I VereÜS oben! Mmisfär. Hat. y s r: das topographiildk ! März lfd. Zs. liegt | Bände) dcr ökmar- ’ ilierung iuge^gtnen Den, Ober-Lieinberg. t den dazu gehiriger. asichi der beteiligter, ►ung des Ausschluiie- ermeifterei LriftgtsKni tieften. ommissü. igsrat. is ließen; ftier: H 25. März A, tster die Arbei« c chosse roenbungen ftikrgegen . die beteilig ^inenben mit M mit Gründen veriedc- |- n it L 1-5 tri ’n n= o w n, r 5 £ N' lMie’äV'b!" ** LL L M- youftt. ^^Met ■j^ieitin m■ '«.Sire”«!1 Stst äsari lmann. 5,^*4 reife«. Ä Beihilfen an Wang bet l^tai Ablage her v^- hnen. ‘ r m a n n. iamtes. Reichszentisie tüi hWTVteilt- je S,24' April 1920 Werie zu Gunsten ^Detitaates tzejsm Behörde genehmigten iO Lose zu je 5 Ak dürfen nur mit dein flngen. Während dn einer Preuh.-Lüd nsgabe und Vertritt bei eilUe^^Ga? M. 50 Ter eiefctfltr Anzeige, erscheint täglich, außer Sonn- unb Feiertags. Bejngspreis: Monatlich Mk. 2.30, vierteljährlich Mk. 6 SO einschließlich deS Bestell- geldS: durch die Bost cievteljäbdid) Mk. 6.— ausschließlich öestellgeld. Fernsvrech - Anschlüsse: fürbie 6 richten. Anzeige» fliesen. Postscheckkonto: Cranffurt a. M. 11686 Erstes Blatt 170. Jahrgang Samstag, 28. Februar 1920 Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen SwiMngrnin-drucr u. Verlag: Brühl'sche Univ.-Buch- u. Zteindruckerei R.Lange. Zchriftleitimg, Geschäftsstelle u. Druckerei: Zchulstr. 7. Einnahme von Anzeigen s. die -idiiriMtummcr Ui4 zuin Nachmittag vorder ohne ledrBerdiiidlichkeit. Dreis für l mm kjöhe für Anieigen v.34 mm Breite örth t) 25 Bi, auSivärtS 30 Bl.: lür Reklame- Anzeigen von 70 mm Breite 90 Pi. Bei Platz- oorfdirifi209 Aufschlag. Hauvtschn-tleuer: Aug. Äoeg. Berautivortlich für Politlk: Aua. Goey; für den übrigen Teil: Dr. Reiudold Zenz, sur den Anzeigenteil: p. Beck, sämtlich m Gießen. wochenrückbllck. Der Friede ist noch nicht einmal im Rohbau von der Entente fertiggeftettt. Ein Werk des Zwanges, eine Saat ewiger Unzufriedenheit, wo man auch prüft. Nun man die europäischen Stockwerke notdürftig unter Dach und Fach gebracht zu haben glaubt, hat man in London noch den türkischen Balkon daran angebracht: Konstantinopel soll den Türken bleiben, weil der alte, stürmische Bewerber, Rußland, nicht mehr lebt, oder doch viel stiller und bescheidener geworden ist. Der wahre Grund für England ist, daß es die Gefühle der Mohamedaner möglichst schonen will. Der englische Außenminister hat es ja vor einigen Tagen erklärt, wie im Orient die Lage überall ernst sei, in Aegypten wie in Jnoien. Wir lasen auch von einem türkischen Auf stand in Cilizien, dem südöstlichen Kleinasien, wo man also auch nicht einfach alle französischen und griechischen Wünsche ohne Schwierigkeiten erfüllen Fairn. Die Telegramme, die man von der Arbeit, den Konferenzen des Londoner Obersten Rates erhält, lauten ziemlich kurz und inhaltlos. Zuletzt wurde die Veröffentlichung des Notenwechsels' mit Wilson in Aussicht gestellt, und erst dadurch wird die öffentliche Diskussion wieder belebt werden. Es scheint neuerdings doch ein Gefühl der Unsicherheit in dem „Obersten Rat" eingezogen ru sein. Auch Holland gegenüber geht er nicht so forsch und unbekümmert vor, wie Londoner und Pariser Blätter voreilig angckün- digt hatten. Die Auslieferung des ehemaligen Kaisers steht offenbar gar nicht mehr in Frage; es handelt sich nur noch darum, zu probieren, ob Holland sich darauf einlassen wird, den gefährlichen Mann in Ameronaen schärfer bewachen zu lassen. Churchill redet im Lande umher, Deutschland habe ausreichende Proben der Bereitwilligkeit abae- legt, den Vertrag zu erfüllen. Damit wird anscheinend das letzte Wort über Frankreichs Ausdehnungsgelüste im linksrheinischen Gebiet gesproa/en. Als wichtiges Zeichen eines volitischen Umschwungs in England kommt der Wiedereintritt des liberalen Fübrers A s - quith ins Unterhaus hinzu, der die Opposition zu der Gewaltpolitik Lloyd Georges in einen sicheren und machtvollen Strom leiten wird. Es sind Anhaltspunkte dafür vorhanden, daß der englische Diktator selbst nicht mehr ganz achtlos an der allgemeinen Volksstimmung vorüberyeht, und so haben sich sür Deutschland die außenpolitischen Ausblicke ein wenig erhellt in einem Augenblick, tvo freilich die innere Lage noch voller Schwierigkeiten sitzt. Die wirtschaftlichen Nöte sind so brennend geworden wie kaum je vorher. Der Lerarmungs- und Ausverkaufsprozeß ist bald auf den Punkt gekommen, wo altes redliche deutsche Bemühen wieder ins Nichts zurückgeschleudert würde. Die Reichsregrerung hat es endlich zuwege gebracht, daß in den Kohlenrevieren durch besondere Abmachungen mit allen Beteiligten die Kohlenförderung vermehrt werden kann, allein was bedeutet diese kleine Vorwärtsbewegung auf dem großen Valutasumpf, in dem Deutschland immer tiefer versinkt! Man kann leider nicht sagen, daß die Reichsregierung entschieden und zielbewußt handle, um den Niedergang aufzuhalten. Vom Reichswirtschafts- inintsterium hört man kein Programm, keine Weisung, und auch Herr Koch, der Reichs- minifter des Innern, verhält sich schweig- iam. Um nur ein Beispiel, ein sehr wichtiges ireilich, zu geben: Auf derWeimarerTa- gung der deutschen Presse, deren dringenden Notruf wir veröffentlicht haben, var die Reichsregierung trotz besonderer Einladung nicht vertreten! Ein Verlegenheits- inib Armutszeugnis, wie man es sich schl«h> ter nicht denken kann. Es ist den Herren in Berlin offenbar noch nicht zum Bewußtsein gekommen, daß sie bei oiefer Gleichaültia- keit der Presse gegenüber den Ast selbst ab- ägen, auf dem sie sitzen. Wenn eine große Zahl deutscher Zeitungen nächstens wegen der Papiernot ihr Erscheinen einstellen muß — glaubt die Regierung dann unter der verantwortungslosen Herrschaft von Flug- ichriften und Hetzplakaten besser zu fahren? rs gab und es gibt für sie einfache, gar nicht chwer zu handhabende Mittel, der Presse zu helfen. Sie kann den Papierfabriken aus lautlichen Waldungen für den Bedarf der treffe Holz mit gemäßigten Wuchernreisen zuführen; es bleiben dann immer noch Vucherpreise. Aber darüber hinaus wird es in der Zeit sein, etwas Kulturgefühl für die öresse auch in^der Steuergesetzgebung und berordnungsmaschinerie an dem Tag zu egen, damit die Zeitungen ungehemmt rnie- )ct ihren großen Aufgaben sich widmen fön- ien und die Hände und Köpfe, die sie her- telten, nicht wirtschaftlicher Vernachlässigung -überlassen werden. Die Kresse hat von Freiheit und Fortschritt für ihr eigenes Gedeihen rn der Republik bisher noch nicht viel gemerkt. Der Prozeß Erzberger-Helfferich konnte in den Zeitungsspalten einen ziemlich breiten Raum oeansvruchen, denn seit lange: Zeit ist keine Gerichtsverhandlung so interessant und so lehrreich gewesen. Er nähert sich seinem Ende, und die Spannung weicht allmählich, denn ob Helfferich wegen Beleidigung zu einer Geldbuße verurteilt wird oder nicht, darauf kommt es wenig an. Das Drama Erzberger ist an uns vorübergezogen und hat eine tiefe Wirkung getan. Ganz so skrupellos, von einfachster politisch-parlameu- torischer Moral verlassen hatte man sich Matthias Erzberger doch nicht vorgestellt. Utü) was sich uns so schwer aufs Gemüt legt, das sind nicht die einzelnen Handlungen, Fehlgriffe, Anmaßungen und Kniffe, sondern das ist dieses © t) ft em eines Abgeordneten, der sich zu einem so überragenden Einfluß aufsckstvingen konnte. Wie der vielseitige Schacherer sich befreundeten Fabrikanten aller Art zur Verfügung stellte, um ihre Geschäfte bei Behörden und Regierung zu fördern und mit allerlei Druckmitteln durch- zusetzen, so ist er auch auf eine Ermunterung des Kardinals Piffl der Familie Bourbon- Parma freundwillig und dienstbar geworden. Mit annähernd der gleichen Gewisfenhaftig- teit, mit der er Hustenmittel, Sprengstoffe und ähnliche Waren und Erfindungen an* pries und deren Konkurrenzen bekämpfte, so brachte er aus Wien auch die berühmte Friedensresolution mit. Viele ihrer einstigen Anhänger werden ihre durch den Prozeß veranschaulichte Entstehung nicht ohne Erschütterung gelesen haben. Sie werden zum mindesten ihre Motive von denen des Herrn Erzberger trennen und «unterscheiden wollen und werden zuge- ben, daß in der „Aktion" des jetzigen Reichs- finanzminifters (mehr als ein Haar zu fiw- den gewesen wäre. Am Ende wäre doch ohne den Ueberrumpelungsstreich und ohne die verantwortungslose 1 Bekanntgabe des Berch- told'schen Briefes eine bessere und klügere Friedenspolitik dem Feinde gegenüber möglich gewesen. Einzelne demokratische Ortsverbände, wie derjenige Nürnbergs, haben den Reichspräsidenten bereits aufgefordert, mit der Ministerherrlichkeit des Verdrängers Bethmann-Hollwegs ein Ende zu machen. Erzberger wurde vorläufig, aber sehr wahrscheinlich endgültig, von feinen Minisieroblie- genheilen fentbunSen. Wir stehen noch vor einigen interessanten Bekundungen der Regierung und Mehrheitsparteien zu dem donnernden Falle Erzberger, der ihnen starke Verlegenheiten bereitet. Aber das Schauspiel war zu deutlich, als daß nickst alle Welt auf eine Reinigung des Parlamentarismus von Erzberger'schen Wucherungen bringen müßte. Jetzt soll es, nach Prefseverlautbarungen, einen wirklichen Fachmini ft er als Nachfolger Erzbergers geben; ob das Zentrum ihn stellen wird oder eine der anderen Mehrheitsparteien, ist fraglich. Für schöpferisch veranlagte Finanzminister ist heute nicht gerade der günstigste Boden. . . Lloyd George über die türkische Zrage. A m st e r d a m , 27. Febr. (Wolff.) Nach einer Meldung des „Telegraaf" erflärte Lloyd George auf Anfragen Maclans und Carsons im Unterhaus«: Mit der Vertreibung der Türken aus Konstantinopel seien sowohl Vorteile als auch Nachteile verbunden. Die Konferenz der Alliierten sei nach reiflicher tkberlegung! zu dem Schluß gekommen, daß es am Besten sei, wenn man den Türken Konstantinopel lasse. Man vergesse oft, daß Großbritannien die größte muselmanische Macht der Welt sei. Die Mohammedaner Indiens vertrauten auf das ihnen von der eng* llschen Regierung gegebene Wort. Wenn die Mohammedaner glauben müßten, daß die Friedensbedingungen den Zweck verfolgten, die Fahne des Propheten niederzuholen, um die Fahne des Christentums an Hyre Stelle zu setzen, würde dies dem brüischen Ansehen in Indien sehr schädlich sein. Lloyd George besprach hieraus die Friedensziele der Alliierten gegenüber der Türkei. Diese seien: 1. Freihest der Dardanellen. 2. Befreiung aller nichttürkischen Gemeinschaften von der türkischen Herrschaft. 3. Selbstverwaltung für die Gemeinschaften, die zum größten Teil aus türkischen Untertanen befielt?!!. — Der Premierminister f.igte, es müßten Bürgschaften für den Schul; der Minderheiten gegen die türkische Unterdrückung gegeben werden. An das Schwarze Meer grenzten 6 oder 7 unabhängige Völker; es sei notnmbig, daß ein freier W?g bestehe, nm zu diesen Völkern zu gelangen. Tie Türk i f Ile nicht ganz ih er Vormundschaft über di? Wasserstrassen beraubt werden, vvr allem aber müßten die Tardanellenforts geschleift roerben und dürften die Türken ferne Truv- pen im Bereiche der Wasserstraßen ha'tcn. Statt dessen Hütten di' Alliierten selbst die Absicht, Garnisonen a n den Dardanellen zu errichten, mit deren HÜse nicht allein die Tarkancllcn, sondern auch der Bosporus bewacht werc-en könnte,. Eine andere Lösung der türkischen Frage wäre eine internationale Verwal t ung von SIxhv stantinopel gewesen. Ties hätte bedeutet, daß eine Million Menschen von einer Kommisnon regiert worden wären, in der England, Frankreich,Italicn, vielleicht auch noch Rußland und andere Länder oertreten sein würden; dies würde nicht nur ;u Eifersucht Veranlassung geben, sondern auch die Selbstverwaltung Konstantinopels unmöglich machen und zu einer militärischen Verwaltung führen. Tie Vertreibung der Türken aus Konstantinopel würde auch keineswegs die Sicherheit der Armenier gewährleisten. Ter Oberste Rat tat fein Möglichstes zum Schutze der bisher unterdrückten christlichen Minderheiten in der Türkei. Tiese Minderheiten würden zukünftig unter der Hut Großbritanniens, Frankreichs und Italiens ruhiger und sicherer leben können. Lloyd George schloß: „Wir beabsichtigen, den Türken die Herrschaft über alle nicht türkischen Rassen zu nehmen, die sie früher unterdrückten und wir berauben sie der Herrschaft über die Wasserstraßen nach dem Schwarzen Meer, die ihnen in der Vergangenheit ermöglichte, so viel Unheil anzurichten." * Englischer Handelseifer. London, 27. Febr. Reuter verbreitet eine Meldung der „Daily News" aus Neuyork, daß englische Schiffahrtslinien eine Handelsverbindung mit Neuyork und Hamburg eröffnen und im Wettbewerb mit deutschen und österreichischen Handelsgesellschaften Auswanderer und Waren befördern wollen. Tie Cunardgesell- schaft verhandelt über den Ankauf von Docks, Schuppen und Kohlen in Hamburg. Das Frauenstimmrecht in England. Londo n, 28. Febr. (WTB.) Das Unterhaus hat in erster Lesung einen Gesetzentwurf angenommen, durch den den Frauen mit dem 21. Altersjahrc das Stimmrecht gewährt wird. Durch diese Entscheioung wird der erste Beschluß des Hauses aufgehoben. Das wählbare Alter wird auf 30 Jahre festgesetzt. Wilson und die Entente. Washington, 28. Febr. (WTB.) Die Antwort Frankreichs und Großbritannien in der Adriafrage ist hier eingetroffen. Die Streitlage in Frankreich. Paris, 28. Febr. (WTB.) Gestern abend um 8 Uhr war die S t r e i f t a g e auf den Eisenbahnlinien folgende: Bei der Paris- Lyon—Mittelmeer-Bahn hat sich die Lage nicht verändert. Seit heute morgen scheint sie sich zu bessern. Auf der Staatsbahn sind bei den besonders betroffenen Werkstätten die Abfahrten unregelmäßig. Ter Verkehr auf den großen Linien ist ungefähr normal. Bei der Ostbahn ist teilweise Verkehr. Bei der Nord- und Orleans-Bahn arbeitet das technische Personal, jedoch sind die Werkstätten zum Teil vom Stteik betroffen. Auf der Lyoner Bahn fahren einige Züge. Paris, 27. Febr. (WTB.) Ter heutige Ministerrat beschäftigte sich mit der durch den Eisenbahnerstreik geschaffenen Lage. Es wurde ein Dekret vorgelegt, das Einschränkungen für die Restaurants und Konditoreien enthält. Auch wurde die Wiedereinführung von zwei fleischlosen Tagen in der Woche ins Auge gefaßt. Auch die Beschlagnahme der Automobile soll angesichts der Stillegung der Eisenbahnen auf die Tagesordnung der Kammer gesetzt werden. Dcr Aufenthalt in Tirol. Berlin, 28. Febr. Laut „Berl .Tagebl." hat die Tiroler Landesregierung die Ausweisung aller nicht nach Tirol zuständiger Personen angeordnet. Zum Sommeraufenthalt im Jahre 1920 sollen nur solche Personen nach Tirol zugelassen werden, die in Tirol heimatberechtigt sind. Aus dem Reiche. Die Einkommensteuer. Berlin, 27. Febr. (WTB.) Bei einer Besprechung im Neichsfinanzministerium über die vorläufigen Bestimmungen betreffend die Erhebung der Einkommensteuer sprach man sich allgemein gegen den Abzug nachdem Listensystem aus, das geradezu ungeheuerliche Schwierigkeiten im Gefolge haben würde. Als vorteilhafter wurde die Erhebung der Steuer durch Kleben von Steuermarken bezeichnet. Die Vertreter der Großbetriebe erklärten, Haß für diese Belastung eine Env- schädigung von der Steuerbehörde gewährt werden müsse. Eine Reichskonferenz der kommunistischen Partei aufgehoben. Karlsruhe, 27. Febr. (Wolff.) Tie Po- lizeidirek ion Karlsruhe hat am gestrigen Ton» nerstag in Turlach eine geheim tagende Rerchs- Linf-nenz der Kommunistischen Partei T uts Alands erfg h ben. Um efoireCen, cb inrer den Teilnehmern an der Turlacher Konferenz sich g:fud)te Persönlichkeiten (russische Kuriere befanden, wurden sämtliche 81 Teilnehmer mittels eines .Straßenbahnzuges nach der Polizeidirek- tion in Karlsruhe gebracht. Unter den Teilnehmern befinden sich meist iwchdentsche PerHnen, viele Frauen, auch Klara Zetkin, und Oirfe ausländische Vertreter aus Oesterreich, Polens Rußland und brr Schweiz. Tie Re-chsangehöriyen vmr- den nach Jeststellung ihrer Personalien wieder auf freien Fuß geatzt, die Ausländer dagegen werden bis zur Turchsührung bet« AuSiveisungsver- iabreit» vorläufig in Hast behalten. 'Jluo den den Teilnehmern abgeiummenen Papieren gebt hervor, daß sich die Konferenz mit der lvirtschaftttcheu Notlage Teutschlands befaßte, um auo ich die polv- lischcn Schlußfolgerungen zu neuen Unternehnmn- gen zu ziehen. Tie Turchsillirung der Sicherung verlies nach anfänglichem Sträuben der Minneratfr teilnehmer und nach verschiedenen Flucchverfuchcn reibungslos. Aus dem besetzten Gebiet Die Regierungskornmission für das Saargebiet. Saarbrücken, 27. Febr. Wolff.) Unter Hörnerklang und Geschützdonner hst-t beute vormittag die Regierungskommission für das Saargebiet ihren ofsiziellen Einzug tu Saarbrücken. Die Herren wurden am Bahnhof vorn Obersten Verwalter des Saargebietes, Divisionsgeneral Wirbel, empfangen und begaben sich zum Schloßplatz, ivo ihnen die faarlänbifdiai und französischen Behörden vorgestellt wurden. Eine dichte Menschenmenge füllte die Straßen, die durch Alpenjäger und Marokkaner fteigehalten wurde. • = Königstein, 25. Febr. In Gegenwart zahlreicher französischer Ossizierc und Berwal- tungsbeamten sand hier eine Prüfung von Kindern aus dem Kreise Königstem statt, die an französischen Sprachkursen tedgenommen hatten. Die prüfenden Herren waren Franzosen. Die ersten Preise bestanden in französischen Büchern und barem Gelde bis zu 100 Mk. Ferner erhielten sämtliche Prüflinge als Belohnung außer kleinen Märcheuerzählungen „Mir lueituvm Hebung" (also in französischer Sprache) noch ein sechs Monate n»ährendes Abonnement aus die bekannte französische Zeiftchrist „Der Rl;ciu im Bild". mc. Wiesbaden, 25. Febr. Jmrerhilb der französischen Be sa tz u n g s t r u p pen herrscht in den letzten Tagen außerordentlich: Bewegung. Die Marvllaner Mgimenter rv.’tten abgelöst und vielfach durch weiße Franzosen ersetzt, da ihre Reihen durch Krankheiten unt> Froslschäoeu stark gelichtet wurden. Auch die Grippe hat stark in einzelnen Regimentern g.'roütet. Tie Regimen-- ter wurden nach Südkrankreich verladen. 2lus Heften. Don der Demokratischen Partei Hessens. Frankfurt, 26. Febr. Der Landesausschuß der Deutschen Demokratischen Partei Hessens, der heute hier versammelt war, faßte folgende Beschlüsse: Der Landesausschuß erklärt, daß keiner der in der Presse wie auf den Tagungen der Deutschen Volkspartei gegen unsere bewährten Führer, besonders gegen Henrich und St r ecker erhobenen ebenso ungerechten rote niederträchtigen Vorwürfe geeignet ist, unser unbeschränktes 23 er * tra uen zu ihnen zu erschüttern. Wir sind stolz auf diese Mämicr, die in schwerster Bedrängnis unseres Volkes mannhaft auf ihrem Platz standen und die, unbekümmert um Lob oder Tadel unserem Vaterlande unschätzbare Dienste leisteten. Der Landesausschuß richtet an die Landesregierung wie an die Deutsche Demokratische Fraktion der Nationalversammlung das dringende Ersuchen. nur einem Re i chsro a hl gese tz zuzustimmen, dessen Wahlkreisemtellung Hessen in feinen politischen Grenzen und in seinem politischen Zusammenhang unangetastet läßt und das — unter Ausschluß der Listen Verbindung unter verschiedenen Parteien — das Zusammenzählen der im Lande für die gleiche Partei abgegebenen Stimmen zuläßt. Der Landes Parteitag wird voraussichtlich in der Osterwoche in Darmstadt statt- finben. Vie Abstimmung über bas Rätegesetz. Der Abgeordnete Justizrat Grünewald schreibt uns: In Nr. 44 des Gießener Anzeigers ist unter der Ueberschrift: „Abstimmungen über das Rätegesetz" ein Vorwurf gegen vier hessische Abgeordnete, v. Brentano, Dr. Schmitt, Henrich und mich, in dem Sinne ausgesprochen, daß dieselben bei der Abstimmung über das Betriebsrätegesetz aesehlt hätten. Während der Verfasser des Ärttkels bezüglich der anderen Parteien einfach die Zahlen angibt und die „Geschlossenheit" der Rechtsparteien rühmt, geht er, was die Demokraten betrifft, der sich offenbar seiner besonderen Sympathie erfreuen, dazu über, zu behaupten, dieselben hätten es immer so gemacht, bei „den wichtigsten Abstimmungen glänzten sie durch Ab- Wesenheit". Was die Abgeordneten v. Brentano und Tr. Schmitt betrifft, so weiß ich, daß Ersterer durch sein Ministeramt, Tr. Schmitt durch andauernde Krankheit häufig verhindert war, in Weimar bzw. Berlin zu sein. Auch Herr Henrich wird wohl amtlich verhindert gewesen sein. Was aber meine Partei und mich betrifft, so berührt mich zwar der Borwurf des Artikelsc^ei- bers wenig, denn ich habe das Bewußtsein, in vollem Maße meine Pflicht als Abgeordneter getan zu haben. Ich will aber doch erklären, daß ich absichtlich der Abstimmung ferngeblieben bin, weil ich das Rätegesetz in einzelnen Punkten nicht gutzuheißeu vermochte — wenn schon ich es auch nicht für gefährlich oder gar verderblich für die Industrie anfah — und weil ich nicht durch meine Abstimmung das Zustandekommen des Gesetzes gefährden wollte. Tenn dieses Scheitern hätte nach meiner Ueberjeugung eine furchtbare Erregung der deutschen Arbeiterschaft zur Folge gehabt, die wir gegenwärtig nicht vertragen köu- ihrer Kultur emporzuchebeit, Mtirf der Heimat Schritt Selters geschlossen. ■=! abend mlimg schast der Angestellten für c ins Gewerks chaftshaus einbernsenen 5 int Osten nicht verlorst gibt, sprach des weiteren von ter Ansiedlung jener großen Zahl van süddeutschen (auch hessischen) Bauern in der Ukraine, die vor 170 Jahren dem Rufe der Kaiserin Katharina von Rußland gefolgt seien. Diese zwei Milliio- nen Menschen, denen es nicht gelungen sei, die sie Mitbürger! Wer seine Kartoffeln im Keller hat, liefere freiwillig 25 Pfund für die Person ab. Sporte ** Sport. Sonntag den 29. Febr., nachmittags y23 Uhr, spielt aus dem Sportplätze an der Harttt die Liga-Mannschaft des Rasensport-Vereins Germania 08 Marburg gegen die Liga-Mannschist des Vereins für Rasenspiele 1900 (>:. V). Germania stand bei den letzten Verbands spielen in Marburg an erster Stelle. Tie beidm NLannschaf- ten dürften ziemlich gleich ßark sein. (Steh; Anzeige.) — Am 28. März findet in Frankfurt a. M. aus dem Platze der Fußball-Abteilung Germania 1894 das Spiel Süddeutschland gegen Mitteldeutschland statt. Ber diesem Spiel werden sich Deutschlattds beste Fußballspieler gegmübrr stehen. Für 20 000 Zuschauer ist Platz geschaffen. — Das in München vor 18 000 Zuschauern stattgesundenr Spiel Süddeutschland gegen Oesterrnch lanfete unentschieden mit 1:1 Toren. ** Fußball. Auf dem V. s. B.-Sportplatz Trieb finden morgen folgende Wettspiele statt: Nachmittags 3 Uhr spielt die an der Spitze der Tabelle stehende Ligamannschast des F. C. Wetzlar von 1905 gegen die erste Mannschaft des Verein für Bewegungsspiele Gießen. Nach den letzten Resultaten der gut eingespielten V. f. B.-Mannschaft dürfte ein interessantes Spiel zu erwarten seinh Vormittags 9 Uhr spielen die Schülermannschaften und um lOVa Uhr die dritten Mannschaften beider Vereine, wahrend die zweiten Mannschaften in Wetzlar ein Gesellschaftsspiel austragen. Prüfungen für Handwerker int Frühjahr wieder vorschriftsmäßig beginnen. Der Ortsgewerbeverein Gießen läßt am 29., 30. unb 31. März zur Vorbereitung auf die Prüfung einen Vorbereitungskursus abhalten; er hat vorerst drei Tage hintereinander gewählt, damit auch auswärtige Handwerker ohite große Kosten teilnehmen föjmeit. Nähere Auskunft erteilt der Schriftführer des Gewerbevereins. ** I n der von der Arbeitsgemein-- umgebenden Russen zu ihrer Kultur emporzuHebeit, ut>er ihrerseits mit der Kultur der Heimat Schrttt zu halten, seien von dieser Heimat leider im Stich gelassen worden. Im Ballilüm hätte es zwar immer Führer, aber keine Soldaten, in der Ukraine immer Soldaten, aber keine Führer unter den Deutschen gegeben. Die Deutschen der Ukraine hätten sich den fortwährenden Russifizierungsbe- sttebungen erfolgreich widersetzt und seien zu großer wirtschaftlicl;en Bedeutung gelangt, ohne ein rich- mc. Frankfurt a. M., 27. Febr. Das Pr o v i n z i al a rn t für Arbeitsnachweis für die Provinz Hessen-Nassau wird am 1. März in Frankfurt a. M. seine Tätigkeit aufnchmen. ** Braunkohlen ausgab e. Die an Haushaltungen über 5 Köpfe ausgegebenen Bezugsscheine über 1 Ztr. Braunkohle werden in der im Anzeigenteil bekanntgegebenen Weise be- lfofert. An lünftäpfige Haushaltungen kann 1 Ztr. Braunkohlen abgegeben werden. Die Ausgabe der Bezugsscheine erfolgt vormtttags bei der Städt. Kohlenstelle. ** Alle Bezugsberechtigten haben die Brennstosfbczugsscheine von weißer und roter Farbe für Kohlen und Koks bei den Kohlenhändlern oder Bezugsvereinigungen umgehend ab- Mgeben. Scheine, auf die bei dem Stadt. Gaswerk Koks direkt bezogen werden soll, brauchen nicht abgegeben zu werden. ** Holzausgabe. Auf die im Monat Januar und Februar d. I. ausgegebenen Bezugscheine für Brennholz von gelber Farbe wird Holz ausgegeben an Bezugsberechtigte des 12 und 11. Bezirks. Näheres liehe Anzeigenteil. ** Als Bekleidung für M inder- bemittelte sind der Stadt Gießen 4000 Meter ‘ .Hemdentuch, 3000 Meder Hemdenslanell und 275 Stuck Kindertrikot überwiesen worden. Siehe Anzeigenteil. ** Schau kochen. Auf bad am 1. unb 4. März in der städt. Haushaltungsschule, Neustadt 61, stattfindende Schau ko chen foi besonders hingewiesen. Ter vorzufÜhreiÄ»-! Apparat ist äußerst iparsam im Verbrauch Don Brennstoff Schon mit eineh halben Brikett ober 200 Gromm Köhlen laßt sich ein warmes Essen bereit m. Ter Besuch der Veranstaltung ist jeber Hausfrau dringend zu empfehlen neu; hat doch schon ber erste ober zweite Beratungstag Unruhen gebracht, bei denen 50 Menschen den Tod fanden. Auch das ist Politik, Herr Artikelschreiber von der Rechten, daß man unter Umständen seine Ueberzeugung nicht zum Ausdruck bringt, sich zurückhält und sich der Abstimmung enthält, zumal wenn man Mitglied einer verantwortlichen Regierungspattei ist, während die Angehörigen kleiner, in der Opposition befindlicher Parteien: Rechte, Unabhängige — nach Herzenslust sich betätigen können, frei von Verantwortung und nickst belastet mit dem Bewußtsein, daß ihre Abstimmung nach der einen oder anderen Seite ausschlaggebend sein könnte. So werden manche meiner Freunde und wohl auch Zentrumsmitglieder gedacht und gcfyanbelt haben, sie werden sich aber gleich mir einen Tadel oder eine verallgemeinernde Kritik, wie jie der Artikelschreiber sich beraub nimmt, verbitten. Wir fragen ihn auch nickst, wieviel Mitglieder der Rechtsparteien da waren und aus welchen Motiven sie gehandelt haben. Will er näheres über meine politische Tätigkeit und über diejenige der Demokratischen Pattei erfahren, so empfehle ich ihm, meinen Bericht vom 19. November v. I. zu lesen, ich stehe ihm aber auch gerne zu einem Privatissimum zur Verfügung. Grünewald, M. d. N. Samstag, 28. Febr. Stadtthoater, 7 Uhr, „Die fttns Frankfurter". — Lichtspielhaus: „Das Gift im Weibe", ,,Seitensprünge". — Lichtsprel:, Seltersweg: „Mazeppa", „Medaille ber Republik". Sonntag, 29. Febr. GrieH,chast Lielng- nrufnun, liy< Uhr, 11. VolVvvtte.ung. — Allgemeiner Staatseisenbahnervwttn Gießen, 31/’ Uhr, Hauptversammlung, Wartesaal 3. und 4. Sflahe, Bahnhof Gießen. — ReickSverband weiblicher Hausangestellten Deutschlands, 4 Uhr, Vottvag im Postkeller. — Hotel „Ginhorn", 5 Uhr, „Struwwelpeter". — Stadttfeater, 3 Uhr, „Tas Beschwerdebuch'^ 7 Uhr, „Die Frau im Hermelin". — Lichtspielhäuser wie Samstag. <5erid?t$faaL Die Revision des Mörders Maus verrvorfen. rz. Leipzig, 26. Febr. Wegen Ermordung des Sicherhettswachmannes Albert Böhm, der chn am 28. Februar 1919 in Gießen bei einem Einbruch ausgeschrieben hatte, ist am 9. Dezember v. I. vorn Schwurgericht Gießen ber Viehschweizer Friedrich Maus zum Tode verurteilt worden. Bereits am 23. September 1919 hatte Haupt- Verhandlung gegen ihn angestanden, sie mußte aber abgebrochen werden, weil der Angeklagte sich als verhandlungsunfähig ettvies. Er gab keine Antwort, sondern brüllte und stöhnte nur und warf sich zu Boden. In der Verhandlung vom 9. Dezember 1919 wiederholte sich der geschildette Vorgang, aber da der vernommene medizinische Sachverständige sich dahin ausspvach, daß cd, sich nur um die bei Gefangenen gelegentlich vorkommende Nervenaufveguna handle und daß ber Angeklagte offenbar absichtlich sich so ungewöhnlich benehme, entschied sich das Gericht diesmal dafür, den Angeklagten für verhandlungsfähig zu erklären. In der R e v i s i o n des Angeklagten führte der Verteidiger aus, die Berhandlungsfähigkeit sei zu Unrecht angenommen; außerdem rügte er, daß nicht eine besondere Frage wegen Totschlages stellt worden ist. Das Reichsgericht verwarf heute die Revision als unbegründet. Gegen bk Annahme ber Verhondlungsfähigfeit liegen Bedenken nicht vor. Ein Antrag, eine Frage weyen DckschlageS den Geschworenen vorzulegen, ist nich> gestellt worden; überdies wäre sie überftüffig gewesen, denn der Tatbestand des Totschlages war in der Frage loegen Mordes mit enthalten. (Nachdruck verboten.) Kirche tmb Schule. ■4 Tübingen, 24. Febr. Heute sand in> iüt hiesigen Gemeindesaal der evang. Kirche bk ordentliche und außenorLenttlche Dekanate syniode des Dekanates Büdingen statt Sie wurde eingeleitet durch eine Ansprache W Pforrer Werner-Usenborn. Tefon Schäfer begrüßte die erschienenen Synodalen. Pfarrer Bar-Lindheim verlas denRechenschaft^ bericht. Tie Zahl der Kirchenbesucher betrug danach im Dekanat sonntäglich 22 Prozent der erwachsenen Bevölkerung, die Zahl ber Aberd mahlsbesucher 69 Prozent. Tie Gaben christ" kicher Liebestätigkeit betrugen 2767-) Niark, darunter für Krankenpflege 7157 Mk., 9bk Kreuz 4872, Aeußere Mission 2555 Mk., Inner Mission 757 Mk., Kirchenfollerten 3078 Mk Gustao-Adolf-Verein nsw. 1467 Mk., Sonstig^ 6171 Mk., Ortsarme 1618 Mk. u. a. rn., d. b auf den Kopf der Tekanatsbedölkerung 1,25 M Nach Vortrag des Bescheides des Oberkonsistoriums des Voranschlag und ber Wahl Prüfungen folg" ein Referat von Pfarrer Göbel-Büdingen über „Tie neue kirchliche Verfassung Pfarrer Kahn-Ortenberg trug den Rechen schaftsbericht über die TekanatskranPenpflege bor und erbat infolge ber gesteigerten Ausgaben Zu schüsse seitens der Gemeinden und Kirchen^ Nack einer Pause wurde darauf die a. o 'Sön^‘ eröffnet, es waren 50 Synodale erschienen. M Abgeordnete zum Landeskirchen tag wurden gewan' Pforver Bär-Lindl-eim, Kaufmann £enyDrteroerg als Stellvertreter Pfarrer Kallchcnn-Ober-Moa flrcbt unb Landwirt Tietzel-Eckartshausen. Di°' Synode wurde mit einem Gebet von Pforrer Hoch **T ieBc erdigung von Geheimerat Siebeck fand Donnerstag vormittag unter za hl- vcid)er Beteiligung, bsosnders aus Univerptats- kreisen, statt. Pfarrer Bechtvlsheimer entwarf ein anschauliches Bild ber sittlich-religiösen Persönlichkeit oes Entschlafenen in ihrer Gediegen - T^it, Schlichtheit und Lauterkeit. Ter derzeitige Rektor, Professor Kalbfleisch, der zugleich im Namen des Landesamtes für das Bildungswesen sprach, rühmte die Verdienste Siebecks um bte Universität; der stellvertretende Dekan der philosophischen Fakultät, Professor Schlesinger, schilderte und würdigte in eingebenbiter Wei,e seine Leistungen auf dem Gebiete der Philosophie. Jin Namen der thoologifchen Faluliät, deren Ehrendottvr der 23crfe> ebene war, sprach Prost stör S ch i a n. Auch von dem Bettreter des allgemeinen Studentenausschusses und von einem folch.'N der Burschenschaft wurden Kränze am Sarge des all- verehrten Hochschullehrers niedergelegt. ** Für die Elsaß-Lothringer- Hilfe haben Schülerinnen der Höher m Mädchm- chule, sowie Schüler des Realgymnasiums unb ber Oberrealschule vom 11. bis 13. Februar eine Hans- ammlung vorgenommen. Die fleißigen Sammler haben 7118 Mk. abgeliefert. Wettn sind bei der Mitteldeutschen Kreditbank (Konto El saß-Lothringer-Hilfe) eingegangen: T. 200 Mk., Union- Brauerei 100 Mk., Bezirkssparkasse 1000 Mk., Fischer Adolf 50 Mk., W. G. Schuchard 100 Mk., Frau Kommerzienrat Heyligenstaedt 100 Mk., D Winn 50 Mk., Frau Geh. Rat Riegel 100 Mk., Bank für Handel und Industrie 100 Mk., Fntz Nowack 200 Mk, W. Zurbuch 50 Mk., Leopold Meyer 30 Mk., Prof. Dr. Bostroem 50 Mk., Frau Therese Heß 20 Mk., Fabrikant K. Haubach 50 Mk, N. N. 100 Mk., Aug. Kilbinger 50 Mk., zusammen 2300 Mk. ** Die Stücke der Deutschen Spar- prämienanleihe 1919 ber bei der Bezirksparkasse Gießen gezeichneten Beträge können in Empfang genommen werden. Näheres siehe Anzeigenteil. ** Schaufen sterdieb stahl. Inder Nacht zum 27. Februar 1920 wurden aus dem Schaufenster eines Geschäfts in dem Seltersweg durch Zertrümmern der Scheibe verschie- >ene Stoffe von dunkelblauer, brauner und lila Farbe, die die Nummern 403, 239 und 8411 tragen, gestohlen. Vor Ankauf wird gewarnt. I **lVerkauf von Hefe. Die Preisprüfung sstelle iber Provinz Oberhessen in Gießen schreibt uns: ,Zn letzter Zeit mehren sich die Fälle groben Wuchers beim Verkauf von lHefe. Der Verkauf von Hefe ist laut Verordnung des Reichsernährungsministers nur nach -Gewicht zulässig. Da der Einkaufspreis pw Pfund Hefe aaif 2 bis 3 Mk. zu stehen kommt, so ist der Verkaufspreis in der Regel nicht höher als wie zu 9 bis 10 Pf. für je 10 Gramm zulässig. Jede Ueberschreitung dieser zuverlässigen Verkaufspreise oder jeder Verkauf, der nicht nach Gewicht erfolgt, wird als Wucher zur Anzeige gebracht und strengstens (bestraft werden. Wir machen die Bevölkerung und die Gewerbetreibenden darau aufmerksam, daß seitens der Polizeiorgane mit ganz besonderer Strenge auf die Innehaltung dieser Vorschriften geachtet werden wird und bitten die Bevölkerung, sofern die Vorschriften von Gewerbetreibenden übertreten werden, um Mitteilung an die zuständige Polizeibehörde ober an bie Preisprüfungsstelle. ** E i n Schneesturm von außerordentlicher Hefttgkeit fegte gestern nachmittag zwischen 4 unb 6 Uhr über Gießen. Es handelte sick vermutlich um die Ausläufer eines Gewitters, denn vereinzelt wurden Donner gehört. ** Meisterprüfung. Wie aus dem Anzeigenteil ersichtlich ist, werden die MeisterMehl, Geld u. a. den Einbrechern zum Opltzr iel, wurde auch hier in der vergangenen Nacht versucht, in einigen Häusern einzubrechen. ^Glücklicherweise wurden die .Einbrecher rechtzeitig gestört. Eine Leiter ließen ie am Tatorte zurück. Starkenburg und Rheinhessen. sn. Bensheim, 26. Febr. Ein denkwürdiges Jubiläum kann unsere Stadt begehen. Es sind jetzt 600 Jahre, daß Bensheim Stadttechte bekam, was damals von großer Bedeutung war. Tie Stadt wird den Gedächtnistag feierlich begehen. Tas jetzige unheraldische Stadt- vappen soll umgeänbert unb durch ein neues Wappen die historische Entwicklung der Stadt dar- gestellt werden. mc. .Darmstadt, 26. Febr. Aus der Strecke.Frankfurt—Darmstadt und Darmstadt—Dieburg soll noch ein drittes Geleise ^ür .Gütertransporte angelegt werden. Hessen-Nassau. Frankfurter Wohnungsnot. mc. Frankfurt a. M., 26. Febr. Im Wohnungsamt wurde bisher in 17 Fällen festgestellt, daß in einem einzigen Zimmer mehr ivie 12 Personen zusammen wohnen. In der Hauptsache handelt es sich dabei um Zigeuner .und Galizier. Eine Einzimmerwohnung wurde gefunden, in der 21 Personen hausten. tiges Verhältnis zur Heimat erhalten zu haben. Den Deutschen an der Wolga, wo der Eigenbesitz im Gegensatz zu den Beihältniffen in ber Ukraine verboten gewesen sei, sei es schwerer ergangen. Im Kaukasus dagegen seien sie durch den blühenden Weinbau erfolgreicher gewesen. Der Redner wies mit Rücksicht auf die wieder aktuell werdende Auswande- rungsfrage auf die Brücke hin, bie von Siebenbürgen über bie Dobrudscha—Bessarabien »rach der Ukraine führe. Sowohl ein bolschewistisches wie auch ein sozialistisches Rußland werde prinzipiell einer Einwanderung von Deutschen sympathisch gvgenüberstehen. Der Redner schloß seinen ein- ftüntigen Vortrag, der infolge eines Transport- unfolls auf der Eisenbahn ohne Lichtbilder gehalten werden mußte, mit einem Appell für die Sache der Auslandsdeutsck)en. ** Die A nl a gen musik der Regimentskapelle, Obermusikmeister Löber, fällt morgen aus, da ein Gefangenentranspott zu erwarten ist. ** Konzert. Der Bau ersche Gesangverein veranstaltet anläßlich seines 56j ädrigen Stiftungsfestes am Sonntag, 14. März, ein Konzert in der neuen Aula der Universität. Als Mtt- wirkende find gewonnen: Opernsänger Windgassen (Cassel), Tenor, und Pianist Hahn (Gießen). Der Verein bringt zehn Lieder zum Vortrag, darunter einige schwierige Kunstchöre. Seit sechs Jahren ist es wieder das erste Mal, daß die „Bauern" sich in einem Konzert hören lassen. Mit etwa 90 Sängern wird der Verein auf treten. ** Ortsgewerbeverein. Es wird nochmals auf bie am Montag abenb im Gewerbehaus stattfindende Mitgliederversammlung hingewiesen!. (Siehe Anzeige.) ** Der ©bang. Arbeit er verein unb der Wartburgverein veranstalten morgen Sonntag abenb in der Johanneskirche in Gemeinschaft mit der Gesamtkirchengemeindei einen Vortragsabend, bei welcher Gelegenheit Missionar Walter über seine Erlebnisse in fünf- 1 übriger Kriegsgefangenschaft in Afrika sprechen wird. Die Gesangsabteilung des Evang. Arbeitervereins wird den Abend durch Gesangsvotträge verschönern. (Siehe Anzeige.) Landkreis Gießen. Ans Ktadt tittö Land. Gießen, den 28. Febr. 1920. Der neue Cisenb hntaris. Es sei nochmals darauf aufmerksam gemacht, daß ab 1. März die neuen Tarife für den Eisenbahnverkehr in Kraft treten, die eine Erhöhung um 100 vom Hundert ausmachen. Die Erhöhung der Fahrkattenpreise wird in der Weise durchgefühtt, daß die vorhandenen Fahrkatten ohne Aenderung des aufgedruckten Fahrpreises zum doppetten Betrag ausgegeben werden. Mit Rücksicht auf, die Papiernot werden keine zwei Fahrkarten verabsolgt. Die Fahrkarten, die vom 1. März an neu gedruckt werden und infolgebeffen den erhöhten Fahrpreis tragen, unterscheiden sich von den Fahttattm mit dem alten Preisaufdruck durch einen breiten Strich unterhalb des Fahrpreises. Für den Uebergang wurde bestimmt, daß mit den am 27., 28. unb 29. Februar gelösten Fahrkarten die Fahrt am ersten Ta g e der Geltungsdauer cmgette- ten werden muß. Auf diese Weise ist es ausgeschlossen, daß die Fahttarten zu den alten Preisen fogü* sagen gehamstert werden. Wer am 29. Februar ab* reift, hat den erhöhten Fahrpreis noch nicht zu bezahlen, auch wenn er sein Reiseziel erst am 1. März erreicht. Die vor dem 1. März gelösten Schülermonatskatt en, Schülettatten für 30 Fahrten, gelten bis zum Ablauf des darauf bezeichneten Geltungstages. Eine Bahnsteigkarte wird vom 1. März ab das -Fünffache wie früher kosten, nämlich 50 Pfennige. Sechsfache Bahnfracht. Eine Verdoppelung der Frachtsätze ist von den deutschen Eisenbahnen bekannttich zum 1. März beschlossen worden. Diese vorläufige letzte Erhöhung der Gütertarife bedeutet gegen die ursprünglichen FriAenssätze nahezu oas Sechsfache. Zum erstenmal begnügte man sich mit dem beschftd.'nen ZuscAag von 15 Proz. Auf diese 115 Prrz. der ursprünglichen Höhe kamen das zweite Mal aber gleich 60 Prvz., was zusammen 184 Proz. des ursprünglichen Bettages ergibt. Auf diese 184 Prozent wurden dann das dritte Mal mit der Reichssteuer gleich weitere 92 Proz. zugeschlagen, so daß schon jetzt 276 Pr^z. der ursprünglichen Last zu fragen sind. Die 276 Proz. sollen i.n März auf 552 verdoppelt werden. 7 Proz. Reichsverkehrssteuer von diesen 552 ergibt (untere 39 Prozent, was einen Gesamtbetrag von nicht weniger als 591 Proz. des ursprünglichen Friedens-- satzes ergibt. Es fehlen nur noch 9 Prvz. zum Sechsfac^n des ehemaligen Satzes ber ersten Zeit des Krieges. Lebensmittel. ** Kartoffelversorgung. Nachdem die Kattoffelmarken der 9. bis 12. Woche ausgegeben sind, dürfen diejenigen Personen, die von jetzt ab Kartoffeln auf dem Wege freiwilliger Abliefenmg erhalten, nur noch 80 Pfund für eine Perfon beziehen. ** Die Abgabe von Weißmehl und Nährmitteln, die auf Grund von ärztlichen Attesten ausgegeben werden, ist für den Monat März 1920 übertragen worden: Weißmehl Phil. Gans, Dammsfraße, Nährmittel Emll Fischbach, SelterÄveg. ** Ausgabe von Süßstoff (Sacharin). Für die Zeit vom 24. Februar bis 15. März wird gegen die Lreferungsabschmtte 10 ber SüUtoff- larte H (blau) und 1 ber Süßstoffkarte G (gelb) von den Süßstoffabgabestellen Süßstoff abgegeben. O Grünberg, 27. Febr. Der Gemeinderat bewilligte in seiner letzten Sitzung den Gemeindebeamten und -bediensttten eine weitere Erhöhung der bisherigen Teuerungszulage um 150°/o mit Wirkung vom 1. Jan. 1920 ab Y. ©taufenberg, 25. Febr. Nachdem vor einigen Tagen in dem benachbarten Dau- bringen von einer Diebesbande mir Erfolg gearbeitet worden ist, wobei in den Gast-. wirtschaften von Weimer und Schäfer Fleisch, | der Angestellten Gießens wurde einstimmig beschaffen, den jetzigen Tarifvertrag, ber seit dem 1. Oktober v. I. in 'Kraft ist, auf den 30. April ds. Js. zu kündigen. Es wurde hettorgehobcn, daß die Sätze des ietzigien Tarifes zwar für das hetzte Vierteljahr 1919 als einigermaßen angemessen befrachtet werden können, daß sie aber jetzt infolge der inzwischen Ganz, erheblich verteuerten und immer noch steigenden Lebenshaltung nicht mehr zeitgemäß seien. In den Nachbarstädten wie Fvaüffnrt, Wetzlar uim. hätten die Angestellten neuerdings Tarifverträge abgeschlossen, die die Sätze des Gießener Vertrages wett Hutter sich ließen. Tie bekannt- gegebenen Sätze des srit 1. Januar ds. Js. m Kraft getretenen Wetzlarer Vertrages find erl)eblich höher als bie Gießener Satze. Tie Versammlung war sich barütec l'Cafr, daßi.in kd-emi neu abschließenden Vertrag die älteren Angestellten, bte Srößlcri- teils Familien zu ernähren haben, bedeutend besser gefeilt werden müßten. In dem jetzigen Vertrag, der nur als ein Grundstein anzusechen sei, auf dem nxtter gebaut njcrbcu müsse, hätten die älteren Angestellten erhebliche Opf>n: g^wraäü, da ihnen gar Seine ober doch nur geringe Gehaltserhöhungen zugebilligt wurden. Ferner wurde beschlossen, den neu abzu schließenden Vertrag fo zu formulieren, daß bie Angestellten der Industrie, des Großhan- I bet», des Kleinhandels, bte Verkäuferinnen ufn>. J itire fDotierungen g-fondert aufttellen und dem Vorstanc. dec Arbeit-xlemettisck-aft Vorlagen, der l dvse Sätze dann den. neuen Vertragsentwurf $u 1 Grunde legt. Die Versammlung gab ihrer Ent- • ritffintg darüber Ausdruck, daß der letzige Tartfo v-erttag von einzelnen Firmen nicht etnget>.uien nxi±e, und daß sich viele Angestellte aus Maßregelungen zu Lohndrückern )lenrpeUi Irenen. ** Di e hessische V ereiniaung f ur Volkskunde trat gritern nach saft fecktsiahriger Pause mtt einem Vortrag an die Oesfentlichiett, für den sie Herrn Professor Dr. Diehl aus tfrieb* berg gewonnen i-atte. Der Redner sprach rn über» aus fesselnder, mit feinem Humor, gewürzter ibeiie über den Einfkluß des Aufklärungszettalters aus die Volkskunde Hessens, der unbestrettbar fohr stark gewesen sei, ttotzdem in jener Zeit das geschichtlici^e Verständnis im allgemeinen sehr verkümmerte. Dieser Aufschwung des Interesses an Volkskunde ist an drei Erscheinungen zu erkennen: Einmal an den auffallend großen Beständen Volks- und larwes- kundlicher Ltteratur in den Privatbibliotfeken lener Zett, ferner daran, daß der landeskundliche Unterricht in den Schulen eingeführt und gepflegt nnirde und schließlich an dem eigentlichen Charaktevisttkum der ganzen Erscheinung. Dem Auskommen ber statt- tischen Mssenschast, d. h. der Wiffensckiaft, bie das Volksleben erfassen, erklären unb schließlich verbessern will. Die Ursache des durch diese drei Er- «cheinungen gekennzeichneten Aufschwungs sicht der Redner in dem sozialen Zusammenbruch des 18. Jahrhunderts und den Reformen Hessens unter dem Minister v. Moser, die eine Besserung der wirtschaftlichen Lage bringen sollten. Wollte man mtt Erfolg reformieren, bann mußte zunächst der Bauernstand gehoben werden, man mußte die Sttm- mnng der Bauern, bie den Staat, die Regierung, geradezu haßten, ändern und ihr Vertrauen gewinnen. Dazu aber mußte man den Bauernstand nicht allein kennen, sondern ihn in feinem innersten Wesen erforschen. Dies geschah mtt ber bem Rationalismus eigenen Gründlichkeit, unb es entstand eine reiche Literatur über unb sür bie Dauern, aus der wir heute ersehen können, mit welchem Eifer man damals — von rein praktisckien Gesichispunk- tun ausgehend — das Studium der Volks- und Landeskunde betrieb. Die Bestrebungen hatten vollen Erfolg, denn Hessen konnte ohne zusammen zu bredjen, bie schweren Kriege um die Wende bes Jahrhunderts überftelym. Bald aber verschwand das Interesse an dem Bauernstand und damit hatte auch der Auffchwung ber Beschäftigung mtt hessicher Volks- unb Landeskunde sein Ende erreicht. Die interessanten Ausführungen des Redners wurden von den Zuhörern mit reichem Beifall belohnt. ** „Ta s Deutschtum im Osten" behandelte im Auftrag ber Vortragsveveinigung des Kaufmännischen Vereins in der sehr ckswach besetzten, nicht geheizten Neuen Aula Dr. Fritz Wertheimer-Stuttgart .Er gab eine Darstellung ber Entwicklung des Deutschtums int Baltikum, das als Kulturträger von großer Wichtigkeit geworden sei, und das sich in den 40er und 50er Jähren des vorigen Jahrhunderts der Assimilation mit dem Lettentmn hartnäckig und erfolgreich widersetzt habe. Dadurch sei allerdings beit Russen Gelegenheit gegeben worden, Deutsche und Letten gegeneinander auszuspielen, Und eine Fxnndschaft zwischen beiden sei die Folge gewesen. Ein siegreicher Ausgang des Krieges hätte vielleicht die Deutschen und Letten auch staatlich miteinander verknüpft, eine Hoffnung, die durch die Ereignisse zuschande geworden und mtt dem Abenteuer der Baltitumtümpfer endgültig begraben worden sei. Ter Redner, der tvotzdem den deutschen Einftuß MM crs Maus tbr. Wegen fcsM I SfifatSJi*; Gießen fei nnm < iMTÄftWgJiJ fÄ fer M11«. ®n mÄ1»»!. Sft’ü A । KnÄ 26. oet m Frwkfurler Art, iv.'t-lgeeignel. den Ruhm und Preis des Hessenlandes auch dem übngett Teulschland zu künden. Das Schwergewicht seöies Wirkens liegt naturgemäß in dem unermütHidjcn Streben, bet seinen h?s ischen Landsleuten selbst den Heimotsmn zu wecken, zu wahren und zu mehren. Eine Gelegenheit in besontfers wirksamer Weise, bot sich ihm in der 1906 erfolgten Uebernahme der Schriftlritüng des „Hessen- landes", m der er erfvlgreich für die Pflege hessischer Eigenart und heimatlichen Geisteswesens eingetreten ist, hat er auch aus iw fern Wege ein wertvolles Stück Kulturarbeit geleistet. Zn den gleichen Bahnen bewegt sich Heidelbach auch in feinen in Buchform erschienenen Werken. Zn seiner 1909 erschienenm „Geschichte der Wil- yelmshöhe" versucht er dieses Wunderwerk einer Kimstvarkschöpfung dem ösfentlrchen Derstüntmls vnh einer wärmeren inneren Anteilnahme des Bejuckiers näher zu bringen. Zm V.-rtage von El- wert Marburg erschien 1913 der Band „Teutschc Dichter und Künsüer m Eschefe.ig" Es stellt ein feinsinniges Gemälde des um tncfen ehemaligen Besitz derer von der Malsberg sich einst gruppierenden kleinen aber bedeutsamen Kulturpreises dar. Tragen diese beiden Werke vomechulich at» schichtlubes und literarisches Gfeprägt*, io zeigt sich Heidelbach in feinen mundartlickxm Schöpfungen von einer ganz anderen Seite seines Wesens, nämlich als volkstümlicher Schriftscitler. Zn dem 1900 zur Herausgabe gelangten Band „Was mäh so hin intb Widder bassierd äs" weiß er kleine Belang- lvsigckciten aus dem Alltagsleben mit köstlichem Humor zu vergolden. Ter gleichen Art ist der 1907 veröffentlichter Band „Uff Karle Älambertd Ge- bortetag", dessen Mittelpunkt dir von ihm geschaffene prächtige Figur eines typischen Kasselers vom guten alten schlage bildet. 1913 erschien „Allerhand Gauden", das ebenfalls großen Anklang gefunden hat. Am femfügm VerMmMchllMMi HeidekbackS ist befenders die verdienswvlle Herausgabe der beiden trefflichen literarischen ZahreSbuchcr »Hessische Heimat" (Dietor, 1902 und 1907- hrrvvrzu- hoben: ferner fei der hervorragenden Mitarbeit bet dem Kasseler Reform rühret van Zitzewitz gedacht, feime der Herausgabe des „Tvn-Ouichote" und „2 dl Eulensptegel" in Jugendbe ar Heilungen (Weise, Stuttgart, 1906 und 1907). ,Lm Schatten das Herkules" zeigt Heidelbach als Bersdichter Ferner ist ein umfangreiches populärwissenschaftliches Werk, der Band Kassel der im Nlinkhardt u. Biermann scheu B erlaßt erscheinenden „Stätten der Kultur", gegenwärtig in der Drucklegung begriffen. Seit Beendigung des Krieges ist Heidelbach al» wissenschaftlicher Hilfsarbeiter an der Dkurharübiblivchet tätig. Neuapostolische Gemeinde p?"£r GotleSdtenüe: Sonntag nachmtltag 3'/, Uhr 46 Mittwoch abend H Uhr | Vermietungen | Gin gut möbl. Binimcr zu vermieten 03724 Nsterwe« 6 II. Wut möbl. Zimmer an Fräul. ob. Fran zu verm. oewi__Damm strahe 24 l. Eeizb. möhl. Zimmer, evtl, mit Kost, sof. z. verm. SranksurterStr.I2tzIll Zimmer mit Ofen ohne Bedienung, zu vermieten. Zu eriragen iw Stzoetdettraste 44. Irilii, get möbL Zimmer an ruh. Herrn zu verm Babnbofftr. 42 v. Schön möbl. Wob«- u. Schlafzimmer zu verm. ibm Blockstraße 12 UI. Gr.'frdl. möbl. Zimmer Mr 1, auch 2Herren z.vm. »nzus. Sonntag vorm. -68771 Bleich st raße 8II. I Is/Iivtgsrueko | Kleine WM oder 2 möbl. Zimmer Mit Kücheubenntzung lucht Reichsbeamter so- fort. Schriftl. Anaeb. mit vreiSana. unter 08573 an den Wien. Anz. er.-eten. Alleinst, ält. Herr sucht 1-2 leere Zimmer. Schrift! Angebote unter 08530 an den Gieß. Anz. 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Febr., nachmittags 2*/» Uhr, vom Sterbehause Eichgasse 15 aus statt. li Für die vielseitige Teilnahme beim Hinscheiden und bei der Beerdigung unseres Vaters dankt herzlich im Namen der Geschwister ! Münster bei Lieh, Villingen, Laubach, den 28. Februar 1920. Philipp Amend III Aliendorf a. d. Lahn, den 25. Februar 1920. Gießen, den 27. Februar 1920. Die Beerdigung findet in aller Stille statt. In tiefstem Schmerz: Heinrich Heß I. und Frau Elise Heß geb. Bräuning Pauline Heß Wwe. geb. Römer nebst Kind und Familie Lehrer Römer Ottilie Heß Wwe. geb. Roth und Eltern nach 4*/ijähriger treuester Pflichterfüllung auf den verschiedensten Kriegsschauplätzen im blühenden Mannesalter von 32 Jahren bei' ft lichePri in logen M sei & Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Wilhelm Räuber, Rechnungsrat Familie Peter Habermehl. Die Beerdigung findet Montag den 1. März, nachmittags 2 Uhr, auf dem alten Friedhof statt. b°Tl Und wir? Wir können nur weinen und beten Für sie, die da liegen bleich, blutig, zertreten — Für uns! Denn es gibt kein Wort, für das Opfer zu danken. Und es gibt keinen Dank für sie, die da sanken — Für uns! tmgmüj , Mou ->Hr. ‘ Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinschetden unserer teueren Entschlafenen Km Luise Jung geb. Jung insbesondere für die trostreichen Worte deS Herrn Pfarrers Eidenmüfler sowie für die zahlreichen Kranz- und Blumenspenden sagen wir innigsten Dank. Die trauernden Hinterbliebenen. Bad-Nauheim, Klein-Linden. Aus geantwot nifrtat nachm. am Bhf. Gienen (über die Fahrkartenausgabe» aus dem Casseler .Bun in den 5* nach Gründern abführend. Zug ein- itieg, wird um ein gütiges LebenSzeich. gebeten unt 2243 an den Gieh. Anzeig. ’m *5 | Kaufgesuche | Keucht cin ^hr „wach öClnUll samer, traniger f. Bewachung HUUO unJcteSSän,; gn. z. himistlsbaih, ^icheledors. Heute entschlief sanft nach langem schweren Leiden unsere innigstgeliebte Schwester, Schwägerin und Tante Frau Johannette Lehrmund Wwe. geb. Räuber nach kaum vollendetem 77. Lebensjahre. tvstd SesaMN' Sörlttz, Sp * MMS- Auf < wagen j* in Auf>^ überlal?.11 inen diese Lertroeril Aufe daß J tie # Möglia^ Aus < Suche 2277 WandstirLiik "'.EL"' 1-5 Beniner Heu. Eelnrlch Schön, Tel. 2074 Betlirei Gestern abend aus dem Wege Bahnhs.-Wetrlarer Weg lederne* Geldtäschchen mit zirka 180 Mark Inhalt und sonstigen wichtigen Papieren verloren. Abzugeben gegen sehr gute Belohnung 03770 Laudgr.-Phil.-Pl. 6 IL Todes-Anzeige. Allen Verwandten und Bekannten die traurige Nachricht, daß am Donnerstag den 26. Febr., nuchm. gegen 3 Uhr, unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater. Bruder, Schwager und Onkel H. Ph. Weller XII., Flurschütz i. R. im 76. Lebensjahr sanft entschlafen ist. Die trauernden Hinterbliebenen. Samötag d. 28. Febr., abends 7 Ubr: iAutzer Abonnement» Kleine Preise. OalsckelMS gültig I Die ftinf Frankfurter Sonntag d. 29. Febr., nachmittags 3 Ubr: iAutzer Abonnement.! Kleine Preise. Das ItateriM Abends 7 Ubr: «•* Erhöhte Preise! Die hn im Hermelin. Operette in drei Akten von Jean Gilbert. Montag be« 1. Marr, abends 7 Ubr: 17. Vorstellung im Montag-Abonnement: Datterich. ODOOOOOODOOOOOOOOOOOOO Villa länbl. schön, modernst, ca. 8 Ziuimer u. Garten, bis zu M. 140,000 bei voller Ausz. zu kaufen gesucht. Bedingung: alsbaldige Beziehung des Hauses. J. Abplanalp, Immobilien, rr1«n,r,lHessen>,re!L12 UT Gietzen, Marburg, Wetzlar angenehu». 2157 Für die zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Heimgänge unseres lieben Entschlafenen sagen wir hiermit herzl. Dank. Besonderen Dank unserem Setmatvfarrer Herrn Staubach, Grotz- tchen, für seine trostreiche Grabrede, sowie Schwester Emmy für ihre treue, liebevolle Pflege. Fm Namen der trauernden Hinterbliebenen: Lina Bergk Wwe. Gietzen, den 25. Februar 1920. «w* Decke n(6 Sofabezug geeignet, zu kauf, gel Schr. Ang. unt. 03741 an d. Gietz. Anz. Danksagung. Für die zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden meiner lieben unvergetzlichen Gattin und Mutter ZlllllWWMgeS.Mel sagt innigen Dank im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Louis Flick. Gietzen, den 25. Februar 1920. (2202 Sie opferten Zukunft und Jugendglück, Sie kehren nie wieder zur Heimat zurück — Für uns! Sie gaben ihr Alles, ihr Leben, ihr Blut, Sie gaben es hin mit tapferem Mut — Für uns! am Sonntag den 20. Oktober 1918 früh morgens in der A^h«cHaAt be^Soleemro »üdM von fmdCTHMmat und den Uebe^M^ b«lroM^Vat^rUnd unbeüvolto'l^de^dioihbHihende'NIenTchänleben^^f^edl'en Eigenschal^en^^Geistes und Charakters gewaltsam entrissen, ein Verlust, der für die Hinterbliebenen fast unerträglich lat. vamsagung Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, die uns beim Heimgänge unseres lieben Entschlafenen in so reichem Matze entgegengebracht wurden, sprechen wir hierdurch unseren innigsten Dank aus. Zamilie Heinrich Weitz IV. Familie )oh§. Velten I. Grotzen-Linden, den 28. Februar 1920* Heute vormittag entschlief sanft nach längerem Leiden mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Hermann Euler Rentier im 80. Lebensjahr. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Margarethe Euler. Ä Handkarren mit kaum sichtbarer SW schrift Rosenbaum &JaU» Neustadl 79, abhanden gekommen. Gegen vl» lohnung abzugeben , Gie»enerEngros-Haav Bahnhofstratze 22. erhielten, jetzt bestätigt, daß unser lieber, unvergeßlicher ältester Sohn, mein innigstgeliebter Gatte, der treusorgende Vater seines einzigen Kiudes. unser guter, treuer Bruder, braver Schwiege sohn, Schwager, Enkel, Pate, Neffe und Vetter Vize-Feldw. Heinrich Heß im Inf.-Ilegt. 117, 5. Komp, (vorher 7./418) Inhaber des Eieernen Krenze* und der Heia. Taprerkcitemedaine und unser geliebter, hoffnungsvoller jüngster Sohn, unser treuer, unvergeßlicher Bruder, Onkel, Schwager, Enkel, Pate, Neffe und Vetter Unteroffizier Paul Heß im Inf.-Kefft. 117, 5. Komp, (vorher 7./418) Inhaber de* Eieernen Krenze*, der U«""/««de',apeerheitornedaiNe und de* Kriegs-Ehrenzeichen* in Eleen nach 2jähriger treuester Pflichterfüllung auf dem westlichen Kriegsschauplätze^ im jugendlichen Alter von 21 Jahren Mental gesucht. Dettmann, Ederttratze 6. 03729 Teppich gebraucht, aber gut erhalt, zu kaufen gesucht. Schrift!. Ang. mit Grötzenangabe unt. 2302 a. d. Gieh. Anz. MbHH mit GlaSvlatten zu kauf, gesucht. Sckr. Angeb. u. 2294 an den Gietz. Anz. 1 flammiger Güskmvel zu kaufen gesucht. 03fl«. Bismarckttratze 6. 'Verschiedenes! Gelber Hund entlaufen. Höfler, 03744 TeuselSlustgärtchen 20. Danksagung. Für die zahlreichen Beweise herzlicher Teilnahme sowie für die vielen Kranz- und Blumensoenden, welche unS bei dem Heimgänge unterer teuren Entschlafenen zuieil wurden, sagen wir herzlichsten Dank. Ludwig Schmidt mrd Kind 03639 und alle Verwandten. Allendors a. d. Lahn, 26. Februar 1920* Suche hau; mit Garten, »•« 3 biS 5 Zimmer genügen, kleine Nebengebäude sollen dabei fein. Abschlutz al§balb. J.Abplaiialp, Friedberg «Hess.) Tel.312. AlS Selbstkäuser suche Gut von ca. 300—800 Morg. bei hoher Anzahlung. Angeb. au Hünersdorff, Cassel, Kaiferstratze 47. 2245 Ein leichtes Halbver- dcck mit abnehmb. Bock, f. 1 Pferd, neu ob. wenig gebraucht, sofort zu kaufen gesucht. Schr. Angeb. u. 2191 an den Gietz. A. 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Februar M s Vaterliod JID» dieser ^lichiit «g ZS« rrr^ rek®«nSeben4 M 581iÄ»; 17. «“>< '"gattet kamen tiinterbitebenen: i Fllek. ar 1920. wird geantwortet, da ßwegcn der schwierigen Vermögenslage die Lmtdesv-ersicherungsansbalten und sonstige Anstalten in der (Erfüllung ihrer Verpflichtungen gehindert sind und bafc das Reichsarbeitsministerium einen Gesetzentwurf vorder eite, der der Na> tionalvcrfammlung in nächster Zeit zugehen wird. Auf eine Anfrage Frau Dr. Schirrmacher (D.- Natl.) wird geantwortet, daß die Regierung alles getan habe um die schleunige Heimschaffung der beutfdien Kriegsgefangenen aus Japan zu betreiben. Mehrere Transporte sind bereits angekommen, andere sind unterwegs. Auf eine Anfrage Frau Dr. Schirrmacher (D.- Natl.) wird geantwortet, daß die Regierung bei der sianz höfischen Regierung Vorstellungen dahin erhoben habe, daß für jeden lebend eingebrachten Flüchtling der deutschen Gefangenen 25 Franken, für jeden toten ein gebrachten aber 50 Franken gezahlt werden. Eine Antwort sei nicht erfolgt. (Hört, hört!) — Die Vorstellungen seien in bringatber Form wiederholt worden Auf eine Anfrage Frau Zieh (Unabh.) wird geantwortet, daß der größte Teil unserer internierten Seeleute aus Indien hier eingetrvsfen sei. Alles nötige sei veranlaßt, um die weitere Hrim- schaffung zu beschleunigen. An Influenza seien über 600 Personen auf den Transporten gestorben. Auf eine Anfrage Frau Agnes (Unabh.) loirb geantwortet, daß die mangelhafte Kohlen- verßrrgung von Düsseldorf, wodurch die Arbeiter vieler Betriebe feiern müßten, auf die mangelhafte Förderung der Bergwerke und auf den Eisenbahnerstreik zurück-uführen sei. Aus eine Anfrage Tusche (Dt. Bp.) wirb geantwortet, daß hie Regierung zur Linderung der Notlage der Flüchtlinge aus Erlsaß-Lothringen das Mögliche tue und weiter tun werde. Auf eine Anfrage Kennegott (Soz.) wird geantwortet, baß Lebersenbungen ins Auslanb nur i'm beschränktem Maße gestattet sind, und zwar nur von eingeführten Rohhäuten, nicht aber von einheimischen Roh häuten. Ein gewisser Prozentsatz — 75 Prozent — Leder aus eingeführten Häuten darf exportiert werden, damit wir Devisen bekommen. Zweite Beratung des Entwurfes einer Reichs- eintommeufteucr. Mit der Beratung des § 1 wirb eine allgemeine Aussprache oerbunben. Abg Dr. Blunck (Dem.) als Berichterstatter bezieht sich auf den schriftlichen Bericht. Inzwischen sei eine große Reih: von Em gaben ein- gegangen. (Erne solche der Rbeinisch-W-estfälischm Handelskammer protestiert gegen die Ucherhaslung bet der Behandlung dieses Ges-tz?s, die eine sachliche Prüfung unmöglich mache. Demgegenüber 1 :t zu jagen, baß die es Gesetz seit bv:i Rtonadm be- fannt sei. Die Nationalversammlung habe keineswegs die Steuergesetz: überstürzt. Der Ausschuß habe die vielen Abändemmgsanträge auf das G> nauefte geprüft. Eine solche verhetzende Bri)aup- hmg müsse zurückgewiesen werden. (Zustimmung.) Morgen 1 Uhr Fortsetzung. Schluß gegen 5 Uhr. ICircbe und Schule. O Schotten, 27. Febr. Unter dem Vorsitz des Tekanüellvertrclevs Psarr»rs Volp-Laubach tagte am Mittwoch im hiesigen Zrathaussaal bte Synode des Dekanats Schotten. Nach einer von Pfarrer Die hl° Sellnrod gehalt mm Ansprache und nach einer V:grüßungsrede ds Vorsitzenden wurden gctoüblt als ylbgeordnet: zum verfassunggebenden Landeskirchent rg Pfarr.'r F r i t s ch - Ruppertsburg uitb Bürgermeister Viehl-Rainrvd, als Stellvertreter Wir ebenen Mün ch-Scholten und Lehrer De b ns -Ruppertsburg. Sodann hielt Pfarrer Fritsch einen Vortrag über „Die Aufgaben der Kirche in der Gegenwart". Weiter folgte der von dmi Vorfitzm- ben erstattete Bericht über dm mligiös-siMichan Zustand der DeSanatsgemeinden für Da5 Jahr 1919, sowie die Berichte über die Dättgksit tes Tekanats-Erzirimngs-Bererns und des Dekanats- Misftonsvereins, sowie die Prüfung 6er Rechnungen dieser Vern ne. Zum D:kan wurd: gewäl;lt der bisherige StrllvertretTr Pfarvrr Boi v-Laubach, zum Debrnstell'v.rttrier Hofpredig'.r Widmann-Gedern. NaäKvm noch bet Voranschlag der Dekanatssosse für 1920—1922 genehmigt worden war, wurde die Synode mit Gebet von Pfatr:r M u h 1 - Schotten geschlossen. Handel. ** Anleihe ber Provinz O be r- hessen. Zu unserer gestrigen Notiz über bie neueAnlcihederProvinrOberhessen teilt uns bie Gewerbebanf iu Gießen ergänzend mit, baß auf diese Anleihe, die 4Vxproz ist, nicht 4prvz., wie versehentlich gemeldet wurde, noch eine weitere Gruppe, bestehend ans ber Dresdner Bank in Frankfurt a. M., dem Bankhaus L. & (E. Wett- heimber. Frankfurt a. M. imb ber Gewerbebank zu Gießen e. G. m. b. H. ein Gebot mit 100.05 p. tC. abgegeben batte. Berlin, 27. Febr. Börsen stimm ungs- bild. 'Die neuerliche Verschlechterung des Mark- kurses im Auslande gab der Kauflust für Aus- landswerte und Valutapapiere neue Nahrung. Stürmisch gestaltete sich besonders bie Aufwärtsbewegung in südwestafrikanischen Kolonialpapieren, von denen Pomona etioa 1500, Otaoi-Werte über 100 gewannen: auch Kolonialanteile und Sloman stiegen sehr bebeutenb. Reges Interesse bekundeta sich auch für Canabaaktien: ferner sinb Petroleum- werte gesucht. Am Montanaktienmarkt war bie Besserung etwas geringer: als wesentlich höher behaupteten Phönix mit einer zeitweilig mehr als 25prozentigen Besserung, Rhein. Braunkohlen mit einer 30prozentigen Besserung und Thale mit einer 40prozentigen Besserung den Vorrang. Von Elektrizitätswerten falb nur AEG. mit einer lOprozen- tigen Besserung erheblich lhöher. Farbwerte zeigten keine einheitliche Bewegung. Das Geschäft lenkte allgemein im Verlauf in ruhigere Bahnen ein, doch behielt bie Haltung ihr festes Aussehen. Von Anlagewerten besserlen sich einzelne mexikanische Anleihen. Für deutsche Anleihen herrschte keine ein* heitliche Tenbenz. Oesterreichische und ungarische Werte stellten sich meist etwas besser. Frankfurt a. M., 28. Febr. B örsen- stimmungsbild. Tie an der Mittagsbörse eingetretene lebhafte Nachfrage nach Otapi-Minen machte im freien Verkehr weitere Kurssort schritte. Olavi wurden bis 1140, Genußscheine bis 860 unv gesetzt. Bon sonstigen Spezialpapieren stellten sich Canada auf 1880, Kvlmanskbp 820—815, HeÜ>- burg 320, Eleftr. A. E. G. (loben sich um 20 Pvoz. 451—460. Tiefe Steigerung wird mit Gerüchten von einer Fusion mit Krupp in Zusammenhang gebracht. Lahme her waren etwas angeboten und schwächten sich 5 Pvoz. ab (280—W4). Auch Montanpapiere wurden etwas niedriger. Sv u. a. gaben Phöntt mit 604 14 Pvoz., Deutsch-Luxemburg 390 6 Pnoz. nach. Mannesmann fanden bei reger Nachfrage eine weitere Kur ser Höhung von 11 Prr>z. auf 433, Buderus 375 unverändert. Badische Airilin sind etwas gebessert 6017?. Spiegel und Spiegelglas gewannen 4 Proz. (408 ). Sübd. Immobilien gaben 4 Pvoz. nach 126. Lombarden, welche sehr lebhaft gehandelt wurden, zogen 1 Proz. an. Schonttrng 670 (— 4 Pro-.). Nordd. Lloyd find fest 1777». Sonst lag ber Kassaindustriemorkl ruhig, aber gut behauptet. Mexikanische Anleihen schwächten sich etwas ab. Larissa-Griechen lebhaft und fest 660. Kriegsanleihe 79. Frankfurt a. M, 28 Febr. Ter Börsen- vvrstand, Abteilung Fondsbörse, Hal vorläuftg für die nächsten 14 Tage bcfMjffen, daß die Börse am Tienstag, Donnerstag und Damstag geschlossen bleibt. Die Notierung ber Devisen findet statt. Am Samstag den 3. April 1920 Lstersanistag bleibt bie Börse gänzlich geschlossen. Frankfurt a. M., 28. Februar. Devifeumarkt. Geld Brief Geld Brief Datum: 26. Febr. 27. Febr. Amsterdam - Rotterd. 3596, - 3604,— 3696, - 3704,- Drüssel-Anttoerpen . 716,75 718,25 721,75 723,25 Thristiania 1668,25 1671,75 1688,25 1691,75 Kopenhagen 1446,- 1449,- 1474,50 1477,50 Stockholm 1819,- 1823,- 1843,- 1847,- Helsingfors 439,60 440,40 437,10 437,90 Italien 529,50 530,50 540,25 541,50 London 333,15 333,85 341,65 342,35 New.York 97,90 98,10 100,30 100,70 Paris 696,80 698,20 699,30 700,70 Schweiz 1568,25 1571,75 1598,25 1601,75 Spanien . . 1683,25 1686,75 1718,25 1721,75 Wien (altes) .... 38,96 39,04 39,96 40,04 Deutsch.Oesterr. abg. 36,96 37,04 37,46 37,54 Prag 100,40 100,60 101,15 101,35 Budapest 33,96 34,04 35,96 36,04 Bulgarien ——,— —,— —,— vörsenknrse. Frankfurt Berlin Abend- Abend- Schluß- Schluß- Kurs Kurs Kurs Kurs Datum: 26.2. 27.2. 26.2. 27.2. 5e/eDeutJtriegsanL —,- 79,— -,— 79, - 4°/gDeut.Beichsanl. ——,— -,- 69,75 3'/gDeut.Reichsanl. —-,— —,- 65,80 4°/g Preutz. Konfols -,- -,- -,- 74,- Darmstädter Bank —,— —,— —150,- Deutfche Bank. . . -,- —,- 310,- Disconto- Gesellsch. —, — ——,— 237,- Dresdener Bank. . —,— —,— 192,- Nationalbank f. D. ——,— 152,— Mitteld.Creditbank —,— ——,— 156,- H..Amerik..Pakctf. -,- 152,50 NorddeutscherLloyd —,- 177,50 —179,- Doch. Guhstah'wrk. —,— -,— —,- 442, — D^Luxemb.Bergw. -,- 392,— —392,75 Gelsenkirch.Berqw. —,— 409,— —,— 408,— Harpener Bergbau —447, — Oberschi. Eisend.-B. -,- -,- 303,- Oberschles.Eisenind. -,— -,— -,— 300,- Phönix.Brgb.-Akt. 604,- 600,- Dad.Anilin-u.Soda —601,50 —,— 609,50 Höchster Farbwerk» —,- -,- 449,75 Elektr. A. E. G.. . 460,- -,- 440,- Schuckert-Werke. . —, — -,— —260,- FeltenLGuilleaume —,— —564,75 Daimler 370,- Dud-Eisenw.-Akt. -,- 375,- —384,75 Adlerwerke .... -,- 430,- —430, - 4°/, Hess. Saatsanl. —,— —— (Electron Griesheim —,- -,— —362, — SRarhrotimingeu. Datum: 26.2. 27.2. Zürich 6,40 6,25 Amsterdam 2,72 2,67 Kopenhagen............... 7,25 7, - Stockholm 5,55 5,45 Wien 292,- 293,- Paris.................. —,— — London — New.Pork — ,— — (In einem Teü ber Auflage wiednchrlt.) Per Prozeß Lrzbergerchelfferich. Berlin, 26. Febr. (WB.) Nach Stattsminister Dr. Sols bekundet UTtterstaatssekretär L i - wa l b, daß Erzberger bei ber Parlamentarierbesprechung beim Bi^kanzler, dessen Zw-ck war, jedes Ueberraschungsmoment auszuschalten, erklärte, er denke nicht davon, seine Bchmken gegen den U-Bootkrieg im Hauptausschuß vorzubringm. Erzbergers Verstoß rief ganz ungeheure (Erregung hervor. Erzberger begründet sodann ben V'rstaß iximtt, daß bie ihm erteilte Antwort des Admrral- stabs auf sein Material durchaus unaenügend nur. Zeuge Dr. Stresemann erBärt, Erzbechgwhab: zugegeben, nachdem er am 6. Juli serirw Frag:, ob er Bethmann stützen ober stürzen wolle, ausgewichen sei, er toolle den 5kanzl r (»-stitigm. Betdmann wendet sich bet feiner wüteten Vernehmung gegen bie Behaupning, er hab' eine Besprechung Mriicbeii bat Parlamentoneni und der Obersten Heeresleitung trrbintvrt. ^‘Jeitcr teilt« er dem Mail er mit, daß die Lagt sehr -rnst mt£> kritisch sei, da Erzbergers Reichstagsrxche groß,» Aufregung hervor gerufen habe Bett) mm ui hofft! aber, der Auftegung Herr zu werden. In d't ninr folgenden Erörtcnmg der Vorgeschichte van Erzbergers Wiener Reise antmorrite Erzberger auf die Frage des Vorsitzend-n, ob er auf Wunsch des Kardinals Piffl oder aus Wunsch des Reichskanzlern gefahren ici, b’ib.’i könne sein. Nachdem Gelxtmrat O^ordon imb Rechtsanwalt Alsberg sich mit ber Anregung des Vonitzenden «niwerstand'n erklärten, gewisse Fragen, deren (Erörterung das R nclsSinv.'r- esse gefährden könnten, nicht zur Stnaäie zu bringen, bekundet Be t d m ann - H o l l we g , er bäte Erzberger keinen Aufttag erteilt, nad) Wim zu reisen Da Erzberger aber in Oesfrrnch mit einflußreichen Personen zusammen kommen urußt:, bat er ihn, dort pessimistische Stimmung zu bekämpfen. Die Verhandlung wirb davaus auf Montag vertagt. HollanS und die (Entente. Amsterdam, 27. Febr. (WDB > „Mgem^ Handelsbladet" meldet, daß ber holländische Minister des Aeußern van Karnebeek bem ^iichterstatter ber „Chikago Dayle NaoS" müteilte, daß die nieberlänbis che Regierung liicht b i t Absicht habe, ben vormaligeii bcutfdxm Kaiser nach einer ber Kolonien zu bringen, jeboch besondere Anordnungen für seine Betvachung treffen wolle. Van Karnebeek sagte, der Entwurf der niederländischen Antwortnote sei fertiggestellt und werde dem Kabinett zur Genehmigung demnächst unterbreitet werben. Das Dokument dürfte nid)t vor Beginn der nächsten Woä>' abgesandt werden. In der Note werbe bie nieberländische Regiei-ung erklären, daß sie ihre Ueberzeugung aufnerht erhalte. Auf die Frage des Berichterstatters, ov die niederländische Regierung eine etwaige Rückkehr deS ehemaligen Kaisers nach Deutschland Kulassen würde, antwortete van Karnebeek, daß mit einer solchen Möglichkeit vorläufig nicht geredmet worden fei, und daß sie jederzeit in Erwägung gezogeni werden könne, wenn sich die Notwenbigk'it ergeben würde. Mft Bezug auf den Standpunkt der Niederlande gegenüber dem Völkerbund erklärte van Karnebeek, der Umstand, daß die nieberländische Regierung noch nicht dem Völkerbünde bei getreten sei, habe sie in eine bessere Lage gebracht, das Auslieferungsersuchen der Alliierten abzutehnen. (Eint Erklärung deutscher Heerführer. Berlin, 27. Febr. Wie verschiebens Blätter mitteüen, gaben am Mittwoch die zu em er Sitzung versammelten (Generäle bzw Admirale von BölM, von Elsa, von Falvesthayn, von Hönisch, Hammer, von Heeringen, von Hutter, von In- gcnol, Kvsch, von Muck, von Lochow, Ludendorft, von Manteuffel, Quadt, von Neidenstein, Schent, von Schröder, von Tirprtz, Wichura, von Winckler und von Zwehl die ErNärung ab, es nicht als eine Verletzung ihrer (Ebr? jai empftnben, sich Kntm deutschen Gericht zustellen, aber auch nur nnmt solchen im Vertrauen auf das beutfdje Recht imb die beutf(ben Richter. Schieberve rhafwnßen Berlin, 27. Febr. Nach einer Meldung bdl „Berl. Tagebl." aus Augsburg ist die Augsburger Schleichbandelsstclle einer großen Schiebung mft Kerzen, Militärfchnürschuhen, Salvarsan usw. auf die Spur gekommen. Vorläuftg sind vier Personen festgenommen worben. Es wurden Waren int Gesamtbeträge von 8—9 Mill. Mark beschlagnahmt. In Magdeburg ist man, dem „Berl. Tagebl." zufolge, bei der Eisenbahnwirtschaftsstelle großen Unregelmäßigkeiten auf die Spur gekommen. Auch in Dortmund sind, wie der ,^Äkalanzeige^ berichtet, drei Beamte der Reichsverwertungsstelle verhaftet worden, die beschlag- nahmte Waren weiter verschoben haben. Bei Kopfschmerz ärmlich bevorzugt. behördliche Anzeigen. Holzansgabe. Auf die im Monat Fanuar und Februar b. Js. ausgegebenen Bezugscheine für Brennholz von gelber Farbe wirb Holz ausgegeben: an Bezugsberechttgte des 12. Bezirks, berat Familienname begrünt mit ben Buchstaben M—Z am 1. März 1920; an Bezugsberechtigtc des 5. Bezirks, deren Familienname beginnt mit ben Buchstaben A—L am 2. März 1920, M—Z am 3. März 1920; an Bezugsberechtigte bcö 11. B^irks, berat Familienname beginnt mit ben Buchstaben A—L am 4. März 1920, M—Z am 5. März 1920. Die Ausgabe sind et auf bem stäbtischen Lagerplatz in der Sternstraße in ber Zeit von 8—12 Uhr vormittags und 1—4 Uhr nachmittags statt. „ Der Preis pro Zentner bcttägt für Hartholz 6 Mk., für Weichholz 5.50 Mk. Die Lebensmittelausweiskarte ist oorzulegen. Gi-.'ßen, den 12. Februar 1920. 22518 Städtische Kohlen- und HolzsteUe. Bronnkohleu-Ansgabe. An fünfköpftge Haushaltungen kann 1 Ztt. Braunkohlen abgegeben werden. Die Ausgabe der Bezugscheine erfolgt vormittags bä ber Stadt. Kohlen stelle, imb zwar: für den 1. imb 2. Bezirk Dienstag den 2. März, für den 3. und 4. Bezirk Mittwoch ben 3. März, für ben 5. u. 6. Bezirk Donnerstag d. 4. März, für den 7. und 8. Bezirk Freitag den 5. Man, für den 9. imb 10. Bezirk Samstag ben 6. März, für den 11. imb 12. Bezirk Mantag den 8. März, Nrr ben 13. Bezirk Dienstag den 9. März. _^T^ .Lebensmittelausweiskarte ist vorzulegen. E 4$reiy beträgt pro Zentner 5,40 Mk. unb ist gleich bei Empfangnahme ber Bezugscheine zu en trübten. 2283B Gießen, den 27. Februar 1920. Städtische Kohlenstelle. BklicsmW btt BttnnWbkpMtm. Um die iuxb im Umlauf befindlichen Bezugsscheine beliefern zu können, ist es notwendig, daß die Scheine bei ben Lieferern abgegeben werden. Es ergeht an alle Bezugsberechtigten bie Aufforderung, bie Bezugsscheine von weißer imb rotu Farbe für Kohlen und Koks bei ben Kohlenhändlern ober Bezugsvevernigungen umgehenb abzugeben. Scheine, auf bie bei dem Stadt. Gaswerk Koks direkt bezogen werden soll, brauchen nicht abgegeben zu werden. Den Bezugsberechtigten, die dieser Aufforderung nicht nachkommen, kann eine Gewähr für die Belieferung der Scheine nicht gegeben werden. 22828 Gießen, ben 27. Februar 1920. ______________Städtische KoAenstelle.______________ Brannkohlenausgabe. Die an Haushaltungen über 5 Köpfe ausgegebenen Bezugscheine über 1 Ztt. Braunkohl,.' werden wie folgt beliefert: die Bezugsscheine mit den Nr. von 301—450 am Dienstag den 2 März 1920, alle übrigen noch nicht belieferten am Mittwoch den 3. März 1920. Die Ausgabe findet im Hospitalhof im Seite rsweg in der Zeck von 1—4 Uhr nachmittags statt. 22848 Gießen, den 27. Februar 1920. Städtische Kohlenstelle. ____ Ausgabe von Süßstoff ITaltsrin). Für ixe Zeit vom 24. Februar bis 15. März 1920 wird gegen die Lieferungsabschnitte 10 brr Süßstoff karte H (blau) und 1 der Süßstoffvarte G (gelb) von ben S ützstofßibgabestellen Süßstoff abgegeben. Es gelangen aut den Abschnitt 10 zw _> i Briefchen und auf ben Abschnitt leine Schachtri zur Ausg heimschlachtnirg, bis auf weiteres. Meier Bamberger, Lang-Gons, wegen Biah- beförderung öhne Erlaubnisschein, auf drei NLo- nate (10. 1. bis 10. IV.). Löb Edelmuth, Beuern, wegen Erwerbs eim?s Rindes ohne Erlaubnisschein, auf drei Monate (26. II. bis 26. V.). Baruch Löwenberg, Reisforchen, toegent G» Heimschlachtung eines Rindes, das ihm z-ur Ablieferung an die Sammelstelte übergebrn würbe, dauernd. Hermann Ziegelstein, Treis (Lda.), wegen Vieh- verschielnmgen innerhalb Obetthestens uud nach Preußen, auf vier Monate (15. 1. bis 15. V.). Karl Hofmann, Schlitz, wegen UnKuverläfftg- keit, bis auf weiteres. Egon Sommer, Crainfeld, wegen Schleichhandels, bis auf weiteres. Nathan Sommer 11., Crainfeld, wegen Ankaufs von Vieh öhne Erlaubnisschein, über dessen Verbleib Bem Nachweis erbracht werdm kann, bis auf weiteres. Max Strauß, Lauterbach, wegen Uebernahme von Vieh ohne Erlaubnisschein, auf öwr Monate (1. H. bis 1. VI.). Nathan und Wilk Strauß, Schlitz, wegen Mehverschiebungen, bis auf weiter"s. Otto Hofmann, Ulfa, wegen Verkaufs von zwei Ochsen ohne Erlaubnisschein an einen Unbekannten, auf sechs Monate (24. XI. 19 bis 24. V. 20). Moses Fröhlich, Ulrichstein, wegen Abgabe eines Kalbes ohne Erlaubnisschein zum Schlachten (nicht an die SammelsteNe), auf dret Atrmate (2. 1. bis 2. IV.). Karl Groh, Ulrichstein, wegen An- und Verkaufs von Schweinen ohne Erlaubnisschein und Geheim schlachtung, bis auf werteres. Julius Katz, Hungen, wegen unerlaubten Ver- Als Ausweis sind die den Zeichnern er- teitten Abrechnungen unbedingt vorzulegen. Dritte Personen sind zur Entgegeimahme der Stücke schriftlich zu bevollmächtigen Auf Antrag nehmen wir die Anleihestücke, wie jedes andere Wertpapier, auch in Aufbewahrung und Verwaltung; auch stellen feuer- und diebessichere Schrankfächer unter Selbstverschluß der Mieter zur Verfügung. Eigen " Zum Zwecke der Abschreibung der Anleihe- " tz ii betröge ^gelieferte spa rb ucher können eben- Zuwiderhandlnngen gegen diese Bekannt- | a(l£ ab ? c 01* l^cn .. machung werden nach K 7 der BekanntTnachung Gtetze:-, im ö-oruar 1920. vom 28. Februar 1917 (R.G.Bl. S. 193) mit« -.v 'r^svarkasse Gu-ßen Bekanntmachung über den Landabsatz von den Braunkohlengruben des Westerwaldes, des Dillkreises, des FretstaateS Hessen und beteiligen Teile der Provinz Hessen- Naisau, die int Absatzgebiete der Rheimschen Kohlenhandel- und Rl>ederei-Gesellsck>aft m. b. H. Mülheim/Mannheim ^.Kohlenkontor) liegen. Auf Grund der 88 1, 2 und 6 der Bekannt - machung des Bundesrates über die Regelung des Verkehrs mit Kohlen vom 24. Februar 1917 (Reichsgesetzblatt Seite 167) und der 88 1,4 imb 7 der Bekanntmachung des Reichskanzlers über die Bestellung eines Reichs ko mmissars für die Kohlen- vertellung vom 28. Februar 1917 (Reichsgesetzblatt Sette 193) wird bestimmt: § 1. Der Landabsatz von den Braunkohlengruben des Westerwaldes, des Tttlkreises, des Freistaates Hessen und derjenigen Teile der Provinz Hessen- Nassau, die im Absatzgebiete der Rheinischen Kohlenhandel- und Nhederei-Gesellschaft m. b. H. Mülheim/Mannheim (Kohlenkontor) liegen, ist nur nach Maßgabe der nachstehenden Bestimmungen gestattet: Landabsatz int Sinne dieser Bekanntmachung ist derjenige Absatz von Brennstoffen, der sich unmittelbar von der Grube ohne Inanspruchnahme von Schiffen oder ohne Versand auf der Hauptbahn vollzieht. Die Bekanntmachung erstreckt sich auf Braunkohle jeglicher Art und die daraus hergestellten Erzeugnisse (Preßsteine, Briketts ufw.). 8 2. Im Landabsatzwege dürfen die Gruben Kohlen erst damt abgeben, rvernt die für den Hauptbahnversand zur Verfügung stehenden Wagen voll abgeferttgt werden können. § 3. Im Landabsatz dürfen Brennstoffe nur gegen Vorlegung von Landabsatz-Bezugscheinen, die vom Kohlenausgleich Mannheim ausgegeben werden, abgegeben werden. Landabsatz-Bezugscheine werden ausgegeben: a) für Hausbrand einschließlich Landwirtschaft und Kleingewerbe (vergl. 8 2 der Haus- brand-Bekamttmachung vom 30. März 1918 Deutscher Reichsanzeiger Nr. 78), b) für meldepflichtige Industrie (vergl. 8 2 der allmonatlichen Bekanntmachung betreffend Meldepflicht für gewerbliche Verbraucher von mindestens 10 t Kohle, Koks und Briketts monatlich). § 4. Die Landabsatz-Bezugscheine für den Hausbrand werden vom KMenausgleich Mannheim den Versorgungsbezirken (8 5 der Hausbrand- Bekanrttmachung vom 30. März 1918) aus Grund eines festgesetzten Kontingents allmonatlich zugeteilt. Die Versorgungsbezirke haben die Bezugscheine unmittelbar oder durch Vermittlung der Gemeindevorstäude an die Bezieher auszuhändigrn. Die Bezugscheine für dtt meldepftichttge Industrie werden vom Kohlenausgleich Mannheim den meldepslichtigen Verbrauchern auf ihren Antrag unmtttelbar übersandt. § 5. Die Landabsatz-Bezugscheine werden auf einen bestimmten Monat ausgefertigt und haben nur für bieten Gültigkeit. Verfallene Scheine sind an die ausgebende Stelle zurückzufenden. Die Scheine lauten auf 5, 10 oder 30 Ztr. Die ausgebende Stelle hat aus dem Schein Name und Wohnung des Beziehers, das Datum der Ausstellung und die Bezeichnung der Ausgabestelle einzuttagen. Der Stempel der Ausgabestelle, sowie der Name des ausgebenden Beamten sind beizufügen. Dem Landabsatz-Bezugschein für Hausbrand ist ein Postkartenformular beigefügt, welches zur Benachrichtigung der Versorgungsbezirke über Ausführung der Lieferung besttmmt ist (vgl. 8 8 Abs. 3). § 6. Die Vorstände der Versorgungsbezirke haben Verzeichnisse über die Landabsatz-Bezugscheine zu führen, aus denen jederzeit ersichtlich sein muß' wieviel Scheine sie bekommen haben, wann, an tuen und über welche Menge sie Scheine ausgehändigt haben, wieviel Seltne noch vorhanden sind. § 7. Die Landabsatz-Bezugscheine sind bei der Abholung der Brennstoffe aus der Grube abzugeben. Es darf nicht mehr Kohle abgegeben werden, als durch Bezugsscheine gedeckt ist. § 8. Die Grube hat über die Ausgabe im Land- absatz für Hausbrand- und Industriebedarf je ein Buck (Landabsatztagebücher) zu führen, tn denen mit fortlaufenden Nummern zu verzeichnen ist, welche Mengen im Landabsatz abgefahren sind, unter Angabe der einzelnen Fuhren und des Be- zugsdatums, sowie der Ausgabestelle, von welcher die Landabsatzscheine für die abgefahrenen Mengen ausgestellt sind. Die erledigten Scheine sind von der Grube durch Aufdruck eines Stempels oder in sonst geeigneter Form zu entwerten und am Ende jedes Alonats, spätestens bis zum 5. des folgenden Monats, nach Versorgungsbezirken geordnet, an den Kvhlenausgteich Mannheim zurückzusenden. Die Hausbrandbezugsscheine sind von den Jndustrie- scheinen zu sondern. Nach Belieferung von Hausbrand-Landabsatz- scheinen hat die liefernde Grube den Versorgungs- bezirk durch Formularpostkarte (vergl. § 5 Abs. 3) von der Ausführung hu benachrichtigen. Die Benachrichtigung kann einzeln oder in monatlichen Sammelsendungen erfolgen. 8 9. Im Landabsatz bezogene Kohle darf ohne Genehmigung des Kohlenausgleicks Mannheim nicht auf die Haupteisenbahn oder ut Schiffe verladen werden. X Bekanntmachung. Rach Bestimmungen des Herrn Reichskommissars für die Kohlenverteilung vom 2. Februar 1920 dürfen die Gruben vom 1. März 1920 ab Rohbraunkohlen im Landabsatz nur noch gegen Vorlegung vom Kohlenausgleich Mannheim ausgestellter Landabsatz-vezugs- scheine verabfolgen. Landabsatz-Bezugsscheine werden ausgegeben: a) Jür Hausbrand, einschl. Landwirtschaft und Kleingewerbe, b) für meldepflichtige Industrie. Die Landabsatz-Vejugischeine für den Hausbrand werden vom Kohlenausgleich Mannheim den Der- sorgungsbrzirken auf Grund eines festgesetzten Kontingents allmonatlich zugetellt. Die Dersorgungsbezirke haben die Bezugsscheine unmittelbar oder durch Vermittelung der Gemeindevorstände an die Bezieher auszuhändigen. Die Landabsatz -Bezugsscheine für die meldepflichtige Industrie werden vom Kohlenausgleich Mannheim den meldepflichttgen Verbrauchern au: ihren Antrag unmittelbar übersandt. Bekanntmachung. Nachstehenden Klettchandelsgeschüftm ist di: Abgabe von Weißrnehl und Näl/rrnttteln, dte aus Grund von ärztlichen Attesten ausgrgeben w:rd,'N, für den Monat März 1920 übertragen worden: _ Weißrnehl bei Gans, Philipp, Dammstvatze, Nährmittel bet Fischbach, Emtt, Seltersweg Gießen, beit 24. Februar 1920. 2263B Ter Oberbürgermeister (LebmÄnittelamt). Bau- llild NlltzhslzökMikerMz. Donnerstag den 4. M ärz, vorm. 9 U h r .werden im Saale des „De u t s ch e n Hauses" zu Alsfeld aus den Distrikten Gesträuch, ^Hahlgarten, SSecrLerg, Ziegenberg, Tüm- mel, Koylstöck, Schönbuchenrück, Köllenberg, Hardt und Verschiedene versteigert: Stämme: 1 Eiche 3. Klasse — 0,67 Fstm., 10 Ettl>e 4. Kl. = 4,59 Fstm., 24 Eiche 5. Kl. = 9,62 Fstm., 68 Eiche 6. Kl. = 24,44 Fstm. (Wagnerliolz), 1 Buche 1. Kl. = 1,30 Fstm., 8 Buche 2. Kl. = 6,99 Fstm., 3 Hainbuckw = 1,39 Fstm., 3 Birke = 1,15 Fstm., 81 Kiefer 4. Kl. = 63,36 Fstm., 166 Kiefer 5. Kl. = 84,87 Fstm. (Tummel 1), 7 Lärche 4. Kl. — 6,32 Fstm., 68 Lärche 5. Kl. = 30,84 Fstm., 31 Fichte 5a Kl. = 17,22 Fstm., 49 Fichte 5b Kl. = 16,45 Fstm. Derbstangen: 19 Eiche — 1,27 Fstm., 103 Bucke = 3,85 Fstm., 121 Fichte 1. Kl. = 7,58 Fstm., 625 Fichte 2. Kl. = 26,29 Fstm. Nutzscheit er: Rm. 26,2 Eiche, 1 Hainbuche (rund). Nutzknüppel: Rm. 11 Eiche (2,20 u. 1,10 Meter lang). Nutz reis er: Rm. 36 Fichte Schichtreiser. Nähere Auskunft erteilen die Herren Förster. Es dürfen nur Selbswerbrauc^r und Kleingewerbetreibende mttbieten. Holzhändler sind ausgeschlossen. Auf Verlangen der Obersörsterei muß der Nachweis über die Verwendung des gekauften Holzes beigebracht werden. Wird ein Weiterverkauf von unbearbeitetem Holz festgestellt, so hat der erste Käufer eine Vertragsstrafe in Höhe des fünf» sacheit Kaufpreises zu bezahlen. Auszüge aus dem VersteigerungspwtDboll werden bei frühzeitiger Anmeldung von der uttterzeichneten Obersörsterei unerttgeltlich abgegeben. 2297D Als seid, den 24. Februar 1920. Obersörsterei Alsfeld. H aber körn. Holzsubmission. Die Gemeinde Lumda verkauft int Wege schriftlichen Angebots folgende Holzarten: Los 1 im Distrikt Kohlgraben und Ojenberg. Kiefern: IIi. Kl. 8 Stück mit . . . 6,28 Fstm. IV. „ 18 „ „ ... 11,40 „ V. „ 15.....6,37 „ Fichten: IV. „ 6 „ , ... 6,14 „ Va. „ 10.....6,27 „ Vb. „ 7.....2,31 „ Die Angebote sind getrennt nach Sortiment pro Festmeter verschlossen und mit der Aufschrift „Holz- submisfion" bis spätestens Dienstag den 9. März, mittags 2 Uhr, an unterzeichnete Bürgermeisterei einzureichen, wo alsbald die Eröffnung der Offerten erfolgt. Das Holz ist gefällt und kann auf Verlangen vorgezeigt werden. Die Gemeinde behält sich die Genehmigung vor. Lumda, den 27. Februar 1920. Bürgermeisterei Lumda. _________________Schultheiß.______________ Holzfubmisfion. Die Gemeinde Stangenrod verkauft int Wege des schriftlichen Angebots folgende Holzarten: 4 Fickstenstämme 2. Kl. mit 9,64 Fstm. 13 Fiäftenstämme 3. Kl. mit 21,02 Fstm. 5 Fichtenstämme 4. Kl. mit 4,— Fstm. 2 Fichtenstämme 5a. Kl. mit 1,26 Fstm. 1 Ficlftenstamm 5b. Kl. mtt 0,28 Fstm. 5 Kresernstamme 4. Kl. mit 2,94 Fstm. 29 Kiefern stämme 5. Kl. mit 12,58 Fstm. 214 Kiefernstämme (Grubenholz) mit 56,32 Fstm. Die Angebote sind getrennt nach Sortiment und Klassen pro Festmeter verschlossen mit der Aufschrift „Holzsubmiftion" bis spätestens Samstag den 6. März nachmittags 2 Uhr an unterzeichnete Bürgermeisterei einzureichen, woselbst um genannte Zeit die Eröfftrung der £)fierten erfolgt. Das Holz ist gefällt und kann vorher eingesehen werden. Die Gemeinde behÄt sich die Genehmigung vor. Nähere Bedingungen liegen auf der Bürgermeisterei offen und werden bei der Eröfftrung be- kamttgegeben. 2272 Stangenrod, den 26. Februar 1920. Hess. Bürgermeisterei Stangenrod. __________________Knauß.__________________ Nntzholzverkauf. Der Unterzeichnete verkauft ans dem Submissionswege: 11 Eichenstämme Nr. 1, 4, 5, 8, 16, 18, 21, 22, 29, 32, 39 von 5—8 Meter Länge und 27 bis 43 Ztm. Durchmesser = 6,52 Fstm., sauber und zu Werkholz bzw. Schnittholz geeignet; 30 Eichenstämme von 20 bis 33 Ztm. Durchmesser mit 10,27 Fstm.; 55 Fichtenstämme mit 11 Fstm.; 47 Fichtenstangen 1.—3. Kl. — 3,51 Fstm. Das Holz lagert dttekt an der Straße Bieber- Waldgirmes bei Hof Haina. Angebote sind verschlossen und getrennt bis zum 4. März d. I. an den Unteraetdmeten em» zureichen, wo auch die Berkaufsbänngungen zu erfahren sind. 2107 Rodheim a. d. Bieber, den 23. Febr. 1920. _______________Ludwig Kraustopf. Jagd - Verpachtung. Donnerstag, 4. März l. I., vormittags 10 Unr, werden im „Gasthof Hindenburg" dahier die imchverzeichneten Tomanvaljagden auf 12 Jahve weiterverpachtet: 1. Jagdbezirk I in den Gemarkungen Schif-- tenberg mit Herrenwald, Leihgestern und Wo.tzenborn^Steinberg mit 213,52 ha Wald imb 81,85 ha Feld (südlich der Bcihnlrnie Gießen— Gelnhausen), 2. Iagdbezirk II in den GemaMmgen Schift- tenberg mit Herrenwald, Gießen, Gnoßen>-Lin- ben (Franzenwald) und Klein-Linden mtt 116,71 ha Wald und 11,41 ha Feld. Unbekannte Bewerber belieben sich vorher bei der unterzeichneten Stelle auszuweisen. Gießen, 25. Februar 1920. 22288 Obersörsterei Schifsenberg. Trautwein. Der Voranschlag der Gemeinde Lumda fnr 1920 Rj. liegt vom 29. Februar bis 8. März 1920 auf dem Bürgermeistereibureau zur Einsicht und Erhebung von Einwendungen offen. Es ist die Erhebung einer Umlage beschloßen worden, zu der auch die Ausmärker herangezogen werden. 2300 Lumda, den 26. Februar 1920. Bürgermeisterei Lumda. Schultheiß. Holzversteigerurrg in der Fürstlich Solmsischen Oberförsterei Hohensolms. Am Donnerstag den 4. März soll in den Distrikten H elfholz und Eber stein nachstehendes Holz versteigert werden: Distrikt Helfholz: Nutzholz Buchen: Stammholz 5 und 7 m Länge 32'und 37 cm Durchmesser 2 St. — 1,07 Festmeter. Eichen: Dcrbstangen 8 St. = 0,24 Festmeter. Hain- buchen: Nutzvollen 1,25 m Lange -- 2 Rm. Brennholz Buchen: Scheit- und Prügelholz = 349 Rm., Reisliolz Wellen 4470 St. Eichen: Prügelholz = 4 Rm., Reishvtz Wellen 5100 St. Nadel Holz: Prugelholz = 6 Rm., Reishvlz Wellen 1080 St. Tisttikt Eber stein: Nutzholz. Eichen: Stammholz (Bauholz) 8 St. = 2,59 Festm. Kiefern: Stamntlivlz 6/8 m Länge 23/31 cm Durchmesser 22 St. = 9,73 Festm. Brennholz Buchen: Prügelho^ — 18 Rm., Reis- Holz Wellen 1130 St. Eichen: Reisholz Wellen 150 St. Nadelholz: Prügelhvlz = 7 Rm., Reis-Holz Wellen 2130 St. Zusammenkunft 9 Uhr vormittags am Eingang des „EselÄveges" vom Königsberger Feld aus in den Distrikt Helftiolz bei Brennholz Nr. 268. Ter Bieterkreis ist auf Selbswerbraucher beschränkt. 2220 Holzfubmisfion. Tie Gemeinde Rüddingshausen verkauft im Wege des schriftlichen Angebotes fvlgmde Hol!-, arten: 1. Eichen-Schnittholz 5,77 Fstm. 2. Fichtenstammholz Hl. Kl. 75,00 „ IV. Kl. 72,00 „ Va Kl. 90,00 „ Vb Kl. 110,00 „ Grubenholz 10,00 „ 3. Kiefernstam mholz II. Kl. 2,50 Fstm. III. Kl. 10,44 „ IV. Kl. 11,77 „ V. Kl. 24,03 „ Gruben^rlz 22,44 „ Die Angebote sind für den Festmeter getrennt nach Klassen bis Donnerstag den 4. März, nachmittags 2 Uhr, bei Bürgermeisterei Rüddings- hausen einzureichen, wo dann die Eröfftrung um 3 Uhr erfolgt und Bedingungen bekanntgegeben werden, 2174 Bürgermeisterei Rüddingshaufen. I. V.: Theis, Beigeordneter. Holzversteigerung. Donnerstag, den 4. März I. F. soll im Staufen« berger Gemeindewald nachstehendes Nutzholz ver« steigert werden: a. Eiche-Derbstangen I. Kl. 72 Stück mit 2,70 Fstm. b. Fichten-Derbstangen II. Kl. 784Stück mit 36,89 Fstm. c. Nuhknüppel (Eiche, 2 m lang) 11 Rm., zu Spalierposten geeignet. d. Fichtenutzreisig, 166,5 Rm., zu Spalierlatten und Bohnenstangen geeignet. Zusammenkunft vormittags 10 Uhr bei der Brücke in den Saaten. 2325 Staufenberg, den 27. Februar 1920. Hess. Bürgermeisterei Staufenberg. Meyer. Versteigerung. Mittwoch den 3. März werden morgens 9V2 U hr in der Veithschen öd freite zu I l benft ad t versteigert: 1 Landauer, 1 Pritschenwagen (100 Ztr. Tragkraft), 2 Zweispänner-Kastenwagen, 1 Erntewagen, 1 Psuhlwaaen, 1 leichte Federrolle, nnh- rere Sacksck>c Pflüge, 2 Grubber, 3 Zweiicharn, einige Häufel- und Hackpflüge, 1 Scheiben.'gg.', mrhreve Eggen, 1 Ringelwalze, 1 eifiemc Glttt- walze, 1 Düngerstreuer usw., alles im denkbar besten Zustande; 1 Bettstelle mit starker Matratze, Bettstelle mtt Strvhsack, Kft7rderbettst:lle mit Strvhsack, versch. eiserne Gesindebtttst-ll» nebst Bettzeug, Gesindetische, Stühle, vier BüNS von etwa 760 Ltr. Jichalt, eine Partie Milck können. 21811) Beiths Erben. Abschluß am 31. Jezember 1919. Aktiva. Mk. „ An Kassevvrrat . 1203.87 „ Waren, ft. Inventur , . w K . 7654.61 „ Ausstände „ Mobilim ......... 28.— „ Ausgeliehene Kapttalien ^ . . . 610.72 „ Guthaben bei Lieferanten . 153.85 Mk. 9651.05 Passiva. Mk. Per Mttgkiedevguthaben . . . „ . 1125.— „ Reservefonds ........ 2085— „ Bettiebsrucklage . . . > y . . 3118.27 „ Reingewinn ....... . . 3322,78 Mk. 9651.05 Die Zahl der Mitglieder betrug Ende 1918 108 In 1919 gingen ab....... 2 Bleiben........ 6 „ 106 In 1919 gingen zu __5 Bestand Ende 1919 . ........111 Staufenberg, den 20. Februar 1920. LandmWftl. konsummin e. ß.nt. «.K- Der Dwektor: Ter Rechner: Der Lagerhalter! Becker. Meyer. Hellertshausen. 920. iumba. lAerunq 3-ct i ÄL ’i*j"! ^«LbiiZ'Z fr 8te lBautplz, 8 St , LML LLkVtz vormittags ar ZANKS Lklbilvertmmcher bt ___' 223 liffioit. Q^aiiat verkauft d ebotes fvlg.-nte tzch 5,77 Fstm. 5 Mm. $ „ 00 „ 00 „ 00 „ oo „ ,00 „ ,50 fM ,44 „ :44" den Mmeter gMr ig dm 4. März, o xmeisirrei Witt- mn die EröffiM ' Mgen betonüJr > 2174 üddmgsbaufvl Beigeordnete 'MA »/, J. foll im Staifa i)tnbt5 Sklltzholz w Stück mit 2,70 FH 14 5M mit 36,89 5if- j) 11 M, zu Spd» ju Spalittlatteit vl zs 10 Uhr bei du M ibruar 1920. ti Staufenberg. yer^_____ ItnM .UiiieS'" iva- iva. 8? B; M' St IK 9^ M » M ■ M 3^ ' B,ü w»^4 811 r.: 3v§fftbrunq des Umsatzsteurrgefetzes. Oefsentliche Aufforderung jvrAWcldllnglWHeucrMtigttBetri'tbe. Mc Betriebe, die gemäß § 15 des Umsatzsteuer Gesetzes vom 24. Dezember 1919 Luxus* qfgenlläTHx Herstellen oder nach § 21 bestimmte Lurnsgegenstände im Kleinhandel vertreiben, haben nach 30 des Gesetzes über ihre Tätigkeit ihrem sm ständigen Finanzamt Anzeige zu erstatten. Tie Anzeigen müssen von den Betrieben, die fragt Tätigkeit bereits am 1. Januar 1920 ausgeübt haben, spätestens 14 Tage nach Erlaß dieser Bekanntmachung bei dem zuständigen Finanzamt erstattet werden Lolche Betriebe, die wn Lause des Kalen de riahres neu eröffnet werden oder den Kreis der erhöht umsatzsteuerpflickstigen Waren oder Leistungen erweitern oder Dcränbem, müssen Sleichsalls binnen 14 Tagen nach der Eröffnung, Erweiterung oder Verminderung des Betriebs dem Finanzamt Anzeige erstatten. Tie Unterlassung der Anmeldung ist strafbar. Tie maßgebenden §§ 15 und 21 folgen nachstehend in Attrruck: Erhöhte Umsatzsteuer auf die Lieferung bestimmter Lurusoegenstanoe durch den Hersteller. S 15. Tie Steuer erhöht sich auf fünfzehn vom Hundert des Entgelts bei der Lieferung der unter I und II bezeichneten Gegenstände durch denjenigen, der sie innerhalb seiner gewerblichen Tätigkeit herstellt oder gewinnt (Hersteller). Tie erhöhte Steuerpflicht tritt nicht ein, wenn diese Gegenstände ihrer Beschaffenheit nach nicht für die Lauswirtschaft, sondern für den Gebrauch oder Verbrauch innerhalb- einer gewerblichen oder be- rustichen Tätigkeit bestimmt sind; dies ist dann «licht anzunehmen, wenn die Gegenstände der Befriedigung von Bedürfnissen zu dienen geeignet sind, die sowohl in der Hauswirtschaft wie bei Gelegenheit der Ausübung einer gewerblichen oder beruflichen Tätigkeit bestehen. Die erhöhte Steuerpflicht tritt ferner, unbeschadet der Vorschriften zu I Nr. 9 8a, II Nr. 21 und 23, nicht cm, wenn die Gegenstände ihrer Beschaffenheit nach zur Errichtung eines Bauwerkes bestimmt sind. Von der erhöhten Steuer befreit sind Arzneimittel, mit Ausnahme der zu II Nr. 16 genannten, Verbandstoffe, Gegenstände der Kranken-, Säuglings- und SBodicnpilegc und Vorrichtungen, die zum Ausgleich körperlicher Gebrechen dienen. I. Ter erhöhten Steuer unterliegen mit Rück* sicht auf den Stoff oder die Art der Bearbeitung: 1. Gegenstände aus oder in Verbindung mit Edelmetallen, soweit es sich nicht um die nach 8 21 Abs. 1 Nr. 1 erhöht steuerpflichtigen Gegenstände des Juwelier aewerbes oder der (ffeib* und Silberschmredekunst handelt. Silberne Taschenuhren mit nur einem silbernen Deckel sind nicht erhöht steuerpflichtig; 2. Gegenstände aus - unedlen Stoffen, die mit Platin, Gold ober Silber belegt (plattiert oder doubliert) ober platinicrt, vergoldet ober versilbert sind, mit Ausnahme von Christbaumschmuck, Taschenuhren und den zu II Nr. 17 bezeichneten Gegenständen. Ms unedler Stoff gilt auch eine Legierung mit nicht mehr als 500/iooo Silbergehalt; 3. Halbedelsteine, einschließlich der synthetischen, und Gegenstände in Verbindung mit ihnen; 4. Nachahmungen der zu 3 genannten Stoffe sowie Stegen stände aus oder in Verbindung mit diesen Nachahmungen mit Ausnahme der Spielwaren und der zu II Nr. 17 bezeichneten Gegenstände. Glasperlen gelten nicht als Nachahmungen von Perlen; 5. Gegenstände aus oder in fBerbmbimg mit Bernstein, Gagat (Jet), Korallen, Elfenbein, Meerschaum, Perlmutter ober Schildpatt; 6. Gegenstände aus Kupfer, Zinn ober Nickel ober aus Legierungen, die diese Metalle enthalten, sowie Gegenstände, die mit diesen Metallen oder ihren Legierungen belegt (plattiert) sind. Taschenuhren und Spielwaren dieser Art sowie Weckeruhren aus Messing sind nicht erhöht sleuerpsl i chtig; 7. Gegenstände aus nichtsckmiedbavem Kunstguß, aus anderem nichtfchmiodbaren feinen Guß sowie Kunstschmiedearbeiten; 8. Gegenstände aus Ton (keramische Gegenstände) mit Ausnahme von Spielwaren: a) aus Steinzeug mit Ausnahme von glatten und einfarbigen Geschirren und Platten für Wand- und Fußbodenbekleidung, b) aus Steingut mit Ausnahme ton Geschirren und Platten für Wand- und Fußboden- betieünmg, es sei denn, daß sie mit Metall- mattfarben gemustert (dekoriert) oder mit Lüster- oder Metallüberzug versehen sind, sowie mit Ausnahme der ungemusterten Spielwaren, chaus Porzellan mit Ausnahme der Tafel- und .ftüchengeschirre, es sei denn, daß sie in künstlerischer Ausgestaltung oder mit Metall- mattfarben gemustert (dekoriert) oder mit Lüster- oder Metallüberzug versehen sind; g. Gegenstände ans Glas: A. £ülÄgläfer, geschliffen, graviert, geätzt, gemustert, mattiert, bemalt, vergoldet, versilbert oder durch Aufträgen oder Einbrennen von Farben «mustert; B. Gegenstände aus Sviniel- oder Tafelglas: a) Verglasungen von Fenstern und Türen mit Spiegelglas bei einem Flächeninhalte von mehr <äs 0,75 daabrutmetrr, b) Spiegelglas, belegt oder unbelegt, gefeldert (fazettiert) ober ungefeldert (un- facettiert), bei einem Flächeninhalte von mehr als 0,75 Dnabratmeter; Spiegel aus bemaltem, vergoldetem, versilbertem ober durch Aufträgen oder Einbrennen von Farben oder sonst gemustertem Spiegelglase; o) Auflegeplatten für Möbel- und Zimmerausstattungen; C. Gegenstände aus oder in Verbuchung mit optischen Gläsern; 10. Gegenständ«, die ganz oder teilweise aus Schanelzglos bestehen, soweit das Schmelzglas vergoldet, versilbert, bronziert oder durch Aufträgen oder Äu fbrennen von Farben gemustert ist; 11. Gegenstände der Inneneinrichtung aus Lorn; 12. Gegenstände aus oder in Verbindung mit Leder: a) aus Ganzleder hergestellte Buchembände, Sammel- ober Tipiommappen mit Ausnahme von Andachtsbüchern. Tie erhöhte Stenerpfticht erstreckt sich bei gleichzeitiger Lieferung auch auf das Buch urtb den Inhalt der Mappe, b) Schuhe, deren Oberteile aus Seide, Brokat oder Samt hergestellt oder deren Schäfte ganz ober teilweise aus ganzen Lackbesützen ober aus Sämischleder bestehen, o) Handschuhe, mit Ausnahme solcher, die mit anderem Stoffe als Pelz gefüttert find, d) Gegenstände der Inneneinrichtung mit Bezügen aus Leder, e) alle übrigen aus Leder heraesleklten Gegenstände mit Ausnahme von Akten-, Geld- und Geldschein-, Pfeifen-, Schul-, Zigarren-und Zigarcttentaschen aus glattem Rind-, Roß-, Schaf oder nicht lackiertem Kalbleder, sowie mit Ausnahme von den unter II Nr. 8 und 9 genannten Gegenständen, von Puppen und Puppenbälgen, von Thermosflaschen und Uhrenarmbändern; 13. Gegenstände aus Holz mit Ausnahme der Spielsachen und der zu II Nr. 17 bezeichneten Gegenstände: a) aus oder in Verbindung mit poliertem Ahorn-, mit Amavanth-, mit poliertem Apfelbaum , poliertem Birnbaum-, mit vo liertem Buxbaum-, mit Eben, mit polier lem Eschen-, mit (Selb-, Grenadille-, polier tem Hikory-, poliertem zttrschbaum-, mit Königs-, Korallen-, Mahagoni-, Mora-, Platanen-, poliertem Pflaumenbaum-, Pock- (Guajak-, Franzosen-), Palisander- (Palisander-, Polhxander, Iacavanda-, Violett-). Redwood-, Rosen-, Tiek- föcaf»), Thuja, Satin-, Schlangen-, Tee-, Zebra- Zedern, Zitronen Holz sowie mit sonstigen Edelhölzern, welche der Regel nach bei 'oct Verarbeitung poliert, lackiert oder mattiert (gewachst) werden; ferner aus massivem Nußbaumholz und alle massiv eichenen Kasten- möbel, b) offne Rücksicht auf die Holzart bei Bildhauer- und Bildschnitzerarbeit, bei feiner Schnitzarbeit, bei ferner Tvechslecarbeit, bei Nachahmungen seiner Schnitzarbeiten^ die durch Pressen, Brennen, Aetzen oder Stanzen oder durch Behandlung mit dem Sand- gebläse hergestellt sind, btt eingelegter Arbeit, bei Bronzierung oder feiner Bemalung, c) mit echtem Japanlack lackiert; 14. Gegenstände aus Korbgeflecht: a) Gegenstände aus oder m Verbindung mit Peddigrohr, tffaus andercin Rohr, wenn es sich um feine Flechtarbeiten, insbesondere vergoldete, ver- filberte, polierte, bronzierte ober sein bemalte handelt, oder bei Verbindung mit Glas ober Erzeugnissen bes Töpfergewerbes, e)ohne Rücksicht aus bie Rohrart: Flaschen- servierkörbe, Hundehütten, Nahkörbe und Nähständer, Schirwvrbe fifrr Wogen, Strandkörbe, Teewagen, Vogelbauer, Vorrichtungen zur Aufnahme von Blumen luib Zeitungshalter, Iß. Gegenstände der Jnnenernrichtimg in Verbindung mit Broklat, Samt, emschließ- lich Velvet und Velours, jedoch mit Ausnahme von Manchester- und Genn-Cord imb einfachen Moquettestoffen; mit Plüsch, Seide, Gobelinstoff, handgefertiyten Stoffen, Metallgespinsten, Gespinsten, ixe mit der Hand verliert sind, ober zugerichteten Schmuckfebern; rn Verbindung mit Spitzen, Spitzenstofsen ober Stickereien irn einer Breite von mehr als zwei Zentimetern. Tiefe Vorschrift findet aus die zu II Nr. 9, 22, 25 bis 31 genannten Gegenstände feine Anwendung. II. Ter erhöhten Steuer unter!irgen ferner mit Rücksicht aus den Verwendung^weck die svl- «mden Gegenstände, soweit sie nicht bereits unter I fallen: 1. Schmucksachen aller Art, soweit sie nicht noch § 21 Abs. 1 Nr. 1 erhöht stxuerpmchtty sind; 2. Bildwerke sowie Zier- und Schmuckgegenstände der Inneneinrichtung, eftrsÄießlich ton Plasti- Tett und Bildern, abgesehen ton Photographien, die lediglich Personen barftdlcn. Zu ben Zier- und Schmuckgegenständen gehören auch Gegen- stonde, bie an sich einem praktischen Gebrauche zu dienen geeignet sind, bei denen aber bie Gebrauchsmöglrchfeit hinter dem Zwecke äußerer SEtrCung offensichtlich zurücktritt. Der erhöhten Steuer unterliegen nicht An-- sichtsPvsAarten, Bilder, boweit sie der Unter» Haltung und Fortbildung der Jugend dienen, ferner Grabdenkmäler in schlichter Ausführung sowie CTtgrnalroerfe der Plastik, Malerei und GraphÄ (§ 21 Abs. 1 Nr. 2). Zu den Original- Werken der GvaphLk gehören auch Radiermrgen, Holzschnitte, Kupfersache und Künsckerstein- Zeichnungen; 3. Erzeugnisse des Buchdrucks auf besonderem Papier mit beschränkter Auflage sowie fcmftigc Papierwaren, die aus handgeschöpftem ober Bütten--, China-, Japan- ober Reispapier her- gestellt sind: 4. tchotvgrophifche Handappooate svw« deren Bestandteile und Zubehör; 5. Handwaffen, deren Bestandteile und Zubehör sowie bie für Handfeuerwaffen bestimmte Munition; ß. Flügel, Klaviere, £>armrntten, Streich» und ' Zupfinstrumente sowie Vorrichtungen zur mechanischen Wiedergabe musikalischer Stücke ober deklamatorischer Vorträge (KlävierspielappL- ralc, Sprechapparate, Phnwgvaphen, Orche- tzrions uftv.i sowie deren Bestandteile und Äbeftör: diese Gegenstände auch bemn, wenn lic nickst zum Gebrauch in der Hauswirtschaft bestimmt sind; 7. Billarde and deren Zubehör, auch dann, wenn sie ntdü zum Gebrauch in der Hauswirrschaft bestimmt sind: 8. Land-, Wasser- oder Luftfahrzeuge zur Per- fonenbesörderung, wenn sie mit motorischer Kraft betrieben werden ober wenn sie nach ihrer Beschaffenheit für Bergnügungs- ober Svortzwecke bestimmt sind, sonne deren Bestandteile und Zubehör; 9. Kinder-, Sport-, Klapp- und Prvmcnaden- toaaert, wenn sie vergoldete, versilberte. Der» messingte ober vernickel de ®-;'enteile enthalten oder mit weißer ober elfenbernfarbiger Lackierung versehen sind; 10. zugerichtete Felle zur Herstellung von P^z- werk, mit Ausnahme gewöhnlicher, Hafen-, Kanin-, KatzenÄunde- und Schaffelle, sowie Bekleftmngs- und Znneneinrichiungcgegen- stände aus ober in Berbrndung mit Pelzwerf, mit Ausnahme gewöhnlicher Voten-, Kanin- Katzetr-, Lunde- und Schafpelze; 11. Fächer; 12. Federboas; 13. Gura- und Samtvogclbälge und Teile hiervon; echte Paradies-, Kronen- und Stangenreiher, echte Strauften- und Marabusedern; 14. 18. 19. 20. 23. 24. 25. 21. 22. mit den Stoffen; Bestand- ferner auch bei bloßer Verbindung zu I Nr. 2 imb Nr. 8 genannten Belcuchtungsgegenstände sowie berat teile und Zubehör: 15. 16. 17. aus ober in Verbindung mit Kautschuk her» geftrilte Bade Hauben, Badewannen, Fußabstreicher, Reiieeinnchtungen, Schwammbeutcl, Tabakbeutel, Mäntel, Umhänge; Riech- ober Schönheitsmittel: Geheimmittel; Spazicrstöcke, Schirme, Reitgerten und Peft- schcn aus ober in Verbindung mit Edelhölzern, insbesondere Macasia (Ebenholz). Kofebolo-, 3aoaranba> Celebes-, Sck>langen-, Pattridge-, Vera-. Violett-, Bouletttie-, Pock- (Guaiak-, Franzosen-), Palmira-, Gveenhard» , Madagaskar-, ©atm , Pal men Holz: mit wertvollen Hörnern, insbesondere Antilopen., Brasil-, kanadisches Lirsch-, dkas-, ^ttipserdhom ober wertvollen Rohren, tndbefonbere Iam- lns-, Nilgris-, Malakka', Palmen-, Partrrdge-, Tragon-, Jokohamarohr, jedoch mit Ausnahme von Bambus-, Manilla-, Vselfer- und Tonkingwhr; Puppen, Puppenbälge oder Tiere aus Stoss aller Art, wenn sie größer ober länger als fünfundsecbzia Zentimeter sind; Stand-, Tisch- und Wandubr-n aus _ oder in Berbördung mit Stein oder Kunststein ober mit Erzeugnissen des Töpsergewerbes. a) bei mehr als niet Üeuchtsüelien, b) auch bei bloßer Verbindung mit den zu I Nr. 2 genannten Stossen ober Bleivergla- fung, ferner mit Seiden schirmen sowie aus oder in Verbindung mit Stein ober Kunststein ober mit Erzeugnissen bes Töpferae- wer des ober in Verbindung mit Fransen aus Gespinsten aller Art oder glatten einfarbigen Perlfransen von mehr als je fünfzehn Zeittirnetcrn Länge; ober in Verbindung mit ge-aben tzohlglasstengeln, glatt ober gerieft, oh^e Schliff, von meljr als fünfundzwanzig Zentimetern Lange; ober in Verbindung mit sonstigen Glas- und Glasperlenbehöngen; Parfettäfelböden; Teppiche, abgepaßt ober tont Stück, sofern bie Decke aus Brokat, Samt, einschließlich von Velvet und Velours, Plüsch, Seibe ober Wolle besteht. Ter sogenannte Ärmmstertep- pich und ber sogenannte Tapestryteppich sinb nicht erhöht steuerpflichtig; Wanbbekleidungen: a) aus Porzellan, bi aus Papier, das vergoldet, versilbett, bronziert ober gepreßt ist ober Brokat, Gobelin, Seide, Samt ober Leder nachahmt, sowie Künstle rtopeten, o) aus anderen Stoffen mit Ausnahme von Ton-, Stemzeug- oder Steingutfliesen (I Nr. 8) und nicht getäfelt-*m Weichholz; Koffer und Reisetaschen aus Rohr platten, aus gepreßten PslMczensasern, soweit He eine Länge von mehr als fünfundsechzig Zentimetern haben ; Schrankköfser; Wasche: a) Leibwäsche aus Seide, Halbseide ober Leinenbatist ; aus anderen Swffen in Verbindung mit Landspitzen, Handstickereien ober anderen hcnchgefertigten Verzierungen bei einer Breite von mehr als vier Zmtt- meteni ober in Verbindung mit Spitzen, Stickereien ober Verzierungen aller Art, wenn sie mehr als ein Fünftel der Gesamtfläche des Bekleidung sgegen standes ausmachen; außerdem Schlafanzüge, b) Korsetts aus Brokat, (Samt einschließlich ton Velvet und Velours, Seide, Seinen* da mast, Stoffen mit damastähnlichen Gebilden; aus anderen Stossen in Verbindung mit Landspitzen, Handstickereien oder anderen handgefertigten Verzierungen bei einer Breite von mehr als vier Zenttmctern ober in Verbiirdung mit Spitzen, Stickereien ober Verzierungen aller Art, wenn sie mehr als ein Fünfte der Gesamtfläche aus machen, e) Bettwäsche aus Seide, Halbseide, Semen* batifi, Leinendamast ober Stossen mit ba» mastähnlichen Gebilden; aus anderen Stoffen in Verbindung mit Landspitzen, Handstickereien ober anderen handgefertigten Verzierungen bei einer Breite von mehr als vier Zentimetern ober in Verbindung mit Spitzen, Stickereien ober Verzierungen aller Art, wenn sie mehr als ein Fünftel ber Fläche aus machen, ck) Tischwäsche oder sonstige Haushaltungs- wäsche aus Seide, Halbseide,. Seinenbatift, Scinenbamaft oder Stoffen mit damastähn- lichen Gebilden; aus anderen Stossen in Verbindung mit Landspitzen, Handstickereien oder anderen harrdgeserttgten Verzierungen in einer Breite von mehr als vier Zentimetern ober in Verbindung mit Spitzen, Stickereien ober Verzierungen aller Art, wenn sie mehr als ein Fünftel der Fläche ausmachen. Tie erhöhte Steuerpfticht tritt nicht ein, wenn lediglich Buchstaben, Nummern ober Monogramme mit ber Hand gestickt sind; 26. Oberbekleidung aus Brokat, Seidensamt, aus Seiden- ober Wollplüsch, aus seiner Seide (insbesondere Ehiffon, Cröpe de chine, Cröpe Georgette, SchappevoLe Voileninon, Maro ui- fette, Dill, Leinenbatist ober Leinendamast; aus anderen Stoffen in Verbindung mit Metall gespinsten aller Art ober in Verbindung mit Landspitzen, Handstickereien ober sonstigen handgefertigten Verzierungen in einer Breite von mehr als vier Zenttmetern ober in Verbindung mit Spitzen, Stickereien ober Verzierungen alter Art, bie mehr als ein Fünftel der Gesamtfläche des BeNeitnmgsgegenstandes aus machen: außerdem mit Seide gefütterte Oberbekleidung für Herren, wenn sich das Sei den futter nicht nur auf das Aermelsutter beschräntt; 27. sonstige Bekleidungsstücke: L)Netz- und Wirkwaren aus Seide, auö an* deren Stoffen in Verbindung mtt Metall- gefpinsten oder in Verbindung mit Landspitzen, Handstickereien ober anderen hand- gefertigten Verzierungen in einer Breite von mehr als vier Zenttmetern: oder in Verbindung mit Lviyen, Lttckernen ober Verzierungen aller Art, so,em sie mehr als ein Fünftel ber Fläche ausmachen, d) Schleier, Gamaschen, Kops- und Umschlage- tücher, Schale, Schirme und Lchürzen aus Brokat, Seibeniamt, Seiden- und Wallplüsch, Seide ober handgefertigten Stoffen; aus anderen Stoffen in Verbindung mit Landspitzen, Handstickereien ober anderen handgeierttgten Verzierungen in einer Breite ton mehr als vier Zenttmetern; ober m Verbindung mit Spitzen, Stickereien ober sonstigen Verzienmgvn, sofern sie mehr als ein Fünftel der Gesamtfläche ausmachen; ober ui Verbindung mit Metallgespinsten; 28. Bettdecken, Gardinen, Vorhänge au5 Brokat, Samt einschließlich Velvet und Velours, Plüsch, Seide ober handgeferttgten Stossen: aus auberrn Swffen gewebt, wenn fit auf je zweieinhalb Zentimeter im Geviert mehr als 12 ftetteniäoen auhocikn; Mabraserzeug- nisse; sonstige Erzen aniist, bie mit Lockerst ich versehen sind, oder die mit der Maichine Ihr gestellte Einzelzterstücke (Effekte, Motive) mit einem Turchmesser von mehr als 30 Zentimetern enthalten, oder bk in Verbindung mit Handspetzen, Handstickereien oder anderen handgesertigten Verziernngen in einer Breite ton mehr als vier Zenttmetern ober in Ver' dindung mit Ndtallitefpinsten stehen, ober die mit venchiedenartto geformten Glasperlen ober Glasbehängen versehen sind; 29. andere Tecken und Kissen aus Brokat, Samt, einschließlich Velvet und Velours, Plüsch Seide, Halbseide, Leincnbattst, Lttnendamast ober Stossen mit damastähnlichen Gebilden aus anbeten Stossen in Verbindung mit Mr tallgespinsten, Tressen, Spitzen, Sttckerrien aller Art oder einer sonstigen Verzierung, bimst der Hand bcrgeitdit sind. Nicht erhobt steuerpflichtig sind Reisebeckcn aus Plüsch sowie Reise- imb Steppdecken, die mit Wolle, Watte, .>dapok ober Seegras gefüllt sind; 30 Gegenstände, bie der Ausschmückung von Bekleidungsstücken ober Gegenständen ber Inneneinrichtung zu bienen geeignet sind: a) ab gepaßte Bänder aller Art, b) abgepaßte Handstickereien, Landspitzen ober sonstig, handle ertigte Stücke bei einer Länge ober einem Turchmesser von mehr als 30 Zentimetern; Handstickereien, bandgeierttgte Spitzen und Spitzenstösse als Metenvaie in einer Breite von mehr als vier Zenttmetern; e) Tressenwaven (Flechtwaren) aller Art aus Seide bei einem Turchmesser ober einer Breite von mehr als vier Zenttmetern sowie in Verbindung mit Metallfäden, d) angefangene ober vorge zeichn etc Handarbeiten in Verbindung mit 'Örof'rt, Samt, einschließlich Velvet ober Velours, Müsch, Seibe, Metallsäden ober Glasperlen. 31. Hüte, Hutformen und Mützen aus Brofet, Seide, Seidensamt, geklebten Federn; aus anderen Stoffen in Verbindung mit Sprungfedern, Landspitzen, Handstickereien ober anderen banbgefertigten Stoffen, mit Gura- ober Samtvögeln ober Teilen bavon, echten Paradies-, Kronen- ober (Stangeraeihcm, echten Straußen- und fDiarabufebem; ferner Panama , Manila-, Bangkok ober Florentiner hüte sowie mit der Hand genähte Hüte aus Strvhgeflecht, bas weniger als sechs Millimeter brest ift; 32. Pralinen, ^mdants und nrst MarzÄpan. Früchten, öaH ober Likören aller Art gefüllte Tessertbonbons. Grhölfte llmsabsßeucr aus die ßkftnutfl be- fthmntfr Lurusyk-enftände hn Kleinhandel. 8 21. Tie Steuer erhöht sich aus fünfzehn vorn Lunbert bei bet Lieferung der folgenden Gegenstände im Kleinhandel: 1. Edelmetalle sowie Gegenstände des Iuwttier- Sdoerbeä ober der Gold- und Silberschmiebo- tunft aus ober in Verbindung mit Edelmetallen, wenn eS 'sich nicht um eine bloße Belegung ober einen lloberzug unedler Stosse mit Ebelmetalltesten handelt; Edelsteine, einschließlich ber synthettfchen, und Perlen sowie Gegenstände aus oder in Berbinbung mit Edelsteinen und Perlen. Als unrtrfet Stofs gilt auch eine Legierung mit nicht mehr als ®00/iooo Silber. Vorrickstungen, bie zum Ausgleich körperlicher Gebrechen dienen, unterliegen ber erhöhten Steuer nicht; 2. Driginalrocrtc ber Plastik. Malerei imb Graphik; Radierungen, Holzschnitte imb Kupferstiche gelten als Originalwerte. stünstferstemzeichnunaen bleiben von der erhöhten Steuer frei, sofern es nicht Vorzugs- drucke auf besserem Papier sind; 3. Antigustäten, einschließlich alter Drucke, und Gegenstände, wie sie aus Liebhaberei von Sammlern erworben loerbcn, wenn biete (Gegenstände nicht vorwiegend zu wissenschaftlichen Zwecken gesammelt zu werden bflegen: 4. Gebinde ober sonsttge Herrickittmgen aus *Blu« men und Pflanzen, wenn das Entgelt für bie einzelne Lieferung, einschließlich ber als Bebälter ober zur Zusammenfassung ober Ausschmückung verwendeten Gegenstände, dreißig Mark überschreitet; 5. Reit- und Kutschpferde; 6. lebendes Wild. § 16 findet entsprechende Anwendung. Gießen, Butzbach, Grünberg, Hungen, ben 20. Februar 1920. 19891) Tie Finanzämter. Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abteilung ß wuroe hinsichtlich ber Firma Ersenerz, Geiellscknft mit beschränkter Haftung in Hungen, eingetragen: Ter Geschäftsführer Willxlm Hermann Mehtt in Gießen ist auSgeschicken und . jeber$^a. Giebener Hatissratttn-Vereiv. ______________________ 4. „Stadt Marburg" Vausbaltungsschnle, Neustadt 61, ** Marburger Straße 68 Ö A«kch»r'.S Kihlechmr. Stammtisch Stadt Martern Der Avvarat ist äußerst sparsam im Verbrauch 1,111,1 **1 Jj So«».«« 6« «k S.6mar v°u.Ub° °b ^,Ceiöniutnunb®ebraucböflntoeifuno frei. 1 QFl Z R TCI Fl Z Ql 6 II* V. f. B. Sportplatz -Trieb hinter dem Durchgangslager Sonntag dan 29. Februar nachmittags 3 Uhr: ------ 9 Neuenweg 9 ------ Buchdrnckerei I. Wetnert, Mannesmann-Mulag- Lastkraftwagen ......... lÄWMmqr . , , ;----7" tor^HÖtSTEinhorn s^M Mpl - Ludwigs - Ej wsioni R ,,n * ADLER- SchreibmaschineD und sämtliche kauft verkauft und repariert sachgemäB SpezialgeschäH für modernen Bureaubedarf HEINRICH NOLL GieBen. 3044 Geb. Landwirtstochter, 32 I.. eoang., schl. Ersch., mit sch. Berm. und Ausst. wünscht a. dies. Wege mit strebs ltebeo. Herrn zw. Heirat bek. z.werd. Witw. m.Kind n. ausg.Schr.Ang. m. Bild u. 03774 a. d. G. A. LebensglUck! 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Ein aus Frankreich zurückgelehrter Deut» scher Gefangener legt uns einen Artikel vor aus dec franz. Zeitung „Petit Ricois", am 24. x w. Oktober 1915, Jahrgang 36, der uns einen Blick tun läßt in die Gehässigkeit .französischer Frauen. Er schretbt dazu: „Was mußten wir nicht alles durchmackren? In den ersten 9 Monaten in Gefangenschaft in Dahomey wurden uns Daumenschrauben angelegt. Schrecklichen, körperlichen Züchtigungen waren wir ausgesetzt. Wie furchtbar plagte uns der Hunger. 6 Wochen sahen wir überhaupt kein Brot. Kameraden holten aus Schweinetrögen das Fressen. Küchlein, von schwarzen Frauen gebacken und auf den Markt gebracht, wurden mit Borliebe von uns gegessen, trotzdem Rattenfleisch darinnen enthalten war. Die schwarzen Solda.en, unsere dortige Bewachung, waren selber erstaunt, oah wir, als Europäer, so was aßen." Der erwähnte Artikel: „Ein deutsches Ge- fangetienlager in der Sarre-Latrdschaft Grace. (Grace = Volks reiche Stadt in Ober-Provence, in der SRälje von Nizza gelegen.) „Es ist mir zu Ohren gekommen — ich glaube aber nicht Daran —, daß die Berioaltung em ab sckseuliches Projekt do r bereit et, nämlich ein Ges an gatenlager für 3000 Boches einzurichten. Sagt das auch nicht genug? Ich bin ganz entsetzt von dieser Nachricht: falb.’ ich doch an diesem traulichen Plätz eben 15 Winter verbracht Nun folgte eine fünfzig zeitige Schilderung des Ortes in den sonnigsten Farben > Jetzt werdet ihr verstehen, daß mich Der Gedanke, daß hier 3000 rohe Patronen lagern werden, beleibt gl und mich trostlos macht, daß sie da häufen sollen mit ihren Läusen, daß sie hier ihren Kol machen, daß ftt hier ihre gemeine, verruchte Sprache führen, daß sic vor der Grotte des h i igen Lorenz hohnlächeln werden, daß sie das Heidekraut ausreißen werden, daß sie den Azur des Himmels mit ihren Glotzaugen ansehen, und dabei an ihr räudiges, dreckiges fianh denken werden. Es scheint mir sogar, daß die Steile dort eine Hautkrankheit von ihnen erhalten werden. Welch ein Abscheu! Sage mir keines, es seien Gefangene: ich kann auf das Unglück solcher Menschen keine Rücksicht nehmen, nichts rührt mich ihnen gegenüber. Wir tragen ja nut zu sehr durch sie, und ihr wißt wohl, wie sie es mit den Unsrigen machen Ich weiß wohl, daß man sie irgendwo unter bringen muß, aber diese Gründe vermögen das Widerstreben meiner Gefühle nicht zu mildern. — Wie eckelhaft, wenn man bedenkt, daß bis an den schönsten Ecken, angesichts des reinen Himmels, diese abscheuliche Herde die Schändung mit ihrem Geruch bringen, mußten, Der sowohl den Körper als auch die Seele verseucht. Böcke und Schweine verpesten die Gegend nicht, denn sie falben ein Recht das zu sein, was sie sind, — aber Boches? — Wer hätte das sje gedacht, daß einst Herden von diesen Boches Da nisten roerDen. Das kann man mit nichts vet- gleicben, daß ist etwas häßliches. Das im Stande ist, auch dich gesegnetes Land häßlich (macht zu machen. Ich flehe für Dich um Gnade, für Dieb, edler, reiner Ort der Provence. Ich nxnrDe Dich nie Wiedersehen Ich behalte Dich lieber rem in meinem Gedächtnis, als beschmutzt. — Später, viel später, wemi sie wieder fort sein werden, in Den Viehwagen, die ihnen gebühren, werde ich mich viellricht wieder zu Dir hinauf wagen Und ich will noch in«bt fajffen, daß Die Stiefel Dieser Rohlinge den Bvacn hämmern, werden, der mein kleines Haus umgibt und ich in den Olivenhainen nicht den Gestank der Boches rieche." gez. damille Mouckwir. Der Artikel soll nicht Haß Hervorrufen, sondern nur aufklärend wirken. Gibt es doch beute noch, so schreibt der Einsender, genug Leute in unserem Baierlande, die unsere einzige Rettung von Frankreich erhoffen. Wer den Haß Frankreichs kennen lernte, ist von solchen Hoffnungen völlig gel-eilt. Aus dem Amtsvcrkündiqunasblatt. ** Das Amtsverkündigungsblatt Nr. 29 vom 27. Februar enthält: Bekanntmachung betreffend die II. Ausgabe Der Deutschen Arznri- taye 1920. Vom 16 Februar 1920 — Verorte inmg über den Handel mit Gold Silber und Platin. Vom 7. Februar 1920. — Verbrauch der Eier. — Vertilgung des Maulwurfs. — Beh.-bung Der DringniDfitn W.'hnnn- snot. — Wiesengänge. — Ausführung des Reichsgesetzes Dom 19. Mai 1913 über Gewährung von Beihilfen an ehemalige Kriegstri:nehmer; jjier: Abrechnung mit Der Kreiskaise. — Dienftnachrichten des Kreisamtes. — Feldbereinigung fieifajeftcru; hier: das topographische ©üteroer jeidjnid. — Felte bereinigung Münster, Kreis Gießen: hier: die Arbeiten des II. Abschnitts. Vertilgung des Maulwurfs. Aus landwirtschaftlichen Kreisen geben dem Kveisaml Klagen darüber zu, daß insbesondere von der Schuljugend dem Maulwurf, Der ein durchaus nützliches Tier ist, wegen der letzt für das Fell gezahlt werdenden hohen Preise in unvernünftiger Weise nachgestellt wird, so daß bei seiner Vertilgung Schaden für die Landwirtschaft zu erwarten ist; auch werden bei einer Bersolugng die Saatäcker verwüstet und beschädigt. Das Feldschutzperional. wird aus dieses Treiben aufmerksam gemacht und es soll durch lehmng und Ermahnung, insbesondere auch in Den Schulen, Der Bertie gong des Maulwurfs ent» gegengewirkt werden. Beheb.ung der dringenden Wohnungsnot Das Kreisamt verweist nochmals auf die mit Bekanntmachung vom 6. ds. Mts. im Amtsverkündigungsblatt Nr. 21 vom 10. Febr. 1920 abgedruckte Verordnung nebst Ausführungs- beflimmungen, wonach unabhängig von der bau- volizeilicheu Genehmigung — für alle Bauten, Die nicht ausschließlich Wohnzwecken dienen oder Wohnungen von über 5 Zimmer und Küche enthalten sollen, die vorherige Genehmigung des Be- zirkswohnungstommissärs rinxulxrlen ist. Die n stn achr i chteu des Kreis a m ts. Tas Ministerium des Innern hat Der Reichszentrale für Kriegs- und Zivilge angene in Berlin Die Erlaubnis erteilt, je 10 000 Lose einer in 2 Svielreihen vom 20. bis 24. April 1920 und im Oktober 1920 zu veranstaltenden OkiD» Lotterie zu Gunsten Der Kriegs- und Zivilge- iangenen innerhalb des Freistaates .Heilen zu vertreiben. Nach Dem von Der zuständigen Behörde genehmigten Vcrtosungsplan dürfen für jede Reihe 600000 Lose zu je 5 Mk. ausgegeben werden. Vereine und Vorträge. X Büdingen, 26. Febr. In einer gestern unter dem Vorsitz des Amtsrichters M u h l erfolgten Sitzung des Kreisverbandes Büdingen D*r Teutl chen Vo l kspar tei, eriiaitete Parti- fehetär Tr. Lutsch- Gießen ei:cii auslührlichm Bericht über den Verlauf des 2. Helsisch'u Partn- tages in Darmstadt. Im weiteren Verlaufe d r Sitzung wurden Organ! ationssvagen ver chiedener Art besprochen. 1.1 Friedberg, 26. Febr. Ter G e - schick, ts- und Altertums-Verein, te- sen Tätigkeit durch den Krieg etwas in Den Hinfr- gru d getreten war, bat nunnu-hr einen nnrm Arlritsvlan aufgei'iefit: danach sollen neben größeren Vorträgen Die auch in früheren Jahrm ichon seor beliebten zwang o en Arendt wieder ringe- führt werden, in welchen nach, furjen Vorträgen eine freie Aus Pracht Der Er ckst.'neuen möglich ist. Ter erste Derartige Llbend war g.’ftem abend. Ober- lelrrer Wecterling spvich über „Alte Häus'r in ftri bberg". Nach späteren Mitteilungen ds Vorsitzenden Prof Tr. Blecher kann Damit gerechnet werde >, tef, das Friedberger Museum in vi lleicht zw i Monaten, nad.Dem nunmehr g- nügenDe Räume zur Verfügung stehen, fnnt Pforten -öffnen wird. Man tonn dreiem Ereignisse mit Spmnung entgeg.mfelxn, denn man wiro ‘t* staunt irin, welckje r idx Fül e schenÄv rtcr Gfe- gcnüäiibe, an a genb mit ter p ä i o i chen und Römerzeit bis zur Nennst, dcse Sammlimg'n bergen. Ebenso wird das städtische Archiv, über welches der Arctstvar Prof. Drel>er kurz berichtet:, eine reich.' Qi«lle und Sarnrn ststelle für alles Irin, was mit Der Geschichte Frtedbergs in Zusammenhang steht. ck. Gonterskirchen, 23 Febr. Ter hre- fige, erst im vorigen Herbst gegründet' Gtsang- v er ein veranstaltete gestern abmd unter Rettung und Mitwirkung seines Dirigenten Lehrer Moxt:r H e wohlgelungene Atenbunlnh-rltung. — Ter hiesige Krieger verein beschloß in inner letzten Versammlung, den im Kriege gefall tuen Einwohner nimjerer Gemeinde nn Denkmal zu setzen. Zur Ausbringung der .Kosten soll in Kürze eine Haussammlung veranstaltet werden. Kirchliche Nachrichten. Evangklifche Gemeinde. Sonntag den 29. fyebruar. R«mmiszere. Gottesdienst. In d. S t a d k i r ch e. Bor- mitt. 9y>: Dw.-^Pfr. Tiesrnefa-r. 11: Kinderk. f. d. MatthäuSgern.: Pfr. Aöcchr. Llbds. 6: Pfr. Becker. Beichte u Feier d hl. Abendmahto i. Mattdäus- u. Markusgern. Tie Gemerndepfaner *rb. vorh. Anmeldung. — Montag d. 1. Marz, abds L|S: Bereinig D kom männl. Jugend d Matthaiisgem. — Mittwoch d 3. März, abte. 6: PasttonSg.'ttete dienst: Pfr. Mahr. — Toimerstag d. 4. März, abds 1Bereinig, d konf. werbt 3 ugenb D. Mad- chäusmmi. — In d. Johan neSkirche. Vorm. 9'.: Pfr. Bechtolslieimer. 11: M'interP. f. D Lukas- gern.: Pfr. Bechioislirimer. Aids. 6: Bibelbetpr> dnmg i. Johannes,aal. — Montag d L fUtän» abi>5. > _B: Bereinig d. konf. männl. Jugend D. Lukasgem. — Sonntag d 29. Febr, vorm. 10: Kirchberg. Nacini. 1>S: Taubringen. — Wiefeck, 29 Febr., a-410: HaurtgottesDienst. 11: Kintev- firdK. 7: AbenDgoticsbienst. Kn hnlischt Gemeinde Samstag, 28. 2 , nachm. 5 u. abdS. 8: (So- legenb. z. 1)1. Beichte. — Sonntag, 29., 2. Fastensonntag. Beginn d. österl. Zeit. Vorm. 61/»: Ge- legenh. z. hl. Beichte. 7: Hl. Messe 8: AiuSt.il. d. 1)1. Kommun. 9: Hochamt m. Pr. 11: Hl. Messe m. Pr. Nachm. 2: Innglingskongregatron Abds 8: Fastenpredigl. — Tiensrag u. Freitag abs. 6: Fastenandacht. — Freitag 7 ; Sei^ensamt. — Dia spora-GotteSdienst am 29. 2.: In Himgen lO3/^ in Lich 8y< Uljr. Eingesandt. (Für Form und Jnl-alt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt Die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Kartoffelpochtland. Auf mein Eingesandt bett. Kartoffel- a n b'a u möchte ich um nachstehende Veröffentlichung ersuchen. Tic Anfragen nach Anbauland für Kartoffeln sind so groß. Daß die in Auslicht gestellte Fläche längst vergriffen ist. Ich bitte alle Interessenten, sich an meine anderen Kollegen zu wenden. Tie in TZ enge ein gegangenen s christlichen Anfragen zu beantnrorten, ist mir leider unmöglich. I. H. Prriß. Wawen] Schmidt Bntianetöerllfltnt! + Heilung + ifn Zusammenarbeit mtt be- kann emFacharzi b'PnnnAen beiltunbeflibiPIarrerScbuiidt wertvolle Ratschläge über 'l^erroenbunfl feiner bewährten Nnturmtitcl negen: Asthma, Gicht u. Rheuma. Bleichsucht, Hauiunreinig feiten, verdorbenem« Blut. Blas, nleiden («Zettnössr n), Wallerfuiit, Zucker, Fettleibigkeit, Hämorrboidcu. Lungen , Nerven-, Nieren. Magen und Tarmleideu, Durchfall. Darmträgheit u. andere Leiden. Tausende von Anerk^nn"ng«fchretben. 1396A Bad) wnfonlti Schreiben Sie tBostkarte genllgtlan: Pfarrer Zchmidts Naturmittel. Nürnberg 2, vrieff.Nlb. Fortsetzung 50. (Nachdruck verboten.) Vulkanisier-Anstalt Giessen Pneu-Reparaturen 1. 2 3. Peter Banken lag nichts daran, sie zu halten, das wußte sic. Nur das Kind würde er ihr Trimmer lassen, darauf Born es ihm an. Estrid zitterte in dem Gedanken, daß ihr sorgsam ausgeklügelter Plan durch irgend welche Zu- fälligkriten, trotz all ihrer bedachtsamen Vorbereitungen, mißlingen tönnfe. Seit mehr als vierzehn Tagen war ihr Kosf.' .', der ihre imd des Kindes notwendige Sachen enthielt, in Hamburg. Ein ihr treu ergebener alter Schisser, dem sic viele Wohltaten erariesen, hatt: ihn mttqeiwmmen. Den Gepäckschein verwahrte ftc sorgsältig Da der Alte in Hamburg geblieben, teftanD feine Gcsahr, daß er dlauderte. Indessen beunruhigte es Ä'trid, bat sie keine Wärterin für das Kind von Shlt mitnehmen konnte. Nrin, sie durste es Peter nicht antun, daß, die ganze Insel wußte, wie sie ihm davongelaufen. In Hamburg würde sie leicht eine Wärterin ffftiwn, bis dalstn mußte sie ihrer eigenen Kraft vertrauen. War sie nicht jung und stark? Waren nicht ihre Stifte wieder gekehrt, so daß sie schon etwas wagen könnte? Estrid schlief diese Nacht nicht. Kaum graute 1. April 1920. Wohnhaus mir etwa 854 qm großem Garten, 12 Zimmer und Zubehör. Wohnhaus mit Hausgarten, 8 Zimmer und empfohlen. 3cbaten m Sdxnfrtrln ° 100 g-. Pme M y in 2ü~*»bfftc rrtro, wo nicEt. oea*t eanM' an 0eegefpen|ter Roman von Anny Wothe. Amattinischei Copyright 1918 by Anny Wothe-Mehn, Leipzig. Zubehör. _ Beide in nächster Nähe des schloß-votels gelegen, und einstweilen noch vermietet. Grunbrisse gegen Einsendung von 3 Mk. erhältlich. Besichtigung gestaltet. Luftkurort Braunfels, den 21. ö-ebntar 1J2O. FürUick>e Renckammer. 2151V Wenn sie, um in Hörnum Den Dampfer zu erreichen, die Bahn benutzen wollte, mußte si: ebenfalls nad) Munkmossch, da ihr Wennigstedt zu nahe schien und sie Entdeckung fürchtete. Der Weg war nicht weit nach Mnnkmorsch und sie konnte fas dahin gut das Kind tragen. Trotzdem blieb die Gefahr, Peder zu begegnen, obgleich dieser längst auf dem Wege nach Hoyerschleufe sein mußte. Am aussichtSvollsten schien ihr, sie versuchte in Westerland die Bahn zu erreichen. Der Weg fas 'dahin war aber zu Fuß $u »west und sie fürchtete, ihre Kraft würde tragen. 1 Auch käme sie wahrscheinlich zu spät zum Abgang des Dampfers. Sie mußte also unbedingt einen Wagen haben. Ein Gefährt aus dem Gotteskoag durste natürlich nicht in Frage kommen. Zufällig ging rin kleines, stachsköpstges Mädchen ooriUxr, dem lief sie nach, die Tasck>e unter ihrem Regenmantel verborgen. „Höre, Meine," rief sie das Kind an, ihm ent Geldstück reichend, „lauf man schnell nach Dem Gaskhot „Zum roten Kliff" und bestelle Dem Wirt, er möchte sofort an spannen lassen, um Frau Banken nach Westerland zu fahren. Die Tasche möchte er airr den Wagen stellen. Ich würde in einer halben Stunde dort sein!" Das Kind lies "beglückt davon. Estrid atmete auf. F.&P. Schilling, Der erste, wichtige Schritt war getan. Nun galt es, das Kino aus dem Hause zu schaffen, ohne Akkes Argwohn zu erregen. „Das Wetter ist gar verlockend," sagte rit beim Frühstück zu Akke. ,^Jch hätte Lust, endlich einmal meine Freundin Mine Petersen in Wm- irigstedt zu besuchen und ihr unseren Zungen zu zeigen. Vor Mittag werde ich Baum zurück fein." Akte verwunderte sich. „Ganz allein?" fragte sie. „Natürlich, Akke, der Junge ist nicht schwer und der Weg kirrz. Die Mägde haben ohnedies genug zu tun." Akte schüttelte ihren weißhaarigen Kopf und versuchte Estrid eine Magd zum Mitgehen -ruf- zunötigen. Aber Estrid lehnte fast schroff ab, fo daß Akte nichts mehr zu sagen wußte. Sie sah Estrid nach, als ftc kurze Zeit darauf, das Kind auf dem Arm, den Gottesloag verließ,. Lanm'E >oie zu einem Spaziergang schlenderte Estrid dahin und tändelte mit dem Kleinen. Trotzdem fiel es Akte auf, daß die Frau das dmitelblaue Rrisekl^-id trug und der Jimge warm riugebündelt war. Es war doch Sommerszeft. Nun saß Estrid mit ihrem Kinde im Wagen imd fuhr über die rotblühende Heide. (Fortsetzung folgt.) Maler- und Weißbinder - Arbeiten sowie E. tarieren aOrtfllöbdUfa), werden sorgfältig auSgekührt 03768 h. Stühler, lvolsstrahe Mutterschaft welch ein wenn öie Tlutfergefund unö Träffig iff, durch den Äenutz von DrOeckerdEüveiß'Radrung Ärkraft Nulhlatz-Mubiliur-Ptrßcigcrililil. DieuStag den 2. MSrz d. I., eatbrn. 2 Ubr pünktlich, wird Der aefamic Nachlaß eine« helleren HanSbalteS im Restaurant Blau^, Neuiladl 55, meinbietenb gegen Barzablung oersteigerr. U. a.: 1 vochf. schw. Colon Ibeft. au6 Sofa mit nr. Umbau, Slonfole mtt Trurnmeau Vertiko, Ti ich mit 4 Stüülert 2 Säulen, Staffelei ufro.L beste FriebcnSarbcit, aut erhalte«; ferner: versch. komvl. Belten, 2 VuSztebtifche, 1 ^iahmaschtne, 1 Sovba, 1 Vertiko, 2Kleiber-, 1 Glas- und 1 Eiskchraitk, 2 w. Bettstellen mit ro. Waschtisch, div. Stühle, Seffel, 1 Standuhr, I gr. VancelihicflcL Bilder: sowie: 1 Ga-berd mit Tisch. 1 ©tebleiter, ein Teppich, 2 Blumentische, Ofenschirme, * Gold- spiegel. Gaslamven, 1 Waschinangel, 1 Kleiderständer, 1 Nachttisch, Nivoes, Auistell-, Glas- und Por^ellan-Gegenitände: anherdem: 3 Herren und 1 gold. Damennbr, 4 l uau, wie fraglich dieses Unternehmen für sie mit Dem kleinen Kinde war. Doch ter Gedanke, an "Peters Seite, kaum gsdultec, weiter l?ten zu müssen ober ihm gar das Kind zu lassen, fachte ihren Mut von neuem an. _______ Versteigerung lanbwirtsch. Fuhr und ArdaltSaeräte aus dem Nachlaß deö Herrn W. Scivv HL als 1 Läc, 1 GraSmäv-. I Fruchtmah-, 1 Garten- mab-, 1 Düngernreu-Maschine, 1 Heuwender, 2 Kultivatoren, 1 Häckselmaschine für Motor- und Handbetrieb, 1 ,>cgmnhle, 1 Trieur l.Vriichtreiniger», 1 Dickwurz-nüble, 1 Jaucheiaki» dio. Walzen, Pffüge, Eggen. Rechen, Hflnnfcbarrn, Heblaben. Ernte Icitern u. v. a RedarlSartikeb ferner: mehrere Kaiten- und Rollwagen. 1 Lauter- bacherwagelchen, 2 Sackkarren, verschieb. Pierdc- aefdjirte, 1 Bo rmalthtne nut Bohrer, 1 Weisb. Handwagen, Ketten, Brecheisen, 2 Treppen, ein Schleifstein, Träger, Leitern, 1 Backtrog und div. Pierderunsen ufro. werben Donnerstag den 4. März d. tt., namm. 2 Uhr an bei Scipp schen Fcldfcheuer (Schiffen- berger Wegs öffentlich meistbietend versteigert. Versteigerung bestimmt. L. Althoff, Giehen, Xelrgfj»n 230. sortenecht und keimfähig bei Wilh. Veite, Samenhandlung, Lich Buttbacher btrafte 3. 1718 M -M- U « W wu v ■ Meisterpriisungen für handwener in Gberhefsen. Die diesjährigen Mristerprünrngen itz 133 d.-r Gew.-Ordn > werden ün Monat Mai, Juni und Juli abgehalten. Vor ter Anmeldung Ui an das Sekrerarial Der Handwerkskammer zu z arnuiaDt eine Prüstm^gebübr von 55 Mk. ernzuzahlcn, von roo dann ein A.-meldefo n rmlar ncblt — utttimg überiar-b: wird, auf welchem die Unterlage lich sind, die mit der Anmeldung bis zum 30. Marz an b:e unterzeichivte Prüstlngskommrnroii em- gefchickt werden müsien. ‘-'-bbU Die Meisterprüstmgs.'vmmis'ion für tec Provinz Oberhesscn: . -DüK.-Jng. Bünings, Vorntzender Pertauf von Wohnungen. Am Montag den 8. Marz 1920, mittags 12 Uhr, kommen im „Solmser Ho r zu Braunfris öffentlich meistbietend zum Berkruf: ' Hrrrichastlickes Landlsaus,/1 Zimmer mit Zu- tehör. Bad, mit etwa 2 )62 qm großem ©arten. UnmittiTbar am Schlosse gelegen. Bezugsfähig ST-g—»£ liH M K.FAVNÜ l 5 Tel. 1097 FTE'flsMitiDe and HaBtoflheilaftsaashwelsaDoeD - empfiebli u. hält vorrätig Druckerei Wilhelm Herr, Walltorsir.77. Fernsp.500. Frlvat-EaBdels-SehMle „Hermes“ Gießen, Bahahofetr.60 taMhning ffiat alle Eandelsiächer and Fremdsprache i. Halb-Jahres- u. höhere Handelsfachklasse. Das neue Schuljahr beginnt am 15. April und 8. mal. Anmeldungen f alle Klassen täglich. Verlangen Sie kostenlos Prospekt und Aufnahmeschein. Gegr. 1909 . R. P. a. (Jod. colloidale 14,0, Croc. mart. 10,0, Natr. chlor, ad. 100,0.) 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Sie enthüllt Goethes- -Auschaunngen über den Staat und die Kirche, die- -er genial verbarg, weil er sie feiner dafür noch- -nicht reisen Zeit verschweigen mußte, wobei inS-- -besonoere die Staatenschickfale Deutschlands und- -Europas im Mittelpunkt der Darstellung stehen.- -Goethe sieht hier mit seherischem Auge den Zn-- -lammenbruch der Monarchien, dann auch den her; E^epubliEen voraus und gibt seine eigenen Rat'- -schlage für Ausbau und Nenorganisierung der- -Alcnschheit. Die „Dkvina Tragedia" wiro das- - politisch-theologische Testament Goethes. ist ein FingerAcia des Weltenfchicksals, daß- -GoetheS Bermächlnis an die Deutschen gerade in- --r,e»ttschlaudö tiefster No« entschleiert wurde, um; -uns aus dieser berauSzusühren und uns den Glau-- -ben an uns und unsere Zukunft wiederAvgeben- -und die Wege nach auswärts zu Aeigen. Goethes- -»Faust" wird für das deutsche Volk in seiner großen- -Not der Erlöser. . . Ein Ganzes rundet sich, von; -w unerhörter Größe und Frische, daß man jetzi- -erst den toten Goethe leben sieht. Einen Schöpfer; -von riesenhaftem Ausmaß. Einen Weltgeist, derben- -Äonen gehört. Das Buch ist in köstlicher Sprache- -geschrieben, von einem Berufenen, der deö Geifies- -voll ist. fDr. Gellhorn in d. Dessauer Theat.-Blätt.)- Das Buch muß jeder Deutsche gelesen E haben, es ist in der Flut der heutigen - = , Literamrdie wichtigste Neuerscheinung! - :351:01(0. *DL 8.—, eien, gebunden M. 12.—. Gegen- -Nachnahme direkt vv.u Farrst-Berlag, Dessau 76.- M fflontog de« 1. MM findet die MWU MlW ZMWWK SAWtze. Ae SvvliMliße (Wer Atel SöifetlioD statt und empfehle ich Helfe , Markt-, wasch-, Kinderschlaf-, Sier-, Arbeitr-, Kinder', Papier-, Vries-, vürsten-, Casten-, Staubtuch- und PostkSrbe sowie alle Bbrlgen KSrbe für Haus, Garten und° Gewerbe. Ferner Stubenwagen, veftn- und vürstenwaren aller Art. 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