und die Gewährung eines weiteren Huschla-ns von 20 Prozent des Lrtszwchlags an die außerplan- mi&igert Beamten uiro be'djtofen bat. glaub! auch d« hessische 9i«ricnm und auch hierzu den allgrinemen Touerungszu, chlag von 50 Prozent erhalten. Im Ortsklassenverzeichnis »vurden durch die Beschüsse des Reichs Mainz aus der Ortsklasse B nach A. Wonns von C nach B, Neu- Isenburg von D nach B, L-moertheim von D nach C und Viernheim von D nach C hinausgesetzt. Die hessisch' Regierung beantragt darum beim Landtag and) hierin liebereinstimnvmg mit der im Reich getroffenen Reyelwrg l^rznslellen und für die vorgenannten Orte mit Wirkung vom 1. April 1920 die höhere Einteilung zu genehmigen. Ter Dringlichkeit wegen, sollen die beiden Vorlagen auf Grund des Artikels 56 der Verfassung vom Finanzausschuß behandelt werden. Au; der französischen Kammer. Paris, 24. Dez. (Wolfs.) In der gestrigen Kammersitzung erklärte itad) der Rede des Kriegsministers Lesebre ber Berichterstatter der Heereskommission Oberst Fabry, es handle sich darum, zu wissen, welche Politik Frankreich verfolgen wolle. Es könne sich nur um eine Politik des Friedensvertrages mitallen erforderlichen Garantien handeln und nicht darum, den Friedensvertrag mit allen Mitteln ab^w- ändern. Die deutsche Bedrohung sei vor dent Kriege 300 Kilometer von entfernt gewesen, jetzt liege die Linie der Bedroh ungzwischen Elbe und Weser, also 700 Kilometer von Paris entfernt. Im Falle einer neuen Bedrohung durch Deutsch- land könne dieses nicht rasch genug mobilisieren, denn es würde heute mindestens drei bis vier Wochen branden, um irgend etwas unternehmen zu können. Wie der „Matin" sagt, wurde die Rede links mit Beifall und rechts unter Protestrufen aufgenommen. Paris, 24. Tez. In der heutigen Kamme r fiöung erklärte KregömimilerR aiber ti, er glaube im Gegensatz zu seinem Vorgänger Le- fövre, daß der Augenblick gekommen sei, die militärischen Lasten herabzumindern, ohne dadurch die nationale Verteidigung zu schwächen. Lcsövre Nutze sein System auf militärische Bedingungen, die schon vor dem .Krieg veraltet gewesen seien. (Beifall von der äußerften Sinfat bis in die Mitte des Laufest Gegenüber Lefövre, der gegen den Frie- densvertraq von Versailles gesttmmt habe, weil er ihn nicht für.ausreichend halte, sei er der Ansicht, daß der Vertrag, wenn er vorsichtig und strikte angeweiidet werde, mit der Bcrvollwmmnung durch das Abkommen von Svaa vollauf genüge, um dem Land die Scfriebiflung zu geben, die es erwarte. Ter Kriegsminister verliest sodann einen Britt, den er an Marschall Fach gerichtet hat, um il^ zu ersuchen, General Rollet Weisungen zu erteilen, damit alle?cidrt-usführungen am Friedensvertrag, die festgestellt seien, durch Zwangsmaßnahmen beantwortet wurden, und jeder Verdacht, der in feuer Hinsicht bestehe, untersucht werde. Marschall Foch, Marschall Petain und tue Mitglieder des obersten Kriegsrates bürgten dafür, daß die neue militärische Organisation nicht die nationale Sicherheit in Frage fteflen könnte. General Maud Huy erhebt sich bei diesen Worten und ruft in den Saal, die Frage von 100 000 Mann Soldaten mehr ober weniger werde Deutschland nicht m Schack halten. Deutschland habe 1914 die Bevölkerung durch Brandbomben zu terrowierm versucht. Heute stehe Frankreich in Deutsch!arid, und wenn Teutschland unerlaubte Kriegsmittel an* wende, wenn es 10 Häuser in Paris raeberbrenne, dann werde man dafür 100 in Frankfurt und 100 in Mainz nieder brennen. (Lebhafter Beifall.) Auge um Auge, Zahn um Zahn — das nrinie Teutschland wissen, das sei menschlich, demi es sei das einzige Mittel, einen barbariichen Krieg zu verhindern. Abg. Tardicur eÄlarte, Deutschland habe 95 Prozent feiner Geschütze abgeliefert und sei nickt mehr gefährlich. Tie Kammer dürfe Teutschland nicht den Eindruck^geben, als zweifle sie an den Mttteln, über die Frankreich verfüge. .Hierauf ergriff Ministerpräsident Ley- gues das Wort, irm die Militärgesetze zu verteidigen. Er stellt fest, daß der abgegangene «negs- minister sie angenommen habe. Paris, 24. Tn. (WM.) In einem Leib- ffrtüel des „Echo de Paris" weift em &ronüe , Hunderttauseiile lassen, un> beerte nicht. Es sei also ge5ttMngen, von Menschen auckr«ckem zu las Paris, 27. Dez. (WTB.) Pertinax schreibt im „Echo de Paris", die Bereinig- ten Staaten hätten vor 10 Tagen der eng» die ihm anvertrauten Mandate über die ihm anvertrauten ehemaligen deutschen K olonien sowie über einige der Türkei ab- genommenen Gebiete regeln wolle. Zn dieser Rote werde gesagt, daß nickt der Völkerbund, sondern die alliierten und assoziierten Mächte, zu bereit Gunsten Deutschland und die Türket alle ihre Rechte abgetreten hätten, die Frage zu regeln hätten. de Gütchen «ruf em Mittel hm, mit dem man T eutschland in Respekt halten könne; er meint die Emährrrigsfnag'' Tcntxbfanb habe 1l Prozent seiner bmdwirtsck«st5rckfkn (Seinetr durch den FnebenSverttag verloren, und Polen sei ihm versckilosjcn. RachOiaru fei nicht ipeit von der Wahrheit entfernt, wenn er sage, daß DeutsckZlond zur Ernährung feiner CO Millionen Einwvimer monatlich für zwei Milliarden Mark Getreide einführen müsse. 3n Tau.schwand erkenne man den niler* nationalen Ehana ter beS laickivi tsdu tlidien Problems. Wenn Temschlond sich von Ueoerfee mir den eri'orberltdxni NalwMtgSmittcln verleben wcl c, müsse es ungeheure Svmmen daraus verwenden; das gestatte ihm aber der Stand seiner Finanzen Der Dani öes KerchspräflLenten für die ttinderhilse des Aus!andes. Berlin, 24. Tez. (WB.) Reicksvräsidenl Ebett rtd-trtc an den Reichskanzler Fehrenbach folgendes Schreiben: Berlin, 23. 12. 1920. Menschenfreundliche Kreise des Ausla: des sind feit langem bemüht, der in weiten Schichten unseres Dolles Herrscheicken Not durch W:rke der sich daraus vor. Ein Neutraler Ixwe ihm gesagt, die alliierten Negierungen sollten Preußens Ernährung unterbinden, dann werde die Lugen- und Derleumdnngsvrova- ganda ihr Ende finden. Diese Worte kennz.nchntten die Lage. Der Artikelsckrreiber fügt ln.tzu, c:> fet Frankreichs Schuck, daß wahre..d des Krieges Teutfck,iand sich aus Rumänten, Holland, Sckfwe- den mid Norwegen veno.gen können, das hätten die Alliierten verlchckeril missen. London, 24. Te». (WTB.) Gegenüber der gestrigen Rede des ehemaligen Kriegsminiers L e- f ö v r e schreiben die „Times", man solle lieber em Heilmittel suchen, als über das Unglück jammern. Allerdings habe Fraitkreich 40 Million en Einwohner und Teutschla.ck ungefähr 6'J Millionen. Auch die Frage sei wi^stif, wie man Teutschland verhindern kö:me, Frankreich an.m* greifen. Alle Lösungm kämen nur den Grrnck.atz binmis, daß Frankn.ich stark sein müsse Abn wann sei ein Land stark? Viele Soldaten, große militärifdic Ausgaben und gsite sichrer genügten nickst: ferne Ansttengungen müßten dem Möglichen und dem No:wend'gen eEpreclren. Ein Volk vonbOMillionen im Herzen Eurovas, mit großen Hilfsquellen, diszipki niert, an Arbeit gewöhnt, werde nie» malsaufhören, zu den ken und z u han- dein. Man werde in Deutschland immer Fabriken finden, die sich nt Krregsmatei ialsabriken verwandeln könnten und Menschen, die neue ZerstörnngS- mittcl ersänven. Gewiß köirne man die deutsch^ Gütererzeugimg und daS deutsche Heer UbcrnKid.cn, das sei Frankreichs Recht und Pflicht; aber wenn Deutschland sich einer neuen Regierung'^form ;n- wendc und eine neue Denkart an* nehme, d. h. wirklich republikanisch werde, also eine Denkart, die Eroberungskriegen abgeneigt, — wenn also die Strönrung in Deutschland dem fran- zosiscken Strom pavallel lause, und wenn man Vorichtsmaß'-egeln treffe, um Deittsdland zu entwaffnen, gewissermaßen es zu kanalisieren, dann könnedieserGeistzueinemdauerhaf- t e n Frieden führen. Wenn Deutsckland aber, vielleicht auf dein Umweg über einen scheinbaren Bolschewismus, zu einer Negierungsform mit militaristischem Geiste zurückkehvc, dann werde der Strom gegen die Mauer branden, die 7vraitfrcid>§ Schutz sein solle. Wenn man militärische Sicherheiten gegenüber Deutschland verlange. Müsse man stets hin^ufügen, daß Frankreich nur dann eine Politik der Sicherheit haben werde, wenn es in Den tickstand bie Erziehung zur Demokratie, die Festigung der Republik be» a fi n sti g c. Lesövre habe auf die Möglichkeit einer bolschewistischen Offensive gegen Rumänien und Polen und auf die (vefahr der Nachbarsä-aft des Sowjetttims für Deutschland Isingewiesen. Warum aber habe eine bolschewistische Offensive gewisse Aussichten auf Erfolg? Dttch nur, weil russische Truppen in der Bevölkerung von Gegenden, die sie besetzten, Verbündete finden könnten. Wolle man eine Politik der Sicherheit betreiben, so müsse man die Gefahr ins Arge fassen, der man ausgesetzt sei. Kemal Pascha. Konstantinopel, 26. Dez. (Wolff.) Der Generalstab Kemal Paschas beschloß, die Streitkräfte von Smyrna uick B r u s s a auf 100 000 Mann zu erhöhen unb den Kommandanten, die in den anderen Bezirken operieren, Befehl zu geben, fämtfidje verfügbaren Mannschaften, ebenfo wie die Kanonen und die Maschinengewehre zu entsenden für den Fall eines Angriffs der griechischen Truppen. Wegen bet schwieriger', finanziellen Lage wandert eine Anzahl türkischer Offiziere nach Anatolien aus. Tie Frage der Einwohnerwehren. Pans, 27. Dez. (WTB.) Nach dem ,,Petit Parisien" hatten General Nollet gestern mit Ministerpräsident Leygues eine Unterredung. Er wird der heutigen Sifrirrö der Botschastettonferenz beiwohnen, um Aufklärung zu geben über die Aufhebung der Einwohnerwehren in Bauern und Ostpreußen. * Die Konferenz an der Niviera. Paris, 27. Dez. (WTB.1 Die .^Information" läßt sich auS Turin melden, Lloyd George haße m einem großen Hotel der R i v i e r a Zimmer bestellt. Tie Zusammenkunft der alliietten Ntt- nifterpräscker.ten ro?rbe in den ersten Tagen des 3tmuar doch stattftnden. Lloyd George würde während feines Aufenthalts auch VenifÄos empfangen. Die Politik Harding». Chicago, 24. Dez. (WTB.) Nack einer Meldung der „Chicago Tribüne" aus Marion (Ohio) Tagt- der neugcwäblte Präsident Har- bing, er hoffe in erster Linie aus die Zustim- nuing Englands, Frankreichs, Japans und Italiens zu fernem Plan einer Gefell chatt der Nationen. .Hardmg sagte ferner, et glaub-, daß sorgfältig Bedacht daraus genommen werden müsse, die Mög- lichken eines Offensiv- ober Desensio-Bmcknisses unter diesen süns Großmächten auszuschalten. Englands Mandate über die deutschen Kolonien. Nächstenliebe zu steuern. An erster Stelle itehen in dieser Beziehung unsere Nvckbarländer Tänemack, FinrUaick, HiKland, Norwegen, Sckw.den und cte -Schweiz. Tie warmherzige fürsorgliche Aufnahmc, bie den Ärnbern unseres Volles feit Jahren ui diesen Ländern monatebmg bereitet wird, begegnet den schweren Gefahren, denen das heranwachende Gesckleckt in geistiger wie körperlicher. Beziehung durch den Krieg und feine Nebenerscheinungen aus- gesetzr wurde und verfolgt damit ein Ziel, das über die Not des Tages hmausgeht imb uns Teut- schen ganz besonders am Herzen beg?-A muß. Gleichen Zwecken dient die Hilfstätigkeit der Q u ä k e r. .... _______ , - - I Ihren Speisungen der Schulmgend haben sie gleiche lischen Regierung eine Note rugchen lafien, i Fütforge für bedürftige Erwachsene folgen ütfien. in der verlangt wird, man möge der Regte- Auch anbere Kreise bet Bevölkerung in den Der« rung in Washington vriLteilen, wie England | einigten Staaten entfalten weitgehende LilfSrLttg- tluö Nätc-Nußlaitd. Moskau, 24. Dez (WTB) 2Tm 21. Te- jember sand im Gewerksck>astsf»auS eine Sitzmrg der kommunistiichcn Frakiion ter Delegierten ds 8. Rättkongtesses statt Tie Versammlung barte einen l'/zstündigen Betickst Lenins über Konzessionen an. Der Bericht lief Icbtofte Debatten hervor. Die Politik der Sow;elmackst in der Äöirzessionsftage wurde schließlid) einstimmig gutgeheißen. Tschitscherin richtete an den bulgarischen Minister des Mswcnigen cirat Junkspruch, in dem daraus hingewiesen ivird, daß an versdsiedeneu Küstenplätzen Mövel und anberc Wertgegensiänbe, sowie auch Sckstfse der niffiidkii 5)andelsflotte, täe von ?lngehörigen bet Wrongcl« arntec bei ihrer Flucht aus ber Krim gestohlen, worden sind, öffentlich verkauft werden. Ein sol- ckcr Akt bedeute eine nicht nur völlig ungerechtfertigte feindselige Handlung bein russifchn Volke gegenüber, sondern bie Regierung, die nuent "iold'cn internationalen Saube büssreickie Hand leiste, müsse sofott den Matnialichrden erleben. Nußlaick lebt sick) ber Notwendigkeit gegenüber, die bulgarische Regierung aus bas ernsteste auf die Tatsachen aufmerksam zu macken und aus bas entschiedenste day-gen zu brotef.vren. Sir verlang- sofortige Mawrahmen gegen diese OTani- Dulation der Insurgenten und Schadenersatz in kürzester Frist. Die Stellung der sranzöfischeu Sozialisten. Paris, 26. Dez. (WTB.) Nachdem ber sozialistische Kongreß in TourS sich für bie Diskussion über Den Anschluß an bie Dritte Internationale ausgesprochen hatte, würbe auf Antrag bes Generalsekretärs ber Partei, Fressarb, beschlossen, baß sich zuerst bie Parteisekretäre bet einzelnen Bezirke über bie Stirnmuna in ihren Streifen aussprechen sollen. Erst dann wird in bie eigentliche Aussprache eingetreten werben, unb zwar auf ber Grunblage ber brei Tabesorbnungen Cachin, Longuet unb Blum. Die TageSorbnung Ca- clfin—Frossarb tritt für ben Anschluß an Mosckau ein, bie Ta^esorbnunq Blum lehnt den Anschluß ab, während diejenige Lon- auets für eine neue Internationale eintritt, in die Die Anhänger der Zweiten und Dritten Jnternattonale eintreten sollen. Fiume. Triest, 26. Dez. (WTB.) Infolge bet kürzlichen Zwischenfälle und der drohenden Haltung des Overvefehls von Fiume hat General Gawiglia am Freitag die Besetzung vorgeschobener Stellungen um Fiume an» geordnet. Diese Besetzung wurde gestern und heute ausgeführt. Die Legionäre leisteten bewaffneten Widerstand. Unter ben regulären Truppen finb 5 Tote unb etwa 30 Verwundete» zu benagen. Nr. 504 Der Siebener Anzeiatr erscheint täglich, außer Sonn, unb Feiertags, vezugrpreise: Monat lich Mark 3.60 unbMk.-.65Ttägerlohn, vierlekjuhrlichMark 10 80 undMk.l.95Trägerlohu; durch die Post viertel, jährlich Mark 12.- nusschlreßiich Äasteüaeld. Fernfprech.AnfchkSsse: fürdieSchristtettung 112 ; Verlag, löesch-Lftsstetz« 51. Slnschrrft für Drahtnach. richten- Anzeiger Siehe«. poftschecklonlo: jiranffurt a. M. ums Erster Blatt Montag, 27. Dezember 1920 170. Jahrgang -W<* Ä Mhiiabint OOD Anzeige» ▼ für th< Iayr>numrie infolge bet W Anlage von Aezü innerhalb bet $ nbig iverben. g von Weidnix M! n vergütet bziv.« feen Infolge der neuen Bestimmungen .... hessischen Besoldungsgesetz war eine recht um- Die Durchführung öes hessischen Besoldungsgesetzes. : bie Arbeiten » 1920 hat öa-5 iv vistichasl, ben M jruno von üitiM ’ Der Betanntm^ c Ausführung M ibetro:iie htermilk die neuen linunDpä n find. n Seoingungen. it (j)iunb|tuaen “ ienW.»“K Die üllvlgc ta* i Mage M M i innerl-alb N ‘ xnbig nxtoen. mg von OietMf KCt vergütet W iMNlMl. ,‘ f I 1®. 1*1 S-sI WZ erl ^runoim^ »SS *' I fangreiche Arbeit zu leisten. Die Beamten, Staatsdienstanwärter usw. sind inzwischen in ihre neuen Bezüge eingewiesen. Rur insoweit als durch die neuen Vorschriften eine ander- weite Festsetzung der Besoldungs- vordienstzeit einzutreten hat und insoweit bei einzelnen anderen Fragen eine endgültige Regelung nicht möglich war, konnten die erforderlichen Arbeiten noch nicht durchgeführt werden. Dies war insbesondere auch deshalb nicht möglich, weil einheitliche Bestimmungen für das Reich und die Länder »noch nicht getroffen sind. Wenn die erforderlichen Arbeitskräfte zur Verfügung gestanden hätten, wäre wohl zu erreichen gewesen, eine vorläufige Regelung der Besoldungsvordienst- zeit vorzunehmen. Dadurch hätten einzelne Beamte vielleicht eine Ausbesserung ihrer Bezüge erfahren. Diese Maßnahme, die eine Durchsicht der Akten aller noch nicht im Genüsse der Höchstgehalte ihrer Gruppe befindlichen Beamten bedingt, hätte einen großen Aufwand von Zeit und Arbeitskräften erfordert, ohne daß eine befriedigende Lösung herbeigeführt wo cDen wäre, und nach der endgültigen Feststellung ber Bestimmungen wäre die gleiche Arbeit nochmals zu leisten gewesen. Bei ber Ueberlastung der dabei in Betracht kommenden Beamten war dies undurchführbar. Bei Den einzelnen Stellen war man deshalb auch der Auffassung, alle in Betracht kommenden Personen, insoweit die neuen Vorschriften eine Verbesserung bringen, zunächst einmal in den Genuß der neuen Bezüge zu fetzen. In dieser Weise ist, soweit bekannt, auch im Reich und in allen übrigenSanbcrn verfahren worden. An- eefügf soll noch werden, daß «die Festsetzung ter Besoldungsvordienftzeit nach den neuen Veftintmungen auf nicht zu unterschätzende Schwierigkeiten stößt. Einfach wäre die Regelung nur dann, wenn allgemein nach der bestandenen Staatsprüfung die Anwärterdienstzeit beginnen würde. Da dies aber nicht zu- irifft, sondern in jedem einzelnen Fall die be- londere Feststellung zu machen ist, ob der Beamte tatsächlich als Anwärter während «iner früheren Beschäftigungszeit zu gelten Ihat, mußte bisher von einer vorläufigen Re- ^ctuna abgesehen werden, umsomehr als die endgültige Nachprüfung alsbald zu erwarten Hst und ben Beamten durch die Vorschriften ^es Gesetzes gewährleistet ist, daß die Gehalte mit rückwirkertdcr Kraft vom 1. April 1920 ab festgesetzt werden. Uebrigens liegen alle die Arbeiten nicht nur dem Finanzministerium eb; jedes Ministerium hat sie für bie Beamten seines Geschäftsbereichs zu erledigen. Bei Verabschiedung des Besoldungsgesetzes wurde Dom Landtag beschlossen, die Arbeitszeit für die Beamten all- zemein auf 48 Stunden in der Woche fest- lufetzen. Bei den meisten Behörden war schon .die tägliche 8stündige Arbeitszeit eingeführt. Wo dies nicht der Fall war, also eine Ausnahme bestand, mußte in Ausführung dieses Beschlusses die Arbeitszeit entsprechend geregelt werden. In gleicher Weise wird auch im Reich und in den übrigen Ländern versaht ren. Wenn nun von einzelnen Beamten ^Tage darüber geführt wird, daß sich die Dienstverhältnisse der Beamten in dieser Beziehung verschlechtert hätten, so wird dabei übersehen, daß nur ein Ausnahmezustand beseitigt wurde. Kein rechtlich denkender Beam!- ter wird hieran Anstoß nehmen. Der Beamte hat seine ganze Arbeitskraft , für den Staat auszuwenden. Bei dem Ernste der Zett .ft das unbedingt und mehr als je zu fordern. Ls ist aber auch nicht mehr wie billig, das cm Beamter, ber ein Privatgeschäft zu erledigen hat, seine Absicht, sich aus den Dienfträumen zu entfernen, dem Bureauvorstande oder einer von diesem beauftragten Stelle, anzeigt. Diese Einrichtung besteht nicht erst seit den zwei letz- len Jahren, sie bestand von jeher, fte belehr in jedem Geschäft, in jedem Betriebe^ ie ist eine Selbstverständlichkeit. Der Be- imte muß sich vergewissern, daß sein Weg- jang keinem Anstaiid unterliegt, unb hat da- dir zu sorgen, daß die in Betracht kommende Stelle weiß, wv er bei längerer Abwesenheii ms den Dienfträumen erforderlichenfalls erreicht werden kann. Von der Beamtenjchaft darf erwartet werden, daß sie die Maßnahme nicht als unbillig empfindet, und daß sie mit- hilft, die jetzige schwere Zeit so gut als irgend möglich zu überwinden. SrhKhung der Kinderznlagen in Hessen. Darmstadt, 24. Dezember 1930. Nachdem ber Reichstag eine Erhöhung der Leuevmigszirsckläge zu. den Kinderzulagen Zweier aeUft.* | — m H- iV » ,0*: schuf die Generalkommission der Gewerkschaf- 26. Dez. (WTB.) Ober- Erbeutet wurde nichts, unternahm eine Streife -0. später erlegen ist. Die blaue Polizei in der Umgebung. Köln a. Rh., ten und wählte Legien zum Vorsitzenden. Au 4. August 1914 (Rcichs-Gesetzbl. S. 328) angeord- dieser Stelle stand ec bis heute. Jahrelang : nete Hemmrmy der Verjährung wird hierdurch nicht redigierte er das „Korrespondenzblatt der Ge- i berührt. Borschnst güt auch über den 31. Te- Aus Sta-t und Land. Gießen, den 27. Dez. 1920. Verjährung von Ansprüchen de- täglichen Lebens. *®Heutr t ^derselben ( Htn eine ■w 600 M *nt tzur der [Mietg l’nf»che, I -Lich,2 WikMige Fn I1 "ttt schon E rauch der Ulf durch e Wcheichm ün geehrt, 'zu. Die kü Mjütbie Namen Wchim trägt, Wi» Leier en! Dich Ke Angf ■ u. eu। ■MqueUtn ■amiberal Iw einer WslWm. Ein tis# fr* fe: zember 1920 hinaus. Das vom Reichstage am 18. Dezember dS. Js. beschlossene Gesetz über die Verläng-rung von 23er» jährimgsfristen bezieht sich ausschließlich auf Ansprüche des Seeversicherungsrechts und hat mit dec Verjährung von Ansprüchen des täglichen Lebens im Sinne der §§ 196, 197 'des Bürgerlichen Gesetzbuches nichts zu tun. JJ begleitete wnflNrein lefc Ehr . ,a-joun Slen Gesu Ste CM 7 An Ätv W Wbn Nicht gut noch böse sind die Handlungen des reichen Mannes, er lebt, wie jedermann in seinen Verhältnissen leben würde. Und doch, wie anders erscheint dies alles an den Maßstäben der Ewigkeit gemessen, die das Herannahen des Todes den Handlungen Jedermanns aufzwingt. Alles wird wertlos, nichtig und läßt ihn im Stich: die Liebe der Buhlschaft, die Treue des Guten Gefells, die Anhänglichkeit der lieben Verwandten und die Tienstbereitschaft des Mammons, der ihm als sein sicherster Besitz galt. Nichts bleibt ihm, in die Rechnung, die er ablegen soll, als wertvoll ein* zusetzen, als die wenigen guten Werke, die er vergessen hat. Erschüttert stehen wir mit chm vor der Wertlosigkeit eines reich dahin^eströmten Lebens. Nichts, was bedeutsam erschien, hat Bestand vor Gott. Jedermann erscheint gerichtet. Doch da setzt die fromme Inbrunst der Dichtung ein. Ter Glaube kommt den guben Werken zu Hilfe und die Gnade deren Jedermann durch das Erlöser-- werk des Gottsohnes zuteil wird, löscht alle Schuld seines Erdendaseins und läßt auch ihn zur Gotteskindschaft berufen sein. Tie Glaubensinbrunst dieses Mysteriumspieles ist nickst auszuschöpfen und erschütterns in der Ein- drinalichkeit des aus schlichten 'Vorgängen heraus durch sich selbst wirkenden Mahnrufes. Jedermann war zu diesem Weibespiel am ersten Feiertage in Gast geladen Die Range waren fast leer, das Parkett kaum zu einem Drittel besetzt. Leider war es die schLechtest besuchte Vorstellung dieser Spielzeit. Ob eine Operette am ersten Feiertag ziwkräftiger gewesen wäre, als ein Segen» denspiet? Man muß es leider vermuten. „ die von militärisch beauftragten Dienst-1 W und Paul Schönebeck von Berlin zwei schwere • ■ • ch mit Müfe Jungen, die bei Bicbentopf eure Vllia ausgeraubt! stellen ausgingen und jetzt nur noch nut Müfe zju erwerben fmd, hat hier ein weites Totenrerch eine erste umfassende Darstellung gesunden, ausgestattet mit vielen Tabellen, Plänen, , Sage» skizzen, einer großen Uebersichtskarte, sowie 404 Textbildern und 8 Kunstbeilagen in Vierfarbm druck. Der gesamte Reingewinn aus dem Verkauf des 200 Mk. kostenden Bandes fließt der Krtegs- gräberfürsorae zu. Vielleicht trägt das Werk aber auch sonst dazu bei, denen einen Trost zu gewähren, die in Trauer eines ihrer Lieben gedenken Müssen, der fern von der Heimat auf einem Helden fried Hof in Westgalizien in einer einsamen, aber würdigen Grabstätte der Ewig- leit entgegenschlummert. Dr. H. Schneider-Gießen. Zenenn । Kr°S fi lassen. _ -eben. — If’jofhn M Mi pfien h '"sln selbst Amtliche t-Nk Ansn text tn der Form von Liebesgaben und Geldüberweisungen. Ta kräst.'^e, von warmer Svmpatme getrogene Hilfe kam auch von den Staaten Sud- lamerikas. So hat noch iw'gst ein Komitee ch- leni'scker Dwuen der Gattlli unseres Auhennnni- sters 150000 Mk. für unsere KriegS'rai en zur Verfügung gestellt. Das Gechlst der Dcvikbarkeik für all diese mcmscfenfreundliche Dr fe wr.d tnt dfutsckan Volke, das schwer um fern Dasein ringt, nickt erlöschen. Ich möckste las Weihnaefesfest nickst vorüberaohen lassen, ohne diesem Geiühr weiterhin Ausd-uck zct geben, und ick ritte Sie, Herr Reicksä zrir, allen fetri ta'en Stelen den warmen, bleibenden Dank des deutschen Volkes zu übermitteln. gez. Ebert. 2er Reichskanzler hat veranLaßt daß den be- te'ligten Stet eir des Auslandes u-d den inländischen Har'ptstellen des ausländi'chm Hi 's-werkes der in diesem Schreiben ausgedrü-kte Wellnacksts- dank des deutschen Volkes übermittelt wird. Aus Sem Aeictze« Karl Legien f. B erlin, 26. Dez. (Wolff.) Der Reichs- ragsabgeordnete Legien, der Vorsitzende des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes, ist heute morgengestorben. Carl Legien ist geboren am 1. Dezember 1861 in Marienburg (Westpreußen), besuchte dort die Bürgerschule und erlernte in Thorn das Drechslerhandwerk. Als Drechslergeselle bereiste er Deutschland, kam Mitte der 80er Jahre nach Hamburg, schloß sich der gewerkschaftlichen Arbeiterbewegung an und wurde bald Vorsitzender der Bereinigung der Drechsler Deutschlands und der Zentralkrankenkasse der Drechsler. Eine Gewerkschafts-Konferenz, die im November 1890 in Berlin stattfand, Tie Aufführung war unter der Leitung M>o§ Telekhs würdig imb weihevoll, allerdings niefli an der naiven Realistik gotischer Holzschnitte orien* tiert, denn an der himmelstrebenden Stilstrenge M Architektur. So blieben Einzelheiten, die nicht frurd eine Aufzählung im ter ft riefen werden sollen, niM straff in den Rahmen des Ganzen einbezogen. Die sehr anspruchsvolle Rolle des JederM^ führte Karl Juhnke mit großer Hingabe und erreichte dadurch eine nachhaltige Wirkung, ** sonders in der Herzensnot der ihn plötzlich A gebenden Einsamkeit. In glatter Verbindlich^? spielte Oskar Feiael ben guten Gesell. Leb'nd'i: war das Bild der Taselgesellschast. worum ficb geschmeidige Buhlschaft (Karla Keller), die gut: gezeichneten Vettern (Rudolf Goll und Rlckar.« Hellborn), sowie die übrigen Festteilnehme: verdient machten. Jedernuums Mutter (Anguiü- M a r ck s) sprach mit warmer HerzenSfrömmigkei Ter arme Nachbar (Paul Mehnert) und ort Schuldkneckst (Karl V o l ck) hätten härter in dtt Anklage sein dürfen. Für den Tod besaß Bech stei n das richtige Organ. Die Wirkung feuu» Erscheinens hätte fick steigern laffen. Für den Dohrn des Mammons fand Harry Noe bert übet* zeugende Gebärde. Wolf Lentheiser fvtel- einen luftigen Teufel ohne jegliche Dämome. den Mysterienchar aller des Spieles sanden dw innerlichsten Ausdruck Else Koop als Gute Wer» imb Rose Erika von Brandek als Glaube., Es wäre beklagenswert, wenn das Legende^ spiel in der Wiederholung nicht den ZuspruD fände, der ihm bei der ersten AnsfühWiNS leck« fehlte. U* neral-Kommission", das in den ersten Jahren nur eine Art Mitteilungsblatt der General- Kommission war, fid} aber zu einem wichtigen Zentralorgan des gesamten Gewerkschaftswesens Deutschlands entwickelt hat. Alle deutschen Gewerkschaftskongresse sind von Legien geleitet worden. In seiner Stellung als Vorsitzender der heute mit ziemlich großen Befugnissen ausgestatteten General-Kommission der Gewerkschaften hat Legien starken Einfluß auf die gesamte deutsche Arbeiterbewegung. Die Gewerkschaftsbewegung hat sich zwar unabhängig von der politischen Arbeiterbewegung, der Sozialdemokratie, entwickelt, aber letztere ist doch öfter genötigt, ihre Taktik den Wünschen der Gewerkschaften anzupassen. Bandenüberfall. Beuthen (Oberschlesien), 24. Dezbr. Heute morgen wurde ein Geldtransport der Bergverwaltung von Gießhes Erben auf dem Wege nach dem Wilhelmsckacht von 30 Banditen überfallen. Dem Geldtransport waren außer dem Kassenverwaltungsbeamten fünf Beamte der Abstimmungspolizei beigegeben. Bei dem Feuergefecht wurde ein Wachtmeister am Arm verletzt, ein Bandit erschossen, ein zweiter schwer verletzt. Der verletzte und der tote Bandit wurden von ihren Spießgesellen weggeschafft; ein Kassenbeamter erhielt Bauchschuß, dem er deutschen Volkes bezeichnen kann, sondern sie treiben im toten Wasser des gelehrten Besitzstandes. Darum wurde hier versucht, dieses allen Zeiten gehörige und allgemeingültige Märchen abermals in Bescheidenheit auszuzeichnen. Vielleicht geschieht es zum letztenmal, vielleicht muß es später durch den Zugehörigen einer künftigen Zeit noch einmal geschehen." Rein auf typische Gestaltung angelegt, wie modernste Jdeendichrimg erhebt sich der Bau dieses Legendenspieles in der gestellten Formstrenge mittelalterlicher Tome, ohne in ben Maßwerken der Buntheit zierlichen Ornamentes oder der Verführung launiscfer Einfälle auszuweichen. Diesseits imb Jenseits greifen unvermittelt ineinander über. Weltliches und Geistliches durckdringt sich. Ter Teufel konversiert mit dem Engel. Heute, wo die soziale Tendenzdichtung Licht und Schatten kraß einander gegenüberstellt, muß man staunen angesichts der Loyalität, mit der des reichen Jeder- mannes Anspruch auf den Genuß seines Reichtums gerechtfertigt wird. Wie das Wesen des Kapitals als sich selbst verpflichtende, aus sich selbst weiterzeugende STraft anerkannt und). Der Reiche wird nickt als Verschwender, als Prasser hingestellt. Er schaltet unumschränkt, aber maßvoll mit seinem Besitz. Er ist kein Blutsauger und Beutelabschneider. Und dennoch läßt ihn die Weisheit des mittel- atterlicfen Spieles allein dadurch schuldverstrickt । werden, daß rr als reicher Mann Mammons Unecht ist und der Fluch, der dem Mammon gilt, sich an ihn heftet. Er ist im Recht und dennoch schuldig, daß der Sckuldknecht in den Turm muß, y igt er auch dessen Wribe gegenüber soziales Emp- I finden und Hufsbereitschaft. Wcftgalizische Heldengräber. Tie Sorge für die Pflege der Gräber unserer Gefallenen sollte eine selbstverständliche Pflicht all'.r Volksgenossen sein, zu der es keiner ausdrücklichen Mahnnim bedürfte.Leider tilgen die Verhältnisse so, daß die Stärke dieses fittlid>eii Gebots, überall, wo man ihr in der Dessentlichkeit begegnet, mit besonderer Genugtuung begrüßt werden muß, da immer noch weite Kreise hier untätig fei erte stehen. Nicht nur müssen immer wieder diejenigen aufgerüttelt werden, die es in der schweren Not der Zeit x>*x» geffen haben, dm Toten die Treue zu feilten, auch alle die, welche glauben, vielleicht durch eine Spmde an Geld sich lvsgeSauft zu haben von der Schuld gegen die Gefallenen, können nicht oft genug an die immerwährende Tankespslicht erinnert werden. Seitdem sich in Deutschland der Bolksbmid „Deutsck>e KriegSgräberfürsorge"' gebildet hat, ist der Gedanke der Gräbersürsorge vielfach erfreulich im Wachsen begriffen, wenn auch noch nicht allerorts in fern erferderlichm Maße die tragende Ido» des Bundes wirklich zur Volkssache geworden ist. Auch die hier in Gießen im Sommer dieses Jahres ins Leben gerufene für ben oberfessiscyen Bezirk geplante Ortsgruppe hat noch mit erheblichen Sckfwierigkeiten zu kämpfen. Tie verhältnismäßig geringe Zahl ber Mitgliü>er, der schwache Besuch der Versammlungen finb dafür ein beschämender Beweis. Eine wesentliche Förderung des Ziels dieses letztm Zweiges der mm allmählich abgeschlossenen Kriegswohlfahrtspflege kann aber erreicht werden durch eine Veröffentlichung, auf die hierdurch die Aufmerksamkeit geteuft werden soll. Von der österreichischen Aktion zum Schutze und zur Pflege der Kriegsgräber („Schwarzes Krmz") fvurde kürzlich ein Werk ferauygegeben, das sich eingehend mit dm zahlveick)en Heldenfriedhöfm in Galizien besaßt. Unter bemTit«l„Westgalizische HeldenMäber"wird ein; Schilderung ber 400 nach künstlerischen Entwürfen erbauten Friedhöfen geg^en, auf denen die Toten der historischen Kampfstätten von Gorliee, Liwanowa und am Tunajec im Jahre 1915 nach Abschluß der Kämpfe ihre letzte Ruhe gefunden haben. Da an diesen Schlachten auch hessische Truppenverbände und solche, die ihren Ersatz feuptsächlich aus unserer engeren Heimat erhielten, hervorragend beteiligt waren, verdient das Buch gerade bei uns besondere Beachtung. Das dem Werk beigefügte Verzeichnis gibt einen Ueberblick über die Gefallenen von 54 fentschm Trnvpmkörpern, die auf 109 Kriegerfriedhöfen bestattet werden. Außer einigen noch während des Krieges entftanbenen Beschreibungen von Ehren- friedhöfen meist auf dem westlichm Kriegsfchau- Beranstaltungen. Montag: Stadttheater, 3 Uhr, „Fran Holle"; 67a llbr, ,,Tie Strohwitwe". — Liebigs- höfe, 4 Uhr, Weilmachtsfeier des Kriegerverems. — Turnhalle, Nord--Anlage, Weihnachtsfeier des Vereins ehemalig er 116er. — Cafe Leib, 7 Uhr, Weihnachtsfeier des Gesangvereins ..Eintracht". 8 Uhr, Konzert und Vorstellung der Chiemseer. — Lichtspieltheater wie gestern. ♦ *♦ Amtliche Personalnach richten Der Direktor des Emst Ludwig-'Semv a s m Bens- feim, Glückert, ist mit Wahrnehmung der T ieustverricktuiigm eines Vortragenden Rats (Ober* sckulrat) in der Abteilung für Sch.i lange le gen- feiten beauftragt worden. — In ben Rufestand versetzt wurde am 20. Dezember 1920 der Kommandeur des Ge,L»armerietorps (nun Vorstand der Landes-Gendarmerie-Direllwn) Oberst M o o tz zu Tarmstadt am fern Nach.ucfeu unter Anerkennung ferner dem Staate geleisteten ^Dienste-vom 1. Januar 1921 ab. **Ordensangelegenheit.en. Nachdem Durch das ReicksabwickelungSamt die Auslösung der Abivicklungsämter angeordnet ist. hat das Reick)s- wehr-Ministerium verfügt, daß alle Ordens-, Ehren- irub Lthzcicfenan gelegen feiten, sowie alle Anträge auf Charskter-Berleihu g und E.teilurg ber Erlaubnis zum fragen von Uniform unb der Aussicht auf Anstellung im ZiviLrmst von den ledigen Divisionen (früheren Wel)rlrciZkomman- dos) weiter zu bearbeiten sind. Das Abwicklungsamt XV1H. A. K. gibt daher aller noch nickt bearbeitenden Anträge dieser Art an die 5. Tr- viston in Stuttgart ab, die für den Bereich des früheren XVIII. A. K. zuständig ist. Aufvagen wären also dorthin zu richten. Neue Anträge in Ordens- üsw. Angel genheiten werden nur noch für Heimkchrer bearbeitet ,bte nach dem 31. Auguft 1920 aus der Kriegsgefangenschaft zurückgekehrt find. Anträge auf Charakter-, Uniform-, Äustel- liMgsaussicht-Verleihun.g find umgehend fei der 5. Division in Stuttgart er>wrciicfen. Die übrigen Restarbeiren des Ab wickebingSainvtes erledigt nach dessen Auslösung vom 1. Jaimar IS21 ab die Zweigstelle der AbwickelungsiutenLantur des XVIII. A. K. inNeuburga. D. Für alle VerwalfmigS- angeleAeicheiteii bleibt die Korpöbezirksregierung tn Frankfurt a. M. zuständig. ** Mitteilung aus deut Stadttheaterbureau. Wegen Erkrankung des Frl. v. Brandek kann die angekündigte Ausführung von „D o n C a c l o s" am morgigen Dienstag nicht stattfinden. Es wird dafür das Sudermannsche Schauspiel „Die Rasch- boffs" außer Abonnement gegeben. Diese Vorstellung, die letzte des spannenden Werkes, findet bei gewöhnlichen Preisen statt unb haben Gutscheine Gültigkeit. ♦* Betrüger. Am Donnerstag den 23. Dezember, vormittags zwischen 10 und 11 Uhr erschienen zwei jüngere Bürschchen in einer hiesigen Wohnmrg mit der Angabe, sie seien vom Gaswerk geschickt, den Gasherd nachzusefen. Ohne sich über die Legitimatton des Gaswerks zu vergewissern, ließ die Wohimngsinhaberüt hie beiden die Küche und alle Zimmer betreten, um Lampen unb Leitungen nachzusehen. Sie kamen nachmittags gegen 3 Uhr noch einmal, um ihre Arbell zu prüfen. Nach ihrem Weggange vermißte die Wohnungsinhaberin einen größeren Ge ldbetrag und Schmuck: eine goldene Damenuhr, auf Der Rückseite ein Schwan eingraviert, mit goldner langer lleingliedriger Halskett-e, ein goldenes Armband mit Granaten besetzt, ein Kollier aus Gold mit Granaten. Vor Ankauf wird gewarnt. Wohnungsinhaber, bei welchen auch ähnliche Versuche gemacht worden sind, werden gebeten, sich auf ber Kriminal-Abteilung zu meiben. Die Täter waren zwischen 16 unb 18 Jahren, hatten beibe blasse Gesichter, der eine war mittelgroß, ber andere etwas größer, trug gelbe Gamaschen unb wurde „Rudi" genannt. Die WohmmgsinHaber werden erneut darauf hingewiesen, sich von Leuten vom Gas- und ElellrizittitSwerk Die Ausweise vorzeiaen zu lassen. ** Zwei schwere Jungen. Unter Mithilfe eines hiesigen AlthÄrdlers gelang es der Polizei, den Metzger Heinrich Pfeil von Bieden- l-atten und die Sachen bei sich führten, festzu^ nehmen; die Gegenstände im Wert von mehreren tausend Mark tonnten dem Eigentümer wieder Hu$ dem besetzten Gebiet. Amerikanische Kinderbescherung. fb. Koblenz, 26. Dez. Die amerikanische Ernährungs-Kommission hat in dem amerikanisch besetzten Gebiet tn großem Umfange die Bescherung notleidender .Kinder vorgenommen. In allen Orten dieses besetzten Gebiets erhielten die Kinder Weihnachtspakete; in Koblenz allein über 4200, in Bendorf 550, in Matzen 1050, in Andernach 1160, in Neuwied 2100. Im ganzen gelangten 12 720 Weihnachtspakete zur Verteilung. Außerdem erhielten Waisenanstatten und Kinderhorte Noch 1100 Pakete. \M L'.? KZ \ ui rjw?" Vti*».® vT* J 8 Ä-sse ö'Oi itt Ivird,.^ » Nnnahn Im erfou «z in Pav- Tnnöfti«d LflWbe, der- SSe U Wimomm Muni eM ylit Mängel XttHtorte m Mrschrift '• lieber fordert izivird gefc Muldvcr rütbertragi üflif das f x-lser nehm "•■«tn Umst «dieser Ai Aller roeri - muffen, bi «ten Bc Wgungen f-m nur ei i^n «riefe zfügt sind, bii iniigen Adre ah. Es emps rieben einzr landesgerichtsrat a. D. Geheimrat 91 o er en, einer der bekanntesten ehemaligen Zentrums- Parlamentarier im Reichs- und Landtag, der sich kurz vor dem Kriege aus dem öffentlichen Leben zurückgezogen hatte, ist hier im Alter von 76 Jahren an Herzschwäche gestorben. zurückgegeben werden. ** Eine H ausdiebin. Eine hiesige F». milie wurde im Lause dieses Sommers wiederfeit bestohlen, ohne daß es gelang, den Dieb zu ermitteln. Es baitbeke sich um wertvolle KleidungK-. und Ausstattungsgeaenstände. Als Anzeige erhoben wurde, bezeichnete das Dienstmädchen einen unbescholtenen jungen Mann als den Täter. Nachdem es der Krimincllpolriei gelungen war, die Gegen« stände bei einem hiesigen Geschäftsmann amzufin- oen, zerriß das ganze Lügengewebe des Dienstmädchens und es entfmppte sich selbst als die Diebin. Es wird sich wegen Diebstahls imb falscher Anschuldigung zu verantworten haben. •• Von der Feuerwehr. Am Freitag nachamtbass 3,57 Uhr lief durch den Feuermelder im Schifflenferger Tal eine Feuecmeldung aus der Wache am Oswaldsgarfen, ein._tooram sofort die Mannschaft mit dem Bereitschaftsfbagen ausrückle und 4,05 Uhr „Feuer in ber Ober yossischen Nebenwerk st ätte" znrückmeldrie. Da inzwischen auch telephonisch die Mit eilung gemacht war, es brenne eine Halle im Hofe der Nefenwerkstütte, wurde die Motorspritze nachgezogen und die Ring- toitung für beide freiwillige Wehren angekurbelt. SBcber Motorspritze noch die mit zwei Geräten ein- getroffenen beiden sreiwilligen Wehren brauefem ledoch in Tätigkeit zu treten, da das in (einem Schuppen ausgebrochene Feuer durch Eisenbahn- bebienftete unb die Feuerwache in kurzer Züt gelöscht war. ** Bei der Viehzählung in Hessen am 1. Tczember 1920 (bzw. am 1. Derernfer 1919) wurden gezählt: Pferde 56 418 (55 287), Rmdvteh 279 271 (278543), Schafe 87215 (72042),Sckwrim 284 719 (229 3691, Ziegen 1 j3 005 (151089) Gänse 140105 (93 456), Enten 45 967 (39 3261. Hühner 1 123 098 (892 964), Kacllnchen 163 231 (162 361). In erfreulicher Weise hat die Schweme- zücht zugenommen, aber der FriedenSstWH, 410 395 Stück Schweine am 1. Dezember 1914, ist faxt Lange nicht erreicht. ** Die attt 1. Januar 1921 fälligen Pensionen, Renten und Hinterblie- benengebührnisse dürfen ebenso wie dir Beamten gehälter unter Berücksichtigung aller etwa angeordneten Abzüge schon jetzt ausaezahli werden. Die Postanstalten imb die Zafestellen sind mit entsprechenden Anweisungen versehen worden. (Wolfs.) ** Die Außerkurssetzung bei Silbermünzen. Die Silbermünzen werden mit dem 1. Januar außer Kurs gesetzt. Die Reichs- und Landeskassen nehmen sie nin noch bis zu diesem Tage zu ihrem gesetzlichen Werte in Zahlung. Sie dürfen später auch nicht mehr gegen Reichsbanknoten, Reichs- kassenscheine und Darlehnskassenscheine umgetauscht tverden. Vielen praktischen Werl dürfte diese amtliche Erinnerung nicht haben, da der Metallmert dieser Münzen weit größer ist als der Nennwert der heutigen Papiermack ♦* Zur Bekanntmachung betr. btt Entrichtung der Umsatzsteuer für bd Kalenderjahr 1920 verweisen rotr auf die Bekum- mwchung im Anzeigenteil. ** Ueb erwachung deS Handel; mit Kun st speisefett. Nach dem Gese^. betr.: den Verkehr mit Butter, Käse, Schmatz und deren Ersatzmittel vom 15.6.97 (RGBl. S. 475) müssen die Gefäße und äußeren Umhüllungen, in welchem Kunstspeisefett verkauft oder feilgeboten wird, mit einem stets sichtbaren, bandförmigen roten Streifen und der deutlichen Inschrift „Kunstspeisefett" vev sehen sein, ebenso darf nach § 5 der obenerwähnten Verordnung auch in öffentlichen Zeitungsangeboten usw. sowie bei Schluß- schein, Rechnungen und Frachtbriefen ebenfalls nur die Bezeichnung ,Kunstspeisefett" angewendet werden. Käufer wollen hierauf achten. **DerAlkgemeineDeutscheGe*- werksch a f tsb un d, Ortsausschuß Gießen (früher Gew-erkschaftskartell), veranstalte! mdrgen abend 8 Uhr im Gemerkschaftshaus. eine Gewerkschafts-Versammlung. Näheres siehe Anzeigenteil. *♦ Vortrag Gras von Westarp. Da' Deutschnationalen Volkspartei ist 8> gelungen, den Grasen von Westarp füi einen Vortrag in Gießen zu gewinnen, der an 4. Januar int Hotel Einhorn ftottfinben wird Graf von Westarp wird über „Deutsche Aufe gaben" sprechen. Näheres durch Anzeige. ** Die Annahme von Expreßgu< hat eine Einschränkung erfahren, soweit d sich um Güter größeren Umfanges oder Gewicht! Durch die Bekanntmachung des Bundesrats Dom 22. Dezember 1914 (Rcichs-Grfetzblatt S.543) wurde angeordnet, daß. die in ben §3 196, 197 d^s Bürg riich n GcsetzbUllH le--ichmtonAn p W, die Damals noch nicht verjäl)tt war eit, nicht vor dem Schluß des Jahres 1915 verjähren. Die Verjährungsfiisten für diese Ansprüche smd tm Laufe des Krieges wiederholt verlängert und zuletzt durch die Verordnung vom 26. November 1919 (Reichs Gesctzbl. S. 1918) bis zum 31. Dezember 1920 bt.uruWdtoben worden. Eine wei ere Ausdehnung dieser Verjährung^ftrston ist nicht zu erwarten. (Soweit deshalb nicht etwa im Lcpife des Jahres 1920 eine Hemmung der Verjährung (§ 202 des Bürgerlichen Gesetzbiufesl emgetreteit sein sollte, läuft die Verjährung mit dem 31. Dezember 1920 ab. Dieses güt für die Ansprüche des täglichen Lebens mit zweijähriger Verjährungsfrist 196 des Bürgerlichen Gesetzbuches,, insbesondere also Anspeücfe der Kaufleute, Fabrikanten, Handwerker aus Lieferungen an Private, Ansprüche der Frachtfuhrleute, Schisser, Gastwirte usw., Aerzte, Nechtsaikwälte und Notare wegen ihrer Gebühren und Auslagen! aus den Jahren 1912 bis 1918 sowie für solche Ansprüche mit vierjähriger Verjährungsfrist (§ 197 des Bürgerlichen Gesetzbuches, noMeittlich) also Ansprüche aus Wareitlieserungen für den Gewerbeb hkb de§ t in yuan Besitz, den man als ben lebendigen des tühle fei noch das hon Blasimnumsntwi sein. Erdbeben In China. m in einer utjdxn Werh- -schulten Chor Trompetersoli ewegung setzen; Tuches. NE Heimst. Darmträgheit. Hämorrhoiden. Stcncobotf, biesiährig. schönes Tier, zu verkauf. 021500 Rieaelvkad 30« Kapelle mit 3treid>- jnib gespielte Wcrh rn^t>Ton- Varis, 21 Dez. (Wolff.) Nach einer Blättermeldung auS Neuyock hat sich in Kan- Sou in China ein Erdbeben ereignet. Man spricht von 2000 Toten. weihnachttserenl. ** Weibnachtsgottesdienst. Zn einem besondere schönen, erbebenden WeUmackü^üvt.es- Wir suchen für Reise, Bureau uud Mager einen tuntigen Herrn möglichst mit r ehemaliOni Dorier Billbach und Scttgenbcuim, das bdaraulio 1912 für die Zweck eines Truppcn- übungniatzes des 18. Starterin rr-s nutzbar gemacht morden war, soll fetzt für Sie de l ungs»w«cke vornehmlich an schwer^rteasbejchwiigre LoutHvvte abgegeben ir^rdar. Tu beiden Tetjer Lrllboch und Cettg-mbcmm sind bei der Errichtung be.x T ruppenüb unVwlaves vollständig abgebrochen worden. , X Fulda, 23 Dez. In SüiSübung seines Berufes ist auf der Straße zwischen Mittel- und Niederfalbach der praktische Arzt Dr^Brillerlv auS Neuhof tödlich verunglückt Sein Auto stürzte an einer steilen Stelle die Böschung hinunter und begrub ihn unter sich, so daß er totgedrückt wurde. X Gelnhausen, 23. De». Der Kre i 4 - t a g des Kreises Gelnhausen hat beschlossen, als Kreissieuer 128 Prozent der Real steuern nachzuerheben. Fd. Niederschelden (Dill). 26 Dez. Durch ein undicht gewordenes GaSrohr wurden iS in Lanou für Sicdelunsktzwcck zum Preise von über 1 Million Mark enwrbeu hat, um dort etwa 104 Woh- mmgen für elsaß-lothringische Rüchtlv'ge hin»u- ittllen, ist die Arbeit soweit gefördert worden, daß mnrntobr ein Teil der Wohnungen beziehbar ilt AuS diesem Anlasse fand eine einfache Ein we t h- ungS feier statt, die vor allem dem Förderer des SiedelrmssgedanSens, Reichskommissar StaatS- .mwalt flleibtaier in Famkfurt, nmnntgiache und wohlverdiente Ehrungen erbrachte. — Die Siede- l.mg»gesellschatt „Neue tzeimat" hat auch vom preußischen Staate die Gebäude des Kurortes Wil- l^lmsbad auf 30 Oahrc gepachtet ,um dort Woh- mmgen für elfatz-tothrmgische Flüchürnge herzu- rid)ten. dienst gestaltete sich bi: Feier am 2t. Dezember -von 4 bis bHt Uhr in der Bohanneskirche. Militor- gottesdienst war amtlich angezeigt, doch machte sich die Zivilbevölkerung diesen auch voll zu Nutzen, und der stark Besuch beweist daS B^dürttris nach einem Weihuachtsgo.tesdenst am heiligm. Abend. Tic Daibietuugen bei 3er F^rcc lonrn lehr ab* ivechselungsreich, 'Soldatenchor, 3legimentskapelle, Kinderchor wid Kirchmchor wirkten mit, und die verbindende Schristlesuna, sowie die so recht zu Herzen gehem.e Ansprache des Äeistlichrn führten zu einer sehr emdrucksvollen WeihnachtSstimmung, iw auch zwei große Ebristbcmme in Hellem . Besonders hervor,Kloben -L Nonnenroth, 26. Dez. Em Den k- m a l für die Gefallenen des Weltkrieges soll hier errichtet werden. Der Kriegerverem hat bereits durch HauSsammlung 10 000 Mk auigebracht. D-enkmalpsleger Wa be-Darmstadt routbe der Entwurf des Denkmals übertragen. Starkenburg und Nheinkiessen. rm. Arms Herrn (Rhein >. 26 De-. Geknebelt und gefesselt, t o t aufgettmden wurde am 22 Dezember in ihrer hiesigen Wohnung die schon bejahrte Prarg. Schwenk von hier, die für vermögend gilt. Allem Anick-rrn nach ist sie erstickt. Tas Geruht stellte mtipied^nbc Ettni tclun^en an. Es wurde feitgcfttlli, daß am Vorabend zwei tembc T?üniet bei der allein wohnenden Frau ttn Sxmfe waren. * Da rtn sta d t, 21. Dez Unter dem Namen Kameradschaftliche Bereinigung ehe' maliger Garde-Dragoner 23 bat sich in Darmstadt eine neue Verewigung gebildet. Wie andere Angehörige ehern. Hess. Regimentn Hal man sich zusammengeschlossen und will alle ehemaligen Angehörigen des Garde - Dragoner - Regiments Nr. 23 und Chevauleger - Regiments aus nah und fern zum 8. Mai 1921 nach der alten Gar- nisonstadt Darmstadt zu einem NegimentSapvell zusammen rufen. MM will to mit GAcgenbeit geben, sich nach einer Reihe von Fahren in alter M ameradschaft zu tretfen und Erinnerungen aus Kriegs- und Friedenszeiten aus-zutauschen. hierzu ist es nötig, daß sich jetzt schon alle ehern. Angehörigen des Regiments schriftlich zur Teil- ders ein deutsches Weihnochtsspull mit Gesängen aus dem 15 , 16. und 17. Jahrhundert, das schlesische LerodeSspiel und das Chriitsestfvill Deutsche Weth-aÄ" von W. Sch-rnner. Dec Reinertrag der yeier ist für die epileptischen Kinder Lessens bestimmt. Bad-NauherM, 23. Dez Schon mehrere schöne Weihnachtsfeiern fanden in dieser Woche statt. In schöner Weise gedachte der Reichsbund der ftrieg5bfid>abigten der Kinoer feinet Mitglieder 160 Knaben und Mädchen er- hielten zweckmäßige Gaben, während bte Krieget- witwen mit einem anfehnliclien Geldbetrag bedackü wurden. Bon den Schulen feierte du Kleinkinder- sckule das Weilmachtsfest durch eine schöne Bescherung, und die Ernst-Ludw g-Schule veranswl- Jüng. Hund (Serterrier) Männchen, »u verknusen 021ä05 Weidensaffe 7. * Menschen mi t Sch wim mH ä u » ten. Von einem seltsamen Volk, an heifnt Füßen sich Ansütze zu Schwimmhäuten finden, erzählt ein englischer Aolonialdeamter, Monk- ton, in einem soeben erschienenen Buch, ,.Erfahrungen auS meiner Amtszeit in Neu>-Gui^ nea". Dieser saft völlig im Wasser lebenda Stamm heißt Ägajambu. Die Haut der Füße ist bei diesen Menschen „so zart, wie nasses Löschpapier": sie leben in einem Sumpf und sind im Wasser so vollkommen zu Hause, daß sie „in diesem Element ohne wahrnehmbare Anstrengung aufrecht stehen, ohne Den Grund zu berühren. Sie fangen Enten im Wasser, indem sie untertauchen und die Tiere bei den Beinen packen. Ihre Nahrung besteht aus Fischen, Wasservögeln, Sago und den Wurzeln von Wasserlilien. Ihre Lütten sind auf Pfahlen direkt über dem Wasser gebaut; sie halten Schweine unter ihren Häusern in einer Art von Wiegen, die sie in Bewegung setzen; sie füttern die Tiere auf dem Bauch liegend, indem sie ihnen Fisch und Sago durch die Zwischenräume im Fußboden zuwerfcu. Die Toten werden „begraben", indem die Körper auf Pfähle gespießt werden, so daß die Leichen sich gerade über der Wasserfläche befinben". t»iJ 4*ÄS ws1 « Mons N ^^967 ^ sFriedenKtLibllh» JEjeiröer 1914, ü Jj ituat 1921 Iffih i wtb Sinteibiu- dürfen ebenso ivj. y Mich'igmg alle a njrtztauzae.Z m md die ZaM llvnmgen versehe'.!» Ine Tafel hergestellt. r Lich, 23. Dez. Ter biefijt Franen- cho r, der unter Leitung von Frl. Marie ^äger steht, bereitete mit einem Weihn acht s lieber- Abend am Sonntag in bet Stiftskirche einer großen Gemeinde eine Stunde anbad>* iger Erbauung. Eine Anzahl der schönsten bcutjdKn Werh- nachtslieder kamen durch den gut geschulten Thor fim Vortrag. Eintelgesäuge und Trompetersolt rächten Abwechslung in das Programm. Die Be- ildtung erfolgte durch Orgel und Flöte. Ein durch reiwillige Gaben entftxmbener ansehnlicher lieber- chuß wird für die Kirchenheizung verwandt. O Butzbach, 23. Dez Einen schönen Verlauf nahm gestern die Weihnachtsfeier der Realschule, die öffentlich stattsand und sich eines vorzüglichen Besuches der Bevölkerung erfreute. Tie Vorträge des Schülerchors und die Auttüh- runaen der Schüler fanden viel Anklang, beson- • ttn and dergleichen, zurückztoveism. Den Auf- ■beni wird die Bersendimg mit der Post anheim- -stellt. M assen a u s l i efer u n ge n, durch die yx einzelnen Falle die Beförderung im Packwegen 'chwert wird, werden zurückgewiesen. Ferner wrd c der Annahme die Verpackung gcrau geprüft. ' gmstände, deren Natur eine orvnungsmäs.ige lerpackung erfordert, ny'rben, wenn sie mangel, ast -rttodt sind, znrückg-wiesen. Aks mangelhafte Vor- •:tfung gilt insbesondere bei Te'.tilwaren 23er- in Papier unb Umschnürung mit Bind- ÄM. Unverpackte oder mangelhaft verpackte örgenflände, deren Natur keine oder keine ord- rngsmäßige Verpackung erfordert, werden nur cmi angenommen, wenn sie sich trotzdem ^ur itffcbemnq eignen und der 2ll>s-7nder. das Fchlen Ur die Mängel der 23erpackung auf der nketkvrte in dem Raum für „Erklärungen" Uerschrist anerkennt. ** Uebertragung von Schuld- ,uchforderungen. Von zuständiger Seite wird geschrieben: Die Zahl der bei der »eichSfchuldv:rivaLnrng einaech-nden Anträge mf Uebertragung von Sch^ildbuchforderun- rm auf das Konto Reichskasse für Reichs- rstopser nehmen von Tag zu Tag einen größeren Umfang an. Eine sofortige Erledi- riing dieser Anträge ist unmöglich. Die An- ragsteller werden vielmehr wochenlang waren müssen, bis sie die für die Finanzkasse '«stimmten Bescheinigungen erhalten. Auch ^rstLtigungen über den Eingang der Anträge 'önnen nur erteilt werden, wenn den Anlagen Briefumschläge oder P-ostkarten beigefügt sind, die mit Freimarken und der vollständigen Adresse des Antragstellers versehen iind. Es empfiehlt sich, die Anträge eingeschrieben einzusenden. Landkreis Gießen. = Lich, 22. Te». Nachdem Dumverem und streuvillige Feuerw.hr für ihre gefallenen Mr- -lieder schon Ehrentafeln ent,üllt l^rben, hat mn auch der Gesangverein ,,M ä n n e r q u a r- leit' durch ein schlichtes ent>preck)ent>es Erin- ^enmgs-eichen das Andenken 1 einer sieben MU- lliedcr geehrt, die er als Opfer des Krieges ver- :»ten. Die künstlerisch ausgeführte Gedenktafel, t« die Namen und die Phowgraphten der Ge- srüenen trägt, wurde dieser Tage durch eine wür- bigt Feier enthüllt, der neben den Mitgliedern octb die Angehörigen der Gefallenen beiwohnten. il Deuche lhe im, 26. De». Um neue Steuer quellen »u erschließen, wurde üt ixr Ge- nreinderatssitzung am 21 .d. M. d« Ein- itormig einer Einlaß kartonsteuer von 20 Prozent leichloflen. Eine roeitooe Vorlage, welche die Seron-« lebung des reifeuerfreien Einkommens, lonxnl tiifti 6000 Mk. Äerstoisst, Zur bälfte zur G> i«indesteuer vvrsieht, fand gleichfalls Annahme. 3* derselben Sitzung wurde d-m derzeckigen Nacht- iy&fjter eine autzergewöhnluhe Teuerungszulage .tzer u« imhandliche, wenig leicht bewegliche Güter ^ndell, wie Stücke im Emzelgewrch von mehr y 50 Kil-gramm, bewitoers schwterrg zu ver- neitbe, sehr umfangreich? und solch- Güler, die im KrhLltnrs zum Gewicht einen ungewöhnlich großen ibetaum einnehmm, wie Hutschachteln, Korb- «tttn, Möbel, sowoi)! größere, wie Lisch:, Sofas. jfcAnfe, Älaviere, wie auch Klemmöö'l, Stühle ufe„ Drichtmatrcnn, ganze Cefen jeoer Art, Her- und Wolleballen van mehr al5 l‘/2 Mel:r Äuxb 60 fitm. Breite, Holzwolle in losen , lebende Pstanze.i und Bäume m großen ohne feste tzandgrüse, tieitem, Stangen, Letter, Eisen- und Stahlwaren (Stäbe, Röhren ten über 4 Meter Länge, landwirtscha.tlich' Ma *aen), große Bottiche, leere Fäs.er, Körbe, Listen jeagen, unjertegte Sattonfleftelle uno ähnliche Utter, smo nicht anzmiehmen. Ebenso sind Neinere bis zu 5 Kilogramm fattre solche Stücke uf) mit größerem Gewicht, bic infolge ■ ihre: iöt 600 Mk. iugcbilligt. _ -m. Lungen, 27. De-. Am ersten Fetertag müde der ölte st e Etnwohne r unseres StLtchens, Leinrich Seibert, im hohen Alter von 96 3a$ren ju Grade getragen, l^n gwßer Trauer- Hjg begleitete ihn zur letzten Ruhestätte, wo der Vckangverein „Eintracht euren erhebenden Chor als letzte Ehrung fang. . , .. a. Lungen, 24. De». 3n der letzten G e - imeinderatssitzung wurde bet einem er» izuteu Gesuch des Sportvereins Lungen um llleberlassuna eines Sportplatzes aus deit frühere" Beschluß des Geweinderotes verwiesen, wonach die Stabt >ur Zeit nicht in der Sage ist, einen anderen Nah als den Galgenberg zur Bersügung zu stellen. — Elli Gesuch imr Pensionssickerung kmm vom Stadtvorstand nicht zum Vorhinein bewilltgi werden. — Für den Abschuß der Eichhörnck)en, Erchel- txäher und rabenartif.cn Vögeln tmrb ut Anbe- iacht der hol>en Kosten für Patronen eine Er- Lslümg des Schußqcldes bewilligt. — ^te Einübungen tu den Genrepideratsfitzungen Jollen runp auf schriftlichem Wege erfolgen. — Der SchuI^ teienciin wird ausnalpnsweise ein ersatzpllichttger Del rag für Wesichapen von Brennmaterial erlassen. — Das Schleifen des Holzes wird ver- «den. — Einem Gesuch des Polizetdreners um Beschaffung einer Werktags-Uniform durch die Jtodt wird ftotigegeben, tm Jahre 1914 Ut be- s-hlossen worden, daß her Poli-ernener ferne Um- Kim selbst xu fwllen Hal; in Anbetracht der außer., crbentlidten Teuerung wird von diesem Be>ck>lutz ent Ausnahme ymtbt. — Die prozentuale Ei gemalde. Mit dem Dank für bi den Gottesdienst wurde von den Teilnehmern die Bitte verbunden, für die Folge alhW'cb emen solchen am heiligen Abend zu veranstallen und wenn möglich auf 5 Uhr anwfeöen. Bet 11n 26. De^. (WTB) Auf Veranlassung des amerikanischen Senators Mc. Cormick wurde hier am ersten Weihnachts feiertage von den ameri^ kanilÄen Quäkern für 700 arme Kinder eine Weihnachtsfeier veranstaltet. Die Kinder wurden von dem Senator mit Eßwaren, Auchen, £bft, Naschwerk und warmem Unterzeug besäxnlt. Frau Stadtrat Weyl dankte in einer herzlichen Anspruch Mc. Cormick. Der Senator, der selbst zwei Ättwer zu Lause hat, bedauerte lebhaft, daß diese an der eindrucksvollen Feier nicht teilnehmen tonnten. -o- Großen-Linden., 26. Dez Am erston Weihnackststag gab unser Turnverein einen Theaterabend. Die geräumige Turnhalle war nahezu vollbesetzt. Auch aus den Nachbarorten waren der dem milden Weih»«chtSwettcr wieder Bücheriisch. — Fritz DruckseiS. Als Zaungast am L er rgo t kSgar ten. TittLbild von Prof. Neumeyer Verlag von F. C. Mayer, G. m. b. £>., „Deutscher Jäger", München, Bcicnnerstt. 9. — A. von Scanzoni. Dte Ausschreibungen des Lvacinch Pfetterberger, k. b. Loffaqd- aehilfe. Titelbild und zahlreiche JNustratwv.en von Pros. L. tzohkwein (Berleui F. C. Mayer, ® m b. L, „Deutscher Jäger, München, Brtmnerftr. 9.) mit größerem Gewicht, die infolge ihre- tnim llmfanqc3 in erhöhtem Maße der Gll-ibr rj Abhand nlammens «togefetzt sind, z. B. solch' der t-röße von Felopostschacht^ln, Zigarren- hcoung der Villettsleuer werd beichlossen. — Die Don letzt an von der Gemeinde zu erbeb-nto; Lunde- HtueT wird auf 40 Mark pro Jahr festgeietzt. Bis- ?er wurde keine Lundesteucr erhoben. Man gibt sch dec Lofttmng hin, daß trotz der Besleuerirng die Lunde nicht abge'chasft werton — Zur Be- Neuerung des rcichs euerfreicn Cinkommens durch bif Gemeinden nach 2J des Laiuesneuersesttzes rottb beickstofsen. Betrage von 30lX) Mark an zur Besteuerung beranz,'.iziel,en. dies.- Hesteuerung gilt zunächst für das Steuerjahr 1020. Gewandte 13625 Stenotypistin sofort oder später gesucht. Schriftliche Bewerbungen erbittet MickMM-MMmi Verlag GieBener Anzeigers gungs aimt. rm Darmstadt 26. Dez. Der LandgerichtS- oberinspektor Neu.nobel, ein verdienter Beamter, der dieser Tage'nach Gr.-Gerau versetzt wurde unb sich aus dem Fenster sei-er im vierten Stock otogenen Wohnung stürzte, ist feinen Verletztung>m erlegen. Kreis Wetzlar. ' Lochelheim, 22. Dez. Nachdem in der vorigen Wochit ein LaushaltunaskursuSin Schwalbach (Kreis W tzlar) seinen Abschluß gefunden hat, begann am 17. ds. Mts. ein solcher unter Leitung der Kreisbaus Hal tungslehrer in, Fräulein Müller, auch tu unserer Gemeiitdc Die Dauer beträgt acht Wochen. Es nehmen etwa 20 junge Mädchen aus unserem Orte daran teil. Lessen-Nassau. Schlechtes Weihnachtsgeschäft. fd. Frankfurt a. M., 26. Dez. Auf eine Rundfrage wurde übereinstimmend mit- aeteilt, daß oaS WeihnachtSgeschäst sehr schlecht gewesen ist. Gekauft wurden in mäßigem Umfange nur Nutzwaren, dagegen war in Luxuswaren überhaupt kein Geschäft. Die teueren Einkaufspreise erlaubten nur einen geringen Beroienst: vielfach mußte sogar mit Verlust verkauft werden. Großen Schaden fügten den Ladengeschäften die ungezählten Straßenhändler, aber auch die vielen Einkaufsgenossenschaften der Beamten und Betriebe zu, bte sich, wie Rundschreiben beweisen, keineswegs nur auf den Verkauf an ihre Mitglieder beschränkten. Das schlechte Weihnachtsgeschäft werde Betriebstreckungen und Entlassungen zur Folge haben. Eifenbahnräuber. Franfburt a. M., 26. Dez. Seit Monaten wurden von Eisenbahngüterzügen in der Nähe des Bahnhofs Frankfurt-SüdT u ch- ballen in groyen Mengen gestohlen. Am 5)eiligabend gelang es der Etsenbahnkrimi- nalpolizei die Räuber in den Gebrüdern Schärfs, Strahlenbergweg, zu ermitteln und festzunehmen. In der Wohnung des Brüderpaares fand man ein nach Tausenden von Mark zählendes Lager von gestohlenen J-f Kirschrot,2»/,I. l'ijfl f I alt. guter 2td= rfli tliche ü*9*Hle unter Oer SrieieeitTtuniMer forbern BueNirah tobet Ubrerten a i. f. durch die A«ichLft»Nell« kaan dicht «rteUl werden tete erfhrtafia eine OrfbroAßfrtrr in ter Twrito balle des Tumoerein» llrt der fern crroäblUTC Vcr:rav>zfolge kamen die ibiuidv.sdickuung und der WcibnacküSgefaug in reichem Ma^ >u ibtnx Recht Besonderen 2? der Zwerg!em ' von Talcro^, der Serta «ntoführten, unb das ivunberbubldÄ Deilniacht »'Piel „Weltmacht <«n Letdensletn" von- Bleuber-Saser. .Vatber ber 5 «Mumie gtit> gni mit ie einem baloen Pfutrd Loiiigkuckten in. die Deitotachtsferien. nht dem sie das itadtische 2ebensmutelamt bcdacku batte Eine recht gelungene öffentliche Weüm.achtSfeicr bat gestern auch Der Frauenausschuß ter Deutschnational en Volktz- ixxrtet in bei 'unthalle nevanftalUt, deren mein* ertrag der „Lttiderchilfe" zustießt. ES n»r De u t- sche Weihnacht", waS m den nrnfitaliftben und benamatorixfxm Weilnmch: Sau sttt!' r invren ben zahlreichen Besuchern lebendig wurde. Berlin, 24. Dez (Wolffs Der Oberstaatsanwalt beim Landgericht I teilt mit: Die Einstellung des Verfahrens gegen den Hauptmann v. Kessel ist von der Strafkammer des Landgerichts I gegen den ausdrücklichen Widerspruch der Staatsanwaltschaft erfolgt. Der Beschluß ist noch nicht rechtskräftig. Die Staatsanivaltschast l>at dagegen Beschwerde eingelegt. DaS K ammer- g e r i ch t wird darüber zu entfckseiden haben, ob daS Amnestiegesetz vom 4. August 1920 auf die dem Hauptmann v Kessel aut Last gelegten Straftaten Ansvendung finden soll. Dcrmifcbtc». Musikerstreik. Berkin, 26. Dez. Arn ersten WeibnackstSfeier^ tage sind in den Berliner Opercttenbübnen die Musiker in den Strei k getreten. Die Dor- stollungen wurden trotzdem ab^halren. Dio Sänger wurden von den KapeUrneistern am Sllaoicr begleitet. Die Cholera bei Konstantinopel. K o n st a n t i n o p e l, 26. Dez. In eint'* gen russischen Lagern außerhalb Konstantinopels ist die Cholera ausgebrochen. Die Alliierten haben alle nötigen Vorsick)tsmaßregelu getroffen. VulkatMtk^"-uch Neuhork, 25. Tez. (Wolff.) Nack» «lern Telegramm auS Tokio vom 22. Dezember ist ein Ausbruch des VulkanS Asama-Patna aus der Insel Nh»z>v,i erfolgt. Der von Erdstößen begleitete AuSbruch war euer der ht-ttigston, bat man je beobachte, hät. Die Wälder sind nieder- gebrannt, unb röt Dorf wurde vom Lavastrom verschüttet. Di« Zahl der Opfer dürfte sehr hoch nähme am Appell unter Angabe des Namens, U ,. , ■ - -- Wohnort Dienstzeit und Eskadron melden. Mel- Lichterglanze beitrugen bungen find »u richten an Th. Seclmmin, Darm- ^4^bas von der- JF labt, oder Ph. Matthes, Darmstadt, Versor- viele Freunde des Vereins gekommen, linier der szenischen Leitung von Georg KttngeShöter wurde ein Lustspiel von Ä. v. Moser „Das Sttftung-s-- fest" gegeben. Unser Dumveretti hat sirt» xfjon öfter in den Dienst einer guten VolksiaUerhallun« gestellt, unb auch diesmal waren die Besucher durch reichen Beifall dankbar für bat schönen Wend ± 5klein-Ltnden, 26 Tez. Srine Weib- nachtsfeier beging am ersten WeDnachtsabend der Gesangverein „Eintracht" im überfüllten Saale der Deutschen Eiche. Nach kurzen D grüßungö- aorten des Vorsitzenden L. Illch wickelte sich die reichhaltige Feswrtmung bei Dhratervoruhrungeii, Gesang und Konzert ab — Der Verein stistote fernen im Wellkttea g-fallmen Mitglietem cine (Stibenftafel. Ter Entwurf ist von dem Archllekuni W Wötke-Gietzen Btldhauer Berle^Sießc-i hat Vertreters Gesuch. Für den Verkauf von Mineralölen H. Mineralfetten wird von fübbeutfdjer, (eiitimeifäblecr Firma tii*tiecr, ieriäfct Herr «einchl. E0 wollen üch mir bei der Jutztzttrie gut einaefübrrc Herren, unter Aufgabe iwn Referenzen, melbeit AuS- iübrlidje fchriftl. 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Hutchinson ■y ' ^Tihtung 3 In tiefster Trauer: Familie Wilhelm Ph. Schlapp. * Prämiierung. Anläßlich des Bundestages der deutschen Friseure und Perückenmacher in Stuttgart wurde der neuartige elektro-galva- nische Apparat „Liga", ein Spezialapparat für das Friseurgewerbe, mit der goldenen Medaille ausgezeichnet. Elga wird von der Firma L. Wohlmuth & Co. Akt.-Ges., Furtroangen hergestellt, welche durch die Firma Heinrich Niedentha!, Frankfurt a.M.-Süd, vertreten ist. Willi. Jakob. Rn den Eichgärten 37. ;L'jch''Eittheirat in ein Geschäft, Witwe n. auSgeschl., auchausterhalb Gienen. Etwas Vermög, voryd., svät. mehr. DiSkr. Ehrensache. Schr. Ang. u. 021481 nn d. Giest. Anz. Buchdruckerei Nitschkowski Ludwigstr. 4 :: GIESSEN :: Fernspr. 724 isereh 7-Z-X ... .*> fr L.chtwele Lchk Sriv8i-S-vSels-SÄ«le Jemes" ET Irische IF Seefische treffen heute zu wesentlich billigeren Preisen Metzen, Bahnbofstr. 60 rel. 1097. - Gegr. 1909. Beginn neuer llwoc AtzesS- u. 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Ersparnis', hrnzuwcsten, tote wichtig c5 v zeitig zur Behandlung ah bring Säulen, der Geistlichen, d rernrncn. einer Behandlung, auch wenn sie lnngw sind immer gering im Bergleich zu denen kerei >wski t :: Ferner. 721 Die Kalkner aufLinöenhöhe Roman von Reinhold Ortmann. und dem Blute nicht mehr ausgenommen worden sind." „Sehr richtig, Derr Softer! Ihre Erklärung deckt'sich vollkommen mit den Ausführungen des Herrn Prof. Dr. Dosters, der mit der ^Nachprüfung deS von dem Neustädler Gerichtschemiker gefundenen Ergebnisses betraut worden ist. Es ist gelungen, nach drei verschiedenen Untersuchungs- methoden aus dem Mageninhalt der Leiche vier Tropfen reinen Coniins herzustellen. Und Professor Dosters zieht daraus den Schluß, daß der Leteicken mindestens zwölf Tropfen des Gistes beigebvacht worden sind. Halten Sie diese Menge für unbedingt ausreichend, einen Menschen zu töten?" ,Man tötet ein Kaninchen mit entern Tropfen, „Wenn der Apotheker, in dessen Gewahrsam ich das Gefäß befand, solche Erklärung nicht geben kann, tote sollte dann ich dazu kommeni „Ich frage noch einmal: Ist es ganz midenk- G»r, daß Sie bei der Bereitung der BeruhtgungS- mopfen für Frau Jalkner statt der Flafche mit hr Morphiumlösung versehentlich das Eornrn- sTäschchen herausgegriffen haben könnten?" - Es ist undenkbar. Die Morphium flasche tsr rirnd'estens um das Zwanzigfache großer als dies Möschen hier, und ich wiederhole, daß ich mich i hr sorgsam über die Aufschrift vergewtßert batte. Außerdem würde sich mir das Conun sofort durch j Traten schr charakteristischen Geruch verraten gaben." „Was sagen Sie nun, wenn ich Ihnen mit- ttile, daß Fvau Falkner nach dem Ergevnts der Unteriudxinig an Conün-Bergiftung zu Grunde gegangen ist?" „Was soll ich dazu sagen? Ich kann hdd)fhm3 meiner Bewunderung für die Darren Ausdruck «eben, die das hevausgebracht haben, ^enn es gibt memes Wissens niclM schwierigeres als den Äachweis eines flüchtigen Alkaloids im toten menschlichen Körper. Es ist das Wesen aller narkotischen Gifte, daß sie unmittelbar in die 2äftemasscn, vorzugsweise in das Blut über» achen und dadurch ten anderen Organen, besonders Sem Nervensystem zugeführt werden. Im Magen- Vermieter her § 550 B.GB Hat der Vermieter den Mieter auf die Sertraoeroibrigteit baigaviesen und ibn ausflefvrdert, davon Abstand zu nehmen (Abmahnung- und setzt der Mieter trotzdem den ixt* irages widrigen Gebrauch fort, so kann der Ber- mieter auf Unterlassung klagen, womit eine Strasandorhung nach §890 der Zivilprozeßordnung verbunden werden kann. Dvndelt es sich um einen vertragswidrigen Gebrauch durch den Mieter, welcher die Rechte des Benni llerS in erheblichem Maße verletzt, so taut der Vermieter, wenn der Mieter trotz Abmahnuwf sein vertragswidriges Derbalten nicht aufgibl, nach § 553 B.G B. fristlos kündigen, doch dürfte die Turchführumg der Kündigung zur Ztttt wie bereits) oben erwähnt, aus besondere Schwierigkeiten stoßen. Aus olle Fälle ist aber die M icter sckadcns- ersatzpflichtig, wenn er schuldhaft seine Ver- ttagspflichten verletzt, oder eine unerlaubte Hand- lnng begangen hat. Diese Schadensersatzansprüche wegen vertragswidrigen Gebrauchs können regelmäßig, erst nach Ablauf des Mietvertrags geltend gemacht werden Im Interesse des Dermietms ist der Mieter verpslickstet f§ 545 B.G.D.) den Ersteren auf hervortretende Mängel und Gefahren sowie Eingriffe anderer aufmerksam zu machen, damit der Vermieter rechtzeitig abhelsend eingreifen kann. Vernachlässigt der Mieter schuldhaft die An- zeigepfticht, so kann der Vermieter ihn für den Schaden verantwortlich machen, welche infolge der Unterlassung dem Vermieter entstanden ist. Ter Mieter ist aber nur zu einer Anzeige verpflichtet, nicht dagegen die Geschäfte des Vermieters zu führen, z. B. die Reparaturen selbst vornehmen zu taffen; dagegen ist er berechtigt dazu, wenn der Vermieter mit der Beseitigung im Verzug ist (§ 538 Abs. 2 B.G B ). bar aufdrängen muß, so bleibt doch noch die Frage zu beantworten, welche Beweggründe Sie zu einer solchen Tat veranlaßt haben könnten. Auch dafür fehlt es schon nach den bisherigen Untersuchungs- ergebnissen nicht' an einer Erklärung. Ihre Be- txnintung, daß zwischen Ihnen unb ter Frau Falkner keine näheren Beztehungen bestanden hätten, verdient um so weniger Glauben, als Sie sie durch ine Ableugnung naäsweiÄicher Tatsachen ;u stützen versuchen. Sie geben an, daß Frau Falkner Sie nur einmal in Ihrer Wolmung ausgesucht habe. Es ist aber festgestellt, daß dies imeterholt und mit Heimlichkeit geschehen ist und daß Frau Falkner auch am späten Abeiü) des 14. Juni bei Ihnen war. Sie leugnen weiter, am Abend ihres Todes mit ihr zusammen gewesen zu fein, während drei einwandfreie Zeugen ausfagen. Sie rn Gesellschaft ter fangen Frau, und zwar in sehr erregter Auseinandersetzung mit ihr un sogenannten Rabenholze, einer einsamen Gegend an ter Pen- pherte von Tiefenbronn geiehen zu haben. Ob Sie mit ihr in Streit geraten waren, oder ob die beiderseitige Aufregung eine antere Ursache hatte, steht vorläufig dahin. Ebenso muß es Sache des weiteren Beweisverfahrens lern, fefauftdlen, ob Sie ihr das Gift schon am 14. Juni oder vielleicht erst an jenem Abend übergeben haben. Eine einfache Ableugnung all ter belastenden Umstände aber, die ich soeben aufgezählt habe, ist jedenfalls nicht mehr geeignet. Sie von dem am "Ihnen ruhenden Verdacht zu befreien. Und io fordere ich Sic denn m Ihrem eigensten Interesse noch einmal aas, ter Wahrheit die Ehre zu geben und den wahren Sachverhalt freimütig darzulegen. Was haben Sie darauf zu ernritem?" „Nichts." (Fortsetzung folgt! Nückgrat- Knochen> X'ä hm untern Sinne zu wirken, bau durch gen, angeborene Mißbildungen (Klumpmß Düfte Verrenkung!>, Verlust von Gliesmas.en. Bei luirTiamcr 3u,ammenaib.*i't nnrb es gelingen, eine große Anzahl von KVüppeln von ihrem Krüppcllurn ganz zu befreien, oder sic wenigstens soweit zu bessern, daß sie einen Beruf ergreifen und ihr Brot selbst verdienen können. Taburd) machen wir viele dieser fBeteucrn3merlcn zu miß* lieben Mitgliedern der menschlichen Gesellsck>aft und werten Staat und Gemeinde große kosten ersparen, was gerade in unserer sckfweren Zeit erstrebenswert ist. 6in künftiger Steuerzahler leistet der Allgemeinheit mehr als ein Almosenempiäiigrr. Die Beratungsstellen befinden sich für die Provinz Oberhessen in G i eßen , Fricdrichstr. 13, Sprechstunden icten Donnerstag von 3—4 Uhc. Mit der Abhaltung der Skvatun^uunten sind auf dem Gebiete der >ttüppell)ellkuiite- cifabrr-te Fachärzte süc Orthopädie beauftragt worden. Es ist zu nrünfdjen, daß die Bevölkerung im Interesse dieser Armen Gebrauch von dieser neu» gcfdxrfTeilen Wohlfahrlsemiisttung macht Handlung viele .'Irüppel g 'fit oter arte fiert werden können. Vor allem ist immer wieder teirau! lickrcn Fürsorge zur Last fällt, dauernd । werden müffeii. Tie wiäuigsteii KnipveUeiden sind: Verkrümmungen Rackv.tis!), cinoniiche und Gelenkentzündungen Tuberkulose!' Derr Amtsrichter." Eberty lehnte sich in seinen Sttchl zurück. -,Ehe ich Jhiiss Aussagen protokolliere, bitte ich &ie, mir noch einmal aufmerksam zuzuhören. Fron Signe Falkner ist gestorben, nachdem fte eine Arznei genommen die sie rtach ihrer Erklärung von Ihnen erhalten, und deren sie sich offenbar bis M jenem Augenblick noch nicht bedient hatte, auch wenn sie schon feit cimger Zeit in -hrem Besitz gewesen fern sollte. Sie lxrben im Gegensatz zu Ihrer ersten unrichtigen Angabe zugestanden, diese Arznei in Abweienteit des Apothekers Brandt und ohne sein Wissen in testen Ossizin angefertigt zu haben. Ste behaupten, es habe sich um ein harmloses Mittel gehantelt, und zwar um Baldrianttopfen mit einem genngrügi» qen Zusatz von Morphium. Nun steht aberjeu und wird von Ihnen nicht geleugnet, daß sw dem Giftschnmk der Apotheke etwas entnommen teoen. Sie erklären, es sei eben jene winzige ^.ons Morphium gewesen. In der Leiche ut aber eine kann als feststehend angesehen werten, daß dies 1 Überaus wirksame Gift den Tod herbeigesührt hat- i Taß sich Frau Falkner das Eoniin in selbstmör- i terischer Absicht selbst verschafft haben könnte, 1 scheint nach ter Jjage ter Tinge völlig ausgeschlos- । seit, ganz 'abgesehen davon, daß nach den Be- ' kundimgen ihrer Angehörigen Grünte für einen Selbstmord nicht vorhanden waren. Nun waren Sie außer Brandt ter einzige Mensch, ter von i dem zufälligen Vorhandensein des Giftes in ter Apotheke „zum goldenen Engel" Kenntnis hatte, und Sie waren besser als irgend jemarib hier un Otte von ter Art seiner Wirkung unterrichtet. Nach der g!>.nibwürdigen Aussage des Apothekers ist ter größte Teil seines geringen Eoniin-Vorrates auf rätselhafte Weise verfcheöunten. Unb da er angibt, daß ter Giftschrank trotz des im Schlosse 1 steckenden Schlüssels niemals ganz unbeaufsichtigt war, kann nach ferner Ueberzeugung die Entwendung des fehlenden Quantums bei keiner anderen Gelegenheit erfolgt fein, als während Ihrer Dan- tierung. die er von seinem Beobachtungsplatze aus gegen Der osten stehenden Schranktür nicht in allen Einzelheilen verfolgen konnte. Es liegt also Le- nügaiter Grund zu ter Annahme vor, daß tote sich entweder vergriffen haben oder — da Sie diese Möglichkeit bestreiten — daß Sie ter Arznei das (Sonim absichtlich zusetzten. Auch Ihre An- gabe, daß es sich rn ter Daupttache um Baldttan- tropsen gehandelt, findet in den ärztlichen und ck'emischen Gutachten keine Bestätigung, da kaue Spur dieser Arznei in ter Leiche gefunden worden ist. Uebngens würde sich, als sich ftn Sterbe- zimmer ter Inhalt des vertretenen Fläschchens auf den Fußboten entleerte, ter Baldrian durch fernen eigentümlichen unb ganz unverkennbaren Geruch sofort verraten haben. Wenn somit der, Verdacht enter vorsätzlichen Tötung sich unabroeitel Mus -er Tätigkeit der hündeirlarnmer Gietzen. G i e ß e n, 26. Dez. 1920. Zu den Gesetzentwürfen über die Sozialisierung der K o h I e n to i r t f d) a f t, die Regelung der Arbeitszeit gctoerblicter Arbeiter, die Betriebsdilan; unb über bie, Entsendung von Betrieteratsmitgliedern in den Aussiästsrat wurde Stellung genommen. (temcin» sam mit den übrigen hessischen Dandelskammem hat sich die Dandclskammer sür eine Derabsctzmig eines Portos für Postkarten ausgesprochen. — Bel dem Reid'svettehrsminiiteirum wurde die Ermäßigung der Tarifsätze sür Roh- braunkohle befürwortet. - Aus An nag ter Kammer Hal der Dessische Dandelskammertag die Aufhebung ter Bekanntmachung übet den Verkehr mit Zentrifugen und Buttermaschinen angeregt. — Eine Anfrage des Dess. Landes- Arbeits- und Wittschastsamts gab der DantelS- kammer Gelegenheit, die einseitige Bevorzugung außerheffischer Unternehmungen bei ter Derstel-, lung von Licht und Kraftanlag en fest- zusttllen und sich für die Deranzrehung ter einheimischen Fftmen einzusetzen. — Wegen die V e r -. lorgung der landwirlschastlichen Bevölkerung mit Textil und Schuhwaren durch Organisationen ter landwirtschastt lieben Zenttalgenossenichaft ist im Interesse des ansässigen Dandels Einspruch erboten Worten. — Die Errichtuiig einer R eichs Wirts cha s t s- bank konnte die .DandelsKammer nicht gutheißen. — Den wiederholten gemeinsamen Vorstellungen ter hessischen Dandelskammern ist es gelungen, eine kleine Erhöhung des Staatszuschusses zu den Kosten der kaufmännischen Fortbildungsschulen zu errcita. — Mit dem Fortfall des Staatszuschusses ;u den Kosteri der Dandelskammern haben sich die Dantelskammern nur unter der Bedingung einverstanden erklärt, daß ter entfallende Bettag dem kaufmännischen Unterrichtswesen zugute kommt. — Die Bestrebungen auf Schaffung einer Lichtbildzentrale, deren Ausgate es sein soll, an die hessisckren Gewerbeschulen Lichtbilder und Fllme für Unterrichtszwecke zu liefern, sind unterstützt worden. — Die Zulassung von Rechtsanwälten bei den Kaufmanns- und Ctetoertegerlebten wurde befürwortet; hingegen konnte ein Bedürfnis für die Wahl von Proku - ideW id° .Jl »ieBen tiePhO:i Iß-, ;ieh«eMriti ■£?? von BchLxn an Fenstern, Oesen, Aoiett- aniagtn ufto. ^crmlctrr vertragswidrig Mängel und durch Mahnung in Verarg ge- 1 bst zu beseit i gen ^538, Abs. 2 B.G.B.1 ohne dies noch vorher Mi- I i Orvtert zu müssen und kann Ersatz ter Auf- ^CSU^sa]L^Iawn' welche er hat machen müssen tf 2 Surt* ^"uahrne von Dandwerkern). Soldxm durch Abzug von der Miete ver- ichasfen, falls dies nicht ausdrücklich im Mietverträge untersagt sein sollte. War der Vermieter mit der Beteiligung eines ten vertragsmäßigen Gebrauch auftetenten ober r,C17lcn^TtiaL1^a:nye^ 'n Verzug gekommen, fo tarn ter Mieter Ersatz des Schaden s verlangen, welcher ihm entstanden ist B., daß er ten Derd nicht benutzen konnte). Ter Berrnieter ist weiter schateiisersatzvslichtig, wenn ein Mangel ter vorbezeichneten Art schon zurZeitdesÄb- !^? des Mietvettrages vorhaiideii war (z. B. Banssälligteit, Schaden ter Wasser- oder Gasleitung) oder zwar später entstanden ist, jedoch infolge eines Umstandes, welchen ter Vermieter zu Der treten hat. Eine Schatensersatzvsticht des Vermieters kommt auch dann in Frage, wenn er zwar nicht ten Mietsvertrag verletzt, aber sich einer u n- ?^T-.»ubten Dandlung schuldig gemackst hat (§823 sg. B.G.B.) z. B. die Zugänge zur Mietwohnung während der allgemeinen Verkehrszeit nicht in Ordnung (z. B. frei von Winicrglätle oder gehörig beleuchtet) gehalten hat. Von derartigen Pflichten pflegt ter Vermieter sich bisweilen im Mietverträge freizuzeichnen und sie dem Miet'.r aufzuerlegen. Dat ter Mieter vereinbarungsgemäß die Mietsache, „abgesehen vom natürlichen Verschleiß", in temseüiQi Zustand wie übergeben, zurückzugewähren, so ist damit vom Mieter noch tne tadelfreie Uebergabe der Sache an ihn anerkannt, und ter Vermieter bleibt zir Jnstandh ütung derselben während ter Miet;eit verpflichtet. Der Mieter hat auch in diesem Falle während der Mietzeit diejenigen Abnutzungen und Schäden, die nur durch natürlichen Verschleiß verursacht sind, nicht aus seine Kosten beseitigen zu lassen, sondern nur Schäden, die auf antere Weife entstunden sind. Erleiden Familienangehörige des Mieters durch ge-- sundheitsschLdliche Beschaffenheit der Mietwohnung Nachteile, so Fann ter Mieter nicht nur Ersatz des ihm selbst hieraus erwachsenden Schadens verlangen, smidern es kann sich in der Regel auch der erkrankte Angehörige wegen seines Vermögens- fd>aten<8 an den Vermieter l>alten, weil für gewöhnlich die Absicht zu unterstellen ist, daß Mieter beim Abschluß des Vertrags auch die Interessen seiner Angehörigen wahrnehmen will. Insoweit durch Verletzmig ter Ehefrau des Mieters ter Ehemann aus seiner Unterhaltspflicht erhöhte Ausgaben hat, hat er aus dem Mietvertrag auch einen unmittelbaren Schatensersatzanspruch an den Vermieter. Läßt ter Vermieter durch Handwerker in den Mieträumen Reparaturarbeiten aussühren, so haftet er dem Mieter für ten Schaden, der aus einem Verschulden ter Handwerker entsteht. Andererseits haftet der Mieter z. B. für Schäden, die bei dem Umzug durch die Möbel trans Porteure verursacht werten (ter Hauseigentümer tarnt sich aber nicht direkt an diese halten, weil sie mit ihm nicht in verlöre». G. Bel« Bixlrlmwluwlfl [ Vereine Mittwo», ben t I abb5.8Ubr,im1i" WeihnachtsM 13®My$ieW Ten Beratungsstellen, dauptsächliw ater auch ten genannten zur Mitarbeit deranzuziehenden Behörden und Pen'onen liegt eS ob, ausklärend m Aus Liefen. Die Sterblichkeit in Hessen. Bemerkenswerte Zahlen gitt oie Lindes- statistik in ihren neuesten Mitteilungen über die Bevölkerungssterblichkeit bekannt. Danach sind besonders gefährdet die Frauen gegenüber den Männern im Alter von 10 bis 14 Jahren unb im Alter von 20—39 Jahren. In diesem Alter übertrifft die Serblichkeit der Frauen die der Manner. Dann aber dreht sich das Verhältnis um. Vom 40. bis 69. Lebensjahr ist die Sterblichkeit der Männer höher als die der Frauen. Im Alter von 70 Jahren und darüber gleicht sich der Unterschieb aus. Man kann im allgemeinen sagen, baß yerabe bie jüngeren Altersgruppen burch bie Folgen bes Krieges mehr gelitten haoen als bie alteren. Die größte Aufmerksamkeit unb Fürsorge wäre also, abgesehen von ben kleinen Kindern, den Jugendlichen, insbesonbere ben Mäbchen, währenb ber Entwicklungsjahre und den jungen Müttern zu schenken. Bei der Todes- nrsachenstatistik ist es auffallend, daß trotz aller Nöte ber Zeit bie Jahl ber Selbst- morbe bei ben männlichen Personen in Hessen von 247 im Durchschnitt vom Jahre 1911/13 nm etwa 80 gesunken ist, wäyrenb sie bei ben weiblichen Personen um etwa ein Dutzend ftie(L Die größte Zunahme ber Sewstmorbfälle zeigt sich bei ben weiblichen Personen im Alter von 15—30 Jahren. Krüppclsürsorge In Hessen. Infolge der langdauernden Hungerblockade haben auch die Krankheiten, die den Menschen mit Verkrüppelung bedrohen, Rad>itis und Tuberknlofe, stark angenommen. Tiefe zunehmende Verelendung imfereS Volkes macht eine systematisch Krüppelfürsorge notwendig. Um auch in Hessen die Krüppelfürsorge möglichst wirksam ;u gestalten, sind in ten drei Provinzial Hauptstädten Tarrn stadt, Mainz und Gießen Bevatungs- und Fürforgestellen für Krüppel eingerichtet worden, wie sie sich auf dem Ctebietc der Lungenkranken-, Säuglings- und Gc- schledckskocmkhitenfürsorge bereits bewährt haben. Ausgabe dieser Stellen ist es. Gefährdeten Ratschläge zur Vermeidung von Verkrüppelung zu erteilen, heilbaren Krüppeln fachärzllicsie Beratung zuteil werten zu lassen, die für die Turck>- fi-hrung des ausgestellten Hellplanes erforderlichen Mittet von den zllständigen Stellen auszubringen, schulungsbedürsttge Krüppel einem Krüvvelheim zn- znführcn. Wesentlich dabei ist, tne Krüppel möglichst frühzeitig einer Beratung und Bchwwkuna zuzuführen, ba etnerfeits durch geeignete vorbeugende Maßnahmen schon von toorrtberein einer Verkrüppelung vovgebeugt werten kann, andererseits die frühzeitige Behandlung des Krüppels die war möfftn Vermieter und Mieter vom Mettecht wiffrn? Bon H. Kirchner -Gießen. DaS Mletcecht ist im Bürgerlichen Gesitzbuch it ten 535 bis 580 behwiüelt. Infolge ter •arch den Steieg gefd)affenat Berhältntsfc ist eine ''Erweiterung bzw. Ergänzung dieser Befttmmungen ^tth Mietcrschntzverordnungcn usw. eingetteten, - e sich aber meist mg vom 25. November 1905 ausgesprochen, i>ch ter Mietverttag im Zweifel zum Nachteil M Vermitters auSzulegen sei. Mehrere Vermieter können die Vettragsrechte l nur gemeinsam ausüben. Miteigentümer eines Dauses können deshalb die Miete nur gemeinsam lftziehen. Wenn der Vermieter nicht voll leistet, so inaucht ter Mieter auch entsprechend nicht die volle Gegmleistung zu machen, d. h. er braucht nickst tat vollen Mietzins zu zahlen, er kann den Miet- ,ois entsprechertd mindern (§ 537 BGB.). Es liegt t der Natur ber Sache, daß namentlich über die Höhe ter Minderung wohl stets Streit entstehen Ivikd. Die Behauptung, ter Mieter habe die Woh- rimg besehen und in gutem Zustand betonten, I irbet ihm zwar die Beweislast auf, scUießt ater ! tt Minderungsbefugnis nicht aus. Der Mieter wird oft nicht gleich mit fernen l 3:anftant)uiigen hervottreten, sondern Watten, bis I bi? Mängel unerträglich werden. Ob er bann r och Abzüge rnad-en kann für bie frühere Zeit, bärgt von den Umständen ab unb wirb meistens b Wanduhren kaufenwill, kann dieselben bestellen bei 021503 Karl Stelnmiiller, Rodbeim a. d. B., Linsengasse, letztes Haus l. Katalog am Platze, z. spr. jed. abend u. Sonntags. fleir.: üit v>e' So? ynb®f jeiintm» Vermischtes. — Der HuMor im Weihnachtsge- schenk. ■ Fritz Reuters Geschichte vom Kutsch- bocki der, in vielen Exemplaren bem Ahnungslosen zu Weihnachten geschickt, in klassischer Werse zergt, „wat ut eite Ueberraschung rat komnten kann schlldett 'die neckischen Streiche, die der Kobold des Schenkens zu Weihnachten Manchmal ausfühtt. Dieser Kvbold spielte Mark Twain kurz vor seinem Tode einen Stveich, über den sich ganz Amerika amüsierte. Sein Verleger Collier schrteb einige Wochen vor dem Fest seinrat erfolgreichsten Autor, 'er werde ihm diesmal eine ebenso schone tute eigenartige Gabe spenden: einen Elefanten! Der Dichter war über diese Aussicht necht gerade entzückt, aber er konnte fernen Verleger ntcht beledigen. mtb gab daher entschlössest den Auftrag, die Automobilgarage in ein Elefanteithans zu verwandeln, damit der langrässiltge Gast gute Aufnahme finden. Noch ein paar Tagen kam eine Wagenladung Heu „für den Elefanten Mtt Mr. Colliers besten Empfehlungen", tmd kurz darauf stellte sich Mark Twain ein imponierend drem- schaurader Herr vor: „Professor May, gelernter Elefanten Wärter". Die Zeitungen berichteten über den Weihnachtselefanten, und alles war in größter Spannung. Dem großen Humoristen selbst aber war etwas unheimlich zu Mute, denn er ahnte Schlimmes: am Weihnachtsabend tarn' der Elefant richtig an: eine lebensgroße Attrappe aus Pappe! Mark Twain, der ewige Spötter, war d«smal angefühtt. 1 An eine wunderliche Weihnachtsgabe Carlyles erinnert ein Zettel, der sich in seinem Nachlaß vorfand. Er tautet: „Hier die Anweisung auf einen Waschständer für die reinltchste der Frauen. Segen für ihr hübsches Gesicht, und Möge es immer so blitzsauber vor Fröhlichkett fern, rote es mir teuer ist, sauber oder tricht. Th. Carlyle, 25. Dezember 1850." Beigefügt war ein Fünf- psimdschein, und das Ganze ist ein Zeugnis für die Vet^eßlichLeit des großen Mannes, der erst am Morgen des ersten Feiertages sich daran erinnerte, daß er den von ferner Frau gewünschten Wasch- ftänber nicht gekauft habe. Frau Jane hat sich wohl oder übel den „Mahagoniwaschttsch Mit Mar- Mo rplatte" selbst kaufen müssen. ♦ Der Umgang mit dem Regett- schirm. Regenschirme find heute so sündhaft teuer, daß man sie als einen iSck.atz mtt besonderer Sorgfalt behandeln muß. Der Umgang mit dem Regenschirm liegt aber von jenen glücklichen Tagen her, da man für ein paar Mark einen neuen erstehen konnte, sehr im Argen. Deshalb werden einige beherzigstswette Regeln für die Erhaltung dieses teuren Stückes willkommen sein. Man spanne einen Regenschirm niemals zum Trocknen auf, denn dadurch werden sowohl die Stangen wie der Bezug sehr angegriffen, und der also behandelte Schirm zeigt sich höcföt widerspenstig, wenn man ihm nachher eine schlanke Form geben will. Vor allem aber rolle man niemals einen nassen Regeir- sck.irm zu, denn dann kommt er unwiderruflich ganz aus der Fasson. Die einzig 'richttge Art, um einen nassen Regenschirm zu ttocknen, ist die, daß man ihn leicht schließt und ivgendtvo so aufhängt, daß dre Spitze nadj unten kommt. Wenn der Schirm ziemlich trocken ist, dann kann man ihn falten und ins Futteral stecken. Der seidene Regen- sckärm erfordett eine noch sorgfältigere Behandlung als sein baumwollener Bruder. Diesen Aristokraten der Schirme darf man, so lange er feucht ist, niemals in einen Ständer stellen oder in btefem Zustand gegen die Wand lehnen. Beim Tragen hüte man sich davor, öhn in der Mitte zu umspannen. Durch die unsanfte Berühnmg unserer Hände, wird das zarte Gebilde gedrückt und ^etinitlgrt,, ja häufig sogar in seiner Farbe imgürtfttg, beeinflußt. Stets brate man daran, daß der Griff derjenige Test nach dem 28. Februar 1921 mit 10 v. H. der festgesetzten Steuer belegt. So wett Vordrucke für die Erklärungen nicht bis Ende dieses Monats den einzelnen Pflichtigen zugestellt such, werden bis zu 2 Stück an Amts-- stelle ausgehändigt. Ferner wird darauf hingewiesen, daß alle gemäß §22 U. St. G. ausgestellten Beschemigungen (Weiterveräußerungsbescheinigungen) mtt bem 31. Dezember ihre Gültigkeit verlieren. Anträge auf Ausstellung einer neuen Bescheinigung (Nummer) siich bei dem zuständigen Finanzamt ein- zureichen. Die Finanzämter (Umsatzsteuerämter) Gießen, Butzbach, Grünberg, Hungen, den 27. Dezember 1920. 13682V Büchertisch. — Friedrich Theodor Vischers aus* gewählte Werke in acht Tellen sind in Hesses Teutscher Klassiker-Bibliothek erschienen (Vertag Hesse & Becker, Leipzig; Preis der drei Bände 36 Mk.). — Ter Schwabe Friedrich Theodor Vischer war ein kerniger Tichter und ein echt deutscher aufrechter Mann. Münche glauben, er wende sich nur mit seinem Roman „Auch Siner" >mt eine größere Leserfchar — seine übrigen Werke seien für eine kleine, gewählte Gemeinde bestimmt. Nichts ist falscher. Er ist einfach, schlicht und leicht verständliw. Wer die „Epigramme ans Badett- Baden" und den berühmten „Schartenmayer" liest, der wird erstaunt fein, wie zeitgemäß diese Dichtungen sind. — Seine Faustparodie ist stellenweise Kinn Schreien. Und feine Aufsätze sind bet aller Tiefe so klar imb durchsichtig, daß sie auch dem L-aien reidjen Genuß Bieten. — Deutscher I ägerkalender 1921. Verlag von F. C. Mayer, G. m. b. H. „Deutscher Jäger", München, Briennerstt. 9. totale®* Schiller noilSeliimoee werden erfolgreich gefördert und vorbereitet für alle Schulprüfungen u. Klassen höherer Lehranstalten im 1SM1 Die braunschweigische Entschädigungsfrag«. Berlin, 24. Dez. Nach einer Blätter- meldnng aus Braunschweig bezeichneten bii rechtsstehenden Parteien im Braunfchweigei Landtag die Abfindungsforderung des früheren Herzogs als außerordentlich hoch. Sic verlangen, daß von der juristischen Fakultäl einer Hochschule ein Gutachten eingeholt werde. Polen und die Randstaaten. Kopenhagen, 24. Dez. (WTB.) Wie „Nationaltidende" aus Helsingfors berichtet, hat nach dort eingetroffenen Meldungen die polnische Regierung sich der Aufnahme der neuen Ostseestaaten in den Völkerbund widersetzt. Diese Meldung rief in Helsingfors berechtigtes Aufsehen hervor, da man ange- nommen hatte, daß sich gerade Polen für die Aufnahme der Randstaaten eingesetzt habe. Der mssisch-finnische Friüiensvertrag. Kopenhagen, 24. Dez. (WTB.) Wie die „Nationaltidende" aus Helsingfors meldet, ist die Abreise des finnischen Abgeordneten nach Moskau zur UnteczeichnMg bei russisch- finnischen F riedensver- -träges hinausgeschoben worden. General Wrangel in Toulon. T 0 u l 0 n, 24. Dez. (WTB,) Havas. Del Panzerkreuzer „La Provence" ist heute nur gen mit der Familie des Generals Wran- gel hier eingetroffen. ______ Bekanntmachung. Betr.: Die Entrichtung der Umsatzstwer für das Kalenderjahr 1920. Auf Grand des § 144 der Ausführungsbestim- mimgeiT zum Umsatzsteuergesetz werden die zur Entrichtung der Umsatzsteuer verpflichteten Pev- fonen, die eine selbständige gewerbliche ober berufliche Tätigkeit aus üben, die Gesellschaften und (Duftigen Personravereinigungra in den unterzeichneten Dirastbezirken aufgefvrdett. die vov- geschriebenen Erklarungra über den Gesamtbetrag der steuerpsiichttgra Entgelte im Jahre 1920 bis spätestens Ende Januar 1921 dem unterzeichneten Umsatzsteueramt schriftlich einzureichen ober die erforderlichen Angaben