eßen. Mühtet: pf. persli< II II II tl ht 5agen tind) daupimieter le derselben nmeter abgedai iltung bcsiMuhen entllmers für die n Käufern durch | > Lokal mag zuin j betrieb verwendet ? künftigen Wo»- ■ pflege au,- ttr Aufnahme. ^Vrnvirl, die in mit dem An. 4 bringen. “in tajilbm wt W K, ll)m eldebejchemigung l, um seinen ge- ! des Ortes, an wichen rinji.'h.m. ohnung und ie Air- und Ab- lbst geschehen ist, er Wegzug. i bis um 8 Ittiv i exWexx ! M et Gießen seine rändert unter Löhnung, ini.'im ichst Verpflicht : Wohnun?. sich in Sjlav binnen »itx« sowohl persö-- )eckmaßig die lM- -aus dem Melde- ■?) erhältlich ft* lesundere Fremdem Fremdenbücher i° tu- und Wegrügei! je Bescheimgun^ Bescheinigung au! !S. Ä^^rein t-te utJ- das Rtfirf *5 felitMfc «•St böS4l>beuti<^n, ■t» Y .. °K<- rten an K zu nc^Kr^ -Ä D Lffl. Erstes Blatt Montag, 29. März 1920 170. Jahrgang SietzenerAineiger General-Anzeiger für Oderheffen ZwiMngsruttdöruck u. Verlag: vrühl'fchc Univ.-Such- n. Steinöructerei R.Lange. Zchriftleitung. Seschästzftelle u. Druckerei: Zchnlftr. 7. Nr. 75 ter •le^tner Anzriqer erscheint taglid), aitüet Sonn- und Feiertags, vezugrpreir: Monatlich Mk. 2.30, Dterteljährlicb Mk. 6 90 einfd)lie&lict)be4'tieftell- getds; durch die Post »udeljäbrlid) Pik. 6.— ausschließlich Bestellgeld. Fernlnrcch • Anschlüsse: für bte cd>nftleitunfll 12 4'erlaa,tt>e|d)ä|i9ftelle51 AnfchrrstsurTradtnach- rtchien: Unzeiger tiefte«. P#ftfd)edlon»*; Sr«wff«rt a. M. H686 Annahme von Anzeige» f. die Laaesuuinmer vis zum Nacdminaa vorder ohne jebrik-rbinMichfett. preis für 1 mm höhe für Vlnteiaen v.34mm Breite örllilt 25 Uf, auSivärtS . 30 P'.; für !Hef lame- Anzeigen von 70 mm Breite Pi. x^ei Platz- »ovfrt)riit20* A Uschlag. Hauotfchn tteiter: Ang. tLoeir. Berantioortlich füi Politik: Aua. Goetz; für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Jen*; für den Anzeigenteil: V. Beck, fämiltd) in Dieben. Ein Ultimatum des neuen Kabinetts an die Aufständischen. Nach langem Suchen ist es gelungen, ein neues Kabinett Hermann Müller auf die Beine zu bringen. Zum größten Teil find es die Persönlichkeiten der alten Regierung; neu find , die Namen Blunck (Reichsjustizmkni- ster), Dr. Wirth (Reichsfinanzminister), und Hermes (Reichsernährungsminister). Der Reichskanzler Hermann Müller behält auch die Leitung des Auswärtigen Amts. Die wichtigsten Aufgaben der nächsten Gegenwart sind vom Reichskanzler und vom Reichswehrmini- ikr zu leisten. Ob sie Initiative und volle Tatkraft aufzubringen vermögen, wird uns die nächste Zeit erweisen. Die Lage ist noch überaus kritisch. In der Reichshauptstadt herrscht noch politisclzer Sturmwind. In Versammlungen der Unabhängigen wurde ein rein sozialistisches Kabinett unter Führung der Unabhängigen verlangt, ferner sofortige Zurückziehung der Truppen, andernfalls werde die Rote Armee weiterkämpfen und, wenn sie unterliegen sollte, die Bergwerke zerstören! Außerdem wurde ein neuer Generalstreik angedroht. Auch die revolutionären Vollzugsräte im Industriegebiet stellten das neue Ansinnen an oic Regierung, unter Uebergehung der Bielefelder Abmach- ungen weiter zu verhandeln. Demgegenüber sah sich das Kabinett Müller vor eine schwere Entscheidung gestellt. Es ließ den Aufrührern ein Ultimatum zugehen, dessen Wortlaut wir nachstehend veröffentlichen. Hoffentlich siegt die Vernunft! Die Regierung scheint nicht läirger zusehen zu wtollln, daß Millionen von Menschen vom Hungertode bedroht sind, und sie zieht es vor, gegebenenfalls mit Waffengewalt vorgehen zu lassen. Alle Ver- ontnwrtung aber für das Kommende trifft die Aufrührer und ihre Verführer. Da» Ultimatum de» Kabinett» Mütter. Berlin, 29. März. (WTB.) Die weichsreg ierung hat an die Aufständischen im rheinisch-westfälischen Kohlenrevier folgende Forderungen gestellt: Tie Regierung hat durch die Bielefelder Lerhandlungen versucht, ohne Anwendung son Gewalt die Ruhe und Ordnung im Ruhrgebiet uiederfrrzustellen. Der Versuch ist geschei- !ctt. Die Rote Armee richtet sich nicht an die Abmachungen. Die Angriffe auf Wesel sind mit irößter Heftigkeit fortgesetzt worden. Die Gefangenen wurden nicht freigegeben mrd die Abgabe der Stiften nicht durchgeführt. Die Verhältnisse haben ich im Gegenteil noch verschlimmert. Zahlreiche Notschreie aus allen Kreisen der Bevölkerung berichten über Verbrechen und Gewalttätigkeiten, die •on den Roten Truppen begangen werden. Das wingt die Regierung zu energischem Handeln, um möglichst bald wieder geordnete Verhältnisse in diesem Gebiete herzustellen und Sie Bevölk.-rung vor Willkürakten zu schätzen. Um tbcr allen Verführten nochmals Gelegenheit zu »eben, zur Vernunft -urückzukehven, will die Re- «rierung noch eine letzte Frist gewähren, «he sie mit Waffengewalt rinschreitet. Sre for- Sert daher bis zum 30. März, 12 Uhr mittags ausreichende Sicherheit für den Militärbefehls- .'taber des Wehrkreises 6, Generalleutnant von 'Vatter in Münster, für die Annahme und Durchführung folgender Bedingungen: 1. Uneingeschränkte Anerkennung der ver- nssungsmästigen Staatsautorität. 2. Wiedev.rinsetzung der staatlichen Verwaltung, -Sicherheitsorgane, soweit sie nicht durch Eintreten ür die Kapp Lüttwitz Regierung trieftet sind. 3. Sofortige Auflösung der Roten Armee. 4. Völlige Entwaffnung der gesamten Bevöl- Vnmg, einschließlich der Einwohnerwehren unter Aufsicht der rechtmästigen staatlichen Organe. Art md Zeit der Durchführung der Entwaffnung wird nrrch den Inhaber der vollziehenden Gewalt näher eftrmmt werden. 5. 'Sofortige Freigabe der Gefangenen. Falls diese Bedingungen mrgenommen werden, wird die Reichsregierung von einem Angriff uchiehen. Andernfalls erhält der Inhaber der voll . leljcnben Gervalt Freiheit des Handelns zur vollen 'Ziederherstellmrg gesetzmäßiger Zustände. Die Reichsregierung, gez. Müller. Der Reichslvehrminster, geF. G: v l e r. Eine Kundgebung der revolutionären BolkSräte. Essen, 27. März. (WTBl D:r Zentral- nat der Vollzugs rate für das Industrio- •ririet St bä: i land-Westfalen stellt fest: Die soge- aunten Bielefelder Abmachungen hän- U-en in der Luft. Die Regierung hat dazu offiftckl eine (Srfläningen abgegeben. Sie gab auch keiner- .er Garantie dafür, daß die in den Llbmachungeiz enthaltenen Zugeständnisse durchgeführt werden. Der Zentralral hält daher neueBerhandlun Yen für erforderlich Der Zentralrat ordnet an, daß die Gemeinden die Löhnung, Verpflegung und Kleidung der Wachmannschaften zu ü betitel) men haben, nötigenfalls werden ore Gemeinten von dem örtlidxn Vollzugsrat dazu gezwungen. Tic großen Unternehmen haben den Wachmannschaften, die bei ihnen in Arbeit standen, den Lohn weiter zu zahlen. Eiiigriffe in das Wirtschaftsleben von dem örtlichen Vollzugsrat dürfen nur im Einverständnis mit dem Zentralrat erfolgen. Kundgebungen an den Reichspräsidenten. Berlin, 27. März. (Wolff. Eine Reihe von Organisationen, darunter der Han abund, tae Vereinigung deutscher Arbeitgeberverbande, der Bund der Handweiter, der Reichsausschuß b.*r akademischen Berufs ände, das Kartell b:r freien technisckien Berufe, der Bund irr ^andw.rte und andere haben tem Reichs^rä idmten eine Stunt» gebung überreicht, in der sie besonders Gleichstellung mit den Gewcrklchasten dn Arbeiter, Beamten und Anges.elcken sowie Ablehnung feder Mahnahme fordern, di: aut ttne llmgehung der verfassungsmäßigen Beslrm- mungen hinzielt. Wie das „Berl. Tagcbl." meldet, hat in' Gewerk,ck-aftskornmi iou gestern cbenb ein? Absrt- nuiig zum Reichs residenten und eine andere zum preußischen Stoa smi i crium ge chickt, um ive m der unhaltbaren Zustände im Ruhrrevier vorstellig zu werden. Ter „Vorwäts" beginnt mit der Veröffentlichung einer R i..e von Artikeln, in denen der blsler ge Reichswebrmii i er Ros k? feine Politik vertridigt. Der „Bo i chen Zeitung" zu olg>: hat in Gl atz die Gan.iou die Kommandantur m;t Maschinengewehren und Miueuwersern umstellt und il/re Offiziere verh-astet. Bri der Verhaftung erschoß sich ein Hauptmann. Das neue Reichskabinett Müller. Berlin, 27. März. lWDB.f Amt ich Nachdem das Kabin tt Bauer zurukge r.-ten war, hat der Reichs.risident den Min>str des Au wärttgen mit der Bildung des neuen Kabinetts betraut. Diese Kabinnt bildu 'g hat zu sol-tendem Ergebnis gefüh.t: Reichskanzler Müller, der einstw.üen Mii.rsver des Auswärtigen bleibt und mit seiner Vertretung im Gischästs- bereich des Auswärtigen Amts in Behind.rungs- falle den Unterstaatssekretär Gesandten o. Hantel beauftragt hat, Strllver rrter des Reichskanzlers und Reichsminister des Innern Koch, ReirhsMinister der Finanzen Wirth, Reichswehrminister Ge ßl cr, 9.eick)smi. ister für Jnsdz Blunck, Rick»stvirt fdxrf' nm ri er Schmidt, Reichsarb it^mi.li er Schlicke, Riichstv'mi istrr Giesberts, Reich schatzmßli. er Bauer, Reicktsverkehr. m inis.cr Bell, Reichsernährungs- minifter Hermes, Reichsminister ohne Portefeuille David. Das Reichsmmis.erium fürWieder- auibau wird in den näd> aen Tagen besetzt werden. Das neue Kabinett'lo i r d sich am Montag der Nativna Versammlung vorstel- l e n. Ter Reichskanzler wird pvogrammatische Ausführungen mach?n und sich über die Ereignisse der letzten 14 Tage aussprechen. Da» neue preußische Kabinett. Berlin, 27. März. (WTB.) Tie Verhandlungen der Mehrheitsparteien brachten heute abend das Ergebnis, daß sich das preußischeStaats Ministerium w.e folgt zusammensetzen soll: Mi. i e.p ä ident und Landwirtschaft : Braun, Inneres: Severins, Unterricht: Hänisch, Finanzen: Lüoemann, öffenlliche Arbeiten: Oeser, Handel: Fisckchttk, sZsj lksivöhlsahrt: Steeaerioald, Justiz: Tr. am Zehuhoff. Erklärungen Heruiann Mütter». Berlin, 27. März. (Wolff.: Ter d.uttche Minister des Aenß^rn Hermann Müller er- Härte in einer Unterredung mit dem Berliner Vertreter der „Daily News": De Kavr-Lütttritz- Angelegenlteit erbrachte len dokumen ari chen B- weis, daß in Deutschland der neue Qfrüxmte der Temokratie für immer über den militärischen Geist der früheren Regierung int Oberhand behält. In einer Unterreb.mg mit dem Vrtretcr der „Daily (Thronte(e" ertärte Mül er, die bunELm Tagt hätten fr m eien, drß Deut chlarte feine Klasse nregierung dulde. Tie mora.i 6>*. und materielle Macht habe einw folchm Regierung Widerstand zu leisten. Müler schoß: „Bitte, sagen Sie dem bri i eben Vo'.le, daß Dnttschi md letzt rur die Temokraiie ge ich»rt ist. Ich lwfse, de er B7w.is wird die Wllt r€re.n!na um Wrren- unb Valuta schiebet. Unter den Verhaft .aen beftnden sich auch me./rer: Pe.sonen, ti: wegen slrtsb.irer Handlungen v rfolgt iixt en ober b.reite abgc* urteilt bzw. ausgetvieseu find. Schließlich fhib unter den Festgenom menen auch mehrere russische Offiziere, de mts dem ehemaligen Westrnsiland nach Deullchland g kommen find uno sich hier in durck-aus u:t8iilä]'liger Weite betätigt haben. Die Festgenommenen, etwa 3000 Per- ionat, warben, soweit iie nicht nnd>?r entlassen werden konnten, in dem Barackenlager von Zossen untergebvacht. * Die Kampflagt Münster, 28 März. (WTB.) Der Befehls- Haber des Wcs-rk.eiies 6, Freil-err v. Matter, hat gestern sich persönlich von dem Zustand der dort bisher in schwerem Kampfe stellenden Truppen überzeugt. Die Division Kabisch hatte gestern das Lager Friedrichsfelde gesäubert Aus der Gegenseite große Verluste. Erbeutet wurde eine schwere Feld Haubitze, eine Feldkanone, eine Revol- »erfanone und mehrere leichte Miuemre ser, ferner zahlreiche Maschinengewehre und große Munitions- bestände. Das Einschreiten der Truppm südlich Wesel wurde iwtwendig, um die Zivileinwohner von einer nr-ritetzn Beschießung durch rote Artillerie zu schützen. Die gegnerische Artillerie wurde teils «genommen und mit den Resten soweit zurückge- brängt, daß eine Beschießung Wesels nicht mehr zu befürchten ist. ein Revolutionstribunal in vssen. Berlin, 27. März. (Priv.-Telegr^ Nach dem „Berl. Lokalanz." meldet der „Essener Spartakus", daß das Revolutionstribunal in Esten seine Tätigkeit ausgenommen hat. Es bearbeitet Spionage, Bedrohungen, Angriffe auf Posten, Wachen und Truppen und Plünderungen. Ter Anführer einer Räuberbande wurde wegen Plünderung standrechtlich erschossen. Aus Duisburg wird gemeldet, daß der Vollzugsrat Lebensmittel auf beut Bahnhof und m der Stadt beschlagnahmt. Wohnungen, in denen große Mengen Lebensrnittel vermutet werden, werden durchsucht. Schwere Ausschreitungen in Plane». Plauen i. Vogt!., 28. März (WB. > Am heutigen Sonntag hat der ftomminiiftenftibrer Max Hölz aus Falkienstein unter gewaltisem Andronge eine Ver'anm.ung im ec frriem Himmel vor dem FelsemchlößckZen abgeialtat. Rach em Hölz geipaxhen, zog er mit fünf 2lutomobilen, die mit Maschinengewcklwen büvaiwt waren, zunächst zur Neuen Vogll ändis chen Zeitung, deren Jnnenernrichtmig derart zerstört wurde, daß das Erschernen los Blattes aut längere Zeit unmöglich ist. Viole Drmksachm njrurb.n auf die Str- ß gewvrsen und verbrannt. Später verlangten B roatnrete auf Autos von dmi Kaf.ee-- Hausbesitzer T r ö m e l 10 0 0 00 M k. V ö i c » gelb und schleppten den Prokuristen Rudoft Tr ö- mel als Geisel fort, seine Fvan schloß sich ihrem Qkt.cn freiwillig an. Nackidem 100 000 Mark abgeliefert waren, wurde das Ehepaar frei- gelassen. Line Kundgebung der oberhe?sischen Bauernschaft. Der Hessische Bauernbund, Provinzialverband Obcrhessen, erläßt srlgende Kundgebung: Friedberg, 27. März Tie obertzessische Bapernsdraft erklärt ange,ich:s der außerordentlich g€fälj*rbeten Lage, die dem deutschen Volke, tebem einzelnen Bürger, Bauer und Arbeiter durch den nahenden Bolschewismus droht, daß sie gewillt ist, mit allen ihr zu Gebote stehenden Mitteln Hand in Hand mit der verfassungsmäßigen Regierung die Ruh.' aufrecht zu erhalten. Soll en unvrantwörtliche Clemente die Ordnung und Sicherl-eit in den Städten stören und von da aus llnruhen aufs Land trugen, so muß die hessische Bauernschaft als Abwehr gegen einen unerhörten Terrorismus, der sich gegen die gesamte Bevölkerung richtet, sofort in den Liefer- streik treten, um iten Ausrührern die Lebens- rnöglichkeft abzuschtetden. Alle BedTnten hätten in diesem Älligenblick zurückzutreten Die oberh.'"i'ck»e Bauernschaft steht geschlossen und bereit da und erwartet, daß sie bte Unterstützung Cer gesamten oronungsliebenden Bevölkerung findet. Die Gnfichr von Lkbemmitteln. B e r l i n, 28. März. Wolff.) Beunruhigenden Meldungen gegenüber wird mitgeteilt, daß die Verhandlungen der Reichsbehörden über die E i n - fuhr von Lebensmitteln aus dem A u s l a n d e, wie Getreide, Fleisch, Fett und Mllch zufriedenstellend' verliefen. Allerdings muß bemerkt werde::, daß dtttch die Unruhen in Wesldeutsdstaud die Verhandlungen über die aus Holland cinuiführcnben '23tuen außeiotdentlich erschwert werden. 'JiidX nur der Balrnmwkehr ist sehr unregelmäßig, sondern es muß auch bcrüdfidxtigt werden, daß Holland nickst Willens ist, die Warenausfuhr zu gestatten, toenn es nicht fidjer ist, daß die Waren prompt tu den Besitz der Emvsänger gelangen. Tie Einfuhr der einzufübrcuden Mengen ist daher davon abhängig, daß so fdmell als möglich wieder geordnete Verhältnisse in Westdeutschland herrschen. Gelingt cs nickst, das deutsch' Wirt- fd)aitste und Verkehrsleben mieber in rcregelte Bahnen zu bringen, so kann auch nickst damit gerechnet werden, daß das Ausland dem Deutschen Reick» in der Bemessung der Preise und in den Zahluitgsbedingiingen bei weiteren Einkäufen von Lebensmitteln entgegenkommt. Amerika und Deutschland. Haag, 27. März. (WTBst Wie der „Wienrot Courant" aus Washington meldet, entwarf der Ausschuß des Repräsentantenhauses für auswärtige Angelegenheiten eine Entschließung über die Beendigung desKriegsteu st an- des gegenüber Deutschland und vie Aushebung aller durch ihn verursachen Beschänkungs- maßnahmen. Frankreich und der FriedenSverkrag. Paris, 28. März. (WTB. Die Blätter drücken ihre Genugtuung aus über ine Einmütigkeit, mit der die Wammer durch die am Frntrg angenommene Tagesordnung die Rrgr rui'g ein» geladen l)at, die Durchführung des Friede ilsvertrages zu fo.dern. Tie Zu^immung zu dieser Tagesordnung sei der beste Beweis, daß das Parlament und die gaiue öffentlich Meinung hinter der Regierung ständen, um fi» in ihrer Ausgabe zu unterstützen. Paris, 28. März. (WTB.) HaL^s meldet: Tie Reichswehr truppen setzten ihren Einmarsch in die neutrale Zone ohne (’knefnnv- gung fort. Ter „Petft Pariften" meint, daß mam gels jeder reg lmäßigen Regierung e? wohl die militärischen OberbefelLshaber seien, die eine Lösung der Lage im Ruhrgebiet nur in neuen Kämpfen sähen und den Marschbefehl c,-iben. Tas Blatt glaubt zu wi.s en, dah die fran-öiifch Regierung len, 9Uliierten bereits in« schwere Verg?waltiaung des FriedenSverlrages gemeldet habe, und daß bereit- neue Maßnahmen gegen die dauernden Uebev- tretungen vorgeschagen würden. Paris, 26. März. (WTB.) Reuter. Wie xxx* lautet, haben die Bereinigten Staaten beschossen, sich gemeinsam mit Großbritannien und Italien einer militäri* Hielt Aktion der Alliierten ^u r Auf- rech terhaltung dec Ordnung im Ruhrtal zu widersetzen. FreistaatSwahleu in Danzig. Danzig, 27. März. (WTB.) Der Völler- bintb genehmigte, daß die F r e i st a a t s wa h l e n zur verfassunggebenden Versammlung für den Freistaat Danzig am 15. Mai stattfinden. Oberbürgermeister Sahm wurde zum WahlkomHiissar bestellt. Der Völkerbmid wird sich noch mit der Wahlordnung beschäftigen. Au» Liessen. Abänderung d7s FürscrgekassengesetzeS. rm. Darmstadt, 26. März Dir Gesetz- gebungsausschuß des Hessischen Landtags beriet in zweitägiger Sitzung unter seinem Vor- sitz/enden Abg. Schröter die Regierungsi»rlage betreffend bte Abänderung des Fürsorge- ka ssenge setze s. Die 64 Artikel nebst ein- • gehender Begründung enthaltende Berlage fand nach eingehender Besprechung mit einigen Abänderungen rin stimmige Annahme. Von wesent- tid>er Bedeutung ist ein hierzu von Abg. Knoll gestellter Antrag zu Artikel 54 des Gesetzes, durch den eine Abänderung des Instanzenzuges statt- fii:bcn soll. Danach sollen die anfechtbaren Entschließungen des Venoallungsra es der Gesellschaft nicht mein im Denval.ungs'tiritv-erstih eu, sondern durch neu zu schaffendes Sondergericht, analog den Steucknnsmnzen des Bersicherungs- und Oberver- sickterungsamtes zur Entlchridung ttrnmen. Tie übrigen Aenderungen sind nickst von rvesentlicher B.deutung. Ter Aussckrnß vertagte sich bann bis zum nächsten Monat. Zur Schulgksetznovcll^. Das bischöfliche Ordinariat in Mainz hat sich erneut an das Landesamt fürdas Bildungswesen gewandt und gegen die Novelle zum Hess. Volksschul- gcsetz Stellung genommen. Zum Schluß sagt es in dem Schreiben: „Es wird seit dem Umsturz unserer Verhältnisse ohne Unterlaß genudpu, tote notwendig ernste zielbewußte, opferwillige Zusammenarbeit zum Wiederaufbau sei. Das Hessische Landesamt für das Bildungswesen hat es cm solchen Erllärungen bei den verschiedensten Gelegenheiten nicht seksteE lassen. Dasselbe Landesamt aber hat kein Bedenken getragen, den Zankapfel der Schulgesetznovelle in das Getriebe dieser Tage hineinzuwerfen, wo es doch wissen mußte — auch wir haben sofort unsere warnende Stimme erhoben — wie tief und schmerzlich die Nadikalifterung des Schulwesens dem gläubigen Teile des Volkes, der wahrhafttg nicht der schlechteste ist, wo es sich um die tsorge für das Wohl des Vaterlandes handelt, ins Innerste rinsch.cridet. Di- Bercmt- toorhmg für den neuen Kulturkampf fällt einzig und allein denen zu, die die Zeit der Radi- kalifierung g-kommcn glaubten, nidfi denen die um ihre heiligsten Interessen bangen und sich gegen die Vergewaltigung zur Wehr setzen." ,ii die nicht unerl ^Nachdruck verboten.) Fortsetzung 10 i d chts gehört? (Forietzung felgt.) Die Gräfin. Roman von G. W. A p p l e t o n. in ihr Glas. „Das nrirb Ihnen einen prächtigen Schlaf bringen, imb morgen früh werden Sie wieder ganz gesund und so frisch wie ter fnnge Tag sein." Ta saß sie denn in ihrem Vttte auf und seufzte, aber sie nahm die Medizin folgsam wie ein Lämmchen ein, und sagte „Güt' Nacht", und ich liefe sie allein. Ibtb iw ich heut morgen mit einer Tasse Toe hinaufgch? und mir schon denke, sie voller Gesundl-eit anzutr'ffen, und sehe, daß das Bett leer ist, und nirgends auch nur 'ne Spur von Hrr finde, da hab' ich gezittert ane Espenlaub. Das können Sie mir glauben, ÜKrr Tvkwr! Sie hätten mich umblasen können, fe schwach war ich! Und was ich nich verstehen kann, mischte fttb Mimms radier ins Gespräch, das ist das: du Haustür war verschlossen und verriegelt, ganz genau so wie ich sie verschlossen hatte, als im gestern abend nach Hans Kam. Und das gleiche war mit der Hintertür der Fall. Auch Dann sie nich durch die Fenster gestiegen s'.in, da sie beide auf der Innenseite festgemacht sind, und von den Kamin»n zu reden, wäre dummes Zeug. Wie nun m all'r Welt, Herr Tvkror, hat sie das .Haus verlassen können? Tas is mir unverständlich und bringt mich noch ganz aus dem HäuschQi, Herr Doktor, das dürfen Sie mir glauben! Das glaub' ich auch, erwiderte ich. Gs ist ganz fett dm. Haben Sie während der Nacht gar Die paar Stufen zum Gartentor eilte ich so schnell hinab, daß ich einen VLaun überraschte, der auf der entg genges'.tzten Straßenseite unt -r einer Gaslaterne stand und offenbar mein Haus sorgfältig betrachtete. Er roar in einen langen Pelzmantel aehü It; seinen Filzhut hatte >r tief in die Stirne g.drückt, und auch ganz im allge- weinen ra r ich nach Mimms' Beschreibung überzeugt, dafe der Mann kein anderer war, als der- Kmge, welchen er aus Pontifex Squor’ 19 hin- misgeraorfen hatte. Augenscheinlich überrascht durch mein plötzliches Erscheinen, entfernte n sich eilig, zu meiner Erleichterung in der bem Brfese-asten mtgegengelebten Richtung. As ich diesen erreichte, war -ben ein Postbeamter damit beichäfttgt, den Inhalt des Kastens in seine Ledertafche zu nitbeien. Daker händigte ich ihm das we trolle Srl)riftstück ein rmd kehrte eilends wieder nach Haus-.' zurück Auf diesem Weg^' begegn-te ich keiner Seele. Ich nrufe geilckien, biß mich der Zwischenfall einigermas-en (vunrul.igte. Alle ntdru- Zw ne! an der Wichtigkeit des SclZüststücks, fcvffen ich mich eben glücklich ent.ebigt h tte, nxiren mit ’inem Schlage verwogen. Auf ieb<»n Fall steckt'' etwae über fest, Safe die LlnMrlsgenheit noch nicht erledigt war, weil man von der Karwffelsbelle in Bensbeim noch Aufklärung erwartete, durch Ar beitsüberhaufung war man nicht früher zur Erledigung gekommen. Tas letzte Vorkommnis habe nun zur Sofortigen Suspendierung des W. geführt, l-eidcr haben sich die meisten Anilagepun'kle gegen W. als richtig erwiesen, die Klage schwebe wch Auf keinen Fall habe aber Millster Tr. Fulda auf den Gang der Untersuchung in irgend einer Form einen Einfluß ausgeübt. Minister Tr. Fulda verwahrt sich entschieden gegen die ihm unterstell en Beschuldigungen. Eine Reihe von Zeugen bestätigen unter tÄ di-e kaum glaublichen Vorkommnisse in Lampen- hdm und die Tatsache, daß weder das Kreisamt rn Bensheim, das einfach die Akten tveii ergab noch die Gendarmerie in Lampertheim energischer vvrging, ließ in Lampertheim allgemein die Vermutung cmfüommen, daß Minister Tr. Fulda den W. unter frühe, ponst könne er aus die Tauer nicht fe rückichtsios toetcffxnifen. Ter Ange.lagte Dr. Z. erklärt, daß er nur int Interesse der Mge- meinl?eit gehandelt habe, ohne die Absicht, den Minister zu beleidigen. Ter Minister le'hnt aber wegen der Schwere der Beleidigung ben Vergleich ab, den der Vorsitzende vorschlug. Der Vertreter der M'llage beantragt in seinem Plädoyer eme Geldstrafe von 500 Mark, wozu die nicht unerbp“ lichen Kisten kommen. Der Verteidiger des An- Ein Schreibe« de» Abg. Grünewald. Wir haben in unserem Bericht in Nummer 73 über eine demokratische Parteiversammlung in Gießen auch eines Briefes des Abgeordneten Grünewald Erwähnung getan, der vom Vorsitzenden der Versammlung vorgelesen worden war. Herr Justizrat Grünewald ist der Meinung, unser Bericht könnte so aufgefaßt werden, daß er mit der Unzu-- friedenheit einverstanden sei, die gegen Regierung und Parlamentsmehrheit bestehe, und er «bittet uns darum um vollständigen Abdruck seines Briefes. Wir kommen diesem Wunsche hiermit nach: Ich hätte gerne der heutigen Versammlung beiaewohnt, darf aber vorläufig das Haus noch nickt verlassen, nachdem ich neuerdings wiederholt erkrankt war. Ich freue mich sehr, daß unsere Partei dazu beiträgt, Aufklärung in bi? Bevölkerung zu bringen. Sie hat sie bitter nötig. Im vorigen Jahre habe ich an ben Herrn Rektor einen offenen Brief gerichtet, in dem ich dringend mahnte die Weimarische Regierung zu stützen und in ihr, gleichgültig von welchem Parteistandpunkte aus. den einzigen festen Punkt zu erbieten, an der fick unser politisches und wirtschaftliä)es Leben wieder aufrichten kann. Am 19. November 1919 habe ich ebenso eindringlich gebeten, man solle die Angriffe auf die Regierung und auf die Parlamentsmehrheit unterlassen und man solle nicht glauben, daß eine andere Regierung nun plötzlich die Krankheiten heilen könne, an Denen un)er Volk leidet. Alles vergeblich! Mehr als irgendwo im Reich- Hat man sich in Gießen darin gefallen, auf die Parlamentsmehrheit, auf die Regierung, auf die Juden, auf die Steuern zu schimpfen, nach Neuwahlen zu rufen und man hat ganz gewiß dazu bei getragen, den Nährboden zu schaffen für die Gedankengänge, die in den Köpfen alldeutscher Fanatiker und kurzsichttger Militärs auftvuchsen und zu den Verbrechen geführt haben, das die jetzigen Vorgänge zur Folge hat. Heute vor 14 Tagen bin ich von Berlin zurückgefahren, noch erfüllt von einer Unterredung, die ich mit Herrn Schiffer hatte, und in der er mir außerordentlich viel Tröstliches und Erfreuliches über unsere innere und äußere Lage mite geteilt hatte. Einen Tag später brach das Unglück herein, für welches ich Iden verantwortlich halte der sich an der Hetze gegen Misere verfassungsmäßige Regierung beteiligt hat, Alldeutsche, Vater - lanbsparteller, Deutsch-Nationale und auch einen großen Teil der Deutschen Bolkspartei. Möge es uns gelingen, auch diese schwere Prüfung zu bestehen und möge die deutsche Demokratie, von der nach meiner innersten lieberzeugimg einzig und allein bas Wo^ unseres Vaterlandes abfyängt, gekräftigt aus diesem Kampfe hervorgehen. Wir haben über dieses hier berührte Thema wiederholt auch unsere Auffassung den Lesern vorgelegt, und wir sind der Meinung, daß der Wunsch nach Neuwahlen, der von rechts wie von links in der Nationalversammlung vorgebracht worden war, von der Regierung und den Mehrheitsparteien hätte erfüllt werden sollen, gerade um Putschstimmungen und politischen Gefahren vorzubeugen. Eröffnungsfeier des Liebig-Museums. Die Erhaltung einer weltberühmten Kulturstätte ist nicht nur eine Aeufterung der Pietät für einen verstorbenen Geisteshelbe t, sie ist vielmehr, besonders in jetziger Zeit der Regenration unseres armen Boltes, geradezu eine unbedingte Notwendigkeit. Die Gesellschaft Lisbig-Vkuseum, vortrefflich geleitet, hat sich ein unsterbliches Verdienst für die Förderung einer Wissenschaft, die für Stadt und Allgemeinheit von größter Bedeutung ist, erworben. In letzter Zeit verteilst die Gesellschaft zum Ansporn für chemische Arbeit für dve Fugend Preise von Bolharbs Biographien, ferner jährlich eine Plakette für Verdienste um die Geschichte der Chemie. Die Volksvorlesungen naturwissenschaftlichen Inhalts sind gevadezu als eine Erbauung für uns zu bezeichnen. Kein Wunder, daß die Eröffnungsfeier einen glänzenden Verlauf nahm. In der neuen Aula leitete die Regimentskapelle mit der Ouvertüre aur Oper /Don Juan" die akademische Feier würdig ein. Hierauf begrüßte der Rektor der Lanbesuni- versität Prof. Dr. Kalbfleisch im Namen der Ludovieiana die erschienenen Gäste aufs herzlichste. Nach Erwiderung derselben von Seiten der Ge.ell- schaft Liebig-Museum vertreten durch Geheimrat Prof Dr. Sommer, überbrachten Herr Präsident des Lau besamtes für das Mlbunc^wesen Dr. Strecker die Glückwünsche der Negierung, Herr Oberbürgermeister Keller die Grüße der Stadt, Geheimrat Prof. Wöhler die Glückwünsche der technischen Hochschule Darmstadt. Alsdann fanden die offiziellen Festreden statt, die tote folgt verteilt waren: 1. Geheimrat Prof. Dr. Elbs: Liebigs Bedeutung für die reine Chemie, 2. Geheimrat Ö Dr. G iseviu s: Liebigs Einfluß auf die wirtschaft, 3. Prof. Dr. Bürker: Liebigs Bedeutung für die Medizin, 4. Chefchemiker Dr. Buchner- Hannover: SiebigS Einwirkung- auf die technische Chemie, 5. Geheimrat Prof. Dr. Sommer: Geschichte des Liebig-Laboratorinms. Zahlreiche Glückwunschschreiben von deutschen und österreickstschen Universitäten fegten Zeugnis ab von der Würdigung der Rekonstruktion des Lie- biy-Loboratoriums. Die akademische F ier schloß mit dem Marsch „Große Zeit, neue Zeit" von Brase. Bei dem anschli'ftmden Essen im Hotel Ein- hom wurden zahlreiche Trinksprüche ausgebracht. Beigeordneter K r e n z i e n sprach auf die Universität, deren Vertreter Geheimrat Prüf. Dr. Gi- sevius bi schönen Worten Herrn Pros. Sommer feierte; ferner sprachen, für die Universität Marburg Prof. Tr. v. Anders, für Frmttsurt Prof. Mayer. Nach Besichttgung des Liebig-Museums, die unter Führung des Geheimrat Sommer stattfand und allgemein befrfcirigte, schLoß sich ein Ausflug auf die Liebigshöhe zum Kaffee an. Der eig-aitliche Festakt wurde am Mtenb durch die Veransal'ung im S'abtth-aer weihcvollzum Abschluß gebracht. Alles liatte sich auf diesen Abend sckwn lange gefreut und die Erwartungen bet Besucher wurden aufs angenehmste durch die Dar- bietungen übertroffen. Nach einleitender Musik, die ans der Oper „Meistersinger" entnommen wurde (Dirigent Herr Obermusikmeister Löb er) ergriff der Festredner des Abends, Herr Tr. nteb. F. F. Werner das Wort, nm Liebig in begeisterten Worten zu feiern. Nach der Ouvertüre Lsonore und nach Spiel der Löberschen Sckillersansare erschien der Sprecher des Proloas Herr H. Noe- bert zum Festspiel des Abends „Ter chemischen Hexenküche", verfaßt von R. Sommer. Tie Aufführung des Festspiels war der Glanzpunkt des Abends. Wull'Il selten ist ein solcher nicht endenwvllender Beifallssturm über das ausverkaufte Haus ba’bingegangen. Herr Sv m - me r hat es in geradezu meisterhaft verstanden. nicht nur ben Werdegang Justus Liebigs und sein Leben in diesem Stück wieberzuspiegeln, sondern auch die lotalgeschichllichi' Seite in schön« Form zu berücksich igen. Ms im 3. Akt bei bei» stimmungsvollen Bild des Gleibergs umrahmt Vv» Gießen, die lieblichen Kinderstiinmen des von Herr« Summer gedichteten Gleiberg-Liedes sangen, erhob sich sogar der Beifall auf offener Bühne. Särnt- Tarsteller des Abends hatten sich vorzüglich in ihre Rulle hineingelebt. Tie Regie lag in den bewährten vorzüglichen Händen Herrn Vulcks, Justus Liebig wurde durch Herrn Eisvlt in Gestalt und Spiel lebendig verkörpert, Mephisto war durch Herrn Weber, die Hexe der Fr. Rammel fehl gut wiedergegeben, der Erdgeist fand in Herrn Nuebert einen vortrefflichen Darsteller : Bürgermeister Ferber war in lebens- ähnlicher Gestalt und glänzendem Stiel durch Herrn Volck vertreten; die fünf Gießener Bürger wurden durch Lie Herren Feder l i n, Leut heiser, Harschan, Hellborn Pid Stichel humorvoll gespielt. Alle Mi nüttenben hier auszuzäUen, ist nicht möglich, nur sei noch Fr. We r n i cke als Lehrerin rühmend erwähnt. Die geformte Feier, die besonders für unsere Stadt einen ruhmvollen Glanzpunkt bedeutet, hat doch die Stadtverwaltung in dankenswerter Weise den hohen Betrag von 5000 Mark gestiftet, wird allen Teilnehmern in schönster Erinnerung bleiben. ** Der Frühling spazieret durch die An . . Aber er ist nicht mehr der kleine schüchterne Musw Dveikäfel-vch, der vor Tagm noch leise durch die Fluven trippelte, bei jedem Schritte sich ängstlich umschauend, ob nicht der alte Gries- zgram, Herr Winter, hinter chm stehe, ihn mit eist- Ißiem Nordost anfaudfe oder ihm eine Handvoll Schnee imb Regen m den Nacken werfe. Er ist jetzt eilte anspruchsvolle Ho!eit g»worbn: ferne Majestät der Frühling, der nun auf goldenen Sonnen - wagen fein Reich besichtigt, und bte Sonnenstrahlen, ferne kleinen Herold-?, durch die Lande sendet, um federn Baum und Strauch aufjuforbern, daß er fein Feiertags kleid an lege, seine tausend imb taufend grünen Wimpel lLvaushange. Sein Triumph- »ig burch die Welt ist lauter Jubel. Es jubeln die Mesen, die sich in ihren schönsten grünen Mantel gebullt haben, der breite Sonnenstrom, die Lerche mit ihren gefieberten Gesellen, es jubelt die Lahn, die vvm frühlingsweichen Marzhauche blank ge- Hafen, wie ein silbernes Band das Dal burdjp sschlängelt. Keines Menschen Herz kann von dieser 'jatufoenben Frühlingswelt unberührt bleiben! «Gin jeder muß hinaus, muß sich mit eige- men Augen von all dem Sprießen und Weimen überzeugen, muh in tiefen Zügen den Schollengeruck der Frühkinyserde trinken. So ftrMte denn gestern am Palmsonntag alt und rung vtS Freie. Fast ganz Gießen war auf den Beinen. Parterre und Ränge des Stabtkhxtters gähnten in beängstigender Leere — das Naturtheater des Frühlings war eine übermächttge Konkurrenz. Meist beschränkten sich aber die Spaziergänger und Ausflügler auf die nächste Umgebung. Ter ettvas toetterroenbifcbc April ist allzunah. Manchem ihallte noch der für diese Jahreszeit ungewohnte Donner in den Ohren, der am verregneten Samstag mittag ängstliche Gemüter erschreckt 'hotte. An - Ameisenstraßen erinnerten die Wege nach dem Schisfenberg, Gftiberg, Heuchellieimer München, Karlsru'he usw. In den Gärten konnte man bereits Lebereifrige sehen, die trotz des Regens am Samstag sich 'hemdsärmelig und schwitzend an der Pumpe obmuhten. Doch die geputzten Müßiggänger befanden sich nt überwiegender Mehrheit. Als die Dämmerung langsam aus den TLlern in die Hölle kroch, als sich dve weiche sternbestickte Samtdecke der Nackt über btt* Erde legte, als der Mond milden Glanz verbreitete, da war der sonnenjauch- Seude Tag Von einer vielleicht noch schöneren Frül>- Üugsnacht abgelöst. Einer weichen lauen Nacht, flj wundersam still, daß man auf die Stille horchen mußte .... ** Aus dem Stadttheaterbureau. Wir weisen nochmals auf die heute und morgen abend ftaltfinbenbcn Vorführungen der Original Oberammergauer Passionsspiele hin. Die Vorfül/rungen beginnen abends 7 Uhr (nicht wie irrtümlich aus den Plakaten angegeben 8 Uhr). Karten sind an der Theaterkasse zu haben. ** Ausnahmegerichte. Durch die Aufhebung des verschärften Ausnahmezustan- bas sind auch die durch das Ministerium eingesetzten Ausnahmegerichte hinfällig geworden. Die Verhandlungen gegen die wegen Vergehen gegen das Gesetz bisher Verhafteten und in Voruntersuchung- Befindlichen werden durch den Oberreichsanwalt in Leipzig geführt, der weitere Anordnungen zu treffen hat. ** Zei tfreirailligc! Arbcitt ejmtrn, bu sich m den Dienst der EHiravhnerwchc, brr Zeittrei- ivilligen oder der technischen slte>ttst1f>; gcftellt haben, kann von den Arbeitgebern mis di'iem Anlaß nicht gekündigt werden. Die Arbeittirhrnec gelten für die Zeit Uwes Dienstes in brr EnrraolM'nvehr, in Zeitfr ei willi genfvrmatiouen oder technisck>er Not- hilse als von ihrer jetzigen Dienststelle beurlaubt. Lo-i/nkürzmigen b re.i nicht r Gesund eit und körre.- licher und gei'iger Friickx bt1 Eheleute Ptch.ipp Pfeiffer und Eli«abeth geb. Leib von Kfeosdorf. **DemokratischePartei. Morgen Dienstag, abends 8 Uhr, findet im „Aquarium" ernc Mitgliederversammlung mit wichtiger Tages-orbnung statt. Kreis Büdingen. — Büdingen, 28. März. Die unberechtigte Ausfuhr von Brot durch Hamsterei und Schleichhandel aus dem Kreise Büdingen hat einen solchen Umfang angenommen, daß die Brotversorgung der Kreiseinwohner ernstlich gefährdet ist. Das Kreisamt hat infolgedessen die Abgabe von Brot an Kreisfremde untersagt. Kreis Friedberg. — Bad-Nauheim, 28. März. Die Hotel- und Gasthausangestellten sind in eine Lohnbewegung eingetreten, weil die Unternehmer die Einführung der festen Entlohnung und die Wschasfung der Trinkgelder ab- lehnen. Sie wollen nunmchr ihre Forderungen durch Arbeitseinstellung erzwingen unb haben ihre Orgairisationsvertretung mit der Durchführung des Kampfes beauftragt. Fauerbach v. d H., 25. Marz. Gestern nacht wurde in der hiefigen Ki r che em» gebrochen. Dte Truhe, rav in sich Albarvrckm und AbendmMsgeräte befanden, hwausgefchasst. Man sand gestern die leer? Truhe am Ende der Kirsckbanmallee bet Straße nach Langcnham; tn,' Hostiendose h-rtten die Einbrecher ebenfalls weg- geraorfen. Im Laufe des heutigen Tages fand man gleichfalls die AbeiHmaAsgeräte im Felde zwischen hier und Ztegenberg bei einer Sämaschine. Dagegen sind die Decken verschraunden. — Auch in die Kirche in dem nahen Münster war gestern nacht ein Einbruchsversuch gemacht worden. Tort wühlten die Spitzbuben die Altardecken w© andere Sachen durcheinander. Glücklicherweise sind m Münster die racrtool en Kircheng räte in Verwahr des Pfarrers, so baß dort bie Rohlinge mit leeren Härchen abziehen mußten. Beleidigung durch die Presse. tm. Darmstabt, 25. März. Wegen Beleidigung des Ministers Tr. Fulda durch die Presse stand heute der seitherige Sofalrebaftair des Tonnst. Tä^. Anzeigers Dr. Zell fei der Vor der Ijiefigm Strafkammer. Er ist beschuldigt, durch einen Artikel am 7. Februar ds. Is. sich, wie schon früher, über die Mißwirtschaft des inzwischen vvm Amte enthobenen Bürgermeisters Würtenberger in Lampertheim beschwert unb habet dem Minister des Innern vor- geworseu haben, daß er parteipolitische Interessen vertrete, etn Auge zabrücke, die Vorgänge zu vertuschen mche refo. a-us falscher Scham parteipolitische Interessen habe walten lallen. AmtS- Mwichtsrat Tr. Mickei vertritt bie Anllage, Dr. Juldo ist als Nebenkläger zugelassen. Ans der Beweisaufnähme ging hervor, daß der seit dem Umsturz zur Herrsck>aft gelangte Bürgermeister Würtenberger nach kurzer Zeit, obwv'V er als Demokrat gilt, mit Unterstützung von 6 rnebrheits- fiozialisbischen Gerneinberäteii eine willkürliche Pro- tektionswirtschaft verwerflichster Art betrieb, indem er Lebensrnittel zunächst mit Hilfe des vom Reich gekauften Specks in großen Mengen an Freunde zentnerweise abgab, auch Kartoffeln, Mehl usw. in willkürlicher Weise an Freunde lieferte, daß er wilde Z garrensabrikativn mit geschivärztcm Tabak, Sckäcbereien aller Art und Schleichhandel betrieb und der Schwarzfchlächterei dringend verdächtig ist: auch hat er in zwei Hüllen dortige Be- wvhsier, darunter eine Fran, ine sich bechwerde- führend an. ihn wandten, gevhrfeigt. Er ließ wer ter zu Unrecht einen Teil der Wohnung des Arztes Dr. Oelemaom wiederholt beschlagnahmen, mußte fie aber wieder freigeben. Alle diese Vorkommnisse hatten fdjon zu großen Pressefehden in Lampertheim geführt, die auch vvm Dägl. Anzeigir auf gegriffen rourbeu, wobei der Angellagte in st- f am men vier Artikeln die Suspendierung des W. verlangte. Als nun W. soweit aing, am 3. Febr. ds Is. 176 KLo Sumatratabak, bie ihm be- scklagirahmt worben waren, mit Gewalt aus der Güterhalle herauszuholen imb den behütenden Bahnbeamten dabei verletzte, erschien der erwähnte Artikel, nadjbcm sich herausgestellt hatte, daß die beim Kreisamt eingeveichte Beschnoerbe noch beim Ministerium in Darmstadt lag unb keine Aussicht auf Abhilfe schien. Beide begannen zu gleicher Zeit auf mich emzn- reden. Aber Mimms wandte sich dann an feine Frau unb sagte, indem er sie mit dem Ellbogen .rurückschob: Schweig jetzt für einen Augenblick still, Mathilde! Laß mich zuerst reden, ich bitt' dich! Alles is drunter unb drüber bei uns, Herr Doktor, ja, alles drüber und brunter. Mit einem Wort: bie Gräfin is ausgeflogen, zum raenigften is sie weg. Meine Alte ging heut' ton immer des Morgens hinaus, um ihr den Tee zu bringen — Und die Gräfin, unterbrach ihn feine Frau, roar versckMnnden. O Gott! Es 'hat mir einen folclfen Sckflag versetzt, als ich das Bett leer fand unb bie Zimmer in entern feldxn Zustand, rate Sie nie roas gesehen haben — alle Schachteln unb Koffer atifgertssen unb Hie Sachen über dm ganten Fusboden zerstreut unb, meiner S-el-, ich glaub', sie hat noch nich mal 'ne Nadel mitgenommen. Wie merkroü'ckig! entgegnete ich. Si? habnt ihr, wie ich an nehme, das Schlafmittel gebracht, das ich Ihrem Mann mitgab, nicht? Jaraohl, Herr Doktor. Ich hab's sofort selber hitiaufgetr.agen unb mit meinen e^gennt Augw gesellen, roic sie s einnahm. Si lag kereits im Bctt und roar offenbar fürchterlich aufgeivgt Ich fegte zu ihr: „Regen Sie sich nicht so auf gnäb'ge Fr.tu," sag' ich. „Di is bie Arznei, dve Ihnen her Herr -^oftor verschrieben unb »ben gt» llh'ckt hat," und bamü schüttete ich die Meviztn Mttö Gießen, den 29. März 1920. Gültige Lebensmittelmarken Für die Zeü vom 29. März bte 4. April 1920. Brot: 1850 Gramm Brot ober 1370 Gramm Mehl. Brot Kllogr. 1.25 Mk.. 80proz. Weizen- brotmebl Kllogr. 1.50 Mk., 90proz. Weizenbrot- rrreÄ Kllogr. 1.44 Mk. Butter: auf Marke 13: 125 Gramm Margarine zu 2.25 Mk Fleisch: Wochenabschnitt 13. Metzger für Fremde: Gust. Müller, Bahnhisstr. 34. Zucker: für März 1920: 750 Gramm Zucker. Nährmittel für März 1920 Marke B: 250 Gramm Gries, 1 Paket Kindergerstenmehl oder 1 Paket Dr. Klopftiers Kindernahrung. Nährmittel und Zucker für Zuge- jogene: A. Geiß?, Selterstoeg, A. Plack, Neuen bSöue 17, K. Seibel, Frankfurter Straße 39, Schade u. Füllgrabe, Ludraigstr. 20, Jvh. Bogel, Schützen strafte 5. Zucker für Kranke: E. Fischbach, Sel- tersweg 24. Mehl für Kranke: PH. Ganz, Dammstraße 34. Nährmittel und Zucker für Fremde: Kaisers Kaffee-Geschäft, Ktrchenplatz 11. Seife: Marte für März: Anteil 125 Gramm K.-A.-Seifenpulver, das Pfund «u 2.10 Mk. ** Städtifche Sees i sch-Verkaufsstelle Morgen Dienstag kommen von 9 Uhr vormittags ab rn den Markllauben Kabliau und Schellfische ^um Verkauf. ** Milchversorgung. Infolge uw- gemrgender Zufuhr von Milch konnten Sonn- taa, 28. Marz 1920, die auf 3/4 Liter lautenden Milchmarken nicht beliefert werden. Beranftallungen. Montag, 29. März. Stadttdeater, 7 Uhr, OberammergEr Passions pfele. — Gi.'ßener freiwillige jfeiivrtoebr, 8 Uhr, Mmiatsoersammlung bei Kamerad Schmid, Löwengasfe. — Lichtspieltheater wie geltem. Wichtiges bi rin, unb ich begcrmt, mir Geb in k n darüber zu machen, ob ich nicht selber tu die Geschichte verwickelt fei. In gerolltem Sinne war ich ganz froh, in diefer Nacht ti!4 zu einem firith geölt zu werden. Tie Vorfälle des vorherg lienden Abends hatten aus meine Nerven etnm g öfteren Embruck gemacht, als ich für mög ich re ?ilten hätte. Ick mußte, um einschlafen zu können, zur Lektüre greifen, und bann noch verfolgten mich tmfregenb’ Träume. Meine Haushälterin weckte mich um halb acht Uhr am folgenden Ndorgeu. Es wartet em Mädchen unten auf Sie, Herr Toktor, sagte sie. Sie ist febr aufgeregt unb fegt, sie müfte Sie sosvrt sprechen. Mimms heißt st», Herr Tv ttvr. In einer Minute komme id), gab ich zur Antwort. Anna roar, wie ich feitb, wirklich aufgeregt. ,£), bitte, Herr Tvkwr," stammelte sie, „bie Gräfin ist verschäumten -- auf w fett ame Art oer* sckrounden — unb all ihre Koffer imb Sacli-n sind b.irchwlll/ll tovrtm, und ihr g at'Aj Zimmer is rn 1er g öfeje ’ Uno b urng unb Ba e- läß! ftagvn,. ob Sie nich sogleich ..... ‘ammzn mArbh'n •>** V®**™- njritt ^njt, \°? 6371 ^*mrVT^tnq bm 8 April aus ödr e.inft,v:a<>r In narbet tat, im Qktgenxib zu tcntaort werben. * der MehrlZttt te r In ter .'ssen len. 2-ie Hanprmn''ätze sanden ro^.'vr in Werten mit ausländischnn Br. X. Hanau, 28. Mdz Ter l&mfmann Stür nfrTTT* Stür. aeschmack statt, so in Ctaoi; die Vlntcde fliegen Zelrtze der (Srtaubms bis 1270 Mk.,, die Ojenufeidrine bis 820 Mk Auch Wo ift die Frankfurt a. M., 29. März. Geld Brief 27.3. Berlin, Vermählte Wir «a ilen hohe Preise'. 8494 «ießen (Kirchstr. 131 ), 27. März 1920 Statt Karten. ! Srohen-Linden, den 28. März 1920. uoe ßroiitr Lamins OTtöSl au vermieten Angestellter der iXirma hiitne 14. 3450 Neuenweg 33. 1298,50 1301,50 1298,50 1301,50 1313,50 1321,50 1318,50 1321,50 414,60 382,10 295,20 74,90 524,50 882,10 374,60 290,20 75,10 529,50 382,90 375,40 290,80 75,35 530,50 Ibrich . . . . Amsterdam . Kopenhagen. Stockholm. . Wien . . . . Die glückliche Geburt eines gefunden Jungen zeigen an Gütervorsteher Georg Röder und Frau Tilli geb. Kretzschmar Marktkotierungen. Datum: Hans Ries Lina Ries geb. Bätz Hebernfl dort, wo eS nllt, ©reife, flinber, Ät nnf e, trauen und Wöchnerinnen vor den Folgen des Streiks au betvabccn. Mu»fuutt: Crtdar. ©ießeu, Oft Anlage 11 I Fernsprecher 2038, 2050. M,l) Technische Nothilse tätig? Z XihütnlnN f lüBHitn i Buivluer nr Zahn- und Musdphege Or.lxon-Muadw.-Kabeln L cmpt Med.-Drog. 1 \z.ired^Wz V Die glückliche Geburt einer gesunden Tochter zeigen hochersteut an Mühlenbesitzer Karl Amend u. Frau Emma geb. Schimpf. Gießen (Hammstr. 12), den 28. Marz 1920 ...............................................Ä21X Z-MM zur 3lganenifltiriranon geeignet in ©leiten ober Um gegend ver sofort gesucht. Schriftliche Angebote mit Breis um. 05568 an denGteß-Anzeiger Aubussens antike Gobelins Nur guterbaltene Stücke kommen in Frage. Offerten schnellstens mit Größen- u. Preis- angabe erbitten 8507 Krisch 8t Cohn, Berlin W 8 Rronenftr. 60, Telephon Zentrum 674. M Uatent- 9o i-SWW durchlocht. lackiert. Olröne 41 cm Quadrat, cmvneblt Ludwig Kemmer tff»«rrb. M11 26.3. 7,65 3,65 8,— 6,40 Drüffel-Auttv-rpen . 549,50 550,50 544,50 545,50 Thristiania...... 1398,50 1401,50 1408,50 1411,50 Kopenhagen..... 1373,50 1376.50 1388,50 1391,50 Stockholm...... 1593,50 1596,50 1598,50 1601,50 Helstngfors Italien . . London. . New«'York Paris. . . Schweiz. .- Spanien . m»u" l ’&>• | -i* WM I ai 415,40 382,90 295,80 75,10 525,50 Wir Kahlen hohe Pro 1 *eI Devisenmarkt. Geld Brief Datum: 26. März ■Ki mu.w., vv.«. im whöc ver kmmiOTiis MDi V•anbei mit Tubak unb Zi euren yu sein, etiva eO 000 fligarren nach unb nach angefauit unb rach Eschweqe toeitrrwrtauft. Ton wurden tue Li-arren beschlagnahmt Tas Schöt'cngericht ver- tirteilte chn zu 3000 Mark Geldstrafe, seinen Schwi-gerv-tter Becker wegen Beihilie zu 10X) Mark Geldittase. Tie beschlagnahmten Zigarren raurben emge-ogen. ftür Taoezierer unb Möbelgeschäfte emvfeblen PöibMäI und Dekorationen in gut FriebenSinateitalien in all. Warben u. Ausfuhr. Posamenten- u. Stickerei- Atelier Lndwte Hc3 ft Co., Friedberg in Heffen, Hanauer Strane 3. *><> ioi’. lebt unzureichende Vostverbintnmg verschiebt ■ Hc Absendung der Schlnßscheine von einem Tag Wien (altes) . . . . Deutsch.Oesterr. abg. ‘Prag......... Budapest....... Bulgarien...... Konstantinopel. . . . Stadt-Theater Illen Herrschaften, die durch ihre Unterstützung uns u dem günstigen (Erfolge des Künstlerfestes Der- .olfen Haden, sprechen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank au«. Personal des Stadt-Theaters. 3. A.: [«ne • Adolf Falken. Richard Hellborn. -1 I ASM! MülhMslhM! Wir kaufen: Frankfurt a. M , 29 März. Getreidemarkt. Tie bessere Beurteil mtg der politischen Lage führte zur Befestigung verschiedener Artikel. Bei mäßigen UmsÜtzen [teilte sich der Preis für Vater ettoas höher, da sich einigt Nachfrage ein- stellte. Es waren Reflektanten am Mattle, sb u. a. auswärtige MüWen, für di? aud) qrfkmft wurde. LLlstmsrüchte erfuhren ebenfalls mäfcige Erholung. Bei guter Qu-llftüt waren Biktoriaerl>sen gesucht. Seradella bleibt still. Auch in Sämereien macht der Handel nur langsame Fortschritte. Strvb bleibt ML ItUNtzsbild.) kleschäft im allgemeinen ruhiger geworden. Die ift tn,dtaU&frr “«mldwch Warnung! flcb warne j. Dame u. 6rrrn vor d. Ausrei ten lecgraucn Haare Mein Btilfun, keine ,Varbe, gibt ncint. d. Haar d. frühe re '-itic, Glanz und Farbe viader. 1 Orig.-Fl. 6.50 SC aeg. Nachnahme nur Ilm durch Gnudcrlach, raiklwrl a. HI. 111, Neue die W Sw b ?rulbfl durch h «g MlrMt äa,si‘ Bürgerin et» Zperlheim j des Jnnmi »■ vrteipolilische flnia »rück, bieloÄ alschrr Scham ter; alten lass«, fal itt die Qnflagt, t öMlassai. Li-1 r, daß der [dl k langle Bürgemch Zeit, obiwA rr j ung von 6 mthrir- eine willkürlich ter Art betrieb, ii?« Hilfe deS Dor h Mengen an nlofseln, Mt-1? jratnbe lieftr? \ n mit *.?:• rt unb Sch!?^? - ichlerei bringt1 r- Sport. Bad-Nauheim, 27 März. In der lebten Äersammlinlg des Sportvereins wurde bffchlo sm, u4i der Berern für den Fall, datz der Staat 018 m $ro;c[t norrtegeniie Stadion bauen läjjt, bei iShrlich aufzubringenben Pachrsumme 1L000 Mk, übernimmt. Als Betnngrmg stellt der lürreht, bitt ihm das Stadion für 12 Sonntage im Sommer und für die Wiittersomitage ganz zur W r*erfüginiq gestellt nxrb. Der Bau des Sta'nons Wsoll 600 000 Mk kosten, für Zins, Am.irttsati>n Wirb lährlich 40 000 Mk. auf-ubringen. Die noch kllnitk’ti 25 000 Mk werden durch and!re Bererne W — genannt wurden Turnverein 1860, Hottna usw. ■ — gedeckt In der Anlage des Stadions sind oor- Wlchtstg vorgceien Spiel- und Uelnmgsvläv', eine H Laufbahn und eine Nadvennbahn. Die Anlage in er ■/’ Pserderennbatm steht für später in Ausrcht. Ilm den gmrzen Blak ziehen sich Zuschauerplätze, die trilweite überdacht sind Im Proiekt sind ix>r» afiflxm, 1500 Sitze und 8-—9000 Sirchvlätze. Dv; bicberlicitr, itrlcbc der Staat für die Bau lumme von 600 000 Mk fordert, sollten durch Garantie- f Zeichnungen ausgebracht werden. (£me Anzahl Aer- emc nnb Ztbiloersonrn haben sich -erboten, Srcher- heit zu leisten. Neu-Guinea fest, 1080, ferner wiederum Südsee Phosphat 2800, Dentsch-llebersee-^liktri.ttät weiter gebessert aus 1510. Solontaiantetlc 11 OVO, Scban- tung 620. Deutsche Petroleum 698, Steaua 1460 Lebhaft und fest verkehrten llanadaaktien bis 1500. Aber auch Baltimore waren fest, 429, obnwbl die Bereinigten Staaten wahrscheinlich dem Clearingverfahren fernbleiben unb obwohl der Dollarkurs hier schwächer mürbe. Kupons von Sao Paolo 270 Held, chilenische Hyvothekenpiandbnefe 575, also abermals gebelfert Lombarden 51,75, Anatolier 95. Lickt und Kraft 10 Proz höher, also 134, weil gegenüber dem Frankenrisiko auch Ba- lutareserven vorhanden seien. 4»/,pro;. Mexikaner 575, Orientbahnen schwacher, 225. Deutsche Montanpapiere, besonders Harpener und Hösch, prozent- weise gesteigert. Waldhos 841, Stettiner Bnlkan 292. Heimische Anleihen uneinheitlich. Zn Stadtanleihmt bah*n ausländische Käufe erbebnd) nachgelassen, so dah die Stimmung unsichn ist, ähnlich wie z. Zt. in Htzvochekenbankobligatiorten Auch preußische alte Anteilnm abbröckelnd, 3proz. 64 25, 4proz. 76,75 Dogegeit waren Neichsan- leihen fest nnb höher, so 3proz. 77.25, 3'/sProz. 69.75, Kaliwerte ziemlich fest. Auch am Lassa - markte war das Geschäft ruhig, bas Kurs- nifreau im allgemeinen behauptet handel. 27. März. (Börsen st im- An der Börse ist das iTnieigt. tir-w. esÄaW^. W ffie bifit W- cm W t Lngcklagte w ü. ym, am 3. j? itabat, dir mit Öeroalt pl ■ unb den beM erschien dec enr:* «t bitte, «d- ag unb fcuif Reib |W‘W der Arloff erwartete, W nicht im M Auliinm.. ienmg des S «•- i MilageouM/ ■ MiuM £t J fuchM ZN U6 01153652;- cntichiäett geP 1 n MunM w. « fti'^ »Ä ' •’S™4?, che" ß f «iM MH Sofort ober soäter 4-5räumi(|e®oönHn|| von ttnberlofcm Sbcoanr gesucht. Schrtf-l. Änaeb. nm. <'5311 an b. Gletz. An». StnberL Ebevaar sucht 2-3-3immcr» Wobnuita mit Küche itt ruhiger Vage der Stabt. Schr. Angeb. uut 05323 an d. Gieß. 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Der Abbaltung icher Bersammlungen stehe nicht» entgegen; das freie Wort solle auch niemand beschränkt werden. Da jedoch die (hnberufer der beafchcbtinteN Versammlung in nickt mißzuverstehender Weise zum Ausdruck gebracht bitten, daß sie einen Umsturz erstreben unb eine Räteregierung err'chten wollen, müsse er alle orbnung5liebenben und besonnenen Elemente ber Einwohnerschaft vor der Teilnahme an diesen Bestrebungen nachdrücklich warnen. Die Einwohner des Gebiets der zukünftigen freien Stadt Danzig müßten sich zuerst vor Augen halten, daß nur bte Aufrechter bal tu na von Ruhe unb Ordnung ibm die Erfüllung teil, dohen Aufgabe ermögliche: die Selbständigkeit Danzig» E bewahren und die Grundlagen für fernen roirt- -aftlichen Aufschwung und für eine bessere Zunft seiner Bewohner sicherzustellen. Gewalttätigkeit und Umsturzbewegungen hingegen könnten den wirtschaftlichen Auft'chnmng und die politische Selbständigkeit Danzigs schwerer gefährden, als es einzelnen Teilen ber Bevölkerung Danzig- bisher zum Bewußtsein gekommen zu fein scheine. Tower ermahnt nochmals die Teilnehmer an der Ber- sammlunq, sich jeder öftenllichen Ruhestörung zu enthalten, da er hiergegen mit allen Mitteln ein- schreiten würde. Die finanzielle Lage der Universität Frankfutt. Frankfurt, 27. März. fWTB.) Der Mcrgi [trat beschloß, bei der Sladtvcrordnetenversamm lung zu beantragen, den bisherigen fährlickett Beitrag der Stadt für die Universität um 600 000 Mark zu erhöhen, unter ber Voraussetzung, daß her preußische otaat bat gleichen Beitrag leistet. Eisen-cchmmfall. Udine, 27. Marz. (WTA.) Aul der Strecke Udine —Wien ist gestern bei Pontebca ein Personenzug mit einem Gütermg Msamnrengestoßen. Man »ahlte ungefähr 12 Tote und 30 9kr mundete. Uciversität Franktnrt a. A. Das Voriesunffsverzelchnls für da» Am (i. Mai beginnend Sommersemeetir ist v. der Buchhandlp. Bluek & Bergmann, (loetliestr. 34 g.Vorelnaend^. v. Mk. 1.50 zu beziehen (Poet- •eheck-Kto. 11746 Frankfurt a. M.i 1611»» Pers. Stenotypistin für sofort oder später gesucht. 3351 wick-werke, Grenzhausen d.Noblen; Vertreter f. untere ant. Ncubeitcu Grzeugniffc bei hohem Berdicnst gesucht. Auch sürVcrfandnesckäft paff. Angeb. Abi. A. Postfach i, fcalgaig-CaaA.3476ss Vertreter welche in Kolonialwaren- geschält, out einaef. find, -ur Mitfübr. von ©cttnir» In Beuteloackuiigen gegen Hobe Provision gesucht. Karl Lukowski, Seiv-ig-©obli». 34^Caa Mchtttt Sciitnöt für Bezirk (Äie en ae- sucht. Sehr bobe Provision. Zn melden bei Müller, Schulstraße 5, von 9—1 u. 2—0. aw THittiflcr AMweiN der grüneren Bagger- betrieviLöffelbagger) selbständig leiien kann, für fofori gesucht. Sckriftt. Angebote unter 3434 an den Gießener Aazeiger Lehrllnx f.Por-ell.-iLi«la»malerei, gute Handschrift u. 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Nach kurzem, schwerem Leiden verschied heute morgen 10 Uhr unerwartet meine liebe, treusorgende Gattin, unsere unvergeßliche, herzensgute Mutter, Großmutter, Urgroßmutter, Kusine und Tante Frau Ida Wolf geb. Seiler im 69. Lebensjahre. Mbiliarversteigerung. Wegen Raummangel läßt die Pension Thörner hierfelbst folgende Gegenstände am Mittwoch den 7. April, Dornt. 11 Uhr anfangend, im Hause Nr. 176b, Obere Ferbornsttaße — SSitlai* viertel — freiwillig gegen Barzahlung durch mich versteigern: zwei vollständige Schlafzimmer-Erv» r i ch t u n g e n, bestehend aus: a) zwei Messingbettslellen mit Sprungralimen, Roßhaarmakr., nußb. Spiegelschvank, Wasch- u. Nachttische mit Marmorpl., b) zwei eich. Bettstellen mit Patentrahmen u. Kapokmatt., Spiegelschrank, Wasch--u.Nachttische mit Marmorpl. Ferner zwei Bettstel en mit Patentmatr. (Tannen), zwei Kinderbettsiellen mit Matr., em großer Eisschrank, ein sehr großer Trume au, 1 großes Chaiselongue, 2 kl. Kleiderschränke, Tische, Stühle, Kommode, gr. 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L U b r onfongetb, t bvrnsttaße - M )arzahlmig birrd) z Abschrift. Eissel, den 23. Mcn^ 1920. M««tzwehrbrigade 11 Ic Nr. 4968/20. Zeitfreiwillige! Beim Brigadetemnumdo ging folgcrcke Ber- rrbmntg ein: Auf Grund der BerorLmung des Reichspräsi- ifrtten vom 13. Januar 1920 wird verfügt: Den sltLeitnehmern, bet sich zur Aufrechterhaltung der tsmttlichen Ruhe, Sicherheit und Ordnung in Uten Dienst der Einwohnerwehr, der Zeitfreiwil- . hgtn oder technischen Nvthilfe gestalt haben, kann tz 'n den Arbeitgebern aus diesem Anlatz nicht ge- t tinbigt werden Die Arbeitnehmer gelten für die ? Zeit ihres Dienstes in der EinTuohnerwefw, in Zeit- 7eiwiI1igenformationen oder technischer Nvthilfe 9iol| zsrtzrn. z yi Ä 1,1 ««>»«,b. (ywnrt « Aoll ^iegebetraaot n ourdjaus tü6. Jkn Spottfache, Kampfe för ,e9e. hie Waffen en« TharaKler. 'Ne war, um «Zu wirken. in ehrender An. edstziehrnm. »erb- «K KM ML mn*’1 ; Ui,bM h(fl & Obe^-S^' | An den Bezrrksbefehlsbaber Gießen riM dem Grfudrn um Veröffentlichung. gez.: Frhr. v. d. Buss che, Major. Vorstehende Verfügung wird hiermit zur Krortnis gekracht. 3482D Gießen, den 26. März 1920. «*: von Pape, Major und Bez.-Befehlshaber. «äh?" Ws- -raucht, ibfi $ i vor v Befidrijiw am » wem. an. Mtt . u GerMvoÜzuie Wir-W och btn 31. b ( Naü'ladl 55, W 02inoUt»i ch'nen, 1 Sc f f Ci fcbttl*» ' flaschen spül'- fefarren, 4 m;; :itt9umrä- eiter, 1 * sschravt, l rÄ ster, 70/65 cm, m Rahmen, , e stimmt- , v Altholi^ aeSLsi-: Bekanntmachung. Butzbach—Licher Eisenbahn. Bvrbehalttich der Genehmigung der Aufsichts- Itiwrbe werden ab 1. April 1920 die Fahrpreise it- gewöhnlichen Fahrkarten 2., 3. und 4. Klasse emlßigt, die Dl^ise der übrigen Karten, mit biSnahme der Militär- und Hundekarten, erhöht. 722 alsbaldige Jnkraftsetzen dieser Aenderungen lfLndet sich auf die vorübergehende Aenderung k Paragraphen 6 der E. V. O. Nähere Aus- |brft erteilt Bahnverwaltung Butzbach Ost. Butzbach, den 19. März 1920, Der Vorstand. 34981) An» Stadt und Land. Gießen, den 29. März 1920. * Eine ö ffentliche Stadtverord- | neten-Vcrfam m tung ist aui Mittwoch § 6en 31. M Lrz 1920, nachmittags 4 ll i)r, Wm dem Sitzungssaal des Staotl-anses miberaumt. s Sie Ta geso rdn u ng ent ,ä‘.t io'gendc Punk. : ■ 1. Bauge uche: a; ber. OX'ioerfidxaft Gi.'ßener Zraumteiubergwcrle zur Errichtung von Stall- Räuden aui dem Oteunbitüd Flur X Nr. 28: d,' ces „ .Lchann Georg Müller für die Ludwigstrasi.'. 2. Be- itaffung eines Lagerplatzes für den F-ri dlwi am I Ptobbcrg. 3. Einfriedigung des Grundstücks von 1; sftitz £>ciit für die Bismarckilraß- 46. 4. 0-.'wähmng ton Freifalwkarten für die Mitglieder d r staoi» iscorbnettn-Verfammlung. 5. Geiuch d?s Päcktters Schmoll von der 5h'ci5abbccfcrei um Erhöhung b-r '< Gebühren für die Abflihr von Kadavern u)tv. aus len Schlacht, r> 6. Beschaffung von Elellriz.lcns - »Wern; Bereitnellung ein's Kredits von 200 00) ’larf. 7. Beucha fang eines klesselnnnabklovf- aflpaeetei. 8. Auffüllen der Strahxül im 1. Bm- ■ Abschnitt der Wvhiilvlame für die Bangenossen- Wlhaft 1894 an ter Üidyer Straße. 9. Höchstsätze der Wlrwerbslv enfür orge- 10. Erlaß von Be.iimmun- •" jp für die BvcnnsioffverteilMlg. 11. Fahrposis l|ia die städtische Straßenbahn. 12. Gesuch her -Knmrnalwachtmeister um Berwillrgung von 'leidergrld. 13. Beschaffung von Fahrräderu für tr.< Kriminalabteilung des Pvlrzeiamts. 14. Fest- rtg der Bergürungm für das Auslstlfsversonal. Antrag des Polizeiamts auf Vermehrung der L trtt in ihre früheoe Berufsstelle bleibt ihnen recht- \ lich gesichert. Der Nachweis des geleisteten Dienstes M von der leitenden Stelle der Einwohnerwehr. |kr Zeitfreiwilligenformationen (mil. Kommando- «ielles oder technischen Nothilfe täglich zu beschei- rrjat. Unbeschadet dieser Regelung find begrün* W kte Reklamationen der Arbeitgeber weitgehend « berücksichtigen. Zuwiderhandlungen werden ge- 8 4 der Verordnung des ReichspräsidenLn m 13. Januar 1920 bestrast. Der Oberbefehlshaber. gez.: von Seeckt, Generalmajor. Zusatz dX' Reichswehrgruichenbommandos 2: PorstelMdc Verordnung gilt für das ganze leid». ^ho. -Gruppenkommandv 2 Ic Nr. 5360/1252. Die Kanalisicruirg und der Ausbau der Bach- ti.ge in Wißmar ist zu vergeben. Kostenanschlag ü ^öhe von 75 000 Mark einschließlich der Ze- l:nrrohre, die bereits geliefert l'mb, liegt bei ic zur Einsicht offen. Offerten bitte ich bis jfil'ftens 12. April einschließlich mir einzusenden. .Krofdorf, den 27. März 1920. 34838 Ter Bürgermeister: Braun. Hornhant. Ballen u. Warren beseitigt man schnell, sicher und schmerzlos mit In vielen tausend Fällen glänzend Kiellirui* bewährt. Kukirol ist in allen besieien Üronetien zum Preise von i)lt i— erhäliltch. Lasten •Sie üch nichts ander, aufreden, eS gibt nichts BesiereS. Kleine Bohr-Säge u. Schleifmaschinen Seilbahn -Trageseile iu Verlängerung einer Drahtseilbahn pchen wir zu kaufen: ca. 2000 m neue (der gebrauchte Patent-Stah 1-Trage- teiile 30-32 mm Durchm., 120-140 kg Br-Festigkeit Offerten mit Angabe des Lagerorts sind zu richten an 34300 loewerke Aliendorf A.-G., Aliendorf Kr. Wetzl. —' dCrT": ■ cis von ihrer jetzigen Dienstsvellc beurlaicht Shrtyn- lange!, . ‘ r^ungen dürfen nicht eintreten. 3br Wicdereur t (Wit nfll;. - — ----- " s körper, ein a: ® nrichdmg (?■ - •, lushM g d Eichener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhefjen) Montag, 29. März 1920 Nutzholz Submission 80 Stück 30—39 tm. = 129,76 Steinba ch, am 24. März 1920. 3404 3485V Los 7: 28 8: 70 9: 64 Ficlst.-Stämme 5a %L mit 45,89 ? tm. Los 16: Die Gebote sind verschlossen nach Klassen mit der Aufschrift , gungen. 3499 Wieseck, am 27. Mä Weber. 3486 S ch 0 m b e r. Augengiäser Cigarrenhaus Herbert ♦ Mausburg Gießen Mäurdurg ♦ in Jeder Prelslatonttollstelle errichtet ist- Wie sehr der Schleiächanndcl und der Wucher eine Landplage geworden, geht aus der Tatsache hervor, daß die Kontrollstelle in wenigen Tage« 35 Ztr. .Brotgetreide, 62 Pfund Käse, 44 Pfund Pferdefleisch, 22 Pfund Rindfleisch, 407 Eier, 350 Pfund Mehl, 750 .vanbfäic und vieles mehr vescklagnahmte iZ-ür llnterl-aliung der tt'tontvoll* stelle sind 55000 Ml. bewilligt worden. Dessen Nassau. ^Frankfurt a. M., 26. März. Der Unter* gang der drei Institute Kunstgewerbemuseum, Kun st gewerde schule und Kunstgewerbeb ibl iothe k ist aus Mangel an Mitteln unvermeidlich, wenn nicht in letzter Stunde iwch cm Wunder geschieht. Die Stadtverwaltung, schon seit Wochen und Monaten um Dille gebeten, verliert sich m lheoretisch.'n Erörterungen. Fetzt haben sich 54 Körperschaiten, allen voran die Universität, nochmals an die Stabt* gem-tnde und die Polhtechnische Gesellschaft mit einem dringenden Appell um sofortige Hilfe für die Institute gewendet. Sollte dieser Notschrei ungehört verhallen, dann ist die Eristenz dieser für das deutsche ZLunstgewerbe so bedeutungsvollen Anstalten für immer vernichtet tm. = 126,99 Die Stadt Homberg gibt nackistehendeS 9ttitzl)oli aus den Distriktim Lxrrch. .ikopichm und SchoveinstaU au' dem SubmissionS,oege ab: Jichten-Stämme: 9 Stück 40—49 Ztm «= 19,57 Fstm., 80 Stück 30—39 ~ Fstm., 119 Stück 25—29 Bekanntmachung. Durch Beschluß der Geiieralversammlungcn vom 11. Februar und 16. Aprll 1919 soll die Genossenschaft in eine solche mit beschränkter Haftung umgewandelt werden. Einwendungen hiergegen sind beim Vorstand vorzubringen. Wieseck, den 5. Juni 1919. 3478 Spar- u. Borschußverein e. G. m. u. £>. zu Wieseck. D 0 rfeld. Möser. noch vor der Steuer Nr. 30 = 60 Pf. per 5tSck 11 32 = 70 ,, tt ff 11 58 — 80 ,, ff ff n 42 = 90 ff „ „ Holzsubmission. Nächsten Mittwoch ben 31. März, nachmittags 2 Uhr, soll auf der unterzeichneten Bürgermeisterei nachverzeichnetes Holz vergeben werden: 3. Kl. 3 Stck. 3,58 Fstm., 4. „ 20 „ 16,88 „ 5.,Va. „ 48 „ 24,98 „ 6., Vb. „ 175 „ 40,14 „ Die Angebote sind nach Klassen getrennt auf der Bürgermeisterei abzugeben, woselbst die Kaufbedingungen eingesehen werden können. 154 Stück 20—24 Ztm. --- 112'75 184 Stück unter 20 Ztm. --- 59,84 106 Derbstangen 1. Kl. = lO^lgest- Polizei19 _ ** Die Kinder st e r b i i cp k ? i t tn Dessen. In HeitzM sind die Sterbetälle mrtcr ben Kindern im ersten Lebensjamc mjvlg. des ft arten Geburtenrück^rLgoc- uno der au-g bauten Fürsorge gestmten. ^-ic sind also kein W-gweller zu der wachseitden Not der Ktnder. Dm gibt alktn die wachsende Sterbezisser der solg.-nden Alters llasjen: 1914: 564, 1915: 750, 1916: 706, 1917; 896, 1918: 1265. Um mshr als das Doppelte ist die Zahl in Lassen gesttegm. Das Gespenst der Tuberkulose raffte tatsächlich infolge der Unterernährung ben Nachwuchs unseres Volkes dichin. Wie die Tuberkulose hi Äessm gewachsen ist, zeigen folgend.- Angaben: Im Atter von 15—30 Jahren starben in dm Jähren 1914: 633, 1915: 660, 1^16: 668, 1917: 900. Auch hier faben sich die Sterbesälle um 50 Prozent v.'rmedtt. *¥ Aus dem Gieße ner Brannsletn- bergwerk ereignete sich in einem Tag bau ein Kies.-Stämme 4. Kl. mit 6,43 Fstm. «.v: 8 Kies -Stämme 5a Kl. mit 2,90 Fstm. Die Berkau ssbedingungen können bei uns ein- Nutzholz-Verkanf. Aus der Fürsllich Öatzfeldt-Wildenbirrgschen Oberförsterei Crottorf, Rhld. (unbe-- setztes Gebiet) ad äugen am 22. April 1920 im Wege des schriftlichen Angebots nach bereits geschehenem EmMag in mehreren Losen zum Berkaus: 3834 Fm. Ficktenstammhvlz, 484 F m. Fiwtenstangenholtz, 120 Fm. Eichen st a m m h 01 z, 310 F m. E i che n g r u den hol z, 203 Fm. Buchenstammholz, 67 Fm. Kiefern gruden holz, 9 Fm. Erlen st ammholz. Bahnstationen: Morsbach iSieg), Rothemühle, Freudenberg, Wildenburg, Wildbergerhütte. Näheres durch die von der Oberförsterei er- hälttichen Lose-Berzeichnisse und Berkaufsbedrn- bis zum 1. April d. I., vormittags 11 Uhr, an die Bürgermeisterei Kess lbach einMsenden, wo alsdann die Eröffnung stattfindet. Verkaufsbedingungen werden bei der Eröffnung bekanntgegeben. Das Volz ist gefällt und mit Rinde gemessen. Kesselbach, den 26. März 1920. Hess. Bürgermeisterei Kesselbach. Nutzholzverkauf. Aus dem Gemenrdewald Krofdorf kommen Montag den 12. April 1920, vormittags von 9 Uhr ab, bei Wirt Moos in Krofdorf zum Verkauf: E i che. Distr. 7e Seiles: 1 Stamm 4. Kl., 6 Meter fang, 36 Ztm. Durchm. — 0,61 Fstm. Fichten st ammholz. Diftr. 7a Zudenkirchhos: 1 Stamm 1. Kl. -- 2,90 Fstm., 3 Stämme 2. Kl. = 5,04 Fstm., 1 Stamm 4. Kl. — 0,44 Fstm. Distr. 7e Seiles Nr. 970—972: 3 Stämme 3. Kl. = 2,11 Fstm., Nr. 973—978: 6 Stämme 4. Kl. = 2,11 Fstm. Distr. 86 Krotelberg: 2 Stämme 2. Kl = 2,09 Fstm., 7 Stämme 3. Kl. = 4,69 Fstm., 23 Stämme 4. Kl. = 7,24 Fstm. Distr. 9b Eichwald Nr. 1039: 1 Stamm 2. Al. = Auskunft erteilen die Herren Förster Christ in Lomberg und tzöres in Schadenbach. Angebote sind bis zum 10. April 1920 nachmittags 6 Uhr an die Bürgermeistevei einzu- reichen. 3402 Nachverzeichnetes Nutzholz, in den Distrikten Blockswald, Dürrloch, Schrei und Klause lagernd, soll im Submissionswege »ergeben werden: 1:1 Fichten-Stamm 1. N. mit 3,73 Fstm. 2: 5 Ficht.-Stämme 2. Kl. mit 17,34 Fstm. 3: 5 Ficht.-Stämme 2. Kl. mit 9,49 Fstm. 4: 12 F-icht.-Stämme 3. Ä. mit 20,17 Fstm. 5: 10 FiäL.-Stämme 3. Kl. mit 12,43 Fstm. 6: 30 Ficlü.-Stämrne 4. Kl. mit 30,60 Fstm. " Ficht.-Stämme 4. ät. mit 26,90 Fstm. Ficht.-Stämme 5a Kl. mit 41,88 Fstm. ♦ Telephon 697. * ♦ 0,4,3 ♦ Fabrikgrundstück mit Gleisanschluß und Hallenbau zu ebener Erde gesucht möglichst mit Dampf- oder Waffer- —- frort an läge. Cfferten unter F. R. n. 737 an Rudolf HoMee, Frankfurt a. H. Eicken-Stämme Eichen-Stömme Eicken-Stämme Eicken-Stämme Kiefern-Stämme Kiefcrn-Stämme Fichten-Stämme Fichten-Stämme Fichten-Stämme Bekanntmachung. In unter tzandÄs-vcgister, Abt. A, r-irtix bitte bezüglich der Firma Gießener Engrvshans, Närn- fred Rosenbaum, Gießen, erngttvagen: Löser Rosenbaum, .Kaufmann in Gießen, ist in das Geschäft als persönlick) l-aftender Gesell ickiafter eätgctreicn. Die Gesellschaft hat am 1. s)Jlötr% 1920 begonnen. Gießen, den 22 Ntärz 1920. 3407b ______________Hessisches Amtsgericht.______________ Holzsubmissioü^ Tie Gemeinde Alboch bringt folgende Menge 5>olz auf dem Submissionswege zum Berkaus: Los 1: 3 Rm. Eichenrolle 1,25 Mtr. lang. Los 2: 3 Eichenabschnitte von 33 bis 46 Ztm. Durchm. = 1,61 Fstm. Los 3: 7 Girfycnftämmc 5. Kl. — 3,48 Fstm. Los 4: 20 Eichenstämme 6. Kl. — 5,50 Fstm. Los 5: 9 Fichten st ämme 3. Kl. = 13,38 Fstm. Los 6: 21 Fichtenstämme 4. Kl. = 22^2 Fstm. Los 7: 85 Fichtenstämme 5a Kl. = 59,60 Fstm. Los 8: 197 Fichtenstämme 5b Kl. — 55,71 Fstm. Los 9: 33 Fichtenderbstang. l.ffl.-=3,41 Fstm. Los 10: 39 Fichtenderbstang. 2. Kl. = 2,44 Fstm. Tas Holz ist gefällt mit der Rinde gemessen und kann vorher erngesehen werden: etwaige klei- OptikerMagnus,Gießen,Plockstr.10 Alle Forderungen an das Vurchgangr-Lazarett müsien bis zum 31. Marz eingereicht sein. Tie Gebtott sind in Lose, Klassen und Holzart pro Fstm. getrennt mit der Aufschrift ,Holz- sübmission" bis zum 1. April 1920, nachmittags 2 Uhr, bei unterzeichneter Bürgermeisterei einzureichen, wo die Eröffnung der Offerten erfolgt. Bieter nehmen die bekannten Verkaufsbedingungen an. Nähere Bestimmungen werden im Termin bekanntgegeben. Albach, ben 22. MLcz 1920. ______Bürgermeisterei Albach. Arnold.______ Holzsubniisfion in den Waldungen der Gemeinde Wieseck. 350368 Der Oberförster: Kratz. bedauerlicher Unfall durch Hcruntersall-n von G- ste:nsmassen, dem tefter ein .Utemtbenlcben zum Opfer fiel. Kreis Büdingen. X Orten berg, 26. März. Ter hiesige Vorschuß- und M t c b i 10 e r e 1 n hält seine bii 'aier. OfcfAäfts ahr eine Höhe von 16 24 / 2(»3,38 Mt, der Reingrwiim 6782,03 Mf., die Einlagen gegen llündiMmgsfrisieii b.‘trugen 638 186 Mk. und hal»en um 250 ÜUO Mk. zng-.mom- men, der Wertp^P.erte'Nand beträgt 239 040 Mk. Aus dem Auiiichtsrat iduibct infolge Ablaufs ix-r W^rhlperiode das Mttglied .\xmnrt) Scheu ibn: 11. aus, leine Wieder wähl ist statthaft und wünschenswert. Kreiö Friedberg. □ Friedberg, 26. März. Die von dem Ausschuß für Volksbildung veranstalteten Volks- Vorlesungen sind nunmehr zu einem vorläufigen Abschlüsse gekommen: sie waren von Hörern aller Volksschichten zahlreich besucht und haben einen vollen Erfolg gehabt, so baß zu hoffen ist, daß sie im nächsten Winter einen iwch größeren Zuhörerkreis erhalten merben. (Heftern fand im Saal bau eine sehr hübsche Abschlußfeier statt, welche unter Mitwirkung des Mänuergesang- verems und hiesiger Künstler ein sehr reichhaltiges und anregendes Programm bot und auf alle Teilnehmer einen sichtlichen Eindruck machte. Die Leiter und Veranstalter der verfchiedenen Kurse haben sich | Bekanntmachung. Der vom Genreinderat durchberatene Voranschlag der Gemeinde Ober"Hörgern für das Rj. 1920 liegt vom 30. l. Mts. an eine Woche lang auf unserem Amtszimmer jur Einsicht offen. Einsendungen können ivährend dieser Zeit schriftlich ober zu Protokoll vorgebracht werden. Es wirb eine Umlage erhoben, zu der auch die Ausmärker beizutt agen haben. Ober - L> ärgern, ben 27 MSi^ 1920. Bürgermeisterei Ober-Hörgern. _______________Voller.____________3511 Holzsnbmifsion. Aus ben Waldungen der Gemeinbe Kessel- bach ß)ll imchsteheich verzeichnetes Holz im Submissionswege verkauft werden: 2 Stück 3. 4 Stück 4. 32 Stück 5. 93 Stück 6. 3 Stück 4. 66 Stück 5. 6 Stück 3. 5 Stück 4. Klasse _______ _ 21 Stück 5a. Klasse, Fichten-Stämme 100 Stück 5b. Klasse, NnSgaben. Au n eine Wlt-Keuheilen erianbe mir besonders Mnznwetan Einnabmen. vtt 4 129 2,383.711.79 100,000 59 3,790,651 26,919,066 36 Passiva Aktiva 22,000,000 Hvvotbeken «sämtlich in daS Deckungsregister vM 4,000,000.- 22,605,000 4316,963 92 M 3,856,337.- Jl 7,531,600 682,075.- // 524,132.50 elegante lagalüflte 5,239)400,- n 8,798.962.50 J6 19,000,907.- 1L76L90.- MH 800,000- 406,049.52 384,602.07 einnei ragen) Aunervrcuhische Zinsen . . . .637 80 ,000- Jt 16,000,000.— „ 8,483,489.49 von 80-300 M. DarlobenSvrovisioneii ....... Bon den Hvvothekenschuldnern ersetzte Stempel steuern......... ...... Kasse einschließlich Girogulhaben bei der Reichsbank und frankfurter Bank........ eingetragen) ..... . ferner eingetragen im Hyvolbeken- . . J4 378,373.600.- . . „ 14 >,031,600.— register........ 5°/g Deutsche ReichSanleihe Htzpotbekenzinscn iriickständig JC 633,535.95 . . 20,393,323 803,371 1,374,450 457,268 Depositen............... Talonttener-Konto........... Dividende kür 1919.......... für in 1920 notwendig werdende TeuerungS »»lagen bestimmt Tantiemen und Gratifikationen . . - . . Ueberweisung an die auheror- dentliche Reserve...... Tantiemen und Gratifikationen Vortrag aus 1920 ...... Aktienkapital. . . . Reservefonds: gesetzlicher .... außerordentlicher . . Ausfall-Reserve . . Staalsvapier'Reserve Jl 17,030,000.- „ 3,500,000.- „ 1,075,000- „ 1,000,000 — M 27,297,200.- „ 1,499,800.— etg. Pfandbriefe und Kommunal- Lbltgaltonen Lombardsorderungen . . . . Gutbaben bei BankbSuiero . Deutsche Reich»' u. Prenfi. an vcrzinSl. Schavanweiiungen Diskonten und Scheck» . . . Kontokorrent: Debtioren . . . Immobilien: Bankgebäude . . Sonfl.Grundbefitz Jl 23345,383.- „ 410,898.34 Der Dividendenscheiu vce ISS gelangt von heute ab mit 100.— — 10% »ar Einlösung. Frauksurl a. M., den 26. Mär» 1920. 519,405,200 - 193,900- Buchdruckerei Nätschkowski Ludwigstr. 4 :: GIESSEN :: Fernspr. 724 46 92 49 90 Frankfurter Hypothekenbank 57N Geschäftsjahr. Abschluß per 31. Dezember 1919. 995,000.- 3'/,*/o Deutsche ReichSanleihe 676,300.— 4®/0 auslösbare Preufi. Sckatz» anweifungeu 6,980,000.- 4‘/.% Deutsche Retchsschatz- anweisungen 11,353,500.- 5% Deutsche Reichsanleihe w egzuwerfen. H Ich kaufe dieselben in €He Ben Im Hotel Seh ätz, Bahnhofstr. Nur 1 Tag bleibe ich hier und zahle für einen Zahn von W 51. 4.— bis 20.— und höher, Gebisse bis H. 500.—. Zahnärzte und Händler erhalten Vorzugspreise. Einkauf findet nur diesen Dien- 4 den 30. MÄr® 1920 HWM von 9 Uhr vorm. bis 6 Uhr M.ichm. statt [3473A WMMM Gewinn-Vortrag vom Jahre 1918 Zinsen auS: Hypotheken . . ..... Kommunal-Darlehen .... Lombard-Darlehen, Wechseln, Konto-Korrenl u.Staatsvavieren 590,155.64963 8475A Die Direktion. moderne WWt Blur?engarnituren. . von 35-80 M. MkMle LrL"!°" ®Ten: ““«.SÄB-S» Watelot-SorOenöOte n.-MWe SÄ 27.75«. MrrWie Ma^Äcnbü». ®Cn. V .* von 15 an ffloOeme Schlei«. Sntnltn. Borten. Btoöer. Blumen, Honten. Sonnen in größter Auswahl fimntmiltliniuiimiimiiumiiuimuikimniltimiimm'ilin WW Boll Ä“Ä Verlobungsbriefe Veriobungskarten aparte Muster große Auswahl 7,175,298 04 287,700- 1,008^06 55 Vortragdvoften: Pfandbriesagio ..... Jt l,twl28.58 Zinsen u. Darlehensprovistonen „ Ä Gewinn-Vortrag...... 384,602.07 Kommunal-Darleben: Prenhische isämtlich in das Deckungsregister • Ji 10,115,020.78 i©h warne alte künstliche und zerbrochene Gebisse „ 314,477.89 „ 106,824.52 Zinsen von: „ Pfandbriefen Komttiunnl-Obligationen. - - >< 238,312.2b ............. Steuern und Stempel ...... Abschreibung auf Deutsche StaatSvaviere . . . Fiir in 1920 notwendig werdende Teuerungszulage bestimmt......... Reingewinn, beschlossene Verwendung: 10"/° Dividende aus qc)nnnnA Jt 22,000,000. JL 2,200,000.— Wertpavtere: ' 7,292,400.- 3*/° Deutsche StaatSvaviere Ji 500,000.- 38,447.56 Pian^d-Briese: 3'/?/°tge' .' .' .' .' ' .' Verloste Stücke .... Kommnnal-Odligationen: ______ ; : : : : . f »7 Zinsen von Pfandbriefen n. Kommunal Odlt gationeu für die Zeit bis 31. Dezember 1919 llncrbobctxr Dividende......... Kontokorrent: Kreditoren JL 4 855,435 46 26,141,993 1.5 223,185 90 198,451 87 26>919,066|36 * ’ 520,126,857 27 6,588,695 19 10,596^23 19 3,419,373 06 20377,227 ILllLvtO 29 L800,0(X) — 24,483,489 49 997,296 58 533,447 58 Wü 155,649 68 fische 44 vMender des Ssues 68 Wen m (Utoulnj Sverheffen). 05009 Möbel - Angebot! J.Jttmann(inh.A.Brumiik), Bahnhofstr. 29. Eigene Versandabteilung. Besichtigung ohne Kaufzwang. v reis wert. MSI vmmanime 0563g S 2 7? SelteraweaBI. JnhJLIlatertandA I Ab heute bleelnsebl. Donnerstag: s Der Riesenprachtfllm Das Gegenstück v. Madame Dubarry Buoer.T1' blauer und schwarzer Cheviot, la. Qual., sehr ijt jetet /uLedec der öe/Ze SdwJipuiz, 3bbv Aud.Kazckß. jnezze i.-S, Tuchhandlung M-Meßr. 22 Bauer Sentfpr. 269 Gröhes Lager in» und au»l. Qual, «eschäftszett 9-1, 3-6. Msk-SMSelsWle Qon 3. kWzelmM WW'SLr Sieben, SelkerswebtZ OoiOlohres- u. Inbrestucfe. verlllufecwnen-klllsse. AkaoemWe flarfe. Am 15. Avril Veyim WkWer Kurse. Mskünfl unö linmelöflng rflfll. 11-1«. 7,4-7 W- wird wie neu mit „Liidrsl“ Favorit - Schnitle verwenden, heißt schneidern können. Zu haben im 3165c ISMkbkWWWUllkl. Dienstag den 30. März abends 8 Uhr ,1. im „Aquarium" — Mitgliederversammlung. Tagesordnung: 1. Wabl des 2. Vorsitzenden, 2. Wahl der Delegierten zum Landesparteitag, 3. Besprechung der politischen und wirtschaftlichen Lage. 3504C ___________________________Der Vorstand. MO dkl AM WWW M MWM All MMR MM. Cavete Collegae Wotftelle in m HroolmioPSMenonitfllt in Sietzen. Dr. Bödmet BDas etriebsräte ^esetT^mT Ordnung (Roths Sammlung Deutscher Reichs- gt*setze. Nr. 669/676* Preis Mark 2 40) ist soeben erschienen. Zuhaben in allen Buchhandlungen. Verlag Emil Roth , Gießen. Ein tragisches Spiel in 6 Akten von L. v. Günthei^Kroumyrth. In den Hauptrollen: Ray Walton — Charly Berger Blanche Bergan — Fritz Achterberg — Hans Ludolf sfttntl. Mitglieder d. Staatxepnr Berlin. Wer sich diesen Pracht film nicht an- sieht, versäumt eines der sch.len Filmwerke, die bisher geschaffen wurden. Vorführung: 3.30, 5.15, 7, 8.45. Zurgefl.Kenntnisnahme Wie bekannt, wird bei den Mohu- mentalfilmen, die„LichtspieleSolters- weg* gibt, zu den Abendvorstellungen Andrang sein, es ist darum geboten, dieNachm.-Vorstellungenz.bc-iuchen. Die letzteVorlKhrnng ist abends 8.45 Uhr. Eichene Eichenes I Eichene Schlafzimmer «-peJ Speisezimmer | Diplomaten- 6000-6500 Q Büfett Kredenz jMiWl Schreibtische 7500 JmSME Ausziehtisch Bücher- in lackiert 4 stöhle schränke 2500 M. B von 5200 M. an 1 Herrenzimmer Oberhejfisches Aluftum und Gailsche Sammlung^ 1. Muscm im alten Schluß «rn Sranö (Altertümer): Am 1. Sonntag deS Monats 11—1 Uhr Eintritt frei. Jeden anderen Sonntag 11—1 Uhr Eintritt 50 Pf. Wochentags eine Person 1M, jede wettere Person 50Pf.; Führung durch Frau Ochs, Sonnenstrahe 2, Hintertür. OG Ab morgen bis Intel. Dienstag: Das taten Christoph Columbus und die Entdeckunohmerlkas in 8 Akten. 10000 Indianer und Weiße als Mitwirkende. Ein derartiger Prunkfi’m let nur herstellbar, wenn jemand in der Lage war, an den historischen Stätten die Aufnahmen mit wirklichen Eingeborenen und Original - Kostümen zu arrangieren. Aufgenommen an den historischen Stätten in Italien. Spanien u. Amerika, unter Mitwirkung der spanischen und amerikanischen Behörden durch Verfügungstellung der Pläne und Zeichnungen der authentischen Carawellen (Segelschiffe) und der historischen Kostüme aus den spanischen Museen. Das Schicksal des großen Genuesen In seinem mit größten Schwierigkeiten verbundenen Aufstieg; seine glorreiche Entdeckung Amerikas und der Undank, den er schließlich erntete, bilden eines der ergreifendsten Momente der Weltgeschichte; besonders das erbärmliche Ende des großen Helden wird auch bei der heutigen modernen Welt das größte Mitgefühl erwecken. 2. Museen im LNdgrchWlWMIiW (Kriegs- und DölKermuseum): Nm 1. Sonntag des Monats 11-1 Uhr Eintritt frei. Jeden anderen Lonntag 11—1 Uhr Eintritt 50 Pf. Der Reinertrag auS den Eintrittsgeldern ist für die Erballung der Museen bestimmt. — Mitglieder deS Oberhesfischen GeschichtSvereinS Huben mit ihrer engeren Familie gegen Vorzeigung der W gliedSkarie freien Eintritt. 3471D ÄGÄGGGGMGGGÄGSS i Lichtspielhaus Bahnhofstraße 34 S4T0c Amtsverliindigungzblatt für die provinzialdireltion Oberhessen und für das Kreisamt Giehen. scheint nach Bedarf: Montag, Dienstag, Donnerstag unb Freitag. Nur durch die Post zu beziehen gegen Mk. 2.50 vierteljährlich. Nr. 42 2!). Mar; 1920 Inhaltr-Uebersicht: Verordnung betreffend Ausnahmezustand. - Diebstähle an Leitungsdrahl aus den Telegraphen- und Fernsprechlinien.— _______________________ Trwerbslosenfürsorge. - Viehseuchen. - Dienstnachrichten. Reichswchrbrigade 11, Abt. la Nr. 98 Ges. Verordnung. _ Ich lebe mit Zustimmung der Regicrungsfommissare, Ober- präsident Tr. Lchwandcr und Minister Dr. Fulda, meine Verordnung vom 13. März 1920 und die nur im Gebiet des Frei staates Hessen veröffentlichte vom 15. März 1920 über den ver - schärften Ausnahmezustand ohne die unten nochmals veröffentlichten Bestimmungen auf. Ich erwarte daher, daß die Bevölkerung feinen Anlaß zu einem erneuten verschärften Einschreiten geben wird. Zn Stroit bleibt der durch Verordnung des Reichspräsidenten vom 13. März 1920 für das gesamte Reiä)Sgebict verhängte Aas- nachnczustand in seiner milderen Form. Von den hierzu von mir erlassenen Verordnungen hat lediglich die zur Bekämpfung des Schleichhandels vont 26. Februar 1920 noch Gültigkeit. St ässe l, den 24. März 1920. Ter Militärbefehlshaber: gez.: v. Stolzmann, Generalleutnant und Znfeber der vollziehenden Gewalt. Tie in Kraft bleibenden Bestimmungen der V e r v r d n u n g e n v o m 13. und' 1 5. M ä r z 1 9 2 0 l a u t e n. 1. Kraftwagen, Krafträder und Betriebsstoffe für diese können von den Bezirk'sbefeUshabern beschlagnahmt werden, soweit es für ein Eingreifen zum Zwecke der Aufrechterhaltung der Ordnung.notwendig erscheint. 2. Tie staatlicfen Verwaltungs und staatlichen Polizeibehörden sind berechtigt, Versa m ml u n gen zu verbieten. 3. Haussuchungen und Verhaftungen können von den zuständigen Militär- und Zivilbehörden ohne Beschränkung vorgenommen werden. Ten Offizieren und Osfizierdiensttuern verseife ich die Reckte von Polireibeamten und Hilfsbeamten der Staatsanwaltschaft. 4. Bezüglich Waffen tragens. Betretens der Straften und Ansammlungen auf den Straften treffen die militärischen Bezirksbefehlshaber im Einvernechnen mit den zuständigen staatlichen Verwaltungs- und staatlichen Polizeibehörden die erforderlichen Einschränkungen für ihre Bezirke. 5. Alle Zuwiderhandlungen gegen die vorstehenden Anordnungen und die Bestimmungen der Bezirksbefehlshaber, sowie dte^Ausforderung und Anreizung dazu werden, soweit nicht höhere Strafen verwirkt sind, mit Gefängnis, Haft oder Geldstrafe bis zu 15 000 Mark bestraft. Kassel, den 15. März 1920. gez.: v. Stvlzmann. Generalleutnant und Inhaber der vollziehenden Gewalt. Bekanntmachung betreffend Ausnahmezustand. , An die Krkisälliter und staatlichen Poliztiänitcr im iiiibcfcOtcn Gebiet Hessens. Auf Befehl deö Reichswehrmiiiisters ist anstelle des Komman deurs der Reichsbrigade Nr 11 in Kassel, Generalleutnant von Stolzmann, der Insanteriefülorer Nr. 11 und hessische Landcskom Mandant in Bad Nauh.im, General major Kun d t, zum Militärbefehlshaber im uu besetzten Teil des Frei st a a te s Hessen ernannt worden. Außer dem unbesetzten Teil des Freistaates Hessen umfasst sein Bezirk noch die preußischen Kreise Frankfurt a. M. Stadt und Land), Usingen, Homburg (soweit sie im unbesetzten Gebiet liegen», ferner Hanau »Stadt und Land», Gelnhausen und das Abschuitts- kommando IV in Frankfurt a. M., sowie die Kreise Wetzlar, Limburg, Tillkreis, Oberlahnkreis, Oberwesterwaldkreis, Kreis Westerburg, soweit sie iin unbesetzten Gebiet liegen und das Wschnitts- kommando III in Runkel Rcgierungskommissar für Hessen bleibt der u n t e r z e i ch n e t e M i n i st e r d e s Z n n e r n. Als Regierungs- kommissar für die genannten preusstschen Kreise soll der stellv. Regierungspräsident Tr. Eoksmann in Frankfurt a M. bestellt werden. Sic wollen diese Bekanntmachung alsbald durch Abdruck in Ihren Amtsverkündigringsblättern veröffentlichen. T a r m st a d t, den 25. März 1920. Ministerium des Innern. Tr. F u l d a. B et r.: Tiebstähle an Leitungsdraht aus den Telegraplien- und Fernfprechlinien. Abschrift! Oberpostdirektion Tarmftadt, den 3. März 1920 K. A. 52. Zn letzter Zeit haben die Tiebstähle an Leitungs- draht aus den Telegraphen- und Fernspreck- l i n i e n, namentlich in den gemisckstsprackigen Grenzgebieten, in Gegenden mit unruhig^ Bevölkerung und in der Nähe grofter Städte erloeblitch zugenommen. Nur selten ist es gelungen, den entwendeten Leitungsdraht wieder herbeizusck>asfen. Tie Tiebe sehen es fast immer auf die wertvollen Harikupfer- nnb Bronzedrähte ab und bei diesen wiederum aus die stark- dräfeigen Leitungen: sie beschädigen datier in der Regel die wichtigsten Linienzüge und verursackoen dem Reiche nicht bloß sein beträchtliche Geldverluste, sondern stören die gegenwärtig ohnehin schon schwierige glatte Abwicklung des Verkehrs aus Zn- und Auslairdsleitungen in empfindlichem Masst Mehr als früher wird bei der Ermittelung und bei der Festnal-me der Tiebe die Mitwirkung der Polizeibehörden in Anspruch genommen werden müssen, weil die Tiebe oft bewaffnet und nicht jetten in Banden, austrcten. Um das Interesse an der Ermittelung und Ergreifung von Trahidicben in dem notwendigen Mafte zu erregen, werden die seiiberigen Sätze für Belohnungen wesentlich erhöht. Bis aus weiteres können für die Ermittelung oder Ergreisung eines nn bewaffneten Trahtdiebes bis zu 500 Mk. und für die Ermittelung und Ergreifung eines bewaffneten Tiebcs oder einer Diebesbande bis zu 1000 Mk. Belohnung gewährt werden. Tas Ministerium des Innern wird er geben st ^ersucht, die in Betracht kommenden dortigen Organe (Polizei, Straßenbaupersonal afro.1 hiervon in Kenntnis zu setzen. _________gez. Milkau.________________________ Betr.: Erwerbslosenfürsorge. An die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Tas Hess. Landes-Arbeits und Wirtschaftsamt tüt zu den Acnderungen und Ergänzungen, die die Reichsoerordnung über Erwerbslosensürsorge lReichsgesetzblatt 1919 S. 416) durch die Verordnung des Reichsarbei sMinisteriums vom 15. Januar 1920 lReichsgesctzblatt S. 54) erfahren hat, einige Ausführungen mitgeteilt, von denen wir im Nachf-lgettden die wichtigsten Gesichts punkte hervorhcbcn: 1 Ter Zweck der Erwerbslosensürsorge ist Beendigung der Erwerbslosigkeit durch Aufnahme ron Arbeit. Tie Gemeinden sind zur Arbeitsvermitteluna verpflichtet und dürfen nur unverschuldet Erwerbslosen Unterstützung zahlen. Arbeit zu dem in einem Kollek.ivabkommen festgesetzten Mindestlohn mitft angenommen werden, da die Kollektivablommen aus einer Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer beruhen, der Minüestlohn also auch von den Arbeitnehmern für angemessen befunden ist. 2. £ 5 hat nach Form und Inhalt eine durchgreifende Aende nmg erfahren. Um zu erreichen, daß die örtlichen Verschiebungen, die, in der arbeitenden Bevölkerung während des Krieges eingetreten sind, möglichst wieder ausgeglichen werden, ist beftimmt, das; Personen, die seit dem 1. August 1914 - einerlei ob zur Ausnahme von Arbeit oder nicht — in einen anderen Ort ge zogen find, an diesem Ort nur bis zi, 4 Wochen unterstützt iverden dürfen. Tie zeitliche Begrenzung findet wie biskstr nickt statt, wenn die Erwerbslosen vor Eintritt der Unterstützungsbedürftigkeit an ihrem Wohnort mit ihrer Familie ein gemeinschaftlichm .Hausstand gegründet haben und noch führen, oder wenn die Rückkehr in den früheren Wohnort für sie tatsächlich unausführbar ist. Ebenso besteht eine besondere Vorschrift für die Ausländsdeutschen und die Flüchtlinge aus den vom Reichsgebiet abgetrennten oder von fremden Mächten besetzten Landesteilen. 3. Für Kriegsteilnehmer- besteht gemäß g 5 Absatz 3 nur noch die besondere Bestimmung, daß sie im Falle einer unmittelbar nach der Entlassung eintretenden Unterstützungsbedürftigkeit die Unterstützung für die Tauer von höchstens 4 Wochen an dem Orte erlitten, nach dem sie entlassen sind, auch wenn dieser nicht ihr Wohnort ist. Nach Mlauf dieser Frist gelten für Kriegsteilnehmer die allgemeinen.Borschristen, so daß grundsätzlich der Wohnort vor dem 1. August 1914 für die Fürsorge zuständig ist. Tie zeitweilige Fürsorge ist jetzt vom Entlassungsamt endgültig zu tragen. Erstattungsansprüche der Gemeindert untereinander tfanb tagende Versammlung der Frankfurter kfetriebsobleute lxnckKoß, sofort in den kltneralstreik ein zutreten, satts die R-ficks- fewtruvven das rheinisch-westfälische Industriegebiet betreten sollten. Die Plä e der Kommunisten. Karlsruhe, 29. März. Wie von zu- ifinbiqer Stelle mitgeteilt wird, haben nach niiaefangenen Depeschen die Kommu - tiisten den 30. März als den Tag des t Hl gemeinen Löss ch sagens bestimmt, ton Mannheim und Stuttgart aus soll der 1 6birm auf der ganzen Linie auch in Süd- ewtfcManb eiusetzeu Bon Nvrdoeutschland ; us will man die süddeutschen Kommunisten nü‘ Maschinengewehren imb Munition Verchen. Zunächst aber soll Frankfurt a. M. 'n ihre Gewalt gebracht werden, damit von aus die Bewegung in Süddeutschland ;e tützt werden könne. Aus einem in russi- d*r Sprache abgefaßten Brief aus Essen te t hervor. daß alle Vorbereitungen zur frefichung dieses Zieles getroffen sind. D e Spannung im Jnöuftriegebkt. Berlin, 30. März. (Priv.-Tel.) Die Ärrgenblätter melden aus Duisburg: Im .nDuftriegebiet versuchen die Voll- zugsräte, Notenpressen einzu- pi h t e n. Tie Zahlungsmittel der Aufstän- 'fchen iverden aber immer knapper. Die 'amtkämpser sind schon ungeduldig gewor- i-üi, tvcil ihnen gestern uttd" heute nur der •iDe Sold ausqczahlt wurde. I Die „Deutsche Allg. Ztg." erfährt aus - Ls s e l d o r f: Nachdem^ die Stadtverwal- timq eben erst für die Sicherheitswehr des stJzugsrates 185000 Mark entrichtet htzc, verlangte ein Trupp Schwerte vaffneter eine neue Summe von ‘.0 DOOO Mark. Tie Verwaltung mußte vL:r diesem Drucke dem Vollzugsrat 100 000 torf überlassen. ten, bestätigten ausdrücklich, daß sie' nick' einen Augrnb ick ei.-.en mitt ärisct-cn Zwang gesM hätten uiti> daß bei den Vorgängen unb Beschlüßen an jenem Morgen der Boden der Verfassung nicht verlassen wurde. Ebensowenig könne von einer Mintärdicktatur in Bayern gesprochen werden. In der Verurteilung des Kappschen Staatsstreiches und in der Mwehr jedes gewaltsamen Umsturzes, von welckrer Sei'e er auch kommen möge, sei sich die derzeitige Regierung mit der abgegongenm durchaus einig. Tie bayerische Reickiswehr und i'rre Führer hätten keinen 2lugenb!ick die Kappsche Reg.ierunz anerännt. Weiter erk ärtc de-. Ministerpräsident, die Regierung werde an den für die Organisation der bayerischen Wehrverbände van der bisherigen Regierung festgeleg en Grundsätzen festhatten. Darum müsse die Regierung euch heute den geschlossenen Eintritt politisck>er Verbände in die Wehr ablehnen. Ter Ministerpräsidertt bedauerte. daß die sozialdemokratische ParteisichanderRegierung nicht beteiligt habe und sprach die Hosfnung ans, daß sie bei der Ausvecherlaltung der Staats- Verfassung die Regierung loyal uMersbützen werde. Ein Srieöensannebot von Sowjetrußland an sämtliche Nationen. Ann apo l is, 29. März. „Neuyork American" veröffentlicht ein drLhtlo.es an Litwinoff ge sandtes Friedensangebot von Sowjet- rußlandandieNationenderWelt. Es umfaßt folgende Punkte: 1. Die Anerkennung der rungsart zu wählen, &u achten und bt?jcn Önmth amtlich in aller Klarheit darauf hingetpi?sen, daß das Tabaksteuergesctz vom 12. 9. am 1.4. in W irksamkeit tritt. Dte 9tr«rlung her Eisenwirtschaft. Berlin, 29. Mär». (WTB.) Der Rei chs- rat hat den Entwurf einer Verordnung zur Regelung der Eisenwirtschaft angenommen. Der BeriÄerstatter erklärte, es müsse eine Art Selbstverwaltung der Eiscnindusttie eingerichtet werden, um der immer weitergehenden Preistreiberei Einhalt zu gebieten Die vollständige Aushebung der Zwangswirtschaft auf diesem Gebiete habe zu graften Preistreibereien geführt, die zu einer schweren Katasttophe auf dem Eisenmarkt führen müßte. Ein Gewaltakt in Bremen. Berlin, 30. März. Der Berliner Lokalanzeiger meldet aus Bremen: Heute vormittag legten die Arbeiter der Aktien-Gesell- schaft Weser die Arbeit nieder. Eine Kommission begab sich zur Direktion und verlangte unter Androhung von Gewalt die Wiedereinstellung des Kommunistenführers Höcker. Unter Berücksichtigung der bedrohlichen Lage sah sich die Direktion genötigt, Höcker wieder einzustellen. Meuterei in einer Strafanstalt. Brandenburg, 29. März. Bei der Revolte in der Strafanstalt zu Brandenburg wurde Militär zu Hilfe gerufen. Die Mm- terer batten sich mit Warr.biraern bewahrt. Bi dem Kampfe wurd.-n zwei Meut.'rer erichos'en und neun schwer txrrointöet. Die Zahl d?r Leicktverletz- teu ist noch nickt sestgestellt. Von den Wärt?rn ist keiner umg^bommen. In Gentl/in würd' ein Zuchthäusler er chos'en, zwei f.1toer verwundet. Von 152 Flüchtlingen fehlen noch 11. deutsche Nationalversammlung. Berlin, 29. März. Präsident Fehrenbach eröffnet bi? Sitzung um 10.20 Uhr. Das Haus ist gin besetzt, ebenso die Bänke der Regierung und sämtliche Tribünen. Dienstag, 50. März 1920 kerei: §chu!ftr. 7. Annahme von rinzeigea f. die iageeniiminer vis jum Rowminag vorder ohne jrbi ü-i bin ^licisteit. Preis fir l mm hohe nie An,einen v.34mm freite brüt b 1'5 bi, auSivätts 30 Pi.: sür :Hef 1 iiine- Sinket gen von 70 mm Breite ’bf. V'ei Platz- vorirtzri' 20" A "süilag. Hauvtschri'tleuee: Ang. Goetz. ÄeraiNioortlzch hii Polit l: Aua. tSoetz; für den übnaen Teil: Dr. Retnholo Jeiij; für beit Shweigenieil: ö. Beck, sämtlich tu Gießen. Reichskanzler Müller: Die neue Regierung ist getragen von den eben Parteien wie die alte, von dem ei tztgeir Nähigett Boden, der in Deutschland nröglick ist. ifall.» Dem frülx'vcit Rcickrkanzler unb seiner rierung gebührt der herzlichste Tank. i-Aer mit w gemeinsame Sadx gemacht hat, muß ver- nnden. Mit eisernem Besen muß au g k hrt den. Wir werden rücksichtslos unb entsck>lossen reifen. Eine demokratisäte Regierung o!mc Te- 'rotie ist eine innere und außer politische Ge- Wir haben die Demokratie, s.e müsse nur an richtige Stelle gesetzt werden. Dec Reichswirt-- ftsrat wird schnellstens geschrfsen werden Eben-" oerdett die anderen in Angriff genommenen Ge- sertiggestellt unb Wirtsckwilszweige, die dazu sind, in öffentliche Betvirlscl^astung und »foule jilKcnommcn toerben. Elektrizität, Kohle unb i finb die ersten hierher fallenden Gegenstände. : die Landwirtsck>aft muß künstlerische^c Dünger hassen werden. Die neue Regierung übcrniinr.i Prrgramm der alten. Die Demokratisierung! Venvaltung unter voller Wahrung her »liechte verfassungstteuen Beamten, die Auslösung tm- tcr Heeres form ationen unb an denn stelle -affung neuer Verbände', die als wahrhafte, en Stand auSschließende Dolksnxhr dehnet werden könnotr. Alles di.'S un:er Be- tgung der Organisationen der fdxiffcnbnr inbe muß unsere g-rofte, bald zu lösende Aus- e sein. Wir werden sie rücksichtslos unb ent* affen durchführen Ter Aufbau ber sozialen t’Vgebung ist dringend geboten. Großzügige rcklsührung der Fürsorge für die Kriogsovser unsere heiligste Pflicht. (Lebl.aflc allscit ge Zw lmung.) Tas Versorgungsgesetz für die Kriegs^ lädigten und -Hinterblrebenen ist fertiggestellt. e Fürsorge für Arbeiter und Angestellte nruh hassen werden, iiidem das Arbeiter- und Be- enrecht sckst.-unigst durchgeführt wird. Verwab» gsreform und Boamtenbesottiungsr' form müifen a.o ihren gcsetzlickien Ausdruck finden. Tie ber Natioiwlversammlung wird schan zeitig cbvodfen werden müssen, weil das Volk noch i Staatsstreich mit den KappanbmA.-rn eine )ige Abreclmung durch 2Bab.cn haben will. >ebr richtig!" links.) Loyale Ersüllung des edensverlrages, Sck»affung einer Aimosphäre Vertrauens zwischen den Völkern und öffcnU en Bruch mit allen Kriegsansckxurungen in der iiif ist unsere Ausgabe. Unser Kurs bleibt auch xr Außenpolitik der alte, weil das der richtige Tie schnelle Erdrosselung des Kapp-Tulfches )ht das Vertrauen zu uns Hätte uns die ente nicht das Atmen schier unmöglich gemacht, •näre die Zahl der KappanHänger geringer ge-, en. Gegenüber Millerand bemerke ich, t-aft die tsche Regi-Trnng bemüht war, a les zu erfüllen, i überhaupt in ihrer Macht steht. Ein roirt* ttliches Zufammenarbei en ist dringend gc-b'ten ! sich rerblutendes Teutsckstand ist Europa. N in. s einigen Teilen des Nuhrgebiets kommrn T«- ationen »ur Regierung, dre die Lage schildern, r verhandeln mit ber Entente darüb.-r, daß wir Notfälle für kurze Zeit etwas mehr Truppen )ie gefährdeten Gebiete sende i dürfe,! Frankinch l das nur gestatten, wenn Frankreich dagegen, mffurt a. M., Darmstadt und andere Orte fern könnten. Dieses weisen wir zurück. Wir wol« doch nur die Ruhe im Richrgebiet wieder her- len, auch um drranfteid) bi? versprochenen fiofe liefern zu können. Im Ralynen der deutschen mblik ist fein Platz für eine Diktatur, komme woher sie wolle. Der Putt'ch vom 13. Mär; hat deutscfe Volk um die Freude üb r die Abstim- .—ng in Schleswig gebracht. Wir sehen auch den anberen Abstimmungen mit Vertrauen ct,Liegen. Ern Verbrechen an Reich unb Volk ohne Gleichen haben wir erlebt. Dummheit und Brutalität fetten sich vereinigt. Die Hochverräter werden feftraft toerben ohne Rücksicht auf das Zureden von den Seiten, die allein die Verantwortung tragen. Die kRachtHafer des alten Negims, die Parteien der Kriegshetzer wollen die Schuld ber Regierung zuschieben. Der Weg Kapps wir auch der Weg ber Reck>ten. Das beweist die Stellungnahme der Deutschen Volkspattei unb der Teutscfeiationalen (Lärm rechts) unmittelbar bei dem Auftreten Kapps, die feinen Tadel für diesen enthielten. Das Volk wird ttchten zwischen ihnen unb uns. Dec Generalstreik war ein Borspick ber kommenden Wahlen. Die Mitt'chuld der Deutschnationalen äuftert sich auch in den Aeußerungen des Grasen Westarp. (Lärm rechts.) Kapp, Zagow unb Schiel? waren Mitglieder der deutschnotionalen Partei. Zum Landwirtschaftsminister wurde I-rrilierr von Wan- genheim-Kteinspiegel ernannt. Nackcher zog sich die Rechte vom Hochverrat auf die Verfassung zurück. Gewiß Hafen sich die führenden Männer der feibeni Rechtsparteien mit Entrüstung vom Hochverrat abgewandt. (Zurufe Rechts: Wimiig.) Aber zahlreiche ProvinzorganisatioTten Hafen sich .Kapp mit Beaeisteruny angeschlossen. Sie tönnei den Putsch nicht von sich abwälzen. (Zurufe rechts: Jawohl, Lachen links.' Ich klage Sie im Namen der überwiegenden Mehrheit des deutschen Volkes an, zum 'weiten Male Den Krieg verursacht zu haben. Das Volk war an dem Putsch nicht beteiligt, nur deutsch- nationale Hochverräter unb verführte Soldaten. lZuruf rechts: Sklarz. Rufe links: Brferrk.» Noch lange wird Deutscharrd unter dem Wahnsinn dieser vier Tage zu leiden Hafen. Im Ruhrgebiet ist bw Diktatur von rechts in die von links um grd) lagen. Aber dort wächst die Sehnsucht nach Rtche unb Ordnung. Tie Waffen sind bort vielfach in bü Hände von Leuten gelangt, für deren Greifen Mord, Raub unb Diebstahl, ich feine Partei verantwortlich mache. Diese Zustände können nicht länger geduldet werden. Hierauf wird die Sitzung unterbrochen. Als erster Redner spricht der Zentrumsabge- ordnete Bolz. Tas Verbrechen vom 13. März war eine deurschnationale Bewegung, aber sie nxr 2 Einnahmen. Aktiva. 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Ter letztere Paragraph trndet indes,en noch aus unerledigte Streitfälle Anwendung. 4 Zur Reise in den zur endgültigen Fürsorge ^ständigen Wohnort ist dem Erwerbslosen außer freier .^br auch nne -angemessene Beihilfe zu den Reiseunkosten, eins chliesst ch der Besord^ rung des Umzugsgutes, aus Mitteln der Erwerbslosenfürsorge zu bcmlligm , 5 bm KEiickm (G°m-mdev«rbänÄm) tie BesugniL cingeräumt abweisende iitec b« Zuständig leit für das Eingreifen der Fürsorge zu treffen. t_.s rann sich selbstverständlich nicht lediglich um prwat-e deguemllchkeiten einzelner Erwerbsloser handeln, 1 andern die abweichende .Reg lung musz der Allgemeinheit dienlich sein. Dies istz.B. der ^al wenn das Wechseln des Wohnortes für eme größere Zahl von Personen vermieden werden kann, ^n icdem Fallest die Wirk samkeit derartiger abweichender Vereinbarungen abhängig von der Zustimmung des Hess. Landes-Arbeits- und Wntlchaftsamts. 6^ Durch § 6 Abs. 1 ist das Mindestalter der für den Bezug selbständiger Erwerbslosenunterstützung in Fragekomniendcn Personen von 14 aus, 16 Jähre erhöht worden Es ist ledoch nicht ausgeschlossen, baß gegebenenfalls Fannlienzuschusie nach Abs. 3 ge- lflRCS&e<6tH<6e Undertzaltsansmüche,. beten Mmig dm notwendigen Lebensunterhalt ermöglichen wurde, nnd bn der Feststellung der Einnahmen des zu Unterstützenden zu be^lchichtigen Hierdurch soll namentlich verhindert werden, daß Kinder vermögender Eltern Erwerbslosennnterstützung beziel-en, wenn sie gerade arbeitslos und ohne eigenes Vermögen sind. 9 7 8 6 Abs 2 regelt die Frage, inwieweit Erwerbslosenunter- stntzung im Falle eines Streiks gcwäl-rt werden kann. Erwerbslosigkeit, die infolge von Ausstand oder Aussperrung von Urbeit- ncHinern cintritt, ist darnach nicht als Kricgvsolge anzusehen. Erwerbslosenunterstützung darf also weder an Arbeitnehmer die frci- willig die Arbeit niedergelegt haben noch an solche gezahlt werdon, die bei einem Streik durch andere von der Arbeit abgeyalten oder vom Arbeitgeber aus dem Arbeitsverhältnis entlasten werden. Einerlei ist es dabei, ob einzelne Arbeiter ausgespkrrt werden oder ob ein Betriebsteil oder ganzer Betrieb sttllgelegt ist. Voraussetzung ist jedoch, das; der Ausstand oder die Aussperrung die überwiegende Ursache der Erwerbslosigkeit ist. Dies wrrd /«ondew auch dann anzunehmen sein, wenn ostenkundig, die Absicht bestand, die Einstellung gewisser Betriebe oder Betriebvteile durch eine Arbeitsniederlegung zu erzwingen Kommen andere Grunde wie der Mangel an RoMoffen, Hilfsstoffen oder Halbfabrikaten ymzu oder auch die ungünstige allgemeine Wirtschaftslage, so ist zu prüfen, ob etwa Ursachen der letzreren Art überwiegen. Sind nach Beendigung des Streiks einzelne Arbeitnehmer nicht wieder "eingestellt worden sei es weil sie persönlich am streik beteiligt waren oder weil ihre Stelle anderweit besetzt worden ist, ist ihre Erwerbslosigkeit noch als Streikfolge anzusehen. Erwerb^- losenunterstützung darf ihnen frühestens vier Wochen nach Abschluß des Ausstandes oder der Aussperrung gewahrt werden wenn die allgemeinen Voraussetzungen dafür vor liegen. Es must alio vor allem feststehen, daß ks ihnen während dieser Zeit nicht möglich gewesen ist, anderweit geeignete wirbelt (§ 8 der Reichsverordnung > zu finden. , c n. m In § 6 Abs. 3 und 4 ist als Grundsatz aufgestellt, daß die selbständige Erwerbslosenunterstützung der wirtschaftlichen Selbständigkeit entsprechen muß. Damit entfällt die selbstanuige Unter» ft Übung insbesondere von untevhaltsberechtigten Angehörigen des unterstützteu Erwerbskosen. Gegebenenfalls ist die Unterstützung aber durch sogenannte Familienzuschläge angemessen zu erhoben. Tie Gesamtsumme der Unterstützungen, die mehrere ui euient gemeinschaftlichen Hausstand lebenden Familienmitglieder erhalten, findet ihre obere Grenze in dem 2^/xfaä;en Betrag deri^iigen Unterstützung die dem höchstunterstützten Mitglied für seine Person 8*9L § 7 bestimmt, daß Ausländer die Wohltaten der Erwerbslosenfürsorge nur dann in Anspruch nehmen können, wenn ihr Heimatstaat deutschen Erwerbslosen nachweislich eine gleichwertige Fürsorge^ Abwanderung von Arbeitskräften aus anderen Wirtschaftsgebieten zu Notstandsarbeiten zu verhüten, ist durch 8 8 Abs 1 Satz 3 dem Reichsarbeitsmimster die Berechtigung erteilt, die Löhne bei öffentlich unterstützten Arbeiten m das richtige Verhältnis zu dem sonst üblichen Lohn zu setzen. Satz 4 gibt den Gemeinden die Möglichkeit, die Unterstützung von vornherein auf einen bestimmten Zeitraum zu beschranken Tamit dürfte der Neigung mancher Unterstützungsempfänger, sich lediglich auf die Listen der Arbeitsnachweise zu verlassen nut Erfolg entgegengewirkt werden fönitcn. Tie Gemeinden tonnen in Anwendung dieser Vorschrift Erwerbslose zur Arbeitsaufnahme namentlich in solchen Berufszweigen veranlassen, in denen ofsen- baver Mangel' an Arbeitskräften herrscht und gleichzeitig unter den Erwerbslosen geeignete Arbeitskräfte vorhanden find. 11 Ter Berechnung der Kurzarbeiter-Unterstützung ist nunmehr nach $ 9 Abs 2 außer der Kalenderwoche auch die Kalenderdoppel- Liuiiiüpimiiaiis Bahnhofstraße 34 S4T6c Bekanntmachung. Betr : Ausbruch der Pferderäude unter dem Pferde bestände des Johannes Keßler XI. zu Gro ßen-^,in den. Unter dem Pferdebestande des Obengenannten ist die Raube ausgebrochen. Tie erforderlichen Sperrmaßnähmen stnd ansteordnet. Gießen, den 24. März 1920. Kreisamt (liefen. F. V.: V. G e m m i n g e n. uaiöiü uusicyac MNalfkeke in öet VumWnlSWennnWil in Gietzen. Dr. wm («609 Botfitoöer des Ssliks 68 Hellen lii (jjtooinj ßfiethefiro). woche zu gründe zu legen. Darnach sind, was bisher nicht zulässig war, Feierschichten, die beim Wochenschichtwechsel sich ergeben zu vergüten Eine Herabsetzung des Hundertsatzes von M auf 60 kann nur im'Falle eines besonderen Bedürfnisses mit Ermachttgung des Reichsarbeitsministers und Reichsministers der rNnanzen stattfinden Etwaige dahingehende Anträge sind uns vorzulegen. 12 6 9 M 4 und 5: Unter Beseitigung der bisher für Personen von 14 bis zu 16 Jahren zugelassenen selbständigen Unterstützungsbeträge sind die Sätze für weibliche Personen und die Familienzuschläge erhöht. Bei den weiblichen Personen sind die- jenigen we che nicht int Haushalte, eines anderen eben, bevorzugt. Tie Gesamtunterstützung an Familienzuschlagen für einen Haus- Mt »t b-m°n t au?i>as 1* A das dcm S-ash°ltungsMrst°nde -uDmmmdcn Betrages. Es fall dadurch verhütet werden batz em- iovsreiel.e Familie Unterstützungen erhalt, bte ben Arbeitslohn übersteigen und damit die Arbeitslust lähmen. „ In Abs 5 ist anstatt „Ehemann" das Wort „Ehegatte gesetzt um die bisher nur für Ehefrauen zu ständigen Zuschläge auch auf Ehemänner auszudehnen, für den Fall, daß die Ehefrau Ernährerin eines nicht arbeitsfähigen Mannes ist und als-solche die Bestimmungen darWer. inwie- weit anderweitige Unterstützungen, Renten usw. für bte Beurteilung der Bedürftigkeit in Betracht gezogen werden dürfen. , 14 Unter den „Erwerbslosen , bte die Gemeinden nach § 12a zu versichern haben, sinb nur Personen zu verstehen, bte überhaupt keinen Verdienst haben, nicht aber solche, die nur einen geminderten Wochen- oder Toppelwochmarbei sverdienst babm Tie Gemeinden sind daher n cht verpflichtet, für Arbeitnehmer die nach § 9 E 2 teilweise «er^losennnbersMtzmm beziehen, Beiträge zur Krankenversicherung zu leiswn ferner setz die „Fortsetzung oder Aufrechterhaltung einer Versicherung gegen Krankheit" voraus, daß der Versicherte aus der versicherungs- pslichtigeii Beschäftigung ausgeschteden ist. Ties ist Nicht der 6.all, solange die Arbeitseinstellung nur vorübergehend und das Arbetts- vovhälttiis rnch^östggiJrt Verordnung" durch „Vereinbarung" ersetzt, um den Erwerbslosen die Möglichkeit zu geben, die Weiterversicherung bei ihrer Krankenkasse gemäß b.U auch bann noch zu beantragen, wenn Vereinbarungen Mischen Gemeine und Krankenkasse künftig zu einer Zeit, der sie schon Erwerbslosenunterstübung beziehen, getroffen werden Art. 4 gibt diese Möglichkeit für den Fall, daß etne solche^ Vereinbarung schon früher getroffen ist. Es wird für diesen rl>-all eine dreiwöchige Frist vom 1. Februar d. I. ab gesetzt., 15 Durch § 13 Abs. 4 werden die Fursorgeausschulse verpflichtet, in Verbindung mit den Arbeitsnachweisen darauf lM- zu wirken, das; den unterstützten Erwerbslosen mit Jülich st et Beschleunigung geeignete Arbeit vermittelt wird „^le Erwerbslosenfürsorge muß darauf dringen, daß den IInterftiitjung4cmpfangern, bei denen die Erwerbslosigkeit zum Dauerzustände zu w.rden droht, besondere Aufmerksamkeit geschenkt wird ^ahn: ist ins-. besondere die Anordnung getroffen, daß alle Unterstützten nach näherer Anweisung des Reichsarbeitsniinisteriums bci tnn sui gröf’cre Bezirke eingerichteten Zentralauskunftsstellen od.i entsprechenden Behörden unter Angabe ihrer Verwendungsfähigkeit namhaft ^^o^C-rwerbslosen-Fürsorge-Einrichtungen, die für die Erwerbslosen günstiger sind, als die in der Reichsvewidnung über Erwerbslosenfürsorge m der Fassung vom 2G Zanuai» 19^0 (Reichsgesetzblatt S. 98) vorgesehenen treten mit Ende dieses Monats außer Kraft. Gießen, den 24. März 1920. Kreisamt Gießen (Kreiswo^hlfahrtsamt). v>. Ge m m i n g e n. Gewinn-Vortrag vom Jahre 1918 3,Äb“ten.........// 23,345,3©.; Kommunal-D 'riehen .... „ 410,898.c stombard-Darlehen, Wechseln, Konto-Korrenlu.Slaatspapieren „ 2,385,711., DarlehenSvrovisioneii Bon den Hyporhekenschuldnern ersetzte Stempe steuern................ 10000 Indianer nnd Weiße als Mitwirkende. Ein derartiger Prunkfi’m lat nur herstellbar, wenn jemand in der Laxe war, an den historischen Stätten die Aufnahmen mit wirklichen Eingeborenen und Original - Kostümen zu arrangieren. Aufgenommen an den historischen Stätten in Italien, Spanien u. Amerika, unter Mitwirkung aer spanischen und amerikanischen Behörden durch Ver- fügungsiellung der Pläne und Zeichnungen der authentischen Caraweilen (Segelschiffe) und der historischen Kostüme aus den spanischen Museen. Das Schicksal des großen Genuesen in seinem mit größten Schwierigkeiten verbundenen Aufstieg; seine glorreiche Entdeckung Amerikas und der Undank, den er schließlich erntete, bilden eines der ergreifendsten Momente der Weltgeschichte; besonders das erbärmliche Ende des großen Helden wird auch bei der heutigen modernen Welt das größte Mitgefühl erwecken. Ab morgen bis inkl. Dienstag: Bis Lenon Christoph Columbus und die Hypotheken isämtiich in daS DeckungSregifte einrielragenf ............. ferner eingetragen im Hypolheken- register...........& 4,000,000.- 5’/0 Deutsche NeichSanleihe Hypothekenzinsen lrückständig 633,535.95 . Kommnnal-Darleben: Prenhische lsämtlich in daS DeckungSregine eingetragen) ....... 10,115,020.7 Aunervrenhische n 314,477.8 Zinsen ......... ,, 106,824.5 Kaste einschliestlich Girvguthaben bei der Reichs bank und Frankfurter Bank....... Deutsche Reich» n. Prcuß. an- vcrzinsl. Schatzanweisungen 16,000,000.- Diskouten und Schecks . . . „ 8,483,489.41 Bekanntmachunq. B e t r.: Ausbruch der Räude unter dem Pferdebestand des Konrad Schuch zu Treis a. d. Lda. Tie unter dem Pferdebestande des Obengenannten aus- gebrochene Räude ist erloschen. Tie angcordneten Sperrmaßnahmen werden ^hiermit aufgehoben. Gießen, den 24. März 1920. Kreisamt Gießen. I. B.: v. Gemmingen. Dienstnachrichten des Kreisamtes. Der Vertrieb der Lose 1. Klasse der 16. Preutzisch-Sud- deulichen (242. Preußischen) Klassenlotterie beginnt am 4 ^um 1920. Tie Ziehung 1. Klasse dieser Lotterie wird am 13. und 14. Juli 1920 stattsinden. SpY Friedrich Ko ch von Lich wurde zum Feldschutzen der Gemeinde Lids ernannt und von uns eidlids verpflichtet. Ein tragisches Spiel in 6 Akten von L. v. Günther-Kroumyrth. In den Hauptrollen: Ray Walton — Chai-Iy Berger Blanche Dergan — Fritz Ach- terberc — Han* Ludolf sftmtl. Mitglieder d. Staatseper Berlin. Wer sich diesen Prachtfilm nicht an- sieht, versäumt eines der sei: sten Filmwerke, die bisher geschaffen wurden. Vorführung: 3.3V, 5.15, 7, 8.45. Zurgeft.Kenntnisnahme Wie bekannt, wird bei den Monu- mentulfilmen, die „Licht spiele Selters- weg* gibt, zu den Abendvorstellungen Andrang sein, es ist darum geboten, dieNachm.-Vorstellungen z.besuchen. Die latzteVGrK'hrnng iet altenfls 8. >>r. BDas 809 etriebsräte ^Tesetz^niF’Wahr Ordnung (Roths Sammlung Deutscher Reichs- gi‘setze, Nr. 669/676' Preis Mark 2 40) ist soeben erschienen. Zuhaben in allen Buchhandlunge n. Verlag Emil Roth, Gießen. Mm. “T" blauer und schwarzer Cbevlot, la. Qual., sehr v reiswert. JsihJUtji&Grtand Ab heate Hs etisch!. Donnerstag: Der Riesenpraehtfllm Das Gegenstück v. Madame Dubarry Jtii