs 15. August 1920 geschlossen. Aus Statt und (and. Giek,e n, den 30. Apnl 1920. Auslandsschäden. Nach Mitteilung des Verbandes bet im Auslände geschädigten Julandsdeutsch-n ist zum Leiter der Spruchkommission De sen-Nas au Gelieimer Re- gierungsrat Tecklenburg ernannt worben. Tie Spruchkommission ist zur Aburteilung von Anträgen, Beihilfen von ber Regierung eingesetzt worben. Es steht daher zu erwarten, daß dies" Kommission etwa Mitte Mai ihre Tätigkeit aufnimmt, so daß bann bas inzwischen bei b?m Verband ber im Ausland geschädigten Fnlandsdeutschen E. V. gesammelte und vorgevrüste Material dieser Kvm- imiffwn vorgelegt nxrben kann, nach deren Urteil alsdann die Auszahlung ber Voventschäbigungen beginnen wirb. Wie wir weiter vernehmen, ist ein Uebereinkommen zwisckfen ber beutschen unb ber frantö- sischen Rechnung zustande gekommen, wonach wechselseitige Vertreter in Berlin unb Paris ausgetauscht werben sollen, die bi? Geschäfte der in 8 12 ber Anlage zum Abschnitt 3 des Teiles 10 des Friedensvertrages von Versailles vorge, ebenen Vertreter wahrnehmen. Danach wird von feiten "Deutschlands in Paris ein Buveau für private Guter unb Interessen errichtet, zu dessen Leitung Derr Konsul Dr. Taehnbarbt vom 33 .eher auf bau- Ministerium in Aussicht genommen ist. Fenier ist mit Frankreich die Vereinbarung ge- troffen worben, daß Gegen stände von geringem Wert, persönliche Gebrauchsgegenstände oier Fa milienanbenfen herausgegeben narben, jedoch müssen die für Aufbenxrhning, Verpackung und Versendung entstehenden Kosten voransbe^ahlt werden, lieber Näheres orientiert erforderlichenfalls der Verband ber im Ausland geschädigten Inlandsteil ticken G. V., Zweigstelle in Frairfturt a M., Neckarstraße 9, die auch weitere Anträge auf Vor- .entschäbigung für im Auslattd erlittene Schäden entgegennimmt. ** Mangel an Chemikalien bei den Universitäten. Den Universitäts- institulen fehlt es an den notwendigsten Chemikalien, wie Formalin, Glyzerin und Xylol zur Konservierung der Präparate und Ausführung der notwendiasten mikrosko- pfichen Untersuchungen. Trotz der größten Bemühungen ist es nicht möglich, die Chemikalicn zu beschaffen. Weiler wird es in kurzer Zeit unmöglich sein, die für die Krankenhäuser nob= wendigsten mikroskopischen Untersuchungen, I sowie wissenschaftliche Arbeiten auszuführen. Der Abg. Trimborn hat jetzt an die Regierung die Anfrage gerichtet: Sind der Neichsregie-' rung diese außerordentlich bedauerlichen Zustände bekannt? Was gedenkt sie zur Behebung derselben zu tun? ** Deutsche Briefmarken zu 10 und 20 Mk. gelangen demnächst zur Ausgabe. Im Gegensatz zu anderen Po'kverwaltimgen hat die Reichs post große Zurückhaltung bei der Ausgabe hochwertiger Briefmarken früher gez i.gt. Seiner die Rcichsdruckerei beau.tragt, die Uebergabc 10- und 20-Mk.-Marken vorzubereiten. — Straßeilbriefkasten der Reichstost werden jetzt angesirichen. — Nachnahmesendungen nach Freistaat Danzig bürien nicht ZablkaNen gefügt werben. Es müifen Nachnahme karten Paketkarten mit auhängender PoiLnweisung 5tr. 101 3lr. 102 Lieber Dicks Ich habe heute abend ein? b'Tbe Stunde bei ihr verbracht Sie ließ mich holen. Si- tO nicht bloß prächfig, so' dern ger-^>.';u anMung»- würdig. Ich kann mit» nicht entichl eßm. zu glauben, daß si? im entfernte tm in di-, Sache verwickelt ist. Menn Wir uns wieder Hen, alle Einzelheiten! Es paßt mir ganz gut, morgen ober übermorgen zu Dir hteiauszufachren. Besten Gruß Tein Julrus Perigmd. Nachschrift: Laß Dir keine grauen Samt wegen mir wachsen, ich halte — gecab: gegenwärtig — die Augen gut offen. Nach dieser V rrichtung üb-r'iefr. ich mich bm Genüssen nuiner P'eife imb genehmigte rod) ernnt Kernen „Buchanan^. Sch.ag du ITr d-veht. ich das Gas bis aut ein kleines Flämmcken herunttr, für den Fall, daß ich während ber Nacht herans- geläutrt werden würde, und b:gab mich frinnit n s Bett. Aber ich wir noch ni bi- lange eia» geschlafen, da wurde ich durch ein schönes Läutm meiner Nachtglocke wvber g.iucdt. Ich sprang mis dem Bert und blickte dürchs Fenster aut 0t: Straße: vor mei em Toc hielt ein EänpLmer. Ich ickaute aut die Uhr: cs nxir ynxi Uhr. EilenoS fieib.te ich mich an, stieg bte Tr:ppc hinunter, brehte in meiiTm Zimmer bas Gas ans unb rtt* gelte bte Joau^tür auf. Ein junger sJ3Umn stand VereiT Ruderspf. GieflenlSt wendet roitben. — Die Zalilkarten w teen häufig mit einer Stecknadel an ben Nachuahmebri.fi fenbungen be'e.rigt, so baß sie untetro gs abiallen. Die Karten sind haltbar anzubringen. ** Wehrpflichtersatz. Die Aushebung ber allgemeinen Wehrpflicht nötigt, ber Iugcnb eine methobische Ausbilbung beS Körpers gewährleisten, fic zu volter E itwicklung unb Beherrschung der Kräfte führen und wiberstandsfähig machen gegen bie Unbilden der Witterung. Das Turnen, das Bewegungsspiel wie jeder oernünitige körperliche Sport bat damit eine ganz andere Bedeutung für die Ertüchtigung der Jugend gewonnen als bisher. Der prcutz. Minister für Volksbildung bat deshalb im Einverständnis mit dem Finanzminister eine Reilie von Anordnungen zur Förderung dieser Bestrebungen getroffen. Alle EiurickSungen bei floatlidrit Ansta.ten der Unterrickstsverwaltung, bte bem Turnen ober dem Sport bienen, iinb auf Aittrag auch ben Verbänden unentgeltlid) zur Verfügung zu fteiien, bie solche Leibesübungen treiben unb beten Mitglieder vorwiegend aus Minderjährigen bestehen. Tie Bedür.ni s? ber Schule gehen natürlich vor. Die Ueber.a fung erfolgt auf Widerruf. l^tn faltbar ist aber nur geltend zu machen, wenn . rnstliche Beeiiittäckstigungcn der Anstalts- interessen eintoeten. B i der Uekrlaifung muß auch jede irg?ndwie geartete daitpslicht des Staates oder der Anstaltsbcamten ausg.'schlos en fern. Ter übrrnebmenbe Bcroand muß sich verpflichten, für jedes Dericktulden eines seiner Mitglieder zu haften. Ein Entgelt ist in demselben Umfange wie von ben Schüterii zu entrußten. ** Ein Nassauisches Krieger-Ge- d e n k b u ch Ter Verein für Nassauische Alter- tumskmtbe unb Geschichtsforschung bc ab fickst igi den gefallenen Nassauern zum bleibenden (ffedächmis ein Tentmal i.i Form eines Gebenklmches zu fetzen. Rn diesem föudje soll der Name eines :esen im Weltkriege gefallenen Nassauers Aufnahme finden. Jede Gemeinde wird ein solches Buch erhalten Landkreis Gießen. X Ober-Sörgern, 30. ?lpril. Jvhannes Sbeier und Ehefrau Luise, geb. Wolf, feiern morgen bei bester Gesundheit bas Fest der golbenm Hochzeit. Starkenburg und Rheinhessen. ch. Bingen, 27. April. Ein 20 Jahre alter Mann würbe als bes Mordes an bem Förster Peter Ta in mei verdächtig feftgenommen. Er hat bis letzt die Tat geleugnet, bat aber einen Nev-olver [Mifen Kalibers, aus bem ein Schuß fehlte, im Besitz Don dem Ei enbahiitclegrapyislen Schrader wurde er als derjenige, ber ihn im Walbe schlug und mit bem Revolver bedrohte, ernannt unb ein anderer Herr ernannte ihn als denjenigen wieber, ber ihm am Sonntag nachmittag in dem Zick-Zack- Weg rerl ächtig auffiel. Weiter wird mitgeteilt, daß ber Ti er ber 20 Jahre al:e Tütfr Marius- Al i-Miswn sei, ber sich seit einiger Zett in der Gegend als Straßen Händler aufhalte. Hessen-Nassau. ra. Bieden ko p s, 29. April. Unserem Landrat Muser, welcher noch nicht ein Jahr an der Spitze des Hinterlanbkreises gestanden, wurde bie kommissarische Verwaltung des Kreises Kreuznach übertragen „ _ — Frankfurt a M., 29. April. Das Lebensmittelamt beschloß den Abbau der st ä d tisch c n K r i e g s k ü che n b iszum 1. Juli 1920, da bie Zahl der ausgegebmen Portionen sich seit 1917 von 19 009 auf 70 000 im März b I verringert unb b e Siabt infalgdcffen steigende Zuschüsse la* ftm muß Tie Gäste find bann auf ben Beuch ber von ber Gesellschaft für Volkswohlfahrt getroffenen Einriästungen angewiesen. --Frankfurta M., 29. April. Eine Reu- Dorfcr Firma spendete für die Frankfurter Kinderhilfe 100000 Mk. — Frankfurta. M., 29. April. Das städtische Arbfitsamt, eine Gründung des verstorbenen iSozialpolitikers Dr. Flesch feiert am 1. Mai fein 25jähriges Bestehen = Wiesbaden, 29. April. Die Vollversammlung ber Wiesbadener Handelskammer sp-ach sich mit aller Entschiedenheit gegen die ständigen deutsche Nationalversammlung. 175. Sitzung. Berlin, 29 Apnl. Präsident Fehreubach eröffnet bte Sitzung rm 10.29 llhr Nach Erledigung von Petitionen und des mündlichen Berichts des Ausschufies betreffs der Dohnungs, Siedelungs- unb Hcimstättenfrage -7trb in bte Berotmig des Gesetzentwurfs übet Maßnahmen gegen den Wohnungsmangel em* tc treten. Abg Dr. Runkel (D. Vpt ): Wir können oem Gesetz zusnmmen, nach ber Beränbenmg, oie ed im Ausschuß erfahren hat. Abg. Kraut (D.-Nat.): Die ben Behörden yigcräumtai Vollmachten im Zusammenhaiig mit oer Wohnungsnot gehen uns zu wert. Abg. Soll mann (S.)t Das Gesetz ent- oricht dem Geist bei Dersasmng. Das Gesetz wicb in zweiter unb dritter Lesung angenommen. Es folgt die zweite Beratung des Gcsetzent- iurfd eines Kreishfimstätteilges. tzcs. Abg. Soll mann (©.): Der Gesetzentwurf mrd den Erwartungen ber Bevölkerung nicht »recht. Abg. Hage mann (Z.): Der löesetzentwurf rächt einen Schritt vorwärts auf bem Wege des Ziedelungswcfens. Abg. H e i b s i ck (Dem.): Das Gesetz ist eine »tappe auf bem Wege der sozialen Fürsorge. Abg. Frau v. Gierke (D.-Natl.): Die Spe- Motion muß bei dem Kauf und Verkauf der Heimstätten ausgeschlos'en b.ciben. Abg. Tt. Runkel (D. Vpt.): Tie Zcnttal- 4ckle, die das Gesetz vorsieht, muß weiter aus- «ebaut werden. _ _ Abg Zubeil (eoj.): Ter Entwurf ent* -tickst nicht unteren Envartungni. ?lbg. Frau Zeltler (Ztt.): Wir können teiS Geictz als Ganzes araiefanen. Reichsirbeitsmiiifitet Schlicke erfärt, baß Ick Entscheb g.mgen bezüglich der Wertsteigerungen ficklig te.f.lnen werden soll. Zu 8 2d wirb ein Antrag Tt. Runkel ange* kommen, wonach bie Ent ignung gegen angemefa ime Entsch. d gimg zu er eigen Hai. Tas Gesetz wirb angenommen, ebenso in dritter 2tefung. Zwecke Beratung des Ce ctzcmtwnrss übet die i irch innere Unrifaen ve nur'achten Schäden. >?lbg. W a l d st e i n (Dem.): Der Entwurf trägt öe Spuren b s Kompromis es an 'ich. Immerhin Ltbeiitet fiiö Kompromiß, des Ausfams'eL (ine erbliche Sktbciferung gegenüber der Regtrrungs- «rlagc. Abg. Tr. Hers selb (Ztr.): Wir stimmen «m Gesetz zu Abg. Bruhn (D. Ntl.): Wir müssen gegen *5 Gesetz stimmen. Tas Gesetz wirb in zweiter imb dritter Leung angenommen. Einspruch des Reickörats g^gnt bte Bfichlüsse wt 9ia* o •alDer'amm.'ir. g über ben Entwurf bes Last geb ii Ire g.'fetzes w gen gebühvenpflichttg.-r Tienstpostfallen nnb Briefe. Abg Waldstein (Dem.) berichtet, daß der - usüidnif- empfiehlt, in birfem Punkt vorläufig fce Regierungsvorlage wieder herzustelleii, bi: neicksregierung aber zu ersuchen, durch Gesetz bie •tage filsbald endgültig zu regeln. Reickis.-of-nlii.istet Giesberts erklärt sich «mit unverstanden. Bis zum Herbst werbe eine < rtfpredk* b S.-orfage eingereicht. Tie Ausichußle chlü s. neben angenommen. Ein Ofe-setz betrefft-nb lieb rnahme einer Haf^ mng bes Reiches für Lasten bes Saarbrücker Uiiappschastsvereins wirb in allen brei Lesungen nfebigt. Der mündliche Bericht bes 18. Ausschusses für Vt Ausführung des Ftiedensvcrttags, über cinge- «ingenc Petitionen wirb cr.cbigt und eine Ent- ckließung bes Aussckru ses betrefienb angemessene Sttschädigung bet Tierhalter, bie Vieh an bie Sirtarte abivben müssen, nachdem die Abgg. Dr. Höficfc (D.-Natl.), Schiele (D.-Natl.) dafür nib bie Abgg. M ichelsen (S.) unb Henke D.S.) dagegen gesprochen haben . Zweite Beratung bc5 von allen Parteien des d-ufes eingebrachten Gesetzentwurfes über Aende nng ber Leistungen unb ber Bcittäge der Jnva- : Ifocmwrficbcnmg. Das Gesetz wird tn zweiter imb dritter Lesung I I (Ligenommen ____ Erste Beratung eirfes vom Abg. Lvchncider- Sachsen (Dem.) imb Gen. eingebrachten (Me& ntmurfa über weitere Ausdehnung der Bersichc rmgspfiicht in bet Angestelltenver icktetung. Nach längerer Gefchästsordmmgsdebatte wirt d« Gesctentwurf an b.-n 5. Ausschuß verwieien. Ter 'Antrag Tr. Pachnicke ^ifenr) u. Een. «tr Wäsche für Krankei'häufet urro. nfird erlogt Ein Gcsetzimtwurf, ci igebracht von allen Po - ,ten, 5 tt Wüder u wihmc e fah cu r-rn Ur* Die Gräfin. Roman von G. SB. Appleton. Aus dem Amtsverkündigung^blatt. Tas Amtsverkünbiyungsblatt Nr. 56 vom 29. April enthäl t: T te Tienst raume bes ztreisamts am 1. Mai geicblosien. — Ausfall des SckmlUnterrichts am 1. Mai. — ReichStass* wähl 1920 — T abali«id*teusen-Darm- ftoöt" uw) vvraussuh lich bie Nr. 22 fuhren wird. Aktives Wählte d> t. Reichs, agswähler ist, wer am Wahltag Neich:-augehöriger unb zwanzig Jahre alt ist Ausgeschlossen vom Wahlrecht ist: 1. wer entmündigt ist ober unter vorläufiger Dormundschast oder wegen geistigen Hfedrecheii- unter Pilegcsckxift steht. 2. wer rechtskräftig durch Richtersptuck bie bürgerlichen Ehitenrrch e verloren hat Die Ausübung des Wahlrechts ruft für die Soldaten während der Dauer her Zugehörigkeit jur Wehrmacht Behindert in ber Ausübung ihres tz3a hl rechts find Personen, Die wegen Geisteskrank* beit ober Geistessd)iväche hi einer H»ckl> ober Pflege- anftait untergebracht sind, ferner Stvaf- und Untersuchungsgeiangene sowie Personen, die i..felge geridytlidier oder polizeilidier Anorbnung in Verwahrung gehalten werden. Ausgenommen sind PetsonCT, die sich aus politisd>en Grüiiden in ^ckwbhosl befinden. Zu den Soldaten gehrten die Mannschasten, Unteroffiziere und Offiziere befc Reichs Heeres und der Reick-smanne. Wälslerliste und Wahlkartei. Für jede Reichslagsivahl ist von den Geineinden ebie Liste der Reichstagswähler nach Zu- und B.cname, Alter, Beruf, Wohiwrt oder Wot?nung in alphabetischer Ordnung unter fort lauten ber Nummer ciuszuslellen. Vor dem Einttag jeder einzelnen Person ist tkwen SVahlrectst genau ju prü en. In die Listen sind alle Reick^tagSivähler cinjutragm, dir in der Gemeinde, wofür die Liste anjulefen ist, sich nicht bloß vorübergehend oder gelegentlich auf- l/iUeii. Personen, deren Waftredit ruft oder behindert sind, sind in die Listen nidst auijunebmen. Die Arbeiten sind unter allen Umstäiteen so ju beschleunigen, daß die Listm in der Zeit vom 9. bis 16. Mai 1920 auSg.left werben können. Die Wahlbezirke (frich.-r etimmfh.-ni te) bleiben dieselben wie diejenigen bet ber Wahl zur verfassunggebenden Teutidxn Na:ionalVersammlung vorn 19. Januar 1919. Hiernach bilbeit a) die Geineinden Heuchlheim, Lich (mit Albachnc Hof, Eolnhausen, Müftsackven, Meilbachj und Wieseck je zwei Wahlb.-zirke nut den Ansangsbuch staben A bis K unb L bis Z. b) Zum Wahlbezirl Bersrob gtk-ört Wlnnerov, zum Wahlbezirk Eber- ftabt gehört Arnsburg, zum Wcchloezi.k Muschen- ftim gehört Hos-Güll, zum 2üahch-zirk Oben* hausen gehört Appenborn, zum Wah.l»ezirk Ra- bertshauien gehört Ringe s-xiusen, zum Wahlbezirk Robftim gelzört Hoi-Graß, zum Wahfi>ez»rk Ruttershausen gchört Kirck-borg. zum WabUezirk Saasen gehört Bollnbach, BeitSbetg unb W'r.erg, zum Wahlbezirk Stauicnberg FnedelHausen. Watzenborn-Steinberg bildet ein Wahlbezirk, c) Die Einteilung der Stadt Gießen (mit Schissen* berg unb HerniwaU» in Wahlbezirke wirb noch besonders bekanntgemacht. ’ u.\ Conntag dro L ht! Mtll flö trenuunh 6 r SBnbnbof.StlnnsE- Silierung »E 31. Hbr im flemätLöelfamma $68 ter SgEäß Uäifa -Option tzk *15,1 Äjt* ^rfirart|)a SRabtr £4lnenbem 4.^ . ICirdte und Schule. «p. Rupper tenro d , 28. April. Lehrer Karl Dieser Hit nach neunjähriger Wirkianunt an der htesiien yuciten Schulklasse die Schule zu Strebendorf übernommen. ra. Wetzlar, 29. April. Gemäß einer an die Lehrerkammor gerichteten Verfügung fcer Negierung ist für folgende Gemeinden die Errichtung eiltet n-eiteven Lehrerstelle ins Auge gefaßt: Dutenhofen, Kinzenbach, Hochitheim, Launsbach, Ehringshausen, Erda, Garbeuheim, Kl.-Altenstädten, Älb^Zrusert, Leun, Bisärchen, Allendorf,^ Busenberg, Berghausen, Nieder- und Oberbiel, Oden- hausen, Vetzberg, Wer darf, Kölschhausen (bereits erfolgt). \ spiel Nr. 3. A. Troitzky (Dt. Schachztg. 06). Schachecke. Nr. 2. Ter Dreizuger ist leicht und gefällig: ebenfalls einfach, aber sehr lehrreich ist folgendes End- W.: Kr6, Le7, Be6. Sch.: Ka2, Lei, Bc2. Weitz am Zuge erzwingt das Remis. Nr. 2. A. Stroemer (Schweiz. Schac^tg. 15). Weib zieht und setzt mit dem dritten Zuge matt. Auflösung in nächster Nummer. b d d w, f g h f g h a b ■ ■ ! X » W Handel. Berlin, 29. April. Börsen bericht. Bei Eröffnung zeigte die Börse im allgemeinen ein ziemlich festes Aussehen, so daß sich für die meisten Montan-, Färb-, Elektto- und Spezialwerte Besserungen bis zu 5 Prozent und für einige Werte dieser Gattung, rote Argo, Rheinische Braunkohlen, Berliner Anilin, öabifdje Anilin, (Aberfclder Far- ben, Augslnwg-Nst m berger Maschinen, Daimler und Rheinmetall, teilweise wesentlich darüber hin- ausgel-eltde Besserungen ergaben. Kolonial- und Balutapopiere sind zum Teil bettächtlich anziehend, Schiffahrtswerte dagegen matt Kurz nach Feststel- tung bet ersten Shn* und teilweise auch berextö während diefer trat eine Abschvächung ein, die mit Glattstellungen für eine angeb. ich in ZahÄmgs- verlegenheiten betrndliche Konsettionsfirma in Ber- bindung gebracht wurde, doch war Näheres darüber nicht zu erfahren. Der Kursstand senkte sich daher allgemein, und dies setzte sich spater noch b. sonders am Montanmarkt fort. Der bestehenden host^adr- gen Zurückhalümg entsprach die Geringsugiakeit des Geschäfts. Bankaktien bröckelten unerl^-blrch ab. Türkentabak waren teilioetfe 50 Proz höher. Der Rentenm-aökt war wenig einheitlich und rer^ jhlL Mexikaner ungefähr behauptet. Die ausländnchen Devisenpreise sind nur wenig per ändert Frankfurt a. M., 29. April. Börsen- stimmungsbild Ter Geschis sverkehr war ruhig und dementsprechend die Kursbeivegung bescheiden. Mäßige Befesrigung machte sich in einzelnen Mon'anpapieren bemerfbar. Deutsch-Luxemburger faitben zu 324 Aufnahme, GelsenLrchen stellten sich auf 312, Bochumer ebenfalls beiter 325, Ober bedarf 207 (— 3 Proz.s. Sckxcmttrnglahn gegen den letzten Kurs der Mittagsbörse etwas pefter 500, auch Teutsch-Ueber-,« erholt 1100. Gauaba 970. Deutsche Kolonialanteile bewahrten feste Tendenz ca. 9975. Deutsche Petroleum 715. Südsee-PlA^phat 2600 genannt Julius Sichel 1620. Bemerkenswert höher stellten sich Badener Anilin, welche auf Rückläufe 18 Putz, anzogen (535). Höher gingen ferner Spiegel und Spiegelglas 412 H- 7 P>oz.,Lüdenscheipt-Metall sind 10 Puoz. gesteigert 390. Masclzinenf. Eßlmgen 245 4- 3 Proz Elc^ovPapiere Ü unten sich betestigrn. Friedrick^lnltte Bergbau 1472. Mexikaner sttll. Otavi-Minen 961 4- 26, Genutzscheine 4- 655 15 Mark. Steaua Romana 1475. Frankfurt a. 9JL, 30. April. Tattnrr. Börsenkurse. Frankfurt DerNn Abent^ Abend- Schluß- Schluß- Kurs KurS Kurs Kurs 28.4. 29.4. 28.4. 29.4/ B'^TteuLffriegeonL 79,75 79,75 79,75 79,75 4"/„Deut.Reich»anl. — « ■■ 76,20 76,- 3<,/n'Deut.‘Re cf)5anL —. — — . E» 74,50 74,50 4•/. Preuß. Konsolr — . ■■■ " 76,- 75,90 Darmstädter Band 158,50 158,50 158,- 158,50 Deutsche Bank. .. — , •* 304,- 307,50 Dirconto- Besellsch. —. — 218,- 217,50 Dresdener D >nk.. — . 186,- 185,75 Nationalbank f. V. — 151,25 150,- Mittel).Cred ibank — _ — — . — 156,- 156,50 H.-Amerik.-Pattctf. — _ — 196,- 198,75 195,50 NorddeutscherLloyd 188,- 188,50 185,50 187,25 330,- Doch. Gußstah. wrk. 327,- 325,- 330,- D^Luremb.Bergm. 320,- 324,- 319,25 32',50 Gelsenkirch. Berga». 321,- 312,- 315,- 308,50 Harpener Bergbau 308,- —. — 301,- 295,50 Oberschl.Eisenb.-3. — . — 207,- 213,- 200,50 Oderschles.C'isenind» 275,- 266,- 272,- 267,- Phönix-Brgb.. Akt. 465,- — ■■ 455,- 454,- Dad.Anilin.u.Soda — _ — 535,- 500,25 525,- Höchster Farbwerke 363,- 387,- 360,25 332,- 383,- (tlehtr. A. E. G.. . 330,- 334,- 330,50 Schuckett-Werke. . 196,- 192,- 195,50 FellenLGuiUeaume 480,- 483,- 475,- 475,- Daimler...... — _ — — . — 269,75 284,- Bud.« Lisenw. »Akt. 334,- — r~ 331,- 334,50 Adlerwerd« .... 288,50 292,50 294,75 292ch0 4e/e Hess. SaatsanL _ — — _ — Electron Griesheim — , — 285.- 300,- teiilemMrtt. (Beto Brief (Beto Brief Datum. 28. April 29. April Amsterdam. Rotterd. 2117,75 2122,25 2102,75 2107,25 Brüssel-Antwerpen . 364,60 365,40 367,10 397,90 (Tbriftiania 1118,75 1121,251168,75 1111,25 Kopenhagen 994,- 996,- 974,- 976,— Stockholm 1238,75 1241,25 1218,75 1221,25 Mfingfors 314,65 315,35 299,70 299,30 Italien 249,75 250,25 254,75 255,25 London 223,25 223,75 221,75 222,25 New-York 58/5 58,85 57,40 57,60 Paris 344,60 »45,40 344,60 345,40 Schweiz 1038,75 1041,25 1021,75 1023,25 Spanien 994, - 996,— 974,— 976,— Wien (altes) .... 19,98 20,02 20,98 21,02 Deutsch-Oesterr. abg. 28,47 28,53 27,47 27,53 Prag 91,65 91,85 89,60 89,10 Budapest 26,22 26,28 25.72 25,78 Bulgarien — Konstantmopel. . .. -,- Markuotiernugeu. Datum: 28.4. 29.4. Zürich 9,50 9,80 Amsterdam 4,655 -,- Kopenhagen 10,25 10,50 Stockholm 8,20 8,25 Wien 390,- 390,- Bücherttsch. — Bon JohannaDambschistbei Verlag Paul Olpv in Calw (Schwarzwald) em neues Bändchen erschienen, diesmal eine emheit iche Dichtung. deren lyrischer Kern sich ungezwungen in epischem Gewände darbietet. Eine Andersgläubige, die den Dogmen der katholischen Kirche fernftebt, geht hier den Symbolswerten des Marienkultus tnbrünftig nach, und sie findet Umdeutungen, die zwar weltlicher, aber doch fromm im weiteren Sinne des Wortes sind. Bisweilen stört Sllzzen- hastes. Ein warmes Neuerleben b?r kleinen Wunder in der Natur fördert den Gesamtgehalt. — Einführung in Goethes Faust. Bon Prof. Dr. Friedrich Lienhard. 93bette Auflage. (Wissenschaft und Bildung, W). 116.) 118 Seiten. Preis gebunden 2,50 Mk. Verlag ixm Quelle u.' Meyer in Leidig. 1920. (In einem Teil der Auflage wied^hrlt.) Aus dem Finan^ausschuh der Hess. Kammer. rm. Da r m st a dt, 28. April. Ter Finanz- a us schuß der Volkskammer beschloß noch in feiner gestrigen Beratung zur Beamtenbe.oldung, d-.tz die Reg.ertmg ermächtigt wird, den ten d-mnächst aus Anrechnung der neuen Besoldungsvorlage einen Monatsgehalt auszuzahlen. Ter Antrag Wünzer und Dr. Osann bctr. die Neuschaffung non Richter- und Staatsanwalts st eilen, wird nach der E.- f(änmg der Regierung, daß im neuen H-auptVoranschlag 7 Amtsrichter, 3 Staatsanwälte, 1 Land- gerichtsdirektzor und 4 Landrichter neu geschustzm werden sollen, gutgebeifen. — Eine BarstÄlung der aöudem. gebildeten Beamten bett. Warte- geld wird w gen noch wr^u pellender Erhebungen zunächst zurückgestellt. Eine Borstellung der Techn. Lehrerinnen in Tarmstadt, Gießen und WormS wird ebenfalls zurückgestellt, da die Regierungsantwort noch fehlt. Die Dänen in Nordschleswig. Kvpenha gen, 29. April. (WTB.) In der heutigen Sitzung des nordschleÄoigschen Ausschusses des Reichstages teilte der Attnisterprast. bent/ mit, daß die dänische Besetzung der ersten Zone am 5. Mai beginnen werde. Fcr> ner machte er davon Mitteiluna, daß der dänischen Gesandtschaft in Paris zwei Sachverständige als Ratgeber für die nordschlcswigsche Frage beig» geben worden seien. Der Bureauchef im Justizministerium, Landbhe, sei der National komm ission in Flensburg als Vertreter der dänischen Regte nmg zugeteilt worden. Lloyd George . über die neue Politik der Entente. Paris, 29. April. (MB.) LloydGeorge erklärte dem Berichterstatter der „Dally in San Remo, in Spaa wurden militärische, roitt- schastliclte und finanzielle Klau eln eförtert werden. Tie Alliierten seien entschlo sen, daraus iu beharren, daß Teutschlaich bin ehrlichen • Brsuch madic, in nichtzw id u iger Mei e bte Bertvigs- vauseln auszui'ülnten; aber man toe r be dcv- ständig fein. Er hoffe, daß bte Dechandlunge« von Spaa ebenso fruchtbar an guten Ergebnissen werden würden wie die von San Remo. Eine russische Handelskonsereuz in Kopenhagen. Haag, 29. April. (WTB.) Wie der „Niewve Courant" aus London meldet, werden Vertreter des öffentlichen Handels aller russisches Länder im Mai eine Konferenz in Kopenhagen abhalten. Drohender Verkehrsstreik in Frankreich. P a r i s, 29. April. (WTB.) Die Bereinigung der Gewerkschaften der Eisenbahner hat mit 28 gegen 24 Stimmen beschlossen, am 30. April mitternachts in den Stteik zu treten. Seit gestern vormittag verhandelt der Arbeitsausschuß des allgemeinen Arbeiterverbandes (CGT) mit den Delegierten der Eisenbahner, ob dieser Beichluß gut* geheißen werden kann ober nicht und ob die CGT sich mit dem Streik einverstanden erflärt; ist doch auf dem letzten Kongreß der Eisenbahner ehe Tagesordnung angenommen worden, in der erklärt wird, der Streik könne nur proklamiert werden nach vorherigem Einverständnrs mit dem allgemeinen Arbeiter verband. Im Laufe des heutigen TageS wird die Entscheidung über den Verkehrsstreik erwartet. Zu bemerken ist, daß der Streikbefehl von der neuen Leitung der Eisenba hnergewer kscha sten schon vor zwei Tagen gegeben wurde. Eine französische Truppe in Syrien nieder gemetzelt. Paris, 29. April. (WTB.) Nach Meldunae» aus Konstantinopel wurde die französische Garnison von Ursa beim Ueberaang über den Euphrat nieder gemacht. 300 Menschen wurden getötet Eisenbahnunglück in Indien. Sim la (Indien), 29. ApriL (WTB.) Lter ist ein Schnellzug auf einen Güterzua auf gefahren. Es gab dabei 150 Tote in» 57 Vorletzte. Staötmiffion Stehen, Löberstratze H Sonntag, 8'/, 11 br. Evang. Vortrag: Wie gelangen wir essisches Amtsgericht______________ Bekanntmachung. In unser L>andelsrsgister Abt A wurde harte irigetragcn die Firma Ktttenhofer u. Brück, Gießen. Inhaber Dans Kettenhofer, Kaufmann in Bad - Ems und W.lhclm Brück, Kaufmann in Gießen. D« offene Handelsgesellschaft hat am 20. April 1920 begonnen. Gießen, den 21. April 1920. 4900B Leisisches Amtsgericht. Ausgabe von Holzbezngskarten. An dir Bezugsberechtigten werden bis 1. Mai 1921 gültige Lrolzbczugskartcn ausgegeben, und zwar an diejenigen des Bezirks 2, deren Familiennamen beginnt mit den Buchstabe»: 2—F Montag, 3. Mai 1920 G—2 Tienstag, 4. Mai 1920 M—R Mittwoch, 5. Mai 1920 S—Z Donnerstag, 6. Mai 1920 von 8-12 Uhr vormittags auf dem Drennstoffamt, an bteiemgen des Bezirks 3, deren Familiennamen beginnt mit den Buchstaben: A—F Freitag, 7. Mai 1920 i von 8-12 Uhr vonn. G—K Samstag, 8. Mai 1920 ) a. d. SrennftoffamL AnSqabe von Holz. ►Qu Tnrtöt 3. Mai 1920 4. Mai 5. Mai 7. Mai „ »• 841—9G0 Samstag. 8. Mai 1920. Dre Holzausgabc findet in der Zeit von 8 bis 12 Uhr Pormittagö und von 1—4 Uchr nadmtittagd auf dem städt. bolzplatz in der Steinsttaße statt Gießen, den 27. April 1920. 48398 1920 1920 1920 1920 A^ die Haushaltungen kommen 3 Ztt. Hartholz zum Preise von lo Mark pro Zentner und 2 Ztr. W. Lackierte Schlafzimmer hell eiche, von Mk. 2 500. -, 3 000. -, 4 500. - Küchen tn Weitz, Emaille, Natur, große Auswahl. 3. Ittmann Dietzen Inh.: Ufreb Brnmltf (***c) Bahnhofstr. 29 • Ophir, die Stadt d.Yergangenheit • ® Mia May in der Hauptrolle. ® • Ferner das Beiprogramm • a darunter die ■eaestei Wee.eeberlebte. 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Lagerhaus) 2S546LS Geschäftsanteile......... 867. - Reingewinn aus 1919.......11176.- Roch zu zahlende» Gehakt...... 1497.38 Noch zu zahlende 2varenschulden . . . 487KO 40u74-77 Mitgliederbestand Ende 1918 246 3« 1919 gingen zu. . 22 Daher Bestand Ende 1919 . 268 4847 H Tie per, Direktor. A.RohrbachL, Stellvertreter. Bren holz aller ttrt liefern in rSaagonkadungen zu den ntebriflften Preisen 14892 Baflenhol3 & SLlflms. fiöln - Cinönrnjol Klavierstimmen und Reparieren tnUdüoser Ausführung W. Schlüter Schottstr. 15 I. Daselbst Ankauf g^br. In Strumen le.______06124 Schützen Sie die tileider vor Mottrnsrah Sicher wirkende Mittel finden Sie in der «Mt Central-Drogerie. Lchnltkrabe. 5oDflttni5«ii)ti mehrmals plkiene, tx&b itfle Ware, beite Sorten, Erfurter Zwar;. Ditiert traittq u. güt aDaebartet ßrüartiiiifta SaatkneUea 4 Pli. U Pt emoftevU Kelc*. 07&-4 Neuenweg 52. Bohnenstangen ÄamarfaboU u. Eichen- iu Buchen: Schwarten auf Cfenlanae heiert J. 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