Zreitag, 28. Mai 1920 1Z0. Jahrgang Br. 123 Der Siebener Bnjeiaer erscheint täglich, anher Sonn« und Feiertags. Bezugspreis: Monatlich Mark 3.60, vierteljährlichMark 10 80 einschlrehlich des Bestell« gelb»; durch die Post vierteljährlich Mark 9.76 ausschließlich Bestellgeld. Fernsprech «Anschlüsse: fürbieSchristleitung 112; Verlag,Eeschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnach« richten: Anzeiger Liehen. yostschecklonts: Frankfurt a. M. U686 Ä A Annahme von Anzeigen für die lagesnummer di» GletzenerAnzeiger ■ kauptschnftletter Aug. General-Anzeiger für Oberhessen MW BrnÄ enö Verlag: vrühl'sche llniv. Such unö Sttinöniderei R. Lange. Schristleitnng, Seschäslrftellc und Dniderti: Schnlftras,« 7. limnich in mi«6«n. Vie Unwittschastlichleit der Sozialisierung. Die Ergebnisse im mitteldeutschen Braunkohlenbergbau — ein lehrreiches Exempel. Unter der vorstehenden Ueberschrift schreibt die „Deutsche Bergwerkszeitung" u. a. folgendes: Da die Kohle heute von jedem als das Fundament unserer Wirtschaft anerkannt wird, da jeder ihre Kostbarkeit am eigenen Leibe zu spüren bekommt, so interessiert ein Blick auf die Ergebnisse des Kohlenbergbaues im letzten Kalenderjahr. Im mitteldeutschen Braunkohlenbergbau, welcher die Gebiete östlich und westlich der Elbe bis zum Rhein einschließlich des Freistaates Sachsen umfaßt, ergeben sich folgende Zahlen: Erzeugung 1919: Förderung Briketterzeugung Belegschaft 65543 000t 13 639000 t 98 600 Mann Erzeugung 1920: 70000000t 14500 000t 130000 Mann Die Zahlen für 1920 sind nach den bis- beriaen Ergebnissen geschätzt. Die Belegschaftszahl entspricht dem heutigen Stande. Wenn das laufende Jahr nicht durch allzu große Störungen beeinträchtigt wird, so ist auf die mäßige Steigerung der Braunkoh- lenförderung und dec Briketterzeugung wohl zu rechnen, die allerdings mit einer enormen Erhöhung der Belegschaftszahl erkauft werden. Wie unheilvoll die Wirkungen der Revo- lutiwi sich besonders im Braunkohlenbergbau widerspiegeln, ergibt das nachstehende Resultat über die Leistung: Leistung je Kopf und Tag: 1914: 4,71 Kohle, 1,51 Briketts 1919: 2,2 t Kohle, 0,46 t Briketts 1920: 1,8 t Kohle, 0,37 t Briketts. Es ist hieraus ersichtlich, daß die Leistung zurzeit auf ein Drittel, ja bis aus >:in Viertel der Zeit vor dem Kriege zurückgegangen ist. Aus diesem Grunde und der gleichzeitigenenormen Lohnsteigerung ergab sich die leider unvermeidbare Notwendigkeit einer sehr erheblichen Preissteigerung, wobei nicht außer acht bleiben darf, daß neben den Erlösen, welche die Gruben bekommen, noch die sehr erhebliche Kohlensteuer, die Umsatzsteuer, die Beträge für Bergmannswohnstätten und für Lebensmittel für die Bergarbeiter auf den Preis ausgeschlagen werden müssen. Während nun bei sinkender Leistung auf den Kopf und erhöhten Löhnen die Preise ganz gewaltig hinaufgeschnellt sind, sind die Gewinne, welche die Bergwerke verteilen konnten, annähernd dieselben geblieben wie in den Friedensjahren. Auch in dem laufenden Jahre werden die Gewinne, welche zur Verteilung kommen können, keinesfalls nennenswert größer sein als div im vorigen Jahr erarbeiteten. Aus dieser Zusammenstellung von Erlösen, Lohn und Gewinn ergibt sich folgende interessante Ueber- sicht: Ergebnis: Erlös Löhne Gewinn "/»v.Erlös 1919 : 920Mill. 431 Mill. 30Mill. 3,2 1920: 2700 Mill. 1200 Mill. 30 Mill. 1,1 Man sieht also, daß, lvährend in normalen Friedenszeiten nicht nur im Bergbau, sondern auch in allen anderen Industrien und im .Handel und Gewerbe der normale Nutzen etwa 10% betrug, dieser Nutzen vom Erlös i. I. 1919 im Braunkohlenbergbau schon auf 3,2% gesunken ist, und daß er im laufenden Jahr, soweit sich bis heute die Berhältnifts überblicken lassen, kaum 1% übersteigt. Angesichts dieser Zahlen muß sich jeder vernünftige Mensm fragen, ob eine Sozialisierung in Gestalt der Beteiligung des Reiches, oder oer Uebernahme aufs Reich, oder der glatten Enteignung überhaupt irgend welchen Sinn und Verstand haben kann. Selbst wenn man von rein syndikalistischen Ideen ausgehl, und bie Frage aufwirft, wie groß wohl der Gewinn sein würde, der auf den Kopf des Arbeiters im Jahre entfällt, so ergibt sich ohne weiteres das Exempel, daß im Jahre 1920 bei 130 000 Mann Belegschaft auf den Arbeiter im Jahre 230 Mark entfallen würden, d. h. also 77 Pf. je Tag. Nun wird aber selbst der phantastischste Wirrschaftstheoretiker zugeben müssen, daß ein Staatswesen, wie immer es gestaltet sein mag, zu seinem Bestände auch eine Verzinsung der aufgewandten Produktionsmittel haben muß. Wenn man diese ganz bescheiden mit 5 Proz. in Anschlag bringt, so verbleiben von dem Reingewinn des Braunkohlenbergbaues in Mitteldeutschland nur noch etwa 10 Mill. Mk., oder auf den Kopf und den Arbeiter pro Tag 22 Pf. Hat der Arbeiter ein Interesse, bei einem täglichen Bev- dienst von ca. 35—40 Mk. dieser 22 Pf. willen die ganze Wirtschaftsordnung zu zerschlagen und an die Stelle eines geordneten Be- j&ißbcs das. Lhags »u jetzen? öä können daher mir Leute, die absichtlich die Vernichluna allen Wirtschaftslebens anstreben, heule noch mit dem Sozialisierungsgedanken spielen. Gerade der Arbeiter Hal durch die Wiedereinführung des Gedinges, das ja kurz nach der Revolution eine Zeitlang ausgcschaltet war, wiederum die volle Möglichkeit erlangt, die Früchte seiner persönlichen Tüchtigkeit restlos zu ernten, ganz anders, als wenn er mit einer Gewinnbetei! ligung am Gesamtunternehmen sich absinden müßte, auf die er als Einzelner natürlich gar keinen Einfluß hat, während er beim Stück lohn an seiner Arbeitsstelle seine persönlichen Fähigkeiten belohnt sieht. So kommt cs auch, daß heute im Gedinge tüchtige Arbeiter 5 bis 10 Mark mehr verdienen, als der normale Schichtlohn beträgt, also ein Betrag, gegenüber dem die oben vorgeführten 22 Pf. überhaupt nicht ins Gewicht fallen. lkonferenzvorbereitungen. London, 27. Mai. «Wolff.) ,,Taily Telegraph" meldet die Ankunft des Schw?rzcr Bundesrats Ado r i n Lv n do n. Er wird dort mit den Funktionen des Völkerbundes die Vorbereitungen zur internalivn alen Frnanz- konserenz in Brüssel trefsen. Ferner wird er mit Bonar Law und Chamberlain über die Büxeutimg der Konfevenz in Bezug auf die deutsche Kriegsentsä)ädisung Besprechungen ab- halten. London, 27. Mai. (Wolff.) Reuter meldet, es stehe nunmehr fest, daß die Konferenz von S p a a aus den (21 Ziuni verschoben worden sei. London, 27. Mai. (WTB.) Bezüglich einer erneuten Konferenz zwischen Lloyd George und M i l l e r a n b, die vor der Konferenz von Spaa ftattfinben soll, ist noch keine Entscheidung getroffen. Lloyd George befindet sich noch immer zum Landaufenthalt in Colham zur Wiederherstellung seiner angegriffenen Gesundheit. Mailand, 27. Mai. (WTB.) Der „Secvlo" meldet aus Rom, daß N i t t i in der Mittwoch- sitzung des Ministerrats bet Behandlung der Frage der Ginberufung der Konferenz von Spaa erklärt habe, einer Verschiebung der Konferenz auf den Monat Juli günstig gesinnt zu fein. Er glaube, daß die Alliierten sich seinem Wunsche anschließen würden. Eine englische Stimme der Vernunft. Amsterdam, 27. Mai. (Wolff.) Der Chefredakteur der „Daily News", Gardiner, der einige Zeit in Deutschland geweilt hat, um die sozialen, wirtschaftlichen und politischen Zustände zu untersuchen, veröffentlicht den ersten Artikel über das Ergebnis der Untersuchung. Darin heißt es: 2Bam die Konferenz vonSpaa dem Prozeß dec inneren Auflösung Deutschlands nicht ein Ende setzt, wird Deutschland ein Körper werden, der die ganze Welt vergiftet. Wenn wir Deutschland zerstören, werden wir n i ch t s e r - halten; wenn wir ihm helfen, so kann es arbeiten und bezahlen. Gardiner fordert, daß der Geist des Krieges, der DeutscAand gegenüber immer noch vorherrsche, endlich dem Geist des Friedens Platz mache. Am Schluß seines Artikels fordert Gardiner für Deutschland Lebensmittel- und Rohstoffkredite, Frstfetznng einer begrenzten Entschädigungssumme und einige Erleichterungen in bezug auf bte Schiffahrt. Amsterbam, 27. Mai. (Wolff.) Gar- biner schreibt in der „Daily News" über die Lage in Deutschland u. a.: Augenblicklich geht der Krieg noch weiter. Das deutsche Volk lebt und stirbt noch immer bei halben Rationen von oftmals unbeschreiblichen Nahrungsmitteln. Es ist noch immer vom freien und gleichm Verkehr mit der Welt abgeschnitten. Diese hoffnungslose Lage darf nicht fortdauern. Wenn Spaa eine neue Aera eröffnen soll, muß verhandelt und nicht diktiert werden. Millerandtz Erklärungen über Hythe. Paris, 28. Mai. (WTB.) Die Kam- merausschüsse für Auswärtige, Angelegenheiten und Finanzen nahmen gestern vormittag die Berichte ihrer Mitglieder über die Erklärungen entgegen, die M i l l e r a n d über die Beratungen in D v t h e machte. Nach längerer Aussprache wurde trotz zahlreicher Meinungsverschiedenheiten von der Mehrheit der beiden Ausschüsse beschlossen, der Regiv- rung die Schwierigkeiten der Verhandlungen, die sie jetzt führt, nicht zu erschweren. Daher erhielt kein Ausschußmitglied den Auftrag, in die morgige Kammerverhandlung über die auswärtige Politik einzugreifen. Au» der Wiedergutmachung-kommisfion Paris, 27. Mai. (WTB.) Der ehemalige Minister Soucbair wurde anstelle des jetzigen Vorsitzenden des Diedergutmactzmgsaus>'cbusses Louis Dubois zum Berichterstatter über die Kriegs- kosten und Wiedergutmachungen vom Finanzausschuß ernannt. Die Grenze in Schleswig. Kopenhagen, 27. Mai (WTB.) Einem Telegramm der „Berlingske Tidende" ans Paris zufolge hat bie Botschafterkonferenz gestern vormittag die Beratungen der schleswig- Kfyen Jragc abgeschlossen. Es steht mm fest, daß die Clausensche Linie mit einer unbedeutenden Aenderuug die zukünftige Süd grenze Dänemarks bilden und daß die zweite Zone an Deuttch- land zurück gegeben wirb. Die Frage einer Internationalisierung ist bei ben Besprechungen der Botschafter ko nferenz gar nicht in Erwägung gezogen worden. Vom Obersten Rat. Paris, 28. Mai. (WTB.) Nach einer Meldung des ,Lournal des Debats" aus San Remo wird der Oberste Rat demnächst in G e - nua zusammentreten. Alles Verhandlungsmaterial wird von San Remo nach Genua befördert. Da» Mandat für Armenien. Rotterdam, 27. Mai. (WTB.) Die Botschaft Wilsons betreffend die Uebernahme bed armen i f eben Manbats stößt, laut „Nieuwe Rotterdarnsche Courant" im Repräsentantenhaus unb besonders im Senat auf größeren Wider - staub, als dies bei irgenb einem anderen Vorschlag Wilsons je der Fall war. Senator Srnoot sagte, im ersten Jahve würden 59 000 Mann unb 100 Millionen Dollar notwendig sein. William I. Bryan hielt ben Antrag für unannehmbar, da die Kosten ciwrm seien und die Bereinigten Staaten in die europäischen Fragen verwickelt würden. „Neuyork Sun" und „Neuyork verald" teilen bie Ansicht und bekämpfen in Leitartikeln ben Plan. Wilson» Veto gegen die Resolution Knox. Neuyork, 27. Mai. (WTB.) Der Präsident legte gegen die kürzlich auch vom Repräsen- tantenlxms angenommene republikanische Motion zugunsten eines Separatfriedens mit Deutschland unb Oesterreich sein Veto ein, da die Art unb Weise, wie man ben Frieden mit Deutschland Herstellen wolle, die Ehre der Bereinigten Staaten und die Tapferkeit der Amerikaner mit einem unverwischbaren Fleck versehen würde. Französisch-belgisches Militärbündnis. Amsterdam, 27. Mai. (Wolff.) Wie der Pariser Beri^erstatter des „Daily Telegraph" meldet, werden Verhandlungen zwischen Frankreich unb Belgien über ein milttärisches Bünbnis geführt. Funggeseklenbefteuerung in Frankreich. Paris, 27. Mai. (Wolff.) Havas. Der Senat hat das Gesetz über die Besteuerung der Junggesellen angenommen. Der Aktschluss Oesterreichs. Paris, 27. Mai. (WTB.) Der österreichische Friedensverttag wurde geftern in der Kammer ratifiziert. Die Sozialdemokraten lehnten in einer begründeten Erklärung den Vertrag ab. Aus der Debatte ist naefautragen, daß der Sozialist Sem- bat erklärte, Oesterreich könne wirtschaftlich nicht allein existieren, aber man untersage ihm, sich an Jemand anzulehnen. Man könne bie Völker nicht verhinbern, sich aus wirtschaftlicher ©olibarität zu vereinigen. Auf eine Anftage erklärte ber Ministerpräsident, bas Verbot ber BereinigungDeutschlanbs unb Oesterreichs fei formell unb könne nur im Ein Verständnis mit dem Völkerbund aufgehoben merken. Tardieu verteidigte den Friedensvertrag. Clemen- ccau habe monatelang kämpfen müssen, um das Verbot der Bereinigung Deutschlands und Oester- reick)s herbeüuführen. Durch Zwischenrufe wurde Tardieu beschuldigt, der deutschen Einheit gedient zu haben. Er sagte ferner, man habe dem Wiedergutmachung sausschuß den Auftrag gegeben, daß Oesterreich solange nichts zu bezahlen brauche, bis cs sich wieder aufgerichtet habe. Diese Methode sei gegen Oesterreich zulässig, gegen Deutschland aber gefährlich. Der Ministerpräsident erklärte in der gestrigen Sitzung noch, er werde bie Interpellationen über bie Beratungen von San Remo unb Hythe am Freitag beantworten. Die Lage in Irland. London, 27. Mai. ^Wvlff.« Ein Regiment DigHlanders in Aldershot Hal Befehl erhal- t e n, sich am Donnerstag nach Irland zu begeben London, 27. Mai. Wolff) Reuter. Amtlich In Irland sind feit Ostern 400 Polizei- ftfliixnten verbrannt und 150 Einkorn mensteuer- Aemter überfallen worden London, 27. Mai. (WTB.) Die Führer der eirglischen Eisenbahner sind in der Frage des Verbots von Waffentransvorten nach Irland sehr unsicher, welche Politik sie einschlagen sollen, doch besteht eine starke Strömung für die Durchführung des Verbots. London, 27. Mai. (WTB.. Die engipche Regierung ist entschlossen, die Waffen- und Heeresguttransporte nach Irland durch Truppen und Seesoldaten ausführen zu lassen. Die Führer der Eisenbahner sollen sich ent» schlossen haben, in dieser Frage die Meinung der Gruben- unb Transportarbeiter anzuhören. Amsterdam, 27. Mai. WB.- Dee das „Algemoen Sandelsblad" ans London meldet, er» hielt ein Bataillon L"*Aander in Alder-Hot bat Befehl, nach Irland abpugehen . Drei wettere Bataillone wurden angewiesen, sich zsun fjfjrtigen Abtransport bereit zu hallen. In Irland setzte eine Braichsiistu^SSampagne ein. Nutzer Gerichts- aebänben und Volizcistatianen wurden auch größere Privatgebäude eingeäf chert. Die ruffiW Gefahr. München, 28. Mai. (WTB.) Im Ausschuß für Auswärtige Angelegenhn:en beantragte der Abg-?rLnete Zahle iTem.), daß bte Regierung alsbald zuperläziige Bcrichteüberdieruisi- schc Umwälzung und deren Einfluß auf die wirtschaftliche Lage des russischen Voltes gebe. Geh Rat Dr. von Müller vom Ministerium des Aeußern erklärte, es sei außerordente lich schwierig, hierüber Angaben zu machen, ba der diplomattsche Dienst Deutschlands in Rußland noch nicht eingerichtet fei. Sonxftt Meldungen tertiären, feien sie nicht autknftisch und ber« öltet. Auch nach Mitteilungen brr 3owtnxnmtng seien Ro hstoffc in ausßchrsihigen Mengen nicht vorhanden .Tas Ratesystem sei pvak- ttsch nicht rnshr in Einwendung, das Stücklohn- und Prämiensnstem wieder cingefütirt. Von den Lokomotiven fei nur mehr ein ganz geringer Teil noch gcbrauckiSfähig Besonders ichlccht ftrlx es in sanitärer Beziehung. (Alles nach Mitteilungen der nrifiicfn'n Regierung i In Petersburg funktionieren die W.sscrleitu: gen nick" mehr Der L ausott löm e nichc mehr meggeräumt tvcrden. Ein Wunsch, ruffifdx Arbeiter aus Deutschland zu bekommen, bestehe nicht. Tie Zulassung einer Stu« ttenkommission bestehe ebenfalls nicht. Die militärischen Vorgänge zwisck-en Sowjetrußland unb Polen riefen in weitesten »trafen Deutschlands Beunruhigung hervor wegen eines etwaigen Angriffes auf Teutfchtanb. Es wurde damals von deutscher Seite bie Frage ausgeworfen, ob, wenn Polen überrannt werde, ber Sowjet • angriff an der beutfd>en Grenze fitben bleiben werbe. Bon ber Rcichsregierung wurde mitgeteilt, bie Grenztruppen seien möglichst verstärkt worden. Auch sei der Respekt Rußlands vor der deut • fdjen Militärmacht und Militärkunst zu erheblich, daß zu erwarten sei, daß der Angriff an der deut sehen Grenze ddlt machte. Außerdem sei die Ouc - lität unserer Truppen so hervorragend, baß einem Angriff mit Erfolg begegnet werben könne. Ob allerbings bet Angriff möglich märe, hat unser Gesanbter ernstlich bezweifelt. Eine zufrtedenstcl • latbe Auskunft, daß keine Gefahr von russischer Seite zu befürchten sei, konnte von ber Reicks regle rung nicht gegeben werben. Es mürbe auch im Ausschuß auf bie Gefahr hingewiesen, baß, wenn ein Angriff auf Deutschland erfolgt, die Sowjetregierung versuchen wurde, Zentren eines Aufstandes in Mitteldeutschland ober im Ruhrgebiet zu schaffen, um auf diese Werse den militärischen Vorstoß zu verschärfen unb den Widerstand Deutschlands zu brechen. Diese Gefahr wird uon ber Reichsregierung nicht verkannt, aber dort bie Meinung ausgesprochen, daß man hoffentlich in ber Lage sein loerbe, dem russischen Angriff gewachsen zu sein. Der Antrag Johle wurde hierauf zurückgezogen. Massenftucht au» Petersburg. Kopenhagen, 27. Mai. (WTB.) Laut „Berlingske Tidende" berichten russische Zeitungen von einer förmlichen Massenflucht aus dem hungernden Petersburg. Durchschnittlich 1500 Menschen sollen täglich die Stabt verlassen. Dadurch fei ein bedeutender Mangel an Arbeitskräften entstanden. Die Sowjetbehörden haben ein Abreiseverbot für Männer von 18 bis 50 Jahren und für Frauen von 15 bis 40 Jahren verkündet. Lettland. Kopenhagen, 27 Mai. (2BöIff.) DaS hiesige lettische Pressebureau meldet: Bei den Frieden sver Handlungen mit der Sowjetregierung in Moskau wurde eine Einigung über die Grenzfrage mit Ausnahme weniger technischer Einzelheiten erzielt. Lettland wird zukünftig das ganze ethnogvaphisch letttsche Gebiet, das 64 bis *0000 Quad-ritkilometer groß ist, umfassen. Kowno, 27. Mai. cVTB.) Bei den Friedensverhandlungen zwischen Litauen und Rußland gesteht, wie gemeldet wird, Rußland den Litauern Wilna als Hauptstadt zu. MaffarytPräsidentderTIchecho-elowakei. Prag, 27. Mai. Umn die Molkerei zStebühr von 30 Pi. **BeiderstädtischenObst-unbGe- müseverkaufsstelle kommen morgen Spargel, Erbsen, Bohnen und Grüngemüße -um Verkauf. ** Freibank. Samstag den 29. Mai wer den von 1—3 Uhr die Nr. 3101—3150 beliefert. Reichswahlen hielt. Dir Versammlung war Ml besucht An demselben Tage, abends jxm 8 Uw, sprach ein Redner der Sozialdemokratrsa-en Partri. dec Redakteur der „PolkSstimme" Klug aus Frar» Kieinhandel»- preie f. 50 kg in Mark öS» 1. Quark- und Magerkäse b. Verarbeitung durch eine Käserei..... b. Herstellung in der Molkerei . 2. Gepreßter Quark (Roh- stoff für Quarkkäse) mit einem Wassergehalt v. höchst. 68,4 v. H. 3. Speisequark m. einem Wasser- o. höchst. 75 v.H. HersieN.r. prtte f 50 kg in Mark preis von 1,48 Mt., bei einem Fettgehalt von 3,5 Pvoz. ein Stallpreis von 1,53 Mk^. bei einem Fettgehalt von 4,0 Proz. ein Stollpveis djh 1,58 Mk. zu befahlen ist. Tas Bezohlungs--- nerfohren unterliegt der Genehmigung der Landes- Milch-- und Fettstelle. Liefert ein Kuhtzalter Frischmilch tn eigenen Kannen ohne Inanspruchnahme der örtlichen Sammelstelle unmittelbar in eine BedarsSgemeiwte an die bestimmte Verwendungsstelle, so kann die Berechnung eines Rampenpreises bis -u 15 Pf. für das Liter genehmigt werden. Erfolgt auf Anordnung der LandeS-Milch- I und Fettstelle durch röte Molkerei, die nicht als meinte an-uset fiertet und tief tuet a. M. er. Röthges, 27. sand hier unter Leitung sigen Wahl Vereins, Hermann Versammlung statt. Redner war Hornberger-Gießen von der Aussprache fand nicht statt. Fettgehalt bezahlt, so ist von der Molmrei ein BezaHlungS-1 verfahren in Anwendung zu bringen, bei dem bei einem Fettgehalt von 3,0 Proz. ein Strall- kemttnrs, Pflichtgefühl usw. nicht gleich In Eng. | land und Amerika gehe denn unter dem Deckmantel , der Demokratie die rücksichtsloseste Herrschaft ter| -ZS S( SM starker Beifall zuteil. In der Aussprache erkannte Lehrer Fischer die gedankenvolle und vornehme Art des Redners an und ging auf die Wandlungen der Koalitionsparteien ein, die darum einträten, weil sich vor einem Jahre Leute angeschlofseir hätten, die schnelleren Erfolg erwartet hatten. Die Koalitionsparteien hätten selbstlos gehandelt Der monarchische Gedanke sei im deutschen Volke erschüttert worden, weil es an einer starken Füh- rerpersönlicÄeit gemangelt habe. Er fürchte, der Referent werde mit seinen Gedanken nicht lange im deutschnationalen Lager bleiben können. Ter Geist der Deutschnationalen Volkspartci sei nicht der des Redners, sondern Westarps und der Real' tion. — Eisenbahnschlosser Günther gab als USP. seinem Befremden Ausdruck über den Geist der Deutschnationalen Partei wie er sich in der Rede des Referenten zeige und suchte ihn burdt die Kriegsschuld und Militarismus der Partei zu. widerlegen. — Stadtv .W c i ß schloß sich seinen j Vorrednern an und bezweifelte ebenfalls die Versprechungen der Deutschnationalen Volkspartci. Ter Kamps zwiscten Arbeit und Kapital müsse siir austoten. Nur der gesunde positive Sozialismus führe zur Völkerversöhnung und zum Frieden ow tt ras ? fc- rß-. fiS N°Mlderc jys »s iroger SsV Ke fttW J -W Mllichen sM 1877, W ÄuM Wund des W National stiebe nn «S'r ate solckie zurückLustellen und sich auf ein gemeinsames wirtschaftliches Programm zu einigen. Auch in dieser Zeit der schwersten Not und der größten Gegensätze müsse man den Glauben an die deutsche Zukunft aufrecht halten. Das deutsche 2&>lt habe noch Aufgaben zum besten der ganzen Welt yi lösen. Umbra tranfit, Curt manet. Der Schatten weicht, das Licht aber ist ewig. Dem Redner wurde v. Mol Münster ! Änatoriurn bei to vormittag Münentieren j Äriae Anzahl s Rünster, itklosm^nglükk tat ber UniDerfit Hiiotl des Jr.sl Situ! vor un kMMNt mit S 'tun ohne irgei M Üniüerjitäti m (tadem jh Wffl’ Patrone n ^he stede WMi Mgrsah Ämh Lpl Ättrenbe »fort ton diese Ä! bet lei ■®! mitbe a1 Mr Hilfe t ” loaren und er in \ Kitcbli Jfrtiel. 3t >n bet Sf JJH 191 \ MO u 9 » iltael M-ier b. 2 Ä totm. ________inei-SBitMu. Der Reimer, der mÄwft in sachlich und außerordentlich gedankenklar sprach, 5.^ c^c ’ rthiVrnt-rütmm11 mab b- l-bnt- es ab. Kriül an bctVgierung M üben, da Ta-x> die Unzufriedenheit mit ihr )o allgemein fei, daß Dr^We rn er sprach u a in Lautc^ man den bisherigeii Mehrheitsparteien keine gün- 'c.rL*LE2A (UriWiS-rr ’fnmip in Offen tosen Musfidto für bei 6. 3imi machen könne. b°ch. S« b. L^L^unberasmme^n ON^ Wenn man den Grund zur Kritik in den führenden ba$ ÖoSarCT: Persönlichkeiten suchen wollte, so müßten dies und erntete ul^all^L^ichr Persönlichkeiten von besonderem Zuschnitt sein.SS? Dafür feien sie aber zu unbedeutend und mittel- - mäßig. Die Unzufriedenheit liege m den Fehlern Dmnberaer und zwei andere -uraaiu des Systems. Der Borwurf fruchtloser Opposition, der S.P^D. auf den man gegen dir Deutschnationale Bolkspartei! ty. Dir zenharn, 28. MaL. Zu dersurv erhebe, sei gerade von den Mehrheitssozialisteu 1. Pfingitfeiertag, nachmtttags 4-Uhr hier ang lächerlich, bte sich ickhrzehnteLmg nur -auf setzten Versammlung der U. S. P. JJ11 Opposition beschränkt 'hätten. Die Tvutsth- anßer den Einberuknn tm ganzen fünf Mcum en- nationale Volkspartei habe aber in der National-1 schienen, jo daß die Redner unpemchteter «a Versammlung positiv mitgearbeitet. Die Fragen I wieder von dannen zogen. Demokratie und Sozialismus wiesen auf die Fehler I * Nordeck, 27. Mai. Am 2. Pfingsttag des Systems hin. AUe Parteien, auch die Deutsch nachmittags um 4 Uhr, fand im Garten nationale, seien darin einig, daß die Verwaltung | Gastwirts Stelzenbach eine Versammlung ftottt. des Staates auf dem Volke beruhen müsse. Diek in der Prof. Pfarrer Rade von Marburg, er» Fra-e der Wiedereinführung der Monarchie sei eine t Vertreter dec Deutschdcmokratisch'n Partei, etncrn Frage der Nerven und Geduld, nicht der Gewalt. I sehr sachlichen Vortrag über die bevorstehendni Die Bolksherrschast werde ausgeübt durch Vertreter' ~ * " m"~r---*'**•'* *~'r des Volkes. Ter Streit flröc demnach um die an eine BedarfSgemernd eine Sammel- und Bearb für das Liter verlangen. mt. - - sowie zur Aufrechterhaltung ihres sondere Auswendungen machen, ton Form und nicht um das W e s e n der Demokratie. Fehler des deutschen Volkes sei, daß es als Form der Dkinvkratic die reine Demokratie der Zahl aus tem Ausland importiert habe. "Diese scheinbare Zahlgerechtigteit sei aber die größte Ungevechttg-- teit, berat die Inhaber der Rechte feien in Er- Kubbalter die zur Herstellung von Kinder- Plutokratic vor sich. Nicht besser fei es in den rv- ~il<ü für die Fütterung und Mcge der Mhe, manischen Staaten. Es gebe immer üroße nttschei« *- • ..... 'wo Kuhstandes be- dende Fragen, über die das Volk durch Mehrhetts- SSaEBSÄ SS"4“ÄÄ»S Katä“ *" ” ” ras.1•sux. a,~s£‘Ä.“Ä b Fü^ ÄeuAiert^' tiefgekühlte Mager- Fragen gehörten vor ein Arbeits- oder Wirt- milch wiw ein lvwtz'hcmdeiAneis von 70 Pf Maftsparlament, das berufsständig zu büden ser das Liter festaesetzt Der einzige fruchtbare Gedanke der Revolution Für Ziegenmilch werden folgende Preise sei der Rätegedanke. Man dürfe nicht ,ei^n Ge- für das Liter festgesetzt1 Preis ab Stall 1,20 Mk., danken der Gegenseite von vornherein ablehnen Vertousspreis ^für^Wicderverkäuser 1,50 Mk Der Rätegedanke fteljebem berussstondigenAufbau Wird bei Lieferung von Vollmilch Milch mit nahe, nur daß er Nicht auch den Burger und Ar» einend geringeren Fettgehalt als 3 Proz. angc- beitgeber paritättsch einb^tehe unb iuß er aut liefert fo ist ter Empfänger berechtigt, für ,edes etnseittge Diktatur hinarbeitc. Wenn man den fel^che Zehntel Fettproz^it 2 Pf. für das Liter Räteged.anken zum berufsstandigenParlament lau- nn. sRrei^ in oTBiua zu bringen I tere, so könne man Brucken zwischen noch Unver- Wrd Vollmilch oder Magermilch in eigenen söhnlichem bilden. Gerate die ^ülfgeren m der Kannen der Lieferstelte an die BerbrauchSftell' Politik feien m einer Zeit ter wichtigsten Ent- gcto-stwt, to ist sitt die Kannengestellung eine Ge- scheidungen des Parteibonzentumsi und' Varte^ büln von 3 Pf für das Liter zu bezälsten. Kliquentums mute. Wenn man tem volitischOi K l ein Verkaufspreis für Vollmilch I Parlament bie großen Entscheidungen zu Qhmften ixrrf bie in Ziffer 2 und 3 genannten Preise in eines Berufsparlamentes entziehe, so ließen sich Gemeinten unter 20000 Einwohnern um Höch- auch die Parteigegnerlchasten leichter versöhnen, i stens 30 v £> in Gemeinten über 20000 Ein- Die teutscAiatwnale Partei lasse tem Einzelnen ! wohnern um höchstens 40 v. $>. ütersteigen In möglichst große Freiheit, denn so wbe man am I Ausnahmefällen tonn die Lantes-Mlch- undFett- ehesten zu den neuen P^teien der Zukunft hmge- stelle eine weitere Erhöhung der Kleinverkaufspvns>> langen konnem Im weiteren behandelte der RÄner ^-nebmiuen den Austritt des Derrn v. Kardorss, dessen GrÄnde 96 Buttervreise ler als unwesentlich kennzeichnete. Auch ter So- Die Landes-Milch- und Fettstelle zahlt den zialismus fei kein deutsches Lnderit . w..... . .. n . „ v t I rita gRrnnr/imm nnn Wnrr und Enaels auf ena- Der Breis für Molkereibutter, welche zum Staat, dieser Gemeinschaftsgedanke s« ernten hessischen Molkereien tergestellt wted, wird festig auf das W^tschaftsgebietbeschrankt und mst einschließlich Verpackung frei Bahnrampe Versand- dem Kamp gedanken verquickt Worten. Das ktber station festgesetzt: für Lxmtelsware I von einwand- Grund unserer inneren Zerrüttung. Die schuld freier Besckiaffenheit aus höchstens 1650 Mark für I daran liegt auch bei den .lrbestgebern, die ^u sehr litten Verluste, iynen oaoei erwarten, ^g-icu« ...... I 50 Kilo, für Handelsware II. nicht ^vollwertige I auf dem Staitopunkt des ---pi^s ter tteien Kraste föalich treffen in Berlin von Hamburg kommeito! dieser fo ungeteuer wichtigen Frage einte^ten wuß.! Speisebutter, aus höchstens 1500 Rdark für 50 Kilo,! gestanden hatten. Um zum Ausgleich auf allen Essenbahnzüge ÄÄH unb die Die Bezüge der GemeÄdevemnten d^Kreifes höchstens 1200 Mark für Gebieten, Meeistonk ma iväre noch wesentlich höher wenn der durchweg so lämmerlich, daß eme Erhöhung un-1 50 ^to müsse man ihn des Kampfgedankens entttaten. Binnenschifferstr.-st dickst ^zwischen, getont men bringt notwendig ist Bezüge von 50 und 10Ö Mk. Ms Verkaufspreis für Butter imrd für Zu diesem wahren Sozialismus müßten auch bit wäre Am stärksten betrosßm durch den Preissturz im lJahr können doch wohl nicht mehr als an^emes- Mcn dn Mn 1700 Mark für 50 Kilo fest- Arbeitgeber und. das freie Burgntum guten Witten sind die Kom munen, die in ungeheuren Men- fen b^i^iet werden. Die war Diese Preise verstehen sich bei Lieferung ab zeigen damit die Bahn zu einem nichtegoistischm gen Nährmittel und Dülsenfrüchtc beschafft haben ,grundsätzlich ter Ansicht, daß die Slerchen,Tröe-1 -^0^^: ab Bahnrampe, Versandstation ter Mol-1 Sozialismus freigelegt wurde. Der Klassenkampf- und nun gezwungen fein nxtrben, diese Waren mit I rmrgSMschlage M fordern sind, wie fte tee ^9ttat^ krci, ^r wenn die Molkern in der Gemem.de gebaute müsse von ter mneren z"^ch^bren Bolstck mindestens 30 bis 40 Prozent 'Verlust zu oer-1 'teamtzm berests fett langem erhol en. mster- befindet, ab Rampe Molkerei: bet Lieferung I gewendet werden, zum Befreiungsstreben ter mster- kaufen Best>nters kritisch für die Ktommunen ist fchstdliche Behandlirng — soweit ab Sammelstelle ter Lantes-Milch- und Fettstelle: drückten Volker gegen die Unterdrucken^. Das dteLägr auf tem Fett markt. Die tehörv- Geniröchckteamte m Frage kommen-kmru mcht Bahnrampr ter Sammelstelle. Klafseubewußtsem müssesich mit tem National- litten Fett- unb Margarrnclager sind mit unge- verstauten werden. Der neu gegrtttchete Kreisver- Die Zuschläge für den Weiterverkauf dürfeir bewußtsein verbluten. Auf diesem Wege werte 'lEN WEimeugni gMltt, tee Preise abei:, die band stnrd mst allen ihm zu Miote steherchen Mit- ^ttagen: für Gemeinden ober Behörden, denen tee ebenfalls eine Annäherung der Klassen und Par- für Margarine mrd Fett beim Einkauf bc- toln für bw Forderung ^ikrÄen Hinter teefer ^tter zur Weiterverteil'ung geliefert wird, Höch- teicn möglich, die ja dock auf einander angewiesen zahlt wurden, sind heute ertebüch zurückge- Vorderuna steht die gesamte tessif^ ftens 50 Mark für 50 Kilo: für den Kleinhandel: seien. Diese Gedanken, die ^st Stöcker verbreitet Lnqen Mil einem schnellen Absatz ter Fette durch beamtenWtft, die Wntests m temAind hessifcher in Gemeinten unten 100 000 Einwohnern höchstens habe, feien leider zu roemg beamtet worden. Man d^^tadt^altM^n tonn bei ten l^uttgen Gememterteamten tem großen Deutscheii Beamten- 100 Mk. für 50 Kilo; in Gemeinten über 100000 täte gut daran, manche lediglich formale Fragen Pveissturz^ nicht m?hr gerechnet werten, und so bund cmgehört." ■ Einwohner höchstens 120 Mark für 50 Kilo. ',.nh f.rh mit ein aem«n- wird tzur Zrö an maßgebenden Stetten die sofortige Ktels «chotten. Holt sich ter Kleinhändler tee Ware bei ter Freiaab« des Fett- unb Margarine- vc. Eichelsdorf, 21. Mai. Ern D r en ft - Berteilungsftelle ter Gemeinte selbst ab, so hat ihm Handels erwogen. Äe Preise für H ülsen-mädchen aus Rainrod, das bei einem Laiid- diese 2 Mark für je 50 Kilo aus tem von ihr er- srüchte sind von 4 bis 6 Mark das Pfund im wird hier in Stellung war, hat sich aus Liebes- Ebenen Zuschlag zu vergüten. .Klrörhratoel innerhalb ter letzten acht Tage auf die fummer in seinem Schlafzimmer erhängt. Außer diesen Zuschlägen kann im Gro^- und ..Hälfte -urückgegangen. Hierzu wesentlich beigetra- Starkenburg und Rheinhessen. Kleinharitel von tem Verkäufer bei jedem Ver- aen hat die Räumung der Hamburger Lager. Reis. fro Lindenfels, 27. Mai. Die Raubnwrd- kauf ein weiterer Zuschlag ^aremrmsatzfteuer) tes ter im Grvsthandel noch vor kurzem 11 Mark angelegenheit vom November v. I. ist von Neuem zu 15 vom Tausend des Einkaufstneises erhoben kostete, ist auf 6 Mark gesunken: mindere Quali- aumerollt. Der angebliche Mörder Schmitt mußte werten. täten werten bereits zu 4 Mark und darmiter ge- ^br auf freien Fuß gesetzt werten, da festg^- 2"? Onarkpreise. tembdt. Ebenso sieht es auf tem Seefisch- wurde daß er sich zur Zeit des Mortes in $ür ten Berkaus timt Käse werten folgende markt aus: auch hter ist ter Preissturz auf tem I Psalr befand. Schmitt batte das Geständnis vPrcsse festgesetzt: hMtelt. Ebenso sieht es auf tem Seefisch- sE wurde, daß er sich zur Zeit des Mortes in markt aus: auch h«r ist ter Preissturz auf tem Pfalz befand. Schmitt hatte das Geständnis Hambuvger Mm» tee Urftacte für die Verbilligung, abgelegt, den Raubmord begangen zu haben. Er Heringe werten um 200 Mark dw Tonne Vckliger jst getftifl minderwertig und fein Alibi einnxntte hchmdelt, ate vor WT&gcn, fttüte SeeM.) unb an Pensio- sturzpar teien rm Begriff, ten enticheidenben , . Gießen erfolgt durch das Postamt von großen Schlag mit Äckfe ber Ro m Armee zu voll- L mchr am 29. sondern am 30. des führen unb die Raterepublik durchsusttzen gonatß Senn dieser Tag auf 'Kma^°,s?bie ■gefahren gegenüber rubtg Blut ;u bewahren. ^"SzMun? -m ^.7 . d G,Nägel- s SS» sarttSÄTS Ä-?y-aWw: schlesischen Absttmmungsgebiet hält an. Kreis 416(610. --- Die Bezüge der Gemnndebeamien. Wm« Ätftit K6idbe. oa. Alsseld, 27. ÄRai. In ter Be r sa m m- 2,115 Oew lung der Gemeindeveam ten des Krei- Preisrückgang auf dem Lebensmittelmurkte. ses ?llsf eld warte nach lebhafter Aussprache. z. (jeuiucu-t ------------ »ÄÄ,““' I1Ut S 1920 fÄIwbaauÄnÄ ÄE eÄÜtW i8CUWdU’'g 5tad’t= | " 3n Hamburg ist infolge ter ftarten Zufuhr ses. autevortentlich zLUreich versanimelten Ge- auö dem Auslaute im Großhantel «ne Panik membröeamtat baten m in ausgeb rochen, die mraufhaltsam weiter schreitet. Gewährung Ärat^ein- 1 Tie Hamburger Grossisten bemühen sich, tee Läger fang möglich Lanvi zu jedem Preise zu räumen trotz ter ,ehr erheb- mütig ten ^taubpuntt, c-aß ^.Ül>E chs möglich iUC|uruntlu^u uul litten Verluste, bü’ ihnen batei erwachsen. Tag- eme grunblegente Aerfoerung m bei Behchtdlmrg 50 Kilo, für Handelsware Söt 'Ä., Mi K-p itt ' ->di- K in btn 1 rb I I * Jg *Lw kB I Jfe> oilbtn ih I itben I Tein oblebnX 8S?3* I Ml et i I Eil I WrntMih I üüa J® llrßen sch tzr versöhn Ä.Eüytl«r werde man er J^nit hingt- iMnMur Äch ber So. hbuft, loitbtr.- iugelä ans eng. fanden, als £ wtttrWtttto BflefemtWt mc gedanke sei tu< Idndtrft und m den. Das sei de ittg. Dir SAt bern, dir zu ft der freien Krin. gleich aus all« nus yi komme- unkens Meide müßten auch b- tum guten Ville n nichtegoistische J« AaisenkiW ir äußeren PoliK zsirebenberunte. rbrüdcnbm. Id it dem Nation fern Wege rot» Klassen und wilder angaviee Stödtt verbikL jtet worden. Ao ) formale Frcza i) aus ein gerne i zu einigen. L: l und der gröfm xn an die bair'.i Xulsche Lol! V - qanm M = ittt. Der Tchrrv von Redner wo erkannte nd Dontthmt ■'■ s die Wandle darum ttihto Jeutt angkiÄt '- fiwrtet M 'elbstlos ßtM in deutsch« einer |Wd» . Er W- drtfett nicht 1ür Schafe mit vollwolligen, halblangen und kurz- wolligen Fellen 70,80 Mk, für Schafe mit Hfößcu >>! Mk., für Pferde ernscküießlich Fohlen. Esel, 'liaiilhcrc und Maulesel 19,80 Mk. Das Au-setzen des Unterri6zts bet 1 r o B < r Live. Nachdem die sogenannte Sommerzeit nidxt mehr m Betracht kommt, wird die Berfügtmg vom 26. Mai 1916 mietet ruf» c.choöen. Tas Aussehen des Unterrichts ui den lifentlichen Schulen bei gvotzer Hitze erfolgt Witter nach den Vorschriften des Amtsblattes vorn 6. 3intt 1877, des Ausschreitens vom 19. und 21. ^tzurr 1893 und des Amtsblattes vom 5.September 1912. National st istung für die Hinterbliebenen ter im Kriege Gefallenen ES wird lut öffentlichen Kmnmis gebracht, teb die Ge- schäste des Unterausschusses der Nationalsttstuna für die Hinterbliebenen ter im Hticge Gefall.'ir.'n für den Bezirk ter Landgemeinden des Greises daS Kreisamt Gietzen (Amtliche SbridfürforgeftcIT? für Kriegsbeschädigte und K^riegshinterbttenene) heute üterrw>mmrit hat Ter Metzger Hrch. Zecher von Mainzlar ist gemäß Verfügung teS Kreisamts Giehev vom 19. Mai 1920 ab 19. Mai 1920 r.N^cr zum Handel mit We'h, Fleisch und Fleischwaren -uge- lassen DermbcbUf. Laboratoriums?rvlosion Dtünster 27. Mai. (WTB.) Im chemiscten Laboratorium der hiesigen Universität wurden heule vormittag durch eine Explosion beim Erperimmtieren sechs Studenten getötet intb eine Anzahl sasver vertvvndet. Münster, 27. Mai. fWTB.) lieber das Ervlosionsunglück in dem chemischen Insti" tut der Universität wird noch mitgrteilt: Zn dem Hörsaal des Jr,st'.tnts erverimentierte Pwsessor Eckenk vor ungefähr 30fJ Hörern. Bei dem Glperiment mit Sprengstoffen, das seit zehn fahren ohne irgendwelche Unglücksfall an sämtlicher. Universitäten vorgesuhrt wird, explodierte unter fiiufcm Knall der Inhalt einer großen eisernen 'tatrone und entzündete gleichzeitig den in der Nate stehenden Sprengstvn. einen im all gemeinen ungefährlichen langsam verbrennenten Stoff, Durch Splitter ter Patrone wurden sechs Studierende sofort getötet und zehn andere schwer verletzt, von diesen ist inzwischen einer gestörten Die Zahl der leichter Verletzten ist grob- Prof, ^cbenk wurde am linken Oberarm verwundet, "erztliche Hilfe war gleich zur Stelle. Bon den ^ekötettn waren fünf aus Münster, einer aus Tarimunb und einer ent Gasthörer, Hussein Allari aus Teheran in Zersien. Kirchliche Nachrichten Flrael Religionsgemeinde. lte»ttes- d.em'k in ter Snnagoge (Süd-Anlagen Samstig d. 29. Mai 1920 Vorabd.' 7.45, morg.: 8.30, abds.: 8.40 u. 9.20 Ute. Israel. ReligionS -- Gesellschaft. Sadbttfeier d. 29. Mar 1920. Freitag abd. 7.40 SamStag norm. 8.00, nachm. 4.30, Sabbatausgrng 9.20 — Wochengotlesdiensl morg. 6.30, abvs. ^00 Uhr Handel. Der Preisfall in Amerika unD England Berlin. 27. Mai. Das „Berl. Tgbl." meldet aus dem Haag: Gennsse Restaurants in Neu- horf haben ihre sämtlichen Preise mit einem Federstrich um 20 Prozent herabgesetzt, ebenso viele Warenhäuser im ganzen Land. Aus Chicago kommen Nachrichteit, daß Schwein e f l e i s ck und G e l r erde .Hart finden Fuhren: nu bt' amty Bewegung smd Rohstoffe, betonter« Me- «olle, und zwar «ch wider JrtDarten die fernen ©orten Jeten'aV >a bv gottLt ort amertkani^hen Banken tatlr' Führung te. ffromi. Reserve-Bank Systems, vor allem Die ^ationtening ter fcrebüe, bie rrntt Bewegung terteigefütet. rx 0,lt> ^nfft, so hmrtnnerm ine samttlcheii Blatter em stimmig auch biet einen 11(10^141 reis fall, natürlich im Zuiammendang mit ninenFa ater auch infolge des »a u f st r c i ks, der m England noch stärker als m Amerika wirkt. «uto-rorbenduD bod) iü ter 5all in « aum- allen Dingen durch den Zwammen- oruch der ..?tm«rik..Paketf. 165,- 165,75 164,75 166,- ZrorddeutfcherLlogh 164,- 165,75 167,50 Boeh-Bugstahlwril. 245,- -,- 240,- 240,- T.-Curt mb. Berg». 262, - 293, - 266, - 270, — (Mfenkird). Berge. 285,- 262,- 285,- 284,50 Harpener Bergbau 255,- 262, 251,50 253, - ObeTfd)l(ti|enb..U 188,- 181,- 175,50 Oderfchlef.Eifenln^ 235,- 242,25 237,- 237,- DH5ntk.«rgb..AKt. 375,- 379,- 377,- 374,- Dad.Anilln.u.Soda 429,50 429,- 435,- 446,50 höchster Farbwerk, 343,- -,- 340,- 338,- «riektr. A. lk. G. 266L5 266,50 263,- 266,25 Schuckert-WerKe.. 175,- 175,12 175,50 jeUen4r(ßuiUeaume 365,- 369,- 361,- 363,- Taiml« 209,- -,- 214,- 206,- ®ub..QHfen®..SM. 258,- 260,- 252,- 255,- AdlerwerK, ... 221,- 227,- -,- 4'L Hess. SaatsanL -,- Electton Brieaheim -,- 304,- 306,- Müller sche Badeanstalt Wasierwarme der Lahn am 28. Mat: 20° R. Letzte Nachrichten. l^rnrnnungni yun vorläufigen Reichs wiNschastSrat Berlin, 28. Mai. Bon ten WörplTtchrften, denen txw Recht »ufteht, 'BerfänlüfzCdtrn in den vorläufigen Reichswirtschaftsrat zu entsenden, sind, laut „Bossischer Zeitung", folgende 'Berfonrn zu Benrewrn ernannt: Reichstohlenrat: Äs ArbTitgeberoertrc- tcr: für SteinScchl?: HuM StürneS, für Braunkohle: Qfenernlbireftjr Schumann: als Acbeit- nehmeroertreter: für otztntalxe: Fmhusch, für Braunkohle: Otto Hu^. Reichs st ädtebuno: Oberbürgermeister Dr. Belian-Eilenburg und SvN' dikus Tr. Haeiel. Deutscher Städtetag: als Bertretrr des Hausbesitzes: Oberbüraermeist 't Blüher-Drcsten und Stadtrat 5>umar-München. Per band deutscher HauSfrauen- vereine: Frau Charlotte Mühsam-Berlrn und Frau Emma Cromer-Mamrteim Deutscher Aer ztevereinSbund: Sanitätsrat Dr. Hartmann-Leipzig . Reichsverband ter deutschen Presse: Goorg Bernhard. Deutscher Werl- bund: Pvof. Dr. Ernst Iäckh. Verband deutscher Gartenbaubetriebe: Generalsekretär F. Iohs. Beckmatm-Berlin-NeuVlln. Ge^ neralverband der deutschen Raiffeisen-Genos sen schäften zusammen mit ten- ReichSverband ter deu t schen landwrr t- I'chaftlichen Genossenschaften alS Vertreter tes landwirtschaft (idret Genossenschaftswesens: Berbantedirekivr Handesökononuerat Peter Ioharmssen-Hanrzover, Anwalt Otto Stennes-Bcr- Itn, BerbandSdirekoor Oeklonomierat SÖaCteMi-Vnv bau (Pfalz), Geh. IustiMtt Hermann Dietrich- Metzelrin. Ferner als Vertreter des Mein-Bksitz^: Landwirt Dilh. Marrn hei ette mich b. Moblenz, Schultbeitz A. TrübenbacteSontwa (Thür.), Besitzer Gust. Schennonek-Patzhessem Ostpr), Vanbroirt Jos. Reinsch-Thamndars b. Habelschwerd t. Schl., Bauemguiöbesitzer Alwin Ännsch-Grotz-Heuners^ dorf (Sach'en), Schultheiß Jachs. Sch vor rer-Oberste: ten Württemberg), Vanfcmann Hrch. Weintern- DheelbaeVc (Oldenburgs Das Deko Wilsons. Amsterdam, 28. Mai. iWTB i Wie aus Washington gemeldet wird, erklärte Präsident Wilson bei der Abgabe seines Betos gegen die republikanische Friebensen t schlie- stung, eine solche Art, ten Frieden mit Deutschland xu schlietzen, würde einen unauslöschlichen Fleck auf die Ehre ter Bereinigten Staaten bringen Der Präsident bemerkte noch ter Friä>ens- verttag von Versailles enthalte wichtige Bestimmungen, auf die die Entschließung keine Rücksicht benommen hate Die Verwerfung des Friedens- dertrages durch die Vereinigten Staaten würde bedeuten, daß man sich zurüchäefr und egoistische Interessen zu verfolgen wünsche. Wilson fügte hinzu, bie Entschließung habe sich um zu viele wichtige Ziele, für beten Verwirklichung die Bereinigten Reuirr. Wilsons Borschla«, wonach Amerika bot Mandat über Armenien übernehmen soll, wurde vom Senotsausschuf; für aawivartige An gelegenheiten mit 11 gegen l Stimmen ab gelehnt Eine Entschädigungsforderung uunitbao Otava, 28. Mai WTB.) Reuter. Kanada fovbert von Deutschland eme Entschädi gnngssumme von 187 Millionen Dollars, einschließlich 31 Millionen Dollars njeant ter .0 riegssüdrung mit rmgesetzlrchpm Mitteln. Das amerikanische Friedenpheer. Amsterbaw. _n'. 41/a; out Washington gemeldet wird, haben sich bir Mont- missionsmitglieter des Senats tmb tes Repro ieMantenHauses gestern über ten itesetzentwurf >ur Reorganisation des Heeres geeinigt. Es wird darin eine Armee von 280 (MN i Mann und 17 800 Offizieren vorgesehen. Das amerikanische Marinebudget. Washington, 28. Mai. >DTB.1 SHeuit r Die Ausschüsse bet- Senats imb des Repräsen tonten Hauses erklärten sich damit einverstanden, dost das Morinebudget für itächsleS Jahr nm 436 Millionen Dollar festgesetzt wird. Erfolge der türkischen Rationalisttn. Amsterdam, 28. Mai. iMTB.) Aie rüg- tische Blätter aus Konstantinopel melter haben bie türkischen fstegierungstruppen An, sieh, Adabazar und S a l z a n j e an die R" tionaliften verloren. Subh a Pascha wurde an Stelle von Handv Pascha zum Kommandant ter Regierungsstreitkräfte ernannt. Eisenbahnunglück bei Aschaffenburg Aschas f en bürg, 28. Mai. lWTB.) ter .Beobachter am Main" berichtet, fuhr (mir Otto Scheel, Gieyen, Mühlstrahe 24. Immobilien u. Hypothek. Der Unterzeichnete nimmt hiermit die Verleumdung, welche er gegen Karl Wirth auS Langsdorf ausgesprochen bat, mit dem größten Bedauern zurück. 5895 Langsdorf, 27. Mai 1920. Wilhelm Krämer I. Welche Schneiderin wäre geneigt,eine jüng.Näherin mit Schneidern zu ncb men? Schr. Angeb. unt. 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