Nr. 122 Der Siehener Lvzeiaer erscheint täglich, außer Sonn» und Feiertags Bezugspreis: Monatlich Mark 3.60, viert eliährlichMark 10.80 einschließlich des Bestell» gelds; durch die Post vierteljährlich Mark 9.75 ausschließlich Bestellgeld. Fernsprech »Anschlüsse: für die Schriftleitung 112; Verlag,Geschäftsstelle 51. Anschrift für Drahtnach. richten: Lnzetger Siehrn. postschecttonto: StOTffurt a. M. 11686 Erster Blatt 170. Jahrgang Donnerstag, 27. Mal 1^20 GietzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vnttk und Verlag: vrühl'sche Umv.-Vuch- und Steinöruderel n. Lange. Schristlettung, Seschästrstelle und vruckerei: Zchnlstratze 7. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer vrs zum Nachmittag vorher ohne jede Verbindlichkeit. Drei» für 1 mm höhe für Anzeigen v. 34mm Breite örtlich 35 Pf., auswärts 45 Pf.; für Reklame» Anzeigen von 70 mm Breite 150 Pf Bei Platz« Vorschrift 20* f Aufschlag. Hauptschriftleiter: Aug. Goetz. Berantwortlich für Politik: Aua. Goetz; für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Fenz; für den Anzeigenteil. H. D«k, sämtlich in Bietzen. Der Zorderungr-Ausgleich von Staat zu Staat. DieFrist jur Anmeldung oon Nichten und Beteiligungen be t'd;er Rrich?- angehöriger sonne nun Amvartsdasten teutsd-er Reichsgdbörig?r an öffentlidjen Unternehm migm ober Konzessionen in Rußland, China, Oenerreich- Ungarn, Bulgarien, der Türkei, den Besitzungen und zugehörigen ©c bieten dieser Staaten ober in Gebieten, die früher Deutschland oder seinen Ber- bttnbeten gehört haben und auf Grund des Fric- densvertrages abgetreten werden müssen ober unter Berwaliung eines Mandatars treten, wird bis zum 31. Mai 19 2 0 verlängert. Zu dem im Reichsgesetzblatt vom 24. April 1920, Seite 597 ff., verkündeten Reichsaus- aleichsgesetz, auf Grund dessen nach Art. 296 des Friedensoerttages das Reichsausgleichs- am t in Berlin, Wilhelmstraße 94/96, nunmehr errichtet ist, ist im Reicl^gesetzblatt die Aufforderung Mr Anmeldung derjenigen privaten Geldsorderungen ergangen, die am amtlichen Ausgleich von Staat zu Staat teil« nehmen und daher angemeldet werden müssen. Bon unterrichteter Seite sind uns bei der nicht eindeutigen Fassung des Friedensvertrages folgende Erläuterungen zugegangen: An ehemaligen Feindstaatcn sind dem Ausgleichsverfahren bisher nur beigetreten: Groß-Bri- tannien mit seinen Kolonien und fßroteftoraten, jedoch mit Ausnahme der Südafrikanischen Union und Aegyptens, Frankreich mit allen Kolonien und Protektoraten, Italien, Belgien einschl. Kongostaat, Siam und soeben auch Griechenland. Zur Anmeldung ihrer Forderungen verpflichtet sind deutsche Rcichsangehörige, die in Deutschland wohnen, frier ergibt sich als erste Schwierigkeit, daß der 5ricbensoertrag nutzt genau bestimmt, wann der Wohnsitz in Deutschland begründet sein muß: zur 3cit des Krieasausbrud^s oder z. Zt. des Inkrafttretens des Friedensvertrages, d. h. am 10. Januar 1920? Auch bei den Feindstaaten scheinen hierüber 7wch Unklarheiten zu herrschen. Wie immer dem sei, diese Frage kann erst im Lause des Ausgleichsverfahrens durch die im Friedens vertrage festge- ietzten Schiedsgerichte entschieden werden. Zur Anmeldmig sind daher vorläufig alle Deutschen verpflichtet, die in Deutschland nwhnen, sofern ihnen die Forderung am 10. Januar 1920 zu- gestmiden hat. So werden z. B. auch diejenigen Deutschen anzumclden haben, die während des .'Krieges interniert loaren, jetzt aber ihren Wohnsitz nach Deutschland verlegt haben. Andererseits muß der Schuldner seinen Wohnsitz in seinem freimatsstaate haben, also der Brite in Großbritannien ober in einer der englischen Kolonien, der Italiener in Italien Nicht angemeldet werden kann aber z. B. eine Forderung gegen einen Franzosen, der m England wohnt. Eine Ausnahme hiervon gilt mir für folgende Fälle: Ein Deutscher hat Forderungen auf Zinsen aus einer feindlichen Staats anleihe ober aus Rückzahlung eines ausgelosten Stückes einer solchen. Diese Forderungen, sich auf Ziffer 3 und 4 des Art 296 gründend, sind beim Reichsausgleichsamt in Berlin auch von einem Deutschen anzumelden, der im Ausland wohnt, etwa in der Schweiz, in Polen oder in Danzig. Die Forderung muß dem Deutsdien z. Zt. des Inkrafttrktens des Friedensvertrags zustehen. Der Friedensvertrag läßt die Frage offen, ob fic auch zu Gunsten des Deutschen entstand e n fern muß. So zweifelhaft ihre Beantwortung ist, so wird doch der Deutsche, der vor ober während des Krieges eine Forderung gegenüber einem Engländer z. B. von einem Schweizer durch Abtretung enrorbeu bat, diese Forderung an melden können. Besonders hingewiesen sei daraus, daß die Gefahr der Zahlung einer Buße, die sonst bei unbe- reckstigten Forderungen in frohe von 5 Proz. des zu viel geforderten Betrages erhoben wird, türbeutubc Gläubiger nach unserer Auffassung nicht vorliegt, die zwar zu Recht bestehende, aber später nicht als ausgleichssähig anerkannte Forderungen angemeldet haben. . . Die anzumeldende Forderung mutz fällig geworden fern vor ober während des Krieges, also spätestens bis zum 10. Januar 1920. Eine Forderung, die erst während des Krieges fällig geworden ist, muß aus einem Geschäft stammen, das vor dem Kriege abgeschlossen wurde, besten Erfüllung aber durch den Kriegsausbruch ausgesetzt wär. Sonnt können nicht angemeldet wer - den Forderungen aus Geschäften, die während der Besetzung Belgiens und Nordsrankreichs mit dortigen Einwohnern abgeschlossen worden sind: andererseits müssen Deutsche, die aus dieser Zeit dorthin Schulden haben, unmittelbar zahlen und können sich nicht der Vermittlung des Reichs- ausgleichsarntes bedienen. Wie erwähnt, sind nur Forderungen, die auf Zahlung einer Geld summe lauten, anzumelden. Unzuständig ist das Reichsausgleichsamt daher für die Zahlung von Entschädigungen wegen der Li- guidativnen deutschen Eigentums durch die ehemaligen Feindstaaten, z. B.: Em Deutscher hat Aktien, Obligationrn, Mure, Anleihen oder dergleichen Wertpapiere feindlicher, neutraler oder ttlbst deutscher Gesellschaften oder Staaten, die bet einer Bank in London liegen. Nach Art. 297 des Friedensvertrages hat der Feindstaat das Recht, diese Wertpapiere zu verkaufen und den Erlös ein» zubehalten. Die Entschädigung obliegt dem deutschen Reiche. Von diesem Recht haben die Feindstaaten umfangreichen Gebrauch gemacht. Der Kurswert dieser Wertpapiere oder der Erlös daraus ist nun nicht etwa eine ausgleichssähige Forderung, die durch das AuAgleichsamt mit dem deutschen Eigentümer zu verrechnen wäre, sondern der Deutsche bat nur auf Grund des Gesees vom 31. August 1919 Reichsgesetzblatt S. 1527 einen Anspruch auf Entschädigung gegen das Reich. Ge- fdfäbigte setzen sich zweckmäßig mit dem „Verband der im Ausland geschädigten Jnlandsdeutschen", Berlin, Potsdamer Str. 28, oder dem „Bund der Ausländsdeutschen", Berlin, Rauchstr. 23, in Verbindung. fringegen werden die während des Krieges fällig gewordenen Zinsen und Divideiiden dieser Wertpapiere anzumelden sein, unter dem Vorbehalt allerdings, daß auch die Ausgleichsfähigkeit dieser Forderungen vorerst noch zweifelhaft ist und der Klärung durch Verhandlungen mit den gegnerischen Ausgleichsämtern bedarf. Der Friebensvcrtrag spricht in Ziffer 2 des Art. 296 nur von Forderungen, die aus Geschäften ober Verträgen (ttcmsacrions, con- ttacts) herrühr en. Daher sind Zweifel entstanden, ob auch Forderungen aus Erbschaften ober letzt- willigen Verfügungen, die während des Krieges fällig geworden färb, durch das Ausgleichsamt zu verrechnen siiid. Bis dies geklärt ist, sind solche Forderungen aus alle Fälle anzumelden. Ebenso unllar ist die Lage bezüglich der Lebens- versid^rungsverträge. Es wird versucht werden, auch diese Frage zu klären. Für Elsaß-Lotbringen gelten besondere Vorschriften : Voraussetzung für die Anmeldepflicht ist, daß das Rechtsgeschäft, aus dem die 3vrberu,*ig herrührt, vor dem 11. November 1918 abgeschlossen sein muß. An Stelle des Kriegsbeginns tritt der 11. divvember 1918. Bei der Anmeldung selbst ist folgendes zu beachten: Sie hat zu erfolgen beim Hauptamt in Berlin, Wilhelmsttaßc 94/96 ober bei einer der nachfolgenden Zn^igstellen: Königsberg, Kneiph Langgasse 11/12; Breslau, Schweidnitzer Stadtgraben 12; framburg, 1. Postamt, Sdxarfteimoeg- brücke 2; Bremen, Langenstraße 139/140; Lübeck, Gerichtsgebäude, Große Burgsttatzc 4; Leipzig, Roßplatz, Meßhalle; Düsseldorf, Fürftenwall 1, I; Köln, Regierung; Braunschweig, SchEoßstr. 8, II; Weimar, Schwanensoestraße 13; München, Steins- dorfstraße 13, II; Nürnberg, SchwurgerickKsge- bäube, Bärenschanzstraße 72; Karlsruhe Bad. Ber- waltimgshof, Kreuzstraße 12; Stuttgart, Neckarstraße 47; Frankfurt a. M., Neckarstraße 9, II. Die Zuständigkeit der Zweigstellen ist aus der eingangs erwähnten Verordnung ersichtlich, im Zweifelsfalle wende man sich an die nächste Zweigstelle ober Handelskammer. Die vorgeschriebenen Anmeldeformulare sind ebenfalls bei den Handelskammern zu haben. Für jede Forderung sind vier Formulare nötig, denen ausführliche Anmerkungen beiliegen. Diese sowie die Bekaimtmachung vom 30.4. 1920, RGBl. Nr. 94, wolle man genau beachten, insbesondere § 11 der Bekanntmachung, wonach von Wechseln und Schecks außer der Urschrift drei Abschriften beizufügen sind. Die Anmeldung hat bis zum 1. Juni 1920 zu erfolgen. Wer dies unterläßt, setzt sich hoher Strafe aus, außerdem kann die Forderung dem Fiskus verfallen. Aiidererseits bietet die Anmeldung dem deiitschen Gläubiger den großen Vorteil, daß ihm nach § 41 des Reichsausgleichsgesetzes nach erfolgter Anmeldung mit Zufrininrung des Finanz- amtes auf Antrag ein Vorschuß zu gemäßen ist, soweit feine Forderung nach Grund und Betrag glaubhaft gemacht ist. Berlin, 26. Mai. (WTB.) Mit dem heute nach London gehenden Kurier sandte heute das Reichsausgleichsamt die ersten beutidjen Forderungen an das britische Ausgleichsamt ab. Die Einladung nach 5paa. London, 26. Mai. (WTB.) Reuter. Die an die deutsche Regierung gerichtete Note der Alliierten, worin mit Rücksicht auf die deutschen Wahlen der Aufschub der Konferenz in S p a a bis zum 21. Juni vorgeschlagen wird, hebt hervor, der Zweck der Konferenz sei, die Nichterfüllung feierlicher Verpflichtungen des Ber- fallier Vertrages durch Deutschland zu erörtern und ^lbmachungen wegen der Sicherung und Durchtührung des Berttages m Zukunft zu treffen. Es fei deshalb von größter Wichtigkeit, daß die Konferenz nicht durch außerhalb ihres Wirkungskreises liegende Borurteile ''©rtemal prooccupa-» tion) abgelenkt oder verzögerc werde. Paris, 26. Mai. ^WTB.) Die heurige Bot- schafrerkonserenz billigte den Tert einer 9cott an Deutschland, in der sich die Alliierten über die NichtauSsührnng des Artikels 209 des Versailler Friedensvertrages bett, die Ueber» rridnma der auf die ScMahrtsklauseln bezüglichen Dokumente bellagen. Millerand über die Endschädigvugs- summe. Paris, 26. Mai. (WTB.) Ministerpräsident Millerand hat beute vormittag die Mitglieder der Senats Som nri ss chicen für auswärtige Angelegenheiten und Finanzen empfangen und ihnen über die englisch sranzö'ilchen Vcrbandlloi- gen und über die Festsetzung der tun Deutschland zu zahlenden Entschädigungssumme dieselben Erklärungen abgegeben, die er Ende voriger Woche den gleichen Msschü'ien der Kammer gegeben bat. Millerand erklärte, daß der Wunsch der Alliierten, schon jetzt die deutsche Schuld fesd- zusetzen, feststehe, und daß dafür nickt nur Eng- laiid, pnbern auch Belgien encrete. Diese Absicht sei übrigens schon im März amtlich und öffentlich durch die wrnschaftlicke Denkschrift des Obersten Rates zum Ausdruck gebracht worden. Paris, 26. Mai. -WTD.> Wie der ,^In- tranfigeant" mttidlt, wird bä Zusammeutlmfr zwischen Lloyd George und Millerand erst gegen den 10. Juni stattfrnden. Die Auslieferung unserer Flotte. B e r l i n, 27. Mai. Nach dem „Berliner Lokal-Anzeiger" ist der Kreuzer „G r a u - d e n z" an die verbündeten Mächte abgegeben worden. Die schwarze Schmach. Stockholm 26. Mai. (Wolff.) Zu den französischen Ableugnungen der Ausschrei- tungen schwarzer Truppen bemerkt das „Stockholmer DaSblad": Gegenüber den ohne Vorbehalt gegebenen Versicherungen über das korrekte Auftreten der schwarzen Trnp pen kann daran erinnert werden, daß Staatsmini ster Branting kürzlich auf einer öffentlichen Versammlung erklärte, die Unter- fuchung habe bewiesen, daß an den Nack>- richten über die Untaten der schwarzen Truppen nur allzuviel Wahres sei. Schleswig. Kopenhagen, 26. Mai. (Wolff.) Tas Organ des früheren Ministers für Holstein, fransen, die Zritmrg „freimdal" schreibt: „Morgen wirb die Bot scho ft er konferenz fn Paris Urieber eine Sitzung abhalten. Zur Beratung steht der Vertrag über fre Abtretung Noro- schlcswigs. Wie verlautet, hanbclt es sich um einen dreiseitigen Vertrag, der von Dänemark, Deutschland und der Entente wrterzeichnet wird. Tie Botschrfterkonserenz fdrint sich m feine Verl)and(uilgen über bje Jnlernanona'i'ierung der zweiten Zone eiitlaffen zu wollen." Paris, 26. Mai. (WTB.) fravas. Die Botschafterkonferenz beendete heute ov Prüfung des Schleswigvertrages jnnfdicn Deutsch-- land un-d Dänc.nark. Die Verttagsoorlagc wird den bkidln interessierten Mächten o'sziell mitg-» teilt werden. Die Konferenz hat sich gleickrsalls mit der Verwendung und Verteilung des Erträgnisses aus bem nüfjt zerstörten Kriegsmate - rial beschäftigt. Diese Fvagc wird nach Besprechungen mit der Wiedergutn>a.-chungskom Mission endgüllig geregelt werden. Die nädtfte Sitzimg ftndet am Sarnswg statt. Der Zustand DeSchanclS. Paris, 26. Mai. (WTB.) Der Gesundheitszustand des Präsidenten Des chatte! ist anbauentb zufriedenstellend. Die Aerzte sind der Ansicht, daß ein tätlicher Krankheits- bericht nicht nohwitbig fei, empfahlen jedoch einige Tage Landaufenthalt zur Erholung. Verurteilungen in Frankreich. Paris, 26. Mai. fSBolff.) Wie der „Ex- celsior" mitteilt, find gestern in Paris wogen Vergeltens gegen die Freiheit der Arbeit zwei sttei- kende Eisenbahner zu 10 bzw. 13 Monaten Gefängnis verurteilt worden Nach der „fru- manitZ" ertz'.el en in Bvrdcaur wegen des gleichen Vergehens sechs Eisenbahner (Gefängnisstrafen von 13 bis 15 Monaten. In Lyon erhielt cm streikender Eisenbahner sogar 2 Jahre, ein anderer Eisenbahner 3 Zähre Gefängnis mit 2 Jahren Aufenthaltsverbot. Unruhen in Palermo. Mailand, 26. Mai. (WTB.) „Comere della Sera" meldet, daß es anläßlich der Feier des 24. Mal m Palermo zu Zwischenfällen kam. Ein Studentenumzug kam mit Arbeitern in Konflikt, wobei ein Polizist getötet wurde. Ein Zusammenstoß der Menge mit Karabinerie ereignete sich in Oriana, wo zwei Tote und drei VernTimdete zu bellagen sind. Der Secolo meldet bei7 Tod des statistischen Gemeinderats von Mailand. Emilio Gaviratt. Dieser durchschritt am Dienstag eine der frauptstraßcn, als er Mtzlich durch einen Schuß getütet wurde. Man vermutet, daß es sich um emen pol irischen Anschlag handelt. Aus der Dschecho-Slowakei. Prag, 26. Mai. (Wolff.) freute wurde die erste Sitzung der neugebildeten Nationalversammlung eröffnet. Mit 269 von 281 Stimmen wurde der bisherige Präsident der Nationalversammlung, Fran.; Tomasek (Soz.) wiedergewäblt. Wien, 26. Mai. (Wolfs ) Den Blättern zufolge dauern im oftfchlesischen Abstimmungsgebiet trotz des Standrechts die Unruhen an. In Dombrowka kam es zu entern Feuergefecht zarischen Polen und Tschechen, bei dem mehrere Personen schwer verletzt wurden. Der Streik dec polnischen Bergarbeiter dauert an. Aus Furcht vor Sabotageakten seitens der Polen haben die tschechisclien Arbeiter in mehreren Schächten die Arbeit nie- dergelegt. Hdlz. Berlin, 26. Mai. (Wolff.) Wie der „Berl. Lokalanzeiger"' aus Dresden meldet, trifft die Zeitungsmeldung über die Nichtauslieferung von fr ö l z seitens der Tschecho-Slo- wakei nicht zu. Die sächsische Regierung erhielt die Mitteilung, daß Hölz ;war nicht wegen seiner politischen Vergehen, wohl aber wegen seiner gemeinen Verbrechen ausgeliefert werden solle. Rußland» Kampf gegen Polen. A m st e r d a m, 26. Mai. (WTB.) Einer Washingtoner Meldung Erfolge berichtet die Larranza» Tod. Neu York, 26. Mai. (Wolff.) frerrrco Her öffentlich! einen Bericht über CarranzasTod, nonach Carranzas Lager nachts umstellt mw an gegriffen worden sei. Carrcmza wurde eröffnet, daß eine Flucht unmöglich fei. frierauf habe er sich durch einen Revvlverschuß in Mc Brust das Leben genommen. Aus Veracruz wird gemeldet, daß die tzlerzte bei der Sektion der Leiche Carranzas feststellten, daß ein Selbstmoch nach Lage der Wunde ausgescklossen sei. Ausweisung von Deutschen in Australien. Melbourne, 26. Mai. (WTB.) Reuter. Der Verwalter von Apia hat die dem- nächstige Ausweisung vieler Deutschen angeordnet. A«» dem Reiche. Putschbefürchrungen. Berlin, 27. Mai. In Halle sind, wie verschiedene Blätter berichten, die Bürger, die in der Nähe einer Kaserne wohnen, von der Sicherheitspolizei aufmerksam gemacht worden, daß das Gelände um die Kaserne herum am 4. und 5. Juni Operationsgebiet werden würde, weil an diesen Tagen ein neuerlicher Putsch von links inszeniert würde. Während sich die rechtsstehende Presse in Halle mit den Absichten der Linksparteien, einen Putsch zu veranstalten, beschäftigt, schreibt die linksstehende dieselbe Absicht den Rechtsparteien zu. Die „Germania" mentt, es lasse sich nicht leugnen, daß in gewissen kommunistischen Kreisen Vorbereitungen zu einem neuen Putsch getroffen würden. Verschiedene Beobachtungen aber bestätigten die Vermutung, daß Rechts- und Linksbolschewiften einander in die Hände arbeiteten. Arbeitölofigkeit und Erwerbslosen- sürsorge. Berlin, 26. Mai. (Wolff.) Wie das Reichs- arbeitsmmisteriurn in einem Telegramm an die (Regierungen der Länder zum Ausdruck bringt, ist die Arbeitslosigkeit, die durch den gmen- wärrigcn Umschwung in der wirtschaftlichen Konjunktur verursacht ist, als Kriegsfolge im Sinne des 8 6 der Verordnung über die Erwerbslosen fürs orge anzusehen. In derartigen Fällen ist daher eine Erwecksloienfürforge M gewähren. Stickstoff-Düngemittel. Berlin, 26. Mai. (WTB.) Das Generalverkehrsamt zur rechtzeitigen Bevorratung mit Stickstoff-Düngemitteln für den Herbst. Das Generalverkehrsamt richtet an die Erzeuger von Düngemitteln folgendes Schreiben. Tie Wagenanforderungsziftem laffen erkennen, daß die Tüngemittel Verladung merllich zurückaeht. Wir führen dies darauf zurück, daß die Versorgung des Inlandes mit Düngemitteln beende t ist und die Verbraucher anscheinend nicht geneigt smd, sich für die nächste Düngeperiode Vorrat hinzulegen. Wir verfehlen nicht, darauf aufmerksam zu machen, daß die nunmehr voraussichtlich ein- setzrnde verkehrsstille Zeit unbedingt dazu benutzt werden muß, Oer Landwirtschaft bereits für Oie nächste Tüngepexiode Düngemittel pn „Associated Preß" aus Warfchan: Die fRuffcn haben an der Nordgvenze angegriffen, nm die polnischen Linien zu ducclchrechrn und die Verbindung mit Ostpreußen herzu stellen. Bolschewistenbeute in Persieu. Amsterdam, 26. Mai. (Wolff.) Englischen Blättern zufolge geben die Bolschewisten bekannt, daß ihnen in Enseli außer der ganzen kaspischen Flotte der weißen Garde u. a. 50 Geschütze, 20 000 Granaten, 23 draht lofe Stationen und 10 Flugzeuge in die frände fielen. T f cki tsckerin teilte dem persischen Außenminister mit, daß die Sowjetregierung bereit fei, die diplomatische Mission der p e r - fischen Re gierunginMoskau zu empfangen. Paris, 26. Mai. (Wolff.) Nach einer fravasmeldung aus London trafen dort Nachrichten ein, wonach die Bolschewisten R e s ch t nahmen. Russische Handelsabkommen Kopenhagen, 25. Mai. (WTB.) Wie „Nationallidende" aus Göteborg meldet, dementieren schwedische Jndusttiekreise die von Krasstn verössemlichten Behauptungen, daß Sowie;- r u ß l a n d in Schweden 1000 Lokomotiven in Auftrag gegeben habe. Bisher seien mir Bei Handlungen über Lieferung von 300 Lokomotiven zu 400 000 Kronen das Stück eingeleitet. Diese Verhandlungen hätten jedoch noch zu feinem Er gebuis geführt. Kristiania, 26. Mai. (Wolff.) Das norwegische Telegraphenbureau meldet: Der russisch! Handels- und Berkehrskommissar Krassin tarn von Stockholm am Montag hierher. Kraßin ver brachte den Tag bei deni Werstbesitzer NielS Juul, wo er Gelegenheit sand, mit einer Reihe hervorragender 'Geschäfts- und Bankleute zusammenzu- kommen. Krassin schloß bei der Firma Juul be deutende Geschäfte ab. freute setzt er seine Reise nach Bergen fort, von wo er sich nach England begibt. neu gewissen Seiten hingewiesen. baj Ans Hessen. Neue Veamtenstellen. >er Mau ,nt Okirt Das neue Einkommensteuergesetz bürdet den Arbeitgebern allgemein eine Last auf, die in ihren wirtschaftlichen und sozialpolitischen Auswirkungen noch nicht zu übersehen ist. Es hört sich sehr einfach an, daß der Arbeitgeber künftig 10 Prozent von der Lohnsumme zurückbehält, um daraus die Steuern für den Arbeitnehmer zu leisten. Es wäre sogar ein einfacher Rechnungsvorgang, wenn es sich überall um dauernde oder doch längere Arbeitsverhältnisse handelt. Aber wo es sich um große Arbeitecmassen handelt, die ihre Arbeitsstelle häufig wechseln, treten unleugbare Schwierigkeiten auf. Auch dec Handwerksmeister, der nur mit einigen Gehilfen arbeitet, wird diese Schwierigkeiten kennen lernen. Die Handwerksgehilfen pftegen ja heute ebenso wie vor 50 und 100 Jahren „auf die Walze" zu gehen. neigung zu rechnen. Daß wir Steuern eben so zuverlässig leisten müssen, wie alle Aus-! die Masse noch nicht aufgeschwungen. Wer macht sich denn ein Gewissen daraus, den Staat um die Steuern zu prellen? Aber je- Der Arbeitgeber als Zteuerbüttel. Wie wir zuverlässig erfahren, wird wahrscheinlich schon im nächst en Steuervierteljahr die Einkommensteuer durch Abzug an der Quelle erhoben »verden. Schädlinge a allen gegeilte noch ntedxmifdjm Mitteln wirksam bctyufontmen ist, bleibt der Landwirt noch wie vor auf die Unterstützung durch die natürlichen Feinde dieser Borwurf zu mack-en, da er doch nicht überall und zu jeder Zeit seinen Tisch mit den genormt en schädlichen Insekten gedeckt ftnden tarn. Zudem ist die Vermehrung der Regenwürmer, die fast überall in Unzahl zu finden sind, wohl noch niemals durch die Maulwürfe gefährdet worden. Da den in der Erde lebenden Schüd^rseken Weber mit chemische SüntScMlfen beim Staatsmimstenum und beim Staatsarchiv, einen Bureauassislenten beim Staatsarchiv, einen KaMci sekret är beim Slaatsnipiisto- rium, einen solchen bei der Gesandtschaft in Berlin, zwei Revisoren 'bei der OberrechnungStannier, zwei MrnisterialiHkretäre bei der Buchhaltung itub der Registratur des Sda-atasmtnisteriums, einen Hilfsar^iter beim Sda-atsministcrrmn, einen Staats- tlommissar beim Reichs Kommissar für ine besetzten rherniselMi Gebiete in Coblenz und einen Bevollmächtigten (zwei Beamten) bei der Gesandtschaft in Berlin. Jrn Ministerium des Jnnevr: 57; darunter 30 Gendarmen, 7 KrersümtSobersetteiäre, 11 .streis- amtmänner, 3 Ministerialsekietäre beim Ministerium und dem Landesomt für das BlldungSivefen. sowie ein ständ. Hilfsarbeiter (Gruppe XI). Im Justizministerium: 85; darunter 16 Strafanstalts- Wachtmeister, 25 Amtsgerichtsobersekretäre, 14 LandgeriästSobersekietärc, 7 Amtsrickcher, 4 Landrichter, 3 StoatSoMvÄte usw. Hierzu kommen ein ständ. Hilfsarbeiter (Gr. XI), 1 Lnndgcrichtsdirektoc (Gr. XII) und ein Dortrag. Rat (Gr. XII). Beim Landesam t sür das Bildungs- Wesen: 112; dir unter 79 Obersehrer, 2 Bibliothekare, 2Obm>apotheler, 1 Staats-ässierer. 1 Bureauassistent, 1 Prosccktor, 3 autzevvrd und 4oci>. Professoren an der Landesnniversität, 3 Werkmeister, 2 außerordentliche und 3 ordentliche Professoren an der Techn. Hochschule in Darmstadt, 1 Direktor der Zentrale zur Förderung der Bolls- bildung usw., 1 Kanzleiinspekdor, 1 Kreisschulnisptt^- dor mch ein vortr. Rat (Gr. XII). Im Geschäftsbereich des Landeserncih- rungsamtes: 44; banntter 22 Vermesftmgs- sekretäre, 5 Oberlandmesser, 3 Ministerialsekretär!, ic 3 Aufseher an der landw. Versuchsstation und 3 Land'estütsgchilfen; 1 Amtmmm bei der lrndw. Versuchsstation (Gruppe X) und ein vortr. Rtt (Gr.XIIl. Beim La nda rbeits- und Wirtschaft samt: je 2 Kanzleiseckletäre, 2 Obw'esve- täre beim Oberverficherungsamt, 2 Ober-Eichmeister, 1 Referentin für F-rauenangelegenh nt>?n, 1 Arinisterialamtmrmn (Gr. X) und ein weiteres Mitglied des Oberversicherungsamtes (Gr. XI). Im Geschäftsbereich der Staatsschulden-- v e r w« l t u n g: 2; 1 Seiretär und 1 Ober- sekret cir. An Referenten sind neu zugegangen: 9 Oberräte und Ministerialräte, 2 Hilssarbeiter und 1 Amtmann. Volkskammeranfragen. rmk. D a r m st a d t, 26. Mai. Der Hess. Volkskammer sind zugegangen: Eine Anfrage des Abg. U r stad t und Gen., in der sie Auskunft darüber wünschen, ob die Regierung bereit ist, über den Stand des Siedelungs- wesens in Hessen Auskunft zu geben, und welche Maßregeln sie zu treffen gedenkt, um rascheres Fortschrciten, namentlich in Oberhessen, zu bewirken, ferner die dringende Anfrage der Abg. Dr. Osann und Gen. bett, die Besoldungsverhältnisse der Kommunalforstwarte, sowie die bringt Anfrage der Abg. Dr. Diehl und Gen. betr. das Gräfl. Leiningensche Gut in Ilbenstadt. Außerdem liegen eine Anzahl schriftliche Berichte des 5. Ausschusses vor. bedrohlichem Maße vorhanden [mb, durch Vertilgung dieses Ungeziefers tachächlich unschätzbaren Nutzen stiftet. Wo er beim Wüblen au Nester der Feldmaus trifft, macht er sich auch über die jungen Mäuse her. Wenn Regenwürmer feine Hauptnahrung bilden, so ist ihm daraus fern ....„fatabme besteht in dem Einlegen von Stucken von Calcium-Karbid in die Mauuvurssgänge. .... dere Verfahren enthält das von der Biologischen Reichsanstalt für Land- und Forstwirtschaft twr- ausgegebene FluMatt 9h:. 24 „Ter 9Naulwurf", das MM Einzelpreis von 5 Pf. von der Anstalt »uführen. Wir erfatöen die Bervraucher, auch die Bezugsgeseil s chaften darauf aus merksam machen zu wollen, daß es , ich heute noch nicht übersehen läßt, ob die Eisenbahnverwaltung während der nächsten Düngcperiode wiederum in der Sage fern wird, besondere Maßnahmen mit ausreichenden Versorgung der Landwirtschaft mit Düngemitteln zu treffen. Sie wird sich um so -schwerer hierzu entschließen können, wenn unsere jetzige Mahnung zur Bevorratung nicht befolgt tvcrden sollte. treffet in Deutschland auszurotten und die deutsche .Sanimnrtfdjaft eines nützlic^n Helfers tyu berauben. Zur Beschönigung dieses Treibens wird von ge- gerade jetzt wieder vielfach barau: . „ iß einige Beobachter behauptet hätten, die Nahrung der Maulwürfe bestünde in der Hauptsache nur aus Regenwürmern und schädliche Insekten kämen für ihn nicht als Futtertiere in Betracht. Demgegenüber sei festgestellt, daß der Maulwurf ruf feinen unterirdischen StveiMgm alles Sletnaetier, das ihm in den Weg kommt, auffrißt und dabei dort, wo schädliche Erdinsek- tennne Engerlinge Drahtwürmer, Erdraupen und Erdschnakenlarven in Was immer auch die Absichten des Gesetzgebers sind, es kommt doch in erster Linie auf die praktische Gestaltung an. Der Arbeitgeber wird sich damit abfinden, daß chm diese neue Last aufgebürdet wird. Er wird auch die Mehrarbeit für den Staat leisten. Dabei ist sicher, daß der Staat oder das Reich nicht eine Person in den Steuerämtern weniger beschäftigen wird, weil nun die Erhebungsarbeiten vom Unternehmer zu leisten sind. Der Arbeitgeber wird seine Generalunkosten wieder erhöhen müssen. Das ist nun die eine, immerhin noch erträgliche Seite der Sack)c Die andere ist, daß das Odium der Steuererhebung auf die Arbeitgeber abgewälzt wird. Das wird vorläufig zur Abgleichung der sozialen,. Gegensätze nicht beitragen. Der Steuererheber ö hat nun einmal mit tief eingewurzelter Ab - J. biogen werden kann. Zum Schutze der deutschen Landwirtschaft muß der Maulwurf geschützt und der schäUdlick-en M'mte wurfsjägevei überall entgegengetreten werden. Bon der Eisenbahn. Die Eisenbahnbirektion Mainz beantwortete eine Anfrage aus Wirtschaftskreiffa.ba- ' hin, daß die gänzliche Abschaffung der im Kriege aufgehobenen Sonntags karten nicht beab- ichtigt sei. — Hierzu erfahren wir von Gießener zuständiger Stelle, daß im Frankfurter Direktionsbezirk in absehbare Zeit wohl kaum an eine teilweise Wiedereinführung der Sonntagskarten gedacht wird. Auf den Strecken des Eisenbahndirekticms- bezirks Mainz wird ab 1. Ium eine begrüßenswerte Emrichttmg neu eingeführt: Gleichwie in den V-Zügen werden vom Zugpersonal Fahrkarten an Reisende auch in Personenzügen verkauft. Die Zugsckiaffner sind mit Tarifverzeichnissen ausgerüstet, aus denen die Fahr- preise nach Stationen des eigenen Bahnnetzes und der Anschlußbezirke zu ersehen sind. — Hierzu bemerkt die Gießener Stelle, daß dieser Fahrkartenverkauf durch die Zugschaffner im Eifenbahndirektionsbezirk Frankfurt schon feit einiger Zeit nicht nur in den V-Hugen, sondern auch in vielen PersonenzÜgen stattftndet. Die Umsatzsteuer aus dem Lande. Zur Anwerbung der alten Umsatzsteuer von 1918 auf sämtliche Verhältnisse, liegen einige bemerkenswerte Urteile des Neichsfincmzhoss vor. Umsatzsteuerpflichtig ist demnach sogar, was der Landwirt für sich und, in Erfüllung feiner gesetzlichen Unterhaltungspflicht, für seine Familienmitglieder entnimmt. Für den Lmrdwirt käme die Entlohnung von Familienangehörigen durch Naturalien auf Grund eines Dienstverhältnisses nicht in Frage. Selbst die Veräußerung von Vieh in einem landwirtschaftlichen Betriebe ist auch bann umsatzsteuerpflichtig, wenn sie gelegentlich oder wenn sie auf Grund einer gesetzlichen Ablieferungsfrist erfolgt. Auch die gelegentliche Veräußerung von Vieh gehört zu den in landwirtschaftlichen Betrieben vorkommenden und ihnen eigenen Geschäften. Umsatzsteuerpflichtig sind auch Grundstücksumsätze in Ausübung einer selbständigen gewerblichen Tätigkeit außerhalb der Versteigerung. Die Uebertragung von Grundstücken innerhalb einer selbständigen gewerblichen Tätigkeit, wie sie von einer Gesellschaft cmsgeübt wird, die in ihrem Geschäftsbetrieb Grundstücke urn- setzt und hieraus Einnahmen erzielt, ist eine steuerpflichtige Leistung im Sinne des Umsatzsteuergesetzes. Veranstaltungen. Donnerstag, 27. Mai: Hotel Einhorn, 8 Uhr, öffentliche WLHlerversamnüung der Teutsch- nntionalen Bolkspcrrtei. — Katholisches Vereins- Haus, Liebigstraßc 19, Vortragsabend des Katholischem Frauenbmldes. — Lichtspieltheater wie gestern. *♦ Operngastspieledes hessi scheu Landestheaters. Die verschobene Ausführung von Siegfried des zweiten Tages aus der Trilogie „Der Ring der Niebelungen" ftndet am Donnerstag, 3. Juni, abends 6 Uhr, statt. Beginn des Verkaufs der noch vorhandenen Karten Samstag, vormittags 10 Uhr, im Vestibül des Stabt» theaters (siehe Anzeigenteil). ** Billige Unterwäsche. Der Stadtverwaltung ist es gelungen, eine größere Anzahl Männersocken und Männerunterhosen aus früheren Heeresbeständen zu angemesse- nent Preise zu beschaffen, um diese der hiesigen bedürftigen Bevölkerung zukommen zu lassen. Die P r e i s e der Waren sind folgende: für Männerfocken das. Paar 4,20 Mk., für Männerunterhofen per Stück 9Mk. — Für jede erwachsene männliche Person können drei Paar Socken und zwei Unterhosen abgegeben werden, itub zwar — in Worms. ** Diebesgut. In dem Besitz einer wegen Diebstahls festgenommenen Person wurden in entern Papiersack befindlich 20 Büchsen Hafer- fafaD, 2 Pakete Gerstensuppe und 3 Pakete Haushaltsuppenfabrikate, 10 Pakete dNaagiwürfel, 1 Sack mit Bohnen und Linsen in Vz-Pfund-Düten verpackt und 9 Pakete WaschMlver vorgefunden, die zweifellos von einem Diebstahl her rühren. Der Eigentümer der Sachen wolle sich zwecks Anerkennung mit der Kriminalpolizei in Verbindung setzen ** Wie die Berkehrsverhältnisse die Lebensrnittel verteuern. Eine Gießener Firma teilt uns nachstehendes Beispiel mit: Ein Waventransport von 23 400 Ko. von Königsberg nach Offenbach a. M. über Stettin per Dampfer und von Stettm nach Offenbach, weil Bahnfracht Königsberg—Offenbach nicht erlaubt war, kostet 8771.60 Mk., die Bahnfracht hätte gekostet 5616 Mk., mithin eine Differenz von 3155.60 Mk.; früher hat sich die Wasserfracht um ein Erhebliches billiger gestellt wie die Bahnfracht, jetzt ist es das Gegenteil. Diese 23 400 Ko. kosteten in Friedenszeitcn Bahnfrächt von Königsberg nach Offenbach 819 Mk, die Mehrfracht beträgt somit 7952.60 Mk., gleich 17 Pf. für 1 Pfund, wofür man vor dem Kriege ein Pfund Mehl guter Qualität kaufte. Solche Fälle ereignen 1 sich täglich. eigensten Jnleresse der kraftfahrenden Streife wird es liegen, sich bei Fahrten die größte Zurückhaltung aufiuerkgeu. Dies um so mehr, als dem Borgange der anderen Länder folgend, neue Bestimmungen erlassen sind, ivonach für jeden einzelnen Kraftwagen entweder eine bestimmte Ber- kebrsstrecke ober ein Verkehrsbezirk festgesetzt, auch in jedem Falle bestimmt wirb, welche Personen zur .Teilnahme an ben Fahrten berechtigt sind. Gegen mißbräuchliche Benutzung wirb unnachsichtlich — von Verfolgung wegen etwaiger ander- weiter Verfehlunaen abgesehen — mit enbgültiger Entziehung der Zulassung vorgegangen werben. ** Tie Deutsche Vvlkspartei veran fülltet am Sonntag, 30. fDLai, abends 8 Uhr, im Hotel Einhorn eine öffentliche Wählerversammlung. Prvvinzialschulrat Gfa. Rat Dr. Runkel, Mitglied der Nationalversammlung spricht über „Aufbau und Deutsche Volkspartei"." ** Tas Lichtspielhaus Bahnhofstraße zeigt feit Montag einen sehr ürtereffanteii Film Judex 1. Teil, der billige Triks und die sonst üblichen Sensationen verschmäht. Mft zwin genber Logik baut sich die Handlung auf. Kühne Kombinationen lassen ben Zuschauer nicht aus der Spannung herauskommen. Ausfallend ist die glänzende Mimik der Darsteller so daß die sonst zu reichlichen Fllmtitel größtenteils erspart sind. Tie gleiche mimische Gewandtl-eit zeigen auch schon die im Spiel initroirfenben Kinder. Ter Besucher verläßt mit ben gespanntesten Erwartungen auf die weitere Folge des Films das Theater. Landkreis Gießen. x Großen-Buseck, 26. Mai. Freitag, 28. Mai, feiern die Eheleute Ludwig Scheid II. bas Fest bet eisernen Hochzeit. Das Ehepaar befindet sich noch in voller körperlicher und geistiger Frische. Der Mann ist im 87., die Frau im 85. Lebensjahre. In früherer Zeit, als hier in Buseck nad) kein Arzt war, leistete das Ehepaar bet Unglücksfällen und bergt stets die ersten Hilfeleistungen, was noch manchem in unserer Gemeinde bekannt sein wird. Das Paar feiert das Fest im Kreise von 6 Kindern, 13 Enkeln und 10 Urenkeln. O L i ch, 25. Mai. Nach altem Brauche war die Marienstiftskirche an Pfingsten wieder mit Maien geschmückt. — Am 2. Pfingstmorgen machte der Gesangverein „Cäcilia" einen Runbgang um die Stabt, dabei die Bürgerschaft durch stimmungsvolle Chöre erfreuend. ± fS a a f c n, 25. Mai. Ein christliches Wald- fest fand gestern im Walde zwischen hier und Winnerod statt. Es waren über tausend Menschen zusammengeströmt aus der gesamten Nachbarschaft, aus Göbelnrod, Bersrod, Beuern, Reiskirchen, .Harbach, Lindenstruth, ja sogar aus Ettingshausen und Grünberg. Der Posaunenchor aus Klein-Linden verschönte die Feier durch Musikvorträge. Missionar Walter aus Beuern hielt die Festprchigt. X Wieseck, 26. Mai. Pfmastdienstag bor Arrs giabt und Land. Gießen, den 27. Mai 1920. Ernteaussichten. Die Aussichten für die einzelnen Obstsorten sind — soweit sich bis jetzt feststelletr läßt — sehr verschieden. Die Kirschen, die ja schon ihrer Reife entgegenaehen, lassen eine recht gute Ernte erwarten. Dagegen sieht es mit dem übrigen Steinobst weniger günstig aus, besonders mit den Zwetschen, die ja den so beliebten Zwetschenhonig abgeben. Einmal ist der Behang schon nicht stark und dann trifft man an den Bäumen massenhaft Blattläuse, vielfach auch Gespinnst- raupeit. Die Birnen fallen gering aus, die jungen Birnchen sind vielfach von Pilzen befallen, schruinpfen zusammen und fallen ab. Eine sehr gute Ernte versprechen dagegen die Apfelbäume, die mit Früchten über und über behängt sind. Der Apfelblütenstecher hatte sich im Frühjahr verspätet, so daß sein Schaden Heuer gering ist. fn. Aus Kur Hessen, 28. Mai. Von allen Seiten kommen aus Kurhessen übereinstimmend erfreuliche Nachrichten über gütt» füge Ernteaussichten. Namentlich die Roggenfelder stehen so prächtig und üppig, tvie das seit langen Jahren nicht der Fall gewesen ist. Roagenhalme von einer Länge von 1,60—1,70 Meter sind gar nichts seltenes. Die meisten Aehreit sind infolge der günstigen Witterung fast ausgewachsen, als ob jetzt im Mai die Blüte bereits bevorstände. Wenn das günstige Wetter so anhält, so wird schon in der ersten Hälfte des Juli, mehrere Wochen früher als sonst, die Roggenernte eintreten. dz. Zwingenberg, 25. Mai. Einer der grüßten hessischen Frühkirschenmärkte ist am jPftngstmoittag eröffnet worden. Die Zufuhr ist eine gute, der Preis beträgt 350—400 Mk. für den Zenttter. Vom Monlwurf. Dm Nutzm des Maulwurfs scheint man in der jetzigen Zeit des großen deutschen Ausverkaufs fast allgemein nur noch in dem Gelkverte seines kleinen Felles zu erblicken. UebcraH sind Maulwurfsjäger und Aufkäufer von NkNul- wurfspelzen cmfig am Werke, zugunsten des ms- lärwischeu Pelzl-andlls diesen fernen Jnsekten- ttnm man leicht Hlbhilse schaffen, zumal es auch genug Mittel gibt, die Maulwürfe von den Grundmittag wellte imseve Volkshv chschul e in guter Beteiligung bei den Söhnen und Töchtern Guten- bngs in ber Brühlschm Druckerei Gießen und verfolgte die Entstehung der Dienstag-Nummer des „Gießener Anzeiger". X Wieseck, 26. Mai. Lehrer Georg Rein, zur Zeit Letter unserer Oberklasse, bestand an bet Landesuniversität mit einer Arbeit aus dem Ge biet der Geographie die Prüfung als D o k t o r b e r Pbil osvphie. Seit 17 Jahren hier, von Eltern und Schülern verehrt, wird er auch in seiner neuen RBürbc unserer Schule erhalten bleiben und hat seine Mittvirkung an unserer Volkshochschule, düen- so wie Lehrer Br aunewell, zu gesichert. Kreis Alsfeld. up. Aus dem O h m t a l, 26. Mai. Wie früher bekanntgegeben, sollte die Privat-Autopost mit dein 1. Mai in die Reick>spost übergehen. Nun steht ber 1. Juni vor der Türe, aber von der geplanten Umwandlung hört man nichts. Kreis Schotten. e. Stornfels, 26. Mai. Der Kriegsteil' nehmet Otto Schneider, ber im Felde ein schweres Nierenleiden sich zugezogen hatte, starb dieser Tage wenige Tage nach seiner Hochzeit in einem Reservelazarett in Gießen, wo er bei Verschlimmerung seines Leidens Heilung gesucht hatte. c. Ulfa, 26. Mai. Große (ErrataIjmen er Ivuchsen unserer Gemeindekasse in diesem Jahre aus dem Holzverkauf ihrer Waldrmgen, die einen Ertrag von rund 100 000 Mark lieferten. Außerdem wurde die Gemerndejagd auf 9 Jahre für jähr lich 9000 Mark verpachtet. Dagegen wird die bevorstehende Feldbereinigung unserer großen Gemarkung bedeutende Ausgäben verursachör. Starkenburg und Rheinhessen. rm. Darmstadt 26. Mai. Die Fi- nanzlagederStadtDarmstadt,dir sie freilich mit vielen anderen teilt und über Die der Oberbürgermeister demnächst eine offi' zielle Mitteilung veröffentlichen will, ist nickst rosig. Wie wir zuverlässig erfahren, gleicht sich der diesjährige Voranschlag mit etwa 43 Millionen Mark in Eiimahme und Ausgabe aus und sind hiervon 25 Millionen Mk. unye- deckt, da fair über die uns durch das Mem verbleibenden Einnahmen bis jetzt noch keinen Anhaltspunkt haben. Nur durch den Umstand, daß wir vor einiger Zeit noch eine günstige Anleihe mit dem Ausland abschließen konnten, ist die Stadtverwaltung in der Lage, ihren Verpflichtungen nachzukommen, ohne bis jetzt gezwungen zu sein, ihren allerdings wertvollen Grundbesitz an WäDern verpfänden zu müssen. Wie lange noch? Hessen-Nassau. mc. Frankfurt a .M., 26. Mai. Der Frankfurter Ordnungsdienst, der sich auf Befehl der Franzosen seinerzeit auf lüsen mußte, nimmt nunmehr seine Tätigkeit wieder auf. — >Jm Opernhaus fand am Dienstag wieder eine Aufführung von Millöckers „Bettelstudent" statt, in der der von den Franzosen seinerzeit zu acht Tagen Gefängnis verurteilte Sänger Resn i erstmalig wieder auftrat. Minutenlanger Beifall durchtobte das Haus, so daß das Orchester nicht weiter spielen konnte. Resni mußte feine Strafe in Mainz absitzen. „ . — Frankfurt a. M., 26. Müi. Die Gattu des Geh. Sanitätsrat von Noorden, eine Tochtei des bekannten Acghptiologen und 9ivman7chriftstel' lers, Georg Ebers, ist tm Alter von 47 Jahren gestorben. — Griesheim a. M., 26. Mai. Die Gemeinde beabsichtigt, unentgeltliche Spei s u n g e n für etwa 2000 Kinder zu veranstall . len. Die jährlichen Kosten werden auf 200000 IMark veranschlagt. der wirb sich hüten, seine Lebensversicherung verfallen zu lassen oder nicht für Kleidung und Nahrung zu sorgen. Steuern sind notwendig, da sie die Kosten für den Staat decken, ohne den ein soziales Sein überhaupt un>- möglich ist. Wenn der Arbeitgeber vom Lohn den Steuersatz zurückbehält — was ja bei den hohen Papierlöhnen große Summen ausmacht —, so wird sich der Groll gegen ihn richten. Dieser Groll ist natürlich unverdient, aber darum nicht weniger gefährlich. Weiter kommt in Betracht, daß die Erhebung beim Unternehmer unverweigerlich zu neuen Lohnforderungen führen wird. Wer heute als Arbeiter und Angestellter ein Durchschnittseinkommen von 12- bis 15 000 Mk. besitzt, wird sich davon nicht ohne weiteres 2000 Mk. an Steuern abziehen lassen. Er wird Ersatz vom Arbeitgeber bedangen, zumal jetzt, wo die Geldentwertung alle Preise revolutivniert hat und damit geht die „Schraube ohne Ende" weiter. Bon ber Wirkung der Reichsernkommen steuer gibt eine Vorlage des Charlottenburger Magistrats ein anschauliches Bild. Drc Gchälter der Beamten der Stadt fallen erhöht iverven. Der Oberbürgermeister fall ein Anfangs- und Endge'h.llt von 50 000 Mark erhalten. Mit dem Deuerungs- zuschlag von 50 Proz. macht dies im ganzen 75 000 Mark: davon geht aber die Reichseml'omnuusteun: mit nicht weniger als 22 530 Mk. ab, fa daß für pxn Beamten aud) nicht viel mehr als 50 000 Mr. übrig bleiben. Selbst der Bürgermeister mit einem Gehalt ton 60 000 Mk. im gmrz-en mutz 16 590 Mk. Neichseinkomrnensteuer zahlen. Reich, Staat und Gemeinde geben hier mit der einen Hand, was sie mit der anderen nneberndymen. Biel Arbeit und Schreibevei tonnte gespart werden, wenn Em- kommen alks staatlichen Mitteln für steuerfrei erklärt und die Bezüge von varNheretti entsprechnw gekürzt würden. Die Reichseintommensteuer fall ja ämh den Gemeinden zugute kommen. Der neue Tarifvertrag für fanfm. und technische Angestellte. Verkäuferinnen usw. ist von Sonntag, 30. Mai ab, Bafahofstr. 6611, zu haben. Näheres siehe Anzeigenteil. ** Neuprüfung der Zulassungen für Pe rsonen kraft wagen. Eine von dem Reichsamt für Luft- icnb Kraftfahrwesen veranlaßte Erhebung hat ergeben, daß im Bolksstaat Hessen runb 25 Prozent Kraftwagen mehr zugelassen worden sind, als der Durchschnitt für das Reich beträgt. Da bekanntlich die Lage der Versorgung des deutschen Bedarfs mft Betriebsswsfen für Explosionsmotoren ernst ist und nach wie vor zu großer Einschränkung des nicht unbebrngt im 'iTrtercffe der Allgemeinheit notwendigen Personen- kraftwagenverkehrS zwingt, ist die Hesfisck)c Regierung in eine Neupruf ung aller Zulassungen für Personenkraftwagen eingetreten. Es muß damit gerechnet werben, baß eine große Anzahl von Zulassungen für Personenkraftwagen demnächst zurück-- genommen ®Ht>. Im Bolksmteresfc, sowie im rm. ^Darmstadt, 26. Mai. Die _ schaffenen Stellen in den hessisclien Ministerien betragen nach dem,der Regierungsvorlage, bett, die Tienstbezüge der Staatsbeamten usw., bei gegebenen Verzeichnis, nrte sie nach dem Entwurf des Sttvats- vorairschlagS für 1920 beantragt und zu den bereits gendjmifften planmäßig neu vorgefahen sind, zusammen 362, und zwar: im Geschäftsbereich des Staatsministeriums 13, btrarrrter je einen mriefen. Unter ihnen kommt trotz jen Behmcptunaen dem Maulwur Rolle zu. Daß die Wühl arbeiten mitunter lästig sind und besonders Schaden anrichten können, wird ten, aber in solchen Sonders allen gaben für unteren perfönlichen Unterhalt, -> stücken M «ri»eud>en *« tewuWttJt, L ^.^bürgerlichen EiMht hat Itch Ä ' nung audfpredwn. Zur Aussprache mcl * und n>ie die Demokratie in immer mehr Das Beste der Welt! IB686A ve£terdweg Alleinvertrieb für Heften u.Hefteu-sraftau: ßinS & Lidviz VSwsld, Ttmftetf, W Derteter für Gießen gesucht. ®n > erWgung. ■T Beste Zeit rar Brntveruichtang. “W! Ein Programm, wie es die Besucher der „Lichtspiele Seitenweg“ gewohnt sind. Billig zu verkaufen ber° Äbieiluttg: je 500 m Alunriniurn-Aohrdraht lr5 qmm, 1-, 2-, 'S und 4adrig 50000 Schellen «. Hülsen verdl. 500 porz. Alemnrhäurchen je 500 m K. G. Aluminiumleltung 1 und 10 qmm mw verbl. Wiitfel und I-Stücke 11 mm EdgarBorrmann,Neuftadt11 Achtung! Brautleute! Achtung! Schlafzimmer erstkl. Ausführung, preiswert abzugeben. Rud. Blum.NöWreM, Sleiatirafie 78, Miaistüg mi hschulrinMlv iödrttnt (Nc i tiefem und dc stag^dmmcr te ob Georg Stein se, bdtatb an tr. xit aus btm fr alsDvktordki nhier.MlDa ich in feiner «3" bleiben kk ^hvchM 'ichcrt. schütteten. Zuletzt sprach noch Derr Funk vor dec U.S.P.D. Die BcrstunmlungSleiierin Frau- Wiss ehern. Fachbibliothek eaeht nich^ ^loltab i]t VS ttt bit ^V°n iuw auch idup oui *er. .®S-yNto|l Scheid II 1,91. Dar Eh,, körpnlicher uni « 8?., die Fran 3eit, aß hin j, le bas Ehevaa: die erfttn hilft, mietet Gemeind- nl dar W ft, und 10 Urenkeln em Brauche iw (len wiedn mit gihnotgen mache, n Rundgang mt durch stunmung- jrijWSolb michen hier und laufend Mensche samten Rachbci , Beuern, Rn- ja sogar oui )et Posaunoichn ieiet durch Mn! Neuem hieit bt iEi DieWeltderBestien Ein Original amerikanischer Wild- West-Urwald-Film In 5 Akten. 2. Joe Deeb* in seinem Abenteuer DasAugedesGötzen Detektiv-Film in 4 Akten. Anfang 4 Uhr. Anfang 4 Uhr. gefähriud. Ehrftnchk wn Dem Ältni nrfhie man haben, aber auch Mm, das Nerve frisch yi wogen NatiouLl bedeute nicht Säbelgenafiti und Durra - rufen, sondern Verständigung suchen und ba=> und Äuferlcgtc yoar mit Demut, aber mü mifrechlem Stolj tragen Unter Liberalismus verstell die Partei Duldsamkeit Die 5rau, die so eng als Probuzemin und .Honfummtm mü dem Leben verknüpft sei, dürfe bei Politik nicht gleichgültig gegenüberste den. Es gelte ein Volk beran>uj leben, das die Arbeit schützt und ehrt, das Glauben habe an die eigene Kraft und die 'jukunft des Kolkes. Der Vorsitzende Lehrer Fischer dankte den Rednern und konnte auch, da Parteigegner anscheinend nur sehr spärlich vorhanden waren, den Anwesenden für die vorbildliche Ruhe, mit der die Redner im Gegensatz zu anderen Versammlungen in Gießen angebört worden seien, seine Anerken- beic sich niemand. Landtagsabgeordneter Goll ging im Schlußwort aus den Putsch vom Mürz ein und mahnte nochmal- zur Stärkung der Te- inufratic und Koalition. mc. Frankfurt a. M, 26. 9)lui. Eine der wüstesten Versammlungen^ die jemals in Foand- hrrt itnitfltfimben, war ine Delf feri ch-Ve r - sammlung der Teutschnationalen, die Diens-- tag im zum Brechen vollen Schumamv-Theater stattfand Stoatsfcfrc! rr a. T. Delffrrich suchte den stapp-Putsch zu verteidigen und zog gegen Erz berget ins Feld Stürmische Zwischenrufe von den zahlreichen Gegnern zwangen chn oft Minuten lang, seine Rede zu unterbrochen. Es gab and) versduedenllich Prügel Am Schlüsse setzte ein be läubendes lvebrüll ein, aus dem man sowohl „Deutschland, Deutt'chlatü» über alles", w dir Marsaillrise härte. Ein Schlußwort konnte Helf ferich nicht sprechen, da bic Dersamtnttlng tobte LI Lang-Göns, 26. Mar. Gestern abend fand eine Versammlung der demokratischen Partei statt, in der Pfarrer Weidner (Oberlais) sprach. Es entspann sich eine lebhafte Ausspract-e, an der sich von deutschnationaler Seite Lehrer Kling, Weichensteller Btththold (Gießen) und die .Landwirte Wilh. SDUUIcr V. mü» Alfred Romps beteiligten: erst nach ein Uhr wurde die Versammlung geschlossen. Lauterbach- 24. Mai. Am 1. Psrngst- feiertag hielt die Deutsche Volkspartei ihre erste Wählerversammluny Redner war der Vorsitzende der Landespartei, Rechtsanwalt Drngeldey- Darmstadt. Die Versammlung war trotz des nn- günstigen Tages gut besucht. Rechtsanwalt Dingel- dey beleuchtete in etwa P/Jtünbiger Rede die Stellung der Deutschen Bolkspartet zu den großen Fragen und Gesetzen, die die verflossene Deutsche Natwnalversammlung beschäftigten, sowie ihr Verhältnis zur gegenwärtigen Regierung und den Regierungsparteien. Er begründete klar und scharf die ablehnende Haltung der Deutschen Bvlkspartri und zeigte wie in der Nationalverjammlimg die Sozialdemokratie dem Druck der Straße immer 3e hntyn Hl SdiexStttM )u 5 und 10 TH ar? te -- Die Not der Schriftsteller. Der Schriftsteller ist offenbar heute unter den bart bedrängten «eifrigen Arbeitern der am schwersten Aietbenbe. Der Raummangel und das Verschwinden vieler Zeinmgen und Zeitschriften,. sowie die Krisis im Verlaasbuchhandel tragen dazu bei, diese ter zweifelte Lage noch zu verschlimmern. Die Mün chmer Berufsorganisation der Presse und des Schrifttums bringen das in einem Aufrufe an btr M gemein heft zum Ausdruck, der an jeben Deut schm, dem die Zukunft seines Volkes am Derzeit liegt, bic Mtte richtet, zu helfen, damit viele imferri Besten nicht an langsamem Dungertode, an hundert geistigen und körperlichen Entbehrungen dahin siechen. Die Münchener Neuesten ilcacktrichten haben in ihrer Expedition eine Sammelstellc für Geld spenden eint Betrage von Hornhaut, Ballen und Warzen beteiligt man schnell, sicher und schmerzlos mit we a - « In oielen touienb bauen Kukirok Droa. 9toll, Bahnhofstraße, u. Trog. Schaaf Nachs Mutterschaft welch ein (Stüct wenn die Mutter gesund und frdtftig iff, durch Sen benutz von DtDeffers Liweiß-JLabrung Lrkraft Zrische Zische! Prima Nordsee Schellfische mroß und mitten. ff.Sadeljau ohne ttoof, Seelachs, frische FllchkoteleltS, Brauaichweiger Svarael. 5852 ®ebr/5erbitr,$d6Bioftrj7 IkinheB- . Mm Dtt >arl"^dl, m teilt Hd mnä^eir hen W, v [ erfahren.^ hlag mt^.. me und . , | - llionmM durch irc- de""^. 10^e£fUr 'schlE irr | bet&n: 26. Mi Bf 'Anton' iArngchn-div M von der go nichts. t Ä . Jl | i. Ter Sn^i j irr im Feldc / i liogen feiner W. t, n» er Wi' d ilung geiMdc r EinmBer ifefenft . j ildunM, M J 1 1 lieferten.. »J f9 «gm E- r stt/A -c statt' " M >*& wa]l] lein ®lüf ionäe San-Rat Dr Sonigntann befaßten sich im Schlußwort mit den An^Ähnmgen des ersten Diskussionsredners. Do die Zeit |u weit vorgeschritten war, nnntr dir Verstmimlung gegen 1 Uhr grschiofsen r. Londorf, 26. Mar vMewcni abetti) sprach tnrr für die Deutsche Voikspanei IHrtbi-.-aiuDali Schlink. Seine Ausführungen rirfrn vielfach lebhaften Widerspruch hervor, der sich in zahl reichen Zwischenrufen bemerkbar machte. In die Diskussion griffen nur Gegner ein, und zwar ber Derren Berlin, Lang und Becker. 0 Marburg, 26 Mai. In den SbrdtMrii sand gestern nachmittag ein von über 1000 X'an^ unrten besuchter, vom tzess. B,iueniverein und tum Bund der Landwirte ivranfialteter Dcssrscher Ba uerntag statt. Die Bamintundidaten SxW* Seelbach, Mink-Wol Bbonsen und X'in£» Niederissui' heim, sonne Geschästsftkhrrr Schule tum B. bi L. sprachen über bic >steich-?tagsnxftüen und dL Bauemprogramm, das in erster Linü: die Abschaffung der Zwangswirtschaft verlange. )( Marburg, 26. Mar. Ta» Schaufenster der R G. E1 w e r t s ch e n Univ -Buchbarrdümg Ker, in dem unter der Bezeichnung „Was ;vu hatten" und „Was wir haben" Bilder der früheren und Ärrriflaturcn der ictzigen. Regserung atnäge- stellt waren, nnntr in vergangener Rocht mittelst eines dickm Steines zertrümmert Ter Inhaber der Firma, DosbuchbäMer Bvcnm, macht bekannt, bah er rechtzeitig das Schaufenster piwr^graphteri und Spenden entgegennehme, um die Masseii»»- breitimg ber Bilder zu ermöglichen Die Spiegel- schejben-Verl'räLrmrgSgesellschaft hat 500 Mck Be lotnnnrg für die Ermittelung ber Täter ausgesetzt. up. R u pperten r od, 25. fDäri Am ersten PtingMagabend fand in ber Gaitwirtsckxift 3ur OTune" eine WaiLvers«rmmlung der „Deutsch nationalen Bvl ks pa r t ei" statt Terinnn»- tung&leiter war ber Beignndnete Bückermeister Philippi von hier. Der Redner, Derr Spitz«' von Gießen, setzte dir Ziele der Partei auücmanber. 3'hm entgegewte Derr Ben t sch-Nieder-Ohrnrn. Die Versammlung nahm einen sponnendM Bettouf, so daß sie sich ms 1 lltzr fortsetzte. '-n Smie I 'ehr, aiTT /den eb,. W [mb uwiachfth Augtt amj ritt WL JkJwi über L^nbof. Ak M die < Mii^ Kinderleicht aniuweeden. altbewährt. Doppelpack Mk. 5.-. Verkauf bei »ree. Carl SeibeL Bitte ausdrücklich nur Nicodaal zu verlangen größere Äbhängigkeft von der Sozialdemokratie geraten .sei. Bei Besprechung des Kapp-Putt'chcs des Generalstrecks, der Austrtttsbewegung aus der demokratischen Partei usw. beleuchtete der Redner die Stellung seiner Partei zu den Parteien der Linken. — An der Aussprache beteiligten sich die Vertreter der Demokraten und 3o^ioIbemo!cQteiL Während ber Redner der letzteren sehr ruhig und sachlich sprach, war die fast einftünbigc Rede des demokratischen Bertteters (Rechtsantvalt Tchurn) reich an unsachlichen Ausfällen. Im Schkußwort wies Derr Dingeldey die Angriffe beider Redner zurück. Die Versammlung nahm im allgemeinen einen ruhigen und ungestörten Verlaus. (S) Leihgestern, 27. Mn. Im Smle „zur Krone" hielt gestern abend San-Rat Tr. Donigmann c»n ber demokratischen Partei eine sehr gut besuchte Wahlversammlung ab. In l1/«* stündiger Ausführung führte der Redner in durchaus ruhiger und sachlick>cr Weise die Ziele der Te- mokratie der Versammlung wr Augen. In Der Aussprache suchte der Tcutschnattonale Dr. Ehrhardt rerschiedere ^lus ühncirgen des Referenten zu widerlegen. Nach ihm sprach der Mehrheits- lozialist T e r t o r. Die nun folgatixm 2 Stunoen boten em Bild der Komik mtd Dunwristtk, da verschiedene Besucher der Versammlung, indem sie fron Politik ganz abkamen, sich mit persön- sprach ^nidragSabg Voll- Fronfftrrt, ber aut di« Unzufr«t«cheit im deutschen Volke entging, für deren Aufkommen bw Demokraten, die JLxjIi- tionsjxirteicn und die UnflbigSrit der Regierung vevannvonlich gemacht mürben Die Verhältnile köimten von keiner Partei oder Koalition in kurzer 3eit wesentlich geändert werden. Leichtfertig würden von anderen Parteien Versprechungen gemtdx, öie uidjt verwirklicht werdeti konnten. Tv hier-’ maligen Wählen seien umso beb:urungsvoller, als das sehr souveräne Parlament für de nächsten . Geschicke Demschlands >u lenten htve ~ie srindlich.il Regierungen würden niemals sich zu Äenderungen des Friedens Vertrages verstehen, wenn die neue Regierung radikal noch rechts oder links gerichtet sei. Ein Nichtwiederzustandekom° men der letzigen Koalftiansregierung bedeute für unsere Zukunft die grötzte Gefahr. Von den Rechtsparteien würde den Demokraten der VvrtvuN gemocht, datz sie in der Nationalver'ammlunq in solch weckgehender Weise Steuern beschlossen hätten, daN jetK industrielle Entwicklmig inucrhutiien würde Die Rechtsparteien hätt.m aber ftnne bep-- ren Vorschläge zu matten. Die Gelder müßten herbrigeschafft werden, ganz gleich ob auf dem Wege dcs Reichsvotopfers oder einer Zwangs- Milejbe. Ter Redner selbst glaubt, die Entziehung der Steuerdoheft für Staat und Stammune müsie bald revidiert werden, weil sonst viele Tulturdfc Werte verloren gingen. Das Jinan »elend getx- aber auf den Strien zurück. Als Deutschland 1917 erstmalig 28 Millionen ssriegsgrwmnsteuern erhoben habe, habe England bereits 2800 Mill, vereinnahmt. Damals hätte man zugreistni müs'en. Deute seien die Siriegsgewintie verflüchtigt. Es set tn Anbettacht der kommenden .Konferenz von Spoo unvevantworilich, baß von den Rechtsparteien die Regierung als unfähig hingestellt roertx1, Wn sollte es sie unter solchen Umständen erreichen cvnne.i, bah unsere bisherigen gewaltigen Leistungen uns aur d e Entschüdigungs umme a;ig?redmet würdm. Daß die Monarchie m DeutscblMid verichwunoen sei, set insbesondere Schuld ber Parteien, die sich jetzt um ihre Wiedereinführung bemühten. Di? Uebertreibung des Prinzips der Macht und ber MllitariSmus hätten zum Zusammenbruch geführt. Die Revolution habe niemand gemacht. Kampflos habe man sie geschehen lassen. Der deutsche Ao.i habe iri<6‘ wie ber fvcrnjöfische seinen SVops für Den Monarchen unter die Gmllorine gelegt, er htbe die Monarchie fahren lassen. Die wirtschaftliche Umwertung aller Werte sei mit dem Dindenburgprogramm entstanden und habe sich über die Revolution hinaus ansnxrfcn müssen. Die Demokraten lehnten jede Sozialisierung eines Betriebes ab, der nicht bereits monopolaNigen Charafter trage. Die bisherigen Sozialisierungen nnrtten in ihrem Erfolg imrklich nicht begeisternd. Mmt möge nur an Gos und Stratzenbahn dentzen. Der Mittelstand müsse unter allen llmftäntrn gefördert tcnd erhalten werden. Jeder einsichtige Ü'ausmcrmi hätte schon seit lange d.m Preisrückgang voraussehen müssen. Ter achtstündige Arbcrisdag fei zwar eine Er- rungenschast der Kultur und es gebe Betriebe, in denen acht Stunden so aufreibend seien, datz man feine höhere Arbeitszeit ernfühven könne, aber die Gleichmacherei ber Sozialdemokratie für alle Betriebe sei für die Wirtschaft vernichtend. Wie hierdurch die Lebenshaltung verteuert werde, dtvvn könne man sich Baum rin Bild machen. Die Demokratie suche übevall die sozialen Gegenätze aus- xtigleichen, so auch durch das Betriebsrätegefetz. Menn wir wieder zu einer Gesundung Kommen wollten, müßten Klassenkampf und Gesell- schastsunterschnde verschwinden. Nur die Tüchtigen müßten ohne Unterschied des Standes zu "Führern des deutschen Volkes berufen werden Frau Landlaasabg. Balser als zweite Rednerin begrüßte die Tätigkeit der Nationalversammlung, die die Verfassung fertiggeftellt habe. Große Möglichkeiten seien da erschlossen, aber auch große Aufgaben seien dem neuen Reichstag noch Dorbehalten. Der Buchstabe müsse lebendig gemocht werden. Die Verfassung trage bemoFratifdyen (Äeist und dieser müsse ihr gemährt bleiben. Wir dürften keine Gefühlspolitik treiben, zumal jetzt, wo wir mit den Feinden verhandeln müßten. Die Frauen stünden in großer Gefahr, von der Demokratie abwendig gemacht zu werden, da von rechts und links die Schuld für die heutigen Zustände auf die Demokraten abgewälzt werde. Die Frau sei im Wesen konservativ und abhängig von ihrem Gefühl, das werde ihr in der Politik vielfach alle wemftche Lfterattr, bauptiächllch Zeitschttften, zu höchsten Prellen ku kaufen. Angebote um. F. L. S. 527 an Bndeif 1mm, Frankfurt a- fl. ______285m Keine Wanze mehr. “V6UV ” • Radikalmittel „Xicodaal**. Erfolg verblüffend. — Restlose Dringe meine Bll- u. MMlkiMl in empfehlende Erinnerung. — Renovierung von Möbeln jeder Art. L. Detter, Kaiser-Mee 15 Die Vahlbewegung * Frauen und Re. chstags Wahlen. Heber dieses Thema sprach gestern abend im tzotel Groß Herzog Frl. Tr. Bcrnays, Leiterin der sozialen Frauenschule in Mannheim, für die Deutsche Volkspartei. Nachdem die Red- nerin den Ursachen der allgemeinen Aahlmüdig- keit, be^nberv bei ben Frauen nachgegang.m war, die wohl verständlich, ober deshalb noch lange nicht berechtigt set und befonberen Nachdruck dar aus gelegt hatte, daß das, was man gemeinhin Rechte nennt. Nichts anderes als Pflichten seien, erläuterte sie des näheren das Programm der Deutschen Volkspartei. Der beabsichtigten Gründung einer sogenannten Frauenpartei, die alle Frauen zusammensafsen will, stand die Rednerin sehr ftep- tisch gegenüber. Tie Frau müsse innerhalb oer Parteien mit dem Dkanne zusammenarbeiten: dies hindere aber nicht daran, daß sich die Frauen innerhalb ber Parteien bestimmten Aufgaben zu- roenben. Da stehe in erster Linie bas soziale Wirken, das vor allem auch auf ben Mittelstand ausgebehnt werden müsse, der heute in vielen Fällen unterstützungsbedürftiger sei als bic arbeiten be Bevölkerung. Die soziale Fürsorge müsse in erster Reihe durch die Frau und für die Frau aus geübt werden. Erste Aufgabe des sozialen Wirkens müsse sein, den Lebensmut im deutschen Volke zu heben. Die Deutsche Vollspartei werbe für alle Maßnahmen ein tret en, bie geeignet seien, bic Freube an ber Familie, vor allem der kinderreichen Familie zu beleben. Ein weiteres wichtiges Betätigungsfeld der Frau sei bie Erziehung. Mit ber Schaffung von Eltern, Schüler- unb Lehrerräten sei noch nichts positives geschaffen: es gelte, in biese Gefäße erst den recksten Geist zu gießen. Alle Erziehung sei aufzubauen aus der Ehrfurcht vor ben Menschen, ber Natur unb dem Göttlichen. Zweites Programmwort der Deutschen Volkspartei sei bas Wort liberal. Was uns nottue, sei mehr Liberalismus im Gegensatz zu der alles gleichmachenden Demokratie, Förderung unb jur Gelfunqbringung der Pcrsönliei)Lei!. stricht jebem ba« gleiche, sondern jedem das seine, denn Gleichheit und Gerechtigkeit seien nicht dasselbe: sehr oft sei Gleichheit die allergrößte Ungerechtigkeit. Weiter erklärte die Rednerin, daß es nichts krasseres gäbe als ber Widerspruch zwischen dem, was bie Demokratie ber berufstätigen Frau versprochen und was sie pthalten habe. Es fei zuzugeben, daß vieles gar nutft zu halten sei. Dann solle man aber and) den Mut finden, dies deutlich zu sagen. Es gelte nicht, alle Berufe der Frau zu erschließen, sondern die spezifisch fraulichen Berufe, vor allem alle erziehlichen und pfleglichen Berufe, so auszugestalten, daß Mäd-- chot imb Frauen auch gerne in diese Berufe hineingehen und etwa« zu leisten vermögen. Auch in der Frauenberufsfrage brauche man mehr Liberalismus, weniger Formalismus und Schematismus, weniger Versprechen und mehr galten. Dritter Programmpunkt der Deutschen Volks- Partei unb vielleicht der wichtigste sei das Wort national. Hier sei es vor allem Aufgabe der Frau, bic Jugend in nationalem Geiste zu erziehen. Von der Regierung sei zu verlangen, daß sie dem Ausland gegenüber mehr Würde zeige. Wic wollen frei fein nicht nur nach innen, sondern auch nach außen. Die AuslieferungSfvage habe gezeigt, welche Früchte eine einige und feste Haltung zeitige. Zu den sitllichen Aufgaben ber Frau ääblen weiter Religion und Glauben. Hier sei vmc Verbindung zu schaffen zwischen religiösem unb nationalem Gefühl. Tie mit lebhaftem Beifall auf genommenen Ausführungen ber Rednerin klangen aus in einem Appell an bie 5rauen und vor allem bic jungen Mädchen, sich nicht durch 'rqenbwelche Gründe vom Gang zur Wahlurne abbaltcn zu lassen unb ihre Stimme der Deut- i^en VollSprrtCl zu grbai. — In der Ansprache ergriff nur eine demokratische Rednerin das Wort, bie pazifistische und demokratische Ideen verfocht unb sich vor altem gegen bi* Charakteristik der demokratischen Partei durch Fräulein Bernayö wandte. In ihrem Schlußwort ging Fräulein Bernahs ausführlich auf die Darlegungen ber Vorrednerin em, inbem sie ihr gegenüber vor allem den nationalen Gedanken nochmals kräftig untersttich. ** Temvkra tie unb Mittelst lnd. Unter dieser Parole hatte gestern bie Deutsche demokratische VollsPartei zu einer WLhlcrversamm- lung im Cas6 Leib rinbmifen. Als erster Rechter Zur geil. Kenntnisnahme! WlmM*iilerpg“ kann heute umetAndehalber nur zur 7*/« - Lhr-Voretelinnr zur Vor fflhrung gelangen. Zu aen übrigen Vorstellungen veomlschtes. Geschobenes Silbergeld. KSln a. Rh., 25. Mai (WTB.) Den 931Ä4- tern zufolge entdeckte die Polizei eine Anzahl Kisten geschmolzenen S i 1 b e r g e 1 de s, die znr Ausfuhr auf ein Rheinschiff verladen wurden. 24 Zentner Silberbarren im Werte von ungefähr einer Million wurden befdüagnabmt. Der Absender ist nicht ermittelt. Perlenräuber. Breslau, 26. Mai. (WTB.) deute mittag schlugen drei gutgekleidete Männer in bei ^chweidnitzer Straße, einem der belebtesten Punkte, die Schaufensterscheibe des Ja weliergeschäftes von Carl Frey Söhne ein und raubten sechs Perlenhalsbänder int Werte von 600 000 Mk. Sie entflohen dann rn einem bereilstehenden Auto. Der Polizeipräsident hat für die Ermittelung der Rätcher 10000 Mark, unb die Firma 12 Prozent des Wertes der gestohlenen Halsketten ausgesetzt. tetainit r Br. David 37. n n Die Liste zirkuliert. bei Herrn 5851 Alten-Buseck, 26. Mai 1920. Die Beerdigung findet Freitag nachmittag 2‘A Uhr statt. 09675 Gießen, Ost-Anlage 27. Der Vorstand 5840 Giesten, den 26. Mat 1920. 5669 Werkzeuge und Maschinen. Neustadt 47. 09634 gesucht 09691 5846 Televbon 285. Wir suchen zum 1. Juli ober früher tüchtige [5848D KoDl.liriLl.Kgl. lephou SSV. 5869c n n Linsen Kakao Seife Otto Loitsch, Bahnhofstraße 76, Telephon 2017. wert. 09508 27.- 15.- 2- StöCHtlidier Jmgc kann die Bäckerei gründ!, erlernen. 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Ich bitte daher, etwaige Zeugen, die mich am Nachmittag desselben Tages gesehen haben, sich zwecks sachdienlicher Angaben bei der Gendarmerie Lang- Göns zu melden. [09646 Karl Weil Lang-Görrs. Achtung! 26 Oelgemälde 1 Trumeauspieaelm-Uhr, antik, selten schön. Stück 4 Mahagoni-Stühle Ziertische, Nipves-Figur. 1 Vertiko, Mahagoni Barm. GaSleucht., Bronze 1 Gitarre Briefmarken allerLänder 2 goldene Damen-Uhren 2 Brillaut-Riuge Bücher iKiafsiker) und sonstige Antiquitäten- Fr. Engel, aas« Licker Straste 57. zinge 5nni)t ?^!'°°° 09695 Grabenstraste 8. Wachsame, trächtige $etitrniann()ün6in für 800 M. zu verkaufet^ 09645 Ebelttraste 42 p. Bienen einige Hauvtsch. abzugeb. Heinr- Scheid III., 5861 Harback- £0nfe^mein ä: nam Gr, Steinweg 16 I. FnsAclkeiide Ziege zu verkaufen. 09676 Buddestraste HP. Fruchtmähmaschine Selbstbind., in betriebs- fäheg. Zustand, nut erb., billig zu verk. H. Schmidt, Trobe bei Giesten. Ein leickt. Einfp.-Kub wagen m-Geschirr, g. erh., zu verkauf. 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Schultz, Bromberg, 8. van den Kerho ff, 9. Dr. Hoetzsch, Univeriilätsprofessor, 10. b. Gal l- w i tz, General der Artillerie a. T. Deutsche demokratische Partei: 1. Petersen, Tr. Senator, M. d N., Hamburg, 2. Frau Tr Gertrud B ä u m e r, M. d. N., Hani- n3. Geßler, Reichöivebrminister, Berlin, r. Hermann Fischer, Köln, Rechtsanwalt, 5. Otto Keinath- Stuttgart, Leiter wirtschaftlicher Verlande, 6. Otto Schuldt, Eiscnbahn-- assistent^ Vorsitzender des» Gewer-fchafisbunöes deutscher Eilenbahnbeamter, 7. Friedrich F i ck,General- divektor Würzburg, 8. Liese, Landwirt, Haber- land bei Wilsnack, 9 Knie ft, Obermeister der Tischlerrnnung, Kassel, 10. Frl. Tr. Marie Elisabeth Lüders, Düsseldorf, im ganzen 38 Namen. Mehrheitsso - ialisten. 1. Wels, Otto, Borsitzerrder der sozialdemokratischen Partei, 3. Iuchaez, Marie, Berlin, 3. Schmid t, Robert, Reichsnnrrschaf.sminister, 4. Tr. jur. Radbruch, Kiel, Univerfilätspvofessor, 5. Schlicke, Reichsarveüsminister, 6. Schulz, Heinrich, Staatssekretär, 7. Stein köpf, P.'stsekretär, 8. Brunner, Vorsitzender des Deutschen Eisen- bahnerverbandes, 9. Tr. vhil. Gradnauer, Gg., TreSderi, 10. P f ü l f, Antonie, München, Lehrerin, im ganzen 33 Namen. Zentrum: 1. Dr. Peter Spahn, Staats-- mmifler a. D, Berlin-Lichterfelde: 2. Dr Franz Hitze. Universüätsprofessor. Münster 'Westfalens; 3. Dr. H inrich Brauns, Direktor des Bolksvereins für das kalh. Deutschland. M -Gladbach: 4. Frau H-dwig Dransfeld, Schriftstellerin, Wett (West- salen): 5. Johann Koch, Obcrpostschasfner, Essen (Ruhr): 6. Dr. Franz Fottmann, Schriftleiter, Berlin-Charlottenburg: 7. Arno v. Rehbinder, Rechtsanwalt, Berlin: 8. Karl Korthaus, Ver- bandsdirektor, Steglitz: 9. Dr. Franz Hörster, industrieller Justitiar, Altena (Westfalen): 10. Josef Hagemami, Bürgervorsteher, Osnabrück. B e r l i n, 26 Mai. (Wolfs.) Erklärungen über den Anschluß der Kreiswahlvorschläge an den Reichswahlvorschlag werden vielfach sälschlicher- weise unmittelbar bei dem Reichswahlleitcr cin- aev-icht. Nach § 18 des Neichswahlgesehes müssen lolche Erklärungen bei dem zuständigen Kreiswahl- kjtcr eingeceidjt werden, und zwar spätestens bis 27. .Mai. Die Erklärungen können auch telegraphisch bei dem zuständigen Kveiswahlleiter eingereicht werden, müssen aber nrnerhalb 2 Tagan durch eine schriftliche Erklärung bestätigt werden. Die bei dem Reichswahlleiter eingereichten Erklärungen haben keine Gültigkeit. Vereine und Veranstaltungen. Q Kloster Arnsburg, 25. Mai. Wie immer am 3. Pfingsttage, so feierte auch heute das evangelische Rcttungshaius wieder sein Jahresfest. Aus der weiten Umgebung, von der Butzbacher bis zur Laubacher Gegend, waren die Freunde der Anstalt in überaus großer Zahl er* schienen. Im Walde an der alten Klostermauer versammelte jsich eine vielhundertköpfige Gemeinde zum Festgottesdienst, zu dessen Verschönerung der Posauneuchvr Watzenborn-Steinberg be- sorrders beitrug. Die Festprediger waren Pfarrer Schäfer Darmstadt und Pfarrer Trommershausen- Frankfurt a. M. Bei der Nachfeier im Hofe des Rettmigsbauses erzählte Pfarrer Schäfer- von seinen Erlebnissen im Orient, in Krieg und Frieden, Die Gräfin. Roman von G. W. Appleton. kNachdrnck verboten.) Fortsetzung 45. Zwanzigstes Kapitel. Als tvir in der Droschke fasten, bee uns in der Rrchttnrg nach Balsam davonführie, rrahm Tick den Gegenstand wieder auf. Nun, "Lerigvrd, sagte er, was HÄst du von dieser Wendung der Geschichte? Offen gestanden weist ich nicht, was ich dazu sagen scstl, enviberte ich. Eines indes ist gewiß. Trotz der Versicherungen der alten Dame bot ich überzeugt davon, daß cs nicht der Graf war, der neulich nack'L am Amttfex Sa iure erschienen ist. Was veranlaßt dich zu diesem Glauben? Der Graf ist-ein kleiner Mensch mit eurem Äatwmierlen Gesicht. Der andere ist wenigstens einen Fuß größer und trögt einen Imuyit, schwrczen Bart. Der Maurer Mim ms hat mir den letzteren beschrieben, und der sollte es doch wissen: iniö dmin sah ich, wie ich dir erzählt habe, benfelN-h Menschen ein oder zwei -stunden später mein Haus bewachen, als ich ausging, um d»rs Paket auf die Post zu tun. Stimmt, pflichtete mir Dick bet. Das batte ich vergessen. Und dann, denkst du, must trotz allem etwas Wahres an der Erzählung des Erb* grafen fein, daß er nichts von dem Aufentdolts- wechsel der alten Dame in der letzten Zeit w»iß Ick, zuckte mit bat Achtln. Ich habe keinerlei Meinung darüber, antwortete ich. Gegenwärttg tappe ich völlig tm Fm- stcrn. Mer, fügte ich hinzu, ich habe die feste Absicht, der Sache nun auf bat Grund zu gehen, koste es, was es wolle und komme, woS Kommen mag. Jedenfalls, r^einte Dick lachend, hast du einen erstaunlich gewandten Hinteruurnn. Diese Frau ist ja ein Prachtswesen, mein Junge. Eichener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesfen) Donnerstag, 27. Mai 1920 be »anders über „Armeuiernot und ärntenierbilfe". Lttft-dechant Lenz^Lich erstattete den Jahresbe- richt, in dem die leckende Schwester trotz der Nm der Zeit manches Erfreuliche mittecken konnte. Tie Ausgaben betrugen rund 28 000 Mk Viel Unter- 'lützung, besonders an Namralien, fand die Anstalt aus beiuutbarten Gemeinden, hauptsächlich konnte Volz he im ein besonderes Lob ausgestellt wer- UntergebrackN waren im abgelautenen Jahre er. änftalt, an deren Erziehung , Lchiveftern und eine Lehrerin tätig waren. — Uua? sonst war Arnsburg gestern unb heute sehr Itark besucht, besonders aus Gießen. handel. Die steigende deutsche Valuta. Kristiania, 26. Dkai. (WTB.) Auf dem Valutamarkt konzentrierte sich fast dos ge> ™mte Interesse aut die deutsche Mark, deren Kurs schnell auswärts stieg. Tie heutige Notierung stellte sich aus 14'/,. Es sanden aber auch Umsätze bis zu 15,30 und bei Schluß der Börse zu 15,25 statt. Von einzelnen Bankinstituten wurden viele Millionär Mark umgesetzt. Für andere Valutasorten war unter diesen Verhältnissen das Interesse sehr gering. Englische Pfund und amerikanische Dollars wenig verändert Finanzielle Schwierigkeiten Japans. Tokio, 26. Mai. In der heute abgehaltcnen Kabinett) itzung wurde beschlossen, sofort Maßnahmen zu ergreifen, um die ruinöse finanzielle Lage zu erleichtern. Po ko ho ma, 26. Mai. (WTB.) Eine Groß*- bank von lfkrfo'5amxi und ihre Zweigstelle in Ockko faben zeitweilig ihre Tätigkeit eingestellt Tie Bank beschäftigte sich mit dem Seiden- t u chha n del, in dem kürzlich ein schwerer Rückschlag erfolgte. Man fürchtet, daß durch .:-ie Schließung der Bank die allgemeine finanzielle Lage ernsllich beeinflußt wird. Die Seidenbörse in Povohoma I>at ihre Tätigkeit vorläufig eingestellt. mc. Frankfurt a. M., 26. Mai. Der Im- mobilicnmarkt war im letzten Monat sehr still. Tie ausländischen Käufe an Häusern und Liegenschaften haben ausgehört, da das Steigen der deutschen Mark keinen Anreiz mehr bietet. Im ganzen wurden 26 Verkäufe getätigt. Sehr gesucht sind naturgemäß die Häuer, in denen in absehbarer Zeit eine Wohnung frei wird. Zuschläge von 1—3 Proz. für solche Objekte sind keine Seltenheit. In Hypotheken war das Geschäft flau. Gesucht luaren einige zweite, erste Hypotheken sanden meit mehr Kapitalvorrat als Bedarf. Berlin, 26. )DtaL B ör s e n st i m m u na s- bild. Gleich zu Beginn des heutigen Börien- verkehrs waren die Devisen erheblich ni.t>riger an- geboten : automatisch mit deren Rückgang wichen die Aktienkurse beträchtlich, insbesondere Valutawerte. Deutsche Kolonialanteile verloren 1100, Otavis 115, Sloman 300, flieuguinea 55, Schan- tungbalm 25, Deutsch Uebersee Elektr. 110 Proz. Türkische Lose büßten 61 Mark ein. Bei anderen Aktienarten waren die Verluste nicht ganz so beträchtlich: einzelne Were warten aber doch wesentlich in Mtleidenschäft gejogen. Insbesondere verstauten heute auch Schissahttsaklien stärker, Argo waren 33, Deutsch-Australische 9 und Lloyd 9V8 Prozent niedriger. Am Montanmarkte überftieg der Verlust bei Bismarckhütte 20 Proz. Bon Elektrizi- tätsaktirn waren A.E.G. mehr als 20, Siemens u. Halske 14 Prozent gedrückt. Bei Farbwetten sckvvantten die Rückgänge zwischen 10 unb 30 Proz. Bon Kaliaktien waren Westeregeln 43 Proz. nied- tiger. Nicht durchweg erlangte die Börse im späteren Verlauf ihre Widerstandsfähigkeit wieder. Am Anlagemarkt konnten sich Deutsche Anleihen nirfjt durchweg behaupten, österreichische und ungarische ivaren ungleichmäßig. Mexikaner nachgebe: d. Die offiziellen Devisenkurse stellten sich teilweise etwas über den niedrigsten Tageskurs und im Zusammenhang damit griff eine teilweise leichte Befestigung Platz. Aber nur die zu Einheitskursen gebanbeiten Aktien weisen vielfach erhchLiche Rückgänge auf. Frankfurt a. M., 26. Mui. (Börsen- ftimmungsbild.) Auf die ©efcnmg der Te- visenkurse und Banknoten im freien Bnkehr tvit auch in AuÄandsaktien sowie Ko lonialpapurrn eine ansehnliche Erholung ein. Gebesatt gcl.en auch Montanaktien hervor. Die Umsätze in letzteren waren beschidener Bei einiger Nachfrage st'lltvi sich Hafener auf 260 plus 5, Gelfeniirdvn .'86 >, plus 2, Oberb chatt '186 plus 51/?, Phönix Bergbau sanden bei regeren Umsätzen eine Äurerrtobmg von 25 Pro; , 360,—, Maw.eÄnann 319, t)ln5 21 Proz., Sch-antungbalm lebhaft, 562 bis 587. — plwtz 46 Proz Teu t sch-Ueüeree 715 bis 717.— 40 Proz . A. E. G. notienen 267. — Äui tem Äassenindustrümarkte Hiebet der Srrtelar ruhiger bei behaupdeier Tendenz Bantuen wir. Deutsch Asiat. Bank 10 Proz. ixfirigert 380, Tis Lonto-0)e'ellschast 198.— plus 3, Oesterr. Creb.t anstalt 95 — ptus 33/4. Ebern Höchst Derbeifetten ihren Kurs um 5>/, auf 341'/., Bad Anllni um um 2 Proz. auf 420 —, Daimler 218 — gtuxmn.m 4 Proz. zurück. Schlickert 170.- plus 5 Pro;. Kali Westeregeln 25 Proz höher 640.—. (Exlxibe- anstatt um wettere 12 Proz. gebessert 310.- Neu-(^uinea 620 plus 20 Proz Nordd Lloyd 166.— plus 2V». 5 Prr^. MexiLmer 20 Pro;, anziehend 305—. KttrgSanleihe 79'/. Tentsche Petroleum zwischen 597 bis 603 — gehandelt Frankfurt a. TL, 27. Ma» Devisenmarkt. Veld Brief Datum: 25. Mai Geld Bttef 26. Mai ?lmsterdam-Rotterd. 1333,50 1336,50 1198,75 1201,25 Brüssel.Anttoerpen . 287,20 287,80 287,20 287,80 Ghristiania 649,35 650,65 604,40 605,60 Kopenhagen 584,40 585,40 544,40 545 70 Stockholm 784,20 785,80 719,25 720,75 Helsmgfor». 179,80 180,20 142,35 142,65 Italien 199,80 200,20 194,80 195,20 London 140,35 140,65 134,85 145,15 New-Por» 34,70 34,80 34,95 35,05 Taris 269,70 270,30 289,70 290,30 Schweiz 619,40 620,60 624,40 625,60 Spanien 544,40 545,60 549,40 550,60 Wien (altes) .... 16,98 Deutsch-Oesterr. abg. 22,97 Prag......... 83,90 Budapest 19,73 Bulgarien Äonftantinopel. . . . 17,02 23,03 25,97 26,30 84,10 85,15 85,35 19,77 22,47 22,53 Börsenkurse. Frankfurt DerNn Slbcnb- Abend- Schluß- Schluß- Kurs Kurs Kurs Kurs Datum: 25.5. 26.5. 25. 5. 26. 5. 5e/,T)euLÄrieq5anL 79,75 79,75 79,75 79,75 4<7„'Deut.91ei(f)5anL —, — —. — 75,25 74,90 3°„Deut.R«'chsanl. * 70,- 67,40 4°/, Preuh Ronjols — — 74,75 74,10 Darmstädter Bank 158,- 157,75 158,50 157,25 Deutsch« Dank,. . . —. — — - — 269,- 265,- Disconto» Gesellsch. —. — 198,- 200,- 195,- Dresdener Dink. — . — 172,- 160,- Nationalbank f. D. 212,- — . — 141,- 137,- Mitteld.Cred tbank —. — 159,- 159.- 159,- s>..Amerik -Pakets. 170,- — . d 169,85 161,50 NorddeutscherLloytz 166,- 160,50 161,50 Doch. Gußstahlmrk. 253,- 248.- 252,- 240,- D.-Luremb.Bergw. Gelsenkirch.Dergw. 265,- 260,- 266,bO 258,- 287,- 293,- 282,- Harpener Bergbau 260,- 262,50 245,- Oberschl.Eisenb.-B. 189,50 —. — 188,- 176,25 Oderschlef.Lisentnd. 245,- — 247,50 235,- Phönst.Brgb.-Akt. 380,- 360,- 350,50 340,- Bad.Anilin-u.Soda 440,50 420,- 440,- 400,- Höchster Farbwerk« 342,- 341,50 352,- 339,75 (tlehir. il. E. (B.. 280,- 274,- 282,50 252,25 Schuckert-Werk«. 170,- 176,50 170,- FeUenLBmUeaum« 410,- 405,- — . —» Daimler...... 220,50 218,- 223,- 216,- Dud.»Eisenw.»?lktz 260,- — _ — 264,50 250,- Adierwcrk« .... 235,- ___ 240,25 230,- 4*/0 Hess. SaatsanL ” 1 — _ — — _ — — . — Electron Brteshet» —, — — , — 312,- 307,60 Marknoiieruugeu. Datum: Zürich ................. Slmsterdam Kopenhagen Stockholm Wien 25.5. 26.5. 15,60 17,60 6,525 8,375 17,25 19,50 13,- 14,50 510,- Müller'sche Badeanstalt. Wasserwärme der Lahn am 27. Mai: 19 Grad ll. (In einem Teil der Auflage wied.'rholt.) Die Vorgeschichte der Entschckdigungsfrage. Paris, 26. Mai. (WTB.) Alfred Crpus hatte eine Unterredung mit Clemenceau, über bie er im „Gaulois" bettch^et. Clemenceau sagte über die von Deutschland zu zahlende Entschädigungssumme, die Diskussion hrrüfer habe während der Veich.indlungen der 3riebei »Knifmn« biti Woa'.en gcbiuert. Tie en g l i f (b'd meri* konischen sachverständigen eie i immer für eine Pauschalsumme . Wir steigen hier and. Nun muß ich schen. Tick, iagfc ick einen Augen klick später, als die Dvoschfe basonraTtte, wie ich den Namen der Lentz.' m Nummer 37 ausfindig machen fcmn — das ist nämlich ine Hausnummer. Dott kommt em Briefträger, erwiderte Tick, ber im Fall ber Not rasch entschlossen war. Frag' doch ihn! Er sollte dir's schon sagen können. Fünf Schilltng würden ihm vielleicht das Gedächtnis schärfen. Watt, übettaß mir das! — Tarnst winkte er dem Briefträger, der sich ihm augenblicklich näherte. Ich möchte gern einen Herrn Trnsley aufsuchen, begann Dick, der hier in dieser Straße wobnt. Ich glaube, er wohnt in Nummer 37. Allerdings bin ich nicht ganz sicher, ob es diese Numnitt ist. Können Sie mir's vielleicht sagen? — Gleichzeitig ließ er dem Manne zwei hnlbe Kronen in die Hand gleiten. — Ich möchte nämlich nicht alle Türen in d?r Nachbarschaft abklopfen. Natürlich nid), Herr, erwiderte der Brief- träger. 91 ber um die Wahrheit zu sagen, ich erinnere mich nid> an den Namen. Sicher rs es irid> 37, das weiß ich. Tie Heute da heißen Simpkins. TrnSley — Tinsley, nein, Herr, iß nrtr sehr leid, ich Bann Ihnen nid) dienen Er wollte schon dos Geld zurückgeben, als Dick sagte: Nein, nein, behalten Sie es nur! Besten Tank! Wir wollen bei 37 an klonen und uns dott erkundigen. Guten Tag! Der Briefträger grüß« militärisch und verfolgte fröhlich seinen Weg Simvfeiis, aha! Tas hast bu hübsch gemacht, Tick, sagte ich. Keine Zerr für Komplimente, erwidette er. Und so bin ich ber „gewandteste Detektiv in London", nicht wahr? Borwärls! Ein paar Augen b!icke später topfte ich an Nummer 37. Ein umndeniliches DienstmLxhcm leistete meinem Pochen Folge. Ist Frau Simpkins zu Hause? fragte ich. Jawohl, Herr. Bitte, sagen Sie ihr, daß zwei Herren sie em paar Minuten m geschäftlichen Angelegeichesten zu sprechen wünschen. JawvA, Herr. Bitte treten Sie ins Wohnzimmer' — Tarnst führte sie uns in em ziemlich anständg ausgestattetes Gemach, das an Parterre gelegen war. Alsbald kehrte das Mädchen mit einem emiger- mcfee.i bestürzten Gesichtsausbruck zurück. Ditte, Herr, sagte sie, die Frau EipkmS möchte wissen, was es für 'n Geschäft is. O, sagte ich mit meinem liebenßhnhtxgftm Lächeln, es handelt sich um etwas, das sie sehr interessieren wird. Teilen Sie ihr das mit! Tas Mädchen machte die Türe hinter sich zu, und volle fünf Minuten verstrichen, ehe die Türe von neuem aufging, unb bas hübsche, junge Weib, das ich neulich in ihrem Bctt oben ae'ehen, auf der Schwelle erschien. Ms sie mich erblickte, nmrde sie weiß wie eine Kalkwand unb blieb Reben. Kommen Sie nur herein, Frau SimpknS! sagte ich mit berühigendem Lächeln, ich hoffe, Sie sind wtederhergestellr. Sie ,'ehen viel besser aus. Jawohl, es geht mir wett besser, erwidette sie mit einem, wie ich deutlich sah, furchtsamen Aick aust Tick Bitte setzen Sie sich, Frau SimpkmS! sagte ich. Tas ist mein Freund, Herr Scrubbs, der berühmte Tetektio, den Sv» zweifellos dem Namen nach schon kennen. Tie Wirkung dieser einfachen Worte war ganz erstaunlich. Tie Frau schnappte nach Luft wü» wäre zu Boden gesunken, hatte ich sie nicht in meinen Armen auf gefangen. Du bist ein wenig zu tiafd) äorgegangen, flüsterte Tick. Um so besser, erwiderte ich, da sth immer noch einen Zorn wegen des Streiches hatte, den mir dieses Weib gespielt. Und, mich an sie wendend, fügte ich hinzu: Setzen Sie sich m den Lehn- Kuhl, Frau Simpkins! Immer noch ein Rest von Ährem alten HerzleDen, wie ich fürchte. Jawohl, ich glaube, erwiderte sie mit einem verzweifelten Versuch, sich zu'ammenzunehmen. Warum wünschen Sie mich zu sprechen, meine Herren? (Fortsetzung folgt.) Erschein Nr. 70 3nhalts--Ucl $ri|t zur A fttien. - Sli mir Ein f der ' "'>l de Jrbiiui >tirb ""giilt G Die Lil $ Die Er, Hraunkohlenbe Hempel. Unter d schreibt die „2 Da die jt Fundament n Jirb, da jebei Leibe ju fpüre Waus die 6 im letzten Kalei Im mitt X welcher d der Elbe bis Freistaates Za genbe Zahlen k____a ^tNN»N; nut tei Wt ?ltW Äft ^tlö raiiin abgah ysww Mrctt- Mtstrt a. ” Jet r. :8h An Den j m Aus di auimertjam in den ges Mixt idci ^hien am W, iobai W uni winbeb »•21 outgennei nehmen. ; »ersetjen \ Kerhanyt «ahien ij j;lc Zahl verwahr verwende: b’5 5 u m und der । tabt von Mtsverk onuin aus 4. 9] Niedersch ^ruschtc geben, bi "der Nei der R.A l 2ch daranz | nettunbi vlertlch deuten i Äi «fi Atz Behördliche Anzeigen 5824B 75 m= schcklt wird, nicht entrindet. Vermessung erfolgt mit der Rinde. Etwaige spätere Einwendungen wegen ter Vermessung wwie ter Güte des Holzes werten nicht berücksichtigt. Vorherige Beftchtignng wird empfohlen. Das Gebot geht auf ten Feftmeter und ift für jedes Los besonders abzng^ben. liegen ausreichente Sicherheit wird Zahlungsfrist bis 1. Ottober 1920 gewährt. Angebote sind verschollen und mit ter An schrift „SubmissionsholAverkauft" versehen bis sp< testens Samstag den 12. Juni 19 20, vormittags 11 Uhr, an ten Oberbürgermeister ter Stadt Gietzen ernzureichen, woselbst nm die an- aegebene Zeit in Anwesenheit etwa erschienener Steter die Eröffnung ter Ängebote ftattfintet. Wegen vorheriger Besichtigung des Holzes weiche man sich an die otenerwLhnten Forft- warte. Nähere Auskunft erteilt auch die Ober» förfterei Gießern Verzeichnis über das zum Verkauf kommende Holz liegt auf 3immer) 6 des Stadthauses, Garten» ftvaße 2, zur Einsichtnahme offen. Gietzen, ten 20. Mai 1920. 5854B Ter Oberbürgermeister. I. V.: Dr. Rosenberg. Der Oberbürgermeister. I. B.: Dr. Seid. Vergebung von Pflasterarbeit. Die Gemeinde Staufenberg beabsichigt ungo- fäbr 600 Quadratmeter Gossen im Orte um- pflastern zu lassen. Sämtliches Material hierzu wird gestellt. Bewerber wollen ihre Angebot,: bis W 1. Huni d. I. an die unten verzeichrute Bürgermeisterel gelangen lassen. Staufenberg, den 25. Mai 1920. Hess. Bürgermeisterei Staufenberg Meyer. 5859 es zu Fvrsthaus Baumgarten. Gietzen, 25. Mai 1920. j853B Oberförsterei Schifsenberg Trautw ein. Berichtigung. Irr der Bekanntmachung ter BerfdrgWmsftelle Gießen vom 22. Mai betr. Amtstage für Krregs- teschädigte mutz es richtig heißen: „An ten Amtstagen wird ein Beamter ter Bersorgungsstelle Gießen (nicht Berftchernngsstette, tote irriümttch bekanntgegeben) den vor sprechenden Krtegsbe|ck^> digten Auskunft erteilen."__')°db vetteilung von§tor!ho!z und Wellen. An gewerbliche Betriebe, weld-e mit Holz nicht versorgt sind, können Stockholm und Wellen aus dem StadttvaÜ» abgegeben werten. Anträge smd bis zum 1. ^mi bet tem Städt. Brennswffamt zu Saalbau Cafe Leib Befistcr: Hans Kirzinger. 09672 WeMMWMMI der Stammlifchgeiellfchaft Weitzes Brauhaus mit Gesallgseinlagell meiner Original Dachauer Melle. Empfehle mein bis zur gesetzlich zuläsfigen Grenze stark eingrbrauteS Weizenbier. Brauerei-AuS- schank: Wetzstetnstr. Es ladet ein HauS Kirziuger. SaaTbau Caf6 Leib Geselligkeitsklub Harmonie