Genehmigung dem VAker- Landes. m des Gesamtsehlbetrages ist eine An^ übeicher £Ä wx&fcfek Ltt SWj tung für die aus der überstürzten DurchW rung etwa entstehenden Gefahren und Schaden müssen wir daher als Vertreter der rheinisch- westfälischen Eisen- und Stahlindustrie ablehnen. Die Wahl de; Reichspräsidenten. Berlin, 26. Juni. (Wolff.) Der Reichspräsident hat folgendes Schreiben an den Reichskanzler gerichtet: , Nach § 2 des Gesetzes über die Wahl des Reichspräsidenten vom 4. Mai 1920 (Reichsgesetzblatt Seite 849) bestimmt der Reichstag den Tag für die Präsidentenwahl. Ich bitte Sie, Herr Reichskanzler, veranlassen zu wollen, daß der R e i ch s t a g den W a h l t a g alsbald bestimmt." Die erste Sitzung des neuen Kabinetts. Berlin 26. Juni (WTB.) Heute nachmittag 4 Uhr fand die erste Sitzung des neuen Kabinetts statt. Zunächst leisteten die Minister den Eid auf die Verfassung, worauf unverzüglich in die Erörterung des neuen Programms eingetreten I wurde, über das vollstcnrdige Uebereinstimmung erzielt worden ist. Berlin, 28. Juni. Die heutige Sitzung des Reichstags soll ausschließlich der Aussprache über die in der ersten Sitzung abgegebene Erklärung des neuen Kabinetts dienen, und zwar werden an diesem Tage nur die Redner der sozialdemokratischen Parteien sprechen. Am Mittwoch kommen die anderen zum Wort. Berlin, 27. Juni. (Priv.-Tel.) Nach der „Vossischen Zeitung" ist außerdem Reichspressechef Rauscher auch sein Stellvertreter B reuer auf Urlaub gegangen. Der Boykott gegen Ungarn. Subaueft, 27. Jmri. (Wolff.» W-di-Möt- ter melden, wird ine Regierung morgen bet naiversammlung ihren Rücktrrtt zur Kenntnis bn"snbapcft, 27. Juni. (Wolff,) Das Ungar. Korresp. Bureau meldet, die Ungarnche Regierung habe ihren Gesandten in Wien, Dr. G r a tz , damit beauftragt, den Delegierten des internationalen GewerkschaftsbundeS Aufklärung darüber zu erteilen, daß die Angaben, mit denen der Boykottbeschluß motiviert wird, den tatlächuchen Verhältnissen nicht entsprechen, und die Maßnahmen bekannt zu geben, die die ungarische Regierung )d/on vor Verhängung des Boykotts zur Sicherung der RechtÄrdnung in Ungarn getroffen habe. Emen besonderen Vertreter gedenke die ungarische Regierung nicht nach Wien zu senden. Aeutzerungeu des Neichswehrminifters. Paris, 27. Juni. (WTB.) Reichsw^hr- minister Geßler erklärte dem Vertreter des „Matin", Jules Sauerwein, das deutsche Volk könne sich nicht nrieber ergeben und ferne Verpflichtungen erfüllen, wenn es nicht den inneren Frieden sicherstellen könne. Deshalb fei es unbedingt nötig, ein Heer von 200 000 Mann -u unterhalten. Tie Erfahrungen der letzten 18 Monate hätten den Beweis geliefert, daß 100000 Mann nicht genügten. Zur Bekämpfmrg der Unnit,en im Wrz feien 45 000 Mann notwendig gewesen, Kur Nicberwerfung des Sovjeis in München im Wrd 1919 33 000 Mann und zur Bekämpfung der Unru'hen in Hamburg im AprÜ 1919 19 000 Mann. Im letzten Frühjahr seien im Ruhrgebiet 40 000 Mann tätig gewesen. Mit 100 000 Mann müsse man große Teile deutschen Gebiets to'Öne Sämtz lassen. Auch bedeute die Entlassung von 50 000 oder 100 000 Soldaten einte Gefahr, da die Entlassenen meistens zu den extremen Parteien übergingen. Ohne ein Heer, das fähig sei, die Ordnung aufrechtzuerhalten, sei eine Zusammenarbeit zwischen Frankreich und Teutschürnd auf dem Gebiete des Wiederaufbaus illasdrisch. Ter Reichs- w^hcminister betonte im übrigen noch, daß nicht nur Lloyd George und Ehu.rchill, sondern auch kompetente Franzlosen die Anstrengungen anerkannt hätten, die Deutschland mache, um zur Entwaff- uung zu gelangen. Er habe die 'Ueberseugumg, daß man nach gewissenhafter Prüfung der Sage Deutschland nicht mehr des schlechten WAens bezichtigen werde. Danzig. Danzig, 26. Juni. (Wolff.) Dem Ausschuß für Auswärtiges wurde von, der verfasßmggeben- den Versammlung der polnische Entwurf fuc den V e r t r a g, der die gegenseitigen Beziehungen zwischen der polnischen Republik und der freien StadtDan zig regeln soll, übergeben. Aus ihnl sei hervorgehoben, daß nach Artttel 1 die Führung der auswärtigen Angelegenheiten ber freien Stadt Danzig, und die diplomatische und konsularische Vertretung lohne der Schutz ihrer Staatsangehörigen, in fremden Ländern der polnischen Regierung obliegt Artikels lautet, daß Handelsschiffe der treten Stadt Danzig die Flagge der polnischeii Handelsmarine fuhren sollen Saut Artikel 13 ist im Innern die Dienstsprache der Behörden, Gerichtshöfe und aller Organisationen der freien Stadt Danzig und ihrer politischen Gemeinden diejenige, die von den beiderseitigen zuständigen Behörden Danzigs imd ihrer politischen Geineinden angenommen ist. Sie imb alLuüLrwcm daüiÄ imb poüch'ch dusdaiieu. Nach Krassins Mission gescheitert. London, 27. Juni. (WTB.) Der Ständige Ausschuß des Obersten Wirtschaftsrates trat am Samstag morgen zu einer Sitzung zusammen, der auck Krassin beiwohnte. P a r i s , 27. Juni. (WTB.) Das Blatt „Jllu- strated Simday Herold" erfährt, Lloyd George habe sich entschieden, Krassin vor Donnerstag, dem Tag seiner Abreise nach Brüssel, eine Unterredung zu gewähren. Das Blatt fügt hinzu, die Misswn Krassins sei praktisch gescheitert. Die Regierung von Moskau hätte feine Garantie in betreff der Produkte, die ausgeführt werden foulen, gehen können. Frankreichs Steuern. Paris, 27. Juni. (WTB.) Das «Journal Officiell" veröffentlicht ein Dekret betreffend die neuen Steuern, die 8Vs Milliarden embringen sollen. und dreifach herfefjiungen. Auch die Regelung der Finanzverhältnisse zwischen dem Staat und den Ge- meindon steht noch au5. Auch das Landes kheater mit 1389 000 Mk., das Mainzer Stadttheater mit 250 000 Mk., die ®eui>3pneric mit 157 000 Mk., die neue Sicherheitspolizei mit 3 340 000 Mk., die Erwerbsbosen fürsorge mit über 4 Millionen Mi. fallen stark ins Gewicht. Ohne die neue Besoldung^ reform hätte der Bo Anschlag mit einem Ueherfdjuß, ton elloa 30 Millionen Mark absMießen können, nunmehr entsteht durch diese Ausgabe in Höhe ton 78 Millionen, selbst unter Heranziehung alter Haag, 27. Juni. (WTB.) Amtlich wird mit» geteilt, daß der juristische Ausschuß des Völkerbundes beschloß, als Sitz des nach Art. 14 des Völkerbmidaktes vorgesehenen ftönhigen Gerichtshofes den Haag vorzuschlagen. Dieser Vorschlag wird zur endgültigen G *; D 5 ““ * bund unterbreitet weichen. Die ursprünglichen Friedensber>ingungen für Deutschland. Paris, 25. Juni. (WTB.) In der gestrigen Kammersitzung erHärte Tardieu, daß zu Beginn der Friedensverhandlungen im Januar 1919 als Friedensbedingu ngen für Deutsch- land ausgestellt werden sollten: Sofortige Zulassung Deutschlands jum Völkerbund, keine interalliierte Besetzung der Rheinlande, höchstens eine französische Besetzung von 18 Monaten. Die Kohlengruben im Saarbecken sollten nicht in den Besitz Frankreichs übergehen. Auch die Bevölkerung im Saargebiet sollte keinem besonderen Regime unterworfen werden. Deutschland sollte nur 40 Prozent aller Schäden an Menschen und Gütern zahlen,imd nach 30 Jahren sollte es frei von allen Lasten sein. Außerdem sollte ihm die Berechtigung zugestandyi werden, die Halste der Entschädigungssumme tn Papier zu zahlen. Oesterreich sollte frei darüber Beschluß fassen können, ob es sich mit Deutschland bereinigen wolle. Tas alles 'habe Cleniencean verhindert. Einberufung des Völkerbundes. Paris, 27. Juni. (WTB.) Nach einer Havas- rneldung aus Washington verlangten die Alliierten von Wilson, er solle die erste Versammlung des Völkerbundes einberustn. Man erklärte jedoch in Washington in offiziellen Kreisen, daß die Einladung nicht sofort erfolgen werde, da man noch nicht über Zeitpunkt und Ort-der Tagung einig sei. Die einen wünschten Genf als Tagungsort, die andern Brüssel. Haag, Gerichtshof des Völkerbundes. Der internationale Gewerkschaftsbund hat einen allgemeinen V e r k e hrs b o y kvtt gegen Ungarn proklamiert. Als Grund dieser Maßregel werden Greueltaten angegeben, die unter Duldung der gegen wär- ■ tiger, ungarischen Regierung von militärischen Stellen, insbesondere von „gegenrevolutionären" Freikorps verübt worden seien. Die ungarische Regierung leugnet, daß Ueber- griffe in erheblichem Umfange vorgekommen seien und weist auf die außerordentlich schwierige Situation hin, die sich nach dem Abzüge der Rumänen und der Beseitigung der Räte- Diktatur ergeben habe. Ob und wie häufig schlimme Dinge passiert sind, wird sich un Augenblicke schwerlich feststellen lassen. Aber auch wenn auf die bolschewistischen Verbrechen schwere Vergehen von der andern Seite gefolgt sind, entbehrt die Maßregel des inter- nationaten. Gewerkschaftsbunds jeder Berechtigung. Sie liegt auf einer Linie mit dem Vorstoße, den die Gewerkschaften Deutschlands nach dem Kapp-Putsch gegen die Demokratie unternahmen, und sie ist insofern noch krasser als jener Vorstoß, weil sie den internationalen Beziehluar-gen jede sichere und stabile Grundlage entzieht. Sogar der Völlerbund, der doch die legitime Vertretung der Regierungen sein soll, nimmt das Recht, einzelne Länder zu boykottieren nur in Anspruch, wenn diese Länder sich nach außen hin als Störenfriede erwiesen. Auch die An- hänoer internationalen Zusammenschlusses sind^ sich klar darüber, daß der Völkerbund an jedem Versuche, in die innerpolitischen Verhältnisse eines Landes einzugreifen, seine innere Souveränität anzutasten, scheitern müßte. Dabei ist, wie gesagt, der Völkerbund, wie ihn seine Anhänger sich vorstellen, eine legitime Vertretung der Regierungen, die ihrerseits wieder legitime Vertretungen ihrer Völler sind. Vollkommen <-ausgeschlossen ist es dagegen, daß internationale Organisationen einer einzigen Klasse oder eines einzigen Berufsstandes Rechte für sich beanspruchen, die noch weit über die des Völkerbundes hinausragen, und souveräne Staaten zu einer von ihnen gewünschten Gestaltung ihrer inneren Politik zu zwingen suchen. Die gegenwärtige ungarische Regierung mag in anderen Dingeii ein noch so schlechtes Gewissen haben; wenn sie den Amsterdamer Boykott- beschluß zurückweist und gegen seine Ausführung mit allen Repressalien vorgeht, die ihr zu Gebote stehen, so ist sie im Rechte. Eine Diktatur der Gewerkschaften ist xm internationalen Leben genau so wenig zu ertragen wie in der inneren Politik des einzelnen Polnischer Terror. Kattvwitz, 27. Juni. (WTB.) In Rainsch- flUS ÖCItt besetzten (ScbitL dorf bei Kofel (Oberschlesien) überfielen geltem abend, wie die „Oberschlesische MorgenzerNg" mel- Dorten amtsenllülfen. bet, eine bewaffnete polnische Bande ton 20 Mann Berlin, 27. Juni. (Wolff.) Der Ber- die dortige Gründmigsversarnrnluim liner „Lokalanzeiger" meldet: Staatsanwalt eins heimattreuer Obe^chlesier- Em^Einwohner, Dorten, der sogenannte Präsident der Rhei- eS ^äXÄtTt^t. Ein I nischen Republik, ist vom Disziplinarhose zur weiterer der zum Beisitzer gewählt worden war, Entfernung ans dem Amte verurteilt worden, wurde so schwer verletzt, daß an feinem Aufkommen * gezweifelt wird Aus verschiedenen Anzeichen geht Ludwigshafen, 26. Juni. (Wolff.) klar hervor, daß der Ueberfall regelrecht ergänz gg-e „Pfälzische Post" von zuverlässiger fiert worden war. Seite erfährt, hat eine Untersuchung gegen die k .. ... in Mainz verhafteten Arbeiterfüh- Au» Ö€ttt aeid&t« rer Feick, Sittinger und Schäffer noch nicht Noske stattgefunden. .Es ist noch nicht einmal ein 26 lluni (Wolff) Der Verhandlungstermin festgesetzt worden. frühere 9?eidi3nx!brminifter 92 o 3 f e ist zum = Wiesbaden, 27. Juni 9tegierimg5» P^mäfibcnt Dr. Mvmrn hat die Verwaltung des O berpr af identen von H annov r r Teils des Regierungsbezirks Wiesbad« nannt worden. I nrieder übernommen. Nur einige kleine Dezernat« - !Der Steuerabzug vom Lohn. werden noch ton der Casseler Regierung verwaltet Artikel 20 ist Danzig verpflichtet, überall da neue polnische Volksschulen M gründem wo mindesteiis 40 Kinder vorhanden sind, deren Eltern wünschen, sie in polnischer Sprache unterrichten zu lassen. Nach Artikel 29 gehören Gerlchtswchen, die der Zuständigkeit des Reichsgerichts ^ Leipzig Z'r. U9 Der Eiehener Anzeiger erscheint täglich, außer Sonn, und Feiertags. Bezugspreis: Monatlich Mark 3.60, vierteljährlichMark 10.80 einschließlich des Bestellgelds : durch die Post vierteljährlich Black 9.75 ausschließlich Bestellgeld. Fern sprech-Anschlüsse: für die Schriftleitung 112; Verlag,Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger «Ziehen. Postscheckkonto: Frankfurt a. M. 11686 ünte?li-gmfvm"n^Ä" ZÄ-rndi-ffeit des Wikderaufnahmr der Suftpoftlinien. , ■ -A V O V ^^1 . 1 ( TIaV Altf I Berlin, 26. Juni. Wie der Berl. Lo- dem Ä MZ-iK Ww erfährt ff°t infolge Swße«rZuftch^ men bezüglich des Militär - und Marine- von amerikanischem Benzin den Luftverkehrs- toTfenT^u treffen, um fein Landgebiet und die Gesellschaften wieder Betriebsstoff zur Berfu- Zugänge «um Meere wie auch das Gebiet der gung gestellt werden können, so baß mit der freien Stadt Danzig zu verteidigen. Zu Wiederaufnahme der Luftpost-Li- Zweck hat Polen das Recht, auf .besagtem Gebute nien innerhalb Deutschlands bereits für die Militär und Seestreitkräfte zu unter»ilten, Be- allernächste Zeit zu rechnen ist. So nimmt die festictmrMv^tz M ^E?^v^Ä^?39 w^ Deutsche Luftreederei am 1. Juli ihren Dienst gEswegen, M eingeschriebene Postkarten, Briefe und Druck- Ter Vertragsentwurf umfaßt tm gan^eit o/ ferner Päckchen, dringende Pakete und Zei- Artikel. hingen. Die Sendungen müssen die deutliche Auf- Ein Aufruf Hindenburgs «n die Oberfch-«,i« Beuthen, 26 Jwn. (WTB.) In der I s^zumachim. Nutzer der gewöhnlichen Gebühr „Oberschlesischen ÄuÄe^eitung unterliegen oie Sendungen folgenden Flugzu- feldmarsck;a:l v H rndenbur g folg«nden Mfruf Pgs^x^en und Briefe bis 20 Gr. an die Oberfchlesier^ 20 Pf, Briefe über 20 bis 50 Gr. und Dmck- Jn schweren schlachten habe ich Euch ernst 50 Gr. 80 Pf., Briefe und Druck- tor dem feindlichen Einbruchs ^betvahrt Euere ' , über 50 1Oo Gr. 1,60 Mk., über 100 Söhne, Brüder und Vater haben damals als brave > 2 40 Mk., Drucksachen über 250 Bis Soldaten treu zu mir gestanden; gegenseitiges I 500 4 8q <5^ Uber 500 Gr. bis 1 Kg. uni Vertrauen hat uns fest! verbunden. Darum glaube 1 Kg. 9,60 Mk., dringende Pakete, bu ichrdas Recht W P W in keiner Ausdehnung 60 Ztm. Überschreiten dür- btefer über Euer Schrchal entscheidenden Stunde jüt j^^s angefangene Kg. 10 Wit. Für Em- Folgendes Mzurust^' . L y -x schreibung und Eilbestellung außerdem die gewöhn- Wollt IW Euch wrrAi^durch >orrlehwi ver> ^ch-en Gebühren. Zeitunasbezieher können dir leitet, ton Preußen und Teutschlano wssagen. ^uayeföT{)enntg ihrer Zerllmgen gegen eine bei W)M Ihr wirllL V^t^ ^rwe, dem ^^'Pos,cmslalten zu erfragende Gebühr für einen Ihr Euere ganze fnedllck^ «wrcllulm> verc»mkt? ^Nonat beantragen, Zeitungs Verleger können ihre Wißt Ihr denn mcht, daß Ihr dMrrch ms El^ck) I Zeitungen auch für eine oder mehrere Wochen gestoßen werdet, lxrß Euere bl ulende ^idustrre bte 00It ihnen gewonnenen Bezieher durch Flug- vemichtet wird, daß Ihr, der ArbeitsLostBett und befördern lassen. dadurck) dem Hunger verfallt unb' bald, wre schon „ .. so viele jensefts der Grenze, g^zwuugeu fern wellet, Dre Kölnische VollszNMNg. in aller Welt Fvöhndienste zu leisten? Wißt Ihr I Köln, .26. Juni. (WTB.) Die „Kölnische denn nicht, daß Euch in dem unruhigen Polen Volkszeitung" teilt mit, daß sie ab 1. Juli in neue Kämpfe bevorstzchm werden? eine G. m. b. H. umgewandelt wird, unf auf eine Oberschlesier! Ich kann es nicht glauben, daß 1 Weitere und tragfähigere wirtschaftliche Grundlage Ihr von uns gehen wollt. Hört auf mich, denn ich gestellt zu werden. Das Blatt behalt seinen bis- meine e5 treu mit Euch! Bleibt bei uns! herigen Charakter als katholisches Blatt und Zew gie$. ton Hindenburg, GeneralMmarschall. trurnsblatt bei. Berlin, 26. Juni. (Priv.-Tel.) Der „93. Z." zufolge lautet der Antrag, den bas Attr Hessen. Zentrum, bte Deutsche Volkspartei, bie Demo- traten nnb die Mehrheitssozialisten im Reichs- Staatvvoranschlag. , tag eingebracht haben: Der Reichstag wolle R.M.K Darmstadt, 27. Ium. Der Em- beschließen einen Ausschuß von 28 Mitglie- wurf des Staatsvoranschlags mit dnn Fi- Krn eimiife^n mit dem Auftrage die aus nanzgesetz und einer Teükichrift ist soeben erschleneii. bern ^uzuseyen mu oem ztuiitage, r ylus eingehenden Darlegungen des Frnanzmml- Grund von § 45 und 52 des Einkommensteuer- für Hessen roentg^ünftige gesetzes von 1920 erlassenen Ausfuhrungs- Finanzlage 'hervor, die duiÄ die Steuerhoheit bestimmungen über die vorläufige Erhebung ^ Reiches zudem bisher mit Sichwheit überhaupt der Einkommensteuer vom A r b e i t s l 0 h n nicht zu übersrlwn ist. Die Verbesserungeii, die dmrch einer Prüfung zu unterziehen und insbeson- die (Änncchmen aus bem Verkauf unserer Eisen-- dere zu untersuchen, welche Maßnahmen zu bahnen an das Reich und den Erträgnissen ausden prrrreiff-H sind hu rrh bie SS ä t t c 11 bei der Weindomänen und den Mawungen zu erwarten S SIJJJS'hefeitiat meeben ömten waren, werden durch die tenWtai Ausgaben, mr ® l M 1 Sr- * St-ll- durch die mtai&Wn Summen für , . D u s se l d 0 rf, 2o. ^5UNt. (WB.)Dt Ar Erhöhung der Bsamtengeh älter uneber doppelt Zeitgeber für den Bezirk der nordwestlichen'^ *--- r .. ™ Gruppe des Vereins deutscher Eisen- und Stahlindustrie haben folgende Kundgebung veröffentlicht: Im hiesigen Gebiet bringt bte Presse der unabhängigen Sozialdemokraten anläßlich des Steuerabzuges heftige Angriffe auf die Arbeitgeber. Diese werden als Urheber des Steuerabzugs hingestellt. Wir erheben gegen die Unterstellung, daß die Unternehmer für den Lohnabzug zu Steuerzwecken eingetreten seien, entschiedenen Einspruch. lv vvl.uluvllWk, Diese Bestimmung wurde gegen den Wunsch servm ein Fehlbetrag, von 34,75 Millvonen Marl, und gegen die dringende Warnung des Unter- Zur Deckung " " * " nchmertmüs dmchgeMrt. Dio teaWox» Me mu rf Srites Blatt M.ZahrMg l8,:,?"1.!»? GlehenerAnMger U General-Anzeiger für Gberhesien WM Druck und Verlag- vriilfl'fche Unio.-Such- und Steindruckerei B. Lange. Schriftleitung. S-fchaftsstell- und Druckerei: Schuistratze 7. > « b ie von Pfennige statt eine Mark 50 Pf. statt am Dtxmid der fest fegefieiaai beträgt 555 697009 Mk, die schwebende Schuld ist auf 3000 000 Mk. zurückgegangen. Wir werden über die Ein-ethntLn der am nächsten Mittwoch beginnenden Beratungen im Finanzausschuß berichten. Au- Stabt und Lund. Gießen, den 28. Juni 1920. Veranstaltungen. Montag 28. Juni: Hotel Einhorn, 8V2 Uhr: Gastspiel Paul Buchwald. — Zirkus Alt- hosf. 8 Uhr. — Postkeller, 8 Uhr: Mitgliederversammlung der Deutschnationalen Volkspartei. — Gewerbehaus, 8 Uhr: Hauptversammlung des Ortsgewerbrverein. — Lichtspieltheater rote gfitern. uli *ur tulttlre Kinder Hilfe. In dem Aufruf in der Samstagnummer bat sich ein Druckfehler cinge- Ickst'chen Es ist richtig zu lesen: „Die Zukunst wtserer Krnder ist aufs höchch' gefährdet, wenn nicht Hilfe kommt — rasch, ausgiebig. Dürfen wir uns . . . Laill.reis Gießen. „Z w a n g s ein 0 Uürt ierring", der neue ^rchroauk von Franz Arnold und «Ernst Bach, ** Tv uristcnreisen in Tirol. An Touristen erteilt die Tiroler Larrdesregierung AufentbaltsbewiUigungen für 14 Tage, mit denen die vollkommen freie Bewegung im Lande ermöglicht wird. Diese Bewilligung wird erteilt gegen Bezug von zwei Berpflegungs gutscheinen für jeden Aufentlmltstag zum Preise von 15 Mr. für das Stück. Diese Scheine werden von der Treuhandstelle des Landesverkehrsrates in Tirol ausgegeben, von den Wirten an Zahlungsstatt angenommen und mit dem Betrage von 50 Kronen eiugelöst. Kreis Lauterbach. chlttz, 25. Juni. Die Heidelbeer- stt in diesem Jahre doch nicht so reichlich man erst annehmen durste Auf jeden l nützen _bas Zeirkobortt trefflich aus und bauten einen Sckrwank, der vom ersten bis zum letzten Augenblick erchntert. ** Liebig-Museum Am Sonntag den 20. Ium hielt Geheimrat Sommer eine gut besuchte Bollsoorlesung über Leonardo da Vinci als Erfinder in Technik und Kunst. Anher der Gesellschaft Liebigmuseum hatte dazu eine Reihe Gießener Gcsellschasten und Vereine in zweckmäßigem Zusammenwirken cingelaben. Am Ueber- g-Tng von Mttelalter zur neuen Zeit zeigt Scjnarbo eine erstaunliche Bereinigung von Naturwissenschaft, Technik und Kunst. Dabei ist er in allen Gebieten in erster Linie Erfinder. Ter Redner zeigt dies an einer Reihe von Puntten: In der Militärtechnik, in der Leonardo alle Folgerungen aus der Erfindung des Schießpulvers zieht, im Städte- und Hausbau, in Wassertechnik und Kanalbau, im Flugwesen, für das er die theoretische und praktische Grundlage geschaffen hat, sowie in allgemeiner Mechanik, Technologie und Maschinenbau. Auch als Künstler ist er vorwiegend Erfinder, besonders in der Maltechnik, in der er grundlegende, wenn auch manchmal verunglückte Versuche gemacht hat. Sein Hauptinteresse gilt der Untersuchung und Darstellung von Licht. ** Freigabe in Frankreich beschlagnahmter Postsendungen. Das französische Kriegsministerium hat folgende Bekanntmachung erlassen: Die Absender oder Empfänger von Postsendungen (Wert- und Einschreib- fendungen, Postanweisungen und Postaufträge), die im Laufe der Feindseligkeiten beschlagnahmt wor-- den sind, können bis zum 1. Dezember 1920 durch eingeschriebenen Brief ein Ersuchen um Freigabe an „l'Etat-Major de l'armse, 2 eme bureau, 231 boulevard Saint Germain, Paris", richten; dabei sind außer einer Erklärung über den Inhalt jeder Sendung die nachstehenden Angaben zu machen: 1. Name und Anschrift des Absenders und des Empfängers. 2. Ausgabetag. 3. Aufgabeort. 4. Auf- gabewummer. 5. Verfügung über die freizugebendc Sendung. Nicht zur Zustiedenheit erledigte Nach- fragen, die vor der Veröffentlichung dieser Bekanntmachung gehalten worden sind, können wiederholt werden, es sei denn, daß sie mit dem Hinweis auf die erfolgte Einziehung der in Frage kommenden Sendung beantwortet worden sind. ** Den G ipfelpunkt der Diebes«- f r e ch h e i t erreichte ein sage und schreibe erst neun- bis zehnjähriges Mädchen, das am Hellen Tage im Schisfenberger Wege in der Nähe des alten Friedhofes ein dreijähriges Mädchen auszog und die Kleider mitgehen hieß! ** Fahrraddieb stütz le. Am 26. Juni wurden hier folgende FahrvLdcr gestohlen: Ein Fahrrad Marke „Brermabor" mit schwarzem Rahmenbau und Flügen, Ledergriffen, Freilauf, Rücktrittbremse und noch neuer grauer Bereifung. Tas zweite Rad Marke „Allrigtzt" hat schwarzen Rahmen bau, gelbe Felarn, Fveilauf, Rücktrittbremse und hochgebogene Lenkstange. Am Hintorad be- stndet sich ein Patentschloß. Bor Ankauf wird gewarnt. Tie sich in letzter Zeit mehrenden 'Fahr- ititeiebftKftle sind nicht zuletzt auf die Nachlässigkeit der Radfahrer selbst zurü^uführen, die ihre Räder meistens nicht anschließen. Im Interesse der Rad- sckhcer empfiehlt es sich, Lein Rad.unougeschliossen oder ohne Aufsicht stehenzulassen. ** Auch Herrenanzüge gelangen neben den in der Lebensmitteltabelle toom Samstag angegebenen Bekleidungsstücke an Minderbemittelte zur Verteiluron Die Anzüge fönnen in den einschlägigen Geschäften sowie auf Zimmer 15 des Lebensmittelamles angesehen werden. ** Bei der städt. Obst- und Gemüse- stelle, M a r kt l a u ben, kommen morgen wieder Blumenkohl, Gelberüben, Gurken, Spargel und anderes Frischgemüse zum Verkauf; ferner größere Mengen Johannisbeeren und Kirschen zu den billigsten Tagespreisen. ** De r Bürger verein Gießen veranstaltet am Donnerstag, 1. Juli, abends 8 Uhr, im Hotel Schwab („Felsenkller") eine Allgemeine Bürgerversammlung. Auf der Tagesordnung stehen: Maßnahmen zum Schutze des Eigentums gegen Einbruch usw. sowie andere wichtige bürgerliche Angelegenhetten. ** Paul Buchwald und seine Truppe beginnen am Dienstag mit dec 5. Spätfolge und warten nieder mit zwei Lachschlagern auf. Pro- grammwechsel findet Montags und Freitags statt. Bei ungünstiger Witterung roerben, vielen Wünschen entsP'.ech«Md, Rachmittags-Borstellungen, um 4 U'tzc beginnend, etnykgt werden. Ter Vorverkauf befindet sich im Hotel. ^"5 O V . v . v ' . - ma. Frankenthal, 26. Juni. Auch in Frankenthal kam es auf dem Wochenmarkte anläßlich der hohen Obstpreise zu Akten der Selbsthilfe, die durchaus nicht harmloser Natur waren, aber eine Ermäßigung -teils eine ge- ivaltsame) der Preise herbeiführten. Tie Frauen- vereine Frankenthals haben beschlossen, vom Obfteinkauf so lange ab^useheu, bis die Preise auf ein Halbwegs erträgliches Maß heruntergedrückt feien, und dem Aufruf ist auch bereit reinig Folge gegeben worden mit dem Ergebnis, daß z. B. Kirschen für 1,50 Mk., Johannisbeeren und Stachelbeeren je 1 Mk., Heidelbeeren 1,50 Mk. zum Verkauf kamen. Laut „Frankenthaler Neueste Nachr." wird diese Bewegung von allen Pfälzer und angrenzenden badischen und hessischen Frauenvereinen ausgenommen und eine allgemeine Preissenkung wenigstens für das S p ü t 0 b st erwartet. -- H ö ch st i. O., 27. Juni. Die reiche H e i - beibeer ernte des Odenwaldes fällt leider der verwerflichen Handelsreeise der Stadt Essen zum Opfer. Während bisher das Psuird zu 2'20 Mark verkauft wurde, erschienen letzten Mittwoch Aufkäufer aus Essen und kauften die gesamten Erträgnisse Pfund um Pfund für 3 Mark auf. Und das geschieht bis heute. Die Folge ist, daß jetzt im ganzen Odenwald für das Pfund 3 Mk. gefordert werden und die anderen Städte das Nachsehen haben. — Was sagt die hessische Regierung dazu? = Frankfurt a. M., 27. Juni. Für die am Montag geplanten Demonstrationen der Fran kfurter Arbeiterschaft gegen die hohen Lebensmittelpreise sind umfassende Sicherheitsmaßnahmen getroffen worden. Die Polizei steht in Alarmbereitschaft, um jede Ausschreitung und aufflacke^rLen Plünderungsversuche tm Keim ersticken zu können. Die meisten Geschäfte halten von mittags an geschlossen. Auch die Markthalle bleibt für den öffentlichen Verkehr gesperrt. Berlin, 26. Juni. (Wolff.) Wie der „L 0 kalanzeiger" aus Hamburg meldet, ist es dort zu Lebensmittelun- ruh e n gekommen. In verschiedenen Stadtteilen wurden die Lebensmittelgeschäfte von der Menge gezwungen, die Waren zu billigen Preisen abzugeben. Auf dem Großen Heu- m a t ft ereignete sich ein Zusammenstoß zwischen der Sicherheilswehr und der Volksmenge, wobei die Wehr mehrere Schreckschüsse abgab. In H a m b u r g ist dem „Berliner Lokalanz." zufolge der B e l a g e r u n g s z u st a n d verhängt nwrden, welche Maßnahme auf die dortigen Lebensmittelkrawalle zurückzuführen ist. Bremerhaven, 26. Juni. (WTB.) In den frühen Morgenstunden begannen auf den Märkten der drei Unterweserstädte Bremerhaven, Geestemünde und Lehe Lebensmitteltumulte. Die Menge bemächtigte sich der Verkaufttellen. Es bildete sich dann eine Gruppe von Frauen und Arbeitern, welche die Lebensmittelgeschäfte in den Hauptstraßen stürmten. Die Erregung steigerte sich durch die Hetzereien minderwertiger Elemente, wodurch die Lage der großen Warenhäuser-aufs äußerste gefährdet war. Die Unruhen hielten am Mittag noch an. M ag de bürg, 26. Juni. (Wolff.) Am hiesigen Wochenmarkt kam es heute morgen infolge der hohen Lebensmittelpreise zu Ausschreitungen, die schließlich in Tätlichkeiten ausarteten. Berittene Polizei säu-> berte den Platz und die angrenzenden Straßm und stellte die Ruhe wieder her. S t u t t g a r t, 26. Juni. (Wolff.) In Heidenheim, wo seit der Teuerungskundgebung am letzten Dienstag ungesetzliche Zustände herrschten, rückten heute Abteilungen der Polizeiwehr und dec Verkehrswehr in die Stadt ein. Die Haupträdelsführec des Aktionsausschusses, die von der Arbeiterschaft zur Kontrolle der amtlichen Stellen eingesetzt worden waren, wurden verhaftet. Hebet die Stadt wurde der Ausnahmezustand verhängt. Ferner wurde die Auslieferung der nach Auflösung der Einwohnerwehren an einen Teil der Arbeiterschaft verteilten Waffen bis 12 Uhr mittags verlangt. Die Arbeiterschaft streikt seit Mittwoch. L. U. B e r u f U n g. Ordentlicher Professor und Direktor der Unüvetsttäts-Frauen-Klmik, Dr. bon J a sch ke, hat einen Ruf an die Universrtät Wien erhalten. *~ Amtliche Personalnachrichten. Der staatsamoaltschaftsobersekretär Karl Ludwig Theodor Mann in Gießen wurde zum Landgerichtsobersekretär bei dem Landgericht der Pro- vmz Oberhessen ernannt. — Entlassen wurde am 23. Juni der ordentlich.' Professor in der evan gilischtheologischen Fakultät der Landes-Uuiversi- tSt Gießen D. Hermann Gunkel zu Gießen aus lein Nachsuchm vom 1. Oktober ab. — Bei der Staatsanwaltschaft am Landgericht der ^ronuii Oberhessen zu Gießen ist die Stelle dcS ^taatsanwallschastsobersekretärs zu befeven. Dkl bungen sind bei dem Ministerium der Justiz bis zum 10. Juli eintureichen. — Ernannt wurde Heinrich Muth zu Gietzen zum Werkmeister an oer chinttgckckxro Klinik und der Klinik für Ohren- , Raten und Halslrankbeiten der Landcsuniverfität Gietzen mit Wirkung vom 1. Juni 1920. ** Aus dem Stabtiheaterbureau = fcöcfjft a. M., 26. Juni. Die Verbraucher haben auf dem hiesigen Wochen- markt zur Selbsthilfe gegriffen. Mehrere hundert Einwohner beaufsichtigten die Verkaufe und setzten hie Preise für Früchte, Gemme und für die feilgcbotenen Lebensrnittel ganz wesentlich herab. Händlern, die sich nicht fügten, wurde die Ware zwangsweise verkauft. So kosteten Fische das Pfund zwei statt.toter Mark, Kirschen eine Mark statt drei ^ar$,^0?»cnu^bce.rC11 75 Mnnige statt eine Mark 20 Pf., Gurken eine Mark 50 Pf. statt 3 Mark 50 Pf Kohlrabi 20 Pf. statt 70 Pf., Kopfsalat 20 Pf. statt 40 Pf., Erbsen 60 Pf statt et ne Mark HO Pf., Blumenkohl 80 Pf. Natt «fünf Mark. Auch die Lebensmitttb £'1d)Qfte wurden zur Einhaltung der billigen Preise gezwungen. ' a.M., 27. Juni. Die Städte Frankfurt, Mainz, Köln Düsseldorf usw., die tarn rhcmnchen Lbltmarft beliefert werden, haben Ber einbarungen dahin getroffen, daß alltäglich die den Erzeugern bezahlten Preise für Obst teb vhonilch den zuständigen Polizeibehörden über mütelt werden, um eine Ausbeutung der Ber tnxnuhcr zu vermnbcrn. — In v. j(u befrf’i r nahmle am Srmstag die Polizei zwei Eisendrö, 1 Qbenzmittelunruhen. sw. D a r m st a d t, 26. Juni. Nach dem Beispiel anberer Städte kam es heute vormittag auch hier auf dem Obstmarkt zu einem Aufruhr. Schon in aller Frühe waren eine Menge Polizisten und Sicherheitswehrsoldaten aufgeboten, doch es lief alles planmäßig wie sonst. Erst gegen 10 Uhr brach der Sturm los. Die Heidelbeeren und sonstiges Obst flogen auf dem Platze herum. Die Bauern und Händler mußten auf Gnade oder Ungnade das Obst zu billigeren Preisen abgeben. Hierauf zogen die Trupps der Rebellen nach den bekannten Berkaufstellen und ztwangen auch dort die Inhaber zum billigeren Verkauf des Obstes. rm. Darmstadt, 27. Juni. Die Preisprü- funasstette hatte zwar den Preis für Kirschen, Heidelbeeren usw. um eine Mark herabgesetzt, die Zufuhr war daher sehr beschränkt. Gegen 10 Uhr erschienen zwar nahezu hundert Arbeitslose usw., meist junge Burschen auf dem Mocken markt, wurden aber von einem starken Schutzmannsauf- gebvt empfangen. Das meiste Obst war pon den Händlern rasch in die benachbarten Straßen und Häuser gebracht worden, so daß der Zug nach hiraen Auseinandersetzungen mit der Polizei, ohne nennenswerten Schaden anzurichten, wieder verschwand. Nur einige Körbe waren ihnen zum Opfer gefallen. Sie zogen dann durch die Straßen nach den Lebensmittelgeschäften, doch waren auch hier schon die Obstkörbe verschwunden, so daß die Demonstration leinen besonderen Erfolg hatte, als daß jetzt vorläufig sehr wenig Obst hierherkommen wird. — Die Polizei hat jetzt eine Verordnung gegen die Wucherpreise erlassen. wz. Mainz, 26. Juni. Bei bem gestrigen Markt Krawall waren in einen Keller der Liebfvauen- straße sechs Personen eingedrungen. Um ihre Personalien festzustellen, sollten sie mit dem Gefäng- näüiKLgen, dem sogen, grünen Gustav, auf die Polizei gebracht werden. Inzwischen waren aber die Pferde ausgespannt und von ber Menge der Wagen nach dem Fischtor gezogen und von der Ipben Kaimauer 'binab in den Rhein gestoßen worden. Während der Fährt versuchten Polizeib:amte den Wagen der Menge zu entreißen, ein Schutzmann wurde dabei zur Erde gerissen und schwer mißhandelt. Er gab mehrere Schüsse ab, wobei eine verirrte Kugel den gerade aus der Üauteranstraße kommenden 17, jährigen Gg. .Wefjler aus der Schusterstraß:, einem vollständig Unbeteiligten, in den Mb drang. Der Schwerverletzte wurde von der Sanitätswache ins Krankenhaus gebracht. Außerdem mürben zwei an der Sack? Beteiligte unerheblich verletzt. Eine Frau aus Weisenau wurde auf dem Markte im Gedränge derart geauerscht, daß auch sie ins Krankenhaus gebracht werden mußte. Am Nachmittag zwischen 3 unh 4 Uhr nerfammette sich eine große Menge vor dem Stadthaus. Die Stebner verlangten, daß die Kleider und Schuhe unbedingt verbilligt roerben müßten. Die Beigeordneten Ade- fantfl und Hiemonz wrachen von der Mttmc des Stadthauses aus, daß Verhandlungen nach dieser Richtung stattfinden würden, die Seute sollten sich beruhigen uni) nach Haus« ge^hen. Am Morgen wurden auch die Läden, in denen Lebens-nnttel, be* fonber-3 Eier verkauft werden, aufgesucht und der Dreis für die Eier auf 80 Pf. das Stück festgesetzt. Die Ladeninhaber verlausten dann an die Menge die Eier, immer zwei Stück, zu je 80 Pf. pro Stück. — Am Nachmittag waren fast sämtliche Läden in der Stadt geschlossen. ma. Mainz, 28. Juni. Der Mainzer Markt krawall hat auf dem Lande in Er- zeugerttcisen Beunruhigung hervorgerusm. Bereits am Freitag nachmittag fan Ten auf b:u O b st - ar0ß m är 11 e n die Pr e i se für Ki r schen una John nni s be eren mer-klich, letztere auf 45 bis 50 Pf. pro Pfund. In Heid es he im, wK)in dos Gerücht gedrungen war, es seien Mainzer „Markt- spartakiderl" in großer Zahl auf dem Marsche nach Heidesh?im, um auf dem Obstmartt aufzuräumen, hatten die Bauern einen bewaffneten W i - der st and vorbereitet. Mit Mistgabeln, Jjacfen nsw. 'harrten sie am Bahnhof und an der Markthalle der Dinge, bk da kommen sollten, aber vergebens, die „Spartatiben" blieben aus. Mainz, 27. Juni. (WTB.) Die Bewegung Kur Erzwingung des Preisabbaus wurde auch gestern fortgesetzt, beschränkte sich aber nicht nur auf Lebensmittel, sondern dehnte sich auch aus andere Artikel aus. Schuhgeschäfts wurden beispielsweise gezwungen, die S ch u h w a r e n ohne Unterschied Der Qualität zu 50 Mark für Damenschuhe und 70- 75 Mk. für Herrenschnhe abzugeben. Diese Zwangsverkäufe gingen unter Kontrolle von Poli- zeibomnttn vor sich. In Wiesbaden sind die Obstpreise infolge eines sanften Druckes auch erheblich zurückgegangen. Auch andere Lebensmittel mürben im Preise erheblich herabgesetzt. Eier wurden zu 80 Pfennig verkauft Von einer ähnlichen Aktion wird aus Höchst berichtet. wagen mit Obst aus Deidesheim, weil mit Sendungen Wucher getrieben roerben sottro ± L.-O» R. 116. Tie Bereinigung des L«ro- wechr-Jnfanterie-Regiments Nr. 116 veranstaltete gestern eine FarmliLnzusammenLunft auf der „Schönen Aussicht". Ter Saal vermochte nicht die ZaÜl der ehemaligen Kameraden und ihrer An- geWrigen zu Mfcu, die nicht nur aus der Stadt, sondern auch aus der Umgegrud und Wetzlar erschienen waren. Ter Bovsitzende Prvsessvr Dr. Heimann sprach die Begrüßung. Unter den Mitt- gliedern enftpmm sich dann eine rege Unterhaltung über die gemeinfanren Erlebnisse im Felde. Dem Preissä-erbenschießen tvurde sechr rege zugespnochcn. Es herrschte im Saal und im Garten ein echt lkmeLÜstchaftliches Treiben. Zum Schkusse ern»rhitte Professor Dr. Eger einige Erlebnisse aus den Klmpfen in der Champagne und gedachte der Landroehrfrauen, die auch zu Hause chven Kampf für das Vaterland zu führen hatten. X Birklar, 26. Jmrn Der Sohn unseres ch Lehrer ^ußner wurde zum Forstassessor er» nmrnt Fall wird fre weit hinter der vorjährigen Rekord- ernte zurückstehen. Die Sträucher batten auch dieses Frühjahr vorzüglich angesetzt und waren überreich mit Beeren bedangen. Tie wiederholten Nachtfröste haben aber der Ernte sehr geschadet. Die erften Beeren sind bereits herangereift und werden schon gepflückt, zum Teck wird sogar mit ttärnmen gearbeitet. Tas sckadetchn doppelter Weise ber Ernte, einmal werden die Sträucher frühzeitig zertreten, dann loerdcn durch.das Mämmen die grünen und unreifen Früchte mit abgerissen. Im Interesse der Allgemeinheit wäre es baljer sehr erwünscht, roenu zunächst, rote im Vorjahre, eine Waldsperre ner» hängt roürbe, wie es heuer auch die Genossenschafts» roalbung Salzschlirf getan bat. Dort dürfen ixn dem 1. Juli keine Heidelbeeren gepflückt werden und nachher auch erst gegen Lösung eines Erlauf» nisscheins. Kreis Friedberg. Ein Kolonialdenkmal in Bad-Nauheim? Bad-Nauheim, 25. Juni. Der ehemalige ostafrikanische Major Fonck hat den Plan, nach dem Verluste unseres Kolonialbftitzes deck' kvIonia len Gedanken in unserem Volke durch ein Kolonial- denkmal wachzuhalten, das all die in unseren Koto^ nien geleistete Kulturarbeit versinnbildlichen soll Tas Tenkmal ist in Gestalt des Forts Mpapua in Teuftchostafrika gedacht, das ein Kolonicckmuseure enthalten und als ein Ort „koloniale Saalburg" an einem vielbesuchten Orte im Herzen Deutschlands errichtet werden soll. Major Fvnck hält unfern Badeort für besonders geeignet und ist da- her an die hiesige Ortsgruppe oer Teuftchen Kolonialgesellschaft herangetreten, die zunächst für den Fvnckschen Gedanken roerben will. Ein Modell des geplanten Kolonialmuseums ist gegenwärtig hier in der Parkstraße ausgestellt. Als geeigneten Platz für die Errichtung des Denkmals betradjtet mar hier die Höhe des Lichteübergs am Johannisberg ** Bab-Nau'heim, 28. Juni. T« Richard-Strauß-Abend (Strauß-Reger- Fest) findet heute abend im Konzerttnrus statt. Solist ist I v h n G l ä s e r vom FranftuttcrOveriv- haus, die Leitung hat Hofrat Prof. Hans-Win- derstein. Starkenburg und Rheinhessen. wz. Mainz, 28. Juni. Wie zu erwarten tont, blieb der Markt am Samstag v 0 llstän 0 ig leer. Nur ein Korb Kirschen zu 1.10 Mk. uni Handkäse zu 30 Pf. das Stück roaren in den frühen Vormittagsstunden vorl-anden. Die Hausfrauen, die sich zahlreich eingefunden 'hatten, mußten mit leeren Wrben wieder nach Hause gehen. Auch in den Laden der Stadt war kein Obst und Sein Gemüse zu haben In den Vormittagsstunden gab es auf dem Markt, vor dem Wirtschaftsamt und in der Stadtt-ausstraß, wieder Menschenansammlungen, ohne daß es jedoch zu weiteren Ausschreitungen kam. Viele fiajxur geschäfte blieben auch heute vormittag geschlossen Hessen-Nassau. = Frankfurt a. M., 27. Juni. Mitb Februar d. I. wurde bei dem Juwelier Bräutigam auf dem Goekheplatz ein aufsehmcrregend« Einbruchsdieb stahl drdurck vollführt, das drei Unbekannte in einem gestohlenen Auto morgens um 10 Uhr vor das Geschäft fuhren, mit einem umwickelten Stein die Schaufensterscheibi einwarfen, Juwelen von hohem Wert errafften imt dann wieder in dem Auto unerkannt baoonjagten Der gleiche Raub wurde dieser Tage in Bresloa verübt Die Beschreibung der Breslauer Räubci stimmte genau mit den hiesigen überein. Die vor der hiesigen Krimrnalpolizei damals dem Namen nach feifcgefttilten Täter wurden von Breslauer Aitgenzeugen an der Hand übersarrdter Lichtbilder ibentifiiicrt. Es gelang nunmehr die Räuber in Berlin bzw. Erfurt festzunohnron. Es sind der 28jährige Monteur Conrad aus Berlin und der 30jährige Kraftwagenführer Fritz Stroh aus Botz, Homburg v. d H. Tarn dritten Räuber ist man auf der Spur. hl. Marburg, 28. Juni. Wie wir hören, hat die Polizei die Preise für Kirschen auf 2,50 Mk. das Pftmd festgesetzt. hl. Treysa, 28. Juni. Bei den Aufräu- mungsarbeiten auf der Brandstätte des Land- witts Heynmöller in Flors Hain fand maa unter den Trümmern die verkohlte Leich« seines Bruders. Er wurde seit dem Tage vermißt. Man nimmt deshalb an, daß dieser den Brant angelegt alsdann «Albstmord verübt hat und mit- verbrannt ist. — Wiesbaden, 27. Juni. Samstag nachmittag erzwangen größere Volksmengen in den verschiedemm Buttergeschäften ber Stadt eine wesentliche Herabsetzung der Butterpreise. Unter der Aussicht von Polizeiwachtmeistern wurden darauf die vorhandenen Butter- Vorräte verkauft. Reformbund der Sotrhöfe. Born 23. bis 25. d. M. hatte der „Reform* bunb der Gutshöfe" Interessenten zu einer Besichtigung verschledener Gutshöfe in der Wetterau, in benachbartem preußischen G.biete und in Stanken bürg ein geladen. Erschienen waren an den beide» ersten Tageir ein Vertreter des Reichsarbeitsminv- sternnns, ber hessische Finanzminister Henrich sowie andere Herren der Regierung, darunter verschiedene Lanbanttmänner, die mit der Regelung des abzw- tretenben Siedlungslandes betraut sind, zwei Nationalökonomen der Landesuniversität Gießen, Ver- treter der städtischen Parlamente aus Ncncheim, Friedberg, Offenbach, Frankfurt, der Lebensmittelämter, der Presse, Bodenreformer, sowie Vertreter der beteiligten Gutsbesitzer und Parker. Was bezweckt der Rcformbimd der Gutshöfe? Nach seinen Ausführungen haben mannigfache Ursachen die Bedeutung ber Landwirtschaft in den Mittelpirnkt des allgemenun Interesses gerückt. Wideftkr?ittnde Forderungen sozialer und wirt- schastlicher Art drängen nach befd>|cimiqt€r Löfuilg. Ec zählt es zu seinen Ausgab.n. solch.' Gegenwatt> fragen von möglichst verschiedenen Seiten zu beleuchten, um dadurch beit ipicktsochmann not den Problemen ber Nahrungsmittettrzeugung und ihrer Bedeutung für die Gesamtheit besser vertraut zu machen. Strenge Sachlichkeit seiner Dattegimgen soll dem Reformbund das Ohr der Angehörigen aller politischen irnb wirtschastlickxn Richtungen gewinnen Den weitesten Kreisen soll auf dem Wege der ihnen nach Beruf und Pytteirichtung geläufigen Gedankengänge vermittelt Ivetten, nxor auf cs anbommt. Nack der Einlabung soll im Interesse der städtischen Versorgimg und des landwirttchaftiickvn Fortschrittes geprüft werden, ob die Betrievssüh- nmg dieser Güter ausweislich des Standes der Felder und der Viehhaltmig im Vergleich zu den benachbarten kleinbäueriick>.rn Betrieben eine so große Ueberlegenhett aufweist, daß die Erl>altung dieser Güter ungeachtet der lebhaften Forderung Hwrnitn Nr. 149 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger för Oberhessen) Montag, 28. Zuni 1920 WLrÄin d?° m - S jLn *i St°ckm°rk Endlich, D°!wr! Sott .tat sich do» endlich hinab. Dann duräfchrllten wir lange Gänge, weiche • meiner angenommen. Oh, letzt werde ich wieder nicht sagte habe mir. teilen, von denen man frittier nichts al/nte. Talier üummt es, daß die Teilavaiwnen zu einigen Steigern nvcl) nicht durclrgesülstt ivetDeii tkmnteu. ^>m übrigen aber baust die Veranlaguirg für eine Reil-e Don Steuern mit Ausncst-me zum Reichsno topser und zur Einkommensteuer, welch letztere ja nach dem Gesetze zum erstenmal im Jahre 1921 veranlagt werden wird. Soweit bei der Einitommensteuer eine gesund werden. Nicht wahr, Doktor, Sie werden mich mitnehmen und schützen und schirmen, wie Sie mirs versprochen haben? Als sie hierauf die Gräfin erblickte, setzte sie in verändertem Tone hinzu: Wer ist diese schöne Wieder streckte die alte Dame lächelnd ihre Hand ans und sagte: Küssen Sie mich, meine Liebe! Oh, wie wohl es tut, endlich Freunde gefunden zu haben. Nunmehr möchte ich noch iveiterleben. Weiterleben? Selbstverständlich! rief meine Gräfin aus und küßte fie, noch viele Jahve voll fassen zu können. . , Ich erinnere mich an Sie, meine Hiebe, sie. Sie waren mit Enrico verheiratet. Ich Sie ein- oder zweimal gesehen uni) dachte wie schön Sie seien, aber ich verstehe nicht ganz, warum Sie mit dem Doktor gekommen sind. Oh, sagte ich, die Gräfin und ich haben uns ht der letzten Zeit kennen gelernt und wir sind ans- gezeichnete Freunde geworden — alles Ihretwegen! Seit unserer ersten Zusammenkunft haben wir mit vereinten Kräften gearbeitet, um Sie anfzufindeu und aus den Händen Ihres Verfolgers zu befreien. Aus Stadt und Land. Gießen, dm 28. Juni 1920. Die Erhöhung der Renten in der Invalidenversicherung. Die Landes Versicherungsan st alt teilt mit: Durch das Gesetz vom 20. v. M. sind die Invaliden-, Kranken- und Altersrenten um gewesen sein. , Gewiß, erwiderte Pasguale. Ich erinnere mich wohl daran. ' . .. . Dann, sagte ich, ihn ernst ins Auge fassend, müssen Sie auch wissen, wo das Duell ausgefochten worden ist? r c , Gewiß, Signore. Es fand in den Gärten dieses Palastes hier statt, hinten, am Tiberufer. Waren Sie vielleicht Zeuge der Affäre ? Zufällig, Signore, ganz zufällig, wie ich Sie versichern kann. Um so besser, erwiderte ich mit beruhigendem Lächeln. Später sollen Sie mir die ganze Geschichte erzählen. 9toct) etwas: sollte sich dreier Sal- viati blicken lassen, so sagen Sie ihm, ich persönlich sei sehr begierig, ihn zu sehen. Er wird sehr wohl verstehen, was das bedeutet, und nun, Gräfin, verzeihen Sie mir, bin ich völlig bereit. Die Gräfin ging voraus. Ich folgte ihr mit der ---.. . . /— । * .....- «kJ. — > (TL verteilen zu können. Osenloch - Finthen hält es für richtig, daß vom Staate die Sorgen über die Kriegsanleihen! erleichtert werden, da der Staat selbst deren Heber» nähme empfohlen hat. — Zur "Frage der Staatsaufsicht empfehle es sich vielleicht, einen neuen Vertrag auszustellen, wenn die bisherigen Verhältnisse zu Unzuträglichkeiten geführt haben. Es sei wohl vertrauenerweckender, wenn man die Staatsaufsicht bestehen lasse. Bücher- Gr.-Zimmern geht mit den Erläuterungen des Vorstandes über die Dividenden- rtzrteilung nicht einig. Es sei unsere Pflicht, zu sparen, wenn es auch nur 19 000 Mark sind, die zur Verteilung kommen sollen. Bei den Abschrei- bungen sei auch die Genehmigung der Regierung notwendig. ' , Direktor Berg stellt fest, daß m der durch die Zentralverbände zustartee gekommenen Not- verordnilng die Abschreibung auch über 1 Proz. möglich ist. Wie ein Blitz aus fettere in Himmel kam nun die Verordnung der Gesarntregiernng, in der die Abschreibungeii auf 3 Proz. festgelegt wurden, ohne daß man auch nur in irgend einer Form mit den Genossenscknften Fühlung genommen hat. Ein solcher Vorfall fei unerhört und man habe sofort Protest erhoben. Es frage sich, ob man diese Verordnung überhaupt anerkennen solle. durch Fenster erhellt waren, die auf die den großen Hof umgebenden Galerien gingen. Schließlich stiegen wir eine zweite breite Treppe zum zweiten Stockwerk empor. Dort blieb die Gräfin stehen. Wärterin, gehen Sie lieber voran! flüsterte sie. Sagen Sie ihr, daß zwei Freunde aus London sie zu sprechen wünschen. Wir werden migenblick- lich folgen. Die Wärterin öffnete die nächste Tür und ließ sie offen stehen, als sie das Zimmer betrat. Einen Augenblick später schlüpften wir leise in ein wunderbar ausgestattetes Boudoir, an das sich außen eine Loggia mit dem Blick auf den Tiber anschloß. Nunmehr erschien die Wärterin wieder an einer inneren Türe des Boudoires und bat uns durch ein Zeichen, näherzutreten. Gehen Sie voraus! flüsterte die Gräfin. Vielleicht hat sie mich vergessen. Nicht ohne ein gewisses Gefühl der Rührung betrat ich das Gemach und erblickte eine Gestalt mit blassem Antlitz und großen Augen, die in ihrem Bett auf saß und uns furchtsam entgegen- sah. Als sie mich indes erkannte, wie ich mich ihrem Bette näherte, fuhr sie auf und mit einem halbunterdrückten Ausruf des Entzückens streckte sie mir ihre beiden Hände entgegen und rief: gen 5 Stimmen genehmigt. . . B ü che r - Gr.-Zimmern beantragt, die Verteilung einer Dividende zu unterlassen. Im Laufe der Aussprack-e sprechen eine ganze Anzahl Redner für die Verteilung, von einer Seite wird der Antrag auf Ablehnung als persön- lid>e Nörgelei bezeichnet. . Die Dividenden Verteilung wird gegen fünf Stimmen genehmigt. , . Die ausscheibenden drei Aufsichtsratsmitglieder Becker-Sprendlingen, Göttmann-Höchst i. O. und Schmidt-Echzell werden wieder, für den ausscheidenden Lehrer Loch-Auerbach wird Direktor Schl apach-Alsfeld neu gewählt. . Der vom Vorsitzenden cor getragene Bericht über die vorgenommenen Revisionen wird gutgeheißen. — Die Grenzen, die bei Gewährung Don Krediten au Genossenschaften gelten sollen, sollen auf 300 000 Mark, mit Genehmigung des Aufsichtsrats auf 1 Million, in Ausnahmefällen bis 10 Millionen Mark festgesetzt werden, was gutgeheißen wird. Direktor Mager berichtet über rärgeschlagene Statutenänderungen. Danach sollen noch K 3 die Mitgliedschaft erwerben können: 1. eingetragene Genossenschaften, 2. mit Rechtspersönlichkeit aus- geftattete Vereinigungen und 3. Einzelpersonen. Nach § 4 soll über die Aufnahme der unter 1. auf- zunehmenden Genossenschaften der Vorstand entscheiden. Zur Aufnahme der Geiwssenschasten, welche dem Verband der hessischen landwirtschaftlichen Genossenschaften nicht angehören, und der unter 2. und 3. genannten Bereinigungen und Einzelpersonen ist die Genehmigung des Verbandes erforderlich. — In 8 38 soll folgender Satz aufgenommen werden: Jedes Mitglied ist verpflichtet, für den laufenden Rechnungskredit bis zur Höhe von 25 000 Mark einen Geschäftsanteil zu über» nahmen. Jede MitgliedSginoss-enschast bat für einen höheren laufenden Rechnungskredit für je 25 000 Mark oder einen Teilbetrag davon einen Geschäftsanteil zu übernehmen. Nach Aussprache werden die Vorschläge genehmigt. — Endlich soll noch der Beschluß der Generalversammlung von> 1914 aufgehoben werden, nach welchem das Abkommen mit der Regierung betr. die Hingabe eines Darlehens und die Eröffnung eines Kredits an die Zentralkasse der Hess, landw. Genossenschaften zu Darmstadt als wesent- Cchhebüng an der Quelle erfolgt, wird in kurzer Zeit bamii der Anfang gemacht werden. Wer genauer Fusickht, der kann nicht von eurer Verlangsamung der Steuerveranlagung gegenüber dem Tempo in der Vorkriegszeit sprechen, fonbem der muß zugeben, daß angesichLs der gewalttgcn Aufgaben und der großen Sck»wierigkeiten in der Gegenwart die VerMilagungsaroeit rascher gesörvert wird als früher. Was das Reichsnodopfer anbe- langt, so ivar von vornherein klar, daß es bis zum Sommer hingegen würde, bis die Veranlagungsarbeiten entspreck-end in Fluß kommen nriiröen. Denn gerade bei diesem Gesetze müssen die ^Vorbereitungen für die VevanlaAung mit großer Sorgfalt getroffen werden. Außerdem 'handelt es sich lhier um eine Steuer, durch welche ein sehr großer Prozentsatz der gesamten Bevölkerung, wenn auch mit kleinen Beträgen, erfaßt wird. Schon bet der Abfassung des Gesetzes wurde deswegen bestimmt, daß Vorauszählungen aus diese Steuer vorgeiwm- men werden könnten, ckhe die Veranlagung erfolgt ist. Wer in bar DorauszchhLnngen auf das Reichs- notvpfer bis zum 30. Juni vornimmt, erhält eine Vergütung von 8 Prozent bieten Vorauszahlung; wer vom 30. Juni bis zum 31. Dezember foldx Voranszahlungen macht, erhalt eine Vergütung von 4 Pvozent des vorausbezaljlten Betrages. Dadurch soll nicht nur ein Anreiz geschaffen werden, daß möglichst große Telle des Reichsnodopfers bald de- za'hlt werden, es soll auch die ©teuer etfcbung dadurch beschleunigt werden. Tie Bevölkerung selbst ifat es also in der Hand, auf diesem Gebiete der FiiranzVerwaltung die Arbeit wesentlich zu erleichtern. Auch durch möglichst genaue und richtige Angaben bei den einzelnen Steuererklärungen kann viel Arbeit von feiten der ^^öskerung gespart werden: das Vommt dann schließlich den Sleuerzähle n selbst nrieber zugute. Im übrigen iit dafür geborgt, daß alle Steuerpflichtigen zur Steuer hwangezogen werden und daß die Veranlagung genauer vor genommen werden wird, als es vor dem Kriege der Fall war. Die Gräkin. Roman von G. W. App le ton. ^Nachdruck verboten.) Fortsetzung 66. Natürlich, sagte die Gräfin welche die Wich^ tiakeit dieser Bemerkung rasch erfaßte, der Erbgras hat seinen Vater vor vielen Jahren in einem Duell getötet. Sie müssen damals schon nn Polaste Verzögerung der Steirerveranlazung? Auf Grund von Material des Necchssinanzm inisr eriums Von Justtz-rat Grünewald, M. d. N. Noch ist es kein Ia'hr her, seit die guoßje Steuer- deform von der diatvonlaL^erammlung in Migrrff genommen wurde. Eine 2liusgttbe von imge^arer Größe lag ter i'är, galt es doch für, das .Reich trtcT’L' als zehnmal sio viel Steuern zu sck-affeu, als ci vor dem Kriege gel-rbt 'batte. Astch ntandj-cr ernste Finanzixillliler mochte zweifeln, ob diese Aufgabe sich überhaupt würde lösen lassen. Die nxmtglten aber satten erwarten können, daß die ^teuergeietz- gebung trotz der eingehendn Einzeloeratung in ter- Mlttiismäßig fo kurzer Zeit durchgeführt tver^en könnte. Hatte doch die Finanzreform von lUOU, tne nur einige hundert Millionen Mark neuer Steuern gebracht Halbe, die Getetzg-ürung ein ganzes lang in Anspruch genommen, und dabei war die Kernfrage feuer Reform, die Besitzittmerfragc, svgar auf frätere Zeit vcrbag-t worden. Ter auf- vtnerfreudigen Arbett aller beteiligten Farwren der Nattonalveriammlung Ivie der Regierung ist es nun gelungen, in rund 3A IÄHren das ganze direkte Steuersystem des Reiches umzubauen und mich bte indirekten Steuern auf wickstigen Gebieten zu ve- fovmieren. Tas ist eine Arbeitsleistung, von der sich die Bevölkerung tkrum einen Begriff machen Nun gilt es, die Steuergesetzgebung zur Aus- siktzrung zu bringen. Breite Schichten des Volkes 'ho.ben keine Vorstellung, welch eine imgie^eure Arbeit die Veranlagung neuer Steuern überUaiUrt und im gegenwärtigen Au erblicke insbeso ndere .macht. Jede neue Steuer erfordert, nachdem sie Gesetz geworden ist, mio-natelange Arbeiten zur Fertigstellung der AüsfÄl-rnngsbesbimmungen, zur Vorbereitung und Durchführung der Beranlagungsarbeit. Das war schon im Frieden der Fall, wo doch der ganze Beamtenappavat intakt ,war und wo es sich meistens um Steuern von geringem Umfange sandelte. Selbst die Einkommensteuer, di' sich doch durch eine ein Blerteljahrhundert lange Pvaxis vollkommen eingespielt bitte, verursachte jedes Jahr mvnatclange Vorarbeiten für die N en Veranlagung. Schon im Herbste wurde Jckhr für Jahr die Per- svnenbestrndsauftial.'me gemacht, dann kam bis in den Januar Hinern die Steuererklärung und bis die Steuerzet'.el ausgegeben war en, ward.' es Mite Mai loder Juni. In den letzten Kriegs ml-ren kamen die Steuerzettel vielfach erst noch später an die ** Zur Umsatzsteuer liegen einige be fionders bemerkenswerte Entscheidungen des Reichsfinanzhofs vor. Tie Fürsorge eines UnternÄ/mers für seine Ar bester und Angestellten bildet einen Teil der gewerblichen Tätt.B^rt im Sinne des Umsatzstenergesetzes, so daß die dabei vereinnahmten Entgelte der Umsatzsteuer unter - licgen, fuioeit nicht bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Ties gilt auch baren, wenn es sich um den Vertrieb rationierter Waren tzindelt. Tie Vergütung au den Exporthändler beträgt 1,5 v. H. des von ihm entrichteten Entgelts, wenn er beim Hersteller luxussteuerpflichtige Gegenstände von einem Zwischenhändler erworben 'hat. Die Wein- steuer bildet einen Teil des urnsatzsteuerpflichtig en Gesamtentgelts für die Weinlieferungen. Entgelte, die ein Verein Für Leistungen an Mitglieder er hebt, find als EiiMähmen aus einer gewerblichen Tätigkeit umsatzsteuerpflichtig; 'hierzu gehören nichi Mitgliederbciträge als solche. Inländisch: kurs- 'habende Bri-efmiarten gelten bei der Veräußerung zu einem 'höheren als dem aufgedrustten Werte als luxussteuerpflichtige ©ammelgegenftänbe. ** Verwertung der Feldpostkarten. Es stecht nichts entgegen, die aus dem Feldpost- verlehr übriggeblicbenm Feldpostkarten und Feldpostkartenbriefe im gewöhnlichen nrmeren deutscheäi Postverkechr zu verwenden, jedoch müssen der Aufdruck „Feldpost" und die sonstigen nicht mehr w treffenden, vorgedruckten Angaben für die Feldanschrift vor der Einlieferung gestrichen^ werden. Die bei den Vosdanstälten tvrlyjnbencn Restbest änoc an einfachen und doppelten Feldpostkarten werden nur noch kurze Zeit zum Verkauf bereitgehalten. Diese Vordrucke sind wesentlich billiger als bte sonstigen, arvüichen Poftkartemformulave und außer zu Mittellungen auch zu Bureau- und ähnlichrn Zwecken geeignet. Nähere Einzelheiten sind bei den Hosdanftalten zu erfragen. Kreis Schotten. d. Glashütten, 28. Juni. Hier kehrte Otto Mourdier aus russischer Gefangenschaft endlich zurück. Er war fest 1. November 1915 in Gefangenschaft. Von 'hier befindet sich in Sibirien jetzt nur noch Heinrich Zimmer, Söhn des Försters Zimmer.- d. Oberlais, 28. Juni. Tie bereits ange- fünbigten ?Iuffülham^it der Jugendvereine von Oberlais und Glashütten finden am 18. Juli in Glashütten (verbunden rnst großem Jugendfest^, 25. Juli in Bad-Salzitzausen, 8. August in Lich, 15. Älugust in Lauterbach statt. An Stelle von Köniers „Deutsche Treue" tritt, um die im vorigen Jckhi- mit fo großem Beifall ausgenommenen Tell- allffü'hningon nicht ganz in Wegfall kommen zu lassen, der Rütli-SchSvur. Hessen-Nassau. monatlich 10 Mk. mit Wirkung vorn 1. Juli aß erhöht norden. Die Empfänger dieser Renten müssen also bei der nächsten Rentenzahlung mit Quittungen erscheinen, die auf die Rente ncblt 30 JJtr. Zulage lauten. Bei den Witwenrenten beträgt die Erhöhung monatlich 5 Mk. und die Quittungen müssen demnach auf den Betrag der Diente nebst 15 Mk. Zulage lauten. Wenn die Quittungen nicht richtig ausgestellt sind, müssen sich notwendig bei der Auszahlung Weiterungen ergeben. Keinen Anspruch auj diese Rentenerhöhung haben insbe- ondere die Kriegsbeschädigten und die Kriegshm- tecbliebenen, die demnächst auf Grund des kürzlich vei'offentlichten Reichsversorgungsgesetzes ganz bedeutend höhere Bezüge erhalten als bisher. Sie bekommen aber bis zum Jahresschluß noch die ruberen Rentenzulagen. Demnach haben die Kriegsirivaliden die Quittungen wie bisher über den Reutenbetrag nebst 20 Mk. Zulage und die Kriegswitwen über den Renten betrag nebst 10 Mk. Zulage auszustellen. Wenn ihnen auf Grund von Quittungen über einen hö Heven Zulage bet rag dieser bei der Post ausge^ahlt werden sollte, würde das zuviel Gezahlte bei Der nächsten Zahlung abgezogen werden. Durch das Gesetz vom 20. v. M. sind auch für die Waisen, die nicht Kriegswaisen sind, Rentenzahlungen von monatlich '10 Mk. eingeführt worden. Diese Zulagen werden aber erst ausgezahlt, nachdem den Empfangsberechtigten befon bere Nachricht von der Landesversicheruugsanstalt zugegangen ist, und zwar nachträglich für dir Zeit vom 1. Juli ab. In ihre Quittungen ist also bis zum Empfang dieser Nachricht nur der Mv- natsbetrag der Rente selbst einzustellen. Gcnrralversammlung dekZenirattatse der hrsi. landwirlschaftl. Genoffenschatten. Freitag morgen 9x/2 Uhr sand in Darmstadt oie starkbesuchte 7. ordentliche Generalversammlung obengenannter Genossenschaft statt. Dem Bericht, den Direktor Mager erstattete, ist zu entnehmen, paß neun Beitrittserllärungen erfolgt sind. Im neuen Jahre ist eine große Umsatzsteigerung zu verzeichnen. — Der Gesamtumsatz in den ersten 5 Monaten des Jahres 19'20 betrug 1 370 000 000 Mark gegenüber 443 000 000 Mk. in den gleichen Monaten des Vorjahres. — Die Einlagen der Genossenschaften sind von 67 Millionen Ende 1919 auf 77 Millionen Ende April 1920 ange- UHubfen. Es sollen 4 Prozent Dividende verteilt nxrben. Bürgermeister Bücher - Gwß-Zrmmern macht einige Mitteilungen zu dem Bericht und spricht sich gegen eine Verteilung der 4prozentigen Dividende aus, da alles Geld jetzt zusammen- gcbitten werden irtüffe, um einen Reservefonds zu erteilten. — Tir. Mager erwidert, daß Vorstand und Aufsich-tsrat die 4proz. Dividende voll und ganz für berechtigt halten. Die Dividende werde aus den statutenmäßig angelegten Betriebs- rücklagen entnommen. Diese Dividi-ndenpolitik sei notwendig. Er hoffe im nächsten Jahr 5 Prozent lieber Bestandteil des Statuts gilt. Direktor Mager erstattet eingehenden Be- ridü, in welchem er hervorhebt, daß nach der geschichtlichen Entwickelung und den Erfahrungen hervorragender Bank- und Genossenschaftsmänner immer wieder die Rückkehr zur Selbsthilfe den größten Vorteil bietet. Die Anlehnung an den Staat bietet keine bessere Garantie. Den Kredit des beffifdjen Staates habe man nur em Jahr, von 1914—1915, in Anspruch genommen und den Betrag im vorigere Jahre bei dem Einrücken der Franzosen zurückbezahlt. Bon den etwa 30 in Deutsckstcmd bestehenden großen Zentralkassen haben nur wenige Anlehnung an den Staat. Man werde dem Staat und der jetzigen Regierung für ihre Unterstützung dankbar sein. Bücher-Gr.-Zimmern hält die Staatsaufsicht mit Rücksicht auf die zu erwartenden schweren Zeiten noch für angebracht und wichtig. Nach weiteren Ausführungen des Direktors Mager wird der Antrag des Vorstandes gegen 5 Stimmen angenommen. — Auf Antrag des Vorsitzenden werden die Tagesgebuhren auf 40 Mark, für Uebernachtungen auf zirka 20 Mk. er Höcht. Auf eine Anfrage teilt Ofenloch- Finthen mit, daß demnächst weitere 10 Prozent ans der LaiidwirisckMf licken Genoss'.mschaftLbank zur Auszahlung kommen. Bevölkerung. „ . _ Wenn man nun bedenkt, daß mit Ausnahme der alten Ertrags steuern das gwize direkte . Steuersystem reformiert worden ist, daß eine Reihe ganz neuer Steuern zu früheren Steuern hinzu la men, fo begreift auch der Laie, daß die Beranlagunzs-! arbeit unendlich viel schwieriger geworden ist als vor dem Kriege. Es gilt, ein Viel faches dessen zu leisten, ivas die direkten Steuern an Beran-, lagungsarbeit früher gefordert 'haben. Dazu kommt ein Weiteres: Nur in einigen Bundesstaaten des . Teuts^en Reiches von gestern war schon vior dem Kriege die Bevanlagungstechnik und der ganze Finanzappavat in einer befriedigenden Weise ans-, gebaut, so z. B. in Hessen. In a-rderen Bundes-, staaten, namentlich in Preußen, ließ die Organisation der Finanzverwaltung und die ganze Steucv- einsch^tzimg autzevordentlich viel zu wünschen übrig. Sollten die neuen Steuern nicht bboß auf dem Papier steten, stillte vor allem der Grundsatz der Gleichnmßigkell und GerechtigL'eit im Steuekwesent voll zum Durchbruch kommen, so mußte die ganze ganze Steuerverwaltunig reformiert werden. Das allein träte in der Zeit vor dem Kriege eine Arbeit gewesen, die mefyr als ein Jahr in Anspruch genommen hätte. Auch diese Aufgabe ist gesetzgeberisch gvlöst. Tie Reichsabgabenord-mmg bringt eine vollkommen neue Grundlage für das ganze Steuerwesen und einen ganz neuen Aufbau der Steuerverwaltung. An dem prakttschen Umbau der Finanzvenvalttmg ist seit Beginn des Oktober in rastloser Arbeit gesflafst worden, und es ist auch hier erreicht woroen, was man früher in so kurzer Zett- fMnne nicht für möalich gehalten hätte. Und dabei stellten sich Hemmnisse in den Weg, mit denen man vor dem Kriege nbztetWt nicht zu rechnen gehabt 'hatte. Man deitke mir an die Ihrterbnngimg der Beamten bei der l-errnchenden Wo'himngsnot. Taß auch die Beamten?,a!ltl s-eht piark erholst weroen mußte, ist so stört Har, sobald man sich bergegen^ wörttgt, daß die Reicl!ssteuern allein mdjtr als zehn- maftl soviel Erträge bringen sollen, als sie vor dem Kriege bvacksten. Und dabei muß bei der Beran- Tagung in der Gage:wart mit viel größerer Genauigkeit verfaliren werden, iveil die Höhe der Steners'ätze die Gefahr der Steuerhinterziehung bekanntermaßen steigert. Auch die Steuergesetze selost sind wesentlich konrplizierter >als vor dem Kriege, ^veil man trotz der lDhen Steuersummen, bte notwendig werden, die soziale Seite der Besteuerung in besonders 'weitgehender Weise hevansgoarbeitet Hat. Zu diesen Gründen stimmen noch technische Schwierigkeiten rwrncherlei Art l-inzn. Die gvotze Masse gesetzgeberischer Arbeit, die auf den verschiedensten Gebiet.n geleistet werden mußte, wirkte naturgemäß verzögrrnd auf die Durchberatung und Fertigstellung der AusMhnmgsbestemmirrigen. xie Dame da? Erinnern Sie sich meiner nicht, Gräfin? fragte meine Begleiterin und näherte sich ebenfalls dem Bette. Ich bin verwandt mit Ihnen, die Gräfin Maria, die Witwe Emicos. Immer noch schien die alte Dame sich Papiemvt und die Ueberlastmig der Druckereien bo- Unter der früheren Regierung hätte di^nicht vorreitet gleichfalls der Fivan^erwaltung Schwierig-1 kommen können. — Zu der Frage der Kredit- ......... ~ ' I gewährung von 500 000 Mk. stelle er feit, daß zur I raschen Beschaffung von Zucker und Kupiervitrwl, Sck-vefel usw. große Kredite notwmdig waren, die bei den heutigen Berlstilmissen viel größer leien wie früfyer. Wenn Die Genossenschaften kredittähig bleiben sollen, müssen sie eine praktisch arbettenOe Zentralkasse txiben, um ihre Ausgaben zu lösen. Bankdirektor Stein erklärt, daß ein Ltigen, Sie Sie geradenwegs aus diesem schrecklichen Gebäude geradeswegs aus diesem schoecklickion Gebäude her- äuszunchmen, und nie ntehr s-oll eine böse und grausame Hand an Ihrer Freiheit rütteln! Sie sind sehr gut Sie . haben ein liebes, freundliches Gesicht, Maria, inib ist der Doktor da nicht ein feiner Mensch? Also, Freunde sind Sie? Wie mich das freut! Wissen Sie, daß Vittorio seinen Vater getötet hat? Ja, ich weiß es. Und hat Ihnen der Doktor erzählt, wie grausam ich behandett worden bin? Erinnern Sie sich, Tvttor, des Pontifex Sguaves? Es ist eine Schande, meine Liebe, oh, eine Schn ach! Von rohen Man nein wurde ich im Nachtgewand weggeschleppt. Wie kann ich das je vergessen! Sie hielt einen Augenblick inne, dann fügte sie mit einem Lachen, das peinlich anzubönm war, hinzu: Aber Vittorio hat schießtech doch nicht gesiegt, ober? Haben Sie es noch in Ihrem Ge wahrsam, Tottor? Was ich Ihnen übergab, ist e in Sicherheit? Jawohl, gewiß, Gott sei Dank! Aber mai hat verzweifelte Versuche unternommen, es mir zi entreißen, als sich herausstellte, daß es nicht ir Ihrem Besitze war. Einbrech.r haben meine Wob mntg darnach durchsucht. Und sie haben sogar der Versuch gemacht, es auf meiner Bank zu holen wo es jetzt liegt. (Fort|etzung folgt.) Teuerungszulagen für Juli und August einyitreten ent • °v “• *At ^rseiien un zer-> sctwn bcutlirf), tpoä bic Jndu!crre leisten imstande ist, wenn sie <*» Tttrcbe und Schule. 22,84 22,90 Setftn d. Ober-Widder^ 262,50 Büchertisch. Wegen Räumung unseres Vaaft» in \\\\\lll// Bureaumöbeln verkaufen wir einen gröberen Posten Drplomatenfchreibtische, Roüschränke, •(* 1J 11 uTJt 7012c nutbrud ÄexatÄtteae «türite v ■nh. \/e(t£#öweg 147,50 182,50 26.6. 79,75 319,65 629,35 611,85 819,15 174,80 228,75 146,35 37,07 305,70 674,30 611,85 555 6* 3000 tx£ E narbe «rsschuß entschied heute n tung der Großbanken in ftrnL Die, die < der 319,65 629,35 611,85 809,15 177,30 228,75 146,35 36,90 307,70 674,30 619,35 320,35 630,65 613,15 820,85 175,20 229,25 146,65 37,17 306,30 675,70 613,15 181,50 380,'- 340,'- 265,- 181,75 175,50 265'- 283,'- 181,50 38/- 424, - 336,- 266,- 170,- 205,— 215,'- 297*- 320,35 630,65 613,15 810,85 177,70 229,25 146,65 37,- 308,30 675,70 620,65 86,65 8635 23,47 23,63 der die Haus kurze nenn schwc gefal den schon mons daß wird Ku v BtrfentarM. Frankfurt Mar ftrai- sonn, nidni Polr Pfer nach maiii rertb der^ bei i gab den jähr h»ai Schl Star der < aus deva Mütter'sche Badeanstalt. Wafserwärme der Lahn: 17 Grad 8L Fritz Nowack Zurückgesetzte Preise . ^H,k.rr!erd. 27. Jmn. lWolff.) Dn Bern» dsrtsckxr SafaiTanten unb @n»rtam für den M>el E biutzlan^d (E. B. in Remschrnd, Elber! eld feine 14. ordentliche, gilt besuchte Generalversammlung ab, die von Vertretern aus gmiz Deutschland beschickt war. Die VersEmlungbeschloß, den Verband auf breitere Grundlage zu stellen, seinen Ram>m in „De u t sch- o steu rovä i i cher W i rt scha stsverba n d" um zu andern und ,einen Sitz nach Elberfeld zu der- M« zeul ent !)■ Ger spai Heu *2 sorgen daß die neue svlourigSordirmig sogleich m die Tat mngesetzt wird. nächsten Sonntag den 4 Zürich Amsterdam Kopenhagen. Stockholm. . Wien .... Prag 26.6. 14,85 7,60 16,40 12,40 Aben!> Kurs 25.6. 79,75 Kürs 26. L 79,70 73,- 62,90 71,50 155,25 272,50 206,50 174,25 146,- 146,- 181,50 176,- 239,50 269,50 282,- 287,- 184,50 238,25 394,- 424,75 334,75 271,- 170,25 400,- 201,- 235,25 211,50 288'- SRflrfwttitruiifleti. Datum. Englische Hrenesrüftungen. -^"^rdam 25. Junü (Wolff., Die „Daily Mast" meldet: Infolge der ernstm AuffaffiM. toelchc die mihtärifeben Behörden über die La« nn nahm und sermm Osten hegen, erließ Krregsamt in London einen Aufruf an die ehemaligen Soldaten, bet der Reserve Dienst zu nehmen. Die Einsprüche der Türkei gegen den Friedens«, trag. Amsterda m, 26. Juni. ».1 Reuter. Tie ,^Dr7mS^erfahrt aus stowchnrinopel: Die türkyr^ 25.6. 79,75 73,40 63,20 72,- 155,56 277,75 206,75 177,- 146,- 146,- 181,— 175,- 236,75 261,75 285,- 286,50 181,50 239,75 381,50 427,50 334,- 264,50 170,- 391,25 204,- 235,- 217,- 84,90 287,50 Ätrnnzer Warerwörft. Mainz, 25. Juni. Ter heutige Marti hatte Die Insel der Verdammten Sensation»-Abenteuerfilm in 5 Akten und daN Beiprogramm. Sichern Sie »ich »eitle Plttie. Letzte Vorstellung abend» 9 Uhr. (3n einem Teil der Auflage wiederholt.) Wahniüeen Marschall Fachs. , . Paris, 26. Juni. ,MB- MarsckE Joch hat einem Vertreter der „Daily Mail" em Inter-- View c^wckhrt und sich über die Orientfrage :ruK- gespwchen. In Bezug auf das Verhältnis I r a n v- TJ1 $ hu Den tschlanderüarte der Marschall, oCTftönntfl von 15 000 deutschen Kanonen fei 2: Mittel, dm Gefahr ovrzubeugen, putschen für den Weltfrieden bedeuten ivnnten. Tie wahre Gefahr liege in dem feind- >«igen und militärischen Geiste des deutschen Bol- bieicr Geist aufs neue einen .Konflikt Verv^sten körmc dann wäre die gefährlichste w Dkutich^ in weitgehendem bedien würde, das Bombenflugzeug. L5Jei Pfticht gegen die kommende Generation, Bor- kehnmgen zu treffen. Tas Mittel dafür sei, die ttiiffernmig, die Frankreich von seinen Feinden trennt, zu vergrößern. Menn wir den Rhein Der- laficn, M-^e Joch, sind die Deutschen Ostende nahe Und von Ostende aus kann Teutschkind Landon in einer Nacht zerstören. Dir Aufgabt des krmiM^schen Botschafters Paris, 26. Juni. (WTB.) Havas. Im ttn" erklärt der ncuernannte Botschafter in Berlin 25.6. 15,10 7,60 16,40 12,45 440, - 3 to vor die bit fant< Stck Rich teLteroweafcl InhJLHab&iancL Heute letzter Ta*: Der große Henry-Piel-Film „Sein MM“ Sensation»-Abenteuerfilm in 5 Akten. Beist tag ( einen wäre wehr vlani der ges 5 Baut ober abael bellen ziwan gerer T fintgt Heide Zufu ersch, meist wurd Dalum: Amsterdam - Rotterd. Brüssel-Antwerpen . llhristianla Kopenhagen Stockholm.....* Helsingfors. . . * Jtalien London. . Aew-Pork. . e , ' Paris ' Schweiz.....* ‘ ’ Spanien ... ' Wien (altes) . ‘ Deutsch-Oesterr. abg. Prag Budapest Bulgarien Konstantinopel. . Veld Brief Geld Brief 25. Juni 26. Juni 1318,65 1321,35 1308,65 1311,35 «ktenständer, Schreibmaschinentische «sw. zu bedeutend herabgesetzten preisen. SJSSte' Telegenbeit für Industrie u. Kommune zur Anschafsling einer neuen, modern. Bureaueinrichtung w & Wei. 3n0. 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In mexiLrrrisch^n iAnlnhen war die Dmden; weiter test. Auch im Verlaufe bnrnte sich eine allgemeine Belebung nicht durchieyen. Tie Börse schloß bei ruhigem »Geschäft behauptet, ^tolxttbidkmt 4 Brr>z. und darunter. Frankfurt a. 97L, 28. Ium. Keviseumartt. Amerikanische Käufer sollen'Hl^eine 'U>lle gespielt haben. Ferner waren einzelne Kolonial- paprere, wie Otam-Minen, die 45 Pro-, gewannen, 25 droz. gewannen, we- herbei wirkt anscheinend auch die Verschlechterung der Markvaluta mit. Von tioleumaktien waren Steaua Romana, die eine Besserung von 50 Proz. mifwiesen, angeblich zu- >ammenhangend mit englisch-französischen Käufen, bevorzugt. Andere Petroleum werte waren unter Schwankungen wenig verändert, weil die ausländischen Kaufe der hiesigen Newimtrealisierung entgegenwirkten Am Montanmarkt waren Hösch um 14 Proz gebessert und Phönir um 7 Pwz. Die angeblich gedruckten Farbwerte holten eilten Teil be£ Verlustes ein. Von Elektrizitätswerten gewannen A. E. G. und Felten u. Guilleaume 6 bhw 7 Proz. Der Anlagemarkt »oar still Frankfurt a. M., 26. Juni. Börsen-. K 9 mb.11 b lvnst am W^chiMsckluß zu boobachtende Mtgung zu Realisationen war heute nur ^er<^zclt fe 1 tzustellen. Im allgemeinen kam es »nur zu beich.id.-nen Umsätzen, da bk Börse aus chrer Zuruckhaltung mcht hercrustrat. Dic Tendenz war rm allgemeinen ziemlich fest. Jnr freien Ber-- ,^bildetcn mrr Deutsche Petrvl«on eine Au^- il^me, die lebhafter gehandelt wurden. Die .Kurse stellten ffch gestern abend 20 Pvozcmt höher um fodter aber wieder Sdmnfun^^uS^ Sb°aue Romana 10 Prozent hoher. Fest lagen auch U7ntm Mon bau werten waren Mo nrr-Berg bau 7 Pro.zent gebessert, Teutsch- i den-Svertrages a blehnen mch Effiwendung« > Segen die KvntwNe der DardMiellen durch einen mtenuitiÄtolcn Ausschuß -rheben, da sich >mntf ergeben würüe, daß bi: TürLn die Souveränität über dieses Gebiet Derliert. Tie im Süden und Osten ÄeugeMbeten Staaten ist die Türkei bereit anzuerkenuen. Sie bertaigt aber, in dem Ausschuß L»r Festsetzung der neuen Ej-vmzen bertreten zu fein. Endlich wird die türkische Delegation gegen die Ueberlassung türkischer Häfen im Schwarzen Meer an Armeniai sowie gegen die finanziellen und auf tne Kaprtulatwn bezüglichen Bestimmungen po tejl-ienm. ^kemal Pascha auf dem europäischen Ufer. London, 25. Juni. lWolff.) „EveningNewS" veröffentlicht eine Meldung aus Konstantinopel vom 21. Juni, wonach eine Abteilung ber Truppen Kemal Paschas auf einem Dampfer in der Stadt Checkme, westlich von Kvu- stantmopel, auf dem e u ro p ä i s chc n Ufer det Marmarameer es, gelandet sei. Eine nxritere Truppenmacht fei von französischen Trupven bei JH- m3>. Achtet. Britische Schlnchtschiffc mchmen nationalistische Truppen aus eine Entfernung von acht Meilen unter Feuer und fügten ihnen schwere Verluste bei. Die Beschießung wird fortgesetzt. In per Bergwerkgegend von Bregli tmerbe die Arbeit in Bergwerken wieder ausgenommen, nachdem, einer Verständigung mit den .Kemallsten zufolge, sich die französischen Streitkräfte zurückgezogen hatten, wahrend sich die Nationalisten verpstich- teten, die Arbeit in den Minen nicht zu ftSren. Paris, 26. Juni. .WTB.' Nach einer Pri- vatmeldmrg des „Temps" aus London haben die Regierungskreise den Eindruck, daß Mustapkr Le- mck Pascha Konstantinopel zu erreichen siuhe und daß die Lage bei Jsmid, trotz des Beistandes des griechischen Heeres ernst sei. pba Kemal hätte erklärt, er künue zustimnn-», daß der Oberste Rat die Türken aus Europa verja«, aber in diesem Falle müsse das asiatische @dnet türkisch bleiben. Paris, 26. Juni. (SB) Nach enter «ri- Schlust- Schluß- Schluß Kffrs Kurs Bruchleidende ■#* «ääsä leben virud) schmerzlos und sicher, selbst in Mimt reu Fällen, »urückhäll. «eaucmfteci Tra«n §?eb|e delästtgunq bei der Arbet? venior l#rih= 4, strümol?^m>^^beu, chcradebalter, (tzummi mit^"chstern^nnm-!!.°'^I'^^.D5Nreier ist wieder Stuttgart £ ^.r c” t. Uber seine Miffffm in Deutsch. T« Mimsterpräfiden: hatte nur gesagt Sfe eine ähnliche Rolle in Berlin spiLn wch Cuttrher nn Fuhre 1871. Ader wÄnLchdiA im Jiamen einer bei legten Nation verhandelte, wer-» Namen der Sieger sprechen. Laurent führte weiter aus: Ich kann natüttich noch [rar werde nack» Berlin gehen mid dort sorgfältig das Leben und die einzelne ’tui>lcwn' die guten W die üblechtt-r Eines kann heute jedoch schon gestrgt werben: Meine ersten Bemühungen iperben .Punkte richten, tw iür Frankreich lebengtowfctg find, vor allen Dingen al st» auf die fohlen lief er un gen. Die Arbeiten im itorten Gebiete zeigen deutlich, nws die 3mbu ftrie rmstanbc ist, wenn sie genügend Kvhlknzusichren bekommt Dentschlanb bar Uch verpflichtet, Frankreich bre Kohlen zu liefern. Trotz der beschränkten Arbeitskräfte diese Liefenov. • Tft ^sten Pflichten TeutichlMids Meine Ausgabe wirb sein, durch- zuhchen, daß dieser Verpflichtung schpellstmis nach, gekommen wird. 26,*22 26^28 26,'09 26^15 86,15 86,35 ---- ----- Denvnldung dir alten Minik in Gikhen. liVmg der Stadt Giehen ffom 22^ l. Mts. wuche endlich der Beschluß alte Minik nicht als Verwaltungs- St«dt zu benützen. Nun sind die Städt- ^ät^Gikf^ns vor die Frage gestellt, was mit oem ücoben Okbuube an langen, das sich bM sehr schlecht einrichten läßt. Wäoe da nicht bie „tnejenuie, die die Frage am lösten boant7iWrten konnte ind?m sie sagt, war oer^ m Gwsten sich befindlichen st« a t l i ch e n .1 em ter, welch vereinzelt in Privatwohnunaen ^r^acht such dorthin. Einmal würde dadurch ge ölte Binik ihre Verwendung ffnden, dann würde Sta,ntc'5 liegen, loenn Aemter, bati 'Lxe oienstlick) znso mnuugehöcen auch zusammen- vatmeldung pes „Temr^" aus London verlangen die ägyptischen Nutionalisten bei btt Verhandlungen mit Lord Milner die Unadhärr- gigkeit nicht nur für Aeyyptev sondern ckrck) für bat Sudan. Die Hauptfrage scheine letzt die Kontrolle des Nils in fernem mittleren und oberen Lauf zu fein. Erfolge dtgen die Bo!fchm»ichn ra der Art». Konstantinopel, 26. Jmri. kWTB.) D« Otsensive des Generals Wrangel gegen die bolscho- wistischen Truppen in der Krim macht rasch Fort- tchritte Tie Truppen des Generals haben die Lmte Kaillowska—Bolchtomsk erreüfyt. Sie ba- bat 9000 Gefangene, 248 .Kanonen, 250 Maschinengewehre, 5 Panzerzüge und 9 PanzerautoS. groftc Getreidemengen und zahlreiches .foiegfr mutend erbeutet. Drmsch-Oftafrika. Amsterdam, 24. Juni. ^Wolff.) Laut ^mcen Han^lsblav" sagte Lord M i l n e r in emer R«dc in London u. a., bic oonn.il igen deutschen Dstafrika würden in Zukunft Kema-Kfflonien genannt werden. Q »rredberg, 25. Juli. Auf Veranlassung -------- be$ Vez,rk-ck7hrervcreins Friedberg-Bad-Nauheim r1dnM bnben hier m i>cr zweiten Hälfte des ^Juü an drei . ■ JJ™,. , aufeinandenvlgenoen Wockentagm Vorträge «« Ärmnzer Wareutwrft. aus dem Erbiete ber experimentellen Psychologie I r., Mainz, 25. Juni. Ter heutige Mar und P'issag^k statt, die vom Leipziger osychol). ein^ außergewöhnlich guten Besuchs gischen Jnsti.ut veranstaltet w rden ' W"1>M <=nU4-^---<171 Die modern eingerichtete M-Fötai illBiPl in Frankfurt a. Main wur ft ^a4 neue Reichseinkommen- fleft er? es c tz. Vom 29. 3. 1920. Für dff Praxis Sf L^llt nut Einleitung, ErläErmiMn n^d der. brn^L^f11' .Sachregister usw so- roei trganzenben Borichnften ber Reicksobisch' D^Fff^bril? Landessteuergesetzes. Bon fl Oll iuma f*rci*r«7c*s7n Ti? Um* U Achtung! -- ®- m. b. » Achtung- b« !Ul itglieöer! &SJ8S 8S “^SSSEg Hssfi®Fss>4ä mu& d.° L, . Der Geschäftsanteil naa mSufl^ o*lu,! ber ®«"«alMrfamnHune °°m CUf m- 10°— erhöbt ntotben. wird I rh«un ; "krzinst, die Zinsen lahrlich auSbezadll. -ir Unsere Sparkassenabteiluno 2?' »str Zen einen Bestand von M. 300 ooo - t.hwP"rC!,nl ai!>e,n ,"ui ’öbtlitber Sünbiounn roerben mü alle übrigen Spareinlagen inü 3‘ ,•, per .in ft __________T«r tt.riianb. nx Si ö^len. Tie Mitgliöberzcchl des Warenmarktes ^fft tm 28 Juni Am I fKegen Das Geschäft war in allen !( ffichet im Scke.^ dnmchen ziemlich lebhaft. In Hoftrr wurt^i wieder walb ein Evangelisches Gem'indefest des Deutsch-1 Preise ^ben sich gegen evang.-l.schen Genleinbetog-s । Land.sarupp' Hessen) Peran^rt^Neux^ Heu und Stroh Ifratt unter Mitwirkung ber chvchinenchws Ober-1 ^nag^- ^erEdu^r waren aber sehr Mockstadt unb des GeftngvereuiL Ober-Widders ^55 er^ffbige Regen, ber für den feim. Tas Fest wird ein geleitet durch einen Wald- SS! Tlt/ strichweise in bet gottcsdienst. Festpredch. i ist .Herr Universitüts-! Futtermitteln Prvies vr D. D r Schion-Gichen In der Fostver-1 2^? ? .Ölkuchen angekwim und tour» jammlung am Nachmittag werden^ sprechen Herr Niedrigen Preisen erhebliche Um- Gehnmevat v. Pttersm--Tarmstadt, SinxrintEnt spätestens ber Pwmnz Obeth.-s «n, Herr Dekan WiegebMin-1 den'.. Schnitt des Getreides be-- genheim, .Herr Prvsessor D. Matthes-Darmstadt I & dttttgetreide und .md ber Festprediger. ^airyes^armiladt für Hafer weniger gut. Auch war das Geschäft lebhaft, die jtoire Garest gegen vvrige Mvche unverändert, I c&cn|,° 01 Reis und Schmalz. Aür Form nick Jnlialt aller unter dieser Rubrik '»fe 2(rtlW übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) «rsolrmtiasvkrhlilttnssk btt trnfiWn Staats- beamten. N^hhartem Kampfe der hessischen Beamten 'virrde vor wenigen ST "e Besoldungsordnung endlich derabschie-- - k(Tn ^?mte atmete richtig auf, daß .ruch wupde, künftig für den Unter-i «iuiu «einen nach trlberteld zu ver- K »u ^rgen, als seither, legen. Es wurde ferner ter ÄnTTefaft? llck L Enttäuschung ein, indem an to den Handel mit dem fanden oL mtiati tem nnhstle 0 l ' 111 £öt Äalvern rnsolge ber I tesqmeu, Bettachtungen über die Universalmo-- '!costen BrennUofm ■' unb der sur Breiinmaterial narchie in Euwoa ggforberten in rcdp^fyiiteii "EtcLje in Wfifler Gegend leitung versehen von Dr Hildegard Drescher uber w ii'-ijnten, bnwiit bie Daftache, baß in'der dtt.6103. Battista Nani,' ®n^taiSte@e» toSr sandtichaftsdettchk über bad Frankreich Mazarms 9-Nchlagenes, Uckersttzt unb eingeleitet von Innernarw von iey. geilen worden smd. I Schlemitz. (Bücher für staatsbürgerliche Bildung.) Hermtsgegeben von Dr. Richard Schmidt, Prof, des StaatSrechts an der Universität Leidig. Preis geheftet 1 Mk. Damen- und Kinderstrümpfen Das ZahnpulverDNUz« »sSSgw?= $lnn oerlnnae ’ rkmtgend. [6.562 —------------------ 8raü$* aller tt ** . zM 'S Mx aud) % Adirv tragsr° Meferun aesti^en pzrug tsb'eln io 1306 Ztt ber von btt/ Liter- H saften Ä 1 derartige. sÄve-er' btftrßt » am beM döÄstn . sachw-nn' unb btt Mittels arrHiebige widfOÄi gut. Lut eW-2 Wen ö «200 Genüx dc aller $od träge. 2a daß m o soviel Fo des haln ivird. 2d verlriltc i daß man heil um dem Out' AusmW Man bentr auf bisher in losm Ani hervorbm druck mai Lauern b alle Kem sachgrmäs keinen ll nannte s giemuy i rechtig wttn, s )ntmsse der länil, un Aff Ke 30.9 Aon! Am 8 VH iem ttlti •ti 5 den feile Situ Nur noch 3 Tage! ZirkusAIM*- Montag, Dienstag nno mmroodj ntienös 8 W große Vorstellung mit unverkürztem Riesenprogramm. Zu diesen interessanten Vorstellungen hat jeder erwachsene Herr daS Recht ISS’Bgjif»' eine Dame frei einzuführpn, also auf 1 Billett 2 Personen. Kinder zahlen au- allen platzen halbe preise. 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Kunzeimann Diplom-Kaufmann und Diplom-Handelslehrer. EinzigeSchuleam Platze, deren Inh.zugl.Schulleit., Lehrer u. Fachmann ist. Am l.Juli Beginn neuer Kurse in Engi., Franzos. Buchf, Korrespondenz, Stenograph., Maschinen- schrelb. u. and. Handelsfächern.A nmeld.täglich. Prospekt frei. Heute nacht verschied nach schwerem Leiden unsere liebe Mutter und Großmutter Frau Luise LehnM geh. Mert Löhnberg, Gießen, Bielefeld, 27. Juni 1920. In tiefer Trauer: Minna Lehnhardt Luise Klein geb. Lehnhardt Edith Teichmann geb. Lehnhardt Ludwig Klein Dr. Hans Teichmann. Die Beerdigung findet in aller Stille statt. 011524 Am Samstag den 20. Juni abends um 8 Uhr entschlief sanft nach kurzem, schwerem Krankenlager mein geliebter Gatte, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater und Bruder Herr Balthaser Melior im Alter von 64 Igoren, was wir Freunden und Bekannten mit der Bitte um stille Teilnahme hiermit anzeigen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Marie Melior geb. Hainbach. Gießen,Sk'.'iSgirrenlOstpr.), 28^uni 1920. Die Beerdigung findet Mittwoch den 30. Juni nachm. 3 Uhr von der Kapelle deS neuen J-riedhofs aus statt. ntue-> Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen bis 200 Zentner StuMfeln geerntet M. Gerade das erstklassige Land gibt bei AuSnutzmrg aller Vorteile, aber and) nur dann die höchsten Erträge. Dabei kommt der Gesamtproduktion zugute, daß in dieser trockenen Zeit der schwere Boden soviel Fnuhtigkcit hält, daß die volle Entwicklung des Halms und der Frucht kaum beeinträchtigt wird. Das in diesem oder im vorigen Jahre neu verteilte Land sah allerdings teilwetse so übel aus, daß man im Interesse der Allgemetn- I)eit imt jedes Stückchen Land trauern muß, das dem Gutspächter entrissen und nicht zur vollen Ausnutzung ist. Man fragt sich, wie ein solcher Wandel von heute auf morgen möglich ist, daß ein Boden, der bisher in höchster Kultur stand, heute ernen trostlosen Anblick gewährt, mehr Unkraut als Frucht hervorbringt, einen völlig vernachlässigten Eindruck macht. Das Land kann auch unmöglich von Bauern bestellt sein, sondern nur von Leuten, denen alle Kwuttrisse und die Mittel Mr Bestellung und sachgemäßen Düngung fehlen. Das durfte unter keinen Umständen geschehen, und wenn der sogenannte Landhunger noch so groß war. Die Regierung mußte dem Landerwerb an Unberechtigte mit aller Entschiedenheit entgegen- treten, ste mußte auWrreiid werken und im Interesse der Ernährung der städtischen und auch der ländlichen Bevölkerung dafür sorgen, daß die boten wurde, kam nicht nur das vollendete Spiel Ottos zur Geltung, sondern auch die Hingabe, mit der der Spieler sich in das Werk jedes einzelnen Meisters zu vertiefen wußte. Der Spieler wurde dabei trefflich durch Frl. Haas unterstützt, die die Begleitung übernommen hatte. Auch als Eello- spieler ließ sich dieses Mal Herr Otto hören und mürbe hierbei von Frl. Anna Hebbel begleitet, die ihr Können schon bei anderen Gelegenheiten gezeigt hatte. In Frl. Marie Göllner, die Herrn Otto ebenfalls einmal begleitete, wurde zum erstenmal m den Ottoscheii Konzerten eine Schülerin der höheren Violinschule Ottos eingeführt und erweckte gleich bei ihrem ersten Auftreten durch die Sicherheit des Spiels und die Anpassung als Begleiterin beredMte Hoffnungen. Besondere Abwechslung wurde durch das Auftreten von Frl. Amme Bata wom Mcnnzer Stadttheater in das Programm gebracht, tue durch ihr wohlklingendes Organ Beifallsstürme erregte. „Offenheimer Wäldchen"! Punkt 2 Uhr spricht der Reichstagsabgeordnete Wilhelm Dorsch. Rach dem offiziellen Teile Konzert und Tanz (Reichelsheimer Mufik- verein). Bürger der F. V., kommt alle und bringt Freundinnen und Freunde unserer De* strebungen in Massen mit! Der jeftaurschutz. NB. Die Lahntalschule lagt Freitag, 2- Fulß ab 2 Uhr. Zur 6934 WnttlioD Karbol, Lysol, Kreolin, Kresol, Chlor, Formaliu usw.; ferner echtes Pranzosen-OeL Drogerie Schaaf Inhab..- W. Waldachmidt, Apotheker Kellersweg 39 Telephon 45 Hochschrrlnachrichten. Die Not der Universität Frankfurt. = Frankfurt a. M., 28. Juni. Zur Steuerung der finanziellen Notlage der hiesigen Universität beantragte der Hauptausschuß der der Stadtverordnetenversammlung die sofortige Bewilligung einer Beihilfe bis zu 750 000 Mk. Die Zahlung wird abhängig emacht von der Annahme von Bedingungen, die i einem Antrag des soziar- demokratischen Stadtverordneten Zimmermann niedergelegt sind und die in erster Lmre eine Freimachung der Universität für alle Volksbildungszwecke erlischt. Der Universität sollen öfort durch die Stadtkasse entsprechende Kvssen- vorschüsse zur Deckung der nötigsten Verpflichtungen gegeben werden. Der, Magistrat wird ersucht, bei der Regierung dahin vorstellig zu werden, daß in allerkürzester Frist ein Universitäts- gesetz geschaffen wird. aus Aufteilung unter die Anlieger angezeigt erscheint. Der Augenschein ergab, daß bie besichtigten Felder der Gutshöfe auf der Lohe der Kultur standen. Nicht nur die Roggen- und Weizenfelder, auch Hafer, Gerste und Hackfrüchte standen trotz der langen Trockenheit vorzüglich und durckstveg tret von Unkraut. Die bäuerlichen Felder tn b er leiben Gegend standen meist auch gut, aber em Unterschied war doch bemerkbar. Die Bestände waren meistens nicht so gleichmäßig, häufig nicht so dicht mtb auch nicht so frei von Untraut, Aus der oberflächlichen Besichtigung ging also ichon hervor, daß auf den Gutsböfen aus der Flächeneinheitmehr gewonnen wird als in den Kleinbetrieben. ®eftötigt mürbe diese Beobachtung durch Verlesung von Ertrag s z a h l em, soweit diele aus regulärer Ablieferung zuzüglich der für Selbstversorger vorgesehenen Mengen der eigenen Erzeugnisse feMl- stettell sind. Die so erfaßte Menge der Produktion betrug bei der Gemeinde, die ginrau - dreimal soviel bestellten Boden.besitzt, wie das Gut, bet Frucht 2796 Zentner, beim Gute 2129 Ztr., Kartoffeln sind danach von der Gemeinde gezogen 1306 Ztr., vom Gute 1804 Ztt., Zuckwruben von der Gemeinde nicht, vom Gute 3780 Ar., Milch von der Gemeinde 75 000 lchter, vom Gut 74 000 Liter. Durch diese vergleichenden Zahlen der erfaßten Erzeugung wird die augmschetnliche Beobachtung in erhöhtem Maße bestätigt. Äie früh derartige Unterschiede möglich? Erstklassiger schwerer Boden kann mit Kühen nur mangelhaft bestellt werden, dazu gehören Zugochsen, Pfewe, am besten der Dampfpflug. Zur Erzielung der höchsten Erträgnisse gehören neben gründlichen fachmännischen Kenntnissen praktische Erfahrung und die rationelle Ausnutzung der modernsten Mittel zur Bearbeitung, sowie die sachg.mm.ße und ausgiebige Düngung des zu bebmienden, Badens und schÜMich GruNdbÄnngung tadelbchesSaat-' gut. Wieviel vvn der Bertvendung des letzteren Stralsund (Osstnreysrstratze 17), den 23. Juni 1920• 7082 Turnen, Spiel und Sport. Bad-Nauheim, 25. Juni. Der hiesige Turnverein 1860 zählt in seinen Reihen nuu zwm Turn Veteranen, die den Ehrenbrief des Mittel- rKinkresses (9. Kveis der Deutschen Turmnfchast) besitzen. Es sind dies das Etzrennntgl«d Kassenwart H. Franke, der ihn voriges Jähr erhielt, und ferner Kaufmann K. W. A. 'Müller, dem er letzthin zuerkanntwurde. — Der hiesigeM änner- turnverein wMte zu seinem 1. Borsitzeiiden Scklossermeister W. Saltzmann. — Tie Turnvereine der Sportverein und die Radfirhrekv-ererm- gung> haben sich an die Stadt.mit einer Eingabe gewandt, in der sie die Schaffung eines S t a d t -- ausschnsses für Leibesübungen fordern, dessen Hauptaufgabe die Schasfung> eines goeiMeten Spielplatzes fern solle. Vereine und Beranstaltungeu. ♦* Lig a zum Sckutze der deutschen Kultur. Neue Ortsgruppen wurden in der letzten Zeit gegründet in Grünberg (Kreis Gießen) und Deckenbach (Kreis Alsfeld). § Ortenberg, 24. Juni. Trotz Werktag hatte' sich zu dem angefetzien musiLllisckMnBortvagL- äbend des BiLliinsvMen Otto am Donnerstag abend im Mauergarkn eine stattliche Zahl von über 100 Besuchern eingesunden, u. a. auch I. D. die Fürstin zu Stolberg-Roßla. In allem, was ge- Gietzeu, den 27. Joni 1620. 70ea , GerichtrsaaL. rm. Darmstadt, 27. Juni. Der Verwal- tungsgerichtshof verhandelte am 26. ds. Mts. üoer bie Beschwerde des Lichtspieluntern^hmevs Haeseler in' Bad-Salzschlirs gegen den Beigeordneten Zoeller in Schlitz wegen Schadenersatz. Ter Beigeordnete 'hatte als Vertreter desBürgermeisters Vermischte». * Berlin, 28. Juni, lieber den Untergang eines Gefangenentransportes wird der „Deutschen Allgem. Ztg." aus Helfmgfors von gestern gemeldet: Ein bolschewistischer Trans- portdampfer von 8000 Tonnen sank am 6. vtum in der Newa. An Bord befanden sich 2000 finnische, österreichische und englische Kdüegsgefangcne, bte aus Rußland abtransportiert werden tollten. Sie sind sämtlich ertrunken. . * Würzburg, 27. Ium. Der russische Kriegsgefangene Golow ermordete heute vormittag eine 17jährige Russin und raubte die Leiche vollständig aus. Der Täter ging flüchtig. * Staßfurt a. B., 27. Ium. Am Samstag nachmittag wurde in der Nähe der Stadt ern Geldbriefträger von drei Radfahrern überfallen und der van ihm mitgeführten amtlichen Gelder in Höhe von 195 400 Mk. beraubt. Die Täter entkamen unerkannt. Die Brieftasche wurde später in einem Kornfelde aufgefunden. Der Brief« träger blieb unverletzt. Produktion gefördert, aber nicht in so. unverzeihlicher Weise vermindert wurde. Nicht - " den ÜandhUngriN-ar, der für sich erzeugen stnd amUeber- schuß selbst verdienen möchte, trifft in seiner Unkenntnis der Vorbedingungen so sehr bie Schuld, wie die Regierung, von der die Kenntnisse vorausgesetzt werden müssen, ob und unter welchen Umständen hochkultiviertes Land unter den letzigen Erüährungsbedrngungen abgegeben werden kann.. Nach dem Reichssiedlungsgesetz kommt in Hessen wie in ganz Südwestdeutschland überhaupt kein Land zur Verteilung als Sied- lungsbcmd in Betuacht, sondern nur in Nord--- und Ostdeutschland. Den Siedlungslustigen müßte also dort, wo die ausgedehnten Güter sind, eine entsprechende Landfläche angewiesen werden. Außerdem muß das ansMteilende Land durch Jahre hindurch in der Fruchtfolge so bestellt werden, daß ein Hinüberleiten in den Kleinbetrieb ohne erhebliche Produktionsverluste vor sich geht. Im dichtbevölkerten Westen mit kleinen Gütern ist Landsiedlung ausgeschossen, soweit es sich nicht um Urbarmachung von Oedland oder Rodung von Waldgcklände handell, im schwachbevölkerten Norden und Osten mit großen Ackerflächen ist Siedlung dagegen angebracht. Ganz anders ist es mit Gartengrabland in nächster Nähe der Ortschaften, der Städte sowohl wie der Dörfer. Solche kleinen Boden- ffächen von 300—2000. Quadratmetern können vom Nutznießer ausgiebig bearbeitet werden, tragen zu seiner besseren Ernährung und zur Erhaltung der Gesundheit bei. Derartiges Gartenland muß nach Mglichkeit zur Verfügung gestellt toetinm: mr Verteilung mit .MerLind, Hur Aufteilung' ter Wer liegt in unseren Verhältnissen kein Grund vor, sie muß von einer auf die Ernährung aller Andes- bewohner bedachten Regierung mit allen Mattem verhütet resp. Äluswüchse vermieden oder rückgängig gemach werden. eine für den 16. März v. I. von Haefeler beab* ichtigte Lichtspielvorführung verboten, da an dem- elben Tage eine Gedenkfeier für die Mwllenen 'tattfand. Zoeller tpt dann auch die weiter beabsichtigten Vorführungen verboten, da die Gemeinde Schlitz ass kleiner, tirchich gesinnter Ort such dafür nicht eigne unb ein Bedürfnis «ich sdaiur nicht gezeigt 'Abe. Haeseler 'hat nun beim Landgericht in Gießen gegen Zoeller Klage auf «Schadenermk unter Bezugna'hme auf § 839 des RGB. wegen Verletzung der Amtspflicht erhoben. Ter Verdes Staatsinteresses kommt zu der Auffassung, daß Zoeller zu dem Verbot am 16. März, wie auch während der in Frage kommenden Passionszeit mo'hl berÄhtigt war und eine Verletzung seiner Amtspflicht nicht vorliege. Tas Verwaltunc^ge- richt entschied in diesem Sinne, da sich Zoeller keine Verletzung der Amtspflicht schuldig gemacht habe. X Hana u, 25. Juni. Heute Hatte sich vor dem Schwurgericht der 30 Jahre alte, sett 21. April 1920 im Gerichtsgefängnis in Hanau in Untersuchungshaft befindliche Knecht Daniel Hübner zu verantworten. Ter Angeschuldigte hatte am 17. Januar des Jahres 1920 die Marie Findeisen geheiratet, nachdem er sie kaum vier Wochen gekannt hatte. Die Ehe war keineswegs glücklich, da die Frau kein Vermögen hatte, er selbst auch nichts besetz und in seinem Berufe als .Knecht auf dem Mruderdiebachcrhpf nur swiel verdient, um sein eigenes Dasein fristen zu können. Zudem waren beide Teile schwach begabt. Am 17. April hatte Hübner seine Frau veranlaßt, mit nach dem in der Nähe gelegenen Dorfe Langenselbold zur Bade- anstatt zu kommen unter dem Vorwande, dort eine liegen gebliebene Schürze zu holen. Hübner stretz dort seine Frau in die Kinzig, wo sie ertrank. Die Leiche wurde erst nach etwa 14 Tagen geländet. Der Angeklagte machte bei der Hanptverhandlung einen sehr beschränkten Eindruck und widerlegte z-um Teil früher gemachte Aussagen. Ruch dem Unter- suckxuligsbefund des Kreisarztes und eines werteren Arztes, der den Angeklagten früher in Behandlung gehabt hatte, ist der Angeklagte geistig nunderwer- ttg für bie Tat nicht verantwortlich zu machen. Beantragt wurde von den sachverständigen Aerzteu die Ueberweisung des Angeklagten in eine Heilanstalt auf die Dauer vv-n sechs Wochen zwecks Beobachtung seines Geisteszustandes. Tas Gericht ent- schied demgemäß; die Verhandlung wurde vertagt. Hk. D ar m stadt, 26. Juni. In Rohrbach bei Heidelberg verschied am 22. d. M. der Dozent für Zeitungskunde an der Technischen Hochschule zu Darmstadt, Redakteur und Direktor des Fack;- zeitschristenverlags „Fachpresse" (Heidelberg) Dr. phil. et jur. I. Friedrich Meißner im 46. Lebensjahr. Dr. Meißner, der aus Wittlensweiler un Schwarzwald gebürtig war, war früher Scknist- leiter der „Elberfelder Zeitung", der „Ulmer Schnellpost", des „Berliner Tageblattes", ferner als Direktor der Deutschen Verlagsgesellschaft Union, schließlich als Schriftleiter und Verleger der Fachzeitschriften „Der Bergbau", „Der Steinbruck", „Der Mühlen- und Speicherbau", „Der Steinbau", „Das Hobel- und Sägewerk", „Die Fachpresse", „Der Beiträge zur Geschichte des Buck- und Zeitungswesens". Von seinen zahlreichen Schriften nennen wir u. a. „Gedanken- sammlung", „Der Hausgarten", „Studien über das Zeitungswesen", „Entwicklung, Bedeutung und Aufgaben her Fachpresse", „Die Bedeutung tm: Zeitschriften für die Kultur", „Volkswirtschaftliche Bedeutung der Fachpresse". 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Juni Nr. 88 Inhrtlts HfbfrficM- Serien des Provinzialausschusses. - Wahlen zum Kreistag. - Außerkurssetzung der Silbermunzen. - Backermnung. - Sinhaltuna der Spritzenhäuser. - Statistik des Wein- und Obstertrages. - Maul- und Klauenseuche. - Dienstnachrichten. - Bekanntmachung ' der neuen Fassung der Reichsgetreideordnung. Zchulstrahe 7. Die Entente-Noten ^DrSrimacTt mit immer grünerer Energie geltmd heitspolizei und die Emwohnerweywi, lrotz wn> macken und jedes Mittel wählen, das es seineni derholter Aufforderungen iwch lorlbestehen, & Siete näher bringt In Spaa werd,- der Reichs- die Zerstörung des Kriegsmaterials, die am kanzler" jedenfalls den Versuch machen, eine Milde- 10. März batte beendet sein noch nicht zwc rnng der Fricdensbedingungen durchzusetzen. Eines Hälfte durchgesuhrt ist, und ^^dw Ausfuhr Von . UnterLütmuasmittel bimu würde drelMtieu nad) dem .Auslände ckwerf en Ent cheiduugen treten wir vor den deut- rung der Friedensbcdmgmigen^urckznietzen^rn^ wolle» tou toäai der besten Iteüüto^niittd vE würde du l Watten nach cht einmal angchört. Der Deutschen Volks- mache er zum Vorwurf, daß der Abgeordnete gleich zu Beginn der Regierungsbildung! affen gestreckt habe. Den Wahlkampf haben eite an Seite geführt, weshalb Heinze sich ; bekennen sollte. Die Regierungsbildung ist erlegenheitsprodukt, zwar bürgerlich, «wer ier starken Neigung nach links. Wir werden -wartend verhalten, aber uns nicht binden, auptsache bleibt die Konferenz von Span, Programm leider noch nicht bekannt sei. : dankt der Regierung für ihre guten Av- Gegenüber der Landwirtschaft bitten wir, dem Terror der Landarbeiter zu schützen. Partei wolle der Regierung kein Miß- zvotum, aber auch kein Vertrauensvotum Annahme von Anzeige» für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher ohne jede Verbindlichkeit, preis für 1 mm höhe für Anzeigen v. 34 mm Breite örtlich 35 Pf., auswärts 45 Pf.; für Reklame. Anzeigen von 70 nun Breite 150 Pf. Bei Platz- Vorschrift 20°/9 Aufschlag. Hauptschristleiter: Aug. Goetz. Verantwortlich für Polittk: Aug. Goetz; für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Zenz: für den Anzeigenteil: H. Beck, sämtlich in Gießen. Bekanntmachung. Ter Provinzialausschuß Ml während der Zeit vom 15. Juli bis 15. September Ferien , Während der Ferien können nur besonders schleunige Sachen zur Verhandlung kommen. t . ,, Auf den Lauf der gesetzlichen Fristen sind die Ferren ohne Einfluß. Gießen, den 25. Juni 1920. . Ter Vorsitzende des Provinzialausschusses der Provinz Oberhessen. Dr. Usinger. Betr.: Bäckerinnung. An die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Sie wollen sämtliche Bäckermeister in Ihren Gemeinden auf die Freitag, den 2. Juli l. Js., nachm. 3 Uhr, rm Sitzungssaal des Regierungsgebäudes dahier, Landgraf-Philipp- Platz 9tr. 3, einberufene Mitgliederversammlung der Bäckerzwangsinnung besonders aufmerksam machen. Gießen, den 25. Juni 1920. Kreisamt Gießen. I. V.: Welcker. B e t r.: Statistik des Wein- und Obstertvages im Jahre 1920. An den Oberbürgermeister zu Gießen und Die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Mit Bezug auf unser Ausschreiben vom 6. Juni 190^ (Kreisblatt Nr. 40) empfehlen wir Ihnen, auch in diesem Jahr zu geeigneter Zeit, anfangs November, Erhebungen über den Wein- und Obstertrag unter Benutzung der Ihnen nut nächster Post zugehenden Forniulare vorzunehmen und uns ein Exemplar des auSgesüllten Formulars bis spätestens 15. November 1920 vorzulegen. Tas zweite Exemplar ist für Ihre Akten bestimmt. Gießen, den 19. Juni 1920. Kreisamt Gießen. I. B.: v. Gemmingen. Verordnung betreffend Außerkurssetzung der Silbermünzen. Vom 13. April 1920. Auf Grund des Gesetzes über eine vereinfachte Form der Gesetzgebung für die Zwecke der Uebergangswirtschaft vom 17. April 1919 (Reichs-Gesetzbl. S. 394) wird von der Reichsregierung mit Zustimmung des Reichsrats und des von der verfassunggebenden Deutschen Rationalversammlung gewählten Ausschusses folgende Verordnung erlassen: § 1. Die V2-Mark-Stücke, 1-Mark-Stücke, 3-Mark-Stücke und 5- Mark-Stücke sowie die in Form von Denkmünzen geprägten 2-Mark-Stücke sind einzuziehen: sie gelten nicht mehr als gesetzliches Zahlungsmittel. Bis zum 1. Januar 1921 werden V2-Mark-Stücke, 1-Mark- Stücke, 3-Mark-Stücke und 5-Mark-Stücke sowie die in Form von Denkmünzen geprägten 2-Mark-Stücke bei den Reichs- und Landeskassen zu ihrem gesetzlichen Werte sowohl in Zahlung genommen, als auch gegen Reichsbanknoten, Reichskassenscheine und Dar- lehnskassenscheine umgetauscht. § 3. Die Verpflichtung zur Annahme und zum Umtausch (§ 2) findet auf durchlöcherte und andere als durch den gewöhnlichen Umlauf im Gewichte verringerte sowie auf verfälschte Münzstücke keine Anwendung. Tie Verordnung tritt mit lern auf die Verkündung folgenden Tage in Kraft. Berlin, den 13. April 1920. Ter Reichsminister der Finanzen. Dr. Wirth. rung sein, urkundlich darzulegen, was wir bereits geleistet, abgetreten und hingegeben haben. Menn trotzdem nicht alle Vertragsbestimmungen nach dem Wortlaut des Vertrages durchgeführt worden sind, fio liegt das nicht an dem bösen Willen Teutsch- bands, sondern in den Verhältnissen, die stärker sind als sein guter Wille. (Sehr richtig, l Zu diesen Umständen gehören in erster Liane das tiefe Mißtrauen, das bei unseren Gegnern auch heute noch gegen Deutschland herrscht. (Sehr gut.) Wir werden es als unsere vornehmste Aufgabe betrachten, der verhängnisvollen Wechselwirkung, die zwischen dem Mißtrauen der Gegner und dem Mitzlingen der Erfüllung der vertraglichen Bestimmungen besteht, ein Ende zu machen, indem wir alle unsere früheren Gegner davon überzeugen, daß in dem deutschen Volke macht- politische Gedanken und Träume oder Revanche- rdeen umso weniger Boden finden, je ^dringlicher man ihnen entgegentritt, und ba,' ,!leder ante Deutsche jetzt nur das Losungswort -fennr: Deutschland muß durch friedliche Arbeit und gutes Einvernehmen mit den Nachbarvölkern wieder in die Höhe kommen. Wir sehen einen Fortschritt darin, daß die vielen gegenseitigen Probleme des gemeinsamen Wiederaufbaues zwischen oen Beteiligten nunmehr mündlich besprochen werden sollen. Wir könneii dieser Besprechung aus sehr begreiflichen Gründen nicht vorgreifen. In der inneren Politik ist unsere vornehmste Sorge der Wiederaufbau des zusammengebrvcheneii Vaterlandes. Diesen auf dem Boden der bestehenden republikanischen Staats form to.tträftig weiterzufühcen, wird der unumstößliche feste Wille der- Regierung strn- Alle Parteien fordern wir auf, verfassungsrechtliche Kämpfe zurücktreten zu lassen. Wir stehen.auf de ni Boden der politischen Gleichberechtigimg allerTeut- schen und lehmm daher jeden Versuch der Aufrichtung einer Klasfenl>errschift oder die Bewilligung von Vorrechten an eine Klafft ab. (Unruhe bei den Unabhängigen. Beifall rechts.) Unser Zrl ist eine Politik der Versöhnung (Unrühe und Zurufe bei den Unabhängig, n> uiid des Ausgleichs auf politischem, sozialem und kulturellem Gebiet. Teshalb bekämvwu wir jeden ülaslen- und Raften- tzah, iede soziale und religiös KerA.1valttguW. len. _. inister des Auswärtigen Simons legte iß die französische Note am 25. ds. Mts. lngen und von ihm am 26. Juni bei ftii^r ntritt vorgefunden wurde. Die mit der Bildes Kabinetts und dem Entwurf des Pro-, s verbundenen Arbeiten hätten die Ver- chung verzögert, die morgen erfolgen ivcrte ichste Sitzung Mittwoch 1 Uhr nachmittags, ellationen und Fortsetzung der heutigen B- _. Schluß Vs? Uhr. * Die Verhandlungen in Spaa. Berlin 28. Juni. (WTB0 Wie heute im AeltestOirat des Reichstages mttgeteUt wurde, werden an den Verhandlungen in Spaa voraussichtlich der Reichskanzler der Minister des Aeußern und der Reichsfinanzminister teilnehmen. öung des stehenden Heeres sein. Wir könnten nicht erwarten, daß die herrschende Klafft estMächte dem entsprechen werde. Das könn- ir die Arbeitermassen aller Völker emschließ- lmerikas tun. Unsere Arbett ist es, diese n in unserem Sinne zu überzeugen. Nur aus egenseitigcn Verbrüderung dec, Volker ist Friede möglich. Am Schluß seiner ^Rede tedebour für FriodensMuß mit RußlMd Wiederaufnahme der wirtschaftlichen Be- gen mit Rußland ein. Dazu werde seine gern mfthelfen. bg. Dr. Herght (D.-Ntl.) bespricht die äußerungen der Koalitionsparteien welche usfall der Wählen als eine Dumckhett der r hingestellt hätten.' Er schildert sodann die ndlungen über die Regierungsbildung, die a kalter Wasserstrahl auf die VMler gewirkt Aber wenn man sich an die Regierung nnokratie von >1917 erinnere, daß kein Reichs- c ohne vorherige Verständigung mit den en ernannt werden dürfe, frage man sich wo sei das alles geblieben. Es sei da ein :s Gefühl der Abstumpfung gekommen, daß ich sage, das sei einleuchtend. Man habe sv indruck eines Handelsgeschäftes. Nach jeber Litten kommt ein Rückschlag nach rechts. Tas ich heute der Fall gewesen. Klar sei es ills, daß im deutschen Parlament eine Koalitionsmehrheit möglich ser. sich der Kanzler Müller erst an die Una^ >en wandte, so sei das nach dem Ausfall Zahlen erklärlich. Glücklicherweise hatte dre >rt der Unabhängigen die Sache klargelegt, lnabhängigen sind gegen jede Demokratie egen jede Koalition, also gegen die Ver- j. Für sie gilt die Diktatur des Proleta- (Pvoteft. Zuruf: Sie selbst sind geaen die jung!) Solange ich Vorsitzender der D^itsch- alen Partei bin, wird sie auf dem Boden erfassung stehen. Was Ideologen von den eitssozialisten erhofft hätten, treffe nicht ein. tehrheitssvzialisten sagten sich von der Koali- »s. Damft hätten sich die Mehrheitssozialisten jeder positiven Mitarbett unfähig erklärt, ndere Lösung war ein gesamt-bürgerliches 4t, worüber wir keinen Zweifel gelassen Das Volk schreit nach Autorität. Die Deen wollen aber nicht mit uns zusammen n: deshalb haben sie irnser AuslxmProgramm eitert. Der Deutschen Volks- AmtzoerlündigungMatt für die Provinzialdirektion Oderhessen und für dar Kreisamt Gießen Erscheint nach Bedarf: Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag. Rur durch die Post zu beziehen gegen Mk. 2.50 vierteljährlich. Betr.: Reinhaltung der Spritzenhäuser. An die Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Wir erinnern an die Erledigung unserer Verfügung vom 25. Mai 1920 (AmtsverkündiguMsblatt Nr. 75 vom 4. Junift920) soweit noch nicht geschehen. Gießen, den 18. Juni 1920. Kreisamt Gießen. I. V.: Tr. Heß. ;ur Entwaffnung Deutschlands. Berlin, 28. Juni. (WB.) Amtlich. Die dem Vorsitzenden der deutschen Friedensdelegation ut Paris übermittelten drei Noten über dre Entwaffnung haben in Uebersetzung folgende Wortlaut: st Im Namen der alliierten Machte beehre ich mich, Sie zu bitten, der deutschen Regierung folgende Note zu übermitteln: Die alliierten Regierungen haben Mit dem größten Bedauern die Langsamkeit und den Mangel an gutem Willen festgestellt mit dem die deutsche Regierung an die Ausfuhrrmg der Bestimmungen des Friedensvertrages über Landheer, Luftfahrt und Marine herangegangen ist . Am 21. Juni, nach Ablaut von beinahe sechs Monaten seit Inkrafttreten des Friedens Vertrages, find die wichtigsten dieser Bestimmungen noch unausgeführt oder unvollständig ausgeführt. So kommt es, daß das ftebenbe Heer soeben erst auf 200 000 Mann zurückgeführt worden ist, eme Zahl, auf die es am 10. Avril hätte gebracht sein müssen, und daß seine Gliederung mit der im Friedensvertrag vorgesehenen nicht im Einklang steht: daß keinerlei Gesetz erlassen worden ist, um in Deutschland ein dem Friedensvertrag entsprechende* Heerwesen einzurichten: daß durch den , Vertrag, verbotene militärische Formationen, wie die Sicherheitspolizei und die Einwohnerwehren, trotz wik> Maßnahmen ergreifen, um die Kohlenförderung sicher zu stellen. Das im Interesse der Volksgemeinschaft beantragte SozialiperunMfttz^is- besondere die Sozialisierung der Elektrizitatswrrt- schaft, wird loyal durchgeführt werden. Zweck und Erfolg jeder Sozialisierung soll eine Steigerung der Produktion sein. Die Regierung begrüßte em lebhaft, daß gleichzeitig mtt.chr der Reichswrrt- schaftsrat seine Arbeiten beginnt. An der Durchführung der sozialen Reformen halt dve neue Regierung fest. Eine Versicherungsreform m Anpassung an die heutigen Verhältnisse wird nötig sein Die Regierung denkt dabei vor allem an eine Neuaufstellung der Lohnklassen und eine Neufestsetzung der Beiträge entsprechend der erhöhten Leistungen der Invalidenversicherung. Eine Vorlage über die Versicherung bei Aübeitslosigkeih liegt dem Rat bereits vor. Im engsten Zusammenhang mit dieser Frage steht die Frage ktes ländlichen Siedelungswesens und die Durchführung des Heimstättengefttzes. Im Anschluß an die große Reichsversorgung! der Kriegsbeschädigten soll auch die Entschädigung derer geordnet werden, die durch eine kriegerische Handlung irgendwelchen körperlichen Schaden erlitten haben. Zum Schutze des Lebens und der Gesundheit der Arbeiter beftndet sich ebenfalls ein Gesetz in Vorbereitung. Die Neu- ordnuiig der sozialen Sondergerichtsbarkeit ist ebenfalls in Bearbeitung. Mr hoffen zuversichtlich mit dem Ausbau der Arbeitervertretung eine neue wichtige Etappe zurückzulegen aus dem Mge zur wirtschaftlichen und sozialen Gesundung und Wie- derauirichtmigsunseres zusammengiebrochenen Vaterlandes. Es ist der ehrliche und aufrichtige Wille der Regiermig, nickst gegen die Arbeiterschaft, son- derrr für sie und mit ihr zu regieren. (Lebhafter Beifall) Wir wollen eine Regierimg der Versöh- itunn, des Ausgleick^ der Gegensätze fern und richten an das deutsche Volk den Aufruf, alle verfügbaren Kräfte zum Wiederaufbau unseres Vaterlandes anzuspornen. Uns hat nur das Bewußtsein unserer Pflicht gegenüber unsevem Volke und unserem Vaterlande an diese Stelle gesetzt. Der Kanzler schließt: In einer Zeit der Not und folgenneue an die Unabhängigen gewandt. Selbstverständlich hätten dann diese ihre Forderungen gestellt (Zuruf: Ihr wäret ja die Minderheit!) und sei das sozialistische Kabinett gescheitert. Seme Partei stehe auf ihrem Programm, das ihr fünf Millionen Stimmen verschafft habe. Er gebe zu, daß einzelne Mitglieder feiner Partei attveichende Absichten bekundet hätten. Darauf komme es aber nickt an Das Parteiprogramm sei bindend und daran halte auch die Reichstagsfrattion fest. Die Einigung im Proletariat sei frellich auf dem Weg aber nicht auf dem Weg über das Parlament. Der Kampf gegen die Reaktion werde das emigende Band bllden. Dann werde auch der Tag kommen, wo die Mehrheitssozialisten wieder Hand ut Hand mit ihnen gehen würden. Redner kommt sodann auf die Kanzlerrede zu ff>red)at, aus der er nichts greifbares entnehmen könne. Er erinnert an die noch heute bestehenden Lüttwitz- nnd Kappleute. Was sei gegen die Offiziere geschehen, dir aus der Seite des KmpP-'Pmtsches gestanden hätten? Statt die Truppen auftnlösen, würden ihnen Fahrkarten in die Heimat gegeben gleichzeitig aber Rückfahrkarten, em Beweis, daß eine militärische Nebenregierung im reaktiEaren Sinne an der Arbeit sei, die stärker sei als 'M Regierung. Demgegenüber müßten die Arbeiter sich rechtzeitig auf den Generalstreik ernrichten. Warn der Kanzler in der Arbeiterfrage die Politik der bisherigen Regierung fvrtsetzen wolle w sei dm Arbeitern damit nicht gedient, denn dae alte Re- giermig sei ihnen so gut wie alles ichuldig geb! letzen Das Kabinett wolle Ruhe und Ordmrng. Wenn der Reichskanzler die Zwangswirtschaft nnr m gewissen Grenzen tveitertühven wolle, so sei er damit nicht ernverstandm. Die Zwangswirtschaft mnsie un Gegenteil ausgegeben und alle Vorr^e iN Staatsbesitz genommen tverden. Ledebour fordert weiter Sozialisieriing des Großgrundbesitzes rmd des Wvhninigswese^ls. Tos Proletariat werde seine Betr.: Die Maul- und Klauenseuche: hier: Durchführung der angeordneten Maßnahmen und die Befchaffung von Kalk. An die Bürgermeistereien Holzheim, Grüuingen, Odcr-Hörgcrn, Lang-Göns, Eberstadt, Muschcnheim, Arnsburg, Albach, Steinbach, Langsdorf, Birklar, Ober-Bessingen, Nieder-Bessingen, Dors-Güll, Leihgestern, Großen-Linden, Klein-Linden, Watzenborn-Steinberg, Hausen, Garbenteich, Annerod, Lich, Obbornhofen, Bettenhausen, Bellersheim, Inheiden, Utphe und Trais- Horloff sowie das Polizeiamt Gießen. Als Hauptsache der starken Ausbreitung der Maul- und Klauenseuche in Hessen muß die Tatsache angesehen werben, daß die angeordneten Maßnahmen vielfach in durchaus ungenügender Weise durchgeführt werdm. Wir weisen Sie deshalb wiederholt an, die Beobachtung aller zur Bekämpfung dieser in ungel- pöhnlich bösartiger Form auftretenden Seuche angeordneteii Äcatz- nahmen auf das ft t e n g ft e zu überwachen. Zuwiderhandlungen sind uunachsichtlich zur Anzeige zu bringen. Wegen «Beschaffung der zur Bekämpfung der Seuche not- wmdigen Mengen von Kalk teilt die Landwirtschaftskammer mit, daß ihr vom Staatskommissar für wirtschaftliche Demobilmachung einige Waggons Weißkalk zur Verfügung gestellt worden sind Sollte die Beschaffung von Kalk durch die einzelnen Besitzer auf Schwierigkeiten stoßen, weisen wir die Gemeinden auf den gmieinsamen Bezug durch Berntittlung der Landwirtschaftskammer hin. Gießen, den 25. Juni 1920. Kreisamt Gießen. I. V.: v. Gemmingen. Dicnstnachrichten des Kreisamtes. Stand der Maul- imd Klauenseuche im Kreise Friedberg: Sperrgebiet: Ort und Gemarkung Münzenberg, Massenheim, Heldenbergen, Rendel, Dortelweil. Beobachtungsgebiet: Stammheim, Griedel, Rockenberg, Wohnbach, Nieder-Erlmbach, Nieder-Eschbach, Harheim, Gambach, Trais-'Münzenberg, Büdesheim, Klern-Karben, Dortelweil, Kloppeüheim, Ober-Erlenbach, Vilbel, Küichrti. Die Sperrmaßnähmen sind an geordnet. * Ter Karl Höfeld von Rodheim ist heute von uns als Erheber der Gemeinden Rodheim, Steinheim, Langd und Rabertshausen für Neuanfnahme der Viehbestände verpflichtet worden. Bekanntmachung. Betr.: Wahlm zum Kreistag. . _ , . Nachdem die Kreistagsmitglieder Landwirt Wilhelm Fenchel, Oberhörgern, Fabrikant Heinrich Schirmer, Gießen, und Landwirt Friedrich Bommersheim, Langsdorf, chr Amt als Kreistagsmtt- glied niedergelegt haben, treten an deren Stelle die demselben Wahlvorschlag mrgehörigen gemäß Art. 29d, Art. 29b der Kreisend Prvvinzialordnung nächstberufenen, ine die nachträgliche Berufung zum Kreistag angenommen haben: , Landwirt und Sparkassenrechner Jakob Gerhard v., Lteinbach, Amtsgerichtsdirektor Karl Schmahl, Gießen, Landwirt Gilbert Sames, Bettenhausen. Gießen, den 25. Juni 1920. Der Kreistagswahlkommissar: Welcker, Ober-Regiernngsrat. Betr.: Die Außerkurssetzung der Silbermünzen. An die Gemeinde-, Mark-, Kirchen- und Slifkungsrechner sowie an die Rechner der isr. Religionsgemeinden des Kreises. Die nachstehende Verordnung, betreffend Außerkurssetzung der Silbermünzen vom 30. April 1920 teilen wir Ihnen zur Kenntnisnahme und unter dem Auftrag mit, vom 1. Januar 1921 ab feine Silbermünzen mehr in Zahlung oder zum Umtausche anzunehmen. Die zur Zeit etwa vorrätigen Reichssilbermünzen sind alsbald dem Münzmetalldepot des Reichs in Berlin C 19 mit dem Ersuchen um Erstattung ihres Nennwerts, und zwar sotveit möglich im Wege der Ueberweisung auf ein Postscheck- oder Bank- nsw. Konto, zu übersenden. Die bis Ende des laufenden Jahres noch eingebenben Silbermünzen sind vierteljährlich, zuletzt am 31. Dezember 1920, in gleicher Weise an das Münzmetalldepot abzuliefern. Gießen, den 23. Juni 1920. Kreisamt Gießen. I. V.: Tr. 5) e ß. wart einmal vergib mir ja nicht das Erdal! Schuhpute Der 1 Reichstage? an bemW kn W mußten. * gierung M gültigen n bewahren, muß^tnenn von 2M gen Färöer Programm Kkhrlnb Perhältnrii übe^atte1 einmütig । nennt sich uni) des Ä ben auf da Einzelnen Sim bet 1 grnb? Sri Der er deutschen Vi im ms holl etroartenben lichm Lchnn Kabinetts ü Regierung t so tut sie es hon dem t ist, das em genes Arbei dem wirb. dtachdei rmtg unter den berzlick gesprochen der neuen unttrbreite, öri Giiii-in MM ffabi eine trollten Tlitglieber ftonierenj v khor. Sie c zu sagen üb Beziehungen Zeichen des ^ie Ästen diesen anse Md in ihre tonten. Nc genommm h die bisherig öes Vertrag ünien in bt Wenigen, b w iu erfüi ^vnders in tonftigen Ab Fi ouiammenic mngnahme ■ Wobiüi ’^ien di M> es die ^9 sein, i &1’ ab Kddem nit Wortlaut l ” liegt bi, tate. M 5 jmb 3u «me das ti 6 «r M.) L'-i-r» MMq k; St? S®» N umso ^r man Mland lichend? b°u des"' S’.toite ^nrvfe Ml ^*1 ** lebe j $.|5« S »B 2S& ttrniP^ AitsO 5m«?, sE pdl*1 zwiOlt a- Waschkleidei Carl Ülo VI. ägI lEtine 1. 2. 3. 4. bei Druck her iS rü blieben Universitäts-Duch. und Stcinbrudierei. R. Lange, Gl'ßen Ä-Z. 7067 wieder iches 6830V Kreuzplatz 1, ouri, Aus meinem Steinbruck bei Steinback können Schanzcuttratzc 1 und Neuenweg 10. I. II. Gut erhaltene schwarze DamcnNeider u-Schude sowie ein eichenes Bett mit Matratze zu verk. an an an an an an an an an VII. VIII. IX. I 1 schwarz / gelb / braun / rotbraun AUeinhcrstdkx: Werner L McrU, Main* mafdilnennetnfetflfl, Svlltl unö SM abaeg. werden. Pflaster- meister Bsrleeh, KretierL Verlobu Verlobu aparte Muster Klniartrl. v. vorn Hause, das m. der 5 pflege voflständ. öi und sehr aewtflen über aute Zeugnifll AU 1'/,iähr. Kind, Frankfurt/M. ges. „ ..... boh. Geh. u. gut.Behandlg. Bild mit ZeugniSabschr. sind z. send. n. Fran Rosen- leid, j. 3t. Bad-Nauheim, Billa Lentz II, Ludwigsir.5 zur Ernährung der Selbstversorger auf den Kopf an Brotgetreide monatlich zwölf Kilogramm, an Gerste und Hafer monatlich je fünf Kilogramm verbrauchen; die durch die Tarifverträge festgesetzten Deputatmengen an Deputatberechtigte zum eigenen Verbrauche liefern, auch soweit sie die in Nr. 1 genannten Mengen übersteigen; an das im Betriebe gehaltene Vieh die vom Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft mit Zustimmung des Reichsrates festgesetzten Mengen Gerste und Hafer verfüttern; diese dürfen nur in gedroschenem Zustand verfüttert werden, soweit der Kommunalverband nicht Ausnahmen gestattet; zur Bestellung der zum Betriebe gehörenden Grundstücke auf das Hektar verwenden: La bestehen sucht aut Leiteni laisug und zur O patentierten Hau rung desselben, er Unsere Fabrikat! ecbrlnkt, deshalb welcher mit sehr Ist, Gelegenheit Lebeasstellaag. Wert aal eine d und bewtlllgenw weitgehendste Voll zuverlässige, gut « Zur Uebernahme H. 12900.- ersorl N. M2 an Berste Reichsgetreideordnung für die Ernte 1920 Uebersicht über die Abschnitte Bekanntmachung der neuen Fassung der Reichsgetreideordnung für die Ernte 1920. Vom 21. Mai 1920. Auf Grund des Artikels 4 der Reichsgetreideordnung für die Ernte 1920 vom 21. Mai 1920 < Reichs.-Gesetzbl. S. 1021' nnrd der Wortlaut der Reichsgetrcioeordnung für die Ernte 1920, löte er sich aus der Verordnung vom 21. Mai 1920 ergibt, nachstehend bekanntgemacht. Berlin, den 21. Mai 1920. Ter Reichsminister für Ernährung unb Landwirtschaft. I. V.: Tr. H über. ""^1 Gesund-, saub. Dienst madche«, welch, die Hauö- arb. verst. u. etw. ©arten- ard. bes. L geg. hoh. Lohn ges. Reiset, w. verg., 35er- mittL n. ausgeswl. Fran iMianl Karl, Br laber p. Bertki zum vrovistonS« SolvIeiWiigs - mit weicher Lai NaSl' unö B für Hessen, Heflen- Herren wollen fid PertretungsbeAirkl Nachdruck deS Bei Fabriken u. 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Der Besitzer beschlagnahmter Vorräte ist berechtigt und auf Verlangen der zuständigen Behörde verpflichtet, die Vorräte, sobald sie ausgedrosck>en sind, dem Kommunalverband, zu dessen Gunsten sie beschlagnahmt sind, jederzeit zur Verfügung zu stellen. Der Kommunalverband hat dafür zu sorgen, das; die Vorräte gemäß den Vorschriften dieser Verordnung innerhalb ziveier Wochen abgenommen werden. Als Besitzer im Sinne dieser Verordntmg gilt auch der mit der Verwaltung der Vorräte für den Eigentümer betraute Inhaber des Gewahrsams. § 6. Nimmt der Unternehmer eines landwirtsck-aftlichen Betriebes oder der Besitzer von Vorräten eine der von ihm nach § 5 obliegenden Handlungen nicht rechtzeitig vor, so kann die zuständige Behörde die erforderlichen Arbeiten auf seine Kosten durch einen Tritten vornehnien lassen. Ter Verpflichtete hat die Vornahme auf seinem Grunde und Boden sowie in seinen Wirtschaftsräumen und mit den Mitteln seines Betriebes zu gestatten. Auf Verlangen der Reick>sgetreidestelle, der Landeszentralbehörde oder des Kommunal Verbandes ist die Gemeinde zur Vornahme der Arbeiten auf Kosten der Säumigen verpflichtet. ß 7. Innerhalb desselben landwirtsckxaftlichen Betriebes dürfen räumliche Veränderungen mit beschlagnahmten Vorräten vorgenommen werden. Werden dabei Vorräte in eine andere Gemeinde gebracht, so hat der Besitzer die Ortsänderung binnen drei Tagen beiden Gemeinden anzuzeigen. Diese Verpflick>tung entfällt, soweit die Vorräte in die Wirtsckxaftskarten (§ 26) für die Gemeinde ausgenommen sind, in die ste gebracht werden. Werden Vorräte in einen anderen.Kommunalverband gebracht, so ist die Ortsänderung binnen drei Tagen auch beiden Kommunalverbünden anzuzeigen. Mit der Ankunft der Vorräte in dem B^irk des anderen Kommunalverbandes tritt dieser hinsichtlich der Reckste und Pflichten aus der Beschlagnahme an die Stelle des bisherigen Kommunalverbandes. § 8. Trotz der Beschlagnahme dürfen Unternehmer landwirtschaftlicher Betriebe von ihrem selbstgebauten Getreide in der Zett vom 16. August 1920 bis zum 15. August 1921: (§§ 21—31) . _ 2. Selbstwirtschaftende Kommunalverbände (§§32—36) 3. Ausgaben der Gemeinde (§§37—42) IV. Enteignung (§§43—481 V. Verarbeitung des Getreides und Verkehr mit den daraus hergestellten Erzeugnissen (§§49—56) Verbrauchsregelung (§8 57—70) 1. Allgemeine Vorschriften (§§57—62) 2. Besondere Vorschriften für Selbstversorger (§§63 Die Landeszentralbehörden sind ermächtigt, die Saatgutmengen dringendem wirtschaftlichen Bedürfnis für einzelne Betriebe oder ganze Bezirke bis zu einer von der Reichsgetreidestelle be-- bis 65) 3. Durchführung der Verbrauchsregelung (§§66—70) Ausführungsvorschriften (§§ 71—74) Uebergangsvorschriften (§ß 75—78 a) Schluß- und Strafvorschriften (§§79—83) Winterroggen bis zu 155 Kilogramm, Sommerroggen bis zu 160 Kilogramm, Winterweizen bis zu 190 Kilogramm, Sommerweizen bis zu 185 Kilogramm, ungegerbtem Spelz bis zu 300 Kilogramm, Spelzkernen bis zu 210 Kilogramm, Gerste bis zu 160 Kilogramm, Hafer bis zu 150 Kilogramm, Mischfrucht dieselben Sätze nach dem Mischungsver hältnis des Getreides. Sonserrraeb.Dame ertril t 8Ä Batier-teritiiL Schr. Angeb. unter 011434 o-b. Gießener AnHeig. erb. IP.W.DiMMskl (37-38) billig au verk. OnW Näh. Neucn Baue 8 II. au."“;. MenMsel '40 zu vk. Asterweg 1 KI. Vorderhaus. 011484 Johannis- o. Stachelbeeren abzugebeu 011487 Kaiser Allee 151. Stachel- q. Jnbannisbeem kann abaeben Wagetter, 1 Step-arrltr. 21 HL Großer MMltz Herde in GuB, Rundöfen, Deiimalroagen. Gasherde. Soarherüe. SAeueckMer. Seffelherv. Drohkgehecvke Md) jedem Matz. 7069 ©ferne Zensier. man schriftlich« Angebot« unter der Aii,«>a«nnummer sordern Auskunft über Ädrelsen u. s. f. durch die «eschSst»st«llr Manu nicht erteilt werden I. Beschlagnahme. § 1. Das im Reiche angebaute Getreide (Brotgetreide, Gerste und Hafer), allein oder mit anderen Bodenerzeugnissen gemengt, wird mit der Trennung vom Boden für den Konimunalverband beschlagnahmt, in dessen Bezirk es gewachsen ist. Die Beschlagnahme erstreckt sich auch auf den Halm und die aus dent beschlagnahmten Getreide hergestellten Erzeugittsse, wie Mehl, Schrot, Grieß, Graupen, Grütze, Flocken, Malz. Mit dem Ausdreschen wird das Stroh, mit dem Gerben die Spelzspreu, mit dem Ausmahlen die Kleie von der Beschlagnahme nach dieser Verordnung frei; für die Kleie gilt §56. Für Grünkern gilt § 10. § 2. Im Sinne dieser Verordnung gelten als Brotgetreide Roggen, Weizen, Spelz (Dinkel, Fesew, Emer und Einkorn. Gemenge (Mischfrucht, Mengkorn), in dem sich Brotgetreide befindet, gilt als Brotgetreide; Gemenge, in dem sich kein Brotgetreide, aber Gerste befindet, gilt als Gerste; Gemenge, in dem sich weder Brotgetreide noch Gerste, aber Hafer befindet, gilt als Hafer. § 3. An den beschlagnahmten Vorräten dürfen Veränderungen nur mit Zustimmung des Kommunalverbandes, für den sie beschlagnahmt sind, vorgenommen werden, soweit sich nicht aus den §ß 5 bis 11, 29 etwas anderes ergibt. Das gleiche gilt von rechtsgeschäftlichen Verfügungen über sie und von Rechtsgeschäften, durch die eine Verpflichtung zu solchen Verfügungen begründet wird, sowie von Verfügungen, die im Wege der Zwangsvollstreckung oder Arrestvollziehung erfolgen. Für die Entfernung von Vorräten aus dem Bezirk eines Kommunalverbandes gelten außerdem die Vorschriften der §§23, 55 Abs. 1. Werden beschlagnahmte Vorräte mit Zustimmung des Kommunalverbandes in den Bezirk eines anderen Kommunal Verbandes gebracht, so tritt dieser mit der Ankunst der Vorräte in feinem Bezirk hinsichtlich der Rechte und Pflichten aus der Beschlagnahme cm die Stelle des bisherigen Kommunalverbandes. Der Versender und der Empfänger haben die Ortsänderung binnen drei Tagen unter Angabe der Art und Menge beiden Kommunalverbänden anzuzeigen. Die Frist beginnt für den Versender mit der Absendung, .für den Empfänger mit der Ankunft der Vorräte. Werden beschlagnahmte Vorräte widerrechtlich in den Bezirk eines anderen Kommunalverbandes gebracht, so hat dieser die Rechte und Pflichten des Kommunalverbandes, für den die Vorräte beschlagnahmt sind, für den berechtigten Kommunal verband auszuüben. Er hat der Reichsgetreidestelle Mitteilung über Art und Menge sowie Herkunft der Vorräte zu machen und mit den Vorräten nach ihren Weisungen zu verfahren. § 4. Vor der Trennung vom Boden dürfen Kaufverträge über (betreibe oder andere auf Veräußerung oder Erwerb von Getreide gerichtete Verträge nicht abgeschlossen werden, wenn nicht der Komwunalverband schriftlich seine Zustimmung erklärt hat. Verträge, die vor Inkrafttreten dieser Verordnung abgeschlossen worden sind, sind nichttg. § 5. Der Unternehmer eines landwirtschaftlichen Betriebes hat die zur Ernte erforderlick)en Arbeiten vorzunehmen. für sofort auf 4 Wochen zur Aushilfe gegen nute Bezahlung gesucht. 7061 Fran Dr. Kats, Babnbofstraste 50 II. 0115111 rückt. Mädchen vormittags f. Hausarbeit gesucht. Goetbestr. 42 II. [Stellengesuche] Herr. Mitte 40er, früher Beamter, sucht Vertrauen« *tellun< (Bureau, Magazin und bergl); ev wird mehr aus Dauerstellung als auf hob. Lahn gesehen. Schr. Ang. unt. 011481 a. d. Gieß. Anz. jimj.wroiTTcnp.mctiuoi- Alte, sehr gut eingespielte Mandoline Au 200 Mk. au verk. .,Um Schiffend. Weg 65 p. stimmten Grenze zu erhöhen. Als Selbstversorger gelten, vorbehaltlich einer anderen Bestimmung nach §63, der Unternehmer des landwirtschaftlickien Betriebes, die Angehörigen seiner Wirtschaft, Naturalberechttgte, soweit sie als ^cr Leibgedinge (Altenteil, Auszug, Ausgedinge, 2eit)5urr'VjA