Vo. Jahrgang Donnerstag, 29. Zull 1920 GietzenerAiMigek hung '"“"flinken. ' Yt. Der ReichswchrmiMer an die des Seitens an die Spaa-Debatte an Unfähigkeitsbeweisen dieser Re- grerung etwa noch fördern könnte." Alles in allem waren die Beratungen des politischen Parlaments für unsere deutsche Sache kein Fortschritt, trotz der vollzogenen Absttmmung und Anerkennung der Beschlüsse von Spaa. Wir hoffen, daß dieser Ausgang der parlamentarischen Unterhaltung das Kabinett veranlassen lvird, mit größter Vorsicht und ohne rednerische Uebereilungen an die Bewältigung seiner großen Aufgaben heranzutreten, damit Unklarheiten und Mißtrauen vermieden werden, die schließlich noch schlimmer wirken konnten als gewisse sachliche Entscheidungen. Aus Danzig. Berlin, 28. Juli. (WB.) Die „Deutsche Allgenteine Zeitung" meldet aus Danzig: Gestern begann in der v e r f a s s u n g g c -- benden Versammlung die zweite Lesung des Verfassungsentwurfes. In der Generaldebatte brüteten die Vertreter der bürgerlichen Parteien ihre Zusttmmung zu dem vorliegenden Entwürfe aus, die Mehrheitssozialisten, Unabhängigen und Polen lehnten den Entwurf glatt ab. Bei dec dann begonnenen Beratung wurde der Bezeichnung „Freie und H a n s a st a d t Danzig" mit allen bürgerlichen gegen die Stimmen der Polen und Sozialdemokraten zugestimmt, mit dem gleichen Stimmenverhältnis nmrde auch die Krone im Danziger Wappen belassen. Die Regierungsbildung in Thüringen gescheitert. Weimar, 29 Juli. (WDB.) Die ,,Dages- zeitung" nreldtt: Die Regierungsbildung in Tyüringen ist geschc.tcrt. Nachdem tne Mehrheitssvzialrsten erklärt habe», sich nicht an einer Regierung beteiligen zu wollen, in der der Landbund, die Deulschnationalen und die Deutsche Volkspattei bertreten seien, b-estmrd nur nod) die Möglichkeit, aus diesen - drei Gruppen und den Demokraten eine Regierung zu bilden, die allerdings nur mit einer Stimme Rtehrheit redeten, aber doch wenigstens vorläufig die Geschäfte hätte führen können. Die Denwkraten konnten sich jedoch nicht entschließen, cme Regierung zu bilden, an der nur Politiker imb Beamte teil- nehmen sollten, die» der deutschen Volkspartei und dem Landbund cmgehöreu. Eine Kundgebung für Sowjetrußland in Bremen. Berlin, 29. Juli. Einer Blättermel- biuig aus Bremen zufolge fand dort gestern nachmittag eine von Unabhängigen und Kommunisten veranstaltete Kundgebung für den Anschluß an Sowjet rußland statt. Es gelang der Schutzmannschaft und Sicherheitspolizei, den Demonstrationszug vom Marktplätze zum Hauptbcchnhof abzudcängen. Dort schloß die Demonstration mit einem Doch auf die Weltrevolution. doch bald ,— xz.. ------- Bauern und Kleinbesitzer den Großgütern minde- e Bckcnmtmach^ H zur öffw zu ofcigp . 80941 T9- Lungen, fe Reichswehr. Berlin, 28. Juli. (WTB.) Reichswehrministeriums erging Reichswehr folgender Befehl: Unter mehr oder weniger patriotischem Deckmantel werden zurzeit in Deutschland von verschiedenen Organisationen militärische Werbungen betrieben, vor denen in der Oeffentlich- keit nicht nachdrücklich genug gewarnt werden kann. Auf der einen Seite suchen gewissenlose Werber aktive und entlassene Heeresange- hörige zur Bekämpfung des Bolschewismus geheimnisvollen Formationen zuzuführen, die von Ostpreußen, vom Baltenland und von Finnland aus gegen das bolschewistische Rußland zu Felde ziehen sollen. Aehnliche Bestrebungen sind scheinbar im Gange, um den süd- russischen Gegenrevolutionären auf der.Krim Freiwillige zuzufühcen. Auf der anderen Seite wird auch von bolschewistischen Kreisen Kanonenfutter für die Rote Armee gesucht. Diese Art von Werbern operiert so, daß sie ihre Leute zunächst unter der Vortäuschung, es gelte den Kampf gegen den Bolschewismus, zu einem Sammelpunkte lockt, der möglichst weit vom Heimatorte entfernt ist. Wenn den Getäuschten dann die Mittel für die Heimfahrt fehlen, wird ihnen eröffnet, sie müßten in die Rote Armee eintreten und mit chr den Kapitalismus aller Völker bekämpfen. Alle diese Werbungen für die weißen wie die roten Garden müssen auf das schärfste bekämpft werden. Wer denkt, er diene dem Vaterland, indem er seine Haut für oder gegen Rußland zu Markte trägt, ist in einem verhängnisvollen Irrtum begriffen. Er schwächt nur die deutsche Neutralität, über deren Wichtigkeit sich sämtliche Parteien Deutschlands einig sind. Nr. 176 • Der Siebener Anzeiger erscheint täglich, outzer Sonn« und Feiertags, vezngspreise: Monatlich Mark 3.60 und Mk. - LöTrägerlohn, vierteljährlich Mark 10 80 undMk.l.95Trägerlohn; durch die Poft oierteb jährlich Mark 12. — ausschließlich Bestellgeld. Fernsprech-Anschlüsse: für die Schriftleitung 112; Verlag,Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Lnzeirer Siehrn. Posts chr Skonto: Sronffurt a. M. U685 icrung unter der Zwangswirtschaft, die ja rald fällt. In der Produktion sind aber Die nungen von Verfahren stehen noch sehr viel Anträge und sehr wenig Durchführungen gegenüber. Die Einzelfälle werden am besten persönlich mit dem Siedlungsamt besprochen. Der gute Wille der Landlieferer, der 1918 und Anfang 1919 vorhanden war, hat nachgelassen. Statt dessen ist die energische Agitation des Reformbundes der Guts- höse gekommen. Leider lassen sich die Städter vielfach einfchüchtern. Pflicht der Regierung ist es, der Irreführung entgegen^treten. Es kommt auf die Produktion an und nicht auf tne Abliest rinnchu:, von Anzeigen für d e iagtsnummev bis 3um Nachmittag vorher oh/ic jede Verbintckichi'.ett. Vrcis jttr l mm Höste für Anzeigen v. 34 mm Breite örtlich 35 Pf., auswärts 45 *P|.; für Reklame- Anzeigen von 70 mm Brette 150 Pf Bei Platz. Vorschrift 20° „ Aufjchlag Hauptschristleiter: ‘.'lug. Hoey. Berantrvorllich für Politik: Auq. Goetz; für den übri -eii Teil: Dr. Reinhold Zenz; für den Anzeigenteil: tz. Berk, sämtlich in Gießen SlOiij bWms et: 'chmahl, $ 3« 1920. de» 30. 3uli "" Friedhof —- »IM te Lin Dertrauensüotum für die Reichsregierung. Die breitäfligen Reichstagsverhaudlun- gen haben nach der Konferenz des Reichswirtschaftsrats noch ein interessantes politisches Nachspiel ergeben. In der gestrigen Sitzung haben die Regierungsparteien gemeinsam mit der Mehrheitssozialdemokratie das Abkommen von Spaa gebilligt und ocr Regierung das Vertrauen ausgespwchen. Dieser Abstimmung gingen jedoch so lebhafte sAuseinandersetzungen und Mernungsverschie denheiten voraus, wie sie von den sonderbaren Parteiverhültnissen Deutschlands bedingt sind. Dr. Strefemantl hat gestern für die Deutsche Volkspartei ausgesprochen, seine Anhänger billigten wohl das Abkommen von Spaa, verlangten aber auch, daß die Gründe der Kabinettsmitglieder ruib Abgeordneten gewürdigt werden, die auf einem anderen Standpunkt stehen. Das bedeutet keine sehr feste und für die Dauer gesicherte Einmütig teit im Kabinett. Während die Auseinandersetzungen in Spaa allenthalben den Eindruck ergeben hatten, daß der Reichsminister des Auswärtigen, Dr. Simons, in geschickter und einwandfreier Weise die deutschen Interessen vertreten habe, lutt sein Auftreten im Reichstag das Bild plötzlich wieder gewendet. Seine erste Rede, in der er mancherlei Zwischenfälle nric die Herunterholung der Fahne von der französischen Botschaft und dre Entführung Dortens gestreift wurden, und in der er Sowjetrußland für dessen Aufbautätigkeit ein gewisses Lob spendet.', inar in ihren Wendungen vielfach verblüffend. Man suchte nach Gründen ?ür diese diplomattschen Exkursionen und sand ie nicht. Besonders die Rechte gab ihrer Unzufriedenheit lebhaften Ausdruck. Und nun zeigte sichs, daß der Minister anscheinend für fein behutsames und umstrittenes Auftreten in den Fragen der nationalen Würde doch anscheinend keine durchschlagenden Gründe und kein willenskräftrges Programm besaß. Bei aller Sck-onung des sehr gewandten, aber wie es heißt, etwas übe rängest reng ten Mannes muß doch gesagt werden, daß er in diesen strittigen Fragen einen sehr sichtbaren Rückzug antrat. Alles in allem hat er darin denn auch keinen Erfolg aufzuwcisen. Der erste Eindruck im Auslande, wenn er ein günstiger gewesen sein sollte, ivas zu bezweifeln ist, wurde abgeschwücht, und in der Bettachtung der innerpolittschen Lage wird nicht ganz mit Unrecht an den früheren Staatssekretär von Kühlmann erinnert, der eines Tages den viel erörterten Satz ausgesprochen hatte, der Krieg sei mit militärischen Mitteln nicht mehr zu gewinnen, und einen Tag später unter dem Protest der Rechtsparteien und der bürgerlichen Mitte diesen Ausspruch sehr wesentlich modifizierte. Es ist nicht sehr erfreulich, daß beute der „Vorwärts" erklärt, er könne jederzeit Herrn Dr. Simons ein Dutzend Photographien von Sieichswehrparaden vor Generälen usw. vor- leqen, die. klar zeigten, daß der nötige Anzug mnd militärische „Schmiß" nicht fehlt, wenn -die Reichswehr nur will. Das mehrheits- ^zialistische Hauptorgan freut sich darüber, ü du unabhängige „Freiheit" Heren Dr. onnons für seine Würdigung Sowjetrußlands ein so großes Maß von Anerkennung ausgesprochen habe, daß sie jetzt, nach den weiteren Kommentaren des Ministers, doch nicht gut alles wieder zurücknehmen könnte. Der „Vorwärts schließt: An sich müßten die .tage dieser Koalition gezählt sein, aber trotzdem werde wohl noch eine Zeitlang forte getüuritclt werden. Solange die Un- abhangigen ihre Abstinenzpolitik forte lepten, wisse man nicht, was an die Stelle der wackelig gewordenen Koalition der bür- gerltchen Mitte treten sott! Die Taktik der ^ozmldcmvkratte läuft also, trotz aller Beipotte lung ihrer Genossen zur Linken, darauf qtnaus, das Bündnis mit den Unabhängigen rerzustellen. Tie Lage ist im übrigen so, daß nach «em neuesten Auftreten des Ministers Dr. Simons auch die Rechte vermehrten Anlaß zu haben glaubt, die gegenwärtige Regierung «uf das schärfste zu bekämpfen. Die „Deutsche ^ageszeitung" spricht von der Unzulänglichkeit nicht nur des Herrn Simons, sondern Mch des Reichskanzlers und erklärt: „Eine solche Sorte Rcgiercrei hält der stärkste ^taat nicht aus. Wir haben nun in peinlichster Lefjentlidifeit zwei Tage hintereinander den elußenmnnfter sich irm alle Reputatron reden Poren mit seiner Sucht, allen möglichen Dingen, >e ihm im Grunde im gegebenen Zusammenhang Jtiajt im mindesten zu kümmern brauchen, in blutigstem Tilletantismus zu Leibe zu geben. Wir -wen dietelben beiden Tage langten Herrn «etchskanzler in der Rolle des GrMs auf dem Lache auch noch stolz posieren sehen. Wir magen ®a.)t uns vorzumalcn, was der dritte Tag dieser ifüget und die S«bl>.>einc konmien in die Giwssen- sä^ftsslälle, die Milch in die Genos ensd>rf'sn'.ol- • das Mehl in die ossensd-aftSlärler i usw. Ihr braucht Euch imt nidsts mehr zu b.fdninrern, die liier, die Milch, Brot und Fleisch bc onimt Ihr nach Bedan ins Haus geschickt, zu arl'eiten bv.rncht Ihr nur noch 8 Stunden. Tie gebratenen Ta.ro. n fliegen Euch nod) dazu in den Mund. Tas Para, dies aus Erden ist fertig; aber nach kurzer Zeit endigt es damit, daß die Bauern mit samt Ocr übrigen Bevölberung verhungern, tixil in dem fr> zralißischen Staate nicmanb mehr arbeiten, sondern jedermann nur essen und faulenzen und den Staat betrügen will. Bei der Besiedelung des Frankenseldes in Gernsheim rourben den Bauern ohne weite re-< 130 Morgen Land genommen und an die Anhänger der Stein-Fickte-Schule verkauft. Die siebter versuck>en, die Lantwittstlraft gni betreiben, imb zwar mit dem Erfolg, wie ich gesel)en habe, daß sie für dieses Jahr nicht einmal so viel cheranswittschaften, um sich selbst darauf ernähren zu können, sie sind auf die Unterstützung Glcich- acsiilnter angewiesen und geben ein lehrreiches Beispiel für äitc kommimisttsche Wittichast, die schort im voraus dem Bankerott versallen ist. Wir Landwirte sind damit einverstanden, daß jeder Richtlandwirt eine Reine Fläche Land bekommt, die er als Garten mit seiner Familie bewirtschastet und dadurch einen Keinen Teil seiner Nahrung selbst erzei'g-n kann. Aber jetzt in einer Zeit, wo es auf jeden Zentner Mehrproduktion an Getreide uni> Kartoffeln an ko mm te haufenweise die Arbeitslosen auf das Land gif bringen und sie dott durch Wegnahme von Bauernland oder durch Zerstückelung von größeren Gütern als Landwitte ansiedeln zu wollen, halten wir für völlig verfehlt. Abg. Knoll (Ztr.) meint, man solle Pachte einigungsämter schaffeit, hie auch aus dem Lande vorteilhaft wirken tonnten, das Reichsgesetz biete feine Handhabe, um regulierend cinzngneifen. Schwieriger sei tne Frage der sogen. Siedler zu lösen, bei welchen bie Wolmungen noch fehlen. Hier müssen Wohnungsamt und Siedbmgsamt Zusammenarbeiten. Der Rechter schlagt eine Korn- Mission von Ländlichen Abgeordneten vor, welche das Land besichtigen imb dafür eintreten, daß der letzte Flecken Boden wrttchasnich gut beraair>t wird. Abg. Bornemann (Soz.^ wendet sich gegen die Ausführungen des Abg. Dr. Dehlinger, daß das Biel der Sozialdemokratie ine Sozialisierung der Landwirtschaft sei. Er beantragt, die vorgesehene Summe zu streichen und statt einer Ein« ■ nahnu von 251700 Mk. nur eine solche von ■ 209 750 Mk. einzustellen. Er fordert rascheres Vorgehen in der Siedelungsftage und weniger ' Bureanttatie. Mich solle man die Vogelsberger Hutweiden wieder einrichten. Nach einer Pause n-endet sich Abg. Hahn (T. Vp.) gegen bie Llusführimaen des Abg. Borne- mann. Er ist fein Gegner des Lanb g s Ize s. Schwierigkeiten bereite vielfach nur die Beschaffung des Saatgutes. Bei der Ausführung des Landiiedc- lungsgesetzes entstehen durch falsche Angalen man#* cherlei Miß ende. Tie Liste der Landsorixrer müsse besser geprüft werden. Tom Heinen Landwirt müsse man nicht mehr Land zuteilen, als er unter Ausnutzung seiner ganzen Arbeitskraft bearbeiten kann. Abg. ö erbert (Ztr.) gibt Aufk.ävung über die Verhältnisse des Frantenfeldes bei Gernsl/nm. Abg. Urstadt fDemck: Die demokratische ' Partei bat sich vor, während und nach dem Krieg entschieden für die Siedelung eingesetzt. Naumann, ' bat das Wort geprägt: „Bauerngut an Vauerit- mrt bis an die russische Gvm.ze". Tie Durch- sührung des Landgesetzes geht in Oberhessenj zu langsam. Die Re- migt. — In Kap 8, Lani estheater, tritt man dafür ein, daß an Personal .gespart werbe. Ein Jmen- t-anzrat imb ein Direktionsrat sei überflüifiq. Auch braudte man bei den großen Zusck,ässen feine so langen Sommerpausen w macheir. ' Abg. Zeh (Hepbestheim) (Z.) tritt für energische Ersparungen am Landestheater ein; ohne seine Bedeutung für Kultur imb Bildung zu unterschätzen. ( Abg. Vetters (S.) tritt ebenfalls für kürzere Sommerpausen ein. Man sol e auch versucl>en, außerhalb mehr Votttelsungen zu gteen. Abg. Wün zer (T. Vpt l weist darauf h:n, daß die hohen nationalen Kulturwerte auf unseren Schaubühnen zur Geltung kommen und müsse man frier kräftig eintreten. Man müsse aber sparen, nur nicht am Personal. Bei d-n sachlichen Ausgaben könne man allerbinge ftxircn soweit dies möglich ist. Nächste Sitzung Mittwock- vorm. 9^4 Uhr. T a r m fta b t, 28. Juli 1920. Es wird in ber Beratung des Hauptvoranschlages fottgefahren. Zu Kap. 3, Sieblungs- wescn, spricht Äbg. Tr. Dehlinger: Wir Landwitte sind uns roll bewußt, welche Gefahren uns durch das Siedlnngsgesetz erstehen, denn bie ^SiÄKungsbe- flrcbungeii bilden ben Wfang der Sozialisü-rung und Vergenossenschaftung des Grund imb Bodens. Deshalb fämpfen wir Landwirte geßlstas'en gegen Die Soziali iernngsoeßrebungen. Wie sie die Herren tun ter Dozialdemottatie neuerdings wieder in so großer Sckä fe an ben Tag legen. Tie Ansiedlung ber Arbeitslosen Wäre natürlich bei ber Verge- nofsenscha't'ick>ung höchst einfach, man würde z. .B nach Wolsslehlen einige hundert Arbeitslose schicken und den Bauern mitteilen, Ihr Bauern in Wvlss- kehlen gebt den überwiesenen Lanbhnngttgen 5ibft, Wohnung und Arbeit; Ihr braucht nur zuzusehen, wie Eure Grenzsteine l)crausgcttss7n und Eure Accker im großen mit dem Tanrpspflug bearbeit te werden. Eure Pferde sind teilweise übeqTüfl'ig, bie noch vorhandenen und bie Kübe und das Ge- cknbng. 81b agefche 9röUII. in W- nbundfHeWir: jer Wwe. in Ta- ieleibigung ?n >ie nm 3. Juni innnt sie als unit- zur Tragung SKL- &6»8«g M« . ,„b Br««»-« k-rSNikolauLA« .„S.AugmN" «MiS Sm >»« S’.n cifcdklov- ninür YrtTePi’1*, General-Anzeiger für Oberhessen vrvck und Verlag: vrühl'sche Univ.-Vuch- und 5teindruckerei n. Lange. Zchnftfettung, Geschäftrstelle und Druckerei: Schulsttatze 7. mg. nkrnfeitrn zu I« ftchs Ämwvf» soll in 5Ä>fs Alt, bau bei 3a enge Rundholz tw Hänfen des Stab’ »mütags zwisck« 'tbammt etngeitlr at reicht, gegen ein tos bezogen werfe amstag, 7. Angui SlMxmamt n. eichen, woselbst ce: unter fern Befe: ber zu genannte li 1920. Mi öster.___________ chung. itinbe (Brünberg fi 1 28. Juli bis Dirc ießlich auf ber Si: s wird bemerkt, fe lossen wurde, zu k en werden. 1mg über die Konferenz von lassen. Hails unio Tribünen weisen gro gnng komme. Hände weg von der Weichsel, mühte i eines KvM" munalverbamdes, einer Gemeinde Auölandszucker für Sinmachzwecke. Unterzeich icrn Be- der des Vertritt ZI Minister Dr. Simons: Es gibt nur eine Lösung, nämlich die Zuteilung des gesamten Gebiets an das Deutsch? Reich. Trotzdem hat der Oberste Rat die 50-Meter-Zone und die fünf Orte als eine Art Brückenkopf den Polen zuge- sprochen. Der Beschluh verstößt gegen das Völkerrecht. Das Auswärtige Amt hat alles nur Mögliche getan, um diese Vergewaltigung hintanzu- halten. Er erhebe schon jetzt Protest gegen diese Donnerstag, nachmittags 1 Uhr, zweite ratung des Entwurfes über die Aushebung Militärgerichtsbarkeit und zweite Lesung Notetats. Schluß gegen 7 Uhr. DeuLZcher Reichstag. Berlin, den 28. Juli. Beginn der Sitzung 1 Uhr nachmittags. 812000 M. vc man, 300000 Ä Staate \wWv gegen sich Ha Arbiter roanbt? Mack soll ton' leihe gedeät n> ,.. Hader 0. Einzig- tieEeckle"." ftl* gfllUl'1 Für Lieferung gesagter Krrrtofseln, ausschließlich Sack frei Keller des Bestellers, fanu höchstens ein Zuschlag tioit 1 Mark zu dem Höchstpreis von 32 Mark für den Zentner gefordert wcrden. Bei Lieferung der Kartoffeln vom La< , , . -------------eines Händlers erhöht ,ich der Zuschlag von 1 Mark auf höchstens 2 Mark für den Zentner. Bei Lieferung durch den Erzeuger imierfaftb seines Wöhnottes frei Keller oder an einen Ort im Umkreis von nicht mehr als 4 Kilometer frei Keller darf der Aufschlag höchstens die Hälfte der im vorhergehenden Absatz genannten Säfa- betragen. die Losung heißen. Die Regierung müsse hier ein- greifen und der Entente klar machen, daß es hier kein Diktat gibt. Abg. Po hl mann (Dem.) gibt ebenfalls ein Treugelöbnis Westpreußens znmi Reiche, bedauert, daß das Selbstbestimmungsrecht nicht geachtet werden solle und bittet, daß das Haus in diesem Falle wenigstens Einmütigkeit bekunde. Abg. (Stier ling (D. Vp.) erwartet, daß jeder Deutsche für den deutschen Osten ein trete. Es gibt ein altes Naturgesetz, das lautet: Fürchtet Euch nrcht, Gott läßt sich nicht spotten. Abg. Ledebour (USP.) schließt sich dem Protest ebenfalls an. Wundem aber forme man sich eigentlich nicht, denn die Hakatisten, bie Nährväter des Unfriedens im Osten, ernten jetzt, was sie früher gesät haben. Abg. S ch u l z - Brvmberg (D.-N.): Auch er S, daß sich die Nachrichten aus Polen nicht hrheiteu. Sollten sie aber wahr fein, so wäre das einfach ungeheuerlich. Damit schließt die Besprechung der Interpellation. Von der Rerchszuckerausglerchsgesellschast m. b. H. in Berlin ut Aullmwszucker für Em mach- Zwecke zur Versagung gestellt tojr'.en Es entfallen auf fcen der Bevouerimg des Landkreises Gießen '/» bis 3/4 Pfund (öl? genaue Menge wird noch bekanntgegeben) zum Preise von 7 40 Mk das Pfund. Wer die auf ihn entfallene Menge zu beziehen wünicht, hat unter Vorlage seiner Zuckerkatte mtb Abgabe der Marke 155 bei einem Kleinhändler seines Wohnortes bis zum 2 Aug eine Bestellung aufzugeben. Die Kleinhändler haben Namen der Besteller und Anzahl der abgegebenen Zuckermarfen in ein Verzeichnis einzu- tragen. aus Grund dessm die Ausgabe später zu erfolgen hat. Die Marken sind auf Bestellbogen aufzullebm und ipätestetts bis zum 6 Aug der Großhandelstiereinigung e. G. m b. H in Gießen West-Anlage 31, einzusenden. Auf der Ruckfefte der Bestellbogen ist anzugeben, von wel- chem Großhändler der Zucker bezogen werden soll. Nichtemhaltiing der gestellten Fristen hat den Ausschluß von dem Bezüge des Zuckers zur Folge. Veranstaltungen. 1T, T£nJlc^ta9, 29. Juli: Stadtkirche, 8'-/- Uhr, .KirchenLmzert oer Gießener Evangelischen ** A nit l i che Per sonal nachrichten. Am 19. ds. Mts. wurde der Oberkontrolleur Heinrich Ludwig zu Gießen mit Wirkung feines Dimstantritto zum M miste rial sek re- tär bei dem Ministerium der Finanzen ernannt, ** Die Stadtverordneten sind auf Samstag, 31. Juli, nachmittags 5 Uhr, zu einer Sitzung eingeladen worden. Die Tagesordnung der öffentlichen Sitzung behandelt: Besolden'zsordnung für die Beamten der Stadt Gießen: Nenregellmg ber Bezüge der akademisch gebildeten Leb/vcr an der 'höheren Mädck-enschule: Neuregelung der Bezüge (t.er Reallel-rer an der Hölzer en Mädchenschule; Beschaffung von Tafeln für die Bezirks,chule. * ♦ Von der Eisenbah n. Seit 25. Juli verkehren die Personenzüge 409 (Koblenz ab 5.15 Uhr vorm., Gießen -an, 9.53 Uhr) und 414 (Gießen ab 6.00 Uhr nachm., Koblenz an 10.33 Uhr abends) auch Sonntags. ** Aufhebung der Eierbewirtschaftung. Das Kreislebensmittelamt Friedberg teilt mit: Es bestehen noch vielfach Zweifel darüber, ob in Hessen die Eier noch öffentlich bewirtschaftet werden. Es wird deshalb darauf hingewiesen, daß alle Verordnungen über die Ablieferung von Eiern und den Handel mit Eiern in Hessen aufgehoben Worten find. Der Verbrauch von Eiern und der Handel damit ist daher jetzt vollständig frei. ** „T ie Wagenladung D iebesgut", j die nach einer am 22. März d. I. im Gieß. Aa^. veröffentlichten Notiz bei einem Arbeiter des Durch- D gangsl-agers beschlagnahmt wurde, enthielt, wie sich herausgestellt 'hat, rechtmäßig erworbene Gegenstände. ♦ * Städt. Obst- und Gemüsestelle. Morgen kommt noch eine größere Sendung Heidelbeeren von 8 Uhr ab zum Verkauf. Ferner trifft diese Woche ein Waggon FrifchgeMuse, Weißkraut und Wirsing, ein. * * S tädt. Seefischmarkt. Margen Freitag treffen >noch Schellfische und Seehecht ein und werden von 8 Uhr an verkauft. Tas Jnieresfe für die Fortsetzung der Besprech- Spaa scheint nachgu- isen große Lücken auf. Der Antrag der Mehrbeitsparteien, die die Gründe der Regierung für ihr SSerbalteu in Spaa billigen, wirb gegen bie Deutick>-ilcatwnalei. und Unabhängigen angenommen. Außerdem Haven oie Unabhängigen einen Antrag auf ioiornge Sozialisierung der Kohlenbetriebe eingebracht. Minister Tr. Simons erklärt den Antrag, so sympathisch er für die Regierung auch sei, >ur zur Zeit als undurchführbar, t» er in die Ab- machuiigen mit der Entente störend emgr elfen könnte. Abg. Ledebour (USP.) meint, das sei nicht zu befürchten. > Der Antrag der Unabhängigen wird abgelehnt. Es folgt die Jnter^llation der Mehrheitsparteien wegen der Abtretung des Weichfelufer- streifens. Abg. Fleischer (Ztrck begründet die Interpellation und er Härt", nach ben ihm zuteil gewordenen Informationen aus Paris habe die Entente die in Frage stehenden Dörfer bereits Polen zugesprochen. (Allgemeiner Protest.) Das sei eine Verletzung der Verträge und gebe Grund, die Revision des gesamten Friedenstiertrages zu verlangen. Ostpreußen sei der Zutritt zur Weichtet im Friedensvertrag zugesichert. Hier werde eine Kette unaufhörlickfer Konflikte geschaffen. Er erwarte schärfsten Protest in Paris. Die Entente dürfe ihren eigenen Frieden nicht sabotieren. (Bravo, auch auf der Tribüne.) fertig seien, wie zu jenen Zeiten, als uns die imperialistische Politik in den Krieg gejagt habe. Der Weg zum Eroslg ihrer Partei gehe über die Entwaffnung des deutschen Kapitalismus. Die Zukunst gehöre der Arbeiterschaft. Alle kapitalistischen Versuche der Welt aufzuhelfen, hatten feinen Zweck, ebensowenig der Völkerbund. Das Gerede von Deutschlands Versllavung sei nur Gerede. Herr Stmn.es und Genossen würden sich schon rechtzeitig mit der Entente verständigen, wie dies in Köln und Mainz geschehe, und sich in Abg. ©trefemann (D. Vpt.)Er verstehe nicht rech t, daß eine Zeitung seiner Zeit die Lieber» schrift: „Ter Erfolg von Spaa" labe gebrauchen L-nneu. Ein Erfolg kann man die schweren Lasten, die der Vertrag uns auserlegt, doch kaum nennen. Er vergleicht die uns auierlegten Friedeirslasteir mir denjenigen von Cartl/ago und bedauert, daß die FrieLeiisEdingungen immer noch nicht allgemein bekannt sind. Er verlangt die Veröffentlichung unserer Gegenliste als Antwort auf das Vergangen unserer G. gner, daß die „Kriegsschuldigen" bestvast werden sollen. Wenn wir in ^paa nicht genügend txor bereitet eingetroffen sind, so trifft die Schuld daran weniger die jetzige Regierung, die erst vier Wochen im Amte ist, sondern die vergangene Regierung. Für die Verhandlungen in Gens müßten die Vorder itungen jedenfalls so gründlich getroffen werden, damit wir selbst mit Vorschlägen kommen könnten. Ter Friede von Versailles sei, das stefa bei allen Parteien fest, unerfüllbar. Er stimme nicht mit oem Lansing'sehen und Wilson'schm Programm überein. Es fei daher unsere Pflicht unablässig daran zu arbeiten, daß der Friedensvettrag von Versailles mit diesen beiden Programmen in Einklang gebracht werde. Wemt Lloyd George Besorgnis roegen des Bestehens unserer Regierung habe, so würde er nicht dazu beitragen, dieser das Instrument aus der Hand zu nehmen (Reichswehr), auf die sich die Regierung stütze. Redner nimmt bann Sünnes in Schutz, ben man nicht zu entschuldigen, sondern zu danken habe. Wie Bann ein Kampf um unseren Lebensnerv hier in Zusammenhang mit der Angst der lothringischen Konkurrenz gebracht werden. Stiums sah die Atmosphäre für eine wirtschaftliche Verständigung mit Frankreich für noch nftht gekommen. Diese Llnsicht wird von allen Freunden einer wahren deutsck>-f r anzö sischen An-^ näherung gebilligt. Im übrigen 'hat die Groß- industrie im Westen selbst entsch eben fick gemeinsam mit den Arbeitern gegen jede Lockerung innerhalb 'des Reiche auszusprechen. Die Kohlensrage hängt allein von Oberschlesien ab. Beöommen wir von hort Kohlen, so körnten wir den Vertrag erfüllen. Ein Deutschland ohne Oberschlesien flmtn ben Friedensvertrag nicht erfüllen. Deshalb liege das Verbleiben Oberschlesiens bei Deutschland im Interesse der Entente. Andererseits fürchte er, daß unser Transportwesen den Anforderungen nicht gewachsen sein werde und die Erfüllung des Vertrages in Frage gestellt werde. Tie Lebensrnittel für tie Bergarbeiter müßten auch von Transportarbeitern und speziell den Eisenbahnern zugute kommen. Wenn sich unsere Delegierten bezüglich Oberschlesien-auf das Wort unserer Gegnw verlassen 'bitten, so dürfe man ihnen nicht ben Vorwurf nationaler Würdelosigkeit machen. Ter.Herr Außenminister hätte bei seinen Reben nicht lediglich an die Psychologie des Auslandes denken sollen. Er bedauert, daß gestern nicht einfach erklärt worden sei, daß der Krieg durch die Mitschuld oller Völker hervorgerufen tvvrden sei. Einzelnen die Schuld zuzuschieben, sei doch nicht angängig. Ter preußische Militarismus habe keine größer; Schuld als derjenige der anderen Nationen. Jetzt, da er verschwunden, tauche ber Militarismus bei den weflichen Demokratien weiter auf. Angesichts der „ Fahnen frage dränge sich einem doch ber Vergleich mit den zahllosen ungesühnten Zwischenfällen im besetzten Gebiet auf. Von entern Cl-auvimsmus bei uns könne doch gar keine Rede fein. Durch Verständigung z!wischeu uns und Frankreich müsse die einfei.ige Begünstigung Polens zum Nachteil Deutschlands auf hören. Auch der französische Ge- fanotc in München gehöre hierher. Aber hinter allem stehe die Angst vor Preußen, das doch jetzt genau so demokratisch sei als die übrigen deutschen Staaten. 2buch einzelne Vertreter Süddeutschlstnds Härten sich in antideutschem Sinne ausgefprock-en. Was die rote Brücke angehe, biebte Bolschewisten _ über Polen Magen wollten, so sei er der Ansicht, daß ber Bolschewismus nichts weiter sei als ein verkappter Imperialismus. Er wolle sich über einen größeren Länderkomplex ausdehnen, um seine Lebenskraft zu erweitern. Wenn Herr Breitscheid so energisch für Rußland eintrete, habe er damit das Recht verwirkt, sich über nationale Begeisterung Andersdenkender zu entrüsten. (Zustimmung, Profestrufe, großer Lärm.t Heber die Leistungen des Bolschewismus sei ihm nichts bekannt geworden. Aus bolschewistischen Zeitungen gehe ffertior, daß nur bittere Armut und Hunger herrsche. Wir werden den russischen Staat aus Zwang anerkennen, werden uns aber gegen seine Propaganda auslehnen. Wenn er auch in ew-c' Punkten nicht mit dem Herrn Minister des Aenßern übereinstirnrne, so hege er doch im allgemeinen Vertrauen zu ihm, iimb seine Partei werde ihn nach rote vor unterstützen. Abg. Hausmann (Dem.): Die erzwungene Herabsetzung der Reichswehr ist einem einmütigen Protest begegnet. Der Gründ dafür liege in ben zahlreichen Vorkommnissen der letzten Zeit z. B. die Vorkommnisse im Baltikum, die Versenkung der beutfdyen Schiffe in Scapa Flow, die Verbrennung unferer Luftschiffe. Dies hätte im Ausland Mißtrauen erweckt und dem Inlande die schweren Bußen auferlegt. In einem Bericht der „Frankfurter Kennug" wird die Bedürfniszahl Frankreichs in Kohlen ganz anders angegeben Danach sei Frankreichs Bedürfnis schon jetzt bis zu 65 Prvz. gebet#, während dasjenige Deutschlands nur bis zu 48 Proz. gedeckt sei. Mles in allem verstehe er die Stellungnahme der Delegation in Spaa. Ein Vorwurf wegen der Unterzeichnung föirrte ihr jedenfalls nicht gemacht werden. lieber den Ausführungen des Ministers des Aeußeric liege ber Schimmer größter Gewissenhaftigkeit. Er bedauere die Hetze dec Rechten, die jeden Mutiner angegriffen hab?, und mm. rov ein Fachmann im Miniftenum des Aeußem sitze, dielen in einer derartigen Weise überfall?. Dem Minister Dr. Simons habe er wegen feiner Offen - heft gerne zur Seite gehabt. Seine ?lusführungeii feien zuverlässig gewesen, jedenfalls müßten die Anknüpfungspunkte zu der Entente weiter ge pflogen werden. Redner kommt sodann auf den französischen Botschafter in Wien, der Deutsch Oesteneich vor fallcheu Einflüssen bewahren wolle, und auch auf den Botschafter in Wien zu sprechen. Er erblickt k.n dem letzteren keine Gefahr für Deutschland, da Bayern schon rechtzeitig sagen werde: „Und führe mis nicht in Versuchung" Er behandelt bann die Neutralitätserklärung. Wenn Abi. Hötzsch die Zukunft Rußlands in bet Demokratie sehe, so müsse er ihn beipflichtem dasselbe nehme er auch für Dcilischland in An spruch A«r Stcrdt wnJ» Land. Gieße n, den 29. Juli 1920. Höchstpreise für Frühkartoffeln. Auf Grund der Verordnung des Neichsmini- sters für Ernährung und Landwirtschaft über die Preise für Frühkartoffeln vom 14. Juni 1920 wird hiermit im Einvernehmen mit der Reichslarlvffel- stelle von der Landesiat löffel stell e bestimmt: Ter Höchstpreis für Frühkartoffeln aus ber Ernte 1920 betrügt vom 1. August, bis 15. August ds. Is. 3 2 Mark für ben Zentner. Dieser Preis ist Höchstpreis im Sinne des Gesetzes, betreffend Höchstpreise. Ter Höchstpreis gilt für bie in Hessen erzeugten Kartoffeln und für den Verkauf durch den Kartoffelerzeuger. Er gilt für die Lieferung ohne Sark, sowie für Barzahlung beim Empfang: er schließt die Kosten der Beförderung bis zur Verladesfelle des Ortes, von dem die Ware mit der Bahn oder zu Wasser versandt wird, sowie die Kosten des Einladens daselbst ein. SfeS \tx, Wl Ldjen ««f R mWlc fiai« * li f'r»! unb"" Kt & -*» : Lftcn brachten W»* __ Maior o. meittskoinnfe tentesus. bt tge& 1 N-Km tenen Zug osst' lonjazug, un Grund des deu kommens vom - militärischen Gi arich für die hir lauddurchgesühr tionen hatten o« graphisch Anwet nicht mehr anzu )(Marbur Stadtverorfe LMsbaMvormnch ab mit 6777 7OC mit 350 Pwz. se einbrntgen, währ Umge'-ftlung der Welömschauung durch bie_ Biologie. — Lichtspielhaus, „Mvrel" und „Schuch- Palast Pintus". — Lichtspiele, SelterÄveg, „Tas Feuer und sein Meister", „Ti^ Schätze des Geisterschiffes" und „fDtaier aus Berlin". den Dienst der Entente stellen. Sie verlangt die Sozialisierung der Kohlenbergwerke, damit die Arbeiterschaft die Gewißheit habe, daß sie nicht privatkapftalistischeii Interessen diene. Sie schließt mit einer Begrüßungsrede für den Bolscl-ewiS- müs, der an den Grenzen Deutschlands halte. Um so bedauerlicher sei es, wenn die Sozialdemokraten eine ihnen feindliche Haltung einnehme. Der Zwiespalt in der Arbeiterschaft müsse aufhören, wenn der Menschheit geholfen werden solle. (Lebhafter Beifall.) Abg. Hergt (Dntl.) wendet sich gegen die Verwahrung des Reichskanzlers wegen des Vorwurfs der Verletzung der nationalen Würde und des Mangels an erforderlicher Festigkeit. Auch seine Partei sei sich des Ernstes der Situation wohl bewußt gewesen, aber die Delegation sei gewissermaßen kochend nach Spaa gegangen und habe sich sehr schnell abgekühlt. Man habe nur unter dem Eindruck der Bajonette gehmidelt. Darum fei man auf die Drohung mit dem Einmarsch ins Ruhrgebiet nicht vorbereitet gewesen. Die Minister aus dem alten Kabinett müßten dies wohl wissen. (Protestrufe und großer Lärm.) Hatten wir nicht unterzeichnet, so hätte dieser Einmarsch einen Rechtsbrucy dargestellt, der uns in den Augen der Welt zugute gekommen wäre. Jedenfalls sei die Unterzeichnung keine nationale Tat gewefen, und nur eine solche könne im Volke die erforderliche Begeisterung wiedererwecken. Von einem Mißtrauen könne ferne Rede sein, denn nach außen hin müssen alle Deutschen einig sein. Die Hoffnungslosigkeit des Reichskanzlers könne er unb seine Pattei aber nicht teilen. Tie Erfüllung schwieriger Aufgabm ständen uns bevor, darum müsse man der Regierung den Rücken stärken. Vizekanzler Heinze: Unsere Aufgabe war es, den Einmarsch zu verhindern. Unser Volk liegt schwer genug darnieder. Dieses Volk zum nationalen Widerstand auszufordem, kann die Regierung nicht verantworten und wird cs auch nicht tun. Reichsminister Tr. Simons: Wgc- vrdneter Hergt hat uns nicht den Mcken gestärkt, sondern ist uns in den Rückeugefallen. Wir falben eine Verschlechterung der FriedensfaQingungen nicht angenommen, sondern toir 'falben dagegen angetämpft. Gegenüber den Aeußernngen der Ab- goortmeten Strefemann unb Müll r-Franken stellt der Redner feine Ausführungen über den Bolschewismus richtig und fähtt bann fort: Auch auf der Asche würden endlich neue gesunde .Mime auf- sprießen. Gegenüber der Entente sfehe ich auf dem Standpunkte, daß ivir uns bemühen müssen, die Friedensbedingungen ju erfüllen. Rußland gegenüber müssen wir die Ver'hältnisfe halt so nehmm wie sie einmal sind. Abg. von Scheck» (T. Vpt.) spricht seine tfreube über das verfassungsmäßige Verholtm der bayerischen Regierung in ber Gesandtenwage ans Wenn die italienische unb englisch- Regierung dem Beispiel der tvanzösnchxen folgen würben, so sei es zu begrüßen. wenn di-' G'- fenbten gemeinsam die Putsch i unb Hofbuäiil,va>d, Halle, Heid Wg, Marburg, M Wien, sind Kossen. , Tn gestrige B Nt der verbind erftenmal. Aach b> !feers des Westen lWde der Gicsten md die Gisste und dar, aus denen h Mit aut das Zu drangl hatte. Der M'ichen Zagend ^"gellaltiing „ns ^nMrtlichkeits lrnden Aufgaben i> öuiaminenschlust - engster [ tenffljait. L theologs öen i 7°Mat unb gak Logische sf Ä dnn 3i LWen Dv) Da Printer ^ude»ten deiLA 'M? banfee leistun^M ist ^ot "iv l^^s'cha'" ?Selis^I ^bkn dem 9.,,chlUts LKZ Sä ' ’S?. ** Hünau, 28. Juli. Im „Hanauer -.ifeuteaenichasi. - Liebigmuieum, 9 Uhr, öffem- Anz." lesen wir: Am vergangenen Samstag lio-er Lorlrag yes Pvvf. von Uexküll über die' mittag geriet ein Mann in den dreißiger Iab< ** Ter Provinzialverband ober» hessick cher Kaninchenzüchter hielt am Sonntag seine Hauptversammlung ab. Den Jahresbericht erstattete der Vorsitzende M. S ch ma l l - Gießen. Der Landesverband zählt 2200 Mitglieder, auf Oberhesfen entfallen allein 26 Vereine. Neu aufgenommen wurden die Vereine zu Reichelsheim mit 15, Schotten mit 50 und Berstadt mit 20 Mitgliedern. Zur Abhaltung der diesjahrig?n Provinzial- Verbandsausstellung mlldet sich ber Verein zu Dau bringen für Monat Oktober. Ter Verein Gießen stellt den Antrag, daß die Landes- versammlimgen künftig in Offenbach oder Frankfurt ftattfinben sollen. Von den Starkenburger Züchtern ist beantragt, ben Landesverband der Kaninchenzüchter in einen hessischen Kteintiev' zuchtverbcmd umzuwandeln. Kreis Schotten. np. U l r i ch st e i n , 28. Juli. Mit dem 1. August wirb nun die bisherige Auto post in eine Reichs Po st übergehen. Zu den bereits vor'l-an- banen Kraftivagcn kommen noch weitere ztvei oder drei. Es Nferden boom wtthl drei Bettiebslrnien ge- fal-ren: Ulrichstein—Mücke, Schotten imd Rixfeld. Kreis Friedberg. O Friedberg, 27. Juli. Es ist ein_ erfreuliches Zeichen der Zeit, daß die hiesigen Stadtverordneten in einmütigster Weite einstimmig beschlossen haben, ben etwa 25 noch lebenden Veteranen von 18 <0/7,1 einen Zuschuß von 250 Mk. für eine kleine Feier anlMich ber 50. Wiederkehr des Tages von Gravelotte zu geben. Starkenburg und Rheinhessen. rm. Tarrnstadt, 28. Juli. Die Hessische Handwerkskammer 'hielt gestern im städtischen Rathaussaale unter dem Vorsitz des Geh. Gewerberat Falk- dRainz ihre 25. Sitzung ab, zu der von der Regierung u. a. auch Kreisvmt- mann Henrich erschienen war. 9iach der Begrüßung durck; den Vorsitzenden erflattete der Syndikus Schüttler den Täfegkeitsbericht des Vorstandes, worauf Kreisamtmaun Henrich die Wünsche ber Regierung überbrachte. Er fajffte, daß das bewähtte Vorgehen der Handwerkslamm.'r auch 'weiter gute Frückfte bringen möge. Die Jchr^ rechnu.ig wurde genehmigt und bann der SyiftWs nur 12 weitere Jahre verpflichtet und auch di', luciteren Beamten Verhältnisse geregelt. Ter Hcms- halttingsplan wurde gutgeheiyen und dabei der Vorstand ermächtigt, das Umlageverfahren mit Ge- netMigung der Reg-ierung einzusühren. Nach verschiedenen iveitcren Berichten wurde auch die Anregung für baldige Beseitigung der Zwau gsbewir t schaf tun g für Rohstoffe einzutreten gntg-eheißcn. Insbesondere wurde auch die Besckiaifung von preis'tvettem Nutzholz verlangt unb energisches- Vorgehen gegen die Eisenbähner verlangt, welche nach Beendigung ihrer Arbeitszeit noch garrze Neubauten aiisftihren und baduvckt den Hcmbiverker empfindlich schädigen. Na>ck> Erllärung des Vorstandes unb des Regie- rungsvertzreters, daß man nach ncklferen Angaben scharf Vorgehen werde, wurde in einer Entschließung die baldige Aufhebung der Zwangswirtschaft einstimmig gefurbert. rm. Walldorf, 28. Juli. Am Sonntag wurde die Frau des Buckchruckereibesitzers Theis in ihrer Wohnung als verkohlte Leiche aufgefunden. Wie gemeldet roirb, standen um die Leiche mehrere leere Petroleumflaschen, aus denen man schließen muß, daß absichtliche Brandstiftung mtb Mord vorliegt. Der Ehemann wurde in Haft genommen. Kreis Wetzlar. roa. Wetzlar, 28. Juli. Aus bisher noch nicht festgestellter Ursache entgleisten gestern früh in Dorlar 4 Wagen des von Lollar kommenden Personenzuges, der fahrplanmäßig 6.55 hier ein- trifft. Da der Boden des einen Wagens durch bie, Näder eingedrückt wurde, geneten die Insassen in große Ausvegmig. Es tarn jedoch niemand zu Schaden. Hessen-Nassau. Abg. Müller-Franken (<&>i3 ixrotabigt die Fraktion gegen die im Laufe der Afeoatte laut ge- worienen Vorwütte. L>err Streicmcmn habe von seinen demftratischen Freunden getprochen. Juas Ausland verstehe nur noch nicht viel davon und noch weniger von der Lebendigkeit der großen Preu- üifefam Schnauze. (Unruhe rechts.) Zu,den Bolls- bcauferagten hätten auch die Unabhängigen gehört. Wie sei ba der gestrige Angriff des Herrn Breit- scheib zu 'verstehen. Bis vor ganz kurzer Zeit tonnten wir mit Rußland gar feine Vertrage ob- schlie^n. Als diese Trennung fiel, 'falbe er sofort die Beziehungen ausgenommen. Er selbst könne die loptimistisckfe Auffassung Tr. Simons über bie dortigen Zustände nicht teilen, er könne auch nicht an den russischen Sozialismus glauben. Nedner schließt mit einem Hinweis darauf, daß seine Fraktion zu dem Mehrfaitsantrag zur Konferenzdebatte jte- e. Dieser Mehrheitsbeschluß svlle die allgemeim erQetyc )ct)on jeßt ’jsroteir gegen meje Mitarbeit und die Erftillung - Verletzung des Völkerrechts. Jm übrigen merbe die becingungen ermog.irffen. Auf die Behandlung der Polen auf unserem Gebiete genau deutsche Arbeiter nicht warten, denn bis entsprechen, welche unsere Landsleute die>e tarne, fei er langst verhungert. hn Polen erfahren werden. Abg. Frl. Tony Sender (USP.) wendet Abg. S chu lz - Brvmberg (D.-N.) bedauett sich gegen die politischen Tiraden und Schlag- yaß man erst in so später Stunde zu dem er» Worte, die im fetzigen Augenblick genau so leicht-! forberlidfen Protest gegen diese neue Bergewalti- il. Juli. M bro je *?hitaM w tm en bereit» ttnW' j mitte M & i Bed.Wlmtn 9 'c, erband ober* chter hielt an itlimg ab. Der Vorsitzende ® ldesverdond zahl! m entfallen allen i mürben die Bei- t 1'5, Schotter 20 Milglichmi i Provinzial' i.'lbet lidi b:- $('■ mal Oktober. I, daß die ßinfa- nbach ober ijranl cn 5tarfenburgt ndesverband bei gjchm Äemtiev c (t Tbrgcn Fre> ’ «ehecht ein mr Ufe'ei. «w SSs ■Ä * öonntag{ 'JCrbeniitls ^nsmittelami cnvM Vielfalt sK^rd de- Verordnun- ,®ier"unb bei gehoben tnor «M.unbdt, URanbig frei. 'Diebesgut" 3; m Gieß < weiter bei Durch tntindt, nhe fii mwrbenc Okgen. ^emüfeflelle -e Landung tzei. kl VerLrus. ffrnia ifrischgemüfe wi. «»W fB- hanl!k<^ !li. Li-« SS»” rg. di. Es ist tjV daß die hieM einmütigftet Se. dm. den etwa i 18i0A einens eine Fncr anla^ von GraveW hMeifen. luli. Die Leist r NSS - dem Brm ® , ihre 25. -'M a.ad»$w*S ir Nach der» erlW^S ,-sdencht be» , Henrich .» achte. Er lM iXNldwAslüM nwge. 3® . Bebra, 28. Juli. In die Mühle bei Iba dvrng am Dienstag nachmittag eine Räuberbande ein, mißhandelten das anwesende Be- sitzere'hepwrr schwer, raubten das bare Geld imd größere Mengen Lebensrnittel und entkamen b.nin unbehelligt. Tire Bande wurde später verfolgt, Ibnnte sich aber der Festnahme durch Abgabe einer Anzahl Schüsse auf die Verfolger entziehen. kleinen Aula der Universität und ftnd alle (tu bicrenbm unb tm 'Beruf stehenden Theologen gänglich. schließen fester 195 196V». AEG 21/. Prozem niedriger 299. Gevr. Junghans verwrm 19 Proz. Frankfurt „Has sia" sind von 12 Vereinen 48 Bvvte mit 245 Ruderer gemeldet. In folg, dir zahlreichen Meldungen sinden Samsrag. 31 3ulk, iuit> Soim. lag, 1. August, ^rrcraien ftut. Tie ui zehn Rennen zur Auslohn gekmgeipeu Prersc sind im 3d)aufert ftrr der Firma C Stöver, Seltersweg, ausgestellt. *" Tie R e ichsj u g e n owe 11 kä m vs e 1920 fanden für Gießen am 23 Juli ehren Ab- ichluß Tes Aöorgens boten sich oen Anfängern des Radsports spannende Endkämpse. Im 10- NtamelerStraßenrennen siegten mii knappem Vonprung in der Oberstufe Keller mi' 25 Min. 29 Sek. gegen )tzeil mit 23 Min. 30 Sek, in der Unterstufe K. A l t h a u s mit 27 Min. 15 Sel. gegen Pmndt mit 27 Min. 16 Sek., dann Rüdiger mit 30 Min. 45 Sek. Im Lang samfahren vrauchten für die 100 Meter lange Strecke in der O berstufe Keil 5 Min. 30 Sek., in der ll u t e r st u s e P s u n d t 5 Min. 22 Sek. Am Nachmittag sanden auf dem Trieb ebenfalls zum Teil scharre Kämpfe im Faustball und Fuß dallspiel statt. Leioer Nxir die Zuschauermeng? io gering, daß die beteiligten Vereins- und Schüler- nmnnid>aiten in gerechter Empörmtg hierüber sogar einzeln ihre Meldungen zurückzogni. Im Fast- ballspiel 3er Ooersstufc bezwang das Gvmna- 1 i u in das Roalgyntnasium mit 59 zu 58 Punkten. Ter Turn herein von 1846 siegte mit 50 zu 30 Punkten, der B. f. R 1900 mit 55 zu 42 Punkten, ’n»bei letzterer drei Ersatzspieler der Unterstufe eingestellt batte, die Unterstufe des V. f. R. siegle gegen den V. f. B. mit 50 zu 39 Punkten. Jin Fußballspiel trat nur die Mannsä>aft Der Lberstuie vorn V. f. B. an und siegte gegen die »um Teil mit Spielern der Unterstufe gemischte Mannschaft der Oberrealschule mit 2 zu 0 Toren. * Was alles aus Schilf gewonnen wird. Ten 'bbben Gehalt, den die Wurzeln des Schilfrohrs an ^hlehydraten und Faserstoffen besitzen, kannte mm schon lange. Aber erst der jetzige Mangel an Rohstoffen hat während des Krieges dazu geführt, diese unerschöpflick)e Materiolquelle auf ihre wirtschaftliche Bedeutung genauer zu prüfen. Tie Analyse ergab einen Gehalt von 7,15 Proz. Eiweißsloften, 29,56 Pvoz. Rohrzucker, 25,49 Proz. Pentosane und 30,30 Proz. Rohsaser. Taraushin ist man dazu übergegmg-.n, die unermeßlichen Schilf whrbestände auszubeudeil, und vor allem in Hessen hat man durch besonders konstruierte pslugartige Geräte die Entrodung bei billigen Kosten durchgeführt. Auch der Teichwirtschaft wird dadurch gedient, da das Schilf für die Fischerei schädlich ist und durch B ütenbil im i zur V r chl rm- 'mung der Gewässer führt. Was nun alles au5 diesem Schilf gewonnen wird, darüber orientiert eine Neber sicht der Umschau. Ter Zuckergehalt der Wurzeln bildest die Grundlage und den wertrollsten Ausgangsstio ff für die Der sein dew ten Prodn tte. Seine Verarbeitimg als Sprr tus li?fei te aus einem Zentner frischer Wurzeln 2l -2 bis 3 Liter Alkohol, wobei die Brennereien nicht wesentlich verändert zu werden brauchten. Bei der weiteren Behandlung gewann man einen wohl schmecken Rum und ein ivürziges Bier, das an Äusseheu und Geschmack dem Porter ähnelt. Dasjenige Produkt aus der Rohrwurzel, das volkswirtschaftlich jetzt am wichtigsten wird, ist das Fragmit, das mit gutem Erfolg als Futtermittel verwendet wird. Es eignet sich nicht nur für Rinder, Schweine und Pferde, sondern 'bat sich sogar auch mit und ohne Beimischung oon Hafer als Futter für Rennpferde vorzüglich.bewährt. Ans der Ro'hfaser erhält man durch Brechen und Hecheln eine gurte Faser für Jute zum Spinnen: der reiche Zellu- bosegehalt läßt sich zu Papier verarbeiten. (In einem Teil der Auslage ivied.'rbolt.) Dve Folgen der Verhaftung Dortcns. Wiesbaden, 28 Juli. Wie wir hören, sind der Regierungspräsident sowie der stell« vertretende Polizeipräsident ans Anlaß der Torten Affäre von der französischen Besatzungsbehörde vorläuftg ihrer Aemtcr enthoben würden. Die Freilassung D o r t e n s in Leipzig ist noch nicht erfolgt. Die Verhandlungen mit Rußland. London, 28. Juli (WTB.) „Daily Telegraph^ meint: Die in den rntmtationaleii K o m - promissen mit Rußland liegende f'Klegen- heit, das politische und imrkschaftliche Gleichgewicht der ganzen Welt wieder herzustellen, sei allzu bedeuttlngsvoll, um durch eine der Großmächte Europas leichtsimrig von der Hand gewiesen zu merben. Im Saufe der nächsten Tage werde aus dein Wortlaut der Wafsenstillstandsvor- schläge zu entnehmen sein, wie weit es die Sow- jetregiening ernst meint mit dem von ihr kund- gegebenen Willen nach Versöhnung. Washington, 28. Juli. (WTB.) Reuter. Das Staatsdepartement hat bisher eine amtliche Mitteilung von einer Konferenz in London zwisck>en den Alliierten und der russisck)en Sowjetregierung noch nicht erhalten. Es scheint indes klar zu sein, daß, wenn, nicht besondere Gründe noch in letzter Minute die Anwesenheit eines amerikanischen Vertreters notwendig machen, die Ver^ einigtenStaatcnkeinenWertdar- auf legen, bei dieser Konferenz vertreten zu sein. Kopenhagen, 28.Juli. (Tel. Union.) Wie aus Paris gemeldet wird, fand zur Erörterung der Lage im Beisein von Millerand kurz vor seiner Abreise nach Boulogne ein Z w i s ch e n r a t statt. Wie die Blätter berichten, ist hierbei beschlossen worden, Frankreich wolle an seiner Forderung festhatten, von Rußland zunächst die Anerkennung seiner Schuld Frankreich gegenüber zu verlangen. Ferner müsse Rußland in kürzester Frist ein Parlament wählen. Auf der eventuellen Friedenskonferenz in London müsse auch General Wrangel vertreten sein. Der Pariser Korrespondent der „Berlingske Dfdende" berichtet seinem Blatte hierzu, daß in der öffentlichen Meinung ein Umschwung eingetreten sei. Der polnische Heeresbericht Geld Brief Datum-. 27. Juli ?Imnerbam. lottert). 1388,60 1391,- Brügel-Antwerpen Christiania Kopenhagen .... Stockholm nischer Heeresbericht vom . „ front toben heftige Kämpfe. Untere Abteilungen mußten Sokolki anfgeben. Heftige Kämpfe finben nördllcb Czarna-Wios statt, glcichzeN a setzte der Feind ferne Angriffe am der Linie Sienio- nowka fort. Westlich von Buezane spielen "ch erbitterte Kämpfe ab. An der Chaussee Druc?cm< - Bielsk verdrängte unsere Heeres?'Mw? d.e -v/>i- schewi sten über den Dolch. Bei Beresa-BartULlä fanoen den ganzen Ton über heftige ^ämpse itatt. Die feindlichen Angriffe wurden nicht nur abgeschlagen, sondern die Bolschewisten wurden auch nach Osten verdrängt. Im Poleßjeab^ckintt irarrbe Pinsk geräumt. Südlich des Pripet fanden feine ernsthafteren Kämpfe statt. Bn Brodi m raren die Bolfchewisten die gestrigen Erfolge auc-zu- nützen; sie wurden jedoch abgewleicn. .sudlim B-.odi tenroerte waren wenig verändert. Frankfurt a. M., 28. Juli. Börfen- stimmungsbild. An der Abendbörse verursachte der Rückgang der Oelwerte, der schon an der Mitlagborse eine Abschwächung in Deutsche Petroleum bewirkte weitere Zurückhaltung. Diese Aktien setzten 815 ein, gaben bis 807 nach und schlossen mit 809 ca. 20% niedriger. Deutsche Erdöl 1725, Mansfelder Küpe sind weiter schwach, 4225 bis 4200. Die Tendenz der Montanpapiere gestaltete sich unregelmäßig, Harpener gaben 7 Proz. nach. Bochumer, Caro, Deutsch Luxemburg und Phönix Bergbau büßten je 4 Proz. ein. Elektro Deutsch Ucberfee find 5 Proz. gebessert, 815 Siern eus-Halske büßten 21/? Proz. ein. Felten und Guilleaume fest, 419 plus 7. Farbwerke Höchst an der Mittags-Nactzbörfe auf 356 zurückgingen, konnten sich 41A? erholen, 360'3. Metallwerke Gebr. Bing stellten sich auf 234, Mwdd. Lloyd 17 110. Eine Steigerung von 10 Proz. erfuhren Vereinigte deutsche Oelfabrikeu, welche mit 290 rationiert wurden. Bad. Zuckerfabrik zvgen um weitere 4^2 aus 394' _> an. Lothringer Zementwerk 295 rationiert, plus 10 Proz. Zellstoff Aschaffelchurg 384' 3. Emaillier- und Stauwerk zogen bei reger Nachfrage 4 Prvz. an, 197. Schcmtungbahn, welche im Angebot lagen, gaben 5 Proz. nach, 641 ä 640. Ausländische Renten ruhig 5proz. Reichsanleihe öertretertag öer evangelischen Theologenschasten. Gießen, 29. Juli. Der erste ordentliche Vertreter tag der ev angelischen Theologenschasten Deutschlands und Deutsch-Oester- r c i ch s in Gießen hat gestern begonnen. Von den theologischen Fakultäten der Universitäten Berlin, Bonn, Breslau, Erlangen, Göttingen, Greifs- loald, Halle, Heidelberg, Jena, Kiel, Königsberg, Leipzig, Marburg, Tübingen (außer Münster) und selbst Wien, sind die studentischen Vertreter ein- getrofsen. Der gestttge Begrüßungsabend auf dem Haufe der Verbindung Wingolf vereinigte sie zum erstenmal. Nach tem Willkommensgruß des Vertreters des Gießener Wingolf begrüßte der Vorsitzende der Gießener Theologenschaft die Vertreter und die Gäste und legte die inneren BeivegMÜnde bar, aus denen heraus die Gießener Theologen- fchast auf das Zustandekommen der Tagung gedrängt hatte. Der Wille der sttidierenden theologischen Jugend zu tätiger Mitarbeit an der Neugestaltung unseres Hochschullebens und das Verantwortlichkeitsbewußtsein gegenüber den wachsenden Aufgaben des künftigen Berufs fordern den Zufammenfchluß zu gemeinsamer Klärung und zwar in engster Fühlungnahme mit der Dozentenschaft. In Vertretung des Rektors überbrachte der Tcfau der theologischen Fakultät Herr Professor D. Schian den herzlichen Willkommengruß der Universität und gab dem Ausdruck, was die Gießener tbcotogifdie Fakultät in dieser Stunde bewegte. In dem Sinn, daß eine innere Gemeinschaft zwischen Dozenten und Studierenden entstelle und weiter wirke an allen Fakultäten, wünsche er der wichtigen Tagung ein gedeihliches Arbeiten. Ter Vertreter des Gesamtausscbusses der Gießener Studentenschaft ging auf die Zusammen- bange ein, in denen die Bewegung zur Bildung der Fachschaften und inr Zusammenschluß in Fach- aruppcn mit den Kräften der modernen Jugend- beioegimg unh dem Kampf um das moderne Er- ziehinigsideal steht. Der Vorsitzende der theologischen Fachgruppe dmikle der Nniv rsrtät, daß sie ihre Räume für die Tagung zur Verfügung gestellt hat, der Gießener 'iheoloaenschafi für die umfangreichen Arbeits- kilninpen ur Vorl*ereitmig der Tagimg und der Bürgerschaft Gierens für die gastfreie Aufnahme. Beumder.: eindrucksvoll waren die bewegten Worie 13?: Vertreters der Wiener T h e0- l 0 <1 c u ' d) a f t, dessen Anwesenl-eit nur nach UcbciTvinbung großer Schwierigkeiien möglich ward. Ec brachte Grüße von den Wiener evange- lischcu Tbev.om--studierenden, den Dozenten der --.-■eue; tt-eo!o -ischeu Fakultät, der Wiener evan- ',i‘iud)eii C-.'meinde. Das Bewußtsein des Zusam- nenhangs mit den Brudern im Reich gibt den .wangelischen Theologen Oesterreichs stets neue 'traf: Naä, Teutschland ist ihr Blick gerichtet M dem Land ihrer Mrafi und chres Glaubens. Ihre Hoffnung ist, daß doch noch einmal alle -Wde. sviveit deutsche Zunge klingt, zufammen- U'|(f’!ci:en kerben. Psancr Sattler aus Wieieck brachte die ycrbui3ung mi. beit im Beruf stehenden Theo- iDgcit jiiib nüitschte engste Wechselwirkung zwischen ben Jungen im Sttidium nud den im Berufe ucl)ent>?n Th.0logen, -wischen Pfarramt draußen lliw theolu-:3'ck>er Fakultät hier, zwischen Theo logte und Kirche. Ter Berttetertag wird vvm 29. bis 31. Juli »erhandeln: zunächst heute über Orgcmisations- iragen, zwecks strafferen Zusammenschlusses der 4.beolog-iefherenbim in Fachichafieu und der Fack> id)aften in der evangelisch-theologischen Fach- -rupi-e. Morgen, wirb voraussichtlich über txe Re- genossen weniger den Lumpen- als vielmehr den Schleichhandel. An zwei verschiedenen Tagen wurde er in L t ch mit solchen Mengen von Fleisch und Mehl abgefaßt, die er keinesfalls für feinen Privat- bedars gebrauchte. Das Fleisch ließ er durch einen Mittelsmann zur Bahn bringen, um selbst damit nicht auszusallen. Erst nach seiner Festnahme gub er zu, daß es ihm gehöre. Das Gericht hatte keinen Zweifel, daß man es in ihm mit einem gewerbsmäßigen Schleid) Händler zu tun habe, hob die Urteile der Schöffengerichte Laubach und Lich, die ihn nur wegen Vergehen gegen die Getreideordnung und die Verordnung über die Regelung des Fleischverbrauchs zu Geldstrafen verurteilt hatten, auf und verurteilte ihn wegen. Schleichhandels zu einem Monat Gefängnis und 2000 Mk. Geldstrafe. Die Strafe des Mittelmanns wurde oon 30 auf 100 Mk. erhöht. H. S von Gießen hatte mit einem Mädchen von Limburg ein Verhältnis angeknüpft, durck das ihm 50 Mk. Unkosten entstanden waren. Da sie ihm nicht treu war — er hatte sie durch seinen Freund K. L. auf hie Probe stellen lassen und diese Pwbe hatte sie nicht bestanden — beschloß er, ihr Angst ernzujagen und wenn möglich, seine 50 Mk. wieder zu bekommen. Zusammen mit L. schrieb er ihr einen Bries, zu dem sie einen Briefbogen mit dem Firmenaufdruck eines früheren hiesigen Rechtskonsulenten benutzten und den sie mit dem Namen dieses Rechtskonsulenten unterschrieben. In dem Brief wurde ihr gründlich die Meinung gesagt, unt sie aufgefordert, die Gebühren des Rechtskonfulenten mit 50 Mk. alsbald mi zahlen. Die Folge dieses Streichs Ivar eine Anklage wegen Urkundenfälschung. Jeder der Angeklagten wurde zu einer Woche Gefängnis verurteilt. Der Inhaber und der Geschäftsleiter einer oberhessisäien Molkerei, die Magermild) nach Offenbach lieferten, toar,mcgen Milchfälscherei an- gekiagt, weil Monccke fang die gelieferte Magermilch 10—30 Proz. Wasser enthalten hatte. Das Schöffengericht hatte beide mangels Beweises frei- gesprocheii. Auf bi? Berufung der Staatsanwaltschaft wurde dec Geschäftsleiter, an dessen Schuld auf Grund der neuen Verhandlung die Strafkammer keinen Zweifel hatte, wegen vorsätzlicher Mildstälfchung zu 2 Wochen Gefängnis und 500 Mark (Geldstrafe, der Inhaber ivegen mangelhafter Kontrolle (Fahrlässigkeit) zu 150 Mk. Geldstrafe verurteilt. ---- Gerichtssaal. sg. Frankfurt, 27. Juli. In der Rackst 5um 23. März ivurbe in Vilbel ein Nacht Wächter erschlagen. Tes MoiKes verdächtig iftlbfcr Taglöhner Goorg Heryet, der in Gießen in Untersuchungshaft weilt. Er behauptete, daß er als Täter nicht in Frage kommen könne, weil er in der fraglichen Nacht in Berkersi- Oeini aus einem Keller ein Quantum Kartoffeln gestivhlen habe. Als er nämlich in Vilbel in einem Wirtshaus saß. Hobe ihm j numb für bi? Beschaffung von Karfasfeln 50 Mark geboten, und dieses Geld habe er sich verdienen Ivvllen. Er habe dann gehört, daß m Berkersheim sich die Gelegenheit zu einem Kärtoffeldiebsfahl biete. Als Herget nach seiner Verhaftung einem Gendarmen den Tatort bezeichnen sollte, konnte er den Keller nicht mehr finden. Bei Ausführung des Ticbstahls sei es in dem i'lyn völlig unbekannten Ort dunkel gewesen, und so sei es ihm unmöglich, das Gebäude zu bezeichnen. Auf Grimo seines Geständnisses verurteilte ihn die Frankfurter Strafkammer zu drei Monaten Gesdingnis. Ob ihm damit der Alibibeweis geglückt ist und er das Aöorbes nicht angeklagt wirb, wird die Zukunsr zeigen. Turnen, Spiel und Sport. Fewbrrgfrst 1920. — Bad-Homburg v. d. H., 27. Juli. Tas althergebrachte Feld ber g t u r ne n soll auch in diefein Jahre )vieder veranstaltet worden und zwar am 22. August. Ta der Berg ron ber Besatzmigs beHörde nicht sreigegebon wurde, )ind?t das volkstümliche Wetmrnen Ivie im Vorjahre auf dem im Taunus-vald am Fuße der SocIburg gelegenen Truppenübungsplätze statt. = Rhönturnsest. Zu dem am 1. Anguß auf der Wa sser kuppe statifiiidendeii val ks- tümlicheu Wetturnen fir von der Bahu- verwalttmg in entgegenbmmec Weise am ^vun" tag zwei Sonberzüge eingelegt roorben. Ab- fl-.xbrt 3.08 Uhr morgens in Fuloa, Ankunft m Gersfeld 6.18 Uhr. Abfahrt daselbst 9.28 Uhr abends, Ankunft in Fulda 10.31 Uhr Turner aus Gießen und Umgebung, bereu Zeit knapp be- meijen ist, können also am Samöiag abeiid noch nach Fuldo kommen, imd oon dort am Montag früh mit dem ersten Zug (ab Fulbi 4 34 Uhr früh) zurückfahren Berlin, 28 .Juli Börsenbericht. An Börse Petzte sich heute bie Auftvärtsbcwegung ... Montan- und Kaliwerten fort. Sonst war der Kursstand War gleichfalls f?ft, aber nicht ganz einheitlich. Bochumer Gußstahl plus 18 Proz., Rheiuisd>e Braunkohlen plus 20 Proz., sowie Gelsenkirchener, Laura, Phönix, Aschersleben und Deutsche Kali waren bei durchschnittlich lOproz. Besserung bworzugte Papiere. Von Elektrowertcn stiegen Deutsm Uebersee-Zertifikate und Felten- Guillcrume je 15 Prvz., Siemens-Halske verloren 9 Prvz. Chemische Schissahrts, Bank- und Kolonialwerte waren wenig verändert und still. Auch für Valutawerte zeigte sich geringes Interesse. Petroleumaktien waren unter schwmikenden Kursen abgeschivächt. Deutsch? Erdöl 1875 bis zeitweise 1750. Deutsche Petroleum 810 bis 825. Dies tat ber festen Grunbstimmung etwas Abbruch, so baß bie Kurse mich am Mcmtanrnarkt den Höchststanb nicht voll behauvten konnten. Ren- 337,15 337,85 342.15 342,85 653,35 654,65 663,35 664,65 649,35 650 65 659,35 660,65 866,60 868,10 SS4.10 885,90 151,sO 152,21 152,30 152,70 223,75 224,25 224,75 225,25 153,85 154,15 156,30 1 6,70 40,20 40,30 41,45 41,65 Datum: Kurs 27.7. Kurs 28. 7. KiirS 27. 7. Kurs 28.7. 5° pDeut.ßriegsanL 79,50 79,62 79.56 79,60 4° „Dcut.Reichsanl. — . — —. — 69,«0 69,60 3° oDeul.Ncichsanl. —. — —. — 60,25 60,25 4" „ Prcutz. Konsols — , — —. — 6?,- 68,- Darmstädter Bank — - — 112,50 143,- Deutsche Bank . . . . — ■■ . — 264,- 263,50 Disconto- Gesellsch. —. — 198,25 199,36 Dresdener Bank . — . — — - — 162,- 163,- Nalionalbank f. D. —. — — _ —- 149,50 149,25 Mitleid.ssreditbank 142,- 142,- 141,75 141,75 .ft..Amcrik.-Pakets. 177,50 176,25 176,- 175,85 NorddeutscherLloyd 171,50 171,10 170,- 171,- Boch.Guhsrahlwrk. 375,— 375, - 368,50 376,- D -Luxemb Bcrgw. 301,- 300,- 300,- 303,13 Gelsenkirch.Bergw. 321,50 324,- 312,- 323,- Harpener Bergbau 393,- 393,- 393,- 397,- Obe schl. Eisend.-B. 234,- 232,- 234,75 233,- Oberschlcs.Eisenind. 273,- 269,- 270,- 260,75 Phönix-Brgb.-Akt. 450,50 415,- 446,50 440,- Bad.2lnilin-u.Soda — . — 462,- 463,- 459,75 Höchster Farbwerke 360,- 360,50 360,- 360,25 Elcklr. A. E. G.. . — . — 299,- 300,- 298,- Schuckert-Werke. . 195,- 196,50 198,75 169,50 Fchten- Guilleaume — . — 419,- 401,50 402,50 Daimler...... 216,- ■■ — 219,50 216.- Bud.-Lisenw.-Akt. •— _ — — . — 298,- 295,- Adlerwerke .... 226,20 228,50 225,50 229,- 40'.,Hess.Staatsanl. —. — — . — 82,90 82,75 Electron Griesheim —, — —* • 300,- 295. Marknotierungen. Datum 27.7. 28.1. Zürich . . 14,74 7.05 14,20 Amsterdam . .. .. ... - . MM.. 7, — Kopenhagen..... 15,65 l.i,40 ZahnarztFischer verreist Ranft 8139 Lichtspielhaus i ee l Abonnenten für Freitag und Samstag 0 013172 in Babubofftraßc 27 2 Waggon Ächtung! sch. Telephon 2133. . Telephon 2133. 1 Anstand, jung. Mann 018121 r Garten «•Sun itiia B allgemeine G btt bell, billigst 8095 | Stellengesuche! billigst bei 013149 Aiinn am. Svitz u. Dober- Jnljolts;Ucl Unternehmu W Verreise am 1. August Dr. Steinreich. und und 8143 s s Dr. Meyerhoff verreist am 1. 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Fs auf dem Bürgermeistereibureau zur Einsichtnahme offen. Es ist die Erhebung einer Umlage beschloßen, zu der auch die Ausmärker herangezogen werden. Grünberg, den 28. Juli 1920. Bürgermeisterei Grünberg BilMner lauck mit Pension! per 1. August gesucht 8104c Angebote erbittet LichOpicic, Scltersweq. HerrtDauerm.i s. 2-3möbl. evtl, nudi leere Zluuner, falls mögl. feoar.Eingang. Schriftl. Angebote unter 8085 an den (9iest. Auzeig. Junge Dame sucht zum 1- September schön möbliertes Zimmer in gutem Haufe Nähe der SHiniL Schriftl. Angebote unter 013142 an d. Giei;. Anz. 8132 __ Froi | V er mi eiunge n\ G.ui.Zlin.bef.fot.Daiierm. a.u.„ni47Siepha»str. 20III. IHÄgQLULhG | ZploitZiffl. in schöner Lage gesucht. Angebote an Ebesredak- tour Goetz, Gießener Anzeiger, erbeten. 8083 Süll trenn' Nr. 10i Dienstmädchen gesucht. 81208 Med. ölliuik u. Klinik für Hautkranke, Mehrere junge Mädchen für leichte ljand- arbeitsofortgejucht. 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