Erbach *lfN wurde ». V «*s ""‘«tatn. ; iuin o|xn. Ulbert »•Ult OlX-rr- wbachtLL ! Äaul- :lroö ‘ft Wm Erster Blatt Dienstag, 28. September 1920 170. Jahrgang Ur. 228 Der »«ebener W’f« erscheint täglich. auß«r Sonn- und Frierta-». Bepig»pre logernummer dis GietzenerAnzeiger« WZ 5>aul»lchrrft'e'rei Auq. General-Anzeiger für Oberhessen MW üntf hnö Verlag: vrühl'fche Ulliv.-V»ch. u»d Steittönickerei B. taige. Schnstlett«n-, Geschäftsstelle «nd Druderet: Sch«Istraße 7- Him'tYid) in ® i < & e m ■ Zutej- V öhobet Seilerei ute,lllng,' zur ^Anbetungen Zuschläge Jum 1 Grenzregu- •nrümg 2rnigb ^renzregnlie- u,l9 llsja uebft M hiergegen 0, echten unter mit Einiven- mben versehen an Ort unb »weit cxiorber- ittags 11 Uhr. lissär. Vie Richtlinien für die Brüsseler Zinanztonserenz. Die Finanzbenffchrift, die von der deut- sehen Regierung in Brüssel vorgelegt und in knapper Inhaltsangabe veröffentlicht ivorben ist, deckt sich in einigen Punkten mit den Vorschlägen, die mir in der Samstaanummer skizziert haben. Es wird in den Vordergrund gestellt, daß die dichte Bevölkerung Deutschs lands nur dann beschäftigt und erhalten toerben kann, wenn Arbeit exportiert wird. Die Nachweisungen, die in der Denkschrift mit der Vergleichung von Ein- und Ausfuhr zahlen^ mäßig gegeben werden, haben eine deutliche, sogar drohende Sprache, auch wenn natür- licherweise in Brüssel scharfe Worte der Polemik nicht gebraucht werden durften. Wir nehmen aber an, daß in den Brüsseler Sitzungen die deutschen Vertreter nicht darauf verrichten werden, das anschauliche Bild der Lage durch energische und wirksame Vorhaltungen, ja auch burch Brandmarkungen der bisherigen Methoben zu vervollständigen. Es ist nicht mit Unrecht von verfthiebenen Seiten geivünscht worben, daß wirtschaftliche Sachkenner in Brüssel ähnlich befreiende Sätze in die Welt schleudern sollten, wie es Stinnes und Lue in Spaa getan haben. Anscheinend erfreut Deutschland sich diesmal einiger Unterstützung durch den Vertreter der amerikanischen Regierung, der im Interesse Deutschlands ein TauscHystem von Waren vorschlägt, weil bad starre Aahlungssystem, icke es bie Franzosen aufs Programm stellen möchten, bei ber trostlosen Lage Deutsck)^ lands nicht möglich sei. Man müsse bie deutsche Wirtschaft heben unb verbessern, um En.schädigungsansp üche burchzuführen. Leider hat bei der Eröffnung ber Konferenz der englische Delegierte es für nötig erachtet, einen neuen Schlag gegen den Kredit Deutschlands zu führen, indem er andeutete, Stange das Reich seine Wiedergutmachungslichten nicht geleistet habe, könne es in der c(t auch keinen vollen Kredit in Anspruch irhrnen. Mit diesem Vorgehen decken sich auch bie schwülstigen Glückwunschtelegramme, die Llovd George und der König von England an den neuen Präsidenten Millerand gesandt haben, womit ber französische Größenwahn unb die chauvinistische Tatenlust in Paris ieue Nahrung erhalten. ol 'fr&ti us roiuM M M nb meitete tat auf Sw°tM enundhatdad-M ^abtn anflen^l von M.) ßtf2 - •(bet. werben w Kürgrrw ; 'SÄ lon Die deuische Denlschnft. Berlin, 27 Sept. (WTB) Tie auf der 9rüffeler internationalen Finanzkonferenz von Deuts chland überreichte Denkickrift lkgt u. a bar: Ter deutschen Bevölkerung war ein fa enges Zusammen wohnen in einem von ber Natur nicht mit tesontercm Reichtum aus- von ber Natur nicht mit betonterem Reichtum /geftattetcn Lande nur dadurch möglich, daß sie, gestützt auf den verhältnismäßigen Reichtum an Hohle, Arbeit e r V o r t i e r t e , die sie vornehmlich an inländischem Ei'en und an ten ver- shietensteu ausländischen Rohswsien betätigte. Demgegenüber trat bie Bedeutung des reinem Durchsuhrdandels sowie des Scefrachtgeschäfts auf fremde Rechmmg in den Hintergrund. Vielmehr varen ter Handel und die Schiffahrt Teutschlands ri erster Linie nur Hilfsmittel der deutschen Eigen- vittfchast. Im lebten Jahre vor dem Kriege wies ter deutsche Außenhandel mit etwa 11 Milliarden Gotten auf auf der Eiufuhrseite und etwa 10 Mil- larben Goldmars auf ber Ausfuhrseite eine mäßige Massive Handelsbilanz auf. Tie Mehreinfuhr wurde eil Erträgen aus dem Auslandskapital und mit tm Geivinn aus ber Seeschiffahrt und der anderen itemationalcn Dienstleistung mit Leichtigkeit be>» zahlt. Tie natürlichen Grundlagen ber deutschen Wirt- fbaft lxrten sich durch das Ergebnis des Krieges «uterortent(id) verschlechtert, selbst wenn man ton Bat allgemeinen Folgen des Krieges und b?r po- Iitischn Wirren vollstänte-g absieht- Die deutsche "Sirlfdait erlitt eine emp.'üib:idje Einbuße, de- Unters in Bezug aus ihre Kohlen- und Eijenbafis. lutem ist sie im hol-en Maße durch den Krieg verschuldet unb bat durch den Friedm von Ber- 'Nlles unermeßliche Verpflichtungen amgebürtel ttommen. Tie Erhaltung einer der bts- lerigen Dolkszahl entsprechenden ^«völ kerun g aus deutschem Boden ist uu möglich, nonn es gelingt, einerseits den Ergen- ?kdars dieser Bevölkerung in den denkbar engsten 'tonten zu halten unb ihn so wohlfeil wie mög- zu tecken, und andererseits dieser Bevölkerung * Gelegenheit ju bieten, durch Arbeit fo •Hel Werte zu schaffen, daß sie in der Lage diesen eigenen Mmdestbedarf zu bestreiten und Brüter hinaus allmählich die Verschuldung an Ausland a bau tragen. Deutschland ist, wenn es sterhaupt je nneter zur Gesundung kommen soll, u noch viel stärkerem Maße als in den Vorknegs- »iten darauf angewiesen, Rohstoffe etnzu- lühren unb Fertigerzeugnisse au s- stusühren. Dabei muß es unbedingt, im Gegen- zu der passiven Handelsbilanz der Borkriegs- zu einer stark aktiven Hantelsbilanz kommen, weil nur dadurch nach dem 5ortrart ber «tträguisje aus dein Auslands7api:al und ber «chr^ahrt di: ZaUung auf bie küuslauds- bdlten überbaut t ermöglicht werben kann. 2eutschiand kann die ihm auferleg.cn Geld- «Wten, wenn überhaupt, so nur mit Waren bezahlen. Deutschlands Vorräte und die Bedarssmiliel waren bei Beendigung des Krieges vollständig erschüpit. Ter Außenhandel Deutschlands stand nach Aufhebung der Diockate ganz unter dem Zeichen eines außerordentlich starken und dringenden Einfuhrtedarfs an Lebensmitteln und tiibüfilierten Rohswfsen. Andererseits konnte die Ausftihr inso gc ber starken Unterernährung ter Bevö Beruni sowie der allg.'meinen wirtschaft.ichen Schwierigk^i cn erst sehr allmä lich nneter in Gang gebracht werden. Der E i n - fuhrüberschußim Jahre 19 19 kam auf die ers chrecken de Höhe von 22 319 Millionen Mark. Dabei ist nicht berücksichtigt, daß erhebliche Teile ter Ausfuhr für die Wiedergutmachung als Gcge.lwert ter deutschen Wirtschaft nicht zu gute kommen. Für Januar bis Mai 1920 kommt hinzu ein Einfuhrüber chu; von rund 4800 Millionen Mark. Die Handelsbilanz tz.-eist eine Passivität von einer Höhe aus, tvelche auf die Dauer zur völligen Aushöhlung und Erschöpftrng ber deutschen Wirtschaft führen mußte. Sehr zum Schaden ter deutschen Wirtschaft sind bis zum Frühjahr 1920 übergroße Mengen an nicht letensnotwendigen Artikeln und ausgesprochenen Luxuswavm, überdies auf Anordnung ter Besatzungsmächte in bas teutjche Wirtschaftsgebiet gelangt. Tie Ausfuhr nahm im Herbst infolge desiähenSturzes derben t- schcn Markwährung eine ungefunbe und für die heimische Bedarfsdeckung gefährliche Entwicklung. Ter starke Valudaanreiz dauerte bis zum Frühjahr 1920 an. Tann wirkte auf die Ausfuhr die in allen Ländern eintretende Absatzstockung em, die infolge des starken Anstieges des Preisniveaus auf ter einen Seite unb des zu- nehmcnten Sturzes ter Devisenkurse auf ber unteren Seite in Deutschland halb den Charakter einer ernsten Wirtschaftskrise annahm. Tie Tatsache, daß die akute Lebensgefahr für Deutschland noch nicht überwunden ist, zwingt das Reich nach wie vor zu sehr ernsten staatlichen Einwirkungen auf bie Wirtschaftsführung, insbesondere auch auf dem Gebiete des Außenhmidels. Tie annormale Entwettung ter Markvaluta brachte die Erscheinung, daß die Ausfuhr zu einer schweren wirtschaftlichen Gefahr wurde, die unter dem Schlag wort des Deutschen Ausverkaufs" gekennzeichnet zu werten pflegt. Es war daher ein notwendiger Akt ter Selbsthilfe, zu Valutazuschlägen zu greifen, solange bie In-- und Auslandspreise infolge des schnellen Sinkens ter Valuta eine Ausgleichsspannung aufwiesen. Auf der Ernfuhi-seite zielte die staatliche Einwirkung auf möglichst auskömmliche und wolstse le Deckung des auf Ausfuhr angewiesenen Krirgsbeixn fs und letenswich.igen Bedarfs und aus Fernhaltun^ nicht unbedingt nvtwend.qer Einfuhr. Zur Zeil ist die Einfuhr wich iger industri.ller Robsofse, insbesondere von ten lebenswichtigen Fa ers offen, t>jn jeder ftaa lickien Einwirkung frei. Auch für die Einfuhr von Lebensmittel- unb Futtermittelstoffen find wesenllicte Erlcickit-rungcii gefchasfcn. Hinsichtlich der Ausfuhrpvli iT haben sich die Verhältnisse gegenüber ter Kriegs zeit wenig verändert. Ein staa.lich organisierter Warenverkauf nach dem Auslant-e Hal aud) während des Krieges so gut wie nicht tefjaitten. Die Pveiskonrnolle, b. h bie Verhinderung vvn unwir schaf licher Warenverschleuderung ist gleichstrlls im Zeichen tes sinkenden Marlkurfes be'onders bebeuifam. Bei bem außerordentlich starken Unterfd/i be, ten bie Bewertung der verschiedenen nationalen Wahrungen ergibt, und bei den starken Veränderungen, denen bie valularischen Deichiltni se nach den Ersabrunaen der vergangenen Zeit ausgesetzt find, ist Deutstb- lanb tr)rer)t nicht in der Lage, bei ber Preisbewegung auf die Berücksichtigung des Valu!a?.wi- tes zu bcr^idKcn. Im $abre 11-20 ergab sich ein Ueberfchuß ber Einfuhr über bieAus- fuhr im Januar um 3341 Milli.neu Mark, im Februar um 1670 $)tille>nen Mark, im März um 1467 Millionen Mark, dagegen im 9lt>ril ein Ueberfchuß der Ausstd^ über bie Einfuhr um 570 Millionen Mark und im Mai ein solcher um 1110 Millionen Mark. Amerikanische» Eintreten fürTentschland. Berlin, 28. Sept. Der amerikanische Delegierte auf ber Brüsseler Finanzkonferenz würbe nach einer Melbung ber „Deutsch. Allgemeinen Ztg." von seiner Regierung beauftragt, bie Ententebelegierteu von ber Ansicht ber amerikanischen Regierung verstänbigt, baß bie starren Zahlungs- bebingungen, bie Deutschlanb auferlegt worben sinb, wesentlich erleichtert werben sollen. Deutschlanb solle nach Mögliche keil burch bessere finanzielle Abmachungen mit bem Auslanbe in seiner Probuktion ermutigt werben. Die Lage ber beut- schen Währu ng mache es unmöglich,bieKriegsentschäbigungenzu bezahlen, Weber in Gelb, noch iitN Form von Waren. Die amerikanische Regierung empfiehlt beshalb irgenb eine Art von Tauschsystem, auf grunb bessenHalb- und Ganzfabrikate als Zahlung für Rohstoffe benutzt werben sollen. Ein solches Bubget werbe Deutschland zahlungsfähig machen, bem Auslande helfen unb seine finanzielle Lage wesentlich verbessern. Paris, 27. Sept. (WB.) Havas meldet aus Brüssel: Der englische Bizepräsibent Branb, ber im Namen ber englischen Delegation sprach, und ber infolgebessen ber Dolmetscher bes Gebankens seiner Regierung ist, Hut in seiner Rede eine Erklärung abgegeben, beren Bebeutung beträchtlich ist. Die Regierungen aller kriegsührenben Staaten können bie Lösung bes Problems ihrer auswärtigen Schulb suchen, tvobei unter biesem Gesichtspunkt bie W i e b e r a u t m a ch u n g der Schäden ein integrierender Bestanbteil ber auswärtigen Schulb Deutsch- lanbs unb Oe st erreich s bilbet. Es ist also in den Augen der englischen Delegation selbstverständlicy, baß bie Bezahlung ber Kriegsschäden burch Deutschlanb ein Teil ber Schulb Deutschlands bildet und infolgebessen eine conditio sine qua non für ben Krebit ist, den Deutschlanb in ber Welt finben soll. Das ist nxnigstens bie Auslegung, bie ben Worten Branbs in ben Wandelgängen ber Konferenz gegeben wird. Brüssel, 27. Sept. (WTB.) Hava^Rcuter. Auf ter Finanzkonferenz stellte ter Eng- länbcr Branb, ter Vizepräsident ter Konferenz, ten Grundsatz auf, bas; ter Reichtum eines Landes vor bem seiner Regierung ben Vorrang haben müsse. Ter Stand ter öffentlichen Finanzen habe feinen Wert, wenn die Lage jedes Einzelnen zu wünschen übrig lasse. Ter Krieg bewirkte einen Umsturz in ter Lage eines jeden Einzclnen und die Revolutionierung alter Kapitalien. Dor allem sei es also wichtig, die Lage nneterherzustellen. Zu den von Brand angezeigten Mitteln gehört zunächst die Hemmung der skandalösen Verzehrung, der Möglichkeit, Geld auszu-ausen, lern er das Aushören ter Praxis, unproduktive Ausgaben in die Budgets auszunehmen. Natürlich werte man aud) die produktiven Ausgaben, soweit als möglich .zu beschränken haben. Es gebe gewisse Ausgabe», die eine Einsch.änkung nicht vertrügen, wie die nationale» Schulden und die Pensionen. Aber man könne bet ten Rüstungen Ersparnisse bewirken. Tie Bedingung jeder Rüstungseinschränkung sei, daß sie im Ein vernehmen aller sozialen Regierungen zustande käme. Brand rät ten Regierungen, sich allen sozialen Maßnahmen zu witersttzen, oee, wie z. B. die Sozialisierung, die 2aff? nur verseh immern könnten. Ter Redner wünscht im Jnteves e der europäischem Finanzen auch toe mög ichst rasch zu erfolgende Aushebung aller Beschränkungen de r Hart.delsbeziehungen zwi chm ten Nationen. Brand ist überzeugt, daß das $>■ uvt- hinternis für die Wieteraumahme norma er Beziehungen zwischm ten Nationen in ter politischen Unucftänbigfeit und Ung wißheit in Europa m finden sei. Europa müsse das Riiiko aus sich nehmen, das mit dem gegenseitigen V rtrauen zwischen ben Regierungen und Nationen vecbunten sei. Viell W werte es uns mißlingen, immerhin aber würde so die Möglichkcit gegeben sein, ans Ziel zu gelangen. Im Laufe seiner Siebe, gab Brand die bemerkenswerte Erklärung ab, daß die Regierungen aller krieg ührend gewesenen großen Länder die Lösung tes Problems ihrer auswärtigen Schuld suchen könnten, tvobei die SBieteriut-' machung ter Kriegsschäden unter diesem Ge ichtä- punkte ein n integrierenben Bestandteil der auswärtigen Schuld Deutsch- lanbsund Oesterreichs bilde. Ter belgische Ministerpräsident Delacroix erklärte, et wolle davon absehen, aus den politischen Teil ter Rete Brands einzuaehen. Er machte ter Konferenz Vorschläge, die sich auf die von Brand angeschnittenen Steuerprob'cme bezogen, insbesondere auf die Kapital steuer. Delacroix stellte fest, daß Fein Land die Kapitalsten er dnrchqesührt habe, obivohl die Frage überall aufgeworfen sei. Er wünschte, die Konferenz möge die Kapital steuer gründlich prüfen. Lord C h a l m e t s besprach die EDarlegungen Brands und betonte, das wichtigste Heilmittel für die gegenwärtige Lage fei di' Verringerung ter Ausgaben, insbesondere derer für die Rüstungen. Brüssel, 27. Sept. (WB.) Nach einer Ho- vas-Reutermeldung setzte R i c c i (I t a l i en) heute auf ter internationalen J-manzlvnscvenz auseinander, was sein Land getan habe, um bie eigenen Schwierig selten zu lösen. Avenol (Frankreich) umgvenzte die Stellung Frankreichs gegenüber ter Jinanzfvage und gab feiner Genugtuung barüter Ausdruck, daß gemeinsame Heilmittel gegen die traurige Lage ter Welt gesucht werten sollten. Preisminderung in Amerika. London, 28. Sept. (WTB ) Die „Times" meldet aus Neuyork: Die Preisminderung für Handelswaren in Amerika ist Stadtgespräch. Mehrere Textilfirmen kündigen jetzt Preisminderungen von30bis40 Prozent an. Der Handelssekretär kündigt einen weiteren Preisfall an. Man versprichtj sich davon eine zunehmende Nachfrage. Tie amerikanischen Geschftsleute sind allgemein der Ansicht, baß der Teuerungskurs seinen Höhestand erreicht hat unb sich jetzt in absteigende Linie bewegt. Die amerikanische Ausfuhr betrug im August 584 Millionen Dollars. Das sind 70 Millionen Dollars mehr als im Juli. Die Einfuhr betrug 519 Dollars, bas sind 19 Millionen Dollars weniger. • Amerikanischer Handel in Rußland. London, 26. Sept. (WTB.) Reuter meldet: Der Jüranzmanu Vanderlip ist als Vertreter großer amerikanischer Handelsinter- essen in Moskau ringetroften, wo er mit dem Wirrschaf:srat der ©oroictregimmg über b-°e Handelsbeziehungen beraten wich. Eine Anzahl Vertreter amerikanischer Syudükate habe rm fängft mit Krassin dieselbe Frage besprochen. Em neue» en®* lisch es Angebot, um ten Hantel mit Rußland nieder auhunebmen, das von Grupven ausgeht, m ein Kap.tat von mehreren Mil imen Pfund Sterling vertreten, bcfuitet sich, wie verlautet w Vorbereirung. Englische Glückwünsche an Millerand. Rotterdam, 28. Seht. (WTB.) Der „Nieuwc Rotterdamschc Eourant" meldet aus London : Der König und Lloyd George beglückwünschten Millerand telegraphisd» zur Wahl »uni Präsidenten. Der König tele- graphiette: Tie Frrundscha tsbonte, die so lange und g.ücklich das sranzöjische und bas britische Reich oerbanten, lverten, bavon bin ich überzeugt, während Ihrer Amtszeit ausrechterüa ten und verstärkt werten. SBa3 mich s löst anb.irih't. so werde ich meine ganze Kraft anwniten, um mit Ihnen für dasse.'te Ziel zusammenzuwirken. Ich hasse, daß Frankreich unter Ihrer Führung d i c W o h l- sahrt erreichen wird, auf die es infolge der Opfer, die eS in den letzten Jahren für die Sache ter MenscAichkeit bradxtc, ein Recht (>at. Die „Times" sieht in den beiten Telegrammen eine Huldigung für das Ideal der englisch- sranzösischen Freundschaft, als sichersten Kern ter neuen politischen Wett. * Der Biirgermetfter von Eorr. London, 27. Sept. (WTB) „Sundey Expreß" meldet: Der Bürgermeister von Cork wurde auf Befehl tes englischen Ministers des Innern aud dem Hvspi al nach cem Gefängnis übergeführt. Mil Ausnahme der Gefängnilärzte und ^der Krankenwärier wirb niemand zu ihm gelassen. Vie Auseinandersetzungen innerhalb der sozialistischen Parteien. Berlin, 28. Sept. Nach bem „Vorwärts" hat selbst ber rabikale Metall- ar bei ter herb an b sich von Moskau losgrsagt. — Höher ben Aufstieg berSo- zia tbemokratie teilt ber „Vorwärts" mit, baß auch im vergangenen Jahre noch eine ansehnliche Zunahme ber Mitglieber ru verzeichueti sei. Tie Partei zähle jetzt 1 180 208 Mitglieber. Die Zayl ber Parteiblätter stieg im letzten Jahre von 95 auf 147. Ter sozialbernakratische Partcivorstand hat eine Reihe von Mitgliebern, bie burch ihre Erfahrungen besonbers befähigt erschienen, zu einer gutachtlichen Aeußerung über bie Agrarpolitik aufaeforbert. Das Ergebnis ihrer Beratungen liegt in einem Vorschlag ain den Kasseler Parteitag vor. U. a. heißt es bann: Die zur Gemeinwirtschaft reifen land- und forstwirtschaftlichen Betriebe sind zu sozialisieren. Die übrigen Desitzver- hältnisse sind nicht zu stören. Nid>tbearbei- tung sonne unwirtschaftliche Bearbeitung unb Raubbau hat die Enteignung nach sich zu ziehen. Eine Protefiversammlung in Kownv, Kowno, 27. Sept. (WTB.) Nach einer Meldung ter Litaui'chm Triearavhenogentur sand anläßlich tes plötzlich gegen Litauen eröifneten polnischen Angriffs heute in Kowno eine riesige Volksversammlung statt, die eine Entschließung an- nahm, in ter es heißt: Ungeachtet der ständigen Frietertshrertschast unserer Regierung und unter schmählicher Nichtachtung ter Wünsche des Völler- buntes haben die Polen unverhofst den Angriff auf litauisches Gebiet eröffnet und somit unsev: Neutralitäc verletzt Tie H ute m Kowno versammelte, viele Tausente zählende Volksmenge litauischer Bürger, insbesondeie Arbeiter, erbebt vor aller Welt schärfsten Protest gegen diele unerhörte Bedrückung unserer Frriheß und unserer Unabhängigkeit durch den polnischen Imperialismus. Der Weg in unser Land kann nur über unsere Leichen führen und nicht unsere Schuld ist es, wenn Strome von Blut weiterhin slicßen. Wir rufen daher alle Völker ter Erde auf, insbesondere bie Arbeiter, uns tn unserem heiligen Existenzkämpfe gegen b< polnischen Machtgelüste beizustehen. Südtirol. Jnsbruck, 28. Sept. (WTB.) Die Blätter bringen an leitender Stelle Meldungen über die vollzogene Annexion Südtirols. Die Meldungen sind mit Trauer> rand versehen. Die Stadt ist zum Zeichen der Trauer schwarz beflaggt. Giolittid Sozialpolitik. Rom, 27. Sept. (Wvlfß) Im Senat sagte Giolitti bei ber Bel-anblung ber Interpellation über bie Metatlarbeiterbewe- aung, jeder Staatsmann müsse sich bie Tatsache vor Augen halten, baß bie ganze Welt vor einer wirklichen sozialen Um» b Übung stehe. Das Emporkvmmen bes vierten Standes habe sich in den letzten Zeiten bes vergangenen Jahrhunderts bemerkbar gemacht. Die Versuche, den Lauf aufzuhalten, hätten keine guten Erfolge gehabt. Giolitti wies auf bie wirtschaftlichen, sozialen unb finanziellen Folgen bes Krieges hin und mir vielen übrigen Gebieten hat sich auch in der I unter bem Bert verkauft. Tie Zähne siA »Weisel. Aluminium fobriüation bald ein Hunger nach in- los gestohlen, ober am.sonsttge imred)tgina5i3« Art erworben. Tie Geschädigten wollen sich auf ver kören. Xtanb» grenze, wo das Fall- und Schüttelobst nach sch Vie Kartoffeloerforgung. Billige Kartoffeln. Einwohner den Zenter Karbofieln M 12 M t. ab. Die SJanbunrte erklären, bag dieser Preis Völlig ausveichend sei. W m. Dai beute nacht ui Schwurgericht des Atermor sich wurden V desfreigef veriuchS üe: Grämlich zu ßud)ti)aw ui bann &ramli mibe nabtnei Merlin, Ml." Oerbi Mergern iiraft wegen v htn Steuerhit Walt beantra W MW Si« ?i. **&$ Zur Aufhebung der Fleischb^wirtschastuM- NN. Frankfurt a. M., 87 J, Sept. Am W tiaen Vdonü» sand derBezirk^tagberFl«^ scher Hessens und £) effei'u^gtaf f»“8 ** ♦* Die Gesellschaft zur Förderung des Oberhessischen Handwerkes und Kunstgewerbes veranstaltete am Donnerstag einen Vortrag, in dem Hauptlehrer Hammann von der Malerschule zu Bensheim über „Farbenharmo- nien in ihren Anwerbungen für das Handwerk und Kunstgewerbe" vor einem zahlreichen Mit- gliedcrkreis sprach. Die Ausführungen, die durch eine reichhaltige Ausstellung ergänzt wurden, sanden lebhaften^ Beifall. Eine Bejichtigung der Klemwohnungs-Siedlung der Baugenossenschaft 1894 an der Licher Straße, bei beten Ausgestaltung Herr Hammann das Malergewerbe beraten batte, schloß sich an. ** Bo n einem Zahntechniker- und Kürschnerlehrling wurden vor einiger Zeit I meI)rere Hundert künstliche Zähne, 1 Fabrikat „Winand" Kalladiumsilb er zähne, z. T. Veranstaltungen. Dienstag: CafS Leib, 8 Uhr, Kvnzert und Vorstellung der Medick-Meidinger. — Hotel Em- horu, 8i/4 Uhr, Gastspiel. — Lichtspielhaus ttne gestern. — Lichtspiele, Setterdroeß, „Homunkulus" und „Eine Motte flog zum Licht". Holland, das Pflückobst nach England g.'ht. A diese Weise erhalt das Ausland gutes und billig Obst imb das deutsche Volk hat das Nachsehen Ä te WUI, B r- «Crf’6’ Stfft. 45 'ÄS As Mineslnkch.61 bÄ. Interesse der Stadt austewrdmtlich freuen, daß der Stadlsäckel für die acht Tage an Platzmicte um 1500 Mark bereichert werden Sonnte und daß außerdem noch, wie man sagt, täglich 10 Mark an Spiel steuern eingingen. Zeder echte Vvlkssveimd dürfte es begrüßen, daß wahre Boll'sbildungsstätten, wie eine Achterbahn mit möglichst wenig Abgaben belastet Werden. Da ift es 'd&bn richtiger, wenn man im Vergleich hierzu gewiß miirderwertige Unternehmen, wie das Kino, das Stadttheater, den Konzerttor in, mitLu.-uSsteu?rn belastete. Oder, daß man für btt überflüssige Bequemlichkeit seine Zwet- ’tfen bei bet städtischen Trockenanlage dörren zu lassen, 80 Pf. pro Kilogramm erhebt. Echte Volksbildung ist notwendiger. Und darum, um wieder mit Goethe zu schließen: .... mag üb gern die Menge sehn, irenu sich der Strom zur Achterbahn hindrängt und mit gewaltig wiederholten Vtehen sich durcki die enge Gnadenpfotte zwängt, bei Hellem Tage, sckpn vor vieren, mit Stößen sich bis an die Kasse ficht und wie in Hungersnot um Brot an Bäckertüren um ein Billett sich, fast die Hälse bricht. werden. „ X. Klein-Steinheim (Heften), 28. SeM | Zn einer am Samstag abgehaltenen Sitzung wurx i u. a. auch Bericht erstattet über die Vorlage W - sichtlich der Neuregelung der Okbältcr der Cr meinbebeantten und -Bediensteten. Von bürgte- |l lichcr Seite wurde beantragt, über diese VorlaM I en bloc abzustimmen, während die soztaldems ? kratischen Gemeindevert-reter beantragten, über c« Bezüge jedes einzelnen Beamten und Beüensiei 'n getrennt abzustimmen. Dieser Aittrag ergu1 Stimmenalllck'heft, die Stimme des ?jitrgermd)i.tr ) war ausschlaggebend und fiel auf die Sorte d" t Antrags der Bürgerlickwn. Daraus verließt I t.te sozialdemokratischen Gemein de- Vertreter den Sitzungssaktll, insvlgedev"' über die weiteren Punkte nicht verhandelt roertm konnte. ; Hessen-Nassau.! e Drt Neitzei Berlin, 2< ; ,i^"vrvretz ! k-jdflt Ängnü i la «orsikmöen. '* dm Ar i Mi Äm gema ■ W hatte, t tr dm tini» bet Br fiotfi&enbe ewtt femntrf bi* göt.i, btt bte ? oifplle- IN« kiüen »ll litirocrL xd Iw bei toi [ottnung iinzula ' ßifnabme gescho lugte gegen 11 Maten Gesanc tai, Vei 13 Die Waffenadlieserrrna in Gießen. Wie wir bei der Stadt-Waffenablieferuns^S- stelle erfahren, sind bis vergangenen SarnStag em- geliefcrt worden. Es gelangten zur Ablieferung <367 Gettohve, 1 leichtes Maschinengewehr, vollständig, 1 Maschinengewehr, an dem einige Teile fehlen. Fenier 64 Pistolen, darunter 2 ftanzö'ische und 1 russische, 2 Handgranaten, 7700 Patronen und viele einzelne Waffenteile. Von den Gewehren waren 80 Infanteriege- iDehre 98, 160 Karabiner 98, 10 Jnfanteriege- N'eyre 88, 32 Karabiner 88, 5 .Infanteriegewehre 71, 38 französische Jnfanteriegewehre, 11 französische Karabrner, 2 belgisch- JNfanteriegeweh-e, 4 russische, 1 mexikanisches, 1 kanadisches, 1 rumänisches, 2 englische Jnfaiiteriegewehre. 7 englische Karabiner, 1 amerikanisches und 1 schweizerisches Jnfanteriegewchr. An Ab'icferungsprämien sind bereits über 40 000 Mk b'zahlt worden. Die Ab.'i se.ung hat demnach einen guten Erfolg gezütigt und mehr Waffen ans Tageslicht gefördert, als man versteckt glaubte. Wer immer noch tm Besitze von Waffen ist, möge nicht säumen, sie abzugeben. Am 21. Oktober hört die Prämienzahlung auf. Wer dann bis zum 1. November einschließlich abliefert, genießt lediglich, ebenso wie jeder, der seit 15. September ablieferte, die durch das Entwaffnungsgesetz bestimmte Straffreiheit. Wer nach dem 1. November bei den in Aussicht genommenen eingehenden Ermitte.'ungen im unbefugten Besitz von Militärwafsen betroffen wird, ist den schweren Strafen des Entwafsnungsgesetzes verfallen Es kann deswegen nickt eindringlich genug davor gewarnt werden, aus der völlig verfehlten Erwartung heraus, die Prämien würden erhöht werden, jetzt mit der Ablieferung der Waffen zurückzuhalten. Der Banxit-Bergbarr in Oberhestcn. Per ruMch-polnische Krieg. Warschau, 27 Sept. (WDB.) Im polnischen Gneralftabsbericht vom 25. September heißt es: An der Front südlich des Pnp: et nahmen wir Rokitno und Szeptstewka. Nördlich des Pripiet bauert die heftige Schlacht auf ber ganzen Front an. Nach schweren Kämpfen erzwangen unsere Truppen den Uebergang über ben Dniepr-Bug- Kanal unb nahmen die Orte Bereza, KarftrffaRo- izann. Im Bereiche von Wolkowsk, wo bte hartnäckigen Kämpfe mit den feindlichen Divisionen noch immer fortbauem. machten wir 700 Gefangene unb erbeuteten 16 Maschinengewehre. Im Bereiche von Brzestowiea-Wielka gingen unsere Truvven nach breitägigm heftigen Angriffen ber Bolschewisten zum Gegenangriff über, machten 500 Gefangene unb erbeuteten 10 Maschinengewehre. Unter den Gefangenen befanden sich auch zwei litauische Artilleristen, die ben Bolschewisten von ber litcnmchen Armee zugeteilt worden waren. Auf ber ßuue Hor- tow-Grodno finden heftige Kämpfe statt, wöbet wir Porzcezs einnahmen, das von bolsck^wistischen unb litauischen Truppen gemeinsam verteidigt worden ist. Wir machten 1300 Gefangene, erbeuteten viele Maschinengewehre unb Eisenbahnmaterial. Im Bericht vom 26. September heißt es: Nach schweren Kämpfen nahmen wir Grodno, machten zahlreiche Gefangene unb erbeuteten viel 'Kriegsmaterial. Nörblich des Njemen verfolgen unsere Truppen bte zerstreuten Abteilungen des Feindes. Im Abschnitte Rosanh-Wolkowtisk wurde feftetftetTt, daß sich die Bolschewisten allmählich über die Flnß- Ivme des Szcara zurückziehen. Nördlich Rownv zerstreuten wir in einem energischen Ausfälle die 19. Sowietinfantenebrigade, die die Aufgabe hatte, uns Kus Rowno zu verdrängen. Oestlich des Zorurz, erweitern bte ukrainischen Armeen ihre Gruppierungen. ländischen Rohstoffen bemerkbar gemackst, ba die auÄänbisck)en Erze während ber M.perrung tm Kriege ausblieben unb auch heute nur mit sehr hoher Valutazulmhe zu erhalten sind. # Das einzige Erz, das für die Älummiumgewm- mmg bisher praktisch in Betracht kommt, nt ber Daurit, der seinen Namen nach der südsranzon- l'djem Stadt Beau führt, von wo er seinerzeit zuerst beschrieben wurde. In Deutschland ist tem Vorkommen allmählich aus vecschiednen mittete unb westdeutschen Gebieten bekannt geworden. Sein Haupwerbre.tungsgebiet liegt vor den Toren Frankfurts, in ber darmstädtischen Provinz O b er- Hessen, auf ber Westebdachung des Vogels- b.'rges. Chemisch gesprochen ist ber Banxtt M der Hauptfack-e ein Douerdehydrat, das durch Eiwn- oxidhpdrat verunreinigt ist. Daneben spickt tn feiner Zusammensetzung die Kieselsäure und ras Titanoxyd eine mehr ober mimer große Rotte. Die Bauxitlager erreichen im allgemeinen Mach- tigknten von 1—8 Metern. Lokal können fte so- igar bis zu 15 Meter ansch.vellon. Der Bergtern aus Bauxit geht meist im Tagebmi vor sich. Tie Hauptschvterigkeit ber Gewinnung liegt m der möglichst rcinlick-en Scheidung von Knollen unb Ton. Ter .^berhes.ische Bauxit hatte lange Zeit mit einem Vorurteil zu kämpien, und auch heute ist das Misstrauen mancher Kreise durckMis noch nickst ganz g schwunden. Immerhin sind bte Verhältnisse doch im unb nach dem Kriege n^sentuch besser geworden, weil man wegen ber Unterbindung b-r ausländisck^n Zufuhr notgedrungen meyr aus i«t.‘ j:tiä.ib JJ?en Erz e erven zurückg^eisim mußte. Tantals fanden auch im Auftrage einer Reichs- behörde umsangreickse Schürsu>igen auf Bauxit in ganz Oberl-essen statt, die eine erheolich weitere Ausdehnung der vorlxuidenen Lager erwie.en, a.s man vorher anzunehmen geneigt nxtr. Noch heute werden dauernd neue Bauxitlager erschlossen. Die Produktion der Gruben ist in den letzten Jahren in steter Steigerung begriffen. Auch die Zahl der Betriebe fort sich nach dem SVriegc wesentlich vermehrt, so daß der Bergbau aus Bauxit schon heute als ein nicht yu unterschätzender wirtschaftlicher Faktor für das oberhessische.. Gebiet ins Gewickst fallt." ♦* Liter ar i s che Gefells chaf t. Wie aus dem Anzeigenteil zu ersehen ist, beginnt die Literarisch: Gesellschaft am Sonntag, dem 3. Oktober, ihr Wrnterprvgramm 1920/21, zu dem sie ihre Mitglieder und die Gießener Literatur freunde herzlich einladet. Trotz der allseitigen Steigerruig ber Unkosten ist bis jetzt von einer weiteren Erhöhung ber Eintrittspreise abgesehen worden, in der sicheren Zuversicht, daß alle hiesigen Literatur ltebenden Kreise regelmäßig die Abende besuchen. Nur ein regelmäßiger Besuch der mit besonderer Sorgfalt und Reichhaltigkeit aufgestellten Vortragsabende ermöglicht, ganz abgesehen davon, daß er allein nur einen klaren Ueberblick über die Persönlichkeiten unb Werke unserer zeitgenössischen Dichter unb Autoren geben kann, baß die Eintritts- gebühv:n tm Verhältnis zu sonstigen Veranstaltungen zu mäßigen Preisen gehasten werben können, um diese gmußveichen literarischen Vorträge wet- teten Kreisen zugänglich zu machen. An Autoren sind für tat Winter 1920/21 von ber Leitung der Gesellschaft gettwnnat worden: Armin T. Wagner, Ernst Zahn, Walter Hasenclever, JrchannaHambsch, Münchhausen: an Rezitatoren: Pros. Ludwig Wüllner, ein Marchmabend (Frau Mönkeberg, Lektorin für Vortragskunst an ber Universität Hamburg). Es ist nur ^u wünschen, daß, das Programm, soweit es bis letzt ausgestellt ist unb das mich in künstlerischer Hinsicht allen Ansorberungen Otenüge leisten wird, zahlreiche neue Mitglieder unb Freunde der emsig tätigen Gesellschaft zuführen möge und damit es ihr vergönnt bleiben wird, ihre vornehmste Ausgabe, die Freude am Kunslleben in Gießen trotz ber äußeren Erschwernisse bieder Zeit wachzuhalten, nach ihrem Teil durchsühren zu können. (Siehe Anzeige.) ** Meisterprüfung. Tie Jung meister und -Meisterinnen, bte in diesem Sommer ihre Meisterprüfung abgelegt haben, fanden sich am Sonntag im „Großcherzog" mit ihren Angehörigen unb ben Prufungsmeistern zu einer gemütlichen Feier zusammen. Ter Vorsitzende der Prüfungskommission für Oberhessen, Gewerbeschuldirektor Tipl.-Jng. Bünnings, gab nach einer Begrüßung das Gesamtresultat ber Prüfungen bekannt, dankte ben Prüfungsmeistern für ihve Mitarbeit unb beglückwünschte bte Jungmeister zur bestandenen Prüntng. Geheimerat Tr. U sing er sprach seine Freude über bte Ergebnisse au3, betonte die Bedeutung dieser Prüfungen für das Handwerk und überreichte im Namen der Gesellschaft zur Förderung des oberhessischen Handwerks an 24 Prüflinge, die ihre Prüfung hervorvagend bestanden hatten, die von dieser Gesellschaft gestifteten Bücher. Handwerkskammershndikus Schatt- l e r übermittelte die Glückwünsche der Handwerkskammer zu Tarmstadt und wies auf die Wichtigkeit des organisatorischen Zusammenschlusses im Handwerk hin. Im Namen ber Jungmeister bankte Schneidermeister Balser für die Glückwünsche unb die Mühewaltung ber Prüfungsmeister. Tr. Krausmüller legte bte Bestrebungen ber Gesellschaft zur Förderung des Oberhessischen Handwerks bar und forderte bte Jung meister auf, sich ben bestehenden gewerblichen Organisationen an- Mschlteßen, rnbem er im besonderen bte Zwecke bes neugegrünbeten Handwerkerbundes flar legte. Tie harmonisch verlaufene Veranstaltung machte auf die Beteiligten, insbesondere auf die jungen Meister unb Meisterinnen, einen nachhaltigen Eindruck. Aur Stadt und Land. Gießen, ben 28. Sept. 1920. Zux. Herr Stuber, Gott geb Euch seinen -Legen Unzählbar in Schnupftuck)s Hagelregen! Ten Proftt kann ich Euch wohl gönnen: Wenn man Goethes Jahrmarktsfest zu Plnn- dersweilern liest, bem diese Äerse entnommen sind, und dabei an einen neuzeitlichen ^uxplatz denkt, wie ihn etwa eine Stadt wie Gietzen zu bieten vermag, muß man sich doch mit Wagnerscher Erkenntnis freuen: „rote roirs dann so herrlich weit gebracht". Wie hätte wohl erst Goeil)e, der seine Jahrmarktsbesilcher mit ben albernen Tragödien eines Puppentheaters unb ber schwächlichen Vorahnung bes allgewaltigm Filmes, dem Schattenspiel unterhalten ließ, begeistert bte Lc- beiisbereicherung einer Achterbahn gepriesen. Sicher hätte auch er den symbolijck)en Wert einer solchen Erfindung ersaßt und diesen Wert anoers formuliert, als es etwa Wedekind tut, nnnin er seinen Marguis von Keith mit den bina. en Worten schließen laßt: „Tas Leben ift eine Rutschbahn". Tiefer Ausspruch dürfte wohl dem Leben nicht ganz gerecht werden. So einfach als Rutschbahn stellt sich das Leben nun doch nicht bar. Wenn auch im allgemeinen bte schiefe Ebene unb bte Gravitation ausschlaggebenb zu sein pflegen, so gibt es im Leben boch ab und zu wieder einmal einen Ruck und es geht ein Stückchen aufwärts. Genau so wie man dies an der neuesten Juxplatz- attraftion höchst anschaulich vor geführt sieht. Unb o darf man wohl mit Recht annehmen, daß ein charfsinniger Mann rote Goethe in Kenntnis un- ercr genialen Errungenschaft den Wedekindschen Satz vertiefter so formuliert hätte: „Tas Leben ist eine Achterbahn". Ja man könnte einen solchen Satz nicht nur auf ben Lebenslauf eines einzelnen Menschen, sondern auch auf ganze Völker. wie zum Beispiel das deutsche Volk, anwenden. Wer also eine Einrichtung wie die Achterbahn lediglich als ein „Bergnügungsetablissement" ansähe, hätte wohl ihre tiefere Bedeutung und ihven hohen Wert für Volksbildung durch Anschauungsunterricht verkannt. Wir nehmen zugunsten einer aufgeklärten Zeit an, daß es nur wenig Menschm gibt, denen diese eminent ethische Wirmng verschlossen blieb, denn sonst wäre ber Andrang nicht so erfreulich ^graß gewesen. Es ist auch ein schönes Zeichen, daß man sich heutzutage eine ÜLbenserkenntnis gerne etwas kosten läßt, denn im Grunde genommen ist sie, mit 2 Mk. an Wochentagen und. Mk. an Sonntagen recht preiswert. Höchst bedauerlich ist es daher, daß ein solches Volksbilbungsuntemrhmen nicht länger am Platze blieb, und es erhebt sich die ernstliche Frage, ob man nicht durch eine Petition an die ^t-abte veiordnetenversammlung eine baldige Wiederkehr ber Achterbahn offiziell an regen lassen soll. Wir haben bisher nur bte ethische Seite des Unternehinens berührt. Sein hoh:r Wert bekundet sich aber auch in der Uneigennützigkeit mit der Hunderten von Zuschauern unb zumal den bevorzugten Anwohnern des Oswaldsgartens ein Herz und Ohren erfreuenbed Schauspiel, dessen sittliche Wirkung wir bereits bar getan, "kostenlos verabfolgt wurde. Nicht zuletzt ist die wirtschaftliche Seite zu begrüßen. Wenn Man bedenkt, daß Leute, die eltsamerweise am Kopfrvckmen Freude haben, für das Unternehmen eine Tageseinnahme von 20 bis 45 000 Mk. errechneten, so muß man sch im stärkste gepflegt werden müsse, denn eines Tages müßten die unerträglichen Zustände im Osten, die der Versailler Vertrag geschaffen ,KU einer Aenderung führen. Oberbürgermeister Kunze verlangte, daß das Reich die volle EntschLdiaung aller s^ichS- deutschen übernehme, die durch das polnische Liquidationsgesetz und die anderen Vergewaltigungsmaßnahmen ihr Vermögen tadelte das Zurschaustellen des Reichtums der Kriegsgewinnler. In dem Konflikt zwi- fefcn Kapital und Arbeit müsse die Regierung eine wachsame Neutralität beobachten und, wenn erforderlich, beruhigend wirken. Giolitti betonte, daß er den Industriellen abgeraten habe, die Aussperrung zu erklären, andernfalls fännten sie auf keine Unterstützung durch die Staatsgewalt rechnen. Rom, 27. Sept. (W-olft) Im Senat erklärte Giolitti ferner, zur Verhinderung ter Besatzung hätte man alle verfügbaren Kräfte au, mehr als 600 Werke verteilen müssen: zu deren gew.ll'samer Räumung träte ein Kampf mit ernsten Folgen nö ii gewesen, während doch ber allgemeine ©erocrWf snrband versichert habe, daß bte Bewegung nicht politischer, smidern ivirischaftlicher Natur sei. Die 58erg-'ben Einz lncr seien bei den Gerichtsbehörden zur Anzeige gebracht worden. Tie Regiermw hrbe q:glaubt, im gegebenen Augenblick indcn Streik eingreifen zu sollen: betaute hin sei die Vereinbarung getroffen Worten. Es sei l>eabsich!igt, ben Gang ber Industrien in ter Weise umzubilden, daß bte Arteiter ton ben Verhältnissen in den Fabriken Kenntnis eT/fyiettm. Dann könnten sie sich über die Billicikit oter Unbilligkeit ihrer Fütterungen Rechenschaft oblegen. Das von ihm infolge ber Vereinbarung erlaßene Dekret sckxifte fein Präjudiz. Em paritätischer Ausschuß solle Vorschläge zur 9lbßissung, eines Gesetz- enlwurses unterbreiten .Der Arbeiter solle zu einem Verbündeten, nicht zu einem Gegner der Industriellen gemach' werten. Gwlitli betonte, test ber Grundsatz ter Ueterwachuna ichm am 3. März 1919 von den Vertretern ter Arbeitgeber zugeltarchen wurde und daß im Dezember 1919 die Kammer eine Tagesordnung emer Kontrolle deS Beteiebs angenommen, habe. , Täglich würden 9e*riete geräumt und dir Arbeit werde teil wieder ihren gewöhnlichen Gang geben Der Miuiiterpräsitent faM, die Zukunft des Landes hänge tor allem dckvvn ab, wie bte große soziale Frage gelöst werde. n ^Eptember | ■ J'^rmaHufkar st ^"h°bu ff^ngtgeh yotur Don z kn1?3uf* IMH ber Fil «»ha ber% hl**»" erteilt per wurde I CT am 22. ?J °°n ®le I Wn, den 2< ?arto >‘ilen^ettUn9 ^2. ^l'niken Xnn9k^bo 31 V»u Au- dem NeicyG. Eine ReichStagun« ostmärkischer Flüchtlinge. Berlin, 27. Sept. (WB.) Im Reichstag wurde heute, wie die „Deutsche Allgemeine Ztg." meldet, die erste allgemeine Reichs- tagung ost märkischer Flüchtlinge eröffnet Geheimrat v. Tilly protestierte gegen die polnischen Gewalttätigkeiten und das Verhalten der französischen Regierung in Oberschlesien und gegen das brutale Vorgehen der Polen in Ost- und Westpreußen. Landesdirektor v. Winterfeldt schilderte die Tätigkeit des Roten Kreuzes in der Flüchtlingsfrage, das für die Frage der Siedlung eine besondere Abteilung gebildet habe. Der Vertreter des Reichsministers des Innern versicherte, daß es eine Ehrenpflicht deS Reiches und der Länder sei, für die Flüchtlinge zu sorgen. Unter stürmischem Beifall betonte Abg. Dr. H ö tz s ch , daß der feste Zusammenhalt mit der Ostmark auf das st>. Fulda, 27. Sept. Eine Anzahl wirte in Eick-nirieb gibt au wirtschaftlich schwache Beta, 3» unjer Hand J»«! 17. Septem li'te'rma Ober! ®i«ben. 3r Dei in 7 ijlrina Trnst Nentmati fb. Vom Westerwald. 27. Sept. Von den Stationen ber Weslrnraldbahn werden gegenwärtig p osx Mcngrn Obst versandt, die von fremden Händlem aus Norbn^stteutschland ausgekauft Hub. Die Preise für da..; Obst sind außerorbentlich hock:. Die Waggons gehen an eine bestimmte deutsch« kleine Station an ber holländischen AuS Fachkreisen wird ber „Fvankf. Ztg." ge«° eben: „Im Laufe deS Äri.-ges, unb vielfach sbaatticter Seite ermutigt, ift in Deutsckckaud Reihe ausgedehnter Fabrikanlagen ins Leben eten, die sich bte Gewinnung deS Alumi - t m S aus Erzen zur Aufgabe machen. Wie der Kriminal-Abtcllung melden. -L Das Wal zen der Kreisstratzc Großen-Linden—Klein-Linden, tos dieser Tag? beendet wurde, hat die Summe von rund 90 0^0 Mark gekostet. ** Die Gedächtnisrede Wilhelm B o u s s e t s, die am 9. Mai 1920 ton Professor 1). Hermann Gun ke l in unserer Landes--Univer- ität gehalten wurde, ist nunmehr im Bcrlag? von I. C. B. Mohr (Paul Siabock) in Tübingen erschienen: der Preis beträgt 2 Mk. nebst dem üblichen Teuerungszusch az. ** Preußisch - Süddeutsche Klas ’cnlot te rtc Tie Lose zur 4. Klasse müssen unter Vorlegung des Vorklassenloses bis jiim 1. Oktober, atente 6 Uhr, einaelöst werden. TieErsatzlose müssen gegen Rückgabe der Gewinn ose bi3 zu diesem Zeitpunkt in Empfang genommen werden. ** Ter Kaufmann. Verein, Ortsgewerbeverein, veranstaltet am 30. September, 8 Uhr, in der neuen "Aula einen Licht- bilder-Dortvag über „Tas alte Rothe..burg". ** Der Evang. Arbeiterverein hiel. am Samstag Atend im Gewerbehaus eine gut bei uchte Mitgliederversammlung ab. Nach dem Bericht des Vorsitzenden, (Exfrctar Kirchner, hat sich ber Verein auch im letzten Halbjahr außevorbentlich günstig entwickelt, die Mi:g'.ieberz r um in Brooklyn zum Andenken an feine irn I Jahre 1866 verstorbene Mutter gemacht. Kreis Friedberg. □ ftriebberg,26. Sept. Auf Veranlassuiiil | ber ,Bereinigung alter Burschenschaften von Fried- I berg und Umgebung" fand gestern abend im I sinosaale eine größere Burschenschafter- M feier statt, welche einen in jeder Beziehung V<-- | friedigenden Verlauf nahm. Der Saal war fcn-- ■ lich mit ben Wappen der betreffenben fBetbinbumteii I geschmückt: außer zahlreickxn alten Herren batten I sich auch Vertreter ber benachbarten Unitierfitätai I Gießen, Marburg unb Frankfurt und ber Tech- I nischm Hochschule in Darmstadt etngefunben; die I Leitung lag in den Händen des Herrn Direktor I v. Stadler. Professor Wcner sprach auf das deutsche | Vaterland, der „Deutschen Burschenschaft" galtat I bte Worte des Schriftleiters der „Neuen TageS- ■ Leitung", Eugen Schmahl. Es war ben flnroejcii* I een Gelegenheit geboten, den Treu schwur beul I Vaterland 'zu erneuern, ber ja in guter ob fäjlim* 1 mer Zeit, von jeher ein Hauptprogrammpunkt ba I deutschen Burschensck>after gewesen ist. □ Friedberg, 26. Sept. Ein alter, feil I langen Jahren ganz in Vergessenheit geratend ■ Brauch feierte heute wieder seine Auferstehung, bis Bewohner der „Vorstadt zum Garten" ließen tS sich nicht nehmen, wieder einmal ihre „Kerte | zu feiern. Der Stadtteil, der in früheren Jahk" Hunderten zur Burg Friedberg gehörte, war ai# diesem Anlasse festlich geschmückt, ein stolzer Kerte» bäum war ausgestellt und es fehlte natürlich E' nicht an ber unvermeidlichen Tanzmusik, Zwetscha hieben und sonstigen leiblichen unb geistigen O nüssen. Starkenburg und Rheinhessen. rm. Heppenheim a.d. B., 26. Stti Die durch den Kreisausschuß eingesetzte V’1 i bensmittelkommission veröffentlicht eine eir gehende Bekanntmachung, in welcher untre I Berechnung der Getreideerfassung, der Meh!" - Verteilung und der Bäckerkosten ufro. bi« i Preise für den Verkauf des Brotes, wie b« Mehles usw., bis zu 20 Proz. herabgesek! TJ £ öehördlichr Anzeige». [10296c ■X SM M Oberförsterei Schiffenberg: Trautwein. Berlin, 28. Sept. Nach dem „Berl. Tagebl." verhängte das Dortmunder Vuchergericht eine ganz empfindliche Strafe wegen verbotenen Großhandels und wegen Steuerhinterziehung aus. Der Staatsanwalt beantragte gegen ein Ehepaar je 10000 Mk. Geldstrafe und drei D^onate Ge- Fifchverfteigerung. Donnerstag, 30. I. SOL, nachmittag 1% Uhr ®«rben aus dem in nächster Nähe der Haltestelle -ch-lfenberg gelegenen Schafweiher Karpfen, Forelle« vid Schleie in Kleineren Posten gegen Barzahlung c*rfteigtrt. Diehen, den 27. September 1920. ürttii»*11« s LK, Kartoffelliefernng. Die Lieferung des Winterbedarfs für die unter- Snchneten Kliniken mit zirka 1200 Zentner guten faltbaren ausgelesenen Speisellertoffeln ist zu vergeben Angebote mit Muster und Preis an die Wöoltunq bis zum 2. Oktober vormittaq» 11 Uhr rbeten. "Dte Lieferung kann auch geteilt vergeben ^rden Iuschlagsfrist 2 Tage. 10315c khtrurgifchc- u. Lchren Kliniken Gießen. 1 .**r, Wn 1 Utift E ! w nn* Oih.i T**bau3 ein? -1 ÄM V auch im [n, l9 rnnvickrli . Wynontmen. J Millchv u ^lzen dunqsarb^ MdAMk inj ^'Dredmj J fflntmj un5 d Bekanntmachung. Mil Genehmigung des Aufsichtsrates wird mit «rrkung vom 1. Januar 1921 der Zinsfuh für Spareinlagen auf 3'/, «/„ festgesetzt. Biehen, SrtübSg, b,n ”■ S«**”6" 192°- 10312D Der Vorstand der Der Vorstand der «^irkrsparkasse Biehen Dezirkssparkas^e Grünberg e stltetj».. t von heute ab lun!u(u5-Inl 1 bei [einerlei! J ist. Dieser M le, die msch^zq spielt auch bidä nternationrl Hi ist für Soros Es bmdelt fi$ t ste Sräftejinbi-il ntldtt im Ami: n den 1. fßttii Ri verstorbenen & raten hat. lhrn. , liniere ^eldb ! KriegZbeM mes hrem Ende augtgrl tb di? Zuteilung s statt. Ns Er?ckr -denheit nur bei ri ihrendbeidenMbl en. Immerhin ifi-.l Zuteilung der Sd Tagen erfolgen -1 mhigt wirb. 16. pt. Eine As. । wvMiig« 8»| tbe h. F. ©um [halten an feine' utter gemacht. £%uf Streite", zenschaflen von irt Astern abend ir urschenscha'' i ieberjkitelr.nl-- Ter Saal mt .fienben Berbinbi i allen Sen,enJtf Harten WM nffurt und derj stad, emgefuiM/ ! r der ,,W *9 Zz war tat en TreulWrJ a in guter E ^MnarranMt eweien ist. Sept. Ei" altfTK $0^ '< 1 der rw L'A^.' Wi me f L ; j&te* bt Bekanntmachung. 3n unser Handelsregister Abt. A wurde eingetta» jtn am 17. September 1920: i) die Firma Oberhessisches Korbwarenhaus Heinrich Heh, Giehen. Inhaber ist: Kaufmann Heinrich Heh von Giehen Der Heinrich Heh Ehefrau, Elisabeth geb. Derressem in Giehen ist Prokura erteilt; 3) die Firma Ernst Rau, Giehen. Inhaber ist: Ernst Rau, Patentmalratzenfabrikant in Giehen. angegebener Geschäftszweig: Patentmatratzenfabrik u. Mödelschreinerll, cm 21 September 1920: ch die Firma Vulkanisieranstalt Giehen, Paul Schilling, Giehen Inhaber ist: Paul Schilling, Kaufmann, Giehen. Angegebener Geschäftszweig: Vertrieb und Revaratur von Auto-, Motorrad und Fahrradbe- Ttifung mit Zubehör; em 23. September 1920: d) bezüglich der Firma Fritz Egly in Giehen: Die Prokura der Fritz Egly Ehefrau ist erloschen. Dem Kaufmann Wilhelm Egly zu Giehen ist Prokura erteilt Ferner wurde in das Handelsregister Abt B ^getragen am 22. September 1920: 0 bezüglich der Firma Deutsche Patent-Leder-Werke, Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Giehen: Der Sitz ist von Giehen nach Laasphe verlegt Giehen, den 24. September 1920. 10288B £)t- s s iscvcs ?lmt3gerid>L äufrtft zahlreicher ^drtrtqung statt Es aalt übet tät Mas?tahmen bei Aufhebung bet Fl«sch''ewirt- fcfetfamg tu bersten. Dab« routix mitget-aU. dast taj qairtt bwkbr Reich m neun Flrischwirt- fdafie^eb e:t emgdeilt ilt btt sich selbst txtityrgtn Wien ixifen Iribd ntü Liessen-Nassau imb dem gmierfarte ein strlckes Winschafisgebttt. Die Be- ytWIeiid- dien sollen w Behörven ausgebaut werden Am mehreren Mctzgermriitern nnirbc and) auf Vie (ss fairen für b.id Gewerbe hinanviesen, bie mn Aushebung der Zwangswirtsdran entstehen, rontn bte Preise mffi nach fern Geschmack des Publckmns ausfallen. Die Metzger rourten im übrigen aufgeKorden, sick auch an der Verteilung ausländischen f rierfl ftck-es lebhaft zu beläigen Obermeiser Krieche Kai sei erstattete den Bericht über die Dandelsak.ieng-^-llichafr der F e scher, die sog. „Daslag". Diese vandclsgescllschast übernimmt die wm Reich in Reserve zu hallenden 30 000 Tonnen ausländ.sck^n Fleisches, in ihren Besitz aehni auch 10000 in Frankfurt a M ein gelagerte Rinderviertel über Was die Aussidrten >ft Fleischver orgung ang-h, so wurde sestrrestellt, Haft mit einer e gentlichen Notlage wohl kaum zu rechnen ist, abgesehen ivn der Berorgung mit weinefleisch, die noch lange rmtzuvrichend bleiben Verde. f»falte, lediglich zu Nvtrzen benutzt, von dem sachlichen Inhalt aber in keiner Weise Gebrauch gemacht Tas Gericht lehnte den Ablehnungs^ antrag des Berteidigers als nach bet Straspwvb° Cttnung unzulüs i« ab. hierauf wurde die Beweisaufnahme geschloffen. Der Staatsanwalt beantragte gegen 11 Angeklagte Strafen von sechs Monaten Gefängnis bis zu zwei Jahren Zuchthaus. Bei 13 Angeklagten beantragte er Frei- s-rechung. Sin VaternwrPproreb. rm. Darmstadt, 28. Sept. In der j:ute nacht um 1 Uhr zu Ende geführten Lchwurgerichtsverhandlung gegen bte beiden bed Vatermordes angeklagten Brüder Gram»- lich wurden beide von der Anklage deS Mordes freigesprochen und nur wegen Mord- versurliS verurteilt, und zwar Leonhard Grämlich zu der Qdchststrafe von 15 Jahren Zuchthaus und 10 Jahren Ehrverlust, Jo- aann Grämlich zu 7 Jahren Gefängnis. Beide nahmen die Strafe an. nun gerne1 Erde noch viel w denn die in der Erde enthaltenen Die Leitens. 016131 frernfprerbet 374. nommen gen von iger ist, a!8 Darwin ange* rgmwurm frißt große Men- laJsolierrohr, 11 mm Durebm. verbleit, in Fabr.-Längen von ca. 3 m, mit einet ongeicblofienen Muffe, direkt ab Fiolierrodrwerk lausend jede Menge heierbor. icwees Preis 6et 90000 m pro ek M. 190.— , , 60000 m , % , 185.- Destellungen nehmen entaeaen rntirtn: LehmannS-Richartz Bad Homburg v. d. H. )agdschießen am 10. und 11. Oktober auf dem Schießstand desSchü tzenverems Souvtag, 10. Oft., ab 2 Uhr nachm., Montag. 11. Dtt, ab 9 Ubr oornt bis 1 Ubr nachrn. ab 2Ve Ubr nachm. bis 6 Ubr abds. 8 Uhr: Preisverteilung. UebuuaSfchieken stnden Tonner^tan den 7. und Samstag den 9. Okt. von 2 Ubr nachm. an hau. Alle Jäger ©leben6 und Umgegend sind freunblirtrt öoäu eingelaben. j09m Nähere Auskunft, Programme u. Zulaßkarten bei Aarnrt Kilblnger, filegen, Televbon 202°.'. VORANZEIGE! Ab Sonntag den 3. Oktober nachm. 4 Ubr n. abends 8 Ubr beginnt im Hotel (Sinbore eine grobe lilemlBiiigtapl-loiiiimiz darunter sehr bekannte Größen, rote Siegfried, Trappen (T*uifcbmftr.|, Schneider (öeltmftr.l Alles nähere stehe Platatfäulen und Anzeigen. Wurms für bte Vernichtung und Erhaltung der Bodensruäitbarkeit besitzt. Aber seine zahlenmäßig belegten Angaben, die er in einer 1881 erschienenen Abhandimtg machte, wurden vielsacit angezwcifrlt und nichl genügend gewürdigt. Erst in neuester Zed haben Untersuchungeit, über die im Ptometh-us berichtet wird, die Anncht des gro[;ot Naturforschers bestätigt und gezeigt, daß die Rolle des Regenwurms für die Pcodultwnskrasl der dorren zu vermetben. _ Nun noch einiges zur Sortenwahl. Je nach Jhima, Lage und Bodengütt ioitne nach der Absatzmögltchkeit ober den bäuslidxit Verwermngs- -wecktn in die Art der anziroslanzenden Ldstarren und ötncrbelb dieser Arten diejenige der einzelnen Sorten zu treffen. Im allgemeinen sollte man sich an die von dcn Landwirtichaftskammern cmpfoblc* ben Anbausortimente Ixrften. Diese ixwnigrrt schon in sich eine Auswahl von säst überall an bau- würdigen Obitb-hnn n besonders unter Berückfich- tigung des Erwerb obstl»Mtts und des günstigen Obstabsatzos. 3*n »wciseldaften Fällen hole man vor Anpflanzung grätzercr Anlagen den Rat erfahrener Fachleute ein. . r- Ter düngende Regenwurm. Dar- - bat bereits auf die groste Bedeuttmg hin- 'icbcn, die die Tätigkeit des verochielen Reg:n- Reüe organischer Bestandteile hüben einen Teil seiner Nahrung, und ferne Ansüheidungen gewähren toteber einen an Pflau zermöhrstvf ien reichen Dünger, der der FruchV»arkeit des von ihnen bewohnten Bodens zugutt kommt. Die Dicnge dieses von den Regenwürmern erzeugten Düngers ist nun bebcuteno grdycr, als man auf den ersten Blick amrehmen mächt'. Nach Darwm werden in manchen Gegenden Englands auf jedem öettar 2500 kg Erde jährlich von Reaenwürmern gefressen und wieder ausgeschieden. Neuere Untersuchungen des fruchtbaren Ackerlandes im Tale des Weiizen Nile ballen aber ergeben, dast die an der Oberfläche des Bodens feststellbaren Entleerungen der Regenwürmer pro Jahr und Sxftar allein ein Gewichi von 5500 kg besitzen, wenn, wie es auf beut untersuchten Boden der Fall war, auf ein Quadratmeter Boden fläche mehr als 100 Regenwürmer kommen Die Zahl 100 für 1 qm ist aber durchaus nicht sehr Hom, wie sich jeder überzeugen kann, der im Garten bei nicht zu troefenem Setter den Boden nur 25 cm tief umgräbt und zerkleinert. Die Zahl der Regenwürmer, die er bann findet, wird ihn in Erstaunen setzen. Legen die Regen- Würmer nun bereits an der Oberfläche jährlich 5500 kg Dünger auf 1 ha ab, so muß die im Innern des Bodens abgelegte Menge, bte sich bei Beobachtung entzieht, natürlich noch viel größer sein. Man bars daher annehmen, daß in einem an Würmern reichet Boden nur wenige Jahre not wendig sind, damit das ganze, für bas Pflanzen Wachstum in Betracht kommende Erdreich durch ben Berdauungskanal der Würmer durchpassiert. Die Regenwürmer fördern zudem durch ihre bat Boden durchziehenden, rohrenförmisten Gänge bte äußerst wichtige Lüftung des Erdretchs, und daher kommt der Schaden, den sie durch Änfvessen ber Keimpslanzcn gelegentlich anridjten, dem durch sie bmrorgerufenen Nutzen gegenüber gar nicht in Bettacht. Ter Regenwurm ist desl-alb infolge seiner düngenden Tätigkeit ein äußerst segensreicher Bewohner des Ackerbodens. Drabtanstbeitt: Leri.__________ Ul* hl » Mt? gevUawütee IrUtiMbBöfl Ä” In liutttni cWrrt! a. p-el* SsysmHtteiü-Lltsgtwttbtserm Vortrag am30.September,8Nhr,in der neuen Aula Dos alte WWW (mit Lichtbildern) von Herrn vr. W. W a l d s ch m i d t, Wiesbadni. Nichlmitglieder 2 M. Schüler 1 M. tüchtw angießt und bk Baumscheibe mit Torfmull ober Dünger feucht hält. Sind bte Stämme nach dem Vflanzen starken aus trocknen den 'Stuben ausgesetzt, ^jo ist ein Ihn» wickeln mit feuckttm MooS ober isä)en 2ra- mati!lT4. Wieder wird — rote so oft — ba5 Ehapvoblem aufgevollt und die Frau als der Dämon und die Anstifterin zum Unglück im gemein- samcn Schicksal zweier Menfclxn gegmübec dem wTrtvolleren Manne gezeick,nct Ta* sich diesmal im Rahmen eines C^ese-Ischa ts^tückes ab, das einen geistvollen Dialog und überraftbenbe Wendungen des dramatischen ft\iotrnd auswnst. Dem Publikum sagte auch oiefer „Ieid4(Tt"€tnno- berg zu, wie der, zumal ben Lxnlptdarsteller.i SBaltr Fried und Leontine Sagen yltenbe, Beifall zngte. — Die „Antigone" des Sophokles gab man im Schauspi lhaus unter Berzicku aut dekorative Ausschmückung. Die freifdxtnerüe Sptcl- leitung des £>erm Weichert stellte das gesprochene Wort in den Dienst einer kulthasten pnester- mästigen Theaterkunst, indem sie es durch bte Darsteller mit antikem Pathos erfüllen und im Zeitmast dehnen liest. Der Berfuch ist int Ganzen gut gelungen, zumal die — meisterhaft auf den stilt- fierten llnisoneklang geschu ten — Chöre wirkten gewaltig und erhebend. Bet ben Einzelleistuitgen ragte Gerda Müllers Antigone hervor. Die lieber* ftjung von Sttn! Bollmöller, bte zum ersten Male zu Grunde gelegt war, ist im spvachkichen Ausdruck stellenweise recht nüchtern. Ein« antarktische Expedition. London, 28. Sept. (WTB.) Havas Am Montag hat eine antarktische Expedit ton London verlassen. Sie besteht aus fünf Mitgliedern und wird von Tope geführt, der bereits an der Expedition Shackletons teil genommen hatte. Die Tauer der Expedition soll fitbat 3abte betragen. Es soll als Endziel versucht werden, den Südpol auf.dem Luftwege zu erreichen. • X Danau, 17. Sept. Unter der nm-n Leitung des Direktor- Jvihwmes Poetsch hat das Danauer Stadttheater gestern abow bet völlig ausverbruftem Dause die Dinttrspttl-eit eröffnet. Gegeben wurde Grillparzers Trauerspiel „Me bea". Opernsänger Robert vom Schridt vom Frankfurter Opern Hause bot den Prolog aus „ö> fazzo" neit gvostem Erfolg. Landwirtschaft. Einige Winke über den Obstbau. Ter Obstbau ist einer der hohen Gewinn bringenden Zweicx der Landwirtschaft und des Gartenbaues. ©eine Wichtigkeit für die oeimische Volks- ernährung wurde besonders während des Krieges anerkannt und führte zu meßen NeuanrLlanzungrn von Ob schäumen Sirre lleberprodnck.ion ist jedoch in absehbarer Zeit nicht tu erwarten, da in allen Ländern eine sehr starke Nachfrage nach Obst vorhanden ist. Es kann daher allen hier in /Frage kommenden Stellen nur dringend angeraten werden, auch weiterhin Obftbäumc zu pflanzen, um sich hierdurch eine neue und gute Gnnabmeguelle zu verschaffen. Tie Güte deS P fl a n »en m a t er i a l s spielt hierbei die gröhte Rolle. Man lasse sich nicht verleiten, einen Baum zu pflanzen, weil er mel- leicht etwas billiOer ist rote ein anderer, sondern man wähle zur Pflanzung nur junge, kräftige und regelrecht ge^ogeir Stämme. Seine Bäume beziehe man nur von anerkannt guten Baumschulen, tne kräftige und gesunde Baume heranztehen — der Dcranzucht die notige Sorgfalt widmen und gerade Stämme mit guten Krönen liefern. TiebestePflanzzeitiftder Derbst ;doch erzielt man auch in unserer Ge>ttnd mit Fr ühiahrs- pslanzung gute Resultate; allein bei Pfirsichen ist bte Frühjahrh-zeit vorzuziehen Je nach Art des Obstes ist die Ent- fermDig, in welcher bte Stamme gesetzt iverden sollen, verschieden. Im allgemettten können Kern- obsthochstämme auf 9—12 Meter Entfernung ge- wlanzt werden. Bei Steinobst genügen 6—8 Dieter. Für Buschobst und Pyramiden nehme man 4 bis v Meter Gemischte Pflanzungen, d. h. solche twn Hochstämmen und Buschobst. ober Pyramiden ober Steermobft dazwischen, sollten bei guten Bo den Verhältnissen wegen ihrer früheren Aus- nutztrngssähigleit angelegt werden. Die Pflanzung der Obstbäume must mit der nötigen Sorgfalt geschehen. Für jeden Stamm ist ein besonderes Pflanzloch auZznhebcn. Wenn möglich, so soll dieses Ausheben der Erde einige Wochen vor bem Pflanzen der Bäume stattfinden. Tann mischt man vorteilhaft die Erde mit etwas gut verrottetem Dünger und verbessert dieselbe, wenn nötig, durch andere Bodenart, z. D. bei schwerem Lehm durch Sand und Torfmull, — bei leichtem Sand mit etwas Lehmboden, Kalkboden und Torfmull. Die Wurzelenden sollen vor dem Pflanzen mit einem Messer glatt geschnitten werden. Man hüte sich jedoch vor zu starkem Rückschnitt, peinlich schone man die dünnen Faserwurzeln. Bei ben stärkeren Wurzeln schneide man zur Erzielung einer möglichst kleinen Wunde senkrecht zur Achse. Die Triebe der Baumkrone sollen nur wenig zurück- geschnitten iverden. Beim Pflanzen des so vorbereiteten Stamme- ist nun vor allem darauf zu achten, dast er nicht zu tief steht, — wenn sich später der Boden.gesetzt bat; der Wurzelhals soll 10—15 Zentimeter über dem Erdreich außerhalb des Baumloches stehen, was man durch Anbalten an eine über die Grube belegte Stange leicht erkennen kann. Der Baum wird so «halten, dast die Wurzeln sich rundherum aleichmützig gut auSbmlen können und dann werden mit lockerer feiner Erde die Wurzeln gut bedeckt. Diese Erde mischt man neuer bin gs gern reichlich feuchten Torfmull bei und schlemmt mit Wasser gut an. Der Baumpfahl, der bereits vorher ringet rieben worden ist, unb mit ben übrigen aus gerichtet wurde, soll mit bem Baumstamm vorläufig nur locker nerbemben werden, damit der Baum sich ungehindert durch das Baumband mit dem Erd- peich setzen kann. Die Baumscheibe bedeckt matt mit Dünger ober Torfmull, um im Winter Beschädigungen der Wurzln durch Frost zu vermeiden unb ihnen bic Feuchtigkeit länger zu erhalten. Zeit ftch verrinzelt im Frühjahr, daß em Baum nicht wie der andere austreibt, so kann man ihn meist noch dazu bringen, wenn man ihn l-eraus nimmt, 1—2 Tage in Wasser stellt, die Wurzeln frisch ausschneidet, nach bem Wiedereinpflanzen Lllbmsfm auf WttakütH sm AMtlttin zu Lich. Das Umbetfren (Schieferbekleiduna) einer Seite des Stadtturms soll im Wege des schriftlichen Angebots vergeben werden. Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen von Mittwoch den 29. September bis Montag den 4. Oktober 1920, mittags 12 Uhr, auf hiesiger Bürgermeisterei zur Einsicht offen und sind Angebote, verschlossen mit entsprechender Aufschrift, während der Offenlegungsftist hier einzu- reichen. Oeffnung der Angebote sinket am 4 Oktober 1920, mittags 12 Uhr, statt. Angebotsformu- lare sind zum Selbstkostenpreis bei uns erhältlich. Hessische Bürgermeisterei Lich. Fuhr. 10318V Literarische Gesellschaft Sonntag den 3. Oktober 1920 nachm. 5 Uhr in der neuen Aula der Universität: Armin T. Wegner aus Wernigerode 102840 „Musik der Zeit“ (eigene Dichtungen) Kiatrittikertea zu M. 5.—. M. 4 —, M. 8.— (sämtlich numeriert) im Vorverkauf in d. Mueikalienhandl. E. Challier und an der Abendka*ea. Studenton- karten aer im Vorverkauf beim Hausverwalter der Universität gegen Voraeigen der Auaweiskarte au M. 2.—. Die Mitglieder der UL Geeellechaft und des Bundes z Pflege von Musik u. Literatur erhalten im Vorverkauf die tibi. PreiserwiÄfilrung. Ttrnite GKlwirii m Gie°tn i. Irii. Wir laden unsere Mitglieder zu der am SV. d«. Mts. im PolttcKer bei Kollege ©aCtia* ftattfin« denden Versammlung ergebend ein. Laae-ordnung: «artoffelbelieferung. Verschiedene». ES wird gebeten recht zahlreich -« erscheinen. 10802 Der Borstaad. 1{afla»yahf verbleit, mit Muffe, 11, 16 mm JpütllVtt VI. 150, 3JS0, 4JX) p.tn ir.nL T enTB*"a,.oU M Bei Grohabnahme billteer. Sonltine Materialien nab Sißklampen aus Slnfroae. ,ewid liüwüter j b.. EMmiilmin, Muhnul NMr.K Frische Fische! Mittwoch und Donnerstag früh 8 Uhr eimreffenb: Prima Schellfische und Cabliau, frische Sischkoteletts. Heringe feinste grode Vollberinge, St. M. L— Zäfilid) irisch einrreffend: Ranchfchellfische unb Bücklinge, echte Bauern^chanbkaie feinst, vollsetter 45e/0 Hollander Stäle Pa. Tafelreis 550ti.6*° ff. Tafelsenf KaHee'^„Ä 32.00 Gebrüder Berdux, JÄÜTS 10311 F. Oflnberotb, Gg. 3nug IV. Verlobte Heuchelheim, 28. September 1920 Der Vorstand. 0610 LMdslimbilsiij -ks flinfnniMrciüd Wttztibtr» II. am $0. Kmi 1920. 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HlHii'*1“ l d »' U" di- bis Ä d« i«b' Otzllilgstru-I wi^J Myen W nach zE üeinpfch m , tut in dm ju I Zaldgelänbe t l Oung eines | -ahmt wurde, hn auf minde lieben, deren Ilmflt wird: el Msttslautern Imlage, deren | fordert wird | gen Schätzung | -Seite Anlac Wir suchen für einen Teil von Heffen einen tüchtigen Auhen beamten unter günstigen Bedingungen Herren, die bereits mit guten Erfolgen in unserem Jach tätig gewesen sind, wollen Bewerbungen direkt an uns richten. (10307ss eemnoet eetWSmrMkNWr-MkMM auf SkMseWMt (Ulte tetoeer) CtiMte Dienstag, 28. September 1920 Zweites Blatt Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Gverheffen) llr. 228 Wen etc. lohnend. ba5 Beobachtungsgebiet bleibt intixrränbert. ist Aus dem Amtsverkiindiqungsblatt. Fortsetzung 41- Machdruck verboten.) die Der SchlichtungSausschutz der Provinz Oberheste«. Sitzung vom 22. September. Blinder Hah. Roman von Alfred Sassen. ** Tas Amtsverkündigungsblatt Nr. 139 vom 27. September enthält: Preise für Arzneimittel. — Bezüge der Vertrauensmänner tungsgebiet bleibt unverändert: 3. in Villin- gen. Es wird gebildet: a) em Sperrbezirk, bestehend aus der Gemarkimg Villingen, b) Aufwendungen rmrklich für den Zweck der Friedensbesetzung, wie sie der Vertrag von Versailles vorsieht, erforderlich sind? d-Lose )O )O d Fetzer ttnrt ‘■«xwhafu* MM W Cleßen. MtzellllMW WMW ,it bitten „O Tonte, Tante," schluchzte nun Renn laut hevaus, „werm noch alles gut nrürbe —!" Tie alte Frau murmelte in tiefster Erregung ein paar Worte, die nicht zu verstehen waren — aber um so verständlicher war die Bewegung, mtt der sie impulsiv den Kopf des jungen Mädchens an ihre Brust zog.-- Um die Mittagsstunde des anderen Tages stmd Rena allein drunten in der großen Wohnstube am Fenster. Ter Atem versagte ihr, auch die Füße wollten treulos werden — sie mußte lid) am Fensterbrett halten, um nicht urnzusinlen. Draußen war eben ein Wagen vorgestrhren. Sie wußte, wen er gebracht hatte ... Lermann Lüttich trat mir dem Lehrer Reinsdorf, der ihn am Bahnhof in Göschwitz erwartet, in das Haus. Ter junge Mann hatte hinter den Scheiben des Zimmers, in dem er vor mehreren Wochen der zürnenden Blinden gegenüber gestanden, ein blasses, aber doch in seligen Man; getauchtes Aättlitz gewahrt. Run riß er ine Tur auf und schsirß die bebende MLdchengesdalt in ferne Arme. , _ Rena ließ es geschehen. Jetzt, nach der großen Wandlung m der Seele der Tonte, durfte tte den ersten Sufi des Geliebten hinnehmen und erwidern. Tie Weit versank ihr einen Augenblick ui dem großen, mir den heißesten Tränen und bittersteu Qualen erkauften (Aücks. Plötzlich aber schreckte sie empor und wehrte den Geltebien ab. „Rein, nein, Lermann — Ihr Vater — o, wie konnten wir —" Heber die Züge des jungen Mannes ging ein ernstes Lächeln. „Wir taten, was uns die lieber macht des Augenblicks gebot/' fagte er emfach. „Sx>nun, Rena, nun treten wir mtt verschränkten XVH1. Es mochte drei Wachen später sein. lieber dem Garten hinter dem Schloß lag strahlende Sommersanne. In den Sonnenschein heraus trat die Blinde gegen die S tem brandkrankfrril zu erteilen und die Beizmittel praktisch oorzutühren. Tie Gemeinden und die Landwirt: werden ersucht, sich im Bedarfssalle an die 5aimnelftelle für Pflanzenschutz bet der lcrichwirtschaftl'.ckten Winterschule in Lich zu lichen Lcremsveröfflnitlichunffen. Mit dem S.011 grefi, der heute zu Ende gegangen, war in verscksiedenen Räumen des Kurhauses legte, daß die deutsche Technik auch trotz tes ber- [orenen Krieges ihre LcisttmgSfälngkett sich er- l-alten bat. Tie berühmtesten deutschen Firmen waven mit ihren Erzeugnissen an medizinischen und naturwissenschaftlicl-en Instrumenten und Apparaten vertreten. Ra-ck> Beschluß der Tagung unternahmen heute noch eine größere Zahl der Teilnehmer eine Fahrt im Extrazuge nach Wiesbaden, während andere Besucher des Kongresses heute noch einer drnladung der Behringwerke in Marburg gefolgt waren, wo Gelegenheit geboten itrurbc, die Sx'rum Herstellung kennen zu lernen. Wä Irrend Der Tagung selbst fanden täglich Führungen durch die technisck.en Betrieb? des Bades sonne tu ine nähere Umgebung statt. Auch nach Münzenberg, Arttsburg usw. wurden Ausflüge unternommen. Etwa 30 Pvriseverlreter aus Teutsck^and und dem Auslande besucksten gestern unter Führung von Baurat Berck die hessischen Vtaatsguellen zu Schwalheim, die Löwenauelle, den Schwal- l-eirner Säuerling und den OJ^nr.anüibrunnen. Solche anstrengende Geistesarbeit, wie die der hinter uns liegenden Wock-e, tonn nur geleistet werden, wenn neben ihr auch Ausspanmrng unh Erholung zu ihrem Rechte kommen. Tasür hatte die Bade- und Kürverwaltung in reichem Maße g.-sorgt. Richt nur durch die Drganiiatim der Spazi rgäng? und Ausflüge, sondern auch durch di? Gewährung des freien (ustrauchs der Sturmittel und durch die Erlaubnis zum Besuche der Silo narrte und Thcatervorstellungen. Tas Stur» orebefter gab u. a am Dienst g zu Ehren der Gäste im bis zum letzten Piatz gefüllten Storniert- Hause ein Festkonzert inner Lafvat Windersteins Leitung, und das tairtfreater (Gießener etabt- th.ater) spielte am Sonntag „Tas Beschwerdebuch", am Montag „Zwangs inguartiening", e.;cn, lockerten sich — bald fielen sie woU ganz ab! Stammelnd beantwortete sie endlich, die rzrage der alten Frau: „Es geht Lermann Lütttch nicht Wecht. Rur aus Vorsicht ist er noch in TavoS geblieben. Der Lehrer hat ihm jedoch telegvaphtlch die Erkrankung seines Vetters angezeigt. Er hat sofort zurücktelegraphiert, daß er kommen werde. Er fühle sich wohl genug zum Reifen, auch ixt Arzt habe nichts dagegen. Morgen mittag wird er hier sein." Tie Blinde nickte mit dem Koch. „Morgen mittag — gut. Richt eher will ich zu Walter Lütttch hinüber. Mir ist, als müsse ich von fernem Sohn erst die Erlaubnis haben, an das Krankenbett treten zu dürfen." 1. Steinbruchbesitzer Seurich in Münzenbecg verpflichtet, mit Wirkung vorn 1. September 1920 an einen Stundenlohn von 3,80 Mk. zu Zugleich beugte er unwillkürlich em taue vor der Blinden — vor der besiegten Siegerin. Sie küßte ihn aus die Stirn. Still harrte er ein Weilchen unter der Berührung, die Segen und eine Bitte um Verzeihung zugleich bedeuten sollte ... Tann traten die Drei in das Krankenzimmer, wo eine ältere Pflegeschwester mit gleichmäßigen geräuschlosen Bewegungen hantierte. Ehe der junge Mann in der halben Täm- merung, die durch die leicht verhangenen Fenster geschasfen worden war, das Bett noch bemerkt hatte, war die Blinde, die ja genau wußte, wo eS stand, schon daram 'zugeschritten, war davor in txe Knie gesunken und hatte die auf 'der Steppdecke liegende fieberheiße Land des Kranken an ihre Lippen gezogen. Die mablosen vesatzungrloften im Rheinland. Berlin, 27. Sept. (WB.) Rach einer HavaSmeldung vom 22. September antwortete der französische Finanzminister auf die Anfrage eines Senators nach der Höhe der Besatzungskosten im Rheinland und der von Deutschland bisher gezahlten Entschädigung, daß die Be- jatzungskosten bis Ende März 1920 1,8 Milliarden Franks betragen hätten und von Deutschland bis Ende Juli d. I. 1388 047 245 Mark bezahlt worden seien. Der Betrag von 1,8 Milliarden Franks ergibt 2,2 Milliarden Mark. Rach zuverlässigen Informationen handelt es sich bei der Summe von 1 388 047 245 Mark nur um die baren Geldleistun- gen, die bis jetzt an die französische Be- latzungsarjnee gezahlt werden mußten. Der Wert der für die Besakungsarmee getätigten Sachleistungen ist noch gar nicht zu schätzen. Allein durch die Requisitionen der nesatzungstruppeit dürfte ein Kostenaufwand oon mindesbeihZ 6 Milliarden Mark verursacht sein. Das; die Ansprüche insbesondere in dem französischen Besätzungsgebiet nicht im Zurückgehen begriffen sind, ergibt sich daraus, das; nach zuverlässigen Nachrichten aus der Rheinpfalz in der Nähe von Kaiserslautern erst in den jüngsten Tagen ein wertvolles Daldgelände von etwa 600 Hektar zur Errichtung eines Munitionsdepots beschlag- jjahmt wurde. Die Gesamtkosten hierfür werden auf mindestens 110 Millionen Mark angegeben, deren Zahlung von Deutschland verlangt wird; ebenfalls die in der Nähe von Kaiserslautern geplante große Benzin-Tankanlage, deren Errichtung ' von Deutschland gefordert wird, verschlingt nach Überschlägigen Schätzung weitere 40 Millionen Mark. Beide Anlagen sind für die Versorgung einer Millionenarmee ausreichend. Auf der Gemarkung Euren-Zweam bei Trier planen oie Franzosen ferner den Bau einer Feldbäckerei, die täglich zunächst 100 000,später 200 000 Brote, also einen Tagesbedarf für 200 000 bzw. 400000 Mann Herstellen soll, sowie den Bau eines Uebungsplatzes für Eisenbahntruppen, mit dessen Bau bereits begonnen worden ist. Dierzu werden nach anderen Mitteilungen 300 Morgen des ftucht- barsten Ackergeländes, fast durchweg K einbesitz, beansprucht. Die Höhe der Kosten, dis hierdurch dem Reich aufgebürdet werden soll, ist noch nicht übersehbar. — Die alten deuö- schcn Flugplätze im besetzten Gebiet reichen den Franzosen und Belgiern nicht aus. Sie haben angeblich als Reserveflugplätze für den Mobilmachungsfall wertvolles Ackergelände in vollem Umfang beschlagnahmt: die Beizier bei Düren 140 Hektar, bei Jmmendorf und Prummern 175 Hektar, böi Aldenhoven 50 Hektar, bei Odenkirchen 180 Hektar, dis Franzosen bei Euskirchen und Koitzheim 75 Hektar, bei Sembach (Pfalz) 85 Hektar, bei Marxheim 93 Hektar, bei Wackernheim und Niederingelheim 200 Hektar. Der Erntcaus- fall, der durch die Beschlagnahmung von insgesamt 800 Hektar besten Ackergeländes er- Dächst, und der schwere Schaden für die meist kleinbäuerlichen Grundbesitzer angesichts der Zerstörung ihrer Wirtschaft findet bei den französischen und belgischen Militärbefehlshabern keinerlei Verständnis. Der geldliche Schaden, den das Reich außerdem zu tragen haben wird, ist zur Zeit überhaupt nicht zu 'chatzen. Die Belgier fordern weiter die Errichtung von vier großen Truppenlagern bei Neuß, Herdt, Rheinlamp und Repelen, deren Bau über 47 Millionen Mark kosten wird. Es bedarf angesichts der finanziellen Lage des deutschen Reiches keiner Antwort auf die Frage, wie Deutschland neben diesen, lediglich französischen und belgischen beereszwecken dienenden, ungeheuren Besatzungskosten Wiedergutmachung leisten soll. Wohl aber darf Deutschland Antwort auf die Frage erwarten, ob diese gewaltigen, militärischen 86. Versammlung deutscher Naturforscher und Aerzte. (19.—25. September in Bad-Nau heim) ^lBad-Nauheim,25. Sept. VI. Die meisten der wissenschaftlichen F-achiruppen haben ihre Beratungen geftem schon yi Ende geführt; nur vereinzelte Abtrilungeu tagten beute noch firn ter, so die Abteilung 25: öaB-, Nasen- und Ohrenheilkunde, deren Leiter Professor o. Eicken iGießen) war, der auch einen Vortrag über psychologische Stimmstörungen bei Kriegsteilnehmern hielt. Außerdem hielt von Gießener Gelehrten noch T)r. Brügge mann ein Nejerat. An die Schlußno ch eine Beächtigung der Gießener Hals- und sitzung dieser Abteittlwg schloß sich heute nachmittag Ohvenklinik an. Von bat über 4 00 Ein»elthemen, die in den letzten Tagen in den 30 fachwissenschaft- lichen Abteilungen behandelt worden sind, greifen wir heute noch einiaeS heraus, die allgemeines Interesse haben dürften. So sprach in der Ad- teilung für Psychiatrie und Neurologie Professor Sommer (Gieszen) über „Psychologie und Psychopathologie der Erfinderund Erfindungen". Er führte ans?: So einen kleinen Vogel habe in den Äugerr der Mitwelt wohl jeder Ersinder. Er habe sich mit bat Erfindungen ausgefproch ner Psychopathen befaßt und da interessante Erscheinungen angetroffen. Er habe sie Modelle an fertigen lassen, wobei einige ganz beachtenswerte Arbeiten herausgebracht hätten so z. B. einen EnlfenrungSmesser, den das Kr^egsministerium als ganz brauchbar, aber als überholt bezrichnet habe. Es sei das Verdienst russischer Kollegen, die Bedeutung des mechanischen Sinnes betont zu haben. Für die Erftudertätighnt kämen drei Momente in Betracht: die Erftnderidee, die technische Durchbildung und die kcruftnänni.che Verirerlung. Es sei ein biologisches Geiey, daß die Erfinder diese letztere Fähigkeit meist nicht besitzen, und darin liege die Tragik des Erfindertums. Der Redner hat deshalb seine Bestrebungen auf die Errichttotg eines deutschen Erfinderinstituts gerichtet. Die Organisalirn müsse dem Erfinder die kaufmännische Verwertung seiner Ideen abnehmen, ohne ihn um den Ertrag s.incr Arbeit zu bringen. Man könne die ganze geiftige Konstruktion des Ersin der s übersehen, er sei stets emo Synthese der verschiedensten Eigenschaflen, wte wir es bei Leonardo da Vinci hätten. Auch in seinen Gemälden ringen die verschiedensten Elemente miteinander, sonst hätte er nicht an einer Mona Lisa jahve ang arbeiten können. Die vollkommenste Synthese fei Gcaf Zeppelin. Eine niederdeutsche Adelsfamilie, feste, aufs Rützlickic eingestellte Charaktere, verbänden sich im Südwcsten Deutschlands mit geisthochstehenden Bürgerfamilien vcn kaufmännischem Ge chick. Aus solchen Synthesen heterogener Eigenschafteir entstünden die bedeutendsten Erfinder. In der Abteilung für gerichtliche und soziale Medizin sprach der Berliner Gerichts- arzt Prof. Strauch über „Sarggcburt", jenen ungeme n interessanten und e tonen Vorgang, bei welchem nach dem Tode der Mutter im Sarge von dem Leichnam noch ein Kind geboren werde. An dem im Berliner Leichenschauhaus beobachteten Fall knüpfte Professor Strauch interessante medizinische wie auch juristisch zu beachtende Ausführun-gen. Interessant je; juristisch, ob und inwieweit so.che am Leben tierbt’ibe.-.ben Kinder — solche Fälle seien bekannt — erbfälfir leien. In der Abteilung fiir Tierheilkunde referierte Prof. Zlwick (Gießen) über die Diagnostik der Trypanosen, einer durch Try- panosensamen verursachten Krankheitsgruppe, zu der außer einer Reihe von Tierkrankheiten auch die Schlafkrankheit des Menschen gehört. Rach dem vom Vortragenden und fernen Mitarbeit em ausgebildeten Verfahren der Komplementbindung gelingt es, die Diagnose dieser Krankheiten mit viel größerer Sicherheit als bisher zu stellen. Dies bedeute einen wesentlichen Fortschritt für die Bekämpfung dieser Seuchen.Die bis jetzt nach dieser Me.hodo nicht nur im In ande, sondern besonders auch in Kanada, zum Zwecke der Diagnose der Beschälseuche der Vf.rde an ^stellten Untersuchungen hätten zu sehr günstigen Ergebnisse geführt. Der Vortragende verspricht sich von dem neuen Verfahren großen Nutzen auch bei der Ermittelung und Bekämpfung der Schlafkrankheit des Menschen. In einer gemeinsamen Sitzung der Llbteilun- cxn für Mineralogie und Geologie, Geographie, Geophysik sprachen Prof. Harrassowitz (Gie- —...........— —- . - - , ften) über „Osttand der rheinischen Masse und der Landbewerber. — Veverdrgung der ötfentluhm Vogelsberg in ihrer geologischen Entwicklung" und' Beamten. — Leimbesörderuug russischer Kriegs- Länden an das Krankenbett des Vaters, und mit verschräntten Länden wollen wir ankämpstu gegen die letzten dunklen 'Schatten, die uns noch von unserem Glück trennen. O, Vater wird gettnß gesund werden! Es kann nicht anders sein! Herr Reinsdon sagte mir ja auch — aber w) ist denn unser lieber Freund —?" Ter Lehrer hatte die jungen Leute der wehmütig grofjm Seligkeit ihres Wiedersel^ns allem überlassen und war inzwischen brnangeftiegen zur Krankenstube. Sie folgten ihm. Oben au* 'dem Flur blieb Rena aber stehen und schob weich und sacht ihre Hand in dre des jungen Mannes. Bittend sagte sie: „Hermann, wollen wrr nicht, ehe wir eintreten, zur Tante gehen und sie mit uns nehmen? Sie hat noch nicht an dem Krankenbett gestanden, weil sie meint, fte frage dre Schuld an dem Unglück, und du, der Sohn des Erkrankten, müßtest ihr erst die Erlaubnis geben, zu ihm gehen zu dürfen —" Ergriffen klopfte Lermann Lüttich an die ihm oon dem jungen Mädchen bezeichnete Tür der Blinden. In ihren schwarzen, wallenden Gewändern stand Frau Magdalene mitten im Zimmer, d« großen, toten Augen geradeaus gerichtet. Ten hvheitsvvllen Stopf mit dem schweren weißen Flcchtenkoanz senkte sie jetzt, als die Tür ging, arte in bittender Demut, und mit einer unbeschreiblichen Bewegung streckte sie beide Lände aus — Lermann Lüttich ergriff diese Lände, und dre machtvolle Erschütterung, die ihn überkam, war so groß, daß er ein tiefempfundenes „Mutter!" murmelte. zahlen. 2. Baugeschäft Fritz Vogt nt Butzbach ist mit Wirkung vom 1. September 1920 verpflichtet, für alle im Butzbacher Lohn gebiet ausxuf ährende Arbeiten den Lohn der 3. Lohnklasse des Tarifs für das Baugewerbe zu zahsen. 3. und 4. Der Einspruch des Betriebsrats der AbwicklungSstellr des Jnf.-Rog s. 168 in Butzbach und d-s Fnf.^Rcgts. 117 in Friedberg gegen die zum 30. September erfolgten Kündigungen einer grofan Anzahl von Angestellten wird für nicht gerechtfertigt erklärt. 5. Die Sache gegen die Firma Grünzwerg u. Hartmann in LudnngShafen mußte amsgeetzt werden, well die Verttelmrg der Firma beanflankt wurde, worüber zunächst Auskunft erhoben werden soll. 6. Das Verfahren gegen den Dreschma^chinen- besitzer Ludwig Filsingor in Un'erschmilten gegen Entlassung des Lrizers Heinrich Döll wird ausgesetzt, bis das anhängige gerichtliche Verfahren beendet ist 7. Die Firma Repp in Laubach ist der pflichtet, den Betrieb m Laubach wieder anfzunehmen und die bisher in Laubach beschäftigten Arieüuehmer weiter zu beschäftigen und zwar zu dem in dem Betrieb bisher vereinbarten Lohn. Der Einspruch auf den seit 13. September Aushilfe eines Betriebes in Grünberg mit anderen Arbeitskräften ringetrenen Lohnausfall bleibt den Arbeitern, die in dem Laubacher Betrieb hätten befchäftigt werden sollen, Vorbehalten. Sitzung vom 23. September. 1. Die Gewerkschaft „Glücksfund" wurde für verpflichtet erklärt, 8 Mann der Belegschaft, ein* chließlich des Obmannes, weiter zu beschäftigen, >a die ihnen gegenüber am 17. 9 1920 ausge- prvchene Kündigung ungerechtfertigt war. 2. Der Einspruch des Wärters Wlhelm Bellos gegen seine Entlassung bei der chirurgischen Klinik wird für nicht gerecht fertigt erf ärt 3. Ten Arbeitern der Firmen Euler und Bamaß ist die zugcstandene Teuerungszulage, da die seinerzeit unter den Parteien wegen Abschlusses eines besonderen Tarifvertrages ftattgefunbenea Bergrat Tr. Schettler (Darmstadtt über biet gefangener. — Beizung bc5 Saatgutes. — ®er- Geologie von Bad Salzhausen. Im AnschlußI wrgung unseres Landes mit Kartoffeln. — X5ttfron ^en lcyteven Vortrag erfolgte eine Exkursion I seuchen. — Tienstnachrichten. — Feldbcretmgung nach Ni dda, Salzhausen, Lauser Hof und Wid-» Rabertshausen. . dershrim | Beizung des Saatgutes. Auch in die- 3n der Abteilun ^ für Lebensmittelchcmie hielt I fern Jahre trat wieder der Steinbvand bei Wmter- Prvfessor Paul >Münck»en) einen beachtenswerten l weizen, stellenweise sogar in sehr starkem Aus- Vorttag über boä Süßen von ßcbcnäm it-| mäße, auf. Tie ixmtemrtfdxntefammcr für Lessen leln mit den künstlichen Süß st offen! hat die Sammelstellen für Pflanzenschutz bei den Sacchori" und Dulcin Er gab tem letziecen wegen I landwirtschaftlichen Wintersclullen ans gefordert, zur seiner Vo'.lmündigkeil, seinem rein süßen Ge-j Bekämpfung des Steinbrandes in den Gemeinden, chmackes und i'emer Beständigkeit beim Kochen den l llmenveisungSkurse in per Anwendung der Dtr- Vorzug vor Saccharin. Linfichtlich ter llnschäd-1 schieden en, JidKr wirkenden Bekamp'un g; inet frobat lichkeik des Dulcins marnt die Ausführungen Rosts vom Rcichsgesnndheitsamt bedeutungsvoll, da auf Grund zahlreicvrr Versuch' an Menschen festgestellt ist daß an: TaA^dosis von 0,3 Gramnr bei fort- aesetzterr Gebrauch keine Schädigungen zur Folge hatten. Als ein besonderes Ergebnis der Tagung rst noch die Gründung einer „Deutschen pharmakologischen Gefellschaft". Biologen imb Chemiker, die fich nnssensck;aftlich oder praktisch mit ter Pharma ko logre befdiäftigen, können als Mitglieder bei hoc t en. Auster dem mürbe eine Arbeitsgemeinschaft ter deutschen natunmfien» schaftlilyen Kölpersü-af e.r in einem längeren Referat von Dr. Zickig (Würzburg) angeregt. Als wichtigste Aufgabe einer solchen bezeichnet Redirer eine jTganisatwn ter vor tem Kriege chaotisch zer- spitterten, freute bamietertiegenoen Wissenschaft- i Belei'jn W an btn m.M iooom irieibe«. SchrU on ten erteil nehmt ?• iboit unter 01611- Sleiener 8nwt| laus 25.66.5 >e mir von mete r Eike 3°»eb!- ne Oad|leh«. -endet, vor Ai!«! b nttwriit. Olt' Tchomterst.k« ‘rmilr., Aitmvea ts r-Pinsch« den tarnen Älq *nb, entlaufen. in beiftttlÜBe.': r Str. 2. SorliN d gewarnt. [Wfj wqlrt 23.-IX. entlang berbrinner er| JÖclub mma. \\ aas, Eeltervwea l . Verloren oldeneVrosch gelbem 2tnn,r ,en u. mebreren Splittern, iennitie8eloteini n ^nnbbiireag^j Vereine WK 1021,50 1923,50 1 ' Sefd Berlin Schluß- 2lbenb* Schluß- Schluß- 322. 322. 268. 351 348. 439, Ufcc s!. kommen sei. 12,10 8. 8,10 Elegante Schuhe (Sntinental Absätze So gut wie Continental»Reifen. u.u uno vcanrungsmittcin, । welche nicht einmal den allerdringendsten Notbe-I 184,80 258,70 220,25 63,43 423,55 Die und 186, 184, 443. 220. 430. 330, 332, 23,45 23,03 27,03 81,47 20,28 21,97 26,72 81,15 19,98 mit ans 220,50 439,- 266,- 22,03 26,78 81,35 20,02 l i 921,85 22,97 26,97 81,27 20,22 25.9. 9.75 6,02 11,75 525,- 534,- 419,50 292,- 217,- Amftervmn« Rvttrrd. Brüsiel-Antwerpen. llhristiania Kopenhagen Stockholm 264, 272, 510, 539, 415, 291, 256,- 213,25 61,19 411,40 981,50 255,50 212,75 61,05 410,60 979,- Die Ve Berli 2er R Zürich Amsterdam. Kopenhag«. Prag. . . . Stockholm. . Wien.. . . London . . . »örsenkurf«. Frankfurt 9etr.: 8« tei 3n der lib. 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Die Ein» nn?urti(fen. „ Ae Vor; Me Freit die folger 3utonimei n Friedb Datum 5e/0DB. Oberschles.Eisenind. Hhönix-Brgb.-Mt. Bad.Anilin.u.Soda PöchsterFarbwerke Lleklr. 21 (E. (B.. . Schuckert-Werke. . Felten. Guilleaume Daimler Dud.Lisenw..2lkt. Adlerwerke .... 4°/,HesstStaatsanl. Electron Griesheim betreff A &' Atn-ns^ 5 be!li-n' Die Ai M imb MM Die vom / » A bei 9 sV^rh and! ungen nicht in vollständig zwerfelsfreier Weise festgelegt ivorden waren, mit Wirkung vom 2. August (statt wie beantragt vom 1. Juni) zu zahlen. 4. Die Sache gegen Landwirt Retz in Nieder- Wöllstadt fanb durch Verständigung ihre Erledi-- gung. 6. Auf Antrag des Transportarbeiterverbandes werden für die Arbeiter des Arbeitgeberverbandes für Handel imb Gewerbe mit Wirkung vom J20. September die Wochen löhne auf 190 Mk., 170 Mk., 150 Mk. und 120 Mk. festgesetzt: im übrigen erfolgte Verständigung der Parteien. 6. Die vom Leiter der AbwicklungSstclle Jnf- Regt. 116 dem Josef Kulik in Gietzen gegenüber ausgesprochene Kündigung wird mit Wirkung zum 30. September 1920 für vechtswirksam erklärt. Geld Brief Gelt» Brief Datum: 25. Sept. 27. Sept. 1973,- 1977,- 1893,10 1896,90 1268,70 1271,30 1218,75 1221,25 ---- ----- 184f80 18520 darf deckten. Solange aber Deutschland eine derart passive Handelsbilanz habe, wie jetzt, ser an e i n e n Aufstieg nicht zu denken, denn in den ersten Aäonaten des Jahres 1920 habe die Einfuhr 4,8 Milliarden Mark mehr betragen als die Ausfuhr. Aus dem hessischen Parlament. rm. Darmstadt, 26. Sept. Der dritte Ausschuß setzte seine Beratungen am Freitag nachmittag unter dem Vorsitz des Abg. Dr. Ur- stadt mit der Annahme der Regierungsvorlagen bete, die Einstellung der Strafverfahren gegen Lohfink in Nauheim und M. Kuder-Gietzen sott. Auch die Vorstellung Höhn und Gen. in gleichem Sinne wurde gulgeheißen, ebenso die Vorstellung Schmrdt'Munstet. Angenommen wurde auch ein Vorschlag bett, die Entschädigung des Landwirts Fey-Goddelau für eingegangenes Vieh aus Staats» Mitteln. Die Vorstellung des Landarbeiterverbandes Lengfeld bctr. die Lohnfrage der Landarbeiter in Lengfeld wurde für erledigt erklärt. Die gleiche Erledigung fand auch die Vorstellung des Rhein. Marn-Gastwirteverbandes bezüg ich der Strauß- wirtschaften. Schließlich wurde eine Vorstellung der Stadt Mainz daksin erledigt, daß die Regierung bzw. die maßgebende Stelle ersucht werden soll, dafür einzutreten, daß die Schwer?ranken der Mainzer Krankenhäuser vordringlich beliefert weichen. Eine hessische Ministerialabteilung für Schuld angeleycnheiten. rm. Darmftcbt, 26 S.pt. Das hessische Gesamtmrnistertum hat eine Verordnung e. lassen, durch welche über die Bildung einer Mrnr7te- rialabteilung für Schulangelegen- beiten unter Aufhebimg der Oberstudiendirektton bestimmt wird, daß die Mrnisterialabteilung aus drei oder mehreren Räten, toekbe die Befäl/igung für ein Lehramt, das Richteramt oder drs höheve Verwaltungsamt besitzen, gebildet nriti). Mit Einschluß des Vorsitzenden müssen mindestens d-rn Mitglieder der Abteilung die Befähigung für ixti höhere Lehramt besitzen. Von ven bayerischen Einwohnerwehren. München, 26. Sept. (WB.) Gelegen^ lich des gestern eröffneten Landesfest, schießens der bayerischen Einwohnerwehren fand heute vormittag ein Festakt auf dem Königsplatz statt. Ministerpräsident v. Kahr führte aus, daß in Bayerns schwerster Not beherzte, um das Wohl des Vaterlandes treu besorgte Männer ohne Unterschied von Beruf und Partei zusammentrafen, um als echte Volkswehr Haus und Hof zu schützen. Die Einwohnerwehren seien getragen von der hohen und heiligen Pflicht, daß jeder Wehrmann seine ganze Persönlichkeit und das Leben einsetze für die Aufrechterhaltung der staatlichen Ordnung. Der Landeshauptmann der Einwohnerwehren Bayerns, E s ch e r i ch, hvb hervor, daß die Wehren ihrem Ziele auf geraden Wege, ohne nach rechts und links zu sehen, weiter verfolgen würden zum besten des bayerischen und des deutschen Vaterlandes. Was sie erreicht hätten, oas zeige sich schon dadurch daß in Bayern der Umsturz es nicht mehr gewagt habe, fern Haupt zu erheben. Der Jrenkampf. Paris, 27. Sept. (WB.) Nach einer Meldung der „Times" wurden in Roas fort sechs Polizisten tvn Bewaffneten überfallen. Einer da Polizisten wurde erschossen, ein anbener schwer verletzt. Um 9 Uhr vormittags wurde in Trrm von Bewaffneten die dortige Polizer1a>rne überfallen. Ter Ehef erhielt einen Lungenschutz. Sämtliche Waffen und die Munition wurden weggeschrfft, dann wurde die Kaserne in Brand gesteckt. Italien mW der Friede. R v m, 27. Sept. (WTB.) Ter König unter* zeichnete den vom Parlament angenommenen Ofr, setzenkwuri über die Ratifizierung des Friedens- Vertrages von St. Germain. Aus der Tsihecho-Slowakei. Prag, 27. Sept. (WTB.) Ter Kongreß dv tsche cho-flowakrf chen Partei nahm eint Entschließung an, worin es heißt: Möge sich tm sozialdemokratische Linke tote immer entschließen, wir erklären uns gegen alle russtsch-bolsche- wistischeu Methoden. Ebenso lehnen wir die Änmischung der magyarischen Regierung bd weißen Terrors in unserer Verhältnisse ab. Uw seve Richtung bleibt: alles für Republik und Sfr zialiSmus. Prag, 27. Sept. (WTB.) Der deutsch-vav lamentarische Verband fordert die deutsche Oeffent- lichkeit auf, ihre Empörung über die U r d r o s s t1 lung des Schulwesens durch den auf ben 8. und 9. Oktober angefetzten Schulftrei k auS- zudrücken. Eine weitere Kundgebung des Verbandes richtet sich gegen das militärische System, das 1« Offensivbündnissen führe, wodurch bie unheilvolle europäische Lage noch verschärft werde und Gintritt für Versöhnung der europäischen Völker und SM- ten auf der Grundlage des Selbstbestimmung^ rechtes. Frredensvertrages an, welche bis zum 31. März zusammen rund 54 Milliarden Papiermark betragen. Gegenüber diesen Anforderungen weist der Bericht einerseits aus eine Leistung hin, daß Deutschland [ein Ges am dein kommen an Steuern von fünf Milliarden auf sechsunddveißig Milliarten gesteigert habe, und andererseits weist er auf die ungeheure Erschwerung aller wirtschaftlichen Leistungen seit Beendigung des Krieges hin durch den Verlust wirtschaftlrch und industriell wichtiger Gebletsteilie, die Zerstörung des Arbeitsmarktes und ben Rcangel an Rohstoffen und NahruMSmitteln, C3n einem Terl der Aullage wiednhslt.1 Die Finanzlage Deutschlands. Berlin, 27. Sept. (WTB.) Die „Deutsche Allgemeine Zeitung"' erhält von ihrem Brüsseler Vertreter einen Auszug aus dem Bericht über die finanzielle Lage Deutschlands, welcher die eigene Schuld des Reiches am 31. August auf 240 Milliarden Mark veranschlagt. Daneben weist er auf die Verpflichtungen der Länder und Gemeinden hin, über welche hinaus noch ziffernmäßig nicht feststehende Verbindlichkeiten gegenüber der Entente zu berücksichttgen seien. Der Bericht erwähnt die bereits durchgeführten Reformen im Reichshaushalt und der Steuerwirtschaft und die Endziffern der Reichshaushalte fiir 1919 Berlin, 27^ Sept. Börsenstimmungs- b.xIb; Börse zeigte sich bei Wvchenb. f. B. weiterhin im Vorteil und bat größtenteils das Heft in Händen, Marburg wird zeitweise eingeschnürt und verteidigt tapfer, wobei der neue Torm«m hervorragende Proben seines Könnens zeigt und das Publikum zu lebhaften Beifallskundgebungen begeistert: einige gefährliche Durchbrüche von Marburg können die Elnyeimi- l'djen k ären. Eine Viertelstunde vor Schluß erzielt Bickl-ardt von V. f. B. Gieften durch einen schonen Schuß das einzige Tor des Tages, ttotz beiderseitiger Anstrengungen werden feine Erfolge mehr erzielt. V. f. B. hat den Sieg einwandftei verdient, das Resultat ist nach dem Spielverlauf für Marburg sehr schmeicl-elhaft. Die V. f. B.-Mannschast spielte sehr eifrig und zeigte, daß sie trotz der Dis- gualisizierung chrer beiden besten Spieler in der Meisterschaft noch ein Wörtchen mitreden will. Das Spiel wurde von beiden Mannschaften in sehr vornehmer Weise durchgeführt. — Fußball. T.u. Sp. V. Marburg 18 60 : V. f. R. 1900 Gießen 0:1 (0:1), . Eckenverl-ältnis 4:17. — Die Ligaelf des V. f. R. 1900 Gießen spielte gestern in Marburg gegen ihren stärksten Gegner des Lahnkreises, Marburg 1860, und lieferte eines ihrer besten Spiele. Die Mannschaft zeigte einen unermüdlichen Eifer und Angriffsgeist, dem sie ben knappen, aber verdienten Sieg verdankt. Die ersten Minuten bringen eine Uebertegenbcit der Marburger, dann macht sich V. f. R. frei und verlegt das Spiel in des Gegners Hälfte. Marburg verteidigt gut und die Verteidigung muß wiederholt in höchster Bedrängnis retten. In der 25. Minute erzielt Gänsen, der blendende Mittelstürmer der Rasenspieler, durch eine gute Vorlage von Paulus- Bode das einzige Tor, für Marburgs Torwächter, der gut auf der Hut war, unhaltbar. Das Eckenverhältnis spricht für die lieberlegenbeit der Gießener Rasenspieler, deren Mannschaft ein ratronettes und schnelles Spiel zeigte: besonders der linke Flügel Paulus-Bode, durch seinen Lauser gut unterstützt, leistet technisch L^rvorragendes. Christmann, unermüdlich im Angrift und bet Verteidigung, füllte feinen Posten als Mittelläufer voll und ganz aus und hielt das gefährliche Marburger Jrmentrio Conrod-Weber-Schneider vollständig im Schach Die Hintermannschaft zeigte sich wieder von chrer besten Seite, Wlll schafft mit seinem flachen kräftigen Schlag immer wieder Luft. Weber, wohl der beste Torwächter unseres Kreises, hielt die wenigen weiten Schüsse in seiner altbekannten Sicherheit. Die Mannschaft steht zur Zeit auf der Höhe ihres spielerischen Körmens und dürfte, nachdem sie bis jetzt ungeschlagen 3 Ligaspiele gegen die besten Mannschaften geliefert bat, in der ersten Serie kaum noch zu erreichen sein. D. f. R. I. erzielte in drei Spirten 6 Punkte bei einem Torve.hältnis 6 :1. Herr Bar lern (V. f. B. Marburgs leitete das Spiel korrekt und sicher. — D ie 2. und 3. Mannschaft weilte in Dillenburg bei Spiel und Sport D. zu Gast. Die 2. Mannsck>aft mußte sich, nachdem sie beim Vermischtes. Berlin, 27. Sept. (WTB.) Wie die Morgenblätter melden, wurde gestern nachmittag in der Bülowstraße die 27jährige frühere Schauspielerin ErnaKlemm geb. Klug aus Hamburg in ihrem Zimmer erwürgt aufgefunden. Der Tat verdächtig sei ihr Geliebter, der 22jährige Kaufmann Lippm^nn Pomaozny aus Odessa, der sie noch am Samstag besuchte und jetzt verschwunden ist — Aus dem Faulen See im Tiergarten wurde gestern die Leiche der 16jährigen Magistratsbureauassistentin Erna Klose aus Steglitz geborgen. Stern haben beschlossen, ihre Betriebe zusammen zu legen , da sie infolge der forftchrei- tenden ungeheuren Erhöhung aller Betriebskosten, der steuerlichen Se.'aflirng sowie Verminderung des Bierabsatzes untmrtschastlich und unrentabel sein würden. Die Fusion soll den Generalversammlungen derart vor^eschlagen werden, daß auf rede Aktie der neuaufMnehmenden Gesellschaft eine Aktie der aufnehmenden Gesellschaft entfällt. — Mit Rücksicht darauf, daß die Brauerei Stern einen größeren Posten Kempff-Aktien zu niedrigem Satze in ihren Aktiven führt, soll vvrgeschlagen werden, datz auf jede Sternaktie außerdem eine Barvergütung von 500 Mk. entfällt. Der Braueoeibetrieb der fusionierenden Gesellschaften soll in der Brauerei Henninger vereinigt werden, die durch ihre Anlagen hierzu besonders geeignet ist suchte noch bis zur letzten Minute den 2lusgleich I Böhler um 25 und Rhemtsche Metall um zu erzielen. Die Spiele litten sehr unter dem völlig • ermafdat notiert wuttren Die f&etoaxunq Wechsel noch 3:2 führte, der flinken Dillenburger I. 6:3 beugen. Gießens Verteidigung ließ sich einfach überrumpeln. Die 3. Mannschaft . .. __________ ________ w gewann 3:1 (2:0) gegen die 2. Mannschaft von «einem Verl^> von 30 Prvz Von Spezialwerten Dlllenburg nach scharfem Kampfe. Dillenburg ver-l gewannen Köln-R»t'to.is^r8 Prvz, wachend Gebt. Erst am Samstag abend teilte ein Mann der Kriminalpolizei mit, daß er am 19. September abends aus der Mitte des Sees weibliche Hilferufe gehört habe, nachdem kurz vorher ein Unbekannter ' einem cur dem See befindlichen Kahn eiligst Kurs Kurs Kurs Kurs 25.9. 27. 9. 25.9. 27.9 79,50 79,50 79,50 79,50 - ■ ■■ 68,50 68,60 ■■ - — — 65,30 64,- —. — * » 67,60 67,60 163,- ■ •• 150,- 152,- Nr. 140 28. Tepternber 1920 i 1 Hiernach erteilt? txr Prä ixrnt dem wiesen. Staats Führer der deutschen Dal--gaion tfi «1»* 1 1 1 1 1 1 1 Hauvtkarten, Band Zuteilungsverzeichnis, Band (Äütergeschvsse I, ^nd Gülergeschvsse mit Zuteilungsplan, Heft Zusammenstellung der (Untergeschosse I, Band Obslbaumverzeichnis, Band Obslbaumgesä)vsse, Meliorationsplan nebst Protokoll über die bei der Zuteilung abgeänderten Wege, Paclstcntschädigungsverzeichnis über die zur Gren^regu- lierung zugezogenen Grundstücke der Gemarkung Langd nebst einer Zuteilungspause, Pacht entschädigungsverzeichnis über die zur Grenz reg u lierung zngezogenen Grundstücke der Gemarkung Ulfa nebst 2 ZuteilnngSpausen. hmicbtf Beschluß der Bollzugskommission vom 10. März 1920 über den Zuschlag zum Geldansgleich der Obstbänme und Ole ländewerte, Beschluß, der Bollzugskommission vom 27. September- 1920 über Pachtentsck>ädignng nnd Entschädigung für Ernte ausfall nebst Verzeichnis. Tagfahrt zur Entgegennahme von Einwendungen hiergegen findet daselbst Freitag,, den 8. Oktober 1920, vormittags von 11—12 Uhr, statt, wozu ich die Beteiligten unter der Androhung einlade, daß die Nichterscheinenden mit Einwen düngen ausgeschlossen sind. Die Einwendungen sind schriftlich) und mit Gründen versehen ei nzurkichen. _ Die Vorzeigung der neuen Grundstücke findet an Ort und Stelle Freitag, den 1. Oktober 1920, und soweit crforder- ltch, die folgenden Tage statt. Zusammenkunft hierzu am Gemeindehaus in Rabertshausen vormittags 11 Hin Friedberg, den 18. September 1920. Ter Hessische Feldbereinigungskommissär. Dr. Iann, Regierungsrat. Dienftnachrichtcn des Mrcieamtcö. Der am 30. ds. Mts. in Herborn abzuhaltende Rindvieh- und Schweinemarkt wird wegen der im Kreise noch weitverbrcitenden Maul und Klauenseuche hierdurch verboten. - tn s Die Dienslmänner müssen bei Ausübung ihres Gewerbes in au ständiger, reinlicher Kleidung erscheinen, stets nüchtern sein und sich gegen das Publikum ruhig und höflich betragen. Sie l-aben sich jeder Zudringlichkeit zu enthalten, insbesondere das unaufgeforderte Anbieten ihrer Dienste zu unterlassen. § 8. Bezüglich ihrer Standorte auf öffentlichen Plätzen und Straßen Pol izei-Bc ro rd n u ng über den Gewerbebetrieb der Tiensmiänner in der Stadt fließen Nach Anhörung der Stadtverordneten Versammlung uni> mit Genehmigung des Hessischen Landes-Arbeits und Wirlfchaftsamls vvnr 15. 3uli 1920 zu Nr. L. A. u. W. 11 808 werden auf Grund der 88 37 und 76 der Reicksgewerbeordnung, sowie des Art. 129 b Der Städlcvrdnung zur Regelung des Gewerbebetriebes der Dienst männer für die Stadt Gießen folgende Vorschriften erlassen: * Personen, welche auf öffentlichen Straßen und Plätzen ihre -trenne anbieten, forme Uitientcbmer, welche eine Ticnstmanns Anstalt betreiben wollen, bedürfen zum Betriebe iirres- Gewerbes, letztere auch zur Einstellung jedes Angestellten der polizeilichen Erlaubnis. Die Erlaubnis als Tienstutann schließt nicht von selbst die ieirige als Unternehmer einer Dienstmanns-Anstalt in sich und umgekehrt. 8 2. Tie Erlaubnis wird nur solchen Personen im Mter von in in desteuS 21 Jahren erteilt, die unbefdjoltcn, zuverlässig und taug lich sind. Heber das jeweils bestehende Bedürfnis hinaus wird die Erlaubnis nicht erteilt. _ . _. . § 3. Zeder Dienitmann hat eine Sicherheit im Betrage von 50 Mart bei dem Polizeiamt zu hinterlegen. Die gleiche Sidjerheit traben oie Unternehmer von Dienst mau ns- Anstalten für joden ihrer Angestellten zu leisten. Die Hinterlegung der Sicherlreit geschieht durch Einzahlung bei der Gewerbebank Gießen. § 4. Die Sicherheit haftet für Geldstrafen wegen Uebertrctuugen dieser Vorschrift und für zivilrechtliche Ansprüche der Auftrag geber, welche aus dem Dienstverträge hervorgehen oder bei Ge legenheit der Dienstleistung (insbesondere durch unerlaubte Handlungen des Dienstmanns) entstanden sind. Die von den Unternehmern von Tienstmanns-Anstalten hinter legte Sicherheit hastet in gleicher Weise für die Verpflichtungen ihrer Angestellten. Mindert sich hiernack) die Sidjer'heit, so ist sie binnen einer Woche zu ergänzen. Die Zurückgabe der Sicherheit erfolgt, wenn der Tienstmann das O'eroerbe aufgegeben hat und binnen einer Frist von 14 Tagen nach Erstattung der betreffenden Anzeige Ansprüche auf die Sidjer heil bei dem Polizeiamt nicht angemeldet worden sind. Bei Erteilung der Erlaubnis erhält jeder Dienstmann einen auf feinen Namen lautenden Dienstschein, welcher mit einer Nummer versehen ifi, sowie einen Abdruck dieser Polizei-Verordnung nebst Gebührenordnung gegen Entrichtung eines Betrages von 60 Pf. Die Tienstmänner müssen stets, sobald sie an öffentlichen Orten ihre Dienste anbieten, eine rote Mütze tragen, an deren Vorderseite ein Metall streifen mit der Aufschrift „Dienstmann" und darüber die Dienstnummer sichtbar befestigt ist. Anderen Personen ist das Tragen der vorgenannten, von Dem Pckizeiamt erteilten Abzeichen untersagt. Dienstmänner-Anstalten kann von dem Polizeiamt Die Erlaubnis zur Tragung besonderer Abzeichen und Dienstkleidung, erteilt werden. _ . 8 6. . . xzeder .iieiiitmann muß seinen TienM'choin und einen Abdruck dieser Polizeiverordnung nebst (Gebührenordnung bei sich führen und den Auftraggebern sowie den Polizeibeamten auf Verlangen vorzeigen. WZ, ^Nlid) bdr* AmtZverkündlgungzblatt für die Provinzialdirektion Gberheffen und für dar Kreisamt Gießen. (ErfoeiKt nach Bedarf Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag. Rur durch die Post zu beziehen gegen Mk. 2.50 vierteljährlich. 1™” »utV| SSSK g Wtomt ofctt ’»9dii>t ront) $ E minbeftnlb fit * Bekanntmachung. Betr.: Feldbereinigung Rabertshausen: hier: die Arbeiten des III. Abschnittes. In der Zeit vorn 24. September bis einschließlich 7. Oktober Isd. Zs. liegen auf Hess. Bürgermeisterei Rabertshausen die Arbeiten des III. Abschnittes zur Einsicht der Beteiligten offen. Es sind dies: w ^llNükttt, -Vt fc. . Ziihaltr Ucbertzcht: Die Preise für abgelieferten Raps und Rübsen. - Einkauf von Flachs aller Arien - Feldbereinigung Rabertshausen. - Dtenstuachrichten. - poUzei-Derordnung über den Gewerbebetrieb der Dienstmänner Aufhebung der Straßensperre. Deutschland auserlegten Söldnerheeres erfordert weit größere Ausgaben als ein Heer auf der Grundlage der allgemeinen Dienstpflicht. Alle diese Lasten sind von einem in feinen. Grenzen und seinem Enverbsleben wesentlich beschränkten Wirtschaftskörper zu tragen. Auf der änderet! Seite machten die Zustände der Ernährung und Kleidung sowie die Entblößung des Land-es von Rohstoffen eine sehr erhebliche Einfuhr dringend erforderlich. Tie allgemeine Teuerung kam für Deutschland in einem ungewöhnlichen Maße zur Geltung Durch die fast vollire Entwert ungdes deutschen Geldes. dlns di- Ursachen des Zusmnmen- brutf'rC-3 der deutschen Valuta kann ich an dieser Stelle nicht eingelxm Es ist dies ein Teil des großen allgemeinen Pooblems, tem ein f ? hervorragender Platz in Den Untersuchungen die er wiii'ion eingeräumt wurde. Ich mfafnejurr darauf fnnmeifen, daß ohne Würdigung des Sturzet- Der deutschen Mark, der insbesondere seit .-tnem ' atw' cin tcrreten ist, die Entnnckellmg der denfZten Reichtsiirnrzen nirfyt zu ver'^thm. wäre Die An- fono-’Hung eilet Ziffern des vTtliegendet Fn a z bericktes erklärt tich in eritirr Linie Dabitrd», daß infolge der fonmgtef.en Ewwertun\ der Reickys- merf, die ihren vrrläungen Tiefstand im Februar und März ds. Js. erreicht hat, alle Waren- vreise in Deutschland um das vielfache gestiegen sind Löhne und G-?l>ä5- ter mußten entsprechend folgen. Tann find a.ick die Reicksausgaben in dem Maste gewack/en, daß es nicht möglich war, mit der Vorsorge für entsprechende Einnahmen gleichem 3d>r-t zu halten. Nur io ist auch der anscheinend unerklärliche Felck- betvag der Reichseisenbahnen intD Post zu »erfiel'en. Tie deutsche Regierung, eingedenk des Grundsatzes. daß zum mindesten alle Ausgaben bet Regietungsbettrebe aus den Einnahmen dieser Tienstzweige gedeckt werden müssen, hat mehrmals die Tarist seht wesentlich erhöht. Alle diese Tarife haben aber bei weitem nicht den Zweck erfüllt, die um ein vielfaches gestiegenen Ausgaben dieser 'Betriebe zu decken. Mit bet Ent'.vettung der Mark im Auslande steht das Anwachsen des Paoier- geldumlaufes in Deutschland in engem Zusammen- Dohirnvchrrtt . (M.) Seit n Sanbesftl schenEintvo! 'ormittag em itt. Mimst daß in Ba m das Wohl b :e Mämcr oh Partei jufatw ksivehr 5?au3 vhvewehren | tb heiligen W ! ganze Persönli ehe für die Är hen Ctbmhtg. Emwohr.erweß'L b hervor, daß! eraden Dege. cl sehen, weiter n des bayerist indes. Das fii i ich schon dadr rö es nicht t n etfyhei M 8.) 9M) mer! in Roaswrl ifjcrfan®. V*iret nwtdemMl mirtc in Tn® izeiVewe Ijjg igenfdM nnnSxtn iwff rand gestatt. 1 Friede. )TerKönt?ss t angovmMneü WgdeSFrtebt ,-Slowalei. Ä! Ter Partei e HB"««/} ruiH rifch^SiegrMl' &SS durch »en. L)ie v?>cnmre oer ötaoi ’Jteunvri rmvrn es in allen Fällen abgelehnt, Exmissions- mträgen von Hauswirten gegen Mieter, die die gesteigerte Miete nicht bezahlen konnten, rusführen ztt lassen; aber auch diese ge- '«genllichc Hilfe war und ist selbstverständlich 'o geringfügig, daß sie an dem allgemeinen Zustand nichts änbert. Zu dem furchtbaren Dohmtngsmanael gesellt sich noch der sehr döse Umstand, daß fast gar keine Möbelwagen zu haben sein werden. Schon in normalen Zeiten ist die Zahl der verfügbaren Möbelwageti lächerlich gering — kaum 1000; jetzt kommt noch hinzu, daß die Hälfte dieser Zahl am kommenden l.Okwber nicht verfügbar sein wird. Der Grund ist seltsam, chließlich aber einleuchtend; die Besi^er der Möbelwagen erklären: „Nehmen n>tr den dül, daß wir den Transport eines Haushalts übernehmen. Wenn wir vor dem Hause ötfommen, in welchem die Familie ihre neue Dohnung bezielsen soll, so werden wir >oabv 'cheinlich findetl, daß die alte Familie sich veigert, die Räumlichkeiten zu verlassen, und daß sie sich bei dieser Weigerung auf eine ge» nchtlick-c Entscheidung stützen kann. Dann lehen wir da mit unserem Wagen voll Möbel rnd wissen nicht, wohin wir sie tun sollen, wd daratts tonnen sich für uns aUe_ mög- id)en Schwierigkeiten ergeben, persönlid»2 wd ges?tzlid)e/' Das Ergebnis wird sein, ^aß am 1. Oktober für 160 000 umziehende Familien nur 1500 Möbellvagen zu finden lein iverden. Dem am 2"). September zusammengekom- meucn Staatsparlament von Neuyorl sind Kreits mehrere Vorschläge zvr Aphilse dieses ^tch stetig verschärfenden Uebels unterbreitet vordcn So f.-U - V. gesetzlich verboten w?r- -rn.,Mi:L-r di: sich yjeigern. utwerhäl^::s- nü&ig erhöhte Mieten zu bezahlen, zu ex- erftattften am 93ormittagT>L' De'egierlen von Bri- tifch-Jndien, Australien und Peru ihre Berichte über die fmauzpoutijche Ver'afsung ihrer Länder. Tie 9iad?mit tagr si tzung diente der Fortsetzung der a t l g mein ernführenden Reden. Sie gcttKxim aber höheres Interesse baburd), daß auf der Tagesordmmg die Reden der Delogierten 91 m e r i i a § und Deutschlands standen Das Hans, das von den Monferenz.eilnelmicnt und Zuhörern dickt besetzt war, erwartete auch mit sichtlicher Spannung die beiden Reden Der amerikanische Delegiere erklärt, daß er m der Honst renz einen Ertzilg sehe, tveil sie um cr'tcn Male Die ehemals gegnerischen Na inien zu einer fach- licken Beratung zusommenführte. 'Was bte Host- iningeu Europas auf amrri'Janifdje Kredite angebe, so tonne er wenig Aus ich en auf ihre Erfüllung macken, dies umsoweniger, als Europa die wesentliche Voraussetzung des amerikanischen P r iva t ka vi t a l s nicht biete, Tiämlidt Sicherheit und Friede Erst Daun könn.e Euwva auf Unterstütz-mg rechnen. Vorerst fei es aber auf feine eigene Hilfe angel' e k r e t ä r Bergmann das Wort zu seinem Bericht. Bergmann hielt seine Rede ruhig und gelassen. Tas Haus folgt*? feinen Worten mit größter Aufmerksamkeit. Als er geredet hatte, wurde ihm allseitiger Beifall zuteil.. Des weiteren sprach der Führer der fübamtoniühen Delegation, Finanzsachv.rständiger ^Blanken- berg, der von den südastikanifchm Finanzen ^in reckt günstiges Bild entwarf. Für Oesterrerch sprach Finanzminister Reisch. Sckiirß'ick trugen die 2-legierten Bulgariens und Portugals ihre Bericht: vor. Tie Sitzung wurde um 6 Uhr gestossen. Der deutsche Bericht. B r ü s f e l, 28. Sept. (WTB.) Meldung un- fer 'ö besonder n Berich er a tc*--:-. Oiemäb Der am MotriagX besckL>'senen Tag.^ordnung er nttet die deu.sck^ Tel.ga irr.: heut- nadvnit.’ag in der Fi- im.r’.•?’!irr? •* Berick:. über ei: finan^tdle und wir:schafilid)e Lage Deutscküarws. Tie Rede halt Verordnung betreffend die Preise für abgclicfertcn Raps und Rübsen der Ernte 1920. Vom 10. September 1920. 'Huf Grund der Verordnung über .Uriegsinaßnahnten zur -xd crunc, der VolkSemälwung vom 22. Mai 1916 Reichs Gesetz btatt L, 401) bzw. 18. August 1917 Reichs-Gesetzblatt S 823 imrb beihmmt: Artikel I. Die Preise für die auf Gruitd der Vewrdnuilg über Lei irückte und daraus gewonnenen Erzeugnisse vom 16. August 1919 Reicks Gesetzbl S. 1439) abgelieferten Oelfrüchte der Ernte 1920, die vom ReichSausschusse für pflanzliche und 'tierische Oele und Fette nicht überschritten tverden dürfen, werden festgesetzt bei Raps auf........... 4500 'Mark, bei Rübsen auf........... 4400 Mark. Artikel II. Die Verordnung tritt mit dem Tage der Verkündung in .straft. Berlin, den 10. September 1920. Der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft.' Dr. Hermes. Bekanntmachung. betreffend Einkauf von Flachs aller Arten. Im Atrschluß an unsere BekanntmackMng vom 13. Sept.' 1920 im Amtsversündigungsblatt Nr. 133 vom 16. September 1920 bringen wir hiermit zur Kenntnis, daß außer den bereits bekannt gegebenen Personen iwxt Herr Karl Seifart, G r ü n b e r g, zum Aufkauf zu gelassen ist. Gießen, den 25. September 1920. KreiSamt Gießen. I. V.: Dr. Siegert. twoH, 29. September 1920 Zchulsttatze 7. Luuadnik von Hnjc.ucn für öie Tagesnummer d»s zum Rachmittag vorher ohne jede PerdwD'.ichkeU. Preis für 1 mm höhe für Anzeigen o. 34 mm Breite örtlich 35 "Pf., auswärts 45 Pf.; für Reklame. Anzeigen van 70 mm Breite 150 Pf Bei Platz, »orschrilt 20* . Ausschlag Hauptschriftleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Jenz; für den Anze>gentei^ H. Deck, sämtlich in Gießen. Tie jetzige Schuld des ReidxS von^ 210 arben Mark setzt sich »um größten T^ile, id) mit 142 Milliarden Mark, ans schtvebeu Berpilichttmgen zusammen. Ta der ^Betrag teu cingesährten Steuern wegen der Schwie " kn in der Organisation und Erltebmtg nur ihlich eingeht, hat die Reichsregierung ptS- sür einen großen Teil des Geldbedarfes andere Möglichkeü der Deckung gehabt als riskontierung von Schatzanweisungen bei der sbank. Ein gewisser Betrag dieser Sd}a(y isunaen ist sogleich durch das ersparst Kapital durch sonstige verfügbare Gelder aufgeitümmen eit, aber ein erheblicher Test davon ist bei der »Sbank verblieben, die infolgedessen den Pa- eldumlauf wesentlich erhöben muide Mit den senden Steuereingängen hoffen wir, die Noten- gung zum Stillstand zu bringen und dann der Valutaverschlechterung entgegentoirfen zu en. Trotz der bestehenden unerfreu- en Verhältnisse halten mir jedoch 11sck)lands finanzielle Lage nicht verzweifelt. Wer unbefangen die Zu- •e prüft, wird finden, daß Teutschland all- ick zur Ordnung zurückkehrt und daß erfreu- croeife auch der Wille zur Arbeit überall im )e fid) wieder kräftig regt. Daraus schöpft die che Regierung das Vertrauen, daß bei 'Deckung der größten Sparsamkeit das Land in Lage sein wird, allmählich aus den gegen- igen wirtschaftlichen Zuständen wieder heiaus- mmen, insofern diese durch die Eigenart der ren Lage verursacht worden sind. Um aber lich 'wieder lebensfähig zu werden, die Wäh- isverhältnisse stabilisieren und den internatio- n Verpflichtungen in verständiger Weise nach- nen zu können, muh Teutsdckand in seinem schastlichen Leben mindestens soweit gehoben »en, daß es an dem Weltverkehr wieder in »er Weife teilnehmen kann. Unser Ziel muß mit dem enormen Passivum der beutf d>en ndelsbilanz aufzuräumen und eine er- iche aktive Bilanz zu schaffen. Tarin die einzige Mvglickckeit, die auf unS lastenven oflid)tungen zu erfüllen. Das ist eine ungeheure }dbc, zu deren Lösung die w i r t < ch a f t- en Kräfte Deutschlands allein ht ausreichen. Wir kSnnen das uns vor- ebenbe Ziel nur in verständnisvoller Zürn en arbeit mit allen erreichen, die auf Wiederherstellung geordneter Verhältnisse dem zerrütteten Europa ober vielmehr der ganzen Welt hinarbeiten. Wenn aber mit der wirtschaftlichen Hilfe der t rechnen, so sind wir verpflichtet, zunächst z Klarheit über unsere finanzielle und wirt> slliche Lage zu schaffen. Nur eine umfassende durchaus aufrichtig-e Darlegung der Tat achm t bei den anderen Verständnis für unsere eipen* ge Lage und Vertrauen in den Ernst unserer aühungen erwecken. Dazu sind wir entschlossen, in diesem G iste hoffen wir, zu den Arbeiten Konferenz beitragen zu können. Wir haben zu rrcr Befriedigung bereits gestern in der all- einen Erörterung feststellen ton nm, daß unsere nm Ansichten über die Verhandlungen der zur olung gestellten Fragen durchaus mit oen mbjären übercinftimmen, wie sie von den ver- Henm Delegierten der anderen Nationen »rr» en worden sind. Sie werden, wie ich hoffe, aus er kurzen Ansprache ersehen haben, daß man > in Deutschland gewillt ist, den tn der geftrv» Aussprach? vorg zeicknetm Grundlinien zu en, die zur Wiederherstellung der Ordnung und ösfeMlichm Finanzen führen. Der Eindruck der Rede Bergmanns. Berlin, N. Sept, lieber den Eindruck der deutschen Darlegungen auf der gestrigen Sitzung der Brüsseler Kinanzkonferenz meldet der So-nderberichterstatter der „Vossischen Ztg.", er glaube sagen zu dürfen, daß die nüchterne, klare und ruhige Art der Ausführungen Bergm'anns auf allen Seiten der Konferenz einen segensreichen Eindruck gemacht habe, mie man überhaupt sagen tonne, daß eine entgiftete Stimmung auf der Konferenz vorhanden sei. 3us Italien. Mailand, 28. Sept. (Wolfs.) Wie den- „Povolo d'Italia" aus Neapel gemeldet nrirb, besetzten die Mitglieder des Verbandes der tandwirtschaftlichini Genossenschaft von Santa Maria Papea und Vetera in einer Stärke von 2000 Mann, die mit Gewehren bewaffnet waren und rote Fahnen bei sich trugen, die königliche Domäne von Eardiziello. Die Inbesitznahme der Ländereien erfolgte unter dem Absingen der Arbeiterhymne. Die besetzte Domäne ist die größte des königlichen Hauses. 8ol!chewiftische Unruhen in Mexiko. Paris 29. Sept. (WTBll Wie die „Ehignco Tribüne" aus Meriko meldet, ist es in der Stadt Meriko zu bolschewistischen Unruhen gekommen. Bolschewistische Agitatoren haben den Nationalpalast gestürmt und hielten von dessen Balkon Redm an die nach tausenden zählenven Menschen. Ter Nationalpalast war mit roten Fahnen. geschmückt. Tie Reden wurden mit großem Beifall aufgenommen. U. a. wurde in ein« Rede dazu aufgefordert, die Zeitungen in otc Luft zu sprengen. Bon allen Teilen des Landes futb Trup- pen nach der Stadt beordert nxonoet, um dre Unruhen niet^rzudrücken. Tie Lage ift, fern ernst imb wird noch durch die ^atjachc v?richtvnmert, daß Präsident Huerta erkrankt ist 2 M. Mk. 2, Druck b-r 'BrüblWn Unwersitäts-Buch. und Steindruckerei R. Lauge. 348, 439, Elegante Schuhe ßntinental Absätze So gut wie Continental»Reifen. gewann. 3:1 (2:0) gegen die 2. Mannschaft von »einem Vertun am 30 Pnoz Von Spezialwerten Dillenburg nach scharfem Kampfe. Dillenburg ver-l gewannen Möln gtot'ro.tf. r 8 Pnoz, wühvend Gebr. mit ans 428,60 260,- Die und Mk. Mk. 26.9. 9.75 5,02 11,75 L- müssen Continental • Gummiabsätze haben. Sie ermöglichen gerausch» Zürich . . . , Amsterdam. Kopenhagen. Prag.... Stockholm. . ‘.Wien .. . . London . . und schonen Nerven wie Körper. Jeder Schuhmacher führt 2, Mk. 2,50 Mk. vorstehend Zeit auf der Höhe ihres spielerischen .^.önncnS und dürfte, nachdem si-e bis jetzt ungeschlagen 3 Liga- spiele gegen die besten Mannschaften geliefert hat, in der ersten Serie kaum noch zu erreichen sein. D. f. R. I. erzielte in drei Spielen 6 Punkte bei einem Torve haltnis 6:1. Derr Barlem (V. f. V. Marburg) leitete das Spiel korrekt und sicher. — D ie 2. und 3. Mannschaft weilte in Dillenburg bei Spiel und Sport D. zu Gast. Di, 2. Mannschaft mußte sich, nachdem sie beim Wechsel noch 3:2 führte, der flinken Dillenburger I. 6:3 beugen. Gießens Verteidigung ließ sich einfach überrumpeln. Die 3. Mannschaft habe, nachdem kurz vorher ein Unbekannter einem anr dem See befindlichen Kahn eiligst Ufer g. kommen fei. 1, Mk. 1,50 Mk. bereinigten § Fn her (Stabt iioM nur 90 i'jngen Hinzug hon in nor Wachs von 2 tyu kommt, I Handel. Fusion von Brauereien. Frankfurt a. M., 27. Sept. (WTD-) Brauereien Henninger, Kempff t w|____ w M X.» V * X -w **-**-' Erst am Samstag abend teilte ein Mann der Kri- minalpolMi mit, daß er am 19. September abends aus der Mitte des Sees weibliche Hilferufe gehört 27.9. 9,95 12*10 8 JO Bekanntmachung. Nachdem die Malzarbeiten in der Iran lfur ter Straße Irem sind, ist die Straßensperre nneder aufgehoben. Gießen, den 25. September 1920. Polizeiamt Gießen. Lauteichlager. üitWir Auch in MgWt etnt Sarleguit' Mrs zu ei Am 20. C Mlamnt (du (inet besonder um über das n Noblem der Wlüsse zu M allerdings -cn Staat Ne' gort fehlen ar Mgen, und i Menschen ohn helfen müstc te Manko l. Januar M Mgen fern 520 680 Mens Lage sein wei schassen. Diese binstsgclegcnl Bau begriffen 222 bewohnba Was hier in entsprechen tikanischc G' konnten im I halbwegs Pas Men und bi gut ober fchst gewandelt. 'S schlechter! I 61000 Fan diesen 3 Jo 28196 Fan Wabel Drell- mer gefallt 220,50 439,- 266,- a) mit Muster: 1. für die erste Stunde . ....... 2. für jede weitere Stunde . ...... b) mit Musterkoffern auf Handwagen: 1. für die erste Stunde . ....... 2. für jede weitere Stunde . . . . ■ • • Die angefangene Stunde wird als voll gerechnet. 2,- Mk. 1,50 “ ' Berlin, 27. Sept. Börsenftimmungs- bild. Die Börse zeigte sich bei Wvchenbegrwn nicht besonders unternehmungslustig, bewährte aber im allgemeinen eine feste Haltung. Lebhafte Umsätze fanden nur in einzelnen Werten statt. Am Montanmarkt spiellen Phönis-2Mien die Haupt- wlle und gewannen auf rheinische Kaust 14 Proz. Ferner waren Mannesmann, Bu'erus rmdTeutschi Luxemburger zu steigenden Kursen begehrt. Für Farbwerte erhielt sich das spekulative Interesse, ledvch zogen die Kurse nur noch wenig an Elektri- zitäts-Mtien lagen ungleichmäßig, erhekckicher war nur Deutsch-Uebersee-Elektrische verändert, bei vaimirr...... ääi,— , — Vud.-lkisenw.-AKt. 430,- -,- Adlerwerke .... —,- 4°/05efi.5taatsanL Electron Griesheim 351,- lRarhi»tlertt»gerie Datum.- a) ohne Gerätschaften: 1. für die erste Stunde . 2. für jede weitere Stuitde b) mit Gerätschaften: 0 1. für die erste Stunde . ........ 2. für jede weitere Stunde . - - ■ • ■ -'aU Die an gefangene Stunde wird als, voll gerochinel. III. Führung von Geschäftsreisenden: Hauptstadt Gießen vom 6. März 1877, die Regelung des Gewerbes derjenigen Personen, -velche auf öffentlichen Strafen od^r ^-.saitzeu ihre Dienste anbieten, insbesondere der Duenst i-nd Lohn mann ev betreffend, wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 24. September 1920. Polizeiamt Gießen. Lauteschläger. «--'K JWÄ UlarÄ WLlii) L- lsn "ÄN . „uurf I. H< p&rfjanblmtgen nicht in vollständig zweiß Weise stsbgelegt rvorden waren, mit Wirku 2. August (statt wie beantragt vom 1. I zahlen. 4 Die Sache gegen Landwirt Reß in Wöllstadt fand durch Verständigung ihre gung. 6 Auf Antrag des Dransportarbeiterve werden für die Arbeiter des Arbeitgeberve! für Handel und Gewerbe mit Wirkunc 20 Septembor die Wochenlöbne auf 19 170 Mk., 150 Mk. und 120 Mk. festgese übrigen erfolgte Verständigung der Parteie 6 Die vom Leiter der Abwicklungsstell Regt. 116 dem Josef Kulik in Gießen ge. ausgesprochene Kündigung wird mit Wirkm 30. Äppnnber 1920 für vechtswirksam erfl § 2 - der 8eit zwischen 10 Uhr abends und im Sommer G Uhr, im Winter 7 Uhr morgens kommt der anderthalbfache Betrag der . obigen Preissätze in Ansatz. § $ Dienstleistungen, welche in Erstehender Gebührenordnung mcht aufgeführt sind, insbesondere alle Dienstleistungen nach außerhalb der Stadl, sowie Transporte von Möbeln, Klavreren^ Kassen- schränken und dergleichen unterliegen besonderer vorheriger Vereinbarung. Jede Gebührenüberforderung, insbesondere das Verlangen von Trinkgeldern, ist den Dienstntännern untersagt und Mrd aus Grund des J 148 Absatz 1 Ziffer 8 der Reichsgewerboordnung mrt Geldstrafe bis zu 150 Mark, im Unvermögensfalle mit Haft bis zu 4 Wochen bestraft. Gießen, den 24. September 1920. Polizeiamt Gießen. Lau t e 1 ch l a g e r. 1,50 Mk. 3, Mk. 2,50 Mi. Imogen und hnuben, ® neue Wohl in B . Die Hausw WerständlicI k Miete in lagert, st d einfache K. ru ersch S Wich ein F die hauswi d Riete» un S-NeS Msteigeruna JW Einha ? Kaffen r "e Geisch ’? Een F Ren von L ^Weigerte? Wliren rn W Wfe feen L'U toi iAl körn, S Ml an 'tz ar sein aber E?Sen e Utz l da n PbS1 »i- Wf< s äi I Milieu Qfl । 'M1., im •s — a « • _ .. v . V v V <>■ x>W«l|'V IVW> 1 die Änmischung der magyarischen Regierung des || weißen Terrors in unserer Berhältmfte ab. Ui- sere Richtung bleibt: alles für Republik und So- !' zial ismus. Prag, 27. Sept. (WTB.) Der deutsch^»- lamentarische Verband fordert die deutsche Oeffent» | lichkeit auf, ihre Empörung über die U r br 0Jsc- Tung des Schulwesens durch den auf de: 8. und 9. Oktober angesetzten Schulstrei k au* zudrücken. Erne weitere Kundgebung des Verband richtet sich geyen das militärische System, das- Offensivbündnissen führe, wodurch die unheilooL europäische Lage noch verschärft werde und Eint!« für Versöhnung der europäischen Völker und St«v ten auf der Grundlage des Selbstbestimmung । rechtes. Ght einem Teil der Auflage nnebntplt] Die Finanzlage Deutschlands. Berlin, 27. Sept. (WTB.) Die ,,Deutsche Allgemeine 3eitiw" erhält von ihrem Brüsseler Vertreter einen Auszug aus dem Bericht über die finanzielle Lage Deutschlands, welcher die eigene Schuld des Reiches am 31. August auf 240 Milliarden Mark veranschlagt. Daneben weist er auf die Verpflichtungen der Länder und Gemeinden hin, .über welche hinaus noch ziffernmäßig nicht feftftdjenbe Verbindlichkeiten gegenüber ixrr Entente zu berücksichtigen seien. Der Bericht erwähnt die bereits durchgeführten Reformen im Reichshaushalr und der Steuerwirtschaft und die Endziffern der Reichshaushalte für 1919 und 1920 und gibt die einzelnen Posten der A u f- wendungen für die Durchführung des Friedens ver träges an, welche bis zum 31. März zusammen rund 54 Milliarden Papiermark betragen. Gegenüber diesen Anforderungen weift der Bericht einerseits auf eine Leistung hin, daß Deutschland sein Gesamteinkommen an Steuern von fünf Milliarden auf sechsunddreißig Milliarden gesteigert habe, und andererseits weist er auf die ungeheure Erschwerung aller wirtschaftlichen Leistungen seit Beendigung des Krieges hin durch den Verlust wirtschaftlrch und industrial wichtiger Gebietsteile, die Zerstörung des Arbeitsmarktes und den Mangel an Rohstoffen und Nahrungsmitteln, । welche nicht einmal den allerdrrngendften Notbe-f a) in der inneren und äußeren Stadt mit Ausnahme der unter b bezeichneten Punkte): . 1 . ohne Gepäck oder mit Gepäck brs zu 10 kg . 2 mit Gepäck von 10—20 kg . ■ b) nach folgenden Punkten: Neue Kaserne, Promn- zial "Siechenanstalt, Landes-Heck- und Pflege-An- slalt, Germania, Schützenhaus, Lremgshohe, Pm- losophenwald. Neuer Friedhof, Textors Hardt und Hardthof: , 1. ohne Gepäck oder mit Gepäck bis zu 10 kg . 2. mit Gepäck von 10—20 kg . Für Rückaufträge ist in allen Fällen die Hälfte der den Sätze zu zahlen. II. Zeitarbeit: Turnen, Spiel und Sport. — Männer-Turnverein. Da turnen des M.-T.-V am (Sonntag litt etwa- der Ungun ft der Witterung, nahm aber be trätet Beteiligung doch einen recht guten laut Am Gräzelwetturnen nahmen 40 teil. Von diesen errangen u. a. in der Riege den 1 Sieg Br. Fix, den 2. S« Hofmann und W. Wenzel, den 3. Aug Langer: in der Zöglings-Obernr 1 Sieg W. Müller, den 2 Sieg L. M. m es ins, den 3. Sieg H. Preis, mdei lings-Unterstufe den 1. Si-g W. Se, p! 2. Sieg Fr Stein, den 3 S.^r Hans Sch 1 in der Schickerstuse den 1. Sieg A. Be 2 Sieg W Mootz und W. Ab er man 3 Sieg H Lo hn e s. Auf der Lieb.gshöhe nachnntlags turnerische Vorführungen der schieden en Riegen statt, wob.i be.vrchers dreS und die Damenriege lebhaften Beifall er Diese Veran'^al ung bol wieder einmal etr von der Vi lseingkeit des deutschen Turnen dürfte der deu scheu Turnsache nräder neue F zugesührt haben. — Hockehabteilung des Ver für Rasen spiele 19 00. Jim vergär Sonntag trafen sich auf bent Sportplatz a Hardt die beiden Mannschaften der Ruder schäft Wetzlar und des V. f. R. Die Rasens an die Platzverhällni se gewöhnt, legten von A an ein äußerst icharfes Tempo vor, so das Publikum ein inte res santes Spiel geboten r Schon in den ersten 10 Minuten konntet die ( ncr das erste Tor, durch einen überraschend^ tragenen Angriff, ern'enden. Obnwhl der V die technisch befere Mannschaft, fcheitcrten 1 ersten Halb^il alle weiteren Angriffe an der jarer Verteidigung. Erft in der zweiten Hc erwies sich die Ucberlegcntjeit der Raenpncker mehrere rasch hinterenander ge chossene Tore dem Torverhältnis 5:0 für Gießen trennte die Mannschaften. Fußball. Im Kampf um dieLigam' schäft standen sich gestern auf dem V. f. B -S platz Trieb die Ligammmschaften des R.-Sp. , mai. f. B. weiterhin im Vorteil und hat < tenteils das Heft in Händen, Marburg zeitweise eingeschnürt und verteidigt tapfer, X Der neue Tormann hervorragende Proben s Könnens zeigt und das Publikum zu lebliaften fallskundgebungen begeistert: einige gesäb' Durchbrüche von Marburg können die Einh sckxn k även. Eine Viertelstunde vor Schluß ei Bickhardt von V. f. B. Gießen durch einen sch Schuß das einzige Tor des Tayes, trotz be fettiger Anstrengungen werden kerne Erfolge i erzielt. V. f. B. hat den Sieg eirmxinbfrei uerb das I^fultat ist nach dem Spielverlauf für 9 bürg sehr schmeick-elhaft. Die V. f. B.-Manns spielte sehr eifrig und zeigte, daß sie trotz der ' csualifiziernng ihrer beiden besten Spieler in Meisterschaft noch ein Wörtchen mitreden will. Spiel wurde von beiden Mannschaften in sehr nehmer Weise durchgeführt. — Fußball. T. u. Sp. V. Marb 18 60 : V. f. R. 1900 Gießen 0:1 (0. Eckenverlstiltnis 4:17. — Die Ligaelf des V. f. R. 1900 Gießen spielte gestern in Marburg gegen ihren stärksten Gegner des Lahnkreises, Marburg 1860, und lieferte eines ihrer besten Spiele. Die Mannschaft zeigte einen unermüdlichen Eifer und Angriffsgeist, dem sie den knappen, aber verdienten Sieg verdankt. Die ersten Minuten bringen eine Ueberlegenheit der Marburger, dann macht sich V. f. R. frei und verlegt das Spiel in des Gegners Hälfte. Marburg verteidigt gut und die Verteidigung muß lieber toi t in höchster Bedrängnis retten. In der 25. Minute erzielt Gänsen, der blendende Mittelstürmer der Rasenspieler, durch eine gute Vorlage von Paulus- Bode das einzige Tor, für Marburgs Torwächter, der gut auf der Hut war, unhaltbar. Das Ecken- verhältnis spricht für die lieberlegenbeit der Gießener Rasenspreler, deren Mannschaft ein rationales und schnelles Spiel zeigte: besonders der linke Flügel Paulus-Bode, durch seinen Läufer gut unterstützt, leistet technisch Hervorragendes. Christmann, unermüdlich im Angriff und der Verteidigung, füllte feinen Posten als Mittelläufer voll und ganz aus und hielt das gefährliche Marburger Jnnentrio Conrod-W-eber^Schrreider vollständig im Schach Die Hintermannschaft zeigte sich wieder von ihrer besten Seite, Will schafft mit seinem flachen kräftigen Schag immer wieder Luft. Weber, wohl der beste Torwächter unseres Kreises, hielt die wenigen weiten Schüsse in seiner altbekannten Sicherheit. Die Mannschaft steht zur Gebührenordnuiig für die Dienstmänner in der Stadt Gießen. Auf Grund des § 76 der Reichsgewerboordnung ivird in Uebereinstimmung mit der Stadtvertretung der Stadt Wien unter Aufhebung des Gebührentarifs siir dre Drenstmanner vom 13. xmiIi 1904 die nachstehende Gebührenordnung festgesetzt: Die Tienstmänner und die Untemclymcr von Enstmannv- Anstalten haben für ihre Dienstleistungen lowerl mcht gemäß § 3 eine besondere Vereinbarung itattzuftnden hat, folgende ist- bühren zu beanspruchen: I. Bestimmte Gänge: Ä L fh>r. nach ch«r Zu>t°liang Aage im Verwaltungsttreitv-rfahren iutasfV Pt, m dem bei p>° vinzialausschuß in zweiter Instanz endgültig enftcherdet. § 17. Diese Polizeioerordnung tritt mit dem Tage ihrer Verchsetlt'- lichnng im Amteverkündigungsblatt des Jefen in firalt. Tqä Polizei-Reglement der Polizeiverwaltung der Promnzral- Stern haben beschlossen, ihre Betriebe zu- ammenzulegen,oa sve infolge der fortschreitenden ungeheuren Erhöhung aller Betriebskosten, der steuerlichen Be^stimg sowie Verminderung des Bierabsatzes unwirtschaftlich und unrentabel sein würden. Die Fusion soll den Generalversammlungen derart vovgeschlagen werden, daß auf jede Aktie der neuaufMnehmenden Gesellschaft eine Aktie der aufnehmenden Gesellschaft entfällt. — Mit Rücksicht daraus, daß die Brauerei Stern einen größeren Posten Kempff-Aktien zu niedrigem Satze in ihren Aktiven führt, soll vvogesckchagen werden, daß aut jede Sternaktie außerdem eine Barvergütung von 500 Mk. entfällt. Der Braueveibetrieb der fusionierenden Gesellschaften soll in der Brauerei Henninger vereinigt werden, die durch ihre Anlagen hierzu besonders geeignet ist.