Nr. 201 170. Jahrgang Zrettag, 27. August 1920 General-Anzeiger für Gberhessen Mr Vr«cht7»ach. icqS' tun wird, um das ®i gern um eines fremden Staates mit den der Siaatrgeioolt zur Ver- Verfügung stehenden Polizei krästen zu schützen. 12; 5L Schwieriger liegt bte Frage der Transport Verhinderung, soweit es' sich um a ma.eriol unb waffenfähiger Mutel nie L». kdmottven Die Erfolge WrangelS. Paris, 27. Aug. (WTB.) Nack einer Havas- Meld-unb aus Konstantinopel hat General W r a n- g e l bei Zekaterinvslaw nach viertägigen hartnäckigen Kämpfen weitere Erfolge errungen. Der Jrenkampf, London, 26. Aug. (Wolff.) In Belfast sind neue Un ruhen aus gebrochen. Ain cer* schiedenen Stellen der Stadt wurde die Polizei angegriffen. Man meldet auch mehrere» Brand- stistungsversuche. In der Grafschaft Cork wurden mehrere Polizeiagenten angegriffen und getötet. Abends dem Polizeipräsidenten gegenüber seine Befriedigung darüber ausgesprochen, daß der Schutz so schnell wirksam gewesen sei und daß sich in den Räumen der Kommission keine lieber griffe ereignet hätten. Leider war jedoch inzwischen derselbe Dausen zum französischen Konsulat gegangen, wo sich die ebenfalls dauernd hier ausgestellte Sicherheitswache dem plötzlichen Ansturm gegenüber als zu schwach erwies. Tie Räume wurden zerstört und die Akten auf die Straße geworfen. Ter starken, zum Schutz des französischen Konsulats inzwischen entsandten Truppe gelang es jedoch, den Geheimschrank des französischen Konsulats vor der Zerstörung zu bewahren. Der weitere Schutz des Konsulats wurde hinreichend sicheraestellt. Im Anschluß an diese Vorgänge haben jirp dann leider in den Abend stunden nod) wei.ere Störungen ereignet, die zum Teil einen ausgesprochenen antisemitischen Charakter annahmen. Nn- kontvollierbare Elemente haben in der Antonienstraße das Blatche Hotel bedroht, in dem vorwiegend Ostjuden zu verehren pflegen, doch ist es zu ivirkliä-en Störungen dort mdjt gekommen, n«ohl aber in der Sohrauer Straße 47, wo das Warenhaus von Herzseld geplündert wurde. Auch die französische Automobil-entralern der Hubenstraße ist im Laufe bre Abends erbrochen worden. Es sind Maßnahmen getroffen worden, um die Ruhe in der Stadt wiederherzu stellen und zu sichern. $ranw a. m. 11684 Drud und vertag: VrShi'fche Umv.»vuch- nwfc S4eirrdr»ckerei L. £ffnungen zu mindest dieser unteren politischen Organe smd aut Ixe Welttevolutton gesetzt. Tie letzten Reden Lenins über die Ausschaltung des Rätesystems sind völlig unbekannt. Die Zahl der zur Roten Armee ftrömenoen deutschen Frei willigen wächst mit Jedem Tag: sie beträgt bereits etwa 3000 Mann. Es ist bereits die erste Spartakistenabteilung gebildet worden, die vorerst zum Kampf nicht verwendet nnrb, sondern erst politisch aufgeklärt werden foll. Die deutsche Oranisaion der ehe rockigen österreichischen Kriegsgefangenen gibt die Zähl oer Deutschsprachigen in der Armee auf 150 000 an. Die belgische Kabinettskrise. Paris. 26. Aug. 'Wolff.) Wie aus Brüssel gemeldet wird, ist die Kabinettskrise auf Ende Oktober, bis zur Rückkehr des Königs aus Brasilien, verschoben worden. .Kriegsminister Janson hat sich bereit erklärt, so lange im Amte zu bleiten, bis die belgisch-französische Militärallianz abgeschlossen sei. Ter Minister des Aeußern, Hysmans, wird ton Delacroix vertreten. 2tuKflh»c »on Hwjtigen für bte logtenxmmer dis zuin 9ta$mittag vorher ohne jebc *BerblnbhM)keii. »reis für 1 mm für Anzcigen v. 34 mm Brette örtlich 36 Pf., auswärts 45 ‘Pf.; flr Reklame. Anzeigen von 70 mra Brette 150 Vf De, Platz. Vorschrift 20*/, Aufschlag. Hauptschriftletter: Aug. Goetz. Derantroortlich für Polititz: Aua. Goetz; für den übrigen 5eil: Dr. Rernhold Jenz; für ben Aiegrigenteu: H. Deck, sämtlich in (Bit6en. Die Zriedensverhandlungen. Paris, 27. Aug. (WTB.) HavaS teilt nach einer Warsck-auer Meldung mit: Der Vorsitzende der polnischen Friedensdelegation in Minsk, DombSki, ist ersucht worden, mit Rücksicht auf die schlechte radiotelegraphische Verbindung mit Minsk sich in Brest-Litoivsk einzufinden und Dort mit feiner Regierung zusammenMtreffen. Weiter wird von einer Kundgebung der polnischen Regierung berichtet, in der diese versichert, daß trotz der mih- tärischcn Erfolge ihre Friedensabsichten die gleichen geblieben seien wie vor der (Snpcnbung der TÄc- gatton nach Minsk. Auch jetzt noch erstrebe Polen einen dauerhaften, auf Recht und Gerechtigkeit sich stützenden Frieden. Die Herstellung freundschaftlicher Beziehungen zum russischen Volke stelle nach AnsicÄ der polnischen Regierung eine der Grundlagen zur Beruhigung Osteuropas dar. Warf chau, 26. Aug. (WTB) Eine Kundgebung der polnischen Regierung besagt btrüber, daß die polnische Telegatvon in Minsk saft gar feine Fühlung mit Warschau hat: Tie Bolschewisten geben selbst zu, daß die polnische Funkstation in Minsk infolge der vielen Funkstationen im Kriegsgebiet nicht arbeiten kann. Außerdem haben die Bolschewisten den Tv-nst dieser Station aus 4 Stunden täglich beschränkt. Infolgedessen sind Telegramme nach Moskau übermittelt und von dort nach Minsk bzw. Warschau weitergesandt worden, wodurch eine Verzöge- r u n g von mehreren Tagen eintritt. So sei der bolschewistische Funkspruch mit den 15 Punkten erst 4 Tage spater ein getroffen. Auck die Ankunft der Kuriere werde von den Bolschewisten verzögert. Sollte eine Verbesserung der Verbindung mit Minsk sich nicht ermöglichen lassen, so werde die polnische Regierung gezwungen fein, der Sowjet-Telesatton vorzuschlagen, bei Ort der Verhandlungen an einen Platz zu verlegen, an dein die Verbindungen mit der polnischen Regierung und ihren Delegierten unmittelbar und frei stattfinden kann. Paris, 26. Aug. (Wolff.) Nach einer Meldung der „Tailv Chronicle" haben außer Frantz, reich auch die übrigen Ententemächte Polen zur Mäßigung gegenüber Rußland geraten und sich vor allen Dingen gegen einem Feldzug in russisches Gebiet ausgesprochen. Der Druck auf Danzig. Abgesehen von.den diplomatischen Unterhaltungen zwischen London und Moskau und den vielfachen Ermahnungen der Entente an Polen, sich innerhalb seiner Grenzen zu hallen und den Bogen der Gegenoffensive nicht gu Überspannen, gibt es für die Kriegslage im Osten zwei Fragen. Im Norden lautet die Frage: Bleibt Danzig neutral oder nicht? Im Süden: Leiht England wieder Schisse für das Schwarze Meer oder nicht? Zn Danzig ist Sir Reginald Tower auf den Wink der Entente hin anscheinend umgefallen. Man hat ihn an Artikel 104 des Versailler Vertrages erinnert. Und wenn dieser Artikel, der die freie Einfuhr nach Polen sichert, auch mit keinem Wort von Kriegsmaterial spricht, so muß Sir Reginald eben doch gehorchen, wenn in London Kriegswind weht. Was endlich die Unternehmung Wrangels anbelangt, so haben seine militärischen Erfolge ebenso wie die französische Hilfe nur dann auf die Dauer einen Sinn, wenn England wieder wie im Anfang des Wrangelschen Vormarsches die maritime Unterstützung im großen Stile etwa nach dem Muster der Saloniki-Unternehmung leiht. Das aber wird erst zwischen London und Moskau diplomatisch ausgetragen. Auf das Ergebnis dieses Ringens wird die Welt noch einige Tage warten müssen. In Dan- z i g hat Sir Reginald Tower in sanftem Vor- wurfZton den deutschen Instanzen allerlei Fragen vorgelegt, die jedoch von Oberbürger- rueister Sahin so schlagend beantwortet worden sind, daß Tower mit seinem Rechtsstandpunkt in arge Verlegenheit geraten ist: Danzig, 26. Aug. (WTB.) In der heutigen Sitzung des Staatsrates gab der Ober körn- nrrfi'ar Sir Reginald Tower eine Erklärung, in der es heißt: Tie alliierten Mächte sind entschlossen, die Bestimmungen des Friedens Vertrages fu erfüllen. Was aber hier am 29. 7. passiert ist, ist ein Beweis dafür, daß die Stadt Danzig noch nicht ganz in Frieden, Ruhe und Ordnung zu halten ist. Ferner hat die bedauerliche R e s o l u - t io n in bet verfassimggebenden Versammlung über die Neutralität bet den alliierten Mächten Erstaunen und Erreguna hervorgerufen. T i e Stadt Danzig ist noch ntcht Freistaat mtd bat absolut kein Recht, über Neutralität zu frechen. Für den Vertrag mit Polen strebe ich immer an, Danzig als souveräne Stadt zu be trachten. Glauben Sie denn, daß die alliierten Mächte großes Vertrauen zu Danzig haben können, wenn solche Sachen wie in den letzten Tagen hier passieren? Glauben Sie, daß, wenn ein Teil der Bevölkerung die Polen verhindert, Munition, Passagiere und polnische Rückwanderer nach Polen zu teförbern, dies mit ben Bestimmungen des Fric- dmSverttages Vereinbar ist? Soweit sind wir nun gekommen, daß die alliierten Mächte gleich beschließen werden oder wahrscheinlich schon beschlos- f Tarten mit eingedrucktem Wertstempel zu 7V2 Pf. benutzt werden. Tie Frist, bis zu der hierfür nicht benutzte Marken dieser Art an den Postsckal- tern gegen andere Wertzeichen — ohne Erlegung einer befonberen Gebühr — um getauscht werden dürfen, wjrd bis zum 15. September verlängert. Rach dem 15. September verlieren die genannten Marken ihre Gültigkeit, soweit sie nicht als Zusatz gebühr bei Postkarten mit eingedrucktem Wert- stempel jn 71/2 Pf. verwendet werden. ** Auszahlung von Militär- r ert te n. Die Militärversorgungsgebührnisse für September werden den Zahlungsempfängern der Stadt Gießen am 28. und 30. Aug. vom Postamt bezahlt. Am 28. erhalten die Kriegsbeschädigten usw. auf R-Quittungen, am .30. die Hinterbliebenen und Pensionäre auf 8- bzw. ?-Quittungen ihre Gebührnisse. ** Tie Gießener freiw. Feuerwehr begeht am Samstag und Sonntag ihr 65jähriges Stiftungsfest. Am Samstag abend 7 72 Uhr findet ein Konzert mit ans Meßendem Bail im Cafe Leib statt, zu dem nur eingeladene Gäste und die Mitglieder der Wehr Zutritt haben. Am Sonntag vormittag 10l/i Uhr treten die bechen Löschzüge am Turmhaus am Brand an. 10% Uhr Abrücken nach deut Oswaldsgarten, wo eine Aufstellung stattfindet und die einzelnen Geräteübungen vor- gesührt werden. Sodann sindet ein Branoangrifs an der alten Klinik statt. Tie Aufgabe, lvelche die beiden Löschzüge an öem Brandobjekt zu lösen haben, wird erst nach Alarmierung b-si Ankunft bekannt gegeben. Rach den einzelnen (^räter-ot* führungen auf dem Oswaldsgarten soll eine Bar- führung des HandfeueMichapprrates „Mi.-'w.x" bfätwg n ter Xairuni tijt sei. K Schlag ei fiLichn-Org fÄeln. Sie te Srss. SBö Lchhlwsen, timieit u Jfikr mittei «rftLuper Ae Bai MM mit tz°be (iu 2( Mtg, bi? M‘ ttwtbc, Üibtijfru billigen ? N die Lik S N> di! ”ltr aas $ s« äg"! s* ö- W. ^fen‘ tfÄ* ÄW . D leitet vm ivOtto-U kn, tnDlw' Lchtoirum- Alst bei 1 te SSinifl» wigehall?. ww? ff »«WlMdS SOstesfor ßiae Berti 0 Mai kt Bers direkter Bä brauchn, ,bt bar Nachfol, A«s ShtM «ttö Caitö. Gießen, den 27. August 1920. Mit Frühkartoffeln eindecken! Zur Zeit wird die Stadt Gießen mit Frühkartoffeln und mittelfrühen Herbstkartoffeln in ausreichender Menge beliefert. Es ist damit zu rechnen, daß in den nächsten Tagen die Ernte der vtitt^frühen Sorten beendigt und daß alsdann für kurze Zeit mit einer Stockung in der Belieferung mit Kar- ' totfein zu rechnen ist, bis die Belieferung mit Herbstkartofseln, die voraussichtlich in einigen Wochen einsetzt, erfolgt. Wir empfehlen daher der Bevölkerung dringend, sich schon jetzt für etwa 2—3 Wochen mit Kartoffeln einzudecken. Sport. ** Tie Gieß. Rudergesells ckaft 1877 (E. B.) veranstaltet am Sonntag, 29. Aug., nxrchm. 3 Uhr, eine Bereins-Regatta. Zur Aus- ahrt gelangen 7 Rennen mit 18 Booten. An- chließend Waq'ferspiele. ** Der Giehener Radfahrerverein 1885 (e. B.) veranstaltet am Sonntag, von nachm. 3 Uhr ab, auf der Karlsruhe ein Bererns-Rennen. Siehe Anzeigenteil. ** Fußball. Für nächsten Sonntag hat Aivche und Schnle. Ter zweite Württembergifch-Hessische Führerkurs für Volksbiküung, veranstaltet vom Bevein zur Förderung der Volksbildung in Stuttgart (Direktor Bänerle) und von der Zentralstelle zur Forderung der Volksbildung in Darmstadt (Direktor Hasfinger), hat m den Tagen vom 1.—14. August in Friedrichshafen am Bodensee stattgefunden. Es waren Vertreter da von Hessen, Württemberg und der Pfalz. Der Zweck des Kurses war, die rn der Volksbildung an der Spitze stellenden SDZttarbeitet einerseits mit den wichttgstrm Fragen der Gegenwartskultur bekannt zu marf)cn, andererseits tnc Vo > ksbildungsprobleme selbst zu Üären und zu vertiefen. r .r Im Anschluß an Referate von Professor Haering (Tübingen) ük-er „Grundfragen der Geschichtsphrlosophie im Anschluß an Spengler: „Untergang des Abendlandes", von Prvfefsor Wilhelm (Eßlingen) über „Bildung", von Professor Goldstein (Darmstadt) über ,^Das ft nationale in der Volksbildung" und von Prof. Messer (Gieß^en) über „Materialismus und Bolkskultur" fanden Aussprachen statt, die sich um die grundlegenden Begriffe: Kultur und Bildimg bemühten. Sic. Dr. Frick (Darmstadt) entwickelte an Hand von Leitsätzen, daß. die Beschäftinmg mit Religion für die Bolkskultur von größter' Bedeu^ timg sei Vom Standpunkt des Technikers sprach Professor Heidebroeck (Darmstadt). Er betonte im besonderen die Gefahren der überhandnehmen- den Mechanisierung für die Kultur und forderte von der Volksbildungsarbeit, ein Gegengenncht M schaffen. Dr. v. Erd berg (Berlin) schildertet „Kampf um die Volkshochschnle in Preußen" M gab unter Hinweis auf die Problemattk der v?' hnegung wertvolle Fingerzeige für die Völlig in praktischer Einstellung sprach DLvm Bäuerle (Stuttgart) über „Auf- und AuslM der freien Volksbildung und ihr Verhältnis pvn öffentlichen Bildungswefen". Rein crrfdncf’t jw waren die Ausführungen von Professor W11 nf1 ” (Eßlingen) über „Das Volks hoch schult ve'en wegv dinavien und den angelsächsischen Lmrdern . ^n Schluß der Tagung bildete ein Vortrag von Professor Günter (Tübingen), der „Die äußeren uno inneren Lebensformen des Mittelalters rum Gegenstand tjatte. Er war trotz der Uefcrfulle pro verarbeiteten Materials ein Muster von llurer u einleuchtender geschichtlicher Darstellung. Aim^yaw des engeren Rahmens der übrigen Beranstalmg ftnxid) "WMfOT F. 23. einige Probleme der stawisbürgerlrchen ErMyung. Das Ergebnis der Verhaudiungen, au dmeu sich auch Vertreter dar organisierten Acheitertchast «wesentlich beteiligten, läßt sich nicht auf eine euv lieitliche Formel bringen. Der Gewann war mr alle Tellnehmer zweifellos groß. Es erwie-- Itm auj» Neue, daß sich alle, die mit Erfolg.an der Volks« bildung mitarbeiten wollen, stets dve Probiemattl dteser jungen Bewsgung vor Äugen halten musten die öoit der Problematik unserer Zett überhaupt stattfinden. Am Nachmittag sindet auf Te.^prs Terasse (Hardt) eine Faüril«nfeier statt, oct allerlei Darbietungen, Kinderspi^e und sonstige 1 Ueberraschungen geboten werden sollen., Bank streik. Ter Zwn^erarn Gt-eßQi des Deutschen Banib«mtenvv.e«S teilt nxs mtt. „Sehr eigenartige Verhältnisse scheinen Jter Bankfirma Jos. Herz, Hießen zu herrschen. dem erst im Marz ds. Js., wie »ir s^nerzett W richteten, gesttetkl wurde, ixn Ve zalstung wie bei den anderen Banken zu erlurgen, siecht sich der jetzige Beamtenkörper wchtzerum ge- nötigt, diese und auch cmdere Forderungen durrl) Streik zu erzwingen." , ** Aus sibirischer Gefangenf chaf t kehrte am 13. August der Lackierer und Maler Wilhelm Büttner zurück. ** Kriegerverein. Die Zahl der Veteranen unter den Mitgliedern des Krie^rveremü ist evfreulicheüoeise Fwßer, als in der DrenSdrg^ Nummer angeführt. Auch die Herren Bommers- heim, Major Kramer, Rechnungsvot \. P Mui i#rtb Fabrikant Throm haben an dem glorreichen Feldzug 1870/71 teilgenommen. Kreis Lauterbach. „ Schlitz, 24. Aug. Ein bedauerlrcher U n - alücksfall ereignete sich gestern mittag aus dem Carlshös; ein Tienstknecht der Gräflichen Burggüterverwaltung, Hch Güldner, worlte geltern mittag «m Carlshvf seine Pferde sstttern; berm angehört; dagegen wird beschloslen, dem Keinen Tenne und erlitt einen Beinbruch und noch lonftige Verletzungen. Ter Verunglückte erhielt kürzlich ine Dom Landw. Verein gestiftete Ehrenurttrnde sur 25jährige treue Arbeit. Er fand AusiMhme im schäft die Direktion zwingen wollte, mehrere versäumte Stunden zu bezahlen. Der Betriebsdirektor wurde schwer verletzt, so daß er blutüberströmt zusammenbrach. Der Vorstand des Werkes beschloß, den Betrieb tzu schließen und sämtliche Arbeiter zu entlassen. Berlin, 26. Aua. (Privattel.) Die Abendblätter melden aus Essen, daß gestern dort die gesamte Belegschaft der Zeche Dier- g a r d wegen des Steuerabzuges in den Älusstand getreten ist. Kommunisten und Un» abhängige forderten in einer Massenversammlung in Essen die soforttge Durchführung der Amnestie auch für Mord und Plünde- runa sowie Erpressungen bei den Banken, sofern diese Verbrechen im Zusammenhang mit den Märzkämpfen stehän, und drohen, die Freilassung der Gefangenen durch einen Massenstreik zu erzwingen. Die Schließung von Betrieben in Württemberg. Stuttgart, 26. Aug. (Wolff.) Durch die Schließung der drei größten Industriebetriebe wurden 15—16 000 Arbeiter ausgesperrt. Die Betriebsräte beschlossen, mit der Regierung so lange nicht zu verhandeln, bis die Posizeiwehr aus den durch Stacheldraht gesicherten Betrieben entfernt ist. In Eßlingen wurde der Generalstreik erftärt. Zu Unruhen ist es bisher nicht gekommen. Schläfen gefunden. Die Leiche nxir in zwei französische Zeltbahnen eingeschlag n und, als sie gefunden wurde, noch ivarm. Tie Identität des ML>- vder Kommunalisierung des Hand^ Werks. — Ter gleichzeitig tagm.de Berbandstas der deutschen Bäckermeiiter erklärte mit altem Nachdruck, daß endlich einmal mit dem Mbau der Zwangswirtschafr begonnen werden in* je. Ri-» meirtlnh das Verbot der Herstellung von Brötchen und Kuchen sei aufzuheven, da es den 'fcutigett Verhältnissen durchaus nicht melyr entfpred;«. Weiter Der Langen die Bäckermeister eine Belieferung mit backfähigem Mehl, da es bei dem Treck, den man von den Reichsstellen ersten 'habe, ganz irnmöglich sei, ein einigermaßen bekömmliches Brot herMstellen. mc. Frankfurt a. M., 26. Aug. Um den bedürftigsten Frankfurter Kindern den Segen der Quäkerspeifung nod) möglichst lange zu er» lxckten, wird die Zähl der gespttnen Kinder ab 6. September um die Hälfte verringert. ** Der Mieterverein hrett am Mittwoch 1 ^vtcä. Abend im Cafe Leib eine gut besuchte Verimnm- Arejs Friedberg. lmvg ab. Der Vorsitzende des Be>^ms, Dr. Rr e- bz B u tz b ach , 26. Aug. Gestern abend mann, gab zunäÄt seinem Defvemdcn darüber t t Marktplatz iu Streitig- Ausdruck,daß^f die in der letzten Venarnrnlung kam es aus dem Martlplatz zu eil ei 11 g über die Zustände beim Wohnungs- bM. Miet- k et ten zw 1) ch e nMr lita r und Ztvl, einigungsamt gesoßte Resolution von der Be- dte, soweit die -Butzb.Zlg. hort, dadurch Hörde eine Antwort nicht eingegangen sei. Auch entstanden, daß einige Soldaten Mit dem hätten sich die Vechältnisse in der Zwischenzeit Ausdruck „Noskegarde" belästigt wurden. Ein nicht gebessert, sie seien im Gegenteil schlimmer junger Bursche wurde durch Seitengewehr- geworden. Es schiene so, als wolle man es arn ß^be am Kopfe bei dem Zusammenstoß, ver- eine Kraftprobe zwisc^n dem Mietervewn und Sonst kam es nicht zu Tätlichkeiten. Von r>cm ™«tenigiing6anit antonmm faffai. b ® @enbarmerie war niemand r^sch^FrLn^^t mAst Ech zugegln, so daß Bürgermeister Köhler sich seinen EMs^idungen vielmehr von sozialen Gc- selbst bemühen mußte, dte Ordnmig wieder sichtspunklen leiten lassen. Auch äußeren EiN.mr- herzustellen. Der Soldaten bemächtigte sich hingen, besonders durch Angestellte, dürst sich eine große Erregung, als sie in der Wohnung das Mieteinigungsamt nicht zugänglich zeigen, Hauptwortführers der belästigenden Zwi- Ter Redner kommt dann auf einen Fall zu spre- ^rten am Marktplatz einen Karabiner im chsn, bei dein ein Mitglstd deEt^rm^eten- zu sehen glaubten. Polizeidiener Knöß, kollegiums durch einen Beisitzer des Mitteinl , inatoikben ersrbienen war konnte inoes oung6amt6 morben fei, olmr d«b der der inzwiwen erratenen roflr. onnie inu Vorsitzende den Ersteren tn Schutz genommen habe, 'eine -Ürafie M oec ^poynung lenneilen. Ter Redner ließ sich dabei, tvie von ihm nicht größere Ldchlagerei wurde dadurch verhindert, anders zu erwarten war, die Gelegenheit nicht ent- daß eine Patrouille dte Soldaten tn die Ka- gehen, dem Gießener Anzeiger vorzuwerfen, seine ferne beorderte. Berichte seien unzuverlässig. Weiter bespricht er (S Friedberg, 26. Aug. In der heu- cine größere Anzahl von Fällen, in denen unter ti gen Stadt Verordnetensitzung wur- Mitwirkung des Mieteinigungsamts eine außer- tz^n zu Mitgliedem der Steuereinschätzungsfom- ordentlick hohe Mietsteigerun^ (in einem Falle Mission geivählt die Herren Jhl, Mörschel und über 70 Prozent) ein getreten sei. Tem vom Mieter- Bernhard, als ErsatSbute Loth. Koch und Ferber: verein bei der Hess. Regierung gestellten Antrag, {n bau Haup4ausschuß Rechtsanwalt Schröder und die Höchstgrenze der Mindeststeigerungen gesetz- Stadtverordneter Jhl. — Tas Gesuch der Stavt lieb festzulegen, sei u. a. um deswillen nicht ent- Mainz um Bildung einss Wirtschaftsverbandes sprochen worden, weil von der Stadt Gießen be- wird mit der Begrüiidung abMtehnt, daß dst Stadt richtet worden fei, daß zur Schaffung eines bereite dem hess.-nass.-waldeckschen Städteverband artigen Gesetzes hine Veranlassung vorliege. Ter angehört, dag-sgen wird beschlossen, dem kleinen Redner unterzieht dann auch die, Tätigkeit ves Städtetag beizutreten, dem außer Friedberg noch Wohnungsamtes einer scharfen Kritik und macht Alzey, Bensheim, Bad-Naui^rim und B-iugen an- ihm besonders den Vorwurf, daß bei oer Ver- gehören. Tie Stadtv. Langsdorf, Leuchtgens und gebung der Wohnungen nicht immer korrekt ver- Kühner werden als Vertreter bestimmt. — Tie fahren werde. Auch bei der Beschlagnahme frei I Obstnutzung des der Schillerschule angewieienen werdender Wohnungen fei man oft zu nachsichtig. Gartrms wird der Schule für 180 Mk. überlassen. Zum Schluß stellt er folgende Forderungen: — Dem SÄveinehirten des Stadtteils Fauerbach Tie Leitung des Mietcinigungsamtes ist einem wird eilte bOprozentige Lohnerhöhung bewilligt, völlig unabhängigen Beamten zu übertragen, die dafür aber ein Hütegeld von 12 Mk. für jedes Besetzung des Mieteinigungsamtes muß den ge- Schwein erhoben. — Tas Gesuch des Kinobesihers setzlichen Besttmmungen cntspechend durchgeführt I Harras um 5>evabfetzung der Kartensteuer wirv werixn, die Beschlüsse des Mieteinigungsamtes vorläufig abgdtehnt. — Tie städtischen Bleichen sind sofort nach der Verhandlung zu erlassen, sollen nicht mehr verpachtet werden. — Ter Ge- Weiter ist eine g'setzliche Bestimmung anzustteben, n>erbeschule wird ein Zuschuß von 9568 Mk. bewll- wonach alle Beschlüsse des Mieteini^ungsamts an- sigt. — Ten städtischen Beamten uno Angestellten fechtbar sind. Tas Wohnungsamt ist anzuweisen, wird ein Haller Mormtsgevslt als Vorschuß aus- sick mehr um frei werdende Wohnungen zu küm- bezahlt. — Eine HaftpsllchtVersicherung wird mit mern und diese rechtzeitig zu verteilen. Tie Macht- der Gesellschaft „Willtelmine" abgefchlosien, und befugnisse des Wohnungsamts sollen gegen zu- zwar für Personen auf 50 000 bzw. 100 000 Mk., widerhandelnde Hausbesitzer besstr ausgenutzt Wer- - für Sachschäden auf 20 000 Mk. — Tas Gesuch den. Mietverträge, bei denen Wohuungswucher der Schutzleute um Anstellung vor Ablauf des festgestellt wird, muffen vom Mreteinigungsantt Probejahres wird für die beiden jüngeren abge- für ungültig erklärt werden. lehnt, für die beiden älteren an den Finanzans- Jn der sehr lebhaften AuSsp-vache nahm schuß zurückgewiesen. WdK St°rk°nbur« und Rh-inh-,s-n. und wies mehrere Fälle nach, in denen nicht Die VerblNÄUNg DarmstttÄts mit dem Rhein, die Hausbesitzer, sondern die Mi^er Wol>- Darmstadt, 27. Aug. Seit der Demobil- nungswucher getrieben hätten. Er halt euren ^chung ist die sofortige Inangriffnahme cme^ ^na.m4>r ^c.r ^^n Vereine (Hausbesitzer- und Schiffahrtskanals von Tarmstadt nach dem Mieterverein) für unanwchracht, tvunsch. vielmehr Mhein als Mtstandsarbeit von verschiedenen Seiten Zufammenarbett. Frau Bur k schlagt vor,.radikal ^angt worden. Auf Veranlassung der Ministe- vorzugehen Der Mieterverein sei t a em te.^^^E>teilung hat ein Arbeitsausschuß sich g e 10 e r k s ch a f t l r ch - s 0 z i a l i st r s ch e r Ver- einge^b mit der Prüfung der einschlägigen wirte ein, afto tonne er au m r a o t! a I vor- Fragen beschäftigt. Tie Unter fudjaung ^brstand^rsch au§ m bringt den zahlenmäßigen Nachweis, daß die schon Abre^ gesteltt. wurde, meint bte Rednerin, der 2 I- Mr-t-r aber i»6 »«trauen sntvohl »nm SW jn-ck keine Wunder mehr auf der Welt, höchstens stir "SU" kl I $umm£n' bi- b-kannllich nie alle werden. Leitung dieser beiden Aemter notwendig. Frau Tr. Riemann wünscht ebenso wie Frau Burk stärkere Heranziehung der Frauen zur Mitarbeit bei Wohnungsfrag^i. Stadtverordneter Weiß hält die Ausrottung des Bureankratismus für besonders wichtig zur Lösung der Wohnungsfrage:. In feinem ^(fjlufitoort schlägt Tr. Riemann vor, die in seinem Referat gestellten Forderungen zur Resolution zu erheben, die vom Vorstaiid ausgefertigt an dte Stadt, das Hess. Ministerium und das Wirtschaftsamt in Darmstadt gesandt werden soll. Tie Versammlung ist hiermit einverstanden. ** Die Kanin chen- und Pro dukten- Ausstellnng sindet am 28. u 29. Aug. „Zur schönen Aussicht" statt. Näheres stehe Anzeigenteil. ** Die Deutsche Volkspar tei hält Samstag den 28. l. Mts 8'si U'hr pünktlich tm „Hindenburg" eine Mitgliederä.erfammlimg ab, in »rat Schudt über die Ausschuß- rrmstadt und Frankfurt berichten, Dr Lutsch über die politische »ird. Siehe Artz-eige Geeichtrßaal. Der Darmstädter KommunistenMtsch vor Gericht. sw. Da r m sta d t, 26. Aug. Infolge der forte gesetzten Teuerung bemächtigte sich Ende Juni der Arbeiterschaft eine große Erregung. T« allgemeine. Not warb von einer großen Anzahl Leute benutzt, die Erregung der Massen aufzuhetzen. In Tarmstadt Sam es unter den Arbeitslosen zu größeren Ausschreitungen. Eine große Rolle sptelte dabei der Zbommunistenfüchrer Maul, ein junger Mensch, der glaubt.:, durch Putsch und Plünderungen die Masse hinter sich zu haben. Bei einer aufreizenden Rede wurde Maul durch das Eingreifen der Polizei vechaftel und tm Polizetmtt untergebracht. Der eigentlick-e Putsch muiLe hter- durch vereitelt. Bei den sich am Nachmittag zusammenrottenden Arbeitslosen zur Befremng Mauls befand sich der oft vorbestrafte Ncatzvogel, der am Pvlizeiamt die Herausgabe Mauls inner- halb einer Stunde verlangte, andernfalls das > lizeiamt gestürmt Würde, was durch die verstärkte und besonnen Wgvnfenden fßoli’iite;! verhinderi wurde und die Verhaftung Natzvogels zur Folge 'batte. In der heutigen Verhandlung gibt Mß, vogel an, ein Kollege von ihm fei mit 10 Mt. Karteffelgeld durckMgangen. Weshalb er an dem fraglichen Tage sehr aufgeregt gewesen wäre. Die Beiveisausitehme ergibt, daß es nur der Energ« rmd der. Besonnenheit der Schutzmannschaft zu danten war, an dem fraglichen Tage die beab- sickftigten Plünderungen zu verhindern. Das Urt<6 lautete auf 1 Jahr 6 Monate Gefängnis abzSg» sich 7 Wochen llmtersuchmtgshaft. mc. Frankfurt a. M., 26. Aug. Wie bei der zweiten internationalen Franffurter Messe wird auch im kommenden Herbst das deutsche Tabu kge werbe eine Svnderansstellung veranstalten. — Auch die Leipziger Grvß- Berleger werben mit einer MtÄr-Ausstellung größten Umfanges' aufwarten, die rtanrelttlich solche Literatur ausiveisen wird, die zur Einfuhr in das Ausland geeignet ist. mc. Frankfurt«. M., 26. Aug. Der Bundestag deutscher Schneider-Innungen, der augenblicklich in Frankfurts Mauern tagt, wanote 1 eins zur 1 sich energisch gegen jede So zialisier ung lerscheinen. Yo<^sc1>«lnacbvrchten. Ein nraer ftiDmtiWr Aerbünü Am 28. Juni 1919 wurde ein neuer, auf deutsch-völkischer Grundlage fiebenber studentlscher Verband gegründn, der am 8. d M. in Tetmold b;w am Denkmal des Cheruskerfürsten Hermann seine erste größere Tagung abhielt Tie „Deutsche Wehrschaft" will „der d.mlfchen aka- dcmischen Jugend aller Hochschulen das Bewußtsein für bi? Rasseeinheit unseres Volkes erwecken, den Äammilitomcn einen Rückhalt geben, um deutsches und völkisches fühlen und Handeln durch Wort und Beispiel wirken zu lassen und deutschgermanischen Rassestolz offen und ehrlich betonten, ohne unbegründet herausfordernd zu Xörnöv . * Offenbach, 27. Lug. Architekt Professor Hugo Eberhardt, der Drrektor der Technnchen Lehvanstelten Oflonboch a. M, hat den an ihn erflwmgeieen Antrag jur Hebernahme der Meister- Cane für Architektur an der Kunsthochschule Dresden adgelchnr. --------- Kunft und dL ;*£ Lr - SS i'i WH tr *°ibrr 4 ZN'i 3m 1 Wtn. L :j ^verei- M nach» ^Mtainrr Mtsch W. tren Nam, *jfrnie > Uhr. W' vlge der hy ji Ende Zm I ng. Ä (L | NoUtoii i*n. Z ■ lösen $ug» i Mle M f , ein Mr Md Pluiih I it. Nei W • ch das L» r Ärlizmr imube h«, hmillag w 'Mtnutj Mais ror« Mktb die dE" et btW els jur U? ng gibt mit 10 9*. Ib er an lesen tote. *! t der Enm mmnschrfi i i die ber | it jxisUrt i n*aniä alM ' ®r» S ^Did Ät» i Das HeidelderGkr Schloß. ntc. Heidelberg, 26 Ang. Bon fach- männrscher Seite erhalten wir folgende Mittei- limg: Der Verfall des Heidelberger Schlosses schreitet langsam und stetig fort. Namentlich ist der Otto-Henrrichs Bau gefährdet und es muß der ladischen Regierung ernstlich anheim-egebcn werden, endlich etemal das für Deutschlaiä>s schönste Cchtoßrutne Notwendige in tne Wege zu leiten. (5dlft bei sofortiger Inangriffnahme der Arbeiten ist es schwer zu sagen, ob die Abbröckelung des Mauerwerks und des bildhauerischen Schmucks ausgehalten werden kann. Schon viel zu lange wurde gesäumt und die kunstverständigen Kreise Deutschlands sollten mit allem Rackchruck die sofortige Restaurierung dieses schönster. Teiles des Schlosses fordern. Die Preisgestaltung. Eine Verbraucherorganisation in Marburg. 0 Marburg, 25. Aug. Die ftünbgeb ungen der Versorgungsberechtigten wegen direkter Belieferung vom Erzeuger zum Verbraucher, die von Marburg ausgehend unmittelbar Nachfolge in Ziegenhain, Kirchhain und besonders in verschiedenen darmstädtischen Orten fanden, haben ein üdervafcheirdes Ergebnis hier gezeitigt, nämlich eine Verbraucher-Organisation, der sich das Marburger Gewerk- schaftskartell bereits an geschlossen hat und deren Vertreter bereits außer mit Den Behörden, mit lern Hessischen Bauernverein Fühlung genommen haben Der heute in den Stadtsälen abge* "baltencn Versammlung des Bauernvereins, die Herr Kapp Wolfshausen leitete, wohnten als Ab ^sandte der neuen Verbraucher-Organisation die Bürgermeister Freudenstein-Marbach und der Arle, tcrsühver Waldschmidt aus Cappel bei. Sie empfahlen den Landwirten als bestes Mittel gegen tue Zwangswirtschaft, die mit Hauptschuld an der größeren Teuerung, dem Schleichhandel und sWnchtr sei, ein Zusammengehen der Dauern und ter Arbeiter. Herr Freuden stein führte ziffern- lbelegte Beispiele an, was die Verbraucher bejahten müssen und was die Erzeuger bekämen. Vr kam auch aus die Zucker- und Lederbewirt- schaftung zu sprechen und beleuchtete die Ursachen der Teurung dieser Produkte, die völlig unberechtigt sei. Die Versammlung wählte schließlich auf Vorschlag eine Kommission, welche mit der Verbraucher-Organisation, die sich auf die Beamten- aU. ww ung her W iterle) unb« r Volk» , bat in ir ^drichshaßr o ZL LL IbuiW^ von M cundfms^ von 'M, Bildung, 5 t) über d und Ptni ir unb Ml w ur Lnd!°x in) fW i PrenV lcmatik ur « "Vi . ulroe'd*1 y gftibej» vrttag .r n vo"L^ '&**< tb- ’S. !(<(•« M' Je«ine usw. weiter ausdehnen dürfte, zu vertändeln. Sie besteht aus dem Vorstandsmitglied des Hess. Bauern-VereinS, Bürgermeister Rauch- Wolfshausen, sowie den Landwirten Lauer-Bellers hausen und Lauter-Fwnhausen. Die man heiter mitteilte, soll wegen der Wünsche der SerbraudMtr demnächst eine Kommission beim Neichsernöhrungsamt in Beckin vorstellig werden. Die Bauern-Versammlung beßtßte sich im ihrigen mit der Frage der billigeren Kartoffel- ebgabe (zu 20 Mk.) an die Minderbemittelten in Marlmrg, die laut Beschluß davon abhängig ge- riacht wurde, daß den liefernden Landwirten aus icr städtische Gasanstalt entsprechend Ammoniak .'N billigen Preisen abgegeben wird. Im übrigen sollen die Lieferungskartoffeln zu den festgesetzten Steifen abgegeben, aber sonst keine Vorschrift bezüglich des Preises gemacht werden. Besonders tourte auf die schlechte Kartoffelernte in unserer <’tegcni> hingcwiesen, anderswo falle sie vielleicht besser aus. Die Dreschmaschinensätze wurden ent- rn unbefchreibUch zartes Rot stieg in chrem r'L“1 sie mit verklärter Stemme ^uß das, weil ich unverrückbar *u?nim^m •Wr5^!1 Wie, daß ich ihm mit meinem Freute bereiten werde - eine •5 •'nen sie ihm selbst den letzten u ^.ej zu erhellen imstande wäre! Gottes i* nämlich Bosch-Stuttgart, Daimler-1 mtr.'ttEtteini und Maschinenfabrik Lßlingen, Abteilung Mettingen. Tu' Verhandlungen mit den BetriebSvöte» haben zu teinem befriedigenden Ergebnis geführt. Ter .A r b e i t e r r a t in Mettingen hat sogar erklärt, daß er jeden Steuerabzug mit (bemalt verhindern werde Tarum hat sich die Remerun- zu ernstem Vorgehen entschlosten imb in der Nacht rum TonncrStug wurden Sie drei migeführten Verriebe von der Dvlizeiwehr besetzt. Dte Betnebe fmt> für bre Angestellten und Arbeiter gesperrt, nxil burdi Einschläge der Arbeitersckrasl lnckmmtgegeh^t wurde und außerdem durch entsprecheiches Anzeigen in Tageszeitungen. TaS ^taatsmmislerium erliltf ebenfalls durch Anstlüäge eine längere Dekannt- mackung, in der es u. a. heißt: Tic Werkleitung kann von der gesetzlichen Einhaltung deS Steuerabzuges vom Lohn nicht befreit werden. Bei Aufrechterhaltung der Betriebe kann andererseits kein wirksamer Schutz gegen Gewalttätigveüen liegen die Werksleiter und die Angestellten, bre mit dem Steuerabzug zu tun haben, gewährleistet werden. Die Werkleitung hat daher mit Zustimmung der 9tegierung die Betriebe solange .iestiiii>sen, als die Tuvchiührimg deS Steuerabzuges mit Gefahr für die damit beschäftigten Personen verbunden ist. Ten Schmtz der Betriebe hat die Polizeiwehr über» no mmen." Wie wir hterzn noch erfahren, soll die noch ausstehende Wochenlolmzahlung durch die Post erfolgen und gleichzeitig em lOprvzentiger Steuerabzug vovgenommen werden. Die Polen in ^rotzno? Paris, 26. Aug. (ATB.) Der „Motin" meldet ans Dorichau, daß Abteilungen der 2 polnischen Gardelegion Grodnv eingenommen haben. Eine tentzenziöse Hlivas-MeDnng. Pa viS, 26. Aua. (WTB.l Die HavaS aus London meldet, hat die „Pall Mall" nu5 informierter Quelle die Nmchricln erhalten, datz die russische Regierung in Moskau der russr- schen Delegation in London vor dem Eintreffen des BröeseS von Balfour den Befehl er» teilt bat, London zu verlassen. Tie russische Teleßateon soll erklärt haben, daß ihre Abreise einer Kriegserklärung Rußlands an England gleich'Somme. Millernn-s Pelenpslitik. Paris, 26. Aug. (WTB.) Wie der „Matin" wissen will, soll Millerand der Regterung in Vorschau zu verstehen gegeben haben, daß eS notwendig sei, daß beit Rusten mäßige Frie - densbedinguange" gesiellt wurden, damit der Frieden in Europa gefiäzert werde. Russische Ricuterer. Paris, 26. Aug. (WTB.) „Daily Erpreß" meldet aus Warschau, daß 5 neue russische Divisionen, die kürzlich jur Verstärkung der russischen Westfront aus Sibirien eingetroffen sind, revoltiert Haden und sich weigern, angesichts der verzweifelten Lage an dec Front, dorthin abzugehen. Venizelos. Paris, 26. Aug. iWTB.) Venizelos verließ gestern nachmittag Paris, um sich nach Gcieäienland juiikfwbegeben. Er scheint von ferner Verwundung völlig genesen zu sein. Die Rückkehr der deutschen Flüchtlinge. Al len stein, 25. Aug (WB.Wie die „Mlensteiner Zeitung" meldet, wurde zwischen Geheimrat vvn Jerin, Allenstein, und den, mili- tärischen Beiehl.shabei von Soldau an der Gvenzc bei Klein-KoSlau vorbehaltlich der (*tenefy- migung durch das polnische Generaltxnmando in Graudenz folgendes Abkommen über die Rückkehr der deutschen Flüchtlinge getroffen: Tie deutschen Flüchtlmge können mit choem gesamten .Hab und Gut an ihren Wohnsitz zu- rückkehren. Zeder, dcr nicht eines Verbrechens überführt werden kann, wird an Leib und Leben geschont. Tie Flüchtlinge können ihr gesamtes Barvermögen über die Grenze bringen, ohne befürchten zu müssen, daß es ihnen etwa fortgenommen wird. Grotzfeuer. Wilhelmsburg a. b. Elbe, 25. Aug. In der letzten Nacht brach im Hobelsagewerk am Reihrrsticg in Gottsriedhagen Groß feuer au8, das in kurzer Zeit daS ganze große Werk vernichtete. Nur der gegen ft beriteyenoe Lagerfckmppen ist verschont gebliebät. Der Schaden ist noch unübersehbar, geht aber in die Millionen, (stegen 250 Arbeiter sind brotkiS. Man vermutet, daß das Feuer durch Brandstiftung entstanden ist. ten ganz stillen Sxitttr. Kvv^n«r»werte waren M? auf Ctatn und Neuguinea red); fest, wogegen Valutawerte vernachlässigt und fchwäcter waren, weil sich die Wschwäctmng der Au^anl'sdeviien in verstärktem Maße sonsetzte. Born Rentenmarkte ist nichts ivesemliches zu berichten. In zu Em- hestSkurien gehandelten Industnevapieien betätigt sich'lxrS Publikuni in starkem Mas>e als Käuser Frankfurt a. M., 26. Aug. Börsen- stimmungsbtlb. Aus dem Gebiete der Mvn ttöqKitrterr trafen größere Angebote in Vers chic denen Aktien hervor Zu ftävterm Rückgängen kam eS in Bochumer, welche 12, BuderuS 5, Phönir 7 Pwz. verloren, sonst bewegten sich die Kursrückgänge in den Grenzen von 1—3 Proz Kali Westeregeln lagen nwitt und büßten 20 Prwi ein. Schuntungbahn gaben 8 Proz. nach. Teutsäic Petroleum 1295—1300. Canabascheine notierten 735. Stoman Salpeter 2250 bis 2300. Julius Sichel anziehend, 1S55. Erheblich gebestert gehen Mexckancr hervor, welche durchweg anzogen.- Am Markte der Werte mit Einheitskurs war bte Stim mung rocht T* BcvorMigk wurm Maschf. Breuer Sdamm mit 216, xäi£ 16, dito Vorzugsa^tien mit 237 (plus 12 Proz.). In Nachfrage blieben ferner Sektkellerei Feist 319, plus 9, Heddem- Heimer Lupserwerke rationiert 205, plus 10 Proz. Je 5 Proz. fliegen Feinmechanik Ietter 455, Schuhs Herz 195, Porzellan Wessel 390, Vcr- aitigte Deutsche C-eTiabriTcn 299,75, Gebt. 31mg- hMis 265, Emaiüier-Stonzwerk Ullrich gewannen mit 266 6 Pvoz., Metallbank 251. Frankfurt a. Ä, 27. August. Devisenmarkt. Veld Brief Davon 25. Aug Amsterdam-Bolterd. 1573,401576,60 BrAffel.Ant»erPen 363,60 364,40 sshrkstiaMa..... 704,30 705,70 Kopenhagen .. . 701,80 703,20 Stesihelm..... 999,- 1001,- HelstiSfar». . ... 154,80 155,20 Ztalien...... 229,75 230,26 Loadan...... 177,30 177,70 Geld Brief 26. Ang. 1533,56 1536,60 359,60 360,46 681,80 683,20 664,30 685,70 964,50 986,- 154,80 155,20 227,65 227,75 173,80 174,20 Aew-Yark. . 49,90 50,10 48,45 48,55 Pari»...... 344,65 345,35 340,65 341,35 Schweiz..... 824,15 825,85 799,23 800,60 Spanien...... 749,25 760,75 709,25 710,75 Oien (oltM) . . . 21,97 22,03 21,22 21,28 Deutsch-Oesterr. ad,. 21,72 21,78 21,22 21,28 Prag. .. ... 81,40 81,60 80,90 81,10 Budapest. . 20,35 20,36 20,10 20,14 Bulgarien .... — ÄonfUntuwpeL . . »örsenkurs«. Frankfurt Berlin Abenti- Abend- Schluß- Schluß- Kurs Kurs Kurs Kurs Datum: 25.8. 26.8. 25.8. 26.8. k°/,Deut.«riegsanl. 79,50 79,50 79,50 79,50 4'/.Deut.Reichaanl. —,— 68,50 68,56 b'/.Deut.Reichrinl. 61,25 60,50 4".Preuß. Konsols 67,10 67,- Darmsladtsr Bank —140,50 140,— DentscheBank. . . 264,50 264,- Discent». 197,38 197,75 Dr—d«ner Bank . 162,25 162,25 Nativnalbank s. D. 148,50 148,50 Mitteld.Creditbank 141,75 141,75 141,85 H..Amerik..P«ketf. 176,85 178,13 RorddeatscherLlogd -,- 168,65 168,25 BLxh.vußstatzimrk. 523,80 503,- 525,- 508,- D 'Lu^emb Berg». 314,90 311,50 311,- 311,— ««Iseiikirch.Bergr». 321,50 320,50 317,- 317,85 Harpener Bergbau 377,50 377,25 373,- Ovecschl.Eisen». B. -,- 240,- 236,13 240,- Oderfchles.Eisenind. 263,- 259,- 266,- Phomx.Brgb.-AKt. 459,- 467,- 463,- Bad.Mniün-u.Soda -,- -,— 458,25 470,- HöchsterFarbwrrke 369,- 369,50 370,- 367,— Llektr. A. L. G.. . -,- 288,- 288,- SchuekertiWerke. . -,- 202,25 201,- Felten - Butt raume -,- 415,- 410,- Daimler ..... 204,50 204,50 200,- 209,75 Bud.-Eisenw.-Akt. 447, - 425, - Adlerwerke ... 225, - 4"/,Hess.Staatsanl. — Electron Griesheim VlarttraLierungen. 445,- 222,75 303,'- 430,- 223,- 30b'- Datum: 25.8. 26.8. Zürich................ 12 05 12,65 Amsterdam . .... .. ...... 6,30 «©fa^agwi............. 15,- Ltaöcholm.............. 10,30 Prag. ................ .................. 515,50 Dtertelfährllckie VirhzShiirnwm, — Viehseuchen — Maßregeln gegen die Rinderpest. — Tiensmach- richten. — Maul- und Klauenseuche in Giepcm und^die Erlaubnis zum Fahren mit Klauewneh. — Stnißeniperre. Viehzählung am 1.September 1920 Gemäß Berfügung bc5 Hess. Mrmsterimns des In» nern, Abteilung für öffentliche (Mixti*cit5>flrge, findet die für oen 1. September ds Fs. vorgesehene Vichzätzlung twgen der au neoorbentleben Mksdehnung der Maul - und Klauenseuche nicht statt. Maul- und Klauenseuche. In Langd ist die Maul- und Klauenseuche amtlich festgesteslt worden. Es wird gebildet ein Sperrbezirk, bei'tehend aus der Gemarkung Langd, und ein Beobachtimgsgebier, bestehend aus den Gemarkungen Rabertshausen mit MiWelshavi'rn und Hof Graß. ( Tie Maul- und Klauenteuche ist ferner amtlich festgestellt in Alten-Buseck. Es wird gebildet ein Sperrbezirk, bestechend au5 der Ctemar- tung Alten-Buseck, ein BvobachtungSgebiet, de- stehend au5 der (itemmrftmg IjH-ifMJisW; sowie in Wies eck. Es nnrd g^bilde: ein Sperrbezirk, bestehend mis der Gemarkung Wieseck, ein Bo»vach- tungSgebiet, bestehmAd aus den Gemarkungon Rödgen und Tvohc. Stand der Maul -und Klauenseuche in Oberhessen vmn 15. bis 21. August. Im Kreise Gießen: Sberskadt, Torf-GMli, Ob- bomäofai, WuscltenlnMN, Garbenteich, Csuccßboat, Heuchelheim, Kesselbach, Leihgestern, BeNersheim, Ober-Hörgern, Langsdorf, RirtterShanten, .Ktein- Linden, (ssießen, BirÄar, Grünberg, @tt*ig^tni>rn, Lich, Bettenhausen, Tvo>s-L)orloss. — Im Kreise Alsfeld: Homberg a. Ohm, Obev-Ofleiden, Ric- der-Ofleiden, Ratervvd, Äbe-nvd, Liedervach, Brauerschwend. — Im Krei-se BLdingen: Hof Marienborn. Hof Ronneburg, Himbach Selters, Lrnoheim, LMgen-BergHeim, Haingründau, Diebach a. H., yiiarfMbt, Bellmuth Giauherg, Echtzcll, Büdingen, Oberau, Hof Schteifeld iTcvtemheim) Geiß-Nidda, Steckheim, B'-eich'rrdari>, Hainchen, Eckertshausen, Dtenuntlbairiai, Mittelffrünlau, Rodenbach, Leidheckten, Hof Engelthal, 2lll-W^er- mus, Heeghtim, Höchst: a. N., Bmchauscn, Hof Leustedt, Gettenau, Gelnhaar, Wolf, Over-Mock- stodt, Heuchelheim, Ranstadt, Bingenheim, Düdelsheim, Horbach, Ortanberg, Bbose4d. — Im Kreise Friedberg: Münzenberg, Rendel, Dortelweil, Büdeshmm, Dom-Assen heim, fCeubex, Klein-Karben, Wükstedt, Vilbel, Beienheim, S dämm heim, .skloppcncheim, We-ckescheim, As?enhe?m, Massenheim, Hestxmbergen, Gamb«h, Zriedberg-' Fauerbach, ReichelÄtei«, Rüther-Eschbach, Staden, Bönitedi, Bauernbeim, TreÄ--MteW«t«g Nieder -Erlenbael», SÄel, Ricker-gltersmdt, Schwal- Itetm, Asfcnl-eim, Ober-Rosbach, HorOsusrn,Burg- gräfanvod. — Im Kreise Lauterbach: Maar, Reuters, Hedtes, RdnLos, Schlitz, Eichonrod, Hvps- mairnÄeld, WaLennod, Lauierbach, JUwewix», Herbstein, IlbeShmisen., Enherhain. — Im Kreise Schotten: Ulrichstein, Götzen, Schotten, Rudingshain. Die Maul- itnb Kterusteseuche ist in Gießen amtlich festgesteLt worben iw zwei festerer Gehöften. Es weiden gebildet em Sperrbezirk, bestehend aus der gmjen Gemarb«, Gießen., ein Boobachtunasgebtei, bvtehend aus den Hemarckun- gen Wreseck und Schikfenverg Straßensperre. Wagen Vvrnachme von Maßarbeiten ist der Wetzßocr Weg Maschen der Frankfurter Stooße und .Künäkstvaße für den Fuhr ttterfe’ letiD Rattahrvertzchr bis auf sowteres Poll- zalich gesperrt. «irchliche Naschte«. Israel. Religionsgemeinde Gottes- birnft in der Synagoge (Süd-Anlage. Samstag, 28 Aug. Vorabend: 7 Uhr. M-orgcnS: 8,30 ITbc. Pradigt. Abends: 7,25 tnch 8,06 Uhr Israel. Religions-Gelellschaft. Sabbat feier den 28. Aug. Freitag dbenb 6,50 Uhr. Sainsvag norm. 8 Uhr Muhm. 4,30 Uhr. Sab- ixttausgang 8,06 Uhr Aochengotlesbienst: nwrg. 6,30 Uhr abends 6,30 Uhr. BmtfccL Berlin, 26. Ang. Börsenstimmungs- bild. Beim heutigen Börsenbagchrn schien es, als ob die AufwärtSbewegung an der Börse beute ins S4ockerr geraten würde, da ftd» vereinzelt 3te*= lisationsneigung zeigte. Dieser 3*ftent> mar aber nur kurz latb »ach der Erckkstrung .übetwmiben. T« steigende Bewegung setzte ireuerlich m gewissen Spechilwerten ein. Recht fest lagen Schikfahrts-, Chemische und $um Teil auch Clektwwene, während in Montanpapte«n btt VurSauffchläge bescheidener waren. Bochumer GnßsloHl und Badems unterlagen bri großem Geschäft l’tarfei Schwankungen mit dem Ergebnis, daß die betben Papiere 10 bzw. 20 Prozent (fmbutoe erlitten. Stark stiegen Hösch, Laurahütte, Romboaier n. Thaie. Kaliwerke waren fest mit Ausnahme Vvn Augsburg-Nürnberger, Gebr. DMer, Dynamit Nobel, Hirsch- Kupser, Rheinwetelll imb Zellstoik Estaldhof, twfür jur Begründung allerlei Gerüchte von Angltede- rnngen deS einen an das andere llntemebwen gettenb gemacht worden find. Petnheu m werte hat- (3n einem Teil der Auflage nneb.tebXL) Sin Konflikt »egen des SinrerghMges in WÄrtte»berq. Stuttgart, 36. Rag. (WTB.^ Die immer (tarier werdende Opposition der nobi totes Arbeiterschaft gegen den Steuerabzug hat das wstrt- tembergische StaatsminiKerium veranlaßt, in der verganaemn Woche zu crtLäcn, daß der Steuerabzug unter alzn Umständen durchgeführr werden müsse und daß alte Maßnahmen, wenn nötig, auch dte schärfsten, zur Durchkühnmg des Geiehes ergriffen werden. Tie Regierung hat mit den Betriebsräten der drei größten Werke verhandelt. n1 I« Je4« Kernfert Lm$«4estre»e 13 Ti!e*»n 85. le*! Eine ! Eis- Wi t-etrftnke, Lfk')re, ”»kkee*abe. Kßtes ,ll>ch habe fein Verständnis ffc deine Phon- taftcreien. Du Uerbst hier," ries fte. ,Lch kann nicht —" „Auch wenn ich dir bedeute, daß ick bei»? Hanblungsweife als eine Lossagung Vvn uns be- t»achten weihe —?" „Nein, Mutter," fiel jetzt D§8rr ein, ,jri*t so! Ich habe ihr schon gesagt, daß ick ffc niemals frei gebe — nie ueb nimmermehr!" Rena kehrte ihm des MafVe, entschlossene (Ste- sicht zu. „Ich habe mein Wort ja noch nicht von dir zurückgesordett. ES steht bet dir, mich daran zu halten. Aber ich wiederhole, in vtefer einen Sache hast du über meinen Dillen Trine Gewalt — ich reise." Sie sprach nun wieder $u oer Minden: „Tante, gib mir nicht die Trohnng mit am den Weg, dein HauS werde mir in Zickunft verschlossen bleiben! Tu es nicht! Ilm menter Mutter willen, dre deine Sck>wcster war!" „Sie würde g-chcmdelt haben wie ich! Es gibt nur diese eine Beurteilung der Ang-Lagcnhcte." ,^!ebe wohl," erwiderte das junge Mädchen wtet finfeaJber Stimme und griff nach dem Wftcr- chen, das sie einen Aagenblick irüdergesetzt fxilte. „Du bkoibst!" ergriff Osiar Borowskv, der nun auch den Einfluß der Mutter lerrürxcn sah, außer sich das Dort. „Ich sperre dich ein!" „Das wirst du nicht nm," riet die Blinde. „Du gibst ihr den Weg frei. Wir haben das Unsere getan, fce aulWchalten. Mag sie uns verloren fw." „Mutter, ich kann sie nicht auf geben! Ich kann und will es nicht! Rein, nein, nein!" „StTvicht so ein Mann?" fragte jetzt dte alte Frau in eisig kaltem Ton, voll verächtlicher Hoheit. „9onm zu btr!" Rena hatte inzwischen die Schnelle erreicht. Ste öffnete die Tür. Mit einer Stinune, die halb erstickt klang vor innerer Leidenschafl, raunte ihr £Xir noch einmal zu: „Ich gebe dir dein Wort nicht zurück! Rief Vergiß es nicht!" Das junge Mädchen sah ihn voll stummer Trauer an und wollte hinaustzehen. Ta spürte sie es gleich einem Riß durch ihre Gestalt gehen. Sie fuhr »viedec herum. Ein jäh hervorgebrochenes Weh malte sich in ihren Zügen. In ihrem Ton klang es wie ein Brechen, als sie ausrief: „Mein Bruder —! Max! Sag, Taute, wirst du ffpn auch nicht fühlen lassen, oatz —“ — sie konnte nicht weftersprechen. Die Morde staard neben ihrem Bett in regungsloser Starrheit. „Glaubst du wirklich, ich würde deinen unfdmfingen Bruder drin Ton entgelten lassen? Er Meibt in meinem Haufe — und in meinem Herzen, das seine Schwester, zusammen mit meinen Feinden, zertreten hilft!" Rena ließ den nitderschrnetteruden Borwurt über sich ergehen — sie verteidigte sich mit keiner Silbe mehr. Mit aufgelöster Stimme stammelte sie nur noch: ,^Ich baute ber, Dante, für jedes gute Wort, daS bu Max gibst — tausendmal bavte ich dir dafür! Lebt wohl — alle — alle —!" Dte Tür fiel hinter ihr zu. VH. Eine Minute später stand sie mit ihrem Köfferchen drunten auf der dunklen Straße. Natürlich gedachte sie nicht kopflos zur (Station zu laufen, um sich in den ersten besten Zug ;u selten und den fernen Schweizer Bergen entgegen* zufahren. Sie wollte vor allem erst zu Lehrer Reinsdorf gehen und mit ihm den Rerseplan besprechen. Ter Lehrer wohnte tm oberen StÄ*cben, in der Nähe d*S neuen Friedhofs, in einem hübsch-:n FachwerkhauSchen mit stattlichem Schiet erdach vCfct zur Sommersell: umlaubte den vor gebauten Eingang wilder Wem in üppiger FMe. Ern Gärvchen, worin Mume und Matt in ähnlichem Reichtum standen, fehlte natürlich nicht an dem H^*s, (Fortsetzung folgt.) b> ri b ir, d<' sc> jc- •? st ftr.i; ■ 8 1*11 bi 3 t> pv“ iv ' b- Statt Karlen! 014687 Der Vorstand. 9091c Die Gießener Burschenschaft Germania. F. V. I. A.: Erich Goeres Gießen, den 24. August 1920. 9098D Wed M MHrat Prima Possen! la. Soloteil! Der Vorstand. 8109c die Ausstellungslettung Es ladet ergebenst ein E-nntaa bett 99. August i»«0, »ackm. 3 Uhr, 28.8.1920. Samstag! Maurer feU eintxetcn bei 9106 uKcfcwt. sofort gesucht. 9004 s 9 9096c i Äre 61 inföff« 'er 0) ii. 30 Vtr.) we ■ Pfd. M. wkMsft'Z 12.51 I K Wer Hütt- SkskSsW M W 5.28 und der im I Deute Freitag: Vereittsverattstattttug mit Dau». Morg. Eamst.: ktzeuerwebrball d. &.&.$. 1 B. fletr. Arbeitoschude, Nr. M, 1 nui erb. Waich t0ps AU 1 Ederftrafte Schneiderin für Damen- und Kinder- kletder ins Haut gesucht. Schrtftl. 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Landserichtsrat Echudt: Bericht über die Aus- schudsttzunacn in Darmstadt und Frankfurt. 2. Veneralsekretär Dr. Lutsch: Die politische Lage. Gittatr Um Iffi e.l Sontttaa den 29. August, von nachm. 3 Uhr ab, ans der Karlsruhe Vereins-Neunen BereinSmeisterschaftSsabre« und Wanderpreis- fahre« über 20 Kilometer. Anschlteftend Konzert «.Tanz, Preisschietze«. Die 3 KmtrbaitttbuA. Frlhlinzßstok «s i« 8kii|i|i|t Lskalvosse. Spieldauer 1 Gründe. Bekanntmachung. Tie Holzversteigerungen vom 23., 24. 95. l. MtS. sind genehmigt, mit Ausnahme Gebote für das F i cyte ns ch i chtreisi g Beiköchin gilt emvsohlen, gesucht 1U0 EchnckhardtS Privat Hotel, Bad - Naubeim. Distr. Eibschenhain 9. Gießen, den 26. August 1920. Freiherr!. Oberförsterei Rabenau. Trautwein, Geh. Forstrat. Lampenschirmgestelle in avOe^ätigößen Lampenschirm Seide, Satin in aUen Preisen. T nmnoticrhirm Perlfrenzen Holzperlen, Lampenschirm Kordel, Quasten. 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