Nr. 253 Der SIthener »uzew« erscheint täglich, außer Sonn- und Feiertags. BqugsprHfe: Monatlich T.orh 3.60 undMK.-Eräg-rloh», vierteliohrlichMalk 10 80 undMK 195Trägerlohn; durch die Post viertel, jährlich Mark 12.-» ausschließlich 'Lestellgeld. ^ernsprech. Anschlüsse: sürdieächriftleilung 112 ; Verlag,Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnach« richten: rroz-t-er Stehen. p»#fd?e Storno: jronffin a. m. UM6 UO. Jahrgang Mittwoch, 27. Gltover 1920 "4 General-Anzeiger für Gberhefsen vntck nnb Derlflg: Vröhl'fche Univ.-V»ch- und Steittfrriderei H Lallge. 5chrWrituu-, SeschästrsteLe und Druderei: Zchnlftratze 7. Annahme v<:. gen fir d.e Tagccnurnmer bis zum Nachmittag vorher ohne jede Verbindlichkeit. Preis für l mm hohe für Anzeigen o 34mm Breite örtLd) 33 Pf., auswärts 45 Ps.; für Reklame. Anzeigen von 70 mm Breite 1.30 Vf Bc> Platz, Vorschrift 20" „ Aufjrdlag. Hauptschristlciter: Aug. Goch. Verantwortlich für Politik: Aug. Goetz; für den übrigen Teil! Dr. Reinhold 3cn3; für den Anzeigenteil: tz. Beck, sämtlich in Gießen. Autonomie für Oberschlesien! Autonomie Oberschlesiens innerhalb des Deutschen Reiches, aber ausserhalb Preußens, das ist kurz Umrissen der Plan und der Wille der Reichsregierung. Noch kürzer: Umwand lung in einen Bundesstaat. Diese Umwandlung muß so rasch wie möglich versprochen werden, um den Ärgernden bei der kommenden Abstirnmung oen Rücken für die deutsche Wahl zu stärken. Aber man darf nicht übersetzen: Die Umwandlung berührt Preußen unb Deutschland, ihre staatsrechtliche Gestaltung und ihre Entwicklung bis in die Grundsesten. Es wäre unnatürlich, wenn eine so folgenschwere Entscheidung nicht vielfache Bedenken und heftigen Widerstand, besonders in preußischen Kreisen verschiedener Parteirichtungen hervorriefe. Man kann aber demgegenüber nur immer wieder darauf Hinweisen, was geschähe, wenn es nicht zur Autonomieerklärung käme. Dann nämlich wächst sofort der Freistaat-Gedanke zu aefährlicher Stärke an. Man kann ihn auch die „Neutralisierung" Oberschlesiens nennen. Die Polen unterstützen die Freistaatbewegung überall da, wo sie nicht auf eine vollständig polnische Gesinnung stoßen. Durch versteckte Propaganda, die nicht selten unter dem Deckmantel der Deutschfreundlichkeit erscheint, suchen sie die Schwankenden, die Harmlosen und die durch die verworrene Lage nicht Klarsehenden zu verwirren und auf ihre Seite zu bringen. Sie finden hierbei bei denjenigen katholischen Geistlichen bereitwillige Unterstützung, die polnisch gesinnt sind, aber ein offenes Eintreten für Polen scheuen. Neuerdings greift die oberschlesische Freistaatsidee auch auf unbesetzte Teile Schlesiens über und wird von Oberschlesien aus syste- matisch geschürt, weil man in Oberschlesien erkannt hat, daß ein Freistaat Oberfchlesien ohne weite landwirtschaftliche Teile Mittel- sttzlesiens nicht lebensfähig ist. In den unbesetzten oberschlesischen Kreisen links der Oder ist auf dem flachen Lande die Propaganda für eine Losreißung vom Deutschen Reiche und Angliederung an einen zu bildenden Freistaat Lberschlesien unter der Parole „Los von Deutschland" wirksam gewesen, ebenso ist die Bewegung in den Kreisen Namslau und Aroß-Warten berg festgestellt worden. An die alliierte Kommission in Oppeln sind aus verschiedenen Orten des unbesetzten Gebietes bereits Anträge ergangen, die um Zulassung mir Abstimmung in Oberschlesien bitten. Die Bewegung bildet eine große Gefahr für den Bestand des Deutschen Reiches. Dieser Gefahr gegenüberzutreten, hat die deutsche Regierung anscheinend keine Machtmittel. Es bleibt also nur die Aufklärung unb ein ehrliches Autonmnieversprechen für die Zeit nach der Abstimmung und für den Fall des Deutsch bleibens der Oberschlesier übrig. Es ist nicht leicht, vorauszuberechnen, tote die Verkündung der Autonomie auf die große Masse der oberscklesischen Bevölkerung toirken wird. Neugestaltung der staatsrechtlichen Verhältnisse, Selbstverwaltung, Freiheit unter dem Reichsrecht, das sind Begriffe, tie nicht in jeden Kopf hineingehen. Man toird ihnen sagen, Oberschlesien solle im Reich bastehen, wie Bayern, und damit ist schon ein deutliches Bild gegeben. Wie sehr die Veröffentlichung eines Verfassungsentwurfs Eilt, erhellt daraus, daß die Polen bedeutend Irüher aufgestanden sind, um die Oberschlesier nit einem Äutonomieversprechen zu locken, salls das begehrte Gebiet sich „innig" mit holen vereinige. Am 20. Juli dieses Jahres veröffentlichte das polnische Polizeikommissariat eine solche Vorlage, wonach Oberschlesien trne besondere Wojewodschaft mit besonderer Hlesischer Gesetzgebung und mit besonderem wersten Gericht bilden werde. Die Zuständig- 'eit der schlesischen Gesetzgebung und Verwaltung umfaßt nach jener Vorlage soviele Gegenstände, daß nurn von großer Dezentrali- 'tttoii und Selbständigkeit sprechen muß, Venn das Versprechen wirklich ehrlich gemeint Ü Aber abgesehen davon wird in dein pol- üscheii Entwurf geschickterweise nichts davon Psagt, was sich Polen vorbehält. Alles, was !»auch nach Artikel 6 der deutschen Reichs- Erfassung ausschließlich Reichsgesetzgebung ft, nämlich die Beziehungen zum Ausland, «lonialwesen, Staatsangehörigkeit, Frei- Wgigteit, Ein- und Auswanderung, Wehr- Erfassung, Münzwesen, Zollwesen, Post-, lE^grap^n- und Fernsprechwesen, bleibt tuch dem Reich Poleii, ebenso wie alles, was Rahmen der Gesetzgebung nach Artikel 7 Reichsverfassung liegt. Die Oberschlesier wurden also ihr blaues Wunder erleben, sie, was Gott verhüte, unter die Ge- und Verwaltungsherrschaft des ver- »^ten polnischen Reiches kämen. Diesen .^rschied klar zu machen, sollte auch das gekündigte deutsche Autonomieversprechen Urnen Der Thronwechsel In Griechenland. Athen, 26. Okt. Havas. Das ausgelöste Parlament wird unverzüglich zur Wahl eines Regenten einberufen werden. Die Wahl des Admirals Kondour^lis fd>?nit gesichert zu sein Die Wahlen zur Nationalversammlung werden um eine Woche vertagt. Der verstorbene König Alexander von Griechenland wurde in der Residenz von Tatvi am 20. Juli 1893 geboren. Mitte 1916 mußten König Konstantin und der Thronfolger abdanten, und Alexander, damals 24 Jahre alt, bestieg den Thron. Er erließ eine Prok.amatvon, in der er erk.ärte, er werde den Spuren der Regierung seines Vaters folgen. Der Ober komm isfar der Alliierten, Jounart, ließ diese Erklärung nicht erschnnen und veranlaßte den Ministerpräsidenten Saimis, den neuen König ein Schreiben unterzeichnen zu lassen, das folgenden Wortlaut hatte: „Herr Präsident! Ich verfolge mit lebhaftem Interesse die Bemühungen der Regierung, die Einheit Griechenlands toieber herzustellen. Was mich betrifft, so halte ich mich getreu an die konstitutionellen Vorschriften unter dem Wohlwollen der alliierten Mächte." Damals bemerkte die „Times": „Daß Prinz Georg als Thronfolger durch den Prinzen Alexander ersetzt wird, läßt sich zur Genüge daraus erklären, daß letzterer weniger unter deutschen Einflüssen stand und später durch Beniselos als Herrsch r anerkannt werden kann." Wie die nächste Zukunft sich in Griechenland gestalten wird, läßt sich noch nicht erlernten. Bor kurzem hot Beniselos sich über die Thronfolge dahin geäußert, daß er dm Prinzen Paul als König anerkennen wolle. Dieser ist in Athen am 1. Dezember 1901 geboren. Er ist her jüngste der drei Söhne des Königs Konstantin. England und die Anwendung des Bersartter Vertrages. Berlin, 26. Oft. (WB.) Mit Bezug cur § 1b ber Anlage 2 zu Artikel 244 Teil 8 des Friekensverd.a es, ker lautet: „Dv? Maßrahmen, $u denen die alliierten und »sjözirerten Regrerun- gen, falls Deutschland »ör tlich seinen Beglich' tun gen nidjt NErchSom mt, beredet sind und tue DeutMand sich verpflichtet, niijrt als fe'ndfe'r e Handlungen zu betrachten, können in nn' tschaft- litten und fhttntyrflen Sperr-- und Berge'tnngH- moßnahmen, slberbaupt in solchen Mahnahmen bestehen, welche die genmmden Roserungen as durch die Umstände sb Een enattchen", lat die großbritannische Regierung durch ihre hiesige Botschaft dem Auswärtigen Amt am 16. 10. chte N.üe zngehen basten, wonach sie für ttn IXaÜ der vorsätzlitten Nittüersülu'g der beit’den Ber- pflichtunsm unter Teil 8 des Frie>enstvrtvLges nicht brchsittürgt, von dem ihr nach § 18 der ?ln-> fage 2 zu diesem Teil des Vertrages rnstel-endeir Rechte zur Beschlagnahme des Eigentums deutscher Staatsangehörige rin Großbritannien Gebrauchzu moKten. Weiter wird mits'teilt, daß d-ir'er Verziäxt sich aur in Gvoßbribamtön oker bcitistt)er Gewalt ber-d i^es dentsttes Eigmttum bezieht, ob dieses nun tn Bankguthaben, oder in auf britischen Schissen beirnd- littvn oder tn nach Großbritamneir zum Verkauf gesandten Waren besteht. * Die Lage in England. Paris, 26. Okt. (Wolff.) Wie der Korrespondent des „Matin" aus London meldet, scheint es, als ob Mne Verständigung zwischen den Bergarbeitern und der Regierung zustande gekommen sei. Die Bergarbeiter seien geneigt, die Lohnerhöhung von zwei Schilling anzunehmen, wenn auch unter gewissen Bedingungen. Die Lohnerhöhung soll rückwirkend ab 1. Oktober erfolgen. Nach einer anderen Londoner Meldung glaubt man, daß die Delegierten der Bergarbeiter heute einen Beschluß über die ehv zunehmende Haltung fassen werden. London, 26. Okt. (WTB.) Das Exe- kutivfomitee der Bergarbeiter hat heute vormittag beschlössen, mit der Regierung offiziell in Verhandlungen zu treten. Zum Tode des Bürgermeisters von Cork. Neuvo rk, 26. Okt. Havas. An einerPrvtest- versammlung wegen dL Todes des Bürgermeisters von Cork hal«r sich etwa 10 000 Personen beteiligt. Polnisch-litauische Kämpfe. Kopenhagen, 26. Okt. (WTB.) „Ber- lingske Tidende" meldet aus Kowno: Polnische Infanterie- und Kavallerie-^lbteilungen, von Panzerzügen mit Sckme.lfeuergesttnitz unterstützt, unter» nahmen am Sonntag nachmittag einen kräftigen Angriff gegen die litauischen Stellungen an der Eisenbahnlinie Landwarow o--O r a n Y. Nach fünfstündigem blutigen Kampf wurden die Litauer gezwungen, sich vor tx?m übermächtigen Feinde drei Kilometer zurückzuziel)en, nachdem sie diesem schdoere Verluste zugefügt hatten. ♦ Krassin Vertreter Sowjetrußlands in Berlin? London, 26. Okt. Havas. Der „Manchester Guardian" meldet, daß Krassin in London abberufen worden sei und zum Vertreter der Sowjetregierung in Berlin ernannt werde. An- dem !Uid?e. Die nächste Sitzung des Neichsürgs. Berlin, 26. Okt. Auf der Tagesordnung der Reichstagssitzung, die Donnerstag mittag um 1 Uhr beginnt, steht nach den Interpellationen über die Entwaffnung der Bevölkerung und über die Angelegenheit der Dieselmowren die erste Lesung des Haushaltsplanes für das Rechnungsjahr 1921. Sie wird eingeleitet werden durch die bereits früher angekündigte Rede des Reichskanzlers über die schwebenden politischen Fragen, an die sich wahrscheinlich eine Rede des Reichsfinanzministers über die Finanzlage des Reiches schließen wird. Es braucht nicht besonders betont zu werden, daß in der Rede des Reichskanzlers auch die ober- schlesische Frage und der dazu gefaßte Kabi- nettsbeschluß eine wichtige Rolle spielen werden. Der Vorbereitung der politischen Aussprache, die sich in den kommenden Tagen an die Rede des Kanzlers und des Finanzministers anschließen wird, dürfte eine Besprechung der Fraktionssührer dienen, die heute nachmittag in der Reichskanzlei stattfindet. (F.Z.) Der Kohlenmanscl. Dresden, 26. Okt. Nach einer Mitteilung des sächsischen Landes kohlen kommis- sars kann die sächsische Industrie die vorliegenden großen Auslandsaufträge wegen Ko hl en mangels nicht erledigen. Eine Besserung der Erwerbslosen- fürsorge könne infolgedessen nicht eintreten. Angesichts der Lage im Reich müsse Sacksen sich selbst helfen. Nur durch eine achtstündige Arbeitszeit könne die Kohlenförderung erhöht werden. Der Landes bohlen bommissar begibt ich daher in den nächsten Tagen in das säch- ische Kohlenrevier, um trotz der für die säch- ischen Bergarbeiter schwierigen Gruben- und Abdauverhaltnisse auf eine Verlängerung der Arbeitsdauer hinzuwrrken. Kraftverkrhrsgejellfchaften und Rerchspoft. Der Verband der Kvrftveckehrs-Ee>llschvften TeuifchÄands wendet sich in einer Eingabe an bte gcsetzgcherteen Körpechchaftn, vor allem an den Reistag, in der um schleunige Näaftnahmen Ersucht wird, dem unwirtschaftlickeir Wettbewerb der Reittrs- 0er ReichSpvstvermaltung gegen die vom Reich unter dessen Beteiligung gegründeten Kraftoer- tehrsgesellschaften ein Ence zu madjert Die Er- rittftung Der Gesellschaften ist leinerznt auf 'Brtrer- ben des Reichsschatznrinisler rum s und bei Reichs- vernertungsamies unter ftimnz e ler B teilrgiing des R.itties und der Länder, Provinzen, Kreise und Städte erfolgt, und zwar auf rein gemeinnütziger Grundlage. Wenn jetzt die Reichspostverwoltung eigene Linien errichtet, so müßte zuvor die Dringlitt'leit und Wirtsttxrilliclik it solcher Emri tungen ge au geprüft und festgestellt sein. Das scheint aber, wie Don den Petarten beigebrachte Beispiele zeigen, nicht oder nicht in genügmbem Maste zu geschehen. Sv habe die Reichspost int Harz in diesem Sommer eigene Linien mit jetzt erst neu und teuer beschafften Kraftomnibussen eingerichtet und befördere damit ihre Postsachen, obwohl auf dm betreffenden Strecken bereits vorher und jetzt noch andere Kraftwagen verkehren, die zur Mitnahme der Postsachen gegen entsprechende Vergütung vertraglich verpflichtet sind. Die Reichspostverwaltimg zahle diese Vertragssumme auch weiter, verzichte aber auf die Gegenleistung u. fahre selber mit einem Millionen- austvand. Jedenfalls erfordert dieses Nebeneinander von Kraftverkehrsgesellschaft und Reichspost, das eine Vergeudung wertvoller wirtschaftlicher Güter in jedem Falle bedeutet, ein geben be Nachprüfung und eine Regelung, die Ordnung, Sicherheit und Wirffchaftlichveit auch tn diesen Aveig des Verkehrs bringt. Man kann es den Kraftverkehrsg^ell- schaftml unb den an ihnen beteiligten Kreisen nicht verdenken, wenn sie sich dagegen wehren, jetzt an die Wand gedrückt und ruiniert zu werden. Die Reichopostverwalttmg kann an der Tatsache, daß diese — es sei nochmals betont: auf. gemeinnütziger Grundlage errichteten — Unternehmungen mm einmal da sind, nicht einfach Vorbeigehen; es wäre mrseres Erachtens Pflicht auch der beteiligten Reick^ämter, hier mit nach dem Rechten zu sehen. Witt'chastliche Fragen Ostpreußens. Berlin, 26.Okt. (WTB.) Auf Anregung des Reichspräsidenten hat l)eute im Reichskanzlerhaus unter dem Vorsitz des Reichskanzlers eine Besprechung über wirtschaftliche Fragen Ostpreußens stattgefunden. Neben den ressortmäßig beteiligten Ministern des Reichs und von Preußen nahmen unter Führung des Oberpräsidenten von Ostpreußen, Siehr, Vertreter der Städte, der Landwirtschaft, des Handels und der Konsumentenkreise Ostpreußens an der Besprechung teil. Der Reichskanzler erklärte namens der Reichsregierung im Einverständnis mit der preußiscksen Swatsregie- rung, daß die durch die geographische Trennung vom Reich geschaffene besondere Lage Ostpreußens vielfach eine besondere Behandlung und Unterstützung in wirtschaftlichen Fragen erfordere. Den NDtwendigkeiten dieser Sonderlage dürften sich die Regierungen des Reichs und von Preußen nicht verschließen. Im Anschluß an diese grundsätzliche Frage wurde seitens der ostprcußisck-en Vertreter eine Reihe von Einze l w ün s chen zur Sprache gebracht. Soweit die Regü'rungsver- treter in dieser informatorischen Besprechung bereits Stellung nehmen konnten, wurde die Erfüllung dieser Wünsche zugesagt, so insbesondere in der Frage einer größeren Selb ständißkeit des ostpreustistt)en Kommissars für die E r n - u n d Ausfuhr. Die außerordentliche Härte, die in der jetzigen teuren Belieferung Ostpr-eußens mit Uvhlen, Düngemitteln, Beitzin und Benzol liegt, wurde von den beteiligten Ressorts anerkannt. Eine zeitgemäße Verordnung. München, 26. Okt. (Priv.-Tel.) Der bayrische Mini st errat hat beschlossen, gegen Wucher und Schleichhandel mit außerordentlich verschärften Strafbestimmungen vorzugehen. Eine neue Verordnung, die von der bayrischen Regierung auf Grund der Ermächtigung des Artikels 48 der Reichsverfassunb erlassen wird, bedroht die gewerbsmäßige Ausnutzung der allgemeinen 9h)Hage, soweit sie in schnöder Gewinnsucht erfolgt und geeignet ist, eine erhebliche Gefäyrdung der Versorgung mit Gegen stä.'.den des täglichen Bedarfs herbeizusühren, mit Zuchthaus, Ehrverlust, Konfiskation des UevergewiitTrs und des gesamten Bernrögens sowie mit Stellung unter Polizeiaufsicht und öffentlicher Brand mar hing. 7lu» Hessen. Kammervorlagen. Die Mißstände bei den Bor schußya hkun- aen auf die Dienstbezüge der niederem Beamten, SchreibIehilsen ufw. hat die Regic- 'illves zu dem rigentlickxm Thema Tie Scrr.-'t R duer lvandren sich vor allem gegen tic Anfimfung. daß das vom Reich beob- sichriche Flückrttingslager eine nngeherkere GMr.hr für Ysteßen b^srnte, das; die öffentliche Sittlichkeit und Gesundheit, die Siderhttt durch Diebstahl us.o. gefährde. feien. So würden lxruptsächlich Litauer, also Stmiunesberwsndte, nicht yptniidx' Juden, in diesem Lager uiner^'bracht werden. Diese würden bei frenger Iiolr-vung f^arae hier bleiben, bis sie wieder i^elfgimheit litten, in -Jror Seimot zurückzukehren, was geurist »ich. allzulang- dauern nriirbe. Es fei aber vielleicht möglich, in diesem Lager sämtliche hiesig -n Arbeitsl-nen mit lohnen- bet Arbei vn beschäftigen Schon ans diesem G rucke sei der Wixrs'and tn- Stadt aegmi das Flückt lingsloger unverständlich Internsant n»a die Festftellu'.rg, daß im ehemaligen Kriegsgefan- genenlag r ciri grösxnes Reichskartvifel- l a g e r für etwa 7'000 3< Säwn setzr feier eruig- troffen. Diese Kar osieln Die Aussichten der Brotvers-rguug. Man schreibt uns von unterrichteter Seite: Seit dem 16. Oktober ist bi-' Ausmahlung des Brotgetreides auf 85 Pro;, herabgesetzt worden. Damit tourir. da gleichzeitig die Bwmnrdnng von StveckunasMitteln beschränkt worden ist, dem langgehegten Wunsch' der Bevölkerung nach besserer Beschaifeuheit des Brotes entgegen- gekommen. Den B^rbrmrch^n. besonders der Großstadtbevölkerung, wird sich bjefc Besirnurg allerdings erst in einigen Wochm bemerkbar machen, da zunächst die noch vorhandenen B'stSnde an Mehl auf geb raucht werd-m müffrrt. Die Berwen düng von Streckungsmitteln, die künftig leider noch notwendig ist, erfolgt auf Grund einer neuen Verordnung im allgemeinen m Hohe von 10 v. D. der Gewichtsteile. In Betracht kommen als Streckungsmittel niedrig ausgemahlenes Maismehl, ein gering ausgemastlenes svel-enfreieS, durch besondere Verariettamg en^b-ttettos Sxrfermcbl irnt> in geringem Umfange Wmzennachmehl, das in der Dauptsach? den auaekautte-n mrÄändifchen Bestän- oen entnommen wird. Durch die erhöhte Menge an Weizenmehl, die für die Brotbereitung zur Verfügung gestellt wird, wird das Brot also künftig eine bessere Beschaffenheit aufweifen. Dem allseitigen Wunsch nach Erhöhung der Brotration tonnte bedauerlicherweise nickt stattgegeben werden. Die diesjährige inländisch? Roigenernte hat einen geringen Ertrag geliefert, so daß eine Erhöhung nicht vorgenommen werden kann. Die Ergänzung der inländischen Bestände an Brotgetreide durch Einfuhr von Auslcmdsmehl findet bekanntlich in erheblichem Umfang statt. Um t*e Brotverforgung der Bevölkerung im kommenden Winter sicherzustellen, bedarf es einer vorläufige Einfuhr von ca. 2 Millro- ttett Tonnen Mehl. Dieser Einfuhr sind aus Gründen der allgemeinen Finanzlage und des schlechten Standes der deutschen Valuta bestimmte Grenzen gezogen. Der Preis für ausländischen Weizen beträgt jur Zeit über 6000 Mk. sür die Tonne, und es ist berechnet worden, daß die Getreide- zufuhr ans dem Auslände eine Summe von ungefähr 15 Milliarden Mark erfordert. Bei so außerordentlich hohen Summen muß man damit rechnen, daß jede größere Menge neuer Einfuhren ungünstig auf die Valutageftaltuna zurückwirkt. Di-ser Grund war maßgebend dafür, daß ver- fchi?dene Gesuch? von Berbrauchervrganifationen, ;. B. non Bäckern, um die Genehmigung für einem Einfuhr von ausländischem Mehl leider abschlägig b'fckieden werden mu&ten, um so mehr als dies' Einfuhren zur Folge gehabt hätten, daß die Kontroll' r die zentrale Bewirtschaftung des Mehls unmöglich geworden wäre. Das inländisch? Mehl wäre dann in großen Mengen als ausländisch-s bezeichnet worden und damit der Erfassung entgangen. Die öffentliche Bewirtschaftung des Brotgetreides wäre damit zusammengebrochen, das Jnlemdsgetreide hätte Auslands- preise an genommen, imb eine ungeheure Verteuerung des Brotes würde die Folge gewesen sein. Eine dauernde Besserung der Brotversvrgung ist nur von einer erheblichen Steigerung de r deutschen Getreideerzeugung zu erwarten, und diese wiederum ist von einer reichlichen Verwendung von Phosphaten, Kalistickstosf und anderen Düngemitteln abhängig. Da die ausreichende Herstellung von Sbmfibüngern wiederum ohne genügende sfohlenVersorgung nicht möglich ist, so kann letzten Endes eine durchgreifende Hebung der Brotversorgung nur von einer umfassenden Besserung unserer allgemeinen wirtschaftlichen Verhältnisse erwartet werden. Die Arbcit-losttgkeit in Hießen. nach Gießen komme oder nicht. Vertreter des Gewepkschaftsüattells sprachen, ihr Befremden darüber aus, daß die Versammlung ahne MNtun bei Kartells einberufen ruotben war, erklärten aber, für die Arbeitslosen Eintreten zu roouen. Die HaupttätigLeit fei jedoch darauf -u legen, die Betriebe Mnächst von den Leuten zu Deinigen, me nicht unurutdbar auf den Ertrag ihrer Harwe Arbeic anigznnt'fen. feien, wie 00510^1^010^0- fteim Haiütwepßsr unb besonders Frauen. Die Zahl dieser „SäMlnvotzer" fei mmde.eus W gvoß nne die der Arbeftsl.ifeii. Ei-i enterer 9{eb'ner reg-e an, die Arbevtstzojai mit Hilfe der BetmeiEE ..wieder in den Pooditfti’Jitspvozek ^"-iuieiyeii . L^erfelbe $>err meinte auch, daß durch Bcul-ondeln allein nicht alles erreicht werben Wrme; die Ar- beitstosen dürften vor nichts Mrüchchrecke», aua? mdtt vor Selbsthilfe. Zum Schlufte ivurde eine fünfkopsige .Vommrsfron gebildet, die gemein 1 am mit dem 0jewerkschaf.seii!eli die ^totxt'.ertrtiiung Dctianltiffen fall, dir hiesigen Arbetts-Loien rm Lxnm- kel-rerlager zu beschäftigen. Die ffi>mmtfiuu loll aber auch in den einzelnen Betrieben all die Personen seststellen, die nicht unb'bmgt aufs Ver- bi-menurüfien angewiesen frm> und den Arbertsloien Platz machen können. .Bom hiesigen Arbttschämt erfahren wir h-veozu. daß ui Gi -sen gsgeirwär.ig etwa 150Stellcn-> fuchendr: aller Berufe — Männer und Fvaum gemeldet seien. Die Zahl der wirtlich arbeitslosen Personen sei aber kleine r, da viele Stelle-rsucktende n>ch irgend, vv beschäftigt sind, fid? ab.T zu verändern wünschen, so Zinn Beispiel Arbeiter, die in den Eisenbahn- bümst übertreten mochten. Insgesamt f ien Beim hiesiSLii ^Ltbcit-.-amt 27$) Stel^eiisuchende geniet- bet, die fidji aber über einen ziemlich großen Bezirk — ein großer Teil Oberhesfens und die an-- grenzenden preußischen Gebiete — verteilen. L>m- zu tont mm al lerdings noch etnxi 100 Perfiouvr, diL di e 'Sticht nfit Not^aridsarberteci beschäftigt. Weiter iv-.rd-e tn etntgen betrieben Bei' v er'.ürzter 'Arbn'«,> zeih Arbeitet, tun die Arbeit zu wch's-mt- LtiTi ungern zu vermeuen. Diese MstLn VÄrslen sich in Kürz».' etwas erhöhen durcl: die ^htgejidlttm der militärischen Abwicklungsstrllen, die.Mtaimt* lich am 1. Oktober entlassen nutzten, ihre Go° hälber aber einen Monat weiterbezrehen und mithin zur Zeit noch nicht er.verbÄos sind. Zum Teil sei es diesen Leuten schon gelungen, ander- weit uuterzukommen. Wirklich unterfkützungsbedürftige Erwerbslose gäbe es in Gießen nur verhältnismäßig wenige, unb das seien meist Leute, denen man mit Rücksicht aus ihre Gesundheit ihr Mter usw. nicht Minuten könne, Notstondsarbeiien zu verrichten. Die Stadt fei schon vvn je bestrebt gewesen, die Arbrntslosen inögliickst in Notflondsarbeiter zu wandeln, wenn dies auch größere finanzielle Opfer erfordere als die vielleicht einfachere aber unfofcialere Erwerbs- löfemmterffcütiung. Uebrigens wurde beim Arbeitsamt teslgestelbt, daß gerade cäe Dufmännisch. Berufe am aSerftärfftiat uniar Geschäft sstockungen und Einschränkungen sowie imler Uebepan^cbot von Ar- beitssräften zu leiden haben, so day sich die Zahl der Erwerbslosen üöertoi.gend aus kaufmännischem Personal zusammenseye — ine Arbeüslosenver- sommlung bestand aber nur zum kleinsten Teil aus kaufmännischen Angestellten. Bon unterrichteter Seite 'wird weiter die Auffassung vertreten, daß von der eventuellen £>er» rixf’itimg eines Flüchtlingslagers kaum eine merkliche Linderung der -lrbeitsbofig^ü zu erhoffen sei. Es handele sich doch nicht um K riegsMfLtgene eines feindlichen Landes, die man streng von der Außenwelt abschließen und bewachen könne, sondern um Flüchtlinge, die als mehr ober weniger erwünschte Gäste zu uns kommen. Diese Herrschaften müßten auch irgendwie beschäftigt werden, vor allem in der Verwaltung des Lagers selbst. Wenn man einheimische Arbeitslose heranziehe'.i wolle, so könne es fid; außer einigen WackMannschaslen nur um eine sehr kleine Zahl von Perfonen handeln. Weiter sei durchaus nicht zu erwarten, daß diese Flüchte linge schon bald wieder heimtransporüert werden köimkeu. Es könne vielleicht auch nicht verhindert rterben, daß sich diese Leute hier nach Arbeit ums'ehen imb das lieberaugebot von Arbeitskräften nock) vergrößern. Lebensmittel. ** MQrkenaus g abe. 9tuf ti' morgen unb übermorgen in dm bc5anirren BezirisauSgabe- stellen sta.tfmd?n-en AiaiLnausgab? fei nochmals hingcwiesen.. Für Kinder zwichien fünf unb fechs Jahren • Milckchezugsberech ig>?) wird morgen in den Bezirksstellen je ein Bezugschein über drei Eier ausgegoben. . Tie Ern w?rden von den Firmen Grieb und Steinr-eich zmn Preise von 1,30 Maik pro Stück geliefert. ** Städt. Seefischmarkt. Der Seefischmarkt findet morgen nicht statt, sondern erst nächste Woche am Donnerstag. Veranstaltungen. Mittwoch: L>otel Grosch rzog, 2 Uhr: Krns- handwerkertaa. — Stadttl-eatcr, 7 Uhr: „Die Wölfe". — Markussoal, 8 Uhr: Vortvrgs- und musikalischer Abend der Männer- unb Frauen- trytinfgung der Matthäusgenreinde. — Cafe Leib, 8Ulhc: Konzert unb Vorstellung der 9Redick-Mei- dinger. — Lichtspielthratcr wie gestern. * ** Amtliche Person alnachrichten. Erledigt ist eine mit einem evangelischen Selber zu besetzende Sch ul stelle zu Staufenberg, Kr. Gießen. ** Eine Sitzung der Stadtverordnet c n - V e r s a mm l u n g ii< aut Freitag den 29. Ok.ober, narlgnittays 4 Uhr, im Stadthaus, Sitzungssaal, anbevauMt. Auf ter öffentlichen TflgesoiSmunS' stehen zur Verhandlung: 1. Mitteilungen 2. Einführung unb Veichflüh nng des StcrbN>erordneten Goß.. 3. Gesuch des Deutschen Sclvtzbunoes für^ie Grenz'und Auslanis eutscke i out 'Beioilligmig eines Beitrages 4. Gesuch fe$ Vereins für Rasenspiele lAiadeinischer Sportklub) um Gewährung eines Ehvenpv i es. 5. Einrichomg der alten Ohrenllinik zu einem Poli-zeirsoier. 6. Erriclittmg eines Stallg bäutes auf dem Grundstück Leihpesterner Weg Nr-. 142. 7. Errichtung eines Stallgebäudes durch Johann Fetzer am Nah- nrngsberg 8. Banges uch des Edmund Rich'er für die Wilhelmstraße. 9. Genehmigung^ von Neck^ nungen. 10. Beschaffung von Mobiliar für die OberrealfckMle 11. Festsetzung des Fahrpreises für die 5TafeltbaI)ii. 12. Bein-ll:gring> eines Kredits für Wohmingsbauten. 13. Antrag' her Ledens- mittcldeputation. betr. Korlvffell'efchaffung für Kriegsbefiistidtge, Kriegskünterbliebene und Minderbemittelte 14. Gewährung einer Beihilfe an langfristige ErMerbÄofe in- Bickaffting von Win- tterbranb L:> Erhöhung ber ud' les Bäckermeisters * * Aus dem S tad 11 hea te r bu reau. Es fei darauf aufmerksam gemacht, datz außer der Borftellung am Samstag „M inua'vonBarn- helm" keine weitere Ättifführung des Stückes geplant ist. — In der Muaufsühnmg von Bernhard Shaws Sti?möbie „Pygmalion", be rm nächsten Fneitag-Adomrement zum ersten -Ubak gegeben wird, liegen die dauptrotlen in den fränben der Damen: Türk, Rammet, Lllarcks, Keller, W«- nicke und der £*rren: Feiget, Goll, Bold und XXllbym. — Lämtliche Operettenvorstel- langen begini«n in Zukunft u m 6V2 Uhr, um sowohl den auswärtigen Besuchern als auch dem itwatlichm Kurorchester aus Nauheim, das bekanntlich in btqem Jahre bei bett Operetten hier mit- rvirtt, eine bequeme Rückfahrt zu ermöglichen. ** Quäker-Speisung. In sämtlichen Schulen finden zur Zeit umfangreiche Untersuchungen unb Erhebungen statt, die den Zweck haben, auch für bte Gießener bedürf tige Jugend eine Quäker-Speisung zu ermöglichen unb herbeizuführen. Hoffentlich haben die angestellten Bemühungen bald den gewünschten Erfolg. * * Ein Ein b ru chSdieb stahl wunde in der verstossenen Nackt in einer hiesigen Wäscherei begangen, wobei den Dieben außer einer großen Anzahl Mußen, Kragen, Kleider und aller Art Wäsche auch noch ein Fahrrad, Marke „Opel" mit schwarzem Mchmeubau unb schwarzen Felgen mit blauen Streifen durchzoaen, in die öäiibe fiel. Der Schaden ist durch Dersicherung gedeckt. Bor An tou s wird gewarnt. * * W äschediebstahl. Am 25. Oktober abends wurde von einem Haft der Schanzenstraße zum Trocknen aufgebängte zwei weiße Blusen mit Spitzenbesatz, sowie vier weiße Untertalllen, ebenfalls mit Spitzenbesatz, entwendet. Bor Ankauf wird gewarnt. * * Melbcwesen. T« Borschrifton l^r Meldeordnung werden vrelfach nicht beachtet. Das Polizeiami Gießen bringt deÄplb die in Betracht tommenden Bestimmungen in Erinnerung mit dem Anfügen, daß ow Polizei Beamt« angewiesen fütb, die meldcpstichtigen Veränderungen streng $u Überwachen unb etwaige Verfehlungen gegen die Meldevorschriften zur Anzeige zu bringen. Das Melde- buveau ist für das Publikum rwm 1. November b. Js. vormittags von 8—12Vx Uhr unb nachmittags von 2V?—iVs Uhr, Samstags von 8—1 Uhr geöffnet. ** Das Fest der Silbernen Hochzeit begehen heute Spenglermeister imb Installateur Carl Faber und Fran., Marktstr. 1. *^Preußisch-SüddeutscheKlassen- Lotterie. Die Lose der 5. Klasse müssen mit Vorzeigung des BomosseiUoses bis zum 30. Oktober, abends 6 Uhr, eingelöst werden. Auch müssen bis zu diesem Zeitpunkt die Ersatzlose gegen Rückgabe der GewiunloHe eiwgtcköst toerben. Die Ziehung der Schlußllasse beginnt am 5. November und endigt am 1. Dezember. Zur Ausspielung kommen 174 000 Gewinne und 2 Uebecgetoume (Prämien) mit zusammen 86 069 528 Mark **JmHotelEinhvrn findet Donnerstag Abend 8 Uhr ein großes Militär ^Streich-Kpnzerl der Kapelle des Reichswehr^Schützen-Regiments Nr. 22 unter Leitung des Obermrufinneisters Loder statt. Geplant find rogelmäßige populäre Donnerstags-Konzerte mit gut abwechselnden Spielfolgen. Als erstes dieser Konzerte ist ein Solistenabentt vorgesehen. *♦ Die Herbst-Generalversammlung des BeveinS „Ehemaliger 116er" fand am Samstag den 23. Oktober statt. Die VersammUmg beschloß an die Stadt Gießen herarMttreten, um in Erwägung zu ziehen, vH es nicht «ne DanLes- pflüft der Stadt sei, für die gefallenen Kameraden ein Denkmal zu errichten. Ter Verein arünbete em Fonds von 1000 9Rr, der für diesen öwetf zur Verfügung gestellt wurde. Weiterhin wurde de- schlossen, an ixe Hassia-Veveme hevanzutreten, zur Erweiterung dieses Fonds und in grmeatfamen Besprechungen unb Sitzimgm mit deren VorstLnden das Weitere zu veranlassen. ** Der Reichsbund deutscher Berufssoldaten verarrstaltet morgen abend 8 Uhr im Hotel Großjherzog einen Vortragsabend. Herr Gemeinde r ans K-ossel iinti> über: Tages- unb Zuknnftsfragen des MilitävanwärterS sprechen. Gleichzeitig iverden hierzu sämtliche Beamten- unb Angestellten-Organisationen eingeladen. * * Hinter den Kulissen des W>oh-- nungöamtes. lieber dieses Thema wirb Herr Dr. Rremcnm morgen abend im Eass Leib in einer offen t lrchen Mieterversammlung sprechen. * * Der Bund „Die 23ur g" läßt hiermit nochmals aus die Bortrckte des Herrn Schulz- Verv t - S ch u aus Berlin [jinim.en: Freitag den 29. Okt.: „Gibt eine Geister Welt?", Montag den 1. Nov.: „A n der Schwelle des U e be r sin n l ichen", bribc Egrostm Saale des Eaff4 „Eiuht'rn" unb Dienstag den 2. Növ.: „Goethe u. Nie tzsche alsP rvpheten unserer Zeit" in irr Neuini Aula der Universität. An die Vorträge werden sich bei reger Beteiligung Experimente anschließen. * * D ie Medick-Meidingersche Bauerntruppe im Cafe Leib veranstaltet heute abend einen Benefiz- und Ehrenabend für den beliebten Komiker Medick. Landkreis Gießen. Obst-Ausftellun- in Gründerg. O Grünberg, 24. Okt. Acute fand hier in der schön grschmückten Turnhalle nach mehrjähriger Pause eine L0 ka 1 -Obft - unb Ge - muse-Ausstellung deS hiesigen Obst- und Garlenbauvrreins statt. Die Ausstellung umfaßte acht Gruppen und sollte ein Bild über die in hiesiger Gegend am meisten angebauten unb ertragsreichsten Sorten ergeben. Der 1. Vorsitzenbe bes Vereins, Uhrmacher Jäckel, eröffnete um 9 Uhr die gut Beschickte Ausstellung, die während des ganzen Tages geöffnet war unb von mehr als 604 Persoue t Ke-acht wurde. Als Preisrichter waren tätig die Herren Gartenmeister Neutsch lFriebberg), Obstbau- techniker Hebrrer (L>euchlll)eimf unb Obstbaumwart (iJermcr l Kleinem den). Die Preisverteilung hatte folgendes Ergebnis: Gruppe I. Aepfel unb Birnen von Hochstämmen, meianet für hiesige Gegend. 1. Preise: Postsekvetär Anbrae und Forstmeister Schneider: 2. Preise: Forstmeister Wallenfels, K. Trinkaus, K. Schomber, K. Rühl unb K. Zöckler. tzyruppe II Aepfel unb Mrnen von Zwergobst- ftämmen. Ehrenpreis: P. Decker. 1. Pr. llhrmackrer Jiöckel unb Fabrikant G Allmendinger. 2. Pr. Wallenfels und K. Jöckel VI Gruppe IV. Eine gleiche Menge sortiert: 1. auserlesene Früchte, 2. kleine Flüchte, 3 Ausschuß- oder Kelterobst. 2. Pr Hck Schmidt III Gruppe V. Konserven! Ehrenpreis: O. Robert Witwe; 1. Pr. A. Leinc- toeber und Walleujels, 2. Pr. R. Jockel VI. und Milcht ifck Knetens ferii Turnen, Spiel und Sport. H. Lang-Göns, 26. Okt. Am frcrganif her §gäir? u. Vr Msi, dem » ÜSnbefuStt kr iechiilfchcn hlber »er' ßerltit, ttUi rir. V f KZ p.* ! Vereid nlirf1 KL Iraomfl & ,^nen Ä W ed8 imd n bl MM M bäuchte Itiitt Wt, i der Unfall Hütung in gab tmt Ud ■Oertei/img i ülhtf&b Urirr N« tomengtäa kingat Mir aftmSerr W inerten kam tanteü b m_z_ xTllP ch Ym feün D«llM litiich, unb , be Ila) Ul^ 511111 w 1 ^/uhrvcu ijiiiuü - und folgendes Ergebnis zeitigten: Holzh.'im Lang Olöns II — 41 :38; Lang-Gens I Nie'»c weisÄ I = 43:35; Lang-Göns I—Hnlitz im i 74 : (35; Holzheim I—Niederweisel I - 60: -12: M dermeisel II—Lang-Göns II = 32: 27. i/?r i*.‘ Kir^e nnd Schule. x Wreseck, 25. Okt. Unserein geftnff" Erntedanks vnntag, den im 2?omtüta§: gcktesdienst der Frauenchor mit zwei W lichen Chören verschönte, gab die Kinder kirck^ im überfüllten Braunschen Saal einen freundlnhe Absckluß. Passende Gedicht von Karl Gerek u 0 umrahmten die Begrüßungsansprache des OM geistlichen, der out die Bedeutung d r Sriberfimb’ für Herz, Haus und Gemeinde hin.vi s. Chore begleiteten im zweiten Teil des Abends tm! Ern te fe st spiel in zwei Ariszügeu ven Eliia- beth Malo aus der Sammlung der „Dorfbühnu^ Tie Darstellerin der „Frau Nanir", Helferin -■ Bur k, hatte die mÜbev'stle Einstudierung übftr nommen, die Keine Trupp' der jug 11'licken ©da.: spieler lat ht feurigem Wetteifer ihr besies »til erntete begeisterten Beifall. Gerade reckttzeiig" ehe wie fch-on so oft, das elcllri'che Sidrt nn«in einmal versagte — endete der Abend, der jei# was rechtgeleitete Kinder den Großen bieten fön’*"' und banT den geringen Unkofien den g''öß!en der Einnahme mit 602 Mark der StittberMfr und ban Kleinkinderschulsvnds zuführte. famfeit devart in Unordnung geraten sind, ho nur mit erheblichen Mitteln eine Neuordnung Bestände möglich ist. Die zuständigen Behörde- 1 - 1 ,^611 t^i »nh, IftK p^nite dlW x 9(1 bad), 24. Okt. Da die eine Schai Herde der Gemeinde fckZon lange als der Rand verdächtig erklärt wird, fa find die Schaf Hal:-, dazu gekommen, die ganze Herde einem Frans Turter Handelsmann zum Äbschlachten zu titi kaufen. Die andere Herde hütet nod) auf btir Albacher Hvs. * * Oppenrod, 26. Okt. Der letzt: Kriez? gefangene, Heinrich Balser, Sohn von Philir. Balser, ist aus sibirischer Gefangenschaft $udid gekehtt. Kreis Büdingen. s t». B ü d i n g e «, 25. Okt. Bei Befickttgimzk!: p>n Gerne in d ea rchiven hat fick lercm-. gestellt, daß die von den Urkunvenpilegern n 'ordneten Archive durch Nachlässigkeit unb Unack: y GW«6 6»cf Jak. Bon-Ei ff. Gruppe VI. Erzeugnisse des Fx» und Gartenbaues. 1. Pr.: Gärtner G Bürk» 2. Pr. K. Schornbert und K. Zöckler. Gruppe VII Maschinen und Geräte. Ehvenpreis: Fr W«isc> 1. Pr. A. Seine njeter. Gruppe VIII. Düngern in-1 — Nachmittags um 5 Uhr hielt Qfartennieifter Rentsch vor zahlreichen Aussteltungsbenicken v einen Vortrag über die Bedeutung solcher lokalen Obstausstellungen, denen Zweck darin bestehe, ertragreiche und vor allem für die G-geich geeignet Sorten angebaut würden. Er wies hin auf b$« vom Landwirtschaftskammer-Ausschi ß für Cb.x- hessen herausgegebene Büchlein, das die Obstsorii- mente für Ober Hessen enthält. Die hier aus der Praxis cmempsohlenen Sotten für unsere Gegend find viel paftender als Cotten, die man von weitder bezieht, die wohl hochtönende Namen haben, abe für hier sich nicht eignen. Er empfahl für seuchten Boden Schöner von Boskop, Canada-Reinette. Eiserapfel unb Madapfel, von Mn«n Neue vo: Poiteau; für leichten, trockenen Boden Land-bergei Reinette, Danziger Kantapfel unb Geflammter Kar i dmal. Bon der so weit berhieiteten Goldparmän. I erklärte er, daß sie zu den abgebauten Sorten gr II höre. Zum Schlüsse sprach er noch über die An j Pflanzung und Behandlung des Tabaks. lfürh Hufe W M imb dies her Stand- 1, ine auch fihi Aärirbsb BckZer das ^hir fcfci °MMer 5 'nM Mül Wn । ni lassen jetzt Vie Archive aus Kosten der Urtunber« Pfleger wieoer in Ordnung bringet. G Nidda, 26. Okt. Sein 25jährige^ Dienstjubiläum feierte dieser Tage du Gendarmeriewachtmeister unb Statwnsführet Port. Bon der hessischen Regierung erhirii er das Berdienstkreuz in Silber. Kreis Friedberg. # Weckeshe im, 26. Okt. Unweit dr^ staatlichen Braunkohlenbergwerks wurde ein neuer Schacht gegraben und man stieß in 48 Meter Tiefe auf Bra u n k vH leua d eru Hessen-Nasfau. Ein nachahmenswertes Beispiel. X Hana u , 25. Okt. Einheimische E r werbslvse und elsaß-lothringische Flück> linge chaben sich zu einer Stock rodungr genvssenschaft zusammengeschlossen/di mit Hllfe einer rationellen Sprengmcthob das Wurzelholz der gefällten Bäume gewimti das 'sonst wertlos der Allgemeinheit verlöre- geht. In entgegenkommende Weise hat bu Forstbehörde der Rodungsgenossenschas' gegen geringe Taxe Stockfeldcr zur -et- fügung gestellt. Die Mitglieder der GenaMn schäft haben sich selbst eine MindestleistiN" auferlegt, welche die Gewähr bieten mW daß die tarifmäßigen Lahne heraus kommen Ferner ist festgelegt, daß der Berkaufspreii des Holzes stets unter dem sonstigen Handelspreise bleiben muß. Der nötige Aufschlag tz zu den Selbstkosten soll zur Hälfte zu einet mäßigen Rucklage dienen, während die anbeti Hälfte zur Verteilung an die arbeitende Mitglieder der Genossenschaft kommen soll » rnc. Frankfurt a. M., 26 Okt. In tct Nacht bvm Samstag auf Sonntag würbe in G.i Umgebung von Frankfurt kurz vor zelm Uhr et: Meteor beobachtet. Vas am westlichs t Himn- erschien unb sich auffallendettoeife in zwei feuriff Bahnen teilte. Diese ganz seltene Naturerschei nung wurde übrrguts auch in ganz Südveuts^ land bis zur schwäbischen Mb unb nach N.ttt beutschlmrd bi« in die Linie Göttingen beKachtet sigc Turnverein hat aud) in biescm Jahr tüt-berra1’ rinc rege turnerisch.' Tätigkeit entfaltet unb fiten:; licke Ganp-'ranstaltttngen, soivi-? das F.lbberMi erfolgreich besucht. Es wurden insgefami 36 Eip'k preise errungen Die zum Gaufest am Reck geftdll- Musterriege erhielt bi? Note „sehr gift". Die SM Mannschaften beteiligten sich auch erfolgreich an vc> Wettspielen auf dem Bezirksfest in Ni -bermotiMi Unter Beteiligung der ganzen Gemeinde unb uk4»s neu Sonntag veranstaltete der, hchsige LurnvekXv F a u st b a l l w e t t s p i c l e, zu irelchen di' 2^’ tereine Holzheim und Nieoerw.isel Man'.rsck''. ::' entsandt hatten. Das günstige Herbst!vetter eine große Zu schmier menge h rbeigelockt, uw mit sichtlickicm Interesse die Spi-l-' verfolgte, dr .. sich bis zum Einbruch der Dunkelheit hinattsE'' , **1 unb folgendes Ergebnis zeitigten: Holzh.ini HI- Jyt £ Ul ^6t- tttt eben Lau 1 3 ,’Olfc Mi i a?Ütr b0- ffltn fr Nl i? Nbe-i »mm $ ■Wrftra* fafltet ®efa»nrretne Vrtrrtw am S An- „ft eine $u der atiall-nra Ttitgffrbcr ge* ffee Gedenktags tn^fiUt, wobei Levrer Schrvvm ®d>äd)tm4 nnb öeäraft'* hrÄt. Arr bic Feier schloss sub tumerif* Aufführlnvren und Spiele yt lrwtmi sich «null Mitglledar des Ttrrn Vereins gkvfrn'SnAen beteiligten. Da eS an hn-fi-ein Lfatz an einem gaei^ittDcn Turnlofal fehlt, sah sich Verein gauiäflt, um dar Lernen im Winter ^cht entfbdleu M müssen, im betuxbbarren Kirch- HSns einen Saal yu mieten. tzoftentttch kommt dir Henri nbc dem Turnverein entgegen, damit et edu bald eine eigene Turnhalle errichten ftom, vas im Interesse der Jngerrdp^ege von größter Eichliaklit wLve Nicht uncrwfitynt seien bte Sei* jungen unserer Turnwartcs Dilh Lang, welcher durch seine unermüdliche Tatrakeit den Verein gut seine jetzige Höhe gebracht brti. Das ützttche tbturixn nrufttc in diesem Jabr toraen AuÄbruch Irr Maul und Klauenseuche unterbleiben. Fortsetzung 20. Nachdruck verboten.) übet b« i iabfljj bie einte, » Mi bn ?■ °t einen, ?r, «tiarixen J 1Ci iwch mj ,$ei letzt W Don Ulgeuslbis, . dmg folgte den DarlrWmgen mit lebhaftestem wrefk. Sodann gab Ber»amtmmm tzundt Aufschluh Wer die jetzt feftgeftellten Regeln für den Bau unb Betrieb von Schlämmt eichen^ eine KtrifbfMaal. Todesurteil. Berlin, 27 Oft Wegen Ermordung unb Beraud-un g ter 52jLhrigen Agnes Stevi-- frrg in P -tÄ«m wurde gestern der 24sckdrtete ftmfmmrn Ant^n tiubtotg «uiS NnEdt non von Schwurgericht -um Tode verurteilt. Mks tuurtf t nd man stirf lvhlenabt, u. !s Prispiel. TinhumW i W* tockroduüx MA'IchlosM' n Lprengnich n Bäume Mmheil et Weise hü Vereine tmb Vcranstaltnngen. O -irch-«öns, 24. Ott. Ter hiesige Gesangverein, der wahrend der strisg^zeir seine Sitigifctt hatte einstellen müssen hat sich mmmehc fcneber neu gebildet und trat dieser Tage -um ersten Male wieder anläftklch einer Beerdigung imb einer ^rammst vor die Gemeinde. Die vorzüglich vor» getragenen Gesänge zeugten von sehr guter dhuung diesem Regeln auf dir Bouiitrvüschen wurde oL zwecknEg begridMtet. Weiter wurden die Trsahvungen ausgetauscht, Ke bei her Errichtung und dem Betrieb besonderer Acheiüeruntrrstützunqslassen für «rsergewödnlcch' «bürsnissLUe gemacht sind. Die ?)temimgen gin- die Falkner a«fLi»-enhöhr Roman von Reinhold Ortmann. Sämle 2«'«*2 en im. ot wtMl We?Utalüt on’K»* \Lfj4 tuns »J s ’A 5U Tv>lXS g ng der ,M5 Nach einer halben Stunde traf der junge Arzt ’M Er war nxt) nie auf LrndenhSlte gewesen, >tch aust-r Erika, die merdtägig an einiget von im g-scho scnen NMtahrtScvrrickstut'sen teügc- tarnen, fctnite er tt-inen der Bewohner periön- *■ Es gab eilte kurze, ernste Begrünung -wiichnt ?n utw -utzim, uni> als wLtzvrad ihres Gespräche eigne ins Zimmer trat, fteCte ihn der fungc seiner Gattin vor. x Doktor Germering verbeugte sich förmlich. Unb rau Sign: sagte: „Wir sind tn grafter Sorge, *rr Doktor, und setzen alle Lwffnungon auf Fhve Wk." Auch ihm schien der bezaubernde Klang ihrer jhmmc ausgefallen zu sein, denn er sah überrascht *“1-3)111 ungekünstelter Wanne, die sehr v»M- und beruhigend wirkte, erwiderte er: „Ich £“* tun. was in meinen Kräften steht, gnädige JK- #»l dr Eigenheiten des Erkranken bin rU6 durch den Kollegen vorbereitet, und ich hasse, °“tz«s mit gelingt, ihr rtalstig zu b^xiitbebt " tiÄi? &Cß0'-' ^ch in Bernhard Falkners Zimmer, Ach-im ihn begleiten durfte Und auch ta er nach einer kleinen Weile, ihn mit set- nem ^et allein, zu laffan. fftikr zur bet bet e Mindest! ahr bieten « heraus der Berkauf-fl sonstigen M örige «ufslbllf ir Hälfte Pi b führend dir mÄ i die arbeit» hast tommrr. ji 26 Dt. * fi**; z bür W« i yeWr.l v» odie inF? selme MI in «rn SM Ib und nmvf Mingen W* tn. ÄkiBesch, bat (ich tunotiwileyx Rgteü. uni» Ure geraten syh, 'k limtxgen stm bei Uitch itgea. in 25jahti,i ■ dieser 7flf»y ib Ttativneiit» strgierung eck lber. Qo^fAttlttacbricbieit. München, 26. Oft. (Prrv.-Lel. «en ber Lech urschen bochschuSe in München wurde auf ein* stimmigen Antrsra ber chemischen Abteilung ber Lhefchenriäer bex Nächster tz-arRvertze »ran. Meister, Surat« u. Brüning, Dr. Den» L^omolko in Höchst, dem verdientivaklen Zörderrr ber deutschen joersarben-JndAstrie. die Würde eines Doktors ber technischen Mifsenschaften Dr.-ing ehrenhalber verlie-en. «Ä<- rÄ xii I ä jaiW"1' $<»* r Ir^1 iÄ in.Ui'1 rv,wr V- - h-rb^ÄlL ' 5 WM t 69; 21 Uovferenz der hessischen vergwettr' bettiedrietter. Gietzen, bat 26. Oft. 1920. Am Einladung des Giestener Braunsteinberg- Ätfe sand in dessen schönem neuen Grubengast' Sf .LAergschänke" bei Gietzen am 22. d. M. eine tf besuchte Konferenz der Berg wer ksbetr ieds- Ieiter statt, die in erster Linie der Besprechung ber Unsallursachen und der Unfallverhütung im Bergbau galt. Berarat Ködrich gab eine Ucherstcht über die UnfallhäufigDeit und -Verteilung im hessischen Bergbau Obenan stehen! SchienengleisttS, Nichtachtung he-arrnter Gefahren bringen zablneick^, meist leichtere UnAlle mit sich, auf denen Berringevung noch recht wohl hvrgrarbei- W werden kann Immerhin ist aber bei dem hohen Sesam danttÄ der iFövderunsMle auch die Zahl ber schweren Berletzungon aus solchem Anilast rchch recht doch. Dock tpetben sie noch übertroffen durch die -»jährlichste Unsallauesle, den Stein- und Kühlen- cktl. Die lln-ttke dieser Art sind meist sehr schlver, c»ft tödlich, und selbst bei aller Bvrsiclst nutzt völlig «rmeidbar, weil sie von unbeneck>enbanen Eigen- Klichkeiten dos Gosteinsverhaltens akchLngen. engste Einhaltung der Sichecheitsvlnichriften kann die Unfallzahl wohl verringern und den Ichwersten ^t2Ien Vorbeugen, eine völlige DuS- slyaltung werd aber nieinals gelingen. Der Vortragende wies besoriders darauf hstt, dah es cm alscber Standpunkt mancher Betriebsboamten ist, »i glauben, weil bisher nichts vorgekommon sei, werde auch künftig nichts Vorkommen. Der ein- Mne Betriedsbeamtc sehe immer blotz die Unfffile «ines Betriebes und gewinne nicht die Ueber sicht über daS Typische der einzelnen Unfallnrsaelnm. Gerade hirriLr nnrst den Betriebeboarnten ber Bluk geschärft werden, damit sie ber Unfall Verhütung mit tunlichster Ausrüstung an Lrstchrungen näher treten können. Das reiche Material einer lang* töhrigen Unsallstatistik half zur Erläuterung des wrgetragenen und lieh erfewm, daß im graften betrachtet die einzelnen UnMle öWfad) gar nichts Luhergen-ödodttk»s, sondern (Erngittffc von teil* gen t^hr auseinander, zumal Erhebun- gen besprochen, die sich aus dem AuSscheioen der Lothringer Bergleute aus den Eesmseuigkeits- öcrtrNrn der bergmännischen Knav^chaftspen- sivnsttrssen ergeben. Einige kleinere tVättrilunscn machten den Beschluft der Konferenz. Nach der Mmugsvause beficbtißtrn die Teilnehmer die Ieuerlöschneoben, zu baten die Deutsche dKucctoKrbauanftalt Wintrich & '0>oy tn BenSH-stm dankenswerterweise ihre tziandseucrlöscher betettgefteflt hatte, um damit Holz-, Benzol- unb Motorölbrände in wenigen Augenblicken y.i löschen. Die rasche und gründliche Wirkung überzeugte tXF Zuschauer von der Brauchbarkeit der 9tgnxrrate und war zweifcüos die beste Reklame. Aus de« Amtsverkündigungsblatt. ** Da s Amtsverkündigungsblatt Nr. 155 vom 26. Oktober enthält: Erwerbslosen fürsorge. hier: Behandlung ber Satf;mnrbcrtcr. — ZuckervervrauchsrLgelnng. — Tie landwinschaft liche Winverschule Lich. — Biehseuchen. — Dienst- Nachrichten des Kreisamtes. — i>eldbercinisa»sen Lich, Bergheim und tzcuchelheim. — Meldkwesen in der Stobt Giesteu. — Zuckervcrbranchsreaelung. Die hir den Monat Oktober zimehende Ztukermenge in L»öhe von 750 Gramm auf den Kops der Beoölke nma gelangt zur Ausgabe. Es können auf die ZuSer marken 162 der alten ZuckeLkarte und 163 und 164 ber ntoavs^egebenen Zttckerkarte je 250 Ewamm — 750 Gramm bezogen werden Mit Ablauf das 15. November ds. IS verlieren die Marken 162, 163 unb 164 ihre Gültigkeit. — Diel« nbwi r ts chaftliche Winter- schule Lich. Da in dvisem WinterhUbjahre bic Züge ab Gießen 8.20 norm., an Lich 8.46 norm, uta ab Lich 3.04 nrnchm., an Giesfen 3.33 nachnt , nicht aUsfaLen, wird ber Unterricht an der lanrto Winterschulk in Lich so gelegt werden, daß diese btibrn Züge benutzt werden können. In der Regöl sollen über 18 Jahre alte Schüler nicht ausgenommen werden. Der AuffichtScal der Wiitter- schule Ach htlt jebvch den Bestich des Unterrichts auch durch Ättere Schüler im Interesse des Unterrichtserfolgs, für erwünscht. — Der S chweinervtlauf unter dem Schweinebesta»^ des Christoich Römer, Ludwig Möhl, VbilW» Killer, Ludwig Schäfer. Lxnnrich Rau, .Möserstrafte 5, Ziegler, Philo- saphenstraße 18 und Ludwig Balser, Alicestr. 32, sämtlich »u Ä ie fe cf, ist erloschen. — M a ul- und Klauenseuche. Die Gemarkungen tzos-Güll, Eber stadtunb O ber* Hörgern werden aus dem Beobachtungsgebiet ausgeschicben. — In Dirlammen (Kr. Lauterbach) ist die Maul- und ftlairenfeud^e aus geb rochen Die Gemarkung T triam men ist zum Sperrgebiet erklärt. — Unter der Schafhttdc zu tz assen - Hausen (Kr. Marburg" ist bic Tiani - unb Klauet tfeuttze au^gebro chen Dlcntznachrichten deS Kretsamtes. Jakob B u r k II. und Johannas W a l l b o t t III. wurden als Feldgeschworene für bic Gemeinde Garbenteichin Dffichlen genommen. Räuberischer Ueherfall. tnc. Toblenz, 26. Oft Jdt St. Dönnis- Unterweiden wurde ber Landwer l Bebben von einer Räuberbande überfallen, 6e seine ganze damitte gestmg« nahm, sie einsperrte unb dann (Kisten und Kästen durchwühlte. Dabei fielen den Räubern, die aus 15 bis 20 geschätzt wurden, größere Mengen Geldes — ungefähr 12 000 Mk. — in bic foftnte. Nachdem sie alles Wertvolle mit» gnwnmctt unb sich an Speise und Trank gelobt hatten, verschwanden die Räuber Eisentahminslück in Sichcichürgen. Berlin, 27. Okt. Me bi? „Margenvost^' aui Budapest rnelbet, sind bei tiugant tn Sücken- bürgen zwei Züge zusammenge^Hen Bis j-?hr Lxrntai 5(1 'Tote und 200 Verletzte grtjorgen weiften. U«nfi un- Wiffeuf^aft. Georg Kntter in Untersuchuntzshift? Berlin, 26. Oft. («cklff.) DLk„B Z. a.ff/* schreibt: Der Dramatiker Georg Kaiser befindet sich seit einigen Tagen auf Veranlassung der Münchemu Staatsantrxiltschaft in emem Berliner UnchersuchtmgSgkfängnis. Angeblich nvrben ihm her» tüstedene Eigentumsdelikte zur Last gelegt. Der Dichter soll stch schon seit tangerer Zeit in einem Zustande etner schweren Nervenkrise befinden. sandel. Berlin, 26. Oki. Börsenstimmungsbild. An der Börse überwog bei Beginn daS Angebot, mm«ntlrcs» am Montcmmarftc. Die Kurse setzten infolgedessen meist niAriger ein, die Rückgänge waren aber nut in vereinzelten Fallen erheblicher. $xrbenrr lagen 20 Prozent niedriger, dagegen Buderus 14 und Bochumer 9 Pw-zent höher. Feste Lxrlttmg bekundeten Farbwerte bei Besserwm von 1—9 Prozent. Bon Elekirizitäts- menen find nur Schuckeri gebessert. Roger fiauf= lüft begegneten heute wieder Orenftein irrtb Kc»vvel, „Ein sehr svmpatlüscher Mensch, dieser Dirtor Germering," sagte der Maler, als er lich wieder zu den in einem Nebenzimmer harrenden Frauen gesellte, „und einer, ber allem Anschein nach weiß, was er will. Er brachte den Baker ohne Mül)e dazu, ihm Reix zu stetzen, obtvvhl er nicht in ter schmeichlerisch verbindlichen Art des alten Sani- tälsoates auftrat." Erika tagte: „Tie Armen in Ttefenbrwm unb seine begeisterten Lobredner, und vrm ber Landbevölkerung nimmt überbauet kaum noch jemand feine Zuflucht zu D^ftor Barenthin. Er soll nn- ermtibltd- sein und keim' Anstrengung scheuen. Anserdem gilt bet ihm fein Untaten der Persm." „Natürlich sind es die Fvauert, denen er ferne" Erjialg verdankt," warf Ligne ein. „Gegen seine lugendliche mamtliche Schönteii kann es ter arme alte Mann freilich nicht aufnehmen." „Ist er wirklich so schön?" fragte Erika. „Tar- aur habe ich noch gar nicht gsachtet " „Dann bist du eine bewundermi gswürdige Ausnahme deines Geschlechts. Man braucht doch nur die Augen aufzntun, um es zu sehen." Dütschke kam, um Erika et’igc Wunlcte des Arztes zu übermitteln, unb sie verlicß ha: Zimmer. Als fte allein waren, trat Achim mit tarc^noollem Geücht an das Fenster, während Signe im Licht- kreis ter elektrischen StehlMUpc in eurer Zeitichnst zu blättern begann. Eine Welle schwiegnt lle: Maret Vang es rvm Fenster her: ^Mrr t|t schr te*ge wegen ter ausländischen Interessen ter Gesellschaft. Der Kurs erreichte in rafchen Sprüngen 444 Späterhin befestigSe 'ick die Sxdtung vrr- übergchetch aftgi/nertn bei mätzigem Geschon, um ictexh bald wieder unter erneutem Angebot zu leiden. Einen verhälrnismäckig beten traten Gewinn um etwa 11 Pvagem Tcmrom L)oesch-Akt«n tedaupten. Die auötantestücn 93cr*t nwrra meist emra» atzgeschwächl rm 3u tarn men beug mit ter lichtzm Ennätzigmig ber Tetatanftlrta Am An-> Icitemwrh lagen k.'ine Beranterungen txmi Bc- teutuirq vor Die Börse fttioft matt Besonders DemsrteLuLembuvger imt> Sdönii waren -edrücht. Auch die nur $u EvtheitsVurtell gehantelten In- dusteiewerte erflchr-en bei am> Abend- Schluß- Schl Utz- Knrs UM den Vater. Me sah 'ich ftmertzalb roeuger Stunden solch Veränderung in einem Menschen- antiitz." „Taft er schwer krank ist, tvustten wir dach. Aber ich ulanbe nickst daran, datz es je^ schon zu Ende geht. Er wird noch Zeit genug behalten, leine liebevollen Pläne auszurühren." „Was für Mäne, Signe?" „Er hat die Abftchr, dir unb brinen Gcfchim- ftern euer Erbe zu versagen. Nicht einrnal der gesetzlich Pflichtteil soll euch vcrwönnt sein." „Wie kämmst du auf solch öcrnnitimgen ?" „Ich hörte es heute aus feinem eigenen Munde. Tas £>au6 und das Bermögen — olles will er noch zu Lebzeiten für cüten gemeirmützisen Zweck verschulten; et wartet nur aus die Ankunft eines alten Freundes namens Bennewitz, um die Schenkung notariell festzulegert." „Justizrat Braitewitz war von jeher fern einziger Bcrtrauter. Das tagte er dir?" „3a Und nA'nn ein Instizrat ferne Hände rm Spiel hat, werdet ihr vernrutlich mit einer späteren Anfechtung nickst viel ausrichten." „Was sollt.'» wir Leim m'.fechten? Licknn der Xtat-r mit seinem Besitz nickst mach», was er will?" „Du nimmst bu übcrrascheche Nachricht merkwürdig ruhig auf! Es schrat dir ganz glerch- gültig, dein Eigentum an fremde Leute weggLvor- fen zu seh«.". (In einem Teil ber Auflage ttaedercholl.) Die Wiedergunmuhun-sfrage. Paris, 26. Okt. (WTB? Unter der lieber* schtift „Die Krage der Wv-P.-rgulmachungen' schreibt der „TempS^', bar> die SterbanblungciL dtr pegermtartta über das einzuschlagende Pcrsahren für die Aerhaichlungen über die Wvä>ergutmach- ung^fragen statt finden, hi London und Brüssel zu Veröffenlllchungra Anlaft gegeben hnbra, die dem Stande der Äerhcindkungeti nicht genau rar sprechen. GS werden Noten über diesen Gegenstand ausgetauscht, die in sreuudsckntstlichstem Tone ge halten sind und deren Abtausch ganz normal vor sich gebt Der (Stegenftenb der Noten betreffe einzig und allein nur tae Art und Wetsc, wie die Bar Handlungen gefttirrt werden sollten, nicht aber die Grundsätze der Wi^erggllmachungen. Die dattschen atlantischen Kabel. Amsterdam, 26. Okt. (DTD.I Einer Reu-^ tenweTbung aus Washington zuststge sind die amerikanischen Bertrctcr auf der konteren» für intet nahmt«! e Bertanltmn Ti? Verbrechen tn Obers chlej ien me'.ren sich. Zn D-ltzkowitz bei Birten tal überste et 25 Personeit mit Mivabiuern, Revolvern und £>a ibgTanütr.i in der Nacht zum Montag das Daus Guts Verwalters F«big imd vllinderten es iwlfftänby aus Sie nahtnen sämllickn: SHcihzt:, Mackie, schuhe, Betten, NahtTungsmittel und Schmucksack^en mit. Die J-amilte ist jeder £>?5e eittblöfti. Die Beute witvd? anscheinend über b.e Grenz: geschafft. Die Lage in Englanö. London, 26. Okt. Tas Unter* Hans hat bi? Anckagc über die von der Re gi-rimg re'.ücngten A u Sn a hrne best i m m u n - gen i.t jnjeit?r Lesung angermrme.i und gleichzeitig mir 255 ^egett o5 Stimmen einen Suttrag ber Arbeiterpartei re.iöjrfen, ber sich gegen de sofortige Aebandluirg ber Bill aussprach. Das itaut entsprach damit einem von bei Regrerung g.:- äu Herten Wunsche, nachdem sie durch Bonar Lam erklärt hatte, das; eine spätere Erledigung ter- ^tesetzratwurses als eine Poovotatiou aufgetaftt mer- lxm sonnte, wratt erst einmal die ^-rlxinblungen znstschen der Regierung unb den Arbeitern trbge- brjdx-n werden mutzten. Die Bestimmungen der Barlage solteit nur bann Verwendung fiitbei, wenn das Baterlanb tn Gefahr sei Im übrtgeu fand Bmiar Law für di? ruhige Haltung ber Bergarbeiter JSortc des Dankes Die Hungerftreikenden in Cork. Paris, 26. Okt. (WTB.) Nack, einer Meldung des „Matin" «ms London fcfinben sich tin Gefängnis txm Cork noch 9 Sinnfetner, dte seit 76 Tagen hungern. Außer dem Bürg',- meister von Cork tst gestern troch ein anber r £)un gerftreifcnber rtamens Murphy geftarbra. Amsterdam, 26. Oft. (WTB.) Reuter mel bet, daß ga n z Dublin aus Anlaß des Tod^s dvs Bürgermeisters von Cork Trauersarbcn angelegt hat. Grmeindewrchsen iu Italien. Rom, 26. Okt. (WTB.) Bei den Gr meindewahlen erhielten nach dem bk herigen Ergebnis von 4560 Gemeinden 3357 eine bürgerliche und 1270 eine sozialistische Mehrheit. Kesftlerplosion eines franzSsischcn Dampfers Pari^, 26. Oft. lMTB.) Nach einer Mel düng des „Petit Partiten" aus Cherbourg ereignete sich gestern nachmittag an Bord des Passagier dampsers „La France", ber am Vormittag Le v>avre verlassen hat, eine Kesselexplosion, die neun Heizer tötete unb viele schwer der letzte. Die Explosion erfolgte 115 Meilen von 2c Havre enttarnt. Der Dampfer lief Cherbourg an. Tie ungenügende Lebensrnittel iiprCnrrtitttn böt Nerven, Muskeln, Organe, Versorgung Blmbobn unb .QnodjenaerüH «c sckädigt u. die Widerstandtzkähiakeit des Kürvers ver mindert. Ärivoe nnb ansteckende Krankdeilen haben daher leicht Eingang aefunben. Stach ärrilichen Urteil bat sich Capbolactiu imilch-ohoSvbortalite? .QnlfpvrivoTflt) »um Wtederausbau und »um Schuldes «Vürpcr? bestens bewährt. 252 Tabletten für eint 4wöchentl. .Qnr 16 Mk erhältlich in allen Apotheken „Gleichgültig nickst, Signe, aber ich farm dock meinem Bater das Recht dazu nickst bcilteüet." „Tu wolltest eS also geschehen lasten, botz Umt unser tieben fang Ästtler bleiben?7' „Wir trerben in Zukunft ebenfjtoentg Bettler fein, als wir es bi- heute geroefet sind." „Ha, durch mein Verdienst. Wenn ich es nu ' aber eines Tages satt bekäme, mich für dick zu be mühen?" Achim wandte ihr mit einer raschen Bewegung den Kopf zu. Steift war ihm das Blut ins Gefickt gestiegen: „Siehst du es so an? Fühlst du nickt rote du mich damit beschimpfst?" „Mein Gott, es ist doch die Wahrheit. Und du hast es dtr bis jetzt ganz gerne gefallen lasten Ick wünschte aber durchaus nicht, daß es für immer i? wejtergeht. Ich will nicht zuguterletzt als d:e schmählich Betragene da tacken." „Als die Betragene? Von wem wärest du betragen worden?" „§>ast du nicht als der Sohn eines reidjen Mannes um mich geworben? Bildest du dir em, datz ich meine Freiheit ye-psert habe, um 6t» an das Ende aller Tage rote die Frau eine? Zige:- ners vm der Hand in den Mund zu lebest?" (Fortsetzung folgt.) 'M reinigt und scheuert alle Geräte aus Porzellan, Emaille, Holz, Metall, Glas, Stein, Marmor usw. Bestes Scheuerpulver für Haushalt, Gewerbe u. Industrie. Vorzüglicher Herdputz. Ueberall erhältlich. Henkel & Cie., Düsseldorf Fabrikanten von „Sil" und Henkel’s Bleich-Soda. PM6c Versteigerungs-Anzeige. Freitag den 29. Oktober d. Zs., vormittags 11'/, Uhr, versteigere ich öffentlich in Nockenberg auf dem Hofe des früheren Hofguts gemäß § 489 B.G.B. ein Pferd chengfy braune Farbe, auf einem Auge blind, gegen gleich bare Zahlung. Butzbach, den 25. Oktober 1920. Herrnbrodt, 11414D Gerichtsvollzieher in Butzbach. 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Gleichzeitig ergebt hiermit an sämtliche Beamten, und Angestellten-Organisationen die freundliche Gtn. ladung, zu dieser Versammlung zahlreich zu er- scheinen, da gerade für sie obiges Referat von besonderem Fureresse sein dürste. 017769 Freie Aussprache.___________Der Vorstand, Wißt Patronen Kal. 16, rauchlos, M. 1.—, 1.2>, 1.45, 1.75, treffen ein. Bestellungen an 017762 Dürbcek, Steinstr. 12. £oals MtzrnbeM (Sieben 92 Beuenroeg 22 lelenh.176. iD-y.MaglBS^ cumoen, ffohoroüvNen, ge- bmskffl.M6sGnenu.Twlls- misstonell. änriaultären. 35-ISWW SliWM Verbunden mit 8er-Schulrcigeu, 6er-Schmack reiften, 6er Kunstreigen, 2er Kuustfabreu, Radball und Radpolo - MeilterschaftS Spielen. -.......— Verlosung — Ball. --------- - Nur vom Borstand einnelabcne Gäste haben ge«« Vorzeigung der Einladungskarte Zutritt. [11430c Sonntag den 31. Oktober, nachmittags Anssluz nach Hem WlchchnM Der Vorstand. Anständiges Fräulet« 38 I. alt, Filialleiterin wünscht mit strebsamen Herrn in Verbindung »i treten zw. ♦rteiral späterer Sckriftl. Angebote timtet 017777 an den Gieß. Äm SBOznnm (5W schwarz und gelb gezeit net entlaufen. Kern zeichcn kranke Augen. Loi Ankans wird gewarnt. Geg. Belohnung abzu,e! Our«» Wilbelmttix 0 ßirMZ Zentra!verhaBd d. Angesltfllj Wir bitten die Miigliklda welche Sosotag, d. 3Lfc«li 1.59 ühr zhtu Beaaehi W etxlarer Ortagrappie* fahr., sich auf uns. 'SmsiU Merd-Anian* 33 II. IM« meld. Rückt. 9.20 II. c2il- Ol778a] Die OrisverwallH» Krofdorfer Str. 4 I. Iks. Prima Mittags- nnd Abendtisch °I77»> Liebiastr. 64 p. r. Rasierklingen werden haarscharf nach- geschliff. in eig. Werkstatt. 017M5 Fr. Brücker. Liebigstraße 63, Hths. Däm große Programm von dem ganz Gießen spricht Durch die Quartiere des Elends und Verbrechens Fabelhaftes Sensationsdrama aus dem Jenseits der Gesellschaft in 6 Akten. e Boccaccios Abenlener Wunderbares Trauraspiel aus der galanten Zeit in 5 Akten. 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