Jastenwagen Lrsatzräder •fe” W unb SRfvj L,8* I sei SisSl 'S«1 reich,, V,.W xiebwQint 1, ■ Mt. 23, siirL-M «llgeldk. R L M \werben. 1 **■ SunRSln«l ÄBTAl °‘ 214^? M8 inbobnbetriebbomt M ___Ttchk«. ■ »tteifletunq.l ^"NStag, 26. i ■ d. y., von>W Uvr, öeriieigen ■ ien bar, für RechnuM ien ben es nnaebi ar W aemeinenaublabefllfii™ G"ierbahnho!Mk,W iti Basson A tffeigerunfl brstiimr. N Hehler, ttT Gench!Kvolljikher ehen,BabnhM.ÄL leüifltnter Herr k« etil» Hin )t Angebote unKß! MSHewner Inieigr. flSnllie d>e>e> feftJö®'!] ÄSÄ SÄ I M 1 W «ßirm iiterfetuDdöDPt) Iim rolemltSaeWM io Inirofle 0n » WML 56W1 ■ M mit W°m l!. 2141 au öfB^rt» llMNWN. _ Qu bem vom li W LÄti b.3.fr etch-ver-lMdE -lAäbigten riW® lebenenunltfc* rieg8tfilneioitx 2V oroflWr/fflbin’- benbtn twtf* Wfif'fc ,CB sich Handln ?>e aal Planeres tn, bd mit mew j, Walldorf, $tolbotkt_^K’ lW‘Ä” ^neMrB« •tb. noch WjetW* bti Vn ® loltrnnfleO^: «VA i Se u.fließet 6rifi20e/etiuf|d)tage ^auptfchnitleüer: Ang. ®oer,. Verantwortlich für Politik: Aug. Äoey; für den übrigen Teil: Dr. Reinhold Zenz; für den Airzeigentell: y. Beck, fämtlirf) in Gietzen. Nr. 48 Ter Gietzener Anzeiger erfchemi laglich, aufeet Sonn- und Feiertags. VezuyrpreK: Monatlich Mk. 2.30, vierteljährlich Ml. 6 SO einschließlich de4 Bestellgelds; durch die Post vierteljährlich Akk. 6.— ausschließlich Bestellgeld. Femsprech - Anschlüffe: für dce Lchristle>tunql12 Berlag.Geschäftsslelle6l Anschrift fsirTrabtnach- rrchten. Lvzei-er Gießen. pofff checkkonro: Sranffirt a. M. U686 weitere Feststellungen im Erzderger-prozeß. Am Montag hat Dr. Helfferich in dem Prozeß, der gegen ihn angestrengt morden ist, abermals seine Anklage gegen Erzberger durch eidlich bekräftigte Feststellungen zu stützen vermocht. .Von durchschlagender Beweiskraft ist der Tatbestand, der sich aus den Geschäften des Herrn Erzberger in Hapag-Aktien ergibt. Der Reichsfinanzminister hat ausgesagt, daß er damals zur Zeit der Waffenstillstandsverbandlungen Aktien der Hamburg-Amerika- Linie gekauft habe, um seinen Glauben an die Erhaltung der deutschen Handelsflotte in deutschem Besitz vor aller Welt zu dokumentieren. Diese Behauptung ist schon an sich mit Vorsicht aufzunehmen. Denn es gehörte eine außerordentlich . starke Dosis Illusion und Vertrauensseligkeit dazu, um die Auslieferung der deutschen Flotte an die Feinde für eine vorübergehende Maßnahme zu halten. Der Aktienkauf des Herrn Erzberger gewann denn auch durch die nähere Beweisaufnahme eine ganz andere Beleuchtung. Danach steht fest, daß Herr Erzberger das Vertrauen seiner Mitmenschen in die sichere Zukunft der deutschen Schiffahrt erst zu wecken versuchte, als er selbst die Hapag-Aktien bereits in der Tasche hatte, geschäftlich also an einer regen Nachfrage nach Schiffahrtswerten interessiert war. Ein anderes Moment aber ist noch viel wichtiger und bedeutungsvoller. Herr Erzberger hat, nachdem ec im Besitz von Hapag-Aktien war, den deutschen Reedern eine Entschädv- gungssumme von ll/s Milliarden ausgewirkt and die Auszahlung dieser Summe veranlaßt, trotzdem für eine sofortige praktische Venoertung des Geldes jede Voraussetzung fehlte. Bei seiner früheren Aussage hat Herr Erzberger jede Verantwortung für diese finanzielle Maßnahme weit von sich gewiesen. Am Montag.mußte er indessen, in die Enge getrieben, zugeben, daß sie sein allerpersönlichstes .Werk war, und daß der Vertrag zwischen der.Regierung und den Reedern seine Unter- jchrift trägt. Sein Versuch, auch am Montag noch die Maßnahmen aus ein benachbartes Amt, als das „federführende Ressort", abzuschieben, .mißglückte vollLommen. Der Tatbestand ist also folgender: Herr Erzberger erwirbt als Privatmann Hcchag- Äktien in einem Augenblick, in dem sie ziemlich tief unter Pariwert zu haben waren. Als Minister trifft er alsdann durch die Auszahlung einer Milliardenentschädigung an dre Neeoer eine Maßnahme, dre den Kurswert der Aktien sehr stark in die Höhe treiben mußte und auch in die Höhe getrieben hat. Alsdann stößt er als Privatmann ein paar Monate später die Hapag-Aktien mit erheblichem Gewinn wieder ab. Vielleicht wird uns Herr Erzberger zumuten zu glauben, daß sein Aktien-Ankauf inzwisck)en die ihm zugedachte öffentliche Vertrauensmission erfüllt hatte, und daß er als Lohn dafür den Gewinn ein- zustecken berechtigt war. Bei unbefangenem urteil aber wird man in diesem Aktiengesckäft lichts anderes sehen können, als daß ein Mr- tifter in Deutschlands schwerster Zeit mit der linken Hand Privatgeschäfte erledigte, denen er mit der rechten Hand durch amtliche Maßrahmen gewinnbringende Chancen eröffnete. Denn nur dieser eine Fall vorläge, so wäre damit bewiesen, daß Herr Erzberger sogar als Minister die klare Linie zwischen politischem Bertrauensamt unb persönlichen Geschäftszwecken ganz erheblich verwischt hat. Berlin, 25. Febr. (Wolff.) In der heutigen Sitzung führte Erzberger aus: Meine Frau erkürte, daß sie Dr. Thalberg absolut nicht kenne. Zch sah Thakberg nur, toie ich jetzt feststene, ein» nat in Berlin. Ich stelle fest, daß ich am 17. Aug. 1919 an die Reichsbank eine Devesche geschickt habe, wx)rin ich bat, daß ich 4000 Franken nach der Schweiz mitnehmeu dürfte, was die Reichsbank gc- n-.efomigte. Im Oktober 1918 wurde mir mitgeteilt, laß mein einziger Sofort so schwer krank sei, daß ich schott abreilen müsse, wollte ich ihn noch am Läden j nden. Ich reiste sofort ab und fand meinen emsigen Sohn in sterbendem Zustand. Dkeine Frau >.nL meine ältere Tochter waren ebenfalls schwer lrank. Der Hausarzt erllärte, wenn Frau und Stinb vicht sofort Höhenluft auffuchen würden, lehne er ßde Verantnwrtlmg ab. Ich schickte meine Familie ?i einem befreundeten Bankier in der Schweiz, der tiir erklärte, daß ich bei ihm so viel Kredit erhalten könne, wie ich wolle. Ich nahm aber den Kredit nur in gewissen L’ccnjen in Anspruch, in der Weise, daß mir von hrdeL Auszahlung sofort Mitteilung gemacht wurde. 2ck veranlaßte, daß der entsprechende Wert an öm Bankier von hier aus geschickt wurde. Meine «'^wilie blieb von Anfang Februar bis August 1919 in St. Moritz. Wegen dieser Reise in die Schweiz werde ick seit einem halben Jahr in der areitenen Oeffentlichkeit immer wieder angegriffen ®t dem Sinne, daß ich eine unerhörte Verfchweu- uung triebe. Ich möchte den Faimuenvater sehen, uer in einer ähnlichen Lage nicht ebenso gehandelt uatte wie ich Vorsitzender: Sie schafften also für die Reise Ihrer Familie nach der Schnxiz kein Kapital dorthin? Erzberger: Nein. Es kommen dafür ledig lich die 4000 Franken für meine Reise in Frage. Ich schaffte jedenfalls, so fährt Erzberger fort, für private Zwecke kein Geld auf Ule galem Wege weder in die Schweiz noch ins übrige Ausland. Als Leiter des Propagandadienstes ließ ich allerdings für politische Zwecke Geld nach der Schweiz, und zwar stets offen durch die Deutsche Bank überweisen. In der Schweiz setzte nun eine unerhörte Nachschnüffelei und Spio naae gegen mich ein. Zwei Personen, die ich namhaft machen tont, erklärten mir, es würde in der Schweiz für Helfferich Material gegen mich gesammelt. In einer Bank in Bern lägen für triejen Zweck eine Million Franken zur Berfugwig. Es müsse vor allen Tineen festgestellt werden, wieviel Geld ich von Frankreich erhalten hätte. Tie Industrie gab für diese Materialsammlung Gelder her. Helfferich: Es handelt sich hier ganz 'offenbar um Klatsch und Tratsch. Ich möchte aber weiter fragen: Beton Erzberger nicht in amtlichem Gepäck des Auswärtigen Amtes Gelder nach der Schweiz? Erzberger: ^ch traf mit dem Auswärtigen Amt in dieser Hinsicht eine Vereinbarung, daß mir durch Kuriere des Auswärtigen Amts Gelder für ganz bestimmte politische Zwecke nach der Schweiz übersandt wurden. Tie Herren des Ausioärtigen Amts waren durchaus bamtt einverstanden. Tiefe Gelder wurden dann für politische bzw lirckstiche Zwecke, die aber'letzten Endes auch einen polrtisckien Zweck verfolgten, nämlich die Stärkung Deutschlands, verwendet. Iw weiter en Verlauf betunbet Bankier Au- dreae zum Falle der Firma Wollf f, das Reich habe seinerzeit in Holland Waren bestellt. Es war schwierig, für den Kaufbetrag Deckung zu beschossen: deshalb wurde ein Abkommen mit Wolff getroffen, der zur Deckung eines längsäftrigen Kredits 30 Milliorren Mark Jrvdustrieak:ien lieh. Ms Gegenleistung erfolgte ein Darlehen von 40 Millionen, das Wolff zu 4 Pvo-ent verzinste. Nach der Ansicht des Zorgen handelte es sich um ein glänzendes Geschäft. Helfferich widerspricht dieser Auffassung unb weist auf große Käufe der Firma Wolff in allerhand Jnduskriewerten bin. Andveae erklärt auf Eibergers Frage, das Geschäft habe zweifellos im ReichSintrresse gelegen. Erzbevgers Steuerdeklaration. Berlin, 25. Febr. (Wolff.) Amllich wird mitgeteilt» Der „Berl. Lokalanzeiger" und die „Deutsche Zeitung' behaupten in eigenartiger lieber ein stimm ung, daß die Broschüre, in der die intter schwerstem Vertrauensbruch aus dienstlichen Akten entwendeten Steuerdeklarationen Erzbergers photographisch wiedergegeben waren, auf direkte Anordnung des Staatskommissars für öffentliche Sicherheit beschlagnahmt worden sei. Es rtnrb hiermit festgestellt, daß der Staatskommissar lediglich die ihm vom Reichsftnanzmini- [tierium zugegangene Mitteilung über die bevorstehende Verbreitung dieser Broschüre pflichtgemäß an die in dieser Angelegenheit allein zuständigv Staatsanwaltschaft weitergeleitet hat. Auf diesen Akt befdjräntte sich die Mitwirkung des Staatskommissars. Alle weiteren Schritte sind lediglich von der Staatsanwaltschaft ausgegangen. Der $all Laillanr. Paris, 25. Febr. (WB.) Die heutige Sitzung des Staatsgerichts^>fes begann mit der V e r n ? fo * mung Cail laus' über seine verschiedenm Reisen nach Italien, insbesondere über fnne Beziehungen zu Cavallini und Scarvoglio, bem Direktor des „Martino" in Neapel. Eaillaux gibt zu, daß er drei Reisen nach Italien unternommen habe, und zwar in der Hauptsache, um dre Gesundheit seiner Frau wiederherzustcklen. Die Behauptung, die Rede Bethnrann-Hollwegs im Oktober 1916 sei durch seine Politik tn Italien beeinflußt gewesen, könne nicht stimmen, denn bie Unterhaltungen, die man rhm vor werfe, hätten int Dezember stattgefanden. Er habe, da s.'in: Frau längere Zeit in Italien habe zubringen mühm, gewissermaßen in Italien feinen Wohn itz gnrvm- men unb deshalb einen Teil feinrr Papiwe und seines Vermögens nach Italien gebracht. D:r Senatspräsident ging dann dazu über, über die Beziehungen Caillaux' zu dem „Riartino" zu spvecheir. Aus seinen Aufzeichnungen ergcke sich, daß Caillaux erklärt habe, Frankreich fei am Ende seiner Kraft, und cs könne nicht wünschen, auf seinem Gebiet eine stärkere englische Armee zu sehen als die (einige. Man müsse deshalb einen Sonderfrieden vorterciten. Caillaux >r kl arte, daß er niemals von einem Sonderfrieden gesprochen habe, daß es aber seiner Ansicht nach gut gewesen fei, den Frieden vorzubueiten. Früher hätten die 9iatwnen sich fclb'l genügen können, jetzt aber sei jede out die anbn-? ang:wieien: ihn hätten ivefentlich die ftnanztelleu Fragen b^ schäftigt. Caillaux schilderte sodann die nnanztelle Lage Frankreick)s und Italiens. Caillaux ging schließlich dazu über, von dem in Floren; ausge- tauchten politischen Programm zu fpredjen, das man den Rubikon genannt habe. Er erllärte, es handele sich hier nur um Notizen, die er niedergeschrieben habe, wie ihm die nnzellten Gedanken gekommen seien. Tic Arbeit fei nicht vollendet gewesen, er könne deshalb auch kein' Verantwortung hierfür übernehmen. * Die Antwort an Frankreich in der Kohlenfraoe. Berlin,.25. Febr. (Wolff.) Wie wir hören, beantwortete die d e u t s ch e Regierung die Note der französischen Regierung in der.Kohlenfrage dahin, dost die sachlichen Voraussetzungen, von denen die döole ausgebt, nicht tzutreffen und die materiellen Fragen, die in der Note erörtert lverden, würden der W i e- dergutmachungskommis-sion. vorgelegt werden. Paris, 25. Febr. (WTB.) Ju der heutigen Sitzung der französischen Kammer wurde über die Einberufung der Jahresklasse 19 20 verhandelt. Nachdem der Berichterstatter den Antrag begründet hatte, erklärte der Abgeordnete O s s o l a, Deutschland habe ehren solchen Aderlaß erlitten, daß es nicht an Krieg denken könne. Der Sozialist B o u c u r verlangte eine vollständige Entwaffnung Deutschlands. So lange das ftanzö- sische Heer am Rhein stehe, sei keine Gefahr vorhanden. Tie deutsche Armee aber müsse baldigst auf die im Friedensvertrag vorgesehene Stärke zurückgefLhrt werden. Frankreich habe verschiedene Gelegenheiten zur Entwaffnuttg Deutschlands verpaßt, nmnenlltch die Stunde von Kurt EisncrsTod. * Frankreichs Wünsche an England. Paris, 25. Febr. (WB.) Nach dem „Ma- tin" verlangt Frankreich von England eine M i - litäralltanz, unabhängig von der Ratift- zierung des FrieÄensvertrages durch Amerika, zweitens die Besetzung der Rheinlande solansc, als notwendig erscheine und ifore Er- weiterung au f das Ruhrgebiet, ferner eine dauernde finanzielle und wirtschaftlich.' Unterstützung zum Wiederaufbau. Dte räumliche und zeitliche Ausdehnung der Besetzung dw Rhein lande sei aber England unangenehm, da dies Europa in einem Zustand erhalten werde, brr wcher ftneg noch Frieden märe. Ein franzöfischer Nationalökonom gegen den Versailler Vertrag. Bern, 25. Febr. (WTB.) Der Nationalökonom Prof. Gino hält, der „Neuen Züricher Ztg." zuftlge, die wirtschaftlichen Bestimmungen desVersaillerVertrages für undurchführbar. Man könne nicht Deutschland ruinieren mtb ihm gleichzeitig eine kolossale Kriegsentschädigung aufenegen. Er hält es für einen Fehler, daß Deutschland seines bescheidenen Kolonialbesitzes beraubt wurde, namentlich Dartsch^Osl- Bom elsaß-lothringischen Schuldienst. Berlin, 25. Febr. (WTB.) Nach dem ,Lok.-Anz." sind 400 altdeutsche und 600 altelsässische Lehrer und Lehrerinnen aus dem elsast-lothringischen Schuldienst ausgeschieden. Dagegen wanderten 1000 Lehrper- sonenausFrankreichein. Lisenbahnftreik ht $ranireid). Paris, 25. Febr. (WTB.) Gemäß dem gestern gefaßten Beschluß haben die Werkstättenarbeiter der Paris — Lyon — Mediter- ran6e-Eisenbahn heute morgen in Paris die Arbeit nicht aufgenommen. Desgleichen ruht die Arbeit in Dychon, Marseille und Lyon. Bis jetzt umfaßt die Bewegung nur die Werkstätten- arbeiter. Eine Mitteilung der Direktion der obengenannten Gesellschaft besagt, daß der Personen- und Güterverkehr auf allen größeren Linien ruht. Eine spätere Pressemeldung besagt, daß das Bauvomitee der Eisenbahner von heute vormittag UVi Uhr ab die Einstellung der Arbeit in sämtlichen Betrieben in Paris und auf allen Netzen verlangt habe. Auf dem Lyoner Bahnhof war der Streik heute mittag noch nicht allgemein, jedoch ruhte der Vorortverkehr fast vollkommen. Hoover und Wilson. Amsterdam, 25. Febr. (WTB.) Hoover wandte sich in Baltimore energisch gegen das Bestreben des Präsidenten Wilson, den Friedensvertrag einem Votum durch das amerikanische Voll zu unterwerfen. Europa könne nicht genefen, bevor der Friedensvertrag ratifiziert und die amerikanische Millvirkung bei der Wiederherstellung des Kredits gesichert sei. Washington, 25. Febr. (WTB.) Der Senat beschloß, qm Donnerstag den Friedensvertrag nneber au behandeln und alle andern Fragen zurückzustellen, bis der Friedensvertrag endgültig erledigt ist. ?lsquith inS Unterhaus gewählt. London, 25. Februar. (WTB.) Asquith wurde ins Unterhaus gen-ähll. Bet der Wahl in Paiskey erhielt Asquith 14 694, der Arbeiterkandidat Bigger 11840, der Unionist McLean 3778 Stimmen. Churchill über Deutschlands guten Willen. London, 25. Febr. (WTB.) Churchill erfiärte im Unterhause zur Herabsetzung der deutschen Heeres stärke, bisher hätte man nicht den Eindruck mangelnden^ guten Willens der deutschen Regierung, die tatsäc^ich eine große Zahl Bestimmungen des Friedensvertrages ausführte. Die Bolschewisten in Estland. Bern, .25. Febr. (WTB.) Es verlautet, daß die B o l s ch e w i st e n sich der Herrschaft .in Estland bemächtigt haben. Ta» FricdenSbedürsui» Sowjet-Rußland» Haag, 25. Febr. (WTB.) Nach bem „Nieu- roe Eotlvrnt" richtete die Sowjetcegi-'rung Friedensnvten an Amerika, Japan unb Rumänien. * Konstantinopel der Türkei. Rotterdam, 25. Febr. (WTB.) Die „Times" wendet sich scharf gegen den Beschluß, Konstantinopel der Türkei zu belassen. Dieser Beschluß sei unter dem Einfluß von Finanzinteressen gefaßt worden. Ter Aufenthaltsort de» ehemalige» Kaiser». Amsterdam, 25. Febr (WTB.) Nach dem „Allgemeen Handelsblad" sieht es die Entente > nicht gern, daß der vormalige Kaiser .auf eine westi ndische Iitsel verbannt.wird, und zwar wegen der Näh<' der südamerikanischcn Staaten, mit denen einige der Ententemächte nicht in den besten B<^ zrehungen stehen. Die Entente irerbe sich schließlich jnit einer strengen Bewachung des Kaisers tn den Niederlanden begnügen. Bus dem besetzten Gebiet. mc. Main z , 25. Febr. Ter Floß verkehr auf dem Rhein ist augenblicklich sehr .stark. Meist srnd es Schwarzwaldhölzer, die zum Bauen gegen enorme Preise nach Holland gchm. Aus dem Aeicve« Au» dem Memelcr Abstimmungsgebiet. Paris, 25. Febr. (WTB.) Tie Botschafter» konferenz tiertraute den Schutz der ftemden Staatsangehörigen im Memeler Abstimmungsgebiet Frankreich an und beschloß die Errichtung einer internationalen Verbindung nach Polen über Nürnberg und Prag. Tas Schiffs material, das von deutschen Schiffen stammt und nicht den Ententestaaten zugesprochen wurde, soll zerstött werden. Die Stadt Hindenburg. Breslau, 25. Febr. (WTB.) Die Be- satzungskommission ordnete an, daß die Stadt Hindenburg.wieder Zabr-e zu nennen ist. Aus Danzig. Berlin, 26. Febr. Wie dem ,^ofalamev* ger" aus Danzig gemeldet wird, hat der englische OberDmmissar für Danzig eine scharfe Verordnung gegen den Streik in ben lebenswichtigen Betrieben erlassen. Ter Streik der städtischen Angestellten dürfte bitrd) diese Verordnung sein Ende erreichen. Aus T an zig tvird weiter gemeldet, daß Sir Reginald Tower beim Empfang der Behörden- Vertreter erklärte, daß er die Danziger Regie- rungsgeschäfte aus die Tauer nicht unter alleiniger Verantwortung führen wolle.. Er halte es für förderlich für die Tanziger Interessen, wenn er zu seiner Mitberallmg eine Körperschaft hatte, die aus eingesessenen Bürgern bestände. Dabei dächte er an die Bildung eines Staatsrates, der bei der Ausarbeitung der Tanziger Verfassung zur Mitwirkung herangezogen werden könne. Verschlechterung der Eisenbahnverkehrslage im Rrchrgebiet. Essen, 25. Febr. (WTB.) Die Eisenbahnverkehrslage hat sich in der abgelaufenen Woche wieder verschlechtert. Die Fehlziffer in der Wagengestelmng erhöhte sich auf durchschnittlich 1800 Wagen täglich. Hauptgrund ast immer noch der Lo ko mo- tivmangel und der infolge des Eisen- bahnerftreiks vorhandene Rückstand an beladenen Wagen. Auch die Kalmraumknapp- heit in den Zechenhäfen besteht unvermindert fort. Die Kündigungen in den Zigarettenfabriken. Berlin, 26. Febr. Tie gesamten Berliner 3 i garet tenfabrrf en haben jetzt ihrem Personal ebenfalls zum 31. März gekündigt In Berlin werden dadurch laut ,^L)k -An)/' 10000 Arbeiter und Angestellte erwerbslos, m den anderen deutschen Fabriken 50000. Aus F-abrik- kreisen wird den Blättern mitgeteilt, daß nur bei Zurückstellung der Tabaksteuer es möglich sein dürfte, trotz der jetzigen hohen Tabaftneise zu fabrizieren. Die Arbeitszeit in Bayern. • München, 25. Febr. (Wolff.) Das bayerische Staatsministerium erläßt im Einvernehmen mit dem Bayerischen Beamlen- bund eine Bekanntmachung, nach der die Dienstzeit bei allen Staatsbehörden auf 48 Stunden wöchentlich ausgedehnt wird. Der freie Samstag Nachmittag bleibt erhalten. Aur Hessen. — Zur Zwangsbewirt s «Haftung der Eier in Hessen vertritt heute auch die Landes- Eierstelle für Hessen in einer längeren Zuschrift den gestern von uns nnebergegebenen Standpunkt des Landesemährungsamtes. Tie Landeseierstelle weist sodann besonders daraus hin, daß die Eier nur rür Kranke, Kran kenan st alten und Kinder sichergesteltt werden sollen, während von 1—3 Uhr beliefert die Nr. 1041 bis 1150. wo. ** (Nachdruck verboten.) Fortsetzung 49. dem dem Wege nach Munkmarch vorsichtig gefragt hatte, war ihm ausgeivichen und Schön-Estrid sah md; nicht aus, als ob sie ihm Aufschluß- geben -voltte. die Ga- Wie also ** Bon der Landes-Univer si tä t Gießen. Der ordentliche Professor Dr. E. W. Mayer, früher cm der Universität Straßburg, hat einen Ruf als Nachfolger des Geh. Kirchenrats Professor Dr. Eck an die Universität Gießen erhalten und angenommen. Bent Banken blickte sie nachdenklich an. seltsam die Gatten mären. Da stimmte cs immer noch nicht. Peter, beit er vorhin aus Messe gehen am , . _ am 5. und 13. März: 9.50 Uhr ab Frankfurt, Aber Bent ließ nichts Dunkles aufkommen. Er sprach von seinen Reisen und daß er seßhaft werden wolle. .Tort drüben, nach Morsum zu, wollte er sich ein Haus bauen, ein echtes Friesenhins mit einem ttesherabhängenden, grausamtnen Moosdach und im Innern behaglich, einfach und traut ie gehen." Estrid zu- krampfhaft beirs, und .Estrid empfand, daß dieser letzte Abmd zauberhaft schön sei, denn das ward ihr mit einem Male zur Gewißheit — es mußte und sollte der letzte Abend für sie im Gotteskoog sein. — Peter dachte: „Welch ein Segen ist Bents Kommen. Er wird uns helfen." Estrid fiel es auf, daß Bent sich gar nicht nach Sölve erkundigte. Peter batte ihm gewiß schon unterwegs von ihr und von Jngeivarts Sterben berichtet. Sie horchte auf, als Bent beiläufig erwähnte, er wolle morgen mit dem Frühesten nach Keitum. Er hätte da mmicherlei zu beschicken. „Mr tonnen bis Munkmarsch zusammen- fahren," bemerkte Peter. „Ich muß in Geschäften rülxr nach Hoyerschlense. Weiter kannst du ia den Wagen benutzen." „Nein, danke Peter, ich gehe von Munkmarsch aus gern zu Fuß über die Heide. Am Abend bin ich sicher zurück." „Ich vielleicht mit Nachmittag, wenn ich den Dampfer bekomme," warf Peter ein, dann schwieg er betroffen, denn ein schnelles, seltsames AufKreis Wetzlar. Wetzlar, 26. Febr. Sechs Treib Aus StaLt und Land. Gießen, den 26. Febr. 1920. Eine Warnung an die Kaufleute. Die Preisprüfungsstelle der Provinz Ober- Hessen schreibt uns: Wie bei Revision festgestellt würd', gelangen in der Provinz Oberhesfrn Zigaretten zum Berkaus, für die trotz des aufgedruckten Kletn- verkaufspreises höhere Preise verlangt werden. Es wird darauf laufmerksam gemacht, daß diese Hand- Seegespenster. Roman von AnnyAothe. Amerflawte*es Copyright 1918 by Anny WeflH-Matai, Leipzig. alles, alles, was so herrlich begonnen, muß> schlafen gehen." Durch das duftige Dämmergrau ringsum zog eines Vogels Lied. Darauf wurde es still — märckenstill. Der Abend stieg hernieder und von der Heide wehte der Würzduft der Erika herüber. Er hörte Bents Helle Stimme mit Estrid Rede und Antwort tauschen und immer gewisser wurde ihm, daß nichts das junge Weib an seiner Seite halten tonnte, dem er selbst den Weg freigegeben. Dunkler und dunkler wurde es imb der Sang der Wogen klang müde und schwer. 9hrr das wechselnde Licht des Leuchtturms brach ab und zu sternengleich durch die grauen Nebel, die das Wattenmeer dicht einspannen. „Es wird kühl," nahm Estrid das Wort, „ich will Euch „gute Nachts' sagen." Sie reichte den Brüdern die Hand — sonst gab sie Peter nie die Hand, wenn sie ihm gute Nacht bot. Ihm war, als müsse er diese weiche, seine Fvauenhand feit halten, die einen Augenblick, wie es ihm schien, zitternd in der seinen lag. Doch et tat es nicht. „Gute Nacht," erwiderte er rauh, und zu dem Bruder gewandt, sagte er: „Es wird wirklich kühl, ich dächte, wir gingen alle schlafen. Morgen ist auch noch ein Tag." „Und ein schwerer," dachte Estrid. Mit ihrem ten, schwebenden Gang verlr Peter drückte dem Bruder die Hand und MrÄ> meinte, daß es für Peter besonders schön sei, den Bruder raut paueytd in der Nähe haben, anstatt ihn in Sturmnächten draußen auf Meer ju wissen. Extra-Züge für die Leipziger 26., 27., 28. Februar und leuchten in Estrids Augen machte ihn stutzig und I blitzartig durchfuhr es fein Hirn: Lange faßen die drei zusammen und lausch' r als schon die Sonne über dem Watt vetOiom men war, dem leisen Herzschlag der Wellen. Beni n>ai der Gebende. Er bot den beiden unaufhörlich aus dem reichen Schatz feines Herzens imt> seines Le- Mark zur Ausgabe. ** r e i b a n L Freitag den 27." Februar werden 1 "* lungswetse unstatthaft ist und der Verkäufer hat wegen Uebertretung des § 9 Pos. 2 der Bekanntmachung über den Handel mit Dabakwaren vom 28. Juni 1917 Bestrafung zu gewärtigen. Des weiteren werden öfters Personen angetcoffen, ine Handel mit Zigarren und Rauchwaren treiben, ohne im Besitze der hierfür erfordmliclxn Genehmigung zu fein. Auch in diesem Falle liegt ein Vergehen gegen obige Verordnung vor und wird jeder unnachsichtlich zur Anzeige gebraclst, der beim Handel mit Rauchwaren oiyne Erlaubnis angetroffen wird. Ebenso kommt in letzter Zeit vielfach Schokolade in den Verkauf, aus deren Verpackung der vorgeschriebene Kleinverkausspreis entiveber ausgekratzt, überschrieben oder überklebt ist. Nach der Bekanntmachung des Reichskanzlers über äußere Kennzeichnung von Waren vom 26. Mat 191h (R. G. Bl. S. 422) § 1 Pos. 6 und 8 4 ist die Beseitigung oder Unkmntlichmachimg einer Preisangabe verboten. Wer sich des Vergehens _ gegen obige Bekanntntachung schuldig macht, l>at strenge Bestrafung zn gewärtigen, insbesondere auch w:gen Wucher mid Preistreiberei (Verordnung v-om 8 Mai 1918 gegen Preistreiberei R. G. Bl. S. 395). Wer von ScUeichhäMern und Schielern Ware kauft, macht sich strafbar und ine Ware verfällt der Beschlagnahmung. Heimkehrer. Heute mittag um 1,06 Uhr treffen wvederum 1000 heimkehrende Kriegsgefangene hier ein. Lebensmittel. ** Marken-Ausaabe. Am Freitag und Samstag den 27. und 28. ds. Mts. gelangen in den Bezirken Brot- und Kartoffelmarken zur Ausgabe. Siehe Anzeigenteil. ** W e i ße Bohnen. Von Freitag den 27. jb. M. bis einschließlich Samstag den 13. März gelangt gegen Abgabe des Bezugsabschnittes Nr. 14 der Lebensmittelkarte Vs Pfund .weiße Bohnen zum Preise von 1.95 nahezu 90 Prozent der anfallenden Eier bcm Hühmwhalter zur freien Verwendung frcigegeben sind Wenn in der Bekanntmachung vom 3. ^an. 1920 der gewerbsmäßige Eieraufkauf unter behördliche Kontrolle gestellt sei, so lei dies tm Interesse der Bevölkerung nur zu begrüßen, da mer- durch der Sch!eichhandel unterbunden werden und dafür Gewähr geboten werden soll, daß im freien Handel im Lande erzeugte Eier nur durch zuverlässige Persönlichkeiten dem Verbrauck-er zugeflihrt werden. Veranstaltungen. Donnerstag, 26. Febr.: Hessische Bereinigung für Volkskunde, 8 Uhr Hörsaal 54 tyer Universität Vortrag „Tie Zeit bet Aufklärung in ihrer Volks- und landeskundlichen Bedeutung für Hessen". — Lichtspielhäuser tote Mittwoch. 10.00 ab CassÄ, 10.28 ab Hann.-Münden, 11.08 ab Eichenberg, 11.30 ab Heilig-enstadt, 11.58 ab LeinefeLc, 12.00 ab Fulda, 12.24 ab Bleicherode (Ost), 12.50 ab Nord hausen, 1.29 ab Sangerhausen, 2,02 ad EiÄeben, 3.30 an Leipzig (Hauptbähnhof). ** Fahrpreiserhöhung der Butz- bach — LtcherErsenbahn. Ab 1. März 1920 werden im Binnenverkehr der Butzbach—Lichn Eisenbahn die Fahrpreise der gewöhnliche Fahrkarten 2., 3. und 4. Klaffe sowie der Hunde fahr- karten und die Frachten für Gepäck und Expreßgut in doppelter Höhe der bisherigen Satz: erhoben. Im Binnen-, Tier- und Güterverkehr w.r- den die ab 1. März 1920 auf den preußischen Staatseisendahnen g-flttigen Sätze zuzüglich der für den direkten Verkehr mit der Butzbach—Lich'.r Eisenbähn zu erhebenden besondwen Zuschläge der Fvachtverrechnirng zu Grunde gelegt. ** T i e Auszahlung der Familienunterstützungen findet für bte Zeit vom 1. bis 15. März am Montag den 1. März statt. —e. In bet hessischen Vereinigung für Volkskunde wird heute abend Pros. Dr. Diehl (Friedberg) den schon einmal angekündigten und dann verschobenen Vortrag über die Bedeutung der A ufkl ärun g s zeit für die Volks- unb Landeskunde Hessens halten. Die Vereinigung hofft, daß die alten Freunde sich zu diesem ersten Vortrage nach langet Zeit zahlreich einstellen werden. Sie will an ihrem Teile durch Erforschung des unserm Volke eigentümlichen Lebens zu seiner Kenntnis beitragen und so die Liebe zum eignen Volke stärken, die niemals mehr ihm nottut, als in diesen schweren Zeiten. * * Tie Arbeitsgemeinschaft der Aai- gestellten veran stattet am Freitag im Gewerkschaftshause eine Versammlung, die sich mit der Kündigung und Neugestaltung des Tarifvertrags befassen soll. Siehe Anzeige. * * Der Ortsgewerbeverein hält Montag den 1. März im Gewerbehaus feine MitgliDw- versamnllung ab. * * Deutschnationale Volkspartei. Ter bekannte Polittket Dt. Maurenbtechet, der früher der foziak>emokratischen Partei ange- hörte, jetzt aber sich den Deutschnationalen zuMlt, wird am 10. März d. I. in Gießen einen öffentlichen Vortrag halten über das Thema: „Wie werden die Deutschen toicber frei?" Eine grog-hessische Kundgebung aus KaficL Dom Gau Niederhessen des Hessischen Bolksbundes er halten wir folgende Kundgebung zur Veröffentlichung: Ter Landesausschuß des Bezirksverbandes des Regierungsbezirks Kassel hat sich, wie bekannt, am 29. Januar 1920 gegen die von der preußischen Regierung beabsichtigte Teilung von Hessen-Nassau «nd gegen die Msplitterung einzelner Gebietstelle, tote des Kreises Hanau, oder gewisser Exklaven, wie der Grafschaft Sckxrumburg, ausgespwchen, deren Abttetung ausschließlick; gegen entsprechende Kompensationen in Erwägung gezogen werden könne. Andererseits hat der Landesausschuß die Einbeziehung von Waldeck und Wetzlar in die hessisch-nassauische Gebietshoheit befürwortet. Em anbeted Unternehmen des grünen Tisches von Berlin, der Entwurf einer neuen preußischen Ver- toattmrgsreforni hat in Nassau lebhaften Widersprach gefunden. Welchen Umfang diese Gegenbewegung angenommen hat, ist daraus zu erleben, daß beispielsweise fast sämtliche Gemeinden des Oberwestenraldkreifes — 84 an der Zahl — der preußischen Regierung einen Protest eingereicht haben. Im übrigen haben sich aus dem Wider- ffant der Gebiete westlich des Thüringer Waldes gegen das Aufgehen in Gwß-Thüringen Bestte- mntgen herausgebildet, die, wie in Schmalkaloen und der Geisaer Gegend, ine Bereinigung mit Hessen zum Ziele haben. Aus alledem ergibt sich wiederum ohne Zweifel, daß die Haltung des „Hessischen Bolksbundes" realen Tatsachen entspricht und daß seine politische Tendenz einen starken Rückhalt in der Gesinnung weiterer Volkskreise besitzt. Ter Zusammenschluß der nur äußerlich getrennten Teile des Hessenlandes zu einem lebens- und leistungsfähigen Ganzen, das, unabhängig von der Berliner Vormundschaft, in seiner Weise zur Gesundung des deutschen Vaterlandes beitragen kann, ist in der Tat ein Gedanke, in welchem Ideal und Wirklichkeit einander so nahe gerückt sind, daß er geeignet ist, jedem, der sich für die Erneuerung Deutschlands wahrhaft inteuef fiert, hoffnungsvolle Ausblicke zu eröffnen. Freilich kann nicht verhehlt werden, daß, um diesen Gedanken $u Ende zu denken und zu verwirklichen, manche Schwierigkeit überwunden werden muß Eine der größten ist der durch den preußisch geprägten Geschichtsunterricht im nördlichen und mittleren Deutschland dem Volke eingeimpfte Glaube an die deutsche Mission Preußvis, der Glaube daran, daß nur von Berlin, nur von Ost- elbien das Heil kommen könne, daß Preußen in seiner jetzigen Form bestehen bleiben müsse, um das Reich zu retten. Der gewaltige Protest der Mckhr^eit aller Deutschen gegen die preußische Ein- heitsstdatsidee sollte aber doch geeignet sein, diesen Glauben zu erschüttern. Davon ist in dem Be- ' schltth des Landesausschusses leider nicht überall etwas zu spüren, scheute er sich doch nicht, zu 1 sagen, es liege kein Grund vor, um in der seit - 1866 tn Hessen-Nassau bestehenden staatsrechtlichen Ordnung eine Aenderung eintreten zu lassen. Aus der den Neubau des Reiches auf stammesgeschicht-- licher und wirtschaftsgeographischer Grundlage beziehenden, immer weiter um sich greifenden Bewegung erhellt aber, daß eine solche Aenderung unbedingt erforderlich ist, um das neue Deutschland zu einem deutschen Deutschland, einem wetterfesten Staate im wankenden Europa zu gestatten. Tie ErNheft Hessens und seine Freiheft von fremd- ftnmmiger Bevormundung wird zu dieser Wetter- sestigkeft des neuen deutsc^n Reiches toefeutM) beitragen. Tenn iricht derjenige trägt und fördert die Kultur, bet die meisten Schlachten schlägt, sondern derjenige, der Geist und Leben zur Blüte LU bringen weiß. Und wer die Geschichte nicht gerade durch die Berliner Brille sieU, kennt die fulturdle Bedeutung der mitteldeutschen Staaten, insbesondere des Hessenlandes, und kann nicht daran zweifeln, daß die Vereinigung desselben und seine Gleichberechtigung mit den übrigen deutschen Stam- •medfta-aten nicht nur für die hessische Heimat selbst, sondern auch für das ganze deutsche Vaterland große, grundlegende Bortelle nach sich zieht. rie men auf einmal, und zwair 2 vson je 10 Meter Länge und 10 Zentimeter Brette und vier von 9 Meter Länge und 7 Zentimeter, Brette, wurden aus der städtischenMolkereientwendet. Der für die Ernährung unserer Stadt bedeutungsvolle Betrieb ist dadurch stillgelegt. Heftcn-Nassan. Die Bauernschaft Kuchrsftns und die Wahlen. X. H er s fe l d, 25. Febr. In einer hier ab- gehal denen Vertreterversammlung des Bezirksverbandes der Bauernschaft Kurhessens erstattete Bürgermeister Heinrich Lind aus Niederissigheim eingehend Bericht über die bisherige Tätigkeit der Wahl Kommission des Bezirksverbandes der Bauernschaft Kur'hessens. Tie Kommission ist nach Prüfung aller maßgebenden Fragen und nach Fühlungnahme mit den bürgerlichen Parteien zu dem Entschlüsse gekommen, von der Aufstellung eigener Wahllisten für die kommenden Wahlen abzusehen und die bürgerlichen Parteien aufzufordern, in ihre Listen an aussichtsreicher Stelle Männer aus der Landwirtschaft als Kandftxrten auft-une'hmen. Besonderen Beifall fand das vvn der Kommission ausgestellte Wähllpvogramm, das, in ein Kultur- und Wirtschaftsprvgramm geteilt, alle berechtigten Wünsche und Forderungen der deutsch«! Bauernschaft zum Ausdruck bringt. Schlafkrankheit. — Frankfurt a. M„ 25'. Febr. Das Stadt. Krankenhaus beherbergt zur Zett mehr als ein Dutzend Grippekranker, bei denen die Erkrankung mit einer Gehirnentzündung verbunden ist. Diese Entzündung äußert sich in einem Wechsel von höchster Erregung und ttefster Lethargie, wobei Lähmungserscheinungen auf treten. Prof. S chwen- kenbecher stellte in der medizinischen Universitätsklinik einen älteren Mann vor, her nach einem Grippeansall in einen tovchenlangen schlafähnlichen Zustand verfallen war, aus dem der Kranke wohl leicht erweckt werden konnte, in dem er aber, meint er sich selbst überlassen blieb, bald wieder verfiel. Die Aussicht auf Wiederherstellung von dieser Schlafkrankheit ist nach Pwfessor Schwenkenbccher nicht ungünstig. 300 000 Mk. Diebsbeute in einer Nacht. rankfurt a. M., 25. Febr. In der letzten Nacht wurden hier mehrere besonders schwere.Diebstähle ausgeführt. Man stahl in der Mainzer Landstrahe für 150 000 Mark Lederwaren, der Kronprinzenstraße für 50000 Mk. Butter, aus zwei Geschäften der Bergerstraße für 20 000 bzw. 15 000 Mk. Lebensmittel und in der Kronprinzenstraße für 100 000 Mk. &emälbe. Streik in den BraunkoUengruben. --- Som Westerwald, 25. Febr. Die Belegschaften von acht Braunkohlengruben haben s den Streik beschlossen, da wegen Lohnforderungen eine Einigung mit den Arbeitgebern nicht zu erzielen war. Die Regierung droht den Arbeitern mit Kündigung, * * Demokratische Fr aue n g r u pP e. Zusammenkunft Freitag abend 8 Uhr im Hotel Einhorn, Konferenzzimmer, Eingang Hotel treppe. Referat und Diskussion über „Polttische Tagesfragen". ~ r . ~ * * P salmenvior t r äge. In feinen Vorträgen am Näontag und Dienstag, die von der Männer- und Fcauen-Vereinigung der MatlpäuS- Gemeinde veranlaßt waren, sprach Prof. T. G u rufe l über ausgewäl)ltc Gebete und Loblieder in den Psalmen. Er wies daraus hin, daß die Gegenwart bis in die Kreise der Bildung hinein dem Alten Testament fremd gegenüber stehe, während die Bttdmig der llasfischen Zeit — die Tagebücher Goethes beweisen es — eine lebendige Fühlung mit dem Mten Testament noch besaß. Tie alttest. ForsckMig hac in den letzten Jahrzehnten bedeutsame Fortschritte gemacht. Aufgabe des Historikers ist es, das Fremdartige in der israelitischen Literatur fs stark als möglich fühlen zu lassen, aber gerade dadurch die Frömmigkeit Israels den modernen Menschen beutlid) zu machen und sie ilm nüterleben und nackftü'hllen zu lassen. Tas bat Guiilel in seiner feinen, bezanbeniden ^>preck>- iveise prachtvoll erreicht. Wie zart und innig wußte er das kindlich-demütige Gebet Ps. 131 zu deuten! Mcht minder Ps. 130, 121, 42. Auch die herrlichen Loblieder Ps. 24, 8, 103 erstrahlten in Gunkels Deutung und sprachlich eindrucksvolle Uebersetz-ung in neuem Glanz. Ganz besonders eindrucksvoll war die Schilderung der Tempcl- ctenflE in Jerusalem, der Festgemeinde und des festlichen G^ränges. Tie Vorlesungen hinterließen eine starke Wirkung. Ter Dattk des stellvertteten- ten Vorsitzenden, Fabrikant Bmdewald, kani allen Hävern aus dem Herzen. Kreis Friedberg. 4t Aus der Wette rau, 25. Febr. Inden letzten Dagön wurden aus den verschiedenen Stationen Schieber von der Gendarmeri: abgefaßt, die Eier, Butter, Fleisch nach Frcmkfutt schäften wollten. Es waren nicht geringe Mengen, die dein Schleichhandel entrissen wurden. Auf Station Gettenau wurden einem Schieber von der Echzeller Gendarmerie 40 Pfund Butter und die HÄfte eines geschlachteten Kalbes beschlagnahmt. militärischer Besetzung der Gruben und Nichtwiedereinstellung .der Streikführer, falls der dtusstaud verwirklicht wird. mc. Frankfurt a. M., 24. Febr. Tie Sterblichkeit an Tuberkulose ist von 294 tötlich verlaufenen Tuberkulosefällen auf 1000 (Z^storbene im Jahre 1914 aus 498 im Jahre 1919 gestiegen. 10 Prozent aller zur Ausnahme gelangender Schüler sind heute rachrttsch., wälwend 1914 nur 3—4 Prozent itxiren. Ter Geburten- überschuf von 3400 int Jahre 1914 hat in Franl- furt im Jahre 1918 einem Ueberschuß an Sterbt- sällen von 1678 Platz gemacht. nie. Frankfurt a. M., 25. Febr. Die ge» ftrige Stadkvervrdnelenversamnllung ließ zum B> ginn durch ihren Vorsitzenden Hops dem scheiden- den Bürgernieister Dr. Luppe.ihren Dank für seine segrnsveiche Tättgkoft in Frankfutt aussprechen, die 20 Jahre währte. Diesem Dank schloß sich Oberbürgermeister Voigt im Namen des Magisttats an und wünschte dem neuen Oberbürgermeister vvn Nürnberg auch- bogt reichen Erfolg. Bürgermeister Dr. Luppe rühmte in seinen Tankesworten die Großzügigkeit der Stadt Frankfurt. Nachdem man sich baim eine Zeitlang über die Schulkinderspeisungen unterhalten hatte, gab es eine nahezu dreistündige Debatte über die völlige Neuordnung des Fachschulwesens. Die bürgerlichen Parteien wandten sich energisch g-’gen bte übereilte Turchpeitschung der Vorlage im Ausschuß und verlangten erneute Sontecberatamg. Diesem Wunsch wurde in einer knappen Mehrheit von einer Stimme gewillfahrt. T« Elterndtirats« wählen sollen' bis nach Ostern in den städtischen Schulen verschoben werden. ss M ar bürg, 25. Febr. Zum Stadtbaurat wurde Regierungsbaumeister Köster aus Hamburg, ein geborener Kasselaner, gewählt. Turnen. — Der Turnerbund Lahn-Düns-< berg hält seinen diesjährigen Bundes-Turntag nächsten Sonntag in Wieseck ab. Vereine und Bortrage. L B u r k h a r d s, 24. Febr. Don Burschen -md Mädchen unseres Ottes wurden am Sonntag und Montag drei von dem Ortsgeistlichen einstudiette Theaterstücke aufgeführt. Der Ertrag der Abende kommt dem Glockenfonds zugute. * Gedern, 25. Febr. Nach einem gestem abend von Patteisekvetär Dr. L u t s ch-Gießm gehaltenen Vvrttag über unsere politische und witt- schiftliche Lage sowie über die Bestrebungen der Deutschen Volkspartei und ihre Stellung zu ben übrigen Parteien gründete sich ein V e r eiu der Deutschen Volkspartei Gedern, dem sofort eine stattliche Zahl von Mitgliedern beitrat. Einstimmig erfolgte noch am Grundungs-. abend die Wahl des Vorstandes. B. Londorf, 22. Febr. Heute am Smm- tagnachmittag sprach Volkskammer abgvordneter Reiber aus Mainz dahier im Börgerschen Saale vor einer zahlreichen Zuhörerschaft über das Hessische Lautgesetz. Alrche und Schnle. । Aus dem Reichsfchulausschutz. Berlin, 25. FÄr. (WTB.) Die Verhandlungen des Reichsschulausschusses wurden am Mittwoch zu Ende geführt. Heber die Tagung des Ausschusses für bte Neuordnung der deutschen Rechtschreibung berichteten Geh. Regierungsrat Dr. Karstädt vom preußischen Kultusministerium und Pros. Dr. Saran- Erlangen. Unteistaatssekretär Schulz stellte fest, daß der Reichsschulausschuß in seiner Entscheidung frei sei, besonders hinsichtlich des Ausmaßes der Neuordnung. Geh. Regierungsrat Gür ich begründete sodann den vom Neichsministerium des Innern vorgelegten Gesetzentwurf über Lehrerbildung. , - Die Politik in der Schule. 0 Marburg, 25. Febr. In einer gestern abend ab gehaltenen Stadtverorbneten- s i tz u n g kam es zu lebhaften Anseinandersetzungen über eine Anftage darüber, daß in der städtischen Oberrealschule die Schüler in pvlttischcr Weise beeinflußt und deutsch-nationale Propaganda getrieben würde. Es bestände, dort z. B. ein deutschnationaler Jngendbiurd, ein ebensolcher Turnverein und als Gegenstück ein israelittscher Wandervogel- bimb. Nach langer Aussprache wurde eine Entschließung des Inhalts angenommen, in Zukunft jede Politik aus der Schule fernzuhalten. Vermischtes^ Berlin, 26. Febr. Arn Mittwoch drangen maskierte und bewaffnete Räuber in das Kontvr des Berliner Spedtteurverettis, erschossen einen Wachhund, verletzten durch mehrere Schüffe Angestellte und raubten darauf aus der Kasse 3 2 000 Mark, worauf sie mit ihrer Beute verschwanden. r^iechliche Nachrichten. Israel. Religionsgemeinde^ Gottes dienst in der Synagoge (Süd-Aiilage). SamsttS, 28. Febr. 1920. Borabd.: 5.45. Morg.: 9. Abos.' 6.10 u. 6.50 Uhr. lerie. Beide Männer blickten ihr nach. Sie wagten nicht, sich in die Augen zu sehen, keiner modjte dem andern zeigen, daß sie beide nichts mehr hoffen. Bent nicht für den Bruder und Peter nichts für sim selbst. ' Der Mond zog herauf. In Seide und Silber- schmuck schimmerte das Meer, aber die beidm Brüder hatten kein Auge für sein schimmerndes FeierlleÄ). Estrid 'batte kaum die beiden Brüder verlassen, als ihre bis dahin künstlich auftecht erhaltene Fassung zusammenbrach. Jetzt war es so weit — nun mußte sie gehen. Sie durfte Bent Banken nicht täglich mit Dem Anblick ihrer unglücklichen Eh-e kränken, es ging über ihre Kraft, unter seinen Augen in dieser Weise fortznleben. Bisher hatte sie sich an die Hoffnung geklammert, Bent würde ihr helfen. Seitdem sst ihn rotiergefeben, nmßte sie, gegen Prter würde und wollte er nichts ausrichten. Also ganz allein auf sich selbst war sie gestellt. Estrid grübelte schmerzlich vor sich hin, wahrend sie zerstreut die Sachen zurecht legte, W- fie morgen gebrauchen mürbe. Morgen, wo beide Männer abwesend, war für sie die einzige Möglichkeft zur Flucht. (Fortsetzung folgt.) m Me^unm ID. ' 24. U fhloÄ X« | KZ°ZÄ 911 1914 I 31. T» 5 1 1914t^F’ AteS’tof Ä*sSI Lr„b«^i Ai •gWfi । " m tai fttefc \ >6t«t>lblJ ftöfttr (jj Menet, g^M Erträge. k. 8on Burschen u cj Mi Sonntag b irisllichen einfhibie : Ertrag her 86t* ite. Nach einem otfc Llltsch-Gieha - Politische Md ttr ie deswbuilgen k i unb ihre Stellt kte sich ein Lei, Hattet Geben chi von Mitglied? noch am Srünbnr ades. 'n. heute am ar. kskammmbaeock^ im Börgerichen k rschaft über da- V Schule. chulausschich BW Die W ausschusi'" t «führt, tk - : Mt Nmsms m mtity garan*6ti^ ftdlte feit m. F Mchn'lMg fcv tsmaßes bei Zürich vegrM räum W5* c LehrrrMung r Schuft. T. In MN gkic dlvervrdNiM- tamaiwR- ÄolchnT^ rfldK mrde JöüNWk® . sernzM^ acbkicht^ rÄh htrß. Ahr. i mehrere 1 ibrn» ft uni W r^' - «n !JÄ »e; eg^ » 4. selbst jtn ,31 &**** Ä* Knnft «nd Wissenschaft. Ausstellung Deutscher ErpressioniSmuS Darmstadt 1920. 3m Mm nxifc auf bet Mathilderchöhe eine gwtte Deutsche Ex dressioniste» schau er- öffnet. Stadt unb Staat h^ben znsammengewirft, um sie zu ermöglichen. Veranstalter sind der „©tänbigt Rat für Dinstpflego m Hessen", der „Berbern) der bildenden .'Fünft[er Hesims", fr? „Darmstädter Secession". Die künstlerische Leitung liegt auyfdXtefilKb in den Händen der Darm- stLster Sefrcffion, die, da sie selbst fortschrittlich: tünstlerische Ziele verfolgt, allen SHriligten zu du- fern Amt in erster Linie berufen schim Das Programm zielt am einen Querschnitt durch bt? >no- bem und geifhg gerichtete Kumt Deutschland^ d:r letzten Jahre. Eingeschlossen ist vor al len i das Schassen der Heutigen, der ftüfcer, frr nambaftm Träger des Expressionismus, aber auch der jun* gen Kräfte, die fortnxrlmcrtb von unten nachdrän- ijen. An diese Hauptmasse rmben ich Männ:r und Werse schließen, die, z«m Erprenionismus g?- Ijörig, in flnxr Mchttgteit schon historisch gewor- den finb. Aus dem (Ganzen soll sich ergeben: ein zulängliches lesbares Bild der jungen deutsch:n nun st des Augenblicks, vertieft durch Einblick in iljre Anfänge mrt> ihre Herkunft. * — Eine LiebesgabeH^ len Kellers. Die bekannte tanb-stumm-blinde Amerikanerin, deren Schriften in deutscher Uebersetzung eine aruhq Verbreitung gefunden haben, gibt in ihrer Sympathie für Deutschland öffentlich Ausdruck in einer neuen Verfügung an ihren deutschen Verleger, vom 10. Januar 1920: alle ihre künftigen Tantiemen, für alle Zeiten, den deutschen Kriegsblinden, -Tauben unb -Stummen zuzuwenden Handel. Berlin, 25. Febr Börsen st immungs- bilb. Tie schon am Montag eingetretene Befesti- aung der Börse nach den Rückschlägen am Freitag sichte sich bei einer zeitweisen stürmischen 7 Schisfahrtsaktien hatten einen stilleren Verkehr. Don heimischen Renten erhöhten Schatzanweisirugen ihren Kursstand weiter. Alte preußische unb deutsche Anleihen waren nicht ganz einheitlich. Oesterreichische und ungarische Anleihen lagen recht fest. JJjnv- fcarben und auch Mexikaner erzielten neue Höchst- tune. Frankfurt a. M., 25. Febr. Börsen- stim mungsbild.) Tas Geschäft war wetterhin lebhast bei fester Tendenz. Im ft neu Verkehr wurden >volonialpapiere rege umgei?Rt Slomnt schwankten zwisck>eii 4150 bis 4200, 'Dccu-Guinea 1300. Eaneda 1800 genannt. MMisselder Kuxe 7500. Deutsche Petroleum 562, Deutsche Erdöl 730—. Deutsche Maschinen lebhafter, 300.—. Äurc-befjenmgen । teilten sich in Gelsenkirchen ein, welche mit 408s? bis 412.— 4 Proz. zogen. Phönix Bergbau gewannen 36 Proz (615), tULin- neduiamt sind bei regen Umsätzen 11 Proz. ge- fteigert 402.—. Schontungbahn stellten sich 5 Proz. hoher, auf 670.—. Otavi Mrnen wurden realifiert Es verloren Olavi Äftnen 45.— (945.—), Otaoi Genüsse 38 Mk. niedriger 752.—). Unter den Kassarndustrieaktien sind Lcheideanstalt 40 Proz. gesteigert, 740.—, ferner erhöhten ihren Kürs^ stand um 11 Proz. Moschs. Faber u. Schleicher (171.—), üudwigsh. Walzmichle um 7 Proz. (275.—), Brauerei Tivoli uni 5 Proz. aus 195.—, Maschs. Karlsruhe um 14 Pvoz. auf 365. Mexikanische Renten fest. 3proz. Mcx. mit 350 bis 360.— plus 20, 5proz. amort. Silbermex. 585 — plus 25 Proz. 5prvz. Tehuanvepe 430— plus 9 Proz. Kriessanleihe 79.—. Frankfurt a. M., 26. Februar. Börsenkurse. Frankfurt Berlin Abend- Abend- Schlutz- Schluß- Kurs Kurs Kurs Kürs Datum: 24.2. 25.2. 24.2. 25.2. 5*/<»Deut.Kriegsanl. 79,- 79,- 40/yDeut.Reichsanl. —70,65 ^Deut-^eichsanl. -,- 67,- 4'/. Preuh. Konsols -,- -,- 76,- Darmstädter Bank —,— —152,- Deutsche Bank. . . -,- —-,— 315,- Disconto»Gesellsch. —,— —,— —,— 235,— Dresdener Bank. . -,- 193,- Nationalbank f. D. —,— —,— —,— 154,- Mitteld.Creditbank -,- —155,- H..Amerik..Pakctf. -,- 155,75 153,12 NorddeutscherLloyd -,- -,- -,- 175,25 Doch.Gutzstahlwrk. -,- -,- —,— 424^85 D.'Luxemb.Bergw. —,- 393,- —386,- Delsenkirch. Bergw. -,- 412,- —,— 408,- Harpener Bergbau 448,- Oderschl.Eisenb..B. -,- -,- -,- 300,- Oberschles.Tisenind. -,- 300,- PhSnix,Brgb..Akt. 615,- 585,- Bad.Aniltn-u.Soda -,- ——,- 639,- Höchster Farbwerke -,- 445,- -,- 445, - Elektr. A. E. G.. . -,- 430,- 430,- Schuckert-Werke. . -,- -,— 251,- FellenLGuilleaume -,- -,— —,— 555, - Daimler — Bud.»Lisenw.-2lkt. -,- -,- —,- 375,- Adlerwerke .... —,— — 4°/0 Hess. ScmtsanL -,- Electron Griesheim -,- -,- -,- Marlnoticruugeu. Datum: 24.2. 25.2. Zürich 6,40 6,40 Amsterdam 230 2^0 Kopenhagen 7^5 7,25 Stockholm 5,65 5,60 Wien 293,- 293,- behördliche Anzeigen. Bekanntmachung. In unser Geuvssenschaftsregister wurde heute bei der landwfttschaftlichen Bezugs- und Absatz- gewssenschaft, emgetuagene Genossenschaft mit unbeschränkter Haftpflicht in (Eberfbafr eingetragen: Tie Genossenschaft ist in eine solche mit be- IchrLnktcr Haftpflicht umgewandelt. Die Firma lautet jetzt: Landwi r! schafllüche Bezugs- und ALfa^enr>ssen- schaft, eiitgrtragene Genossenschaft mit beschvÄrkter Haftpflicht in Eberstadt. Tic Haftsumme rst auf 100 Mark festgesetzt. Tie Beteiligung mit mehreren Anteilen ist nicht zulässig. An Stelle des Statuts Dom 7. Mai 1903 ist baS neu gefotzte Dom 2. April 1918 getreten. Li ch, den 3. Jebrmrr 1920. 2146D ____________Hessisches Amtsgericht Lich.____________ Markeu-Ausgabe. Am Freitag unb Samstag den 27. unb 28. bs. Mts. gelangen in ben Bezirken Brot- unb Kartoffel marken wie rmchstehend zur Ausgabe: A—E Freitag vormittag von 9—12 Uhr, F—K (STeitag nachmittag von 2—5 Uhr, L—Q Samstag vormittag von 9—12 Uhr, R—Ti Samstag nachmittag von 2—5 Uhr. Tie 9)?arten sind unbedingt an vorgenannten Ausgabetagen in den Bezirken abzacholen. Bei mehrmaliger Nichtabhvlung der Marten am juflänbigen Bezirk wird laut Beschluß der Lebensrnitteldeputation eine Geldstrafe von 50 Pf. pro Ausweiskarte erhoben. 21398 Gießen, den 24. Februar 1920. Der Oberbürgermeister >Lcbensmittelamt). Bekanntmachung. Von Freitag dem 27. d. Mts. bis einschtietz- '.ich Samstag den 13. März 1920 gelangt in den lstes igen Klein Handelsgeschäften gegen Vorlage der Lebensmittelausweiskarte und Abgabe des Bezugsabschnittes Nr. 14 der Lebensmittelkarte V. Pfund weitze Bohnen -um Preise von 1.95 Mk. zur Ausgabe. Tie Kleinhandelsgeschäfte haben die emgegan- laiet Bezugsabschuitte bis spätestens Mittwoch den 17. März 1920 dem Städt. Lebensmittclamt, Zimmer 12, einzur^chen. Die nicht abgeholten Iltengen sind bis zu genanntem Tage zurückzu- iiefem. 21728 Gießen, den 25. Februar 1920. Der Oberbürgermeister (Lebensmittelamt). Bekanntmachung. Die 2lu^.chliMg der Jamilieirmrrersrützungen an die Angehörigen Gefangener, Bermitzter, im 'lusland durch feindliche Mahnabmen Zurückgehal- •mer, fotme von Gefallenen, falls berat Smtter- ^lidjenengetobcniffc noch nicht angewiffen fntfr ^ndet für die Zeit vom 1. bis 15. März 1920 'statt: Montag, den 1. März 1920 irr Zeit von 10 bis 12 Uhr vormittags im i>*Q^au§, Zimmer Nr. 7. 21778 Girtzen, ben. 20. Februar 1920. Der Oberbürgermeister: Steller. Butzbach—Licher Eisenbahn. Ab 1. März 1920 werden im Binnenoe^ tehr der Butzbach—Licher Eisenbahn die Fahrpreise der gewöhnlichen Fahrkarten II., III. und IV. Klasse sowie der Hundemhrkarten und die Frachten für Gepäck unb Expreßgut in doppelter Löhe der bisherigen Sätze erhoben. Im Binnen-, Tier- und Güterverkehr werden die ab 1. März 1920 auf den preußischen Staatseisenbahnen gültigen Sätze zuzüglich der sür ben direkten Verkehr mit der Butzbach—Licher Eisenbahn zu erhebenden besonderen Zuschläge bet Frachtberechnung zu Grunde gelegt. Nähere Auskunft erteilt die Bahnverwaltung Butzbach-Ost Bahnhof. Butzbach, den 23. Februar 1920. 2167D ___________Ter Vorstand.__________ Hvlzgeldt Steuern und sonstige Rückstände bei der Stadt L1 ch vom Rechnungsjchr 1919, können bis zum 25. März 1920 bei der Stadtkasse Lich an den Zahltagen Dienstag unb Freitag noch ohne Kosten bezahlt werden. (Postsendungen Postscheckamt Frankfurt a. M. 13 196.) 2150 Stadtkasse Lich. _______________I. V.: Rau._______________ Nutzholz-Versteigerung. Dienstag den 2. März l. I., vormittags 10Vz Uhr, kommt aus dem Geitz- Niddaer Gemembewald rrachverzeichnetes Holz unter den bei der Versteigerung bekanutgemachten Bedingungen öffentlich meistbietend zum Berkaus: 2 Buchen-Stämme von 28—50 Ztm. Durchm. = 1,81 Fstm., 62 Ercheit-Stämme von 21—4-1 Ztm. Durchm = 25,90 Fstm., 19 Eschen-Stämme von 12—32 Ztm. Durchm. = 7,16 Fstm., 83 Kiefern-Stämme von 19—42 Ztm. Durchm. = 51,74 Fstm., 139 Fichten-Stämme von 14—39 Ztm. Durchm. — 39,46 Fstm., 16 Derbst. Eiche 1. Kl. dou 11—14 Ztm. Durchm. = 0,96 Fstm., 140 Derbst. Fichte 1. u. 2. Kl. von 7—14 Ztm. Durchm. = 11,39 Fstm. Zusammenkunft vormittags IOV2 Uhr im Hahnköppel bei Stamm Nr. 1. 2184 Geiß-Nidda, den 25. Februar 1920. Hess. Bürgermeisterei Geiß-Nidda. ________________Lind.________________ verlaus von Wohnungen. Am Montag ben 8. März 1920, mittags 12 Uhr, kommen im „Solmser Hof" zu Braunfels öffentlich meistbietend zum Berkruf: 1. Herrschaftliches Landhaus, 11 Zimmer mit Zubehör, Bad, mit etwa 2062 qm großem Garten. Unmittelbar am Schlosse gelegen. Bezugsfähig 1. April 1920. 2. Wohnhaus mit etwa 864 qm großem Garten, 12 3immer unb Zubehör. 3. Wohnhaus mit Hausgarten, 8 Zimmer und Zubehör. Beide in nächster Nähe des Schlotz-Hotels gelegen, und emffnxücit noch vermietet. Grundrisse gegen Entsendung von 3 Mk. erhältlich. Besichtigung gestattet. Luftkurort Braunfels, den 21. Februar 1920. Fürstliche Rentkammer. 2151V (In einem Teil N»r Auslage ttr- 'Mt) Die Wahlen zu den Betriebsräten. Berlin, 25. Febr. Ter Allgemeine deutsche Gewerkschaftsbund beschloß gestern laut „Vorwärts" Richtlinien für die Wahlen zu ben Betriebsräten. Die Neigung, diese Wahlen zu einem machtpolitiscben Parteikarupfe zu macheit, wird als höchst nachteilig bezetchnet. Für die Gewerkschaften sei der größtmöglichste Erfolg gesichert, ivenn die Stimmabgabe nicht durch verschiedeite Vorschlagslisten zersplittert werde. Eine Verständigung sei nur möglich auf dem Boden der Nürnberger 5tongreßbeschlüsse. Bei der Auswahl der Kandidaten dürfte nicht die politische Richtung maßgebend sein. Ter Kanoidat dürfte nicht zu einer Erklärung darüber genötigt werden, wie er sich zu einet Tagesfvaae stelle. Ter „Vonoärts" zweifelt nicht daran, daß die sozialdemokratische Partei als ganze bereit sftn werde, auf den Boden dieser Richtlinien zu treten. Meinungsverschiedenheiten int einzelnen dürften sich bald beseitigen lassen. Die Kundgebungen in LudVigshafen. Lu d wi g sha sen , 25. Febr. (WB.) Im Verlaufe der gestrigen Demonstrationen vor tarn Rathaus nnirbe der Oberbürgermeister tätlich belästigt. Der Prozeß Erzberger-Helfterich. Berlin, 24. Febr. (WTB) (Fortsetzung.) Auf die Steuerung Erzbergers, ihm seren wiederholt Klagen über den Kriegsausschuß für O e l e und Fette zugekommen, von dem es geheißen habe, daß er nur eine Filiale der Deutschen Bank sei, verwahrt sich Helfferich entschieden gegen die etwaige Unterstellung, daß er als Staatssekretär auch nur einen kleinen Finger für die Interessen der Deutschen Bank Devisenmarkt. Datum: Amsterdam - Rotterd. Brüsscl-Antwerpen . Chrfftiania Kopenhagen Stockholm Helsinafors Italien London New-Pork...... Paris Schweiz Spanien Wien (altes) .... Deutsch-Oesterr. abg. Prag Budapest 'Bulgarien Konstantinopel. . . . Geld Brief Geld Brief 24. Febr. 25. Febr. 3578, - 3586,— 3596, - 3604, - 709,30 710,70 716,75 718,25 1678,25 1681,75 1673,25 1676,25 1443,50 1446,50 1448,50 1451,50 1813, - 1817,- 1813,- 1817,- 394,60 395,40 399,60 400,40 522,- 523,- 524#) 525,50 328,65 329,35 331,15 331,85 97,90 98,10 97,90 88,10 691,30 692,70 690,80 692,20 1573,25 1576,75 1568,50 1571,50 1668,25 1671,75 1678,25 1681,75 39,46 39,54 39,46 39,54 36,46 36,54 36,39 36,44 99,40 99,60 99,90 100,10 34,21 34,29 34,21 34,29 Der Handel Amerikas. Washington, 25. Febr. (WolffZ Reuter. Trotz des Standes der Auslandswechsel weist die Handelsbilanz vorn Januar einen Betrag Don 257 ^Millionen Dollar zugunsten der Vereinigten Staaten aus. Dem Handelsamt zufolge beträgt der Wert der Ausfuhr 731 Millionen und der Wert der Einfuhr 474 Millionen Dollar. gerflut hätte Dee fetxom veowinme« frühere Leiter des Kriegsausschusfes htr Dde und Fette, Ttrekwi: Weigel, erklärt, daß Erzbergcr etwa in vier bis sechs Fällen bei i b m internen tert habe, fo wegen der Versorgung kahvolischer Kirchen mit Oei und der Herstellung von Seife aus faulen Eiern Ein weiterer Zeuge, Sc i bol b , bekundet, daß Erzberper der Firma Ziegler und Tr Denker die Emruhrdewilligung für Hosenträger, BaumwoUswffe und andere Textilien aus der Schweb vermittelt habe. AIS Empfängerin war die Firma Jung in Frank- flirt a. M angegeben. Als die Reichsstrilc für Tert ilbedarf ihre Gebühr von 10000 Mk. bei freier erheben wollte, kam von dort die Antwort, daß die Firma von der Sache nichts wisse und die Bezahlung oblehne. Gleichzeitig traf von Sweboba aus München telegraphisch die Zusage, daß er die 10000 Mk. bezahlen wolle. Daraus- hin schöpfte man Verdaibt Die Emfuhr der bestellten Ware wurde gesperrt. Nmtmebr Bant eine große Zahl Telegramme von Dr. Denker, worin wiederholt auf den Staatssekretär Erzbcrqer hingewiesen wurde. Twtrdem wurde die Wiederbewilliaung zur Ern- ftrhr vom Reichstemmissar abgelehnt. Erzberger evtlärt, von den hier mitgefreiltcn Einzelheiten nicht das mindeste gewußt zu hoben. Staatsanwalt Mcsserschmidt erfiän als Zeuge, daß er über die Betelligung ErzdergerS an ben GvldverschieHungen nach dem Auslande nichts wisse, es liege aber der Verdacht der Begünstigung vor. Ende 1919 sei bei der Staatsanwaltschaft eine Anzeige gegen den Schweizer Rechtsanwalt Tr. Thal berg ein gegangen, der der Kapitaloerschiebung noch der Schweiz für Deutsche beschuldiAt wäre. Tatsächlich wurden schor nach wenigen Tagen »ckwa 4,2 Millionen Mark beschlagnahmt. Der ganze Betrag, den Thalberg verschob, betrage etwa 16 bis 15 Millionen Zu ben Ängeschuldigten gehörte auch der Direktor enter Großbank, d r, soweit der Zeuge sich erinnerte, auch tuen Namen Erzberger nannte. Kurz daraus erschien ein anderer Angeschuldigter, ein höhern Beamter des Auswärtigen Amtes, mit seinem Berteifrgn bet ihm unb erklärte, daß die Verfolgung der Äu g ele gc nhe it an höherer Stille nicht gewünscht werde. Tarnt erhielt er eines Tages einen Bries von Rechtsanwalt a'idm aus München, der schrieb, daß Erzbcr^r der bffd? Freund Thalbergs sei und mit diesem in der Schweiz über Gelbangelegetchttten sprach. Im übrigen, fügt bet Zeuge hinzu, fei Thalberg lpionag>> verdächttg. Es sei ihm verboten, nach Dctttschtorrd zu kommen. Aus eine Frage Helfterichs erwidntt Erzb?rger: Er traf sich seines Wissens mit Dhalbera in bt Schweiz höchstens zweimal. Er erumere fick ab’r genau, ihn bei [einer letzten Anw's-mheit in b r Schweiz nicht gespnxhen zu haben. Helf, er ich fragt Erzberger weiter, tote er f-iin Geld, dos doch nach Hunderttausenden zähle, nach der Schweiz schaffte. Erzberger erwidert: Dies geschah aus ganz regulärem Wege durch die Banken. Hieraus wird noch Geheimrat Pfeiffer, Vortragender Rat tm Rftchs- ftuan-mtnisteriuni, betrogt, ob ihm von der Verschiebung von Kapitalien durch Erzberger ins Ausland etwas bekannt sei, was der Zeuge ven^int Rach Erörterung des Falles P öplau wird die Verhandlung aus Mittwoch vertagt. Ürkrast Hr$t(icb empfohlen. 8e ba6m fn 6dxnfct»to « 100 y. Pme mj- In 2ü>*frrfrxe-DtpgrTtm, oo mitt ®ta6r eeaW>gn Kriegs-Kranke erholen sich rasch bei regelm. täglichem Genuß Don Tpar-ll.Msl-chVereinLMr e. G.m. u. H. in Liquidativn. Die verehrlkchen Mitglieder unserer Genossenschaft werden zu der am 8. März d. I., abends 8 Uhr, im hiesigen Rathaussaale stattfindenden ordentlichen Generalversammlung er- gebenft eingeladen. Tagesordnung: 1. Vorlage der Bilanz nebst Gewinn- unb Berlustrechnung per 31. Dezember 1919. 2. Ergänzungswahl des Aussichtsrates. 3. Verschiedenes. Die Rechnung liegt von heute ab 8 Tage im Gefchäftslokale offen. 2185 Lollar, den 26. Februar 1920. Der Vorsitzende des Auffichts rotes: Schmidt. Mobilitt-Verßeigerililg. Morgen, Freitag den 2 7. ds. Mts., nachmittags 2 Uhr, twrben Marburger Straße 10 öffentlich meistbietend versteigert: u.a.: 1 Klavier (schwarzpol., von öofmarat), 1 Ausziehtisch (pvl.) mit Steg, 2 Säule n 1 i s ch e n. Palmen und MaivlrLteDasai, 2 Silbe r (Mohr von BenefrÄl, 1 Bild mit drei auswechsckbaren Bildern, 1 Zimmer-Klosett mit Stickerei, rersch. Tisch- und Gas- lampen, 1 Wäschemangel, 1 Wasch-- u nb Wr ingma s chine, 1 Brotschneide- masckine, 1 Stehleiter, 3 Tckbl. mit versch Bein-, Römer- unb sonst Gläsern, ein fifb. Tafelaufsatz, nebst vielem kmft Hausund Küchengeräte, als Waschbrettern, Obstmessern, Plätteisen, Bildern, 1 Bvamten-Tegen mit Zubehör u. v. a. Str,1ti8;rUV 2^76 wert Ms BrtU’eeke Beiv.-BrrekereL 3. 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