170. Jahrgang t c i i verschiedener Interpellationen und der Verwerfung des Notetats au den ReichshauShaltsaalsschutz vertagt sich das Haus auf heute nachmittag 3 Uhr. Dar Programm der neuen Regierung. Der erste Zusammentritt des neuen Reichstages sand an dem unseligen Tage statt, an dem mir vor einem Jahre den schmachvollen Frieden von Versailles unterzeichnen mußten. Die wichtigste Aufgabe der neuen Regierung wird es sein, unser Volk vor dem endgültigen wirtschaftlichen Zusammenbruch zu bewahren, der das Werk dieses Friedens sein muß, wenn es nicht gelingt, auf der Konferenz von Spaa unsere Gegner von ihren unsinnigen Forderungen zurücktreten zu lassen. Die Programmrede des neuen Reichskanzlers Fehrenbach mußte unter dem Druck dieser Verhältnisse von einer gewissen Resignation überschattet sein. Die neue Regierung stellt sich einmütig auf den Boden der Verfassung und nennt sich eine Regierung der Versöhnung und des Ausgleichs der Gegensätze. Wir werden auf das äußere und innere Programm im । Einzelnen noch zurückkommen. Berlin, 28. Juni. Reichskanzler Fehrenbach gab in der heutigen Sitzung des Reichstages u. a. felgende Erklärung der Regierung ab: Der ernsten Verantwortung, die wir dem deutschen Volke gegenüber auf uns nehmen, sind wir uns vollkommen bewußt. Die Schwere der uns erwartenden Aufgaben entspricht den außerordentlichen Schwierigkeiten, die bei der Bildung dieses Kabinetts überwunden werden mußten. Wenn die Regierung trotzdem entschlossen an ihr Werk geht, so tut sie es in der Zuversicht, daß das hohe Haus von deni gleichen Verantwortungsgefühl beseelt ist, das ein durch gegenscktiges Vertrauen getragenes Arbeiten ermöglichen und nach Kräften för- »• 1 Was uns jetzt vor allem inottuf, ist Ralfe und I unter Zurückstellung aller Ordnung in unserem StaatsLeben. Tie ReglQNNg essen zu gunsten ^Großem g^fter, appelliert, deshalb an das gesamte I GietzenerAMger General-Anzeiger für Oberheffen Druck und Verlag: Vrühl'sche Univ.-Vuch- und Steinbruderei R. Lange. Schriftleitung, Geschäftsstelle und Druderei: Schulftrahe 7. Bei der Eröffnung der Sitzung um 3 W . nachmittags weist das Haus bei weitem mcht mehr die Fülle des Vormittags auf. Auch dre Tribünen zeigen gmoße Lücken. . _ O1/ Präsident Lobe eröffnet die Sitzamg um 3y4 Uhr und erteilt das Wort dem Abg. Scheidemann (Soz.), der erklärt, er wolle kurz sprechen und W, daß sein Verspiel auf die weiteren Beratungen des Reichstages einwrrken werde. Tie Erklärungen der Regierung ließen freilich manches vermissen, Nxrs ferne Partei gern gesehen hätte, aber im allgememen könne man mit dem Programm einverstanden sein, ^re guten Absichten Fehreirbachs, die Rernheit fernes Wolfen- ständen für ihn außer jedem Zweifel. So habe er auch das feste Vertrauen zu ihm, daß-er mit ferner ganzen Person für den Schutz der Beratung enr- steheu werde. Tas Kabinett werde seine Parier aus seiner Seite haben, wenn es dem (heute gekenlr- zeichneten Pwgramm der Arbeiterschaft gegenüber treu bleibe. Ebenso werde es sie zum Gegner haben, Wenn es jemals die Bahn verlaße, mrs der allein eine bessere Zukunft des deutschen Volkes zu erhoffen sei. Wenn jetzt zum ersten Mole dre Sozialdemokraten im Kabinett nicht vertreten seien, so lei das allein der Politik der Unabhängigen zu danken. Fortwährend von Zwischenrufen untcr- bwchen, 'hält Redner mit den Unabhängigen Abrechnung, denen er Eigensucht, .Kurzsichtig lett und Verblendung vorwirst, die zur Zersplitterung der Arbeiterschaft geführt hätten. Er ivarnt vor jedem Versuch der Heckeiführung gewaltsamer Umwälzungen. Sodann wendet er sich an dre Deutsche Volkspartei, die er davor warnt, den Lockungen der äußersten Rechten zu folgen. Er wirst ihr skrupellose Führung des Wahlkampfes vor. Er entwickelt hierauf das Programm ferner Partei Er fordert vor allem die Aufhebung, der Militar- oerichtsbarkeit, die namentlich im Hinblick aus das Marburger Urteil als eine Schmach empfunden werde^,Redner bedauert, daß die Ausführungen des Kanzlers über die Sozialisierung so mimofenhan geblieben seien und verlangt die Beseitigung des Großgrundbesitzes. In der auswärtigen Pol't.k sei es Pflicht der Regierung, die Welt von un eren friedlichen Absichten zu überzeugen, auch Rußland. Deutschland müsse es ernst sein, seine Pflicht zu erfüllen. Nur die internattonale Solidariwt oes arbeitenden Volkes könne die Wimden des Krieges heilen. Das sage er auch den Männern, die in Spaa unsere Interessen wahrzunehmen haben. Diese könnten auch die Ueberzeugung mit sich nehmen, daß sie in diesen Tagen das deutsche Volk in seiner großen Mehrheit hinter sich habtti, wenn sich auch vielleicht später die Wege scheitln wuc- 1 tzen. Die augenblickliche Verirrung der Arbeiterschaft, die sich in dem Wahlergebnis widerlpiegele, werde sich wieder geben. Dann werde auch die ' Stunde für den Sozial^mus schlagen. . Abg. L e d e b o u r (USP.) erklärt, feine Partei habe den Eintritt in die Regierung abgeleynt • weil die Wahl klar bewiesen habe, daß das Volk ; die Koalitionsparteien verurteilte. Die llnabhmigi- gen würden ihrer ganzen Vergangncheit ms Gesicht schlagen, wenn sie einer solchen Koalition sich angeschlossen hätten. Alles was die W heitssozialisten sich aus der Koalition auf den Hals geladen hätten, hätte dcum seine Partei mit ausbaden sollen. Als dann die Koalition unmöglich wurde, hatten sich die Mehrheitssozialistenaufs neue an die Unabhängigen gewandt. Selbstverständlich hätten dann diese ihre Forderungen gestellt (Zuruf: Ihr wäret ,a die Minderheit!) und sei das sozialistische Kabinett gescheitert Seme Partei stehe auf ihrem Programm, das ihr fünf Millionen Sttmmen verschafft habe. Er gebe zu, daß einzelne Mitglieder seiner Partei attveichende Absichten bekundet hätten. Darauf komme es aber nicht an. Das Parteiprogvamm sei bindend und daran halte auch die Reichstagsstattron fest. Die Einigung im Proletariat sei frellich auf dem Weg aber nicht auf dem Weg über das Parlament. Der Kampf gegen die Reaktion werde das emigende Band bllden. Dann werde auch der Tag kommen, wo die Mehrheitssozialisten wieder Hand in Hand mit ihnen gchen würden. Redner kommt sodann auf die Kanzlerrede zu sprechm, ans der er nichts greifbaves entnefymen könne. Er erinnert an die noch l>eute besehenden Lüttwitz- wtb Kappleute. Was sei gegen die Offiziere geschehen, die aus der Seide des Kapp-Pkutsches gestanden hätten? Statt die Truppen auszulosen, würden ihnen Fahrkarten in die Heimat gegeben gleichzeitig aber Rückfahrkarten, em Beweis, daß eine militärische Nebenregierung im reaktionären Sinne mi der Arbeit sei, die starker sei als 'M Regierung. Demgegenüber müßten die, Arbeit^ sich rechtzeitig auf den Genenck streik em richten. Wcmn der Kanzler in der Arbeiterfrage die Politik der bisherigen Regierung fettsetzen wolle, w et den Arbeitern damit nicht gÄxvent, denn die alte Regierung sei ihnen so gut wie alles sck/uldig geblieben DaS Kabinett wolle Ruhe und Ordnung. Wenn der Reichskanzler die Zwangswirtschaft nur in gewissen Grenzen weiterfühven wolle, so sei er oimit nicht eruverstmidm. Die Zwangsimrtschaft müsse im Gegenteil aufgegeben und alle Vorräte in Staatsbesitz genommen werden. Ledebour fordert werter Sozialisierung des Großgrundbesitzes und des WPHmmgÄveseus. Tas Pvoletarrat wecke seine Fordermrgen mit immer größerer Energie geltend machen und jedes Mittel wähl-en, das es fernem Ziele näher bringt. In Spaa wecke der Reich,- kanzler jedenfalls den Verbuch machen, eine Mllde- ning der Friedensbcdingungen durchzusetzen. Ernes der betten üllLrLüMugLmittel hterUL würde dre Aufhebung des stehenden Heeres fein. Wir könnte^ aber nicht erwarten, daß die herrschende Klasse der Westmächte dem entsprechen werde. Das könnten nur die Arbeitermassen aller Völker emfchlletz- lich Amerikas tun. Unsere Arbeit ist es, diese Massen in unserem Sinne zu überzeugen. Nur aus der gegenseitigen Verbrüderung der Volker ist ewiger Friede möglich. Am Schluß ferner fRete trat Ledebour für Friridenssschbuß mit Rußlmo und Wiederaufnahme der wirtschaftlichen Beziehungen mit Rußland ein. Dazu werde seine. Partei gern mfthelfen. Abg. Tr. Herg'ht (D.-Ntl.) bespricht due Presseäußerungen der Koalitionsparteien, toelche den Ausfall der Wählen als eine Dumniheit der Wähler bingestellt hätten. Er schckdett sodann die Verhandlungeu über die Regierungsbildung, die wie ein kalter Wasserstrahl auf die Wähler gewirkt hätten. Aber wenn man sich an die Regierung der Demokratie von >1917 erinnere, daß fein Reichskanzler ohne vorherige Verständigung mit den Parteien ernannt wecken dürfe, frage man sich doch, Ttw sei das alles geblieben. Es sei da em gewisses Gefühl der Abstumpfung gekommen, daß man sich sage, das sei einleuchtend. Man habe so den Eindruck eines Handelsgeschäftes sttach itöer Revolution kommt ein Rückschlag noch rechts. Tas sei auch heute der Fall gewesen. Klar fei es eben falls, daß im deutschen Parlam^it nur eine Koalitionsme'hrhett möglich sei. Wenn sich der Kanzler Müller erst an die Unabhängigen wandte, so sei das nach dem Ausfall der Wahlen erklärlich. Glücklicherwelle hatte d« Antwort der Unabhängigen die Sache klargelegt. Die Unabhängigen sind gegen jede Demokratie unu gegen jede Koalition, also gegen tue Verfassung. Mr sie gilt die Diktatur des Proletariats. (Protest. Zuruf: Sie selbst sind gegen die Verfassung!) Solange ich Vorsitzender her Deich ch- nationalen Partei bin, wird sie auf dem Boden der Verfassung stehen. Was Ideologen von den Mehrheitssozialisten erhofft hätten, treffe nicht em. Die Mehrheitssozialisten sagten sich von der Koalition los. Damst hätten sich die Mehrheitssozialisten als zu jeder positiven Mitarbest unfähig erklärt. Die andere Lösung war e*m gesamtbürgerlicyes Kabinett, worüber wir keinen Zweifel gelassen haben Das Volk schreit nach Autorität. Die Demokraten wollen aber nicht mit uns zusammen arbeiten; deshalb haben sie unser AufbaUpwgramm aar nicht einmal angehört. Der T^utschen Volkspartei mache er zum Vorwurf, daß der Abgeordnete Heinze gleich zu Beginn der Regierungsbildung die Waffen gestreckt habe. Den Wählkamps haben wir ©eite an Seite geführt, weshalb Heinze sich zu uns bekennen sollte. Die Regierungsbildung ist ein Verlegenheitsprodutt, zwar bürgerlich, aber mit einer starken Neigung nach links. Wir wecken , uns abwartend verhalten, aber uns nicht binden. ! Die Hauptsache bleibt die Konferenz von Spaa, deren Programm leider noch nicht bekannt sei. Redner dankt der Regierung für ihre guten Ab- . sichten. Gegenüber der Landwirtschaft bitten wir, sie vor dem Terror der Landarbeiter zu schützen. : Seine Partei wolle der Regierung kem Miß-, trauen»t>otum, aber auch kein Vertrauensvvtunt gleichgültig ivelcher Parteirichtung. Führen ttnr den schrecklichen Krieg nicht fort im Innern, nachdem er an den Grenzen des Reiches «nfegetobt t»t. (Zurufe bei den Unabhängigen: Das tagen Sw nur der Rechten!) Tem Appell an die Gewalt muß und Wick die Regierung unparteiisch.nad) allen Seiten tatkräftig entg.gentreben und leben Versuch einer gewaltsamen Umwälzung, wöher er auch kommt, niederkämpfen. Auf den Grimdmanern der Verfassung von Weimar soll der Aufbau des inneren Staatswesens toeitergeführt werden. Dre Regierung wird sich dabei von dem Ge^rchtspuntte leiten lassen, daß den Ländern im Jiähmen des Reichsrechtes Freiheit der Entwickelung Mwahrt und geschaffen werden soll. (Beifall.) Einer Ueberspannung der Zentralisation werden wir uns widersetzen. Die Reichsregierung und das deutsche Volk hegen die feste, unerschütterliche Zuversicht, daß bei der bevorstehenden Abstimmung über das zukünftige Schicksal von Teilen Ost- und Westpreußens und von Oberschlesien die durch Jahrhunderte bewährte deutsche Gesinnung der Bevölkerung den Sieg unterer gerechten Sack)e verbürgt. (Lebhafter allgemeiner Beifall.) In ähnlichem Sinne gedenken wir der Bevölkerung von I Eupen und Malmedy. Die Durchführung der Neuorganisation dec Reichswehr wird dazu führan, die bedauerlicherweise entstandene Kluft zwifchM Volk und Heer zu überbrücken. (Zustimmung rechts, Zwischenruf links: Fort mit der Reichswehr!) Fehrenbach fortfahrend: Handel und Verkehr, Gewerbe und jede Arbeit sind durch die unausgesetzte Entwertung des Papiergeldes und den 1 ich daraus natürlich ergebenden Lohnkämpfen auf das ernsteste gefährdet. Dieser Gefahr muß begegnet werten. Mit allen zu Gebote stehenden Mitteln werden wir unser Volk vor dem Zusammenbruch unserer Volkswirtschaft und der Staatswirtschaft bewahren. Darum muß die ©anierimg der Finanzen des Staates mit allem Nachdruck gefördert werden. Wenn sich die neueröffneten Einnahmequellen ent- sprechend den Beurteilungen entwickeln, wecken an Steuern 24 Milliarden eingehen, darunter allerdings 3 Milliarden einmalige Steuern. Aber trotz dieser Steuern ist ine Last der Staatsschuld eine ganz bedeutende. Mr sind also noch nicht zu Ende mit unseren Rrefermar beiten auf diesem Gebiete Die Post rechnet Mit einem Defizit von nahezu einer Milliarde, die Eisenbahnen mrt mehr als lo Milliarden. Hier muß unbebmgt Ml« wecken. Weiterhin muß unsere Volkswirtschaft durch die Wiederbelebung unserer Gütererzeuglmg gefördert wecken. Unsere einzige Rettung liegt m der Steigerung unserer Erzeugung, die mit allen Kräften unterstützt und gefördert werden muß. Unsere Ernähr ungÄage ist nach wie vor sehr besorgnis- err>- -Np Für die Aufrechterhaltung unserer Er- I (nu "cken wir auch weiterhin auf größere I Zuftchstttnta.., -an Auslände angewiesen sein. Wol- dern wird. . Nachdem dann der Kanzler der alten Regierung unter großem Beifall des ganzen Hauses den herzlichsten Dank des deutschen Volkes ausgesprochen hatte, .fuhr er fort: Das Programm der neuen Regierung, das ich Ihnen nunmehr unterbreite, ist entsprechend unserer Verfassimg das ErockniS ehux sorgfältigen Beratung des ganzen Kabinetts. Höchst erfreulicherweise ist babei eine vollkommene Ueberernftimmung sämtlicher Mitglieder des Kabinetts zutage getreten. Die Konferenz von Spaa steht nunmehr unmittelbar bevor. Sie gibt mir Anlaß, zunächst einige Worte zu sagen über die auswärtige Politik. Alle unsere Beziehungen zum Auslande stehen unter dem Zeichen des Friedens Vertrages von Versailles. Tie Lasten, die dem deutschen Volke durch diesen aiiferlegt sind, sind unermeßlich groß ...-------. und in ihrer vollen Schwere kaum richtig zu er-1 ten -Otv>nöbr ^aftliche Wiedergesillidung, so ge- . flennen. Nachdem Deutschland den Vertrag an-I nügt nicht, ” fr auf den bisherigen dürftigen , genommen 'hatte, bunte die Regierung, solange ,ich Rationen ftehm MMn. UnsrrBesrreben muß daher , die bisherigen Feinde nicht zu erner Aen^rung l in nächster Zukmift darauf gerichtet sein, eme größt- , des Vertrages herbelließen, keine anderen Richt- möglichste Steigerung unferer Zufuhren zu er- linien in der auswärtigen Politik aufstellen, als reichen. Bei dieser Gelegenheit muß ich ten ttefften diejenigen, die eingegangenen Veckflichtnngra voll-1 Dank unseres Volkes den ^hochherzigen ausländischen auf zu erfüllen, soweit dies in ihrer Macht lag, Menschenfreunden ausdrücketi, die täglich Tausen- besonders in der Herabsetzung der Heeresstärl^, den ton chmgrigen deutschen Kindern Speise ver- sonsttgen Abrüsttmgsmaßregeln und der Wiedwgut-1 nhreickxen. Das »t*=r Ernährung llingnähme nicht beeinftußt. Wenn Verblendete und I unsche Lauboirtschaft. Der Wiederau^au her tanb' Uuversöhnliche diesseits und jenseits der deuffchen wirtschaftlichen Produktionskräfte fft erne erste Grenzen die d-eutschen Leistungen herabsetzen, so Voraus,etzungen für i^n. ^dercmfbau. Dien wird es die vorn-chmsw Aufgabe der neuen Regie- Regierung wird alle ^äralen und wirtschaftliche rang sein urkundlich darzulegen, was wir bereits Maßnahmen ergreifen, um die Kohlenförderung Stet abgetraten und hin^geben haben. Wenn sicher zu stellen. Das un ^Jntevesse ber Bo®- tratzdeni' nickst alle Bertragsbesttmmungen nach dem gemeinschast beantragte ^ralift^gsgefetz^ms-- Wortlaut des Vertrages durck^gefü'hrt worl^n ftnd, besondere sv liegt das nicht an dem bösen Willen Deutsch- fthaft, wird loyal durchgefuhrtwerst«n. Jj^tu lands, solchem in den V-fthältnissen, die ftär- Erfolg ieder. Sozialiiierung soll eine -^iZrnng ta .als sein guter Wille. (Sehr! der Produktion tzn., Dw Reg«rung richtig ) Zu dieserl Umständen gehören in erster lckhaft, daß glerchzE mtt d)t i^r AeichÄmck Lütte das tiefe Mißtrauen, das btt unferm f^oftönit ferne .^trn b^t AÄ de^Du^ nem auch heute noch gegen Deutschland hmscht. fuhrung der sollen ^^en hall d«Ee (Sehr gut.) Wir werden es als unsere vornehmste gierung feftv mirb nötig Aufgabe betrachten, der verhängnisvollen Wechsel- Passung, an die Verhalckisfe wird nong Wirkung, die zwischen dem Mißtrauen der Gegner sein. Die Regierung denk^. dcchei vor: allrni an^mne und dem Mißlingen der Erfüllung der vertrag- R^aufstellun^ ^hnklaffen und eme Ji uw liehen Bestimmungen besteht, ein Ende zu machen, setzung der. dettra^ sp indem wir alle unsere früheren Gegner davon Leistungen der ante Deutsche jetzt nur das Losungswort^ennt: des Heimstattengefetzes.^chn Lnfästup an oie grave Deutschland muß durch ftiedliche Arbeit und gutes Rttchsverwrgung> der Kriegs^schädigten soll auch mit bSt llaißroöHern wiedL in die EiitschädiMiig derer g^rdii^^dew die durch die <ößhe kommen Wir sehen einen Fortschtttt ttne kriegerstche Handlung irgendwelc^n korptt- einsamen Wiederaufbaues zwischen deii Betei- Lebens und der ipeinnoyeir oer aroiicer peruruei LÄ^Ehr mündlich besprochen werden sollen, sich ebenfalls ein Gesetz m^Bockereitung. Dve Neu- 2B.ir können dieser Besprechung aus sehr begreif- orbnimg der sozialen "^vndergerichtsbarkett ist lichen tzttünden nicht vorgrttfen. Jü der inneren ebenfalls in Bearbeittoig. Er hoffen zuversichtlich Politik ist unsere vornehmste Sorge der Wiederauf- mit dem Ausbau der Arbeittrverttetung ttne neue bau des zusammen gebrochenen Vaterlandes. Diesen imchtige Etappe zuruckzulegencnif dem Wege zur arf dein Boden tfer bestehenden republikanischen wirr, chaftlichen undsozialen Rundung und Wie- Stoalssorm tatfräftig weiterzufühcen, wird der un- derausrichtungUnseres ^aNMeiigebrochenen V^er- umstößliche feste Wille der- Regierung fein. Alle landes. Es ist der ehrliche uiid imfrichtige Wille Seien fordern mir auf, verfassungsrechtliche der Regierung, nicht gegen die Arbetterscha^son- Mmpfe zurücktreten zu lassen. Wir iWn auf dem dern für fte und mtt ihr zu regieren (Lebhafter Boden der politischen Gleichberechtigung aller Deut- Btt fall.) Wir tollen eine Reg^Mg der Versö^ Smlehnen daher jeden Versuch der Aus- ming, des Ausgleichs der gegötf^e. fem und ridytmia einer Klassenherrschaft oder die Bewilli- richten an das deutsche Volk den Aufruf, alle ver- Än &Mto an eine Klasse ab. (Unruhe fügbaren $um S Sen UnabTangig-n. Beifall rechts ) Unser Zi.-l landes anzuspomen. Uns hat nur das Bewußtsein ist ttne Politik der Versöhnung (Unrühe unb unferer^Ur^^t gegenüber HuiS bei^n Unnb'öängigi W und des Ausglttchs I ferem Vaterlande an diese Stelle gesetzt. Der Kan - chffstoMsc^m, sozi.illru und kulturellem Gelttet. ler schließt: In emer Zeit bet 9tot “«b Moen- TesS Enpwn wir jeden Klassen- und Rassen- schwersten.^tsche^n tret^w vor den dm^ tzaß, jede soziale und xeli-rivfe Kergttvaltigtlli^ lÄM ReiMtag. GemttüstM Voll« ichaven Die Entente-Noten zur Entwaffnung Deutschlands. Berlin, 28. Jüni. (WB.) Amtlich. Die dem Vorsitzenden der deutschen Friedensdelegation ut Patts übermittelten drei Noten über die Entwaffnung haben hi Ueberfetzung folgendwi Wortlaatt: *1 J-m Namen der alliietten Machte beehre ich mich, Sie zu bitten, der deutschen Regierung folgende Note zu übermttteln: Die alitierten Regierungen haben mit dem größten Bedauern die Langsamkeit und den Mangel an gutem Willen festgestellt mit dem die deutsche Regierung an die Ausführung,der Bestimmungen des Fttedensvettrages über Landheer^ Luftfahrt und Mattne herangegangen ist Am 21 3uni, nach Ablauf von beinahe sechs Monaten sttt Fnkrafttteten des Fttedensvettrages, sind die wichtigsten dieser Bestimmungen noch unausgeführt oder unvollständig ausgefuhtt. So kommt es, daß das stehende H-eer soeben.erst.auf 200 000 Mann zirrückgesühtt worden ist eme Zahl, auf die es am 10. Aprll hätte gebracht sein müssen, und daß feine Gliederung mit der im Friedens- Vertrag vorgesehenen nicht im Einklang steht: daß kttnerlei Gesetz erlassen tvorden ist, um m Deutschland ein dem Friedensvertrag entsprechendes Hekr- wesen ttnzuttchteii: daß durch den Berttag. verbotene militättsche Formationen, wie die Sicher- htttspoliztt und die Einwohnerwehren, trotz ttne- derholter Aufforderungen noch fottbestehen; daß die Zerstörung des Kriegsmatettals, die am 10. März hätte beendet fein sollen, noch nicht zut .Hälfte durchgefühtt ist, und daß die Ausfuhr von Waffen iiftd) dem .Auslande Lndo^tt, ausstellen. _. _ y , Minister des Auswärtigen Simons legte dar, .daß die französisck>e Note ani 25 ds. Mts. eingegangen und von ihm am 26. Ium bei feinem Amtsantritt vorgefunden wurde Die mit der Bildung des Kabinetts und dem Entwutt des Pro-, gramms verbundenen Arbeiten hätten die Veröffentlichung verzögert, die morgen erfolgen werde Nächste Sitzung Mittwoch 1 Uhr nachmittags, Interpellationen und Fortsetzung der heutigen B- ratung. Schluß Vs? Uhr. Die Verhandlungen in Spaa. Berlin 28. Juni. (WTB.) Wie heute int Aeltestenrat des Reichstages mitgeteilt wurde, werden an den Verhandlungen in Spaa voraussichtlich der Reichskanzle r, de r Minister des Aeußern und der Reichsfinanzminister teilnehmen. Nr. 150 Der Siehener Anzeiaer erscheint täglich, außer Sonn, und Feiettags. Bezugspreis: Monatlich Mark 3.60, vietteljährlichMark 10.80 ■ einschl'eßlich des Bestell- qelds: durch die Post vierteljährlich Mark 9.75 ausschließlich Bestellgeld. Fernsprech - Anschlüsse: für die Schriftleitung 112 ; Verlag,Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Dietzen. poftscheckionto: lsrankfnrt a. M. U686 Dienstag, 29. Juni s920 Annahme von Anzeige» für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohne jede Verbindlichkeit. Preis für 1 mm höhe für Anzeigern). 34 mm Brette örtlich 35 Pf., auswärts 45 Pf.; für Reklame. Anzeigen von 70 mm Breite 150 Pf. Bei Platzvorschrift 20°/9 Aufschlag. Hauptschriftletter: Aug. Goetz. Veranttoottllch für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Zenz: für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. Die alliierten Regierungen Haden noch ernsthafter Prüfung dieser Sachlage einstimmig beschlossen, die in dem von Deutschland unterzerch- netcii Friedensvertrag enthaltctren Bestimmungen über die Entwaffnung, sowohl was die HoercS- ftärfc, als auch was das Kriegsmaterial betrifft, in vollem Umfange aufrecht zu erhallen und deren schon allzu lange verzögerte, unvollständige Durchführung unverzüglich ziu betreiben. 3n gleicher Weise erwarten die alliierten Regierungen, daß die deutsche Regierung ihnen keinen Antrag auf Abänderung der militärischen Bestimmungen des Vertrages mehr vorlcgen wird, da solche Anträge nur abschlägig beschieden werden könnten und daher nutzlose neue Verzögerungen mit sich bringen würden. Die alliierten Regierungen richten heute an den Sxrrn Vorsitzenden der deutschen Friedensdelegation in Paris ihre Antwort auf den Antrag der deutschen Regierung wegen Beibehaltung eines Heeres von 200 000 Mann. Diese Antwort geht dahin, daß die militärischen Kräfte Deutschlands auf der durch den Friedensvertrag bestimmten Stärke von 100 000 Mann und in der durch diesen Vertrag vorge- sehcuen Gliederung zu belassen sind, daß die Sicherheitspolizei innerhalb drei Monaten vollständig aufzulösen ist, und daß andererseits die Stärke der Polizeikräfte auf 150 000 Mann erhöht werden darf, die somit um 60 000 Mann im Vergleich zu der Stärke von 1913 vermehrt wird. Des weiteren fordern die alliierten Regierungen die deutsche Regierung auf, unverzüglich die deutsche Gesetzgebung entsprechend ber Be- timmung des Art. 211 mit den militärischen Betimmungen des Vertrages in Einklang zu bringen, gesetzliche Maßregeln zu treffen, um entsprechend Dem Art. 170 die Ausfuhr von Kriegsmaterial nach dem Ausland zu verbieten, die Formationen der Einwohnerwehren, die im Widerspruch mit der Entschließung vom 8. April noch foribestehen, tatsächlich aufzulösen und die Auslieferung der Waffen dieser Formationen durchzuführen. Tie alliierten Regierungen erwarten, daß bei der Zerstörung des .Kriegsmaterials kerne neue Verzögerung eintritt, und daß die Ausführung aller Bestimmungen über die Entwaffnung- sowohl hinsichtlich der Truppenstärke als ainf) hinsichtlich des KriegsgnEs ohne weiteren Aufschub erfolgt. Anderenf lls In ür en «sich Lis al tierten Regierungen gezwungen se'hm, die geeignetem Mittel zu prüfen, um die vollständige Durchführung der Bestimmungen des Friedensvertrag!_-s sicheren stellen. II. Mit einer Note vom 4. Juni hat sich die >eutscke Negierung unter Berufung darauf, daß Die alliierten Mächte auf den am 20. April gestellten Antrag, Teutschland die Unter'haltuna eines ständigen Heeres von 200000 Mann zu gestatten, eine endgültige Antwort nicht erteilt haben, an die Konferenz gewandt, um eine vorläufige Verlängerung der i'ha gestellten, am 10. Juli ablau senden Frist hetbrizuführen, innerhalb tvelcher die Heeresstärke Deutschlands auf 109 000 Mann herabgesetzt werden soll. Zur Begründung ihres Antrags macht die deutsche Regierung insbesondere geltend, daß nach bem, was die alliierten Regierungen ihr auf der Konferenz von San Remo rnü- aeteilt Chatten, sie erwarten mußte, daß. erst die Konferenz von Spaa endgültig über dieses Ersuchen bestimmen würde. Die alliierten Mächte können diese Erwägungen der von San Remo aus an die deutsche Rc- aierung gerichteten Rote nicht gelten lassen. Sic Haden damals deutlich erklärt, daß sie das in der deutschen Denkschrift vom 20. April gestellte Ersuchen nicht prüfen könnten, solange Deutschland den wichtigsten Verpflichtimgen des Friedensver- «ages nicht nachkomme und die Entwaffnung seines Heeres nicht an Angriff nehme.Nichts in der Ant- foort der alliierten Mächte erlaubte der deutschen Regierung, sich für ermächtigt zu halten, die Durchführung der zur Verringerung der 'Leeresstärke auf 100 000 Mann erforderlichen Maßnahmen, die seit dem 10. April hätten im Gange fein müssen, auszusetzen. Im übrigen haben die Alliierten, indem sie die für diese Maßnahmen bewilligte Frist bis zum 10. Juli verlängerten, den Schwierig keilen vollauf Rechnung getragen, auf die Deutschland sich billigerweise berufen konnte. Unter diesen Umständen haben die alliierten Regierungen keine Veranlassung, einer erneutnt Verlängerung der Frist zuzustimmen. Sie bestätigen vielmehr klar uub einfach ihre früheren Erklärungen. Die militärischen Bestimmungen des Vertrages von Versailles für bad beutfdx* Heer werden sowohl hinsichtlich ihrer Stärke als auch ihrer Gliederung und Be- waffnung in vollem Umfang aufrechterhalten. Sie müssen auf das Genaueste ausgeführt werden. Wenn die Mächte auch entschlossen sind, die Abrüstung Deutschlands den Vertragsbestimmungen gemäß burcfHuführen, so verkennen sic doch nicht die Notwendigkeit, der deutschen Regierung zur Aufrechter Haltung der Ordnung im Innern ausreichende Polizeikräft? zu belassen. Sie erkennen gern an, daß die Polizeikräfte nach dem Stande von 1913 nicht allen Bedürfnissen genügen können. Dre alliierten Regierungen sind bereit, eine Vermehrung der Polizeikräfte zu genehmigen. Sie können aber unter keinem Vorwand zulasten, daß diese Vermehrung durch Beibehaltung der Sicher- heitspolizri, einer Polizei truppe von ausgesprochen militärischer Art und Draanifation, stattfindet, zu deren Auslösung Deutschland bereits vom Dezember 1919 ab aufgeforbert worden war. Die Auflösung der Sicherheitspolizei muß binnen einer Frist von 3 Monaten von der Absendung dieser Note ab beendet fein. Die Alliierten sind mit der Verstärkung der alten Ordnungspolizei, genannt einverstanden Sic zahlt gegenwärtig 90 000 Mann. Die Mäctste geben ihre Zustimmung, J> aß sie bis auf 150 000 Mann vermehrt wirb. Sie knüvien daran die Bedingung, daß die OrdnungsPolizei ihren Charakter als örtliche und Gemeuidepolizei bewahren müsse und mit einer Bewarfnung ausgerüstet wird, die ihrem Zweck entspricht, und die von dem interalliierten lieber- wachuugoauöschuß festgesetzt werden wird. Anderseits wird ausdrücklich festgestcUt, daß in dem %nn^svo!i- Forderung der Parteien 'hin der Steuerabzug einer nochmaligen Prüfung zu unterziehen und den Lvhn- abzng vorläufig einzustellen. Diese Meldung ist nach Erkundungen, die dis Landesfimrivzamt Karlsru'he 'heute vormittag beim Reist-sftnanzministerrum crnge'hvlt 'bat, nur in i'hrcm ersten Teil zutvesfend. Tie Frage des Lohnabzugs für die Einkommensteuer iviro einer Prüfung durch einen zu bildenden ReichstagÄausschaß unterzogen werden. Bis zur Erledigung dieser Prüfung bleiben jedoch die bestehenden Vorschriften ohne jede Aerüxrun^ in Geltung. Es kann keine Rede davon fein, mit der Einstellung des Steuerabzugs die wichtigste Einnähmeguelle für die An- teilüberweisnng der Länder uatb Gemeinden zu beseitigen. Davon wird die Frage einer baldigen Erleichterung der erwaihnten Bestimiirung für die Teile der Arbeiterschaft, die von BetriebSrinschväin- Eungen betroffen sind, ferner für Kriegerwitwen und kinderreiche Familien, nicht berührt. A Berlin, 28. Juni. Der Gesamtverband Deutscher Angestelltengewerkschaf- te n (Berlin C. 19, Gertraudtenstr. 20/21) hat in einer Eingabe an den Reichstag und das Reichsfinanzministerium Widerspruch gegen die Bestimmungen der §§ 45—52 des Einkommensteuergesetzes betr. den lOprozenti- genSteuerabzug erhoben, weil durch ihn der wirtschaftlich schwächste Teil der Bevölkerung weil schärfer erfaßt wird als die anderen Schichten. Die Eingabe fordert, mit sofortiger Wirkung die genannten §§ vorläufig bis mindestens zum 30. 9. 20 außer Kraft zu setzen, damit auf diese Weise die erforderliche Zeit zu erneuter Prüfung und gerechter Regelung der Angelegenheit gefunden werde. Der Gesamtverband hat sich Vorbehalten, in dieser Richtung liegende Vorschläge zu machen. Ein zweiter demokratischer Abgeordneter für Hessen-Nassau. Das Wahlergebnis in Hessen-Nassau dürfte nachträglich eine Berichtigung erfahren. Dem zweiten demokratischen Kandidaten in Hessen-Nassau, Landw. Cornelius T r i e s ch- mann, fehlten nur noch 43 Stimmen an den nötigen 60000 Stimmen. Diese dürften aber infolge der Anfechtung der Feststellung des Wahlergebnisses noch aufgebracht werden, da von Wahlvorstehern, besonders auf dem Lande, eine größere Anzahl demokratischer Stimmzettel für ungültig erklärt wurde, weil sie nur den Namen Schücking enthielten, ohne die Namen der übrigen Kandidaten der demokratischen Liste. Diese Stimmzettel sind aber gültig, unb so wird Trieschmann als zweiter demokratischer Abgeordneter für Hessen- Nassau als gewählt erklärt werden müssen. £ebensmitfe!unrul)tiL — Frankfurt a. M., 28. Juni. Die Bewegung für den Abbau aller Preise für Lebensrnittel und Gebrau chsgegenstän de führte beute nachmittag zu einer gewaltigen Demonstration der Arbeiterschaft auf dem Römerberg. Mehrere Redner vom Gewerkschaftskartell und den sozialdemokratischen Parteien forderten in Ansprachen den sofortigen Abbau der Preise, eine rücksichtslose Bekämpfung des Wuchertums, die FeM'etzung von Richtpreisen und deren öffentliche Bekanntmachung m den einzelnen Geschäften. Von der Regierung wird gefordert, daß sie die Geschäfte, die diesen Forderungen nicht Nachkommen, schließt und zu Wohnzwecken einrichtel. Die- lenigen Geschäfte, die Wucher treiben, sollen boykottiert werden. An der Kundgebung waren etwa 30 000 bis 4 0 000 Personen beteiligt. Dann marschierten die Teilnehmer in mehreren Temvnstrationszügem durch die Hauptstraßen der -Stadt. Zu Ruhestörungen ist es bisher nirgends gekommen. Die meisten Geschäfte m der Stadt hatten geschlossen. - Frankfurt a. M., 28. Juni. Nach den Demo n st rationszügen, an denen etwa 40CX»0 Peronen teilnadmen, sammelten sich nach ’ct. v Hin- vor dem Lebensmittelamt unb wpe\ tiaf- le-bauhrnt an derGal l usan läge grö ß»ie Mensären- mallen Äu’ Die Gerüchte tim, daß ist Plünderungen Mnohmngten. rückt-n mahrev -?irrtbertfchaftm der ^.icheeyeitsi.»ouzei an b« bedrohten Stellen und färbten mu^cloö Ctieumg. Smrke Polizeiaufgebot« LU. Landes-Universität Gießen. Dr. Wilhelm P e p p l e r wurde die venia legendi bei der philosophischen Fakultät für das Fach der Meteorologie erteilt. — Der Hilfsbibliothekar Dr. Heinrich Schneider winde zum Bibliothekar an der Univ.-Bibliothek und Heinrich Muth zum Werkmeister an der chirurgischen Klinik und der Klinik für Ohren-, Nasen- und Halskrankheiten ernannt. — Am Mittwoch den 30. Juni, abends 8V4 Uhr, hält Prof. D. Dr. M. Schi an einen Vortrag im großen Hörsaal der Universität über „Die Reichsschulkonferenz in Berlin im Juni 1920". Zu dem Vortrag hat jedermann Zutritt. ** Abonnementskonzerte. Das vierte Ab-onnementskonzert der Regimentskapelle findet, wie bereits in der gestrigen Ausgabe des Gießener Anzeigers bekanntgegeben ist, am Mittwoch, den 30. ds. abends 8 Uhr auf der „Schönen Aussicht" statt. Da für dieses Konzert der bekannte Cornet- a-Piston-Virtuose A. Schwarz aus Wiesbaden gewonnen ist, so verspricht auch dieses Konzett wieder einen vollen Erfolg. Obermusikmeister' Loder hat außerdem seinen Spiel plan sehr geschickt gewählt, so daß ein guter Besuch nun empfohlen werden kann. ** Ein ju gendlicher Schwer ve r- d r e ch e r! Ter 12 Jahre alte, fcrum strafmündige Stadtschüler Adolf Schreiner aus Gießen, wurde, nachdem er verschiedene Einbrüche begangen, einer Erziehung San statt überwiesen. Dort entwich er, nachdem er schon einmal durchgegangen war und führte in Gießen wieder mehrere Ern- bruchsdiebstÄhle aus, wobei ihm unter anderen Sachen auch 3000 Mk. in die HHide fielen. Mft diesem Bettage verließ er mit seinem Freunde, dem gleichgesinnten Ernst Heil, die Stadt. Sie fuhren nach Berlin. Tort führten sie ebenfalls mehrere Einbruchsdiebstähle ans, fuhren dann nach dem nähen Mariendors und stiegen am hellen Tage in eine Villa ein und ftatten -xmen Revolver und verschiedene Wertsachen. Sie wurden hierbei überrascht, ergriffen die Flucht und wurden von dem Publikum verfolgt, wobei beide auf ihre Verfolger mehrere Schüsse abgaben, ohne zu treffen. Heil gab dann dem Schreiner seine.Waffe, worauf dieser in jede Hand eine nahm und sämtliche Patronen auf seine Verfolger ohne zu treffen abschoß. Er warf dann die Waffen in das Wasser und ließ sich festnehmen. ** Das Lebensmittelamt macht darauf auftnerffam, daß die verausgabten neuen Zucke r- und Nährmittelkarten bis spätestens 30. Juni 1920 einer Verkaufsstelle zur Eintragung der Finna und Abtretung der Kontrollabschnitte riorzulegen sind. Die VertauMellen haben die ern- gegangenen Kontrollabschnitte bis spätestens 5. Juli 1920 dem Lebensmittelamt einzureichen. ** Freibank. Mittwoch, 30. Juni werden von 1—3 Uhr die Nummern 101—300 beliefert. ** Billigere Kirschen gibt es jetzt auch in Gießen. Während gestern von den Stratzenhänd- lern noch 3.50 Mk. für das Pfund verlangt wurde, konnte man auf dem heutigen Wochen markt das Pfund schon zu 2.20 Mk. haben. ** Die abstimmungsberechtigten Oberschlesier werden auf Donnerstag den 1. Juli, 8 Uhr abends, in den „Postkelleri' zu einer Versammlung eingeladen. *♦ D i e Auszahlung der Familienunter st ützungen finbet für die Zeit vom 1. bis 15. Juli am Mittwoch, 30. Juni, vormittags von 10 bis 12 Uhr, im Stadthaus, Zimmer Nr. 7, statt. *^DieEinfchränkungdesAuto- mobilverkehrs an Sonn- und Feiertagen und zur Nachtzeit ist vom hessischen Staatskommiffar für wirtschaftliche Demobilmachung aufgehoben morden, da zurzeit Mangel an Betriebsstoffen nicht mehr besteht. Kreis Büdingen. sw. Büdingen, 28. Juni. Prinz Karl zu Bsenburg-Büdingen hat sich mit Prinzessin Marie zur Lippe verlobt. Dir offizielle Bekanntgabe soll am 7. Juli, dem goldenen Hochzeitstage des Prinsen Alfred und der Prinzessin Luitgard zu Bsenbuig erfolgen. Hessen-Nassau. mo. F r a n f f u r t a. M., 28. Juni. Der Arbeitsverdienst desFranksurterStra- ßenbahners betragt ab 1. April 1920 durchschnittlich 13 271.20 Mk. jährlich. Frankfurt a. M., 28. Juni. (Wolff.) Die Dienstgeschäfte der Regierungsstelle für Frankfurt a. M. sind mit Ablaui des 26. d. Mts. an den Regierungspräsidenten in W iesbaden übergegangen. Sport. ^ern, 27. Juni. ^WTB.j Heute fand in Zürich das Fußball-Länderwettspiel Deutschland-Schweiz statt Die Schweizer Mannschaft, die sich nur aus Deutschschweizern zusammensetzte, erzielte einen Sieg 4 :1. Ltrauh-Reger-Fest in Vaü-Nauheim. B a d- N a u h e i m, 27. Juni. II. Der zweite Tag des Musikfestes war Max Reger gewidmet. Tas Recht des Lebenden geht vor, unb so wurde des größeren Tolm nur mit einem Festtage gedacht. Der künstlerische Gegenpol zu Richard Strauß, der am dem '-Öoöen dcr Klassiker Bach-Beethoven steht, das minurtribarfte Formtalent und dec größte Montrainintiifec bei Neuzeit, während Strauß eher die Linie Wagner- Berlioz-Liszt fvrtführt und die klangsinnlich: Erscheinung in den Vordergrund seines Schaffens stellt. Der Regertag hatte drei größere Werke des Meisters vorgesehen, von denen „An die Hoffnung" von Hölderlin op. 124 für Alt und Orchester abgesetzt werden mußte, weil die vorgeseyenc Sängerin Frau Fischer-Maretzki wegen Zriankheit abgesagt hatte. Die Serenade in G-Dur für Orchester op. 95 ist verhältnismäßig früh geschrieben und hat nicht den straffen organischen 'Jlufbau seiner späteren Werke. Rein äußerlich wächst sie sich zu einer großen Sinfonie aus, aber die Themen find von einer hinreißenden Innerlichkeit, zumal im dritten Satze mit seiner sehnsüchtigen Lyrik. Das Orchester ist in zwei bis drei Gruppen abgetrilt, deren Themen sich miteinander vergeben. Immer taucht ein neuer Einfall auf, oft von ursprünglichem Humor, und wird wieder cinbczogen in die klare Struktur des ganzen Werkes. Das Orchester hat hier eine große tüngabe zu leisten. Es löste sie mit hingebungsvoller Liebe, und auch hier gelang Prof. W i n d e r ste in die sorgfältige Heraus- arbeitung der orchestralen Farben. Tie Variationen und Fuge über ein Theina von M^iarts op. 132, das zweite Orchester werk des '-Ibends, zeigten die geniale Beherrschung der Variationenstirm, die Reger seiner Liebe zu Bach verdankte. Tas benlidx Thema wird achtmal abgenxmbelt, um bann in die über toältigenbe Schlußfuge ausMllingen, deren elementare Wirlwng übermäd;tig auf den Hörer eindringt. In dieser Fug: hatten Tirigent und Or- ckester die schwerste Pwbc ihres Könnens zu bc- fedben, und sie bestanden sie, n»enn sich auch nicht ledes Instrument in seiner Bedeutung so klar heraushob, wie unter einer persönlichen Leitung Max Regers, die ich noch 1915 erleben durfte. Ten mehrfachen Hervorruf hatte Prof. Winderslem jedoch ehrlich verdient unb ebenso die mitwirkenden Orchestermit glicder. Zwischen den Orchesterwerien fang Gertrud Geyersbach vom früheren Wiesbadener Hoftheater acht Rcg?rlieder am Klavier. Mit ihrem fiangreinen, ausdrucksvollen Sopran wurde sie auch als Opernsängerin dem lonzerlrnäß gu Vortrag der Lieber gerecht jinb errang ih.eii i*inbringK lichltLN Erfolg mit ,Muckes genug". b:m unendlich stimmungsvollen „Maria Wiegenli.d" und „Tes Kindes Gebet". „Äos.n", dramatisch am wirkungsvollsten, 'hatte den äußeren Erfolg zwar, wurde aber bei ihrem, dieser Kraftleistung nicht ganz gewachsenen Sopran, nicht zu dem leidenschaftlichen Ausbruch, den man 'hier erwarten nuife. Am Klavier war Herr Solomon aus Frankfurt als Begleiter auch diesmal oft nüchtern und weit entfernt von der Zartheit eines Regerichen Pianissinw. , w □ Friedberg, 28. Juni. Das von Prof, Dr. Karl Schmidt veranstaltete „Bach-Fe st", welches am 25., 26. und 27. Jimi in unserer Stadtkirche stattfand, nahm unter starker Anteilnahme der hiesigen Bevölkerung unb ber weiteren Umgebung einen erhebenden und in jeder Hinsicht befriedigenden Verlauf. Der Freitagabend bracht« uns nur Orgelwerke, u. a. das gewaltig Präludium unv die Fuge in L-Moll und die Fantasie und Fuge in 6-Moll; imfer herrliches Orgelwerk, von ber Meisterhand Otto Wissigs gespielt, kam hierbei zu seiner vollen Wirkung. Der -Samstagnachmittag brachte uns, nach Art der berühmten Samstagsmotetten des Thomaschores zu Leipzig, drei Choräle und einen ß capella gelungenen Chor, der Llbend war dann den Jnstrumental- unb Gesangssolower^n Vorbehalten; bedeutende Künstler, wie Paul Hindemith und Ludwig Keiper, Fran Anna Kämpfer! und Frll Nety Beyer hatten ihre Mitwirkung in den Dienst der schönen Sache gestellt. Der Sonntag* nachmittag bot uns dann drei Kantaten „Herr, gehe nicht ins Gericht", „Wer nur den lieben Gott läßt wallen" und „Alles nur nach Gottes Willen". Es war Herrn Dr. .Hari Schmidt gelungen, alle künstlerisch interessierten und befähigten Kräfte unserer Stabt zu einmütigem Wir> tat zu vereinigen, zu den Solistnr kam noch außer den schon genannten der hier schon lange rühmlich bekannte Adolf Müller aus Franffurt a. M. Die ganze Bach-Feier war für unsere Stadt ein musikalisches Ereignis ersten Rang^, und man muß dem Veranstalter Tank wissen, der mit unsäglicher Mühe und unverdrossener Arbeit es möglich gemacht hat, auch in einer kleinen Statt eine derartige Feier zustande zu bringen. Städtisches Sommertheater Marburg. Ans der Sornrnerspielzeit wird meist eint Sommers viele rei. Für Marburg jedoch schfint die Umkehrung Geltung zu haben unb die Marburger dürst'' ehrlich stolz auf ihr Sommertheater sein. WaS sein künstlerisches Niveau anlangt, so kann cs sich sehr wohl sehen lassen neben den Bühnen anderer, -auch bedeutend größerer Städte. Mit neid- voller Bewunderung lasen namentlich die Gießener den Spielplan Direktor Hennings, den wir vor kurzem an dieser Stelle veröffentlichten. Unb Otto Henning ist nicht nur ein ganz hervorragender Schauspieler (als Christian Wach in TehmelS „M «nscheufreunbe" stäht er in Gießen in starker Erinnerung^ sondern auch ein trefflicher Regisseur. Tas bewies die gestrige „E l g a - Aufführung. Die düsterschwere und wieder von glutvoller Leidenschaft durchbrausle iNusik, die in dem Hauptmannsche Noktumus verborgen ruht, wurde von Otto Henning voll zum Klingen gebracht. Wie ein Tvaumgesicht glitten die sechs Szenen vorüber mit dem unwiderstehlichen Reize ibveS Erstrahlens unb Tunkelns und dem bitteren Verweben des kurzen Liebesrausches. Und Maria Fein (vom Deutschen Theater in Berlin) als Elga! Wahrlich, das war die Elga, die der Tod lehrte, „auf ganz besondere Weise über vielerlei ernste Dinge des Lebens zu lachen, und die sich vom Tode immer tiefer hin- emjogen ließ ins Leben: hie kalt, hie heiß, hie Grausen, hie Glück." Wundervoll die leise schwin- psrd tete- irgt te-V w Satz Stars Den, daß1 M k jU stl! A latna B( Träg Sich gegen MH teure M Srnik rat 5 ivuröe 1.50 ' der r Partei gejevt- 2 bei dr lvird mad» 1 in 1920 bisher Ärtis Ckt unb! ihr 1 tretet Angc Nach te Safier gmch Klbei /S mür Stift 9ielic nuar lmig Srüd Städ prägt nickt 1. 3< stfid in $ Stuck geietzl als q und W auf b lichen terfa orbm unb j gesch viels« aeiÄs W dieser bat vinzi Auß< tranr Stab unb flarati getre ttnb Ferie schien den! ohne 5 Vntt Mn, ntn, Al M oltNN ( für | *0» Stch Mn yeus) z>ve Frankfurt a. M., 29. Juni. kalk zvr abg. »Srsenknrse. 144,50 265, ienlnbu Ober1 215, 288, 297. 71186 Lebensmittelkarte. Juni 1920 Laasphe 7093 garantiert la E. H. Müller Gchillerllrake 26. 181,75 175,50 246,- 273,- 285,50 289,50 182,- sür zur von 424, 345, 201,- 236,25 213,25 83,25 289,50 28.6. 14,90 7,475 16,50 12,- 269,- 283,- 181,50 387'- 424,- 336,- 266,- 170,- 205*- Bermittlung der ! Stand der Maul- Die Belieferung der übrigen Bezirke erfolgt je nach Eintreffen weiterer Käsemengen. Kurs 28.6. 79,63 28.6. 79,75 73,- 63,20 71,10 155,50 274,50 205,75 172,50 146,- 145, — 176,- 176,63 245,- 273,- 286,- 289,- 182,- 240,- 398,- 422,- 342,50 170*, — 26.6. 79,70 73,- 62,90 71,50 155,25 272,50 206,50 174,25 146,- 146,- 181,50 176,- 239,50 269,50 282,- 287,- 184,50 238,25 394,- 424,75 334,75 271,- 170,25 400,- 201,- 235,25 211,50 Staufenberg 011S30 ßtHi Bald Ernst Stephan Verlobte Ausmärker herangezogen werden. Steinheim, 28. Juni 1920. Hessische Bürgermeisterei Steinheim. Kreiling. im kreise Kurs 26.6. 79,75 Statt, Lebenrmittelamt. Ausgabe von Käse. Mittwoch den 30. Juni 1920 wird in der Verkaufsstelle der Molkerei Grieb, Lindenplatz an denDezirk2 Käse ausgegeben. Auf einen Anteil entfallen etwa 100 Gramm (Preis 6.40 M. das Pfund). Die Ausgabe erfolgt gegen Vorlage der Lebensmittelausweiskarte und Abgabe des Abschnitts 9 zur Geld Brief 28. Juni Zürich Amsterdam . Kopenhagen. Stockholm. . Wien Prag 630,65 613,15 820,85 175,20 229,25 146,65 37,17 306,30 675,70 613,15 26 J 5 86,85 23,63 629,35 611,85 834,15 167,80 230,75 148,60 37,45 308,70 679,30 619,35 25J2 86,65 23,72 Bekanntmachung. Der Voranschlag der Gemeinde Steinheim Rj. 1920 liegt vom 1. Juli eine Woche lang Einsicht der Interessenten und zur Erhebung Marknotterungen. Datum: 319,65 629,35 611,85 819,15 174,80 228,75 146,35 37,07 305,70 674,30 611,85 26,*09 86,65 23,47 Frledenequalittit Carl Schunck Devisenmarkt. Geld Brief 26.6. 14,85 7,60 16,40 12,40 613,15 835,85 168,20 231,25 148,90 37,55 309,30 680,70 620,65 25*,78 86,85 23,78 Ihre Verlobung geben bekannt Hertha Lejeune Gerhard Mohr Hauptmann im Generalstabe und Lehrer an der Inf.-Schule (IL L.) Friedberg. Sperrgebiet: Ort und Gemarkung Münzenberg, Massesthrim, freldmbergen, Rendel, Dortelweil. Bcob-achtnugsgebiet: Stammheim, Griedel, Rockenberg, Ätahnbach, Nieder-Erlenbach, Rieder-Eschbach, fra^hrim, Gambach, Trais-Mün- zenberg, Büdesheim, Klein-Karben, Dortelweil, Kloppenheim, Ober-Erlenbach, Vilbel, Kmchen. Die Sperrmaßnahmen sind >augvordnet. D i e n st n a ch r i ch t e n. Karl Hbfeid von Rod- Heim ist als CKHebcr der Gemeinden^ Rvdheim, Steinheim, Langd und Rabertshausen für Neuaufnahme der Viehbestände verpflichtet worden. London. . .. New-Pork. . Paris Schweiz. . . . Spanien . . . Wien (altes) Deutsch-Oesterr Prag Budapest. . . Bulgarien . . Konstantinopel Datum: 5'/.Dent.Krieg,anl. 4°/„Deut.Reichsanl. 3*/»Deut.Veichsanl. 4% Preutz. Konsolr Darmstädter Bank Deutsche Bank, . . Dir conto - Gesellsch. Dresdener Bank. . Nationalbank f. D. Mitteld.Creditbank H.-Amerik.-Pakctf. NorddeutscherLloyd Doch. Gußstahlwrk. D.-Luxemo.Dergm. Gelsenkirch.Bergw. Harpener Bergbau Oberschl.Eisenb.-A. MÜller'sche Badeanstalt. Wasserwärme der Lahn: 17 Grad R. Phönil.Brgb..Akt. Bad.Anilin-u.Soda Höchster Farbwerk« Elektr. 91 elWklreverNMWel,SieSev das Urteil der StvafLrmmer Vom 12. März ein- ° ^Die wm Justizvat Dr. Lowenstem, ,dcm Rechtsbeistand Erzbevgers, begründete Revrsrmr lützt sich auf Verletzung 'materieller und Rechtsgrmtdsätze. Sie rügt cm erster Stelle, yaß frelfserich rechtsirrtümlich nur inegen einer ern- zi gen fortgesetzten Handlung verurtenlt wvroen scr, mährend nach ber tatsächlichen Feldstellung rm Urteil eine große Reihe sel b st ändi ger strafbarer Beleidigungen borliege. Dieser fcmdamentale materielle Itechtsirrttrm 'habe den weiteren proz£ivuÄen Fehler zur Folge gehabt, daß ein großer ^erl der vorn Angeklagten gegen den Nebenkläger gerichteten Vorwürfe im Urteil ungeprüft und imgefirhnt ge z. Zt. Wernigerode a. H. Wünrdorf Haus Gudrun (Kreis Teltow) Juni 1920. 7 tun gesetzt. p , i Der Einspruch des Karl Wallbott gegen feine i bei der Firma A. Lyncker hier erfolgte Entlassung ; wird für gerechtfertigt erklärt und die Geltend- ■ machung des Lohncmspruchs dem ordentlichen 1 Rechtsweg Vorbehalten. i Den Arbeitern der Obmliess. Milchzentrale in Nieder-Wöllstadt ist mit Wirkung vom 1. Juni 1920 ein Tagelol/n von 20 Mk. $u zahlen; die bisherigen NebenIristimgen bleiben bestehen. In der Antragsache des Verbands der Köche gegen den Reformbund der Gutshöfe in Bad- Nauheim wegen Ansprückie der Kurt Tretrop Eheleute wurde unter Vorbehalt ein Vergleich geschlossen, eine weitere Sache fiel aus, well vorher Einigung erfolgt war. Aus dem Amtsverküudigungsblatt. ** Das Amtsverkündigungsblatt Nr. 88 vorn 28. Juni enthält: Ferien des Provinzialausschusses. — Wahlen zum Kreistag. — Außerkurssetzung der Silbe rmünzen. — Bäckerinnung. — Reisthalttrng der Spritzenhäuser — Statistik des Wein- unt> Obstertrages. — Maul- und Klauenseuche. — Dvenstnachrichten. — Bekanntmachung der neuen Fassung der Rerchs- getreide-ordnung. „ „ , Der Prvvinzialausschu ß hält wahrend der Zeit vom 15. Juli bis 15. September Ferien. Während der Ferien können nur besonders schleunige Sachen zur Verhandlung kommen. Auf den Lauf der gesetzlichen Fristen sind die Ferien vhne Einfluß. Wahlen zum Kreistag. Nachdem die Kreistagsmitglieder Landwirt Wilhelm Fenchel, Oberhörgern, Fabrikant frrinrich Schirmer, Gießen und Lastdtvirt Friedrich Bommershcim, Langsdorf, ihr Mnt als Kreistagsmitglied ntedergelegt haben, treten an deren Stelle die demselben Wckhlvvrschtag Angehörigen, der Kreis- und Pwvmzialordmrn-g NällTstberufenen, die die nuchträglich-Berufung zum Kreistag angenommen haben: Landwirt und Spar- kassenrechrrer Jakob Gerhard V., Steinbach, Amtsgerichtsdirektor Karl Schmahl, Gießen, Lanvwirt Gllbert Sames, Bettenhausen. Die Außerkurssetzung der Silber- münzen. Die Gemeinde-, Mart-, Kirchen- unv Stiftungsrechner sowie die Rechner der israelitischen Religion sg-emeinden des Kreises dürfen vom 1. Jamrar 1921 ab keine Silbermünzen mehr in Zahlung ober zum Umtausche rnnehmrn. Die Vs-Mark- Stücke, 1-Mark-Stücke, 3-Mark-Stücke und 5-Mark Stücke sowie die in Form von Denkmünzen geprägten 2-Mark-Stücke sind einzuziehen: sie gelten nicht mehr als gesetzliche Zahlringsmittel. Bis »am 1. Januar 1921 werden H^-Mark-Stücke, 1-Mark- Stücke, 3-Mark-Stücke und 5-Mdrk-Stücke sowie die in Form von Denkmünzen geprägten 2-Mark- Stückc bei den Reichs- inti> Landeskassen zu ihrem gesetzlichen Werte sowohl in Zahlung genommen, als mtd> gegen Reick-sbanknoten, Reichskassenschcine und Tarlshnslckssenscheine umgetauschit. Die Verpflichtung zur Annahme und zum Umtausch findet auf durchlöcherte unv anb-ere als durch den gewöhnlichen Umlauf im Gewichte verringerte sowie auf verfälschte Münzstücke, teilte Anwendung. Die Verordnung tritt sstört in Kraft. Tie Maul- und Klauenseuche. Ms frauptursache der starten Ausbreitung der Maul- und Klauenseuche in Hessen muß die Tatsache angesehen werden, daß die angeordneten Maßnahme vielfach in durchaus ungenügender Weise durch- geführt werden. Das Kreisamt weist deshalb wieder- hvtt an, die Beobachtung alter zur Bekämpfung dieser in ungewöhnlich bösartiger Form auftretenden Seuche angeordneten Maßnahmen auf das strengste zu überwachen. Zuwiderhandlungen sind urmachsichtlich zur Anzeige zu bringen. Wegen Beblieben sei. . . of Aber auch soweit eine Prüfung der voiu Angeklagten Dr. frelfserich erhobenen Vorwürfe stccktgefunden habe, sei auf Grund rechtsirnger Wägungen im Urteil angenommen worden, daß Dr. .frelfserich die Führung des WckhrheitsdewelseS zum größten Teil gelungen sei. Die Revisionsschrift sucht dies an der franb der eigenen Feststellungen des Vorderrichters, der in den meisten von ihm geprüften Einzelfällen selbst den Wahrheitsbeweis als mißlungen bezeichnet, darzutun. So habe das Gericht insbesondere den schwersten der vom Angeklagten erhobenen Vorwürfe, daß nänllich Erzberger seine polckischl Stellungnahme nach eigenen Geldinteressen iml insbesondere nach den Geldin-teressen ihm nahestehender Personen und Firmen, in erster Linie des Thyssen-Konzerns, gewechselt "habe, n keinem einzigen Falle für erwiesen erachtet. Andererseits werde der vor Gericht als geführt erachtete Nachweis der Un Wahrhaftigkeit des Nebenklägers auf solche Aeußerungen gestalt, die Erzl^rger im politischen Kampfe teils zur Erreichung, teils zur Verheimlichung bedeutungsvoller politischer Ziele gemacht habe, frier habe das Urteil ungeprüft gelassen, ob nicht eine P fl ichten- ko Ilision dem Nebenkläger die Verschweigung der wahren Sachlage im Interesse der Erreichung bedeutungsvoller politischer Ziele zur höheren Pflicht gemacht habe, wie dies insbesondere bet Vorbereitung der Friedensresolution tm Juli 1917 der Fall gewesen sei. In der hohen Politik könne ebenso wie in der Diplomatie und in der Kriegfübruna die Notwendigkeit der Irreführung der Gegner über geplante Maßnahmen und erstrebte Enurwecke mit der Wahrheitspflicht derartig kollidieren, daß die letztere hinter der höheren Pflicht der Wahrung anoertmiter Volks- intevessen zurücktreten müsse. Das sei vom Vorderrichter verkannt worden. Da ferner das Gericht selbst den gegen den Nebenkläger Erzberger erhobenen Vorwurf, dieser habe Dr. frelfserich mit der Anzeige an die Entente bedroht und ihn tatsächlich der Entente denunziert, da das Gericht auch die behauptete Völkerrechtsverletzung und Bevorzugung des Thyssen-Konzerns nicht für nachgewiesen erachte, to trete es mit sich selbst in Widerspruch, wenn es gleichwohl feststelle, daß der Unwahrheitsbeweis im -vesent- licfer geführt sei. Es wird deshalb beantragt, das angefochtene Urteil aufzuheben und die Sache zur anberroettxgen Verhandlung an ein dem Landgericht I benachbartes anderes Gericht zu verweisen 1 Jan Gegensatz hierzu beantragt Rechtsanwalt Dr. Alsberg für Dr. frelfserich die Einst e l l u n g des ganzen Verfahrens, eventuell Frei- tzenden Sehnsuchtstöne, als sie bat Liebsten erwartete, wie Fanfaren schmetternd das wilde Aufbegehren ob der unerwünscht vorzeitigen fretmtehr des Gatten und ganz groß auch in der grausigen Schlußszene - - echtes künstlerisches Erleben! Aber auch die einheimischen Kräfte bestanden neben dem Gaste in allen Ehren. An erster Stelle sei der Starschenski von Rudolf Kerbs genannt. — Den Gießener Tl>eater freunden sei noch verraten, daß 10.10 Uhr abends in Marburg ein Personal- zug abfährt, der auch in Niederwalgern Anschluß hat, so daß man kurz nach 12 Uhr in Gießen ist. Auf jeben Fall, es lohnt sich sehr, nach Marburg zu fahren! G. K. Der Schlichtungsansschuß der Provinz Overhessen. Sitzung vom 23. Juni 1920. Für das Austcagen der Zeitungen ist dem Trägerpersonal mit Wirkung vorn 1. Juli beim Gießener Anzeiger 65 Pf., Frankfurter Generalanzeiger 75 Pf. und Frankfurter Nachrichten 75 Pf. monatlich pro Wonnement und für Kassieren zu zahlen. (Für die Oberhess. Volkszeitung wurden 65 Pf. und die Frankfurter Zeitung 1.50 Mk. bereits vor dem Termin bewilligt und der Antrag insoweit für erledigt erklärt.) Den Parteien wurde eine Woche Frist zur Erklärung Dalum: 26. Juni Amsterdam -Rotterd. 1308,65 1311,35 1321,15 1323,85 ------ ----- 320,35 322,15 322,85 ----- ----- 630,65 Bekanntmachung. Die Badeaufsicht im Männerfreibad soll für den Rest der diesjährigen Badezeit an einen Unternehmer vergeben werden. Die Bedingungen, amt er denen die Vergebung erfolgen soll, liegen im Stadthaus, Zimmer Nr. 6, zur Einsicht offen. Die Auswahl unter den Bewerbern bleckst Vorbehalten. Angebote sind verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen brs zum 3. Juli d. Js. an den Unterzeichneten zu richten. Gießen, den 28. Jirm 1920. 70978 Der Oberbürgermeister. I. V.: K r e n z i e n. schaffmrg der zur Bekämpfung der Seuche wtwen- bißen Mengen von Kali deckt die Landnnrtschafts- Barrrmer mitchaß jhr vomStaatswurmissor für wirtschaftliche Demvbckmachung einige Waggons Wmß- ' „ Verfügung gestellt worden sind. Sollte die Beschaffung von Kalk durch die einzelnen Besitzer auf Schwierigkeiten stoßen, so weift das Kreisantt die Gemeiirden auf den gemeinsamen Bezrw "irret) sprechung. ... . Dr. Alsberg stützt ferne Nevflwn nt erster Linie auf eine Erklärung des NebcnNägers, die dieser durch seine Rechtsbeiftände am 8. Mar; 1920 vor Gericht abgegeben hat und worin er sich damit einverstanden erftärt, daß die mit politischen Vorwürfen Kusammenhängenden Beteiligungen iricht zum Gegenstand der Urtellsfindung gemacht werden sollten. Unter diese Erklärung seien auch diejenigen Aeußerungen Dr. frelsserichs zu subsumieren, bei denen das Gericht zu emem Schuld- sprnch gelangt sei. Nachdem das Gericht mit Recht nur das Borliegen einer einzigen fortgesetzten! Beleidigung angenommen habe, müsse die Annahme zur Einstellung des gesamten Verfah- oens führen. Sollte das Reichsgericht dieser Llus- sassung nicht beitreten dann sei die Frciiprechung des Angeklagten deshalb geboten, well er die wesentlichen Bestandteile seiner Behauptungen bewiesen Irahe und es auf die Unerweislichkeit em- zelner Sonderbehauptungen nicht ankomme. Der Angeklagte 'tjate auch unter dem Schutze des § 193 RStGB. gehandelt, weck er mit feiner Polemik neben dem allgemeinen Interesse auch seine eigenen persönlichen Interessen verfolgt habe. Endlich habe Dr frelfserich in Ehrennotwehr gehandelt, well er selbst in der „Deutschen Allgemeinen Zeitung" und in der Nationalversammlung vom Nebenkläger angegriffen worden sei. Die türkische Friedrnsdelegation. Tarent, 28. Juni. (WTB.) Die türkische Friedensdelegatwn unter Führung Rechte Beis ist gestern morgen auf einem englischen Dampfer hier eingetwffen und heute früh nach Paris nxiitergereist. (In einem Teck d?r Auflage wted.'rholt.) Die Lebensmiltelunruhm. Mainz, 28. Juni. (WTB.) Schon in den frühen Morgenstunden Rotten sich auf dem Marktplatz tausende bon Menschen versammelt, meist Janhagel, darunter viele der Polizei wohlbekannte Persönlichkeiten. Zu Störungen der Ruhe und Ordnung ist es bis jetzt nicht gdbmman. Französische Gendarmeriepatrvuillen durchziehen die Stadt. Außerdem sind drei Paiizerautos und drei Tanks in der Nähe des Marktplatzes auf gestellt. Unter dem Drucke der Zwairgsverkäust wurden die Preise auf den meisten Versuchsartikelmärkten ganz etheblich he run ter g e se tzt. Arn Samstag nachmittag wurden in den hiesigen Läden Kirschen zu 1.50 und Erbsen zu 80 und 90 Pf. das Pfund vetkrmft. Auf dem Lande steht man sich Wc, da das Gerücht verbreitet wurde, die Mainzer Arbeiterschaft käme auf das Land, sobald der Markt nicht genügend beschickt mürbe. In den meisten Obsterzeugerorten, wie Finten, freides^heim, Niederingolheun usw. haben sich die Landwirte zu bewa ffneten Widerstand organisiert. Mainz, 28. Juni. (WTB.) Wie bereits an- gekündigt, haben gestern bereits vielfach Sitzungen zwischen Vertretern der Behörden und Erzeugern sowie Verbraucher kreise stattgesunden, um eine allgemeine Senkung der Preise herbeizufühven. Mit beu Vertretern der landMrtschaftlichen Kreise wurde bereits eine Vereinbarung dahin erzielt, daß in den fraupterzeugungsgebieten die Erzeugerpreise derart festgesetzt wurden, daß sie wesentlich unter den bisherigen Preisen stehen. Mvifion im frelfferich-Prozeß. Berlin, 28. Juni. Im E^berger-frelfferich- I Prozeß ist van beiden Parteien Revision gegen Mittwoch, den 30. Juni 19 20, nach-I mittags von 2 Uhr ab, versteigere ich im Darmstädter fraus, Walltvrftr. 6, dsthier gegen Bcrr^chlumg auf Grund des § 373 Handelsgesetzbuches auf Kosten oeffen den es an geht: zirka 19 Mille Zigarren. Ferner zwangÄveise gegen BarzMung 1 ar. Koffer, 1 schw. frandLoffer, 1 Tamenarmbanduhr, 1 Rasiermesser, 5 weiße Taschentücher, 1 Geldbörse sowie verschiedenes andere. 7013 Ju nker, Gerichtsvollzieher, Plockstraße 4. Frankfurt Berlin Schlich- Abend-i Schluß- Schluß- Kurs Kurs vermischte». * Prag, 28. Juni. (Wolff.) Gestern stieß ein von Lieben kommender Güterzug auf den Sonderzug zum Sokol-Kongreß, der an der Statten Böhmisch-Brod wartete, um nach Frei- I werden der Strecke die Weiterfckhrt nach Prag • svrtzusetzen. Vier Wliggons des Güterzuges und : vier des Sokol-Zuges »vurden beschädigt. Drei ■ Personen wurden getötet, 56 verwundet. Nach der Ueberführung ins Krankenhaus starben weitere zwei. Handel. Berlin, 28. ^mi. Bor seuftimm u n g s- bild. Die Börse eröffnete in gedrückter Stimmung; infolge der Zeitungsmeldung von der t^rklärung des Belagerungszustandes in framburg und her Rücksicht auf die bevorstehenden Verhandlungen in Spaa wurde weckgehende Gesckäftsentbaltung geübt. Das Geschäft schleppte sich träge dahm und bei recht unregelmäßiger KursbewePirrg waren im allgemeinen die Verölten:nngen ziemlich eng begrenzt. Durch Festigkeit zeichneten sich gleich bei Beginn Schanttmgbahn und Petroleumaktien aus. Dnitsche Petroleum stiegen auf 748. Starte Käufe fanden in Rheinischen Braunkohlenaktien statt, die um 55 auf 625 emporschnellten, dann allerdings unter Gewinnrealisierungen etwas nachgaben. Am Montanmarkt gewannen Phöinx 5 Proz., Bochumer 6 Proz. Ferner stellten sich Rheinmetclll 15 Proz. höher; auch Kaliwerte begegneten einiger Kauflust, besonders Westeregeln. Neu-Guinea getoamten 24 Proz. Von Schiffahr^-- aftien schwächten sich Argo nm 17 Pcoz. ab. Anlagewerte waren behauptet. Frankfurt, 28. Juni. BSrsenftrm- mungsbild. Bei ziemlich fester Tendenz war das Geschäft indeffen ruhig. Etwas lebhafter gestalteten sich die Umsätze auf dem Balutarnarkt. Mexikaner wurden rege gehandelt. 5proz. Gold- merikcmer stellten sich auf 341, 5proz. Silbermex. 268, 5pvvz. Dehuaneper aus 198. Petrolewnaktten schwankmd. Deutsch: Petroleum 748 bis 755, Deutsche Erdöl 995 bis 997. Sloman Salpeter fest 1675 bis 1700. Steaua Romana 780. Schan- tungbohn mit 630 IV2 Proz. niedriger. Mvntan- papiere hatten wenig Geschäft. Gelsenkirchen 2 Prozent gebessert 285V2. Bochumer 246. Ehern. Farbwerke Höchst stellten sich um 3 Proz. höher auf 342 ä 345. Scheideanftalt notierten 504 plus 1 Prvz., ZeNftoff Aschaffenburg 298. Zarpener zogen im Verlaufe an 2871/2 bis 289V2, Deutsch- Luxemburg 273 2V2 Proz. höher. Bad. Anilin 424. Bankaktten bewahrten, gut behauptete Haltung. Der Kassaindustrienmrkt tag geschäftslos. Eine mäßige Abschvachung erfuhren 5prvz. Reichsanleihe 795/8. Eckcheit 79.60. Frankfurt a. M., 28. Jmri. Getreidemarkt. Bei ruhigem Geschäft zeigten die Preise nur geringe Bewegung. Da bereits neue Ware in Erbsen an ben Markt kommt, werden alte frül- senfrüchte kaum me'ftr bsachtet. Für Peluschten zeigte sich nur geringe Nachftage. Auch Peluschken wurden geschäftlich immer ruhiger. Seradella still. Für Wicken nur wenig Nachfrage. Für frafcr mangelte es •an Käufern. In freu ist neue Ware angeboten, aber wenig gehmchrit. Stroh tag füll. mo. Frankfurt a. M., 28. Juni. Mit einem Grundkapital von sechs Millionen Mk. wurden hier die O l e a M i n e r a l ö l w e r k e Aktiengesellschaft gegründet. Gegenstand des Unternehmens ist die Destillation und Raffination von Mineralölen aller Art, sowie die 1 Destillation von Braun- und Steinkohlenteer, ferner die Fabrikation und der Vertrieb von Schmiermitteln und sonstigen Fetten und ' Oelen aller Art. Gründer sind Rechtsanwalt , Berlizheimer, Kaufmann Ernst Bickel, Kom- ; merzienrat Ernst Ladenburg, Fabrikdirektor > Carl Schlegel und die Deutsche Schmiermit- > tel G. m. b. fr. Behördliche Anzeigen. Bekanntmachung. Die Auszahlung der Familien!- unterftüßungen an die Angsthörtaen Gestm- genet, Vermißter, im Ausland durch feindliche Maßnahmen Zurückgehaltencr und von Gefallenen" falls deren frinterbltebenen-Versorgung noch nicht geregelt ist, findet für die Zeck vom 1. bis 15. Juli 1920 statt: M i ttwvch den 30. Junr 1920, vormittags von 10 bis 12 Uhr im Stadthaus. Zimmer Nr. 7. , 711013 Gießen, den 2o. Ium 1920. ! Der Oberbürgermeister. I. V.: Dr. Seift. Bekanntmachung. Der letzte dtessährige öffentliche Impstermi« für die Ersttrnpftinge der Stadt GießLN wird am Mittwoch, den 3 0. Juni 192 0, nachmittags 3 Uhr, im Jmpflokale — Turnhalle der Stadtmadll?enfu ckle, Schillerftr. 8 — abgehalten. Wer diesen Termin nicht benutzen wlll, mutz sein impfpflichtiges Kind auf eigene Kosten impfen lassen. 70076 Gießen, am 24. Juni 1920. Ter Oberbürgermeister. I. V.: K r e n z r e n. Mittwoch den 30 Juni 1920 nachmittags 2 Uhr versteigere ich Walltorstraße 6 (im Darmstädter Haus) dahier zwangsweise gegen Barzahlung zwei Eisglaüschriinke nnd eine Aufschnittmaschine. 7104 Junker, Gerichtsvollzieher. I Die trauernden Hinterbliebenen hofes aus statt. 7092 A. Haberland. 011558 aschstoffe Oelschlegel 7109c ran Ueore, eltergrocq 36 ioe 7091 Telephon 344. SRildijiffle 'nmment Pfund Pfund Pfund Pfund M 6| 'Ä. 16.50 19.50 6.00 5.75 1.75 Arbeit > Wale ' Meichbx wiltär heraus Schade & Füllgrabe Mauer Grieg Grieg Lortzing Rubinstein Gabriel Marie emvnel scheu . linsten vozialis^ Sonde [ W Sie: Stellenangebote) Wir suchen zum so- Oie Beerdigung findet Mittwoch den 30. d. Mts nachm. 3l/2 Uhr, von der Kapelle des neuen Fried Gießen, Leipzig u. Straßburg, den 28. Juni 1920. 2 Jahre alt, u. 4 Gute». ^ne Ar 9tlt, bt kaufen. Schr. Angebote um.0Uü30a.d.Gieß.An-. sofort zu verknusen. “Ä" RSbrl- S0d>k Bitte beeilen Sie si-i Zirka 60 Paar 3. a) Melodie, Cello-Solo m Cello-Solo...... 4. Ung. Rhapsodie Nr. 14 5. Trio........... Heuchelheim, den 29. Juni 1920. Die Beerdigung findet Mittwoch den 30. Juni nachmittags 4 Uhr vom Sterbehause Bachstraße 19 aus statt 710( Smetana Beriot Rich. Strauß Mauer Nchten/ deren U Lustspiel mit Leo Peukert. Zur gefl. Beachtung I Um den durch die hohe städtische Vergnügungssteuer erhöhten Eintrittspreisen gerecht zu werden, wird es mein Bestreben sein, auch wirklich erstklassige Programme lUMmmeniustellen, so daß die geehrten Besucher meiner sind bis zu 25 Prozent zurückgesetzt = Fritz NowacK — Mittwoch, 30. Juni, abend» 81/, Uhr, im „Poftkeller" Dauptoerfammlong. T**c Der Vorstand. 011161 ES ladet ein Hans Kirzinger. ff. Weizenbier braves' Mädchen das etwas kochen kann, per 15. Juli gesucht. Todes-Anzeige. Allen Verwandten und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, daß am Sonntagabend 10 Uhr nach langem, schwerem Leiden mein innigstgeliebter hoffnungsvoller Sohn, mein lieber Bruder, unser guter Enkel und Neffe Ernst Rinn, Bankbeamter im Alter von 18l/2 Jahren sanft entschlafen ist. In tiefem Schmerz: Karl Heinrich Rinn nebst allen Angehörigen. Degen die droh. Arbeitslosigkeit im Baugewerbe! Für Sozialisierung! „D'.e Einwohnerschaft Gießens und die Bauarbeiter sowie hi» su»- genosienschaftler und Mieter müssen vollzählig eischetnew ’ [0U566 So« KtwecksEaftsk-rtcll. Sie biuMkrbl. UrieitereroiiiiiitisneH. gestern nachmittag 3'/, Uhr entschlief nach langem, schwerem, mit großer Geduld getragenem Leiden meine liebe, gute Tochter, unsere Schwester, Schwägerin, Tante, Richte und Cousine Kätchen Leib im jugendlichen Alter von 15 Jahren. Elisabeth Leib Wwe. u. Angehörige. Gießen (Schloßgasse 1), 28. Juni 1920. Die Beerdigung findet Donnerstag nachm. 37, Uhr auf dem Reuen Friedhof statt. __________011560 empfehlen Tafelreis la. Tafclreis extra <8 Motel Mm Carl, üeiex. lt -in täglich fri- ufuhren zu bil- breisen 6434 Schlußmarsch Aenderungen Vorbehalten Cafe Amend Mittwoch den 30. Juni 1920 III. Extra-Konzert mit verstärktem Orchester der Künstler-Kapelle Leo ötawitzki. Solistenabend Anfang 81/, Uhr Ende 12 Uhr Programm: I. Teil. II. Teil. 6. Die verkaufte Braut, gr. Fant. 7. Scene de Ballet, Diolin-Solo . 8. Rosenkavalier, gr. Walzer . . 9. a) Än Kärntners Heim,Klav.-S. b) Deutschlands Iungmänner- Marsch, Klavier-Solo . . . 10. al Deer Gynts Heimkehr. . . b) Solvejgs Lied....... L Einzug d. Gladiatoren, Marsch Fucik 2. Waffenschmied, Ouvertttre er Piano IS FriedenSw, sehr gut erb vreiSw. zu verk. Dchriftl. nag. u. 011636 o. d. G. A. Bollmilch D°>- 9.25 Kakao Iel*'lösIi* dkmd 20.00 Amerik. Schokolade */• Pfund | | Rß '/. Pfund (i XA engt Ri. * V enfl( Kaffee »4.00 ßinfotfi möM. Zimmtc l. Qiili aii vermieten. 011569] Sonnenstr. 12, Hviietgesuche | Trtllirfir meine3-Zimm.- s^obnn. «Rahe Licblgslrauci gegen eine gleiche lRähe BahnhoÜ. Schnnl. Angeb. u. 011535 an den Gieß. Anzeiger. Bauarbeiter aller Berufe, Mieter, Wohnungssuchende, Kleingärtner! Donnerstag, 1. Juli, nachmittag- 5 Ubr, im Caf« Leib tao»MonsMHMniig Gegen Wohnungsnot und Wohnungselend! Bahnhofstraße, Ludwigstr. 20 Walltorstraße 24. 7106c Für die Hinterbliebenen in tiefer Trauer: Karl Lony, Finanzrat Gießen (Ludwigstr. 34), Worms, Hannover, 28. Juni 1920. Die Beerdigung findet in der Stille statt. Beileidsbesuche höflichst dankend abgelehnt. 708i> ■ > PH IUI ACM J Bl konz^ctJ Einhorn-Diele11 010900 zelillM.llllig.IWk. eoang. Reltg. Bermittl. v. Perwandt.erw. Strengste Diskretion w. zugestchert. Schrift!. Angebote unter 011564 a. d.Gieß.Anzetger. 3n. trift Mn bnbn oder 2 Kücken au tausch. oiim »leleetr. 88 I. Äelch Hotel od.R?staura- tion gibtSchweiueiuttcr ad gegeu Ziegenmilch ? Schristl. Angebote unter 011519 an den Gieß. ÄnA. Wernimmt etn.2Jahre u. 7Monat.alt.,schön.,gesnnd. Jungen sof. als eigen an? Zu erfrag, t d. Geschästs- stelle des Gieß. Anz. »d«ldol».Gjeß.Str.49 Schöner dunkelblauer Anzug IFriedenSivarc), für mittL Figur, f. 250 M. zu verkaufen. Asterweg 48 III., r. i ll. Heitfhefel n. 1 jd 5d)nörf(Uaöe zu oerfauf. OHM» Wolkengasic 17. | alt, au verkauf. Marburger Str. 40 p. «UmT 2 Katterltwnier N-,?drk. Henchelbeim, Milhelmstrave 16. ^krk. 2 deutsche IthL'ir- trauer.), gew. am 20. 4. d. Druius n § ° Bella ”• d- Kleebach. Preis nach Uebereinkunst. Stammb. rann ausgestellt werden. £ L 8. V. Mitil., «rüutugen. 0H5Ä Ö Legehühner ^^.ÖCräufcn- pioch, kicher Str. 80. 01154» ST Hn„s z” billfazu verkauf. 011559 ytab. Atterweg 22 p. 4X4-Ztmmerhao* mrt 4-Zimmer-Hinter b«B« u. Balkon zu verk. Wohnung kann sofort be» »open werden. Dcmmim Wilkouttraße 10. O1‘“i 4x4’5imme^äü$ im Südviertel mit freier Wohnung nm 1. Oktober öü* 4möet^au.f 011547 Koch, 6ir. Steinweg 12. SehOnee An Md. 16-23 M.. Marao Kaffee iroh» 19—23 Mk., Tosenmilch 9.25 ML. fit KckS, Scho tot, MaisgrieS, Reis, beste Sort. Llcrnseife ufro. Löberstraße 19,01,565 Hinterh. p., Fabrikraum, Verkauf 3—6 Uhr. Johannisbeeren find abzugeben. , 7112 Gradenttraste 7 I. 1 Reißbretts Koevve, Alicestrahe 3. I Empfehlungen, Emaillekitt Universal macht durchlöch. Emaille- geschtrr, zerbrach. Porzellan, GlaS, Steingut ufro. wieder gebrauchsfertig. Paket 150 ML bei (Kebr. Michel und I. W. Kurz Nachf. W. Hankel Reuen Baue 7. Tel. 612. Reparaturen an Nähmaschinen, 3al)trflöernu. Iflmtlldien muflfWriwnten werden schnell und gut ausgeführt bet 7107 Heinrich Xeurath, Walltorstraße 43 45. [verschiedenes | grauen u. Mädchen erhalten unentgeltlich M und MM in Hedits-Angelegenheiten im alten Rathaus Marktplatz 14 Mittwoch nachm. v. 6'/,—8 Uhr. —d Wohnhaus Wert 25 000 ML, wird eine 2. Hypothek in Höhe von 10000 ML gesucht. 1. Hypothek beträgt 4000 ML Schr. Ang. u. 6920 an d. Gieß. Anz. erb. Wer leiht einem in Not geraten.Studenten2S0M. gegen monatliche Rückzah- ung? Schr. Angeb. unt. 011534 an den Gieß. Anz. ftür mein. Bruder, ruhig Charakter, Mitte der 20er Jabre, Akademiker, suche Argentinien u.Brasilien lallrägeo.VerlreloDgeD kommerzieller u. privat. Art übernehmen bis 12. Juli e. c. nach dort ifiormfeSBontiotö Wetzlar, Obertorür.19. ^röbeefeif Mschen soroie alles sonstige der mit nud ohne Spangen billig au oerkausen. euse» Sonncnstraße 13, Wirtschaft Vanbgror Stachel- u. Jobamisbeeren kann abgeben Wageuer, Stevhanstr. 21 HL Johannisbeeren rote und schwarze, ttetS ganz frisch gepflückt, abzu- geben, c. Rübsamen, oiim» Fernsprecher 259. perfekten Stenoljpisl (in) IMaschine Adler» Stellung. AuSführl. dlngebote unter ZNffabe der seitherigen ^angkeit, Silbenzahl, Ge- baUSansvritche erbet, unt. 70991) an den (Mich. Anz. S arbeitet aut Instandhaltung einer ^vvrtvlaoaulages. einige Stunden an Wochentagen gesucht. Schristl. Angeb. .Zugabe der jetzigen ^eschaslignng unter 7114c "N den (Slicn. Anzeiger. StSoitnjingtÄ gesucht. Wohnhaus mit Ladenlokal u. großem Hofraum, für Bäckerei sehr geeignet, in der Rähe der Reuen Kliniken, tcl- lungshalberzu verkaufen. Schristl. Angeb. unt. 6591 an d. Gießener Anzeiger. 18in)wirfiii.-$flgeÄ au verkaufen. Wiefeck, Gießener Str. 42. 011540 Verkaufe 70 qm 4/4 III sächs. Fensterglas in St reis, v.42/120—160 cm. Schristl. Angeb. unt. 7078 an den Gieß. Anzeiger. StiitSsfllirrii&'ö billig zu verkaufen. onsoo Räh.Schiffenb.Weg58l. 1 Fahrrad Marke ^Tover", m. neuer Bereisung z. verk. Anzus. zwlsch. 12 u. 2Ubr mittags und 6 u. 8 Ubr abends. 011M< Kirckttraße 2 IIL | Kaufgesuche Die Gemeinde Daub- riugeu beabsichtigt einen sorungfähigen Logkisbet-tr BMk« au kaufen. Schr. Angeb. an die Bürgermeitterei Daubringen.______71H Suche sofort guten Zagdhunb au kaufen. Schristl. Ang. unt./116c a. d. Gieß, «na. Anne mit Solonifll- VUUI roorengeftDött ievtl. auch and. Branche» I au kaufen gesucht. Schr. Ang, unt. 70W a. d. G, A. tC>niid Ä'* E>os oder 1lll~V9/trtcn A. kauf, gesucht..-christl. Angebote unt. 011537a. d. Gieß. Anz. B rfrfTrTi^uöütcm VUUtlvIKäufer ges Schristl. Angeb. u. 011545 a. d. Gießener Anzeiger, Leichtes Break oder Iagdwagen oder dgl. mit ob. ohne Verdeck au kauf. ges. Jean Eekert, Plockttr. 4 III. 01155^ Suche gut erhaltenen Gesucht zum 15. Juli ob. später saverl. Mädchen vers. in Küche u. HauSh., il,.cin.ern’ älteren Herrn. ^*riftI- Angebote unter 011409 an ben Gieß. Anz. 7115] Gesucht per sofort od. svat. ein ehr!., in Küche u. HauSarb. crf. Mädchen. Fran Jnatlar. Dr. Joardan, Balna, Kaiserstr. 21V,n I, Ordentliche- Mädchen gesucht. 011527 Babnbosttraße 31 | Stellengesuche} Junger Kaufmann 119 I.), ^'ehre, 1 I. Handels- lcbule des., sucht Stelle out kaufmann. Bureau. Schristl. Angeb. unt 7076 an den Gieß. Anzeiger. Größ.ßriehnarkensamiDluDg latrka 6300 St. in 2 Gold- schnitlbändenl zu verL Besicht, von 4—7 nachm. 011*4* Frankl. Str. 93 9,1. Aus meinem Steiubruch bei Steinbach können wieder 7067 muftümeHneiBfiDiag. Splitt nno 5pb0 abgeg. werden. Pffaster- meiner Barlaek, KreMerf. Billig in nertiifei: Goldene Uhr mit Bierzipfel gestern in der oberen Frankfurter Straße verloren. Der ehrliche Finder wird gebeten, dieselbe gegen gute Belohnung am Polizei- amt abzugeben. 7113 ^flflhhnnh 'Vraimtigen FllgohllNNkurabaar.ent. laufen. Wiederbringer gute Belohnung. [7117c Unlv.-Cafd, Plockstraße 5l Tel. 198. Vereine -MM Mittwoch, 50. Zum 1920 er 1920 29. Juni Nr. 89 Schulstratze 7. i. 3. 4. 5. § auf die Aus dem Reiche § 14. Die abteifung und Reichsminister II. Reichsgetreidestelle. Reichsgetreidestelle besteht aus einer Verwaltungseiner Geschäftsabteilung. Die Aufsicht führt der für Ernährung und Landwirtschaft. Mainz, 29. Juni. (Wolff.) Der gestrige Tag ist int allgemeinen ruhig verlaufen. Es ist wohl noch vielfach zu Ansamnr- lungen gekommen, aber nirgends wurde eine Störung der Ruhe und Ordnung wahrgenommen. Die Vertreter der Landwirtschaft auf den Hauptobstmärkten haben gegen bie Festsetzung der Höchstpreise protestiert, da solche nach Aufhebung der Zwangswirtschaft für Obst ungesetzltch seien. Von verschiedenen Rednern wurde unter stürmischem Beifall der Versammelten in dieser Protestversammlung der Anbau- und Ltefe- rnngsstreik angedroht. M a i n fr, 29. Juni. (Wolff.) Die Stadt Mainz hat anläßlich der Lebensmittelkrawalle an bte, Reichsvegiernng das dringende Ersuchen gerichtet, dafür zu sorgen, daß der we iteren V e rte u e- rung der öffentlich bewirtscha steten Lebensmittel und Gebrauchsgegenstände Einhalt getan wird. Ferner wird cm ylbbau der Kartoffelpeise und der ungerechtfertigten Zuschläge auf die Gestellungskosten mancher Lebensmittel und Verbrauchsartikel verlangt. Würzburg, 29. Juni. (Wölff.) Gestern abend kam es auch hier zu Lebe.nsmittel- ii n r u h e tt. Eine nach Tausenden zählende Men- icbenmenge versammelte sich vor dem Ratlxms. Dik Reichswehr hatte dasselbe besetzt und forderte du Menge auf, auseinanderzugehen. Ms diese der Aufforderung nicht nachkam, schoß die Reichs wehr auf die Menge, wobei es mehrere Tote und Verwundete gab. Auch heute fanden an meh" Jnhalts-Uebersicht: Außenhandelskontrolle. - Ausbildung und Prüfung für den mittleren Staatsdienst im Vermessungssach. - Dienstnachrichten. - Feldbereinigung Langd. - Bekanntmachung der neuen Fassung der Reichsgetteideordnung (Fortsetzung). § 15. Die Verwaltungsabteilung ist eilte Behörde und besteht aus einem Direktorium und einem Kuratorium. Tas Direktorium besteht aus einem Vorsitzenden, einem oder mehreren stellvertretenden Vorsitzenden, aus ständigen und nichtständigen Mitgliedern. 'Der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft ernennt den Vorsitzenden, die stellvertretenden Vorsitzenden und die Mitglieder, und zwar unter den ständigen Mitgliedern einen Landwirt. Tas Kuratorium besteht aus dem Vorsitzenden des Direktoriums als Vorsitzenden und vierzehn Bevollmächtigten zum Reichsrat, nämlich aus vier Bevollmächtigten Preußens, zwei Bevollmächtigten Bayerns, je einem Bevollmächtigten von Sachsen, Württemberg, Baden, Thüringen, Hessen, Mecklenburg-Schwerin und Anhalt sowie einem hanseatischen Bevollmächtigten. Außerdem gehören ihm je ein Vertreter des Deutschen Landwirtschaftsrats, des Deutschen Handelstags und des Deutschen Städtetags, ferner je vier Vertreter der Landwirtschaft, von Handel und Jn- dusttie und der Verbraucher an; der Reichsminister für Ernährung Annahme von Anzeigen jür die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohne jede Verbindlichkeit. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen v. 34 mm Brette örtlich 35 Pf., auswärts 45 Pf.; für'ttebtame» Anzeigen von 70 mm Brette 150 Pf Bei Platzvorschrift 20°/, Aufschlag. Hauptschriftletter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Fenz; für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. 2. Tie Zulassung zur Prüfung, setzt vora-us: Eine abgeschlossene Volksschulbildung, oder eine mindestens gleichwertige Schulbildung. Eine dreijährige praktische Lehrzeit bei einer staatlichen Messuu gsdienststelle. Ten ^jährigen Besuch der Hessischen Baugewerkschule (Tiefbaukursus, Vermessungsabteilung,). Ein Zeugnis über die bestandene Abgangsprüfung für bas Vermessungsfach an der Baugewerkschule. Tas erfolgreiche Bestellen eines 2p-jährig,en praktischen Vorbereitungsdienstes bei einer Vermessungsdienststelle. 3. Ter Erlaß weiterer Vorschriften bleibt Vorbehalten. Amsterdam, 29. Juni. (WB.) Dem Neuyorker Korrespondenten, der „Times" zufolge hat die amerikanische Staats-Handels- kommission eine Verfügung erlassen, die tn ihrer Wirkung auf ein Verbot d er Kohle n a u s f u h r nach Europa hiuauskommt. In der Verfügung wird bestimmt, daß die Staaten Neuenglands das Vorzugsrecht ~”c Kohlen haben. Man erwartet aber, daß Verfügung noch Abänderungen erfährt. Lebenrmittelunruhen. tatznahmen gegen die hohen Preise. a. Mainz, 30. Juni. Hier wurde eine Mission gebildet, die aus Stadtver- etcn aller Parteien, aus Arbeiter- re t e r n und aus Vertvetern des Kleider- Schuhhandels besieht. Diese Kom- .....,^n soll nach und nach in den in Befracht kommenden Geschäften durch E insi chi rnlhme der Bücher usw. nachprüsen, ob die Kleinverkaufspreise den Einkaufspreisen entsprechend festgesetzt sind. Es bestand Uebereinsttmmung darüber, daß in allen Fällen, in denen sich übermäßige Preisaufschläge ergeben, mit rücksichtsloser Schärfe evtl, bis zur Geschäftsschließung vorgegangen werden soll. ttmtsöcrfünMgungsblatt für die ProvmMldirektion Gberhessen und für das Kreisamt Gietzen Erscheint nach Bedarf: Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag. Nur durch die Post zu beziehen gegen Mk. 2.50 vierteljährlich. den 'Srüiwen, die das frMwe Kabinett zu seiner Zustimmung veranlaßte, nicht verschließen und ftimmte da'her dem Entwürfe zu. Im, übrigen wurde beschlossen, die Frage der Veremfachimg der Reichs be'hörden und der Neuabgrenzuus der Zustäichigkeit unverzüglich in Angriff zu nehmen. Zusammentritt dcS Rcichswirtschastörats. Berlin, 30. Juni. Dem heuttgen Zusammentritt des Reichswirtschaftsrats widmen die Blätter verschiedene Wünsche und Hoffnungen. Die „Vossische Zeitung" erinnert daran, daß das Rätesystem durchaus keine bolschewistische Errungenschaft sei. Der gefunbe Gedanke, die Träger der Produktion an der Ausübung, der Staatsgewalt Mitarbeiten zu lassen, spielte bereits 1905 eine Rolle. Der Reichswirtschaftsrat werde schon in seiner heutigen Verfassung den Versuch machen müssen, sich Rechte über das Maß hinaus zu erkämpfen, das ihm der Geist kurzsichtiger Politiker verwehrt habe. In der „Deutschen Allgemeinen Zeitung" wird gesagt: Noch ist das Fundament der improvisierten Spitzenorganisatton relativ schwach. Durch Leistungen muß es die Fundierung verstärken, von der andererseits ihre Leistungsfähigkeit selber abhängt. Klassen erscheinen nach außen die Träger egoistischer Sonderinteressen von Gruppen, die an sich nicht produktiv sind. Stände find im Innern aber solidarisch, und diese Solidarität komme dem Ganzen zunutze, weil sie produktiv ist. Daß der Ständeegoismus nach außen nicht ebenso verheerend wirkt als der Klassenkampf, das zu verhüten ist die vornehmste Aufgabe des Reichswirtschaftsrats. Die deutsche Delegation für Spaa. B e r l i n, 30. Juni. Die „Voss. Ztg." hebt hervor, daß die deutsche Delegation für Spaa von einer Reihe namhafter Bankiers begleitet Die Regierungsbildung in Gotha gescheitert, i,cren Stellen ber Stadt größere Ansammlungen Gotha, 29. Juni. In der auf heute ftatt, dock) ist es M Zusammenstöße noch nicht zwecks Bildung der neuen .Regierung anbe-1 gekommen. Die L-ienuim oer mim ivtLiiuruj v‘y. sammenwirkmden Men sch/ n im Produktionsprozeß und ihre dadurch beittmmte Lebenslage zu achten, schuf den Nährboden für die Kritik des Sozialismus, die an diese Zustande ihre .scharfe 1 Sonde legte. Der Sozialismus entstand als das hohe Lied von der Arbeit und ihren heiligen, aber schwer gekrankten und verkümmerten Menschenrechten. Ihre Einsetzung in. diese Rechte - über deren Wege die Meinungen m seinem Schoße freilich weit auseinandergingen — war ihm Befreiung und Erlösung der Menlchpett. Wie steht es heute mit dem vymnus auf die Arbeit2 freute wo die Arbeiter die polittsckn und soziale Macht und im Wirtschaftsleben die volle Gleichberechtigung errungen haben, smd Arbeitslust und Arbeitsenergle, ia selbst die elementare Erkenntnis von der Bedingtheit aller materiellen und geistigen. Kultur durch Maß und Grad der Arbeitsleistung, in tahem Absturz. Daß Geld nur eine Anweisung auf Ware ist, wo also Ware mangelt diese Anweisung nichts ist, Ware aber nur durch Arbeit entsteht, dafür fehlt dem Radikalismus heute das Verständnis — oder der Wille zum Verständnis. Radikalismus erfreuet aus sich selbst betau' immer stärkeren Radikalismus, mit dem dadurch steigenden Fanatismus schwindet aber die ruhige Erkenntnis. Der Radikalismus versündigt sich heule nicht nur an der Wirtschaft des Volkes und damit am Volke selbst, sondern zugleich am klassischen Sozialismus, dessen entarteter Sproß er ist. Nach außen hin zur Macht gelangt, ist er geistig deklassiert und offenbart dies in dem Mangel ^glichen Gefühls für das ungeheuere Maß von Verantwortung, das der Arbeiterschaft seit der Erlangung der Macht zufällt. Das Herrentum betätigt sich vornehmlich in der trotzigen Festhaltung unterhöhlter, durch die Entwicklung innerlich unhaltbar gewordener Machtpositionen. Er läßt sich, was er nicht fest- batten kann, lieber aus dm Händen reißen, als daß er es vergibt. Die Wirkung ist dann stets die, daß der Wert der ertrotzten Zugeständnisse ihm nicht auf der Aktivseite gebucht wird, tote es der Fall fein würde bei vorbeugende-: Nach ne!'igkett gegen Fordermtgen, deren Durchsetzung doch nur eine Frage der Zeit ist, lond^rn aus oe' Osi > w feite — auf Schuldloitto, statt auf Verdieustlouw. en Sitzung der Landesversammlung en die Unabhängigen einen Drtng- 'santrag ein, den Reichspräsidenten zu >n, den Belagerungszustand über Gotha aufzuheben und den Reichskommissap abzuberufen. Nachdem der einzige demo- he Abgeordnete den Sitzunüsraum verhalte, wurde die Dringlichkeit des An- mit 9 gegen 9 Stimmen abge- t. Nach einer kurzen Unterbrechung ga- arauf die Unabhängigen folgende Er- ig ab; Durch die Verhängung des Ausnahme- d-es und durch die Einsetzung des Rerchs- issars sind im Gebiete des Freistaates rechts- und verfassungswidrige Zueingetreten. Die Rechte der Landesver- lung sind verletzt, die Schließung des )en Landtages und die Neuwahlen für chigen Landtag sind verfassungswidrig t, die politische Freiheit der Beamten broht, die Pressefreiheit eingeschränkt Die Fraktion der U. S. P. D. sieht da- ne schwere Gefahr für die verfassungs- jen Rechte des Landes und sieht sich nicht ide, sich an der parlamentarischen Arbeit eiligen. Sie wird ihre parlamentarische -beit verweigern." — Darauf verließen i Saal und machten die Weiterverhand- vor allem die Regierungsbrl- j, unmöglich. englische Botschafter für Berlin, ondon, 29. Juni. (WTB.) Sonar Sato im Unterhause die Ernennung .Lord e r n o n s zum brittschen Botschafter tn Bereuter erführt, Lord d'Abemvns Werbe Lon- kürzester Zett verlassen, um den Botschafterin Berlin aufzunehmen. Seine Ernennung eitroeihgen Charakter und stehe im Zusam- ng mit den wirtschaftlichen Problemen, bte ervotragende Rolle in Deutschlands ntter- aler Lage spielen. Kriegspefangenenheimkchr. drlin, 29. Juni. (WB.) Die Rerchs- llstelle für Kriegs- und Zivilgefangene nit: Der Dampfer „M o u n t V ern o n^ wegen Havarie in Norfolk fest. Die auf Dampfer „Mount Vernon" befindlichen -gefangenen, und zwar 390 Deutsche, Österreicher und 130 Ungarn werden em Dampfer „Antigone"' etwa am 10. 7. mburg eintreffen. >ie in der Montagausaabe des „Berliner lnz." verbreitete Meldung, daß bei dem sunglück in der Newa-Mündung 3000 sgefange ertrunken seien, wird von eichszentralstelle als nicht den Tat- 2n entsprechend bezeichnet. Bekanntmachung. Setr.: FeMereinigung Langd; hier: die Arbeiten des 2. Abschnitts. In der Zeit vom 26. Juni bis einschließlich 9. Juli lsd. Js. liegen auf dem Rathaus zu Langd die Arbeiten der Besitzstands- ausnahme zur Einsicht der Beteiligten offen. Es sind dies: 86 Bonitierungskarten, 3 Bände Besitzstands Verzeichnisse, 3 Bände Gütergeschofse und 1 Band Zusammenstellung der Gütergeschosse. Tagfahrt zur Entgegennahme von Einwendungen hiergegen findet bafelbft Samstag, den 10. Juli 1920, vormittags von 10—11 Uhr, statt, wozu ich die Beteiligten mit dem Anfügen einlade, daß die Nichterscheinenden mit Einwendungen ausgeschlossen sind. Tie Einwendungen sind schriftlich einzureichen. Friedberg, den 10. Juni 1920. Ter Hessische Feldbereinigungskonnnissär. Schni11spahn, Regierungsrat. Bekanntmachung. Gemäß § 10 der Ausführungsbestimmungen zu der Verordnung über die Außenhandelskontrolle vom 8. April 1920 (Reichs-Gesetzbl.S.500) wird unter Aufhebung der Bekanntmachung vom 30. April 1920 (Reichsanzeiger Nr. 92) folgendes bestimmt: 1. bei Berechnung der Ware in ausländischer Währung wird der Wert der Ware nach einem Kurse umgerechnet, welcher je für eine Woche auf Grund der am Montag notierten Geldkurse nach Abzug von 15—20 v. H. berechnet wird. 2. Der Reichskommissar für Aus- und Einfuhrbewilligung erläßt die erforderlichen Ausführungsauweisungen. 3. Diese Bekanntmachung tritt mit dem 15. Juni 1920 in Kraft. Berlin, den 9. Juni 1920. Der Neichswirtschaftsminister. Der Reichsminister der Finanzen. J.A.: Flach.________________I. A.: Fischer. Verordnung über die Ausbildung und Prüfung für den mittleren Staatsdienst im Vermessungssach. 1. Wer die staatliche Anstellung in den mittleren Stellen des staatlichen Messungsdienstes erlangen will, muß sich die Ausbildung für diesen Beruf nach den nachstehenden Vorschriften erwerben und seine Fähigkeit durch Ablegung der vor geschriebenen Prüfungen nachweisen. Er muß die hessische Staatsangehörigkeit besitzen und sich 'hierüber nötigenfalls besonders ausweisen. Frankreichs Kriegsgewinnftener. Paris, 29. Juni. (WTB.) Havas. Der Finanzminister teilte im Ministerrat mit, bte Steuer aus den außerordentlichen Kriegs- geroinnen würden sechs Milliarden Francs einbringen. Der Ministerrat genehmigte den Antrag Morin, der die für den Wiederaufbau der befreiten Gebiete bestimmten Kredite auf 17 Milliarden festfetzt. Aufhebung der Zwangswirtschaft in Frankreich. Paris, 29.Juni. (Wolff.) Der fran- zöfifche Handelsminister Isaac erklärte in der gestrigen Kammersitzung, daß alle Lebensmittet, mit Ausnahme des G e tr eid es, demnächst für den Handel freigegeben würden. Generalstreik in Italien. Mailand, 29.Juni. (WB.) In einer Nachtsitzung beschloß die Arbeitskammer den von Dienstag ab zu proklamierenden Generalstreik. Verbot der Kohlenausfuhr ans Amerika. Bekanntmachung der neuen Fassung der Reichsgetreideordnung für die Ernte 1920. Vom 21. Mai 1920. (Fortsetzung aus Nr. 88 des Amtsverkündigungsblattes.) § 8a. Trotz der Beschlagnahme dürfen Unternehmer landwirtschaftlicher Betriebe Gerste und Hafer aus ihren selbstgebauten Vorräten auf Bezugsscheine liefern, soweit der Ankauf auf Bezugsscheine gestattet wird. Das nach Maßgabe dieser Bestimmung erworbene Getreide darf nur für den Zweck, zu dem der Ankauf gestattet wurde, verwendet werden. Die Geschäfte sind binnen drei Tagen nach Abschluß dem Kommunalverband anzuzeigen, für den die Gerste ober der Hafer beschlagnahmt ist. Die näheren Bestimmungen trifft ber Reichsminister für Ernährung unb Landwirtschaft ober bie von ihm bezeichnete Stelle. § 9. Der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft erläßt bie Bestimmung über den Verkehr mit Saatgut. Das nach Maßgabe dieser Bestimmungen erworbene Saatgut darf bis zu den int § 8 Abs. 1 Nr. 4 für selbstgebautes Saatgut festgesetzten Mengen zur Bestellung verbraucht werden. § 10. Trotz der Beschlagnahme dürfen Unternehmer landwirtschaftlicher Betriebe, vorbehaltlich näherer Besttmmungen nach § 63 Abs. 2, aus ihrem selbstgebauten grünen Dinkel und Spelz Grünkern Herstellen. Die Beschlagnahme erstreckt sich auf den Grünkern. Hiervon dürfen sie zur Ernährung ber Selbstversorger auf den Kopf insgesamt bis zu drei Kilogramm verbrauchen. Die Unternehmer haben die hergestellten Mengen unverzüglich, spätestens bis zum 15. August 1920 dem Kommunalverband anzuzeigen. In der Anzeige sind bie Anzahl ber Selbstversorger unb die für diese nach Abs. 1 Satz 3 beanspruchten Mengen anzugeben. § 11. Trotz der Beschlagnahme dürfen Unternehmer landwirtschaftlicher Betriebe selbstgebautes Gemenge (Mischfrucht, Mengkorn) mit Ausnahme von Mischungen, die nur aus Roggen, Weizen, Spelz.(Tinkel, Fesen), Emer, Einkorn oder Gerste bestehen, vor ber Reife als Grünfutter im eigenen Betrieb verbrauchen. § 12. Die Beschlagnahme enbet mit beni freihändigen Eigentumserwerbe durch die Reichsgetreidestelle ober den Kommunal- Derbanb, für den die Vorräte beschlagnahmt sind, mit der Enteignung ober mit ber Verfallerklärung (§ 72). Im Falle der Lieferung von Gerste ober Hafer auf Bezugsscheine (§ 8a) enbet bie Beschlagnahme mit der zugelassenen Verwendung. Wer im Aufttag ber Reichsgetreidestelle oder einer gemäß § 8a zum Ankauf ermächtigten Stelle, eines Kommunalverbandes oder einer Gemeinde Getreide ober daraus hergestellte Erzeugnisse zu erwerben, aufzubewahren, zu bearbeiten, zu beförbern ober zu verteilen hat, darf nur solche Rechtsgeschäfte über die Vorräte abschließen und nur solche Verfügungen über sie treffen, bie von feinem Auftraggeber zugelassen sind. Dies gilt auch, soweit ber Beauftragte Eigentümer der Vorräte ist. § 13. Heber Streitigkeiten, die sich aus der Anwendung ber §§ 1 bis 11, § 12 Abs. 1 ergeben, entscheidet die höhere Verwaltungsbehörde endgültig. Turm stab t, den 9. Juni 1920. Hessisches Gesamtministerium: Ulrich. Henrich. Tr. Fulda. vion Brentano. Dienstnachrichten des Kreisamtes. Tas Ministerium des Innern hat der Münchener Künstlergenossenschaft und dem Verein bildender Künstler Münchens (Sezession) die Erlaubnis erteilt, 6000 Losbriefe ber aus Anlaß ihrer in ber Zeit vom 1. Juli bis Oktober bs. Js. istattsindenben Kunstausstellung im Glaspalast in München zu veranstaltenden Sach- und Geldlotterik innerhalb des Freistaates Hessen zu vertreiben. Nach dem von ber zuständigen Behörde genehmigten Verlosungs- plan dürfen 125 000 Losbriefe zu je 1,20 Mk. ausgegeben werden. Zum Vertrieb in Hessen dürfen nur mit dem 'hessischen Zulassungs- stempel versehene Losbriefe gelangen. WMrend der Zeit des Vertriebes ber Lose zur 1. Klasse einer Preußisch-Süddeutschen Staatslotterie ist Ankündigung«, Ausgabe und Vertrieb ber Losbriefe in Hessen nicht gestattet. Nach Gottes unerforscht ich em Rz tag vormittag 9 Uhr meine treu Frau Luise Lc geb. Gerha nach längerem Leiden im 74. Jah verschieden. Für die in t Karl Lc Gießen (Ludwigstr. 34), Worms, H Die Beerdigung findet in Beileidsbesuche höflichst da Gestern verschied sanft im 5. liebe Schwester und Tante Fräulein Emma komm Die trauernden H Gießen, Leipzig u. Straßburg, dei Die Beerdigung findet Mittw nachm. 31/, Uhr, von der Kapel hofes aus statt. Bauarbeiter aller B Wohnungssuchende, Donnerstag, 1. Juli, nachmittag- MMllwH Gegen Wohnungsnot und Gegen Baustoffnot und ! Gegen die droh. Arbeitslostgb Für Sozialifie Die Einwohnerschaft (Stehens und die genohenfchafiler und Mieter mllffen vollzählig DaßkkiverWaftSkartell. Dieiaugemet sind bis zu 25 Prozei Fritz Nou Die Preis sämtlicher W< Stellenangebote | Wir suchen zum sofortigen Eintritt perfekten Mädchen X Frau Busch. 011416 Ltndenvlav 12. Gesucht zum 15. Juli ob. sväter zuverl. Mädchen vers. in Küche u. Hmt-h., Alt einem älteren Herrn. Schrift!. Angebote unter 011409 an den Gieh. Anz. 7115] Gesucht ver sofort od. foät. ein ebrL, in Küche u. HauSarb. erf. Mädchen. Fran Jesllir. Dr. Joirdan, Halm, Kaiserstr. 21'/l0 L Ordentliches Mädchen gesucht. 011527 Babnbofftrahe 31. | Stellengesuche! Junger Kaufmann (19 d.), 3 9-Vcbre, 1 I. Handelsschule des., sucht Stelle auf fnufmänn. Bureau. Schrift!. Angeb. unt 7076 an den Gieh. Anzeiger. braveö Mädd das etwas kochen per 15. Juli gesucht. Fran Geo 7091 SelterSwc, für dauernde Stellung. AuSfllhrl. Sütflcbotc unter Angabe der seitherigen Tätigkeit. Silbenzahl. Ge- baltsansprüche erbet, unt. 71199!) an den Gieh. Anz. LArüeller Aur x^nitanbbaltunfl einer ^vortviavanlages. einige Stunden an Wochentagen gesucht. Schrift!. Angeb. w't Angabe der jetzigen Beichasttgiing unter 7114c an den Gien. Anzeiger, fit Sotcngängef.'S^t, Auuer!. Pereon gesucht. PlelHer’sche Bnchhaidlg., Walltvrstrahe 21. [011563 Putzarbeiterin tüchtig und selbständig im 'tiuufacb, ver bald oder foäicr gesucht. 7098 Mch. Loewenthal L Co. 1 Hausmädchen. I Kücheniuädchen geg. Uobeu Vobn ges. u,we Hotel Mai Carl, WeSta. Ginforfi mödl. zimmer vor 1. Juli au vermieten. 0115691 Sonnet,str. 12. [ Mieigesuche | TnilflflP weine 3-Zimm. *UII|UIC'toobna. «Nahe Liebigstranol gegen eine gleiche (Nabe Bahnhof). SchrtNl. Angeb. u. 011535 an den Gieh. Anzeiger. K°"smaun, 23 Jahre. „ a-d-KoE-Branche. mit allen Bureauarbeit, oer- traut, sucht Stellung, «cvrtftl. Angebote unter 011548 an den Gieh. «nz. Gebildete Dame, Ans.30, tüchtig im HauSh.. sucht Stelle nach auswärts in nur gutem Hause, am Lin frauenl. Hauvb. Schr. Au- geb, u. 011552 an d.Gieh.«. Jräulcin. im Hotelsach u. Rest -Betrieb durchaus erfnbren, sucht passende Ttellnua (evtl. Büfett auf eia. Rechnung). Schr. Angebote unter 011551 an ben Giehener Anzeiger. «elt.ersahr Mädchen, im Kochen Büg. u. Rah. betu. sucht Stellung al» Stütte od.Höchin z.AuSh. -Lchr. Angeb. tn. Lohnang. unL0UÄö a.d. Gi-.ij.Au4. und Landwirtschaft ernennt diese Vertreter und den Stellvertreter des Vorsitzenden. Ter Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft erläßt die näheren Bestimmungen. § 16. Tie Gefchäftsabteilung ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Tie Gesellschaft hat einen Aufsichtsrat: er besteht aus dem Vorsitzenden des Tirektoriums der Verwaltungsabteilung als Vorsitzenden und sechsundzwanzig ordentlichen Mitgliedern, von denen sieben auf Reich und Länder, sieben auf die Landwirtschaft, drei auf die großgewerblichen Unternehmungen, sieben auf die Städte und zwei auf Kreise der Arbeitnehmer entfallen. Tic fieben Vertreter der Städte und die drei Vertreter der großgewerblichen Unternehmungen werden von den entsprechenden Gruppen der Gesellschafter bezeichnet. Die übrigen Mitglieder ernennt der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft. Ter Aufsichtsrat bestellt die Geschäftsführer, darunter einen Landwirt: die Bestellung bedarf der Bestätigung des Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft. § 17. Tie Reichsgetreidestelle hat die Aufgabe, mit Hilfe der Kommunalverbände für die Verteilung und zweckmäßige Verwendung der vorhandenen Vorräte für die Zeit bis zum 15. August 1921 zu sorgen. Tab ei hat die Verwaltungsabteilung die Verwpl- tungsangelegenheiten einschließlich der statistischen Aufgaben zu erledigen, die Geschäftsabteilung nach den grundsätzlichen Anweisungen der Verwaltungsabteilung (§18) die ihr obliegenden geschäftlichen Ausgaben durchzuführen. § 18. Das Direktorium der Verwaltungsabteilung hat mit Zustimmung des Kuratoriums insbesondere festzusetzen, a- welche Mehlmenge täglich auf den Kops der versorgungsberechtigten Bevölkerung verbraucht werden darf: b) welche Rücklage aufzusammeln ist: c) ob und in welchem Umfang, vorbehaltlich der gemäß § 8a getroffenen Bestimmungen, Betrieben, die Getreide oder daraus hergestellte Erzeugnisse verarbeiten, solche zu liefern sind. Als Betriebe in diesem Sinne gelten nicht Mehlmühlen, Bäckereien und Konditoreien (§ 58), ferner Brauereien und Mälzereien: d) wie viel Brotgetreide oder Mehl jedem Kommunalverband für seine Zivilbevölkerung einschließlich der Selbstversorger, sowie an Saatgut für Brotgetreide für die Herbst- und Frühjahrsbestellung zusteht 'Bedarfsanteil); der Bedarfsanteil kann auch vorläufig festgesetzt werden: e) welches und wie viel Getreide aus den einzelnen Kommunalverbänden abzuliefern ist und innerhalb welcher Fristen. Die festgesetzten Mengen gelten nur als Mindestmengen; f) ob, in welchen Höchstmengen und unter welchen Voraussetzungen die Reichsgetreibestelle oder Kommunalverbände Brotgetreide, insbesondere Hinterkorn, zu Futterzwecken verschroten lassen ober zur Verfütterung freigeben dürfen: g) bis zu welchem Mindestsätze Getreide, das zur menschlichen Ernährung bestimmt ist, auszumahlen ist: h) in welcher Weise das nicht mahlfähige Brotgetreide verwendet werden soll. Die Festsetzungen zu a und c bedürfen der Genehmigung des Reichsminifters für Ernährung und Landwirtschaft. Der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft erläßt auch die Vorschriften über die Feststellung der Ablieferungspflicht (e). Das Direktorium kann Bestimmungen über die Aufbewahrung der Vorräte erlassen. Das Direktorium kann für bestimmte Mühlen, die zum Auswahlen des Getreides bis zu den nach Abs. 1g festgesetzten Mindestsätzen außerstande sind, aus besonderen Gründen eine geringere. Ausmahlung zulassen. Das Direktorium kann auch für bestimmte Mühlen oder für .Mühlen bestimmter Bezirke die Herstellung bestimmter Auszugsmehle beim Mahlen zulassen oder vorschreiben. § 19. Das Direktorium stellt auf Grund der Festsetzungen nach §18 Abs. le die Grundsätze für die Zulassung der Betriebe zur Verarbeitung des Getreides und der daraus hergestellten Erzeugnisse und für ihre Belieferung auf. Das Direktorium kann Vorschriften füt die Verwendung des den Betrieben gelieferten Getreides und der Erzeugnisse daraus, für die Herstellung und den Vertrieb der Erzeugnisse der Betriebe sowie für die Überwachung der Betriebe erlassen, auch Preise für die erzeugten Waren festsetzen. Die Betriebsunternehmer haben der Reichsgetreidestelle auf Erfordern Auskunft über ihre Betriebsverhältnisse zu erteilen. § 20. Die Geschäftsabteilung hat alle zur Erfüllung ihrer Aufgaben erforderlichen Rechtsgeschäfte vorzunehmen; sie hat insbesondere a) für den Erwerb sowie die rechtzeitige Abnahme, Bezahlung und Unterbringung des an sie abzuliefernden Getreides zu sorgen, b) den Kommunalverbänden das erforderliche Mehl rechtzeitig zu liefern, c) für die ordnungsmäßige Verwaltung ihrer Bestände zu sorgen, d) den Betrieben (§18, Abs. Io) die festgesetzten Mengen zu liefern, soweit der Einkauf nicht auf Bezugsschein erfolgt. III. Bewirtschaftung der Vorräte. 1. Aufgaben der Kommunalverbände im allgemeinen. § 21. Tie Kommunalverbände haben der Reichsgetreidestelle auf Grund der Anbau- und Ernteflächenerhebung nach der Verordnung vom 29. April 1920 -Reichs-Gesetzbl. 5. 883 und der Ernteschätzung bis zu dem von ihr-bestimmten Zeitpunkt auzugeben, wie groß die Ernteerträge ihres Bezirks an den einzelnen Getreide- arten zu schätzen sind. Sie haben ferner nach einem von der Reich'- getretdestelle festgestellten Vordruck die Zahl der Selbstversorger i§8, Abs. 2, § 63) und der versorgungsberechtigten Bevölkerung, bie Deputate, die nach § 8, Abs. 1, Nr. 2 gewährt werden dürfen, und die Zahl der zu ihrem Bezüge berechtigten Personen sonne die Zahl der in dem Vordruck bezeichneten Tiere mitzuteilen und die ihnen nach § 10 zugehenden Anzeigen der Grünkernhersteller der Neichsgetreidestelle weiterzugeben. . ß 22. Jeder Kommunalocrband hat dafür zu sorgen, daß das tn [einem Bezirk angebaute Getreide zweckentsprechend geerntet und ausgedroichen wird: er hat ferner, unbesckstldet des ihm nach §24, Abs. 1, eab 3 zustehenden Rechtes, dafür zu sorgen, daß die beschlagnahmten Vorräte zweckentsprechend aufbewahrt und ordupugs- mäßig behandelt werden. Ter Kommiinalverband kann zu diesem Zweck die im Bezirk vorhandenen landwirtschaftlichen Maschinen, Geräte und Betriebswittel aller Art in Anspruch nehmen: er kann ferner in seinem Bezirk und mit Genehmigung der Landeszentralbehörde auch außerhalb seines Bezirks Lagerräume für die Lagerung von Getreide und daraus hergestellten Erzeugnissen in Anspruch nehmen, soweit tne)e nicht bereits von der Reichsgetreidestelle in Anspruch genommen worden sind. Die Vergütung setzt die höhere Verwaltungsbehörde im Streitfall endgültig fest. § 23. Aus dem Bezirk eines Kommunal Verbandes darf Getreide, das ihm gehört oder für ihn beschlagnahmt ist, vorbehaltlich des § 7, nur mit Genehmigung der Reichsgetreidestelle entfernt werden. Dieser Genehmigung bedarf es nicht, wenn das Getreide zum Zwecke der Trocknung oder Verarbeitung vorübergehend aus dem Kommunalverband entfernt ober wenn es an bie Reichsgetreidestelle ober auf Bezugsschein ober zu Saatzwecken nach den gemäß §§8a, 9 vom Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft erlassenen Bestimmungen geliefert wird. Im Falle der Lieferung zu Saat zwecken wird die gelieferte Menge dem empfangenden Kommunal- verband auf feinen Bedarfsanteil (§18, Abs. Id) angerechnet. Hat der Kommunal verband nach §18, Abs. le Getreide abzuliefern, so erhöht sich die abzuliefepnde Menge entsprechend. Der Kommunalverbanb darf Getreide ober daraus hergestellte Erzeugnisse an bie im §18, Abs. lc bezeichneten Betriebe nur mit Genehmigung ber Reichsgetreibestelle liefern. • § 24. Jeber Kommunalverbanb hastet bafür, baß alle für ihn beschlagnahmten Vorräte ber Reichsgetreibestelle zur Verfügung gestellt werben, 'soweit sie nicht ben Unternehmern lanbwirtschast- licher Betriebe nach §§ 8, 9, 10, 44 zu belassen sind ober vom selbstliefernben Kommnnalverbänben zur Durchführung ber Selbstwirtschaft (ß 32) unb zum Futterausgleich <§ 62) zurückbehalten werben bürfen. Die über bie festgesetzten Mengen i§ 18, Abs. le) hinaus verfügbaren Mengen an Getreibe sind stets sobald wie möglich abzMefern. Der Kommunalverband kann verlangen, daß die Neichsgetreidestelle jede ihr zur Verfügung gestellte Menge binnen zwei Wochen abnimmt. « Ter Kommunalverband hat die festgesetzten Mengen auf die Gemeinden oder unmittelbar auf die landwirtschaftlichen Betriebe bis zu dem von der Neichsgetreidestelle bestimmten Zeitpunkt umzulegen. Tie Neichsgetreidestelle kann a) anerkanntes Saatgut auf Antrag des Erzeugers, b) Getreide, das zur Aussaat im nächsten Wirtschaftsjahr benötigt wird, von ber Anrechnung auf ben Bebarssanteil (§18, Abs. Id) ausnehmen ober auf die festgesetzten Mengen anrechnen. . § 25. Erfüllt ber Kommunalverbanb bie ihm obliegenbe Ablieferungspflicht nicht rechtzeitig, fo kann bie Reichsgetreibestelle bie für bie verforgungsberechtigte Bevölkerung unb für die Selbstversorger festgesetzten Mengen (§§ 8, 18, Abs. 1 d) herab setzen. Die Neichsgetreidestelle kann auch die Lieferung der auf den Kommunalverband entfallenden Erzeugnisse ber Betriebe (§ 18, Abs. lc ein schränken ober emstellen. Die vorstehenben Alwrbnungen trifft bie Neichsgetreidestelle int Einvernehmen mit ber Lanbeszentralbehörbe. Wirb ein Einvernehmen nicht erzielt, so entscheidet der Reickfsminister für Ernährung und Landwirtschaft. Der Kommunalverband kann die vorgenommenen Kürzungen derart auf die Gemeinden oder auf die landwirtschaftlichen Betriebe verteilen, daß in erster Linie die Gemeinden oder die Betriebe besoffen werden, bie ihre Ablieferungspflicht nicht erfüllt haben. Der Kommunalverbanb kann innerhalb seiner Verteilungsbefugnis aucb bie Lieferung anberer Bebärfsgegenstänbe den Gemeinden ober ben Betrieben gegenüber einschränken ober einstellen. Die Vorschriften im Abs. 1 bis 3 finben keine Anwenbung, fo weit bie Ablieferung ohne Verschulben eines Lieferungspflichtigen unterbleibt. (Fortsetzung folgt im nächsten Amtsverkünbigungsblatt.) der Br üh l'fchen Universität»,Buch- und Lteindrucker--' R. Lange, Bisßen 4 Marburger Straße-.'" Telephon 344. Ril-hjiW ’JffeÄ II alt au verkauf. Marburger Str. 40 p. Xieee tu 2 Batterlleaer Henchelbei», Wilhelmstratze 16, 7W Berk. 2 deutsche lehller- «rasser.), gern, am 20. 4. d. ^vufuö ö Wildenfels P H. u. Bella ö. d. Kleebach. Preis nach Ueberetnkunst. Stammt», raun ausgestellt werden. -*• L 8. T. Ältel., «rüuiugen. 011528 6 Legehühner öetfaufen. Ploch, Licher Str. 80. 011542 mit Ladeniokal u. großem Hofraum, für Bäckerei sehr geeignet in der Rähe der Neuen Kliniken, tcl- lungshalberAu verkaufen. Schrift!. Angeb. unt. 6591 an d. Giehener Anzeiger. I LMMsch.-Wagkn zu verkaufen. Wieselt. Giehener Str. 42. 011540 Verkaufe 70 qm 4/4 III süchs. zenfterglas inStreif.o.42/120—160em. Schrift!. Angeb. um. 7078 an den Gieh. Anzeiger. billig au verkaufen. Näh-Schiffenb.WegLvI. wieder 7067 Lillig in öfrtaafeB: 1 p. Verhaii (Reffetgew.1 1P. w .B. •U*rfcalteeU3& 8><*:§i«mcrnn>bunna nebst Laden umstände», billig zu verkauf. 011550 3tab. Attcrweq 22 v. MWnenNeisWag. SM null SM abgeg. werden. Pflaster- meister Gerlaeb. Ire fiert mit Schlofierelbetrteb fof. günstig zu verk. 1 Wohn, alei* beziebbar Oll548 "ab. St. Sletow. 12 I. 4X4*Zlmmerhaaa mH 1 Zimmer -Hinter b«uS n. Balkon zu verk. Wohnung kann sofort be- zogen werden. Daam, Wilionttrahe 10. «‘»«i 4><4-3immechäiis Diidviertel mit freier öobnunfl nm 1. Oktober billig zu verkauf. 011547 Sod), Gr. Steinweg 12. S- 431 n n n "5® 1F- (Reffeigew.1 ’ -Sl irw.D.-Lwlertal»»' u ötZr virrühtz Oila Für k gjirifN b neuerim?11 schait e ti in fab Friede, der Leriüm der Zieger nur emc n Ganges ie tniptine w Kampfe de padfucht e des.Aafien beffändig - m iverden Zick unie: Wähttnd d jede Energ nms an-zu schen Kraft und den Zr gung dienst ihrer Träg schaftlilhen jlruttion d> aller AÄr formen des ist dock der Lavitalism beider — Erfolg ist1 schäftenden Tarum fiel der Frage, Mock er Wirtschafts! Diese i restloser Al sozialer Le! Wischen F löst. Noch der Geist gebung feil der Häuck ans, zum wenn sie m M trott der tzvde' Haltung z Tie Äesii in Schlm stehen laß Hier gegenüber, fahrigen Entladung Herrent Nahrung < sünden besi reit des y lebendige und daher dec Unten tzveck also Bolssmiitsi mittag; den tioltsn nur in bi mengen < nur in bi ohne in e «erteil °>e Äcklui '°mmtnroii unf afn« id, L°r>al ismi Sonde l-q S Lied >Mer fee 2Bcg, totit iteiunq im «Die fi ft>t ? h 8S- S Ann> dieß An y.teut ?erU(inbi heraus t "adurch । R heut- >^d dass 8«n*i n ift $ Migk