Donnerstag, 28. Oktober 1920 Erstes Blatt UO. Jahrgang rswi Maßregelungen: rlitl 1 “ non fetten des Versailler Friedens bilde. Der Bergarbeiterftreif In England. Geldstrafen und Strafgelder Gelder unb für ihre erwiesene 'Irene Dank aller Vaterlandsfreunde, nen hoffe er, daß der Ta i der nW mehr allzu fern sein m ’ge. Medervereinivung Die Parole laute: m Treue". L>in- chester Guardian" schreibt: Der Streik der Bergleute ist beigelegt. Die Bergleute werden die Arbeit am 1. November wieder aus- stiqen Zufammenhanges mit rn'erer A bttterscvafl betonte. Der Redner forderte baldige Regelung dcr Wohnungsfrage, die leider nicht mir in den Städten zu wünschen übrig liefe, sondern vielfach auch aus dem Lande. Dem Lande müsse überhaupt wieder gegeben werden, was des Landes ist. In dieser Beziehung müsse noch manches anders werden, wobei er nur an di? materiellen Guter, rote beispielsweise Düngemittel, erinnern wolle, die heute nur m Apothekerpreisen zu haben seien. Von besonderer Bedeutung waren noch zwei Der Thronwechsel in Griechenland. Athen, 27. Okt. (WTB.) Das Kabinett richtete eine Botschaft an das Volk, worin mitgeteilt wird, daß Prinz Paul zur Thronbesteigung aufgefordert worden ist. Logloud» Verzicht auf Beschlagnahme deutschen Privateigentum». London, 27. Okt. (WTB.) Au der Mitteilung der englischen an die deutsche Regierung, daß England aus das Recht der Beschlagnahme deutschen Privateigentums verzichte, führen die Mütter aus: Es war der Wunsch der -Reyernm*), die Ungewißheit deutscher Privatpersonen betreffs ihves in (Äialand befindlichen Eigentums zu beseitigen, ebenso wie die dadurch für die englischen .Handels- und Schiffahrtsinter - essen sich ergebenden Nachteile. Die Anftebmiz der betreffenden Bestimmungen des Versailler Her- ttages durch England sei in Berner Weise ans Agi- ttation oder Druck von deutscher Seite rrrrück- zufühve». die „Neuen txranjDerfdjeri syestsäle zufammen- o-fübrt. Nach einer kurzen Begrü Mng-anspra cfe ergriff Insgesamt 56 531 Konfiskationen: 74 89? 7*1 Rubel 42 313 230 ,. -er Deutschnationalen vottrpartei. e>t »«-urschnationale Parteisekretär für £)De*r?tci<, verr Spitze, hatte sich erboten, v'^n dcr Tagung der Deutschnationalen in Hannover, die er besuchte, uns täglich ausführlich zu berichten und wir hatten infolgedessen andere Möglichkeiten der Berichterstattung fallen lassen. Leider ist der nachstehende Bericht des Derrn Spitze uns verspätet, erst am heutigen Donnerstag, zugegangen: In Hannover wurde am vergangenen Sonntag, dm 24. Okt. d. Is., im historisckvn Saale des alten Rathauses unter ftarfer B-tm- ligung einiger Hundert Bert: eter ans aflm Teilen des Reiches der 2. Parteitag de Teutsckmattonolen „Haltet fest am Rciche, Tvenc ... sichtlich her innerp ckitisdien EnNvuÄung sei fett der Reimer scharf das Berhal en des preußische Landen stenrentrattonslaaern unt^rgebracht In Gefängnissen untevGcheacht Geiseln festgenommen W Gewinn. Das Ziel sei eine organisch- Produktionsgemein schast, mm der der Redner sich die Sammlung unserer ganzen Volkskvaft verspricht, die die Bvraussetzung für die Sprengung der Sklaven " ......... Unter 9086 34 334 13111 fmrtsckxif'siNiuisters, der das letzte zerschlagen hat, was auf dem Land noch w.-rhonden nxir: den Ar- beitsfrieden. Er wiederholt, wie sein Vorredner, unter grefent Beifall die Fütterung nach Remvah- len in Preußen. Das Bestreben der Negierung, Preußen nie erfterHen zu lassen, habe sich auch bei der Flaggenfrage g?»eigt, wv der Sckwtz ter- selben in der Verfassung abgelehnt toxtxn ist. föerr Backer tritt sotemn für eine starke Reichs- gewall ein, die das Sehnen nach entern: Deutschen Reiche und deutschen ft'ai "ertuin verwirklichen m'5gv. Die Zentralisation und den Unitarisvms, wie er in Weimar hervorge-reten sei, lelme er allerdings auf das Entschiedenste ab. In einer Resolution irr fangt der Berichterstatter die Sicherstellung der staatsbildenden Kräfte eines starken Preu- stens, um den Aufbau eines neuen Reiches auf gesunder förberaliftifdier Gruntlg yi ermöglichen. Die Versuche, den preu^isdieu Saat zu zerschlagen, hte in der j't^grn Regienmi ihre Unter mtz'.ing finden, sind im er allen Umständen zu verurteilen Die feuttge pveiiniche Regrierimg endehrt der einzigsten Reckxtsgkmi-.dlag^ dem V^lks- nrillm, und rnüse auf das Entschi-^enste bei’ m nt werden. Durch die $xtfHfü>ruiig v"n Ne:iwa H -- l e n und deren Ergebnis erhofsi der Redner die Gesundung ber Verhältnisse in Preußen und damit auch im Nmch. Den von stürmischem Beifall oft unterbrochenen Ausführungen folgte eine kurze yegrüftur-gßanfprache des Berveters von Deutsch Oestenrick), Dr. Schweinitzhaupt, der durch sein Ein'retcn für den Anschiu stgedanlen Deutsch- Oesterreichs ans Reich lebhaf eu Beifall erntete. Urner grofe m Jubel wurde sodann der bekannte Nei chs t a gsabgn) r dnete v. Graefe-Goldebee empfangen, der über die Möglichkeiten einer Revision des Versailler Friedens berichtete. Mit dem Namen Versailles war früher die alte Reichs Herrlichkeit verbunden. Es war das Erbe, das wir von unteren Vätern erworben haben. Die Gewissensfrage laute nunmehr, haben wir es erworben, um es zu besitzen? Das Buch von Versailles zwinge uns zu folgenhen Frager: Welcher Doinemveg führte uns nach Versailles? Was haben wir dort unterzeichnet? Was sind die Folgen davon, und was haben die offizie'len Stellen getan, um das bittere Elend abzumildern? Und schließlich, was fordern roir, um aus dem Leid wieder herauszukommen? Der Redner ging auf die Vorgeschchce der Unter »ei ckmung des Friedensver- trages ein und erläuterte die einschneidenden Bestimmungen des Vertrages von Bersai les. die in ihrer ganzen Durckiführung die Selbständigkeit unseres Staates völlig auszuschalten drohen. Durch die verlogene Selbstbezichtigung unserer Schuld am Ausbruch des Krieges haben wir uns selbst bte Waffen genommen, um gegen das Machwerk des Luges und Betruges nachhaltig an M kämpfen. Der Redner betonte die Würdelosigkeit, mit der die amtlichen Stellen, den einzelnen Bedingungen des Vertrages gegenüber ständen. Das Auswärtige Amt habe «gen den Major von Stülpnagel Strasanttag gefeilt. weil er auf Grund des ihm zugänglichen amtlichen Materials eine Gegenliste der feindlichen Kriegsverbrecher veröffentlicht habe. (Lebhafte Pfuirufe.) Derr Kautskh habe sich desselben Materials bedienen können, ohne daß das Geringste gegen ihn unternommen worden wäre. Der Ruf nach Revision des Vertrages muß immer und immer wieder erhoben werden, ohne sie ist ein Aufbau nicht denkbar, denn wir würden nur die Sklaven von Eng- 11 -----7^1. MM (# ’or^.iK «■M-CtUiln ‘Uhr.iubcrh- n Oatoalbimtt W rten, 6er£te itr^tuuiliabm, !ttichasts land" kennzeichnet sodann unter Beifall Reichs tagsabgeordneter Wulle die Gefahren, in die uns da? internationale Judentum gebracht habe. Wir stehen, so führte er u. a. aus, im Gegensatz zu diesem aus dem alten preußi- fefen Stanvpuntt „Jedem das Seine", während es b~r demokratischen Idee entspräche „Jedem das Gleiche" geben zu wollen. An der weiteren Aus- spräche beteiligte sich ferner Abg Behrens, der die fstotwmdi'-keit der Wiedergewinnung des gei- etn Va!«-.- starkem Volksprnttst eröffnet. Tie Verlxmälimgen k>s Haupttvrslar.des, die dem aut den 25. itnb 26. Oktober an beraumten ei gen tick«? Part itng vor ausgingen und von vertraulichem (Tbara *ter^_getraTu8> gungen des Pa teida^s zu überbringen. Am Abend dessel e.i Tog's war m zwei gtöferrt Hotels ter S-adt ©ei^e’nIjeir zu M nehmen. Die Regierung gewährte eine Lohn er Höhung twn zwei Schilling. Das E^ekutiv- tomitee der Bergleute erklärte sich bereit, bte Verantwortung für bte Steigerung der Kohlenförderung auf sich zu nehmen. ! Gäste haben m te Zulriil. [Hfl r, nachmittag- WM- 1b. . London, 28. Okt iWTB) Dcr Kongreß zwei gröferri Hotels cer ^adt G-e.^euh«t zu ^Tr°de Union von Großbritannien, der gestern entern Zu^n^ttcrn der »ur Dis-nsfwn ilber den Bergarbeiterstretk'gcfeten, das tnmy bte 9&mw$tfeti des en Bvlkspattei in der Kvalitwn und bei deren Bildung bedauert der Rvdner. Unwahr sei die Behauptung, bafc der Deutschen Bolkspartei die Zumutung gestellt -norden wäre, nur mit der Deutsch-nationalen Volks- Partei in eine Regierung einzutreten. Die Ber- wechslung von Arbeilerschafi und Sozialdemokratie Hobe die Deutsche Bolkspartei in eine Sackgasse geführt, aus der fie unter allen Umständen wieder heraus müsse. Scharf wendet sich Erz. Sxrgt gegen die 3rrf(bfagung4beftrebungen Pveufens und bekennt sich freimütig zur Monarchie, indem er her Lwffnung Ausdruck gibt, daß es nicht mehr zu lange dauern möge, bis wir wvsder eilten Spar- laiferianber Epi e unse«-Sfaates fthen bauen werden. Der Redner betonte zum Schlui; bte 'Notwendigkeit, den Interessen der Arbeiterschaft volles Verständnis entgeaenzubrinpen. Den Glauben und WAen auf eine Wiedersewchrng dürfen wir unter keinen Umständen aufgeben. Einen weiteren Bericht erstattete sodann Hlmplschristleitrr Backer-Baupwerhandttms-m *.«•* ft« b.c laqesnummcr bis »um ‘Jiad/mittag vorher ohne l<öe'tierbinblid)heit. Breis für l mm höhe für v. 34mm Breite 6rtW> 35 Pf., auswärts 45 Pf. - für Reklame. Anzeigen von 70 mm «reite 150 Pf Bei Platz» »orschrgt 20° „ ?lnfirdlag. Hanptschriflleiler: Ang Gort; verantwortlich für ‘Po iüh; Äug. Goetz: für ben übrigen Teil. Dr Rcinho'd Zenz, für den Anzeigenteil: H. Be», sämtlich in Viehen. juferannentTrtffl sollte, ist auf nächst« Mittwoch I marschall» zu einem feierlichen Festakt würbe. Der vertaat worden. erste Tag der össeutsicheu Sitzung hatte dae ver- Loudo». 27. Okt. CSxnxiS.) Der „Man-1 trrier imb zahlrttche Gäste beutts m älrr Frsttze zur Entg senrrahme ber terfdjtdyren B.'rici»e m * 5-pÄ! Ä ff-- ">'sA! tinbem und Franzosen jein. In einer einstimmig tuyw, i/u.mj» w. ’v*****^tZT* 1 angenomntenen Evtf chließuug wirb die Re- log abend ihr Ende axrW- Jnsgefantt 117 2M 021 Rubel. Alle diese Zohlen bleiben aber (nicht nur fefofee der erwähnten statistischen Bogren- iSntn') hinter ber Wirklichkeit noch erheblich wrftrf. Au» einer Sitzung be» rnsstschen ^entral-E^ekntivkomitee». Zürich, 27. Okt. lWolff.') Rach einem :stichiotelegramm ans Moskau hat die aitßervrde'ttl'che S'tzu"^ nrnfeen russischen Zen tr a l - E r k u t i u k o m i < e e am 23. b. M begonnen Auf brr T'a.'c’nrbnnna stand die Ratifizierung brJ- Poi fr edensvertrageZ mit Polen und des Friedeu^vertrages mit Finlaud Tschitscherin bat über den polnischen Dorfriedeusvertr-'g rinen Bericht erstattet, nn3. dem folgende^ bemrikeuswert ist: , Dr' F - ’ r suert rog ist für uns rweifel-- los sehr har! bebm’rt aber gleichzeitig einen Verzicht Vi^eus Polens ei'-eu künftigen Hufierstaat z" machen. Polen >>erzichtet bar- auf, Wckangel zu unterstützen und der russi^- lchen Reaktion seine Beihilfe zu leihen. Man ist zu einem Kompromiß gelangt, um den Dreis territorialer Konzessionen, die Polen Gemacht wurden. Was die Ukraine betrifft, Io hat das ukrainische Zentralkomitee den Friedensvertrag bereits ratifiziert. Der polnische Reichstag hat seinen Entschluß noch nicht beTanntgeaeben. Gewisse polnische Parteien lassen noch eine kriegerische Haltung ernennen. doch werden die polnischen SIrbeiteif massen die leitenden Greife Polens zur Anrahme des Friedensvertrages bewegen. Für Sowietrußland würde die Fortsetzung des Krieges neue Opfer bedeuten, die schließlich das Land daran verhindern würden, den Wiederaufbau des Wirtschaftslebens zu be- imnen." Der Bericht Tschitscherins rief eine lebhafte Debatte hervor. Tie Geaenrev-luti»«. Bukarest, 27. Okt. (Wolff.1 An« Baltta 'Aessavnbren'' wird gemeldet, daß neue scharfe Schotten in der Gegend wm Odessa, Cherson uitb m Podolien aitSgrbnvfen seien. Pari?, 27. Okt lWTB) Wie der Londoner Ämreförnibcnt des . Teinvs" meldet, sott nach Mitteilung au? L>elsingfors in Moskau der Velageru n as zustand erklärt Wochen sein. Die Bolschewisten lebten in der fortgesetzten sturcht vor einer Gegenrevolu ti on ttvtz der Hinrichtung von Gefangenen imb Setkin, die in der ganzen Provinz Moskau vor- gmnmmen worden seien. Eine Proklamation habe etgrfünbigt, daß man ohne Mit^id aegen alle Personen vorqeden werde, die sich getien da? bet- lhewistische Regime erfeben würden Man meldet «ch neue Matrosen- und Arbeiter- 'kevolteninPetersburgmch Kron stadt Del 6ie6rnt.- Mnjefger erscheint lägl ich, außer Span* und feiertags. Bejnasprcife Monatlich ■ a * ISO nnbTPh -6.r>lrdgcrlol)n, merteljähi l'ch'^la.k 10 80 undMK I.'^Tcagerlohn; durch di« Post viertel- läbrlid) 'JUark 12.“ ««hchlietzlich Bestellgeld. Ferasprech -Anschlkge: sgr die Schrift leitung 112; Verlag,'8eschäslsstelle51. «nschckft für Drahtnach. richten »nzttaer Liehen. postschealo««»: zronksnrt o. M. U6ÄS aienmg aufgefordert, die Versäumnisse der Revo- (ntüm^regirnina nach-ufelen und an S?anb ber Tatsachen über He ver ra r;brüdriac Dei gewa.tigung 2cutf(plante auifiärcnb zu wrr'cn. Nach einer kurzen Pause folgte die Ausstzrache über die gehörten Ansfüvrungen, an der sich u. a. der banrikhe Justitzminiuer Roth und Gvaf Westarp beteiligten. Auch Ve. treter aus D a n- zig und O b c r s ch l e s i e n Tamcii zu Wort, bic unwandelbare Treue zum Reich gelobten. In einer nvitrren Entsck/iefemg, bte die Ibg-ortmetc Paula Müller- Sxanorer ein gebracht Halle, nnrrte Ixt Sckwestern im brieten lebtet geto.ltz, bte den mannigfachen Gesahren ber farbigen Besatzung ausgesetzt seien. Gras .stauttz-Pob» zialismus set nidrt zu DeridKcrerrt. Ter Weg zur QKunbung DvitsthlMibs ist nur mögich, tvrnn Deutschnati orale Vol'spartet und Deutsche Volks Part ei lova! und VcrÜäi:- big zusammenstchen. Deshalb febcirere er, daß feine Iteberrinstimmung zwischen den leim RedstSta.- teien über die Stellung #uc Svztsldemokvatte be- stele. Unsere Ziele w.stlcu toir nidyt durch Vergewaltigung des BolkeS, sondern mit dem Volt imb durch dos V.ill erreid.cn. Wir kämpfen gegen die Sozialdemokrat^ um die See - der Arbeiterschaft. Beim Verlast en des ft'utrt baue? bradtfe bte Menge Delsserich stürmische Ovatv?> e.n dar, die sich vor der Bila des Generalsechmarschslls v. Hindenburg wiederholten. Am Dienstag morgen berichtete der Abg. Ritter-Kassel, nachdem zuvor eine Entschließung gegen die Zerstörung ber Hieselmotore und eine solche für alsbaldige Neuwahl des Reichspräsibenten angenommen wor den war, über das Thema ,,Volksbund und deutsche Zukunft". Die Kräfte zum Wiederaufbau finden wir nur im Deutschtum dwrakterstarter Männer. Der Mangel an nationalem Bewußtsein ist eine der größten Schwachen unseres Volkes. Wir ließen uns innerlich von denen führen, die das Tiefste unseres Volkstttms zu erfbüren nie in der Lage sind. Eine Riesengefahr drohe heute unserer Kultur vom Judentum. Dir Vorherrschaft des Judentums glaubt der Redner auf den Mangel an charakterstarkem Bolk-ttum imb auf das Fehlen einer deutscfen Wirtschaftsordnung zurücksührert zu mfjfen. Der kommende Schul kam vs werde schwer' und bvrt werben, deshalb müßten sich alle Eltern für ihn rüsten. Mit einem Appell an die Solidarität des deutschen Volkes^ damit es sich als Gesamtblock gegenüber den Arbeitgebervölkern der Entente fühle, schloß der Redner seine von minutenlangem Beifall aufgenommenen Ausführungen. Tas nächste Referat erstattete Reichstagsabg. L a m b a ck, der insb-sondere in ausführlichen Darlegungen die Richtlinien der brotfärnetfentilcn Sozialpolitik erörterte. Unser Ziel sei Ausschaltung des intctt- nationalen .Kapitalismus, an be'sen Stelle ber Gedanke der fa talen Werkgemeinscha'it treten müsse. Die Freude an der Arbeit mich wieder gehoben werden. Nicht als Mittel deS st assenkampseS, sondern im Interesse deS Arbeitsfriedens und der fatalen Versöhnung und Verständigung fordere die Partei die Beteiligung der Arbeiterschaft am GietzeimAnzeiger General-Anzeiger für Gderhessen vnick und Verlag: vrjchi'sche Surv.-Stzch- und ^««dnurerri tt. Lauge. $d)riftiWTB.) Das vonr Reichs- arbeft§ntinifterb;m eingesetzte Schiedsgericht batte darüber zu enft'chewen, vb ben int Zeitungs- stteik entlassenen Arbeitern der Lohn voll fru Kahlen sei. Das Scknedsgmricht wurde Vvm Refererven Dr Bruhn als Borsitz»?nden geleitet und be'otetb aus Unipersitätspvoftri'svr Dr. Knskel und Schriftsteller Dr. Pvtthvfs als unpar- teiixben Beisitzern und aus je zwei SBer^rtem der Arfei-gcher und Arlieitnehrner. In ein m streik, sv lautet ber Schiedsspruch, liegt rn der taricichtichen Verweigemwtz der mbturLcn ©treittxrbeit eine Är- beitsveinxriiger-'.mg. die zu fristloser En taiTnng berechtigt. Die blofe Erklärunq aber, daß ein Arbeiter indirekte Streikorbeit nicht leisten werde, berechtigt rricht zur Entfa sung. Im vorliegenden Falle werden die Arttei Q Garbe Kversor jnzortm mffl , sann jc?t < * forforgun irden Nnb oder aus ! ffrln wäre drlfach bis Marl ix wurden t 200 Zcni ung geftd Snir-igfl die hiesige t S^ott1 'WW mit Kart '.nben bei Zentner bi worden: 316 Ztr, Neue Alritchaussieblung. fb. Frankfurt a. M., 27. Okt. Die ©taö: Fvanffurt plant im Bnvrt Bvnames die £k.t sttllung van 114 Ernfamilren- und 12 Zweisami lienhänsern.Der Ge am b.nnvcrt b trägt 10121 CO'i Mark. 53wt dem Reich erhofft man einen Zuschuf, von 1 842 300 Mk Nach Abzug des sogenannter rentierlichen Bauwertes in Höhe von 2 200000 Mark berbfiebe der Stadt ein Fehlbetrag von 5 981 700 Mk. Die S' Kitnft Wissenschaft. fb. Alzey, 26. Oft. Bei Sievers heim werk eine Wohngrube ber Hallstadtzeit fav gelegt. Der Jnlmlt bestand außer der Feuers«le imb Sitzbänfen aus Erde, aus großen Mer^a Bruchstücken aller Art. Die keramischen VerzieM'' gen waren sehr gut erhalten. wirte eingerichtet werden soll, daß diese aber sich verpflichten sollten, die Wolle in- erster Lime an Mitbürger abzusetzen, fand bei diesen keinen Anklang. Da trtm borden Seiten ein Nachgeben nicht möglich schien, kam es zu keiner Abstimmung. — In Ergänzung des Berichtes über bie Genietnde- ratssitzung ist zu berichtigen, daß der Gemetndcrat in seiner früheren Zusammensetzung ebenfalls Mtt> tel für 2Begbauten bcwilliOte, doch 'dies mcht in hem Maße tun konnte, wie letzt, wo bedeutend mehr Geld zur Verfügung steht. . a. Hnngen, 27. Oft. JnderGemetnde* r o t s s i tz u n g vom 26. Oft. .vurde ein Schrm- ben des hiesigen Obst-- und Gartenlrmvecerns, m wclckxm dieser zu der am Sonntag den 31. Oft. da hier stvttsindenden Obstousstrlltmg emtotet, Der* lesen und der Besuch der Ausstellung empfohlen. — Die Ortstafeln sollen inffandgesetzt btzw. ergänzt werden. — Ein Gesuch um (Srwrfwtg des Ortsbürgerrechts wirt» »nehmigt. — Es hegen zwn Gesuche vor bett. Gewinnung von Bauxit m der Gemarkung Hrmgen. Ten Reflettanten soll mit^eteilt werden, daß über den rn Brtrwcht kom- menbcit Priootbesitz von Seiten des Gememdwats fein Veschlnft gefaßt wecken könne, von städtischem Gelände Bann zunächst nur der Wald in Betracht kommen, man wird sich dieser halb mir ber Ober* förstevei ins Benehmen fetzen. Tie von den Ge- suchstellern angeb Jtenen EntschLdigungsfummen narben als zu gering erachtet. — Ztvei biqtgcn bedürftigen Einwohnern gewälttte kleinere Unter* stützungsbeträac werden gutgeheißen. — Zur Sicherstellung her Wasserversorgung der Lmckt Hungen ist früher b-eschl-osien worden, eine Pump- eenlage mit elektrischem Betrieb unmittelbar auf dem Quellengelände (neben ber Molkereil zu errichten. Die Vergebung der Baunrbeiten (Stampfbeton) fall alsbald von der -stabt ausgeschrieben werden, um das Gebäude noch vor Eintritt des Wenders ftrtigzu stellen, während über bte Ausführung der maschinellen AntoWM die bdben tn Betracht kommenden Firmen nochmals gehört iner- txm sollen. Tie bestehende Pumpanlage, Wastev- b-w. Ben z-ol metorbetr*b, reWjcn für ben Bedarf der Stabt nicht mehr auS, überdies ist bte gesamte Pumpanlag' nicht besonders zweckmäßig gebaut. — Tic Ansckrasftmg eines Gemeinde-,ft.-enbocks zum Pveift von 675 Mk. wird gutgeheißen. Kreis BWin-en. 4fc Nidda, 26. Oft. Die hiesige Gewerbeschule ist nunmehr unter die technischen Lehranstalten des Landes eingereiht worden. Die Gewerbelehrer EndreS und Bitt wurden mit Wirkung vom 1. April d. I. als Staatsbeamte angestellt. — Die Leitung der Höheren Bürgerschule wurde Assessor Lauckhard übertragen. An die Stelle des Oberlehrers Dr. Becker, welcher in ferne Vaterstadt Büdingen an das Gymnasium versetzt wurde, kam Assessor Draunewell. # Waller,r Hausen, 26. Okt. Der letzte Kriegsgefangene unserer Gemeinde Otto Aßmus ist nach fünfjähriger Gefangenschaft zurückaekehrt und wurde von der Gemeinde und den hiesigen Vereinen herzlich emp- arbeitcr Seidel aus Sckrckewitz, wurde zu via' JahrenZuchthauS, sieben weitere AngeilAl nnttben zu Zuchthausstrafen von anderthalb Jahn', bis zu zwei Jahren neun Monaten verurteilt. mc. Frankfnrta. M., 26. Okt. Das FrM- furter LebenSmittelamt hat sich an das Ei- nährunysminifterimn mit einer Eingabe gewandt in der ein g-eneoelleS Backverbot für Ku chen Torten und Weißgebäck für ganz Deutslb lanb gefordert wird. X. Hanau, 26. Oft. Bor einiger Zeit wink gemeldet, daß ein in der Sammcllvascnmeisten tätiger Metzgergeselle Fleisch g ef all enti Tiere entwendet und im Verein mit M anderen Personen rrach Hanau imb FraNffutt ber kaust habe. Auf eine in dem fozialdem>oftatisch?! Organ erfdnnten-cn Anfrage, warum die Namtl der betreffenden Metzger und Gastwirte nicht b Tanntgrgrbm Svürden, antwortet jetzt ber Lcmdra und Polizeidirerior, daß die Angelegcnheit, welch von dem Untersuchungsrichter und von der Krimi nalpolizei irntt größter Beschleimigung bergig: wert«, immer weitere Kreise ziehe. D« die Polizeidireftvm ber Klärung der Angelegen dnS grüß'e Interesse entA.-g:nb'inge und auch grger dieienigen M-tzgrineistLr und Gastwirte, di wissentlich Fleisch aus der Samnlelivasenmeisierf zur Verabfolgung an ihre Kunden gekauft haben mit aller Energie Vorgehen werde, fet seHstvn stündlich. Gegen einen .Händler sei schon eim Untersuchung eingeleitet worden mit dem 3id" sein Geschäft auf Grund der Verordnung übe Fern Haltung unzuverlässiger Personen vorn Hanll« zu schließen. — Bei ben von der Hvlzrvdungs genossenschaft vommonrmcnen Sprenguntzt- arbeiten der LLurzelstöcke erschlug ein it-.c dergehender HnlzAiotz den 47 Jahre alten früheeei Bergarbeiter Mar C h r i stw a n n, der aus Loti ringen flüchten mußte und versucht hatte, sich r Hanau eine neue Eristenz zu gründen. mc. Weilburg (Lahn), 27. Okt. Im 9Hfhv tat wurde der Eisender goau wieder ausgenoip? men. Msher wurden mehrere S ollen getrieben ir* man rechnet mit einer reichen Ausbeute. A«» Sta-t und Land. Gießen, den 28. Okt. 1920. Mrehbuch der Stadt Glessen t92| Wie bereits angekündigt, wird eine Neuausgabe .des Adreßbuches vorbereitet. Demt- geniäß w'tven die S«u-liften in len nächsten Tagen durch die PolizeiMvchtmrister verteilt werden. Um eine möglichst selbständige und fehlerlose Grundlage zur Bearbeittmg der verschiedenen Verzeichnisse zu erhallen, werden namentlich die Hausbesitzer dringend gebeten, für die ordnungsmäßige Vorlegung der Hauslisten bei jedem selbstättdigen Hausbewohner zu sorgen. Es ist wichtig, daß die Listen von jeoem einzelnen Bewohner selbst ausgefüllt wenden. Nur auf diese Weife lassen sich genaue Eintragungen erzielen. Da ein zuverlässiges Adreßbuch für jeden Einwohner Gießens zweckdienlich ist, wird sich gewiß jedermann der kleinen Mühe des eigenhändigen Eintrages unterziehen wollen. Die auSgefüllten Hauslisten werden nach einigen Tagen durch die Polizeiwachtmeister von her gleichen Stelle abgeholt, an die sie ausgehändigt wurden. Der Preis für das Adreßbuch wird voraussichtlich 15 Mark betragen. AS wird dringend empfohlen, Deftellun»en von Adreß- düchern vuf den HmrÄifteu zu vermerken, weil nur vorher bestellte Bücher zu dem genannten Vorverkaufspreis geliefert werden können. Dresden, 27. Okt. (Wolff.) Im Vvozeß g-egen die H ö lz-Gardisten wurde ncc siebentägig.'r VerkxmÄung um Mitternacht Urteil gegrn die Mitglieder des Falken stein r DrandkoNtitees gesprochen. Nach dem WcLl sprach brr Geschworenen wurden die Angeklas^a teillveist der vinllätzlichen Brandslifttnrg, teilrmi!« der Beihilfe zur Brandstiftung für fdnf-.-ig btfJ' den. Der Hauptangeklag e, ber dweißigjährigeBc!»; Veranstaltungen. Donnerstag: Hvtel Grotzherzog, 8 Uhr, Vortragsabend des ReichsverbandeS deutscher Berufssoldaten. — Hotel Einhorn, 8 Uhr, Streich- konzent der ReichSwehrkapelle. — Cafs Leib, 8 Uhr, Konzert und Vorstellung der Medick-Meibirrger. — Caf6 Leib. 8'/- Ubr, OefferttLche Mieter«rs«nm* lung. — Lichtspieltheater wie gestern die Zeit der 10-Pfennig-Schokollrde ift auf aj . sehbeae Zett vorüber. In Deutschland sind dadurck etwa 250 000 Automaten überflüssig geworden. HochscLiulnaebrschten. fb. Frankfurt a. M., 27. Okt Das L.tt standSmitglied der Fabrik elektrotechnischer ArM. Voigt u. Haeffner, Diplomingenieur 9JZa? 8 0' g e 1 f a n b, wurde von der Technischen Jooajfdnw zu Aachen wegen seiner Serbienile um bie Wicklung des Apparatebaus in der Elektroteamc zum „Dr. ing. ehrenhalber" ernannt. ' Ms m feiner iinb 21 Z- Mb znv sst Tafel wird i jN fimtlid W5 unb t mtivurf hnu m Mehm SefMigr. « d>e Mikyln Stviden ö 1 » nrtj bi 3< Ratto’r A MB >lk. ■fc®* I W*1 ■-vdi T&t 45« ™3uirib?rb ja Sitannlm' Id« ctlaM Bereisung entwendet war, und noch einige Wasche- 1 stücke und Kragen im Felde links der Roxheimer ' Straße gegenüber der Lindenbuvg aufiriunben ! worden sind. Hierbei wurde auch noch ein schmutziges Herrenhemd gefunden, das zweifellos wn Dem ; Tatrr zurückgelassen unb der sich bort umgefleyrt . hat. Tas gefallene Gut hat ber Dieb auf dem ^bi-rab an die Fmidstzckle gebracht, ivas aufgefollen sein muft Es iverden daher alle die- : jenigen Personen, die den Vorgang beobachtet haben, gebeten, ihre Wahrnehmungen der 5mmx« 1 nUlpolizei mitzuteilen. Die Firma hat eme Belohnung von 500 Mk. ausgeletzt. . ** Saatkartoffelausgabe. Die m der Zeit vorn 25.-27. d. M. aus dem 2drn, so entgeht ber Bund aber vor allem her groben Gefahr, zu iramdwehchen parteilichen -*tt ähnlichen Zwecken mischwaucht zu werden, eine Gefahr, die immer droht, wenn Erwmhsene in einer JmtzmbuwMM- fatim «u-fthlasNebend sind. Gestern abend hatte der JuHentchund seine Mitglieder iu einem Vortrag des Hauptmanns v. L i n * Denau in den Sinäsaa! des Realgymnasiums geladen. Emträchtig saftm hier Angehärige der Volksund Mittelschulen nebeneinander. Wer sich seiner Jungenjabre noch erinnert und des von beiden Seiten bewucht gezüchteten Gegensatzes: hie Volksschüler — hie „Oberer", der weist, was dies bedeutet. B»n „Deutscher Gedanken" sprach Haupt- anann Lindenau. Er führte jeiroz jungen Hörer tief hierein in die schmachvolle Not unserer Zeit, ritz manchen Schleier weg von dem sogenannten Versailler ^rieben, rechnete in scharfen Worten mit den niebenxnfeenben und unsauberen Kräften ab, die die Revolution hochgetragen hab: unb fand als Ursachen diese? Niedergangs die alten geschichtlichen deutschen Jehsec: Mangel an Nationalgefühl, Na- tionalslvlz, Parteihader, TeilnahmSlosiaftit gegen äu&ert Erechnisse Aber das deutsche Volk, dessen Geschichte so viele Zeiten tiefsten Falles und nachfolgenden glänzenden Aufstiegs kennt, werde aurf) | >twn seiner derzeitigen schweren. Krankheit wieder gefunben. Bei dem Wiederaufbau des neuen deutschen Hauses, eines einfachen und gut fundierten Hauses, müsse gerade die Jugend ihr gut Teil Mitarbeiten, aber sie möge sich die Bausteine genau besehen und an® Vergangenheit und Gegenwart nur die guten nehmen. — Mit begeistertem Beifall nahmen die 5hmtrn unb Mädchra den anberthakststün- digen Vortrag entgegen. ** Der Allgemeine Deutsche Frauenderein, Ortsgruppe Gießen, veranstaltet fiwn Mitte November 1920 bis Ende Februar 1921 tn den Rckumen des Hygienischen Instituts der LandeOuniversität Gießen einen Lehrgtrng für gebildete Mädchen zur Ausbildung als Laborantinnen für bakteriologische und hygienische Institute, Untersuchungsürnter und dergl. Anmeldungen erbeten am 2. November, nachm. 7—8 Uhr (nickt 5—7 Uhr, wie irrtümlich angegeben war), im alten Rathaus, Marktplatz, ND weitere Auskunft erteilt wird. ** (Siebener EiSverein. In der Haupt- benammluug würbe eine Tenberanff der ©abunten dahin beschlossen, dast kÜTfftiy bie Höhe ber Beitrage usw. alljährlich für bo5 wwellige Geschäftsjahr durch den Vorstand frstzuftken ift. Für das lausende Yfeschäftsjahr jmb die Beittäge im Hinblick auf die aumrordöntlieh bestiegenen Kvsten insbesondere bie Arbeitslöhne unb bie vorgeuommene.' iw1 men bilden baulichen Beränderunj?ranffultet am 1. November, vv ml !agS 9 Uhr, in der Restau votion „Felsenfttl'r' zu Gttsten bi? satzungSge- mäste JnnungSvers< m nluny. *♦ Lichtspielhaus Dahnhosstraste. Die mit gvitzer Un»."lm'd rnttertete Fvrt'etzung beS grasten „Dampirv-sii mrz hält bte Zusckxruer alt* abendlich in Spannuii^ Die beiden Untertitel les dritten Teils, „Fas-inirreNde Augen" unb ,,©r- tzonas" »reifen schm auf das Dämmmch? in bie' m Jilm hin, der ncri) bis Frei rog einschiestlich spitt.. Das LickstspirlhauS teilt weiter mit. dast feine Hauskapelle sei: einüjen Tasm mi: vrrsvärfter Vesetzung spielt. Leiter ist .Hem Wipper, der buöcb feine ausgezeichneten Db-linsvlis bei ber letzten .Veranstallum; b?5 SBartburgfoeretnS noch tu guter Erinnerung sein dürfte. LtntzkreiS Giehen. te* Beuern, 24. Okt. Tie brütige Süriver- berfammlung, unter Dor sitz de- Beigeordneten Ar- tnold, besahte sich mit de Errichtung, einer Gemein deschaferei, bie von einigen Sanblvirten gefordert wird. Der Nutzen, den bie Schafzucht 'bat, wurde allseits anerkannt. Doch stehen hier besondere Schwierig feiten entgegen Man hat in früheren Jahren mit der Schafhaltung schlechte Erfahrungen -r'macht. Die Gemeinde b.'sitzt nicht L>iei geeignetes Weideland. Die kleinen landr/i>'t!ck)aftlicki.ra Betriebe hätten durch das Dbwciden besonlerö unter Futter- inemzyl zu leiben. Eine Sleiaerang bc3 Pferchs ist für diese feiten möglich. Tie Kosten für den Schäfer, für die gan^e Einrichtung und für Wohnung wären jetzt sehr bvch. Ta nach den Ausführungen brr Att- ' tragstellrr nur gröszeve Betrieb: zur Schaflml'ung berechtigt sein sollen, die auch auöschliesstich den Nutzem härten, so wurde ein Vorschlag zu einer Art Sozialisierung gemacht, einmal das; wirt- ! schas lick, SdAixLche frmdu'‘am mit anderen ein ■ Schloi'hr t n. ^er ban für diese die Ge.ir t nur > An',ah. Schaft anschasf' unb hält. Maßgebend dafür ta «mmen 4488 ttrt Wnmtlbi von btn t ’* Volkshochschule. In das Puogramm des neuen Semesters fntb auch wieder sogenannte Elementarkurse aufoen.mtmcn nrotien. In ihnen wird von erfahrenen Lehrern Unterricht in Deutsch, Rechnen, Französisch und Englisch erteilt. So ist für viele Gelegenheit geboten, grarrdl egende Sfcemttmffc |u ertewrben ober zu erweitern DaS Nähere Über bte Enteilnng ut* den Zeitpunkt ber Kurse wird in einer Vorbesprechung geregelt, br: morgen abend 8 Uhr in ber Obcrrcalschulc stltttsindct. (Siehe und^ur Pflege von Musik und Literatur. Wie wir schon vor einigen Tagen berichten konnten, gibt her Bund zur Pflege von Musik tmb Literatur im Winter drei KvnzertRbeude, deren Reinerttag ber Den kmalspende ber Uni ve r sit ät zuflfthen soll. Der erste Abend ist als Gedenkfeier dem Gedächtnis der gefallenen 'Rtornmilitonen gewidmet und ist in den musikalischen und literarischen Darbftttmgen gam «uf diesen Ton gesttmmt. Herr Konzertsänger Rehfutz aus Frankfurt, dessen ausgezeichnete gesarnffickw Leistungen jedem Gietzener Konzertbesucher wn früher her ja bekannt fern werden, bat sich bereitwillig zur Verfügung gestellt, bat gesanglichen Teil des Ab:nds, ber unsere toten Helden ehren soll, zu übernehmen. Rehffist singt die vier ernsten Gesänge von Brahms, Schuberts ,Litanei", von Hermann Zilcher Debmels „Tie Verhüllten" unb „Deutscher Liebe Lobgesang" iinb beschließt den Abend mit einer Arie aus Händels „Messias". Für bie literarischen Darbietunaen ist der westfälische Dichter unb BortragSkünstler Dr. Friedrich Castelle ge.ovnnen werden. In einem eigenen Vorspruch wird er btt trauernde Alma mater um bie gcfaUenen Söhne flogen lassen. Nach den ernsten Gesängen spricht et Dichtungen wn Goethe, Brentano, Heine unb alS wuchtiges Sinnbild unserer Zeit von Hermann LönS den Schtvcbensturm aus dem „Wrbrwolf". Dieses gewaltize Prvsastück verdient besondere Beachtung, da Castelle es in einer unbekannten Form ßpricht, nämlich nach einer unvcrösftnllichten Ski-ye, die er als Vermächtnis des Freundes Hermann Löns besitzt und bie den ersten Entwurf zium sptteren Wehewols barfteUt. Im zweiten Teil spricht er lebenbejahende Dichtungen von Strachwitz, Ättsch, Münchhausen unb Liliencron. In Anbetracht der Gedanfens, dah gerade dieser Abend unsere Gestllentn ehren soll, ift ein starker A^such aller Kreise unserer Bürgerschaft nur dringend zu wünschen. (Siehe Anzeige., ** Kontzert. Anläßlich ihres Scheidens von Gießen veransmltett bie KlWftrlehrrrin Fräulein Helene Zufall am TienNay (26. OfWfer) noch- mittag auf der Karlsruhe für ihre SchiUer rntb Schülerinnen unb deren Aruebörige ein Abschieds- konzert. Der zahlrriche Bestich ber Veranstaltung zeigte, welch hoher Wertschätzung und Derehrung Frl. Zufall sich in weiten Kreisen zu erfreuen hatte Das reichhaltige PrrtMcanmt, die teils fdfüffi und korrekt, teils mit gut empstendenen, mufifalifdjtn Verständnis gebotenen KlavftaV-nttväNe brr Zöglinge befriedigen auftevvckentlich. Mustklehrer H e y rn a n n legle durch zwei mit sauberer Technik urtb feinem EmMnftm ajiyetragn* Bbolinsolis eine Probe seines Könnens ab Behn^ers rer- schönt wurde bte Feier dmch geftrmJn Herrn H ein- rich B l a ft geleittt, auch die MännerckKre, letztere nicht mm Heran Geller, wie eS irrrümllich in unserem K'onzertbraickst hoch. ** Gustav Bock-Stiftung. Das Volks- ftmiert, daS im März verschoben werden musste, wiro vorauSstchllich im Nvvvmbir stattftiide>r. ** Zwischcndie Puffer geraten und tödli ch verunglückt ist gestran nachmit:a!i auf dem hiesigen Bahnhof brr Rangiermeister Herrmann aus Gftften bei Ausübung seines Dienstes. ** Zu dem Diebstahl in einer b i f ;ast jcbe5 Gemeindeg ftd ?slolle erhalte und -in-nn zablb.rreven Prei >' als sonst Darüler n sich eine < r^gtr Aussprache. Ein V^r- daft die Schäft.vei imch dem Antrag bet £anb» fd. Herbstein, 26. Oft. Die „Dürer* schule"' Ho chwal dhausen ist wegen der bekannten VorgÜnge von ber obersten SchulbehSrde geschlossen toorben. KreiS Schotten. e. Schotten, 26. Oft. Der H essen - Darmstädter DolkSberein -u Newyrack hat unserer Stadt tut Linderung ber durch den Krieg etneetretenen Not eine Spende von 5000 Mark Überwiesen. E. L a u b a ch, 26. Oft. Vorige Woche kehrte der letzte Kriegsteilnehmer, ber Infanterist Christian Günther von Laubach «uS Sibirien hierher zurück. Im KriegSjahr 1916 geriet er in russische Mfan.genschv.ft und nxir svmtt vftr volle Jahve in russisch-sibirischer Gefangenschaft. E. L auba ch, 26. Oft. Beranlatzt durch bie hier herrschende Wo hnnngSnvt sollen in nächster Zeit ackst „FLmiliensckiiebmrgen" vvrgenommen werben. Ob dies so einfach unb schnell vor sich gelten kann, steht dahin. Da die Stadt Laubach zwn neue Wohnhäuser mit je vier Farnilienwoylmngen am „RSderweg" erbaut hat, so dürfte im nächstzm Frühjahr die WvhnunWS?iot grSfttenteilS behoben fein. Kreis Friedberg. □ Friedberg, 27. Oft. Seit kurzer §eit sind bie Ges chäftsräume des KrerS- amtS in das frühere Groftherzogliche Schlaft in der Burg verlegt worden. Damit ist dem in letzter Zett immer fühlbarer werdenden Platzmangel ab* geholfen wvrd-n. Gleichzeitig sind auch die Raume der KreiSschulinspektion dorthin verlegt, und zwar, wie man mit gerechtem Erstaunen feststellen muft, in einen Raum in dem Dackstvcke, bm man über verschicken* Treppen unb zuletzt durch eine steile Wendeltreppe erreicht. Abges.-Hen davon, daß diese AmtSräume doch täglich von virlen Lehrern ausgesucht werden müffen, ist es für den betreffenden Beamten, einen um das Schulwesen hochverdienten Mann von über 70 Jahren, Veteran gebniS ter Tätigkeit des Kontrollausschusses vor-- legen soll. Dürgermeister Kübn gibt hierzu im „Wetzlarer wlg-ende Erklärung ab: „Wie ich erfahren habe ist von verschiedenen Seiten entartet worden, da st ich zu den Bra- banblunaen in der Stadtverockneiensitzung iwrn 19. ds. Mts Stellung nehmen würde Ich hrbe bniran, meinem bisherigen Grund'atz getreu, mit Rücksicht daraus Abstand genommen, dast ich mir । von einer Stellungnahme bei der vorgefaßten Mei-1 Garbung-Zigaretten aus cdelnen Cricnt-tabafen. 114866s Billigste Preise Vertreter für Gleben und Umgegend se*ncht. Garb ung-Zigarettenfabrik Berlin, Nosenibaler Strane 13. „Silvit" Siresiftefi rät Jorft- und £6nkHtfi63ft. Befand, geemtiet s.tHohcii ö.Smimftiibben em ui. ,,„,h Gal @aet$äe, Seilet, BfläBäetoäe. Keim Sie? die Ro thsche Sammlung deutscher Reichsgesetze Soeben erschienen: Lichtspiclgesetz Preis Jeder Nummer 40 Pf. Verlag Emil Roth, Gießen. WM, Wee, Bollrcis, Bruchreis, Linie:t,Maisinelrt>Back mehl», Hafcrkakao il.5C das i>n o. Weihnachi .n noch eine ^tchibild-Ncklame au iui n luoücn ”.d: 1 bitte fofort an „lereo", Mittel putsche Slnn^tLzue- öitlon Reklame ttvtlg, Gietze», »lotfitraite 5, I Telcvhon Nr. 335, wenden, [114/8h Dnnseumarkt. A Juli 1916 RGBl. 1915 S. 607, 728, 1916 amten mir 5.673) od)n4 das Le s. Set-bereitäkunyeemt an:' aber durch 169,20 Vlisen Poransttts, bie an dem Unternehmen Kirchliche Nachrichten. e meinbe Dörsenkurse. Berlin sturs 164, 322,25 228, 170, 183,50 349,75 ttGunterSirchen Ztr., in des kreises. Turnen, Spiel und Sport. 5e$K4er8 der MonÄrnattienmarkl Der a. M., 27. Okt. 10,60 10,50 7,50 7 35 602,50 614,50 2,41 2,48 Hausfrauen, »erlangt nur 6 Zp* I fürWieerverkäuferl Dr. Oeiker's Backpulver _ ___ 325, 258, 243, 505, 300, 26.10. 79,50 575, 291, 168,80 264,70 992,- 22,02 23,65 84,10 16,77 69,30 445,56 w 249,75 520,50 27.10 8,95 72,65 452,60 wodurch gcm% befanS durch flrafc KUrssteisnTungen bezecht ivurde. 15s fdynxrnTt'ii die XVursflcioerimgcn y.tnfrfe? 5 bts 26.10. 9,15 168,80 261,20 169,20 281,80 400,- 395,- 463,- 286,50 294,- 616,- 509,- 410,- 327, - 264,- 75,50 349,- Tatum: 5 •/, Deut. Äriegsanl. 4°/0 Deut. ReichLanl. 3°, Deut. NeichLanl. 4° 0 Preuh Konsuls Darmstsdter Dank Deutsche Bank . . Discsnto Bescllschofl Dresdener Dank . Nationalbank f. D. Mitteld. Lreditbank. H.-Nmerid. Pakets. . Nordbeutfcher Loyd Doch Gntzstahlwerk . D.- Luxcmb. Becgw. Gelsenktrch. Dergw. . Harpener Bergbau . oberschl. Eisend.» D. . Obcrschles. Eisenind. . Phönix Berg b. Akt. . Bad Anilin» u. Soda Höchster Farbwerke. (Hehtr. A. E. B. . . Schuckert» Werke . . Felten» Guilleaume . Daimler Bud.- Eisen«.» Akt. . Ablerwerke 4 "/.Hess Staatranl. . Electron Griesheim . Kurs 27.10. 79,50 Tas „Journal" fugt, die Blockade sei das einzig wirkungsvolle Druckmittel De fei abet nicht möglich, meim man dm deutsche" P ivatinteresseu gestattet, sich nach (hvflani) z:i flüchten Tie Blätter bctonen. bau die englisck>e Negierung am 23. Oktober von ihrer Abncbt Kenntnis gegeben hat. Zum Tod deS Königs Alexander. (In einem Teil der Auflage wiederholt.) französische Proteste gegen England. Baris, 27. Okt. (WTB.) Der Beschluß der englischen Negierung, aus die mirlfdxift-- lichen ZwangSmatznabmen. die in Absatz 8, Anhan-i 2 des k 18 d-S FriebensvertragcS von Bei- sailles vorgrselien sind, tu verzichten, wird in bei" Pariser Morgenpre>' e lebtet: tesvrvchen. Nach 69,44 419,45 mer! i. Okt. Em hi lnserrs 9c: entern fttanfr- des Jntffntm!-! itgmigefimHhr:' aui die gtieoi jetzt" an ixn' rg zu madjtn. >6. Oft. DaS sich an ba5 c Eingabe gme botfürSMt i für ganz Frankf urt Marknstierun-eu. Datum: 185,75 185,- 573,- 365,- 377,- 412,- 280,- 275,50 570,- 505,- 401,- 315,75 Rändel. ^rtnffnrter Worenvörse. ft). F rankfurt a M , 26. Okt. Für doS lassende Viertel fahr liegen für Textilwaren gti)i3e Ballungen t>jr; auch das erste Quartal ist bereits gut beschäst-gl Gkiaurt werden i^och aber nur S&arcn in mittleren und geringeren. Preislagen. Das Angebot war heut? ftarT. Der Chemikalien- markt ist untertntert Ml. Dee Preise h«tt>cn sich. Glyzerin ist frta^p und stark gekragt Fn- und LuStz«chSgeschMe kamen verschaedentlich yi* stantze. Auf dem SebenSmrttelmartt lagen starke Angebitr von Reis vor. Hühneraugen Hornhaut, .Schwielen u VAnzen beseit $ %huell,5idieru5äitiimfo iz । . । 100000f«h'otvati Kukirol PretsM 3 In Apotheken u.Dro^erign erhaltiU. Drogerie Noll, Bahnhofwtr. 51. Zürich . . - Amsterdam. Kopenhagen Pr«, . - • • Ltocktzalm . Wien . . . . ßonben. . . Vans . . . Nem.York Gesandte in Paris, Romanonee-, htt er"ent 22,60 22, 1,43 -, Vie Hatteffelv«rs«rgung. Eerkchr mit Svrto^eln o5 der rbfterntt 1H3-. Israel. Religio nSacmetnbe G^t.-es- ,_____fi ~ btz 2ynag<>ge Totlage-. Samstag, I 30. Okt. Boravd. ö, morg. 9. Wds Ö.15 u. 5.55. Israel. Relisions - Gefells ch ast. Kurs 26.10. 79,50 67,90 64,60 61,30 165,- 326,- 231,- 210,- 174,- 170,- 187, - 186, - 552,- 376,- 380,- 413,- 280,- 291,- 560,- 500,50 3abbatkier, 30. Oft. Freitag abd 4.40, SasnSL)« rorm. 8.30, rwtcNt. 3 30. Seckbatausgang 5L5. — Woavngottesdrenst: morg 7.00, abds 4.30. ' einiger Zeit ff mmdroeknm d) ötiallt n Verein mit iDib sfronkfurt! sojia warum ine Gastwirte nüit et jetzt der i'ckf bigelegenheii, ff und wn bet (tunigvng reise titOtN m der ÄMlegn Geld Vriei Geld Brief 26. OfaL 27. Ohl. 2122,85 2127,15 2187,80 21 2,20 473,50 474M 48z 50 483*50 948,- 946,95 981^U 983,50 956, — 958,50 9*9,- 991.- 1348,65 1351,35 1 »38,60 1391,40 norderlickm AnorÄnuna^n im Jrrteresse der Bcr- ^rgunssrcge'ung m treffat. 4. Zuwid'ryandlunZen gegen die Vorschriften rfet Bekanntmachung und der ^et iIrrer T-urch> librunfi erlassenen weiteren Vorichristen werden nt Gefängnis bis zu sechs M-onaren oder mit Ädstrafe dis zu 1500 Mark bestraft. 5. Diese Bekamrtmacknrtig sowie die auf Grund t*r Bekmrntmachung erlassenen Anordnungen Tten mit dem 16. November 1920 außer Kvsst. WtO. J’W'SoiL ■ gototba' lung. —o— Gro Ken-Linden, 26. Okt. kmberern will seinen fttiegSotffm eine Ehren- ein dj, nich •/$ n!r 4* dnet Sj br'^s ÄH ZsM -rno^' WM 106 „ , 200 rtthtrr, Ober-Seibertenrod 197 Ztr., RubingS- in 250 Ztr., Swrnfels 135 Ztr , Stümperten- vd 176 Ztr, Ulfa 550 Ztr., Ulrichstein 56 Ztr.. Inter •Seiberten cob 125 Ztr, Wochrsekd 60 Ztr. sammen 4488 Ztr. Das Kröisamt erwartet noch ilere Anmeldungen und Lieferungen, besonders iud> von den oben nicht genannten Orten -oven gegen ihre letzte NotiH 20 Pwz. Im An- schlutz der iefteu Sxtlhntg der fremden Valuten >>gm menN6Tii*e Werte, ÄrflMxWrtbc’n an. 5pvo». Gaktzmex. notierten 717, 5trto%. SiLermex. 509, 4'^bvor. Irrig. Anleihe 417, 4vroz. Gold- mex. 578. Im freien Versehr sanden in Ovenstem unb Mobvel gröhere Kaufe statt, 480—490, MmtS- frtser Kuxe leichaft, 4775, 4800, Neckarsulmer 335, 333, Deutsche Petr-leum 1475.—. Heiert nn SStebcroerfäufer Batteriengronverlanv «KEIF. D*rntta4i, Üel. ?S70. Lieleran' zahlreicher tlhrmacherinnungen u. Ovlikerverbanbe. " oname! bit ? ”Wnan»l X Den 2 29ft'r’|| 1 Btilbetrao J ^temxYcnuiiJI ic iutinnnmjl traben .1 ^mhrnbildkS I - 27. Ott. | e teiib bet J ‘J.Wjübtl ibuwer emfij, e und iürnt, ä nbat^rtCTbi hnlÄ ÄM. & Al dieem (fc. t« Erentch., der iP.eöamt ich nGichmvmie dmch VntragSkartofseln in £>Öbc von 220 Ztr. Nutty die hiesige Spar- und Darlebnskasse gedeckt. e. Schotten, 26. Okt. Zur Versorgung der «rtschaftlich schtttachen Bev^l KrunchKreise des San» xi mit Kartoffeln sind von den einzelnen Gemeinden be< Kreises zum Preise von 20 Mk. laal (Mss) tt Atz sriö, Datum: Amsterdam- 'Jiouerö. Brüsfel-Antwerpen . ThrisNama Kopenhagen StoAf)oIm...... ficlfingfors Italien London New» Pork Daris Schweiz........ Spanien Wien (altes) Dentsch-Oesterr. . Prag Pudapesl Bulgarien • Konstantinopel. . . . LoenO-’ Abend- Schluk- Schluk- Kur- 72,6ß in der wesenuich vrrb.-sser:en vluslagr in der l>e* 453,60 T mnten und b.-licbien AuSstattzum P 096,40 10*8,10 1123,851126,15 von 3 Mk. ivic btsber bet alle.! 'Aid>lxmbtungcn i imb ZeitungSverTaufsstrIlen erhältlirl). Friedberg, 27. Okt. Ter diesjährige Dferdemarkt war sehr stark besucht; es war ein zahlreiches und teilweise sehr gutes Pserde- material zum Auftrieb gekommen. Die Preise waren durchschnittlich ziemlich hoch: für bessere Pferde wurden bis 24 000 Mk bezahlt. Der vandel war jedoch ziemlich schwach. xx Zentner bis jetzt nächsteh-nd: Mengen ge- irfert worden: Al Sen Hain 190 Zentner, Burk- >ards 316 Ztt., Eichetsachfen 293 Ztr., Eschenrod X9 Ztr., FÄkrückcu 307 Z: ' 100 Ztr., Martinanns'hain 30 c 8 Ztr., Kaulstos 148 Ztr., Klein wichen 123 Ztr., tvwingen 102 Str., Kölzenl>ain 113 Ztr., Sarden- ,nb kWteim, . EMlwasiMki'r inben werde, st lv» , )lcr st 'M °1 xn mit «ni c x • JerjonenW«^ )it der holM» t SvrenM erschlug^ Ä-S gründen. 27.06.3** ««ifWüjSf ©■ölen itt, außerdem die Hydranten zerstört und 'm Schlüssel zum Spritzenhaus gestohlen. Unter Wien Umständen brannte daS Gebäude natürtich vilständig nieder. Zwischen den einzelnen Parteien !m eS dann zu schlvenen Schl ä gereien, wabei |s verletzte gab, da die Gegner mit dicken Knütz>peln ’J^wnntcr l^Sgingen. Erbauliche Zustande! Heraubunq eines PoftwasenS. Berlin, 27. Okt. (Dolfs.) Die B. Z. r M." meldet, daß in der veraangcnen Nacht d einer entlegenen Straße in jrietz-RummelS- Mg bei Berlin mit Hilfe eines gedungenen rcsiillons die Beraubung eines Post- haqend ausgeführt nxrben sollte. Der Milton hatte aber der vorgesetzten Beharde Vüchcrtisch. — Die Winterdienst-Ausgabe tun Quentin-MahlauS graueni Tasck'enfahrplan für Lessen-Nas'au, Seswn-Tarms.adl, Pfalz, Baden, Sonern. Rheinpawinz, Saargeb.et, Perlag Mal-lau u. Waldschinid., Frartkfuri a M., Große GUluS- stvaße 3, bringt außer proT rsckien Neu^lsiuimren- stellmsgen neu sSualiche Basischen Bahnen mit 0 Garbenteich, 27. Okt. Die Kar- I!«ffelversorgung, die, wie in allen Jn- | ustrieorten auch hier ansänalich die Gemüter er» | .*|te, kann jeyt als abgeschlossen betrachtet werden. I iliefc VerlorgungSberechtigle deckten ihren Bevarl » M freien Verkehr envoedcr auS dem hiesigen ■ Ltl ober aus Orten der nahen Welterau. Die ■ fertoffeln waren freilich nicht billig und stellte jich vielfach biS sie an Ort und Stelle kamen auf 9—35 Mars der Zentner Für die Minterbemit- elten wurden von den hiesigen Sandwirten un- ?rfähr 200 Zentner zu 20 Mk der Zentner zur kerfügunq gestellt. Der noch fehlende Rest wurde Aus Grund der M 12 und 15 der Bundes- ^Verordnung über die Errichtung der Preis- ^ü'uu's'lr.4 en uno die VersorHU7igs«Miung Dem K Sep^mber bzw 4 November 1915 und « Juli 1916 iRGBl siellung des Un falls dec Königs gesdxM, der ben Tod des Derrschers zur Folge iKit:.'. Ter König besaß einige Zulldoggen, in deren Begleitung er gerne sein?n Spanergang machte, den et. gewöhnlich bi? zu t-en f erne.t Häusern in der Näse dec! Schl^s c? au de t , i: brrat 30 Pvoz. Bevortzugt warnen bchoeiders Buderus, S-aurahütte, Masffiresmmrn, Horporer. Aschersleben wurden bei grodm Käufen bis 517.— bc- whlt. Bon Elektrvwv-tze.r waren neben A. E. G., Bergmann, auch Schuckeri gefragt und höher. Deutsch Uetzerfee 1120, an dec ÄwckHörst 1125, gewannen 45 Pv.>z. Am Marckte der chemifchsi Mertze zogen Th. Goldschmidt an,426, auch Nut- gerSwercke, 392, fest. Ter Einhv4^markt itxtr feft und es überwogen Wiebec ixe StSurMfeigeramgen. Stnegel und Sq-ivgelglas, 549V», stellt«! sich 91/, ß f e I in seiner Turnhalle «ufstelien. Dor dem rnb sind 21 Turner gefallen, vier werden ver- und zwei sind ihren Krankl-eiten erlegen. Die p»sie Tafel wird in gebeiztem Eichenholz hergestellt rd trägt sämtliche Namen, sowie die Sinntzildev H ffricyes und der Turnerei in erhabener Form, ter (Entnnirf wurde von dem Architekten Heinrich H6er in Gietzcn, einem geborenen Großen-Linner, gefertigt. Die nicht unbettächtlichen Kosten »llen die Mitglieder des Turnverein- durch frei* ' tlige Spenden aufbringen. 6aö atibewcihrte Märkte. Gießener Drchenmarkt. Gie he n, 28. Okt. Aus dem heutigen Wochenmarkt kostete: Butter (Margarine P,und 15 Mk., SÄfe Stück 85 Pf., tzühner Stück 14—21 Mk., Lahnen Stück 14—21 Mk., Gänse Pfund 8—10 Mark, Ochsenfleisch Pfund 12 Mk., Kuh- und Nintzsteisch Pfund 12 Mk., Schweinefleisch Pfund 16 Mk., skalbsteisch Pfund 12 Mk., vammelslrisch Pfund 12 Mk., Müch Liter 2 Mk., .Kartoffeln Zentner 30 Mk-, SBeiflfraut Ztr. 20 Mk., Wirirng Ztr. 30 Mk., Rotkraut Ztr 30 Mk., Kvhlraben Pfund 20 Pf., Sellerie Stück 50 Pf., Lauch Stück 20 Pf., Spinat Pfund 80 Pf., gelbe Rüben Pfund 30 Pf., rote Rüben Pfwtd 30 Pf., Zlvicbeln Ztr. 110 Mk., Aeplel Ztr. 50—70 Mk., Mrnen Ztt. 50—70 Mk., Nüsse 100 Stück 2—2,50 Mk. Tomaten Pfund 1 Mk-, Endimen Pfund 60 bis 80 Pf., Kürbisse Pfund 15—20 Pf. Frankfurter Vichmrrkt. st». F r a n k f u r t a. M., 27. Ott. Der heutige D i e h m a r k t brachte gegen die Boovockx einen grStzeren Austrieb von Ärotzvich. Die Zufuhr von Meinvirh ist "irückgegangen. GS waren angetrieben: 181 Ochsen, 38 Bullen, 412 Fersen und Kühe, 111 Kälber, 290 Schafe und 376 Schweine. Die Preise hielten sich auf ber Höhe wie sonst. Für Rinder erster Güte forderte man 10 Mk. für ein Pfund Sebendgen-icht, für geringere Qualitäten 8—8,50 Mk- Das Grostvieh war in wenigen Augenblicken verkauft. Für Schweine forderte man wiederum den Preis von 18 Mk. für das Pfund Lebendgewicht, für Kälber 12—13 Mk-, für Schafe 8 Ak, für geringeres Bieh gingen die Preise auf 6 Mk- herunter. — Drei Waggons Schweine, deren Empfänger nicht einwandsvei feftgestellt werden konnten und um die zwischen ben Aindlern Streitigkeiten entstanden, wurden beschlagnahmt. Mtzstätchr auf dem Pferde markt. fb. Frankfurt a. M., 26 Okt. Um dem Unfug, der bisher schon an Sonntagen vor len Frankfurter P fe rb e m i r ft en durch den Be- kaut von Pferden getrieben wucke, zu steuern, wird fünftig out Grund ber Bevordnung über die Sann- vagSruhe der Sxrnbel und auch der Zutn'eb von Pferden verboten. Berlin, 27. Okt BörsenstimmungS- bild. Ter scharf Rückgang am Schlutz ber gestrigen Börse wurde auf die vielfach gehegte Erwartung zurückgesührt, daß Max M. Aarburg in fernem Bortrage auf dem Baxkiertagc die Mittel für die lxckdige Stabilisierung des Ptortturses angele« werde. Aus feiner Reoe grnxnut man aber die Uetzerzeugung, bau bis zur Besserung unserer Baiuta noch ein langer, aber beschwerlicher Weg AurMyetegen fei. Diese EnttHuscyung gab den Änchotz zu einer autzevoederrtlich starken Naattion auf bie gestrige uberstür-te Abwärtsbewegung. Krtzftises Äntziehen der Devisenkurse trugen ferner bayu bei, bie Anfwärtsbewogun« zu fördern. Der glänzende JahveSoLfchiuß ber Mannesmannwerk» rief andererferts gleichfalls Kauflust hervor. Die gestrigen Verluste am Mvnianmarkte wrrrden gleich bei Beginn fast allgenrenl ausgeglichen. Thalv- Eisenhüttan stellten sich 70, Phönix 34, Mannesmann 50, Buderus 35 und Bismarckhütte 32Proz. HStzer. Aui ben anderen Gebieten ivaren die Ikirrs- geivirme weniger umfcnrgreich jedoch stiegen Felten- Guilleaume 20, Ovensteiu-KoppLl, für welchr fort- bauentb auS den bekannten Gründen gute Meinung besteht, um 34 Pwz. Auch Hoesch waren beliebt. Im späteren Verlaufe blieben die An- iffnaMurfc nicht voll aufrechter Halden, weil sich wn «cherhalb Verkaufsandrang geltend machde, jedoch behielt bie Grmrtzstimml»,^ einen festen Charakter. Die Btzrse sch'osi entart befestigt. Die zu Einheitskursen gehandelten Jrrdustriewerte stellten sich überroitgenb höher. Frankfurt a. M., 27. Ott. Börsenstimmungsbild. T« neue Befestigung, wieder eingetreten ist, überschritt im Äberchverkrhr bie höchsten DageSnrtierungen. ES zeigte sich, datz Oie Spekulation wieder ju DeckungÄäuse:: schritt. 27.10. bcm „Gcho b? PanS" Imt die fra: o i dr Negierung 79,501 Absicht, beim englischen Ministerium be-^ 67Lg । Aeugem zu pro test »er en und den r^otsckmsrer« 6b,25 i rat $u 6 tten, sich m:t die c. Fvig n beschlugen. 6l'30 ^?ach dem „Ma in" wird ier ^schilutz b.*r cni* 164^50 lischen Regierung zu-riw emä*i9t D°r-!Üch gc>i^ch"u^ "«uch"dir ^rrrn> b*r gemetten «nnorgung notwnidigen lerlnehmen sollten, wurden verhaftet. inottNlU'igea zu tacffaL 2. 5iartoffdocrTÄie. teiüalirb deren anvmieh- nn ist, das; sie von dem Bniter ober Berwahrer ttgtgrn ten erlassenen Anortznunaen in Bcrfcbriibimft m >.)er zum Versand gebracÄ roeroen sollen, können s - -- - j^rgestellt ober ber ordnungsmäszi<»en Verwen»> •utq jugeführt werben. Der Ettte- dieser Kar- ^kln i dem Besitzer oder Verwahre nach AIvzuf, ?r Schnxnz cmB- r.eni d c 265,30. in letzter Zeit an txridtevriten Orten ncueingmäk* bie Wächter n»bnteu. Al. ter Honig an der Wohnung^ b<§ Oberverwalter., eiltet T utsckerr namens Sturm, ter sck m zu Lebzeiten de. Königs Georg in Tienfie.t ter lving'iste 1 Familie stand», wrteifani, stürzte sich -f’c de ^'ulldo^e 1 auf ter beiden Asfrn dc S O b e r j c r .1? a 11 r S , b : sich aut tem Rasen tummelte 1. Ter Wuig ,prang dazwischm, um einen te" Affen van den sjunb.m zu befreien, wnbei er von in- it T»?r gcbrss en wurde. Tret Tage später stellten sich te? ersten Bergiftung-terscheinungen em. Französischer Bergarbetteistreil. Paris, 27. Ott. WTB.) Wie ter „Matur" aus Marseille meltet, heben die Delegierten ter %ergarbeiberflenierfid>ai"cit b r dortigen Gegend beschlossen, am 7. Novernb.r in den Streik zu treten, wenn b's '.um 2. Noonnber nicht eine Erhöhung ter Tagelöhne bewilligt warten ist Lchandtatcn farbiger Franzosen. Mainz, 27. Olt Ta) Mricgv- gericht der französischen Ä e s a tz un g > a r mee ocrurteiUe nach Lein „Gcho du Nhi.i" g.- stern beu mar .'kkanisckien S- l aien Fat-t ben Bnrek Dum 3. marollanifdxn Schützenregiment weg-rn Bergewaltigung einer deutstl-n Frau zu 10 Jahren ZwangSarb ik und Teir.cha- tiun. Ferrier wurde ter marottanische Schütze Bauamama ben Mohamed, der in Wiesbaden em junges Mädckren, mit dein er f lpn lange e Zeit in intimem Berkehr stand, angeblich aur i')r Ersuchen hin durch einen Schutz f t bie Schlafe getötet hat, zu lebenslänglicher Zwangsarbeit und Te-ortation t'erurtcin. Beamtenkammern. Berlin, 27. Okt Nach tem „B T. ' .tmrte auT ber Tagung ber bayerischen Beamtenkammern mitgeteilt, daß fürdas ganze Reich bi Er richtung v.m Beamtenkammern bevirstrhr. Die bavenfche R^ierung. bie d e Anregung hierzu gebeten Hobe, fei mit ter Ausarbeitung eines Gesetzentwurfes beauf ragt, ter dem tzieichstay und dem Reichsvat borge legt weroen würte. 913,- 976,- 990,- 21,97 22,03 21,97 23.97 21,65 23,59 83,40 83,90 8J,90 16,23 17,27 16,73 Danksagung Staufenberg, den 26. Oktober 1920. 11440D Für die überaus wohltuenden, zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer teueren Entschlafenen sagen wir innigsten Dank. Insbesondere danken wir Herrn Dekan Guß- mann für die trostreichen Worte am Grabe. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen Familie Karl Meyer. K Lit- U K I Familie Heh. Weber Familie Otto Wehram Familie Karl Klein. Familie Ludw< Faber III Familie Ludw t Faber II. Familie Phti. Ri»« III. Für die vielen Beweise herzlicher Te«n?uei'!ni 8 k ■> 0?^ mliM btc Zchneideriu (icHr. Herrendose Ulster schwarze Paletots «ratter Paletot bwitfic Anzüge ft»1 M A'Ske I 2 1 2 4 */.-Geige gehübt” Gchrlstl. 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In einem zartb.auen, fetteten Schlaf- rock lag si? auf dem Ruheb?tt. Ihre Füße waren in eine Pelzdecke gehüllt: über tfric Schaltern fbotz aufgelöst die schimmernde Fülle ihre- gotd^sten Daares. „Hast du den Seren Doktor doch bemüht, Achim?" sagte sie vorwuris'ooll. „Trotz meines Verbotes? Sie haben so schwere Stunden hinter sich, daß cs unveranttvortllch ist, Si? nun auch n)ch mit nKiiem mrbedeutencen Unwohl ein aui* zuhalten." Ruhig ließ sich Germering auf einem kleinm Sessel an ihrer Seite nteber „Mich beruflich in Anspruch zu nehmen, bedarf Betret Entschuldigung, Frau Falkner. Worüber haben Sie zu klagen?" „Wenn ich mich darüber offen aussprechen soll — Achim! Ich Bann das nicht tn QkgciUDart eines Dritten." (F.irtfetzuua Donnerstag, 2". Oftobcr 1920 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) vr. 254 mit dem Etat des ^Frilitkctn, Abii) ^PQrto erbgu ninneni Volk gut durch den Winter kommt. Weise Kreise bet deutschen Volkes hätten sich an der Sowjct- telepjon Vl Hittagstfl !2achdruck verboten.) Fortsetzung 21 VerlK 1920. wie an Rieder- l ttnb (t&f inhra||fd>aft und bittet sie, dafür zu sorgen, dafe unser •tbiiiitrti eälr " ■ 1 ' c ™ r. Gictzcncr Strafkammer. Gießen, 26. Okt. Anfang Juli 1919 befanden sich sc. Climbach, 26. Okt. Die tzerbstauS- faa t ist ft weit becmLxt, di? Kurtoffelerntc ist als ziemlich gu e Mi.tclernte zu bez ichien. Atl^ mein nirb über srart'es Faulen der Kartoffeln gella-gt, das wohl in der etwas frühen Ernte seinen Grund hat. einzelnen Ressorts dazu kommen. Sodann bespricht der Redner don Etat im einzelnen und be)d)äf tiiil sich besonders mit voller Absicht Etat getrennt sei, Tragwllt? erkenne. 30V» Mi üarben ein- legen Barenthin gegenüber, da mich mein Genrisfen zwingt, iwch in di.-ser Rackst Mittel an; uwenden, die er auf Grund seiner Auffassung des Falles schwerlich billigen wird." Achim zauderte unschlüssig: „Lerr "Doktor, gestatten Sie mir, mich zuvor mit Fräulein Neuhosf darüber zu bespreckxn? Sie pflegte meinen Vater seit dem Beginn ferner Erkrankung, und ich möchte nicht gerne, ohne sie gehört zu haben, etwas beschließen." „Tas verstehe ich; ich werde warten." Tie Vcspreämng war sehr kurz. Erika hatte ohne Besinnen auf das dringendste gebeten, dem Verfangen Germerings nack^ngeLen, und der pinge Arzt setzte auf Achims Bitte selbst das Telegramm an Professor Germann auf, das den berühmten Gelehrten nach Tiefenbrunn berief. Tann schickte er einen Boten in die Apotlfeke. „Klingeln Sie £>errn Brandt unbedenklich heraus und sagen Sie ihm in meinem Namen, daß ixte b.iden Manila mente mit größter Beschleunigung hergestellt werden müßten." Er begab sich wieder in das Krankenzimmer und verweilte Larin bis lange nach Mitternacht. Außer Erika, mit der er sich leise und angelegentlich unter^eit, geftattete er nie nand Zutritt, und erst als Bernhard Falkner in tiefem, anscheinend ruhigem Schlaf lag, fdjidte er sich zum Ausbruch an. In der Lalle wurde er von Achim erwartet. „Können Sie mir rin Wort der Beruhigung zurücklassen, &etr Do lor?" „Ich hoffe, daß wir Ihren £xrrn Vater durchbringen. Seine starke Natur muß freilich das meiste dazu tun. Aber wenn sie ausgehalten hat, was ihr bis heute zugemuter wurde, wird sie, wie MCft ■nährt fr ‘"Nedilafi : ^jadttn. ■ h.L> MM ® Stbülft J MUflt J llMUIüM !tibatftnnbn ii] die Kalkner auf Linüenhöhe Roman von Reinhvld Ortmann. anderen Orlen auch di? Eisenbahner von Wöllstadt im Streik. Auf dem Bahnhof Groß. chf Ntoltn •eformwR rn^Ä&jfS ,n (ntfjt killt» rl wen zu jergj nickt IM* U--1 ff!. !Ä?KZ rovVJrfitf,. eziuisf - /“Mitten" *le,Gel^ n,le« d. i ott.;; äaSS die den Tod der behandelten Tiere Hervorrufen. Infolge triefet Nachteile ist man neuerdings dazu übergegangen, ebenso wie bi? PferdrrLude auch bie Schaf nube durch Bstanduulg der Schafe mit Skl'w f dioxyd zu bekämpfm. : ahT . ! retzschna , Pließtowitz i. Sa., hat ci? Ga-srei-aud.ung oor den b sheiig n üblichen Lekc.mpfung-,n.e.hobcn folgende Vorteile: 1. Tas Verfahren wirkt sicher. Eb n'o wie man Pferde nach der zweiten Begasung als gefwilt ent» la jen kann, ebenso iidx?r sind nach der i'.witen halbstündigen Ufegaiung eines Schafes die Mi bei und Eier durch das Gas abg?:ö.et. Dte sichere Wirkung des überall, auch durch die dichteste Wolle hindurch rringeuden GaeZ ist es ja vor a lein, die die so g änzenden E-ftl e bei der Bel-andlung der Pferderäude mit Gas erzielt hat. 2. Es wirkt ichnell, dmn das Juckgefühl verschwindet schon kurz nach der ersten Begasung, da die Müden und ihvc Brut durch das Gas abgetötet werden. 3. Es ist schnell du-chführbar, b?itn es können mich g-.-oße fiwrben in kürzester Zeit geheilt werden. Die Gefamlbehandlung eines Schafes dauert nur eine Stunde. 4. Es ist unschädlich: das Gas schädigt ttrtrr Tiere noch Wolle, auch hochtragrmde Tiere, selbst Lämmer von nur wenigen Tagen werden ohne Schaden b?gast. 5. Tas Verfahren ist einfach infofgebeffen ist nur weing Bcd-teuungspcrional erforderlich. 6. Es ist sauber: Sch.eoeir, Baden, Schnrieren erübrigt sich. 7. Es ist jederzeit anwendbar, auch im Winter. 8. Es ist billig, infolge Ersparnis an Wolle, Fleisch, Sclnnicrmitiel intö Arbeitskraft. 9. Es findet Lüoc Unterbrechung des Weide- gangeS statt. Es dürfte alle Schafzüchter. itrsbesondere die, deren Schafe verräudet sind, intere,fieren, dast Derr Dr. Kretzschmar qt e;en:I ch dec Lxnrp Versammlung des Oberh. Schaszüch ervereins am S o n n t a g den 7. November, vormittags 10 Uhr, im G a f 6 Leib in © ic feen einen Vortrag über feine E fahrunsen mit der Bekämpfung der Sckaf- räitee halten wird. Der Be.-io'rre'staltec t t Bereit, die B.kämpftmg der Schafraude vermittels feiner 15ze ligm Wände.ichafbe^a ungsanstalt auch in Oberhessen durchz'iführen und wird Anmeldungen in der Versammlung entgegennehmen. „Ich äußerte gleich nach meiner Ankunft meinem Bater gegenüber die gleiche Ansicht, aber er wollte nichts davon hören, und ich fürchte, datz cs auch fetzt sehr fefroer lein wird, ferne Zustimmung zu erlangen. Er hat volles Vertrauen zu dem Sanitälsrat BarenLhin." „Es bars Ihnen jetzt nicht auf die Zusttrnmung des Ktanfen und auf fein gröberes oder geringev.s Vertrauen zu einem le.stimmten Arzte an ummen. meiner Ueberzeugung steht fein leben a-at dem Spiel, und a les bä'.tgt davon ab, datz die Art seiner Krankchrit richtig erkannt und die Behandlung danach eingerichtet wird." Achim stutzte. Und als er sich über den Smn der Skufeerung im klaren glaubte, fragte er erregt: „Sie halten es für möglich, datz memes Vaters Krankheit bisher nicht rich.tg erkannt und bchan« bdt mutie ?* „Ich mutz Ihnen die Antwort darauf schuldig bleiben und Bann nur ausdrück ich erklären, bc-B ich für eine Fortsetzung der bisherigen Bel:a.'te- lungsweite die Verantwortung nicht auf mta> nehme. Wenn Sie die Berulung der von nur dor- geschlagenen Audorität ab lehnen, mutz ich Lie bitten, sich von Herrn Ta?tor Barenthin einen anbenen Vertreter stellst zu lassen." „Das mich an gebt, bekenne ich mich phne weiteres zu Ihrer Surbcnmg, aber Flau bei? Sie nicht, datz es meinen Bater in eine ihm schädliche Anlegung versetzen könnte, wenn wir eire.i derartigen Schritt ohne feinen Willen tun?" „Diese Dufr?gung könnte, ihm jeden falls viel weniger schaden als ein verhäng ifsvoller Irrtum des bchandelnden Arztes. Ich müfete mir ran cme sofortige bestimmte Erklärung von Ihnen ervttten. Ich brauche fte zu meiner Rechtserngung dem sto^- tiie schritt zur Tür, und er liefe fte gehen. - Als sie hinaus war, prefete er wie ein Berzwe^ ^nder beide Fäuste gegen die Schläfen. .Hänger als eine Stunde war Doktor Ger- ?ring bei dem Krönten geblieben. Nun tiefe ec n^ch Dütschke den jungen Herrn Falkner um eine ^rredung bitten. Ter Arzt kam seiner Frage zu- „Tie auMnblickliche Gefahr iit bcseittgt, aber Sufianb Jhles Herrn Bat»rs ist trotzdem sehr E? kann die w.ritere Vertretung des Kol- Barenthin nur unter einer Bedingung üler- ^hmeu." ..Unter welcher Bedingung, Herr Doktor?" müssen sofort noch einen andere.i Arzt r^ri hen, eine anerkannte wiffe.:- Wlufc Autorität. Btelleicht den Professor ©er» Würzburg. lÄ: gilt als der tüchtigste «iuilift für dtesen KianHeitssa^." Nli|? iftL flnneb. iM en mamtid 9-üiIIM den erteilt M ■ u. 017M) an Ul tarkn war von den Stteikenden em Waggon mit Waffen und Munition, der für die Reicl-swchr befiimmi war, anvfxi tcn word?n. Der SBabnarbeiter Kar! Friedrich B. und Sxtnrid) >Tarl W. von Ntederwöllstadt batten sich heute deshalb zu verantworten, w.ll sie in ihrem Besttze befind- liche Handgranaten und M.-G.-Munstion in der Ansicht, sie zu Gewmttätigkeiten zu g?brcmchen, nicht abgeliekrr hatten. Beide gaben an sich zu, mehrere Äistm mit Munition von dem Bahnhof Niedcrwöllstadt in eine Wirtschaft verbracht ;u haben, behaupteten aber, dies lediglich aus Anordnung der Streikleitling um deswillen getan zu haben, um ein Unglück zu verhüten. Der als Zeuge vernommene Stoeiklciter gab zwar an, es hätten wohl mit Grofekarben Verhandlungen w?gen Lieferung von Muiution bestanden, er hätte ater den Auftrag erteilt, eine solch? Lieferung abzu^hneii. Demgeguiüber wu-de se g stest, datz der Angeklagte V. telephoiiisch in Gcoglacben an- gefragt hatte, ob sie von dort Munition b. tontrnnt könnten und aus die bejah.mde Antwort erklärt hatte, diese würde dann dort ab-: ebc.t n^cr?cn. Tatsächlich gingen bann auch in Niederwällstadt mehrere Stiften mit Munition ein. Die b-:iceckern in erheblichen Mengen ohne Schlag schein xum Schlagen angenommen und waren deshalb von dem Schofsengrricht Drtmberg mit je 150SRI bestraft worden. Auf die Berufung der Staats- miwalischaft lourden bi? Strafen mit Rücksicht auf die grosse Menge, um die es sich handelte, und den hohen uiuuläificn Verdienst der Ange klagten auf je 1003 M k. erhöht. Der bei Gericht wohlb. kannte Sch'o sec Eduard Pf. von Ijicr wurde wegen eines Nücksall- diebstahls, pnter Einbe'st hung früherer Strafen, zu 3'/r Fahren Zuchllxms vcrurtnlt. T« übrigen Sach?n waren ohne besonderes Interesse für bi? Allgemeinheit. Erwähnt soll nur noch werden, dafe 12 falsche 20- und 50-Markfch.ine eingezogen wurden. Landwirtschaft. Neuzettlichc Vekämpfuitg der Schafräude. Ter Landn-irtschaflskammer-Ausichufe für die Provinz Dbcrfecfcn schreibt: Es ist a.lyemrin bekannt, daß die Schafrände in letzter Zeit tn verheermder Werfe um sich greift. Selbst in Herden, die der Obhut allbTwährter und anerkannt tüchtiger ©diafer an vertraut find, hat sich die unsere Schafbestände schoec schädigende Räudemilbc eingenistet. Es ist die höchste Zeit, dafe diesem Schmarotzer energisch zu Leibe gegangen wird, um zu verhüten, daz die Rand? noch weiter um sich greift, und dadurch dm Schafüesitzern und der Allgemeinheit hohe Werte an Flcich und Wolle verloren gehen. Tie bisher üblichen Behandlungsmethoden der Schafräude sind ja allgemcin bekannt, es ist auch brkannt, dafe die Schmier- wie auch die Badekur oft nicht dm gewünschten Erfolg hat. Beide Behandlungsmethoden sind zudem nicht ungefähr- lich, da des öfteren Bergiftungssälle durch die zur Anwendung kommcnde.i A.zneimittel Vorkommen, bcrrlichkcit begeijtcrt, obwo-T deutsche Arbeiter- tertreter die Wahrheit in Rufeland erkannt [batten. Jedenfalls wäre es die Absicht der lcinmunistischen Partei, fick den bestehenden Ersetzlichen Schranken zu widersetzen. Die Üteaterung werde sich dem nri erfeton. Für wNische Agitatoren fei auf deutschem Boden kein !vlatz (Protestruf.' auf der ftnfcrfteit Linken.) Sparsamkeit und Arbeit, das sind die einzigen Bedin- jinntgcn, die eine pflich.bewufete Negierung heute j fxlieit kann. In Landnrirtschaft und in Industrie , nüssen alle Kräfte Migespannt, unser Verkehrswesen saniert und unfcrc Finanzen geordnet werden. In brr SozialifierungSfrage wird die Regierung die kraebuisse der Beratung im Reichswirtschastsrat Itnib im Reichs kohlen-at in der Weise »er treten, die Itit Inter essen Deutsch ands entspricht. Sodann ge* llmft der Reichskauz er der Abstimmung von Kärn- |lm, wo alle Stammc^b.'üder, die für Deutschland Hmm len, geticu des Tages harren, wo uns alle hebet das gemeinsame Band umschlingt. Auch im IIrrigen brauch? er vor Verlockungen ja nickt zu IHamen. Das Gemeingrfühl habe sich überall im deutschen Land stark befl'tigl. Wir bedürfen der i tuen und einsichtigen Mitarbeit aller Parteien. Stellen Sie daher alles zurück, was uns trennt, l'itn Wohle unseres Volkes. (Beifall.) NkichSfinanzminister Dr. Wirch wtanert, dafe unsere Lasten auS dem Kriege noch tum er nickst feststehen. Wir leben daher in völliger IWicherheit. Nicht nur unsere Finar-zlage, das Mze Wel g?i riebe der Finanzwirtsast mutz bar- «wer lrixn. Die Hoffnungen der g.rnzen Welt auf I Stöffel sind geschei ert. Al.er es ist doch wmigstens knvas erfolgt und zwar die mtematixmafe Äus- I iytc6e. Ader Mittel zur Stebima des krauten | brutfchiands sind nicht gezeitigt wachen. Die guten I tnb treueften Gruick^ätzc, die dort aufgestellt wur- | len, sind alle nicht ge?tgnct, uns zu helftn. Leiser llü ber FriedenSver:rorlage, die iwd> immer im Aus schüfe stecke |h bitte, aud) biefe Anyelegenheit zu beschleunigen. ICi^die unS Schule * Büdingen, 25. Okt. Tie Iji/igc KreiL- lehrerfckvi'lt 1-at die Pf ege unb F r^ecung d?r Lcimatkunde in ihr Arbeitspvia.nnun aup gcnummeii. Um Anregung und GrunL-la.'fe für den lteimateundlicheu Untenidyt und für die matfvrsckwng zu g ivrnnen, wurde:i auf Anregung von SckAck.at Maurer zwei geologische Ex- ku r f io n e n unternommen, die der zur Lieft in der Umgebung von Bad SalHlxrufcn bes-chäftigie lllandesgv löge Berg?at Dr.' ©ciott er (Ta.mjtent) führte. Die eine Wrnrderung ging zum Studmm d?s Bogrlsb:-rgs tu die Gege ö von Nilri a, c*? andeve mackste bei Büdrnge:i mit den Gckst.tcn dos Rot.'tegenderl, Zeck-'.elns mrd Buntsond eins bekannt. An beüx? Führungen im Gelänge sckstosen sich zusammen fönende Verträge an, in tu en B.rg- rat Schottler auch eine aHgemctte Erklärung der ^jaroitiomm ter versche e e.i g »logischen Zeitalter gab. Dem tüchtigen Fachmann, dessen ge* nunnverständlickies Buch „Ter Bge s.erg, fett Untergrund und Ober.'an" als ockstes ober!,efsiich s ^Ximatbud) gewitz bald den Weg t.i jeteJ Schul- haus finden wird, wurde durch Sckrulmt Maurer der Tank bet Lttnsl -hre scka.'t aus e pwchm. K Lich, 24. Oki. Unfete etangelifcke Gemeinde hatte 'beute einen giofecn Tag. Nach langer Zeit wurde durch Kmsiftorialrat D. Petersr wieder eine Zdi rchen v i s l ta 11>on abgehalten. Im BorrnittagSgottes)ienft pre tgte Stijibeiant lckenz, auch der L-uperrnte.tdent hteic cme Ansprache. Im An Mutz anvtsorge des Reichstages (ein. Der Redner appelliert sodann an bic $)?=• amtenfckcttt, ten Bogen der heutigen Fvrdirungen nicht zu überftxuinen. Unsere Ausgabe »st cs, nicht nur für das täglich? Brot »u sorgen, nein, auch für Kunst und Wi fen'chaft sowest Mittel zu beschaffen, dafe sie ihren P.atz in der Welt behängten können. In triefem Sinne wird dieRcichs- regir'.-ung zusammen mit dm Landesregierungen für Schulen, Akademien und Dochichul-m die er forderlichtti Mittel gewährleisten. Die zu ver- zinfenden Reichslasten belaufen sich auf 362,94 Milliarden Mark, wozu noch 25 Milliarden ber Eisenbahnschuld hinzukommen. Es dürsten aber noch 30 Mllliardeu aus Fehlbcträgm bei den schafft und am vreigen Sonntag unter Mittvirkung dos Gesang'.-e.en s und Sckm.c-E..o S b-irJ; Ptt- Jäger eincnveiht. Wir haben nun wieder ein ftun* neungSvvllcs Geläu.e. Q A u s dem 2 ch l i d e r l a n d , 24. Okt. Zu den crjien Lehrern in £>cficn, bic durch Verfügung des La.ix-Samtes für ba • Blldnngswesen jum V.'r.itz itc.i des Schul, o , a .be5 e. a nt iror* dm sind, zählt Leh rer Reicher in I e lcrsi-au.en. — Mehrere Gemeime : des SchLitzer'andcS Vaden sich bereit- wieder Ersatz gefefniicn für ib c im Stn auch Uellecs- Ixiuicn. Tic neue Bv.mze nockc. Die nun sck.vn ge- ivritzt ist, würbe in Sinn g 'g?offen. Tie Glocke ist 130 Kilogramm schwer, auf beit Toat es gestimmt und trägt bis? Insch.i t: In schierer Peit d?m Qkjb&yniy u”.lerer Geal ciun gnveiht. Für die abxlie.ecte G.'>..e umrbr n nickst ganz 8i)0 Mk. vergütet, bie neue Glo le kostet nt ö 9900 Mk. — In Pfordt ist im bl. Lebens ahre Jolxrra.es Sckaub II. gcflDtben, der Xfe er ve unfea t teil habet bic Schulkinder (Sn’tebmiffefeü'te e Die Geist- (idyen inutzten znm T.i rc'ht si-o. e Worte gegen den imfer Bstl verseuche cken Wuck/:r- tr b Mam- monsg^ist zu finden. Wenn die <5d)IiV£r;änier Xrttucm im allMM.rinen noch ni.ht zu de.en g.» höwn, bie ifn e.t Nächsten üben, o.t ilen. sv gibt eS aber in di.-sern abge^cgnien Bezirk doch auch schon Leute, die wieder ct.unal an bis Bibelwort criimert werden dürfen: Der di.ser Welt Güten hat und sieht f.i e t Bru.ee httle:i mtd sckrifefet fein £tet3 vor ihm zu, wie b.etdet die Liebe Gottes in ihm ? Deutscher Reichstag. B e r l i n, 27. Oki. 1920. Am Minister isch: ReichsÄnz-!ec Fehrenbach, Stznons, Güsbevts, Gefeiec, Wirth, B.auns. Die Besprechung der Interpellchion betreffend Bit Entwaffnung ber Bevöllerung sowie bte ^ntcr» tcllo.tim bet reff enb die Vernichtung ter Diescl- rioloren wird mit der Etatberatung verbunden. Bei ber Etatberatung ttirft Reichskanzler F ehrenbach einen Rückblick mi die Tage wn Spaa und sag: Wir sind mili- irisch ohmnäch ig und wirtschaftlich am Ende un> 'skanzler kommt dann aus unsere toirt» jlallliche X!aav zu sprechen und beklagt unseren 1 -chlenmanget, wählend Frankreich im Utberftufe sckvclge Er schildert die schweren Lasten der Okku- lation, benen Kosten so hock feien, dafe bic ganz« sttparation Frankv?ikys damit in Fraae gesteltt Auch über die Frage unterer Leistungen ffeint e ne De einbarung b?vorzfuseh?n, bi» umso ! »ouvendiger ist, als unsere Landesaren,zen noch iiidit einmal seststehen In Oberschlesien sind hätte am Werke, die Abmachungen des Friedens- v?rttages zu unterminieren. Unsere Landsleute |brt werden fest fein in der Treue yu ünS. Wir kerben den besonderen Verhältnissen Rechnung trogen und dem Reichstag eine Vorlage zuzehen ilcffen, die Oberfchlesien die bundesstaatliche Selb- ßdidigkeit gewährleistet. Sodann erwähnt ber Reichskanzler bte Ernährungsft-ise und stellt fest, 1 bifc das gcgcntDärtige Kabinett daran feine Schull) liege Die Zwangswirtschaft fei an ihrer eigenen !llnerträglichk?it zusammengebrochen. Tie Rc^ie- ning habe nicht die Macht, chr wieder auszu- telfen. Der Redner app?ttiert an die Landwirt- ferner 19 Milliarden zu zahlen. Für Provisionen, Ernährungszwecke usw. seien Zweidrittel ber gesamten Forderungen des ganzen Etats einzusetzen. Er scheue keine Kontrolle und bitte jeb's Mitglied des 5>auseS, in alle Ecken des Etats scharf hinein- zuleuchten. Auch dir Mifeerstaatlichen Ausgaben stehen noch ganz im Zeich?n des Krieges, hoffen wir, dafe sie im nächst u Eat in Forlfa l fommai. Die Einnahmen des o'.dcntlichen Elats stellen sich auf 39,9 Milliarden Mark und crmögsickoen auf dem Papier eine Bi Mizierung. Mü'lich ist das nur durch erhöhte Sieuereiirnahmen getvordm. Der E at des Friedens Vertrages wird uns noch viele Jahre beschäftigen. Er le äuft sich auf 41 Milliarden. Alle Steuern im Reiche, den Ländern und Gemeinden reichen nicht aus, diese Bedürfnisse zu befriedigen. Willkürliche Anforderungen werden ausgeschaltet. Mit cinfcrigen ScAagivrrten g-gen den Staa_s- betricb ist nichts getan. Di? Stniergesetzgebung tarnt auch hen e noch nicht als abgeschlossen glltm. Ein Mehrde^a s von 4—5 Mi liap en über len ordentlichen E atdeS nächsten Jahres ist schon fr.ule zu übersetzen. Tic TurckMihrung b.T S euern mtt allen Mi Idn und eine bis an di? Grenze des Möglichen ge riebene Sparsamleit ist unumgänglich. DaS ReichSno.vpfer ab-ufchasfen, wird ke.ner wie auch immer gear e en R gicrung möglich fein. Ter Kapitalismus feiert nie gröfy.TC Triumphe, als wenn irie S.aa soutr ntäl geschwächt wirt». Mit dem Durck>ei?urnt>erregieren auf den verschtedenen Gebiete-i must führun>g der S eusrgrsetze miülfe en alle mi.helfen. Bon ber fltv eitpre.se be.chttsen Sie dein Volke aud dem Ausland« teut Brot. Tas Reich wird nicht marschieren können, >venn nickte die Lünder und Gfanctitbet mttma -fdrieren. Tunh eine Novelle »um Reicktsnod p « setz soll versucht roerben, die ausseroibeitlich Ipixnt Gewinne, die tn den letzten Monaten auf einigen Gebieten des Ermerbsiebens zutage getreten sind, dienstbar zu machen, um so eine schnelle Flülsig- machung vm Beträgen zur Tilgung imfarer Schulden zu er mitten. Uebrigens mutz dec Frv.dens- Dertnag durch Waren und Arbeü abgearbe tet werden. Ein Pr>gvamm h.erfür wtick Fbnen der Reickswittsckaftsmtnister e..twickeln. Die Frage der Arbeitsdtemsipllickte sieht für a le Bot ec Europas vor der Tür. Berziveillung darf nicht tn unsere Gemüter «inziehet, lieber Gräber vorwärts, dem Licht und ber Ireiheit entgegen! Nächste Sitzung Tormerstag 1 Uhr. Schtuh nach 4 Uhr. chllriW eru eefudji. tß llarl, Ulatht>H Süglerintwll tnen noch SinüeJI i ander dem II lchwili Schneite! Wlsttitt.st.Ul soiori nuio LaM ilirÄnrb,-»W Kreis 8ie«»W FstHI! »neblt snb üoiJ hin. ieSLid. I«W «7 Löwen,w n AW nereii «u verteew TU dem Befcklnsi de» Bundestags 7. Wirt- schafiSbeihllse Mr die Kebrlintic. 8. Verschiedenes. Fall» erf rderttch. werden die Verhandlungen nach einer Mittagspause roeheraefübrt. 11451 D»e Mitglieder find verpflichtet, laut 6 22 her Satzungen an der Versammlung teiuunebmen und pünktlich au erscheinen. 9« Anbetracht der Wichtig- kett der Tagesordnung wird b'.euwf nochmal» besonder» htogewtclen. Der Vorttoud. Bund zurPflege von Musik und Literatur EINLADUNG Die Unterzeichneten gaben sich hiermit die Ehre, die Bürgerschaft i Gießens zu 3 künstlerischen Veranstaltungen, die der Bund eur Pflege von Mneik und Literatur int Auftrage des Allgemeinen Studenten Ausschusses im Laufe des Wintersemesters zu Gunsten der Gedtkchtnb- Spende für die gefnllonen Angehörigen der Universität vor anstaltet, hiermit ergebenst einiuladen. I. ABEND: ZumSedächtnis gsrgefalLAngeliürigen der Ludoviciaiu Klttwaeh den 8. Mevteber 16M ebwils 8 Uhr la der um Aale Mitwirkende: Merr KontertwÄ’iger K. Roh Tn ß (Bariton), Frank furta. BL. Herr Br. Fr. Castelle (tteeltatlen), Münster l.W. Am Flügel: Herr Kapellmeister H. Oppenheim, Frankfurt a.H. n.abend: Beeihotren-Äbend teaataa dea 6. Dumhr 1919 nethmiltaia 5 Uhr la der aeaia Aal« Mittel rk ende: Frau KonzertNftuirerla P. Werner-Jensen, Berits Strelch<$narto?(: Herren A. Bein, P. W. Andrae, R. Soantar, Fr» Sehiiephake. ID. ABEND: Heiterer Abend Wenn Menschen reif zur Liebe werden Wunderbares Filmwerk in 5 Akten. Fern Andra ist unstreitbar gleich Henny Porten die beste Schauspielerin. In einem Punkte steht Obst^äMme Beerenobst sowie sonstige Banmschulartlkel bietet an C. Lohsa. ßaiiäiscbtien, Kirchen-Sieg. Verlangen Sie ko tcnlose Preisliste. (967Ä) Versteigerungs-Anzeige. Freitag den 20. Oktober b. vormistags 11'/, Uhr, versteigere ich öffentlich in dem Hofe des früheren Hofguts gern ein Pferd (Hengst) braune Farbe, auf einem Auge blind, gegen g M M M Biro" Ortsgruppe GLetzen. Magszj«ls?/i0i8äjiM2l)l2l. Vorträge (mit Demonstrationen) Alb. SMi Wih 1. Neitsg Den 29. Slksser 1920 Ist .W8om" Gittes eise ßelWMll? Tie neuesten Enideckungen im Gebiet der Übersinn, lichen Ceelensorschnna.. DaS Od-Geseh und der Oü- Bnmviriömus. Ist der Verkehr mit den Toten n.Stlich? Mysik des UnterbewuhtseinS und die (4kbanrcn-(5mana?ion. Mit ansklarcnden wisseu- schaktlichen Versuchen nnd Erverimenten. Beginn des Dortrages 8 Uhr abends. Vorverkauf im MnllkdauS Bnfck. Preise der Piäye im Vorverkauf: 5, 4 n. 3 M. An der Abend- knfie le 1 >’<. Zuschlag. Studierende zahlen (ttneu BorweiS der Studcntenkorte4,8 u. 2 M. Liitglirder haben freien Zutritt. — Wegen deS zu erwartenden starken Andranges wird gebeten, sich srübzeikig die Plätze zu sichern. (O,T7,11 Der Burgwart. Abendkurse in imt Buchführung Stenographie Maschinenschreib. beginnen neu Montag den I. Novbr. An meld, werden tägl. entgegengenommen. Vogt3sehe Privat - Handelsschule Gießen, OoethetCr.32 Telephon 2064. Mitwirken de: Frau Maria Garel* (Gelang). Herr Josef Wäret. (Lieder tnr Laute* Hesitation) vom Opernhaus Frankfurt a. L llalrtttekarten zu M. 6.- M. 5.—. M. 4.— (sämtlich numeriert) sind von Montag den 25 Oktober an, in der Musikalienhandlung E. Challier, Neuen weg 9, vernbeiteilei, Abonnements für die 3 Abende zu M. IX—, M. 12- und M. 10 —. Stndeatea erhalten gegen Vorzeigen der Studentenkarte ad allen Plätzen M. 1.— Preisermäßigung: bei Abonnements ermäßigt sieh der 8. Platz auf M. 10.- und 3. Platz auf M. 9.-. Die Ausgabe der vorbe stellten Karten erfolgt Montag den 1. November (vorm. 8—1 Uhr und nachm 8-6 Uhr), bei Challier. Die bis Dienstag den 2. November nicht abgebelki vorbesteilten Karten werden von da an offen verkauft Die obengenannten Eintrittspreise sind als Mindest preise gedacht höhere Beträge werden ba der Kartenausgabe dankend angenommen. = M MnerW tiatlte drei Abeaäe I6e5ei der Gedächtelisfeode der Oeireniffla« Gießen, lm Oktober 1920. Der Raktord.Land.-Universität: DerVors. d. Allg.Student.-Aussohuittr Dr. von Eicken. A. StÖriko, stud. iur. et rer. pol Der Vor», des Bundes zur Pflege vo.i Musik u. Literatur: 0. Henning, stud. iur. et rer. pol. ‘•D Anmeldungen für die neu begonnene Halbjahresklasse werden noch bis A nfangNovember erawaigen Schönheit. Der Titel verrät schon, daß dieser Film, etwas besonderes ist. Lm fc lipiial s Sensations-Monumentalfilm in 6 Akten. Diese beiden Filme bilden wieder ein Pi ogramm, das auch den abgeschmackten Besucher zufriedenstellt. Wohl selten sind solch zwei Kunstwerke in einem Programm vereint gew-sen. geige hiermit die Eröffnung meiner in bedeutend erweiterten Verkaufsräumen neu eingerichteten §onderabteilung für Teppiche ergebenst an. Durch diese Dergröherung bin ich in der Lage noch weit mehr wie feittyer eine hervorragende Auswahl in deutschen Teppichen aller Groszen, Orientteppichen, Vorlagen, Läufern, Fellen, Divan- u. Reisedecken nur bester Fabrikate zu Luhersten Preisen zu bieten und bitte um gefl. Besichtigung. Heinrich Hochstätter, Gietzen Spezialhaus für Tapeten, Teppiche und Linoleum Drandplatz 1 Fernsprecher 36 Ecke Schlohgasse | So lange Borrat reicht prima 01TMI Der Dberbiirgermriftrt iLrbeltsnnttelamtt. Bekanutruachuttg. Die Zinsen der Friedrich Heyer von Rosen- feld'schen Stiftung mit 67,20 Jl sind am 21. Dezember: 1920 an solche evangelisch«, würdige Stadtarme zu I verteilen, die selbst und deren (Eltern und Großeltern i in Giesien geboren sind und das Bürgerrecht besitzen oder besatzen. 11458B Meldungen nimmt das Städtische Wohlfahrtsamt, Asterweg 9, bis zum 10. November 1920 entgegen. Giesien, den 26. Oktober 1920. Der Oberbürgermeister. (Wohlfahrtsamt.) Bekauntmachüng^ Durch Beschlusi des Landessicdlungsamts ist das Verfahren der Landzuteilung für die Gemarkung Inheiden eröffnet worden Die Liste der Landoewerber liegt In der Zeit vom 30. Oktober dis einlchl. 6. November 1920 auf dem Bureau der Bürgermeisterei Inheiden während der Dienststunden offen. Gemäsi § 25 der Vollzngsordnung zum Land- gesetz fordere ich sämtliche Personen, die sich an dem Verfahren der Landzuteilung beteiligen wollen, aber noch nicht in der Landbewerberliste verzeichnet sind, auf, sich während der Offenlegungsfrist in die Liste eintragen zu lasten. 114600 Die Wahl der Vertrauensmänner der Landbe- werber findet am Sonntag den 7. November 1920 norm. 11 */, Uhr in Inheiden statt. Das Wahllokal wird durch die Bürgermeisterei bekannt gegeben. Dad-Salzhuusen, d n 26. Oktober 1920. Der Landamtmann zu Vad-Salzhausen. Dr. Braun. 2.